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So optimieren Sie Ihr Trading Andreas und Christian Weiß

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Bonuszertifikat auf Europa und BRIC Zwei Wirtschaftsräume im Depot

13/12 29. Juni 2012

Sp e zial > Seite 10

Kapitalschutz-Zertifikate Kombination von Sicherheit und Rendite

T i t e l g e s ch i ch t e > S e i t e 3

The trend ist your friend – Drei US-Toptitel weiter chancenreich

www.zertifikate-kompakt.de


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Liebe Leserinnen und Leser, Steffen Droemert Redaktion zertifikate kompakt

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Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Titelgeschichte: The trend ist your friend – Drei US-Toptitel weiter chancenreich. . . . . . . . . 3 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Buchtipp: So optimieren Sie Ihr Trading . . . . . . . . . . . . . . . 6 Produktprüfung: Bonuszertifikat auf Europa und BRIC. . . . . .7 Spezial: Kapitalschutz-Zertifikate – Kombination von Sicherheit und Rendite . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Börsenumsätze von derivativen Wertpapieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 2

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vergangene Woche verlängerte die US- von Unsicherheit geprägt. In diesen Zeiten Notenbank die Operation Twist bis zum Jah- sollten Anleger über Alternativen zu einem resende. Durch die Senkung des Zinsniveaus „Long only“-Investment in Aktien nachdenam langen Ende sollen die Unternehmen zu ken. In unserer Titelstory stellen wir AktienInvestitionen angeregt werden, die wiederum anleihen auf die drei amerikanischen Aktien das Wirtschaftswachstum fördern. Davon vor, mit denen sich eine – auch bei Trendfolschließlich profitiert auch der Aktienmarkt geaktien immer wieder eintretende – Konsoin den Vereinigten Staaten. Nach einem lidierungsphase überbrücken lässt. guten Jahrsauftakt haben Dow Jones und NASDAQ 100 in den letzten Wochen kor- Trotz der ausbaufähigen Wachstumsdyrigiert. Eine gute Gelegenheit, um sich die namik sind die USA weiterhin die größte Aktien von Apple, Amazon oder Starbucks Volkswirtschaft der Welt, gefolgt von China, einmal näher anzusehen. Alle drei Werte Japan und Deutschland. Wer global invesbefinden sich seit einigen Jahren in intak- tieren möchte, sollte mit einem Investment ten langfristigen Aufwärtstrends und stellen möglichst alle Regionen abdecken, um die somit klassische Trendfolgewerte dar. Getreu Risiken zu verteilen und Wachstumschancen der Devise „The trend is your friend“ bieten besser nutzen zu können. In der ProduktprüRücksetzer der Kursnotierung eine gute fung sehen wir uns daher ein BonuszertifiMöglichkeit, um auf ermäßigtem Niveau kat genauer an, das sich sowohl auf Europa einzusteigen, denn Trends laufen nicht selten als auch auf die BRIC-Staaten bezieht. Wer viel länger und weiter als man es sich vor- angesichts der aktuellen Unsicherheit und stellt. Allerdings sollte man sich stets auch erhöhten Volatilität an den Märkten lieber vergegenwärtigen, dass Wertentwicklungen auf Nummer sicher gehen will, für den sind in der Vergangenheit kein verlässlicher Indi- Kapitalschutz-Zertifikate interessant. Was kator für die künftige Wertentwicklung sind. genau sich dahinter verbirgt und wie die Neben dem konjunkturellen Umfeld kommt Produkte funktionieren, erläutern wir in es für eine fortgesetzte Wertsteigung vor unserem Spezial. allem darauf an, dass die Unternehmen über funktionierende Geschäftsmodelle verfügen. Letzteres steht bei Apple, Amazon und Star- Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre. bucks außer Frage. Bleibt der Blick auf das konjunkturelle Umfeld. Dieses ist aufgrund Herzlichst, der europäischen Schuldenkrise nach wie vor Ihre zertifikate kompakt-Redaktion


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Editorial

The trend ist your friend – Drei US-Toptitel weiter chancenreich Die Schuldenkrise lastet wie Blei auf den europäischen Aktienmärkten. Selbst der DAX kann sich der negativen Stimmung nicht entziehen. Stattdessen fließt viel Kapital in die USA – den vermeintlich sicheren Hafen. Doch auch an US-Märkten müssen Anleger genau hinschauen. Dann bieten sich allerdings sehr interessante Chancen. Wer sich den Verfall des Euro gegenüber dem US-Dollar anschaut, muss zu der Schlussfolgerung kommen, dass die Situation in den USA deutlich besser ist als in Westeuropa. Doch dies ist ein Trugschluss. Tatsächlich ist die Stimmung bei Firmenmanagern so pessimistisch wie seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 nicht mehr. In den vergangenen Wochen haben zahlreiche USUnternehmen im Vorfeld der bevorstehenden Quartalsberichtssaison ihre Prognosen reduziert. Inzwischen beträgt das Verhältnis der Unternehmen, die ihre Prognosen angehoben haben, zu den Firmen, die Umsatz- und Gewinnwarnungen ausgesprochen haben, sehr negative 1 zu 3,6. USA: Stimmung verdunkelt sich Ein derartig negatives Verhältnis gab es nicht einmal während der Finanzkrise 2008/09. Aber in den USA finden sich immer noch einige der besten Unternehmen der Welt – und damit bieten die Aktien dieser

Unternehmen dementsprechend aussichtsreiche Investmentchancen. Es sind Unternehmen, die sich seit Jahren mit bekannten Markennamen, dominierenden Marktstellungen und herausragendem Management zu absoluten Stars der Branchen gemacht haben. Unternehmen wie der E-Commerce-Riese Amazon.com, der Kaffeeketten-Betreiber Starbucks oder natürlich Apple – das erfolgreichste Hightech-Unternehmen der letzten fünfzehn Jahre.

notiert im laufenden Jahr fast unverändert. Im weltweiten Vergleich ist dies sogar noch eine vergleichsweise gute Performance. Aber das ist kein Vergleich zu den Kursgewinnen, die Anleger mit den drei Trendfolgewerten erzielten. 2012 stieg die Aktie von Starbucks um knapp 15%. Amazon.com verteuerte sich um über 30%. Den Vogel schoss aber mal wieder die Apple-Aktie ab: Sie stieg trotz der schwierigen Börsenphase um über 40% an – mehr als 40 Mal so stark wie der Dow Jones-Index.

Amazon.com, Apple und Starbucks … Da ist es kein Zufall, dass alle drei Werte zu den besten Trendfolgeaktien gehören, die der US-Markt zu bieten hat. Nicht ohne Grund gehören Amazon.com, Apple und Starbucks zu den erfolgreichsten Aktien an der Wall Street – nicht nur in den vergangenen Jahren, sondern auch für 2012.

Performance verschiedener US-Aktien und Indizes

So haben alle drei Werte die großen US-Indizes massiv outperformt. Der Dow Jones- Index

Wert

Performance 1 Jahr

Performance 10 Jahre

+10,5%

+366,4%

Apple

+72,0%

+544,0%

Starbucks

+33,8%

+261,7%

Dow Jones-Index

+3,0%

+27,3%

S&P 500-Index

+1,9%

Amazon.com

-3,4% Stand 28.06.2012

Ausgewählte Zertifikate auf US-Trendfolgeaktien Typ

Basiswert

Emittent

Aktienanleihe

Amazon.com

Goldman Sachs

Faktor-Zertifikat

Amazon.com

Commerzbank

Aktienanleihe

Apple

Goldman Sachs

Faktor-Zertifikat

Apple

Commerzbank

Aktienanleihe

Starbucks

Goldman Sachs

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Laufzeit

WKN

08.06.2013

GT1YUA

endlos

CZ34RB

08.06.2013

GT1YUB

endlos

CM84RC

08.06.2013

GT1YUC


Titelgeschichte

Zertifikate-News

… sind seit Jahren drei Top-Investments Noch wichtiger: Für alle drei Unternehmen erwarten die Analysten in den kommenden Jahren deutliche Gewinnsteigerungen. So soll sich der Gewinn des Internetriesen Amazon.com im kommenden Jahr mehr als verdoppeln. Amazon.com ist der einzige echte Gewinner der ersten Internetgeneration (AOL, CMGI, Ebay, Yahoo), der heute noch zu den Top-Stars des WorldWideWeb gehört. Die Aktie ist mit einem Kurs/ Gewinn-Verhältnis (KGV) von gut 88 für 2013 alles andere als billig. Aber günstig ist die Aktie des E-Commerce-Marktführers nie gewesen. Trotzdem kaufen Anleger das Papier immer weiter, da Amazon.com über Jahre hohe Wachstumsraten erwirtschaftet.

Buchtipp

Für Starbucks prognostizieren die Analysten einen Gewinnanstieg von dynamischen 21% für 2012 und 25% für 2013. Dafür ist ein KGV von rund 23 für 2013 nicht zu hoch. Schon gar nicht, wenn man über Jahre ein so hohes Wachstum produziert hat wie Starbucks. So rechnen die Analysten für die kommenden fünf Jahre mit einem jährlichen Gewinnzuwachs von knapp 20%. Dynamisches Gewinnwachstum Dann ist da natürlich noch Apple. Der absolute Superstar der Hightech-Szene hat die Markterwartungen in den letzten Jahren durch ein unglaublich rasantes Wachstum immer wieder übertroffen. Deshalb ist die Aktie von Apple selbst nach den gigantischen Kursgewinnen der vergangenen zehn Jahre

Vontobel Rohstoff-Kolumne Investment-Ideen aus der Welt der Rohstoffe T JETZNLOS! TE EN KOSONNIER – r – hie

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Vontobel Rohstoff-Kolumne Um interessierte Anleger gezielter und umfassender informieren zu können, publiziert Vontobel nun wöchentlich die Vontobel Rohstoff-Kolumne. Anleger können sich hier schnell und kompakt über aktuelle Entwicklungen am Rohstoffmarkt informieren. Nähere Informationen über Bank Vontobel Europe AG, Niederlassung Frankfurt am Main, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Telefon +49 (0)69 69 59 96 200

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Spezial

Editorial

immer noch einer der günstigsten Trendfolgewerte der Welt. Das KGV für 2012 liegt gerade mal bei 12,2 und sinkt für 2013 sogar auf 10,6 ab. Dabei erwarten die Analysten für das laufende Geschäftsjahr ein Gewinnwachstum von 69%. Für die kommenden fünf Jahre rechnen die Experten mit einem Wachstum von knapp 22% pro Jahr. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Anleger in diese drei Top-Trendfolgewerte aus dem US-Markt investieren können. Spekulative Anleger setzen mit Faktor-Zertifikaten auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegungen dieser Werte. Aber nach den starken Kursanstiegen könnte im volatilen Marktumfeld natürlich auch erst mal eine Konsolidierung bevorstehen. Für konservative Anleger, die in den volatilen Zeiten eher eine Seitwärtsbewegung oder eine leichte Konsolidierung erwarten, hat die Investmentbank Goldman Sachs Aktienanleihen entwickelt, die noch bis zum 6. Juli gezeichnet werden können. Die Anleihen für die drei Aktien haben jeweils eine Laufzeit von einem Jahr (bis zum 8. Juli 2013). Alle drei Anleihen sind währungsgeschützt. Das Wechselkursverhältnis Euro/US-Dollar spielt also für den Investor keine Rolle. Zudem sind die Aktienanleihen mit tiefen Sicherheitsbarrieren ausgestattet, die 30% unter dem Kurs der jeweiligen Aktie am Bewertungstag liegen. Ein weiterer Vorteil: Entscheidend für die Bewertung ist nur der Aktienkurs am Laufzeitende.

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AB

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Die Performance innerhalb der einjährigen Laufzeit spielt für die Auszahlung des Kupons keine Rolle. Theoretisch kann eine der Aktien während der Laufzeit deutlich unter die Sicherheitsbarriere von 30% fallen, solange der Kurs nur am Laufzeitende über dieser Marke notiert. Liegen die Kurse der Basiswerte am Laufzeitende über den tiefen Sicherheitsbarrieren, erhält der Anleger attraktive Renditekupons zwischen 7,0% bis 8,5%.


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SOCIETE GENERALE

Neue StayHigh- und StayLow-Optionsscheine auf Rohstoffe Die französische Société Générale (SG) baut ihre Palette an StayHigh- und StayLow-Optionsscheinen auf Rohstoffe weiter aus. Die neuen Papiere – insgesamt wurden 13 StayHigh- und 17 StayLowOptionsscheine emittiert – beziehen sich auf Brent Future, Silber und Gold als Basiswerte. Diese Papiere eignen sich für renditeorientierte, risikofreudige Investoren, die auf eine bestimmte Kursrichtung des Basiswerts setzen wollen. StayHigh-Optionsscheine sind mit einem Knock-out-Level ausgestattet, das unter dem Kurs des Basiswerts zum Zeitpunkt der Emission liegt. Erreicht oder unterschreitet der Kurs des Basiswerts während der gesamten Laufzeit dieses KO-Niveau nicht, erhalten Anleger bei Fälligkeit 10 Euro. Wird das KO-Level

jedoch während der Laufzeit auch nur angekratzt, droht ein Totalverlust. Ähnlich verhält es sich bei StayLow-Optionsscheinen: Sie sind mit einem Knock-out-Level ausgestattet, das zum Zeitpunkt der Emission über dem Kurs des Basiswerts liegt. Auch hier darf der Basiswert das KO-Niveau nicht erreichen. Ein Beispiel zur Funktionsweise anhand des StayLow-Optionsscheins mit der WKN: SG287L auf den Basiswert Brent Future: Der Käufer dieses aktuell rund 5,50 Euro teuren Scheins erhält bei Fälligkeit (15. März 2013) 10 Euro pro Schein zurück, wenn der Basiswert während der gesamten Laufzeit stets unter der festgelegten Kursschwelle von 110 US-Dollar notiert. Die maximale Rendite: 4,50 Euro gleich rund 82%.

DDV

Orientierungshilfe für Zertifikate-Anleger online Seit Mitte Juni bietet der Deutsche Derivate Verband (DDV) privaten Anlegern einen Risikomonitor für mehr als 800.000 Anlagezertifikate und Hebelprodukte an. In diesem stuft die unabhängige European Derivatives Group (EDG) das jeweilige Zertifikat in eine von fünf Risikoklassen ein, die von sicherheitsorientiert bis spekulativ reichen. Die einheitliche Risikoeinschätzung beruht auf der Basis eines anerkannten Risikomaßes. Nach erstmaliger Anmeldung unter ddv-risikomonitor.de erhalten Privatanleger automatisch eine E-Mail, sobald sich die DDV-Risikoklasse eines

ihrer Zertifikate im Portfolio verändert hat. Hierfür ist lediglich die Eingabe von WKN oder ISIN der entsprechenden Produkte erforderlich. Damit Anleger das Risiko ihres Portfolios stets im Blick haben, ist die Darstellung des DDV-Risikomonitors für mobile Endgeräte optimiert. Bei den meisten Smartphones lassen sich schon jetzt die Benachrichtigungsoptionen, beispielsweise bei welchen Änderungen der jeweiligen DDV-Risikoklasse informiert werden soll, individuell einstellen. In Kürze ist diese Option bei allen mobilen Endgeräten verfügbar.

CORTAL CONSORS

Flat Fee-Aktionen mit Goldman Sachs und UBS Der Online-Broker Cortal Consors führt gemeinsam mit Goldman Sachs und der Schweizer UBS eine bis Ende 2012 laufende Flat FeeAktion durch. Bis dahin erstattet Cortal Consors ganz oder teilweise die Ordergebühr, falls Consors-Kunden entsprechende Produkte mit dem jeweiligen Emittenten (Handelspartner) direkt außerbörslich handeln. Beim außerbörslichen Handel werden Wertpapiere nicht via Börse, sondern direkt mit dem Emittenten gehandelt. In Kooperation mit

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Goldman Sachs bietet Cortal Consors einen Festpreis von 4,95 Euro pro Trade an. Das Angebot gilt für alle Optionsscheine von Goldman Sachs (ausgenommen Turbo-Optionsscheine sowie Discount-Calls und -Puts) ab 6.000 Euro Ordervolumen. Bei der UBS Flat Fee können ConsorsKunden hingegen bereits ab 1.000 Euro Ordervolumen sparen. Beim außerbörslichen Handel mit Turbo-Optionsscheinen auf Aktien und Aktienindizes verlangt Consors auch hier nur 4,95 Euro pro Trade.


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Andreas und Christian Weiß:

So optimieren Sie Ihr Trading Trading ist Kopfsache, und sehr oft steht man sich selbst im Weg. Wie man typische Fehler vermeidet und die eigenen Emotionen in den Griff bekommt, erläutern die Brüder Andreas und Christian Weiß. Die beiden greifen dabei auf ihre jahrelangen Erfahrungen zurück. Anleger, die im Jahr 2000 in Unternehmen des DAX-Index investierten und eine Buy-and-Hold-Strategie verfolgten, stehen heute mit Verlusten da. Der aktive Trader jedoch hätte theoretisch durch die hohe Volatilität dieser Jahre mit Long- und Shortpositionen auf CFDs, Aktien, Forex, Futures oder Optionen hohe Gewinne erzielen können. Wie kommt es aber, dass sehr viele Anleger, die versuchen, diese kurzfristigen Trends an der Börse auszunutzen, sehr viel Geld verlieren? Oft ist der Mensch selbst das größte Hindernis auf dem Weg zum Börsenerfolg. Die Erkenntnis von Andreas und Christian Weiß hierzu lautet: Durch das Zusammenführen von technischer Analyse mit den Erkenntnissen der Kapitalmarktforschung und der Behavioral Finance kann das Trading systematisch verbessert werden. Die Autoren behandeln alle wichtigen Bereiche, die für das erfolgreiche Trading relevant sind: von den

So optimieren Sie Ihr Trading

Vorüberlegungen zu technischen Handelssystemen über die Methoden der technischen Analyse hin zu Tradingstrategien, Behavioral Finance und Risikomanagement. Es werden auch mögliche Fehler analysiert und Hinweise gegeben, wie diese zu vermeiden sind, um dadurch das Trading weiter zu optimieren. Insbesondere mit den Erkenntnissen über das Behavioral Financing kann der Leser sein eigenes Verhalten analysieren und Emotionen unter Kontrolle bringen. Abschließend liefern die beiden eine empirische Analyse verschiedener Tradingsysteme wie beispielsweise Donchian, Ichimoku oder EMA. Rechenbeispiele und Abbildungen verhelfen zu einem guten Verständnis des Buches. Obwohl sehr viele Informationen in dem Ratgeber zu finden sind, sind diese klar aufbereitet und gut verständlich. Fazit: Die Trading-Profis Andreas und Christian Weiß vereinen technische Analyse, Behavioral Finance sowie Risiko- und Money Management in einem schlüssigen Gesamtkonzept. Damit können sowohl Einsteiger als auch Profis Probleme in den Griff bekommen und langfristig profitabel handeln.

Andreas und Christian Weiß Preis: 34,90 (D) 222 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-864700-03-3 Börsenbuchverlag

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Über die Autoren: Andreas und Christian Weiß sind bei der Vermögensverwaltung Heyder Krüger & Kollegen für Marktanalysen, die Optimierung von Handelsstrategien und das Portfoliomanagement zuständig. Sie verantworten unter anderem den Education-Bereich und schulen Trader regelmäßig in Seminaren und Webinaren in der Technischen Analyse, in Risiko- und Money Management und Behavioral Finance. Seit Anfang 2012 leiten sie als Geschäftsführer die FXFlat Academy in Luxemburg.


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Bonuszertifikat auf Europa und BRIC – Zwei Wirtschaftsräume im Depot Die wirtschaftliche Situation rund um den Globus bleibt angespannt. Immer mehr Öko­ nomen senken ihre Prognosen für das laufende und das kommende Jahr. In so einer Marktphase ist es wichtig, dass Anleger auch Positionen im Depot haben, die in Konsolidierungsphasen eine positive Rendite einbringen. So wie dieses neue Bonuszertifikat. Die Schwächeperiode der Weltwirtschaft und die Korrekturphase der globalen Märkte haben einen Fakt klar aufgezeigt: Der Gedanke des „Decoupling“ der Schwellenländer von den Entwicklungen der Industrieländer ist zum jetzigen Zeitpunkt in der globalisierten Welt nur ein Bewertung

Innovation:

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Transparenz:

HHHII

Chance:

HHHHI

Risiko:

HHHHI

Kosten:

HHHHH

Gesamturteil:

HHHHI

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Wunschgedanke von Theoretikern. Es wird einen höheren Level an Decoupling geben, wenn sich die Binnenmärkte der großen Emerging Markets entwickelt haben – doch das wird noch Jahre dauern. Aktuell sitzen sowohl Europa als auch die Schwellenländer, allen voran natürlich die BRIC-Staaten, im gleichen Boot. Deshalb hat die österreichische Raiffeisen Centrobank (RCB) vor gut zwei Wochen ein neuartiges Bonuszertifikat auf den Markt gebracht, das beide Regionen in einem Produkt bündelt: das „6,8% Europa/BRIC Bonuszertifikat“. Zwei Regionen in einem Zertifikat Wie der Name schon sagt, setzen Anleger mit diesem Bonuszertifikat gleich auf zwei Regionen: Westeuropa und die Emerging Markets – in Form der vier BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Dieses Produkt ist ideal für defensive Investoren, die in den kommenden Jahren nicht mit einem Crash in diesen beiden Regionen rechnen. Europa wird dabei durch den bekannten EURO STOXX 50-Index repräsentiert. Die Performance der BRICs wird anhand des S&P BRIC 40-Index (in Euro) bemessen. Während der EURO STOXX


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die 50 größten Werte aus Westeuropa beinhaltet, spiegelt der S&P BRIC 40-Index die Performance von 40 Blue Chips aus den vier Schwellenländern wider. Blue Chip-Index für die BRICs Der S&P BRIC 40-Index wird von dem Indexanbieter Standard & Poor`s berechnet. Dieser Index setzt auf die absoluten Blue Chips der vier Emerging Markets: Die durchschnittliche Marktkapitalisierung der enthaltenen Werte liegt bei knapp 23 Mrd. US-Dollar. Für den Index kommen nur Werte in Betracht, die mindestens eine Marktkapitalisierung von 1 Mrd. US-Dollar aufweisen. Zudem müssen die Aktien der Unternehmen an den jeweiligen Heimatbörsen, der Börse Hongkong, der Börse London oder den US-Börsen NYSE und Nasdaq gelistet sein. Allerdings ist die Ländergewichtung extrem unausgeglichen. China ist mit einer Gewichtung von rund 45% das absolute Schwergewicht im Index. Brasilien und Russland machen jeweils rund 25% aus. Indien besitzt derzeit nur eine Gewichtung von knapp 5%. Anzeige

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Indexstruktur für Anleger vorteilhaft Diese unausgewogene Gewichtung gereicht dem Anleger derzeit aber sogar zum Vorteil. So gehörten chinesische Werte zu den großen Börsenverlierern der letzten zwei Jahre in Asien. Aufgrund dieser Underperformance sind China-Aktien inzwischen extrem günstig bewertet. Tatsächlich gehören die chinesischen Märkte mittlerweile zu den günstigsten Börsen in Asien. Es ist also extrem unwahrscheinlich, dass die chinesischen Aktienmärkte nochmals einen Crash erleben, bei dem sich die Kurse halbieren. Das Gleiche gilt für den russischen Markt, der sogar die günstigste Börse der Welt ist. Damit sind 75% des Index nach unten gut abgesichert. Auf der anderen Seite ist Indien das größte Problemkind unter den vier BRIC-Staaten. Indien steckt in einer Zwickmühle aus sinkendem Wirtschaftswachstum und hoher Inflation fest. Aber da der indische Markt nur eine Gewichtung von knapp 5% aufweist, fallen diese Probleme beim Index kaum ins Gewicht. Bonuszertifikat besitzt anlegerfreundliche Struktur Das Bonuszertifikat auf den S&P BRIC 40-Index und den EURO STOX X 50 besitzt eine anlegerfreundliche Struktur: Das Produkt weist nur eine mittelfristige Laufzeit von zwei Jahren auf (bis zum 9. Juni 2014). Zudem erhebt der Emittent keine Managementgebühr. Es fallen also keine zusätzlichen Kosten an.

Jede Woche wertvolle Informationen für Ihre Anlageentscheidungen

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Allerdings ist ein Punkt klarzustellen: Die Produktbezeichnung des Emittenten ist irreführend. Denn bei dem Europa/BRIC Bonuszertifikat handelt es sich in Wirklichkeit nicht um ein klassisches Bonuszertifikat ohne Cap (Obergrenze), bei dem der Anleger unbegrenzt an steigenden Kursen des Basiswertes partizipiert. Vielmehr ist


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Europa/BRIC Bonuszertifikat: Typ

Basiswert

Emittent

Bonuszertifikat

EURO STOXX 50 / S&P BRIC 40

Raiffeisen Centrobank

Laufzeit

WKN

09.06.2014

RCE 3TD

Performance des EURO STOXX 50 und der BRICs 2012 Land/Region

Index

Performance 2012

Europa

EURO STOXX 50

-6,3%

Brasilien

Bovespa

-5,9%

China

Shanghai Composite

-4,3%

Indien

Sensex 30

+9,2%

Russland

RTS

-6,4% Stand 28.06.2012

das Produkt in Wahrheit eher strukturiert wie eine Indexanleihe mit Kapitalschutz oder ein Capped Bonuszertifikat, bei dem die Obergrenze beim Ausgabepreis liegt. Bei diesem Produkt profitiert der Anleger also nicht von Kurssteigerungen der beiden Indizes. Dafür erhält er einen jährlichen Zinskupon ausgeschüttet. Und das Produkt besitzt eine ungewöhnlich tiefe Sicherheitsschwelle. Ungewöhnlich tiefe Sicherheitsbarriere Die Sicherheitsbarriere für die Indizes EURO STOXX 50 und den S&P BRIC 40 liegen jetzt 50% und 49% unter den aktuellen Kursen. Das sind außergewöhnlich große Abstände bis zur Sicherheitsschwelle und ist wiederum typisch für Capped Bonuszertifikate. Denn dort wird die fehlende Partizipation an steigenden Kursen durch einen größeren Sicherheitspuffer ausgeglichen. Dieses Produkt eignet sich also ideal für eine Marktphase, in der die Kurse in Europa und den BRIC-Staaten seitwärts laufen oder moderat fallen. Angesichts der Unsicherheiten über die Schuldenkrise in Westeuropa und die Wachstumssorgen in den Emerging Markets ist dies ein Szenario, das Investoren in ihrer Anlagestrategie beachten sollten. Ideal für Konsolidierungsphase In dieser Börsenphase spielt das Produkt der RCB seine Stärken voll aus. Denn wenn beide Indizes während der gesamten Laufzeit immer oberhalb ihrer Sicherheitsschwellen notieren, erhält der Anleger pro Jahr einen Zinskupon von 6,8% und zum Laufzeitende eine Rückzahlung von 100% des Startwerts. Dabei ist es völlig unerheblich, ob die Indizes nur seitwärts gelaufen oder um 40% in den Keller gerauscht sind. Die Ausschüttung erfolgt jeweils am 12. Juni 2013 und 2014. Beim Durchbrechen der Barriere von 50% des Startwerts eines der beiden Indizes erhält der Anleger die 9

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Wertentwicklung der Indizes am Ende der Laufzeit ausgezahlt und partizipiert damit gegebenenfalls voll an den Verlusten. Vor dem Hintergrund der deutlichen Korrekturen der vergangenen Monate ist ein Einbruch von 50% in beiden Märkten allerdings eher unwahrscheinlich. Damit besitzt dieses Produkt ein attraktives Chance/ Risiko-Verhältnis.

Fazit: Dieses Produkt eignet sich hervorragend als konservative Depotbeimischung für volatile Zeiten. Solange es an den Börsen in Westeuropa und den BRIC-Staaten zu keinem Crash kommt, bietet das Bonuszertifikat ein sehr attraktives Chance/RisikoProfil. Immerhin können beide Indizes in den kommenden zwei Jahren über 40% fallen – und der Anleger erwirtschaftet trotzdem eine Gesamtrendite von 13,4% in zwei Jahren.


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Kapitalschutz-Zertifikate –

Kombination von Sicherheit und Rendite Kapitalschutz-Zertifikate und auch Garantie-Anleihen bieten dem Anleger die Chance, sowohl attraktive Renditen zu erwirtschaften als auch sein Kapital teilweise oder komplett zu schützen. Die Renditekomponente kann durch unterschiedliche Basiswerte wie Indizes, Aktien oder Rohstoffe dargestellt werden. Wichtig für Anleger ist zu wissen, dass der Kapitalschutz erst zum Ende der Laufzeit wirksam wird. Während der Laufzeit ist der Preis des Zertifikats von verschiedenen Komponenten bestimmt und kann deshalb auch unterhalb des Kapitalschutz-Niveaus liegen. Dabei sind vor allem die Kursveränderungen des Basiswerts der Produkte und Zinsänderungen zu beachten. Beide Faktoren sind kursbestimmende Elemente von Garantieprodukten. Der komplette Schutz oder der Teilschutz bezieht sich auf den Nennwert. Wenn Anleger das Produkt erst nach der Emission am Sekundärmarkt erwerben und einen höheren Preis als den Nennwert zahlen, fällt diese Differenz nicht unter den Kapitalschutz. Die Rückzahlungsgarantie greift nur, wenn die Emittentin nicht insolvent wird. Rohstoffe mit Garantie An einem steigenden Ölpreis können Anleger mit einem Garantie-Zertifikat von Barclays profitieren (WKN: BC9GN2). Das Produkt mit Bewertungstag am 25.05.2017 bietet einen hundertprozentigen Kapitalschutz zum Laufzeitende. Basiswert ist die an der ICE gehandelte Brent Crude Oil-Sorte. Investoren partizipieren bis zu einem Barrel-Preis 10

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von 160,25 US-Dollar an der Preisentwicklung des Nordseeöls. Das Papier ist währungsgeschützt, so dass eine Veränderung des Euro/ US-Dollar-Wechselkurses keinen Einfluss auf das Auszahlungsprofil hat. Neben einem Einzelinvestment in einen Rohstoff bieten sich auch Rohstoff-Indizes als Basiswerte für Kapitalschutz-Zertifikate an. Die DZ Bank hat ein RohstoffGarant-Zertifikat auf den DZ Bank Best Commodity (DZBC)-Index begeben (WKN: AK0CP1). Emittiert wurde das Papier zu 100 Euro, die maximale Rückzahlung ist auf 130 Euro begrenzt. Entscheidend ist allerdings nicht der Kurs des Index bei Fälligkeit, sondern ein Durchschnittskurs, der sich aus einer quartalsweisen Beobachtung des Indexstands ergibt. Die DZBank beschränkt sich im Index auf acht unterschiedliche Rohstoffe, die nicht gleich gewichtet sind. Die ursprüngliche Zielgewichtung wird monatlich wiederhergestellt. Wichtige Aufnahmekriterien für den Index sind Liquidität und wirtschaftliche Bedeutung des Rohstoffs. Die Indexkriterien sehen auch eine Streuung über verschiedene Rohstoffsegmente vor. Daher sind Energieträger, Agrargüter sowie Industrie- und Edelmetalle in dieser Benchmark enthalten. Teilschutz am US-Aktienmarkt Der US-amerikanische Index, der am meisten beachtet wird, ist der Dow Jones Industrial 30. Bedeutender, weil er die Wirtschaftskraft der US-amerikanischen Unternehmen in der Breite besser widerspiegelt, ist dagegen der S&P-500. Er ist mit 500 Aktien auch stärker diversifiziert als der Dow Jones, der nur 30 Werte umfasst. Ein Produkt der RBS garantiert 95% des Kapitaleinsatzes des Nennwertes (WKN: AA44QW). Bewertungstag ist der 15. 05. 2017. Der Anleger partizipiert ohne Obergrenze zu 100,24% an steigenden Kursen des wohl wichtigsten Index weltweit, ausgehend von 95 % des IndexReferenzstands bei Emission (1.340,36 Punkte). Das entspricht 1.273 Index-Punkten.


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Fondspartizipation ohne Verlustrisiko Auf die Wertentwicklung eines Fondsklassikers, nämlich des Carmignac Patrimoine, können Anleger mit einer Garant-Anleihe der HypoVereinsbank setzen (WKN: HV53MS). Der Mischfonds aus Frankreich ist mit einem Volumen von 23 Mrd. Euro ein beliebtes Produkt für Fondsanleger. Investiert wird in Anleihen und Aktien. Mindestens 50% sind in Anleihen und im Geldmarkt angelegt. Dadurch reduziert der Fonds das Aktienmarktrisiko für Anleger, allerdings beinhaltet der Investmentfonds keine Kapitalgarantie. Zertifikatekäufer können ohne das Risiko von Kursverlusten zum Laufzeitende auf die Wertentwicklung des Carmignac Patrimoine setzen. Der Referenzkurs des Investmentfonds lag bei Lancierung des Zertifikats bei 5.546,64 EUR. Anleger müssen beachten, dass die Fondsgesellschaft aufgrund des hohen absoluten Preises für einen Fondsanteil zum 01.07. 2012 einen Split durchführt. Für einen alten Fondsanteil werden zehn neue eingebucht. Dadurch wird auch der Referenzkurs des Zertifikats entsprechend angepasst. Während der Laufzeit sind Beobachtungstage festgelegt, an denen der Fondskurs betrachtet wird. Daraus wird ein Durchschnittswert gebildet und mit dem Referenzkurs des Fonds bei Emission verglichen. Wenn die durchschnittliche prozentuale Wertentwicklung gegenüber dem Referenzkurs positiv ist, wird diese zusätzlich zum Nominalbetrag zum Laufzeitende ausgezahlt. Liegt der Carmignac Patrimoine beispielsweise zum Laufzeitende aufgrund der Durchschnittsbildung 25% höher, erhält der Anleger zum Laufzeitende 1.325 Euro zurück. Dieser Betrag setzt sich aus dem in jedem Fall gezahlten Nominalwert von 1.000 Euro und aus dem zusätzlichen Ertrag der positiven prozentualen Wertentwicklung, multipliziert mit dem Partizipationsfaktor 1,3 (25% x 1,3 = 32,50%), zusammen. Bewertungstag des Produkts ist der 12.07.2017. Safe-Investments in Aktien Die Landesbank Baden-Württemberg hat eine Safe-Anleihe auf die Aktie des DAX-Titels RWE im Angebot (WKN: LB0LK5).

Buchtipp

Produktprüfung

Das Zertifikat wird zum Laufzeitende mindestens zu 100% des Nennwerts in Höhe von 1.000 Euro zurückgezahlt. Die Höhe der Rückzahlung ist abhängig von der Entwicklung der RWE-Aktie. Die maximale Rückzahlung ist auf 148% des Nennwerts begrenzt, somit können maximal 1.480 Euro zum Laufzeitende zurückgezahlt werden. Dies ist der Fall, wenn die RWE-Aktie bei 48,68 Euro oder darüber notiert. Relevanter Bewertungstag ist der 15.06.2018. An dem Tag gibt es drei mögliche Auszahlungsprofile. Notiert die RWE-Aktie auf oder über dem Cap, wird die Safe-Anleihe zu 1.480 Euro getilgt, notiert die Aktie unterhalb des Caps, aber oberhalb des Referenzkurses der RWE-Aktie bei Emission des Zertifikates (32,89 Euro), wird der Nennwert zuzüglich der prozentualen Kursentwicklung ausgezahlt. Bei einem Aktienkurs von 32,89 Euro und darunter erhält der Investor den Nennwert von 1.000 Euro.

Fazit: Anleger haben die Möglichkeit bei Safe-Produkten Chancen wahrzunehmen, ohne die Kursverlustrisiken der Basiswerte auf sich nehmen zu müssen. Zu beachten ist, dass der Kapitalschutz erst zum Ende der Laufzeit bezogen auf den Nominalwert des Produkts greift. Wie bei allen Derivaten besteht auch hier ein Emittentenrisiko.

Ausgewählte Kapitalschutz-Zertifikate

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Name

Emittent

Laufzeit

Öl Protect-Anleihe

Barclays

01.06.2017

BC9GN2

DZBC Index RohstoffGarant

DZ BANK

23.11.2018

AK0CP1

Garant-Anleihe auf Carmignac Patrimoine

HypoVereinsbank

19.06.2017

HV53MS

RWE Safe-Anleihe mit Cap

LBBW

22.06.2018

LB0LK5

S&P-500 Teilschutzanleihe

RBS

22.05.2017

AA44QW

Bonuszertifikat

EURO STOXX 50 / S&P BRIC 40

Raiffeisen Centrobank

RCE 3TD

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WKN


Börsenumsätze von derivativen Wertpapieren

Editorial

Titelgeschichte

Zertifikate-News

Buchtipp

Produktprüfung

Spezial

Deutscher Derivate Verband

Umsatz nach Produktkategorien Mai 2012 Volumen ausgeführter Kundenorders Produktkategorien Kapitalschutz-­Zertifikate Strukturierte Anleihen

Zahl ausgeführter Kundenorders

VOLUMEN

Veränderung zum Vormonat

Anteil am Gesamtvolumen

ZAHL

112.593.640

­7,4%

2,9%

7.129

Veränderung zum Vormonat 6,8%

56.691.893

18,2%

1,5%

2.538

3,3%

Aktienanleihen

160.497.634

­4,4%

4,1%

8.783

-1,9%

Discount­-Zertifikate

901.578.428

6,7%

23,2%

19.471

­-3,2%

80.999.720

38,7%

2,1%

6.239

36,8%

Bonus­­-Zertifikate

Express­-Zertifikate

488.222.151

25,6%

12,6%

15.959

6,1%

Index­und Partizipations­Zertifikate

378.030.852

14,1%

9,7%

22.380

­11,0%

3.700.712

­10,5%

0,1%

276

­4,5%

Outperformance­ und Sprint­-­Zertifikate Sonstige Zertifikate

15.215.323

-33,4%

0,4%

857

-35,1%

2.197.530.352

12,4%

56,6%

83.632

­5,1%

587.166.097

­3,5%

15,1%

92.584

­9,1%

Knock­­-Out Produkte

1.094.911.492

1,6%

28,2%

227.328

­4,0%

Hebelprodukte gesamt

1.682.077.589

2,2%

43,4%

319.912

­5,4%

Gesamt

3.879.607.940

7,7%

100,0%

403.544

5,3%

Anlageprodukte gesamt Optionsscheine

Anteil am Gesamtvolumen 3 % 2 %

Kapitalschutz­-Zertifikate Strukturierte Anleihen

4%

Aktienanleihen Discount-­Zertifikate

28 %

Express-Zertifikate

23 %

Bonus­­-Zertifikate Index­und Partizipations-Zertifikate Outperformance­ / Sprint­-Zertifikate

15 % 13 %

2 %

10 %

Sonstige Zertifikate (Zuordnung noch nicht festgelegt) Optionsscheine Knock­-Out Produkte

Impressum V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko

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Herausgeber: Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13, 80539 München

Erscheinungsweise: alle 14 Tage, jeweils Freitags

Geschäftsführer: Dr. Wolfram Weimer

Die Börsenumsätze von derivativen Wertpapieren werden mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Derivate Verbands (www.derivateverband.de) veröffentlicht.

Amtsgericht: München, HRB 198201 Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Margot Habjan, Steffen Drömert, Daniel Wilhelmi, Stefan Gätzner, Michaela Ellen Lenz, Wolfgang Tenor, Frank Szillat, Christian Bayer Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel: 0911 / 274 00-0, andreas.fiek@finanzpark.de Technik: Daniel Gruber Layout: addna, Nürnberg

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Auflage: 49.000

Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. zertifikate kompakt Archiv: http://www.zertifikate-kompakt.de/archiv Leserservice: leserservice@zertifikate-kompakt.de Deutsche Bibliothek: ISSN 1862-6661 Risikohinweis/Disclaimer: „Sie erhalten diesen Newsletter als kostenlosen Service der Weimer Media Group GmbH. Alle veröffentlichten Artikel,

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Ausgabe 13/12 (Titelgeschichte: The trend ist your friend Drei US-Toptitel weiter chancenreich)