Page 1

INHaLtE

uPDatE 4|12

 Community bewegt  Monitoring gegen unerwünschte Nebenwirkungen  Rundum-Navigationsservice für Kongressbesucher  Visionär – Vision verändert die Perspektive  Zentrum für Logistikoptimierung  Stark durch Kooperation

Wir stehen als Gesellschaft gegenwärtig vor großen Herausforderungen: Stabilisierung, Nachhaltigkeit und „smartes Wachstum“ werden angesichts der Finanzkrise und der Erschöpfung vieler Ressourcen immer mehr zum Paradigma unserer Zeit. Die EU-Kommission begegnet dieser Tatsache mit dem kommenden EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“. 80 Milliarden Euro stehen dafür zu Verfügung, erstmals sind drei Förderschienen unter einem Dach vereint. Die Themenbereiche lauten unter anderem: Erneuerbare Energie, Gesundheit, Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft, intelligente Mobilität. Diese Visionen 2020 brauchen interdisziplinäre Zusammenarbeit – um letztlich auch die wirtschaftlichen Potenziale zu heben. Diese Interdisziplinarität leben wir bei Salzburg Research seit Jahren sowohl im Team wie auch inhaltlich: Wir paaren Know-how zu Innovationsmethoden mit Semantic Web Technologien, um riesige Datenmengen – „Big Data“ – zu analysieren und Firmen einen Wettbewerbsvorsprung zu ermöglichen. Der Energiesektor der Zukunft braucht Know-how aus den Bereichen Energietechnologie und -wirtschaft sowie Internettechnologien. Intelligente Medikation braucht medizinisches Know-how und smarte IT, um Krankheitsverläufe besser zu begleiten und damit vorhersehend steuern zu können. Diese und noch mehr visionäre Blicke über den Tellerrand leistet ein interdisziplinäres Team mit einer Kernkompetenz im Bereich Technologie und gleichzeitig einem anerkannten Mix aus Mitarbeiter/-innen vieler verschiedener Disziplinen. Gemeinsam gelingt es uns, in angewandten Projekten nicht nur den „Technology Push“, sondern auch den „Innovation Pull“ zu beherrschen. 

Ihr Geschäftsführer Siegfried Reich P.S.: Auch das Kompetenzzentrum Salzburg NewMediaLab betreibt visionäre Vorausschau: Zwölf Aussagen wurden formuliert und Expert/-innen wetteten, ob und wann diese eintreffen. Eine unabhängige Jury wird die Ergebnisse überprüfen – wir halten Sie auf dem Laufenden! Video zur Wette: http://youtu.be/UCZ0mx8tJyM  siegfried.reich@salzburgresearch.at

COMMuNItY BEWEGt Offene Software, gemeinsam entwickelt in der Community, kommt direkt der Wirtschaft zugute. Salzburg Research hat ihr Engagement in diesem Bereich stark ausgeweitet: zahlreiche Software-Bausteine stehen mit wirtschaftsfreundlicher Lizenz der Allgemeinheit zur Verfügung. Damit fließen Ergebnisse aus öffentlich geförderter Forschung direkt an die Nutznießer und bleiben auch nach Projektende aktuell. Vorreiter in Sachen Open Source war in den letzten Jahren das EU­ Forschungsvorhaben “IKS – Interactive Knowledge Stack”. Unter der Leitung von Salzburg Research wurden mehrere Software­Module für intelligentes Content Management erstellt. Im September wurde die IKS­Software „Apache Stanbol“ von der renommierten Apache Software Foundation zum Top­Level Projekt erhoben. Zusätzlich wurde in den vergangenen Monaten ein umfangreiches akademisches Ausbildungsmaterial rund um verschiedene Aspekte des semantischen Content­Managements erstellt. Dieses Materi­ al behandelt grundlegende Themen wie Content Management im

Allgemeinen, das semantische Web und die zugrunde liegenden Technologien sowie fortgeschrittene Konzepte der Modellierung komplexer Wissensgebiete mit Ontologien. Mit den im IKS­Projekt entwickelten Ansätzen, Modellen und Methoden werden up­to­date Forschungsergebnisse zur Einführung semantischen Content­Ma­ nagement und Software­Engineering­Ansätze für die Entwicklung von semantischen CMS vorgestellt. Alle Schulungsunterlagen sind online frei verfügbar. Auch andere Open Source­Entwicklungen sind mittlerweile weit ver­ breitet: Das Linked Media Framework ist bei den Salzburger Nachrich­ ten im Produktiveinsatz und wird in immer mehr Projekten nachge­ fragt. Ein weiteres Inkubationsprojekt bei Apache ist in Vorbereitung.  john.pereira@salzburgresearch.at  www.iks-project.eu/academy

Nutznießer der Technologie Unternehmen im Bereich CMS – vom KMU bis zum Global Player. Im Einsatz CMS wie Typo3, Drupal und Symphony haben große Teile von Software made by Salzburg Research integriert. Unter den Anwendern sind namhafte Organisationen wie WHO, Adobe oder Renault. Größte Herausforderung Alle unter einen Hut zu bringen – Projektpartner, Erstanwender, freie Entwickler. Überzeugendster Nutzen: Analysen von Informationsflüssen und die Verknüpfung zu verwandten Informa­ tionsströmen außerhalb des Unternehmens. Größter Erfolg Die Anerkennung von Apache Stanbol als Vollprojekt durch die Apache Foundation. John Pereira, IKS Community Manager

MONItORING GEGEN uNERWÜNSCHtE NEBENWIRkuNGEN

Neben- und Wechselwirkungen von Medikamente werden für Mediziner/-innen immer unübersichtlicher. Salzburg Research entwickelte ein Pilotsystem für mehr Patientensicherheit. Derzeit sind mehr als 13.000 Medikamente in Österreich zugelas­ sen – Tendenz steigend. Mit der Zahl der Arzneien steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Neben­ und Wechselwirkungen. Ärztinnen und Ärzte können diese ständig wachsenden Datenmengen im Alltag

kaum mehr überblicken. IKT­basierte Lösungen unterstützen sie bei dieser Herausforderung. Das Pilotsystem „iMedication“ ermöglicht die Identifizierung und Überwachung von unerwünschten Nebenwirkungen und unterstützt damit ein kontinuierliches Monitoring von Arzneimittelrisiken bzw. die Patientensicherheit im Krankenhaus. iMedication durchsucht die Patientenakte nach möglichen Risiken und kombiniert Indikatoren, die auf unerwünschte Arzneimittelereignisse hinweisen, wie Diagno­ sen, Laborwertverschiebungen oder verdächtige klinische Ereignisse wie Stürze, Verwirrtheit u.ä. Das System schlägt Alarm und empfiehlt – abhängig vom Risikograd – unterschiedliche Vorgangsweisen. Das Pilotsystem wurde am Universitätsklinikum Salzburg in vier typi­ schen Anwendungsfällen aus dem stationären Klinikalltag getestet. Das 2­jährige Forschungsprojekt wurde vom BMVIT unterstützt. For­ schungspartner: Salzburger Landeskliniken, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Medexter Healthcare, Landesapotheke am Lan­ desklinikum Salzburg.   manuela.ploessnig@salzburgresearch.at

>QuOtE

»

Jochen Schuler, Paracelsus Medizinische Privatuniversität �iMedication unterstützt die Begutachtung und Bewertung von Verdachtsfällen durch unerwünschte Arzneimitteleffekte. Zum einen durch die Einbindung von zusätzlichen Informationen zu betroffenen Arzneimitteln und zum anderen durch einen standardisierten Evaluierungsprozess mit automatisierter Meldung von bestätigten unerwünschten Arzneimittelwirklungen an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Dies ermöglicht eine wesentlich effizientere Einschätzung und Bewertung für die medizinischen Gutachter/-innen. Es können konkrete Verdachtsfälle und ursächliche Zusammenhänge zur Medikation direkt bewertet werden.�

RuNDuM-NaVIGatIONSSERVICE FÜR kONGRESSBESuCHER Die Besucher/-innen des 19. ITS Weltkongress Ende Oktober erlebten eine Premiere. Die „Kongressnavigator“-App vernetzte erstmals alles, was bei einem Kongress wichtig ist: die Navigation durch die Stadt und das Kongresszentrum, Konferenzprogramm, Fahrpläne und Tickets. Die App für Kongressbesucher/­innen verknüpft erstmals alle Infor­ mationen direkt am Smartphone: Von jedem beliebigen Startpunkt direkt zum gewünschten Messestand oder zur gebuchten Veran­ staltung. Salzburg Research entwickelte gemeinsam mit dem Wiener Unter­ nehmen Fluidtime Data Services GmbH das Routing­ und Naviga­ tionsmodul. Die Integration von der Outdoor zur Indoor­Navigation funktioniert nahtlos – jeder Start­ oder Zielpunkt innerhalb oder au­ ßerhalb des Kongresszentrums war möglich. Start­ oder Zielpunk­ te konnten per Texteingabe, Auswahl auf einer Karte oder mittels Einlesens eines QR­Codes ausgewählt werden. Schon im Vorfeld konnten die Besucher/­innen jene Messestände markieren, die sie besuchen möchten. Die App liefert die schnellste Route – mit öf­ fentlichen Verkehrsmitteln, Citybikes und/oder zu Fuß. Auch eine barrierefreie Option stand zur Verfügung.

Basierend auf Gebäude­ und Ausstellungsplänen wurden mehr als 800 Indoor­Punkte definiert: Messestände, Vortrags­ und Bespre­ chungsräume sowie das Demonstrationsgelände, Toiletten, Geld­ automaten oder Gastronomiestationen. Bei allen Indoor­Routen erhalten die Besucher/­innen detaillierte, auf die Situation vor Ort maßgeschneiderte Beschreibungen, Piktogramme und eine Über­ sichtskarte – Verirren war damit ausgeschlossen. Der ITS Weltkongress findet im Wechsel alle drei Jahre in Amerika, Asien und Europa statt und gastierte heuer erstmals in Wien. Rund 300 Aussteller und etwa 10.000 Teil­ nehmer nahmen an diesem Großevent teil. Die App wurde von AustriaTech, einem Tochterunternehmen des BM­ VIT, konzipiert und vom Klima­ und Energiefonds gefördert. Projektpart­ ner: Fluidtime, ITS Vienna Region, CSS­ Computer­Systems­Support, TechTalk.  karl.rehrl@salzburgresearch.at  www.itsworldcongress.com

VISIONÄR – VISION VERÄNDERt DIE PERSPEktIVE Vision als treibende Kraft der Erneuerung – seit der Gründung im Jahr 2000 steckt dieser Gedanke als Motor hinter den Forschungsleistungen von Salzburg Research. Das international renommierte Technologie-Großprojekt IKS (Interactive Knowledge Stack) ist ein gutes Beispiel für visionäre Ansätze, wie sie von der Europäischen Kommission gefordert werden: „Anstatt nur wenige, direkt beteiligte Unternehmen an den Ergebnissen teilhaben zu lassen, wurden in IKS 40 externe KMU in die Entwicklung der Software miteinbezogen. Zusätzlich wurde sämtliche Software als kommerziell nutzbarer Open Source Code veröffentlicht“, erklärt der wissenschaftliche Projektleiter Wernher Behrendt. IKS wurde von Salzburg Research initiiert und koordiniert, das Konsortium bestand aus sieben Forschungs- und sechs Industriepartnern, darunter auch so namhafte wie Adobe Systems Incorporated. In IKS entwickelte eine ca. 200 köpfige weltweite Community, Open Source-Bausteine, die sowohl die Effektivität wie auch Produktivität von Content Management Systemen (CMS) verbessern. Zentrales Anliegen des Projektes ist es, Web-Inhalte mit maschinenverständlichen Zusatzdaten zu versehen, die automatisch analysiert werden können. Auf dieser Basis können CMS-Firmen ihren Kunden branchenspezifische Lösungen maßschneidern. Entwickler/-innen aus Unternehmen, freie Entwickler/-innen und Entwickler/innen aus Forschungseinrichtungen erarbeiteten gemeinsam die Software-Pakete, die nun offen und mit einer freien Lizenz für den kommerziellen Einsatz zur Verfügung stehen. „Herausfordernd war die Einbeziehung von Open Source Software-Commu-

nitys sowie den konkreten Nutzen der Unternehmen im Bereich CMS-Lösungen ausfindig zu machen“, sagt John Pereira, Community Manager von IKS. So tauschten sich immer mehr Entwickler/innen in diversen Foren, Blogs und in mehr als 3.500 Mails aus. „Die Entwicklung einer weltweiten Software-Community wird dadurch gefördert, dass die Hauptentwickler den Neulingen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für Unternehmen interessant wurde die IKS Technologie vor allem durch die Weitergabe der Projektergebnisse an externe Firmen, die laufend eine Validierung der Ergebnisse vornahmen“, sagt Rupert Westenthaler, Senior Software Architekt bei Salzburg Research. „Die IKS-Technologie wird mittlerweile unter anderem im Web-Auftritt von Renault Frankreich eingesetzt. Der Höhepunkt für IKS war, dass unsere Open Source Software bei der weltweit führenden Open Source Organisation, der Apache Software Foundation, als Vollprojekt anerkannt wurde. Das hat unseres Wissens bis jetzt noch kein EU Projekt erreicht“, ergänzt Pereira. Denn: Visionär zu denken und an der Gestaltung von Zukunftsbildern zu arbeiten, ist das Wesen einer Forschungseinrichtung. Wir spüren dabei technologischen Trends nach und entwickeln daraus innovative Ideen für Wirtschaft und Gesellschaft. Diesen Innovationsimpuls bringen wir auch in die Unternehmen, mit denen wir kooperieren. Wir eröffnen damit neue Perspektiven und sind Vorreiter bei der Gestaltung technologischer Innovationen.   margit.greisberger@salzburgresearch.at

WORD RaP

VORWORt

Newsletter der Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH


INHaLtE

uPDatE 4|12

 Community bewegt  Monitoring gegen unerwünschte Nebenwirkungen  Rundum-Navigationsservice für Kongressbesucher  Visionär – Vision verändert die Perspektive  Zentrum für Logistikoptimierung  Stark durch Kooperation

Wir stehen als Gesellschaft gegenwärtig vor großen Herausforderungen: Stabilisierung, Nachhaltigkeit und „smartes Wachstum“ werden angesichts der Finanzkrise und der Erschöpfung vieler Ressourcen immer mehr zum Paradigma unserer Zeit. Die EU-Kommission begegnet dieser Tatsache mit dem kommenden EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“. 80 Milliarden Euro stehen dafür zu Verfügung, erstmals sind drei Förderschienen unter einem Dach vereint. Die Themenbereiche lauten unter anderem: Erneuerbare Energie, Gesundheit, Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft, intelligente Mobilität. Diese Visionen 2020 brauchen interdisziplinäre Zusammenarbeit – um letztlich auch die wirtschaftlichen Potenziale zu heben. Diese Interdisziplinarität leben wir bei Salzburg Research seit Jahren sowohl im Team wie auch inhaltlich: Wir paaren Know-how zu Innovationsmethoden mit Semantic Web Technologien, um riesige Datenmengen – „Big Data“ – zu analysieren und Firmen einen Wettbewerbsvorsprung zu ermöglichen. Der Energiesektor der Zukunft braucht Know-how aus den Bereichen Energietechnologie und -wirtschaft sowie Internettechnologien. Intelligente Medikation braucht medizinisches Know-how und smarte IT, um Krankheitsverläufe besser zu begleiten und damit vorhersehend steuern zu können. Diese und noch mehr visionäre Blicke über den Tellerrand leistet ein interdisziplinäres Team mit einer Kernkompetenz im Bereich Technologie und gleichzeitig einem anerkannten Mix aus Mitarbeiter/-innen vieler verschiedener Disziplinen. Gemeinsam gelingt es uns, in angewandten Projekten nicht nur den „Technology Push“, sondern auch den „Innovation Pull“ zu beherrschen. 

Ihr Geschäftsführer Siegfried Reich P.S.: Auch das Kompetenzzentrum Salzburg NewMediaLab betreibt visionäre Vorausschau: Zwölf Aussagen wurden formuliert und Expert/-innen wetteten, ob und wann diese eintreffen. Eine unabhängige Jury wird die Ergebnisse überprüfen – wir halten Sie auf dem Laufenden! Video zur Wette: http://youtu.be/UCZ0mx8tJyM  siegfried.reich@salzburgresearch.at

COMMuNItY BEWEGt Offene Software, gemeinsam entwickelt in der Community, kommt direkt der Wirtschaft zugute. Salzburg Research hat ihr Engagement in diesem Bereich stark ausgeweitet: zahlreiche Software-Bausteine stehen mit wirtschaftsfreundlicher Lizenz der Allgemeinheit zur Verfügung. Damit fließen Ergebnisse aus öffentlich geförderter Forschung direkt an die Nutznießer und bleiben auch nach Projektende aktuell. Vorreiter in Sachen Open Source war in den letzten Jahren das EU­ Forschungsvorhaben “IKS – Interactive Knowledge Stack”. Unter der Leitung von Salzburg Research wurden mehrere Software­Module für intelligentes Content Management erstellt. Im September wurde die IKS­Software „Apache Stanbol“ von der renommierten Apache Software Foundation zum Top­Level Projekt erhoben. Zusätzlich wurde in den vergangenen Monaten ein umfangreiches akademisches Ausbildungsmaterial rund um verschiedene Aspekte des semantischen Content­Managements erstellt. Dieses Materi­ al behandelt grundlegende Themen wie Content Management im

Allgemeinen, das semantische Web und die zugrunde liegenden Technologien sowie fortgeschrittene Konzepte der Modellierung komplexer Wissensgebiete mit Ontologien. Mit den im IKS­Projekt entwickelten Ansätzen, Modellen und Methoden werden up­to­date Forschungsergebnisse zur Einführung semantischen Content­Ma­ nagement und Software­Engineering­Ansätze für die Entwicklung von semantischen CMS vorgestellt. Alle Schulungsunterlagen sind online frei verfügbar. Auch andere Open Source­Entwicklungen sind mittlerweile weit ver­ breitet: Das Linked Media Framework ist bei den Salzburger Nachrich­ ten im Produktiveinsatz und wird in immer mehr Projekten nachge­ fragt. Ein weiteres Inkubationsprojekt bei Apache ist in Vorbereitung.  john.pereira@salzburgresearch.at  www.iks-project.eu/academy

Nutznießer der Technologie Unternehmen im Bereich CMS – vom KMU bis zum Global Player. Im Einsatz CMS wie Typo3, Drupal und Symphony haben große Teile von Software made by Salzburg Research integriert. Unter den Anwendern sind namhafte Organisationen wie WHO, Adobe oder Renault. Größte Herausforderung Alle unter einen Hut zu bringen – Projektpartner, Erstanwender, freie Entwickler. Überzeugendster Nutzen: Analysen von Informationsflüssen und die Verknüpfung zu verwandten Informa­ tionsströmen außerhalb des Unternehmens. Größter Erfolg Die Anerkennung von Apache Stanbol als Vollprojekt durch die Apache Foundation. John Pereira, IKS Community Manager

MONItORING GEGEN uNERWÜNSCHtE NEBENWIRkuNGEN

Neben- und Wechselwirkungen von Medikamente werden für Mediziner/-innen immer unübersichtlicher. Salzburg Research entwickelte ein Pilotsystem für mehr Patientensicherheit. Derzeit sind mehr als 13.000 Medikamente in Österreich zugelas­ sen – Tendenz steigend. Mit der Zahl der Arzneien steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Neben­ und Wechselwirkungen. Ärztinnen und Ärzte können diese ständig wachsenden Datenmengen im Alltag

kaum mehr überblicken. IKT­basierte Lösungen unterstützen sie bei dieser Herausforderung. Das Pilotsystem „iMedication“ ermöglicht die Identifizierung und Überwachung von unerwünschten Nebenwirkungen und unterstützt damit ein kontinuierliches Monitoring von Arzneimittelrisiken bzw. die Patientensicherheit im Krankenhaus. iMedication durchsucht die Patientenakte nach möglichen Risiken und kombiniert Indikatoren, die auf unerwünschte Arzneimittelereignisse hinweisen, wie Diagno­ sen, Laborwertverschiebungen oder verdächtige klinische Ereignisse wie Stürze, Verwirrtheit u.ä. Das System schlägt Alarm und empfiehlt – abhängig vom Risikograd – unterschiedliche Vorgangsweisen. Das Pilotsystem wurde am Universitätsklinikum Salzburg in vier typi­ schen Anwendungsfällen aus dem stationären Klinikalltag getestet. Das 2­jährige Forschungsprojekt wurde vom BMVIT unterstützt. For­ schungspartner: Salzburger Landeskliniken, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Medexter Healthcare, Landesapotheke am Lan­ desklinikum Salzburg.   manuela.ploessnig@salzburgresearch.at

>QuOtE

»

Jochen Schuler, Paracelsus Medizinische Privatuniversität �iMedication unterstützt die Begutachtung und Bewertung von Verdachtsfällen durch unerwünschte Arzneimitteleffekte. Zum einen durch die Einbindung von zusätzlichen Informationen zu betroffenen Arzneimitteln und zum anderen durch einen standardisierten Evaluierungsprozess mit automatisierter Meldung von bestätigten unerwünschten Arzneimittelwirklungen an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Dies ermöglicht eine wesentlich effizientere Einschätzung und Bewertung für die medizinischen Gutachter/-innen. Es können konkrete Verdachtsfälle und ursächliche Zusammenhänge zur Medikation direkt bewertet werden.�

RuNDuM-NaVIGatIONSSERVICE FÜR kONGRESSBESuCHER Die Besucher/-innen des 19. ITS Weltkongress Ende Oktober erlebten eine Premiere. Die „Kongressnavigator“-App vernetzte erstmals alles, was bei einem Kongress wichtig ist: die Navigation durch die Stadt und das Kongresszentrum, Konferenzprogramm, Fahrpläne und Tickets. Die App für Kongressbesucher/­innen verknüpft erstmals alle Infor­ mationen direkt am Smartphone: Von jedem beliebigen Startpunkt direkt zum gewünschten Messestand oder zur gebuchten Veran­ staltung. Salzburg Research entwickelte gemeinsam mit dem Wiener Unter­ nehmen Fluidtime Data Services GmbH das Routing­ und Naviga­ tionsmodul. Die Integration von der Outdoor zur Indoor­Navigation funktioniert nahtlos – jeder Start­ oder Zielpunkt innerhalb oder au­ ßerhalb des Kongresszentrums war möglich. Start­ oder Zielpunk­ te konnten per Texteingabe, Auswahl auf einer Karte oder mittels Einlesens eines QR­Codes ausgewählt werden. Schon im Vorfeld konnten die Besucher/­innen jene Messestände markieren, die sie besuchen möchten. Die App liefert die schnellste Route – mit öf­ fentlichen Verkehrsmitteln, Citybikes und/oder zu Fuß. Auch eine barrierefreie Option stand zur Verfügung.

Basierend auf Gebäude­ und Ausstellungsplänen wurden mehr als 800 Indoor­Punkte definiert: Messestände, Vortrags­ und Bespre­ chungsräume sowie das Demonstrationsgelände, Toiletten, Geld­ automaten oder Gastronomiestationen. Bei allen Indoor­Routen erhalten die Besucher/­innen detaillierte, auf die Situation vor Ort maßgeschneiderte Beschreibungen, Piktogramme und eine Über­ sichtskarte – Verirren war damit ausgeschlossen. Der ITS Weltkongress findet im Wechsel alle drei Jahre in Amerika, Asien und Europa statt und gastierte heuer erstmals in Wien. Rund 300 Aussteller und etwa 10.000 Teil­ nehmer nahmen an diesem Großevent teil. Die App wurde von AustriaTech, einem Tochterunternehmen des BM­ VIT, konzipiert und vom Klima­ und Energiefonds gefördert. Projektpart­ ner: Fluidtime, ITS Vienna Region, CSS­ Computer­Systems­Support, TechTalk.  karl.rehrl@salzburgresearch.at  www.itsworldcongress.com

VISIONÄR – VISION VERÄNDERt DIE PERSPEktIVE Vision als treibende Kraft der Erneuerung – seit der Gründung im Jahr 2000 steckt dieser Gedanke als Motor hinter den Forschungsleistungen von Salzburg Research. Das international renommierte Technologie-Großprojekt IKS (Interactive Knowledge Stack) ist ein gutes Beispiel für visionäre Ansätze, wie sie von der Europäischen Kommission gefordert werden: „Anstatt nur wenige, direkt beteiligte Unternehmen an den Ergebnissen teilhaben zu lassen, wurden in IKS 40 externe KMU in die Entwicklung der Software miteinbezogen. Zusätzlich wurde sämtliche Software als kommerziell nutzbarer Open Source Code veröffentlicht“, erklärt der wissenschaftliche Projektleiter Wernher Behrendt. IKS wurde von Salzburg Research initiiert und koordiniert, das Konsortium bestand aus sieben Forschungs- und sechs Industriepartnern, darunter auch so namhafte wie Adobe Systems Incorporated. In IKS entwickelte eine ca. 200 köpfige weltweite Community, Open Source-Bausteine, die sowohl die Effektivität wie auch Produktivität von Content Management Systemen (CMS) verbessern. Zentrales Anliegen des Projektes ist es, Web-Inhalte mit maschinenverständlichen Zusatzdaten zu versehen, die automatisch analysiert werden können. Auf dieser Basis können CMS-Firmen ihren Kunden branchenspezifische Lösungen maßschneidern. Entwickler/-innen aus Unternehmen, freie Entwickler/-innen und Entwickler/innen aus Forschungseinrichtungen erarbeiteten gemeinsam die Software-Pakete, die nun offen und mit einer freien Lizenz für den kommerziellen Einsatz zur Verfügung stehen. „Herausfordernd war die Einbeziehung von Open Source Software-Commu-

nitys sowie den konkreten Nutzen der Unternehmen im Bereich CMS-Lösungen ausfindig zu machen“, sagt John Pereira, Community Manager von IKS. So tauschten sich immer mehr Entwickler/innen in diversen Foren, Blogs und in mehr als 3.500 Mails aus. „Die Entwicklung einer weltweiten Software-Community wird dadurch gefördert, dass die Hauptentwickler den Neulingen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für Unternehmen interessant wurde die IKS Technologie vor allem durch die Weitergabe der Projektergebnisse an externe Firmen, die laufend eine Validierung der Ergebnisse vornahmen“, sagt Rupert Westenthaler, Senior Software Architekt bei Salzburg Research. „Die IKS-Technologie wird mittlerweile unter anderem im Web-Auftritt von Renault Frankreich eingesetzt. Der Höhepunkt für IKS war, dass unsere Open Source Software bei der weltweit führenden Open Source Organisation, der Apache Software Foundation, als Vollprojekt anerkannt wurde. Das hat unseres Wissens bis jetzt noch kein EU Projekt erreicht“, ergänzt Pereira. Denn: Visionär zu denken und an der Gestaltung von Zukunftsbildern zu arbeiten, ist das Wesen einer Forschungseinrichtung. Wir spüren dabei technologischen Trends nach und entwickeln daraus innovative Ideen für Wirtschaft und Gesellschaft. Diesen Innovationsimpuls bringen wir auch in die Unternehmen, mit denen wir kooperieren. Wir eröffnen damit neue Perspektiven und sind Vorreiter bei der Gestaltung technologischer Innovationen.   margit.greisberger@salzburgresearch.at

WORD RaP

VORWORt

Newsletter der Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH


INHaLtE

uPDatE 4|12

 Community bewegt  Monitoring gegen unerwünschte Nebenwirkungen  Rundum-Navigationsservice für Kongressbesucher  Visionär – Vision verändert die Perspektive  Zentrum für Logistikoptimierung  Stark durch Kooperation

Wir stehen als Gesellschaft gegenwärtig vor großen Herausforderungen: Stabilisierung, Nachhaltigkeit und „smartes Wachstum“ werden angesichts der Finanzkrise und der Erschöpfung vieler Ressourcen immer mehr zum Paradigma unserer Zeit. Die EU-Kommission begegnet dieser Tatsache mit dem kommenden EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“. 80 Milliarden Euro stehen dafür zu Verfügung, erstmals sind drei Förderschienen unter einem Dach vereint. Die Themenbereiche lauten unter anderem: Erneuerbare Energie, Gesundheit, Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft, intelligente Mobilität. Diese Visionen 2020 brauchen interdisziplinäre Zusammenarbeit – um letztlich auch die wirtschaftlichen Potenziale zu heben. Diese Interdisziplinarität leben wir bei Salzburg Research seit Jahren sowohl im Team wie auch inhaltlich: Wir paaren Know-how zu Innovationsmethoden mit Semantic Web Technologien, um riesige Datenmengen – „Big Data“ – zu analysieren und Firmen einen Wettbewerbsvorsprung zu ermöglichen. Der Energiesektor der Zukunft braucht Know-how aus den Bereichen Energietechnologie und -wirtschaft sowie Internettechnologien. Intelligente Medikation braucht medizinisches Know-how und smarte IT, um Krankheitsverläufe besser zu begleiten und damit vorhersehend steuern zu können. Diese und noch mehr visionäre Blicke über den Tellerrand leistet ein interdisziplinäres Team mit einer Kernkompetenz im Bereich Technologie und gleichzeitig einem anerkannten Mix aus Mitarbeiter/-innen vieler verschiedener Disziplinen. Gemeinsam gelingt es uns, in angewandten Projekten nicht nur den „Technology Push“, sondern auch den „Innovation Pull“ zu beherrschen. 

Ihr Geschäftsführer Siegfried Reich P.S.: Auch das Kompetenzzentrum Salzburg NewMediaLab betreibt visionäre Vorausschau: Zwölf Aussagen wurden formuliert und Expert/-innen wetteten, ob und wann diese eintreffen. Eine unabhängige Jury wird die Ergebnisse überprüfen – wir halten Sie auf dem Laufenden! Video zur Wette: http://youtu.be/UCZ0mx8tJyM  siegfried.reich@salzburgresearch.at

COMMuNItY BEWEGt Offene Software, gemeinsam entwickelt in der Community, kommt direkt der Wirtschaft zugute. Salzburg Research hat ihr Engagement in diesem Bereich stark ausgeweitet: zahlreiche Software-Bausteine stehen mit wirtschaftsfreundlicher Lizenz der Allgemeinheit zur Verfügung. Damit fließen Ergebnisse aus öffentlich geförderter Forschung direkt an die Nutznießer und bleiben auch nach Projektende aktuell. Vorreiter in Sachen Open Source war in den letzten Jahren das EU­ Forschungsvorhaben “IKS – Interactive Knowledge Stack”. Unter der Leitung von Salzburg Research wurden mehrere Software­Module für intelligentes Content Management erstellt. Im September wurde die IKS­Software „Apache Stanbol“ von der renommierten Apache Software Foundation zum Top­Level Projekt erhoben. Zusätzlich wurde in den vergangenen Monaten ein umfangreiches akademisches Ausbildungsmaterial rund um verschiedene Aspekte des semantischen Content­Managements erstellt. Dieses Materi­ al behandelt grundlegende Themen wie Content Management im

Allgemeinen, das semantische Web und die zugrunde liegenden Technologien sowie fortgeschrittene Konzepte der Modellierung komplexer Wissensgebiete mit Ontologien. Mit den im IKS­Projekt entwickelten Ansätzen, Modellen und Methoden werden up­to­date Forschungsergebnisse zur Einführung semantischen Content­Ma­ nagement und Software­Engineering­Ansätze für die Entwicklung von semantischen CMS vorgestellt. Alle Schulungsunterlagen sind online frei verfügbar. Auch andere Open Source­Entwicklungen sind mittlerweile weit ver­ breitet: Das Linked Media Framework ist bei den Salzburger Nachrich­ ten im Produktiveinsatz und wird in immer mehr Projekten nachge­ fragt. Ein weiteres Inkubationsprojekt bei Apache ist in Vorbereitung.  john.pereira@salzburgresearch.at  www.iks-project.eu/academy

Nutznießer der Technologie Unternehmen im Bereich CMS – vom KMU bis zum Global Player. Im Einsatz CMS wie Typo3, Drupal und Symphony haben große Teile von Software made by Salzburg Research integriert. Unter den Anwendern sind namhafte Organisationen wie WHO, Adobe oder Renault. Größte Herausforderung Alle unter einen Hut zu bringen – Projektpartner, Erstanwender, freie Entwickler. Überzeugendster Nutzen: Analysen von Informationsflüssen und die Verknüpfung zu verwandten Informa­ tionsströmen außerhalb des Unternehmens. Größter Erfolg Die Anerkennung von Apache Stanbol als Vollprojekt durch die Apache Foundation. John Pereira, IKS Community Manager

MONItORING GEGEN uNERWÜNSCHtE NEBENWIRkuNGEN

Neben- und Wechselwirkungen von Medikamente werden für Mediziner/-innen immer unübersichtlicher. Salzburg Research entwickelte ein Pilotsystem für mehr Patientensicherheit. Derzeit sind mehr als 13.000 Medikamente in Österreich zugelas­ sen – Tendenz steigend. Mit der Zahl der Arzneien steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Neben­ und Wechselwirkungen. Ärztinnen und Ärzte können diese ständig wachsenden Datenmengen im Alltag

kaum mehr überblicken. IKT­basierte Lösungen unterstützen sie bei dieser Herausforderung. Das Pilotsystem „iMedication“ ermöglicht die Identifizierung und Überwachung von unerwünschten Nebenwirkungen und unterstützt damit ein kontinuierliches Monitoring von Arzneimittelrisiken bzw. die Patientensicherheit im Krankenhaus. iMedication durchsucht die Patientenakte nach möglichen Risiken und kombiniert Indikatoren, die auf unerwünschte Arzneimittelereignisse hinweisen, wie Diagno­ sen, Laborwertverschiebungen oder verdächtige klinische Ereignisse wie Stürze, Verwirrtheit u.ä. Das System schlägt Alarm und empfiehlt – abhängig vom Risikograd – unterschiedliche Vorgangsweisen. Das Pilotsystem wurde am Universitätsklinikum Salzburg in vier typi­ schen Anwendungsfällen aus dem stationären Klinikalltag getestet. Das 2­jährige Forschungsprojekt wurde vom BMVIT unterstützt. For­ schungspartner: Salzburger Landeskliniken, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Medexter Healthcare, Landesapotheke am Lan­ desklinikum Salzburg.   manuela.ploessnig@salzburgresearch.at

>QuOtE

»

Jochen Schuler, Paracelsus Medizinische Privatuniversität �iMedication unterstützt die Begutachtung und Bewertung von Verdachtsfällen durch unerwünschte Arzneimitteleffekte. Zum einen durch die Einbindung von zusätzlichen Informationen zu betroffenen Arzneimitteln und zum anderen durch einen standardisierten Evaluierungsprozess mit automatisierter Meldung von bestätigten unerwünschten Arzneimittelwirklungen an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Dies ermöglicht eine wesentlich effizientere Einschätzung und Bewertung für die medizinischen Gutachter/-innen. Es können konkrete Verdachtsfälle und ursächliche Zusammenhänge zur Medikation direkt bewertet werden.�

RuNDuM-NaVIGatIONSSERVICE FÜR kONGRESSBESuCHER Die Besucher/-innen des 19. ITS Weltkongress Ende Oktober erlebten eine Premiere. Die „Kongressnavigator“-App vernetzte erstmals alles, was bei einem Kongress wichtig ist: die Navigation durch die Stadt und das Kongresszentrum, Konferenzprogramm, Fahrpläne und Tickets. Die App für Kongressbesucher/­innen verknüpft erstmals alle Infor­ mationen direkt am Smartphone: Von jedem beliebigen Startpunkt direkt zum gewünschten Messestand oder zur gebuchten Veran­ staltung. Salzburg Research entwickelte gemeinsam mit dem Wiener Unter­ nehmen Fluidtime Data Services GmbH das Routing­ und Naviga­ tionsmodul. Die Integration von der Outdoor zur Indoor­Navigation funktioniert nahtlos – jeder Start­ oder Zielpunkt innerhalb oder au­ ßerhalb des Kongresszentrums war möglich. Start­ oder Zielpunk­ te konnten per Texteingabe, Auswahl auf einer Karte oder mittels Einlesens eines QR­Codes ausgewählt werden. Schon im Vorfeld konnten die Besucher/­innen jene Messestände markieren, die sie besuchen möchten. Die App liefert die schnellste Route – mit öf­ fentlichen Verkehrsmitteln, Citybikes und/oder zu Fuß. Auch eine barrierefreie Option stand zur Verfügung.

Basierend auf Gebäude­ und Ausstellungsplänen wurden mehr als 800 Indoor­Punkte definiert: Messestände, Vortrags­ und Bespre­ chungsräume sowie das Demonstrationsgelände, Toiletten, Geld­ automaten oder Gastronomiestationen. Bei allen Indoor­Routen erhalten die Besucher/­innen detaillierte, auf die Situation vor Ort maßgeschneiderte Beschreibungen, Piktogramme und eine Über­ sichtskarte – Verirren war damit ausgeschlossen. Der ITS Weltkongress findet im Wechsel alle drei Jahre in Amerika, Asien und Europa statt und gastierte heuer erstmals in Wien. Rund 300 Aussteller und etwa 10.000 Teil­ nehmer nahmen an diesem Großevent teil. Die App wurde von AustriaTech, einem Tochterunternehmen des BM­ VIT, konzipiert und vom Klima­ und Energiefonds gefördert. Projektpart­ ner: Fluidtime, ITS Vienna Region, CSS­ Computer­Systems­Support, TechTalk.  karl.rehrl@salzburgresearch.at  www.itsworldcongress.com

VISIONÄR – VISION VERÄNDERt DIE PERSPEktIVE Vision als treibende Kraft der Erneuerung – seit der Gründung im Jahr 2000 steckt dieser Gedanke als Motor hinter den Forschungsleistungen von Salzburg Research. Das international renommierte Technologie-Großprojekt IKS (Interactive Knowledge Stack) ist ein gutes Beispiel für visionäre Ansätze, wie sie von der Europäischen Kommission gefordert werden: „Anstatt nur wenige, direkt beteiligte Unternehmen an den Ergebnissen teilhaben zu lassen, wurden in IKS 40 externe KMU in die Entwicklung der Software miteinbezogen. Zusätzlich wurde sämtliche Software als kommerziell nutzbarer Open Source Code veröffentlicht“, erklärt der wissenschaftliche Projektleiter Wernher Behrendt. IKS wurde von Salzburg Research initiiert und koordiniert, das Konsortium bestand aus sieben Forschungs- und sechs Industriepartnern, darunter auch so namhafte wie Adobe Systems Incorporated. In IKS entwickelte eine ca. 200 köpfige weltweite Community, Open Source-Bausteine, die sowohl die Effektivität wie auch Produktivität von Content Management Systemen (CMS) verbessern. Zentrales Anliegen des Projektes ist es, Web-Inhalte mit maschinenverständlichen Zusatzdaten zu versehen, die automatisch analysiert werden können. Auf dieser Basis können CMS-Firmen ihren Kunden branchenspezifische Lösungen maßschneidern. Entwickler/-innen aus Unternehmen, freie Entwickler/-innen und Entwickler/innen aus Forschungseinrichtungen erarbeiteten gemeinsam die Software-Pakete, die nun offen und mit einer freien Lizenz für den kommerziellen Einsatz zur Verfügung stehen. „Herausfordernd war die Einbeziehung von Open Source Software-Commu-

nitys sowie den konkreten Nutzen der Unternehmen im Bereich CMS-Lösungen ausfindig zu machen“, sagt John Pereira, Community Manager von IKS. So tauschten sich immer mehr Entwickler/innen in diversen Foren, Blogs und in mehr als 3.500 Mails aus. „Die Entwicklung einer weltweiten Software-Community wird dadurch gefördert, dass die Hauptentwickler den Neulingen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für Unternehmen interessant wurde die IKS Technologie vor allem durch die Weitergabe der Projektergebnisse an externe Firmen, die laufend eine Validierung der Ergebnisse vornahmen“, sagt Rupert Westenthaler, Senior Software Architekt bei Salzburg Research. „Die IKS-Technologie wird mittlerweile unter anderem im Web-Auftritt von Renault Frankreich eingesetzt. Der Höhepunkt für IKS war, dass unsere Open Source Software bei der weltweit führenden Open Source Organisation, der Apache Software Foundation, als Vollprojekt anerkannt wurde. Das hat unseres Wissens bis jetzt noch kein EU Projekt erreicht“, ergänzt Pereira. Denn: Visionär zu denken und an der Gestaltung von Zukunftsbildern zu arbeiten, ist das Wesen einer Forschungseinrichtung. Wir spüren dabei technologischen Trends nach und entwickeln daraus innovative Ideen für Wirtschaft und Gesellschaft. Diesen Innovationsimpuls bringen wir auch in die Unternehmen, mit denen wir kooperieren. Wir eröffnen damit neue Perspektiven und sind Vorreiter bei der Gestaltung technologischer Innovationen.   margit.greisberger@salzburgresearch.at

WORD RaP

VORWORt

Newsletter der Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH


INHaLtE

uPDatE 4|12

 Community bewegt  Monitoring gegen unerwünschte Nebenwirkungen  Rundum-Navigationsservice für Kongressbesucher  Visionär – Vision verändert die Perspektive  Zentrum für Logistikoptimierung  Stark durch Kooperation

Wir stehen als Gesellschaft gegenwärtig vor großen Herausforderungen: Stabilisierung, Nachhaltigkeit und „smartes Wachstum“ werden angesichts der Finanzkrise und der Erschöpfung vieler Ressourcen immer mehr zum Paradigma unserer Zeit. Die EU-Kommission begegnet dieser Tatsache mit dem kommenden EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“. 80 Milliarden Euro stehen dafür zu Verfügung, erstmals sind drei Förderschienen unter einem Dach vereint. Die Themenbereiche lauten unter anderem: Erneuerbare Energie, Gesundheit, Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft, intelligente Mobilität. Diese Visionen 2020 brauchen interdisziplinäre Zusammenarbeit – um letztlich auch die wirtschaftlichen Potenziale zu heben. Diese Interdisziplinarität leben wir bei Salzburg Research seit Jahren sowohl im Team wie auch inhaltlich: Wir paaren Know-how zu Innovationsmethoden mit Semantic Web Technologien, um riesige Datenmengen – „Big Data“ – zu analysieren und Firmen einen Wettbewerbsvorsprung zu ermöglichen. Der Energiesektor der Zukunft braucht Know-how aus den Bereichen Energietechnologie und -wirtschaft sowie Internettechnologien. Intelligente Medikation braucht medizinisches Know-how und smarte IT, um Krankheitsverläufe besser zu begleiten und damit vorhersehend steuern zu können. Diese und noch mehr visionäre Blicke über den Tellerrand leistet ein interdisziplinäres Team mit einer Kernkompetenz im Bereich Technologie und gleichzeitig einem anerkannten Mix aus Mitarbeiter/-innen vieler verschiedener Disziplinen. Gemeinsam gelingt es uns, in angewandten Projekten nicht nur den „Technology Push“, sondern auch den „Innovation Pull“ zu beherrschen. 

Ihr Geschäftsführer Siegfried Reich P.S.: Auch das Kompetenzzentrum Salzburg NewMediaLab betreibt visionäre Vorausschau: Zwölf Aussagen wurden formuliert und Expert/-innen wetteten, ob und wann diese eintreffen. Eine unabhängige Jury wird die Ergebnisse überprüfen – wir halten Sie auf dem Laufenden! Video zur Wette: http://youtu.be/UCZ0mx8tJyM  siegfried.reich@salzburgresearch.at

COMMuNItY BEWEGt Offene Software, gemeinsam entwickelt in der Community, kommt direkt der Wirtschaft zugute. Salzburg Research hat ihr Engagement in diesem Bereich stark ausgeweitet: zahlreiche Software-Bausteine stehen mit wirtschaftsfreundlicher Lizenz der Allgemeinheit zur Verfügung. Damit fließen Ergebnisse aus öffentlich geförderter Forschung direkt an die Nutznießer und bleiben auch nach Projektende aktuell. Vorreiter in Sachen Open Source war in den letzten Jahren das EU­ Forschungsvorhaben “IKS – Interactive Knowledge Stack”. Unter der Leitung von Salzburg Research wurden mehrere Software­Module für intelligentes Content Management erstellt. Im September wurde die IKS­Software „Apache Stanbol“ von der renommierten Apache Software Foundation zum Top­Level Projekt erhoben. Zusätzlich wurde in den vergangenen Monaten ein umfangreiches akademisches Ausbildungsmaterial rund um verschiedene Aspekte des semantischen Content­Managements erstellt. Dieses Materi­ al behandelt grundlegende Themen wie Content Management im

Allgemeinen, das semantische Web und die zugrunde liegenden Technologien sowie fortgeschrittene Konzepte der Modellierung komplexer Wissensgebiete mit Ontologien. Mit den im IKS­Projekt entwickelten Ansätzen, Modellen und Methoden werden up­to­date Forschungsergebnisse zur Einführung semantischen Content­Ma­ nagement und Software­Engineering­Ansätze für die Entwicklung von semantischen CMS vorgestellt. Alle Schulungsunterlagen sind online frei verfügbar. Auch andere Open Source­Entwicklungen sind mittlerweile weit ver­ breitet: Das Linked Media Framework ist bei den Salzburger Nachrich­ ten im Produktiveinsatz und wird in immer mehr Projekten nachge­ fragt. Ein weiteres Inkubationsprojekt bei Apache ist in Vorbereitung.  john.pereira@salzburgresearch.at  www.iks-project.eu/academy

Nutznießer der Technologie Unternehmen im Bereich CMS – vom KMU bis zum Global Player. Im Einsatz CMS wie Typo3, Drupal und Symphony haben große Teile von Software made by Salzburg Research integriert. Unter den Anwendern sind namhafte Organisationen wie WHO, Adobe oder Renault. Größte Herausforderung Alle unter einen Hut zu bringen – Projektpartner, Erstanwender, freie Entwickler. Überzeugendster Nutzen: Analysen von Informationsflüssen und die Verknüpfung zu verwandten Informa­ tionsströmen außerhalb des Unternehmens. Größter Erfolg Die Anerkennung von Apache Stanbol als Vollprojekt durch die Apache Foundation. John Pereira, IKS Community Manager

MONItORING GEGEN uNERWÜNSCHtE NEBENWIRkuNGEN

Neben- und Wechselwirkungen von Medikamente werden für Mediziner/-innen immer unübersichtlicher. Salzburg Research entwickelte ein Pilotsystem für mehr Patientensicherheit. Derzeit sind mehr als 13.000 Medikamente in Österreich zugelas­ sen – Tendenz steigend. Mit der Zahl der Arzneien steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Neben­ und Wechselwirkungen. Ärztinnen und Ärzte können diese ständig wachsenden Datenmengen im Alltag

kaum mehr überblicken. IKT­basierte Lösungen unterstützen sie bei dieser Herausforderung. Das Pilotsystem „iMedication“ ermöglicht die Identifizierung und Überwachung von unerwünschten Nebenwirkungen und unterstützt damit ein kontinuierliches Monitoring von Arzneimittelrisiken bzw. die Patientensicherheit im Krankenhaus. iMedication durchsucht die Patientenakte nach möglichen Risiken und kombiniert Indikatoren, die auf unerwünschte Arzneimittelereignisse hinweisen, wie Diagno­ sen, Laborwertverschiebungen oder verdächtige klinische Ereignisse wie Stürze, Verwirrtheit u.ä. Das System schlägt Alarm und empfiehlt – abhängig vom Risikograd – unterschiedliche Vorgangsweisen. Das Pilotsystem wurde am Universitätsklinikum Salzburg in vier typi­ schen Anwendungsfällen aus dem stationären Klinikalltag getestet. Das 2­jährige Forschungsprojekt wurde vom BMVIT unterstützt. For­ schungspartner: Salzburger Landeskliniken, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Medexter Healthcare, Landesapotheke am Lan­ desklinikum Salzburg.   manuela.ploessnig@salzburgresearch.at

>QuOtE

»

Jochen Schuler, Paracelsus Medizinische Privatuniversität �iMedication unterstützt die Begutachtung und Bewertung von Verdachtsfällen durch unerwünschte Arzneimitteleffekte. Zum einen durch die Einbindung von zusätzlichen Informationen zu betroffenen Arzneimitteln und zum anderen durch einen standardisierten Evaluierungsprozess mit automatisierter Meldung von bestätigten unerwünschten Arzneimittelwirklungen an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Dies ermöglicht eine wesentlich effizientere Einschätzung und Bewertung für die medizinischen Gutachter/-innen. Es können konkrete Verdachtsfälle und ursächliche Zusammenhänge zur Medikation direkt bewertet werden.�

RuNDuM-NaVIGatIONSSERVICE FÜR kONGRESSBESuCHER Die Besucher/-innen des 19. ITS Weltkongress Ende Oktober erlebten eine Premiere. Die „Kongressnavigator“-App vernetzte erstmals alles, was bei einem Kongress wichtig ist: die Navigation durch die Stadt und das Kongresszentrum, Konferenzprogramm, Fahrpläne und Tickets. Die App für Kongressbesucher/­innen verknüpft erstmals alle Infor­ mationen direkt am Smartphone: Von jedem beliebigen Startpunkt direkt zum gewünschten Messestand oder zur gebuchten Veran­ staltung. Salzburg Research entwickelte gemeinsam mit dem Wiener Unter­ nehmen Fluidtime Data Services GmbH das Routing­ und Naviga­ tionsmodul. Die Integration von der Outdoor zur Indoor­Navigation funktioniert nahtlos – jeder Start­ oder Zielpunkt innerhalb oder au­ ßerhalb des Kongresszentrums war möglich. Start­ oder Zielpunk­ te konnten per Texteingabe, Auswahl auf einer Karte oder mittels Einlesens eines QR­Codes ausgewählt werden. Schon im Vorfeld konnten die Besucher/­innen jene Messestände markieren, die sie besuchen möchten. Die App liefert die schnellste Route – mit öf­ fentlichen Verkehrsmitteln, Citybikes und/oder zu Fuß. Auch eine barrierefreie Option stand zur Verfügung.

Basierend auf Gebäude­ und Ausstellungsplänen wurden mehr als 800 Indoor­Punkte definiert: Messestände, Vortrags­ und Bespre­ chungsräume sowie das Demonstrationsgelände, Toiletten, Geld­ automaten oder Gastronomiestationen. Bei allen Indoor­Routen erhalten die Besucher/­innen detaillierte, auf die Situation vor Ort maßgeschneiderte Beschreibungen, Piktogramme und eine Über­ sichtskarte – Verirren war damit ausgeschlossen. Der ITS Weltkongress findet im Wechsel alle drei Jahre in Amerika, Asien und Europa statt und gastierte heuer erstmals in Wien. Rund 300 Aussteller und etwa 10.000 Teil­ nehmer nahmen an diesem Großevent teil. Die App wurde von AustriaTech, einem Tochterunternehmen des BM­ VIT, konzipiert und vom Klima­ und Energiefonds gefördert. Projektpart­ ner: Fluidtime, ITS Vienna Region, CSS­ Computer­Systems­Support, TechTalk.  karl.rehrl@salzburgresearch.at  www.itsworldcongress.com

VISIONÄR – VISION VERÄNDERt DIE PERSPEktIVE Vision als treibende Kraft der Erneuerung – seit der Gründung im Jahr 2000 steckt dieser Gedanke als Motor hinter den Forschungsleistungen von Salzburg Research. Das international renommierte Technologie-Großprojekt IKS (Interactive Knowledge Stack) ist ein gutes Beispiel für visionäre Ansätze, wie sie von der Europäischen Kommission gefordert werden: „Anstatt nur wenige, direkt beteiligte Unternehmen an den Ergebnissen teilhaben zu lassen, wurden in IKS 40 externe KMU in die Entwicklung der Software miteinbezogen. Zusätzlich wurde sämtliche Software als kommerziell nutzbarer Open Source Code veröffentlicht“, erklärt der wissenschaftliche Projektleiter Wernher Behrendt. IKS wurde von Salzburg Research initiiert und koordiniert, das Konsortium bestand aus sieben Forschungs- und sechs Industriepartnern, darunter auch so namhafte wie Adobe Systems Incorporated. In IKS entwickelte eine ca. 200 köpfige weltweite Community, Open Source-Bausteine, die sowohl die Effektivität wie auch Produktivität von Content Management Systemen (CMS) verbessern. Zentrales Anliegen des Projektes ist es, Web-Inhalte mit maschinenverständlichen Zusatzdaten zu versehen, die automatisch analysiert werden können. Auf dieser Basis können CMS-Firmen ihren Kunden branchenspezifische Lösungen maßschneidern. Entwickler/-innen aus Unternehmen, freie Entwickler/-innen und Entwickler/innen aus Forschungseinrichtungen erarbeiteten gemeinsam die Software-Pakete, die nun offen und mit einer freien Lizenz für den kommerziellen Einsatz zur Verfügung stehen. „Herausfordernd war die Einbeziehung von Open Source Software-Commu-

nitys sowie den konkreten Nutzen der Unternehmen im Bereich CMS-Lösungen ausfindig zu machen“, sagt John Pereira, Community Manager von IKS. So tauschten sich immer mehr Entwickler/innen in diversen Foren, Blogs und in mehr als 3.500 Mails aus. „Die Entwicklung einer weltweiten Software-Community wird dadurch gefördert, dass die Hauptentwickler den Neulingen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für Unternehmen interessant wurde die IKS Technologie vor allem durch die Weitergabe der Projektergebnisse an externe Firmen, die laufend eine Validierung der Ergebnisse vornahmen“, sagt Rupert Westenthaler, Senior Software Architekt bei Salzburg Research. „Die IKS-Technologie wird mittlerweile unter anderem im Web-Auftritt von Renault Frankreich eingesetzt. Der Höhepunkt für IKS war, dass unsere Open Source Software bei der weltweit führenden Open Source Organisation, der Apache Software Foundation, als Vollprojekt anerkannt wurde. Das hat unseres Wissens bis jetzt noch kein EU Projekt erreicht“, ergänzt Pereira. Denn: Visionär zu denken und an der Gestaltung von Zukunftsbildern zu arbeiten, ist das Wesen einer Forschungseinrichtung. Wir spüren dabei technologischen Trends nach und entwickeln daraus innovative Ideen für Wirtschaft und Gesellschaft. Diesen Innovationsimpuls bringen wir auch in die Unternehmen, mit denen wir kooperieren. Wir eröffnen damit neue Perspektiven und sind Vorreiter bei der Gestaltung technologischer Innovationen.   margit.greisberger@salzburgresearch.at

WORD RaP

VORWORt

Newsletter der Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH


INHaLtE

uPDatE 4|12

 Community bewegt  Monitoring gegen unerwünschte Nebenwirkungen  Rundum-Navigationsservice für Kongressbesucher  Visionär – Vision verändert die Perspektive  Zentrum für Logistikoptimierung  Stark durch Kooperation

Wir stehen als Gesellschaft gegenwärtig vor großen Herausforderungen: Stabilisierung, Nachhaltigkeit und „smartes Wachstum“ werden angesichts der Finanzkrise und der Erschöpfung vieler Ressourcen immer mehr zum Paradigma unserer Zeit. Die EU-Kommission begegnet dieser Tatsache mit dem kommenden EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“. 80 Milliarden Euro stehen dafür zu Verfügung, erstmals sind drei Förderschienen unter einem Dach vereint. Die Themenbereiche lauten unter anderem: Erneuerbare Energie, Gesundheit, Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft, intelligente Mobilität. Diese Visionen 2020 brauchen interdisziplinäre Zusammenarbeit – um letztlich auch die wirtschaftlichen Potenziale zu heben. Diese Interdisziplinarität leben wir bei Salzburg Research seit Jahren sowohl im Team wie auch inhaltlich: Wir paaren Know-how zu Innovationsmethoden mit Semantic Web Technologien, um riesige Datenmengen – „Big Data“ – zu analysieren und Firmen einen Wettbewerbsvorsprung zu ermöglichen. Der Energiesektor der Zukunft braucht Know-how aus den Bereichen Energietechnologie und -wirtschaft sowie Internettechnologien. Intelligente Medikation braucht medizinisches Know-how und smarte IT, um Krankheitsverläufe besser zu begleiten und damit vorhersehend steuern zu können. Diese und noch mehr visionäre Blicke über den Tellerrand leistet ein interdisziplinäres Team mit einer Kernkompetenz im Bereich Technologie und gleichzeitig einem anerkannten Mix aus Mitarbeiter/-innen vieler verschiedener Disziplinen. Gemeinsam gelingt es uns, in angewandten Projekten nicht nur den „Technology Push“, sondern auch den „Innovation Pull“ zu beherrschen. 

Ihr Geschäftsführer Siegfried Reich P.S.: Auch das Kompetenzzentrum Salzburg NewMediaLab betreibt visionäre Vorausschau: Zwölf Aussagen wurden formuliert und Expert/-innen wetteten, ob und wann diese eintreffen. Eine unabhängige Jury wird die Ergebnisse überprüfen – wir halten Sie auf dem Laufenden! Video zur Wette: http://youtu.be/UCZ0mx8tJyM  siegfried.reich@salzburgresearch.at

COMMuNItY BEWEGt Offene Software, gemeinsam entwickelt in der Community, kommt direkt der Wirtschaft zugute. Salzburg Research hat ihr Engagement in diesem Bereich stark ausgeweitet: zahlreiche Software-Bausteine stehen mit wirtschaftsfreundlicher Lizenz der Allgemeinheit zur Verfügung. Damit fließen Ergebnisse aus öffentlich geförderter Forschung direkt an die Nutznießer und bleiben auch nach Projektende aktuell. Vorreiter in Sachen Open Source war in den letzten Jahren das EU­ Forschungsvorhaben “IKS – Interactive Knowledge Stack”. Unter der Leitung von Salzburg Research wurden mehrere Software­Module für intelligentes Content Management erstellt. Im September wurde die IKS­Software „Apache Stanbol“ von der renommierten Apache Software Foundation zum Top­Level Projekt erhoben. Zusätzlich wurde in den vergangenen Monaten ein umfangreiches akademisches Ausbildungsmaterial rund um verschiedene Aspekte des semantischen Content­Managements erstellt. Dieses Materi­ al behandelt grundlegende Themen wie Content Management im

Allgemeinen, das semantische Web und die zugrunde liegenden Technologien sowie fortgeschrittene Konzepte der Modellierung komplexer Wissensgebiete mit Ontologien. Mit den im IKS­Projekt entwickelten Ansätzen, Modellen und Methoden werden up­to­date Forschungsergebnisse zur Einführung semantischen Content­Ma­ nagement und Software­Engineering­Ansätze für die Entwicklung von semantischen CMS vorgestellt. Alle Schulungsunterlagen sind online frei verfügbar. Auch andere Open Source­Entwicklungen sind mittlerweile weit ver­ breitet: Das Linked Media Framework ist bei den Salzburger Nachrich­ ten im Produktiveinsatz und wird in immer mehr Projekten nachge­ fragt. Ein weiteres Inkubationsprojekt bei Apache ist in Vorbereitung.  john.pereira@salzburgresearch.at  www.iks-project.eu/academy

Nutznießer der Technologie Unternehmen im Bereich CMS – vom KMU bis zum Global Player. Im Einsatz CMS wie Typo3, Drupal und Symphony haben große Teile von Software made by Salzburg Research integriert. Unter den Anwendern sind namhafte Organisationen wie WHO, Adobe oder Renault. Größte Herausforderung Alle unter einen Hut zu bringen – Projektpartner, Erstanwender, freie Entwickler. Überzeugendster Nutzen: Analysen von Informationsflüssen und die Verknüpfung zu verwandten Informa­ tionsströmen außerhalb des Unternehmens. Größter Erfolg Die Anerkennung von Apache Stanbol als Vollprojekt durch die Apache Foundation. John Pereira, IKS Community Manager

MONItORING GEGEN uNERWÜNSCHtE NEBENWIRkuNGEN

Neben- und Wechselwirkungen von Medikamente werden für Mediziner/-innen immer unübersichtlicher. Salzburg Research entwickelte ein Pilotsystem für mehr Patientensicherheit. Derzeit sind mehr als 13.000 Medikamente in Österreich zugelas­ sen – Tendenz steigend. Mit der Zahl der Arzneien steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Neben­ und Wechselwirkungen. Ärztinnen und Ärzte können diese ständig wachsenden Datenmengen im Alltag

kaum mehr überblicken. IKT­basierte Lösungen unterstützen sie bei dieser Herausforderung. Das Pilotsystem „iMedication“ ermöglicht die Identifizierung und Überwachung von unerwünschten Nebenwirkungen und unterstützt damit ein kontinuierliches Monitoring von Arzneimittelrisiken bzw. die Patientensicherheit im Krankenhaus. iMedication durchsucht die Patientenakte nach möglichen Risiken und kombiniert Indikatoren, die auf unerwünschte Arzneimittelereignisse hinweisen, wie Diagno­ sen, Laborwertverschiebungen oder verdächtige klinische Ereignisse wie Stürze, Verwirrtheit u.ä. Das System schlägt Alarm und empfiehlt – abhängig vom Risikograd – unterschiedliche Vorgangsweisen. Das Pilotsystem wurde am Universitätsklinikum Salzburg in vier typi­ schen Anwendungsfällen aus dem stationären Klinikalltag getestet. Das 2­jährige Forschungsprojekt wurde vom BMVIT unterstützt. For­ schungspartner: Salzburger Landeskliniken, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Medexter Healthcare, Landesapotheke am Lan­ desklinikum Salzburg.   manuela.ploessnig@salzburgresearch.at

>QuOtE

»

Jochen Schuler, Paracelsus Medizinische Privatuniversität �iMedication unterstützt die Begutachtung und Bewertung von Verdachtsfällen durch unerwünschte Arzneimitteleffekte. Zum einen durch die Einbindung von zusätzlichen Informationen zu betroffenen Arzneimitteln und zum anderen durch einen standardisierten Evaluierungsprozess mit automatisierter Meldung von bestätigten unerwünschten Arzneimittelwirklungen an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Dies ermöglicht eine wesentlich effizientere Einschätzung und Bewertung für die medizinischen Gutachter/-innen. Es können konkrete Verdachtsfälle und ursächliche Zusammenhänge zur Medikation direkt bewertet werden.�

RuNDuM-NaVIGatIONSSERVICE FÜR kONGRESSBESuCHER Die Besucher/-innen des 19. ITS Weltkongress Ende Oktober erlebten eine Premiere. Die „Kongressnavigator“-App vernetzte erstmals alles, was bei einem Kongress wichtig ist: die Navigation durch die Stadt und das Kongresszentrum, Konferenzprogramm, Fahrpläne und Tickets. Die App für Kongressbesucher/­innen verknüpft erstmals alle Infor­ mationen direkt am Smartphone: Von jedem beliebigen Startpunkt direkt zum gewünschten Messestand oder zur gebuchten Veran­ staltung. Salzburg Research entwickelte gemeinsam mit dem Wiener Unter­ nehmen Fluidtime Data Services GmbH das Routing­ und Naviga­ tionsmodul. Die Integration von der Outdoor zur Indoor­Navigation funktioniert nahtlos – jeder Start­ oder Zielpunkt innerhalb oder au­ ßerhalb des Kongresszentrums war möglich. Start­ oder Zielpunk­ te konnten per Texteingabe, Auswahl auf einer Karte oder mittels Einlesens eines QR­Codes ausgewählt werden. Schon im Vorfeld konnten die Besucher/­innen jene Messestände markieren, die sie besuchen möchten. Die App liefert die schnellste Route – mit öf­ fentlichen Verkehrsmitteln, Citybikes und/oder zu Fuß. Auch eine barrierefreie Option stand zur Verfügung.

Basierend auf Gebäude­ und Ausstellungsplänen wurden mehr als 800 Indoor­Punkte definiert: Messestände, Vortrags­ und Bespre­ chungsräume sowie das Demonstrationsgelände, Toiletten, Geld­ automaten oder Gastronomiestationen. Bei allen Indoor­Routen erhalten die Besucher/­innen detaillierte, auf die Situation vor Ort maßgeschneiderte Beschreibungen, Piktogramme und eine Über­ sichtskarte – Verirren war damit ausgeschlossen. Der ITS Weltkongress findet im Wechsel alle drei Jahre in Amerika, Asien und Europa statt und gastierte heuer erstmals in Wien. Rund 300 Aussteller und etwa 10.000 Teil­ nehmer nahmen an diesem Großevent teil. Die App wurde von AustriaTech, einem Tochterunternehmen des BM­ VIT, konzipiert und vom Klima­ und Energiefonds gefördert. Projektpart­ ner: Fluidtime, ITS Vienna Region, CSS­ Computer­Systems­Support, TechTalk.  karl.rehrl@salzburgresearch.at  www.itsworldcongress.com

VISIONÄR – VISION VERÄNDERt DIE PERSPEktIVE Vision als treibende Kraft der Erneuerung – seit der Gründung im Jahr 2000 steckt dieser Gedanke als Motor hinter den Forschungsleistungen von Salzburg Research. Das international renommierte Technologie-Großprojekt IKS (Interactive Knowledge Stack) ist ein gutes Beispiel für visionäre Ansätze, wie sie von der Europäischen Kommission gefordert werden: „Anstatt nur wenige, direkt beteiligte Unternehmen an den Ergebnissen teilhaben zu lassen, wurden in IKS 40 externe KMU in die Entwicklung der Software miteinbezogen. Zusätzlich wurde sämtliche Software als kommerziell nutzbarer Open Source Code veröffentlicht“, erklärt der wissenschaftliche Projektleiter Wernher Behrendt. IKS wurde von Salzburg Research initiiert und koordiniert, das Konsortium bestand aus sieben Forschungs- und sechs Industriepartnern, darunter auch so namhafte wie Adobe Systems Incorporated. In IKS entwickelte eine ca. 200 köpfige weltweite Community, Open Source-Bausteine, die sowohl die Effektivität wie auch Produktivität von Content Management Systemen (CMS) verbessern. Zentrales Anliegen des Projektes ist es, Web-Inhalte mit maschinenverständlichen Zusatzdaten zu versehen, die automatisch analysiert werden können. Auf dieser Basis können CMS-Firmen ihren Kunden branchenspezifische Lösungen maßschneidern. Entwickler/-innen aus Unternehmen, freie Entwickler/-innen und Entwickler/innen aus Forschungseinrichtungen erarbeiteten gemeinsam die Software-Pakete, die nun offen und mit einer freien Lizenz für den kommerziellen Einsatz zur Verfügung stehen. „Herausfordernd war die Einbeziehung von Open Source Software-Commu-

nitys sowie den konkreten Nutzen der Unternehmen im Bereich CMS-Lösungen ausfindig zu machen“, sagt John Pereira, Community Manager von IKS. So tauschten sich immer mehr Entwickler/innen in diversen Foren, Blogs und in mehr als 3.500 Mails aus. „Die Entwicklung einer weltweiten Software-Community wird dadurch gefördert, dass die Hauptentwickler den Neulingen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für Unternehmen interessant wurde die IKS Technologie vor allem durch die Weitergabe der Projektergebnisse an externe Firmen, die laufend eine Validierung der Ergebnisse vornahmen“, sagt Rupert Westenthaler, Senior Software Architekt bei Salzburg Research. „Die IKS-Technologie wird mittlerweile unter anderem im Web-Auftritt von Renault Frankreich eingesetzt. Der Höhepunkt für IKS war, dass unsere Open Source Software bei der weltweit führenden Open Source Organisation, der Apache Software Foundation, als Vollprojekt anerkannt wurde. Das hat unseres Wissens bis jetzt noch kein EU Projekt erreicht“, ergänzt Pereira. Denn: Visionär zu denken und an der Gestaltung von Zukunftsbildern zu arbeiten, ist das Wesen einer Forschungseinrichtung. Wir spüren dabei technologischen Trends nach und entwickeln daraus innovative Ideen für Wirtschaft und Gesellschaft. Diesen Innovationsimpuls bringen wir auch in die Unternehmen, mit denen wir kooperieren. Wir eröffnen damit neue Perspektiven und sind Vorreiter bei der Gestaltung technologischer Innovationen.   margit.greisberger@salzburgresearch.at

WORD RaP

VORWORt

Newsletter der Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH


ZENTRUM FÜR LOGISTIKOPTIMIERUNG

Stark durch Kooperation Innovatives Kapital und Dienstleistungen sind für Länder wie Österreich und touristische Top-Destinationen wie Salzburg der bedeutendste Wachstumsmotor für die regionale und nationale Wirtschaft. Sie stärken den Standort Salzburg und schaffen Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Fachkräfte. Bei steigendem Wettbewerbsdruck für Unternehmen ist gerade Innovationskraft aktuell gefragter denn je. Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft haben großes Potenzial und sind vielversprechend. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, um sich bestmöglich an globale Markttrends und die rasanten Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien etc. anzupas-

1

4

KURZ NOTIERT

3

Innovationsorakel Internet Wenn Kund/-innen mit Produkten unzufrieden sind, beschweren sie sich heutzutage oft online. Freilich wird nicht nur geschimpft – Kund/-innen sind kreative Innovator/innen und äußern in Online-Communitys auch konstruktive Produktverbesserungsvorschläge. Die Fülle dieser Inhalte ist jedoch enorm, und die Nutzung dieses Innovationspotenzials gleicht – noch – der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Salzburg Research arbeitet daran, wie diese Informationsmenge mit Hilfe einer Kombination aus Technologie und soziologischem Know-how gesammelt, gegliedert und bewertet werden kann. So lässt sich einfach und strukturiert herausfinden, was den Kunden wichtig ist, welche Themen und Produkte gefragt sind oder wie sich ein Markenimage entwickelt. Im Herbst wurde das Verfahren bei der „innovation 2012“ in München, beim Innovationskongress in Villach und der Innovationstagung in der ITG Salzburg vorgestellt. Siehe auch Veranstaltungsankündigung.  mark.markus@salzburgresearch.at

FEMtech-Expertin Cornelia Schneider Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) macht regelmäßig erfolgreiche Frauen im Forschungsund Technologiebereich sichtbar. Im Monat Oktober fiel die Wahl auf Cornelia Schneider:

Mario Jooss, Leiter Tourismusforschung, FH Salzburg

Wir gratulieren unseren Kolleginnen Stephanie Stummer zur Geburt ihres Sohnes Alexander Günther, Elisabeth Häusler zur Geburt ihres Sohnes Sebastian sowie Christiane Pedit zur Ge­ burt ihrer Tochter Florentina Victoria. Neu in unseren Reihen begrüßen wir Irene Häuslschmied (Se­ kretariat), Kathrin Wrussnig (InnovationLab), Richard Brunauer (Mobile and Web-based Information Systems) sowie Katya Taubner (Personal- und Rechnungswesen). Auch zahlreiche Praktikant/-innen nutzen die Chance und schnuppern im Hause Salzburg Research Forschungsluft. Herzlich willkommen im Team! 

3.-6. Februar Messe München

Besuchen Sie uns auf Facebook facebook.com/salzburgresearch Member of w w w. f o r s c h u n g a u s t r i a . a c . a t

Digital Networked Data Event Am 6. November veranstaltete die Plattform Digital Networked Data den Auftakt zur Veranstaltungsreihe zur Transformation von Rechenzentren mit dem Schwerpunkt “Neue Technologien für Networking und Datenanalytik”. Die Teilnehmer/-innen erhielten einen Einblick in theoretische, konzeptionelle und praktische Fragestellungen zur Verarbeitung großer Datenbestände und der dafür benötigten IT-Infrastruktur.“  networkeddata.at Wetten auf die Zukunft von Linked Media Das Kompetenzzentrum für Neue Medien „Salzburg NewMediaLab“ entwickelt technologische Konzepte zum Einsatz von Linked Data Technologien in der Content- und Medien-Industrie und hat mit dem ”Linked Media Framework” eine Referenzimplementierung dafür geschaffen. Am Radar stehen auch mögliche zukünftige Entwicklungen dieser Konzepte und Technologien. Dazu wurden zwölf Aussagen über die Zukunft von „Linked Media“ formuliert, und Expert/-innen aus dem SNML und seinem Partnernetzwerk wetteten, wann und ob diese eintreffen. Eine unabhängige Jury wird das Eintreten der Aussagen überprüfen, für die besten Vorhersagen winkt ein Pokal!  www.newmedialab.at  georg.guentner@salzburgresearch.at

Video zur Wette: http://youtu.be/UCZ0mx8tJyM

Forschung in Salzburg Salzburgs Forscher/-innen vereinen sich auf der neuen Plattform www.forschunginsalzburg.at

FORSCHUNG IN http://bit.ly/SouN4Y

Gesegnete Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2013

Salzburg Research verzichtet auch 2012 auf Weihnachtsgeschenke und unterstützt stattdessen erneut die Anna-Bertha-KönigseggSchule in Salzburg. Mit dieser Spende werden Lernsoftware und Computerhardware angekauft, die den schwerbehinderten Schüler/innen die Teilnahme am Unterricht erleichtern.  www.sosch-schwerst.schulen-salzburg.at

Gelebte Unternehmenskultur: Die neue Corporate Identity ist in unseren Gängen eingezogen: Nicht nur die Wände sind Orange, auch Druckwerke, Shirts und Give-aways, einige neue Mitarbeiter/-innen sitzen auf orangen Stühlen. Auch unser Adventskranz hat – Sie haben es bestimmt längst erraten – die Unternehmensfarbe. Wir sind Orange!

Facts

Qualitätssicherung bei Annotationen Annotationen stellen ein Mittel dar, um Texte, Dokumente und audiovisuelle Ma­ terialien im Web und in unternehmens­ internen Informationssystemen mit er­ gänzenden Schlagwörtern zu ver­sehen, die den Inhalt prägnant kennzeichnen. Egal, ob die Annotation durch qualifizierte Fachleute, mit automati­ schen Verfahren oder mit Hilfe einer Community erstellt werden, die Qualitätssicherung spielt eine wichtige Rolle – nicht zuletzt weil viele Suchverfahren auf qualitativen Annotationen beruhen. Im 5. Band der Linked Media Lab Reports des „Salzburg NewMediaLab“ (hg. von Chris­ toph Bauer, Georg Güntner und Sebastian Schaffert) werden tradierte sowie innovative Ansätze zur Qualitätssicherung aus Literatur und Praxis vorgestellt. Verlag: Salzburg Research.  georg.guentner@salzburgresearch.at | www.newmedialab.at

Seit 2010 ist Schneider die Leiterin des Kompetenzschwerpunktes e-Health und Ambient Assisted Living (AAL) bei Salzburg Research. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich mobilitätssichernder Assistenzsysteme und Bewegungsdatenanalyse. Im Kontext von AAL bedeutet dies die Unterstützung von älteren Menschen und ihren Betreuungspersonen durch mobile Assistenzsysteme. Aus technisch-wissenschaftlicher Sicht besteht ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit in der Analyse von Bewegungsdaten. Dadurch können Bewegungsroutinen identifiziert und in weiterer Folge Risikofaktoren erkannt werden. Schneider ist assoziiertes Mitglied im Doktoratskolleg GIScience, das vom Wissenschaftsfonds FWF gefördert wird.  femtech.at | cornelia.schneider@salzburgresearch.at

iSignals bei der ISPO 2013 Mit der Social Media Mining-Technologie (Social & Innovation Intelligence) und der speziell entwickelten Innovation Signals-Methodik können Unternehmen Innovationssignale im So­ cial Web frühzeitig wahrnehmen und in Innovationschancen, Ideen und Visionen übersetzen. Salzburg Research präsentiert dieses innovative Verfahren auf der ISPO 2013 in München.  mark.markus@salzburgresearch.at | isignals.salzburgresearch.at

MESSE

Interna

sen. Ganz nach dem Motto: Schnelligkeit siegt. So verwundert es nicht, dass KMU ihr Wissen zunehmend aus externen Quellen beziehen. Eigene Marktforschung im KMU-Bereich ist auch aufgrund geringer eigener Budgets wenig vorhanden. Wissenspartner wie Hochschulen, Forschungsinstitute etc. können hier wertvoll unterstützen. Denn Marktführerschaft und unternehmerischer Erfolg sind zunehmend eine Frage des Know-how-Transfers zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Gegenseitiges Verständnis für das Ticken des jeweils anderen ist dabei Voraussetzung. Wichtig jedoch: Wissenschaftliche Erkenntnisse und Trends müssen von Unternehmern noch stärker in der Wirtschaft verankert werden. Forschungsergebnisse müssen innovativ, nutzenorientiert und bestmöglich am Markt verwertbar sein. Nur dann werden Wirtschaftstreibende stark gegenüber der Konkurrenz und Österreichs – insbesondere Salzburgs – Forschung nachhaltig innovativ und für Unternehmen gewinnbringend.

5

innovators.eu: Karriere- und Praktikumsbörse Rund 50 innovative Unternehmen aus der Region Salzburg und Berchtesgadener Land sind bislang auf der Online-Plattform innovators.eu vernetzt. Die in unterschiedlichen Bereichen tätigen Unternehmen können sich dort grenzüberschreitend mit öffentlichen Organisationen, anderen innovativen Unternehmen und akademischen Ausbildungsstätten vernetzen und voneinander lernen. Neu ist die Karriere- und Praktikumsbörse. Studierende von wirtschaftsnahen Fachbereichen der Universitäten, Fachhochschulen, aber auch Schüler der technischen Schulen können ihr Profil eintragen. Die Talente sollen damit in der Region gehalten und den Unternehmen die Möglichkeit geboten werden, offene Positionen adäquat zu besetzen. Das innovators.eu-Magazin liegt auf Deutsch und Englisch bei allen Partnern, Förderstellen und Unternehmen auf.  www.innovators.eu

BÜCHER

 guenter.kiechle@salzburgresearch.at

1  e-Energy: Mitte November lud Salzburg Research zu einem Workshop, in dem Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten, wie den enormen Herausforderungen für die Stromnetze der Zukunft mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien begegnet werden kann. 2  e-Health: Das 4. Team-up e-Health-Event Ende November 2012 stand im Zeichen der elektronischen Medikation. Die Veranstaltung bietet eine regelmäßige Plattform für e-Health-relevante Themen in Salzburg und vernetzt Wirtschaft, Forschung und Gesundheitswesen. V.l.n.r.: Jochen Schuler und Andrea Sandhofer (PMU), Manuela Plößnig und Siegfried Reich (Salzburg Research), Elske Ammenwerth (UMIT), Klaus-Peter Adlassnig (Medexter Healthcare), Harald Eder (Klinikum Wels-Grieskirchen). 3 Innovation 2012 in München: Auch in diesem Jahr bot die Jahrestagung einen breiten Überblick über die Trends im Innovationsmanagement. Unter den Ausstellern auch „Innovation Signals“ aus dem Hause Salzburg Research. V.l.n.r: Mark Markus (Salzburg Research), Michael Gerards, Head of Idea & Knowledge Management (Merck KGaA Germany), Markus Lassnig (Salzburg Research). 4  A pacheCon: Das von Salzburg Research koordinierte EU-Projekt „IKS – Interactive Knowledge Stack“ organisierte den „Linked Data Track“ auf der ApacheCon 2012 Anfang November. Am Programm standen sowohl Fachvorträge wie auch Hands-on beim Hackathon. Betriebsausflug: Unser diesjähriger Betriebsausflug führte uns in die Wachau. Sportlich auf zwei 5  Rädern wurden Krems, Dürnstein sowie die Ruine Aggstein unsicher gemacht.

2

ISPO 2013

erläutert Günter Kiechle, Leiter der Forschungslinie „CLL – Compu­ tational Logistics Lab“. Vor allem für dynamische Prozesse wird der Hochleistungscomputer gute Dienste leisten, z.B. bei der Disposition von Servicetechnikern: „Störungen treten überraschend auf, haben unterschiedliche Dringlichkeiten – da sind rasche Entscheidungen gefragt, die mit Hilfe entsprechender Rechenleistung zeitnah er­ rechnet werden können.“ Bereits jetzt sind wir mit namhaften Un­ ternehmen in Kontakt und arbeiten mit deren Realdaten. Bei Veran­ staltungen werden laufend Ergebnisse präsentiert, die schon jetzt bei interessierten Unternehmen umgesetzt werden können. LOGO wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und vom Land Salzburg.  

Flashlight

SIDE SEEING

Je komplexer die Rahmenbedingungen, desto herausfordernder ist die Identifizierung einer optimalen Lösung. Salzburg Research entwickelt im Zentrum für Logistikoptimierung (LOGO) zukunftsweisende Optimierungstechnologien, die direkt den heimischen Unternehmen zugutekommen. Zunehmender Konkurrenzdruck und wachsende Kundenanforde­ rungen verlangen Flexibilität und Effizienz, um erfolgreich am Markt bestehen zu können. Betriebliche Entscheidungen müssen daher möglichst „optimal“ sein – die Entscheidungsfindung für komple­ xe Problemsituationen in der Logistikplanung erfolgt mittlerweile weitgehend rechnergestützt. Weil es aber kein Patentrezept in Form eines universell anwendbaren Optimierungsverfahrens gibt, stoßen viele Unternehmen an ihre Grenzen – wertvolles Optimierungspoten­ zial bleibt ungenutzt. Das stetig steigende Güterverkehrsaufkommen verstärkt den Be­ darf an effizienten Optimierungslösungen. Daher wurde das Zent­ rum für Logistikoptimierung LOGO bei Salzburg Research eingerich­ tet. Um der Wirtschaft entscheidend unter die Arme zu greifen, liegt der Fokus auf zwei Schwerpunkten: In so genannten „hybriden“ Op­ timierungsverfahren werden unterschiedliche Verfahren kombiniert – die einzelnen Verfahren ergänzen sich gegenseitig, Vorteile werden gestärkt und einzelne Schwächen ausgemerzt. Zum anderen wer­ den Optimierungsverfahren für die Ausführung auf massiv parallelen Supercomputern entwickelt und erprobt. Dafür steht der Hochleis­ tungsrechner „Doppler“ an der Uni Salzburg zur Verfügung: Salzburg Research hat den Supercomputer mitfinanziert und nutzt ihn für Logistikforschung: „Berechnungen, die früher zwei Tage oder noch länger dauerten, können wir damit in einer halben Stunde erledigen“,

Impressum: update 12.4 – Q4/2012 | Herausgeber: Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH | Jakob Haringer Straße 5/3 | 5020 Salzburg | T +43.662.2288-200 | www.salzburgresearch.at | GF Siegfried Reich | Chefredaktion: Margit Greisberger Redaktion: Birgit Strohmeier | Gastautor: Mario Jooss | Layout: Daniela Gnad | Bilder: © Salzburg Research, Wild & Team, fotolia, FH Salzburg, AustriaTech, Management Circle AG | Druck: Jicha Printmanagement | Kontakt: update@salzburgresearch.at Zertifiziert nach ISO 9001


ZENTRUM FÜR LOGISTIKOPTIMIERUNG

Stark durch Kooperation Innovatives Kapital und Dienstleistungen sind für Länder wie Österreich und touristische Top-Destinationen wie Salzburg der bedeutendste Wachstumsmotor für die regionale und nationale Wirtschaft. Sie stärken den Standort Salzburg und schaffen Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Fachkräfte. Bei steigendem Wettbewerbsdruck für Unternehmen ist gerade Innovationskraft aktuell gefragter denn je. Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft haben großes Potenzial und sind vielversprechend. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, um sich bestmöglich an globale Markttrends und die rasanten Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien etc. anzupas-

1

4

KURZ NOTIERT

3

Innovationsorakel Internet Wenn Kund/-innen mit Produkten unzufrieden sind, beschweren sie sich heutzutage oft online. Freilich wird nicht nur geschimpft – Kund/-innen sind kreative Innovator/innen und äußern in Online-Communitys auch konstruktive Produktverbesserungsvorschläge. Die Fülle dieser Inhalte ist jedoch enorm, und die Nutzung dieses Innovationspotenzials gleicht – noch – der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Salzburg Research arbeitet daran, wie diese Informationsmenge mit Hilfe einer Kombination aus Technologie und soziologischem Know-how gesammelt, gegliedert und bewertet werden kann. So lässt sich einfach und strukturiert herausfinden, was den Kunden wichtig ist, welche Themen und Produkte gefragt sind oder wie sich ein Markenimage entwickelt. Im Herbst wurde das Verfahren bei der „innovation 2012“ in München, beim Innovationskongress in Villach und der Innovationstagung in der ITG Salzburg vorgestellt. Siehe auch Veranstaltungsankündigung.  mark.markus@salzburgresearch.at

FEMtech-Expertin Cornelia Schneider Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) macht regelmäßig erfolgreiche Frauen im Forschungsund Technologiebereich sichtbar. Im Monat Oktober fiel die Wahl auf Cornelia Schneider:

Mario Jooss, Leiter Tourismusforschung, FH Salzburg

Wir gratulieren unseren Kolleginnen Stephanie Stummer zur Geburt ihres Sohnes Alexander Günther, Elisabeth Häusler zur Geburt ihres Sohnes Sebastian sowie Christiane Pedit zur Ge­ burt ihrer Tochter Florentina Victoria. Neu in unseren Reihen begrüßen wir Irene Häuslschmied (Se­ kretariat), Kathrin Wrussnig (InnovationLab), Richard Brunauer (Mobile and Web-based Information Systems) sowie Katya Taubner (Personal- und Rechnungswesen). Auch zahlreiche Praktikant/-innen nutzen die Chance und schnuppern im Hause Salzburg Research Forschungsluft. Herzlich willkommen im Team! 

3.-6. Februar Messe München

Besuchen Sie uns auf Facebook facebook.com/salzburgresearch Member of w w w. f o r s c h u n g a u s t r i a . a c . a t

Digital Networked Data Event Am 6. November veranstaltete die Plattform Digital Networked Data den Auftakt zur Veranstaltungsreihe zur Transformation von Rechenzentren mit dem Schwerpunkt “Neue Technologien für Networking und Datenanalytik”. Die Teilnehmer/-innen erhielten einen Einblick in theoretische, konzeptionelle und praktische Fragestellungen zur Verarbeitung großer Datenbestände und der dafür benötigten IT-Infrastruktur.“  networkeddata.at Wetten auf die Zukunft von Linked Media Das Kompetenzzentrum für Neue Medien „Salzburg NewMediaLab“ entwickelt technologische Konzepte zum Einsatz von Linked Data Technologien in der Content- und Medien-Industrie und hat mit dem ”Linked Media Framework” eine Referenzimplementierung dafür geschaffen. Am Radar stehen auch mögliche zukünftige Entwicklungen dieser Konzepte und Technologien. Dazu wurden zwölf Aussagen über die Zukunft von „Linked Media“ formuliert, und Expert/-innen aus dem SNML und seinem Partnernetzwerk wetteten, wann und ob diese eintreffen. Eine unabhängige Jury wird das Eintreten der Aussagen überprüfen, für die besten Vorhersagen winkt ein Pokal!  www.newmedialab.at  georg.guentner@salzburgresearch.at

Video zur Wette: http://youtu.be/UCZ0mx8tJyM

Forschung in Salzburg Salzburgs Forscher/-innen vereinen sich auf der neuen Plattform www.forschunginsalzburg.at

FORSCHUNG IN http://bit.ly/SouN4Y

Gesegnete Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2013

Salzburg Research verzichtet auch 2012 auf Weihnachtsgeschenke und unterstützt stattdessen erneut die Anna-Bertha-KönigseggSchule in Salzburg. Mit dieser Spende werden Lernsoftware und Computerhardware angekauft, die den schwerbehinderten Schüler/innen die Teilnahme am Unterricht erleichtern.  www.sosch-schwerst.schulen-salzburg.at

Gelebte Unternehmenskultur: Die neue Corporate Identity ist in unseren Gängen eingezogen: Nicht nur die Wände sind Orange, auch Druckwerke, Shirts und Give-aways, einige neue Mitarbeiter/-innen sitzen auf orangen Stühlen. Auch unser Adventskranz hat – Sie haben es bestimmt längst erraten – die Unternehmensfarbe. Wir sind Orange!

Facts

Qualitätssicherung bei Annotationen Annotationen stellen ein Mittel dar, um Texte, Dokumente und audiovisuelle Ma­ terialien im Web und in unternehmens­ internen Informationssystemen mit er­ gänzenden Schlagwörtern zu ver­sehen, die den Inhalt prägnant kennzeichnen. Egal, ob die Annotation durch qualifizierte Fachleute, mit automati­ schen Verfahren oder mit Hilfe einer Community erstellt werden, die Qualitätssicherung spielt eine wichtige Rolle – nicht zuletzt weil viele Suchverfahren auf qualitativen Annotationen beruhen. Im 5. Band der Linked Media Lab Reports des „Salzburg NewMediaLab“ (hg. von Chris­ toph Bauer, Georg Güntner und Sebastian Schaffert) werden tradierte sowie innovative Ansätze zur Qualitätssicherung aus Literatur und Praxis vorgestellt. Verlag: Salzburg Research.  georg.guentner@salzburgresearch.at | www.newmedialab.at

Seit 2010 ist Schneider die Leiterin des Kompetenzschwerpunktes e-Health und Ambient Assisted Living (AAL) bei Salzburg Research. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich mobilitätssichernder Assistenzsysteme und Bewegungsdatenanalyse. Im Kontext von AAL bedeutet dies die Unterstützung von älteren Menschen und ihren Betreuungspersonen durch mobile Assistenzsysteme. Aus technisch-wissenschaftlicher Sicht besteht ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit in der Analyse von Bewegungsdaten. Dadurch können Bewegungsroutinen identifiziert und in weiterer Folge Risikofaktoren erkannt werden. Schneider ist assoziiertes Mitglied im Doktoratskolleg GIScience, das vom Wissenschaftsfonds FWF gefördert wird.  femtech.at | cornelia.schneider@salzburgresearch.at

iSignals bei der ISPO 2013 Mit der Social Media Mining-Technologie (Social & Innovation Intelligence) und der speziell entwickelten Innovation Signals-Methodik können Unternehmen Innovationssignale im So­ cial Web frühzeitig wahrnehmen und in Innovationschancen, Ideen und Visionen übersetzen. Salzburg Research präsentiert dieses innovative Verfahren auf der ISPO 2013 in München.  mark.markus@salzburgresearch.at | isignals.salzburgresearch.at

MESSE

Interna

sen. Ganz nach dem Motto: Schnelligkeit siegt. So verwundert es nicht, dass KMU ihr Wissen zunehmend aus externen Quellen beziehen. Eigene Marktforschung im KMU-Bereich ist auch aufgrund geringer eigener Budgets wenig vorhanden. Wissenspartner wie Hochschulen, Forschungsinstitute etc. können hier wertvoll unterstützen. Denn Marktführerschaft und unternehmerischer Erfolg sind zunehmend eine Frage des Know-how-Transfers zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Gegenseitiges Verständnis für das Ticken des jeweils anderen ist dabei Voraussetzung. Wichtig jedoch: Wissenschaftliche Erkenntnisse und Trends müssen von Unternehmern noch stärker in der Wirtschaft verankert werden. Forschungsergebnisse müssen innovativ, nutzenorientiert und bestmöglich am Markt verwertbar sein. Nur dann werden Wirtschaftstreibende stark gegenüber der Konkurrenz und Österreichs – insbesondere Salzburgs – Forschung nachhaltig innovativ und für Unternehmen gewinnbringend.

5

innovators.eu: Karriere- und Praktikumsbörse Rund 50 innovative Unternehmen aus der Region Salzburg und Berchtesgadener Land sind bislang auf der Online-Plattform innovators.eu vernetzt. Die in unterschiedlichen Bereichen tätigen Unternehmen können sich dort grenzüberschreitend mit öffentlichen Organisationen, anderen innovativen Unternehmen und akademischen Ausbildungsstätten vernetzen und voneinander lernen. Neu ist die Karriere- und Praktikumsbörse. Studierende von wirtschaftsnahen Fachbereichen der Universitäten, Fachhochschulen, aber auch Schüler der technischen Schulen können ihr Profil eintragen. Die Talente sollen damit in der Region gehalten und den Unternehmen die Möglichkeit geboten werden, offene Positionen adäquat zu besetzen. Das innovators.eu-Magazin liegt auf Deutsch und Englisch bei allen Partnern, Förderstellen und Unternehmen auf.  www.innovators.eu

BÜCHER

 guenter.kiechle@salzburgresearch.at

1  e-Energy: Mitte November lud Salzburg Research zu einem Workshop, in dem Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten, wie den enormen Herausforderungen für die Stromnetze der Zukunft mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien begegnet werden kann. 2  e-Health: Das 4. Team-up e-Health-Event Ende November 2012 stand im Zeichen der elektronischen Medikation. Die Veranstaltung bietet eine regelmäßige Plattform für e-Health-relevante Themen in Salzburg und vernetzt Wirtschaft, Forschung und Gesundheitswesen. V.l.n.r.: Jochen Schuler und Andrea Sandhofer (PMU), Manuela Plößnig und Siegfried Reich (Salzburg Research), Elske Ammenwerth (UMIT), Klaus-Peter Adlassnig (Medexter Healthcare), Harald Eder (Klinikum Wels-Grieskirchen). 3 Innovation 2012 in München: Auch in diesem Jahr bot die Jahrestagung einen breiten Überblick über die Trends im Innovationsmanagement. Unter den Ausstellern auch „Innovation Signals“ aus dem Hause Salzburg Research. V.l.n.r: Mark Markus (Salzburg Research), Michael Gerards, Head of Idea & Knowledge Management (Merck KGaA Germany), Markus Lassnig (Salzburg Research). 4  A pacheCon: Das von Salzburg Research koordinierte EU-Projekt „IKS – Interactive Knowledge Stack“ organisierte den „Linked Data Track“ auf der ApacheCon 2012 Anfang November. Am Programm standen sowohl Fachvorträge wie auch Hands-on beim Hackathon. Betriebsausflug: Unser diesjähriger Betriebsausflug führte uns in die Wachau. Sportlich auf zwei 5  Rädern wurden Krems, Dürnstein sowie die Ruine Aggstein unsicher gemacht.

2

ISPO 2013

erläutert Günter Kiechle, Leiter der Forschungslinie „CLL – Compu­ tational Logistics Lab“. Vor allem für dynamische Prozesse wird der Hochleistungscomputer gute Dienste leisten, z.B. bei der Disposition von Servicetechnikern: „Störungen treten überraschend auf, haben unterschiedliche Dringlichkeiten – da sind rasche Entscheidungen gefragt, die mit Hilfe entsprechender Rechenleistung zeitnah er­ rechnet werden können.“ Bereits jetzt sind wir mit namhaften Un­ ternehmen in Kontakt und arbeiten mit deren Realdaten. Bei Veran­ staltungen werden laufend Ergebnisse präsentiert, die schon jetzt bei interessierten Unternehmen umgesetzt werden können. LOGO wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und vom Land Salzburg.  

Flashlight

SIDE SEEING

Je komplexer die Rahmenbedingungen, desto herausfordernder ist die Identifizierung einer optimalen Lösung. Salzburg Research entwickelt im Zentrum für Logistikoptimierung (LOGO) zukunftsweisende Optimierungstechnologien, die direkt den heimischen Unternehmen zugutekommen. Zunehmender Konkurrenzdruck und wachsende Kundenanforde­ rungen verlangen Flexibilität und Effizienz, um erfolgreich am Markt bestehen zu können. Betriebliche Entscheidungen müssen daher möglichst „optimal“ sein – die Entscheidungsfindung für komple­ xe Problemsituationen in der Logistikplanung erfolgt mittlerweile weitgehend rechnergestützt. Weil es aber kein Patentrezept in Form eines universell anwendbaren Optimierungsverfahrens gibt, stoßen viele Unternehmen an ihre Grenzen – wertvolles Optimierungspoten­ zial bleibt ungenutzt. Das stetig steigende Güterverkehrsaufkommen verstärkt den Be­ darf an effizienten Optimierungslösungen. Daher wurde das Zent­ rum für Logistikoptimierung LOGO bei Salzburg Research eingerich­ tet. Um der Wirtschaft entscheidend unter die Arme zu greifen, liegt der Fokus auf zwei Schwerpunkten: In so genannten „hybriden“ Op­ timierungsverfahren werden unterschiedliche Verfahren kombiniert – die einzelnen Verfahren ergänzen sich gegenseitig, Vorteile werden gestärkt und einzelne Schwächen ausgemerzt. Zum anderen wer­ den Optimierungsverfahren für die Ausführung auf massiv parallelen Supercomputern entwickelt und erprobt. Dafür steht der Hochleis­ tungsrechner „Doppler“ an der Uni Salzburg zur Verfügung: Salzburg Research hat den Supercomputer mitfinanziert und nutzt ihn für Logistikforschung: „Berechnungen, die früher zwei Tage oder noch länger dauerten, können wir damit in einer halben Stunde erledigen“,

Impressum: update 12.4 – Q4/2012 | Herausgeber: Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH | Jakob Haringer Straße 5/3 | 5020 Salzburg | T +43.662.2288-200 | www.salzburgresearch.at | GF Siegfried Reich | Chefredaktion: Margit Greisberger Redaktion: Birgit Strohmeier | Gastautor: Mario Jooss | Layout: Daniela Gnad | Bilder: © Salzburg Research, Wild & Team, fotolia, FH Salzburg, AustriaTech, Management Circle AG | Druck: Jicha Printmanagement | Kontakt: update@salzburgresearch.at Zertifiziert nach ISO 9001


ZENTRUM FÜR LOGISTIKOPTIMIERUNG

Stark durch Kooperation Innovatives Kapital und Dienstleistungen sind für Länder wie Österreich und touristische Top-Destinationen wie Salzburg der bedeutendste Wachstumsmotor für die regionale und nationale Wirtschaft. Sie stärken den Standort Salzburg und schaffen Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Fachkräfte. Bei steigendem Wettbewerbsdruck für Unternehmen ist gerade Innovationskraft aktuell gefragter denn je. Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft haben großes Potenzial und sind vielversprechend. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, um sich bestmöglich an globale Markttrends und die rasanten Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien etc. anzupas-

1

4

KURZ NOTIERT

3

Innovationsorakel Internet Wenn Kund/-innen mit Produkten unzufrieden sind, beschweren sie sich heutzutage oft online. Freilich wird nicht nur geschimpft – Kund/-innen sind kreative Innovator/innen und äußern in Online-Communitys auch konstruktive Produktverbesserungsvorschläge. Die Fülle dieser Inhalte ist jedoch enorm, und die Nutzung dieses Innovationspotenzials gleicht – noch – der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Salzburg Research arbeitet daran, wie diese Informationsmenge mit Hilfe einer Kombination aus Technologie und soziologischem Know-how gesammelt, gegliedert und bewertet werden kann. So lässt sich einfach und strukturiert herausfinden, was den Kunden wichtig ist, welche Themen und Produkte gefragt sind oder wie sich ein Markenimage entwickelt. Im Herbst wurde das Verfahren bei der „innovation 2012“ in München, beim Innovationskongress in Villach und der Innovationstagung in der ITG Salzburg vorgestellt. Siehe auch Veranstaltungsankündigung.  mark.markus@salzburgresearch.at

FEMtech-Expertin Cornelia Schneider Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) macht regelmäßig erfolgreiche Frauen im Forschungsund Technologiebereich sichtbar. Im Monat Oktober fiel die Wahl auf Cornelia Schneider:

Mario Jooss, Leiter Tourismusforschung, FH Salzburg

Wir gratulieren unseren Kolleginnen Stephanie Stummer zur Geburt ihres Sohnes Alexander Günther, Elisabeth Häusler zur Geburt ihres Sohnes Sebastian sowie Christiane Pedit zur Ge­ burt ihrer Tochter Florentina Victoria. Neu in unseren Reihen begrüßen wir Irene Häuslschmied (Se­ kretariat), Kathrin Wrussnig (InnovationLab), Richard Brunauer (Mobile and Web-based Information Systems) sowie Katya Taubner (Personal- und Rechnungswesen). Auch zahlreiche Praktikant/-innen nutzen die Chance und schnuppern im Hause Salzburg Research Forschungsluft. Herzlich willkommen im Team! 

3.-6. Februar Messe München

Besuchen Sie uns auf Facebook facebook.com/salzburgresearch Member of w w w. f o r s c h u n g a u s t r i a . a c . a t

Digital Networked Data Event Am 6. November veranstaltete die Plattform Digital Networked Data den Auftakt zur Veranstaltungsreihe zur Transformation von Rechenzentren mit dem Schwerpunkt “Neue Technologien für Networking und Datenanalytik”. Die Teilnehmer/-innen erhielten einen Einblick in theoretische, konzeptionelle und praktische Fragestellungen zur Verarbeitung großer Datenbestände und der dafür benötigten IT-Infrastruktur.“  networkeddata.at Wetten auf die Zukunft von Linked Media Das Kompetenzzentrum für Neue Medien „Salzburg NewMediaLab“ entwickelt technologische Konzepte zum Einsatz von Linked Data Technologien in der Content- und Medien-Industrie und hat mit dem ”Linked Media Framework” eine Referenzimplementierung dafür geschaffen. Am Radar stehen auch mögliche zukünftige Entwicklungen dieser Konzepte und Technologien. Dazu wurden zwölf Aussagen über die Zukunft von „Linked Media“ formuliert, und Expert/-innen aus dem SNML und seinem Partnernetzwerk wetteten, wann und ob diese eintreffen. Eine unabhängige Jury wird das Eintreten der Aussagen überprüfen, für die besten Vorhersagen winkt ein Pokal!  www.newmedialab.at  georg.guentner@salzburgresearch.at

Video zur Wette: http://youtu.be/UCZ0mx8tJyM

Forschung in Salzburg Salzburgs Forscher/-innen vereinen sich auf der neuen Plattform www.forschunginsalzburg.at

FORSCHUNG IN http://bit.ly/SouN4Y

Gesegnete Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2013

Salzburg Research verzichtet auch 2012 auf Weihnachtsgeschenke und unterstützt stattdessen erneut die Anna-Bertha-KönigseggSchule in Salzburg. Mit dieser Spende werden Lernsoftware und Computerhardware angekauft, die den schwerbehinderten Schüler/innen die Teilnahme am Unterricht erleichtern.  www.sosch-schwerst.schulen-salzburg.at

Gelebte Unternehmenskultur: Die neue Corporate Identity ist in unseren Gängen eingezogen: Nicht nur die Wände sind Orange, auch Druckwerke, Shirts und Give-aways, einige neue Mitarbeiter/-innen sitzen auf orangen Stühlen. Auch unser Adventskranz hat – Sie haben es bestimmt längst erraten – die Unternehmensfarbe. Wir sind Orange!

Facts

Qualitätssicherung bei Annotationen Annotationen stellen ein Mittel dar, um Texte, Dokumente und audiovisuelle Ma­ terialien im Web und in unternehmens­ internen Informationssystemen mit er­ gänzenden Schlagwörtern zu ver­sehen, die den Inhalt prägnant kennzeichnen. Egal, ob die Annotation durch qualifizierte Fachleute, mit automati­ schen Verfahren oder mit Hilfe einer Community erstellt werden, die Qualitätssicherung spielt eine wichtige Rolle – nicht zuletzt weil viele Suchverfahren auf qualitativen Annotationen beruhen. Im 5. Band der Linked Media Lab Reports des „Salzburg NewMediaLab“ (hg. von Chris­ toph Bauer, Georg Güntner und Sebastian Schaffert) werden tradierte sowie innovative Ansätze zur Qualitätssicherung aus Literatur und Praxis vorgestellt. Verlag: Salzburg Research.  georg.guentner@salzburgresearch.at | www.newmedialab.at

Seit 2010 ist Schneider die Leiterin des Kompetenzschwerpunktes e-Health und Ambient Assisted Living (AAL) bei Salzburg Research. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich mobilitätssichernder Assistenzsysteme und Bewegungsdatenanalyse. Im Kontext von AAL bedeutet dies die Unterstützung von älteren Menschen und ihren Betreuungspersonen durch mobile Assistenzsysteme. Aus technisch-wissenschaftlicher Sicht besteht ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit in der Analyse von Bewegungsdaten. Dadurch können Bewegungsroutinen identifiziert und in weiterer Folge Risikofaktoren erkannt werden. Schneider ist assoziiertes Mitglied im Doktoratskolleg GIScience, das vom Wissenschaftsfonds FWF gefördert wird.  femtech.at | cornelia.schneider@salzburgresearch.at

iSignals bei der ISPO 2013 Mit der Social Media Mining-Technologie (Social & Innovation Intelligence) und der speziell entwickelten Innovation Signals-Methodik können Unternehmen Innovationssignale im So­ cial Web frühzeitig wahrnehmen und in Innovationschancen, Ideen und Visionen übersetzen. Salzburg Research präsentiert dieses innovative Verfahren auf der ISPO 2013 in München.  mark.markus@salzburgresearch.at | isignals.salzburgresearch.at

MESSE

Interna

sen. Ganz nach dem Motto: Schnelligkeit siegt. So verwundert es nicht, dass KMU ihr Wissen zunehmend aus externen Quellen beziehen. Eigene Marktforschung im KMU-Bereich ist auch aufgrund geringer eigener Budgets wenig vorhanden. Wissenspartner wie Hochschulen, Forschungsinstitute etc. können hier wertvoll unterstützen. Denn Marktführerschaft und unternehmerischer Erfolg sind zunehmend eine Frage des Know-how-Transfers zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Gegenseitiges Verständnis für das Ticken des jeweils anderen ist dabei Voraussetzung. Wichtig jedoch: Wissenschaftliche Erkenntnisse und Trends müssen von Unternehmern noch stärker in der Wirtschaft verankert werden. Forschungsergebnisse müssen innovativ, nutzenorientiert und bestmöglich am Markt verwertbar sein. Nur dann werden Wirtschaftstreibende stark gegenüber der Konkurrenz und Österreichs – insbesondere Salzburgs – Forschung nachhaltig innovativ und für Unternehmen gewinnbringend.

5

innovators.eu: Karriere- und Praktikumsbörse Rund 50 innovative Unternehmen aus der Region Salzburg und Berchtesgadener Land sind bislang auf der Online-Plattform innovators.eu vernetzt. Die in unterschiedlichen Bereichen tätigen Unternehmen können sich dort grenzüberschreitend mit öffentlichen Organisationen, anderen innovativen Unternehmen und akademischen Ausbildungsstätten vernetzen und voneinander lernen. Neu ist die Karriere- und Praktikumsbörse. Studierende von wirtschaftsnahen Fachbereichen der Universitäten, Fachhochschulen, aber auch Schüler der technischen Schulen können ihr Profil eintragen. Die Talente sollen damit in der Region gehalten und den Unternehmen die Möglichkeit geboten werden, offene Positionen adäquat zu besetzen. Das innovators.eu-Magazin liegt auf Deutsch und Englisch bei allen Partnern, Förderstellen und Unternehmen auf.  www.innovators.eu

BÜCHER

 guenter.kiechle@salzburgresearch.at

1  e-Energy: Mitte November lud Salzburg Research zu einem Workshop, in dem Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten, wie den enormen Herausforderungen für die Stromnetze der Zukunft mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien begegnet werden kann. 2  e-Health: Das 4. Team-up e-Health-Event Ende November 2012 stand im Zeichen der elektronischen Medikation. Die Veranstaltung bietet eine regelmäßige Plattform für e-Health-relevante Themen in Salzburg und vernetzt Wirtschaft, Forschung und Gesundheitswesen. V.l.n.r.: Jochen Schuler und Andrea Sandhofer (PMU), Manuela Plößnig und Siegfried Reich (Salzburg Research), Elske Ammenwerth (UMIT), Klaus-Peter Adlassnig (Medexter Healthcare), Harald Eder (Klinikum Wels-Grieskirchen). 3 Innovation 2012 in München: Auch in diesem Jahr bot die Jahrestagung einen breiten Überblick über die Trends im Innovationsmanagement. Unter den Ausstellern auch „Innovation Signals“ aus dem Hause Salzburg Research. V.l.n.r: Mark Markus (Salzburg Research), Michael Gerards, Head of Idea & Knowledge Management (Merck KGaA Germany), Markus Lassnig (Salzburg Research). 4  A pacheCon: Das von Salzburg Research koordinierte EU-Projekt „IKS – Interactive Knowledge Stack“ organisierte den „Linked Data Track“ auf der ApacheCon 2012 Anfang November. Am Programm standen sowohl Fachvorträge wie auch Hands-on beim Hackathon. Betriebsausflug: Unser diesjähriger Betriebsausflug führte uns in die Wachau. Sportlich auf zwei 5  Rädern wurden Krems, Dürnstein sowie die Ruine Aggstein unsicher gemacht.

2

ISPO 2013

erläutert Günter Kiechle, Leiter der Forschungslinie „CLL – Compu­ tational Logistics Lab“. Vor allem für dynamische Prozesse wird der Hochleistungscomputer gute Dienste leisten, z.B. bei der Disposition von Servicetechnikern: „Störungen treten überraschend auf, haben unterschiedliche Dringlichkeiten – da sind rasche Entscheidungen gefragt, die mit Hilfe entsprechender Rechenleistung zeitnah er­ rechnet werden können.“ Bereits jetzt sind wir mit namhaften Un­ ternehmen in Kontakt und arbeiten mit deren Realdaten. Bei Veran­ staltungen werden laufend Ergebnisse präsentiert, die schon jetzt bei interessierten Unternehmen umgesetzt werden können. LOGO wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und vom Land Salzburg.  

Flashlight

SIDE SEEING

Je komplexer die Rahmenbedingungen, desto herausfordernder ist die Identifizierung einer optimalen Lösung. Salzburg Research entwickelt im Zentrum für Logistikoptimierung (LOGO) zukunftsweisende Optimierungstechnologien, die direkt den heimischen Unternehmen zugutekommen. Zunehmender Konkurrenzdruck und wachsende Kundenanforde­ rungen verlangen Flexibilität und Effizienz, um erfolgreich am Markt bestehen zu können. Betriebliche Entscheidungen müssen daher möglichst „optimal“ sein – die Entscheidungsfindung für komple­ xe Problemsituationen in der Logistikplanung erfolgt mittlerweile weitgehend rechnergestützt. Weil es aber kein Patentrezept in Form eines universell anwendbaren Optimierungsverfahrens gibt, stoßen viele Unternehmen an ihre Grenzen – wertvolles Optimierungspoten­ zial bleibt ungenutzt. Das stetig steigende Güterverkehrsaufkommen verstärkt den Be­ darf an effizienten Optimierungslösungen. Daher wurde das Zent­ rum für Logistikoptimierung LOGO bei Salzburg Research eingerich­ tet. Um der Wirtschaft entscheidend unter die Arme zu greifen, liegt der Fokus auf zwei Schwerpunkten: In so genannten „hybriden“ Op­ timierungsverfahren werden unterschiedliche Verfahren kombiniert – die einzelnen Verfahren ergänzen sich gegenseitig, Vorteile werden gestärkt und einzelne Schwächen ausgemerzt. Zum anderen wer­ den Optimierungsverfahren für die Ausführung auf massiv parallelen Supercomputern entwickelt und erprobt. Dafür steht der Hochleis­ tungsrechner „Doppler“ an der Uni Salzburg zur Verfügung: Salzburg Research hat den Supercomputer mitfinanziert und nutzt ihn für Logistikforschung: „Berechnungen, die früher zwei Tage oder noch länger dauerten, können wir damit in einer halben Stunde erledigen“,

Impressum: update 12.4 – Q4/2012 | Herausgeber: Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH | Jakob Haringer Straße 5/3 | 5020 Salzburg | T +43.662.2288-200 | www.salzburgresearch.at | GF Siegfried Reich | Chefredaktion: Margit Greisberger Redaktion: Birgit Strohmeier | Gastautor: Mario Jooss | Layout: Daniela Gnad | Bilder: © Salzburg Research, Wild & Team, fotolia, FH Salzburg, AustriaTech, Management Circle AG | Druck: Jicha Printmanagement | Kontakt: update@salzburgresearch.at Zertifiziert nach ISO 9001


ZENTRUM FÜR LOGISTIKOPTIMIERUNG

Stark durch Kooperation Innovatives Kapital und Dienstleistungen sind für Länder wie Österreich und touristische Top-Destinationen wie Salzburg der bedeutendste Wachstumsmotor für die regionale und nationale Wirtschaft. Sie stärken den Standort Salzburg und schaffen Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Fachkräfte. Bei steigendem Wettbewerbsdruck für Unternehmen ist gerade Innovationskraft aktuell gefragter denn je. Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft haben großes Potenzial und sind vielversprechend. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, um sich bestmöglich an globale Markttrends und die rasanten Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien etc. anzupas-

1

4

KURZ NOTIERT

3

Innovationsorakel Internet Wenn Kund/-innen mit Produkten unzufrieden sind, beschweren sie sich heutzutage oft online. Freilich wird nicht nur geschimpft – Kund/-innen sind kreative Innovator/innen und äußern in Online-Communitys auch konstruktive Produktverbesserungsvorschläge. Die Fülle dieser Inhalte ist jedoch enorm, und die Nutzung dieses Innovationspotenzials gleicht – noch – der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Salzburg Research arbeitet daran, wie diese Informationsmenge mit Hilfe einer Kombination aus Technologie und soziologischem Know-how gesammelt, gegliedert und bewertet werden kann. So lässt sich einfach und strukturiert herausfinden, was den Kunden wichtig ist, welche Themen und Produkte gefragt sind oder wie sich ein Markenimage entwickelt. Im Herbst wurde das Verfahren bei der „innovation 2012“ in München, beim Innovationskongress in Villach und der Innovationstagung in der ITG Salzburg vorgestellt. Siehe auch Veranstaltungsankündigung.  mark.markus@salzburgresearch.at

FEMtech-Expertin Cornelia Schneider Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) macht regelmäßig erfolgreiche Frauen im Forschungsund Technologiebereich sichtbar. Im Monat Oktober fiel die Wahl auf Cornelia Schneider:

Mario Jooss, Leiter Tourismusforschung, FH Salzburg

Wir gratulieren unseren Kolleginnen Stephanie Stummer zur Geburt ihres Sohnes Alexander Günther, Elisabeth Häusler zur Geburt ihres Sohnes Sebastian sowie Christiane Pedit zur Ge­ burt ihrer Tochter Florentina Victoria. Neu in unseren Reihen begrüßen wir Irene Häuslschmied (Se­ kretariat), Kathrin Wrussnig (InnovationLab), Richard Brunauer (Mobile and Web-based Information Systems) sowie Katya Taubner (Personal- und Rechnungswesen). Auch zahlreiche Praktikant/-innen nutzen die Chance und schnuppern im Hause Salzburg Research Forschungsluft. Herzlich willkommen im Team! 

3.-6. Februar Messe München

Besuchen Sie uns auf Facebook facebook.com/salzburgresearch Member of w w w. f o r s c h u n g a u s t r i a . a c . a t

Digital Networked Data Event Am 6. November veranstaltete die Plattform Digital Networked Data den Auftakt zur Veranstaltungsreihe zur Transformation von Rechenzentren mit dem Schwerpunkt “Neue Technologien für Networking und Datenanalytik”. Die Teilnehmer/-innen erhielten einen Einblick in theoretische, konzeptionelle und praktische Fragestellungen zur Verarbeitung großer Datenbestände und der dafür benötigten IT-Infrastruktur.“  networkeddata.at Wetten auf die Zukunft von Linked Media Das Kompetenzzentrum für Neue Medien „Salzburg NewMediaLab“ entwickelt technologische Konzepte zum Einsatz von Linked Data Technologien in der Content- und Medien-Industrie und hat mit dem ”Linked Media Framework” eine Referenzimplementierung dafür geschaffen. Am Radar stehen auch mögliche zukünftige Entwicklungen dieser Konzepte und Technologien. Dazu wurden zwölf Aussagen über die Zukunft von „Linked Media“ formuliert, und Expert/-innen aus dem SNML und seinem Partnernetzwerk wetteten, wann und ob diese eintreffen. Eine unabhängige Jury wird das Eintreten der Aussagen überprüfen, für die besten Vorhersagen winkt ein Pokal!  www.newmedialab.at  georg.guentner@salzburgresearch.at

Video zur Wette: http://youtu.be/UCZ0mx8tJyM

Forschung in Salzburg Salzburgs Forscher/-innen vereinen sich auf der neuen Plattform www.forschunginsalzburg.at

FORSCHUNG IN http://bit.ly/SouN4Y

Gesegnete Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2013

Salzburg Research verzichtet auch 2012 auf Weihnachtsgeschenke und unterstützt stattdessen erneut die Anna-Bertha-KönigseggSchule in Salzburg. Mit dieser Spende werden Lernsoftware und Computerhardware angekauft, die den schwerbehinderten Schüler/innen die Teilnahme am Unterricht erleichtern.  www.sosch-schwerst.schulen-salzburg.at

Gelebte Unternehmenskultur: Die neue Corporate Identity ist in unseren Gängen eingezogen: Nicht nur die Wände sind Orange, auch Druckwerke, Shirts und Give-aways, einige neue Mitarbeiter/-innen sitzen auf orangen Stühlen. Auch unser Adventskranz hat – Sie haben es bestimmt längst erraten – die Unternehmensfarbe. Wir sind Orange!

Facts

Qualitätssicherung bei Annotationen Annotationen stellen ein Mittel dar, um Texte, Dokumente und audiovisuelle Ma­ terialien im Web und in unternehmens­ internen Informationssystemen mit er­ gänzenden Schlagwörtern zu ver­sehen, die den Inhalt prägnant kennzeichnen. Egal, ob die Annotation durch qualifizierte Fachleute, mit automati­ schen Verfahren oder mit Hilfe einer Community erstellt werden, die Qualitätssicherung spielt eine wichtige Rolle – nicht zuletzt weil viele Suchverfahren auf qualitativen Annotationen beruhen. Im 5. Band der Linked Media Lab Reports des „Salzburg NewMediaLab“ (hg. von Chris­ toph Bauer, Georg Güntner und Sebastian Schaffert) werden tradierte sowie innovative Ansätze zur Qualitätssicherung aus Literatur und Praxis vorgestellt. Verlag: Salzburg Research.  georg.guentner@salzburgresearch.at | www.newmedialab.at

Seit 2010 ist Schneider die Leiterin des Kompetenzschwerpunktes e-Health und Ambient Assisted Living (AAL) bei Salzburg Research. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich mobilitätssichernder Assistenzsysteme und Bewegungsdatenanalyse. Im Kontext von AAL bedeutet dies die Unterstützung von älteren Menschen und ihren Betreuungspersonen durch mobile Assistenzsysteme. Aus technisch-wissenschaftlicher Sicht besteht ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit in der Analyse von Bewegungsdaten. Dadurch können Bewegungsroutinen identifiziert und in weiterer Folge Risikofaktoren erkannt werden. Schneider ist assoziiertes Mitglied im Doktoratskolleg GIScience, das vom Wissenschaftsfonds FWF gefördert wird.  femtech.at | cornelia.schneider@salzburgresearch.at

iSignals bei der ISPO 2013 Mit der Social Media Mining-Technologie (Social & Innovation Intelligence) und der speziell entwickelten Innovation Signals-Methodik können Unternehmen Innovationssignale im So­ cial Web frühzeitig wahrnehmen und in Innovationschancen, Ideen und Visionen übersetzen. Salzburg Research präsentiert dieses innovative Verfahren auf der ISPO 2013 in München.  mark.markus@salzburgresearch.at | isignals.salzburgresearch.at

MESSE

Interna

sen. Ganz nach dem Motto: Schnelligkeit siegt. So verwundert es nicht, dass KMU ihr Wissen zunehmend aus externen Quellen beziehen. Eigene Marktforschung im KMU-Bereich ist auch aufgrund geringer eigener Budgets wenig vorhanden. Wissenspartner wie Hochschulen, Forschungsinstitute etc. können hier wertvoll unterstützen. Denn Marktführerschaft und unternehmerischer Erfolg sind zunehmend eine Frage des Know-how-Transfers zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Gegenseitiges Verständnis für das Ticken des jeweils anderen ist dabei Voraussetzung. Wichtig jedoch: Wissenschaftliche Erkenntnisse und Trends müssen von Unternehmern noch stärker in der Wirtschaft verankert werden. Forschungsergebnisse müssen innovativ, nutzenorientiert und bestmöglich am Markt verwertbar sein. Nur dann werden Wirtschaftstreibende stark gegenüber der Konkurrenz und Österreichs – insbesondere Salzburgs – Forschung nachhaltig innovativ und für Unternehmen gewinnbringend.

5

innovators.eu: Karriere- und Praktikumsbörse Rund 50 innovative Unternehmen aus der Region Salzburg und Berchtesgadener Land sind bislang auf der Online-Plattform innovators.eu vernetzt. Die in unterschiedlichen Bereichen tätigen Unternehmen können sich dort grenzüberschreitend mit öffentlichen Organisationen, anderen innovativen Unternehmen und akademischen Ausbildungsstätten vernetzen und voneinander lernen. Neu ist die Karriere- und Praktikumsbörse. Studierende von wirtschaftsnahen Fachbereichen der Universitäten, Fachhochschulen, aber auch Schüler der technischen Schulen können ihr Profil eintragen. Die Talente sollen damit in der Region gehalten und den Unternehmen die Möglichkeit geboten werden, offene Positionen adäquat zu besetzen. Das innovators.eu-Magazin liegt auf Deutsch und Englisch bei allen Partnern, Förderstellen und Unternehmen auf.  www.innovators.eu

BÜCHER

 guenter.kiechle@salzburgresearch.at

1  e-Energy: Mitte November lud Salzburg Research zu einem Workshop, in dem Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten, wie den enormen Herausforderungen für die Stromnetze der Zukunft mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien begegnet werden kann. 2  e-Health: Das 4. Team-up e-Health-Event Ende November 2012 stand im Zeichen der elektronischen Medikation. Die Veranstaltung bietet eine regelmäßige Plattform für e-Health-relevante Themen in Salzburg und vernetzt Wirtschaft, Forschung und Gesundheitswesen. V.l.n.r.: Jochen Schuler und Andrea Sandhofer (PMU), Manuela Plößnig und Siegfried Reich (Salzburg Research), Elske Ammenwerth (UMIT), Klaus-Peter Adlassnig (Medexter Healthcare), Harald Eder (Klinikum Wels-Grieskirchen). 3 Innovation 2012 in München: Auch in diesem Jahr bot die Jahrestagung einen breiten Überblick über die Trends im Innovationsmanagement. Unter den Ausstellern auch „Innovation Signals“ aus dem Hause Salzburg Research. V.l.n.r: Mark Markus (Salzburg Research), Michael Gerards, Head of Idea & Knowledge Management (Merck KGaA Germany), Markus Lassnig (Salzburg Research). 4  A pacheCon: Das von Salzburg Research koordinierte EU-Projekt „IKS – Interactive Knowledge Stack“ organisierte den „Linked Data Track“ auf der ApacheCon 2012 Anfang November. Am Programm standen sowohl Fachvorträge wie auch Hands-on beim Hackathon. Betriebsausflug: Unser diesjähriger Betriebsausflug führte uns in die Wachau. Sportlich auf zwei 5  Rädern wurden Krems, Dürnstein sowie die Ruine Aggstein unsicher gemacht.

2

ISPO 2013

erläutert Günter Kiechle, Leiter der Forschungslinie „CLL – Compu­ tational Logistics Lab“. Vor allem für dynamische Prozesse wird der Hochleistungscomputer gute Dienste leisten, z.B. bei der Disposition von Servicetechnikern: „Störungen treten überraschend auf, haben unterschiedliche Dringlichkeiten – da sind rasche Entscheidungen gefragt, die mit Hilfe entsprechender Rechenleistung zeitnah er­ rechnet werden können.“ Bereits jetzt sind wir mit namhaften Un­ ternehmen in Kontakt und arbeiten mit deren Realdaten. Bei Veran­ staltungen werden laufend Ergebnisse präsentiert, die schon jetzt bei interessierten Unternehmen umgesetzt werden können. LOGO wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und vom Land Salzburg.  

Flashlight

SIDE SEEING

Je komplexer die Rahmenbedingungen, desto herausfordernder ist die Identifizierung einer optimalen Lösung. Salzburg Research entwickelt im Zentrum für Logistikoptimierung (LOGO) zukunftsweisende Optimierungstechnologien, die direkt den heimischen Unternehmen zugutekommen. Zunehmender Konkurrenzdruck und wachsende Kundenanforde­ rungen verlangen Flexibilität und Effizienz, um erfolgreich am Markt bestehen zu können. Betriebliche Entscheidungen müssen daher möglichst „optimal“ sein – die Entscheidungsfindung für komple­ xe Problemsituationen in der Logistikplanung erfolgt mittlerweile weitgehend rechnergestützt. Weil es aber kein Patentrezept in Form eines universell anwendbaren Optimierungsverfahrens gibt, stoßen viele Unternehmen an ihre Grenzen – wertvolles Optimierungspoten­ zial bleibt ungenutzt. Das stetig steigende Güterverkehrsaufkommen verstärkt den Be­ darf an effizienten Optimierungslösungen. Daher wurde das Zent­ rum für Logistikoptimierung LOGO bei Salzburg Research eingerich­ tet. Um der Wirtschaft entscheidend unter die Arme zu greifen, liegt der Fokus auf zwei Schwerpunkten: In so genannten „hybriden“ Op­ timierungsverfahren werden unterschiedliche Verfahren kombiniert – die einzelnen Verfahren ergänzen sich gegenseitig, Vorteile werden gestärkt und einzelne Schwächen ausgemerzt. Zum anderen wer­ den Optimierungsverfahren für die Ausführung auf massiv parallelen Supercomputern entwickelt und erprobt. Dafür steht der Hochleis­ tungsrechner „Doppler“ an der Uni Salzburg zur Verfügung: Salzburg Research hat den Supercomputer mitfinanziert und nutzt ihn für Logistikforschung: „Berechnungen, die früher zwei Tage oder noch länger dauerten, können wir damit in einer halben Stunde erledigen“,

Impressum: update 12.4 – Q4/2012 | Herausgeber: Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH | Jakob Haringer Straße 5/3 | 5020 Salzburg | T +43.662.2288-200 | www.salzburgresearch.at | GF Siegfried Reich | Chefredaktion: Margit Greisberger Redaktion: Birgit Strohmeier | Gastautor: Mario Jooss | Layout: Daniela Gnad | Bilder: © Salzburg Research, Wild & Team, fotolia, FH Salzburg, AustriaTech, Management Circle AG | Druck: Jicha Printmanagement | Kontakt: update@salzburgresearch.at Zertifiziert nach ISO 9001


ZENTRUM FÜR LOGISTIKOPTIMIERUNG

Stark durch Kooperation Innovatives Kapital und Dienstleistungen sind für Länder wie Österreich und touristische Top-Destinationen wie Salzburg der bedeutendste Wachstumsmotor für die regionale und nationale Wirtschaft. Sie stärken den Standort Salzburg und schaffen Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Fachkräfte. Bei steigendem Wettbewerbsdruck für Unternehmen ist gerade Innovationskraft aktuell gefragter denn je. Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft haben großes Potenzial und sind vielversprechend. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, um sich bestmöglich an globale Markttrends und die rasanten Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien etc. anzupas-

1

4

KURZ NOTIERT

3

Innovationsorakel Internet Wenn Kund/-innen mit Produkten unzufrieden sind, beschweren sie sich heutzutage oft online. Freilich wird nicht nur geschimpft – Kund/-innen sind kreative Innovator/innen und äußern in Online-Communitys auch konstruktive Produktverbesserungsvorschläge. Die Fülle dieser Inhalte ist jedoch enorm, und die Nutzung dieses Innovationspotenzials gleicht – noch – der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Salzburg Research arbeitet daran, wie diese Informationsmenge mit Hilfe einer Kombination aus Technologie und soziologischem Know-how gesammelt, gegliedert und bewertet werden kann. So lässt sich einfach und strukturiert herausfinden, was den Kunden wichtig ist, welche Themen und Produkte gefragt sind oder wie sich ein Markenimage entwickelt. Im Herbst wurde das Verfahren bei der „innovation 2012“ in München, beim Innovationskongress in Villach und der Innovationstagung in der ITG Salzburg vorgestellt. Siehe auch Veranstaltungsankündigung.  mark.markus@salzburgresearch.at

FEMtech-Expertin Cornelia Schneider Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) macht regelmäßig erfolgreiche Frauen im Forschungsund Technologiebereich sichtbar. Im Monat Oktober fiel die Wahl auf Cornelia Schneider:

Mario Jooss, Leiter Tourismusforschung, FH Salzburg

Wir gratulieren unseren Kolleginnen Stephanie Stummer zur Geburt ihres Sohnes Alexander Günther, Elisabeth Häusler zur Geburt ihres Sohnes Sebastian sowie Christiane Pedit zur Ge­ burt ihrer Tochter Florentina Victoria. Neu in unseren Reihen begrüßen wir Irene Häuslschmied (Se­ kretariat), Kathrin Wrussnig (InnovationLab), Richard Brunauer (Mobile and Web-based Information Systems) sowie Katya Taubner (Personal- und Rechnungswesen). Auch zahlreiche Praktikant/-innen nutzen die Chance und schnuppern im Hause Salzburg Research Forschungsluft. Herzlich willkommen im Team! 

3.-6. Februar Messe München

Besuchen Sie uns auf Facebook facebook.com/salzburgresearch Member of w w w. f o r s c h u n g a u s t r i a . a c . a t

Digital Networked Data Event Am 6. November veranstaltete die Plattform Digital Networked Data den Auftakt zur Veranstaltungsreihe zur Transformation von Rechenzentren mit dem Schwerpunkt “Neue Technologien für Networking und Datenanalytik”. Die Teilnehmer/-innen erhielten einen Einblick in theoretische, konzeptionelle und praktische Fragestellungen zur Verarbeitung großer Datenbestände und der dafür benötigten IT-Infrastruktur.“  networkeddata.at Wetten auf die Zukunft von Linked Media Das Kompetenzzentrum für Neue Medien „Salzburg NewMediaLab“ entwickelt technologische Konzepte zum Einsatz von Linked Data Technologien in der Content- und Medien-Industrie und hat mit dem ”Linked Media Framework” eine Referenzimplementierung dafür geschaffen. Am Radar stehen auch mögliche zukünftige Entwicklungen dieser Konzepte und Technologien. Dazu wurden zwölf Aussagen über die Zukunft von „Linked Media“ formuliert, und Expert/-innen aus dem SNML und seinem Partnernetzwerk wetteten, wann und ob diese eintreffen. Eine unabhängige Jury wird das Eintreten der Aussagen überprüfen, für die besten Vorhersagen winkt ein Pokal!  www.newmedialab.at  georg.guentner@salzburgresearch.at

Video zur Wette: http://youtu.be/UCZ0mx8tJyM

Forschung in Salzburg Salzburgs Forscher/-innen vereinen sich auf der neuen Plattform www.forschunginsalzburg.at

FORSCHUNG IN http://bit.ly/SouN4Y

Gesegnete Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2013

Salzburg Research verzichtet auch 2012 auf Weihnachtsgeschenke und unterstützt stattdessen erneut die Anna-Bertha-KönigseggSchule in Salzburg. Mit dieser Spende werden Lernsoftware und Computerhardware angekauft, die den schwerbehinderten Schüler/innen die Teilnahme am Unterricht erleichtern.  www.sosch-schwerst.schulen-salzburg.at

Gelebte Unternehmenskultur: Die neue Corporate Identity ist in unseren Gängen eingezogen: Nicht nur die Wände sind Orange, auch Druckwerke, Shirts und Give-aways, einige neue Mitarbeiter/-innen sitzen auf orangen Stühlen. Auch unser Adventskranz hat – Sie haben es bestimmt längst erraten – die Unternehmensfarbe. Wir sind Orange!

Facts

Qualitätssicherung bei Annotationen Annotationen stellen ein Mittel dar, um Texte, Dokumente und audiovisuelle Ma­ terialien im Web und in unternehmens­ internen Informationssystemen mit er­ gänzenden Schlagwörtern zu ver­sehen, die den Inhalt prägnant kennzeichnen. Egal, ob die Annotation durch qualifizierte Fachleute, mit automati­ schen Verfahren oder mit Hilfe einer Community erstellt werden, die Qualitätssicherung spielt eine wichtige Rolle – nicht zuletzt weil viele Suchverfahren auf qualitativen Annotationen beruhen. Im 5. Band der Linked Media Lab Reports des „Salzburg NewMediaLab“ (hg. von Chris­ toph Bauer, Georg Güntner und Sebastian Schaffert) werden tradierte sowie innovative Ansätze zur Qualitätssicherung aus Literatur und Praxis vorgestellt. Verlag: Salzburg Research.  georg.guentner@salzburgresearch.at | www.newmedialab.at

Seit 2010 ist Schneider die Leiterin des Kompetenzschwerpunktes e-Health und Ambient Assisted Living (AAL) bei Salzburg Research. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich mobilitätssichernder Assistenzsysteme und Bewegungsdatenanalyse. Im Kontext von AAL bedeutet dies die Unterstützung von älteren Menschen und ihren Betreuungspersonen durch mobile Assistenzsysteme. Aus technisch-wissenschaftlicher Sicht besteht ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit in der Analyse von Bewegungsdaten. Dadurch können Bewegungsroutinen identifiziert und in weiterer Folge Risikofaktoren erkannt werden. Schneider ist assoziiertes Mitglied im Doktoratskolleg GIScience, das vom Wissenschaftsfonds FWF gefördert wird.  femtech.at | cornelia.schneider@salzburgresearch.at

iSignals bei der ISPO 2013 Mit der Social Media Mining-Technologie (Social & Innovation Intelligence) und der speziell entwickelten Innovation Signals-Methodik können Unternehmen Innovationssignale im So­ cial Web frühzeitig wahrnehmen und in Innovationschancen, Ideen und Visionen übersetzen. Salzburg Research präsentiert dieses innovative Verfahren auf der ISPO 2013 in München.  mark.markus@salzburgresearch.at | isignals.salzburgresearch.at

MESSE

Interna

sen. Ganz nach dem Motto: Schnelligkeit siegt. So verwundert es nicht, dass KMU ihr Wissen zunehmend aus externen Quellen beziehen. Eigene Marktforschung im KMU-Bereich ist auch aufgrund geringer eigener Budgets wenig vorhanden. Wissenspartner wie Hochschulen, Forschungsinstitute etc. können hier wertvoll unterstützen. Denn Marktführerschaft und unternehmerischer Erfolg sind zunehmend eine Frage des Know-how-Transfers zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Gegenseitiges Verständnis für das Ticken des jeweils anderen ist dabei Voraussetzung. Wichtig jedoch: Wissenschaftliche Erkenntnisse und Trends müssen von Unternehmern noch stärker in der Wirtschaft verankert werden. Forschungsergebnisse müssen innovativ, nutzenorientiert und bestmöglich am Markt verwertbar sein. Nur dann werden Wirtschaftstreibende stark gegenüber der Konkurrenz und Österreichs – insbesondere Salzburgs – Forschung nachhaltig innovativ und für Unternehmen gewinnbringend.

5

innovators.eu: Karriere- und Praktikumsbörse Rund 50 innovative Unternehmen aus der Region Salzburg und Berchtesgadener Land sind bislang auf der Online-Plattform innovators.eu vernetzt. Die in unterschiedlichen Bereichen tätigen Unternehmen können sich dort grenzüberschreitend mit öffentlichen Organisationen, anderen innovativen Unternehmen und akademischen Ausbildungsstätten vernetzen und voneinander lernen. Neu ist die Karriere- und Praktikumsbörse. Studierende von wirtschaftsnahen Fachbereichen der Universitäten, Fachhochschulen, aber auch Schüler der technischen Schulen können ihr Profil eintragen. Die Talente sollen damit in der Region gehalten und den Unternehmen die Möglichkeit geboten werden, offene Positionen adäquat zu besetzen. Das innovators.eu-Magazin liegt auf Deutsch und Englisch bei allen Partnern, Förderstellen und Unternehmen auf.  www.innovators.eu

BÜCHER

 guenter.kiechle@salzburgresearch.at

1  e-Energy: Mitte November lud Salzburg Research zu einem Workshop, in dem Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten, wie den enormen Herausforderungen für die Stromnetze der Zukunft mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien begegnet werden kann. 2  e-Health: Das 4. Team-up e-Health-Event Ende November 2012 stand im Zeichen der elektronischen Medikation. Die Veranstaltung bietet eine regelmäßige Plattform für e-Health-relevante Themen in Salzburg und vernetzt Wirtschaft, Forschung und Gesundheitswesen. V.l.n.r.: Jochen Schuler und Andrea Sandhofer (PMU), Manuela Plößnig und Siegfried Reich (Salzburg Research), Elske Ammenwerth (UMIT), Klaus-Peter Adlassnig (Medexter Healthcare), Harald Eder (Klinikum Wels-Grieskirchen). 3 Innovation 2012 in München: Auch in diesem Jahr bot die Jahrestagung einen breiten Überblick über die Trends im Innovationsmanagement. Unter den Ausstellern auch „Innovation Signals“ aus dem Hause Salzburg Research. V.l.n.r: Mark Markus (Salzburg Research), Michael Gerards, Head of Idea & Knowledge Management (Merck KGaA Germany), Markus Lassnig (Salzburg Research). 4  A pacheCon: Das von Salzburg Research koordinierte EU-Projekt „IKS – Interactive Knowledge Stack“ organisierte den „Linked Data Track“ auf der ApacheCon 2012 Anfang November. Am Programm standen sowohl Fachvorträge wie auch Hands-on beim Hackathon. Betriebsausflug: Unser diesjähriger Betriebsausflug führte uns in die Wachau. Sportlich auf zwei 5  Rädern wurden Krems, Dürnstein sowie die Ruine Aggstein unsicher gemacht.

2

ISPO 2013

erläutert Günter Kiechle, Leiter der Forschungslinie „CLL – Compu­ tational Logistics Lab“. Vor allem für dynamische Prozesse wird der Hochleistungscomputer gute Dienste leisten, z.B. bei der Disposition von Servicetechnikern: „Störungen treten überraschend auf, haben unterschiedliche Dringlichkeiten – da sind rasche Entscheidungen gefragt, die mit Hilfe entsprechender Rechenleistung zeitnah er­ rechnet werden können.“ Bereits jetzt sind wir mit namhaften Un­ ternehmen in Kontakt und arbeiten mit deren Realdaten. Bei Veran­ staltungen werden laufend Ergebnisse präsentiert, die schon jetzt bei interessierten Unternehmen umgesetzt werden können. LOGO wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und vom Land Salzburg.  

Flashlight

SIDE SEEING

Je komplexer die Rahmenbedingungen, desto herausfordernder ist die Identifizierung einer optimalen Lösung. Salzburg Research entwickelt im Zentrum für Logistikoptimierung (LOGO) zukunftsweisende Optimierungstechnologien, die direkt den heimischen Unternehmen zugutekommen. Zunehmender Konkurrenzdruck und wachsende Kundenanforde­ rungen verlangen Flexibilität und Effizienz, um erfolgreich am Markt bestehen zu können. Betriebliche Entscheidungen müssen daher möglichst „optimal“ sein – die Entscheidungsfindung für komple­ xe Problemsituationen in der Logistikplanung erfolgt mittlerweile weitgehend rechnergestützt. Weil es aber kein Patentrezept in Form eines universell anwendbaren Optimierungsverfahrens gibt, stoßen viele Unternehmen an ihre Grenzen – wertvolles Optimierungspoten­ zial bleibt ungenutzt. Das stetig steigende Güterverkehrsaufkommen verstärkt den Be­ darf an effizienten Optimierungslösungen. Daher wurde das Zent­ rum für Logistikoptimierung LOGO bei Salzburg Research eingerich­ tet. Um der Wirtschaft entscheidend unter die Arme zu greifen, liegt der Fokus auf zwei Schwerpunkten: In so genannten „hybriden“ Op­ timierungsverfahren werden unterschiedliche Verfahren kombiniert – die einzelnen Verfahren ergänzen sich gegenseitig, Vorteile werden gestärkt und einzelne Schwächen ausgemerzt. Zum anderen wer­ den Optimierungsverfahren für die Ausführung auf massiv parallelen Supercomputern entwickelt und erprobt. Dafür steht der Hochleis­ tungsrechner „Doppler“ an der Uni Salzburg zur Verfügung: Salzburg Research hat den Supercomputer mitfinanziert und nutzt ihn für Logistikforschung: „Berechnungen, die früher zwei Tage oder noch länger dauerten, können wir damit in einer halben Stunde erledigen“,

Impressum: update 12.4 – Q4/2012 | Herausgeber: Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH | Jakob Haringer Straße 5/3 | 5020 Salzburg | T +43.662.2288-200 | www.salzburgresearch.at | GF Siegfried Reich | Chefredaktion: Margit Greisberger Redaktion: Birgit Strohmeier | Gastautor: Mario Jooss | Layout: Daniela Gnad | Bilder: © Salzburg Research, Wild & Team, fotolia, FH Salzburg, AustriaTech, Management Circle AG | Druck: Jicha Printmanagement | Kontakt: update@salzburgresearch.at Zertifiziert nach ISO 9001

salzburgresearch