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Währungseinfluss

Notenbank kurbelt Kreditvergabe an Die chinesische Notenbank drängt die Geschäftsbanken dazu die Kreditvergabe für Immobilien auszuweiten. Die Notenbanken forderte auf einem Treffen mit Bankenvertretern die Banken dazu auf, mehr Kredite zu günstigen Konditionen zu vergeben. Damit kehrt die Notenbank den Kurs der Regierung um, die zuletzt gegen Immobilienspekulanten und Schattenbanken vorging. Seit Ende 2013 gibt es daher Abkühlungstendenzen nachdem im Jahr 2013 die meisten Preise in Ballungsräumen noch um zweistellige Prozentsätze angestiegen waren. Ein weiteres Milliardenprojekt soll die Wirtschaft stützen. Um die Infrastruktur zu erweitern, will die Regierung den Bau großer Stromtrassen genehmigen. Mit Hilfe der neuen Technik sollen bis zu 1000 Kilovolt von entlegenen Regionen des Landes in die Industrieregionen im östlichen Teil transportiert werden. Das Projekt hat ein Volumen von 34 Milliarden US Dollar. Teuerung in Deutschland legt zu Die Preise in Deutschland sind im April erstmals in diesem Jahr wieder stärker gestiegen. Im April lagen sie 1,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Im März lag sie mit 1,0 Prozent noch auf dem niedrigsten Level seit drei Jahren. Hierbei spielte aber besonders das Osterfest einen statistischen Effekt, denn in diesem Jahr fielen alle Osterfeiertage in den April während die Feiertage vor einem Jahr bereits im März begannen. Dem Trend der letzten Monate folgend, verbilligte sich Energie (Heizöl, Benzin und andere Kraftstoffe) lagen preislich mehr als 3 Prozent unter dem letzten Jahr. Strom kostete dagegen 1,8 Prozent mehr. IWF sieht Russlands Wirtschaft unter Druck Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat davon gesprochen die Einschätzung der Entwicklung von Russlands Wirtschaft weiter zurück zu nehmen. Zwar rechne sie mit einem baldigen Ende des Ukraine-Konflikts, sagte die IWF-Chefin Lagarde, sollte dies aber nicht zutreffen werde der IWF seine Prognosen nochmals revidieren. Sollte die Präsidentschaftswahl am 25. Mai nicht wie geplant stattfinden können, drohen die EUPartner und USA mit harten Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Bereits Ende April hatte der IWF seine Wachstumsprognose für Russland von 1,3 Prozent auf nur noch 0,2 Prozent verringert. Das Land hat seit Anfang des Jahres stark unter Kapitalabflüssen gelitten, die sich inzwischen auf über 100 Milliarden US Dollar summieren.

Neutral

Wirtschaftsforum in Russland – Politik macht Druck auf Firmen Vom 22. Bis 24. findet in St. Petersburg das Wirtschaftsforum Ost statt, an dem Unternehmen und Politiker teilnehmen. Der Ostausschuss, in dem 200 größere deutsche Firmen organisiert sind, schickt seinen Vertreter Eckhard Cordes zu dem Treffen. Anders als in den Vorjahren werden in diesem Jahr keine westlichen Politiker an dem Treffen teilnehmen. Russlands Präsident Putin wird wie in der Vergangenheit auch dabei sein. Die US-Regierung hat darüber hinaus heimische Firmen aufgefordert, nicht an dem Treffen teilzunehmen. EZB Chefvolkswirt kann sich Zinssenkung vorstellen Der EZB Chefvolkswirt Praet sagte er sehe „negative Einlagezinsen als einen möglichen Teil einer Kombination von Maßnahmen“. Welche Maßnahmen damit gemeint seien, ließ er aber offen. „Wir bereiten eine Reihe von Dingen vor“ sagte er. In Betracht kämen neue langfristige Zentralbanktender, möglicherweise aber gegen Auflagen. Auch eine Kombination aus Zinssenkung und anderer geldpolitischer Instrumente sei denkbar“. Dass die EZB einen stärkeren Euro fürchtet lässt sich aus seinem Statement ableiten. “Im Kontext der sehr niedrigen Inflationsrate im Euro-Raum ist eine Aufwertung auch für die EuroZone ein Problem, weil ein stärkerer Euro die Einfuhren verbilligen und die Inflationsrate noch weiter nach unten drücken würde.“ Auf den möglichen Kauf von Staatsanleihen von Euroländern angesprochen entgegnete er: „Ich denke, dazu würde es erst kommen, wenn sich die Konjunktur und die Inflation in der Eurozone deutlich schlechter entwickeln als von uns erwartet.“

Neutral

Erwartungen erfüllt

Neutral

Negativ

Technik und Bias New York EUR-USD EUR-JPY USD-JPY EUR-CHF EUR-GBP

Far East

Unterstützung

Widerstand

Bias

1.3714 - 1.3690

1.3721 - 1.3699

1.3720

1.3700 1.3680 1.3820

1.3850

1.3880

Neutral

140.00 - 140.17

139.94 - 140.20

139.80

139.50 139.20 141.00

141.30

141.50

Neutral

102.17 - 102.33

102.15 - 102.28

101.50

101.20 101.00 102.50

102.80

103.00

Positiv

1.2193 - 1.2198

1.2192 - 1.2199

1.2130

1.2100 1.2080 1.2230

1.2250

1.2270

Positiv

0.8128 - 0.8153

0.8128 - 0.8155

0.8160

0.8140 0.8120 0.8270

0.8300

0.8330

Neutral


Ihre Ansprechpartner

Augen auf EZB gerichtet – Notenbank bereitet Maßnahmen vor

Folker Hellmeyer Tel 0421 332 2690 folker.hellmeyer@bremerlandesbank.de

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.3758 (07.44 Uhr), nachdem im USHandel Tiefstkurse der letzten 24 Handelsstunden bei 1.3690 markiert wurden. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 102.15. In der Folge notiert EUR-JPY bei 140.12. EUR-CHF oszilliert bei 1.2197.

Moritz Westerheide Tel 0421 332 2258 moritz.westerheide@bremerlandesbank.de

DAX 9.754,43 EuroStoxx50 3.214,51 Dow Jones 16.709,05 Nikkei 14.479,66

+ 51,97 + 2,56 + 16,64 + 175,26

Brent Gold Silber

+ -

108,60 1.293,70 19,54

0,09 0,25 0,18

TV-Termine: Kein weiterer Termin diese Woche.

Dax-Börsenampel:

Ab 8.910 Punkten

Ab 9.160 Punkten

Aktuell

Es ging auch gestern weiter wie am Montag. Angesichts der Hoffnung auf weitere lockernde EZB Maßnahmen wurden Anlagemöglichkeiten nachgefragt. Der DAX erreichte in diesem Umfeld den bisher historisch höchsten Schlusskurs – in Schlagdistanz zu seinem Allzeithoch. Auch Anleihen bleiben gesucht, 10-jährige Bundesanleihen rentieren inzwischen nur noch mit 1,41 Prozent und liegen damit ebenfalls nahe der 1,37 Prozent, die sie während der Eurokrise erreichten. Der Beweggrund „Anlagenotstand“ zeigt sich hier besonders. Auch die Titel aus der so genannten Peripherie (u.a. Italien, Spanien, Portugal) laufen ausgesprochen gut. Warum positionieren sich die Investoren so massiv? Die EZB spricht direkt über Maßnahmen. Chefvolkswirt Praet tätigte einige Aussagen, die aufhorchen lassen. „Wir bereiten eine Reihe von Dingen vor“ damit bestätigte er die Ankündigung von Draghi in der letzten Pressekonferenz. Er sieht „negative Einlagezinsen als einen möglichen Teil einer Kombination von Maßnahmen“ Eine Zinssenkung alleine erscheint unwahrscheinlich. Die Kombination von Maßnahmen könnten Zinssenkungen sein, wobei der Einlagesatz für Banken bei der EZB von derzeit 0,00 Prozent erstmals in den negativen Bereich abgesenkt werden könnten. Der Leitzinssatz von zurzeit 0,25 Prozent bietet noch ein wenig Spielraum. In der Vergangenheit haben alleinige Zinssenkungen jedoch häufig den gewünschten Effekt nicht herbeigeführt. Daher kommen neben diesen üblichen Maßnahmen weitere unorthodoxe Methoden in Frage. Hierbei würde die EZB Wertpapiere (z.B. Staatstiel, kreditbesicherte Kreditpapiere von Banken) aufkaufen. Das Ziel ist klar. Die EZB fürchtet momentan nichts mehr als eine Deflationsspirale. Ein Kauf von Staatstiteln wurde erst einmal abgelehnt. „Ich denke, dazu würde es erst kommen, wenn sich die Konjunktur und die Inflation in der Eurozone deutlich schlechter entwickeln als von uns erwartet“, so Praet. Wie schon in den vergangenen Monaten zeigte sich in den letzten Tagen, dass die EZB Wechselkurse ebenfalls im Blick hat und einen starken Euro als Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa sieht. Die Marktbewegungen oberhalb von 1,3900-Wechselkursen in EUR/USD zeigten häufig, dass hier politisch das Ende der Fahnenstange erreicht ist. “Im Kontext der sehr niedrigen Inflationsrate im Euro-Raum ist eine Aufwertung auch für die EuroZone ein Problem, weil ein stärkerer Euro die Einfuhren verbilligen und die Inflationsrate noch weiter nach unten drücken würde.“ Die EZB wird sich die nächsten Inflationszahlen genau ansehen. Die Teuerungsraten aus Deutschland und Frankreich zeigten keine Abweichungen von den Erwartungen. Negative Abweichungen in den Inflationszahlen machen weitere Schritte der Notenbank am 5 Juni wahrscheinlich(er). Sollten die Inflationsprojektionen Entspannungstendenzen aufweisen, ist es aber auch denkbar, dass die EZB stillhält und weiter beobachtet. Die anziehende Konjunktur in Europa könnte mit der einen oder anderen positiven Überraschung aufwarten. Daten von Gestern: Die US-Einzelhändler konnten sich im April nur über ein kleines Plus von 0,1 Prozent freuen. Da aber der Vormonat von 1,2 auf 1,5 Prozent revidiert wurde, wurde die Erwartung von 0,5 Prozent für den Aprilwert in Summe nicht so stark verfehlt wie die Zahlen zuerst vermuten lassen. Die Berechnung ohne Autos fällt mit 0,0 Prozent enttäuschend aus, schließlich hatte man nach dem klirrend kalten Winter mit Aufholeffekten gerechnet.


©Moody´s Economy.com

Den fünften Monat in Folge fielen die ZEW Konjunkturerwartungen negativ aus. Obwohl man mit einem erneut schwächeren Wert gerechnet hatte, konnte der neue Wert von 33,1 nach 43,2 im April den Markt enttäuschen. Nach Bekanntgabe der Daten fiel der EUR/USD Wechselkurs von 1,3764 auf 1,3739 und damit auf ein Fünf-Wochen-Tief.

©Moody´s Economy.com

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung in der Parität EURUSD favorisiert. Nachhaltige Trendsignale sind derzeit unausgeprägt. Viel Erfolg!

Daten Arbeitslose Arbeitslosenquote

April März

Zuletzt

Konsensus 

Bewertung

Bedeutung

-30,3 6,9

-20,0 6,8

Erholung in vollem Gange.

Mittel

10.30


Industrieproduktion (mm/yy)

M채rz

0,2/1,7

-0,3/1,0

11.00

Leichter R체ckgang erwartet.

Mittel

Produzentenpreise

April

0,5

0,3

14.30

Keine neuen Erkenntnisse.

Mittel


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