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Profiteure des Internet-Booms W i s s e n > S e i t e 12

MACD Teil 2

03/13 19. März 2013

Roh s tof f e c ke > S ei te 16

Baumwolle Rally fortgesetzt

Titelgeschichte > Seite 8

Wolfe-Wellen – Gesetzmäßigkeiten in den Charts nutzen

www.trading-kompakt.de


Editorial

Aktuell

Thomas Uhlig Leiter Redaktion trading kompakt

kompakt

trading trading kompakt

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2 Indizes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Trading-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Aktuell Profiteure des Internet-Booms. . . . . . . . . . . . . . 6 Titelgeschichte Wolfe-Wellen – Gesetzmäßigkeiten in den Charts nutzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 ChartCheck Aixtron, SanDisk, Harley-Davidson . . . . . . 11 Wissen MACD – Teil 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Lexikon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Rohstoffecke Baumwolle: Rally fortgesetzt . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Charttechnik: Kakao, Zinn, Weizen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Trading-Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

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Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Termine

Liebe Leserinnen und Leser, das Internet ist in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Sowohl privat als auch geschäftlich wird es vielfältig genutzt. Dabei gewinnt das Web weltweit zunehmend an Bedeutung. Ein Trend, von dem auch Investoren profitieren können. Während der Boom von Internetaktien in den späten 1990er-Jahren und um die Jahrtausendwende von viel heißer Luft angeheizt wurde und die Bewertungen hinsichtlich der fundamentalen Daten oftmals jeglicher Grundlage entbehrten, was schließlich auch zum Platzen einer riesigen Blase führte, stellt sich die Situation heute anders dar. Es sind teils riesige, hochprofitable Konzerne entstanden, die von den aktuellen Entwicklungen im weltweiten Web, wie steigenden Datenmengen, profitieren. Daraus ergeben sich chancenreiche Investments. Beispiele dafür stellen wir Ihnen in der Rubrik Aktuell vor. In der Titelgeschichte dieser Ausgabe geht es diesmal um die so genannten Wolfe-Wellen. Dieses auf Bill Wolfe zurückgehende, nicht weit verbreitete Trading-Konzept, begründet

sich auf der Annahme, dass die Bewegung in den Märkten nicht anders ist, als die in den Ozeanen. Demnach folgen beide den gleichen physikalischen Gesetzen. Angewendet auf das Trading geht es darum, aus der Beobachtung zu erkennen, wie der Markt nach bestimmten Bewegungsimpulsen sein Gleichgewicht findet. Nach Ansicht von Bill Wolfe sollten sich Trader auf diese Untersuchung konzentrieren statt auf Indikatoren. Weitaus bekannter als die Wolfe-Wellen ist der MACD. In der Rubrik Wissen beginnen wir im zweiten Teil über den vielseitig verwendbaren Indikator mit dessen Einsatzmöglichkeiten als klassischer Trendfolger und als Oszillator. Es geht dabei um die Nutzung als Trendanzeiger und zur Messung der Trendstärke sowie um Divergenzen und konkrete Handelssignale. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre. Herzlichst, Ihre trading kompakt-Redaktion


Trading-News/Indizes

Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

X-TR A DE BROK ERS

Indizes

Tägliches Breakfast Trading

Marktüberblick

X-Trade Brokers (XTB) hat seinen Ausbildungsbereich um tägliche Live-Trading-Webinare erweitert: Von 10 bis 11 Uhr morgens geht der hausinterne Analyst Konstantin Oldenburger zusammen mit Kunden auf interessante Marktbewegungen, Trading-Ideen und Ereignisse ein. Insbesondere Elliott-Wellen und Fibonacci Trading, wie auch Indikatoren und Oszillatoren werden gezielt angesprochen, um Kursveränderungen besser vorhersehen zu können und den richtigen Einstiegszeitpunkt für einen Trade zu finden. Dieses Webinar soll XTBKunden anhand von Live-Trading-Beispielen

weiteres Wissen vermitteln und die persönliche Trading-Erfahrung durch verschiedene Methoden und Produkte erweitern. Konstantin Oldenburger ist als Experte für Devisen im Hause XTB mit der Fluktuation der Märkte beschäftigt. Nach seiner Bankausbildung, der Händlerprüfung für den Kassamarkt und seinem Studium sowie langjähriger Erfahrung im Finanzmarkt steht er XTB-Kunden bei Fragen rund ums Thema Trading und Devisen zur Verfügung. Interessenten können sich für aktuelle Live-Trading-Webinare hier anmelden: www.xtb.de/Live-Trading

Rohstoffecke

Stand

Termine

+/- %

18.03.2013 1 Monat

+/- % 1Jahr

Aktienmärkte weltweit DAX Dow Jones

8.010,70 +5,01% +11,92% 14.452,06 +3,36% +9,22%

S&P 500

1.552,10 +2,13% +10,54%

NASDAQ 100

2.792,30 +1,00% +2,93%

EURO STOXX 50

2.705,47 +3,39% +3,73%

Nikkei 225

12.220,63 +7,12% +20,64%

Hang Seng

22.083,36 -5,55% +3,59%

HSCEI

10.794,70 -8,01%

-3,76%

1.030,11 -3,22%

-3,13%

EUR/USD

1,2944 -3,07%

-1,75%

EUR/Yen

123,43 -1,56% +12,28%

EUR/GBP

0,8577 -0,64% +3,14%

ING DIBA

EUR/CHF

1,2257 -0,56% +1,61%

Brokerriese auch 2012 auf Wachstumskurs

EUR/AUD

1,2454 -3,91% +0,12%

Die ING DiBa konnte auch im Geschäftsjahr 2012 ihre Wachstumsgeschichte fortschreiben und in allen Geschäftsbereichen Zuwächse bei Kontenzahlen und Volumen verzeichnen. Eine wichtige Wachstumssäule stellten dabei die 545.000 Brutto-Neukunden dar. Unter dem Strich bedeuten die daraus resultierenden 317.000 NettoNeukunden das größte Kundenwachstum

in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland und Österreich. Für nunmehr 7,8 Mio. Kunden verwaltet die Bank ein zuletzt um 16 Mrd. Euro gestiegenes Geschäftsvolumen von 182 Mrd. Euro. Im Wertpapiergeschäft stieg die Zahl der Kundendepots um rund 21.000 auf 896.000. Das Depotvolumen der ING DiBa-Kunden legte im Jahresvergleich von 16 auf 18,1 Mrd. Euro zu.

TD DIR ECT IN V ESTING

MSCI Emerging Markets Währungen

Rohstoffe WTI Crude CME ($/bbl) Gold Forex ($/Unze) Aluminium LME Spot ($/t) Kupfer LME Spot ($/t)

93,89 -1,74% -12,38% 1606,25 -0,24%

-3,24%

1895,5 -9,13% -14,69% 7542 -6,72% -11,59%

Weizen CME ($c/bu)

712,75 -3,97% +6,06%

Mais CME ($c/bu)

720,25 +3,22% +6,98%

Baumwolle ICE ($c/lb)

90,75 +11,60% +3,77%

Sonstige Euro-Bund-Future

144,01 +0,93% +6,14%

VDAX-NEW

15,32 -6,53% -17,35%

VIX

13,36 +7,22%

-7,67%

Bessere Serviceleistungen für Trader TD Direct Investing International, ehemals Internaxx, stellt hinsichtlich seiner Frequent Trader-Services und Active TraderServices Verbesserungen in Aussicht: Wie der Online-Broker mitteilte, qualifizieren sich Kunden ab dem 1. April automatisch für den Frequent Trader-Service, wenn sie mindestens zwölf Transaktionen in einem fortlaufenden Zeitraum von drei Monaten tätigen. Bisher waren dies 30 Transaktionen 3

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pro Jahr. Frequent Trader haben Anspruch auf reduzierte Transaktions- und Depotgebühren und erhalten Zugang zu technischen Research-Informationen und Analysen. Gleichzeitig reduziert TD die Anzahl der Transaktionen für die Qualifizierung zum Active Trader. Um sich zu qualifizieren, müssen Kunden mindestens 30 Transaktionen in einem fortlaufenden Zeitraum von drei Monaten tätigen, im Gegensatz

zur vorherigen Regel von 50 Transaktionen in drei Monaten. Mit dem Active TraderService können TD-Kunden auf eine exklusive Palette an unabhängigen Research- und Handelstools zugreifen. Nähere Informationen finden Sie unter: int.tddirectinvesting.com. Die in Luxemburg ansässige TD Direct Investing International gehört zur kanadischen TD Bank Group, einer der größten Banken weltweit.


Trading-News

Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Termine

W H SELFIN V EST

Neue chinesische Währungspaare und kleinere Spreads Um der steigenden Bedeutung der chinesischen Wirtschaft gerecht zu werden, hat der Forex- und CFD-Broker WH SelfInvest (WHS) zwei neue Forexpaare, basierend auf der chinesischen Währung Yuan Renminbi, in sein Forex-Angebot aufgenommen. Bei den beiden neuen Forexpaaren handelt es sich um USD/CNH und CNH/JPY. Sowohl der USD/CNH als auch der CNH/JPY sind als Spot Forex und CFD auf Forex verfügbar. Außerdem reduzierte der

Broker für einige Instrumente die Spreads. So sinkt die Handelsspanne für .US500 (US SPX 500-Index) von „0,5“ auf „0,4“, für .US2000 (US Small Cap 200-Index) von „0,4“ auf „0,3“ und für .UK100 (UK 100-Index) von „1 bis 6“ Punkte auf „1 bis 5“ Punkte. Den Spread für .BRENT (Spot Brent Crude Oil) senkte WHS von „5“ auf „4“ und den für GCxx (Gold, auf Futures basierend) von „0,7“ auf „0,6“.

DA B BA NK

Transaktionszahlen rückläufig Aufgrund der Verunsicherung durch die europäische Staatsschuldenkrise agierten die Kunden der DAB Bank 2012 deutlich zurückhaltender als noch im Vorjahr und führten 4,20 Mio. Wertpapiertransaktionen aus (2011: 5,08 Mio. Transaktionen). Dies führte auch zu einem Rückgang beim Provisionsüberschuss um 13% auf 74,18 Mio. Euro. Dennoch konnte der Münchner Konzern sein Vorsteuerergebnis gegenüber dem Vorjahr um 9% auf rund 28 Mio. Euro steigern. Zum Jahresende verwaltete die DAB Bank für ihre Kunden Einlagen und Depotvolumina in

Höhe von 28,38 Mrd. Euro – gut 4 Mrd. Euro mehr als noch Ende 2011. Die Kundenzahl stieg innerhalb des vergangenen Jahres um knapp 4.000 auf 597.128. Der Hauptversammlung, die am 16. Mai 2013 stattfindet, soll nun eine Vollausschüttung des Konzernbilanzgewinns vorgeschlagen werden. Dies entspricht einer Dividende von 0,21 Euro (Vorjahr: 0,22 Euro) je Aktie, die ein weiteres Mal steuerfrei ausgezahlt würde. Die genannten Bilanzdaten sind jedoch noch nicht testiert. Den endgültigen Geschäftsbericht für 2012 veröffentlicht die DAB Bank am 19. März.

X EM A R K ETS

Kontofinanzierung durch Banküberweisung Der Forex-, Futures- und CFD-Broker XEMarkets führt (Inlands-) Banküberweisungen als neue Einzahlungsmöglichkeit ein. Mit der neuen Überweisungsmöglichkeit haben XEMarkets-Kunden die Gelegenheit, ihre Handelskonten via Banküberweisung, am Wohnsitz und in der lokalen Währung zu finanzieren. Überweisungen von einer lokalen Bank aus sind bereits in mehr als 50 Länder weltweit möglich. Egal

in welcher Währung Kunden des Brokers per Überweisung einzahlen, XEMarkets rechnet die Währung automatisch in die Basiswährung der Handelskonten um und gewährt bis zu 100% Einzahlungsbonus für alle neuen und bestehenden Kunden, welche ein MICRO-, STANDARD- oder EXECUTIVE-Handelskonto bei XEMarkets ihr Eigen nennen. Diese Boni sind freilich im Handel einzusetzen.

V ITR A DE

Handelsplattform HTX um neue Funktionen erweitert ViTrade, ehemals E*TRADE Germany, hat seine Profi-Tradingplattform HTX um einige nützliche Funktionen erweitert. Vor allem die Suchmöglichkeiten nach Wertpapieren wurden deutlich ausgebaut.

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In einigen Dialogen sind zusätzlich Schnellzugriffe auf die Dialoge Ordererfassung, Chart, Times & Sales, News-Ticker und die Marktübersicht verfügbar.


Damit Sie obenauf sind, gehen wir mit den Kosten runter.

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nter.

Attraktives Pricing für Handel von DAX 30 Werten Dauerhaft kostenloses, leistungsstarkes Depot Kostenlose Real-Time-Push Kursversorgung Innovative, einzigartige und einfache Handelsplattform Breites und unabhängiges Wertpapierangebot

DAB bank Die Anders Bank. | www.dab.com/bestprice 089 8895-7000

Direkt Anlage Bank

Das Angebot gilt für Privatpersonen, die in den letzten 12 Monaten kein Depot bei der DAB Bank hatten. Ausgenommen sind professionelle Finanzdienstleister und von diesen betreute Depots. Ein Wechsel zu anderen Neukunden-Aktionen der DAB Bank ist nicht möglich. *Gültigkeit: Das Angebot gilt für alle Aufträge in DAX 30 Aktien über den Handelsplatz DAB Best Price. Das Grundentgelt im außerbörslichen Handel über den Handelsplatz DAB Best Price beträgt pauschal 2,95 EUR, statt 4,95 EUR bis 29,95 EUR. Hinzu kommen ggf. 0,60 EUR beim Kauf von Namensaktien für die Eintragung ins Aktionärsregister. Offline-Orders zzgl. 10,00 EUR Bearbeitungsentgelt. Für andere Handelsplätze und Produkte gelten die Entgelte laut unserem Preis- und Leistungsverzeichnis. Orders über den Handelsplatz DAB Best Price werden von Lang & Schwarz ausgeführt.


Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Profiteure des Internet-Booms Weltweit gewinnt das Web an Bedeutung – sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Dieser Trend treibt das Wachstum bekannter US-Konzerne an. Long-Zertifikate auf deren Aktien sind chancenreiche Investments. Ein interessantes Geschäftsmodell genügte in den späten 90ger Jahren, um den Börsenwert einer kleinen Internet-Gesellschaft nach oben zu treiben. Doch es dauerte nur wenige Jahre, bis die ersten Internet-Start-up-Unternehmen Pleite gingen. Einige davon waren am Neuen Markt gelistet, der schon kurze Zeit nach seiner Eröffnung im März 1997 als Zockermarkt galt. Tatsächlich war damals die Euphorie bei Anlegern, aber auch bei Analysten und Fondsmanagern viel zu groß. Deshalb achteten sogar die Profis bei der Analyse von Internet-Unternehmen kaum auf die Fundamentaldaten, sondern ließen sich von den vollmundigen Versprechen der Vorstände blenden. Heutzutage ist das anders: Die Manager von Aktienfonds, die den Themenbereich Internet abdecken, setzen nun schwerpunktmäßig auf gut positionierte Konzerne wie Google, Qualcomm und Cisco Systems, denen der Boom des Webs in die Karten spielt. Datenmengen im Internet steigen Das Web wird für die Menschen immer wichtiger, da es zahlreiche Informations-, Unterhaltungs- und Einkaufsmöglichkeiten bietet. Darüber hinaus kann man sich im sozialen Netzwerk Facebook mit anderen Leuten austauschen. Mit ihren Aktivitäten generieren die Facebook-Nutzer übrigens große Datenmengen. Aber auch die zunehmende Nutzung von Cloud-Computing und Internet-Fernsehen sorgt dafür, dass immer mehr Daten durch das Web strömen. Gesteuert wird der Datenverkehr mit Routern und Switches – der weltweit führende Anbieter dieser Produkte ist Cisco Systems. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 hat der Hardwarehersteller den 6

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Gewinn je Aktie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 44% auf 0,51 US-Dollar gesteigert und damit die durchschnittlichen Analystenschätzungen um 0,03 US-Dollar übertroffen. Aktie von Cisco Systems ist günstig bewertet Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Cisco Systems auf Wachstumskurs bleiben, da vor allem in den Schwellenländern kräftig in die Produkte und Dienstleistungen des kalifornischen Unternehmens investiert wird. Hinzu kommt, dass der Netzwerkausrüster Lösungen für die Steuerung intelligenter Stromnetze entwickelt und sich dadurch in einem aussichtsreichen Markt positioniert. Positiv zu werten ist auch die günstige Bewertung der Aktie: Basierend auf den Gewinnschätzungen für das laufende Geschäftsjahr errechnet sich ein KGV von elf. Auch charttechnisch sieht es gut aus, da der Kurs bald über einen Widerstand bei 22 US-Dollar ausbrechen könnte. Dadurch würde ein Kaufsignal generiert werden. Mutige Anleger ordern daher ein von der Commerzbank emittiertes Long-Zertifikat


Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

(WKN: CZ2XH0) auf die Aktie von Cisco Systems, dessen Hebel aktuell 3,83 beträgt. Apple verfügt über reichlich Cash Dank leistungsstarker Smartphones und Tablet-Computer wird immer öfter unterwegs im Web gesurft. Vom rasanten Wachstum der mobilen Internetnutzung profitiert unter anderem Apple. Allerdings leidet der Technologiegigant unter einem enormen Wettbewerbsdruck. Einer der größten Apple-Rivalen ist der südkoreanische Konzern Samsung. Dessen Smartphone Galaxy S3 verkauft sich hervorragend. Und jüngst hat Samsung in New York das Nachfolgemodell Galaxy S4 präsentiert, das mit vielen neuen Funktionen punktet. Daher könnte Apple im Smartphone-Bereich Marktanteile verlieren. Diese Aussichten dürften im aktuellen Aktienkurs aber bereits eingepreist sein. Abgesehen davon verfügt das Kult-Unternehmen über einen Cash-Bestand von etwa 130 Milliarden US-Dollar. Dieses Geld könnte für Investitionen oder einen Aktien-Rückkauf verwendet werden. Des Weiteren ist der Apple-Anteilsschein mit einem 2013er-KGV von neun attraktiv bewertet, weswegen ein

Wissen

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

darauf basierendes Long-Zertifikat (WKN: UU2HHS) vom Schweizer Bankhaus UBS für risikofreudige Anleger geeignet ist. Der Hebel dieses Finanzprodukts beträgt derzeit 4,24. Qualcomms Perspektiven sind hervorragend Der Megatrend mobile Internetnutzung dürfte den Umsatz und Gewinn von Qualcomm nach oben treiben. Denn die vom Konzern entwickelte Technologie steckt in vielen Tablet-Computern und Smartphones. Beispielsweise befinden sich in den Smartphones HTC One, Sony Experia Z und Samsung Galaxy S4 Qualcomm-Prozessoren. Angesichts der überzeugenden Unternehmensperspektiven bietet sich der Kauf eines Long-Zertifikats (WKN: AA5K8R) auf die Qualcomm-Aktie an, die sich in einem Aufwärtstrend bewegt. Von weiteren Kurszuwächsen des Basiswerts profitieren Anleger mit dem von der Royal Bank of Scotland emittierten Zertifikat dank eines Hebels von 4,68 überproportional. Google-Management wird das Geschäftsmodell erweitern Risikofreudige Börsianer können sich auch ein Faktor-Triple-LongZertifikat (WKN: CZ34RH) auf die Google-Aktie ins Depot legen. Der Hebel dieses Zertifikats von der Commerzbank beträgt 3,0 und verändert sich nicht. Erwähnenswert ist, dass der Anteilsschein des weltgrößten Suchmaschinenbetreibers in den zurückliegenden vier Monaten eine beeindruckende Kursrally aufs Parkett gelegt, aber Analystenmeinungen zufolge mittelfristig noch Kurspotenzial nach oben hat. Denn die Werbeeinnahmen des Konzerns dürften weiter steigen. Außerdem wird das Google-Management weitere Geschäftsfelder erschließen, um das Wachstum voranzutreiben.

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Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Aktuell

Wolfe-Wellen –

Gesetzmäßigkeiten in den Charts nutzen

Das Tradingkonzept der Wolfe-Wellen geht auf Bill Wolfe zurück. Es nimmt Bezug auf die Gravitationstheorie von Isaac Newton, der jeder Kraft eine gleich große Gegenkraft zuordnet. Dieses physikalische Prinzip hat Wolfe auf die Finanzmärkte übertragen. Das richtige Markt-Timing kommt für Wolfe aus der Beobachtung, wie der Markt nach bestimmten Bewegungsimpulsen sein Gleichgewicht findet. Darauf sollte sich der Trader seiner Ansicht nach konzentrieren, statt auf Beiwerk wie Oszillatoren oder TrendfolgeIndikatoren. Veröffentlicht wurden seine Beobachtungen in dem bekannten TradingBuch „Street Smarts“ von Linda Bradford Die Wolfe-Wellen bestehen aus Raschke und Laurence A. Connors. Aus fünf Wellen, die lokale Hochs Raschkes Sicht hatte Wolfe eine der effekoder Tiefs markieren. tivsten Tradingtechniken überhaupt entdeckt. Auch Bill Wolfes Sohn, Brian Wolfe, hat an der Entwicklung des Konzepts mitgearbeitet, das sich am ehesten als eine Beschreibung von Marktmechanismen bezeichnen lässt. Wolfe-Wellen werden als Kanalmuster dargestellt, deren Ausbruch gehandelt wird. Dabei wird grundsätzlich aus dem Chart gehandelt, ohne dass notwendigerweise technische Indikatoren hinzugezogen werden. Bestimmung der Wellen Die Wolfe-Wellen bestehen aus fünf Wellen, die lokale Hochs oder Tiefs markieren. Für ein Long Trading-Setup müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Zunächst sucht der Trader nach einem 8

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lokalen Tief (1). Von diesem lokalen Tief ausgehend erholen sich die Märkte und markieren ein lokales Hoch (2). Darauf geben die Kurse nach und bilden mit (3) in der Folge ein lokales Tief, das das Tief (1) unterschreitet. Von dort aus beginnt eine Aufwärtsbewegung bis zum Punkt (4). Dieses Zwischenhoch liegt zwischen (1) und (2). Ist (4) identifiziert, wird eine Trendgerade zwischen (1) und (3) gezogen. Diese wird über (3) hinaus verlängert. Sie signalisiert den Bereich, an dem eine Long-Position eröffnet wird (5). Allerdings sollten Trader hier zunächst abwarten, ob sich wirklich ein Boden ausgebildet hat. Hat sich der Trader für eine Long-Position entschieden, wird das Kursziel bestimmt. Dafür werden die Punkte (1) und (4) mit einer Geraden verbunden. Diese wird über den Punkt (4) hinaus verlängert. Das Kursziel der Wolfe-Wellen ist der Bereich, der – ausgehend von Punkt (5) – auf die Verlängerung der Geraden zwischen (1) und (4)


Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

trifft. Diese abschließende Welle vom Einstieg zum Verkaufslevel ist die fünfte Welle. Bullische Wolfe-Welle mit Long-Position Am 25.09.2012 markiert die Coca-ColaAktie ein lokales Tief bei 37,66 US-Dollar (1). Von dort ausgehend kommt es zu einer Aufwärtsbewegung, deren lokales Hoch bei 38,83 US-Dollar (2) am 09.10. erreicht wird. In Folge erleiden die Kurse wieder einen Rücksetzer, der den Aktienpreis bis auf 36,54 US-Dollar (3) am 23.10. führt. Damit ist die Bedingung erfüllt, dass dieses Tief niedriger liegt als das lokale Tief bei Punkt

Beispiel: Grafik Coca-Cola

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Aktuell

(1). Daraufhin setzt eine Aufwärtsbewegung bis zum Hoch bei 37,65 US-Dollar ein. Nach den klassischen Lehrbuch-Definitionen liegt dieses Hoch nicht zwischen 37,66 und 38,83 US-Dollar, sondern 0,01 US-Dollar darunter. Hier liegt es in der diskretionären Entscheidung des Traders, ob er auch annähernde Werte handelt, oder nicht. Auch bei der Software-Programmierung können bestimmte Toleranzzonen einbezogen werden oder nur die klassische LehrbuchVariante gehandelt werden. Auf der verlängerten Trendlinie zwischen (1) und (3) liegt der Einstieg. Betrachtet man den Chart, sieht man am 15.11. ein Tief bei 35,86 US-Dollar. Zusätzlich zeigt sich eine bullische Candlestick-Formation. Dabei wird der schwarze Körper der Kerze vom 14.11. durch den weißen Körper des folgenden Handelstages komplett umhüllt. Der Long-Einstieg bietet sich daher am Ende des 15.11. bei 36,43 US-Dollar an. Die Kurszielzone des Trades wird durch die verlängerte Trendliniengerade zwischen (1) und (4) bestimmt. Daraus ergibt sich ein Kursziel bei gut 37,60 US-Dollar. Erreicht wird dieser Bereich am 23.11. Zunächst wirkt ein Kursgewinn von etwa 3,21% nicht gerade spektakulär, deshalb bietet sich bei diesem Tradingansatz die Verwendung von Hebelpapieren an. Bärische Wolfe-Welle mit Short-Position Die bärische Wolfe-Welle besteht ebenfalls aus fünf einzelnen Wellen. Punkt (1) ist in diesem Fall ein lokales Hoch, von dem aus die Kurse auf ein lokales Tief bei Punkt (2) zurückfallen. Von dort aus nehmen sie Anlauf auf ein Hoch, das bei Punkt (3) erreicht wird. Das Hoch (3) muss höher liegen als das Hoch (1). Daraufhin fallen die Kurse auf ein Tief, das sich zwischen (1) und (2) befindet. Die Verlängerung der Geraden zwischen den Punkten (1) und (3) signalisiert den Bereich, an dem eine Short-Position eingegangen wird. Die Verlängerung der Geraden zwischen den Punkten (1) und (4) zeigt dagegen den Bereich, an dem die Position glattgestellt werden sollte.

Beispiel: Grafik Lanxess

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Die Lanxess-Aktie hat am 14.07.2010 ein Hoch bei 39,38 Euro (1) ausgebildet. Danach folgte eine Abwärtsbewegung bis 35,38 Euro (2) am 20.07. Von diesem Niveau aus erhöhte sich der Kurs bis auf 39,40 Euro (3) am 27.07. Punkt (4) bildete sich am 30.07. bei 36,72 Euro aus (Tief zwischen den Punkten (1) und (4)). Am 05.08. zeigte sich eine bärische Kerze mit einem kleinen Körper und einem langen oberen Schatten, der auf mögliche weitere Kursverluste schließen lässt („Shooting Star“). Hier bietet sich noch kein Einstieg an, eine Bestätigung am folgenden Tag, beispielsweise mit einer Kurseröffnung unterhalb des Schlusskurses, sollte noch abgewartet werden. Die Erwartungen werden jedoch nicht erfüllt. An den beiden folgenden Tagen ziehen die Kurse mit zwei weißen Kerzenkörpern deutlich an. Am folgenden Tag kommt es zu einem deutlichen Kursverlust, der durch eine schwarze Kerze mit langem Körper dargestellt ist. An diesem


Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Tag wird die Gerade nur leicht berührt, während sich am folgenden Tag (11.08.) der gesamte schwarze Kerzenkörper unterhalb der verlängerten Geraden zwischen Punkt (1) und (3) befindet. Zur Sicherheit wird die Eröffnung des folgenden Handelstages abgewartet. Die Lanxess-Aktie eröffnet am 12.08. bei 38,00 Euro und damit unterhalb des Schlusskurses vom Vortag. Damit ist das Einstiegssignal für die Short-Position gegeben. Im weiteren Verlauf zeigt sich, dass die Kurse weiter fallen, aber die Kurszielzone, d. h. die Verlängerung der Geraden zwischen (1) und (4), nicht erreicht wird. Stops setzen Das Beispiel der Lanxess-Aktie zeigt, dass sich Trader, die die Wolfe-Wellen nutzen, über Stops Gedanken machen müssen. Das Management der Stops umfasst zwei wesentliche Aspekte. Zum einen sollen die Stops die Verluste begrenzen. Sinnvollerweise wird bei einer bärischen Welle das Hoch über dem Punkt 5 als Stopmarke genutzt, bei bullischen Wolfe-Wellen können Kurse unter der verlängerten Geraden zwischen (1) und (3) zur Verlustbegrenzung nachgezogen werden, bei der bärischen Wolfe-Welle Kurse oberhalb Wolfe-Wellen treten vergleichs- der betreffenden verlängerten Geraden. Die weise selten auf, wenn Kurszielbestimmung im Zusammenhang man sie mit anderen Tradingmit den Wolfe-Wellen ist zunächst einmal Formationen vergleicht. als Orientierung für den Trader zu verstehen. Es gibt nirgends eine Garantie, dass dieses Kursziel auch erreicht wird. Deshalb ist es nötig, entstandene Gewinne in jedem Fall zu sichern, bevor die Kurse wieder in eine Richtung drehen, die vom Trader nicht erwünscht ist. In diesem Zusammenhang sollten Trailing-Stops verwendet werden, so dass die Stop-Kurse im Verlauf des Trades nachgezogen werden. Das kann beispielsweise über einen gleitenden Durchschnitt oder andere sinnvolle Trailing-Stop-Methoden bewerkstelligt werden. ETA und EPA Trader treffen im Zusammenhang mit den Wolfe-Wellen auf die Abkürzungen ETA und EPA. Die Abkürzungen stehen für die Begriffe „Estimated time at arrival line“ bzw. „Estimated price at arrival line“. EPA bezeichnet das durch die Wolfe-Wellen definierte Kursziel, das durch die Verlängerung der Geraden zwischen den Punkten (1) und (4) bestimmt wird. ETA kann dagegen unter Tradingaspekten vernachlässigt werden, da dieser Punkt oft eher zu Verwirrung führt. Der Schnittpunkt der verlängerten Geraden zwischen den Punkten (1) und (3) sowie (2) und (4) wird als „Estimated time at arrival line“ bezeichnet. Dadurch sollte der Zeitpunkt, an dem das Kursziel erreicht wird, angezeigt werden. 10

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Termine

News/Indizes

Aktuell

Fazit: Wolfe-Wellen treten vergleichsweise selten auf, wenn man sie mit anderen Trading-Formationen vergleicht. Grundsätzlich können die Wolfe-Wellen auf allen zeitlichen Ebenen gehandelt werden. Da Wolfe sie als quasiphysikalische Gesetzmäßigkeit definiert hat, können sie auch bei unterschiedlichen Basiswerten wie Aktien, Rohstoffen und Devisen eingesetzt werden. Wenn sie auftreten, dann erscheinen sie oft nicht in genau der Form wie man sie im Lehrbuch findet, sondern mit entsprechenden Modifikationen. Daher sollten Trader zum Erkennen von WolfeWellen anfangs entsprechende Software zum Screening der Formation nutzen. Mit einiger Übung und geschärftem Blick werden die Wolfe-Wellen dann in Charts auch ohne Software leichter entdeckt, und Abweichungen von der idealtypischen Form können besser eingeordnet werden.


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AIXTRON

Termine

News/Indizes

Aktuell

Titelgeschichte

Stand: 15.03.2013

Nachdem die Aktie des Spezialmaschinenbauers im Dezember 2012 von der Unterstützung bei 8,34 Euro (Zwischentief von November 2011) nach oben abgeprallt war, bildete sich ein kleiner Aufwärtsimpuls, der im Januar 2013 bei 11,15 Euro endete. Es folgte eine abermalige Korrektur. Diesmal drehte der Kurs aber bereits ein gutes Stück vor der Haltezone von 8,34 Euro, nämlich bei 8,82 Euro, wieder nach oben. Im Rahmen dieses in den vergangenen drei Wochen auszumachenden Aufwärtsimpulses wurde nun die Abwärtstrendlinie, gebildet aus den Zwischenhochs von Mai 2012 und Januar 2013, überwunden. Dies könnte als spekulatives Long-Signal gewertet werden. Trade-Box AIXTRON Aktueller Kurs: 11,07 EUR Chance/Risiko-Verhältnis: 2,2

Ziel: 14,50 EUR Stop: 9,50 EUR

Chance: +23,7% Risiko: -14,2%

SanDisk

Stand: 15.03.2013

Die Aktie des Anbieters von Flash-Speicherkarten zeigt nach einer kräftigen Rally von November 2008 bis Juni 2010 eine breit angelegte Seitwärtsbewegung. Die Unterseite stellte das Zwischentief von September 2010 bei 33,03 US-Dollar dar, die drei Mal getestet, aber nie nachhaltig unterschritten wurde. Die Oberseite wurde begrenzt vom im Januar 2011 markierten Zwischenhoch bei 53,60 US-Dollar. Sie wurde im Oktober 2011 beinahe erreicht, erwies sich jedoch als zu hartnäckig. Innerhalb der Aufwärtsbewegung seit dem Zwischentief von Juni 2012 wurde sie jedoch nun geknackt, was als charttechnisches Long-Signal gewertet werden könnte. Trade-Box SanDisk Aktueller Kurs: 63,50 USD Chance/Risiko-Verhältnis: 3,0

Ziel: 75,00 USD Stop: 48,50 EUR

Chance: +26,6% Risiko: -11,9%

Harley-Davidson

Stand: 15.03.2013

Seit dem Tief von März 2009 zeigt die Aktie des Motorradherstellers eine Aufwärtsbewegung, die allerdings immer mal wieder von größeren Korrekturen unterbrochen wurde. Vorläufiger Höhepunkt war das im Mai 2012 markierte Hoch bei 54,32 US-Dollar. Nach einer Korrektur bis knapp unter 38,00 US-Dollar, markiert im August 2012, gab es einen neuen Aufwärtsimpuls. Im Januar dieses Jahres erfolgte dann der erste Versuch, das Hoch von Mai 2012 zu knacken. Er schlug erst einmal fehl. Nach einer kleinen Korrektur nahm der Kurs dann erneut Anlauf, und es gelang ihm nun, die Hürde zu überwinden, was als spekulatives Long-Signal gewertet werden könnte. Trade-Box Harley-Davidson Aktueller Kurs: 55,41 USD Chance/Risiko-Verhältnis: 2,0

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Ziel: 65,00 USD Stop: 50,50 EUR

Chance: +14,8% Risiko: -8,9%


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MACD – Teil 2 Nachdem es im ersten Teil zum MACD um das grundlegende Konzept und den Aufbau des Indikators ging, wollen wir nun einige Einsatzmöglichkeiten vorstellen.

Wie eingangs im ersten Teil zum MACD erwähnt, kann der Indikator äußerst vielseitig verwendet und interpretiert werden. Das liegt daran, dass er sich zum einen als klassischer Trendfolger nutzen lässt, da er die Bewegungen des Basiswerts nachvollzieht. Dadurch kann er die Richtung und Stärke eines Trends anzeigen sowie auf mögliche Schwächephasen hindeuten. Zum anderen besitzt der MACD auch eindeutige Charakteristika von Oszillatoren. Er oszilliert um eine Nulllinie und kann Divergenzen zum Kursverlauf des Basiswerts aufzeigen. In Verbindung mit der Signallinie lassen sich zudem direkte HanTrendanzeiger wird der delssignale generieren.

Als MACD verwendet, indem untersucht wird, ob sich die MACDLinie im Aufwärts- oder im Abwärtsmodus befindet.

Anzeige der Trendrichtung Als Trendanzeiger wird der MACD verwendet, indem untersucht wird, ob sich die MACD-Linie im Aufwärts- oder im Abwärtsmodus befindet. Als Aufwärtsmodus könnte man grundsätzlich eine steigende MACD-Linie kategorisieren. Etwas enger gefasst könnte die Bewertung als Aufwärtsmodus aber auch erst dann erfolgen, wenn die steigende MACD-Linie über der Nulllinie liegt. Im umgekehrten Fall könnte eine Abwärtsbewegung grundlegend definiert werden, wenn die MACD-Linie sinkt und in einer erweiterten Bewertung zudem unter der Nulllinie notiert. Liegt eine Aufwärtsbewegung vor, dargestellt in Grafik1 als grüne Pfeile, werden nur Long-Positionen eröffnet. Ist die MACD-Linie dagegen im Abwärtsmodus (rote Pfeile), geht man nur Short-Positionen ein. Für die entsprechenden Kauf- oder Verkaufssignale greift man dabei auf andere charttechnische Mittel (Formationen, andere Indikatoren usw.) zurück. Bei der Nutzung des MACD als Trendanzeiger geht

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es somit nur darum, mittels des Indikators die übergeordnete Richtung des Basiswerts zu bestimmen. Messung der Trendstärke Dabei lassen sich zudem Erkenntnisse über die Stärke eines Trends, also die Trendintensität, gewinnen. Hier liegt das vom MACDErfinder Appel beschriebene Prinzip von Konvergenz und Divergenz zugrunde. Es geht somit um die Entwicklung der beiden GDs zueinander, die als Basis für die Berechnung der MACD-Linie dienen. Nähern (konvergieren) sich die beiden GDs einander an, deutet dies auf eine sich abschwächende Trendbewegung hin. Das Momentum nimmt ab. Der kleiner werdende Abstand der GDs schlägt sich in der MACD-Linie nieder: Sie fällt oder steigt weniger dynamisch. Genau andersherum verhält es sich bei voneinander weglaufenden GDs. Wird der Abstand größer, bedeutet dies einen Momentumszuwachs in der Trendbewegung. Dadurch fällt oder steigt die MACD-Linie schneller. Ein Maß für die Trendstärke ist zudem der Abstand der MACD-Linie von der Nulllinie. So nimmt die Trendintensität zu, umso weiter sich die MACD-Linie von der Nulllinie entfernt. Umgekehrt nimmt


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Grafik 1 – Trendrichtung

Quelle: tradesignalonline.com, finanzpark

Grafik 2 – Trendstärke

Quelle: tradesignalonline.com, finanzpark

Grafik 3 – Divergenzen

Quelle: tradesignalonline.com, finanzpark

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die Trendstärke ab, wenn sich der MACD nicht weiter von der Nulllinie entfernt und sich dieser annähert. Grafik 2 zeigt ein typisches Beispiel für eine Phase steigenden Momentums in einem Aufwärtstrend (grüner Pfeil), gefolgt von einer Phase nachlassenden Momentums (orangefarbener Pfeil). Zur besseren Übersicht ist im Indikatorfenster nur die MACD-Linie dargestellt. Der Abstand der MACD-Linie von der Nulllinie kann zudem Hinweise auf überkaufte respektive überverkaufte Phasen liefern, und zwar dann, wenn der Abstand sehr groß ist. Der Haken bei diesem Ansatz ist, dass Maximum und Minimum der MACD-Linie nicht festgelegt sind und theoretisch unendliche Werte annehmen können, wodurch eine Bewertung, wann ein großer Abstand vorliegt, schwierig ist. Um solche Extremwerte herauszufiltern, kann ein Blick in den historischen Kursverlauf hilfreich sein. Allerdings ist auch das keine Garantie, Fehlinterpretationen zu vermeiden. Den Abstand der MACD-Linie von ihrer Nulllinie als Kontraindikator zu nutzen, ist daher mit Vorsicht zu betrachten. Besser funktioniert die Divergenzanalyse. Divergenzen Die Suche nach Divergenzen ist ein häufig genutzter Einsatzzweck des MACD. Grund dafür ist, dass der MACD aufgrund seiner trendfolgenden Eigenschaften die Kursentwicklung des Basiswerts mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung nachvollzieht. Dabei bildet der Indikator auch die Hoch- und Tiefpunkte des Basiswerts ab. Daraus ergeben sich mitunter Divergenzen zwischen Kursverlauf und Indikatorverlauf. Solche Divergenzen weisen auf Schwächen im vorhandenen Trend hin und bilden sich oft vor bevorstehenden Trendwechseln. Eine bärische Divergenz entsteht, wenn neue Hochs im Basiswert nicht durch neue Hochs im MACD begleitet werden. Umgekehrt entsteht eine bullische Divergenz, wenn neue

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Grafik 4 – Konkrete Handelssignale

Quelle: tradesignalonline.com, finanzpark

Tiefs im Basiswert nicht mit neuen Tiefs im MACD einhergehen. Beispiele für Divergenzen zeigt Grafik 3 (grün=bullische, rot=bärische Divergenz). Erläutert wird das Konzept der Divergenz am Beispiel der bärischen. Im Dezember 2012 gab es sowohl im Kurs als auch beim MACD markante Hochs. Nach einer kurzen Konsolidierung stieg der Preis weiter und bildete Anfang Februar ein höheres Hoch aus. Das Hoch des MACD blieb allerdings deutlich unter dem Hoch von Dezember. Diese Divergenz konnte als ernst zu nehmendes Warnsignal eines möglicherweise bevorstehenden Trendwechsels interpretiert werden. Gibt es derartige Divergenzen, nutzt man dann wieder andere charttechnische Mittel (Chartformationen, andere Indikatoren usw.), um nach konkreten Handelssignalen zu suchen. Konkrete Handelssignale Und auch der MACD selbst kann konkrete Kauf- oder Verkaufssignale generieren. Zunächst einmal liefern Richtungsänderungen der MACD-Linie erste Anhaltspunkte. Eine fallende MACD-Linie, die ihre Richtung wechselt und anfängt zu steigen, kann als ein erstes Long-Signal gewertet werden. Umgekehrt ist ein Wechsel von einer steigenden zu einer fallenden MACD-Linie ein ShortSignal. In der Praxis stellen solche Wechsel aber oft auch nur Konsolidierungsphasen dar, weshalb es sinnvoll sein kann, auf eine 14

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Bestätigung der Kauf- respektive Verkaufssignale zu warten. Hier kommen die Schnittpunkte von MACD-Linie und Signallinie ins Spiel (siehe Grafik 4). Ein Long-Signal wird bestätigt, wenn die MACD-Linie die Signallinie von unten nach oben schneidet. Kreuzt die MACD-Linie die Signallinie von oben nach unten, wird das Verkaufssignal bekräftigt. Die in der Grafik dargestellten Kreuzungspunkte wurden jedoch nicht mithilfe von Filtern validiert und dienen nur als beispielhafte Darstellung. Ebenfalls konkrete Handelssignale liefern können Schnittpunkte der MACD-Linie mit der Nulllinie. Dabei handelt es sich ja um nichts anderes als Kreuzungspunkte der beiden der MACD-Linie zugrunde liegenden exponentiellen, gleitenden Durchschnitte (EMAs) und somit quasi um ein einfaches GD-Handelssystem. Schnittpunkte im Kontext Bei alleiniger Anwendung solcher konkreten Handelssignale sind je nach Marktlage jedoch häufig Fehlsignale feststellbar, weshalb auch hier zusätzlich Filter oder andere Indikatoren eingesetzt werden sollten. Ein minimaler Ansatz für die Bewertung der Handelssignale ist beispielsweise der von J. Murphy, die Nulllinie als Filter zu benutzen. Demnach gibt es die besten Long-Signale, wenn der Schnittpunkt von MACD-Linie und Signallinie unter der Nulllinie liegt. Die besten Verkaufssignale werden wiederum über der Nulllinie erzeugt. Ein weiterer sinnvoller Ansatz ist der, zu schauen, ob die konkreten Handelssignale zu der übergeordneten Trendrichtung passen. Beispielsweise werden konkrete Handelssignale im Tageschart nur dann befolgt, wenn sie in Richtung des vorherrschenden Trends generiert werden. Das kann z. B. dadurch festgestellt werden, indem die MACD-Linien längerer Zeitfenster, wie auf Wochen- oder Monatsbasis, in die Betrachtung mit einbezogen werden. Ein weiterer Filter können die Divergenzen sein. So könnten nur Signale gehandelt werden, die nach solchen Divergenzen auftreten.

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[Lexikon Gleitende Durchschnitte

]

(Moving Averages) – Teil 6

Im vorigen Teil ging es um die gleitenden Durchschnitte SMA und WMA, deren Berechnung jeweils einfach ist. Etwas umfangreicher ist die Variante des Moving Average Exponential (EMA), um die es im letzten Teil zu den GDs geht. Mit der Methode, einen Gewichtungsfaktor bei der Berechnung von gleitenden Durchschnitten zu verwenden, lassen sich die bei den gewollten Glättungseffekten zwangsläufig resultierenden Verzögerungseffekte etwas minimieren. Außerdem verhindert eine solche Gewichtung sprunghafte Veränderungen der GDs von einem Tag zum nächsten, die entstehen können, wenn ein markanter Kurs aus der Datenreihe herausfällt. Etwas weiter in Sachen Gewichtung geht nun die Berechnung mittels eines exponentiellen Gewichtungsfaktors. Mit dieser Glättung wird den Daten ebenfalls mit zunehmender Aktualität eine höhere Gewichtung eingeräumt. Jüngere Kurse haben eine höhere als die in der Vergangenheit weiter zurückliegenden. Im Unterschied zu SMA und WMA bezieht man sich jedoch nicht auf einen festgelegten Zeitraum, sondern umfasst die ganze vorhandene Datenreihe. Der EMA wird somit quasi von Anfang bis Ende fortlaufend berechnet. Dazu wird zunächst vom heutigen Schlusskurs der exponentielle GD von gestern subtrahiert. Diese Differenz wird anschließend mit einem exponentiellen Wertungsfaktor multipliziert. Durch eine Addition dieses Produkts mit dem exponentiellen GD von gestern entsteht der exponentielle GD von heute. Damit die Formel aufgeht, wird am ersten Tag in der Datenhistorie ein erster EMA von gestern benötigt, den es aber nicht gibt. Daher entspricht der erste EMA gleicht dem ersten Schlusskurs in der Datenreihe. Ferner gibt es für die Ermittlung des Wertungsfaktors verschiedene Möglichkeiten. Am gängigsten ist es, die Zahl 2 durch die Summe aus 1 und der Anzahl der Perioden (Monate, Wochen, Tage, Stunden usw.) zu dividieren. Bei einem 20-Tage-EMA wäre der Faktor somit 2/1+20=0,095. Wichtig zu erwähnen ist, dass bei gängigen Bezeichnungen wie 20-Tage-EMA, EMA (20) usw., im Vergleich zu SMA und WMA nicht die Anzahl der Perioden gemeint ist, über welche der EMA berechnet wird. Die Zahl gibt nur Auskunft darüber, welche Periode bei der Berechnung des Glättungsfaktors die Basis bildete. Ein als 15

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20-Tage-EMA bezeichneter exponentieller GD bedeutet somit, dass die Berechnung des Gewichtungsfaktors auf der Basis von 20 Perioden beruht. Bei einem 50-Tage-EMA errechnet sich der Faktor wiederum auf Basis von 50 Perioden. Dabei gilt: Je kleiner die Periode, desto dichter liegt der EMA am Kursverlauf. Mit zunehmender Periode wird der Abstand entsprechend größer. Insgesamt ist der EMA dabei noch reagibler als der WMA (siehe Grafik). Ein 20-Tage-EMA kann sich zudem von einem anderen 20-Tage-EMA unterscheiden. Ursache dafür ist, dass sämtliche existierenden Kurse einer Datenreihe in die Berechnung des EMA einbezogen werden. Ist das entsprechende Datenmaterial jedoch nicht identisch, können daraus unterschiedliche Ergebnisse resultieren. Dies gilt auch bei der Verwendung von Indikatoren, die einen oder mehrere EMAs als Grundlage haben (wie der MACD). Abgesehen von den drei vorgestellten Methoden, die am häufigsten herangezogen werden, um einen GD zu berechnen, gibt es noch weitere Methoden, die hier nicht aufgeführt werden. SMA, WMA und EMA im Vergleich

Quelle: tradesignalonline.com


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Baumwolle: Rally fortgesetzt Im bisherigen Jahresverlauf 2013 ist Baumwolle der Rohstoff mit der besten Performance. Charttechnische Argumente und das starke Momentum könnten weitere Spekulanten anlocken. In der vergangenen Woche setzte der Preis für US-Baumwolle den seit dem Zwischentief von November 2012 auszumachenden Aufwärtstrend fort. Der Mai-Future hat seither um rund 28% an Wert zugelegt. Er erreichte dabei jüngst ein Niveau wie seit April 2012 nicht mehr. Im bisherigen Jahresverlauf 2013 ging es um 20% Baumwolle – Mai-Future (ICE)

Quelle: tradesignalonline.com, Stand: 14.03.2013

Derivate auf Baumwolle (Basiswerte: JPMCCI – Cotton und Mai-Future (ICE)) Typ

WKN

Index-Zertifikat

VT1FCN

Hebel-Zert. (long)

CZ08G7

Hebel-Zert. (short) CK27XT

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Basispreis/Knock-out -

Laufzeit

Hebel

open end

-

69,50/71,20 USCent

open end

4,10

113,30/110,40 US-Cent

open end

4,00

aufwärts. Kein anderer Rohstoff kann da mithalten. Aus charttechnischer Sicht kletterte der Preis dabei nun nachhaltig über den in der Vorwoche knapp überwundenen kleinen horizontalen Widerstand bei 86,41 US-Cent, der aus dem Zwischentief von Dezember 2011 resultiert. Zuvor wurden bereits die seit Juni 2011 auszumachenden übergeordneten Abwärtstrendlinien überwunden. Dies könnte für eine Fortsetzung des seit November 2012 etablierten Aufwärtsimpulses sprechen. Diese charttechnisch aussichtsreich erscheinende Situation, verbunden mit dem starken Preismomentum, könnte für anhaltendes Interesse spekulativ orientierter Anleger sorgen und zudem auch für „normale“ Anleger eventuell spekulative Käufe rechtfertigen. Neben den Spekulanten scheinen zuletzt auch die Textilienhersteller vermehrt auf der Käuferseite. So gab es zuletzt anziehende Exporte aus den USA, dem weltweit größten Exporteur. Zudem könnte China, der weltweit größte Verbraucher, höhere Importquoten für die eigenen Textilienhersteller zulassen. Grund ist das staatliche Ankaufprogramm zur Stützung der eigenen Bauern. Demnach wurden bis zum 14. März 2013 etwa 6,37 Mio. Tonnen chinesischer Baumwolle der 2012er-Ernte aufgekauft, was etwa 93% der gesamten Ernte des Landes entspricht. Diese künstliche Verknappung des Angebots im Inland sorgte in den vergangenen Monaten bereits für eine höhere Nachfrage auf dem Weltmarkt und trug damit mit zum Preisanstieg bei. Allerdings könnten die inzwischen hohen staatlichen chinesischen Bestände nach dem Auslaufen des Programms Ende März, ab April nach und nach wieder auf den heimischen Markt kommen. Die Fragen sind dabei, wie schnell und umfangreich die Verkäufe sind und welchen Einfluss dies auf den Preis am Weltmarkt hat?


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Kakao – Mai-Future (ICE)

Aktuell

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Stand: 19.03.2013

Seit dem Zwischenhoch im September 2012 bei 2.714 US-Dollar zeigt der Kakaopreis eine Abwärtsbewegung. Anfang März 2013 wurde dabei wie schon im Juni 2012 die Unterstützung bei 2.090 USDollar (Zwischentief Dezember 2011) erreicht und getestet. Sie hielt bislang. Zwar kurzzeitig etwas deutlicher unterschritten, wurde sie schnell zurückerobert. Vielleicht ein Indiz dafür, dass die Bären etwas an Kraft verlieren. Sollte sich daher nun erhärten, dass die 2.090erMarke abermals hält, ist davon ausgehend vielleicht zumindest eine größere Gegenbewegung denkbar. Zunichte gemacht wäre dieses Szenario bei einem nachhaltigen Rutsch unter 2.090 US-Dollar. Derivate auf Kakao (aktueller Basiswert: Mai-Future (ICE)) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

WKN CK6HF0 CZ1XS2

Basispreis/Knock-out 1.597,83/1.638,13 USD 2.613,96/2.546,74 USD

Laufzeit open end open end

Hebel 4,00 4,10

Zinn – Spotpreis in US-Dollar (LME)

Stand: 15.03.2013

Im Rahmen der Aufwärtsbewegung seit August 2012 hatte sich der Zinnpreis im Januar 2013 den Hürden bei 25.445 US-Dollar (50%-Retracement der Abwärtsbewegung von April 2011 bis August 2012) und 25.625 US-Dollar (Zwischenhoch Februar 2012) genähert. Vor Erreichen dieser Hindernisse drehte er jedoch wieder nach unten ab, und es folgte eine Korrektur. Dabei ging es beinahe bis zur Aufwärtstrendlinie, die sich seit August 2012 gebildet hat. Kurz vorher drehte der Preis jedoch wieder nach oben. Vielleicht ist damit die Korrektur bereits wieder beendet. Ist dies der Fall, könnte damit ein neuer Anlauf auf die beiden eingangs erwähnten Hürden gestartet worden sein. Derivate auf Zinn-Future (LME) (aktueller Basiswert: Juni-Future) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

WKN DZ1XQT DZ472H

Basispreis/Knock-out 16.675,14/16.951,54 USD 29.882,53/29.624,89 USD

Laufzeit open end open end

Hebel 3,59 3,57

Weizen – Mai-Future (CME)

Stand: 15.03.2013

Seit dem Zwischenhoch von September 2012 zeigt der Weizenpreis eine Korrektur, die seit Dezember mit großer Dynamik vollzogen wurde. In der Vorvorwoche hatte er sich dabei den Haltezonen bei 677 und 665 US-Cent genähert. Kurz vorher drehte der Kurs jedoch wieder nach oben. Die Zuwächse in der vergangenen Woche können ein weiteres Indiz für zumindest vorerst nachlassenden Abwärtsdruck sein. Vielleicht erfolgt daher nun gleich eine Gegenbewegung, eventuell aber auch erst, nachdem die besagten Unterstützungen doch noch getestet werden. Sollten sie allerdings nachhaltig verletzt werden, spräche dies für eine fortgesetzte Abwärtsbewegung. Derivate auf Weizen (Basiswert: Mai-Future (CME)) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN CK4H6T VT7AP3

trading kompakt · 03/1  3

Basispreis/Knock-out 545,70/556,80 US-Cent 905,60/881,30 US-Cent

Laufzeit open end open end

Hebel 4,02 3,68


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Gastbeitrag

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Volkswirtschaftliche Termine Impressum V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko

Datum

Uhrzeit (MEZ)

Land

Termin

21.03.2013

10:00

EWU

Einkaufsmanagerindizes (1. Veröffentlichung) März

Herausgeber: Weimer Media Group GmbH, Maximilianstraße 13, 80539 München

22.03.2013

10:30

Deutschland

26.03.2013

13:30

USA

Auftragseingänge langlebige Güter Februar

ifo-Geschäftsklimaindex März

Geschäftsführer: Dr. Wolfram Weimer

26.03.2013

15:00

USA

Verbrauchervertrauen, Conference Board März

Amtsgericht: München, HRB 198201

28.03.2013

08:00

Deutschland

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Michaela Ellen Lenz, Christian Bayer, Martin Münzenmayer, Wolfgang Tenor, Nina Bradinova

28.03.2013

13:30

USA

BIP Q4/2012 (dritte Schätzung)

01.04.2013

16:00

USA

ISM-Index (verarbeitendes Gewerbe) März

03.04.2013

16:00

USA

ISM-Index (Dienstleistungsgewerbe) März

Einzelhandelsumsatz Februar

Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de

04.04.2013

14:00

EWU

05.04.2013

08:00

Deutschland

05.04.2013

14:30

USA

Bildnachweis: fotolia

12.04.2013

11:00

EU

Layout: addna, Nürnberg

12.04.2013

14:30

USA

Einzelhandelsumsätze März

16.04.2013

15:15

USA

Industrieproduktion & Kapazitätsauslastung März

Technik: Marcus Brauer, menthamedia Erscheinungsweise: monatlich, jeden dritten Dienstag Anmeldung: Um trading kompakt kostenfrei zu beziehen, können Sie sich unter www.trading-kompakt.de anmelden.

EZB, Ergebnis der Ratssitzung Auftragseingangsindex verarb. Gew. Februar Arbeitsmarktbericht März Industrieproduktion Februar

Rohstofftermine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Land

Termin

20.03.2013

18:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

21.03.2013

13:30

USA

USDA, Exportbericht (Woche)

Leserservice: leserservice.trading-kompakt@finanzpark.de

22.03.2013

20:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

27.03.2013

18:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

Archiv: www.trading-kompakt.de/archiv

27.03.2013

20:00

USA

Agrarpreise März

Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt.

28.03.2013

13:30

USA

USDA, Exportbericht (Woche)

Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug von „trading-kompakt“ senden Sie einfach eine Email an abmelden@trading-kompakt.de

Auflage: 25.000

Risikohinweise / Disclaimer: „Sie erhalten diesen Newsletter als kostenlosen Service der Weimer Media Group GmbH. Alle veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen werden von der Herausgeberin mit großer Sorgfalt erstellt; da die Redaktion ihrerseits aber auch auf Quellen Dritter angewiesen ist und auch den Mitarbeitern der Herausgeberin Fehler unterlaufen können, kann für die Richtigkeit aller Angaben keine Garantie übernommen werden. Die Herausgeberin will ihren Abonnenten die Möglichkeit bieten, sich eine unabhängige und eigenverantwortliche Meinung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten abgeben. Die zur Verfügung gestellten Informationen sollen auch keine Beratung darstellen oder insbesondere ersetzen. Es wird fehltgend empfohlen, sich stets auch immer aus anderen Quellen zu informieren. Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden, dass der Redakteur oder einzelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegenstand von Analysen oder anderen Berichten sind. Umso mehr stellen die veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen immer auch eine persönliche Meinung des Autors dar und erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf alleinige Richtigkeit. Wir verweisen insbesondere auf § 675 II BGB, wonach die Weimer Media Group GmbH, unbeschadet der sich aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, einer unerlaubten Handlung oder einer sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergebenden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Empfehlung entstehenden Schadens nicht verpflichtet ist.“ Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer Media Group GmbH erklärt ausdrücklich, keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten zu haben. Daher distanziert sich die Weimer Media Group GmbH von den Inhalten aller verlinkten Seiten und macht sich deren Inhalte ausdrücklich nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten vorhandenen ­Hyperlinks, ob angezeigt oder verborgen, und für alle Inhalte der Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen.

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trading kompakt · 03/1  3

29.03.2013

20:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

03.04.2013

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

04.04.2013

14:30

USA

USDA, Exportbericht (Woche)

05.04.2013

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

10.04.2013

18:15

Welt

USDA, World Agricultural Production

10.04.2013

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

11.04.2013

-

Welt

IEA Ölmarktbericht

12.04.2013

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

Unternehmenstermine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Unternehmen

20.03.2013

-

Fedex Corp

Termin

20.03.2013

08:00

Metro AG

Ergebnisbericht

21.03.2013

07:30

LANXESS AG

Ergebnisbericht

21.03.2013

07:30

Talanx AG

Ergebnisbericht

21.03.2013

07:30

Vossloh AG

21.03.2013

21:15

Nike Inc

9-Monatsbericht 2012/13

Ergebnisbericht 9-Monatsbericht 2012/13

21.03.2013

-

Deutsche Bank AG

28.03.2013

-

BlackBerry

Ergebnisbericht 2012

28.03.2013

-

Fresenius Medical Care AG

08.04.2013

-

Alcoa

Ergebnisbericht Q1 2013

12.04.2013

-

JP Morgan Chase & Co

Ergebnisbericht Q1 2013

16.04.2013

-

The Coca-Cola Co

Ergebnisbericht Q1 2013

16.04.2013

-

Goldman Sachs Group Inc

Ergebnisbericht Q1 2013

16.04.2013

-

Intel Corp

Ergebnisbericht Q1 2013

Ergebnisbericht 2012/13 Ergebnisbericht 2012

Ausgabe 03/13 (Titelgeschichte: Wolfe-Wellen Gesetzmäßigkeiten in den Charts nutzen)  
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