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№ 30 · Sonntag, 29. Juli 2012

SPEZIAL > Seite 9

Nachhaltige Investments –

Zwischen Ökologie und Ökonomie Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, von wegen Sommerloch. Die Staatsschuldenkrise macht keine Ferien. Im Gegenteil. Hier geht es weiterhin rund. Griechenland steht wieder einmal vor der Pleite und die Spekulationen über einen Austritt aus der Eurozone nehmen wieder zu. Darüber hinaus wankt Spanien zunehmend, weil es für das Land immer teurer wird, sich an den Kapitalmärkten zu refinanzieren, weshalb hier wohl bald Schicht im Schacht ist. Den Verfechtern der bisherigen Rettungspolitik dürften daher die Muffe gehen, weil Spanien wohl nicht nur der nächste Kandidat für große „Hilfsmaßnahmen“ ist, sondern mit Italien schon der nächste in den Startlöchern steht. Weil beide mit

den bisherigen Rettungsmechanismen wohl „Too big to bail“ sind, wird daher wieder ein zum Himmel schreiender Unsinn zu Tage gefördert. So wurde das leidige Thema der Ausstattung des ESM mit einer Bankbilanz wieder zur Diskussion gestellt. Außerdem hat EZB-Präsident Mario Draghi durchblicken lassen, dass die Notenbank alles Nötige tun werde, um den Euro zu erhalten. Keine guten Nachrichten für Sparer und Steuerzahler. Da hätte man doch lieber ein Sommerloch. Herzlichst, Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


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Schliekers Woche

Klüger als der Betrüger? Sonntag, 29. Juli 2012

AKTIEN & MÄRKTE Schliekers Woche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: Euro – „Und glauben Sie mir - es wird ausreichen." . . . . . . . . . . 4 Märkte im Überblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . . 5 Aktie der Woche: QIAGEN . . . . . . . . . . . 6 SPEZIAL Nachhaltige Investments. . . . . . . . . . . . . . . 9 Gastbeitrag: Carsten Scholz. . . . . . . . . . . 12 UNTERNEHMEN Unternehmen der Woche: Ortlieb. . . . . . . 13 News: Apple, Philips, Amazon. . . . . . . . . . 14 FONDS Fonds der Woche: LM Western Asset Global Multi Strategy. . . . . . . . . . .15 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: Deutsche Börse – Die Zeit ist reif für einen Discount. . . . . 17 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Rohstoffe Rohstoff der Woche: Gold. . . . . . . . . . . 19 Rohstoffanalysen: Kaffee, Palladium, Zucker, Brent. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Lebensart Refugium der Woche: Villa del Parco & Spa, Forte Village Resort. . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Coffeetable-Favourites: wohlfühlen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 23

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In der kommenden Woche wird gesetzlich losgeschlagen – gegen Nepper, Schlepper, Bauernfänger, die mit der Zeit gegangen sind und ihre Opfer nunmehr online um Reinhard Schlieker ihr Vermögen und ZDF Wirtschafts­ den Schlaf bringen. korrespondent Das Gesetz soll, kurz gefasst, jeden dazu verpflichten, bei seinem Online-Angebot einen Schaltknopf auf die Webseite zu platzieren: Das ist die „Button“-Lösung, man spricht ja Englisch in Berlin. Ohne Klick auf den Button kein Kaufvertrag, genial, einfach, super. In der Tat haben viele Anbieter den Button heute schon, die dazugehörige Inschrift lautet „zahlungspflichtig bestellen“ (Englisch ist hier offenbar verboten). Schon bisher allerdings gab es bei seriösen Anbietern die Pflicht, vor einer Bestellung die berühmten AGB akzeptieren zu lassen, die zu lesen jedoch jede Zeitersparnis des Onlinekaufs mehr als zunichte gemacht hätte. Aber wozu die AGB eines seriösen Anbieters lesen? Die unseriösen hatten dies alles sowieso nicht, da kaufte man, ohne es zu merken. Gegen die also soll der Button helfen, den aber für einiges an Kosten nun jeder haben muss. Also alles wie immer: Neue Einzelregelungen im ewigen Kampf Mensch gegen Betrüger, und die ersten, die leiden, sind die Unbeteiligten. Nun wird man sich auch daran gewöhnen, kein Problem, wäre da nicht die heimliche Furcht: Sind wir, sind unsere Politiker nun wirklich klüger als der Betrüger? Kaum zu glauben. Denn die findigen Abzocker haben ja bisher schon alle möglichen Vorschriften missachtet, und es steht zu befürchten, dass sie von diesem unheilvollen Tun auch jetzt nicht ablassen werden. Interessant wird es sein zu sehen, wie sie sich als britische „Ltd.“-Firma mit Sitz auf Caiman oder sonstwo mit dem deutschen

Button arrangieren werden. Im Zweifelsfall half gegen die bisher schon etwas Pfiffigkeit gepaart mit purem Phlegma: Wer ein Abonnement abgeschlossen hatte, ohne es zu merken, konnte sich wehren: Durch Nichtstun. Denn in der Tat standen solche Abzocker auf verlorenem Posten, und es ist kein Fall bekannt, dass sie vor Gericht gezogen wären. Deren Masche hatte nur Erfolg, weil vielen das nicht klar war und sie es vorzogen, die geschickterweise stets unter 100 Euro liegenden Jahresabo-Gebühren lieber zu zahlen und Ruhe zu haben. Denn die E-Mails eines willigen Anwalts (eine Kanzlei in München z.B. machte damit gern Reibach und den Ruf der Profession kaputt) klang dann schon furchterregend, auch wenn sie eine pure Lachnummer war. Nun warten wir also auf die Betrüger mit Knopf, auch das wird es geben, der vielleicht täuschend Button-artig aussieht, aber nur „bestellen“ lautet, oder so ähnlich. Dann wäre jetzt Zeit für die Politik, endlich mal den unsäglichen Enkeltrick zu unterbinden, mit dem Ganoven alten Damen Geld abnehmen, weil angeblich der Enkel in Not sei. Es wird mir nie klar werden, warum es so viele Omas gibt, die fremde Leute für ihre Enkel halten oder die ihren echten Enkel nicht einfach anrufen, um zu hören was um Himmels willen denn los ist bei ihm. Angeblich zahlen auch alte Leute, die gar keinen Enkel haben, und da wird es dann vollends metaphysisch. Übrigens: Die Privatisierung griechischen Staatsbesitzes kommt nicht so recht voran. Haben die womöglich keinen Button?

Was denken Sie über dieses Thema? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de


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Tops und Flops der Woche

tops Volkswagen: Mehr umgesetzt und verdient Volkswagen (WKN: 766403) steigerte den Gewinn im zweiten Quartal von 4,78 auf 5,64 Mrd. Euro. Der Vorsteuergewinn (EBT) sank dagegen von 6,01 auf 5,76 Mrd. Euro. Der operative Gewinn legte von 3,17 auf 3,28 Mrd. Euro zu. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterte der Umsatz von 40,30 auf 48,05 Mrd. Euro. Gleichzeitig erhöhten sich die Umsatzkosten sowie die Vertriebs- und Verwaltungskosten deutlich. Im Gesamtjahr soll der operative Gewinn das Vorjahresniveau erreichen, der Umsatz dieses übertreffen. PSI: Quartalsüberschuss vervielfacht Dank einer Steuerrückerstattung vervielfachte der Softwareentwickler PSI (WKN: A0Z1JH) den Überschuss im zweiten Quartal von 513.000 auf 2,81 Mio. Euro. Vor Steuern (EBT) legte der Gewinn von 1,34 auf 2,79 Mio. Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zog von 1,74 auf 3,06 Mio. Euro an. Der Umsatz kletterte von 37,44 auf 44,81 Mio. Euro. 2012 sollen nach wie vor 180 Mio. Euro umgesetzt sowie auf EBIT-Basis 13 bis 16 Mio. Euro verdient werden. Im ersten Halbjahr stieg das EBIT von 3,84 auf 5,11 Mio. Euro. Caterpillar: Umsatz- und Gewinnsprung Der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar (WKN: 850598) verzeichnete im zweiten Quartal einen Gewinnsprung von 1,02 auf 1,70 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie legte von 1,52 auf 2,54 US-Dollar zu. Der Umsatz zog von 14,23 auf 17,37 Mrd. US-Dollar an. Experten hatten 17,1 Mrd. US-Dollar Umsatz und 2,28 US-Dollar Gewinn je Aktie erwartet. 2012 sollen 68 bis 70 Mrd. US-Dollar umgesetzt werden. Zuvor waren 68 bis 72 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt worden. Je Aktie will Caterpillar statt 9,50 nun 9,60 US-Dollar verdienen.

Zitat der Woche

„Die Koalition hat heute die Quittung dafür bekommen, dass sie das Wahlrecht als Machtrecht missbraucht hat.“ SPD-Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann begrüßt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die im Alleingang der schwarz-gelben Koalition beschlossene Reform des Wahlrechts zu kippen. Zentrale Bestimmungen des Gesetzes wurden für unwirksam erklärt.

Zahl der Woche

„82 - 89 Mrd. Euro“ Eine Pleite und ein Euro-Austritt Griechenlands würden die deutschen Steuerzahler nach Einschätzung des ifo-Instituts bis zu 82 Mrd. Euro kosten. Falls Athen pleitegehe und dennoch Euro-Mitglied bleibe, sei mit einem Verlust von bis zu 89 Mrd. Euro zu rechnen.

Flops Kontron: Gewinneinbruch Die weltweite Konjunkturabkühlung hinterlässt Spuren: In den vergangenen drei Monaten brach der Quartalsgewinn von Kontron (WKN: 605395) von 7,7 auf 2,3 Mio. Euro ein. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) sackte der Gewinn von 11,4 auf 3,8 Mio. Euro ab. Der Umsatz schrumpfte von 145,2 auf 138,3 Mio. Euro. Die für 2012 in Aussicht gestellten Ziele werden voraussichtlich nicht erreicht, warnte der Anbieter von Minicomputern. Ursprünglich sollten 560 bis 590 Mio. Euro umgesetzt werden (2011: 589,6 Mio. Euro). Aixtron: Rote Quartalsbilanz Im zweiten Quartal verlor Aixtron (WKN: A0WMPJ) 11,6 Mio. Euro. In der Vorjahresperiode hatte der LED-Produktionsanlagenbauer 38,2 Mio. Euro verdient. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach das Ergebnis von +54,3 auf -16,5 Mio. Euro ein. Der Umsatz sackte von 175,6 auf 46,1 Mio. Euro ab. Der Auftragseingang schrumpfte von 222,2 auf 30,0 Mio. Euro. An der Prognose, im Gesamtjahr auf EBIT-Basis schwarze Zahlen zu schreiben, hält Aixtron trotzt erhöhter Risiken zunächst fest. McDonald's: Erwartungen verfehlt Der Überschuss der US-Schnellrestaurantkette McDonald's (WKN: 856958) schrumpfte im zweiten Quartal infolge gestiegener Kosten sowie nachteiliger Wechselkurse von 1,41 auf 1,35 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie sank von 1,35 auf 1,32 US-Dollar. Der operative Gewinn gab von 2,19 auf 2,16 Mrd. US-Dollar nach. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stagnierte der Umsatz bei 6,91 Mrd. US-Dollar. Experten hatten 6,94 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 1,38 US-Dollar Gewinn je Aktie prognostiziert.

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TER MINE DER WOCHE 31.07. 08:00 DE Einzelhandels­ umsatz Juni 01.08. 16:00 USA ISM-Index (verarbeitendes Gewerbe) Juli 01.08. 20:15 USA Fed, Ergebnis der Ratssitzung 02.08. 13:45 EU EZB, Ergebnis der Ratssitzung 02.08. 16:00 USA Auftragseingänge Industrie Juni 03.08. 14:30 USA Arbeitsmarkt­ bericht Juli 03.08. 16:00 USA ISM Index (Dienstleistungsgewerbe) Juli


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Markt im Fokus

Euro: „Und glauben

Sie mir - es wird ausreichen." Mit diesen Worten unterfütterte der Chef der EZB, Mario Draghi, jüngst seine Aussage, dass die Zentralbank im Rahmen ihres Mandats alles Nötige tun wird, um den Euro zu erhalten.

Angesichts der jüngst weiter zugespitzten Schuldenkrise in Europa hatte der Euro seine Talfahrt zunächst fortgesetzt. Er rutschte zur US-Währung in der Spitze auf unter 1,21 US-Dollar ab. Belastende

Euro in US-Dollar

Stand: 27.07.2012 (12.00 Uhr)

Indizes Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX TecDAX SDAX EUROSTX 50 Nikkei 225 Hang Seng

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Faktoren waren die anhaltenden Sorgen über Griechenland mit den verstärkten Diskussionen über einen Austritt aus der Eurozone. Was der Anfang eines Auseinanderbrechens selbiger sein könnte. Geschürt wird diese

Stand: Freitag nach Börsenschluss

27.07.2012 % Vorwoche 52weekHigh % 52week 13075,66 +1,97% 13338,66 +6,28% 1385,97 +1,71% 1422,32 +6,21% 2958,09 +1,12% 3133,97 +6,99% 6689,40 +0,90% 7344,17 -7,77% 10854,74 +0,44% 10977,28 +1,99% 777,93 +1,22% 848,32 -7,50% 4861,33 -1,53% 5410,23 -9,11% 2301,23 +2,86% 2736,01 -14,57% 8566,64 -1,19% 10255,15 -14,74% 19274,96 -1,86% 22808,33 -14,49%

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Furcht auch durch die weiter extrem hohen Zinsniveaus in den großen Euro-Krisenländern Spanien und Italien, die teilweise neue Rekorde erreichten. Die Senkung des Ausblicks für die Benotung der Kreditwürdigkeit von "stabil" auf "negativ" für Deutschland, die Niederlande und Luxemburg durch die Ratingagentur Moody's taten ihr Übriges, um am Euro zu nagen. Zwar ist die Begründung, das immer neue Milliarden für die Rettung des Euro und der angeschlagenen Krisenländer, die Geberländer überfordern könnte, nicht neu. Dennoch scheint dieses Risiko nun mehr Beachtung zu finden. Dank verbaler Interventionen konnte sich der Euro jedoch wieder etwas berappeln. Hoffnung wird vor allem auf die EZB gesetzt, sodass die Rufe nach stützenden Maßnahmen wieder lauter wurden. Sie ließ sich nicht lange bitten und ihr Chef nährte mit seinen Worten die Zuversicht auf ein weiteres Eingreifen der Währungshüter. Er holte dabei die verbale Keule raus und betonte vollmundig, dass die dann gemachten Schritte ausreichen werden. Konkret wurde er aber nicht. Es wurde dennoch spekuliert, dass nun bald Taten folgen könnten. Vielleicht schon verkündet auf der EZB-Sitzung nächste Woche? Die dabei sicherlich wieder eingesetzten äußerst fragwürdigen Mittel, wie Anleihekäufe oder gar der Tabu-Bruch einer direkten Staatsfinanzierung, könnten den Euro weiter stützen, nachhaltig positive Effekte sind jedoch zu bezweifeln.


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usa

Deutschland

Blick nach Europa

Europa

ifo und Draghi

Aussicht auf EZBEingreifen beflügelt

Zunehmende Sorgen wegen der europäischen Schuldenkrise führten bei den US-Indizes an den ersten beiden Handelstagen zu Verlusten. Am Mittwoch schaffte dann zumindest der Dow Jones ein Plus. Teils gute Quartalsberichte (Caterpillar, Boeing) halfen, während bei den anderen Indizes einige enttäuscht aufgenommene Bilanzen (insbesondere Apple) belasteten. Hinzu gesellten sich schwache US-Häuserdaten. Die Konjunkturzahlen am Donnerstag sahen dann auf den ersten Blick besser aus, vor allem das unerwartet kräftige Plus bei den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter im Juni. An der Wall Street im Fokus stand aber die von EZB-Chef Mario Draghi zu Tage gestellte demonstrative Entschlossenheit der EZB zur Rettung des Euro, was auch hier die Kauflaune hob. Weil am Freitag führende Politiker aus Deutschland und Frankreich ins gleiche Horn bliesen, festigte sich wohl die Annahme auf baldige deutliche EZB-Maßnahmen. Wie gut, dass man damit die eigenen Probleme verdrängen kann. Die Wachstumsdynamik des BIP hatte im zweiten Quartal von 2 auf 1,5% nachgelassen. Aber wer weiß, vielleicht ist dies ja ein weiter Baustein, der die Hoffnungen auf weitere Konjunkturstimuli der US-Notenbank nährt, die nächste Woche tagt. Vielleicht trug auch dies zur positiven Entwicklung am Freitag und der damit aufgepeppten, positiven Wochenperformance bei.

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich weiter eingetrübt. Wer dies bislang nicht wahr haben wollte, sollte von dem viel beachteten ifo Geschäftsklimaindex spätestens jetzt wachgerüttelt worden sein. Er sank nun bereits das dritte Mal in Folge, was gewöhnlich einen Wendepunkt im Konjunkturzyklus signalisiert. „Die Eurokrise belastet zunehmend die Konjunktur in Deutschland“, kommentierte ifo-Chef Hans-Werner Sinn den Rückgang des Frühindikators zum Vormonat von 105,2 auf 103,3 Zähler. Die Entwicklung war für einige Volkswirte Anlass genug, nun von einem deutlich schwächeren deutschen Wirtschaftswachstum auszugehen. Eine Rezession gilt aber nach wie vor als unwahrscheinlich - zumindest dann, wenn die Schuldenkrise nicht eskaliert. Darauf zu hoffen, ist jedoch mehr als blauäugig. Schließlich hatte sich die Krise in der vergangenen Woche weiter zugespitzt, was anfänglich für deutliche Abschläge am deutschen Aktienmarkt sorgte, der damit die negative Tendenz vom Freitag der Vorwoche fortsetzte. Die beinahe euphorisch begrüßten Worte von EZB-Chef Mario Draghi, der den Euro auf Teufel komm raus retten will, sowie der diesbezügliche artikulierte Zuspruch einiger Politiker, sorgten dann für eine kräftige Gegenbewegung. So auch beim DAX, der im Wochenverlauf zwar seinen kurzfristigen Aufwärtstrend getestet hatte, am Ende aber 0,9% stieg.

Ein paar aufmunternde Worte zur rechten Zeit und schon geht sie ab, die Luzi. Wurde in der vergangenen Woche anfangs noch Trübsal an den europäischen Aktienmärkten geblasen, weil die verdammte Schuldenkrise alles andere als gelöst ist - vielmehr zu eskalieren droht - knallten am Donnerstag die Korken. Viele Leitindizes schossen förmlich in die Höhe, sodass die bis dato angefallenen, recht stattlichen Verluste zur Vorwoche deutlich minimiert oder sogar in Zuwächse gewandelt werden konnten, wie beim EURO STOXX 50. EZB-Chef Mario Draghi war der Heilsverkünder, in dem er ein weiteres Eingreifen der EZB bei der Bewältigung der Schuldenkrise andeutete (siehe Markt im Fokus). Es ist also nicht nur das Wetter derzeit heiß, auch die Notenbank scheint gewillt, mit noch mehr heißer Luft den Euro aufzublasen. Bislang noch nichts Konkretes angekündigt, könnte sich dies vielleicht am nächsten Donnerstag ändern. Man möchte am liebsten in Deckung gehen, angesichts der drohenden Maßnahmen, die bei der EZB-Sitzung aus dem Hut gezaubert werden dürften und allenfalls kurzfristig für Entspannung sorgen, letzten Endes eine nachhaltige Problemlösung aber weiter hinauszögern dürften. Apropos Insolvenzverschleppung: Sorgenkind Griechenland will, besser gesagt muss, mit einem Bündel noch härterer Sparmaßnahmen die internationalen Geldgeber beruhigen. Na Hurra!

S&P 500

DAX

EURO STOXX 50

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Stand: 27.07.2012

Stand: 27.07.2012

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QIAGEN: Beschleunigtes Wachstumstempo Mit rund 33% Plus seit Jahresbeginn kann sich die Kursperformance des niederländischen Biotech-Konzerns sehen lassen. QIAGEN schneidet damit besser ab als der TecDAX und setzt die seit dem Mehrjahrestief von Oktober 2011 auszumachende Aufwärtsbewegung fort. Zwar gab es im Zuge der jüngsten Korrektur am Gesamtmarkt auch hier einen Rücksetzer; die vorgelegten Ergebnisse für das zweite Quartal und die erhöhten Prognosen für das Gesamtjahr, hoben dann aber wieder die Kauflaune. QIAGEN hat solide Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Den Umsatz steigerte der Konzern um 9% auf 307,2 Mio. US-Dollar. Bereinigt um negative Wechselkurseffekte waren es sogar 14% Plus. Rund 9 Prozentpunkte entfielen dabei auf die Konsolidierung der jüngsten Übernahmen (Ipsogen: Juli 2011, Cellestis: August 2011 und AmniSure: Mai 2012). Das ausgewiesene Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gab indes leicht von 46,5 auf 45,4 Mio. US-Dollar nach. Allerdings sind hier etliche Sondereffekte enthalten, wie die im Zusammenhang mit Firmenkäufen anfallenden Restrukturierungskosten und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte. Angesichts der weiteren Zukäufe in der jüngsten Vergangenheit, womit die seit Jahren praktizierte Strategie, Portfolio und regionale Präsenz zu verstärken und zu erweitern, fortgesetzt 06

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wurde, haben sich diese Posten weiter erhöht und verzerren damit die tatsächliche operative Geschäftsentwicklung. Bereinigt um Sondereffekte verbesserte sich das EBIT um 10% auf 86,4 Mio. Euro. Beim Nachsteuerprofit sieht es ähnlich aus. Während er laut Rechnungslegung mit 33,3 Mio. Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau stagnierte

QIAGEN

Stand: 27.07.2012


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und dabei von geringeren Steuern profitierte, legte er bereinigt von 55 auf 60,8 Mio. US-Dollar zu.

geografische Präsenz, besonders in aufstrebenden Märkten, auszubauen.

Fortschritte bei Wachstumsinitiativen Firmenlenker Peer M. Schatz zeigte sich bezüglich der Ergebnisse für das zweite Quartal sehr zufrieden und sprach trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen von einer soliden Performance. Er hob dabei die erreichten bedeutenden Fortschritte bei der Umsetzung Die neuesten Nachrichten der strategischen Initiativen zur Förderung von von QIAGEN können als Wachstum und Innovation hervor. Die GesellHinweise für künftig weiterschaft hatte im November 2011 ein Projekt hin erfolgreiche Geschäfte zur Steigerung der Produktivität gestartet, mit interpretiert werden. dem Ziel, effizienter und effektiver zu wachsen. Neben Einsparungen haben diese Maßnahmen zum Ziel, QIAGENs Führungsposition bei Proben- und Testtechnologien zu nutzen, um die Marktdurchdringung der eigenen Produkte weiter voranzutreiben, das eigene Portfolio zu erweitern sowie die

Breites Sortiment Die Gesellschaft zählt sich selbst bereits zu den weltweit führenden Anbietern von sogenannten Probenvorbereitungs- und Testtechnologien. Erstere werden eingesetzt, um Nukleinsäuren wie DNA und RNA oder Proteine aus biologischen Proben wie Blut oder Gewebe zu isolieren und für Analysen vorzubereiten. Die Testtechnologien dienen dann zum Sichtbarmachen dieser Biomoleküle, damit sie ausgewertet werden können. Das Sortiment umfasst bislang mehr als 500 verschiedene Produkte, darunter Verbrauchsmaterialien, die also kontinuierlich von den Kunden nachgekauft werden müssen, und

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Systeme zur Automatisierung. Erstere machen mit einem Anteil von etwa 86% den Großteil des Sortiments aus. Letztere gelten als ein Schlüsselelement der Wachstumsstrategie von QIAGEN. Der Fokus liegt dabei auf dem weltweiten Ausbau der Installationen des Automationssystems „QIAsymphony“, dem branchenweit ersten modularen System, das sowohl kommerzielle Tests als auch eine Vielzahl von im Labor entwickelter Nachweisverfahren von der Probe bis zum klinischen Ergebnis verarbeiten kann. Das Unternehmen ist laut eigener Angaben auf einem guten Weg, das Ziel zu erreichen, die Anzahl der bereits installierten Systeme von 550 Stück Ende 2011 auf 750 bis Ende 2012 zu erhöhen. Gliedern lässt sich das Geschäft zudem nach vier Kundengruppen: Molekulare Diagnostik (Gesundheitsfürsorge), Angewandte Testung (Forensik, Veterinärdiagnostik und Lebensmitteltestung), Pharma (pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen) sowie Akademische Forschung. Optimistischer Ausblick QIAGEN war aber nicht nur zufrieden mit den im zweiten Quartal erzielten Ergebnissen, sondern zeigte sich auch optimistisch für die weitere Geschäftsentwicklung. Der Vorstand erhöhte daher die Prognosen für das Gesamtjahr 2012 leicht. War bislang ein wechselkursbereinigtes Umsatzplus von 6 bis 8% angepeilt, sollen es nun etwa 8 bis 9% werden. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) wird in einer Spanne von 1,04 bis 1,06 US-Dollar erwartet, nach zuvor 1,03 bis 1,05 US-Dollar. Der Vorstand betonte ferner, dass das Unternehmen gut aufgestellt sei, das Ziel zu erreichen, sein Wachstumstempo im Jahr 2012 zu beschleunigen. Im Vorjahr hatte QIAGEN den Umsatz um 7,5% auf 1,17 Mrd. USDollar erhöht. Das bereinigte EBIT legte um 4% auf 319,6 Mio. US-Dollar zu. Nach Steuern blieb ein bereinigter Profit von 234,4 Mio. US-Dollar (+5%) übrig, sodass das bereinigte EPS von 0,93 auf 0,98 US-Dollar zunahm. Aktienrückkauf Solide Quartalszahlen und angehobene Prognosen waren aber nicht die einzigen guten Nachrichten, die der Vorstand für Investoren im Gepäck hatte. Er kündigte außerdem noch das erste Aktienrückkaufprogramm der Firmengeschichte an. Konkret will die Gesellschaft eigene Papiere für etwa 100 Mio. US-Dollar zurückkaufen. „Das zeigt, dass wir von den Zukunftsaussichten überzeugt sind, und dies gerade in einer Zeit, in der die QIAGEN-Aktie unserer Einschätzung nach unterbewertet ist“. Die Bewertung an der Börse des hoch profitablen und kontinuierlich solide wachsenden Unternehmens ist tatsächlich attraktiv. Legt man das für 2012 angepeilte bereinigte EPS zu Grunde, lässt sich daraus ein KGV (2012e) von rund 14 ableiten. 08

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QIAGEN ISIN: NL0000240000 WKN: 901626 Kurs 27.07.12: 14,49 EUR 52-Wochen-Hoch: 14,64 EUR 52-Wochen-Tief: 9,07 EUR Empf. Stop-Loss: 12,50 USD Unser Anlageurteil: spekulativer Kauf Stand: Freitag nach Börsenschluss

Fazit Der Biotech-Konzern arbeitet weiterhin konsequent daran, Produktportfolio und regionale Präsenz auszuweiten, entweder durch eigene neue Entwicklungen oder durch Zukäufe, um seine führende Position in den von ihm bedienten Märkten zu festigen und auszubauen. Die Früchte dieser Arbeit spiegeln sich, ebenso wie die Fortschritte der Ende 2011 eingeleiteten Initiativen zur Steigerung von Effizienz und Effektivität, in den jüngst vorgelegten soliden Quartalszahlen wider. Ein zuversichtlicher Ausblick mit den leicht angehobenen Prognosen für das Gesamtjahr 2012 sowie auch das angekündigte Aktienrückkaufprogramm können ferner als weitere, ermutigende Hinweise auf eine auch künftig erfolgreiche Geschäftsentwicklung interpretiert werden. Zusammen mit einer attraktiven Bewertung sowie dem weiterhin intakten Aufwärtstrend der Aktie seit Oktober 2011 können daher spekulative Käufe in Erwägung gezogen werden.


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Nachhaltige Investments – Zwischen Ökologie und Ökonomie Die Zahl der Menschen, die bei ihren Anlageentscheidungen soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt wissen wollen, steigt. Das Volumen grüner Anlagen wächst aber nur langsam. Große wie kleine Anleger haben derzeit vor allem Angst um ihr Geld - ziehen daraus aber unterschiedliche Schlüsse. Nach ethischen, sozialen und ökologischen Gesichtspunkten getätigte Investments werden international unter den Begriffen Socially Responsible Investments (SRI) beziehungsweise Environment, Social, Governance (ESG) zusammengefasst. Hierzulande wird dafür der Oberbegriff nachhaltige Anlagen verwendet. Vielfach werden auch die Bezeichnungen grünes Geld, grüne Investments, beziehungsweise Öko-Fonds gebraucht, die genau genommen aber nur einen Teilaspekt abdecken. Lieber sozial als ökologisch Denn um nachhaltige Investitionen handelt es sich, wenn neben wirtschaftlichen Aspekten, wie beispielsweise Gewinnmarge und KGV, auch die Art und Weise, wie der Gewinn erwirtschaftet wird, von Bedeutung ist. Dazu gehören aber nicht nur ökologische Kriterien, sondern - wie im englischen 09

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Ausdruck Environment, Social, Governance zum Ausdruck kommt - auch soziale und ethische Belange. Tatsächlich spielen letztere bei privaten Anlegern offenbar eine besonders große Rolle: „So halten 58% der Befragten, die ihr Vermögen in eine nachhaltige Geldanlage investieren würden, soziale Aspekte im Vergleich zu ökologischen für wichtiger“, teilt Union Investment anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zum Thema Nachhaltigkeit mit. „Insbesondere für junge Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren (65%) und Frauen (66%) hat die soziale Komponente höchste Priorität. Das Interesse an ökologischen Kriterien hingegen ist nach einem zwischenzeitlich leichten Anstieg im Zusammenhang mit dem Atomunfall in Fukushima wieder abgeflacht“ so Union Investment. Insgesamt steigt das Interesse der Privatanleger in Deutschland signifikant an: „Hielten im zweiten Quartal 2011 lediglich 31% nachhaltige Geldanlagen für attraktiv, sind es im ersten Quartal 2012 bereits 38%, so viele wie seit Beginn der Erhebung Anfang des Jahres 2010 nicht“ so Union Investment weiter. Unterschiedliche Reaktionen auf Finanzkrise Während der Anteil der Privatanleger, die sich für nachhaltige Anlagen interessieren, somit weiter wächst, stellt sich die Lage bei den


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Großanlegern völlig anders dar: So gaben in einer weiteren UnionInvestment-Befragung „diesmal weniger Investoren an, Nachhaltigkeitskriterien bei ihren Anlageentscheidungen zu berücksichtigen.“ Die Zustimmung sank deutlich von 64% auf nur mehr knapp 50%. Die gegensätzliche Entwicklung beruht dabei auf der gleichen Ursache: „Die Anleger machen sich derzeit Sorgen um ihre Ersparnisse und suchen nach adäquaten Anlagealternativen. Nachhaltige Geldanlagen sind dabei eine Option“, kommentiert Giovanni Gay, Die aktuellen Ergebnisse lassen Geschäftsführer von Union Investment, darauf schließen, dass in der den Anstieg bei den Privatanlegern. DemgeBeurteilung nachhaltiger Invest- genüber erklärte Alexander Schindler, Vormentstrategien eine gewisse standsmitglied bei Union Investment und Verunsicherung eingetreten ist. verantwortlich für das Geschäft mit institutionellen Kunden: „Die aktuellen Ergebnisse lassen darauf schließen, dass in der Beurteilung nachhaltiger Investmentstrategien eine gewisse Verunsicherung eingetreten ist. Darüber hinaus haben sich anscheinend bei einer Reihe von Investoren im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise die Prioritäten verschoben, da in Anbetracht des schwierigen Marktumfeldes die Sicherung des benötigten Mindestertrags alles andere dominieren dürfte.“ Gefährliche Entwicklung Besonderes Gewicht erhalten die divergierenden Reaktionen auf die anhaltende Finanzkrise aufgrund der Tatsache, dass bislang der größte Teil der nachhaltigen Anlagen hierzulande auf institutionelle Anzeige

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Investoren entfiel. Wenn diese Gruppe nun am dauerhaften Erfolg – beziehungsweise der langfristigen Überlegenheit – zweifelt, ist dies ein Alarmsignal. Dies gilt umso mehr, weil nachhaltige Investments einen Beitrag zur Risikoreduktion leisten können: "Wir müssen weiter daran arbeiten, den ökonomischen Nutzen dieser Ansätze – vor allem im Risikomanagement – zu vermitteln" so Schindler weiter. Dass dies auch in der Praxis der Fall ist, belegt eine Studie der Deutsche Performancemessungs-Gesellschaft (DPG): „Die nachhaltig geführten Konzerne weisen sogar ein etwas geringeres Risiko auf als der konventionelle MSCI-Referenzindex“. Doch es kommt noch viel besser. Gute Performance mit Öko-Aktien Im Rahmen der Untersuchung wurde über einen Zeitraum von sieben Jahren die Entwicklung des MSCI-World-Index mit dem Prime Portfolio - der auf nachhaltige Anlagen spezialisierten Ratingagentur Oekom – verglichen: "Das Oekom Portfolio erzielte eine um 15,30% bessere Rendite", so DPGGeschäftsführer Hans Pieper. Während die Papiere nachhaltiger Unternehmen zwischen


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2004 und Ende 2011 unter dem Strich eine Rendite von 30,90% erwirtschaftet haben, kam der MSCI World lediglich auf 26,90%! Damit konnte bereits zum wiederholten Mal das Vorurteil widerlegt werden, nachdem ein gutes Gewissen mit einem Rendite-Abschlag erkauft werden muss. Ja, sogar das Gegenteil ist der Fall: Je strenger die Nachhaltigkeitskriterien, desto besser die Anlageergebnisse. Diesen Zusammenhang bestätigte die Beratungsgesellschaft Mercer, die 36 Studien aus verschiedenen Zeiträumen ausgewertet hat. Den Richtigen finden Angesichts dieser Zusammenhänge verwundert es kaum, dass die Nachhaltigkeitskriterien von Oekom mit als die strengsten weltweit gelten. Das untersuchte Portfolio der Spezialisten ist bislang jedoch nicht direkt investierbar. Wer sich daran orientieren möchte, kann sich Produkte der Nord-LB wie den Global Challenges Index-Fonds (WKN: A0LGNP) näher ansehen. Als besonders strenge beziehungsweise konsequente Umsetzungen gelten zudem der im Jahr 1997 gestartete Natur-Aktien-Index (NAI), sowie der älteste Nachhaltigkeitsindex überhaupt, der Domini 400 Social. Wer sich bei seinen Anlageentscheidungen an Produkte hält, die auf diesen Indizes basieren, ist mithin auf einem guten Weg. Mit dem Solactive NAI Top Select (WKN: DB2NA1) der Deutschen Bank, können Anleger etwa bequem auf den hiesigen Branchenpionier setzen. Insgesamt waren am 31.03.2012 nach Informationen des Sustainable Business Institute (SBI), 375 nachhaltige Publikumsfonds in Deutschland, Österreich und/oder der Schweiz zum Vertrieb zugelassen. Transparenz ist gefragt Doch nicht jeder Fonds, der die Schlagwörter Nachhaltigkeit, Öko, SRI & Co. im Namen führt, wird diesen Ansprüchen auch gerecht. "Mit dem Begriff Nachhaltigkeit wird ein Haufen Schindluder getrieben", warnte der Wirtschaftswissenschaftler Bruno S. Frey, von der Universität Zürich, in einem Interview mit der Zeitschrift ÖkoTest. Das beste Beispiel ist laut Frey der Fall BP: Nach der gigantischen Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko stellte sich heraus, dass der Öl-Multi in vielen sogenannten Ökofonds vertreten war. Nach Recherchen von Öko-Test zählten die Aktien bei 13 dieser Vehikel Anfang 2010 jeweils sogar zu den zehn größten Positionen. Nicht nur private Anleger klagen daher über eine zunehmende Verunsicherung hinsichtlich der Verlässlichkeit der Auswahlkriterien und des Auswahlprozesses selbst. Um solch unangenehmen Überraschungen künftig vorzubeugen, veröffentlichen rund 40 Investmentfonds seit kurzem nach einer einheitlichen Systematik, die das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) entwickelt hat, ihren Auswahl- und Investmentprozess. Die sogenannten FNG-Fondsprofile stehen auf der Homepage des Sustainable Business Instituts www.nachhaltigesinvestment.org zum kostenlosen Download bereit. 11

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Fazit: Die Bedeutung nachhaltiger Investments wird zukünftig weiter zunehmen. Wie die aktuellen Studienergebnisse zeigen, ist diese wünschenswerte Entwicklung allerdings kein Selbstläufer. Es muss deutlich mehr für die Transparenz auf diesem Markt getan werden. In der Zwischenzeit sollten Anleger auf Produkte zurückgreifen, die sich eng an den am strengsten gemanagten Benchmarks orientieren.

Ausblick auf das nächste Spezial Ausgabe 31 (05.08.2012) Rohstoffe


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Rendite mit gutem Gewissen:

Was ist wirklich nachhaltig? Geldanlagen mit sozialen und ökologischen Kriterien haben sich etabliert. Der Anleger hat die Wahl zwischen einer Reihe nachhaltiger Investments, die bis zu zweistellige Renditen versprechen. Hier muss bei der Anlage­ entscheidung – wie bei allen Investments – zwischen Rendite und Risiko die richtige Balance gefunden werden. Jeder Anleger muss sich darüber im Klaren sein, dass auch für nachhaltige Investments die Regeln der Märkte gelten. Aus diesem Grund empfehlen wir unseren Anlegern stets eine Streuung ihres Kapitals, um ausgewogen zu investieren und gleichzeitig die Chance auf attraktive Renditen zu nutzen.

Carsten Scholz Bankbetriebswirt und Leiter der Abteilung Investorenbetreuung und Kapitalakquisitionen bei German Pellets

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Bestandteil eines ausgewogenen Asset-Mix können beispielsweise Genussrechte sein, wie sie auch German Pellets emittiert. Diese Anlagemöglichkeit wird in der Erneuerbaren Energiebranche häufig praktiziert. Seriöse Anbieter können hier eine gute Performance über erfolgte Zinszahlungen aufzeigen. Sieben bis acht Prozent sind bei Genussrechten ein marktüblicher Zins. German Pellets hat mit acht Prozent ausgezahlten Zinsen in den Jahren 2010 und 2011 bewiesen, dass solche Renditen nachhaltig zu erzielen sind. Was macht nun aber eine Geldanlage zu einem nachhaltigen Investment? Grundsätzlich können neben Rendite, Sicherheit und Liquidität auch ökologische, soziale und ethische Belange berücksichtigt werden. Ein Gütesiegel für nachhaltige Investments gibt es allerdings nicht. Ich rate deshalb jedem Anleger, für sich selbst Nachhaltigkeitskriterien für ein Investment festzulegen. Dies kann zum Beispiel über Ausschluss-Kriterien erfolgen, oder indem nur in Unternehmen investiert wird, die einer bestimmten Branche angehören oder ein bestimmtes Produkt erzeugen. Wer nachhaltige Kapitalanlagen favorisiert, tendiert erfahrungsgemäß vor allem zu grünen Investments und hier insbesondere zu Erneuerbaren Energien. An zweiter Stelle

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folgen laut Untersuchungen Investments in Technologien, die helfen, die Umwelt zu schonen. Der Anleger kann bei den meisten dieser Anlageprodukte die Nachhaltigkeitsversprechen selbst überprüfen, indem er sich umfassend über das Unternehmen sowie dessen Produkte und Technologien informiert. Die Renditen bei German Pellets stammen aus der Produktion und dem Handel von Holzpellets. Holzpellets sind ein nachhaltiger Brennstoff. Die aus Sägespänen gepressten Holzstäbchen sind klima- und umweltfreundlich. Sie verbrennen CO2-neutral, d.h. es wird nicht mehr Kohlendioxid freigesetzt, als der Baum zuvor im Laufe seines Wachstums gebunden hat. Das Transport- und Lagerrisiko ist deutlich geringer als bei Erdöl. Wir alle haben die Bilder von brennenden Ölplattformen, Tankerunglücken und mit Öl verklebten Seevögeln vor Augen. German Pellets nutzt für die Produktion seiner Holzpellets ausschließlich Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Das bedeutet, dass nicht mehr Holz eingeschlagen wird, als nachwächst. Als einer der ersten Pelletproduzenten in Deutschland führt German Pellets jetzt das PEFC-Zertifikat für nachhaltige Holzwirtschaft ein. PEFC ist eines der führenden Zertifizierungssysteme in der Forstwirtschaft. Auch ökonomisch sind die meisten Unternehmen der Erneuerbaren Energiebranche nachhaltig. Dass Erneuerbare an Bedeutung gewinnen, daran zweifelt niemand. Sicher kann man nicht erwarten, dass sie die fossilen Energien binnen weniger Jahre einholen, aber die Fortschritte in dieser vergleichsweise kurzen Zeitspanne sind enorm. German Pellets hat jährlich ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich aufzuweisen. Ein Indiz für die Wirtschaftlichkeit ist auch, dass Unternehmen der Branche bisher relativ gut durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen sind.


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Ortlieb –

Nie im Regen stehen gelassen Südengland im Frühjahr 1981. Dauerregen. Mittendrin steht ein junger Radler mit Wuschelkopf und voll bepacktem Fahrrad. Er ist genervt. Es tropft aus den Kleidern, den Taschen, den Locken und der Nase. Die Initialzündung für den jungen Mann, an wasserfestem Outdoor-Equipment zu basteln. Reisefreudig hatte der junge Abenteurer gespart und diesem Trip entgegengefiebert. Jetzt und hier kann er sich nichts weniger Aufregendes vorstellen, als die nächste Nacht wieder im durchnässten Schlafsack und mit feuchten Klamotten durchzustehen. Der junge Mann sieht einen Lkw vorbeifahren. Der südenglische Dauerregen prasselt auf seine Plane nieder. Seine Ladung bleibt trocken und sauber.

Charakteristisch für OrtliebProdukte sind hermetische VerschlussSysteme

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Anfänge an Mutters Nähmaschine Der Wuschelkopf heißt Hartmut Ortlieb und fängt gerade an, seinen Frust zu kanalisieren und in kreative Findigkeit zu verwandeln. Er denkt sich etwas aus, was den nächsten mühsam ersparten Trip retten soll. Gleich nach seiner Heimkehr bastelt er an Mutters Nähmaschine aus roter Lkw-Plane einen Packbehälter. Mit einem Stück Gurtband aus der Sattlerei fixiert er den Deckel. Er bringt Haken aus dem Baumarkt an, um den eigenwilligen Packsack am Gepäckträger zu befestigen. Von nun an produziert Ortlieb täglich neue Ideen, wie er seine Erfindung verbessern und verfeinern kann. Es ist die Zeit, in der die Outdoor-Branche noch aus ein paar Freaks besteht, die kopierte Handzettel mit den neuesten Produktideen händisch verteilen. Der eine oder andere macht schon die eigene Spinnerei zum Beruf. Der junge Ortlieb steckt gerade im Abitur und radelt immer noch mit seinen genähten Hinterradtaschen durch die Stadt. Diese in der Hinterhofgarage gefertigten Prototypen werden auf den ersten eigenen großen Fahrrad- und Klettertouren erprobt. Immer mehr Freunde und Bekannte zeigen

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Interesse, wollen die auffallend andersartigen Taschen kaufen, die zwar nicht mit ihrem Design glänzen, umso mehr aber mit ihrem Funktionswert. So ergibt sich die erste Vertriebsstrategie und die erste Taschenserie. Die Nähmaschine zieht in eine Hinterhofgarage ein. Bereits im nächsten Jahr, 1982, gründete Ortlieb seine eigene Firma, die heutige Ortlieb Sportartikel GmbH, in Nürnberg. Seit 1997 dient das mittelfränkische Heilsbronn bei Nürnberg als Standort. Was mit einfachsten Mitteln begann, entwickelte sich zu einem führenden Hightech-Unternehmen im Outdoor-Bereich mit derzeit rund 100 Mitarbeitern. Auch das Sortiment wuchs auf inzwischen über 400 Einzelprodukte. Noch heute befindet sich alles unter einem Dach: von der Entwicklung über Maschinenbau und Produktion bis zum Vertrieb und Versand. Ausgezeichnet Produkte Heute stellt Ortlieb neben den wasserdichten Radtaschen auch bei Fahrradkurieren sehr beliebte Kuriertaschen sowie Ruck- und Packsäcke, Reisetaschen, Motorradtaschen, Fototaschen und spezielle Behältnisse für den Wassertransport im Outdoor-Bereich her. Charakteristisch für Ortlieb-Produkte sind hermetische Verschluss-Systeme wie Rollverschlüsse, wasserdichte Reißverschlüsse, Klettverschlüsse oder Dichtlippen. Viele der Ausstattungsmerkmale sind patentiert und haben Maßstäbe im Fahrrad- und Outdoormarkt gesetzt. Die vielen Produkte mit ihren besonderen Details entstehen aus immer neuen Ideen des multidisziplinären Teams, das stets seine Ohren am Markt und den steigenden Ansprüchen der Nutzer hat. So reißen die Innovationen auch über die Jahre hinweg nicht ab und werden im Durchschnitt monatlich von unabhängigen Testgremien, Fachredakteuren oder Design-Agenturen mit besten Bewertungen ausgezeichnet. Ortlieb liefert innerhalb Deutschlands über das eigene Vertriebssystem direkt an die Fachgeschäfte des Einzelhandels in den Bereichen Fahrrad, Outdoor, Trekking- und Expeditionsausrüstung, Motorrad und Wassersport. Ebenso vom Produktionsstandort in Deutschland exportiert das Unternehmen weltweit in über 20 Länder. Der Outdoor-Ausrüster legt großen Wert auf seine Serviceleistungen und gibt fünf Jahre Garantie auf Material und Verarbeitung. Ein weiterer Grund, warum die Marke von Endverbrauchern und Handelskunden so geschätzt wird.


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APPLE

PHILIPS

Hohe Erwartungen enttäuscht

Prognosen überboten

Opfer des eigenen Erfolgs und einer stetig brodelnden Gerüchteküche: Apple (WKN: 865985) steigerte den Gewinn im dritten Geschäftsquartal von 7,31 auf 8,82 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie legte von 7,79 auf 9,32 US-Dollar zu. Vor Steuern (EBT) zog der Gewinn von 9,55 auf 11,86 Mrd. US-Dollar an, der operative Gewinn von 9,38 auf 11,57 Mrd. US-Dollar. Der Umsatz kletterte von 28,57 auf 35,02 Mrd. US-Dollar. Experten hatten allerdings 37,2 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 10,35 USDollar Gewinn je Aktie erhofft. Die Zahl verkaufter iPhones stieg von 20,34 auf 26,03 Mio., die abgesetzter iPads von 9,25 auf 17,04 Mio. Im vorangegangen Quartal waren jedoch 35,06 Mio. iPhones losgeschlagen worden – Analysten hatten vor diesem Hintergrund nur einen Rückgang auf 28 Mio. Geräte prognostiziert. Apples Problem: Kaum ist ein neues Model erschienen, gibt es bereits Spekulationen um ein verbessertes Nachfolgemodell – viele potenzielle Käufer kaufen also nicht, sondern warten lieber auf den nächsten Modelwechsel. Im Schlussquartal wollen die Kalifornier 34 Mrd. USDollar umsetzen sowie 7,65 US-Dollar je Aktie verdienen. Die Durchschnittsprognose geht bisher von 38 Mrd. US-Dollar Umsatz und 10,22 US-Dollar Gewinn je Aktie aus.

Philips (WKN: 940602) verdiente im zweiten Quartal 167 Mio. Euro. In der Vorjahresperiode hatten Abschreibungen in Höhe von 1,36 Mrd. Euro dem niederländischen Elektrokonzern 1,34 Mrd. Euro Verlust beschert. Je Aktie stieg das Ergebnis auch dank einer gesunkenen Aktienzahl von -1,39 auf +0,18 Euro. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte das Ergebnis von -1,12 Mrd. auf +338 Mio. Euro zu. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zog der Gewinn von 371 auf 450 Mio. Euro an. Der Umsatz kletterte von 5,22 auf 5,89 Mrd. Euro. Experten hatten 5,6 Mrd. Euro Umsatz sowie 105 Mio. Euro Gewinn erwartet. Die Umsatzkosten erhöhten sich von 3,17 auf 3,64 Mrd. Euro, die Vertriebskosten von 1,23 auf 1,36 Mrd. Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen von 382 auf 437 Mio. Euro. Dagegen schrumpften die Verwaltungskosten von 221 auf 138 Mio. Euro. Hauptumsatzträger war die Medizintechniksparte – der Quartalsumsatz legte von 2,08 auf 2,41 Mrd. Euro zu, das EBIT von -611 auf +284 Mio. Euro. In der Lichtsparte kletterte der Umsatz von 1,78 auf 2,03 Mrd. Euro, das EBT von -470 auf + 49 Mio. Euro. Im Geschäftsbereich Consumer Lifestyle flossen 1,36 Mrd. Euro durch die Bücher – nach 1,25 Mrd. Euro im zweiten Quartal 2011. Das EBIT stieg von -9 auf +86 Mio. Euro.

Unternehmenstermine Datum 31.07.2012 31.07.2012 31.07.2012 01.08.2012 01.08.2012 02.08.2012 02.08.2012 03.08.2012

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Name Metro AG Bayer AG Deutsche Bank AG Fresenius SE & Co. KGaA Commerzbank AG adidas AG Deutsche Post AG Allianz SE

Ereignis Halbjahresbericht Halbjahresbericht Halbjahresbericht Halbjahresbericht Halbjahresbericht Halbjahresbericht Halbjahresbericht Halbjahresbericht

AMAZON

Quartalsgewinn implodiert Im zweiten Quartal implodierte der Gewinn des US-Internet-Händlers Amazon (WKN: Nasdaq: 906866) auch aufgrund einer höheren Steuerquote von 191 auf 7 Mio. USDollar. Der Gewinn je Aktie brach von 0,41 auf 0,01 US-Dollar ein. Analysten hatten im Vorfeld 0,01 bis 0,03 US-Dollar Gewinn je Aktie prognostiziert. Die Übernahme und Integration des Industrieroboter-Spezialisten Kiva Systems belasteten das Ergebnis eigenen Angaben zufolge mit 65 Mio. USDollar. Amazon hatte Kiva im März für 775 Mio. US-Dollar erworben. Vor Steuern sackte der Gewinn von 225 auf 146 Mio. US-Dollar ab, der operative Gewinn von 201 auf 107 Mio. US-Dollar. Der Umsatz kletterte von 9,91 auf 12,83 Mrd. US-Dollar – Experten waren von 12,9 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben von 9,71 auf 12,73 Mrd. US-Dollar. Unter anderem erhöhten sich MarketingAufwendungen von 341 auf 537 Mio. USDollar, Investitionen von 698 Mio. auf 1,08 Mrd. US-Dollar und Logistik-Kosten von 941 Mio. auf 1,36 Mrd. US-Dollar. Im laufenden dritten Quartal sollen 12,9 bis 14,3 Mrd. US-Dollar umgesetzt werden. Das operative Ergebnis werde von +79 Mio. auf -50 bis -350 Mio. US-Dollar sinken, warnte Amazon. Die Durchschnittsprognose liegt bisher bei 14,1 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 119,6 Mio. US-Dollar Gewinn.


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LM Western Asset Global Multi Strategy –

Die ganze Welt im Portfolio Warum sollten Anleger sich nur in heimischen Gefilden tummeln? Warum nicht die Chancen global nutzen? Mit einem Fonds die Welt der Anleihen im Depot. Dies bietet der Legg Mason Western Asset Global Multi Strategy Fund. Und er bietet eine ansehnliche Rendite. Im Fokus steht die Maximierung der Gesamtkapitalerträge, indem in erster Linie in Schuldtitel aus den wichtigsten Rentensektoren investiert wird, die an den Märkten von Schwellenländern oder Industrienationen notiert sind. Dabei können die Anleihen auf britische Pfund, auf den Euro, den US-Dollar, den japanischen Yen und andere Währungen lauten. Die Fondswährung ist der US-Dollar. Ein großer Teil des eingesammelten Geldes wird in Schuldtiteln angelegt, die ein S&PRating von mindestens BBB aufweisen oder ähnlich bewertet sind. Ergänzend werden auch Hochzinsanleihen gekauft, die eine geringere Bonität aufweisen. Das Fondsmanagement wählt nach einem fundamentalen Vermögensverwaltungsansatz unter Aspekten wie Sektorallokation, Durationsgewichtung und Laufzeit die einzelnen Titel aus. Der Fonds stellt sich seit nunmehr zehn Jahren dem Wettbewerb und kann einigen Erfolg aufweisen. Auf Sicht von fünf Jahren konnte eine jährliche Rendite von 9,11% erzielt werden, auf Drei-Jahressicht waren es gar 14,74%. Die Benchmark des Fonds konnte dabei geschlagen werden. USA übergewichtet Zum Ende des ersten Quartals waren 31,94% des investierten Fondsvermögens in Schuldtitel aus den USA angelegt. Deutschland liegt mit einem Anteil von 13,32% auf Platz zwei. Auf offene 15

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Investmentgesellschaften entfielen 8,48% und auf Schuldtitel aus Großbritannien 7,74%. Brasilien liegt mit einem Anteil von 6,6% auf dem fünften Rang. Bei den Währungen hat der US-Dollar die Nase mit einem Anteil von 71,47% deutlich vorn. Danach folgen der japanische Yen mit 8,81%, der Euro mit 7,47%. Auf sonstige Währungen entfallen 12,25%. Deutsche Anleihen vorn Die Liste der zehn größten Einzelpositionen wird auf den ersten drei Rängen von Deutschland angeführt. Auf Platz eins liegt eine Bundesobligation mit Fälligkeit in 2017 und einem Kupon von 0,75%: Die hat einen Anteil von 5,22%. Auf Rang zwei eine Anleihe der Bundesrepublik mit Laufzeit bis zum Jahr 2020 und einem Kupon von 3,25%. Diese Anleihe hat einen Anteil von 2,84% am Fondsvermögen. Auf Rang drei schließlich die zwei-prozentige Bundesobligation mit Laufzeit bis zum Jahr 2016. Sie hat ein Gewicht von 2,6%. Auf Rang vier kommt eine Anleihe aus Mexiko. Diese weist einen Kupon von 8,00% und eine Laufzeit bis 2020 auf. Auf Platz fünf, nach einer weiteren Bundesanleihe aus Deutschland kommt erst eine US-Anleihe. Sie hat einen Laufzeit bis 2019 und einen Kupon von 3,125%. Insgesamt umfasst das Portfolio 477 Einzeltitel. Auf die zehn größten Positionen entfallen insgesamt 22,52%.

Schwellenländer langfristig attraktiv Nach Einschätzung des Fondsmanagements stellt der Euroraum das derzeit größte Risiko für den Fonds dar. Zur aktuellen Strategie des Fonds erklärte Fondsverwalter Ian Edmonds: „Wir haben unsere Positionen in Hochzinsund Lokalwährungsanleihen der Schwellenländer zuletzt verringert, um das Risiko zu verringern. Auf lange Sicht sehen wir jedoch in diesem Bereich des Marktes Erträge“.

Fazit: Der Legg Mason Western Asset Global Multi Strategy Fund kann auf eine erstklassige Performance verweisen. Daher kann man über die für einen Rentenfonds relativ hohe Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) von 1,4% großzügig hinwegsehen.

Legg Mason Western Asset Global Multi Strategy Fund ISIN: IE0031618964 Auflagedatum: 30.08.2002 Fondsvermögen: 1,86 Mrd. US-Dollar Fondswährung: US-Dollar Ausgabeaufschlag: 5,00% Verwaltungsgebühr: 1,10% p.a. Gesamtkostenquote (TER): 1,40% p.a.


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Weitere Schiffsfonds aufgelegt Das Hamburger Emissionshaus MCE Schiffskapital AG bietet mit dem MCE 09 Sternenflotte Flex und dem im Exklusivvertrieb befindlichen MCE 10 Sternenflotte Flex ab sofort zwei neue geschlossene Fonds zur Zeichnung an. Ziel ist der Aufbau eines breit diversifizierten Portfolios aus Anteilen an Schiffsbeteiligungen, die die Fonds über öffentliche Handelsplätze und im Direktankauf erwerben sollen. Die aktuellen MCE-Beteiligungsangebote folgen auf die baugleichen Vorgängerfonds, die mit Erreichen des prospektierten Zielvolumens von über 34 Mio. Euro im MCE 07 und über 19 Mio. Euro im MCE 08 zum Ende Juni 2012 geschlossen wurden. Kern der Serie ist die Investition

in Schiffsbeteiligungen nach dem Investmentfonds-Prinzip. Dass die Strategie Erfolg hat, zeigen die jüngsten Quartalsberichte der Vorgängerfonds. Deren Wertentwicklung lag mit Stand vom 31.03.2012 ausnahmslos bei über 100%. So lag der Net Asset Value (Nettoinventarwert) der 2008 aufgelegten Fonds MCE 01 und MCE 02 beispielsweise bei je 120% bei kumulierten Auszahlungen von 15,5%. Auch für 2012 sind die Auszahlungen von 6% über alle MCE-Portfoliofonds hinweg bereits durch das MCEPortfoliomanagement bestätigt. Wichtigster Erfolgsfaktor der Schiffsportfolios ist die sorgfältige Auswahl der Zielinvestments. Das geplante Emissionsvolumen für die beiden Fonds liegt bei 24,75 Mio. Euro. Die Laufzeit der Fonds ist auf 10,5 Jahre veranschlagt und die Mindestzeichnungssumme liegt bei 5.000 Euro. Zudem können Anleger zwischen zwei Varianten des Andienungsrechts wählen: Wer sich nicht über die gesamte Fondslaufzeit binden will, kann gegen eine Gebühr von 5% der Zeichnungssumme ein quartalsweises Rückgaberecht im Vertrag festschreiben.

BLACKROCK

Rentenmarktfonds emittiert BlackRock erweitert seine Luxemburger BlackRock Strategic Fund (BSF) Palette um den BSF Global Absolute Return Bond Fund (ISIN Anteilklasse A EUR: LU0783530669). Damit reagiert die Gesellschaft auf die Tendenz, dass Investoren angesichts niedriger Zinssätze und erhöhter Volatilität an den Rentenmärkten verstärkt nach Anlagemöglichkeiten fragen, die Mehrwert schaffen. Der BSF greift zurück auf die besten Ideen, die Erfahrung und das Research der 430 Rentenmarkt-Experten, die weltweit für BlackRock tätig sind. Ziel des Fonds ist, Anlegern in einem volatilen Umfeld eine proaktiv gesteuerte Strategie zu bieten. So setzt er auf einen flexiblen Anlageansatz, der fundamentale und quantitative Elemente kombiniert. Fondsmanager 16

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Ian Winship stützt sich auf die Erfahrung des Unternehmens im Risikomanagement und die Investmenttechnologie von BlackRock Solutions. Ferner nutzt er die internationale Erfahrung von BlackRock bei der Identifikation der besten Ideen in allen Sektoren des Rentenmarktes – von internationalen Zinssätzen über Schwellenmärkte und Anleihen von Investment-Grade-Qualität bis hin zu High-Yield-Anleihen und anderen Bereichen. Der BSF Global Absolute Return Bond Fund kann flexibel auf die Ressourcen der gesamten Plattform von BlackRock zugreifen, gegebenenfalls einschließlich der Verwendung von Derivate-Strategien. Der Fonds wird nicht mit Bezug auf einen Rentenmarktindex verwaltet, sondern zielt auf eine positive Wertentwicklung über dem Euribor sowohl bei steigenden, als auch fallenden Renditen ab. Der BSF Global Absolute Return Bond soll Anlegern eine Alternative zu den traditionellen Anlagemöglichkeiten an Rentenmärkten bieten. Laut Portfolio Manager Ian Winship ist der BSF Global Absolute Return Bond Fund geeignet für jene Anleger, die in jedem Marktumfeld Wertzuwachs und Diversifizierung anstreben.


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Zertifikate-Idee

Deutsche Börse –

Die Zeit ist reif für einen Discount Wegen unsicherer Unternehmensperspektiven dürfte sich die Aktie der Deutschen Börse mittelfristig kaum verteuern. Aber abgesehen davon ist das Risiko weiterer Kursverluste bei dem DAX-Titel gering. Dies sind ideale Voraussetzungen, um mit einem Discounter auf den Anteilschein des Börsenbetreibers eine attraktive Rendite einzufahren. Der Erfolg von Börsengeschäften hängt unter anderem vom Timing ab: Kauft ein Anleger zum Beispiel die Aktie eines interessanten Unternehmens nach einem sehr starken Kursanstieg, muss er sich nicht wundern, wenn er wenige Tage nach der Ausführung seiner Order auf einem Buchverlust sitzt. Ähnlich ist es bei Anlagezertifikaten – auch hier sollten Anleger auf einen günstigen Einstiegszeitpunkt warten. Ein Discount-Zertifikat sollte man beispielsweise erwerben, wenn der jeweilige Basiswert nach einer Korrekturbewegung mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Boden gefunden hat. Dies dürfte derzeit bei der Aktie der Deutschen Börse der Fall sein. Eingetrübte Perspektiven Jüngst hat der Börsenbetreiber die Zahlen für das zweite Quartal 2012 veröffentlicht. Im Berichtszeitraum stieg der Umsatz im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 5% auf 555 Mio. Euro. Der Nettogewinn erhöhte sich von 180,5 auf 186,2 Millionen Euro. Allerdings verringerte sich der um Sondereffekte bereinigte Überschuss um 5,1% auf 189,8 Millionen Euro. Und der bereinigte Gewinn je Aktie sank von 1,08 auf 1,01 Euro. Von größerer Bedeutung als diese Zahlen sind die Perspektiven

des DAX-Konzerns. Letztere haben sich laut Finanzvorstand Gregor Pottmeyer in den zurückliegenden Monaten eingetrübt. Der Manager betonte am vergangenen Donnerstag, dass die Deutsche Börse seit Jahresbeginn von der vollständigen Übernahme der Derivate-Börse Eurex profitiert hat. Pottmeyer wies aber auch darauf hin, dass es wegen des schwächeren Marktumfeldes und der andauernden Unsicherheit der Anleger für den Börsenbetreiber zunehmend schwieriger wird, das laufende Jahr mit Wachstum abzuschließen. Mit Rabatt einsteigen Analysten sind bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung der Deutschen Börse verhalten optimistisch. Einige von ihnen gehen davon aus, dass Anleger aufgrund der mickrigen Zinsen für Sparguthaben verstärkt in Aktien investieren werden. Außerdem könnte der Konzern von einer strengeren Regulierung der Geschäfte von Finanzunternehmen profitieren, sofern diese künftig strenger reguliert und an etablierten Marktplätzen abgewickelt werden. Aber unabhängig davon dürften die unsicheren Aussichten der Börsengesellschaft im aktuellen Aktienkurs bereits eingepreist sein. Eine weitere Talfahrt des Kurses ist daher nicht zu erwarten. Vor diesem Hintergrund bietet sich der Kauf eines von der US-Investmentbank Goldman Sachs emittierten Discount-Zertifikats (WKN GT1EEL) auf die DeutscheBörse-Aktie an. Dieses Finanzprodukt ist mit einem Cap bei 36,00 Euro ausgestattet und wird im Juni 2013 fällig. Zuletzt kostete das Zertifikat 32,61 Euro (Stand: 26.07.2012) und somit über acht Euro weniger als der Basiswert. Der Clou ist, dass die Besitzer des Discounters auch dann die maximal mögliche Rendite von 10,4% erzielen, wenn die Deutsche-Börse-Aktie am Laufzeitende 12,2% unter ihrem aktuellen Kursniveau notiert.

Discount-Zertifikat auf Deutsche Börse Zertifikattyp Discount

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Emittent Goldman Sachs

Basiswert Deutsche Börse

Fälligkeit WKN 20.06.2013 GT1EEL


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News WGZ BANK

Easy Express auf Deutsche Bank Am 10. August schließen die Zeichnungsbücher eines neuen EasyExpress-Zertifikates (WKN: WGZ3U0) auf die Deutsche-BankAktie. Das neue Produkt der WGZ-Bank verspricht zum Laufzeitende in 13 Monaten einen Bonusbetrag von 8,50%. Besagte Bonuszahlung hängt jedoch davon ab, ob die Deutsche-Bank-Aktie am Bewertungstag über einer bei 55% des Startwertes angesiedelten Barriere notiert. Nur dann erfolgt die Rückzahlung zum Nominalbetrag zuzüglich Bonusbetrag. Andernfalls entstehen Anlegern Verluste, falls die Bankaktie binnen Jahresfrist mehr als 45% an Wert

verliert. In diesem Fall erfolgt die Rückzahlung des Zertifikats zum anteiligen Aktienkurs: Hat die Deutsche Bank bis Ende September 2013 beispielsweise 60% an Wert verloren, erhalten Inhaber des EasyExpress-Papieres nur 40% ihres Einsatzes zurück. Das neue Produkt der WGZ Bank eignet sich somit für Anleger, die bis zum Ende der Laufzeit eine moderat fallende, sich seitwärts bewegende oder leicht steigende Aktienkursentwicklung erwarten. Die Emittentin erhebt bei der Zeichnung einen Ausgabeaufschlag von 1%. Ergo erreicht die maximal mit diesem Papier erzielbare Rendite 7,43%.

BARCLAYS BANK

Neuer Kupon Express auf BASF bringt 6% Am 13. August endet die Zeichnungsfrist für eine neue 6% Kupon Express Anleihe (WKN: BC5K3W) der britischen Barclays Bank. Basiswert der Neuemission ist die BASF-Aktie. Zeichner müssen ein Agio von 1% einkalkulieren und mindestens 1.000 Euro in die Hand nehmen. Hierauf erhalten sie in den kommenden drei Jahren einen vierteljährlichen Kupon von 1,50%. Allerdings nur wenn das BASF-Papier an jedem der vierteljährlichen Kuponbewertungstage auf oder über der bei 60% des Startwertes angesiedelten Barriere

notiert. Diese ist auch für die Rückzahlung im August 2015 maßgeblich: Schließt die BASF-Aktie am 13. August 2015 über besagter Schwelle, erhalten Anleger ihren vollständigen Einsatz zurück. Andernfalls liefert Barclays eine vorab festgelegte Anzahl BASFAktien, was für Inhaber der Anleihe zunächst Verluste bedeutet. Außerdem hält sich die Emittentin eine vorzeitige Rückzahlung offen, falls die BASF-Papiere an einem der Kuponbewertungstage ihren Startwert übertreffen.

SOCIETE GENERALE

Seminare auf Messen und Börsentagen Der französische Zertifikate-Emittent Société Générale (SG) veranstaltet regelmäßig deutschlandweite Seminartouren zu ausgewählten Themen aus dem Derivatebereich und ist auf verschiedenen Anlegermessen und Börsentagen vertreten. Bereits auf dem DAB Kongress am 26. September in München können Interessenten an einer Veranstaltung der SG teilnehmen. Es folgen am

13. Oktober der Börsentag in Berlin sowie die Gewinn Messe, die vom 18. bis 19. Oktober in Wien ihre Pforten öffnet. Auch auf dem am 3. November in Hamburg stattfindenden Börsentag werden die Franzosen ihre Seminare anbieten. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.sg-zertifikate.de/de/ service/seminars.html

VONTOBEL

Neue Aktienanleihen auf deutsche Blue Chips Ende der kommenden Woche läuft die Zeichnungsfrist für zwei neue Aktienanleihen des Schweizer Bankhauses Vontobel ab. Eine der beiden einjährigen Aktienanleihen basiert auf Aktien von BASF (WKN: VT5HKY) und bringt einen Kupon von 7,15%. Der für die Rückzahlung maßgebliche Basispreis liegt bei 49,48 Euro. Das zweite Papier 18

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bringt sogar 8,15% und basiert auf den Aktien der Daimler AG (WKN: VT5HKX). Auch hier beträgt die Laufzeit ein Jahr, wobei der Basispreis bei 28,38 Euro angesiedelt ist. Liegt der Kurs des Basiswertes in einem Jahr unter dieser Marke, erhalten Anleger ihren Einsatz in DaimlerAktien zurück, was in der Regel einen Kapitalverlust bedeutet.


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Rohstoff der Woche

Gold:

Warten auf den großen Wurf Mit der zuletzt verschärften Zuspitzung haben sich wieder einmal die Spekulationen verstärkt, dass bei der Bewältigung der Schuldenkrise in Europa bald wieder richtig geklotzt werden könnte. Dies könnte Argumente für Goldkäufe liefern. Die Goldpreise haben jüngst zugelegt, ohne jedoch rasant zu steigen. Charttechnisch sieht es dennoch spannend aus, vor allem bei Gold in Euro. Hier wurde die Abwärtstrendlinie der Konsolidierung seit September 2011 knapp geknackt, was für ein LongSignal sprechen könnte. Die nächste kleine Hürde ist nun bei 1.344 Euro. Danach stellt das Allzeithoch von 1.375 Euro ein Hindernis dar. Gold in US-Dollar ist von seinem Spitzenwert indes weiter entfernt. Auch hier zeigt sich seit September 2011 eine Konsolidierung, wobei der Preis seit Mai im Bereich von 1.600 US-Dollar mehr oder weniger auf der Stelle tritt. Die bessere Entwicklung von Gold in Euro im Juli ist dabei wohl vor allem auf die Abwertung des Euros zur US-Währung zurückzuführen. Ansonsten scheinen die Gold-Bullen noch abzuwarten und harren vielleicht auf den großen Wurf. Wie noch schneller rotierenden Druckerpressen, um mit noch mehr Papiergeld die Konjunktur zu stimulieren, wie durch weitere QE-Maßnahmen der US-Notenbank. Zudem ist zu befürchten, dass weitere, noch größere Schritte in Europa zur Bewältigung der Schuldenkrise

unternommen werden. Hierzu passten die jüngsten Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi, der die Bereitschaft der Notenbank betonte, alles für die Rettung des Euro tun zu wollen sowie auch die wieder angestoßene Diskussion um eine Banklizenz für den ESM. Der hätte damit die Möglichkeit, sich direkt bei der EZB zu refinanzieren, was dem unkontrollierten Gelddrucken noch mehr Tür und Tor öffnen würde. Das Thema bleibt akut und es ist wohl sehr wahrscheinlich, dass hier bald das eine oder andere abenteuerliche Mittel eingesetzt wird, um etwas zu retten, was eigentlich nicht zu retten ist. Angesichts der extrem unsicheren Zeiten sowie des Umstands, dass unkontrolliertes Gelddrucken das Inflationsrisiko erhöht, scheint es somit weiterhin Kaufargumente für Gold zu geben. Gold – Spotpreise in Euro und in US-Dollar

Derivate auf Gold (Basiswert: Spotpreis in US-Dollar) Typ Indexzertifikat (Quanto) Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN GS72X2 DZ27XR DZ5RWX

Basispreis/Knock-out - 1.224,54/1.226,57 US-Dollar 1.997,18/1.971,08 US-Dollar

Laufzeit Hebel open end open end 4,09 open end 4,29


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Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Kaffee – September-Future (ICE)

Rohstoffe (Auswahl)

Der in den beiden Vorwochen erfolgte Ausbruchsversuch über die Abwärtstrendlinie (Verbindung Zwischenhochs September 2011 und Januar 2012) scheint mit dem Rücksetzer in der vergangenen Woche erst einmal gescheitert. Ein erneuter Versuch bleibt aber denkbar. Allerdings ist auch ein erneuter Test des Junitiefs nicht ausgeschlossen.

Markt Kurs Rohöl WTI Crude NYMEX ($/bbl)

90,17

-1,67%

3,04

-1,75%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

289,15

-1,10%

Gold NYMEX ($/Unze)

1623,90

+2,60%

27,83

+1,83%

575,20

-0,01%

Platin Spot ($/Unze)

1410,25

-0,21%

Aluminium Spot ($/t)

1860,00

-1,82%

Blei Spot ($/t)

1918,75

+1,31%

Kupfer Spot ($/t)

7557,00

+0,19%

Nickel Spot ($/t)

15860,00

+0,19%

Zinn Spot ($/t)

18225,00

-4,03%

Zink Spot ($/t)

2065,25

-3,44%

Baumwolle ICE ($c/lb)

71,460

-2,48%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

174,10

-6,72%

2332,00

+4,48%

Mais CBOT ($c/bu)

794,25

-0,28%

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

109,40

-0,95%

1684,25

-4,17%

898,00

-4,80%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

22,50

-6,05%

Lebendrind CME ($c/lb)

125,38

+6,63%

Mastrind CME ($c/lb)

137,93

+1,34%

81,63

-12,89%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Palladium – Spotpreis in US-Dollar Seit dem Zwischenhoch von Februar 2012 zeigt Palladium eine Abwärtsbewegung. In der vergangenen Woche kratzte der Kurs dabei an der langfristigen Aufwärtstrendlinie, konnte sich von dieser dann aber wieder absetzen. Von dieser Linie ist nun eine Erholung vorstellbar. Wird sie allerdings nachhaltig verletzt, drohen weitere Abgaben.

Kakao ICE ($/t)

Zucker – Oktober-Future (ICE) Mit dem kräftigen Anstieg in der Vorwoche hatte Zucker die ausgehend vom Zwischenhoch im Juli 2011 gebildeten Abwärtstrendlinien erreicht und überschritten. Jüngst folgte nun ein kräftiger Rücksetzer, was auf ein Abprall-Szenario nach unten deutet. Ein Rutsch unter 22,22 US-Cents würde dies wohl bestätigen und wäre bearish zu bewerten.

Brent – September-Future (ICE) Der seit Juni auszumachen Aufwärtsimpuls stoppte erst einmal nahezu punktgenau am 50%-Retracement der Abwärtswelle seit März 2012. Die Erholung könnte damit nur eine technische Gegenbewegung gewesen sein. Ein Rutsch unter das 38,2%-Fibonacci-Retracement könnte daher auf eine Wiederaufnahme der übergeordneten Abwärtsbewegung deuten.

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% zur Vorwoche

Sojabohnen CBOT ($c/bu) Weizen CBOT ($c/bu)

Schwein mag. CME ($c/lb)

Rohstoff-Indizes (Auswahl) Index Kurs AMEX Gold BUGS Index (HUI)

% zur Vorwoche

409,77

+2,73%

1206,17

+0,76%

143,48

-1,86%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 299,60

-1,63%

Rogers Int. Commodity Index

-1,01%

AMEX Oil Index DJ AIG Commodity Index

3617,23


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Refugium der Woche

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Kulturkalender

„NOT VITAL – Werke 1989 bis 2011“ Ausstellung, 28.04.12 - 13.01.13, SCHAUWERK Sindelfingen, Sindel­ fingen, www.schauwerk-sindelfingen.de „Arsen und Spitzenhäubchen“ Bühne, 20.07.12 - 02.09.12, Burgfestspiele Bad Vilbel, Bad Vilbel, www.kultur-bad-vilbel.de/burgfestspiele „Berliner Dom: Sommerklänge!“ Musik, 12.08.12, Berliner Dom, Berlin, www.berlinerdom.de

Dem Alltag entfliehen – im Villa del Parco & Spa, Forte Village Resort In einer Oase der Ruhe, gelegen in einer abgeschiedenen Ecke von Forte Village, befindet sich das Villa del Parco & Spa, ein exotisches Inselparadies von unvergleichlicher natürlicher Schönheit mit atemberaubenden Stränden. Auf Sardinien findet man das malerische und preisgekrönte Villa del Parco & Spa. Das Hotel liegt im einzigartigen Mikroklima einer üppigen Vegetation und eines weißen Strandes. Die Atmosphäre wurde einem urigen italienischen Städtchen nachempfunden, in dem die Gäste sich entspannen und nach allen Regeln der Kunst verwöhnen lassen können. 55 Bungalows und am Meer gelegene Suiten, alle mit großer Terrasse oder Garten und allerlei technischen Finessen, stehen den Urlaubern für einen unbeschwerten Aufenthalt zur Verfügung. Kulinarisch köstlich wird es in den zur Anlage gehörigen Restaurants: Das Frühstück wird im „Il Patio“ serviert. Gäste einer der am Meer liegenden Suiten können sich alternativ auch auf ihrer Terrasse ein gemütliches Frühstück mit Blick aufs Meer servieren lassen. Das Restaurant „Belvedere“ ist ausschließlich dem Abendessen mit Gerichten aus der Küche Sardiniens 21

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und Italiens vorbehalten. Im Restaurant „Beachcomber“ hingegen werden kontinentale Gerichte und Meeresfrüchte gereicht. Damit das körperliche Wohlbefinden nicht zu kurz kommt, steht im Villa del Parco & Spa, Forte Village Resort ein exklusives Thermae del Forte bereit. Es verfügt über sechs Thalassotherapie-Pools im Freien, ein türkisches Bad, eine Sauna sowie einen großzügigen Fitnessbereich mit zwölf Tennisplätzen und einem privaten Strandabschnitt. Während die Kleinen im Miniclub für Kinder gut unterhalten und betreut werden, können sich die Erwachsenen auf dem Golfplatz tummeln, die Go-Kart-Bahnen in Anspruch nehmen, sich in Bowling, Basketball, Volley- oder Fußball üben sowie Segeln oder Tauchen gehen. W eitere Infos unter: www.fortevillageresort.com

„Rund um den Globus – Rheingau Musik Festival“ Unterhaltung, 24.07.12 - 05.08.12, Schloss Vollrads, Oestrich-Winkel, www.rheingau-musik-festival.de „Farben über dem Meer“ Ausstellung, 18.03.12 - 17.03.13, Lechner Museum, Ingolstadt, www.lechner-museum.de „Finale Grande – Opernfestival Gut Immling. Chiemgau” Musik, 12.08.12, Gut Immling, Halfing im Chiemgau, www.gut-immling.de „10. Sommerkomödie im Oderbruch“ Bühne, 02.08.12 - 19.08.12, Kurtheater, Wriezen, www.musiktheater-brandenburg.de

A phorismus der Woche „Utopie ist die Realität von morgen.“ (Henri Dunant)


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Coffeetable-Favourites

wohlfühlen Unser Zuhause ist ein Ort, an dem wir und wohl und geborgen fühlen sollten, ein Nest, in das man sich vom stressigen (Arbeits-)Alltag zurückziehen und einfach entspannen kann. Kleine und große Tipps zur individuellen Gestaltung sowie praktische Ideen und Inspirationen für die schnelle und einfache Ordnung in den eigenen vier Wänden gibt Judith Wilson.

wohlfühlen Judith Wilson Verlag: Callwey Verlag Ausgabe: 160 Seiten Sprache: Deutsch ISBN: 978-3766718976 Preis: 24,95 Euro www.callwey.de

Schön, wenn man nach Hause kommt und sich sofort wohlfühlt. Wenn alles seinen Platz hat und ohne viel Aufwand eine natürliche Ordnung herrscht. Dieses Buch zeigt, wie einfach das geht. Es steckt voller inspirierender Ideen und großartiger Anregungen, wie die eigene Wohnung im Handumdrehen stilsicher aufgeräumt ist und beweist außerdem, dass dafür weder viel Geld noch eine komplett neue Einrichtung nötig ist. Oft sind es die kleinen Dinge, die das Wohlbefinden steigern und meist genügen schon ein paar Handgriffe, um die alltägliche Unordnung in Grenzen zu halten. Dieses Buch steht mit hilfreichen und vor allem

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leicht umzusetzenden Ideen zur Seite und zeigt, dass entspanntes und glückliches Wohnen viel einfacher ist als man denkt. Untergliedert in die drei Themenbereiche Wohlfühl-Stil, Wohlfühl-Motive und gemütliche Räume zeigt das reich bebilderte Werk, wie man Farben, Gegenstände und Motive geschickt miteinander kombinieren und in Szene setzen kann, um seine individuelle Wohlfühl-Oase zu kreieren. Ideal ist hierzu eine Kombination aus robusten Möbeln, sanften Farben, unkomplizierten Oberflächen und Wohntextilien, die man problemlos ausschütteln und reinigen kann. Die Möbel sollen bequem sein und stark genug, um die Widrigkeiten des Lebens auszuhalten. Selbstverständlich erhält der Leser bildhafte Beispiele, wie man diese Theorien und Weisheiten in der Praxis umsetzen kann. Abgerundet wird das Ganze auf den letzten Seiten mit einer Fülle von Adressen für die Bezugsquellen der gezeigten Komponenten.

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Impressum/Disclaimer

V.i.S.d.P. : ​Christian Ernst Frenko Leserservice: leserservice@boerse-am-sonntag.de Herausgeber: ​ Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13 80539 München Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

Risikohinweise / Disclaimer: „Sie erhalten diesen Newsletter als kostenlosen Service der Weimer Media Group GmbH. Alle veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen werden von der Herausgeberin mit großer Sorgfalt erstellt; da die Redaktion ihrerseits aber auch auf Quellen Dritter angewiesen ist und auch den Mitarbeitern der Herausgeberin Fehler unterlaufen können, kann für die Richtigkeit aller Angaben keine Garantie übernommen werden.

Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv Bildnachweis: Fotolia Layout: addna, Nürnberg Technik: Daniel Gruber, finanzpark AG Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils Sonntag Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Steffen Droemert, Michael Amtmann, Michaela Ellen Lenz, Reinhard Schlieker, Frieda König, Wolfgang Tenor, Achim Küssner, Carsten Scholz Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Deutsche Bibliothek: ISSN 1610-7446 Auflage: 117.000

oder insbesondere ersetzen. Es wird drin- einer unerlaubten Handlung oder einer gend empfohlen, sich stets auch immer aus sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergeanderen Quellen zu informieren. benden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlos- Empfehlung entstehenden Schadens nicht sen werden, dass der Redakteur oder ein- verpflichtet ist.“ zelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegen- Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer stand von Analysen oder anderen Berich- Media Group GmbH erklärt ausdrückten sind. Umso mehr stellen die veröffent- lich, keinerlei Einfluss auf die Gestaltung lichten Artikel, Nachrichten, Daten und und die Inhalte der gelinkten Seiten zu Empfehlungen immer auch eine persönli- haben. Daher distanziert sich die Weimer Die Herausgeberin will ihren Abonnenten che Meinung des Autors dar und erheben Media Group GmbH von den Inhalten die Möglichkeit bieten, sich eine unab- weder Anspruch auf Vollständigkeit noch aller verlinkten Seiten und macht sich hängige und eigenverantwortliche Mei- auf alleinige Richtigkeit. deren Inhalte ausdrücklich nicht zu Eigen. nung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf Wir verweisen insbesondere auf § 675 Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten von Wertpapieren oder Rechten abgeben. II BGB, wonach die Weimer Media vorhandenen Hyperlinks, ob angezeigt Die zur Verfügung gestellten Informatio- Group GmbH, unbeschadet der sich oder verborgen, und für alle Inhalte der nen sollen auch keine Beratung darstellen aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen. 23

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Ausgabe 30/12 (Spezial: Nachhaltige Investments)  

LIEBE LESERINNEN UND LESER, № 30 · Sonntag, 29. Juli 2012 SPEZIAL > SEItE 9 Pflichtblatt der börsen düsseldorf stuttgart · hamburg · berl...

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