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Konsumgüter-Fonds Kauflust der Schwellenländer treibt Wachstum voran

Fonds im Fokus > Seite 7

Mainfirst Top European Ideas Jung und erfolgreich

07/12 25. Juli 2012

R u n d u m E T F s > S e i t e 12

ETF-Sparplantest 2012 Anleger profitieren vom Konkurrenzdruck

Spezial > Seite 9

Geschlossene Fonds Die Suche nach dem Weg aus dem „Grauen Markt“

www.fonds-kompakt.de


Editorial

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Fonds im Fokus

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Gastbeitrag

Rund um ETFs

Geschlossene Fonds-

Liebe Leserinnen und Leser, Stefan Gätzner Leiter Redaktion fonds kompakt

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fonds kompakt Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2 Investmentfonds Schwerpunkt: Konsumgüter-Fonds. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Fonds-Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Fonds im Fokus: Mainfirst Top European Ideas . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Buchtipp: Meine Sprache und ich Mit Sprachstruktur Persönlichkeit entwickeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Spezial: Geschlossene Fonds – Die Suche nach dem Weg aus dem „Grauen Markt“ . . . . . . . . . .9 Gastbeitrag: Nathalie Lötscher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Rund um ETFs: ETF-Sparplantest 2012 – Anleger profitieren vom Konkurrenzdruck. . . . . . . . . 12 Impressum/Disclaimer. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Geschlossene Fonds Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

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die letzten Festungen werden geschleift. Moody’s hat nun auch für Deutschland den Ausblick bei der Bonitätsbewertung von stabil auf negativ gesenkt. Zwar bleibt das Toprating davon zunächst unberührt, doch die Zeiten, in denen deutsche Staatsanleihen mit teilweise negativen Renditen den Finanzminister erfreuten und die Anleger entnervten, könnten bald wieder vorbei sein. Von derlei kann Spanien sowieso nur träumen: Bei der jüngsten Auktion stiegen die Renditen spanischer Staatsanleihen auf untragbare 7,5%. Nach dem Ende des EU-Gipfels hatten die Iberer noch aufatmen können. Danach waren die Renditen erst einmal auf 6,3% gefallen. Auch die Aktienmärkte sind seit ihrer Zwischenrally, die den DAX bis auf über 6.700 Punkte führte, deutlich zurückgekommen. Gerüchte, der IWF wäre nicht mehr bereit, Griechenland unter die Arme zu greifen, wirkten wie eine kalte Dusche für die Anleger. Auch die Äußerungen von Wirtschaftsminister Rösler, dass ein Austritt der Hellenen aus der Eurozone seinen Schrecken verloren habe, rückten den Börsianern nochmals den Ernst der Lage vor Augen. Langsam verfestigt sich auch bei den Entscheidungsträgern die Einsicht, dass es das Land schlichtweg nicht schaffen kann, seine Reformauflagen zu erfüllen. Im Moment herrscht aber wieder angespannte Ruhe. Zum Showdown wird es wohl im September kommen, wenn Athen eine zu erwartende Finanzierungslücke schließen muss. Hinzu kommt, dass für diesen Zeitraum auch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über den dauerhaften europäischen Rettungsschirm ESM zu erwarten ist.

Zeit, sich nach Anlagen umzuschauen, die sich auch in schwierigen Phasen als beständig erweisen. Idealerweise sollten sie auch noch gute langfristige Perspektiven bieten. Das erfüllen Investmentfonds, die in große Unternehmen mit starken Marken der globalen Konsumgüterindustrie investieren. Diese Firmen versprechen einerseits Stabilität, da sie Güter des täglichen Bedarfs produzieren, und andererseits attraktive Aussichten, denn sie profitieren vom Aufstieg der Mittelschicht in den Emerging Markets. Mehr dazu lesen Sie in unserem Schwerpunkt. Unser Spezial dreht sich um geschlossene Fonds. Diese Investmentklasse wurde in den vergangenen Jahren arg gebeutelt – noch mehr allerdings die Anleger in diesem Segment. Erfahren Sie, was es hierbei für ein erfolgreiches Investment zu beachten gilt. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre und zahlreiche Anregungen!

Herzlichst, Ihre fonds kompakt-Redaktion


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Fonds-Nachrichten

Fonds  im  Fokus

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Rund  um  ETFs

Geschlossene Fonds

Editorial

Konsumgüter-Fonds –

Kauflust der Schwellenländer treibt Wachstum voran Wir leben heutzutage in einer Konsumgesellschaft. Überall im täglichen Leben versuchen uns die großen Anbieter von Konsumgütern, ihre Produkte schmackhaft zu machen, und nur allzu gern lassen wir uns von der Werbung zum Kauf animieren. Warum nicht also von der Kauflust anderer im Depot profitieren? Fondsdaten Fidelity Funds – Global Consumer Industries Fund WKN:

941083

ISIN:

LU0114721508

Aufgelegt in:

Luxemburg

Auflegungsdatum:

21.09.2000

Kategorie:

Aktienfonds Konsumgüter

Volumen:

231 Mio. Euro (30.04.2012)

Geschäftsjahresende:

30.04.

Fondsdaten Morgan Stanley Global Brands Fund (USD) A WKN:

579993

ISIN:

LU0119620416

Aufgelegt in: Auflegungsdatum:

Luxemburg 31.10.2000

Kategorie:

Aktienfonds International

Volumen:

7,9 Mrd. US-Dollar (gesamt; 16.07.2012)

Geschäftsjahresende:

3

fonds kompakt · 07/1  2

30.12.

Die Jugend erfreut sich seit Jahren am Angebot der großen Marken wie Coca-Cola oder McDonald’s. Aber auch für die Erwachsenen steht neben dem Fast-Food ein reichliches Angebot an FlachbildFernsehern, Smartphones, Tablet-PCs oder Autos bereit, um Geld auszugeben. Somit ist es dann auch weniger überraschend, dass sich eine eigene Investmentstrategie entwickelt hat, die sich der Anlage in Konsumgüter-Titel widmet. Dabei versuchen Fonds in diesem Bereich häufig, die Balance zwischen so genannten zyklischen Sektoren wie der Automobil-Branche und eher defensiven Werten aus der Pharma- oder Nahrungsmittelbranche zu finden. Konsum als entscheidender Wirtschaftsfaktor Wie wichtig die Konsumausgaben heutzutage für die Volkswirtschaften geworden sind, lässt sich sehr schön an dem Anteil ausmachen, den der private Konsum zur Gesamtwirtschaft beiträgt. A llein der Konsum der privaten Haushalte macht beispielsweise in Deutschland etwa 60% des gesamten Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. In den USA sind es sogar mehr als 70%. Nicht selten heißt es deshalb von Seiten der Politik, und dies bei weitem nicht nur aus dem linken Lager, dass der Ankurbelung des privaten Konsums eine entscheidende Bedeutung für das Wirtschaftswachstum zukommen muss.


Schwerpunkt

Fonds-Nachrichten

Fonds  im  Fokus

Schwellenländer bergen große Wachstumschancen In den vergangenen Jahren haben die Schwellenländer eine beeindruckende Aufholjagd in Sachen wirtschaftlicher Entwicklung hingelegt. Dabei ist beispielsweise der chinesische Absatzmarkt zum wichtigsten Wachstumstreiber vieler Branchen wie der Automobilindustrie geworden. Den großen Markenanbietern kommt zugute, dass sich die Schwellenländer bei ihrem wirtschaftlichen Aufstieg immer mehr an den westlichen Konsumgewohnheiten orientieren und die erstarkende Mittelschicht ein wachsendes Einkommen für den Konsum zur Verfügung hat. Die Emerging Markets werden für die großen Konsumgüter-Anbieter auch deshalb immer wichtiger, da in den USA, aber vor allem in Europa, die Konjunktur schwächelt, was auf die Kauflust der Verbraucher drückt. Dagegen können die Schwellenländer, trotz der globalen Auswirkungen der Euro-Krise immer noch sehr robuste Wirtschaftswachstumszahlen aufweisen.

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Rund  um  ETFs

Geschlossene Fonds

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Unabhängig von der aktuellen Krise in Europa haben die entwickelten Volkswirtschaften ein hohes Niveau und damit einen Sättigungsgrad erreicht, der die erzielbaren Wachstumsraten in diesen Volkswirtschaften einschränkt. Dagegen herrscht in den Schwellenländern weiterhin ein enormer Nachholbedarf, sowohl bei den Grundbedarfsgütern als auch bei den Luxus- und Konsumgütern. Außerdem geht der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft, China, langsam dazu über, sein Wirtschaftswachstum weniger vom Export abhängig zu machen, sondern vielmehr den heimischen Konsum zu stärken, was wiederum weitere Chancen für die Anbieter von Konsumgütern eröffnen sollte. Fondsanbieter sorgen für Balance Im Bereich der Konsumgüter finden sich Unternehmen, deren Geschäftserfolg sehr stark von der Konjunktur abhängt, aber auch eher defensive Werte, deren Ergebnisse wenig unter einer Krise, wie wir sie aktuell erleben, leiden. Den Fondsanbietern kommt die Aufgabe zu, eine Balance zwischen den

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Fonds  im  Fokus

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zyklischen und den nichtzyklischen Werten zu finden. Dabei können sie sowohl von wirtschaftlichen Wachstumsphasen profitieren als auch Risikopuffer für schlechte Zeiten bilden. Fondsidee I: Fidelity Funds – Global Consumer Industries Fund Der Fidelity Global Consumer Industries Fund investiert weltweit mindestens 70% des Fondsvermögens in Aktien der attraktivsten Unternehmen aus den Bereichen Grundbedarfsgüter und Konsumgüter. Dazu zählen Unternehmen, die sowohl mit der Herstellung als auch mit dem Vertrieb dieser Güter zu tun haben. Zusätzlich können Derivate zur Risikominderung, Senkung der Kosten oder der Anpassung an das fondseigene Risikoprofil eingesetzt werden. Das Fondsvermögen ist derzeit fast zur Hälfte in den USA investiert. Mit rund 20% ist Großbritannien ebenfalls sehr stark gewichtet. Auf die Eurozone entfallen dagegen aufgrund Die Konsumgüter-Fonds der anhaltenden Euro-Krise lediglich 7%. versuchen, einen Ausgleich Genauso dürften die europäischen Probzwischen der Investition in leme und die damit verknüpften Gefahren konjunkturabhängige und defen- für die Weltwirtschaft dafür verantwortlich sive Werte zu finden. sein, dass der Anlageschwerpunkt aktuell auf den nichtzyklischen Konsumgütern im Vergleich zu den zyklischen Werten liegt. Zu den größten Einzelpositionen zählen derzeit Werte wie Nestlé, British American Tobacco, Coca-Cola, Walt Disney oder Diageo. Insgesamt wurden Ende Juni 2012 76 Aktienpositionen gehalten. Fondsidee II: Morgan Stanley Global Brands Fund (USD) A Beim Morgan Stanley Global Brands Fund wird das Fondsvermögen hauptsächlich in Aktien von Unternehmen mit Sitz in den Industrienationen der Welt investiert. Bei der Titelauswahl verfolgt das Fondsmanagement einen Value-orientierten Bottomup-Ansatz, wobei das Hauptaugenmerk auf den weltweit größten Marken liegt. Bevorzugt werden Unternehmen, deren Marken an sich einen hohen Wert haben, die aber auch einen hohen Cashflow generieren, genauso wie immer wiederkehrende Umsätze und die hohe Rentabilität und ein fähiges Management aufweisen können. Ähnlich wie der Fidelity Global Consumer Industries Fund liegt der Anlagefokus derzeit verstärkt in den USA und Großbritannien, wobei die Eurozone mit rund 10% ebenfalls schwach vertreten ist. Dabei ist die Fokussierung auf nichtzyklische Konsumgüter noch stärker ausgeprägt. Jedoch weist der Fonds deutlich weniger Einzelpositionen auf. Zu den Top-Positionen zählen auch in diesem Fall Nestlé, British American Tobacco, aber auch Unternehmen wie Reckitt Benckiser oder Microsoft. 5

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Gastbeitrag

Rund  um  ETFs

Geschlossene Fonds

Editorial

Fazit: In der heutigen Konsumgesellschaft hängt der Erfolg vieler Volkswirtschaften von der Kauflust der privaten Haushalte ab. Die Anbieter von Konsumgütern dürften auch weiterhin davon profitieren können, dass die Menschen in den entwickelten Volkswirtschaften ein zweites oder sogar drittes Auto kaufen, das sie nicht brauchen, während der Nachholbedarf der aufstrebenden Schwellenländer und die Anpassung der Konsumgewohnheiten an westliche Gepflogenheiten für zusätzliche Wachstumschancen sorgen. Die Konsumgüter-Fonds versuchen, einen Ausgleich zwischen der Investition in konjunkturabhängige und defensive Werte zu finden. Dabei werden die Chancen starker Wachstumsphasen mitgenommen, während gleichzeitig die defensiven Werte für eine Absicherung in schwächeren Konjunkturphasen sorgen.


Fonds-Nachrichten

Fonds im Fokus

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Geschlossene Fonds

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Schwerpunkt

UBS

German High Dividend Fund emittiert UBS Global Asset Management startet einen neuen Fonds, der gezielt in Aktien deutscher Unternehmen investiert, die eine hohe Dividende ausschütten. Der neue UBS (Lux) Equity SICAV – German High Dividend Fund ist mit 30 bis 50 Positionen über Unternehmensgrößen und Sektoren hinweg breit diversifiziert. Bei der Auswahl achtet das Portfolio-Management darauf, dass die Unternehmen neben hohen Dividenden gleichzeitig auch attraktive Fundamentaldaten aufweisen. Die Anlagestrategie bietet Anlegern im aktuell niedrigen Zinsumfeld langfristiges Potenzial für Kapitalgewinne. Ziel des Fonds ist es, eine Dividendenrendite zu erwirtschaften, die über dem Marktdurchschnitt liegt und den HDAX schlägt. Der HDAX enthält alle Werte aus DAX, MDAX und TecDAX. In der Vergangenheit haben

sich deutsche Aktien mit hohen Dividenden überdurchschnittlich gut entwickelt und selbst bei einem Niedrigwachstumsszenario sind diese Titel weiterhin attraktiv bewertet. Der UBS German High Dividend Fund konzentriert sich auf qualitativ hochwertige Unternehmen, die dank ihrer soliden Geschäftsentwicklung hohe Dividenden zahlen können. Im Fonds werden nicht nur Large Caps berücksichtigt. Sie machen letztendlich aber etwa rund zwei Drittel des Fondsportfolios aus. Der Fokus des Fonds liegt aktuell mit einem Portfolio-Anteil von rund einem Fünftel auf Finanzunternehmen, es folgen die Sektoren Industrie und langlebige Konsumgüter. Zu den größten Einzelpositionen im Fonds gehören derzeit BASF SE, Allianz, E.ON sowie die Deutsche Telekom.

NORDEA

Value-Fonds aufgelegt Nordea Investment Funds S. A. hat Eagle Asset Management Inc. zum Anlageberater des neuen Nordea 1 – North American All Cap Fund ernannt, der am 30. Mai 2012 aufgelegt wurde. Die Anlagephilosophie des Fonds basiert auf dem speziellen Ansatz „Value und angemessenes Wachstum“ (Value and Reasonable Growth, VARG), der einen traditionellen wertorientierten Anlagestil mit der Konzentration auf Wachstumskatalysatoren kombiniert. Durch

ein umfassendes fundamentales Research und eine sorgfältige Titelauswahl entsteht ein fokussiertes Portfolio ohne systemische oder dominante Ausrichtung auf bestimmte Themen, das im Idealfall ein geringeres Beta aufweist als sein Referenzindex, der Russel 3000 Index. Die Investment-Strategie beinhaltet ein striktes Risikomanagement, bei dem die Anlagen kontinuierlich überprüft werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf qualitativen Kennzahlen.

BVI

Fondsbranche verzeichnet Zuflüsse Laut den jüngsten Daten des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) hat sich das Geschäft mit Publikumsfonds im Mai mit Zuflüssen von 1,5 Mrd. Euro spürbar belebt. Auch der Zustrom institutioneller Gelder in Spezialfonds setzte sich mit Zuflüssen von 1,2 Mrd. Euro fort, so der BVI. Dagegen zogen institutionelle Anleger aus Vermögen außerhalb von Investmentfonds 2,8 Mrd. Euro ab. Unter den Publikumsfonds führen Rentenfonds mit 3,8 Mrd. Euro die Absatzliste an. Angesichts der europäischen Schuldenkrise waren insbesondere Fonds

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mit Anleihen aus dem Dollar-Raum mit Zuflüssen von 1,6 Mrd. Euro gefragt. Nach den Abflüssen in den Vormonaten wurden auch Geldmarktfonds wieder vermehrt gekauft. Bei den offenen Immobilienfonds zeigte sich die Nachfrage kaum verändert. Dagegen trennten sich die Anleger von Aktienfonds im Wert von 2,4 Mrd. Euro. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2012 prägte die Schuldenkrise das Verhalten der Anleger. Sie investierten verstärkt in Rentenfonds mit Anlageschwerpunkt US-Dollar, Unternehmensanleihen und Schwellenländer.


Fonds im Fokus

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Geschlossene Fonds

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Mainfirst Top European Ideas –

Jung und erfolgreich Der Mainfirst Top European Ideas hat dieser Tage Geburtstag. Fünf Jahre ist der Fonds alt geworden. In dieser für einen Fonds kurzen Lebenszeit hat er schon einiges durchgemacht. Die große Finanzkrise des Jahres 2008 und derzeit die Eurokrise. Dennoch ist der Fonds sehr erfolgreich. Ziel des Mainfirst Top European Ideas ist es, den STOXX Europe 600 als Benchmark langfristig zu schlagen. Der Fonds investiert in Aktien und andere Beteiligungsinstrumente europäischer Unternehmen. Je nach Situation kann der Schwerpunkt auf große oder auf mittlere bis kleine Unternehmen gelegt werden. Mindestens 75% des Fondsvermögens müssen in Unternehmen aus der Europäischen Union angelegt werden, bis zu 25% können in Aktien von Unternehmen investiert werden, die nicht in Europa beheimatet sind oder in Anleihen, Wandel- und Optionsanleihen und andere Wertpapiere. Modifizierter Anlagestil Der Fonds wird von Olgerd Eichler gemanagt. Eichler hat wegen der aktuellen Krise den Anlagestil leicht modifiziert. „Wir berücksichtigen das aktuelle Konjunkturbild heute mehr und unterscheiden somit viel stärker zwischen langfristigen Kernanlagen einerseits sowie mittelfristigen und teilweise taktischen Positionen andererseits.“ Eichler hat sich dem Flexible Blend-Investmentstil verschrieben. Dabei wird ausschließlich in Unternehmen investiert, von denen der Fondsmanager persönlich überzeugt ist. Kurzfristige Kursschwankungen werden dabei bewusst in Kauf genommen. Für den Fonds kommen Unternehmen infrage, die eine solide Bilanz vorweisen können, die einen steten Cashflow generieren und deren Manager Vertrauen erwecken können. Angesichts der

Eurokrise agiert der Manager weniger offensiv: Nur 86% des Fondsvermögens sind investiert, die Barmittel erreichen 14%. Darin spiegelt sich die Vorsicht Eichlers wider. Die Benchmark konnte der Fondsmanager auf Sicht von fünf Jahren schlagen, auch wenn seit Auflage des Fonds die Gesamtperformance noch leicht negativ ist. Auf Sicht von drei Jahren hat er allerdings um 77% zugelegt und sich damit deutlich von der Benchmark abgesetzt. Morningstar hat dem Fonds fünf Sterne verliehen, die höchste Auszeichnung der Ratingagentur. Fondsmanager Olgerd Eichler selbst wurde bereits 2007 zum Fondsmanager des Jahres gekürt. Von Atoss bis Zurich Insurance Zum Ende des Monats Mai waren die zehn größten Positionen des Fonds mit einer Ausnahme Unternehmen mit einer hohen Marktkapitalisierung. Zu Bayer, BP, E.ON, ENI, Roche, Royal Dutch Shell, Sanofi, Total und Zurich Insurance gesellte sich Bertrandt. Zum Jahresende 2011 waren noch etliche Telekommunikationsunternehmen wie die spanische Telefónica und Vodafone unter den größten Positionen des Fonds. Vom deutschen Kurszettel waren Namen wie Mensch und Maschine, SAF-Holland, MPC Muenchmayer Petersen Capital, Duerr, Fuchs Petrolub, Berentzen-Gruppe (Vz), Indus Holding, Aurelius, Atoss Software und die Aareal Bank mit kleineren Positionen vertreten.

Fondsdaten Mainfirst Top European Ideas ISIN:

LU0308864023

Ertragsverwendung:

thesaurierend

Fondsvermögen:

729 Mio. Euro

Fondswährung: Auflegungsdatum:

Euro 13.07.2007

Ausgabeaufschlag:

max. 5%

Verwaltungsgebühr :

1,5% p.a.

Gesamtkostenquote (TER): Performance-Fee:

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1,53% ja (siehe Text)

Fazit: Bei den Kosten bewegt sich der Fonds im üblichen Bereich. Zu dem Ausgabeaufschlag, der maximal bei 5% liegt, kommt eine jährliche Verwaltungsgebühr von 1,5%. Auch gibt es eine Performance-Fee von 15,00% der Nettovermögenswertentwicklung, die über die des STOXX Europe 600 hinausgeht (mit High Watermark). Diese wird also fällig, wenn die Benchmark geschlagen werden kann und ist wohl auch dem aufwändigen Auswahlverfahren geschuldet. Der Fonds kann als ergänzendes Basisinvestment in ein breit aufgestelltes Portfolio aufgenommen werden.


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Geschlossene Fonds

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Fonds im Fokus

Theodor von Stockert:

Meine Sprache und ich

Mit Sprachstruktur Persönlichkeit entwickeln Wieso passiert es, dass Botschaften beim Gesprächspartner anders ankommen als sie gemeint sind? Wie kommt es, dass Worte zwar gehört, aber nicht aufgenommen werden und daher ihre Wirkung verfehlen? In dem Buch „Meine Sprache und ich“ bietet Dr. Theodor von Stockert anhand des Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzeptes Antworten und Lösungen für eine gelungene Kommunikation. Theodor von Stockert fasst im ersten Teil des Buches das Sachwissen über Sprache auf dem neuesten Forschungsstand zusammen. Dabei geht er in anschaulicher Weise auf biologische, historische und philosophische Aspekte ein. Danach stellt er Lingva Eterna vor – ein Konzept, in dem eine Synthese von Sprachstruktur und Persönlichkeit angestrebt wird. Der Autor macht dem Leser zunächst bewusst, was er durch Sprache tut und was Sprache mit ihm tut. Dazu gibt er zahlreiche anregende Beispiele und zeigt einfache Übungen auf. Danach wird der Lingva Eterna-Ansatz in seiner Breite vorgestellt. Der Autor stellt übergeordnete theoretische Konzepte sowie praktische Methoden zur Verhaltens-modi¬fikation vor. Im Zentrum der Analyse

Theodor R. von Stockert Meine Sprache und ich Mit Sprachstruktur Persönlichkeit entwickeln Preis: 22,80 Euro 186 Seiten Hardcover mit Lesebändchen ISBN: 978-3-9811454-3-4 LINGVA ETERNA Verlag, Erlangen

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steht die prägende Zeit des Spracherwerbs als Kind. Ziel ist es, Wege zu eröffnen, neu zu sprechen. So sollen alte Störungen überwunden werden. Im letzten Kapitel zeigt von Stockert auf, dass Sprache, Denken und Wirklichkeit eine Einheit bilden. So soll das Verantwortungsgefühl für das, was wir sagen und damit bewirken, gestärkt werden. Fazit: „Meine Sprache und ich“ richtet sich an alle, die sich für die Zusammenhänge zwischen Sprache und eigener Persönlichkeit interessieren. Es zeigt ganz praktisch und leicht nachvollziehbar, wie man bewusster mit Sprache umgehen kann.

Über den Autor: Dr. Theodor von Stockert hat in Frankfurt am Main und in Wien Medizin studiert. Bei Weiterbildungen und Studienaufenthalten in Deutschland und in den USA hat er zahlreiche Zusatzqualifikationen aus den Bereichen Psychotherapie, Transaktionsanalyse, Neuropsychologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Qualitätsmanagement im Krankenhaus (European Federation of Quality Management) erworben. Im Rahmen seiner ärztlich-wissenschaftlichen Tätigkeit hat er sich immer wieder mit dem Thema Gehirn und Sprache befasst. Er hat Arbeiten zur Neuropathologie, Neuropsychologie, Forensischen Psychiatrie, Neuro-linguistik und Sprachtherapie publiziert. Seit 2004 ist er Senior Partner des Lingva Eterna Instituts für bewusste Sprache in Erlangen. Er verfasst die meisten der Seminarkonzepte und einen großen Teil der Texte für die Ausbildung der Lingva Eterna-Dozenten sowie für die Ausbildung der Fachdozenten und Coachs.


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Geschlossene Fonds

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Geschlossene Fonds –

Die Suche nach dem Weg aus dem „Grauen Markt“

In den vergangenen Jahren haben sich die geschlossenen Fonds nicht gerade einen soliden Ruf erworben. Vielfach wurden sie als „Geldverbrennungsmaschinen“ gebrandmarkt. Jedoch versucht die Branche seit einiger Zeit durch eigene Initiativen, aber auch durch verstärkte regulatorische Maßnahmen seitens der Politik und der Aufsichtsbehörden, endlich aus dem „Grauen Kapitalmarkt“ herauszukommen, um auf eine Stufe mit offenen Investmentfonds und Zertifikaten gestellt zu werden.

Geschlossene Fonds sind eigentlich eine seit Jahrzehnten etablierte und vor allem in Deutschland verbreitete Form der Vermögensanlage. Bei den Fonds, die man besser als geschlossene Beteiligungen bezeichnen sollte, wird das Vermögen in der Regel für die Finanzierung genau eines Wirtschaftsguts oder einer fest umrissenen Auswahl von Investitionsobjekten für eine bestimmte Zeit verwendet. Darin unterscheiden sie sich von den offenen Fonds, bei denen meist zeitlich unbegrenzt und möglichst diversifiziert in bestimmte Branchen, Länder oder Wertpapierklassen investiert wird. Anleger werden zu Mitunternehmern Die Investitionsobjekte können in den verschiedensten Sektoren liegen. Dazu gehören häufig die Bereiche Immobilien, Schifffahrt, Luftfahrt, erneuerbare Energien, Unternehmensbeteiligungen (Private Equity) oder Infrastrukturprojekte der öffentlichen Hand. Hierbei bündeln die geschlossenen Fonds als Kapitalsammelstellen das Kapital mehrerer Anleger, um gemeinsam ein 9

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Investitionsvorhaben zu finanzieren, das einzelne Anleger nicht finanzieren können. In diesem Fall werden die Anleger zu Mitunternehmern. Wer in geschlossene Fonds investieren möchte, sollte immer beachten, dass die Mindestbeteiligungssumme häufig höher ist als bei offenen Investmentfonds. Diese liegt in der Regel über der Marke von 5.000 Euro. Außerdem können die Fonds-Anteile nicht wie im Fall anderer Wertpapiere in Sekundenschnelle und ohne Hindernisse über die Wertpapierbörsen übertragen werden. Zwar wächst die Zahl der Einrichtungen zum Handel von Anteilen an geschlossenen Fonds, allerdings können diese nicht die gleichen Handelsfreiheiten bieten wie klassische Börsenplätze. Schlaraffenland für Provisionsjäger Ein großes Problem besteht darin, dass die Fondsanbieter bisher nahezu von der Finanzaufsicht unbeobachtet auf dem „Grauen Kapitalmarkt“ agieren konnten. Somit konnten auch weite Teile des Marktes für geschlossene Fonds zu einem Eldorado für

Provisionsjäger verkommen, ohne dabei die Anlegerinteressen zu berücksichtigen. Die Jagd nach Provisionen ließ gleichzeitig die Nebenkosten für die geschlossenen Fonds in die Höhe schießen. Jedoch stellt die Ratingagentur Scope fest, dass die Fondshäuser mittlerweile versuchen, mit einer neuen Gestaltung der Gebühren das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen und ihre Position im Wettbewerb mit anderen Kapitalanlageprodukten zu stärken. Dabei ist beispielsweise bei den Immobilienfonds ein Trend zu reduzierten fixen Kosten zugunsten von erfolgsabhängigen Gebühren zu beobachten, womit die laufenden Fondskosten gesenkt werden. Laut Scope betrugen die in den Verkaufsprospekten ausgewiesenen laufenden Kosten bei Immobilienfonds mit deutschen Objekten 2007 durchschnittlich 4,58% der Einnahmen eines Fonds. Im Jahr 2011 waren es nur noch 4,12%. Bei ausländischen Fonds war für die gleiche Zeit ein Rückgang von 4,07% auf 3,66% zu beobachten.


Spezial

Raus aus dem „Grauen Kapitalmarkt“ Ab Januar 2013 soll nicht mehr jeder Vermittler komplexe unternehmerische Beteiligungen, darunter auch Anteile an geschlossenen Fonds, mit Totalverlustrisiko verkaufen können. Gewerbeaufsichtsämter sollen die Mindestanforderungen wie den Sachkundenachweis und die Berufshaftpflichtversicherung prüfen. Zusätzlich dürfte die zum 22. Juli 2013 anstehende Umsetzung der EU-Richtlinie für Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM) laut Oliver Porr, Vorsitzender des Verbands Geschlossene Fonds (VGF) und Geschäftsführer beim Emissionshaus (Initiator) LHI, zu einigen Markteintrittsbarrieren führen. Dabei könnte der erforderliche Nachweis von Eigenkapital und ausreichendem Risikomanagement dafür sorgen, dass so manches schwarze Schaf sich vom Markt fernhält. Außerdem müssen Anbieter den so genannten Nettoinventarwert je Anteil an einer Immobilie, einem Flugzeug oder einem Windrad jährlich einmal bewerten. In einem anderen Punkt scheint die Regulierung nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ nicht ganz so streng auszufallen wie zunächst angedacht. Die Fondsanbieter sollten laut AIFM-Richtlinie ursprünglich verpflichtet werden, das Kapital in mindestens sieben Objekte anzulegen. Nun sollen es aber nur noch mindestens drei Immobilien, Schiffe, Flugzeuge, Wind- oder Solarparks sein, in die nach dem Prinzip der Risikostreuung investiert werden soll. Anleger bezahlen höheren Regulierungsaufwand Jedoch bringen eine aufwändigere Regulierung, härtere Zulassungsverfahren und die dafür benötigten genaueren Prospekte und Angaben über alle möglichen Risiken der Investments das Problem mit sich, dass sie höhere Kosten für die Initiatoren verursachen. Diese zusätzlichen Kosten dürften wiederum an die Anleger weitergegeben werden, was deren tatsächlich erzielte Rendite schmälern dürfte. Beispielsweise rechnet der 10

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Geschlossene Fonds

Editorial

Branchendienst kapital-markt intern (kmi) damit, dass eine notwendige Prüfung eines Verkaufsprospekts seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nach einem neuen Regelwerk nicht wie früher etwa 2.000 Euro kosten wird, sondern rund 6.000 bis 7.000 Euro.

Fazit: Die geschlossenen Fonds sind sowohl bei den Anlegern als auch bei den Vermittlern sehr beliebt. Denn zum einen erhalten die Investoren laut Prospekt eine vermeintlich sichere Fonds-Anlage mit hohen Renditen, die durch die regelmäßigen Charterraten bei Schiffen oder Mietzahlungen bei Immobilien gedeckt werden. Den Vermittlern winken dagegen hohe Provisionen. Jedoch haben

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die aktuellen Schwierigkeiten der deutschen Schifffahrt gezeigt, wie schnell die regelmäßigen Zahlungen ausfallen können und (Schiffs-)Fonds Pleite gehen können. Aus diesem Grund sollten Investoren auch bei den sehr beliebten Immobilienfonds genau hinsehen. Denn um die Immobilien und die Provisionen der Vermittler finanzieren und für hohe Renditen sorgen zu können, nehmen die Fonds neben dem Eigenkapital der Anleger auch Kredite auf. Wenn jedoch die Mieten nicht mehr ausreichen sollten, um die Darlehen zu bedienen, würden auch diese Fonds in Schieflage geraten. Laut einer Studie des Analysehauses Deutsche Fondsresearch könnte in den kommenden drei Jahren jeder zehnte ältere Fonds von diesem Schicksal ereilt werden.

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Nathalie Lötscher Portfoliomanagerin des UBS (Lux) Equity Fund – Biotech

Der Biotech-Sektor profitiert von hohen Übernahme-Prämien Innovative Biotech-Unternehmen sind für Pharma-Konzerne mit auslaufenden Patenten interessant – ein Urteil zur US-Gesundheitsreform könnte sich positiv auf den Sektor auswirken. Trotz aller Börsenturbulenzen der vergangenen Monate ist der Biotech-Sektor gut positioniert. Die relativ junge Branche hat sich mittlerweile einen festen Platz auch in der Investment-Welt erarbeitet und bietet Investoren attraktive Chancen. Dabei profitiert die BiotechBranche besonders von der Entwicklung in der klassischen PharmaBranche. Denn dort laufen zahlreiche Patente umsatzstarker Medikamente aus, ohne dass die Forschungsabteilungen der etablierten Konzerne immer in ausreichendem Umfang für Nachschub an so genannten Blockbuster-Präparaten sorgen können. Das Auslaufen der Patente wird als Patentklippe bezeichnet. Um diese Umsatzeinbußen von bis zu 140 Mrd. US-Dollar auszugleichen, setzen die Konzerne auf Übernahmen und Fusionen – und rücken dabei verstärkt BiotechUnternehmen in den Fokus. Zu potenziellen Übernahmekandidaten werden Biotech-Firmen durch ihre viel versprechende ProduktPipeline, die die Lücke bei den großen Pharmakonzernen schließen könnten. Ebenfalls erwarten wir, dass Firmen mit kleineren, bereits marktreifen Produkt-Portfolios oder nur einem vertriebenen Medikament strategisch interessante Übernahmekandidaten sein könnten. Doch auch nach dem Überwinden der Patentklippe in diesem Jahr dürfte die Biotech-Branche weiter für Übernahmen interessant bleiben: Mit Übernahmen können Pharma-Konzerne Innovationen insbesondere im Bereich der personalisierten Medizin für die Zukunft absichern. Starke Forschungsergebnisse erwartet Wie innovativ Biotech-Firmen sind, zeigen gerade auch die Ankündigungen für die zweite Jahreshälfte: Wir erwarten für die zweite Jahreshälfte die Veröffentlichung von Studienresultaten, die den Sektor positiv beeinflussen könnten. Sektortreiber könnten unter anderem die Forschungsergebnisse sein, die auf den kommenden Fachkongressen AASLD 11

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(Leberforschung), ACR (Rheuma) und ASH (Blut-Erkrankungen) präsentiert werden. Wenn die Forscher hier positive Resultate vorlegen, dann ist ein wichtiger Schritt in Richtung neuer Medikamente getan – mit entsprechendem Potenzial für die beteiligten Firmen. US-Gesundheitsreform kann für weitere Impulse sorgen Ein anderer wichtiger Einflussfaktor für die Branche ist das Urteil des US-Supreme Court zur Verfassungsmäßigkeit der von US-Präsident Barack Obama entwickelten Gesundheitsreform: Dass die Reform nun das oberste Gericht passiert hat, dürfte sich in Zukunft positiv auf den Pharma- und den Biotech-Bereich auswirken. Denn ab 2014 können die Anbieter von Medikamenten von der höheren Nachfrage der dann 30 Mio. Neuversicherten nach Gesundheitsdienstleistungen profitieren. Fondslösungen erleichtern Markteinstieg Anleger können mithilfe eines Fonds in den Biotech-Markt investieren. Der UBS (Lux) Equity Fund – Biotech nutzt beispielsweise Anlagechancen im Biotech-Sektor weltweit. Für ein Investment kommen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 200 Mio. Euro infrage. Der Fonds hält typischerweise 25% bis 55% an den größeren Firmen mit mehr als 5 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung, 30% bis 40% sind in mittelgroße Firmen investiert (1 bis 5 Mrd. US-Dollar). Der Bewertungsschwerpunkt für alle Firmen bildet das Kurs/Substanz-Verhältnis, also eine Bottom-up-Strategie. Die Gewichtung im Portfolio erfolgt nach dem Nutzen/Risiko-Verhältnis. Über die Autorin: Nathalie Lötscher ist Portfoliomanagerin des UBS (Lux) Equity Fund – Biotech und verfügt über sechs Jahre Investment-Erfahrung sowie zehn Jahre Erfahrung in der Pharma-Industrie und im Gesundheitswesen.


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ETF-Sparplantest 2012 –

Anleger profitieren vom Konkurrenzdruck Mit ETF-Fondssparplänen können Anleger für das Alter vorsorgen. Am günstigsten geht das bei Direktbanken. Doch auch hier gibt es zum Teil deutliche Unterschiede bei Angebot, Gebühren und Service. Zum fünften Mal untersuchte das EXtra-Magazin die Angebote der führenden Direktbanken. Neben dem Sieger der Vorjahre, der DAB bank, können auch die comdirect und maxblue mit der Bestnote „SEHR GUT“ überzeugen. ETF-Sparpläne liegen voll im Trend. Und kaum eine Direktbank kann auf das lukrative Geschäft verzichten. Waren es 2011 noch sechs Anbieter, die ETF-Sparpläne im Angebot hatten, sind es in diesem Jahr bereits acht Banken. So bietet die OnVista Bank seit Februar 2012 ETF-Sparpläne an, und bis Ende April sind bereits 10% aller Sparpläne auf ETF-Basis. Neu auf den Markt ist auch die Bank 1822direkt gekommen, die diese seit 1. Juni 2012 anbietet. Zunehmende Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Das zeigt der Aufwärtstrend gerade bei den großen Direktbanken. Basierten bei der DAB bank Ende 2010 noch 30% aller Sparpläne auf börsengehandelten Indexfonds, waren es im April 2012 bereits über 42%. Wenn auch ausgehend von einem niedrigeren Niveau, holen die Mitbewerber kräftig auf. Die comdirect steigerte in diesem Zeitraum ihren ETF-Sparplan-Anteil von 9% auf 15%, und bei der DiBa verdoppelte sich der Anteil von 3,0% auf 6,1%. Klassiker sind beliebt Rund 150 Euro im Monat spart der durchschnittliche Anleger im Rahmen eines ETF-Sparplans. Knapp drei Viertel der ETF-Sparpläne basieren auf Aktienfonds, 16% sind Renten- und 6% RohstoffETFs. Bei Aktien-ETF-Sparplänen am meisten vertreten sind DAXETFs wie der iShares DAX (WKN: 593393), der db x-trackers DAX (WKN: DBX1DA) und der ETFlab DAX (WKN: ETFL01). Beliebt sind zudem Emerging Markets-ETFs wie der Lyxor ETF MSCI Emerging Markets (WKN: LYX0BX), der db x-trackers Emerging Markets (WKN: DBX1EM) oder der ETFlab MSCI Emerging Markets (WKN: ETFL34). Erst danach kommt auf der Beliebtheitsskala 12

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der europäische Leitindex EURO STOXX 50 (ComStage ETF EURO STOX X 50 (WKN: ETF050), db x-trackers DJ EURO STOXX 50 (WKN: DBX1ET). ETF-Sparplantest 2012 Mit wachsender Anbieterzahl wachsen auch die Unterschiede bei den Angeboten. Und so wird es für den Anleger immer schwieriger, den geeigneten Direktbroker herauszusuchen. Mit steigendem Angebot wächst auch die Herausforderung an eine faire Bewertung der jeweiligen Anbieter. Das EXtra-Magazin untersuchte daher noch detaillierter als in den Vorjahren die einzelnen Angebote. Vergeben wurden die Noten 1 bis 6 nach dem Schulnotensystem. Untersucht wurde dabei das jeweilige Produktangebot, ausgehend von der Gesamtanzahl der angebotenen ETFs bis hin zu den jeweiligen Assetklassen. Hinsichtlich der Kosten wurden einerseits die erforderlichen Gebühren für die Sparplanausführung mit den verschiedensten monatlichen Raten untersucht (50, 100, 150 sowie 300 Euro). Da die durchschnittliche Monatssparsumme bei rund 150 Euro liegt, wurde dieser Betrag bei der Bewertung überproportional


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gewichtet. Ebenfalls in die Kostenbetrachtung einbezogen wurden die Sonderangebote für den gebührenfreien Handel einzelner ETFs. Da sowohl das Angebot als auch die Kosten die entscheidenden Kriterien bei der Auswahl der geeigneten Direktbank sein sollten, flossen diese beiden Kategorien mit 90% in die Gesamtbewertung ein. Das kleine Extra als i-Tüpfelchen ist der Service. Bewertet wurden hierbei unter anderem die Ausführungsintervalle, Änderungsmöglichkeiten, die Möglichkeit eines Lastschriftverfahrens, die Internetpräsenz oder die minimale oder maximale Höhe der Sparraten. Produktangebot wird größer Über das breiteste Produktangebot quer durch alle Assetklassen verfügt mit 202 sparplanfähigen ETFs nach wie vor die DAB bank. Darunter sind allein 133 Aktien-, 42 Renten- und 27 Rohstoff-ETFs. Aber auch hier holen die Mitbewerber auf. Waren es bei der comdirect im vergangenen Jahr noch 113 ETFs, so sind es jetzt bereits 156 (120 Aktien-, 25 Renten-, elf Rohstoff-ETFs. Und auch maxblue konnte seine ETF-Palette in diesem Segment von 101 auf 110 ausweiten. Über das geringste Angebot verfügt derzeit die DiBa mit acht ETFs und die OnVista Bank als Neuanbieter mit zehn ETFs. Letztere bietet als derzeit einziger Anbieter nur Sparpläne auf Aktien-ETFs an. Günstige Kosten Erfreulich ist, dass eine kostenlose Depotführung zur Selbstverständlichkeit der Direktbanken gehört, auch bei den Neueinsteigern. Und mit wachsender Konkurrenz sinken die Gebühren. Auch wenn das Angebot der OnVista Bank noch ziemlich gering ist – für diejenigen, die sich mit der ETF-Produktpalette begnügen, hat der Neuanbieter mit einer kostenlosen Sparausführung eindeutig die Nase vorn. Damit wird die OnVista Bank zum Vorreiter für die gesamte Branche. Das fand das EXtra-Magazin klasse und vergab der OnVistaBank im Teilbereich „Kosten“ die Bestnote. Ebenfalls punkten im Bereich Kosten die Angebote von DAB bank, comdirect und maxblue. Nicht außer Acht lassen darf man die kostenfreien Angebote ausgewählter ETFs. So können Kunden der comdirect, Cortal Consors, DAB bank, maxblue und s-broker bis zu 140 ETFs komplett ohne Gebühren handeln. Diese Angebote sind aber, wenn auch langfristig ausgelegt, befristet. Hervorragender Service Marktführer in Sachen Service sind mit Bestbewertungen die DAB und s-broker. Eingezahlt werden kann zum Beispiel nicht nur einmonatlich, sondern auch alle zwei, drei oder sechs Monate. Änderungen der Sparraten sind möglich, genauso wie eine dynamische Anpassung der Sparrate bei der DAB bank, um damit der Geldentwertung Rechnung zu tragen. Auch die Abbuchung der Sparrate mittels Lastschrift gehört bei den meisten Anbietern zur Selbstverständlichkeit. Überzeugen in puncto Service können auch maxblue (Platz 3) sowie Cortal 13

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Consors und die comdirect (beide Platz vier). Letztere rundet ihr Angebot durch SparplanPortfolio-Vorschläge ab, die dem Anleger die Produktauswahl erleichtern. Die Gesamtbilanz Der Kampf um die Trophäe des besten Anbieters von ETF-Sparplänen wurde in diesem Jahr spannender denn je. So lieferten sich die DAB bank und comdirect ein Kopf-an-KopfRennen. Auf der Zielgeraden hatte die DAB bank dann ganz knapp mit der Note 1,29 die Nase vorn, dicht gefolgt von der comdirect mit Note 1,35 und maxblue mit der Note 1,47. Diese Anbieter erhielten über alle Kategorien hinweg die Gesamtbewertung „SEHR GUT“. Mit der Note „GUT“ wurden die Angebote von Cortal Consors (1,88), OnVista (2,37) und s-broker (1,87) bewertet. Noch nicht ganz überzeugen konnten in diesem Jahr dagegen die ING-DiBa sowie der Neueinsteiger 1822direkt, deren derzeitiges ETFSparplan-Angebot mit „BEFRIEDIGEND“ bewertet wurde. Hier fehlt es vor allem an der Produktauswahl und zum Teil an der Attraktivität der Gebühren.

Fazit: Anlegen mit ETF-Sparplänen ist attraktiv. Die führenden Direktbanken bieten grundsätzlich attraktive Angebote, die sich im Wesentlichen nur in Sachen Angebot und Kosten unterscheiden. Der hohe Konkurrenzdruck führte im vergangenen Jahr zu neuen Anbietern und einer deutlichen Ausweitung der kostenfreien Angebote. Auf der folgenden Seite finden Sie eine detaillierte Übersicht über die verfügbaren Angebote.

Dieser Beitrag wird Ihnen vom EXtra-Magazin präsentiert. Weitere Infos zum EXtra-Magazin finden Sie unter www.extra-funds.de.


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Überblick: EXtra-Magazin ETF-Sparplan-Test 2012 Die Redaktion des EXtra-Magazins hat die Angebote der Direktbanken bei ETF-Sparplänen verglichen. Der folgenden Tabelle können Sie alle wichtigen Konditionen entnehmen. Die Bewertung am Ende der Tabelle gibt über die Qualität des Angebotes Auskunft. EXtra ETF-Sparplantest 2012 Kategorie Depotführungskosten

1822direkt

comdirect Cortal Consors

kostenfrei

DAB bank

ING-DiBa

maxblue

OnVista

s-broker

kostenfrei

kostenfrei

kostenfrei

kostenfrei

kostenfrei

kostenfrei

kostenfrei

1,5% vom Kurswert, max. 4,90 Euro

1,5% vom Kurswert

2,50 Euro pro Ausführung zzgl. 0,25% vom Kurswert

1,75% vom Kurswert

2,50 Euro pro Ausführung zzgl. 0,40% vom Kurswert

kostenfrei

2,5% vom Kurswert

0,75 Euro 1,50 Euro 2,25 Euro 4,50 Euro

0,75 Euro 1,50 Euro 2,25 Euro 4,50 Euro

2,63 Euro 2,75 Euro 2,88 Euro 3,25 Euro

0,88 Euro 1,75 Euro 2,63 Euro 5,26 Euro

2,70 Euro 2,90 Euro 3,10 Euro 3,30 Euro

0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro

1,25 Euro 2,50 Euro 3,75 Euro 7,50 Euro

156 120 25 11

59 43 8 8

202 133 42 27

8 6 1 1

110 78 14 18

10 10 -

76 56 11 9

Monatlich

Monatlich Zweimonatlich Vierteljährlich

Monatlich Vierteljährlich

Monatlich Zweimonatlich Vierteljährlich Halbjährlich

Monatlich Zweimonatlich Vierteljährlich Halbjährlich

Monatlich Monatlich Zweimonatlich Vierteljährlich Vierteljährlich Halbjährlich

Monatlich Zweimonatlich Vierteljährlich Halbjährlich

Mindestsparrate

50 Euro

25 Euro

25 Euro

50 Euro

50 Euro

50 Euro

50 Euro

50 Euro

Maximalsparrate

3.000 Euro

-

-

3.000 Euro

-

50.000 Euro

1.000 Euro

99.999 Euro

jederzeit

jederzeit

jederzeit

jederzeit

jederzeit

jederzeit

jederzeit

jederzeit

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Nein

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

99.999 Euro

-

50 ETFs ohne Gebühren

20 ETFs ohne Gebühren

140 ETFs ohne Gebühren

-

81 ETFs 10 ETFs ohne Gebühren

-

32 ETFs ohne Gebühren

SEHR GUT

BEFRIEDIGEND

SEHR GUT

(Note 1,29)

(Note 2,91)

(Note 1,47)

Kosten Sparplanausführung Kosten bei Sparrate von:  50 Euro  100 Euro  150 Euro  300 Euro

2,95 Euro 2,95 Euro 2,95 Euro 2,95 Euro

Anzahl ETFs (Summe)  davon Aktien-ETFs  davon Renten-ETFs  davon Rohstoff-ETFs  Sonstige Ausführungsintervalle

Änderungsmöglichkeit

26 18 4 4

Dynamisierung Rate möglich Einzug per Lastschrift möglich SparplanRabattaktionen* EXtra-Magazin Urteil:

BEFRIEDIGEND

SEHR GUT

(Note 2,61)

(Note 1,35)

GUT

(Note 1,88)

GUT

GUT

(Note 2,37)

(Note 1,87)

Quelle: EXtra-Magazin, Stand 18.06.2012, Alle Angaben ohne Gewähr. * Die Rabattaktionen sind langfristig ausgelegt und beinhalten i.d.R. ETFs unterschiedlicher Anbieter.

Impressum V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko

Technik: Daniel Gruber

Herausgeber: Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13, 80539 München

Layout: addna, Nürnberg

Geschäftsführer: Dr. Wolfram Weimer

Erscheinungsweise: monatlich

Amtsgericht: München, HRB 198201

Auflage: 93.000

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Margot Habjan, Nina Bradinova, Michaela Ellen Lenz, Stefan Gätzner, Frieda König, Christoph A. Scherbaum, Nathalie Lötscher

fonds kompakt Archiv: http://www.fonds-kompakt.de/archiv

Anzeigenkunden wenden sich bitte an: Andreas Fiek, Tel: 0911 / 274 00-0, andreas.fiek@finanzpark.de

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Leserservice: leserservice@fonds-kompakt.de Deutsche Bibliothek: ISSN 1862-6645

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DWS

Geschlossener Wohnimmobilienfonds Die DWS, die Fondstochter der Deutschen Bank, hat einen neuen geschlossenen Fonds aufgelegt. Mit dem DWS ACCESS Wohnen 3 können Anleger ab 10.000 Euro in ein breit diversifiziertes Wohnungsportfolio investieren. Der Fonds soll mindestens 60 Mio. Euro Eigenkapital einwerben. Die Zeichnung läuft bis zum 30. September 2013. Das Startportfolio des als Teilblindpool konzipierten Fonds besteht aus 16 Bestandsimmobilien in neun Städten. Die Wohnungen werden von alt+kelber bewirtschaftet, einem der größten Wohnungsmanager Deutschlands. Der Fonds erzielt Einnahmen aus Mieten sowie der

Veräußerung von Eigentumswohnungen. Das Agio beträgt 5%. 2013 sollen 3% des Beteiligungskapitals vor Steuern ausgeschüttet werden. Bis 2021 steigt die prognostizierte Ausschüttung auf 6,25%. Mit den zwei Vorgänger-Wohnen-Fonds hat die Fondstochter der Deutschen Bank bereits 130 Mio. Euro Eigenkapital eingeworben. Das Kapital ist investiert, günstiger als geplant finanziert und die Fonds erzielen attraktive Renditen aus der Vermietung und dem Einzelverkauf von Wohnungen. Die DWS geht von einem anhaltenden Trend zu Wohnimmobilien aus, da immer noch nicht genug gebaut werde.

WÖLBERN INVEST

Geschlossener Immobilienfonds Holland 71 im Vertrieb Wölbern Invest bietet ab sofort den Fonds Holland 71 für Anleger zur Zeichnung an. Das Investitionsobjekt ist ein Büroneubau an der Waterfront in Amsterdam. Hauptmieter für 15 Jahre ist die Handelskette HEMA. Der Fonds hat eine flexible Laufzeit von rund fünf Jahren. Das Investitionsvolumen beträgt 99,78 Mio. Euro, davon sind 47,4 Mio. Euro Eigenkapital. Die prognostizierten Auszahlungen liegen bei 6,5% pro Jahr. Anleger können sich ab einer Mindestzeichnungssumme von 10.000 Euro beteiligen. Der Hamburger Initiator

bringt damit seinen zweiten Fonds mit flexiblem Konzept auf den Markt. Der Fonds Holland 71 investiert in eines der wirtschaftlich stabilsten Länder Europas. Während viele europäische Staaten zuletzt mit einer Rezession zu kämpfen hatten, stieg in den Niederlanden – nach Zahlen des Zentralamts für Statistik (CBS) – das Bruttoinlandsprodukt 2010 um 1,7% und 2011 um 1,2%. Darüber hinaus ist Amsterdam zusammen mit den Städten Rotterdam, Den Haag und Utrecht der Wirtschaftsmotor der Niederlande.

BUSS CAPITAL

Neuer Containerfonds Trotz der angespannten Lage am Markt für geschlossene Schiffsfonds bringt Buss Capital einen neuen US-Dollar-Containerfonds in den Vertrieb. Der Buss Global Containerfonds 13 ist der erste Fonds, den die BaFin nach dem Vermögensanlagengesetz gebilligt hat. Mit dem Fonds sollen Anleger von den günstigen Marktbedingungen im Container-Leasing profitieren. Die Auszahlungen liegen planmäßig bei jährlich 7%, die Laufzeit ist auf rund 6,5 Jahre angesetzt. Eine Beteiligung ist ab 15.000 US-Dollar möglich. Das geplante Emissionsvolumen liegt bei 11 Mio. US-Dollar, ist aber durchaus erweiterbar. Der Fonds geht am 23. Juli in den Vertrieb.

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Ein in Euro notierender Schwesterfonds ist seit Mai erhältlich. Eine Buss-Capital-Tochter in Singapur beteiligt sich selbst mit 5% am Containerportfolio. Das sind im Fall des Mindestvolumens über 0,5 Mio. US-Dollar. Zudem verbürgt sich Buss Capital Singapur gegenüber dem Fonds für die Rückzahlung des Hauptteils des investierten Fondskapitals. Darüber hinaus ist das Asset-Management am Erfolg beteiligt. „Das sorgt dafür, dass das Asset-Management dasselbe Interesse hat wie die Anleger – ein Fonds, der über die gesamte Laufzeit erfolgreich ist“, so Marc Nagel, Vertriebsgeschäftsführer von Buss Capital.


Ausgabe 07/12 (Schwerpunkt: Konsumgüter-Fonds)