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Devisenmarktbericht 15.06.2012

Whg.

Letzte Nachrichten Moody's stuft niederländische Banken herab Sydney, 15. Jun (Reuters) - Die Ratingagentur Moody's hat die Bonitätsnoten von fünf niederländischen Banken herabgestuft. Die Experten warnten zugleich, sollte ein Euro-Austritt Griechenlands wahrscheinlich werden, könnten weitere Abwertungen der Kreditwürdigkeit europäischer Banken erforderlich sein. Wie Moody's am Freitag mitteilte, wurden die Noten für die langfristigen Schuldtitel von Rabobank Nederland[RABOO.UL], ING Bank<ING.AS>, ABN Amro Bank[ABRGPG.UL] und LeasePlan[LEASP.UL] jeweils um zwei Stufen gesenkt. Das Rating für SNS Bank[SRSNS.UL] reduzierten die Experten um eine Stufe. Die Herabstufungen spiegelten die schwierigen Geschäftsbedingungen in diesem Jahr wider und womöglich auch darüber hinaus, hieß es. Berücksichtigt worden sei auch das gestiegene Risiko eines Ausstiegs Griechenlands aus der Euro-Zone. Dies sei derzeit aber nicht das Hauptszenario. Der Ausblick für die weitere Bewertung sei bei fast allen Banken stabil. Nur der von ING Bank sei negativ, teilte Moody's mit. Hollande drängt auf Vergemeinschaftung der Staatsschulden Rom, 14. Jun (Reuters) - Im offenen Widerspruch zur Bundesregierung drängt Frankreichs Präsident Hollande die Euro-Zone, im Kampf gegen die Schuldenkrise Instrumente wie einen Schuldentilgungsfonds einzusetzen. Nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti am Donnerstag in Rom sagte Hollande, er werde sich beim anstehenden EU-Gipfel Ende Juni für eine Reihe von Instrumenten einsetzen, um Wirtschaftswachstum und Finanzstabilität sowie die ökonomische Integration zu fördern. Zur Vertiefung der beschlossenen Fiskalunion warb der Sozialist erneut für eine Börsensteuer und gemeinschaftliche EuroAnleihen. Zudem müsse der permanente Rettungsmechanismus ESM eine Bankenlizenz erhalten, damit er von der Europäischen Zentralbank Geld zur Stärkung seiner Feuerkraft erhalten könne. Monti deutete Unterstützung für die Wachstums-Agenda des Franzosen an und forderte mutigere Schritte zu einer Integration in Europa. Italien steht im Visier der Finanzmärkte, obwohl die Regierung Reformen vorantreibt. In Deutschland setzen sich SPD und Grüne für einen europäischen Schuldentilgungsfonds ein. Im Kern geht es darum, eine übermäßige Verschuldung der Euro-Länder jenseits einer Verschuldungsmarke von 60 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung in einem Zeitraum von 20 bis 25 Jahren auf Basis einer gemeinsamen Haftung abzubauen. Weidmann - Sparkurs-Abkehr hätte Konsequenzen für Griechenland Mailand, 15. Jun (Reuters) - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat Griechenland unmittelbar vor der Parlamentswahl vor einem möglichen Ausscheiden aus der Euro-Zone gewarnt. Sollte Griechenland seine Zusagen nicht einhalten, würde das zu einer Unterbrechung bei der Geldversorgung führen, sagte Weidmann der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" vom Freitag. "Und das wiederum könnte Rückwirkungen auf die Möglichkeit eines Verbleibs in der Euro-Zone haben." Über Italien sagte Weidmann, das Land sei mit seinem Reformkurs auf dem richtigen Weg. Zum angekündigten Hilfspaket für Spaniens Banken im Volumen von 100 Milliarden Euro erklärte Weidmann, dies biete einen ausreichenden Sicherheitspuffer. Die kleine amerikanische Ratingagentur Egan Jones erlaubt sich, Frankreichs Bonität (Staatsverschuldung von circa 86% des BIP bei Reformpolitik) von A- auf BBB+ zu senken. Laut den Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters kursieren Berichte, dass sich die maßgeblichen Zentralbanken auf koordinierte Aktionen in der Liquiditätsversorgung vorbereiten, falls es nach den Wahlen in Griechenland erforderlich wäre. Die Bank of Japan hat den Erwartungen entsprechend den Leitzins in der Spanne zwischen 0,00% - 0,10% belassen und keine weiteren monetären Maßnahmen beschlossen.

Währungseinfluss Negativ

Noch neutral, aber hintergründig positiv

Negativ

Positiv Kein Kommentar! Noch neutral Neutral

Technik und Bias EUR-USD EUR-JPY USD-JPY EUR-CHF EUR-GBP

New York 1.2588 1.2637 99.81 100.29 79.26 79.42 1.2010 1.2013 0.8095 0.8121

1.2615 99.56 78.80 1.2010 0.8117

Far East 1.2646 100.34 79.50 1.2010 0.8132

Widerstand Unterstützung 1.2550 1.2520 1.2500 1.2660 1.2680 99.00 98.50 98.00 100.50 101.00 78.50 78.20 78.00 79.80 80.00 1.2000 1.1980 1.1960 1.2100 1.2130 0.8050 0.8020 0.8000 0.8160 0.8180

1.2700 101.50 80.20 1.2150 0.8200

Bias Negativ Negativ Neutral Positiv Positiv

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Bitte beachten Sie ergänzend die wichtigen Hinweise am Ende dieses Informationsschreibens.


Devisenmarktbericht 15.06.2012

Ihre Ansprechpartner:

US-Ratingagenturen im Rausch der Herabstufungen Kontinentaleuropas - Athen temporär der unumstrittene Nabel der Finanzwelt – G-20 Treffen in Mexiko

Folker Hellmeyer Tel. 0421 332 2690 folker.hellmeyer@bremerlandesbank.de

Der Euro eröffnet heute (07.45 Uhr) bei 1.2635, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Höchstkurse im asiatischen Handel bei 1.2646 markiert wurden. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 78.88. In der Folge notiert EUR-JPY bei 99.65, während EUR-CHF bei 1.2010 oszilliert.

Moritz Westerheide Tel: 0421 332 2258 moritz.westerheide@bremerlandesbank.de

DAX Dow Jones

6.138,61

-13,88

12.651,91

+155,53

Nasdaq

2.836,33

Nikkei

8.569,32

In den letzten Wochen ergibt sich für Kontinentaleuropa eine Herabstufung nach der anderen, ob Staaten oder Banken. Wir verweisen auf die Rubrik „Letzte Nachrichten“. • •

+0,43 •

10 J. US Bond

1,642

(1,600)

1,492

(1,481)

 141,82

(141,83)

10 J. Bund

 

Bund Future

• • •

Brent Gold Silber

  

97,21

(98,04)

1.624,14

(1622,30)

28,63

(28,59)

TV-Termine: Montag

12.00 – 12.15 DAF 14.05 – 14.20 n-tv

Dax-Börsenampel:

Aktuell

Ab 6.380 Punkten

Ab 6.450 Punkten

Dabei spielt die aggressive Reformpolitik der Eurozone, die mittelfristig das Potentialwachstum hebt, keine Rolle (begründestes Positivszenario). Es ist unwesentlich, dass die strukturellen Haushaltsdefizite der Reformländer weitgehend neutralsiiert sind (Martin Feldstein hat es aber schon erkannt …) Es ist unerheblich, dass der deutliche Gesundungsprozess in der Waren- und Dienstleistungsbilanz der Reformländer ins Auge sticht. Es spielt keine Rolle, dass die Schuldenstände Frankreichs oder Spaniens sich weit unterhalb dem Niveau der USA bewegen. Es spielt keine Rolle, dass es EFSF und ESM gibt, die auf Sicht von zwei Jahren Ausfälle ausschließen. Das Griechenlandproblem ist offensichtlich aus Sichtweise der US-Agenturen nur ein Problem europäischer Banken. Es wird nicht hinterfragt, was ein Scheitern der Eurozone für den Rest des Finanzsystems bedeutete. Es werden für Kontinentaleuropa nur Negativszenarien gespielt und Positivszenarien zu 100% ausgeblendet.

Der Prozess lässt sich nahezu als ein Rausch der Herabstufungen Kontinentaleuropas erfassen. Offensichtlich wirken sich die Risiken, die von Griechenland ausgehen nur auf europäische Banken aus. Wir nehmen das zur Kenntnis. Warnte Obama nicht gerade vor den Folgen für die USA. Müssten die US-Agenturen dann nicht auch die US-Banken und sogar die USA in die Herabstufungssippenhaft nehmen? In dieser globalen Welt ist doch alles miteinander vernetzt oder? Abstraktionsfähigkeit ist offensichtlich keine Stärke der Agenturen oder ist eine politische Agenda contra Kontinentaleuropa erkennbar? Anders ausgedrückt: Es gilt, die Verankerung der Beudeutung der Agenturen im „Legal Framework“ so zu beschneiden, dass es lediglich nicht bindende Empfehlungen respektive Analysen sind. Die Asymmetrie der Bewertungen in den letzten 12 Jahren ist massiv. Keine Fehlentwicklung wurde in den USA und UK frühzeitig kritisch begleitet. Bei der Eurozone ergibt sich eine solitäre Fokussierung auf Negativszenarien. Die massive konsumtive Neuverschuldung in den USA ist im gleichen Moment offensichtlich irrelevant. Das Verfehlen der Ziele der Reformpolitik im UK ist bei massiver Neuverschuldung irrelevant. Wieviel mehr implizite Belege sind notwendig, eine politische Agenda erkennen zu können? Ansonsten schauen wir auf Athen. Athen darf sich temporär als Nabel der Finanzwelt fühlen. Die Wähler entscheiden am Wochenende, ob sich Athen dann anschließend von der Weltbühne verabschiedet. Ein Austritt aus der Eurozone hätte die Implosion der griechischen Wirtschaft als Folge. Ergo heisst es für die Griechen, den aktuellen Moment der internationalen Beachtung zu geniessen. Es könnten für lange Zeit, die letzten Momente gewesen sein.

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Devisenmarktbericht 15.06.2012

Wir schauen auch auf das G-20 Treffen in Mexiko. Notfallplanungen der Zentralbanken laufen laut reuters und Bloomberg. G-20 Treffen in diesem Umfeld sind geeignet, eine vollständige verunfallung nahezu auszuschließen. Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den USD gegenüber dem EUR favorisiert. Ein nachhaltiges Überwinden des Widerstandsfelds bei 1.2820 - 50 neutralisiert den negativen Bias des Euros. Viel Erfolg!

Daten

Zuletzt

Konsensus



+3,0 Mrd.

11.00

Handelsbilanz Eurostat

April

+8,6 Mrd.

NY Fed Manufacturing Index

Juni

17,09

Industrieproduktion Mai Kapazitätsauslastung Verbrauchervertrauen nach Lesart Juni der Universität Michigan

13,00

14.30

1,1%/79,2%

0,1%/79,2%

15.15

79,3

77,5

16.00

Bewertung Was für ein positiver Mittel Unterschied zu USA und UK Die positive Dynamik Mittel schwindet. Die positive Dynamik Mittel schwindet. Leichter favorisiert.

Rückgang Mittel

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