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Ak tuell > Seite 5

Euro-Schwäche sorgt für lukrative Gewinnchancen

W i s s e n > S e i t e 13

Point & Figure Der Blick aufs Wesentliche Teil 6

06/12 19. Juni 2012

Rohs tof fe c ke > Seite 18

Aluminium Weiter abwärts?

Titelgeschichte > Seite 7

Optimiertes Chance/Risiko-Verhältnis – Verbesserungen für ein profitableres Trading


Editorial

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Rohstoffecke

Termine

Liebe Leserinnen und Leser, Stefan Gätzner Leiter Redaktion trading kompakt

kompakt

trading trading kompakt Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2 Indizes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Trading-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Aktuell Euro-Schwäche sorgt für lukrative Gewinnchancen . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Titelgeschichte Optimiertes Chance/RisikoVerhältnis – Verbesserungen für ein profitableres Trading. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7 ChartCheck Fresenius SE, Perrigo Company, Deutsche Telekom. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Gastbeitrag Torsten Gellert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Wissen Point & Figure: Der Blick aufs Wesentliche – Teil 6 . . . . . . . . . 13 Lexikon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Rohstoffecke Aluminium: Weiter abwärts?. . . . . . . . . . . . . . . . 18 Charttechnik: Kakao, Baumwolle, Zucker . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Trading-Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

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zunehmende Konjunktursorgen und der Dauerbrenner europäische Staatsschuldenkrise sind weiterhin die bestimmenden Themen an den Finanzmärkten. Dementsprechend herrschte in den vergangenen Wochen große Unsicherheit und Nervosität. Hin und wieder aber gab es ein kleines Aufatmen. So auch jetzt nach der Wahl in Griechenland. Das Ergebnis dürfte auch für Erleichterung bei den Euro-Verfechtern sorgen. Die Griechen haben sich entschieden, dass die bürgerlichen Parteien Nea Dimokratia und Pasok die Regierung stellen könnten, die sich für die Beibehaltung des Sparkurses und einen Verbleib in der Eurozone ausgesprochen haben. Ein Austritt Griechenlands aus dem gemeinsamen Währungsraum und die damit verbundenen kaum absehbaren Folgen scheinen damit erst einmal vom Tisch. Ob dem tatsächlich so ist, ist jedoch zu bezweifeln. Zum einen steht noch keine neue Regierung, und hier könnte es erneut einen machtpolitischen Poker geben. Zum anderen wäre mit einer neuen Regierung noch kein einziges der vielen Probleme gelöst. Stattdessen könnte sich

das Drama wohl noch weiter in die Länge ziehen, bis letztlich doch das Unvermeidbare, das Verlassen der Eurozone, eintritt. Aber nicht nur Griechenland wurde jüngst gewählt. Zwar stand hier der Ausgang besonders im Fokus, nicht minder interessant ist jedoch die Entwicklung in Frankreich, wo die Partei des gerade erst neu gewählten Präsidenten François Hollande nun auch die Wahlen zur Nationalversammlung gewonnen hat. Er kann nun als erster sozialistischer Staatschef mit Mehrheiten in beiden Kammern des Parlaments regieren. Man darf gespannt sein, welche Auswirkungen dies für den weiteren Kurs bei der Bekämpfung der Staatsschuldenkrise in Europa hat. Vielleicht ein Thema, das zusätzlich zu den Sorgen um Spanien und Italien für anhaltend nervöse Finanzmärkte sorgen könnte. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre.

Herzlichst, Ihre trading kompakt-Redaktion


Trading-News/Indizes

Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Gastbeitrag

Wissen

ACTIV TR A DES

Indizes

Online-MQL5-Schulungen für Einsteiger

Marktüberblick

Als einer der wenigen internationalen Broker, der die Trading-Plattform MetaTrader 5 für den Live-Handel bereitstellt, bietet der ForexBroker ActivTrades nun ein exklusives MQL5Webinar an. Dieses wird in zwei Modulen angeboten und richtet sich an interessierte Einsteiger. Dabei bilden MQL5-Kenntnisse die Grundlage, um eigene Indikatoren und individuelle automatische Handelssysteme für die MetaTrader 5-Plattform zu erstellen. Referent des im deutschsprachigen Raum einmaligen Angebotes ist Frank Kienle (Akade-

mischer Rat Universität Kaiserslautern). Nach den beiden vergangenen Auftaktveranstaltungen zu Grundbegriffen und Grundfunktionalitäten des MetaEditors geht es am 25. Juni und 2. Juli um die Grundbegriffe zum Verändern fremder Quellcodes sowie erste Konzepte zur Erstellung eines eigenen Indikators. Basis-Programmierkenntnisse sind nach Angaben des Veranstalters wünschenswert. Die Anmeldung für alle Seminare erfolgt direkt unter: http://www.activtrades.de/index. aspx?page=events_webinar.

DAX

+/- %

+/- % 1Jahr

6.248,20

-0,37% -12,78%

12.741,82

+3,01% +6,14%

S&P 500

1.344,78

+3,83% +5,76%

NASDAQ 100

2.592,52

+4,60% +18,22%

EURO STOXX 50

2.155,64

+0,51% -22,18%

Nikkei 225

8.721,02

+1,27%

Hang Seng

19.427,81

+2,51% -10,45%

9.818,76

+2,52% -18,48%

934,06

+4,02% -15,37%

EUR/USD

1,2577

-1,58% -12,13%

EUR/Yen

99,48

-1,48% -13,17%

EUR/GBP

0,8029

-0,60%

-9,16%

EUR/CHF

1,2010

-0,01%

-1,08%

EUR/AUD

1,2427

-4,32%

-7,78%

Dow Jones

HSCEI MSCI Emerging Markets

-6,74%

Währungen

Rohstoffe

DAX traden ohne Spread

WTI Crude CME ($/bbl)

profitieren. Bedingung sind 50 Roundturns innerhalb von dreißig Kalendertagen. Noch besser: Wer 10.000 Euro einzahlt, erhält von dem international agierenden Forex- und CFD-Broker aus Estland einen Bonus von 1.000 Euro. Anlass der Aktion ist das einjährige Jubiläum auf dem deutschen Markt: Am 1. Juni 2011 hatte Admiral seine Deutschland-Dependance in Berlin eröffnet.

Stand

18.06.12 18.05.12

Termine

Aktienmärkte weltweit

A DMIR A L M A R K ETS

Bestands- und Neukunden des Online-Brokers Admiral Markets AS aus Tallin können noch bis zum 1. Juli 2012 den deutschen Leitindex ohne Spread traden. Neukunden müssen lediglich im Juni ein Konto mit mindestens 1.000 Euro eröffnen und Bestandskunden eine einmalige Einzahlung von 1.000 Euro auf das bestehende Konto tätigen, um von der „DAX-30-Offensive“ zu

Rohstoffecke

83,02

-9,10% -10,64%

1.628,90

+2,32% +5,97%

Aluminium LME Spot ($/t) 1.882,00

-6,65% -25,28%

Kupfer LME Spot ($/t)

-2,65% -17,48%

Gold Forex ($/Unze)

7.498,25

Weizen CME ($c/bu)

630,25

Mais CME ($c/bu)

601,00

-5,09% -14,17%

82,98

+6,36% -42,79%

142,64

-0,74% +13,01%

VDAX-NEW

27,63

-6,53% +28,40%

VIX

18,32

-27,01% -16,16%

Baumwolle ICE ($c/lb)

-9,35%

-6,25%

Sonstige Euro-Bund-Future

X-TR A DE

Neue Produktinnovation für Handelsplattform MetaTrader Das Brokerhaus X-Trade Brokers (XTB) bietet seinen Kunden seit Juni eine weitere Produktinnovation für seine Online-Handelsplattform MetaTrader an: Durch ein so genanntes Straight-Through-Processing können XTB-Kunden fortan ihre Transaktionen mit unterschiedlichen Finanzinstrumenten automatisieren. Gleichzeitig erfolgt 3

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die Ausführung ihrer Order ohne Händlerinteraktionen. Dieser Schritt ermöglicht die Ausführung zu Echtzeitkursen der Börse. Preise und Volumina der Liquiditätsanbieter werden dabei über die XTB-Technologie direkt an Kunden weitergeleitet. Das neue Verfahren ist für den Handel mit Devisen sowie Gold und Silber anwendbar und wird

exklusiv auf der Handelsplattform Meta­ Trader angeboten. Neue Funktionen, wie das X-Trade Mini Terminal oder das neue Trade Terminal, vereinfachen überdies die Benutzung des MetaTraders und machen sie noch schneller. Viele der neuen Funktionen können bereits kostenfrei im Demo-Konto von XTB unverbindlich getestet werden.


Trading-News

Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Gastbeitrag

Wissen

Rohstoffecke

Termine

METAQUOTES

MetaTrader 4 Android jetzt mit technischen Indikatoren MetaQuotes Software, ein bekannter Entwickler von Trading-Plattformen, hat eine neue Version seiner mobilen Schnittstelle MetaTrader 4 Android für Anwender unterwegs herausgegeben. Die Applikation ermöglicht nicht nur mobilen Handel, sondern analysiert auch Wertpapierangebote, indem sie 30 technische Indikatoren verwendet. Meta­ Trader 4 Android wurde eigens für den mobilen Handel auf Smartphones und Tablet-PCs entwickelt, auf denen das Betriebssystem Android ausgeführt wird. Die Anwendung arbeitet mit mehr als 450 Devisenhändlern (über 720 Handelsservern) unter Einsatz der Handelsplattform MetaTrader 4. MetaQuotes hat in großem Stil in das Mobile Trading investiert und arbeitet an neuen Anwendungen: So soll die nächste Version von MetaTrader 4 Android unter anderem PushBenachrichtigungen unterstützen. Damit werden Händler in der Lage

sein, über die Website www.MQL5.com oder ihre eigenen Handels-Roboter Handelssignale an ihre Geräte zu schicken. Auf MetaQuotes mobilen Plattformen für Geräte unter iOS wurde diese Funktion bereits eingeführt. Das Unternehmen geht davon aus, dass Mobile Trading weiter an Bedeutung gewinnen wird und einige Trader sich in Zukunft vollständig auf ihre Mobilgeräte verlassen werden. Diesen Trend unterstützt MetaQuotes, indem es Tradern seine Mobilanwendungen kostenfrei überlässt. MetaTrader 4 Android kann von Google Play heruntergeladen werden.

COMDIR ECT

Kostenlose Trading-Webinare zur Flat Fee-Aktion Gemeinsam mit ihren Partnern aus der laufenden Flat Fee-Aktion bietet die comdirect bank bis zum 06. Juli 2012 dreimal wöchentlich stattfindende Webinare an. In diesen Online-Schulungen können Anleger ihr Trading-Wissen vertiefen und von Börsenprofis wie Markus Koch und Raimund Schriek (SysFinance) lernen. Die Webinare beinhalten unter anderem die technische Analyse, Risikoarten und Tradeabsicherung mit Orderfunktionen sowie Börsenpsychologie. Schirmherren der Veranstaltungen sind neben der Commerzbank die BNP Paribas sowie die Royal Bank of Scotland. Die Derivate dieser Emittenten können bei comdirect noch bis Ende Juni im LiveTrading für 3,90 Euro Ordergebühr gehandelt

werden. Das Angebot versteht sich ab 1.000 Euro Ordervolumen und gilt für alle Optionsscheine und Zertifikate der BNP Paribas auf Indizes und Währungen, für alle Optionsscheine und Zertifikate der Commerzbank auf alle einzelnen Aktien und für alle Optionsscheine und Zertifikate der Royal Bank of Scotland auf Rohstoffe. Die reguläre Ordergebühr liegt bei 9,90 Euro (bis zum Ordervolumen von 2.000 Euro) und maximal 59,90 Euro.

BÖRSE STUT TGA RT

Börsenkurse live – per App aus Stuttgart Trader, die im Urlaub ihr Wertpapierdepot überprüfen möchten, können sich die kostenlose Börsen-App der Börse Stuttgart herunterladen. Neben Realtime-Kursen aller in Stuttgart gehandelten Wertpapiere bietet die App ein besonderes Feature: Dank der Realtime-Limit-Überwachung können Smartphone-Besitzer ihre Wertpapiere von unterwegs im Auge behalten.

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Mit Push-Nachrichten informiert die App auch über das Erreichen vorab definierter Schwellenwerte jedes Wertpapiers auf der Watchlist. Weitere Informationen zur Börsen-App unter www.boerse-stuttgart.de/mobile.


Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Gastbeitrag

Wissen

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

uro-Schwäche sorgt für

lukrative Gewinnchancen

Zuletzt hat sich der Euro in Relation zum US-Dollar leicht verteuert. Aber schon bald dürfte die europäische Gemeinschaftswährung erneut abwerten. Denn eine nachhaltige Lösung der Schuldenkrise in Europa ist nicht in Sicht. Von diesem Szenario können Anleger mit Devisen-Derivaten profitieren. Die Wahl in Griechenland ist vorbei. Und sie ist anders ausgegangen als Skeptiker es erwartet hatten. Vorläufigen Wahlergebnissen zufolge können die konservativen Parteien Nea Dimokratia und Pasok eine Stimmenmehrheit auf sich vereinen. Dieser Sachverhalt beflügelte die Aktienmärkte und trieb den Euro-Dollar-Wechselkurs auf den höchsten Stand seit fast einem Monat. Einerseits ist dies eine erfreuliche, aber andererseits vermutlich keine nachhaltige Entwicklung. Schließlich sind die Schuldenprobleme Griechenlands und anderer EuroLänder nicht gelöst. Aber immerhin dürfte in Griechenland nun eine Regierung gebildet werden, die bereit ist, künftig harte Sparmaßnahmen zu beschließen. Letzteres ist die Voraussetzung dafür, dass das hochverschuldete Mittelmeerland weiterhin Hilfszahlungen von anderen Euro-Staaten und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) erhält. Spanien und Italien zahlen hohe Zinsen Für Verunsicherung sorgt bei vielen Anlegern nach wie vor die Tatsache, dass Spanien und Italien hohe Zinsen für ihre Schulden zahlen. Aktuell liegen die Zinsen für spanische Bonds mit einer Laufzeit von

zehn Jahren knapp über 7%. Überdies musste das Land vor kurzem Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm beantragen. Um die südeuropäische Nation in ausreichendem Umfang mit Geld versorgen zu können, soll das Volumen des Euro-Rettungsschirms eventuell aufgestockt werden. Unabhängig davon wird die Staatsverschuldung Spaniens infolge der Inanspruchnahme von Milliardenhilfen aus dem Euro-Rettungsfonds deutlich steigen – und zwar auf bis zu 90% des Bruttoinlandsprodukts. Euro könnte weiter abwerten Zahlreiche Analysten gehen davon aus, dass mittelfristig auch solide Euro-Länder wie zum Beispiel Deutschland höhere Zinsen zahlen müssen, um sich durch die Ausgabe von Staatsanleihen Geld am Kapitalmarkt beschaffen zu können. Infolgedessen könnte das Vertrauen in den Euro weiter sinken. Parallel dazu dürften anderen Währungen – allen voran der US-Dollar – aufwerten. Vorerst sollte die europäische Gemeinschaftswährung allerdings relativ stabil bleiben, da das Ergebnis der Wahl in Griechenland die Gemüter der meisten Marktteilnehmer beruhigt.

Ausgewählte Produkte

Stand: 18.06.2012

WKN

Derivate-Typ

Emittent

Basiswert

Knock-out-Barrieren

Hebel

Fälligkeit

DX0P44

Double-No-Touch-Optionsschein

Deutsche Bank

EUR/USD-Wechselkurs

1,20 USD / 1,35 USD

27.07.2012

DX0WKU

Double-No-Touch-Optionsschein

Deutsche Bank

EUR/USD-Wechselkurs

1,185 USD / 1,31 USD

13.07.2012

CB88J7

Short-Zertifikat

Commerzbank

EUR/GBP-Wechselkurs

0,8966 GBP

8,7

open end

CK39R4

Short-Zertifikat

Commerzbank

EUR/AUD-Wechselkurs

1,4137 AUD

7,6

open end

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Aktuell

Kurze Restlaufzeit und eine attraktive Rendite … Von einer Seitwärtsbewegung des EuroDollar-Wechselkurses können Anleger mit einigen von der Deutschen Bank emittierten Double-No-Touch-Optionsscheinen profitieren. Interessant ist beispielsweise der Schein mit der WKN DX0P44, der mit Barrieren bei 1,20 und 1,35 US-Dollar ausgestattet ist. Sofern der Kurs des Basiswerts bis einschließlich 27. Juli 2012 beide Barrieren nicht erreicht, erhalten die Besitzer dieses exotischen Finanzprodukts eine Gutschrift von zehn Euro pro Optionsschein. Somit errechnet sich basierend auf einem Briefkurs von 8,12 Euro (Stand: 18. Juni 2012) eine Rendite von 23,2%. … aber nur für mutige Anleger geeignet Ein weiterer Double-No-Touch-Optionsschein von der Deutschen Bank (WKN: DX0WKU) ist mit Barrieren bei 1,185 und 1,31 US-Dollar ausgestattet und derzeit für 7,85 Euro (Stand: 18. Juni 2012) zu haben. Dieser Schein wird bereits am 13. Juli fällig. Bedenken sollten Anleger, dass sie ihr in Double-No-Touch-Produkte investiertes Kapital vollständig verlieren, wenn der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit eine der beiden Barrieren erreicht. Hinzu kommt, dass diese Optionsscheine mit einem relativ großen Spread von 0,30 Euro gehandelt werden. Zwei interessante Devisen-Short-Zertifikate Als Depotbeimischung für risikofreudige Börsianer eignet sich auch ein Short-Zertifikat auf das Wechselkursverhältnis des Euro zum Britischen Pfund (WKN: CB88J7), das die Commerzbank auf den Markt gebracht hat. Der Hebel dieses Finanzprodukts ohne Laufzeitbegrenzung beträgt derzeit 8,7. Erwähnenswert ist, dass der Euro-PfundWechselkurs bald unter eine charttechnische Unterstützung bei 0,80 Britische Pfund fallen könnte. Falls dies passiert, dürfte der 6

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Titelgeschichte

ChartCheck

Gastbeitrag

Wissen

Euro in Relation zum Pfund mittelfristig weiter an Wert verlieren. Leicht abwerten könnte die europäische Gemeinschaftswährung in den kommenden Monaten auch im Vergleich zum Australischen Dollar. Parallel zu solch einer Entwicklung würde der

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Kurs des Short-Zertifikats mit der WKN CK39R4 steigen, dessen Hebel aktuell 7,6 beträgt. Unter charttechnischen Aspekten relevant ist beim Euro-Australischer DollarWechselkurs vor allem die Unterstützung bei 1,25 Australischen Dollar.

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Titelgeschichte

ChartCheck

Gastbeitrag

Wissen

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Aktuell

Optimiertes Chance/Risiko-Verhältnis – Verbesserungen für ein profitableres Trading

Trading ist ein Arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten verbunden mit einer Begrenzung des Risikos. Dabei geht es nicht darum, Risiken komplett zu vermeiden, was weder möglich noch wünschenswert ist. Risiko und Rendite sind zwei Seiten derselben Medaille. Allerdings sollten beide Komponenten in einem Verhältnis stehen, das langfristig ein profitables Trading ermöglicht. Trader können die Märkte nicht in die gewünschte Richtung lenken. Die einzige Möglichkeit, das Risiko zu minimieren, ist die Begrenzung des Verlusts. Sehr hohe Kursverluste sind in jedem Fall zu vermeiden, da sie das Tradingkapital und damit das Werkzeug des Traders angreifen. Aber auch ein zu schnelles Schließen einer Verlustposition kann dazu führen, dass dem Trade die Möglichkeit genommen wird, in den Gewinn zu laufen. Die Folge davon sind Verlustserien, die den Trader am Konzept seiner Strategie zweifeln lassen. Verhältnis von Chance und Risiko Idealerweise macht sich der Trader vor dem Einstieg Gedanken über Chancen und Risiken. Den für ihn akzeptablen Verlust definiert er durch einen Stop-Loss. Die Chance kann durch ein erstes Gewinnziel festgelegt werden. Hier ist zu berücksichtigen, dass das Gewinnziel nicht in jedem Fall erreicht wird. Auch wenn sich der Begriff Kurszielbzw. Gewinnzielberechnung eingebürgert hat, muss sich der Trader vergegenwärtigen, dass es hier nicht um exakte Berechnungen geht, sondern um das Ausloten von Wahrscheinlichkeiten. Beim Stop-Loss muss bedacht werden, dass es hier Risiken gibt, die zu höheren Verlusten führen als ursprünglich eingeplant. Werden Positionen über Nacht gehalten, kann es aufgrund neuer Nachrichten am folgenden Tag zu größeren Kurssprüngen kommen, so dass die Position erst deutlich unterhalb des Stop-Loss-Niveaus verkauft werden kann. 7

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Gewinn und Verlust im Blick Die mögliche Gewinnchance errechnet sich aus dem Gewinnziel abzüglich des Einstandskurses. Wird eine Aktie bei 100 Euro gekauft und das erste Gewinnziel liegt bei 120 Euro, hat der Trade eine Chance von 20 Euro. Setzt der Trader einen Stop bei 90 Euro, liegt das Verlustrisiko bei 10 Euro. Das Chance/Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei 20:10 bzw. 2:1. Gewinnziele sollten in der Regel mindestens das Doppelte des Verlustrisikos ausmachen. Je höher die Kennziffer ist, umso attraktiver ist der Trade im Vergleich zu anderen möglichen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chance und Risiko ist u. a. wichtig, weil es in einem Handelssystem immer wieder zu mehreren Fehltrades in Folge kommen kann. Es ist nicht problematisch öfter hintereinander falsch zu liegen, wenn die Positionen mit einem vergleichsweise geringen Verlust wieder geschlossen werden. Existentiell bedrohlich für das Tradingkonto wird es allerdings, wenn mehrere hohe Verluste in Folge auftreten, weil die Positionen nicht rechtzeitig geschlossen wurden. Verpasste Trades Passt das Chance/Risiko-Verhältnis nicht, sollte man auf den Trade verzichten. Man erkennt gute Trader nämlich nicht nur an den Trades, die sie machen, sondern durchaus auch an den Trades, die sie nicht handeln. Trades unterhalb eines Chance/Risiko-Verhältnisses von 2:1 sollten eher vermieden werden, manche Trader suchen


Titelgeschichte

ChartCheck

Gastbeitrag

sogar Chance/Risiko-Verhältnisse von 3:1 und höher. Je niedriger das CRV liegt, desto häufiger muss er zur Profitabilität die Marktrichtung prognostizieren, je höher das CRV, desto öfter kann er falsch liegen. Mythos Trefferquote Haben Trader ein Tradingkonzept entwickelt, achten sie häufig auf die Trefferquote, das heißt wie oft sie prozentual mit ihrer Trading­ entscheidung richtig liegen. Dabei sind Trefferquoten alles andere als entscheidend für den Erfolg. Von höheren Trefferquoten als 50% sollte man nicht ausgehen. Selbst wenn man von einer im Normalfall unrealistisch hohen Trefferquote von 70% ausginge, würde das bedeuten, dass der Trader mit einer Fehlerquote von 30% umgehen muss. Vor allem das Verhältnis des Durchschnittsgewinns zum Durchschnittsverlust ist von hoher Bedeutung für den Erfolg. Der Profitfaktor (PF) ist ein guter Indikator für die Profitabilität eines Handelssystems. Er errechnet sich nach folgender Formel: (Anzahl der Gewinn-Trades/Anzahl der Verlust-Trades) x (durchschnittlicher Gewinn/durchschnittlichen Verlust) = PF. Je höher der Profitfaktor, umso profitabler ist das Handelssystem. Ein PF-Wert über 1 zeigt eine generelle Profitabilität an. Auch Handelssysteme mit einer Trefferquote unter 50% können durchaus profitabel sein.

Wissen

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Aktuell

Beispiel BASF

Stand: 15.06.2012

Beispiel Dow Jones-Index

Stand: 15.06.2012

Risikobegrenzung und Depotgröße Trader haben zwei Möglichkeiten, das Risiko zu minimieren. Zum einen kann ein vergleichsweise enger Stop gewählt, zum anderen kann der Kapitaleinsatz verringert werden. Häufig ist es sinnvoll, das Risiko nicht nur auf einen Trade isoliert zu betrachten, sondern auch hinsichtlich des Gesamtportfolios. Der akzeptierte Verlust kann dabei auf eine prozentuale Höhe des Tradingkapitals begrenzt werden. Häufig wird dabei eine Größe von 1% gewählt. Das bedeutet nicht, dass nur 1% des Kapitals eingesetzt werden darf, sondern dass der Verlust auf diese Größenordnung begrenzt werden soll. Geht man beispielsweise von einem Trading-Kapital von 30.000 Euro aus, darf eine Position nicht mit mehr als 300 Euro in die Verlustzone laufen. Hammer im Candlestick-Chart Zur Bestimmung charttechnisch sinnvoller Kursziele oder Verlustbegrenzungen können beispielsweise signifikante Umkehrformationen dienen, wie zum Beispiel Hammerformationen. Diese können mit anderen charttechnischen Signalen gut zur Bestimmung von Chancen und Risiken verwendet werden. Die Aktie des DAX-Titels BASF bildete am 05.06.2012 im Candlestick-Chart einen Hammer aus. Hammerformationen deuten häufig auf einen Trendwechsel hin. Der Hammer-Candle weist einen kleinen Körper auf. Er hat nur einen kleinen oder gar keinen oberen Schatten, dafür einen großen unteren Schatten. Der RSI im BASF8

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Chart deutet mit einem Wert unter 30 eine stark überkaufte Situation an, so dass auch von dieser Seite eine Erholung nicht unwahrscheinlich ist. Am kommenden Tag eröffnet die Aktie bei 54,00 Euro und damit über dem Schluss der Kerze bei 53,45 Euro. Sinnvoll ist es, den Stop-Loss unter dem Tief des Hammers (52,67 Euro) zu setzen. Kauft man also beim Xetra-Schlusskurs bei 53,45 Euro und setzt die Verlustbegrenzung bei 52,66 Euro, liegt das Risiko bei 0,79 Euro. Als Kursziel bietet sich die 20-Tages-Linie an, die am 05.06. bei 56,82 verläuft. Demnach ergibt sich eine Chance von 3,37 Euro. Das Chance/Risiko-Verhältnis liegt bei attraktiven 4,3:1. Vorsichtigere Anleger, die nicht gerne in fallende Kurse hinein kaufen,


Titelgeschichte

ChartCheck

können noch die Eröffnung des Tages nach der Hammerformation abwarten. Damit läge der Einstandskurs bei 54,00 Euro. Wird der Stop beibehalten, liegt das Risiko bei 1,34 Euro und die Chance bei 2,82 Euro. Das Chance/Risiko-Verhältnis liegt

Gastbeitrag

Wissen

Rohstoffecke

dann bei immer noch guten 2,1:1. Das Kursziel des Trades wird am 11.06. erreicht. Average True Range (ATR) Nicht jeder Basiswert, den ein Trader handelt, hat dieselbe Schwankungsintensität.

ETX_127x187_tk_20120619_Layout 1 08.06.12 12:08 Seite 1

Termine

News/Indizes

Aktuell

Deshalb kann es sinnvoll sein, die Volatilität auch beim Stop zu berücksichtigen. Dazu ist der ATR-Indikator nützlich, der die durchschnittliche Handelsspanne eines Basiswerts in einem bestimmten Zeitraum anzeigt. Zur anfänglichen Verlustbegrenzung kann beispielsweise der einfache ATR-Wert als Verlustbegrenzung verwendet werden.

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Am 02.05.2011 bildete sich beim Dow Jones ein Doji (Kerze mit nahe beieinander liegenden Eröffnungs- und Schlusskursen) am oberen Bollinger-Band aus. Das deutet auf eine Unentschlossenheit des Marktes und eine mögliche Trendumkehr hin. Am folgenden Tag eröffnet der Dow Jones unterhalb des Schlusses vom Vortag und liefert damit eine Bestätigung für fallende Kurse. Der ATR liegt bei 120,04 Punkten. Erfolgt der Einstieg zum Eröffnungskurs am 03.05. bei 12806,38 Punkten, liegt der ursprüngliche Stop, wenn man den einfachen ATR verwendet, bei 12926,42 Punkten. Als erstes Kursziel kann die mittlere Linie der Bollinger-Bänder genutzt werden. Sie notiert am 02.05. bei 12456,41. Dem Risiko von 120,04 Punkten steht eine Chance von 349,97 Punkten gegenüber. Das ergibt ein Verhältnis von Chance zu Risiko von 2,9:1. Je nach Strategie können Gewinne beim ersten Kursziel mitgenommen oder evtl. der Stopkurs nachgezogen werden.

Fazit: Zu den wichtigsten Aspekten des Tradings gehört es, das Risiko in den Griff zu bekommen. Mit Zuhilfenahme des CRV bekommt der Trader einen Hinweis, ob es sich für den Trade überhaupt lohnt, Risiko auf sich zu nehmen. Damit können attraktive Tradingmöglichkeiten von unattraktiven unterschieden werden. Darüber hinaus bekommt der Trader, der sich oft mehr über den Einstieg als über den Ausstieg Gedanken macht, mit dem Kursziel einen Hinweis, wann sinnvollerweise Gewinne mitgenommen oder Stops angepasst werden müssen.


ChartCheck

Gastbeitrag

Wissen

Fresenius SE

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Aktuell

Titelgeschichte

Stand: 15.06.2012

Nach dem bisherigen Allzeithoch vom Februar dieses Jahres zeigte Fresenius zunächst eine Konsolidierung. Im April wurde dabei die langfristige untere Aufwärtstrendlinie angelaufen, die aber knapp verfehlt wurde, bevor der Preis wieder nach oben drehte. Mit dem anschließenden Aufwärtsimpuls gelang es dann zunächst nicht, über die Hürde bei 79,91 Euro, dem bisherigen Rekord, zu klettern. In der vergangenen Woche wurde dieses Hindernis jedoch geknackt, indem die Aktie an den dynamischen Aufwärtsimpuls aus der Vorwoche anknüpfte. Der Weg nach oben ist nun frei, was für weiter steigende Notierungen mit einem ersten Kursziel von etwa 92 Euro sprechen könnte. Trade-Box Fresenius SE Kurs: 80,88 EUR Chance/Risiko-Verhältnis: 2,3

Ziel: 92,00 EUR Stop: 76,00 EUR

Chance: +12,1% Risiko: -6,0%

Perrigo Company

Stand: 15.06.2012

Der US-Pharmakonzern zeigt seit März 2009 einen intakten langfristigen Aufwärtstrend. Im bisherigen Verlauf 2012 gab es dabei mehrere neue Rekorde. Zuletzt wurde im April ein neuer Spitzenwert bei 108,60 US-Dollar markiert. Nach einer anschließenden Korrektur ist seit dem Zwischentief von Mai ein erneuter Aufwärtsimpuls auszumachen, der sich in den letzten zwei Wochen recht dynamisch zeigte. In der vergangenen Woche wurde dabei zudem die Hürde resultierend aus dem bisherigen Rekord bei 108,60 US-Dollar geknackt. Dies könnte für weiter steigende Notierungen sprechen, wobei eine erste potenzielle Anlaufstelle die Region 120 bis 125 US-Dollar sein könnte. Trade-Box Perrigo Company Kurs: 110,00 USD Chance/Risiko-Verhältnis: 2,4

Ziel: 122,00 USD Stop: 105,00 USD

Chance: +9,8% Risiko: - 4,5%

Deutsche Telekom

Stand: 15.06.2012

Im Mai 2009 markierte die Dt. Telekom bei 7,83 Euro ihr bisheriges historisches Tief. Es folgte eine Berg- und Talfahrt, die den Preis bis Mai 2011 auf mehr als 11,00 Euro hievte. Anschließend rutschte er wieder ab und erreichte im September mit 7,88 Euro fast das bisherige Tief. Kurz vorher startete jedoch ein Aufwärtsimpuls, der in einer seit Oktober andauernden Abwärtsbewegung mündete, die sich im Mai 2012 zu beschleunigen begann und den Kurs im Juni unter die Haltezonen von 7,88 bis 7,83 Euro drückte. Sie wurde jedoch schnell wieder zurückerobert, was einen neuerlichen Aufwertungsimpuls ankündigen könnte, mit zunächst Potenzial bis in die Region 9,30 bis 9,69 Euro. Trade-Box Deutsche Telekom Kurs: 8,11 EUR Chance/Risiko-Verhältnis: 2,8

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Ziel: 9,30 EUR Stop: 7,69 EUR

Chance: +12,8% Risiko: -5,2%


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Torsten Gellert Managing Director FXCM

Strohfeuer nach Griechenland-Wahl –

Euro(pa) weiter unter Druck Die Euphorie an den Finanzmärkten über den Ausgang der Griechenland-Wahl hielt nur kurz. Der Tag nach der Wahl ist in meinen Augen symptomatisch für das, was wir in den nächsten Wochen an den Börsen sehen werden. Positive Nachrichten von einem Krisenkandidaten werden mit zunehmender Risikoneigung honoriert, kurz danach wird den Investoren aber durch Meldungen von einem anderen Wackelkandidaten schnell klar, dass eine Schwalbe noch keinen Sommer macht und Europas Probleme nicht durch einzelne Ereignisse zu lösen sind. Selbst der Wahlsieg der Nea Dimokratia (ND) lässt bei genauem Hinsehen Zweifel darüber aufkommen, ob Griechenland nun der entscheidende Schritt weg vom Abgrund gelingen wird. Zwar ist rein rechnerisch eine Koalition aus ND und der sozialistischen Pasok möglich. Allerdings wird sich diese gegen eine starke Opposition um den radikalen Linken Tsipras sehr schwer dabei tun, die Bevölkerung auch in Zukunft von den notwendigen Reformen, die wehtun, zu überzeugen. Nicht umsonst fordert Pasok-Chef Venizelos eine Beteiligung von Tsipras an der Regierung. Abwarten, ob er dabei bleibt. Andererseits drohen Massenproteste im Land immer dann, wenn die EU-Kommission im Streit um Fristen für Sparziele nicht so nachgiebig ist wie es die Griechen wollen. Brüssel wird sich zwar kompromissbereit zeigen, wenn es um zeitliche Verschiebungen einiger Ziele geht. Aber die Forderungen, Griechenland müsse seinen Haushalt ohne Wenn und Aber in Ordnung bringen, muss und wird bestehen bleiben. Damit drohen zähe, die nächsten Monate andauernde Verhandlungen, in denen Europa in dieser Sache und damit der Euro nicht vom Fleck kommt. Da sind dann noch die anderen Baustellen Italien und vor allem Spanien. Die Rendite für spanische zehnjährige Papiere stieg zu Beginn der Woche auf einen Rekordwert von 7,22%. Noch schlimmer: Der Spread zwischen Angebot und Nachfrage weitete sich am Montag auf mehr als zehn Basispunkte aus. Die fehlende Liquidität ist ein Zeichen dafür, dass nur noch wenige Investoren 12

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bereit sind, ein Ausfallrisiko zu tragen. Zum Vergleich: Der Spread bei deutschen Papieren beträgt weniger als 0,5 Basispunkte. Für Spanien wird es immer schwerer an frisches Geld zu kommen. Der Weg des gesamten Landes unter den viel zu kleinen Rettungsschirm scheint damit eher eine Frage von Wochen als von Monaten. Italiens Rendite für zehnjährige Anleihen liegt aktuell bei 6,15%. Diese immensen Zinszahlungen in Zeiten einer wirtschaftlichen Krise, gar einer Rezession, sind auf Dauer von keinem Land zu stemmen. Aber wo sollen nun die Impulse herkommen, Europas Konjunktur nicht absaufen zu lassen? Die stark eingebrochenen Exporte Deutschlands im April waren ein Indiz dafür, wie wichtig eine wirtschaftliche und finanzielle Stabilität der gesamten Eurozone auch für ein Land wie Deutschland ist. Rettung kann und wird nur in Form von frischem Geld und daraus finanzierten Konjunkturprogrammen kommen. Für das Geld ist die Europäische Zen­ tralbank zuständig, für die Wachstumsprogramme die Politik. Ich gehe davon aus, dass die EZB in den nächsten Wochen Signale in Richtung neuer Finanzspritzen aussendet und erwarte auch spätestens auf dem nächsten EU-Gipfel Ende Juni Schritte der Politik in diese Richtung. Bis dahin rechne ich mit keiner signifikanten Bewegung des Euro nach oben und würde jeden Ausreißer nach oben als Einstieg in eine Short-Spekulation nutzen – bis neue schlechte Nachrichten aus Spanien oder Italien kommen.


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Gastbeitrag

Point & Figure:

Der Blick aufs Wesentliche – Teil 6 Trendlinien waren das Thema in Teil 5 der Serie zu den Point & Figure-Charts. In Teil 6 beginnen wir mit der Bestimmung von Preiszielen.

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Jeremy du Plessis bezeichnet in seinem Buch „The Definite Guide To Point and Figure“ die so genannten Counts, was mit Abzählen übersetzt werden kann, als einen der größten Vorteile von Point & Figure-Charts, weil sich mit ihnen objektive Preisziele relativ einfach aus den Charts ableiten lassen. Es handelt sich dabei um grobe Einschätzungen, wie weit sich der Kurs nach einem erfolgten charttechnischen Signal entwickeln könnte. Wichtig dabei ist jedoch, dass es sich dabei lediglich um grobe Anhaltspunkte handelt, die nicht zwangsläufig erreicht werden müssen und daher nicht auf den Punkt wortwörtlich zu nehmen sind. Zwar können die berechneten Ziele durchaus präzise abgearbeitet, allerdings auch deutlich verfehlt werden. Einerlei, ob sie erfüllt werden oder nicht, lassen sich daraus in jedem Fall Rückschlüsse über die aktuelle Verfassung der Kräfte am Markt ziehen.

auch in 1-Box-Umkehrcharts einsetzbar. Allerdings gibt es Unterschiede bei 1-BoxUmkehrcharts und beispielsweise 3-BoxUmkehrcharts. Im Folgenden geht es nur um die Ermittlung von Preiszielen in 3-Box-Umkehrcharts. Die dort bestimmten Preisziele gelten als die gängigsten. Sie sind nicht nur weit verbreiteter, sondern auch einfacher zu charakterisieren und weniger unklar als in 1-Box-Umkehrcharts. Bevor es mit den einzelnen Methoden und Regeln losgeht, sei darauf verwiesen, dass es nicht möglich ist, von einer Basis aus gleichzeitig Preisziele nach oben und unten abzuleiten.

Zwei Möglichkeiten Um Preisziele richtig abzuleiten und anzuwenden, muss strikt auf die Regeln geachtet werden. Von den sich in Point & FigureCharts bietenden Möglichkeiten, Preisziele zu ermitteln, möchten wir Ihnen im Folgenden zwei vorstellen. Zunächst soll es um die so genannten Vertical Counts (Vertikales Abzählen) gehen. Diese Methode lässt sich allerdings nur in Charts mit mindestens einer 2-Box-Umkehr anwenden. Die zweite Methode, die so genannten Horizontal Counts (horizontales Abzählen), sind zudem

Vertical Counts – Vertikales Abzählen Mit der Methode Vertical Counts Preisziele zu ermitteln, ist am weitesten verbreitet, da sich hier mehr Einsatzmöglichkeiten ergeben, und sie gilt auch als die etwas zuverlässigere. Vertical Counts messen dabei ganz einfach gesagt zunächst die Länge von X- oder O-Säulen. Der ermittelte Wert wird dann mit der dem

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Abbildung 1 1.

O O O O O O O O O 1

2.

X X O X O X O X 2

3

X X X X X X X X X 1

3.

O O X O X O X O

2

3

O O O O X O X O O X X O O X O X O O X O X O O

O O O O O O O O O

1

1

2

3

4

5

4.

X X O X X O X O X O X O X X O 2

3

4

5

X X X O X O X O X O X O O X X O X X O X X O X X

X X X X X X X X X

1

1

2

3

4

5

O X O X O O X O X O O X O X O

2

3

4

5

Quelle: finanzpark

Abbildung 2 (Kästchengröße = 1, Umkehr = 3) X O X O O X O O X O X O X O X O X X O X O X O X O X O X O X O O X O X O O X X O X O X O X O X O X X O O X O X O X O X O X O X O X X O

64,00 63,00 62,00 61,00 60,00 59,00 58,00 57,00 56,00 55,00 54,00 53,00 52,00 51,00 50,00

2

3

4

5

1

2

3

4

48,00 47,00

5

Quelle: finanzpark

Chart zugrunde liegenden aktuellen Kästchengröße sowie der Umkehr multipliziert. Das daraus resultierende Ergebnis wird dann als Ziel von der Basis abgetragen. Die Schwierigkeit besteht darin, die richtigen Säulen zu ermitteln, die als Basis für die Berechnung von Preiszielen genutzt werden können. Für die Auswahl gibt es dazu folgende Regeln, zu denen in Abbildung 1 entsprechende Beispiele 14

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dargestellt sind. Die dort als Basis dienenden Säulen sind dabei jeweils orange markiert. Nur aus derartigen Konstellationen ermittelte Säulen kommen als Basis für die Berechnung der Preisziele infrage. Alle anderen Säulen sollten indes nicht genutzt werden, da dies zu zu vielen Zielen führen und einen falschen Eindruck über Nutzen und Effektivität der Preisziele geben würde. Folgende Säulen kommen zur Ermittlung von Preiszielen infrage: 1. D  ie erste komplettierte X-Säule nach einer Bodenbildung 2. Die erste komplettierte O-Säule nach einer Topbildung Um solche komplettierten Säulen zu erhalten, muss es zwangsläufig jeweils zu einer Gegenbewegung gekommen sein, sich also eine entgegengesetzte Säule gebildet haben, wie in der Abbildung 1 in den Punkten 1. und 2. Jeweils durch die Säule 3 gegeben. 3. Die zweite komplettierte X-Säule nach einer Bodenbildung, wenn die O-Säule davor das Level der O-Säule mit der Bodenbildung trifft oder im Tief nur ein Kästchen darüber liegt und die erste X-Säule nur sehr kurz ist In der Abbildung 1 (Punkt 3. links) trifft die zweite O-Säule (Säule 3) im Tief genau das Tief der ersten O-Säule und damit den Boden. Die X-Säule danach (Säule 4) wird dann komplettiert, indem sich eine weitere O-Säule bildet (Säule 5).

49,00

46,00 1

News/Indizes

In der Abbildung (Punkt 3. rechts) liegt die dritte O-Säule (Säule 3) im Tief ein Kästchen über der ersten O-Säule. Die X-Säule danach (Säule 4) wird dann komplettiert, indem sich eine weitere O-Säule bildet (Säule 5). 4. Die zweite komplettierte O-Säule nach einer Topbildung, wenn die X-Säule davor das Level der X-Säule mit der Topbildung trifft oder im Hoch nur ein Kästchen darunter liegt und die erste OSäule nur sehr kurz ist In der Abbildung (Punkt 4. links) trifft die zweite X-Säule (Säule 3) im Hoch genau das Hoch der ersten X-Säule und damit das Top. Die O-Säule danach (Säule 4) wird dann komplettiert, indem sich eine weitere X-Säule bildet (Säule 5).


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In der Abbildung (Punkt 4. rechts) liegt die zweite X-Säule (Säule 3) im Tief ein Kästchen über der ersten X-Säule. Die O-Säule danach (Säule 4) wird dann komplettiert, indem sich eine weitere XSäule bildet (Säule 5). Neben diesen vier relativ klaren Regeln können andere signifikante X- oder OSäulen als Basis infrage kommen. Die Betonung liegt hierbei auf signifikant, was ein wenig subjektiven Interpretationsspielraum eröffnet. Darunter verstanden werden Zwischenhochs oder Zwischentiefs in einem Ab- respektive Abwärtstrend sowie Säulen, die klare Ausbrüche aus Konsolidierungsoder Seitwärtsformationen darstellen. Die Berechnung Nachdem eine Säule, von der sich ein Preisziel ableiten lässt, mittels der obigen Regeln identifiziert wurde, wird es nun wie folgt berechnet. Zunächst wird die Länge der Basis-Säule durch einfaches Abzählen der Kästchen ermittelt. In Abbildung 2 (links) gibt es nach einem Abwärtstrend (Säulen 1 bis 3) in Säule 4 eine Gegenbewegung in Form einer komplettierten X-Säule. Sie besteht wiederum aus 5 Kästchen. Dieser Wert wird nun mit der Kästchengröße

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(hier = 1) sowie mit der Umkehr (hier = 3) multipliziert. Daraus ergibt sich 15. Dieser Wert wird nun zu dem Wert des tiefsten Kästchens der links von der X-Säule befindlichen O-Säule (hier 47,00) addiert. Daraus ergibt sich ein Preisziel nach oben von 62,00. Die Ermittlung von abwärts gerichteten Preiszielen geschieht analog. In Abbildung 2 (rechts) ist ein Aufwärtstrend (Säulen 1 bis 3) auszumachen. In Säule 4 folgt eine Gegenbewegung in Form einer komplettierten O-Säule. Sie besteht aus sieben Kästchen. Der Wert wird nun wieder mit der Formel: Säulenlänge x Kästchengröße x Umkehr multipliziert. Das Ergebnis ist 21. Von dem höchsten Kästchen der links von der O-Säule befindlichen X-Säule (hier 64,00) wird nun der Wert subtrahiert, und heraus kommt ein Preisziel von 43,00. Aktivierung Mit der vorgenannten erläuterten Vorgehensweise lassen sich somit Preisziele aus allerhand nach den obigen Regeln infrage kommenden Säulen ermitteln. Praktische Anwendung finden die Ziele aber nur, wenn im Fall einer X-Säule als Basis diese überschritten und im Fall einer O-Säule als Basis diese unterschritten werden. Mehr dazu gibt es in der nächsten Ausgabe im Teil 7.

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] exikon [L Euro-Bund-Future: Liquide Referenz Der Euro-Bund-Future ist seit geraumer Zeit im Rally-Modus. Er steigt und steigt, erklimmt immer neue Rekorde. Aber was genau verbirgt sich hinter diesem Finanzinstrument? Der Euro-Bund-Future ist als Future ein standardisierter Terminkontrakt. Basiswert ist eine fiktive langfristige Schuldverschreibung der Bundesrepublik Deutschland mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren am Liefertag des Futures sowie einem Zinskupon von 6%. Der Kurs des Futures gibt damit quasi an, wie viel eine solche zehnjährige Bundesanleihe aktuell kosten würde. Der Nominalwert eines Kontrakts beträgt 100.000 Euro. Spricht man vom Euro-BundFuture, meint man in der Regel den nächstfälligen, aktuell also den für Juni 2012. Es gibt jedoch weitere Euro-Bund-Futures mit Laufzeiten von bis zu neun Monaten, wobei die Laufzeiten immer den Monaten des Zyklus März, Juni, September und Dezember entsprechen. Neben dem Juni-Future gibt es somit derzeit auch jeweils einen Future mit Laufzeit September und Dezember 2012. Konkreter Verfallstag ist dabei jeweils der zehnte Kalendertag des jeweiligen Liefermonats, sofern dieser ein Börsentag ist, andernfalls der darauf folgende Börsentag. Euro-Bund-Future vs. durchschnittliche zehnjährige Umlaufrendite (Bundesbank)

Stand: 31.05.2012 

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Quelle: tradesignalonline.com

Am Verfallstag (Liefertag) werden die offenen Terminkontrakte ausgeübt. Schließlich sind Käufer und Verkäufer des Futures einen verpflichtenden Vertrag eingegangen. Der Verkäufer eines Kontrakts muss dem Käufer Schuldverschreibungen im Nominalwert, also 100.000 Euro, liefern. Dabei kann er unter Bundesanleihen wählen, die eine Restlaufzeit von mindestens 8,5 Jahren und höchstens 10,5 Jahren haben sowie ein Mindestemissionsvolumen von 5 Mrd. Euro aufweisen. Der Käufer eines Future-Kontrakts verpflichtet sich wiederum, die entsprechenden Bundesanleihen abzunehmen. Die Absichten hinter einem Kauf oder Verkauf von Euro-BundFutures können Absicherungen (Hedging) oder auch Spekulationen sein. Dabei gilt vereinfacht gesagt: Der Kurs des Euro-Bund-Futures entwickelt sich umgekehrt proportional zu den Anleihe-Renditen (siehe Chart). Geht man also beispielsweise von fallenden Zinsen aus, was für steigende Anleihenkurse und damit auch einen steigenden Euro-Bund-Future spricht, wird man als Käufer aktiv. Einem Verkauf von Euro-Bund-Futures liegt die Erwartung steigender Zinsen und damit sinkender Anleihenkurse zugrunde. Die Entwicklung des Euro-Bund-Futures lässt daher Rückschlüsse bezüglich der langfristigen Zinserwartungen der Marktteilnehmer zu. An den europäischen Rentenmärkten ist er zudem der liquideste und bedeutendste Terminkontrakt und gilt daher als Referenz für das Zinsniveau, also die Rendite, von zehnjährigen Bundesanleihen. Deutsche Staatsanleihen sind aktuell bei Anlegern wegen der Staatsschuldenkrise in Europa als Zufluchtsort in Sachen Investments sehr gefragt, was sich in der Rally des Euro-Bund-Futures mit immer neuen Rekorden widerspiegelt. Dabei nehmen die Investoren unter Berücksichtigung der Inflation real sogar negative Renditen in Kauf. Mit der einfachen Berechnung ergibt sich derzeit eine theoretische Rendite von knapp über 1%. Weil bei 0% Schluss sein sollte, ergibt sich damit auch ein theoretischer Maximalwert, den der Euro-BundFuture erreichen kann, nämlich 160.


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Titelgeschichte

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Aluminium: Weiter abwärts?

Sorgen bezüglich der weltweiten Konjunktur sowie hohe Lagerbestände und somit ein üppiges Überangebot waren in den vergangenen Monaten preisdrückende Faktoren für den Aluminiumspreis. Nun gibt es jedoch erste Stimmen, die für 2013 ein Defizit zwischen Angebot und Bedarf erwarten.

Aluminium zeigt einen klaren Abwärtstrend. Vom Zwischenhoch im April 2011 ging es bis zum Tief im Dezember 2011 um etwa 30% abwärts. Zwar folgte bis zum Zwischenhoch im Februar dieses Aluminium – Spotpreis (LME) in US-Dollar

Stand: 14.06.2012; Quelle: tradesignalonline.com

Derivate auf Aluminium-Futures (LME) (aktueller Basiswert: September-Future) Typ

WKN

Basispreis/Knock-out

Laufzeit

Index-Zertifikat (Quanto)

DZ0CAA

-

open end

-

Hebel-Zert. (long)

DZ8BK0

1.448,374/1.496,801 US-Dollar

open end

3,67

Hebel-Zert. (short)

DZ7KAA

2.542,820/2.495,576 US-Dollar

open end

3,39

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Hebel

Jahres eine kräftigere Gegenbewegung, seither zeigt die Tendenz aber erneut nach unten. Jüngst wurde nun auch die Unterstützung bei 1.944,75 US-Dollar (Zwischentief von Dezember 2011) verletzt, was für weitere Abgaben sprechen könnte. Argumente dafür gäbe es auch aus fundamentaler Sicht. Einerseits spricht das weltweit konjunkturelle Umfeld, angesichts der klar nachlassenden Wachstumsdynamik für eine eher gedämpfte Nachfrage. Andererseits ist gleichzeitig das Angebot recht üppig, wie auch die nach wie vor hohen Bestände in den Lägern der Terminbörsen in London, Shanghai, Tokio usw. implizieren. Für eine gute Versorgung sprechen außerdem die weltweit steigende Produktion im ersten Quartal um 5,5% zum Vorjahreszeitraum sowie der Überschuss zwischen Angebot und Bedarf im ersten Jahresviertel von 384.000 Tonnen, der an den üppigen Überschuss im Gesamtjahr 2011 von 1,82 Mio. Tonnen anzuknüpfen scheint. Es gab jedoch jüngst erste Stimmen, die davon ausgehen, dass der Überschuss zwischen Angebot und Nachfrage in diesem Jahr weniger groß ausfällt als 2011 und dass im nächsten Jahr sogar ein Defizit denkbar ist. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass viele Aluminiumhersteller aufgrund der niedrigen Preise nicht mehr profitabel produzieren können und daher ihren Ausstoß drosseln oder Teile ihrer Kapazitäten in Regionen mit günstigeren Produktionskosten verlagern, weshalb diese erst einmal wegfallen. Sollten sich diese Trends fortsetzen, scheinen tatsächlich Defizite denkbar. Sollte die jüngst verletzte Unterstützung aber nicht schnell wieder zurückerobert werden, scheinen aus charttechnischer Sicht kurzfristig dennoch erst einmal weitere Abgaben wahrscheinlich, wobei dann die Haltezone bei 1.828,25 US-Dollar angelaufen werden könnte.


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News/Indizes

Kakao – September-Future (ICE)

Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Gastbeitrag

Wissen

Stand: 15.06.2012

Seit dem Hoch im März 2011 hat Kakao einen Abwärtstrend gebildet. Im Rahmen dessen gab es im Dezember 2011 ein Tief, dem eine Konsolidierung folgte. Der aktuell aktivste Future (September 2012) zeigte dabei ausgehend vom Zwischentief bei 2.038 US-Dollar zunächst eine Gegenbewegung, bevor der Preis dann wieder kontinuierlich fiel. Anfang Juni wurde nun die Unterstützung bei 2.038 US-Dollar nahezu punktgenau getestet. Sie hielt aber erst einmal, und der Kurs prallte davon nach oben ab. Er näherte sich damit jüngst der mittelfristigen Abwärtstrendlinie. Kann sie überschritten werden, wäre dies ein erstes Indiz, das für weiter steigende Kurse sprechen könnte. Derivate auf Kakao (aktueller Basiswert: September-Future (ICE)) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

WKN CK6AL2 DZ8EKR

Basispreis/Knock-out 1.691,12/1.743,13 USD 2.758,41/2.711,63 USD

Laufzeit open end open end

Hebel 4,03 4,27

Baumwolle – Juli-Future (ICE)

Stand: 15.06.2012

Im Rahmen des übergeordneten Abwärtstrends seit April 2011 hat sich im Juni die sinkende Tendenz beschleunigt. Dabei wurde die untere Abwärtstrendlinie (Verbindung Zwischentiefs Juli und Dezember 2011) deutlicher verletzt. Es folgte jedoch schnell eine Gegenbewegung, die sich in der vergangenen Woche fortsetzte. Dabei gelang es zudem die Abwärtstrendlinie zurückzuerobern. Nun könnte als nächstes die Hürde bei 84,01 US-Cent in Angriff genommen werden. Kann auch sie übersprungen werden, würde dann der Abwärtstrend (Verbindung Zwischenhochs Juni 2011 rund Februar 2012) in den Fokus rücken, dessen Überschreiten bullisch zu werten wäre. Derivate auf Baumwolle (aktueller Basiswert: Dezember-Future (ICE)) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

WKN CM78WV CK714M

Basispreis/Knock-out 58,14/59,60 US-Cent 97,41/94,90 US-Cent

Laufzeit open end open end

Hebel 3,50 4,70

Zucker – Juli-Future (ICE)

Stand: 15.06.2012

Seit dem Hoch im Juli 2011 zeigt die Tendenz bei Zucker abwärts. Zwar startete im Dezember 2011 eine Gegenbewegung, die im März 2012 im Zwischenhoch bei 25,00 US-Cent mündete, anschließend beschleunigte sich jedoch die Talfahrt. Dabei wurde im April die Hürde bei 21,95 US Cent und im Mai die untere Abwärtstrendlinie verletzt. Anfang Juni bildete sich dann ein potenzielles Trendwendemuster im Kerzenchart (bullish engulfing). Dieses scheint mit dem jüngsten Sprung zurück über die Abwärtstrendlinie bestätigt, was zunächst Potenzial bis zur Hürde 22,00 US-Cent eröffnen könnte. Wird auch sie geknackt, würde sich der Kursspielraum auf etwa 23,50 US-Cent erweitern. Derivate auf Zucker (aktueller Basiswert: Juli-Future (ICE)) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN CK1MLA CK82Y7

trading kompakt · 06/1  2

Basispreis/Knock-out 15,50/15,90 US-Cent 26,18/25,50 US-Cent

Laufzeit open end open end

Hebel 3,80 3,77


Trading-Termine

News/Indizes

Impressum

Volkswirtschaftliche Termine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Land

Termin

V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko

20.06.2012

18:30

USA

Fed, Zinsbeschluss der Ratssitzung

Herausgeber: Weimer Media Group GmbH, Maximilianstraße 13, 80539 München

Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Gastbeitrag

Wissen

22.06.2012

10:00

Deutschland

26.06.2012

16:00

USA

Verbrauchervertrauen, Conference Board Juni

Amtsgericht: München, HRB 198201

27.06.2012

14:30

USA

Auftragseingänge langlebige Güter Mai

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Michaela Ellen Lenz, Stefan Gätzner, Christian Bayer, Martin Münzenmayer, Wolfgang Tenor, Torsten Gellert

28.06.2012

14:30

USA

BIP Q1/2012 (dritte Schätzung)

29.06.2012

08:00

Deutschland

29.06.2012

11:00

EWU

Inflation (HVPI) Vorabschätzung Juni

02.07.2012

16:00

USA

ISM-Index (verarbeitendes Gewerbe) Juni

05.07.2012

14:00

EWU

EZB, Ergebnis der Ratssitzung

05.07.2012

16:00

USA

ISM-Index (Dienstleistungsgewerbe) Juni

Bildnachweis: fotolia

06.07.2012

14:30

USA

Arbeitsmarktbericht Juni

Layout: addna, Nürnberg

12.07.2012

11:00

EU

16.07.2012

14:30

USA

Einzelhandelsumsätze Juni

Erscheinungsweise: monatlich, jeden dritten Dienstag

17.07.2012

15:15

USA

Industrieproduktion & Kapazitätsauslastung Juni

Geschäftsführer: Dr. Wolfram Weimer

Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de

ifo-Geschäftsklima Juni

Einzelhandelsumsatz Mai

Industrieproduktion Mai

Anmeldung: Um trading kompakt kostenfrei zu beziehen, können Sie sich unter www.trading-kompakt.de anmelden.

Rohstofftermine

Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug von „trading-kompakt“ senden Sie einfach eine Email an abmelden@trading-kompakt.de

Datum

Uhrzeit (MEZ)

Land

Termin

20.06.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

Leserservice: leserservice.trading-kompakt@finanzpark.de Archiv: www.trading-kompakt.de/archiv Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Auflage: 25.000

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trading kompakt · 05/1  2

21.06.2012

16:30

USA

USDA, Exportbericht (Woche)

22.06.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

27.06.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

28.06.2012

16:30

USA

USDA, Exportbericht (Woche)

28.06.2012

21:00

USA

Agrarpreise April

29.06.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

05.07.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

09.07.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

11.07.2012

15:00

Welt

USDA, World Agricultural Production

11.07.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche) OPEC, Oil Market Report

11.07.2012

-

Welt

12.07.2012

-

Welt

IEA Ölmarktbericht

13.07.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

Unternehmenstermine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Unternehmen

20.06.2012

-

Brenntag AG

Termin Hauptversammlung

26.06.2012

-

Walgreen Company

9-Monatsbericht 2011/12

27.06.2012

-

Monsanto Co

9-Monatsbericht 2011/12

28.06.2012

-

Family Dollar Stores Inc

28.06.2012

-

Hornbach Holding AG

28.06.2012

-

Nike Inc.

28.06.2012

-

Research In Motion Limited

09.07.2012

-

ALCOA Inc

10.07.2012

CropEnergies AG

9-Monatsbericht 2011/12 Ergebnisbericht Q1 2012/13 Ergebnisbericht 2011/12 Ergebnisbericht Q1 2012/13 Halbjahresbericht Ergebnisbericht Q1 2012/13

11.07.2012

-

Gerresheimer AG

12.07.2012

-

AGRANA Beteiligungs-AG

Halbjahresbericht

12.07.2012

-

SinnerSchrader AG

12.07.2012

-

Südzucker AG

Ergebnisbericht Q1 2012/13

17.07.2012

-

Coca Cola Co.

Halbjahresbericht

Ergebnisbericht Q1 2012/13 9-Monatsbericht 2011/12

Ausgabe 06/12 (Aktuell: Euro-Schwäche sorgt für lukrative Gewinnchancen)  

Verbesserungen für ein profitableres Trading Euro-Schwäche Point & Figure Titelgeschichte > Seite 7 Rohstoffecke > Seite 18 Wissen...

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