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№ 19 · Sonntag, 12. Mai 2013

J u b i l äu m 2003 - 2013

SPEZIAL > Seite 9

Die Diversifikation ist tot,

es lebe die Diversifikation! Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, angesichts der jüngsten Party an den Aktienmärkten scheint die Welt weiterhin in Ordnung zu sein. Dow Jones und S&P 500 setzten ihre Rekordfahrt fort. Auch der DAX ließ sich nicht lumpen und kletterte in noch nie da gewesene Höhen. Allerdings hinkt der Vergleich mit den US-Indizes etwas. Schließlich ist der deutsche Leitindex ein Performance-Index, in dem die Dividenden enthalten sind, während sie bei den US-Kursbarometern als reine Kursindizes nicht berücksichtigt werden. Es gibt jedoch auch einen Kursindex beim DAX. Allerdings ist der von seinem Allzeithoch noch mehr als 19% entfernt. Das mediale Echo war jüngst dennoch groß. „Börsenwahnsinn: Soll ich jetzt

noch einsteigen?“, titelte beispielsweise Bild.de. Eine Antwort ist nicht einfach. Schließlich könnte der Rausch durch das billige Geld der Notenbanken anhalten. Zudem könnte das Argument fehlender Anlagealternativen weiterhin treiben. Eine sich weiter festigende Hoffnung auf eine anziehende Weltkonjunktur verleiht womöglich ebenfalls Schwung. Umsichtiges Agieren bleibt jedoch das Gebot der Stunde. Denn der nächste Party-Killer kommt bestimmt. Herzlichst Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


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Kolumne Schliekers Woche

Preis und Nutzen – ein Tabu Sonntag, 12. M ai 2013

AKTIEN & MÄRKTE Schliekers Woche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: Bio-Aktien-Index geht durch die Decke . . 4 Märkte im Überblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . . 5 Aktie der Woche: Manz. . . . . . . . . . . . . . . 6 SPEZIAL Asset Allocation / Portfoliodiversifikation . . . . . . . . . . . . . . 9 Gastbeitrag: Markus Sievers. . . . . . . . . . . 11 UNTERNEHMEN Admiral Markets – Serie BÖRSE am Sonntag LESER-AWARD 2013. . . . . 12 News: Pfeiffer Vacuum, Xing, Groupon . . . 13 FONDS Fonds der Woche: JPM Emerging Markets Local Currency Debt. . . . . . . . 14 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: Evonik-Discount-Zertifikat . . . . . . . . . . 16 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Rohstoffe Rohstoff der Woche: Palladium . . . . . . . . 18 Rohstoffanalysen: Kakao, Zinn, Baumwolle, Platin. . . . . . . . 19 Lebensart Produkt der Woche: Werner Platz – Metamorphe Schreibgeräte. . . . . . . . . . . 21 Refugium der Woche: BRENNERS PARK-HOTEL & SPA in BADEN-BADEN . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 23 02

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Immer mal wieder kommen vernünftige Ideen auf, deren Zeit aber noch nicht gekommen ist – oder deren Nutzen das sogenannte gesunde Vo l k s e m p f i n d e n nicht erkennen kann, Reinhard Schlieker denn die GrundsätzZDF Wirtschafts­ lichkeiten der Ökokorrespondent nomie werden gern ausgeblendet (passt nicht in den Kram) oder schlichtweg abgelehnt („Ökonomisierung“ ist ein beliebtes Totschlagargument von Gutmenschen jeder Couleur). Ein Reizthema ist beispielsweise die sinnvolle Neuorganisation im Gesundheitswesen: Da werden, zum Beispiel von einer WDRJournalistin, ganze Bücher geschrieben, weil man eine ungute Erfahrung machen musste; angepasst an das eigene Weltbild reicht es dann, um bedauerliche Arztfehler und Krankenhaus-Organisationsmängel ideologisch zu überhöhen und einen gedanklichen Kurzschluss zu zünden: Weil es in den Krankenhäusern ja so viel Streben nach Wirtschaftlichkeit gibt, steht der Patient nicht mehr im Mittelpunkt. Dass in unökonomischer Organisationsweise jemand die unnötig hohen Kosten begleichen muss (könnte es sein, dass es völlig Unbeteiligte sind? Steuer- und Beitragszahler, die nicht gefragt werden?), kommt im Weltbild nicht vor. Dass in maroden Krankenanstalten der Patient vielleicht (aber auch nur vielleicht) netter angesprochen wird, aber seine Lebenserwartung sich dadurch eher nicht verbessert, ist natürlich kein Thema. Wie gesagt, wenn irgendwo Geld fehlt, muss man nicht besser wirtschaften – sondern es einfach jemandem wegnehmen: Problem gelöst. Ähnliches begleitet die Diskussion um den Straßenzustand der Republik seit Jahren. Immer mal wieder werden verschämt Ideen laut, die keine Konjunktur haben, aber zielführend wären: wenn jemand rechnen könnte. Deutschland zerbröselt, lautet die aktuelle Bestandsaufnahme vielerorts, an Brücken und Fahrbahnen frisst der Zahn der Zeit und

Verkehrsminister sind offenbar nicht hilfreich, ihn zu ziehen. Das Münchener ifo Institut, auch so ein Laden, in dem es sehr ökonomisch zugeht, hat eine alte Idee mit neuem Elan versehen und die Idee war schon immer gut und wird täglich besser: Maut, so heißt sie. Für die Benutzung von Gütern muss bezahlt werden, anders geht es nicht. Warum aber der Steuerzahler? Warum eine Kraftfahrzeugsteuer, deren Erlös ja nicht zweckgebunden sein kann? Eine Straßengebühr für Pkws würde von allen Nutzern bezahlt, auch Transitreisenden, die von Nord nach Süd schon Umwege fahren, nur um einen Teil der Strecke auf den kostenlosen deutschen Autobahnen zurückzulegen. Das ifo Institut sieht in der Kostenlosmentalität auch den Hauptstauverursacher: Zum einen durch den maroden Straßenzustand mit vielen Reparaturbaustellen, zum anderen durch gedankenlose Übernutzung des Angebots: „Auf den Straßen herrscht das kommunistische Prinzip, dass knappe Waren nicht über Preise, sondern Warteschlangen zugeteilt werden.“ Natürlich wird trotzdem bezahlt: Die Staus auf deutschen Autobahnen kosten jährlich 126 Mrd. Euro (ifo-Berechnung; 285.000 Staus im Jahre 2012 mit Zeitaufwand 4,9 Mrd. Stunden). Dieser Verlust an Produktivität steht einem Einnahmesystem gegenüber, das sich bereits europaweit bewährt hat – und Deutschland hätte sogar noch mit den vorhandenen Lkw-Mautsystemen eine elegante Lösung, kein Zeitverlust beim Bezahlen, kein teurer Umbau. Mit Preisgestaltung ließe sich je nach Verkehrsaufkommen und Tageszeit weiter feinsteuern. Wer häufiger von Deutschland über die Grenze nach Frankreich fährt, merkt die Entspannung schon körperlich, die auf der Autoroute herrscht, nach Schilderwald und Rumpelpiste daheim.

Was denken Sie über dieses Thema? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de


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Tops und Flops der Woche

tops Münchener Rück: Quartalsüberschuss erhöht Der Rückversicherer Münchener Rück (WKN: 843002) steigerte den Gewinn von Januar bis Ende März von 782 auf 979 Mio. Euro. Je Aktie zog der Gewinn von 4,39 auf 5,43 Euro an. Der operative Gewinn legte von 1,20 auf 1,39 Mrd. Euro zu. Die Bruttobeitragseinnahmen erreichten 13,28 Mrd. Euro – nach 13,22 Mrd. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 2013 wollen die Bayern brutto 50 bis 52 Mrd. Euro einnehmen und unter dem Strich nach wie vor rund 3 Mrd. Euro verdienen. Linde: Mehr umgesetzt und verdient Linde (WKN: 648300) erhöhte den Überschuss im ersten Quartal von 309 auf 340 Mio. Euro. Der Vorsteuergewinn (EBT) zog von 395 auf 433 Mio. Euro an, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 491 auf 521 Mio. Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte der Gewinn von 846 auf 953 Mio. Euro zu. Der Umsatz kletterte dank der Übernahme von Lincare im August 2012 von 3,61 auf 3,98 Mrd. Euro. Lincare setzte 397 Mio. Euro um. 2013 will der Industriegaseproduzent und Anlagenbauer nach wie vor den Umsatz erhöhen und mindestens 4 Mrd. Euro EBITDA einstreichen (2012: 3,53 Mrd. Euro). Henkel: Gewinne sprudeln Im ersten Quartal steigerte Henkel (WKN: 604843) den Gewinn von 370 auf 403 Mio. Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn legte von 361 auf 393 Mio. Euro zu. Vor Steuern (EBT) zog der Gewinn von 492 auf 535 Mio. Euro an, vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 538 auf 565 Mio. Euro. Der Umsatz weitete sich dagegen nur von 4,01 auf 4,03 Mrd. Euro aus. Allerdings schrumpften die Herstellungskosten von 2,12 auf 2,08 Mrd. Euro. 2013 soll der Umsatz organisch nach wie vor um 3% bis 5% anziehen.

Flops Lanxess: Gewinn implodiert Die Krise der Autoindustrie schlägt sich in der Bilanz von Lanxess (WKN: 547040) nieder: Im ersten Quartal brach der Gewinn von 192 auf 24 Mio. Euro ein. Der Vorsteuergewinn (EBT) sackte von 247 auf 31 Mio. Euro ab, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 277 auf 67 Mio. Euro. Der Umsatz des Spezialchemiekonzerns, der unter anderem synthetisch hergestellten Kautschuk für Reifenhersteller liefert, schrumpfte von 2,39 auf 2,10 Mrd. Euro. Die Herstellungskosten sanken dagegen nur von 1,80 auf 1,70 Mrd. Euro. Commerzbank: Rotes Anfangsquartal Die Commerzbank (WKN: CBK100) verlor im ersten Quartal – belastet vom Konzernumbau – 69 Mio. Euro. Im Anfangsquartal 2012 hatte die Bank 383 Mio. Euro verdient. Vor Steuern (EBT) brach das Ergebnis von +542 auf –24 Mio. Euro ein. Die Restrukturierungskosten vervielfachten sich von 34 auf 493 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss schrumpfte von 1,69 auf 1,36 Mrd. Euro, der Provisionsüberschuss von 864 auf 847 Mio. Euro. Die Frankfurter erhöhten ihre Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 212 auf 267 Mio. Euro. Das Handelsergebnis stieg von 164 auf 317 Mio. Euro. Jenoptik: Umsatz und Gewinn gesunken Von Januar bis Ende März sank der von Jenoptik (WKN: 622910) erzielte Gewinn von 8,4 auf 7,9 Mio. Euro, der Vorsteuergewinn (EBT) von 9,9 auf 9,0 Mio. Euro. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrumpfte der Gewinn von 11,6 auf 10,6 Mio. Euro. Der Umsatz fiel von 137,7 auf 132,0 Mio. Euro. Lediglich die Messtechniksparte verzeichnete ein Umsatzplus – von 37,2 auf 42,8 Mio. Euro. Für 2013 prognostiziert der Technologiekonzern nach wie vor ein leichtes Umsatzwachstum von bis zu 5% sowie 50 bis 55 Mio. Euro EBIT. 03

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Zitat der Woche

„Warren is in the House“ mit diesem Satz eröffnet Technikmuffel­und Star-Investor Warren Buffett seinen TwitterAcoount. Im Minutentakt ­gewinnt der 82-Jährige neue Follower. Nach w ­ enigen Stunden hatte er bereits 350.000 Twitter-Gefolgsleute. Zahl der Woche

5,6 Prozent Zu diesem Zinssatz hat Portugal zehnjährige Staatsanleihen am Finanzmarkt untergebracht. Erstmals seit zwei Jahren hat das krisengeschüttelte Land damit wieder eigene Bonds frei verkaufen können. Die Emission sei "ein großer Erfolg" gewesen, sagte Finanzminister Vítor Gaspar. Mit gut neun Milliarden Euro habe die Nachfrage das Angebot um mehr als das Dreifache übertroffen.

TERMINE 13.05. 07:30 China Industrieproduktion April 14.05. 11:00 EU Industrieproduktion März 15.05. 15:15 USA Industrieproduktion und Kapazitätsaus­ lastung April 15.05. 07:30 FR BIP Q1 (1. Veröffentlichung) 15.05. 08:00 DE BIP Q1 (1. Veröffentlichung) 15.05. 11:00 EU BIP Q1 (1. Veröffentlichung) 16.05. 01:50 Japan BIP Q1 (1. Veröffentlichung)


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Markt im Fokus

Bio-Aktien-Index geht durch die Decke

Der Branchenindex Solactive Organic Food setzte in der vergangenen Woche seinen seit Monaten anhaltenden Anstieg sehr dynamisch fort und erreichte neue Rekorde. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von drei Werten. Der Solactive Organic Food Index umfasst internationale Unternehmen, die biologische Nahrungsmittel anbauen, bearbeiten, herstellen, vermarkten oder mit ihnen handeln. Von den neun Indexmitgliedern

Solactive Organic Food Index Stand

Indizes Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX TecDAX SDAX EUROSTX 50 Nikkei 225 Hang Seng

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haben sieben ihren Sitz in den USA. Größtes Gewicht im Index hat die US-Biomarktkette Whole Foods Market (25,2%). Kursbewegungen bei der Aktie schlagen sich daher besonders im Indexverlauf nieder. So

Stand: 10.05.2013 (13.30 Uhr)

Stand: Freitag nach Börsenschluss

10.05.2013 % Vorwoche 52weekHigh % 52week 15118,49 +0,97% 15144,83 +17,61% 1633,70 +1,19% 1633,70 +20,30% 3436,58 +1,72% 3436,60 +17,14% 8278,59 +1,92% 8358,23 +27,01% 13893,50 +1,83% 13942,61 +32,45% 948,36 +2,01% 952,49 +22,30% 5967,98 +1,69% 6075,07 +19,97% 2785,24 +0,78% 2805,30 +23,93% 14607,54 +6,67% 14636,81 +62,13% 23321,22 +2,78% 23944,74 +15,30%

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auch in der vergangenen Woche, in der sich das Papier um mehr als 10% verteuerte und dabei auch das bisherige Allzeithoch übersprang. Die Investoren honorierten offenbar die vorgelegten Quartalszahlen sowie den angehobenen Ausblick für das Gesamtjahr 2012/13 (bis Ende September). Davon mitgezogen wurden auch die Papiere von United Natural Foods (Bio-Märkte), die um fast 10% zulegten. Jüngst den mit Abstand stärksten Anstieg verzeichnete jedoch die Aktie von Green Mountain Coffee Roasters (Kaffeespezialitäten). Sie verteuerte sich um mehr als 30% und hat angesichts ihres Gewichts von 24% den Hauptanteil an der jüngsten Rally des Branchenindex gehabt. Getrieben wurde die Aktie von den vorgelegten Ergebnissen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (bis Ende September) erhöhte sich der Umsatz um 14% auf mehr als 1 Mrd. US-Dollar. Für Kauflaune bei den Investoren dürften jedoch vor allem die kräftigen Gewinnsprünge gesorgt haben. Operativer Profit und Überschuss hatten um jeweils 42% zugelegt. Darüber hinaus erhöhte das Unternehmen seine Gesamtjahresziele. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) soll nun um 27% bis 31% auf 3,05 bis 3,15 US-Dollar zulegen. Auch das dritte Schwergewicht im Index, Monster Beverage (18,7%), legte jüngst Zahlen vor. Der Getränkehersteller konnte mit diesen aber nicht überzeugen, wie der Verlust von rund 6% impliziert.


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Märkte im Überblick

usa

Deutschland

Abermals neue Rekorde

DAX mit neuen Rekorden

Europa

Griechische Aktien besonders fest

Mit den jüngsten Zuwächsen knüpften Dow Jones und S&P 500 an ihre Rekordfahrt an. Anfangs wurde der positiv aufgenommene Arbeitsmarktbericht April vom Freitag der Vorwoche als treibende Kraft genannt. Er schürt offenbar die Zuversicht auf ein verbessertes konjunkturelles Umfeld. Allerdings ist dies ein zweischneidiges Schwert. Denn sollte sich diese Hoffnung erhärten, könnte dies wieder die Annahme einer sukzessiven Zurückführung der expansiven US-Geldpolitik schüren. Die Frage wird dann sein, was bei den Investoren schwerer wiegt. Bezüglich neuer Konjunkturfakten gab es jüngst unterdessen kaum Nennenswertes. Auch seitens der Firmen war es relativ ruhig. Die meisten Bilanzen für das erste Quartal 2013 sind veröffentlicht. Vergangenen Mittwoch hatten 436 Firmen aus dem S&P 500 ihre Ergebnisse berichtet. Davon haben laut Thomson Reuters 67,2% die durchschnittlichen Analystenerwartungen übertroffen, während 9,2% die Prognosen trafen und der Rest, 23,6% sie verfehlte. Abschließend noch ein Blick auf die technische Verfassung des Marktes: Hier ist immer mehr eine Überdehnung auf der Oberseite auszumachen, wie der auf ein neues Hoch gestiegene Bullish Percent Index für den S&P 500 zeigt. Dies spricht zwar für einen starken intakten Aufwärtstrend, allerdings werden damit auch Trendwenden oder zumindest Korrekturen immer wahrscheinlicher.

Die positive Stimmung am deutschen Aktienmarkt setzte sich jüngst fort. Es gab erneut kräftige Zuwächse bei den Indizes. Der DAX legte um 1,9% zu. Er kletterte damit deutlich über das bisherige Allzeithoch bei 8.152 Punkten, das am 13. Juli 2007 im Handelsverlauf markiert wurde. Nahezu mühelos wurden ferner die Marken von 8.200 und 8.300 Zählern überwunden, auch wenn Letztere nicht bis zum Wochenende gehalten werden konnte. Mit der Rekordfahrt scheint der DAX den US-Indizes folgen zu wollen. Allerdings ist ein Vergleich nur bedingt zulässig. Wenn man vom DAX spricht, ist meist der PerformanceIndex gemeint. In dessen Kursentwicklung sind auch die von den Indexmitgliedern gezahlten Dividenden enthalten. Dow Jones und S&P 500 sind indes reine Kursindizes, in denen Ausschüttungen nicht berücksichtigt sind. Will man die US-Kursbarometer daher mit dem DAX vergleichen, muss man dessen Kursindex-Variante betrachten. Hier gibt es mit aktuell etwa 19% jedoch noch reichlich Luft bis zum Allzeithoch. Seitens der deutschen Konjunkturfakten stellten jüngst das relativ kräftige Plus bei den Auftragseingängen im März sowie der solide Anstieg der Industrieproduktion im März Lichtblicke dar. Sie schüren Zuversicht auf eine gute wirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal 2013, für das es eine erste Indikation in der nächsten Woche gibt.

Auch in der vergangenen Woche gab es an den europäischen Aktienmärkten meist Zuwächse zur Vorwoche. Besonders kräftig fielen sie beim griechischen Leitindex mit mehr als 6% aus. Selbst die Arbeitsmarktdaten für Februar, die ein weiteres Indiz für den wirtschaftlichen Niedergang des Landes sind, trübten die Kauflaune nicht. Die offizielle Arbeitslosenquote legte zum Vormonat von 26,7% auf 27% zu. Gegenüber Februar 2012 schnellte sie um 5,1 Prozentpunkte in die Höhe. Außerdem legte die Quote der Jugendarbeitslosigkeit um 4,9 Prozentpunkte zum Vormonat zu und erreichte einen neuen traurigen Rekord von 64,2%. Binnen Jahresfrist kletterte sie um 10,1 Prozentpunkte. Einen kleinen Lichtblick gab es indes von der griechischen Industrieproduktion. Sie legte im März um 5,4% zu und verzeichnete damit den zweiten Anstieg in Folge, der zudem dynamischer ausfiel als im Februar mit 3,2%. Auch im Vergleich zum Vorjahr war der Rückgang von 0,7% relativ moderat, verglichen mit dem dicken Minus von 8,3% im Jahr 2012. Dass dieser Lichtblick für ein baldiges Ende der tief greifenden Depression spricht, ist jedoch zu bezweifeln. Auch die Wirtschaft im gesamten Euro-Raum dürfte sobald nicht zu einem nachhaltigen Konjunkturaufschwung ansetzen, auch wenn dies der jüngst erneute Zuwachs beim EURO STOXX 50 (+0,8%) zu implizieren scheint.

S&P 500

DAX

EURO STOXX 50

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Stand: 10.05.2013

Stand: 10.05.2013

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Manz:

Auf Kurs zum Turnaround Beim Hightech-Maschinenbauer verdichten sich die Anzeichen für einen Turnaround. Nachdem er im Geschäftsjahr 2012 einen satten Umsatzeinbruch sowie dicke Verluste verzeichnete, will er im laufenden Jahr wieder profitabel wachsen. Die jüngst vorgelegten Quartalszahlen und die positive Auftragsentwicklung machen Mut, dass Manz die Ziele erreichen könnte und auch nachhaltig wieder die Kurve kriegt. Eventuell ist daher auch die Aktie wieder einen Blick wert. Automation, Laser-Prozesse, Vakuumbeschichtung, Siebdrucken, Messtechnik und nasschemische Prozesse, das sind die Gebiete, mit denen sich die 1987 gegründete Firma bestens auskennt. Aufgrund ihrer Kernkompetenz in der Automation von Prozessen sowie der Entwicklung integrierFür Investoren, die an ter Systeme gibt es in einen nachhaltigen Turn­ around von Manz glauben, vielen Bereichen Ankönnte die Aktie langfristig wendungsmöglichkeiten für diese Technologien. interessant sein. Manz hat sich dabei in den vergangenen Jahren vom Automatisierungsspezialisten zum Anbieter integrierter Produktionslinien entwickelt, die vor allem eins sein sollen: effizient. Mit seinen Hightech-Maschinen trägt das Unternehmen demnach dazu bei, durch immer bessere Leistungsparameter die Herstellungskosten der auf den eigenen Anlagen 06

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gefertigten Produkte zu senken. Manz sieht sich dabei selbst als ein wichtiger Innovationstreiber für den Durchbruch von Schlüsseltechnologien unserer Zeit. Dazu zählt der Konzern die nachhaltige Energieerzeugung, Displays für globale Kommunikationsbedürfnisse und E-Mobilität. Bei der Entwicklung seiner Systeme liegt der Fokus somit auf weltweit schnell wachsende Zukunftsbranchen. Dies spiegelt sich auch in der Gliederung nach drei strategischen Geschäftsbereichen (Display, Solar, Battery) wider.

Manz

Stand: 10.05.2013 (10.30 Uhr)


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Firmenstrategie fruchtet Gerade Maschinen für die Solarbranche waren dabei lange Zeit eine der wichtigsten Einnahmequellen und Wachstumstreiber. Die Schwierigkeiten in der Photovoltaikindustrie in den vergangenen Jahren haben jedoch auch bei Manz deutliche Spuren hinterlassen. 2012 brach der Umsatz in diesem Bereich wegen ausbleibender Neuinvestitionen von Firmen aus dem Solarsektor kräftig ein. Große Verluste waren hier die Folge, unter anderem auch wegen Abschreibungen und Wertberichtigungen. Deutlich besser lief es in den Bereichen Display und Battery, die deutliche Zuwachsraten verzeichnen konnten. Damit konnte Manz aber nur teilweise die erheblichen Einbrüche im Segment Solar kompensieren, sodass konzernweit ein deutlicher Umsatzeinbruch von 23,5% auf 184,1 Mio. Euro verzeichnet wurde und es zudem auch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie beim Nachsteuerergebnis dicke Verluste von 30,7 respektive 33,5 Mio. Euro gab. Es hätte wohl aber noch schlimmer kommen können. Offenbar fruchtet die Firmenstrategie der vergangenen Jahre. Manz profitierte vom erfolgreich umgesetzten, branchenübergreifenden Technologietransfer. Dem Konzern ist es gelungen, nahezu das gesamte Technologieportfolio auf Anwendungen in der Display-Industrie zu transferieren. Eigenen Angaben zufolge bietet er der Branche effiziente Herstellungsverfahren für Displays, Touch-Sensoren und andere Komponenten von Smartphones und Tablets. Damit hat er ein umfassenderes technologisches Portfolio und ist mit seiner Ausrichtung in mehreren Wachstumsbranchen strategisch besser diversifiziert. Dank dieser Strategie lief es geschäftlich auch im ersten Quartal 2013 wieder deutlich besser. Solarkrise abgehakt Manz selbst sprach sogar davon, die Solarkrise hinter sich gelassen zu haben. Zwar 07

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gab es im Solarsegment abermals einen deutlichen Umsatzeinbruch von 73,7% auf 3,1 Mio. Euro, allerdings ist der Anteil am Konzernumsatz mit 6,2% relativ gering.

Die schwache Entwicklung wurde zudem vom anhaltend positiven Trend in den Bereichen Display und Battery überkompensiert. Ersterer profitiert von den derzeit

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boomenden Smartphones und Tablet-Computern. Der Segmentumsatz kletterte um 32,4% auf 28,3 Mio. Euro. Mit Produktionsanlagen für die Herstellung von Lithium-IonenBatterien erzielte Manz Erlöse von 1,9 Mio. Euro, was einem Plus von 64% entspricht. Zuwächse gab es auch in den beiden Berichtssegmenten Leiterplatten/OEM sowie Sonstige. In Ersterem ging es von 5,8 auf 11,2 Mio. Euro aufwärts. Die sonstigen Erlöse stiegen von 4,1 auf 5,4 Mio. Euro. Insgesamt erzielte Manz damit einen Gesamtumsatz von 49,8 Mio. Euro. Dies waren 13% mehr als vor einem Jahr. Die steigenden Einnahmen sowie die im zweiten Halbjahr 2012 eingeleiteten Maßnahmen zur Struktur- und Kostenoptimierung, die nach Firmenangaben erste positive Wirkung zeigen, führten außerdem zu einem verbesserten EBIT. Der Verlust verringerte sich von 4,9 auf 1,4 Mio. Euro. Auch nach Steuern wurde der Fehlbetrag von 5,4 auf 3 Mio. Euro minimiert. Gute Auftragslage Firmenlenker Dieter Manz war mit der Entwicklung im ersten Quartal insgesamt sehr zufrieden. Er freute sich zudem über die hohe Investitionsbereitschaft der Industrie in neue Produktionsanlagen im Bereich Display. Dies spiegelt sich auch in derzeitigen Auftragsbestand wider. Mit rund 142 Mio. Euro (+40% zum Vorjahr) ist er so hoch wie zuletzt im dritten Quartal 2010. Der Hightech-Maschinenbauer konnte in den vergangenen Wochen vor allem weitere große Folge- und Neuaufträge mit einem Volumen von 45 Mio. Euro im Display-Bereich einheimsen. Insgesamt entfallen 75,6% der aktuellen Aufträge auf dieses Segment. Umsatzund ergebniswirksam werden die neuen Aufträge weitestgehend im dritten und vierten Quartal 2013. Positiver Ausblick Für das Gesamtjahr 2013 ist der Vorstand dank der vollen Auftragsbücher sowie der exzellenten Marktaussichten sehr positiv gestimmt. Er bestätigte daher die Annahme eines zweistelligen Umsatzwachstums. Gleichzeitig bekräftigte er das Ziel, ein nachhaltig positives EBIT erreichen zu wollen. Bereits im zweiten Quartal will Manz einen operativen Gewinn einfahren. Das EBIT soll dabei sogar so hoch ausfallen, dass der Verlust im Auftaktquartal ausgeglichen werden kann. Zuversicht versprüht der Umstand, dass hier der Großteil der am Jahresende 2012 erhaltenen Aufträge umsatzund ertragswirksam wird. Zudem sollten die Anstrengungen zur Kostenoptimierung weiter fruchten. 08

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Manz ISIN: DE000A0JQ5U3 WKN: A0JQ5U Kurs 10.05.13: 27,00 EUR 52-Wochen-Hoch: 28,50 EUR 52-Wochen-Tief: 16,05 EUR Empf. Stop-Loss: 22,50 EUR Unser Anlageurteil: langfristiger Kauf Stand: Freitag nach Börsenschluss

Fazit Manz scheint tatsächlich auf einem guten Weg, einen nachhaltigen Turnaround zu schaffen. Dabei hat die Entwicklung in der Solarbranche für den Geschäftserfolg keine Bedeutung mehr. Stattdessen fruchtet die Strategie der vergangenen Jahre. Manz profitiert insbesondere von dem erfolgreichen Technologietransfer in die Display-Branche, die derzeit von einer anhaltend dynamischen Marktentwicklung geprägt ist. Darüber hinaus können die technologischen Prozesse des Hightech-Maschinenbauers in vielerlei Anwendungen eingesetzt werden, sodass es nicht verwundert, dass sich Manz bei der Entwicklung seiner Systeme auf weltweit schnell wachsende Zukunftsbranchen fokussiert. Daran dürfte sich auch künftig nichts ändern. Schließlich werden effiziente Produktionslinien immer gefragt sein. Für Investoren, die an einen nachhaltigen Turnaround glauben, könnte die Aktie daher langfristig interessant sein. Der dynamisch steigende Kurs seit dem Zwischentief im November vergangenen Jahres impliziert bereits wieder zunehmendes Käuferinteresse. Dabei wurde auch die langfristige Aufwärtstrendlinie überwunden. Nach einem Pullback an diese Linie zeigt die Tendenz dabei seit Mitte April wieder aufwärts. Sollte nun das Zwischenhoch von März 2013 bei 28,50 Euro geknackt werden, könnte dies auch aus charttechnischer Sicht für Long-Positionen sprechen.


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Asset Allocation / Portfoliodiversifikation

Die Diversifikation ist tot,

es lebe die Diversifikation! Die zurückliegenden Krisen haben eindrucksvoll gezeigt, dass die gängigen Modelle der klassischen Finanztheorie die Wirklichkeit nur unzureichend abbilden. Institutionelle und private Anleger wurden vom kurzzeitigen Versagen der Portfoliodiversifikation kalt erwischt. Warum Streuung trotzdem sinnvoll ist und wie Sie Ihr Vermögen sichern. Die Kombination verschiedener Asset-Klassen und ihre jeweilige Gewichtung ist die Hauptaufgabe eines jeden Anlegers. Trotz der berechtigten Kritik an den Risikomodellen der klassischen Finanztheorie hat sich daran bis heute nichts geändert. Risiken verändern sich Eine der Grundregeln der modernen Portfoliotheorie besagt, dass durch die Mischung verschiedenster Asset-Klassen das Risiko eines Portfolios entscheidend reduziert werden kann. Es wäre jedoch fahrlässig, die Erkenntnisse, die aus den zurückliegenden Krisen gewonnen wurMittels ETFs lassen sich die den, zu ignorieren: „Neben der Änderung der einzelnen Bausteine güns­ Risikoneigung sowie der grundsätzlichen Risitig und vor allem einfach kowahrnehmung haben sich – wie häufig in Fi­zusammenstellen. nanzkrisen – auch in den Jahren 2007 bis 2010 die Rendite- und Risikoparameter (Korrelationen und Volatilitäten) verschiedener Asset-Klassen erheblich verschoben. Änderungen dieser Parameter können erhebliche Änderungen in der Portfoliodiversifikation zur Folge haben“, so die Fondsgesellschaft Union Investment bereits 2010 in einer Studie. Für Anleger heißt das: Sowohl die generelle als auch die spezifische Risikoeinschätzung ändert sich im Lauf der Zeit – insbesondere in Krisenzeiten. Wer dies nicht beachtet, hat keine Kontrolle mehr über die tatsächlichen Risiken seines Portfolios. 09

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Der entscheidende Zusammenhang Die Korrelation zweier Assets (Asset-Klassen) wird stets als Zahl angegeben und für eine bestimmte Periode in der Vergangenheit berechnet. Eine Korrelation von 1 bedeutet dabei eine genau gleichgerichtete Entwicklung. Demgegenüber bedeutet eine Korrelation von –1, dass sich die ausgewählten Vermögensgegenstände sich genau entgegengesetzt entwickelt haben. Bei einer Korrelation von 0 gab es keinen Zusammenhang. Wie rasch sich die Korrelationen verändern können, zeigt ein aktuelles Beispiel: „Das Korrelationsniveau zwischen den Industriestaaten und den Emerging Markets betrug im Jahr 2012 73%, heute liegt dieser Wert nur mehr bei 27%“, so ­Didier Saint-Georges, Mitglied des Investment-­ Komitees bei Carmignac Gestion. Aktuell – wie auch vor der Finanzkrise – konnte man also aufgrund der relativ geringen Korrelation (0,27) bereits durch die Mischung von Aktien aus den Industriestaaten und den Emerging Markets vermeintlich eine Diversifikation und damit eine Risikoreduktion erreichen.


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Asset Allocation / Portfoliodiversifikation

Buntes Aktienpaket allein ist keine Lösung In der Krise stießen jedoch Investoren weltweit alle Aktien – ungeachtet ihrer Herkunft – ab. Sowohl Emerging-Markets-Titel als auch beispielsweise amerikanische BlueChip-Werte brachen im Gleichschritt ein. Die Streuung über entwickelte Märkte und Schwellenländer erwies sich als trügerisch und bescherte vielen Anlegern hohe Verluste. Doch nicht nur unterschiedliche Aktienmärkte bewegten sich in der Krise plötzlich im Gleichschritt: „Historisch betrachtet führten die Vorteile einer Diversifikationsstrategie zu einem signifikanten Anstieg der Investitionen in Rohstoffe. Die traditionell negative Korrelation gegenüber Aktien kehrte sich im Jahr 2008 – in Folge einer Reduktion der Positionsgrößen und eines Nachfrageeinbruchs – plötzlich dramatisch um“, so die amerikanische Bank JPMorgan in einer im Jahr 2011 veröffentlichten Studie. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Bereits in den letzten zehn Jahren (2000–2010) haben sich im Zuge der Globalisierung der weltweiten Finanzmärkte die Korrelationen zwischen unterschiedlichen Asset-Klassen nahezu verdoppelt. Und: Insbesondere die Vorteile einer Diversifikation durch Streuung über verschiedene Aktienmärkte haben laut JPMorgan in den letzten 20 Jahren deutlich abgenommen. Vorsicht Falle! Dass sich die Werte nun wieder langsam entspannen – wie die von Didier Saint-Georges genannten Zahlen zeigen – ist daher mit Vorsicht zu genießen. Denn gerade dann, wenn Anleger die risikomindernden Effekte benötigen, dürften sich diese erneut in Luft auflösen: „Zuerst bleibt festzuhalten, dass eine alleinige Anlage in Aktien nicht ratsam ist, da hier nur schwer Diversifikationseffekte zu erzielen sind. Vielmehr ist zu empfehlen, auch andere Asset-Klassen ins Portfolio zu integrieren. Hier empfehlen sich besonders Staatsanleihen, Pfandbriefe oder Immobilien, da sie in Krisenzeiten durchweg eine 10

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negative Korrelation zu Aktien aufwiesen“, so das Ergebnis einer Studie des Statistiklehrstuhls der Ruhr-Universität Bochum in Zusammenarbeit mit ihrem Spin-off quasol. Schwierige Rendite-Risiko-Abwägung Die aktuelle Entwicklung an den Finanzmärkten – welche die Zinsen an den Bondmärkten auf Rekordtiefs getrieben hat und nun die Aktienmärkte befeuert – hat denn auch wenig mit der Rückkehr von Vertrauen oder Normalisierung zu tun. Vielmehr fungiert die expansive Geldpolitik der großen Notenbanken hier als Preistreiber. Ob die Preise der Vermögensgegenstände im Zuge dieser Entwicklung tatsächlich die zukünftigen Chancen und Risiken der einzelnen Assets widerspiegeln und damit zu einer differenzierten Entwicklung der einzelnen Asset-Klassen führen, darf zumindest bezweifelt werden. Anleger sollten sich daher davor hüten, für eine minimale zusätzliche Rendite überproportional Risiken einzugehen. Das heißt, auch zukünftig ist Streuung Trumpf. Eine gute Mischung ist gar nicht so schwer zu erreichen. Einfach, aber erfolgreich „Die Portfoliotheorie von Markowitz ist richtig, aber sie ist auch schon 60 Jahre alt. Im Laufe dieser Zeit hat man die Theorie immer weiter verbessert, verfeinert und dann wieder verbessert. Die gute Nachricht, das Tolle für Privatanleger ist: Diversifikation funktioniert genauso gut wie komplexe moderne Auswahlverfahren für Wertpapiere“, so Professor Dr. Dr. h. c. Martin Weber in einem Interview. Die besten Ergebnisse erzielte Weber mit einer Aufteilung von 60% Aktien, 25% Anleihen und 15% Rohstoffen. „Daraus lässt sich ein Index mit einem attraktiven Rendite-Risiko-Profil ermitteln“, so Weber. Analysen der London Business School und der „Wirtschaftswoche“ bestätigten diese Ergebnisse. Anleger, die alle drei Klassen zu gleichen Teilen (jeweils ein Drittel) in ihrem

Portfolio berücksichtigten, generierten in der Phase zwischen 2001 und 2012 eine durchschnittliche Jahresrendite von 5,7%. Zum Vergleich: Der DAX allein kommt in diesem Zeitraum nur auf 3,6% – bei einer deutlich höheren Schwankungsbreite. Diversifikation ist Trumpf Weil gerade beim Vermögensauf bau die Diversifikation eine wichtige Rolle spielt, sollten langfristig orientierte Anleger aus oben genannten Gründen nicht überwiegend auf Produkte mit Fokus auf deutsche Aktien setzen. Stattdessen dürfen international anlegende Vehikel übergewichtet werden. Mittels ETFs lassen sich die einzelnen Bausteine günstig und vor allem einfach zusammenstellen. So empfiehlt Finanztest beispielsweise unter anderem den db x-trackers MSCI World Index 1c als Basisinvestment. Wer dazu einen globalen Renten-ETF sowie einen Rohstoff-ETF mischt, hat bereits viel erreicht.

Fazit Durch die Mischung unterschiedlicher Vermögenswerte lassen sich Risiken begrenzen, aber nicht ausschließen. Ein langfristiger Anlagehorizont und eine ausgewogene Streuung über die drei Asset-Klassen Aktien, Renten und Rohstoffe sind dabei nach wie vor der Königsweg. Gerade weil Übertreibungen in einzelnen Segmenten auch in Zukunft nicht ausbleiben werden, führt an Risikostreuung kein Weg vorbei.

Ausblick auf das nächste Spezial Ausgabe 20 (19.05.2013) Dividenstrategien


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Die Evolution der Vermögensanlage Bis zur Jahrtausendwende konnte mit einer Kombination aus Aktien, Anleihen und Rohstoffen ein stabiles Portfolio abgebildet werden. Doch die Finanzmärkte entwickeln sich stetig weiter. Für die Portfolio-Diversifikation lohnt heute ein neuer Blick auf diese traditionelle Kombination.

Markus Sievers geschäftsführender Gesellschafter von apano

Anleger vertrauen nach wie vor auf eine Risikostreuung in Aktien, Anleihen und Rohstoffen. Elemente aus diesen Bereichen gehören seit Anfang der 90er-Jahre zur Grundausstattung eines jeden gut gestreuten Depots. Bis zur Jahrtausendwende war die Korrelation dieser Anlagen untereinander niedrig und stellte nach der Portfoliotheorie von Markowitz ein stabiles Depot dar. So wie der Mensch, der sich im Laufe der Erdgeschichte zum Homo sapiens entwickelt hat, entwickeln sich auch die Finanzmärkte weiter. Den nächsten Schritt in der Evolution der Finanzmärkte läuteten nach der Jahrtausendwende anhaltende Krisen ein. Alte Regeln galten nicht mehr, die Korrelation der klassischen Anlagemärkte stieg und der Schutz der Diversifikation verschwand. Elemente aus den Bereichen Aktien, Anleihen und Rohstoffe sind heute dennoch nicht aus einem gut gestreuten Depot wegzudenken. Aktien sind wichtige Sachwerte mit guten Ertragschancen. Rohstoffe versprechen Anlegern Gewinne und auch Anleihen waren in den letzten Jahren eine wichtige Quelle stabiler Erträge. Bei allen drei Investments kam es in der nahen Vergangenheit vermehrt zu Rückschlägen. Mit neuen Anlagekonzepten und Short-Instrumenten können Anleger allerdings auch in fallenden Märkten Chancen in diesen Bereichen nutzen. Buy and Hold genügt nicht mehr Aktien durchliefen in der Vergangenheit Phasen starker Einbrüche. Seit dem Jahr

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2000 verlor der „Buy and Hold“-Anleger, der den Philosophien André Kostolanys folgte, zweimal rund die Hälfte seiner Aktien­ investments. Trotz der zwischenzeitlichen Kursanstiege wurden die Aktienstände weltweit von 2000 und 2007 noch nicht wieder erreicht. Dabei ist die Entwicklung innerhalb der Indizes häufig sehr unterschiedlich. Um die Höhe des bewusst akzeptierten Marktrisikos innerhalb eines Portfolios aktiv zu steuern, kommt es daher zum einen darauf an, die richtigen Titel im Portfolio zu haben. Zum anderen kann sich der Anleger mithilfe von Short-Positionen gegen fallende Märkte absichern oder sogar von schlecht laufenden Aktien profitieren. Steigende Zinsen nutzen In den fast drei Jahrzehnten fallender Zinsen konnten zudem mit Anleihen gute Kursgewinne und Zinserträge erwirtschaftet werden. Die Welt der Anleihen hat sich jedoch vor dem Hintergrund hoch verschuldeter Industriestaaten verändert. Um die Zinsbelastung durch die Staatsschulden zu drücken, halten Notenbanken das Zinsniveau nicht nur historisch niedrig, sondern gehen teilweise sogar in den Negativzinsbereich für kurzfristige Zinstitel. Gleichzeitig bedeutet eine hohe Bonität, wie sie bisher europäischen Staaten bescheinigt wurde, mittlerweile keine absolute Sicherheit mehr. Anleihestrategien müssen daher neue Ansätze nutzen, um z. B. auch von steigenden Zinsen oder den Chancen globaler Anleihe- und Währungsmärkte zu profitieren. Gegen Abwärtsphasen schützen Schließlich folgen bei Rohstoffinvestments nach steigenden Kurs­ phasen regelmäßig Phasen starker Preisrückgänge. Dabei sind die Rückschläge meist heftiger als im Aktienbereich. Gleichzeitig steigen langfristig die Preise für Rohstoffe aufgrund des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums unabdingbar. Wer in Rohstoffe investieren will, kann sich gegen die heftigen Abwärtsphasen schützen oder diese aktiv mit Short-Positionen für sich nutzen.


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Unternehmen der Woche – Serie BÖRSE am Sonntag LESER-AWARD 2013

Von links nach rechts: Jochen Schmidt, Moderator und Daytrader (führt die Webseminare von Admiral Markets) Jürgen Rosswinkel, Roman Krutyanskiy, Jens Chrzanowski

Admiral Markets –

zweiter Platz als bester Forex-Broker 2013 Der Broker Admiral Markets belegte den Platz 2 in der Kategorie „Bester Forex-Broker“ in der Leserumfrage der BÖRSE am Sonntag und sicherte sich damit den LESER-AWARD. Der international agierende, große Forex- und CFD-Broker mit Head Office in Tallinn/Estland wurde 2001 gegründet und ist weltweit in fast 40 Ländern aktiv, seit 2011 auch in Deutschland. „Trading for everyone“ ist das Leitmotiv von Admiral Markets. Zu diesem Anspruch gehört eine Auswahl von Kontomodellen, die den jeweils unterschiedlichen Ansprüchen der Trader gerecht wird. Herzstück ist dabei der MetaTrader 4 mit zwei Kontomodellen: „Admiral. Standard“ für alle Einsteiger und „Normal“trader von Devisen und CFDs; starten kann man bereits ab 10 Euro. Über dieses Konto erhält der Trader fixierte, günstigste Spreads, zum Beispiel EURUSD 1 Pip fixiert zur Haupthandelszeit und DAX30 und Dow Jones-CFDs bis 22 Uhr abends nur 1 Punkt Spread fix – alles ohne Ordergebühren. Der maximale Hebel für Forex beträgt 500. Kontomodell Nummer 2 ist das „Admiral.Pro“ ECNKonto, für Devisen-Daytrader. Ab 1.000 Euro Kontogröße erhält der Trader hier echte Interbankenspreads der führenden weltweiten Banken, wie der Deutschen Bank, Citibank, Goldman Sachs und Co. Dabei werden die besten Geld- und die besten Briefkurse zusammengelegt, für den bestverfügbarsten Spread! Im EURUSD liegt der durchschnittliche Spread bei 0,5 Pips. Wie bei jedem ECN-Konto kommen Kommissionen dazu, Admiral Markets berechnet pro vollem Lot und Roundturn nur 4 Euro. Für beide Konten kann somit gesagt werden, dass allein von den gesamten Kosten für den Endkunden Admiral ­Markets mit die günstigsten Angebote deutschlandweit anbietet! Auch die neueste MetaTrader-Version, der MT5, ist bereits im Angebot: High-Speed Devisentrading und viele neue Zusatzfunktionen sind über den MetaTrader 5 möglich. FAIR PLAY Brokerage ist stets der Maßstab von Admiral Markets. Alle Vorteile, die leider nicht von jedem Wettbewerber weitergegeben werden, erhält der Kunde. So wird die „Positive Slippage“, also eine Kursverbesserung für den Kunden, in vollem Umfang weitergegeben. Einzahlungen auch mit Kreditkarte sind kostenlos, und weitestgehend alle Vorgänge 12

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sind automatisiert – die Auszahlungen laufen Online ab, Hebeländerungen und neue Konten kann der Kunde selbsttätig über ein Kundenportal managen. Die europaweite Mifid-Regulierung, segregierte Konten, eine Einlagensicherung von 20.000 Euro Kunde für Kunde zu 100 Prozent und die Sicherheit eines globalen Brokers, der seit 2001 aktiv ist, runden das Gesamtbild ab. „Wir sind erst im Juni 2011 in Deutschland aktiv gestartet, und für diese kurze Zeit bereits den zweiten Platz zu erhalten freut uns sehr“, sagt Jens Chrzanowski, Managing Director bei Admiral Markets AS. „Unser Ziel ist ganz klar, noch bekannter in Deutschland zu werden und nächstes Jahr den ersten Preis zu erhalten. Dafür werden wir noch im Sommer 2013 viele Verbesserungen unseren Kunden präsentieren können. Die Ausführungsgeschwindigkeit wird nochmals deutlich verbessert, auch im MT5 werden CFDs erhältlich sein, und auch ein WebTrader für Browser-Trading wird bald im Angebot sein. Mit diesen Zusatzleistungen sollten wir nochmals einen großen Schritt zur Nummer 1 unter den MetaTrader Brokern gekommen sein.“ Admiral Markets stellt umfangreiches und aktuelles Material zur technischen und fundamentalen Analyse zur Verfügung. Darüber hinaus setzt der Broker auf Webinare und Seminare zur Vermittlung des entsprechenden Tradingwissens. Über die Admiral Academy profitieren die Kunden je nach Wissensstand von weiterführenden Informationen. Versäumte Webinare können über eine Online-Videosammlung und dem eigenen YouTube-Kanal nachgeholt werden. Die Informationspalette reicht von allgemeinen Tradingthemen über Einführungen zu Softwareapplikationen bis zu Live Trading-Events. Mehr zum Unternehmen unter www.admiralmarkets.de


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Pfeiffer Vacuum

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Schwache Nachfrage Gewinn stagniert Der im TecDAX notierte VakuumpumpenHersteller Pfeiffer Vacuum (WKN: 691660) leidet unter der schwachen Nachfrage aus der Halbleiterindustrie. Im ersten Quartal brach der Gewinn von 13,60 auf 7,53 Mio. Euro ein. Je Aktie fiel der Gewinn von 1,37 auf 0,67 Euro. Der Vorsteuergewinn (EBT) sackte von 19,83 auf 10,99 Mio. Euro ab, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 20,30 auf 11,12 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schrumpfte der Umsatz von 131,96 auf 99,96 Mio. Euro. Der Auslandsumsatz ging von 108,92 auf 79,81 Mio. Euro zurück, der Inlandsumsatz von 23,03 auf 20,15 Mio. Euro. Regional betrachtet brach der Umsatz in Südkorea am stärksten ein – von 33,17 auf 11,42 Mio. Euro. In den USA fiel der Umsatz von 25,80 auf 20,83 Mio. Euro. In Europa (ohne Deutschland und Frankreich) flossen 19,38 Mio. Euro durch die Bücher – gegenüber 17,78 Mio. Euro im ersten Quartal 2012. Der Auftragseingang sank von 136,8 auf 104,1 Mio. Euro. Im Schlussquartal 2012 hatte Pfeiffer allerdings nur Aufträge im Volumen von 97 Mio. Euro eingesammelt. Der Auftragsbestand zum Stichtag 31. März ging von 92,4 auf 75,9 Mio. Euro zurück. Eine Prognose für 2013 will das Management auf der am 28. Mai stattfindenden Hauptversammlung abgeben.

Der Gewinn des mehrheitlich (52,6%) zum Medienkonzern Burda gehörenden KarriereNetzwerkes Xing (WKN: XNG888) stagnierte im Anfangsquartal bei 2,00 Mio. Euro (1. Quartal 2012: 1,97 Mio. Euro). Der Vorsteuergewinn (EBT) verharrte bei 3,06 Mio. Euro. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte der Gewinn von 2,98 auf 3,02 Mio. Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 4,80 auf 5,30 Mio. Euro. Der Gesamtumsatz zog von 17,70 auf 19,59 Mio. Euro an. Gleichzeitig stiegen die Personalkosten – die Zahl der Mitarbeiter kletterte von 488 auf 548 – von 7,29 auf 8,77 Mio. Euro. Dagegen schrumpften die Marketing-Ausgaben von 1,86 auf 1,16 Mio. Euro. Von Januar bis Ende März erhöhte sich die Mitgliederzahl des Netzwerkes von 12,90 (31.12.2012) auf 13,18 Mio., die Zahl kostenpflichtiger Premium-Mitglieder von 808.000 auf 810.000. Zum Stichtag 31. März 2012 waren weltweit 12,10 Mio. Nutzer registriert, davon 793.000 zahlende Mitglieder. Der Umsatz im Premium-Segment, der Haupteinnahmequelle von Xing, stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 12,38 auf 12,87 Mio. Euro. Im Geschäftsbereich E-Recruiting zog der Umsatz auch dank der Übernahme der österreichischen Kununu GmbH von 3,98 auf 5,25 Mio. Euro an.

Unternehmenstermine Datum 14.05.2013 14.05.2013 15.05.2013 15.05.2013 15.05.2013 15.05.2013 15.05.2013 16.05.2013

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Uhrzeit Name 07:00 Aurubis AG 07:00 K+S AG 07:00 Allianz SE 22:05 Cisco Systems Inc. 07:00 RWE AG 07:30 Salzgitter AG 07:30 ThyssenKrupp AG 13:00 Walmart Stores Inc.

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Ereignis Halbjahresbericht 2012/13 Ergebnisbericht Q1 2013 Ergebnisbericht Q1 2013 9-Monats-Bericht 2012/13 Ergebnisbericht Q1 2013 Ergebnisbericht Q1 2013 Halbjahresbericht 2012/13 Ergebnisbericht Q1 2013/14

Groupon

Verlust reduziert Im ersten Quartal sank der Fehlbetrag von Groupon (WKN: A1JMC2) dank einer geringeren steuerlichen Belastung von 3,59 auf 3,24 Mio. US-Dollar. Der den Aktionären zurechenbare Verlust schrumpfte von 11,70 auf 3,99 Mio. US-Dollar beziehungsweise von 0,02 auf 0,01 USDollar. Vor Sonderposten verdiente das US-Schnäppchenportal wie erwartet 0,03 US-Dollar je Aktie. Der Vorsteuergewinn brach von 30,97 auf 16,10 Mio. US-Dollar ein, der operative Gewinn von 39,64 auf 21,18 Mio. US-Dollar. Der Umsatz stieg von 559,28 auf 601,40 Mio. US-Dollar. Prognose: 591 Mio. US-Dollar. Während der Inlandsumsatz von 238,56 auf 339,55 Mio. US-Dollar anzog, schrumpfte der im Ausland erzielte Umsatz von 320,72 auf 261,85 Mio. US-Dollar. Die Umsatzkosten stiegen von 119,50 auf 222,39 Mio. USDollar, die operativen Kosten reduzierte Groupon von 400,15 auf 357,83 Mio. USDollar. Während die in den operativen Kosten enthaltenen Marketing-Ausgaben von 116,62 auf 49,56 Mio. US-Dollar mehr als halbiert wurden, erhöhten sich die Vertriebs- und Verwaltungskosten von 283,58 auf 308,21 Mio. US-Dollar. Im laufenden Quartal sollen 575 bis 625 Mio. US-Dollar durch die Bücher fließen – Analysten erwarten bisher 617 Mio. USDollar. Im Gesamtjahr wollen die Chicagoer nach wie vor operativ mehr als 100 Mio. US-Dollar verdienen.


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JPM Emerging Markets Local Currency Debt – Real und Bath ins Depot Die Börsen sind auf Rekordjagd. Sich nur in Aktien zu engagieren, wäre jedoch riskant. Korrekturen im zweiten Halbjahr sind nicht auszuschließen. Als renditestarke Ergänzung bieten sich Schwellenländeranleihen in lokaler Währung an. Im vergangenen Jahr erzielte die Anlageklasse ein Plus von über 16%. Für deutsche Privat­anleger ist der Kauf einzelner Papiere allerdings kompliziert. Einfacher und sicherer ist es, breit diversifiziert via Fonds einzusteigen. Der von JPMorgan aufgelegte JPM Emerging Markets Local Currency Debt Fund agiert bislang erfolgreich. Auf Sicht von vier Jahren erzielte er ein Plus von 60%. Die durchschnittliche Verschuldungsquote der Schwellenländer in der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer wird einer Studie der Deutschen Bank zufolge bis 2016 auf unter 30% des BIP sinken. In den Industriestaaten der G-20-Staaten hingegen dürfte die Verschuldung auf durchschnittlich 115% steigen. Auch in den Emerging-Markets-Staaten, die nicht dem G-20-Klub angehören, nimmt die Verschuldung ab. Laut Pierre-Yves Bareau, Fondsmanager des JPMorgan Emerging Markets Local Currency Bond, besitzen mittlerweile 83% der im JPMorgan Government Bond Index Emerging Markets enthaltenen Bonds ein InvestmentGrade-Rating. Die gute Bonitätsnote ist für viele institutionelle Investoren Bedingung für einen Einstieg. Sie geht daher meist mit Kurssteigerungen einher. Das Gütesiegel Investment Grade wurde jüngst auch an die Philippinen vergeben. Gutes Rating, hohe Zinsen Trotz abnehmender Ausfallrisiken sind die Bonds vieler Emerging Markets attraktiv verzinst. So ist die bis zum 1. Januar 2017 laufende und mit A– beurteilte Anleihe Brasiliens mit einem jährlichen Coupon von 10% ausgestattet. Anleger des ebenfalls 2017 fälligen spanischen Papiers, das mit BBB– eingestuft wird, erhalten jedoch nur 5,5%, die Rendite liegt bei 2,59%. Zudem bieten Local Currency Bonds die Chance auf Währungsgewinne. In der Vergangenheit stiegen die Währungskurse vor allen

dank zunehmender Investitionen aus dem Dollar-Raum. Das birgt aber auch langfristig Gefahren. Sollten in den USA die Zinsen anziehen, fließt das Geld auch schnell wieder ab. Bislang sieht es danach aber nicht aus. Manager Bareau rechnet in den kommenden Monaten jedenfalls mit weiteren Aufwertungen der Schwellenländerwährungen gegenüber dem Dollar und dem Euro. Attraktive Anleihen aus Asien Im Portfolio des JPMorgan Emerging Markets Local Currency Bond sind derzeit mexikanische Peso-Anleihen mit 14,5% am höchsten gewichtet. Die Aussicht auf wirtschaftliche und finanzielle Reformen, insbesondere in der Steuergesetzgebung, lockte in den vergangenen Monaten ausländische Investoren an. Als Folge zog der Peso deutlich an. Der Kursanstieg schadet mittlerweile jedoch dem Export und könnte die Regierung und die Notenbank zu Gegenmaßnahmen motivieren. Gute Chancen sieht Bareau auch in Indonesien. Die Wirtschaft des asiatischen Landes wird in diesem Jahr voraussichtlich um 5,3% wachsen. Dank der guten Aussichten und des aktuellen Höhenflugs der Börse hat auch Thailands Währung – der Bath – seit Jahresanfang deutlich zugelegt. Bareau hält derzeit auch russische, polnische und afrikanische Zinstitel in lokaler Währung für interessant. Bislang lag er bei der Titelauswahl und Ländergewichtung nicht falsch. Alle Staaten sind ihrem Schuldendienst stets nachgekommen. Seit Jahresanfang bringt der Fonds es auf rund 4%.

JPM Emerging Markets Local Currency Debt ISIN: LU0332400232 Fondsvolumen: 2.609,3 Mio. Euro Fondswährung: Euro Auflagedatum: 24.1.2008 Gesamtkostenquote: 1,4%

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Fazit: Aussichtsreicher Fonds zur Beimischung. Hohe einstellige Zuwachsraten sind möglich. Die Risiken sind überschaubar.


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Deutsche Asset & Wealth Management

Deutliche Gebührensenkung Deutsche Asset & Wealth Management hat die Gesamtkostenquote (TER) für den DB Platinum IV European Top STARS Fonds (ISIN: LU0315540988) von 1,8% auf 1,5% gesenkt. Mit dem Fonds partizipieren Anleger von den Analyseergebnissen von mehr als 80 Aktienanalysten der Deutschen Bank. Das Portfolio des DB Platinum IV European Top Stars Fund besteht aus 53 Aktienpositionen (per 31.03.2013) und ist gewichtet nach dem Börsenwert der jeweiligen Aktien. Ein Viertel des Portfolios wird wöchentlich neu gewichtet. Die Aktienanalysten der Deutschen Bank beobachten mehr als 650

Aktien. Jeder Analyst deckt in der Regel bis zu zehn Aktien ab. Davon nennt er eine bis drei Aktien, bei denen er besonders stark von einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung überzeugt ist. Diese stehen für den European Top Stars Fund zur Verfügung. Aktien werden ausgewählt, weil Analysten beispielsweise Gewinnverbesserungen oder personelle Veränderungen im Unternehmen erwarten oder nach ihrer Meinung Branchenmeldungen vom Markt falsch interpretiert wurden. Der Fonds erzielte auf Sicht von einem Jahr ein Plus von über 24%. Im laufenden Jahr legte er um 6,3% zu.

Robeco

Fondsangebot im Bereich Emerging Markets Debt Mit dem Robeco Emerging Lux-o-rente Local Currency D EUR (ISIN: LU0862488169) können Privatanleger in Staatsanleihen investieren, die von Schwellenländern in lokaler Währung begeben werden. Die Anlagestrategie basiert auf einem quantitativen Modell, mit dessen Hilfe die Duration des Anleiheportfolios aktiv gesteuert wird. Es prognostiziert zukünftige Zinsentwicklungen für unterschiedliche Anleihemärkte und soll Anleger vor negativen Entwicklungen durch steigende Zinsen schützen. In Zeiten fallender Zinsen sollen Investoren dagegen von steigenden Anleihekursen profitieren können. Die Anpassung der Duration erfolgt über den

Einsatz von Zinsswaps und Futures in den liquidesten Märkten für Schwellenländeranleihen wie Brasilien, Polen, Mexiko, Südkorea, Malaysia und Südafrika. In jedem Teilmarkt kann die Duration um ein halbes Jahr verlängert beziehungsweise reduziert werden, wodurch eine signifikante Anpassung des Risikoprofils auf die jeweils prognostizierte Entwicklung der Zinsen möglich ist, so ­Robeco. Die Duration des Portfolios lässt sich demnach gegenüber der Benchmark um drei Jahre verlängern bzw. verkürzen. Die Benchmark, der JPMorgan GBI-EM Global Diversified Index, weist derzeit eine Duration von etwa fünf Jahren auf.

MainFirst

Gut gemischt zu Absolute Return MainFirst Asset Management hat seine Fondspalette um einen in mehrere Anlageklassen investierenden Absolute-Return-Fonds erweitert. Das Management des MainFirst AR Multi Asset Fonds (ISIN: LU0864714000) sucht nach langfristig aussichtsreichen Trends, wie zum Beispiel die Erholung des US-Häusermarktes oder die fortschreitende Verbreitung des mobilen Internets. Andererseits werden auch Segmente definiert, in die aufgrund fehlender positiver Aussichten nicht investiert werden sollte, wie zum Beispiel Versicherungen, Versorger oder der Einzelhandel. Die Investments erfolgen auf Basis der definierten Trends sowie einer eingehenden 15

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Analyse und Auswahl von Einzeltiteln. Für die Bestückung des Portfolios stehen Staats- und Unternehmensanleihen, Aktien inklusive Schwellenländer, Währungen und Rohstoffe bereit. Ein erstes Zielportfolio besteht aus 42% Aktien, 29% Staatsanleihen (Durchschnittsrating A), 25% Unternehmensanleihen (Durchschnittsrating BBB) und 3% Kasse. Ziel des Fondsmanagements ist ein jährlicher positiver Ertrag von 5%. Um diesen Ertrag zu erreichen, können Terminkontrakte zur Absicherung eingesetzt oder die Streuung beispielsweise bei Währungen verbreitert werden.


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Evonik-Discount-Zertifikat – im günstigen Einkauf liegt der Gewinn

Evonik überzeugt mit guten Wachstumsperspektiven. Dennoch drängt sich ein Kauf der Aktie nicht auf, weil die Altaktionäre des Spezialchemiekonzerns weitere Anteilscheine verkaufen dürfen. Zugreifen können Anleger hingegen bei einem Evonik-Discount-Zertifikat vom französischen Bankhaus BNP Paribas. Das Management von Evonik hat allen Grund zur Freude. Denn im April hat der Spezialchemiekonzern den Sprung aufs Börsenparkett geschafft – nach insgesamt drei gescheiterten Versuchen in den Jahren 2008, 2011 und 2012. Zweimal wurde das IPO wegen eines schlechten Umfelds an den Finanzmärkten abgesagt. Im vergangenen Jahr konnten Aktien der beiden Eigentümer des Unternehmens nicht zu dem Preis platziert werden, den sie sich vorgestellt hatten. Erst im Frühjahr 2013 haben die RAG-Stiftung und der britische Finanzinvestor CVC Capital Partners 12% ihrer Anteilscheine an Großinvestoren wie Singapurs Staatsfonds Temasek verkauft. Weitere 2% der Evonik-Aktien wurden bei institutionellen Anlegern platziert. Evonik investiert kräftig in Asien Positiv zu werten ist bei Evonik der Anstieg des Nettogewinns im Geschäftsjahr 2012 um 15% auf knapp 1,2 Mrd. Euro. Der Umsatz verringerte sich hingegen um 6% auf 13,6 Mrd. Euro, was auf den Verkauf eines Geschäftsbereichs zurückzuführen ist. Im ersten Quartal 2013 sank der Umsatz um 4% auf 3,3 Mrd. Euro. Im selben Zeitraum kletterte jedoch der

Überschuss um 7% auf 289 Mio. Euro. Aus Anlegersicht von großer Bedeutung sind die Perspektiven des weltweit aktiven Spezialchemiekonzerns. Die können sich sehen lassen, denn Evonik profitiert in mehreren Bereichen von Megatrends und baut seine Marktstellung in Regionen aus, die mit einem dynamischen Wirtschaftswachstum punkten. Bis 2016 will das Unternehmen 6 Mrd. Euro investieren – ein knappes Drittel davon in Asien. Operative Marge soll stabil bleiben Ein Risikofaktor ist die Tatsache, dass viele Evonik-Kunden in zyklischen Branchen wie der Auto- und Reifenindustrie tätig sind. Trotzdem geht Vorstandschef Klaus Engel davon aus, dass die operative Marge 2013 auf dem Vorjahresniveau von 19% gehalten werden kann. Hinzu kommt, dass die Aktie des Spezialchemiegiganten mit einem 2013er-KGV von 13 relativ günstig bewertet ist. Dennoch sollten Anleger nicht einsteigen, da die RAG-Stiftung und CVC Capital Partners weitere Aktien verkaufen dürfen. Machen sie von ihrem Recht Gebrauch, könnte dies den Kurs nach unten drücken. Rabattpapier mit guten Konditionen Kaufenswert ist zurzeit ein vom Bankhaus BNP Paribas emittiertes Discount-Zertifikat (WKN: BP8UKA). Damit lässt sich bis Ende dieses Jahres eine Rendite von rund 6,5% erzielen, sofern die Evonik-Aktie am Laufzeitende mindestens bei 28,00 Euro notiert. Zuletzt notierte der Anteilschein bei 31,44 Euro und das Zertifikat kostete 26,30 Euro (Stand: 08.05.2013). Somit können Anleger mit dem Discounter auch dann einen Gewinn erzielen, wenn die Aktie geringfügig an Wert verliert.

Evonik-Discount-Zertifikat Zertifikattyp Discount

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Emittent BNP Paribas

Basiswert Fälligkeit Evonik 30.12.2013

WKN BP8UKA


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Zertifikate-Anleger im Renditerausch? Im April waren Zertifikate-Anleger so risikobereit wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr. Dies zeigt die aktuelle Auswertung des UBS Investor Sentiment Index. Dieses Angstbarometer der Eidgenossen vergleicht den Stand des DAX mit der Höhe der Caps, die Anleger beim Kauf von UBS-Discount-Zertifikaten auf den Index gewählt haben. Notiert das Kursbarometer am Laufzeitende auf dem Cap oder darüber, erzielen die Inhaber der Discount-Papiere die maximal mögliche Rendite. Ein Cap weit unterhalb des DAX signalisiert, dass Anleger mit größeren Kursrückgängen rechnen. Je höher der Cap angesetzt wird, desto optimistischer ist die Anlegerschaft. Der UBS Investor Sentiment Index spiegelt somit die Risikobereitschaft der Anleger wider. Der April-Erhebung zufolge lag der durchschnittliche Cap bei UBS-Discount-Zertifikaten auf den DAX lediglich 7,58% unter dem

Indexstand und damit ganze 3 Prozentpunkte unter dem März-Wert. Käufer dieser Produkte haben sich somit im April für einen deutlich kleineren Risikopuffer als im Monat zuvor entschieden. Noch optimistischer waren Zertifikate-Anleger zuletzt im Juni 2011. Damals hatten sie im Durchschnitt einen Cap von 6,59% unter dem DAX-Stand gewählt. Zum Vergleich: Der rollierende 12-Monats-Durchschnitt des Sentiment Index liegt aktuell 14,91% unter dem DAX-Stand.

ERSTE BANK

Neues Dividenden-Zertifikat STOXX Global Select Dividend 100 Index Performance Garant II (ISIN: AT000B007984) nennt die Erste Bank ihre neueste Kreation. Mit diesem Garantie-Zertifikat setzen Anleger auf eine positive Wertentwicklung des STOXX Global Select Dividend 100 Index (ISIN: US26063V1180). Er kombiniert die weltweit 100 dividendenstärksten Aktien aus Nordamerika (40 Aktien), Europa (30 Aktien) und Asien/Pazifik (30 Aktien). Unternehmen mit den höchsten Dividendenrenditen werden bei der Indexzusammensetzung am stärksten gewichtet, wobei eine Obergrenze bei 10% Gewichtung eingezogen ist. Eine breite Diversifikation ist somit garantiert. In das Kursbarometer kommen nur jene Unternehmen, die weniger als 60% ihres Gewinns ausschütten und deren Dividendenrendite sich in den vergangenen

fünf Jahren positiv entwickelt hat. Anfallende Dividenden werden jedoch nicht ausgeschüttet und fließen auch nicht in die Indexberechnung ein, vielmehr bildet der Index die Kursentwicklung besagter Dividendenpapiere nach. Die Tilgung des Erste-Bank-Zertifikats erfolgt am Ende der sechsjährigen Laufzeit auf Basis der Indexentwicklung. Ist die Performance der dividendenträchtigen Blue Chips negativ, schützt zum Laufzeitende eine Kapitalgarantie vor Verlusten. Interessenten können das neue Papier der Österreicher bis Ende Mai in einer Stückelung von 1.000 Euro zeichnen, müssen jedoch mindestens 3.000 Euro anlegen. Bei der Zeichnung fällt überdies ein Ausgabeaufschlag von 1,50% an. Käufer sollten zudem während der recht langen Laufzeit das Emittentenrisiko im Auge behalten.

DAB BANK

Feiertagsaktionen an Pfingsten und Fronleichnam Die Münchener DAB Bank plant in Kooperation mit der Commerzbank an den kommenden beiden Feiertagen zwei neue Nofee-Aktionen.­ Demnach können DAB-Kunden am 20. Mai (Pfingstmontag) sowie am 30. Mai (Fronleichnam) bares Geld sparen. An besagten Tagen zahlen DAB-Kunden beim Handel mit 17

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Optionsscheinen und gehebelten Zertifikaten der Commerzbank keine Ordergebühren. Das Angebot gilt ab einem Ordervolumen von 1.000 Euro und ausschließlich für den außerbörslichen Handel direkt mit der ­Commerzbank. ETFs, spreadlose Indextracker sowie Turbos auf Indizes und den Bund Future sind von diesem Angebot ausgenommen.


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Rohstoff der Woche

Palladium:

Auch 2013 großes Defizit erwartet

Wie bei den übrigen Edelmetallen gab es auch bei Palladium im April einen Ausverkauf. Binnen drei Wochen ging es hier in der Spitze um fast 18% abwärts. Seither hat sich der Preis wieder ein gutes Stückchen erholt. Vielleicht ist sogar noch mehr drin, könnten die fundamentalen Fakten doch weiterhin für Käufe sprechen. Der „Thomson Reuters GFMS Platin & Palladium“-Bericht 2013 aus der Vorwoche scheint auch jüngst treibend gewirkt zu haben. Hier geht man für 2013 erneut von einem großen Defizit (800.000 bis 900.000 Feinunzen) zwischen Angebot und Nachfrage aus. Bereits 2012 gab es eine Lücke, die mit 1,122 Mio. Feinunzen deutlich über dem von 2011 (–0,279 Mio. Feinunzen) lag und damit so groß war wie seit elf Jahren nicht mehr. Während das Angebot aus Minenproduktion und Recycling zum Vorjahr um 4% auf 8,194 Mio. Feinunzen sank, erhöhte sich die Nachfrage (ohne ETFs) um 5% auf 9,316 Mio. Feinunzen. Nimmt man noch die Verkäufe von Palladium aus russischen Lagerbeständen hinzu, was allerdings nur auf Annahmen beruht, da es keine offiziellen Zahlen gibt, und berücksichtigt die Nachfrage durch ETFs, fiel das Defizit 2012 mit 1,16 Mio. Feinunzen sogar noch etwas größer aus. Maßgeblich dafür verantwortlich war auf der Angebotsseite die geringere Minenproduktion der beiden größten Palladiumproduzenten Südafrika (–10%) und Russland (–3%). Gleichzeitig stieg die Nachfrage für den Einsatz in Fahrzeugkatalysatoren um 9% auf 6,053 Mio. Feinunzen.

Für 2013 gehen die Prognosen von einer anhaltend robusten Nachfrage aus der Industrie aus. Gleichzeitig dürfte das Angebot kaum ausgeweitet werden. Eine Frage dabei ist, wie viel Palladium noch aus russischen Beständen verkauft werden kann oder ob sie sich nun bald dem Ende nähern. Eventuell ist die erwartete, nach wie vor angespannte Lage zwischen Angebot und Nachfrage eine preistreibende Kraft. Bremsend wirken könnte indes der Investment-Bereich. Anleger halten derzeit etwa 10 Mio. Feinunzen. Sollte sich die Stimmung nachhaltig verschlechtern, könnten sie Teile ihrer Bestände abstoßen und damit, je nach Umfang, für ein solideres Angebot sorgen. Palladium – Spot-Preis in US-Dollar

Stand: 10.05.2013

Derivate auf Palladium (Basiswert: Spot-Preis in US-Dollar) Typ Index-Zertifikat (quanto) Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN GS72X1 DX152U DZ2770

Basispreis/Knock-out - 536,277/551,20 USD 873,612/869,18 USD

Laufzeit Hebel open end open end 4,06 open end 4,26


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Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Kakao – Juli-Future (ICE)

Rohstoffe (Auswahl)

Der Kakaopreis machte in der vergangenen Woche einen Schritt zurück. Vielleicht bedarf es zunächst eines Pullbacks an die im April überwundene Abwärtstrendlinie, um danach die im März gestartete Aufwärtsbewegung fortzusetzen. Ein nachhaltiger Rutsch unter 2.300 US-Dollar würde das charttechnische Bild jedoch wieder eintrüben.

Markt Kurs Rohöl WTI Crude NYMEX ($/bbl)

% zur Vorwoche

95,88

+0,28%

3,91

-3,55%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

289,80

+0,54%

Gold NYMEX ($/Unze)

1447,90

-1,54%

23,81

-1,20%

705,25

+1,63%

Platin Spot ($/Unze)

1487,50

-0,64%

Aluminium Spot ($/t)

1848,00

+1,09%

Blei Spot ($/t)

1974,50

-2,31%

Kupfer Spot ($/t)

7355,50

+1,54%

Nickel Spot ($/t)

15325,00

+2,78%

Zinn Spot ($/t)

20775,00

+4,01%

Zink Spot ($/t)

1827,50

-1,38%

Baumwolle ICE ($c/lb)

86,690

+0,59%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

144,20

+2,89%

2305,00

-4,44%

Mais CBOT ($c/bu)

636,50

-3,78%

Die Korrektur seit dem Hoch im März scheint beim 50%-Retracement des Anstiegs von November 2012 bis März 2013 beendet worden zu sein. Von dieser Marke aus zeigt sich ein Aufwärtsimpuls, der sich jüngst fortsetzte. Damit wurde auch das 38,2%-Fibonacci-Retracement nachhaltig überwunden. Das März-Hoch könnte damit wieder ins Visier rücken.

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

143,35

-0,59%

1398,50

+0,83%

704,25

-0,98%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

17,39

-1,08%

Lebendrind CME ($c/lb)

120,40

-1,25%

Mastrind CME ($c/lb)

146,93

-0,34%

90,75

-1,71%

Platin – Spot-Preis in US-Dollar

Rohstoff-Indizes (Auswahl)

Wie in der Vorwoche kratzte Platin an der Widerstandszone bei etwa 1.510 US-Dollar. Sie konnte am Ende jedoch nicht überwunden werden. Erst ein nachhaltiger Sprung darüber spräche für eine fortgesetzte Erholung. Ein Scheitern an diesem Hindernis könnte indes zu einem erneuten Rutsch in Richtung 1.370 US-Dollar führen.

Index Kurs

% zur Vorwoche

NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) 276,06

-0,39%

NYSE Arca Oil & Gas Index

1375,89

-0,79%

131,94

-0,88%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 288,43

-0,15%

Rogers Int. Commodity Index

+1,68%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Zinn – Spot-Preis in US-Dollar (LME) Die in der Vorwoche erreichte und getestete Unterstützung bei 19.843 US-Dollar (Zwischentief Oktober 2012) hielt zunächst stand. Zinn konnte davon ausgehend jüngst sogar einen Aufwärtsimpuls vollziehen. Vielleicht gelingt nun zumindest eine größere Gegenbewegung. Negativ wäre indes ein Bruch der eingangs erwähnten Unterstützung.

Kakao ICE ($/t)

Baumwolle – Juli-Future (ICE)

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Sojabohnen CBOT ($c/bu) Weizen CBOT ($c/bu)

Schwein mag. CME ($c/lb)

DJ AIG Commodity Index

3604,81


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Produkt der Woche

Metamorphe Schreibgeräte Wer schreibt, der bleibt. Auch wenn Smartphones und Laptop dazu geführt haben, dass die meisten Texte heute digital verfasst werden, so konnten sie doch die alte Kulturtechnik des handschriftlichen Schreibens noch nicht gänzlich ersetzen. Geblieben sind Zauber und Grazie der individuellen Handschrift. Auch Nachdruck und Entschiedenheit der persönlichen Unterschrift sind und bleiben unverzichtbare Elemente besonderer Lebenssituationen.

Werner Platz Erikastrasse 5 51427 Bergisch Gladbach Deutschland T. +49 2204-609169 Mail:info@wernerplatz.de www.wernerplatz.de

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Und so unterstreichen nicht nur Diplomaten und Staatsoberhäupter beim Unterzeichnen ihrer Verträge und Dokumente die Bedeutung des Momentes stets mit kostbaren Schreibgeräten. Immer dann, wenn es um die ganz großen Augenblicke des Lebens geht, wird unwillkürlich zu den Königen der Schreibgeräte gegriffen – zum Füllfederhalter oder zum außergewöhnlichen Stift. Werner Platz, Künstler aus Bergisch-Gladbach, stellt in Handarbeit erlesene Schreibgeräte her, aus Bruyèreholz, aus Mooreiche, aus Hirschgeweihen und aus alten Wanderstöcken. Pro Jahr entstehen knapp 100 Unikate. Der "Ebauchon" beispielsweise ist ein besonders exquisites Stück: Aus der Knolle der wild wachsenden Baumheide, dem Bruyèreholz, werden die „Ebauchons“ als Rohlinge

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für Pfeifenköpfe geschnitten. „Um nicht all die im Handel befindlichen Ebauchons den Pfeifenmachern zu überlassen, habe ich 100 Stücke von höchster Qualität erworben. Damit gestalte ich nun Schreibgeräte als individuelle Einzelstücke“, erklärt der Künstler. Im Platzschen Atelier im Bergischen Land liegen zudem achtsam verpackt ein paar wenige dunkle Mooreichestücke. Werner Platz zeigt die Maserung und erklärt: „Dieses Holz ist 1700 Jahre alt. Es wurde zufällig bei Pflegearbeiten an einem Gewässer bei Bad Gandersheim gefunden. Eine Altersbestimmung haben Pflanzenwissenschaftler der Georg-August Universität in Göttingen vorgenommen.“ Aus dieser wertvollen Mooreiche entstehen nun ca. 80 kostbare Schreibgeräte. Bei Werner Platz haben alle Materialien, die er für seine Schreibgeräte verwendet, ihre eigene Geschichte: Die Wanderstöcke tragen ein Stück von zielgerichteter Bewegung in sich, die Jagdtrophäen symbolisieren Macht und Überlegenheit, und mit der Mooreiche hält man 150 Jahre gelebtes Frühmittelalter in der Hand. So wird das Schreiben mit den Platzschen Geräten niemals nur ein schlichtes Notieren, sondern zu einem bedeutsamen Zeremoniell.


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Refugium der Woche

Treffpunkt von Kaisern, Kanzlern, Konzernkapitänen:

BRENNERS PARK-HOTEL & SPA in BADEN-BADEN Manche kommen nach einem Börsencoup aus Frankfurt zum Feiern. Andere schließen hier große Deals der schwäbischen Autoindustrie. Das Brenners ist so etwas wie die VIP-Lounge der Wirtschaftselite. Anders als andere Luxushotels der Kronleuchterepoche ist es nicht zum alten Kasten mit arroganten Kellnern verstaubt, sondern dran geblieben am wandelnden Lebensgefühl der Erfolgreichen. Und so geben sich hier nicht nur gekrönte Häupter und Regierungschefs, sondern eben auch Topmanager, Jungunternehmer und Hollywoodstars ein Stelldichein zu Konferenz oder Wochenend-Hideaway. Das „Brenners“ steht seit 140 Jahren für eindrucksvolle Grandhotellerie, hat aber die alte Schule mit modernem Stil versöhnt, ohne dabei zu cool zu werden.

Brenners Park-Hotel & Spa Baden-Baden Schillerstraße 4 -6, 76530 Baden-Baden +49 7221 900890 www.brenners.com

Das Haus thront in seiner Bäderarchitektur als Stadt-Oase an der Lichtentaler Allee in Baden-Baden. Wer nach aufmerksamer Begrüßung in eines der sorgsam gestalteten Zimmer geleitet, von seinem Balkon mit schmiedeeisernem Antikgeländer den Blick in diese zauberhafte Parkanlage schweifen lässt, versteht sogleich warum Brenners ParkHotel & Spa regelmäßig Auszeichnungen zuteil werden: So wurde es 2013 in der Gold List des Reisemagazins Condé Nast Traveler als einziges Hotel in Deutschland mit 18 Listings in Folge bedacht. Auch ist Brenners Park Hotel & Spa erneut auf der Travel + Leisure’s 2013 “Top 500” - Liste und zählt zu den 500 internationalen Top-Hotels. Brenners Spa ist das Kernstück des FünfSterne-Hotelpalastes, in dem sich das

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Leitprinzip „Lebensart. In Einklang mit der Natur“ konkretisiert. Das Brenners Medical Spa überzeugt als kompetenter Partner für Gesundheit und Wohlbefinden. Im ersten Quartal 2014 findet mit der Eröffnung der Villa Stéphanie die umfangreichste Umbaumaßnahme der vergangenen 20 Jahre ihren Abschluss. Auf über 5.000 qm beherbergt die Villa Stéphanie 15 elegante Zimmer und Suiten und ein neu designtes State-of-the-Art Spa mit angeschlossenem Medical Spa. Maßstäbe setzt das Brenners Park-Hotel & Spa auch mit der Qualität seiner Küchen, wo Executive-Chef Rudolf Pellkofer für alle Brenners Küchen verantwortlich zeichnet. Mit dem Restaurant „Rive Gauche“ inmitten der Lichtentaler Allee komplettiert die Brenners-Gastronomie im Kulturhaus LA8 mit ‚Aromen des Südens‘ sein Angebot. Das renommierte Brenners Park-Restaurants mit Küchenchef Paul Stradner konnte sich letzten November über den ersten Stern des Guide Michelin freuen. Die einzigartige Lage mit Blick auf den Privatpark machen das Brenners Park-Restaurant zum Anziehungspunkt für Feinschmecker aus aller Welt.

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V.i.S.d.P. : ​Christian Ernst Frenko

Leserservice: leserservice@boerse-am-sonntag.de

Herausgeber: ​ Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13 80539 München

Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv

Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Verlagsleitung: Michaela Ellen Lenz, Tel.: 0911 / 274 00 0 michaela.lenz@boerse-am-sonntag.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

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Bildnachweis: Fotolia, The Peninsula Hotels Layout: addna, Nürnberg Technik: Marcus Brauer, menthamedia Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils Sonntag Mitarbeiter dieser Ausgabe: Dr. Wolfram Weimer, Christian Ernst Frenko, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Steffen Droemert, Michael Amtmann, Reinhard Schlieker, Michaela Ellen Lenz, Wolfgang Tenor, Michael Fuchs, Sven Heckle, Jörg Billina, Thorsten Scheck, Martin Münzenmayer, Hans-Joachim Michel, Markus Sievers Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Deutsche Bibliothek: ISSN 1610-7446 Auflage: 117.000

oder insbesondere ersetzen. Es wird drin- einer unerlaubten Handlung oder einer gend empfohlen, sich stets auch immer aus sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergeanderen Quellen zu informieren. benden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlos- Empfehlung entstehenden Schadens nicht sen werden, dass der Redakteur oder ein- verpflichtet ist.“ zelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegen- Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer Mestand von Analysen oder anderen Berich- dia Group GmbH erklärt ausdrücklich, ten sind. Umso mehr stellen die veröffent- keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und lichten Artikel, Nachrichten, Daten und die Inhalte der gelinkten Seiten zu haben. Empfehlungen immer auch eine persönli- Daher distanziert sich die Weimer Media Die Herausgeberin will ihren Abonnen- che Meinung des Autors dar und erheben Group GmbH von den Inhalten aller verten die Möglichkeit bieten, sich eine un- weder Anspruch auf Vollständigkeit noch linkten Seiten und macht sich deren Inabhängige und eigenverantwortliche Mei- auf alleinige Richtigkeit. halte ausdrücklich nicht zu Eigen. nung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf Wir verweisen insbesondere auf § 675 Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten von Wertpapieren oder Rechten abgeben. II BGB, wonach die Weimer Media vorhandenen Hyperlinks, ob angezeigt Die zur Verfügung gestellten Informatio- Group GmbH, unbeschadet der sich oder verborgen, und für alle Inhalte der nen sollen auch keine Beratung darstellen aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen. 23

BÖRSE am Sonntag · 19/1 3

Ausgabe 19/13 (Spezial: Asset Allocation / Portfoliodiversifikation)  
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