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Nachhaltigkeitsfonds Mehrwert ohne Verzicht

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Antecedo Independent Invest Option auf hohe Rendite

01/13 30. Januar 2013

R u n d u m E T F s > S e i t e 12

Mit ETPs auf Währungen setzen

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Vermögensbildungsfonds Die Fonds für alle Fälle

www.fonds-kompakt.de


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Liebe Leserinnen und Leser, Dr. Wolfram Weimer Geschäftsführer Weimer Media Group GmbH

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Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2 Investmentfonds Schwerpunkt: Nachhaltigkeitsfonds – Mehrwert ohne Verzicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Fonds-Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Fonds im Fokus: Antecedo Independent Invest . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 Buchtipp: Auslaufmodell Supermacht . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7 Spezial: Vermögensbildungsfonds – Die Fonds für alle Fälle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Gastbeitrag: Christian Tolle. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Rund um ETFs: Mit ETPs auf Währungen setzen. . . . . . . . . . . 12 Impressum/Disclaimer. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Geschlossene Fonds Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

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zwei Kernpunkte, die bei der Kapitalanlage im Mittelpunkt stehen, sind die Rendite und das Risiko. Doch es gibt einen weiteren Aspekt, über den es sich lohnt, sich Gedanken zu machen: die Nachhaltigkeit. Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, neben ihrem normalen Geschäftsbericht auch einen Nachhaltigkeitsbericht für das jeweilige Geschäftsjahr zu erstellen. Nachhaltigkeit umfasst dabei mehr als nur den Blick auf die Klimabilanz und die Umweltverträglichkeit eines Unternehmens. Ebenso sind die ethischen und sozialen Maßstäbe, nach denen gehandelt wird, von Bedeutung. In der Fondsbranche ist das Thema Nachhaltigkeit längst angekommen. Allerdings fehlt es bislang an einheitlichen Standards. Und so bleibt Anlegern nur, sich selbst ein Bild davon zu machen, wie der jeweilige Fonds Nachhaltigkeit definiert und welche Kriterien er seinen Investitionsentscheidungen zugrunde legt. Mit dem Prime Values Income EUR A und dem Sarasin OekoSar Equity Global beleuchten wir in unserem Schwerpunktthema zwei Fonds, die sich dem Thema nachhaltige Kapitalanlage verschrieben haben. Darüber hinaus richten wir den Fokus auf den Antecedo Independent Invest. Dessen erfahrener Fondsmanager Kay-Peter Tönnes macht sich das Auf und Ab an der Börse zunutze. Und so überzeugt der Fonds seit seiner Auflage mit einer stetigen Wertentwicklung. Besonders gut lief es im letzten Jahr, in dem die Performance nur knapp hinter der Performance des DAX zurückblieb. Die Entwicklung ist umso beeindruckender, da kurz laufende Staatsanleihen oder Pfandbriefe bonitätsstarker Emittenten mit rund 70% das Basisinvestment des Fonds bilden. Für den Performance-Kick sorgt

eine ausgefeilte Optionsstrategie. Auch wenn der Fonds 2013 weniger stark zulegen dürfte, rechnet Tönnes doch mit einer anhaltend stetigen Wertentwicklung. Etwaige Verluste sollen binnen eines Jahres wieder ausgeglichen und ein neues Allzeithoch im Anteilswert erreicht werden. Um ein Vermögen aufzubauen, sind Fonds grundsätzlich gut geeignet. Dabei haben Anleger die Wahl, ob sie mit einem Mal eine größere Summe anlegen oder sich im Rahmen eines Sparplans schon mit überschaubaren Beiträgen Zugang zu einer professionellen Vermögensverwaltung verschaffen. Damit der Vermögensaufbau am Ende auch von Erfolg gekrönt ist, gilt es jedoch einige Punkte zu beachten. In unserem Spezial erfahren Sie welche. In der Rubrik „Rund um ETFs“ widmen wir uns der spannenden Welt der Währungen. Am größten Markt überhaupt werden täglich Devisen im Wert von mehr als 4 Billionen USDollar gehandelt. Es ist ein schnelles Geschäft, bei dem schon kleinste Veränderungen in den Nachkommastellen zählen. Doch auch für Anleger, die das schnelle Auf und Ab der Kurse nicht für kurzfristige Spekulationen nutzen möchten, bieten sich Devisen als Depotbeimischung an. Aufgrund der negativen bzw. nur gering positiven Korrelation mit dem Aktienmarkt lässt sich mit breit diversifizierten ETFs auf Fremdwährungen oder Devisen-ETCs das Risiko im Portfolio reduzieren.Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre! Herzlichst, Ihre fonds kompakt-Redaktion


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Nachhaltigkeitsfonds – Mehrwert ohne Verzicht

Beim Einkauf von Lebensmitteln oder bei der Anschaffung von Konsumgütern schauen immer mehr Menschen genauer hin. Vielen Verbrauchern geht es um mehr als einen günstigen Preis. Sie möchten wissen, wie, wo und von wem die Ware produziert wurde. Warum nicht auch bei der Kapitalanlage über den Tellerrand blicken? Meist sind Rendite und Risiko die entscheidenden Faktoren für eine Kapitalanlage. Wo das Geld arbeitet und wie die Gewinne entstehen, wird oft nicht hinterfragt. Dabei haben Kapitalgeber – genau wie Verbraucher – eine große Macht. Durch ihre Investitionen in Aktien und Anleihen finanzieren sie die Aktivitäten von Firmen und Staaten. Und damit können sie lenken, welchen Unternehmungen Kapital zur Verfügung gestellt wird und welchen nicht. Dieser Gedanke steht hinter der Idee der nachhaltigen Kapitalanlage. Hier entscheidet nicht ausschließlich die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Sinnhaftigkeit und Förderwürdigkeit über die Investition. Wertvolle Aktivitäten sollen dadurch unterstützt, unerwünschte vermieden oder zumindest weniger attraktiv werden. Nachhaltigkeit ist mehr als Ökologie Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Nachhaltig wirtschaften bedeutet hier, nur so viel Holz zu ernten, wie gleichzeitig durch Aufforstung wieder nachwachsen kann. Der Waldbestand bleibt dadurch für zukünftige Generationen erhalten. Neben den im Sprachgebrauch als Umweltoder Ökoinvestments bezeichneten Anlagen 3

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schließt das Spektrum nachhaltiger Kapitalanlagen zusätzlich auch Investitionen mit dem Fokus auf ethische und soziale Maßstäbe mit ein. Vielfältiges Angebot macht die Auswahl nicht leicht Naturgemäß unterscheiden sich deshalb die Angebote an Nach­ haltigkeitsfonds zum Teil sehr deutlich voneinander. Bislang hat es die Branche nicht geschafft, einheitliche Standards zu verabschieden. Interessierten Anlegern bleibt deshalb nichts anderes übrig als selbst genauer hinzuschauen oder sich an einen spezialisierten Berater zu wenden. Das erschließt dafür aber auch die Chance, genau in die Fonds zu investieren, die den persönlichen Maßstäben entsprechen. Ausschlusskriterien Ausschlusskriterien legen bei den meisten Fonds fest, in welche Bereiche keinesfalls investiert wird. Häufig sind dies Unternehmen der Atom-, Chemie-, Gentechnik- und Rüstungsindustrie oder Firmen, in denen Tierversuche durchgeführt werden oder Kinder beschäftigt sind. Bei Staatsanleihen sind oft Länder, die Atomwaffen besitzen oder Menschenrechte missachten, als Emittenten vom Anlageuniversum ausgeschlossen. Allgemein verbindliche Aussagen dazu sind kaum zu treffen, da jeder Anbieter die Kriterien für seine Fonds ­individuell festlegt. Best-in-Class-Ansatz oder spezielle Nachhaltigkeitsthemen Über die Ausschlusskriterien hinaus investieren Nachhaltigkeitsfonds, die nach dem Best-in-Class-Ansatz gemanagt werden, in alle Wirtschaftszweige. Neben der wirtschaftlichen Betrachtung untersucht das Fondsmanagement die Unternehmen innerhalb ihrer Branche auch nach deren Einhaltung von Umwelt-, Ethik- und Sozial­standards und berücksichtigt dies bei der Anlageentscheidung.


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Fonds  im  Fokus

Dadurch ist eine breite Streuung des Ver­ mögens gewährleistet. Der Anleger nimmt aber in Kauf, dass auch in wenig umweltfreundliche Branchen wie die Öl- oder Chemie­industrie investiert wird. Weitaus strenger sind die Vorgaben bei Fonds, die ausschließlich in besonders nachhaltige Themenbereiche wie beispielsweise erneuerbare Energien, Wasser, nachhaltige Immobilien oder Mikrokredite investieren. Durch den klaren Fokus auf eines oder mehrere dieser Themen ist das Konzept für den Anleger klarer und unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit hochwertiger. Gleichzeitig erhöht sich aufgrund des begrenzten Anlageuniversums das Chance/Risiko-Profil dieser Fonds jedoch deutlich. Fondsidee I: Prime Values Income EUR A Die Aktienquote dieses Mischfonds bewegt sich f lexibel innerhalb einer Bandbreite Fondsdaten Prime Values Income EUR A WKN:

986054

ISIN:

AT0000973029

Kategorie: Ausrichtung: Auflagedatum: Volumen:

nachhaltiger Mischfonds global 28.12.1995 211 Mio. Euro

Fondsdaten Sarasin OekoSar Equity Global WKN:

A0F6ES

ISIN:

LU0229773345

Kategorie: Ausrichtung: Auflagedatum: Volumen:

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nachhaltiger Aktienfonds global 30.09.2005 296 Mio. Euro

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von 0% bis 30%. Mindestens 70% des Fondsvermögens sind daher immer in Anleihen bzw. als Liquiditätsreserve investiert. Unter anderem sind Investments in Aktien von Unternehmen, die Menschenrechte missachten, an der Produktion oder dem Handel von Waffen beteiligt sind sowie Firmen, die in der Gen- oder Kerntechnik aktiv sind, nicht möglich. Im Rentenbereich wird beispielsweise nicht in Anleihen von Staaten investiert, die über Atomwaffen verfügen, ungenügende Standards für Menschenrechte aufweisen oder keine klaren Klimaziele verabschiedet haben. Über das ethische Profil von Unternehmen und Staaten berät ein unabhängiges Komitee monatlich. Um in das Anlageuniversum aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen zumindest als ethisch vertretbar eingestuft werden. Fondsidee II: Sarasin OekoSar Equity Global Der OekoSar Equity Global ist ein weltweit anlegender Aktienfonds, dessen klare Ausschlusskriterien beispielsweise die Anlage in Unternehmen der Rüstungs- und Atomindustrie verbieten. Darüber hinaus verfolgt der Fonds einen nachhaltigen Themenansatz. Dazu hat das Fondsmanagement langfristige Zukunftstrends mit entsprechend hohem Wachstumspotenzial identifiziert. Investiert wird gezielt in Firmen, die von diesen Trends profitieren, dabei aber einen positiven Einfluss auf die nachhaltige Entwicklung in diesem Bereich unterstützen. Ein Beispiel verdeutlicht die Vorgehensweise: Der global anhaltend ansteigende Energiehunger trifft auf endliche Vorräte an fossilen Energieträgern und sorgt durch den CO2-Ausstoß für einen fortschreitenden Klimawandel. Der Fonds investiert im Trendthema „Energie & Klima“ gezielt in Firmen, die erneuerbare Energien oder energieeffiziente Technologien entwickeln oder anbieten. Weitere Trendthemen sind beispielsweise Gesundheit und demografische Entwicklung, Mobilität oder Wasserversorgung.

Fazit: Nachhaltigkeitsfonds bieten einen klaren Mehrwert: Der Anleger­ entscheidet durch die Produktauswahl gezielt, wo sein Kapital arbeitet. Die Produkte bieten eine höhere Transparenz. Dies geht im Übrigen nicht mit einem Verzicht an anderer Stelle einher. Studien belegen, dass durch die Beimischung von Nachhaltigkeitsfonds kein Renditenachteil zu befürchten ist. Anleger sollten sich deshalb intensiver mit diesem Thema befassen.


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Craton Capital

Neue Chancen bei kleinen Minenwerten Das auf Edelmetall- und Rohstoffaktien spezialisierte Investment­ haus Craton Capital erwartet kein Ende der Gold-Hausse. Die Fundamentaldaten, die den Goldpreis stützten, seien unverändert intakt. Auf die Entwicklung von Goldminenaktien habe der Goldpreis aber derzeit nur begrenzten Einfluss. Die Notierungen würden vielmehr durch verbesserte operative Prozesse und Unternehmensführung getrieben. Nach einem zwei Jahre anhaltenden Bärenmarkt sieht Markus Bachmann, Fondsmanager und Gründer der in Südafrika ansässigen Investmentgesellschaft Craton Capital, vor allem bei mittleren und kleineren Werten der Branche

wieder Kurspotenzial. Nach Ansicht des Experten seien die Bewertungen zuletzt irrational gesunken. Mit Dividendenrenditen von teilweise mehr als 4% und einer verbesserten Kapitalbasis zeigten sich viele Minenwerte nun aber vergleichsweise robust. „Unsere Analysen verdeutlichen, dass kleinere Produzenten viel günstiger produzieren, teilweise bis zu 50% niedriger als große Minen. Bachmann erwartet für 2013 zudem erhöhte Übernahmeaktivitäten in der Branche. Der Craton Capital Precious Metal Fund (ISIN: LI0016742681) verbuchte auf Sicht von einem Jahr ein Minus von rund 30%.

Scope

Offene Immobilienfonds auf Einkaufstour Nach Angaben der Ratingagentur Scope investierten die am Markt aktiven offenen Immobilienfonds im vergangenen Jahr 4,5 Milliarden Euro. Dabei waren europäische Immobilien besonders gefragt. Etwa ein Viertel der Gesamtinvestitionen – dies entspricht rund 1,1 Milliarden Euro – floss nach Deutschland. Rund eine Milliarde Euro flossen ins Vereinigte Königreich. Auf Platz drei kommt Osteuropa mit etwa 750 Millionen Euro. ­Größere Investitionen wurden darüber hinaus in Frankreich (rund 625 Millionen­Euro) und den USA (rund 400 Millionen Euro) getätigt. Die umfangreichen Transaktionen sind laut Scope auf die

unverändert positiven Zuflüsse der Fonds zurückzuführen: Die Fonds der ­g roßen vier Anbieter konnten im Jahr 2012 (bis einschließlich Oktober) rund drei Milliarden Euro einsammeln. Die Mittelzuflüsse verteilen sich allerdings unterschiedlich. An der Spitze steht Union Investment Real Estate mit Zuflüssen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro, an zweiter Stelle kommt der Anbieter Deka Immo­bilien mit einer knappen Milliarde, gefolgt von RREEF Investment, die 618 Millionen Euro an Zuflüssen verbuchen. Allein die Commerz Real Investmentgesellschaft verzeichnete Abflüsse in Höhe von 566 Millionen Euro.

Kathrein Privatbank

Pfandbriefe plus Zusatzertrag Die Kathrein Privatbank AG hat den HCM Kathrein Pfandbrief+ (ISIN:AT0000A0W4C6) neu auf den Markt gebracht. Der Fonds investiert 60% der Mittel in Pfandbriefe der jeweils mit Top-Rating beurteilten Emittenten-Länder Deutschland und ­Österreich. Das Renditeziel liegt bei jährlich 3%. Der maximale Draw-Down soll 3% nicht übersteigen. Gemanagt wird der Fonds, der sowohl institutionelle als auch private Anleger ansprechen soll, von HYPO Capital Management AG, einer Tochtergesellschaft der Kathrein Privatbank. Um einen Zusatzertrag zu erzielen, wird ein kleiner Anteil der Anlagesumme mittels börsennotierter 5

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Derivate in verschiedene Anlageklassen wie Anleihen, Aktien oder ­Währungen investiert. Entscheidungsgrundlage für Risikogewichtung und Diversifikation sind auf einem quantitativen Ansatz basierende Modelle. Kauf- und Verkaufssignale erfolgen automatisch aus zuvor definierten Regeln. Der Erfolg dieser ­O verlay-Strategie ist laut Kathrein unabhängig von der Marktentwicklung. Wichtig­sei, dass die Richtung der Marktentwicklung korrekt erkannt werde. Seit Mitte 2009, und damit von Beginn des Modell-Echtbetriebes an, erzielte diese Strategie einen Ertrag vor Kosten in Höhe von rund 2% pro Jahr.


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Antecedo Independent Invest –

Option auf hohe Rendite Kay-Peter Tönnes verfolgt ein ambitioniertes Ziel. Der Fondsmanager des Antecedo Independent Invest will mögliche Verluste binnen eines Jahres wieder ausgleichen und ein neues Allzeithoch im Anteilswert erreichen. Bislang ist ihm das gelungen. Seit Auflage erzielte der als Absolute Return-Fonds konzipierte Fonds ein Plus von über 47%. Kay-Peter Tönnes hat in seiner langen Investmentkarriere intensive Auf- und Abwärtsphasen schon mehrfach erlebt. Sie schrecken ihn nicht. Im Gegenteil: Tönnes,­der sich 2006 selbstständig machte und die Investmentgesellschaft Antecedo Asset Management gründete, mag volatile Zeiten an den Börsen. Er nutzt sie, um das Kapital der Anleger zu mehren. Mehr als 300 M ­ illionen Euro haben sie ihm bislang anvertraut. Enttäuscht wurden sie dabei nicht. Tönnes erzielte seit Auflage des Fonds im Januar 2009 im Schnitt ein jährliches Plus von über 10%. Im vergangenen Jahr, in dem Investoren sich vor allem auf die Anstrengungen der EU-Regierungen und der Notenbanken, die Eurokrise zu lösen, konzentrierten und die Kurse extrem schwankten, legte der Fonds sogar 28,5% zu. Damit schnitt der Antecedo­ Independent Invest laut Lipper in der Fondsdaten Antecedo Independent Invest ISIN:

DE000A0RAD42

Auflagedatum:

28.01.2009

Fondsvolumen:

301 Mio. Euro

Fondswährung:

Euro

Managementgebühr:

1,5%

Gesamtkostenquote:

1,55%

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Anlageklasse Absolute Return mit hohem Risiko besser als die Konkurrenz ab. Tönnes blieb auch nur wenig unter der Entwicklung des DAX von knapp 30% zurück. Im laufenden Jahr dürfte der Fonds aber weniger stark zulegen. Tönnes rechnet 2013 mit einer generell stetigeren Wertentwicklung „10% sind aber möglich“, sagt er. In zwei bis drei Jahren könnten jedoch wieder neue Rekordrenditen erzielt werden. „Wir befinden uns in einem Crash-Modus“, glaubt Tönnes. „Die Notenbanken können nicht ewig die Aktienmärkte stützen. Beenden sie ihre lockere Geldpolitik, steigen auch die Volatilitäten wieder an.“ 70% Sicherheit, 30% Chance, komplizierte Investmentstrategie Das Basisinvestment des Antecedo Independent sind kurz laufende Staatsanleihen oder Pfandbriefe bonitätsstarker Emittenten wie Deutschland, Holland oder der Kf W Banken­ g ruppe. Auf sie entfallen rund 70% der Mittel. „Die Titel sind zwar nur gering verzinst, doch damit erzielt der Fonds einen soliden Grundertrag“, erklärt Tönnes. Für die darüber hinaus gehende Wertentwicklung sorgt seine Optionsstrategie. Sie ist zugegeben ein wenig kompliziert. Der Manager kauft lang laufende Call- und

Put-Optionen auf den EURO STOXX 50 und verkauft gleichzeitig kurz laufende Call- und Put-­Optionen, deren Ausübungspreis 10% über oder unter dem Index liegen. „Ideale Marktbedingungen für den Fonds herrschen dann vor, wenn die kurzzeitige Volatilität hoch und die lange niedrig ist“, erklärt der Fondsmanager. Verluste schnell wieder wettgemacht Tönnes’ Optionsstrategie ist nicht ohne Risiken: Im Sommer 2011 verlor der Fonds vorübergehend rund 26%. Die seinerzeit drohende Eskalation der Schuldenproblematik ­Griechenlands hatten für den Fonds ungünstige Optionsvolatilitäten kreiert. Den Verlust holte Tönnes jedoch plangemäß schnell wieder auf. Um eine Wiederholung solcher Einbrüche zu vermeiden, zog der Manager eine Reihe von Sicherungsstrukturen in den Fonds ein. So wurde der zuvor starre Zwei-Monats-Rahmen für die Veroptionierung aufgegeben und durch flexible Perioden ersetzt. Außerdem muss die Strategie nun nur noch bei sehr großen Kursbewegungen am Markt angepasst werden. Völlig frei von Gefahren ist der Fonds dennoch nicht. So haben Optionen Hebelwirkungen, die das Vermögen stärker beeinflussen können als der Basiswert. Eine Anlage in diesen Fonds eignet sich daher nur für risikobereite Anleger.


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Fonds im Fokus

„Auslaufmodell Supermacht“ Seit zehn Jahren steigt die Staatsverschuldung der USA: Während es im Jahr 2003 noch knapp 6,7 Billionen US-Dollar waren, sind bis 2012 rund 16,8 Billionen US-Dollar an Schulden aufgelaufen. Zwar sinken die Arbeitslosenzahlen seit 2010 wieder leicht, doch auch das ist noch kein Grund zum Aufatmen, denn die USA stehen vor immensen politischen und wirtschaftlichen Problemen im eigenen Land. Präsident Obama wird es auch in seiner zweiten Amtszeit schwer haben, sein Land aus der Krise zu führen. Der Schritt, sich aus den diversen Krisengebieten zurückzuziehen und sich mehr auf die eigenen Probleme zu konzentrieren, zeigt: Die USA können und wollen nicht mehr die Rolle der Weltpolizei übernehmen. Michael Moran beleuchtet diese Problematik in seinem Buch „Auslaufmodell Supermacht“. Seine Ergebnisse werfen eine neue Frage auf: Wenn die USA nicht mehr die Führung innehaben, wer soll ihr Nachfolger werden? Braucht die Welt überhaupt eine Supermacht? Moran zeichnet ein detailliertes Bild vom langsamen Abstieg der USA von der Weltmacht zu einer ganz normalen Nation. Aber er gibt auch einen realistischen Ausblick auf die Zukunft und darauf, welche Länder bereits als Anwärter auf den Titel der Weltmacht in den Startlöchern stehen.

Michael Moran Auslaufmodell Supermacht. Die neue Rolle der USA und was das für den Rest der Welt bedeutet. Preis: 24,90 € (A: 25,60 €) 368 Seiten | Hardcover mit SU ISBN: 978-3-864700-87-3 Kulmbach, Februar 2013

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Der Autor verfolgt mit seinem Buch aber nicht die Absicht, den Untergang der USA vorherzusagen, denn ein solch düsteres Szenario lässt sich aus der derzeitigen Faktenlage nicht ableiten. Vielmehr ist es sein Ziel, durch eine unvoreingenommene Analyse der schwindenden Macht Amerikas die Auswirkungen für den Wohlstand und die Sicherheit der Welt darzustellen. Dabei ist es ihm gelungen, seine Ausführungen nicht nur für Amerikaner interessant zu gestalten, denn in „Auslaufmodell Supermacht“ wird schnell klar, wie stark ein Großteil der Welt von den USA abhängig ist, sei es wirtschaftlich als Handelspartner oder politisch und militärisch in Form von Zusagen und Garantien, die die Balance stützen. Auch wenn der Abwärtstrend der USA inzwischen immer manifester und die aufstrebenden Staaten wie China oder Indien immer mächtiger werden, noch wird Amerika um seine wirtschaftliche, militärische und intellektuelle Macht beneidet. Wie lange diese aufrechterhalten werden kann, ist fraglich. Schon in dieser Legislaturperiode steht Barack Obama vor der gewaltigen Aufgabe, die steuer- und außenpolitischen Prioritäten in Ordnung zu bringen, wenn das Land nicht langsam aber sicher im Chaos versinken soll.

Fazit: Michael Moran ist etwas gelungen, woran viele Autoren vor ihm gescheitert sind: Mit „Auslaufmodell Supermacht“ hat er weder ein düsteres Untergangsszenario für die Vereinigten Staaten verfasst, noch schwelgt er in patriotischen Durchhalteparolen. Er zeichnet vielmehr anhand der Faktenlage ein realistisches und objektives Bild darüber, welche Konsequenzen es für die USA und ihre Verbündeten haben wird, wenn der politische Status quo sich ändert – oder vielleicht sogar ganz zerbricht.


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Vermögensbildungsfonds –

Die Fonds für alle Fälle Wer mittel- bis langfristig ein Vermögen aufbauen möchte, kommt an Investmentfonds nicht vorbei. Schon für überschaubare Sparbeiträge bieten sie eine professionelle Vermögensverwaltung zu günstigen Konditionen.­ Damit das Vorhaben von Erfolg gekrönt wird, sind jedoch einige Punkte zu beachten. Unerfahrene Anleger orientieren sich gerne an Rankings, die Fonds nach deren Wertentwicklung listen. So ist schnell ein vermeintlich geeignetes Produkt für den eigenen Vermögensauf bau gewählt. Groß ist die Enttäuschung aber, wenn der einstige Highflyer nach der Investition eher unterdurchschnittlich abschneidet oder sogar herbe Verluste einfährt. Die Folge ist oftmals der Abbruch der zuvor enthusiastisch gestarteten Anlage. Aktienquote,

längerfristige und starke Verlustphasen durchlebt werden müssen. Andererseits bieten solche Anlagen auch höhere Renditechancen. Das Risiko von Investmentfonds hängt vom Anteil der im Fondsvermögen enthaltenen Risikoanlagen – meist Aktien – ab. Je höher die Aktienquote, desto stärkere Wertschwankungen sind zu erwarten.

Um dieses Szenario zu vermeiden, sollten vor jeder Anlageentscheidung zunächst die persönlichen Ziele festgelegt werden.

Grundsätzlich kann bei einem längeren Anlagehorizont ein höheres Risiko eingegangen werden. Der Anlagehorizont ergibt sich in der Regel aus den Anlagezielen – wann wird das Kapital benötigt – und dem Lebensalter.

Je höher die desto stärkere Wertschwankungen sind zu erwarten.

Eigene Präferenzen und Situation berücksichtigen Das Risiko einer Kapitalanlage wird durch die möglichen Wertschwankungen des Vermögens während der Laufzeit bestimmt. Anlagen mit höherem Risiko unterliegen stärkeren Schwankungen nach oben und unten. Das bedeutet einerseits, dass auch 8

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Einsteiger sollten eher konservativer starten und zunächst in der P ­ raxis prüfen, wie


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sie persönlich auf Kapitalschwankungen reagieren. Das Chance/ Risiko-Profil kann später immer noch erhöht werden. Regelmäßig investieren ist ideal Ob sich die Anlage mehr oder weniger erfolgreich entwickelt, hängt maßgeblich vom richtigen Anlagezeitpunkt ab. Wer mit einem Fondssparplan regelmäßig einen festen Betrag investiert, umgeht diese Herausforderung elegant. Da immer dieselbe Summe angelegt wird, handelt man automatisch antizyklisch und kauft bei niedrigen Kursen mehr Fondsanteile ein, ohne sich weitere Gedanken machen zu müssen. Breite Streuung statt Modethemen und Spezialfonds Das Chance/Risiko-Profil kann Bei der Fondsauswahl für die ­später immer noch erhöht werden. Vermögensbildung sollte auf eine breite Streuung des Kapitals geachtet werden. Auch wenn es vielleicht schwer fällt, weil in einem bestimmten Markt scheinbar besonders große Chancen locken: Branchen- oder Themenfonds haben zunächst nichts im Depot verloren.

Fondsdaten FvS Strategie Ausgewogen R WKN: ISIN: Kategorie: Ausrichtung: Auflagedatum: Volumen:

A0M43W

Mischfonds ausgewogen global 24.10.2007 250 Mio. Euro

Schroder ISF Global Diversified Growth

ISIN: Kategorie: Ausrichtung: Auflagedatum: Volumen:

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Als Basis eignen sich global anlegende Fonds, die idealerweise nicht nur in Aktien oder Festzinspapiere investieren, sondern auch andere Anlageklassen wie beispielsweise Rohstoffe oder Immobilienanlagen berücksichtigen. Je breiter die regionale Streuung und die Verteilung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageklassen, desto unabhängiger ist der Fonds vor Krisen in einzelnen Bereichen. Dies zahlt sich vor allem in niedrigeren Wertschwankungen und einer gleichmäßigeren Renditeentwicklung des Fonds aus. Fondsidee I: FvS Strategie Ausgewogen R Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch bietet mit den Strategie-Fonds mehrere vermögensverwaltende Produkte mit unterschiedlichem Risiko/ErtragsPotenzial an. Die ausgewogene Variante kann bis zu 55% in Aktien investieren. Neben einem Rentenanteil, der maximal 50% beträgt, können noch weitere Anlageklassen wie Edelmetalle oder Hedgefonds beigemischt werden. Auch Kassehaltung ist bis zu 20% möglich.

LU0323578145

Fondsdaten WKN:

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A1JYBQ LU0776410689 Mischfonds aggressiv global 02.07.2012 (bzw.19.05.2006) 257 Mio. Euro

Fondsmanager Gerald Kichler ist an keine Benchmark gebunden und nutzt diese Freiheit aktiv. Mit breiter Risikostreuung und einem fundamentalen, wertorientierten Auswahlprozess für die Anlagen zielt Kichler auf eine möglichst schwankungsund verlustarme Fondsentwicklung ab. In der Vergangenheit hat dies bisher sehr gut funktioniert. Aktuell setzt der Fondsmanager vor allem auf Aktien und Edelmetalle. Während er hier die mögliche Investitionsquote fast vollständig ausschöpft, sind Rentenpapiere untergewichtet. Seine insgesamt positive Stimmung für die Märkte ist an der recht geringen Kassehaltung abzulesen.


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Fondsidee II: Schroder ISF Global Diversified Growth Auch der Schroder Global Diversified Growth stellt eine komplette Vermögens­ verwaltung in nur einem Produkt dar. Er ist mit einer maximalen Aktienquote von 75% allerdings etwas offensiver positioniert als der Fonds von FvS und eignet sich daher eher für längerfristige Anlagehorizonte. Fond sma na gerin Joha nna Ky rk lu nd möchte eine mit Aktien vergleichbare Wertentwicklung erreichen, das Fondsrisiko dabei aber auf nur 2/3 der Wertschwankungen der Aktienmärkte begrenzt halten. Keine leichte Aufgabe, für die Kyrklund aber eine breite Palette an Anlagemöglichkeiten nutzen darf. Sie kann das Fondsvermögen auf mehr als zehn Anlageklassen aufteilen. Neben der traditionellen Aktienanlage sind beispielsweise ebenfalls Investments in Rohstoffe, Infrastruktur, Absolute Return- oder Private Equity-Strategien

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erlaubt. Zur Absicherung in schweren Zeiten ist dagegen auch die Kassehaltung mit bis zu 25% möglich. Der Fonds wurde 2006 aufgelegt, hat jedoch 2012 eine neue WKN und ISIN erhalten. Kyrklund managt den Fonds seit seiner­Gründung und hat seither reine Aktienfonds – bei geringeren Schwankungen – deutlich hinter sich gelassen.

Fazit: Investmentfonds sind sehr gut für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet. Professionelle Fondsmanager investieren das Kapital breit gestreut und kümmern sich um die Anlage. Anleger sollten vorab genau überlegen, mit welchen Wertschwankungen sie leben können und welche Renditeerwartungen sie haben. Bei der Fondsauswahl sollten global anlegende und vermögensverwaltende Produkte bevorzugt werden, die in viele unterschiedliche Anlageklassen investieren können. Wenn der Fondsmanager sein Handwerk beherrscht und der Fonds zur eigenen Risikomentalität passt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Dann heißt es nur noch Geduld mitbringen und die einmal eingeschlagene Strategie auch in schweren Zeiten durchhalten. Der Erfolg kommt dann von selbst.

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Christian Tolle Diplom-Volkswirt und Produktmanager der Gothaer Publikumsfonds bei der Gothaer Asset Management AG in Köln

Mit starren Konzepten geht es nicht Privatanleger sind in der Bredouille. Die Finanzkrise macht eine vorausschauende Anlagepolitik schwierig, ­ die ­historisch niedrigen Zinsen einen langfristigen Vermögensaufbau fast unmöglich. Ohne eine klare Strategie ist kein Geld zu gewinnen. Der Großteil des Geldes der Deutschen liegt auf Sparbüchern, Tagesgeldkonten oder Festgeldanlagen. Der Grund klingt auf den ersten Blick einleuchtend: Kunden wollen in den Zeiten der EuroSchuldenkrise und gefühlter Unsicherheit vor allem keine Risiken bei ihrer Geldanlage eingehen. Das Motiv ist plausibel, denn Kapital­ erhalt geht vor Rendite. Das stellt Geldanlage-Profis vor eine Herausforderung: Sie müssen zwei unterschiedliche Ziele miteinander in Einklang bringen. Zum einen das hohe Sicherheitsbedürfnis der Anleger und andererseits eine Mindestrenditeanforderung an das eingesetzte Kapital, also eine reale Rendite unter Berücksichtigung von Inflationsrate und Steuern. Dazu müssen sich die Geldanlagemanager von starren strategischen Konzepten lösen und bereit sein, kurzfristig taktische Anpassungen vorzunehmen. Aus Sicht eines auf Versicherungen spezialisierten Vermögensverwalters kommt es in der aktuellen Situation auf den Kapitalmärkten mehr denn je auf die richtige Mischung an. Das Wohl in der Geldanlage liegt eben nicht allein in der Auswahl einer richtigen Anlageform, sondern in deren Kombination, der so genannten Asset-Allokation. Grundsätzlich wissen wir aus diversen Untersuchungen, dass ein Anlageergebnis zu etwa 90% durch die Verteilung auf die verschiedenen Anlageklassen bestimmt wird. Aufgrund der unterschiedlichen Korrelationen zwischen den Anlageklassen wie beispielsweise Renten, Aktien, Rohstoffe, Immobilien oder auch Währungen ergibt sich allein durch die Mischung bereits ein verbessertes Risiko/Rendite-Verhältnis der Gesamtanlage. Chancen und Risiken werden besser gestreut und mit Hilfe quantitativer Methoden in ein optimales Verhältnis gesetzt. In unseren Vermögensverwaltenden Fonds zum Beispiel nehmen wir einmal jährlich eine strategische Aufteilung der Anlageklassen vor. 11

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Es ist auch hinsichtlich der stark politisch induziert schwankenden Kapitalmärkte notwendig, die strategische Asset-Allokation darüber hinaus regelmäßig taktisch zu managen. So kann auf die Marktereignisse mit Strategien zur Absicherung oder Investition bzw. zum Über- und Untergewichten von Anlageklassen reagiert werden. Dieser Prozess wird um die Marktmeinung der jeweiligen Anlageklassenexperten ergänzt. Hier werden historische Korrelationen mit gewichteten Erwartungswerten modelliert und zu einem optimalen Portfolio zusammengeführt. Dies geschieht in Abhängigkeit verschiedener Risiko/Rendite-Profile, um unterschiedliche Anlegermentalitäten und Anlagebedürfnisse – von sicherheitsorientiert über ausgewogen bis hin zu chancenorientiert – zutreffend abbilden zu können. Einen solchen Prozess selbst zu managen, würde den Privatanleger sicher überfordern. Für einen auf Versicherungen spezialisierten AssetManager­ist es Tagesgeschäft. Vorbehalte von Privatanlegern gegenüber dem ­Vehikel Publikumsfonds sind unbegründet. Ähnlich wie deutsche Spareinlagen durch den Einlagensicherungsfonds geschützt sind, so genießen auch Sondervermögen ein hohes Maß an Sicherheit. Bei einem Niedergang einer Kapitalanlagegesellschaft sind die Investmentfonds insolvenzgeschützt und somit sicher. Zusammengefasst kann man sagen: In Krisenzeiten ist für den Privat­ anleger ein Kapitalerhalt nach Abzug von Inflation und Steuern nur dann möglich, wenn er bereit ist, moderate Risiken einzugehen. Am besten lassen sich diese mit einer aktiv gemanagten Aufteilung in verschiedene Anlage­ formen steuern, die in ihrer Gesamtbetrachtung der Anlege­rmentalität des Anlegers entspricht. Mit einer einseitigen Flucht in Gold oder Immobilien setzt sich der Anleger Einzelrisiken aus, die ihn im schlimmsten Fall mit voller Wucht treffen können.


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Mit ETPs auf Währungen setzen Die Euro-Schuldenkrise ist noch nicht ausgestanden. Mit breit diversifizierten ETFs auf Fremdwährungen oder Devisen-ETCs, die nur wenig mit dem Aktienmarkt korrelieren, kann der Anleger sein Anlagerisiko minimieren. Er ist der größte Anlagemarkt der Welt – der Devisenmarkt. Weltweit gibt es mehr als 160 Währungen, allerdings sind nicht alle davon frei auf dem Markt handelbar. Jeden Tag werden nach Angaben der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) Währungen im Wert von vier bis fünf Billionen US-Dollar gehandelt. Die Weltwährungsreserven lagen im 2. Quartal 2012 bei rund 10,4 Billionen US-Dollar. Das ist das Siebenfache der Devisenreserven von 1995. Der Großteil des heutigen Bestands entfällt dabei mit 61,9% auf den US-Dollar (USD), rund 25% sind im Euro (EUR) investiert. Der Rest verteilt sich mehr oder weniger auf das Britische Pfund (GBP), den japanischen Yen (JPY) und den Schweizer Franken (CHF). Das Anwerfen der Notenpressen in zahlreichen Industriestaaten minimiert jedoch das Vertrauen in die Geldwertstabilität. Viele Investoren suchen deshalb nach Alternativen. Immer mehr geht daher der Trend zu Währungen außerhalb dieser Währungszonen. So gelten seit Jahresbeginn auch der Australische Dollar (AUD) und der Kanadische Dollar (CAD) als offizielle Weltreservewährung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Bereits jetzt halten die Zentralbanken weltweit Bestände dieser beiden Währungen in Höhe von rund 200 Mrd. US-­Dollar. Weitere Währungen, insbesondere aus den Schwellenländern, dürften in den kommenden Jahren folgen. Ein Beispiel dafür ist der chinesische Renminbi. Doch dieser ist derzeit noch nicht frei konvertierbar. In zwei bis drei Jahren dürfte dies allerdings 12

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nach Plänen der chinesischen­ Regierung vollzogen sein. Es ist also nur eine Frage der Zeit, dass dann auch der Renminbi als Weltreservewährung gilt. Devisen korrelieren wenig mit Aktien Insbesondere Trader setzen gerne auf den Devisenmarkt. Denn einerseits ist er aufgrund seiner Größe ein sehr liquider Markt, und volkswirtschaftliche Daten sind leicht zugänglich. Andererseits wird der Devisenmarkt noch immer vorwiegend von professionellen Händlern bestimmt, charttechnische Modelle als Basis des Tradings erzielen hier häufig eine höhere Trefferquote. Aber auch für langfristig, weniger spekulativ veranlagte Anleger bieten Devisen­ interessante Anlagemöglichkeiten. Denn mit Devisen kann man sein Depot breiter streuen. Die Korrelation zu den Aktienmärkten ist sehr gering. So hat das


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Währungspaar Euro/US-Dollar gerade einmal eine Korrelation zum DA X von 0,33, beim Währungspaar Euro/Britisches Pfund beträgt die Korrelation sogar -0,05. Eine Korrelation von 1,0 bedeutet einen identischen Kursverlauf, eine Korrelation von 0 signalisiert keinen Zusammenhang hinsichtlich der Wertentwicklung, und eine Korrelation von -1 entspricht einer gegenläufigen Kursentwicklung. Zudem bieten Währungen außerhalb des EuroRaums mehr Sicherheit bei Währungsproblemen. Außerdem versprechen Fremdwährungen oftmals höhere Zinsen. Währungen schwanken stark Doch Spekulationen auf Währungen sind nicht ohne Risiken. So schwanken manche Währungen manchmal innerhalb einer Woche um mehrere Prozent. Währungsschwankungen von 20% in einem Jahr sind keine Seltenheit (siehe Tabelle). Wichtig ist jedoch auch die richtige Auswahl. Infrage kommen dabei für langfristigere Investments einerseits Rohstoff-Währungen wie der Kanadische Dollar (CAD), die Norwegische Krone (NOR) und der Australische Dollar (AUD). Interessant sind andererseits Währungen von Ländern mit

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solider Haushaltsdisziplin wie der Schweizer Franken (CHF) oder die Schwedische Krone (SEK) sowie Währungen von Wachstumsregionen mit niedriger Staatsverschuldung und geringem Demografieproblem wie die Türkische Lira (TRL) oder die indonesische Rupie (IDR). Wichtig ist dabei jedoch auch zu beachten, dass die Inflationsrate nicht die Zinsgewinne auffrisst. Mit ETCs auf Einzelwährungen setzen Spekulative Anleger mit einem hohen Wissen und dem richtigen Gefühl bei der Beurteilung bestimmter Währungspaare können dies sehr gut über spezielle Exchange Traded Certificates (ETCs) tun. ETF-Securities bietet ETCs auf verschiedene Währungen an (USD, GBP, AUD, CAD, JPY, CNY, NZD, NOR, SEK, CHF, INR), mit denen man sowohl auf Ab- als auch auf Aufwertungen betreffender Währungen gegenüber dem Euro spekulieren kann. Mittels des neuen ETC-Tools (Suche und Gesamtliste) auf der Website www.extra-funds.de kann man sehr leicht die entsprechenden Produkte selektieren. Devisenstrategien auf ETF-Basis Wer sein Währungsrisiko reduzieren möchte, kann sich einen Währungskorb mit den wichtigsten Devisen anlegen. Eine Möglichkeit dazu bieten Devisen-ETFs, die bestimmte Devisenanlagestrategien nutzen. Renditeträchtigster ETF auf kurz- als auch mittelfristiger Sicht ist aktuell der db x-trackers Carry ETF (WKN: DBX1AY). Gekauft werden die drei G10-Währungen mit den höchsten Zinsen bei 3-Monats-Terminkontrakten (long), verkauft werden dagegen die Währungen mit den niedrigsten Zinsen (short). Long sind derzeit die Norwegische Krone (NOR),

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G10-Währungen, verkauft werden die drei überbewertetsten G10-Währungen. Auf der Kaufliste stehen aktuell das Britische­ Pfund (GBP), der Euro (EUR) und der US-Dollar (USD), verkauft werden dagegen die N ­ orwegische Krone (NOR), der Australische­ Dollar (AUD) sowie der Schweizer ­Franken (CHF). Langfristig scheint das Konzept aufzugehen. Seit Auflage des ETFs im Januar 2008 erbrachte die Strategie ein Plus von 13,2%. Kurzfristig ging das Konzept nicht auf. Auf Jahressicht der Neuseeländische Dollar (NZD) sowie der Australische­ erlitten Anleger Verluste von rund 4%, auf Dollar.­Geshortet wird der US-Dollar (USD), der japanische Yen 3-Jahres-Sicht beträgt der Verlust rund (JPY) sowie der Schweizer Franken (CHF) (Stand: 15.1.2013). 10%. Auch seit Jahresbeginn ist die Anlage­ Auf Jahressicht erwirtschaftete der ETF immerhin eine Ren- strategie bereits mit knapp 1% im Minus. dite von 11,1%, auf Sicht von drei Jahren von 10,7%. Der db Allerdings ist es für den Anleger nicht x-trackers­Currency Momentum (WKN: DBX1AX) setzt dagegen leicht, vorauszusehen, welche Einzelstraauf das Momentum von Währungen. Dabei werden diejenigen tegie gerade im betreffenden Jahr aufgeht. G10-Währungen gekauft, bei denen 1-Monats-Terminkontrakte Im db x-trackers Currency Returns (WKN: im vorangegangenen 12-Monats-Zeitraum den größten Wert- DBX1AZ) sind alle drei Devisenstrategien zuwachs erzielten (long), jene mit dem geringsten Wertzuwachs zu jeweils einem Drittel enthalten. Langdagegen werden verkauft (short). Auf der Kaufliste stehen derzeit fristig ist dieser ETF auch erfolgreich. Seit die Schwedische Krone (SEK), der Australische Dollar (AUD) Auflage 2008 erbrachte er ein Plus von über und Schweizer Franken (CHF), verkauft werden dagegen der 12%. Und seit Jahres­b eginn steht bereits US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Kanadische ein Plus von etwas über 1% zu Buche. ­Dollar (CAD). In den vergangenen drei Jahren ging diese Strategie allerdings wenig auf. Auf Jahressicht erzielte man gerade einmal ein Plus von 0,04%, auf 3-Jahres-Sicht dagegen ein Minus von Dieser Beitrag wird Ihnen vom EXtra-Magazin 7,06%. Seit Jahresbeginn ist man allerdings mit 2,1% im Plus. präsentiert. Weitere Infos zum EXtra-Magazin Der db x-trackers V ­ aluation (WKN: DBX1AW) hingegen setzt finden Sie unter www.extra-funds.de. auf die 3-Monats-Terminkontrakte mit den drei unterbewertetsten

Impressum V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko

Technik: Daniel Gruber

Herausgeber: Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13, 80539 München

Layout: addna, Nürnberg

Geschäftsführer: Dr. Wolfram Weimer

Erscheinungsweise: monatlich

Amtsgericht: München, HRB 198201

Auflage: 93.000

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Margot Habjan, Nina Bradinova, Dr. Wolfram Weimer Michaela Ellen Lenz, Jörg Billina, Steffen Droemert, Alexander Rabe, Christian Tolle

fonds kompakt Archiv: http://www.fonds-kompakt.de/archiv

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Scope

Solarfonds verlieren an Attraktivität Der Anteil von Solarfonds am gesamten Emissionsvolumen im Segment Energiefonds geht immer mehr zurück. Nach Angaben der Ratingagentur Scope verringerte sich 2012 das Emissionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um über 45% auf 154 Millionen Euro. Die abnehmende Attraktivität führt Scope auf stetig sinkende­ Einspeisevergütungen und Einschränkungen bei der Förderung zurück. Hinzu komme, dass die zunehmende Konkurrenz die erzielbaren Renditen drückt. Die Unsicherheit, die mit Investments in den südeuropäischen Staaten verbunden ist, drosselte das Interesse der Anleger an Investments in diese Regionen

zusätzlich. Die Assetklasse Wind kann sich dagegen immer stärker als Alternative zu Solarinvestments durchsetzen. Im zweiten Halbjahr 2012 deckten Windfonds 33% des emittierten Kapitals im Bereich der Erneuerbare Energien-Fonds ab und waren damit auf Augenhöhe mit den Solarfonds. In absoluten Zahlen bedeutete dies eine Versiebenfachung des emittierten Eigenkapitals auf 114 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Windfonds blieben laut Scope eine der wenigen Alternativen für Investitionen in erneuerbare Energien. Sowohl die Technologie als auch die Kalkulationssicherheit im Bereich Windenergie seien ausgereift.

Fondsbörse Deutschland

Anstieg bei Vermittlungen Der Handelsumsatz am Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland erreichte im Jahr 2012 die Summe von 146 Millionen Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um eine Millionen Euro leicht gestiegen. Die Anzahl der Vermittlungen erhöhte sich nach Angaben der Fondsbörse Deutsche Beteiligungsmakler um rund 11% auf 4.300. Größtes Gewicht haben unverändert Beteiligungen an geschlossenen Immobilienfonds, auch wenn sich ihr Anteil am Gesamtmarkt verringert hat. Der Umsatz im Bereich Schiffs­beteiligungen erreichte 2012 mit rund 22 Millionen Euro rund 15% des Gesamtvolumens. In den übrigen Fondsgattungen

wie etwa Flugzeug-, Lebensversicherungs- und Private EquityFonds wurde 2012 zusammen ein Handelsvolumen von rund 25 Millionen Euro und damit 17% des Gesamtumsatzes erzielt. 2011 verteilten sich die Umsätze zu 74% (107 Millionen Euro) auf das Immobilien­s egment, und zu jeweils 13% (19 Millionen Euro) auf das Schiffs­segment und die sonstigen Fonds. Unter den zehn meistgehandelten Fonds fanden sich 2012 drei Produkte der Münchner WealthCap: H.F.S. 6, H.F.S. 12 und H.F.S. 15. ­Spitzenreiter war der Macquarie Infrastrukturgesellschaft Nr. 3 mit einer Summe von rund 3,1 Millionen Euro.

WealthCap

Neuer Flugzeugfonds gestartet WealthCap hat den Vertrieb des neuen Flugzeugfonds WealthCap Aircraft 25 gestartet. Das Produkt sieht eine Beteiligung am größten Zivilflugzeug der Welt, dem Airbus A380 vor. Leasingnehmer ist Singapore Airlines. Mit der Fluggesellschaft wurde nach Angaben der Unicredit-Tochter eine Grundleasingzeit von zehn Jahren mit Verlängerungsoptionen von bis zu fünf Jahren vereinbart. Die Mehrheit der Anteile an Singapore Airlines hält die Investmentgesellschaft des Stadtstaates Singapur, Temasek Holdings (Private) Ltd., welche von den Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s mit der Bonitätsnote AAA beurteilt wurden.

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Der Münchner Anbieter von Sachwertanlagen plant, mit seinem Beteiligungsangebot 83 Millionen US-Dollar Eigenkapital zu platzieren. Der Kaufpreis betrug 186 Millionen US-Dollar. Gemäß Prognoserechnung schüttet die Gesellschaft erstmals bereits im Jahr 2014 aus. Über die prognostizierte Laufzeit von 15 Jahren sollen rund 215% bezogen auf das Zeichnungskapital (exklusive Agio, vor Steuern) an die Anleger zurückfließen. Die Mindestzeichnungssumme beträgt 10.000 US-Dollar zuzüglich 5% Agio. Beim Beitritt bis zum 31.05. 2013 erhalten Anleger einen Frühzeichnervorteil von bis zu 8% pro Jahr.


Ausgabe 01/13 (Spezial: Vermögensbildungsfonds Die Fonds für alle Fälle)