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Whg. Letzte Nachrichten

Währungseinfluss

Großhandelspreise Per Berichtsmonat Mai ergab sich im Monatsvergleich ein Rückgang um -0,1%nach zuvor +0,2%. Im Jahresvergleich stellte sich ein Rückgang um-0,9% nach zuvor -1,3% ein.

Neutral

Ukraine lehnt attraktives Angebot Russlands im Gasstreit ab Ministerpräsident Jazenjuk lehnte das jüngste Angebot Russlands im Gasstreit ab. Russland kam der Ukraine entgegen und hat lediglich 385 USD (bisher 485 USD) pro 1000 Kubikmeter gefordert. Jazenjuk beharrt auf den Topkonditionen bei 268,50 USD, die Russland der Regierung Janukowitsch eingeräumt hatte. Zum Vergleich zahlen europäische Länder höhere Preise als Russland aktuell von der Ukraine fordert.

Negativ

Ex-Finanzminister Stournaras wird neuer Chef der Zentralbank Der für seine Sparpolitik bekannte Ex-Finanzminister Stournaras übernimmt den Chefposten bei der griechischen Zentralbank.

Positiv

UK-Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit fünf Jahren Die Arbeitslosenquote sank per April auf 6,6% und markierte damit den tiefsten stand seit fünf Jahren.

Positiv

Machinery Orders Per Berichtsmonat April kam es zu einem Rückgang im Monatsvergleich um -9,1% (Prognose -11,9%) nach zuvor +19,1% (w/Umsatzsteuererhöhung). Im Jahresvergleich ergab sich ein Anstieg um +17,6% (Prognose +13,2%) nach zuvor +16,1%.

Positiv

Neuseeland erhöht Zinsen Die neuseeländische Notenbank hat den Leitzins von bisher 3,00% auf 3,25% erhöht. Der aktuelle Leitzins markiert das höchste Niveau seit 2009.

Positiv

Chaos im Irak Die Lage im Irak spitzt sich zu. Islamisten stehen circa 100 Kilometer vor Bagdad. Die irakische Regierung bat die US-Regierung um Hilfe.

Negativ

Technik und Bias New York EUR-USD EUR-JPY USD-JPY EUR-CHF EUR-GBP

Far East

Unterstützung

Widerstand

Bias

1.3526 - 1.3538

1.3530 - 1.3546

1.3500

1.3470 1.3450 1.3600

1.3620

1.3650

Neutral

137.88 - 138.09

138.02 - 138.33

137.70

137.50 137.30 139.00

139.20

139.50

Neutral

101.90 - 102.06

101.98 - 102.14

101.70

101.50 101.20 102.80

103.00

103.20

Positiv

1.2172 - 1.2178

1.2177 - 1.2184

1.2130

1.2100 1.2080 1.2230

1.2250

1.2270

Positiv

0.8180

Neutral

0.8046 - 0.8068

0.8057 - 0.8064

0.8030

0.8000 0.7980 0.8120

0.8150

Ihre Ansprechpartner

Konjunkturdaten und Wirtschaftsnachrichten positiv, aber… (bitte bis zum Ende lesen!)

Folker Hellmeyer Tel 0421 332 2690 folker.hellmeyer@bremerlandesbank.de

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.3542 (07.49 Uhr), nachdem im europäischen Handel Tiefstkurse der letzten 24 Handelsstunden bei 1.3523 markiert wurden. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 102.08. In der Folge notiert EUR-JPY bei 138.25. EUR-CHF oszilliert bei 1.2182.

Moritz Westerheide Tel 0421 332 2258 moritz.westerheide@bremerlandesbank.de

Die Konjunkturfront liefert weiter ein positives Umfeld. Es gilt aber nicht nur für Daten. Es sind die Nachrichten, die gleichfalls ermutigen. Portugal war gestern wieder sehr erfolgreich am Kapitalmarkt. Die Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren, die abgesetzt wurden, wiesen eine Rendite von lediglich 3,25% aus. Die Finanzierungsprobleme der Refoirmländer sind zunächst einmal Geschichte. Bezüglich Geschichte bietet sich der Blick auf Aristoteles an. Dieser Philosoph und Ökonom sagte circa 400 Jahre vor Christus, dass Strukturreformen zu veränderten Konjunkturverläufen führen und sich dann auf die Haushaltslage auswirken. Das haben wir am Beispiel Deutschland erfahren, das sehen wir jetzt in den Reformländern. Wir fragen uns, ob ökonometrische Modelle diesen gesunden Menschenverstand eines griechischen Philosophen ersetzen können? - „Food for a lot of thought!“


Die britische Arbeitslosigkeit markiert den tiefsten Stand seit fünf Jahren. DAX 9.949,81 EuroStoxx50 3.289,09 Dow Jones 16.843,88 Nikkei 14.973,53

- 78,19 - 24,71 - 102,04 - 95,95

Brent Gold Silber

+ + +

110,62 1.261,00 19,22

0,65 0,00 0,00

TV-Termine: Keine weiteren Termine in dieser Woche © Moody’s Economy.com Die Frühindikatoren der OECD verharren den sechsten Monat in Folge auf dem hohen Niveau von 100,6 Punkten mit einem leicht positiven Bias trotz des US-Winterdebakels und der Ukrainekrise, erkennbar am Chart.

Dax-Börsenampel:

Ab 9.500 Punkten

Ab 9.800 Punkten

Aktuell © Moody’s Economy.com Die Gesundungstendenzen sind im spanischen öffentlichen Haushalt deutlich erkennbar. Per April stellte sich ein Defizit in Höhe von -4,3 Mrd. Euro nach zuvor +2,4 Mrd. Euro ein. Im Vorjahr lag der Fehlbetrag noch bei -7,9 Mrd.Euro. Während der ersten vier Monat lag das Defizit 2014 bei -14,2 Mrd Euro gegenüber -24,9 Mrd. Euro per 2013. Der Chart belegt die Tendenzwende und damit die Ernte der Strukturreformen (ganz im Gegenteil zu den USA …):

© Moody’s Economy.com


Das US-Federal Budget lieferte uns per Berichtsmonat Mai einen eindrucksvollen Beleg der Verweigerung der US-Regierung bezüglich struktureller Reformen. Das Defizit stellte sich auf -130 Mrd. USD. Im Vorjahr lag das Defizit bei -138,7 Mrd. USD. Der Rückgang im Jahresvergleich ist konjunkturell bedingt und hat nicht ansatzweise mit einer strukturellen Gesundung zu tun. Die Unterschiede zu den Ex-Problemländern der Eurozone könnten nicht ausgeprägter sein. Diese Tatsachen werden leider weder von der ökonomischen Elite Europas noch von den Finanzmedien in einem angemessenen Rahmen beleuchtet. Wir sind darüber unverändert irritiert und machen unseren Job professionell …

© Moody’s Economy.com In der Überschrift wählten wir ein „aber“. Die Situation im Irak spitzt sich zu. Die Demokratie und Freiheit, die die USA mit der Koalition der Willigen dort losgelöst von dem kulturellen Hintergrund eingepflanzt haben, um sich ökonomisch an den Ölvorkommen durch höchst lesenswerte Verträge zu bedienen, ist vollständig gescheitert. Chaos prägt das Bild. Wer trägt die Verantwortung für dieses Chaos? Der andere Hotspot wird von der Ukraine geliefert. Ministerpräsident Jazenjuk lehnte das jüngste Angebot Russlands im Gasstreit ab. Russland kam der Ukraine entgegen und hat lediglich 385 USD (bisher 485 USD) pro 1000 Kubikmeter gefordert. Jazenjuk beharrt auf den Topkonditionen bei 268,50 USD, die Russland der Regierung Janukowitsch eingeräumt hatte. Zum Vergleich zahlen europäische Länder höhere Preise als Russland aktuell von der Ukraine fordert. Herr Jazenjuk und seine „Freunde“, die offen feindliche Haltungen gegenüber Russland einnehmen, erwarten eine extrem präferierte Haltung durch Russland? Ist nicht das jetzige Angebot schon Ausdruck einer nahezu unglaublichen Großzügigkeit seitens Russlands? Wer trägt für diese katastrophale Situation in der Ukraine eigentlich die Verantwortung? In dem Sektor „aber“ haben wir zwei Fragen gestellt, die auf klare Antworten warten. Sofern diese Antworten gegeben werden, stellt sich die Frage, wie man mit den Verantwortlichen für Chaos und Katastrophen zukünftig umzugehen gedenkt, wenn Begriffe wie freiheitliche Werte, nationale Selbstbestimmung, Demokratie, kultureller Respekt nicht zu billigen Worthülsen oder gar Propaganda verkommen sollten.

Vor diesem Hintergrund gilt es darauf zu achten, dass Freihandelsabkommen auch für den Dienstleistungssektor nicht mit einer Implemetierung fremden Rechts in Europa einhergehen. Hier drohte das Risiko einer Unterordnung und damit der Aufgabe der Selbstbestimmung. Das nordamerikanische Freihandelsabkommen liefert hier sehr guten Anschauungsunterricht. Klageandrohungen seitens der USA haben Gesetzgebungsverfahren in Kanada unterbunden. Sebstbestimmung ist kein verhandelbares Gut für eine handvoll Dollars!


Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung in der Parität EURUSD favorisiert. Nachhaltige Trendsignale sind derzeit unausgeprägt. Viel Erfolg!

Daten

Zuletzt

Konsensus 

Bewertung

Bedeutung

Deutlicher Anstieg auf der Agenda. Auf niedrigem Niveau oszillierend. Weiterer Anstieg favorisiert, bei so viel Kreditwachstum … Weitere Zunahme auf der Agenda.

Mittel

Industrieproduktion (M/J)

April

-0,3%/-0,1%

+0,4%/0,9%

11.00

Erstanträge Arbeitslosenhilfe

6.6.

312.000

310.000

14.30

Einzelhandelsumsätze

Mai

+0,1%

+0,6%

14.30

Lagerbestände

April

+0,4%

+0,4%

16.00

Mittel Mittel Mittel


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