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DIFG AKTUELL Newsletter des Deutschen Industrieverbandes für Fitness & Gesundheit e.V.

Ausgabe 3/2010

Was ist Rehabilitationssport? Die Betonung beim Rehabilitationssport liegt auf dem Wort Sport. Er wird vom Arzt mit dem Ziel verordnet, die medizinische Behandlung mit Hilfe von körperlicher Bewegung zu fördern und zu ergänzen. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen Rehasport als so genannte »Ergänzende Leistungen zur Rehabilitation« unterstützen. Wenn Rehabilitationssport von einem Arzt über das Formular 56 verordnet wird, hat der Versicherte darauf einen Rechtsanspruch, ohne dass für ihn damit Kosten anfallen.

Das Ziel des Rehabilitationssports ist es, Menschen zu helfen, die bereits eine Erkrankung haben, behandelt oder sogar operiert wurden. Rehabilitationssport ist vor allem »Hilfe zur Selbsthilfe«. Er soll die Verantwortung der Menschen für ihre Gesundheit stärken und sie zu einem langfristigen und eigenverantwortlichen Bewegungstraining motivieren. Inhaltlich werden Übungen zur Verbesserung von Ausdauer, Koordination, Kraft und Flexibilität durchgeführt. Trainingsziele sind somit z. B. Förderung von koordinativen Fähigkeiten, Kräftigung der Rumpfmuskulatur, Verbesserung der Dehnfähigkeit oder Lösung muskulärer Verspannungen. Als Rehabilitationssportarten werden ausschließlich Gymnastik, Leichtathletik, Schwimmen und Bewegungsspiele in Gruppen, soweit es sich um Übungen handelt, mit denen das Ziel des Rehabilitationssports erreicht werden kann, genannt (Rahmenvereinbarung, 5.1). Zudem wird in der Rahmenvereinbarung klar herausgestellt, dass alle Maßnahmen ausgeschlossen sind, die vorrangig oder ausschließlich auf Beratung und Einübung von Hilfsmitteln abzielen (z.B. Rollstuhlkurse),

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Übungen an technischen Geräten, z.B. Sequenztrainingsgeräten (und damit auch Geräten im Fitness-Studio), beinhalten, Selbstverteidigungsübungen und Übungen aus dem Kampfsportbereich umfassen (4.7). Gymnastikübungen können daher lediglich mit Kleingeräten und »Sequenztrainingsgeräten« ergänzt werden. Ausführliche Informationen zu diesem Thema lesen Sie bitte auf www.difgonline.de! Die Veränderungen des §44 im Sozialgesetzbuch und die Umsetzung haben für die Fitness-Branche einen bitteren Beigeschmack. Bei den Abrechnungsmodalitäten der Rehasport-Vereine dürfen nach bisher vorliegenden Meldungen ab dem 1. Januar 2011 keine Leistungen an Trainingsgeräten mehr abgerechnet werden. Aus entsprechenden Kreisen haben wir erfahren, dass die Umsetzung des §44 durch entsprechend ausgebildete Prüfer ab 2011 in den Fitness-Studios überwacht werden soll. Dies ist eine bedauerliche Entwicklung und zeigt einmal mehr, wie wichtig die Präsenz der Fitness-Branche im politischen Leben ist.

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DIFG AKTUELL Grundverständnis gefragt Der DIFG wendet sich an über 40 Politiker aus dem Gesundheitsressort und kämpft um Unterstützung

Dem DSSV ist ein weiterer Vorstoß in Richtung Politik gelungen. Bei einem Treffen mit Dr. Koschorrek (MdB und Mitglied der Arbeitsgruppe Gesundheitsreform) wurde eine Unterstützung für zukünftige Projekte zugesagt. Dies ist im Sinne der Fitnessbranche nur zu begrüßen.

Schon immer hat es in der Vergangenheit solche Treffen und Zusagen gegeben. Denken wir einmal an die Gespräche mit Herrn Mißfelder aus dem letzten Jahr. Dass diese Gespräche nicht immer nachhaltig sind, liegt zum einen an der fehlenden Lobbyarbeit unserer Branche, zum anderen am mangelnden Verständnis der Politiker für die Bedeutung der Fitnessbranche für das Gesundheitswesen. Es wird immer deutlicher, dass die Gesundheitsreform die eigentlichen Probleme unseres Gesundheitssystems nicht lösen kann. Dass die Prävention einen hohen Stellenwert für die Lösung unseres Gesundheitssystems einnimmt, wird immer klarer. Hier kann die Fitnessbranche eine wichtige Funktion übernehmen.

Um ein Grundverständnis für die Fitnessbranche in der Politik zu erzeugen, hat der DIFG politische Vertreter und Entscheidungsträger auf Landes- und Bundesebene sowie Verbände und Institute der Gesundheitsbranche angeschrieben und Ihnen die Bedeutung der Branche klar dargestellt. Kernpunkt dieser Darstellung ist die Leistung der Fitnessbranche für das deutsche Gesundheitswesen, die im DIFG WHITE PAPER und der EXPERTISE ausgeführt wird. Die Politik täte gut daran, die Bedeutung der körperlichen Fitness für die deutschen Bürger zu erkennen und ähnlich wie in anderen europäischen Ländern die Fitnessbranche zu unterstützen.

DIFG informiert:

Neue Erkenntnisse aus dem Rating der Creditreform Bei seinem letzten Treffen mit der Creditreform Rating AG im Sommer musste der DIFG mit Bestürzung hören, dass die zwischenzeitlich noch recht positiven Zahlen beim Rating der Fitnessbranche wieder schlechter geworden sind.

Die im April dieses Jahres erreichte Trennung der Fitness-Studios von Tatoo-, Massage-, Nailund Sonnenstudios hatte der Fitnessbranche zu einer positiven wirtschaftlichen Beurteilung und im Rating-Ranking zu einem Schub nach oben verholfen (der DIFG berichtete).

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Doch dieser positive Aspekt ist inzwischen nahezu wieder verspielt. Hintergrund ist die Tatsache, dass Fitness-Studiobetreiber die Ausgaben für ihr Privatleben mehr und mehr mit den Kosten des Studios mischen und hier zusätzliche Mahnungen, Mahnbescheide, etc. riskieren. Besonders das in der Zwischenzeit gestiegene Rating nutzten viele Betreiber für die Aufnahme privater Kredite. Diese Faktoren gehen jedoch negativ in das Einzelrating eines Fitnessclubs ein und ziehen somit das Gesamtrating aller Fitnessclubs wieder nach unten. Aus diesem Grund ein wichtiger Hinweis an alle Studiobetreiber: Zahlen Sie Ihre Rechnungen, auch wenn es für Ihr Privatleben ist, immer pünktlich und was genauso

wichtig ist, trennen Sie am besten Ihre geschäftlichen und privaten Konten! Auch die offene und lückenlose Kommunikation der Unternehmenszahlen gegenüber Auskunfteien führt zu einer transparenteren Darstellung der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens bei Lieferanten, Banken und Investoren. Wer sich also aktiv in die Steuerung seiner Kreditwürdigkeit einbringt, ermöglicht sich mehr Finanzierungsmöglichkeiten. Die Selbstauskunft bei der zuständigen Creditreform Geschäftsstelle ist neben der fristgerechten Zahlung von Rechungen ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

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Medical Fitness Deutschland (MFD) - Ein Partner der Fitness-Branche Die Zukunft der Fitness-Branche liegt in der gesundheitsorientierten Ausrichtung der Fitness-Studios. Eines der Konzepte, die an dieser Stelle ansetzen, möchten wir Ihnen heute vorstellen. Immer mehr Studios nutzen die Vorteile einer MFD Partnerschaft, welche gleichermaßen einfach wie effizient ist. Der Focus der Kooperationen liegt in der Prävention. Komplizierte Regularien und Mechanismen, wie sie von vielen Krankenkassen Kooperationen bekannt sind, gibt es nicht. Ärzte, weitere Gesundheitspartner wie Physiotherapeuten und Heilpraktiker kooperieren direkt miteinander im Rahmen eines zielgesteuerten Empfehlungsmanagements.

Nicht die Größe eines Studios und auch nicht die Auswahl der Materialien bei der Gestaltung der Innenarchitektur qualifizieren ein Studio, bei MFD dabei zu sein. Branchenspezifische Qualifikationen der Trainer, gepaart mit Herzblut für Service und einer gesundheitsorientierte Betreuung der Mitglieder sind neben Ordnung, Hygiene und Sauberkeit Parameter, die Teil der MFD Philosophie sind.

MFD Partner unterstützen sich gegenseitig bei der Erschließung weiterer Umsatzpotentiale gesundheitsorientierter Angebote und profitieren so von einem wachsenden und deutschlandweiten MFD Netzwerk. Mehr Informationen unter: www.medical-fitness.net

Der DIFG wächst weiter Wir freuen uns über unser neues Mitglied und heißen MoveToLive Deutschland herzlich Willkommen! MoveToLive Deutschland GmbH ist ein führendes Vertriebs- und Serviceunternehmen der deutschen Fitness- und Gesundheitsbranche. Die Gesellschaft mit Sitz in Köln vertreibt Fitnessgeräte der globalen Marken Nautilus®, Schwinn® Fitness und StairMaster® an Firmenkunden in den Ländern Deutschland und Österreich. Die von MoveToLive vertriebenen Fitnessgeräte stehen für höchste Trainingseffizienz und erstklassige Resultate. Zum Kundenstamm gehören primär Fitnessstudios, aber auch Wellness-Anlagen, Hotelbetriebe, Vereine aus dem Profi-Sport wie Fußball- und Eishockey-Vereine, sowie private und öffentliche Unternehmen, die ihren Kunden und Mitarbeitern hochwertige Trainingsmöglichkeiten bieten wollen. Unter anderem beliefert MoveToLive die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sowie diverse Fußball-Bundesliga-Mannschaften. MoveToLive Deutschland GmbH ist Teil der europäischen MoveToLive-Unternehmensgruppe, die in der Region Benelux, Deutschland, Österreich und Schweiz aktiv ist. Seite 3

Kooperation zwischen Deloitte und DSSV perfekt In Zukunft ist ein einheitliches Zahlenwerk für die Branche gesichert. Dies ist wichtig, nicht nur weil die unterschiedliche Darstellung der Branchendaten Anfang 2010 zu Irritationen geführt hat. Der DIFG begrüßt die Einigung als Grundlage für eine grundsätzliche Verständlichkeit und eine Grundbedingung für eine professionellere Außendarstellung unserer Branche, wie z.B. gegenüber Banken und Investoren.

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DIFG AKTUELL Kooperation mit Sportstättenverband Zum ersten Mal hat sich der Vorstand des DIFG mit Vertetern der IAKS (Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen e.V.) in Köln getroffen. Beide Seiten haben schnell Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit gefunden. So wird der DIFG seine Mitglieder auf der FSB mit einem Stand vertreten. Die FSB ist die Internationale Fachmesse für Freiraum, Sportund Bäderanlagen und findet alle zwei Jahre

Kurz berichtet

AFIRM kündigt Showcase-Tour durch Amerika an AFIRM (Association of Fitness Industry Retailers and Manufacturers) plant für 2011 eine Serie regionaler Veranstaltungen in Amerika, bei der Fitnessgerätehersteller ihre Produkte und Neuheiten den Studiobetreibern vorstellen können. Das neue Konzept, bei dem

in Köln statt, das nächste Mal im Herbst 2011. Die IAKS ist Träger der Messe. Insgesamt waren die Gespräche von der Vorstellung geprägt, dass körperliche Bewegung und Fitness für die Menschen in Zukunft eine weitaus grössere Rolle einnehmen werden. Auch über eine mögliche Zusammenarbeit auf politischer Ebene hatte man sich unterhalten.

B2B-Kontakte besser bearbeitet werden können, sei auf Wunsch der Industrie entstanden, so AFIRM. Weitere Informationen

Top Termine im Herbst 2010

auf www.afirmfitness.org.

European Fitness Summit in Barcelona 06.-08.10.2010

IHRSA stellt Europa Magazine ein Die IHRSA (International Health, Racquet and Sportsclub Association) stellt ihr Europa Magazin Club Business Europe vorerst ein. Es wird in Zukunft nur noch eine OnlineVersion geben.

IHRSA European Kongress in Barcelona 18.-21.10.2010 DSSV Event an der Türkischen Riviera 11.-14.11.2010

Wir danken den DIFG Mitgliedern, die unsere Arbeit für die Fitnessbranche ermöglichen. C

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Redaktion: Reka Thiemann

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