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№ 47 · Sonntag, 25. November 2012

SPEZIAL > Seite 11

Luxuriöses, nicht nur zum Fest Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, in den USA scheinen die Demokraten und Republikaner auf Kuschelkurs zu sein. Glaubt man den Aussagen der Volksvertreter vor einigen Tagen, gibt es konstruktive Gespräche im Haushaltsstreit. Offenbar wollte man den US-Bürgern vor dem TruthahnSchlachtfest nicht den Appetit verderben. Außerdem startete am Freitag, dem sogenannten Black Friday, der weihnachtliche Shopping-Wahnsinn in den USA. Im Vorfeld positive Töne zu verbreiten ist daher keine schlechte Strategie der Politiker. Auch die Wall Street zeigte sich angesichts der versprühten Zuversicht auf eine baldige Einigung im Haushaltsstreit in festlicher Stimmung und brannte zu Wochenbeginn ein kleines Kursfeuerwerk am US-Aktienmarkt ab. Aber ob damit nun die Kuh vom Eis,

besser gesagt von der Klippe, ist? Zwar werden sich Demokraten und Republikaner schon auf einen Kompromiss einigen, ja einigen müssen, aber auch das wird nichts daran ändern, dass die USA sowohl auf der Einnahmen- als auf der Ausgabenseite an den Stellschrauben drehen müssen, um das Haushaltsdefizit zu verkleinern. So oder so dürfte es somit negative Rückkopplungen auf die Wirtschaft geben. Zudem könnte ein Kompromiss, der erst einmal größere Einschnitte verhindert, dafür sorgen, dass dann schon bald eine noch größere Klippe droht. Herzlichst, Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


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Schliekers Woche

Wir haben’s ja Sonntag, 25. November 2012

AKTIEN & MÄRKTE Schliekers Woche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: Frankreich – Dickes Plus. . . . . . . . . . . . . . . 4 Märkte im Überblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . . . .5 In eigener Sache: Leser-Award 2013 . . . .6 Aktie der Woche: Dollar Tree . . . . . . . . . . 7 SPEZIAL Luxus-Investments . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 UNTERNEHMEN Unternehmen der Woche: Heuschrecke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 News: Hewlett-Packard, Lowe’s, United Internet. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 FONDS Fonds der Woche: M&G Optimal Income . . . . . . . . . . . . . . 16 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: Gagfah-Discount-Zertifikat . . . . . . . . . . 19 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Rohstoffe Rohstoff der Woche: Sojabohnen. . . . . . . . .21 Rohstoffanalysen: Orangensaft, Weizen, Silber, Mageres Schwein. . . . . . . . . . . . . . 22 Lebensart Produkt der Woche: Die GIGA 5 von JURA . . . . . . . . . . . . . . . 23 Coffeetable-Favourites: Das Erbe der Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 26

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Dass man aufseiten der Bundesländer (oder einiger Bundesländer) bereit ist, mal eben so 10 Mrd. Euro ziehen zu lassen, lässt tief blicken. Zunächst gibt es im Bundesrat natürlich Reinhard Schlieker hehre A rgumente ZDF Wirtschafts­ dafür, ein Steuerkorrespondent abkommen mit jenem Land, das man am liebsten mit der Kavallerie zur Räson bringen würde, abzulehnen: Schließlich hätte die Ratifizierung bedeutet, dass Steuerflüchtlinge ohne harte Strafen davongekommen wären. Und so etwas widerspricht der Gerechtigkeit, wie die SPD sie definiert (dass es eine allgemeingültige Definition von Gerechtigkeit nicht gibt, obwohl die Menschheit sich mindestens seit Plato darum bemüht, kommt dem sozialdemokratischen Elan dabei nicht in die Quere). „Wir sind nicht käuflich“, trompeten die entsprechend regierten Länder dem Bundesfinanzminister entgegen, als jener auch seine 30 Bundesprozent am Rücklauf der Steuern aus der eidgenössischen Republik großherzig den Ländern übereignen wollte. Nun, nicht käuflich, das muss man erst mal so dahinklingen und leise verhallen lassen. In der Politik hört man das nämlich selten zwischen Deals und Geschäften und do ut des und „Wes Brot ich ess’, des Lied ich sing’“, so klingt eigentlich eher der Nachrichtenalltag. Nun gut, hier gebe ich zu Protokoll, dass das Steuerabkommen mit der Schweiz jener einmalige Fall gewesen wäre, in dem ich die Käuflichkeit für das einzig Wahre halte. Denn dem hehren Gut einer wie auch immer definierten Gerechtigkeit gegenüber hätte hier zum einen Rechtsfrieden gestanden, des weiteren eine Menge Geld, das uns Steuerzahlern gehört und gefälligst von Politikern nicht ausgeschlagen werden darf, und so weiter: Die SPD und ihre grünen Mitstreiter wollen uns glauben machen, dass sie die Steuerhinterzieher mit ordentlicher Strafverfolgung erwischen und den einen oder anderen Geldschein noch dazu. Und dabei eben die Gerechtigkeit auch noch.

Doch die ist schon lange entkommen und die Steuersünder sind auf Reisen, in der Südsee oder auch der Nordsee, je nach Temperament, wo sie die SPD nicht fassen kann. Die Kavallerie mutet eher an wie die Blechbüchsenarmee der Augsburger Puppenkiste und die Erfolge der Fahndung wie des Wachtmeisters Durchgreifen gegen den Räuber Hotzenplotz ebendort: rührend, komisch, ergreifend. Der Kampf jedenfalls darum, dass die sogenannten Reichen nicht davonkommen mit ihrer Steuerflucht, erklärt sich ideologisch: In einem Geistesgebäude, in dem Wohlstand schon per se etwas Schmutziges ist, egal wie gerecht (!) es bei dessen Erwerb zuging, in einem solchen Gebäude ist dann die Hinterziehung von Steuern natürlich ein Abgrund von Landesverrat. Da man auch nicht im Traum darauf käme, das Steuersystem des Landes zu durchlüften und auf die Suche nach Gerechtigkeit auch da zu gehen, wo der Staat rafft und giert und prohibitiv kassiert, muss man die logischen Folgen natürlich tragen: Der Mensch entzieht sich dem Wirken des Fiskus, wo er kann, und über Gerechtigkeit macht er sich so seine eigenen Gedanken. Und so kommt es, dass auch SPD-Anhänger unter den Verfolgten sein müssen, denn in der Schweiz treffen sich nicht nur Superreiche, sondern auch Handwerksleut’ zum fröhlichen Steuersparen. Auf mancher heimlichen CD dürfte es da noch Überraschungen geben. Den anderen bleibt ja der traditionelle Fußvolkssport Schwarzarbeit. Ein Geheimnis sei hier noch verraten: Die meisten Leute würden sogar ohne Murren Steuern zahlen. Tatsächlich. Aber nicht, solange man in den etablierten Parteien für ein ansatzweise gerechtes (!), weil durchschaubares Steuersystem, nur ein fieses Grinsen übrig hat.

Was denken Sie über dieses Thema? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de


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Tops und Flops der Woche

tops Pronova BioPharma: Übernahmeangebot von BASF Der Chemiekonzern BASF (WKN: BASF11) will für umgerechnet 664 Mio. Euro die norwegische Pronova BioPharma (WKN: A0M2D1) übernehmen. Je Aktie werden 12,50 norwegische Kronen geboten. Der Hersteller von Omega-3-Fettsäuren hatte zuvor mit 12,00 Kronen geschlossen. Die Ludwigshafener haben nach eigenen Angaben verbindliche Zusagen für rund 60% des Grundkapitals von Pronova. Management und Verwaltungsrat des Übernahmekandidaten empfehlen die Annahme der Offerte. Die Mindestannahmeschwelle liegt bei 90%. H. J. Heinz: Gewinnprognose überboten Im zweiten Geschäftsquartal steigerte der US-Ketchup- und Soßenproduzent H. J. Heinz (WKN: 851291) den Gewinn dank reduzierter Kosten von 237,0 auf 289,4 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie legte von 0,73 auf 0,90 US-Dollar zu. Der operative Gewinn zog von 358,1 auf 391,7 Mio. US-Dollar an, der Umsatz von 2,81 auf 2,83 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten mit 2,85 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,88 US-Dollar Gewinn je Aktie gerechnet. Im Gesamtjahr soll der Umsatz organisch nach wie vor um 4% zulegen. Hochtief: Kurssprung nach Führungswechsel Zerschlagungsfantasien beflügelten den Aktienkurs von Hochtief (WKN: 607000). Auf Druck des hoch verschuldeten spanischen Mehrheitsaktionärs ACS musste Vorstandschef Frank Stieler seinen Posten räumen. Nachfolger wurde der ACS-Manager Marcelino Fernandez Verdes. Aufsichtsratschef Manfred Wennemer scheidet am Jahresende aus. Verdes kündigte bereits eine neue Strategie für den Baukonzern an. Priorität habe die Erhöhung der Profitabilität. Details sollen allerdings erst in drei bis vier Monaten vorgelegt werden.

Zitat der Woche

„Unsere Regierung ist die erfolgreichste seit der Einheit.“ Während SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in der Generaldebatte zum Bundeshaushalt die schwarz-gelbe Koalition heftig angegriffen hat, lobte die Bundeskanzlerin ihre Regierung als „erfolgreichste seit der Einheit“. Zahl der Woche

441 Mrd. Euro Die deutschen Steuereinnahmen sind in diesem Jahr gemäß Bundesfinanzministerium weiter auf Rekordkurs: Von Januar bis Oktober summierten sie sich – ohne reine Gemeindesteuern – auf 441 Mrd. Euro. Das sind 5,4% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Flops Bayer: Schiff-Übernahme gescheitert Bayer (WKN: BAY001) will sein Ende Oktober veröffentlichtes Übernahmeangebot von 34 US-Dollar je Aktie für den US-Hersteller von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln Schiff Nutrition International (WKN: A0HHKX) nicht erhöhen. Insgesamt wollten die Leverkusener 1,2 Mrd. US-Dollar auf den Tisch legen. In der vergangenen Woche hatte der britische Wasch- und Putzmittelhersteller Reckitt Benckiser (Calgonit, Calgon, Clerasil) überraschend je Schiff-Aktie 42 US-Dollar geboten. Xing: Burda-Offerte zu niedrig Das Karriere-Netzwerk Xing (WKN: XNG888) rät seinen Anteilseignern, das Pflichtübernahmeangebot des Großaktionärs Burda nicht anzunehmen. Der Medienkonzern hatte seine Beteiligung Ende Oktober von 29,41% auf 38,89% aufgestockt und bietet den übrigen Aktionären 44 Euro je Aktie. Die Annahmefrist endet am 7. Dezember 2012. Vorstand und Aufsichtsrat von Xing halten den Preis jedoch für zu niedrig. Zur Erinnerung: Am Tag vor Bekanntgabe des Angebotes hatte Xing mit 37,32 Euro geschlossen. Best Buy: Rotes Quartal Der in der Umstrukturierung befindliche US-Unterhaltungselektronikhändler Best Buy (WKN: 873629) fuhr im dritten Geschäftsquartal 10 Mio. US-Dollar Verlust ein. Zwölf Monate zuvor konnten noch 156 Mio. US-Dollar Gewinn verbucht werden. Das Ergebnis je Aktie sank von +0,42 auf –0,03 US-Dollar. Vor Sonderposten brach der Gewinn je Aktie von 0,47 auf 0,03 US-Dollar ein. Prognose: 0,13 US-Dollar. Der operative Gewinn implodierte von 381 auf 12 Mio. US-Dollar. Im Vergleich zur Vorjahresperiode schrumpfte der Umsatz wie erwartet von 11,14 auf 10,75 Mrd. US-Dollar.

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TERMINE DER WOCHE 26.11. 13:00 DE GfK, Konsumklimaindikator Dezember 27.11. 14:30 USA Auftragseingänge langlebige Güter Oktober 27.11. 16:00 USA Verbrauchervertrauen, Conference Board November 28.11. 20:00 USA Fed-Konjunkturbericht (Beige Book) 30.11. 08:00 DE Einzelhandelsumsatz Oktober 30.11. 11:00 EU Arbeitsmarktdaten Oktober 30.11. 15:45 USA Chicago-Einkaufsmanagerindex November


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Markt im Fokus

Frankreich: Dickes Plus Nach zwei Wochen mit Verlusten machte der französische Leitindex jüngst einen kräftigen Satz nach oben. Er gehörte damit zu den besten Performern in Europa. Das Prinzip Hoffnung war wohl treibende Kraft. Ein Anstieg von etwa 4,6% zur Vorwoche ist schon ordentlich. Aus charttechnischer Sicht eroberte der CAC 40 damit die in der Vorwoche verletzte innere Aufwärtstrendlinie zurück und setzte sich deutlich von ihr

ab. Die Investoren scheinen die nicht zu übersehenden Risiken einfach auszublenden. Auch in Frankreich knirscht es mächtig im Gebälk. Die Staatsausgaben sind wegen versäumter Reformen in den vergangenen

CAC 40

Indizes Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX TecDAX SDAX EUROSTX 50 Nikkei 225 Hang Seng

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Stand: 23.11.2012 (12:15 Uhr)

Stand: Freitag nach Börsenschluss

23.11.2012 % Vorwoche 52weekHigh % 52week 13009,68 +3,35% 13661,87 +15,56% 1409,15 +3,62% 1474,51 +21,29% 2966,85 +3,99% 3196,93 +20,60% 7309,13 +5,16% 7478,53 +33,92% 11408,08 +4,11% 11720,76 +40,74% 826,37 +4,47% 830,91 +29,88% 5024,85 +3,16% 5257,70 +20,27% 2557,03 +5,34% 2611,42 +21,95% 9366,80 +3,80% 10255,15 +12,65% 21913,98 +3,57% 22149,70 +22,67%

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Jahren und dem aufgeblähten Sozialstaat viel zu hoch, was zu Defiziten im Haushalt und damit zu wachsenden Schulden führt. Dies erhöht den Spardruck. Hier scheint man unter der sozialistischen Führung den Hebel vor allem bei den Firmen mit steigenden Steuern und Abgaben anzusetzen. Man muss kein Genie sein, um daraus negative Folgen für die Konjunktur zu schlussfolgern. Ohnehin steht es um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes nicht sonderlich rosig. Auch hier fehlte es in den vergangenen Jahren an Reformen. Hinzu kommt die enge Verflechtung mit den größten Krisenländern der Eurozone. Kurzum: Auch in Frankreich dürfte sich, trotz gegenläufiger Meinung der Regierung, die Haushaltslage zunehmend verschlechtern, was zu einer wachsenden Neuverschuldung führen dürfte. Noch sind die Zinsen für neue Kredite günstig, allerdings ist auch hier das Risiko nicht zu unterschätzen, dass künftig die Refinanzierung immer teurer wird. Die düsteren Erwartungen scheinen derzeit aber keine Rolle zu spielen. Auch das jüngst von Moody’s kassierte Spitzenrating wurde achselzuckend abgetan. Über kurz oder lang wird man sich jedoch der Realität stellen müssen, was dann auch die Kurse französischer Aktien in Mitleidenschaft ziehen dürfte. Entsprechend vorsichtig sind steigende Kurse zu betrachten und eventuelle Long-Positionen konsequent zu überwachen und abzusichern.


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Märkte im Überblick

usa

Deutschland

Europa

Sehr fest

Hammelkurse

Kräftige Zuwächse

Am US-Aktienmarkt wurde in der vergangenen Woche wegen Thanksgiving wenig gehandelt. Die US-Börsen blieben am Donnerstag ganz zu und öffneten am Freitag nur halbtags. Vor dem Feiertag herrschte dabei Kauflaune vor. Insbesondere am Montag starteten die US-Indizes durch. Optimismus auf eine baldige Einigung im US-Haushaltsstreit trieb angesichts der diesbezüglich positiven Stimmungsmache seitens der Politik. Am Dienstag ging es trotz der Warnung vor der Fiskalklippe durch Fed-Chef Ben Bernanke weiter moderat aufwärts. Er appellierte an die Demokraten und Republikaner, sich auf einen finanzpolitischen Kurs zu einigen, weil sonst die wirtschaftliche Erholung ernsthaft in Gefahr sei. Sollten es die Parteien jedoch schaffen, einen Kompromiss zu finden, könnte das nächste Jahr für die US-Wirtschaft sehr gut verlaufen, zeigte sich Bernanke zuversichtlich. Weitere leichte Gewinne folgten am Mittwoch, wofür die Entspannung im Israel-Gaza-Konflikt herhalten musste. Am Freitag startete dann das US-Weihnachtsgeschäft, weil an den Tagen nach Thanksgiving viele Einzelhändler mit Schnäppchen locken. Die Hoffnung auf gute Geschäfte trieb dabei die US-Indizes an, die ihre Gewinne zur Vorwoche ausbauten. Aus charttechnischer Sicht eroberte der S&P 500 seine vor zwei Wochen verletzte Aufwärtstrendlinie zurück, was aber noch einer Bestätigung bedarf.

In den USA werden die ersten Gespräche zum US-Haushalt als konstruktiv bezeichnet und hierzulande gehen die Kurse durch die Decke. Man fragt sich, wer der Hammel ist? Aber was soll’s, der Herdentrieb ist nun mal nicht zu unterschätzen. Der DAX legte zur Vorwoche um 5,2% zu. Er eroberte damit die 7.000er-Marke und die vor zwei Wochen verletzte Unterstützung bei 7.194 Punkten zurück. Die zuletzt scheinbar Oberhand gewonnenen Bären wurden somit klar ausgekontert. Dann kann die Jahresendrally ja losgehen. Vielleicht ist eine solche tatsächlich drin, schließlich scheint derzeit alles möglich und die Realität wird ja schon seit einigen Monaten konsequent ausgeblendet, wie die trotz der vielen konjunkturellen Risiken steigenden Kurse implizieren. Für die Optimisten gibt es aber auch neues Futter. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November erstmals seit acht Monaten aufgehellt. Der Anstieg des ifo Geschäftsklimaindex seit März nährte damit, so der landläufige mediale Tenor, Konjunkturhoffnungen. Auch viele Volkswirte zeigten sich ob der positiven Überraschung entzückt und bliesen ins Zuversichtshorn. Es ist jedoch nicht auszuschließen, mutet sogar wahrscheinlich an, dass es sich bei dem jüngsten ifo Anstieg nur um eine Zwischenerholung handelt, angesichts des weiterhin mit vielen Risiken behafteten sehr wackeligen Umfeldes.

Angesichts der jüngst zumeist sehr kräftigen Zuwächse bei den europäischen Leitindizes könnte man den Eindruck gewinnen, die Welt sei in Ordnung. Wirkliche Argumente für die Gewinne sind jedoch nicht auszumachen. So gab es bei den Gesprächen der EuroFinanzminister und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der vergangenen Woche über die weitere Vorgehensweise bei der Rettung Griechenlands keine Fortschritte und die Verhandlungen wurden auf den morgigen Montag vertagt. Es ist zum Haareraufen, welche neuen abenteuerlichen Maßnahmen bei der Bewältigung der Überschuldungsproblematik aus dem Hut gezaubert werden. Und auch sonst gibt es in Sachen Euro-Krise nichts nachhaltig Positives zu berichten. Es sei denn, man ist die Troika oder der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB). Erstere sprach im Zusammenhang mit der Freigabe der nächsten Hilfszahlung von soliden Fortschritten Portugals bei seinen Spar- und Reformbemühungen, obwohl im Haushalt des Landes keine substanziellen Besserungen zu erkennen sind und auch die Wirtschaft immer stärker beeinträchtigt wird. Meister im Wunschdenken ist ferner EZB-Chef Mario Draghi. Er sagte am Freitag bei einem Bankenkongress in Frankfurt, dass die Anstrengungen der Regierungen und der EZB die unmittelbaren Spannungen an den Märkten beruhigt haben. Er sieht zudem eine allmähliche Rückkehr des Vertrauens in die Eurozone.

S&P 500

DAX

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Stand: 23.11.2012

Stand: 23.11.2012

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Dollar Tree:

Gute Einstiegsgelegenheit Auch nach den Wahlen in den USA dürfte sich für den Großteil der dortigen Bevölkerung kaum etwas ändern. Das schwache konjunkturelle Umfeld und die hohe Arbeitslosigkeit werden angesichts klammer öffentlicher Kassen und riesiger Schulden, was den Spardruck erhöht, wohl kaum in den Griff zu bekommen sein. Viele US-Bürger dürften daher weiterhin jeden Dollar zweimal umdrehen. Es gibt jedoch Profiteure dieser bedauernswerten Entwicklung, etwa Dollar Tree. Bei der Aktie des Einzelhändlers scheint es derzeit eine gute Einstiegsgelegenheit zu geben. Die Entwicklung der Aktie in den vergangenen Jahren ist beeindruckend. Ausgehend vom Zwischentief im Januar 2008 schnellte der Preis bis zum Allzeithoch im Juni dieses Jahres um mehr als 700% nach oben. Bereinigt um den wenige Tage danach erfolgten Aktiensplit von 1 : 2 liegt der bisherige Rekord somit bei 56,82 US-Dollar. Danach war erst einmal die Luft raus. Es gab eine deutliche Korrektur von mehr 34%, was jedoch nun eventuell eine gute Gelegenheit für neue Long-Positionen ist. Ein Argument liefert das charttechnische Bild. Im Rahmen der Korrektur hatte der Kurs in der Vorvorwoche die aus der Verbindung der Zwischentiefs von Februar 2010 und Februar 2011 resultierende Aufwärtstrendlinie knapp verletzt. Auch das 38,2%-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsbewegung seit 2008 wurde marginal unterschritten. Beide Marken wurden jedoch in der Vorwoche gleich wieder zurückerobert. An den vergangenen Handelstagen setzte sich der Preis dann weiter davon ab. Der damit vom Haltezonenbündel gestartete Aufwärtsimpuls könnte 07

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nicht nur eine temporäre technische Gegenbewegung sein, sondern vielleicht auch eine neue größere Aufwärtswelle eingeläutet haben. Entsprechend scheinen von dieser Warte aus restriktiv abgesicherte spekulative Long-Positionen erwägenswert. Attraktive Bewertung Ein weiteres Argument liefern die fundamentalen Fakten. Zunächst einmal ist die Bewertung durch die Kurskorrektur wieder auf ein attraktives Niveau zurückgekommen. Das KGV (2012/13e) liegt

Dollar Tree

Stand: 23.11.2012


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Aktie der Woche

derzeit bei etwa 16,5. Angesichts der hohen Wachstumsraten beim Ergebnis je Aktie (EPS) geht dieser Wert voll in Ordnung. Basis dafür ist die nach wie vor starke Geschäftsentwicklung. Starke Zahlen Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (bis Ende Januar) ist Dollar Tree erneut profitabel gewachsen. Der Umsatz erhöhte sich im Zeitraum August bis Oktober um 7,8% auf 1,72 Mrd. US-Dollar. Dazu beigetragen haben die netto 107 neu eröffneten Geschäfte. Auf vergleichbarer Fläche, also den Die Chancen für anhaltend Läden, die länger als zwölf Monate geöffnet profitables Wachstum sind sind, legten die Erlöse um 1,6% zu. Beeinwegen des schwierigen druckend ist aber vor allem die Ertragsentwirtschaftlichen Umfeldes in wicklung. Das Ergebnis vor Zinsen und den USA weiterhin gut. Steuern (EBIT) nahm von 164,9 auf 184,2 Mio. US-Dollar und damit um 11,7% zu. Nach Steuern ging es sogar um 48,7% auf 155,4 Mio. US-Dollar aufwärts. Das entsprechende EPS verbesserte sich von 0,43 auf 0,68 US-Dollar, was einem Zuwachs von 58,1% entspricht. Im Nachsteuergewinn enthalten ist jedoch ein einmaliger Sonderertrag durch den Verkauf der Tochter Ollie’s Holdings. Darum bereinigt stieg das EPS um 18,6% auf 0,51 US-Dollar. Auch die Zahlen für die ersten neun Monate insgesamt können sich sehen Anzeige

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* Enthält eine Verkaufsprovision und eine Führungsprovision, welche von der Emittentin getragen werden.

Disclaimer: Diese Marketingmitteilung dient ausschließlich Werbezwecken und stellt eine Marketingmitteilung im Sinn des österreichischen WAG und des KMG dar, jedoch weder eine Finanzanalyse oder eine auf Finanzinstrumente bezogene Beratung oder Empfehlung noch ein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zum Kauf von Teilschuldverschreibungen noch stellt sie einen Wertpapierprospekt dar. Das öffentliche Angebot der Allgemeine Baugesellschaft-A. Porr Aktiengesellschaft, Wien (die „Emittentin“) in Österreich, Deutschland und Luxemburg erfolgt ausschließlich durch und auf Grundlage des von der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde gebilligten, veröffentlichten und nach Deutschland und Luxemburg notifizierten Wertpapierprospekts vom 12.11.2012 sowie allfälliger Nachträge dazu, die in elektronischer Form auf den Internetseiten der Emittentin (www.porr-group.com) und der Deutsche Börse AG (Frankfurter Wertpapierbörse) (www.boerse-frankfurt.de) und der Société de la Bourse de Luxembourg (www.bourse.lu) eingesehen werden können. Im Zusammenhang mit dem Angebot der Anleihe der Emittentin sind ausschließlich die Angaben im Wertpapierprospekt samt allfälligen Nachträgen dazu verbindlich. Interessierte Anleger sollten ihre Anlageentscheidung ausschließlich auf Grundlage der im Wertpapierprospekt für die Anleihe der Emittentin enthaltenen Informationen einschließlich der mit den Teilschuldverschreibungen und der Emittentin verbundenen Risiken treffen. Die Angaben dieser Marketingmitteilung sind unverbindlich. Die Anleger sind aufgefordert, vor einer Investitionsentscheidung insbesondere die Risikohinweise im Prospekt zu beachten. Diese Marketingmitteilung ist nicht zur Weitergabe oder Veröffentlichung in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) oder jedem anderen Land bestimmt, in dem der Vertrieb oder die Veröffentlichung dieser Unterlage rechtswidrig wäre, und darf nicht an „U.S. persons“ (wie in Regulation S des U.S. Securities Act of 1933 in der geltenden Fassung definiert) sowie an Publikationen mit allgemeiner Verbreitung in den USA weiter gegeben oder verteilt werden.

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lassen. In diesem Zeitraum verbuchte Dollar Tree ein Umsatzplus von 9,9% auf 5,15 Mrd. US-Dollar. Die Zahl der betriebenen Märkte erhöhte sich in diesem Zeitraum von 4.335 auf 4.630. Auf vergleichbarer Fläche stiegen die Erlöse um 3,9%. Das EBIT kletterte um 15,9% auf 556,6 Mio. US-Dollar. Unter dem Strich gab es einen Profit von 390,7 Mio. US-Dollar, verglichen mit 300,4 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das EPS nahm von 1,23 auf 1,69 US-Dollar zu. Bereinigt um den Sondereffekt aus dem dritten Quartal lag das Plus bei stolzen 24,4%. Neue Rekorde im Visier Für das Schlussquartal 2012/13 geht die Gesellschaft von einem Anstieg der Umsätze auf vergleichbarer Fläche im niedrigen einstelligen Prozentbereich sowie einem EPS von 0,97 bis 1,02 US-Dollar aus. Für das Gesamtjahr wird dann mit Rekordumsätzen zwischen 7,35 bis 7,41 Mrd. US-Dollar gerechnet, was einem Plus zum Vorjahr von 10,9 bis 11,8% entspräche. Das EPS dürfte inklusive des Sondereffektes bei 2,65 bis 2,70 US-Dollar liegen. Bereinigt wären dies 2,49 bis 2,53 US-Dollar, was ebenfalls einem neuen Spitzenwert gleichkäme und zudem 23,6% bis 25,6% über dem Vorjahr läge. Vor diesem Hintergrund mutet das oben erwähnte KGV für 2012/13 noch attraktiver an. Schnäppchen Darüber hinaus spricht das Umfeld für anhaltend gute Geschäfte. Wegen der schwachen konjunkturellen Entwicklung sowie einer hohen Arbeitslosigkeit, woran sich auf absehbare Zeit nichts ändern dürfte, werden die US-Verbraucher wohl sehr preissensitiv bleiben und angesichts klammer Geldbeutel weiterhin auf Schnäppchenjagd gehen. Dollar Tree ist einer der Profiteure dieser Entwicklung. In den Geschäften des Einzelhändlers, der neben 4.501 Läden in den USA 129 in Kanada betreibt, gibt es sämtliche Waren für maximal einen US-Dollar.


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Das Unternehmen sieht sich aber nicht als Ramschladen. Es legt stattdessen Wert auf saubere und gut organisierte Märkte mit einem vielfältigen Angebot, wozu auch nationale und regionale Markenartikel gehören. Abgesehen von der Expansion durch die Ausweitung des Standortnetzes werden die Märkte kontinuierlich verbessert und das schon vielfältige Sortiment ausgeweitet. Seit einiger Zeit geht es vor allem darum, die Märkte mit Kühl- und Gefriertheken auszustatten, um auch Tiefkühlkost, Molkereiprodukte und andere zu kühlende Waren anbieten zu können. Ansonsten umfasst das Angebot unter anderem Haushalts- und Glaswaren, Reinigungsprodukte, Süßigkeiten und Snacks, Lebensmittel und Getränke, Gesundheit- und Kosmetikprodukte, Spielzeug, Geschenk- und Partyartikel, Papierwaren, Werkzeuge, Unterrichtsmaterialien, Bücher und saisonale Artikel. Aktiv ist der Konzern ferner im Internet, bietet online die Möglichkeit, größere Stückzahlen der in den Märkten vorhanden Artikel zu ordern, und vermarktet dort auch exklusive Sonderangebote. Funktionierendes Geschäftsmodell Das Geschäftsmodell funktioniert, wie die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre bezeugt. Ein wichtiger Baustein dafür ist das ausgeklügelte und effiziente Logistiknetzwerk, das stetig verbessert und ausgebaut wird. Außerdem ist die Gesellschaft sehr flexibel, wenn es darum geht, das Sortiment schnell an die sich stetig ändernden Bedürfnisse der Kundschaft anzupassen. Außerdem werden immer wieder neue Artikel angeboten, um die Kundschaft bei Laune zu halten. Ziel ist es, Ladenhüter zu vermeiden. Eine Rechnung, die aufzugehen scheint, wie die hohe Umschlagshäufigkeit verdeutlicht. Damit hat Dollar Tree außerdem eine bessere Kontrolle über den Mix des Sortiments, was wiederum zu stabilen Margen führt. 09

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Dollar Tree ISIN: US2567461080 WKN: A0NFQC Kurs 23.11.12: 42,03 USD 52-Wochen-Hoch: 56,82 USD 52-Wochen-Tief: 36,04 USD Empf. Stop-Loss: 36,50 USD Unser Anlageurteil: spekulativer Kauf Stand: Freitag nach Börsenschluss

Fazit Auch mit dem Verkauf von Waren unter einem Dollar lassen sich gute Geschäfte machen. Dollar Tree zeigt seit Jahren, wie es geht. Daran scheint sich auch im laufenden Geschäftsjahr 2012/13 nichts zu ändern und der Konzern ist auf Kurs zu neuen Rekordergebnissen. Und auch darüber stehen die Chancen für anhaltend profitables Wachstum trotz oder vielleicht gerade wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes in den USA nicht schlecht. Weil die Aktie durch die Korrektur wieder ein sehr attraktives Bewertungsniveau erreicht hat und auch das charttechnische Bild vielversprechend scheint, könnten daher spekulative LongPositionen erwägenswert sein.

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Luxuriöses, nicht nur zum Fest Gucci, Prada, Luis Vuitton & Co. schreiben bereits jetzt Rekordumsätze und das Weihnachtsgeschäft steht erst noch bevor. Der globale Markt ist jedoch Chance und Herausforderung zugleich. Welche Firmen profitieren und wo Juwelen, feinste Lederwaren, Champagner und Cashmere-Pullover gekauft werden. Die Zahl der Millionäre wächst weltweit kräftig. Dies führt dazu, dass die Nachfrage nach Luxusgütern trotz Schuldenkrise und Konjunktursorgen kräftig anzieht. Insbesondere asiatische Konsumenten schätzen High-End-Produkte westlicher Top-Marken. Doch davon können keineswegs alle Hersteller gleichermaßen profitieren. Immer mehr Millionäre Auch 2011 ist die Zahl der vermögenden Privatpersonen weiter angestiegen: Nach einem deutlichen Wachstum von 8,3% im Jahr 2010 wuchs ihre Zahl 2011 nochmals um 0,8%. Damit verfügen weltweit betrachtet 11 Mio. Menschen über ein Vermögen von mehr als 1 Mio. US-Dollar. Dies geht aus dem „World Wealth Report 2012“ der Unternehmensberatung Capgemini hervor. Für die Hersteller teurer Kleidungsstücke, Accessoires, Autos und Schmuck ist dies ein Glücksfall. Die zahlenmäßig wachsende Gruppe der Reichen sorgt für eine stetig steigende Nachfrage. Shopping ohne Konjunktursorgen So werden sich die Umsätze weltweit positiv entwickeln und im laufenden Jahr 2012 – mit einem Zuwachs von 7% – erstmals die Schwelle von 200 Mrd. Euro überschreiten. Das ist das Ergebnis der weltweiten Studie „Luxury Goods Worldwide Market Observatory“, die die Management-Beratung Bain & Company zusammen mit dem italienischen Luxusgüterverband Fondazione Altagamma 11

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jährlich im Frühjahr durchführt. Auch für die Zukunft zeigen sich die Autoren der Studie optimistisch: Bis Mitte des Jahrzehnts werden für Luxusmarken jährliche Umsatzsteigerungen zwischen 7% und 9% erwartet. Die Turbulenzen in der Eurozone und die Sorgen um die Konjunktur beeinträchtigen die Nachfrage nach Luxusgütern demnach kaum. Dies bestätigen Ergebnisse einer weiteren, erst Anfang Oktober veröffentlichten Studie des Konsumforschungsunternehmens Euromonitor: Zwar lässt die Nachfrage in diesem Segment im Westen etwas nach, dafür legt aber der Verkauf in den Schwellenländern deutlich zu, sodass für das laufende Jahr weiterhin mit einem deutlichen Zuwachs gerechnet wird. Auch wenn Letzterer bei Euromonitor mit 4% etwas niedriger angegeben wird. Dreigestirn im Erfolgsrausch Ein Blick auf die Ergebnisse der Branchenriesen zeigt, dass diese in besonderem Maße von dieser Entwicklung profitieren konnten.


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Eines der Schwergewichte ist zweifellos der Konzern LVMH (WKN: 853292), der vor allem für seine Marken Moët, Hennessy und Louis Vuitton bekannt ist und in über 3.000 Boutiquen weltweit edle Parfums, Weine, Spirituosen sowie Mode, Schmuck und Accessoires verkauft. Im ersten Halbjahr 2012 konnte LVMH den Umsatz um satte 26% auf 12,9 Mrd. Euro nach oben schrauben. Das operative Ergebnis kletterte dabei um 20% auf 2,66 Mrd. Euro. Die Zahlen sind durch die Übernahme des Juweliers Bulgari nicht ausschließlich auf organisches Wachstum zurückzuführen, aber nichtsdestotrotz hervorragend. In noch stärkerer Verfassung präsentiert sich das Luxusimperium Richemont (WKN: A0Q9J3), das über Marken wie Cartier, Jaeger-LeCoultre und Montblanc gebietet. Der Umsatz der Schweizer kletterte im ersten Halbjahr 2012/13 um über 20% auf 5,1 Mrd. Euro, wobei der Gewinn um mehr als 50% und stark überproportional auf 1,1 Mrd. Euro gesteigert werden konnte. Die Asiaten kommen Auf den ersten Blick erstaunlich ist, dass Richemont das stärkste Wachstum in Europa erzielte: Die Umsätze im Euro-Raum wuchsen mit knapp 25% deutlich stärker als in den anderen Regionen inklusive Asien. Eine Erklärung hierfür lieferte man gleich mit: Die Verkäufe in Europa wurden vor allem von asiatischen Touristen beflügelt. Eine Entwicklung, die sich mit den Ergebnissen der Studie „Luxury Goods Worldwide Market Observatory“ deckt: Wie Bain & Company mitteilte, machen die „Luxusausgaben chinesischer Verbraucher zu Hause und im Ausland inzwischen über 20% der weltweiten Luxusgüterumsätze aus“. Berücksichtigt man die asiatische Kundschaft insgesamt, liegt dieser Wert bereits heute jenseits der 50%-Marke. Weil sich mit dem hohen Wachstum in China und Südostasien die Gewichte auch innerhalb dieser Gruppe verschieben – China hat Japan als zweitgrößten 12

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Markt für Luxusgüter abgelöst – verändert sich nun das Profil der Kunden: Das Durchschnittsalter der Luxuskonsumenten in Asien nimmt ständig ab, während es in Japan, Europa und den USA steigt: „Das schnelle Wachstum beschleunigt die Veränderungen im Luxussektor noch stärker“, so Josef Ming von Bain & Company. ETX_127x187_bas_20121014_Layout 1 11.10.12 09:58 Seite 1 Anzeige

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Nicht nur Gewinner Komplettiert wird das Dreigestirn der breit aufgestellten Luxusgüterkonglomerate vom französischen Konzern PPR Pinault-Printemps-Redoute (WKN: 851223). Neben Top-Labels wie Gucci, Yves Saint Laurent und Bottega Veneta gehören allerdings auch Handelsketten im mittleren und unteren Preissegment zum Portfolio. Im ersten Halbjahr steigerte PPR den Gewinn mit 20,4% ebenfalls zweistellig und übertraf damit die Markterwartungen. Im Luxussegment allein lag das Plus mit 30% sogar noch höher. Von den Aktivitäten im schnöden unteren und mittleren Preissegment will man sich daher trennen. Weniger gut läuft es jedoch bei Herstellern, die nur in einzelnen Segmenten tätig sind. So veröffentlichte beispielsweise die britische Traditionsmarke Burberry (WKN: 691197) jüngst eine Gewinnwarnung und verwies dabei auf schwache Geschäfte in China. Der Aktienkurs brach daraufhin um rund 18% ein. Zwischenzeitlich hat sich das Papier zwar wieder deutlich erholt, Investoren dürfen dies aber als deutliches Warnsignal dafür interpretieren, dass die Zeiten, in denen Traditionsmarken praktisch eine Lizenz zum Gelddrucken hatten, der Vergangenheit angehören. „Luxusanbieter müssen immer mehr Märkte gleichzeitig bearbeiten, Trends früh erkennen und sich spezifisch darauf einstellen. Reagieren die Unternehmen nicht flexibel und schnell genug, können sie bei dieser Dynamik Marktanteile verlieren, statt ihre Position zu stärken“, so Ming weiter. Glamour fürs Depot Die hohe Nachfrage aus den Schwellenländern wird auch in Zukunft die Kassen der Edelmarken klingeln lassen, daran lassen weder die Studien von Bain & Company noch von Euromonitor Zweifel aufkommen. Allerdings sind die zugehörigen Aktien in diesem Segment bereits sehr gut gelaufen – in diesem Jahr bereits über 20%. Die Rally ist damit nicht vorbei, doch die Luft wird dünner. Am einfachsten holen sich Anleger die Luxusmarken daher breit gestreut per Fonds oder Zertifikat ins Depot. Beispielsweise mit dem renommierten Fonds Credit Suisse Equity Luxury Goods (WKN: A0NEVK), der in den letzten zwölf Monaten bereits um über 21% zulegen konnte. Noch etwas besser gefahren sind Anleger mit einem Zertifikat (WKN: BN1LUX) der BNP Paribas auf den World Luxury Index. Der Basiswert wird von der Deutschen Börse betreut und enthält ebenfalls die Aktien der 20 größten Firmen der Branche. Allerdings findet hier keine Anrechnung der Dividenden statt. Nichtsdestotrotz liegt das Plus für den 12-Monats-Zeitraum bei stolzen 23%. Sehr gut hat auch ein Fonds aus dem Hause Julius Bär abgeschnitten: Mit einer Performance von 80% über die letzten drei Jahre braucht sich das Produkt JB EF Luxury Brands EUR B (WKN: A0NCNT) der Privatbank nicht zu verstecken. 13

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Fazit Nicht zu vernachlässigen ist ein weiteres Ergebnis der Bain & Company Studie: „Der Luxuskonsum wird vor allem durch neues und immer mehr Geld angekurbelt.“ Davon profitiert insbesondere das „hochpreisige High-End-Segment der Luxusbranche“. Ein Investment in die großen Luxuskonzerne ist mithin auch eine Anlage, die von der Liquiditätsschwemme in besonderem Maße profitiert. In Form von Fonds und Zertifikaten gehören Luxusgüter daher nicht nur unter den Weihnachtsbaum.

Ausblick auf das nächste Spezial Ausgabe 48 (02.12.2012) Schwellenländerfonds


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Unternehmen der Woche

Heuschrecke:

Wohlschmeckendes aus streng biologischem Anbau Der Name täuscht: Wer bei der Heuschrecke Naturkost GmbH vermutet, dass die Insektennahrung nun auch in deutsche Naturkostenläden Einzug hält, liegt falsch. Das Unternehmen hat sich vielmehr auf edle Tee- und Gewürzmischungen spezialisiert, die nach streng ökologischen Kriterien hergestellt werden. Damit hebt sich die Heuschrecke GmbH vom Trend zu vermeintlichen Biolebensmitteln ab, die oft nur wenig mit unverfälschten, naturbelassenen Produkten zu tun haben. Hinter dem Unternehmen stecken Überzeugung und Engagement einer Firmenleitung, für die Gewinnmaximierung nicht an erster Stelle steht. Deshalb scheut die Firma weder Kosten noch Mühe bei den Zutaten für ihre Produkte. Um unnötige Wege zu sparen und direkten Kontakt zu den Zulieferern zu haben, setzt sie vornehmlich auf Rohstoffe aus Deutschland und Europa. Koriander, Salbei und Melisse kommen aus Betrieben am Mittelrhein, Majoran und Thymian aus der Magdeburger Börde. Angelikawurzel, Zichorienwurzel, Baldrian und Weidenrinde aus dem Projekt „Terra Magnificia“, einem Netzwerk von Kräutersammlern in Kroatien. Anstatt die günstigsten Zulieferer zu wählen, setzt man bei Heuschrecke auf langfristige Beziehungen und intensiven Austausch mit den Lieferanten. Die höheren Einkaufspreise nimmt man angesichts der hohen Qualität, die gerade kleinere Produzenten erreichen, gerne in Kauf. Das Unternehmen, das ausschließlich Naturkostenläden- und Versandhändler beliefert, ist auch selbst überschaubar geblieben. Die Inhaber Heinz-Dieter Gasper und Ursula Stübner sehen das als Vorteil, denn so bleiben sie flexibel und können auch Sonderwünsche schnell erfüllen. Dank der schlanken Produktion ist es möglich, Gewürzmischungen zeitnah zu mahlen und zu mischen, damit sie möglich frisch in den Handel gelangen. Besonders stolz sind die Besitzer von Heuschrecke auf ihr Kräutersalz nach mediterraner Art. Das Salz, das schon über 25 Jahre lang angeboten wird, beruht auf der Rezeptur von Friedrich Hayne, einem Kräuterheiler, der durch sein Wörishofener Kräuterhaus in Köln Bekanntheit erlangte. Ob das Salz nun heilsame Wirkung entfaltet, mag dahingestellt bleiben, doch seine Zutaten versprechen zumindest geschmacklich Wohltaten: Neben Atlantik-Meersalz sind in der Mixtur 20% Mittelmeerkräuter enthalten, wie sie in der Provence wachsen. Ihren besonderen Geschmack entfalten sie durch die ausgewogene Rezeptur, die laut Heuschrecke zu einer gegenseitigen Verstärkung der Zutaten führt. Ansonsten greift die Firma gerne auf eigene Rezepturen für ihre Tee- und Gewürzmischungen zurück. Ihre Spezialität sind dabei komplexe Kompositionen. So werden im Curry-Gewürz immerhin 18 verschiedene Zutaten verwendet. 14

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Die Wurzeln der Heuschrecke GmbH liegen in den ökologisch bewegten 1970er- und 1980er-Jahren, als aus der wachsenden Kritik an industrieller Massenproduktion und Umweltverschmutzung eine grüne Gegenbewegung entstand. Firmengründer Gasper arbeitet damals in einem Kölner Bioladen. Dabei waren die ökologischen Ansprüche der Ladenbetreiber, die im Kollektiv arbeiteten, allerdings größer als ihre Möglichkeiten. Es wurde zwar viel über umweltverträgliche Ernährung und Lebensformen diskutiert, aber die Umsetzung war schwieriger als gedacht. So waren bis Ende der 1980er-Jahre keine Biotees verfügbar und auch sonst haperte es. Auch fehlte ein Naturkost-Großhandel, was von den Bioladenbesitzern bei der Beschaffung ihrer Waren Geduld, gute Kontakte und viel Einfallsreichtum verlangte. Daher begann Gasper, sich mehr und mehr der Produktion und dem Großhandel zu widmen. Tee, Wein und Getreide waren die ersten Produkte im Sortiment. Er war damit einer der Pioniere in Deutschland. Beim Aufbau des Weinsortiments lernte er auch seine heutige Geschäftspartnerin Ursula Stübner kennen, mit der er seit 2002 die Geschäfte gemeinsam leitet. Den skurrilen Firmennamen haben die Gründer übrigens nicht ohne Hintergedanken gewählt. Sie wollen damit einerseits daran erinnern, dass Heuschrecken in Deutschland vor allem dort vorkommen, wo keine Pestizide eingesetzt werden. Andererseits steht das Insekt für Eigensinn und Flinkheit – Tugenden, die sich auch das Unternehmen auf die Fahnen schreibt.


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Hewlett-Packard

Lowe’s

Bilanzkrater vergrößert

Erwartungen übertroffen

Hewlett-Packard (WKN: 851301) verlor im vierten Geschäftsquartal aufgrund hoher Abschreibungen auf den übernommenen Software-Entwickler Autonomy 6,85 Mrd. US-Dollar. Im dritten Quartal waren bereits 8,86 Mrd. US-Dollar verloren gegangen. In der entsprechenden Vorjahresperiode hatte der kalifornische Drucker- und Computerhersteller 239 Mio. US-Dollar verdient. Das Ergebnis je Aktie fiel von +0,12 auf –3,49 USDollar. Vor Sonderposten sank der Gewinn je Aktie von 1,17 auf 1,16 US-Dollar. Analysten hatten 1,14 US-Dollar erwartet. Das operative Ergebnis brach von +795 Mio. auf –6,49 Mrd. US-Dollar ein. Der Umsatz schrumpfte von 32,12 auf 29,96 Mrd. US-Dollar. Prognose: 30,4 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig stiegen die Gesamtkosten von 31,33 auf 36,45 Mrd. US-Dollar. HP musste weitere 8,85 Mrd. US-Dollar abschreiben (Autonomy soll seine Bilanzen frisiert haben, um einen möglichst hohen Kaufpreis zu erzielen), nach 9,19 Mrd. US-Dollar im Vorquartal. Im laufenden Quartal will der Konzern je Aktie 0,34 bis 0,37 US-Dollar, vor Sonderposten 0,68 bis 0,71 US-Dollar verdienen. Für das Gesamtjahr werden 2,10 bis 2,30 US-Dollar, vor Sonderposten 3,40 bis 3,60 US-Dollar Gewinn je Aktie in Aussicht gestellt. 2012 verlor HP 12,65 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 6,41 US-Dollar je Aktie.

Die US-Baumarktkette Lowe’s (WKN: 859545) erhöhte den Gewinn im am 2. November beendeten dritten Geschäftsquartal von 225 auf 396 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie kletterte auch aufgrund einer gesunkenen Aktienzahl von 0,18 auf 0,35 US-Dollar. Vor Sonderposten erreichte der Gewinn je Aktie 0,40 US-Dollar. Der Vorsteuergewinn zog von 352 auf 635 Mio. Dollar an. Der Umsatz legte von 11,85 auf 12,07 Mrd. US-Dollar zu. Analysten hatten 11,9 Mrd. Dollar Umsatz sowie 0,36 USDollar Gewinn je Aktie vor Sonderposten erwartet. Gleichzeitig reduzierte der HomeDepot-Konkurrent seine Kosten von 3,68 auf 3,51 Mrd. US-Dollar. Im Gesamtjahr soll der Gewinn je Aktie 1,64 US-Dollar erreichen, der Umsatz bei 50,2 Mrd. US-Dollar stagnieren. Die Durchschnittsprognose der Wall Street liegt bisher bei 1,66 USDollar Gewinn je Aktie sowie 50,1 Mrd. US-Dollar Umsatz. 2011 verdiente Lowe’s 1,43 US-Dollar je Aktie. In den vergangenen neun Monaten zog der Gewinn je Aktie von 1,17 auf 1,42 US-Dollar an, der Umsatz von 38,58 auf 39,48 Mrd. US-Dollar. Zum Vergleich: Branchenprimus Home Depot erhöhte den Gewinn je Aktie in den vergangenen drei Quartalen von 1,97 auf 2,32 US-Dollar, der Umsatz legte von 54,38 auf 56,51 Mrd. US-Dollar zu.

Unternehmenstermine Datum 27.11.2012 29.11.2012 29.11.2012 29.11.2012 29.11.2012 30.11.2012 30.11.2012 30.11.2012

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Uhrzeit - 8:30 8:00 7:30 - - - -

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Name DF Deutsche Forfait AG C.A.T. oil AG Indus Holding AG KWS SAAT AG Rofin-Sinar Technologies Inc. Beiersdorf AG Gesco AG GWB Immobilien AG

Ereignis 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht Ergebnisbericht Q1 2012/13 Ergebnisbericht 2011/12 9-Monats-Bericht Halbjahresbericht 2012/13 9-Monats-Bericht

United Internet

Umsatz und Gewinn erhöht Im dritten Quartal steigerte United Internet (WKN: 508903) den Überschuss dank einer geringeren steuerlichen Belastung von 44,1 auf 44,5 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie legte von 0,21 auf 0,23 Euro zu. Der Vorsteuergewinn sank dagegen von 66,0 auf 61,7 Mio. Euro. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte der Gewinn von 63,6 auf 65,4 Mio. Euro zu, vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 85,0 auf 89,1 Mio. Euro. Der Umsatz zog von 527,7 auf 603,1 Mio. Euro an. 2012 soll das EBIT rund 200 Mio. Euro erreichen und es sollen 2,4 Mrd. Euro umgesetzt werden. Unter dem Strich will der Internet-Dienstleister je Aktie rund 0,58 Euro verdienen. In den vergangenen neun Monaten schrumpfte der Gewinn je Aktie von 0,69 auf 0,31 Euro, der Umsatz stieg von 1,54 auf 1,77 Mrd. Euro. Mitte August hatte United Internet aufgrund von Abschreibungen bei der Tochter Sedo in Höhe von 46,3 Mio. Euro seine EBIT-Prognose von ursprünglich 241 bis 281 Mio. Euro nach unten korrigiert. Zum Stichtag am 30. September stieg die Zahl der Kundenverträge im Jahresvergleich von 10,37 auf 11,53 Mio. Die darin enthaltene Zahl von DSL-Komplettpakten erhöhte sich von 2,45 auf 2,71 Mio. Stürmischer verlief dank des Smartphone-Booms das Wachstum im Segment mobiles Internet: Die Zahl der Kunden kletterte von 0,61 auf 1,18 Mio.


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M&G Optimal Income: Jederzeit die richtige Mischung Hausse- und Baissephasen an den Märkten hat Fondsmanager Richard Woolnough in seiner Karriere schon oft erlebt. Der Brite startete seine Investment-Karriere bereits im Jahr 1985. Auch ist er es gewohnt, riesige Summen zu betreuen. Woolnough managt für M&G mehrere Anleihenfonds. Auch für den M&G Optimal Income ist er verantwortlich. Mit 12,7 Mrd. Euro zählt der Flaggschiff-Fonds der Gesellschaft weltweit zu den volumenstärksten Investment-Vehikeln. Woolnough nutzt das ganze Spektrum des Anleihenuniversums und variiert erfolgreich Laufzeiten und Kreditrisiko. Über 400 verschiedene Emittenten von Anleihen finden sich im Portfolio seines milliardenschweren M&G Optimal Income. Auch in Aktien kann der Manager investieren. Dank seiner flexiblen Anlagepolitik ist der Fonds in der Lage, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren. Sicherheit und Chancen stehen dabei stets in einem ausgewogenen Verhältnis. Spitzenreiter in der Anlageklasse Bond-Management sei schwierig, sagt Woolnough. Es komme nicht so sehr darauf an, renditestarke Anleihen zu finden. Wichtiger sei es, Verluste zu vermeiden. Die stellen sich immer dann ein, wenn Regierungen oder Unternehmen ihren Schuldenverpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Bislang hat Woolnough die richtigen Entscheidungen getroffen. Auf Sicht von fünf Jahren legte der Fonds um 62% zu. Damit ist der 16

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M&G Optimal Income nicht nur mit Abstand der renditestärkste Fonds in seiner Anlageklasse. Er schneidet im 5-Jahres-Zeitraum deutlich besser als reine Aktienfonds ab. Auch 2012 rangiert der Fonds mit einem Plus von über 1% in der Spitzengruppe. Anlagefreiheit optimal genutzt Bei der Titelauswahl ist Woolnough flexibel. Er kann in Staatsanleihen, Corporate Bonds sowie in Hochzinsanleihen investieren. Die Laufzeiten der Bonds und die jeweiligen Kreditrisiken des Portfolios hängen von Woolnoughs Top-down-Analysen der makroökonomischen Bedingungen ab. Bei der konkreten Titelauswahl wird er von den hauseignen Kreditanalysten bei M&G unterstützt. Aktuell hat er 47% des Kapitals in Investment-Grade-Anleihen und 22% in Staatsanleihen investiert. High-Yield-Papiere sind mit rund 18% gewichtet. Die Laufzeit der Anleihen liegt im Schnitt bei 3,1 Jahren. Die klare Präferenz von Corporate Bonds gegenüber Staatspapieren hat ihren Grund. Woolnough schätzt die Finanzstärke von Unternehmen deutlich höher ein als die europäischer Regierungen. So hat er sich unter anderem bei Telefonica engagiert. Der spanische Telekom-Konzern dürfte seiner Meinung nach eher in der Lage sein, seine Schulden zu bedienen als Madrid. Auch französische Corporate Bonds hält er derzeit für attraktiver als französische Staatsanleihen.


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Wieder mehr Mut zu Aktien In den vergangenen Monaten hat Woolnough die Aktienquote leicht auf 7,1% erhöht. Der Manager erkennt vor allem in den USA Anzeichen eines konjunkturellen Aufschwungs. Er hat daher unter anderem Anleihen der Banken von Wells Fargo und Bank of America verkauft und Aktien der Institute geordert. Seiner Meinung nach werden USBanktitel vom Aufschwung in den Staaten am stärksten von der wirtschaftlichen Erholung profitieren. Chancen sieht Woolnough auch bei dem Ölkonzern Exxon, dem Konsumwert Walmart und dem britischen Flughafenbetreiber BAA. Der Fonds eignet sich vor allem für risikobereite Investoren, die sowohl Renditechancen bei Anleihen als auch bei Aktien

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wahrnehmen wollen. Das hohe Fondsvolumen hat sich bislang nicht zulasten der Wertentwicklung ausgewirkt. Stets positive Renditen erzielt der Fonds jedoch nicht. Von Ende Oktober 2007 bis Oktober 2008 gab der Fonds 10% ab. Die Verluste wurden aber im Jahr darauf mehr als kompensiert.

M&G Optimal Income ISIN: GB00B1VMCY93 Fondsvolumen: 12,7 Mrd. Euro Fondswährung: Euro Auflegungsdatum: 20.4.2007 Managementgebühr: 1,25% Gesamtkostenquote: 1,46%

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Sharewise

Die besten Tipps im Portfolio Bis zum 5. Dezember 2012 können Anleger den H&A sharewise Community Fonds (ISIN: LU0625428700) zeichnen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fonds trifft bei diesem Produkt die Titelauswahl kein Manager. Für die Zusammenstellung des Portfolios werden vielmehr die Aktienempfehlungen der Top-100-Mitglieder von sharewise berücksichtigt, die auf liquide gehandelte Aktientitel abgegeben werden. Um Top-100-Mitglied zu werden, muss der sharewiseUser strenge quantitative und qualitative Kriterien erfüllen, die im sharewise-Ranglistenalgorithmus abgebildet sind. Dieser stelle laut sharewise sicher, dass nur User, die nachhaltig den Markt geschlagen

haben, in der Mitgliederrangliste ganz nach oben kommen. Bewertbar sind derzeit etwa 19.000 Aktien, die an der Frankfurter, Madrider oder Pariser Börse, auf Xetra und Tradegate notiert sind. Das Portfolio des sharewise Community Fonds setzt sich aus insgesamt 25 Einzelaktien zusammen, die auf Basis der Top-Empfehlungen ermittelt werden. Zusätzlich werden die fünf stärksten Verkaufsempfehlungen mit Short-Positionen – maximal 20% des Portfolios – berücksichtigt. Die regelmäßige Überprüfung der Titelauswahl des Fonds soll eine kontinuierliche Gleichgewichtung im Portfolio gewährleisten.

Aquila Capital

Profis favorisieren Aktien Institutionelle Investoren wollen künftig verstärkt in Sachwerte und Aktien anlegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Investment-Gesellschaft Aquila Capital in Auftrag gegebene Studie. Die Befragung wurde von TNS Infratest in Deutschland, der Schweiz, Spanien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Großbritannien und Skandinavien durchgeführt. Insgesamt haben 255 Investoren aus den Sektoren Banken, Versicherungen, Stiftungen sowie Organe der öffentlichen Hand daran teilgenommen. Etwa ein Fünftel der institutionellen Investoren in Europa will demnach den Portfolioanteil an Aktien und Sachwerten erhöhen. Ein Drittel der

Befragten möchte mehr in Unternehmensanleihen investieren. Spiegelbildlich dazu zeichne sich eine negative Tendenz bei Staatsanleihen ab: 20% der Investoren planten, den Anteil zu reduzieren. Von den in Deutschland befragten institutionellen Anlegern wollen laut TNS-Infratest 24% den Anteil an Sachwerten aufstocken. Auch Unternehmensanleihen werde zukünftig ein größeres Gewicht beigemessen, 44% der institutionellen Anleger in Deutschland planten Investitionen in diesem Bereich. Weniger optimistisch für Aktien sind dagegen Investoren aus Spanien und Großbritannien. Nur 4% wollen in Dividendenpapiere anlegen.

Henderson Global Investors

Neuer Euro High Yield Fonds Die britische Fondsgesellschaft Henderson Global Investors erweitert ihr Angebot im Bond-Bereich. Der in Deutschland neu zum Vertrieb zugelassene Henderson Horizon Euro High Yield Bond Fund (ISIN: LU08289815570) investiert mindestens 70% seines Nettovermögens in auf Euro bzw. Pfund Sterling lautende Unternehmensanleihen europäischer Emittenten aus der Sub-Investment-Grade-Kategorie mit einem Rating von BB oder niedriger. Verwaltet wird der neue Fonds von Stephen Thariyan und Chris Bullock. Die beiden Rentenspezialisten managen bereits erfolgreich den Henderson Horizon Euro Corporate

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Bond Fund (ISIN: LU0451950314). Das Volumen des Fonds stieg seit Januar 2012 von rund 100 Mio. Euro auf aktuell 1 Mrd. Euro. Nach Ansicht von Manager Thariyan werden Anleger jedoch bei den sehr niedrigen Zinsen für Investment-Grade-Bonds für die Risiken nicht angemessen entschädigt. Für ein Engagement in die alternative Hochzinsanleihen sprächen laut Thariyan die derzeit relativ geringen Ausfallraten. Er rechnet im kommenden Jahr mit lediglich 3%. Im Vergleich zu anderen Regionen seien europäische Corporate Bonds aus dem Hochzinsbereich gegenüber anderen Regionen zudem transparenter.


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Gagfah-Discount-Zertifikat – großer Rabatt auf den Aktienkurs Der Immobilienkonzern Gagfah hat zufriedenstellende Quartalszahlen veröffentlicht und befindet sich laut Vorstandschef Stephen Charlton auf einem guten Weg zur Lösung eines Refinanzierungsproblems. Dennoch sollten vorsichtige Anleger anstelle der Gagfah-Aktie ein darauf basierendes Discount-Zertifikat ordern. Aufgrund der zunehmenden Inflationsangst und niedriger Zinsen ist die Nachfrage nach Immobilien in Deutschland in den zurückliegenden drei Jahren deutlich gestiegen. Dieser Trend hat die Preise von Eigentumswohnungen und Häusern in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München signifikant nach oben getrieben. In diesem Jahr haben sich auch die Aktien von Immobiliengesellschaften verteuert. Diese Papiere können im Gegensatz zu einer Wohnung oder einem Haus rasch an der Börse verkauft werden. Überdies zählen sie zu den defensiven Investments, zumal einige davon trotz der diesjährigen Kurszuwächse nach wie vor unter ihrem Net Asset Value (Nettovermögenswert) notieren. Dies ist auch bei der Gagfah-Aktie der Fall. Moderate Ergebnissteigerung Erfreulicherweise hat Gagfah den Net Asset Value pro Aktie seit Ende 2011 gesteigert – und zwar von 12,53 auf 13,15 Euro. Mit einem Kurs von 8,29 Euro notierte die Aktie am vergangenen Donnerstag allerdings fast 5 Euro unter ihrem Nettovermögenswert. Positiv zu werten sind zudem die jüngst veröffentlichten Quartalszahlen.

Schließlich hat der Immobilienkonzern das EBIT in den ersten neun Monaten 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 8,1% auf 253,2 Mio. Euro gesteigert. Zudem erhöhte sich der FFO (Funds from Operations) pro Aktie von 0,35 auf 0,38 Euro. In der Immobilienbranche ist der FFO eine wichtige Kennzahl, die zeigt, wie viel Cashflow ein Unternehmen im operativen Geschäft erwirtschaftet. Wohnungsportfolio soll verkauft werden Leider ist Gagfah mit 5,3 Mrd. Euro verschuldet. In den kommenden Monaten laufen Kredite mit einem Gesamtvolumen von mehr als 3,5 Mrd. Euro aus. Vorstandschef Stephen Charlton geht jedoch davon aus, dass eine Lösung für das Refinanzierungsproblem gefunden wird. In diesem Zusammenhang spielt der geplante Verkauf von 37.800 Wohnungen in Dresden eine große Rolle. Sobald die Transaktion in trockenen Tüchern ist, könnte der Aktienkurs deutlich steigen. Rabattpapier für vorsichtige Anleger Zwar ist die Gagfah-Aktie ein chancenreiches Investment, aber wegen der erwähnten Schuldenlast sollten vorsichtige Anleger lieber das von der Commerzbank emittierte Discount-Zertifikat (WKN: CK8CWB) mit einem Cap bei 7,40 Euro kaufen. Mit diesem Finanzprodukt können Anleger in weniger als zehn Monaten eine Rendite von 9,5% erzielen, wenn der MDAX-Titel am 19. September 2013 mindestens bei 7,40 Euro notiert. Derzeit kostet das Zertifikat 6,76 Euro – es ist also 18,5% günstiger als der Basiswert. Aufgrund des großen Rabatts auf den Aktienkurs ist das Finanzprodukt eine defensive Alternative zum Anteilschein des Immobilienkonzerns.

Gagfah-Discount-Zertifikat Zertifikattyp Discount

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Emittent Basiswert Fälligkeit WKN Commerzbank Gagfah 19.09.2013 CK8CWB


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GOLDMAN SACHS

Barriere-Aktienanleihe auf Apple verspricht 7,20% Bis zum 7. Dezember 2012 können Anleger eine neue Barriere-Aktienanleihe auf Apple (WKN: GT4CA6) von Goldman Sachs zeichnen. Das Papier verspricht einen jährlichen Coupon von 7,20% und bietet zudem einen Risikopuffer von 35%. Das heißt, selbst wenn die Apple-Aktie fällt, jedoch während der Laufzeit stets über der Barriere von 65% des Startwertes liegt, erhalten Inhaber des Papiers in einem Jahr neben dem Couponbetrag ihren Einsatz zurück. Fällt die AppleAktie jedoch während der Laufzeit unter die Barriere, sind Anleger einem Verlustrisiko ausgesetzt, abhängig davon, wo der Basiswert im Dezember 2013 notiert. Da Goldman Sachs bei der Zeichnung ein Agio von 1% erhebt, erreicht die Rendite dieser Neuemission maximal 6,14%. Hierfür stattet der Emittent seine Aktienanleihe mit einem Währungsschutz aus. Anleger müssen sich somit über Schwankungen des Euro/US-Dollar-Kurses keine Sorgen machen.

RCB

Europa/BRIC-Bonus mit großem Sicherheitsnetz Mit einem neuen Bonus-Zertifikat namens Europa/BRIC Bonus & Sicherheit (WKN: RCE5C3) bietet die österreichische Raiffeisen Centrobank (RCB) ein Anlageprodukt ohne Kapitalschutz mit außerordentlich tief angesetzter Barriere zur Zeichnung an. Das Produkt verspricht bis zum Laufzeitende im Dezember 2016 einen jährlichen Fixcoupon von 5,20%. Als Basiswert des neuen Papiers fungieren zwei Indizes: der EURO STOXX 50 sowie der Schwellenländerindex S&P BRIC 40. Dieses Kursbarometer bildet die Aktienmärkte der Länder Brasilien, Russland, Indien und China ab. Im Index enthalten sind die 40 führenden

Unternehmen der BRIC-Staaten. Während der Fixcoupon unabhängig von der Entwicklung der zugrunde liegenden Indizes jährlich ausgezahlt wird, richtet sich die Rückzahlung nach der Entwicklung der beiden Basiswerte. Das Zertifikat wird im Dezember 2016 nämlich nur dann zu 100% getilgt, wenn die Kurse des EURO STOXX 50 und/oder des S&P BRIC 40 während der Laufzeit stets über 40% des jeweiligen IndexStartwerts (Schlusskurs am 3. Dezember 2012) notieren. Geht die Spekulation schief und eines der beiden zugrunde liegenden Kursbarometer berührt oder unterschreitet während der Laufzeit die 40%-Barriere, erfolgt die Rückzahlung in vier Jahren entsprechend der Indexentwicklung. Interessenten können das neue Bonus-Zertifikat der Österreicher noch bis zum 30. November 2012 zeichnen. Hierbei fällt allerdings ein Ausgabeaufschlag von 2% an. SOCIETE GENERALE

Neue Condor-Scheine auf DAX und EURO STOXX 50 Die französische Société Générale baut ihre Produktpalette an Condor-Optionsscheinen mit mehr als 100 neuen Papieren auf den DAX und den EURO STOXX 50 weiter aus. Anleger können mit diesen Papieren vor allem in Seitwärtsmärkten überdurchschnittliche Renditen erzielen. Ein Beispiel verdeutlicht die Funktionsweise der neuen Condor-Scheine: Beim Papier auf den EURO STOXX 50 mit der WKN SG3NJS und einer Laufzeit bis zum 17. Mai 2013 liegt das untere Level bei 2.400 Punkten und das obere Level bei 2.600 Punkten. Notiert der Index am Laufzeitende zwischen beiden Marken, erhalten Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag von 5 Euro. Beim aktuellen Preis von rund 3,60 Euro würde dies einer Rendite von rund 38,9% entsprechen. Zusätzlich ist der Schein mit einem Sicherungsmechanismus für stark fallende und steigende Kurse ausgestattet, der besagte Level von 2.400 auf 1.900 Punkte (unten) und von 2.600 auf 3.100 Punkte (oben) ausweitet. Ein Totalverlust droht spekulativen Anlegern somit erst, wenn der EURO STOXX 50 im Mai 2013 außerhalb dieser Bandbreite schließt.

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• 26. November 2012, München, Eden Hotel Wolff • 27. November 2012, Stuttgart, Le Méridien Hotel • 28. November 2012, Berlin, Steigenberger Hotel • 04. Dezember 2012, Düsseldorf, Holiday Inn Hotel City

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Die Seminare finden jeweils von 18.30 Uhr bis ca. 22.30 Uhr statt.


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Rohstoff der Woche

Sojabohnen:

Zeit für ein Comeback? Nachdem der Sojapreis von Juni bis September haussierte, ist seit dem Hoch bei 1.781,50 US-Cent eine ebenso scharfe Korrektur auszumachen. Zuletzt an einem charttechnischen Haltezonenbündel angekommen, stellt sich die Frage, ob nun die Zeit für ein Comeback gekommen ist. Vom Hoch im September dieses Jahres brach der Sojapreis bis zum Tief in der vergangenen Woche um 23% ein. Im Oktober gab es zwar zwischenzeitlich eine kurze Konsolidierungsphase ausgehend vom 50%-Retracement der Sommerrally. Ihr folgten jedoch drei Wochen mit sehr dynamischen Abgaben. Nach dieser Abwärtswelle und der insgesamt deutlichen Korrektur scheint die Zeit reif für zumindest eine Gegenbewegung. Die jüngste Entwicklung könnte dieses Szenario unterstützen. Nachdem der Preis in der Vorwoche die horizontalen Unterstützungen bei 1.403,50 und 1.392,25 US-Cent verletzt sowie die langfristige Aufwärtstrendlinie seit Dezember 2011 knapp unterschritten hatte, wurden diese Marken schnell wieder zurückerobert. Sollte sich der Preis nun weiter von diesem Haltezonenbündel absetzen, ist eine ausgedehntere Erholung möglich, die sich vielleicht sogar zu einer größeren Aufwärtsbewegung mausern könnte. Dieses Szenario zunichtezumachen und bearish zu werten wäre indes ein nachhaltiger Bruch der Aufwärtstrendlinie, würde dies doch weitere Abgaben implizieren. Aus fundamentaler Sicht scheint das Kurspotenzial nach derzeitigem Kenntnisstand

allerdings limitiert. Das US-Landwirtschaftsministerium hatte zuletzt zwar die Prognose für den weltweiten Bedarf im Wirtschaftsjahr 2012/13 angehoben, aber auch die globalen Produktionserwartungen in ungefähr ähnlichem Ausmaß erhöht. Unter anderem, weil höhere Ernten in den USA und China erwartet werden. Es sieht somit global nach einer Rekordproduktion aus. In den nächsten Wochen dürfte nun die Entwicklung von Aussaat und erstem Wachstum in Argentinien und Brasilien im Fokus stehen, die beide wichtige SojaExporteure sind. Nach den mageren Ernten im Vorjahr werden hier derzeit üppige erwartet. Sollte allerdings ungünstiges Wetter auftreten, könnte dies die Erwartungen dämpfen. Sojabohnen – Januar-Future (ICE)

Derivate auf Sojabohnen (Basiswert: Januar-Future [CME]) Typ Index-Zertifikat Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN Basispreis/Knock-out GS0CC7 - CM6Z8E 1.044,80/1.070,70 US-Cent CM8VC3 1.852,97/1.805,50 US-Cent

Laufzeit Hebel 30.10.2013 open end 3,84 open end 3,14


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Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Orangensaft – Januar-Future (ICE)

Rohstoffe (Auswahl)

Der in der Vorwoche von der Haltezone bei etwa 107,05 bis 105,05 US-Cent gestartete Aufwärtsimpuls setzte sich jüngst fort. Das Septemberhoch bei 130,10 US-Cent rückte damit näher. Sollte ein nachhaltiger Ausbruch darüber gelingen, könnte dies für weiter steigende Kurse sprechen, schiene damit doch die Konsolidierung seit Mai beendet.

Markt Kurs

% zur Vorwoche

Rohöl WTI Crude NYMEX ($/bbl)

88,26

+1,89%

3,90

+2,72%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

308,90

+3,32%

Gold NYMEX ($/Unze)

1751,80

+2,22%

34,14

+5,84%

665,50

+6,25%

Platin Spot ($/Unze)

1619,70

+3,83%

Aluminium Spot ($/t)

1929,00

+0,39%

Blei Spot ($/t)

2196,25

+1,64%

Kupfer Spot ($/t)

7761,50

+2,18%

Nickel Spot ($/t)

16530,00

+4,09%

Zinn Spot ($/t)

20595,00

+0,22%

Zink Spot ($/t)

2065,25

-3,44%

Baumwolle ICE ($c/lb)

71,700

-0,83%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

150,40

-1,31%

2519,00

+5,13%

Mais CBOT ($c/bu)

745,00

+2,58%

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

126,00

+8,16%

1416,50

+2,37%

848,00

+1,19%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

19,20

+0,47%

Lebendrind CME ($c/lb)

132,85

+5,12%

Mastrind CME ($c/lb)

147,80

+1,53%

82,48

+2,26%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Weizen – März-Future (CME) Seit dem Zwischenhoch im August zeigt Weizen eine abwärtsgerichtete Konsolidierung. In der Vorwoche kratzte der Preis dabei an deren unterer Begrenzung, hielt sich aber darüber. Jüngst gab es nun eine leicht positive Tendenz, was für das spekulative Szenario eines erneuten Aufwärtsimpulses in Richtung oberer Begrenzung sprechen könnte.

Kakao ICE ($/t)

Silber – Spot-Preis in US-Dollar Silber hatte im Rahmen der übergeordneten Seitwärtsphase von Juli bis Oktober eine Bewegung von deren unterer bis zur oberen Begrenzung vollzogen. Es folgte eine Korrektur bis zum 50%-Retracement dieses Anstiegs. Davon strebte der Preis wieder aufwärts, was sich jüngst fortsetzte. Die Region um 35,50 US-Dollar könnte nun ins Visier rücken.

Mageres Schwein – Februar-Future (CME) Nachdem der Preis in der Vorwoche die Hürde von 86,70 US-Cent geknackt hatte, ging es jüngst weiter aufwärts. Vom Hoch kam der Kurs jedoch zurück und es bildete sich eine potenzielle Trendumkehrkerze. Sollte daher daraus nicht nur ein Pullback auf die 86,70er-Marke erwachsen, sondern sie gebrochen werden, spräche dies für eine Korrektur.

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Sojabohnen CBOT ($c/bu) Weizen CBOT ($c/bu)

Schwein mag. CME ($c/lb)

Rohstoff-Indizes (Auswahl) Index Kurs

% zur Vorwoche

NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) 463,00

+5,03%

NYSE Arca Oil & Gas Index

1222,14

+4,26%

144,08

+2,22%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 309,30

+0,00%

Rogers Int. Commodity Index

+1,39%

DJ AIG Commodity Index

3686,83


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Produkt der Woche

Maximaler Purismus und ein kompromissloses Design:

Die GIGA 5 von JURA

Unverwechselbare Designideen sind seit jeher ein fester Bestandteil des JURA- Markenauftritts: Ein markantes Auftreten, eine gelungene Formensprache und eine edle Produktgestaltung – so lässt sich der Design-Grundsatz beschreiben, den das Schweizer Unternehmen seinen Espresso-/Kaffee-Vollautomaten zugrunde legt.

Beim Thema Design hat JURA sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht.

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Die Produktdesigner von JURA haben eine unverwechselbare Formensprache entwickelt, die Eleganz, souveränität und Kraft ausstrahlt – so war es auch beim team, welches mit der Entwicklung der GIGA 5, JURAs super-Premium-Produkt betraut war. Einmal mehr zeigt sich hier der Anspruch und gleichermaßen JURAs Philosophie, dass Kaffeevollautomaten als Einrichtungsgegenstände verstanden werden, die dem guten Geschmack Ausdruck verleihen. Ob in Alu, einem edlen Klavier-schwarz (Piano Black) oder mit einer massiv verchromten Aluminiumfront – hochwertige Materialien, eine präzise Verarbeitung und die unübertroffene Haptik sind die Hauptmerkmale. Ein besonderes Designmerkmal etwa sind die Venti Ports auf der Oberseite des Edelvollautomaten, eine elektronisch gesteuerte „Klimaanlage“. Bei der Gestaltung des tFt-Displays ließ man klare Ästhetik walten, eine intelligente Bedienphilosophie führt auf direktem Weg zur Erfüllung aller Kaffeeträume. Neben ihrem Design ist es vor allem die spitzentechnologie, die die GIGA zu einem Produkt der superlative macht – und als besonderes Highlight wartet sie mit ihrer neuen Barista-Funktion auf: eine digitale Rezept-Bibliothek, die 31 Kaffeespezialitäten umfasst und auf dem Display mit text und Bild durch die einzelnen Zubereitungsschritte führt. so wird aus jedem Kaffee-Liebhaber im

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Handumdrehen ein Profi-Barista. Mit der geballten Kraft von zwei Keramikscheibenmahlwerken, zwei Heizsystemen, zwei Pumpen und zwei Fluidsystemen bereitet der Edelvollautomat selbstverständlich alle Kaffeespezialitäten auf höchstem Niveau gleich zweifach zu. Die zwei nahezu verschleißfreien Keramikscheibenmahlwerke garantieren über Jahre hinweg eine schnelle, präzise, und konstant gleichmäßige Mahlung. Nicht nur die GIGA begeistert durch ihre exquisite Optik: Beim Thema Design hat JURA sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht und konnte sich in diesem Bereich als stetiger Vorreiter etablieren. Dafür wurde das Unternehmen für eine Reihe seiner Produkte mit den weltweit renommiertesten Designpreisen ausgezeichnet. W EItER E INFOs U NtER: www.jura.com


Elegant in Form bleiben. Kinesis Personal Vision: prämiertes Design, exklusive Materialien und über 200 Übungsmöglichkeiten auf nur 1m².

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Das Erbe der Welt Baudenkmäler, ganze Städteensembles, Kulturlandschaften, Kunstwerke und Industriedenkmäler zählen zu den unter dem Schutz der UNESCO stehenden Stätten wie geologische Formationen, Naturlandschaften und Lebensräume bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Das Erbe der Welt Verlag: Kunth-Verlag Ausgabe: 780 Seiten Sprache: Deutsch ISBN: 978-3-89944-902-0 Preis: 49,95 Euro www.kunth-verlag.de

Detailliert und reich bebildert stellt der Kunth-Verlag in seinem Monumentalwerk „Das Erbe der Welt“ die bedeutenden Stätten vor und schafft damit eine Bestandsaufnahme der Weltkultur, die in einem einzigen Band die Highlights der touristischen Sehenswürdigkeiten erfasst. 1972 hatte die UNESCO in Paris ein internationales Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt verabschiedet, um bedrohte Kultur- und Naturdenkmäler, die von außergewöhnlichem universellen Wert sind, vor ihrer Zerstörung zu bewahren und ihre Erhaltung zu einer Angelegenheit der ganzen Menschheit zu machen. Mittlerweile wurden insgesamt über 900 Kultur- und Naturdenkmäler rund um den Erdball in die Liste des Welterbes aufgenommen und unter den Schutz der Weltgemeinschaft gestellt. Die Pyramiden in Ägypten, die Akropolis in Athen, die Inkastadt Machu Picchu, die Seidenstraße gehören dazu, aber auch weniger bekannte Stätten wie die bulgarischen Felsenkirchen von Ivanovo, das Friedensdenkmal in Hiroshima oder die antike Stadt Hierapolis.

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Karten, Kurzbiografien und schön geschriebene Essays begleiten die nach Kontinenten sortierten Orte. Die großzügige und sehr gekonnte Bildauswahl in abwechslungsreichen Formaten vermittelt zu den tragenden Daten und Fakten einen starken visuellen Eindruck von Charme und Charisma der jeweiligen Stätten. Die eigens zum 40. Jubiläum der UNESCOWelterbekonvention aufgelegte Jubiläumsausgabe beinhaltet zwei Bereiche: Das Werk katalogisiert und beschreibt alle Stätten der Natur- und Kulturmonumente und stellt zusätzlich in einem Sonderteil das Weltdokumentenerbe in Wort und Bild dar.

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Impressum/Disclaimer

V.i.S.d.P. : ​Christian Ernst Frenko

Leserservice: leserservice@boerse-am-sonntag.de

Herausgeber: ​ Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13 80539 München

Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv

Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

Risikohinweise / Disclaimer: „Sie erhalten diesen Newsletter als kostenlosen Service der Weimer Media Group GmbH. Alle veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen werden von der Herausgeberin mit großer Sorgfalt erstellt; da die Redaktion ihrerseits aber auch auf Quellen Dritter angewiesen ist und auch den Mitarbeitern der Herausgeberin Fehler unterlaufen können, kann für die Richtigkeit aller Angaben keine Garantie übernommen werden.

Bildnachweis: Fotolia Layout: addna, Nürnberg Technik: Daniel Gruber, finanzpark AG Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils Sonntag Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Steffen Droemert, Michael Amtmann, Michaela Ellen Lenz, Reinhard Schlieker, Wolfgang Tenor, Michael Fuchs, Christian Bayer, Jörg Billina, Thorsten Scheck Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Deutsche Bibliothek: ISSN 1610-7446 Auflage: 117.000

oder insbesondere ersetzen. Es wird drin- einer unerlaubten Handlung oder einer gend empfohlen, sich stets auch immer aus sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergeanderen Quellen zu informieren. benden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlos- Empfehlung entstehenden Schadens nicht sen werden, dass der Redakteur oder ein- verpflichtet ist.“ zelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegen- Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer Mestand von Analysen oder anderen Berich- dia Group GmbH erklärt ausdrücklich, ten sind. Umso mehr stellen die veröffent- keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und lichten Artikel, Nachrichten, Daten und die Inhalte der gelinkten Seiten zu haben. Empfehlungen immer auch eine persönli- Daher distanziert sich die Weimer Media Die Herausgeberin will ihren Abonnen- che Meinung des Autors dar und erheben Group GmbH von den Inhalten aller verten die Möglichkeit bieten, sich eine un- weder Anspruch auf Vollständigkeit noch linkten Seiten und macht sich deren Inabhängige und eigenverantwortliche Mei- auf alleinige Richtigkeit. halte ausdrücklich nicht zu Eigen. nung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf Wir verweisen insbesondere auf § 675 Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten von Wertpapieren oder Rechten abgeben. II BGB, wonach die Weimer Media vorhandenen Hyperlinks, ob angezeigt Die zur Verfügung gestellten Informatio- Group GmbH, unbeschadet der sich oder verborgen, und für alle Inhalte der nen sollen auch keine Beratung darstellen aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen. 26

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Ausgabe 47/12 (Spezial: Luxus-Investments)  
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