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28.11.2011/18:24

Wirtschaftsforum Lüneburg lädt zu "Nacht der Ausbildung" - Info-Touren zu verschiedenen Unternehmen

Betriebe buhlen um Bewerber uk Lüneburg. Wirklich "Nacht" ist es zwar nicht, aber immerhin dunkel, als drei Busse mit mehr als 100 Jugendlichen am Freitag zur "Nacht der Ausbildung" starten. Die Rundtour durch Betriebe in Stadt und Landkreis, organisiert vom Wirtschaftsforum Lüneburg, ist ein Novum in der Region: Bis in den späten Abend haben Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, hinter die Kulissen gleich mehrerer Betriebe zu schauen. "Wir wollen Interesse wecken für die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei den mittelständischen Unternehmen", erklärt Mit-Organisator Ralf von Einem. Das Konzept solle auch kleineren Firmen ermöglichen, sich auf dem Markt zu präsentieren: "Nicht jeder Betrieb hat die Möglichkeit, an Messen teilzunehmen oder in die Schulen zu gehen." Bei der Premiere haben die Organisatoren allerdings auf bekannte Namen gesetzt: Eine Gruppe steuert die Molda AG in Dahlenburg und Witte Gerätebau in Barskamp an, die beiden anderen touren durchs Stadtgebiet, besuchen Eurolaser, Cartoflex, Jungheinrich, von Sternsche Druckerei, Dr. Scholze Confiserie und LAP. Bei Cartoflex hat man sich vorbereitet: Süßigkeiten und Getränke erwarten die Besucher zu vorgerückter Stunde, dazu ein Geschäftsführer, der nicht um den heißen Brei herumredet. "Wir brauchen Sie nicht nur, wir reißen uns um Sie", sagt Matthias Hebrok. Sechs Ausbildungsplätze, etwa für Packmitteltechnologen, bietet die Firma, sie zu besetzen werde immer schwieriger. Prokurist und Ausbilder Ralph Karock ermutigt: "Wer befriedigende Leistungen mitbringt, hat bei uns gute Chancen." Aufmerksam verfolgt die Gruppe, wie aus Wellpappe maßgeschneiderte Kartons entstehen: "Echt interessant" findet das Tom Rektor (14). Der Gymnasiast überlegt, wo er sein Schulpraktikum machen soll: "Ich bin noch offen für alles." Realschüler Alexander Kietzmann denkt schon weiter: "Ich würde gerne was Kaufmännisches machen", sagt der 15-Jährige, der sich den Abend gern freigenommen hat: "Was die Firmen genau machen, wusste ich ja vorher nicht." Nach zwei Stunden geballter Information muss Knuth Bauer von der Firma Jungheinrich zum Abschluss der Tour noch einmal um Aufmerksamkeit buhlen. Der kaufmännische Leiter weiß, womit sein Unternehmen punkten kann: "Das who-is-who der Industrie gibt sich bei uns die Klinke in die Hand", erklärt Bauer und stellt den Besuchern einige Gabelstapler-Sondermodelle vor. Technisch "anspruchsvoll wie ein BMW" seien die Produkte, die an Kunden weltweit ausgeliefert werden. Den 13 Auszubildenden am Standort Lüneburg attestiert er beste Karrierechancen: "Ein guter Mechatroniker ist Gold wert", so Bauer, der als Vorsitzender des Ausbildungsverbunds Lüneburg (ALÜ) die "Nacht der Ausbildung" mit initiiert hat: "Das Blatt hat sich in Deutschland gewendet: Nicht mehr fehlende Ausbildungsplätze sind das Thema, sondern die Suche nach jungen Leute, die die bestehenden Plätze besetzen."

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