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Ak tuell > Seite 5

Dem DAX d체rfte bald die Puste ausgehen W i s s e n > S e i t e 11

Statistik und Saisonalit채t Teil 1

09/12 18. September 2012

Roh s tof f e c ke > S ei te 16

Industriemetalle Aluminium zuletzt besonders stark

Titelgeschichte > Seite 7

Besseres Timing durch Zyklenanalyse

www.trading-kompakt.de


Editorial

Aktuell

Thomas Uhlig Leiter Redaktion trading kompakt

kompakt

trading trading kompakt

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2 Indizes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Trading-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Aktuell Dem DAX dürfte bald die Puste ausgehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Titelgeschichte Besseres Timing durch Zyklenanalyse . . . . .7 ChartCheck Randgold Resources, zooplus, Salzgitter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Wissen Statistik und Saisonalität – Teil 1 . . . . . . . . . . . . 12 Lexikon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Rohstoffecke Industriemetalle: Aluminium zuletzt besonders stark. . . . . . . . . 16 Charttechnik: Gold, Kaffee, Kakao. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Trading-Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

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Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Termine

Liebe Leserinnen und Leser, bei der Betrachtung von konjunkturellen Entwicklungen spielen Zyklen und die dabei auszumachenden gewissen Regelmäßigkeiten und Muster eine wesentliche Rolle. Auch beim Trading und bei längerfristigen Investments wird auf saisonale Zyklen geachtet und Börsenweisheiten wie am Aktienmarkt „Sell in May and go away“ haben hier ihren Ursprung. Es gibt neben der Saisonalität jedoch noch weitaus mehr zyklisch wiederkehrende Auffälligkeiten. Allen gemein ist, dass sie helfen können das Timing für Investments zu verbessern. Ein spannendes Thema, das wir im Spezial dieser Ausgabe aufgegriffen haben. Dazu passend machen wir in der Rubrik Wissen einen Ausflug in die Statistik. Die statistisch aufbereiteten Kursentwicklungen der Vergangenheit sind oftmals die Grundlage für Börsenweisheiten wie die bereits genannte „Sell in May and go away“. Zwar lassen sich aus dem Blick zurück keine verlässlichen Rückschlüsse für die künftige Entwicklung ziehen. Dennoch finden sich immer wieder saisonale Muster, weshalb auch die Börsenstatistik ihren Reiz und wohl

auch ihre Berechtigung hat. Mit ihr lassen sich zumindest kleine Anhaltspunkte herleiten, die bei Investitionsentscheidungen mit einfließen könnten. Dazu gehört auch die statistisch belegte Schwäche von Indizes wie S&P 500, Dow Jones und DAX im September. Ausnahmen bestätigen aber die Regel wie das Jahr 2012 zeigt. Ein Beispiel dafür ist der DAX. Bislang liegt er im September komfortabel im Plus. Er setzt damit die Rally seit Juni fort. Aktuell bei etwa 7.400 Punkten stehend, werden nun schon Kursziele von 8.000 Zählern herumgereicht. Allerdings gibt es auch Stimmen, die der Hausse nicht so ganz trauen und davon ausgehen, dass ihm bald die Puste ausgeht. In der Rubrik Aktuell werfen wir einen Blick auf Deutschlands wichtigsten Leitindex für den Aktienmarkt und erläutern Ihnen, mit welchen Produkten man profitieren kann, wenn er tatsächlich korrigieren sollte. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre. Herzlichst, Ihre trading kompakt-Redaktion


Trading-News/Indizes

Aktuell

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ChartCheck

Wissen

S BROK ER

Indizes

Neues Tradingseminar mit HSBC Trinkaus

Marktüberblick

Gemeinsam mit HSBC Trinkaus veranstaltet der Sparkassen Broker eine Seminarreihe namens „Trading heute: Erfolgreich im aktuellen Marktumfeld“. Bis Ende September zeigen Profis der beiden Veranstalter, wie Trader die vorhandenen Risiken steuern und Chancen nutzen können. Unter anderem geht es um die Psyche eines Trades, dessen Ablauf, den Handel mit Hebelprodukten, die Währungsdiversifikation und moderne Ordertypen. Anschauliche Beispiele aus der Praxis

runden das zweieinhalbstündige Abendseminar ab. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich mit den Referenten und den anderen Seminarbesuchern auszutauschen. Als Unkostenbeitrag erheben die Veranstalter 19 Euro, inklusive Seminarunterlagen und Imbiss. Als Veranstaltungsorte stehen in den kommenden Tagen Bonn, Karlsruhe, Stuttgart, München, Nürnberg und Leipzig zur Auswahl. Weitere Informationen finden Sie unter www.good-relations.net/trading.

Rohstoffecke

Stand

20.08.12

Termine

+/- %

20.07.12

+/- % 1Jahr

Aktienmärkte weltweit DAX

7.403,69

+5,15% +32,84%

13.553,10

+2,09% +17,76%

S&P 500

1.461,19

+3,03% +20,16%

NASDAQ 100

2.856,44

+2,74% +23,87%

EURO STOXX 50

2.583,57

+4,53% +19,65%

Dow Jones

Nikkei 225

9.123,77

-0,42% +2,92%

Hang Seng

20.658,11

+2,69% +6,18%

HSCEI

9.780,92

-0,51%

MSCI Emerging Markets

-4,57%

1.012,63

+3,77% +3,66%

Währungen EUR/USD

1,3114

+6,33%

-4,97%

EUR/Yen

103,25

+5,23%

-2,53%

ON V ISTA

EUR/GBP

0,8072

+2,69%

-7,65%

Kooperation mit Anlegerplattform wikifolio.com

EUR/CHF

1,2166

+1,29% +0,66%

EUR/AUD

1,2522

+5,77%

-5,89%

Rohstoffe

Das Finanzportal OnVista.de hat eine Kooperation mit der neuen Social MediaAnlegerplattform wikifolio.com gestartet. Dazu listet OnVista.de ab sofort auf seiner Aktien-Startseite die Tops und Flops unter den so genannten Wikifolios auf. Dabei handelt es sich um Anlagestrategien erfahrener Trader, die auf wikifolio.de veröffentlicht werden. Sobald ausreichend viele Anleger einem Wikifolio folgen und dieses positiv bewerten, legt Lang & Schwarz als Emittent ein passendes Zertifikat mit eigener Wertpapierkennung (ISIN) auf. Die Produkte sind via OnVista Bank sowie

alle großen Online-Broker in Deutschland handelbar. Durch ihre enge Integration in soziale Netzwerke sind Wikifolios die erste Social Media-Anlageform auf dem deutschsprachigen Markt. Sie bringen Vorteile für beide Seiten: Anleger profitieren von den Handelsideen erfahrener Trader. Im Gegenzug steigern die aktiven Wikifolio-Manager ihre Reputation und kassieren Erfolgsprämien von den Investoren. Deren Höhe ist abhängig von der festgelegten Performancegebühr sowie dem Investitionsvolumen der Produkte. Aktuell stehen rund 1.000 Wikifolios zur Auswahl.

FL ATE X & X-TR A DE

Broker mit neuem Online-Auftritt Mit flatex und X-Trade Brokers (XTB) haben aktuell gleich zwei Online-Broker ihre Internetauftritte neu gestaltet. flatex schaltete am 7. September seine neue Website online, die auf Basis vieler Kundenideen und Kundenwünsche umgestaltet wurde. Der Anbieter verspricht bei gleich bleibendem 3

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Inhalt und Informationsgehalt eine einfachere Bedienung und verbesserte Übersichtlichkeit. Eine wichtige Funktion stellt zum Beispiel die neue Suche dar, welche es schnell und einfach ermöglicht, den gesuchten Bereich oder Artikel zu finden. Das Kunden-Login wurde in den oberen Bereich

WTI Crude CME ($/bbl) Gold Forex ($/Unze) Aluminium LME Spot ($/t) Kupfer LME Spot ($/t) Weizen CME ($c/bu) Mais CME ($c/bu)

96,65 1762,30

+0,46% +9,95% +9,30%

-2,51%

2162 +19,41%

-7,84%

8282,75 878

+9,96%

-4,48%

+0,40% +27,57%

748,25

-7,39% +8,13%

75,3

+2,09% -32,16%

138,93

-2,18% +1,59%

VDAX-NEW

19,10

+6,68% -55,27%

VIX

14,59

+8,48% -52,91%

Baumwolle ICE ($c/lb) Sonstige Euro-Bund-Future

der Webseite verlegt und ist nun von jeder Unterseite aus erreichbar. Die Seite für das Kunden-Login wurde überdies um viele für den Handel wichtige und tagesaktuelle Informationen ergänzt. In einem frischen Erscheinungsbild zeigt sich auch die XTBPlattform: Unter www.xtb.de stehen nun neben den verschiedenen Handelsplattformen umfassende Marktanalysen, aktuelle Trading-News sowie Schulungsmaterialien zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die Seite eine erhöhte Sicherheit mit durchgängigen Sicherheitszertifikaten und ist mit allen Browsern und Endgeräten kompatibel.


Trading-News

Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Termine

V ITR A DE

Neues Börsenspiel für das 1x1 des Tradings Bei den so genannten „Trading Masters 2013“ handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Börsenspiel, sondern um eine kostenlose Ausund Weiterbildungsplattform. Einsteiger können hier von der Pike auf das 1x1 des Tradings erlernen, Fortgeschrittene holen sich Tipps von erfahrenen Profi-Tradern. Am Ende siegt nicht zwangsläufig der Mitspieler, der die beste Performance erzielt hat. Auch andere Faktoren wie etwa die regelmäßige Teilnahme an Webinaren, die Strategie oder die Disziplin beim Handeln fließen maßgeblich in die Beurteilung der angehenden Trading-Profis durch die Jury ein. Als Sponsor ist auch der auf Heavy-Trader spezialisierte Broker ViTrade dabei. Neben der kostenlosen Ausbildung zum Trader im

Wert von 15.000 Euro warten auf die Mitspieler viele weitere Gewinne: Dem Sieger winkt ein Audi TT Roadster. Die fünf Finalisten fliegen nach New York und schauen dort an der wichtigsten Börse der Welt den Profis über die Schulter. Die besten zehn Mitspieler werden in einer Intensiv-Tradingwoche in Berlin geschult. Darüber hinaus werden unter allen Mitspielern wöchentlich Preise wie Carrera-Rennbahnen, Börsenführungen oder Bücher verlost. Wer mitspielen will, kann sich ab sofort unter www.trading-masters.de anmelden. Das Börsenspiel startet am 22. Oktober 2012. Der Sieger wird schließlich am 20. April 2013 im Rahmen der Anlegermesse INVEST gekürt.

A DMIR A L

Auszeichnung für Forex- und CFD-Broker Admiral Markets wurde von den Lesern des Magazins „The New Europe“ beim 2012 FX Award zum Besten Forex-Broker des Ostseeraums gewählt. Dieser umfasst die Länder von Deutschland über Polen und Schweden bis nach Finnland und Estland. Bei der Abstimmung der rund 50.000 Leser der Zeitschrift erreichte der estländische Broker fast die Hälfte der Stimmen. Der FX Award wurde in diesem Jahr das erste Mal vergeben und zeichnet die am schnellsten wachsenden Forex-Unternehmen 2012 aus. Der Umfragesieger veröffentlichte im August den MetaTrader für Apple-Rechner.

Seither sind überdies Einzahlungen via PayPal möglich. Eine weitere Neuerung ist das MetaTrader 4 MultiTerminal. Mit dieser Lösung können Admiral-Kunden mehrere Konten gleichzeitig managen. Besonders für Vermögensverwalter und Trader mit Vollmacht für mehrere Konten bietet diese Lösung deutliche Vorteile. Das Interface ist dem des herkömmlichen MetaTrader 4 sehr ähnlich, wodurch sich Trader schnell orientieren und das volle Angebot mit allen Handelsinstrumenten in den Bereichen Forex und CFDs nutzen können.

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Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

DAX

Dem dürfte bald die Puste ausgehen Der DAX befindet sich im Aufwind – um respektable 18% ist er in den zurückliegenden drei Monaten nach oben gesprintet. Ein weiterer Anstieg ist kurzfristig ziemlich unwahrscheinlich. Mittelfristig muss bei den deutschen Blue Chips sogar mit leichten Kursrückgängen gerechnet werden. Erfreulicherweise können Anleger auch von einem solchen Szenario mit Derivaten profitieren. Traditionell ist der Monat September ein schlechter Börsenmonat. Aber in diesem Jahr ist dies nicht der Fall. Schließlich ist der DAX seit Monatsbeginn um 6,2% gestiegen. Zudem hat sich der deutsche Leitindex auch zuvor prächtig entwickelt. Dass viele Anleger seit einiger Zeit in Kauflaune sind, hat mehrere Gründe. Einer davon ist die Tatsache, dass es derzeit kaum attraktive Alternativen zu Aktien gibt. Für den Kauf von deutschen Standardwerten sprechen zudem relativ günstige Bewertungen sowie attraktive Dividenden. Darüber hinaus gab es zuletzt zwei weitere Faktoren, die für eine gute Börsenstimmung sorgten. Zum einen war das die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), Anleihen kriselnder Euro-Länder in unbegrenztem Umfang zu kaufen, und zum anderen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, gemäß welchem der Euro-Rettungsschirm nicht gegen das Grundgesetz verstößt. Notenbanken pumpen Geld in den Markt Skeptische Analysten haben jüngst darauf hingewiesen, dass die lockere Geldpolitik der EZB keine nachhaltige Lösung für die Schuldenkrise in der Euro-Zone ist. Aber an der Börse interessiert sich zurzeit fast 5

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niemand für solche Meinungen. Die meisten Anleger freuen sich einfach, dass die EZB das verkündet hat, was sie hören wollten. Für Optimismus sorgt bei ihnen auch die dritte Runde der expansiven Geldpolitik der US-Notenbank – künftig wird sie pro Monat Hypothekenpapiere im Wert von 40 Milliarden US-Dollar kaufen. Dieses Kaufprogramm soll so lange durchgezogen werden, bis sich der Arbeitsmarkt im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ nachhaltig erholt hat. Zudem wird Amerikas Notenbank ihre Nullzinspolitik mindestens bis Mitte 2015 beibehalten. Dies dürfte die Konjunktur in den USA positiv beeinflussen, wenngleich langfristig ein wirtschaftlicher Strukturwandel notwendig sein dürfte, um das Land in die Erfolgsspur zurückzuführen. Unternehmensgewinne dürften sinken Viele Anleger stellen sich derzeit die Frage, ob sie auf eine Fortsetzung der Hausse an den Aktienmärkten setzen sollen. Unter charttechnischen Aspekten spricht nichts gegen eine Wette auf weiter steigende Aktienkurse, denn der DAX und andere Leitindizes bewegen sich in Aufwärtstrends. Bedenken sollte man allerdings, dass es demnächst Gewinnmitnahmen geben könnte. Ebensolche wären durchaus berechtigt, da die Konjunkturperspektiven in Europa trist sind. Zudem lässt in den Schwellenländern die Dynamik des Wirtschaftsaufschwungs nach, worunter vor allem exportorientierte Länder wie Deutschland leiden. Daher dürften die Gewinne der meisten DAX-Unternehmen mittelfristig sinken. Angesichts dieser Perspektiven ist es riskant, mit Long-Zertifikaten auf einen weiteren DAX-Anstieg zu spekulieren. Ein gutes Chance/ Risiko-Verhältnis bieten hingegen einige exotische Derivate auf den deutschen Leitindex, die vom französischen Bankhaus Société Générale emittiert wurden.


Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Drei attraktive Inline-Optionsscheine Kaufenswert ist beispielsweise ein DAX-Inliner (WKN: SG3DKG), der mit Knock-out-Schwellen bei 5.300 und 8.400 Punkten ausgestattet ist und im Februar 2013 fällig wird. Dieser exotische Optionsschein ist für 8,51 Euro (Stand: 17.09.2012) zu haben. Werden beide Knock-out-Barrieren während der Laufzeit nicht verletzt, ist der Schein in etwa fünf Monaten zehn Euro wert. Von großer Bedeutung ist nur die obere Schwelle bei 8.400 Punkten, da der DAX mittelfristig nicht auf 5.300 Punkte fallen dürfte. Zugreifen können Anleger auch bei einem anderen DAX-Inliner (WKN: SG3DKZ), dessen Laufzeit im März 2013 endet. Bis zum Fälligkeitstermin lässt sich mit diesem Finanzprodukt eine Rendite von 36,1% (Stand: 17.09.2012) erzielen, sofern der Basiswert bis einschließlich 15. März 2013 die Knock-out-Barrieren bei 5.575 und 8.375 Punkten nicht erreicht. Wer eine noch höhere Rendite erzielen will, sollte einen Blick auf einen DAX-Inliner (WKN: SG2ZAH) werfen, der erst im Juni nächsten Jahres fällig wird. Dieser Optionsschein würde ausgeknockt werden, wenn der deutsche Leitindex während der

Termine

News/Indizes

Kursgewinne erzielen, wenn der DAX korrigiert Eine Alternative für risikofreudige Trader ist ein Short-Zertifikat auf den DA X (WKN: DB04C6), das die Deutsche Bank auf den Markt gebracht hat. Sollte es am deutschen Aktienmarkt eine Korrektur geben, würde der Kurs dieses Zertifikats dank eines Hebels von 4,0 deutlich steigen. Falls der Index jedoch wider Erwarten weiter steigt, verliert das Finanzprodukt erheblich an Wert. Vorsichtige Anleger, denen dieses Produkt zu heiß ist, können einen ungehebelten Short-ETF auf den DA X (WKN: DBX1DS) von db x-trackers kaufen. Der Kurs dieses Short-ETFs steigt beispielsweise um 2%, wenn der deutsche Leitindex an einem Tag um 2% korrigiert.

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Rohstoffecke

Laufzeit die 8.350 Punkte-Marke erklimmt. Die untere Barriere des Scheins liegt bei 5.350 Punkten und ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt unrelevant. Werden beide Schwellen nicht verletzt, erzielen Anleger, die sich diesen Inline-Optionsschein ins Depot legen, bis Ende Juni 2013 eine Rendite von 82,1% (Stand: 17.09.2012).

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Wissen


Titelgeschichte

ChartCheck

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Rohstoffecke

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News/Indizes

Aktuell

Besseres Timing durch

Zyklenanalyse

Der Begriff Zyklus leitet sich vom griechischen „Kyklos“ ab, dem Wort für „Kreis“. Im Zusammenhang mit konjunkturellen Entwicklungen spielen Betrachtungen von Zyklen eine wesentliche Rolle. Auch beim Trading und bei längerfristigen Investments wird auf saisonale Zyklen geachtet. Börsenweisheiten wie „Sell in May and go away“ haben hier ihren Ursprung. Auch die Jahresendrally ist ein immer wiederkehrendes Phänomen, verbunden mit dem Anstieg der Aktien, die im Laufe des Jahres bereits gut gelaufen sind. Hier sorgen Fondsmanager, die zum Jahresende die Gewinner-Aktien im Portfolio haben wollen, für Anstiege. Darüber hinaus gibt es allerdings noch weitere zyklisch wiederkehrende Auffälligkeiten, die einen Blick lohnen. Zyklische Betrachtung des Dow Jones Der Dow Jones-Index ist als eines der wichtigsten und ältesten Börsenbarometer häufig auf zyklische Muster hin untersucht worden. Dabei wurden auch 4-Jahres-Zyklen, die der Wahlperiode des amerikanischen Präsidenten entsprechen, ins Auge gefasst. Diese Zeitperiode wird Zyklische Entwicklungen sollten in das Wahljahr, immer auch auf nachvollziehbare das Nachwahljahr, Gründe abgeklopft werden. das Zwischenwahljahr und das Vorwahljahr unterteilt. Dabei wurden regelmäßig wiederkehrende Muster entdeckt. So wurden im Vorwahljahr, vor allem in den ersten neun Monaten, häufig überdurchschnittliche Kursgewinne generiert. Oft werden in den ersten beiden Jahren der Präsidentschaft unpopuläre Entscheidungen getroffen, die sich auch auf die 7

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wirtschaftliche Situation der USA auswirken. Im Hinblick auf bevorstehende Präsidentschaftswahlen werden dann im dritten Jahr positive Stimuli gesetzt, um Einfluss auf den Wahlausgang zu nehmen. Im Dow Jones lässt sich über einen vergleichsweise langen Zeitraum feststellen, dass in den Jahren, die auf „5“ enden, vergleichsweise hohe Kursgewinne eingefahren werden konnten. Eine genaue ursächliche Begründung für dieses Phänomen gibt es nicht. Zyklische Entwicklungen sollten immer auch auf nachvollziehbare Gründe abgeklopft werden. Manche Phänomene können auf Zufällen beruhen und sind dann wenig hilfreich. Konjunkturzyklus und Sektoren Investoren und Trader nutzen innerhalb des wirtschaftlichen Zyklus die Rotationen von Branchen, die jeweils an unterschiedlichen Zeitpunkten des Zyklus profitieren. Konjunktursensible Titel wie Autoaktien profitieren von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Energie und Konsumgüter sind dagegen eher konjunkturresistent. Trader können hier mittels der Relativen Stärke nach Levy die Sektoren mit der größten relativen Stärke zum jeweiligen Zeitpunkt identifizieren und dann über Branchen-Index-Zertifikate oder aussichtsreiche Einzeltitel dieser Branche handeln.


Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Nasdaq 100 mit Fibonacci-Zeitzonen

Fibonacci-Zeitzonen Der italienische Mathematiker Fibonacci, dessen richtiger Name Leonardo da Pisa war, entdeckte im 13. Jahrhundert eine Zahlenreihe, die mit 0 und 1 beginnt. Die weiteren Zahlen entstehen durch Addition der beiden vorhergehenden Zahlen dieser Reihe. Die zweistelligen Fibonacci-Zahlen lauten 0, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55 und 89. Werden die Fibonacci-Zahlen dividiert, ergeben sich Zahlenverhältnisse, die auch in der Natur eine große Rolle spielen. Fibonacci-Zeitzonen werden häufig dazu genutzt, mögliche Umkehrpunkte zu identifizieren. Trendwechsel treten natürlich nicht immer an diesen Marken auf, aber Trader sollten mögliche Trendwechsel im Hinterkopf behalten. Im Unterschied zu den geläufigeren FibonacciRetracements, die horizontal verlaufen, werden die Fibonacci-Zeitzonen vertikal in den Chart eingezeichnet. Beispiel: Beginnend mit einem wichtigen Tief vom 4. Oktober 2011 bei ca. 2.043 Indexpunkten werden die Börsenhandelstage beim Nasdaq-100 in der Reihe der Fibonacci-Zahlen in die Zukunft gezählt. Da die ersten senkrechten Linien nahe am Ausgangspunkt liegen, sind sie eher zu vernachlässigen. In 8

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Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Aktuell

DAX mit EMA-55

jedem Fall ist es für einen sinnvollen praktischen Einsatz notwendig, die Fibonacci-Zeitzonen in Kombination mit anderen technischen Indikatoren zu verwenden. In dem Beispiel wird der MACD-Indikator verwendet, bei dem die Überschneidungen des eigentlichen MACD mit der Triggerlinie Signale generieren. Am 30.04.2012 wechselt wieder eine Fibonacci-Zeitzone und deutet eine mögliche Trendumkehr an. Zugleich schneidet der MACD am 04.05. von oben seine Triggerlinie, ein Signal für fallende Kurse. Tatsächlich drehte der Chart nach unten. Vergleichbares im Zusammenhang mit steigenden Kursen lässt sich für den Dezember 2011 beobachten, wo es am 20.12. zu einem Zeitzonenwechsel kam und ein paar Tage später zu einem bullischen Signal beim MACD. Es folgte eine deutliche Aufwärtsbewegung des Index. Im Februar 2012 setzte sich der Trend allerdings fort, obwohl man hier mit dem Wechsel der Zeitzone eine Trendumkehr hätte vermuten können. In solchen Fällen ist es sinnvoll, Stops zu setzen und diese nachzuziehen, um Gewinne weiterlaufen zu lassen. Zyklenforscher Schon seit dem 19. Jahrhundert waren Zyklen bei Preisbildungen ein Thema. Samuel Benner, ein Farmer aus den USA, war einer der Ersten, der sich dieser Materie ausführlich annahm. In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts schrieb er das Buch „Benner´s Prophecies of the Future Ups and Downs in Prices“. Er stellte fest, dass sich Preishochs und -tiefs in ähnlichen wiederkehrenden Abfolgen abwechselten. Seine Vorhersagen bezogen sich auf Agrarrohstoffe und die Preise von Roheisen. Später wurden seine Prognosen mit Abänderungen für die US-amerikanischen Aktienmärkte adaptiert. Ebenfalls mit Zyklen hat sich Ralph Elliott beschäftigt, der Begründer der Elliott-Wellen-Theorie. Sie stammt aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Elliott beobachtete Trends und die Korrekturen dieser Trends. Dabei benutzte er den Begriff Welle


Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

für Kursbewegungen in eine bestimmte Richtung. Bei einem Aufwärtstrend lassen sich fünf Wellen unterscheiden. Davon gehen die Wellen 1, 3 und 5 in die Trendrichtung. Welle 2 und 4 sind gegen die Trendrichtung gerichtet und korrigieren diese. Börsenastrologie Zu den umstrittensten zyklischen Modellen gehört die Börsenastrologie. Einerseits ist unbestritten, dass Gestirne wie Sonne und Mond unsere Vorstellung von Zeit beeinflussen und beispielsweise den Zyklus von Saat und Ernte bestimmen, der bei Agrarrohstoffen Einflüsse auf die zyklisch bestimmte Preisbildung hat. Andererseits bewegt sich der Großteil börsenastrologischer Ansätze auf einem sehr speNicht alle Zyklus-Ansätze sind im kulativen Niveau, so dass jeder Trader selbst täglichen Handel verwertbar. entscheiden muss, was für seine Vorgehensweise brauchbar ist. Einer der bedeutendsten Börsenastrologen war Donald Bradley. Er erfand ab den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts den Bradley-Siderographen. Ziel sollte es sein, wichtige Wendepunkte an den USAktienmärkten mit Hilfe planetarischer Konstellationen anzuzeigen. Seine Theorien zu den Aktienmärkten fasste er in dem Buch „Stock market prediction“ zusammen. Selbst Anhänger des Siderographen weisen auf die Problematik hin, dass ein Hochpunkt im Linienchart des Siderographen nur einen Extrempunkt am Aktienmarkt anzeigt. Ob es sich allerdings um einen Hoch- oder Tiefpunkt handelt, lässt sich mit dem Siderographen nicht entschlüsseln. Zeithorizonte fixieren Wie bei anderen Tradingansätzen auch ist es bei zyklischen Betrachtungen wichtig, den Zeithorizont, in dem getradet wird, ins Auge zu fassen. Mit einer vergleichsweise einfachen Strategie kann sich der Trader zunutze machen, dass bei der Eröffnung am Montag die Informationen des Wochenendes verarbeitet werden und der vorherrschende Trend wieder aufgenommen wird. Die Richtung des exponentiell gewichteten gleitenden Durchschnitts der letzten 55 Tage (EMA 55) gibt dabei die Trendrichtung vor.

Termine

News/Indizes

Aktuell

Beispiel: Der EMA-55 des DA X bewegt sich nach oben. Der Eröffnungskurs des DA X muss bei Long-Engagements oberhalb des EM A liegen. Verkauft wird ebenfalls am Montagmorgen, wenn der Eröffnungskurs unter der Eröffnung der Vorwoche liegt. Ansonsten wird die Position beibehalten. Ein Einstieg ergab sich am 02.07. bei 6.406 Punkten, ein Ausstieg am 27.08. bei 6.961 Punkten.

Fazit: Bei der Analyse von Börsenzyklen richtet der Trader das Augenmerk auf zwei herausragende Parameter für Marktteilnehmer: den Preis und die Zeit. Daher können Zyklentheorien wertvolle Impulsgeber sein. Allerdings müssen sie zum jeweiligen Tradingstil passen. Nicht alle Zyklus-Ansätze sind im täglichen Handel verwertbar. Sie schärfen aber den Blick für mögliche Zusammenhänge, die zu einem Informationsvorsprung führen können, der sich auch in Gewinnen auszahlt. Zyklentheorien sollten immer in Kombination mit weiteren charttechnischen Signalen verwendet werden. Betrachtet man eine Auswertung mit einem Zeithorizont von über 20 Jahren, so hätten DAX-Anleger weit höhere Gewinne eingefahren, wenn sie im Kalenderjahr nur von Anfang Oktober bis Ende Juli investiert gewesen wären und die jeweils statistisch schlechtesten Monate August und September ausgelassen hätten.

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ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Randgold Resources

Termine

News/Indizes

Aktuell

Titelgeschichte

Stand: 14.09.2012

Die Aktie des in Afrika nach Gold schürfenden Bergbaukonzerns zeigt seit Mai 2012 eine signifikante Aufwärtsbewegung, die seit Anfang September noch an Dynamik gewann. In der vergangenen Woche versuchte der Kurs sogar das bisherige, im November 2011 bei 120,73 US-Dollar markierte, Allzeithoch zu knacken. Es gab dabei einen kurzzeitigen Sprung darüber, so dass neue historische Spitzenwerte erreicht wurden. Erst einmal konnte dieses Niveau aber nicht verteidigt werden. Sollte jedoch ein nachhaltiger Ausbruch über 120,73 US-Dollar gelingen, spräche dies für weitere Zuwächse, wobei die Region um 150 US-Dollar ein erstes mittelfristiges Ziel darstellen könnte. Trade-Box Randgold Resources Angenommener Kaufkurs: 123,00 USD Chance/Risiko-Verhältnis: 2,8

Ziel: 150,00 USD Stop: 113,50 USD

Chance: +18,0% Risiko: -7,7%

zooplus

Stand: 14.09.2012

Das Papier vom Internet-Händler für Heimtierprodukte rangiert in der bisherigen Performance 2012 auf dem vorletzten Platz im SDAX. Bereits seit dem Allzeithoch von November 2011 geht es abwärts. Ende Juni markierte der Kurs sein vorläufiges Tief und zeigte im Bereich von etwa 25,00 bis 30,00 Euro eine Stabilisierung. In den vergangenen zwei Wochen gab es nun einen Aufwärtsimpuls, mit dem die Abwärtstrendlinie (Verbindung Zwischenhoch November 2011 und März 2012) überwunden wurde. Jüngst wurde ferner die Hürde bei 31,00 Euro knapp geknackt. Gelänge nun ein nachhaltiger Ausbruch über das Hindernis bei 32,00 Euro, erscheinen spekulative Long-Positionen erwägenswert. Trade-Box zooplus Angenommener Kaufkurs: 33,00 EUR Chance/Risiko-Verhältnis: 3,1

Ziel: 47,00 EUR Stop: 28,50 EUR

Chance: +29,8% Risiko: -13,6%

Salzgitter

Stand: 14.09.2012

Ein sprichwörtlich heißes Eisen ist derzeit die Aktie des Stahlkonzerns. Sie hat jüngst sehr dynamisch den kurzfristigen Abwärtstrend seit Januar 2012 und gleichzeitig die Hürde bei 32,40 Euro (Zwischentief von September 2011) überwunden. Dabei auffällig ist das jüngst steigende Handelsvolumen. Ein Indiz für verstärktes Interesse. Alles zusammen betrachtet, könnten daher eventuell kurzfristige Long-Positionen infrage kommen. Ein erstes Ziel könnte dabei die Region um 43,00 Euro sein. Zu bedenken ist jedoch, dass man hier entgegen der vorherrschenden Trendrichtung, sowohl lang-, mittelals auch kurzfristig, handeln würde, was den sehr spekulativen Charakter unterstreicht. Trade-Box Salzgitter Kurs: 34,94 EUR Chance/Risiko-Verhältnis: 2,5

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Ziel: 43,50 EUR Stop: 31,50 EUR

Chance: +19,7% Risiko: -9,8%


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Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Statistik und Saisonalität – Teil 1 An den Börsen gibt es jede Menge Weisheiten, die immer wieder gerne zitiert werden. Ihnen zugrunde liegen oftmals die statistisch aufbereiteten Kursentwicklungen der Vergangenheit. „Sell in May and go away“ ist wohl eines der bekanntesten Beispiele. Aus dem Blick zurück lassen sich jedoch keine verlässlichen Rückschlüsse für die künftige Entwicklung ziehen. Ein statistisch starker Monat April heißt noch lange nicht, dass in diesem auch künftig dicke Gewinne eingefahren werden. Dennoch finden sich immer wieder saisonale Muster, weshalb auch die Börsenstatistik ihren Reiz und wohl auch ihre Berechtigung hat. Mit ihr lassen sich zumindest kleine Anhaltspunkte herleiten, die bei Investitionsentscheidungen mit einfließen könnten. Für Sie aufbereitet haben wir einmal die Statistiken vom altehrwürdigen Dow Jones seit 1929 und vom breit gefassten S&P 500 seit 1957.

Abbildung 1

0,5%

1,6%

1,4%

0,9% 0,1%

0,5%

0,3%

1,0%

1,1%

1,5%

1,5%

Ø Performance insgesamt (arithmetisches Mittel) seit 1957 2,0% 1,0%

0,0%

Dezember

November

Oktober

-0,8%

August

Juli

Juni

Mai

April

-2,0%

März

-1,5%

September

-1,0%

-0,2%

-0,2%

-0,5%

Februar

Saisonales Muster Zwar wurde das 1957 ins Leben gerufene Kursbarometer bis 1789 zurückberechnet, als Basis für unsere Statistik dient jedoch nur die Entwicklung von 1957 bis 2011. Hier offenbart sich ein auffälliges saisonales Muster. Grafik 1 zeigt die jeweilige Performance der einzelnen Monate anhand des arithmetischen Mittels. In manchen Monaten entwickelte sich der Index im Durchschnitt vergleichsweise deutlich besser als in

anderen. Statistisch betrachtet starke Monate sind demnach Januar, März, April, Oktober, November und Dezember, während Februar, Juni, und insbesondere der September zur Schwäche neigen. Auffällig ist zudem die relative Schwäche von Mai bis September, während der Index von Oktober bis April, mit Außnahme Februar, deutlich besser abschneidet. Die relativ bessere Performance zum Jahresende könnte auf dem erhöhten Engagement institutioneller Investoren, wie Fonds, fußen, die mit Käufen versuchen, ihre Performance

Januar

„Sell in May and go away“ – verkaufe im Mai, und lass Aktien dann erst einmal in Ruhe – rät eine der wohl am häufigsten zitierten Börsenweisheiten. Oftmals wird sie noch ergänzt und damit zu „Sell in May and go away, but remember to come back in September.“ Man soll also nicht vergessen, nach dem Verkauf im Wonnemonat, im September am Aktienmarkt wieder einzusteigen. Hintergrund für diese Börsenweisheit ist der Blick zurück in die Vergangenheit. Fangen wir mit dem breit gefassten US-amerikanischen Index S&P 500 an.

Quelle: finanzpark

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Termine

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ChartCheck

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31

23

21

19

Anzahl Monate mit Gewinn

29

28

23

16

19 27

40

22

50

41

36

34

Dezember

November

Oktober

September

24

32

26

Juli

August

27

Juni

32

39

April

Mai

36 28

März

0

Januar

10

Februar

20

33

30

Quelle: finanzpark

Abbildung 3

2,9%

3,9%

4,0%

3,3%

3,2%

4,1%

Ø Veränderung Verlustmonate Durchschnittswert

2,5%

2,8%

3,5%

3,0%

4%

2,5%

6%

4,3%

8%

Ø Veränderung Gewinnmonate Durchschnittswert

2%

3,3%

0%

-2,3%

Dezember

-3,5%

November

-4,1%

Oktober

-3,9%

September

-4,2%

- 3,3%

August

-2,6%

Juli

-2,8%

Juni

-3,2%

Mai

-3,1%

April

März

Februar

-8% -10%

-4,0%

-6%

-3,1%

-4%

-2,4%

-2%

Quelle: finanzpark

Abbildung 4

10,2%

8,8%

11,6%

8,8%

5,4%

9,2%

9,4%

9,7%

10%

7,2%

20%

11,2%

Größter Verlust 16,3%

Größter Gewinn 30%

-6,0%

Dezember

-11,4%

November

-21,8%

Oktober

-14,5%

-11,9%

September

Juli

Juni

Mai

April

-40%

März

-30%

August

-7,9%

-8,6%

-8,6%

-9,0%

-20%

-10,2%

-10%

-11,0%

0%

Februar

Oktober kein Crashmonat In der Grafik 4 ersichtlich wird auch der größte Monatsverlust des S&P 500, der mit -21,8% in einem Oktober verzeichnet wurde. Genau genommen war es der Oktober 1987. Hier ging der 19. des Monats als „schwarzer Montag“ in die Geschichte ein. Es war der erste Börsencrash nach

Titelgeschichte

Anzahl Monate mit Verlust

60

Januar

Guter Dezember Grafik 1 verdeutlicht, dass der Dezember mit einer durchschnittlichen Performance von +1,6% der beste Börsenmonat für den S&P 500 seit 1957 war. Unterfüttert wird dies auch von Grafik 2. Sie stellt die Anzahl der Gewinne und Verluste in den jeweiligen Monaten gegenüber. Und hier zeigt sich, dass von den insgesamt 55 Dezembern im Betrachtungszeitraum 41 mit einer positiven und nur 14 mit einer negativen Performance abschlossen. Im Dezember präsentierte sich der Index somit überwiegend mit Gewinnen. Wie Grafik 3 verdeutlicht, fallen sie allerdings nicht übermäßig üppig aus. So lag die durchschnittliche Veränderung in den Dezembern mit steigendem Index bei +2,9% und damit unter dem Durchschnittswert der gesamten Monate von +3,3%. Nur in drei Monaten (Februar, Mai, Juni) gab es noch geringere Werte. Allerdings sind im Dezember statistisch betrachtet auch die Ausschläge nach unten weniger stark ausgeprägt und weisen hier mit durchschnittlich -2,3% den niedrigsten Wert auf. Außerdem liegen sie deutlicher über dem Durchschnittswert von -3,3%. Erwähnenswert ist zudem, das bis dato der in einem Dezember gemessene größte Verlust bei -6% lag, was der mit Abstand niedrigste Wert im Vergleich zu den anderen Monaten ist (siehe Grafik 4). Die bislang beste Performance in einem Dezember waren +11,2%. Damit belegt der Monat Rang vier.

Aktuell

Abbildung 2

13,2%

aufzubessern, was die Aktienkurse und damit den Index treibt. Gerade kurz vor dem Jahreswechsel scheint dies der Fall.

News/Indizes

-8,6%

Rohstoffecke

Januar

Wissen

Quelle: finanzpark


Wissen

Rohstoffecke

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News/Indizes

dem Zweiten Weltkrieg, und der S&P 500 brach innerhalb nur eines Tages um mehr als 20% ein, was bis heute der nach wie vor größte prozentuale Rückgang an einem Tag ist. Trotz dieses Crashs ist der Oktober generell kein Crashmonat. Im Gegenteil. Die durchschnittliche Performance seit 1957 liegt bei +0,9%, was der sechstbeste Wert ist. Darüber hinaus fielen in den Oktobern, ETX_127x187_tk_20120515_Layout 1 08.05.12 12:33 Seite 1 Anzeige

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Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

die eine positive Performance aufwiesen – dies waren immerhin 34 von 55 – ein durchschnittlicher Gewinn von +4% an, womit der Oktober auf Rang drei hinter Januar (+4,3%) und Juli (+4,1%) rangiert und über dem Durchschnitt von +3,3% liegt. Weil abgesehen vom schwachen Oktober 1987 mit dem Oktober 2008 auch die jemals zweitschlechteste Monatsperformance des S&P 500 in einen Oktober fällt, gehört die durchschnittliche Entwicklung der Oktober mit Verlusten zu den Schlechtesten. Mit -4,1% liegt sie klar unter dem Durchschnitt von -3,3%. Nur ein Monat (August) schneidet bei dieser Betrachtungsweise noch schlechter ab. Schlechter September Als schlechtester Börsenmonat gilt gemeinhin der September. Wohl auch zu recht. Seit 1957 wurden hier mit Abstand die meisten Monate mit Verlusten (31) und naturgemäß auch die wenigsten mit Gewinnen (24) gezählt. Die durchschnittliche Veränderung in den Verlustmonaten erreicht mit -3,9% zwar nicht den Spitzenwert, und die Werte für Januar, Oktober und August liegen noch etwas darunter, bei der Performance insgesamt weist der September mit -0,8% aber klar den niedrigsten Wert auf. Allerdings ist nicht jeder September schlecht, und die durchschnittliche Performance in den Gewinnmonaten trifft mit +3,3% genau den Mittelwert. Alles zusammen genommen lässt sich jedoch konstatieren, dass der September statistisch betrachtet tatsächlich seinem Ruf als schlechtestem Monat gerecht wird. Damit erklärt sich auch die Fortsetzung der oben zitierten Börsenweisheit. Schließlich scheint die tendenzielle Schwäche im September eine gute Gelegenheit, um hier als Käufer aktiv zu werden, um dann anschließend von der statistisch betrachtet positiven Entwicklung bis April zu profitieren. Im nächsten Teil betrachten wir dann die Statistik des Dow Jones.


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ChartCheck

] [Lexikon Beta-Faktor und Korrelationskoeffizient Teil 2 Während man mit dem Betafaktor den Grad der Abweichung darstellen kann, mit dem sich eine Aktie im Vergleich zum Index bewegt, ist der Korrelationsfaktor Maß für die Richtung und die Eintrittswahrscheinlichkeit der Gleichläufigkeit zwischen der Entwicklung von Aktie und Index. Vereinfacht gilt dabei: Je größer der immer zwischen -1 und +1 liegende Korrelationskoeffizient ist, desto zuverlässiger ist die mithilfe des Beta-Faktors geschätzte Entwicklung. Ein Korrelationskoeffizient von größer 0 verrät, dass die Rendite einer Aktie gestiegen (gesunken) ist, wenn auch die Rendite des Index gestiegen (gesunken) ist. Ein Wert kleiner als 0 deutet dagegen auf eine gegenläufige Entwicklung hin. Stieg die Rendite der Aktie, fiel der Index. Fiel die Aktie hingegen, legte der Index zu. Die Höhe des Korrelationskoeffizienten zeigt dabei die Stärke des Zusammenhangs. Liegt der Korrelationskoeffizient bei genau +1, besteht ein vollständiger linearer Zusammenhang, was nichts anderes bedeutet als dass die Aktie genauso stark gestiegen oder gefallen ist wie der Index. Eine Ausprägung von -1 zeigt indes einen vollständigen negativen linearen Zusammenhang auf: Fällt der Index, steigt die Aktie in genau demselben Maße und umgekehrt. Bei einem Korrelationskoeffizienten von 0 ist kein linearer Zusammenhang zu erkennen. Die Extremwerte treten innerhalb einer Anlageklasse aber auch über verschiedene Anlagegattungen extrem selten auf. Messung systematischer und unsystematischer Faktoren Mit dem Korrelationskoeffizienten lässt sich somit das Beta validieren, also seine Güte ableiten. Hierbei kann festgestellt werden: Je näher der Korrelationskoeffizient an +1 liegt, desto höher ist die Aussagekraft des Betas. Denn dies bedeutet nichts anderes als dass sich die jeweiligen Veränderungen von Aktie und Index an den meisten Handelstagen dann tatsächlich so entwickelt haben wie es das Beta vorgibt und eben nicht nur im Durchschnitt. Je höher der Korrelationskoeffizient, umso mehr folgte die Entwicklung einer Aktie quasi der Gesamtmarktentwicklung. Die Höhe des Korrelationskoeffizienten 15

trading kompakt · 09/1  2

gibt somit Aufschluss darüber, inwieweit die Entwicklung einer Aktie durch systematische und unsystematische Faktoren geprägt wurde. Erstere umfassen allgemeine Faktoren, die alle Unternehmen des Marktes gleichermaßen berühren und nicht durch eine entsprechende Anlagesteuerung bzw. Wertpapierdiversifizierung gemindert oder ausgeschlossen werden können. Dazu gehören Naturkatastrophen, politische, ökonomische oder soziale Veränderungen, Änderungen des Marktzinses, Kriege, Markthemmnisse, gesetzliche Beschränkungen, allgemeine Inflation usw. Unsystematische Faktoren sind firmenspezifischer Natur und betreffen mittel- oder unmittelbar das jeweilige Unternehmen. Je näher der Korrelationskoeffizient bei 1 liegt, umso geringer war somit der Einfluss unsystematischer Faktoren. Die Aktie hat sich damit mehr oder weniger synchron zum Markt bewegt. Bei niedrigeren Werten in Richtung 0 ist es genau umgekehrt. Zwar folgt die Aktie dem Markttrend, sie vollführt jedoch Eigenbewegung – und zwar umso deutlicher, je näher der Korrelationskoeffizient bei 0 liegt. Abschlussbetrachtung Betas und Korrelationskoeffizienten können vor allem zur Strukturierung von Portfolios hinsichtlich der Risikoneigung genutzt werden. Weil die Kennziffern auf Daten der Vergangenheit beruhen und keinen Aufschluss über die künftige Entwicklung geben, sich zudem kontinuierlich ändern, können sie jedoch allenfalls als Orientierungshilfe gelten und nicht der exakten Risikosteuerung dienen. Außerdem zu beachten ist, dass die in den Kennziffern enthaltenen jüngsten Werte der Vergangenheit in einer längeren Betrachtungsperiode wie 250 Tagen mit einem deutlich geringeren Gewicht einfließen als in einem kürzeren Zeitraum wie 30 Tagen. Je größer die Anzahl der einbezogenen Werte, umso größer ist der Glättungseffekt.


Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Industriemetalle:

Aluminium zuletzt besonders stark

Im bisherigen Jahresverlauf 2012 zeigt die Tendenz bei den Industriemetallen seit den Zwischenhochs im Februar abwärts. Zuletzt gab es jedoch ein Aufbäumen, und in den vergangenen zwei Wochen legten die Preise kräftig zu. Besonders der von Aluminium. Mit 12,2% Zuwachs in den vergangenen zwei Wochen ist Aluminium der Spitzenreiter innerhalb der Industriemetalle. Seit dem Zwischentief von Mitte August ging es sogar um fast 16% aufwärts. Offenbar war es nach der kräftigen Abwärtsbewegung zuvor Zeit für Aluminium – Spotpreis (LME)

Quelle: tradesignalonline.com, Stand: 12.09.2012

Derivate auf Aluminium (Basiswert: Dezember-Future (LME) Typ

WKN

Basispreis/Knock-out

Index-Zertifikat (quanto)

DZ0CAA -

Laufzeit

Hebel

open end

-

1.578,23/1.626,92 USD

open end

4,16

Hebel-Zert. (short) DZ7KAA 2.540,13/2.492,25 USD

open end

4,69

Hebel-Zert. (long) DZ8BK1

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trading kompakt · 09/1  2

eine deutlichere Gegenbewegung. Die Frage ist nun, ob sich die Bullen nachhaltig zurückmelden. Aus charttechnischer Sicht scheint dabei durchaus weiteres Aufwärtspotenzial gegeben. Hier zeigt sich eine übergeordnete Abwärtsbewegung seit April 2011, die nach -36% im August 2012 ihr Tief bei 1.773 US-Dollar markierte. Knapp darüber, bei 1.828 US-Dollar (Zwischentief Juni 2010), ist eine Unterstützung auszumachen. Sie wurde im Sommer 2012 zwar mehrmals verletzt, jedoch jedes Mal nur kurz, was dafür spricht, dass es sich um eine solide Haltezone handelt. Der davon ausgehende kräftige Aufwärtsimpuls seit Mitte August scheint diese Annahme zu unterfüttern. Dabei wurde die Hürde bei 1.945 US-Dollar mühelos überwunden. Aluminium überwand ferner die langfristigen Abwärtstrends, und es sieht nach einem nachhaltigen Überschreiten aus, was als größeres Long-Signal interpretiert werden kann. Zuletzt für Rückenwind sorgten vor allem die Spekulationen, dass Notenbanken wie jene aus den USA, der Eurozone und China, weitere geldpolitische Maßnahmen, darunter auch außergewöhnliche, ergreifen, um die Konjunktur anzukurbeln und im Fall der EZB auch die Schuldenkrise zu bewältigen. Damit stellt sich jedoch die Frage, wie solide die Basis des jüngsten Anstiegs ist? Zudem zeigt das fundamentale Bild Überkapazitäten und ein weltweit sehr großes Angebot. Weil nicht zu erwarten ist, dass der globale Bedarf angesichts der konjunkturellen Schwäche explodiert, ist sowohl 2012 als auch 2013 ein Überangebot wahrscheinlich. Allerdings könnte dieser Effekt durch eventuell weitere Produktionskürzungen zumindest etwas gedämpft werden, was derzeit vielleicht auch ein – wenn auch eher kleines –Argument für die Bullen ist.


Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Gold – Spotpreis in US-Dollar

Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Stand: 17.09.2012

Die langfristige Aufwärtstrendlinie hat gehalten und Gold startete davon ausgehend Ende August einen Aufwärtsimpuls, der sich auch in der vergangenen Woche fortsetzte. Angesichts des Zuwachses von seither fast 10% kann man schon von einer kleinen Rally sprechen. Charttechnisch betrachtet wurde dabei zunächst die Konsolidierung seit Juni nach oben aufgelöst. Außerdem kletterte der Kurs über die Abwärtstrendlinie seit September 2011. Die nächste Hürde findet sich nun bei 1.803 US-Dollar (Zwischenhoch November 2011). Kann sie nachhaltig geknackt werden, könnte dann das Allzeithoch von mehr als 1.900 US-Dollar in den Fokus rücken und ein nächstes Ziel darstellen. Derivate auf Gold (Basiswert: Spotpreis in US-Dollar) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

WKN VT1CPL VT2RNQ

Basispreis/Knock-out 1.339,43/1.353,34 USD 2.182,30/2.158,17 USD

Laufzeit open end open end

Hebel 4,12 4,29

Kaffee – Dezember-Future (ICE)

Stand: 14.09.2012

Seit den Hochs von Mai 2011 ist bei Kaffee eine ausgeprägte Korrektur auszumachen. Deren obere Begrenzung stellt die Abwärtstrendlinie resultierend aus der Verbindung der Zwischenhochs von September 2011 und Januar 2012 dar. Mit dem dynamischen Aufwärtsimpuls in der vergangenen Woche wurde sie überschritten und ein nachhaltiger Sprung darüber kann als ein erstes spekulatives Long-Signal interpretiert werden. Ein noch größeres Long-Signal wäre wohl gegeben, wenn das das Zwischenhoch von Juli bei 194,85 US-Cent überwunden würde, könnte dies doch für eine Trendumkehr mit einem theoretischen Kursziel von etwa 236 US-Cent sprechen. Derivate auf Kaffee “C“ (Basiswert: Dezember-Future (ICE)) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

WKN CM1FLY CK72Z0

Basispreis/Knock-out 135,30/138,70 US-Cent 228,40/222,50 US-Cent

Laufzeit open end open end

Hebel 3,80 4,00

Kakao – Dezember-Future (ICE)

Stand: 14.09.2012

Kakao hat Ende August das Zwischenhoch von Januar dieses Jahres bei 2.555 US-Dollar geknackt. Nach einem kurzen Pullback hielt sich der Preis darüber und es sieht nach einem nachhaltigen Ausbruch aus. Die seit Dezember 2011 auszumachende, im übergeordneten Bild seitwärts gerichtete, Konsolidierung scheint damit beendet worden zu sein, was für eine potenzielle Trendumkehr und damit ein LongSignal sprechen könnte. Ein nächstes kurzfristiges Ziel könnte die Region um das 50%-Retracement der Abwärtsbewegung von März bis Dezember 2011 bei 2.847 US-Dollar sein. Darüber hinaus stellt die Region um 3.000 US-Dollar eine mittelfristige Anlaufstelle dar. Derivate auf Kakao (Basiswert: Dezember-Future (ICE)) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN CK9K25 CK4CHK

trading kompakt · 09/1  2

Basispreis/Knock-out 2.017,57/2.078,79 USD 3.269,23/3.168,63 USD

Laufzeit open end open end

Hebel 4,19 4,00


Trading-Termine

News/Indizes

Impressum

Volkswirtschaftliche Termine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Land

Termin

V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko

20.09.2012

10:00

EWU

Einkaufsmanagerindizes (1. Veröffentlichung) Sep.

Herausgeber: Weimer Media Group GmbH, Maximilianstraße 13, 80539 München

20.09.2012

16:00

USA

20.09.2012

-

China

Amtsgericht: München, HRB 198201

24.09.2012

10:00

Deutschland

ifo-Geschäftsklima September

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Michaela Ellen Lenz, Christian Bayer, Martin Münzenmayer, Wolfgang Tenor, Nina Bradinova

25.09.2012

08:10

Deutschland

GfK, Konsumklimaindikator Oktober

Geschäftsführer: Dr. Wolfram Weimer

Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Philadelphia Fed Survey September Einkaufsmanagerindex verarb. Gew. (1. Veröff.) Sep.

25.09.2012

16:00

USA

27.09.2012

14:30

USA

Auftragseingänge langlebige Güter August

01.10.2012

16:00

USA

ISM-Index (verarbeitendes Gewerbe) September

Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de

03.10.2012

16:00

USA

ISM-Index (Dienstleistungsgewerbe) September

04.10.2012

14:00

EWU

EZB, Ergebnis der Ratssitzung

Bildnachweis: fotolia

04.10.2012

16:00

USA

Auftragseingänge Industrie August

Layout: addna, Nürnberg

05.10.2012

14:30

USA

Arbeitsmarktbericht September

10.10.2012

20:00

USA

Fed Konjunkturbericht (Beige Book)

11.10.2012

08:00

Deutschland

Erscheinungsweise: monatlich, jeden dritten Dienstag Anmeldung: Um trading kompakt kostenfrei zu beziehen, können Sie sich unter www.trading-kompakt.de anmelden. Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug von „trading-kompakt“ senden Sie einfach eine Email an abmelden@trading-kompakt.de

Verbrauchervertrauen, Conference Board Sep.

Einzelhandelsumsatz August

Rohstofftermine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Land

Termin

Leserservice: leserservice.trading-kompakt@finanzpark.de

19.09.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

20.09.2012

14:30

USA

USDA, Exportbericht (Woche)

Archiv: www.trading-kompakt.de/archiv

21.09.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt.

26.09.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

27.09.2012

14:30

USA

USDA, Exportbericht (Woche)

27.09.2012

21:00

USA

Agrarpreise September

28.09.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

03.10.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

05.10.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

Auflage: 25.000

Risikohinweise / Disclaimer: „Sie erhalten diesen Newsletter als kostenlosen Service der Weimer Media Group GmbH. Alle veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen werden von der Herausgeberin mit großer Sorgfalt erstellt; da die Redaktion ihrerseits aber auch auf Quellen Dritter angewiesen ist und auch den Mitarbeitern der Herausgeberin Fehler unterlaufen können, kann für die Richtigkeit aller Angaben keine Garantie übernommen werden. Die Herausgeberin will ihren Abonnenten die Möglichkeit bieten, sich eine unabhängige und eigenverantwortliche Meinung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten abgeben. Die zur Verfügung gestellten Informationen sollen auch keine Beratung darstellen oder insbesondere ersetzen. Es wird fehltgend empfohlen, sich stets auch immer aus anderen Quellen zu informieren. Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden, dass der Redakteur oder einzelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegenstand von Analysen oder anderen Berichten sind. Umso mehr stellen die veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen immer auch eine persönliche Meinung des Autors dar und erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf alleinige Richtigkeit. Wir verweisen insbesondere auf § 675 II BGB, wonach die Weimer Media Group GmbH, unbeschadet der sich aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, einer unerlaubten Handlung oder einer sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergebenden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Empfehlung entstehenden Schadens nicht verpflichtet ist.“ Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer Media Group GmbH erklärt ausdrücklich, keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten zu haben. Daher distanziert sich die Weimer Media Group GmbH von den Inhalten aller verlinkten Seiten und macht sich deren Inhalte ausdrücklich nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten vorhandenen ­Hyperlinks, ob angezeigt oder verborgen, und für alle Inhalte der Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen.

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trading kompakt · 09/1  2

10.10.2012

-

Welt

OPEC, Oil Market Report

11.10.2012

15:00

Welt

USDA, World Agricultural Production

11.10.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

12.10.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

12.10.2012

-

Welt

IEA Ölmarktbericht

Unternehmenstermine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Unternehmen

19.09.2012

-

Adobe Systems Inc

19.09.2012

-

General Mills, Inc.

20.09.2012

-

Balda AG

20.09.2012

-

Oracle Corp

27.09.2012

08:00

Hennes & Mauritz AB

27.09.2012

22:15

Nike Inc

27.09.2012

-

Hornbach Holding AG

27.09.2012

-

Research In Motion Limited

03.10.2012

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Monsanto Co

Termin 9-Monatsbericht 2011/12 Ergebnisbericht Q1 2012/13 Ergebnis Rumpfgeschäftsjahr Ergebnisbericht Q1 2012/13 9-Monatsbericht 2011/12 Ergebnisbericht Q1 2012/13 Halbjahresbericht 2012/13 Halbjahresbericht Ergebnisbericht 2011/12

04.10.2012

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Gerresheimer AG

9-Monatsbericht 2011/12

09.10.2012

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CropEnergies AG

Halbjahresbericht 2012/13

11.10.2012

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ALCOA Inc

11.10.2012

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Südzucker AG

16.10.2012

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IBM Corp

9-Monatsbericht Halbjahresbericht 2012/13 9-Monatsbericht


Ausgabe 09/12 (Titelgeschichte: Besseres Timing durch Zyklenanalyse)