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Renditen ohne Gewinne Gian Hessami

Produk tpr üf ung > Seite 10

In China zeichnet sich der Turnaround ab

25/12 14. Dezember 2012

Sp e zial > S e i t e 13

Zertifikatetrends 2013 Mögliche Chancen im kommenden Jahr

T i t e l g e s ch i ch t e > Se i t e 3

Deutschland – Börsenjahr 2013 sieht bullisch aus

www.zertifikate-kompakt.de


Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser, Steffen Droemert Redaktion zertifikate kompakt

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Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Titelgeschichte: Deutschland – Börsenjahr 2013 sieht bullisch aus. . . . . . . . . . 3 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Buchtipp: Newstrading mit Optionen. . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Gastbeitrag: Renditen ohne Gewinne. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Produktprüfung: In China zeichnet sich der Turnaround ab . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Spezial: Zertifikatetrends 2013 – Mögliche Chancen im kommenden Jahr . . . 13 Börsenumsätze von derivativen Wertpapieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 2

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das Jahr neigt sich dem Ende zu und Anleger, die 2012 auf den DAX gesetzt haben, wurden nicht enttäuscht. Mit einem Wertzuwachs von mehr als 28% seit Jahresbeginn liegt der deutsche Leitindex komfortabel im Plus. Nicht nur, dass er damit die anderen europäischen Aktienindizes deutlich hinter sich gelassen hat, rücken allmählich die Hochs aus den Jahren 2000 und 2007 bei 8.136 bzw. 8.152 Punkten in den Blickpunkt. Zwar ist vor dem Angriff auf die Allzeithochs insbesondere im Hinblick auf die Rally der letzten Wochen eine Verschnaufpause zu erwarten. Doch die Chancen, dass die 8.000 Punkte im kommenden Jahr in Angriff genommen werden, stehen nicht schlecht. Zwar gehen die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute von einer Wachstumsabschwächung im ersten Halbjahr 2013 aus. Doch ebenso rechnen die meisten Experten mit einer Belebung in der zweiten Jahreshälfte. Für 2014 erwartet die Bundesbank wieder ein robustes Wirtschaftswachstum von 1,9%. Bundesbankchef Jens Weidmann zeigte sich optimistisch, dass die vorübergehende Schwächephase angesichts der guten Grundkonstitution der deutschen Wirtschaft ohne größere Schäden überstanden wird. Die jüngsten Konjunkturdaten geben ebenfalls keinen Anlass zu übertriebener Sorge. So stiegen die deutschen Exporte im Oktober so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr. Vor allem die Exporte in außereuropäische Länder wie die USA und China legten stark zu. Ein Trend, von dem viele DAX-Konzerne auch 2013 profitieren sollten. Sie haben sich in den Wachstumsregionen der Welt positioniert

und können dank der starken Nachfrage aus diesen Regionen eine schwächere Nachfrage auf dem europäischen Markt kompensieren. Wo sich bei den deutschen Standardwerten im kommenden Jahr attraktive Investmentmöglichkeiten bieten, erfahren Sie in unserer Titelgeschichte. Apropos China. Das Reich der Mitte spielt nicht nur für die deutsche Exportwirtschaft eine wichtige Rolle, sondern für die Weltwirtschaft insgesamt. Jüngste Konjunkturdaten lassen darauf schließen, dass die chinesische Wirtschaft wieder an Fahrt aufnimmt. Nach Ansicht der Akademie für Sozialwissenschaften wird das Bruttoinlandsprodukt Chinas im nächsten Jahr um 8,2% wachsen. Der chinesische Aktienmarkt könnte damit ein weiterer Favorit für 2013 sein. In unserer Produktprüfung nehmen wir aus diesem Anlass das China Protect-Zertifikat der Credit Suisse genauer unter die Lupe. Einen Ausblick darauf, welche Trends Anleger 2013 am deutschen Zertifikatemarkt sonst noch erwarten, geben wir in unserem Spezial. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr! Herzlichst, Ihre zertifikate kompakt-Redaktion


Titelgeschichte

Zertifikate-News

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Gastbeitrag

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Editorial

Deutschland:

Börsenjahr 2013 sieht bullisch aus Der DAX ist der Börsenstar 2012 unter den Industrieländern. Tatsächlich gehört der deutsche Leitindex nach einem Anstieg von rund 29% zu den zehn besten Börsen der Welt. Mit Blick auf das neue Börsenjahr fragen sich deshalb viele Anleger: Wie sieht die Situation beim DAX für 2013 aus?

Das charttechnische Bild beim DAX stellt sich exzellent dar: Der deutsche Leitindex durchbrach Anfang Dezember endlich die entscheidenden Widerstandszonen bei 7.400 und dann 7.500 Punkten. Damit generierte der DAX ein starkes mittelfristiges Kaufsignal, was auf weiter steigende Kurse schließen lässt.

Obwohl die Aktienkurse steigen, ist der Pessimismus an der Börse weiterhin hoch.

Der langfristige und mittelfristige Aufwärtstrend sind sowieso weiterhin einwandfrei intakt. Angesichts der Niedrigzinspolitik stehen damit die Zeichen gut, dass wir im kommenden Jahr mindestens einen Angriff auf die Allzeithochs im DAX sehen. Sollte diese Barriere übersprungen werden, steht dem DAX sogar eine massive Rally bevor.

In Börsenkreisen werden dann Kursziele von 10.000 Punkten und sogar 12.000 Punkten genannt. Dies klingt angesichts der unsicheren, volatilen Situation in Europa, den Problemen in den USA und den Schwierigkeiten der Weltwirtschaft für viele Anleger geradezu absurd – aber genau diese unsichere Marktstimmung ist einer der potenziellen Kurstreiber für 2013. DAX: Allzeithoch 2013 im Visier Obwohl die Aktienkurse steigen, ist der Pessimismus an der Börse weiterhin hoch. Diese zurückhaltende Börsenstimmung ist

Ausgewählte Zertifikate für DAX, MDAX, TecDAX

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Typ

Basiswert

Emittent

Bonuszertifikat

DAX

Société Générale

Faktor-Zertifikat

DAX

Commerzbank

Bonuszertifikat

MDAX

BNP Paribas

Faktor-Zertifikat

MDAX

Bonuszertifikat Faktor-Zertifikat

zertifikate kompakt · 25/1  2

Laufzeit

WKN

20.12.2013

SG2 F69

endlos

CZ2 4ZL

20.12.2013

BP6 EZN

Commerzbank

endlos

CZ3 4NK

TecDAX

Commerzbank

19.12.2013

CZ1 N7M

TecDAX

Commerzbank

endlos

CZ3 4NP


Titelgeschichte

aus Sicht der Börsenpsychologie das perfekte Fundament für steigende Kurse im Jahr 2013. Denn es bedeutet nichts anderes als dass viele Investoren überhaupt nicht im Markt aktiv oder massiv unterinvestiert sind. Wäre die Stimmung an den Märkten bei den aktuellen Kursen extrem positiv, müsste man dies als klares antizyklisches Warnzeichen ansehen. Denn wenn die Börse in Feierlaune ist, sind die Anleger natürlich schon investiert. Wer sollen dann die Käufer sein? Aufgrund des aktuell hohen Pessimismus steht jedoch noch extrem viel Kapital an der Seitenlinie, das 2013 in den Markt fließen muss, wenn die Kurse weiter nach oben laufen.

Zertifikate-News

Buchtipp

Wir sind deshalb für den deutschen Markt weiterhin positiv gestimmt. Aber natürlich sind die Risiken weiterhin hoch und sollten von Anlegern auf keinen Fall vernachlässigt werden. Für den deutschen Markt gibt es vor allem zwei große Risikofaktoren: eine kurzfristige und eine mittelfristige Gefahr. Die kurzfristige Gefahr kommt aus den USA: Es handelt sich um das „Fiskal Cliff“ und die Unfähigkeit der Politiker (oder den 4

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Produktprüfung

Spezial

Editorial

fehlenden Willen zu einer überparteilichen Zusammenarbeit), dieses Problem endlich vom Tisch zu schaffen. Deutsche Wirtschaft zeigt eigene Stärke Das zweite mittelfristige Risiko ist natürlich das ewige Sorgenkind, die Schuldenkrise in Südeuropa. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich

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Zudem zeigt uns die aktuelle Markttechnik, dass wir uns erst in der frühen bis mittleren Phase der laufenden Haussebewegung befinden. In dieser Phase steigen die Aktienkurse, so wie jetzt, trotz eines negativen Marktumfeldes bei niedrigen Umsätzen (weil eben niemand im Markt investiert ist). Markttechnik zeigt weitere Kurssteigerungen an Diese Entwicklung beschreiben Börsianer häufig so: „Die Kurse klettern an der Wand der Sorgen nach oben“. Wenn hingegen alle in Jubelstimmung sind, befinden wir uns immer schon in der letzten Phase einer Hausse – der Übertreibungsphase. Von charttechnischer und markttechnischer Seite haben wir also ein ideales Umfeld für eine Fortsetzung der Rally.

Gastbeitrag

halten sie kurs. BILKU 1 EPOS Fonds AL

In Zeiten volatiler und hektischer Märkte lohnt

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ein Investment, das auf kontinuierlichen Er-

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Bei dieser Unterlage handelt es sich um Werbematerial, welches zu Informationszwecken dient. Die in dieser Broschüre gemachten Aussagen beinhalten keine Erfolgsgarantie. Aus der historischen Betrachtung lassen sich keine zukünftigen Entwicklungen ableiten. Zeichnungen von Fondsanteilen erfolgen ausschließlich auf Basis des aktuellen Verkaufsprospektes/Verwaltungsreglements und der Jahres- und Halbjahresberichte. Verkaufsprospekt, Verwaltungsreglement, Jahres- und Halbjahresberichte sowie Broschüren stehen am Sitz der Verwaltungsgesellschaft, der Depotbank sowie den jeweiligen Zahl- und Informationsstellen zur Verfügung. Oktober 2012


Titelgeschichte

Zertifikate-News

aber aufgrund seiner hohen Exporte in die Emerging Markets erfreulich resistent gegen die Wachstumsflaute in der Eurozone. So stiegen die deutschen Exporte im Oktober 2012 um knapp 11%. Dabei lag das Wachstum des Exportsektors in Länder außerhalb der Eurozone mit 14,6% fast doppelt so hoch wie die Ausfuhren in andere Euro-Länder (7,8%). Zuletzt stieg auch der ZEW-Konjunkturindikator überraschend stark an, was eine positive Einschätzung der Finanzmarktexperten für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft signalisiert.

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Produktprüfung

Deshalb sollten Anleger unbedingt im deutschen Markt investiert sein, aber zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu stark ins Risiko gehen. Um die Gefahren von Einzelwerten zu umgehen, bieten sich Investments in Indizes an. Spekulative Anleger setzen dabei auf Faktor-Zertifikate, um so den nötigen Hebel für überdurchschnittliche Gewinnchancen Der DAX bleibt zu erhalten.

Ökonomen rechnen also nicht mehr damit, dass die deutsche Wirtschaft 2013 in eine Rezession schlittern könnte. Obwohl noch im Herbst kurzzeitig die Angst über das Börsenparkett gegeistert war, dass die Wirtschaftsprobleme aus Südeuropa nun auch auf Deutschland überspringen würden. Aber Risiken bleiben 2013 bestehen Trotzdem wird sich Deutschland nicht von der europäischen Entwicklung abkoppeln können. Noch immer gehen knapp 60% aller deutschen Exporte in die Eurozone, allerdings aufgrund der wachsenden Exporte in die Schwellenländer mit stark abnehmender Tendenz.

Der DAX bleibt unter den deutschen Indizes weiterhin die erste Wahl. Aber Tatsache ist auch, dass der DAX in den vergangenen Jahren nicht der beste Index war. Still und leise hat der MDAX für die Werte aus der zweiten Reihe den deutschen Leitindex deutlich outperformt. Risikobereite Investoren setzen deshalb auf eine Fortsetzung der Rally im MDAX.

Die Performance der verschiedenen China-Indizes im Jahr 2012 Land

DAX

Performance 2012

Drei Jahre

Deutschland

+29,1%

+32,3%

MDAX

Deutschland

+34,3%

+63,7%

TecDAX

Deutschland

+22,0%

+3,1%

SDAX

Deutschland

+17,7

+47,8%

EURO STOXX 50

Europa

+13,6%

-8,1%

Dow Jones

USA

+8,4%

+26,5%

Nikkei 225

Japan

+15,2%

-3,6%

Quelle: Bloomberg, Datum: 13.12.12

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Editorial

unter den deutschen Indizes weiterhin die erste Wahl.

Konservative Investoren weichen hingegen auf klassische Bonuszertifikate (ohne Cap) aus. So partizipieren sie uneingeschränkt an steigenden Kursen, verdienen aber auch bei einer möglichen Seitwärtsbewegung des Marktes. (In den kommenden Ausgaben werden wir Ihnen in zertifikate kompakt dann auch immer wieder aussichtsreiche Investments in deutsche Einzelwerte vorstellen.)

Index

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Zertifikate-News

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Deutsche Bank

Deutsche Bank gewinnt ZertifikateAward Erstmals seit 2005 hat die Deutsche Bank bei den ZertifikateAwards als „Bester Emittent“ den Gesamtsieg errungen. Zuvor hatte sich die Commerzbank fünf Jahre in Folge den begehrten Titel gesichert. In diesem Jahr landete das Institut jedoch „nur“ auf Platz zwei, gefolgt von HSBC Trinkaus. Während sich die

Deutsche Bank in sechs Einzelkategorien Jury-Preise sicherte, waren es bei der Commerzbank vier. Bei der Endabrechnung trennten beide dann auch nur 22 Punkte. Der Drittplazierte HSBC Trinkaus erreichte bei der Produktkategorie Hebelprodukte einen vorderen Platz.

Erste Group

Erste Group legt EURO STOXX 50 Protect-Indexanleihe auf Die neue Erste Group-EURO STOXX 50-Protect-Anleihe (ISIN: AT000B007562) verspricht 5% Maximalrendite und bietet einen Sicherheitspuffer von 45%. Basiswert dieses Papiers ist der EURO STOXX 50, dessen Kursentwicklung lediglich für die Rückzahlung des Einsatzes maßgeblich ist. Unabhängig vom Kursverlauf des Blue Chip-Index schüttet der österreichische Emittent alljährlich einen fixen Zinskupon in Höhe von 5% aus. Anleger erhalten in drei Jahren jedoch nur dann ihren vollständigen Einsatz zurück, wenn der

EURO STOXX 50 während der Laufzeit eine bei 55% des Startwerts angesiedelte Barriere nicht unterschreitet. Besagte Schwelle wird am 19. Dezember anhand des EURO STOXX 50-Indexschlusskurses ermittelt. Geht die Spekulation schief, berührt der EURO STOXX 50 also die Barriere, werden Anleger fortan an der Entwicklung des Kursbarometers beteiligt. Mehr als 100% des Nennwerts zahlt die Erste Group jedoch in keinem Fall zurück. Interessenten können das Papier ab dem 20. Dezember direkt an der Börse erwerben.

UniCredit

Neue Infineon-Aktienanleihe Protect Die UniCredit bietet aktuell eine Aktienanleihe Protect auf die InfineonAktie (WKN: HVB04V) zur Zeichnung an. Käufer des Papiers erhalten einen festen Zinssatz von 8% und spekulieren darauf, dass die InfineonAktie am 18. Dezember 2013 nicht mehr als 30% an Wert verloren hat. Ist diese Voraussetzung erfüllt, erhalten Anleger Ende 2013 ihren

vollständigen Nennbetrag in Höhe von 1.000 Euro pro Aktienanleihe zurück. Anderenfalls liefert UniCredit eine vorab festgelegte Anzahl von Infineon-Papieren. Investoren tragen somit das Aktien- und Verlustrisiko. Die Infineon-Aktienanleihe kann noch bis zum 21. Dezember mit einem Ausgabeaufschlag von 1% gezeichnet werden.

Börse Stuttgart

Geschäft mit Zertifikaten stagniert Im vergangenen Monat setzte die Börse Stuttgart laut Orderbuchstatistik rund 3,2 Mrd. Euro mit verbrieften Derivaten um. Damit lag das Umsatzvolumen in einem weiterhin schwachen Marktumfeld auf dem Niveau des Vormonats. Insgesamt wurden in Stuttgart Anlagezertifikate mit einem Volumen von rund 2 Mrd. Euro (+ 20% gegenüber November 2011) gehandelt. Hebelprodukte

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trugen mit etwa 1,2 Mrd. Euro zum Gesamtumsatz bei, was rund 48% unter dem Niveau des Vorjahresmonats liegt. Im Vergleich zum Oktober 2012 ragten Bonuszertifikate mit einem Umsatzplus von 20% positiv heraus. Deutlich weniger gefragt waren hingegen Outperformance-Zertifikate: Hier ging der Handel gegenüber dem Vormonat um 46% zurück.


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Zertifikate-News

Newstrading mit Optionen Wer sich mit Trading befasst, kennt die Problematik: Wann kommen welche Zahlen, und wie beeinflussen diese die Märkte? John Shon und Ping Zhou haben sich diesen Fragen angenommen und geben in ihrem Buch „Newstrading mit Optionen“ einen spannenden Einblick ins Thema. Obwohl die beiden sich auf den Handel mit Optionen konzentrieren, bietet das Buch für alle Trader wertvolle Informationen über den Einfluss von Unternehmensnachrichten. Beide Autoren befassen sich mit quantitativen Analysen. Während Zhou jedoch als Portfolio-Manager bei der Quantitative Investment Group arbeitet und diese Methoden praktisch anwendet, ist Shon Professor an der Fordham University und untersucht die Systematik, die dahinter steht. Doch keine Sorge: Bei dem Buch handelt es sich nicht um ein akademisches Traktat, dem nur Vollprofis folgen können. Vielmehr haben sich die Autoren auch beim Schreiben von ihrem Trading-Motto leiten lassen: „Keep it simple and stupid“, kurz: KISS. Herausgekommen ist ein lesenswertes Buch, das sich des namengebenden Themas in

seiner vollen Bandbreite annimmt. Besonderes Augenmerk legen die Autoren dabei auf die zugrunde liegenden Theorien, die in den ersten Kapiteln behandelt werden: In Kapitel zwei bis vier werden die neuesten wissenschaftlichen Forschungen zu Ergebnismeldungen und Gewinnüberraschungen besprochen. Danach kommen die Theorien und Belege zur Sprache, die hinter den Reaktionen der Märkte stehen. Diese empirische Regelhaftigkeit der Marktreaktionen auf Ergebnismeldungen und Gewinnüberraschungen stellt das Fundament dar, auf dem später die Optionstrades entwickelt werden. Kapitel sieben behandelt empirische Belege zu Unternehmen, auf die es Optionen gibt, und das spezifische Verhalten der Optionen im Umfeld von Gewinnmeldungen, bevor Kapitel acht sich den praktischen Aspekten im Zusammenhang mit der Umsetzung der Trades widmet. Die Hauptstrategien für den Optionshandel werden in den Kapiteln neun bis elf geschildert. Dabei handelt es sich um kurzfristige Trades, die auf Quartalsmeldungen von Geschäftsergebnissen abzielen. Illustriert werden die Ausführungen von Gewinnmeldungen aus der jüngeren Vergangenheit. Den Abschluss des Buches bilden drei Kapitel zu Theorien und empirischen Regeln, die die Chancen bei der praktischen Umsetzung profitabler Optionstrades verbessern.

John Shon, Ping Zhou Newstrading mit Optionen Preis: 34,90 € (A: 35,90 €) ca. 258 Seiten, gebunden ISBN: 978-3-864700-47-7 Kulmbach, Dezember 2012

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Fazit: John Shon und Ping Zhou haben ein spannendes und absolut lesenswertes Buch geschrieben. Auch wenn sich die enthaltenen TradingStrategien vorwiegend auf den Handel mit Optionen konzentrieren – durch die Tiefe, mit der die zugrunde liegenden Faktoren des Newstradings behandelt werden, kommen auch Trader auf ihre Kosten, die mit dieser Art Finanzprodukt nichts anfangen können.


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Gian Hessami

freiberuflicher Finanzredakteur und Zertifikate-Experte.

Renditen ohne Gewinne Kapitalschutz-Zertifikate lohnen sich derzeit kaum. Teilschutzpapiere wie Bonuszertifikate und Aktienanleihen bieten einen Ausweg. Deutsche Anleger lieben Kapitalschutz-Produkte. Am heimischen Zertifikatemarkt sind rund zwei Drittel des Marktvolumens in strukturierte Anleihen und Kapitalschutz-Zertifikate (Garantiezertifikate) investiert. Bei diesen Papieren erhalten Investoren zum Laufzeitende mindestens den Nennwert zurück. Darüber hinaus können sie von einer positiven Entwicklung des Basiswerts profitieren. Allerdings: Großartige Gewinne sind derzeit mit den Papieren kaum möglich. Schuld daran ist das historisch niedrige Marktzinsniveau. Der Hintergrund bei Garantiezertifikaten: Um den Kapitalschutz zu sichern, investieren Emittenten den Großteil des Anlagebetrags in eine Nullkuponanleihe. Das ist eine Anleihe, die keine Zinskupons zahlt. Sie kostet jedoch weniger als 100% und wird zum Laufzeitende zu einem Kurs von 100% zurückgezahlt. Je niedriger das Zinsniveau ist, desto teurer ist die Nullkuponanleihe. Das restliche Anlegergeld wird bei Garantiezertifikaten in eine Renditekomponente investiert – etwa in eine Kaufoption (Call) auf den Basiswert. So können Anleger von einer positiven Entwicklung des Basiswerts profitieren, beispielsweise von einer Aktie oder von einem Index. Das Problem: Die niedrigen Zinsen und der damit einhergehende teure Kapitalschutz drücken die Gewinnchancen der Papiere, da kaum noch Geld für die Renditekomponente übrig bleibt. Wie mager derzeit die möglichen Renditen bei den KapitalschutzPapieren sind, zeigt der Blick auf die aktuelle Partizipationsrate von Garantiezertifikaten auf den EURO STOXX 50. Bei einer vierjährigen Laufzeit ist bei den Papieren nur noch eine Partizipation von gut 10% an der Indexperformance möglich. Das heißt: Sollte der Index in vier Jahren gestiegen sein, nehmen Anleger nur zu einem Zehntel daran teil! Zum Vergleich: Vor ein paar Jahren nahmen Anleger noch zu 100% – also eins zu eins – an der Wertsteigerung des EURO STOXX 50 teil. 8

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Einen Ausweg bieten Teilschutz-Papiere mit großen Sicherheitspuffern, etwa Bonuszertifikate und Aktienanleihen. Ein Beispiel: Angenommen, der EURO STOXX 50 notiert aktuell bei 2.500 Punkten. Die Barriere eines Bonuszertifikats auf den europäischen Leitindex mit einjähriger Laufzeit liegt bei 1.000 Punkten. Das entspricht einem Abstand (Sicherheitspuffer) von 40%. Wird die Barriere bis zum Laufzeitende nicht verletzt, erzielen Anleger eine Bonusrendite von beispielsweise 6%. Das Produkt eignet sich also für Anleger, die mit einer jährlichen Rendite von 6% zufrieden sind und davon ausgehen, dass der EURO STOXX 50 innerhalb der nächsten zwölf Monate nicht 40% (oder mehr) seines aktuellen Kurses verliert. Sollte die Barriere gerissen werden, nehmen Anleger mit dem Bonuszertifikat eins zu eins an der Indexentwicklung teil, wobei es zu Verlusten kommen kann. Nach dem gleichen Prinzip können Anleger auch bei Aktienanleihen verfahren. Entscheidend ist hier der Abstand des aktuellen Basiswert-Kurses zum Basispreis. Sollte etwa die Aktie, auf die sich die Aktienanleihe bezieht, bei 100 Euro notieren und der Basispreis der Aktienanleihe bei 70 Euro liegen, besteht zum Laufzeitende ein Sicherheitspuffer von 30%. Wird die Barriere (= Basispreis) am Laufzeitende nicht unterschritten, entspricht der ausgezahlte Kupon der Anleihe dem Ertrag des Investments. Bei Aktienanleihen auf DAXWerte aus der Automobil- oder Finanzbranche sind derzeit jährliche Kupons von 10% oder mehr durchaus möglich. Liegt der Kurs der unterlegten Aktie allerdings zum Schluss unter dem Basispreis, kann es zu Verlusten kommen. Bevor Anleger sich also für ein Teilschutz-Zertifikat entscheiden, empfiehlt es sich, die verschiedenen Szenarien einmal durchzuspielen. Dabei gilt: Je kleiner der Sicherheitspuffer, desto größer die mögliche Rendite – und umgekehrt.


dezember 2012

einrichter x-mas special

ion t i d e d e t i lim

Setpreis

gratis

449,€

inkl. MwSt.

Eames Plastic Chair „RAR“, limited edition.

DLM Table, black von HAY.

Der Schaukelstuhl-Klassiker von Charles und Ray Eames erscheint für kurze Zeit in einer limited edition. Die Schale in erdigem Dunkelgrau mit schwarzen Untergestell steht auf dunkel gebeizten Ahornkufen. Ein exklusives Designmöbel – für den Einsatz als Solitär zuhause, in einer Lobby gruppiert oder im Hotelzimmer.

Mit dem Griff oben wird die Idee dieses Beistelltischs offensichtlich: DLM – Don‘t Leave Me. Gleich wo Sie Ihren Kaffee trinken und Ihre Zeitung lesen – den DLM Tisch können Sie überallhin im Haus mitnehmen, wo es Ihnen gerade am besten gefällt. Maße: 38 x 38 x 44/58 cm (B x H x T)

Setpreis nur gültig bei Bestellung innerhalb des Aktionszeitraums vom 01. – 31.12.2012. Der Setpreis versteht sich als Abholpreis und bezieht sich auf 1 Stuhl + 1 Beistelltisch, wie beschrieben inkl. 19% MwSt. Änderungen und Zwischenverkauf vorbehalten. Nur solange Vorrat reicht!

Bestellung per Telefon unter: 0911/52 02 55 oder per Email unter: info@einrichter.com einrichter Büro & Wohnkonzepte | Dr.-Carlo-Schmid-Straße 224 | 90491 Nürnberg | Fon: 09 11/52 02 55 | Fax: 09 11/52 02 56 0 | info@einrichter.com | www.einrichter.com


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In China zeichnet sich der Turnaround ab In der Welt der Emerging Markets findet derzeit ein interessantes Umdenken statt: Unter risikobereiten Investoren, die einen antizyklischen Investmentansatz verfolgen, entwickelt sich ausgerechnet China immer mehr zu einem Turnaround-Geheimtipp für 2013. Trotzdem sollten Anleger erst vorsichtig in den Markt einsteigen.

Tatsächlich deuten die neuen Wirtschaftsdaten in China auf eine Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hin. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die weit verbreiteten Sorgen vieler westlicher Börsianer um ein „Hard Landing“ der chinesischen Volkswirtschaft übertrieben waren.

Anfang Dezember sorgte der neue Einkaufsmanagerindex für eine positive Überraschung. Denn der chinesische Einkaufsmanagerindex stieg im November auf 50,6 Punkte. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vormonat Oktober, als der Index noch bei 50,2 Punkten notierte.

Innovation:

HHHHI

Transparenz:

HHHHH

Gleichzeitig war dies der höchste Wert des Index seit sieben Monaten. Noch wichtiger ist jedoch, dass Werte über 50,0 Punkten im Index ein Wirtschaftswachstum signalisieren. Der Einkaufsmanagerindex zeigt also ein Wachstum für die chinesische Wirtschaft an.

Chance:

HHHHI

Risiko:

HHHHI

Kosten:

HHHII

Gesamturteil:

HHHHI

kompakt

zertifikate

Qualitätssiegel ausgezeichnet für

Transparenz

Bewertung

10

zertifikate kompakt · 25/1  2

Neue Daten signalisieren Wachstum Diese Entwicklung wird auch von dem alternativen, inoffiziellen Einkaufsmanagerindex der HSBC Bank bestätigt. Der HSBC-Einkaufsmanagerindex lag bei 50,5 Punkten – und signalisierte damit zum ersten Mal im laufenden Jahr ein Wachstum


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der chinesischen Wirtschaft. Zudem ist es der höchste Stand des HSBC-Index seit über einem Jahr.

gerade mal 1,3. Damit ist China unter den Weltbörsen nach Russland einer der günstigsten Märkte der Welt – obwohl China weiterhin das höchste Wirtschaftswachstum aller großen Nationen aufweist.

Auch die überraschend enttäuschenden Exportdaten verändern das Bild nicht. Im November waren die chinesischen Exporte völlig unerwartet um rund 3% gesunken. Die Ökonomen hatten hingegen ein Wachstum von 9% erwartet. Hintergrund für die schwachen Exporte sind natürlich die Probleme in den Absatzmärkten Europa, Japan und USA.

Defensives China-Zertifikat … Da sich der Turnaround aber erst in einem frühen Stadium befindet und die Probleme in Europa und den USA keineswegs gelöst sind, sollten Anleger nicht zu aggressiv in China einsteigen. Eine hervorragende Möglichkeit bietet hierfür das neue CS China ProtectZertifikat der Credit Suisse.

So enttäuschend die Exportzahlen auch sind – sie ändern nichts an dem sich aufhellenden makroökonomischen Bild. Denn China ist nicht mehr die reine Exportwirtschaft wie es in den 90er Jahren der Fall war. Inzwischen macht der Exportsektor nur noch rund 25% des chinesischen BIP aus. Investitionsprogramme der Regierung greifen So wird der aktuelle Aufschwung primär von staatlichen Investitionsprogrammen getragen. Die chinesische Regierung hat diese Konjunkturprogramme frühzeitig im zweiten Quartal 2012 gestartet – und nun kommen die Investitionen in der Realwirtschaft an. Deshalb gehen Experten davon aus, dass die chinesische Wirtschaft im dritten Quartal 2012 ihren Tiefpunkt erreicht hat.

Bei dem neuen Produkt handelt es sich um ein Basketzertifikat, das die Kursentwicklung von drei Indizes aus dem chinesischen Markt widerspiegelt: dem HSCEI (für H-Aktien aus China), dem Hang Seng (für Aktien aus Hongkong) und dem MSCI Taiwan (für Aktien aus Taiwan). Damit investiert das Zertifikat nicht in die A-Aktien der Börsen Shanghai und Shenzhen oder in die ungeliebten ChinaAktien in den USA. Chinesisches BIP-Wachstum pro Quartal seit 2011 1. Q 2011

2. Q 2011

3. Q 2011

9,7%

9,5%

9,1%

4. Q 2011

1. Q 2012

2. Q 2012

3. Q 2012

8,9%

8,1%

7.6%

7,4%

Quelle: Internationaler Währungsfonds, Stand: 13.12.2012

Chinesisches BIP-Wachstum 2013 bis 2016e 2013e

2014e

8,2%

8,5%

e= erwartet

2015e

2016e

8,5%

8,5%

Quelle: Internationaler Währungsfonds, Stand: 13.12.2012

Anzeige

Trotzdem gehören die chinesischen Märkte auch im Jahr 2012 zu den Underperformern. Dies bietet Investoren mit antizyklischem Investmentansatz spannende Einstiegschancen. Denn die enttäuschende Performance der chinesischen Märkte in den letzten zwei Jahren hat zu einer günstigen Bewertung chinesischer Aktien geführt, wie es sie zuletzt vor gut zehn Jahren gab. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis für den chinesischen Markt beläuft sich lediglich auf rund neun. Das Kurs/Umsatz-Verhältnis beträgt 11

zertifikate kompakt · 25/1  2

www.produkte.erstegroup.com

Ob Bonus­, Index­ oder Discount Zertifikate Erste Group Zertifikate auf österreichische Basiswerte Alle Informationen gleich hier! Das ist eine Werbemitteilung und keine Anlageempfehlung. Ausschließliche Rechtsgrundlage für diese Produkte sind die bei der Finanzmarktaufsichts­ behörde hinterlegten Endgültigen Bedingungen sowie der Basisprospekt nebst allfälliger Nachträge, die auch auf der Website der Erste Group Bank AG, www.produkte.erstegroup.com, abrufbar sind. Eine Veranlagung in Wertpapiere kann neben den geschilderten Chancen auch Risiken bergen.

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Anleger investieren also in drei China-Indizes, die sich wesentlich besser entwickeln als die Börsen auf dem chinesischen Festland (A-Aktien). Alle drei Indizes sind im Basket gleich gewichtet (jeweils 33,3%). Die Gewichtung wird während der Laufzeit auch nicht verändert.

Anleger erhält stattdessen den Restwert ausbezahlt. Da die chinesischen Börsen aber in den vergangenen Jahren bereits eine massive Underperformance zeigten, schätzen wir die Wahrscheinlichkeit eines derartigen Kurseinbruchs von dem aktuell niedrigen Niveau als sehr gering ein.

… setzt gleichzeitig auf drei China-Indizes Die Investoren partizipieren an einer positiven Entwicklung und steigenden Kursen des Baskets im einfachen Verhältnis von eins zu eins. Wenn die chinesischen Börsen (und die umliegenden Märkte wie Hongkong oder Taiwan) also einher mit dem Turnaround der dortigen Volkswirtschaft wieder durchstarten, sitzen Anleger in der ersten Reihe.

Dafür müsste es zu einem Börsencrash wie 2008/09 kommen. Angesichts der sich verbessernden Wirtschaftsdaten in China halten wir dieses Szenario für unwahrscheinlich. Bei sämtlichen Kursverlusten oberhalb von 45% greift der Kapitalschutz. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Das Emittentenrisiko stufen wir bei der Schweizer Großbank ­Credit Suisse als vertretbar ein.

Gleichzeitig ist das Zertifikat bei fallenden Kursen jedoch auch noch mit einem Teilschutz ausgestattet. Sollte der Indexkorb am Laufzeitende auf dem Startniveau oder bis zu 45% unter dem Startwert notieren, erhält der Anleger am Ende 100% des Nennwerts (Basispreis abzüglich Ausgabeaufschlag) zurück. Wenn der Indexkorb nach der fünfjährigen Laufzeit stärker als 45% gefallen ist, greift der Kapitalschutz nicht mehr, und der

Fazit: Die neuen Wirtschaftsdaten aus dem Reich der Mitte fallen immer erfreulicher aus und bestätigen unsere Auffassung: Die wirtschaftliche Situation in China sieht nicht so düster aus wie viele Börsianer im Westen denken. Aufgrund der weltweiten Unsicherheiten sollten konservative Anleger zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nur vorsichtig in den China-Markt einsteigen.

Die Performance der verschiedenen China-Indizes 2012 Platz

Name

Index

1.

China

HSCEI

Performance 2012 +10,1%

2.

Hongkong

HSI

+19,6%

3.

Taiwan

MSCI Taiwan

+12,4%

4.

China

CSI 300 (A-Aktien)

-5,0% Quelle: Bloomberg, Stand: 13.12.2012

CS China Protect-Zertifikat

12

Typ

Basiswert

Emittent

Laufzeit

Basketzertifikat

HSCEI, HSI, MSCI Taiwan

Credit Suisse

21.12.2017

zertifikate kompakt · 25/1  2

WKN CS8 AKN

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Zertifikatetrends 2013 –

Mögliche Chancen im kommenden Jahr Zertifikatetrends werden neben Produktentwicklungen durch die Stimmung an den Kapitalmärkten bestimmt. Erinnert man sich an den Satz, dass Prognosen schwierig sind, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen, ist ein Blick ins neue Jahr naturgemäß von Unwägbarkeiten geprägt. Zwei sehr wahrscheinliche Determinanten an den Finanzmärkten lassen sich allerdings durchaus festlegen. Die Staatsschuldenkrise vieler Industrienationen wird weiter schwelen. Auf der anderen Seite sorgen wichtige Notenbanken auch in den kommenden Monaten für billiges Geld. Damit ist ein Szenario umrissen, das eine schwankungsanfällige Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten wahrscheinlich macht. Abwechselnde und vergleichsweise kurze Aufschwung- und Abschwungperioden wären wahrscheinlich. Damit könnten klassische Zertifikatestrukturen wie Bonus- und Discount-Zertifikate, die durch ihre einfache Konstruktion überzeugen und in Seitwärtsphasen profitieren, zu den attraktiven Investments im kommenden Jahr gehören. Gefragtes Gold Auch 2013 wird das Augenmerk vieler Anleger auf dem gelben Edelmetall liegen. Aufgrund des Vertrauensverlusts in die etablierten Währungen, möglicher Inflationsrisiken und geopolitischen Konflikten im Nahen Osten wird das Edelmetall sehr wahrscheinlich zu den Lieblingen der Investoren zählen. Gold befindet sich momentan charttechnisch in einer Seitwärtsbewegung, von den Höchstkursen über 1.900 US-Dollar hat es sich deutlich entfernt. Etliche Edelmetallanalysten gehen allerdings davon aus, dass das gelbe Metall 2013 die 2.000 US-Dollar-Hürde übersteigen wird. Wenn der Goldpreis bis zum Jahresende 2013 nie die Marke von 1.500 US-Dollar berührt, ist mit einem Capped Bonus-Zertifikat der DZ-Bank (WKN: DZ9UZJ) aktuell ein Ertrag in Höhe von 9% erzielbar. Das Produkt ist währungsgesichert, so dass der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar keinen Einfluss auf das Auszahlungsprofil hat. Die maximale Auszahlung ist auf 196 Euro begrenzt. Wird die Marke 13

zertifikate kompakt · 25/1  2

von 1.500 US-Dollar während der Laufzeit berührt, erhalten Anleger zum Laufzeitende 1/10 des Goldpreises, jedoch ebenfalls maximal 196 Euro. Express-Rendite möglich Niedrige Zinsen werden Anlegern auch 2013 Schwierigkeiten bereiten, im festverzinslichen Bereich Erträge oberhalb der Inflationsrate zu erwirtschaften. Eine Alternative können Express-Zertifikate sein, die einen Teilschutz des Kapitals mit attraktiven Renditechancen kombinieren. Mit dem MemoryExpress-Zertifikat der Credit Suisse auf den EURO STOXX 50 (WKN: CS8AKM) sind bereits in einer vergleichsweise kurzen Laufzeit attraktive Erträge möglich. Als Startwert wurde der Schlusskurs des Aktienindex am 29.11. fixiert. Dieser lag bei 2.581,69 Punkten. Das Papier ist mit jährlichen Beobachtungstagen ausgestattet. Schließt der Index auf oder über dem Startniveau, erfolgt eine Rückzahlung zum Nominalbetrag zuzüglich eines Bonus von 5,25 Euro. Das Papier wird dann vorzeitig fällig. Auch bei fallenden


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Kursen können Anleger noch profitieren. Falls der Index an einem Bewertungstag unterhalb, aber nicht unter 55% des Startlevels liegt, werden pro Zertifikat ebenfalls 5,25 Euro bezahlt. Das Zertifikat läuft in diesem Fall allerdings weiter. Die Bonus-Zahlung entfällt nur, wenn der Index an einem Beobachtungstag unter 55% des Startlevels notiert. Ausgefallene Bonus-Zahlungen können allerdings nachgeholt werden, wenn der Index an einem Beobachtungstag mindestens bei 55% des Startniveaus notiert. Am letzten Bewertungstag gibt es zwei Möglichkeiten: Schließt der Index nicht unter 55% des Startlevels, erfolgt eine Rückzahlung zum Nominalbetrag zuzüglich der Bonuszahlung. Anderenfalls entfällt der Bonusbetrag, und der Anleger partizipiert prozentual an den Verlusten des Index ausgehend vom Startniveau. Laufzeitende ist der 06.12.2017. China im Fokus Die Experten von JP Morgan sehen 2013 die Emerging Markets weiterhin als Wachstumstreiber bei einer gleichzeitig verhaltenen konjunkturellen Entwicklung in Europa und den USA. Erwartet wird in den aufstrebenden Volkswirtschaften ein BIP-Zuwachs von 4,9%. Mit 6,5% könne das Wachstum in Asien besonders stark ausfallen. China als wichtige Konjunkturlokomotive wird weiterhin starke Beachtung finden. Das Wirtschaftswachstum in diesem Land hat nach Angaben eines staatlichen Wirtschaftsinstituts das Potenzial, um über 8% zu wachsen. Auch eine Senkung des Leitzinses zur Ankurbelung der Wirtschaft in China ist möglich. Aus diesem Grund könnte sich ein Index-Zertifikat der RBS auf den chinesischen CSI 300-Index (WKN: AA1DEW) lohnen. Die von China Securities Index Company berechnete Benchmark beinhaltet 300 chinesische Festlandsaktien, die an den Börsenplätzen in Shenzhen oder Schanghai gelistet sind. Es umfasst damit die so genannten A-Aktien, die entsprechend ihrer Marktkapitalisierung gewichtet sind. Verbriefte Strategien Aller Voraussicht nach wird 2013 kein einfaches Aktienjahr, so dass Strategien zur Risikominimierung gefragt bleiben. Mit einem Strategie-Zertifikat der Commerzbank können Anleger

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von dividendenstarken Titeln profitieren (WKN: CZ34QZ). Das Produkt unterscheidet sich allerdings von anderen Dividenden-Baskets, die sich ausschließlich auf die Ausschüttungen fokussieren. Zu Beginn eines Jahres werden europäische Blue Chips ausgewählt, die neben einer hohen Dividendenrendite zusätzlich auch noch aus charttechnischer Sicht attraktiv erscheinen. Alle Werte sind mit einem Stop-Loss-Kurs versehen. Fällt eine Aktie aus dem gleichgewichteten Basket mit mindestens fünf Aktien unter die Verlustbegrenzung, wird sie entfernt. Der Erlös aus dem Verkauf wird am Geldmarkt angelegt. Das Anlageuniversum, aus dem die Aktien ausgewählt werden, ist der EURO STOXX 50. Bei der Auswahl wird eine entsprechende Streuung hinsichtlich der Länder und Branchen angestrebt.

Fazit: Unabhängig davon, wie sich die Märkte im kommenden Jahr entwickeln werden, haben Anleger die Möglichkeit, mit unterschiedlichsten Produkten des Zertifikatemarktes ihre Markteinschätzung umzusetzen. Gegenüber Investoren, die nur auf steigende Kurse setzen, sind aktive Zertifikateanleger für jeden möglichen Trend, aber auch für trendlose Phasen gut gerüstet. So wird auch der Erfolg im kommenden Jahr durch die Auswahl attraktiver Basiswerte und die Kombination Erfolg versprechender Zertifikatestrukturen bestimmt.

Zertifikate-Trends 2013

14

Typ

Basiswert

Emittent

Fälligkeit

Capped Bonus-Zertifikat

Gold

DZ-Bank

31.12.2013

DZ9UZJ

Express-Zertifikat

Euro Stoxx-50

Credit Suisse

06.12.2017

CS8AKM

Index-Zertifikat

CSI-300

RBS

open end

AA1DEW

Strategie-Zertifikat

Commerzbank Dividenden Strategie-Index

Commerzbank

open end

CZ34QZ

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Deutscher Derivate Verband

Umsatz nach Produktkategorien Oktober 2012 Volumen ausgeführter Kundenorders Produktkategorien

VOLUMEN

Kapitalschutz-Zertifikate

97.956.002

-20,9%

2,9%

Strukturierte Anleihen

Veränderung zum Vormonat

Zahl ausgeführter Kundenorders

Anteil am Gesamtvolumen

ZAHL

Veränderung zum Vormonat

5.853

-16,0%

71.288.314

-2,3%

2,1%

3.042

-2,9%

Aktienanleihen

210.127.349

8,4%

6,3%

11.085

5,0%

Discount-Zertifikate

713.865.393

-15,9%

21,3%

20.407

4,9%

Express-Zertifikate

96.816.961

-34,2%

2,9%

5.376

-31,4%

Bonus-Zertifikate

546.083.419

-12,8%

16,3%

17.281

-14,3%

Index­und Partizipations-Zertifikate

313.291.740

-35,3%

9,4%

21.232

-23,8%

6.405.177

-49,5%

0,2%

320

-20,0%

Outperformance- / Sprint-Zertifikate Sonstige Zertifikate Anlageprodukte Gesamt Optionsscheine Knock-out Produkte Hebelprodukte Gesamt GESAMT

12.189.203

-4,8%

0,4%

673

-4,5%

2.068.023.559

-18,1%

61,7%

85.269

-12,2%

393.739.549

-19,4%

11,8%

69.783

-14,2%

889.127.607

-1,1%

26,5%

196.323

4,3%

1.282.867.156

-7,5%

38,3%

266.106

-1,3%

3.350.890.714

-14,3%

100,0%

351.375

-4,2%

Anteil am Gesamtvolumen Kapitalschutz­-Zertifikate

2 % 3%

Strukturierte Anleihen

6%

Aktienanleihen Discount-­Zertifikate

27 % 21 %

Express-Zertifikate Bonus­­-Zertifikate Index­und Partizipations-Zertifikate Outperformance­ / Sprint­-Zertifikate

12 %

3%

Sonstige Zertifikate (Zuordnung noch nicht festgelegt) Optionsscheine

1 %

9 %

16 %

Knock­-Out Produkte

Impressum V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko

Layout: addna, Nürnberg

Herausgeber: Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13, 80539 München

Bildnachweis: Fotolia

Geschäftsführer: Dr. Wolfram Weimer

Auflage: 49.000

Amtsgericht: München, HRB 198201 Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Margot Habjan, Steffen Drömert, Daniel Wilhelmi, Michaela Ellen Lenz, Wolfgang Tenor, Felicitas Kraus, Gian Hessami Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel: 0911 / 274 00-0, andreas.fiek@finanzpark.de Technik: Daniel Gruber

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Erscheinungsweise: alle 14 Tage, jeweils Freitags Die Börsenumsätze von derivativen Wertpapieren werden mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Derivate Verbands (www.derivateverband.de) veröffentlicht. Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. zertifikate kompakt Archiv: http://www.zertifikate-kompakt.de/archiv Leserservice: leserservice@zertifikate-kompakt.de Deutsche Bibliothek: ISSN 1862-6661

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Ausgabe 25/12 (Spezial: Zertifikatetrends 2013 Mögliche Chancen im kommenden Jahr)