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Quantitative Fonds Die Gef체hle ausschalten

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Templeton Emerging Markets Immer ganz nah dran

12/12 19. Dezember 2012

Run d um E T F s > S e i t e 13

Total Cost of Ownership Den Gesamtkosten von ETFs auf der Spur

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Luxus- und Konsumg체terfonds Kauflaune h채lt trotz anhaltendem Krisengerede an

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Liebe Leserinnen und Leser, Dr. Wolfram Weimer Geschäftsführer Weimer Media Group GmbH

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Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2 Investmentfonds Schwerpunkt: Quantitative Fonds – die Gefühle ausschalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Fonds-Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Fonds im Fokus: Templeton Emerging Markets . . . . . . . . . . . . . . . . .7 Buchtipp: Futures . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Spezial: Luxus- und Konsumgüterfonds – Kauflaune hält trotz anhaltendem Krisengerede an . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Rund um ETFs: Total Cost of Ownership – Den Gesamtkosten von ETFs auf der Spur . . . . . . . . . . . . . . 13 Impressum/Disclaimer. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Geschlossene Fonds Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

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nur noch wenige Handelstage, dann beginnt das Jahr 2013. Und wieder heißt es neues Jahr, neues Glück. Auf der Suche nach renditeträchtigen Investments werden Anleger nicht an den Emerging Markets vorbeikommen. In den vergangenen Jahren wurden die Schwellenländer nicht selten auf die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China reduziert. Doch vor allem im südostasiatischen Raum gibt es mit Indonesien, Thailand oder Vietnam noch eine ganze Reihe weiterer Länder, in denen Investmentchancen warten. Diese Chancen zu finden, ist die Aufgabe von Fondsmanagern. Einer der bekanntesten unter ihnen ist Mark Mobius. Bei Franklin Templeton ist er für die gesamten Emerging Markets-Aktivitäten verantwortlich und betreut unter anderem den Templeton Emerging Markets-Fonds, den wir Ihnen als Fonds im Fokus näher vorstellen. Eigene Recherchen vor Ort, intensive Analysen und Gespräche mit den Managern gehören für Mobius zum Tagesgeschäft, um unter den zahlreichen Möglichkeiten die aussichtsreichsten Werte herauszufiltern. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Investmententscheidung einem Computer zu überlassen. Ein Vorteil dieses quantitativen Ansatzes liegt darin, dass ein Computer auf Veränderungen der komplexen Zusammenhänge an den Finanzmärkten anhand vordefinierter Modelle schneller reagieren kann. Zudem erfolgt seine Entscheidung stets aufgrund objektiver Fakten, Emotionen werden vollständig ausgeblendet. Doch auch quantitative Ansätze können an ihre Grenzen

stoßen, wenn es im Zuge von Finanzkrisen zu Strukturbrüchen an den Märkten kommt. Und manchmal ist es gerade das Gespür eines Fondsmanagers, seine Menschenkenntnis und Erfahrung, die ihn so erfolgreich macht und vor unvorteilhaften Investments bewahrt. Warum quantitative Fonds Anlegern dennoch einen Mehrwert bieten können, erörtern wir in unserem Schwerpunktthema. Passend zum Endspurt in der Weihnachtsshoppingsaison widmet sich unser Spezial dieses Mal den Luxus- und Konsumgüterfonds. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Luxus tatsächlich „immer läuft“. Abgerundet wird die Recherche durch die Porträts zweier Fonds, die von einem anhaltenden Hang zum Luxus und steigenden Konsumausgaben profitieren sollten. Wir wünschen Ihnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und einen erfolgreichen Start ins Jahr 2013! Herzlichst, Ihre fonds kompakt-Redaktion


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Quantitative Fonds – die Gefühle ausschalten In der Fondsbranche tobt seit geraumer Zeit ein Glaubenskrieg, bei dem es auch eine Neuauflage des Kampfes „Mensch gegen Maschine“ gibt. Es geht darum, ob Fondsmanager mit ihrer Intuition und Impulsivität eine bessere Performance erzielen können als ein Computer, der lediglich vorab festgelegte Modelle und Verhaltensmuster umsetzt. Spannend und renditereich zugleich. Finanz- und Wirtschaftskrise verursacht Strukturbruch Die Anhänger des quantitativen Investmentansatzes mussten im Zuge der letzten weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise eine wahre Glaubenskrise durchleben. Das Platzen der US-Immobilienblase und die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers hatten Ereignisse eintreten lassen, denen an den Finanzmärkten zuvor verschwindend geringe Wahrscheinlichkeiten eingeräumt wurden. Diese Ereignisse wurden bis dato somit quasi ausgeschlosDie Anhänger des quantitativen sen. Als diese unvorhergesehenen EreigInvestmentansatzes mussten nisse dann doch eintraten, brachen auch im Zuge der letzten weltweiten die zuvor erarbeiteten Modelle zusammen.

Finanz- und Wirtschaftskrise eine wahre Glaubenskrise durchleben.

Neben der Neubewertung der Wahrscheinlichkeiten, mit denen große Finanzmarktkrisen auftreten können, mussten die Fondsmanager bei den quantitativ gemanagten Fonds auch mit einigen Strukturbrüchen fertig werden. Vor allem im Banken- und Versicherungssektor mussten Regierungen einspringen, um die Institute und damit das gesamte Finanzsystem vor einem Kollaps

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zu bewahren. Das Wort „Systemrelevanz“ machte anschließend die Runde und veränderte sogleich die Kriterien der Marktwirtschaft, nach denen Unternehmen, die sich nicht mehr am Markt behaupten können, Pleite gehen dürfen oder nicht. Die quantitativen Ansätze sind gerade in solch turbulenten Marktphasen anfällig, da sie auf in der Vergangenheit gesammelten Daten und etablierten Mustern beruhen. Wenn aber Ereignisse eintreten, die es zuvor einfach nicht gegeben hat, können diese auch nur sehr schwer von den Modellen der Fondsbranche verarbeitet werden. Auf der anderen Seite haben es die aktiv gemanagten Fonds, die sich auf die Intuition der Manager verlassen, in solchen Phasen ebenfalls sehr schwer, den allgemeinen Marktturbulenzen zu entkommen.


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Mensch gegen Maschine Wenn man die Investmententscheidung einem Computer und vorher festgelegten Modellen überlässt, lassen sich viele Schwächen der Fondsmanager, die sie aufgrund ihrer menschlichen Natur aufweisen, sicherlich ausmerzen. Zum einen liegt dem quantitativen Investmentansatz die Idee zugrunde, dass die Finanzmärkte schlicht zu komplex sind und ein einzelner Fondsmanager überhaupt nicht in der Lage sein kann, seine volle Komplexität zu begreifen und schnell genug auf alle Veränderungen zu reagieren. Außerdem neigen Menschen dazu, emotional zu entscheiden: Sehr häufig erwischen sich Anleger dabei, Aktien zu halten, obwohl alle Signale auf einen Verkauf hindeuten, sie aber aus emotionalen Gründen nicht bereit sind, sich von dem entsprechenden Papier zu trennen.

Fondsdaten Allianz Thesaurus – AT – EUR WKN:

847501

ISIN:

DE0008475013

Aufgelegt in: Auflegungsdatum:

Deutschland 08.11.1958

Kategorie:

Aktienfonds Deutschland

Volumen:

148,7 Mio. Euro (10.12.2012)

Geschäftsjahresende:

31.12.

Fondsdaten First Private Aktien Global A WKN:

A0KFRT

ISIN:

DE000A0KFRT0

Aufgelegt in: Auflegungsdatum:

Deutschland 01.12.2006

Kategorie:

Aktienfonds International

Volumen:

55,2 Mio. Euro (10.12.2012)

Geschäftsjahresende:

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31.12.

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Für solche Fälle gibt es schließlich StopLoss-Orders, die uns eine schwierige Entscheidung abnehmen. In einer wesentlich komplizierteren Weise sorgt der quantitative Investmentansatz dafür, dass die sehr häufig schädlichen Emotionen außen vor bleiben. Andererseits können es aber gerade diese Emotionen sein, die ein Computer nun einmal nicht hat, die zu einer besseren Performance führen können. Trotzdem müssen sich Investoren auch in diesem Fall immer noch auf das Können oder das Glück eines Fondmanagers verlassen, dessen Portfolioumschichtungen häufig wenig transparent sind, da der Anleger lediglich in den Quartalsberichten über die Verteilung des Fondsvermögens erfährt, jedoch über die einzelnen Prozesse für vorgenommene Umschichtungen weitgehend im Unklaren gelassen wird. Bei den quantitativen Fonds ist die Strategie festgelegt. Aufgrund dessen können die Anleger in einer wesentlich transparenteren Weise die Portfoliozusammensetzung nachvollziehen. Fondsidee I: Allianz Thesaurus – AT – EUR Der Fonds engagiert sich vorwiegend am deutschen Aktienmarkt. Das Vermögen wird zu mindestens 70% direkt oder über Derivate in deutsche Aktien und vergleichbare Papiere investiert. Benchmark des Fonds ist der HDAX, der die Werte aller 110 Unternehmen aus dem deutschen Leitindex DAX, dem Index für mittelgroße Werte MDAX und dem Index für die Technologiewerte TecDAX enthält. Bei der Aktienauswahl orientiert sich das Management am Trendfolgeansatz. Zusätzlich kommt das so genannte „pair trading“ zum Einsatz, das dem Anleger unabhängig von der Entwicklung des Gesamtmarktes Gewinne bringen soll. Zwar versucht das Fondsmanagement ganz speziell die

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Kurschancen von Titeln mit geringer Börsenkapitalisierung zu nutzen, jedoch dürfte es eher dem Sicherheitsdenken geschuldet sein, dass derzeit überwiegend Blue Chips aus der ersten deutschen Börsenliga zu den Top-Holdings gehören. Dazu zählen im Moment BASF (8,6%), Siemens (6,4%) oder Bayer (5,6%). Anzeige

halten sie kurs. BILKU 1 EPOS Fonds AL

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Bei dieser Unterlage handelt es sich um Werbematerial, welches zu Informationszwecken dient. Die in dieser Broschüre gemachten Aussagen beinhalten keine Erfolgsgarantie. Aus der historischen Betrachtung lassen sich keine zukünftigen Entwicklungen ableiten. Zeichnungen von Fondsanteilen erfolgen ausschließlich auf Basis des aktuellen Verkaufsprospektes/Verwaltungsreglements und der Jahres- und Halbjahresberichte. Verkaufsprospekt, Verwaltungsreglement, Jahres- und Halbjahresberichte sowie Broschüren stehen am Sitz der Verwaltungsgesellschaft, der Depotbank sowie den jeweiligen Zahl- und Informationsstellen zur Verfügung. Oktober 2012

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Fondsidee II: First Private Aktien Global A Der First Private Aktien Global ist ein global anlegender Aktienfonds. Das Hauptaugenmerk liegt auf Nebenwerten. Ziel ist es, eine attraktive Mehrrendite gegenüber der Benchmark MSCI World zu erreichen. Aufbauend auf einem mehrstufigen quantitativen Prozess werden die „besten“ 100 bis 140 Aktien aus dem globalen Titeluniversum (ca. 10.000 Aktien) selektiert und im Anschluss an eine umfangreiche Risikoanalyse in das Portfolio aufgenommen. Durch Kombination von mehreren fundamental-quantitativen Aktienselektionsstrategien soll mittelfristig eine Verstetigung der Outperformance erreicht werden. Die Auswahl der einzelnen Titel wird alle drei Monate überprüft. Zunächst werden anhand einer präzisen Analyse der Liquidität der Einzeltitel die Kaufkandidaten identifiziert. Bei der endgültigen Wahl steht die Bilanzsolidität im Vordergrund. Auch wenn der Fonds weltweit in Aktien anlegt, dürfen insgesamt lediglich zwischen 10% und 20% der Papiere aus den Schwellenländern stammen. Zusätzlich stellt das Fondsmanagement Mindestanforderungen an die Liquidität der Aktien.

Fazit: Auch wenn die jüngste Wirtschafts- und Finanzkrise das Vertrauen der Anleger in den quantitativen Investmentansatz erschüttert hat, bietet gerade diese Krise die Möglichkeit, Lehren zu ziehen und die verwendeten Statistikmodelle im wahrsten Sinne des Wortes „krisenfester“ zu machen. Somit dürfte die Branche wesentlich besser auf die möglichen Folgen einer Verschärfung der derzeitigen Euro-Krise auf die Finanzmärkte vorbereitet sein als dies noch in den Jahren 2007 bis 2009 der Fall war.


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BVI

Absatzrenner Rentenfonds Die deutsche Investmentwirtschaft verzeichnete im Oktober nach Angaben des BVI Bundesverband Investment und Asset Management Zuflüsse in Höhe von 13,2 Milliarden Euro. Publikumsfonds sammelten drei Milliarden Euro ein, Spezialfonds 6,6 Milliarden Euro. Das insgesamt von der deutschen Investmentwirtschaft verwaltete Vermögen betrug per Ende Oktober 1,98 Billionen Euro. In Publikumsfonds sind rund 715 Milliarden Euro angelegt. Unter den Publikumsfonds verzeichneten Rentenfonds im Oktober hohe Nettozuflüsse von über 4,1 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn flossen in Rentenfonds netto bereits insgesamt 24,1 Milliarden Euro. Dabei hat

sich der Trend zu US-Dollar-Rentenfonds im Oktober mit Zuflüssen von 1,7 Milliarden Euro weiter verstärkt. Offene Immobilienfonds sammelten im Oktober 0,2 Milliarden Euro neue Mittel ein. Dagegen zogen die Anleger aus Geldmarktfonds 0,6 Milliarden Euro ab. Bei Aktienfonds glichen sich die Zu- und Abflüsse nahezu aus. Die hohen Zuflüsse in Rentenfonds seien Ausdruck prozyklischen Anlegerverhaltens, schreibt der BVI. Aktuell beträgt die Wertentwicklung von Euro-Rentenfonds mittlerer Laufzeiten auf Jahressicht 7,5%. Investmentfonds mit Absatz in Deutschland verwalten rund ein Fünftel der insgesamt von europäischen Fonds betreuten Bestände.

Lupus alpha

Dividendenchampions im Portfolio Die Investmentboutique Lupus alpha baut ihre Publikumsfonds-Palette im Small und Mid Cap-Bereich um einen neuen Dividendenfonds aus. Der neu aufgelegte Lupus alpha Dividend Champions (ISIN: DE000A1JDV61) konzentriert sich auf Unternehmen, die sich durch eine kontinuierliche Dividendenhistorie, solide Bilanzen und ein stabiles Geschäftsmodell auszeichnen. Das Anlageuniversum umfasst rund 900 Unternehmen, aus denen rund 30 für das Portfolio ausgewählt werden. Die angestrebte Dividendenrendite soll laut Lupus alpha zwischen 3% und 4% liegen. Der Fonds will auch in Krisenzeiten konstante Cashflows bei einer geringeren Volatilität als der Vergleichsindex

erzielen. „In den vergangenen zehn Jahren gab es viele Krisen – wem es trotzdem gelang, aus tatsächlichen Erträgen Dividenden für seine Anteilseigner zu schaffen, sollte als Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt sein“, erläutert Götz Albert, Partner und Leiter Portfolio Management Small und Mid Caps bei Lupus alpha. Studien belegten, dass etwa 40% der Rendite eines Aktieninvestments aus Dividenden stammen, während 60% Kursgewinnen zuzuordnen sind. In schwierigen Börsenjahren steige der Beitrag der Dividenden an der Gesamtrendite sogar auf 70%, so die Untersuchungen.

Threadneedle

Neue Aufgaben für David Dudding Star-Fondsmanager David Dudding übergibt einer Meldung von Citywire zufolge zum 1. Januar 2013 die Steuerung des Threadneedle Europe Smaller Companies Fonds (ISIN: GB0002771383) an Mark Heslop, Manager des Threadneedle Lux Pan European Smaller Companies (ISIN: LU0570870567). Dudding wird sich im kommenden Jahr verstärkt auf globale Aufgaben bei der britischen Investmentgesellschaft konzentrieren, jedoch nach wie vor die Kontrolle über seinen 1,8 Milliarden Euro großen europäischen Large Cap-Fonds Threadneedle European Select (ISIN: GB0001531424) behalten. Zudem übernimmt

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er ab 1. April 2013 den Threadneedle (Lux) Global Focus Fund (ISIN: LU0061474960) und ersetzt dort Neil Robson. Seit Dudding den Threadneedle European Smaller Companies im September 2002 übernommen hat, erwirtschaftete er mit dem 1,3 Milliarden Euro-Fonds eine Rendite von 295,80% – im laufenden Jahr schaffte der Fonds bisher ein Plus von über 30%. Mark Heslop war nicht minder erfolgreich. Er hat in den drei Jahren, seitdem er den Threadneedle (Lux)-Pan European Smaller Companies AE managt, einen Wertzuwachs von über 74% erzielt – 2012 erzielte er bislang rund 30%.


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Templeton Emerging Markets –

Immer ganz nah dran Mark Mobius scheut für seine Anleger keine Mühen. Über 250 Tage im Jahr ist der mittlerweile 76-Jährige in den Schwellenländern auf Renditejagd. Mobius trägt die Verantwortung für die gesamten Emerging Markets-Aktivitäten von Franklin Templeton. Elf entsprechende Fonds hat die Gesellschaft aufgelegt. Mit über einer Milliarde Dollar ist der Templeton Emerging Markets der volumenstärkste.

Die eigene Analyse vor Ort ist dem Starinvestor wichtig. Nur so könne er Chancen und Risiken frühzeitig erkennen, sagt Mobius. Also besucht er immer wieder rund um den Globus Unternehmen und hält persönlichen Kontakt zu den Managern. Ebenso intensiv analysiert er die Wirtschaftsräume, in denen die Unternehmen agieren. Der Einsatz lohnt sich. Auf Sicht von zehn Jahren erzielte der Fonds ein Plus von über 224%. Im laufenden Jahr bringt er es auf ein Plus von rund 10%. Wachsendes Anlageuniversum Als Mobius 1987 bei Templeton anheuerte, war die Auswahl an Schwellenländer-Aktien noch übersichtlich. Nur eine Handvoll kam für ein Investment infrage. Mittlerweile hat sich das Anlageuniversum aufgrund marktwirtschaftlicher Reformen, hoher Wachstumsraten und zahlreicher Firmengründungen Fondsdaten Templeton Emerging Markets ISIN:

Um aus der Vielzahl die aussichtsreichsten Werte herauszufiltern, führen Mobius und sein Team einen umfangreichen Researchprozess durch. Dabei werden nicht nur die üblichen Kennzahlen eines Unternehmens wie Cashflow, Schuldenstand, Auftragsbestand, Dividendenpolitik oder Kurs/GewinnVerhältnis der Aktie abgeklopft. Mobius zieht auch die Aussagen heran, die Unternehmenslenker vor fünf Jahren getroffen haben. Sie geben ihm Aufschluss über die Plausibilität ihrer aktuellen Gewinnprognosen. Großen Wert legt Mobius zudem auf Corporate Governance. „Wir investieren nicht, wenn wir Hinweise auf Korruption oder andere Unregelmäßigkeiten bekommen“, schreibt er in seinem jüngst veröffentlichten „Perspectives“. Auch müssen die Firmenlenker in der Lage sein, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren.

LU0029874905

Fondsvolumen:

1.146 Mio. US-Dollar

Fondswährung:

US-Dollar

Auflagedatum:

14.05.2001

Managementgebühr:

2,1%

Gesamtkostenquote:

2,5%

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deutlich erweitert. Mobius kann mittlerweile aus tausenden von Unternehmen auswählen, die in über 60 Ländern aktiv sind.

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Werte aus den BRIC-Staaten dominieren Das Auswahlverfahren haben derzeit 72 Unternehmen bestanden. Im Portfolio finden sich unter anderem der brasilianische Getränkehersteller Ambev, der russische

Energieriese Lukoil, der indische IT-Konzern Tata Consultancy sowie der chinesische Ölwert Petrochina. Zudem hat Mobius in Unternehmen aus Indonesien, Chile, Thailand, Südkorea, Vietnam und anderen Ländern investiert. Auch wenn die Konjunkturdynamik speziell in den BRIC-Staaten (Brasilien, China, Indien, China) in den kommenden Jahren künftig nicht mehr so ausgeprägt sein wird wie bislang, sieht Mobius weiterhin gute Anlagechancen. Seiner Meinung nach wird die Abhängigkeit der Länder von den Entwicklungen in den Industriestaaten künftig zurückgehen. Dagegen dürfte der Handel unter den Schwellenländern intensiver werden und die Binnennachfrage aufgrund steigender Löhne anziehen. Umbau in China Zudem rechnet der Experte mit einer wieder steigenden Risikofreude westlicher Investoren. Sie hatten zuletzt Positionen in den Schwellenländern abgebaut. An ermutigenden Signalen für einen Neueinstieg fehlt es nicht. So sind derzeit speziell chinesische Aktien, die an der Börse in Shanghai notieren, günstig bewertet. Für Kursfantasie sorgt auch die Aussicht, dass Peking künftig vermehrt auf privates Kapital setzen und staatliche Kontrollen abbauen wird. Mobius könnte daraus wieder renditeträchtige Schlüsse ziehen.


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Futures

Nur wenige Menschen verstehen, was sich hinter so genannten Futures-Kontrakten verbirgt. Diese Art von Handelsgeschäft gilt seit ihrer Entstehung als mythenumwoben und geheimnisvoll. Doch um die Hintergründe für die permanente Gefahr eines Börsencrashs in heutigen Zeiten zu verstehen, gilt es mehr als je zuvor, sich mit den Ursprüngen und Grundzügen eines der wichtigsten Finanzinstrumente unseres globalen Wirtschafts- und Finanzsystems auseinanderzusetzen. Denn was Mitte des 19. Jahrhunderts als Motor wirtschaftlicher Innovationen galt, könnte heute zum Kollaps des Weltfinanzsystems führen. Während die Pioniere des Futures-Geschäfts Was unterscheidet den Handel mit Terminkontrakten von andeum das Jahr 1860 überwiegend mit ihrem ren Finanzgeschäften? Emily Lambert geht in ihrem Buch zurück eigenen Geld Risiken eingingen, arbeitet zu den Anfängen der Terminbörsen und zeichnet die Entstehung der Trader von heute mit dem Geld anderer des Finanzinstruments Future nach. Vom Getreide über SojabohLeute. Dabei geht er im Gegensatz zu sei- nen und Eier bis hin zu Schweinebäuchen und Rindern – Mitte des nen Kollegen von früher Risiken mit Geld 19. Jahrhunderts wurden an den Terminbörsen zunächst vorwiegend ein, dessen Verlust er sich nicht leisten landwirtschaftliche Produkte gehandelt. Später wurde das Prinzip kann. Im Buch beschreibt Emily Lambert, „spekuliere jetzt, liefere später“ auch auf andere Bereiche übertragen: welche Chancen im Futures-Handel Devisen, Hypotheken oder Aktien sind nur einige der Werte, die damals wie heute liegen. Und sie zeigt auf über Futures gehandelt werden. Relativ neu ist der Handel mit CO2 wie rasant das Geschäft mit Terminkon- und Eurodollar. trakten einen Kollaps des Weltfinanzsystems herbeiführen kann. Während der Entstehung des Buches führte Lambert mehr als 100 Interviews mit Menschen, die im Futures-Geschäft oder in dessen Umfeld tätig waren oder es bis heute sind. Im vorliegenden Buch gelingt es ihr, Geschichtswissen, kombiniert mit exzellenten Kenntnissen über die Welt des Terminhandels, auf lebendige Emily Lambert Weise zu vermitteln. Futures. Der Aufstieg der Spekulanten und die Anfänge der größten Märkte der Welt Fazit: 256 Seiten gebunden mit SU 24,90 € [D] / 25,60 [A] ISBN: 978-3-864700-40-8 Kulmbach, Oktober 2012

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Entstanden ist ein äußerst kurzweiliger Abriss über die Entstehung der Warenterminbörse von den Anfängen bis hin zur Digitalisierung und zum Hochfrequenz-Trading von heute. Dank der außergewöhnlich bildhaften Sprache zieht die Autorin den Leser stets mitten ins Geschehen und vermittelt anhand von Anekdoten und persönlichen Geschichten von Tradern, wie Futures zu dem geworden sind, was sie heute sind.


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Luxus- und Konsumgüterfonds –

Kauflaune hält trotz anhaltendem Krisengerede an Gerade jetzt zur Weihnachtszeit konnte man erleben, wie sehr unsere Gesellschaft auf den Konsum und Luxusmarken fixiert ist. Gleichzeitig sorgt der wirtschaftliche Aufschwung in den Schwellenländern dafür, dass sich den Unternehmen der Branche enorme Wachstumschancen eröffnen, wobei der Appetit auf Luxusartikel in den aufstrebenden Volkswirtschaften besonders stark ausgeprägt zu sein scheint. Luxus bleibt Trumpf Der globale Luxusgütermarkt wird 2012 um weitere 10% wachsen. Dies wird zu einem Umsatz von 212 Mrd. Euro führen. Außerdem bleibt die Nachfrage aufgrund des großen Marktwachstums in

Fondsdaten

China, dem asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nord- und Südamerika hoch. Zu diesem Schluss kommt das Herbst-Update der Luxusgüterstudie von Bain & Company. Bis zum Jahresende werden in diesen Ländern starke Zuwächse und Umsatzsteigerungen von 18% beziehungsweise 13% erwartet. Außerdem wird der Luxusgütermarkt von 2013 bis 2015 jährlich um 4% bis 6% wachsen. Dies entspricht einem globalen Umsatzvolumen von 240 bis 250 Mrd. Euro.

Robeco Global Consumer Trends Equities D EUR WKN:

A0CA0W

ISIN:

LU0187079347

Aufgelegt in:

Luxemburg

Auflegungsdatum:

03.06.1998

Kategorie:

Aktienfonds Konsum

Volumen:

437,0 Mio. Euro (gesamt; 30.11.2012)

Geschäftsjahresende:

30.06.

Fondsdaten Julius Bär EF Luxury Brands-EUR / B WKN:

A0NCNT

ISIN:

LU0329429897

Aufgelegt in: Auflegungsdatum:

Luxemburg 31.01.2008

Kategorie:

Aktienfonds Luxusgüter

Volumen:

177,8 Mio. Euro (30.11.2012)

Geschäftsjahresende:

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30.06.

Während in Europa die Staatsschuldenkrise in vielen Branchen zu Nachfragerückgängen führt, zeigen sich die Anbieter von Konsumund Luxusgüterartikeln relativ unbeeindruckt vom anhaltenden Krisengerede. Besonders die Anbieter von Luxusgüterartikeln wie die weltweite Nummer eins in diesem Bereich, LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy) scheinen auf einem krisenfesten Fundament zu stehen. Statussymbole in China besonders wichtig Somit ist es auch zu erklären, dass LVMH in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um satte 22% auf insgesamt 19,87 Mrd. Euro steigern konnte. Während die Euro-Krise auch die Luxusgüterindustrie nicht gänzlich verschont, ist es vor allem das starke Wachstum, das die Anbieter von teurerem Schmuck, Parfum oder Uhren in wirtschaftlich aufstrebenden Ländern Asiens erzielen können, das die Firmen optimistisch in die Zukunft schauen lässt. Unter den Schwellenländern haben es die Anbieter ganz besonders auf den chinesischen Markt abgesehen. Aufgrund des rasanten wirtschaftlichen Aufschwungs konnte die Mittelschicht enorm verbreitert


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werden. Mit dem wachsenden Reichtum steigt auch das Verlangen nach den Produkten, mit denen der Erfolg am besten seinen Mitbürgern gezeigt werden kann. Daher ist die Nachfrage nach den Statussymbolen besonders in China stark ausgeprägt. Dabei sah es im Verlauf dieses Jahres so aus, als würde der chinesische Wachstumsmotor etwas ins Stocken geraten. Aus diesem Grund hatten einige Konsum- und Luxusgüterfonds den chinesischen Anteil an ihren Portfolios etwas nach unten gefahren. Jedoch gab es zuletzt einige positive Konjunkturindikatoren aus China zu vermelden, Die Internetrevolution hat dafür die ein erneut anziehendes Wachstum der gesorgt, dass der Konsum noch zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sigleichter von statten gehen kann. nalisierten. Das chinesische BIP wuchs zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorquartal überraschend stark um 2,2%. Gleichzeitig stieg der Stimmungsindikator der Einkaufsmanager in der chinesischen Industrie im November erstmals seit 13 Monaten wieder über die Expansionsschwelle von 50 Punkten. Fondsidee I: Robeco Global Consumer Trends Equities D EUR Der Fonds investiert das Vermögen zu mindestens zwei Dritteln in Aktien von Unternehmen aus konsumorientierten Branchen. Es wird versucht, gezielt Konsumaktien auszuwählen, die von langfristigen Trends profitieren können. Ein Trend, den das Fondsmanagement identifiziert hat, ist der so genannte „digitale Konsument“. Immer mehr Konsumenten bestellen Artikel im Internet. Die wachsende Verbreitung mobiler Geräte – wie Smartphones und Tablets – verstärkt den Trend, nicht mehr in Geschäften vor Ort, sondern online einzukaufen. Außerdem möchte das Fondsmanagement verstärkt von den zunehmenden Konsumausgaben in Schwellenländern profitieren. Dabei handelt es sich um eine steigende Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs, aber auch nach westlichen Luxusartikeln. Der dritte Trend ist die Anziehungskraft starker Marken auf Konsumenten. Innerhalb dieser Trends wird versucht, die strukturellen Gewinner zu identifizieren. Dem Fondsmanagement um Jack Neele und Richard Speetjens ist es wichtig herauszustellen, dass neben der Auswahl auf der Basis von finanzwirtschaftlichen Kriterien, die Integration der ESG-Faktoren eine wichtige Rolle spielt. Damit werden wirtschaftliche, ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt. Fondsidee II: Julius Bär EF Luxury Brands-EUR / B Auch der Julius Bär EF Luxury Brands versucht, dem Anleger ein langfristiges Kapitalwachstum zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wird das Vermögen weltweit in Unternehmen investiert, die über etablierte Marken verfügen und Produkte und Dienstleistungen im Luxusgütersektor 11

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anbieten. Der Fokus liegt auf den führenden Luxusunternehmen mit herausragenden Marken und qualitativ hochwertigen Produkten, die außerdem kontinuierlich um Innovation bemüht sind. Bei der Einzeltitelauswahl kommt das Bottom-up-Prinzip zum Einsatz. Das Fondsmanagement sieht in der Vermögensbildung in den Schwellenländern den Haupttreiber für Luxusausgaben, denn mit hohem Wirtschaftswachstum steigen auch die Vermögen. Es wird erwartet, dass die Anzahl der Mittelschichthaushalte sich zwischen 2010 und 2020 verdoppelt, was ein gutes langfristiges Wachstum der Luxusindustrie verspricht. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem chinesischen Markt, da vor allem Chinesen westliche Statussymbole und Luxusmarken schätzen und sich nicht scheuen, diese als Zeichen ihres Erfolgs zur Schau zu tragen.

Fazit: Anleger können derzeit aus mehreren Gründen von einem Investment im Bereich der Luxus- und Konsumgüter profitieren. Der wirtschaftliche Aufstieg, der gewachsene Reichtum und der Bedarf nach Statussymbolen haben in den Schwellenländern einen enormen Nachholbedarf beim Konsum von Gebrauchs- und Luxusgütern geschaffen. Gleichzeitig hat die Internetrevolution dafür gesorgt, dass der Konsum noch leichter von statten gehen kann und die Menschen gemütlich von ihrem heimischen Sofa einkaufen können. Zusätzlich können die Investoren gerade in Zeiten der Euro-Krise und eines drohenden Sturzes von der so genannten „Fiskalklippe“ in den USA von dem defensiven Charakter profitieren, den viele Werte aus dem Luxus- und Konsumgütersegment aufzuweisen haben. Da es aber ebenso viele Wachstumswerte gibt, obliegt es den Fondsmanagern, eine ausgewogene Mischung aus defensiven Werten und Wachstumstiteln zusammenzustellen.


dezember 2012

einrichter x-mas special

ion t i d e d e t i lim

Setpreis

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Mit dem Griff oben wird die Idee dieses Beistelltischs offensichtlich: DLM – Don‘t Leave Me. Gleich wo Sie Ihren Kaffee trinken und Ihre Zeitung lesen – den DLM Tisch können Sie überallhin im Haus mitnehmen, wo es Ihnen gerade am besten gefällt. Maße: 38 x 38 x 44/58 cm (B x H x T)

Setpreis nur gültig bei Bestellung innerhalb des Aktionszeitraums vom 01. – 31.12.2012. Der Setpreis versteht sich als Abholpreis und bezieht sich auf 1 Stuhl + 1 Beistelltisch, wie beschrieben inkl. 19% MwSt. Änderungen und Zwischenverkauf vorbehalten. Nur solange Vorrat reicht!

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Total Cost of Ownership – Den Gesamtkosten von ETFs auf der Spur ETFs gelten als besonders kostengünstige Möglichkeit, über alle Anlageklassen hinweg in die verschiedensten Märkte investieren zu können. Allerdings gibt es bei der Betrachtung der tatsächlichen Kosten eines ETFs neben der angegebenen TER, der Gesamtkostenquote, weitere Kostenpunkte zu berücksichtigen. Zur Beurteilung der Gebührenbelastung eines ETFs ist die Total Expense Ratio (TER) – oder auch Gesamtkostenquote genannt – eine wichtige Kennzahl. Sie wird deshalb auch stets von den Anbietern oder unabhängigen Informationsportalen wie extra-funds.de bzw. auf allen relevanten Verkaufsunterlagen erwähnt. Die TER beinhaltet die jährlichen Kosten, welche bei der Verwaltung eines Fonds entstehen. Bei UCITS-konformen Fonds beinhaltet diese die Verwaltungsvergütung sowie diverse andere Kosten, die der Fondsgesellschaft entstehen. Hierzu gehören Aufwendungen für die Leistungen der Depotbank und Prüfungsgesellschaft sowie für Rechtsberatung, Registrierung und Einhaltung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen.

Kosten können sich je nach Replikationsmethode unterscheiden Um jedoch die Gesamtbelastung eines Fonds zu beurteilen, sollte man darüber hinaus die so genannte Total Cost of Ownership (TCO), also die Gebührenbelastung während der gesamten Haltedauer, kennen. Darauf verweist der Emittent iShares in seinen Publikationen. Um die Gesamtkostenbelastung zu berechnen, gibt es interne und externe Kostenfaktoren, die zu beachten sind. Diese können je nach Replikationsmethode sehr unterschiedlich sein. So fällt bei der vollständigen Replikation des Index neben der TER noch die RebalancingGebühr an. Indexanbieter wie S&P, MSCI und STOXX passen in regelmäßigen Abständen die Zusammensetzung ihrer Indizes an.

Bei physisch replizierenden ETFs müssen die Wertpapiere dementsprechend neu gewichtet bzw. aufgenommen oder verkauft werden. Dadurch können weitere Kosten entstehen oder gelegentlich auch Erträge zufließen. Wertpapierleihe kann Kosten verringern Verringert werden diese internen Kosten nur durch mögliche Einnahmen bei einer Wertpapierleihe. Je nach Managementstil des ETFPortfolios können Gebühren hinzukommen, die abhängig sind vom jeweiligen Tracking, der Verwaltung des Barvermögens innerhalb des Fonds oder von anfallenden Steuern. So sind beispielsweise die anfallenden Gebühren für einen vollständig replizierenden ETF deutlich höher als bei einem optimierten ETF,

Quelle: BlackRock

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der nur die wichtigsten Basiswerte im Index hat. Je liquider der Markt, desto kostengünstiger ist auch die Abbildung. Swap-Gebühren Bei synthetischer Replikation via Swaps müssen bei der Berechnung neben der TER und möglichen Erträgen durch die Wertpapierleihe auch die Swap-Gebühren berücksichtigt werden. Diese Gebühr an den Swap-Kontrahenten wird im Rahmen einer Swap-Vereinbarung fällig. Die Höhe der Swap-Gebühr richtet sich nach dem Marktsegment des Fonds und der Vereinbarung zwischen dem Swap-Kontrahenten und dem Fondsanbieter. Kosten bei Kauf und Verkauf Neben den geschilderten internen Faktoren, die je nach Replikationsmethode unterschiedlich sind, kommen bei allen ETFs noch externe Kostenfaktoren hinzu. Dies sind Kosten für den Anleger, die zum Kaufbzw. Verkaufszeitpunkt eines ETFs fällig werden wie zum Beispiel Handelsgebühren (z. B. der Spread (Geld/Brief-Spanne), die Brokergebühren, Creation- und Redemptionkosten sowie Steuern (Quellensteuer im Fonds, Quellensteuer auf Ausschüttungen des Fonds). Der Spread hängt von

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unterschiedlichen Faktoren wie der Liquidität der zugrunde liegenden Wertpapiere, dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage, dem Fondsvolumen oder der Anzahl der MarketMaker ab. Je höher die Liquidität des ETFs, desto geringer die Kosten. Gegeben ist dies bei hohen Fondsvolumen und unter Einschaltung verschiedener Market-Maker (Multi-Dealer-Modell). Um die tatsächlichen Kosten für die gesamte Haltedauer zu errechnen, muss man die genannten Gebühren addieren, abzüglich aller möglicherweise erwirtschafteten Erträge. „Der Anleger benötigt vollständige Klarheit über sämtliche Kosten und Erträge, die mit dem gekauften Fonds verbunden sind. Nur so kann er die Gesamtkosten über die Haltedauer (Total Cost of Ownership) sicher bestimmen“, so beispielsweise die Forderung des ETF-Anbieters iShares im vergangenen Jahr im Hinblick auf mehr Anlegertransparenz. Allerdings handelt es sich bisher bei dem Begriff Total Cost of Ownership noch um keine einheitlich festgesetzte Kostengröße. Jeder versteht darunter noch etwas anderes. Empfohlen werden daher weltweit einheitliche Standards, damit der Anleger die tatsächlichen Gesamtkosten kennt, die mit dem Kauf eines ETFs verbunden sind.

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Fazit: Da bisher keiner der ETF-Anbieter bereit ist, alle einzelnen Kosten und Gebühren offen zu legen, ist es für den Privatanleger bisher noch unmöglich, die Total Cost of Ownership selbst zu errechnen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich diese auch stets ändern. So ist die TCO selbst bei dem Vorreiter hinsichtlich der Transparenz nicht auf der Website zu finden. Interessierte Investoren können sich jedoch an den ETF-Anbieter wenden, um diese Gesamtkostenquote für jeden einzelnen Indexfonds zu erfragen. Jeder Anleger sollte sich also darüber hinaus bewusst sein, dass die angebliche Gesamtkostenquote TER nicht alle Gesamtkosten eines ETFs abbildet.

Dieser Beitrag wird Ihnen vom EXtra-Magazin präsentiert. Weitere Infos zum EXtra-Magazin finden Sie unter www.extra-funds.de.

Impressum V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko

Technik: Daniel Gruber

Herausgeber: Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13, 80539 München

Layout: addna, Nürnberg

Geschäftsführer: Dr. Wolfram Weimer

Erscheinungsweise: monatlich

Amtsgericht: München, HRB 198201

Auflage: 93.000

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Margot Habjan, Nina Bradinova, Dr. Wolfram Weimer Michaela Ellen Lenz, Jörg Billina, Steffen Droemert, Christoph A. Scherbaum, Felicitas Kraus

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KanAm

Sonderausschüttung für Investoren Die geschlossenen USA-Immobilienfonds der Münchner Gesellschaft KanAm schütten im Jahr 2012 insgesamt rund 45 Millionen US-Dollar aus. Neben den regulären jährlichen Ausschüttungen von rund 13,5 Millionen US-Dollar ist dies durch eine Sonderausschüttung bei zwei Fonds von insgesamt 31,4 Millionen US-Dollar möglich geworden. Diese Sonderausschüttung speise sich laut KanAm aus einer günstigen Refinanzierung einer überregionalen Shopping Mall im US-Bundesstaat North Carolina. Als Gesamtergebnis für die fünf ausschüttenden US-Fonds mit einer Zeichnungssumme von insgesamt rund 377 Millionen US-Dollar ergebe

sich ein Durchschnitt von rund 11,9% im Jahr 2012. Bisher haben deutsche Anleger über KanAm in den USA ein Volumen von kumuliert knapp 3 Milliarden US-Dollar investiert, davon waren rund 1,4 Milliarden US-Dollar Eigenkapital. Das Ergebnis der bisher aufgelösten USA-Fonds der KanAm mit zum Teil speziellen ExitVarianten liegt im Durchschnitt bei 15% pro Jahr. Die Unsicherheiten, die sich vor allem in Folge der Banken- und internationalen Wirtschaftskrise nach den Vorfällen um die Lehman-Pleite im Herbst 2008 bei den USA-Beteiligungen ergeben hätten, beurteilt KanAm als „weitgehend überwunden“.

Scope

Geschlossene Fonds bevorzugen neu gebaute Büroimmobilien Einer Untersuchung des Analysehauses Scope zufolge ist die typische Büroimmobilie, in die ein geschlossener Fonds investiert, neu erbaut, auf dem aktuellen Stand der Technik und verfügt meist über ein Green-Building-Zertifikat. Scope hat das Alter von 128 Büroimmobilien ausgewertet, die in den vergangenen fünf Jahren in geschlossene Fonds eingebracht wurden. Das Ergebnis: Seit 2008 liegt das durchschnittliche Objektalter bei rund drei Jahren. Bei einem größeren Teil der Objekte handelt es sich um Neubauten oder um Objekte, die sich zum Analysezeitpunkt noch im Bau befanden. Einige Objekte sind

zwar älteren Baudatums, wurden aber zwischenzeitlich generalsaniert, so dass sie wirtschaftlich als Neubauten gelten. Nur rund jedes fünfte Büroobjekt ist wirklich älter als zehn Jahre. Der Grund für den hohen Anteil der Neubauten: Geschlossene Fonds seien auf möglichst zukunftsfähige Immobilien angewiesen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem guten Preis wieder veräußert werden können, so Scope. Der Exit trage wesentlich zum Erfolg des Fondskonzepts bei. Darüber hinaus seien bei neuen Objekten in der Regel weniger Kosten für Instandhaltungen notwendig.

Deutschland Beteiligungsmakler AG

Umsatzanstieg bei Immobilienfonds Der Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG vermittelte im November geschlossene Fondsanteile im Nominalwert von 19,5 Millionen Euro. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vormonat (13,7 Mio. Euro) und zugleich der höchste monatliche Handelsumsatz des laufenden Jahres. Der größte Umsatzanstieg war dabei bei den Immobilienfonds zu beobachten. Hier wurde im November ein Handelsumsatz gut 14,5 Millionen Euro erzielt. Im Vormonat hatte der Handelsumsatz in diesem Bereich bei lediglich 9 Millionen Euro gelegen. Erfreulich ist der Anstieg des Handelsumsatzes im Sektor Schiffsbeteiligungen, der 15

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von gut 2 Millionen Euro im Oktober auf rund 2,6 Millionen Euro im November zulegte. Leicht zurück ging hingegen der Handelsumsatz im Bereich sonstige Fonds, der im November bei 2,3 Millionen Euro lag. Einen deutlichen Anstieg verbuchte auch die Anzahl der erfolgreichen Vermittlungen. Der bisherige Höchstwert von 400 Vermittlungen im Oktober konnte mit nun 422 noch einmal überboten werden. Historisch betrachtet ergab sich im November damit einer der höchsten Vermittlungswerte überhaupt. Nach den ersten elf Monaten dieses Jahres wurden bereit 3.910 Vermittlungen verbucht. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein klares Plus.


FCterfonds_=96_Kauflaune_h=E4lt_trotz_anhal?= Ausgabe 12/12 (Spezial: Luxus- und Konsumg=tendem...