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№ 40 · Sonntag, 7. Oktober 2012

SPEZIAL > Seite 11

Immobilieninvestments – teuer kaufen oder geschickt investieren Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, Sein oder Nichtsein, diese Frage stellte sich einst der dänische Prinz Hamlet in Shakespeares gleichnamiger Tragödie. Ja oder nein, diese Frage stellt man sich aktuell an den Kapitalmärkten und schielt dabei auf die Entscheidung Spaniens für oder gegen finanzielle Hilfe durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Bislang scheut sich die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy davor, den Gang unter den Rettungsschirm anzutreten, und ließ anderslautende Medienberichte umgehend dementieren. Der Chef der spanischen Notenbank warnte am Donnerstag davor, dass der Rückgang der Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr etwa dreimal so stark ausfallen dürfte, wie

bislang angenommen. Fraglich, ob ein Hilfsantrag beim ESM daran etwas ändern würde. Zusätzliche Sparauflagen sind in einer Rezession jedenfalls alles andere als geeignet, um die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Andererseits ließe sich mit zinsgünstigen Krediten aus dem ESM die Staatsverschuldung schneller abbauen, als mit höher verzinsten Geldaufnahmen am Kapitalmarkt. In der Tat keine einfache Situation oder, um es mit Goethes Faust zu sagen: „Da steh ich nun, ich armer Tor …“ Herzlichst, Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


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Schliekers Woche

Rechtsfreie Räume Sonntag, 7. Oktober 2012

AKTIEN & MÄRKTE Schliekers Woche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: All Ordinaries – Australische Notenbank verleiht Rückenwind. . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Märkte im Überblick: Dow Jones, M-DAX, EURO STOXX 50 . . .5 Aktie der Woche: Amazon.com . . . . . . . . 7 Gastbeitrag: Oliver Bossmann . . . . . . . . . 10 SPEZIAL Immobilieninvestments . . . . . . . . . . . . . . 11 UNTERNEHMEN Unternehmen der Woche: Conrad. . . . . . 14 News: Gerresheimer, Mosaic . . . . . . . . . . 15 FONDS Fonds der Woche: UBS Equity USA Growth. . . . . . . . . . . . 16 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: SAP-Capped-Bonus-Zertifikat . . . . . . . . 18 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Rohstoffe Rohstoff der Woche: Gold. . . . . . . . . . . 20 Rohstoffanalysen: Blei, Nickel, Platin, Zucker. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Lebensart Event der Woche: Eugen Onegin. . . . . . . . 22 Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Coffeetable-Favourites: Die Grillsaison ist vorbei – was nun? . . . . 23 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 24

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Die Schweden haben den Ruf, ein eher friedliches Volk zu sein, das nicht hitzköpfig in globale Debatten eingreift, dafür aber ein Sozialsystem besitzt, das seinesgleiReinhard Schlieker chen sucht. Getragen ZDF Wirtschafts­ vom Verständnis für korrespondent das Los der Schwächeren. Allenfalls leise Kritik gibt es hin und wieder an der umfassenden Fürsorge des Staates, die etwas erzieherisch daherkommt. Aber von den wilden Zeiten spricht niemand mehr, von Raubzügen und Eroberungen vor einigen Hundert Jahren. Dennoch, ganz harmlose und von jedermann im gemeinsamen Rechtsraum durchaus verstandene Maßnahmen katapultieren ab und zu das moderne Schweden in die haudegenhafte Auseinandersetzung, die heutzutage elektronisch aus der Ferne angezettelt wird. Da war ja mal was mit dem Gründer jener Organisation, die Transparenz in staatliches Handeln bringen wollte und in diesem Sinne vertrauliche persönliche Daten von Regierungsmitarbeitern veröffentlichte (und damit vermutlich für ein paar böse Entwicklungen von Einzelschicksalen verantwortlich ist). Die Polizei und die Staatsanwaltschaft interessieren sich für Julian Assange, der dahinter fiese Geheimdienste vermutet, die ihn auch physisch zur Strecke bringen wollen, in den USA vor allem. Dabei erging es ihm, wie es jedem ergehen kann, gegen den wegen eines Verbrechens ermittelt wird: Es wird ihm Vergewaltigung vorgeworfen und da darf (und soll ja wohl) die Strafverfolgung nicht einfach unterbleiben. Man kann dann nur hoffen, dass eine etwaige falsche Beschuldigung auch erkannt wird. Nun, da Assange bei den transparent lupenreinen Demokraten von Ecuador in deren Londoner Botschaft Zuflucht gesucht hat, stockt der Fortgang der Geschichte. Was einem ganzen Land, seiner Wirtschaft und seinen Bewohnern aber drohen kann, wenn

sie einfach nur das tun, was ihr gutes Recht ist – nun, das konnte man diese Woche beobachten. Schwedische Behörden beschlagnahmten Server, auf denen sich illegale Inhalte befinden sollen, Tauschbörsendaten etwa. Als Reaktion legt eine „Netzwerk Anonymous“ genannte Gruppierung die InternetPräsenz der Regierung lahm, stört nach eigener Selbstbezichtigung Finanztransaktionen und will gar die schwedische Notenbank ins Taumeln gebracht haben – was diese dementieren zu müssen glaubt. Per Youtube erläutern die Unbekannten den Sinn ihres Tuns: Es soll als eine Art Vorgeschmack dessen gelten, was droht, falls es Schweden weiterhin wagen sollte, gemäß seiner Rechtsordnung zu leben. Stockholm also kann es sich aussuchen: Man lässt Kriminelle machen, was sie wollen, und hat seine Ruhe oder man verfolgt sie, dann setzt es was von anonymen Drahtziehern. Angesichts der Grundhaltung jener Anonymen, die offenbar eine Art Weltgericht zu sein glauben, wird man sich vermutlich eines Tages nach der alten Mafia zurücksehnen. Die ist zwar ebenfalls brutal und hat genauso wenig eine Ahnung, was Recht ist, aber bleibt in vielen Fällen doch regional begrenzt, was sie theoretisch verfolgbar macht, sofern es im betroffenen Staatswesen noch unabhängige Verfolger gibt. Dass es so etwas in Zukunft weltweit möglichst nicht mehr gibt, scheint das erklärte Ziel der Netzwerkkriminellen zu sein. Fast erscheint es wie ein Glück, dass sich jene mit den Finanzstrukturen der Global Economy einen Gegner ausgesucht haben, der eine Nummer zu groß für sie sein dürfte. Aber dass sie Ärger einer neuen Dimension bringen, das sollte man inzwischen einpreisen.

Was denken Sie über dieses Thema? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de


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Tops und Flops der Woche

tops Deutsche Telekom: T-Mobile USA fusioniert mit MetroPCS Die Deutsche Telekom (WKN: 555750) will ihre Mobilfunktochter T-Mobile USA mit der fünftgrößten US-Mobilfunkgesellschaft MetroPCS (WKN: A0B972) fusionieren. T-Mobile USA soll zusammen mit einem bestehenden Gesellschafterdarlehen in Höhe von 15 Mrd. US-Dollar in die börsennotierte MetroPCS eingebracht werden. Im Gegenzug halten die Bonner 74% des fusionierten Unternehmens. An die Aktionäre von MetroPCS, die künftig die restlichen 26% halten werden, sollen 1,5 Mrd. US-Dollar in bar ausgeschüttet werden. Evotec: Zusammenarbeit mit Bayer Evotec (WKN: 566480) und Bayer (WKN: BAY001) wollen bei der Entwicklung von Wirkstoffen zur Behandlung von Endometriose zusammenarbeiten. Die Kooperation ist zunächst auf fünf Jahre befristet. 12 Mio. Euro fließen Evotec als Vorauszahlung zu. Daneben sind Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren im Verhältnis zur Umsatzentwicklung möglich. Diese könnten in Abhängigkeit vom Erfolg eines möglichen Medikaments bis zu 580 Mio. Euro erreichen, prognostizieren die Hamburger. Ceradyne: Übernahmeangebot von 3M Der US-Mischkonzern 3M (WKN: 851745) will den kalifornischen Industriekeramikspezialisten Ceradyne (WKN: 869651) übernehmen. Kostenpunkt: 860 Mio. US-Dollar. Je Aktie werden 35 US-Dollar geboten. Ceradyne hatte vor Bekanntgabe der Offerte mit 24,43 US-Dollar geschlossen. Das Management hat der Übernahme bereits zugestimmt. In den ersten zwölf Monaten nach der Transaktion soll Ceradyne mit 0,05 US-Dollar zum Gewinn je Aktie beitragen. Vor Sonderposten wird ein Plus von 0,01 US-Dollar erwartet.

Zitat der Woche

„Wir sind Europa.“ Bundestagspräsident Norbert Lammert forderte bei seiner Festrede zum Tag der deutschen Einheit in München dazu auf, sich zu Europa zu bekennen. Aus „Wir sind das Volk“ müsse „Wir sind Europa“ werden, denn dies sei der Kontinent, in dem Grenzen nicht mehr trennen. Zahl der Woche

„185 Euro“ Die Deutschen geben immer weniger für ihre Altersvorsorge aus. Waren es 2005 noch 204 Euro monatlich im Durchschnitt, sind es mittlerweile nur noch 185 Euro, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage der Postbank ergab.

Flops Tesco: Gewinnrückgang Im ersten Geschäftshalbjahr schrumpfte der Gewinn des britischen Einzelhandelsriesen Tesco (WKN: 852647) von 1,38 auf 1,28 Mrd. britische Pfund (etwa 1,60 Mrd. Euro). Der Vorsteuergewinn sank von 1,88 auf 1,66 Mrd. britische Pfund, der operative Gewinn von 1,94 auf 1,81 Mrd. britische Pfund. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Umsatz von 31,81 auf 32,31 Mrd. britische Pfund zu. Stärker als der Umsatz stiegen allerdings die Umsatzkosten – von 29,34 auf 30,04 Mrd. britische Pfund. Hewlett-Packard: Erwartungen gedämpft Der Konzernumbau des kalifornischen Computer- und Druckerherstellers HewlettPackard (WKN: 851301) werde mehr Zeit als zunächst geplant in Anspruch nehmen, warnte Firmenchefin Meg Whitman. Im Anfang November beginnenden Geschäftsjahr 2013 soll der Gewinn je Aktie vor Sonderposten 3,40 bis 3,60 US-Dollar erreichen. Analysten hatten bisher 4,18 US-Dollar je Aktie erwartet. Dem Dow-Jones-Mitglied bescherte dieses Eingeständnis einen Tagesverlust von 13%. Zynga: Prognose erneut reduziert Der eng mit facebook (WKN: A1JWVX) verbandelte kalifornische Spieleentwickler Zynga (WKN: A1JMFQ), Anbieter von „Farmville“, reduziert erneut seine Prognose für das Gesamtjahr: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ohne Sonderposten soll statt 180 bis 250 Mio. US-Dollar nur noch 147 bis 162 Mio. US-Dollar erreichen. Ursächlich sind Wertberichtigungen auf den übernommenen App-Entwickler OMGPop, für den Zynga 180 Mio. US-Dollar gezahlt hatte. 85 bis 95 Mio. US-Dollar werden nun abgeschrieben. 03

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TER MINE DER WOCHE 08.10. 08:00 DE Produktionsindex produzierendes Gewerbe August 08.10. 08:00 DE Daten zum Außenhandel 10.10. 20:00 USA Fed-Konjunkturbericht (Beige Book) 11.10. 08:00 DE Einzelhandelsumsatz August 12.10. 11:00 EU Industrieproduktion August 12.10. 14:30 USA Erzeugerpreisindex (PPI) September 12.10. 15:55 USA Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) Oktober


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Markt im Fokus

All Ordinaries: Australische Notenbank verleiht Rückenwind

Vor dem Hintergrund der sich abschwächenden Weltkonjunktur hat die australische Notenbank Anfang der Woche den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,25% gesenkt. Mit der Maßnahme soll das Wachstum der heimischen Wirtschaft angekurbelt werden. Zur Begründung der Zinsenscheidung verwies Notenbankchef Glenn Stevens darauf, dass es weitere Abwärtsrisiken für den globalen Ausblick gäbe. Während Europa unter einem Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität leidet, habe sich auch das Wachstum in China abgeschwächt, wobei die All Ordinaries

Stand: 05.10.2012

Indizes Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX TecDAX SDAX EUROSTX 50 Nikkei 225 Hang Seng

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Unsicherheit über den kurzfristigen Ausblick gestiegen ist. Beide Faktoren belasten die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Asien und beeinflussen dadurch die Wirtschaft in Down Under. Denn diese besitzt starke außenwirtschaftliche Verflechtungen mit den asiatischen Ländern. So bilden vor allem

Stand: Freitag nach Börsenschluss

05.10.2012 % Vorwoche 52weekHigh % 52week 13610,15 +1,29% 13661,87 +24,41% 1460,93 +1,41% 1474,51 +27,70% 3136,19 +0,64% 3196,93 +27,46% 7397,87 +2,52% 7478,53 +35,17% 11349,69 +3,39% 11408,70 +40,71% 829,72 +2,50% 830,91 +29,19% 5104,70 +2,01% 5257,70 +21,90% 2531,21 +3,14% 2611,42 +16,14% 8863,30 -0,08% 10255,15 +5,73% 21012,38 +0,83% 21760,34 +29,31%

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die Rohstoffexporte eine wichtige Stütze des Wirtschaftswachstums auf dem fünften Kontinent. Allein Chinas Anteil an den Warenexporten lag im Fiskaljahr 2010/2011 bei 26%. Für das kommende Jahr erwartet Stevens bei den Investitionen im Rohstoffsektor, die bislang das Wachstum stützten, jedoch den Höhepunkt. Daher sei es wichtig, andere Komponenten wie die Binnennachfrage zu stärken. Insgesamt stuft die Notenbank die Wachstumsaussichten für das nächste Jahr etwas schwächer ein. Trotz fehlender Inflationsanzeichen gab es keine Hinweise auf eine weitere Zinssenkung. Im Gegensatz zur Fed, der EZB oder der Bank of Japan ist die australische Notenbank aufgrund der vergleichsweise hohen Leitzinsen in der vorteilhaften Situation im Rahmen einer expansiveren Geldpolitik zunächst auf die klassische Zinspolitik zurückgreifen zu können. Am australischen Aktienmarkt kam die Zinssenkung gut an. Der All Ordinaries, der wie die meisten anderen internationalen Aktienindizes seit Juli 2012 deutliche Kursgewinne verzeichnet hat, legte im Wochenverlauf weiter zu. Dabei schaffte es der Index sich über das 50%-Retracement der Abwärtsbewegung von 2011 abzusetzen und notiert aktuell knapp unter dem Hoch vom 1. Mai 2012 bei 4.515 Punkten. Bei einem Ausbruch über dieses Hoch kann der All Ordinaries seine Aufwärtsbewegung in Richtung der bei 4.574 Punkten verlaufenden oberen Begrenzung des beschleunigten Aufwärtstrendkanals fortsetzen. Ein weiteres Ziel bildet das 61,8%Fibonacci-Retracement bei 4.596 Punkten.


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Märkte im Überblick

usa

Deutschland

Allzeithoch im Blick

Europa

Mid Caps ganz groß

Rettungsschirme

Weniger als 5% fehlen dem amerikanischen Leitindex Dow Jones derzeit noch, um auf den höchsten Stand aller Zeiten zu klettern und die bisherige Rekordmarke von 14.198 Punkten hinter sich zu lassen. Kritiker bemängeln schon lange, dass im Index mit Google, Apple und Berkshire Hathaway drei der zehn größten amerikanischen Konzerne nicht abgebildet sind, mit denen der Dow Jones heute wohl schon bei mehr als 16.000 Punkten notieren würde. Vermutlich könnte der Dow bereits sogar die 20.000-Punkte-Marke angreifen, würde der Index auch noch als Performance-Index geführt, bei dem die Dividenden in die Kursnotierungen einbezogen werden. Im historischen Vergleich günstige Bewertungen, die charttechnisch intakte Aufwärtsbewegung und das saisonale Verlaufsmuster in Präsidentschaftswahljahren sprechen derzeit jedoch klar dafür, dass der Dow Jones in Kürze an sein bisheriges Allzeithoch springen kann. In den vergangenen Tagen konnten die US-Indizes von guten Arbeitsmarktdaten und besser als erwarteten Auftragseingängen profitieren. Für eine erhöhte Volatilität in der kommenden Woche könnte derweil der Start der Berichtssaison zum dritten Quartal sorgen, die am Dienstag traditionell vom US-Aluminiumkonzern Alcoa eröffnet wird.

Nach einer Zwischenrally von Juli bis September um 23% und einer 12-MonatsPerformance von 42% setzte der Deutsche Aktienindex seine Konsolidierung in der vergangenen Woche fort. Erst ein nachhaltiger Anstieg über die Marke von 7.450 Punkten würde ein Kaufsignal in Richtung des bisherigen Rekordhochs auslösen, von dem der DAX derzeit rund 10% entfernt liegt. Für die schwächere Tendenz verantwortlich zeigten sich zuletzt Meldungen, wonach der Internationale Währungsfonds in Kürze die Wachstumsprognosen für Deutschland zurücknehmen und sowohl für 2012 als auch für 2013 nur noch mit einem BIP-Plus von jeweils 0,9% kalkulieren werde. Unmittelbar vor dem höchsten Kursniveau aller Zeiten stehen derweil die Mid Caps aus dem MDAX, die in den zurückliegenden Wochen mehrfach am Verlaufshoch aus dem vergangenen Jahr bei 11.259 Punkten nach unten abgeprallt waren. Kann der Index diesen Widerstand in den kommenden Wochen überwinden, liegen die nächsten Kursziele bei 11.500 und 12.000 Zählern. Der Index profitiert vor allem von seiner Zusammensetzung mit nur wenigen Finanzwerten und vielen Unternehmen, die weltweit tätig sind und damit die Absatzprobleme auf dem europäischen Markt mit einem starken Amerika- und Asiengeschäft ausgleichen können.

Voraussichtlich am morgigen Montag wird der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) endgültig in Kraft treten und möglicherweise bereits einem prominenten Mitglied Schutz gewähren: In der zurückliegenden Woche mehrten sich die Anzeichen, wonach sich Spanien nun doch komplett unter den Rettungsschirm stellen und damit die Voraussetzungen schaffen möchte, dass die Europäische Zentralbank mit Anleihenkäufen starten kann. Dies sollte zu einem Rückgang der Zinsen für spanische Anleihen führen. Insgesamt hat sich die Situation an den Anleihenmärkten innerhalb der Eurozone jedoch etwas entspannt. So notieren italienische Staatspapiere mit einer zehnjährigen Laufzeit nur noch knapp oberhalb von 5%. Portugal hat sich zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr wieder erfolgreich am Anleihenmarkt refinanziert und kam für eine dreijährige Laufzeit mit einem Zinscoupon von 3,35% wesentlich günstiger als befürchtet zum Zug. Charttechnisch wartet der EURO STOXX 50 weiterhin auf seinen Befreiungsschlag, der sich erst mit Überwinden des bisherigen Jahreshochs vom März bei 2.608 Punkten ergibt. Anschließend würde sich ein weiteres Erholungspotenzial in Richtung der Marke von 3.000 Punkten ergeben, wo sich in den vergangenen drei Jahren ein massiver Widerstand gebildet hat.

Dow Jones

M-DAX

EURO STOXX 50

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Stand: 05.10.2012

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© Foto: Amazon

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Amazon.com –

einfach so einkaufen Der Aktienkurs von Amazon ist in den vergangenen vier Jahren förmlich explodiert und hat um sage und schreibe 640% zugelegt. Markierte die Aktie Ende 2008 noch ein Mehrjahrestief bei 35 US-Dollar, notiert der Titel bei rund 260 US-Dollar heute so hoch wie noch nie zuvor und sogar 150% über den Verlaufshochs während der Dotcom-Blase im Jahr 2000. Seit dem Start im Jahr 1995 hat sich Amazon zum weltweit größten OnlineEinzel­händler entwickelt und ließ bereits mit dem Amazon Kindle, einem Lesegerät für elektronische Bücher, vor wenigen Jahren aufhorchen. Nun will der Konzern mit aller Macht den Markt der lukrativen Tablet PCs erobern.

Schwierige Anfänge trotz schnellen Wachstums Selbst das Internet steckte 1994 noch in den Kinderschuhen, als der Investmentbanker Jeff Bezos seine Zelte in New York abbrach, um in Seattle Jeff Bezos selbst stellte einen Online-Buchim Oktober 1997 die laden zu entwickeln. ein­millionste Bestellung an Ein Jahr später wurde eine Adresse in Japan zu. die Webseite ins Netz gestellt, die zwar ohne größere Probleme funktionierte, zu den einzelnen Buchtiteln jedoch zum Teil nur mit wenigen Informationen aufwarten konnte. Bereits im ersten vollen Geschäftsjahr 1996 erzielte Amazon Umsätze in Höhe von 15,7 Mio. US-Dollar, ein Jahr später folgte der Börsengang. Jeff Bezos selbst stellte im Oktober 1997 die einmillionste Bestellung an eine Adresse in Japan zu. Schnell wurde 07

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das Produktsortiment um CDs und Videos erweitert, später folgten Elektronikartikel, Software oder Spielwaren. Ende 1999 hatten die jährlichen Umsätze die Marke von 1,6 Mrd. US-Dollar erreicht. Trotz des rasanten Wachstums fuhr Amazon zunächst massive Verluste ein. Im Jahr 2000 lag das

Amazon

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Minus bei 1,4 Mrd. US-Dollar, an der Wall Street wurde Amazon als Pleite- und Übernahmekandidat gehandelt. Die folgende harte Restrukturierung kostete 1.500 Mitarbeitern den Job. Vergeben und vergessen. Heute im Kreis der wertvollsten US-Unternehmen Gemessen am Börsenwert von rund 115 Mrd. US-Dollar liegt Amazon heute auf Rang 21 der wertvollsten US-Unternehmen – noch vor Chip-Hersteller Intel oder dem Getränkeriesen Pepsico und auf Augenhöhe mit US-Großkonzernen wie Merck, Oracle oder Philip Morris. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Aus dem Stand heraus Amazon seine Umsätze von 34,2 Mrd. konnte Amazon mit seinen US-Dollar auf 48,1 Mrd. US-Dollar steiTablet PCs der Kindle-Fire-Serie gern und dabei einen Gewinn von 631 bereits einen Marktanteil von Mio. US-Dollar ausweisen. Mit eigenen 5% erreichen Produktneuheiten will Amazon Umsatz und Gewinn in den kommenden Jahren noch kräftig nach oben schrauben. Erst im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen Entwickler der US-Konzerne Apple, Palm und Motorola abgeworben, um sein Entwicklungszentrum deutlich auszubauen. Seither halten sich hartnäckig Gerüchte, wonach Amazon an einem eigenen Smartphone auf Android-Basis arbeite. Zunächst liegt der Fokus jedoch klar auf dem Wachstumsmarkt der Tablet PCs, der sich in den kommenden fünf Jahren Experten zufolge mehr als vervierfachen soll. Allein im zweiten Quartal 2012 wurden weltweit rund

25 Mio. Tablets verkauft – ein Plus von 66% gegenüber dem Vorjahresquartal. Eroberung des Tablet-PC-Marktes Aus dem Stand heraus konnte Amazon mit seinen Tablet PCs der Kindle-Fire-Serie bereits einen Marktanteil von 5% erreichen, die Eigenentwicklung ist laut dem Unternehmen schon jetzt das meistverkaufte Produkt der Unternehmensgeschichte. Nun will der Konzern mit der neuen Generation eine Offensive starten und die bisherigen Rekordmarken weit übertreffen. Für Ende November ist der Marktstart des Flaggschiffs der neuen Kindle-Generation in den USA geplant, das neben allerlei technischen Neuerungen vor allem auch mit der Geschwindigkeit punkten soll. So ist der Kindle Fire HD 8.9 Unternehmensangaben zufolge rund 41% schneller als das aktuelle iPad von Branchenprimus Apple. In Deutschland wird Amazon am 25. Oktober mit dem Verkauf seiner Tablet PCs starten und mit den im Vorfeld avisierten Preisen zwischen 199 Euro und 249 Euro deutlich günstigere Geräte anbieten als der schärfste Rivale Apple. Für das dritte Quartal, über dessen Ergebnis

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das Management am 22. Oktober berichten wird, rechnet Amazon mit einem operativen Verlust zwischen 50 Mio. US-Dollar und 350 Mio. US-Dollar. Szenekennern zufolge legt der weltweit größte Online-Händler mit jedem verkauften Tablet PC derzeit zwar rund 40 US-Dollar oben drauf, mittelfristig dürften sich diese Investitionen zur Eroberung von Marktanteilen aber auszahlen, denn: Das eigentliche Geschäft wird im Anschluss an den Verkauf mit Filmen, Spielen, Musik, Online-Büchern und Apps gemacht, die sich Kindle-Käufer vom Amazon-Store kostenpflichtig herunterladen können. So erwarten die Analysten denn auch erst für die kommenden Jahre die Optimierung der Gewinne, die dann umso spektakulärer ausfallen könnten. Analysten rechnen mit starkem Gewinnanstieg Im Schnitt kalkulieren die Analystenhäuser, die derzeit eine Einschätzung zum Unternehmen abgeben, zwischen 2012 und 2016 mit einer Gewinnexplosion um mehr als 1.500%. Allein in den kommenden beiden Geschäftsjahren erwarten die Experten gegenüber den für 2012 geschätzten Ergebnissen einen Umsatzanstieg von 62,8 Mrd. US-Dollar auf 101,6 Mrd. US-Dollar sowie eine Vervielfachung des Nettogewinns Kennzahlen Amazon ISIN: US0231351067 WKN: 906866 Kurs 05.10.2012: 260,47 US-Dollar 52-Wochen-Hoch: 264,11 US-Dollar 52-Wochen-Tief: 166,97 US-Dollar Empf. Stop-Loss: 212,50 US-Dollar Unser Anlageurteil: spekulativer Kauf

von 337,9 Mio. US-Dollar auf 2,2 Mrd. US-Dollar. Da an der Börse stets die Zukunft gehandelt wird, konnte die Aktie seit Jahresbeginn bereits um 45% zulegen und erst im zurückliegenden Monat bei 264 US-Dollar ein neues Allzeithoch markieren. Von 44 Research-Häusern empfehlen 30 die Aktie derzeit zum Kauf, während 13 Experten eine Halteempfehlung aussprechen. Lediglich ein einziger Analyst rät Anlegern, sich von bestehenden Positionen zu trennen. Dabei liegen die Kursziele im Schnitt bei knapp 275 US-Dollar und reichen in der Spitze gar bis 400 US-Dollar.

Fazit Sicher, ein Börsenwert von 115 Mrd. USDollar ist für ein Unternehmen, das im zuletzt abgelaufenen Quartal einen zweibis dreistelligen Millionenverlust auf operativer Ebene eingefahren haben dürfte, eine wahrhaft ambitionierte Bewertung. Amazon hat in den vergangenen Jahren jedoch bereits bewiesen, dass das Geschäftsmodell profitabel betrieben werden kann. Glaubt man den Analysten, ist Amazon gerade dabei, den Gewinnturbo für die kommenden Geschäftsjahre zu zünden, der das optisch hohe KGV deutlich relativieren würde. Charttechnisch überzeugt die Aktie mit einem nunmehr vierjährigen intakten Aufwärtstrend. Auf Allzeithoch notierend liegen dem Titel keinerlei charttechnische Widerstände im Weg. Für spekulativ orientierte Anleger, die ein Investment via StopLoss absichern, dürfte die Aktie ein spannendes Chancen/Risiko-Profil bieten.

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Wichtige Faktoren für den

Erfolg beim Trading Was macht mich zu einem erfolgreichen Trader? Diese Frage wird den Profis oft von Privatanlegern gestellt, in Erwartung, den entscheidenden Faktor genannt zu bekommen. In der Regel wird die Antwort der Trading-Profis relativ enttäuschend auf den Fragenden wirken. Denn sie wird allzu oft lauten, dass ein tiefes Fachwissen und langjährige Erfahrung Voraussetzung für den Trading-Erfolg sind und den Unterschied ausmachen. Deshalb thematisieren 90% der Weiterbildungsangebote für Trader zu recht den Bereich Fachwissen.

Oliver Bossmann Marktanalyst ETX Capital

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Veranstaltungsthemen wie etwa Anlageklassen, Finanzinstrumente, Risikomanagement, Trading-Setups oder Indikatoreneinstellungen vermitteln dem Teilnehmer wichtige Wissensbausteine, die er für einen nachhaltigen Trading-Plan braucht. Weiterbildungsveranstaltungen, die auf den Erfahrungen der Trader basieren, sind im Vergleich dazu relativ rar. Es gestaltet sich schwer, den emotionalen Zustand in längst zurückliegenden Marktsituationen zu veranschaulichen oder irrationales Verhalten zu erklären. Zudem ist es natürlich auch sehr persönlich, seine Trading-Fehler offenzulegen. Jedoch hat sich in den letzten Jahren die Analyse von weichen Trading-Faktoren durchgesetzt und hat dementsprechend in den Weiterbildungsangeboten der CFD- und FX-Broker verstärkt Einzug gehalten. Erfahrungen sammeln kostet beim Trading Geld und kann für viele unvorbereitete Anleger sehr teuer werden. Aus wissenschaftlicher Sicht nennt sich die Analyse der weichen Faktoren Behavioral Finance oder Sentiment-Analyse. Behavioral Finance, ins Deutsche übersetzt Verhaltensökonomik, beschäftigt sich mit Entscheidungssituationen, denen sich Trader regelmäßig stellen müssen, und damit, wie irrationales Verhalten vermieden werden kann. Jeder erfahrene Trader kann bestätigen, dass die Auseinandersetzung mit der eigenen Irrationalität und Fehlern ein wesentlicher Faktor für nachhaltigen Erfolg beim Trading ist. Zur Veranschaulichung bedient sich der Bereich vor allem empirischer Beobachtungen von Entscheidern in Situationen mit sicherem und unsicherem Ausgang. Die danach aufgestellten Theorien mit Namen wie neue Erwartungstheorie oder kognitive Dissonanz versuchen, das irrationale Verhalten der Investoren zu systematisieren, Erklärungsansätze zu formulieren und Entscheidungsrichtlinien zu postulieren. Im Gegensatz zur Verhaltensökonomik beschäftigt sich die Sentiment-Analyse mit der Positionierung anderer Marktteilnehmer und versucht,

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daraus die richtigen Schlüsse für die eigene Marktposition zu ziehen. Wie haben sich die smarten Investoren im Markt positioniert und wo zirkuliert das dumme Geld? Springe ich auf den laufenden Trend auf und folge dem Herdentrieb oder ist die aktuelle Positionierung bestimmter Marktteilnehmergruppen ein Warnsignal und sollte mich zur Vorsicht veranlassen? Es sollte beim Handeln nämlich nie vergessen werden, dass CFD-Trading neben der Chance, Gewinne zu erzielen, auch ein hohes Risiko birgt und beträchtliche Verluste zur Folge haben kann. Das klassische Beispiel für einen Sentiment-Indikator ist der „Commitment of Traders Report“. Der wöchentlich herausgegebene COT-Report ist einer unter vielen Sentiment-Indikatoren, die es mittlerweile gibt, und unterteilt die Marktteilnehmer in verschiedene Gruppen. So wird beim COTReport zwischen institutionellen Investoren, kommerziellen Händlern und kleinen Tradern unterschieden. Wer mehr über die weichen Faktoren lernen will, der findet im Internet diverse Angebote in Form von Webinaren und Seminaren. ETX Capital gibt monatlich ein Einführungswebinar zu diesem wichtigen Bereich mit dem Namen „Behavioral Finance und Marktsentiment“.


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Immobilieninvestments – teuer kaufen oder geschickt investieren

Dank niedriger Zinsen und steigender Löhne ist Wohneigentum für immer mehr Menschen erschwinglich. Vermögende investieren dagegen in Betongold, um sich vor der Inflation zu schützen. In beiden Fällen geht die Kalkulation möglicherweise nicht mehr auf. Doch Immobilieninvestments können auch anders aussehen. Über viele Jahre blieb der Wert von Wohnungen und Häusern in Deutschland nahezu konstant: Nachdem die Preise im Zeitraum zwischen 1987 und 1994 deutlich angezogen hatten, vergingen über zehn Jahre, bis wieder Bewegung in den hiesigen Markt kam. Seit 2006 steigen die Immobilienpreise nun wieder spürbar. Vor allem in den großen Ballungsräumen. Die A-Standorte boomen Die vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) ermittelten Zahlen für die drei größten deutschen Städte sind tatsächlich beeindruckend: In Hamburg stiegen die Preise für Eigentumswohnungen zwischen 2003 und 2011 um mehr als 31%, in Berlin sogar um 39% und in München immerhin noch um über 20%. Ein Trend, der sich zuletzt noch verstärkt hat: Allein für 2011 ermittelte der vdp für Berlin ein Plus von 8,6%, für Hamburg +8,1% und für München + 8,7%. Die hohen Steigerungsraten haben einen einfachen Grund: „Wir beobachten, dass in den Ballungszentren Immobilien 11

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heute deutlich schneller verkauft werden als noch vor zwei Jahren. Das führt zu einer spürbaren Angebotsverknappung. Wer heute in den gefragten Lagen eine Immobilie sucht, nimmt schon mal Abstriche bei den Objekteigenschaften in Kauf“, so Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24. Was Lage, Lage, Lage bedeutet Diese Aussage enthält gleich drei wichtige Botschaften: Das Gros der Nachfrage konzentriert sich auf die Ballungszentren. Die Einordnung auf Ebene der unterschiedlichen Regionen in der gesamten Bundesrepublik bezeichnet man als Makrolage. An zweiter Stelle steht dann die Betrachtung nach einzelnen Stadtteilen, nicht selten sogar nach Straßenzügen. Analog zur Makro- spricht man hier von der Mikrolage. Der dritte Punkt sind die Eigenschaften des Gebäudes selbst. Letztere sind zuletzt stärker in den Hintergrund getreten. Die Reihenfolge ist deshalb so wichtig, weil die Preise für Immobilien keineswegs überall steigen. Ganz im Gegenteil. Die Preise steigen nicht überall In Städte wie Krefeld, Salzgitter, Duisburg oder Wuppertal sind die Preise laut dem Kaufpreisbarometer 03/2012 des Immobilienportals Immowelt.de in den letzten fünf Jahren sogar um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Diese gegenläufige Entwicklung bestätigen Analysen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR): „Vor allem die Veränderungen bei den Wohnungsmieten,


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Immobilienpreisen und verfügbaren Einkommen zeigen eine weitere Vergrößerung der Unterschiede zwischen den regionalen Immobilienmärkten. Die Spannen zwischen den ‚günstigen‘ und ‚teuren‘ Kreisen haben sich in den letzten Jahren wieder vergrößert“, so das BBSR in seinem Wohnungs- und Immobilienmarktbericht 2011. Der große Verlierer sind die ländlichen Regionen: „Hausbesitzer in den strukturschwachen Regionen können von der aktuell hohen Immobiliennachfrage nicht profitieren“, so Michael Kiefer, Leiter Immobilienmarktforschung bei ImmobilienScout24. „In diesen Märkten gibt es so gut wie keine Dynamik, mit der Folge, dass die Preise im Laufe der Zeit weiter sinken werden. Die hohen Preisunterschiede in den einzelnen Regionen werden auch in Zukunft weiter zunehmen.” Zinshäuser sind der Renner Dementsprechend groß ist das Interesse, wenn Immobilien aus dem Top-Segment auf den Markt kommen. Das gilt vor allem für Zinshäuser – sie sind bei Anlegern beliebt wie selten zuvor. Durch die Fokussierung der Marktteilnehmer auf wenige Top-Objekte und das niedrige Zinsniveau, das bei

der Finanzierung wieder größere Spielräume eröffnet, kommen hier jedoch die Renditen unter Druck: „Die Preisdynamik in den deutschen Wirtschaftsmetropolen hat beispielsweise in Hamburg oder München die aus den Mieteinnahmen in sehr guten Lagen erzielbaren Bruttoanfangsrenditen auf unter 4% gedrückt“, so Carsten Rieckhoff, Leiter Research bei Engel & Völkers Commercial. Das Die Spannen zwischen hat zur Folge, dass den ‚günstigen‘ und ‚teuren‘ Investoren immer Kreisen haben sich in den letzhäufiger auf mittlere ten Jahren wieder vergrößert. Lagen ausweichen und auch dort die Preise in die Höhe treiben. Bremen, Wiesbaden und Münster zeigen ein beschleunigtes Preiswachstum – insgesamt sind die B-Städte jedoch nicht ganz so überrannt wie die A-Städte. „In den B-Städten werden Objekte nicht um jeden Preis gekauft“, so Rieckhoff. Doch auch gute Objekte in den Top-Lagen der Städte aus der zweiten Reihe kosten schnell mehrere Millionen Euro. Solche Summen können wohl die wenigsten Privatanleger stemmen – allerdings gibt es gute Alternativen.

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Immobilienaktien schlagen den DAX Wie oben dargestellt sollten Anleger bei Immobilieninvestments keine Abstriche bei der Lage machen. Da auch bei dieser AssetKlasse Streuung zusätzliche Stabilität bringt und die Summen, die beim Immobilienkauf unweigerlich im Spiel sind, eine Streuung über verschiedene Vermögensklassen für die Mehrzahl der Anleger unmöglich machen, ist dies für die wenigsten der Königsweg. Wer sich vor Wertverlusten an kaum gefragten Orten schützen möchte, keine Lust auf Ärger mit Mietern hat, aber dennoch in Betongold investieren möchte, sollte sich stattdessen Immobilienaktien näher ansehen. Letztere haben sich im bisherigen Jahresverlauf gut entwickelt. Das gilt sowohl im europäischen Vergleich, in dem sie zusammen mit den britischen Werten an der Spitze liegen, als auch im Verhältnis zum DAX: Der Index konnte im laufenden Jahr bereits um fast 30% zulegen – mit einem entsprechenden Zertifikat (WKN: HV2CFJ) waren sogar 33% möglich! „Die Outperformance gegenüber dem DAX geht vor allem auf die überdurchschnittliche Entwicklung der Wohnungsunternehmen zurück, die im deutschen Immobilienaktienindex eine hohe Gewichtung einnehmen“, so das Research der Helaba in einer aktuellen Mitteilung. In einer Branchenstudie von Merril Lynch – Bank of America empfiehlt der Analyst Bernd Stahli die Einzeltitel Deutsche Euroshop, Deutsche Wohnen und GSW Immobilien zum Kauf. Rendite und Diversifikation Wem Einzelwerte zu riskant sind, wer aber dennoch vom Potenzial der Branche profitieren möchte, erhält mit Zertifikaten auf Immobilienindizes einen breit gestreuten Portfoliobaustein. Der Solactive DIMAX Deutschland Performance-Index (WKN: A0JZNS) bildet beispielsweise die Kursentwicklung von Unternehmen und REITs ab, deren Hauptgeschäftszweck im Halten von Immobilienbeständen in Deutschland besteht. Im laufenden Jahr hat dieser eine Performance von 31% abgeworfen. Nicht überzeugen konnten REITs bislang in der ETF-Verpackung: Der EasyETF EPR A Eurozone (WKN: A0ERY9) bildet den FTSE EPR A/NAREIT Euro Zone Index ab. Im laufenden Jahr kommt das Produkt lediglich auf ein Plus von 12,5% und hinkt den vorgenannten Zertifikaten damit weiter deutlich hinterher. Offene Immobilienfonds senden Lebenszeichen Wer offene Immobilienfonds bereits abgeschrieben hatte, den dürften die folgenden Zahlen überraschen. Denn die Performance der Produkte kann sich im aktuellen Niedrigzinsumfeld durchaus sehen lassen: Der Helaba OIF-Index weist derzeit (Stand 04.10.2012) eine Jahresperformance von 2,7% auf. Der Index bildet die gleichgewichtete Wertentwicklung von neun offenen Immobilienfonds der führenden vier Anbieter ab, die sich nicht in der Abwicklung befinden 13

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und die Anteilsrücknahme nicht ausgesetzt haben. Mit ihrem aktuellen Fondsvolumen von insgesamt rund 53 Mrd. Euro decken sie weitgehend das für Privatanleger derzeit investierbare Universum dieser Fondskategorie ab, so Helaba Research in der entsprechenden Mitteilung. Auch die weiteren Aussichten beurteilt der Autor, Dr. Stefan Mitropoulos, positiv: „Viele Immobilienmärkte, in denen diese Fonds investiert sind, haben sich inzwischen erholt oder zumindest stabilisiert, sodass das Ausmaß der Abwertungen zurückgehen dürfte. Dies wird sich positiv auf die Rendite auswirken. Da jedoch die weiterhin sehr niedrige Verzinsung der liquiden Mittel die Wertentwicklung belastet, rechnen wir auch auf mittlere Sicht nicht mit einer Performance des Helaba OIF-Index von spürbar über 3%.“

Fazit Wer sein Vermögen durch die Investition in Sachwerte wie Häuser und Wohnungen sichern möchte, sollte die regional sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Für Privatanleger, die bereits über Wohneigentum, aber nur begrenzte zusätzliche finanzielle Mittel verfügen, ist der Rückgriff auf Immobilienaktienindizes und gute offene Immobilienfonds nicht selten die bessere Wahl. Diese Produkte erlauben es, die Sachwertkomponente im Portfolio der Höhe nach angemessen abzubilden und bieten eine serienmäßige Diversifikation.

Ausblick auf das nächste Spezial Ausgabe 42 (21.10.2012) Fremdwährungsanleihen


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Unternehmen der Woche

Conrad –

der stille Elektronikriese

Foto: www.conrad.de

Hinter der lautstarken Werbung von Media Markt und Saturn tritt Conrad Electronic etwas in den Hintergrund. Die Beilagen in Tageszeitungen und Wochenblättern in den charakteristischen Firmenfarben Blau und Gelb wirken im Vergleich zu den Wettbewerbern eher zurückhaltend und fast ein bisschen bieder. Damit hebt sich Conrad nicht nur optisch vom Image der Konkurrenten ab. Tatsächlich ist das Unternehmen anders ausgerichtet als die großen Discount-Märkte für Konsumentenelektronik.

Berühmt ist die Elektronikkette vor allem für ihr Angebot an elektronischen Bauteilen.

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Bekannt ist Conrad Electronics nämlich weniger für Fernseher und Kameras als für ein schier unüberschaubares Angebot an elektronischem Zubehör und Bauteilen. Ein Beispiel unterstreicht dies: Der Katalog listet sage und schreibe 614 Energiesparleuchtmittel auf. Wobei damit aber nur die üblichen Energiesparmittel gemeint sind. Bei den neuen LED-Leuchtmitteln gibt es gleich noch einmal 629 Einträge. Neben dem traditionellen Sortiment von Elektronikeinzelhändlern wie Computern, Fernsehern und Mobiltelefonen findet sich alles, was in Haus und Garten gebraucht wird. So gibt es Antriebssysteme für Garagentore und Rollläden oder aber Ein- und Ausschaltautomatiken für die Hausbeleuchtung. Auch das Thema Sicherheitstechnik wird großgeschrieben. Ob Alarmanlagen, Überwachungssysteme oder unscheinbare Helfer wie Rauchmelder – bei Conrad gibt es nichts, was es nicht gibt. Das Handwerkssortiment würde jedem Baumarkt zur Ehre gereichen. Denn anders, als man denken könnte, hat Conrad längst nicht nur Werkzeug für elektronische Anwendungen im Sortiment, sondern auch Sägen, Hämmer, Stemmeisen und weiteres schweres Gerät. Berühmt ist die Elektronikkette vor allem für ihr Angebot an elektronischen Bauteilen.

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Die enorme Auswahl an Schaltern, Widerständen und Kondensatoren lässt keinen Wunsch unerfüllt. Hinzu kommt unter dem Stichwort Energie ein gewaltiges Sortiment an Akkus, Batterien und Solarmodulen. Abgerundet wird das Ganze durch umfangreiches Autozubehör, das von Kfz-Elektrik über Navigationssysteme bis zu Pannenhilfen und Starthilfekabeln reicht. Dass sich eine derartige Fülle an Waren nicht in einem Geschäft unterbringen lässt, liegt nahe. Daher ist Conrad vor allem im Versandhandel aktiv. Der beschränkt sich längst nicht nur auf Deutschland. Die Kunden des Elektronikspezialisten verteilen sich auf 150 Länder, in die über 7 Mio. Lieferungen pro Jahr gehen. Dagegen ist die Zahl der Filialen überschaubar. In Deutschland sind es 25, dazu kommen noch zehn Geschäfte in Österreich, der Schweiz, Polen und Frankreich. Die Doppelstrategie von Versand und lokalem Handel zieht sich wie ein roter Faden durch die Unternehmensgeschichte. Angefangen hat alles mit der Firma „Radio Conrad“, die Max Conrad 1923 in Berlin ins Leben rief. Auf das Radio zu setzen war damals eine vorausschauende Idee, denn die erste Radioübertragung in Deutschland lag gerade einmal drei Jahre zurück. Ebenso clever war die Entscheidung, 1936 den ersten Fernsehbaukasten zu vertreiben. Im gleichen Jahr erschien auch die Erstausgabe des Conrad-Katalogs, der mit gerade einmal 16 Seiten den Beginn des Vertriebs markierte. Die heutige Zentrale in Hirschau in der Oberpfalz wurde erst nach dem Krieg 1946 errichtet. In den Wirtschaftswunderjahren wurde auch das erste Elektronikkaufhaus eröffnet, dem rasch weitere folgten. Nach Jahren kräftigen Wachstums brachte das Unternehmen es 1977 auf einen Versand von über 1.000 Paketen täglich und einen Katalog von 500 Seiten. Auch danach ging es kräftig aufwärts: Heute ist Conrad Europas größter Elektronikversandhandel, der mit über 250.000 Produkten aufwartet.


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Gewinneinbruch

Erwartungen verfehlt

Im dritten Geschäftsquartal (Ende: 31. August) sank der von Gerresheimer (WKN: A0LD6E) erzielte Überschuss auch aufgrund einer deutlich höheren steuerlichen Belastung von 19,2 auf 14,4 Mio. Euro. Vor Steuern schrumpfte der Gewinn von 23,4 auf 21,9 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel von 31,4 auf 30,9 Mio. Euro. Dagegen zog der Umsatz des auf die Pharma- und Kosmetikindustrie spezialisierten Verpackungsspezialisten von 285,1 auf 311,5 Mio. Euro an. Prozentual weniger stark erhöhten sich die Umsatzkosten – von 202,3 auf 220,9 Mio. Euro. Allerdings stiegen die Vertriebs- und Verwaltungskosten von 53,2 auf 57,5 Mio. Euro, die „sonstigen betrieblichen Aufwendungen“ von 1,9 auf 6,0 Mio. Euro. Umsatzstärkste Sparte war der Geschäftsbereich Plastic Systems – hier produziert Gerresheimer Kunststoffsysteme für die Pharmaindustrie, die Medizintechnik und Diagnostik. Der Quartalsumsatz weitete sich von 103,3 auf 107,0 Mio. Euro aus. Im Bereich Moulded Glass legte der Umsatz von 85,7 auf 95,6 Mio. Euro zu, in der Glassparte Tubular Glass von 76,3 auf 84,6 Mio. Euro. Mit Laborglaswaren setzten die Düsseldorfer 27,7 Mio. Euro (2. Quartal 2011: 23,5 Mio. Euro) um. Im Gesamtjahr soll der Konzernumsatz nach wie vor um 9% bis 10% anziehen.

Gesunkene Phosphatpreise und eine geringere Nachfrage belasteten das erste Geschäftsquartal des US-Düngemittelproduzenten Mosaic (WKN: A1JFWK). Zusätzlich mussten aufgrund von Wetterunbilden – Stichwort Hurrikan – Produktionsstätten vorübergehend geschlossen werden. Der Gewinn schrumpfte von 526,0 auf 429,4 Mio. USDollar. Je Aktie sank der Gewinn von 1,17 auf 1,01 US-Dollar – bei gleichzeitig reduzierter Aktienzahl. Vor Sonderposten verdiente der K+S-Konkurrent 1,03 US-Dollar je Aktie. Experten hatten im Vorfeld 1,16 US-Dollar prognostiziert. Der Vorsteuergewinn fiel von 729,7 auf 586,8 Mio. USDollar, der operative Gewinn von 729,6 auf 610,2 Mio. US-Dollar. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sank der Umsatz von 3,08 auf 2,51 Mrd. US-Dollar. Prognose: 2,66 Mrd. US-Dollar. Der Umsatz mit Phosphaten brach um 30% auf 1,6 Mrd. US-Dollar ein, der operative Gewinn von 333 auf 208 Mio. US-Dollar. Lag der durchschnittliche Verkaufspreis pro Tonne Phosphat vor einem Jahr noch bei 576 US-Dollar, erlöste Mosaic in den vergangenen drei Monaten nur noch 529 US-Dollar. Der Kali-Umsatz stieg dagegen von 873 auf 960 Mio. US-Dollar, der operative Gewinn von 402 auf 416 Mio. US-Dollar. Der je Tonne Kali erzielte Durchschnittspreis stagnierte bei 444 US-Dollar.

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Gerresheimer

Datum 09.10.2012 11.10.2012 11.10.2012 11.10.2012 11.10.2012 11.10.2012 12.10.2012 12.10.2012

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Name CropEnergies AG ALCOA Inc. Ahlers AG Südzucker AG AGRANA Beteiligungs-AG Kabel Deutschland Holding AG JPMorgan Chase & Co. Wells Fargo & Co.

Ereignis Halbjahresbericht 2012/13 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht 2011/12 Halbjahresbericht 2012/13 Halbjahresbericht 2012/13 Hauptversammlung 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht

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UBS Equity USA Growth –

mit Google & Co. durch schwierige Zeiten Die US-Börsen haben in diesem Jahr dank der Liquiditätsspritzen der US-Notenbank bereits kräftig zugelegt. Ob der Aufschwung anhält, hängt nun von der Konjunkturentwicklung ab. Doch die US-Wirtschaft kommt noch nicht so richtig in Schwung. Trotz der jüngsten Erholung auf dem US-Arbeitsmarkt ist die Belebung noch zu schwach, um Beschäftigungsrate und Konsumentenvertrauen nachhaltig zu steigern. Grant Bughman, Fondsmanager des UBS Equity USA Growth, sucht daher vor allem nach Unternehmen, die auch in schwierigen Zeiten gewinnen. In vier Wochen wählen die US-Bürger ihren Präsidenten. „Die Märkte könnten eher durch einen Wahlsieg von Mitt Romney, der die Steuern senken will, kurzzeitig belebt werden“, sagt Bughman. Seiner Meinung nach ist jedoch für die Konjunktur- und Börsenentwicklung im kommenden Jahr entscheidend, dass sich die Parteien auf eine Ausweitung der Schuldenobergrenze einigen. Ansonsten treten automatisch Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Umfang von bis zu 600 Mrd. Dollar in Kraft. Die Notierungen an der Wall Street dürften dann deutlich nachgeben. Doch auch, wenn dieses Szenario nicht eintritt, bleiben die Rahmenbedingungen schwierig, insbesondere für global operierende US-Unternehmen aus Wachstumsbranchen wie Technologie oder Pharmazie. Denn auch in China und vor allem in Europa kühlt sich die Konjunktur weiter ab. Drei Kategorien von Growth-Werten Im Gegensatz zu reinen Stockpickern berücksichtigt der Fondsmanager makroökonomische Entwicklungen in seinen Anlageentscheidungen. Sie sind eine wichtige Bestimmungsgröße für den Anteil von Aktien im Portfolio des UBS Equity USA Growth, die unter die Kategorie Elitewachstum fallen. Das sind Unternehmen, die auch in schlechten Zeiten Marktanteile gewinnen können. Dazu zählen nach Meinung des Fondsmanagers Google oder 16

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Apple. Der Anteil an zyklischen Werten, wie etwa der Ölexplorationsausrüster Schlumberger, wurde dagegen reduziert. Sportartikelhersteller Nike oder das Gesundheitsunternehmen CVS Caremark beurteilt der Fondsmanager dagegen als klassische Wachstumswerte. Sie sind seiner Meinung nach relativ unempfindlich gegenüber konjunkturellen Schwankungen. Ihr Anteil blieb in den vergangenen Wochen recht konstant. Die Diversifikation der Renditequellen nach klassischen, zyklischen und Elitewachstumsunternehmen soll Schwankungen im Fonds abbauen. Anlageprozess Grundsätzlich kommen für den UBS Equity USA Growth Fonds 600 Titel infrage. Aus diesen werden 45 aussichtsreiche Werte ausgewählt. Bei der Ermittlung der Anlagechancen konzentriert sich der Manager im Wesentlichen auf Unternehmen mit einem guten Geschäftsmodell und einem attraktiven Preis. Den Anlagekriterien entsprechen derzeit unter anderem der Kreditkartenanbieter Visa, der Kosmetikhersteller Estée Lauder sowie Las Vegas Sands. Das Unternehmen besitzt und betreibt Hotels und Ferienanlagen in den USA und in Asien. „Gerade das MacaoGeschäft von Las Vegas Sands wächst rasant“, erklärt Bughman. Nach seiner Einschätzung habe der Markt das Potenzial des Unternehmens jedoch noch nicht voll erkannt.

Fazit Bislang hat Bughman einen guten Job gemacht. Auf Sicht von fünf Jahren erzielte er gegenüber der Benchmark ein Plus von über 5 Prozentpunkten. In den vergangenen zwölf Monaten legte der UBS Equity USA Growth um 32% zu. Verantwortlich für das gute Ergebnis ist auch das aktive Management. Bughman kauft bei Titeln, von denen er überzeugt ist, in Abwärtsphasen kontinuierlich zu. Bei zu starken Aufwärtsbewegungen baut er Anteile wieder ab. Allzu große Zuwächse sind nach der starken Entwicklung vor allem im dritten Quartal wohl aber nicht mehr drin. Die Chance, dass der Fonds sich besser als eine Reihe von reinen Europafonds entwickelt, ist aber gegeben. Vorsichtige Anleger investieren jedoch erst dann, wenn das Thema der Schuldenobergrenze in den USA geklärt ist.

UBS Equity USA Growth ISIN: LU0198837287 Fondsvolumen: 1,5 Mrd. US-Dollar Fondswährung: US-Dollar Auflagedatum: 8.10.2004 Managementgebühr: 1,63 % 2,1 % Gesamtkostenquote:


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Erste Sparinvest

Sicher in Schwellenländeranleihen Die österreichische Fondsgesellschaft Erste Sparinvest erweitert ihre Produktpalette im Bereich Schwellenländerunternehmensanleihen. Der neu aufgelegte Emerging Bond Markets Corporate IG investiert ausschließlich in Unternehmen aus den Schwellenländern, die mit Investment Grade eingestuft sind. Im Portfolio des ESPA Bond Emerging Markets finden sich dagegen auch Anleihen aus dem riskanten HighYield-Bereich. Im neuen Fonds stammen die Unternehmensanleihen vor allem aus dem Energie- und Rohstoffsektor, der Telekommunikationsbranche oder dem Dienstleistungsbereich. „Sie verfügen über eine

solide Finanzausstattung“, sagt Fondsmanager Peter Varga. Innerhalb des Investment-Grade-Segments konzentriert sich Varga auf Bonds mit der Note BBB–. Er setzt dabei auf Bonitätsverbesserungen, die sich in der Regel positiv auf die Anleihennotierungen auswirken. Die durchschnittliche Rendite des Fonds liegt derzeit bei 3,5%. Das Produkt ist in zwei Varianten erhältlich. Der sogenannte Feeder-Fonds (ISIN: AT0000A0WK21) sichert Fremdwährungskrisen gegenüber dem Euro permanent ab. Der Masterfonds notiert dagegen in US-Dollar, eine Absicherung von Währungsrisiken findet nicht statt.

Börse Hamburg

Asien- und Dividendenfonds mit günstigem Spread Die Börse Hamburg bietet Anlegern im Oktober den Aberdeen Global Asia Pacific sowie den Stuttgarter Dividendenfonds zu reduziertem Spread an. Der Aberdeen Global Asia Pacific (ISIN: LU0011963245) investiert in Unternehmen aus Hongkong, Singapur und Indien. Zu den größten Positionen gehören internationale Blue Chips wie Oversea-Chinese Banking Corp. oder Samsung. Seit Anfang 2009 legte der Fonds um rund 130% zu. Der Spread für diesen Fonds liegt im Oktober laut Börse Hamburg bei maximal 0,5%. Der Stuttgarter Dividendenfonds (ISIN: LU0506868503) sucht in einem weltweiten Anlageuniversum

nach Blue Chips, die eine solide Dividendenhistorie aufweisen. Dazu gehören u. a. BASF, E.ON, Swisscom und Royal Dutch Shell. Der Branchenfokus liegt in den Bereichen Konsum, Gesundheit und Medizin, Versorger und Finanzen. Auf Sicht von einem Jahr erzielte der Fonds 17%. Die Börse Hamburg bietet den Fonds mit einem Spread von lediglich 0,15% an. Der Ausgabeaufschlag, der für diese Fonds bei anderen Orderwegen bis zu 5% der Anlagesumme betragen kann, entfällt. Geordert werden können die Fonds börsentäglich zwischen 8 und 20 Uhr über die Hausbank oder den Onlinebroker.

Goldman Sachs

Neuer Unternehmensanleihenfonds Seit Anfang Oktober können deutsche Anleger in den Goldman Sachs Liberty Harbor Opportunistic Corporate Bond Portfolios (ISIN: LU0751755231) investieren. Der Fonds wird von Liberty Harbor, einer hundertprozentigen Tochter von Goldman Sachs Asset Management, gemanagt. Das Team, das aus über 20 InvestmentExperten besteht, nutzt im Bereich Risikomanagement und Infrastruktur die Ressourcen von Goldman Sachs Asset Management und kann sich deshalb ausschließlich auf das Portfoliomanagement konzentrieren. „Vor dem Hintergrund einer möglicherweise längeren

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Phase niedriger Zinsen und Wachstumsraten sind wir davon überzeugt, dass aktuell einige der attraktivsten Anlagechancen bei Bonds von Unternehmensemittenten zu finden sind“, sagt Sal Lentini, Managing Director und Portfoliomanager. Der neu aufgelegte Fonds unterliegt keinen Einschränkungen durch einen Vergleichsindex. Bei der Titelauswahl können Lentini und sein Team sowohl in Bonds mit guter Bonität als auch Bonds aus dem High-Yield-Segment investieren. Die Management-Gebühr beträgt 1,5%. Der Mindestanlagebetrag liegt bei 1.500 Euro. Die Fondswährung lautet auf Euro.


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SAP-Capped-Bonus-Zertifikat – Seitwärtsrendite und Risikopuffer Die Aktie der Software-Schmiede legte in den vergangenen Wochen deutlich zu und erreichte im September ein 52-Wochen-Hoch. Eine mögliche Konsolidierung ist kein unwahrscheinliches Marktszenario. Mit einem Capped-BonusZertifikat auf SAP können Investoren auch bei einer Seitwärtsbewegung und leicht fallenden Kursen profitieren. Nach Auffassung der Unternehmensführung ist der Walldorfer Konzern gut für die Zukunft gerüstet. Zuwachsraten sieht SAP-Chef Jim Snabe, der sich die Unternehmensführung mit Bill McDermott teilt, u. a. im Cloud-Computing-Geschäft. Der Clou dabei: Die Software befindet sich nicht mehr im Rechner, sondern ist via Internet ortsunabhängig für Geräte vom Handy bis zum Desktop-Rechner verfügbar. Bis 2015 erwartet Snabe Umsätze von 2 Mrd. Euro in diesem Unternehmensbereich, der sich gegenwärtig noch im Aufbau befindet. Darüber hinaus soll die Profitabilität in dieser Geschäftssparte gestärkt werden. Geglückte Übernahmen Der Konzern bekam die Zustimmung der zuständigen US-amerikanischen Behörden zur Übernahme von Ariba, einer Einkaufsplattform für Firmenkunden. Zu den Kunden zählen Großkonzerne wie Walt Disney und Exxon Mobil. Vor Ariba wurde auch SuccessFactors übernommen, ein Unternehmen, das u. a. Software für Personalmanagement vertreibt. Durch die Zukäufe streben die Walldorfer die Marktführerschaft im Bereich der Cloud-Computing-Software an. Neben dem Firmenkundengeschäft will SAP zunehmend auch Privatkunden mit Angeboten wie z. B. mit Bezahlfunktionen für Handygeräte ansprechen. Zahlen in der Spur Die Zahlen zum zweiten Quartal spiegeln den Erfolg des Unternehmens wider. Die Software-Erlöse lagen bei 1.059 Mrd. Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen sie noch mit 838 Mio. Euro deutlich unter der Milliardengrenze. Der Nettogewinn betrug im zweiten Quartal 661 Mio. Euro gegenüber 558 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Unternehmen zeigte sich damit auch den schwierigen Zeiten der Schuldenkrise gut gewachsen. Auf

Jahressicht strebt der Konzern ein Betriebsergebnis zwischen 5,05 und 5,25 Mrd. Euro an. Im Vorjahr lag das Betriebsergebnis noch bei 4,71 Mrd. Euro. Attraktive Seitwärtsrenditen möglich Nach starken Kursanstiegen kann es naturgemäß zu Gewinnmitnahmen kommen. Aus diesem Grund ist ein Capped-BonusZertifikat der Citigroup (WKN: CT71P2) eine interessante Alternative zum Direktinvestment in die Aktie eines der führenden Business-Software-Unternehmen. Das Produkt wird am 19. Dezember 2013 fällig. Der Emittent zahlt pro Zertifikat 61 Euro an die Anleger, falls die Aktie während der Laufzeit die Barriere bei 43,50 Euro nicht berührt. Diese liegt unterhalb des 2012erTiefs bei 43,62 Euro. Gegenüber dem aktuellen Kurs der SAP-Aktie von 54,62 Euro ergibt sich ein Puffer von gut 20%. Falls die Barriere berührt wird, erhalten die Anleger bei Fälligkeit den Gegenwert des Kurses der SAP-Aktie am Bewertungstag. Ausgehend von einem aktuellen Briefkurs des Zertifikats von 54,15 Euro ist maximal ein Kursgewinn von 12,65% bis zum Laufzeitende möglich. Das Produkt wird gegenüber der Aktie gegenwärtig sogar mit einem leichten Abgeld gepreist, was die Attraktivität zusätzlich erhöht.

SAP-Capped-Bonus-Zertifikat Typ Capped Bonus

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Basiswert Emittent SAP Citigroup

Fälligkeit 19.12.2013

WKN CT71P2


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BÖRSE STUTTGART

Seminarreihe für Zertifikate-Anleger beginnt Vom 8. Oktober bis zum 17. Dezember 2012 führt die Börse Stuttgart gemeinsam mit GodmodeTrader die Webinar-Reihe „Aktives Positionstrading mit Knock-outProdukten“ durch. Die erste Hälfte jedes Webinars erläutert ausführlich einen wichtigen Baustein des Positionstradings – etwa anhand von Live-Beispielen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der praktischen Umsetzung einer Handelsidee. Themen wie Risiko- und Money Management, die Zertifikateselektion oder der Einsatz von bestimmten Ordertypen werden mit Live Trades in die Praxis übertragen. Anmeldungen für die kostenfreien Webinare sind unter www.boerse-stuttgart.de/ privatanlegerseminare möglich.

Weder bei der Höhe des Ordervolumens noch bei der Zahl der Trades gibt es Einschränkungen. Der Handel zum günstigen Pauschalpreis gilt für Transaktionen, die online im DAB-Sekundenhandel, dem außerbörslichen Handel der DAB bank, durchgeführt werden.

RCB

EURO-STOXX-50Bonus mit großem Sicherheitsnetz Mit einem neuen Bonus-Zertifikat namens Europa Bonus&Sicherheit 5 (WKN: RCE4N4) bietet die Raiffeisen Centrobank (RCB) ein Anlageprodukt ohne Kapitalschutz mit außerordentlich tief angesetzter Barriere zur Zeichnung an. Das neue Produkt verspricht zum Laufzeitende im Oktober 2016 eine Bonusrendite von 18%, falls der EURO STOXX 50 binnen vier Jahren nie 60% oder mehr seines Startwertes verliert. Diesen legt die Emittentin am 15. Oktober anhand des

EURO-STOXX-50-Schlusskurses fest. Das aktuelle Kursniveau bei rund 2.500 Punkten würde beispielsweise eine sehr tiefe Barriere von 1.000 Punkten ergeben. Zuletzt notierte der EURO STOXX 50 vor 20 Jahren auf diesem Kursniveau. Sofern der europäische Blue-Chip-Index in den kommenden 48 Monaten besagte Sicherheitsschwelle nicht reißt, wird Anlegern im Herbst 2016 zumindest die Nominale von 1.000 Euro nebst 180 Euro Bonus pro Zertifikat ausgezahlt. Dies entspricht einer jährlichen Rendite von 4,40%. Legt der Index hingegen mehr als 18% zu, ist noch mehr drin: Anlegern winken bei diesem Szenario unbegrenzte Ertragschancen, denn die Tilgung erfolgt entsprechend der höheren Wertentwicklung des Index. Das Risiko: Geht die Spekulation schief und das zugrunde liegende Kursbarometer berührt beziehungsweise unterschreitet während der Laufzeit die 40%-Barriere, erfolgt die Rückzahlung am Fälligkeitstag entsprechend der Indexentwicklung. Interessenten können das neue Bonus-Zertifikat der Österreicher bis zum 12. Oktober 2012 zeichnen. Hierbei fällt ein Agio von 2% an.

DAB

Für jede außerbörsliche Online-Order von Optionsscheinen, Zertifikaten und Aktienanleihen der fünf „Star Partner Derivate“ bezahlen Kunden der DAB bank künftig eine Pauschalgebühr von 4,95 Euro. Darüber hinaus fallen keinerlei handelsplatzabhängigen Entgelte oder Fremdkosten an. Zuvor hatte die Trading-Gebühr für die StarPartner-Produkte 6,95 Euro betragen. Die fünf Partner sind Commerzbank, Citigroup, Lang & Schwarz, Royal Bank of Scotland sowie HypoVereinsbank. Insgesamt sind damit rund 320.000 Optionsscheine und Zertifikate bei der DAB dauerhaft zur günstigen Flat Fee handelbar – und damit rund ein Drittel der am Gesamtmarkt verfügbaren Produkte. 19

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Rohstoff der Woche

Gold –

das nächste Kaufsignal ist da! Nun ist es da, das nächste große Kaufsignal beim Goldpreis. In der zurückliegenden Woche kletterte der Preis für eine Unze Gold auf über 1.790 US-Dollar, markierte damit ein neues Jahreshoch und beendete die jüngste Konsolidierung, nachdem Gold zuvor den größten Quartalsgewinn seit dem zweiten Quartal 2010 verzeichnen konnte. Mit ein Grund für die Wiederaufnahme der Rally waren Kommentare eines Mitglieds der amerikanischen Notenbank, das sich für weitere Lockerungsmaßnahmen der Fed starkgemacht hat. Zahlreiche Analysten hatten sich aufgrund der extrem expansiven Geldpolitik der Notenbanken rund um den Globus in den vergangenen Wochen sehr positiv zu den Aussichten des Goldpreises geäußert. Schon bis Ende Oktober erwarten die Analysten der Deutschen Bank einen Anstieg auf 1.900 US-Dollar je Unze, die Citigroup rechnet bis Ende des ersten Quartals 2013 mit dem Erreichen einer Zielzone bei 2.450 USDollar bis 2.500 US-Dollar je Unze und die Strategen von Merrill Lynch avisieren einen Goldpreis von 3.000 US-Dollar bis zum Jahr 2014. Mit einem langfristigen Kursziel von 5.000 US-Dollar noch optimistischer zeigte sich Rob McEwen, Gründer des heute zweitgrößten Goldproduzenten Goldcorp, im Rahmen des Denver Gold Forums Anfang September. „Die Nachfrage nach Gold als wertstabile Anlage und alternative Währung sollte angesichts der ultralockeren Geldpolitik der Zentralbanken und der ungelösten Schuldenkrise in der Eurozone hoch bleiben“, hieß es zuletzt in einer Rohstoffanalyse der Commerzbank. In der Tat verzeichneten Gold-ETFs in den zurückliegenden Wochen starke Mittelzuflüsse. Die von der Nachrichtenagentur

Bloomberg registrierten Gold-ETFs erreichten zuletzt einen neuen Rekordbestand, der in etwa einer kompletten Jahresproduktion entspricht. Aber nicht nur Fondsmanager und Privatanleger legen sich Goldbestände als Faustpfand in ihr Depot, auch die Notenbanken sind inzwischen längst zu Nettokäufern am Markt geworden. Laut IWF haben die weltweiten Zentralbanken allein in diesem Jahr netto mehr als 262 Tonnen Gold zu ihren Reserven hinzugefügt. Nach dem Auslösen der jüngsten charttechnischen Kaufsignale dürfte Gold nun relativ schnell in Richtung des bisherigen Allzeithochs marschieren, das das gelbe Edelmetall Mitte 2011 bei 1.909 US-Dollar je Unze markiert hatte. Auf Euro-Basis kostet eine Unze Gold schon heute so viel wie niemals zuvor. Gold

Derivate auf Gold Typ Turbo-Call Warrant Long Mini-Future Unlimited Turbo-Call

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WKN UU35ZS VT5818 CK9HXV

Basis 1.627,85 US-Dollar 1.548,59 US-Dollar 1.438,90 US-Dollar

Knock-out 1.627,85 US-Dollar 1.571,20 US-Dollar 1438,90 US-Dollar

Laufzeit endlos endlos endlos

Hebel 10,9 7,4 5,1


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Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Blei (USD) – Spot-Preis Bei Blei erwies sich der Anstieg über die seit Januar 2012 bestehende Abwärtstrendlinie und die 200-Tage-Linie als nachhaltig. Inzwischen wurde auch der längerfristige Abwärtstrend durchbrochen und der Widerstand bei 2.277/2.288 US-Dollar geknackt. Das nächste Etappenziel bildet nun das 50%-Retracement bei 2.341 USDollar. In diesem Bereich ist ein Rücksetzer auf 2.288/2.277 US-Dollar zu erwarten.

Rohstoffe (Auswahl) Markt Kurs Rohöl WTI Crude NYMEX ($/bbl)

89,89

-2,40%

3,38

+1,96%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

315,26

+0,15%

Gold NYMEX ($/Unze)

1780,80

+0,39%

34,80

+0,73%

662,25

+3,68%

Platin Spot ($/Unze)

1705,75

+2,49%

Aluminium Spot ($/t)

2087,50

-0,31%

Blei Spot ($/t)

2279,75

+0,24%

Kupfer Spot ($/t)

8295,00

+1,02%

Nickel Spot ($/t)

18575,00

+0,30%

Zinn Spot ($/t)

22455,00

+3,69%

Zink Spot ($/t)

2065,25

-3,44%

Baumwolle ICE ($c/lb)

71,500

+1,13%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

167,75

-3,04%

2385,00

-4,49%

Mais CBOT ($c/bu)

747,50

-1,16%

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

114,60

+1,55%

1551,50

-3,09%

857,50

-4,99%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

21,55

+5,33%

Lebendrind CME ($c/lb)

126,30

+1,36%

Mastrind CME ($c/lb)

146,43

+1,84%

76,75

+4,07%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Nickel (USD) – Spot-Preis Nickel hat nach dem Bruch der langfristigen Abwärtstrendlinie auch die Widerstände bei 17.093 und 17.953 US-Dollar geknackt. Damit hat die seit Mitte August 2012 laufende Erholung weiteres Potenzial bis zum Ende Oktober 2011 markierten Zwischenhoch bei 19.823 US-Dollar. Wird diese Hürde ebenfalls genommen, ist Platz bis zum Widerstand bei 21.668 US-Dollar.

Kakao ICE ($/t)

Platin (USD) – Spot-Preis Platin konsolidierte in den vergangenen beiden Wochen. Dabei bildete sich im Wochenchart bei 1.591/1.593 US-Dollar ein Tweezers Bottom. Es leitete einen weiteren Aufwärtsimpuls ein, der die Notierung über das Vorgängerhoch bei 1.716 US-Dollar führte. Die nächste Herausforderung wartet nun bereits in Form der Hochs vom 23. bzw. 29. Februar 2012 bei 1.734/1.736 US-Dollar.

Zucker – März-Future (ICE) Der Zuckerpreis fiel im September unter das Tief vom Juli 2012 bei 20,25 US-Cents. Ausgehend von 19,48 US-Cents startete anschließend eine Erholung, die inzwischen das 50%-Retracement erreicht hat. Gelingt nach einer kurzen Verschnaufpause der Anstieg über 21,79 US-Cents, kann sich die Erholung bis zum Tief vom September 2011 bei 22,34 US-Cents fortsetzen.

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% zur Vorwoche

Sojabohnen CBOT ($c/bu) Weizen CBOT ($c/bu)

Schwein mag. CME ($c/lb)

Rohstoff-Indizes (Auswahl) Index Kurs

% zur Vorwoche

NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) 515,19

+0,27%

NYSE Arca Oil & Gas Index

1265,16

+0,56%

147,79

-0,48%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 309,30

+0,00%

Rogers Int. Commodity Index

+0,98%

DJ AIG Commodity Index

3829,35


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Event der Woche

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Kulturkalender

„Très chic im Schnee“ Ausstellung, 14.10.12–06.01.12, Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren, Illerbeuren, www.bauernhofmuseum.de „VERRÜCKTES BLUT“ Bühne, 04.10.12–13.12.12, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Karlsruhe, www.staatstheater.karlsruhe.de

EUGEN ONEGIN –

11. Europa-Tournee des St. Petersburger Balletttheaters Boris Eifman Boris Eifman ist einer der erfolgreichsten, aber auch einer der umstrittensten Choreografen unserer Zeit. 1946 in Sibirien geboren, reifte in ihm schnell der für einen Ausnahmekünstler wichtige künstlerische Elan und Ehrgeiz. Vom 18. bis zum 21. Oktober kommt seine herausragende Ballettinterpretation von Alexander Puschkins „Eugen Onegin“ nach Deutschland. Seit über 30 Jahren leitet der Choreograf Boris Eifman das St. Petersburger Balletttheater, das er 1977 selbst gründete und gegen alle Widerstände der sowjetischen Behörden verteidigte. Mit einer solchen künstlerischen Energie lassen sich Berge versetzen – und ohne diese Energie hätte er sein ganz eigenes und besonderes Balletttheater auch nicht durch 30 Jahre Sowjetunion und Russland gebracht. Ob „Tschaikowski“, der „Russische Hamlet“ oder „Anna Karenina“: Eifman hat eine Vorliebe für Figuren, die mit sich selbst und der Welt im Clinch liegen. Und dabei hat er keine Angst vor großen Stoffen. Unter seiner Hand werden die berühmten Werke der russischen Literatur zu bildmächtigen Bühnenwerken, die in ihrer Direktheit keinen Effekt scheuen. Für seinen künstlerischen Traum ist Eifman bereit, alles zu geben. Und das erwartet er 22

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auch von seinen Tänzern und Tänzerinnen: Sie sind exzellent ausgebildet und haben großes schauspielerisches Ausdrucksvermögen. Mit ihnen hat er von Anfang an sein Ziel verfolgt, eine Bewegungssprache jenseits des gültigen Ballettkanons zu entwickeln. Puschkin hat in seiner Novelle „Eugen Onegin“ ein poetisches Bild der russischen Seele gemalt, die geheimnisvoll, unberechenbar und unendlich sensibel ist. Eifman versucht, durch die Spiritualität des Tanzes auf seine Weise diese Geheimnisse auszudrücken. Die neue Fassung ermöglicht es ihm, sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Stadt und Land zu bewegen.

„Musik ist Trumpf – die Schlagerrevue der schrillen 70er“ Musik/Unterhaltung, 04.10.12–11.11.12, Die Komödie, Frankfurt am Main, www.diekomoedie.de „Café-Konzert“ Musik/Unterhaltung, 21.10.12/03.11.12, Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar, Weimar, www.nationaltheater-weimar.de „Die Inszenierung der Natur“ Ausstellung, 21.10.12, Pforzheim Galerie, Pforzheim, www.pforzheim.de „TAIKO – JAPANISCHE TROMMELN” Musik, 21.10.12, Das Internationale Theater, Frankfurt am Main, www.internationales-theater.de „Das Ende vom Anfang“ Bühne, 14.10.12–28.10.12, Stadttheater Ingolstadt, Ingolstadt, www.theater.ingolstadt.de

A phorismus der Woche „Der beste Lügner ist der, der mit den wenigsten Lügen am besten auskommt.“ (Samuel Butler D. J.)

W eitere Infos unter: www.theaterschweinfurt.de


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Coffeetable-Favourites

Die Grillsaison ist vorbei – was nun? Der Sommer ist vorbei und mit ihm auch die Grillsaison. Damit es auf deutschen Tellern nun nicht langweilig wird, sondern kulinarisch köstlich weitergeht, stellen wir heute zwei Leckerbissen der Kochbuchszene aus dem Hädecke Verlag vor, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten …

Vietnam Street Food Tom Vandenberghe Verlag: Hädecke Verlag Ausgabe: 207 Seiten Sprache: Deutsch ISBN: 978-3775006200 Preis: 18,00 Euro www.haedecke-verlag.de

Vietnam Street Food: Kulinarische Reiseskizzen aus Hanoi und Vietnam Vietnam für kulinarische Globetrotter! Das Buch liefert authentische Rezepte der vietnamesischen Küche für zu Hause und kulinarische Geheimtipps rund um Hanoi. Hier findet man über 40 abwechslungsreiche und immer frisch zubereitete Köstlichkeiten, wie sie in den vielen kleinen Straßenküchen Vietnams und besonders in der quirligen Metropole Hanoi angeboten werden. Zahlreiche Adressen von Märkten, Lokalen und Restaurants, Erläuterungen der typischen Zutaten sowie die inspirierenden Rezeptfotos und atmosphärischen Szenebilder des Food-Fotografen Luk Thys machen dieses Buch zu einem Muss für Fans der vietnamesischen Küche.

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Weiberwirtschaften RheinlandPfalz: Refugien für Leib und Seele – Wirtinnen und ihre Lieblingsrezepte Weiberwirtschaften Rheinland-Pfalz liefert Porträts und Lieblingsrezepte von 29 Wirtinnen aus Rheinhessen und der Pfalz, die mit Leib und Seele ihre Gasthäuser, Wirtsstuben und Restaurants führen. Das Ganze ist als kulinarischer Reiseführer mit Adressen und Ausflugstipps aufgemacht. Die Wirtin, sagt man, sei die Seele eines Gasthauses. Und tatsächlich: Meist sind diese Häuser noch ein wenig gemütlicher, das Ambiente ist noch ein wenig geschmackvoller und die Menüs werden noch ein wenig liebevoller komponiert. Oft steht die Wirtin selbst am Herd und verwöhnt ihre Gäste mit regionalen Spezialitäten. Erfrischend geschrieben führt das Buch durch die weibliche Wirtshauskultur in Rheinland-Pfalz – mit fundierten Tipps, vielen Anekdoten, amüsanten Plaudereien und den Lieblingsrezepten der Wirtinnen.

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Weiberwirtschaften Rheinland-Pfalz Christa Aubel, Barbara Feyerabend Verlag: Hädecke Verlag Ausgabe: 200 Seiten Sprache: Deutsch ISBN: 978-3775005043 Preis: 19,00 Euro www.haedecke-verlag.de

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V.i.S.d.P. : ​Christian Ernst Frenko

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Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv

Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

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Ausgabe 40/12 (Spezial: Immobilieninvestments)