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№ 31 · Sonntag, 5. August 2012

SPEZIAL > Seite 9

Risiko Rohstoffnotierungen

Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, Ratlosigkeit, Verwunderung und riesengroße Enttäuschung herrschte jüngst bei den Verfechtern außergewöhnlicher Maßnahmen durch die EZB. Angesichts der vollmundigen und schon beinahe drohenden Worte von EZB-Chef Mario Draghi aus der Vorwoche, den Euro um jeden Preis retten zu wollen, hatte man darauf gesetzt, dass sogleich Taten folgen. Die Erwartungen waren daher gigantisch und wurden kolossal enttäuscht. Der ersehnte Befreiungsschlag blieb aus. Offenbar ist innerhalb des EZB-Rats noch keine Einigkeit vorhanden, um von ihrem eigentlichen Mandat für Geldwertstabilität zu sorgen abzuweichen, und dann direkt oder über Umwege, wie dem

ESM, klamme Staaten zu finanzieren. Oder wieder durch Anleihekäufe am Sekundärmarkt zu versuchen, den Renditeanstieg in einigen Ländern zu bändigen. Allerdings steht zu befürchten, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Spitzt sich die Lage weiter zu, beispielsweise in Spanien und Italien – und es ist naiv zu glauben, dass dies nicht der Fall sein wird – dann wird man schon zu handeln wissen. Bis dahin hat man sich dann eventuell auch die rechtlichen Voraussetzungen hingebogen. Herzlichst, Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


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Schliekers Woche

Rätsel Europa SONNTAG, 5. AUGUST 2012

AKTIEN & MÄRKTE Schliekers Woche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: Euro – Das Abrakadabra des Mario Draghi . . . . 4 Märkte im Überblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . . 5 Aktie der Woche: Henkel . . . . . . . . . . . . . 6 SPEZIAL Rohstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Gastbeitrag: Roberto Cominotto . . . . . . 12 UNTERNEHMEN Unternehmen der Woche: Wöhrl . . . . . . . . 13 News: Metro, Pfizer, FMC/Fresenius . . . . 14 FONDS Fonds der Woche: DWS Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . . . .15 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: DAX-Korridor-Bonus-Zertifikat . . . . . . 18 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 ROHSTOFFE Rohstoff der Woche: Kakao . . . . . . . . . . 20 Rohstoffanalysen: Zucker, Mais, Weizen, Sojabohnenmehl . . . . . . . . . . . . 21 LEBENSART Event der Woche: VisualLeader 2012 . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Coffeetable-Favourites: Sterne-Snacks . . . 23 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 23

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Die EZB und ihr Chef haben die sogenannten Märkte am Donnerstag ganz offensichtlich in tiefe Verwirrung gestürzt. Die erste Reaktion war, gemessen an Reinhard Schlieker den Kurven der AkZDF Wirtschaftstienbörsen, ein kurkorrespondent zer Jauchzer und anschließend recht schnelle und tiefe Enttäuschung. Die aber hielt nur eine Nacht an – am Freitag war schon (fast) alles wieder gut. Was hatte Mario Draghi da nur wieder angerichtet? Es ist zu vermuten, dass alles, was er ohne Gefährdung der eigenen Rolle und derjenigen der EZB hätte machen können, in etwa die gleiche Reaktion hervorgerufen hätte. Denn eine Präsentation schwerer Waffen bereits am Donnerstag, wie es sich einige Investoren wohl ausgemalt hatten, wäre sofort in der Luft zerrissen worden. Also: Die groß angekündigten notwendigen Mittel zur EuroRettung, die auf jeden Fall ausreichen würden, stehen eben nicht allein der EZB zur Verfügung, sondern brauchen Mitwirkung der Regierungen in Euroland. Die sind mehrheitlich in einer Art Urlaubsmodus, weshalb nun der September als nächster spannender Monat ausgerufen wird, rein zufällig steuert da auch das Bundesverfassungsgericht sein Verdikt bei: Darf der Rettungsschirm ESM wie geplant an den Start gehen? Eine wichtige Frage, aber irgendwie auch schon wieder überholt. Denn die EZB hat in ihren verschlungenen Ausführungen doch genau das angekündigt, nur eben für später, was sich die Märkte erhofft hatten: Man wird mit allen Mitteln, die sich eben nicht in Zinssenkungen erschöpfen, die Problemlage angehen. Bis das so weit ist, hätten die streitenden Politiker Europas noch ein paar Wochen Zeit, sich zusammenzuraufen, was kaum gelingen

wird. Immerhin sind sie vorgewarnt. Draghi interpretiert die Rolle der EZB weiter, als man es insbesondere in Deutschland gern sieht. Zur Geldpolitik gehört für ihn auch das Arsenal von Anleihenkauf bis Billionenkredit. So hat sich die EZB irgendwie in die Lücke und Leere geschummelt, die von den zwar lauten, aber offensichtlich wenig effizienten Politikern aufgerissen wurde. Dass Draghi die Abstimmung mit und die Führungsrolle der Politik eigens erwähnte, lässt tief blicken: Das kann man auffassen als die Aussage: Ihr solltet es machen, und wenn ihr es nicht macht, dann tun wir eben, was wir für richtig halten. Spätere Kritik an Rolle und Wirken der EZB wird sich diesen Zeitpunkt in der Geschichte merken müssen. Ein Weiteres hat sich aber gezeigt: Die EZB glaubt, dass der Anleihenmarkt derzeit einfach nicht funktioniert. Daraus leitet sie ab, dass sie eingreifen muss und dass das ihre originäre geldpolitische Aufgabe ist. Dass die Märkte mit einem derartigen Auf und Ab reagierten, ist ein Hinweis darauf, dass viele Investoren offenbar wirklich die Problemlage nicht hinreichend verstanden haben. Sie spekulierten auf schnelles Geld, geliefert von der Zentralbank – und merken nicht, dass das Ausbleiben des Geldregens eigentlich ein gutes Zeichen wäre. Das würde nämlich die Chance erhöhen, dass sich die Krisenländer reformieren müssen und weiterentwickeln und man weniger Angst um seine langfristigen Geschäfte dort haben muss. Man sollte in der Tat den kurzfristigen Akteuren ihren Einfluss auf das Schicksal ganzer Länder nehmen – aber das ist Politikaufgabe, und die ist in Urlaub. So etwa seit 2010.

WAS DENKEN SIE ÜBER DIESES THEMA? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de


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Tops und Flops der Woche

TOPS Allianz: Gewinnsprung Im zweiten Quartal stieg der von der Allianz (WKN: 840400) erzielte Gewinn von 1,07 auf 1,32 Mrd. Euro. Der Vorsteuergewinn (EBT) legte von 1,61 auf 2,07 Mrd. Euro zu, der operative Gewinn von 2,30 auf 2,36 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zog der Umsatz von 24,6 auf 25,2 Mrd. Euro an. Die Bruttobeitragseinnahmen erhöhten sich von 15,80 auf 16,47 Mrd. Euro. 2012 will der Versicherer operativ nach wie vor 8,2 Mrd. Euro +/–0,5 Mrd. Euro verdienen. K+S: Operativ mehr verdient Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S (WKN: KSAG88) erhöhte den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im zweiten Quartal von 181,9 auf 219,8 Mio. Euro. Der Umsatz zog von 821,7 auf 996,5 Mio. Euro an. Die Vorjahreswerte sind aufgrund des Verkaufs von K+S Nitrogen entsprechend angepasst. Im Gesamtjahr sollen 3,9 bis 4,2 Mrd. Euro durch die Bücher fließen und auf EBIT-Basis 820 bis 900 Mio. Euro verdient werden. 2011 waren ohne K+S Nitrogen 4 Mrd. Euro umgesetzt und 906,2 Mio. Euro EBIT erzielt worden. adidas: Ausblick optimistischer Dank sportlicher Großereignisse brummte das Geschäft von adidas (WKN: A1EWWW) im zweiten Quartal: Der Gewinn legte von 140 auf 164 Mio. Euro zu, der operative Gewinn von 219 auf 256 Mio. Euro an. Im Vergleich zur Vorjahresperiode kletterte der Umsatz von 3,06 auf 3,52 Mrd. Euro. Prozentual stärker als der Umsatz stiegen allerdings die Herstellungskosten – von 1,56 auf 1,82 Mrd. Euro. 2012 soll der Gewinn statt 750 bis 785 Mio. Euro nun 770 bis 785 Mio. Euro erreichen – ein Plus von 15% bis 17%.

FLOPS Infineon: Überschuss mehr als halbiert Im dritten Geschäftsquartal brach der Gewinn von Infineon (WKN: 623100) von 190 auf 82 Mio. Euro ein. Der operative Gewinn fiel von 201 auf 110 Mio. Euro. Im Vergleich zur Vorjahresperiode schrumpfte der Umsatz von 1,04 auf 0,99 Mrd. Euro. Gleichzeitig erhöhten sich die Umsatzkosten von 613 auf 633 Mio. Euro, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 109 auf 116 Mio. Euro, die Vertriebs- und Verwaltungskosten von 114 auf 119 Mio. Euro. Im Gesamtjahr rechnet der Chip-Produzent mit einem Umsatzminus von 3%. BMW: Kosten stärker als Umsatz gestiegen Deutlich gestiegene Kosten ließen den Gewinn von BMW (WKN: 519000) im zweiten Quartal von 1,78 auf 1,28 Mrd. Euro einbrechen. Der Vorsteuergewinn schrumpfte von 2,65 auf 1,98 Mrd. Euro. Dank großer Nachfrage zog der Umsatz von 17,89 auf 19,20 Mrd. Euro an. Stärker als der Umsatz erhöhten sich die Herstellungskosten – von 13,57 auf 15,17 Mrd. Euro. Gleichzeitig stiegen die Vertriebs- und Verwaltungskosten von 1,46 auf 1,73 Mrd. Euro. Nach wie vor wollen die Bayern 2012 vor Steuern mehr als im Vorjahr verdienen. time Warner: Umsatz und Gewinn gesunken Der Gewinn des US-Medienkonzerns Time Warner (WKN: A0RGAY) sank im zweiten Quartal von 637 auf 429 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie schrumpfte von 0,59 auf 0,44 US-Dollar, vor Sonderposten von 0,60 auf 0,59 US-Dollar. Der operative Gewinn fiel von 1,27 auf 1,06 Mrd. US-Dollar. Aufgrund eines schwachen Film- sowie Print-Geschäfts ging der Umsatz von 7,03 auf 6,74 Mrd. US-Dollar zurück. Analysten hatten 7 Mrd. USDollar Umsatz sowie vor Sonderposten 0,58 US-Dollar Gewinn je Aktie erwartet. 03

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ZITAT DER WOCHE

„Eine Banklizenz für den ESM ist eine Inflationsmaschine und eine Vermögensvernichtungswaffe.“ FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle distanziert sich mit deutlichen Worten von der Idee, dem künftigen Schutzschirm ESM eine Art Banklizenz zu gewähren und so quasi unbegrenzte Mittel zur Verfügung zu stellen.

ZAHL DER WOCHE

„17,8 Mio.“ Im Juni hat die Zahl der Arbeitslosen im Euro-Raum einen neuen Höchststand erreicht. Laut EU-Statistikbehörde waren 17,8 Mio. Menschen ohne Job, das entspricht einer Quote von 11,2%.

TER MINE DER WOCHE 07.08. 11:00

Italien BIP 2Q (1. Veröffentlichung)

07.08. 12:00

DE

Auftragseingangsindex verarb. Gew. Juni

08.08. 08:00

DE

Daten zum Außenhandel Juni

08.08. 12:00

DE

Produktionsindex produzierendes Gew. Juni

08.08.

Spanien Industrieproduktion Juni

-

09.08. 03:30

China Verbraucherpreise Juli

09.08. 07:30

China Industrieproduktion Juli


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Markt im Fokus

Euro: Das Abrakadabra des Mario Draghi

Wenn man seinem Publikum vollmundig ankündigt, Gewaltiges aus dem Hut zu zaubern, darf man sich nicht wundern, wenn statt vieler, vieler goldener taler aus dem Nichts zur Rettung des Euro nur heiße Luft herauskommt und damit teile der Zuschauer erst einmal enttäuscht werden. Die Regierenden der größten Sorgenkinder der Eurozone, Spanien und Italien, dürften ganz schön bedröppelt aus der Wäsche geguckt haben. Die Europäische Zentralbank

(EZB) greift noch nicht ein, um die Renditeanstiege bei spanischen und italienischen Staatsanleihen aufzuhalten. Offenbar konnte Mario Draghi noch nicht jeden

Euro in US-Dollar

Stand: 03.08.2012 (11.45 Uhr)

Indizes Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX tecDAX SDAX EUROStX 50 Nikkei 225 Hang Seng

04

Stand: Freitag nach Börsenschluss

03.08.2012 13096,17 1390,99 2967,90 6865,66 10990,72 785,67 4940,21 2372,58 8555,11 19666,18

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% Vorwoche +0,16% +0,36% +0,33% +2,64% +1,25% +1,00% +1,62% +3,10% -0,14% +2,03%

52weekHigh 13338,66 1422,32 3133,97 7194,33 10997,63 813,47 5257,70 2611,42 10255,15 22087,12

% 52week +10,09% +10,37% +10,21% +3,39% +13,08% +3,08% -0,03% -5,01% -11,23% -10,58%

seiner Kollegen im EZB-Rat verzaubern und für Anleihenkäufe am Sekundärmarkt oder später vielleicht auch über den Umweg ESM begeistern. Der Widerstand von Ratsmitgliedern gegen diese sehr umstrittenen Mittel scheint einfach noch zu groß. Nach der EZB-Sitzung am vergangenen Donnerstag lautete Draghis Abrakadabra daher lediglich, dass die Notenbank als Euro-Retter bereitstehe. Über das Wann und Wie hielt er sich erneut bedeckt. Es gab also nichts Konkretes, was für etwas Enttäuschung bei den Verfechtern dieser außergewöhnlichen Mittel sorgte. Allerdings haben sie berechtigte Hoffnungen, dass innerhalb der EZB weiterhin darum gerungen wird, diesen Maßnahmen den Weg zu ebnen. Wie Draghi ankündigte, wollen die Währungshüter in den nächsten Wochen im Schulterschluss mit den Regierungen ein Konzept erarbeiten, wie die EZB gemeinsam mit den Rettungsfonds EFSF und ESM die Lage entspannen kann. Was so harmlos und für den ein oder anderen auch zuversichtlich klingen mag, bedeutet im Umkehrschluss wohl nichts anderes, als dass mit Tricks, Kniffen und vielleicht auch durch erneutes Umgehen bestehenden Rechts die Voraussetzungen geschaffen werden, um mithilfe der EZB Staaten zu refinanzieren, was eigentlich nicht vorgesehen, ja gar verboten ist. Vielleicht blieben auch deshalb die Abschläge des Euro vergleichsweise moderat, scheint man doch weiterhin auf eine gelungene Zauberei zu hoffen.


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Märkte im Überblick

USA

DEUTSCHL A ND

Jobdaten beflügeln

Enttäuschung weggesteckt

EUROPA

Befreiungsschlag bleit erst einmal aus

Abgesehen von den vielen US-Konjunkturdaten und der mit Spannung erwarteten EZBSitzung stand auch die US-Notenbank (Fed) im Fokus. Neues zur weiteren Geldpolitik gab es aber nicht. Die Fed blieb bei ihrer seit Monaten verfolgten Strategie, sich zwar die Tür für weitere Schritte zur Konjunkturstimulierung offenzuhalten, aber keine konkreten Hinweise über das Ob und Wann zu geben. Sie hält sich vielmehr wohl ihr restliches Pulver trocken, ist der Großteil ihres Handlungsspielraums doch ausgeschöpft. Es müsste wohl größere Verwerfungen an der Wall Street oder einen deutlichen Konjunktureinbruch geben, damit sie schon bald zum Handeln gezwungen wird. Die zahlreichen jüngsten Konjunkturdaten geben ein solches Szenario aber wohl noch nicht her. Viele waren besser als erwartet wie Verbrauchervertrauen, Chicago-Einkaufsmanagerindex und der ADP-Arbeitsmarktbericht. Letzterer weckte für die viel beachteten und auch bei der Fed besonders im Fokus stehenden offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag Zuversicht. Sie erwies sich diesmal als gerechtfertigt. Zwar erhöhte sich die Arbeitslosenquote von 8,2% auf 8,3%, die Zahl der neu geschaffenen Stellen war im Vergleich zu den vorherigen Erhebungen aber überraschend hoch. Die Wall Street reagierte sehr positiv und die US-Indizes schafften dank der kleinen Rally am Freitag jeweils ein leichtes Wochenplus.

Na bitte, es geht doch. Die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) hat Deutschland ein erstklassiges Zeugnis ausgestellt und die Top-Bewertung der Kreditwürdigkeit bekräftigt. „Unserer Meinung nach hat Deutschland eine breit aufgestellte und wettbewerbsfähige Wirtschaft, die die Fähigkeit bewiesen hat, schwere wirtschaftliche und finanzielle Schocks zu verkraften.“ S&P ist damit zuversichtlicher als die andere große US-Rating-Agentur Moody’s, die ja unlängst die deutsche Bonität auf den Prüfstand gestellt hatte. Die Zuversicht von S&P zu teilen fällt jedoch schwer. Die Risiken sind zu offensichtlich. Dabei geht es nicht nur darum, dass sich Deutschland bei der Rettung des Euro finanziell übernehmen dürfte. Auch die Indizien für eine nachlassende konjunkturelle Dynamik nehmen zu. So hat hierzulande das ohnehin fragwürdige Job-Wunder im Juli weiter an Schwung verloren. Daneben schlägt die Finanzkrise in Europa mehr und mehr auf die deutsche Autoindustrie durch. Hinzu gesellten sich einige mäßige Firmenbilanzen und Ausblicke. Und auch die jüngst gemeldeten Einzelhandelsumsätze für Juni deuten nicht gerade auf einem Konsumboom. Der DAX verbuchte in der vergangenen Woche dennoch ein kräftiges Plus von 2,6%, profitierte dabei am Freitag von den US-Job-Daten und steckte insgesamt auch die Enttäuschung wegen der noch ausgebliebenen EZB-Maßnahmen weg.

Es geht weiter rund in Europa. Die Konjunktur schwächelt immer mehr. Die Schuldenkrisen sind weiterhin nicht gelöst und Optimismus, dass es hier bald Ansätze für eine nachhaltige Entspannung gibt, ist nicht angebracht. Im Gegenteil. Es wird weiterhin herumgestümpert wie bisher. Die Rat- und Planlosigkeit zeigt sich auch an der EZB. Sie hat zwar jüngst nicht für den erhofften Befreiungsschlag gesorgt, ist aber bestrebt, die Weichen zu stellen, damit sich Länder wie Spanien oder Italien, die sich angesichts zu hoher Zinsen wohl bald nicht mehr an den Kapitalmärkten refinanzieren können, mithilfe der Notenbank frisches Geld beschaffen können. Wenn das die Strategie sein soll, um das Schuldendilemma zu lösen, na dann Prost. Über dieses Thema wird in der nächsten Zeit noch reichlich zu reden sein. Womöglich fällt der hie und da noch vorhandene Widerstand gegen eine direkte oder indirekte Staatsfinanzierung durch die EZB aber schneller als gedacht. Spätestens wenn es wieder heißt, dass Pleiten von Spanien oder Italien oder gar das Auseinanderbrechen des Euro drohen, könnten alle Prinzipien über den Haufen geworfen und Mittel wie Staatsanleihenkäufe als alternativlos den Zweck heiligend angepriesen werden. Der EURO STOXX 50 verzeichnete trotz der Enttäuschung wegen der EZB und auch dank der US-Job-Daten am Freitag aber ein deutliches Wochenplus.

S&P 500

DAX

EURO STOXX 50

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Stand: 03.08.2012

Stand: 03.08.2012

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© Fotos: Henkel

Aktie der Woche

Henkel: Eine saubere Sache Die Aktie des Konsumgüterherstellers scheint gefragt zu bleiben. Sie erreichte jüngst neue Rekorde. Zudem schneidet sie im bisherigen Verlauf des Jahres 2012 innerhalb des DAX am besten ab. Dafür muss es Gründe geben. Das gut laufende Geschäft wird von den jüngst vorgelegten Quartalszahlen bestätigt. Zudem hob Henkel die Gewinnprognose für 2012 an. Die Aktie bleibt damit wohl eine saubere Sache und könnte auf anhaltendes Interesse seitens der Investoren stoßen. Das Marktumfeld ist auch für Henkel schwierig und der Konsumgüterkonzern geht von einer weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage aus. Den Angaben zufolge stellen vor allem die Auswirkungen der Schulden- und Finanzkrise in einer Reihe von europäischen Ländern Herausforderungen dar. Darüber hinaus dürfte der Wettbewerb hart bleiben. Dennoch Insgesamt verlief die zeigte sich Firmenchef Entwicklung im ersten Halb- Kasper Rorsted bei Vorjahr sehr gut, wie sich aus lage der Quartalszahlen den Zahlen ablesen lässt. bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung zuversichtlich. Er bekräftigte daher einige der bisherigen Ziele und legte bei einem sogar noch nach. Das Unternehmen erwartet weiterhin ein organisches Umsatzwachstum zwischen 3% und 5%. Im Vorjahr hatte es 15,61 Mrd. Euro umgesetzt. 06

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Darüber hinaus soll die bereinigte Marge auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 13% im Vorjahr auf 14% zulegen. Gewinnprognose erhöht Etwas optimistischer als bislang ist Henkel nun bei der Prognose für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS). Hier konkretisierte

Henkel Vz.

Stand: 03.08.2012


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der Vorstand das bisherige Ziel von mindestens +10% auf rund +15%. Basis dafür bilden Preiserhöhungen und die Anpassung der Strukturen an die sich stetig ändernden Marktverhältnisse, hieß es. Damit sowie durch eine weiterhin strikte Kostendisziplin will die Gesellschaft die negativen Auswirkungen der hohen Rohstoffkosten mehr als ausgleichen. Betrug das bereinigte EPS 2011 3,14 Euro je Vorzugsaktie, dürften 2012 somit 3,61 Euro drin sein. Die Planung scheint realistisch, im ersten Halbjahr wurden bereits 1,84 Euro erzielt. Dies waren 21,1% mehr als im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal lag es mit 0,97 Euro sogar um 22,8% höher und verbesserte sich auch zum Wert des Vorquartals von 0,87 Euro. Erneut starkes Quartal Insgesamt verlief die Entwicklung im ersten Halbjahr sehr gut, wie sich aus den Zahlen ablesen lässt. Henkel erzielte einen Umsatz von 8,21 Mrd. Euro. Das organische Plus lag bei 4,3%. Das bereinigte EBIT kletterte um 17,6% auf 1,16 Mrd. Euro, was zu einer Erhöhung der EBIT-Marge von 12,7% auf 14,1% führte. Der bereinigte Nachsteuergewinn nach Anteilen Dritter legte um 21,3% auf 797

Mio. Euro zu. Zu der positiven Entwicklung hat das zweite Quartal beigetragen. Henkel knüpfte damit trotz des weiterhin schwierigen Marktumfeldes an die positive Tendenz zum Jahresauftakt an und erzielte in allen Konzernbereichen profitables Wachstum. Das Segment Wasch-/Reinigungsmittel mit hierzulande bekannten Marken wie Persil, Spee und Somat verzeichnete dabei mit 5,1% die stärkste organische Wachstumsrate und erreichte einen Umsatz von 1,15 Mrd. Euro. Im Segment Adhesive Technologies (Kleb- und Dichtstoffe, Produkte zur Oberflächenbehandlung), das mit seinem breit gefächerten Sortiment sowohl auf Lösungen für Handwerker und Konsumenten als auch für industrielle Anwender zielt und zu dem Marken wie Pritt, Pattex, Loctite, Ceresit und Technomelt gehören, legte um 3,6% auf

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Derivate auf Henkel Vz. WKN tB3AN1 DZ8CBC tB32AX

Typ Hebel-Zert. (Long) Hebel-Zert. (Long) Hebel-Zert. (Short)

Basispreis 44,778 EUR 43,239 EUR 72,87 EUR

2,1 Mrd. Euro zu. Die Sparte Kosmetik/Körperpflege, in der Henkel Produkte in den fünf Gebieten Haare, Körper, Haut, Mundhygiene und Düfte unter Marken wie Schwarzkopf, Fa, syoss und Theramed anbietet, verzeichnete ein Wachstum von 2,8% auf 921 Mio. Euro. Insgesamt erhöhte sich der Konzernumsatz um 6,4% auf 4,21 Mrd. Euro. Das organische Wachstum lag bei 4%. Gewinne gesteigert Weil Henkel Belastungen wie höhere Rohstoffpreise durch Preiserhöhungen abfederte und gleichzeitig andere Kosten eindämmte, stieg auch das EBIT um 8,5% auf 583 Mio. Euro. Bereinigt um Sondereffekte wie Restrukturierungskosten verbesserte es sich sogar um 18,6% auf 609 Mio. Euro. Auf dieser Basis erhöhte sich die EBITMarge von 13% auf 14,5%. Nach Steuern blieb ein Profit von 412 Mio. Euro übrig und damit 9,9% mehr als im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Überschuss nach Anteilen Dritter kletterte sogar um 22,4% auf 420 Mio. Euro. „Die guten Ergebnisse des zweiten Quartals sind auch Ausdruck der Fokussierung auf unsere strategischen Prioritäten, die wir weiter fest im Blick haben“, erläuterte der Vorstand. Dazu gehören unter anderem die Portfoliooptimierung sowie die Konzentration auf Topmarken, die kontinuierliche Entwicklung neuer sowie Weiterentwicklung bestehender Produkte, aber auch die Optimierung der Zulieferkette und verbesserte Prozesse und damit Einsparungen in Verwaltung und Organisation. Wachstumsregionen besonders stark Trotz der insgesamt starken Zahlen im zweiten Quartal spürte das deutsche Unternehmen auch die Auswirkungen der Krise im EuroRaum, in dem immerhin mehr als ein Drittel der Umsätze generiert wird. Die Erlöse verringerten sich hier mit organisch 0,1% auf 1,43 Mrd. Euro allerdings nur marginal. In Osteuropa ging es unterdessen um 7,9% auf 771 Mio. Euro aufwärts. Zulegen konnte der Konzern außerdem in den Regionen Asien/Pazifik (+4,5% auf 657 Mio. Euro), Afrika/Nahost (+14,1% auf 279 Mio. Euro), Lateinamerika (+3,9% auf 270 Mio. Euro) und Nordamerika (3,8% auf 765 Mio. Euro). Henkel hob mit Blick auf die regionale Entwicklung die Wachstumsregionen Osteuropa, Afrika/Nahost, Lateinamerika und Asien (ohne Japan) hervor, die erneut besondere Impulse für das Umsatzwachstum setzen. In diesen Gebieten stiegen die Erlöse organisch um 8,1% 08

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Knock-out 47,017 EUR 45,499 EUR 70,32 EUR

Laufzeit open end open end open end

Hebel 4,35 3,89 4,03

Henkel Vz. ISIN: WKN: Kurs 03.08.12: 52-Wochen-Hoch: 52-Wochen-tief: Empf. Stop-Loss: Unser Anlageurteil:

DE0006048432 604843 59,94 EUR 59,95 EUR 36,52 EUR 53,50 EUR spekulativer Kauf Stand: Freitag nach Börsenschluss

auf 1,83 Mrd. Euro. Der Anteil am Konzernumsatz nahm damit zum Vorjahresquartal von 42% auf 43% zu.

Fazit Mit den Produkten von Henkel lässt sich nicht nur gut waschen, reinigen und kleben, mit ihnen lassen sich auch gute Geschäfte machen, wie die jüngsten Quartalszahlen verdeutlichen. Zwar wird sich auch Henkel nicht dem schwierigen und vielleicht noch schwieriger werdenden Marktumfeld entziehen können, allerdings hat der Konzern seine Hausaufgaben gemacht, ist als Konsumgüterhersteller zudem nicht ganz so anfällig. Zudem ist er regional sowie bei seinen Erzeugnissen breit und solide aufgestellt und feilt zudem kontinuierlich an verbesserten Prozessen, um Kosten zu sparen. Insgesamt macht Henkel somit einen äußerst stabilen Eindruck. Zusammen mit der angehobenen EPS-Prognose sollte dies bei den Investoren die zuletzt mit den steigenden Aktienkursen zum Ausdruck gebrachte Zuversicht bezüglich anhaltend guter Geschäfte weiter nähren. Aus Anlegersicht könnte Henkel somit eine saubere Sache bleiben und damit auch spekulative Käufe rechtfertigen.


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Rohstoffe

Risiko Rohstoffnotierungen Jahrelang verwöhnten die Rohstoffmärkte Anleger mit satten Gewinnen. Analysten und Experten riefen einen Superzyklus aus, der mehrere Jahrzehnte andauern sollte. Bereits die letzte Finanzkrise hatte die Notierungen jedoch dramatisch abstürzen lassen. Es folgte eine schwungvolle Erholung, die sich Anfang dieses Jahres in Euphorie verwandelte – zu Unrecht. Wie so oft kam es anders als erwartet. Die Staatsschuldenkrise kehrte mit Wucht zurück, Chinas Wachstumstempo schwächte sich merklich ab und die Konjunktur in den USA kam nicht mehr richtig in Tritt. Weil sie in hohem Maße von den zukünftigen Erwartungen bestimmt werden, ist diese Mischung für die Rohstoffnotierungen ein Giftcocktail: „Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im Juni im Vergleich zum Vormonat auf US-Dollar-Basis um 11%, während er in Euro um 9% nachgab. Damit liegt der Index um gut 16,8% (in Euro –3,3%) unter dem Niveau von vor einem Jahr. Die Beschleunigung im Preisrückgang, die wesentlich durch die verschlechterten Aussichten für die Weltkonjunktur bestimmt wurde, betraf nahezu alle Rohstoffe“, so das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI). Seriöse Prognosen nicht möglich Weil von den Sorgen um die Konjunktur naturgemäß vor allem Rohstoffe aus den 09

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Bereichen Energieträger und Industriemetalle betroffen sind, mussten diese auch die größten Verluste hinnehmen: So verbilligte sich der HWWI-Index für Rohöl im Juni mit 12,7% (in Euro –10,7%), der Kohleindex sank um 9,3% (in Euro –7,3%), Kupfer fiel um 6,5% (in Euro –4,4%) und der von der Nachfrage der Automobilindustrie abhängige Kautschuk sogar um 15,2% (in Euro –13,2%). Von gänzlich anderen Faktoren ist demgegenüber die Entwicklung der Preise für Agrarrohstoffe abhängig. Hier spielen die erwarteten Erntemengen und die Höhe der Lagerbestände eine wesentliche Rolle: „Die USA als der wichtigste weltweite Maisexporteur weisen zurzeit so niedrige Maislagerbestände auf wie seit Jahren nicht mehr. In Russland beeinflusste dagegen trockenes Wetter negativ den Weizenanbau, was zu steigenden Weizenpreisen führte“, kommentiert das HWWI die aktuelle Lage. Nachdem seit Anfang Juni nun auch in weiten Teilen der USA eine Dürre herrscht, haben die Preise von Weizen und Mais jüngst um rund 50% angezogen. Unterschiede bei Rohstoffindizes Die Auswirkungen, die politische Entscheidungen im Rahmen der Staatsschuldenkrise entfalten, sind jedoch für Privatanleger wie Profis kaum noch abschätzbar. Wie aktuelle Entwicklungen zeigen, ist eine seriöse Prognose über die weitere konjunkturelle Entwicklung derzeit kaum möglich. Mitte Juni sorgten beispielsweise


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Hoffnungen auf ein beherztes Eingreifen der Zentralbanken – insbesondere beim Ölpreis – für deutlich steigende Notierungen. Daraufhin konnte auch das Rohstoff barometer S&P GSCI Total Return Index bis Ende Juli um fast 14% zulegen! Das dürfte das Gros der Privatanleger freuen: Sie besitzen in der Regel Fonds und Das Universum der Zertifikate, die sich auf die marktbreiten Commodities umfasst so Rohstoffindizes beziehen. Allerdings gibt unterschiedliche Güter wie es hier erhebliche Unterschiede. So hat beiSchweinehälften, Orangensaft, spielsweise der RICI Rohstoffindex in den Kupfer, Gold und Öl. letzten zwölf Monaten um fast 10% verloren – während der S&P GSCI Total Return Index unter dem Strich nahezu unverändert notiert. Um zu verstehen, warum Ersterer vergleichsweise schlecht abgeschnitten hat, ist ein Blick hinter die Kulissen notwendig. Mehr Energie, dafür weniger Agrarrohstoffe Das Universum der Commodities umfasst so unterschiedliche Güter wie Schweinehälften, Orangensaft, Kupfer, Gold und Öl. Es kommt daher auf die Zusammensetzung – beziehungsweise die

Gewichtung – im Index an. Fossile Energieträger wie Öl und Gas haben in den Benchmark-Indizes traditionell einen hohen Stellenwert. Preisänderungen dieser Güter wirken sich dort dementsprechend überproportional stark aus. Beim GSCIRohstoffindex machen Energierohstoffe beispielsweise rund 70% des Index aus. Demgegenüber kommen Agrarrohstoffe (Soft Commodities) zusammen mit der Viehwirtschaft lediglich auf einen Anteil von rund 20%. Bei dem RICI Index (z. B. RBS Index-Zertifikat WKN: ABN4JE) ist der Energiesektor hingegen mit 40% spürbar niedriger gewichtet, der Agrarbereich mit rund 32% dafür deutlich höher. Das Rollrisiko Auf den ersten Blick scheint da etwas nicht zusammenzupassen: Denn obwohl die Soft

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Commodities zuletzt deutlich zulegen konnten – und auch auf Sicht der letzten zwölf Monate höher notierten – hat sich der RICI Index, der diese Produkte stärker gewichtet, schlechter entwickelt als der energielastige S&P GSCI Total Return Index. Die Erklärung für dieses Phänomen ist eine Eigenheit dieser Asset-Klasse: Im Unterschied zu Aktien und Währungen sind Rohstoffe physische Güter. Da es für die Anbieter von entsprechenden Finanzprodukten unwirtschaftlich ist, die Waren wirklich zu lagern, nutzen die Emittenten die Terminbörsen, um die Preisänderungen der Rohstoffe abzubilden. Hierzu werden Future-Kontrakte ge- und verkauft. Um die spätere Lieferung des Rohstoffs zu vermeiden, werden die Kontrakte vor Laufzeitende in länger laufende getauscht. Dabei unterscheiden sich Haben die Marktteilnehmer die die Terminkurse meist von den Kassapreisen Erwartung, dass ein Rohstoff (Spot-Preisen). Durch dieses Rollen können zukünftig teurer wird, spiegelt sich das rasch in den Kursen der Verluste entstehen, wenn der neue Kontrakt teurer ist, oder Gewinne, wenn der Preis des Future-Kontrakte wider. Future niedriger ausfällt. Haben die Marktteilnehmer also bereits die Erwartung, dass ein Rohstoff zukünftig teurer wird, spiegelt sich das rasch in den Kursen der Future-Kontrakte wider. Anleger können dann nur noch Gewinne erzielen, wenn der Preisanstieg höher ausfällt als allgemein erwartet. Dazu kommt, dass mit der steigenden Anzahl an derivativen Produkten – die alle im selben Zeitraum ihre Positionen rollen – die Preise zusätzlich in die Höhe getrieben werden. Physisch gedeckt oder strukturell optimiert In einem solchen Umfeld wurden die Situationen, in denen der Future-Kurs unter dem Spot-Preis liegt, immer seltener. Für Anleger kam es daher immer häufiger zu den oben geschilderten Rollverlusten. Umgehen lassen sich die Probleme jedoch mit Produkten, die tatsächlich mit dem entsprechenden Rohstoff hinterlegt sind. Dieser Umstand erklärt auch das große Interesse an dem ersten physisch besicherten Kupfer-ETC. Dessen Zulassungsprüfung dauert jedoch bereits seit über zwei Jahren an. Bislang gibt es entsprechende Produkte nur für gängige Edelmetalle. Eine andere Variante sind speziell konzipierte Strukturen der Zertifikate-Anbieter. Papiere wie das Vontobel-Natural-Gas-Strategy-Index-Zertifikat (WKN: VFP9NG) schichten im Falle drohender Rollverluste beispielsweise in entsprechende Aktien um. Diese Vorgehensweise zahlt sich aus: Während der Natural Gas ETC (WKN: A0KRJ3) in den letzten zwölf Monaten um rund 46% eingebrochen ist, kann das Vontobel-Papier ein Plus von 5% vorweisen. Auch einige Produkte aus der rolloptimierten DZ-BANK-Indexreihe BestCommodity konnten bislang überzeugen – beispielsweise das Zertifikat auf Mais (WKN: DZ2X4H). Eine weitere Möglichkeit stellen sogenannte Laufzeit-Zertifikate dar, die sich nur auf einen bestimmten festen Future-Kontrakt beziehen. 11

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Fazit Rohstoffe eignen sich zweifellos zur Diversifizierung des Depots. Mittlerweile sind jedoch auch die Gütermärkte eng mit den Finanzmärkten verzahnt. Bricht die Realwirtschaft in Folge der derzeitigen Schuldenkrise erneut ein, wird dies auch die Rohstoffnotierungen in die Tiefe reißen. Insbesondere die Spekulation auf einzelne Rohstoffe birgt in diesem schwer kalkulierbaren Umfeld große Risiken. Gut gemanagte Commodity-Fonds sind für Privatanleger daher keine schlechte Wahl und sind zuletzt deutlich zurückgekommen. Eine Ausnahmestellung besitzen auch Edelmetalle – allen voran Gold. Deutliche Preisrücksetzer können hier zum Einstieg oder Ausbau von Positionen genutzt werden.

AUSBLICK AUF DAS NÄCHSTE SPEZI A L Ausgabe 32 (12.08.2012) Bonuszertifikate


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Goldenes Zeitalter für Erdgas Erdgas wird seit rund 200 Jahren als fossiler Energieträger genutzt. An Aktualität hat es dennoch nichts verloren. Erdgas gilt als Brückentechnologie, die in einer Übergangsphase eingesetzt werden kann, bis die erneuerbaren Energien die notwendigen Kapazitäten abdecken können. Einige Regierungen planen bereits, vermehrt auf Erdgas zu setzen. Welche Eigenschaften machen Erdgas derzeit so begehrt? Zum einen ist Erdgas relativ sauber. Es produziert bei der Verbrennung zwar CO2, aber vergleichsweise deutlich weniger als Erdöl und Kohle.

Roberto Cominotto Fondsmanager des JB Energy Transition Fund bei Swiss & Global Asset Management

Erdgas ist sauber, reichlich vorhanden und billig Zum anderen ist Erdgas reichlich vorhanden: In Nordamerika wurden in den vergangenen zehn Jahren neue Bohrtechnologien entwickelt, die bisher nicht wirtschaftlich förderbares Erdgas wie etwa Schiefergas zugänglich gemacht haben. Die weltweiten Reserven könnten über 200 Jahre reichen und somit weit über die nötige Zeit bis zum vollständigen Übergang ins Zeitalter der erneuerbaren Energie. Und nicht zuletzt ist Erdgas billig: Der Zugang zu den Schiefergasvorkommen in Nordamerika hat sich stark auf den Gaspreis ausgewirkt. Von einem Höhepunkt vor rund fünf Jahren von deutlich über 10 US-Dollar pro MMBtu (Million British Thermal Units) ist der Gaspreis dieses Jahr zeitweise unter 2 US-Dollar pro MMBtu gefallen. Im Vergleich zu Erdöl ist der US-Gaspreis auf einem Rekordtief. Erneuerbare Energien erhöhen den Erdgasbedarf Paradoxerweise bedeutet verstärkter Einsatz von erneuerbarer Energie auch mehr Nachfrage nach Erdgas. Denn erneuerbare Energiequellen wie Wind und Sonne haben den großen Nachteil starker Schwankungen. Je

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nach Tageszeit und Wetter generieren sie viel, wenig oder gar keinen Strom. Da es auf absehbare Zeit keine ausreichenden Speicherlösungen für dieses Problem gibt, müssen Gaskraftwerke die schwachen Perioden überbrücken. Die Vorteile von Gaskraftwerken liegen dabei vor allem in der Flexibilität. Im Betrieb können Gaskraftwerke äußerst schnell auf Bedarfsänderungen reagieren. Starkes Nachfragewachstum Erdgas wird heute vor allem zur Wärmegewinnung, Stromerzeugung und Herstellung von chemischen Produkten genutzt. In wichtigen Gasproduzentenländern wird auch ein namhafter Teil der Straßenfahrzeuge mit Erdgas betrieben. Weltweit macht Erdgas rund 23% des Energiemixes aus. Die regionalen Unterschiede sind jedoch sehr groß. An der Spitze liegen Russland und einige Staaten im Mittleren Osten mit rund 50%, am Ende der Skala stehen ausgerechnet Länder wie Indien (10%) und China (4%), die ein außerordentlich starkes Wachstum des Energiebedarfs aufweisen und mit den ökologischen und gesundheitlichen Folgen der Kohle- und Erdölverbrennung zu kämpfen haben. Es überrascht deshalb nicht, dass diese Länder ein großes Interesse an diesem saubersten fossilen Energieträger haben. China will den Anteil am Energiemix bis 2020 auf 10% und längerfristig noch deutlich stärker erhöhen. Wie kann man als Investor profitieren? Eine Vielzahl an Industrien ist mit der Erdgas-Wertschöpfungskette verbunden. Da die Gaspreise in Nordamerika weiterhin tief bleiben dürften und auf globaler Ebene mittelfristig sogar weiter fallen könnten, sind Anleger gut beraten, Unternehmen, die unter niedrigen Gaspreisen leiden, zu meiden. Dazu gehören in erster Linie die Gasproduzenten. Stattdessen sind Aktien von Unternehmen interessant, die von steigenden Gasvolumen profitieren, also Anbieter von Bohr- und Fördertechnologien sowie Hersteller von Ausrüstung für den Transport und die Lagerung von Gas. Der Markt für gasbetriebene Fahrzeuge ist noch eine Nische, bietet aber ebenfalls große Wachstumschancen.


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Unternehmen der Woche

Wöhrl – das Modehaus mit dem Knopf Mode mit Qualitätsanspruch. Dafür steht der Name Wöhrl seit fast 80 Jahren. Aus bescheidenen Anfängen schuf Rudolf Wöhrl eine Kette von Modehäusern und eine starke Marke. Vor allem im Süden Deutschlands ist der Knopf im Logo des Modeunternehmens in vielen Städten präsent. Für Rudolf Wöhrl lag das Glück förmlich auf der Straße, auf der er als junger Mann einst einen Knopf fand. Er behielt ihn als Talisman. Jahre später wurde der unscheinbare Knopf zu einem bekannten Markenzeichen. Noch heute ist er Bestandteil des Firmenlogos.

Unternehmens ein. Im Rahmen eines sogenannten Trading-up ließ er eine Reihe von Modehäusern in Städten wie München, Ingolstadt und Fürth modernisieren, vor allem aber das Flagship-Haus in Nürnberg erweitern. Nun übernahm der ältere Sohn des Unternehmensgründers Rudolf Wöhrl wieder das Ruder. Von 2007 bis April 2010 bekleidete Gerhard Wöhrl die Position des Vorstandvorsitzenden. In dieser Funktion trieb er weitere Restrukturierungsmaßnahmen voran. Danach folgte ein kurzes Intermezzo mit einem familienfremden Vorstandsvorsitzenden. Marcus Kossendey, ein erfahrener Experte im Mode-Einzelhandel, übernahm das operative Geschäft. Doch schon bald holten die Wöhrls wieder einen der Ihren an die Spitze des Unternehmens: Olivier Wöhrl, Enkel des Gründers Rudolf Wöhrl übernahm zum Jahresanfang 2012 den Posten als Vorstandsvorsitzender.

Aus Alt mach Neu 1933 eröffnete Rudolf Wöhrl unter der Bezeichnung Zetka ein winziges Geschäft für Herren- und Knabenbekleidung in Nürnberg. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg baute er unterstützt von seiner Frau Berta das Geschäft wieder auf. Die Produktion war durch die schwierigen Verhältnisse der Nachkriegszeit gekennzeichnet: Aus Uniformen, Decken und Zeltplanen wurden Anzüge, Mäntel und Hosen hergestellt. Bis zu 400 Kleidungsstücke verließen pro Woche die Schneiderei. 1949 eröffnete er in der Innenstadt Nürnbergs wieder ein Geschäft mit ganzen 60 Quadratmetern – dieses Mal unter seinem Qualität statt Rabattschlachten Familiennamen Wöhrl. Aktuell umfasst die Wöhrl-Unternehmensgruppe in Deutschland 37 Standorte mit über 2.400 Beschäftigten. Der Jahresumsatz beAuf Expansionskurs trug im Geschäftsjahr 2010/11 rund 346 Mio. Euro. Wöhrl steht Anfangs hatte er nur 15 Mitarbeiter. Doch das Unternehmen wuchs in für hohen Qualitätsanspruch, der sich in einem breiten Angebot an rasantem Tempo während des Wirtschaftsbooms in den 50er-Jahren. erstklassigen Marken widerspiegelt. Statt die Kunden mit Niedrig1958 gab es bereits weitere Filialen in Regensburg, Erlangen und Roth. preisen zu locken, setzt die Unternehmensführung auf Service und In den 60er-Jahren wurden noch mehr Wöhrl-Häuser eröffnet. 1970 gut geschultes Personal. Hierzu gründete das Modehaus bereits 1988 übergab Rudolf Wöhrl das Unternehmen an seine beiden Söhne Ger- ein eigenes Fortbildungsinstitut, die Wöhrl-Akademie auf Schloss hard und Hans Rudolf. Diese beschritten in den 80er- und 90er-Jahren Reichenschwand. Wöhrl betreibt dort Personalentwicklung, fördert seinen erfolgreichen Weg weiter. Das Unternehmen expandierte und der Nachwuchs- und Führungskräfte und bietet mittlerweile auch andeErfolg wurde gekrönt von zahlreichen Modepreisen und Auszeichnun- ren Unternehmen Schulungen an. Jedes Jahr durchlaufen dort 1.500 gen. 2002 wurde das Unternehmen zu einer Familien-AG umgewandelt. Teilnehmer eine Vielzahl von Maßnahmen. Wöhrl legt auch großen Wert auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Wechsel an der Spitze Das Unternehmen hat dementsprechend seine Betriebsabläufe angepasst Mit der Umfirmierung in eine Aktiengesellschaft wechselten Gerhard und optimiert. Dass Wöhrl seinen hohen Ansprüchen gerecht wird, beund Hans Rudolf Wöhrl in den Aufsichtsrat und zogen sich damit legt nicht zuletzt die große Zahl an Preisen und Auszeichnungen. So aus dem operativen Geschäft zurück. Zwei Jahre später aber erwarb erhielt Wöhrl unter anderem den Bayerischen Qualitätspreis, den BayGerhard Wöhrl die Aktienmehrheit und leitete die Neuausrichtung des erischen Umweltpreis und den Internationalen Mode-Marketing-Preis. 13

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METRO

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Erneut rote Zahlen

Gewinnanstieg dank Sparkurs

Nach einem verlustreichen Jahresbeginn verlor Metro (WKN: 725750) im zweiten Quartal 28 Mio. Euro. In der Vorjahresperiode hatte der Handelskonzern unter dem Strich 40 Mio. Euro verdient. Vor Steuern (EBT) schrumpfte das Ergebnis von +64 auf –71 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach von 267 auf 70 Mio. Euro ein. Der Umsatz stieg von 15,57 auf 15,85 Mrd. Euro. Gleichzeitig erhöhten sich die Umsatzkosten von 12,31 auf 12,61 Mrd. Euro, die Vertriebskosten von 2,93 auf 3,13 Mrd. Euro, die Verwaltungsausgaben von 399 auf 403 Mio. Euro. In der Großhandelssparte Metro Cash & Carry legte der Umsatz von 7,80 auf 7,96 Mrd. Euro zu. Das EBIT sackte von 246 auf 69 Mio. Euro ab. Media-Saturn steigerte den Umsatz von 4,34 auf 4,54 Mrd. Euro. Der operative Verlust weitete sich von 36 auf 59 Mio. Euro aus. Der Umsatz der Supermarktkette Real schrumpfte von 2,72 auf 2,66 Mrd. Euro, das EBIT legte von 10 auf 19 Mio. Euro zu. Galeria Kaufhof verdiente operativ 1 Mio. Euro – gegenüber einem EBIT-Verlust von 15 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für 2012 prognostiziert Metro nach wie vor ein Umsatzplus. Das um Sonderposten bereinigte EBIT soll das Vorjahresniveau (2,37 Mrd. Euro) erreichen. Im ersten Halbjahr sank das bereinigte EBIT von 452 auf 305 Mio. Euro.

Dank reduzierter Kosten steigerte der USPharmakonzern Pfizer (WKN: 852009) den Gewinn im zweiten Quartal von 2,61 auf 3,25 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie legte auch infolge einer gesunkenen Aktienzahl von 0,33 auf 0,43 US-Dollar zu. Vor Sonderposten kletterte der Gewinn je Aktie von 0,59 auf 0,62 US-Dollar. Prognose: 0,54 US-Dollar. Der operative Gewinn aus fortgeführter Geschäftstätigkeit erhöhte sich von 3,60 auf 4,48 Mrd. US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schrumpfte der Umsatz von 16,48 auf 15,06 Mrd. US-Dollar. Experten hatten angesichts der GenerikaKonkurrenz für den Cholesterinsenker Lipitor einen Rückgang auf 14,9 Mrd. US-Dollar befürchtet. Weltweit brach der Lipitor-Umsatz von 2,59 auf 1,22 Mrd. US-Dollar ein, in den USA von 1,41 Mrd. auf 296 Mio. USDollar. Gleichzeitig sanken die Herstellungskosten im Konzern von 3,57 auf 2,75 Mrd. US-Dollar. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden von 2,23 auf 1,70 Mrd. US-Dollar reduziert, die Vertriebs- und Verwaltungskosten von 4,80 auf 3,98 Mrd. USDollar. Im Gesamtjahr will Pfizer nach wie vor 58 bis 60 Mrd. US-Dollar umsetzen (1. Halbjahr 2012: 29,94 Mrd. US-Dollar) und je Aktie 1,23 bis 1,38 US-Dollar, vor Sonderposten 2,14 bis 2,24 US-Dollar verdienen.

Unternehmenstermine Datum 07.08.2012 07.08.2012 08.08.2012 08.08.2012 09.08.2012 09.08.2012 10.08.2012 10.08.2012

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Uhrzeit -

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Name Munich Re AG LANXESS AG Henkel KGaA Douglas Holding AG Deutsche telekom AG Bilfinger Berger AG thyssenKrupp AG tUI AG

Ereignis Halbjahresbericht Halbjahresbericht Halbjahresbericht 9-Monats-Bericht 2011/12 Halbjahresbericht Halbjahresbericht 9-Monats-Bericht 2011/12 9-Monats-Bericht 2011/12

© Fresenius

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FMC/FRESENIUS

Umsatz und Gewinn erhöht Der in Bad Homburg ansässige DialyseDienstleister Fresenius Medical Care (WKN: 578580) erhöhte den Gewinn im zweiten Quartal von 286,1 auf 325,3 Mio. US-Dollar. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss stieg von 260,8 auf 289,3 Mio. US-Dollar. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte der Gewinn von 509,5 auf 588,8 Mio. US-Dollar zu. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zog der Umsatz von 3,14 auf 3,43 Mrd. US-Dollar an. Davon entfielen 2,25 Mrd. US-Dollar auf das Nordamerika-Geschäft – ein Plus von 14%. Der außerhalb Nordamerikas erzielte Umsatz legte aufgrund der Dollarstärke lediglich um 1% zu, währungsbereinigt jedoch um 11%. 2012 will FMC nach wie vor weltweit rund 14 Mrd. US-Dollar umsetzen sowie 1,3 Mrd. US-Dollar verdienen. Von April bis Ende Juni steigerte FMC-Großaktionär Fresenius (WKN: 578560) den Überschuss trotz der gescheiterten Übernahme von Rhön-Klinikum von 274 auf 407 Mio. Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn legte von 193 auf 234 Mio. Euro zu. Das EBIT zog von 632 auf 772 Mio. Euro an. Der Umsatz weitete sich von 4,00 auf 4,82 Mrd. Euro aus. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt unverändert: 2012 will der Gesundheitskonzern den Umsatz währungsbereinigt um 12% bis 14%, den bereinigten Gewinn um 14% bis 16% steigern.


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DWS Deutschland –

mit bewährter Strategie ganz vorne Wenn man den deutschen Aktienmarkt in seiner ganzen Breite abdecken möchte, kommt man an einem Fonds nicht vorbei: dem DWS Deutschland. Der Fonds investiert nicht nur in Blue Chips, sondern auch in Nebenwerte und kann mit einer ansprechenden Performance punkten. Das Fondsmanagement kann aus rund 700 deutschen Aktien sein Portfolio zusammenstellen. Das Anlageuniversum des DWS Deutschland umfasst den ganzen C-DAX, also alle an der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard und im Prime Standard gelisteten Wertpapiere. Aus diesen Werten pickt sich das Management nach dem klassischen Bottom-up-Konzept die vielversprechendsten Titel heraus. Das heißt, zunächst müssen von einem Unternehmen die fundamentalen Daten stimmen. Dazu muss das Geschäftsmodell überzeugen, die Verschuldungsquote sollte möglichst gering sein und das Unternehmen muss mit genügend Eigenkapital ausgestattet sein. Das allein reicht noch nicht. Denn der Preis an der Börse soll auch noch relativ günstig sein. Die Chancen, also das Wachstums- und Gewinnpotenzial eines Unternehmens, dürfen sich noch nicht vollständig im Kurs widerspiegeln. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, rückt ein Wert auf die Kaufliste des Fonds. Outperformer Der DWS Deutschland konnte mit Sicht auf drei Jahre eine Performance von durchschnittlich 15,3% aufweisen. Im Zeitraum von zehn Jahren wurden für die Anleger jährlich 9,6% erwirtschaftet. Damit wurden sowohl der CDAX als auch die entsprechende Fondskategorie deutlich geschlagen. Der Fonds ist seit 1993 auf dem Markt, der aktuelle Fondsmanager Tim Albrecht ist seit 2002 an Bord. Die überzeugende Performance der vergangenen 15

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zehn Jahre kann er also für sich verbuchen. Kein Wunder, dass Albrecht im Jahr 2010 von der Rating-Agentur Morningstar zum Fondsmanager des Jahres gekürt wurde. Daneben heimste er andere bekannte Auszeichnungen ein. Die Mischung macht’s Zu Ende des Monats Juni 2012 hatte der Fonds 96,2% des Vermögens in Aktien angelegt. Der Rest war Kassenhaltung. Bei der Branchenaufteilung hatte die Industrie mit einem Anteil von 20% klar die Führung vor dem Sektor der dauerhaften Konsumgüter. Auf diesen entfielen 18,7%. Auf die Grundstoffe entfielen 17,5%, das Gesundheitswesen machte 13,8% aus, die Informationstechnologie 12,8%, der Finanzsektor 10,1% und auf die Versorger entfielen 3,3%. Bei den Einzelwerten hat BASF die Führung inne. Auf BASF entfiel ein Anteil am Portfolio von 9,2%. SAP kommt mit 7,3% auf Platz 2, gefolgt Bayer mit 7,1%. Siemens auf Platz 4 nahm noch 5,7% ein. Danach kamen Allianz und Daimler mit 4,6% bzw. 4,1% sowie BMW mit 3,7%. Danach folgten Linde, Continental und STADA. Insgesamt entfallen auf die ersten zehn Positionen mit 51,3% deutlich mehr als die Hälfte des gesamten Portfolios. Unternehmen, die den sogenannten Super Large Caps zugerechnet werden, also auf Werte, die eine Marktkapitalisierung von mehr als 10 Mrd. Euro aufweisen, machen 62,1% des Portfolios aus. Large Caps mit einer Marktkapitalisierung

von 5 bis 10 Mrd. Euro sind mit 6,3% vertreten. Im Vergleich hierzu sind die Mid Caps mit 16,7% und die Small Caps, also Unternehmen, die vom Markt unter 1 Mrd. Euro bewertet werden, mit 11,0% stärker gewichtet. Bei der Suche nach Exoten wird man in Halbjahresbericht zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 ebenfalls fündig. Im Bestand waren zum 30. März dieses Jahre 210.00 Aktien des Unternehmens Hans Werner Aufrecht. HWA, wie das Unternehmen abgekürzt heißt, entwickelt und produziert unter anderem für das Team AMG-Mercedes Rennfahrzeuge und Motoren.

Fazit Der DWS Deutschland lässt sich als Basisinvestment für die ganze Breite des deutschen Aktienmarktes einsetzen. Der Fonds punktet mit einer exzellenten Performance. Der Fondsmanager hatte bisher ein glückliches Händchen bei der richtigen Mischung aus Standardwerten und Aktien mit mittlerer und kleiner Marktkapitalisierung.

DWS Deutschland ISIN: Fondswährung: Fondsvolumen: Ertragsverwendung: Ausgabeaufschlag: Verwaltungsgebühr: Gesamtkostenquote (tER):

DE008490962 EURO 2,5 Mrd. Euro thesaurierend max. 5% 1,4% 1,4%


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News BARINGS

Koreanischer Vermögensverwalter im Visier Die Vermögensverwaltung Barings Asset Management (Barings) hat eine Grundsatzvereinbarung mit SEI Asset Korea Co., Ltd. (SEIAK) erzielt. Die Genehmigung der Aufsichtsbehörde steht noch aus, teilte Barings mit. Mit der Übernahme will Barings seine Präsenz in Korea maßgeblich erweitern. SEIAK verfügt über eine umfangreiche Genehmigung für AssetManagement-Dienstleistungen und kann daher eine Bandbreite an Produkten und

Dienstleistungen für den koreanischen Markt anbieten. Wie David Brennan, Vorsitzender und Chief Executive Officer von Barings, hervorhob, sei Korea einer der größten Märkte für Asset Management in Asien und verfüge zudem über ein immenses Wachstumspotenzial. Zudem will Barings mit der Übernahme noch einmal die Wichtigkeit des asiatischen Marktes für das weitere Wachstum unterstreichen. Durch die Akquisition erhöht sich das verwaltete Vermögen von Barings um etwa 6,3 Mrd. US-Dollar. Die Übernahme soll zum Jahresende 2012 abgeschlossen sein. Die UBS Investmentbank fungierte bei der Transaktion als Finanzberater für Barings und Goldman Sachs stand SEIAK zur Seite.

HESSE NEWMAN

Erster Immobilienkurzläufer Das Hamburger Emissionshaus für geschlossene Beteiligungen, Hesse Newman Capital AG, hat mit dem Classic Value 7 erstmals einen Immobilienportfoliofonds als Kurzläufer entwickelt. Die Anleger investieren indirekt in bis zu 100 Immobilien – breit diversifiziert über Büro-, Einzelhandels- und Wohnimmobilien mit Schwerpunkt auf Deutschland. Der Fonds ist als Genussrecht aufgelegt, das mit 7% p. a. vor Steuern verzinst ist. Die Anlagedauer ist mit voraussichtlich fünf Jahren nach Abschluss der Platzierung überschaubar. Die Verzinsung erfolgt direkt nach Zeichnung – ab dem der Einzahlung folgenden Monat. Im Fokus der Investitionsstrategie liegen vor allem

Beteiligungen in Objekten in deutschen Metropolregionen wie München, Stuttgart, Frankfurt/Main, Köln, Düsseldorf, Hamburg oder Berlin. Auch Investments in mittelgroßen deutschen Städten sowie in westeuropäischen Metropolen wie beispielsweise London, Paris oder Brüssel kommen als Beimischung infrage. So entsteht ein Portfolio von Immobilien unterschiedlichster Größe mit verschiedener Mieterstruktur und Nutzungsart an vielfältigen Standorten. Diese breite Streuung soll für eine erhöhte Stabilität sorgen. Nach Einschätzung des Emissionshauses agiert der Fonds in einem chancenreichen Umfeld, da die Kurse für Immobilienbeteiligungen derzeit durchschnittlich bei unter 50% des Nominalkapitals liegen. Hesse Newman bietet den Classic Value 7 in zwei Zeichnungsvarianten (thesaurierend oder mit laufender Verzinsung) an. Anlegern wird jährlich die Möglichkeit zur Beendigung des Genussrechtes auch vor geplantem Laufzeitende eingeräumt. Der Classic Value 7 kann ab 10.000 Euro Mindesteinlage zzgl. 3% Agio gezeichnet werden.

ELBFONDS

Geschlossener Windenergiefonds in Polen In Kürze wird der Direkt Invest Polen 8 Windenergie Portfolio Fonds mit einem Eigenkapital von 15 Mio. Euro durch die elbfonds Capital angeboten. „Eingebettet in die bewährten Rahmendaten der DirektInvest-Polen-Fondsreihe bietet unser neues Beteiligungsangebot auf Basis des lukrativen polnischen Vergütungssystems für Strom 16

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aus erneuerbaren Energiequellen bei einer Laufzeit von ca. zehn Jahren einen attraktiven Vermögenszuwachs. Ein Frühzeichnerbonus rundet das Beteiligungsangebot ab“, beschreibt Andreas Brinke, Geschäftsführer der elbfonds Capital, den Fonds. Der Fonds richte sich an Anleger, die nach Produkten mit stabiler Ausschüttung und Inflationssicherheit suchen, ergänzte Sascha Falk, Leiter Vertrieb der elbfonds Capital. Die prognostizierten Ausschüttungen liegen bei 2% für 2013, danach bei 8% p. a. aufsteigend auf bis zu 11%.


AdvertorIAl Fidelity Worldwide Investment

Vermögensmanagement für jeden Privatanleger Anleger wissen heute besser denn je, dass sie ihr Vermögen breit streuen und ihr Depot regelmäßig anpassen müssen, um das Risiko zu reduzieren und Erträge über dem Inflationsniveau zu erwirtschaften. Gleichzeitig wünschen sich die meisten, ihre finanziellen Ziele zu erreichen, ohne sich dafür zu Börsenexperten weiterbilden und sich permanent um ihr Depot kümmern zu müssen. Wie aber soll man das praktisch leisten bei über 8.000 Fonds, knapp 1.000 ETFs, zig Fest- und Tagesgeldangeboten und unzähligen Aktien und Anleihen allein in Deutschland? Und wie kann man sein Anlagevermögen kurz bevor man es braucht – etwa zum Hauskauf oder wenn der Ruhestand naht – gegen Verluste durch kurzfristige Marktschwankungen absichern? In zahlreichen Kundengesprächen hat der Vermögensverwalter Fidelity Worldwide Investment seit Beginn der Finanzkrise festgestellt: Statt eines Depots mit Einzelprodukten bedarf es einer individuell passenden ganzheitlichen Lösung, damit Privatanleger auch in Zeiten anhaltend schwankender Märkte und niedriger Zinsen Renditen oberhalb des Inflationsniveaus erzielen und somit ihre mittel- bis langfristigen Anlageziele erreichen können. Mit SAM (Strategische Anlage Modellierung) bietet Fidelity jetzt ein entsprechendes Vermögensmanagement für jeden Privatanleger an. Das Vermögensmanagement SAM umfasst drei Schritte: eine erstklassige Beratung, eine darauf aufbauende systematische Investmentlösung und eine automatische Reduzierung des Risikos im Portfolio, wenn der gewählte Auszahlungstermin näher rückt. „Der Anleger muss sich nicht mehr allein im Anlageproduktdschungel zurechtfinden. Mit SAM erhält er auf einfache und transparente Weise ein für ihn passendes gemanagtes Depot, das seine persönlichen Anlageziele und seinen Anlagehorizont berücksichtigt“, sagt Andreas Feiden, Geschäftsführer Fidelity über die neue Lösung. Risikooptimierte, schwankungsarme Komplettlösung SAM von Fidelity ermittelt einen von insgesamt fünf unterschiedlichen Risikotypen auf Basis anlegerpsychologischer Erkenntnisse. Den Risikoprofilen ist jeweils eine strategische Anlageallokation zugeordnet. Dafür werden die jeweils drei besten aus rund 8.000 Fonds von rund 220 Anbietern in den Anlageklassen Anleihen, Aktien und Rohstoffe nach objektiven Kriterien ausgewählt. Zusätzlich analysiert SAM die Rendite der Fonds mit Blick auf deren Verlustrisiken und Volatilität. Das so zusammengesetzte SAM-Portfolio – von konservativ bis risikofreudig – sollte sich damit vor allem in fallenden Märkten vergleichsweise schwankungsarm entwickeln. Die Einhaltung der persönlichen Investmentstrategie gewährleistet SAM von Fidelity, indem jährlich die Gewichtung der Anlageklassen aktiv wieder ausbalanciert und quartalsweise die Fonds im Portfolio nach strikten Qualitätskriterien überprüft und, wenn nötig, 12 17

BÖrSe am Sonntag · 31/1 2 bÖRSE

Portfoliowartung und Ablaufmanagement bei der Strategischen Anlagemodellierung (SAM) von Fidelity

Jährlich Wiederherstellung der Gewichtung der Anlageklassen im SAM-Portfolio

Vierteljährlich Überprüfung und ggf. Austausch der Investmentfonds

Vor dem Zieltermin Schrittweise Reduzierung des Risikos im Portfolio

ausgetauscht werden. Je nach gewählter Anlagestrategie reduziert das System vor dem gewünschten Zieltermin kontinuierlich das Risiko des Portfolios durch Umschichtung in weniger schwankungsanfällige Anlageklassen. Zum Schluss besteht das Kapital zu 100 Prozent aus Bargeld. Das Vermögensmanagement mit SAM gibt es schon für Anlagebeträge ab 10.000 Euro und auch in Verbindung mit Sparplänen. Zusätzlich zu einem einmaligen pauschalen Ausgabeaufschlag von 1,5% auf die Anlagesumme fällt für das Vermögensmanagement durch SAM von Fidelity lediglich ein jährliches Serviceentgelt an. Es beträgt – abhängig von der gewählten Anlagestrategie – zwischen 0,3% und maximal 0,8% zuzüglich Mehrwertsteuer auf den Jahresdurchschnitt des quartalsweise ermittelten Anlagebetrags. Das Serviceentgelt ist im Vergleich zum Kauf von Einzelfonds und zu üblichen Vermögensverwaltungs-Gebühren günstig und ’all inclusive’: Es fallen keine Depotgebühren, keine Transaktions- oder Umtauschkosten im Rahmen der Portfoliopflege, keine Ausgabeaufschläge für ausgetauschte Fonds und auch keinerlei sonstige versteckte Gebühren an. SAM direkt im Internet abschließen: www.fidelity.de/sam oder Beratungstermin vereinbaren: Tel.: 06173 509-2002, E-Mail: info@fidelity-direkt.de


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DAX-Korridor-Bonus-Zertifikat –

Rendite ohne Nervenkitzel

In den vergangenen zwei Monaten ist viel Geld in die Aktienmärkte geflossen. Dies spiegelt unter anderem ein deutlicher DAX-Anstieg wider. Nun bietet es sich an, mit Zertifikaten auf eine Seitwärtsbewegung des deutschen Leitindex zu setzen. Eine gute Wahl ist zum Beispiel ein Korridor-Bonus-Produkt der Deutschen Bank. Anfang Juni äußerten sich einige Analysten pessimistisch bezüglich der weiteren DA X-Entwicklung. Ihre Einschätzung begründeten sie mit der Eintrübung der globalen Konjunkturaussichten und der Verunsicherung der Marktteilnehmer aufgrund der Schuldenkrise in Europa. Viele Anleger dürften in den vergangenen zwei Monaten allerdings mutiger geworden sein, denn der DAX hat sich während dieses Zeitraums sehr positiv entwickelt. Fakt ist also, dass die Prognosen von Börsenexperten nur eine eingeschränkte Aussagekraft haben. Zum einen, weil diese Fachleute auch nur Menschen sind – sie können sich also durchaus irren. Und zum anderen, weil die Aktienmärkte immer stärker auf Meldungen aus der Politik reagieren. Weniger Aufträge für die deutsche Industrie Für den Kauf von deutschen Standardwerten spricht zurzeit die Tatsache, dass diese größtenteils günstig bewertet sind und risikoarme Staatsanleihen nur mickrige Renditen bieten. Bedenken sollte man auch, dass viele in Deutschland ansässige Konzerne einen großen Teil ihrer Erlöse in den Schwellenländern

erwirtschaften, die in puncto Wirtschaftsperspektiven wesentlich besser dastehen als die Industrienationen. Des Weiteren punkten die meisten DAX-Unternehmen mit soliden Bilanzen. Aber diese Faktoren ändern nichts daran, dass sich die Auftragslage der deutschen Industrie jüngst signifikant verschlechtert hat. Analysten von Markit Economics haben im Rahmen einer Umfrage unter 500 Gesellschaften festgestellt, dass diese ihre Produktion im Juli so stark zurückgefahren haben wie zuletzt vor drei Jahren. Einer der Hauptgründe hierfür ist die geringe Investitionsbereitschaft der Kunden – diese halten ihr Geld wegen der Abkühlung der Weltwirtschaft zusammen. Vor diesem Hintergrund ist es unwahrscheinlich, dass der DAX seine Sommerrally in den kommenden Wochen fortsetzen wird. Risikoarmes und renditestarkes Bonuspapier Eine scharfe Korrektur des Leitindex dürfte jedoch ausbleiben. Schließlich ist reichlich Liquidität vorhanden. Und ein Teil davon wird – mangels attraktiver Alternativen – weiterhin in Aktien investiert werden. Anleger, die ihre Nerven schonen wollen, aber dennoch Kursgewinne erzielen möchten, sollten sich ein Korridor-Bonus-Zertifikat (WKN: DE04RR) auf den DAX ins Depot legen. Dieses von der Deutschen Bank emittierte Finanzprodukt ist mit Barrieren bei 3.800 und 8.300 Punkten ausgestattet. Werden diese zwei Schwellen während der Laufzeit nicht verletzt, gibt es im Juni 2013 eine Gutschrift von 115,00 Euro pro Zertifikat. Basierend auf dem aktuellen Briefkurs des Bonuspapiers von 101,00 Euro (Stand: 03.08.2012) errechnet sich eine attraktive Rendite von rund 13,9%. Überdies ist das Verlustrisiko des Zertifikats gering, da der DAX deutlich über der unteren Barriere notiert und bis zum Laufzeitende die 8.300-PunkteMarke nicht erreichen dürfte.

Korridor-Bonus-Zertifikat auf den DAX Zertifikattyp Korridor-Bonus

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Emittent Deutsche Bank

Basiswert DAX

Fälligkeit 20.06.2013

WKN DE04RR


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ONVISTA BANK

HVB-Zertifikate auch außerbörslich handelbar Seit Ende Juli können Kunden der OnVista Bank Produkte des Zertifikate-Emittenten HypoVereinsbank onemarkets auch außerbörslich online handeln. Gleichzeitig schloss die OnVista Bank den Emittenten an ihren Limit-Handel an. Insgesamt sind nun 23 Emittenten an den außerbörslichen Direkthandel des Frankfurter Onlinebrokers angeschlossen, davon 14 mit der bei Kunden sehr beliebten

Limit-Funktion. Bereits seit Juni 2011 bietet die OnVista Bank LimitFunktionen auch im außerbörslichen Direkthandel von Zertifikaten, Optionsscheinen und Hebelprodukten an. Zur Auswahl stehen seither drei Ordertypen: Limit-Order, Stop-Order und Stop-Limit-Order. Der Ausbau um die Strategieorders Trailing-Stop-Buy, Trailing-Stop-Loss und One-cancels-the-other ist für Ende August geplant.

BÖRSE STUTTGART

Anleger setzten im Juli wieder auf Zertifikate Im Juli 2012 setzte die Börse Stuttgart laut Orderbuchstatistik mit verbrieften Derivaten mehr als 3,5 Mrd. Euro um. Das bedeutete eine Steigerung von mehr als 5% gegenüber dem Vormonat. Anlageprodukte kamen dabei auf einen Umsatzanteil von 2 Mrd. Euro und konnten ein deutliches Plus von rund 8% im Vergleich zum Vormonat verzeichnen. Hebelprodukte steuerten

mehr als 1,5 Mrd. Euro zum Gesamtumsatz bei. Vor allem Outperformance-Zertifikate und Bonusprodukte verzeichneten mit einem Zuwachs von 97% respektive 32% überdurchschnittliche Zuwächse gegenüber dem Vormonat. Weniger intensiv wurden hingegen Optionsscheine (–6%) und Discount-Zertifikate (–8%) gehandelt.

RCB

Neues Blue-Chip-Quartett Das neue Österreich/Deutschland Bond Plus 3 Garantie-Zertifikat (WKN: RCE410) der Raiffeisen-Centrobank (RCB) basiert auf vier Blue Chips: Daimler und ThyssenKrupp aus Deutschland sowie Raiffeisen Bank International und der Stahlkocher Voestalpine aus dem Nachbarland. Ausgestattet mit einer vollständigen Kapitalgarantie zum Laufzeitende verspricht dieses Garantiepapier binnen fünf Jahren eine maximale Gesamtrendite von 45%. Diese ist allerdings nur möglich, wenn jede einzelne der vier Aktien während der Laufzeit stets auf oder oberhalb der Barriere von 55% des Startwertes notiert. Wird besagte Schwelle nur von einem der vier Werte

unterschritten, werden am Laufzeitende immerhin noch 110% der Nominale ausbezahlt. Bitter wird es, wenn zwei oder mehr Werte betroffen sind: Dann erhalten Anleger im September 2017 lediglich ihren Einsatz zurück. Für diese Sicherheit erhebt die RCB bei der Zeichnung ein recht hohes Agio von 3%, was die maximal mögliche Jahresrendite auf 7,08% drückt. Obendrein streicht die Emittentin während der Laufzeit anfallende Dividenden ein. Die Zeichnungsfrist des neuen Garantiepapieres endet am 31. August. Wer erst nach der Börsennotierung direkt in Stuttgart oder Frankfurt zuschlagen möchte, muss sich bis Anfang September gedulden.

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Rohstoff der Woche

Kakao:

War das der Startschuss? Der Preis für Kakao an der US-terminbörse ICE setzte jüngst die steigende tendenz aus der Vorwoche fort. Sorgen wegen des ungünstigen Wetters in Westafrika und damit mögliche Beeinträchtigungen für die Ernte waren eine stützende Kraft. Zudem bleibt es charttechnisch spannend. Der Kakaopreis erreichte in der vergangenen Woche ein Mehrmonatshoch. Er kletterte dabei zwischenzeitlich über die Hürde von 2.368 bis 2.375 US-Dollar. Mit dem Anstieg in den vergangenen beiden Wochen scheint zudem die im Rahmen der seit Dezember 2011 auszumachenden Konsolidierung die seit Januar 2012 gebildete Abwärtstrendlinie nachhaltig überwunden. Darüber hinaus wurde nun auch die übergeordnete, vom Zwischenhoch im März 2011 ausgehende Abwärtstrendlinie überschritten. Falls nachhaltig kann dies als weiteres bullishes Signal gewertet werden und es sieht danach aus, dass sich die Konsolidierung seit Dezember 2011 zu einer Trendwendeformation mausert. Alles zusammen könnte bereits erste spekulative Long-Positionen rechtfertigen. Ein weiteres Hindernis stellt jedoch noch das Zwischenhoch von Januar dieses Jahres bei 2.533 US-Dollar dar. Sollte auch dieses gemeistert werden, könnte sich dann Spielraum von zunächst bis in die Region von etwa 2.800 bis 3.000 US-Dollar eröffnen. Aus fundamentaler Sicht bleibt die Entwicklung in Westafrika mit den beiden weltweit größten Produzenten Elfenbeinküste und

Ghana im Fokus. Die dort für die Entwicklung des Kakaos ungünstigen Wetterbedingungen nähren weiter die Sorgen, dass die Ernten in den beiden Ländern weniger ertragreich ausfallen könnten als üblich, was das globale Angebots-Nachfrage-Gefüge beeinträchtigen könnte. Allerdings müsste dazu auch der weltweite Bedarf robust bleiben und nicht signifikant durch die nachlassende konjunkturelle Wachstumsdynamik in vielen Regionen beeinträchtigt werden. Ist Letzteres der Fall, könnte dies den Effekt von den derzeit angenommenen geringeren Ernten kompensieren und es müssten dann schon umfangreichere Befürchtungen einer niedrigeren Kakaoproduktion wirken, um tatsächlich für eine Trendwende beim Kakaopreis zu sorgen.

Kakao – September-Future (ICE)

Derivate auf Kakao (Basiswerte: JPMCCI - Cocoa und September-Future [ICE]) Typ Index-Zertifikat Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN Vt1FCM CK4JZ9 DZ52XK

Basispreis/Knock-out 1.800,33/1.857,65 USD 2.981,75/2.932,25 USD

Laufzeit open end open end open end

Hebel 4,15 3,83


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Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Zucker – Oktober-Future (ICE)

Rohstoffe (Auswahl)

Nach dem kräftigen Einbruch in der Vorwoche, wobei Zucker bereits an der Unterstützung von 22,22 US-Cent kratzte, folgten jüngst weitere Verluste sowie ein erneuter Test dieser Marke. Sie wurde schließlich verletzt und ein nachhaltiges Unterschreiten ist bearish zu bewerten. Bullish wäre indes ein Sprung über die Abwärtstrendlinien.

Markt

Kurs

% zur Vorwoche

Rohöl WtI Crude NYMEX ($/bbl)

91,36

+1,22%

2,88

-5,27%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

292,35

+1,07%

Gold NYMEX ($/Unze)

1609,30

-0,83%

27,78

+0,00%

579,54

+0,76%

Platin Spot ($/Unze)

1408,70

-0,05%

Aluminium Spot ($/t)

1806,50

-2,88%

Blei Spot ($/t)

1883,25

-1,85%

Kupfer Spot ($/t)

7440,75

-1,54%

Nickel Spot ($/t)

15400,00

-2,90%

Zinn Spot ($/t)

17775,00

-2,47%

Zink Spot ($/t)

2065,25

-3,44%

Baumwolle ICE ($c/lb)

73,800

+3,28%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

172,80

-0,75%

2389,00

+2,44%

Mais CBOt ($c/bu)

807,00

+1,61%

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

112,50

+2,83%

1656,25

-1,66%

891,25

-0,75%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

21,96

-2,40%

Lebendrind CME ($c/lb)

124,33

-0,84%

Mastrind CME ($c/lb)

139,23

+0,94%

76,18

-6,33%

Kurs

% zur Vorwoche

409,86

-0,50%

1214,89

+0,62%

142,92

-0,39%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 300,69

+0,36%

Rogers Int. Commodity Index

-0,84%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Mais – Dezember-Future (CME) Die Sorgen über kräftige Ernteeinbußen in den USA wegen der schwersten Dürre seit 1956 in den wichtigsten Anbauregionen reißen nicht ab, scheinen eher noch zuzunehmen, wie der jüngste Anstieg der Maispreise suggeriert. Es gab neue Rekorde. Der Dezember-Future kletterte in der Spitze auf 817,50 US-Cent, fiel dann aber wieder zurück.

Kakao ICE ($/t)

Weizen – September-Future (CME) In der Vorwoche kurz vor Erreichen der Hürde von 954,25 US-Cent (Zwischenhoch Mai 2011) nach unten gedreht und dabei recht deutlich nachgegeben, ging es auch in der vergangenen Woche weiter kräftig abwärts. Weizen fiel beinahe bis zur Unterstützung von 853,50 US-Cent zurück, deren Unterschreiten wohl für weitere Abgaben spräche.

Sojabohnenmehl – Dezember-Future (CME) Nach der sehr volatilen Vorwoche mit einer Wochenkerze, die bezüglich der weiteren Entwicklung für große Unschlüssigkeit spricht, gab es jüngst leicht steigende Kurse. Ein Sprung über 509,80 US-Dollar könnte für eine fortgesetzte Rally sprechen. Rutscht der Kurs jedoch unter 450 US-Dollar, droht wohl eine größere Korrekturbewegung.

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Sojabohnen CBOt ($c/bu) Weizen CBOt ($c/bu)

Schwein mag. CME ($c/lb)

Rohstoff-Indizes (Auswahl) Index AMEX Gold BUGS Index (HUI) AMEX Oil Index DJ AIG Commodity Index

3587,00


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Event der Woche

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Kulturkalender

„Sammeln! Die Kunstkammer des Kaisers in Wien“ Ausstellung, 26.02.12–02.09.12, Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, Mannheim, www.rem-mannheim.de „Buschwerk“ Bühne, 18.08.12–20.08.12, Wortkino – die Bühne von Dein Theater, Stuttgart, www.wortkino.de

Blick in die Ausstellung „VisualLeader 2012“. Im Hintergrund: Eva Leitlof „Postkarten aus Europa“. Erschienen im Zeit Magazin; Kategorie „Architektur- und Still-Life-Fotografie des Jahres

VisualLeader 2012 –

das Beste aus Zeitschriften und Internet Zum neunten Mal werden im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg die Nominierten und Gewinner der LeadAwards vorgestellt: Fotoserien, Zeitschriftenbeiträge, Werbeideen und Websites sind zu sehen – das Beste, was im Jahr 2011 in deutschen Magazinen erschienen ist und online produziert wurde. Die Ausstellung umfasst alle Arbeiten, die in diesem Jahr mit einem der begehrten LeadAwards, Deutschlands bedeutendstem Printund Online-Preis, ausgezeichnet werden. Über 180 verschiedene Arbeiten sind zu betrachten und zu bestaunen. Jede ein Unikat, einige ein Experiment, manche ein Meisterwerk. Die VisualLeader-Ausstellung hat sich zum festen Bestandteil des Hamburger Kulturkalenders entwickelt. Jedes Jahr besuchen Tausende von Interessierten diese einzigartige Leistungsschau für visuelle Kommunikation. Neues entdecken, Qualität bewahren – ob in der Fotografie, im Grafikdesign, in der Magazinbranche, in der Werbung oder in den Onlinemedien. Darum geht es bei VisualLeader. Der Besucher kann sich selbst ein Bild machen: Was bringt die Fotografie, die Magazine und die Onlinemedien voran? Was wird wieder in Vergessenheit geraten und ist nur eine Momentaufnahme? 22

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VisualLeader ist nicht nur die größte Ausstellung ihrer Art in Deutschland, sie kommt vor allem auf eine ganz besondere Weise zustande: Anders als bei anderen Kreativwettbewerben kann man sich für die LeadAwards nicht bewerben. Eine unabhängige Fachjury durchforstet vielmehr die kompletten Jahrgänge von ca. 400 deutschen Zeitschriftentiteln und sucht preiswürdige Arbeiten heraus. Diese werden dann von einer prominent besetzten Hauptjury beurteilt und bewertet. Dadurch entsteht ein sowohl völlig unabhängiges als auch umfassendes Urteil. Wer bei diesem Verfahren Gold, Silber oder Bronze erhält, kann mit Recht von sich behaupten, zu den Besten der Besten zu zählen.

W EITER E INFOS U NTER: www.deichtorhallen.de

„MozARt group“ Musik, 19.08.12, Schloss Johannisberg, Rheingau, www.rheingau-musik-festival.de „IALMA – Sing and Dance like a Galicien“ Unterhaltung, 19.08.12, Stadt Vellmar/ PIAZZA/SOMMER IM PARK, Vellmar, www.vellmar.de „VisualLeader 2012 – das Beste aus Zeitschriften und Internet“ Ausstellung, 21.06.12–12.08.12, Deichtorhallen Hamburg, Hamburg, www.deichtorhallen.de „MDR MUSIKSOMMER: Die nächste Generation – junges Brasilien” Musik, 19.08.12, Alte Talsperre , Tambach-Dietharz, www.mdr-musiksommer.de „Allein in der Sauna“ Bühne, 19.07.12–31.08.12, Theater im Palais, Erfurt, www.theaterimpalais.de

A PHOR ISMUS DER WOCHE „Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.“ (Jean Anouilh)


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Coffeetable-Favourites

Sterne-Snacks –

kleine Zaubereien aus der Sterneküche Björn Freitag war der jüngste Sternekoch Deutschlands, als er erstmals mit dem heiß begehrten Stern des Guide Michelin ausgezeichnet wurde. Seine Küche ist ideenreich und setzt auf wenige, raffiniert eingesetzte Zutaten. Nachdem es bereits sein erstes Buch schnell in den Olymp anspruchsvoller Kochkunst geschafft hat, legt er mit „Sterne-Snacks“ nach.

Sterne-Snacks – kleine Zaubereien aus der Sterneküche Björn Freitag Verlag: Becker-Joest-Volk Ausgabe: 192 Seiten Sprache: Deutsch ISBN: 978-3938100264 Preis: 39,90 Euro www.bjvv.de

Mit seinem zweiten Buch präsentiert Björn Freitag jetzt kleine Leckereien und Grundlagen aus der feinen Küche – überschaubar im Aufwand, grandios im Geschmackserlebnis, machbar für jeden ambitionierten Gourmet und keineswegs nur zu festlichen Anlässen. In seinem neuen Buch „Sterne-Snacks“ lässt er die Leser an seinen Ideen teilhaben, wie man Zwischengänge und Minigerichte effektvoll und richtig zubereitet. Das Erfolgsrezept: Dieses Buch hat etwas, das es einzigartig macht. In bewährter Weise setzt Freitag auf die Qualität der Rezepte, die raffinierten Rezeptvarianten für Vegetarier und Allergiker und die wunderbare Aufmachung. Das Besondere, das kein anderes Buch bietet: Rezepte aus dem Buch, die Fleisch enthalten, sind um raffinierte vegetarische Varianten sowie um alternative Zutaten bei Gluten- oder Milcheiweiß-Unverträglichkeiten

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ergänzt. So lassen sich Lieblingsspeisen auch im Kreis von lieben Gästen mit individuellen Ernährungsgewohnheiten ohne zusätzlichen Stress zubereiten. Ob es kleine Gerichte, Vorspeisen, Tapas, Suppen, Salate, Desserts, Soßen, Fonds, Dips oder Dressings sind: Alles ist sorgfältig ausgewählt, effektvoll präsentiert und fast schon künstlerisch auf dem Teller arrangiert, was die vielen Food-Fotografien eindrucksvoll belegen. Praktisch zum Nachkochen: Die Einkaufslisten zu den Rezepten sind wieder auf der Verlagsseite im Internet auszudrucken mit Rechner für die Personenzahl.

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Impressum/Disclaimer

V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko Leserservice: leserservice@boerse-am-sonntag.de Herausgeber: Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13 80539 München Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

Risikohinweise / Disclaimer: „Sie erhalten diesen Newsletter als kostenlosen Service der Weimer Media Group GmbH. Alle veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen werden von der Herausgeberin mit großer Sorgfalt erstellt; da die Redaktion ihrerseits aber auch auf Quellen Dritter angewiesen ist und auch den Mitarbeitern der Herausgeberin Fehler unterlaufen können, kann für die Richtigkeit aller Angaben keine Garantie übernommen werden.

Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv Bildnachweis: Fotolia, Henkel, Fresenius Layout: addna, Nürnberg Technik: Daniel Gruber, finanzpark AG Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils Sonntag Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Steffen Droemert, Michael Amtmann, Michaela Ellen Lenz, Reinhard Schlieker, Frieda König, Wolfgang Tenor, Achim Küssner, Roberto Cominotto Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Deutsche Bibliothek: ISSN 1610-7446 Auflage: 117.000

oder insbesondere ersetzen. Es wird drin- einer unerlaubten Handlung oder einer gend empfohlen, sich stets auch immer aus sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergeanderen Quellen zu informieren. benden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlos- Empfehlung entstehenden Schadens nicht sen werden, dass der Redakteur oder ein- verpflichtet ist.“ zelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegen- Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer Mestand von Analysen oder anderen Berich- dia Group GmbH erklärt ausdrücklich, ten sind. Umso mehr stellen die veröffent- keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und lichten Artikel, Nachrichten, Daten und die Inhalte der gelinkten Seiten zu haben. Empfehlungen immer auch eine persönli- Daher distanziert sich die Weimer Media Die Herausgeberin will ihren Abonnen- che Meinung des Autors dar und erheben Group GmbH von den Inhalten aller verten die Möglichkeit bieten, sich eine un- weder Anspruch auf Vollständigkeit noch linkten Seiten und macht sich deren Inabhängige und eigenverantwortliche Mei- auf alleinige Richtigkeit. halte ausdrücklich nicht zu Eigen. nung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf Wir verweisen insbesondere auf § 675 Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten von Wertpapieren oder Rechten abgeben. II BGB, wonach die Weimer Media vorhandenen Hyperlinks, ob angezeigt Die zur Verfügung gestellten Informatio- Group GmbH, unbeschadet der sich oder verborgen, und für alle Inhalte der nen sollen auch keine Beratung darstellen aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen. 24

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Ausgabe 31/12 (Spezial: Rohstoffe)