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OGinform Offiziersgesellschaft beider Basel 2-2008

GV OGBB 2008 Verabschiedung Peter Malama

Das Bootsunglück auf der Kander Nuit des Officiers 2008 Erlebnis Amitié Franco-Suisse

Kommende Anlässe OGeflüster einmal anders: Basel Tattoo

Armee Zivilschutz an der EURO 08


Vorwort

Eine interessante, faszinierende, völkerverbindende aber auch traurige Zeit liegt hinter uns

Liebe Kameradinnen, liebe Kameraden Liebe Leserinnen und Leser

Wie gesagt, viel hat sich ereignet und viel, sehr viel habe auch ich in dieser kurzen Zeit erlebt. Viele unsere OGBBKameraden haben in verschiedenen militärischen und zivilen Funktionen innerhalb der Host City Basel-Organisation dazu beigetragen, dass die EURO 08 ein unvergessliches Fest wurde. Das verstärkte Infanterie Bataillon 65 (10 einsatzunterstellte Kompanien) war ein gewichtiger Partner der Host City Basel. Tausende AdA waren in der ganzen Schweiz unterstützend mit dabei. Gemäss Mitteilung des VBS mit über 100‘000 Manntage, was dem grössten Armeekontingent seit dem 2. Weltkrieg entspricht. Aufgrund dieser hohen Anzahl Armeetruppen waren auch militärische Beobachter aus dem Ausland in der Schweiz. Sicherheitskräfte aus Südafrika, Polen, Deutschland, Holland, den USA und andere Verantwortliche besuchten die Host City Basel und staunten ob der schweizerischen Präzision und Detailliebe, gepaart mit einer Gastfreundschaft, die herzlich, freundlich

und authentisch vorgelebt wurde. Dies ist ein Wert, der in Erinnerung bleibt, der finanziell nicht messbar, dafür aber um so nachhaltiger ist. Ich selber durfte während 21 Tagen die deutschen und schweizerischen Polizeikräfte betreuen und konnte dadurch meinen Horizont erweitern und viele neue Freundschaften schliessen, so wie viele meiner Kameraden in ihren Bereichen dies ebenfalls tun konnten. Für diese Chance danke ich allen. Die «fremden» Polizeikräfte kamen als Sicherheitspartner und verliessen uns als Freunde. Wenn das nicht völkerverbindend ist! Dies ist das Fazit meines EURO-Einsatzes. Ich werde noch lange an diese faszinierende Zeit und das Erlebte denken. Eine Einladung der Bundespolizei Bayreuth habe ich schon erhalten und werde diese Mitte Juli mit einem Besuch in der Wagnerstadt auch wahrnehmen. Liebe Kameradinnen und Kameraden, liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen allen eine tolle, sonnige Sommerzeit und freue mich, Sie bald an dem einen oder anderen Anlass begrüssen zu dürfen.

Ihre Präsidentin

OGinform 2-2008

Am 30. März haben Sie mich zu Ihrer neuen Präsidentin gewählt. Für dieses mir entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich bei Ihnen herzlich. Im Moment des Schreibens dieser Zeilen, zeigt der Kalender den 30. Juni 2008. Neunzig Tage sind also bereits Geschichte in meiner Amtszeit. Zwischen der Wahl und dem heutigen Tag liegt auch ein Jahrhundertereignis, die UEFA EURO 2008 aber leider auch ein tragischer Unglücksfall in der Armee. Das europäische Fussballfest wurde in der Schweiz von dieser Tragödie überschattet, die fünf jungen Menschen das Leben gekostet hat und bei dem weitere zum Teil schwer verletzt wurden. Den Hinterbliebenen spreche ich mein herzlichstes Beileid aus und hoffe, dass sie zur Bewältigung dieses schweren Schicksalsschlages die nötige Kraft aufbringen werden.

Oberst Doris Walther

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Editorial

Zeitzeichen – Zeichen der Zeit

Geschätzte Kameradinnen und Kameraden Verehrte Leserinnen und Leser

Jede Ausgabe soll einem Schwergewichtsthema gewidmet sein. Die vorliegende Nummer 2-2008 ist dem Engagement der Truppen des Einsatzverbandes Boden der Armee, sowie des Zivilschutzes an der EURO 08 gewidmet. Sie soll Einblicke in die Vielfältigkeit dieser Ernstfall-Einsätze im Assistenzdienst, hinter den Kulissen, zu Gunsten dieses für die Schweiz (und Österreich) einmaligen Grossanlasses ermöglichen – vom Infanteristen, Sanitätssoldaten, Hundeführer, ZS-Angehörigen an der «Front» bis zur Übermittlungstruppe, welche die Verbindungen über die ganze Schweiz sicher stellte. Vorgesehen waren auch Hintergrundinformationen über den Einsatzverband Luft. Diese wurden jedoch nicht zeitgerecht verfügbar, so dass dieser Berichtsteil auf später verschoben wird. Erschüttert wurde die Schweiz vom tragischen Bootsunfall auf der Kander, welcher sich bei einer Einheit während des EURO 08-Einsatzes ereignete. Unsere Berichterstattung soll Beitrag zur Würdigung der Betroffenen sein und den Hinterbliebenen unsere Anteilnahme in dieser schwierigen Zeit bekunden.

Mein Dank gilt dem bisherigen Chefredaktor, Hptm Walter J. Bucherer, der über Jahre für die Herausgabe des OGinform verantwortlich zeichnete. Für seinen Einsatz verdient er unser aller Anerkennung. In seiner neuen Funktion als Presse Informations Offizier im Vorstand der OGBB wird er sich künftig verstärkt auf die Kontakte zu unseren zahlreichen Partnern im In- und Ausland fokussieren. Zum Abschluss möchte ich eine Bitte an Sie richten: OGinform lebt und prosperiert durch «Geben und Nehmen». Das Redaktionsteam wünscht, sich gemeinsam mit Ihnen einbringen zu dürfen. Wenn Sie also einen Bericht zu einem Thema beisteuern wollen, das für unsere Leserschaft von Interesse sein könnte, nehmen wir diesen gerne auf. Namens unseres Teams danke ich Ihnen schon jetzt ganz herzlich für Ihr Engagement.

Mit Freude und Enthusiasmus

Oberst H.R. Schaffhauser, Chefredaktor

Der Bereich Verteidigung des VBS hat eine instruktive Übersicht herausgegeben, welche die derzeit gültige Armee-Organisation darstellt. Auf unseren Wunsch hin wurde uns dieses Dokument «Die Grundgliederung der Schweizer Armee» für die Mitglieder der OGBB verdankenswerterweise zu Verfügung gestellt. Sie finden es als Beilage zu dieser Ausgabe.

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Mit der Neukonstituierung des Vorstands der OGBB durfte ich die Chefredaktion für unser weitherum geschätztes OGinform übernehmen. Dies ist mir Ehre und Verpflichtung zugleich; ich bin mir bewusst, dass Sie ein erwartungsund anspruchsvolles Leserpublikum sind. Zusammen mit meinem Redaktionsteam werde ich mich bemühen, weiterhin drei Mal pro Jahr ein aktuelles und gehaltvolles Informationsmagazin bereit zu stellen.

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KMU Wirtschaftsverband der Basler KMU Ausbildungs-, Informations-, Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum Haus des Gewerbes Elisabethenstrasse 23 Postfach 332 4010 Basel Tel. 061 227 50 50 Fax 061 227 50 51 E-Mail: post@gewerbe-basel.ch

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Inhaltsverzeichnis Offiziersgesellschaft beider Basel

Chefredaktion Oberst Hans Ruedi Schaffhauser hans-ruedi.schaffhauser@ogbb.ch Werbung Hptm Walter Wagner walter.wagner@ogbb.ch Layout GrafikStation, Nicole Gesierich www.grafikstation.ch Telefon 061 983 13 40 Webmaster Oblt Sanson Rabi sanson.rabi@ogbb.ch Mutationsführer WBZ urs.helfenstein@wbz.ch Telefon 061 717 71 17 Stiftung Militärbibliothek franz.gschwind@unibas.ch Telefon 061 267 31 39 Internet www.ogbb.ch Druck Schwabe AG, Verlag und Druckerei, 4132 Muttenz Herausgeber Offiziersgesellschaft beider Basel Leserschaft Mitglieder der Offiziersgesellschaft beider Basel Auflage 1600 Expl. Mitglied der European Military Press Association Titelbild: Nicole Gesierich

Redaktionsschluss Heft 3-2008 10. November 2008

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Bericht über die GV vom 31. März 2008 «Pleitegaier» Verabschiedung P. Malama Gespräch mit unserer neu gewählten Präsidentin

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Referat von Divisionär André Blattmann Bericht der Militärbibliothek Basel an die GV OGBB Reminiszenzen von der Nuit des Officiers 2008 Armee und Zivilschutz an der EURO 08

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EURO 08: Ausländische Einsatzkräfte Tragisches Bootsunglück auf der Kander «Air Power» – Leistungen der Luftwaffe

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Offiziersgesellschaften im Portrait : SJO OGeflüster einmal anders: Basel Tatto

Kurzberichte 29

Termine

Kommende Anlässe

Die OGBB empfiehlt

Adressen

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OGinform 2-2008

Impressum


Bericht über die GV vom 31. März 2008 Für die fünfte ordentliche Generalversammlung lud Oberstleutnant im Generalstab Peter Malama die Mitglieder ins Restaurant zum Schützenhaus in Basel ein. Wie schon in den Jahren zuvor konnte der Präsident auch seine letzte Generalversammlung pünktlich eröffnen und neben den Mitgliedern verschiedene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Militär begrüssen.

Oberst Miescher-Fonds und der Wiederwahl des bisherigen Stiftungsrats für die Periode 2008 – 2014 einstimmig zu.

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Auch in seiner letzten Generalversammlung prägte der «Malama-Express» von Beginn weg den Ablauf. Zusätzlich zu dem in OGinform 1-2008 publizierten Jahresbericht informierte der Präsident über den aktuellen Stand bezüglich Integration anderer OG in die OGBB, resp. die verstärkte Zusammenarbeit. Mit der Fricktalischen Offiziersgesellschaft (FOG) konnten die Details für die Zusammenarbeit im Anlassbereich geregelt werden. Von der SOLOG Nordwestschweiz darf die OGBB ab diesem Jahr neu deren Mitglieder in ihren Reihen begrüssen. Bei dieser Gelegenheit verwies der Präsident auch auf das druckfrisch aufliegende, neue Mitgliederverzeichnis. Nach der Präsentation der Jahresrechnung und dem Revisorenbericht mit Antrag, die Rechnung zu genehmigen, verdankt der Präsident den Kassier, Oberst Doris Walther sowie die Revisoren Oberst Paul Schär und Major i Gst Matthias Zoller für die vorzügliche, im Hintergrund geleistete Arbeit. Die Mitglieder genehmigen daraufhin die Jahresrechnung und erteilen dem Vorstand einstimmig Décharge. Als Vertreter der Militärbibliothek präsentiert Oberst Philip Kuttler den Jahresbericht und die Rechnung der Stiftung. Die Versammlung genehmigt beide Berichte und stimmt auch den Anträgen zur Genehmigung der Rechnung des

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Als nächstes steht der in diesem Jahr reich befrachtete Punkt Demissionen & Wahlen auf der Traktandenliste. Oberstleutnant i Gst Peter Malama und Oberstleutnant Olivier Savoy beenden mit dieser GV ihre Tätigkeit im Vorstand der OGBB. Die übrigen Vorstandsmitglieder stellen sich zur Wiederwahl und werden in globo per Akklamation gewählt. Verstärkt wird der Vorstand neu von folgenden, vom Präsidenten kurz vorgestellten Personen: Oberst Hans Ruedi Schaffhauser (Redaktion OGinform), Major Carl Gustav Mez (Kameradschaftliches, Events), sowie Major Peter Benz (IG Logistik). Auch die neuen Vorstandsmitglieder werden mit Applaus gewählt. Weiter werden die Oberleutnants Alain Müller und Simon Stocker als Gäste im laufenden Vereinsjahr erstmals «Vorstandsluft schnuppern» und ihr Engagement einbringen. Als neue Präsidentin schlägt der Vorstand den bisherigen Kassier Oberst Doris Walther vor. Sie stellt sich der Versammlung vor. Es melden sich keine weiteren Kandidaten. Mit stehendem Applaus wird die neue Präsidentin ins Amt gewählt und verspricht, sich mit Kopf, Herz und Hand für das Wohl der OGBB einzusetzen. Nach der Vorstellung des Jahresprogramms genehmigen die Mitglieder, als letzte statutarische Traktanden, den un-


Pleitegaier verändert bleibenden Mitgliederbeitrag sowie das Budget für das kommende Gesellschaftsjahr. Nach verschiedenen Wortmeldungen verdankt der Vizepräsident, Oberst Marcus Müller, die Arbeit des scheidenden Präsidenten in Wort und Bild. Er dankt ihm für sein grosses Engagement zugunsten der OGBB und wünscht ihm in seiner weiteren Tätigkeit viel Erfolg. Oberstlt i Gst Peter Malama bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit und allen Mitgliedern für das in ihn gesetzte Vertrauen. Seinen speziellen Dank richtet er an die Leiterin des Direktionssekretariats des Gewerbeverbands, Eveline Stäubli, die ihn in seinem Amt stets tatkräftig unterstützte; er überreicht ihr als Dankeschön einen Blumenstrauss. Um 19.45 Uhr beendet der Präsident den offiziellen Teil der Versammlung und leitet mit der Vorstellung des Referenten zum zweiten Teil der Generalversammlung über, dem Referat des stellvertretenden Chefs der Armee, Divisionär André Blattmann. Nach dem Referat zum Thema «Wert Sicherheit – Beitrag der Armee zum courant normal?», in welchem der Stv CdA der Miliz für ihre geleistete Arbeit dankte, waren alle Anwesenden zu einem Apéro eingeladen. Während des Essens überbrachten Regierungsvertreter beider Basel, Sabine Pegoraro und Hanspeter Gass, ihre Grussbotschaften. Die abtretenden Vorstandsmitglieder wurden verabschiedet und durften den obligaten Zinnbecher in Empfang nehmen. Die «Hans Franz Passavant-Zeremonie» wurde infolge der vorgerückten Stunde – aufgrund des reich befrachteten Programms der GV und des anschliessenden kameradschaftlichen Teils – durch den Zeremonienmeister, Major Urs Jaisli, etwas gestrafft. Er führte etwa im gleichen Tempo durch die Zeremonie, wie vor ihm Peter Malama durch den statutarischen Teil der GV. Dies konnte die ausgezeichnete Stimmung keineswegs trüben – im Gegenteil. Zum Abschluss wurde dann auch diese Generalversammlung mit dem «Baselbieterlied» und ausgewählten Strophen aus «z’Basel a mym Rhy» würdig beendet.

Die Offiziersgesellschaft beider Basel wollte ihren abtretenden Präsidenten, Oberstlt i Gst Peter Malama, natürlich in würdiger Form und in gut baslerischem Flair verabschieden. Was eignet sich dafür besser, als ein professionell gestalteter Schnitzelbangg. Der Name des Vortragenden ist «Pleitegaier» Der Vorstand betont, dass dieser «Firmenname» weder Assoziation zur Offiziersgesellschaft beider Basel, noch zum so Geehrten hat.

Verabschiedung Peter Malama

Uff dr Homepage vom Peter Malama, do duet’s e Huffe Föteli ha. Kasch ihn dert in Turnhoose, persée, in Aazug oder Hemmli gseh. I frogg mi do scho ganz enorm, wo isch das Föteli in Uniform. «Bim Vize-Präsi hätt i jetzt vermuetet & verfasst, dr Grund wär, dass d’Uniform nym basst!» Im Februar 2003, hett me fusioniert, fascht ohni Gschrey. Die Gründigsversammlig, s‘hett aim griehrt, hett me im Seegarte in dr Grien 80 duuregfiehrt. Bi de Städter hett me das schnäll akzeptiert, und nym lang mitnand diskutiert. Nur bis es die vom Land tscheggt hänn, de lachsch Dy hi, sinn d‘Basler scho längschdens bim Apéro gsi.

«Uff Vereinsebeni, hätt dr Peter mit sinere Kraft, e Fusion vo Stadt & Land bereits scho gschafft!» Verfasser: Hptm Michel Oesch

Fortsetzung >>

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«Und bis d‘Landschäftler ko sige, sait mir dr Malama, hänn d‘Basler scho-n-e Kappe kah!»


Pleitegaier – Verabschiedung Peter Malama Hett dr Peter e-n-Idee, dasch nid glacht, wärde null Yberleegige punggdo Finanze gmacht. Schtoht’s no bevor, oder hett’s scho glöpft, goht’s noch em Peter, denn wird uss em Volle gschöpft. Är maint denn cool, ganz logger mit Pfiff, gäll Doris, Du hesch das scho im Griff. «Die schweergwichtige Poolveraaschtaltige, me duet‘s verdangge, bringe dr Doris Ihre Finanze au schweergwichtig ins Schwangge!» «I maint-i i haig d’Doris scho gseh, sammle mit dr Heilsarmee!» Dis Joor macht dr Peter, s’isch kai Schtuss, als Präsidänt vo dr OG beider Basel Schluss. Nach yber 5 Joor an dr Spitze oobe, kunnt jetzt ebber anderscht, dasch au zem Loobe. Jo als Ney-Nationalroot, das derf me saage, hett är jetzt neyi Verantwortige z’traage. «Bezyglig Bärn hätt i no e Bitt do am Tisch, due Du e chli luege, wenn dr Blocher nimmi derte isch!» Dr Peter sehsch au in Action, dasch allerhand, als Diräggter vom Basler Gwäärbverband. Isch dert als Chef total beliebt, das wird au nid durch strängi Phase triebt. Doch me gniesst’s schiins au, das ohni Hohn, wenn är in Bärn isch, in dr Session. «Aber vor dr Session siggs nid lessiger, do isch es umso schtressiger!»

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In Basel isch dr Peter, das sinn kaini Gäx, generell mit em Velo unterwäx. Drämmlifaahre, das liggt ihm färn, das macht är yberhaupt nid gärn. Muess är gliich mol uff s’Drämmli, dasch dr Hit, no kunnt das aifach – aifach – aifach nid. «No lyttet är aa, denn ihm wird’s z’bunt, dass scho syt Schtunde do kai Drämmli kunnt. Do isch d‘Laitschtell vo dr BVB, hett vo Eych öbber dr Malama gseh!?! Als Nationalroot sag ich Dir im Klaare, do kasch wenigschtens gratis Drämmli faahre!»

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Im Winter, ohni Händsche kasch dr Peter gseh, mit em Roller faahre, an Bahnhof SBB. Nur in dünne Aazugshoose, scho fascht verloore, schtiggt är in Zug, total verfroore. Wo-n-är im Zug denn ufftaut, kunnt’s ihm in Sinn, d’Händsche wäre jo im Sattel inn. «Z’Oobe wider am Bahnhof hett är unumwunde, d’Händsche im Rollersattel gfunde!» GPS & Malama, mmhh mit Ach und Krach, die Kombination, dasch sone Sach. Also d’Mainig schtoht, an allne Dääg, als Offizier waiss me immer dr richtig Wääg. Das Gräät bruuch i nid, denn das isch schlimm, scho gar nid Wiisige vo sonere Frauestimm. Drumm schtellt är denn grad kurz und knapp, das Wäägbeschriibigs-Gräätli ab. Und d’Folg dervo, so ha-n-ich verno, dr Peter isch z’schpoht ans Meeting ko. «Uff em Haimwääg denn haig dr Malama, das Gräätli wider iigschtellt kah!» Fyr technisch aaschpruchsvolli Sache, isch’s mit em Peter nid zem Lache. Vor Präsentatioone, sag-i do im Saal, hänn d’Mitarbeiter amme scho-n-e Qual. Dr Peter duet nämlig, ich kah’s logger singe, fyr das nid vil Geduld uffbringe. Damit dr Beamer au lauft, macht’s scho Sinn, är yberlosst das dr Stäubli Eveline. «Ich sag do vorne, unverschwoore, ohni Eveline wärsch Du verloore!» «Au wenn‘s do inn jetzt e paar duet schelle, dr Malama kah uff sini Fraue zelle!» Jetzt ha-n-i gsunge, ganz e Huffe, und mecht mol gmietlig aine suffe. Ich dr Beat, laider ohni Klaus, dangg Eych härzlig fyr dr Applaus. Und sag zem Schluss, ob Malama, Müller, Walther oder Meier, SALI ZÄMME, dr Pleitegaier. Gruess vom Pleitegaier


Interview Gespräch mit unserer neu gewählten Präsidentin, Oberst Doris Walther

Das ist eine überraschende Frage. Ich war mir gar nicht bewusst, einzige Präsidentin in der Schweizerischen Offiziersgesellschaft zu sein. Natürlich bin ich schon etwas stolz darauf. Die OG beider Basel ist ja auch ein Eckpfeiler der SOG. Ich möchte aber anmerken, dass die frühere OG BaselStadt schon einmal von einer Frau präsidiert wurde: Major Sylvia Rysler. Und jetzt die medial unausweichliche Frage: Was sind Ihre Erfahrungen in den ersten bald 100 Tagen in Ihrer Funktion? Ich sehe diese Zeit in ihrer Gesamtheit. Die OGBB kenne ich aus meinen zehn Vorstandsjahren als Kassierin und Verantwortliche für die Administration (Wahl in den Vorstand am 20.4.1998 in Sissach). Dies hat mir den Einstieg als Präsidentin sehr erleichtert, kenne ich doch deshalb die Abläufe bestens. Die ersten Monate sind quasi im Courant Normal verlaufen, glücklicherweise. Prägend und fordernd, doch auch sehr bereichernd war der vergangene Juni. Innerhalb des Fachbereichs Sicherheit der Host City Basel war ich verantwortlich für die Betreuung der externen Einsatzkräfte. Als Präsidentin und in meiner Kaderfunktion in der Armee hat mich der schwere Militär-Unfall auf der Kander tief bewegt. Dieses tragische Ereignis beschäftigt mich immer noch stark. (Anmerkung der Redaktion: Vgl. auch die Berichterstattung zum Kander-Unfall, Seite 33) Oberstlt i Gst Peter Malama hat Ihnen die OG beider Basel in wirklicher Topverfassung übergeben. Was haben Sie sich als Ziele für die Weiterentwicklung vorgenommen? Ich bin dankbar für diese solide Grundverfassung unserer Offiziersgesellschaft. Dies erlaubt es mir, den Ausbau und die Verstärkung des wichtigen Netzwerks mit unseren Mitgliedern und den befreundeten OG wie dem AOV, der AVIA, den AC Of, der ORET wie auch mit unseren Kameraden in Frankreich und Deutschland zu fördern. Wichtig ist mir auch das Einbringen unserer Positionsbezüge in die

SOG, sowie in die sicherheitspolitischen Gremien auf kantonaler und nationaler Ebene. Am Herzen liegt mir, die jungen Kader zu motivieren, nicht stehen zu bleiben, sondern sich aktiv in der Armee zu engagieren und auch höhere Funktionen anzustreben und auszufüllen. Gleichzeitig möchte ich den Kontakt mit unseren älteren, erfahrenen Kameraden und Kameradinnen vertieft pflegen und durch ihren aktiven Einbezug eine gute Durchmischung unserer Mitgliederstruktur gewährleisten. Durch ihre Lebens- und Funktionserfahrung und ihre Reife kann den jüngeren Offizieren viel Know-how angeboten und damit erheblich dazu beigetragen werden, dieses Handicap der verjüngten Führungskader abzufedern. Zudem liegt mir daran, die neuen Armeekader für den Eintritt in unsere OGBB zu gewinnen. Die Aktionen in den Kaderschulen möchte ich durch das persönliche Gespräch und entsprechende Überzeugungsarbeit ergänzen. Sie sind Chefin Zentrale Dienste im Amt für Militär und Bevölkerungsschutz BL, als Oberst in der Armee Verantwortliche für das Personelle (G1) in der Führungsunterstützungs Brigade 41 und Präsidentin der OGBB. Wie kommen Sie mit der Vielfalt dieser Aufgaben zurecht und bleibt Ihnen da noch Zeit für Ihr Privatleben? Diese Frage wird mir hin und wieder gestellt. Sehen Sie, ich komme gut damit zurecht, denn ich rechne nicht in den Kategorien von Tages- oder Wochenstunden. Für mich steht die Lebensarbeitszeit im Vordergrund. Und so gestalte ich meinen Arbeitseinsatz so flexibel, wie dies mir die geschäftlichen Aufgaben erlauben. Zustatten kommt mir dabei, dass ich nicht in einen fixen Familien-Tagesablauf eingebunden bin. Ich bin auch nicht in weiteren Vereinen oder einer politischen Partei aktiv. Was immer ich angehe, mache ich (meist) mit Spass an der Sache und mit Herzblut. So stehe ich kaum je unter Stress, auch wenn ich viel Arbeit zu bewältigen habe. Grosse Unterstützung erhalte ich seitens meines Arbeitgebers, meinem direkten Vorgesetzten, Marcus Müller, Leiter Amt für Militär und Bevölkerungsschutz, wie auch von Regierungsrätin Sabine Pegoraro, Vorsteherin der Sicherheitsdirektion Basel-Landschaft. Interview: Oberst H. R. Schaffhauser

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Frau Walther, wie fühlen Sie sich als Präsidentin der renommierten Offiziersgesellschaft beider Basel und, notabene, einzige Frau Präsidentin in der Schweizerischen Offiziers-Gesellschaft?

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Gratulation

Beförderungen und Funktionsübernahmen per Mitte 2008 Präsidentin und Vorstand der Offiziersgesellschaft beider Basel gratulieren allen zur Jahresmitte beförderten Mitgliedern ganz herzlich und wünschen ihnen, wie auch allen Offizieren, welche auf diesen Zeitpunkt hin ein Kommando bzw. eine neue Funktion übernommen haben, Freude, Erfolg und Befriedigung.

Ehrentafel Präsidentin und Vorstand der Offiziersgesellschaft beider Basel gedenken unserer verstorbenen Mitglieder:

Brigadier Peter Bieder ehem. Waffenchef der Luftschutz-Truppen

Oberstleutnant Hans Rudolf Nebiker ehem. Nationalrat Kt Basel-Landschaft, Nationalratspräsident 1991/92

Hauptmann Alex Lüdin

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Oberleutnant Urs Hobi

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Wir bitten unsere Mitglieder, die Verstorbenen in ehrender Erinnerung zu behalten.


Referat Div André Blattmann Wert Sicherheit – Beitrag der Armee zum courant normal Unter diesen eher unspektakulären Titel stellte der stellvertretende Chef der Armee, Divisionär André Blattmann, an der GV OGBB am 31. März 2008 die Leistungen der Armee in ihrer täglichen Vielfalt. Seine lebhaften Ausführungen fesselten und begeisterten die Zuhörer.

Ist Sicherheit eine Selbstverständlichkeit, stellte Div Blattmann als Frage in den Raum:

Die drei Auträge der Armee: • Raumsicherung und Verteidigung • Existenzsicherung • Friedensförderung leiten sich aus Artikel 58² der Bundesverfassung ab: «Die Armee dient der Kriegsverhinderung und trägt bei zur Erhaltungs des Friedens; Sie verteidigt das Land und seine Bevölkerung. Sie unterstützt die zivilen Behörden bei der Abwehr schwerwiegender Bedrohungen der inneren Sicherheit und bei der Bewältigung anderer ausserordentlicher Lagen. Das Gesetz kann weitere Aufgaben vorsehen». Die Leistungen, welche unsere Armee gemäss Leistungsprofil erbringen kann, stellen sich so dar:

Dieser lebenswichtige Grundpfeiler für unsere Gesellschaft kann nicht als selbstverständlich angenommen werden. Die dafür von Kantonen und Bund geschaffenen Organisationen müssen Sicherheit im weiten Sinn des Begriffs täglich aufs Neue gewährleisten. Die Armee leistet ihren Beitrag dazu im Rahmen subsidiärer Einsätze. Diese sind nicht nur wertvolle Unterstützung und Verstärkung der zivilen Einsatzkräfte, sondern gewährleisten im länger andauernden Bedarfsfall letztlich auch deren Durchhaltefähigkeit.

Die Schweizer Armee ist Teil der Gesellschaft, Teil der Schweiz – seit jeher, heute und in der Zukunft. So besehen darf unsere Miliz-Armee (in neudeutsch) als PEOPLE’s BUSINESS bezeichnet werden: • In Tradition und Werten verwurzelt • Land und Bevölkerung verpflichtet • Modern und leistungsfähig in allen Teilaufgaben • Anpassungsfähig, zukunftsgerichtet, vertrauenswürdig

Für den CdA, KKdt Roland Nef, geht es in den kommenden Jahren mit Vorrang darum, die Miliz-Armee im Rahmen der Zielsetzungen des Entwicklungsschritts 2008 /11 zu konsolidieren. Dabei kommt im Kurzfristbereich hohe Priorität der Personalentwicklung, der Logistik und der Kommunikation zu.

Fortsetzung >>

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Der Verfassungsauftrag und die Leistungen der Milizarmee

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Wert Sicherheit – Beitrag der Armee zum courant normal Kaderausbildung und mangelnde Führungserfahrung

Friedensförderung und Auslandeinsätze

Div Blattmann trat auch auf die weiterhin aktuelle Frage der verkürzten Kaderausbildung und die Defizite bei jungen Führungskräften ein. Dieser Aspekt stellt sich der Armee, wie auch der Wirtschaft, wie er anhand eines Beitrags aus dem «Harvard Business Manager» darstellte:

Die moderne militärische Friedensförderung umriss Div Blattmann anhand des folgenden Kreissegments:

Im Ausland derzeit eingesetzt sind ca. 280 AdA. Das grösste Kontingent bildet dabei die SWISSCOY mit gegen 210 AdA.

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Bei der Offiziersausbildung sollten neben den offenkundigen Schwierigkeiten wegen der langen Abwesenheiten auch die objektiv messbaren Vorzüge in Betracht gezogen werden. Die Zusammenfassung in einer Stärken-/Schwächen-Analyse (SWOT = Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) der Offizierslaufbahn ergibt ein recht differenziertes Bild:

Damit ist allerdings noch kein valables Rezept gefunden, der aufgrund der Verjüngung in der Kaderstruktur fehlenden Führungskompetenz beizukommen. Solches bedingt einer intensiven Bearbeitung durch die Armeeführung.

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Die Ausführungen von Div Blattmann zum grössten Armee-Einsatz zu Gunsten der EURO 08 finden ihren Niederschlag in der Berichterstattung «Armee und Zivilschutz an der EURO 08» (ab Seite 18).

Verfasser: Oberst H. R. Schaffhauser


Militärbibliothek Basel Bericht und Information an die GV OG beider Basel vom 31. März 2008 Jahresbericht 2007

Werte Mitglieder der Offiziersgesellschaft beider Basel

GV 2006 21.8.2007 kombiniert mit einer militärhistorischen Exkursion auf den Hartmannsweiler-kopf («Es ist schon in der Tat so: Wer sich dem Hartmannsweilerkopf verschrieben hat, den lässt er nicht mehr los. Immer mehr möchte man vom «Berg des Todes» wissen und immer tiefer in das Geschehen, dass sich dort oben abspielte, eindringen») und einem kulinarischen Höhenflug im Elsass auf eigene Rechnung.

Zur Einleitung ein weiteres Mal das Kurzportrait der Militärbibliothek Basel: • Gegründet 1760 Im Besitz der OGBB und des AOV und durch die Militärbibliothek verwaltet mit dem Ziel: • Bereitstellung der Sammlung militärischer Literatur von bleibendem Wert • Öffnung für alle in der Schweiz domizilierten Personen

Zuwachs durch Schenkung Diverse. Speziell hervorzuheben ist das Geschenk von weiteren Büchern von Dr. Amédée Schlumberger aus Bottmingen, die sich noch nicht im Bestand der Militärbibliothek befanden.

Organisation: • Gemäss Vertrag von 1904 unentgeltlich durch die Universitätsbibliothek verwaltet. • Die Stifter (OGBB, ehemals OGBS, und AOV) verpflichten sich, im Rahmen ihrer Statuten und nach Massgabe ihrer finanziellen Mittel die Stiftung zu unterstützen. • Mindestens 5 Mitglieder werden von der OGBB für die Dauer von 6 Jahren gewählt (Letzte Wahl: 2002 / Nächste Wahl: 2008. Mindestsitze: 3 Sitze OGBB / 1 Sitz Universitätsbibliothek /1 Sitz AOV) • Ein neuer Flyer gibt Auskunft

9 Ausl. 7 „ 7 „ 6 „ 6 „ 6 „ 6 „ 6 „

Mil Ab Mil Aa Mil An Mil Ad Mil Ad Mil An Mil An Mil Ht

162 1092 2659 139 142 2429 2522 601

Paul, Gerhard. Fuhrer, H.-R. Steininger, Rolf Douglas / Miller Glaube, Heinz Melcic, Dunja Fricke, Dietmar Mary, Jean-Yves

Ausleihungen: 2’965 Der Rekordwert aus dem Vorjahr (3‘079) konnte 2007 nicht übertroffen werden. Doch mit 2‘965 Ausleihen wurde die zweithöchste Ausleihzahl in der Geschichte der Militärbibliothek erreicht, eine Zahl, welche rund 300 über dem bisher zweitbesten Ergebnis aus dem Jahre 2002 (2‘659) liegt. Da sich an den beiden Grundvoraussetzungen für diese erfreuliche Entwicklung (Freihandbibliothek für die Erwerbungen der letzten 30 Jahre und steigende Studentenzahlen) in der absehbaren Zukunft wenig ändern dürfte, darf die Militärbibliothek mit Zuversicht in die kommenden Jahre blicken. Sie wird gebraucht. Die folgende kleine Liste gibt Auskunft über jene acht Titel (auch 2006 waren es acht), welche im Jahre 2007 mehr als fünfmal ausgeliehen wurden:

– Bilder des Krieges – Krieg der Bilder – 2004 – Schweizer in «Fremden Diensten» – 2006 – Der Vietnamkrieg – 2004 – Landsknechte 1485 –1560 – 2004 – Konfrontation der Kulturen? : Saladin und die Kreuzfahrer. - 2005 – Der Jugoslawienkrieg – 1999 – Der Tamilen-Singhalesen-Konflikt – 2002 – La Ligne Maginot – 1980

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Vermögen der Stiftung: • Buchbestand (heute ca. 40‘000 Bücher) • Oberst Miescher-Fonds (Errichtet 1938 durch Korpskommandant Rudolf Miescher) • Barvermögen der OGBB für die Zwecke der Militärbibliothek • Zuwendungen der Stifter oder dritter Donatoren

Zuwachs durch Käufe 327 Bände (2006: 310) «To publish or perish» gilt immer stärker auch in der Militärpublizistik.

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Nuit des Officiers Reminiszenzen zur Nuit des Officiers vom 29. März 2008: Amitié Franco-Suisse Unsere Kameraden der Union des Officiers de Réserve de la Région de Mulhouse (UORRM) führen jedes Jahr ihre Nuit des Officiers im Palais Beau Bourg in Blotzheim, unweit der Schweizergrenze, durch. Jedes Jahr beteiligte sich bisher eine Gruppe von Offizieren der OGBB und Nachbar-Offiziergesellschaften. Es gereicht uns zur Ehre, dass unsere französischen Kameraden uns letztes Jahr vorschlugen, den Ball 2008 unter das Thema Amitié Franco-Suisse zu stellen, wofür wir freudig zusagten.

Empfang durch ein Ehrendetachement Infanterie der Schweizer Armee Seitens des Lehrverbands Infanterie wurde – genehmigt durch den Chef Führungsstab der Armee – ein Detachement der Infanterie Bereitschafts Kp 104 / 2 (DurchdienerEinheit) bereit gestellt. Diese Ehrengarde in voller Kampfausrüstung, mit Stgw 90 und blankem Bajonett präsentierte sich den eintreffenden Ballgästen auf deren Weg in den fahnengeschmückten Saal, was diesen AdA Bewunderung und Anerkennung eintrug. Im Saal überreichten dann zwei Soldaten den entzückten Gästen zur Begrüssung eine Schweizer Militärschokolade. Das Rekrutenspiel 16 -3 /07 in voller Aktion

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Schweizer Militärspiel in Blotzheim Der Anlass wird traditionsgemäss von einem Spiel des militärischen Verbandes umrahmt, welchem die Jahresthematik gewidmet ist. So musizierte zum Beispiel schon einmal das Spiel des Husarenregiments (heute moderner Verband der Deutsch-französischen Brigade). So war es für mich als Vertreter der OGBB in der Ballorganisation der UORRM eine Selbstverständlichkeit, dass die Nuit des Officiers 2008 von einem Schweizer Militärspiel umrahmt werden würde. Dieses Unterfangen liess sich allerdings schwieriger an, als vorhergesehen. Ein solcher Auslandeinsatz bedurfte einer Sonderbewilligung des Kommandanten Heer, KKdt Luc Fellay. Dieser wurde dann aber stattgegeben und KKdt Fellay liess es sich auch nicht nehmen, persönlich an der NdO teilzunehmen. Das Rekrutenspiel 16 – 3/07 begeisterte die an die 400 Teilnehmenden denn auch mit seinen breit gefächerten Voträgen und erhielt dafür grossen Applaus.

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Grussadresse von Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro


Nuit des Officiers Hohe Gäste am offiziellen Empfang

Infanterie-Ehrendetachement der Schweizer Armee

Traditionell wird die NdO durch den Einmarsch der Ehrengäste eröffnet. Von Gastgeberseite nahmen der Vizeminister für Verteidigung, Jean-Marie Bockel, Maire de Mulhouse, mehrere Generäle der Armée de terre, vier Deputierte und Senatorinnen der Nationalversammlung, sowie der Maire de la ville de Blotzheim teil. Der hochrangigen Vertretung aus der Schweiz gehörten u.a. Frau Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro, Frau Esther Maag, Landratspräsidentin der Kantons Basel-Landschaft, KKdt Luc Fellay und Divisionär Eugen Hofmeister an. Aus Deutschland waren Brigadegeneral Andreas Berg, Kommandeur Deutsch-Französische Brigade sowie der Bürgermeister der Stadt Müllheim/Baden anwesend. Flankiert von Truppenfahnen der Schweiz und Frankreich reihten sich die Ehrengäste im Saal auf. Das Spiel intonierte die Europahymne, gefolgt von der Schweizerischen und der Französischen Nationalhymne. Nach den verschiedenen Grussadressen war der Ballabend eröffnet, den die Gäste bis in die frühen Morgenstunden genossen.

Verfasser: Oberst H. R. Schaffhauser

Feierliche Eröffnungszeremonie mit Nationalhymnen

Vizeminister J.-M. Bockel gratuliert Spielfhr Hptm W. Horber

Virtuose Xylophon-Darbietung

Begeisterte Zuhörerinnen

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Fahnenumrankter Empfang

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Euro 08 Die Einsätze von Armee und Zivilschutz ermöglichen die Durchführung Der reibungslose Verlauf der EURO 08 ist ein enormer, anerkennenswerter Leistungsausweis für die Schweiz und unser Nachbarland Österreich. Ohne die subsidiären Einsätze von Armee und Zivilschutz wäre eine Durchführung dieses Grossanlasses nicht möglich gewesen. OGinform unternimmt mit diesem Bericht, Einsatz und Leistung der vielen tausend AdA und AdZS näher vorzustellen und zu würdigen.

Die EURO 08 begeisterte uns Schweizer und Schweizerinnen ebenso, wie die vielen hunderttausend ausländischen Besucher und Besucherinnen, welche dafür unser Land besuchten. Sie waren beeindruckt vom reibungslosen Verlauf der EURO 08 und nahmen neue, bleibende Eindrücke über die Schweiz mit nach Hause. Wieviel Planung, Vorbereitung und Einsatz die Gewährleistung dieser Spiele erforderte, wurde den wenigsten Leuten bewusst. Die Medien würdigten diese Aspekte teilweise, vor allem mit Blick auf die verantwortlichen Organisatoren und Host Cities und deren mit ausländischen Kräften verstärkten Polizeikorps. Der subsidiäre Grosseinsatz der Armee und der Zivilschutz-Organisationen fand jedoch kaum Beachtung. Doch gerade diese Unterstützung erst ermöglichte die Durchführung der EURO 08. OGinform besuchte einige der eingesetzten Truppenverbände und Zivilschutzkräfte, um einen Überblick über deren vielfältige Einsätze geben zu können. Damit soll das Engagement all der vielen Beteiligten gewürdigt und ihnen der gebührende Dank und die uneingeschränkte Anerkennung ausgesprochen werden.

Der Armee-Einsatz

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Auf Antrag des Bundesrates wurde der Armee-Einsatz durch das Bundesparlament, mit folgenden Rahmenbedingungen genehmigt: • Prinzip der Subsidiarität • Obergrenze von 15‘000 Angehörigen der Armee • Einsatz im Assistenzdienst • Keine Ordnungsdiensteinsätze • Keine Einsätze im direkten Umfeld der Stadien und Fanzonen

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Zur Leitung dieses grössten Einsatzes der Armee seit dem Aktivdienst 1939 – 45 wurde die folgende Führungsorganisation gewählt:

Die Kurzbezeichnungen im Organigramm bedeuten: KSSE Kommandant Subsidiärer Sicherungs-Einsatz (C FST A) FST A Führungsstab der Armee EVB Einsatzverband Boden EVL Einsatzverband Luft FUB Führungsunterstützungsbasis der Armee LBA Logistikbasis der Armee Der konkrete Leistungskatalog der Armee umfasste: • Schutzaufgaben (temporärer Objektschutz) • Verstärkung des Grenzwachtkorps • Logistische Unterstützung (z B mit Fahrzeugen, Material) • Unterstützung mit Personal und Material zur Durch führung von Eskorten und Personenschutzaufgaben • Unterstützung bei Geniearbeiten • Überwachung des schweizerischen und – in Zusammen arbeit mit den Luftstreitkräften der Anrainerstaaten – des an die Schweiz angrenzenden Luftraumes • Überwachungsflüge und Luftpolizeidienst bei eingeschränktem Luftverkehr • Lufttransporte • Bereitschaft zur Katastrophenhilfe


Armee und Zivilschutz an der Euro 08 Das Kommando über den Einsatzverband Boden (EVB) wurde der Territorialregion 2, Kdt Divisionär Eugen Hofmeister, übertragen. Der Auftrag an den EVB lautete:

• Battle Captain regelt nach Absprache mit SC Stv die interne Organisation • Vrb Of beim FST A

• Erstellt die Einsatzbereitschaft • Unterstützt die zivilen Behörden subsidiär bei der Durchführung des festgelegten Leistungskatalogs • Kann zusätzliche Mittel der Stufe Armee beantragen • Kann via Führungsstab der Armee Leistungen und Mittel des Einsatzverbandes Luft anfordern

Die Kompetenzabgrenzung zwischen dem verantwortlichen Chef TOC (Battle Captain) und dem Kdt EVB war folgendermassen geregelt:

Als personelle Mittel standen dem Einsatzverband Boden folgende direkt unterstellte Verbände zur Verfügung: • Stab Ter Reg 2 • KTVS (Kantonale Territorial Verbindungsstäbe) ZH, BE, BS / BL, GE • bat inf 19, Inf Bat 61, Inf Bat 65 • Inf Bereitschafts Kp 104 / 2 (Durchdiener-Einheit) • VT (Verkehrs- und Transport) Bat 1 • San Kp 1, 3, 4, 5 • Hundeführer Kp 14 • Teile Militärische Sicherheit Der Kdt EVB basierte den Einsatz auf folgender Absicht:

Verhaltensregeln für Truppen im Einsatzverband Boden Für den Truppeneinsatz waren vom FST A sog. Rules of Engagement festgelegt. Diese wurden vom EVB in Rules of Behaviour umgesetzt und für die verschiedenen Einsatzarten als Pocket Cards (PC) jedem AdA abgegeben. Eine solche PC regelte auch das Verhalten der AdA im Ausgang.

Die vorgängige Ausbildung der Truppen für ihren spezifischen Einsatz

• 24 h-Betrieb vom 03.06.– 28.06.08 • Einsatzelemente (ca 15 Of) im 12 h-Schichtbetrieb • Lagen unterscheiden: Spielfrei / Spieltag / mögliche Eskalation • Einsatz von 12 – 15 Stabsof über 3 – 6 Tagen mit: • Battle Captains (Chef TOC; Gst Of, ehemalige Bat Kdt) • Vertretern aus FGG (Führungsgrundgebiete) 1–7 • Chef FGG = SC Stv

Das Führungsinformations-System des Heeres (FIS HE) Das neue, flächendeckend einsetzbare Führungs- und Informations-System wurde im Rahmen des EVB-Einsatzes erstmals einem Härtetest unterzogen. Das System gewährleistet allen angeschlossenen Teilnehmern eine zeitverzugslose Darstellung aller relevanten Informationen und Nachrichten.

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Die Führung der eingesetzten Truppenverbände erfolgte aus dem Tactical Operation Center (TOC), mit folgenden Auflagen für die Einsatzführung des EVB:

Kader und Truppe mussten für die durch sie zu übernehmenden Aufträge vorgängig zum Einsatz besonders geschult werden. Dies erfolgte in der sogenannten EBA, der einsatzbezogenen Ausbildung. Dafür war die notwendige Anzahl Module vorbereitet worden. Die Instruktion der Kader erfolgte in der Regel durch Berufspersonal, zum Teil auch durch die Polizei. Die Ausbildung der Truppe oblag dann dem Milizkader. Neben Grundmodulen, welche alle AdA durchlaufen mussten, gab es besondere Module für die spezifischen Einsätze der betreffenden Truppen.

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Armee und Zivilschutz an der Euro 08 Die vier Territorialregionen verfügen über je 1 Führungsunterstützungs Bataillon; die Ter Reg 2 über das FU Bat 22, bestehend aus der HQ Kp 22/1, der Telematik Kp 22 / 2 (Tm Kp) und der Tm Kp 22/3. Der Auftrag der Telematik Kompanie 22/2 im Einsatzverband Boden (EVB) umfasste den Betrieb und den technischen Unterhalt der eingesetzten elektronischen Geräte und Übermittlungsmittel (Funk, Telefon, PC) zwischen dem Tactical Operation Center EVB (TOC) zu den Einsatzzentralen der Host Cities Basel, Bern, Genf, Zürich resp. den dort eingesetzten Truppenverbänden. Es hat sich, gemäss den Aussagen aller Beteiligten, in diesem Dauerbetrieb voll bewährt. Ebenso war das FIS Luftwaffe im EVL in Betrieb.

Eindrücke aus den Besuchen bei den Einsatzkräften Der Chefredaktor OGinform besuchte eingesetzte Einheiten wie folgt: • 10. Juni • 19. Juni • 25. Juni

TOC EVB und Telematik Kp 22/2 Inf Bat 65, Inf Kp 61/ 3 in Basel (Spiel: Deutschland – Portugal) MSE 2 der San Kp 4, Messehalle 5 Polizeikräfte CH/ BRD in der Kaserne Liestal Zivilschutz Kp BL in Muttenz und Basel, ABC-Abwehr Kp 10/1 in Basel (Spiel: Deutschland – Türkei) MSE 2 der San Kp 4, im Scherkessel

Telematik Kompanie 22/2 (D) = Tm Kp Typ D mit 9 Zügen Sollbestand 290 AdA Kdt: Hptm Michel Oesch (Vorstandsmitglied OGBB) Diese Einheit stand in ihrem dreiwöchigen WK 2008 mit 250 AdA im Assistenzdienst-Einsatz. Dabei betreute sie alle Übermittlungsmittel (Tf, Fk, Fax) und gewährleistete auch den Support der verwendeten elektronischen Geräte (PC / Laptops, FIS HE) im TOC EVB. Die Kompanie arbeitet durchgehend im Schichtbetrieb; in 24 Stunden-Blocks wechselten gemäss nachstehendem Schema Einsatz; Einsatzreserve/Ruhe; z Vf Kp Kdt (Ausbildung, Sport, Ausgang und Ruhe) sowie Urlaub ab.

((Grafik))

Die Übermittlung

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Die Führungsunterstützungs Brigade 41 (FU Br 41) stellt die Übermittlung für die Armee und die Landesregierung sicher. Sie verfügt über 5 HQ-Bataillone (HQ Bat), 4 Richtstrahl Bataillone (Ristl Bat), 1 Führungsunterstützungs Bataillon (FU Bat) und 6 EKF Abteilungen (Elektronische Kriegsführungs Abteilungen, davon 2 Abteilungen in der Reserve). Die beiden Ristl Bat 16 und 17 waren verantwortlich für den Aufbau, den Betrieb und den Unterhalt des gesamten Übermittlungsnetzes zu Gunsten aller im Einsatz für die Euro 08 stehenden Truppenverbände. Ihr Auftrag bestand darin, die für die lückenlose Gewährleistung der Verbindungen notwendigen «Funkwolken» und Netzknoten sicher zu stellen.

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Dadurch konnte sichergestellt werden, dass der einzelne AdA maximal 8 Stunden im gleichen Zustand verbrachte und so zu seiner Ruhezeit kam und der Auftrag auch nicht allzu monoton wurde. Dieser Ablöserhythmus hat sich vor allem bezüglich Durchhaltefähigkeit während dieser zweiwöchigen Einsatzperiode bewährt. Pro Woche gab es 46 Stunden allgemeinen Urlaub, womit sichergestellt war, dass der AdA zwei Nächte zuhause schlafen konnte. Dies als Kompensation zum Wochenenddienst.


Armee und Zivilschutz an der Euro 08

Interview mit Hptm Michel Oesch Kdt Tm Kp 22/2 Hauptmann Oesch, vorerst vielen Dank, dass ich Ihre Einheit besuchen und mich über deren Einsatz informieren darf. Was nun ist für Sie als Kompaniechef der hauptsächliche Unterschied zwischen einem «normalen» WK und diesem eigentlichen «Ernstfalleinsatz» für die EURO 08? Unser Einsatz an der EURO 08 zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass man die Kp den Bedürfnissen des Einsatzes entsprechend gliedern und so ausserhalb der gewohnten Strukturen und Abläufe führen muss. Nimmt man dann die um einiges aufwändigere Personalplanung und die in einem Echteinsatz auftretenden Unwägbarkeiten dazu, können Sie sich leicht vorstellen, dass das Ganze um einiges komplexer ist, als ein normaler WK. War Ihre vordienstliche Beanspruchung höher als in den sonstigen WK in Bezug auf Vorbereitung, Materialdienst, Personellem, Administration? Oh ja! Das erste Halbjahr stand ganz klar im Zeichen des anstehenden Assistenz-Dienstes und beanspruchte einen grossen Teil meiner Zeitressourcen. Die Personalplanung stellte sich dabei als den mit Abstand aufwändigsten Teil heraus, galt es doch, den Einsatz im Schichtbetrieb zu planen und gleichzeitig die vielen bewilligten Dienstverschiebungsge-

suche, Teildienstleistungen und Urlaubsgesuche unter einen Hut zu bringen. Zusätzlich erschwerend kam hinzu, dass die zivilen Auftraggeber ihre Bedürfnisse sehr spät konkretisierten, was insbesondere die Einsatzplanung für die Spezialisten erschwerte. Der Rest der Vorbereitungen entsprach in etwa dem normalen Rahmen. Die Tatsache allerdings, dass ich erst kurz vor dem KVK erfuhr, welches Material ich effektiv fassen konnte, sorgte dann kurzzeitig noch für reichlich Aufregung und Dispositionsanpassungen. Wie steht es um die Moral Ihrer Truppe, die zum Teil mit der Monotonie und zwangsläufiger Unterbeanspruchung während der Einsatzperiode von jeweils 8 Stunden zu kämfen hat, im Bedarfsfall aber «Leistung auf Anhieb innert kürzester Zeit» erbringen muss? Das ist schwierig zu beurteilen und ist auch stark personenabhängig. Einige AdA haben Mühe damit, dass wir auf Stufe Bataillon strengere Auflagen zu befolgen haben als in einem WK. Die durch die ROE (Rules of Engagement) vorgegebene EBA (Einsatzbezogene Ausbildung) lässt es z.B. nicht zu, dass innerhalb des Camps Alkohol konsumiert wird. Auch dass sie über das Wochenende und auch während (Schweizer) EM-Spielen ihren Dienst verrichten müssen, führt offenbar gewisse Leute an ihre Grenzen. Das Gros der Kp ist aber grundsätzlich motiviert, diesen Echteinsatz zu leisten. Der eine oder andere Durchhänger in der Motivation ist normal. In solchen Fällen ist von meinen Offizieren Führung von vorne gefragt, speziell, wenn dann Leistung auf Anhieb verlangt ist. Da der Ausbildungsstand der Kp gut ist, mache ich mir diesbezüglich jedoch keine Sorgen. Schliesslich ist ja auch permanent ein Detachement in Reserve, mit dem wir allfällige Probleme rasch selber angehen und lösen können. Wie beurteilen Sie die Bereitschaft des Materials, welche Ihre Einheit gefasst hat? Treten häufig Mängel und Ausfälle auf? Wie rasch können diese durch die Truppe selbst behoben werden bzw erfolgt eine Ersatzlieferung aus der LBA? Das technische Material ist gut gewartet, allerdings zeigt uns der aktuelle Einsatz auch klare Grenzen auf. So verfüge ich zurzeit nicht über mein OTF-Material. Sollten bspw. zentrale Systeme ausfallen, habe ich keine eigene Reserve und muss beim Ristl Bat Ersatz beantragen, was Zeit beansprucht. Ich kann somit nicht 100 % unterbruchsfreie Verbindung garantieren. Dies ist nicht zufriedenstellend und ich bin froh, dass alle Systeme bis jetzt reibungslos funktionieren.

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Organisation und Führung der Einheit im Dauereinsatz stellten hohe Anforderungen an das höhere Kader bezüglich Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Durchsetzungswillen und Durchstehvermögen. Die Belastung der Truppe während der Einsatzschicht war (glücklicherweise) gering und wurde deshalb vielfach als monoton bezeichnet. Für das Kader bestand die grösste Herausforderung somit darin, «Abwechslung» in den militärischen Alltag zu bringen, dies unter Einhaltung der militärischen Vorgaben. Dementsprechend war ein herausforderndes, anspruchsvolles und modulartig aufgebautes Ausbildungsprogramm zu planen, vorzubereiten und umzusetzen. Nur so konnte die zur Verfügung stehende Ausbildungszeit und -Infrastruktur effizient genutzt und die Handlungsfreiheit trotzdem gewahrt werden.

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Armee und Zivilschutz an der Euro 08 Welche wichtigen Erkenntnisse und Lehren ziehen Sie und Ihr Kader aus diesem Einsatz und wie werden Sie diese in den kommenden Diensten umsetzen? Wir sind in unseren WK-Strukturen logischerweise stark auf Ausbildung ausgerichtet. Wir müssen deshalb vermehrt mehrtägige Übungen einplanen, in denen wir uns auf solche Einsätze vorbereiten. Diese Lehre können wir auf unserer Stufe selber umsetzen. Im Falle des FU Bat 22 bringt dies aber die Notwendigkeit mit sich, dass wir gemeinsam mit dem Stab Ter Reg 2 – unserer vorgesetzten Stelle, für die wir die Mittel ja betreiben – die Zusammenarbeit verstärkt üben können. Dies ist meiner Meinung nach bisher zu kurz gekommen. In den letzten beiden Jahren, in welchen wir uns auf diesen Einsatz vorbereiteten, zeigte es sich immer wieder, dass Schnittstellen nicht klar geregelt sind. Es muss gewährleistet sein, dass Stab Ter Reg 2 und FU Bat 22 zeitgleich im Dienst sind und direkt zusammenarbeiten können. Es nützt wenig, wenn ein Stabskurs vor und einer nach unserer Dienstleistung stattfindet. Es ist vorgesehen, dass Sie Ihr Kommando auf Jahresende abgeben. Welchen Rat geben Sie Ihrem Nachfolger bezüglich eines Grosseinsatzes, wie demjenigen zu Gunsten der EURO 08? Ich hoffe, bis Ende Jahr einen Nachfolger zu haben, das ist richtig! Die Vorbereitung eines solchen Grosseinsatzes braucht enorm viel Zeit, weshalb die Einbindung und Mitarbeit des Kdt Stv bereits in der Vorbereitungsphase sehr wichtig ist. Die am meisten geforderten Eigenschaften sind Flexibilität und sehr viel soldatischer Gleichmut – dies lässt sich leider nicht trainieren. Aus diesem Grund ist der wichtigste Rat, das Grundsätzliche soweit möglich und nötig vorzubereiten, damit man im Bedarfsfall über weitgehende Handlungsfreiheit verfügt.

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Sdt Hanspeter Haller, Holziken Tm Kp 22/2, System-Supporter

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«Der Betrieb läuft rund. Kaum Probleme mit den Benutzern im TOC HQ EVB»

Das verstärkte Infanterie Bataillon 65 Der KP des Inf Bat 65 befand sich in Dagmersellen. Dem Bataillon war zum Zeitpunkt des Besuchs Teile des Inf Bat 61 unterstellt. Die Truppe durchlief vor dem Einsatz eine einsatzbezogene Ausbildung (EBA), welche vom EVB in Modulen vorbereitet worden war. Oblt Philipp Fischer, Herisau Stv Kdt Inf Kp 61/3

«Dieser Einsatz ist anforderungsreich und verlangt hohe Flexibilität und Anpassungsvermögen» Oblt Philipp Fischer führte die Einsatzzentrale auf der 1. Etage der Basler Messehalle 3. In diesem Gebäude waren im Erdgeschoss zudem die Einsatzfahrzeuge der deutschen Polizei sowie der Wasserwerfer-Einheit aus Bayreuth und Deggendorf stationiert. Ebenfalls in der Halle parkiert und damit vor Fan-Ansturm geschützt waren am 19.06.08 die Busse der Mannschaften von Portugal und der BRD. Die Sportler konnten so über die Passerelle ihre Unterkunft im Hotel Le Plaza direkt und unbehelligt erreichen. Diese unmittelbare Nähe der Fussball-Stars war für die Truppenangehörigen ein besonderes Erlebnis. Der Zugang zur Messehalle 3 war durch einen Wachtund Kontrollposten gesichert. Zutritt wurde nur Personen gewährt, welche einen Personalpass mit Foto des FABESI (Fachbereich Sicherheit) der Host City Basel besassen. Nach dem ersten Kontrollposten musste das Fahrzeug im Sicherheitsbereich abgestellt werden. Der Zugang zur Halle erfolgte zu Fuss durch einen zweiten Kontrollposten der Truppe am Gebäudeeingang. Das Zwischengelände wurde durch Wachtpatrouillen überwacht, meist begleitet von einem AdA mit Diensthund aus der Hundeführer Kp 14. Die Aufgabe der Truppendetachemente in der Stadt bestand im Auskunfts- und Verkehrsregelungs-Dienst. Diese Doppelposten waren weiträumig um die Fanzonen und den Stadionbereich eingesetzt. Eine besondere Herausforderung stellte sich dem Doppelposten am Eingang zum Spiegelhof, wo sich das TOC und die Einsatzzentrale der Host City Basel befanden.


Armee und Zivilschutz an der Euro 08 Eine weitere MSE 2 der San Kp 4 befand sich im Raum Scherkessel, in unmittelbarer Nähe des Stadions. Auch diese Einrichtung war in einer Halle eingerichtet und so wettergeschützt. Chef dieser San Hist war Oblt Christoph Schlapbach aus Steffisburg. Sie hatte einen vergleichbaren Auftrag wie ihr Pendant in der Messehalle 5. Festzustellen ist, dass in beiden San Hist der San Kp 4 auch Personal der «Rettung Basel» und Samariterpersonal Dienst leistete.

In der Messehalle 5 beim Musical Theater Basel betreute der Zug von Leutnant Sabine Bertschi der San Kp 4 eine MSE 2 (Mobile San D Einrichtung = Hilfsstelle, San Hist). Lt Sabine Bertschi, Zetzwil Zfhr MSE 2 (San Hist)

«Ich habe grossen Spass an dieser Herausforderung und bin begeistert vom Einsatz meiner Sanitätssoldaten» Die materielle Bestückung der Sanitätseinheiten hat einen hohen Standard erreicht. In sogenannten Wechselladebehältern, die mit Lastwagen angeliefert werden befindet sich eine Behandlungsstelle, in einem anderen eine Operationsstation. Der für den Betrieb notwendige Raum wird durch das Anfügen einer speziellen Zelteinheit geschaffen. Die Einrichtung ist nach Ankunft innerhalb einer knappen halben Stunde einsatzbereit. Der Auftrag dieses Zuges der San Kp 4 umfasst die Behandlung von Leichtverletzten, schwierige Fälle werden direkt ins Spital evakuiert. Es wird zudem davon ausgegangen, dass eine beachtliche Anzahl betrunkener Besucher anfallen wird. Bis zu einem Blutalkohol-Gehalt von 2,5 Promille werden diese in der Hilfsstelle behandelt und bis zur Ausnüchterung verbleiben. Patienten mit höherem Alkoholgehalt werden ins Spital überführt.

Der Einsatz des kantonalen Zivilschutzes der beiden Basel Im Rahmen der EURO 08 wurden die Zivilschutz-Organisationen der beiden Halbkantone eingesetzt. Das Rückgrat der Einsatzkräfte auf Seiten des Kt BL war die kantonale Zivilschutz Kompanie BL. Diese Einheit bildet den primären Einsatzverband der Krisen- und Katastrophenorganisation des Kantons Basel-Landschaft. Während der EURO 08 war ihr Standort das Schulzentrum Margelacker in Muttenz. Diese Einheit ist in verschiedene Züge gegliedert und war im Rahmen der EURO 08 mit folgenden Aufträgen betraut: • Telematik Betrieb KP, mit Verbindungen zu allen Partner-Organisationen • Informations Unterstützung Aufbau und Betrieb des Medienzentrums Klingenthal • Logistik Einsatz an Spieltagen zu Gunsten aller Züge der ZS Kp BL • ABC-Abwehr Gartenbad, im Ereignisfall Vor-Dekontamination zu Gunsten des Armee ABC-Detachements • Sanität San Hist auf der Ergänzungs-Fanzone Münsterplatz Neben dieser Stamm-Einheit wurden die regionalen Zivilschutz-Kompanien im Kanton BL für Kurzperioden während Spieltagen eingeplant und aufgeboten. Ebenso standen die ausgebildeten Schadenplatz-Kommandanten auf Pikett, um im Bedarfsfall umgehend alarmiert und eingesetzt zu werden. Unterstützung erhielt die ZS-Organisation BL durch adäquate Hilfsorganisationen aus dem Kanton Aargau. Diese rückten an Spieltagen an den KP-Standort Margelacker ein. Hinzu kam im Einsatzraum Gartenbad eine Spür-Equipe der Chemiewehr der Firma Roche.

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In Muttenz, im Gebiet Margelacker wurde gemeinsam mit der Polizei BL der Kontrollposten für die VIP-Fahrzeuge betrieben, welche über diesen Posten in die gesperrte Zone zum St. Jakobspark fahren durften. Hier beklagte sich an Spieltagen niemand über fehlenden Betrieb.

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Armee und Zivilschutz an der Euro 08 Neben den im Einsatzraum Gartenbad gebundenen Kräften hielt sich das Gros der ZS-Kp als ungebundene Mittel für den Einsatz irgendwo im Einsatzraum bereit. Die möglichen Einsätze waren im Vorfeld erkundet und vorbereitet worden. Zudem konnten im Bedarfsfall die auf Pikett gesetzten Kräfte der regionalen ZS-Einheiten innert einer Stunde in den Einsatz gelangen. Die notwendige einsatzspezifische Ausbildung war vorausgeplant und im Vorfeld instruiert worden.

Lt Sven Mohler (rechts) und Martin Vogler vor dem Dispo Deko Stelle des ZS im Gartenbad.

Bei der Verwendung im Rahmen der EURO 08 handelte es sich um den bisher längsten Einsatz der Zivilschutzkräfte des Kantons BL. Im Kanton Basel-Stadt waren an die 1‘500 Zivilschutz-Pflichtige für einen Einsatz z G der EURO 08 eingesetzt.

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Die gebundenen ZS-Kräfte im Gartenbad In diesem Einsatzraum standen an Spieltagen permanent Zivilschutz-Angehörige im Einsatz. Ihr Standort lag ausserhalb des Sperrperimeters. Ihr Auftrag bildete die Bereitstellung des Empfangs, die Identifikation und die Vor-Dekontamination von durch Giftstoffen betroffener Personen (Bsp. wegen Gefahrengut-Verseuchung durch Transportträger wie Lastwagen, Bahn, etc). Die Aufnahme der kontaminierten Personen war über eine Eingangsöffnung zum Gartenbad vorbereitet. Hier wurden die dosiert Eingelassenen identifiziert und ihre persönlichen Effekten abgenommen, registriert, abgepackt und adressiert. Danach wurden die Leute grobdekontaminiert, indem sie das Nichtschwimmerbecken im Gartenbad zu durchqueren und dabei auch ihren Kopf kurzzeitig unter Wasser zu halten hatten. Im Anschluss daran, wurden sie dem ABC-Abwehr Detachement der Armee überstellt.

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Die Einrichtungen der ABC-Abwehr Truppe der Armee Im an das Gartenbad angrenzenden Areal hatte die ABCAbwehr Kp 10/1 der Armee zwei vollständige Dekontaminations-Strassen erstellt. Diese bestanden aus mehreren hintereinander angeordneten Rundbogen-Zelten und wurden durch einen Zug, unter Leitung von Lt Dominik Müller betrieben. Die eine Deko-Strasse ist für liegende Patienten eingerichtet, die parallele andere für marschfähige Patienten. Auf die Eintrittsduschen-Kabine folgt der Entkleidungsraum. Die anfallenden Kleidungsstücke werden durch Austrittsrohre direkt in die aussen stehenden grossen Karton-Behälter geworfen, welche später fachgerecht entsorgt werden. Weiter geht es durch den Duschenraum der Feindekontamination. Danach folgt der Triageraum mit ärztlicher Versorgung und hinterher die Abgabe einer Bekleidungs-Notausrüstung. Anschliessend folgt der Warteraum bis zum Weitertransport in bereitgestellte Unterkünfte. Lt Dominik Müller, Zürich ABC Abwehr Kp 10/1

«Reibungslose Zusammenarbeit mit Zivilschutz und Rettung Basel. Echteinsatzerlebnis in seiner inhärenten Monotonie (glücklicherweise!)» Eine halbe Stunde vor Spielbeginn erfolgt die Erstellung der Schutzbereitschaft mit dem undurchlässigen Tyrex-Schutzanzug der ABC Abwehr-Truppen. Dieser stellt auf Dauer eine erhebliche Belastung für die Mannschaft dar und der Beobachter stellte sich die Frage, ob diese Anordnung, wenn in dieser Phase überhaupt, evtl nur für ein Bereitschafts-Detachement des Zuges erfolgen sollte, steht doch im Ereignisfall problemlos Zeit für die Erstellung der Schutzbereitschaft bis zum Eintreffen der ersten Patienten zur Verfügung. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass für jeden AdA der sogenannte ICS-Anzug (Individueller C-Schutz Anzug analog der Kampfbekleidung 90) mit einer Aktivkohle-Einlage bereit steht, welcher im Einsatzfall der Truppe abgegeben wird. Es ist eindrücklich, welche Fortschritte im Bereich ABC Abwehr, unter der Führung des ABC Kompetenzzentrums Spiez, in den letzten Jahren erreicht wurden. Im Bedarfs-


Armee und Zivilschutz an der Euro 08

Das Media Office des Informations-Zuges der ZS Kp BL In den Gebäuden des ehemaligen Klosters Klingenthal hat dieser Zug ein professionelles Medienzentrum eingerichtet und betreibt dieses permanent. Im Vorfeld des ViertelfinalSpiels zwischen den Niederlanden und Russland richteten sich zudem zwei holländische Radio-Studios in diesen Räumen ein und stellten so Live-Übertragungen direkt aus der Fanzone sicher.

Fahnenabgabe Inf Bat 65 am 3. Juli 2008 auf dem Messeplatz Basel Am 6. Juli 08 endete der WK-Einsatz der Einheiten des verstärkten Inf Bat 65 mit der Fahnenabgabe auf dem grossen Messeplatz. Der Aufmarsch des Bataillons war – trotz hartnäckigen Regens – sehr eindrücklich, mit den hohen Beständen der Kompanien. Welch ein positives Bild präsentierte sich da und kontrastierte wohltuend zu den Bildern von auf oft Zugsstärke geschmolzenen Einheiten in der Armee 95.

Viel Prominenz wohnte dieser Zeremonie bei, um damit der Wertschätzung für den Einsatz von Kader und Soldaten Ausdruck zu verleihen: RR Sabine Pegoraro, Sicherheitsdirektion Basel-Landschaft, RR Hanspeter Gass, Sicherheitsdirektion Basel-Stadt, Divisionär Eugen Hofmeister, Kdt EVB/ Ter Reg 2, Brigadier Hanspeter Wüthrich, Kdt Inf Br 7, sowie der Kdt der Polizei BS, Oberst Roberto Zanulardo und sein Stellvertreter und Einsatzleiter FABESI der Host City Basel, Oberstlt Rolf Meyer. Alle Redner brachten hohe Anerkennung und den verdienten Dank für die Leistung der Truppe in diesem herausfordernden Einsatz zum Ausdruck.

Den Abschluss dieses Berichts bildet das Interview, welches OGinform mit Divisionär Eugen Hofmeister nach dem Engagement des Einsatzverbands Boden führen durfte:

Interview Chefredaktor OGinform mit Div Eugen Hofmeister Kdt EVB EURO 08/Kdt Ter Reg 2 Herr Divisionär, in unserem Info Magazin OGinform werden wir den Einsatz der Armee und des Zivilschutzes zu Gunsten der Schweizer Host Cities der EURO 08 vorstellen, weil wir der Ansicht sind, dass diese Grossdienstleistung in den Medien zu wenig Beachtung fand. Sie waren Kommandant des Einsatzverbands Boden (EVB), was hat dieser neuartige und einmalige Einsatz für Sie bedeutet? Neu sind ja diese subsidiären Sicherungseinsätze der Armee nicht. Die Armee leistet immer wieder Einsätze zu Gunsten der zivilen Behörden. Als Beispiel nenne ich etwa den Zionistenkongress in Basel, das WEF in Davos und den G-8 Gipfel in Evian. Neu bei diesem EURO Einsatz waren die Dimension und die Unterstellungsverhältnisse. Das Teilprojekt Sicherheit im Rahmen der EURO 08 wurde vor fast drei Jahren gestartet und das bedeutete für mich eine hohe Präsenz an unzähligen Sitzungen und Abspracherapporten innerhalb der Armee, mit Vertretern der Host Cities und Bundesbehörden. Neu war auch die Unterstellung sämtlicher Truppen des Einsatzverbandes Boden unter ein Kommando. Der Vorteil dieser Lösung war sicher, dass die Host Cities nur einen Ansprechpartner hatten und bei allen Sitzungen auf der Stufe Armee nur ein Vertreter des Heeres, eben der Kdt EVB, vertreten war. Im Einsatz hat sich diese Lösung bewährt. Denken Sie nur an den Einsatz der Reserve, die sonst zwischen den verschiedenen Kdt der Ter Reg koordiniert werden müsste. Mit einem Kommando konnte auch der Führungsaufwand minimiert werden (Personalaufwand, Führungsunterstützung u.s.w.). Der Einsatz der Armee erfolgte subsidiär, d h entsprechend den Bedürfnissen und Anforderungen der zivilen Einsatzleitungen der Kantone BE, BS, GE und ZH, als Assistenzdienst. Als Kdt Ter Reg 2 und Kdt EVB trugen Sie somit zwei Hüte.

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fall sind Materialcontainer (Wechselladungsbehälter) mit allen notwendigen Einrichtungen bereit und werden von voll ausgebildeten ABC Abwehrtruppen wirkungsvoll zum Einsatz gebracht. Neben den oben vorgestellten PersonenDekontaminationsmitteln sind auch solche für die Dekontamination von Fahrzeugen vorhanden.

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Armee und Zivilschutz an der Euro 08 Wie kamen Sie persönlich damit zurecht und wie war die Stabsorganisation für diese Aufträge? Die Vertreter der Armee bei den Host Cities waren die Kantonalen Territorialen Verbindungsstäbe (KTVS), welche in den zivilen Einsatzleitungen integriert waren. Sie bildeten sozusagen den verlängerten Arm des Einsatzverbandes Boden und waren in ständiger Verbindung mit dem EVB und der Truppe vor Ort. Für mich waren diese KTVS eine grosse Unterstützung und Entlastung. Die Grundlast der Aufgaben als Kdt Ter Reg 2 blieben natürlich bestehen. Während der EURO 08 hatten wir noch diverse zusätzliche Unterstützungseinsätze zu leisten wie etwa zu Gunsten der Tour de Suisse, der Radrennen Gippingen und Gansingen und für das Eidg. Jodlerfest in Luzern. In diesen Bereichen entlastete mich die Profiorganisation der Ter Reg 2, so dass ich mich schwergewichtig auf den EURO 08-Einsatz konzentrieren konnte.

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Der vom Parlament bewilligte Personalplafond für den Armee-Einsatz EURO 08 lag bei maximal 15‘000 AdA. Wie hoch war der effektive Bedarf während der Einsatzperiode? Die vom Parlament als Obergrenze festgelegte Anzahl AdA von 15‘000 wurde während des EURO-Einsatzes nie erreicht. Beim EVB waren während den Gruppenspielen maximal etwas über 6'000 AdA im Dienst. Effektiv im Einsatz standen dabei nur Teile davon, weil im 24 Stunden Betrieb Ablösungen sichergestellt werden, die Logistik und das Rückwärtige voll funktionieren mussten und noch Reserven auf Pikett gestellt waren. Die Truppe durchlief vor ihrem Einsatz in den Host Cities eine EBA-Periode (Einsatzbezogene Ausbildung). Welches waren Ihre Vorgaben für die Vorbereitung und Durchführung? Wie wurde die Erfolgskontrolle sichergestellt? Wir haben im EVB ein Konzept mit verschiedenen Ausbildungsmodulen erarbeitet, welche auf die zu erbringenden Leistungen der Host Cities abgestimmt waren. Die Ausbildung der Kader wurde durch Berufspersonal und teilweise durch die Polizei durchgeführt, während die Ausbildung der Truppe schwergewichtig durch die Milizkader erfolgte. Weil die eingesetzten Truppen unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen hatten, galt es auch unterschiedliche Ausbildungsmodule zu absolvieren. Dabei gab es Grundmodule, welche alle AdA zu durchlaufen hatten und besondere Module, welche einzelne Verbände oder Spezialisten absolvieren mussten. Die Grundmodule enthielten z. B. die Bedrohung, der Umgang mit Medien, Sanitätsdienst, ABC Abwehr und Rechtliche Grundlagen des Einsatzes. Bei den besonderen Modulen waren beispielsweise Aufgaben für

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die Infanterie wie Schutz- und Wachtechnik, Stressmanagement, der Einsatz der Waffe (Notwehr- und Notwehrhilfe) und der Einsatz des Reizstoffgeräts (RSG 2000). Die Erfolgskontrolle wurde durch ein persönliches Kontrollblatt, welches jeweils durch den Ausbilder unterzeichnet werden musste, sichergestellt. In welcher Form erfolgte die vorbereitende Zusammenarbeit zwischen der eingesetzten Truppe mit ihren zivilen Auftraggebern? Wie waren Sie mit der Leistung der eingesetzten Verbände zufrieden? In der Vorbereitungsphase bis im letzten Herbst waren fast ausschliesslich mein Stabschef und ich in Kontakt mit den Vertretern der Host Cities. Nachher liefen die Fäden über die Chefs der KTVS zusammen, welche ihrerseits mit den Truppenvertretern in Kontakt standen. Die Truppe hatte mit den zivilen Vertretern (Polizei, Objektbetreibern, usw.) erst relativ spät Kontakt. Ich wollte mit dieser Lösung verhindern, dass verschiedenste Truppenvertreter zu früh die zivilen Vertreter mit nicht stufengerechten Fragen und Problemen konfrontieren würden. Persönlich bin ich über die Leistungen der eingesetzten Truppen sehr zufrieden. Wir haben es geschafft, alle Leistungen zu Gunsten der Host Cities ohne die geringsten Zwischenfälle abzuschliessen. Diesen Eindruck haben mir übrigens auch die verantwortlichen politischen Behörden und die Polizeivertreter bestätigt. Welches sind Ihre wichtigsten persönlichen Erkenntnisse und Lehren aus dem Einsatz? Dass unsere Milizarmee nach relativ kurzer Vorbereitung auch anspruchsvolle Aufgaben zu Gunsten ziviler Behörden erbringen kann und die Polizei die Truppe als Partner voll akzeptiert hat. Das war nicht immer so. Für mich war die Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Projektleitern der Polizeikorps äusserst erfreulich und beispielhaft. Wir haben das erste Mal das Führungs- und Informationssystem des Heeres (FIS Heer) im Einsatz getestet und sind mit den erreichten Resultaten sehr zufrieden. Der Ausbildungsaufwand für die Anwender ist zwar beträchtlich, der Mehrwert des FIS Heer aber ebenfalls. Die KTVS haben sich auch in dieser Operation bewährt. Als verlängerter Arm des EVB haben sie hervorragende Arbeit geleistet. Die Leistungen, die die Logistikbasis der Armee (LBA) zu Gunsten der EURO 08 erbracht hat, waren hervorragend. Die LBA war in letzter Zeit mehrmals heftig kritisiert worden. Ich kann allen Mitarbeitern der LBA für die erbrachte Leistung nur gratulieren! Es gibt natürlich noch eine ganze Anzahl weiterer Lehren und Erkenntnisse, welche im Rahmen des «Lessons learned»-Prozesses in nächster Zeit aufgearbeitet werden.


Euro 08: Ausländische Einsatzkräfte Der Besuch in der Kaserne Liestal – seit 2008 wieder Infanterie-Garnison – zeigt ein völlig unübliches Bild. Der ganze Hauptplatz ist vollgepfropt mit Fahrzeugen, zumeist ausländischen!

Um für alle Einsatzkräfte möglichst gute und zweckmässige Bedingungen zu schaffen, sind er und seine Equipe rund um die Uhr gefordert. Für die Unterbringung werde in diesen Phasen jedes verfügbare Bett in der Kaserne benötigt. Während der EURO 08-Periode war auch die Krankenabteilung der Kaserne im 24 h-Betrieb einsatzbereit. Die Verpflegung wird durch ein professionell arbeitendes Detachement sicher gestellt. Auch in diesem Bereich herrscht Hochbetrieb, um Anspruch und Andrang der Hungrigen zu bewältigen.

Die Belegung durch Einsatzverbände änderte von Spiel zu Spiel. Waren einmal zwei Hundertschaften Hessische Landespolizei mit 270 Polizisten und 70 Fahrzeugen anwesend, stellte sich die Belegung am Tag des Besuchs am 19. Juni mit insgesamt 264 externen Personen wie folgt dar: 97 85 57 10 15

Polizeiangehörige der GMO (Groupe romand de maintien de l’ordre aus den Kt VD, VS, NE, FR, JU) Angehörige des Wasserwerfer-Kontingents der deutschen Bundespolizei AdA der Sanitätskompanie 4 Hundeführer der Landesolizei Baden-Württemberg Hundeführer der Hundeführer Kp 14

Die Unterbringung der Vierbeiner in ihren Boxen brachte zuerst Schwierigkeiten mit einem Nachbarn, der sich durch das zeitweilige Gebell in seiner Nachtruhe gestört fühlte. Also wurden die Boxen in der grossen Einstellhalle in einen abgegrenzten Raum gebracht und auf dem Vorplatz eine improvisierte Schallschluckwand aus Paletten aufgetürmt.

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Wurde Liestal durch ausländische Truppen besetzt, und dies ohne Gegenwehr? Beileibe nicht. Die Kaserne dient als Unterkunft für die unter den bilateralen Vereinbarungen während der EURO 08 die Schweiz unterstützenden ausländischen Polizeikräfte. Diese kommen zum Grossteil aus Deutschland. Die Belegung ist unterschiedlich hoch, erklärt Ralf Klossner, der dem Amt für Militär und Bevölkerungsschutz unterstellte Betriebschef der Kaserne; unmittelbar vor und während der Spieltage in Basel sei der Andrang sehr hoch.

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Euro 08: Ausländische Einsatzkräfte in der Kaserne Liestal Den Polizeikräften der GMO mangelte es offensichtlich an Dienstfahrzeugen. Man behalf sich durch Einmietung von Europcar-Vans, die man zur Kennzeichnung mit POLICEAufklebern versah. Dies hätte sich im kritischen Einsatzfall durchaus zum Problem entwickeln können, denn solche Fahrzeuge wären durch Personen mit böswilligen Absichten zum Missbrauch leicht zu beschaffen gewesen. «Nous le comprenons, mais nous ne pouvons pas changer la situation» kommentierte ein Einsatzleiter die Frage von OGinform.

Das Mercedes-Fahrzeug weist imposante Daten auf: Gesamtgewicht, beladen 27 to Wasser-Tankkapazität 9 to Besatzung: 5 Mann Kdt, Beobachter, Fahrer und 2 Operateure Die beiden Werferstationen können unabhängig voneinander arbeiten. Ihr horizontaler Aktionsradius beträgt 360 Grad und im Höhenbereich von +45 bis -20 Grad. Der Wasserdruck ist regulierbar von 4 bis 20 bar, je nach Einsatzdistanz. Bei Bedarf kann dem Wasser auch Reizstoff beigemischt werden. Der Wasserbezug erfolgt ab Hydrant, die Ausrüstung des Fahrzeugs erlaubt im Bedarfsfall auch die Wasseraufnahme aus Gewässern.

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Die «Götterdämmerung»-Truppe aus Bayreuth Besonderes Interesse erweckte das Wasserwerfer-Kontingent der deutschen Bundespolizei aus der Wagner-Stadt Bayreuth und Deggendorf in Bayern, das während der ganzen Einsatzdauer auf der Kaserne Liestal basierte. Die Wasserwerfer-Fahrzeuge waren in der Messehalle 3 in Basel stationiert. Der Einsatzleiter, Eberhard Stettner, bezeichnete die Zusammenarbeit mit den Einsatzverantwortlichen der Host City Basel als ausgezeichnet. Vorgängig zum Einsatz hätten mehrere Planungsbesprechungen in Basel stattgefunden. Zudem wurde ein einwöchiges, trinationales Seminar mit Teilnehmern aus Österreich, der Schweiz und Deutschland in Wien durchgeführt. Die spezifische Einsatzausbildung sei dann unter der Leitung der Basler Polizei gemeinsam erfolgt.

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Zum ihrem Aufenthalt in Liestal äussert sich Chefs und Wasserwerfer-Mannschaft sehr positiv: Unterkunft und Verpflegung seien ausgezeichnet, die Begegnung mit der Bevölkerung freundlich. Die Schweizer Verantwortlichen seien offen und sehr darum bemüht, ihnen das Leben in diesem Auslandeinsatz abwechslungsreich zu gestalten – an freier Zeit fehlt es während der EURO 08 ja nicht. So wurden u.a. ein Ausflug auf den Chasseral und eine Velotour durchs Oberbaselbiet angeboten. Zum Dank luden die Wasserwerfer dann zu einem Grillabend auf der «Sichternalm» ein. Für den Einsatz und die Betreuung der ausländischen Kontingente war unsere Präsidentin, Oberst Doris Walther, im Rahmen des Fachbereichs Sicherheit (FABESI) der Host City Basel verantwortlich. Sie bezeichnet ihren Einsatz als grosses Erlebnis und charakterisiert diese Begegnungen wie folgt: «Die ‘fremden’ Polizeikräfte kamen als Sicherheitspartner und verliessen uns als Freunde.» Dass sie dies nicht nur so wahrnimmt, sondern auch lebt, zeigt ihr Besuch – wie sie sagt – «bei meinen Wasserwerfern in Bayreuth», den sie während ihrer wohlverdienten Sommerferien unternimmt.


Tragisches Bootsunglück auf der Kander Im Verlaufe des Nachmittags vom 12. Juni 2008 verbreitete sich die Nachricht von einem erschreckenden Schlauchboot-Unfall auf dem Kanderlauf bei Wimmis. Die beiden verwendeten Armee-Schlauchboote seien in der hohes Wasser führenden Kander gekentert. Zehn Angehörige des Kaders einer Luftwaffen Sicherungs Kompanie seien betroffen, verletzt oder gar ertrunken.

BR Samuel Schmid trat am Donnerstagnachmittag 12. Juni vor die Bundeshauspresse und gab die bis dahin bekannten Fakten bekannt. Er bekundete den Angehörigen sein Beileid und versprach Beistand in dieser für sie schwierigen Zeit. Der Chef der Armee, KKdt Roland Nef, engagierte sich persönlich mit Besuchen der verletzten AdA und seinem Angebot an die hinterbliebenen Familien, sie so rasch als möglich persönlich zu besuchen. Er erliess am 13.06.08 einen Tagesbefehl an die im Dienst stehenden Angehörigen der Armee:

Tagesbefehl Nr 2 des Chefs der Armee Geschätzte Angehörige der Armee Beim gestrigen Bootsunfall bei Wimmis sind zehn Angehörige unserer Armee verunglückt. Fünf von Ihnen wurden verletzt und umgehend hospitalisiert. Mit einer Ausnahme können sie zum Glück heute Freitag wieder zur Truppe zurückkehren. Drei Kameraden war dies nicht vergönnt; sie haben beim Unfall auf tragische Weise ihr Leben verloren. Zwei weitere Verunglückte haben wir noch immer nicht gefunden; leider müssen wir auch bei ihnen auf das Schlimmste gefasst sein.

Das Schicksal hat es gestern nicht gut mit uns gemeint. Ich bin zutiefst erschüttert, dass Kameraden bei einer Tätigkeit für die Armee ums Leben oder zu körperlichem Schaden gekommen sind. Ein solches Unglück übersteigt unser Vorstellungsvermögen. Der Tod hat hoffnungsvolle junge Menschen unvermittelt aus dem Leben gerissen. Aus tiefster Betroffenheit heraus spreche ich allen Angehörigen, Kameraden und Freunden, die bei diesem Unglück einen besonders nahestehenden Menschen verloren haben oder um Vermisste bangen müssen, mein herzliches Beileid aus. Ich trauere mit ihnen. Ein solches Unglück kann nicht ungeschehen gemacht werden. Aber wir tun alles, was in unserer Macht steht, um den Angehörigen und Kameraden mit kompetenter Betreuung und menschlicher Wärme beizustehen. Gleichzeitig setzen wir alles daran, damit die Hintergründe dieser Katastrophe durch die militärischen Untersuchungsorgane lückenlos untersucht werden. Die Untersuchungen werden sich allerdings noch einige Zeit hinziehen. Wie geht es weiter? Gestern habe ich vier der fünf Verletzten im Spital Thun besucht. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut. Den Angehörigen der verstorbenen und vermissten Wehrmänner habe ich angeboten, sie so rasch als möglich persönlich zu besuchen. Trotz der grossen Betroffenheit haben wir die Erfüllung unserer Aufträge weiterzuführen: Als Soldaten – und auch als Gastgeber der EURO 08. In ehrendem Andenken an unsere verunglückten Kameraden wollen wir unsere militärische Arbeit erst recht engagiert ausführen. Ich zähle auf Sie. CHEF DER ARMEE Korpskommandant Roland Nef

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Innert weniger als 12 Monate nach dem erschreckenden Bergunglück an der Jungfrau, bei dem 6 junge AdA der Gebirgs Spezialisten Rekrutenschule 15-1 aus Andermatt den Tod fanden, wurde die Armee erneut von einem schweren Unglücksfall betroffen. Zwei Schlauchboote M6, welche von je 5 AdA der Luftwaffen Sicherungs Kompanie 3 besetzt waren, kenterten in einer Schwellenkaskade der Kander bei Wimmis. Es stellte sich nach und nach heraus, dass 5 AdA zum Teil schwer verletzt überlebt hatten, darunter der Kompanie Kommandant. Schreckliches Fazit jedoch war der Tod von 4 Kaderleuten und einem noch Vermissten, der bis heute leider noch nicht aufgefunden und geborgen werden konnte.

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Tragisches Bootsunglück auf der Kander Folge-Massnahmen der Armeeführung Für die Ermittlungen zum Unfallhergang wurde als militärischer Untersuchungsrichter Michael Leutwyler eingesetzt. Der verantwortliche Kp Kdt konnte über Tage nicht befragt werden, da er mit einem Kieferbruch im Inselspital Bern hospitalisiert und nicht ansprechbar war. Am 20. Juni 2008 reichte KKdt Walter Knutti, Kdt Luftwaffe, seine Demission ein. Diese war ihm vom CdA aufgrund von bei internen Überprüfungen festgestellten vorschriftswidrigen Abläufen bei der Kaderselektion nahegelegt worden. Der Chef der Armee verbot ab sofort jegliche Übungen ohne Bezug zum Kernauftrag des Verbandes.

Am Dienstag, 16. Juni 2008 fand in der Stadtkirche von Thun die Trauerfeier für die vier tödlich Verunglückten und den noch immer vermissten Wehrmann statt. Für jeden dieser Angehörigen der Armee wurde eine Kerze entzündet. Der Chef VBS sprach den Angehörigen und Kameraden sein Beileid aus. Es bestehe die Vermutung, dass bei dem Unfall Fehler begangen worden seien, führte er aus, doch sicher wissen wir das noch nicht. Und weiter: Er verstehe die Ohnmacht und Wut angesichts des unfassbaren Unglücks und der offenen Fragen. Er erwarte eine rasche Aufklärung. Die Armee habe bereits erste Massnahmen eingeleitet, doch sei jetzt nicht die Stunde der Kritik und der Vorverurteilung. Wir sind nicht die höchsten Richter. Unserem höchsten Richter begegnen wir nicht auf dieser Welt. Heute sei vor allem die Stunde der Trauer, der Tränen und der Stille.

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Der Chef der Armee, KKdt Roland Nef, betonte, dass die Armee ihre Verantwortung gegenüber den Angehörigen wahrnehme. Den Betroffenen werde auch künftig eine Ansprechperson zur Verfügung stehen. Seine Gedanken seien heute aber auch bei den Verletzten und allen Angehörigen der Kompanie. «Ob wir leben oder sterben, wir gehören dem Herrn. Unser Leben ist immer in der Hand Gottes geborgen, ganz besonders dann, wenn wir aus dem irdischen Leben hinaustreten» (Apostel Paulus).

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Am 20. Juni nahmen 150 Angehörige und Vertreter der Armee in einer Trauerfeier Abschied vom jungen Bättwiler Offizier, der beim Bootsunfall auf der Kander ums Leben gekommen war. Nach der Abdankungsfeier geleitete die Trauergemeinde den Sarg auf den Friedhof.

Die mediale «Aufarbeitung» des Bootsunfalls Einmal mehr musste die Öffentlichkeit davon Kenntnis nehmen, wie sich die Medien um die Begleitung und Aufarbeitung des Unglücks bemühten. Der verantwortliche Kp Kdt wurde umgehend als übereifriger Offizier und Rambo bezeichnet, der diesen verantwortungslosen «Teambildungsanlass» angeordnet habe. Für Aufsehen und weiteres Misstrauen sorgte die Feststellung, wonach Hptm Yves M. Präsident der bisher kaum bekannten «Swiss Army Group» ist (einer Untergruppe des Unteroffiziersvereins ZürichSchaffhausen). Stellvertretend für viele derartige widerwärtige Kommentare sei hier der Kommentar aus der Basler Zeitung vom 14. Juni 2008 zitiert: Eine Armee ohne Aufgaben Michael Heim Der Unfall berührt. Auf tragische Weise mussten am Donnerstag fünf Armeeangehörige ihr Leben lassen.


Tragisches Bootsunglück auf der Kander

Schweizerische Eidgenossenschaft Confédération suisse Confederazione Svizzera Confederaziun svizra

TODESANZEIGE

Als Kommandant der Luftwaffe habe ich die schmerzliche Pflicht, den tragischen Tod von

Oberleutnant Patrick Wieland Fourier Christian Mühlebach Oberwachtmeister Marc Waldispühl Wachtmeister Roby Ovcar-Widrig Obergefreiter Marc Burger bekanntzugeben. Durch einen Unfall im Militärdienst wurden sie viel zu früh aus dem Leben gerissen. Wir sind alle zutiefst betroffen und sehr traurig. Wir werden sie in guter Erinnerung behalten. Im Namen der Luftwaffe spreche ich den Angehörigen mein tiefstempfundenes Beileid aus. Am Dienstag, 17. Juni 2008, 10.00 Uhr gedenken wir in der Stadtkirche Thun unserer verunfallten Kameraden.

Die Offiziersgesellschaft beider Basel gedenkt der tödlich Verunfallten. Wir trauern mit den schwer geprüften Angehörigen und Freunden und versichern sie unserer tiefempfundenen Anteilnahme.

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3003 Bern, 16. Juni 2008 00100100100100100100100 Kommandant Luftwaffe 0100100100100100100100100100100100100100100 Korpskommandant 0100100100100100100100100100100100100100100 Walter Knutti

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Tragisches Bootsunglück auf der Kander Offiziell heisst es, der Ausflug der Offziere auf der Kander sei ein «Teambildungs»-Event gewesen. Das Kader der WK-Einheit hätte sich so besser kennenlernen sollen, sagt Luftwaffen-Chef Walter Knutti. Mit dem Regelbetrieb im Wiederholungskurs hatte der Ausflug nichts zu tun, und so erstaunt es auch nicht, dass die Armeeführung auch am Tag nach dem Unfall keine genauen Angaben zur «ÜBUNG» machen kann.

an Vermutungen, Vorverurteilungen und Anschuldigungen an die Armeeführung und die Militärjustiz verbreitet wurde, gibt zu denken und berührt anwidernd. Vor allem auch, wenn man von deren zum Teil unglaublichen Mitteln der Informationsbeschaffung hört.

Wer den militärischen Alltag in der Schweiz kennt, wird den Verdacht nicht los, dass es sich bei der Tour auf der Kander in erster Linie um eine Freizeitbeschäftigung handelte. Wie so viele Angehörige von Armee und Zivilschutz, die derzeit der Euro 2008 zudienen sollen, hatten wohl auch diese Offiziere zu wenig zu tun.

Offizielle Verlautbarungen des Untersuchungsrichters zum Schlauchbootunglück

Es ist eine bekannte Situation: Jedes Jahr werden zu Tausenden Soldaten in den WK eingezogen und beschäftigen sich dann mangels echter Aufgaben mit sich selbst. Nebst Schiesstrainings und technischen Kursen bleibt ihnen genug Zeit für Sport, Beizenbesuche und gesellige Ausflüge.

Am 27. Juni informierte der militärische Untersuchungsrichter erstmals über den Unfallhergang gemäss seinen bisherigen Ermittlungen:

Doch während klassische Armeeaufgaben streng reglementiert sind und tagelang geplant werden, fehlt bei den «Übungen» im Rahmenprogramm das militärische Regelkorsett. Nie würde ein Kanonier seine Waffe abfeuern, ohne zu wissen, wie weit das Geschoss fliegt. Und kein Sanitätssoldat würde seinem Kameraden eine Spritze setzen, hätte er nicht zuvor an einer Puppe unter Aufsicht geübt. Am Donnerstag jedoch setzten sich zehn Offiziere und Unteroffiziere in dafür ungeeignete Boote und befuhren einen Fluss, von dem ihnen jeder Bootsführer abgeraten hätte. Hätten sie doch bloss eine sinnvolle Aufgabe gehabt. Ende Zitat.

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Dieser Kommentar veranlasste unser Mitglied, Oberst Paul von Gunten, zu seinem Mail an Herrn Heim der BaZ: «Sehr geehrter Herr Heim, Das Unglück ist tragisch und sicher auch durch Fehler verursacht. Ihr Süppchen «Eine Armee ohne Aufgabe» auf dem Rücken von toten und verletzten Wehrmännern auszutragen finde ich hingegen ÄUSSERST SCHÄBIG und DEPLACIERT!» Sicher sind wir alle an einer umfassenden Berichterstattung interessiert, welche auf solider Recherchierarbeit basiert. Was in diesem Falle aber von einigen Medienschaffenden

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Die zehn Kaderangehörigen wurden am Donnerstag, 12.06.08 um 10:00 h von einem Fahrer zur Einstiegsstelle bei Bad Heustrich bei Heustrich-Emdthal gefahren, wo die Kander einen breiten und ruhigen Flusslauf bildet. In den zwei Schlauchbooten des Typs M 6 nahmen je fünf Kaderangehörige Platz. Während das mit fünf Unteroffizieren besetzte erste Schlauchboot das erste Wehr nach rund einem Kilometer unfallfrei passierte, fuhr das zweite Boot nicht völlig gerade auf das Wehr zu und blieb in der Folge nach dem ersten der drei Niveauübergänge quer zur Flussrichtung stecken. Offenbar durch das Widerwasser an die eben passierte Schwelle gedrückt, drang Wasser in das Boot ein, die vier Offiziere und der Obergefreite fielen ins Wasser. Einer von ihnen ertrank in den Wassermassen, zwei konnten sich retten, ein Offizier wird noch immer vermisst. Den Kp Kdt trieb es weiter den Fluss hinunter. Die AdA im zweiten Boot konnten sich mit Hilfe von in den Flusslauf ragendem Geäst aus dem Widerwasser be-


Tragisches Bootsunglück auf der Kander

Der Kp Kdt habe sich – gemäss UR Leutwyler – nach eigener Aussage vor der Bootspartie im Internet über den Fluss informiert. Wahrscheinlich habe er aber keine Flusskarten, Bücher oder ortskundige Personen konsultiert. Als gesichert gilt, dass für die Übung kein Rettungsdienst organisiert worden war. Kein Überlebender habe eine zivile Ausbildung für Riverrafting-Fahrten. Der Kp Kdt hat, gemäss UR, ausgesagt, an den verwendeten Militär-Schlauchbooten des Typs M 6 ausgebildet zu sein. Widersprüchliche Aussagen gibt es nach Angaben des UR zur Frage, ob die Fahrt für die Teilnehmer freiwillig war. Noch ermittelt wird auch, ob Vorgesetzte von der Übung wussten oder hätten wissen müssen. Der UR gab im Weiteren am 16. Juli bekannt, dass die Strafuntersuchung zum Militärunfall auf der Kander neu auch auf den Vorgesetzten des Kp Kdt LW Sich Kp 3 ausgedehnt werde, d h den Kdt der Lufttransport Abteilung 3.

Soweit der Überblick und die relevanten Fakten zu diesem tragischen Militärunfall. Zum Abschluss sollen hier die Reflexionen unserer Präsidentin, Oberst Doris Walther, zu diesem tragischen Ereignis Platz finden: «Zwischen meiner Wahl und dem heutigen Tag liegt auch ein Jahrhundertereignis, die UEFA EURO 2008, aber leider auch ein tragischer Unglücksfall in der Armee. Das europäische Fussballfest wurde in der Schweiz von dieser Tragödie überschattet, die fünf jungen Menschen das Leben gekostet hat und bei dem weitere zum Teil schwer verletzt wurden. Dies geschah notabene nicht bei der Erfüllung ihrer Aufgabe, sondern – so macht es bis jetzt den Anschein – bei einem Teambildungsanlass, der auch nicht auf dem Tagesbefehl vermerkt war. Die Betroffenen waren zum Zeitpunkt des Unglücks in einem besoldeten Dienstleistungsverhältnis unserer Armee. Dadurch erhält diese Tragödie noch ein viel grösseres Ausmass, das von den Medien

zum Teil unsachlich, polemisch und mit viel Emotionen aufgenommen wurde. Als Aussenstehende hüte ich mich, über jemanden oder etwas ein Urteil abzugeben. Aber gestatten Sie mir dennoch, einige persönliche Feststellungen zu machen und auch einige Fragen aufzuwerfen. Tatsache ist, dass die jüngere Generation risikobereiter ist und dies manchmal auch, ohne an die Folgen zu denken. Tatsache ist aber auch, dass es im Militärdienst genau so wie im beruflichen und zivilen Leben gilt, Mit- und Eigenverantwortung zu übernehmen. Blinder Gehorsam ist weder im militärischen noch im zivilen Leben gefragt. Was braucht wohl mehr Mut, Eigenverantwortung zu übernehmen für das eigene Handeln und Tun oder einfach zu allem Ja und Amen zu sagen? Ich will damit niemandem Schuld zuweisen oder jemanden in Schutz nehmen, das steht mir, wie gesagt, als Aussenstehende und Nichtbetroffene nicht zu und wäre absolut unseriös und arrogant. Ich will nur uns alle auffordern: «Übernehmen wir wieder Verantwortung für unser Tun und damit für die Folgen und Konsequenzen unseres Handelns oder eben auch Nichthandelns und schieben es nicht – weil viel bequemer – auf die Institution Staat ab. Den Hinterbliebenen spreche ich mein herzlichstes Beileid aus und hoffe, dass sie zur Bewältigung dieses schweren Schicksalsschlages die nötige Kraft aufbringen werden. Auch unserem Mitglied, Major Martin Schelling, wünsche ich die nötige Ruhe und Distanz, seine Erlebnisse zu verarbeiten. Er war als Zivilangestellter der Luftwaffe und in seiner Funktion als Adjutant massgeblich mit der Organisation und Durchführung der wohl schwersten Aufgabe in seiner bisherigen militärischen Laufbahn beauftragt worden. Er musste einerseits die offizielle militärische Trauerfeier in Thun organisieren und andererseits (auf Wunsch der Angehörigen) die Bestattung des Baselbieter Offiziers mit dem militärischen Zeremoniell durchführen. Martin Schelling hat sich bereit erklärt, seine eindrücklichen Erlebnisse im nächsten OGinform mittels eines persönlichen Berichts zu schildern.»

Verfasser: Oberst H. R. Schaffhauser

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freien und den Kp Kdt kurz vor der nächsten Schwelle über die linke Bootsseite aufnehmen. Nach dem nächsten (3.) Niveauübergang fielen schliesslich beim Versuch, das Gewicht auszugleichen, alle sechs Insassen in den Fluss. Zwei der Besatzungsmitglieder und der aufgenommene Kp Kdt konten sich retten, die drei anderen AdA ertranken.

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«Air Power» – Leistungen der Luftwaffe Demoex-Vorführung der Luftwaffe am 22. April 2008 auf dem Militärflugplatz Payerne Im Rahmen der Anlass-Trilogie der Armeeführung SICUREZZA der Jahre 2007/ 2008, lud die Luftwaffe am 22. April 2008 zur vierten DEMOEX-Vorführung auf den Flugplatz Payerne ein.

Zielpublikum waren Gäste aus Politik, Wirtschaft, Armeeführung und ausgewählte Vertreter aus der Öffentlichkeit. Insgesamt nahmen etwa 250 Personen an diesem eindrücklichen und äusserst vielfältigen Anlass teil – und trotzten dabei den misslichen Wetterverhältnissen. Aber: Die Luftwaffe muss die ihr verfassungsgemäss übertragenen Aufträge täglich meteounabhängig erfüllen: • Schützt den Lufraum • Gewährleistet die Lufthoheit • Stellt die Luftverteidigung sicher • Führt Lufttransporte durch • Beschafft und verbreitet Nachrichten für die polititische und militärische Führung Diese umschrieb der Kommandant Luftwaffe, KKdt Werner Knutti, in seiner Einleitung. In seinen Ausführungen trat er auch kurz zum anstehenden Teilersatz der Tiger F5-E-Flotte ein. Die Evaluation der vier in Frage kommenden Flugzeugtypen findet im zweiten Halbjahr 2008 statt.

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Der Kommandant des Militärflugplatzes Payerne, Oberst Benoit Studemann führte durch das reiche Programm des DEMOEX-Tages, das in einen vormittäglichen Referats- und Präsentationsteil sowie Praxisvorführungen am Nachmittag gegliedert war. Eindrücklich dargestellt wurde durch Oberst i Gst Felix Stoffel und Major i Gst Christian Oppliger die breite Palette der Nachrüstung (Kampfwertsteigerung) der F/A-18, welche mit den letzten Rüstungsprogrammen eingeleitet und bis heute weitgehend umgesetzt werden konnte. Oberst Wilhelm Spillmann zeigte die weitgefächerten Aufgaben- und Einsatzbereiche der Heliktopterflotte der Luftwaffe auf, von der (bald 30jährigen) Alouette-III bis zum Super Puma /Cougar. Die Leistungen der Grosshelikopter umfassen Materialtransporte (mit bis zu drei angehängten Lasten), Truppentransporte, Brandbekämpfung mit Wasser-

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behältern unterschiedlicher Grösse, wie auch die Luftverschiebung von Fahrzeugen. Die sehr wendige Alouette-III ist geeignet für Erkundungen, sowie für Patienten-Versorgung und -Transport mit Rettungsassistenten (mittels Seilwindeneinsatz). Die Ablösung der altgedienten Alouette-Flotte durch den Helikopter EC 635 erfolgt stufenweise in den kommenden Jahren. Wenig wahrgenommen in der Öffentlichkeit wird der Drohneneinsatz (ADS 95), welcher durch Oberst Othmar Flückiger vorgestellt wurde. Dieses System wird ab einer Einsatzkontrollstation geführt und hat eine Einsatzreichweite von 100 km, eine Einsatzdauer im Tag- und Nachtbetrieb von 4 h und eine Aufklärungsflughöhe bis 5‘500 m.ü.M. Die Leistungsfähigkeit des Systems wurde in einem auf die Leinwand übertragenen Life-Einsatz zu Gunsten des Grenzwacht-Korps im Raum Yverdon demonstriert, bei der ein verdächtiges Fahrzeug festgestellt, überwacht und verfolgt wurde. Die vom ADS 95 gelieferten Daten erlaubten es einer motorisierten Grenzwacht Pattrouille, Fahrzeug und Insassen zu stellen und festzusetzen.


«Air Power» – Leistungen der Luftwaffe Kampflugzeug hielt sich hinter der Zivilmaschine, um bei Bedarf jederzeit mit Waffeneinsatz eingreifen zu können. Bei der Landung der Maschine in Payerne wurde das Flugzeug von der kampfbereiten Bodenmannschaft umstellt, worauf die notwendigen Abklärungen durch die zuständigen Funktionäre eingeleitet werden konnten. Das Zivilflugzeug wurde durch die Super King Air 350 C aus dem Lufttransportdienst des Bundes dargestellt. Auch dieser Dienst untersteht der Verantwortung der Luftwaffe. Alouette III: Verwundetenrettung mittels Seilwinde

Am Boden wurden die heutigen Mittel der Fliegerabwehr einsatzbereit präsentiert: Die 35 mm radargesteuerte Zwillings-Feuereinheiten, die mobile leichte Flab Lenkwaffe STINGER, sowie das Flab-Lenkwaffsystem RAPIER.

Die Fallschirm Aufklärer Kp 17 untersteht ebenfalls der Luftwaffe. Aus Nebel und Regen wurde eine Viererpatrouille Fernaufklärer aus einem PC-6 Turbo Porter abgesetzt und landete metergenau auf ihrem Zielpunkt. Die Fs Aufkl beschaffen hauptsächlich Nachrichten hinter den feindlichen Linien. Diesen Beobachtungsauftrag können sie – entsprechend ausgerüstet – über längere Zeit gewährleisten und ihre Wahrnehmungen über Funk der entsprechenden Kommandostelle übermitteln.

Verfasser: Oberst H. R. Schaffhauser

Ein Höhepunkt war der Luftkampfeinsatz von zwei F/A-18 in der Interzeption von zwei Tiger F5-E-Jägern. Diese Demonstration musste aus meteobedingten Gründen recht tief geflogen werden und wurde für die Besucher dadurch umso eindrücklicher.

Luftkampf FA /18 gegen Tiger F5-E

Radargesteuerte 35 mm Feldflab Zwillings-Feuereinheiten

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Einen Einblick in die Luftpolizei-Aufgabe der Luftwaffe zeigte die Identifikation und die Veranlassung zur Landung eines unbekannten Zivilflugzeuges auf. Diese Vorführung erfolgte einerseits über den Display der Radardarstellung und in der Praxis durch die Abläufe auf dem Militärflugplatz Payerne. Das suspekte Flugzeug verfolgte eine Flugroute über Frankreich ostwärts Richtung die Schweiz. Im Rahmen der vertraglich vereinbarten Zusammenarbeit wurde das Flugzeug von französischen Jagdflugzeugen aufgespürt und bis über die Schweizer Grenze begleitet. Aufgrund der Nachrichten der französischen Luftkontrollbehörde / Luftwaffe wurde ein Alarmstart von zwei F/A-18 aus ihrer Bereitstellung in Payerne ausgelöst. Die Ablösung mit den französischen Begleitflugzeugen erfolgte über dem Jura, worauf das Flugzeug zur Landung in Payerne aufgefordert wurde. Dabei flog eine F/A-18 seitlich versetzt zum ohne Funnkkontakt fliegende Zivilflugzeug und übermittelte visuell die entsprechende Aufforderungen. Das zweite

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Offiziersgesellschaften im Portrait

Die OGBB hat verschiedene Offiziersgesellschaften in unserer Umgebung eingeladen, sich in unserem Informationsmagazin OGinform vorzustellen. In dieser Ausgabe ist dies die SJO. Verfasser ist Col Hervé de Weck, der vormalige Chefredaktor der «Revue Militaire Suisse». Wir publizieren diesen Bericht in der Originalsprache:

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Bientôt cent ans d’existence pour la Société jurassienne des officiers Depuis leur création en 1913 et jusqu’en 1984, les officiers d’Ajoie et de Delémont font partie de la Société cantonale bernoise. Ils s’activent dans une région où les luttes entre conservateurs et libéraux-radicaux rythment la vie quotidienne et expliquent des retards au niveau du développement. Mais ces oppositions disparaissent dès que la Suisse se trouve en danger. Pendant la Première Guerre mondiale, un fossé sépare des Suisses alémaniques, plutôt germanophiles, et des Romands, plutôt francophiles. Dans le Jura bernois, intellectuels et politiciens participent avec passion aux polémiques, mais celles-ci touchent peu la population qui veut être défendue, et les rapports restent bons avec les troupes en service, que les soldats parlent français ou un dialecte alémanique. Les problèmes cités dans les journaux proviennent d‘une coexistence prolongée toujours difficile entre militaires et civils dans des bâtiments, des installations qu‘il faut partager, de dégâts aux cultures qu‘occasionnent les exercices de troupes. Il en ira de même durant la Seconde Guerre mondiale. Depuis le début des années 1960, la montée du séparatisme jurassien, qui provoque une guerre des propagandes et une radicalisation des attitudes, modifie l‘image que les habitants du Jura Nord se font de l‘armée et de la défense nationale. Depuis 1948, les projets successifs de places d‘armes aux Franches-Montagnes et en Ajoie posent problème à des citoyens tout à fait honorables, d‘autant plus que les différents camps tendent à tout mélanger, un procédé habituel en période de tension! La presse régionale relaie les thèses du Rassemblement jurassien opposé à une armée jugée réactionnaire. En 1968, une mise de piquet de troupes dans le Jura Nord, décidée à la suite d’attentats contre des objets militaires et maladroitement tenue secrète, provoque la réaction d‘une trentaine d‘officiers jurassiens, qui envoient une lettre ouverte au conseiller fédéral Rudolf Gnägi.

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8 octobre 2006: Les officiers jurassiens participent comme leurs camarades bâlois à la commémoration de la libération de Wolschwiller. Une collaboration transfrontalière s’est instaurée avec les officiers de Mulhouse et environs. (Photo Denis Moine)

Tout cela perturbe l‘activité et les esprits des officiers d‘Ajoie et de Delémont qui continuent pourtant à entretenir de bonnes relations avec leurs camarades des districts de Moutier et de Courtelary. Il en va de même au régiment d’infanterie 9 et à la brigade frontière 3, dont les hommes comme les cadres proviennent des six districts du Jura bernois.

Création d‘une société cantonale Le 1er janvier 1979, la République et Canton du Jura entre en souveraineté. Il faut laisser le temps aux blessures de se fermer, mais les contradictions entre un patriotisme cantonal et les sentiments face au reste de la Suisse tendent à disparaître. Dès avril 1976, la Société des officiers d‘Ajoie et


Offiziersgesellschaften im Portrait En avril 1941, les officiers d’Ajoie, qui ne sont pas mobilisés, visitent les forts dans le secteur des Rangiers. Même le «Fritz» de l’Epplatenier a quitté son socle au sommet du col pour se joindre à eux! Le chef de la délégation est le major Ali Rebetez, commandant du bataillon frontière de fusiliers 232. (Livre d’or de la Société des officiers d’Ajoie)

Les publications de la Société jurassienne des officiers • Ecrivains militaires de l’Ancien Evêché de Bâle. Choix de textes et documents. Saignelégier, St-Imier, SCJO, SCBO, 1990. 211 pp. • Fin de la Seconde guerre mondiale aux frontières de l’Ajoie. Actes du colloque tenu à Porrentruy le 26 novem bre 1994. Porrentruy, SCJO, 1994. 94 pp. • Hans Senn: Bâle et le plateau de Gempen au début de la Seconde Guerre mondiale. Porrentruy, St-Imier, socié tés des officiers du Jura et du Jura bernois, 1997. 114 pp. • Arnold Keller: Géographie militaire du Jura bernois 1907. Avec une introduction scientifique de Derck Engelberts et d’Hervé de Weck. Porrentruy, St-Imier, sociétés des offi ciers du Jura et du Jura bernois, 2000.188 pp. • Hervé de Weck: L’armée et la population dans le Jura et le Jura bernois. 1815 – 2003. Régiment d’infanterie 9 et bataillons jurassiens. Porrentruy, St-Imier, sociétés des of ficiers du Jura et du Jura bernois, 2004. 216 pp. • Les attachés militaires français à Berne et les grandes manœuvres de l’armée suisse (1874 –1910). Publication de sources avec une introduction scientifique par le capitaine Dimitry Queloz. Berne, Association suisse d’histoire et de sciences militaires, Bibliothèque militaire fédérale, 2006. • Des deux côtés de la frontière: le Jura bernois, les régions françaises et alsaciennes avoisinantes (1939 –1950). Actes du Colloque franco-suisse du 29 avril 2006 à Lucelle. Por rentruy, Société jurassienne des officiers, 2007. • Denis Moine: Au fil du temps – Chronique militaire du Jura et du Jura bernois (1300 – 2000). Delémont, Editions D+P, Société jurassienne des officiers, 2008 (parution en septembre). Pour les commandes, s’adresser à Hervé de Weck, Rue StMichel 7, CH-2900 Porrentruy (fax 032 466 29 74, e-mail herve.deweck@bluewin.ch)

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celle de Delémont réfléchissent à de nouvelles structures: il faut réunir les sociétés militaires du futur Canton dans une organisation faîtière. Le 3 janvier 1979, l‘Union des sociétés militaires, qui coiffe les deux sociétés d‘officiers, la Société des sous-officiers d‘Ajoie et l‘Association des fourriers, annonce sa constitution aux autorités. Elle envoie son acte de naissance, mais n‘a aucune autre activité! L’indépendance des sociétés-membres, l‘inexistence d‘une politique militaire au niveau cantonal, la nomination sans incident d‘une poignée de fonctionnaires expliquent cette mort par inanition. Cet échec retarde le moment où l‘on pense à une Société cantonale jurassienne des officiers. A la fin du mois de septembre 1983, les officiers d’Ajoie et de Delémont en acceptent les statuts. L’assemblée constitutive se tient au printemps 1984. Une société d‘officiers s’est créée aux Franches-Montagnes, et une des sections de district assure le Vorort. Jusqu’au début des années 1990, les officiers jurassiens vivent une période difficile. Leurs réunions sont souvent perturbées par des manifestations du groupe séparatiste Bélier. Le conseiller fédéral Jean-Pascal Delamuraz, venu parler à une assemblée générale à Delémont, en sait quelque chose! Comme Kaspar Villiger, à Porrentruy, qui reçoit des tomates, certaines lancées par un chef de service de l’administration cantonale! Les officiers jurassiens se serrent les coudes et participent nombreux aux activités: près de la moitié des deux cents membres, les jeunes et les moins jeunes, se retrouvent aux assemblées générales. Le fait de se mesurer avec l‘obstacle leur fait apprécier la solidarité confédérale, le fédéralisme et les avantages de se trouver sur un pied d‘égalité avec leurs camarades des autres Cantons. La situation se normalise, et la participation est à la baisse… Depuis les années 1990, la Société jurassienne des officiers fait un effort principal sur l’organisation de colloques et la publication d’ouvrages d’histoire militaire. Dans la foulée, elle lance un Bulletin annuel qui connaît un beau succès: près de 1300 exemplaires sont adressés aux membres, à des entreprises et à des personnalités dans et à l’extérieur du Canton. Avec les réformes «95» et «XXI», la diminution des effectifs de l’armée, la libération des obligations militaires aux environs de trente ans, la Société jurassienne des officiers se retrouve avec 180 membres (250 au début des années 1990), dont la moyenne d’âge est élevée. L’avenir ne s’annonce pas rose, puisque le Cnton du Jura ne produit pas plus de 5 officiers par année. On s’achemine vers une époque de fusion. Avec les officiers du Jura bernois et de Neuchâtel, avec les sous-officiers? Colonel Hervé de Weck

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OGeflüster macht Sommerpause Major Trader A. Klatschovski meldete unvorhergesehen kurzfristig seine Unabkömmlichkeit. Sehr zur Konsternation und Enttäuschung der Redaktion. Was bieten wir unserer Leserschaft jetzt an dieser Stelle? Für einmal sei es ihm nachgesehen, auch deshalb, weil er Besserung gelobt. Und was tut er derzeit? Er liegt wohl an irgendeinem Strand und inspiriert sich an Meer, Sand und Kurven.

Unterdessen ergibt sich Ersatz mit dem Bericht über den Backstage-Besuch der OGBB an der Hauptprobe des Basel Tattoo 2008 Am Quatorze Juillet findet sich um 18:45 h eine 107köpfige Gruppe am Eingang E zur Arena im Kasernenhof ein. Freudiges Entrichten des Eintrittsobolus, gespanntes Warten auf die Dinge, die da kommen sollen, Gespräche unterlegt von Klängen der untentwegt übenden Akteure hinter den Tribünen. Ab und zu skeptische Blicke hinauf zu den dräuenden, von den Winden rassig dahergeschobenen Wolken am Himmel; hält das Wetter wohl?

Andächtig lauschende Zuhörer

Der Rundgang hinter den Kulissen

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Heillose Ordnung im Requisitenzimmer

Amerikanischer Waffendrill mit Vorderlader-Gewehren

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Dann begrüsst Thomas Stauffer, Direktor von Basel Tattoo Productions die Besucher, führt in die verheissungsvolle Atmosphäre des Backstage-Besuchs und des kommenden Abends ein. In drei Gruppen absolvieren die Teilnehmenden den Parcours durch die chaotisch anmutende und doch so wohlgeordnete «Unterwelt» dieses Grossanlasses. Akteure, alle in kunterbuntem, noch zivilem Outfit, huschen durch die Szene, durch welche Thomas Stauffer, Christoph Seibert (Chef Services) und Urs Nebiker (Chef Bau Arena) ihre neugierigen Schützlinge leiten. Vorbei an den sich bereits früh am Eingang drängenden Besuchern führt der Weg entlang der eindrücklichen Batterie von toi toi Behelfs-WCHäuschen. Ein Zugang zur Arena erlaubt einen kurzen Blick auf die unter dröhnenden Gong- und Trommelklängen herumwirbelnden Artisten der Republic of Korea Traditional Army Band. Von Militär-Marschmusik keine Spur, aber doch faszinierende Rhythmen.


Basel Tattoo Was ist denn dies? Russische Soldaten! Sind das Verirrte aus der Zeit des kalten Krieges? Sie lächeln freundlich, etwas linkisch-schüchtern, Angehörige der Band of the Moscow Military Conservatoire. Von irgendwo weiter weg, hinter den Kulissen dringt eine wehmütige Dudelsackmelodie ans Ohr. Weiter gehts in die ehemalige Kaserne, welche heute die Fachhochschule für Gestaltung und Kunst beherbergt. Aufstieg über die vor Zeiten durch die Nagelschuhe unzähliger Sanitätsrekruten glanzpolierten Treppen in die obere Etage mit den grossen Räumen, derzeit Depots für die einzelnen Formationen. Geräte zuhauf, Kleiderständer mit Uniformen, abgelegte Instrumente in heillos ordentlichem Durcheinander. Dazu einige ermattet wirkende Bläser, welche die Besucher neugierig-kritisch mustern.

Imposantes Schlussbild

Szenenwechsel zur Aufführung

Auf der Balustrade an der Kasernenfront stehen Tambouren des Armeespiels im obligaten Tarnanzug. Die Frage, ob sie so auftreten würden, beantworten sie mit einem mitleidig-belustigten Grinsen: Sicher nicht, wir tragen unsere rot-schwarze Präsentier-Uniform, wie immer! JournalistenBanause denken sie wohl, sagen es aber nicht.

Kennzahlen Der Rundgang nähert sich seinem Ende. Unsere «Bärenführer» haben einen fesselnden Einblick in die Organisation und die äusserst aufwändige Infrastruktur für die Durchführung dieses dann am Abend minutiös ablaufenden Spektakels geboten. Einige Kennzahlen noch zum Abschluss: 7‘575 Sitzplätze in der Arena, 8 Vorstellungen, total 61‘000 Zuschauer. 8,3 km Kabel, 2‘000 Mitwirkende aus 4 Kontinenten und 12 Ländern, etwa 400 freiwillige Helfer und Helferinnen. 17‘500 Mahlzeiten für Mitwirkende, 5‘000 Hamburgers pro Tag. Eine Tonne Pommes Frites – en Guete!

Nach der mit grossem Applaus verdankten Führung hinter die Kulissen, finden sich die Teilnehmenden in der VIP-Lounge bei Schämpis, Weisswein und Snack-Köstlichkeiten wieder. Dann werden die Logenplätze eingenommen, prächtigster Überblick über die Arena. Das Wetter hält, die Sonne versinkt langsam hinter den Wolkenbänken. Und dann beginnt das optisch und akustische Spektakel der Superlative. Dies zu beschreiben ist ein Ding der Unmöglichkeit – man muss es einfach selbst erlebt und genossen haben. Der Einmarsch der Formationen lässt immer wieder aufs Neue grosse Spannung aufkommen; beim Ausmarsch wird der Gruss der Tambourmajore und Spielführer von Oberst Doris Walther abgenommen. Absolute Augenweide und rhythmische Faszination ist der Auftritt des Drill Platoon of HM the King’s Guard of Norway und ihre mit unglaublicher Präzision vorgeführte Gewehrhandhabung und Marschformation – militärische «Balletschule» vom Eindrücklichsten. Herzlichen Dank an Thomas Stauffer und die beiden Führer sowie an Niggi Safarik, der dieses einmalige Erlebnis für die OG beider Basel möglich gemacht hat. Für alle, welche sich dieses Tattoo-Erlebnis nicht entgehen lassen wollen, hier die Angaben für nächstes Jahr: 18. – 25. Juli 2009, wiederum mit über 1‘000 Mitwirkenden. Ticketvorverkauf ab Dezember 2008. www.baseltattoo.ch

Verfasser: Oberst H. R. Schaffhauser

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Wieder drunten, beim Haupttor für den Einmarsch der Formationen wird gerade mystischer Rauch erzeugt mittels Trockeneis. Das Tor öffnet sich und die koreanischen Akteure huschen herein. Beim fragenden Fingerzeig auf die Kamera stellen sich die Darsteller sofort mit bezauberndem Lächeln in Positur und bedanken sich, nach dem Klick, für die ihnen gegönnte Aufmerksamkeit. Professionell, keine Spur von Scheu.

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Kurzberichte 36. Internationaler Schiesswettbewerb auf der Standort-Schiessanlage in Eschbach/Baden

Wie alljährlich fanden am letzten Freitag / Samstag des Monats Juni die internationalen Schiesswettkämpfe statt. Die Leitung oblag wie immer dem Landeskommando BadenWürttemberg und die Organisation führten wiederum die Reservisten der Bundeswehr unter der fachmeisterlichen Führung von Oberstlt d. R. Michael Stöppler. Er wurde unterstützt von der neu strukturierten Kreisgruppe Baden-Südwest der Reservisten der Bundeswehr. Trotz der jüngsten Restrukturierungsaktion hat die Durchführung keinerlei Einbusse erlitten, im Gegenteil. Es war wiederum eine hohe Beteiligung festzustellen. Mannschaften und Einzelschützen aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden und Italien nahmen mit insgesamt 287 Personen teil. In diesem Jahr fehlten Teilnehmer der U.S. Army in Deutschland. Aus der Schweiz beteiligte sich wiederum eine grosse Schützenschar. Am Freitag, 27.06.2008 fand das begehrte Schüt-

zenschnur-Schiessen statt. Eingesetzt waren die Pistole P 8 und das Mg 3. Insgesamt wurde die begehrte Trophäe, die Schützenschnur, 52 mal ergattert: 2 mal in Gold, 8 mal in Silber und 42 mal in Bronce.

1. Sommerfest des Kreis- und der Bezirksverbindungskommandos in Lenzenberg/Ihringen am Kaiserstuhl, Samstag, 12. Juli 2008

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Ein sommerlicher Abend auf dem aussichtsreich gelegenen Lenzenberg oberhalb von Ihringen begrüsste die Teilnehmer. Eingeladen hatte Oberst d. R. Bernd Goldenbaum, Leiter KVK und die Leiter der BVK, Oberstlt d. R. Christian Licht und Michael Stöppler. Es war ein kameradschaftlich angeregter Abend in ungezwungener Atmosphäre. Kulinarisch verwöhnt wurden die Anwesenden aus der Küche der Gaststätte Lenzenberg.

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Das Wetter war sommerlich lau, die Sonne blinzelte durch den wolkenverzierten Abendhimmel und der Blick streifte von Freiburg im Osten über die Rheinebene und Mulhouse bis zu den Vogesen im Westen.


Kurzeberichte

UORRM: Quatorze Juillet à Mulhouse

Am Sonntag, 13. Juli – einen Tag vor dem Nationalfeiertag – lud der Maire de Mulhouse und Vizeminister für Verteidigung, Jean-Marie Bockel, zur Begehung des Nationalfeiertags auf den grossen Platz vor der Kathedrale und dem Rathaus von Mulhouse ein. An Truppen nahmen Einheiten des Régiment des Hussards (Deutsch-Französische Brigade) und Detachemente der Sappeurs Pompiers de Mulhouse teil, sowie Vertreter der UORRM und ausländische Armeevertreter, darunter auch aus der Schweiz. Das Rückgrat der Veranstaltung bildete die eindrücklich lange Reihe der Ehrenzeichen der französischen Armee, einschliesslich der Vertreter der Anciens Combattants. Ins Auge fiel dabei die Fahne der Légion étrangère de la Suisse allemanique et du Tessin. Während der eindrücklichen Zeremonie verliehen der Maire de Mulhous und seine Vertreter die Ehrungen «au nom du

Der Maire de Mulhouse lud danach zu einem Apéro dinatoire in den ausgedehnten Park Wallach ein. Das Wetter begünstigte diesen Anlass und Regen beendete erst später den Apéro im Park.

Verfasser aller Kurzbeiträge: Oberst H. R. Schaffhauser

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Président de la République» an verdiente Vertreter der Armee und der Sappeurs Pompiers. Der Festakt wurde abgeschlossen durch den Vorbeimarsch der Unité des Hussards in ihrem schleppenden Taktschritt, untermalt von dem von ihnen ergreifend gesungenen Lied. Anschliessend folgte die Parade verschiedener Feuerwehrfahrzeuge der Sappeurs Pompiers de Mulhouse.

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Weitere Informationen auf unserer Homepage www.ogbb.ch

August 2008

25.08. 2. Info-Veranstaltung: «Deutscher Beitrag zu Auslandeinsätzen im Rahmen der NATO und der UNO» Ort: Kaserne Liestal, Filmsaal; Zeit: 1830 Referent: Oberstlt i.G. Detlef Schröder, Deutscher Verteidigungsattaché

September 2008

06.09. Jagdhüttenbummel im Laufental Treffpunkt: Zwingen Bahnhof, Zeit: 1330

08.09. «OG auf Reisen»: Besuch der Inf RS 13 Ort: Kaserne Liestal, Zeit: 1800 – 2100

10.09. Schiesskino Stgw 90, Liestal/Oristal

13./14.09. Comm'08 Führungsunterstützung Ort: Frauenfeld

20.09. CITOORM 08 der UORRM, Cernay, Frankreich

Oktober 2008

14.10. Fahnenübernahme des neu aufgestellten Inf Bat 97 Ort: Marktplatz Basel, Zeit: 1600

18.10. Combat-Schiesstraining OGBB Ort: Liestal, Spl Sichtern

22.10. Besuchstag im Feld beim Inf Bat 97 Ort: Raum Fricktal/Baselbiet

November 2008

02.11. Ramsach-Schiessen Ort: Bad Ramsach

14./15.11. Seminar der SOG für junge Offiziere Ort: Kriens, Generalstabsschule

Dezember 2008

02.12. Wald-Weihnacht Ort: noch offen

März 2009

23.03. 6. Generalversammlung der OGBB

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Termine 2008/09

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Einladung 25. August 2008 VA BRD Herr Oberstleutnant i.G. Detlef Schröder, Verteidigungs-Attaché an der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der Schweiz zum Thema: «Deutschlands Beitrag an Auslandeinsätzen im Rahmen von NATO und UNO»

Werte Damen und Herren Offiziere

Offiziersgesellschaft beider Basel

Die Offiziersgesellschaft beider Basel freut sich, Sie zur ersten Informationsveranstaltung nach der Sommerpause einzuladen:

Montag, 25. August 2008, 18.30 Uhr im Filmsaal der Kaserne Liestal Herr Oberstlt i.G. Detlef Schröder ist seit September 2006 Verteidigungsattaché an der Botschaft der Bundesrepublik Deutschlands in Bern. Von August 1994 bis Januar 2001 war er als G2 im Stab des IV. Korps Potsdam tätig. Dabei leistete er zwischenzeitlich Einsätze u.a. von November 1998 bis Mai 1999 als J2 Chief Collection im HQ SFOR in Sarajevo und von Dezember 1999 – August 2000 war er als Militärberater bei KFOR / UNMIK MACC in Pristina / Kosovo tätig. Im Anschluss daran war er als DtMilA am «Geneva International Centre for Humanitarian Demining (GICHD)» im Einsatz und bis zur Ernennung als Verteidigungsattaché in der Schweiz betätigte er sich als Referent für humanitäres Minenräumen im Auswärtigen Amt in Berlin. Sein heutiges Referat betrifft insbesondere die Fragen: Wo liegen die Hintergründe und Beweggründe für das Engagement Deutschlands im Rahmen der NATO – und UN-Einsätze? Welchen Nutzen bringen solche Auslandeinsätze? Wer profitiert von diesen Einsätzen am meisten? Lassen Sie sich von Herr Oberstlt i.G. Detlef Schröder informieren. In der anschliessenden Diskussionsrunde steht Ihnen der Referent gerne für die Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung. Fragetalon liegt bei. Nach der Diskussionsrunde lädt Sie die OGBB zum Apéro ein. Ich freue mich auf eine möglichst grosse Teilnehmerzahl an diesen interessanten Anlass. Kameradschaftliche Grüsse

Offiziersgesellschaft beider Basel

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Oberst Doris Walther Präsidentin

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Anmeldetalons für alle Anlässe finden Sie auf Seite 47


Einladung zum 3. Jagdhüttenbummel Samstag, 6. September 2008 Wir freuen uns, liebe Kameradinnen und Kameraden, Sie zum 3. Jagdhüttenbummel der OGBB und zum anschliessenden Grillplausch einzuladen:

Offiziersgesellschaft beider Basel

Treffpunkt:

13.30 Uhr Zwingen Bahnhof

Verbindung S-Bahn:

Liestal ab 12.39 Uhr, Basel ab 13.06 Uhr, Zwingen an 13.28 Uhr

Bummel:

13.45 –16.00 Uhr Wanderung von Zwingen nach Büsserach

Grillplausch:

ab 16.00 Uhr beim Schloss Thierstein Kulinarisches und Pflege der Kameradschaft open end Der Rücktransport nach Zwingen ist organisiert.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung an den Organisator: Hptm Walter Wagner

Einladung Besuch Inf RS 13 Geschätzte Damen und Herren Offiziere Die Offiziersgesellschaft beider Basel freut sich, Sie zu einem Besuch bei der Inf RS 13 einzuladen:

Offiziersgesellschaft beider Basel

8. September 2008, 1800 – 2100 Uhr, Kaserne Liestal ab 1800 1815 – 1830 1830 – 1930 1945 – 2100

Eintreffen Begrüssung und Informationen durch den Schulkommandanten, Oberst i Gst Bernhard Schneider Demo Kp 1: Bezug Aufkl Dispo, Bezug Bat KP (Führung ab Radspz) Apéro mit Stehimbiss

Offiziersgesellschaft beider Basel Oberst Doris Walther, Präsidentin

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Ich freue mich auf Ihr Erscheinen und grüsse Sie herzlich.

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Schiessausbildung 2008 Geschätzte Damen und Herren Offiziere Der Unteroffiziersverein Basel-Stadt und die Offiziersgesellschaft beider Basel freuen sich, Sie zu folgenden Schiesstrainings und -anlässen unter der bewährten Leitung von Daniel Erzenberger und Claudio Eha einzuladen:

Offiziersgesellschaft beider Basel

Mittwoch, 10. September 2008

Schiesskino Stgw 90, Liestal / Oristal

Samstag,

CITOORM 08 der UORRM, Cernay, F

20. September 2008

Die beiden Organisatoren freuen sich auf Ihr Erscheinen. Für Fragen stehen Sie Ihnen auch im Vorfeld zur Verfügung.

Offiziersgesellschaft beider Basel Oberst Doris Walther Präsidentin

Einladung SOG für junge Offiziere Seminar für junge Offiziere, 14. /15.11.08

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Die Schweizerische Offiziersgesellschaft lädt Offiziere aus allen Sprachregionen ab Jahrgang 1977 und jünger zu einem Seminar ein.

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Thematik:

Kommunikation – Angriff oder Verteidigung?

Ort:

Generalstabsschule, Kriens

Gesamtleitung:

Oberst i Gst Hans Schatzmann, Präsident SOG

Dauer:

Freitag, 14.11., 1500 bis Samstag, 15.11., 1215

Detailprogramm:

Website SOG (www.sog.ch)

Kosten:

Das Seminar ist unentgeltlich (Getränke beim Nachtessen zu Lasten Teilnehmer)

Tenue:

Zivil

Anmeldung:

bis 6. November 2008 mit Talon ab Website

Auskünfte:

Sekretariat SOG, Telefon 044 350 49 94, Email office@sog.ch


Anmeldetalons Anmeldung zum Vortrag des VA BRD, am 25. August 2008 Ich nehme teil mit

Personen

Grad / Name / Vorname Datum / Unterschrift Fragen an den Referenten:

Bitte bis 18. August 2008 einsenden oder per Fax 061 552 71 71 an: OGBB, Oberst Doris Walther, Postfach 648, 4410 Liestal

Anmeldung Jagdhüttenbummel vom 6. September 2008 Ich nehme teil mit

Personen

Grad, Name:

Vorname:

Strasse:

PLZ/Ort:

Telefon

Email / Fax

Bestellung Fleischwaren

Klöpfer:

Stk.

Bratwurst:

Anmeldung bis 30. August 2008 an: Walter Wagner, Schürenmatt 20, 4208 Nunningen Tf P: 061 791 06 88, Tf G: 061 781 39 00, Fax: 061 781 39 17 Notfallnummer während des Bummels: 079 327 32 74

Stk.

Steak:

Stk.

Datum: Unterschrift:

Anmeldung Besuch Inf RS 13 vom 8. September 2008 Ich nehme teil mit

Personen

Grad / Name / Vorname Datum / Unterschrift Bitte bis 26. August 2008 per Fax 061 552 71 72 oder E-Mail: doris.walther@bl.ch oder einsenden an: OGBB, Oberst Doris Walther, Postfach, 4410 Liestal

Schiessausbildung 2008 Anmeldung für Anlässe

Schiesskino Stgw 90

CITOORM 08

Strasse / Nr.

PLZ / Ort

Email

Datum / Unterschrift

Bitte für beide Anlässe bis 22. August 2008 an: Daniel Erzberger, Bechburgerstrasse 3, 4052 Basel oder erzbergerdaniel@bluewin.ch

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Grad / Name / Vorname

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Die OGBB empfiehlt Informatives mit einem Klick!

www.ogbb.ch

Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG)

www.sog.ch

Milit채r Basel-Stadt

www.sid.bs.ch

Milit채r Basel-Landschaft

www.bl.ch

UORRM (Reserve-Offiziere im Elsass)

www.uorrm.fr

VBS Verteidigung

www.vtg.admin.ch

Army Liq-Shop BL

www.armyliqshop.ch

Logistikbasis der Armee

www.lba.vbs.admin.ch

OG JURA

www.military.ch/scjo

Schweizer Soldat

www.schweizer-soldat.ch

ASMZ

www.asmz.ch

BiG Bibliothek am Guisanplatz

www.guisanplatz.ch

Schweizerische Nationalbibliothek (Archiv)

www.nb.admin.ch

Eurocorps, Strasbourg

www.eurocorps.org

Verband der Bundeswehr-Reservisten

www.reservistenverband.de

GrafikStation, Nicole Gesierich (Layout)

www.grafikstation.ch

(vormals Eidg. Milit채rbibliothek)

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Offiziersgesellschaft beider Basel

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Adressen Präsidentin Oberst Doris Walther Mittelgasse 11 4402 Frenkendorf Telefon G: 061 926 71 71 Email: doris.walther@ogbb.ch

PIO & PR Hptm Walter Bucherer Büelweg 12 4451 Wintersingen Telefon G: 061 971 77 00 Email: walter.bucherer@ogbb.ch

Fricktalische Offiziersgesellschaft Hptm Rudolf Egli Zürcherstrasse 7 4310 Rheinfelden Telefon G: 061 836 87 87 Email: egli.rheinfelden@bluewin.ch

Vizepräsident Oberst Marcus Müller Burggasse 20a 4132 Muttenz Telefon G: 061 926 71 01 Email: marcus.mueller@ogbb.ch

Inserate Hptm Walter Wagner Schürenmatt 20 4208 Nunningen Telefon G: 061 781 39 00 Email: walter.wagner@ogbb.ch

AC Of Major Jörg Salathin Blumenweg 6 4123 Allschwil Telefon G: 061 487 70 80 Email: joerg_salathin@yahoo.com

Beziehungen/Strategie/Events Hptm Walter Wagner Schürenmatt 20 4208 Nunningen Telefon G: 061 781 39 00 Email: walter.wagner@ogbb.ch

Webmaster Oblt Sanson Rabi Fasanenstrasse 150 4058 Basel Telefon P: 061 271 35 15 Email: sanson.rabi@ogbb.ch

Offiziersreitgesellschaft Basel Major Carl Gustav Mez Grellingerstrasse 62 4020 Basel Telefon P: 061 311 86 71 Email: cg@mez.cc

Major Peter Benz Im Hirshalm 15 4125 Riehen Telefon G: 061 283 12 22 Email: peter.benz@ogbb.ch

Administration/Finanzen Administration Oblt Stefan Edelmann Mühlestrasse 23 8803 Rüschlikon Telefon P: 079 667 42 33 Email: stefan.edelmann@ogbb.ch

Präsident Turnsektion Hptm Rudolf Guggisberg Drosselstrasse 33 4059 Basel Telefon P: 061 361 00 72 Email: ruedi.guggisberg@bluewin.ch

Major Carl Gustav Mez Grellingerstrasse 62 4020 Basel Telefon P: 061 311 86 71 Email: cg@mez.cc Ausbildung Schiessen Oberstlt Claudio Eha Marschalkenstrasse 31 4054 Basel Telefon P: 061 271 00 58 Email: claudio.eha@ogbb.ch

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Öffentlichkeitsarbeit Chefredaktor OGinform Oberst Hans Ruedi Schaffhauser Buechweg 198 4493 Wenslingen Telefon G: 061 993 90 20 Email: hans-ruedi.schaffhauser@ogbb.ch Oblt Niggi Safarik Grenzacherstrasse 30 4058 Basel Telefon P: 061 681 26 24 Email: niggi.safarik@ogbb.ch

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Finanzen Hptm Michel Oesch Adlerstrasse 21 4312 Magden Telefon G: 061 841 03 33 Email: michel.oesch@ogbb.ch Gast/ORET Oblt Michel Rohrer Bachlettenstrasse 32 4054 Basel Email: michel.rohrer@ogbb.ch Befreundete Gesellschaften Präsident AVIA Hptm Adrian Boschung Hammerallee 4 4600 Olten Telefon P: 062 212 01 40 Mail: adrian.boschung@gmx.ch Präsident Artillerie-Offiziers- Verein Basel Major i Gst Markus Waldvogel Eichenstrasse 19 4054 Basel Email: markus.waldvogel@swisscom.com

Artillerie Verein BS Oberst Remo Lardelli Bergweg 7 4450 Sissach UORRM Lt Col Serge Bader, Président 9, rue de la Dime F-68730 Michelbach-le-Bas Telefon P: 0033 38 968 47 34 Email: serge.bader@free.fr Verband Reservisten Bundeswehr Oberstabsfeldwebel d.R. Richard Schmieder, Vorsitzender Kreisgruppe Baden-Südwest Jahnstrasse 6 D-79336 Herbolzheim Telefon P: 0049 7643 50 00 Email: richard.schmieder@web.de


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Staatsoper unter den Linden

STAATSOPER UNTER DEN LINDEN EUGEN ONEGIN MIT ROLANDO VILLAZÓN & LA TRAVIATA

Highlights

© Ruth Walz

© Pamela Springsteen, Virgin Classics 2006

✔ 5* Luxushotel am Potsdamer Platz ✔ Erstklassige Aufführungen ✔ Museen von Weltrang

DEUTSCHLAND

© M. Lautenschläger

BERLIN

La Traviata

Mit dieser Top Reise nach Berlin möchten wir Sie im Oktober verwöhnen. Unser 5* Hotel am Potsdamer Platz ist ein Juwel und bietet den richtigen Rahmen zu dieser Reise. Das einmalige Musikprogramm wird diesen Anlass unvergesslich machen. Wir heissen Sie herzlich willkommen! Reiseprogramm 1. Tag: Laufen / Basel - Berlin Anreise via Leipzig nach Berlin. Zimmerbezug im 5* Hotel Berlin Marriott am Potsdamer Platz. Abendessen im Hotel. 2. Tag: Berlin Erleben Sie bei einer Rundfahrt durch Berlin ein Stück Geschichte der einst geteilten Stadt: Sie werden die Hauptsehenswürdigkeiten in den ehemaligen Ost- und West-Bezirken der Stadt kennen lernen: Schloss Charlottenburg, Ku’Damm, Gedächtniskirche, Brandenburger Tor, Unter den Linden, Museumsinsel, Nikolaiviertel, Gendarmenmarkt, Check-Point Charlie. Am Abend Konzert der Berliner Philharmoniker (fakultativ).

Philharmonie Berlin (fakultativ, Karten ab Fr. 140.-) Donnerstag, 23. Oktober, 20.00 Uhr Berliner Philharmoniker David Zinman, Dirigent Gil Shaham, Violine Sir Edward Elgar Violinkonzert h-Moll op. 61 Béla Bartók Konzert für Orchester Sz 116 3. Tag: Berlin & Staatsoper Unter den Linden Geniessen Sie die freie Zeit für Museumsbesuche. Im Internet unter www.smb.spk-berlin.de finden Sie die Staatlichen Museen der Stadt. Am Abend Opernaufführung La Traviata in der Staatsoper. Wir haben für Sie Karten der zweitbesten Kategorie reserviert.

Zurücklehnen und geniessen! 04_05ES.indd 5

5. Tag: Berlin – Basel / Laufen Rückfahrt nach dem Frühstück via Frankfurt und Karlsruhe nach Basel. Ankunft in der Region gegen 19.00 Uhr.

Staatsoper Unter den Linden

Rolando Villazón

Freitag, 24. Oktober, 19.30 Uhr La Traviata – Oper von Giuseppe Verdi Musikalische Leitung Paolo Arrivabeni VIOLETTA VALÉRY Ermonela Jaho FLORA BERVOIX Silvia de la Muela ANNINA Simone Schröder ALFREDO GERMONT N. N. GIORGIO GERMONT Alfredo Daza GASTON Florian Hoffmann STAATSKAPELLE BERLIN STAATSOPERNCHOR

Ihr Hotel Das 5* Luxushotel liegt mitten in Berlin am berühmten Potsdamer Platz. Die luxuriösen Zimmer sind mit Klimaanlage, Bad/Dusche, WC, Fön, Telefon und TV ausgestattet. Das Hotel verfügt über einen schönen Wellnessbereich mit Hallenbad. www.marriott.de

4. Tag: Berlin & Potsdam & Staatsoper Unter den Linden Sie fahren nach Potsdam, der heutigen Landeshauptstadt von Brandenburg: Zunächst Besichtigung des berühmten Schlosses von Sanssoucis mit seinen berühmten barocken Gärten. Freie Mittagspause im „Holländischen Viertel“. Am Nachmittag Rückfahrt nach Berlin. Am Abend Opernaufführung Eugen Onegin in der Staatsoper. Wir haben für Sie Karten der zweitbesten Kategorie reserviert.

Staatsoper Unter den Linden Samstag, 25. Oktober, 19.30 Uhr Eugen Onegin – Oper von Peter I. Tschaikowsky Musikalische Leitung Daniel Barenboim LARINA Katharina Kammerloher TATJANA Anna Samuil OLGA N. N. FILIPJEWNA Margarita Nekrasova EUGEN ONEGIN Roman Trekel LENSKI Rolando Villazón FÜRST GREMIN René Pape STAATSKAPELLE BERLIN STAATSOPERNCHOR

Leistungen ✔ Reise im 5* Brilliant Class Car mit 3 Luxussitzen pro Reihe und 90 cm Sitzabstand ✔ Begleitet durch einen Musikreiseleiter ✔ 4 x Übernachtung mit Frühstück ✔ 1 x Abendessen am Ankunftstag ✔ 1 x Stadtführung Berlin ✔ Transfers zu den Aufführungen ✔ sehr gute Eintrittskarten für La Traviata ✔ sehr gute Eintrittskarten für Eugen Onegin

Reisetermin Mi. – So. 22. – 26. Oktober 2008

5 Tage

Preis pro Person Pauschalpreis Einzelzimmerzuschlag Oblig. Ann.u. Rückreiseversicherung Flugvariante auf Anfrage

Fr. 1590.00 Fr. 510.00 Fr. 36.00

Abfahrt 06.10 Uhr Laufen, Erich Saner Car-Terminal 07.00 Uhr Basel, Meret Oppenheim-Strasse (Bahnhof SBB/Seite Gundeli)

Buchungstelefon: 061 765 85 00

Sonderrabatt von 5 % für Mitglieder der Offiziersgesellschaft beider Basel

17.06.2008 6:54:36 Uhr


OGINFORM208  

Kommende Anlässe Offiziersgesellschaft beider basel 2-2008 Das Bootsunglück auf der Kander OGeflüster einmal anders: Basel Tattoo Nuit d...

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