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Lehre/Ausbildung, Diplomstudi-

Nr. 3 / Dezember 2006

Hochschule Wädenswil Kompetenzzentrum für Life Sciences und Facility Management

Inhalt

Vom Studium zur Selbständigkeit

Fachabteilung Biotechnologie

Die Erreger der Lyme-Borreliose in Kultur Fachabteilung Lebensmitteltechnologie

Lebensqualität durch Lebens[mittel]qualität

Prof. Mark Jaeggi Prorektor Forschung und Entwicklung m.jaeggi@hsw.ch

Vor einigen Jahren haben sich die meisten Studierenden auf eine berufliche Laufbahn in einem etablierten Unternehmen ausgerichtet. Heute sind wir mit veränderten Vorstellungen einer Berufskarriere konfrontiert. Was vor kurzem als einzig erstrebenswerte Entwicklung gesehen wurde, ist nun durch ein facettenreicheres Muster geprägt. Es ist durchaus interessant in einer kleinen Firma seine Laufbahn zu beginnen und der Schritt in die unternehmerische Selbständigkeit ist nicht mehr eine Utopie für Phantasten.

Gerade in den letzten Jahren haben einige Jungunternehmen durch positive Meldungen auf sich aufmerksam gemacht. Dies gibt anderen Absolventen an den Hochschulen Mut, es selber gleich zu tun. Alle, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen, können nicht erfolgreich sein, aber alle machen dabei wichtige Erfahrungen. Letztere können später auch wieder in einem neuen beruflichen Umfeld wichtig werden. Die Hochschulen fördern mit Weiterbildungsveranstaltungen das Bewusstsein für unternehmerisches Handeln, mit günstigen Mieträumen und professioneller Beratung helfen sie die schwierige Anfangszeit zu überbrücken. grow (Gründerorganisation Wädenswil) ist eine Initiative der Hochschule Wädenswil (HSW), der Wirtschaft und der Stadt Wädenswil und hat sich zum Ziel gesetzt im Umfeld der HSW günstige Voraussetzungen für Start-ups zu schaffen. > Fortsetzung Seite 10

Fachabteilung Umwelt und Natürliche Ressourcen

Uhu erbeutet Lachmöwen und stört Brutverlauf Fachabteilung Facility Management

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Problem Based Learning

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Studentisches

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Systembiologische Untersuchungen Aktuelle Projekte

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HSWnews

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Weiterbildung

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Forschung und Entwicklung / Dienstleistungen

Fachabteilung Biotechnologie

Die Erreger der Lyme-Borreliose in Kultur Borrelia burgdorferi ist der Erreger der Lyme-Borreliose. Eine Infektion mit Borrelien nach einem Zeckenstich kann zu dermatologischen, arthritischen, neurologischen sowie kardiologischen Symptomen führen. Ausgelöst werden die Krankheiten in Europa durch die pathogenen Borrelia-Arten: Borrelia burgdorferi, Borrelia afzelii und Borrelia garinii. Eine weitere potentiell pathogene Borrelia-Art, Borrelia valaisiana, ist in der Literatur beschrieben und konnte kürzlich aus dem Liquor eines Patienten, der an einer spastischen Paraparese erkrankt ist, nachgewiesen werden. An der Hochschule Wädenswil Prof. Dr. Martin Sievers (HSW) hat die Arbeitsgruppe Molekularbiologie erfolgreich die pathogenen Dozent Molekularbiologie, m.sievers@hsw.ch Borrelia-Arten aus Zecken isoliert und in Kultur genommen. Die Kultivierung Isolierung und Kultivierung von Borrelien dient als diagnostisches Werkzeug und als Instrument zur Charakterisierung Für eine Isolierung und Kultivierung der Borre- der Borrelien und erlaubt darüber hinaus gezielte Aussagen über den Effekt lien wurden die von uns eingesammelten Ze- antimikrobieller Wirkstoffe auf das Wachstum der Borrelien.

cken der Art Ixodes ricinus mikroskopiert und morphologisch bestimmt. Die Zecken wurden oberflächlich desinfiziert und homogenisiert (Dispomix, Medic Tools). Ein Teil des Homogenisates wurde mittels PCR auf das Vorhandensein von Borrelien untersucht. Borreliahaltiges Homogenisat wurde zur Inokulation in BSK-H-Medium verwendet. Das BSK-H-Medium (Barbour-Stoenner-Kelly Medium) dient zur Kultivierung der Borrelien und enthält als Zusatz Kaninchenserum. Die Borrelien wachsen in diesem Medium, das wir mit Glutamin angereichert haben, microaerophil bei 33°C mit einer Generationszeit von 30 Stunden. Mittels Agarplatten, welche aus BSK-H-Medium in fester Form bestehen, wurden über Einzelkolonien Reinkulturen von Borrelien isoliert. Mit dieser Kultivierungstechnik konnten wir aus Zecken B. burgdorferi, B. afzelii, B. garinii und B. valaisiana isolieren. Die Identifizierung der Borrelia-Arten wurde über ribosomale Gene und Gene kodierend für Oberflächenproteine wie ospA und ospC erzielt. Die Art Borrelia burgdorferi sensu stricto wurde am häufigsten aus Ixodes ricinus Zecken der Regionen Zürich und Chur isoliert.

Intrazelluläres Wachstum der Borrelien Borrelien gehören aufgrund ihrer Spiralform zu den Spirochäten und sind bis zu 50 μm (0.05 mm) lang mit mehreren Windungen. Eine frühe Beobachtung, die in der Kultivierung der Borrelien unsere Aufmerksamkeit erregt hat, ist die Anheftung der Borrelien über Oberflächenproteine an menschliche Endothelzellen.

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Diese Anheftung ist ein Schritt in der Pathogenität der Borrelien. Wir konnten mittels konfokaler LaserscanningMikroskopie zeigen, dass Borrelien in abgerundeter Form in der Zelle vorkommen (Abbildung 1). Kürzlich konnten in einer Studie aus den USA lebende Borrelien aus neuronalen Zellen isoliert und nachgewiesen werden.

Wirkung von Antibiotika auf die Morphologie der Borrelien Die Erkenntnis des intrazellulären Vorkommens der Borrelien bedingt bei der Therapie der Lyme-Borreliose die Wahl der richtigen Antibiotika. Die Antibiotika müssen eine gute Penetration ins Gewebe haben und in die Zelle eindringen können. Tetracyclin-Antibiotika wie zum Beispiel Minocyclin oder Doxycyclin (Kontraindikationen und Nebenwirkungen beachten) sind lipophil und in der Lage, intrazellulär vorkommende Bakterien abzutöten. Wir nutzen gezielt die Kultivierung der Borrelien mit menschlichen Endothelzellen und in BSK-HMedium, um Wirkungen antimikrobieller Agenzien auf die Borrelien zu bestimmen. Die Wirkung der antimikrobiellen Agenzien wird molekularbiologisch und mikroskopisch erfasst. Eine geringe Konzentration von 0.015 μg/ml Doxycyclin über eine Inkubationszeit von 72 h bewirkt keine Veränderung in der Morphologie der Borrelien (Abbildung 2). Die Borrelien zeigen im mikroskopischen Bild, kultiviert mit menschlichen Endothelzellen, ihre intakte

Struktur und sind motil. Bei einer Konzentration von 1.5 μg/ml Doxycyclin und einer Inkubationszeit von 72 h sind die Borrelien nicht mehr beweglich und zeigen vereinzelt eine Veränderung ihrer Form, die auf eine Abtötung der Borrelien hindeutet (Abbildung 3). Borrelien sind in der Lage aufgrund veränderter Umweltbedingungen zystische Formen zu bilden. Das Auftreten dieser zystischen Formen beobachten wir während der Kultivierung der Borrelien. Unsere Erkenntnisse im Rahmen dieser Kultivierung zeigen uns, dass nicht alle Borrelien-Stämme mit gleicher Intensität diese zystischen Formen bilden. Der Borrelia burgdorferi Typstamm B31 bildet während der Kultivierung und in Anwesenheit des Antibiotikums Amoxicillin häufiger zystische Formen als unser isolierter Borrelia burgdorferi Stamm z22 (Abbildungen 4 und 5). Zystische Formen können sich weitgehend wieder in die motilen spirochätalen Formen zurückverwandeln. Der Abtötung beider Formen, sowohl der motilen spirochätalen Form als auch der zystischen Form durch Antibiotika gilt unsere Aufmerksamkeit. Chloroquin ist weitgehend in der Lage, beide Formen abtöten zu können. Chloroquin zeigt einen stärkeren Effekt auf die Abtötung der Borrelien in BSK-H-Medium als Metronidazol (Abbildung 6). Den Borrelien fehlt unter in vitro-Bedingungen das Enzym NADPH Nitroreductase, um Metronidazol in die therapeutisch wirkende Form überzuführen. Wir testen zur Zeit Kombinationen an Antibiotika


Forschung und Entwicklung / Dienstleistungen 1

Konfokale Laserscanning-Mikroskopie zeigt das Vorkommen von Borrelien in einer Endothelzelle. Die menschliche Endothelzelle ist mit Evan’s Blue rot gefärbt und die intrazellulär vorkommenden Borrelien sind über Immunfluoreszenz mit Alexa Fluor 488 grün gefärbt. Aufnahme: Priska Keller, Roger Kuhn, HSW, Christof Sautter, ETH-Zürich

wie zum Beispiel Doxycyclin mit Chloroquin mit dem Ziel, beide Formen der Borrelien abzutöten und mit der Fragestellung, ob von Kombinationen an Antibiotika eine verstärkende Wirkung ausgeht. Die Wirkung der Antibiotika auf die Abtötung der Borrelien ist dosis- und zeitabhängig sowie abhängig vom Infektionsort der Borrelien im Gewebe. Doxycyclin-Konzentrationen im Serum sollten bei einer Einnahme überprüft werden, um eine effektive Konzentration von Doxycyclin im Serum zu bestätigen.

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Borrelien kultiviert mit menschlichen Endothelzellen und einer Konzentration von 0.015 μg/ml Doxycyclin über eine Inkubationszeit von 72 h. Die Borrelien besitzen ihre spirochätale Form und zeigen keine Veränderung in ihrer Morphologie (Pfeil).

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Borrelien kultiviert mit menschlichen Endothelzellen und einer Konzentration von 1.5 μg/ml Doxycyclin über eine Inkubationszeit von 72 h. Die Borrelien sind nicht mehr beweglich, zeigen vereinzelt eine Veränderung ihrer Form, die auf Bildung zystischer Formen sowie auf eine Abtötung der Borrelien hindeutet.

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Borrelia burgdorferi B31 kultiviert mit menschlichen Endothelzellen und einer Konzentration von 0.002 μg/ml Amoxicillin über eine Inkubationszeit von 72 h. Der Stamm bildet unter Einwirkung dieser Bedingungen gehäuft zystische Formen.

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Isolat Borrelia burgdorferi z22 kultiviert mit menschlichen Endothelzellen und einer Konzentration von 0.002 μg/ml Amoxicillin über eine Inkubationszeit von 72 h. Der Stamm bildet unter Einwirkung dieser Bedingungen zum Teil zystische Formen und zum Teil sind intakte Borrelien erkennbar.

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Wirkung von Chloroquin (6 μg/ml) und Metronidazol (70 μg/ml) auf die Abtötung der Borrelien in BSK-HMedium. Beide Antibiotika wurden separat während einer Inkubationszeit von 48 h getestet. Die Borrelien zeigen im mikroskopischen Bild unter Einwirkung von Chloroquin im Gegensatz zu Metronidazol eine defekte Struktur.

Kompetenzzentrum für durch Zecken übertragene Krankheiten Die Forschung auf dem Gebiet der Lyme-Borreliose und Rickettsiose an dem Kompetenzzentrum für durch Zecken übertragene Krankheiten der Molekularbiologie der Hochschule Wädenswil (Martin Sievers, Cyril Tanner, Priska Keller, Andreas Stein, Tobias Wermelinger), Institut Virion AG (Dr. med. et phil. Marinko Dobec, Dr. Ralf Geertsen), medica, Medizinische Laboratorien Dr. F. Kaeppeli (Dr. F. Käppeli, Dr. med. F. Bannwart), Dr. med. Markus Fritzsche und Dr. med. Norbert Satz ist von Bedeutung, um Infektionen durch Borrelien und Rickettsien aus einem vertieften Verständnis der Pathogenese heraus bereits in der Frühphase der Infektion zuverlässig mit molekularen und serologischen Methoden zu diagnostizieren. Diese Arbeiten werden von der KTI/CTI mitfinanziert. Die Arbeiten zur Therapie der Lyme-Borreliose werden durch Stiftungsgelder ermöglicht. Weiterführende Arbeiten im Rahmen unseres Kompetenzzentrums konzentrieren sich auf die Bedeutung des intrazellulären Vorkommens und der zystischen Formen der Borrelien im Krankheitsbild der Lyme-Borreliose, die Auswahl geeigneter Proteinsequenzen für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen alle Erreger der Lyme-Borreliose sowie die Diagnostik und Therapie der Rickettsiose.

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Forschung und Entwicklung / Dienstleistungen Teilnehmer der LMT-Tagung

Gewinner des «Prix d’innovation agricole suisse» 2006, der «Gähwiler Holderewy Chäs»

Fachabteilung Lebensmitteltechnologie

Lebensqualität durch Lebens [mittel] qualität – Rückblick auf die 2. Wädenswiler Lebensmitteltagung

M.Sc. Eva Klumpp Assistentin Lebensmitteltechnologie e.klumpp@hsw.ch

Hochkarätige Referentinnen und Referenten berichteten vor einem Fachpublikum aus Industrie, Forschung und Behörden über das Thema Produktinnovation. Eine zentrale Fragestellung war dabei, welche Faktoren Innovationen überhaupt erst auslösen. Die Inhalte waren so vielfältig wie praxisbezogen. Ein wichtiger Aspekt war das Thema Gesundheit, welches bei Produktentwicklungen eine immer wichtiger werdende Rolle spielt. Dies umfasst einerseits, dass bei Produktentwicklungen der Lebensmittelsicherheit Rechnung getragen werden muss, wie Thomas Lüthi und Prof. Dr. Corinne Gantenbein (beide Hochschule Wädenswil, HSW) aufzeigten. Aber auch gesunde Ernährung wird in Hinblick auf die Übergewichtsproblematik immer bedeutender. Dr. Michael Beer vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) zeigte anhand des Schweizer Ernährungsberichtes wie brisant diese Thematik ist. Er forderte die Lebensmittelindustrie auf, durch «sinnvolle» Produktinnovationen ihre Verantwortung im Bereich Lebensmittel und Gesundheit wahrzunehmen.

Veränderte Rahmenbedingungen Was hat das Thema Produktinnovation mit Nachhaltigkeit, Ethik, sozialen und ökologischen Aspekten zu tun? Konsumenten legen heute immer mehr Wert darauf, zu welchen qualitativen und ökologischen Gegebenheiten und unter welchen sozialen Bedingungen ein Produkt hergestellt wurde. Dies zeigte auch Bernhard Moeri vom Migros-Genossenschaftsbund in seinem Vortrag über die Bedeutung von Sozialstandards für den Innovationspro-

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«Lebensqualität durch Lebens[mittel]qualität! Produktinnovationen bei veränderten Rahmenbedingungen», das war das Thema der diesjährigen Lebensmitteltagung, die am 16. und 17. November 2006 an der Hochschule Wädenswil stattfand. Neue Ideen, neue Produkte – Innovation und Wachstum sind Schlüssel für den Unternehmenserfolg. Doch wie kommt man zu einer Produktinnovation und wie kann man diese am Markt durchsetzen? Auch wenn es sich jeder Unternehmer wünscht, eine Anleitung dafür gibt es wohl nicht. Und doch zeigte die Lebensmitteltagung eine Vielzahl von Aspekten auf, welche einen erfolgreichen Innovationsprozess ausmachen. zess auf. Er stellte mit der «Business Social Compliance Initiative (BSCI)» eine Initiative zur Überwachung von Sozialstandards vor, der neben Migros auch zahlreiche andere Unternehmen angehören.

dukte ausgezeichnet. Den Gewinner des Jahres 2006, den «Gähwiler Holderewy Chäs», konnten die Tagungsteilnehmenden in der Pause degustieren.

Plattform Hintergrundwissen Den Teilnehmenden wurden auch Tipps und Hinweise zum erfolgreichen Durchlaufen eines Innovationsprozesses mit auf den Weg gegeben. So zeigte unter anderen Prof. Dr. Heinz Müller vom Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum, dass Patente nicht nur zum Schutz der Innovationen dienen, sondern die in den Patenten enthaltenen frei zugänglichen Informationen auch Anreiz und Auslöser für Neuentwicklungen sein können. Neuartige Produkte bedürfen teilweise einer Bewilligung des BAG, um sie in Verkehr zu bringen. Mark A. Stauber (BAG, Abteilung Lebensmittelsicherheit) gab hierzu Informationen über Anmeldeverfahren und Stolpersteine.

Zurückblickend ermöglichte die Fachtagung Einblicke und Erkenntnisse über Trends und Chancen für Innovationen. Neue erfolgreiche Produkte entstehen aus guten Ideen und gute Ideen entspringen oftmals dem Austausch und der Kommunikation. Die Hochschule Wädenswil lieferte mit der 2. Wädenswiler Lebensmitteltagung dafür eine Plattform. Neben den Podiumsdiskussionen wurde auch in den Pausen und beim gemeinsamen Mittag- und Abendessen ausführlich diskutiert und Kontakte zwischen den Teilnehmenden geknüpft. Ein Beitrag zu neuen Innovationen?

Innovationsförderung Unter dem Credo «Science to Market» setzt sich die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) gezielt für den Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ein. Zahlreiche Unternehmen und Start-ups haben schon von dieser Art der Innovationsförderung profitiert. Einen anderen Weg zur Innovationsförderung haben die Schweizerischen Milchproduzenten beschritten. Mit dem «Prix d’innovation agricole suisse», dem Innovationspreis der Schweizer Landwirtschaft, werden jährlich neue innovative einheimische Pro-

Michael Kleinert (Abteilungsleiter Lebensmitteltechnologie) bei der Tagungseröffnung


Forschung und Entwicklung / Dienstleistungen Vielleicht wird die Lachmöwe im Kaltbrunner Riet in Zukunft nur noch als nichtbrütender Gastvogel auftauchen.

Trotz rund 40 Gelegen, die in der Regel aus 3 Eiern bestehen, sind am Ende der Brutsaison 2006 nur fünf Jungvögel flügge geworden.

Fachabteilung Umwelt und Natürliche Ressourcen

Uhu erbeutet Lachmöwen und stört Brutverlauf

Dr. Klaus Robin Dozent HSW und Leiter der Pro NaturaGeschäftsstelle Kaltbrunner Riet, k.robin@hsw.ch

Bereits während dreier Brutperioden hatten Forscher der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und der Pro Natura-Geschäftsstelle Kaltbrunner Riet den Bruterfolg der Lachmöwe Larus ridibundus im Kaltbrunner Riet untersucht, ohne eindeutige Gründe für die geringe Schlupfrate und die hohe Nestlingssterblichkeit in der Kolonie zu finden. In diesem Jahr nun wurde das Artenförderungsprojekt Lachmöwe im Rahmen einer Semesterarbeit durch die Hochschule Wädenswil unterstützt. Dabei stiessen die Projektbeteiligten auf ein überraschendes Resultat: Ein oder mehrere Uhus Bubo bubo greifen massiv in das Brutgeschehen der Lachmöwenkolonie ein und verursachen Verluste. Videobeobachtungen durch. Die Bilddokumente zeigen eindrucksvoll verschiedene Raubzüge eines oder mehrerer Uhus. Die Grosseule wurde bei ihren nächtlichen Flügen im Brutgebiet von der Infrarotkamera insgesamt elfmal festgehalten.

Dr. Martin Spiess Leiter des gesamtschweizerischen Artenförderungsprojektes Lachmöwe, Schweizerische Vogelwarte Sempach martin.spiess@vogelwarte.ch Stephan Lieberherr

Zwei Wirkungen

Student Umweltingenieurwesen

Der Uhu reduzierte die Lachmöwen durch direkte Prädation. Zudem ergriffen die brütenden Lachmöwen beim Auftauchen des Zivildienstleistender bei der Schweizerischen Vogelwarte Sempach Nachtgreifvogels jeweils die Flucht, verliesVideoüberwachungskamera, auf eine Anzahl Kunstnester gerichtet. © Alle Bilder Klaus Robin sen ihre Nester und kehrten erst in den frühen Im Kaltbrunner Riet bestand in den 60er und Morgenstunden wieder zurück. Dadurch kühl70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gelangen 2004 erstmals Videoaufnahmen ten die Gelege mehrfach aus, was zum Abstermit knapp tausend Paaren die grösste Brut- eines Uhus in der Lachmöwenbrutkolonie, die ben der Küken im Ei führte. In diesem Jahr sind kolonie der Lachmöwe Larus ridibundus in der auch durch Sichtbeobachtungen bestätigt wor- nur gerade fünf Lachmöwen flügge geworden. Schweiz. Später ging der Bestand kontinuier- den waren. Um Klarheit über die nächtlichen Ergebnisse aus anderen Lachmöwenkolonien lich zurück und erreichte in den letzten Jah- Vorgänge zu schaffen, entschlossen sich die zeigen, dass auch dort gelegentlich Uhu-Raubren einen Tiefstwert von ca. dreissig Paaren. Schweizerische Vogelwarte Sempach, die Pro züge vorkommen, doch waren die Effekte weit Um die Gründe für diese Abnahme zu unter- Natura-Geschäftsstelle Kaltbrunner Riet und weniger dramatisch als im Kaltbrunner Riet. suchen, wurde für die Lachmöwe im Rahmen die Hochschule Wädenswil zu einer vertieften des Artenförderungsprogrammes der Schwei- Untersuchung. In einer Semesterarbeit sollte Weitere Ursachen? zerischen Vogelwarte Sempach, des Schwei- Stephan Lieberherr nach möglichen Gründen Ob der Bestandesrückgang während der letzzer Vogelschutzes (SVS) und der Abteilung für die niedrige Schlupfrate und die hohen ten Jahre ausschliesslich durch die Aktivitäten Artenmanagement des Bundesamts für Um- Jungtierverluste suchen. Er und Michael Murer des Uhus verursacht worden ist oder ob ihn welt (BAFU) im Jahr 2003 ein Artenförderungs- führten während der Brutsaison von April bis zusätzlich andere, noch unbekannte Ursachen projekt Lachmöwe begonnen. Von Anfang Juli 2006 im Brutgebiet Direkt- und Infrarot- verstärkt haben, ist zurzeit noch nicht geklärt. an wurde gezielt nach möglichen Rückgangsursachen geforscht. Michael Murer

Uhu als Prädator Bereits Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden verschiedene Rupfungen und Gewölle des Uhus Bubo bubo gefunden. Der Uhu selbst wurde zwar selten, aber doch über längere Zeit hinweg immer wieder beobachtet. Nach Beginn der Untersuchung

Forschungsprojekt:

Artenförderungsprojekt Lachmöwe, Teilprojekt Kaltbrunner Riet

Leitung Gesamtprojekt:

Dr. Martin Spiess, Schweizerische Vogelwarte Sempach

Projektmitarbeit:

Michael Murer und Dr. Klaus Robin

Projektdauer:

2003–2007

Partner:

Schweizerische Vogelwarte Sempach; Pro Natura-Geschäftsstelle Kaltbrunner Riet

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Forschung und Entwicklung / Dienstleistungen

Fachabteilung Facility Management

Problem Based Learning

Irina Pericin Dozentin für Reinigungsmanagement i.pericin@hsw.ch

Lösungsorientierung und Praxis Bei der Methode des Problem Based Learnings (kurz PBL) handelt es sich einerseits um die Entwicklung eines Curriculums, andererseits um eine neue Unterrichtsmethode, die aus dem Discovery Based Learning der 60er Jahre in Kanada hervorging. Sie wurde vor allem in medizinischen, psychosozialen sowie juristischen Ausbildungen sehr erfolgreich angewandt und wird heute zunehmend in Wirtschaftsstudiengängen eingesetzt. Konkret geht es darum, dass die Lernenden in Gruppen aktuelle Problemstellungen (die durch ihre Komplexität und Unordnung einen kognitiven Konflikt verursachen sollen) diskutieren. Anschliessend setzt sich jeder / jede einzelne persönliche Lernziele und bearbeitet diese. In einer weiteren Phase wird das gesammelte Wissen wieder in die Gruppe eingebracht und der Fall wird gemeinsam gelöst.

Durch das Bearbeiten von aktuellen Problemsituationen nach der neuen Lernmethode Problem Based Learning konnte die Motivation der Studierenden für den Fachbereich Reinigung gesteigert und die Lehre kompetenzorientierter ausgerichtet werden. Bei der Methode geht es um die Entwicklung von Problemlösefähigkeiten sowie um die Aneignung von fachspezifischen Wissen und Fähigkeiten. Im Verlauf des letzten Studienjahres haben die verantwortlichen Dozentinnen mit Unterstützung eines externen Unterrichtscoachings der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) aktuelle Problemstellungen aus dem Reinigungsbusiness für die Lehre entwickelt und im Unterricht bearbeiten lassen. Der Einsatz der Methode hat sich bewährt und bietet somit eine Abwechslung bei der Unterrichtsgestaltung. Weiterbildungsstufe bearbeitet. Dabei wurden Themen wie das Outsourcing von Reinigungsleistungen, die Wahl von Bodenbelägen oder die personelle Organisation bei hohen Mitarbeitendenausfällen bearbeitet.

Evaluation und Schlussfolgerungen

konnten und dass sie in einem angenehmen Lernklima die Lernziele erreicht haben. Sie betonten weiter, dass die Rolle der Dozentinnen als Coaches, Unterstützerinnen und Trainerinnen im Lernprozess sehr wichtig ist. Bei der Evaluation durch die Dozentinnen wurde klar, dass der Einsatz von PBL die aktive Präsenz der Studierenden und Dozierenden erfordert, dass die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Unterrichtes in einer Einführungsphase viel Engagement erfordern und dass verschiedene infrastrukturelle und organisatorische Rahmenbedingungen geklärt sein müssen. Der Einsatz lohnt sich: Durch die hohe persönliche Beteiligung der Studierenden, die u.a. durch das Setzen der eigenen Lernziele impliziert wird, kann der Lernerfolg durchwegs positiv angesehen werden. Inhaltlich konnten nicht alle Lerninhalte in derselben Tiefe wie mit anderen Methoden unterrichtet werden, doch konnten die Kompetenzen erreicht werden, die wirklich wichtig für die Berufsbefähigung als Facility Managerin und Facility Manager im Fachbereich Reinigung sind. Durch die positiven Erfahrungen mit PBL sind auch andere Dozierende der Abteilung FM an deren Einsatz interessiert und somit konnte mit dem Pilotprojekt ein guter Boden für die Methodenvielfalt und Unterrichtsqualität im FM gelegt werden.

«Ich habe durch die Methode aktiv gelernt. Ich habe die Problemstellungen als sinnvoll erlebt. Ich habe das Gefühl, dass ich für meine berufliche Tätigkeit durch das PBL profitieren kann. Ich kann das, was ich in Problem Based Learning-Sequenzen bearbeitet habe, anwenden. Die Arbeit in der Kleingruppe erlebte ich als effizient und hilfreich für mein eigenes Lernen.» So das Fazit von Studierenden. Bei der Evaluation der durchgeführten Unterrichtssequenzen nach der Problem Based LearningMethode haben die FM-Studierenden die Methodik und den eigenen Lernerfolg als unterschiedlich beurteilt. Neben der Kritik, dass der Mit den Zielen, die Ausbildung kompetenz- Zeitdruck für die Bearbeitung der Problemstelorientiert zu gestalten, die Attraktivität des lungen zu gross war und die AufgabenstelFachgebietes Reinigung innerhalb des Studien- lungen hätten klarer formuliert werden könganges Facility Management (FM) für die Stu- nen, wurden jedoch wesentliche Ziele der Medierenden zu erhöhen und neues methodisch- thode erreicht: Die Studierenden empfanden didaktisches Know-how für die Curriculums- zu einem hohen Ausmass, dass die Problementwicklung zu erarbeiten, hat die Abteilung stellungen im PBL einen hohen RealitätsbeFM beschlossen, im Studienjahr 2005/2006 zug hatten, dass sie ihre eigene Perspektiven ein Projekt für die Einführung der neuen Un- und das individuelle Vorwissen gut einbringen terrichtsmethode zu lancieren. Professionell begleitet wurde das Projekt durch Dr. W. Weidinger von der PHZH. Konkret wurden für die Forschungsprojekt Problem Based Learning im Fachbereich Reinigung Fächer Reinigungstechnologie und -organiLeitung: Magdalena Blaser / Irina Pericin sation rund sechs Problemstellungen erarFörderung: Hochschule Wädenswil beitet und im Unterricht auf der Bachelor- und

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Projektdauer:

Oktober 2005 – August 2006

Partner:

Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH)


Studentisches

Systembiologische Untersuchungen Systembiologie ist eine neue Disziplin im Life Science-Bereich. So wurde in der Schweiz auf Ebene der universitären Hochschulen kürzlich das Grossprojekt SystemsX lanciert. Mit einer durchgeführten Diplomarbeit wagte nun die Fachgruppe Bioverfahrenstechnik der Hochschule Wädenswil gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern (Laves-Arzneimittel GmbH, Technische Universität Dresden, Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg) einen ersten Schritt in Richtung systembiologische Forschung. Tizian Demont Absolvent des Studiengangs Biotechnologie t.demont@hsw.ch Prof. Dr. Dieter Eibl Dozent für Bioverfahrenstechnik d.eibl@hsw.ch

Die Biologie gehört zu den Wissenschaften, mit den grössten Fortschritten in den letzten drei Jahrzehnten. Durch neuartige Analysemethoden können die molekularen Bestandteile einer Zelle genau identifiziert werden. Dadurch werden enorme Datenmengen generiert. Die Bearbeitung dieser Datenfülle birgt ein grosses Potenzial und zugleich eine neue Herausforderung. Aus der Kenntnis aller molekularen Bestandteile eines biologischen Systems soll ein Verständnis des Ganzen, also der Funktionsweise eines kompletten Organismus entwickelt werden. Genau dieses Ziel wird von der Systembiologie verfolgt. Die Systembiologie versucht dabei über einen interdisziplinären Ansatz mit Methoden der Biologie, der System-

Stoffwechselsimulation

wissenschaften, der Mathematik und der Informationstechnologie zu einem verbesserten Verständnis der in einer Zelle ablaufenden Prozesse zu gelangen. Eine lebende Zelle wird in der Systembiologie wie ein komplexes technisches System betrachtet, welches am Computer simuliert werden kann. Die Übertragung von technischen Methoden auf biologische Systeme verläuft jedoch in der Regel nicht ohne Probleme, da bei technischen Systemen die Struktur und deren Wechselwirkung genau bekannt sind. Die hohe Komplexität von biologischen Systemen erfordert zudem oft aufwendige Rechenprozesse. Für viele systembiologische Modellierungen müssen daher Hochleistungsrechner herangezogen werden. Im Rahmen einer an der HSW durchgeführten Diplomarbeit wurde ein stöchiometrisches Stoffwechselmodell für das Darmbakterium Escherichia coli erstellt. Das Modell beinhaltet 144 biochemische Reaktionen aus dem Zentral- und Produktstoffwechsel des Bakteriums.

Experimentelle Überprüfung

Erstmals wurde das Modell auch für parallele Kohlenstoff- und Stickstoffquellen mit dem Ziel ausgelegt, es später für die Mediumoptimierung im Rahmen eines KTI-Projekts einzusetzen. Durch die Vorgabe der Stoffaufnahmeund Stoffausscheidungsraten konnte die intrazelluläre Stoffflussverteilung über mathematische Methoden und eine geeignete Modellierungssoftware am Computer rekonstruiert werden. Dieser Gesamteinblick in das Innere der Zelle ermöglicht das Aufstellen von Hypothesen über das physiologische Verhalten von Escherichia coli. Diese Hypothesen werden anschliessend in praktischen Versuchen geprüft.

Literatur Demont, T. (2006): Systembiologische Betrachtungen zu Wachstumsphysiologie und Produktbildung von Escherichia coli, Diplomarbeit Hochschule Wädenswil (unveröffentlicht)

Modellbakterium (E. coli)

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Neue Projekte +++ Neue Projekte +++ Neue Projekte +++ Neue Fachabteilung Biotechnologie CH4 Verluste bei der Biogasaufbereitung Leitung HSW: Urs Baier (u.baier@hsw.ch) Forschungsprojekt: mitfinanziert durch Bundesamt für Energie Projektvolumen HSW: CHF 60’000.– Dauer: 30.06.06 – 30.06.07 Projektpartner: PSI Paul Scherrer Institut, Villigen; EMPA, Dübendorf; Genesys GmbH, Frauenfeld; Kogas AG, Winterthur

Beurteilung der Entwicklung ausgewählter Leitkeime in carbonisierten Getränken Leitung HSW: C. Gantenbein-Demarchi (c.gantenbein@hsw.ch) Dauer: 01.07.06 – 31.12.06 Projektpartner: vertraulich

Simulierte Haltbarkeitsprüfung bei tiefgekühlten Backwaren Bekämpfung von Schwimmschlamm in Kläranlagen mit aluminiumhaltigen Betriebsstoffen Leitung HSW: Urs Baier (u.baier@hsw.ch) Forschungsprojekt: mitfinanziert durch KTI Projektvolumen HSW: CHF 40’000.– Dauer: 01.07.06 – 31.12.07 Projektpartner: vertraulich

Expression und Reinigung von Membranproteinen mit Schwerpunkt hERG-Kanal Leitung HSW: Martin Sievers (m.sievers@hsw.ch) Forschungsprojekt: mitfinanziert durch KTI Projektvolumen HSW: CHF 328’675.– Dauer: 01.07.06 – 30.06.09 Projektpartner: vertraulich

Leitung HSW: C. Gantenbein-Demarchi (c.gantenbein@hsw.ch) Dauer: 01.07.06 – 31.12.06 Projektpartner: COOP Panofina AG, Wallisellen

Mikrobiologische Untersuchung von antimikrobiellen Geweben für den Einsatz im Bäckereibetrieb Leitung HSW: C. Gantenbein-Demarchi (c.gantenbein@hsw.ch) Dauer: seit 01.07.06 Projektpartner: Sefar AG, Heiden

Evaluation einer Messmethode um die Farbe von essbaren Pulvern zu messen Leitung HSW: Jacqueline Javor Qvortrup (j.javor_qvortrup@hsw.ch) Dauer: seit 01.07.06 Projektpartner: vertraulich

Fachabteilung Lebensmitteltechnologie Messung von Gelstärken Leitung HSW: Jacqueline Javor Qvortrup (j.javor_qvortrup@hsw.ch) Dauer: seit 01.05.06 Projektpartner: vertraulich

Einfluss der Trocknung von Sauerteig auf dessen Aromapotential Leitung HSW: Marco Spitz (m.spitz@hsw.ch) Dauer: seit 01.07.06 Projektpartner: HOCHDORF Nutribake AG, Hochdorf

HACCP-Konzept für Salatsaucen Erarbeitung eines Lebensmittelsicherheits- und Gastronomiequalitätskonzeptes (gemeinsames Projekt der Abteilungen Lebensmitteltechnologie / Facility Management) Leitung HSW: Thomas Lüthi (t.luethi@hsw.ch) / Michael Kauer (m.kauer@hsw.ch) Dauer: seit 02.06.06 Projektpartner: Solothurner Spitäler AG, Solothurn

Leitung HSW: Sara Savioz (s.savioz@hsw.ch) Dauer: 18.08.06 – 28.08.06 Projektpartner: Beyeler AG, Dornach

GHP In-House-Coaching Leitung HSW: Sara Savioz (s.savioz@hsw.ch) Dauer: seit 26.09.06 Projektpartner: Chocolats Halba, Wallisellen

Training Cleaner Production and HACCP in Guatemala City Leitung HSW: Thomas Lüthi (t.luethi@hsw.ch) Dauer: 01.07.06 – 31.08.06 Projektpartner: Fachhochschule Nordwestschweiz, Muttenz

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+++ Alle aktuellen Projekte unter www.hsw.ch +++ Alle aktue


Projekte +++ Neue Projekte +++ Neue Projekte +++ Neue Projek Fachabteilung Umwelt und Natürliche Ressourcen

Fachabteilung Facility Management

Bodenmonitoring in Projekt Hochwasserschutz Samedan

Beratung Reinigungsmanagement

Leitung HSW: Rolf Krebs (r.krebs@hsw.ch) Forschungsprojekt: finanziert durch Amt für Natur und Umwelt (ANU) Projektvolumen HSW: CHF 48’000.– Dauer: 01.06.06 – 30.11.10 Projektpartner: Amt für Natur und Umwelt (ANU), Chur

Leitung HSW: Irina Pericin (i.pericin@hsw.ch) Dauer: 03.07.06 – 30.09.06 Projektpartner: Wincasa, Winterthur

Kontrolle Bewirtschaftungsverträge Vernetzungsprojekt Präz, Portein, Sarn, Tartar Leitung HSW: Nicole Locher (n.locher@hsw.ch) Dauer: 19.06.06 – 01.07.07 Projektpartner: Amt für Landwirtschaft, Strukturverbesserungen und Vermessung GR und Amt für Natur und Umwelt GR, Chur

Bau einer Aquaponic Anlage als nachhaltiges Agrarmodell an der neu entstehenden biologisch landwirtschaftlichen Schule PPLH in Sumatra Leitung HSW: Jacqueline Schlosser (j.schlosser@hsw.ch) Forschungsprojekt: mitfinanziert durch Swisscontact (DEZA) Projektvolumen HSW: CHF 25’000.– Dauer: 01.07.06 – 30.04.08 Projektpartner: PanEco, Berg am Irchel; YEL, Medan

Ökologischer Ausgleich auf dem Dach: Vegetation und bodenbrütende Vögel Leitung HSW: Stephan Brenneisen (s.brenneisen@hsw.ch) Forschungsprojekt: mitfinanziert durch Bundesamt für Umwelt (BAFU) Projektvolumen HSW: CHF 404’675.– Dauer: 01.07.06 – 30.06.09 Projektpartner: Paul Bauder AG, Küssnacht a.R.

Teilmodul 5 Pilotprojekt Center da Capricorns – Integrative Landwirtschaft und innovative Produkte (Aquakulturanlage Piz Vizan)

Beschaffungskonzept einer Spitalgruppe Leitung HSW: Susanne Hofer (s.hofer@hsw.ch) Dauer: 01.09.06 – 31.03.07 Projektpartner: vertraulich

HECTOR: Eating out – Habits, Determinants and Recommandations for Consumers and the European Catering Sector Leitung HSW: Michael Kauer (m.kauer@hsw.ch) Forschungsprojekt: mitfinanziert durch EU-Rahmenprogramm Projektvolumen HSW: CHF 60’000.– Dauer: 01.09.06 – 01.09.09 Projektpartner: u.a. University of Athens, Department of Hygiene and Epidemiology, GR-Athens

Fachsupport Reinigungsmanagement Leitung HSW: Irina Pericin (i.pericin@hsw.ch) Dauer: seit 05.09.06 Projektpartner: MIBAG, Zürich

Organisationsanalyse Hauswirtschaft Leitung HSW: Susanne Hofer (s.hofer@hsw.ch) Dauer: 02.10.06 – 31.01.07 Projektpartner: vertraulich

Bedürfnisanalyse Verpflegung Verteilzentrum / Phase 1 Leitung HSW: Susanne Hofer (s.hofer@hsw.ch) Dauer: 19.10.06 – 31.01.07 Projektpartner: vertraulich

Leitung HSW: Martina Kunz (m.kunz@hsw.ch) Dauer: 01.08.06 – 31.12.06 Projektpartner: Center da Capricorns, Fürstenau

Messüberwachung Bergweiher Horgen Leitung HSW: Thomas Weibel (t.weibel@hsw.ch) Dauer: 15.10.06 – 31.12.07 Projektpartner: Gemeinde Horgen, Horgen

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llen Projekte unter www.hsw.ch +++ Alle aktuellen Projekte u


HSWnews

Kurzmeldungen

> Fortsetzung von Seite 1

werden können. Das Unternehmen wird von den Gründern Michael Wacker und Urs Tuor Es freut uns ausserordentlich, dass ein junges geführt. Unternehmen im grow kürzlich für seine Ar- Die nicht profitorientierte Gründerorganisation beit mit einem bedeutenden Preis ausgezeich- Wädenswil (grow) wurde von einer Interessennet wurde (siehe nachfolgenden Beitrag). Dies gemeinschaft im Jahr 2001 ins Leben gerufen. bestärkt die Start-ups und die grow-Initianten www.glycovaxyn.com den eingeschlagenen Weg zu mehr Unterneh- www.grow-waedenswil.ch mertum weiterzuverfolgen.

Life Sciences Preis 2006 geht an GlycoVaxyn

A. Vogel Wissenschaftspreis 2006 Der diesjährige A. Vogel Wissenschaftspreis wurde im Rahmen der 21. Schweizerischen Tagung für Phytotherapie in Baden am 23. November 2006 verliehen. Die Jury zeichnete Prof. Dr. Angelika Viviani von der Hochschule Wädenswil und Dr. Lukas Rist vom Paracelsus-Spital Rich-

Tagung mit dem japanischen Bäckereiverband

Am 2. Oktober 2006 veranstaltete die AbteiDer 3. Schweizerische Life Sciences Preis wurde lung Lebensmitteltechnologie unter der Leiam 19. Oktober 2006 im Rahmen der Life tung von Michael Kleinert eine Fachtagung für Sciences Week in Basel an GlycoVaxyn AG verliehen. Die Start-up-Firma ist im grow (Gründerorganisation Wädenswil) beheimatet. Der Preis von 10’000 Schweizer Franken fördert junge Schweizer Firmen in den Bereichen Pharma und Medizinaltechnik. Er steht unter dem Patronat der Swiss Biotech Association sowie von Bio-Valley Basel und wird gestiftet von BioMedinvest, Novartis Venture Fund, Varuma sowie Venture Incubator.

terswil für ihre wissenschaftlichen Untersuchungen der krebszellenabtötenden Wirkung von Mistelextrakten und die Möglichkeiten einer patienten-angepassten Misteltherapie aus. Prof. Viviani und Dr. Rist schlossen wesentliche Wissenslücken in der bisherigen Mistelforschung. Der bereits zum zehnten Mal verliehene und mit 10’000 Schweizer Franken dotierte A. Vogel Preis würdigte insbesondere auch den zukunftsweisenden Charakter der Forschung. www.avogel.ch

den japanischen Bäckereiverband. Rund 40 Managerinnen und Manager aus den grössten Produktionsbetrieben Japans nahmen teil. Inhalt der Tagung war die Zukunft der Bäckereibranche mit den Schwerpunkten Innovationen, HSW an Fachmessen Marktausrichtung, Prozesse und Rohstoffe.

Zürichsee-Kompetenzzentrum Im Rahmen des Zürichsee-Seminars wurde an der HSW am 26. September 2006 der Synthesebericht zum Projekt «Uferleben – Leben am Reinhard Glück, Präsident Swiss Biotech Association Ufer» vorgestellt. Das Projekt wurde vom Zü(links), Urs Tuor, Mitgründer und Gl-Mitglied der richsee Landschaftsschutz (ZLS) vor drei JahGlycoVaxyn AG (Mitte) und Henri Zinsli, Jury (rechts) ren ins Leben gerufen. Die Resultate fliessen in das geplante Kompetenzzentrum für die GlycoVaxyn entwickelt ein neuartiges Her- Zürichseeufer ein. Thomas Weibel, Dozent der stellungsverfahren für konjugierte Impfstoffe. Fachabteilung Umwelt und Natürliche ResDurch den Einsatz von genetisch veränderten sourcen, baut das Netzwerk als InformationsEscherichia coli-Bakterien kann auf einen kom- und Vermittlungsstelle für die Kantone, Geplizierten und aufwändigen chemischen Ver- meinden, Hochschulen und Umweltinstitutiofahrensschritt verzichtet werden. GlycoVaxyn nen auf. entwickelt den biotechnologischen Produk- www.zuerichsee-landschaft.ch tionsprozess weiter, damit neue konjugierte Impfstoffe sicher und marktgerecht angeboten

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«NATUR» (Messe, Kongress und Festival unter dem Motto «Natürlich einkaufen» und «Natur Wissen») vom 8. – 11. März 2007 im Kongresszentrum Basel

«GiardinaZürich» vom 21. – 25. März 2007 im Messezentrum Zürich

«FM-Messe» (4. Schweizer Facility Management Fachmesse) am 28. und 29. März 2007 im Messezentrum Zürich


HSWnews

Erstmals rund 800 Studierende Per Start des Wintersemesters 2006 haben sich 286 neue Studierende an der HSW eingeschrieben. Damit steigt die Gesamtzahl der HSW-Studierenden von 725 im Vorjahr auf 799 im Jahr 2006.

Verleihung von Professorinnen- und Professorentitel ZFH Der Fachhochschulrat der Zürcher Fachhochschule (ZFH) hat am 1. September 2006 vier Dozierenden der Hochschule Wädenswil den Titel einer Professorin ZFH oder eines Professors ZFH verliehen.

Anzahl Studierende 2002 – 2006 2002

2003

Totalzahlen nach Studiengängen (Stichtag jeweils per 15.11.)

Facility Management (inklusive Praktikumssemester)

364

471

Umweltingenieurwesen (2003 Neuausrichtung des Studienganges, früher Hortikultur)

Prof. Renata Schneiter-Ulmann, dipl. phil. II, ist bereits seit 1987 an 576 2004 der Hochschule WäBiotechnologie denswil als LehrbeLebensmitteltechnologie auftragte und Dozen2005 725 Chemie (neu ab 2006) tin tätig. Seit 2001 unOenologie (bis 2002) terrichtet sie als Do2006 799 zentin im Hauptamt Biologie mit Schwer0 100 200 300 400 500 600 700 800 punkt Botanik. Ihre aktuellen Forschungstätigkeiten liegen im Bereich Gartentherapie (Horticultural Therapy). Sie leitet die KTI-Projekte* «Therapeutische Gärten für Alterszentren» und «Therapie- und und beschäftigt sich mit der Herstellung, Qua- Neue Dozentin für Facility Management Erlebnisgarten RehaClinic Zurzach». lität und Anwendung pflanzlicher Arzneimit- Dr. oec. troph. Christel und untersucht deren pharmazeutische Ei- tine Brombach ist Prof. Dr. Maria-Jolanta Zagalak-Hofman ist genschaften. In Zusammenarbeit mit der HSW seit dem 1. Dezember seit 1989 als Dozenbietet die Schweizerische Medizinische Ge- 2006 als Dozentin für tin für Chemie an der sellschaft für Phytotherapie eine Nachdiplom- Consumer Affairs im Hochschule WädensAusbildung für Ärzte und Apotheker an, für die Studiengang Facility Management tätig. wil tätig. Sie ist Leitesich Beat Meier engagiert. Sie ist promovierte rin des Chemielabors. Als diplomierte und Prof. Rainer K. Schöffel ist seit 2005 Fachge- Haushalts- und Ernährungswissenschafterin und verfügt über zertifizierte EKAS**bietsleiter und Doeinen Abschluss Master of Science sowie Sicherheitsfachperson zent für den Bereich Second Major in Gerontologie. Zudem absolführt sie die ArbeitsUrbane Pflanzenvierte sie ein Zusatzstudium im Bereich Arsicherheit- und Gesundheitsschutz-Gruppe verwendung (Urban beits-, Berufs- und Wirtschaftspädagogik. der HSW. Maria-Jolanta Zagalak erwarb den Greening) in der AbTitel Master of Sciences nach dem Studium teilung Umwelt und der Chemie in Polen und promovierte an der Natürliche Ressour«Bildung + Forschung in Wädenswil» Uni Zürich. Im pharmazeutischen und medizi- cen der HSW. Zuvor an der GEWA007 nischchemischen Bereich forschte sie in Polen war er als Professor Die Hochschule Wädenswil (HSW), das Beund in der Schweiz. für Landschaftsbau an der Fachhochschule in Sachsen-Anhalt, rufsbildungszentrum Wädenswil (BZW) und Prof. Dr. sc. nat. Beat Meier ist Apotheker und Deutschland. Dort ist er seit 1996 auch Ver- die Forschungsanstalt Agroscope Changinshat seine Lehr- und suchsleiter Dachbegrünung und Sachverstän- Wädenswil (ACW) präsentieren im Rahmen Forschungstätigkeit diger im Garten- und Landschaftsbau. Rainer der Gewerbeausstellung Wädenswil GEWA007 an der Hochschule K. Schöffel studierte Architektur, Stadtplanung eine Sonderschau unter dem Motto «Bildung Wädenswil am 1. Sep- und Landschaftsplanung an der Uni Kassel und + Forschung in Wädenswil». Diese findet vom tember 2004 aufge- vertiefte sein Studium im Gebiet Landschafts- 6. – 9. September 2007 statt. nommen. Er ist Do- ökologie. zent der Phytophar* KTI (Kommission für Technologie und Innovation) mazie in der Abtei- ** EKAS (Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitsicherheit) lung Biotechnologie

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Weiterbildung

Datum Kursbezeichnung

Dauer

Mehr Info

Fachabteilung Lebensmitteltechnologie 11./12.01.2007 Wädenswiler Weintage ab 18.01.2007 Weiterbildungskurs Wein

www.beverages.ch

ab 23.01.2007 Sensoriklizenz Wein

www.beverages.ch

1.2.2007 Workshop I: Abgrenzung Heilmittel-Lebensmittel / Kennzeichung und Deklaration von Speziallebensmitteln

www.iqfs.ch

14./15./16.03.2007 Mikrobiologie Vertiefungskurs: Modul 1 – Immunologische Methoden in der Lebensmittel-Mikrobiologie

www.iqfs.ch

20./21.03.2007 Mikrobiologie Vertiefungskurs: Modul 2 – Molekularbiologische Methoden in der Lebensmittel-Mikrobiologie

www.iqfs.ch

21.3.2007 Lebensmittel-Recht Forum: Die Beziehung der Schweiz zum Europäischen Lebensmittelrecht: eine Erfolgsgeschichte?

www.iqfs.ch

29.3.2007 International Olive Oil Congress / Olive Oil Award

www.oliveoilaward.ch

Fachabteilung Biotechnologie 15./16.05.2007 Biotechtagung: Disposable Reaktoren

www.biotech2007.ch

Kurse für SMGP-Mitglieder: 25.1.2007 Kurs 10: Phytotherapie im komplementärmedizinischen Umfeld

1 Tag

www.smgp.ch

29.3.2007 Kurs 11: Phytotherapie in der Pädiatrie

1 Tag

www.smgp.ch Impressum

Fachabteilung Umwelt und Natürliche Ressourcen 7.2.2007 VNG Naturgartentag: Leben im Garten 29.3.2007 Tagung: Altlastenbearbeitung bei Schiessanlagen

1 Tag

www.weiterbildung.unr.ch

1 Tag

www.weiterbildung.unr.ch

Fachabteilung Facility Management HSW-Forum für Facility Management 2006/07 Motto «Optimierungsstrategien im FM»: 18.1.2007 Forschung und Entwicklung im FM – Prämierung studentischer Arbeiten

www.hsw.ch/fm_forum

www.hsw.ch/fm_weiterbildung

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12.1.2007 Bau und Technik

9 Tage

9.2.2007 Management Accounting und Marketing

9 Tage

26.2.2007 Systemisches Projektmanagement

5 Tage

23.3.2007 Immobilienökonomie

9 Tage

Copyright bei den Verfassern. Nachdruck mit Quellenangaben gestattet. Belegsexemplar erbeten. Gestaltung Obrist und Partner Werbeagentur

1 Abend

Module des eidg. anerkannten Master of Advanced Studies in Facility Management (auch einzeln buchbar):

Redaktion Hochschule Wädenswil Grüental, Postfach 335 CH - 8820 Wädenswil Telefon +41 (0)44 789 99 00 Fax +41 (0)44 789 99 50 communication@hsw.ch www.hsw.ch

Aufgeführt sind Weiterbildungsangebote, deren Datum bei Redaktionsschluss bekannt waren. Das komplette Weiterbildungsangebot finden Sie im Internet unter www.hsw.ch oder den oben aufgeführten Homepages.

Druck DR Druckerei Richterswil AG Dezember 2006 Erscheinungsweise: 3mal pro Jahr Auflage: 4’200 Exemplare


Transfer 2006 - 3