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Amtliche Mitteilung · Zugestellt durch Post.at

Nr. 42 / Dezember 2011

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a biz Ålts und Nuis vo Ischgl und Matho

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Vorwort Bürgermeister

Inhaltsverzeichnis Vorwort Bürgermeister Zentrumsgarage Pfarrer Michael Stieber Bericht Bauamt Wasserversorgung Waldwirtschaft Lawinensprengung Friedrichshafener-Hütte Harley-Davidson-Treffen Wiederaufbau- und Rückkehrhilfe Volksbegehren „Bildungsinitiative“ Volksschule Ischgl Volksschule Mathon Kindergarten Ehrungen Almabtrieb Tourismusverband Paznaun – Ischgl Silvretta Seilbahn AG Kultur im Dorf Vernissage A. & B. Walser

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Aus dem Vereinsleben Bergrettung Ischgl Bäuerinnen Weidenei Pasntasch Bergführerverein Ischgl Cäcilienfeier Feuerwehr Ischgl Feuerwehr Mathon Krippenfreunde Tirol Dr’ Ischgler Såniklåsståb Krampusumzug Jugendraum Ischgl Kegelclub Ischgl Landjugend Ischgl Landjugend Mathon Musikkapelle Ischgl Jugendkapelle Ischgl Rettung Ischgl Sängerrunde Ischgl Schützenkompanie Ischgl Seniorenbund Tirol Tennisclub Ischgl Schiclub Ischgl

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Polizei in Ischgl Die Habsburger Ischgl vor 100 Jahren Kathrein-Hütte Pater Robert 25-jähriges Priesterjubiläum Primiziant Mag. Walter Obenaus Nachruf OSR Josef Parth Standesnachrichten Geburtstage im Jahr 2011 Geburtstage im Jahr 2012 Die Schengener „Ski-Gondel” Gemeindefusion

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Wenn ich einen Rückblick auf das gesamte Jahr werfe, so darf ich feststellen, dass wir unsere vorgenommenen Aufgaben erledigt und die gesteckten Ziele erreicht haben. Stolz kann ich behaupten, wir können auf ein sehr gutes Jahr für die Gemeinde Ischgl zurückblicken. Große Investitionen wurden getätigt und wichtige Entscheidungen für unsere Gemeinde getroffen.

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unserer Gemeinde. Denn durch ihre verstärkte und partnerschaftliche Zusammenarbeit war es erst möglich, diese Sicherheitsprojekte plan- und termingerecht durchzuführen. Wir ruhen uns natürlich nicht aus, sondern bereiten bereits die Projekte für das Jahr 2012 vor. Einige davon, die unserer Bevölkerung sehr am Herzen liegen, seien hier kurz erwähnt:

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Jugend UÊDie Sicherheit in unserem Gemeindegebiet wurde erneut geprüft und erhöht. UÊ Die Trinkwasserversorgung wurde gesichert und gestärkt. UÊ Eine neue, sichere Umfahrungsstraße ins Fimbatal minimiert künftig die Gefahr durchs Dorf. UÊVerbesserte Sicherheit wird auch durch die heuer gebaute künstliche Lawinenauslösung im Großtal und im Bereich Hoher Zug erreicht. Diese Maßnahme erhöht die Sicherheit auf der Landesstraße. Somit wurde auch die letzte gefährliche Verbindung bis zum Haus Ulrichshof entschärft. Es entstehen auch keine größeren Sperrzeiten mehr auf der Landesstraße, was viele AutofahrerInnen, UrlauberInnen und Bürger freuen wird. UÊ Entschärfung der Gefahrenzonen durch Steinschlagnetze in Mathon im Frühjahr 2012. UÊ Die Unterführung der Neuen Brücke, wo sich künftig ein Queren der gefährlichen Landesstraße erübrigt. UÊ Neue und leistungsfähigere Straßenbeleuchtung mit sicherem Gehsteig und Straßenübergängen. An dieser Stelle richte ich ein herzliches Dankeschön an alle Grundbesitzer und Institutionen für die Geduld und Mitarbeit zum Wohle

UÊDie Zentrumsgarage und eine neue Auffahrt Wahrscheinlich werden wir mit diesem Großprojekt im Mai 2012 beginnen können. Für viele unserer GemeindebürgerInnen ist dieses Projekt ein wesentlicher Wunsch für 2012. U Gemeindekulturzentrum St. Nikolaus beim Pavillonareal Dafür ist ein Architektenwettbewerb im laufenden Verfahren und wir werden der Bevölkerung voraussichtlich Mitte Jänner mit einer Bürgerveranstaltung das Siegerprojekt präsentieren können. UÊBlaulichtzentrum für Feuerwehr, Rettung, Bergrettung Ein persönliches, wichtiges Anliegen von meiner Seite. Denn nur wenn alle Einsatzorganisationen auch eine passende Unterkunft haben, kann in einem Dorf wie Ischgl die allgemeine Sicherheit aufrecht erhalten und gewährleistet sein. Für Veränderungen und Erneuerungen bedarf es aber auch Menschen, die zusammenhalten und zusammenstehen. Genau solche Menschen finden wir in unserem Gemeindevorstand und den Gemeinderäten, die team- und zukunftsorientierte Kommunalarbeit leisten. Herzlichen Dank.


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Vorwort Bürgermeister

Diese Maßnahmen wären aber trotzdem nicht umsetzbar, wenn nicht alle Bediensteten der Gemeinde mit ganzem Herzen und vollem Einsatz für die Bürger und Allgemeinheit ihre Arbeit verrichten würden. Vielen herzlichen Dank dafür. Für mich persönlich war es auch eine sehr große Freude und Ehre, unserem hochwürdigen Pfarrer Michael Stieber anlässlich seines 60. Geburtstages den goldenen Ehrenring der Gemeinde Ischgl zu überreichen. Den Angehörigen unserer Verstorbenen des vergangenen Jahres 2011 entbiete ich mein aufrichtiges Beleid und hoffe, dass sie in der Adventsund Weihnachtszeit viel Kraft und Zuversicht für die Zukunft aufbringen können.

Weihnachten, das Fest der Familie und der Zusammengehörigkeit, soll uns in unseren Zielen und Vorhaben für 2012 stärken. Als Bürgermeister und im Namen aller Gemeinderäte wünsche ich Euch allen eine erfolgreiche Saison, ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2012. Für ein gemeinsames und aktives Ischgl Euer Bürgermeister

Werner Kurz

Zentrumsgarage In der Gemeinderatssitzung vom 09.09.2011 wurde der einstimmige Beschluss zur Errichtung der Zentrumsgarage gefasst. Die Gemeinde Ischgl überträgt die Aufgabe der Errichtung, Verwertung und den Betrieb des Parkhauses an die derzeit in Gründung befindliche „Zentrumsgarage Ischgl GmbH“. Das Bauvorhaben beinhaltet ca. 460 Stellplätze, den Gemeindebauhof mit

Werkstatt und Waschhalle, eine Garage für die Silvrettaseilbahn AG, die Verbindungsgalerie mit Kreisverkehr und die Busterminals samt Unterführung. Die geplante Dorfzufahrt hat eine Fahrbahnbreite von 5,5 m und soll für Fahrzeuge bis 7,5 t zugelassen werden. Das gesamte 6-geschossige Projekt hat eine Größe von ca. 70.000 m2 umbauten Raum. Um mit dem Bau im Frühjahr 2012

starten zu können, sind noch viele Vorarbeiten zu leisten, Gutachten und Konzepte zu erstellen sowie Genehmigungen und Bewilligungen einzuholen. Die Probebohrungen für die Untergrundaufschlüsse konnten kurz vor der Wintersaison von der Firma GEOTECH GmbH & Co.KG abgeschlossen werden. Ing. Armin Zangerl Geschäftsführer der „Zentrumsgarage Ischgl GmbH“


Ehrenringverleihung Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Selbstverständlich weiß man das auch in Ischgl. Unlängst lieferte eine Persönlichkeit Anlass zu Feierlichkeiten, die – auch von Berufs wegen – normalerweise eher die ruhigeren Töne anschlägt. Ortsseelsorger Pfarrer Michael Stieber beging seinen 60. Geburtstag am 16. Oktober und

Schützenkompanie Ischgl ein eigens kreierter Kelch im Langen Rinner als Bergfeuer entzündet wurde. Die offiziellen Feierlichkeiten fanden allerdings am Sonntag statt. Ein Anlass, bei dem das sprichwörtliche ganze Dorf auf den Beinen war und es sich nicht nehmen ließ, seinen Priester gebührend hochleben zu lassen. Das

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und dem Gemeinderat, Pfarrkirchenrat, Pfarrgemeinderat, Musikkapelle, Schützenkompanie, den Feuerwehren Mathon und Ischgl, Kirchenchor Mathon, der Sängerrunde Ischgl und weiteren Abordnungen der unterschiedlichen Vereine waren vor allem die anwesenden Kinder die Stars der Stunde. Die entzückenden Darbie-

Pfarrer Michael Stieber Ehrenringverleihung – 60. Geburtstag ließ sich letzten Endes doch davon überzeugen, dies mit einem Fest zu tun, im Zuge dessen ihm auch der Ehrenring der Gemeinde Ischgl verliehen wurde. Bereits tags zuvor wurde dem Jubilar nach der Vorabendmesse ein Ständchen von der Musikkapelle Ischgl dargebracht, bevor durch die

umfangreiche Festprogramm startete mit einem feierlichen Einzug vom Frühmesswidum in die Pfarrkirche St. Nikolaus, wo ein Heiliges Amt zelebriert wurde. Im Anschluss daran wurden Pfarrer Michael Stieber während einer Agape auf dem Kirchplatz die offiziellen Ehrenbezeugungen zuteil. Neben Bürgermeister Werner Kurz

Verleihung des Ehrenringes der Gemeinde Ischgl an Hw. Herrn Pfarrer Michael Stieber anlässlich seines 60. Geburtstages

tungen der Kleinen und Kleinsten zauberten nicht nur dem Jubilar selbst ein Lächeln ins Gesicht. Viele Freunde, Wegbegleiter, Familienangehörige und Schulkameraden feierten anschließend im Silvrettacenter weiter, wo Bürgermeister Werner Kurz dem Jubilar den Ehrenring der Gemeinde Ischgl verlieh. Das Gemeindeoberhaupt eröffnete seine Festrede mit einem Zitat von Konrad Adenauer: „Eine Ehrung, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat.“ Es handelte sich in der Tat um einen liebenswürdigen Tag, an dem die Gemeinde den runden Geburtstag zum Anlass nahm, Herrn Pfarrer Michael Stieber für seine löblichen Einsätze im Dienste der Kirche und der Allgemeinheit diese hohe Auszeichnung zuteil werden zu lassen. Werner Kurz nutzte auch gleich die Gelegenheit, sich bei Häuserin Eva Maria für ihre verlässliche Arbeit zu bedanken. Zahlreiche Ehrengäste wohnten den Feierlichkeiten bei, an der Spitze Dekan Mag. Martin Komarek, Pater Prior Markus und Pater Vikar Leopold mit einigen Mitbrüdern vom Kloster St. Petersberg, Mitbrüder aus dem Dekanat, die in Ischgl geborenen Ordensschwestern Paulina und Eugenia sowie zahlreiche weitere Ehrenringträger der Gemeinde Ischgl, wie Pater Robert, Pfarrer Lois Attems, Johann Wolf, Josef Siegele und Otto Jehle.


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Ehrenringverleihung

Ischgls Bürgermeister bezeichnete Michael Stieber in Anlehnung an Psalm 23 (der Herr ist dein Hirte, dir wird es an nichts fehlen) als besten Hüter der Gemeinde, bevor er Resümee über die wichtigsten Stationen im Leben des Jubilars und nunmehr neuen Ehrenringträgers zog. Der Bürgermeister schloss mit den Worten: „Gott versteckt die Dinge, indem er sie ganz nah bei uns platziert. Lieber Michael, bleib noch sehr lange ganz nah bei uns“, und er sprach damit vielen Anwesenden aus der Seele. Dem Anlass entsprechend blieb es aber natürlich nicht bei dieser einen Ansprache. Alt-Bürgermeister und Obmann des Pfarrkirchen- und Pfarrgemeinderates Herbert Aloys ergriff das Wort, um sich beim Ortsseelsorger zu bedanken. Den Freudentag verglich er mit jenem vor achtzehn Jahren, als Michael Stieber begonnen hatte, in Ischgl zu wirken. Aloys drückte seine Freude und Dankbarkeit darüber aus, „in Zeiten des Priestermangels und großen Glaubensverlusts, in den Zeiten des grenzenlosen Liberalismus, des dramatischen Werteverfalls im globalen Geschehen, in Zeiten großer Gefahr für unser Seelenheil einen Hirten Gottes mitten unter uns zu haben, der uns in diesem irdischen Chaos sicher an unser Ziel, sicher zu Gott auf oft nicht leichten Wegen begleiten und führen will“. Die zahlreichen Anwesenden zeigten eindrücklich, dass ein Seelsorger in einem Ort wie Ischgl nicht wegzudenken ist und darüber hinaus untrennbar mit dem intensiv gepflegten Vereinsleben verbunden ist. Stellvertretend für alle Vereine richtete Herbert Jehle seine Worte an die Festgäste des Silvrettacenters. Er unterstrich die große Bedeutung und Ehre, die eine Ehrenringverleihung für den Ausgezeichneten bedeutet. Er betonte darüber hinaus, dass Pfarrer Michael Stieber größtes Ansehen im Ort genießt und eine äußerst gewichtige Rolle im Dorfleben spielt, wird doch auch außerhalb der Gottesdienste, beispielsweise im

Zum 60. Geburtstag am 16.10.2011 Lieber Herr Pfarrer Stieber, heute ist keiner daheim geblieben, alle wollen mit Ihnen Geburtstag feiern, der Bürgermeister wird Ihnen den Ehrenring verleihen. Das ist eine große Ehr’, und wir alle freuen uns mit Ihnen sehr! Als unser Seelenhirte gilt Ihr stetes Bestreben, uns zu einem guten, christlichen Leben zu bewegen. Da haben Sie’s nicht immer leicht – oft schon mussten Sie sagen: „Jetzt reicht’s!“ Doch Gott sei Dank – Sie geben nicht gleich auf – nach einem Tief geht es wieder bergauf! Deshalb haben wir uns fest vorgenommen, wieder fleißiger zur heiligen Messe zu kommen. Überhaupt wollen wir uns wieder mehr bemühen und auch in der Frühmesse ministrieren. Wir wünschen Ihnen viel Glück und Segen, vor allem Gesundheit und noch ein langes Leben, verdiente Ruhe, viele zufriedene Stunden und die Kraft, um noch lange das Wort Gottes zu verkünden. Erholung finden Sie am besten in Rom, das wissen auch wir Kinder schon. In dieser wunderschönen Stadt schöpfen Sie immer neue Kraft; sie gibt Ihnen frischen Schwung und hält Sie wieder rundum jung. Diese Entspannung wollen wir Ihnen von Herzen gönnen, doch wir hoffen, dass Sie auch immer wieder zurückkommen. Heute stehen wir vor Ihnen mit einer großen Bitte, bleiben Sie noch lange Zeit in unserer Mitte! Mit Ihrem Lieblings-Geburtstagslied möchten wir Vergelt’s Gott sagen für alles, was Sie uns durch all die Jahre gegeben haben! Volksschule Ischgl, Hedi Zangerl

Gasthaus, vom Pfarrer und dessen Predigten gesprochen. Herbert Jehle konnte sich der Feststellung nicht erwehren, dass Pater Michaels Ischgler Schäfchen ihm wohl nicht nur Kummer und Sorgen, sondern ganz im Gegenteil auch sehr viel Freude bereiten. Konkret meinte er damit die gemeinnützigen Vereine. Allen voran die Sängerrunde Ischgl, den Kirchenchor Mathon, den Bergführerverein, die Bergrettung, die Landjugend, die Rotkreuzstelle, die Musikkapelle, die Schützenkompanie sowie die Freiwilligen Feuerwehren Mathon und Ischgl. Mit der symbolischen Übergabe eines Schecks in Höhe von `4.700,– überreichte er ein gemeinsames Geschenk aller Vereine. Die Summe wird in weiterer Folge einem wohltätigen Zweck zugutekommen.

Der Jubilar und Ehrenringträger selbst war anfangs wenig von den Plänen der Gemeinde angetan, eine große, dem Anlass entsprechende Feier durchzuführen. „Am Anfang war es mir eine Bürde, als ich gehört habe, dass eine große Feier stattfinden soll. Ich habe sogar versucht, das abzublocken“, so der Sechzigjährige. Er musste später allerdings doch einlenken und ergänzen, dass das gelungene Fest ihm doch sehr gefallen hat. Gefreut haben sich auch die anwesenden Feiernden, die wohl der Wunsch einte, noch möglichst viele Jahre mit ihrem Seelsorger verbringen zu dürfen. Mit einer Dankesansprache des neuen Ehrenringträgers und Jubilars wurde der offizielle Teil des Festes beendet.


Ehrenringverleihung

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Ehrenringverleihung


Ehrenringverleihung

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Pfarrer Michael Stieber im Kreis der Mitfeiernden

Häuserin Eva Maria, Ehrenringträger Pfarrer Michael und Bürgermeister Werner Kurz

Kdt. ABI Herbert Jehle, Vertreter der gemeinnützigen Vereine überreicht die Geldspende

Alt.-Bgm., Obmann des Pfarrkirchen- und Pfarrgemeinderates Herbert Aloys überreicht die Romreise

Schulkamerad Konrad Albert bei seiner Glückwunschansprache

Liebe Pfarrgemeinde! Für das schöne Fest zur Verleihung des Ehrenringes der Gemeinde Ischgl und zu meinem 60. Geburtstag darf ich meinen herzlichen Dank und „Vergelt‘s Gott“ sagen. Dem Herrn Bürgermeister Werner Kurz, dem Gemeinderat und den Angestellten der Gemeinde. Dem Pfarrkirchen- und Pfarrgemeinderat. Der Silvretta Seilbahn AG, dem Verein der Ischgler Tourismusunternehmen. Dem Bergführerverein Ischgl, der Bergrettung Ischgl, dem Chor Mathon, der FFW Ischgl, der FFW Mathon, der Landjugend Ischgl, der Musikkapelle Ischgl, der Rettung Ischgl, der Sängerrunde Ischgl, der Schützenkompanie Ischgl, dem Paznauner Klang, sowie den vielen Einzelpersonen. „Vergelts Gott“ für die Spenden, für die Reise nach Rom, für die Geschenke, für alle guten Wünsche und für Euer Gebet! Es grüßt und segnet Euch, Euer Pfarrer Michael Stieber


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Bericht Bauamt

Im heurigen Sommer und Herbst wurden wichtige Vorhaben umgesetzt und weitere Schritte bzw. Details zu zukünftigen Projekten der Gemeinde festgelegt. Hier nun eine Auflistung der wichtigsten heuer abgeschlossenen Bauvorhaben in Ischgl: UÊÕÃL>ÕÊ`iÀÊ7>ÃÃiÀÛiÀÜÀ}՘}ʓ��ÌÊ neuem Tiefbrunnen Bodenalpe samt neuer Ableitung bis Wiese, Zubau ei-

UÊ ÀÀˆV…Ì՘}Ê i…ÃÌiˆ}Ê £nnÊ Ì>>ÕÃwärts samt Gehwegverbindung von der Haltestelle Kreisverkehr SSAG bis Persuttweg. UÊ À˜iÕiÀ՘}Ê Õ˜`Ê ˜iÕiÊ *œÃˆÌˆœ˜ˆirung des Zebrastreifens Paznaun aus Gründen der Verkehrssicherheit. UÊi«>˜Ìʈ˜Ê`ˆiÃi“Ê<ÕÃ>““i˜…>˜}Ê 2012: Der Zebrastreifen und die Bushaltestelle in Mathon Ost wird nächstes Jahr auch neu angeord-

Bericht Bauamt ner UV-Station Oberpardatsch, neue Wasserleitung Neue Ried bis Dorfstraße als Haupterschließung des Innerdorfes sowie Tausch der Hauptwasserleitung im Prennerhang bis zur Dorfstraße. UÊ iÀ̈}ÃÌiÕ˜}Ê À՘˜i˜>˜>}iÊ Oberpardatsch und Aufräumarbeiten durch den Bauhof. UÊ ->˜ˆiÀ՘}Ê `iÃÊ œV…Li…BÌiÀÃÊ Prenner: Betonsanierung innen und Flachdachsanierung, Auskleidung der Innenwände mit Edelstahlblech und neue Verrohrung in der Schieberkammer. UÊ À˜iÕiÀ՘}Ê Õ˜`Ê `>«ÌˆiÀ՘}Ê `iÀÊ Systemüberwachung, Datenübertragung bzw. Fernwartung der Wasserversorgung. Somit kann von der Gemeinde aus der Wassermeister sämtliche Anlagenteile überwachen und steuern. UÊ ÀÀˆV…Ì՘}Ê 1˜ÌiÀv؅À՘}Ê ¹ iÕiÊ Brücke“ für Spaziergänger, Radfahrer und Loipenbenutzer in Zusammenarbeit mit der Landesstraßenverwaltung. UÊ ÀÀˆV…Ì՘}Ê >܈˜i˜>LëÀi˜}՘}Ãanlage Großtal und Hoher Zug in Zusammenarbeit mit der Landesstraßenverwaltung zur Sicherung der B188 bei Lawinengefahr. UÊ À˜iÕiÀ՘}Ê Õ˜`Ê ÀÜiˆÌiÀ՘}Ê `iÀÊ Straßenbeleuchtung der B188 in LED (geringerer Stromverbrauch, längere Lebensdauer und höhere Lichtstärke) im gesamten Gemeindegebiet von Ischgl.

net, in Mathon West soll ein neuer Schutzweg mit neuem Gehsteig bis zur talauswärtigen Haltestelle entstehen, die Planung hierzu ist bereits vorhanden. UÊ iˆ“ÊLiÃÌi…i˜`i˜Ê<iLÀ>ÃÌÀiˆvi˜Êˆ˜Ê der Neder wird ebenso die Beleuchtung erneuert. UÊ->˜ˆiÀ՘}Êiˆ˜iÃÊ/iˆÃÌØVŽÃÊ`iÃÊimeindeabwasserkanals im Bereich des Klärwerks (Tiefe zw. 6 und 9 m!) UÊ->˜ˆiÀ՘}i˜Êۜ˜Êë…>ÌLiB}i˜\ Waldhofweg, Trisannaweg im Bereich Minigolf, Pasnatschweg, Innerer Kapellenweg, Teilstücke Fimbaweg, Wiesenweg Mathon, Bödalaweg mit neuer Ausweiche und Parkplatz, kleinere Reparaturen … UÊ ÀÕV…ÃÌiˆ˜“>ÕiÀÊ>ÃÊ7i}ÛiÀLÀiˆÌirung in Neder/Mathon UÊ iÀ̈}ÃÌiÕ˜}Ê `iÀÊ 7œ…˜Õ˜}i˜Ê ˆ“Ê Mehrzweckgebäude in Mathon sowie Vergabe derselben. UÊ ÀV…ˆÌiŽÌi˜ÜiÌÌLiÜiÀLÊ *ÀœiŽÌÊ Musikhaus/Kulturzentrum in Zusammenarbeit mit der Dorferneuerung/ Land Tirol gestartet. UÊiÃiÃV…>vÌÃ}Àؘ`՘}ÊLiˆÊ`iÀʘiÕen Dorfgarage, GF: Ing. Armin Zangerl. Wichtige Punkte zur Umsetzung mit dem Land, Straßen- und Wasserbauamt und der WLV besprochen und geklärt. Kreisverkehr als Anschluss an die Garage und die interne Auffahrt Mitte im Konzept vorliegend. Hierzu ist eine wasser-, natur- und straßenrechtliche Verhandlung notwendig. Der Baubeginn ist für Frühsommer

2012 geplant – hängt jedoch vom EU-weiten Vergabeverfahren ab. UÊ ÀÀˆV…Ì՘}Ê ˜iÕiÊ ÃV…ÜiÀÛiÀŽi…ÀÃtaugliche Zufahrt Fimba ab Ostportal Schweizermaisgalerie. Die Länge bis zur Einmündung Tschamatschplatte in den bestehenden Weg beträgt ca. 2400 m, die Breite liegt zwischen 3 und 3,5 m und die mittlere Neigung des Gesamtweges beträgt 5,1 %. Die Asphaltierung wird 2012 vorgenommen. Dem Bau gingen umfangreiche Besprechungen, Gutachten und Verhandlungen voraus (WLV, Geologie, Naturschutz, ökologische Baubegleitung). Aufgrund des Geländes waren aufwendige Stein-Stützmauern und Oberflächenentwässerungen notwendig. Die Straße wurde einspurig mit einer entsprechenden Anzahl von Ausweichen auf Sicht gebaut. UÊ ÀÀˆV…Ì՘}Ê iˆ˜iÃÊ ‡˜âiˆ}iÀÃÊ LiˆÊ der Bushaltestelle beim TVB-Kreisverkehr in Zusammenarbeit mit dem VVT. DFI heißt dynamische Fahrgastinformation, somit ist mit der Anzeige ein ständiges Update, wann der nächste Bus fährt, gegeben. UÊ *ÀœLiyBV…i˜Ê ۜ˜Ê *y>ÃÌiÀvÕ}i˜Ê wurden hergestellt, wobei ein spezielles Fugenmittel durch den Bauhof eingebaut wurde. Dies soll über den Winter beobachtet werden, da die Haltbarkeit der in den letzten Jahren sanierten Pflasterflächen entlang der Dorfgestaltung nicht den Erwartungen entsprach. Wenn dieses neue Material den Witterungseinflüssen im Winter und der Salzstreuung widersteht, ist eine fortlaufende Sanierung mit diesem neuen Material vorgesehen. D.h. der Bauhof kann dies einbauen und somit würden kostspielige laufende Sanierungen durch Fremdfirmen minimiert werden. UÊÕvÀBՓ>ÀLiˆÌi˜Ê˜>V…Ê`i˜ÊÕÀi˜abgängen am 10.10.2011. UÊ>Õvi˜`iÊLâÜ°Ê>ÌB}ˆV…iÊÀLiˆÌi˜Ê durch den Bauhof und die Gemeinde, damit alles seine Ordnung hat.

Der Bauamtsleiter Ing. Stefan Juen


Bericht Bauamt

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Im Anhang einige Fotos zu den aufgelisteten Arbeiten:

Zubau UV-Station Oberpardatsch

Neue Brunnenstube Bodenalpe

Fertigstellung Brunnen Oberpardatsch

Eine von vier mit Edelstahl ausgekleideten Kammern beim Hochbehälter Prenner

Betonbau Unterführung „Neue Brücke“

Neuer Gehsteig Kreisverkehr SSAG bis Persuttweg

Neuer Zebrastreifen Paznaun mit neuer Beleuchtung

Asphaltierung Pasnatschweg


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Bericht Bauamt

Asphaltierung Bereich Minigolf

Asphaltierung Wiesenweg Mathon

Neue Ausweiche Bödalaweg und neuer Belag

Wohnküche MZG Mathon

Neue Wärmedämmung Fassade und Balkone DG – Wohnungen MZG Mathon

Neue Zufahrt Fimba: Wegbeginn: Ostportal Schweizermaisgalerie, Einmündung in Bestand: Tschamatschplatte

Erkundungsbohrung der geplanten Dorfgarage

DFI-Anzeigetafel Haltestelle Mehrzweckgebäude


Wasserversorgung

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Sicherung der Wasserversorgung in Ischgl – auch für die Zukunft In den letzten Jahren hat die Gemeinde Ischgl umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung und Sicherung der Wasserversorgung realisiert, davon heuer insbesondere: * Komplettsanierung Hochbehälter Prenner samt Auskleidung mit Edelstahl als hygienisch optimalem Werkstoff und Austausch der alten Gussrohr-Ableitung bis zur Dorfstraße im Ortsteil Prenner durch eine korrosionsbeständige Kunststoffleitung * Brunnen Bodenalpe und Einspeisung einer Quelle im Bereich Gampenalpe samt kilomerlanger Ableitung von der Talstation Bodenalmbahn bis zur zentralen Verteilstation Oberpardatsch * Errichtung der zentralen Verteiler-

station Oberpardatsch (uh. der Kapelle) samt Aufbereitungsanlage * Erster Abschnitt einer leistungsfähigen Einspeisleitung für den Ortsteil Innerdorf aus dem Hochbehälter Kalvarienberg, von der Neuen Ried bis zum Hotel Seespitz * Wesentliche Erweiterung der bestehenden Leit- und Fernwirkanlage samt umfangreicher Lichtwellenleiterverkabelung, welche nur durch das Entgegenkommen und tatkräftige Unterstützung durch die SSAG möglich war Aufgrund der hydrogeologischen Verhältnisse gibt es in Ischgl leider kein großes punktuelles Trinkwasservorkommen, sondern es mussten zahlreiche Wasserspender erschlos-

sen werden (zahlreiche Quellen, davon eine mit Pumpstation und 5 Tiefbrunnen). Dadurch ist eine relativ komplexe Anlage entstanden, welche ohne Leitsystem kaum mehr betrieben und überwacht werden könnte. Die Anlagenteile zwischen Madlein und Velill, zwischen Platt und Bodenalpe können fernüberwacht und ferngesteuert werden – sowohl vom Gemeindeamt aus als auch über das Internet von Wassermeister Otmar Wechner.

DI Dr. Josef Gspan Technisches Büro f. Wasserwirtschaft

Wassermeister Otmar Wechner überwacht über die moderne Leit- und Fernwirkanlage die Wasserversorgung von Ischgl


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Waldwirtschaft

Bereits zum vierten Mal fand in diesem Juni das sogenannte Bergwaldprojekt in Ischgl, Tirol statt, in dem 5 Jugendliche mit zwei Betreuerinnen der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme mit Internat der Elisabeth-Stiftung eine Woche unter Anleitung von Forstfachleuten Aufforstungsarbeiten im Bergwald durchführten. Die kleine Truppe pflanzte von Montag bis Freitag mehr als 2000 Fichten, Lärchen, aber auch Laubbäume wie Eschen, Bergahorn und Kirschen für die Agrargemeinschaft Ischgl. Bereits um 07.30 Uhr traf man sich mit dem Waldaufseher, der das Werkzeug und die täglichen Aufgaben aushändigte. So mussten neben dem Setzen der Pflanzen auch Holzpflöcke zum Anbinden der Bäumchen zugeschlagen werden. Bäume, die in den Jahren zuvor gepflanzt wurden, mussten ausgemäht werden, d.h. zu hoch gewachsenes Gras, das den kleinen Bäumchen das Licht wegnimmt, wurde entfernt. Dies alles fand in sehr steilem und weglosem Gelände statt. Für die beiden Bildungsbegleiterinnen Katja Siebert und Carmen Grasmück, die seit 4 Jahren immer wieder mit einer neuen Gruppe nach Ischgl fahren, war dies besonders schön zu sehen, dass die Bäumchen der letzten Jahre auch gedeihen und wachsen. Denn nur ca. 30 % der gesetzten Pflanzen überleben Wildverbiss, Schnee und

Bergwaldprojekt in Ischgl andere Einflüsse. Für die Jugendlichen, die auf das Berufsleben vorbereitet werden sollen, ist dies eine besondere Erfahrung. Sie erlernen neben den für sie neuen Eindrücken der Tiroler Berg- und Lebenswelt soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit sowie Durchhaltevermögen und handwerkliche Fähigkeiten. Möglich wurde dieses Projekt abseits jeglicher Bürokratie durch die guten Kontakte von einer der beiden Bildungsbegleiterinnen nach Ischgl. Sie stieß nicht nur bei der Agrargemeinschaft auf offene Ohren, sondern erhielt auch die Zusage der Unterstützung der Silvretta Seilbahn AG. Diese stellte den Jugendlichen eine freie Unterkunft in den eigenen Personalzimmern für die Saisonarbeiter der Wintersaison zur Verfügung und kam neben der Agrargemeinschaft für die Verpflegung der hungrigen Waldarbeiter auf. Alles in allem war es auch in diesem Jahr ein erfolgreiches Projekt. Dipl.-Päd. Katja Siebert


Lawinensprengung

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Lawinensprengung „Großtal“ und „Hoher Zug“ Die Gemeinde Ischgl hat uns, die Fa. Wyssen Avalanche Control AG aus Reichenbach im Kandertal (Reichenbach liegt im Berner Oberland ca. 40 Autominuten südlich von Bern), beauftragt, ein Konzept zur künstlichen Auslösung von Lawinen im Bereich des Großtales und des Hohen Zug auszuarbeiten. Diese Anlagen sollen in Zukunft die darunter liegende B188 Paznauntalstraße sowie die Winterwanderwege und auch die Langlaufloipe vor Schadlawinen schützen. Durch die portionsweise Auslösung von Lawinen nach oder während Schneefällen können Schadlawinen und somit in Folge auch Flurschäden und Schäden an anderen Einrichtungen im betreffenden Bereich, wie es in diesem Gebiet schon öfter der Fall war, nahezu vermieden werden. Ein weiterer wichtiger Grund für die Errichtung dieser Anlagen ist, einerseits die oftmals mehrere Tage andauernden Sperren der Straße nach Mathon und Galtür zu vermeiden, andererseits stellen sie eine kostengünstige Alternative zu permanenten Maßnahmen wie Schutzgalerien und/oder Anbruchverbauungen, wie sie ja von Ischgl aus genug zu sehen sind, dar. Im Gegensatz zu diesen Anbruchverbauungen wird pro Sprengmast eine Fläche von nur 1 m² verbaut. Kostenvergleich: Mit einem Lawinensprengmast kann eine Anbruchfläche von ca. 200 m im Durchmesser (= ca. 3 ha) gesichert werden und kostet knapp EUR 90.000,–. Eine Fläche von 1 ha mit Anbruchverbauungen zu sichern kostet grob EUR 400.000,–. (1 lfm Anbruchverbauung kostet in der Regel zwischen 800,– und 1200,– Euro. Die Abstände der Stahlschneebrücken betragen je nach Gelände 20 m bis 30 m. Somit ergeben sich im Mittel je ha ca. 400 lfm Stahlschnee-

brücken. Kosten lt. WLV Gebietsleitung oberes Inntal.) Eine Schutzgalerie wie die Gfällgalerie am Eingang des Paznauntales mit einer Länge von 400 m kostet etwa 5,2 Mio. Euro und ein Schutztunnel wie der Finstermünztunnel mit 533 m 9,15 Mio. Euro. (Zahlen aus der Homepage des Landes Tirol, www.tirol. gv.at). Es sei aber festgehalten, dass Straßensicherungen mit solchen Sprenganlagen nicht überall realisiert werden können. Zum Teil werden Galerien oder Einhausungen nicht nur zum Schutz vor Lawinen, sondern auch zum Schutz vor anderen Naturgefahren wie Muren und /oder Steinschlägen errichtet. Nachdem dieser Auftrag an unser Unternehmen erteilt wurde, fanden einige Begehungen im Gelände mit Experten der WLV (HR DI Hubert Agerer), der SSAG (Serafin Siegele und Franz Huber), der Fa. Alpintechnik Wolf (Christian Wolf) sowie unserem Spezialisten für Alpinen Spezialbau, der Fa. Grund-, Pfahl- und Sonderbau (GPS), statt. Als örtlicher Bau- und Projektleiter wurde die Fa. Alpintechnik Wolf aus Grinzens (Projektleitung und Service für die Fa. Wyssen in Österreich) beauftragt, dieses Lawinensicherungsprojekt von Beginn an zu betreuen. So wurden nach diesen Begehungen die Standorte der Sprengmasten am Hohen Zug und am Großtal begutachtet und gemeinsam fixiert.

Die Baufirma konnte somit mit konkreten Standorten und Ausrichtungen mit der Baustelleneinrichtung beginnen. So wurden mit dem Hubschrauber die Materialien und die Werkzeuge zu den jeweiligen Maststandorten ausgeflogen. Als Fundamente der Lawinensprengmasten dienen 4 Stück Vertikalanker und 1 Stück Schubentlastungsanker bergseitig sowie ein Betonsockel, welcher das Niveau zwischen Gelände und Masten ausgleicht.


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Lawinensprengung Rossboden aus per Heli auf die Masten aufgesetzt. Für das Aufsetzen der Magazine auf den Mast ist kein weiteres Personal im Gelände notwendig. Der Pilot kann das Magazin mit Hilfe eines Einführungstrichters direkt auf den Mast aufsetzen. Die Bedienung der Anlage über Funk zur Auslösung von Sprengungen erfolgt von der Kommandozentrale des Pistenrettungs- und Lawinendienstes auf der Idalp aus. Für den Lawinendienst wurde ein Einsatzkonzept zur Auslösung von Sprengungen erarbeitet, welches den genauen Ablauf des Einsatzes der beteiligten Personen der LWK Ischgl, der Polizei Ischgl und des Bauhofes Ischgl definiert. So wird das Einzugsgebiet der Lawine großräumig abgesperrt.

Der Mast Nr. 3 im Großtal musste aufgrund der exponierten Lage mit einer Zusatzverstärkung ausgerüstet werden. In diesem Fall könnten Lawinen, die aus den dahinter liegenden Felshängen abgehen, den Mast beschädigen. Nachdem die Betonsockel entsprechend ausgehärtet waren, konnten die Masten ebenfalls mit dem Heli ins Großtal geflogen werden und dort auf die fertigen Sockel montiert werden. Die Inbetriebnahme der Sprengmagazine, welche 12 Sprengladungen zu je 5 kg enthalten, erfolgte beim Sprengmittellager unterhalb der Idalp. Dort wurden auch die Sprengladungen vorbereitet. Die Sprengmagazine wurden anschließend vom

Um die Sperrzeiten so kurz wie möglich zu halten, wurde beim Tennisplatz ein Lawinenradar errichtet. Dieses Lawinenradar zeichnet Schneebewegungen im Anbruchgebiet der Großtallawine auf. Besonders bei Nacht oder schlechter Sicht, wenn man mit freiem Auge nicht erkennen kann, ob nach erfolgter Sprengung ein Lawinenabgang stattgefunden hat

oder nicht, ist dieses Radarsystem ein zuverlässiges Kontrollinstrument, um die aktuelle Situation beurteilen zu können. Zahlen und Fakten: Sprengmasten: 7 Stk. (5 Stk. Großtal, 2 Stk. Hoher Zug). Sprengladungen: Gesamt 84 Sprengladungen zu je 5 kg gebohrte Felsanker: 38 Stk. zu je ca. 6 m. Betonsockel: 8 Stk. zu je ca. ½ m³. Arbeitsstunden Planung, Begehungen, Projektierung, Koordination: ca. 140 Std. (ohne Wegzeiten). Arbeitsstunden der Baufirma: ca. 770 Std. Setzen der Masten: 10 Rotationen – ca. 110 Flugminuten mit Bell 205 A1 T53-17B. Setzen der Sprengmagazine: 7 Rotationen – ca. 40 Flugminuten mit Eurocopter AS 350 B3 Ecureuil. Baustelleneinrichtung und Umsetzen: Gesamt ca. 540 Flugminuten mit Eurocopter AS 350 B3 Ecureuil und Eurocopter SA 315 B Lama. Die Firma Wyssen konnte bereits in den Skigebieten von Ischgl und Galtür insgesamt sechs Sprenganlagen in Betrieb nehmen. Über dem Berg im Skigebiet von Samnaun und zur Sicherung von Straßen und Siedlungsraum stehen über 50 dieser Anlagen seit nun schon 10 Jahren erfolgreich im Einsatz. Die Firmen Wyssen Avalanche Control AG, Alpintechnik Wolf und GPS bedanken sich für das entgegengebrachte Vertrauen bei der Gemeinde Ischgl. Wir wünschen allen Ischglerinnen und Ischglern friedliche Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr Christian Wolf Alpintechnik Wolf


100-jähriges Jubiläum

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100-jähriges Jubiläum der Sektion Friedrichshafen des Deutschen Alpenvereins Sektionsmitglieder feiern – Jubiläumswochenende auf „ihrer“ Hütte im Verwall Die Mitglieder der Sektion Friedrichshafen des Deutschen Alpenvereins feierten auf der Friedrichshafener Hütte im Paznauntal. Die Hütte ist ein idealer Stützpunkt für Familien und Gruppen in der Verwallgruppe nordöstlich von Galtür auf der Muttenalp zwischen Bludenz, Landeck und der Silvretta. Der Feier gingen bereits zahlreiche Veranstaltungen voraus, darunter die Wanderung auf dem Weg der Schwabenkinder und ein Aktivtag im Juni. Im Rahmen des 100-jährigen Bestehens der Sektion Friedrichshafen des DAV feierten die Sektionsmitglieder „ihre“ Hütte. Die MountainbikeGruppe reiste per Rad von Schruns aus an, andere besuchten zunächst das Alpinarium in Galtür, um dann über einen Themenweg zur Hütte zu gelangen, wiederum andere marschierten vom Parkplatz in Mathon aus zur Hütte hinauf. Dort feierten Jung und Alt gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden hinein.

Am Sonntag um 7:15 Uhr wurden die Gäste in der Hütte durch die Alphornbläser der Schweizer Sektion Hoher Rhon, die mit der Sektion Friedrichshafen eine Hüttenpatenschaft pflegt, geweckt. Als Gäste konnten auch der Erste Bürgermeister der Stadt Friedrichshafen, Dr. Stefan Köhler, der Erste Landesbeamte des Bodenseekreises Joachim Kruschwitz, Bürgermeister Anton Mattle der Talgemeinde Galtür und der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Ischgl, Emil Zangerl, begrüßt werden. Sie gratulierten der Sektion zum Jubiläum und dankten ihr für die langjährige freundschaftliche Zusammenarbeit und Verbundenheit mit dem Paznauntal. So stand die Sektion Friedrichshafen zum Beispiel bei dem schweren Lawinenunglück 1999 der Gemeinde Galtür helfend zur Seite. 1922 begann alles Vor 89 Jahren, im Jahr 1922, erwarb die Sektion Friedrichshafen die heutige Friedrichshafener Hütte, die zur damaligen Zeit noch Kathrein-Hütte hieß. Erbaut wurde sie bereits 1908. Die Infrastruktur war seinerzeit noch

Von links: Vizebürgermeister von Ischgl Emil Zangerl, Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler, Ehrenvorsitzender DAV Friedrichshafen Georg Prasser, Erster Vorsitzender Gerald Kratzert, Erster Landesbeamter Joachim Kruschwitz, Bürgermeister von Galtür Anton Mattle

eine andere und an eine Fahrstraße zur Versorgung der Hütte war nicht zu denken. Bevor jedoch eine Versorgung erforderlich war, musste erst einmal eine Herberge errichtet werden. Noch bis in die 70er Jahre wurde alles Material mit Muskelkraft auf die Hütte getragen. Zeitzeugen berichten, wie für Erweiterungsbauten lange Bretter zu zweit auf den Schultern in Serpentinen die 600 Höhenmeter hinaufgetragen wurden. So bedurfte es tausende von ehrenamtlichen Arbeitsstunden, die Sektionsmitglieder zur Renovierung, zum Anbau und zum Umbau erbrachten, um die Hütte im heutigen Glanz erscheinen zu lassen. Im Laufe der Jahre wurde ein Schlafhaus gebaut, eine Veranda angebaut und die Küche erneuert. Über regenerative Energien aus Wasserkraft wird die Hütte bereits seit vielen Jahrzehnten aus dem hütteneigenen Kraftwerk versorgt. Als jüngste bauliche Erweiterung ist die Pflanzenkläranlage zu nennen, die zur diesjährigen Saison in Betrieb genommen wurde. Dank der Mühe und Kameradschaft der Bergfreunde stellt die Friedrichshafener Hütte heute eine Herberge in der einsamen Bergwelt des Verwall für Jung und Alt dar. Heute stehen 20 Schlafplätze in Zimmerlagern und 48 Schlafplätze in Matratzenlagern zur Verfügung. Für die nachhaltige und verantwortungsbewusste Ausstattung ist die Hütte mit dem Umweltgütesiegel und als kinderfreundliche Hütte vom Deutschen Alpenverein ausgezeichnet worden. Hüttenwirte verabschiedet Margret und Serafin Rudigier haben 19 Jahre lang die auf der Hütte Rast machenden Gäste hervorragend und mit viel Herzblut bewirtet. Bereits viel länger, nämlich insgeamt über 34 Jahre, war Margret Rudigier auf der


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100-jähriges Jubiläum Stellvertretend für alle Helfer nannte er Karl Heitele und Architekt Eugen Benninger. Benninger betreut seit fast 50 Jahren als Architekt und Hüttenwart die Friedrichshafener Hütte. Dank seiner hervorragenden Leistung, seinem Engagement und seiner Fachkompetenz ist die „Häfler Hütte“ heute der Stolz der Sektion.

Waren über viele Jahre Hüttenwirte auf der Friedrichshafener Hütte: Margret und Serafin Rudigier

Hütte tätig. Ihr Reich war die Küche; sie hat als „Gute Seele“ der Friedrichshafener Hütte die Gäste stets mit einem hervorragenden Essen verwöhnt. Diese Ära ging nun zu Ende. Gerald Kratzert, Vorsitzender der Sektion Friedrichshafen, und der Erste Bürgermeister der Stadt Friedrichshafen, Dr. Stefan Köhler, bedankten sich sehr herzlich für die jahrelange ausgezeichnete Arbeit. Den Wünschen schlossen sich die Mitglieder der gesamten Sektion sowie die Talgemeinden Galtür und Ischgl an. Neue Hüttenwirte begrüßt Das Jubiläumswochenende bot auch die Gelegenheit, die neuen Hüttenwirte Hedda und Wolfram Walter kennen zu lernen. Das Ehepaar hat vor vier Wochen die Bewirtung übernommen und sorgte ausgezeichnet für den kulinarischen Rahmen.

hafen des DAV überbrachte seitens der Stadt Friedrichshafen Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler. „Ich gratuliere Ihnen herzlich zum 100-jährigen Bestehen und wünsche der Sektion für die Zukunft viel Erfolg“, sagte Dr. Köhler. Danken möchte ich, so Köhler weiter, vor allem denjenigen Personen, die sich mit Engagement in tausenden Arbeitsstunden für den Aus- und Umbau der Hütte in den letzten Jahren und Jahrzehnten eingebracht haben. Auch Gerald Kratzert, Erster Vorsitzender der Sektion Friedrichshafen, machte deutlich, wie wertvoll und wichtig die Arbeit der Ehrenamtlichen ist. „Ohne das Engagement der Mitglieder wäre der DAV nicht dort, wo er heute steht“, sagte Kratzert.

Wanderung unter fachkundiger Führung Am späten Sonntagvormittag brachen die Bergfreunde zu einer Wanderung unter fachkundiger Führung zur Lawinenverbauung oder zu einer botanischen Wanderung auf. Danach klang das Festwochenende bei Kaffee und Kuchen aus. Es war ein gelungenes Fest, ein generationenübergreifendes Fest, ein Fest für Jung und Alt. Das Paznauntal ist durch Ischgl für seine hervorragenden Wintersportbedingungen bekannt. Aber auch im Sommer bietet das Verwall wunderschöne Wandermöglichkeiten und zeigt dann seine ruhige Seite. So kann der Wanderer in einer 8-tägigen Verwallrunde den gesamten Gebirgszug erleben und bei der Gelegenheit auch die Friedrichshafener Hütte kennen lernen. Nähere Informationen unter: www.dav-friedrichshafen.de, www.verwall.de. Claudia Huesmann

Die neuen Hüttenwirte Hedda und Wolfram Walter

Dank an Ehrenamtliche Die besten Wünsche zum 100-jährigen Bestehen der Sektion Friedrichs-

Die Bergfreunde bei einer Wanderung unter fachkundiger Führung zur Lawinenverbauung


Harley-Davidson-Treffen Vom 28. bis 31. Juli 2011 hat das Harley-Davidson Ischgl Mountain Roadeo unser Dorf schwarz-orange gefärbt. Heiße Maschinen, kurvenreiche Touren und jede Menge Harley-Lifestyle waren angesagt! Am letzten Juliwochenende hörte man in und rund um Ischgl bassgeschwängerte Motoren brummen und Harley-Lifestyle war angesagt. Es fand das 1. Harley-Davidson Ischgl Mountain Roadeo 2011 statt. Der

radtouren entlang beeindruckender Gebirgsstraßen und Ischgl ist für die besten Partys im ganzen Alpenraum bekannt“, so Herbert Koller von der Harley-Davidson Österreich GmbH. Unter dem Motto „Kurvenrausch rund ums Paznaun“ wurden geführte Touren über die legendäre Silvretta Hochalpenstraße und andere Alpenpässe von ortskundigen Guides angeboten, die alle Teilnehmer trotz des nasskalten Wetters restlos begeisterten.

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ges geboten. Die Rock-, Blues- und Coverbands sorgten für beste Stimmung und Unterhaltung, die Dealerund Trader-Stände präsentierten alles rund um das Motorrad. Ab 23 Uhr war Sperrstunde am Eventplatz vor der Silvretta Seilbahn. Dann wurden die Partys in unseren Nachtlokalen bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen weitergefeiert. Am Samstag fand dann die HarleyDavidson-Parade statt, an der 120

Born to be wild – Ischgl für ein ganzes Wochenende im Harley-Fieber Veranstalterverein unter Obmann Niki Ganahl hatte es geschafft, dass nach Wien und Faak Ischgl zum 3. Austragungsort eines offiziellen Harley-Davidson-Treffens wurde. Selbst Benzin im Blut ist es den Initiatoren des Vereins Ischgl Mountain Roadeo gelungen, gemeinsam mit Harley-Davidson auch im Westen Österreichs einen offiziellen Harley-DavidsonEvent zu veranstalten. „Ischgl ist ein optimaler Ausgangspunkt für Motor-

Beim Harley-Davidson-Demo-Truck konnten Besucher kostenlos die neuesten Harley-Davidson-Modelle bewundern und auch testen. Ortskundige Guides begleiteten die Testfahrten und gaben wertvolle Tipps rund um die Harley-Davidson-Besonderheiten. Viele Motorradfans und auch solche, die es noch werden wollten, haben diese Gelegenheit genützt. Neben den kurvenreichen Ausfahrten wurde am Eventgelände so eini-

Motorräder teilnahmen und viele Zuschauer unsere Ischgler Dorfstraße säumten. Die Fahrt ging nach Galtür und über die Zeinisjochstraße wieder retour. Auch der Regen konnte den Teilnehmern nichts anhaben. Alle waren hellauf begeistert. Der Veranstalterverein hatte ganze Arbeit geleistet. Die Harley-DavidsonVertreter waren sehr zufrieden mit der Organisation in Ischgl und daher konnte auch bereits für 2012 das

Harald Seidler, Bgm. Werner Kurz, Gottlieb Sailer, Gabi Huber von der Mohrenbrauerei, Vzbgm. Emil Zangerl und TVB-Obmann Alfons Parth


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Harley-Davidson-Treffen

2. Harley-Davidson Ischgl Mountain Roadeo 2012 vertraglich fixiert werden. Termin: 27. Juli bis 29. Juli 2012. Vereinsobmann Niki Ganahl bedankte sich bei allen Unterstützern, die

zum Gelingen des Events beigetragen haben. „Vor allem die Gemeinde Ischgl, die Silvretta Seilbahn AG und alle Vereinsmitglieder unterstützen uns tatkräftig und haben damit entscheidend zum Gelingen dieses

Events beigetragen.“ Wir freuen uns alle auf 2012. GF Astrid Stadler Ischgl Mountain Roadeo

Freuten sich gemeinsam über das Harley-Event: v. li.: Vereinsobm. Niki Ganahl, Bgm. Werner Kurz, Klaus Heidegger und TVB-Obm. Alfons Parth

Der Film zur Harley-Davidson Charity Tour 2010 wurde auch in Ischgl gezeigt. V. l.: Mr. Harley-Davidson Charity Film Michel Kroell Carrere, Obm. Niki Ganahl und Astrid Stadler

Unser Pfarrer bei der Bikerweihe am Sonntag

Die Coverbands begeisterten alle

Samstag, 14 Uhr: Start der Parade bei der Silvretta Seilbahn


Aus der Gemeinde Nachdem wir den ausgedienten LKW der Gemeinde Ischgl letztes Jahr bei Euch abgeholt hatten, konnten wir leider in den von uns betreuten Gebieten keine Gemeinde finden, die eine zweckmäßige Verwendung für dieses Fahrzeug hatte.

Gemeinde Kutjevo in Kroatien, die über keine Kommunalausstattung verfügte und die sich mit unserer Hilfe einen gebrauchten Lindner-Traktor mit Frontlader und einen Schneepflug kaufte. Dazu ist der Anhänger eine ausgezeichnete Ergänzung und die Kommunalarbeit in dieser Ge-

großzügige Spende herzlichst bedanken und wünsche den Verantwortlichen von Ischgl viel Glück, Gesundheit und eine gute Saison. Peter Logar Flüchtlingskoordinator des Landes Tirol

Wiederaufbau- und Rückkehrhilfe des Landes Tirol Nach Rücksprache mit Bgm. Werner Kurz tauschten wir den LKW bei Raiffeisen als Zahlung für zwei 4-Tonnen-Traktoranhänger ein. Einen Anhänger schenkten wir der

meinde, die vor allem vom Weinbau lebt, wurde massiv aufgewertet. Den zweiten Anhänger erhielt im vergangenen November ein Bauer im Kosovo. Auf jeden Fall darf ich mich für diese

Volksbegehren „Bildungsinitiative“ Das festgestellte Ergebnis am 10. November 2011 in Ischgl: Summe der Stimmberechtigten laut Stimmliste: 1172 Personen Summe der gültigen Eintragungen: 9 Personen

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Volksschule Ischgl

Zum Schulschluss startete die Volksschule Ischgl die Aktion „Sauberes Ischgl“ Fleißig durchsuchten am 1. Juli die Schüler der Volksschule Ischgl den Bereich Kalvarienberg und Stöckwald nach dem, was andere Menschen rücksichtslos liegen lassen. Die Sammelaktion bereitete den Kindern viel Spaß und war eine Abwechslung zum normalen Schulunterricht.

Nimm autofrei – Klimabündnis Tirol Im Bezirk Landeck beteiligten sich nur vier Gemeinden am „Autofreien Tag“ des Klimabündnisses. Ischgl war dabei. Die Volksschul- und Kindergartenkinder von Ischgl und Mathon unterstützten die Aktion mit der Initiative „Blühende Straßen“. Außerdem wurde die Schulaktion „Fußgänger bleiben fit“ für mehr Fußverkehr ins Leben gerufen.

Am Samstag, den 2. Juli, nach der Prozession lud die VS Ischgl zum Tag der offenen Tür ein. Die Musikanten spielten zur Begrüßung ein Ständchen, die Kinder sangen Lieder und drehten einige Tänzchen. Im Anschluss konnte das im Jahre 2010 neu renovierte Schulgebäude besichtigt werden.


Volksschule Mathon

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Volksschule Mathon Eröffnung der Leseoase

In den Sommerferien erfolgte die Neugestaltung unseres Pausenraumes. Die Idee für diesen Umbau stammt von VLin Fabienne Wechner und gemeinsam mit der Gemeinde Ischgl und der Tischlerei Ladner konnte dieser Umbau getätigt werden. Es ist für uns alle eine große Freude, dass in unserem Schulhaus wieder etwas Neues und Sinnvolles entstehen konnte. Alle alten Bücher wurden von uns gesichtet und anschließend katalogisiert. Den Kindern stehen somit ca. 450 Bücher zur Verfügung. Sie können diese ausleihen bzw. jede Woche verbringen wir einige Zeit mit Lesen. Durch die finanzielle Unterstützung der beiden Geldinstitute Raiba Ischgl und Volksbank Ischgl können wir unseren Bücherbestand ergänzen und weiter ausbauen. Am Donnerstag, 13. Oktober 2011, durften wir unsere neue Leseoase eröffnen. Diakon Karl Gatt,

einer unserer Ehrengäste, segnete den neu gestalteten Pausenraum. Es war eine große Freude für unsere kleine Schule, dass uns Frau Bezirksschulinspektorin Mag. Ingrid Handle, Bürgermeister Werner Kurz, Gemeindevorstand Erich Wechner, der Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Paznaun, Herbert Jehle, meine beiden Vorgänger OSR Peter Sonderegger und Zita Kathrein, die Kinder der 4. Schulstufe der VS Ischgl mit Lehrerin Melanie Ostheimer, die Kindergartenkinder aus Mathon mit ihrer Tante Tanja sowie alle Eltern und auch Verwandten unserer Schulkinder mit ihrer Anwesenheit ehrten. Fabienne hatte mit den Kindern wieder einige Lieder einstudiert und auch das Vorlesen aus einem Buch bzw. Aufsagen eines selbst verfassten Gedichtes gehörte zu diesem besonderen Ereignis dazu. Unserem umsichtigen und engagier-

ten Schulreferenten der Gemeinde Ischgl, Erich Wechner, haben wir es zu verdanken, dass der Kinderbuchautor Hakon Hirzenberger im Anschluss an die Einweihung eine Lesung hielt. Er las mit seiner Begleiterin aus seinem Buch „Nelson, der Pinguin“ eine knappe Stunde vor und alle Anwesenden waren erfreut und begeistert. Anschließend durften sich alle Anwesenden an Brötchen und Kuchen stärken. Unsere Elternvertreterin Anna Kurz bereitete dies mit allen Müttern vor und dafür nochmals ein herzliches Vergelt’s Gott. Für die Anschaffung und Realisierung möchten wir uns bei der Gemeinde Ischgl aufrichtig bedanken und wir wissen es zu schätzen, dass unsere Kleinschule so großzügig unterstützt wird. VLin Fabienne Wechner Direktor Alfons Sonderegger


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Kindergarten

Für viele Kinder gehört der Kindergarten zu den wenigen Orten, an denen sie andere Kinder treffen und mit ihnen spielen können. So bekommt der Kindergarten auch in dieser Hinsicht eine ganz wesentliche Bedeutung für die Entwicklung, denn der Kontakt zu anderen Kindern ist für die kindliche Entwicklung von großer Bedeutung. Durch gezielte Lern- und Spielangebote fördern wir die Kinder in den verschiedensten Entwicklungsbereichen, die für einen guten Schulstart von großer Bedeutung sind. Die Vorbereitung der Kinder auf den Schuleintritt beginnt daher nicht erst im letzten Kindergartenjahr.

Kindergarten Bildungseinrichtung, nicht Aufbewahrungsstätte

Sozialverhalten (Trennung von Bezugsperson, Verhalten in der Gruppe, Regelakzeptanz, Selbstständigkeit usw.), Motorik (Grobmotorik, Feinmotorik, Balancieren, Überschreiten der Körpermitte usw.), kognitiver Entwicklungsstand (Gedächtnis, Sprache, Mengenerfassung, Farbenkenntnis, Erkennen von Regelhaftigkeit usw.), Wahrnehmung (visuelle und akustische Gliederungsfähigkeit usw.), Körperschema (Raumorientierung, Gleichgewicht usw.), Arbeitshaltung (Ausdauer, Konzentration usw.), Motivation Diese Dinge benötigen die Kinder, damit sie „schulreif“ sind. Und all das erlernen die Kinder von Beginn ihrer Kindergartenzeit an. Vorschulblätter sind für alle Kinder eine Ergänzung, ein „Schule spielen“. Aber kein Kind hat Nachteile, nur weil es weniger oder sogar gar keine Vorschulblätter macht. Ein regelmäßiger und pünktlicher Besuch des Kindergartens ist daher für alle Kinder von großer Bedeutung! Alexandra Ladner Kindergartenleiterin

1. Reihe: Stella Krajnc, Anna Zangerl, Sarah Wechner 2. Reihe: Miriam Zangerl, Marie-Theres Aloys, Paula Ladner, Christian Feichtenschlager 3. Reihe: Stefanie Laimböck, Sandro Ljuljdjuraj, Roman Kurz, Angelo Seiwald 4. Reihe: Fabian Von der Thannen, Maximilian Ebel, Mathias Kurz, Nick Ecker, Ramona Kleissl


Aus der Gemeinde Dieses Jahr fand die Goldene CIMSEC Kammkelle, der bekannte österreichische Lehrlingswettbewerb der Hafner- und Fliesenlegerlehrlinge, bereits zum 23. Mal statt. Im Rahmen des Turniers bewertete CIMSEC durch eine Prüfung in den Berufsschulen das theoretische Wissen der Lehrlinge der dritten Klassen. Ihr praktisches Können, das von ihren Berufsschullehrern bereits während der Ausbildungszeit verfolgt wurde, ist ebenso ein Bestandteil der Leistungsbeurteilung. Matthias Öttl aus Ischgl/Waldhof erreichte heuer den hervorragenden dritten Platz in der Tirol-Wertung.

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Engagierter Lehrling

V.l.n.r.: Lehrlingsbeauftragter Christian Juen, Hermann Schmid, Lehrling Matthias Öttl, Lehrherr Rudolf Schmid, Berufsschullehrer Hugo Weger, Josef Bachler und Bernhard Ebner

Meister- und Unternehmerprüfung für Konditoren und Zuckerbäcker Danach habe ich noch ein Jahr als Konditorgesellin bei Kurz gearbeitet. Weiters habe ich dann in Serfaus beim Hotel Furgler in der Patisserie gearbeitet. Seit 2009 arbeite ich zu Hause im Hotel Dorfschmiede in Ischgl. Im September 2010 habe ich mit dem Meisterkurs für Konditoren begonnen. Dieser ging bis Dezember 2010 und die Prüfungen habe ich im Jänner und im April 2011 abgeschlossen. Im Mai 2011 habe ich in Innsbruck den 4-wöchigen Unter-

nehmerkurs begonnen und im Juni die Prüfungen gemacht. Weiters habe ich seit 2007 sämtliche Kurse, wie z.B. Airbrush-Kurs, Zuckerkurs, Pralinen- und Dessertkurs, gemacht. Da mir mein Beruf sehr Spaß macht und man nie auslernt, werde ich mit Sicherheit noch weitere Kurse besuchen. In den nächsten Jahren möchte ich mein eigenes Café eröffnen.

Ehrung für Anna Zangerl

und Garnibetrieb, Pension Zangerl, in Ischgl. Im Jahr 1965 ist ihr Ehegatte, Emil Zangerl, verstorben und hinterließ Anna Zangerl mit ihrem einjährigen Sohn. Seither hat sie den Betrieb alleine geführt. Frau Zangerl zeichnet sich durch Fleiß und Tüchtigkeit aus; das Haus wurde immer wieder renoviert, um den Komfort zu erhöhen, und auch im Sommer kann sie sich über viele Stammgäste freuen. Für ihre 50-jährige Kammerzugehörigkeit bedankt sich die Wirtschaftskammer Tirol mit der Ehrenurkunde.

2003 habe ich meine 3-jährige Lehre als Konditorin bei der BäckereiKonditorei Kurz in Ischgl begonnen.

Anna Zangerl ist seit 50 Jahren Mitglied der Wirtschaftskammer

Tirol. Sie führt nach wie vor im Alter von 74 Jahren ihren Pensions-

Melanie Pedrolini


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Almabtrieb

Almabtrieb am 17.09.11 Nach einjähriger Pause fand am 17.09.11 wieder der Almabtrieb der Alpe Fimba sowie der Alpen Pardatsch, Taya und Gampen statt. Ebenso sind an diesen Tagen die Alpen Velill und Boden abgefahren. Zuerst kamen die Fimber bei schönem Wetter, wo die Bläser der Musikkapelle Ischgl die Tiere zur Schoad erwarteten. Um ca. 12 Uhr marschierten die Pardatscher, Tayer und Gamper wieder übers Egg – Parkgarge – Dorf-

Paznaun aufs Sandli. Beim Jägerhof wurden die „Abfahrer“ schon mit dem ersten Bier und Schnaps erwartet. Viele Zuschauer erfreuten sich am Geschehen. Die Almleute wurden von verschiedenen Gruppen der Musikkapelle und den Alphornbläsern entlang der Dorfstraße begleitet, wobei mehre Boxenstopps eingebaut waren. Beim bestens hergerichteten Festplatz sorgte die Gruppe „Paznaunerklang“ für gute Stimmung am Sandli. Die Schützen und Bäuerinnen von Ischgl und Mathon hatten wieder bestens für Speis und Trank gesorgt. Von den Bäuerinnen wurde eine Kuh zum Wettmelken aufgestellt, die besonders bei den Kindern gut ankam. Auch verschiedene heimische Produkte wurden angeboten. Es war wieder ein sehr gelungenes

Fest. Allen, die mitgeholfen haben, ein großes DANKESCHÖN. Gruß Emil

Alpe

Alppersonal

Aufgetriebene Tiere

Velill Pardatsch Taya Boden Gampen Fimba

Zangerl Emil Stark Daniel, Stark Patrik Wechner Otto und Marlies Walser Reinhard Zangerl Mario und Maria, Hummel Hanna Jehle Walter, Jehle Wolfgang Zangerl Mathias, Kaiser Fabian

20 Kühe 62 Kühe 50 Kühe 4 Kühe 36 Kühe 745 Stück, 29 Pferde

17 Kälber 33 Goltvieh 1 Stier 11 Kälber 30 Schweine 20 Goltvieh 4 Kälber davon 246 Schweizervieh


Almabtrieb

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Almabtrieb


Tourismusverband Paznaun – Ischgl

Liebe Ischgler, diesen Beitrag möchte ich überwiegend unserem neuen Wasserspielplatz „Sandli“ widmen: Der Verein der Ischgler Tourismusunternehmen konnte nach dem Behördenverfahren von April bis Juni 2011 schließlich im Juni mit den Bauarbeiten am Areal beginnen: Zunächst wurden die Steinmauern instand gesetzt und teils neu errichtet. Im Juli fand die Errichtung des Verbindungssteges und zentralen Spielbereiches statt. Im Laufe des Sommers wurde der Pavillon gebaut, welcher zum gemütlichen Verweilen einlädt, während sich die Kinder vergnügt an den Spielgeräten aufhalten. Es folgte der Bau der Aussichtsplattform sowie des kleinen Ruheplatzes mit Spielfiguren. Die Arbeiten dauerten bis Ende September an. Erfreulicherweise hielten sich zahlreiche Einheimische und Gäste in den letzten schönen Herbsttagen am „Sandli“ auf und berichteten

Wasserspielplatz „Sandli

überwiegend positiv darüber. Der Beweggrund für dieses Projekt war, im Nahbereich des Ortes einen Rundwanderweg zu errichten, welcher auch für Familien mit Kindern oder ältere Leute einfach zu begehen ist und dabei eine herrliche Ansicht von Ischgl bietet. Dabei sollte das natürliche Feuchtgebiet erhalten bleiben und mit möglichst natürlichen Materialien gearbeitet werden. All dies war nur durch die Unterstützung der angrenzenden Grundstückseigentümer und der Gemeinde Ischgl möglich und wir dürfen hierfür recht herzlich danken. Der Wasserspielplatz soll ein infrastruktureller Baustein sein, um die Schönheit unseres Ortes hervorzuheben. Seitens des Tourismusverbandes werden die weitere Verbesserung und der Ausbau der Infrastruktur im gesamten Paznaun (v.a. Mountainbike- und Wanderwege) im Jahr 2012 ebenfalls wiederum Schwerpunkte darstellen. Im Sommer 2011 mussten wir ein Nächtigungsminus von 6,48 Prozent (–6.618 Nächtigungen) hinnehmen, was durchaus bitter ist. Darüber hinaus ist die Wertschöpfung im Sommer aufgrund des großen Preisdrucks zu gering. Diverse Marketingmaßnahmen oder Veranstaltungen schlagen sich in der Nächtigungssta-

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tistik nicht mit dem gewünschten Erfolg nieder und wir müssen darüber nachdenken, neue Produkte zu entwickeln, welche der Markt verlangt und womit andere Destinationen bereits durchaus Erfolge erzielen (z.B. eine Karte zur kostenlosen Nutzung diverser Angebote wie Bergbahnen, Busse u.Ä.). Derartige Ideen kann der Tourismusverband jedoch nicht alleine umsetzen und wir hoffen auf eine Kooperation aller involvierten Unternehmen und Institutionen. In Hinblick auf die Wintersaison wird der Tourismusverband zahlreiche Veranstaltungen durchführen und wie im Vorjahr umfangreiche Marketingmaßnahmen setzen (Fernsehspotkampagne, Außenwerbung, Internetmarketing u.v.m.). Viele Aktivitäten kann der Tourismusverband alleine jedoch nicht umsetzen und es gilt unser Dank der Silvretta Seilbahn AG, den zahlreichen Vereinen und Institutionen sowie den freiwilligen Helfern für die Zusammenarbeit! Mit den Wünschen für ein gesegnetes Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr Alfons Parth, Obmann Tourismusverband Paznaun – Ischgl und Verein der Ischgler Tourismusunternehmen


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Top of the Mountain Opening

Top of the Mountain Opening Concert â&#x20AC;&#x201C; Roxette 28. 11. 2011


Silvretta Seilbahn AG Hinter uns liegt ein arbeitsreicher Sommer mit einem umfangreichen Investitionsprogramm und dem Bau der neuen Sonnenbahn als bedeutendsten Vorhaben. Diese Bahn ersetzt als kuppelbare Sechsersesselbahn den alten Sonnenlift und verfügt über ein kindersicheres, automatisches Schließbügelverrie-

gelungssystem. Das Design wurde wieder jenem der Lange-Wand-Bahn angepasst und ist wirklich gelungen. Die Abfahrt wurde in diesem Zuge verbessert und weist keine Kreuzung und dadurch mehr Sicherheit auf. Über eine halbe Million Euro wurde in Rekultivierungs- und Begrünungsarbeiten bei den Pisten investiert. Daneben erfolgte ein Um- und Zubau der Umspannstation bei der Bergstation Gratbahn und die Neuerrichtung der Förderbänder Viderböden und Übungsareal. Unter Einsatz einer Vielzahl von Arbeitsgeräten wurden neben anderen Pistenkorrekturen Engstellen in der Oberen Maas, in der Waldschneise

und bei der Neuen Ried für die Talabfahrt Nr. 1 verbessert und entschärft. Der neue Zufahrtsweg ins Fimba ist mit Ausnahme der Asphaltierung so gut wie fertiggestellt und wird im nächsten Sommer zu einer Entlastung des Ortszentrums führen. Zwei spektakuläre Stahlseilbrücken – 117 bzw. 107 Meter lang und bis zu 70 Meter über dem Boden – machen den nunmehr abseits der Fahrwege

geführten Wanderweg auf die Idalpe noch attraktiver. Wie jedes Jahr waren auch wieder umfangreiche Arbeiten an der Schneeanlage geplant und wurden neue Beschneiungsteilstücke mit rd. 6,7 km Länge errichtet. Im Restaurant Höllboden wurden in der ersten Phase eines zweijährigen Investitionskonzeptes der Küchenund Ausgabebereich neu und zeitgemäß gestaltet, die WC-Anlagen neu errichtet und die Terrasse vergrößert. Das Panorama-Salettl auf der Terrasse des Bedienungsrestaurants Idalpe

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soll ein neuer, attraktiver Treffpunkt werden. So können sich unsere Gäste über eine Vielzahl von Neuerungen in der kommenden Wintersaison freuen. Dies alles nützt aber nichts, wenn den Gästen nicht ausreichend Schnee zur Verfügung steht. Diese Befürchtung war heuer durchaus berechtigt, nachdem frühe Schneefälle von der Herbstsonne weggeschmolzen wurden und lang anhaltendes Schönwetter mit Inversionslage keine durchgehende Beschneiung möglich machte. Trotzdem ist es uns gelungen, als praktisch einziges Skigebiet zumindest einen Teil der Pisten zu öffnen und dadurch den geplanten Saisonstart zu retten. Der durchschlagende Erfolg dieser Maßnahmen wurde mit nahezu 14.000 Ersteintritten am Konzerttag, dem 26.11.2011, dokumentiert. Viele Gäste haben sich sehr lobend über unsere Bemühungen und die gebotenen Pistenbedingungen geäußert. Bei allen Investitionen in die Technik sollte aber nicht vergessen werden, dass letztlich immer Menschen diese Technik bedienen müssen und es großer Erfahrung, Einsatz und Motivation bedarf, damit dies alles erst möglich wurde. Deshalb sei an dieser Stelle unserem Pistenchef Serafin Siegele, dem Chef der Beschneier, Erich Rudigier, sowie allen Mitarbeitern herzlichst gedankt. Der Dank gilt aber auch sämtlichen Firmen und unseren Mitarbeitern, die für den reibungslosen Ablauf und die rechtzeitige Fertigstellung unserer Vorhaben im Sommer verantwortlich waren. Leider sind nach derzeitigen Prognosen noch keine Schneefälle in


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Silvretta Seilbahn AG

Schneelage am 25.11.2011 auf der Idalp

Aussicht und auch der angekündigte Temperaturrückgang soll nun wieder nicht stattfinden. Bis zum Erscheinen dieser Ausgabe sollten wir hoffentlich auch

die werbewirksame Außenwette für„Wetten, dass?“ über die Bühne gebracht haben. Wir hoffen, dass Frau Holle und Petrus bald ein Einsehen mit uns haben

und uns zumindest weiße Weihnachten bescheren. Mag. Hannes Parth Vorstand

Kabarett im Dorf Kultfigur Bergbauer Luis folgte der Einladung von Kultur im Dorf nach Ischgl und präsentierte sein Programm im Juli 2011 auf der Bühne des Silvrettacenters. „S’Beschte vom Luis“, so der Titel des Kabaretts von Manfred Zöschg, beschäftigte sich mit Bergbauer Luis aus Südtirol und seiner Version von „Bauer sucht Frau“. Zwar wurde er auch in Ischgl nicht fündig, sorgte aber dennoch mit seinen pointierten Ausführungen über die zahlreichen Schwierigkeiten des fiktiven Südtiroler Landwirts auf Brautschau für Begeisterungsstürme beim Publikum. Manfred Zöschg - vielseitig oder schizophren? Was bewegt einen Kfz-Meister dazu, auf die Bühne zu gehen und zwei Stunden lang auf das Publikum einzureden? Schwer zu sagen, aber das Publikum lacht bereits Tränen, wenn Manfred Zöschg alias Luis aus Südtirol die Bühne betritt und den Zuschauern sein charmantes Lächeln schenkt. Manfred Zöschg ist einer der vielseitigsten Künstler, die das

Auch bei Manuela Rudigier hatte Bergbauer Luis kein Glück

Kabarett zu bieten hat. Er beherrscht nicht nur sämtliche deutschen Idiome, sondern tut so, als könne er zudem perfekt italienisch, englisch, russisch, afrikanisch und arabisch. Neben seiner Paradefigur, dem Luis aus Südtirol, gewinnt er auch Figuren wie dem Professor Genius aus Wien, Alois dem bayrischen Bademeister, Andrea dem italienischen Casanova und zahlreichen anderen schrägen

Typen überaus kabarett-taugliche Seiten ab. Der große Erfolg im Juli veranlasste Kultur im Dorf dazu, bereits am 1. Dezember 2011 eine Wiederholung mit dem schrulligen Original zu wagen. Wer weiß, vielleicht gelingt es den Veranstaltern ja beim zweiten Anlauf, Bergbauer Luis in Ischgl unter die Haube zu bringen. Dominik Walser


Kultur im Dorf

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Prosa von Felix Mitterer auf der Vider Alp Trotz regnerischen Wetters und ungemütlicher Temperaturen folgten zahlreiche Literatur-Fans der Einladung der Initiative KULTUR IM DORF zur diesjährigen Literatur-Nachtwanderung und lauschten Felix Mitterers Erzählungen auf der Vider Alp hoch über Ischgl.

zum zweiten Mal bei der LiteraturNachtwanderung dabei war, gab Satirisches aus seinem 1981 erschienenen Werk „An den Rand des Dorfes“ zum Besten. Mitterer ist laut eigenen Angaben dem Tourismus gegenüber heute weit weniger pessimistisch eingestellt als noch vor einigen Jahren. „Was mir hier in Ischgl so gefällt, ist,

Der Wettergott meinte es einmal mehr nicht gerade gut mit KULTUR IM DORF und bescherte der Ischgler Initiative Regenschauer und für Ende Juli eindeutig zu tiefe Temperaturen bei der diesjährigen Literatur-Nachtwanderung. Zahlreiche Liebhaber des geschriebenen Wortes ließen sich davon allerdings nicht abschrecken und folgten der Einladung auf den Berg. Felix Mitterer, der bereits

dass die Leute trotz intensivem Tourismus ihre Identität nicht verloren haben und nach wie vor wissen, wo ihre Wurzeln liegen.“ Das Team der Vider Alp begeisterte die Besucher im

Anschluss an die Lesung mit einem Tiroler Gröstl, bevor Letztere zu einer verkürzten Wanderung aufbrachen. Aufgrund der Witterungsverhältnisse wurde eine Alternativroute über die neuen Hängebrücken zurück nach Ischgl gewählt und das Konzert der Musikkapelle kurzerhand von der Paznauner Thaya ins Silvrettacenter verlegt. Beim Platzkonzert bewiesen die Initiatoren von Kultur im Dorf ihre eigene Beflissenheit mit der Materie. Erich Wechner führte nicht nur charmant durch das Programm, sondern war auch aktiv als Waldhornist am Konzert beteiligt, welches von Thomas Jehle dirigiert wurde. Sissi Wolf und Dominik Walser trugen zwischen den einzelnen Stücken humoristische Texte zu Musik und Kunst im Allgemeinen vor. Auch Felix Mitterer musste nicht lange überredet werden, weitere Werke zu präsentieren und den einen oder anderen Schwank aus seinem bewegten Leben zu erzählen. Dominik Walser


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Kultur im Dorf

Mit Bernhard und Alexander Walser stellt erstmals ein Vater-SohnGespann seine Werke im Silvrettacenter aus. Am 25. November enthüllten die beiden Gezeichnetes und Gemaltes. Für die musikalische Umrahmung zeichneten die heimischen Musiker Philipp Schmid, Daniel Öttl, Markus Kurz und Gerold Huber verantwortlich. Das Silvrettacenter Ischgl hat sich während der letzten Jahre bereits einen guten Ruf als begehrte Location für Vernissagen aller Art gemacht. Fanden bereits in der Vergangenheit Vernissagen von mehreren Künstlern

Bürgermeister Werner Kurz, Dr. Josef Walser, Bernhard und Alexander Walser, Vorstand Mag. Hannes Parth, Geschäftsführer Erich Wechner

Gezeichnetes und Gemaltes im Silvrettacenter gleichzeitig statt, ist es doch eine Premiere, dass ein Vater gemeinsam mit seinem Sohn ausstellt. Bernhard Walser, hauptberuflich als Lehrer tätig, präsentiert im Zuge der Ausstellung eigene Öl- und Acrylgemälde. Thematisch breit gefächert zeigt er einen Querschnitt seines Schaffens von 1984 bis 2011. Sein zweiundzwanzigjähriger Sohn Alexander hingegen erstellt in erster Linie Zeichnungen, verwendet aber auch die Gouachetechnik. Gouache ist ein wasserlösliches Farbmittel, bestehend aus gröber vermahlenen Pigmenten unter Zusatz von Kreide. Als Bindemittel wird Gummiarabikum verwendet. Gouache kann sowohl für deckende als auch für lasierende Maltechniken verwendet werden. Damit vereint sie die Vorzüge von Aquarell- und Ölfarbe. Gouache wird vorwiegend

auf Papier oder Karton verwendet, kann aber auch auf Leinwand und anderen textilen Untergründen vermalt werden. Alexanders Zeichnungen sind in erster Linie von seinem Archäologiestudium inspiriert. „Alexander musste anfangs von mir zu der Vernissage überredet werden, war aber spätestens ab dem Zeitpunkt, an dem er seine gerahmten Werke zum ersten Mal sah, Feuer und Flamme für das gemeinsame Projekt“, meint ein zu recht stolzer Bernhard Walser. „Für mich ist es auf alle Fälle eine ungemein tolle gemeinsame Erfahrung.“

„Unsere Katze“, Alexander Walser

„Toscana“, Bernhard Walser

„Piz Tasna“, Bernhard Walser

Die insgesamt 45 Bilder und Zeichnungen sind noch bis Februar 2012 im Silvrettacenter zu sehen. Der Reinerlös aus dem Verkauf der Werke kommt dem Verein KINDERN EINE CHANCE zugute. Dominik Walser


Aus der Gemeinde

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Land Tirol, Frischauf

Die Gemeinde Ischgl mit Gemeinderat und Bürgermeister Werner Kurz gratuliert

Herrn

Herrn

Erwin Cimarolli

Johannes Walser

zur Verleihung des Verdienstzur Verleihung der Tiroler Lebenskreuzes des Landes Tirol für seine rettermedaille – er barg seinen Verdienste um den Tourismus Freund aus einer Lawine

©Die Fotografen

Die Verleihung hat wie jedes Jahr am Hohen Frauentag (15. August) im Riesensaal der Hofburg in Innsbruck stattgefunden und wurde vom Landeshauptmann von Tirol, Günther Platter, und vom Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder durchgeführt.

Johann Von der Thannen

Herrn zur Verleihung des Berufstitels Kommerzialrat für seine Verdienste in der Republik Österreich als Hotelier, Gastronom und Raststätten-Partner Die Verleihung der Urkunde hat am 01. Dezember 2011 durch Wirtschaftskammerpräsidenten Jürgen Bodenseer in Innsbruck stattgefunden. Als Gratulanten stellten sich ein: LA Anton Mattle, Bgm. Werner Kurz, Margot und Hans Von der Thannen, Jürgen Kurz, Mag. Hannes Parth und Alfons Parth


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Aus dem Vereinsleben

Die Bergrettung Ischgl möchte über einige ihrer Aktivitäten berichten. Am 1. Oktober 2011 wurde von der Ortsstelle Ischgl eine Übung für die Bergretter des Tales durchgeführt. Um 09.30 Uhr machten sich 30 Bergretter zum Übungsort im Kitzloch (Bärenfalle) auf.

Nach kurzer Unterweisung machten sich die Bergretter unter den kritischen Augen eines Ausbilders und des Bezirksleiters ans Werk. Die Übung verlief unfallfrei und wurde um 12.00 Uhr mit einem kleinen Grillfest am Pardatscher Stafl beendet.

Bergrettung Ischgl Dort hatten wir einen Stationsbetrieb mit 4 Stationen eingerichtet. UÊ6iÀiÌâÌi˜LiÀ}՘}ʈÌ⏜V… UÊ iÀ}՘}Êiˆ˜iÃÊ*>À>}iˆÌiÀÃÊ aus einem Baum UÊ-iˆL>…˜LiÀ}՘} UÊ ÀÃÌi‡ˆvi‡-Ì>̈œ˜

Kinderklettern in der Kletterhalle Imst

Weiters hat die Bergrettung auch dieses Jahr wieder das Kinderklettern in der Kletterhalle Imst organisiert. Am 26. Oktober um 13.00 Uhr trafen wir uns bei der Feuerwehrhalle. Da wieder 47 Kinder und einige Betreuer dabei waren, sind wir mit einem großen Bus zur Kletterhalle Imst gefahren. Nachdem wir alle mit Klettergurt und Kletterschuhen ausgestattet hatten, ging’s auch gleich los mit dem Klettern und Bouldern. Alle waren mit Ehrgeiz und Eifer dabei. Um ca. 16.00 Uhr haben wir die Halle verlassen und uns auf den Weg zur Trofana Rast gemacht. Dort hat uns die Fam. Thannen auf Pizza und Limo eingeladen.

Um 18.00 Uhr waren wir dann glücklich, aber müde wieder zu Hause in Ischgl. Bergrettung Ischgl Schriftführer Alois Kurz


Aus dem Vereinsleben Auch im Jahre 2011 wurden wieder mehrere Kurse über das LFI (Ländliches Fortbildungsinstitut) angeboten. Dies geschah sowohl auf Ortsals auch auf Gebietsebene.

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Bäuerinnen

Am 18. August 2011 wanderten und fuhren Frauen aus dem gesamten Tal zum Langestheier Alpali. Dort genossen wir bei traumhaftem Wetter einen gemeinsamen Nachmittag.

Die Leitung des Kurses lag in den Händen von Frau Dipl.-Päd. Berta Rudigier. Am 12. September 2011 war Modellbesprechung und Maßnehmen. Die neuen Trachten wurden in der Zeit vom 10. Oktober bis 31. Oktober genäht. Den Abschluss bildete das gemeinsame Fotoshooting am 4. November. Besonders bemerkenswert war die Tatsache, dass in dieser Zeit eine Frau drei Trachten nähte.

UÊÊ >ÃÊ-̈VŽi˜Ê`iÀÊ Õ“i˜ÊiÀvœÀ`iÀÌÊ Geschick und vor allem auch Zeit. UÊ Ê <ÜiˆÊ ÀˆÌÌiÊ `iÀÊ ÀLiˆÌÊ ˆÃÌÊ >˜`arbeit, der Rest kann mit Haushaltsnähmaschinen genäht werden. UÊ-BՓi˜]Ê-Ì>vwiÀi˜Ê“ˆÌÊiÝi˜Ã̈V…]Ê Stehfalten reihen nach dem Karo des Hansels, als Rocksaum Kittelblech aufnähen und säumen. UÊ1˜ÌiÀÃV…ˆi`ˆV…iÊ B…ÛœÀŽi˜˜Ì˜ˆÃÃiÊ der Kursteilnehmerinnen werden in der Gruppe ausgeglichen und lässt

Obwohl bereits im vergangenen Jahr ein Trachtennähkurs stattfand, entschlossen sich heuer nochmals acht Frauen aus Ischgl und Mathon, zwei Frauen aus Kappl und eine Frau aus Langesthei, eine Paznauner Festtagstracht anzufertigen.

Das Anfertigen einer Tracht erfordert viel Zeit. Dazu noch einige Tipps und Anregungen von Frau Dipl.-Päd. Berta Rudigier. UÊ >ÃÊ >ÌiÀˆ>Ê ܏ÌiÊ >ÕÃÊ …œV…ÜiÀtigen Naturmaterialien wie Seide, Wolle oder Baumwolle sein.

diese zu einer schönen Gemeinschaft zusammenwachsen.

Bereits am 6. Mai 2011 führte uns Haubenkoch Herbert Osl vor, wie man Desserts neu entdeckt.

Weiters konnte im Gebiet Paznaun der Kurs „Buffetgenuss“ angeboten werden. Frau Dipl.-Päd. Verena Unterkircher, die Leiterin des Kurses, gab

V. l. n. r.: Melanie Siegele, Daniela Hauser, Bettina Pfeifer, Cornelia Pfeifer, Sabine Pfeifer, Carmen Pöll, Claudia Ladner, Alexandra Vogt, Stefanie Rudigier, Erna Zangerl, Nicole Kurz-Kathrein, Dipl.-Päd. Berta Rudigier, Angelika Hauser, Renate Kathrein, Marianka Siegele


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Aus dem Vereinsleben

Alle Kurse fanden in den Räumlichkeiten der Volksschule Mathon statt. Selbstverständlich betreuten wir beim Ischgler Almabtrieb einen Stand.

den Anwesenden wertvolle Tipps für das Zubereiten, Gestalten und Vorlegen verschiedener Köstlichkeiten. Beide Gebietskurse fanden in den Räumlichkeiten des Silvrettacenters in Ischgl statt. Für die kostenlose Benützung möchte ich mich im Namen aller Teilnehmerinnen bei der Silvretta Seilbahn AG aufrichtig bedanken. Auch in Mathon konnten wieder drei Kurse abgehalten werden. Der heurige, mittlerweile schon traditionelle Turnkurs wurde von Frau Petra Schöpf aus dem Ötztal durchgeführt. An 5 Abenden turnten wir

nach „Pilates“. Pilates ist ein sanftes Ganzkörpertraining, das aus Dehn-, Kräftigungs- und Atemübungen besteht. Diese besondere Trainingsmethode dient nicht nur dem allgemeinen Körperwohlbefinden, sondern auch der Gesunderhaltung, und ist eine gute Therapie, um Verspannungen zu lösen. Den Abschluss des heurigen Kursjahres bildete der Kurs „Kochen mit Milch und Milchprodukten“. Frau Ing. Daniela Kapeller zeigte uns am 17. November 2011, wie man Milch und Milchprodukte vielfältig verwenden kann.

Dazu möchte ich mich nochmals bei allen meinen Helferinnen herzlich bedanken. Im kommenden Jahr werden sicherlich wieder einige hoffentlich interessante Kurse angeboten und ich freue mich jetzt schon auf zahlreiche Teilnahme. Claudia Jehle Gebiets- und Ortsbäuerin

Neuwahlen Weidenei Pasnatsch Am Sonntag, den 20. November 2011 wurden Neuwahlen bei der Weidenei Pasnatsch durchgeführt. Als neuer Obmann wurde Hugo Zangerl, Bodenweg 3, und als Alpmeister Armin Ploner, Maria-Schnee-Weg 4, von der Vollversammlung gewählt. Die Tätigkeit des Kassiers und Schriftführers werden von vorerwähnten Personen mit erledigt.


Aus dem Vereinsleben Seit altersher ist Ischgl ein Bergsteigerdorf mit Tradition. Bereits zur Jahrhundertwende wurden die bekanntesten Silvrettagipfel wie Piz Buin und Fluchthorn von Ischgler Bergführern erstbestiegen.

Am 9. und 10. November 1991 fand zu diesem Anlass ein großes Fest in Ischgl statt. Der österreichische Bergführertag wurde abgehalten, zu dem Bergführer aus ganz Österreich kamen. Nach der Jahreshauptversamm-

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Haider statt. Das schöne Gründungsfest ließ man bei einem gemütlichen Frühschoppen ausklingen. Noch heute erzählen die österreichischen Bergführer vom Gründungsfest in Ischgl. Seither sind leider unsere Mitglieder

20 Jahre Bergführerverein Ischgl Um dieser großen Tradition gerecht zu werden, wurde 1991 unter dem Obmann Stefan Wolf, den Altbergführern Erwin Aloys, Johann Salner, Franz Salner, Eugen Zangerl, Emil Zangerl und den Bergführern Andreas Salner, Roland Salner, Rudolf Walser und Stefan Jungmann der Bergführerverein Ischgl gegründet.

lung wurde im Silvrettacenter ein gemütlicher Ball für die Bergführer und deren Begleiterinnen organisiert, der bis in die frühen Morgenstunden dauerte. Am folgenden Tag fand bei einer Bergführermesse die feierliche Segnung der von Patin Agnes Zangerl gespendeten Bergführerfahne durch den damaligen Pfarrer Franz

Erwin Aloys, Johann Salner und Eugen Zangerl verstorben. Ihre Namen sind am Bergführerstein angebracht und werden uns immer in Erinnerung bleiben. Der Bergführerverein und das gute Image der Bergsteigerei brachten uns auch viele neue Mitglieder. Dazugekommen sind die Bergführer Chris-

Bergführerverein im Jahr 2011 vor dem Bergführerstein (von links): Stefan Wolf, Rudolf Walser, Franz Salner, Roland Salner, Emil Zangerl, Andreas Salner, Stefan Jungmann, Gerhard Feichtenschlager, Hannes Walser, Martin Vogt, Stefan Siegele, Christian Eiterer


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Aus dem Vereinsleben

tian Eiterer, Stephan Siegele, Martin Vogt, Hannes Walser und zuletzt Gerhard Feichtenschlager. Zum 10-jährigen Gründungstag errichteten wir Bergführer mit Unterstützung der SSAG ein Kreuz auf der Flimspitze, das im Sommer und im Winter bestens besucht wird. Die Bergführer des Vereins sind mit ihrer Führungstätigkeit in den Bergen quer über den gesamten Globus unterwegs und konnten unzählige Gäste auf die schönsten Gipfel führen. Bisher konnten wir auch immer alle uns anvertrauten Klienten gesund nach Hause bringen. Auch privat sind die Bergführer des Bergführervereins Ischgl in den Bergen der Welt unterwegs. Es wurden zahlreiche Expeditionen auf die höchsten Gipfel der Welt und Trekkingtouren auf vielen Kontinenten durchgeführt. Unter anderem stand unser Vereinsmitglied Christian Eiterer auf dem höchsten Gipfel der Welt, dem 8848 m hohen Mount Everest. Neben der bergsteigerischen Leistung nehmen wir Bergführer in unseren Trachten auch jeden Sommer an den Prozessionen teil und lassen damit die alte Tradition weiterleben. Wir nehmen an Versammlungen und

Schitour: Gipfelkreuz Flimspitze, „10 Jahre Bergführerverein Ischgl“

Tagungen, Beerdigungen von Kollegen und beispielsweise auch am internationalen Bergführer-Schirennen teil, bei dem unser Mitglied Roland Salner immer Spitzenplätze herausfahren kann. Aufgrund unserer Ausbildung und Erfahrung sind wir auch in anderen Institutionen wie Bergrettung und Lawinenkommission tätig und unverzichtbar. Die Ischgler Bergführer werden überall auf den Hütten der Alpen gern

gesehen und sind immer herzlich willkommen. Wir wünschen unserem Verein auch weiterhin eine so gute Kameradschaft und Gottes Segen für die sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Möge der Patron der Bergsteiger, der heilige Bernhard, uns Bergführer begleiten und uns und unsere Gäste immer gesund von den Bergen zurückkehren lassen. Stefan Jungmann Schriftführer

Gründungsmitglieder (von links): Eugen Zangerl, Roland Salner, Franz Salner, Emil Zangerl, Erwin Aloys, Stefan Jungmann, Johann Salner, Fahnenpatin Agnes Zangerl, Stefan Wolf, Rudolf Walser, Andreas Salner

Fahnenweihe durch Pfarrer Franz Haider


Aus dem Vereinsleben „Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie. Man muss die Musik des Lebens hören; die meisten hören nur die Dissonanzen.“ Der letzte Sonntag im Jahreskreis ist der Christkönig-Sonntag. In der Vorabendmesse treffen sich Sänger und Musikanten zu einem Dankgottesdienst zu Ehren der hl. Cäcilia. Das feierliche Amt ist für die verstorbenen Vereinsmitglieder der Musikkapelle und der Sängerrunde und wird von Musikkapelle und Chor gemeinsam gestaltet. Die Cäciliamesse und die anschließende Cäcilienfeier sind immer wieder der richtige Anlass, Musikanten und Sänger für ihre Leistungen und ihre langjährige Mitgliedschaft zu ehren. Nach dem Amt nimmt die Sängerrunde Aufstellung im Altarraum. Die Obfrau Gertrud Ganahl begrüßt in ihrer Rede alle anwesenden Kirchenbesucher, besonders aber die Obfrau-Stellvertreterin des Tiroler Sängerbundes, Frau Marianne Weilharter, den Bürgermeister Werner Kurz und die Vertreter der Gemeinde, alle Musikanten und Sänger sowie die Ehrenmitglieder beider Vereine. Die Obfrau hebt hervor, dass die Cäciliamesse immer auch ein Anlass ist, Dank zu sagen. Sie bedankt

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Cäcilienfeier 2011 Cäciliamesse am 19.11.2011 Einzug: Volksgesang Kyrie: Musikkapelle Gloria: Musikkapelle Zwischengesang: Musikkapelle Gabenbereitung: Chor Sanktus: Chor N. d. Wandlung: Chor Kommunion: Chor Orgel Nach d. Kommunion: Volksgesang Schluss: Musikkapelle Zum Auszug: Orgel sich beim Chorleiter für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr, beim Organisten für die treuen Dienste im ganzen Kirchenjahr, den Sängerinnen und Sängern für ihre fleißige Teilnahmen bei Proben und Auftritten, den Funktionären beider Vereine für die hervorragende Zusammenarbeit und der Gemeinde und den freiwilligen Spendern für die großzügige Unterstützung. Die Obfrau gibt auch einen kurzen Rückblick über die kirchlichen Auftritte der Sängerrunde im abgelaufenen Kirchenjahr, daher ist es auch richtig, Chormitglieder heute

Nach dem Gottesdienst und den Ehrungen – die Sängerrunde Ischgl vor dem Hochaltar

Christkönigslied, 1. Strophe Gloria Kyrie (Agnus Dei) Marienlied Sanktus (lat. Messe) Benedictus (lat. Messe) Agnus Dei (lat. Messe) Orgelstück Christkönigslied, 2. Strophe Großer Gott, wir loben dich Orgelstück hier in der Kirche zu ehren. Die Ehrungen werden von der stellvertretenden Obfrau des Tiroler Sängerbundes, Frau Marianne Weilharter, von der Obfrau und dem Chorleiter vorgenommen. Für 20-jährige Mitgliedschaft erhalten Gerlinde Groinig, Maria Rudigier und Hannes Jungmann das Vereinsabzeichen der Sängerrunde in Silber mit Urkunde und vom Tiroler Sängerbund ebenfalls das Abzeichen in Silber mit Urkunde. Wie jedes Jahr werden die Mitglieder der Musikkapelle, der Sängerrunde und der


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Aus dem Vereinsleben

Kirchenchor Mathon zur anschließenden Cäcilienfeier eingeladen. In diesem Jahr trifft man sich im Hotel Sonne. Die Gemeinde ist der Gastgeber. Nach dem Hauptmenü greift der Obmann der Musikkapelle, Elmar Ladner, zum Mikrofon. Er begrüßt die Hohe Geistlichkeit, alle Freunde der Musik, den Bürgermeister und die Vertreter der Gemeinde. Der Obmann bedankt sich bei den Musikantinnen und Musikanten für die gute Zusammenarbeit, bei der Gemeinde für die großzügige Unterstützung und bei der SSAG für die dauernde Saalbenützung. Dann nehmen der Obmann und der Kapellmeister Michael Wechner die diesjährigen Ehrungen vor. Insgesamt kann man mit Genugtuung sagen, das war wieder ein gelungener Abend mit hervorragender Musik der „Wildschönauer“. Ein Lob der hervorragenden Küche und der freundlichen Bedienung im Hotel Sonne, die keine Wünsche of-

Für 25-jährige Mitgliedschaft erhalten Arthur Kurz, Thomas Jehle (Bråndbauer) und Stefan Zangerl die Verdienstmedaille des ÖBV in Silber. Ein Ehrenhorn erhalten für 10-jährige Funktionärstätigkeit als Chronist - Othmar Walser 10-jährige Funktionärstätigkeit als Schriftführer - Dietmar Walser Die Jungmusikanten erhalten ihr Leistungsabzeichen in Bronze Stefanie Jehle / Waldhorn Hannah Zangerle / Flöte Jakob Kurz / Schlagzeug Raphaela Mark / Klarinette Daniela Tschoder / Klarinette Anna-Maria Walser / Klarinette Simon Kurz / Trompete Hermann Zangerl / Schlagzeug Das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Silber erhält Johannes Rehberger auf dem Schlagzeug Das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Gold erhält Daniel Kurz auf der Klarinette Ehrung vom Blasmusikverband Tirol für Ehrenobmann Elmar Kurz für 40-jährige Mitgliedschaft und Ehrenmitglied Hermann Kurz für 50-jährige Mitgliedschaft

fen ließ, und nicht zu vergessen: Ein herzliches Danke an den Gastgeber, die Gemeinde, die die Leistungen der

Othmar Walser (Chronist) und Dietmar Walser (Schriftführer) erhielten das Ehrenhorn der MK Ischgl für 10 jährige Funktionärstätigkeit

Musikkapelle und der Chöre stets zu schätzen weiß. J. Öttl (Chronist)

Arthur Kurz und Thomas Jehle erhielten die Verdienstmedaille des ÖBV in Silber für 25 jährige Mitgliedschaft


Aus dem Vereinsleben

Im Hotel Sonne – v. l.n.r.: Gerlinde Groinig, Hannes Jungmann, Bürgermeister Werner Kurz, Maria Rudigier, Chorleiter-Stv. Gottlieb Rudigier, Obfrau Gertrud Ganahl und die stellvertretende Obfrau des Tiroler Sängerbundes, Frau Marianne Weilharter

Johannes Rehberger legte das Musiker-Leistungsabzeichen in SILBER auf dem Schlagzeug ab. Im Bild: Die Jugendreferenten Günther Walser und Markus Kurz, Kapellmeister Michael Wechner, Johannes Rehberger, Bürgermeister Werner Kurz und Obmann Elmar Ladner

Ehrenobmann Elmar Kurz erhielt vom Tiroler Blasmusikverband für seine 40-jährige Mitgliedschaft eine Ehrung. Im Bild: Bürgermeister Werner Kurz, Kapellmeister Michael Wechner, Ehrenobmann Elmar Kurz, Obmann Elmar Ladner, die Jugendreferenten Markus Kurz und Günther Walser und Obmann-Stv. Christian Schmid

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Die Jungmusiker haben das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in BRONZE abgelegt. Im Bild: Bürgermeister Werner Kurz, Hannah Zangerle, Jakob Kurz, Jugendreferent-Stv. Markus Kurz, Raphalea Mark, Anna-Maria Walser, Hermann Zangerl, Simon Kurz, Kapellmeister Michael Wechner, Jugendreferent Günther Walser, Stefanie Jehle und Obmann Elmar Ladner

Daniel Kurz legte das Musiker-Leistungsabzeichen in GOLD auf der Klarinette ab. Im Bild: Bürgermeister Werner Kurz mit Sohn Daniel, Kapellmeister Michael Wechner, Obmann Elmar Ladner, die Jugendreferenten Markus Kurz und Günther Walser und Obmann-Stv. Christian Schmid

Aus dem Unterland „Die Wildschönauer“ – sie begeisterten die Ballbesucher mit einem qualitativ hochwertigen und niveauvollen Programm


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Aus dem Vereinsleben

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DIE FEUERWEHR ISCHGL Retten - Bergen – Löschen - Schützen

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1) Stefan Kathrein, Helmut Siegele und Daniel Winkler haben mit Erfolg das Leistungsabzeichen in Bronze bei der Atemschutzleistungsprüfung am 14.5.2011 in Landeck absolviert 2) Teilnahme am 1. Ischgler Blaulicht-Tag am 4.9.2011 3) Die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung in Bronze haben am 9.9.2011 abgelegt: Christoph Jehle, Thomas Jehle, Alexander Mangold, Marco Rudigier, Josef Salner, Helmut Siegele, Stefan Siegele, Daniel Stark, Daniel Steinbauer, Dietmar Walser und Helmut Zangerl 4 – 6) K.o.-Bewerb vom FW-Abschnitt IV am 15.7.2011 in Ischgl. Es haben 2 Gruppen der FW Ischgl teilgenommen

,

Die Feuerwehr Ischgl wünscht unserer Bevölkerung und unseren Gästen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2012


Aus dem Vereinsleben Am 15. Juli 2011 fand in Ischgl ein K.o.-Bewerb der Feuerwehren vom Abschnitt Paznaun statt. Auch die Feuerwehr Mathon nahm mit zwei Gruppen an diesem Bewerb teil. Wir konnten trotz weniger Proben den guten 3. Rang hinter Kappl I und Kappl IV sowie den 5. Rang belegen. Insgesamt kämpften 14 Gruppen um die Plätze. Am 12. August 2011 wurde im Bereich Bannwald eine Vollprobe abgehalten. In sehr schwierigem und stei-

Für 40-jährige eifrige und ersprießliche Tätigkeit auf dem Gebiet des Feuerlöschwesens geehrt: BM Werner Kurz, BFKDT-Stv. Albert Praxmarer, BI Gerhard Pfeifer, LM Othmar Sonderegger, Feuerwehrkurator Diakon Karl Gatt, LM Friedrich Walser, ABI Herbert Jehle, OBI André Schneider

Rückblick der Feuerwehr Mathon lem Gelände wurde eine Relaisleitung gelegt. Weiters musste eine zweite Pumpe verwendet werden, um das Wasser mit genügend Druck zum Übungsobjekt zu bringen. Bei dieser Übung wurden die Maschinisten und das verwendete Material (Pumpen und Schläuche) sehr gefordert. Am 14. Oktober 2011 fand unsere diesjährige Herbstübung statt. Übungsobjekt war die Volksschule Mathon. Unterstützt wurden wir bei dieser Übung von zwei Fahrzeugen der Feuerwehr Galtür (RÜST und Drehleiter). Insgesamt nahmen ca. 50 Mann an der Gemeinschaftsübung teil. In kürzester Zeit konnten alle Kinder aus dem Kindergarten und der Volksschule mittels Drehleiter und Atemschutztrupp geborgen

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werden. Der gesamte Kirchenchor, welcher gerade Chorprobe hatte, wurde auch in die Übung miteingebunden und über den angrenzenden Lichtschacht geborgen. Am 16. September 2011 veranstalteten wir einen Informationsabend für unsere Mathoner Frauen. Thema des Abends war das richtige Verwenden und Einsetzen eines Feuerlöschers. Zuerst wurden anhand einer Powerpoint-Präsentation verschiedene Löscher und Gefahren aufgezeigt (Fettbrand, Christbaum, Dekorationsmaterial u.v.m.). Nach dem theoretischen Teil fuhren wir gemeinsam zum Schießstand Valzur. Dort wurde ein Fettbrand simuliert und der Einsatz von Löschdecken und Feuerlöschern konnte geübt werden. Danach klang

Beförderungen: BI Gerhard Pfeifer, OFM Stefan Ladner, OFM Heinrich Walser, OFM Sebastian Zangerl, HFM Christoph Kathrein, OBI André Schneider; nicht im Bild: OFM Lukas Ladner, OFM Mario Ojster, HFM Werner Tschiderer

der Abend bei kalter Platte und gemütlichem Zusammensitzen aus. DANKE der Silvretta Seilbahn AG für die Vorführgeräte und der Firma Brandschutztechnik Bernhard Ehrenreich für die kostenlosen Feuerlöscher. Am 5. November 2011 wurde wie in den vergangenen Jahren unsere Feuerwehrhalle sowie die gesamte Gerätschaft (Fahrzeuge, Schläuche usw.) von 15 Feuerwehrmännern wieder auf Hochglanz gebracht. Am 18. November 2011 wurde das Feuerwehrjahr der Feuerwehr Mathon durch die Jahreshauptversammlung im Hotel Föhre abgeschlossen. Es konnten einige Ehrengäste begrüßt werden. Leider mussten wir uns von zwei Kameraden verabschieden. Franz Jehle und Heinrich Jehle, die über 60 Jahre Mitglied der Feuerwehr Mathon waren, sind verstorben. HERR, GIB IHNEN DIE EWIGE RUHE! Nach dem Tätigkeitsbericht und Kassabericht standen Beförderungen und Ehrungen auf dem Programm. Für 40-jährige eifrige und ersprießliche Tätigkeit auf dem Gebiet des Feuerlöschwesens wurden Othmar Sonderegger und Friedrich Walser geehrt. Ein herzliches DANKESCHÖN der GEMEINDE ISCHGL für die finanzielle Unterstützung während des gesamten Jahres. FROHE WEIHNACHTEN und EINEN GUTEN RUTSCH 2012 Feuerwehr Mathon Kdt. OBI André Schneider


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Aus dem Vereinsleben

Krippenausstellung und Krippenweihe am 20. November 2011 im Silvrettacenter Die wirklich wieder sehenswerte Ausstellung am Ende des Kirchenjahres wurde der Bevölkerung durch E-Mail, Gottesdienstordnung und neuerdings durch Plakatierung sowie Homepage bekannt gemacht.

sowie an ihre Mitglieder, besonders an Herma und Max Kathrein. Als Überraschung präsentierte sie der Gemeinde Ischgl eine Krippe als großes Danke und Geschenk. Diese soll am Gemeindeamt einen fixen Standplatz erhalten und dort ihren Zweck erfüllen. Sodann gratulierte Obm.-Stv. Pepi Sauerwein in sei-

für das Gemeindeamt und meinte, dass dort das Aufstellen einer Krippe längst fällig wäre. Er freute sich auch über das gute Harmonieren des Vereinswesens innerhalb der Gemeinde und war stolz auf das, was diese auch leisten. Er bedankte sich beim Krippenverein für dessen Agieren sowie die Gemeindekrippe und wünschte

Krippenfreunde Tirol – Ortsgruppe Ischgl/Mathon Um 11:00 Uhr weihte Hw. Pfarrer Michael Stieber in feierlicher Atmosphäre 27 Exponate des Krippenvereins, fand dabei die passenden Worte, gratulierte den Kripplern zu ihren Werken und drückte seinen großen Respekt vor deren Kunst aus. Wie immer wurde die Feier mit ausgewählten Liedern der Sängerrunde Ischgl unter der Leitung von Erich Wechner begleitet. Obfrau Renate Kathrein konnte am Beginn ihrer Begrüßungsansprache den Obm.-Stv. der Tiroler Krippenfreunde, Herrn Pepi Sauerwein, sowie Vizebürgermeister Emil Zangerl und natürlich unseren Herrn Pfarrer begrüßen. Grußworte richtete sie auch an die Firma Neurauter, die aus Längenfeld angereist war. Sie hob in ihrer Rede die tolle Gemeinschaft und Kameradschaft innerhalb des Vereinsgeschehens hervor. Sie betrachtete weiters die Sinnhaftigkeit des Krippenbauens aus christlicher Sicht, die stets wachsende Anerkennung und den Respekt der Leistung der Krippenbaukollegen untereinander und sie zitierte: „Die Krippe ist der Ort, an dem die Liebe Gottes zu den Menschen für jeden von ihnen deutlich werden muss.“ Die Obfrau Renate Kathrein richtete ihren Dank an unseren Herrn Pfarrer, die Gemeinde Ischgl, die Sängerrunde, an das Team vom Silvrettacenter

nen Grußworten dem Krippenverein Ischgl/Mathon zu seiner gelungenen Ausstellung und stellte zu seiner Verwunderung fest, dass gerade in einer Tourismusdestination wie Ischgl so intensiv Gemeinschaft gepflegt und das Vereinswesen lebendig gehalten werde. Die gezeigten Krippen würden auch einen tiefen Glauben innerhalb der Dorfgemeinschaft belegen. Deshalb würden sie sicher in den einzelnen Häusern erst recht ihre Botschaft in die Herzen bringen. Sauerwein empfahl auch das Gebet vor und bei den Krippen, denn diese seien nicht nur zum Anschauen, sondern auch zur Besinnung gemacht. Er wünschte dem Verein alles Gute für die Zukunft. Vizebürgermeister Emil Zangerl freute sich bei seinen Grußworten besonders über das Geschenk einer Krippe

alles Gute dem Verein sowie Max und Herma noch viel Gesundheit und noch langes Schaffen im Verein. Obfrau Renate Kahtrein erklärte sodann die Ausstellung für eröffnet und überreichte Herma und Max Blumen und ein kleines Präsent. Zum Abschluss gab Barbara Canal in heimatlicher Lyrik einen Arbeitsbericht über den Krippenbauherbst ab, der die Zuhörer erheiterte. In weiterer Folge besuchten viele die Krippenausstellung, am Nachmittag wurde die Laternenkrippe von Maria Luise Ploner durch Andreas Steibel mit tollem Erfolg versteigert – Gewinnerin: Luna Steibl. Schriftführer Herbert Aloys www.krippen-verein-ischgl.at

Das Geschenk des Krippenbauvereins an die Gemeinde


Aus dem Vereinsleben

Dr’ Ischgler Såniklåsståb Damit der alte Brauch rund um den Såniklåsståb nicht in Vergessenheit gerät, wird dieser Brauch seit einigen Jahren in der Volksschule gepflegt. Das kam den Organisatoren vom „Tiroler Adventsingen“ zu Ohren. So durften unsere zwei Schüler Annabell Ambacher und Jonas Kurz diesen schönen Brauch beim Tiroler Adventsingen 2010 im letzten Dezember vor großem Publikum im Kongresshaus in Innsbruck vorstellen. Die beiden wurden für ihre gelungene Darbietung mit großem Applaus belohnt.

Dr´ Ischgler Såniklåsståb Miar zwoa sei vo Ischgl im Paznau heint gkema und mechta enk vo inserm Såniklåsståb dr´zehla.

Gånz wichtig bei der Såch åbr´ isch, dass ma ou wirklig ehrlig isch!

Båld im November, då freia miar ins auf da Winter.

Wenn nämlig a Egg odr´an Zacka außabricht, denn haßt des, dass eppas dr´louga isch.

Voarhea kimmt åbr´ noch dr´ Såniklås zu ållada Kinder in jeds´ Haus.

Dr´ Såniklås kennt des sofort, an setna Stöcka håt überhaupt kan Wert!

Åbr´ so manchr´ Lausbua håt Bedenka, dass der heilig Månn ihm tuat eppas schenka.

Am Nikalauståg, am 6. Dezember, überglücklig sei då ålladi Kindr´.

Dr´ Lukas bräucht dringend a Påår nui Schi und vom Paul z´ Snowboard isch ou schua wiedr´ hi.

Dr´ Såniklås håt nämlig in dr´ Nåcht viel viel Såcha für ins Kindr´ bråcht.

Dass die Wünsch in Erfüllung giah, dåfür miaßa die Buba eppas tia.

Am gleicha Tåg feira miar Ischgler a Fescht, weil der Såniklås insr´ Kiarchapatron isch.

Dr´ Klaus geaht fleißig in d´Kiarcha ga beta, dr´ Franz håt vo seim Taschagald da Årma 2 `geba.

Sogår am Gemeindewåppa isch er drauf, då kennat´s åll schauga drauf.

D´ Emma tuat iatz gånz fleißig dr´ Mama halfa und dr´ Hannes geaht für d´Nona ga inkoufa.

Inser Såniklåsståb isch enk iatz bekånnt. Miar wünscha noch an besinnlicha Advent!

Jeder Schüler håt sein agna Såniklåsståb, auf dem weard verewigt jedi guati Tåt.

Vergalt´s Gott für enkr´ Aufmerksamkeit, kemat guat ham öis åll, liabi Leut!

Z´löscht sei auf dem Stöcka viel Schnåtta, Kreuzla und Strichla. Damit giah die Schüler am 5. Dezember zum Såniklås in d´Kiarcha. Dört konn denn dr´ Såniklås åblesa, wia brav miar Schüler all sei gwesa.

HEDI ZANGERL, 2010

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Aus dem Vereinsleben

Krampuslauf 2011 Was der Nikolaus zu sagen wusste: Grüß Euch Gott, wie ich seh, seid Ihr alle gut drauf. Willkommen zum 10. Ischgler Krampuslauf! Oberkrampus Andi hat auch heuer wieder ausgewählt fünf Promis, wenn ich recht gezählt. Sichtlich wohl fühlen sie sich auf unserem Wagen. Über sie will ich nun ein paar Worte sagen, was mir so zu Ohren gekommen übers Jahr, was die Leute so reden, ist gewiss alles wahr! Daniel Zangerl Mit bescheidenen zwei PS sicher durchs Dorf hierher kutschiert hat uns der Daniel, dem dafür Dank und Lob gebührt. Doch normalerweise - man höre und staun rast er mit vierhundert PS unterm Arsch durchs Paznaun! Und wenn die Polizei ihn stoppt und sich wundert: Ja, so ein BMW, der stottert bei hundert! Seine Pferde liebt er, die dürfen sich freuen im Frühjahr auf einen Stall, einen neuen. Brigitte Mangold Ich begrüße in unserer Mitte recht herzlich die Mangold Brigitte. Stets gut gelaunt, man kann auf sie zählen, mit Gitti könnt man Pferde stehlen. Wenn’s die Rolle im Theater verlangt von ihr, wird sie zur Furie, zum Fürchten schier. Da hat sie den Rinner Engel, den armen von der Bühne gejagt, zum Derbarmen, mit saugroben Worten, Tritten und Hieben. Hoffentlich ist ihm nichts geblieben! Bedenk, so mancher Mann durch eine resolute Weibsperson trug einen Schaden fürs Leben davon. Markus Felderer Bei Schiclub und Schützen, überhaupt bei Vereinen braucht’s Leute wie Markus, das will ich wohl meinen: Kassier, Starverkäufer, Jugendbetreuer, ja sogar Fahnenträger seit heuer! Das Formel-1-Rennen in Monza mit seinen Kumpels gemeinsam erleben ist für ihn das Höchste, das muss er sich geben. Doch sei nicht zu frech, dass dir nicht, wie’s schon einmal passiert, so ein heißblütiger Italiener die Kugel poliert! Noch etwas: Nicht so eifersüchtig sein, Markus, es ist lächerlich, deine Resi liebt nur dich!

Nadine von der Thannen Sie ist gesellig, gutmütig, tüchtig und schlau, wie sie Papa Hans um den Finger wickeln kann, weiß sie genau. Nadine von der Thannen, ein Name mit Klang! Den behält sie trotz Heirat ihr Leben lang. Soll’s ein Stamperl „Gloriawasser“ sein in froher Runde? Da sagt sie nicht nein. Werden’s aber mehrere dann zum Schluss, dann packt Nadine der Weltverdruss: Wirtschaftskrise, Bankenpleite - Lichtblick sieht sie da keinen, alles findet sie heute zum Heulen und Weinen. Doch am nächsten Tag ist das Leben wieder heiter, nur mit Optimismus kommt man weiter! Nico Zangerl Berühmt-berüchtigt, nicht nur von Ischgl bis Partennen ist unser Nico, jeder muss ihn kennen! Neuerdings Lipizzanerzüchter aus Passion, Ferrarifahrer - lange schon. Ein Tausendsassa, könnt mir’s glauben, nichts kann ihm seine gute Laune rauben. Im Austeilen gar nicht zimperlich. Mein lieber Flex, ich warne dich: Wie man hineinruft in den Wald, es gar nicht ungern widerhallt! Erlaubt, dass ich noch kurz im hundertjährigen Kalender blätter’. Ich lese da, dass neunzehnhundertelf das Wetter dem heurigen ganz ähnlich war: Der Herbst war mild, der Schnee auch rar. Das Bergheu früher aus dem Fimba heim in die Städel zu bringen, konnte nur auf einem guten Schneeries (= Schneebahn) gelingen. Hätt damals einer prophezeit, dass man die Berge je künstlich beschneit, dass Kanonen einmal schneiben und schneiben und jede Menge Schnee außispeiben, den hätt man auf der Stelle für geistesgestört, zumindest für dumm und deppat erklärt! Vierzig Schifahrer damals in Ischgl - lang ist’s her, Gott sei Dank sind’s heute mehr! Eine weitere Denkwürdigkeit wird berichtet, 1911 wurde in Ischgl das erste Auto gesichtet. So, nun lass ich meine Geschichten bleiben, auf Wiedersehn, behüt Euch Gott und noch viel Spaß beim Krampustreiben! Der Nikolaus (Paul Zangerl)


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Jugendraum Kreuzworträtsel Waagrecht 1. Wie viele Meter hat die Kitzlochbrücke? 2. Wer war vor Erich Wechner Kapellmeister der MK Ischgl? 3. Wer umrahmte das diesjährige Openingkonzert? 4. Wem ist die Kapelle in Oberpardatsch geweiht? 5. Wie heißt die Seilbahn im Schigebiet Ischgl, die speziell für Kinder umgebaut wurde? Senkrecht 6. Wie lautet das Thema der Schneeskulpturen für die Wintersaison 2011/2012? 7. Wem wurde im Jahr 2011 der Ehrenring verliehen? 8. Welcher Künstler wird am 22. April 2012 das Frühlingsschneefest Samnaun umrahmen? 9. Der wievielte Krampuslauf fand heuer statt? 10. Seit wie vielen Jahren ist Ischgl die Partnergemeinde von Schengen? 11. Woher stammt die Tracht der MK Ischgl?

Name:

Vorname:

Adresse: E-Mail od. Tel.: Der Gewinner wird per E-Mail oder Telefon benachrichtigt. Viel Glück und Rätselspaß wünscht euch euer Jugendraumteam. Bitte diesen Abschnitt kopieren und an die Gemeinde schicken. Kontaktadresse unter www.ischg.eu. Zu gewinnen gibt es einen Essensgutschein für 2 Personen. Auflösung des Rästels in der letzten Schnerfr- Ausgabe Nr. 41: LÖSUNGSWORT – Hermann Kneringer Wir gratulieren der glücklichen Gewinnerin Frau Emma Wechner, Stöckwaldweg 9


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Aus dem Vereinsleben

Ein besonderes Augenmerk wurde heuer auf die Aus- und Weiterbildung des Betreuerteams gelegt. Gemeinsam mit der Jugendbetreuerin von Galtür (Julia Zangerle) organisierten wir vier verschiedene Fortbildungsmodule zum Thema „Jugend und Vereine“. Die Module wurden von hochqualifizierten Referenten des Landes Tirol abgehalten. Folgende Module fanden während der Sommermonate statt: Mitbestimmung von Jugendlichen in Vereinen; Alkohol und Drogen bei Jugendlichen; Angebote für Mädchen in der Gemeinde; Burschenarbeit in der Gemeinde. Neben den JugendbetreuerInnen von Ischgl und Galtür nahmen auch unterschiedliche Vertreter von Vereinen der zwei Gemeinden das vielfältige Angebot war. Im Rahmen einer kleinen Feier im Gemeindeamt überreichten Bürgermeister Werner Kurz und Gemeindevorstand Erich Wechner den JugendbetreuerInnen von Ischgl die Zertifikate von der Tiroler Jugendoffensive für die Ausbildung „Außerschulische Jugendarbeit in der Gemeinde“. Ebenfalls wurde Günther Walser, Jugendreferent der Musikkapelle Ischgl, das Zertifikat feierlich übergeben.

Unser Stand beträgt derzeit 60 Mitglieder, davon 10 Jugendliche. Auch in diesem Jahr fand wieder im Oktober unser alljährliches Kegelturnier statt. Dieses Jahr freuten wir uns über eine Teilnehmerzahl von rund 190 Personen, wovon 65 Kinder und Jugendliche mitgekegelt haben. Wir bedanken uns für die Pokalspenden von der Gemeinde Ischgl, der Raiba Ischgl, dem Sporthotel Silvretta, der Volksbank Ischgl sowie dem Generali-Versicherungsbüro Matthias Probst. Recht herzlich bedanken möchten wir uns bei allen Einheimischen, die uns auf der Kegelbahn besucht haben. Wir wünschen allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr Euer Obmann Hermann Häusler

Jugendraum Ischgl

GV Erich Wechner, die Jugendbetreuer: Anna Wolf, Martina Grütter, Andreas Vogt, Jugendreferent der MK Ischgl Günther Walser und Bgm. Werner Kurz

Kegelabend mit Törggelen Am 9. Dezember veranstalteten wir für die Jugendlichen von Ischgl und Mathon einen Kegelabend. Vorab begrüßte Bürgermeister Werner Kurz die zahlreich erschienenen Jugendlichen. Neben ihm waren Doktor Andreas Walser, Postenkommandant Gert Pfeifer und Gemeindevorstand Erich Wechner der Einladung des Jugendraumes gefolgt. Die Jugendlichen nutzten die Möglichkeit den anwesenden Gremien verschiedene Fragen zu stellen, die natürlich fachmännisch beantwortet wurden. Während dessen genossen Jung und

Alt die köstlich zubereiteten Kastanien. Gut gestärkt hieß es dann „Gut Holz“ und die ersten Kugeln rollten in Windeseile in Richtung Kegel. Mit viel Freude und großem Unterhaltungswert ließen die Jugendlichen ihrem mehr oder weniger gesegneten Kegeltalent freien Lauf. Es war für alle Beteiligten ein gelungener und entspannter Abend. Ein besonderes „Vergelt’s Gott“ geht auf diesem Wege an die Gemeinde Ischgl und an das Land Tirol, die den Jugendraum Ischgl jedes Jahr finanziell unterstützen. Jugendbetreuer Andreas Vogt

Kegelclub Raiba Ischgl

Herbert Jehle GL der Raiffeisenbank Paznaun, Siegfried Kaiser sen., Martina Kurz, Obm. Hermann Häusler und Vzbgm. Emil Zangerl


Aus dem Vereinsleben

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Landjugend Ischgl Die Landjugend Ischgl besteht aus mittlerweile 75 Mitgliedern, die alle mindestens 16 Jahre alt sind. Der Ausschuss, welcher aus 12 Mitgliedern besteht, wurde heuer neu gewählt. Die Neuwahlen fanden am 16.09. im Café „Kiwi“ statt. Hier die Ergebnisse:

gekegelt und konnten den 4. Platz in der Mannschaftswertung erringen. Dieses Ergebnis wurde bei der Preisverteilung auch kräftig gefeiert. Der Vereinspokal steht nun in unserem Vereinslokal Café „Kiwi“. Auch hier ein Dankeschön an die Familie Ladner für die große Unterstützung.

Funktion:

Alter Ausschuss:

Obmann

Reinhard Kurz

(Bäck / Brösl)

Lukas Walser

(Steidl)

Obmann-Stv.

Patric Zangerl

(Hippie)

Christoph Jehle

(Totas)

Ortsleiterin

Claudia Salner

(Brosis)

Carolin Pircher

(Schmied`s)

Ortsleiterin-Stv.

Daniela Wolf

(Grissemann)

Isabelle Walser

(Walder)

Kassier

Stefan Jäger

(Jäger)

Stefan Jäger

(Jäger)

Schriftführer

Carina Zangerl

(Wagner)

Christian Jäger

(Jäger)

Ausschuss

Patrick Stark

(Simas)

Patrick Stark

(Simas)

Ausschuss

Christoph Jehle

(Totas)

Maximilian Kurz

(Friedls)

Ausschuss

Lukas Walser

(Steidl)

Bertram Zangerl

(Gidis)

Ausschuss

Carolin Pircher

(Schmied`s)

Franziska Salner

(Brosis)

Ausschuss

Christian Jäger

(Jäger)

Stefanie Salner

(Tanksteller)

Ausschuss

Jürgen Zangerl

(Sunni)

Mathias Walser

(Hanasas)

Hiermit möchten wir uns bei den ehemaligen Ausschussmitgliedern nochmals recht herzlich für ihre Arbeit und ihren Fleiß bedanken. Nach den Neuwahlen ging es Schlag auf Schlag weiter: Am 2. Oktober war Erntedanksonntag. Dabei wurde die Kirche von der Landjugend mit einer Erntedankkrone, Brot, Obst und Gemüse geschmückt. Am Sonntag trafen wir uns in einheitlicher Tracht zum Gottesdienst mit anschließendem Frühschoppen. Danke nochmals an Hannes Kurz für den Erntedank-Brotlaib. Darauf folgte das Preiskegeln von 7.10. bis 14.10. Insgesamt 25 Mitglieder haben für die Landjugend

Neuer Ausschuss:

Am Samstag, den 15. Oktober sorgten wir nach der Abendmesse bei einem Umtrunk im Musikpavillon für Glühwein und Tee. Wir durften am Sonntag auch den Geburtstag unseres Herrn Pfarrer im Silvrettacenter mitfeiern. Hier kam auch die Idee, man könnte vor dem Nationalfeiertag ein kleines Fest organisieren. Und so wurde am 25. Oktober die 1. Herbstfete im „Steakhouse“ gefeiert. Auch hier noch einmal ein Dankeschön an Familie Ganahl, dass wir so kurzfristig ihr Lokal benutzen durften. Demnächst findet der Seniorennachmittag statt, bei dem wir die Rettung und die Gemeinde wieder unterstützen. Auch heuer haben wir wieder für alle teilnehmenden Senio-

ren ein kleines Präsent vorbereitet. Es folgen dann schon die Demoshows, bei denen wir wieder Getränke verkaufen dürfen. Ein Dank auch an die Skischule Ischgl.

Christian Jäger Schriftführer


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Aus dem Vereinsleben

Landjugend Mathon Neuwahlen Bei der Jahreshauptversammlung der Landjugend Mathon am 26.08.2011 im Mathoner Gemeindesaal standen Neuwahlen auf dem Programm. Nach der Begrüßung durch den Obmann Alexander Fritz und die Obfrau Sabrina Lechleitner folgte ein ausführlicher Tätigkeitsbericht der Schriftführerin Eva-Maria Pfeifer, der den neuen Mitgliedern einen Überblick über die Aufgaben der Landjugend verschaffte. Nachdem auch der Kassier Andreas Walser entlastet worden war, begannen die Neuwahlen. Die Ortsbäuerin Claudia Jehle und der Ortsbauer Othmar Sonderegger sowie Bruno Pfeifer von der Gemeinde waren mit dabei, um die Wahl zu kontrollieren. Ebenfalls begrüßten wir vom Landjugend-Bezirksvorstand Bildungsbeauftragte Bettina Winkler und Bezirksgeschäftsführer Franz Maaß. Motiviert diskutierten die Mitglieder gleich über Ideen, Wünsche und

Die Mathoner Jugend wählte demokratisch folgenden neuen Ausschuss: Obmann:

Johannes Sonderegger

Obmann-Stellvertreter:

Thomas Pfeifer

Ortsleiterin:

Johanna Kathrein

Ortsleiterin-Stellvertreterin: Emma Walser Schriftführer:

Dominik Tschoder

Kassier:

Evelin Siegele

Ausschussmitglieder:

Marlen Sonderegger Jessica Fritz Michael Kurz Tobias Ladner Patrick Walser Marco Zangerl Christian Pfeifer

Vorstellungen für unsere 3-jährige „Amtsperiode“. Von unseren Vorgängern wissen wir jedoch, dass die Praxis meist viel schwieriger durchzuführen ist als die

Theorie. Trotzdem hoffen wir alle auf eine gute Zusammenarbeit und Vereinsgeist aller Mitglieder. Schriftführer Dominik Tschoder

Hintere Reihe von links nach rechts: Christian Pfeifer, Johannes Sonderegger, Thomas Pfeifer, Dominik Tschoder, Patrick Walser. Vordere Reihe von links nach rechts: Jessica Fritz, Marlen Sonderegger, Johanna Kathrein, Tobias Ladner, Michael Kurz


Aus dem Vereinsleben

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Ehrung verdienter Musikanten der Musikkapelle Ischgl Hermann Kurz und Elmar Kurz Beim Bezirksmusikfest am 11. Juli 2011 wurden vom Landesverband der Musikkapellen zwei verdiente Musikanten unserer Kapelle von höchster Stelle geehrt. 1400 Musikanten in verschiedenen Trachten vereinten sich beim gemeinsamen Musizieren unter der Leitung von Bezirkskapellmeister Rudi Pascher zu einem Großorchester bei der Festmesse im Kaunertal. Im Anschluss daran wurden dann verdiente Musikanten ausgezeichnet. Auch wir, die Musikkapelle Ischgl, waren bei diesem Musizieren und beim Festakt dabei, wurden doch zwei unserer Kameraden geehrt: Hermann Kurz, 50 Jahre aktive Mitgliedschaft Elmar Kurz, 40 Jahre aktive Mitgliedschaft Nun dazu noch ein paar persönliche Worte und Gedanken: Lieber Hermann! Seit 1961 musizierst du als Posaunist und später auf dem Bariton in unserer Kapelle. 2001 erklärte dich die Musikkapelle zum verdienten Ehrenmitglied. In diesen 50 Jahren bist du mit deinem Fleiß und deiner Einsatzbereitschaft für die Belange der Kapelle für alle ein Vorbild geworden, mit deinem Freund Klaus das von allen beliebte Duo „Klaus und Ferdl“. Wir bedanken uns für deinen Einsatz von Herzen. Wollte man alle Stunden in diesen Jahren zusammenrechnen, so käme eine erstaunliche Summe auf dein Konto. Dafür sei auch dei-

„Passat iatz auf, sis wissats danåch wieder nuit.“

Ehrenmitglied Hermann Kurz

ner Gattin Anna gedankt. Wir Musikanten wünschen dir noch viel Gesundheit und freuen uns darüber, dass du lange noch mit uns und deinem Freund Klaus das Bariton spielen wirst. Lieber Elmar! Dein Eintritt in die Kapelle war 1966 mit dem Flügelhorn und später mit dem Tenorhorn. Schon 1977 hast du die Obmannstelle in der Kapelle übernommen und diese bis 2002 ausgeübt. Es war schon eine große Leistung, dass du neben deinem Betrieb (Bäcker- und Konditormeister) noch so viel Zeit für die Kapelle aufgebracht hast. In dieser Zeit haben dich die Musikanten alle schätzen und respektieren gelernt. Ein einprägsamer Spruch ist uns allen noch im Gedächtnis, wenn wir deinen Ausführungen nicht das notwendige Gehör geleistet haben:

2003 wurdest du zum Ehrenobmann der Musikkapelle ernannt. An dieser Stelle ist es mir ein Anliegen, auch einige Dankesworte anzufügen: Für die Zeit, in der du als Obmann mit mir als Kapellmeister die Kapelle geführt und mir immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden hast, bedanke ich mich ganz besonders. Ich habe dich als rechtschaffenen und konsequenten Menschen kennen gelernt und dich als Freund zu schätzen gewusst. Ich wünsche dir und deiner Gattin Sieglinde (Fahnenpatin der Musikkapelle) weiterhin Gesundheit, Ausdauer beim Wandern und noch eine lange Zeit als Fähnrich bei unserer Kapelle. Ehrenkapellmeister Erich Wechner

Ehrenobmann Elmar Kurz


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Aus dem Vereinsleben

Der diesjährige Ausflug führte uns vom 6. bis 7. August 2011 auf die Heidelberger Hütte, ins schöne Fimbatal.

Dies musste natürlich bei einem kameradschaftlichen Abend gebührend gefeiert werden. Ein ausgezeichnetes Abendessen wurde serviert und an-

Der Vormittag klang mit einem gemütlichen Frühschoppen aus. Nach einem sehr guten Mittagessen war es dann Zeit, wieder ins Tal zu fahren.

Ausflug der Musikkapelle Ischgl Nach der Auffahrt mit der Gondel bis zur Mittelstation der Silvrettabahn erwartete uns die erste Überraschung bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Eine Gruppe engagierter Jungmusikanten stellte eine lustige Schnitzeljagd mit diversen Aufgaben zusammen. Nach der Gruppeneinteilung folgten wir den Anweisungen und jede Gruppe versuchte die gestellten Aufgaben so gut wie möglich zu lösen. Es erwarteten uns auf dem Weg zur Bodenalpe einige Zwischenstopps, wo wir uns natürlich immer wieder stärken konnten. So verging die Zeit recht schnell und wir erreichten bald die Bodenalpe, wo uns Esma und Reinhard Walser mit einem sehr reichhaltigen Frühstück erwarteten. Nach einer längeren Pause und einem stärkenden Frühstück ging´s wieder weiter Richtung Schweiz. Beim Gampen und bei der Kiabrugga mussten wir uns nochmals anstrengen und ein kniffliges Rätsel lösen. An der Grenze zur Schweiz wartete der Hüttenwirt der Heidelberger Hütte, Paul, wieder mit einer guten Marend auf uns. Die „Schnitzeljäger“ Martina Grütter, Elisabeth Walser, Thomas Jehle, Michael Wolf und Daniel Kurz hatten noch eine letzte verzwickte Aufgabe für uns parat und gaben sich als „Finanzer“ bei der Staatsgrenze aus. Nachdem wir dann den Weg zur Hütte mit „Grübeln“ verbracht hatten, waren wir auch schnell am Ziel. Dort angekommen wurde die Aufgabe gelöst und nur das Team „Murmeltier“ (Manuela Rudigier, Sissi Siegele, Lena Canal und Simone Schmid-Lederer) lag richtig.

schließend die Sieger der Schnitzeljagd mit einem T-Shirt prämiert. Für die Unterhaltung aller sollte der „Alleinunterhalter Franz“ sorgen. Sollte – denn mit seinem Humor konnte er nicht wirklich bei uns punkten. Seine musikalischen Einlagen sorgten ebenfalls für „Kopfschütteln“. Nichtsdestotrotz war es ein sehr geselliger und lustiger Abend, der natürlich weit über die Hüttenruhe hinaus dauerte. Hüttenwirt Paul war persönlich für den Weckdienst der Nachtschwärmer ins Lager gekommen. Brav folgten sie ihm um 7:00 Uhr zum Frühstück, um sich danach noch ein wenig aufs Ohr zu hauen. Nachdem dann alle gefrühstückt hatten, wurde eine andächtige hl. Messe mit den Geistlichen Mag. Georg Hensching und Univ.-Prof. DDr. Walter Schaupp gefeiert. Unser Holzbläserensemble mit den Mitwirkenden Daniel Kurz, Gabriel Walser, Thomas Jehle, Raphaela Mark und Daniela Tschoder sorgte für einen wunderschönen musikalischen Rahmen.

Leider spielte das Wetter nicht mehr mit und es regnete in Strömen. So nutzten wir das Hüttentaxi und Paul brachte uns bis zur Grenze, wo schon ein Bus der Firma Alpentaxi auf uns wartete. Die „Schnitzeljäger“ ließen den Ausflug in der kleinen Kneipe in Ischgl ausklingen. Wir möchten ihnen an dieser Stelle für die tollen Ideen und die umfangreiche Organisation Danke sagen. Weiters möchten wir uns bei den Hüttenleuten Inge und Paul Huber für die ausgezeichnete Bewirtung bedanken. Unserem Ehrenkapellmeister Otto Jehle und seiner Gattin Trude möchten wir auch noch danken, dass sie zu uns auf die Heidelberger Hütte gekommen sind. Ein weiterer Dank gebührt unserem Obmann Elmar Ladner für die Organisation.

Die Teilnehmer vom Musikkapellenausflug 2011

Christian Schmid Obm.-Stv. der MK Ischgl


Aus dem Vereinsleben Das Jugendorchester der Musikkapelle Ischgl wurde im Jahr 2007 unter der ursprünglichen Leitung von Kapellmeister Michael Wechner gegründet. Bereits im Jahr 2008 hat die musikalische Leitung Markus Kurz übernommen. Die Musikkapelle Ischgl hat derzeit 30 Kinder in Ausbildung, welche bereits länger als ein

Generalprobe für das Konzert im Kaunertal fand natürlich vor Publikum bei einem Konzertabend am 30.06.2011 im Silvrettacenter statt. Am 08.07.2011 war es dann endlich so weit und wir präsentierten uns im Kaunertal mit einer Mannschaft von nahezu 60 Jungmusikanten. Besonders erfreulich war es für

Jugendkapelle Ischgl Probenwochenende Jahr ein Instrument lernen und beim Jugendorchester mitspielen können. Weitere 8 Kinder haben im Herbst 2011 begonnen, ein Instrument zu erlernen. Natürlich wird das Jugendorchester auch immer wieder unterstützt von Jungmusikanten, welche schon aktiv bei der Musikkapelle Ischgl dabei sind. Ein Höhepunkt in unserer Jugendarbeit war sicherlich unser Kurzkonzert mit dem Jugendorchester beim Bezirksmusikfest im Kaunertal. Dazu waren zahlreiche Proben in den Monaten Mai und Juni erforderlich. Die

uns, dass wir neben ein paar älteren Musikanten auch von Ehrenmitgliedern begleitet worden sind. Gleich nach den Sommerferien starteten wir wieder mit der Probenarbeit für unser Herbstkonzert und es wurde seit Anfang September wöchentlich eine Orchesterprobe abgehalten. Die intensivsten Proben fanden an unserem Probenwochenende von Freitag, den 04.11.2011 auf Samstag, den 05.11.2011 mit Übernachtung im Silvrettacenter statt. Nach der Probenarbeit begann dann für die Kinder der gemütliche Teil mit Spiele- und

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Kegelabend sowie einer Filmvorführung auf der großen Kinoleinwand. Am Samstagabend erlebten dann die zahlreich gekommenen Zuhörer eine kleine Premiere, da erstmals das Jugendorchester alleine einen Abend gestaltete. In den Vorjahren war diese Veranstaltung nur durch Mitwirken der Musikkapelle Ischgl möglich. Insgesamt wurden dem Publikum somit 13 verschiedene Stücke vorgetragen. Sehr stolz sind wir darauf, dass sich unser Jugendorchester nun auch immer in einem einheitlichen Outfit mit einem eigenen Logo präsentieren kann! Ein besonderer Dank gilt unseren Jugendreferenten (Günther Walser und Markus Kurz), die sich hervorragend und sehr intensiv um unsere Kinder und Jugendlichen kümmern und ihnen eine Möglichkeit der sinnvollen Freizeitgestaltung mit Musik vermitteln. Die Mitglieder der Musikkapelle freuen sich auch über jede Unterstützung der Eltern, sei es beim Besuch der Konzerte und Feste der Musikkapelle. Ein weiterer großer Dank ist natürlich an die Gemeinde Ischgl sowie an die Silvretta Seilbahn AG zu entrichten!

Die Jugendkapelle unter der Leitung von Günther Walser und Markus Kurz beim Bezirksmusikfest in Feichten im Kauntertal

Radclub Mathon Im vergangenen Vereinsjahr hat der RC Mathon wieder ein umfangreiches Programm abgeschlossen. (Preisjassen, Nachtrodeln, Schirennen, Radausflug, Donnerstagradtouren usw.). Der RC Mathon möchte

auch die heranwachsende Jugend für den Radsport begeistern. Es wurde daher ein eigenes Jugendprogramm angeboten. Fast alle Kinder im Alter von 11 bis 16 Jahren haben daran teilgenommen und sie waren durch-

aus begeistert. Auf dem Programm standen folgende Aktivitäten: Minigolf, Slackline, Hochseilgarten, Begehung der Hängebrücken, Grillen am Stafali, Kegeln.

Schriftführer Erwin Walser


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Aus dem Vereinsleben

Hier wieder die Neuigkeiten der Ortsstelle Ischgl seit dem letzten Schnerfr-Bericht. Gestartet wurde in die Sommersaison mit einem Großunfallseminar in Innsbruck. Die Teilnehmer kamen aus ganz Tirol, 6 davon aus der Ortsstelle Ischgl. Höhepunkt dieses Seminars war eine große Übung mit ca. 50 Verletzten, bei der das zuvor Gelernte gleich angewandt werden konnte. Eine weitere Besonderheit dieses Seminars war, dass es das erste Großunfallseminar nach neuer Vorschrift war. Das Seminar ging über 2 Tage und fand am 14. und 15. Mai statt. Da ein Großunfall gewisse Ähnlichkeit mit einer Katastrophe hat, werden diese beiden Seminare quasi als Paket angeboten und auch von den meisten Teilnehmern im selben Jahr besucht. Das Katastrophenseminar fand am 9. und 10. Juli statt. Auch hier waren 5 Teilnehmer aus der Ortsstelle Ischgl vertreten. Um den Teilnehmern das richtige Gefühl zu vermitteln, wurde beim Katastrophenseminar in großen Zelten zu je 10 Personen auf Feldbetten geschlafen. Annahme der Übung am nächsten Tag war ein Unwetter, das quer durch Tirol zog und im Raum Innsbruck mehrere Probleme mit sich brachte. Unter anderem mussten Leute aus dem Inn, einem Auto oder einer Felswand geborgen, erstversorgt und anschließend in die eingerichtete SanHist (= Sanitäts-HilfsStelle) transportiert werden. Insgesamt nahmen jeweils rund 70 Sanitäter teil. Am 4. Juli wurde in der Dienststelle beschlossen, die Dienstzeiten zu ändern, da dies einige Vorteile mit sich bringt. Die neuen Dienstzeiten sind 07:00 bis 19:00 Uhr im Tagdienst und 19:00 bis 07:00 Uhr im Nachtdienst. Am 8. Juli stand der monatliche Schulungsabend im Zeichen des „Rettungsdienstes Neu“. Dieser verbreitete ja in der Vergangenheit einiges an Skepsis, nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch bei uns Sanitätern. Aus diesem Grund wurden wir

vom Geschäftsführer der Bezirksstelle Landeck, Othmar Juen, und dem Leiter der Verwaltung in Landeck, Paul Errath, über den weiteren Verlauf genauestens aufgeklärt. Noch einmal einen recht herzlichen Dank für die Infos. Ende Juli fand in Ischgl das 2-tägige Harley-Davidson-Treffen statt. Die Ortsstelle Ischgl organisierte hierfür einen Ambulanzdienst, der aus jeweils 2 Teams zu 2 Personen bestand. Neben heißen Bikes, die auch getestet werden konnten, wurde auch sonst einiges geboten.

Obmann Alex beim Überholen eines freiwilligen Rettungsfahrers

einer kurzen Taxifahrt kamen wir in Happy‘s Hütte an, wo wir mit vielen Köstlichkeiten vom Chef persönlich verwöhnt wurden. Dort ließen wir den Ausflug auch gemütlich ausklingen, ehe wir vom Alpentaxi wieder nach Hause chauffiert wurden.

Ambulanzdienst beim Harley-DavidsonTreffen in Ischgl

Am 13. August haben unser Kameradschaftsführer Peter Walser und unser Freiwilligenvertreter Reinhard Kurz einen Ausflug organisiert. Der Ausflug führte uns in die Motorsport Arena ins Ötztal. Es herrschte rege Teilnahme. Nachdem unser Obmann Alexander Walser uns in beiden Rennen klar abgehängt hatte, hatten wir die Schnauze voll und gingen zum etwas gemütlicheren Teil über. Nach

Unsere Rennfahrer kurz vor dem Start

Gemütliche Runde in Happy‘s Hütte

Am Sonntag, den 21. August fand wieder unser traditioneller Rettungsfrühschoppen statt. Bei herrlichem Sonnenschein ließen es sich viele Einheimische nicht nehmen, einen Sprung vorbeizuschauen. Für Stimmung sorgte auch heuer wieder der Paznaunerklang, nicht nur durch seine Musik, sondern auch mit allerlei Lustigem. Für Speis und Trank war bestens gesorgt. Bis in den frühen Abend wurde ausgiebig gefeiert. Ein herzliches Vergelt’s Gott an alle Helfer und an diejenigen, die uns ein solch tolles Fest ermöglicht haben. Anfang September fand ein Opferschminkkurs statt. Dieser wurde von 5 Leuten der Ortsstelle Ischgl


Aus dem Vereinsleben erinnen an das Rote Kreuz – Ortsstelle Ischgl gespendet. Über diese großzügige Spende freuen wir uns sehr und möchten uns bei den Ortsbäuerinnen recht herzlich dafür bedanken.

Volles Haus beim Rettungsfrühschoppen

besucht. Sie können in Zukunft bei Übungen unser bisher recht schwaches Schminkteam beim realistischen Darstellen von Verletzungen unterstützen.

Auch hinter der Theke war einiges los

Am 4. September fand der 1. Ischgler Blaulichttag am Silvrettaparkplatz statt. Hierbei wurden gemeinsam mit der Feuerwehr (Ischgl + Mathon), Bergrettung und Polizei die jeweiligen Organisationen vorgestellt. Die Feuerwehr und Rettung hatten einen Verkehrsunfall vorbereitet, bei dem diverse technische Geräte sowie Techniken gefragt waren. Die Bergrettung führte gemeinsam mit der Polizei und deren Hubschrauber eine Taubergung durch. Den Zuschauern wurde zudem noch die Möglichkeit geboten, die diversen Einsatzmittel hautnah zu erleben. Den Kindern wurde zusätzlich noch das Bierkistenklettern oder eine Fahrt mit der Feuerwehrleiter, um einen Blick von oben zu ergattern, angeboten. Der Reinerlös von E 1000,– wurde dem Verein für unschuldig in Not geratene Paznauner Familien übergeben. Nochmals ein herzlicher Dank an alle beteiligten Organisationen, dass sie mit uns diesen Tag veranstaltet haben. Der traditionelle Almabtrieb fand am 17. September statt. Von den Ortsbäuerinnen wurde aus diesem Anlass eine Torte versteigert. Der Gewinn von E500,– wurde von den Ortsbäu-

Ortsbäuerinnentorte

Ende September fand in Tobadill die Abschnittsübung der Feuerwehr statt. Auch hier war das Rote Kreuz beteiligt. 2 Autos, die beide von der Ortsstelle Ischgl besetzt wurden, wirkten bei der Übung mit. Während der Übung musste eines der beiden Autos zu einem realen Einsatz in der Nähe ausrücken. Am 12. Oktober hatten wir eine Kegelbahn anlässlich des Preiskegelns reserviert. Es wurden einige Serien gespielt. Trotz aller Anstrengungen reichte es nur für Platz 8. Der Abend verlief sehr lustig und nahm sein Ende erst in den frühen Morgenstunden. Seit Oktober läuft in Landeck wieder ein Rettungssanitäterkurs. Glücklicherweise sind auch hier wieder 3 Personen dabei, die unser Team der Ortsstelle Ischgl unterstützen. Die Ortsstelle wünscht euch viel Spaß bei der Ausbildung und Glück bei den Prüfungen. Danke, dass ihr euch dazu entschlossen habt, uns beizutreten.

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144 oder für Krankentransporte die 14844 wählt, wird nicht wie bisher nach Landeck, sondern direkt nach Innsbruck verbunden. Der Anschluss an die Leitstelle verlief ohne Probleme. Der erste Dienst über die Leitstelle wurde von unserem Obmann Alexander Walser und seinem Kollegen Adolf Spiss verrichtet. Somit wurde nun ein lang diskutiertes Thema Realität. Eine weitere damit verbundene Änderung ist die Ausrückzeit von 90 Sekunden. Innerhalb dieses Zeitraumes muss sich das Team im Auto befinden und in Richtung des Einsatzortes bewegen. Eine weitere große Herausforderung ist noch für diesen Winter geplant. Es soll während der Nachtstunden ein zweites Auto in Ischgl stationiert und auch besetzt sein, um bei einer Fahrt des ersten Autos beispielsweise nach Zams trotzdem schnell zu einem Notfall kommen zu können. Um dieses Auto besetzen zu können, sind viele weitere freiwillige Stunden nötig, weshalb wir auch in Zukunft über jedes neue Mitglied froh sind. Die Mitglieder der Ortsstelle Ischgl sehen der Zukunft positiv entgegen, da sich die Ortsstelle in letzter Zeit sehr gut von diversen Problemen erholt hat, und wir hoffen, dass wir weiterhin einen kompetenten Rettungsdienst gewährleisten können. Deshalb bilden wir uns nicht nur bei den Schulungsabenden, sondern auch bei verschiedensten Übungen fort. Die diversen Fortbildungen werden von den Kameraden der Ortsstelle Ischgl sehr gut besucht. Wir wünschen allen Ischglerinnen und Ischglern einen erfolgreichen Start in die neue Wintersaison. Schriftführer Johannes Siegele

Rege Teilnahme beim 1. Blaulichttag

Ende Oktober, genauer gesagt am 28.10.2011, 19:00 Uhr, wurde der gesamte Bezirk auf die Leitstelle Tirol geschalten. Wer also seit diesem Zeitpunkt die Notrufnummer

Blick in die Zukunft: So wird es bald in unserer Garage aussehen


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Aus dem Vereinsleben

Konzertreise der Sängerrunde Ischgl in die Region Elsass Im September 2011 unternahm die Sängerrunde Ischgl eine Konzertreise in die Region Elsass. Am Freitag, 23.09.2011, startete die Chorgemeinschaft rechtzeitig in der Früh. Schon um 09.00 Uhr kehrte man bei der Raststätte in Hohenems zu einer Marend ein. Dann ging es weiter über Bregenz nach Birnau. Wir besuchten das Barockjuwel, die Wallfahrtskirche. Nach einer interessanten Führung durch die Kirche durften wir ein Kurzkonzert mit geistlichen Liedern in der wunderschönen, akustisch sehr ansprechenden Basilika geben. Danach fuhren wir weiter, mit einer kurzen Rast in der Stadt Freiburg, nach Molsheim im Elsass. Das Abendessen im Hotel Diana fand seinen Abschluss in einem kameradschaftlichen Beisammensein mit Musik und Gesang. Am Samstag, 24.09.2011, ging die Reise nach Straßburg mit unserem Begleiter Jacky Bind, einem Sommelier aus der Gegend und treuen Gast aus Ischgl. Er hat uns im Straßburger Münster die Möglichkeit eines 20-minütigen Kurzkonzertes organisiert. In diesem sehr schönen und natürlich akustisch außerordentlich interessanten Gotteshaus war dies ein besonderes Erlebnis – man konnte fühlen, dass Singen wirklich wie ein Gebet empfunden werden kann. Eine Begebenheit möchten wir natürlich nicht unerwähnt lassen: Während

Kurzkonzert in der Basilika Birnau am Bodensee

des Konzertes fiel uns auf einmal auf, dass die Zahl der aufmerksamen Zuhörer immer größer wurde und sogar bekannte Gesichter darunter waren. Die Volksbank Landeck und ihre Vorstände hatten nämlich gerade an diesem Wochenende eine Kundenfahrt nach Straßburg organisiert und zur gleichen Zeit mit uns das Münster besichtigt. An dieser Stelle bedanken wir uns bei der Volksbank Landeck, besonders aber bei Direktor Seppl Haag für die spontane Einladung an die Chormitglieder und ihren Begleitern zu einer Weinverkostung bei einem Winzer am Sonntag nach dem Gottesdienst. Nach einer individuellen Besichtigungstour durch die Stadt erlebten wir noch eine Stadtrundfahrt mit dem Schiff auf der Ill. Den Samstagabend verbrachten wir mit Wein, Musik, Gesang und traditionellen Speisen aus der Region bei einem Winzer, einem Freund von Jacky Bind. Unsere Musikanten (Patrizia, Fabienne,

Domkonzert der Sängerrunde Ischgl im Straßburger Münster

Elena, Gottlieb, Michael und Erich) spielten für uns auf und animierten zum Tanz. Mit einigen Schlussliedern verabschiedeten wir uns beim Winzer und von seinem süffigen Wein. Der Sonntag, 25.09.2011, begann, so wie wir es gewohnt sind, mit der Gestaltung eines Gottesdienstes, und zwar in der Pfarrkirche von Chatenois. Auf dem Programm standen eine Lateinische Messe (Bruckner in C) und Marienlieder. Nach einer weiteren kurzen Weinverkostung mit Gugelhupf bestiegen wir den Bus und traten die Heimreise an. Unser letzter Stopp war in Braz im Gasthof Traube, wo wir ein vortreffliches Abendessen, spendiert von der Gemeinde Ischgl, genossen. Dem Herrn Bürgermeister und seinem Gemeinderat sei dafür herzlich gedankt. Ein Dankeschön gilt auch dem Tiroler Sängerbund bzw. dem Land Tirol für die Unterstützung. Chorleiter Erich Wechner

Gottesdienstgestaltung in der Pfarrkirche von Chatenois


Aus dem Vereinsleben Schon zum sechsten Mal konzertierte am 30.09.2011 die Sängerrunde Ischgl mit dem Chor der Musikhauptschule Paznaun unter dem Motto „Fröhlich klingen uns’re Lieder“ im Silvrettacenter in Ischgl.

nächsten Stücken über: „O du eselhafter Martin“ (W. A. Mozart) und „Friede wie ein Strom“ (J. Watson, Arr.: Erich Wechner) Der 2. Teil war, da die Sängerrunde

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Stelle bedanken wir uns beim edlen Spender für die Finanzierung der Jacken. Einige Lieder begleitete Michael Wechner auf der Ziehharmonika. Mit dem Lied „Isch denn nit dös a Löb’n“ auch mit Publikumsbeteiligung war der offizielle Teil des Konzertes zu

6. Herbstkonzert 2011 Sängerrunde Ischgl und Chor der Musikhauptschule Paznaun Sehr viele Besucher aus nah und fern füllten den Saal und bewirkten bei allen Mitwirkenden (Sängerrunde mit 45 Mitgliedern, 35 Schüler der MHS Paznaun) eine prickelnde Spannung, Freude und eine sehr positive Motivation. „Fröhlich klingen uns’re Lieder“ von Lorenz Maierhofer war dann schon der Auftakt zum Konzert. Es folgte dann ein musikalischer Rückblick über „Fünf Jahre Herbstkonzert der Sängerrunde“, eine Melodienfolge, begleitet am Klavier von Michael Wechner mit Liedern und Songs wie: Singin‘ all together, Songs aus Musicals, Schlagermelodien, Hits aus der Hitparade usw. Danach leitete Gerda Walser, unsere Moderatorin, zu den

auch der Kirchenchor in Ischgl ist, dem geistlichen Liedgut gewidmet. Geistliche Volkslieder sowie Stücke großer Meister (Mozart und Schütz) erklangen zur Ehre Gottes. Im 3. Teil waren dann unsere jungen Gäste auf der Bühne – der Chor der Musikhauptschule Paznaun mit den Lehrern Andreas Juen und Michael Wechner. Sie präsentierten einen bunten Liederstrauß aus ihrem Repertoire, musikalisch und humorvoll, sehr zum Gefallen des Publikums. Wie schon die Jahre vorher widmete sich die Sängerrunde im 4. Teil dem alpenländischen Volkslied und natürlich in der Paznauner Tracht. Auch die Männer traten in der neuen, originalen Paznauner Tracht auf. An dieser

Ende. Einige Zugaben und ein Geburtstagsständchen für zwei Damen unseres Chores erklangen und alle begaben sich ins Foyer, wo schon der „Paznaunerklang“ aufspielte und die Konzertbesucher bis in die Morgenstunden bestens unterhielt. Nun bedanken wir uns alle recht herzlich: bei allen Sängerinnen und Sängern, beim Schülerchor Paznaun mit den Lehrern Andreas Juen und Michael Wechner, Gerda Walser für die gelungene Moderation, Michael Wechner für die Liedbegleitung (Klavier und Ziehharmonika), beim „Paznaunerklang“ (Norbert, Werner und Gottlieb) und allen Helfern sowie bei der Silvretta Seilbahn, der Gemeinde Ischgl und der Raiba Paznaun. Ein besonderer Dank gilt natür-

Die Männer der Sängerrunde Ischgl wurden mit der neuen originalen Paznauner Tracht eingekleidet


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Aus dem Vereinsleben

lich dem zahlreich erschienenen Publikum und für die freiwilligen Spenden. Wir, die Sängerrunde

Ischgl, werden uns weiterhin bemühen, die Gottesdienste in unserer Pfarre feierlich zu umrahmen und

alle Feste und Feiern im Dorfleben mitzugestalten. Chorleiter Erich Wechner

Schützenkompanie Ischgl Die Kompanie rückte im Jahr traditionell zu allen 6 kirchlichen Prozessionen, zur Schützenwallfahrt in Kappl, zum Schützenfest in See, zum Regimentsschützenfest in Pfunds – dort wurde unserem langjährigem Hauptmann Edwin Walser das Verdienstzeichen der langjährigen Kommandanten verliehen (20 Jahre) – und zum 60. Geburtstag unseres HW Herrn Pfarrer Michael Stieber aus. Außerordentlich wurden zu Beerdigungen ausgerückt. Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung durften wir unseren Bezirkskom-

mandanten Martin Schönherr, Talkommandanten Siegfried Juen, Regimentskommandant Fritz Gastl, Hochwürden Herr Pfarrer Michael Stieber und Bürgermeister Werner Kurz begrüßen. Folgende Mitglieder wurden ausgezeichnet: U Josef Salner, Rene Wechner, Dominik Rudigier, 10 Jahre aktives Mitglied, Ihnen wurde die 10-jährige bronzene Verdienstmedaille verliehen. U Markus Felderer, Manuel Wolf, 15 Jahre aktive Mitglieder, ihnen wurde die 15-jährige Langjährigkeitsmedaille „Pater-Haspinger-Medaille“ verliehen.

Hauptmann Edwin Walser und Marketenderin Katja Zangerl

U Zangerl Hugo, Kurz Stefan, Salner Herbert, 25 Jahre aktives Mitglied, ihnen wurde die 25-jährige Langjährigkeitsmedaille „Joseph-Speckbacher-Medaille“ verliehen. Wir gratulieren noch unseren Mitgliedern Engelbert Kaltenbrunner und Manfred Schöpf, die heuer den 60. Geburtstag feiern durften.

Stefan Kurz, Markus Felderer, Hugo Zangerl, Josef Salner, Dominik Rudigier, hintere Reihe beginnend von links: Talkommandant Mjr. Siegfried Juen, Bezirkskommandant Mjr. Martin Schönherr, Regimentskommandant Mjr. Fritz Gastl, Obm. Peter Walser, Bgm. Werner Kurz, Hptm. Edwin Walser, HW Pfarrer Michael Stieber

Die Schützenkompanie bedankt sich bei der Gemeinde für die Großzügigkeit und gute Zusammenarbeit. Schriftführer Benjamin Walser


Aus dem Vereinsleben

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Seniorenbund Tirol Ortsgruppe Ischgl Panoramafahrt Bregenzerwald – Allgäu Bei leidlichem Wetter und schon etwas herbstlichen Temperaturen starteten am 1. September 53 Seniorinnen und Senioren aus Mathon und Ischgl zum schon traditionellen Seniorenausflug der Gemeinde Ischgl. Pünktlich um 7:30 Uhr verließen wir unsere Heimat und in zügiger Fahrt ging es mit dem „Paznauntaler“ in Richtung Arlberg. Bei der Auffahrt nach St. Christoph zogen bereits die ersten Regenschauer über das Schönverwall. Und später, nachdem wir

Der Marienaltar von Bildstein

das ausgestorbene Zürs und die alte Walsersiedlung und Tourismusmetropole Lech passiert hatten, setzte in Warth der Regen ein, der uns dann auch durch den ganzen Bregenzerwald begleitete. Nebel verhüllten die Berge und den Hochtannberg, die Straße nach Schröcken und Au war steil und kurvenreich. In Au kehrten wir in der Uralp zu, um uns mit Kaffee und Käsehäppchen etwas zu stärken und die Laune aufzubessern, was aber angesichts des Wetters auch nicht so recht gelingen wollte. Also ging es dann auch bald weiter hinaus aus dem immer breiter

werdenden Bregenzerwald. Unser nächstes Ziel war der oberhalb von Wolfurt gelegene Wallfahrtsort Bildstein. Und hier begann unsere Reise spannend zu werden. Aufgrund des Anratens seiner Chefin Emmi schlug unser Busfahrer Johann eine Route nach Bildstein ein, die immer steiler, immer enger, immer gefährlicher wurde. Johann musste all seine Fahrkünste mit dem großen Bus aufbieten, um weiter bergan zu kommen. Schließlich war dann aber Ende und der Bus musste umkehren! Vielen wurde nun bewusst, in welch gefährliche Situation wir geraten waren. Mit Geschick und Können und Information eines Anrainers konnte unser Bus gewendet werden. Mit etwas Verspätung, einem kleinen Schaden am Bus und weichen Knien stiegen wir aus, um gleich die Marienwallfahrtskirche hoch über dem Rheintal zu besuchen. Unser Gebet und unser Singen, von Zita angestimmt, kam da wohl von Herzen. Kaum aus der Kirche, begann sich das Wetter zu bessern, die Nebel begannen sich zu lichten und gaben einen herrlichen Blick über das Rheintal und den Bodensee frei. Da uns im benachbarten Gasthof Traube das Mittagessen bestens schmeckte und die Sonne sich immer mehr zeigte, stiegen wir gut gelaunt wieder in unseren Bus, wo Johann meinte, dass wir offensichtlich sehr erfolgreich in der Kirche gebetet hätten. In steiler, kurvenreicher Fahrt ging es hinunter ins Rheintal auf die Autobahn und an Bregenz vorbei hinaus ins Allgäu. Bei nun bestem Wetter genossen wir alle die Fahrt durch das grüne Alpenvorland und waren froh, am Alpsee eine Pause einlegen zu können. Frisch gestärkt mit Kuchen und Kaffee ging’s aber bald schon weiter in Richtung Füssen, in Richtung Heimat. Nach problemlosem Passieren des Fernpasses war Imst bald erreicht, wo

uns im Gasthof Hirschen ein gutes Abendessen erwartete. Auf dem letzten Stück unseres, so meine ich wenigstens, doch recht interessanten und schönen Ausfluges hat uns „Menas Seppl“ mit Witzen aus der „2. Schublade“ erheitert und für Gelächter im Bus gesorgt. Und wie im Flug waren wir gegen 21:30 Uhr wieder zu Hause angekommen. Viele von uns resümierten, einen schönen Tag erlebt zu haben. Dafür möchten sich alle Ausflugsteilnehmer bei der Gemeinde ganz besonders bedanken, haben aber auch den Wunsch geäußert, dass beim nächsten Ausflug, sofern diesen die Gemeinde wieder sponsert, ein Vertreter der Gemeinde, womöglich der Bürgermeister, dabei sein soll.

Sommerausflug nach Nauders Bei leichtem Regen und mit nur 18 Teilnehmern verließen wir mit dem „Paznauntaler“ und der charmanten Chefin um 8:00 Uhr morgens Ischgl. Doch schon bald besserte sich das Wetter und damit auch unsere Laune. Bald standen wir vor den Toren der Festung Nauders, an der schon viele vorbeigefahren sind, die wenigsten aber drinnen waren. Herr Ploner erklärte uns in seiner Führung Geschichte und Zweck der Festung ausführlich, es galt viele Stiegen zu steigen und dunkle Gänge zu durchschreiten. Nach 2 Stunden Festung und Militärgeschichte waren wir dann doch etwas müde und fuhren

Schloss Altfinstermünz


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Aus dem Vereinsleben

gern zum Mittagessen in das Hotel Erika. Das Essen war gut und ausgiebig. Beim anschließenden Plausch vergaßen wir fast den nächsten Termin auf Schloss Naudersberg. Dort erwartete uns bereits die Schlossführung, die uns dann auch 1,5 Stunden lang bestens informierte. Das Schloss ist sehr gut renoviert worden und

wirklich sehenswert, so die Meinung von uns allen. Da der Nachmittag schon weit fortgeschritten war, machten wir uns auf den Heimweg, auf dem uns die Sonne begleitete. Wir wollten auch rechtzeitig wieder zu Hause sein, um so noch mit Bischof Miertek die heilige Messe mitfeiern zu können.

Wohlbehalten und zufrieden stiegen wir aus dem Bus. Unser aller Dank für den schönen Ausflug gilt besonders der Gemeinde.

Für den Seniorenverein Obmann Herbert Aloys

w w w.tennisclub.ischgl.at

Der Tennisclub Ischgl zählt mittlerweile 168 Mitglieder, 98 Kinder und 70 Erwachsene. Auch heuer wurde wieder ganzjährig fleißig trainiert. Unsere Damenkampfmannschaft konnte sich in ihrer Liga gut halten und auch einige unserer Kinder erzielten bei Auswärtsturnieren wieder gute Plätze. Beim alljährlichen Luzian-BouvierCup (immer vier Turniere an verschiedenen Orten) fiel der TCI mit 10 Spielern sehr positiv auf. Im Oktober wurde wieder die alljährli-

che Clubmeisterschaft durchgeführt. Bei den Erwachsenen wurden Marc Freriks und Maria Zangerl Clubmeister. Bei den Kindern führten wir erstmals die Meisterschaften nach U8, U9, U10, U11, U12 und U15 durch. Die Teilnehmer spielten richtige Matches und waren eifrig bei der Sache. Von 98 Kindern nahmen 97 an der Meisterschaft teil. Wir freuen uns sehr über so viel Inter-

esse und planen auch für die kommende Saison wieder neue Aktivitäten. Mit sportlichen Grüßen – der TCI Fabienne Wechner


Aus dem Vereinsleben

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Alle Jahre wieder wird vom Schiclub Ischgl die Clubmeisterschaft auf der Idalpe durchgeführt. Heuer war es so, dass die 10 besten Zeiten der Damen und Herren einen 2. Durchgang fuhren und dort der/die Clubmeister(in) gekürt wurde. Es waren dann bei den Damen Michelle Kleinhans und bei den Herren unser wiedergewählter Obmann Peter Deuschl die Besten. Bei einem guten Würstel und Bierchen wurden dann noch die glücklichen Gewinner entsprechend gefeiert. Auf eine neue, ja bereits schon angelaufene Wintersaison freut sich der Schiclub Ischgl mit all seinen Anhängern, Helfern und Gönnern.

Ski Heil! Der Kassier Markus Felderer

Siegerehrung mit Ehrenschutz: Bgm. Werner Kurz, die Clubmeister Michelle Kleinhans und Peter Deuschl sowie Maria Zangerl

Michelle Kleinhans auf ihrer Siegesfahrt

Obm. Peter Deuschl in Action


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Polizei Ischgl

Polizei in Ischgl Ganz Ischgl rüstet für die Wintersaison. Auch für die Polizei stellen sich wieder besondere Herausforderungen und die Vorbereitungen beginnen mit der Aufstockung des Personalstandes auf 18 Polizeibeamte. Das Vertrauen der Bevölkerung und die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung sind uns wichtige Anliegen. Die zentralen Werte unseres Handelns sind Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Verhältnismäßigkeit, Loyalität und ein ausgeprägtes Qualitätsverständnis. In der Kriminalitätsbekämpfung setzen wir den erfolgreichen Weg der letzten Jahre konsequent fort. Neben den bewährten Fahndungskonzepten versuchen wir die Ziele der Kriminalstrategie in Abhängigkeit der bezirksspezifischen Analysen nachhaltig und erfolgreich umzusetzen. Diebstahls- und Einbruchsdelikte stellen dabei ebenso ein zentrales Element dar wie Sachbeschädigungen und Vandalismusdelikte. Wir wollen die Bevölkerung durch verstärkte Präventionsarbeit aufklären und ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Damit werden wir der Entwicklung der Kriminalität entgegenwirken. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die organisierte Kriminalität trotz der exponierten Lage auch vor dem Paznauntal nicht Halt macht. Wir wollen einen wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit in Tirol leisten und uns dafür einsetzen, dass die Zahl der Unfälle, Verletzten und Getöteten möglichst gering bleibt. Zu den Hauptunfallursachen zählen nach wie vor Geschwindigkeitsüberschreitungen und Alkoholeinfluss. Diese Aufgaben zählen zu den bundesweiten Strategiemaßnahmen und sind für uns bindend. Verstärkt setzen wir uns aber auch für die örtliche Sicherheitspolizei ein, die in der Bundesverfassung als jener Teil der Sicherheitspolizei definiert ist, welcher im ausschließli-

chen oder überwiegenden Interesse der in der Gemeinde verkörperten Gemeinschaft gelegen und geeignet ist, durch die Gemeinschaft innerhalb ihrer örtlichen Grenzen besorgt zu werden, wie die Wahrung des öffentlichen Anstandes und die Abwehr ungebührlicherweise störenden Lärmes. Gerade zu dieser Thematik fanden nach mehreren Beschwerden im vergangenen Winter auf Gemeindeebene Gespräche mit allen Verantwortlichen statt und es wurden Lösungsvorschläge ausgearbeitet. Eine Verbesserung wird allerdings nur möglich sein, wenn alle daran mitarbeiten. Von der Gemeinde werden wie in den letzten Jahren private Sicherheitsdienste eingesetzt, die untertags den ruhenden Verkehr überwachen und in den Nachtstunden die Aufgaben der örtlichen Sicherheitspolizei im Auftrag der Gemeinde mit Unterstützung der Polizei Ischgl vollziehen. Der Einsatz des Sicherheitsdienstes gewährleistet eine ständige Präsenz von Sicherheitsorganen im Dorf, zumal sich das Einsatzgebiet der Polizei Ischgl in der Nacht von Galtür bis nach Pians erstreckt. Schidiebstähle sind keine Kavaliersdelikte und für die Gäste mit Unannehmlichkeiten (Anzeige bei der Polizei, Neuanschaffung, Versicherungsabwicklung usw.) verbunden. Diese Diebstähle resultieren vielfach aus exzessiven Après-Ski Feiern. Zu diesem Thema versuchen wir seit Jahren mit entsprechendem Informationsmaterial die Gäste auf einen sorgsamen Umgang zu sensibilisieren. Wir ersuchen die Vermieter, uns dabei zu unterstützen. Geschwindigkeitsmessanlagen Von der Gemeinde Ischgl wurden zwei Geschwindigkeitsmessanlagen angeschafft, die seit 07.09.2011 auf den Gemeindestraßen in Ischgl und Mathon zum Einsatz gebracht werden. Die Aufstellung der Messanlagen in Absprache mit der Polizei

Ischgl erfolgt in zeitlichen Abschnitten und wechselnden Standorten. Diese visuelle Geschwindigkeitsanzeige soll die Fahrzeuglenker zur Einhaltung der erlaubten Fahrgeschwindigkeit und zur Rücksichtnahme auf den Fußgängerverkehr sensibilisieren. Zum Schutz der Kinder auf dem Schulweg wurde eine Messanlage vor der Volksschule Ischgl positioniert. Bis auf wenige „Ausreißer“ zeigt sich insgesamt ein vernünftiges Fahrverhalten. Die Anzahl der gemessenen Fahrzeuge zeigt den starken innerörtlichen Verkehr. So wurden in der Zeit zwischen 07.09. und 04.10.2011 im Bereich der Volksschule insgesamt 11.485 Fahrzeuge gezählt. Im Vergleich zum zweiten Standort der Messanlage auf der Dorfstraße bei der Sparkasse Imst, wurden im selben Zeitraum 11.098 Fahrzeuge gemessen. Anhand der Auswertungen werden Rückschlüsse auf die notwendigen Standorte gezogen und bei gravierenden Übertretungen parallel dazu Lasermessungen von der Polizei durchgeführt. Diesbezüglich nehmen wir Anregungen aus der Bevölkerung über künftige Standorte gerne entgegen. Gert Pfeifer Inspektionskommandanten der PI Ischgl


Paznauner Erinnerungen an die Habsburger

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Paznauner Erinnerungen an die Habsburger Anlässlich des am 4. Juli 2011 in Pöcking am Starnberger See verstorbenen, am 16. Juli 2011 in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzten Otto Habsburg-Lothringen möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, auch einmal im Paznaun nach Spuren der Erinnerung an die k. u. k. Monarchie bzw. die Habsburger zu suchen. Es folgen ein paar Daten und Fakten in chronologischer Reihenfolge: * Nach einer Reise nach „Nider Deutschland“ (Süddeutschland) kam „Se. k. k. Hoheit der Erzherzog Johann v. Österreich, Bruder Sr. Majestät des Kaysers Franz I.“, auf seiner Rückkehr über die Schweiz, Vorarlberg, Montafon und Zeinisjoch am 10. Okt. 1801 ins Paznaun und „gastierte“ zu Mittag im Gasthof „Zum Goldenen Adler“ in Ischgl. „Bis hierher wurde dieser hohe Prinz begleitet von General Spork und General De Vana … und dem Landrichter zu Schruns.“ Am Nachmittag wurde die Reise mit Kutschen, die den Weg über den Arlberg genommen hatten, und 20 Packpferden nach Landeck fortgesetzt. (Johann Christian Zangerl, Geschichte von Paznaunthal und Tyrol etc., 1815, S. 351) * Erzherzog Johann besuchte am 3. Juli 1841 zum zweiten Mal das Paznaun. Von Landeck anreisend wurde er bei der Niederhofer Kapelle in Kappl von der „Hochwürdigen Geistlichkeit, Anwalt Joseph Zircher, einer Schützen = Compagnie von 50 Mann und 15 Musikanten“ empfangen und zum „Wirthshaus in Cappl“ (= Gasthaus „Schwarzer Adler“, heute Hotel Post) begleitet. Der Erzherzog übernachtete in Ischgl und reiste am nächsten Tag übers Zeinisjoch ins Montafon weiter. (Anhang der Chronik ,Geschichte von Paznaunthal und Tyrol etc., S. 362)

* „Persönliche Begegnung der Paznauner mit Kaiser Franz Joseph I.: Bei der Eröffnung der Arlbergbahn am 20. Sept. 1884 kam der Festzug des Kaisers Franz Joseph I. um zehn Uhr vormittags an die Trisannabrücke, in deren Umgebung die Geistlichkeit des Paznauntales, die Gemeindevorsteher, die Schulkinder von See, die Musikkapelle von See, die Bahningenieure und viele Zuschauer aufgestellt waren. Der Kaiser unterhielt sich mit den Kindern, an die er freundliche Fragen richtete, mit der Geistlichkeit und den Vorstehern. Der Ischgler Pfarrer Roman Schranz – damals von der gesamten Bevölkerung respektierter Repräsentant des Tales – richtete an Seine Majestät im Namen des Klerus und der Vorstehungen des Tales eine kurze Begrüßungsrede. Der Aufenthalt des Kaisers an der Trisannabrücke dauerte zehn Minuten.“ (Hannes Gasser, Erlebnis Paznauntal, 1980, Seite 56) * Für den Neubau des Schulhauses in Vergröß bei Ischgl gab Kaiser Franz Joseph im Jahre 1889 eine Unterstützung von hundert Gulden österreichischer Währung aus seiner Privatkassa. Das betreffende Majestätsgesuch liegt unter den Vergrößer Schulfondsschriften in Abschrift. In der Chronik ist wörtlich festgehalten: „Von den vorbelobten Landesfürsten sind mehrere den Gemeinden Ischgl und Galtür besonders wohl gewogen, gnädig und freigiebig gewesen, darunter vorzüglich zu merken: Erzherzog Sigmund, Kaiser Ferdinand III., Herzog Ferdinand Karl, die Herzogin Claudia, Kaiser Joseph I. und Leopold, Kaiser Joseph II. und Kaiser Franz II.. Diesen allen sind genannte Gemeinden ewigen Dank, Liebe und Treue verbunden, welche sie auch in älteren und neueren Kriegszeiten be-

wiesen haben und noch künftig hin bezeugen werden.“ (Hannes Gasser, Erlebnis Paznauntal, 1980, S. 56) * Am Sonntag, dem 23. Sept. 1900 kam Erzherzog Eugen, Kommandant des 14. Armee-Corps zu Innsbruck (von 1900 bis 1912 Landesverteidigungskommandant von Tirol und Vorarlberg), mit einem kleinen Gefolge aus Vorarlberg bzw. aus dem Montafon ins Paznaun. Die Ischgler Bevölkerung bereitete dem hohen Gast einen feierlichen Empfang. Ortspfarrer Roman Schranz begrüßte die kaiserliche Hoheit im Namen der Gemeinde mit folgenden Worten: „Eure Kaiserliche Hoheit, hochwürdigster Herr Erzherzog! Ich bin von der Gemeinde ersucht worden, Sie hier zu begrüßen. Sie sind ein Prinz des Hauses Habsburg, ein Mitglied des allerhöchsten Kaiserhauses. Die ganze Gemeinde, niemand, niemand ausgenommen, hängt an dem allerhöchsten Kaiserhause mit kindlicher, ich kann ohne Übertreibung sagen, mit schwärmerischer Liebe und begeisterter Hingabe. Deshalb ist es für uns eine große Freude, Eure Kaiserliche Hoheit vor uns zu sehen, um so mehr, als wir von Eurer Kaiserlichen Hoheit auch schon so vieles Liebenswürdiges gehört und gelesen haben. Darum seien Eure kaiserliche Hoheit, hochwürdigster Erzherzog, uns tausendmal willkommen und herzlichst gegrüßt.“ (Erwin Cimarolli, Ischgl – Vom Bergbauerndorf zum internationalen Wintersportort, 1989, Seite 123 u. Seite 125)

Die 17-jährige Postmeistertochter Eugenia Heiß überreichte dem Erzherzog einen Blumenstrauß, wofür sie später als Dank eine goldene Armkette zugesandt bekam.


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Paznauner Erinnerungen an die Habsburger

Empfang Erzherzog Eugens vor dem Postgasthof – nur Stiege sichtbar – in Ischgl am 23. September 1900. Aufnahme von Kaufmann Heinrich Mayr aus Florenz, der zu dieser Zeit als Jagdgast in Ischgl weilte. (Repro aus dem Bildarchiv Josef Walser)

Anschließend besuchte Erzherzog Eugen mit dem Pfarrer die prachtvolle Pfarrkirche zum hl. Nikolaus und den Ischgler Schießstand und freute sich über den am Schießstand angebrachten Spruch: „Hier wird zum Kampf geübt, wer Glaube und Vaterland liebt.“ (Vgl. Roman Schranz, Pfarrchronik Ischgl, Bd. II, S. 59!) * Am 29. August 1909 fand in Innsbruck der Höhepunkt der Tiroler Jahrhundertfeier 1809–1909 statt. Musikanten und Schützen aus dem Paznaun nahmen am Festumzug teil. Auch Franz Anton Pöll aus Mathon, der älteste Veteran und Bergführer Tirols, rückte mit aus. Als 91-jähriger Greis rüstig und geistig gesund begleitete er die Ischgler Musikanten und die Kappler Schützen zur Jahrhundertfeier nach Innsbruck und speiste dort an der Hoftafel. (Vgl. Josef Walser, Auf den Spuren der Schützenkompanie Ischgl, Manuskript, 2003, S. 190 f.!) Bericht aus der i. J. 1910 im Verlag der Wagner’schen Universitätsbuchhandlung erschienenen „Denkschrift der Tiroler Jahrhundertfeier in Innsbruck – 1909“, Seite 52:

„… Die Veteranen der 91 jährige Franz Pöll und Christian Winkler, 87 Jahre alt, beide aus Ischgl, haben als Achtundvierziger Veteranen (mit 12 weiteren Veteranen aus den Jahren 1859, 1866 und 1878) in Begleitung den Festzug mitgemacht. Franz Pöll trug auch sein ,Ehrenpulverhorn‘, wie bei allen feierlichen Anlässen, mit sich. Dieses Pulverhorn ist schön beschlagen, vergoldet und trägt die Gravierung: ,Zur Erinnerung an das Geburtsfest Seiner Majestät‘. Franz Pöll diente in den 40er Jahren als Kaiserjäger in Bregenz und war als Scharfschütze berühmt. Der damalige Oberst Baron Roßbach widmete das Pulverhorn als erstes Best zur Kaiserfeier; Pöll schoß es mit 36 Kreisen heraus. Als im Jahre 1848 seine Majestät Kaiser Franz Joseph I. in Villefrance bei Oberst von Zobl in einem verlassenen italienischen Grafenschlosse das Mittagessen zu sich nahm, mußte Pöll, mit dem Pulverhorn angetan, den Ehrenposten beziehen.“ * Feldmarschall Erzherzog Eugen besuchte am 24. Sept. 1936 mit der Tochter Kaiser Karls, Erzherzogin Adelheid, zum zweiten Mal das

Dorf Ischgl. „… unter Pöllerkrachen und dem freudigen Jubel der Bevölkerung …“ wurden die kaiserlichen Hoheiten vom Ischgler Bgm. Franz Grissemann, LT-Abg. Bgm. Johann Siegele aus Kappl, Bgm. Adolf Türtscher aus Galtür, Bgm. Heinrich Tschiderer aus See, von der Geistlichkeit des Tales sowie Sprengelarzt Dr. Hermann Köck begrüßt. Anlass war die Ernennung von Otto von Habsburg zum Ehrenbürger aller Talgemeinden. „Der Feldmarschall nahm die Überreichung der Dankesbriefe und Bilder Kaisers Ottos an die Gemeinden Kappl, Ischgl, Galtür und See vor, während Erzherzogin Adelheid wie in allen Orten, die sie früher besuchte, Liebesgabenpakete verteilte.“ (Vgl. Tiroler Anzeiger Nr. 221 – Freitag, 25.9.1936 – Seite 5!) * Besuch eines Habsburgers in jüngster Zeit: Laut Eintrag im Gästebuch besuchte am 11. Dezember 1993 Philipp von Habsburg das MathiasSchmid-Museum in Ischgl.

Die Kopie stellte Museumsbetreiber Altbgm. Erwin Cimarolli zur Verfügung

OSR VD i. R. Josef WALSER, Landeck


Ischgl vor 100 Jahren

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FRANZ ANTON PÖLL 1818–1914 ERSTER BERGFÜHRER IM PAZNAUN Franz Pöll (1818–1914), genannt „’s Pöllali“, war ein einfacher Hirte und Jäger aus Valzur bei Mathon und der erste Alpenvereinsbergführer im Paznaun. Mit den bekannten Alpinisten Johann Jakob Weilenmann (1819–1896) aus St. Gallen und Joseph Anton Specht (1828–1984) aus Wien führte Pöll viele Erstbesteigungen in der Silvretta und in den Ostalpen durch. So bestieg er am 12. Juli 1861 mit

Weilenmann erstmals das Fluchthorn und am 14. Juli 1865 mit Weilenmann, Specht und Jakob Pfitscher erstmals den Piz Buin. Erst im Jahre 1894 ging Pöll in Pension. Er starb 96-jährig am 9. März 1914. Im Silvrettabuch hat der hervorragende Alpinschriftsteller Walther Flaig mit ein paar köstlichen Episoden dem Paznauner Bergführeroriginal ein Denkmal gesetzt.

Schautafel der von Gemeindechronist Josef Walser i. J. 1989 zusammengestellten Bilderausstellung „ISCHGL – Vom Bergbauerndorf zum internationalen Wintersportort“

ISCHGL und Gasthof Post, um 1895. Die Karte lief via Post im April 1896.


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Ischgl vor 100 Jahren

Ischgl vor 100 Jahren Ergänzung zur SCHNERFR-Ausgabe Nr. 41 * Wie jedes Jahr feierten die Mathoner am Sebastianitag (= 20. Jänner) das Patroziniumsfest. Die TIROLER LANDZEITUNG vom 4. Februar 1911 berichtete darüber unter anderem: „… Weiters erstrahlte abends bei Wirt und Vorsteher Benjamin Kathrein das neue Licht. Großartig: Nur Wolfram- und Tantallampen – schon fast städtische Zustände! …“ * TIROLER VOLKSBOTE Nr. 5 – Freitag, den 24. Feb. 1911 – S. 7: „Die Volkszählung ergab für die Gesamtgemeinde Ischgl 680 Personen, gegen 600 im Jahre 1900.“ (= Bekanntgabe der im Vorjahr durchgeführten Volkszählung) * Laut Heidelberger Sektionsnachrichten wurden im Winter 1911 auf der Heidelberger Hütte 40 Schifahrer registriert. Bergführer Heinrich Kurz („Florinas Heindali“) und Schmiedemeister Josef Wechner (D’r Faschner“) standen als gute Schifahrer zur Verfügung. „Mit Sicherheit kann angenommen werden, daß Heinrich Kurz und Josef Wechner die ersten Schilehrer von Ischgl waren.“ (Erwin Cimarolli, ISCHGL – Vom Bergbauerndorf zum internationalen Wintersportort, S. 262). Angeblich bewältigte Heinrich Kurz mit der damaligen Einstocktechnik – ein langer Stock, die sogenannte „Lanze“, wurde als Balancierstange eingesetzt – und ohne Piste die Abfahrt von der Idalp nach Ischgl in 10 bis 12 Minuten. (= Mitteilung seiner noch lebenden Nichte Martina Vogt, geb. Kurz) Anekdote: Vor dem 1. Weltkrieg soll sich eine deutsche Touristin beim Schifahren im Gebiet der Heidelberger Hütte ein Bein gebrochen haben. Sie musste auf einem Schlitten nach Ischgl gebracht werden. Den Transport tätigten der Hüttenwirt Heinrich Kurz und Josef Wechner. Als sie mit der Verletzten wie die Wilden ins Tal rasten, mahnte die Touristin: „Sachte, sachte!“ Einer der beiden soll daraufhin in derber Sprache gerufen haben:

„Wås, iatz will sie sacha å no!“ (Erzählt von „Gidis Paul“) * Der TIROLER BOTE schrieb am 25. August 1911: „Aus dem Paznaun, 19. August. (Verschiedenes.) Das Wetter ist auch hier viel zu trocken; die Grummeternte wird sehr klein ausfallen. Roggen und Gerste reiften einen Monat früher als voriges Jahr und befriedigten so ziemlich. Die Bohnen dagegen verdorrten und die Erdäpfel scheinen sehr spärlich zu werden. Uebel wirkt auch die Trockenheit in den Alpen, und zwar weil der Boden so hart wird, daß das Vieh nicht mehr leicht gehen kann und in manchen Orten das Wasser ausgeht. Das beste Wetter haben die Bergsteiger, welche heuer aber nicht allzu zahlreich erscheinen. – Kürzlich wollten drei Touristen ohne Führer das nicht ungefährliche Fluchthorn besteigen, kamen aber nicht hinauf. Auf dem Rückwege verletzte sich einer beim Abfahren über einen Gletscher und mußte in der Höhe übernachten. Weil seine Kollegen in der Schutzhütte den Ort des Unfalles nicht richtig angeben konnten, dauerte es auch am nächsten Tage lange, bis die suchenden Führer ihn finden konnten.“ (Anmerkung: Auf Grund des außergewöhnlich heißen Sommers 1911 kam es landauf, landab zu verheerenden Großbränden. Z.B. brannte am 9. August 1911 in „Welschtirol“ das auf einer Hochebene rechts des Caldonazzosees gelegene Dorf Lusern zur Gänze nieder und zwei Tage später wurde Zams ein Raub der Flammen.) * Gegen Ende August 1911 kam erstmals ein Auto nach Ischgl. Der TIROLER VOLKSBOTE am 8. Sept. 1911: „Kürzlich ließ sich hier zum erstenmal ein Automobil sehen. Um sich zu rechtfertigen, zeigte der Fahrer eine Erlaubnis der Bezirkshauptmannschaft vor. Man war nämlich über das Erscheinen eines solchen Wagens nicht erfreut.“ * Am 28. August 1911 ist vom k.k.

Bezirkstierarzt aus Landeck auf der Gampenalp die Maul- und Klauenseuche konstatiert worden. Ein arbeitsloser Vagabund soll sie aus dem Engadin eingeschleppt haben. Um einer weiteren Verbreitung vorzubeugen, wurde sofort alles Vieh von auswärtigen Besitzern von der Fimber Alp „in seine Heimat abkommandiert“. Diese Maßregel fand auch in den anderen noch unverseuchten Alpen des oberen Paznauns Anwendung. Die Seuche verbreitete sich aber trotzdem. Am 1. Dez. 1911 meldete der TIROLER VOLKSBOTE: „Die Maul- und Klauenseuche ist im ganzen Paznaun erloschen.“ * Anfang Nov. 1911 übernahm ein neuer Pächter, der „Denges“ aus Mathon, die Bewirtschaftung des Gast- und Zollhauses „Zur Trisannabrücke“ in Wiesberg. Der frühere Pächter J. Lorenz übersiedelte aus Gesundheitsgründen nach Südtirol. (Vgl. TIROLER VOLKSBOTE Nr. 25 – Freitag, 1. Dezember 1911 – S. 8!) * Ebenfalls auf Seite 8 berichtete am 15. Dez. 1911 der TIROLER VOLKSBOTE: „… In Ischgl und Umgebung stehen immer noch viele überzählige Rinder, welche hart auf einen Markt warten. (= Folge der Maul- und Klauenseuche) Es geht beständig Heu von außen herein dorthin ab, was bisher unerhört war. Die Straße wird immer noch mit Wagen befahren, da nur in den Schattenlöchern der Schnee sich halten konnte. (Vergleiche mit dem heurigen Herbst!) Auf der Sonnseite weiden die Ziegen munter. Auch die Feldmäuse sieht man an der Arbeit.“ * Zum Jahresende zog der Winter mit voller Intensität in unser Tal. Der Paznauner Korrespondent in der TIROLER LANDZEITUNG am 30. Dez. 1911: „Wir haben wohl ,Weihnachten im Schnee’, und zwar im tiefen Schnee, und noch kein Ende. Es schneit weiter und dazwischen hinein bläst der berüchtigte Galtürer – Wind und verweht Weg und Steg.“ OSR VD i. R. Josef Walser


Kathrein-Hütte

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Donnerstag, 30. Juni 1910: ERÖFFNUNG DER KATHREIN-HÜTTE Wie folgender Zeitungsbericht beweist, wurde die Kathrein-Hütte, die heutige Friedrichshafner Hütte, nicht vor 100 Jahren, sondern vor 101 Jahren eröffnet. Allgemeiner Tiroler Anzeiger Nr. 147 Samstag, den 2. Juli 1910 – Seite 5: „Schutzhütteneröffnung. Aus Mathon im Paznauntale wird der ,Ob. Wp.’ (= OBERLÄNDER WOCHENPOST) geschrieben: Am 30. Juni wurde die neue mit großen Kosten erbaute Kathrein-Schutzhütte am Schafbichljoch (2347 Meter) eröffnet. Es ist eine der schönsten und dankbarsten Partien des Paznauntales. Ein herrliches Panorama auf das Fluchthorn, die Silvrettagruppe usw. bietet sich dem Touristen. Bequemster Aufstieg von Mathon; die Hütte ist in zwei Stunden leicht erreichbar; von Galtür in 2 ½ Stunden und St. Anton 6 bis 7 Stunden. Ausgangspunkt

von der Hütte in 2 Stunden auf die Volandspitze, 3 ½ Stunden zum Pateriol, 2 Stunden zum Fuße der Kuchel- und Küchelspitze, 3 Stunden zur Födnerspitze und 4 Stunden zur Konstanzerhütte. In der Unterkunftshütte finden zirka 30 Personen in Betten sowie Heulagern Platz. Der Besitzer Herr Benjamin Kathrein, welcher die Hütte selbst bewirtet, wird sicherlich alles aufbieten, den werten Touristen den Aufenthalt angenehm zu machen. Hüttengeld wird keines eingehoben.“ (= Abschrift von Josef Walser am 16. Nov. 2011 in der Bibliothek des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum)

Die Kathrein-Hütte im Jahre 1909). (Datum des Poststempels: 31. Juli 1910. Ansichtskarte aus dem Archiv von Josef Walser


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Pater Robert – Pfarre Ischgl

Taufglück Im kommenden Jahr 2012 feiert die Kirche am 8. Jänner die Taufe Jesu. Sie hat zur Erinnerung an diesen Tag ein eigenes Fest eingeführt. Jesus war schon erwachsen, als er sich von Johannes am Jordan taufen ließ. Gott hat zu Jesus gesprochen: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“ Für Christus das öffentliche Leben. In der Hl. Taufe werden wir „wiedergeboren aus dem Wasser und dem Hl. Geist“, wir werden Kinder Gottes und Mitglieder der katholischen Kirche. Die Hl. Taufe ist ein kostbares Geschenk und eine große Gnade. Wie Menschen, die in einem Schiff übers Meer fahren und dabei aufeinander angewiesen sind, so gehören die Christen seit der Hl. Taufe zusammen. Aber Christus ist mit dabei auf dem Lebensschiff. Jesus Christus schenkt göttliches Leben und lebt in uns seit der Hl. Taufe. Wir gehören seit der Hl. Taufe zum Gottesvolk, zur Kirche. Sehr schön sind auch die Taufzeremonien. Der Priester gießt Wasser über den Kopf des Täuflings und spricht dabei: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes

und des Heiligen Geistes. In einer Notlage kann jeder Mensch gültig taufen. Wasser bedeutet Leben und reinigt. Christus schenkt durch das Wasser der Hl. Taufe neues Leben und reinigt von der Erbsünde. Der Täufling wird mit Chrisam gesalbt. Die Salbung mit Hl. Öl ist Zeichen der Gnade, Mitteilung des Hl. Geistes. Das Taufkind gehört Christus und soll gegen das Böse kämpfen. Bei der Hl. Taufe wird ein Taufkleid übergeben. Ein weißes Kleid tragen bezeichnet: Taufgnade, innere Schönheit, Auferstehungsherrlichkeit. Auch eine Taufkerze wird überreicht. Die brennende Kerze bedeutet: Der Getaufte soll Lichtbringer sein, Güte und Liebe ausstrahlen, für die anderen da sein. Er soll als Kind des Lichtes leben, den Glauben immer mehr kennenlernen und vor den Menschen bekennen. Er soll wachsen in der Gottesliebe und Nächstenliebe. Die Eltern sind die ersten Katecheten. Der gelebte Glaube der Eltern ist entscheidend für die religiöse Haltung der Kinder. In der religiösen Erziehung ist das gute Beispiel entscheidend. Es hängt von den Eltern ab, ob das Kind Gott als gütigen, liebevollen Vater verstehen und lieben lernt. Kinder brauchen viel Liebe, Wärme,

Zuwendung und vor allem Geborgenheit. Dann wächst das Selbstvertrauen. Betende Eltern haben auch betende Kinder. Bei der Hl. Taufe erhalten wir einen Namen. Unsere Namenspatrone sind unsere Fürsprecher, Beschützer und Helfer. Sooft man uns beim Namen ruft, werden wir an das Taufglück, aber auch an das Taufversprechen gemahnt. Damit wir immer wieder an die Hl. Taufe denken, gibt es den alten christlichen Brauch, sich am Morgen und am Abend mit Weihwasser zu bekreuzigen. Das soll uns an die Hl. Taufe erinnern und damit an ein kostbares Geschenk Gottes. Cons. Mag. Pater Robert Zangerl, O. Cist.

Erzbischof Miecyslaw Mokrzycki Am 4. August 2011 konnten Pfarrer Michael Stieber und die Gemeindeführung von Ischgl Herrn Erzbischof Miecyslaw Mokrzycki von Lemberg in Ischgl begrüßen. Erzbischof Mokrzycki war 10 Jahre Privatsekretär bei Papst Johannes Paul II. und zwei Jahre bei Papst Benedikt XVI., bevor er im Jahre 2008 zum Koadjutorerzbischof des Erzbistums Lemberg ernannt wurde. Der persönliche Freund unseres Herrn Pfarrer befand sich auf der Durchreise und feierte mit der Pfarrgemeinde die Abendmesse in der Pfarrkirche St. Nikolaus. Die Musikkapelle Ischgl begrüßte Erzbischof Miecyslaw Mokrzycki mit einem Ständchen.

Pfarrer Michael Stieber, VST Erich Wechner, Vizebgm. Emil Zangerl, Erzbischof Miecyslaw Mokrzycki von Lemberg, Bgm. Werner Kurz, Univ.-Prof. DDr. Walter Schaupp, Pfarrer Mag. Georg Henschling und Mons. Andrzej Legowicz


Pfarre Ischgl „Nicht uns, o Herr, bring zu Ehren, nicht uns, sondern deinen Namen, in deiner Huld und Treue!“ (Ps 115,1) Ich, Georg Henschling, wurde am 23. September 1959 als Sohn des Heinrich Henschling und seiner Frau Anna, geborene Prachatsch, in Wien geboren. Ich wuchs mit meinen beiden Geschwistern Wolfgang und Eva-Maria im elterlichen Haus in Strebersdorf – Wien 21 auf. Meinen inzwischen verstorbenen Eltern und meiner Großmutter verdanke ich das Hineinwachsen in die Kirche. Ihr gelebter Glaube bleibt mir stets Vorbild und schenkt mir Kraft und Zuversicht! In Strebersdorf besuchte ich die Volksschule bei den Schulbrüdern. Dort begann ich auch nach meiner Erstkommunion zu ministrieren. Mein kirchliches Zuhause fand ich später in meiner Heimatpfarre „Maria Königin“ in Strebersdorf. Nach der Matura am Floridsdorfer Gymnasium 1978 und dem Präsenzdienst beim Österreichischen Bundesheer 1979 trat ich in das Wr.

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25-jähriges Priesterjubiläum Priesterseminar ein. Im Oktober 1979 begann ich mit dem Theologiestudium, das ich 1985 an der Universität Wien erfolgreich abschließen konnte. Im Jahr 1981/82 hatte ich zudem die Möglichkeit, ein Jahr in Trier/ Deutschland zu studieren. Am 2. Juni 1985 Jahres wurde ich von Weihbischof Dr. Karl Moser in der Pfarrkirche Salvator am Wienerberg (Wien 10) zum Diakon geweiht. Das anschließende Praktikumsjahr verbrachte ich bis August 1986 in der Pfarre Altsimmering in Wien 11. Am 28. Juni 1986 empfing ich durch den damaligen Diözesanadminstrator, Weihbischof DDr. Helmut Krätzl, im Wiener Stephansdom die Priesterweihe. Meine Primiz feierte ich am darauffolgenden Tag in meiner Heimatpfarre. Als Kaplan wurde ich am 1. September 1986 den Pfarren Ernstbrunn, Oberleis und Merkersdorf zugewiesen. Ab September 1990 war ich dann

Kaplan und ab Jänner 1992 Provisor der Pfarre Breitensee in Wien 14. Danach wurde ich mit 1. September 1992 zum Pfarrer von Großrußbach und Oberkreuzstetten ernannt. In Großrußbach war ich in diesen Jahren auch Geistlicher Assistent des Bildungshauses der Erzdiözese. Seit September 2002 bin ich Pfarrer von Mauer St. Erhard – Wien 23, einer größeren Pfarre im Süden der Bundeshauptstadt. Meinen Sommerurlaub verbrachte ich bereits siebenundzwanzigmal in Ischgl (1965 bis 1969 und 1989 bis 2011 – mit einer Unterbrechung wegen der Überschwemmungen 2005)! Ganz herzlich bedanke ich mich nochmals bei der Gemeinde Ischgl für das wunderbare Geschenk. Nicht einmal zu meiner Firmung bekam ich eine Uhr. Nun nach 52 Jahren war es so weit! Vergelt´s Gott dafür! Mag. Georg Henschling

Pfarrer Mag. Georg Henschling aus Wien feierte Ende Juni sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Am Samstag, den 6. August 2011 überreichten Pfarrer Michael Stieber und Bgm. Werner Kurz anlässlich seines Jubiläums ein Präsent.


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Pfarre Ischgl

Liebe Pfarr- und GemeindebewohnerInnen von Ischgl! Es war mir eine große Freude, bei Ihnen zu sein und eine meiner vielen Nachprimizmessen zu feiern. Schon lange habe ich mir vorgenommen, überall, wo ich einst als Koch gearbeitet habe, eine heilige Messe für den Ort und die Betriebe (Chefleute und Angestellten) zu zelebrieren. So war ich in Kärnten (St. Georgen am Längsee), dann bei Ihnen in Ischgl, am nächsten Tag in St. Anton am Arlberg und dann in Chur in der Schweiz. Ich war sehr erstaunt über die vielen, tiefen Begegnungen! Ich danke Herrn Pfarrer Michael Stieber auf das Herzlichste, dass ich bei ihm sehr willkommen war und dass er im Vorfeld in den Predigten mich schon

vorgestellt hat und für die Nachprimizmesse geworben hat. Sehr überrascht war ich auch, dass Herr Bürgermeister Werner Kurz mich begrüßt hat. Ich danke für das Geschenk einer wertvollen Uhr. Ich möchte auch ein großes Dankeschön sagen, meinem ehemaligen Chef Jürgen Kurz für das wunderbare Abendessen. Es freut mich sehr, dass bei vielen von Ihnen das lebendige Bewusstsein vorhanden ist, dass die hl. Messe und der Primizsegen etwas Besonderes sind. Das verdanken Sie bestimmt, liebe Bewohner von Ischgl, Ihrem sehr engagierten Pfarrer. Herzlich danken möchte ich auch der Familie Herbert Aloys, wo ich zum Übernachten eingeladen war.

So verbleibe ich in großer Dankbarkeit Ihnen gegenüber mit herzlichen Segenswünschen Ihr Primiziant Mag. Walter Obenaus, Kaplan vom Ausseerland

Pfarrer Mag. Walter Obenaus aus der Steiermark feierte am Montag, den 22. August 2011 in Ischgl seine Nachprimiz. Bevor Mag. Obenaus in den Dienst Gottes trat, erlernte er den Beruf des Kochs und übte diesen in den Betrieben Hotel Madlein und Hotel Ischglerhof in Ischgl aus. Im Bild: Jürgen Kurz vom Hotel Ischglerhof, Bgm. Werner Kurz, Primiziant Mag. Walter Obenaus, Egon Schmid – ehemaliger Küchenchef vom Hotel Ischglerhof – und Pfarrer Michael Stieber


Nachruf

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OSR Josef Parth ✶ 26.07.1921 ✝ 05.10.2011 Volksschuldirektor i. R. Ehrenringträger der Gemeinde Ischgl 30 Jahre im Gemeinderat, davon 12 Jahre Gemeindevorstand Ehrenmitglied des Tourismusverbandes Ischgl 32 Jahre Ausschussmitglied des Tourismusverbandes Ischgl davon 17 Jahre Schriftführer und 8 Jahre Obmann 14 Jahre Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ischgl 20 Jahre Aufsichtsratsmitglied der Silvretta Seilbahn AG 10 Jahre Mitglied des Verwaltungsrats der Bergbahnen Samnaun AG Ehrenobmann des Seniorenbundes – Ortsgruppe Ischgl 20 Jahre Obmann der Musikkapelle Ischgl Langjähriges aktives Mitglied des Ischgler Kirchenchores Namensgeber und Mitgründer unserer Gemeindezeitung Schnerfr davon 8 Jahre Chefredakteur

Liebe Trauerfamilie, werte Trauergemeinde Auch wenn ein grandioser Mensch geht, bleibt sein Vermächtnis! Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich Pepi in der Vergangenheit begegnet bin und mit ihm gesprochen habe. Seine aufmunternden Worte, sein mutiger Einsatz für unsere Gemeinde und der Einsatz vieler Bürger von Ischgl haben mir stets imponiert. Er hat nicht eigennützlich gehandelt, sondern zum Wohle unseres Ortes gekämpft. Es waren dabei gute und schlechte Jahre. Und immer, wenn ich mir die Geschichten von Bekannten über Pepi anhöre, kommt eine Eigenschaft zum Vorschein.

„Aufstehen und Weitermachen. Mut und Kraft”. Genauso kannten ihn viele von uns, genauso werden wir uns stets an ihn erinnern. Heute hat er sein von Gott geschenktes Leben zurückgegeben und in vielen Organisationen und Vereinen klafft ein Loch. Heute können wir voller Stolz und Anerkennung an ihn gedenken und danken für all seinen Lebensmut und seine Arbeit. In Zukunft, wenn jemand von uns jammert oder den Mut verliert, ist seine aufmunternde Lebenseinstellung ein Grundpfeiler, ja ein Vermächtnis, das über uns wacht.

Lieber Pepi, dein steter Lebensweg wird uns in ständiger Erinnerung bleiben. Danke für deine Zeit im Gemeinderat (du warst 30 Jahre im Gemeinderat, davon 12 Jahre GV). Danke für dein Wirken und dein vorbildhaftes Tun. Als Bürgermeister verabschiede ich mich von dir, lieber Ehrenringträger der Gemeinde Ischgl, mit großem Respekt und Dankbarkeit. Den Hinterbliebenen gilt mein Beileid und Mitgefühl. Pfiati Pepone Grabrede von Bürgermeister Werner Kurz

Standesnachrichten VERSTORBEN 24.01.2011 Walser Maria, St. Nikolausweg 1, Top 3 28.02.2011 Müller Karl, Bergliweg 5 12.07.2011 Pfeifer Anna, Mathoner Straße 72 06.08.2011 Siegele Hildegard, Bichlweg 9

19.09.2011 21.09.2011 05.10.2011 07.11.2011 10.11.2011

Jehle Serafin, Persuttweg 8 Jehle Franz-Josef, Ennweg 2 Parth Josef, Dorfstraße 73 Jehle Heinrich, Silvrettastraße 57 Sonderegger Irmgard, Mathoner Straße 15

Tremens factus sum ego et timeo, dum discussio ventura ira. Quando coeli movendi et terra.


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Aus der Gemeinde

Standesnachrichten GEBURTEN 04.01.2011 04.02.2011 10.02.2011 24.04.2011 06.05.2011 08.05.2011 09.05.2011 06.06.2011 01.08.2011 05.08.2011 23.08.2011 04.11.2011 10.12.2011

Pöll Anna Christina, Pöll-Zangerl Angela & Pöll Ulrich, Silvrettastraße 41 Walser Emil, Walser Julia & Günther, Versahlweg 10 Himmelbauer Aylin Monika, Himmelbauer Margit, Steinbergweg 1 Zangerl Antonia, Zangerl Daniela, Dorfstraße 84 Aloys Lea, Aloys Manuela & Robert, Stöckwaldweg 11 Siegele Valentina, Siegele Sonja & Josef, Pfannweg 8 Kurz Raphael, Kurz Bianca & Arthur, Bödalaweg 8, Top 8 Jehle Eva Anna, Jehle Bettina & Christian, Silvrettastraße 51 Schöpf Nicole Christine, Schöpf-Lechleitner Mirjam & Schöpf Gerald, Mathoner Straße 54 File Alina, File Karin & Daniel, Bödalaweg 4, Top 14 Walser Hannah Marie, Walser Caroline, Stöckwaldweg 7 Jehle Luis Andreas, Jehle Michaela & Martin, St. Antoniusweg 9 Gritsch Paul, Gritsch Judith & Jehle Thomas, Brandweg 21

EHESCHLIESSUNGEN 30.03.2011 Salner Manuela & Aloys Robert, Stöckwaldweg 11 29.04.2011 Kleinheinz Monika & Jöchl Florian, Silvrettastraße 61 20.05.2011 Pfeifer Brigitte & Starkloff Jörg, Bödalaweg 4, Top 10 28.05.2011 Roller Larissa & Thauer Nikolay, Dorfstraße 81 10.06.2011 Vogt Marlene & de Silva Rocha José Manuel, Dorfstraße 17 17.06.2011 Kleinheinz Barbara & Pummer Christian, Silvrettastraße 61 17.06.2011 Zürcher Michaela & Jehle Martin, St. Antoniusweg 9 05.08.2011 Neitzel Heike & Walser Martin, Grube 5 30.09.2011 Häusler Cornelia & Pfeifer Norbert, Trisannaweg 14 30.09.2011 Zangerle Tanja & Schöpf Stefan, Bödalaweg 4, Top 14 11.11.2011 Zangerl Sabine & Huber Ludwig, Mühlweg 15 Sonja Hauser, Meldeamt Gemeinde Ischgl

Jubelhochzeiten aus dem Jahr 2011 Diamantene Hochzeit: Parth Gabriela & Josef, 08.09.1951 – Dorfstraße 73

Goldene Hochzeit: Zangerl Erna & Helmut, 24.04.1961 – Silvrettaplatz 3

Goldene Hochzeit: Zangerl Anna & Hermann, 07.10.1961 – Silvrettaplatz 7


Geburtstage im Jahr 2011

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85. Geburtstag – Zangerl Richard, 17.02.1926 – Dorfstraße 42

85. Geburtstag – Walser Alois, 31.03.1926 – Paznaunweg 21

85. Geburtstag – Emberger Franz, 08.04.1926 – Kalvarienweg 3

85. Geburtstag – Zangerl Katharina, 19.04.1926 - Dorfstraße 44

85. Geburtstag – Walser Maria, 16.05.1926 – Waldhofweg 37

90. Geburtstag – Walser Maria, 23.06.1921 – Mathoner Straße 2

90. Geburtstag – Aloys Gertrud, 24.06.1921 – Eggerweg 5

90. Geburtstag – Denoth Anna, 26.06.1921 – Persuttweg 8

80. Geburtstag – Lechleitner Karl, 07.07.1931 – Winklweg 12

80. Geburtstag – Siegele Josef, 18.07.1931 – Bichlweg 9


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Geburtstage im Jahr 2011

85. Geburtstag – Kern Elfriede, 19.07.1926 – Unterer Pielweg 4

90. Geburtstag – Parth Josef, 26.07.1921 – Dorfstraße 73

85. Geburtstag – Vogt Anna, 27.07.1926 – Bödalaweg 1

85. Geburtstag – Jehle Franz-Josef, 29.07.1926 – Ennweg 2

85. Geburtstag – Meyer Maria, 08.08.1926 – Bachweg 1

85. Geburtstag – Jehle Serafin, 16.08.1926 – Persuttweg 8

85. Geburtstag – Winkler Agnes, 23.09.1926 – Unterschrofenweg 9

85. Geburtstag – Walser Serafine, 17.10.1926 – Unterschrofenweg 17

85. Geburtstag – Walser Johanna, 27.11.1926 – Versahlweg 33

80. Geburtstag – Zangerl Hildegard, 11.12.1931 – Pasnatschweg 9


Geburtstage im Jahr 2012 50. Geburtstag 06.01.1962 11.01.1962 27.01.1962 03.02.1962 05.02.1962 11.03.1962 19.04.1962 19.05.1962 25.05.1962 06.06.1962 16.06.1962 22.06.1962 29.06.1962 16.07.1962 19.07.1962 29.07.1962 07.08.1962 16.08.1962 21.09.1962 15.10.1962 20.10.1962 23.10.1962 31.10.1962 01.11.1962 08.11.1962 22.11.1962 01.12.1962 09.12.1962 22.12.1962 28.12.1962 55. Geburtstag 27.01.1957 31.01.1957 22.02.1957 22.02.1957 06.03.1957 06.04.1957 20.04.1957 10.05.1957 20.06.1957 29.06.1957 29.06.1957 03.07.1957 13.08.1957 25.08.1957 01.09.1957 07.09.1957 07.09.1957 12.09.1957 17.09.1957 17.11.1957 08.12.1957 18.12.1957

Feihle Brigitte, St. Nikolausweg 1, Top 2 Dr. Mag. Pfeifer Manfred, Stöckwaldweg 8 Siegele Adelheid, Silvrettastraße 2 Grütter Konrad, Silvrettastraße 19 Walser Christine, Mathoner Straße 27 Rudigier Marianne, Kalvarienweg 5 Sonderegger Bernarde, Silvrettastraße 76 Schaan Jörg, Silvrettastraße 81 Salner Marie, Johannesweg 5 Rudigier Elmar, Maria-Schnee-Weg 10 Zangerl Reinhard, Unterer Pielweg 8 Zangerl Karin, Dorfstraße 44 Wolf Monika, Prennerweg 2 Pedrolini Veronika, Dorfstraße 51 Mangold Brigitte, Oberer Kirchenweg 3 Kleinhans Gertrud, Dorfstraße 117 Cacenaves Marquez Jose, Mühlweg 1 Ladner-Rüf Klaudia, Silvrettastraße 73 Jehle Lucia, Dorfstraße 14 Rudigier Renate, Ebeneweg 11 Pfeifer Paula, Mathoner Straße 72 Walser Stefan, Versahlweg 43 Röxeisen Anneliese, Kirchenweg 15 Deuschl Peter, Mühlweg 1 Salner Cornelia, Brunnenweg 14 Zangerl Martin, Waldhofweg 2 Zangerl Dietmar, Eggerweg 19 Eiterer Christian, Fimbabahnweg 8 Ojster Verena, Silvrettastraße 78 Salner Maria-Magdalena, Kirchenweg 3

Pfeifer Bernhard, Bichlweg 2 Simenski Heike, Dorfstraße 101 Loncaric Dragan, Waldhofweg 6 Sonderegger Robert, Silvrettastraße 50 Walser Edwin, Vergrössweg 5 Pfeifer Anna-Theresia, Bichlweg 15 Zangerl Stefan, Liftweg 17 Siegele Elfriede, Dorfstraße 27 Gritsch Gottfried, Dorfstraße 30 Walser Peter, Florianplatz 2 Walser-Franziscus Anna, Versahlweg 32 Doblander Silvia, Silvrettaplatz 3 Walser Walter, Dorfstraße 86 Wolf Bernadette, Dorfstraße 70 Walser-Schaan Rita, Silvrettastraße 81 Canal Peter, Silvrettastraße 79 Walser Otto, Fimbabahnweg 6 Walser Juliane, Waldhofweg 3 Parth Alfons, Dorfstraße 73 Kurz Gottfried, Bachweg 2 Canal Ingrid, Silvrettastraße 75 Lechleitner Walter, Mathoner Straße 54

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60. Geburtstag 21.03.1952 25.03.1952 26.03.1952 17.04.1952 19.04.1952 27.05.1952 06.06.1952 11.06.1952 13.06.1952 22.07.1952 31.08.1952 21.09.1952 29.09.1952 18.11.1952 11.12.1952

Häusler Martha, Trisannaweg 14 Kurz Maria, Dorfstraße 115 Kurz Franz, Persuraweg 17 Kurz Sieglinde, Dorfstraße 53 Zangerl Hedwig, Brunnenweg 7 Kern Josef, Unterer Pielweg 3 Regensburger Peter, Mathoner Straße 48 Roller Brunhilda, Dorfstraße 81 Öttl Edith, Waldhofweg 7 Aloys Rosemarie, Eggerweg 5 Zangerl Theresia, Stöckwaldweg 15 Vogt Josef, Dorfstraße 17 Vogt Adelheid, Dorfstraße 17 Schöpf Elisabeth, Versahlweg 39 Ganahl Franz, Dorfstaße 97

65. Geburtstag 28.02.1947 15.04.1947 04.05.1947 24.05.1947 09.07.1947 01.08.1947 28.08.1947 02.09.1947 21.09.1947 28.10.1947 19.11.1947

Pfeifer Eugen, Bichlweg 15 Stocker Fritz, Ebeneweg 8 Zangerl Margarethe, Dorfstraße 22 Schröer Michael, Galfeisweg 3 Pöll Franz, Pasnatschweg 1 Kurz Erika, Dorfstraße 92 Aloys Günther, Fimbabahnweg 4 Walser Ernst, Kalvarienweg 7 Mark Zita, Bödalaweg 6, Top 8 Felderer Waltraud, Brandliweg 14 Tschoder Anneliese, Ennweg 8

70. Geburtstag 11.01.1942 10.07.1942 02.08.1942 27.08.1942 11.11.1942 13.11.1942

Cimarolli Erwin, Dorfstraße 60 Kurz Agnes, Innerer Kapellenweg 1 Pöll Alfred, Silvrettastraße 41 Lenz Gebhard, Paznaunweg 15 Lenz Frieda, Paznaunweg 15 Pichler Rudolf, Grist 4

75. Geburtstag 25.01.1937 02.02.1937 05.04.1937 23.07.1937 24.07.1937 26.08.1937 15.09.1937 03.10.1937

Walser Oswald, Sonnenweg 6 Walser Erwin, Stöckwaldweg 12 Zangerl Josef, Unterer Pielweg 6 Zangerl Erna, Silvrettaplatz 3 Zangerl Anna, Dorfstraße 107 Ganahl Josef, Mühlweg 5 Mark Agnes, Dorfstraße 125 Wolf Elisabeth, Bichlweg 14

80. Geburtstag 01.02.1932 23.02.1932 17.04.1932 22.09.1932 03.12.1932

Ladner Adolf, Ebeneweg 7 Zangerl Emma, Dorfstraße 42 Rudigier Aloisia, Silvrettastraße 69 Hosp Johann, Mathoner Straße 58 Lechleitner Armella, Bichlweg 5


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Geburtstage im Jahr 2012

85. Geburtstag 04.07.1927 14.09.1927 29.09.1927 23.10.1927

Pfeifer Maria, Mathoner Straße 19 Walser Richard, Galfeisweg 1 Parth Gabriela, Dorfstraße 73 Walser Maria, Bichlweg 15

90. Geburtstag 25.03.1922 Emberger Emma, Kalvarienweg 3 09.05.1922 Ladner Paulina, Ebeneweg 8 13.10.1922 Rudigier Johann, Bachweg 4

Alles Gute zur Diamantenen Hochzeit 12.04.1952 Ganahl Theresia & Alois, Bintaweg 4 Alles Gute zur Goldenen Hochzeit 30.05.1962 Jehle Gertrud & Otto, Brandweg 16 30.05.1962 Jungmann Elisabeth & Karl, Brandweg 11 22.10.1962 Mark Agnes & Karl, Dorfstraße 125

Alles Gute zur Silbernen Hochzeit 24.03.1987 Winkler Brigitte & Gabriel, Bödalaweg 19 14.05.1987 Pircher Stefanie & Herbert, Dorfstraße 34 01.06.1987 Rudigier Manuela & Josef, Bachweg 10 26.06.1987 Walter Marion & Georg, Siedlungsweg 2 04.09.1987 Stark Christine & Werner, Dorfstraße 78 07.09.1987 Pfeifer Cornelia & Norbert, Kichaliweg 6 15.10.1987 Walser Maria & Fritz, Bichlweg 12 30.10.1987 Kern Maria & Franz, Oberer Pielweg 2 04.12.1987 Walser Gabriela & Dr. med. univ. Andreas, Bödalaweg 23 04.12.1987 Wechner Margarethe & Otmar, Silvrettastraße 55 11.12.1987 Sonderegger Bernarde & Peter, Silvrettastraße 76 29.12.1987 Walser Petra & Peter, Rossbodenweg 1 Sonja Hauser Meldeamt Gemeinde Ischgl

Die Schengener „Ski-Gondel“ Serge Legill stellte restaurierte Gondel aus Ischgl am Markusberg auf. Seit 1994 reisen die Brüder Serge und Guy Legill aus Schengen regelmäßig zum Skiurlaub nach Ischgl. Mit den Jahren sind viele Freundschaften entstanden. Als in Ischgl die Fimbabahn im Jahre 2007 neu gebaut wurde, entschieden sich die beiden Brüder dazu, eine Idee in die Tat umzusetzen. Sie beschlossen, zwei der ausgedienten Gondeln zu erwerben. Ganz zur Freude wurden ihnen von der Silvretta Seilbahn AG die gewünschten Gondeln kostenlos überlassen. Danke dafür nochmals an Vorstand Mag. Hannes Parth und Ing. Markus Walser. Im September 2009 wurden die Gondeln dann von Ischgl nach Schengen transportiert. In den darauffolgenden Monaten erfolgte die Restaurierung der ersten Gondel. An ihrem endgültigen Standort, bei Serge Legill am Schengener Markusberg,

Die Brüder Guy und Serge Legill mit Cristina Felitti

angekommen, wurde sie, so wie es sich gehört, offiziell mit Enzian „eingeweiht“. Viele Familienmitglieder, Freunde und Bekannte waren der Einladung gefolgt. Alt-Bürgermeister Roger Weber beglückwünschte die Gebrüder Legill zu ihrer Initiative und

überreichte Serge Legill die offizielle Schengen-Ischgl-Partnerschaftsmedaille. Die Gebrüder Legill


Gemeindefusion Die Gemeinden Bürmeringen, Schengen und Wellenstein werden unter dem Namen SCHENGEN fusionieren, um gemeinsam mehr Ausstrahlungskraft und Leistungsstärke zu entwickeln, da jede Gemeinde für sich auf Dauer nicht effektiv und effizient die notwendigen kommunalen Leistungen in allen wichtigen Sektoren, die Lebensqualität und wirtschaftliche Standortattraktivität ausmachen und sicherstellen kann. Vor allem sehen die drei Gemeinden in der Fusion die Chance einer gemeinsamen, nachhaltigen Gemeindeentwicklung.

gung im Alltag, in der Kinderbetreuung, in der schulischen Versorgung, in der Altenbetreuung, in der medizinischen Versorgung, in der barrierefreien Ausstattung aller Einrichtungen, in den Kultur-, Freizeit- und Sportangeboten, in den Einkaufsmöglichkeiten und in den technischen Diensten. Diese Erwartungen lassen sich langfristig bei steigenden Kosten und tendenziell abnehmenden Finanzierungsspielräumen der Gemeinden nur erfüllen, wenn die Finanzausstattung der Gemeinden stabilisiert wird und die kommunalen Dienste effizient organisiert werden. Im Verbund der drei Gemeinden lässt sich dies bewerkstelligen. Auf sich al-

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die Gemeinde und ihre Ortsteile weiterentwickeln sollen. Dies sind nur wenige von vielen Gründen, die für eine Fusion der drei Gemeinden sprechen. Diese werden betont, weil sie auch im Rahmen der Zielsetzungen des Landes für eine nachhaltige Raumentwicklung, für eine wirtschaftlich vielfältige und dynamische Entwicklung des ländlichen Raumes, die nicht zulasten der natürlichen Ressourcen geht, eine besondere Rolle spielen. Selbstverständlich werden Fusionsabsichten auch von Skepsis und Sorge begleitet, insbesondere von der

Gemeindefusion Bürmeringen, Schengen und Wellenstein Gemeindefusion – weshalb? Die Bevölkerung ist in Bürmeringen, Schengen und Wellenstein in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen und das Wachstum wird weiter anhalten. Das Potenzial wie auch die Nachfrage dafür sind vorhanden. Bemerkenswert ist dabei auch die derzeitige Verjüngung der Bevölkerung durch den Zuzug junger Menschen wie auch durch die bewusste Entscheidung der jüngeren Generationen, ihren Wohnsitz in ihren Gemeinden selbst oder in der unmittelbaren Nachbarschaft zu behalten. Insbesondere in den stadtnahen, landschaftlich attraktiven ländlichen Räumen schlägt sich die demografische Dynamik Luxemburgs mit dem höchsten Bevölkerungszuwachs innerhalb der EU nieder. Die Bevölkerungsprognosen machen aber auch deutlich, dass der Anteil älterer Menschen an der gemeindlichen Bevölkerung kontinuierlich wachsen wird. Mit der Zunahme der Bevölkerung in den drei Gemeinden wachsen auch die Erwartungen an eine gute Versor-

lein gestellt ist dies für Bürmeringen, Schengen oder Wellenstein kaum leistbar. Gleichzeitig wird auch für den Wohnort eine Gesundheit und Wohlbefinden versprechende stabile natürliche Umwelt von der Bewohnerschaft erwartet. Dafür ist eine auf Nachhaltigkeitsgrundsätze ausgerichtete Ortsentwicklung unverzichtbar. Dafür gilt es wertvolle Freiräume zu sichern, das Landschaftsbild und die charakteristische Topographie zu erhalten, Gewässerschutz zu betreiben, die Bebauung an den Rändern der Ortslagen zu konzentrieren und einiges mehr, das eine umweltbewusste Entwicklung verspricht. In einem größeren Gemeindegebiet ist ein vergrößerter Dispositionsspielraum für raum- und flächenwirksame Entscheidungen gegeben, der auch das Miteinander von Wachstum und Ressourcenschutz ermöglicht. Gemeinsam lässt sich besser entscheiden, wo empfindliche, erhaltenswerte Flächen liegen, wo die Ressourcen zu schonen sind und wo und wie sich

Sorge, dass durch Konzentrationen und Aufgabe von Einrichtungen lange und aufwändige Wege entstehen. Ziel ist aber, lediglich die Dienste und Einrichtungen, die nicht täglich genutzt werden, effizienter zu organisieren. Die Schulklassen beispielsweise sollen weiterhin an ihren heutigen Schulstandorten angeboten werden. Wenn aber die Ansprüche der Einwohnerschaft an leistungsstarke kommunale Dienste zurecht wachsen und die kommunale Finanzausstattung tendenziell schrumpft, dann sind grundsätzliche Weichenstellungen – wie die einer Fusion – unausweichlich, damit die „Schere“ nicht weiter auseinandergeht. Die Fusion ist aber beileibe keine bloße Reaktion auf veränderte Rahmenbedingungen der Gemeindeentwicklung allein, in erster Linie birgt sie eine Chance für neue, langfristig stabile Entwicklungen. Die Fusion als Herausforderung und Chance Auch andere Gemeinden in Luxem-


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Gemeindefusion

V. l. n. r. Bgm. Ben Homan, Bgm. Werner Kurz, Innenminister Jean-Marie Halsdorf, Vizepräsidentin der EU-Kommission Viviane Reding, Schöffe Roger Weber, Schöffe François Hemmen, Vize-Bgm. Emil Zangerl

burg bereiten aus ähnlichen Gründen Fusionierungen vor. Diese Fusion unter dem Namen „Schengen“ hebt sich aber deutlich ab von anderen Gemeindefusionen in Luxemburg. Denn „Schengen“ steht – ob man es mag oder nicht – im europäischen Rampenlicht. Es gibt sicherlich weltweit keinen Ort dieser Größenordnung mit einem ähnlichen Bekanntheitsgrad und positiver Ausstrahlung. Mit „Schengen“ verbindet man eine europäische Entwicklung zur Aufgabe der Grenzen, zum Positiven. Dieses Image verpflichtet, auch weiterhin für „Gutes“ zu stehen und die Lebensqualität in der Gemeinde durch eine vorbildliche Ortsentwicklung zu verbessern. Es ist aber auch eine Verpflichtung, die Chancen des Bekanntheitsgrades für eine Steigerung

der Attraktivität für neue Unternehmen, für neue Bewohner und Besucher zu nutzen. Gemeindewahlen vom 9. Oktober 2011 Die Gemeindewahlen vom 9. Oktober 2011 haben folgendes Resultat hervorgebracht: Bürgermeister der neuen Fusionsgemeinde Schengen wird Ben Homan, vormals Bürgermeister der Gemeinde Bürmeringen. Erster Schöffe wird Roger Weber, vormals Bürgermeister der Gemeinde Schengen, zweiter Schöffe wird François Hemmen, vormals Bürgermeister der Gemeinde Wellenstein und dritter Schöffe wird Georges Laux, vormals Schöffe der Gemeinde Bürmeringen. Des Weiteren gehören noch Jérôme

Britz, Gilles Estgen, Michel Gloden, Raymond Gloden, Nico Kellner, Edouard Kohll, Fernande SchmitMüller, Jean-Paul Müller, Aline Pütz sowie Fernand Weber dem neuen Gemeinderat an. Die neue Fusionsgemeinde Schengen setzt sich aus neun Dörfern zusammen: Bech-Kleinmacher, Bürmeringen, Elvingen, Emeringen, Remerschen, Schengen, Schwebsingen, Wellenstein, Wintringen. Die Größe der neuen Gemeinde beträgt 3.140 ha mit ungefähr 4.200 Einwohnern.

Gemeinde Schengen

Herausgeber, Eigentümer und Verleger, Redaktion: Gemeinde Ischgl, 6561 Ischgl – Eggerweg 4, Tel.: 0 54 44/52 22, Fax: 0 54 44/52 22-22, e-mail: gemeinde@ischgl.tirol.gv.at Beiträge und Bilder von: Herbert Aloys, Markus Felderer, Die Fotografen.at, Franz Ganahl, Martina Grütter, Dr. Pepi Gspan, Hermann Häusler, Sonja Hauser, Claudia Huesmann, Christian Jäger, Claudia Jehle, Herbert Jehle, Ing. Stefan Juen, Stefan Jungmann, Mag. Georg Henschling, Lukas Kathrein, Marlies Konrad, Anna Kurz, Alois Kurz, Martin Kurz, Werner Kurz, Alexandra Ladner, Land Tirol – Frischauf, Guy Legill, Peter Logar, MAXUM, Josef Öttl, Mag. Walter Obenaus, Alfons Parth, Mag. Hannes Parth, Gert Pfeifer, Melanie Pedrolini, Christian Schmid, Andre Schneider, Dipl.-Päd. Katja Siebert, Johannes Siegele, Dir. Alfons Sonderegger, Hans Spitzer, Astrid Stadler, Dominik Tschoder, TVB-Paznaun Ischgl, Andreas Vogt, Franz Vogt, VS-Ischgl, Bestattung Walter, Benjamin Walser, Erwin Walser, Dominik Walser, Günther Walser, Josef Walser, Erich Wechner, Fabienne Wechner, Otmar Wechner, Wirtschaftskammer Tirol, Ing. Armin Zangerl, Christian Zangerl, Emil Zangerl, Pater Robert Zangerl, Paul Zangerl, Anna Wolf, Christian Wolf, Dir. Hedwig Zangerl, Maria Zangerl, ,i`>ŽÌˆœ˜\Ê ØÀ}iÀ“iˆÃÌiÀÊ7iÀ˜iÀÊÕÀâ]Ê À՘œÊ*viˆviÀ]Ê ÀˆV…Ê7iV…˜iÀÊUÊ->ÌâÊ՘`Ê"À}>˜ˆÃ>̈œ˜\Ê …ÀˆÃ̈>˜Ê-V…“ˆ`ÊqÊi“iˆ˜`iÊÃV…}ÊUÊ ÀÕVŽÊ՘`Ê>ޜÕÌ\Ê ,>}}Ê ÀÕVŽÊ“L]Ê>˜`iVŽÊUÊ ˆiÊi“iˆ˜`iâiˆÌ՘}ʈ˜vœÀ“ˆiÀÌʅ>LB…ÀˆV…ÊØLiÀʎ̈ۈÌBÌi˜Ê՘`ÊiÃV…i…˜ˆÃÃiʈ˜ÊÃV…}Ê՘`Ê>̅œ˜Ê՘`Ê܈ÀvÌʈ““iÀÊ܈ider einen Blick zurück in die Vergangenheit. Dabei erhebt das Blatt keinerlei Abspruch auf Vollständigkeit. Vereinsnachrichten und die Namen versehenen Texte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.


Werke der Krippenausstellung 2011 der Krippenfreunde des Krippenvereins Ischgl-Mathon

Gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr w端nscht der B端rgermeister von Ischgl mit seinem Gemeinderat


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