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Picknick und Party: eine «Comet»-Themenzeitung 11

The Monkey Gland, die «Affendrüse» wurde nach einem Verfahren von Dr. Serge Voronoff benannt, der in den zwanziger Jahren zum Zwecke der Lebensverjüngung versuchte, Männer Affenhoden zu transplantieren. Der Cocktail mit Gin, Orangensaft, Granatapfel und Pastis zeitigte mehr Wirkung. Wenn wundert es da noch, dass ihm sogar ein Lied gewidmet wurde.

he Beach, Swimmingpool, Icebreaker, um nur ein paar wenige zu nennen. Kein Wunder, dass man begann, die Getränke in Kategorien einzuteilen. Die Beiden Hauptkategorien sind Short- und Longdrinks. So wurden kurze Getränke als Shortdrinks bezeichnet und diese wiederum in Before- und Afterdinnerdrinks unterteilt. Ob mittags oder abends, gewöhnlich werden vor dem Essen nur Shortdrinks serviert, um den Appetit anzuregen. Mit Säften und Limo-naden verlängerte Alkoholika gehören zu der Gruppe der Longdrinks und werden gerne zur After-Work-Party oder nach dem Abendessen genossen. Beide Hauptgruppen lassen sich nochmals nach Zubereitungsart, Zutaten und Verwendung in 30 Gruppen kategorisieren.

Vielleicht nicht gerade ein Hit zur warmen Jahreszeit, aber Cognac, Port, Kakaolikör und Rahm sind feine Ingredienzien für den Chocolate Punch, ein vollmundiger und reicher After Dinner Cocktail. Der Barkeeper William «The Only» Schmidt notierte ihn erstmals in seinem Buch «The Flowing Bowl» von 1891. «KingCocktail» Dale deGroff führte den Drink in seinem Buch «The Craft of the Cocktail» mit leichter Abwandlung ins neue Jahrtausend. Angeboten werden diese echten Klassiker nicht sehr oft. Das liegt vor allem am kleinen Bekanntheitsgrad der Drinks. Viele Barkeeper kennen übrigens noch mehr von den «Old Boys» und freuen sich, wenn ein Gast mal einen echten Klassiker geniessen möchte.

Kurz oder lang? Wer durch Cocktailbücher oder im Internet nach Rezepten stöbert, findet eine unglaubliche Vielzahl an verschiedenen Kreationen mit vielversprechenden Namen wie Sex on t

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*Die abgebildeten Spirituosen sind in leichten und bruchsicheren PETFlaschen abgefüllt.

Zu jeder Zeit «right»

Funky Kir / Champagnerglas 2 cl Cassis-Sirup 1 cl Zitronensaft auffüllen mit alkoholfreiem Schaumwein Deko: Zuckerperlen www.barfachschule-kaltenbach.com

Es gibt beinahe für jede Stunde des Tages spezielle Mischungen. Der berühmte «Bellini» aus der von Hemingway viel besuchten Harry’s Bar in Venedig zum Beispiel: Der leicht mussierende Drink mit Prosecco und weissen Pfirsichen ist auch als alkoholfreie Variante «Kinderchampagner» ein wunderbarer Begleiter für den 11.00 Uhr Brunch. Kurz vor dem Mittagessen kommen dann eigentlich nur noch trockene Cocktails wie ein Martini in Frage. Nach dem Dinner bietet die Bar nun jeder Geschmacksrichtung unzählige Möglichkeiten – Sours,

Smashes, Fizzes, Daisies, Sangarees und weitere. Bei der Wahl hilft es auch, seine momentane Stimmung zu berücksichtigen. So soll ein guter «Pick-me-up» auch den hartnäckigsten Katzenjammer vertreiben, ein «Gin-and-Underberg-Bitter» räumt den vollen Magen auf und die «Bloody Mary» – schmeckt auch ohne Vodka – hilft die Folgen einer langen Nacht leichter zu ertragen. Cheers! Text: Nathalie Wechsler-Seibel

Nix Katerstimmung:

Die meisten Drinks lassen sich wunderbar ohne Alkohol herstellen. Mit der Zugabe von Fruchtsäften oder Sirup, die es in vielen Geschmacksrichtungen wie Rum oder Coconut gibt. Und ein Champagner-Cocktail mit alkoholfreiem Sekt aufzufüllen, tut dem Geschmack keinerlei Abbruch. Das Durcheinander Trinken kann für ein böses Erwachen sorgen. Am Besten man entscheidet sich vorher ob Shortdrink oder Longdrink und bleibt dann dabei. Vitamin C und isotonische Getränke sollen übrigens wahre «Steh-auf-Männchen»-Mittelchen sein und bringen den geplagten Magen, Kopf und Körper wieder in Schwung.

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