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Wohnen

59 - Sommer 2014 (kostenlos)

Balkonsan ier ung und frische Far ben Seiten 4/5

Vor 60 Jah ren in der Schilfbreit eS eiten 7 bis

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Großes Fe st beim Mückenwi rt Seite 10

Journal der Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Magdeburg von 1954“ eG


Aktuell

Unsere Genossenschaft im Bild St.-Josef-StraĂ&#x;e 38

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Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, Anfang Juli jährt sich die Gründung unserer Genossenschaft zum 60. Mal. Ein schöner Anlass, sich an die schweren Anfangsjahre zu erinnern und an die erfolgreichen letzten Jahre zu denken. Aufgrund dieses besonderen Jubiläums laden wir am 5. Juli auch zu einem besonderen Fest ein: Beim Mückenwirt an der Elbe wollen wir uns treffen und miteinander ins Gespräch kommen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns dort begegnen würden. Die Geschichte unserer Genossenschaft ist natürlich auch ein inhaltlicher Schwerpunkt dieses Wohn-Magazins. Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich bei Edith Matthèes, Gerd Sumpmann und Sepp Landa, die gern bereit waren, über jene Zeiten zu plaudern, in denen unsere Gemeinschaft das Laufen lernte. Den Text dazu, ergänzt durch eine Kurz-Chronik, finden Sie auf den Seiten 7 bis 9. Die erste Geburt von Drillingen in der jüngeren Geschichte unserer Genossenschaft ist natürlich zunächst für unsere Mitgliedsfamilie ein ganz besonderes Ereignis. Besonders freut mich, dass das Trio nun schon der dritten Generation dieser Familie angehört, die sich bei uns zu Hause fühlen. Auch das ist ein Beweis dafür, das die 150 Jahre alte Genossenschaftsidee als Geschäftsmodell auch bei den nächsten Generationen Zustimmung erfährt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer bei bester Gesundheit und mit vielen spannenden Fußballtagen. Ihre Sylke Lamontain

INHALT Seite 2 St. Josef-Straße: Unsere Genossenschaft im Bild Seiten 4 und 5 Bauplan: Sanierte Balkone und frische Farben für Neu-Olvenstedt Seite 6 Brandschutz: Schutzengel an der Decke Seiten 7 bis 9 Geschichte: Mitglieder der ersten Stunde: „So haben wir angefangen“ Seite 10 Jubiläum: Wiedersehen beim Mückenwirt Seite 11 Genossenschaft: Gemeinsam mehr erreichen Seite 12 Tag der Genossenschaften: Frank Schöbel und Tänzchentee zu Gast im Elbauenpark

Seite 13 Kinder, Kinder: Das Paradies hinterm Horizont 54er on Tour: Zwei Städte an einem Tag Seite 14 Vorausschau: Brunch im Türmchen Seite 15 Letzter Vortrag: Dieter Niemann nimmt Abschied Klingelzeichen: Besuchs- und Begleitdienst Seiten 16 und 17 Nachwuchs: Drillinge am Elbbahnhof Seite 18 Essen Die Pfundspfanne Seite 19 Rätsel: Präsentkörbe zu gewinnen Seite 20 Glückwünsche: Unsere Jubilare auf einen Blick

IMPRESSUM Herausgeber: Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Magdeburg von 1954“ eG Dodendorfer Straße 114 39120 Magdeburg Telefon (03 91) 62 92 - 6 Telefax (03 91) 62 92 - 799 Notruf (0391) 6 20 17 40

Internet: www.wbg1954.de E-Mail: info@wbg1954.de Redaktion/Gestaltung: www.cityPRESS-magdeburg.de Druck: Druckerei Stelzig „Wohnen ‘54“ erscheint zweimal jährlich in einer Auflage von 4.000 Exemplaren



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Baugeschehen

Projekt 38-40 St.-Josef-Straße 41-43 St.-Josef-Straße 44-46 St.-Josef-Straße 47-49 St.-Josef-Straße ung - Loggienerneuer serung - Loggienentwäs Gebäude - Anbindung an Fassade - Farbgestaltung

Farbkonzept -49 .-J St osef-Str. 38 n) be (o ite Rückse en) Vorderseite (unt

Fassaden-Gestaltung St.-Josef-Str. 38-40 hinten (oben) vorne (unten)

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Baugeschehen

Neue Brüstungen, trockene Balkone und frische Farben für Olvenstedt Bauen und Sanieren | Die St.-Josef-Straße verändert ihr Gesicht Die Sanierung der Balkone in der St.-Josef-Straße ist ein Schwerpunkt im Bauplan für 2014 und 2015. Die ersten 42 Wohnungen sind im Jahr 2013 fertiggestellt worden. Nachdem das Gerüst vor den Eingängen 38 bis 40 gefallen ist, macht auch das neue Farbkonzept eine gute Figur. Neu-Olvenstedt. Als am 8. Mai 2012 der Notabriss der Loggien in der St.-Josef-Straße 38 erforderlich wurde, hofften alle Beteiligten auf eine schnelle Erneuerung der Balkone. Doch im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens wurde festgestellt, dass erst noch eine Grundstückszuordnung erfolgen muss. Dadurch verzögerte sich das Projekt so sehr, dass erst im August 2013 mit dem Neubau der Loggien am Giebel St.-Josef-Straße 38 begonnen werden konnte. Dies hatte aber auch eine gute Seite: Die Zeit nutzten Aufsichtsrat und Vorstand und entschieden, dass die für 2014 geplante Balkonsanierung der Eingänge 39 und 40 ein Jahr vorgezogen wird. Insgesamt 350.000 Euro wurden für das Projekt investiert. Natürlich ist längst alles erledigt: Neben den 12 neuen Balkonen an der Giebelseite sind auch die 30 alten und schweren Balkonbrüstungen in den Eingängen 39 und 40 gegen neue und leichtere Betonfertigteile ausgetauscht worden. Zeitgleich ist die anfällige Loggiaentwässerung erneuert und alle Anbindungen an das Hauptgebäude neu abgedichtet worden. Die Fassade hat entsprechend eines zeitgemäßen Farbkonzeptes einen neuen Anstrich erhalten. Derzeit werden analog die Eingänge 41 - 43 und 44 - 46 mit jeweils 36 Wohnungen erneuert. Dafür stehen 450.000 Euro aus dem Bauplan zur Verfügung. Spätestens im Juli fallen die Gerüste und die Mieter können ihre Balkone wieder nutzen. Im kommenden Jahr werden die Eingänge 47-49 mit 36 Balkonen saniert und die Fassade farblich gestaltet.



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Aktuelles

Schutzengel an der Decke Sicherheit | Die Wohnungsbaugenossenschaft rüstet alle Wohnungen mit Rauchmeldern aus „Kurzschluss löst Brand aus“, „Feuerwehreinsatz in Mehrfamilienhaus“ – solche Schlagzeilen stehen immer wieder in der Zeitung. Tödlich sind in der Regel nicht die Flammen, sondern die giftigen Rauchgase. Deshalb schreibt der Gesetzgeber bis Ende 2015 Rauchmelder für jede Wohnung in Sachsen-Anhalt vor. Bereits ab September 2014 beginnt die Installation in unseren Gebäuden.

jedes Jahr vor Ort in der Wohnung überprüft werden, damit sie im Brandfall einwandfrei funktionieren. Durch den Einbau von Funkgeräten ersparen wir unseren Bewohnern diesen Termin. Per Funk kann Minol die wichtigsten Geräteparameter auslesen, zum Beispiel ob die Rauchkammer verschmutzt ist oder ob die Batterie genügend Spannung hat. Das System erkennt auch, ob sich in einem

Magdeburg. Ein Brand kann verdammt heimtückisch sein. Geschieht er nachts, ist das Risiko hoch, dass er sich unbemerkt ausbreiten kann. Denn unser Geruchssinn ist im Schlaf nicht aktiv. Um unseren Mietern ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten, werden beginnend im September dieses Jahres Rauchmelder in allen Wohnungen installiert. Im Falle eines Brandes wecken diese wunderbaren Geräte die Bewohner mit einem lauten Alarmton. So können Leben gerettet werden. Mit der Montage und dem Service rund um die Geräte haben wir das Unternehmen Minol beauftragt, das wir bereits von der Heizkostenabrechnung als zuverlässigen Partner kennen. Minol arbeitet mit modernen Funk-Rauchmeldern. Deren großer Vorteil ist, dass sie sich per Funk überprüfen lassen. Herkömmliche Rauchmelder müssen

Radius von mindestens 50 Zentimetern um den Melder Gegenstände befinden, die den Raucheintritt behindern könnten. Auch sonst erfüllen die Minol-Geräte alle Anforderungen an qualitativ hochwertige Rauchmelder. Sie reagieren nicht nur auf Brandrauch,

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sondern – mit Hilfe eines Temperatursensors – auch auf starke Hitze. Sie haben eine fest eingebaute Zehn-Jahres-Batterie und einen großen Testknopf, mit dem man den Melder nach einem Alarm stummschalten kann. Eine LED-Kontrollleuchte zeigt die Funktionsfähigkeit des Melders an. Ihre Lichtstärke wird nachts automatisch reduziert. Wir werden die Montagetermine rechtzeitig per Aushang in den jeweiligen Hauseingängen bekanntgeben. Bei der Montage bekommt jeder Haushalt eine Broschüre mit Informationen zu den Geräten. Die Rauchmelder werden in Wohn-, Schlafund Kinderzimmern in der Mitte des Raumes installiert, außerdem in Fluren, die als Rettungsw e g e dienen. Das Ganze dauert nur wenige Minuten. Rauchmelder reagieren übrigens nur auf „echten“ Brandrauch. Leichter Rauch, etwa von Zigaretten, kann unter normalen Umständen keinen Alarm auslösen. Falls es ausnahmsweise mal zu einer Störung kommt, können sich die Bewohner an eine Hotline bei Minol wenden. Dort steht ihnen rund um die Uhr ein fachlich geschulter Ansprechpartner zur Verfügung. Mehr Informationen: www.minol.de/rauchmelderservice


60 Jahre

Vor 60 Jahren in der Schilfbreite

Erinnerungen an unsere Anfänge 54 Thälmannwerker gründeten am 5. Juli 1954 im Schulungsraum der BGL (Betriebsgewerkschaftsleitung) des Thälmannwerkes die AWG „Ernst Thälmann“ (seit 1990 Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Magdeburg von 1954“ eG). Aus Anlass des 60. Jahrestages der Gründung unserer Genossenschaft erinnern sich drei Mitglieder der ersten Stunde an die ersten Tage und Monate. Wie müssen wir uns die Situation im Sommer 1954 vorstellen? Sepp Landa: Es war Stimmung in der Bude, wie man so schön sagt. Der Arbeiteraufstand 1953 hatte die Regierung aufgeschreckt - die wussten in Berlin, dass sie den Leuten was bieten mussten. Aber acht Jahre nach Kriegsende war das nicht so einfach. Eines der größten Probleme war die Wohnungssituation. Rund 45.000 Magdeburger Familien suchten eine Wohnung. Die Hälfte der Thälmannwerker kam ja von außerhalb. Oft mit stundenlangen Wegen zur Arbeit. Gerd Sumpmann: Ich wohnte in Ottersleben und ging jeden Tag zu Fuß zur Arbeit. 50 Minuten hin, 50 Minuten zurück. Bus oder Rad waren keine Alternativen? Gerd Sumpmann: Ein Rad konnte ich mir nicht leisten, ein Bus fuhr nicht, jedenfalls nicht, wenn die Schicht losging.

5. Juli 1954 Gründung der AWG „Ernst Thälmann“ mit 54 Mitgliedern

Sepp Landa: Ich war in Dreileben zu Hause. Mit der Bahn und dem Fußweg vom Bahnhof. Ich brauchte an guten Tagen 90 Minuten, an schlechten zwei Stunden. Und wir arbeiteten 48 Stunden an sechs Tagen in der Woche. Gerd Sumpmann: ... da kann sich jeder vorstellen, wie wir uns eine eigene Wohnung in Werknähe gewünscht haben. Edith Matthèes: ... und dann kam im Sommer 1954 eines Tages mein Mann nach Hause und sagte: „Du, wir kriegen bald eine eigene Wohnung.“ Ich muss ihn ziemlich komisch angeguckt haben. Als Antwort bekam ich ein Schulterzucken und den Satz: „Bauen müssen wir sie uns aber selber.“ Sepp Landa: Die meisten Kollegen im Werk haben uns einen Vogel gezeigt: „Die wollen doch nur Dein Geld und Deine Arbeitskraft - wenn die Bude fertig ist, ziehen sowieso andere ein.“ Doch außer Optimis-

24. Juli 1954

Erster Spatenstich auf abgeerntetem Kornfeld für Block 1 an der Schilfbreite 31. Dezember 1954 AWG hat 122 Mitglieder 1. Juni 1955 Fertigstellung von Block 1 mit 18 Wohnungen



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60 Jahre 15. Juli 1955 36 Wohnungen sind fertig gestellt und werden bezogen Ende 1955 54 Wohnungen sind im ersten Bauabschnitt in der Schilfbreite an die Mitglieder übergeben 1959 Baubeginn in der Kühleweinstraße, erstmals in Großblockbauweise Ende 1959 84 Wohnungen im Komplex Fermersleber Weg übergeben 31. März 1960 1000. Mitglied

1960 168 Wohnungen in der Kühleweinstraße bezugsfertig 1961 130 Wohnungen in der Peterund Weitlungstraße übergeben 1961 32 Wohnungen in der Hohen Straße bezugsfertig 1961 Bezug von 104 Wohnungen in der Landsbergstraße (heute A.-Vater-Straße), am Kirschweg und in der A.-Puschkin-Straße 1964 Der AWG-Komplex Schilfbreite umfasst elf Blocks mit 256 Wohnungen 1964 Bezug von 40 Wohnungen in der Fröbelstraße 1964 72 Wohnungen in der Jakobstraße übergeben. Damit verfügt die AWG über 886 Wohnungen 31. Dezember 1965 1294 Mitglieder, 982 von ihnen haben schon eine Wohnung 1972 Baustart in Neu-Reform. Die Genossenschaft erhält im Stadtteil 694 Wohnungen 31. Dezember 1975 2.200 Mitglieder, von denen

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„Ey, was baut Ihr Euch denn da für Karnickelställe, haben die anderen gelästert. Aber als wir 1955 einzogen, machten die Lästermäuler vor Neid große Augen!“ Sepp Landa Jahrgang 1930, Mitglieds-Nummer 89, zog 1956 in Block 3 (Schilfbreite 44) Damals Dreher im Thälmannwerk

mus hatten wir ja nichts: Auf den ellenlangen Wohnungslisten bei der Stadt hatten wir jungen Leute eh keine Chance. Edith Matthèes: Wir waren damals schon verheiratet und hatten in der Rollenhagenstraße 12 zwei Zimmer mit Küchenund Badbenutzung. Das war schon mehr, als der Durchschnitt hatte. Die Küchennutzung war zeitlich gestaffelt, alles war gut durchorganisiert. Außer uns wohnten noch zwei ältere Damen in der Wohnung. Das war eine schwierige Situation. Das Stichwort Geld fiel ja schon. Spielte es eine entscheidende Rolle? Gerd Sumpmann: Man musste 10 Mark Eintrittsgebühr bezahlen - das ging noch. Aber der erste Anteil von 300 Mark war nach vier Wochen fällig. Das war verdammt viel Geld. Um die AWG ins Laufen zu bringen, hat das Werk für die ersten 50 Mitglieder die 300 Mark übernommen. Je nach Wohnungsgröße musste man bis zu 2.500 Mark Anteile einzahlen. Eine unvorstellbar große Summe für uns. Wir haben das Geld abgestottert, die Raten wurden jahrelang vom Lohn abgezogen. Sepp Landa: Und keiner wusste, ob das mit der Wohnung am Ende auch klappen würde.

„Mein Mann sagte zu mir: Du wir kriegen bald eine Wohnung. Wir müssen sie uns aber erst noch selbst bauen.“ Edith Matthèes Jahrgang 1929, Mitglieds-Nummer 13, zog am 28. Juni 1955 in Block 1 (Schilfbreite 34), arbeitete vom 1. Dezember 1963 bis zum Ruhestand am 31. Juli 1989 als Hauptbuchhalterin in der AWG.

Wie man heute, 60 Jahre später, sieht, hat es ja geklappt ... Gerd Sumpmann: Ja, aber es war ein hartes Stück Arbeit. Dass dabei nicht Schlimmeres passiert ist, ist ein Wunder. Ein Wunder? Wieso? Sepp Landa: Der Bauablauf war ziemlich abenteuerlich. Als es losging, haben wir die ersten drei Baugruben in der Schilfbreite mit Hand und Spaten ausgehoben. Die Gruben waren 80 Meter lang, 10 Meter breit und 1,80 Meter tief. Die Erde wurde mit Kipploren im Laufschritt von sechs bis acht Mann auf einen Berg geschoben und abgekippt. Später kam auch Technik dazu. Ab dem Block 4 (Schilfbreite 48, 50, 52) haben wir uns eine Holzbrücke über die Schilfbreite gebaut. Die Kipploren wurden mit einer Seilwinde hochgezogen und die Erde auf Lkw gekippt. Ab Block 5 (Schilfbreite 54/56/Klostergraben 101-107) kamen dann Bagger und Lkw zum Einsatz. Manchmal tummelten sich sonntags bis zu 200 Leute auf der Baustelle, die nicht nur Erde bewegten, sondern beim Bauen mithalfen. Beim Steine abladen, bei Elektro- und Rohrleitungsarbeiten bis zu Kaltanstrichen für die Isolierung haben Genossenschafter unter Fachanleitung angepackt.


60 Jahre Dazu mussten Bauleiter und der Vorstand für eine perfekte Organisation sorgen. Gerd Sumpmann: Ich bin gleich im Juli 54 mit fünf anderen in den ehrenamtlichen Vorstand gewählt worden. Als Buchhalter war ich natürlich fürs Geld und den Papierkram zuständig. Zweimal die Woche saßen wir nach Feierabend im Vorstand zusammen, um alles zu regeln. Bis Mitternacht haben wir da gemacht - und anschließend bin ich zu Fuß nach Ottersleben ... Der Ehrlichkeit halber sei erwähnt, das uns das Werk einen Bauleiter an die Seite gestellt hat, als das mit der Bauerei so richtig losging. Ohne die Unterstützung vom Werk hätten wir Bauamateure das nie gepackt. Das blieb übrigens bis zur Wende so: Das SKET war immer sehr großzügig mit uns. Edith Matthèes: Als Genossenschafter der ersten Stunde hatten wir ja nicht nur den Wunsch nach einer eigenen Wohnung, sondern auch die Verantwortung für die Zu-

Edith Matthèes: Ich glaube, erst ab diesem Zeitpunkt hat man unsere AWG für voll genommen. Gerd Sumpmann: Der Vorstand konnte sich ab 1955 nicht mehr vor Eintrittsanfragen retten. Jetzt wollten viele eine Wohnung und waren auch bereit, dafür mit anzupacken. Es gab Tage, da gingen uns die Mitgliedsanträge aus. Die Welle schwappte über ganz Magdeburg, denn überall sorgten die neu gegründeten AWGn für eine Aufbruchstimmung. Sepp Landa: Man muss das verstehen: Eine eigene Wohnung war damals ein unvorstellbarer Luxus. Wer eine bekam, erlebte ein großartiges Glücksgefühl. Und genau das brauchten das Werk und der Staat.

2.181 mit einer Wohnung versorgt sind 1976 3.344 Mitglieder 2.312 Wohnungen 1977 Übergabe der 16-Geschosser an Salbker Straße mit je 132 Wohnungen 1979 Bezug des Hochhauses Zollstraße 1 mit 132 Wohnungen 1981 130 Wohnungen in der Lerchenwuhne/Birkholzer Weg 1982 332 Wohnungen im Neustädter Feld

Was ist eigentlich aus dem Erdaushub in der Schilfbreite geworden? Sepp Landa: Das weiß ich gar nicht

„Das auf den Baustellen nichts Schlimmeres passiert ist, grenzt an ein Wunder!“

August 1989 4.800 Wohnungen 11.600 Mitglieder August 1990 Einzug in die neuen Geschäftsräume Dodendorfer Str.114. 24. Mai 1991 Eintragung der Genossenschaft unter dem Namen Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Magdeburg von 1954“ eG beim Amtsgericht Magdeburg 1. Januar 1993 5.185 Wohnungen Mai 1994 Privatisierung Lüneburger Straße 10 -13 Juni 1996 Ankauf von 269 Werkswohnungen in Hopfen- und Schilfbreite 14. November 1998 Sprengung des Plattenbaus Breiter Weg 8-10 (heute Grüne Zitadelle) 28. September 2012 Richtfest für das Neubauprojekt „Terrassenwohnen Elbbahnhof“. Es entstehen bis August 2013 45 Einheiten. Investitionssumme: 5,9 Millionen Euro 1. Juli 2013 Mietbeginn für 44 Fertiggaragen in Neu-Reform

Gerd Sumpmann Jahrgang 1933, Mitglieds-Nummer 33, zog am 1.8.1955 in Block 2 (Schilfbreite 40). War Mitarbeiter in der Betriebsbuchhaltung des Thälmann-Werkes und ehrenamtliches Vorstandsmitglied der AWG für Finanzen

kunft der gesamten Genossenschaft. Wären wir gescheitert oder hätten wir aufgegeben, dann gäbe es die „54er“ heute nicht. Ich erinnere mich an den 24. Juli 1954. Das war der Tag zum ersten Spatenstich in der Schilfbreite. Werkleiter Otto Fricke gab damals die Marschroute vor: „In zehn Monaten,“ hat er verkündet, „muss der erste Block stehen“. Wir haben ihn ungläubig angeguckt. Aber wir haben es geschafft. Der erste Block stand also? Sepp Landa: Wie eine Eins! Als der Rohbau fertig war, kamen meistens sonntags viele Thälmannwerker vorbei und staunten, was wir schon geschaffen haben. Einige lästerten auch: „Ey, was baut Ihr Euch denn da für Karnickelställe“. Als am 27. Juni 1955 die Möbelwagen vorfuhren und die ersten Genossenschafter einzogen, bekam mancher Zuschauer vor Neid große Augen.

mehr. Eines Tages war er jedenfalls weg. Edith Matthèes: Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir die Freiflächen, die Gehwege und Zufahrtsstraßen selbst gebaut haben. Gerd Sumpmann: Stimmt. Der Wirtschaftshof im SKET hatte ein paar Pferde. Die haben wir uns ausgeliehen und den ganzen Acker erst einmal gepflügt. Da es noch keine Walzen wie heute gab, haben wir uns wie die Ameisen aufgestellt, alles glatt geharkt und dann mit unseren Schuhen festgetrampelt. Abenteuerlich! Sepp Landa: Stimmt. Und der Gärtner, der das Grünzeug geliefert hat, empfahl uns, an jeden Block etwas anderes anzupflanzen. Und warum? Sepp Landa: Damit wir uns nach Hause finden, wenn wir mal einen über den Durst getrunken haben.



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Jubiläum

nschaft Wohnungsbaugenosse gdeburg von 1954” eG aft t Ma tadhn “SWo ungsbaugenossensch eG ” 54 19 n vo “Stadt Magdeburg

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Magdeburg vo t d ta „S G B W e hr Ja 60

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Für Kinder:

Helene Fischer Double

Kinderschminken, Mal- und Bastelstraße, Ballonmodellieren, Bungee-Trampolin

Die Cappuccin

Moderation:

Holger Tapper

Musik:

DJ Acki

Hüpfburg

Mücken’Alm

Sülzetaler Musikanten

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bis 22 Uhr


Jubiläum

Zum 60. Geburtstag gibt es ein schönes Fest am Ufer der Elbe Jubiläum | Genossenschaft lädt am 5. Juli zum Mückenwirt ein Am 5. Juli 1954 gründeten 54 Thälmannwerker die AWG „Ernst Thälmann“. Die neue Gemeinschaft sollte dafür sorgen, dass vor allem die jungen Leute eine eigene Wohnung bekamen. Das Projekt der Hilfe zur Selbsthilfe funktionierte – bereits ein Jahr später wurden die ersten Wohnungen bezogen. Auf den Tag genau 60 Jahre später werden mit einem großen Jubiläumsfest beim Mückenwirt der Optimismus und die Tatkraft unserer Gründungsväter gefeiert. Magdeburg. Es sei absolut kein PR-Gag gewesen, schwören Gerd Sumpmann und Sepp Landa: „Am 5. Juli 1954 traten tatsächlich 54 Männer und Frauen der AWG bei. So ungewöhnlich diese Zahl heute in unseren Ohren klingt, aber sie stimmt!“ Als sich die AWG „Ernst Thälmann“ am 24. Mai 1991 umbenannte und seitdem als Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Magdeburg von 1954“ eG firmiert, hat niemand an den kuriosen Umstand jener 54 Gründungsmitglieder gedacht. Das Gründungsjahr stand Pate für den Namen und die heute gebräuchliche Abkürzung „54er“. Die AWG „Ernst Thälmann“ war die erste wohnungsgenossenschaftliche Neugründung nach 1945 in der Stadt. Danach erfolgte die Gründung weiterer 18 Wohnungsbaugenossenschaften in Magdeburg, u.a. die AWG „Karl Lieb-

knecht“ (29. Juli 1954), AWG „Georgij Dimitroff“ (31 August 1954), AWG „Karl Marx“ (30. September 1954), AWG „Deutsche Reichsbahn“ (22. Oktober 1954), AWG „7. Oktober“ (29. Oktober 1954), AWG „Aufbau“ (23. Februar 1955), AWG „Fahlberg List“ (14. September 1956), AWG „Volksstimme“ (15. November 1956), AWG „Zollelbe“

(14. Juni 1957), AWG „Bau Metall“ (18. Juni 1957), AWG „IG Transport“ (17. Juli 1957), AWG „Örtliche Wirtschaft“ (6. August 1957).

Als erste „neue“ Genossenschaft beginnen vermutlich unsere „54er“ den fröhlichen Jubiläumsmarathon der noch bestehenden fünf ehemaligen Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften in der Stadt. Auf den Tag genau 60 Jahre nach der historischen Stunde im Thälmannwerk laden wir alle unsere Mitglieder und Mieter, Freunde und Geschäftspartner, alle ehemaligen Mitglieder und alle Wegbegleiter aus früheren und neueren Tagen herzlich ein, mit uns ein großes Jubiläumsfest zu feiern. Es gibt wahrlich viele Gründe, am Sonnabend, 5. Juli, gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, neue Pläne zu schmieden und einfach einmal das Glas zu erheben und auf jene anzustoßen, die vor 60 Jahren den Spaten in die Hand genommen haben, um an der Schilfbreite ihren Traum von einer eigenen Wohnung zu erfüllen. Tolle Musikanten, Moderatoren und Angebote sorgen dafür, dass uns von 15 bis 22 Uhr beim Mückenwirt am Buckauer Elbufer nicht langweilig wird. An unserem Infostand erhalten alle unsere Mitglieder Verzehrgutscheine. Bei Sonnenschein können wir die Aussicht auf die Elbe genießen, bei regnerischem Wetter einen tollen Tag in der „Mückenalm“ erleben. Für Familien und Kinder bieten sich viele Attraktionen und jede Menge Abwechslung. Schauen Sie vorbei und verbringen Sie einen Tag an frischer Luft mit Freunden, Bekannten, Nachbarn und früheren Kollegen aus dem Thälmannwerk.



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Sommer

Magdeburger Genossenschaften laden in den Elbauenpark ein Tradition | 1799 gründete Robert Owen in England die erste Genossenschaft Einmal im Jahr laden die Magdeburger Genossenschaften ihre Mitglieder zum gemeinsamen Fest ein. Damit soll auch ihr über 150 Jahre altes erfolgreiches Geschäftsmodell gefeiert werden. In diesem Jahr findet der Genossenschaftstag im Elbauenpark statt. Auch die „54er“ sind herzlich eingeladen.

sind heute rund um den Globus Mitglied einer Genossenschaft. Allein in Deutschland gründeten sich zu den bereits bestehenden rund 7.500 Genossenschaften im Jahr 2012 rund 750 neu, über 20 Millionen Deutsche sind gegenwärtig Genossenschafter. Das ist fast jeder Vierte im Land. Sie alle vertrauen auf eine ande-

Magdeburg. Der Kaufmann und Fabrikbesitzer Robert Owen veränderte 1799 in seiner schottischen Baumwollspinnerei das bis dahin schwere Leben und Arbeiten der Menschen radikal. Seine Idee: Gemeinsam kann man mehr erreichen. Das Ergebnis war für Live Owen ebenso verLive blüffend wie für alle Unternehmer jener Zeit: Gewinnorientiertes Wirtschaften und soziales Handeln müssen sich Tänzchentee nicht ausschließen. Ganz im Gegenteil. Und sooo viel Spaß für Kinder!! Die Produktivität Hüpfburgen, von Owens BaumKin der-Animation, wollspinnerei ging Trampolin u.v.m. durch die Decke. Moderation: Holger Tapper Sein Modell der Genossenschaft hat sich bis heute tausendfach bewährt: Der genossenschaftliche Zusammenschluss von Menschen, die darin präsentiert von: gleichermaßen Eigentümer, Nutzer oder Kunde mit aktiver Mitsprache sind, re, eine sichere und selbstgestaltete und freundlich unterstützt von: Sie leben lässt Wohnraum entstehen und sie darum zukunftsfähige Wirklichkeit. Wünsche und Träume in Solidarität und dauerhaft und sicher wohnen. Mehr als 800 Millionen Menschen Selbsthilfe, in Selbstverantwortung und

Sicherheit. Der Gedanke „Gemeinsam kann man mehr erreichen“ steht nicht nur für das Geschäftsmodell jeder einzelner Genossenschaft, sondern auch für gemeinsame Aktivitäten zum Nutzen aller. So darf man durchaus auch den „Tag der Genossenschaften“ sehen, der eben neben Kultur und Geselligkeit auch die Möglichkeit bietet, über Genossenschaften und ihre Vorteile zu informieren. Indem Magdeburger Genossenschaften für einen erlebnisreichen Tag für viele tausend Menschen sorgen, rühren sie zugleich die WerLive auf betrommel der Bühne für dieses soziale und zukunftsweisende G e s c h ä f t smodell. Seien Sie dabei, wenn am Sonntag, 29. Juni 2014, die Genossenschaften in den Elbauenpark einladen. Von 12 bis 19 Uhr gibt es dort ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt, Singles und Familien. Eintrittskarten finden Sie mit diesem Heft in Ihrem Briefkasten.

GENOSSENSCHAFTSTAG im Elbauenpark Magdeburg

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Großes Piratenfest

Frank Schöbel

29. Juni 2014 von 12 Uhr bis 19 Uhr

Wohnungsbau genossenschaft Otto von Guericke eG

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Eine Verbindung mit Zukunft


Vor Ort

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Zwei Kleinstädte an einem Tag Zu einer Zwei-Städte-Reise laden wir im Oktober unsere Mitglieder ein. Die „54er“ erkunden am 7. Oktober die wunderschönen Kreisstädte Tangermünde und Salzwedel. In der Fachwerkstadt Tangermünde (Bild unten) mit der vollständig erhaltenen Burg und Stadtbefestigung in Backsteinbauweise steht ein etwa einstündiger Stadtrundgang sowie ein Mittagessen mit drei Wahlgerichten auf dem Programm. Dann geht es weiter in die mittelalterliche Baumkuchenstadt Salzwedel (Bild oben). Dort haben wir ein Kaffeegedeck mit Kännchen Kaffee oder Tee, einem Stück Baumkuchentorte und drei verschiedenen Baumkuchenspitzen vorbereitet. Anschließend gibt es die Möglichkeit, die Stadt selbst zu erkunden. Abfahrt ist um 9 Uhr am Zentralen Busbahnhof, die Rückkehr ist gegen 18:30 Uhr geplant. Der Reisepreis beträgt 36 Euro, inklusive Mittagessen und Kaffeegedeck. Anmeldungen bitte bis zum 1. Juli 2014 auf der Reisekarte im Umschlag.



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Aktuell

Ja is‘ denn heut‘ scho Weihnachten? Heut‘ net, aber scho‘ bald! Veranstaltungen | Adventsbrunch und Weihnachtsmärchen werfen ihre Schatten voraus Zugegeben, kaum jemand von Ihnen wird so kurz vor dem Hochsommer an Weihnachten denken, den Festtagsbraten vorbestellen oder die Deko im Keller sichten. Und doch gibt es vorweihnachtliche Traditionen, die früh geplant werden wollen. Adventsbrunch und Weihnachtsmärchen für unsere Mitglieder gehören dazu. Magdeburg. Da das nächste „Wohn-Magazin“ erst wieder im Dezember erscheint, informieren wir bereits in dieser Ausgabe über unsere traditionellen Veranstaltungen in der Adventszeit. Wer gern am beliebten Adventsbrunch im „Türmchen“ auf der Zollstraße 1 teilnehmen möchte, kann bereits die ge-

wünschte Platzanzahl reservieren. Termine sind der 2. Advent (7. Dezember 2014), 3. Advent (14. Dezember 2014), jeweils von 10:30 bis 15:00 Uhr. Pro Erwachsenen kostet der Brunch 18,90 Euro, Kinder bis 12 Jahre zahlen 1 Euro pro Lebensjahr.

eine hübsche Prinzessin, um eine Goldkugel, einen Brunnen und ein ziemlich glitschiges Versprechen. Ob sich auch diesmal der grüne Frosch in einen bildhübschen Prinzen verwandelt – wer weiß das schon. Unsere Genossenschaft hat sich Plätze i n der Vorstellung am 7. Dezember 2014, 14:00 Uhr, im Alten Theater in der Tessenowstraße 11, gesichert. Bitte melden Sie sich und Ihre Kinder frühzeitig dafür an. Nutzen Sie dafür die Anmeldekarte im Heftumschlag.

Vorabreservierungen für Adventsbrunch: Telefon: 0391-62926 Doris Grimpe Unsere Kinder laden wir auch in diesem Jahr in die Märchenwelt ein. Auf dem Spielplan der Magdeburger Theaterkiste wird im Dezember die bekannte Geschichte der Gebrüder Grimm „Der Froschkönig“ stehen. Darin geht es um

Eine Verbindung mit Zukunft

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Aktuell

Abschied von der großen Bühne Autoren | Heimatforscher Dieter Niemann hielt letzten Vortrag Der frühere Lehrausbilder Dieter Niemann machte in den letzten 20 Jahren als Autor heimatgeschichtlicher Bücher von sich reden. Der inzwischen 79-Jährige schrieb u.a. mit „Stube, Kammer, Küche“ ein Buch über den Ort seiner Kindheit (Kurfürstenstraße, heute Heidestraße). Darüber hinaus verfasste er mit Nadja Gröschner Bücher wie „Das war das 20. Jahrhundert in Magdeburg-Sudenburg“, „Sudenburg wie es früher war“ oder „So

schön war es damals KINO-THEATER-VARIETE in Magdeburg“. In zahlreichen Vorträgen in der Reihe „Sudenburger Erzählcafé“ stellte der Heimatforscher sein Wissen unter Beweis. Am 20. Februar dieses Jahres hielt Dieter Niemann seinen allerletzten Vortrag. Dafür hatte er sich intensiv mit der Geschichte unserer Genossenschaft beschäftigt, denn sein Abschiedsthema lautete: „60 Jahre AWG Ernst Thälmann“. Wie zu allen seinen Themen hat Niemann auch dazu eine persönliche Beziehung: „Ich wohnte von 1955 bis 1958 als AWG-Mitglied in der Schilfbreite.“ Für seinen Vortrag in der Feuerwache nutzte er vorrangig die Chronik unserer Genossenschaft, die 2004 zum 50. Jubiläum erschienen war.

Sie möchten besucht werden? Angebot | Kostenloser Besuchs- und Begleitdienst der Malteser in Magdeburg Im Alter wird es oft einsam um Menschen. Die Familie weit weg, frühere Kollegen verstorben, Nachbarn mit sich selbst beschäftigt. Wer teilt jetzt die Freuden des Alltags? Wer hört zu? Warum klingelt es nicht mehr an der Tür? Einsamkeit kann bedrückend sein. Doch es gibt Menschen, die Lust darauf haben, auch bei Ihnen zu Besuch zu kommen. Magdeburg. Zuhören, Anteil nehmen und begleiten – so verstehen die Mitarbeiter des Malteser-Besuchs- und Begleitdienst für Menschen im Alter ihre Aufgabe. Katrin Leuschner: „Ja, wir möchten Lebensfreude schenken und die Mobilität erhalten.“ Aus gutem Grund, ist doch der Mensch nicht für sich allein gemacht. Ohne den Austausch mit anderen können wir nicht leben. Um der Einsamkeit zu begegnen, engagieren sich in ganz Deutschland 2.500

Ehrenamtliche in mehr als 200 Besuchsund Begleitdiensten. In Sachsen-Anhalt bieten die Malteser den Besuchs- und Begleitungsdienst auch in Magdeburg an. Katrin Leuschner: „Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind in der Regel zwei Stunden pro Woche aktiv und besuchen Senioren in ihrem gewohnten Umfeld. Sie hören ihnen zu, führen Gespräche, nehmen Anteil am Alltag der Besuchten, lesen ihnen gern etwas vor, begleiten zum Friedhof, zum Arzt oder zu Kulturveranstaltungen.“ Auf Wunsch vermitteln die Malteser Hilfe in Sachen Hausnotruf, ambulante Pflege, Fahrdienst, Menüservice, Seelsorger, Ärzte oder Hauswirtschaft. Die ehrenamtlichen Besuchs- und Begleitungsdienste sind geschult im Umgang mit den Sorgen älterer Menschen und in Erster Hilfe. Die Besuche und die Begleitungen sind kostenlos.

Kontakt: Katrin Leuschner Referentin Soziales Ehrenamt Telefon: (0391) 50676910 Email: bbd@malteser-magdeburg.de



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Nachwuchs

Premiere bei den „54ern“: Erstmals begrüßen wir Drillinge Erstmals in der jüngeren Geschichte unserer Genossenschaft dürfen wir uns über Drillinge in der Mitgliedschaft freuen: Herzlichen Glückwunsch den Dreifach-Eltern ebenso wie allen anderen, die seit Erscheinen des letzten Wohn-Magazins Grund zum Feiern hatten. Die Genossenschaft begrüßt jedes Neugeborene der Mitglieder mit 100 Euro und einer Vorstellung im Wohn-Magazin. Magdeburg. Christina und Tino Stolarczyk erlebten das seltene Dreifachglück am 18. Oktober 2013. Das Paar, das am Elbbahnhof wohnt, ist so zur Großfamilie geworden, in der es gewiss sehr aufregend zugeht. Und sie gehören nunmehr zur Familie: Jakob Willem (Geburtsgewicht 1.695 Gramm), Greta Emilia (1.390 Gramm) und Georg Leander (1.740 Gramm). Ebenfalls im Elbbahnhof erlebten

Jakob Willem Stolarczyk

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Franziska Lemke und René Hosse Elternglück. Sie sind am 19. Januar 2014 um 10 Uhr Mama und Papa von Maximilian Hosse geworden. Der süße Knirps brachte es an seinem ersten Erdentag auf 3.800 Gramm Gewicht und 54 Zentimeter Körpergröße. Lea Kiara Birke erblickte am 30. Dezember 2013 um 13:45 Uhr mit 2.725 Gramm das Licht der Welt. Die Eltern sind Juliane Birke und Philipp Krätzig aus der Silberschlagstraße. In der Victor-Jara-Straße ist seit dem 18. Februar 2014 Ben Dean Mertens zu Hause. Er brachte es auf 3.720 Gramm und 52 cm. Die Eltern sind Sabine und Enrico Mertens. Der ganze Stolz von Julia Küverling und Henry Bode aus der Bandwirkerstraße ist seit 18. Oktober 2013 die kleine Lillian Küverling, die bei ihrer Geburt 3.260 Gramm wog. Katharina und Florian Klimenta aus der Schilfbreite zeigen die Geburt ihres

Greta Emilia Stolarczyk

Sohnes Bero Leander Klimenta am 6. März an. Ebenfalls in der Schilfbreite hatten Linda Bernhardt und Robert Garz am 2. Januar Grund zur Freude, als Töchterchen Ellen Bernhardt zur Welt kam. Pascal-Matthias Richtetzky ist seit dem 6. Dezember 2013 in der Hans-Grade-Straße zu Hause. Der Junge ist für Jennifer Richtetzky und Matthias Lange neuer Lebensmittelpunkt. Nicole Wagener und Heiko Espenhahn aus der Hermann-Hesse-Straße freuen sich über John Luis Wagner, der seit dem 13. Dezember ihr Leben bereichert. Im gleichen Haus leben Kristin Arendt und Marcel Gerdlowski seit dem 10. März mit Sohn Chris Arendt zusammen. In der Förderstedter Straße ist Sophie-Annemarie Kurze zu Hause. Das Mädchen ist seit dem 21. März, 09:07 Uhr, der ganze Stolz von Stefanie Kurze.

Georg Leander Stolarczyk


Nachwuchs

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Essen

Lecker Essen Das brauchen wir - 1 Pfd. Kammfleisch - 1 Pfd. Hackepeter - 1 Pfd. Schnitzelfleisch - je 1 rote, gelbe, grüne Paprikaschote - je 1 kleine Flasche Salsasoße, grüne-Pfeffer-Soße, Knoblauchsoße - 1 ½ Pfd. Champignons - 400 ml Sahne So wird‘s gemacht: Alles zerkleinern und in eine Auflaufform geben. Die Soßen mit der Sahne vermischen und über das Fleisch, Paprikaschoten sowie Champignons gießen. Dann ab in den Ofen und für 2 Stunden bei 200 °C garen lassen. Als Beilage ist Reis zu empfehlen.

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Genossenschafts-Mitarbeiter verraten ihre Lieblings-Rezepte

Heute: Pfundspfanne von Doris Grimpe

Die Pfundspfanne ist das ideale Gericht, wenn viele Gäste erwartet werden: Ob Party oder Familienfest – es passt im Grunde immer. Ein entscheidender Vorteil besteht darin, dass man nichts anbraten oder vorher kochen muss. Alle Zutaten müssen einfach nur in Würfel geschnitten und in einer Auflaufform geschichtet werden. Darüber wird die mit den Soßen vermischte Schlagsahne gegossen. Auch aufgewärmt schmeckt es hervorragend. Das Fleisch kann variabel ersetzt werden, ebenso kann man die Sahne wegen der vielen Kalorien auch durch Rama-Creme fine ersetzen.


Rätsel Rätsel

Mitmachen und Gewinnen Das Lösungswort im Kreuzworträtsel unserer Winterausgabe lautete „Goldene Gans“. Wer das Lösungswort unseres neuen Rätsels findet, sollte es schnell per Postkarte (auf der Umschlagseite) an uns schicken. Un-

ter allen Einsendungen mit dem richtigen Lösungswort verlosen wir wieder drei Präsentkörbe. Heute aber stellen wir Ihnen erst einmal die drei Gewinner des Winterrätsels nachfolgend vor.

Hertha und Horst Tripp aus der Alexan-

der-Puschkin-Straße gehören zu unseren Gewinnern. Das Paar strahlte bei der Übergabe des Präsentkorbes über beide Ohren. Ingrid Franzke aus der Lerchenwuhne war sehr überrascht, als wir plötzlich bepackt mit einem Präsentkorb an der Wohnungstür klingelten. So kurz vor Ostern kam der leckere Inhalt natürlich sehr recht. Paul und Gertrud Lösche aus der Leipziger Straße freuten sich ebenfalls über den unverhofften Knobelgewinn. Das Paar löst gern und häufig Kreuzworträtsel. Die Knobelei im Wohn-Magazin gehört zu ihren bevorzugten Herausforderungen.



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Herzlichen Glückwunsch allen Mitgliedern, die zwischen Januar und Juni 2014 Geburtstag feierten Zum 90. Geburtstag Ruth Hellwig Linda Woltersdorf Ursula Rust Kurt Klein Elfriede Towara Erika Lehmann Herbert Genseke Elfriede Breitmeier Zum 80. Geburtstag Dieter Schulze Rolf Matthies Elli Henneboh Horst Scheel Magdalena Götze Dr. Manfred Liebscher Ruth Rösler Renate Riedel Christa Tolk Vera Büchner Berthold Schneider Waltraud Sieche Theophile Graf Christa Grischeck Marianne Salewski Horst Schäfer Helmut Franzke Edith Wirth Elfgard Würfel Rita Helga Jansen Rosemarie Lieselotte Halter Maria Engel Eva Liebner Helga Kolberg Otto Jenrich Edith Flechner Elfriede Fuhrmann Marie-Luise Dankert Jürgen Grünewald Ingeburg Prellberg Erika Löblich Horst Reisenauer

Elisabeth Heinicke Horst Adam Helmut Schulze Lieselotte König Zum 70. Geburtstag Edeltraud Kocinski Johann Fetzer Gesine Ackermann Edelgard Vogel Volker Krauß Heinz-Jürgen Fuhs Sylvia Deiß Hans-Joachim Werner Doris Krellwitz Käthe Schoeps Helmut Stephan Regina Jurek Isolde Gruchow Fritz Kersten Heidi Jakob Helltraud Mewes Karin Brendel Rudolf Pelikan Christa Herrschaft Heidelinde Fenn Doris Falk Christa Richter Eva Böhm Theodor Richter Bärbel Döhring Anke Jäger Monika Williges Alfred Scholz Peter-Michael Bahr Dieter Schuchardt Lothar Fruth Renate Menz Ernst-Wieland Pfeiffer Gudrun Genderjahn Gerhard Anders Klaus Schäfer Joachim Schieche Heidemarie Arns

Gisela Schröder Karin Rattai Ingrid Paul Klaus-Dieter Frosch Klaus-Jürgen Urban Siegfried Sanftleben Zum 60. Geburtstag Cornelia Friedrich Roland Schröter Frank Brandt Reinhard Schulze Margrit Kliem Burglind Stein Bärbel Hoferick Axel Kupfer Gerald Döring Brigitte Marzahl Ilona Schultz Jürgen Niemann Siegfried Geiersbach Dieter Marwitz Angelika Brandt Barbara Nowatius Heidi Körtge Renate Heimel Christine Topel Angelika Reinicke Eleonore Lehmann Birgit Petri Beate Semmler Karin Schepella Helmut Stöckigt Petra Mertins Erika Lehmann Sigrid Bornstedt Hans-Georg Uschmann Margot Wende Reinhard Kiwel Karin Deicke Ingo Tost Wilfried Keil


Wohnen '54 - Ausgabe Sommer 2014