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Amtliche Mitteilung

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trink

KundInnenmagazin Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland 02/12

wasser ... DAS GOLD DER ZUKUNFT

VORRANG FÜR MENSCHENRECHT WASSER

Andreas Hermsdorf/pixelio.de

EU plant erneut Liberalisierung der Wasserversorgung

POTZNEUSIEDL IST 66. MITGLIEDSGEMEINDE Versorgungssicherheit für Bevölkerung wesentlich erhöht

PLATTFORM WASSER BURGENLAND Einsatzpartnerschaft zur Aufrechterhaltung einer Trinkwasser-Notversorgung initiiert


wasser

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Newsflash 03

Trinkwassernotversorgung im Katastrophenfall gesichert

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WLV tätigt Rekordinvestitionen in Höhe von 10,7 Millionen Euro

Bgm. Ing. Gerhard Zapfl Obmann

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden!

Wissenschaft & Technik Wie wichtig Wasser ist, wird uns erst klar, wenn wir es nicht zur Verfügung haben. Wir in Österreich verfügen über exzellente Wasserressourcen und über ein hervorragend ausgebautes Verteilsystem. Leider wird derzeit wieder einmal über die Hintertüren der EU versucht, diesen österreichischen „Schatz“ als Handelsware für Großbetriebe und damit auch für Spekulanten zu öffnen. Es muss unser „Schatz“ in öffentlicher Hand und Verwaltung der Gemeinden bleiben! Nur so kann für jeden Menschen die Wasserversorgung bis in den einzelnen Haushalt mit dieser hohen Wasserqualität, mit allen möglichen Mengen und mit dieser Versorgungsicherheit rund um die Uhr weiterhin gewährleistet werden. Ich verspreche Ihnen, dass wir alles in unserer Macht stehende tun werden, damit unser Wasser nicht privatisiert wird und für jeden Menschen in der hohen Qualität und Sicherheit zur Verfügung steht.

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Menschenrecht Wasser ist wichtiger als Gewinnstreben

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WLV bietet Jugendlichen zahlreiche Arbeitsmöglichkeiten

Aktuelles & Lifestyle 10

Gemeinde Potzneusiedl ist jüngstes Mitglied des WLV

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Erfolgreicher Start für Initiative Wein & Wasser

Events & Tropfi 09

Infotag Wasser liefert zahlreiche neue Impulse

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Einladung zum Tag der offenen Tür 2013

Abschließend darf ich Ihnen viel Erfolg im Jahr 2013 wünschen.

Impressum:

Ihr Obmann Bgm. Ing. Gerhard Zapfl

Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland, Ruster Straße 74, Postfach 100, 7001 Eisenstadt, Telefon: 02682/609-0 / Redaktion: Marlene Schuber, Peter Dihanich, DI Dr. Helmut Herlicska, Mag. Nikolaus Sauer / Fotos: Gerald Gröller, Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland-Archiv, ÖVGW, ORF-Burgenland, Wein Burgenland, Gemeinde Potzneusiedl / Litho & Druck: Danek Grafik Repro Druck GmbH, Hornstein / Gestaltung: Creation & Satz, Wien / Auflage: 62.000 Stück

www.wasserleitungsverband.at / kunden@wasserleitungsverband.at 2


Vorwort

DIE ÖFFENTLICHE TRINKWASSERVERSORGUNG IM KATASTROPHENFALL GESICHERT!

WAS TUN, wenn der Fall der Fälle eintritt, und plötzlich eine Katastrophe ausbricht? Ein Erdbeben oder ein hoffentlich nie eintretender Atomunfall die Wasserversorgung beeinträchtigt, beziehungsweise in der gewohnten Weise und Qualität unmöglich macht. Mit dieser Frage haben sich im letzten Jahr die Wasserversorger des Burgenlandes im Rahmen der „Plattform Wasser Burgenland“ intensiv auseinandergesetzt, und mögliche Lösungsansätze gesucht. Die umfassende Beschäftigung „Wichtige mit diesem Thema hat zu einer Lösungsansätze Reihe wichtiger Lösungsansätze gefunden, um geführt, welche der Bevölkerung der Bevölkerung in solchen Fällen eine HilfestelHilfestellung zu lung geben sollen. Die Verantwortung für die Koordination der geben.” Katastrophenhilfe liegt natürlich DI Dr. Helmut Herlicska je nach Umfang und Art bei der Bezirkshauptmannschaft, dem Land, oder dem Innenministerium. Nichts desto trotz ist es Aufgabe der Wasserversorger, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzten und zu Problemlösungen zu kommen. Im Jahr 2012, welches im Burgenland zum „Jahr der Sicherheit” ausgerufen wurde, haben wir uns mit diesem Thema eingehend beschäftigt. Eine wesentliche Erkenntnis aus dieser Arbeit ist, dass es keine Einzelmaßnahme sein kann, sondern es einer Reihe von Maßnahmen bedarf, welche zu einer Bewältigung der Situation führen können.

Maßgeblich ist bereits im Vorfeld die strategische Planung der Wasserversorgung, welche die Nutzung von DI Dr. Helmut Herlicska Mag. Nikolaus Sauer Technischer Betriebsleiter Leitender Bediensteter Tiefengrundwässern beinhalten soll, da diese Wasservorkommen aufgrund ihrer dichten Deckschichten und des hohen Wasseralters gut gegen aktuelle Verunreinigungen von der Oberfläche geschützt sind. Dieser Forderung wurde und wird bei der Versorgung des Nordburgenlandes bereits verstärkt Rechnung getragen. Eine weitere wesentliche Maßnahme ist die Vernetzung von Versorgungssystemen, um auch auf diese Weise die Verwundbarkeit der Versorgungssysteme zu reduzieren. Mit dem Zukunftsprojekt „Aqua „Die VerwundBurgenland - Sopron“, mit welbarkeit der Verchem eine Absicherung der Wasserversorgung zwischen sorgungssysteme dem Nordburgenland, dem sollte reduziert Raum Sopron und dem Mittelwerden.” burgenland geplant ist, ist auch Mag. Nikolaus Sauer hier eine wichtige Schiene gelegt. Weitere Punkte sind die Absicherung der Stromversorgung über Notstromaggregate, sowie Verknüpfungen nach außen, wie die Bereitstellung von Möglichkeiten der Trinkwasserpaketierung und die Notaufbereitung von Trinkwasser. Es wurden hier mehrere Einsatzpartnerschaften mit anderen Organisationen geschaffen, welche in dieser Kundenzeitung noch weiter erläutert werden. Eines ist klar. Absolute Sicherheit beziehungsweise Absicherung bei Katastrophen gibt es nicht. Mit den Aktivitäten, welche nicht abgeschlossen sind, und als „work in progress“ zu bezeichnen sind, wurden allerdings bereits wichtige Schritte gesetzt, welche der burgenländischen Bevölkerung zu Gute kommen. Wir sind der festen Überzeugung, dass eine derartig gute Absicherung der Trinkwasserversorgung auch in Notfällen nur durch einen nicht gewinnorientierten öffentlichen Wasserversorger, wie ihn der WLV Nördliches Burgenland darstellt, bewältigt werden kann.

DI Dr. Helmut Herlicska Technischer Betriebsleiter Ausgabe 02/12

Mag. Nikolaus Sauer Leitender Bediensteter 3


wasser

Wissenschaft

Konzessionsrichtlinie der EU-Kommission wieder aktuell!

MENSCHENRECHT WASSER MUSS VORRANG VOR GEWINNSTREBEN HABEN Bereits im Jahr 2009 wurde von den europäischen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes eine EU-weite Initiative für das Menschenrecht Wasser und gegen die negativen Folgen der Liberalisierungsbestrebungen der Europäischen Kommission beschlossen.

RÜCKENWIND ERHIELT diese Initiative durch die am 28. Juli 2010 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossene Resolution, Wasser und die sanitäre Grundversorgung zum Menschenrecht zu erklären. Damit hat die UNO das Recht auf sicheres, sauberes und bezahlbares Trinkwasser und einer ebensolchen sanitären Grundversorgung für jedermann festgeschrieben. Seit dem 1. April 2012 steht die Europäische Bürgerinitiative als Instrument der direkten Demokratie in der Europäischen Union zur Verfügung. Davon wurde durch die Initiative „right2water“, welche durch zahlreiche internationale Organisationen und Bürgerausschüsse unterstützt wird, umgehend Gebrauch gemacht und die Europäische Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht“ gestartet. Details zu dieser europäischen Initiative, finden Sie unter www.right2water.eu. Für die Zeichnung der Bürgerinitiative benötigen Sie lediglich einen Internetzugang, die Nummer eines gültigen Reisepasses oder Personalausweises und zwei Minuten Ihrer Zeit. Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland fördert diese Bürgerinitiative und hofft, dass auch Sie das Menschenrecht Wasser unterstützen. 4

Wasser als Spekulationsobjekt nein danke!

Wasser ist einer der wichtigsten Bodenschätze eines Landes und bietet Wertsteigerungsgarantie. Da verwundert es nicht, dass internationale Großkonzerne ihre Fühler nach diesem wertvollen Rohstoff ausstrecken. Bisher konnte noch jedes europäische Land für sich selbst über dieses lebensnotwenige Lebensmittel bestimmen. Mit der Konzessionsrichtlinie soll nun den Mitgliedsstaaten die Ausschreibung der Konzessionen für die Wasserversorgung vorgeschrieben werden. Internationale Großkonzerne haben bei den Ausschreibungen durch ihre enorme Finanzkraft sicherlich Vorteile. Jedoch haben langfristig alle internationalen Beispiele gezeigt, dass das Ziel dieser „Global Player“ eine maximale Gewinnausschüttung an die Anteilseigner und nicht die langfristige und nachhaltige Sicherung der Wasserversorgung der regionalen Bevölkerung zu einem leistbaren Preis, ist. Eine Wasserversorgung in ausreichender Menge und ausgezeichneter Qualität auch für die nächsten Generationen kann nur eine Wasserversorgung in öffentlicher Hand und mit demokratisch bestimmten Entscheidungsträgern sein.


Interview

Interview mit Nationalratsabgeordnetem Preiner

Nationalratsabgeordneter Dipl. Päd. Erwin Preiner

Teile der Europäischen Union fordern den freien Markt für öffentliche Dienstleistungen und damit auch der Trinkwasserversorgung. Wie stehen Sie dazu? Ich kann nicht verstehen, warum hier versucht wird, gerade etwas so gut funktionierendes wie die österreichische Wasserversorgung mit allen Mitteln umzukrempeln. Hier besteht meines Erachtens keinerlei Handlungsbedarf und ich erhoffe mir durch ein System von Angebot und Nachfrage keine Verbesserungen. Im Gegenteil ist zu befürchten, dass internationale Großkonzerne unseren wichtigsten Bodenschatz zu Gunsten einiger weniger Großanleger ausbeuten und sich wieder zurückziehen, wenn keine großen Profite mehr zu erhoffen sind, sprich Investitionen in die Versorgungsanlagen fällig werden.

Was ist das Ziel der Konzessionsrichtlinie? Damit sollen öffentliche Dienstleistungen der Daseinsvorsorge, also die Grundversorgung zur

Sicherung einer menschenwürdigen Existenz dem freien Markt unterworfen werden. Das würde heißen, dass auch für die notwendigste menschliche Grundversorgung wie jene mit Trinkwasser, das Prinzip von Angebot und Nachfrage gilt. Also nicht derjenige erhält Trinkwasser, der Bedarf daran hat, sondern derjenige, welcher es bezahlen kann. Was das in Bereichen wie der Trinkwasserver- und -entsorgung bedeutet, will man sich nicht vorstellen.

Wie geht es betreffend Konzessionsrichtlinie weiter? Am 18. Jänner 2013 wird der zuständige Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments über die Konzessionsrichtlinie abstimmen. Danach fällt im Plenum des Europäischen Parlaments die endgültige Entscheidung, welche für März 2013 erwartet wird. Wir können nur hoffen, dass die Abstimmungen zu Gunsten der europäischen Bürger und nicht zu Gunsten internationaler Großkonzerne fällt. Alle österreichischen Politiker sollten sich für den Erhalt der Trinkwasserversorgung einsetzen. Ich werde das tun, denn Wasser muss für alle in hoher Qualität und zu vernünftigen Preisen zur Verfügung stehen. Unser Wasser darf kein Objekt für Spekulanten werden.

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Ausgabe 02/12

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wasser

TITELSTORY

WLV WIRD 2013 ÜBER 10,7 MILLIONEN EURO INVESTIEREN - EIN REKORD Bei der Verbandsversammlung des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland haben die Delegierten das Budget 2013 mit Gesamteinnahmen und -ausgaben in Höhe von 21,5 Millionen Euro einstimmig beschlossen.

DIE ERNEUERUNG des bestehenden Leitungsnetzes, welches in den kommenden Jahren in weiten Teilen getauscht werden muss, bedeutet für den Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland eine riesige Herausforderung. Wie eine Studie der TU Graz eindeutig belegt, ist mittelfristig die Erhöhung der jährlichen Investitionen von derzeit neun Millionen Euro auf bis zu 20 Millionen Euro, notwendig. Vorschaurechnungen über die notwendigen Investitionen im Zeitraum 2013 bis 2021 ergeben Notwendige insgesamt ein Investitionsvolumen in Investitionen in Höhe von 144 Millionen. Auch die Prüfer Sanierung und des Bundesrechnungshofes bestätigten Leitungsausbau. im Rahmen der kürzlich stattgefundenen Prüfung diese Notwendigkeit. Nachdem ob des sehr günstigen Wassertarifes - in der Vergangenheit keine Rücklagen geschaffen wurden, muss die Finanzierung dieser Investitionen zum Großteil aus dem laufenden Cash-Flow erfolgen. Im kommenden Jahr werden erstmals in der Geschichte des WLV mehr als zehn Millionen Euro (konkret 10,7 Millionen) in die Sicherstellung und Optimierung einer lückenlosen und qualitativ hochwertigen Wasserversorgung investiert. Rund 8,3 Millionen Euro werden für die Erweiterungen bzw. Sanierungen im Leitungsbau (Transport- und Ortsnetzleitungen) veranschlagt. Weitere Schwerpunkte sind die Fortführung des grenzüberschreitenden

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Projektes „Aqua Burgenland - Sopron, sowie die Anbindung des Ortsnetzes Potzneusiedl an das Versorgungssystem des WLV. Zur Finanzierung des für 2013 Unser Wassergeplanten Investitionsvolugebührentarif liegt mens ist neben einer Darleim landesweiten hensaufnahme auch eine moderate Anpassung des Vergleich im Wasserpreises notwendig. unteren Drittel. Der Preisindex für die Siedlungswasserwirtschaft ist im letzten Jahr um 3,5 Prozent gestiegen. Um diesen Prozentsatz werden sich daher auch die Wasserbezugsgebühr und die Wasserleitungsabgabe erhöhen. Konkret bedeutet dies, dass im Jahr 2013 der Preis für 1000 Liter Trinkwasser in bester Qualität um vier Cent auf 1,13 Euro angehoben wird.

Inklusive der Anpassung der Bereitstellungsgebühr auf 5 Euro je Monat und versorgter Einheit bedeutet die Preisanpassung einen monatlichen Mehraufwand von rund 1,72 Euro pro Monat und Haushalt. Ein Vergleich mit anderen Wasserversorgern zeigt, dass der Wassergebührentarif des WLV sowohl im bundesweiten, als auch im landesweiten Vergleich sehr günstig liegt und im untersten Drittel zu finden ist.


Investitionen

Geplante Investitionen des WLV in Millionen Euro - bis 2021 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0 Plan Plan Plan Plan Plan Plan Plan Plan 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021

Informieren Sie sich auf unserer Homepage:

 www.wasserleitungsverband.at

Sozialrabatt 2013 vom WLV-Vorstand beschlossen! I N D E R V O R S TA N D S S I T Z U N G am 25. Oktober 2012 wurde auch die Einführung eines Sozialrabattes befristet für das Jahr 2013 beschlossen. Die Höhe des Sozialrabattes, der den sozial Bedürftigen im Versorgungsgebiet des WLV zugute kommen soll, beträgt

Dieser Betrag bzw. diese Gutschrift wird bei der nächsten Jahresabrechnung - analog einer geleisteten Akontozahlung - forderungsmindernd berücksichtigt. Die Auszahlung (bar oder über eine Bankverbindung) des Sozialrabatts kann nicht begehrt werden.

10,- Euro. Diese Regelung ist zur Gänze an die Gewährung eines Heizkostenzuschusses durch die Abteilung 6 beim Amt der Bgld. LR gekoppelt.

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Das bedeutet, dass jeder WLV-Kunde, der in den Genuss dieses Heizkostenzuschusses gelangt, gegen Vorweis des entsprechenden Schreibens, eine Gutschrift über einen Betrag in Höhe von 10,- Euro bekommt. Selbstverständlich kann das Schreiben auch postalisch, per Fax oder per E-Mail (als Scan) übermittelt werden. Das entsprechende Antragsformular ist entweder bei ihrer Gemeinde oder auf www.wasserleitungsverband.at zu finden.

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wasser

Plattform Wasser Burgenland

EINSATZPARTNERSCHAFT ZUR AUFRECHTERHALTUNG EINER TRINKWASSER-NOTVERSORGUNG IM KATASTROPHENFALL INITIIERT Am 15. November 2012 fand in der Wirtschaftskammer Burgenland in Eisenstadt der 7. Infotag Wasser der PLATTFORM WASSER BURGENLAND statt. RUND 170 TEILNEHMER konnten sich im Rahmen der Vorträge und einer Fachausstellung über branchenspezifische Neuerungen, aber auch über sehr praxisbezogene Themen und Fortbildungsmöglichkeiten informieren. Zentrales Thema der diesjährigen Veranstaltung war die „Trinkwassernotversorgung im Katastrophenfall“.

Nachdem im Burgenland das Jahr 2012 zum „Jahr der Sicherheit“ erklärt wurde, hat sich der Vorstand der Plattform Wasser Burgenland seit Jänner 2012 eingehend mit der Thematik befasst. Eine Exkursion in die Landessicherheitszentrale in Eisenstadt und die darauffolgenden Gespräche mit dem Koordinator der LSZ WHR Dr. Ernst Böcskör waren die Initialzündung für die ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema Trinkwassernotversorgung. In den letzten Monaten hat es zahlreiche Gespräche mit den Verantwortlichen und Experten beim Österreichischen Bundesheer, dem Österreichischen Roten Kreuz und dem Arbeiter-Samariterbund Burgenland, gegeben.

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In Bezug auf den Einsatz einer Trinkwasser-Paketiermaschine wurde Kontakt mit dem Dachverband Oberösterreich (OOE) Wasser aufgenommen, welcher eine derartige Anlage seit mehreren Jahren im Einsatz hat. „Das Ergebnis dieser breiten und sehr intensiven Diskussion ist, dass es nicht eine Einzelmaßnahme sein kann, die im Ernst- bzw. Katastrophenfall den Menschen im Burgenland helfen wird, sondern es einer Fülle an Maßnahmen bedarf, die zwischen Behörden, Energie- und Wasserversorgern und allen Beteiligten abgestimmt sein müssen,“ meint der Obmann der Plattform Wasser Burgenland DI Dr. Helmut Herlicska. Die Plattform Wasser Burgenland hat aufgrund dieser Notwendigkeit die Initiative ergriffen und eine Einsatzpartnerschaft gestartet. Mit dem Arbeiter-Samariterbund Burgenland wurde eine Kooperationsvereinbarung getroffen, die sicherstellt, dass im Ernst- bzw. Katastrophenfall in kurzer Zeit eine Trinkwasseraufbereitungsanlage zur Verfügung gestellt wird. Mit dem Dachverband Oberösterreich Wasser wurde ein „Letter of intent“ unterschrieben, welcher die gegenseitige Unterstützung zur Aufrechterhaltung der


Infotag Wasser 2012

Die Plattform Wasser Burgenland ganz im Zeichen des Meinungsaustausches und der Wissensvermittlung. FÜR DIE BESUCHER des Infotag WASSER hat es neben einer Fachausstellung über branchenspezifische Neuerungen, an der sich 28 Fachfirmen beteiligten, auch sehr viele Informationen zum Thema „Aus- und Weiterbildung“, sowie Fachvorträge zu sehr praxisbezogenen Themen gegeben. DI Manfred Eisenhut von der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach, erklärt, „dass nur über solche Veranstaltungen und diese Schiene gewährleistet werden kann, dass sich auch kleinere Wasserversorger verstärkt an Entwicklungsprozessen im Bereich der Wasserwirtschaft beteiligen können.“ Trinkwasserversorgung im Katastrophenfall zum Inhalt hat. Im Rahmen der Veranstaltung wurde die TrinkwasserPaketiermaschine in der Praxis präsentiert. Neben Gesprächen mit dem Österreichischen Bundesheer hat es auch intensive Beratungen mit Coca Cola HBC Austria (Standort Edelstal) gegeben, die allesamt gewährleisten sollen, dass bei Gefahr im Verzug und über Verlangen der Plattform Wasser Burgenland bzw. der den Katastropheneinsatz leitenden Behörde, der betroffenen Bevölkerung geholfen wird und Trinkwasser bzw. Mineralwasser für die Bevölkerung abgefüllt wird. Für 2013 ist vorgesehen, dass über den Mineralwasserverband auch die anderen burgenländischen Mineralwasser-Abfüller erreicht und in die Einsatzpartnerschaft miteinbezogen werden. Landtagspräsident Gerhard Steier, in Vertretung von Landeshauptmann Hans Niessl, und Landesrat Andreas Liegenfeld, lobten das Engagement der Plattform Wasser Burgenland in dieser Angelegenheit und dankten der Interessensgemeinschaft für den Weitblick, sich mit dieser wichtigen Thematik derart intensiv auseinander gesetzt zu haben.

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Sein Vortrag zum Thema „Neues aus der Wasserwelt“ und der Beitrag von Dr. Roman Neunteufel zum Thema „Wert der Dienstleistung Wasserversorgung“ brachten interessante Aufschlüsse und sorgten für intensive Diskussionen unter den Vertretern der Bgld. Wasserversorger. Auch die Beiträge zu den Themen „Wassermanagement - Sicherheit der Wasserversorgung“ von Ing. Rudolf Stagl und DI Gerald Bauer, bzw. „Bereitstellung von Löschwasser“, vorgetragen von Ing. Mario Pokatzke und Ing. Andreas Braunstein, waren hochinteressant. „Der heutige Infotag Wasser 2012 soll auch dazu dienen, diese neuen Herausforderungen für die burgenländischen Wasserversorger zu diskutieren und Lösungsansätze auf breiter Basis zu finden“, so Obmann DI Dr. Helmut Herlicska. Vom Infotag Wasser 2012 erwarten sich der Obmann und die burgenländischen Wasserversorger zahlreiche positive Impulse.

 www.wasser-burgenland.at Informieren Sie sich auf unserer Homepage

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Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

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POTZNEUSIEDL IST AB 1. JÄNNER 2013 66. MITGLIEDSGEMEINDE DES WLV In der Verbandsversammlung vom 6. 12. 2012 wurde der Antrag der Gemeinde Potzneusiedl auf Vollmitgliedschaft einstimmig beschlossen. Die WLV-Erfolgsstory geht weiter Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland ist insgesamt viertgrößter Wasserversorger Österreichs und stellt die Wasserversorgung für die in den Bezirken Eisenstadt, Mattersburg und Neusiedl lebenden Menschen sicher. Über mehr als 59.000 Hausanschlüsse werden etwa 150.000 Menschen, in den Sommermonaten bis zu 200.000 Menschen, mit Wasser bester Qualität versorgt. Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland ist ein gemeinnütziger Verband, der nicht auf Gewinn ausgerichtet ist und seine Einnahmen zur Gänze in den Ausbau und die Erneuerung der Infrastruktur, reinvestiert.

Der Leitende Bedienstete Mag. Nikolaus Sauer, Bgm. Franz Werdenich, Obmann Bgm. Ing. Gerhard Zapfl, 1. Obmannstellvertreter StR. Walter Laciny und der Technische Betriebsleiter DI Dr. Helmut Herlicska bei der Besichtigung der Verbandszentrale.

Der Beitritt der Gemeinde Potzneusiedl zum Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland wurde ein Jahr lang gründlich vorbereitet. „Nutznießer dieser Zusammenarbeit sollen die Kunden sein, da sich durch professionellere und ökonomischere Betriebsführungen Kosteneinsparungen, und dies gepaart mit Qualitätsverbesserungen in der Was10

serversorgung, erzielen lassen“, erklären der Obmann Bgm. Ing. Gerhard Zapfl und der scheidende 1. ObmannStv. GR Walter Laciny unisono. Mit dieser Kooperation geht auch ein vermehrtes Maß an qualitativer und quantitativer Versorgungssicherheit einher. Dieses hohe Maß an Kapazitäten und Professionalität sind insgesamt eine wichtige Säule für die Lebensqualität unserer Menschen und Betriebsansiedelungspolitik am Standort Nordburgenland.

Potzneusiedl wird an das WLV-Netz angebunden Die Gemeinde Potzneusiedl hatte bis dato eine eigene Ortswasserversorgung. Mit dem Beitritt werden sämtliche Ortsnetzleitungen durch den WLV übernommen und in dessen Betreuung gestellt. Als weiterer wesentlicher Schwerpunkt des Beitritts der Gemeinde Potzneusiedl ist in der ersten Jahreshälfte 2013 der Bau einer Transportleitung vom Behälter Gattendorf zum Ortsnetz Potzneusiedl vorgesehen, sodass die Gemeinde auch in Spitzenzeiten mit bestem und einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden kann. Der WLV hat bereits mit der Planung dieser Anbindung an das Leitungsnetz des Verbandes begonnen. Nach Vorliegen der wasserrechtlichen Bewilligungen wird die Verbindungsleitung raschest realisiert. Bis dahin bleibt die bestehende Wasserversorgung aufrecht. Im Einvernehmen mit der Gemeinde werden Strukturschwächen erhoben und je nach Priorität auch behoben. „Ich bin froh, dass auf mehrheitlichen Wunsch der Bevölkerung dieser Beitritt zum Wasserleitungsverband zustande gekommen ist. Mit der Einbindung in das WLV-Netz wird die Wasserversorgung für die Zukunft abgesichert und die Bevölkerung von Potzneusiedl mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt. Der Beitritt ist auch die wirtschaftlich beste Lösung und zudem wird auch eine technisch einwandfreie Servicierung durch den WLV gewährleistet“, so der Potzneusiedler Bürgermeister Franz Werdenich.


Technik

JUNGE WLV-MITARBEITER HABEN „LEHRE MIT MATURA“ ABGELEGT Seit Jänner 2009 haben junge Menschen im Burgenland die Möglichkeit, eine fundierte Facharbeiterausbildung gepaart mit einer Reifeprüfung, in Anspruch zu nehmen. DER WASSERLEITUNGSVERBAND Nördliches Burgenland hat sofort reagiert und zwei jungen Mitarbeitern diese duale Ausbildung angeboten. Ende Juni 2012 haben die beiden Lehrlinge die letzten Prüfungen im Rahmen der „Lehre mit Matura“ abgelegt und die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Der Vorstand des WLV ist begeistert und wird künftighin jedem jungen Menschen, der eine Lehrausbildung beim größten burgenländischen Wasserversorger startet, diesen Lehrgang anbieten. Die burgenländische Wirtschaft und auch der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland brauchen qualifizierte Arbeitskräfte. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sowie dem Facharbeitermangel und der Jugendarbeitslosigkeit erfolgreich entgegenzuwirken, aber auch um Jugendlichen neue Perspektiven zu bieten, wurde das Modell „Lehre mit Matura“ ins Leben gerufen. Die beiden Lehrlinge und Mitarbeiter des WLV - Frau Petra Poles und Herr Alexander Petermann - die im Oktober 2008 ihre Ausbildung beim WLV begonnen haben, konnten damit parallel zu ihrer Facharbeiterausbildung, die Reifeprüfung ablegen.

Lehre mit Matura ein bildungspolitscher Meilenstein Vier Tage Lehrausbildung im Betrieb und einen Tag die Schulbank drücken - das war das Geheimrezept für die beiden jungen Menschen. „Die Jugendlichen sind aufgrund Ihrer tollen Ausbildung am Arbeitsmarkt gefragt, haben dadurch ein besseres Einkommen und können auch eine Fachhochschule oder universitäre Laufbahn einschlagen, wodurch sich Ihre Karrierechancen weiter erhöhen“ erklären Obmann Bgm. Ing. Gerhard Zapfl und Obm.-Stv. Walter Lacini einhellig. Dieter Posch, ebenfalls Mitglied des WLV-Vorstandes, geht noch weiter und sagt, „dass die Lehre mit Matura ein bildungspolitischer Meilenstein ist, von dem neben dem Arbeitgeber, insbesondere die Ausgabe 02/12

Vorstand mit den erfolgreichen Absolventen von „Lehre mit Matura“.

Betroffenen selbst profitieren. Die Jugendlichen erhalten eine praxisorientierte Ausbildung mit Reifeprüfungsabschluss und erhalten während der beruflichen und schulischen Ausbildung ein reguläres Einkommen“. Wegen der äußerst guten Erfahrungen, die der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland mit diesen Jugendlichen gemacht hat, wurde vom Vorstand beschlossen, dass künftighin jedem Lehrling - der beim größten burgenländischen Wasserversorger eine Lehrausbildung startet - dieser Lehrgang angeboten wird. Im Jahr 2013 wird der WLV (bzw. die WLV GmbH) insgesamt sieben jungen Menschen einen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz bieten. Philipp Pöttschacher hat kürzlich die 4. Klasse der Landesberufschule Pinkafeld mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden. Mit seiner Projektarbeit - der Produktion eines Edelstahl-Trinkwasserbrunnens - konnte Philipp den 1. Preis bei einem Projektwettbewerbes gewinnen, wobei die Jury besonders auf handwerklichen Anspruch, fachliche Kompetenz und sprachlichen Ausdruck bei der Präsentation, großen Wert legte.

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Vorstand des WLV hat sich neu konstituiert

Große Rohrleitungen mit hohem Sanierungsbedarf

IN ENTSPRECHUNG des Wahlergebnisses bei der Gemeinderatswahl 2012 im Burgenland wurde bei der am 6. Dezember 2012 stattgefundenen Verbandsversammlung des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland der Vorstand neu gewählt.

NEBEN DEN VERSORGUNGSLEITUNGEN in den Ortsnetzen kommen auch die großen Zubringerleitungen des überregionalen Netzes, im Jargon des WLV auch „Transportleitungen“ genannt, ins Alter, und weisen mittlerweile in verschiedenen Bereichen bereits einen hohen Sanierungsbedarf auf.

Als Obmann wurde Bürgermeister Ing. Gerhard Zapfl aus Nickelsdorf bestätigt. Zu dessen Stellvertretern wurden Josef Tschida, Bürgermeister der Gemeinde Pamhagen, und Dieter Posch, Bürgermeister der Marktgemeinde Neudörfl, gewählt. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind: Bürgermeister Johann Frank aus Klingenbach, Bürgermeister Ing. Richard Hermann aus Purbach, Bürgermeister Helmut Zakall aus Zagersdorf und Frau Vizebürgermeister Maria Zachs aus Marz. Die konstituierende Sitzung des Vorstandes fand am 14. Dezember 2012 statt.



Neuer Vorsitzender des Kontrollausschusses wurde Gemeinderatrat Josef Weidinger aus Eisenstadt.

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www.wasserleitungsverband.at

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Als recht spektakulärer Fall ist der Rohrbruch der Transportleitung mitten in Frauenkirchen, in unmittelbarer Nähe der Basilika im Dezember dieses Jahres zu nennen, bei welchem der gesamte Hauptplatz unter Wasser gesetzt wurde. Tatsächlich treten aber derartige Rohrbrüche, wenn auch oft gar nicht spektakulär, recht häufig auf. So sind bis Mitte Dezember des Jahres 2012 insgesamt 26 Transportleitungsrohrbrüche zu verzeichnen gewesen. Die Gründe sind vielfältig, haben aber zumeist mit Alterungserscheinungen zu tun. Die Sanierungen bzw. der erforderliche Rohrleitungsaustausch ist sehr kostenintensiv, weshalb bislang die Erneuerungsraten im Bereich von durchschnittlich lediglich ca. 0,7 bis 0,8 Prozent jährlich (Prozentsatz bezieht sich auf die jährlichen Erneuerungslängen im Verhältnis zu den Gesamtlängen) gelegen sind. In den nächsten Jahren ist aber jedenfalls eine Anhebung auf vorerst ein Prozent, danach weiter steigend auf ca. 1,5 Prozent, längerfristig sogar auf zwei Prozent, erforderlich. Diese Investitionen vorausschauend zu erbringen ist eine große Herausforderung für den WLV, die er allerdings zur Absicherung der Trinkwasserversorgung der nordburgenländischen Bevölkerung erbringen wird.


presseinformation

Ein Leserbrief zum Thema Kundenservice

Frostgefahr für Wasserzähler und Wasserleitungen FÜR DIE KOMMENDEN NÄCHTE sind Temperaturen unter der Frostgrenze angesagt. Wasserzähler, Wasser- und Heizungsleitungen sind in der kalten Jahreszeit ständig einer gewissen Frostgefahr ausgesetzt. Jährlich sind zahlreiche Frostschäden zu beheben. Ein Großteil dieser Schäden könnte mit geringem Aufwand vermieden werden, wenn geeignete Maßnahmen gesetzt würden. Um unseren Kunden unnötige Kosten zu ersparen, darf der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland diesbezüglich ein paar nützliche Tipps geben. Die größte Frostgefahr besteht üblicherweise bei Rohbauten, unbewohnten Häusern, offenen Kellerfenstern, sowie bei Wasserzählern, die in Schächten montiert sind.

Welche Möglichkeiten haben die Wasserabnehmer um sich vor dem Frost zu schützen?

Sehr geehrte Damen & Herren, . . . als ich gestern Abend von der Arbeit nach Hause gekommen bin, habe ich einen Zettel an der Tür gefunden, dass ein Mitarbeiter von ihnen da war um den Wasserzähler abzulesen, aber niemand zu Hause war und es heute einen Alternativtermin gibt. Nachdem ich aber auch heute nicht zu Hause bin, habe ich die Nummer angerufen die auf der Nachricht vermerkt war. Herr Berger Walter hat sich gemeldet und mir sehr freundlich gesagt, dass wir das auch gleich per Telefon machen könnten - ich habe ihm den Zählerstand durchgegeben und damit ist auch schon alles erledigt: WOW! Ich bin begeistert! Freundlich, unkompliziert, kundenorientiert - so etwas ist man in Österreich (leider) nicht gewohnt... umso mehr habe ich mich gefreut, dass es auch Dienstleister gibt, bei denen der Kunde etwas zählt! Vielen Dank! ... und geben sie bitte mein positives Feedback auch an ihren Mitarbeiter weiter, denn ich denke Lob motiviert auch weiter so kundenfreundlich zu agieren!

In leer stehenden Häusern ist die Entleerung aller Leitungen und von Boilern, sofern sie sich nicht in frostfreier Tiefe des Erdreichs befinden, zu empfehlen. Diese Arbeiten können auch selbst durchgeführt werden. Die Leitungen sind abzusperren, der Entleerungshahn (an der tiefsten Stelle des Systems) zu öffnen und das Leitungssystem durch öffnen der Entnahmestellen zu belüften. Nach dem Abfluss des Leitungswassers ist nach Möglichkeit ein Ausblasen mit Luft durchzuführen. Auch im Ablaufsystem sollen Ablaufsiphone und WCSpülkästen entleert oder mit Frostschutzmittel gesichert werden. Für Mischer- und Thermostatarmaturen wäre ein Fachmann heranzuziehen. Die Sicherung von Wasserzählern in Schächten und freiliegenden Leitungen in nur zeitweise frostgefährdeten Räumen kann durch Verhüllen mit geeignetem Wärmedämmmaterial wie Styropor oder Glaswolle erfolgen.

Wie kann man noch Frostschäden vorbeugen? Leitungen können mit einer Elektro-Begleitheizung ausgestattet werden. Mit einem Elektro-Frostwächter können ganze Räume (Bad, WC, usw.) frostfrei gehalten werden. Heizungsanlagen können mit Frostschutz gefüllt werden.

Liebe Grüße aus Pöttsching,

Bei Rückfragen und Unklarheiten beraten wir Sie

Günther Tutschek

Eisenstadt) und 02682/609-410 (Aussenstelle Neu-

gerne und stehen unter Tel: 02682/609-0 (Zentrale

siedl) jederzeit zur Verfügung.

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Lifestyle Gesundheit

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ERFOLGREICHER START FÜR INITIATIVE WEIN & WASSER Am 18. April 2012 fand auf Anregung des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland das Startgespräch zur Initiative Wein & Wasser statt.

MITTLERWEILE HABEN sich zahlreiche Kooperationspartner dieser Idee angeschlossen, die allesamt ein Ziel verfolgen: Das Bewußtsein für das Glas Wasser und für den heimischen edlen Wein zu heben. Zur Abwicklung der Aktivitäten und des gesamten Projektes wurde eine lose Arbeitsgemeinschaft gegründet, die sich aus fünf gleichberechtigten Partnern zusammensetzt. Neben dem Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland sind auch die Wein Burgenland, die Neusiedlersee Tourismus GesmbH (NTG), die Genuss Regionen Marketing GmbH, sowie die Wirtschaftskammer Burgenland (Sparte Tourismus) in dieses 14

Projekt involviert. Ähnlich wie bei der Initiative „Wasser zum Kaffee“ (aus dem Jahre 2008) soll die hervorragende Qualität und das Image des burgenländischen Wassers in der burgenländischen Bevölkerung gefördert werden. Parallel dazu soll aber auch Die Zufriedenheit das Produkt Wein und die und das WohlServiceleistung in Gastronobefinden des mie und Tourismus durch das Gastes heben! „Mitservieren“ einer Karaffe Wasser, aufgewertet werden. Last but not least, soll auch die Zufriedenheit und das Wohlbefinden des Gastes im Burgenland durch den Wasserkonsum zum Wein erhöht werden. Um das gewünschte Bewusstsein zu schaffen bzw. zu erhöhen, erscheint es vorerst als wichtig, die positiven Effekte, die das „Begleitgetränk“ Wasser beim Weinkonsum inne hat, zu recherchieren und konkret herauszuarbeiten. Aus diesem Grunde hat sich die ARGE darauf geeinigt, die Initiative durch eine wissenschaftliche Studie der Fachhochschule Burgenland zu unterstützen und zu begleiten. Der Auftrag für die Vorstudie wurde im


tropfi

Tropfi

E INL A D U N G ZUM TAG DER OFFENEN TÜR Am 21. Juni 2013 von 8.00 bis 15.00 Uhr

Tipp . . . zum Wein mindestens die gleiche Menge Wasser trinken Wasser sorgt dafür, dass der Alkohol nicht so schnell aufgenommen wird!

AM 21. JUNI 2013 PRÄSENTIERT der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland im Rahmen eines Tages der offenen Tür seine Zentrale in Eisenstadt, die Außenstelle Neusiedl sowie zwei seiner bedeutendsten Versorgungsanlagen der Öffentlichkeit. Ziel ist es, einen Einblick in die Funktionsweise eines modernen Versorgungsunternehmens zu gewähren und das Verständnis für die Wichtigkeit einer einwandfreien Trinkwasserversorgung für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung einer Region zu wecken. Im Anschluss an die Führung, wo Ihnen Mitarbeiter des WLV sehr viel Interessantes vermitteln werden, gibt es auch die Möglichkeit (mittels Gratis-Shuttlerbus) den Brunnen Neudörfl bzw. die WABA Neusiedl zu besichtigen. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Ein ganz tolles Programm gibt es für die Kinder, die von Tropfi - dem Maskottchen des WLV persönlich in Empfang genommen werden.

September 2012 erteilt. Im Februar 2013 sollen die Ergebnisse am Tisch liegen. In einem weiteren Schritt können dann - aufbauend auf diesen Erkenntnissen - die sensorischen Auswirkungen des Wasserkonsums in Kombination mit Wein herausgefunden bzw. untersucht werden.

Vorstudie zu dieser Initiative soll umgesetzt werden.

Die Vorstudie zur Initiative „Wasser zum Wein“ wird im Rahmen eines Studentenprojekts im Master-Studiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen (IWB) umgesetzt. Betreuung und wissenschaftliche Leitung der Recherchegruppe obliegen Dipl. BW (FH) Albert Stöckl MA, der im Zuge mehrere Publikationen sowie Diplomarbeiten strukturierte Internetrecherchen durchführte bzw. leitete.

www.wasserleitungsverband.at Ausgabe 02/12

✁ TROPFI GEWINNSPIEL: Welche Gemeinde tritt mit 1. Jänner 2013 als 66. Gemeinde dem WLV bei? Hinweis siehe Seite 10!

Den Gewinnkupon ausschneiden und auf eine Postkarte kleben (Absender nicht vergessen!) und an den Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland (A-7001 Eisenstadt, Ruster Straße 74) schicken! Einsendeschluss ist der 15. Februar 2013. Die ersten 20 richtigen Einsendungen erhalten einen Preis aus Tropfi’s Shop. 15


Ich bin Energie-Gewinnerin

Julia Weber aus Forchtenstein. Eine von 286.000 Energie-GewinnerInnen.


Wasser -Ausg. Dez. 2012