Issuu on Google+

JUN-AUG OPEN-AIR-KINOSOMMER AM WASCHHAUS PROGRAMM 2011

ERLEBNISQUARTIER WWW.SCHIFFBAUERGASSE.DE


Von Barockkonzert bis Blink 182. Hier gibt Abwechslung den Ton an. Wonach Ihnen bei Ihrer Freizeitplanung auch der Sinn steht – die MAZ Ticketeria sorgt mit drei Verkaufsstellen ganz in Ihrer Nähe für die passende Eintrittskarte. Schauen Sie doch einfach mal vorbei! Unsere freundlichen Mitarbeiter beraten Sie gern. Unsere Vorverkaufsstellen: Ticketeria Stern-Center, Nuthestraße/Sternstraße MAZ-Pyramide, Friedrich-Engels-Str. 24, MAZ-Geschäftsstelle, FriedrichEbert-Str. 18 in Potsdam Telefonische Buchung bei Kreditkartenzahlung unter 0331 2840-304 Unseren Veranstaltungskalender sowie die Möglichkeit zur Online-Buchung ausgewählter Veranstaltungen finden Sie unter www.ticketeria.de

Brandenburgs beste Seiten. Achtung: Lithozeile druckt nicht mit. Kunde: Märkische Allgemeine Job: 11MAZ177_AZ_Ticketeria_Friedrich Datum: 25.05.11 Farbe: 4c Euroskala

RZ-Format: 210x148mm Ausgabeformat: 210x148mm Beschnitt: 3mm umlaufend Profil: Coated FOGRA 27 // PDF-X3

Erscheinungstag: siehe Auftrag Reinzeichner: Stefan Schultz Telefon: +49 (0)30 / 80 97 10-29 Mail: sschultz@brandenburgs.de


Filmhighlight: „Metropolis” am 12. August 2011

OPEN-AIR-KINOSOMMER 6. JUNI - 31. AUGUST 2011 WWW.FACEBOOK.COM/KINOSOMMER

Was wäre ein Sommer ohne Open-Air-Kino? Un­ denkbar! Deshalb gibt es ab dem 6. Juni wieder Nervenkitzel, Hochspannung, grandioses Schau­ spiel, Dramatik, Humor und beste Unterhaltung auf Potsdams größter Open-Air-Leinwand. Der Schiffbauergasse Open-Air-Kinosommer am Waschhaus präsentiert in diesem Jahr sogar mehr als 40 Filmabende unterschiedlichster Coleur und das bei ganz sicher bestem Sommerwetter. Erneut haben Waschhaus Potsdam und cinemar­ stall die besten, interessantesten und bildgewal­ tigsten Streifen des letzten Jahres ausgewählt und ein spannendes Programm aus HollywoodBlockbustern, deutschen Produktionen und klei­ nen, aber feinen Arthouse-Filmen zusammenge­ stellt. Dabei dürfen weder die oscarprämierten Meisterwerke „Black Swan” und „The King's Spee­ ch”, noch deutsche Kino-Highlights wie „Drei” oder „Pina” und Indie-Hits wie „Banksy” und „Some­ where” fehlen. Für die richtige Kino-Atmosphäre sorgen Liegestühle, Decken und Sitzinseln, die Waschhaus Gastro serviert kalte und warme Getränke sowie Eis und leckere Snacks, und bei gutem Wetter wird natürlich gegrillt.

SCHIFFBAUERGASSE OPEN-AIR-KINOSOMMER AM WASCHHAUS Eingang: Schiffbauergasse 6 (Waschhaus) Anfahrt: TRAM 93 / 94 / 99 / Nachtbus N16 bis Haltestelle Schiffbauergasse Eintritt: 6 € / 5 € ermäßigt Liegestuhl 1 € Aufpreis (begrenzte Stückzahl) Ticketkauf und Liegestuhlreservierung sind ohne Aufpreis online bequem von zu Hause möglich. Tickets und Infos auf www.waschhaus.de


BLACK SWAN

MO, 6. JUNI 22 UHR AUCH AM MI, 8. JUNI 22 UHR USA 2010, 117 min, ab 16 J. | R: Darren Aronofsky | D: Natalie Portman, Vincent Cassel, Mila Kunis, Winona Ryder, Barbara Hershey, Ksenia Solo

„Zeige Deine dunkle Seite!” fordert der Choreograf lauthals von seiner jungen Primaballerina. Erstmals soll sie eine der anspruchsvollsten Rollen im klassischen Ballett tanzen, die Doppelfigur des Weißen und des Schwarzen Schwans aus Peter Tschaikows­ kys berühmtem Balletstück „Schwanensee”. Der Part des verzauberten Schwanenmädchens scheint der liebreizenden und zerbrechlichen Nina auf den Leib geschneidert. Jedoch zweifeln ihre Mutter, eine ehemalige Tänzerin, und der Balletdirektor, ob sie dem Schwarzen Schwan die nötige Finsternis und Böshaftigkeit verleihen kann. Verbissen und intensiv trainiert Nina für die Karriere und taucht dabei tief in ihr Unterbewusstsein ein. Darren Aronofsky („The Wrestler”, „Pi”) gelingt es auf kongeniale Weise, die Welt der großen Oper in einen vielschichtigen Psy­ chothriller zu verwandeln und dabei zugleich der Grazie und Eleganz des Balletts zu huldigen. Natalie Portman wurde für ihre Rolle der Nina u. a. mit dem Oscar und dem Golden Globe geehrt.

ICH SEHE DEN MANN DEINER TRÄUME FR, 10. JUNI 22 UHR

USA/ESP 2010, 98 min, o. A. | R: Woody Allen | D: Naomi Watts, Antonio Banderas, Josh Brolin, Sir Anthony Hopkins, Gemma Jones

Die Angst vor dem Alter und dem Tode treibt die Menschen zuweilen auf verschlungene Irrwege. Während sich der selbsterklärte Seniorplayboy Alfie vom neuen Sportwagen nebst draller Blondine eine Verjüngungskur verspricht, sucht seine zurückgelassene Ehefrau Zuflucht in erlesenen Scotchsor­ ten und im Wunsch nach Reinkarnation. Auch Toch­ ter und Schwiegersohn lassen sich von den Midlife­ crisises ihrer Altvorderen anstecken und glauben ihrem irdischen Dasein eine Wendung geben zu können. In seinem mittlerweile 41. Kinofilm inter­ pretiert Altmeister Woody Allen Alfred Hitchcocks „Fenster zum Hof” auf seine erotische Art und erklärt gewohnt humorvoll wie geistreich, warum Frauen ein Mysterium bleiben, Ehen knallharte Arbeit be­ deuten und die Rückkehr auf den Pfad der Tugend manchen Stress und horrende Viagra-Ausgaben ersparen würde.


THE SOCIAL NETWORK SA, 11. JUNI 22 UHR AUCH AM MI, 29. JUNI 22 UHR

USA 2010, 120 min, ab 12 J. | R: David Fincher | D: Jesse Eisenberg, Andrew Garfield, Justin Timberlake, Rooney Mara Armie Hammer

Wert des Unternehmens = geschätzte 65 Milliarden US-Dollar, weltweite Kundenzahl = über 600 Millio­ nen, verprellte Geschäftspartner = mindestens drei, echte Freunde = Tendenz gegen Null. Es zählt zu den Paradoxien im jungen Leben des Mark Zucker­ berg, dass er Herrscher des größten globalen Freun­ deskreises ist, aber dennoch ein eher verschlossener Einzelgänger zu sein scheint. Und während manch Gleichaltriger sich gerade der Generation Praktikum anschließt, steht der 27jährige Facebook-Gründer bereits an der Spitze eines Milliardenunternehmens und hebt scheinbar locker die Internetwelt aus den Angeln. Auf spannende und detailreiche Weise erzählt Erfolgsregisseur David Fincher („Sieben”, „Fight Club”, „Der seltsame Fall des Benjamin But­ ton”) die Start-up-Geschichte des FacebookNetzwerkes als einen packenden Wirtschaftskrimi, der an das große Drama „Citizen Kane” von Orson Welles erinnert. Waschhaus Open-Air-KinosommerPrädikat: We like!

POLL

MO, 13. JUNI 22 UHR D/A/EST 2010, 139 min, ab 12 J. | R: Chris Kraus | D: Paula Beer, Edgar Selge, Richy Müller, Tambet Tuisk, Erwin Steinhauer

Estland 1914. Wie eine ritterliche Trutzburg thront die Villa des verschrobenen Barons Ebbo von Siering über dem baltischen Ostseestrand. Von großen dicken Holzbalken gestützt, scheint das halbfertige leblose Gemäuer ein auf ewig Unvollendetes und Geheimnisvolles bleiben zu wollen. Doch am Vorabend des Ersten Weltkrieges kehrt Ebbos 14-jährige Tochter Oda aus Berlin zurück und erweckt den elegischen Sommerort aus seiner weltvergessenen Lethargie. In fulminanten epischen Bildern erzählt Chris Kraus („Vier Minuten”) vom Erwachsenwerden in der Abgeschiedenheit einer gestrigen Welt, die von revolutionären Zeiten überrollt wird. Das Histo­ riendrama mit den Spitzenschauspielern Edgar Selge und Richy Müller sowie der grandiosen Neu­ entdeckung Paula Beer heimste zahlreiche Preise ein, u. a. vier Mal die LOLA. ,Die Zeit’: „Kraus erzählt szenisch so perfekt und in der Manier eines großen europäischen Autorenfilms so eindringlich, dass man die Gesichter und Bilder nicht leicht vergessen wird.”


ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND FR, 17. JUNI 22 UHR

D 2010, 101 min, ab 6 J. | R: Yasemin Samdereli | D: Lilay Huser, Vedat Erincin, Fahri Yardim, Demet Gül, Rafael Koussouris, Denis Moschitto

Manchmal ist Heimweh stärker als der Familien­ frieden. Hüseyin Yilmaz, der Ende der 1960er Jahre als 1.000.001 Gastarbeiter nach Deutschland kam, will zurück in die Türkei. Nach über 40 Jahren an der deutschen Werkbank hat sich der Patriarch in der alten Heimat ein Häuschen gekauft und will nun mit all seinen Kindern und Enkeln nach Anatolien reisen. Aber vor allem die jüngsten Nachfahren sind von den Plänen nicht sehr begeistert und steigen nur widerwillig in den Bus. Eine Reise voller Strei­ tereien und Versöhnung beginnt, bei der die Fahrgäste auf die tragischen und lustigen Momente ihrer Familiengeschichte zurückblicken. Die fröhlichherzliche Multikultikomödie reflektiert leichtgewichtig und dennoch nicht oberflächlich die Frage, was Heimat und was Zuhause ist. Das in Dortmund auf­ gewachsene Schwesternpaar Nesrin und Yasemin Samdereli, welches schon an der TV-Serie „Türkisch für Anfänger” mitwirkte, setzte mit dem Film ihrem türkisch-deutschen Clan ein dauerhaftes und vergnügliches Denkmal. Berlinale-Publikumsliebling!

INCEPTION

SA, 18. JUNI 22 UHR AUCH AM MI, 22. JUNI 22 UHR USA/GB 2010, 148 min, ab 12 J. | R: Christopher Nolan | D: Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Tom Berenger, Ellen Page

Dreht sich der Kreisel weiter im Kreis oder erlahmt alsbald sein Tanz um die eigene Achse? Don Cobbs (Leonardo DiCaprio) ist Chef einer Gangsterbande, die in die Psyche anderer Menschen eindringt, um ihre Ideen zu stehlen oder Gedanken zu manipulie­ ren. Aber die Reisen durch Raum und Zeit bergen das hohe Risiko, selber den Verstand zu verlieren. Nur die Rotation eines kleinen Metallkegels zeigt sicher an, ob Don noch in einer Traumsphäre surft oder bereits in die Realität zurückgeworfen ist. Mit zahlreichen Finten und Fallstricken lockt der span­ nungsgeladene Science-Fiction-Thriller seine Zu­ schauer in einen Irrgarten der Abstraktionen und surrealen Reize. Dabei geizt Regisseur Christopher Nolan („The Dark Knight”, „Memento”) in seinem 150 Millionen US-Dollar teurem Kassenschlager nicht mit Action, Spannung und großen Gefühlen.


ANOTHER YEAR MO, 20. JUNI 22 UHR

GB 2010, 129 min, o. A. | R: Mike Leigh | D: Jim Broadbent, Ruth Sheen, Lesley Manville, Oliver Maltman, David Bradley, Peter Wight

Kalter Frühlingsregen fällt über der kleinen Garten­ parzelle von Tom und Gerri. Ruhig warten die FastRuheständler in ihrem Unterstand darauf, dass der Schauer vorüberzieht und die Pflege der frischen Beete weitergehen kann. Gartenarbeit gehört fest zu ihrem Leben, genauso wie Grillpartys mit Freun­ den, regelmäßige Familientreffen und ihre Jobs als Geologe und Therapeutin. Das seit Jahrzehnten glücklich verheiratete Paar bildet das Zentrum eines kleinen Vorstadtkosmos, der monoton und aufregend zugleich ist. Behutsam lässt Regisseur Mike Leigh („Happy-Go-Lucky”, „Lügen und Geheimnisse”) den Zuschauer zu einem weiteren Mitglied der Famili­ enbande von Tom und Gerri werden. Authentisch, warmherzig, humorvoll und zuweilen traurig durch­ wandert der Film vom Frühjahr bis zum Winter ein ganzes (another) Lebensjahr, in dem anscheinend nicht viel Aufregendes passiert, aber irgendwie doch alles in Bewegung ist.

THE TOWN FR, 24. JUNI 22 UHR

USA 2010, 124 min, ab 16 J. | R: Ben Affleck | D: Ben Affleck, Rebecca Hall, Jon Hamm, Jeremy Renner, Blake Lively, Slaine, Chris Cooper

Ist Blut tatsächlich dicker als Wasser? Doug gehört zu einem alten Bostoner Familienclan, der bereits seit Generationen mit dem eigenmächtigen Öffnen von Banktresoren die Familienkasse auffüllt. Rou­ tiniert geht ihm das Panzerknackergewerbe von der Hand, bis bei einer Finanztransaktion sein hitzköpfiger Jugendfreund Jem die Filialleiterin als Geisel nimmt. Zwar hat die Frau die Gesichter der Bankräuber nicht gesehen, dennoch glaubt Jem, erkannt worden zu sein. Doug muss klare Kante zeigen, als Jem zur schnellen Zeugenbeseitigung schreiten will und die Situation zu eskalieren droht. Der intelligente und actionreiche Thriller inszeniert das Räuber & Gendarm-Spektakel mit bodenständiger Coolness und einem Herz für kantige Charakterköpfe. In Ben Afflecks zweiter Regierarbeit ist der leider 2011 verstorbene Pete Postlethwaite in einer seiner letzten Filmrollen zu sehen. Die ,Berli­ ner Zeitung’ meint: „Spannend, schnörkellos, toll. Wie ein gut getimter Raubüberfall.”


THE KIDS ARE ALL RIGHT SA, 25. JUNI 22 UHR AUCH AM MO, 4. JULI 22 UHR

USA 2010, 106 min, ab 12 J. | R: Lisa Cholodenko | D: Annette Bening, Julianne Moore, Mia Wasikowska, Josh Hutcherson, Mark Ruffalo

„Hallo Mutter, darf ich vorstellen, das ist mein Vater!” Eigentlich ist das Leben von Nic, Jules und ihren beiden Kindern kaum weniger spießig als der Alltag vieler anderer amerikanischer Mittelstandsfamilien. Ein Häuschen in der Vorstadtsiedlung, der Nach­ wuchs auf dem College und die Abende gemeinsam vorm Fernseher auf der Couch. Was sie aber jedoch von den meisten unterscheidet, Nic und Jules sind ein lesbisches Paar und ihre Kinder wurden mit Hilfe einer Samenspende gezeugt. Als die 18jährige Tochter sich auf die Suche nach ihrem biologischen Vater macht, entsteht aus der vierköpfigen Famili­ enharmonie jedoch allmählich ein Quintett aus Neu­ gier, Misstrauen und Hoffnung. Die spannend, einfühlsam und humorvoll erzählte Exkursion zum Planeten „Samenspender” stellte auf intelligente Weise die Frage, was Familie heute bedeutet und welche Relevanz biologische Eltern, Vertrauen und Zuneigung besitzen. Der mit dem Berlinale-TeddyAward ausgezeichnete und für den Oscar nominierte Film enthüllt auch, dass sich nicht nur bei Heteros „Schmuddelkram” in der Homevideothek versteckt.

SOMEWHERE MO, 27. JUNI 22 UHR

USA 2010, 98 min, ab 12 J. | R: Sofia Coppola | D: Stephen Dorff, Elle Fanning, Chris Pontius, Michelle Monaghan, Benicio Del Toro

Schwarzer Ferrari, Groupiesex und frisches Koks. Routiniert und phlegmatisch lebt das nicht mehr ganz so junge Schauspielsternchen Johnny Marco in einer Glitzerwelt, deren Funkeln nicht mehr blen­ det. Vom Showbiz gesättigt, funktioniert Johnny. Er ist ein Profi, der abliefert, was von ihm verlangt wird. Dort ein Lächeln, hier ein Autogramm, auch mal der Besuch einer drittklassigen Preisverleihung. Sein Slackeralltag würde gemächlich weiterlaufen, aber als seine elfjährige Tochter unverhofft ein paar Tage länger zu Besuch kommt, verschieben sich die Perspektiven. Bedächtig und nie überhitzt blickt „Somewhere” in das Innere eines Mannes, der vor die Wahl gestellt wird: Dandy oder Daddy. Die ruhigen Filmbilder entfalten eine Magie der Schwerelosigkeit, die es schafft, kleinen Gesten einen großen Zauber zu entlocken. Die ,Süddeutsche Zeitung’ meint: „Dieser Film ist, nach ‚Lost in Translation', Sofia Coppolas zweites großes Meisterwerk.” Zu Recht gewann er den Goldenen Löwen als bester Film des Filmfestivals in Venedig!


BANKSY – EXIT THROUGH THE GIFT SHOP SA, 2. JULI 22 UHR

USA/GB 2010 (engl. OmdtU), 86 min, ab 6 J. | R: Banksy | D: Banksy, Thierry Guetta aka Mister Brainwash, Rhys Ifans, Debora Guetta

Banksy ist einer der berühmtesten Street ArtKünstler der Welt. Aber niemand weiß genau, wie er aussieht und wie sein tatsächlicher Name lautet. Da scheint der verrückte französischer SecondHand-Ladenbesitzer Guetta eine heiße Fährte zu besitzen und beschließt über Banksys nächtliche Graffiti-Malstunden einen Porträtfilm anzufertigen. Banksy willigt ein, merkt aber schnell, dass er sich auf einen absoluten Amateur eingelassen hat. Er nimmt selbst die Kamera in die Hand und macht Guetta zum Filmobjekt, der sich plötzlich zur Stilikone „Mr. Brainwash” wandelt und seine drittklas­ sigen Kunstobjekte zu horrenden Preise verkaufen kann. Echte Doku oder Fake? Hochbrisantes Material oder Realsatire? Entscheiden Sie selbst! Auf alle Fälle sehen Sie eine witzige und bissige Abrechnung mit dem internationalen Kunstbetrieb, die zeigt, dass die höchste Kunst für einen Street Artist darin besteht, sich nicht erwischen zu lassen.

DER AUFTRAGSLOVER MO, 11. JULI 22 UHR

F 2010, 105 min, o.A. | R: Pascal Chaumeil | D: Vanessa Paradis, Romain Duris, Julie Ferrier, François Damiens, Helena Noguerra, Andrew Lincoln

Besorgte Mütter und Väter rufen IHN an. Auch fürsorgliche Freundinnen wählen seine Nummer. Er wird engagiert, wenn wirklich professionelle Hilfe von Nöten ist. Sein Name: Lippi. Axel Lippi, der Mann mit der Lizenz zu flirten. Sein Auftrag: Kopflos verliebten Frauen die Augen öffnen. Sein Ziel: Den angehimmelten Kerl als größten Fehler ihres Lebens entlarven. Alex’s Erfolgsquote kann sich sehen lassen, aber die herzenstreue Juliette erweist sich als echte Herausforderung. Zehn Tage bleiben dem Profilover, um die Hochzeit des verträumten Grace Kelly-Doubles zu verhindern. Vor der sonnendurch­ fluteten Kulisse Monacos muss Romain Duris all seine Verführungskünste aufbieten, um das Herz von Vanessa Paradis, der schönsten Zahnlücke Frankreichs, zu erobern. Die schwungvoll und poin­ tierte inszeniert comédie d'amour begeisterte in Frankreich 4 Millionen Kinobesucher, und auch ,BILD’ meint: „Ein Liebesfilm zum Lachen, Schmun­ zeln und Popcorn-Teilen.”


R.E.D. – ÄLTER. HÄRTER. BESSER. MI, 13. JULI 22 UHR

USA 2010, 111 min, ab 16 J. | R: Robert Schwentke | D: Bruce Willis, Morgan Freeman, Helen Mirren, John Malkovich, Richard Dreyfuss

Frührentner Frank Moses ist gelangweilt. Er schwelgt in alten Erinnerungen und sehnt sich zurück nach seiner abwechslungsreichen Zeit als CIA-Agent. Hier mal ein Auftragsmord, dort mal eine Zeitbombe und hin und wieder einen Krieg anzetteln. Der Spaß kehrt zurück, als sein ehema­ liger Arbeitgeber ihn und sein Ex-Team als „R.E.D” = retired, extremely dangerous einstuft. Für die neuen Hausherren sind die CIA-Pensionäre mit ihrem Insider-Wissen eine Gefahr und sollen schnellst möglichst ausgeschaltet werden. Doch die Geheimdienstyuppies haben die Rechnung ohne Franks Rentnerbrigade gemacht. Die höchst amüsante Actionparodie nach dem Graphic Novel von Warren Ellis versammelt eine hochkarätige Schar hochdekorierter Hollywood-Granden. Neben Bruce Willis zeigen auch Helen Mirren, John Malko­ vich und Morgan Freeman, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen zählen und mit der Kraft der zwei Herzen Amerika vor dem Untergang retten können. „Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacke!”

BIUTIFUL FR, 15. JULI 22 UHR

ESP/MEX 2010, 147 min, ab 16 J. | R: Alejandro González Iñárritu | D: Javier Bardem, Maricel Álvarez, Hanna Bouchab, Guillermo Estrella

Während Touristen die schönen Seiten der Mittel­ meerkapitale genießen, lebt Uxbal weit abseits der Flaniermeilen ein überhaupt nicht postkartenreifes Leben. Der Kleinganove kämpft um jeden Euro, um seine Familie über die Runden zu bringen. Die Liebe zu seinen Kindern ist Uxbals Kraftquell, aber in der Liebe steckt zugleich die Gefahr, Tochter und Sohn zu verlieren. Denn auf der Jagd nach dem täglichen Unterhalt geht er immer wieder riskante Geschäfte ein und droht sich tiefer und tiefer in kriminelle Machenschaften zu verstricken. Mit Wucht und lei­ denschaftlicher körperlicher wie psychischer Präsenz spielt der spanische Starschauspieler Javier Bardem („No Country for Old Men”) einen Vater der alles geben und aufopfern will, um ein fester Halt sein zu können. Alejandro Gonzalez Iñàrritu insze­ nierte nach „Babel” ein weiteres poetisches und dringliches Epos, das den Wert des Lebens feiert.


KOKOWÄÄH

SA, 16. JULI 22 UHR AUCH AM MI, 20. JULI 22 UHR D 2011, 126 min, ab 6 J. | R: Til Schweiger | D: Til Schweiger, Emma Tiger Schweiger, Jasmin Gerat, Samuel Finzi, Meret Becker, Katharina Thalbach

Coq au vin ist jetzt Kokowääh! Als die achtjährige Magdalena beim Scrabble die französische Küche auf ihre kreative Weise eindeutscht, muss selbst Lebemann Henry die Waffen strecken. Dabei weiß er erst seit einigen Tagen, dass die kleine Plauder­ tasche seine Tochter ist. Das „Ergebnis” eines OneNight-Stands steht plötzlich vor der Tür und möchte sich einquartieren, bis ihre Mutter aus Amerika zurückkommt. Aber eigentlich hat Henry keine Zeit und in Magdas Zuhause sitzt noch ein Mann, der bislang glaubte, der leibliche Vater zu sein. Muss man über Til Schweigers Filme noch viele Worte verlieren? Mit „Kokowääh” knüpft der Schweigersche Familienbetrieb an seine Komödienerfolge „Kein­ ohrhasen” und „Zweiohrküken” an. Natürlich, locker, sympathisch und etwas erwachsener als zuletzt erzählen Til und Tochter Emma charmant die klas­ sische Geschichte vom „Vater mit der Tochter” in einem modernen Patchworkantlitz. Übrigens: Wer genau hinschaut, wird einige Potsdamer Drehorte wiedererkennen!

ME TOO – WER WILL SCHON NORMAL SEIN? MO, 18. JULI 22 UHR

ESP 2009, 103 min, ab 6 J. | R: Antonio Naharro, Álvaro Pastor | D: Lola Dueñas, Pablo Pineda, Antonio Naharro , Isabel Lorca

Daniel hat eigentlich alles. Er hat liebe Eltern und einen netten Bruder. Er hat gerade sein Studium abgeschlossen und bereits einen Job gefunden. Aber er besitzt auch ein Chromosom mehr als die meisten anderen Menschen, denn Daniel ist mit dem Down-Syndrom zu Welt gekommen. Und des­ wegen hat er trotz aller Fürsorge eines nicht. Eine Freundin. Als er aber auf der Arbeit die lebensfrohe Kollegin Laura kennenlernt, scheint sich auch dieser Wunsch zu erfüllen. Die tragikomische und gefühlvolle Liebesgeschichte basiert auf den biografischen Erfahrungen des Hauptdarstellers Pablo Pineda, der als erster europäischer Downpatient eine Hoch­ schulausbildung abschloss. Der keineswegs roman­ tisch verklärte Film ist eine Berg- und Talfahrt der Gefühle und Ressentiments. „Me Too” erzählt von einer Liebe, die für emotionale Identitätsirritationen und Tränen des Glücks sorgt. Ein starkes Plädoyer für mehr Emanzipation!


PROGRAMM 2011 MO MI FR SA MO FR SA MO MI FR SA MO MI SA MO MO MI FR SA MO MI FR

6. JUNI 8. JUNI 10. JUNI 11. JUNI 13. JUNI 17. JUNI 18. JUNI 20. JUNI 22. JUNI 24. JUNI 25. JUNI 27. JUNI 29. JUNI 2. JULI 4. JULI 11. JULI 13. JULI 15. JULI 16. JULI 18. JULI 20. JULI 22. JULI

BEGINN IMMER 22 UHR BLACK SWAN BLACK SWAN ICH SEHE DEN MANN DEINER TRÄUME THE SOCIAL NETWORK POLL ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND INCEPTION ANOTHER YEAR INCEPTION THE TOWN THE KIDS ARE ALL RIGHT SOMEWHERE THE SOCIAL NETWORK BANSKY – EXIT THROUGH THE GIFT SHOP THE KIDS ARE ALL RIGHT DER AUFTRAGSLOVER R.E.D. – ÄLTER. HÄRTER. BESSER. BIUTIFUL KOKOWÄÄH ME TOO – WER WILL SCHON NORMAL SEIN? KOKOWÄÄH DREI

Kommt gut an: Mit ViP-ABO kostenl Jeweils zehn ViP-Abokunden erhalten pro Film eine Freikarte – solange d


OPEN-AIR-KINOSOMMER 6. JUNI - 31. AUGUST 2011 SA MO MI FR SA MO MI SA

23. JULI 25. JULI 27. JULI 29. JULI 30. JULI 1. AUGUST 3. AUGUST 6. JUNI

MO MI FR SA MO MI FR SA MO MI FR SA MO MI

8. AUGUST 10. AUGUST 12. AUGUST 13. AUGUST 15. AUGUST 17. AUGUST 19. AUGUST 20. AUGUST 22. AUGUST 24. AUGUST 26. AUGUST 27. AUGUST 29. AUGUST 31. AUGUST

THE KING’S SPEECH MAMMUTH THE KING’S SPEECH PINA TRUE GRIT MEINE ERFUNDENE FRAU TRUE GRIT DER NAME DER LEUTE BEGINN IMMER 21 UHR THE FIGHTER DER NAME DER LEUTE METROPOLIS MACHETE RENN, WENN DU KANNST MACHETE ICH – EINFACH UNVERBESSERLICH MÄNNERTRIP CARLOS – DER SCHAKAL MÄNNERTRIP FOUR LIONS PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN VON MENSCHEN UND GÖTTERN PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN

os zum Schiffbauergasse Open-Air-Kinosommer der Vorrat reicht und nur bei rechtzeitiger Reservierung auf www.waschhaus.de/kinosommer


DREI

FR, 22. JULI 22 UHR D 2010, 119 min, ab 12 J. | R: Tom Tykwer | D: Sophie Rois, Sebastian Schipper, Devid Striesow, Annedore Kleist, Angela Winkler

Hoppla! Ist es wirklich schon soweit? Sind wir tatsächlich schon seit zwanzig Jahren ein Paar? Hanna und Simon sind Anfang 40 und leben langsam in eine belanglose Harmoniesoße hinein. Hin und wieder gibt es Meinungsverschiedenheiten und Kon­ flikte, aber beide wissen, wie ein Totalcrash vermie­ den werden kann. Die Beziehungsroutine kehrt ein und die Libido zieht aus. Vielleicht würde es die kommenden zwanzig Jahre so weiter laufen, würden beide nicht zufällig auf denselben Mann treffen und sich daraus eine moderne Dreiecksgeschichte ent­ wickeln. Mit dem grandios aufspielenden Schau­ spieltrio Sophie Rois (göttlich!), Sebastian Schipper und Devid Striesow kehrt Tom Tykwer („Lola rennt”, „Das Parfüm”) an die alte Wirkungsstätte Berlin zurück. Seine romantische Tragikomödie hält der Generation „Selbstverwirklichung” närrisch den Spiegel vor und zeigt, dass massenhafte GalerieBesuche, neue Karrierestufen auf der Visitenkarte und anhaltender Sexegoismus auf Dauer nicht glücklicher machen.

THE KING'S SPEECH

SA, 23. JULI 22 UHR AUCH AM MI, 27. JULI 22 UHR GB/AUS 2010, 118 min, o. A. | R: Tom Hooper | D: Colin Firth, Geoffrey, Helena Bonham Carter, Guy Pearce, Michael Gambon, Timothy Spall

„I have a sieve full of sifted thistles and a sieve full of unsifted thistles, because I am a thistle sifter.” Mit kaum auszusprechenden Zungenbrechern malträtiert der schrullige Sprachtherapeut Lionel Louge seine Patienten, um sie von der Last des Stotterns zu befreien. Auch bei prominenten Klienten kennt er keine Gnade, selbst wenn es sich um den englischen Thronfolger handelt. Für den stotternden Prinz Albert Frederick scheint Louge die letzte Hilfe zu sein, denn unverhofft muss der Königsspross 1936 die Führung des britischen Empire übernehmen und an das Volk kriegswichtige Reden richten. Auf bewegende und ironische Weise schildert das Drama um die Thronbesteigung von George VI. das Gedeihen einer respektvollen Freundschaft zwischen König und Lehrer. In den Hauptrollen agieren unübertroffen Colin Firth („A Single Man”, „Bridget Jones”) und Geoffrey Rush („Fluch der Karibik”, „Shakespeare in Love”). Beide gewannen 2011 fast alle wichtigen Schauspielpreise, wie Oscar, Golden Globe und Screen Actors Guild Award.


MAMMUTH MO, 25. JULI 22 UHR

F 2010; 91 min, ab 12 J. | R: Benoît Delépine, Gustave de Kervern | D: Gérard Depardieu, Yolande Moreau, Isabelle Adjani, Benoît Poelvoorde

Wenn Serge, genannt Mammuth, mit seinem alten Motorrad übers Land knattert und seine langen Haare im Wind wehen, fühlt er sich frei und schwe­ relos. Auf seinem Stahlross reitend, kann er seinem neuen ungeliebten Leben entfliehen. Bis vor kurzem hat Serge Schweinehälften filetiert und Würste gedreht. Nun ist der wuchtige Metzger in Rente und soll den braven Hausmann geben. Da kommt es Mammuth gerade Recht, dass die Rentenversiche­ rung nach alten Papieren verlangt und er ehemalige Arbeitgeber und Kollegen besuchen muss. Das lakonische Roadmovie schickt seinen schlichten Helden auf eine melancholische und zugleich skurrilkomische Reise in die eigene Vergangenheit. Mam­ muth erkennt auf seiner Odyssee, dass das Leben nicht nur aus Arbeit und Gehorsam, sondern auch aus Poesie und Schönheit besteht und weiß am Ende, wo sich sein wirklicher Heimathafen befindet. ,Der Tagesspiegel’ meint: „Pappa ante portas mit einer Portion Anarchie: Loriot meets Jacques Tati.”

PINA

FR, 29. JULI 22 UHR D/F 2011, 107 min, o. A. | R: Wim Wenders | Choreografie: Pina Bausch

„Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren.” Pina Bausch zählt zu den ganz Großen des modernen Tanzthea­ ters. Der legendären Choreografin fällt der Verdienst zu, das Ballett von seinen Spitzenrüschen und steifen Pads de deuxs befreit und die Tanzwelt erneuert zu haben. In seiner dokumentarischen Hommage porträtiert Wim Wenders vier der bekanntesten BauschStücke, welche von Soloauftritte ihrer Wuppertaler Tanzkompanie umrahmt werden. Bei der Inszenie­ rung der Soli agiert Wenders wie Pina Bausch mit Improvisation. Er bat die Tänzer, ihre Erinnerungen an die 2009 verstorbene Bausch, in eigenen Chore­ ografien umzusetzen, wodurch eine einzigartige und faszinierende Symbiose aus Stadt, Landschaft, Bühne, Himmel und Erde, Luft und Wasser, Musik, Tanz und Mensch entstand. Wim Wenders fügte mit „Pina” seinem vielfach preisgekrönten Filmreper­ toire („Buena Vista Social Club”) ein weiteres Juwel hinzu. ,Berliner Morgenpost’: „Das Kino gewinnt eine neue Leichtigkeit, Schwerelosigkeit, Grazie.”


TRUE GRIT

SA, 30. JULI 22 UHR AUCH AM MI, 3. AUGUST 22 UHR USA 2010, 110 min, ab 12 J. | R: Ethan und Joel Coen | D: Jeff Bridges, Matt Damon, Hailee Steinfeld, Josh Brolin, Barry Pepper, Bruce Green

Ein normaler Gringo würde diesem Westernhelden keinen Kopfgeldjägerjob mehr anvertrauen. Mar­ schall „Rooster” Cogburn ist grimmig gealtert, einäugig und öfter mit der Hand an der Whiskyflasche als am Colt. Die dickköpfige 14jährige Mattie erbittet dennoch seine Hilfe, damit sie den Mörder ihres Vaters einem Richter vorführen kann. Gemein­ sam zieht das ungleiche Paar in die winterkalte Wildnis und verfolgt eher ungelenk die Spur des Gesuchten. Die vielgeehrten Coen-Brüder („The Big Lebowski”, „Burn After Reading”, „A Serious Man”) steigen erstmals in den Cowboysattel und verleihen ihrem frechen Western ein ungehobeltes und kan­ tiges Antlitz. Ihre skurrilen Revolverhelden glänzen mehr mit Bauerschläue, derben Witzen sowie grobschlächtiger Motorik und weniger mit guten Tischmanieren. Der schlagfertigen Farmerstochter gelingt es dennoch, dass die rauen und selbstver­ liebten Prärie-Proletarier auch ihre warmherzige Seite zeigen.

MEINE ERFUNDENE FRAU MO, 1. AUGUST 22 UHR

USA 2011, 116 min, o. A. | R: Dennis Dugan | D: Adam Sandler, Jennifer Aniston, Nicole Kidman, Brooklyn Decker, Bailee Madison

Neue High Heels für 1.700 US-Dollar, ein sechswöchiger Schauspielintensivkurs und dazu ein Schwimmtraining mit Delfinen auf Hawaii. Der Trick mit dem falschen Ehering scheint für Danny Macca­ bee richtig, richtig teuer zu werden. Bislang tarnte sich der galante Schönheitschirurg für seine OneNight-Stands als leidender trostbedürftiger Ehe­ mann. Aber als die Frau seiner Träume tatsächlich glaubt, er sei noch verheiratet, muss schnell ein Biest von Gattin her, koste es was es wolle. Der geizige Danny engagiert für den Eskortservice kurzerhand seine Assistentin Katherine, hat aber die Rechnung ohne die lange Wunschliste ihrer Kinder gemacht. Starcomedian Adam Sandler bril­ liert traumwandlerisch in seiner Paraderolle als Sugar Daddy und geläuterter Playboy. Mit viel Char­ me und Witz will er sich um die Wahrheit herum mogeln. Aber gegen die geballte Frauenpower von Jennifer Aniston und Nicole Kidman kann selbst der zäheste Widerspenstige seine Zähmung nicht verhindern. Eine Sommerkomödie im Hula-Hula-Rhythmus!


DER NAME DER LEUTE

SA, 6. AUGUST 22 UHR AUCH AM MI, 10. AUGUST 21 UHR F 2010, 103 min, ab 12 J. | R: Michel Leclerc | D: Sara Forestier, Jacques Gamblin, Carole Franck, Zinedine Soualem, Michèle Moretti

Grande catastrophe! Frankreich am Abgrund! Le Pen holt bei den Präsidentenwahlen über 20 Prozent. Der Faschismus ist wieder auf dem Vormarsch! Und dann noch ständig diese gezielten bourgeoisen Horrorkampagnen: erst verrückte Kühe, dann ver­ giftete Austern, nun noch die Vogelgrippe. Und am Ende sind wieder die Einwanderer an allem Schuld. Die junge hyperaktive Politaktivistin Bahia sprengt ein harmloses Radiointerview über Tierkadaverent­ sorgung und lernt dabei den introvertierten Veterinärbeamten Arthur kennen. Zwei gegensätzliche Charaktere prallen aufeinander und verursachen eine erotische Kernschmelze, dessen Energie die Familien von Bahia und Arthur zu neuem Leben erweckt. „Der Name der Leute” ist eine ungewöhnliche, charmante, rasante und offenherzige Liebes­ geschichte, die unbeschwert Sex, Politik und Humor vereint. Grande applaudissement! ,Die Zeit’: „Es fällt schwer, ‚Der Name der Leute' nicht zu mögen.”

THE FIGHTER MO, 8. AUGUST 21 UHR

USA 2010, 116 min, ab 12 J. | R: David O. Russell | D: Mark Wahlberg, Christian Bale, Melissa Leo, Amy Adams, Jack McGee, Mickey O'Keefe

Ein Blick in die Annalen der Boxgeschichte zeigt, dass manch großer Champion seinen härtesten Kampf eher außerhalb des Ringes führen musste. Auch die Halbbrüder Dicky Eklund und Mickey Ward zählen zu denjenigen, deren sportliche Erfolge von privaten Niederlagen begleitet waren. Ihr Aufstieg aus der Gosse einer amerikanischen Industriestadt in die Primetime der großen Pay-TV-Sender ist Sinnbild für den American Dream. Genauso wie Dickys spätere Cracksucht stellvertretend für die Schatten­ seiten des ,Way of Life’ steht. David O. Russell hat in einem packenden Drama die wechselhafte Le­ bensgeschichte der beiden irischstämmigen Boxle­ genden verfilmt. Vor allem Dank der herausragenden Schauspielkunst von Christian Bale und Melissa Leo (beide erhielten für ihre Rollen den Oscar) entstand ein authentischer Blick auf ein Stück Amerika, das sich durchboxen muss.


METROPOLIS FR, 12. AUGUST 21 UHR

D 1927 (2010), 152 min, ab 6 J. | R: Fritz Lang | D: Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Heinrich George, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp

Beinahe hätten die immensen Produktionskosten den Bankrott der UFA-Studios verursacht und es wäre 1927 aus und vorbei gewesen mit der Filmstadt Babelsberg. Zum Leidwesen der Studiobosse überzog Regisseur Fritz Lang den Produktionsetat um das Dreifache und gab für die damalige Zeit gigan­ tische fünf Millionen Reichsmark aus. Aber er schuf mit seinem monumentalen Sience-Fiction-Opus einen Meilenstein der Filmgeschichte, dessen am Bauhausstil angelehnte Filmästhetik neue Maßstäbe setzte. Heutige Kritiker vergleichen den Stellenwert des Films für die 20er Jahre mit der Innovationskraft von James Camerons „Avatar” für unsere Gegen­ wart. Im Open-Air-Kino am Waschhaus ist die 2010 neu restaurierte Fassung zu sehen. Nach seiner Premiere war „Metropolis” 1927 nur in gekürzter Form ins Kino gekommen und die Originalversion galt lange als verschollen. Erst 2008 wurde in Ar­ gentinien eine Kopie der Ursprungsfassung wieder­ entdeckt auf deren Basis der Stummfilmklassiker rekonstruiert werden konnte.

MACHETE

SA, 13. AUGUST 21 UHR AUCH AM MI, 17. AUGUST 21 UHR USA 2010, 105 min, ab 18 J. | R: Ethan Maniquis, Robert Rodriguez | D: Danny Trejo, Robert De Niro, Jessica Alba, Steven Seagal, Lindsay Lohan

Wo der Ex-Polizist „Machete” im Einsatz war, bleibt anschließend nur noch für Beerdigungsinstitute was zu tun. Mit einem Messerarsenal bewaffnet, das an die Instrumentenkammer einer Großmetzgerei erinnert, sichelt er sich durch die mexikanischtexanische Unterwelt, um seine Familie zu rächen. Auf der Jagd nach Drogenbaronen und vor rassisti­ schen Polizisten flüchtend, interpretiert Machete die Herstellung von Sangria auf seine spezielle Art neu. Chili-scharfer Mexploitationkracher, gewürzt mit einer runden Mischung aus schießwütigen Non­ nen, kurz bekleideten Krankenschwestern und heißen Tacoverkäuferinnen. Regisseur Robert Rod­ riguez und Produzent Quentin Tarantino knüpfen mit „Machete” in gewohnter Qualität an ihre TexMex-Klassiker „El Mariachi” und „From Dusk Till Dawn” an. Der ,tip’: „So unterhaltsam und erhebend wurde der Befreiungskampf der Erniedrigten und Beleidigten schon lange nicht mehr inszeniert.”


RENN, WENN DU KANNST MO, 15. AUGUST 21 UHR

D 2009, 116 min, ab 12 J. | R: Dietrich Brüggemann | D: Robert Gwisdek, Anna Brüggemann, Jacob Matschenz, Franziska Weisz, Leslie Malton

Quietsch, Peng! Beinahe hätte die Musikstudentin Annika mit ihrem Fahrrad den Zivildienstleistenden Christian über den Haufen gefahren. Auch wenn der Crash knapp vermieden wurde, funkt es trotzdem zwischen den Beiden. Aus Annika und Christian werden Freunde, später Verliebte. Aber da ist noch Christians Pflegefall, der an den Rollstuhl gefesselte, lebensüberdrüssige Benjamin. Als er ebenfalls seine Gefühle für Annika entdeckt, beginnt etwas holprig eine nicht ganz barrierefreie Menage á troir. Mit großer Leichtigkeit und viel trockenem Humor ins­ zenierte der (noch fast frische) Absolvent der Pots­ damer Filmhochschule HFF Dietrich Brüggemann eine Tragikomödie, die zum Wohle der Zuschauer auf Gutmenschenattitüden und Sozialkitsch verzich­ tet. Die ,Süddeutsche Zeitung’ meint: „Schnörkellose Feelgood-Komödie.”

ICH – EINFACH UNVERBESSERLICH FR, 19. AUGUST 21 UHR

USA 2010, 94 min, o. A. | R: Pierre Coffin, Chris Renaud | Animationsfilm

Eine Eilmeldung geht um die Welt. „Die weltberühmte ägyptische Cheopspyramide ist ver­ schwunden!” Wer war der Dieb? Wer hat es ge­ schafft, dieses monumentale Bauwerk unbemerkt beiseite zu schaffen? Eigentlich gibt es nur einen, dem dies zuzutrauen wäre, dem miesen Oberschur­ ken Gru. Doch anscheinend hat ein freakiges Gano­ vennachwuchstalent den Coup gelandet. Gru will seine ramponiert Gaunerehre wiederherstellen und ein noch größeres Objekt stehlen: den Mond. Dafür benötigt er jedoch die Hilfe dreier kleiner Waisenmädchen. Die prallgefüllte Animationskomödie erzählt mit viel Witz und Ironie vom Machtkampf zweier Möchtegernweltherrscher, die zwar alle Kanonen und Raketen ihrer Waffenkammern sicher beherrschen, aber im Umgang mit plüschtierverrückten Dreikäsehochs noch großen Bildungs­ bedarf besitzen. Die ,Berliner Zeitung’ meint: „Ab­ wechslungsreiche und kurzweilige Unterhaltung.”


MÄNNERTRIP

SA, 20. AUGUST 21 UHR AUCH AM MI, 24. AUGUST 21 UHR USA 2010, 109 min, ab 12 J. | R: Nicholas Stoller | D: Russell Brand, Jonah Hill, Sean "P. Diddy" Combs, Christina Aguilera, Pink, Rose Byrne

Der Job hört sich kinderleicht an. Innerhalb von drei Tagen soll der kreuzbrave Aaron einen Rockstar von England nach Los Angeles begleiten. Leider entpuppt sich der Auftrag als Gefahrguttransport, denn der einst gefeierte Aldous Snow steckt im Liebeskummer fest und macht die Barbesitzer Londons zu wohlha­ benden Menschen. Aaron versucht alles, damit sein Musiker nicht an jeder Whiskyflasche einen Stopp einlegt, aber zwischen Europa und Kalifornien liegt noch die ein oder andere Raststätte mit Kaltgetränken. Die rasante und schrille Rock'n'Roll-Komödie nimmt vergnüglich den Starrummel des Mu­ sikbusiness aufs Korn, ist aber dennoch eine ehrliche Liebeserklärung an das Rockerleben. Neben den falschen Popsternchen erweisen auch ein paar echte Stars, wie Metallica oder Pink dem Film ihre Ehre. Leibhaftige Erfahrungen mit dem Musikzirkus dürfte auch Hauptdarsteller Russell Brand besitzen, seit er an der Seite seiner Gattin Kate Perry selber öfter in der Yellow Press zu besichtigen ist.

CARLOS – DER SCHAKAL MO, 22. AUGUST 21 UHR

F/D 2010, 187 min, ab 16 J. | R: Olivier Assayas | D: Edgar Ramirez, Nora von Waldstätten, Rodney El Haddad, Alexander Scheer, Christoph Bach

Ilich Ramírez Sánchez, genannt Carlos, hatte in den 1970/80er Jahren den Job inne, den Osama bin Laden in unserer Zeit ausübte. Er war the ,Most Wanted Terrorist Of The World’. Fast die gesamte westliche Welt jagte 30 Jahre lang den selbsternann­ ten Sunnyboybomber, dessen spektakulärstes At­ tentat der Überfall auf die OPEC-Versammlung im Jahr 1975 war. Der französische Regisseur Olivier Assayas hat in einem über fünfstündigen Bilder­ rausch (wir zeigen die gekürzte Fassung) die Ter­ rorkarriere des gebürtigen Venezolaners nachge­ zeichnet und ihn dabei als testosteronstrotzende Popikone inszeniert. Der bis in die Nebenrollen hervorragend besetzte Film belässt es nicht bei einer Abhandlung der historischen Fakten, sondern schafft es, die hitzige und verängstigte Stimmung jener Zeit einzufangen und erlebbar zu machen. Als Zuschauer hat man das Gefühl, direkt bei den Anschlägen dabei zu sein und selbst das Adrenalin zu spüren, das Carlos aufpeitscht. Die ,FAZ’ meint: „Ein atemberaubendes Epos.”


FOUR LIONS FR, 26. AUGUST 21 UHR

GB 2010, 101 min, 16 J. | R: Christopher Morris | D: Riz Ahmed, Arsher Ali, Nigel Lindsay, Kayvan Novak, Adeel Akhtar, Benedict Cumberbatch

Vier Löwen sind sie. Genauso stark, genauso mutig. Unverzichtbar für Allahs Heiligen Krieg. Glauben Sie. Omar, Hassan, Barry und Faisal, die selbster­ nannten Feierabend-Gotteskrieger aus der engli­ schen Provinz, träumen vom ganz großen ,Big Bang’, vom Umsturz, von der Weltbefreiung. Doch das Einmaleins der asymmetrischen Kriegführung geht den schlichten Gemütern nicht ganz so leicht von der Hand. „Wie war noch mal die richtige SemtexRezeptur?”, lautet die letzte Frage des Bombenbau­ ers. Die politisch höchst unkorrekte Satire feinster britischer Bauart zeigt eine Nachwuchsterrorzelle im Selbststudium, die bei jeder Al Quaida-Aufnahmeprüfung glatt durchfallen würde. Ein Film ganz in der Tradition von Monty Python und Ali G. Die CSU wollte „Four Lions” in Deutschland verbieten lassen, was nicht zwingend gegen den Film spricht.

PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN SA, 27. AUGUST 21 UHR AUCH AM MI, 31. AUGUST 21 UHR USA 2011, 141 min, ab 12 J. | R: Rob Marshall | D: Johnny Depp, Penélope Cruz, Geoffrey Rush, Ian McShane, Stephen Graham, Judi Dench

Schiff ahoi und gute Reise! Zum vierten Mal sticht der berühmteste Stirnbandträger der Piratenfilm­ geschichte in See. Aber diesmal muss Paradiesvogel Captain Jack Sparrow auf seine beliebte „Black Pearl” verzichten und beim finsteren Kaperkollegen Blackbeard anheuern. Wem hat er das zu verdanken? Seiner „Ex” Angelica, einer mexikanischen Freibeu­ terbraut, die ihn mit ihren großen rehbrauen Augen an Bord der „Queen Anne's Revenge” lockt. Doch alsbald kommen Jack Zweifel, ob wirklich die große Liebe zurückgekehrt ist oder Angelica ihn nur be­ nutzt, um die Quelle der ewigen Jugend zu finden. Wie schon bei den vorangegangenen drei Karibik­ kreuzfahrten erleben Captain Jack und seine Ge­ treuen auch bei dieser Überfahrt zahlreiche Aben­ teuer und treffen auf anmutige Meerjungfrauen, gefährliche Zombies sowie skrupellose Halsab­ schneider. Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer hat wiederholt ein witziges, spannendes und actionrei­ ches Südseepektakel vom Stapel gelassen, das beim Publikum keinen Schiffbruch erleiden wird.


VON MENSCHEN UND GÖTTERN MO, 29. AUGUST 21 UHR

F 2010, 122 min, ab 12 J. | R: Xavier Beauvois | D: Lambert Wilson, Michael Lonsdale, Olivier Rabourdin, Philippe Laudenbach, Jacques Herlin

Wann darf Gemeinsinn enden und Egoismus begin­ nen? Wie lange muss ich Verantwortung für andere tragen, bevor ich nur an mich selber denken darf? 1996. Im algerischen Bürgerkrieg geraten neun Trappistenmönche zwischen die Frontlinien der Kriegsparteien. Jahrelang lebten die französischen Klosterbrüder friedlich inmitten ihrer moslemischen Nachbarn in einem kleinen Dorf im Atlasgebirge. Aber als die radikalen Islamisten europäische Gast­ arbeiter ermorden, wächst für die Katholiken die Gefahr, selber Opfer der Terrorbrigaden zu werden. Der auf einer wahren Begebenheit beruhende Film beschreibt psychologisch präzise das Ringen der Glaubensbrüder um Haltung im Angesicht des Todes. Sollen sie zurück in die schützende Obhut Frank­ reichs – oder bleiben und mit der Dorfbevölkerung zusammen stehen? Klare, fast eisige Bilder saugen nach und nach die Wärme des Maghreb auf und offenbaren mit ihrer Kälte, welch großer menschli­ cher Prüfung sich die Mönche unterziehen. Die ,Süddeutsche Zeitung’ meint: „Eines der wichtigsten, bewegendsten Kinoereignisse des Jahres.”

AUS FÜNF MACH SECHS Wer clever ist, spart sich den Eintritt – bei jedem sechsten Film. Einfach bei jedem Besuch im Schiff­ bauergasse Open-Air-Kinosommer hier einen Stem­ pel geben lassen und diesen Coupon beim sechsten Besuch vorzeigen:

IMPRESSUM Herausgeber: Landeshauptstadt Potsdam, Der Oberbürgermeister, FB Kultur und Museum, Hegelallee 6-10, 14467 Potsdam Veranstalter: Waschhaus Potsdam gGmbH und cinemarstall e.V. Schiffbauergasse 6, 14467 Potsdam, Tel. 0331 27156-0 kontakt@waschhaus.de, www.waschhaus.de Redaktion: Tim Steinhauer, Antje Wittig (cinemarstall), Katja Dietrich-Kröck, Lisa Ritscher (Waschhaus) Fotos: Alle Fotos sind Pressebilder, die von den jeweiligen Filmverleihern zur Verfügung gestellt wurden. Titelfoto aus „True Grit” Gestaltung: HELLOGRAPH (Umschlagseiten), rwmd, Robert Witzsche (Innenseiten) Druckfehler und Änderungen vorbehalten.


Film_k_105x210_OpenAirKinosommer_Pfade 17.05.2011 16:47 Seite 1


www.facebook.com/kinosommer


OPEN AIR KINOSOMMER