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WANNSEEBOTE

NACHRICHTEN DER EVANGELISCHEN KIRCHENGEMEINDE BERLIN-WANNSEE

64. Jahrgang

Foto: Elke Behrends, Königsbrücke A115

Juni | Juli 2016

15 Jahre gemeinsame Lebenszeit Leben und Predigen am Stadtrand. Mit diesem Auftrag entsandte mich das Konsistorium zum Erntedankfest 2000 nach Wannsee. Es ist eine reiche Ernte geworden. 15 Jahre durfte ich mit dem Gemeindekirchenrat zusammen im Wannseer Weinberg des Herrn gärtnern. Ende der 90er Jahre lebten wir auch in dem Gefühl, dass die Ernte in den Gemeinden zurückgehen würde. Das Gegenteil war der Fall, besonders dann, wenn wir antizyklisch agierten. So sind gute Trauben gereift: Die Erhaltung der Andreaskirche, der Orgelbau in der Kirche am Stölpchensee, neue Gottesdienstformen als Kunst- und Literaturgottesdienste, der Erhalt des Fördervereins, die Einstellung einer Gemeindeschwester, die Gründung einer Stiftung, die Übernahme der Trägerschaft für den Kindergarten, das Aufblühen der Kinder- und Jugendarbeit. Aus den 25 Konfirmanden der Anfangszeit sind mittlerweile 50 in einem Jahrgang geworden. Eine pfingstliche Zahl: 50 Jugendliche in Wannsee, 550 in Teltow-Zehlendorf, 5000 in Berlin.

Den blühenden Stadtrand werde ich nun in der Pfingstzeit verlassen und ab dem 1. Juli 2016 den Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg leiten. Die Erfahrungen der letzten Jahre werden mich dabei begleiten. Diese Erlebnisse fließen für mich in einem pfingstlichen Augenblick auf der Königswegbrücke über die A115 zusammen. In diesem Augenblick sprach die Apostelgeschichte neu zu mir. Bisher hatte ich mir den Anfangszauber der Christen feurig, aufwühlend und wild vorgestellt. So, wie wir auch feurig und begeisternd das Evangelium durch die Jahrtausende tragen dürfen. Im tosenden Lärm der Autobahn wurde mir jedoch schlagartig klar, dass Pfingsten weder loderndes Licht noch ein gutes Gefühl ist. Der tosende Wind, das plötzliche Brausen der Fahrzeuge unter mir hat wie in einem GegengeräuschKopfhörer den Festlärm neutralisiert. Für einen Augenblick ist alles klar: Die Worte bewegen, der Geist erfüllt, das Leben kann neu anfangen. Dieses Erlebnis scheint unwirklich und bedrohlich. Und deshalb teilen sich damals die Feiernden

in zwei Lager. Die einen rufen in den neu anbrausenden Lärm: „Diese Dörfler sind betrunken!“ So begeben sie sich beruhigt wieder in den Festalltag hinein. Die anderen bewahren dieses „GegenSoundErlebnis“ aufgewühlt in ihren Herzen. Selbst trunken folgen sie einer Predigt des Petrus, die mit Lust an der Schriftauslegung um einen Satz kreist: „Gott hat auferweckt und aufgelöst die Schmerzen des Todes.“ Die Autobahnbrücke hat mir eine neue Sicht eröffnet. Der Geist Gottes bewirkt ein GegenSoundErlebnis à la Pfingsten. Eines, das zwiespältig bleibt, deshalb wollen es die einen schnell vergessen. Die anderen aber nehmen es ins Herz, weil sie daran wachsen wollen. Beide Gruppen gibt es bis heute auch auf unserer Insel. weiter auf Seite 2

Aus dem Inhalt Veranstaltungen 2 Abschied von Pfarrer Raddatz 3-5 Neues aus dem GKR 6 Weltgebetstag Kuba 7 Reuven Moskovitz in Wannsee 7 ÖWW Koordinatorin 8 Hoher Besuch 8 ÖWW Gartenaktion 9 Erzieher/in gesucht 10 Neue Babygruppe 10 PEKiP-Kurs 10 Luther-Jahr Fotoprojekt 11 Musikalische Stadtrundfahrt 11 Romreise 11 Musikalische Lesung 12 Trauercafé 12 Menschen unserer Gemeinde 12 Unsere Gottesdienste 16 Wir sind für Sie da 16

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Veranstaltungen Juni | Juli 2016

Donnerstag 9. Juni 15.30 Uhr

Gemeindehaus Schuchardtweg 5

Freitag, 10. Juni 19.30 Uhr

Gemeindehaus Schuchardtweg 5

Offener Gesprächsabend Christentum und Islam in Deutschland siehe Kasten unten

Donnerstag 30. Juni 20 Uhr

Gemeindehaus Schuchardtweg 5

Ökumenischer Gesprächskreis Prof. Shabo Talay berichtet über die aktuelle Situation in Syrien und über den Aufbau unseres Spendenprojektes 2014 in Maaloula

Freitag 8. Juli 19.30 Uhr

Gemeindehaus Schuchardtweg 5

Geburtstagskaffee für unsere Senioren Anmeldung in der Küsterei unter 805 16 50

Vortrag von Prof. Klaus-Peter Jörns Der „Sündenfall“ als Glücksfall, an dem unser Menschsein begann.

Der Förderverein EKW e.V. lädt ein: Offener Gesprächsabend Freitag, 10. Juni, 19.30 Uhr Gemeindehaus, Schuchardtweg 5

CHRISTENTUM und ISLAM in DEUTSCHLAND

Wie lässt sich ein MITEINANDER denken? Wo klemmt es? Was können wir tun? Dr. Friedmann Eißler Ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen Gesprächsleitung: Dr. Michael Jenne Eintritt frei - Sie sind herzlich willkommen!

Musikalische Vespern in der Kirche St. Peter und Paul auf Nikolskoe immer sonnabends um 17 Uhr

4. Juni: J.S. Bach: Solo-Suiten d-moll und C-Dur 11. Juni: „Amarilli mia bella“; Werke von C. Monteverdi, G. Frescobaldi 18. Juni: „Saitenwege für Geige und Cello“; Werke u.a. von J.G. Albrechtsberger 25. Juni: „The Swan“; Werke von J.S. Bach, J. Langlais, S. Barber 2. Juli: „In Sweet Music is Such Art“ - zum 400. Todestag von Shakespeare 9. Juli: „Love´s Tempest“ Chorwerke u.a. von E. Elgar, P. Palestrina 16. Juli: „Händel in London“ 23. Juli : Der Sonnengesang des Hl. Franziskus von Assisi“ - Lieder des Mittelalters 30. Juli: Friedrich II. und seine Schwestern

Redaktionsschluss für August | September 2016: 3. Juli 2016 E-Mail der Redaktion: wannseebote@kirchengemeinde-wannsee.de FÖRDERVEREIN der Ev. Kirchengemeinde Wannsee e.V.

Berliner Volksbank, BIC BEVODEBB IBAN DE67 1009 0000 1872 8240 02 für Spenden und Beiträge Dr. M. Jenne (Vorsitzender) Tel: 805 24 62 J. Zobel (2. Vorsitzender) Tel: 805 15 17

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Stiftung für die Ev. Kirchengemeinde Wannsee Berliner Volksbank, BIC BEVODEBB IBAN. DE52 1009 0000 2294 6990 00 Zweck: Zustiftung oder Spende Diakon/in R. Breithaupt (Kuratorium) Tel: 805 33 05 F. Tangermann (Vorstand) Tel: 805 55 58

Fortsetzung von Seite 1 Ich danke Ihnen, dass Sie immer wieder solchen kleinen pfingstlichen Verrücktheiten gefolgt sind. Und so sind wir aneinander gewachsen. Die Mittel waren oft sehr einfach. Hier: Ein rotes Megaphon, ein Fahrrad und Buchstaben der Schrift, die wir auf die Brücke gestellt haben. Wir warfen aber auch Wasserbälle in Konfirmationen durch die Luft und legten Ziegelsteine mit den 10 Geboten in Geschäfte und an den Straßenrand. Manche von diesen lagen Wochen lang an öffentlichen Orten in Wannsee und die Konfirmanden freuten sich, wenn sie diese aus dem Bus oder auf dem Weg zur Schule sahen. Die Offenheit für den GegenSound hat mir in unserer Gemeinde gefallen und wir haben mit dieser auch die kommende Generation ermutigt, den Pfarrberuf und Erzieherinnenberuf zu ergreifen. Diese haben gelernt, dass eine Gemeinde in Freud und Leid zusammensteht und ein großes Ensemble Ehrenamtlicher eine Gemeinde trägt. Die besondere Ausstrahlungskraft einer Kirchengemeinde besteht ja darin, dass sie ein Mehrgenerationenprojekt ist. Das Zusammenspiel von Großeltern mit Enkeln, von Eltern mit ihren Freunden haben wir in Dankgottesdiensten gefeiert. Alle Aktivitäten kreisen um die wesentlichen Aufgaben einer Kirchengemeinde, die wir in unseren Abendmahlskelchen vor Augen gestellt bekommen: die Werke der Barmherzigkeit. Eines ist im letzten Jahr für uns wichtig geworden: den Fremden beherbergen als ein Werk, das uns Christen in Wannsee noch mehr zusammengebracht hat. Diese ökumenische Gemeinschaft ist für mich ein lebendiger Baustein, dem sicherlich weitere folgen werden, damit die Gemeinden als Häuser der lebendigen Steine tröstende, vielfältige und fröhliche Häuser bleiben und werden. Meine Familie und ich danken Ihnen für diese Zeit in Wannsee und wünschen Ihnen von Herzen Gottes Segen! Ihr Pfarrer Michael Raddatz Impressum: Herausgeber: Gemeindekirchenrat Wannsee; Verantwortlich für den Inhalt: Pfarrer M. Raddatz, D. Breese, D. Hattenhauer, W. Hölter, I. Waßerroth Anzeigen: Küsterei, Schuchardtweg 5, 14109 Berlin, Tel. 805 16 50 Druck: Gemeindebriefdruckerei; Groß Oesingen


Abschied von Pfarrer Michael Raddatz ABSCHIEDSGOTTESDIENST FÜR PFARRER MICHAEL RADDATZ Die Gemeinde Wannsee wird herzlich eingeladen am Freitag, 1. Juli 2016 um 18 Uhr in der Andreaskirche zum Gottesdienst mit Superintendent Dr. Johannes Krug, um Pfarrer Michael Raddatz zu verabschieden. Im Anschluss kann bei Wasser und Wein an der Feuerschale persönlich Abschied genommen werden. Ein Pfarrer zum Anfassen ... Mit der Wahl von Michael Raddatz zum Superintendenten der fusionierten Kirchenkreise Schöneberg und Tempelhof steht Wannsee mit zwei schlagenden Herzen in der Brust da: die Freude mit Michael Raddatz über die neue Stelle, die neuen Herausforderungen, den neuen Wirkungskreis. Und die Freude für Tempelhof-Schöneberg, einen so kompetenten Superintendenten gewinnen zu können. Andererseits verliert Wannsee einen Pfarrer, der im täglichen Bild auf der Insel fehlen wird. Ob im Supermarkt bei der Minuten-Seelsorge, an der Badestelle an der Havel, in der Aula der Conrad-Schule oder auf dem Weihnachtsmarkt, überall ist Michael Raddatz ein Teil des Gemeindelebens gewesen. Und dabei trat er allen Gemeindeglieder mit gleicher Freundlichkeit, Achtung und Ernsthaftigkeit gegenüber; unabhängig von Alter, Schulabschluss oder Kontostand: immer auf Augenhöhe! Möge er diese Fähigkeiten zum Wohle der Stadtgemeinden nun einsetzen und dort die Pfarrer und Pfarrerinnen anleiten, um leuchtende Augen hervorzurufen. Gottes Segen für Michael Raddatz, seine Familie und seinen neuen Wirkungskreis. Alice v. Podbielski-Stellpflug Vorsitzende des Gemeindekirchenrats

Ein Artikel zum Abschied Michael Raddatz, den ich während der ganzen 16 Jahre seiner Zeit in unserer Gemeinde begleiten durfte, wird sich aus meiner Erinnerung speisen. Manches wird sich vordrängen, vieles muß zurückstehen. Wir stiegen die Treppe zur Superintendentur hinauf. Vor uns ein großer junger Mann. "Das könnte er sein, den wir kennenlernen sollen", flüsterten wir uns zu. So begegneten wir, die Abgeordneten des GKR, Michael Raddatz zum ersten Mal. Als Pfarrer im Entsendungsdienst begann er am 01.10.2000 seine segensreiche Tätigkeit in unserer Gemeinde. Gleich nach Einstieg in unserer Gemeinde übernahm Michael Raddatz den Konfirmandenunterricht, bei dem ich ihn jahrelang als einer von mehreren Teamern begleitete. Ich konnte miterleben, wie beliebt er gleich bei den Jugendlichen war. Unvergesslich bleiben den Konfirmanden und mir die Abschlussgottesdienste nach den Konfirmandenfahrten: zuerst im Dom, dann in der Gedächtniskirche. Höhepunkte waren jedes Jahr die vier Konfirmationsgottesdienste, die Michael Raddatz einfallsreich mit besonderen Überraschungen gestaltete. Dass nicht nur die Konfirmanden, sondern alle in den übervollen Kirchen Anwesenden einbezogen wurden, rief eine fröhliche, lockere Stimmung hervor. Besonders einprägsame Konfirmandentage waren die seit 2002 jährlich einmal durchgeführten Islam-Tage, bei denen die Konfirmanden mit eingeladenen jungen Muslimen ins Gespräch kamen. Neu eingeführt und bei einem kleinen Kreis beliebt sind die Taizé-Andachten bei Kerzenlicht in der Andreaskirche.

Die eingängigen Taizé-Lieder werden von Gitarren-Musik und Michaels Klarinette begleitet. Wenige Worte, Minuten der Stille, die zur Meditation einladen. Wie ein farbenfrohes Feuerwerk tauchen Erinnerungen auf an ungewöhnlich gestaltete Kasualien und Gottesdienste: an eine Hochzeit mit einer Braut im Rollstuhl und muslimischer Trauzeugin; an eine Taufe wie ein Kindergartenfest in und vor der Andreaskirche; an Familiengottesdienste, bei denen er und das helfende Team ihre schauspielerischen Talente voll zur Wirkung brachten. Dies nur einige Blüten aus einem bunten Strauß im Gemeindegarten. Eines von vielen wichtigen und verdienstvollen Unterfangen war die Rettung der Andreaskirche und ihre Renovierung von Grund auf, dann die Öffnung des Grundstücks zum DonBosco-Steig. Erwähnt werden muß auch: Ein Pfarrer kann noch soviel leisten in all den von ihm erwarteten Bereichen, er muß auch die Gabe haben, helfende Hände und Köpfe heranzuziehen und einzubinden. Das gelang Michael Raddatz ganz besonders gut, was wiederum der ganzen Gemeinde zu Gute kam. Abschiednehmen fällt schwer. Es wird uns erleichtert, weil wir einen so großen Schatz guter Erinnerungen zurückbehalten. Dietrich Hattenhauer Bei aller Freude über seine Berufung und Beförderung - die Gemeinde weiß, warum sie Michael Raddatz so ungern ziehen lässt. In der respektablen Galerie der Wannsee-Pfarrer war er der kreativste. Er war uns menschlich am nächsten, ein warmherziger Seelsorger, vielen von uns ein guter Freund. Die Ökumene hat er uns vorgelebt. Seine Predigten waren nicht "gewaltig", eher nachdenklich und leise, aber voller Leben und Farben. Gottes Segen und ein "Glückauf " dem neuen Superintendenten von Tempelhof-Schöneberg. Hans-Joachim Boehm Jahrgang 1920, langjähriges Mitglied des GKR in den 70ger und 80ger Jahren

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Abschied von unserem

„Du musst Abschied nehmen können, wenn du weitergehen willst.“

Dieses Sprichwort kam mir spontan in den Sinn, als du uns von deiner Bewerbung berichtetest. Du schaust vorwärts – ich schaue zurück: Von der ersten Begegnung in der Superintendentur bis heute liegt eine erlebnisreiche Wegstrecke hinter uns. Gemeinsam stemmten wir mit unserem Förderverein (EKW) das Dach der Andreaskirche, initiierten das Fest für ehrenamtliche und berufliche Mitarbeiter/ innen am Johannistag (6 Monate nach - 6 Monate vor Weihnachten!), fügten mit Unterstützung der damaligen KitaFachberaterin Inge Rapp die drei Kindergruppen zwei Eltern-Kind-Gruppen und die EiKita (Elterninitiativ-Kindertagesstätte) zu unserem jetzt 10jährigen Evangelischen Kindergarten zusammen, - um nur einige mir wichtige Wegmarken zu nennen. Viele Andachten und Gottesdienste hast du belebt mit deinen vielfältigen und überraschenden Ideen: Die Schiefertafel vom Dach der Andreaskirche als Motiv für Pfingsten, das Papptellergesicht als Symbol für Halloween, überhaupt: „Hallo Luther“ am Reformationstag, die übergroße rote Christbaumkugel, die Windel als Thema zur Predigt am Heiligen Abend … - so vieles gäbe es noch aufzuzählen, das nachdenklich gemacht hat und in Erinnerung bleibt! Du hast die Gemeinde zu vielen Anlässen erfreut und bereichert mit deiner musikalischen Begabung: mit deiner Stimme im Chor, mit Klarinette, Gitarre und Ukulele, so wie auch mit deinen schauspielerischen Talenten und deiner wunderbaren Freude an Sketchen mitzuwirken! Und mit Dankbarkeit erfüllt mich deine rechtzeitige Initiative für das Ökumenische Willkommen in Wannsee – die letzte weitreichende Wegmarke, die du uns hinterlässt! Gottes Segen sei weiter mit dir! Dank sei dir und deiner Familie für fast 16 Jahre in Wannsee! Deine Waldraute Hölter

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Ahoi Kapitän Raddatz 15 Jahre Pfarrer auf dem WannseeSchiffchen; eine nicht nur persönliche Betrachtung in Stichworten: Als Person und Pfarrer den Menschen zugewandt; sie einander näher bringend; alle Generationen im Blick; begeisterter Musiker; kreativ; Brücken bauend; begabter Netzwerker; ein Gemeindepfarrer zum Anfassen (mit Herz, Verstand und Überzeugungskraft) inmitten selbst bewusster Ehrenamtler; immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiter. War das alles? Er hat die Stiftung für die ev. Kirchengemeinde Wannsee mit aus der Taufe gehoben. Die Gemeinde wurde zum Ausbildungsbetrieb insbesondere für Vikare. Der Spiritus rector für das Ökumenische Willkommensbündnis Wannsee der drei christlichen Wannseer Gemeinden für die Flüchtlinge. Hat die Ökumene intensiv gepflegt. Die Konfirmanden in die Welt zwischen Dom und Bahnhofsmission begleitet. War das alles? Mit den Radio-Gottesdiensten, mit kreiskirchlichen Ämtern als stellvertretender Superintendent, Vorsitzender der AG Strukturplanung stellte er seine Talente weit über Wannsee hinaus zur Verfügung. Tief überzeugt und sein Handeln davon leiten lassend, dass die Gemeinden Wurzelwerk und Fundament zugleich unserer Kirche sind und bleiben. Die Landeskirche schickte ihn vorausschauend auf Leitungslehrgänge. Folgerichtig und klug erkannte der neu zusammen geführte Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg seine hohen Kompetenzen und wählte ihn mit breiter Stimmenzahl zu seinem neuen Kapitän

in das Amt des Superintendenten. In die Trauer um seinen Weggang mischt sich Stolz, ihn ein Stück des Weges begleitet zu haben und begleitet worden zu sein. Wir Wannseer danken für die fruchtbaren gemeinsamen Jahre und sein hohes Geschick, das Kirchenschiff sicher und zielgerichtet gelenkt zu haben. Dank seiner Familie, die ihm stets den Rücken für seinen Dienst frei gehalten hat. Ab 1. Juli auf einem Großschiff mit mindestens einem Kapitänsstreifen mehr am Arm und in neuer Verantwortung. Ahoi Kapitän Raddatz und Gottes Segen für die große Fahrt in der aufgeregten Innenstadt Tempelhof-Schöneberg zwischen Autobahnen, Landwehrkanal, KaDeWe und dem alten Flughafen Tempelhof. Ahoi Kapitän Raddatz in Verbundenheit Ihr Rainer Breithaupt

Lieber Michael, Erst anderthalb Jahre bin ich dabei und sind wir Kollegen – und nun gehste schon. Was heißt „schon“: Ich weiß, wie lange du in Wannsee warst, ich höre von den Verdiensten deiner Arbeit und bin beeindruckt davon, wie du mit Menschen umgehst: Bist du dabei, fühlt sich auch der Kleinste ganz groß. Ich erlaube mir mal, es mit deinem Bild auszudrücken: Wir haben in Wannsee eine lebendige Gemeinde von munteren Schäfchen, großen und kleinen, die mähen und machen und tun... Auch wenn es gerade mehr blöken ist, musst du das verstehen, denn immerhin verlieren wir ja ein Schaf. Mögest du in Schöneberg eine tolle neue Herde finden, mit der du deinen Glauben teilen und in der du dich mit deinen Stärken einbringen kannst. Danke für dein Dasein, für deine Inspiration und deine Zuversicht. Luise Kuhnt Jugendmitarbeiterin


Pfarrer Michael Raddatz

Vor anderthalb Jahrzehnten kam Michael Raddatz nach Wannsee. Ich habe noch meinen Vater Bernd Nehrkorn im Ohr, wie er erzählte, dass es einen neuen Pfarrer gibt, der in unserem Alter, also dem seiner Kinder ist und Kinder im Alter seiner Enkelkinder hat. Gern erinnere ich mich an die Zeit, in der Michael sein Büro noch im ersten Stock des Schuchardtwegs immitten des Kindergartens hatte und für die Kinder und uns Eltern sehr präsent war. Aus dem Fenster heraus wurde mir dann auch das Du angeboten: "Könntest Du Deinem Vater ausrichten, äh, Sie ... .Wollen wir uns nicht auch duzen?" Als Vorsitzende der Kinderspielkreise konnte ich auch mal schnell etwas zwischen Kinderabgeben und in-dieBuchhandlung-zum-Arbeiten-eilen auf dem kurzen Dienstweg erledigen. Die Tür zum Kindergarten wurden von einen großen Schaf aus Ton aufgehalten. Gemeinsam mit vielen anderen wurde dann der Kindergarten umstrukturiert und umgebaut, was alle viel Zeit und Nerven gekostet hat, aber zu einem wunderbaren Ergebnis führte. Michael singt mit uns in der Camerata Wannsee und gemeinsam haben wir viele Gottesdienste musikalisch gestaltet. Für unsere Familie Nehrkorn/ Lutz ist die Familie Raddatz/ Wagner von Anfang an sehr wichtig gewesen. Michael und Bettina waren und sind immer da! Mein Vater als Wannseer und Urgestein der Kirchengemeinde Wannsee hat mit Michael sehr eng zusammen gearbeitet, nicht nur in Bauangelegenheiten. Sie waren befreundet, mein Bruder Stefan und ich singen gemeinsam mit Michael in der Camerata, und auch wir sind freundschaftlich miteinander verbunden mit vielen unterschiedlichen Berührungspunkten und Interessen. Michael, wir werden Dich alle vermissen. Mir werden die oft kurzen und gehaltvollen Gepäche über den Ladentisch fehlen, aber in Tempelhof-Schöneberg wird es bestimmt auch schön! Außerdem kannst Du ja jederzeit mal die Badehose, Noten, eine Predigt, ein Picknick oder so einpacken und raus nach Wannsee kommen! Carola Lutz

Auferstehung heißt aufstehen – Michael Raddatz und die Kinder

Kurz vor Ostern kam es beim Abendbrot zu folgendem Dialog: „Mama, weißt du, was Vadder Raddatz heute mit uns in der Kirche gemacht hat?“ „Nein, was denn?“ „Auferstehung gespielt!“ „Auferstehung gespielt? Wie habt ihr das denn gemacht?“ „Na, so!“ Unser Sohn hüpft vom Stuhl und legt sich der Länge nach auf den Fußboden. „Vadder Raddatz und wir Kinder haben uns in der Kirche auf die Erde gelegt und dann ganz laut gerufen: ‚Auferstehung heißt aufstehen!’ Und dann sind wir alle aufgesprungen.“ Erstmals erlebte ich Michael Raddatz auf einem Elternabend des evangelischen Kindergartens. Gerade neu zugezogen, begriff ich erst, dass es sich bei dem gutgelaunten Mann mit Gitarre nicht um einen Erzieher oder Vater handelte, als er sich als Pfarrer vorstellte, um dann zum Schrecken der versammelten Elternschaft mit allen ein Lied anzustimmen. Ein Pfarrer im evangelischen Kindergarten? Ich war irritiert. Im evangelischen Kindergarten meiner Kindheit hatte ich das nie erlebt. Nach dem Lied verabschiedete er sich mit den Worten: „Sie werden mich hier öfter sehen. Ich wohne quasi im Kindergarten, na ja, am Kindergarten.“ Er zeigte auf das an den Kita-Garten angrenzende Grundstück. „Auf jeden Fall werden Ihre Kinder mich sehen. Ich gehe hier täglich durch den Garten.“ Kurze Zeit später erlebten wir den ersten Familiengottesdienst mit Pfarrer Raddatz und älteren Kita-Kindern. Sie sangen „Vom Aufgang der Sonne“ und hüpften mit ihm voran dabei zum Erstaunen von uns neuen Eltern fröhlich in der Kirche auf und ab. Nicht, dass ich mir keinen hüpfenden Pfarrer hätte vorstellen können – wobei, lustig ist das schon, so im Talar. Vor allem lernen sie durch ihn, dass die Kirche, dieses riesige Haus, auch „ihr“

Haus ist. Die Kindergottesdienst-Kinder sind zu Beginn des Gottesdienstes noch ganz bewusst mit in der Kirche, und erst nach dem Glaubensbekenntnis mit der am Altar feierlich entzündeten Kindergottesdienst-Kerze ziehen sie aus- und ins Alte Schulhaus um. Die Kinder in unserer Gemeinde spüren, dass sie ernst genommen, dass sie wahrgenommen werden. Da ist ein Erwachsener, der ist dazu bereit, auch mal zuzuhören und sich auf ihre Sicht der Dinge einzulassen. Im Namen aller Kinder und Eltern dieser Gemeinde bedanken wir uns bei „unserem Vadder Raddatz“ für so viel Herzenswärme, Engagement und Inspiration und wünschen ihm und seiner Familie für ihren Weg alles Gute, Gottes Segen – und immer Menschen um sie herum, die ein bisschen mit ihnen hüpfen. Catharina Oerke Kuratorin des Evangelischen Kindergartens Wannsee

Lieber Michael, am Erntedankfest 2000 fing unsere gemeinsame Arbeit spielerisch an und setzte sich fort in vielen Familiengottesdiensten. Dann kamen Kunst- und Gedenkgottesdienste, Bibelkreise und Musik, Kalender und Wannseebote, Denkmalstag und Verhüllte Kirche, Konfirmandenmalprojekt, Paradiesgarten und immer wieder neue Ideen … und das unglaubliche sechzehn Jahre lang! Dafür danken wir Dir. Wenn Du nun zu neuen schwierigeren Aufgaben gehst, wünschen wir Dir, dass ein Engel Dich begleitet und Dich manchmal auch wieder nach Wannsee führt. Deine Anneliese und Dein Martin Swarzenski

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Neues aus dem Gemeindekirchenrat

Willkommens-Visitation

April / Mai 2016

Die Ausschreibung der Pfarrstelle ist angelaufen. Berücksichtigt werden die bis Ende Mai eingegangenen Bewerbungen. Im Juni werden an verschiedenen Sonntagen die Bewerberinnen und Bewerber einen Gemeindegottesdienst halten und eine religionspädagogische Veranstaltung, wie eine Bibelstunde oder einen Gesprächskreis gestalten. Diese Vorstellungen sollen in zeitlicher Nähe sein, müssen aber nicht unmittelbar nacheinander stattfinden. Die Gemeinde wird über die Abkündigungen und Aushänge in den Schaukästen informiert, sofern die Termine nach dem Druck des Wannseebotens festgelegt werden. Am Freitag, dem 1. Juli 2016 ist um 18 Uhr die ganze Gemeinde im Rahmen eines Gottesdienstes mit anschließendem geselligen Teil eingeladen, Pfarrer Michael Raddatz zu verabschieden. Kommen Sie, heben Sie den Pfarrer mit über die Schwelle in seinen neuen Lebensabschnitt und feiern Sie mit. Der Konfirmandenjahrgang 2016/17 wird unter Leitung von Pfarrer Hartmut Kluchert sein, begleitet von den erfahrenen Teamern und der Jugendmitarbeiterin Luise Kuhnt. Die Sonntagsgottesdienste werden von verschiedenen Pfarrern und Pfarrerinnen, die der Gemeinde größtenteils bekannt sind, umschichtig gehalten; für die Kasualien, wie Taufen, Trauungen und Beerdigungen stehen die Pfarrer der umliegenden Gemeinden zur Verfügung. Auch für die Gottesdienste in den verschiedenen Pflegeeinrichtungen ist gesorgt, sie werden dort wie gewohnt stattfinden. Der langjährige Kurator des gemeindlichen Kindergartens Dietrich Hattenhauer hat schon seit einiger Zeit kein Enkelkind mehr im Kindergarten und hat nun Catharina Oerke in dieses Amt eingeführt. Der GKR dankt Dietrich Hattenhauer für alle seine Dienste, seine vermittelnde und umsichtige Arbeitsweise in der Schnittstelle zwischen Kindergarten und Gemeindeleitung und wünscht ihm Freude an der freigewor-

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denen Zeit- die er mit Sicherheit schnell auszufüllen weiß. Die ersten Baumaßnahmen sind von Sonja Böckenholt in Angriff genommen worden: das Gemeindehaus wurde gestrichen und der Garten des Kindergartens wurde in Zusammenarbeit mit den Kiga-Eltern und einer Gartenfirma teilweise neu bepflanzt und rutschende Hänge sind befestigt worden, der Zaun und ein fester Weg wurden gebaut. Weitere Baumaßnahmen werden im Laufe des Sommers im Blick sein müssen, unter anderem der Keller der Andreaskirche, wo Feuchtigkeit und ein Schimmelbefall festgestellt wurden. Der Wirtschafter Frithjof Hornemann legte den Gemeindeältesten den Rechnungsabschluss 2015 vor: die Gemeinde steht dank seiner umsichtigen Haushaltung auf stabilen Füßen und dafür können man ihm nur dankbar sein! Weiter so ;-) Die GKR-Wahl rückt langsam näher, daher werden mögliche Kandidaten für unser Verwaltungsorgan der Gemeinde gesucht. Gern können sich Interessierte in der Küsterei oder bei der Vorsitzenden melden oder gemeldet werden. Die Wahl wird am 1. Advent stattfinden.

In der August/September-Ausgabe 2015 hatten wir (Waldraute Hölter und der Unterzeichner) zur WillkommensKultur in den Kirchengemeinden berichtet. Am 11. März 2016 hat sich die Kreissynode Teltow-Zehlendorf ausführlich mit den Ergebnissen einer kreisweiten Visitation befasst. Ein wichtiges Ergebnis ist der Synoden-Beschluss "ein finanzielles Sonderprogramm zwecks Barrierefreiheit zur Stärkung der Willkommenskultur aufzulegen. Die Gemeinden werden gebeten, bis zum 31.08.2016 bauliche Maßnahmen diesbezüglich mit einer Kostenschätzung beim Haushaltsausschuss zu beantragen. Der Haushaltsausschuss wird beauftragt - unter Hinzuziehung von Experten - der Herbstsynode eine Empfehlung über die Rahmenbedingungen zu einem solchen Programm vorzustellen." Als Präside der Kreissynode freue ich mich, dass der längeren Diskussion um die Willkommens-Kultur der Gemeinden in absehbarer Zeit sichtbar Taten folgen werden. Rainer Breithaupt

Alice v. Podbielski-Stellpflug

Kandidaten und Kandidatinnen gesucht! Für die Wahl zum Gemeindekirchenrat am 27. November 2016 werden Gemeindeglieder gesucht, die bereit sind im Gemeindekirchenrat mitzuarbeiten und die Geschicke der Gemeinde zu lenken. Zu wählen sind vier Älteste. Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei Alice von Podbielski-Stellpflug unter gkr@kirchengemeinde-wannsee.de oder in der Küsterei unter 805 16 50


Weltgebetstag 2016 Kuba Am 4. März haben wir in unserer Kirche St. Michael gemeinsam mit der Evangelischen und der Ev. Freikirchlichen Gemeinde den Weltgebetstag 2016 gefeiert. In diesem Jahr war die Gottesdienstordnung von Kuba vorgegeben worden. Das Motto lautete: „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf.“ Am Eingang von St. Michael wurden wir mit frischer Ananas begrüßt: eine erfrischende Geste, die ein wenig karibisches Flair ahnen ließ. In Reichweite des Altars war ein Bild der kubanischen Künstlerin Ruth Mariet Trueba Castro zu dem Motto dieses Weltgebetstages aufgestellt. Durch eine symbolische Fensteröffnung lud uns die Künstlerin in ihre Heimat ein mit Einblicken in den Alltag der Menschen in Kuba und dem bildhaften Ausdruck der Vision, dass Menschen aller Generationen und Hautfarben gemeinsam und gleichberechtigt dazu beitragen können, die Gesellschaft zu gestalten, letzteres dargestellt durch eine kleine, dunkle Hand, die in der Lage ist, eine große, helle Hand zu führen. Eingangs wurden wir über die geschichtlichen Zusammenhänge Kubas informiert. Wir erfuhren von den schwierigen Zeiten während der kommunistischen Herrschaft, in denen die Mütter und Großmütter versuchten, christliche Traditionen an Kinder und Enkel weiterzugeben. SIE waren es, die den Glauben aufrecht erhielten als lebendige Steine Gottes. Im Jahre 2011 durfte sich das kubanische Weltgebetstagskomittee gründen und wurde bereits 2012 auf der internationalen WGT-Konferenz damit beauftragt, den Weltgebetstag 2016 vorzubereiten. Weltweit können wir nun in dieser Welt des Wandels Menschen in Kuba betend und handelnd begleiten. Unsere Gottesdienstfeier wurde in Zusammenarbeit aller drei Gemeinden

„kubanisch“ gestaltet. Mit flotten kubanischen Klängen von Keyboard, Violine, Trommel und Chorgesang begleiteten die Lesungen. Filmische Einblendungen und deren Erläuterungen ergänzten das Einstimmen auf Kuba. Dank der musikalischen Begleitung, auch durch das Posaunenspiel, stimmte die Gemeinde fröhlich in die ungewohnten Klänge ein und wurde am Ende der Feier so mancher zu ein paar begeisterten Tanzschritten motiviert. Zum Abschluss des Gottesdienstes konnten wir unsere Anteilnahme an den Sorgen und Nöten der kubanischen Frauen zeigen und in einer Kollekte am Altar unsere Solidarität zur Bewältigung christlicher Aufgaben beitragen. Zu unserer Freude ergab die Zählung einen großen Kollektenbeitrag. Ein großes Dankeschön an alle Spender, vor allem aber an die vielen fleißigen, kreativen Mitglieder aller beteiligen Gemeinden. Zum Ausklang des Gottesdienstes trafen sich viele Gottesdienstbesucher zum Beisammensein im Gemeindehaus von St. Michael, wo ein leckeres und optisch sehr ansprechendes Buffet aufgebaut worden war. Bei Speis und Trank plauderte und diskutierte man fröhlich Kreuz und Quer. Zusätzlich wurde die ohnehin schon beste Stimmung von hervorragender Klaviermusik begleitet, vorgetragen von einem Herrn aus der Gästeschar und einer sehr jungen Pianistin, was mit begeistertem Applaus honoriert wurde. Viel zu schnell ging der schöne Abend vorüber, der gewiss auch einen Beitrag zur ökumenischen Verbundenheit in Wannsee geleistet hat. Wir sagten „Buenas noches, Kuba“ und dachten im Stillen, dass es solch schöne gemeinsame Abende nicht nur einmal im Jahr geben sollte.

Reuven Moskovitz in Wannsee Dienstag, 03.05.16, abends im Gemeindehaus Wannsee: Reuven (gespr. Ruven) ist wieder da. Der ständige Mahner und Kämpfer für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung in Israel und Palästina. Mein erster Kontakt zu Reuven Moskovitz liegt schon ca. 35 Jahre zurück, als ich die Chance bekam, mit der Gemeinde und Pfarrer Reinhard Tietz nach Israel zu reisen. Unser „Reiseleiter“ war Reuven Moskowitz, der uns nicht nur die Sehenswürdigkeiten Israels zeigte sondern auch ein Israel in dem ständigen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Ich denke aber auch an seinen Auftritt beim Kirchentag im Ruhrgebiet in der Dortmunder Westfalenhalle vor 16.000 Zuhörern zurück. Reuven Moskowitz erzählt im Gemeindehaus von seiner Vision eines gerechten Friedens und einer Verständigung zwischen Israel und Palästina. Er erzählt aber auch, dass die israelischen Regierungen „keine Gelegenheit verpassen, um den Frieden zu verpassen“. Er mahnt Deutschlands Verantwortung für eine Israelische Friedenspolitik an und beantwortet die Fragen der Zuhörer. Untermalt wird die Veranstaltung von der Posaune Martin Swarzenskis, der Klarinette von Pfarrer Raddatz und nicht zuletzt der Mundharmonika von Reuven Moskowitz. Ich hoffe, er kommt bald wieder. Reinhard Meißner

Ingrid Brieger und Gudrun Schimmel aus der Katholischen Gemeinde

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Koordinatorin für ÖWW Liebe Gemeinde, mein Name ist Saskia Helbig. Am 1. April habe ich die koordinativen Aufgaben im ÖWW übernommen. Ich bin dafür mit einer Halbtagsstelle in der Kirchengemeinde angestellt. In meinen Augen wird im ÖWW wie auch in den anderen Arbeitsbereichen der Evangelischen Gemeinde Tag für Tag Außergewöhnliches geleistet. „Unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorüber-

gehe.“ Dieses Zitat aus dem Psalm 57 illustriert für mich besonders gut das Engagement hier in Wannsee. Ein paar Worte zu mir: Ich bin 1978 geboren, in Dahlem aufgewachsen, getauft und konfirmiert. An der FU Berlin und in Amsterdam habe ich Erwachsenenbildung, Psychologie und Soziologie studiert, habe nach dem Studium in Bonn für eine Nichtregierungsorganisation und danach einige Jahre in Berlin als pädagogische Koordinatorin in verschiedenen Weiterbildungsprojekten gearbeitet. Fürs praktische Handwerkszeug habe ich Ausbildungen zur Gruppenleiterin für interkulturelle Jugendbegegnungen und zur Mediatorin gemacht. Ich lebe mit meinem Mann und meinem kleinen Sohn in Wilmersdorf. Nun freue ich mich sehr darauf, Ihre „Insel“ und die Menschen in den drei ÖWWGemeinden näher kennenzulernen. Mein Arbeitsplatz ist im Gemeindehaus – schauen Sie doch einmal vorbei! Herzliche Grüße Ihre Saskia Helbig

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Hoher Besuch im Haus „Elizabeth“ (Bettenhaus) Am Freitag, 29.04.16, besuchte die „erste Frau im Staate“, Frau Daniela Schadt, die Erstaufnahmeeinrichtung für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, Zum Heckeshorn. Frau Schadt wollte sich nach eigenem Bekunden ein Bild von dieser besonderen Einrichtung machen und Eindrücke sammeln, wie die Flüchtlinge untergebracht sind und wie sie betreut werden. Zugleich hatte das Ökumenische Willkommen Wannsee ihr Interesse geweckt, d.h. ein Hilfebündnis, das von drei verschiedenen christlichen Gemeinden getragen wird. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Raddatz und die für Flüchtlingsheime verantwortliche Mitarbeiterin des CjD, Frau Densborn „zogen“ sich alle drei zusammen mit Heimleitung, Vertretern des ÖWW und Flüchtlingen in den Deutschunterrichtsraum zum

Austausch zurück. Dabei wurde der First Lady auch ein kleines Konzert von Flüchtlingen, eingeübt mit Ulrich Hansmeier, dargeboten. Anschließend besuchte Frau Schadt verschiedene Angebote wie das Spielzimmer, die Nähstube, die Kleiderkammer und die Cafeteria im 6. Stock, wo anstelle des Freitagstreffs das Abendessen angeboten wurde. Ein außergewöhnlicher Tag, der mir in guter Erinnerung bleibt, und vor allem eine sehr sympathische erste Frau im Staate, die sich sehr interessiert für die Erstaufnahmeeinrichtung, die Atmosphäre dort und die Arbeit der vielen Helfer einschließlich der Heimleitung, zeigte. Danke für diesen Besuch und die entgegengebrachte Wertschätzung. Reinhard Meißner für das ÖWW

Boykott? Der Blumenladen „Wannseerose“ an der Königstraße ist seit einiger Zeit geschlossen. Als Grund dafür wird auf einem an der Innenseite der Glastür des Ladens aufgeklebten Zettel ein angeblicher Boykottaufruf des ÖWW angegeben. Zur Klarstellung möchten wir bemerken, dass ein solcher Boykottaufruf fundamental dem Geiste des ÖWW und der beteiligten Kirchengemeinden widersprechen würde und auch niemals die Unterstützung des ÖWW fände. Wir bemühen uns um einen Kontakt zum ehemaligen Betreiber, bei dem im Übrigen bis zuletzt auch die Evangelische Kirchengemeinde Kunde war, um ihn zu einer Entfernung dieser für das ÖWW schädlichen und ungerechtfertigten Aussagen zu bewegen. Dr. Helmut Krech für das ÖWW, Pfarrer Michael Raddatz


Gemeinsam stark sein und etwas bewegen – Gartenaktion am Heckeshorn An Ausschlafen ist am Samstag, den 23. April 2016 in der Erstaufnahmeeinrichtung „Zum Heckeshorn“ nicht zu denken, denn schon früh hört man die Kettensäge aus dem Wäldchen hinter dem sogenannten Bettenhaus. Unsere neuen ca. 200 Mitbewohner, besonders schutzbedürftige Menschen, vor allem Familien mit vielen Kindern aus Krisengebieten, sind in dem ehemaligen Krankenhaus untergebracht, das von einem großen Waldgelände umgeben ist. Seit ca. zehn Jahren war die Liegenschaft ungenutzt, so dass sich die Natur ihren Weg gebahnt hat. Umgestürzte Bäume, wild wuchernde Pflanzen sowie Unmengen von Laub haben das ganze Gebiet verwildern lassen. Nach und nach treffen 20 Ehrenamtliche des Ökumenischen Willkommen Wannsee (ÖWW) ein, teilweise unterstützt von ihren eigenen Kindern und gut versorgt mit Gartengeräten, Schubkarren, Samen und einigen Pflanzen, die sie gespendet haben, um gemeinsam mit den Heimbewohnern und Mitarbeitern Ordnung in das Dickicht zu bringen. Die Bewohner strömen aus dem Haus, Frauen nehmen Hacken und Harken in die Hand, Männer graben mit Spaten die festgewordene Erde um, setzen Pflanzlöcher oder schleppen abgesägte Baumstämme auf einen Komposthaufen. Und alle Kinder helfen begeistert

mit – ob beim Pflanzen von gespendeten Dahlien, Laub harken oder Schubkarren schieben. Für zwei Sandkästen wird ein geeigneter Platz gesucht und Erdlöcher ausgehoben, bevor die fünf Tonnen angelieferten Sandes emsig in die Bud-

delkästen verteilt werden. Gleichzeitig werden zweieinhalb Tonnen ebenfalls angelieferter Mutterboden auf die neu gestalteten Beete verteilt, so dass die Pflanzen gedeihen können. Starke Geräte und noch stärkere Menschen braucht die Aktion. Drei Kettensägen werden fachmännisch bedient, um bisher unsichtbare Wege freizulegen, die auf einmal mit Begeisterung mit gespendeten Fahrrädern befahren werden können. Ein Willys-Jeep schleppt nicht nur Baumstämme hinter sich her, sondern wird von ungefähr 20 Kindern begeistert belagert, die mit großer Freude im Schneckentempo mitfahren dürfen. Andere Helfer machen sich daran, den

Müll vieler Jahre aufzuklauben, Zweige aus dem Gebüsch zu holen, Unmengen von Laub aus dem Gelände zu harken und emsig die Wege zu fegen. Oben im Bettenhaus streichen derweil andere fleißige Hände aus der Bewohnerschaft den Speiseraum, um auch diesen in neuer Farbe erstrahlen zu lassen. Am Ende des Tages sind alle erschöpft, aber stolz und glücklich, da jeder etwas beigetragen hat, um dieses Schatzkästchen aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken. Die Kinder toben in den Sandkästen und üben Fahrradfahren, die „Alten“ sitzen zufrieden im neuen Garten rund um das Haus „Zum Heckeshorn“. Egal, ob Mitarbeiter, Heimbewohner, Männer, Frauen, Kinder oder Ehrenamtliche – alle hatten ihren Spaß und alle haben Großartiges geleistet! Das soll uns zu weiteren Aktionen und einer Garten-AG (angedacht für jeden 2. Samstag im Monat 14:30-16:00 Uhr) ermutigen. Es sind alle sehr herzlich eingeladen, sich in jeder Art und Weise zu beteiligen: Mitmachen in der Garten-AG, Spenden von Gartenutensilien oder auch Pflanzen. Infos und Anmeldungen über oeww@kirchengemeindewannsee.de Text: Kim Kube Organisation der Gartenaktion: Kim und Christian Kube, Reinhard Meißner

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Unsere Kita sucht einen Erzieher/ eine Erzieherin!

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Der Evangelische Kindergarten Wannsee sucht ab sofort einen Erzieher/ eine Erzieherin mit 70 Prozent Regelarbeitszeit (RAZ), das entspricht ungefähr 27   Stunden in der Woche. Die Stelle ist bis    zum 31.07. 2016 befristet, mit Option   auf Verlängerung bis zum 31.07.2017   (dann mit 50 Prozent RAZ).   In unserem Kindergarten werden bis zu  45 Kinder im Alter von zwei bis sechs   Jahren von einem fünfköpfigen, liebe     vollen und aufgeschlossenen Erzieher   team betreut. Ein aktiver Förderverein  unterstützt die Einrichtung. Es herrscht   eine familiäre Atmosphäre.        Die Arbeit mit den Kindern hat einen  religionspädagogischen Schwerpunkt.    Schon die Jüngsten erleben eine enge     Bindung ans Gemeindeleben. Die ideale Lage des Kindergartens lädt am  Waldrand ein zu spielerischem Lernen     in und mit der Natur.   

Voraussetzungen: - staatliche Anerkennung als Erzieher/ Erzieherin - Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche Wir bieten eine Bezahlung nach dem Tarifvertrag der EKBO.

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Bewerbungen richten Sie bitte an die Kuratorin Frau Catharina Oerke,  Schuchardtweg 5, 14109 Berlin,  kindergarten@kirchengemeinde-wannsee.de  

Nähere Auskünfte erteilt Kita-Leiterin Kathrin Würtz: 030-80 10 97 62.

Neuer PEKiP Kurs Start: voraussichtlich September 2016 Wer: Eltern mit ihren Babys, die von März- Mai 2016 geboren sind Wann: donnerstags von 9.30- 11.00 Uhr (außer in den Schulferien) Wieviel: 90 € für 10 Treffen Wo: Gemeindehaus, Schuchardtweg 5 im PEKiP Raum Weitere Infos: Heidi Kindler, 0160/741 36 70 pekip-kindler@gmx.de

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Neu in Wannsee:

Die Babygruppe vom Förderverein „Kinderspielkreise“ e.V. Die Babygruppe ist der neue Treffpunkt für die Kleinsten aus Wannsee und Umgebung und deren Eltern. Hier können die Babys die ersten sozialen Kontakte erfahren und die frisch gebackenen Eltern sich untereinander austauschen. Treffpunkt ist immer dienstags von 9:00 Uhr bis 10:30 Uhr im „Wichtelraum“ des Gemeindehauses für Kinder ab der Geburt bis 1 Jahr.

Die Teilnahmegebühr beträgt 2,00 Euro pro Treffen. Die regelmäßige Teilnahme erfordert die Mitgliedschaft in unserem Verein. Weitere Informationen und Kontakt: Franziska Pangritz, 0163/303 62 92 oder kinderspielkreise@kirchengemeindewannsee.de Karolin Golfier


Fotoprojekt zum Lutherjahr Im digitalen Zeitalter sind wir längst angekommen – Das ist mal klar wie Kloßbrühe. Fotos sind schnell mit dem Handy gemacht und an Freunde versendet. Eine gewisse Schnelllebigkeit ist nicht zu leugnen bei den Massen an Bildern, die wir täglich knipsen – immerhin haben unsere Handys meistens gar nicht so viel Speicherplatz, da werden viele Bilder auch schnell wieder gelöscht. Und wenn der Speicherplatz da sein sollte, geraten sie im Nirwana unserer Handygalerien in Vergessenheit. Vielleicht ist es gerade diese Kurzlebigkeit, die den Wunsch nährt, Bilder auch langfristig sprechen zu lassen und Erinnerungen zu bewahren. Das bemerken wir auch, wenn wir in den Jugendgruppen viel fotografieren, anschließend aber auch diese Bilder an die Wand hängen. In unserem Jugendkeller in der Gemeinde ist mittlerweile eine Wand mit Fotos übersät. Das macht Spaß, ist gestalterisch, aber auch ein Bekenntnis zu Freunden – und unser Jugendraum wird durch die Bilder viel wohnlicher und vertrauter. So hat unsere intensive Suche nach einem möglichen Projekt uns endlich zu einer Idee gebracht, die dieses große Interesse an der Fotografie mit dem Lutherjahr 2017 verknüpft: Wir wollen einen Fotojahreskalender für das kommende Jahr erstellen. 12 Monate hat das Jahr, 12 Blätter gilt es also zu gestalten. Unsere Idee ist es, Fotos zu biblischen Szenen und Fragestellungen zu erstellen. Diese sollen künstlerisch sein und gut inszeniert. Ein halbes Jahr ist dafür Zeit, diese Idee umzusetzen und die Kalender zu drucken… Wir sind begeistert und voller Elan und werden diesen Schwung nutzen, um einen tollen Prozess zu erleben. Sorgen müssen wir uns zum Glück ja nicht, denn 2017 kommt bestimmt…

Musikalische Stadtrundfahrt durch Babelsberg und Potsdam Frau Susanne Oschmann wird die Fahrt durch Potsdam mit liebevoll ausgesuchten Tonbeispielen von Bach über Mozart, Beethoven und Mendelssohn kurzweilig und informativ begleiten. Legendär sind die Flötensoiréen des großen Friedrich in Sanssouci. Doch nicht allein die Schlösser waren Orte glanzvollen Musiklebens. Die Hofmusiker wie C.P.E. Bach, Benda und Duport prägten das bürgerliche Musikleben der Stadt; das Militärwaisenhaus bildete versierte Musiker aus; und was wäre Potsdam ohne die „Kanaloper“? Zum Auftakt geht es durch die schöne und berühmte Villenkolonie Babelsberg und im Babelsberger “Weberviertel“ begegnen wir der böhmischen Musikerfamilie Benda, die Friedrich der Große nach Potsdam kommen ließ. Lassen Sie sich entführen zu den Stätten einer blühenden Musikpflege im „preußischen Arkadien“! Busausstieg ist nur am Schloss Sanssouci geplant und für eine Toilettenpause in der Stadt. Keiner muss aussteigen, wer sitzen bleiben möchte, darf sitzen bleiben. Donnerstag, den 16. Juni 2016 Busabfahrt: 10:00 Uhr, Wilhelmplatz 1 Dauer: 3,5 Std., Ticket 24 Euro, bei 49 Teilnehmern, 17€ (Staffelpreis) Anmeldung bei Diakonin Indra Wiesinger (0151 20 22 19 66) bis 9. Juni

Vier Tage in Rom

Auf geht es in die ewige Stadt! Vom 10.11.-13.11.2016 werden 20 Teltower und 10 Wannseer Gemeindeglieder mit Pfarrerin Ute Bindemann und mir in Rom unterwegs sein. Noch gibt es 4 freie Plätze. Herzliche Einladung dabei zu sein: 1. Tag: Flug, Besichtigung der Katakomben von Domitilla und der zweitgrößten Kirche Roms: Sankt Paul vor den Mauern. 2. Tag: „Antikes Rom“ Stadtrundfahrt 3. Tag: Geführter Spaziergang durch das „Klassisches Rom“; Petersdom und Vatikanische Museen mit der Sixtinischen Kapelle. 4. Tag: Je nach Abflug freie Zeit für individuelle Besichtigungen. Preis: p.P. im DZ 575€, EZ-Aufschlag 80€, Flug und Unterbringung im Hotel mit Bad oder Dusche/WC mit Halbpension sowie Reisebus vor Ort. Anfrage & Anmeldung bitte bis 10.08.2016 an Pfarrerin Ute Bindemann, Feldstr. 2, 14513 Teltow, Telefon: 03328- 41942 Bei Buchung wird eine Anzahlung von 115€ auf das Konto der Reise Mission fällig. Gerne gebe ich Ihnen Auskunft und sende Informationen zu. Diakonin Indra Wiesinger 0151 2022 19 66

Luise Kuhnt

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Von Menschen unserer Gemeinde   Getauft wurde:

Livinia TunjiĆ Zoe Marie Theis Anton Gettwart Carl Werner Josephine Eder Timo Ohler

Die zehn wichtigsten Fragen des Lebens Eine musikalische Lesung mit Gregor Eisenhauer und dem Bläserquintett Windessence

Eva aus Moabit ist 89 Jahre alt geworden. Sie arbeitete in einem Supermarkt und sorgte für die herrlichen, appetitlich angerichteten Obststände in dem Laden. Die leeren Obstkisten nutzte sie als Hocker, weil sie so klein war. Ein Mensch aus einer Todesanzeige. Gregor Eisenhauer schreibt über sie, Nachrufe über ganz normale Menschen, über „Alltagstote“, wie es in seinem Buch „Die zehn wichtigsten Fragen des Lebens – in aller Kürze beantwortet“ heißt. Für den Berliner „Tagesspiegel“ sucht der studierte Germanist und Historiker Angehörige von Verstorbenen auf. Er philosophiert über das Leben von Menschen, die als Nachbarn unter uns gelebt haben. Wir erfahren, was sie erlebt haben, was ihnen wichtig war und wie ihr Leben schließlich zu Ende ging. Menschen wie du und ich, und etwas bleibt…

Ansprechpartner: Diakonie-Hospiz Wannsee Angelika Behm Königstrasse 62 B 14109 Berlin Tel. 030/805 05-702 a.behm@diakonie-hospiz-wannsee.de www.diakonie-hospiz-wannsee.de

Foto vom Ensemble Windessence, © Windessence

Die Lesung zugunsten des DiakonieHospiz Wannsee wird von dem Holzbläserquintett „Windessence“ musikalisch begleitet. Gebhard Glock (Klarinette),

Heike Schubert (Oboe), Barbara Schulz (Flöte), Ferdinand Schuster (Horn) und Jonas Zimmermann (Fagott) haben sich vor sieben Jahren zusammengefunden und spielen sowohl klassische Musikliteratur als auch moderne Werke. Die nebenamtlichen Musiker sind bekannt durch Auftritte in der Kirche Philippsthal, wo sie seit 2013 immer wieder gastieren. Wann: Sonntag, 26. Juni 2016 um 17 Uhr Wo: Kirche am Immanuel Krankenhaus, Königstr. 66, 14109 Berlin Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns über eine Spende für das Hospiz.

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Getraut wurden: Thomas Herrmann und Ulrike Herrmann-Derwenskus Steffen Oesemann und Nadia Bertram-Oesemann

  Bestattet wurden: Horst Brunscheen, 78 Jahre Hans-Joachim Hamann, 82 Jahre Gerd Dehnert, 69 Jahre Joachim Günther, 83 Jahre Hans Tomke, 76 Jahre Rosina Beer, 86 Jahre Eberhard Kramer, 84 Jahre Ursula Pauls, 91 Jahre

Trauercafé Sie trauern um einen nahen Menschen. Wir möchten Ihnen in dieser Situation helfen, so gut wir das können. Durch einen kurzen thematischen Impuls, Raum zum Austausch mit Menschen in ähnlicher Situation und dem Angebot der Seelsorge. Das Trauercafé wird von Angelika Behm geleitet. Donnerstag, 2. Juni, um 16.00 Uhr: „Trauern ist erlaubt“ Veranstaltungsort Kirche am Immanuel Krankenhaus Berlin, untere Räume Königstr. 66, 14109 Berlin-Wannsee 030/805 05 702 Angelika Behm


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Unsere Gottesdienste

Wir sind für Sie da Küsterei

Kirche am Stölpchensee Wilhelmplatz sonntags 10 Uhr Sonntag, 5. Juni 2. Sonntag nach Trinitatis Gottesdienst Pfarrerin Ute Bindemann

Andreaskirche Lindenstraße sonntags 11 Uhr

Sonntag, 12. Juni 3. Sonntag nach Trinitatis Gottesdienst Pfarrer Claus Marcus

Sonntag, 19. Juni 4. Sonntag nach Trinitatis Kunstgottesdienst Pfarrer Michael Raddatz Anneliese Swarzenski

Mittwoch, 15. Juni Taizé-Andacht Pfarrer Michael Raddatz Ulrich Hansmeier

18 Uhr

Sonntag, 17. Juli 8. Sonntag nach Trinitatis Gottesdienst Pfarrerin Dorothea Sitzler-Oesing

Michael Raddatz Tel: 80 58 79 46 pfarrer@kirchengemeinde-wannsee.de

Sonntag, 31. Juli 10. Sonntag nach Trinitaits Gottesdienst Pfarrer Bernhard Haesloop

Diakonin

Sonntag, 10. Juli 7. Sonntag nach Trinitatis Familiengottesdienst Pfarrer Hartmut Kluchert und Team Mittwoch, 13. Juli Taizé-Andacht Ulrich Hansmeier

Konto für Einzahlungen an die Gemeinde: Ev. Kirchengemeinde Wannsee Evangelische Bank eG Kiel IBAN: DE85 5206 0410 3903 9663 99 BIC: GENODEF1EK1, Bei Einzahlungen unbedingt vermerken: Zweckbestimmung, z.B. Gemeindearbeit

Pfarrer

Sonntag, 26. Juni 5. Sonntag nach Trinitatis Gottesdienst Pfarrer Hartmut Kluchert

Sonntag, 3. Juli 6. Sonntag nach Trinitatis Literaturgottesdienst Prof. Bernd Schipper Fritz Tangermann

Karin Putzke Schuchardtweg 5, 14109 Berlin Tel: 805 16 50, Fax: 805 21 70 kuesterei@kirchengemeinde-wannsee.de Montag und Freitag 9.30-13 Uhr Mittwoch 13-17 Uhr

18 Uhr

Sonntag, 24. Juli 9. Sonntag nach Trinitatis Gottesdienst Pfarrerin Anne Heimendahl

Indra Wiesinger Tel: 0151-20221966 diakonin@kirchengemeinde-wannsee.de

Kirchenmusik

Katharina Böttcher Tel: 805 16 50 kirchenmusik@kirchengemeinde-wannsee.de

Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Alice v. Podbielski-Stellpflug Tel: 805 16 50 gkr@kirchengemeinde-wannsee.de

Vorsitzende des Gemeindebeirates Waldraute Hölter Tel: 805 17 07 beirat@kirchengemeinde-wannsee.de

Evangelischer Kindergarten Wannsee

Jugendgottesdienst

Sonntag, 5. Juni um 18 Uhr Gedächtniskirche, Breitscheidplatz

Kindergottesdienst Wir beginnen den Gottesdienst gemeinsam in der Kirche am Stölpchensee und gehen dann in das Alte Schulhaus.

Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul auf Nikolskoe sonntags 15 Uhr Musikalische Vespern, sonnabends 17 Uhr Gottesdienst im Seniorenheim „Haus am Schäferberg“ Mittwoch, 15. Juni und 20. Juli | 10 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim „Ruhesitz am Wannsee“ Mittwoch | 22. Juni und 27. Juli | 10 Uhr Gottesdienst im Seniorenheim „Haus Hartwig“ Donnerstag, 16 Juni und 21. Juli | 10 Uhr | Pfarrer Hartmut Kluchert Gottesdienst in der psychiatrischen Pflegeeinrichtung „Zum Heckeshorn“ Mittwoch, 8. Juni und 13. Juli | 10 Uhr

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Leitung: Kathrin Würtz Tel: 80 10 97 62 kindergarten@kirchengemeinde-wannsee.de Sprechzeiten 14-15.30 Uhr; Anmeldung für den Kindergarten immer am letzten Donnerstag im Monat 14 - 15 Uhr Froschgruppe und Igelgruppe (2 bis 4jährige) Tel: 80 10 97 62 Bärengruppe (4 bis 6jährige) Tel: 80 10 97 64

Förderverein des Evangelischen Kindergartens „Kinderspielkreise e.V.“

kinderspielkreise@kirchengemeinde-wannsee.de Information und Anmeldung zur Eltern-Kind-Gruppe (1-2 Jahre) und „Wichtelgruppe“ (2-3 Jahre) Jarmila Kolzenburg, 0171/1291934

Jugendmitarbeiterin Luise Kuhnt

Tel: 0174 386 43 81

Senioren im Alten Schulhaus Erika Givens

Tel: 805 40 59

Förderverein der Gemeinde

Dr. Michael Jenne Tel: 805 24 62 Joachim Zobel Tel: 805 15 17 foerderverein@kirchengemeinde-wannsee.de

Stiftung der Gemeinde

F. Tangermann (Vorstand) Tel: 805 55 58 R. Breithaupt (Kuratorium) Tel: 805 33 05 stiftung@kirchengemeinde-wannsee.de

Die Kontonummern des Fördervereins und der Stiftung finden Sie auf Seite 2

Wannseebote Juni | Juli 2016  

Nachrichten der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Wannsee

Wannseebote Juni | Juli 2016  

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