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WANNSEEBOTE

NACHRICHTEN DER EVANGELISCHEN KIRCHENGEMEINDE BERLIN-WANNSEE

66. Jahrgang

Sommerengel Es kommt mir vor, als hätte ich erst letzte Woche das Sylvesterfeuerwerk genossen. In Wahrheit ist das Jahr schon zur Hälfte um. Der Sommer kommt. Wir merken es am Wannsee, weil wir wieder in unseren Seen schwimmen können. Die Besucherzahlen im Paradiesgarten steigen und in den Kirchen lassen sich glückliche Paare trauen. Es ist Zeit für Gartenpartys und gemütliche Abende. An manchen Wochenenden darf man wirklich nicht hungrig durch unsere Straßen ziehen, weil es an jeder Ecke so gut duftet. Dann sieht man die Gärten schön geschmückt und hört Freunde oder Verwandte miteinander lachen. Viele Vorbereitungen stecken in diesen Festen und die Erwartungen sind oft hoch. Es soll schließlich alles wie geplant ablaufen. Wer mindestens einen Historienfilm geschaut hat, weiß, dass es die großen Feste schon in der Antike gab. Auch dort war alles gut vorbereitet und das Ereignis groß. Doch gab es mindestens einen Unterschied. Fremde wurden sehr bewusst zum Mahl dazu geladen. Die Regel war, dass man nicht sofort herauszufinden versuchte, mit wem man es zu tun hätte. Erst im Anschluss an das Mahl fragte man die Fremden nach ihrem Namen und ihrer Herkunft.

Juni | Juli 2018

„Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt“, ermahnt der Hebräerbrief die ersten Christen deshalb. Wir bekommen diesen Vers als Monatsspruch im Juni mit auf den Weg. Der Satz wäre wohl völlig missverstanden, wenn wir denken, ein guter Christ wäre nur, wer in Zukunft seine Gartenpartys für sämtliche vorbeikommenden Spaziergänger öffnet. Feiern Sie gerne weiter im vertrauten Kreis mit Ihren besten Freunden und liebsten Kollegen. Hellhörig werde ich aber dabei, dass man offensichtlich Engel beherbergen kann, und das, ohne es wirklich zu ahnen. Dass Engel nicht zwangsläufig kleine Wesen mit Flügeln sein müssen, wissen wir. Deshalb erkennen wir Gottes Botschafter nicht immer sofort. Seine Botschaften verstecken sich nicht nur dort, wo wir es erwarten, also z.B. im Gottesdienst. Gott sucht den Kontakt zu uns durch viele Möglichkeiten. Wir müssen nur darauf achten, dass wir sie nicht ver-

passen. Aufmerksamkeit und der Wille zum Zuhören sind also gefragt. Die etwas entspanntere Gangart im Sommer bietet dazu gute Gelegenheit. Passend dazu wollen wir am 10. Juni die Gottesverbindung auf sehr sommerliche Art und Weise festigen. Wir laden zu einem entspannten Abendgebet mit dem GrunewaldHornEnsemble in die Kirche am Stölpchensee ein. Lassen Sie die Seele baumeln und das Sommerwochenende auf sich zukommen. Im Anschluss gibt es noch einen gemütlichen Abschluss im Alten Schulhaus. Unter dem Motto „ausKLANG“ wollen wir den ganzen Sommer über zu solchen entspannten Abenden einladen. Ich freue mich sehr, wenn wir uns dort, oder zu einem anderen Anlass, treffen. Pfarrer Jens Jacobi

Aus dem Inhalt Veranstaltungen Kinderbibeltag Fahrradrikscha Neues aus dem GKR Neue Küsterin ab September Abschied Pia Lirka Kreissynode Gute Geister Hier ist was los...

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Glaube-Liebe-Hoffnung 6 Stellenaussschreibung Erzieher/in 6 Neues aus dem Kigo 7 Halbzeit 8 Praktikantin Jugendarbeit 8 Das „Kreuz“ mit dem Kreuz 9 ÖWW 10 ÖWW 11 Stadtteilfest Wannsee 11

Akelei 17. Juni 1953 Trauercafé Hausmeister gesucht Unsere Gottesdienste Wir sind für Sie da

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Veranstaltungen Juni | Juli 2018

Dienstag 5. Juni 20 Uhr

Gemeindehaus Schuchardtweg 5

Biblischer Gesprächskreis Das Buch Daniel mit Martin Swarzenski

Montag 11. Juni 19 Uhr

Altes Schulhaus Wilhelmplatz

Der Förderverein EKW lädt ein zum Steinsuppenabend siehe unten

Donnerstag 14. Juni 15 Uhr

Gemeindehhaus Schuchardtweg 5

Geburtstagskaffee für unsere Senioren Anmeldung in der Küsterei unter 805 16 50

Sonntag 24. Juni 18 Uhr

Gemeindehaus Schuchardtweg 5

Johannisfest Fest für ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitende 25 Jahre Gemeindehaus Schuchardtweg

Donnerstag 28. Juni 20 Uhr

Gemeindehhaus Schuchardtweg 5

Ökumenischer Gesprächskreis mit Hans-Henning Koch „Religion und Staat: Der Streit um das Kreuz als christliches Symbol in der Öffentlichkeit“.

Dienstag 10. Juli 20 Uhr

Gemeindehaus Schuchardtweg 5

Biblischer Gesprächskreis Das Buch Daniel

Noch einmal in dieser "Saison" lädt der Förderverein EKW zur

STEINSUPPE ein:

Am Montag, dem 11. Juni, um 19 Uhr wird im Alten Schulhaus am Wilhelmplatz, der Jahreszeit gemäß, Rote Grütze angeboten, selbstverständlich mit Vanillesoße. Mit Prof. Franz Oeters, der als besonderer „Gast, der etwas zu sagen hat“ beim letzten Mal kurzfristig absagen musste, wollen wir über seine kürzlich erschienene Schrift „Schritte zum Glauben für Zeitgenossen“ sprechen. Das Büchlein richtet sich nicht zuletzt an alle, die Probleme haben mit Kirche und Religion in unserer Zeit und Gesellschaft. Sie sind in jedem Fall herzlich eingeladen! Michael Jenne

Goldene Konfirmation Zur Feier der Goldenen Konfirmation laden wir herzlich alle ein, die in Wannsee oder in anderen Gemeinden im Jahr 1968 konfirmiert wurden! Der Dankgottesdienst findet am Sonntag, dem 9. September, um 11 Uhr in der Andreaskirche statt. Eine Anmeldung in der Küsterei unter 805 16 50 wird erbeten.

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Abendgebet mit Musik Laue Sommerabende sind genau richtig, um die Seele baumeln zu lassen und die Dinge etwas ruhiger anzugehen. "ausKLANG" ist dafür wie geschaffen. Hochwertige Musik verbindet sich mit einem kurzen Abendgebet, bei dem man zur Ruhe kommen und die vergangenen Tage vor Gottes Angesicht reflektieren kann. Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Abschluss in das Alte Schulhaus ein. Den Auftakt zur Sommerreihe machen 4 Hornisten aus dem GrunewaldHorn Ensemble am Sonnag, 10. Juni um 18 Uhr in der Kirche am Stölpchensee. Weitere Termine: 28. September mit einem Jazzquartet um Uwe Steinmetz, 7. Oktober mit der Camerata Wannsee. Pfarrer Jens Jacobi

Redaktionsschluss für August | September 5. Juli 2018 E-Mail der Redaktion: wannseebote@kirchengemeinde-wannsee.de

Einladung zum Konfirmandenunterricht In der Kirche ist man schon mit 14 Jahren erwachsen. Dann darf man die Gemeindeleitung wählen, Pate werden und selbst entscheiden, zu welcher Religion man gehören will. Wenn du im Jahr 2019 vierzehn Jahre alt wirst, laden wir dich deshalb schon jetzt zum Konfirmandenunterricht ein. Du sollst schließlich wissen, worauf du dich in der Kirche einlässt. Wir wollen dir in den nächsten Monaten berichten, was die Grundlagen unseres Glaubens sind und mit dir über Gott und die Welt diskutieren. Dafür organisieren wir einmal monatlich an einem Samstag ein Treffen im Gemeindehaus. Die Konfirmationen werden im Mai und Juni 2019 sein. Mehr Informationen gibt es unter konfirmation@kirchengemeinde-wannsee.de Anmeldungen zum Unterricht sind schon jetzt im Gemeindebüro möglich. Übrigens muss man nicht Mitglied unserer Gemeinde oder getauft sein, um am Konfirmandenunterricht teilzunehmen. Pfarrer Jens Jacobi

FÖRDERVEREIN der Ev. Kirchengemeinde Wannsee e.V.

Berliner Volksbank, BIC BEVODEBB IBAN DE67 1009 0000 1872 8240 02 für Spenden und Beiträge Dr. M. Jenne (Vorsitzender) Tel: 805 24 62 J. Zobel (2. Vorsitzender) Tel: 805 15 17

Stiftung für die Ev. Kirchengemeinde Wannsee Berliner Volksbank, BIC BEVODEBB IBAN. DE52 1009 0000 2294 6990 00 Zweck: Zustiftung oder Spende Diakon/in R. Breithaupt (Kuratorium) Tel: 805 33 05 F. Tangermann (Vorstand) Tel: 805 55 58 www.stiftung-evk-wannsee.de Impressum: Herausgeber: Gemeindekirchenrat Wannsee; Verantwortlich für den Inhalt: Pfarrer J. Jacobi, D. Breese, D. Hattenhauer, W. Hölter, I. Waßerroth Anzeigen: Küsterei, Schuchardtweg 5, 14109 Berlin, Tel. 805 16 50 Druck: Gemeindebriefdruckerei; Groß Oesingen


Elia auf der Flucht oder: Was ist Mut? Kinderbibeltag im Mai 2018

Mutig ist es, seine Meinung zu sagen, auch wenn sie den Mächtigen eines Landes nicht in den Kram passt. Dass dies unter Umständen auch gefährlich sein kann, haben 25 Kinder beim Kinderbibeltag am 5. Mai erfahren: Der Prophet Elia muss fliehen, weil er bei König Ahab nicht mit seiner Meinung hinterm Berg gehalten hat, darüber, dass Königin Isebel einen prunkvollen Tempel für den Götzen Baal bauen ließ. Elias Flucht an den Fluss Krit und seine Begegnung mit Gott in der Höhle eines einsamen Berges haben die Kinder nachgespielt. Auf einem abenteuerlichen Parcours querfeldein durch Wannseer Wald haben sie ein Flussbett gegraben und mit Wasser befüllt. Wie Elia haben sie sich am Bach von Raben mit Brot und Fleisch (Cocktailwürstchen und Crackern) versorgen lassen, denn Gott kümmert sich um alle, die für ihn einstehen. Und wie Elia haben die Kinder in der Andreaskirche in einer nachgebauten Höhle gesessen, Erdbeben, Gewitter, Feuer und Stürme über sich ergehen lassen, bis sie schließlich mit Instrumenten nachgespielt haben, wie Elia Gott im Säuseln des Windes erfahren hat. Die Botschaft für die Kinder: Elia war nie allein. Gott war immer bei ihm auf seinem Weg, der am Berg Horeb noch lange nicht zu Ende war. Und Gott ist auch bei den Kindern. In der Gemeinschaft eines Kinderbibeltages an einem herrlichen Sonnentag genauso wie an einsamen, grauen Regentagen. Was der Wald und der Friedhof an der Andreaskirche sonst noch bereithielten? Alles, was zu einem echten Abenteuer dazugehört: Eine quicklebendige Blindschleiche und ein toter Eichelhäher, der in einem von den Kindern ausgehobenen und mit Blumen geschmückten Grab seine letzte Ruhe fand. – Wir laden schon jetzt zum nächsten Kinderbibeltag am 22. September ein.

Und was macht eigentlich die Fahrrad-Rikscha? … Sie rollt und rollt und rollt und macht Passagiere und Rikschafahrer und -fahrerinnen glücklich! Für fünf Pflegeeinrichtungen sind wir im radelnden Einsatz: Vitanas Haus am Schäferberg, Psychiatrische Pflegeeinrichtung Zum Heckeshorn 18, Haus Hartwig in Kohlhasenbrück, Haus Stölpchensee am Wilhelmplatz, Florencehort in Kienwerder/Güterfelde. Wir sind ein Team von radfahrbegeisterten Ehrenamtlichen. Rikschapilot/in zu werden ist nicht schwer und ein Ehrenamt, das glücklich macht. Denn die Freude in den Gesichtern unserer Gäste, die vor uns Platz nehmen und sich gern ans Ufer der Havel, durch Parks oder Wälder, zur Pfaueninsel oder auf die Glienicker Brücke fahren lassen, steckt an. Gern holen wir aber auch Menschen von zu Hause ab und fahren sie an ihre Wunschorte. Auch einen radelnden Kirch-Shuttle haben wir bereits angeboten und versuchen dies regelmäßig möglich zu machen. Bitte melden Sie sich bei mir. Weitere Rikschapiloten sind uns sehr willkommen. Nach einer Schulung erhält jeder und jede einen Pilotenausweis und kann sich für seinen/ihren ehrenamtlichen Radeldienst in einen Internetkalender eintragen. Zu einem Radlertreff lade ich alle am Rikschafahren Interessierte herzlich ein: Montag, 4. Juni 2018, 19 Uhr im Gemeindehaus Schuchardtweg 5. Diakonin Indra Wiesinger Tel: 0151 20 22 19 66

Das Kinderbibeltagsteam

Mit der Rickscha unterwegs in Kienwerder

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Neues aus dem Gemeindekirchenrat

Neue Mitarbeiterin Melina Fiehn

Frühjahrssynode des Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf

April und Mai 2018

ab September in der Küsterei

Kleine und größere Holprigkeiten bei Veranstaltungen in der Andreaskirche zeigen, dass diese besser koordiniert und vorab besprochen werden müssen. Fritz Tangermann ist gern verantwortlich für die Vermietungen der Andreaskirche bei Tonaufnahmen, aber er kann nicht alle sonstigen Veranstaltungen oder Konzerte begleiten. Deshalb wurden Nutzungsregeln aufgestellt, die besagen, dass z.B. die Nutzer selbst für die Werbung und die Abfallentsorgung zuständig sind. Im Mai 2018 trat die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Diese gilt in angepasster Form auch für die evangelischen Kirchen und Gemeinden. So muss der GKR noch einen Datenschutzbeauftragten benennen, der dann für die Einhaltung einer noch zu erstellenden Datenschutzrichtlinie zuständig ist. Außerdem werden Namen von Gemeindegliedern, die konfirmiert, getauft oder getraut wurden nur noch bei ausdrücklicher Zustimmung im Internet veröffentlicht. Beim ÖWW hat der Wechsel von Saskia Helbig zu Gudrun Waschinsky nahtlos stattgefunden. Dank der gut vorbereiteten Übergabe durch Helmut Krech kann die Projektstelle gewinnbringend und zielführend gestaltet werden. Da die langjährige Küsterin Karin Putzke am Ende des Sommers in den wohlverdienten Ruhrstand gehen wird, hat der GKR sich auf die Suche nach einer neuen Küstereikraft begeben. Eine qualifizierte, freundliche Person wurde mit Melina Fiehn gefunden. Sie stellt sich auf dieser Seite vor.

Liebe Gemeinde, mein Name ist Melina Fiehn, ich bin im Juni 32 geworden. In den vergangenen Jahren arbeitete ich als Senior Projektmanager in einer Marketing-/ Kommunikations Agentur in Berlin-Mitte.

Haben Sie den guten Klang der Mikrophone und Lautsprecher in der Andreaskirche bemerkt? Nachdem der alte Verstärker immer mehr kaputt ging und dadurch die Tonübertragung mit starkem Rauschen untermalt war, ist nun ein neues Gerät mit Unterstützung des Fördervereines EKW angeschafft worden. Herzlichen Dank für diesen Ohrengenuss!

Zum Ende des Kita-Jahres verlässt uns unsere Erzieherin Pia Lirka, um sich in einem anderen evangelischen Kindergarten unseres Kirchenkreises neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.

Ein kleiner Trost für alle Vorschulkinder: Da sie das Kinderbibeltagsteam um Ulrich Hansmeier weiterhin unterstützen wird, können sie Pia Lirka bei den nächsten Kinderbibeltagen wiedertreffen.

Frau Lirka war sechs Jahre lang als Erzieherin in unserer Gemeinde tätig. Zuletzt hat sie die pädagogische Arbeit des Evangelischen Kindergartens Wannsee als Leiterin der Bären-Gruppe (Vorschulgruppe) bereichert.

Wir wünschen Frau Lirka für ihren Start in der neuen Kita alles erdenklich Gute! Catharina Oerke (Kita-Kuratorin) im Namen der Kirchengemeinde Wannsee

Alice v. Podielski-Stellpflug

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Wenn ich in meiner Freizeit nicht gerade die Welt erkunde, dann findet man mich im Garten oder im Wald. Doch eigentlich verbringe ich am liebsten Zeit mit meiner Familie. Um das intensiv nutzen zu können, entschied ich mich für einen Neustart – hier in Wannsee und als Gemeindeglied, mit dem Wunsch mich einzubringen. Ab September freue ich mich Sie kennenzulernen und eine spannende Zeit zu erleben, als Kollegin, in der Kirche, für die Gemeinde. Gegrüßt Melina Fiehn

Abschied von Pia Lirka

23. und 24. März 2018 in Wannsee Die Ergebnisse in Kurzfassung: - Die Kreissynode macht sich das Vorhaben, auf dem Grundstück Ludwigsfelder Straße 30 eine Evangelische Grundschule einzurichten, zu eigen. - Im Zwischenbericht zum Ehrenamt wird eine motivierende Stärkung des Ehrenamtes sowie Gewinnung Interessierter vorgesehen. - Zum Zukunftskonzept von St. Peter und Paul auf Nikolskoe wird eine konzeptionelle Weiterentwicklung und Stärkung der finanziellen Basis vorgesehen. Ein Förderverein Freundeskreis Nikolskoe wird gegründet. - Bericht zum Wiederaufbau des Martin-Niemöller-Hauses als historischem sowie offenem und inklusivem Lernund Erinnerungsort. Festgottesdienst mit Bischof Dr. Dröge am 21. Juni um 18 Uhr in der St. Annen-Kirche Dahlem. - Eckdaten für den Doppelhaushalt 2019/20 beschlossen. - Finanzsatzung für den Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf beschlossen. Rainer Breithaupt Präside

Auch bei Festen, Familien- und Kindergottesdiensten und dem Weltgebetstag hat Frau Lirka in all den Jahren tatkräftig mitgewirkt. Wir bedanken uns sehr herzlich für ihr Engagement.


Gute Geister

Regelmäßig stellen wir unter diesem Motto Mitarbeitende aus der Gemeinde vor Die emsige, singende Freundlichkeit Dietrich Hattenhauer Da kommt er in die Kirche mit den Enkeln an der Hand, sitzt mit ihnen ganz vorne, damit sie alles mitbekommen; den Wirbelwind besänftigt er liebevoll, dann entlässt er sie in den Kindergottesdienst und ein kleines „Hapu“ wird hörbar. Alles geht nicht mehr so leicht von der Hand in dem Alter, auch die Schritte sind etwas langsamer geworden. Vorsichtig setzt er sie, denn Dietrich möchte möglichst zu Fuß überall hinkommen, um seine vielen Funktionen wahrzunehmen. Für die Ehrung

durch den Förderverein EKW wurden schon einmal seine Emsigkeiten aufgelistet: dass er im Jahr 1995 für den Gemeindekirchenrat kandidierte, eine Wahlperiode lang dessen Vorsitzender und ihm als Kurator des Kindergartens noch lange verbunden war, dass er den Kindergottesdienst besonders unterstützte, dass er seit 1995 dem Wannseeboten-Redaktionsteam angehört und das Gemeindeblatt lange ausgetragen hat, dass er mit großer Freude im Kantatenchor singt und auch dort seine organisatorischen Fähigkeiten

einbringt, dass er immer für die Offene Kirche eingetreten ist und sich für den Erhalt der Andreaskirche engagiert, dass er mit besonderem Einsatz über viele Jahre die Konfirmanden als Teamer begleitete und dass er, wenn nötig, auch als Vertretung in der Küsterei zu finden war. Begegnen wir ihm auf einem seiner Wege im Gemeindekiez, wird man geradezu eingefangen von seiner sanften Stimmmelodie und der Freundlichkeit, die er ausstrahlt und weitergibt. „Ich muss mal eben in der Kindergarten …“ Klar, Dietrich, Du lebst mit den Kindern und für sie, Du weißt, was sie Dir geben, dafür dankst Du Gott. Wir danken ihm für sein schon so lange währendes Dasein für die Gemeinde auf der Wannsee-Insel. Waldraute Hölter, Fritz Tangermann

Hier ist was los...

Gruppen unserer Gemeinde stellen sich im Verlauf der nächsten Ausgaben des Wannseebotens vor:

Meditativer Tanzkreis und Folklore

Wer weiß es noch, wie heftig im Jahr 1995 um unsere Andreaskirche gestritten wurde? Brauchen wir überhaupt zwei Kirchen? Lohnt sich die teure Renovierung des Bauwerks aus dem 19. Jahrhundert, wo doch dringend Sparen angesagt wäre? Könnten wir sie nicht gar verkaufen oder in einen modernen Mehrzweckbau umwandeln? Es gab viele Gedanken und Bedenken, und dann kam die Rettung: Eine Initiative von begeisterungsfähigen Menschen beschloss: Wir erhalten die Andreaskirche! Eine große Spendenaktion und Pläne für eine vielfältige Nutzung wirkte belebend auf die ganze Gemeinde und darüber hinaus auf Musik- und Kunstinteressierte von Nah und Fern. Eine ganze Woche lang wurden Vorschläge gesammelt und diskutiert. Einer davon war: Wir gründen in der Andreaskirche einen Tanzkreis, der mit meditativen Tänzen, z.B. zu Taizé-Liedern, in eine Kirche passt. Waldraute Hölter und ich hatten auf dem Kirchentag solche Tänze sogar zu Bachs „Magnifikat“ kennengelernt und nach einem ähnlichen Kreis in Berlin gesucht. Herumfragen brachte

Erfolg: In Lichterfelde gab es einen Kreis und eine hervorragende Tanzlehrerin: Anchala Markus. Wir konnten sie überzeugen, dass sie in Wannsee Erfolg haben und auch noch eine Kirche retten könnte. Und dann begannen wir tatsächlich

und tanzten jeden Freitagabend in der Andreaskirche und verfeinerten unsere liturgischen Tänze so, dass wir auch zu Karfreitag eine Tanzandacht feiern und die Lange Osternacht mit Tänzen zu Taizé-Liedern bereichern konnten. Leider kam dann der Herbst, und die schöne alte hohe Andreaskirche wurde sehr kalt. Kann man sich warm tanzen? Wir versuchten es, aber meditative Tän-

ze eignen sich dazu nicht ganz. Darf man die Kirche nur für einen Tanzabend heizen? Nein, viel zu teuer! Beinahe wäre das Projekt gescheitert, aber inzwischen hatte der Kreis einen so guten Ruf, dass wir ins Gemeindehaus im Schuchardtweg ziehen durften. Nun haben wir dort schon seit 22 Jahren unseren festen Termin: Jeden Freitag treffen sich die Tanzfreundinnen (Männer sind auch eingeladen) um 19h und tanzen inzwischen ein weites Repertoire an traditioneller Folklore. Auf der ganzen Welt sind Tänze entstanden, die wie ein Spiegel der Seele des jeweiligen Volkes, seiner Landschaften, seiner Geschichte und seines Glaubens sind. Dieser meditative Charakter ist Teil unserer fröhlichen Tanzabende. Anchala Markus, auf dem Foto außen rechts, leitet den Kreis und versteht es, mit Charme und Geduld immer wieder neue Mitglieder einzuführen. Jeder, der tanzen mag, ist willkommen und kann sich schnell in dem Kreis wohlfühlen. Anneliese Swarzenski

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Glaube, Liebe, Hoffnung – oder: Duplo ist nicht nur Schokolade Die Liebe ist die größte – Unser Ökumenischer Segnungsgottesdienst mit viel Musik für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Betreuer/innen in der Kirche der Baptisten Wannsee fand am 24. April statt. 1. Korintherbrief 13: „Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf (…). Nun aber bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Diese zentrale Botschaft stand im Mittelpunkt der Predigt, die mit der Metapher vom Duplo-Schokoriegel begann. Es ging um Fragen nach Geborgenheit, Segen und Halt. Der ökumenische Segnungsgottesdienst knüpfte das Band der Generationen. So erfuhren es die überwiegend aus den Pflegeeinrichtungen gekommenen Besucher und ihre Betreuer durch viele, auch von Kindern dargebotene Musikbeiträge und durch einen Schlüsselanhänger, der mit gefilzten Symbolen von Glaube-Kreuz, Liebe-Herz und Hoffnung-Anker die Predigt anschaulich und fühlbar machte. Jede und jeder konnte den Schlüsselanhänger mit nach Hause nehmen. Die musikalische Gestaltung übernahmen die Gitarrengruppe unserer Gemeinde, Ulrich Hansmeier mit geflüchteten Kindern, Violinist Matthias Dörge, Katharina Böttcher an der Orgel und Familie Lazareva mit Klavier und Querflöte. Den Gottesdienst gestalteten Diakonin Indra Wiesinger, Pfarrer Jens Jacobi, Pfarrer Karl-Heinz Hoefs aus der katholischen Kirchengemeinde und Pfarrerin Geertje-Froken Bolle, Seelsorgerin in den Kliniken im TheodorWenzel-Werk und Frau Karin Lau von der Seniorenvertretung des Bezirks. Durch den kostenlosen Fahrdienst, der über das Geistliche Zentrum für Menschen mit Demenz angeboten wurde, konnten viele Erkrankte teilnehmen. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden, die fleißigen Helfer und Helferinnen im Café und die Gemeinde der Baptisten, in denen wir eindrucksvolle Stunden verbrachten. Reinhard Meißner und Indra Wiesinger

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Gesucht wird ein Erzieher/ eine Erzieherin Stellenausschreibung

Für unseren Evangelischen Kindergarten Wannsee suchen wir zum 06. August 2018 einen Erzieher/ eine Erzieherin für den Elementarbereich mit 75 Prozent RAZ. Die Stelle ist zunächst bis zum 31.07.2019 befristet, jedoch dauerhaft im Stellenplan verankert. Das Angebot des Evangelischen Kindergartens Wannsee richtet sich derzeit an 45 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren, die in drei Gruppen von einem sechsköpfigen Erzieherinnen-Team betreut werden. Das Team arbeitet gruppenübergreifend nach dem situationsorientierten Ansatz. Der Kindergarten befindet sich im Gemeindehaus und ist lebendiger Bestandteil des Gemeindelebens. Ein aktiver Förderverein unterstützt die Einrichtung. Die Arbeit mit den Kindern folgt einem religionspädagogischen Schwerpunkt. Die Lage des Kindergartens am Waldrand ermöglicht naturnahes Lernen. Für nähere Informationen finden Sie unsere Konzeption www.wannseebote.ekbo.de/gruppen/kinder/kindergarten.html. Was wir bieten: - eine 75%-Stelle - Bezahlung nach TV-EKBO und die Vorteile einer kirchlichen Zusatzverscherung (EZVK) - transparente, verlässliche Organisationsstrukturen - einrichtungsübergreifende Fortbildungen und Fachtage - Patenschaftskonzept in der Einarbeitung zu Beginn Ihrer Tätigkeit in unserem Kindergarten - eine familiäre Atmosphäre und ein nettes Team Wir erwarten: - nachgewiesene, fachliche Qualifikation (staatliche Anerkennung) - Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche oder in einer Gliedkirche der ACK - fachlich fundierte und kritisch reflektierte pädagogische Arbeit in verschiedenen Gruppen - Evaluation der Tätigkeit in Absprache mit der Leitung - konstruktive Zusammenarbeit mit dem Team, den Eltern und dem Träger - Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung - Teilnahme an Gemeindeveranstaltungen, z.B. Festen und Gottesdiensten Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 15. Juni 2018 an die Kita-Leiterin: Kathrin Würtz, Schuchardtweg 5, 14109 Berlin, kindergarten@kirchengemeinde-wannsee.de


Die Mauern von Jericho (Josua 6)

Eine Fotogeschichte, im Kindergottesdienst erzählt und gespielt

Als die Israeliten den Jordan durchquert hatten, schlugen sie ihr Lager vor der Stadt Jericho auf. Wie sollten sie in die Stadt kommen? Die Mauern waren sehr hoch.

Da sprach Gott zu Josua: „Sechs Tage sollt ihr jeden Tag einmal um die Stadtmauer ziehen.“ Und so geschah es. „Aber am siebenten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt ziehen.

Wenn die Priester dann ihre Posaunen blasen, sollen alle ein großes Geschrei anheben.“ Und so geschah es.

„Dann wird die Stadtmauer von Jericho zusammenstürzen.“ Und so geschah es.

Kindergottesdienst in Wannsee, Februar 2018

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Halbzeit

Liebe Gemeinde, es ist jetzt Halbzeit für mich. Im Oktober wird Luise Kuhnt voraussichtlich wieder aus ihrer Elternzeit zurückkehren und ich werde nach Heidelberg gehen, um dort meinen Master in Theologie zu machen. Die Jugendlichen aus der Seenregion sind mir ans Herz gewachsen und ich bin dankbar für viele wunderbare und wertvolle Momente, die mit Sicherheit noch lange nachklingen werden. Ich bin nun gespannt auf die zweite Hälfte meiner Zeit als Jugendmitarbeiterin. Besonders bewegend war der AbendJugendgottesdienst, der im vergangenen Monat in Schlachtensee stattfand. Die Gebetsbox, die die Jugendlichen gebastelt haben, wurde während des Gottesdienstes mit Gebeten gefüllt. Ich war überrascht, wie viele Gemeindeglieder das Angebot, Gebete aufzuschreiben, wahrgenommen haben. Bei Treffen der Jungen Gemeinde haben wir die Gebetsbox einige Wochen nach dem Gottesdienst geöffnet. Einige Jugendliche waren von den Worten berührt und signalisierten, dass viele der Gebete auf ihr eigenes Leben übertragbar sind. Gott schien in diesem Moment ihnen ganz nahe zu sein, da ihnen bewusst wurde, dass er unsere Ängste und alltäglichen Schwierigkeiten hört und sich zu uns wendet. Für andere war es befreiend, Gebete in Form von Fragen aufzuschreiben. „Gott, wo bist du?“ „Warum antwortest du mir nicht?“ „Wie kann ich deine Zeichen verstehen?“ „Wo steckst du?“ „Ich will an dich glauben, aber kann es nicht.“ Es ist wichtig für uns, mit solchen Fragen zu ringen und uns immer wieder neu in Gemeinschaft auf die Suche nach möglichen Antworten zu begeben. Das Thema im kommenden Monat für die Junge Gemeinde der Seenregion ist, „Entscheidungen treffen“. Wir werden uns mit diversen biblischen Texten auf die Suche begeben, wie wir mit schwierigen Entscheidungen umgehen können. Wir werden die Konfirmanden/innen während der Konfirmationsgottesdienste als Junge Gemeinde willkommen heißen. Vielleicht haben sie auch Lust, nach ihrer Konfirmation als Teamer und Mitglied der Jungen Gemeinde aktiv Kirche zu erleben und zu gestalten.

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Für viele der Jugendlichen beginnt nach den Sommerferien ein neuer Lebensabschnitt. Einige werden nach ihrem Mittleren Schulabschluss (MSA) ins Ausland gehen, andere schreiben gerade ihre Abiturklausuren und verlassen möglicherweise im Sommer die Seenregion. Ich habe die große Hoffnung, dass die erlebte Gemeinschaft die Jugendlichen auf neuen Wegen stärken wird und auf ihrem weiteren Lebensweg eine unterstützende Rolle einnimmt. Seit einigen Monaten sind wir unter dem Namen Seenregion auf Instagram zu finden. Jugendliche nutzen unter anderem Social Media, um in Kontakt zu bleiben. Ich hoffe, dass der Instagram Account auch in den kommenden Jahren von Konfirmanden angenommen wird und so Termine, Fotos und Ankündigungen die Jugend erreichen. Ich bin dankbar, dass ich den Instagram Account nicht alleine verwalten muss, sondern verantwortungsvolle Jugendliche diese Aufgabe übernehmen. Ich freue mich auch über die Zusammenarbeit mit Michalina Wiese, die seit Anfang April ihr dreimonatiges Praktikum bei mir begonnen hat. Mit Sicherheit wird sie auch die Sozialen Medien mitverwalten. Die Band Kicker Dibs sorgte im Rahmen des Abend-Jugendgottesdienstes für musikalische Abwechslung. Bass, Gitarre, Cajon, Klavier und eine außergewöhnlich schöne Stimme füllten den Gottesdienst mit lebendiger Stimmung. Falls Sie Kicker Dibs bisher noch nicht kennen, lohnt es sich auf www.kickerdibs.de die Band zu googeln. Für die drei Kicker Dibs-Jungs (Niki Nubel, Lenni und Tingel) war es auch Neuland, Lieder aus unserem Gesangbuch ‚Singt Jubilate‘ zu spielen. Wir freuen uns, dass Kicker Dibs zugesagt hat, beim Landes Jugend Camp vom 8.-10. Juni in Eberswalde und beim Johannisfest am 24. Juni in Wannsee aufzutreten. Das Jugendfestival, wird jährlich von der EKBO* organisiert. In diesem Jahr steht es unter dem Motto ‚Wellness After Dark‘. Alle Jugendmitarbeiter/innen aus dem Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf

werden mit ihrer Jugendgruppe auf das dreitägige Festival fahren. Jugendliche im Alter von 13-20 Jahren sind herzlich eingeladen, bei Interesse freue ich mich über eine Rückmeldung per Mail an: jugend@kirchengemeinde-wannsee.de Herzliche Grüße, Katja Schröder

Praktikantin in der Jugendarbeit

Ich bin Michalina Wiese, die neue Praktikantin unserer Jugendmitarbeiterin Katja Schröder. Ich bin Anfang März von einem siebenmonatigen Aufenthalt in London wiedergekommen. In dieser Zeit stand ich schon etwas in Kontakt mit Katja. Bei unserem zweiten oder dritten Treffen haben wir uns überlegt zusammen zu arbeiten. Da ich schon einige Erfahrung im Bereich der Jugendarbeit gesammelt habe und auch gerne später beruflich in diese Richtung gehen möchte, dachten wir uns, dass es eine gute Gelegenheit ist, aktiv in der Jugendarbeit mitzuhelfen. In den kommenden drei Monaten werde ich Katja fast überallhin auf Schritt und Tritt folgen. Wenn wir uns mal auf der Straße begegnen werden, kannst Du mich an meinen momentan pinken Haaren sehr leicht erkennen. Ich bin ein Mensch, der 24/7 Musik hört und auch gerne macht. Wenn du mal in meine Tasche schauen würdest, wären da immer mindestens ein Buch, meine Kopfhörer, ein Block und ein Objekt mit einer Disney Figur zu sehen. Ich freue mich Sie und Euch mal in einer der Seengemeinden anzutreffen. Herzliche Grüße, Michalina Wiese *= Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz


Das „Kreuz“ mit dem Kreuz Nach dem umstrittenen Kreuzerlass des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Professor Dr. Heinrich Bedford-Strohm, den 500. Jahrestag von Martin Luthers „Heidelberger Disputation“ zum Anlass genommen, in einem ganzseitigen Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 07. Mai 2018 unter dem Titel „Den Sinn des Kreuzes öffentlich machen“ Luthers Kreuzestheologie auf den Grund zu gehen. Der Ratsvorsitzende sieht die gegenwärtige Identitätsdebatte als kritische Anfrage an uns selbst und fragt: „Warum gelingt es uns so wenig, den christlichen Glauben in die Gesellschaft hinein zu vermitteln?“ An der Botschaft des Evangeliums liege es nicht. Bedford-Strohm stellt der „theologia crucis“, der Kreuzestheologie, die „theologia gloriae“ gegenüber, die Gott in erster Linie dort erkennen will, wo es schön, gut und stark zugeht. Luther durchschaute diese falsche Theologie, denn der christliche Gott ist vor allem im Kreuz zu erkennen. Söder hatte bei seinem Vorschlag, dass vom 01. Juni an im Eingangsbereich jeder staatlichen Behörde Bayerns ein Kreuz hängen sollte, behauptet, das Kreuz sei ein grundlegendes Symbol der kulturellen Identität christlich-abendländischer Prägung. Und er ergänzte: „Das Kreuz ist nicht ein Zeichen einer Religion.“ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat es auf dem Katholikentag in Münster auf den Punkt gebracht, als er feststellte: „Was sonntags in den Gottesdiensten fehlt, kann das Kreuz im Behördeneingang nicht füllen.“ Bedford-Strohm sieht darin ebenfalls offensichtlichen Klärungsbedarf im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen religiöser und öffentlicher Bedeutung des Kreuzes und macht dazu vier Positionen aus, die hinter den Beiträgen zur aktuellen Debatte stehen. Die erste steht für einen triumphalistisch-ausgrenzenden Gebrauch, der das Kreuz als ideologisches Kampfmittel einsetzt. Die zweite ist ein zivilreligiöser Gebrauch, der das Kreuz als Kitt einer auseinandertreibenden Gesellschaft sieht. Dieser Gebrauch scheitert

daran, dass unsere Gesellschaft religiös und weltanschaulich pluralistisch geworden ist. Die dritte Umgangsweise mit dem Kreuz in der Öffentlichkeit ist die laizistische. Sie verbannt das Kreuz überhaupt aus der Öffentlichkeit. Sie bleibt indessen ein schlüssiges Argument dafür schuldig, warum säkulare Weltanschauungen öffentlichen Raum einnehmen können sollen, religiöse aber nicht. Die vierte, einzig wirklich tragfähige Handlungsoption nennt BedfordStrohm den öffentlich orientierenden Umgang. Eine Demokratie lebt davon, dass von der Glaubens- und Gewissensfreiheit Gebrauch gemacht wird und in den schwierigen gesellschaftlichen Orientierungsfragen die starke Stimme religiösen Orientierungswissens in den öffentlichen Diskurs eingebracht wird. Wenn das Kreuz in öffentlichen Gebäuden hängt, sollte es an das Geheimnis der Erlösung durch Jesus Christus erinnern, auch an die im Glauben gewonnene Freiheit, dem Nächsten zu dienen, an die Humanität, die darin ihre größte Würdigung erhält, dass Christus für a l l e Menschen gestorben ist. Indem es uns an die Humanität erinnert, konfrontiert es uns immer wieder mit allem Leid und Unrecht, das im Namen des Kreuzes begangen wurde. Es lehrt uns eine kulturelle Demut. Der Ratsvorsitzende resümiert: Mehr denn je steht das Christentum in Deutschland vor der Notwendigkeit, den Glauben zu plausibilisieren und die eigenen Traditionen verständlich zu machen. Und er fragt weiter: Was macht eine Kirche, die sich nach ihrem Selbstverständnis in ihren Gremien wesentlich auf die Beteiligung von Ehrenamtlichen stützt, wenn diese zunehmend weniger Neigung oder auch Möglichkeit zur kontinuierlichen Mitarbeit in den Entscheidungsgremien von Kirche und Gemeinde haben? Während die Mitgliederzahl der beiden großen Kirchen in Deutschland zurückgeht und damit einhergehend die Finanzmittel schrumpfen, wächst die Zahl der „religiös Indifferenten“, die kein Interesse an religiösen Fragen haben. Dennoch steht und fällt die Wahrheit des Evangeliums nicht mit der Zahl der Christen in Deutschland. Wenn unsere Kirche, also

wir alle, den Glauben eher verwaltet als wirklich ausstrahlt und so in immer größere Distanz zu den Menschen unserer Zeit gerät, sieht Bedford-Strohm eine ganze Reihe von Herausforderungen. Die Orientierung an Christus verlangt Menschennähe. Was aber macht eine Kirche, die ihre Erreichbarkeit für alle in der Fläche oft nur auf Kosten der Gesundheit der Hauptamtlichen einigermaßen aufrechterhalten kann? Steckt vielleicht auch in einer vertieften ökumenischen Zusammenarbeit eine Chance für vereinte Kräfte? Was macht eine Kirche, die nach ihrem Selbstverständnis für sehr verschiedene Menschen missionarische oder kulturelle Angebote entwickeln will, deren Entscheidungsgremien aber in der Regel nur einen Teil der Vielfalt der Lebenskulturen abbilden? Könnte eine flachere Hierarchie neue Kräfte freisetzen? Wie lässt sich die Lebensnähe der theologischen Ausbildung stärken? Wie können wir bei der Ausbildung für den Pfarrberuf neben der Gelehrtenlogik auch der Kommunikationslogik einen angemessenen Stellenwert geben? Und was macht eine Kirche, die nach ihrem Selbstverständnis wissenschaftliche Theologie als Gegenüber zur Kirchenleitung braucht, in der aber die Spreizung zwischen einer hochspezialisierten Wissenschaft und handelnder Kirche immer sichtbarer wird? Abschließend fordert Heinrich Bedford-Strohm, dass die organisatorischen Fragen viel mehr, in eine geistliche Erneuerung eingebettet sein müssen, in eine Besinnung auf glaubwürdige Sprache, tragende Frömmigkeit und ein klares Engagement für den Nächsten. Wir müssen als Kirche ausstrahlen, wovon wir sprechen. So haben die Auseinandersetzungen um den bayerischen Kreuz-Erlass mit der Rückbesinnung auf eine geistorientierte Kirche durch unseren Ratsvorsitzenden auch ihr Gutes, der uns alle in die Diskussion mit einbezieht und uns gemeinsam zur Bewältigung dieser Herausforderungen in die Pflicht nimmt. Hans-Henning Koch

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Seit August 2015 leben geflüchtete Menschen in Wannsee. Seit Mitte März gibt es nur noch eine Flüchtlingsunterkunft in Wannsee, das Bettenhaus der ehemaligen Lungenklinik. Dort sind aktuell ca. 130 besonders schutzbedürftige Menschen untergebracht, vor allem Familien mit Kindern, aber auch chronisch kranke Menschen. Im Laufe des Jahres wird das Bettenhaus zu einer Gemeinschaftsunterkunft umgebaut. Dann werden die Bewohner sich mit eigenen Küchen selbst versorgen können. Die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Wannsee wird von der evangelischen, der evangelisch-freikirchlichen und der katholischen Kirchengemeinde gemeinsam im Ökumenischen Willkommen Wannsee organisiert. Zu den Aktivitäten gehören Deutschunterricht, Einzelbetreuung hinsichtlich Wohnungs- und Arbeitssuche, Freizeitaktivitäten, Hausaufgabenhilfe, eine Nähstube, ein Begegnungscafé sowie ein monatlicher Spieletreff. Möchten Sie sich engagieren oder den ÖWW-Infobrief per E-Mail erhalten? Dann kontaktieren Sie uns! ÖWW-Koordinatorin: Gudrun Waschinsky, Tel.: 80 10 97 63, Mobil: 0160/50 87 422 (Mi-Fr, 9-15 Uhr) E-Mail: oeww@kirchengemeinde-wannsee.de; Web: www.oeww-berlin.de

Abschied und Willkommen Saskia Helbig geht, Gudrun Waschinsky kommt

Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben, so heißt es gemeinhin, wenn es gut läuft. Aber die Aufgaben wachsen auch mit dem Menschen, wenn der Mensch nämlich die Aufgaben nicht nur als etwas Gegebenes hinnimmt, das es abzuarbeiten gilt, sondern wenn er sie annimmt, um sie zu gestalten und weiter zu entwickeln, wenn er also „was draus macht“. Ein Beispiel? Hier ist es: Als „Mitarbeiterin für koordinative Aufgaben in der Flüchtlingsarbeit“ begann Saskia Helbig am 1. April 2016 ihre Tätigkeit bei der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Wannsee für das ÖWW. Die Stelle hatte der Gemeindekirchenrat soeben großzügig für 2 Jahre spendiert, finanzielle Bedenken angesichts immer knapper Kassen zurückstellend. „Koordinative Tätigkeiten“ – da war zunächst eher an Sekretariat gedacht: Vor- und Nachbereitung von Sitzungen, Kommunikation, Kontaktpflege zu lokalen Akteuren. Jeder, der Saskia Helbig im Laufe dieser gut 2 Jahre seither „in action“ kennengelernt hat, wird über diese ursprünglichen Vorstellungen lächeln. Die „eigentliche“ Saskia Helbig war doch die, die einen ständigen lebendigen Kontakt zu den Ehrenamtlichen hielt, die Vorschläge aufnahm und selber welche machte, die Menschen zusammen-

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brachte, Spenden vermittelte, Sitzungen im Netzwerk wahrnahm und darüber berichtete, die die bis zur Unübersicht-

lichkeit vielfältigen externen Hilfswerke und Organisationen durchforstete und gefiltert darüber informierte, die den Newsletter erfand und gestaltete, die das Begegnungscafé im Alten Rathaus am Leben hielt, die den Kontakt zu den Flüchtlingen suchte, viele beim Namen kannte und über ihre Schicksale wusste, auch darüber in einer schönen Reportage im Wannsee-Boten berichtete, die den Kontakt der Ehrenamtlichen untereinander durch liebevolle Gestal-

tung von Plenartreffen und Sitzungen der Steuerungsgruppe förderte, die die einzelnen Arbeitsgruppen und deren Koordinatoren und Koordinatorinnen unterstützte, anregte und durch eigene Initiativen ergänzte, immer wieder hilfsbereit und mit Humor intervenierte, kurz: die zu einer Zentralgestalt des ÖWW, zu seiner Seele und für viele zu seinem Inbegriff heranwuchs. Eine solche Stellung erwirbt man sich nicht, wenn man nur „seinen Job macht“. Hinzukommen müssen Leidenschaft und Herzenswärme. Beides hat uns Saskia Helbig gegeben. Man ging gerne zu ihr, bat sie um Hilfe oder fragte sie um Rat. Danke, Saskia Helbig. Dieser Dank wird nicht geschmälert durch die Freude darüber, dass das ÖWW eine würdige Nachfolgerin gefunden hat: Gudrun Waschinsky, Wannseerin, hat seit dem 1. Mai den Staffelstab übernommen. Mit Verve und Herzlichkeit ist sie bereits gestartet. Ausgebildete Betriebswirtschaftlerin, aktive Sportlerin, Mutter zweier erwachsener Kinder, Erfahrung im Praxismanagement – alles spricht dafür, dass das ÖWW mit Frau Waschinsky zuversichtlich nach vorne blicken kann: Willkommen, Gudrun Waschinsky! Helmut Krech


Nachhilfe in Deutsch

Wer wird gebraucht? Kein Mensch kann jahrelang in einer Sammelunterkunft wohnen! Bitte unterstützen Sie die Menschen bei der Wohnungssuche! In der großen Konkurrenz um bezahlbaren Wohnraum in Berlin stehen geflüchtete Menschen meistens auf verlorenem Posten. Sie benötigen unsere Unterstützung beim Beschaffen der erforderlichen Unterlagen, bei der Erklärung der Formulare, bei Telefonaten mit Ämtern, beim Kontakt mit den Vermietern, und Begleitung zu Behörden und Wohnungsbesichtigungen. Den Umfang Ihres Einsatzes bestimmen Sie selbst. Das ÖWW weist Sie in die Aufgaben im Einzelnen ein und gibt Ihnen Hilfen an die Hand. Vielen Dank!

bitten um Ihre Mithilfe bei der Umsetzung (Im letzten Jahr gab es z.B. einen Besuch in der Biosphäre Potsdam, einen Mal-Nachmittag oder eine Wanderung in der Umgebung).

Stadtteilfest Wannsee Auch in diesem Jahr präsentiert sich das ÖWW mit einem Stand bei dem Stadtteilfest Wannsee am 10. Juni. Dort bietet sich Ihnen die Chance, an Interviews mit Geflüchteten teilzunehmen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Sicher haben auch Sie Fragen, die Sie den Geflüchteten bisher nie stellen konnten. Wir laden Sie herzlich dazu ein. Gudrun Waschinsky

Hausaufgabenhilfe – Baustein einer erfolgreichen Schulbildung Alle Kinder und Jugendlichen, die in der Flüchtlingsunterkunft wohnen, gehen auf Grundschulen oder weiterführende Schulen. Zum Freizeitangebot am Nachmittag gehört neuerdings auch Hausaufgabenhilfe in einem extra dafür eingerichteten Raum. Dafür wird ehrenamtliche Unterstützung benötigt, insbesondere dienstags, mittwochs und donnerstags von 15 bis 16.30 Uhr. Mit Rat und Tat stehen wir sowie der hauptamtliche Kollege vom CJD Ihnen zur Seite. Bitte melden Sie sich bei Gudrun Waschinsky (Kontakt siehe Kasten Seite 10). Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen!

Was wird gebraucht? Geschirrspenden werden weiterhin gerne angenommen. Bitte nur intaktes Geschirr, gut verpackt und beschriftet. Abgabe: Zum Heckeshorn 30. Aufruf zur Gestaltung des Sommerferienprogramms 2018 Für die Sommerferien plant das ÖWW Freizeitangebote für die Kinder und Jugendlichen, die in der Flüchtlingsunterkunft im Bettenhaus wohnen. Wir laden Sie herzlich ein, mit Ihren Ideen und Anregungen aktiv an der Gestaltung des Programms teilzunehmen und

‚Deutsch sprechen ist so wichtig!‘ Davon ist die Wannseerin Helga Trabhardt überzeugt. Seit eineinhalb Jahren kommt Mohamad Abofahrroukg einbis zweimal in der Woche zu ihr. Er lebt mit seiner Familie im ‚Bettenhaus‘ am Heckeshorn. Der Deutsch-Unterricht in der Schule geht ihm oft zu schnell. „Ich verstehe so viel nicht“, sagt er. Helga Trabhardt bringt dann Klarheit in vorher Unklares. Und sie spricht mit ihm. Dabei siezen sie sich, denn „das Du lernt er von ganz alleine“. Für Mohamad ist sie der einzige persönlichere Kontakt zu einem deutschen Menschen. Es werden noch weitere Nachhilfe-Lehrer und -Lehrerinnen gebraucht. Wenn Ihr Interesse geweckt ist, wenden Sie sich bitte an die neue ÖWW-Koordinatorin Gudrun Waschinsky. Marie Unger Text und Bild

Stadtteilfest Wannsee Am 10. Juni ist es wieder so weit: Zwischen 15 und 19 Uhr findet auf dem Gelände der Alten Feuerwache in der Chausseestraße 27 das Stadtteilfest Wannsee statt. Die Veranstaltung hat sich in den letzten Jahren als beliebtes Familienfest und als Ort der Vernetzung im Kiez etabliert. Die Besucher erwartet ein buntes Bühnenprogramm mit Live-Musik und Theater-Aufführung, Sport- und Spielaktionen, zahlreiche Stände und Angebote für Klein und Groß sowie ein Kinderflohmarkt, wo Kinder und Jugendliche ihr Taschengeld aufbessern können. Die Veranstalter des Festes sind die JFE (Ju-

gendfreizeiteinrichtung) Wannsee und TiK Wannsee. (Das TiK-Wannsee ist eine Arbeitsgruppe der in Wannsee ansässigen sozialen Einrichtungen). Alle, die das Fest finanziell oder durch Sachspenden unterstützen möchten, können sich noch bis zum 4. Juni in der JFE Wannsee telefonisch melden unter 90299 6817 oder per Mail : jfh_wannsee@hotmail.com

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Akelei

Aquilegia vulgaris

In unserem Paradiesgarten finden sich jetzt an vielen Stellen zauberhaft zarte Pflanzen. Auf hohen Stängeln tragen sie, wie schwebend, zierliche feingliedrige Blütenköpfe. Wenn man sie näher betrachtet, kann man in der Blüte die Formen von fünf kleinen Tauben erkennen, die mit den Köpfchen einander zugewandt zusammensitzen. So sah man sie schon in alten Zeiten und schloss in andächtiger Betrachtung, dass mit den Tauben der Heilige Geist gemeint sein müsse, wie er bei der Taufe Jesu erschienen sei. Durch die heilige Zahl Fünf sind die Tauben verbunden, die Zahl des Kreuzes und der Wunden Christi, aber auch der Glückseligkeit und der Gnade. Das dreimal dreigeteilte Blatt machte die Akelei außerdem zu einem Sinnbild der Dreieinigkeit. Heilig und hei-

Trauercafé Sie trauern um einen nahen Menschen. Wir möchten Ihnen in dieser Situation helfen, so gut wir das können. Durch einen kurzen thematischen Impuls, Raum zum Austausch mit Menschen in ähnlicher Situation und mit dem Angebot der Seelsorge. Donnerstag, 7. Juni, 16 Uhr „Hans im Glück“ - Wir begleiten Hans auf seinem Weg Donnerstag, 5. Juli, 16 Uhr „Was ich dir noch sagen möchte“ Veranstaltungsort: Kirche am Immanuel Krankenhaus Königstr. 66 Ansprechpartnerin: Angelika Behm, Tel. 805 05 702

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len hängen eng zusammen. Das wurde bestätigt, als man viele Heilkräfte in der Akelei entdeckte, so dass sie in der mittelalterlichen Medizin eine große Rolle spielte. Sogar die Fähigkeit vor Unheil zu schützen, wurde ihr zugeschrieben. Sie taucht erstmalig bei Hildegard von Bingen (1098-1179) auf und heißt bei ihr Aglaia. Sie empfiehlt die Pflanze gegen epileptische Anfälle kleiner Kinder und allgemein gegen Fieber. Die Akelei bietet sich durch ihre ungewöhnliche Gestalt für Ornamente und Zahlenmystik an und wurde häufig als Buchschmuck verwendet. Die Kunsthistorikerin Esther Gallwitz nennt sie die „gotische Pflanze“. Auf dem Bild „Paradiesgärtlein“ blüht eine dunkelblaue Akelei in der rechten Ecke unten bei dem kleinen toten Drachentier. Auf dem Genter Altar der Brüder Van Eyck trägt Maria Akelei neben Rosen und Lilien in ihrer Krone. Auf den Fliesen des Altars findet man Akelei als Ornament und als zarte Pflanze am Waldrand. Die dunkelviolette Akelei galt als besonders wertvoll, weil sie die Gottesfarbe Rot mit der Christusfarbe Blau verbindet. In unserem Paradiesgarten haben sich gerade diese violetten Akelei ohne unser Zutun direkt an der nördlichen Kirchwand in reicher Zahl angesiedelt. Kommt und schaut, der Garten ist geöffnet! Anneliese Swarzenski

Hausmeister gesucht Rüstige Person mit Erfahrung in Hausmeisterarbeiten wird zum 1. Oktober für das Ev. Gemeindehaus und Gelände, Schuchardtweg 5, gesucht. Der Beschäftigungsumfang beträgt ca. 7-8 Stunden/Woche auf Minijobbasis. Die Stelle ist vorerst auf zwei Jahre befristet. Schriftliche Bewerbungen bis Ende Juni an die Küsterei der Kirchengemeinde Wannsee, Schuchardtweg 5, 14109 Berlin oder gkr@kirchengemeinde-wannsee.de

Erinnerung an den 17. Juni 1953 Von Baustellen umgeben und von Autos umtost, liegt es an der Grenze unserer Gemeinde. Viele passieren es täglich und nehmen es doch fast nicht wahr. Seit 65 Jahren erinnert ein hohes Kreuz am Zehlendorfer Kleeblatt an ganz besondere Ereignisse der jüngeren deutschen Geschichte. Es erinnert an die Protestwelle, die im Juni 1953 die DDR durchzog. Über eine Million Arbeiter stritten für gerechtere Arbeitsbedingungen und freie Wahlen. An der Macht halten konnte sich das sozialistische Regime am Ende nur durch die Verhängung des Kriegsrechts und durch den Einsatz sowjetischer Panzer. Mindestens 34 Menschen starben. Etliche wurden später hingerichtet. Der 17. Juni 1953 wurde zu einem deutlichen Signal für alle Freiheitsbewegungen im sowjetischen Machtbereich. Schon wenige Tage später errichteten geflüchtete Teilnehmer der Proteste ein Holzkreuz vor dem sowjetischen Panzer, der damals im Bereich des Zehlendorfer Kleeblatts abgestellt worden war. Der Panzer verschwand. Das Kreuz blieb. Genau fünfundsechzig Jahre später wollen wir gemeinsam mit der Gemeinde Nikolassee an den 17. Juni 1953 erinnern. Um 10 Uhr laden wir zum gemeinsamen Gottesdienst zur Erinnerung in die Kirche Nikolassee (Kirchweg 21) ein. Zum einen wollen wir an die Ereignisse erinnern, die unsere Stadt und die ganze damalige Welt stark geprägt haben. Zum anderen wollen wir für die Menschen beten, die sich heute gegen ungerechte Machthaber und für friedliche Verhältnisse einsetzen. Im Anschluss werden wir zum Mahnmal ziehen und mit der Bürgermeisterin und dem Bezirksamt von Steglitz-Zehlendorf Kränze am Mahnmal niederlegen. In Wannsee wird an diesem Tag kein Gottesdienst stattfinden. Pfarrer Jens Jacobi


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Unsere Gottesdienste Kirche am Stölpchensee Wilhelmplatz sonntags 10 Uhr

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Pfarrer Andreaskirche Lindenstraße sonntags 11 Uhr

Sonntag, 3. Juni 1. Sonntag nach Trinitatis Gottesdienst mit Abendmahl Pfarrer Claus Marcus

Sonntag, 10. Juni 2. Sonntag nach Trinitatis Entsendung Leonie Franke Pfarrer Jens Jacobi

Sonntag, 17. Juni 3. Sonntag nach Trinitatis Gedenkgottesdienst in Nikolassee Kirchweg 21 (Siehe Seite 12) Pfarrer Jens Jacobi

Mittwoch, 20. Juni 18 Uhr Taizé-Andacht Pfarrer Jens Jacobi, Ulrich Hansmeier Stefan Gehlen

Sonntag, 1. Juli 5. Sonntag nach Trinitatis Familiengottesdienst Pfarrer Jens Jacobi und Team Sonntag, 15. Juli 7. Sonntag nach Trinitatis Gottesdienst mit Abendmahl Pfarrer Jens Jacobi Sonntag, 29. Juli 9. Sonntag nach Trinitatis Gottesdienst Prädikantin Anne Mueller-Thuns

Sonntag, 24. Juni Johannistag Gottesdienst Pfarrer Jens Jacobi Sonntag, 8. Juli 6. Sonntag nach Trinitatis Taufgottesdienst Pfarrer Jens Jacobi Sonntag, 22. Juli 8. Sonntag nach Trinitatis Gottesdienst mit Abendmahl Pfarrer Jens Jacobi

Sonntag, 5. August 10. Sonntag nach Trinitatis Gottesdienst mit Abendmahl Morgenandacht Gemeindehaus | Schuchardtweg 5 jeden Dienstag 7.30 Uhr | Pfarrer Jens Jacobi und Katja Schröder Gottesdienst in der psychiatrischen Pflegeeinrichtung „Zum Heckeshorn“ Mittwoch, 20. Juni und 18. Juli | 10.30 Uhr | Ulrich Hansmeier Gottesdienst im Pflegezentrum am Wannsee Am Sandwerder 43 Mittwoch, 27. Juni und 25. Juli | 10 Uhr | Ulrich Hansmeier Gottesdienst im Seniorenzentrum „Haus am Schäferberg“ Königstraße 25-27 Mittwoch, 13. Juni und 11. Juli | 10.15 Uhr | Pfarrer Jens Jacobi Gottesdienst im Seniorenheim „Haus Hartwig“ Dorotheenstraße 2, Kohlhasenbrück | 10 Uhr Donnerstag, 14. Juni und 12. Juli | Pfarrer Jens Jacobi Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul auf Nikolskoe Sonntag 15 Uhr Musikalische Vespern Sonnabend 17 Uhr Eintritt frei, Kollekte am Ausgang für die Kirchenmusik www.kirche-nikolskoe.de/musik.html

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Jens Jacobi Tel: 64 49 22 53 pfarrer@kirchengemeinde-wannsee.de

Küsterei

Karin Putzke Schuchardtweg 5, 14109 Berlin Tel: 805 16 50, Fax: 805 21 70 kuesterei@kirchengemeinde-wannsee.de Dienstag und Freitag 9.30-13 Uhr Mittwoch 13-17 Uhr Konto für Einzahlungen an die Gemeinde: Ev. Kirchengemeinde Wannsee Evangelische Bank eG Kiel IBAN: DE85 5206 0410 3903 9663 99 BIC: GENODEF1EK1, Bei Einzahlungen unbedingt vermerken: Zweckbestimmung, z.B. Gemeindearbeit

Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Alice v. Podbielski-Stellpflug Tel: 805 16 50 gkr@kirchengemeinde-wannsee.de

Vorsitzende des Gemeindebeirates Waldraute Hölter Tel: 805 17 07 beirat@kirchengemeinde-wannsee.de

Diakonin

Indra Wiesinger Tel: 0151-20 22 19 66 diakonin@kirchengemeinde-wannsee.de

Kirchenmusik

Katharina Böttcher Tel: 805 16 50 kirchenmusik@kirchengemeinde-wannsee.de

Koordinatorin ÖWW

Gudrun Waschinsky Tel: 0160 508 74 22 oeww@kirchengemeinde-wannsee.de

Jugendmitarbeiterin

Katja Schröder jugend@kirchengemeinde-wannsee.de

Senioren im Alten Schulhaus Erika Givens

Tel: 805 40 59

Evangelischer Kindergarten Wannsee

Leitung: Kathrin Würtz Tel: 80 10 97 62 kindergarten@kirchengemeinde-wannsee.de Sprechzeiten 14-15.30 Uhr; Froschgruppe und Igelgruppe (2 bis 4jährige) Tel: 80 10 97 62 Bärengruppe (4 bis 6jährige) Tel: 80 10 97 64

Förderverein des Evangelischen Kindergartens „Kinderspielkreise e.V.“

kinderspielkreise@kirchengemeinde-wannsee.de Information und Anmeldung zur Babygruppe und Eltern-Kind-Gruppe (1-2 Jahre)

Förderverein der Gemeinde

Dr. Michael Jenne Tel: 805 24 62 Joachim Zobel Tel: 805 15 17 foerderverein@kirchengemeinde-wannsee.de

Stiftung für die Gemeinde

F. Tangermann (Vorstand) Tel: 805 55 58 R. Breithaupt (Kuratorium) Tel: 805 33 05 stiftung@kirchengemeinde-wannsee.de www.stiftung-evk-wannsee.de

Die Kontonummern des Fördervereins und der Stiftung finden Sie auf Seite 2

Wannseebote Juni| Juli 2018  

Nachrichten der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Wannsee

Wannseebote Juni| Juli 2018  

Nachrichten der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Wannsee

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