Issuu on Google+

Infoheft zur Waldorfp채dagogik in Hagen

MITTENDRIN Der Epochenunterricht in der Unterstufe Forstpraktikum der 7. Klasse Perspektivisches Zeichnen in der 9. Klasse 300 Jahre Schulgeschichte in Westerbauer Schulhof im Wandel der Zeit Zukunft braucht Herkunft Wie alles begann Orchesterfahrt nach Weimar Der Elternrat

Erfahrungsbericht als angehender Erzieher Der Wechsel aus der Wiegenstube in die Kindergartengruppe Neue Beitragsstruktur der Waldorfkinderg채rten Hagen e.V. Tag der offenen T체r Fr체hling 2014


Donnerstag 13.03.2014

16:00 bis 19:00 Uhr

Freitag 14.03.2014 20:00 Uhr

Samstag 15.03.2014

Kollegiumsseminar mit Andreas Neider

offen für ErzieherInnen und Eltern.

Festvortrag Andreas Neider

„Der Mensch zwischen Über- und Unternatur.“

Offizieller Festakt „30 Jahre Waldorfschule Hagen“

10:00 Uhr

Freitag 28.03.2014 20:00 Uhr

Öffentlicher Vortrag Johannes Greiner „Zwischen Mediensucht und Medienflucht Gedanken zu unserem medialen Konsumverhalten“

Freitag 04.04., Samstag 05.04. und Sonntag 06.04.2014 Klassenspiel der 8. Klasse Freitag 09.05. und Samstag 10.05.2014 Präsentation der Jahresarbeiten der 12. Klasse Freitag 16.05.2014

Quadro Nuevo

20:00 Uhr

Infotage der Rudolf-Steiner-Schule Hagen Freitag 23.05.2014 20:00 Uhr

Samstag 24.05.2014 9:00 Uhr

Vortrag Dr. Wolfgang Saßmannshausen „Wann ist Bildung wirklich Bildung?“ Öffentliche Monatsfeier

anschl. „Offene Klassenzimmer“

Weitere Termine entnehmen Sie bitte dem wöchentlichen Infobrief.

Impressum Herausgeber: Rudolf-Steiner-Schule Hagen e.V. Redaktion der Schulzeitung Mittendrin Enneper Straße 30, 58135 Hagen info@midri.de www.midri.de

Waldorfkindergärten Hagen e.V. Redaktion der Kindergartenzeitung Triangel Louise-Märcker-Straße 1, 58135 Hagen triangel@waldorfkindergarten-hagen.de www.waldorfkindergarten-hagen.de

V.i.S.d.P.: Udo Wortmann, Wannebachstraße 44, 58119 Hagen Layout: Katja Funke, Udo Wortmann Auflage: 2.000 Exemplare Für den Inhalt der Artikel sind die Autoren verantwortlich, sie geben nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktionen wieder.

2


Termine  2 Grußwort des Waldorfkindergärten Hagen e.V. 4 Grußwort der Rudolf-Steiner-Schule Hagen 5 Neue KollegInnen in den Kindergärten stellen sich vor 6 Erfahrungsbericht über die Zeit als angehender Erzieher 7 Neue Beitragsstruktur für den Waldorfkindergärten Hagen e.V.  9 Zitate aus Kindermund 10 Tag der offenen Tür im Waldorfkindergarten Delstern 11 Premiere in Delstern - der Bastelkreis lud ein zum Adventsbasar 12 Erst ganz klein, dann schon groß - der Wechsel aus der Wiegenstubein die Gruppe 14 Einschulung der neuen ersten Klasse 16 Waldorfkindergarten ist ja noch o.k. - Eine Entscheidungsfindung 17 Projektwoche in der Unterstufe 19 Der Epochenunterricht und die schönen Hefte 22 Die Hausbauepoche der 3. Klasse 23 Der erste Naturkundeunterricht 24 Kann Geometrie glücklich machen? 26 Forstpraktikum der 7. Klasse 28 Perspektivisches Zeichnen in der 9. Klasse 30 Das Abitur - und was man noch drumherum machen kann 31 Unsere Schule bei Facebook 32 300 Jahre Schulgeschichte in Westerbauer 34 Schulhof im Wandel der Zeit 38 Zukunft braucht Herkunft - Wie alles begann 42 Orchesterfahrt nach Weimar 44 Cantare lebt 46 Kommentare zum Dreikönigsspiel  48 Ein Besuch in Russland - 88 Tage in Smolensk 48 Das Kasseler Jugendsymposium 50 WOW-Day 2014 51 Bericht des Vorstands und der Schulleitung 52 Der Elternrat 54

Fundstücke  56

Rezepte  57 Kontaktdaten Waldorfkindergärten Hagen e.V. 58 Kontaktdaten Rudolf-Steiner-Schule Hagen 59

3


Grußwort des Waldorfkindergärten Hagen e.V. Gemeinsam stark Liebe Triangel- und Mittendrinleser, liebe Eltern, Freunde und auch liebe Ehemalige, bei den Gedanken an die Grußworte zu unserer Kindergartenzeitschrift ist mir vieles durch den Kopf gegangen. Denn es soll ja nicht nur ein Grußwort an unsere Leser der Triangel sein, sondern es ist auch die zweite Ausgabe der gemeinsamen Triangel-Mittendrin und zudem eine Jubiläumsausgabe! Da gibt es so viel mehr Menschen, die es zu grüßen gilt. Die Schule feiert dieses Jahr ihr dreißigjähriges Jubiläum und mit ihr auch die Waldorfkindergärten in Hagen. Was aber heißt das genau? Bei dieser Frage wurde mir bewusst, wie viele Menschen mir aus meiner Jugend an der Hagener Waldorfschule plötzlich wieder begegnen. Menschen, die ich Jahre nicht gesehen habe, die plötzlich wieder auftauchen und mit denen man nun ein gemeinsames Ziel hat: die Erziehung der eigenen Kinder. Dreißig Jahre! Das bedeutet die zweite Generation! Nicht nur im Kindergarten, sondern auch an der Schule. Das bedeutet Menschen, die selbst ihre Kindheit im Waldorfkindergarten begannen, sie in der Waldorfschule fortsetzten, haben nun beschlossen ihre Kinder den gleichen Weg gehen zu lassen. Die Kindergärten begleiten ihre Kinder im 1. Jahrsiebt. Die Schule, ihre Schüler im 2. und 3. Jahrsiebt. Aber wo stehen diese Einrichtungen mit ihren Menschen selbst? Und was bedeutet das aus menschenkundlicher Sicht? Wir, Kindergärten und Schule, haben mit unseren Einrichtungen das 5. Jahrsiebt erreicht. Ein Lebensabschnitt, mit dem wir uns nicht so gut auskennen, in dem wir aber nun als Einrichtung selbst stehen und diesmal nicht als Begleiter tätig sind. Doch wir sind alle Pädagogen, ob als Kindergärtner/in, Lehrer/in, oder Eltern und wir wissen: „Erziehung heißt Selbsterziehung“! Was also bringt uns das 5. Jahrsiebt?! • In die Welt hinein gehen. • Ernsthaft erwachsen werden. Eigene Entscheidungen treffen. • Volle Verantwortung für die eigenen Entscheidungen übernehmen. • Selbstverwirklichung.

• Innere Selbstfindung. • In der Welt stehen. • Maximale eigene Leistung. Die Messlatte ist hoch. Werden wir ihr gerecht? Was bedeutet das im Praktischen für uns als Einrichtung? Sind das nicht die schönsten Jahre der seelischen Entfaltung? Die Blüte des Lebens? Viele Fragen, die mir durch den Kopf gehen, auf die ich keine Antwort geben kann. Aber ich möchte sie in den Raum stellen mit der Bitte, darüber nachzudenken - und gemeinsam zu erarbeiten, zu bewegen, vielleicht, sie zu beantworten. Ein Schritt ist diese gemeinsame Zeitschrift von Kindergärten und Schule. Ein zweiter, der gemeinsame Lesekreis, der regelmäßig in der Schule stattfindet und so sehr bereichernd ist. Ein Ort an dem pädagogische Themen Rudolf Steiners gelesen werden, wo man ins Gespräch kommt, pädagogisch, gesellschaftskritisch, selbst-erkennend, selbst-erziehend und mit einer großen und unerlässlichen Portion Humor (.. und wo auch Neueinsteiger immer herzlich willkommen sind). Kleine Schritte aufeinander zuzugehen, einen gemeinsamen Weg finden ist ein guter Anfang. Aber wir sind jetzt erwachsen! Wir müssen mutig werden und die Schritte größer werden lassen, aus dem Zueinanderfinden Kraft schöpfen. Ich bin gespannt, was das kommende Jahrsiebt uns bringt. Freue mich auf die vielen neuen-alten Gesichter der Menschen, die auf vielen kleinen Trampelpfaden zu uns gefunden haben und finden werden, auf der Suche zu dem einen großen Weg. Denn wir sind eine große Einrichtung, und betrachtet man das Wort, meint es in eine Richtung gehen.

4

Christine Barnowski (ehemalige Schülerin, ehemalige Kindergartenmutter, Schulmutter, Kindergärtnerin)


editorial

Grußwort der Rudolf-Steiner-Schule Hagen 30 Jahre Rudolf-Steiner-Schule in Hagen Liebe Leserin, liebe Leser, nahezu 800 Schüler haben inzwischen unsere Schule durchlaufen und viele stehen mit ihren Lehrern noch heute in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen in Kontakt, besuchen uns bei Feierlichkeiten, organisieren Klassentreffen und nicht wenige ehemalige Schüler schicken wiederum ihre eigenen Kinder in unsere Schulen. Es ist immer wieder schön und erfüllend zu hören, wie gern sie sich in der Regel an ihre Schulzeit zurückerinnern und wie tüchtig sie mit ihrem Leben zurechtkommen. Die so unbeschwerte Gründungsphase mit der grenzenlosen idealistischen Aufbruchstimmung ist den älteren Kollegen, Eltern und ehemaligen Schülern noch in lebhafter Erinnerung. Mit etwas Wehmut denkt man zuweilen an diese Zeit zurück und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich die gesellschaftliche und ökologische „Großwetterlage“ in den drei Jahrzehnten enorm verändert hat. Nicht immer erhellen die Zeichen der Zeit unsere Gemütslage und die unsicher und mitunter sorgenträchtig gewordenen Zukunftsprognosen der Erwachsenen bleiben der nachfolgenden Generation sicherlich nicht verborgen. Wie soll das auch gehen, wenn die von uns gewählten Regierungen und Kultusministerien sich immer mehr darüber den Kopf zerbrechen, die nächste Generation möglichst schnell zu brauchbaren Staatsdienern heranzuziehen (Schulzeitverkürzung!), die sich möglichst nahtlos in die durchökonomisierte und technologisierte Konsumgesellschaft einfügen soll auf Grundlage einer über die sozialen Netzwerke erschlossenen Persönlichkeitsstruktur. Die Industrie gibt zunehmend den Takt an und nimmt auch vehement Einfluss auf die Bildungspolitik. Dabei wird weniger Wert auf die Kreativitätskräfte gelegt und so können diese auch nur allzu selten in unsere Gesellschaft einfließen.

Aber muss die nächste Generation nicht ganz besonders mit Willens- und Kreativitätskräften ausgerüstet werden, um neue Gesellschaftsformen zu kreieren? Die Waldorfschule dient nicht dem Staat und nicht der Ökonomie, sondern dem werdenden Menschen in seiner Zukunftsoffenheit und Zukunftsbezogenheit! Wir Lehrer, Erzieher und Eltern müssen in unseren Einrichtungen mit Hilfe der Waldorfpädagogik dafür arbeiten, um der Welt nicht zu gestatten, den Einzelnen festzulegen, festzuschreiben. Wir sollten uns in der gemeinsamen Arbeit immer wieder verdeutlichen, dass Menschen- „Bildung“ und auch soziale Friedensfähigkeit viel mehr und auch anders ist, als Wissenserwerb und Adaption an Bestehendes, an Lehrplänen und Effiziensstrategien. Noch haben wir die Kraft und die Möglichkeiten, den oben geschilderten Tendenzen etwas entgegen zu setzten. Dies gelingt umso besser, je mehr wir uns mit Zuversicht, Elan und Enthusiasmus für ein freies Schulwesen einsetzen, bei dem in erster Linie die Inhalte in die Vorstellungs- und Empfindungswelt des Kindes hineingetragen werden, die in einem bestimmten Lebensabschnitt gerade mit der Richtung der Entwicklungskräfte zusammenfallen. Dann erstarken wir den werdenden Menschen so, dass diese Erstarkung hoffentlich das ganze Leben hindurch ein Kraftquell bleibt. Möge unsere Schulgemeinschaft diese ursprüngliche pädagogische Zielsetzung niemals aus dem Blick verlieren und stets daran arbeiten, diesen eigentlichen pädagogischen Auftrag zu erneuern und zu erforschen und auch offensiv gegenüber den eher krankmachenden pädagogischen Mainstream zu verteidigen.

Thomas Buchner

Wenn Menschen zusammen das Geistige in innerer Ehrlichkeit suchen, dann finden sie auch die Wege zueinander, von Seele zu Seele. Rudolf Steiner

5


Neue KollegInnen stellen sich vor Kindergartenvorstand: Katja Konrad Liebe Eltern, Liebe/r Leser/in, ich heiße Katja Konrad, bin neu in den Vorstand gewählt worden und somit ab sofort für die Finanzen unseres Kindergartens zuständig. Meine Tochter besucht seit diesem Jahr die Schneeglöckchengruppe, was mich persönlich besonders freut, denn ich selbst bin vor vielen Jahren schon in den Waldorfkindergarten in Haspe gegangen und danach auch auf die hiesige Waldorfschule. Nach meinem Fremdsprachenstudium habe ich für ein paar Jahre in einem großen Unternehmen als Personalassistentin gearbeitet, wodurch ich einige Erfahrungen in der Bewirtschaftung eines Unternehmens sammeln konnte. Während meiner Amtszeit möchte ich mich dafür einsetzen, dass die Betreuung unserer Kinder, und möglichst auch die von nachfolgenden Generationen, so gewährleistet werden kann, wie wir es uns wünschen und auch von unserem Kindergarten gewohnt sind. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und auf eine gute Zusammenarbeit mit tollen Kollegen. Es grüßt sie herzlichst, Katja Konrad

Mitarbeiter: Ruven Hoffmann Liebe Eltern, mein Name ist Ruven Hoffmann und ich bin nun schon seit Mitte August als Vollzeitkraft in der Mäusegruppe in Hagen-Delstern angestellt. Bevor ich in Dortmund am Rudolf Steiner Berufskollege die Ausbildung zum Erzieher gemacht habe, absolvierte ich an demselben Berufskollege die Sozialhelferausbildung. Da ich sehr früh wusste, dass ich im sozialen Bereich Fuß fassen will, habe ich bereits mit 16 Jahren begonnen in der Jugendarbeit der Katholischen Kirche in Haspe tätig zu sein. Dort habe ich von Tagesaktionen über Wochenendaktionen bis hin zu vierzehn tägigen Ferienfreizeiten viel mit Kindern und Jugendlichen zusammen gearbeitet und darüber hinaus viel Praxiserfahrungen für meine Ausbildungen sammeln können. Meine derzeitigen Arbeitszeiten sind täglich von Montags bis Freitag von 10.00 bis 17.00 Uhr. Bei Fragen zu meiner Person oder zu meinem Werdegang stehe ich ihnen gerne bereit.

Ruven Hoffmann

6


aus dem Kollegium

Erfahrungsbericht über die Zeit als angehender Erzieher bei den „Rosen“ Hallo liebe/r Leser/in, mein Name ist Daniel Hollander. In diesem kurzen Bericht möchte ich versuchen, meine Ausbildungszeit und die damit verbundenen Erfahrungen und Beobachtungen zu reflektieren. Welche Aufgaben fallen in das Aufgabenfeld eines Erziehers, und wie kann ich mich als männliche angehende Fachkraft in der Gruppe engagieren? Im Rahmen meiner 2 ½ jährigen praktischen Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher mit anthroposophischer Orientierung habe ich in der Rosengruppe des Waldorfkindergarten Hagen-Haspe, für drei Tage in der Woche gearbeitet. Bereits vom ersten Tag an bestand sowohl bei den Jungen wie den Mädchen hohes Interesse an meiner Person, da die Rolle des männlichen Erziehers immer noch eine exotische Position einnimmt und somit der Einstieg in das Gruppenleben sehr schnell funktionierte. Anhand eines Tagesablaufs möchte ich Ihnen nun meine Aufgaben und die damit verbunden Beobachtungen darstellen. Wie Ihnen möglicherweise schon bewusst ist, findet in den Gruppen der Waldorfkindergärten ein rhythmisierter Tagesablauf statt. Dies bedeutet: auf eine Freispielzeit, in der die Kinder sich nach ihren Wünschen und Fähigkeiten entfalten und ausleben können, erfolgt eine Ruhezeit in Form des Frühstücks. Dieses wird im Rahmen der morgendlichen Freispielzeit von einer Kollegin oder mir zubereitet. Hierbei konnte ich die Kinder gut einbeziehen, sei es das Mehl zu mahlen, den Teig zu zubereiten oder durch andere Aufgabenstellungen, die dem Alter entsprechend zu erfüllen waren. Im Anschluss an das Frühstück folgt die Freispielzeit im Außengelände. Das bedeutet, dass alle nochmal zur Toilette rennen, ihre Anziehsachen holen, und dann geht es auch schon nach draußen. In diesem Bereich fallen verschiedenste Aufgaben an: das eine Kind braucht eine helfende Hand, um die Schleife zu

binden, der nächste hat ein großes Geschäft gemacht und ruft von der Toilette oder braucht eine frische Windel, und das nächste Kind steht schon komplett angezogen an der Tür, bekommt diese aber nicht auf. Selbstverständlich kann man nicht zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten sein, aber durch die super Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen konnten alle mit einem Lachen nach draußen stürmen. Die Begleitung der Freispielzeit im Außenbereich hat mir persönlich immer den meisten Spaß bereitet, besonders wenn es geregnet hat. Da konnten dann Staudämme und Wasserstraßen gebaut werden, andere Kinder spielten Pferd und nutzten die Pfütze als Wassertränke, und andere machten sich ihr Eimerchen voll und gossen mit dem Wasser die Blumen oder kochten sich ein Süppchen. In den Jahren wurden verschiedenste Sandschlösser, Tunnel und Wasserbahnen gebaut. Besonders in Erinnerung ist mir jedoch ein Flugzeug geblieben, welches im Sandkasten mit Hilfe der Sonnenkinder geschaufelt wurde und in dem die Erbauer noch tagelang gespielt haben.

Nach der Freispielzeit im Außenbereich findet wieder eine Ruhephase in Form des Mittagessens statt, bevor dann die Kinder von ihren Eltern oder Großeltern abgeholt werden. Mein Steckenpferd in der Rosengruppe war unter anderem die Malzeit, in der die Kinder je nach Alter mit verschiedenen Wachsmalstiften bzw. -blöcken ihrer Kreati-

7


vität freien Lauf lassen konnten. Manch einer malte ein Musterbild, das nächste Mädchen zeichnete ihr Pferd, und der andere brauchte noch einen kleinen Tipp, wie man eine Burgmauer malt. In dieser Zeit habe ich oft die Mappen für die Sonnenkinder angefertigt, wodurch ich als Vorbild agieren konnte. Durch die Mahlzeit kam es auch zu einer amüsanten Situation zwischen einer Mutter und mir, da ihr Sohn nun keine Tiere mehr von ihr gemalt bekommen wolle mit der Begründung, „der Daniel malt bessere Tiger“. Das wöchentlich mittwochs stattfindende Aquarellieren sowie das Malen mit Naturfarben bereitete den großen und auch kleinen Kindern viel Spaß. Die Sonnen- und Mondkinder waren immer tatkräftig dabei und malten die buntesten Muster aus den Primärfarben. Aber sie halfen auch den Sternen und Sternschnüppchen.

Über die Jahre wurden verschiedenste Feste gefeiert, vom Sommerfest, über Geburtstage, zum Laternen singen, bis hin zu dem Tag, an dem dann die Sonnenkinder ihren letzten Kindergartentag haben und zusammen mit den Erziehern/innen eine Kutschfahrt machen. Mit den Sonnenkindern des Sommers 2013 habe ich auch die Rosengruppe verlassen, um bei den Schneeglöckchen für eine Kollegin die Schwangerschaftsvertretung zu machen, aber darüber berichte ich ein andermal… Liebe Grüße, Daniel Hollander Und wenn du, lieber Leser, hauswirtschaftlich begabt, musikalisch und künstlerisch kreativ und dazu noch sozial engagiert bist, dann versuche dich in einer Kita. Die Kolleginnen, Eltern und ganz besonders die Kinder werden es dir danken!

Als Dachdecker-Meisterbetrieb führen wir für Sie fachgerecht aus: •

sämtliche Wartungs- und Reparaturarbeiten an Dächern

Dachsanierungen

Dachrinnenerneuerungen

Dachgauben

vorgehängte Fassaden

Velux Fenster

Dämmen von obersten Geschoßdecken und Dachschrägen

.......und vieles mehr!

Isofloc-Kerndämmstoff

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne! Volmeburgstr.13

58091 Hagen

Isofloc Zellulosedämmstoff

Tel.: 02331 735308

8

Fa betr chie Einb b für lasd ä mun mg

Einblassteinwolle

Email: info@hilker-bedachungen.de


aus dem Vorstand

Neue Beitragsstruktur für den Waldorfkindergärten Hagen e.V. Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am 20.11.2013 wurde ein vom Vorstand entwickeltes neues Beitragskonzept vorgestellt und zur Abstimmung gebracht. Schon lange wurde im Vorstand an einem neuen und übersichtlichen Beitragssystem gearbeitet. Dieses wird abstimmungsgemäß zum Kindergartenjahr 2014/2015 in Kraft treten. Das neue Beitragssystem berücksichtigt dabei folgende Vorgaben: 1. Der Beitrag wird pro Gruppe und Stundenzahl einheitlich geregelt. 2. Es bleibt bei einem einheitlichen Beitrag für beide Einrichtungen. 3. Die allgemein anfallenden, unmittelbar an die Waldorfpädagogik gebundenen Kosten (= Kittelgeld/Eurythmie, Musik und Tierpädagogik) werden auf den Vereinsbeitrag umgelegt und nicht mehr gesondert eingesammelt. Um eine möglichst angemessene Beteiligung aller Vereinsmitglieder an den Kosten zu gewährleisten, hat das neue Bei-

tragssystem drei Beitragsarten, den Regel-, Sozial- und Solidarbeitrag: Der Regelbeitrag beträgt für die 35-Std.-Betreuung  45 €, für die 45-Std.-Betreuung (Tagesgruppe) 57  € und gilt prinzipiell für alle Vereinsmitglieder. Der Sozialbeitrag ist der Beitrag für Transferleistungsempfänger und beträgt 30 €. Der Bezug von Transferleistungen muss nachgewiesen werden. Die Möglichkeit der Antragstellung und die Führung eines Finanzgesprächs in anderen Fällen bleiben davon unberührt. Der Solidarbeitrag ist die Beitragsform für alle, die die Gemeinschaft über den Regelbeitrag hinaus unterstützen können und wollen. Er setzt sich zusammen aus dem jeweiligen Regelbeitrag und zusätzlich einer vom Vereinsmitglied selbstbestimmten Summe. Über diese Summe wird dem Mitglied eine Spendenbescheinigung ausgestellt, sofern der Verein ein positives Ergebnis erzielt. Mit dem neuen Beitragssystem ist eine wirtschaftlich notwendige Beitragsanpassung verbunden. Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. Das Vorstandsteam

9


Was die Erzieher/Innen sich so alles anhören dürfen Der heilige Geist! – oder doch nur Lukas? Drei Kinder bauen sich eine Hütte, plötzlich bricht sie zusammen. Lukas: „Das war der heilige Geist. Ich hab’ ihn genau gesehen, dass er das gemacht hat. Also war es der heilige Geist!“ Anna: „Hier ist der heilige Geist. Aber der ist angenagelt, der kann’s also nicht gewesen sein.“ Max: „Es gibt doch gar keine Geister, also war’s doch Lukas.“ Drei Kinder, alle 5 Jahre „Mama soll mich suchen. Sag ihr bitte, ich bin nicht hinter dem Baum“ Emma, 4 Jahre „Wenn Einbrecher kommen, geht die Klimaanlage an und dann kommt die Polizei.“ Valerie, 5 Jahre „Ich hatte eigentlich ein wenig Hoffnung geschöpft, aber leider ist mir der Eimer schon wieder runtergefallen!“ Daniel, 6 Jahre „Wenn ich mal unterbrechen dürfte, würde ich sagen, der Reigen war vorhin nicht gerade reizend.“ Marie, 6 Jahre „Ich bin halb fünf.“ (Halbmond) Elias, 5 Jahre Florian: „Kommst du mich mal besuchen?“ Paul: „Ich weiß doch gar nicht wo du wohnst.“ Florian: „Es gibt so ein Gerät, das sagt dir den Weg zu mir, das heißt ‚NABI’“ Florian zu Paul „Mama, ich hab’ Saskia heute gesagt, dass ich Heimweh habe.“ - „Aha“ „Mama, tut Heimweh sehr weh?“ - „Das kommt darauf an...“ „Wie weit man geht?“ Robin, 5 Jahre

„Jetzt ist die Kartoffel nackig.“ Amaro, 4 Jahre

„Schutzengel mein, verhüt mich fein.“ Jan Lias, 3 Jahre

„Rechts wohnt der Frida (Frieden)“ Jette, 5 Jahre

10


Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür im Waldorfkindergarten Delstern... und vom Sinn des „Second Hand“ aus ökologischer Sicht Am Samstagnachmittag, den 28. September 2013, bot der „Wadoki“ in Delstern seinen Tag der offenen Tür mit einem umfangreichen Rahmenprogramm an. Mit den Kindern wurden Schlüsselanhänger (Bastelanleitung in diesem Heft) und Ketten gefilzt, geknetet und gemalt. Frau Lückermann (Lydias Tischtheater) führte ein Puppenspiel auf. Mit liebevoll gestalteteten Puppen wurde die erschwerliche Arbeit der Rübchenernte veranschaulicht, die nur mit gemeinsamer Hilfe von Bauer, Bäuerin, Enkelchen, Hund, Katze und Maus zu bewerkstelligen war. Das so geerntete Rübchen wurde dann an die aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörer „verfüttert“. Natürlich wurde auch noch anderweitig für das leibliche Wohl gesorgt. Waffeln, Kuchen und Brötchen wurden zu Kaffee, Saft und Wasser gereicht und in der Mäusegruppe saß man gemütlich beisammen und tauschte sich aus. Natürlich konnten sich Interessierte die Räumlichkeiten intensiv anschauen und sich durch die Mitarbeiterinnen und Eltern über das pädagogische Angebot informieren. Der Bastelkreis bot wieder seine liebevoll gestalteten Sachen an, Bücher und köstliche selbstgemachte Marmelade konnten erworben werden.

Ein weiterer Höhepunkt war der Flohmarkt, an dem Kindergarten- und Schuleltern sowie „Ehemalige“ mitmachten. Dieser lockte sicherlich auch Menschen an, die sonst an diesem wunderbar sonnigen Herbstnachmittag den Gang in den „Wadoki“ nicht unternommen hätten. Viele schöne Dinge wechselten an diesem Nachmittag den Besitzer und finden nun weitere Verwendung. Denn auch das ist ein sinnvoller Beitrag zur Umweltschonung: Aus ökologischer Sicht gibt es wohl keine andere Möglichkeit des Konsums, die in Bezug auf Umweltfreundlichkeit, mit dem Erwerb, dem Tausch und der Weitergabe von gebrauchten Artikeln mithalten kann. Da diese Waren bereits produziert sind, fällt für die Produktion kein Energieverbrauch und kein Verbrauch von wertvollen Rohstoffen an. Allein der Anbau von Baumwolle verschlingt Unmengen an Wasser, Dünger und Pestizide. Darüber hinaus entfällt bei Weiterverwendung von Kleidung die Belastung der Umwelt durch die Entsorgung. Die Weiterverwendung getragener Kleidung - und natürlich auch von Spiel- und Fahrzeugen - macht daher schon allein aus ökologischer Sicht durchaus Sinn und außerdem freue ich mich, wenn ich die Sachen meiner Kinder bei anderen wieder sehe.

11

Katja Funke


Premiere in Delstern – der Bastelkreis lud ein zum Adventsbasar

Es muss im Frühjahr 2013 gewesen sein, als in unserem Bastelkreis die Idee entstand, die nächsten weihnachtlichen und winterlichen Werke nicht mehr im stillen Kämmerlein zu präsentieren, sondern einen kleinen Basar im Kindergarten zu organisieren. Die Idee war ausgesprochen und reifte. Erste Vorschläge wurden gesammelt, was wir denn verkaufen wollen. Im Sommer gingen Jessica und Natalie, begleitet von zwei Leckermäulchen und einem Baby auf’s Erdbeerfeld, um Erdbeeren für Marmelade zu pflücken und einige Eltern, Kinder und Erzieherinnen durften von der roten Pracht schon naschen. Dann stand der Termin für den ersten voradventlichen Basar im Waldorfkindergarten Hagen-Delstern fest: der 16.11.2013 sollte es sein. Von nun an wurde gestrickt, gefilzt – nass und trocken, gehäkelt, genäht, gefaltet, geschnitten und geklebt. So entstanden bunte Pferdeleinen, Strickpferde, Zwerge in verschiedenen Mäntelein mit bunten Zipfelmützen, Mobiles, Filzbilder, Mützen, Absperrbänder, Windlichter, Feen und Zauberer, Schürzen, Prinzessinnenschleier und, und, und... Es gab neue Ideen und Altbewährtes. Dabei wurden wir unterstützt von zwei lieben Omas, die gestrickt

und gehäkelt haben und sogar ein Vater entdeckte seine Strickkünste...danke an Euch! So füllte sich der Schrank mit den fertigen Werken Woche um Woche. Dann wurden Plakate entworfen und aufgehängt und unsere Aufregung stieg: Werden genügend Leute kommen? Haben wir genug gebastelt? Am Freitag vor dem Basar trafen wir uns – beladen mit „Bäumchen“, Christbaumständern, Decken, Tapeziertischen und allerlei Lichtern und Kerzen und verwandelten den Eurythmieraum in einen kleinen aber feinen Basar. Mit Tischen zum Klönen bei Kaffee, Tee, Kinderpunsch und Keksen – danke hier an die Bäckersleute. Im Flur entstand ein Basteltisch, an dem die Kinder kleine Windlichter basteln konnten, so dass die Eltern in Ruhe kleine Überraschungen in ihren Taschen verschwinden lassen konnten. Und so war unser erster vorweihnachtlicher Basar eine sehr gelungene Sache: es kamen viele Gäste zum Stöbern und Kaufen, zum geselligen Beisammensein und zum Naschen. Wir haben uns über die positive Rückmeldung gefreut und waren selber sehr zufrieden damit, dass König Winter oder Josef und Maria oder eine ganze Herde Schafe den Weg aus dem Mitarbeiterraum heraus und einen

12


aus den Arbeitskreisen

schönen Platz zuerst auf unserem Basar und nun bei Familien daheim gefunden haben. Der erfreuliche Erlös des Basars kommt komplett der Außengestaltung des Kindergartens zu Gute. Dieser Basar wird in jedem Fall wiederholt werden! Wir freuen uns schon darauf. Als nächstes größeres Projekt warten nun Schultüten darauf, gefilzt zu werden und das Sommerfest kommt auch schneller als man denkt. Wer Interesse am Mitbasteln hat – wir treffen uns in der Regel Mittwoch vormittags im Kindergarten Delstern und freuen uns auf fleißige Mitbastler. Jessica Wenig

wowi_mittendrin_0214:Layout 1

23.02.2014

10:31

Seite 1





Filzen

Spielwaren 

Stricken 



jahreszeitliche Dekoration

Neugeborenen- und Kleinkindbereich

skandinavisches Interieur, Möbel und Antikes 





anthroposophische Literatur, Postkarten

natürliche Kleidung und Schuhe  Kindergeburtstage 

großes Kursprogramm für Kinder und Erwachsene

Näheres hierzu findest Du auch auf www.derwollwichtel.de

Öffnungszeiten: Mo - Fr 10 bis 17 Uhr, samstags von 10.00 bis 14.00 Uhr (mittwochs geschlossen) Im Mühlenwert 20, 58135 Hagen-Haspe

Auch im wollwichtel: Bäcker Niemand kleiderei spanily

13


Erst ganz klein, dann schon groß und dann wieder klein... Der Wechsel aus der Wiegenstube in die Kindergartengruppe ...so lässt sich der bisherige Werdegang unseres Sohnes im Waldorfkindergarten Haspe betiteln. Im Herbst 2011, als er gerade ein Jahr alt war, kam er in die Schneeglöckchengruppe – die 2010 neu eingerichtete Gruppe für unter dreijährige Kinder, die 2011 in den soeben fertiggestellten Anbau eingezogen war. Er war zunächst, zusammen mit drei weiteren Kindern, einer der jüngsten in der Schneeglöckchengruppe, die zehn Kinder und drei Erzieherinnen / Erzieher umfasst. Seit der ersten Begegnung auf dem Sommerfest 2011 waren wir von diesem Kindergarten begeistert. Wir waren voller Hoffnung, dass es unserem Sohn in dieser Gruppe gut geht, von Beginn an aber auch grundlegend optimistisch. Die behutsame Eingewöhnung bestärkte unseren Optimismus noch einmal: Zunächst begleiteten wir unseren Sohn für eine überschaubare Zeit in der Gruppe, dann ließen wir ihn für eine kurze Weile dort allein und weiteten diesen Zeitraum nach und nach aus. Vom ersten Tag an ging unser Sohn gern in die Schneeglöckchengruppe und wir merkten, wie ihm der Kontakt zu gleichaltrigen gut tut, den er zu Hause leider nicht hat. Es war sehr faszinierend, wie er eines Tages auf dem Heimweg, die Melodie des Liedes „Scheeflöckchen, Weißröckchen“ summte und in ein strahlendes Lächeln ausbrach, als ich mit einstimmte und den Text sang. Andere Male war er verärgert, wenn er mir die Melodie und Wortfetzen von anderen Liedern vorsang, und ich das Lied leider nicht kannte. So kam bei uns Eltern einiges von den Erfahrungen unseres Sohnes aus der Schneeglöckchengruppe an, obwohl dieser – gerade zu Beginn – noch keine ganzen

Sätze sprach. Durch die Elternabende wussten wir ja auch bescheid, was mit den Kindern dort gemacht wurde. Nach und nach berichtete unser Sohn dann aber auch immer mehr von seinen Freunden und von dem, was er erlebte. Die Zeit verstrich im Sauseschritt und ehe man sich’s versah, waren die jüngsten der Gruppe zu den ältesten herangewachsen und zeigten den Neuankömmlingen wo es lang ging, so wie sie es von den damals ältesten erfahren hatten. Als sich die Zeit in der Schneeglöckchengruppe dem Ende zuneigte, lief alles derartig gut, dass eigentlich keiner von den „Wechselkindern“ und noch viel weniger von den „Wechseleltern“ wechseln wollte. Der Abschied fiel nicht leicht, wurde uns und unserem Sohn aber dadurch erleichtert, dass er nicht alleine war, sondern zusammen mit zwei Mädels in die Pusteblumengruppe wechseln konnte. Am ersten Tag nach den Sommerferien war unser kleiner zwar sichtlich überrascht und verunsichert, als wir nicht durch die gewohnte Tür des Kindergartens gingen, sondern den Weg zur Pusteblumengruppe einschlugen, aber schnell wandelte sich die Unsicherheit in große Neugierde. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Gespräch auf dem Heimweg am ersten Kindergartentag: Max-Paulo: „Wir haben heute mit Wasserfarben gemalt!“ Ich: „Tatsächlich? Das ist ja schön!“ Er: „Ja, und dann habe ich die umgeschmissen.“ Ich: „Oh, die Farbe?“ Er: „Ja“. Ich „Naja, das passiert schon mal, hast du ja sicherlich nicht extra gemacht.“ Er: „Doooch!“

14


aus Elternsicht

Das glaube ich ihm aber nicht richtig. Es ist ihm halt passiert und er fand’s spannend und vielleicht auch lustig. Wenn ein Vorsatz da war, dann kein böser, sondern eher ein Forscherdrang. Das erinnerte mich direkt auch an den ersten Tag in der Schneeglöckchengruppe: Damals hat er versucht nach hinten durch die Lehne vom Stühlchen zu klettern und hing dabei schnell fest. So etwas kriegt er ziemlich gut hin. Aber neu ist nun der Stolz und die detaillierte Berichterstattung. Überhaupt erzählt er viel von den neuen Aktivitäten, die er jetzt kennenlernt und von den neuen Freunden und Erzieherinnen. Wie schön ist es mit anzusehen, wie die Kinder durch diese Aktivitäten wachsen. Erst kürzlich habe ich mit Max-Paulo zu Hause ein Wasserfarben-Bild gemalt und musste ihm gar nichts mehr erklären. Er selbst fragte mich nach dem Wasserglas und dem Pinsel. Er hat sich dabei schon gut konzentriert, war ganz ruhig und hat nichts umgeworfen. Er ist eben keineswegs immer wild, sondern kann auch gut zur Ruhe finden und solche Aktivitäten helfen ihm auch dabei. Der Laternenumzug hat ihn sehr beeindruckt. Bei jedem Anblick der Laterne wird in ihm die schöne Erinnerung geweckt. Die Zeiträume der Erinnerung werden immer größer. Beim Adventgärtlein konnten wir sehen, wie mutig die Kleinen schon ihre Kerzen an der Kerze in der Mitte

entzündeten. All das sind schöne und wichtige Momente, die zur gesunden Entwicklung unserer Kinder beitragen. Dafür sind wir überaus dankbar. Max-Paulo erinnert sich auch noch gut an die Schneeglöckchen-Zeit. Manchmal fragt er mich morgens, ob wir mal dort hin gehen können. Das tun wir dann auch hin und wieder und wenn er den Erzieherinnen dort mittlerweile auch sehr schüchtern begegnet, so erzählt er dann zur Hause mit Stolz, wen er besucht hat. Die gefürchtete Situation, dass unser Sohn sich eines Tages komplett widersetzt, in den Kindergarten zu gehen, ist bis heute nicht eingetreten. Zwar gab es einige Tage, an denen er nicht in den Kindergarten wollte, aber dies war meistens schlechtem Schlaf zu verdanken. Und wenn wir ihn dann überredeten, war die Unlust auch schnell vorüber. Auch dies zeigt uns, dass es unserem Kind in diesem Kindergarten gut geht. Er freut sich auf den Kindergarten und diese Freude ist ein deutliches Zeichen für die hervorragende Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher in diesem Kindergarten! Einen ganz herzlichen Dank dafür!

Komm vor unsere Linse, bei uns gibt‘s Kekse! Komm wie Du bist, allein, mit Kugelbauch, mit Baby, mit Mann oder mit Freunden. Hauptsache, Du kommst zu Rosa & Liebchen.

Rosa & Liebchen Fotografie Sonja Beck und Meike Blankennagel Lange Straße 96B, 58089 Hagen Tel: E-Mail: Web:

0175 - 2833940 info@rosaundliebchen.de www.rosaundliebchen.de

15

Johannes Streitmater


Einschulung 2013

Herrliches Wetter und die Stimmung ist erwartungsvoll: Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern, Erzieherinnen und Patentanten und –onkel versammeln sich auf dem Schulhof. Die Schüler der 7. Klasse sammeln sich im Pavillon. Richtig, das kann nur der Einschulungstag sein! Das Wetter war wirklich traumhaft. Wie um den neuen Schulkindern ganz viel Wärme mit in den neuen Lebensabschnitt zu geben, gab der Sommer 2013 an diesem 5. September noch einmal alles. Eine schöne Stimmung herrschte dann auch, ein bisschen untermalt von der Aufregung der zukünftigen Erstklässler. Für die hatte der Klassenlehrer, Gerd Klein-Engelen, eigens kleine Handschmeichler gedrechselt und mit Symbolen versehen. Die wurden dann nacheinander gezogen, so dass die Kinder in loser Reihenfolge aufgerufen wurden, hier hieß es also gut aufpassen. Einer nach dem anderen kletterte mit Hilfe seines Paten oder seiner Patin dann die Treppe zur Bühne herauf, bis alle 22 Kinder dort oben versammelt waren. Das ist dann immer ein besonderer Augenblick und ich frage mich jedes Mal, wie es sein kann, dass die Kinder, die doch im Kindergarten als Sonnenkinder schon so „groß“ waren, auf einmal wieder so „klein“ aussehen… Gespannt hörten alle dem Anfang der Geschichte zu, die Herr Klein-Engelen erzählte. Wie immer ging es dann durch den Sonnenblumenreigen der Patenklasse in die Klasse zur ersten Schulstunde und der Fortsetzung der Geschichte. Frau Dinters Klasse bereicherte die Feier wieder mit ihren Liedern und nach dem gemeinsamen Einzug der Kinder in die Klasse standen wir erst einmal alleine, ohne Kinder, da. Zum Glück gibt es in der Cafeteria immer ein leckeres Frühstück, mit dem sich die Wartezeit auf die Kinder angenehm verkürzen lässt.

Im Anschluss daran ging es wieder hinüber zur Unterstufenseite und wir konnten unsere Schulanfänger in Empfang nehmen, die Paten kennen lernen und die heiß ersehnten Schultüten überreichen. Auch für die siebte Klasse war es sicher ein besonderes Erlebnis, denn auch die Paten hatten sich schon lange vorbereitet und verwöhnten ihre kleinen „Patenkinder“ mit liebevollen Geschenken. Natürlich wurden jetzt auch erst einmal jede Menge Fotos geschossen, Gespräche geführt und Erinnerungen ausgetauscht. Das ist dann eine schöne Stimmung, alle wuseln gemeinsam auf dem Schulhof herum, ein Gemisch aus Freude, Stolz und Aufregung bei den Kindern und bei den Erwachsenen das Gefühl, den Beginn eines neuen Lebensabschnitts würdig begangen zu haben. Denn der Übergang vom Kindergarten in die Schule, vom ersten ins zweite Jahrsiebt ist schon etwas Besonderes, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum „Großwerden“. In unserer Kultur gibt es kaum noch wirkliche Initiationsriten, die die Schwellen zu wichtigen Lebensabschnitten markieren und doch, oder gerade deswegen, wünschen wir Eltern uns, dass die Kinder ihren ersten Schultag auch als einen ganz besonderen, schönen Tag in Erinnerung behalten. Ich denke, das ist gelungen – Danke an alle, die dazu beigetragen haben. Ein ganz herzlicher Dank aller Erstklasseltern geht auch an die zweite Klasse, die das tolle Frühstück organisierte. Zu Beginn des neuen Schuljahres 2014/2015 wird das dann unsere Aufgabe sein… Karla Klose

16


Einschulung

Waldorfkindergarten ist ja noch o.k. Aber wenn die Kinder dann anfagen zu denken, schicken wir sie lieber zu einer richtigen Schule Ihnen kommt die Überschrift komisch vor? Herzlich Willkommen in der bildungsstandardisierten Leistungsgesellschaft. Nächstes Jahr soll unsere Tochter zur Schule gehen. Der Umzug in das neue Haus ist geplant. Alles soll gut ineinander greifen: Suchen, Finden, Umziehen. Bevor wir uns auf eine Schule festlegen, soll alles fertig sein. Alles so optimal wie möglich. Organisation ist alles. Wir sind gut in der Zeit und treffen eine Vorauswahl in der näheren Umgebung. Natürlich ist die Waldorfschule für uns kein Thema. Viel zu weit weg. Und man weiß ja, was die Waldis so für Leute sind. Buchstaben tanzen und so! Sie kennen das. Will man DAS wirklich seinem Kind zumuten? Wäre mein Kind stark genug, die Hänseleien der anderen Kinder auszuhalten? Hätte unsere Tochter dann noch normale Freunde? Einige sagen es ganz unverblümt: „Waldorfkindergarten ist ja noch OK – Aber wenn die Kinder dann anfangen zu denken, schicken wir sie lieber zu einer richtigen Schule!“ (Anm.: Der Satz stammt von einem Vater, dessen Kinder im Waldorfkindergarten waren.) Also konzentrieren wir uns auf Schulen in der Nähe. Nehmen eine relativ große Auswahl an Informationsveranstaltungen wahr. Die engere Auswahl lässt sich unserer Meinung nach grob in zwei Kategorien fassen. Erstens gibt es ambitionierte städtische Schulen. Und zweitens gibt es ebenfalls städtische Schulen, mit religiösem Schwerpunkt, sogenannte Bekenntnisschulen. Drittens gibt es noch die Privaten, aber das wollen wir nicht. Und viertens ist noch wichtig, was für das Kind gut ist. Als ambitionierter Vater nehme ich also aktiv am Auswahlprozess teil. Ich gehe zu den Informationsveranstaltungen. Allesamt eher so leidlich. Ein ungutes Gefühl schwingt immer mit. Vielleicht ist das aber auch normal so.

reagiert. Als Vater bin ich zunächst irritiert. Ich halte jedoch im Geiste dagegen, dass es sich um ausgebildete Spezialisten handelt, denen ich erst einmal vertrauen will. Die Experten im Gesundheitsamt haben das ja auch gesagt. (Anm. des Autors: Ich halte sie im Nachhinein ausdrücklich nicht für Experten!) Es gibt Voraussetzungen die das Kind erfüllen muss. Genannt werden u.a. Ausdauer, Leistungsbereitschaft und eine hohes Maß an Selbstständigkeit. Die Schulleitung spricht von einem Pensum, dass erfüllt werden muss(!). Um die Voraussetzungen zu ermitteln, werden vor einer größeren Gruppe von Lehrern u.a. Einzelgespräche geführt. Es wird folgendes geprüft: Verhalten, Zahlenverständnis, Motorik, Umweltbewusstsein, Aufgabenverständnis, Kommunikationsverhalten. Standortanaylsen scheinen extrem wichtig zu sein.

Das Modell „Standardschule“, ich meine damit die städtische öffentliche Schule stellt sich als sehr leistungsorientiert dar. Präsentiert sich von der allerbesten Seite. Klar. Man ist ja auch unter Druck. Legt man Maßstäbe, wie PISA und Co. zugrunde, verliert man sich als Schulleitung schnell in Kategorien von Leistung. Schubladen werden geöffnet und Kinder darin einsortiert. Standardisierte Bildung. Vergleichbar. Förderunterricht wird angeboten und „Jedem Kind sein Instrument“. Und klar ist auch, dass man auf Fragen, wie mein Kind denn da hinein passt, mit Bemerkungen wie „die müssen das in dem Alter können!“

Wir diskutieren in endlosen Gesprächen innerhalb der Familie Pros und Contras. Keine der Alternativen stellt uns wirklich zufrieden. Vielleicht stellen wir uns auch an oder sind zu kritisch. Dennoch entscheiden wir uns – im Nachhinein aus Bequemlichkeit - für eine städtische Grundschule in der Nähe. Obwohl wir auch glauben, dass der Leistungsdruck schon sehr hoch sein wird.

Das Modell „Bekenntnisschule“ kommt zwar ähnlich daher. Hier geht es aber zusätzlich darum, klarzustellen dass man dafür Sorge trägt, das Kind den Regeln der Religion unterzuordnen(!). Nicht das Kind steht im Mittelpunkt sondern die Eltern die sich darauf verlassen können, dass das Kind (in einem Beispiel) ein „guter Katholik wird“. Zu diesem Zweck laden sich Schulleitungen dieses Modells gerne Unterstützer aus Kirchenkreisen ein, oft höhere Vertreter. Auch hier bin ich sehr verunsichert, als regelrecht von der Kanzel „gepredigt“ wird. Teilweise spüre ich an diesen Schulen ein hohes Maß an Intoleranz gegenüber Andersdenkenden. In einem Fall war man „froh, dass man per Schulkonferenz keine muslimischen Kinder aufnehmen braucht“. Weitere Details möchte ich Ihnen ersparen. Bei einer Schule wird die Standortanalyse (des Kindes) z.B. Diagnose-Spiel (!) genannt.

Einige Wochen später quält uns dann doch das Gewissen – nicht wegen der Wahl der Grundschule, sondern nur weil wir das Gefühl haben, dass es vielleicht doch

17


falsch war, die Waldorfschule kategorisch auszuschließen. Wir setzen alle Hebel nochmal in Bewegung, um uns die Rudolf-Steiner-Schule wenigstens einmal anzuschauen. Gleiches Recht für alle (Schulen)! Im Grunde wollen wir aber nur unsere Vorurteile bestätigt haben. Ich gehe zur Informationsveranstaltung und hoffe abends sagen zu können, dass unsere Entscheidung für die städtische Grundschule richtig ist. Sie ahnen schon was kommt. Als ich abends nach Hause komme, wartet meine Frau schon ganz gespannt auf das, was ich zu erzählen habe. „Ich muss Dir leider sagen, dass ganz und gar nichts klar ist. DIE Waldis haben eine erstklassige Visitenkarte abgegeben!“ Ich erzähle von ganz vielen Details. Sie sollten, falls Sie unentschlossen sind, selbst zu diesen Veranstaltungen gehen. Glauben Sie mir, die Informationen, die Sie dort bekommen, sind über die Maßen interessant. Im ersten Teil wurden Verortung und Inhalte der Waldorfpädagogik sowie das Leben Rudolf Steiners selbst dargestellt – und versichert, dass es nicht darum geht, aus Kindern Anthroposophen zu machen. Das wird ja auch oft behauptet, recherchiert man mal auf eigene Faust. Im zweiten Teil wurde das Kind im Mittelpunkt einer sehr greifbaren Schilderung aller Möglichkeiten im Allgemeinen und sehr begreifbar das Lernen in verschiedenen Phasen beschrieben. Und konkret wurden durch eine Lehrerin der ersten Klasse verschiedene Unterrichtskonzepte erläutert. Ich wusste nach dieser Veranstaltung, dass ich genau das für mein Kind wollte. Im Anschluss an die Veranstaltung, einem Freitagabend, wurde am folgenden Samstag ein „Pädagogisches Wochenende“ angeboten – was ich besonders ans Herz legen will. Hier wird live unterrichtet und jeder kann sich ein konkretes Bild vom Lernen an der Waldorfschule machen. Und wenn man sich darauf einlässt, wird man schnell feststellen: ganz schön anspruchsvoll! Sinnvoll auch! Der wichtigste Eindruck, der bei mir neben allen Konzepten und pädagogischen Feinheiten hängengeblieben ist, ist die Leidenschaft und das extrem hohe Engagement der Lehrer. Das ist wirklich beeindruckend. Als ich diesen Artikel schreibe, sind wir längst umgezogen – wohnen meilenweit von der Waldorfschule entfernt. Meine Tochter ist bereits ein gutes viertel Jahr Schülerin der Rudolf-Steiner-Schule in Hagen. Sie geht gerne in die Schule und hat schon ganz viele Freunde. Ich kann sagen: die Schule tut ihr sehr gut. Vor allem aber tut die Schule uns allen gut. Ein Teilziel ist erreicht! Und interessanterweise sprechen mich ganz viele „normale“ Eltern an und sind zumindest höchst interessiert am Thema Wal-

dorfschule. Und weil Waldorfpapa dann doch etwas sehr Besonderes zu sein scheint, passt das auch viel besser zu mir ;-). Als lebenserfahrenem Vater fallen mir jedoch einige heutzutage als „Skills“ bezeichnete Fähigkeiten auf, die ich als extrem wichtig einordne und an denen heute niemand mehr im Berufsleben vorbeikommt – die Stichworte dazu sind: Kommunikation und soziale Kompetenz. Das wird an Waldorfschulen offenkundig und in hohem Maße gefördert. Mal unter uns: Ich weiß nicht warum die Monatsfeiern so heißen. Aber das sind quasi Leistungsschauen im Abstand von ca. 3 Monaten. Zu den Monatsfeiern präsentieren die Klassen, die Schülerinnen und Schüler, Ergebnisse ihres Lernens, ihrer Arbeiten etc. Das machen die von der ersten Klasse an. Kommunikation und Präsentation geht so in Fleisch und Blut über. Und die haben überhaupt kein Problem damit, wenn die Aula mit mehr als 300 Leuten besetzt ist. Können Sie das? Erinnern Sie sich an das erste Referat in der Schule, nur vor der eigenen Klasse? Sensationell! Hätten die Monatsfeiern ein Bewertungssystem, würde ich ihnen 5 Sterne geben. Genug der Lobhudelei! Es werden mir bestimmt in „unserer“ Schullaufbahn noch Dinge auffallen, die besser werden müssen. Aber auch hier hat die Waldorfschule einen Vorteil gegenüber den anderen Schulen. Man darf (und sollte) als Eltern mitmachen. Es ist für jeden etwas dabei. Und ein Teil der Energie, die man in die Freizeitgestaltung der Kinder steckt, kann man sicherlich für den einen oder anderen Arbeitskreis der Schule abzwacken. Dann haben alle was davon. Und die Arbeit macht (auch) Spaß. Da sollten Sie mal drüber nachdenken. Eine Sache bleibt noch. Eurythmie. Da habe ich, offen gesagt, (noch) keinen Zugang zu. Ein Schüler sagte mir aber, es hilft ihm ungemein beim Schlagzeug spielen – für mich konkret genug und nur ein Beleg dafür, dass er einen praktischen Nutzen sieht und die Waldorfschule möglicherweise doch auch eine richtige Schule ist. Nämlich eine Schule, die anders ist. Die Individualität fördert. Und die eigenen Fähigkeiten unterstützt. Also vieles was das Regelschulsystem meint, wenn es nach Skandinavien schielt. Entscheiden Sie selbst! In 13 Jahren wissen wir, ob unsere Entscheidung richtig war. Klingt nach einem Plan. Ist es auch. Ich habe ein gutes Gefühl.

18

Mark Neuper (Vater von Anna, 1. Klasse )


Aus der Unterstufe

Projektwoche in der Unterstufe mit Frau Vesterling, unterstützt von Frau Mann, erstellte daher für unsere gefiederten Freunde Vogelfutter in Kokosnussschalen. Diese formschönen Schalen wurden dann echte Verkaufsrenner auf dem Basar! In der dritten Klasse wurden Insektenhotels gebaut, auch hier wurde Herr Godehardt kräftig unterstützt, unter anderem von einem Großvater. Seine Hilfe mochten die Kinder gar nicht mehr missen und auch er selbst fühlte sich rundum wohl bei dem jungen Volk. Es entstanden erstklassige 5-Sterne-Insektenhotels, die sicher in diesem Jahr gerne bevölkert werden! Die Projekte der vierten Klasse wurden vom Material „Papier“ dominiert. Mit viel Geduld und Konzentration entstanden hier bei Frau Duschek, die von Frau Reinke unterstützt wurde, Sterne und Windlichter sowie bunte Papierschachteln. Die fast im Raum greifbare Konzentration und die Hingabe mit der die Schüler malten, schnitten und klebten hatte etwas ganz Besonderes. Die wunderschönen Ergebnisse sprachen dann auch für sich! Trotz viel zusätzlicher Arbeit für die Lehrer und Lehrerinnen kann man die Projektwoche als rundum gelungen bezeichnen und hoffen, dass sie sich zu einer festen Institution an unserer Schule entwickeln wird. Karla Klose

© VG Bild-Kunst 2011 / Werner Hannappel

w w w. n o v y s . d e

Zum zweiten Mal wurde die Woche vor dem Herbstbasar für eine Projektwoche genutzt. In der Unterstufe fanden die Projekte klassenintern statt. So konnten die Kinder in einem ganz vertrauten Rahmen arbeiten. Auch die frischgebackene erste Klasse wollte mitmachen. Hier holte sich der Klassenlehrer, Herr Klein-Engelen, Unterstützung bei den Eltern, so dass die Kinder ein gemischtes Programm von Werken, Basteln und Filzen nutzen konnten. Dabei kamen so wunderbare Dinge heraus wie ein Brettspiel aus Holz, das gesägt, geschliffen, gemalt und beklebt wurde. Eine tolle Aktion! Aus dicken Ästen wurden kleine Zwerge geschnitzt und bemalt. Ein anderes Projekt war die Herstellung von Vogelfutter, es wurden außerdem Engel und Feen gefilzt, bunte Windlichter beklebt. Besonders viel Spaß hatten die Kinder mit den Schaumschlachten beim Nassfilzen, hier entstanden schöne bunte Bälle! Am Ende der Projektwoche durften alle Kinder ihre Lieblingssachen mit nach Hause nehmen, der Rest ging zum Verkauf in den Herbstbasar. Für die beteiligten Mütter und den Vater war es eine interessante und bereichernde Erfahrung. Vogelkundler betonen ja immer wieder, wie wichtig das Füttern der Vögel ist. Durch die Veränderung der Umwelt und der damit oft verbundenen Unmöglichkeit für manche Vogelarten, Futter zu finden, ist dieses Füttern oft auch in allen Jahreszeiten nötig. Die zweite Klasse

Museumsplatz 2 58095 Hagen

19

02331 3061325 info@novys.de


Projektwoche

1. Klasse

1. Klasse

3. Klasse

3. Klasse

4. Klasse

3. Klasse

6. Klasse 1. Klasse

Impressionen aus der Projektwoche der Unterstufe....

20

4. Klasse


und vom Herbstbasar.

21


Der Epochenunterricht und die schönen Hefte ...und von der Nachhaltigkeit des Unterrichts Eine pädagogische Besonderheit von Waldorfschulen ist der Epochenunterricht, also Unterricht, der in zusammenhängenden Blöcken stattfindet. Dabei erteilt die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer jeden Tag in den ersten zwei Stunden am Morgen den Hauptunterricht in Epochen von mehreren Wochen pro Fach. Die Unterrichtsepochen der ersten Klasse sind lang und noch wenig differenziert. Formenzeichnen, Erzählungen aus Natur und Jahreszeiten, Umwelt und Heimat des Kindes, Rechnen, Schreiben, Lesen wechseln einander ab. Immer mehr differenzieren und spezialisieren sich dann die drei bis vier Wochen dauernden Hauptunterrichtsepochen in den Fächern Deutsch, Sachkunde, Heimatkunde, Erdkunde, Tierkunde, Menschenkunde, Pflanzenkunde, Gesteinskunde, Physik, Chemie, Geschichte, Rechnen, Geometrie usw. In jeder Epoche gestalten die Schülerinnen und Schüler ihre Epochenhefte, die die Inhalte des Unterrichts in Bild, Form und Text wunderbar wiedergeben. Die Hefte sind sowohl Nachschlagewerke, als auch richtige kleine

Kunstwerke, die jede Epoche in sehr individueller und immer gelungener Form dokumentiert. Der folgende Blick in einige Epochenhefte von Schülerinnen und Schülern der Klassen 3, 4, 6 und 9 beweist wie schön diese Hefte sind und wie nachhaltig und liebevoll der Unterricht wirkt. Miriam Duschek

22


aus den Epochen

Die Hausbauepoche der 3. Klasse Neben der Ackerbau- und Handwerkerepoche findet in der 3. Klasse auch die Hausbauepoche statt. Hierbei zeigt sich die durch alle Fächer hindurchgehende Welt- und Praxisorientierung der Waldorfpädagogik.

Im Klassenverband wird schließlich ein „großes“ Bauwerk für die Schulgemeinschaft errichtet. Im Laufe der Jahre füllt sich so der Schulhof mit Rundhütten, Spielhäusern aus Holz, Fachwerkhäusern, gemauerten Frühbeeten, Öfen usw.

Während der Epoche lernt die Klasse verschiedenste Behausungen sowie Lebens- und Bauweisen kennen. So geht es von Höhlen, Iglus, Fachwerkhäusern etc. hin zu unseren heutigen modernen Häusern und die Kinder erfahren, wie der Mensch durch Kraft, Geschicklichkeit, Klugheit, Fleiß und Ideenreichtum sein Leben meistert. Zunächst theoretisch lernen sie den Hausbau von der Planung (Bauherr und Architekt) über den Aufbau (verschiedene Gewerke) bis hin zum Richtfest und der Vollendung des Hauses kennen.

Am Ende der Epoche steht für alle fest: wir haben gemeinsam großes geleistet!

Auch planen und bauen sie selbst ein kleines Hausmodell, welches Jeder für sich mit mehr oder weniger Hilfe der Eltern anfertigt. Da entstehen Hausboote, Jurten, Pfahlbauten und manch anderes Kunstwerk, über das man nur staunen kann. Groß sind Freude und Stolz, wenn alle Behausungen gemeinsam zu einer vielfältigen Ausstellung zusammenkommen.

23


Der erste Naturkundeunterricht: Die Menschen- und Tierkunde der 4. Klasse Gern schlüpft das kleine Kind in die Rolle eines Tieres. Es spielt „Pferd und Reiter“, wird zur liebevollen Katzenmutter und klettert als wilder Affe auf den Wohnzimmerschrank. Es fühlt sich instinktiv mit der Tierwelt verbunden. Etwa um das 9./10. Lebensjahr klingt dies dann ab, und das Kind beginnt, seine Umwelt neu zu erleben. Dies ist der richtige Zeitpunkt, mit der ersten Naturkundeepoche im Hauptunterricht zu beginnen. Vom Tier wird nun nicht mehr wie im Märchen (Klasse 1) oder in der Fabel (Klasse 2) erzählt. Die naturalistische Darstellung der Tiere rückt nun in den Vordergrund. Wichtig ist dabei, dass alles, was die Kinder über die Tiere erfahren, in Beziehung zum Menschen gesetzt wird. Und so beginnt die Epoche auch mit der Betrachtung des Menschen. Zunächst wird mit der äußerlichen Beschreibung der menschlichen Gestalt auf die Hauptgliederung Kopf, Rumpf und Gliedmaßen hingewiesen. Es wird herausgearbeitet, dass der Mensch mit seinem Haupt die Welt wahrnimmt und dass er das meiste, was er von der Welt weiß, durch seinen Kopf erfahren hat. Die Betrachtung

des Rumpfes zeigt, wie das Aufgenommene in ihn hineinführt und welche Aufgaben seine Organe haben. Schließlich fällt bei der Besprechung der Gliedmaßen der wesentliche Unterschied zwischen Hand und Fuß auf: dem eher egoistischen Dienst der Füße steht der selbstlose Dienst der arbeitenden Hände gegenüber... Aus dem Tierreich bietet sich nun die Betrachtung des Tintenfisches an, der stets angespannt seine Umgebung wahrnimmt. Er ist sozusagen mit seinem ganzen Körper Sinnesorgan. Was beim Menschen hauptsächlich der Kopf leistet, ist bei ihm über den ganzen Körper ausgebreitet – er ist ein „Kopftier“. Die höheren Tiere haben dagegen mehr Rumpfcharakter; alles ist so organisiert, dem Rumpfleben zu dienen. So wird bei der Charakterisierung des Rindes, schnell deutlich, welchen „Hauptberuf“ es hat. Da es sich bei den in der Epoche beschriebenen Tieren (Maus, Pferd, Biber...) um einheimische Tiere handelt, ken-

24


aus den Epochen

nen die Kinder diese aus eigener Anschauung heraus und können durch eigene Erlebnisschilderungen den Unterricht aktiv mitgestalten. Am Ende der Epoche ist durch das Beschreiben der Tiere und ihrer Gewohnheiten eine starke empfindungs- und gefühlsmäßige Vorstellung davon entstanden, dass niedere Tiere Kopfcharakter, höhere Tiere Rumpfcharakter und der Mensch Gliedmaßencharakter hat. Diese Erkenntnis ist nach Rudolf Steiner wichtig, denn „es führt den Menschen nur zum eingeimpften Hochmut, wenn man ihm fortwährend beibringt, dass er durch seinen Kopf das vollkommenste Wesen auf der Welt ist. Dadurch saugt er unwillkürlich die Vorstellung ein, dass man durch die Faulheit, durch die Trägheit vollkommen ist.“1 Hier zeigt sich Steiners Ziel welches er ans Ende der Epoche gestellt hat: nicht über den bloßen Intellekt, sondern über Gefühl und Willen veranlagte Moralbegriffe im Kind veranlagen, damit es sich richtig in die Ordnung der Natur hinzustellen vermag und eine gesunde Empfindung gegenüber der Welt erlebt. Auch soll sich das Kind seiner Aufgaben bewusst werden, welche ihm innerhalb der Weltenordnung gestellt sind... Beim Malen der Tiere in den Epochenheften steht aber nicht nur die naturalistische Darstellung im Vordergrund, sondern es geht darum, das Seelische der Tiere zum Ausdruck zu bringen.

Miriam Duschek Klassenlehrerin der 4. Klasse

[…] „Aber wie ist es denn da eigentlich, wenn wir diese seelischen Eigenschaften beim Menschen und bei den tierischen Wesen betrachten? Beim Menschen finden wir, dass er eigentlich alle Eigenschaften haben kann, wenigstens die alle Tiere zusammen haben. Diese haben sie einzeln für sich; der Mensch hat immer ein bisschen von allem. Er ist nicht so majestätisch wie der Löwe, aber er hat etwas von Majestät. Er ist nicht so grausam wie der Tiger, aber er hat etwas von Grausamkeit. Er ist nicht so geduldig wie das Schaf, aber er hat etwas von Geduld. Er ist nicht so träge wie der Esel — wenigstens nicht alle Menschen —, aber er hat etwas von dieser Trägheit an sich. Das haben alle Menschen. Man kann sagen, wenn man die Sache ganz richtig betrachtet: Der Mensch hat in sich Löwen-Natur, Schaf-Natur, Tiger-Natur, Esel-Natur. Alles hat er in sich. Nur ist alles in sich harmonisiert. Alles schleift sich an dem anderen ab. Der Mensch ist der harmonische Zusammenfluss, oder wenn man es gelehrter ausdrücken will, die Synthese von all den verschiedenen seelischen Eigenschaften, die das Tier hat. Und gerade dann ist das Rechte beim Menschen erzielt, wenn er in seine Gesamtwesenheit die gehörige Dosis Löwenheit, Schafheit, die gehörige Dosis Tigerheit, die gehörige Dosis Eselheit und so weiter richtig einführt, wenn das alles in rechtem Maße in den Menschen eingetaucht ist und mit allem anderen in dem richtigen Verhältnis steht.“[…] aus: Die Kunst des Erziehens, Rudolf Steiner GA 311, 3. Vortrag

1

R. Steiner, Erziehungskunst. Methodisch – Didaktisches, GA 294, Dornach 1919

25


Kann Geometrie glücklich machen? Geometrieepoche in der sechsten Klasse Das haben vor über 2000 Jahren bereits die griechischen Philosophen behauptet - allen voran Euklid, der sich auf die Geometrie spezialisierte, und nach dem diese bis auf den heutigen Tag als die euklidische Geometrie bezeichnet wird. Archimedes, der eher durch das nach ihm benannte Prinzip bekannt wurde, welches besagt, dass ein im Wasser befindlicher Körper dann nicht untergeht, wenn er nicht schwerer ist als das Gewicht des durch sein Volumen verdrängten Wassers - den Archimedes soll seine Liebe zur Geometrie sogar das Leben gekostet haben: Als die Römer Sizilien erobert hatten, kamen sie auch nach Syrakus, einer der ältesten Kolonien im Mittelmeerraum. Der Legende nach saß Archimedes vor seiner Akademie und zeichnete geometrische Figuren in den Sand. Die ihn umringenden Soldaten kaum bemerkend, soll er vor sich hingemurmelt haben: „Stört meine Kreise nicht...“, woraufhin ein Soldat ihn kurzerhand erschlug. Über 2000 Jahre später, zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, schreibt Rudolf Steiner, der Begründer der Freien Waldorfschulen, in seiner Autobiographie „Mein Lebensgang“, er habe das Glück an der Geometrie kennen gelernt. Als dies geschah, war er ungefähr so alt, wie unsere Schüler, wenn sie zum ersten Mal mit Zirkel und Lineal die Gesetze der Geometrie erkunden. - Nun ist nicht jeder so veranlagt, dass er dies von sich behaupten könnte, wenn er sich mit Geometrie beschäftigt. Fragen wir einen Fünft-, Sechst- oder Siebtklässler, was ihn glücklich macht, so erhalten wir vielleicht zur Antwort: „Wenn ich einen Salto auf meinem Skateboard hinbekomme...“ oder „wenn ich mein Smartphone streicheln kann...“, oder - von einem Mädchen: „Wenn ich mit meinem Lieblingspferd ausreite...“, usw... .

„Jetzt bin ich aber glücklich“, sagt natürlich keiner, aber innerlich glücklich und zufrieden sind alle, die es geschafft haben - und wer´s nicht geschafft hat, probiert´s zu Hause oder am nächsten Tag noch einmal. Probieren wir´s aus, liebe/r Leser/in: Wir nehmen einen Zirkel und schlagen einen Kreis, dann tragen wir den Radius, d.i. die Zirkelöffnung, mit welcher wir den Kreis geschlagen haben, von einem beliebigen Punkt aus auf dem Kreisumfang ab. Bereits dabei begegnen wir dem ersten Wunder der Geometrie: Der Radius passt exakt sechsmal auf den Umfang! Zum Schluss noch der Versuch einer kurzen Antwort auf die Frage, warum das so ist mit dem Glück: In der Geometrie stimmen Idee und Wirklichkeit vollkommen überein. Diese Tatsache verhilft dem inneren Erleben zu tiefer Befriedigung. Denn wo gibt es dies noch im menschlichen Leben, dass Ideal und Wirklichkeit derart übereinstimmen?

Betrachten wir die Zeichnungen, aus dem Geometrieunterricht der 5. bis 8. Klasse, dann leuchtet daraus vielleicht doch ein bisschen Glück hervor. Gebe ich den Kindern Konstruktionsaufgaben und rege sie dazu an, diese zunächst rein gedanklich zu lösen, kann ich am Leuchten der Augen erkennen, wenn es ihnen gelungen ist - (der in die Luft fliegende „Meldefinger“ bestätigt dies Sekundenbruchteile später). Beim Lösen einer Konstruktionsaufgabe mit Zirkel, Geodreieck und Bleistift, kommt es nicht selten vor, dass nach einiger Zeit freudige Ausrufe zu hören sind, wie: „ Ja, ich hab´s geschafft!“ oder: „Juchhu, es stimmt!“ oder: „Ist das geil...“.

26

Christoph Herzog, Klassenlehrer der z.Z. 6. Klasse

Idas 48er-Rosette


aus den Epochen Pias 12er-Rosette Pias Sechser-Stern

Idas F端nfer Stern

Pias Achter-Stern

Merlins Zehner-Stern

Idas Winkel

Merlins Kreis mit 12-Eck, 6-Eck...

27


Forstpraktikum der 7. Klasse 14 Tage im Harz - Schülerstimmen

Die siebte Klasse ist vom 7. bis zum 18. 10. 2013 in den Harz gefahren, um dort das Forstpraktikum abzulegen. Die Fahrt von Hagen nach Braunlage dauerte ungefähr drei bis vier Stunden. Als wir in Braunlage angekommen sind, wurde uns erstmal alles erklärt. Ein sehr netter Mann namens Herr Küppers sagte uns, dass es einen Zeitplan gäbe. Wir mussten jeden Tag im Wald arbeiten außer die Schüler, die Hausdienst hatten, die mussten das Haus putzen und den Tisch decken. Wir hatten auch ein schönes Programm voller Spiele und Lehrstunden. Alles in allem ist das meiner Meinung nach ein sehr schönes Forstpraktikum gewesen. Philipp

Beim Küchendienst mussten wir auch putzen, das war sehr anstrengend. Denn die beiden Frauen waren sehr streng und wir mussten sogar die Toiletten putzen. Wir mussten auch morgens, mittags und abends das komplette Geschirr abräumen, spülen, abtrocknen und einsortieren. Das Haus mussten wir auch putzen, von der Decke bis zum Boden. Wenn wir einmal etwas falsch gemacht haben, mussten wir das noch einmal machen. Ich fand es trotzdem toll, dass, wenn die anderen weg waren, wir nicht so anstrengend arbeiten mussten wie die im Wald! Alexander

28


Schule unterwegs

Die Freizeit verbrachten wir auf dem Gelände des Hauses, worin wir schliefen und aßen. Dort gab es einen Fußballplatz und einen schönen und großen Wald. Wir spielten auch viele Spiele mit Herrn Küppers. Herr Küppers ist der Leiter des Forstpraktikums gewesen. Manche gingen auch in die Stadt, aber die Zeit reichte nie, weil es immer eine Aktion von Herrn Küppers gab. Jeden Abend schrieben wir einen Bericht über den Tag, zeichneten und lasen in der Lektüre. An einem Abend sind wir zum Schlittschuhlaufen gegangen. Wir hatten nicht so viel Freizeit, deswegen gibt es nicht so viel zu schreiben. Am Wochenende gab es mehr Freizeit. Linn Emeli

Bei dem Forstpraktikum haben die Leute dort spielerische Aktivitäten angeboten, zum Beispiel „Gang durch die Zeit“, „Prädator“ und „Talerquiz“. Bei dem Spiel Prädator wurden die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt, in Wölfe und Rotwild. In diesem Spiel geht es darum, dass die Wölfe das Rotwild fangen müssen und das Rotwild sich im Wald verstecken muss. Beim Talerquiz mussten wir alle am letzten Abend beweisen, was wir im Forstpraktikum gelernt haben. Lena

Am Wochenende sind wir auf den Brocken gewandert. Der ist 1141 Meter hoch und der höchste Berg im Norden Deutschlands. Auf dem Weg ist uns eine Eisenbahn begegnet, die ist bis ganz oben gefahren, aber leider mussten wir zu Fuß nach oben gehen, das war sehr anstrengend. Wir mussten zwischendurch auch viele Pausen machen. Nachher haben wir uns aufgeteilt. Wer schneller oben sein wollte, ging in die Gruppe mit Herrn Hugendick und die, die etwas langsamer gehen wollten, sind mit Frau Hugendick und Frau Bungarten gegangen. Je höher wir kamen, desto kleiner wurden die Bäume und Büsche. Als wir dann oben agekommen waren, war es -2 Grad kalt und manche von uns haben sehr gefroren, weil sie dachten, dass es wärmer wäre. Beim Abstieg hat man gemerkt, dass es immer wärmer wurde. Als wir unten waren, haben sich alle gefreut! Jonas

29


Das Fach „Perspektivisches Zeichnen“ in der 9. Klasse eine kleine Fotodokumenation Der handwerklich-künstlerische Unterricht, kurz HKU genannt, wird an unserer Schule in Form von mehrwöchigen Epochen gegeben. Der Fächerkanon enthält u.a. das Fach Zeichnen. Seit einigen Jahren hat es sich als gut herausgestellt, in der 9. Klasse das perspektivische Zeichnen zu vermitteln. Der Ausspruch mancher Schüler zu Beginn der Epoche, sie können gar nicht zeichnen, hat sich in ihrer Reflexion in der Regel als Trugschluss herausgestellt. Denn die Vermittlung einer klar nachvollziehbaren Methode macht das perspektivische Zeichnen zu einer erlernbaren Angelegenheit: Auf einem leeren Blatt werden eine Horizontlinie und Fluchtpunkte eingezeichnet, auf die alle Linien zulaufen müssen. Auf der Grundlage dieses Rasters werden nun Häuser und Innenräume mit Einrichtungen konstruiert. Als Schwierigkeitsgrad können später noch Hell-Dunkelwerte und Schatten hinzugefügt werden, wodurch die geschaffenen Ansichten an Tiefenwirkung gewinnen. Die Übertragung des Erlernten auf reale Ansichten stellt sich dann noch einmal als anspruchsvolle Hürde dar.

Festzuhalten bleibt, dass die meisten Jugendlichen diese Methode sicher erlernen und sich damit die Möglichkeit verschaffen, ein Stück Außenwelt mit neuen Augen sehen und gestalten zu lernen. Im Folgenden können Sie sich anhand einiger Fotos einen eigenen Eindruck über die Fertigkeiten der Jugendlichen verschaffen. Es sind Zeichnungen, die in der diesjährigen 9. Klasse entstanden sind. Rainer Rudzynski

30


Abitur

Das Abitur und was man noch drumherum machen kann Auch während unserer Schulzeit tauchte in der Oberstufe immer wieder einmal der Ruf nach einer intensiveren Vorbereitung auf das Abitur auf. Zahlreiche Aktionen versuchten manche Schüler, Lehrer und Eltern mit dem Argument des Unterrichtsausfalls zu verhindern, beziehungsweise sich dadurch der eigenen Teilnahme daran zu entziehen. Die schreckliche Vision des möglichen Nichtbestehens dieser überlebenswichtigen Prüfung wurde hervorgezaubert und in die Köpfe der willenlosen Schüler gepflanzt. Manchmal schien es, als würden wir dieser Hölle von 13. Klasse mutwillig entgegenlaufen während wir andauernd über sie klagen. Gleichzeitig mussten die Lehrer zu Höchstleistungen angetrieben und ihre Erfahrung durch teils bewusst sinnfreie Verbesserungsvorschläge entwertet werden. Unser Verlangen nach „der einen“ Musterlösung war groß, und wir wollten nicht verstehen, dass es diese nicht gibt. Der Antrieb des Schülers ist oft die Bequemlichkeit. Dem Jammern auf der einen Seite steht ein Verschwenden von Unterrichtszeit („Können wir früher Schluss machen?“) und die Flucht vor eigener geistiger Leistung in die Gruppenarbeit gegenüber. Und nach 13 Jahren stellt man nun fest: Es sind nicht nur die Prüfungen, die im Gedächtnis bleiben und auf die man zufrieden zurück blickt, sondern vor allem die Dinge, die zunächst nichts mit dem Abitur zu tun haben. Natürlich kann man nicht leugnen, dass gerade das letzte Jahr trotz geringerer Stundenzahl als in der 12 anstrengender war. Vielleicht liegt es an der fehlenden Abwechslung durch Eurythmieabschluss, Abschlussfahrt und Klassenspiel (das in unserem Fall sogar schon in der 11. Klasse war)?

Der plötzliche Tod von Herrn Friese im Januar 2013 hat uns alle sehr getroffen. Doch gleichzeitig war es ein Impuls, die Dinge nun in die Hand zu nehmen und etwas zu tun. So fanden wir uns etwa zwei Wochen später in Griechenland auf dem Peloponnes wieder, wo wir erst 8 Monate zuvor auf unserer Abschlussfahrt gewesen waren. Zusammen mit Herrn Trögner beschäftigten wir uns freiwillig 10 Tage fast ausnahmslos mit Mathe (zumindest 5-6 Stunden pro Tag). Einigen von uns reichte auch das noch nicht an Eigeninitiative, weshalb noch ein Projekt am Schuljahresende nach den Prüfungen folgte. Schließlich waren noch vier Wochen bis zu den Ferien zu überbrücken. „Der nackte Wahnsinn“ nannte sich bezeichnenderweise die Farce, die in kompletter Eigenregie ausgewählt, geprobt und auf die Bühne gebracht wurde. Dies war die eigentliche Prüfung nach DER Prüfung und drohte auch mehrmals an unserer Individualität zu scheitern. Trotzdem waren die Aufführungen am Ende rasant und actionreich und eröffneten unsere abschließende Zeugnisübergabe. Zugegeben wurde das Abitur bis hierhin etwas kleingeredet. Aber viele Dinge sind trotz Abitur möglich und lassen sich sogar mit diesem verbinden. Alle elf angetretenen Schüler haben bestanden. Daran sind auch die Lehrer mit zahlreichen freiwilligen und selbstlosen Überstunden – zum Teil sogar an Feiertagen und Wochenenden - dran beteiligt. Sie wollen uns also doch nicht immer nur Böses sondern sind unsere Verbündeten. Nein, auch das Abitur ist machbar. Die Hälfte sogar nur durch geistige Anwesenheit im Unterricht. Und dann bleibt auch noch Zeit für Anderes. Moritz Gilsbach

Anzeige Christian2:Layout 1 27.06.2013 Seite 1 Wir hatten einiges nachzuholen und wir21:48 haben es getan.

Parkett Laminat

INNENAUSBAU

Fenster und Türen Holzarbeiten Möbelbau Holzdecks Küchen

31

CHRISTIAN STOLZ Beukenstr. 11 58256 Ennepetal mobil 0172/80 37 423


Rudolf-Steiner-Schule Hagen - Die „Seite gefällt mir“! Unsere Schule bei facebook Zum Thema Facebook kann man geteilter Meinung sein. Die Einen verteufeln es, die Anderen jubeln es in ungerechtfertigter Weise viel zu hoch. Selbst ich, der lange schon in diesen Medien herumgeistert, habe mindestens zwei Meinungen zum Thema. Warum Facebook für uns Waldorfeltern, -Lehrer und –Schüler interessant sein sollte, will ich hier kurz skizzieren. Das Internet ist fester Bestandteil unserer Kommunikationskultur. Facebook ist, wenn Ihr so wollt, ein Kommunikationskanal im Internet. Ein Kanal über den wir mit Menschen, die sich für unsere Themen interessieren in Kontakt treten können. Das persönliche Gespräch mit dem Schulsekretariat ist auch ein Kanal. Der Brief und das Telefon auch. Unsere Website ist ebenfalls ein Kanal. Facebook hat es aber in den letzten 10 Jahren geschafft, sich als ein ganz mächtiger Kommunikationskanal zu etablieren. Über Facebook können wir, als Institution Rudolf-Steiner-Schule Hagen, sehr schnell und kostengünstig Informationen über unser Schulleben veröffentlichen. Durch die virale Verbreitung dieser Informationen, wie bei einer Grippe (!), können wir sehr viele Menschen erreichen. Man nennt das „Teilen“. Beiträge die wir dort auf Facebook veröffentlichen können ganz schnell von ganz vielen Menschen mit deren Freunden geteilt und wieder geteilt werden. Familien, die sich für unsere Schule interessieren, wollen vielleicht über Facebook mit uns in Kontakt treten. Vielleicht haben sie zufällig einen interessanten Beitrag von uns gelesen, den ein Freund mit ihnen geteilt hat. Genau deshalb bieten wir diesen Kanal auch an. Und vielleicht können wir damit sogar einen kleinen Beitrag leisten, dass wir neue Schüler bekommen, den Kontakt zu den alten nicht verlieren und alle Freunde der Schule über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden halten. Warum erzähle ich Euch das überhaupt? Wir brauchen dafür natürlich Beiträge/Inhalte, um mindestens einmal pro Woche etwas auf Facebook veröffentlichen zu können. Wer also glaubt etwas Interessantes aus dem Schulleben berichten zu wollen (egal was!), sollte kurz ein paar Zeilen an oeffentlichkeitsarbeit@waldorfschule-hagen. de schreiben. Gerne mit Foto. Und bitte im Betreff „Facebook & <Thema>“ angeben. Hier sind sowohl Eltern, Lehrer und auch Schüler angesprochen und aufgefordert. Um den Rest kümmert sich der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit (AKÖ). Es existieren übrigens aktuell zwei Seiten bei Facebook zum gleichen Thema „Waldorfschule Hagen“. Das ist na-

türlich suboptimal, weil beide Seiten gepflegt und mit Inhalten gefüllt werden wollen. Sonst wird es ja auch langweilig. Die ältere Seite ist die www.facebook.com/ waldorfschule.hagen, die nach dem Prinzip der Freundschaftsanfrage und einer Bestätigung derselben funktioniert. Die neuere, offizielle Seite der Schule ist die www. facebook.com/rsshagen. Hier erfahrt Ihr dann auch alle aktuellen Themen und Termine. Mittelfristig wollen wir gerne, dass Ihr mit uns über die offizielle Seite, also www. facebook.com/rsshagen kommuniziert. Ganz sicher klappt das, wenn Ihr auf www.facebook.com/rsshagen geht und dann auf „Seite gefällt mir“ klickt. Das würde mich freuen.

32

Mark Neuper


Alte Medien

Die Bitte um redaktionelle Mithilfe, die natürlich auch für die neuen Medien gilt, ist so alt wie die Schulzeitung selbst. Das belegt folgender Comic aus den „Mitteilungen der Rudolf-Steiner-Schule Hagen“ Sommer 1987.

33


Angefangen hat alles mit den Harkorts 300 Jahre Schulgeschichte in Westerbauer Von Michael Eckhoff Haspe. Wenn jemand seinen 30. Geburtstag feiert, ist er noch vergleichsweise jung. Die Hasper Waldorfschule an der Enneper Straße ist so jung - sie feiert genau dieses Jubiläum in den nächsten Wochen. Kaum bekannt ist jedoch, dass ihr Schulstandort deutlich älter ist. Streng genommen ist er rund zehnmal so alt - und somit einer der traditionsreichsten im Hagener Raum.

Harkort stellte für den Schulbau unweit der Ennepe – an der heutigen Grundschötteler Straße schräg gegenüber der Harkortschen Fabrik (das ist die derzeitige Tischlerei Vormann) - ein Grundstück zur Verfügung, lieferte Bausteine und gewährte in den nächsten Jahren auch so manche Finanzspritze, etwa zur Bezahlung von Johann Theodor Flock, dem ersten Lehrer, gebürtig aus Erfurt und zuvor in Schwelm tätig. Auch als Betraum

Alles begann auf Gut Harkorten Angefangen hat alles am Quambusch. Der Gutsherr, Kaufmann und Hammerwerksbesitzer Johann Kaspar Harkort II. (1677 bis 1742), Großvater des legendären Industrie- und Eisenbahnpioniers Friedrich Harkort, beschäftigte vor ziemlich genau 300 Jahren einen jungen Theologie-Absolventen als Lehrer und beauftragte ihn, seine neun Kinder sowie die Kinder einiger Nachbarn zu unterrichten. Eine normale Schule gab es seinerzeit im Westen des Kirchspiels Hagen nicht. In den darauffolgenden Jahren verbreitete sich auch bei anderen Einwohnern Westerbauers die Erkenntnis, dass es sinnvoll für die Zukunft sein könnte, alle Kinder lesen, schreiben und rechnen lernen zu lassen. Neben J.K. Harkort waren es insbesondere der Kaufmann Eberhard Fischer von der Stennert und der Ortsvorsteher Johann Kaspar Flockenhauß, „die mit aller Tatkraft daran gingen, den Gedanken zur Ausführung zu bringen“, beschreibt der Hasper Chronist Paul Schulte 1932 die Bemühungen im frühen 18. Jahrhundert. Der wichtigste Hasper Heimatforscher in der Zeit zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg war Paul Schulte. Der Volksschullehrer unterrichtete in jungen Jahren an der Harkortschule. Am Baukloh ist mittlerweile nach ihm eine Straße benannt. (Abbildung aus Paul Schulte, Geschichte der evangel. Volksschule QuambuschStennert, Haspe 1932)

In den Jahren 1719 und 1720 konnte dann ein erstes kleines Schulgebäude errichtet werden - samt Lehrerwohnung für Flock und seine Nachfolger. Dabei diente dieser Bau schon bald nicht allein schulischen Zwecken, sondern auch der evangelischen Kirche als Betsaal, denn weder in Westerbauer noch in Haspe gab es im frühen 18. Jahrhundert eine eigene Kirche. Wer damals zum Gottesdienst wollte, musste sich auf den langen Weg nach Hagen zur heutigen Johanniskirche begeben. 87 Jahre nach der Einweihung dieser ersten Schule also 1807 - stellte der Hagener Schulkommissar, der Prediger Dahlenkamp, fest, dass der alte Quambuscher Bau mit seinen zwei Klassen zum einen dringend renovierungsbedürftig und zum anderen längst viel zu klein war. Schließlich hatte die Bevölkerungszahl in der Region deutlich zugenommen und überdies war der Anspruch an eine ordentliche Ausbildung mittlerweile erheblich gestiegen. Dahlenkamp sah sich vor Ort um und schlug dann vor, zusätzlich zu den bestehenden Klassen „zwei ganz neue Schulzimmer auf einem besonderen Platz anlegen zu lassen“. Wobei er hoffte, dass die Familie Harkort „den Grund, worauf das Gebäude errichtet werden soll, hingeben“ werde. Um die Kosten aufbringen zu können, sollten im Raum Hagen „freiwillige Beiträge eingesammelt werden“. Zu dem beabsichtigten Neubau sollte es aber nicht kommen. Dies lag unter anderem an dem nach 1807 amtierenden Schulvorstand, der Kinder und Lehrer „schmoren“ ließ und die Neubauplanung immer und immer wieder aufschob. Bis 1824. Da platzte Johann Kasper Harkort IV., Enkel des Schulgründers und Bruder von Friedrich Harkort, der Kragen. Er beschwerte sich beim Königli-

34


Hasper Schulgeschichte

chen Landrat in Hagen, Friedrich Gerstein, und wies ihn auf die Missstände am Quambusch hin. Langwierige Verhandlungen mit den Bürgern von Westerbauer folgten - 150 Familien zählten damals zum Schulbezirk. Maroder Zustand

Schulvorstand stellte die verschiedensten Überlegungen an und erwog mehrfach den Kauf diverser Grundstücke auf der Südseite des Flusses, also an der Enneper Straße. 1869 war immer noch keine neue Schule vorhanden – und dies, obwohl „die beiden Klassenzimmer in der Quambuscher Schule derart überfüllt waren – in der 1. Klasse saßen 186 und in der 2. Klasse 215 Kinder -, dass keine Lernanfänger Aufnahme finden konnten“, erzählt uns Heimatforscher Paul Schulte (nach dem übrigens am Baukloh eine Straße benannt worden ist – der PaulSchulte-Weg). Erst am 3. August 1869 konnte endlich ein Grundstück erworben werden - die optimal gelegene Besitzung des

Endlich dann im März 1828 stand fest, dass es tatsächlich einen Neubau geben sollte – aber nur in Form einer relativ kleinen Erweiterung. Kurz vor Weihnachten war dieser Anbau fertiggestellt. Allerdings waren dabei die Bedürfnisse des in der Schule nach wie vor wohnenden Hauptlehrers unbeachtet geblieben - unmittelbar vor seiner „Stube“ befanden sich ein alter Viehstall und ein Misthaufen, was hygienisch alles andere als angenehm war. Überdies befand sich das inzwischen über hundert Jahre alte Schulgebäude in einem maroden Zustand. Risse in der Wand ließen nach einem Sturm das Schlimmste befürchten. Bis 1839 dauerte es dann noch, bis ein Neubau erstellt war. „Leider war er kaum größer als die alte Schule, so dass bald alles aus den Nähten platzte. „Die beiden Klassenzimmer waren derartig überfüllt, dass die Bänke längst nicht mehr zum Sitzen ausreichten“, weiß Chronist Paul Schulte, „so dass viele, viele Kin- Als dieses Foto um 1930 aufgenommen wurde, war die alte Quambuder auf dem Fußboden Platz neh- scher Schule schon lange nicht mehr als Lernstätte erkennbar. Bereits Jahrmen mussten.“ Auch war eigentlich zehnte zuvor war der Bau an der Grundschötteler Straße von der Familie Harkort zunächst zu Büros, dann zu Wohnungen umgebaut worden. längst ein dritter Lehrer vonnöten. (Abbildung aus Paul Schulte, Geschichte der evangel. Volksschule Quambusch1860 reifte die Idee, die Schule am Stennert, Haspe 1932) Quambusch eventuell aufzugeben und ein neues Schulgrundstück an besser geeigneterer Gärtners Alexander Grundmann. Den Bauplan lieferte Stelle zu suchen. Doch diese eigentlich richtige Idee der Hagener Architekt Sander – und so konnte denn alswurde zunächst nicht umgesetzt. Stattdessen entschloss bald mit dem Neubau begonnen werden. Am 2. Janusich der Schulvorstand, das bestehende Gebäude nach ar 1871 übergab der Schulvorstand den Neubau seiner Plänen des seinerzeit bekannten Hasper Baumeisters Bestimmung – unter dem Namen „Stennertschule“ war und Kirmes-Enthusiasten Friedrich Schmidt um- und eine dreiklassige Einrichtung entstanden. Eine weitere ausbauen zu lassen. Doch auch diese Beschlüsse waren Klasse befand sich im 1863 erbauten Grundmannschen für die Katz’ – die Königliche Regierung versagte dem Wohnhaus unmittelbar neben der neuen Schule. Vorhaben die Genehmigung und verlangte einen Neu- Die bisherige Schule an der Grundschötteler Straße ging bau. in das Eigentum Johann Kaspar Harkorts über, der darin zunächst Büros und anschließend Wohnungen einrichIn der 1. Klasse 186 Kinder tete. Im Kern ist es bis heute vorhanden, wenngleich dies kaum ein Hasper ahnt. Ein langjähriges „Durcheinander“ schloss sich an – der

35


Neue Schule schnell zu klein

Hauptschule und Waldorfschule

Eigentlich hatte man von vornherein zu klein geplant – der rapide Bevölkerungsanstieg der damaligen Zeit führte dazu, dass schon 1873 erneut alle Klassenzimmer völlig überfüllt waren. Dringend musste ein Anbau her! 1874 lieferte erneut Architekt Sander die Baupläne für zwei Klassen, die bereits 1875 angefügt wurden. Die nächste Erweiterung stand 1898 an – abermals kamen zwei Klassenräume hinzu. Nun verfügte Westerbauer endlich über eine achtklassige Volksschule, wie sie vielerorts längst Standard war. Weitere Schulen kamen in den nächsten Jahren hinzu – gegenüber der Stennertschule entstand 1912 die katholische Mühlenwertschule (heutiges Unterstufengebäude der Waldorfschule), auf der Kipper gab es seit 1907 eine zweite evangelische Volksschule mit acht Klassen, und die kleine Schule am Distelstück wurde 1912 deutlich vergrößert. In Westerbauer hatten sich kurz vor dem Ersten Weltkrieg folglich die Schulverhältnisse erheblich verbessert. Weitere Um- und Ausbauten der „Stennertschule“ in den Ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zu beschreiben, ersparen wir uns hier. Hervorgehoben sei aber, dass sich die Hasper Stadtväter kurz nach dem Krieg entschlossen, die Volksschule umzubenennen – 1920 erhielt sie zum 200. Geburtstag den Namen ihrer eigentlichen Gründer: „Harkortschule“.

Unter ihrem Namen „Harkort“ hatte die evangelische Schule an der Enneper Straße bis 1968 Bestand. Viele bekannte Hasper lernten hier schreiben und rechnen – so beispielsweise der Oberbürgermeister-Kandidat der Hagener SPD im Jahr 2014, Horst Wisotzki. In den späten 1960er Jahren kam es in Nordrhein-Westfalen zu großen Reformen. In diesem Zuge entstand auch die 20-klassige Hauptschule Westerbauer – mit der bisherigen Harkortschule als Hauptbau. Ab Mitte der 1980er Jahre kannte man diese Einrichtung abermals unter dem Namen „Harkortschule“ – allerdings nicht mehr lange. Schon bald gab die Stadt Hagen den Hauptschul-Standort Westerbauer auf, was unter anderem eine Folge der Gesamtschulgründung in Niederhaspe war. Vor 30 Jahren entstand an der Enneper Straße die Waldorfschule (Rudolf-Steiner-Schule). Sie nutzt heute sowohl den rund hundert Jahre alten Bau der einstigen katholischen Mühlenwertschule als auch das Gebäude der früheren evangelischen „Harkort-Volksschule“ und blickt damit nicht nur auf 30 Jahre, sondern schlussendlich auf eine 300-jährige Schulgeschichte zurück. Nicht übersehen darf man indes, dass die Stadt Hagen den Namen „Harkortschule“ nicht vergessen hat, sondern vor einigen Jahren der Grundschule auf der westlichen Seite des Quambusch genau diesen traditionsreichen Namen verliehen hat.

Terminhinweis:

Die evangelische Stennertschule an der Enneper Straße wurde 1920 in Harkortschule umbenannt. Heute steht an dieser Stelle der Oberstufenbau der Waldorfschule. (Abbildung aus Paul Schulte, Geschichte der evangel. Volksschule Quambusch-Stennert, Haspe 1932)

36

Auf den Spuren der Harkorts Am Samstag, 15. März 2014, feiert die Waldorfschule ihren 30. Geburtstag. Im Zusammenhang mit diesen Feierlichkeiten bietet die Schule auch eine kleine Exkursion an: „Auf den Spuren der Harkorts“. Michael Eckhoff führt ab etwa 12.30 Uhr – mit Start an der einstigen Mühlenwertschule (heutiger Unterstufenbau) – an der alten Harkortschule und an der Harkortschen Fabrik vorbei bis zum Gut Harkorten. An dieser Exkursion kann jedermann teilnehmen.


Hasper Schulgeschichte

Unsere Waldorfschule fußt auf einer langen Tradition. Die erste Schule in Westerbauer entstand vor rund 300 Jahren auf Betreiben des Gutsbesitzers Harkort am Quambusch, 150 Jahre später zog sie zur Enneper Straße um, wo sie 1920 den Namen „Harkortschule“ erhielt und wo sie mehrfach - vor allem in den 1950er Jahren - erheblich erweitert wurde. Heute nutzt unsere Oberstufe den alten Standort. Ob noch Teile der vor knapp 150 Jahren errichteten und mehrfach erweiterten Stennertschule im heutigen Oberstufen-Gebäude stecken? Das kann man durchaus vermuten. Ihr heutiges Gesicht erhielt die Schule hauptsächlich in den frühen 1950er Jahren. (Fotos: Claudia Eckhoff)

Partyservice Wunderlich - seit mehr als 40 Jahren Qualität aus Meisterhand. Sie planen eine Feier? Vielleicht mit 10 Gästen im privaten Kreis oder mit 100 Gästen in gehobener Atmosphäre? Gern sind wir Ihnen mit unserer über 40-jährigen Erfahrung im Cateringbereich bei der Planung und Durchführung ihres Events behilflich. Ihre individuellen Wünsche und die Zufriedenheit Ihrer Gäste sind unser Maßstab. Sprechen Sie uns an. Schlachthofstraße 2-6 | 58089 Hagen | Telefon: 02331 333619 | info@partyservice-wunderlich.de

37


Schulhof im Wandel der Zeit Berichte aus alten Schulzeitungen

Schulhof z. Zt. der Gr端ndung 1983

Sommer 1986

38


Schulhof im Wandel

Sommer 1994

39


Herbst 2006

40


Schulhof im Wandel

41


Zukunft braucht Herkunft - Wie alles begann Jede Entstehung einer Waldorfschule oder auch eines Waldorfkindergartens ist einmalig. Immer sind es konkrete einzelne initiative Menschen, die eine solche Einrichtung wollen. Als 1919 Emil Molt in Stuttgart die erste Waldorfschule gründete und Rudolf Steiner bat, diese einzurichten und das Kollegium zusammen zu rufen und für die Aufgabe auszubilden, war das Motiv, Menschen durch entsprechende Bildung so zu erziehen, dass sie in der Lage sind, die sozialen Fragen der Gegenwart zu ihrem Auftrag zu machen und dazu beizutragen, dass vor allem nach den Wirrnissen und dem sozialen Chaos nach dem ersten Weltkrieg eine menschenwürdige Ordnung entsteht. Andere Waldorfschulen entstehen dort, wo heilpädagogische Lebensgemeinschaften bemerken, dass für die Mitarbeiterkinder eine Schule benötigt wird. Wiederum andere Schulen haben ihren Ursprung in einer Gemeinschaft landwirtschaftlich arbeitender Menschen, die „nebenbei“ die Infrastruktur für erfülltes familiäres Leben schaffen wollen. Jede Schule hat ihren eigenen Hinter- und Motivgrund und es könnten jetzt viele weitere Beispiele für individuelle Ausgangslagen genannt werden. Wo liegt der Beweggrund, dass 1983 in Hagen die Rudolf Steiner Schule ihre Arbeit beginnen konnte? Schon seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gibt es den Zweig Hagen der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Das heißt praktisch, dass sich seit dieser Zeit regelmäßig Menschen zusammenfinden, um gemeinsam an Fragen des Menschen- und Weltbildes aus einer durch geisteswissenschaftliche Forschung erweiterten Perspektive zu arbeiten. Diese Arbeit anthroposophischer Zweige gibt es in vielen Städten der Welt. Immer wieder sind aus dieser Arbeit Begründungen anthroposophisch orientierter Lebensfelder hervorgegangen wie zum Beispiel pädagogische, heilpädagogische, landwirtschaftliche oder medizinische. Die Hagener Zweigarbeit beschränkte sich, abgesehen von einigen öffentlichen Vortragsveranstaltungen, immer auf die interne Studienarbeit. Anfang der 70er Jahre veränderte sich das Bild des Hagener Zweiges insofern, dass dem Kreis der doch immer altersmäßig fortgeschrittenen Mitglieder junge Menschen sich hinzugesellten. Zwei von ihnen, Ulrike Philips, später Ulrike Philips-Saßmannshausen, und Wolfgang Saßmannshausen, waren gleichzeitig auf dem Wege, Waldorfpädagogen werden zu wollen. Diese Situation führte innerhalb der Hagener Anthroposophischen Gesellschaft

zu Gesprächen mit der Frage, ob diese Konstellation nicht Grund und Anlass sein könnte, anthroposophisch gegründete Pädagogik in Form von Waldorfkindergarten und Waldorfschule in Hagen zu inaugurieren. Äußerer Ausdruck und erste Form des hierzu getroffenen Entschlusses war die Gründung des Vereins zur Förderung der Waldorfpädagogik Hagen am Himmelfahrtstag 1975 (8. Mai). Alle Gründungsmitglieder waren Mitglieder des Hagener Zweiges der Anthroposophischen Gesellschaft. Einige von ihnen hatten praktische Berührung mit der Waldorfpädagogik, weil sie Eltern vornehmlich in der Waldorfschule Wuppertal gewesen waren oder auch noch waren. Mit diesem Hintergrund wurden damals vor allem Inge und Manfred Schädle aktiv. Rückblickend ist ein Motiv besonders zu benennen. Die Menschen, die damals den Entschluss fassten, waldorfpädagogisch arbeitende Einrichtungen in Hagen zu begründen, baten sehr junge Menschen aus ihren Reihen, die zu dieser Zeit 22 Jahre alt waren, diese Gründungsarbeit zu leisten. Dass es gelang, in sehr kurzer Zeit Waldorfpädagogik zu einem allseits bekannten Kulturphänomen in Hagen zu machen und letztlich viele Menschen der Politik und nahezu alle Verantwortlichen im Verwaltungsbereich der Stadt als Unterstützer und Sympathisanten zu gewinnen (hier ist besonders der damalige Stadtdirektor Dr. Rudolf Pesch mit Dank zu erwähnen), konnte auch dadurch erheblich unterstützt werden, dass es keinmal geschah, dass das übertragene Mandat, Ausdruck größten Vertrauens, in Frage gestellt worden ist. Als heute auch als Berater von Kollegien tätiger Mensch weiß ich, wie selten es gelingt, dass eine Menschengruppe wirklich vertrauensvoll einzelnen ein Mandat der Initiative überträgt und auch bei eigenen vielleicht kritischen Fragen völlig dazu steht. So kann als ein Motiv oder vielleicht ein Patengeschenk bei Begründung des Hagener Waldorfimpulses herausgestellt werden, was menschlich unabdingbare Basis für jede gelingende Pädagogik ist, selbstverständliches Vertrauen in die junge Generation der Zeitgenossen zu haben – nicht als Ideal oder moralische Forderung, sondern als sozial gelebte Praxis. Tragende Substanz für ein waldorfpädagogisch arbeitendes Unternehmen bildet sich in der Hauptsache durch die Bewusstseinsqualitäten der aktiven Menschen. Von Anfang an, also seit 1975, wurde regelmäßig die Arbeit an den menschenkundlichen Hintergründen der Waldorfpädagogik und Anthroposophie gepflegt. Für

42


30 Jahre Waldorfschule Hagen

diese Aufgabe entstand eine Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der Wuppertaler Waldorfschule. Hier sei besonders ein Name genannt, der Kennern der Waldorfpädagogik selbstverständlich ein Begriff ist: Wilhelm Rauthe, Gründungslehrer der Rudolf Steiner Schule Wuppertal und langjährig Gastdozent in der Waldorflehrerbildung und der Führung des Bundes der Freien Waldorfschulen tätig. Diese über viele Jahre vierzehntäglich stattfindende Arbeit engagierter Eltern und später auch potentieller Erzieherinnen und Lehrer der Hagener Kindergarten- und Schulgründung ist gar nicht hoch genug einzuordnen, und heute noch gebührt den lieben Freunden des Wuppertaler Kollegiums, die zusammen mit dem seit vielen Jahren verstorbenen Wilhelm Rauthe die vorbereitende Arbeit geleistet haben, größter Dank. Bereits 1977 sah es so aus, als könnte sich in absehbarer Zeit der Gründungsimpuls verwirklichen. Aus dem Waldorflehrer-Seminar in Witten kam eine kleine Gruppe angehender Waldorflehrer zu der Gründungsinitiative hinzu. Die zu dieser Zeit große Idee war, die Hagener Waldorfschule innerhalb des Areals des Freilichtmuseums zu gründen. Prof. Sonnenschein, Leiter des Freilichtmuseums, zeigte Sympathie für diese Idee der Gruppe junger Pädagogen. Wilhelm Ernst Barkhoff, Begründer der GLS Bank in Bochum, zeigte sich in einem Beratungsgespräch äußerst angetan und versicherte persönlich, die junge Lehrergruppe zu unterstützen. Doch dann dauerte alles zu lange, die jungen Pädagogen begannen ihre Lehrertätigkeit in anderen Schulen, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Träger des Freilichtmuseums ließ überhaupt kein Gespräch für die Weiterführung der Idee der Schulgründung im Areal des Freilichtmuseums zu. Das große Ziel des Gründungsimpulses aus der Anthroposophischen Gesellschaft war „Waldorfschule“, doch bald war jedem klar, es muss zunächst der Waldorfkindergarten sein. Dieser entstand 1981 in Haspe in der Stephanstraße. Was sind besondere innere Motive dieser ersten waldorfpädagogischen Einrichtungsgründung gewesen, die das „Gesicht“ des Hagener Waldorfkindergartens gestaltet haben? Da ist zunächst eine Facette, die sehr stark durch die äußere Situation angeregt worden ist. Der Kindergarten lag an der damaligen Industriebrache der Hasper – Hütte in einer nicht sehr attraktiven Lage. An der Straße standen noch einige schon verfallene Häuser der ehemaligen Hüttenmitarbeiter. Diese wurden ausschließlich von marokkanischen und türkischen Familien bewohnt. Diese erlebten, wie die erste Elterngeneration des Waldorfkindergartens das Haus

und vor allem den Garten herrichtete. Die Kinder waren dabei und spielten in dem langsam entstehenden Kindergarten-garten. Zwischendurch gab es gemeinsames Essen oder Kaffeepausen – eine fast idyllische Situation. Erst zaghaft, dann deutlicher kam nun von einzelnen anwohnenden Familien die Frage, ob ihre Kinder auch in diesen Kindergarten kommen könnten. So begann der erste Hagener Waldorfkindergarten auch mit einigen marokkanischen und türkischen Kindern seine Arbeit – zu einer Zeit, als in kaum einem deutschen Waldorfkindergarten ein Kind aus diesem Kulturkreis war. Ein anderes Gründungsmotiv wurde konsequent gelebt: Die Finanzierungsfrage hat überhaupt keinen Einfluss auf die Aufnahme und den Kindergartenbesuch. Dies lebte so, dass es keine festgelegten Elternbeiträge gab. Allen war bekannt, welche Summe die Elternschaft für einen ausgeglichenen Haushalt aufbringen muss. Nun musste sich jede Familie selbst einschätzen. Wenn das Geld nicht reichte, ging die Meldung wieder an alle, noch einmal zu prüfen, ob nicht „mehr drin ist“. 15 Jahre wurde dieses Prinzip gelebt, ohne dass auch nur einmal eine existentielle Krise entstand. Die Nachfrage nach Kindergartenplätzen war so groß, dass bereits 1983 –zeitgleich zur Schulgründung – der zweite Hagener Waldorfkindergarten in Eilpe in der Franzstraße seine Arbeit aufnahm. Schaut man so zurück, so zeigen sich in der Entstehungszeit Motive, um die zu ringen, es sich heute und in Zukunft weiterhin lohnt. Zusammengefasst sind solche „Hagener Motive“ am Anfang erkennbar, sie sind quasi der „Hagener Impuls“: • Vertrauen in die junge Generation • Erziehung und Bildung auf ein spirituelles Verständnis des Menschen gründen • Offenheit allen interessierten Menschen gegenüber • Ringen um brüderliche Umgangsformen Einerseits zeigen die Menschen und „die Zeit“, dass gerade diese Motive dringend und von vielen ersehnt sind, andererseits aber auch immer wieder und immer mehr Argumentation gegen sie entsteht. Um in diesem Spannungsfeld den Kurs zu wahren, braucht es Mut und Kraft. Mögen diese auch im vierten und allen weiteren Jahrzehnten der Hagener Waldorfkindergärten und Waldorfschule errungen werden!

43

Wolfgang Saßmannshausen


Orchesterfahrt nach Weimar Drei Schülerinnen berichten

Der Ort Am 20.01.2014 begann die ca. fünfstündige Fahrt nach Weimar, eine ca. 65.000 Einwohner zählende Universitätsstadt in Thüringen. Das Begegnungszentrum und das Kammergut befinden sich in einem kleinen Ort namens Tiefurt, nicht weit von der Stadt Weimar entfernt. Vor fünf Jahren hat die Stiftung „Wohnen plus“ die Wohnanlage und die Begegnungsstätte übernommen. Sie vermietet diese entsprechend dem gemeinnützigen Stiftungszweck überwiegend an ältere oder der Betreuung bedürftige Menschen. Werkstätten, Töpferei, Malatelier, Tagungsräumlichkeiten, Restaurant und eine große Veranstaltungsscheune zeugen von vielseitigen künstlerischen und kulturellen Aktivitäten! In dieser Begegnungsstätte wurden wir mit Tee und Kuchen herzlich in Empfang genommen! Während die meisten Schüler dann ihre Schlafstätten und Wohnungen in Beschlag nahmen, nutzten einige von uns die Gelegenheit, einem Querflötenkonzert beizuwohnen, ein Schüler des Musikgymnasiums Weimar war an diesem Abend zu Gast. Gegessen wurde in einer denkmalgeschützten und prächtig ausgebauten ehemaligen Papiermühle. Neben dem Kammergut befinden sich das Schloss und der Park Tiefurt, wo einst Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach ge-

lebt hat. Der Park gehört zum Weltkulturerbe!! Berühmte Persönlichkeiten, wie Johann Sebastian Bach, Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe kamen nach Weimar, um dort zu wohnen oder wie Bach, als Konzertmeister zu verweilen. Es gibt aber auch noch mehr Sehenswürdigkeiten in Weimar, wie zum Beispiel Goethes und Schillers Wohnhaus, das Stadtschloss und das Konzentrationslager Buchenwald, das aus dem zweiten Weltkrieg stammt und somit eine sehr traurige, aber bedeutsame Geschichte mit sich trägt. So ist Weimar schon ein sehr eindrückliches und bedeutsames Kulturzentrum, welches im 5. Jahrhundert erbaut wurde! Lili Herbertz 9.Klasse Unsere Proben Die Proben fanden im Gemeinschaftsraum statt. Wir arbeiteten auf ein Konzert am letzten Abend sowie auf die bevorstehende Festveranstaltung zum 30-jährigen Jubiläum unserer Schule hin. Zwischendurch probten Streicher und Bläser getrennt. Das Konzert gelang uns sehr gut! Auch die vor kurzem entstandene Schulband, bestehend aus 5 Sängerinnen, 2 Gitarristen, 1 Bassgitarrist und Herrn Buchner, probte für diese Ereignisse.

44


Orchesterfahrt

Danksagung An dieser Stelle möchten wir und alle Beteiligten uns bei „Hilu“ und Kathrin bedanken, dass sie uns auf dem Kammergut Tiefurt so herzlich willkommen geheißen haben, immer für uns da waren und diese Fahrt möglich gemacht haben! Rückblick Die Orchesterfahrt nach Weimar war ein voller Erfolg! Es hat Spaß gemacht, wir hatten tolle Räumlichkeiten, sehr gutes Essen und haben schöne Dinge unternommen. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder so eine tolle Fahrt erleben dürfen! Paula Mann, 9.Klasse Das Konzert Das Konzert sollte am letzten Abend stattfinden. Herr Buchner hatte uns recht viel Druck gemacht, da er überall Plakate gesehen hatte, die das Konzert ankündigten. Die alte Scheune war schon hergerichtet worden, die Stühle standen und Scheinwerfer tauchten die Wände an manchen Stellen in mystisch aussehendes Licht. Aber es war kalt! Wir probten noch einmal alle Stücke und danach hatten wir 25 Minuten Zeit, um uns für das Konzert fertig zu machen. Die Mädchen nutzten die Zeit und in den Badezimmern fanden richtige Gruppenversammlungen statt - alle zwängten sich vor den Spiegel. Das Konzert war dann sehr einprägend. Die Stücke haben gut geklappt und man sah die Freude in den Gesichtern unserer Zuhörer. Auch die Schulband führte zwei Stücke aus ihrem Repertoir auf und als Zugabe den berühmten „Cupsong“. Ein gelungener Abend! Als Belohnung gab es keine Blumen, sondern festlich gedeckte Tische sowie dienstfrei für den Küchendienst. Wir freuten uns darüber wirklich sehr! Der letzte Abend Man kam sich vor wie im siebten Himmel, als man die gedeckten Tische sah, den Speisesaal eingetaucht in schimmerndes Kerzenlicht und Kaminfeuer. Es gab anstelle von Brot, Kartoffelsalat mit Würstchen und Punsch! Es war eine so einfache Sache, die wir aber sehr zu schätzen wussten. Nicht zu vergessen das leckere Dessert! An diesem Abend lockerten sich die Regeln und wir durften etwas länger beisammen sitzen. Doch leider war dieser Abend viel zu schnell vorbei. Wir haben diesen Ort erst später zu schätzen gewusst, und dann mussten wir auch schon die Rückfahrt antreten.

Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald Am Donnerstag ging es für die älteren Schüler ins Konzentrationslager Buchenwald. Natürlich war das freiwillig. Buchenwald war das größte KZ auf deutschem Boden, jedoch anders als z.B. Auschwitz, war Buchenwald nicht mit Gaskammern ausgestattet. Dort ging es darum, dass sich die Häftlinge zu Tode arbeiten sollten. Als der Bus dicht am Lager angekommen war, sah zuerst alles sehr normal aus. Gelbe Häuser, viele Bäume, welche wunderschön von Schnee überzogen waren. Aber es war keine gemütliche Wohnlage im Winter, sondern ein grausamer Ort, an welchem ca. 52.000 Menschen ihr Leben verloren haben. Der erste Punkt unserer Führung bestand aus einem Dokumentarfilm. Zeitzeugen berichteten von ihren persönlichen Erlebnissen, man sah alte Aufnahmen und manche von uns erkannten die gezeigten Orte sogar, durch ihre Besichtigungen in Weimar, wieder. Es ging einem sehr nahe, was sich auch an ein paar Tränen zeigte. Nach einer Pause ging es in eisiger Kälte zum Treffpunkt der weiteren Führung. Eine Frau stellte sich vor und begann uns das Gelände zu zeigen. Während der gesamten Führung herrschte eine bedrückte Stimmung. Uns wurden Gefängniszellen gezeigt, das weite Gelände, die Ruinen der alten Baracken, in welchen die Häftlinge unter grausamen Bedingungen leben mussten, ein altes Arztzimmer sowie das Krematorium. Zum Schluss durften wir uns noch selbst umsehen und viele besuchten das dortige Museum, dort waren die Temperaturen wieder erträglicher. Das sehr eindrucksvolle Museum zeigte Briefe, Gewehre, Bilder, alte Kleidungsstücke sowie Kurzbiographien einiger SS-Angehörigen und Dokumentationsfilme. Auf dem gesamten Rückweg war unsere Stimmung wieder lockerer. Dieses Erlebnis hat uns dennoch geprägt und unsere Denkweise verändert. Aber wenn man sich mit etwas Abstand klar macht, dass man auf Wegen gelaufen ist, auf welchen tausende Menschen starben, dann bekommt der Satz „Wozu Menschen alles fähig sind“ eine komplett andere Bedeutung und ein anderes Gewicht! Es war alles krankhaft genau durchdacht, grausam und gruselig! Yasemin Kohle 9.Klasse

45


CANTARE lebt - Auch dieses Jahr suchen junge Waldorfmusiker die große Herausforderung der Tagung bei zwei Konzerten in der Liederhalle Stuttgart und am Goetheanum aufgeführt wurden.

Vor etwa acht Jahren entstand die Idee, ein Chorprojekt für Schüler zu organisieren und jungen, musikbegeisterten Menschen die Möglichkeit zu geben, sich intensiv mit klassischer Musik auseinanderzusetzen und gemeinsam etwas Großartiges auf die Bühne zu bringen. Ideen brauchen Menschen, die sie umsetzen wollen, die dafür leben und dafür kämpfen. Sebastian Arnd, seinerzeit Schüler der Waldorfschule Heidelberg, ist ein solcher Kämpfer. Die Idee begleitete ihn drei Jahre und ließ ihn nicht mehr los. Schließlich wurde daraus eine Initiative. Gemeinsam mit Birte Stöhr machte er sie zum Thema seiner Jahresarbeit in der 12. Klasse. Das Vorhaben nahm Gestalt an. Es fanden sich fünf junge Menschen, die sich für die Idee begeistern konnten und die Energie hatten, sie umzusetzen. Das erste Teamtreffen im Juni 2009 war die Geburt von Cantare.

Das war der Anfang. Cantare findet seitdem jährlich statt und entwickelt sich immer weiter – die Teilnehmerzahl stieg von Jahr zu Jahr und 2013 kam zum Chor ein Orchester für die Carmina Burana von Carl Orff hinzu. Das jährlich wiederkehrende Projekt wird ausschließlich von Jugendlichen im Alter von 18 bis 22 Jahren auf die Beine gestellt. Zu den Aufgaben gehören: Auswahl der Stücke, die Suche nach den geeigneten Dozenten, die Tagesgestaltung sowie die Essensplanung und -zubereitung, aber auch Finanzplanung und Vereinsarbeit. Manchmal ist es nicht leicht, im Alltagsstress noch Zeit für Cantare zu finden, doch die wöchentliche Telefonkonferenz der Organisatoren aus ganz Deutschland motiviert, tatkräftig weiterzumachen. Es gilt, Verantwortung zu übernehmen und im Team über einen längeren Zeitraum zusammenzuarbeiten. Immer gleich und doch ganz anders Cantare befindet sich in ständiger Veränderung, denn Organisationsteam und Teilnehmer finden sich für jedes Projekt neu zusammen. Somit ist die Tagung jedesmal gleich und doch ganz anders: Gleich in der Intention und anders durch die Menschen, den Ort und die Musik, die jede Tagung zu einem einzigartigen Erlebnis machen.

Mit dem Cantare-Projekt sollen diejenigen, die wirklich singen wollen, zusammen einen Chor bilden, sie sollen die Möglichkeit haben, mit einem professionellen Dirigenten anspruchsvolle Werke einzustudieren und groß aufzuführen. Unter diesem Motto begann die Organisation für die erste Cantare-Chortagung. Im Mai 2010 fand sie mit 45 Schülern in der Waldorfschule Heidelberg statt. Erprobt wurden Werke von Edgar Elgar, Ernst Toch, Johannes Brahms und Robert Schumann, die zum krönenden Abschluss

46


Veranstaltungen

destens den gleichen Einsatz. Cantare möchte jungen Menschen einmal im Jahr die Gelegenheit geben, so eine existenzielle Erfahrung gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten machen zu können. Die Erfahrung der letzten Cantare-Projekte zeigt, dass das Konzept aufgeht – viele Teilnehmer kommen immer wieder und berichten von prägenden Erlebnissen, die das Leben verändert haben!«

Junge Menschen suchen nach Herausforderungen, an denen sie wachsen können. So sagt Michael Hartenberg, der seit 2011 als Dirigent dabei ist: »Die großen Werke unserer klassisch-romantischen Musiktradition bieten einzigartige Möglichkeiten, sich ohne Lebensgefahr in Grenzsituationen zu begeben. Wir wachsen, wenn wir Grenzen überschreiten – das heißt, wenn wir bereit sind, unsere durch Konventionen aller Art geprägten Beschränktheiten zu überwinden. Man muss nicht unbedingt S-Bahnsurfen oder in LSD-Trips versinken, um sich in Extremsituationen zu erleben; die großen Komponisten wie Mozart und Schubert verlangen, wenn man sie ernst nimmt, min-

»Cantare« wird fünf Jahre alt In den Osterferien 2014 feiert Cantare seinen fünften Geburtstag. Tagungsort ist die Freie Waldorfschule Düsseldorf. Cantare wird 2014 wieder ein Projekt für Chor und Orchester sein. Voller Vorfreude blicken wir nun den Osterferien entgegen, in denen wir gemeinsam mit hundert jungen Musikern u.a. das Requiem von Mozart und Schuberts Unvollendete erarbeiten wollen und am 26. April in der Christuskirche Schwelm aufführen werden. Johanna Werner und Freya Vogler

47

TIP: Noch freie Plätze in den Männerstimmen Tenor und Bass sowie im Orchester! www.cantare-projekt.de


Kommentare zum Dreikönigsspiel “Während des Stückes war schon zu spüren, wie sehr das Schauspiel und gerade die Musik die Schüler berührt hat.”   “Es entstand eine andächtige Stimmung”   “Es war total berührend, dass die unteren Klassen mit Herrn Buchner nach dem Stück anfingen, die Lieder im Unterricht zu singen.”   “Ich bin vor Allem Frau Henneberg und Herrn Buchner sehr dankbar, dass sie es möglich gemacht haben.” Leon (13. Klasse)   “Eine tolle Erfahrung”   “Ich finde es sehr wichtig, dass wir Schüler uns zu gewissen Anlässen in der Aula treffen. Wenn es dann auch noch klappt, dass wir uns gegenseitig etwas Passendes zeigen, ist das echt schön.”   “Besonders schön war es, die Andächtigkeit der Schüler während des Stückes zu verfolgen. Kaum ein Schüler störte, da alle von den Bildern und Liedern gefasst waren.” Franca (13. Klasse)   “War echt ne tolle Sache!” Mahmut (13. Klasse)

Ein Besuch in Russland 88 Tage in Smolensk Auf die Idee, eine längere Zeit in Russland zu verbringen, brachte mich mein Klassenmitglied und neben Judith Apel späterer Begleiter Nick Hüsken. Den Entschluss hatte ich dann relativ schnell gefasst, allerdings brauchte es einige Zeit, sich auf eine gemeinsame und allen angenehme Zeitspanne zu einigen. Nach einiger Überlegeng einigten wir uns auf 88 Tage Aufenthalt in Smolensk. Am 22.9.2013 fuhren wir mit der gesamten Klasse zum Flughafen Köln Bonn, von dort aus flogen wir nach Moskau Vnukovo. Von Moskau ging es ca. 7 Stunden mit dem Reisebus durch russische Tundra und kleine Dörfer.

Als wir Smolensk erreichten, sah es erst einmal aus wie eine normale Großstadt. Als wir allerdings an der Schule ankamen, wunderte ich mich beinahe, dass das Gebäude überhaupt noch stand. Nach Einteilung in die Gastfamilien ging ich mit meiner neuen Oma und meinem Gastbruder von der Schule nach Hause. Die Wohnung meiner Gastfamilie lag in einem Mehrfamilienhaus. Alles an diesem Haus rief ein ungemütliches Gefühl hervor. Die Haustür war mit einem elektronischen Zahlenschloss gesichert, die Wohnungstür hatte 2 Schlösser, die ein Gefühl von Unsicherheit hervorriefen. Die Wohnung war unaufgeräumt und obwohl mir meine Gastfamilie

48


Russlandaufenthalt

sympathisch war fühlte ich mich dort fehl am Platze und unwohl, obwohl ich eigentlich kein großes Problem damit habe, mich in fremden oder ungewöhnlichen Verhältnissen wohlzufühlen. Die Stadt Smolensk lernten ich und der Rest der Klasse innerhalb der ersten Woche relativ gut kennen, was nicht immer ein Vergnügen war. Smolensk war für mich ein Zeichen von sehr großen Unterschieden zwischen Arm und Reich und ein Bild von Gleichgültigkeit und schlechter Organisation. Die zweite mit der Klasse gemeinsame Woche verbrachten wir in St. Petersburg. Diese Stadt war völliges Kontrastprogramm zu Smolensk und somit die schönste und sauberste Stadt die ich jemals gesehen hatte. An jeder Straßenecke konnte man einen Palast finden. Alles war sauber, voller Prunk und ausgelebtem Reichtum. Jeden Tag machte die Klasse einen Ausflug und wir lernten die Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen. Das eindrucksvollste war für mich das Kunstmuseum Erimitage und die Palastanlage des Peterhof. Am Ende dieser Woche hiess es für uns drei für 74 Tage Abschied nehmen von unseren Freunden, was uns ziemlich mitnahm. Die Klasse flog von St. Petersburg nach Deutschland zurück und wir fuhren mit dem Zug zurück nach Smolensk. Wie sich im Laufe der Rückfahrt herausstellte, waren wir eher schlecht für die 16-stündige Zugfahrt

vorbereitet. Wir hatten zwar jeder eine 2 Liter Flasche Wasser dabei, die einzige feste Nahrung allerdings waren zwei Mandarinen und ein Wurstbrot. Nick und ich wurden bei der Ankunft in Smolensk von unseren neuen Gasteltern erwartet, da wir beide um einen Wechsel in eine neue Familie gebeten hatten. Judith sollte nach einigen schlechten Erfahrungen mit ihrer Gastfamilie allerdings später auch noch in eine neue wechseln. In den 74 Tagen lernten wir neue Freunde und vor allem die russische Sprache kennen. Die erste Woche kam uns wie drei vor, allerdings verging ab Ende der ersten Woche die Zeit immer schneller. Bis die Zeit in den letzten 2 Wochen wieder förmlich zu kriechen begann. Als wir nach 88 Tagen voller guter und schlechter Erfahrungen, dass erste Mal unsere echten Familien und unsere Freunde wiedersahen war es für uns drei ein Gefühl von Freude und einer ungewöhnlichen Art aufgeregt zu sein. Der Aufenthalt in Russland war für mich eine tolle und außergewöhnliche Erfahrung und machte sich für mich vor allem im Nachhinein im Russischunterricht bemerkbar. Mein Verständnis und Interesse für die Russische Sprache hat sich vervielfacht und ich bin glücklich diese Reise gewagt zu haben.

Jan Lange

Unser Wissen für Ihren Erfolg.

EDV Systeme • Beratung • Installation • Service für Unternehmen und Projekte

02335/97150-0 • a.mager@external-knowledge.de

49


Das Kasseler Jugendsymposium Ein Schüler berichtet Sind Sie engagiert, einsatzfreudig und an den aktuellen Zeitfragen interessiert? Wollen Sie mit Wissenschaftlern, Politikern und Visionären ins Gespräch kommen? Ja, natürlich! Engagiert ist doch heutzutage fast jeder, und wenn mir mal etwas wirklich Spaß macht bin ich doch mit vollem Einsatz dabei! Oder? Okay, die aktuellen Zeitfragen...ich les ja eigentlich gar keine Zeitung. Aber so studierte Leute kennenlernen ist bestimmt spannend. Der Name selbst klingt zunächst einmal sehr öde. Symposion – laut Duden eine (wissenschaftliche) Tagung. Oder ein Trinkgelage. Ach, Tagungen sind doch nur was für Erwachsene! Und dann auch noch Waldorfs. Diese Randgruppe, deren Zugehörigkeit ich aufgrund ihrer lächerlichen Klischeebilder manchmal lieber leugnen würde, die aber trotzdem ganz okay ist (Und ja, ich könnte meinen Namen tanzen, wenn Eurythmie einfach nur Tanz wäre!). Aber halt: Was hat das denn jetzt noch mit „Jugend“ zu tun, schließlich heißt es ja Jugendsymposion? Es kann doch nicht Leute geben, die mit 17 Jahren schon nur noch über Über-Ich und Astralkörper reden?!?! Das Kasseler Jugendsymposion bietet Ihnen die Möglichkeit • gemeinsam Zukunftsvisionen zu bewegen, • Ihre Fähigkeiten zu entwickeln, • bundesweit Freundschaften zu schließen, • individuelle Projekte zu realisieren. Das klingt doch schon mal besser. Ich weiß zwar noch nicht wie es nach der Schule weitergeht und fühle mich irgendwie oft orientierungslos, aber vielleicht hilft mir das Jugendsymposion ja bei der Suche. Und neue Freunde kennenlernen ist sowieso immer klasse! Aber was macht man denn vier Tage lang dort in Kassel? Die Kasseler Jugendsymposien finden als Veranstaltung des Bundes der Freien Waldorfschulen zweimal jährlich statt und richten sich an Jugendliche der Klassen 11 bis 13. Ziel ist es, an den wirklich brisanten Themen zu arbeiten. In diesem Sinne möchte das Kasseler Jugendsymposion eine Zukunftswerkstatt sein. Es werden Plenarvorträge von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens angeboten. In Fachseminaren werden politische, gesellschaftliche, naturwissenschaftliche, soziale und philosophische Fragen bewegt. Darüber hinaus werden Trainingskurse angeboten, die in ihrer Praxisorientierung die Möglichkeit für Sie bieten, sich in bestimmten Fähigkeiten zu verbessern, bzw. bestimmte Kompetenzen zu erwerben. Nicht schlecht, scheint ja richtig professionell zu sein.

Und worum geht es dann in den Vorträgen und Seminaren? Mann kann ja ein Wochenende nicht ohne Inhalt füllen. Was sind diese besagten, wirklich brisanten Themen? Atompolitik? Gesellschaftswandel? Kleidung aus Taiwan?... Tatsächlich: Themen der vergangenen Jahre waren Geld, Kulturen, Energie, Ästhetik... Und dieses Jahr? Zeit. Keine andere Größe beeinflusst das Leben des Menschen so sehr wie die Zeit. Und doch ist es selbst den begnadetsten Wissenschaftlern bisher nicht gelungen, das Phänomen Zeit restlos zu klären. Was ist Zeit? Seit wann gibt es sie? Ist Zeit eine Illusion des menschlichen Gehirns? Eine menschliche Konstruktion? Was macht die Zeit, wenn sie vergeht? Was ist Ewigkeit? Was ein Augenblick? Wie lang ist die Gegenwart? Vergeht Zeit überall gleich schnell? Gibt es Denken ohne Zeit? Wie hängen Zeit und Raum zusammen? Und nicht zuletzt: Was meinen wir, wenn wir von »der heutigen Zeit« sprechen? Auf dem 7. Kasseler Jugendsymposion wollen wir uns dem komplexen Thema »Zeit« aus unterschiedlichsten Richtungen annähern: • das Phänomen beleuchten, diskutieren, zu verstehen versuchen • Fragen stellen und klären – soweit es möglich ist • gemeinsam intensiv darüber nachdenken, in welchem Zusammenhang die Zeit mit unserem Denken, Leben und Empfinden steht. Wie war es denn nun? Die Vorträge zu den Themen der Zeit in der Philosophie, Psychologie, Chronobiologie, Soziologie und der Musik waren anspruchsvoll und interessant zugleich. Mann kann sich nur schwer vorstellen, wie 250 Schüler anderthalb Stunden einmal ruhig sind. Es ist unglaublich zu sehen, was für eine Vorstellungskraft man an so einem Wochenende entwickeln kann. Auch das Verständnis von der Welt hat sich verändert. Man wird als Jugendlicher ernst genommen und als fähig zum Denken angesehen. Die Dozenten suchen das Gespräch mit den Schülern, nach jedem Vortrag konnten Fragen gestellt werden aber auch Kritik geäußert werden. Hervorzuheben ist der Soziologe Hartmut Rosa, mit dem wir noch lange über seine Theorie über die Beschleunigung bis zum rasenden Stillstand

50


Veranstaltungen

diskutiert haben. Er gab selber zu, keine Lösung für seine offen gelegten Probleme zu haben und wollte explizit unsere Sicht kennenlernen. Die gewählten Seminare und Trainings (Zeit in der Musik / im Theater / beim Tanz und viele andere) leuchteten ein Thema noch einmal genauer aus. Das Abendprogramm bestand aus einem Konzert (Klavier und Cello) am Samstag und einem Kinobesuch am Freitag. „Speed – auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ hieß der Film und im Anschluss konnten wir uns mit dem Regisseur austauschen.

Das Schöne war zum einen die Professionalität, mit der man uns auf Augenhöhe und gleichwertig begegnete, und zum anderen die Tatsache, dass wir trotzdem gleichzeitig außerhalb des Tagesprogramms typische „Schüler“ waren!

Moritz Gilsbach

Das Jugendsymposion findet halbjährlich im Juni und Dezember statt. Der nächste Termin ist der 19.-22. Juni 2014. Das Thema: „Empathie“

WOW-Day 2014 Dieses Jahr feiert der WOW-Day sein 20-jähriges Jubiläum. Gemeinsam wollen wir mit der Waldorfgemeinschaft weltweit feiern! Was ist der WOW-Day, der für Waldorf One World steht? Einmal im Jahr engagieren sich Schülerinnen und Schüler einen Tag lang für Waldorfinitiativen in aller Welt. Durch künstlerische Aktivitäten oder Eintags-Arbeitsplätze sammeln engagierte Kinder und Jugendliche Geld für die Waldorfeinrichtungen, die dringend Hilfe benötigen.   Ab dem WOW-Day 2014 wird die weltweite Kampagne vom 29. September bis zum 29. November stattfinden. Jede Schule kann in diesem Zeitraum einen für sich passenden Aktionstag auswählen, an dem sie WOW-Day Aktivitäten durchführt.   Der Auftakt ist der 29. September zu Michaeli und alle Aktivitäten können ganz im Sinne der Michaeli- und Sankt Martins-Zeit begleitet werden. http://www.freunde-waldorf.de/wow-day.html

51

Filzwolle - Garne Stoffe - Knöpfe Spielzeug - Bücher Naturmode Dekoration Kurse


Bericht des Vorstands und der Schulleitung Die Aufgaben der einzelnen Ressorts In der letzten Ausgabe der Mittendrin haben wir bereits ausführlich dargestellt, wie sich die neue „Eltern-LehrerSchulführung“ gestaltet. Im vergangenen Halbjahr haben wir die Leitungsarbeit in den vier Ressorts weitergeführt. Unsere wöchentlichen Treffen laufen in der Regel nach folgendem Muster ab: Zunächst 30 Minuten gemeinsamer Austausch und Auflistung der aktuellen Themen. Dann teilen wir uns für eine Stunde auf und arbeiten in den Ressorts. Danach kommen wir für weitere 1,5 Stunden zusammen, um gemeinsame Themen abzuarbeiten, Informationen auszutauschen und anstehende Beschlüsse zu fassen. Im Folgenden möchten wir einen Überblick über die Themen geben, die wir in den vier Gruppen hauptsächlich bearbeitet haben. Ressort Pädagogik Die mit aktuell fünf Mitgliedern am stärksten besetzte  Arbeitsgruppe hat auch immer eine Vielzahl Themen zu behandeln, da hier v.a. auch der Schulalltag geregelt werden muss. Zusätzlich wurde die Hausordnung gesichtet, durchgearbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Auch die OGS ist diesem Ressort zugeordnet.  Aufgrund der Einhaltung der gesetzlichen Maßgaben und Rahmenbedingungen  galt und gilt es, gemeinsam mit den Erzieherinnen die Neuausrichtung des OGS Konzeptes zu vereinbaren und umzusetzen. Auch die Buslinien sollen möglicherweise im EN-Kreis erweitert werden, um dadurch mehr Schüler zu erreichen. Wie in jedem Veränderungsprozess entstanden hier einige noch ungelöste Arbeitsfelder, die nun auch in Zusammenarbeit mit dem Elternrat bearbeitet werden sollen.   Ein weiteres wichtiges Thema waren und sind Delegationen. In der selbstverwalteten Schule haben die Lehrer viele Aufgaben zusätzlich zu bewältigen. Hier gilt es einen Überblick für alle Beteiligten zu erreichen: Wer hat welche Aufgaben?  Werden die Aufgaben zielführend und kompetent  erledigt? Braucht der Delegierte Unterstützung? Welche Aufgaben sind nicht besetzt oder müssen neu besetzt werden? Aufgabenfelder für Delegationen sind z.B. Stundenplan, Pausenaufsichten, Monatsfeier, Aufnahmen 1. Klasse, und viele mehr.

 Ressort Finanzen & Infrastruktur Das Finanzressort arbeitet am engsten mit der Geschäftsführung zusammen. Somit war ein Hauptaugenmerk im vergangenen Halbjahr auch die Einarbeitung unseres neuen Geschäftsführers. Gemeinsam mit dem Beitragskreis wurde die Umsetzung der neuen Beitragsordnung angegangen sowie auch die Modalitäten der Arbeit des Beitragskreises diskutiert. Um die Verwaltungsarbeit insbesondere im Hinblick auf finanztechnische Auswertungen und entsprechendes Monitoring zu verbessern, soll eine neue Vereinsverwaltungssoftware ausgewählt werden. Der Prozess läuft noch. Ein fortlaufendes und immens wichtiges Thema ist die Erkundung weiterer Maßnahmen zur Optimierung der finanziellen Situation. Außerdem wurde die Beantragung und Planung eines Außenaufzuges begleitet. Dieser soll unserem Geschäftsführer Simon Kechagias freien Zugang zu allen Stockwerken des Unterstufengebäudes gewährleisten. Die Finanzierung erfolgt über die Rentenversicherung. Hierzu wird die Schulgemeinschaft noch gesondert informiert. Ein Hinweis vorab: Kommt es zur Umsetzung (geplant im Sommer 2014), dann ist die Nutzung des Aufzugs zweckgebunden und kann ausschließlich von Herrn Kechagias benutzt werden. Hinzu kommt auch hier das aktuelle Tagesgeschäft der Verwaltung, das vom zeitlichen Aufwand nicht zu unterschätzen ist, auch wenn es sich scheinbar nur um „Kleinkram“ handelt. Ressort Personal Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über drei wesentliche Arbeitsfelder des Personal-Ressorts gegeben werden. Die Verantwortlichen dieses Ressorts sind Christoph Herzog und Rainer Rudzynski. Je nach Besprechungspunkten kommen immer wieder auch Horst Grineisen und Simon Kechagias dazu. Das Arbeitsfeld ist der Personalbereich. Personalgespräche werden in der Gesamtleitung vorbesprochen und dann im Ressort genauer geplant und durchgeführt. Im Zuge dessen sind in diesem und dem vergangenen Schuljahr schon zahlreiche Gespräche geführt worden. In diesen wurde mit den geladenen Gesprächspartnern auf die in ihren Fächern und Arbeitsbereichen gemachten Erfahrungen

52


Schulleitung

geschaut und Blicke in die Zukunft gerichtet. Ein großer Akzent lag vor allem im letzten Schuljahr darauf, neue Lehrer für unsere Schule zu gewinnen. Aus den zahlreichen Bewerbungen wurden einige interessante ausgewählt und es fanden sich dann auch Menschen, die sich gut in unser Kollegium eingefügt haben. Da zum Teil noch Bedarf besteht, ist das Ressort auf diesem Arbeitsfeld auch weiterhin tätig. Ein weiterer Bereich ist der des Besprechens von Differenzen oder Streitigkeiten, die im Arbeitsalltag zwischen Einzelnen innerhalb unserer Schulgemeinschaft entstehen. Hier sehen wir uns als Ansprechpartner und führen bei Bedarf Schlichtungsgespräche durch. Ressort Schulentwicklung Im vergangenen Halbjahr haben wir einen regelmäßigen Austausch mit dem Elternrat und vor allem auch dem Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit installiert. Die enge Zusammenarbeit mit den Elterngremien – und in Zukunft auch mit der im letzten Jahr gegründeten Schülervertretung – gibt uns die Möglichkeit, Entwicklungspotentiale der Schule breitgefächert zu erkennen und Maßnahmen gemeinsam umzusetzen. Gemeinsam mit dem AKÖ steht die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie auf dem Plan. Wir haben auch Gespräche mit den benachbarten Waldorfschulen in Witten zu möglichen Kooperationen im Oberstufenbereich geführt. Hierbei ist zunächst klar ge-

worden, dass die Idee gut ist, die praktische Umsetzung aber ungleich komplizierter als gehofft. Aktuell gibt es hierzu keine konkreten Ergebnisse zu vermelden. In den letzten Monaten war unser Hauptaugenmerk die Planung und Organisation des Schuljubiläums, vor allem des großen Festaktes. Wir möchten versuchen, eine Schulpartnerschaft mit einer Waldorfschule im englischsprachigen Raum einzugehen. Erste Kontakte wurden bereits durch einen Kollegen geknüpft. In unseren Treffen haben wir uns auch mit der Frage beschäftigt, welche konzeptionelle zukünftige Entwicklung unserer Schule bevorsteht, insbesondere unter dem Aspekt „Wie viel Freiheit bleibt der freien Schule“. Dieses Thema wird uns über das Jubiläumsjahr hinaus und gemeinsam mit den zuvor genannten Gremien ins nächste Schuljahr begleiten.

Zu guter Letzt Die zuvor genannten Themen erheben in keiner Weise Anspruch auf Vollständigkeit. Fast jede Woche stehen große und kleine tagesaktuelle Dinge auf dem Plan, die unser Augenmerk verdienen und im großen Kreis diskutiert werden. Und außerhalb der Sitzungen führen wir alle zahlreiche weitere Gespräche und Telefonate und erledigen Schriftsachen.

So erreicht man uns Ressort Pädagogik

Ressort Finanzen Ressort Personal Ressort Schulentwicklung

Sonja Bungarten

sonja_bungarten@t-online.de

02338 873002

Heike Dinter

heike.dinter@gmx.de

02331 509986

Michael Godehardt

michael-godehardt@gmx.de

02335 69677

Horst Grineisen

grineisen-wetter@t-online.de

0157 85763829

Carmen Mager

magerc@t-online.de

02333 601072

Dirk Münter

dirk@team-muenter.de

02333 4032011

Robin Müller

robinthehood@gmx.net

02335 61940

Christoph Herzog

c.herzog@web.de

02331 3060183

Rainer Rudzynski

rudzynski@gmx.de

02331 870488

Thomas Buchner Elske Jilli

th-buchner@online.de Elske_Jilli@web.de

0173 7058002 0160 95828487

53


Der Elternrateine verkürzte Fassung An einem Dienstagabend beende ich das gemeinsame Abendessen, klemme mir meine Mappe unter den Arm und lasse Mann und Kinder den Abend gemeinsam ausklingen. Kurz bevor ich die Haustür erreiche fragt der Jüngste schnell, wohin ich denn fahre. Ich rufe ihm zu, denn ich bin in Eile, „ Zur Elternratssitzung! „ ,“ Wen triffst du denn da und was besprecht ihr?“ Meine Antwort ist nicht präzise aber trifft die Sache im Kern „ Ich treffe andere Eltern und wir sprechen über unsere Schule.“ Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, hätte ich ihm erklärt, dass die Elternschaft ein Bestandteil der Schulgemeinschaft ist und durch den Elternrat vertreten wird. Ziel des Elternrates ist es die Schulentwicklung aktiv mit zu gestalten. Aus jeder Klasse werden zu Anfang des Schuljahres zwei Klassenvertreter in den Elternrat gewählt. Durch die Wahl in den Elternrat übernehmen diese, die Verpflichtung ihre

Klasse auf den Elternabenden über die Aktivitäten/ Themen des Elternrates zu informieren. In den Elternratssitzungen arbeiten wir an Hand einer Agenda an monatlich festgelegten Themen die sich durch periodisch wiederkehrende Termine ergeben. So berichten im Februar eines jeden Jahres die Klassenvertreter der 3. Klasse aktuelles zur Ackerbauepoche, die Klassenvertreter der 8. Klasse berichten über die Vorbereitungen zum Klassenspiel uvm. Weitere Themen ergeben sich aus aktuellen Anfragen und Anregungen aus der Eltern- Lehrer-und Schülerschaft und aus dem Vorstand. Wir geben z.B. Anfragen in die entsprechenden Gremien und leiten die Ergebnisse an die Schulgemeinschaft weiter. Der Elternrat unterstützt die Arbeit der Arbeitskreise und klassenübergreifend helfen wir bei der Gestaltung von Schulfesten.

Der Frühling kommt! Wir sind schon jetzt für Sie da. Mit unserem Service für Ihr Grün macht Ihnen keine Jahreszeit mehr sorgen. Wir pflegen Ihren Garten, sorgen einmalig für Ordnung (z.B. Rasen-, Hecken- oder Baumschnitt) oder kommen regelmäßig zu Ihnen und halten Ihr Grün in Form. Lernen Sie unsere vielfältigen Angebote und Aktionen kennen. (z.B. unseren Balkonservice). Testen Sie uns! Ihr Blumen-Rosenkranz-Team

Fotografie-Workshops Der gemeinnützige Verein Media Afrika e.V. realisiert kleine multimediale Bildungsprojekte zur Verbesserung von Medien, Kommunikation und Information in Afrika (derzeit Nigeria). Wir sorgen außerdem für den interkulturellen Austausch zwischen Schülern in Deutschland und Afrika, die durch Medien miteinander in Kontakt treten und global voneinander lernen können. Wenn Sie möchten, spenden Sie doch bitte für unsere ehrenamtliche Arbeit, damit wir weitere Schüler erreichen können.

Computer- und Internet-Schulungen

Für Sie da.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.media-afrika.org info@media-afrika.org Tel.: +49 2332 910 99 99

Blumen Rosenkranz • Mopsweg 6 • 58135 Hagen 02331/406095 • www.blumen-rosenkranz.de

54


Aus dem Elternrat

Zu bestimmten Schwerpunktthemen werden vom Elternrat Arbeitskreise gebildet, die in die Schulgemeinschaft gebracht werden. Hier möchten wir das Wissen der Schulgemeinschaft nutzen und diese an der gemeinsamen Arbeit beteiligen. Der Elternrat versteht sich daher als Gremium zur Pflege und Verbesserung der internen Kommunikation. Die Sitzungen, zu denen auch die Vertreter der Arbeits-

kreise eingeladen werden, finden in der Regel jeden ersten Dienstag im Monat in der Cafeteria um 20 Uhr statt. Anfragen können an die Klassenvertreter oder an den Sprecher des Elternrates gestellt. elternrat@waldorfschule-hagen.de Sabine Böcker

Sabine Böcker Klasservertreterin der 7. Klasse. 2 Söhne in der 6. und 7. Klasse, aktiv im AK „Neue Eltern“ und Delegierte des ER für Landes- und Bundeselternratssitzungen.

Michaela Krutzsch Ich bin die Mutter von Fionna Saßmannshausen aus der 2. Klasse und arbeite als Erzieherin im Waldorfkindergarten Hagen-Delstern in der Kleinkindgruppe. Arnd Mager Klassenvertreter der 8. Klasse, Elternratssprecher, aktiv im Musikkreis und als Kassenprüfer. Ich habe drei Töchter, in der 8., 6. und 4. Klasse

Zsolt S. Deák Dipl. Design in Malerei und Bildhauerei, freischaffender bildender Künstler, Berater für Corporate Identities. Kinder in der aktuellen 8. und 12. Klasse. Elternratsvertreter der 8. Klasse.

Karla Klose Klassenvertreter der 6. Klasse, 3 Kinder in der Schule: Lara (6. Klasse), Helen (4. Klasse) und Julian (1. Klasse)

Sandra Hilker-Mielke Klassenvertreterin der 4. Klasse. Als Mutter zweier Mädchen an dieser Schule finde ich es interessant durch den Elternrat ein Stück weit mehr Einblick ins Schulgeschehen zu bekommen und mitwirken zu können.

Elke Niepmann-Pamin Ich bin Elternvertreter der 9. Klasse und habe zwei Kinder hier an der Waldorfschule in der 6. und 9. Klasse.

Stephan Schubert Klassenvertreter der 2. Klasse. Ich habe eine achtjährige Tochter in der 2. Klasse; die ältere Tochter meiner Frau besucht z.Zt. die 10. Klasse an der Rudolf-Steiner-Schule Hagen.

Carola Lindemann Klassenvertreterin der 11. Klasse Eine Tochter in der 11. Klasse Ein Sohn in der 5. Klasse Kirsten Lange Klassenvertreterin der 10. Klasse. Seit 2004 Mitglied mit 2 Kindern. Eine Kontaktperson für Abschlüsse an der Waldorfschule. Lotte Berger Ich habe zwei Söhne in der Schule, Carl in der dritten Klasse, Claus in der ersten Klasse. Ich bin Elternvertreterin in der dritten Klasse.

Einige Mitglieder des ER sind hier nicht abgebildet: Sonja Braselmann, Klassenvertreterin der 5. Klasse Sabine Gleim, Klassenvertreterin der 6. Klasse Thomas Baumgart, Klassenvertreter der 7. Klasse Elke Lübeck, Klassenvertreterin der 9. Klasse Andrea Hüsken, Klassenvertreterin der 10. Klasse Geriet Ahuis, Klassenvertreter der 12. Klasse Susanne Gilsbach, Delegierte des Elternrats für den Landes- und Bundeselternrat.

55


Fr端hling 1989

Sommer 1

986

Herbst 1983

56


Rezepte

Katjas Mandelkekse

Dip á la Anja

100g Zucker 30 g Butter 1/8 l Sahne

150 g entkernte Datteln je 150 g körniger/normaler Frischkäse 1 Teelöffel flüssigen Honig 2 Teelöffel Curry Und/oder/ohne 1 Telöffel Kurkuma 1 Teelöffel Kreuzkümmel 1-3 Teelöffel Schwarzkümmel 2 oder mehr Knoblauchzehen 1 Spritzer Zitronensaftkonzentrat

Dies in der Pfanne erhitzen und drei Minuten leicht köcheln lassen. 200 g gehobelte Mandel unterheben und mit 3 Essl. Mehl bestäuben und unterrühren. In der Pfanne 15-30 Minuten abkühlen lassen. Auf Backtrennpapier kleine Häufchen machen und bei 150 Grad ca. 15-20 Minuten backen, bis sie leicht braun sind.

Die Dattel klein schneiden und unter den Frischkäse mischen. Bei den Gewürzen am besten nach Geschmack würzen. Tipp: Am besten, den Dip vorbereiten und eine Weile im Kühlschrank ziehen lassen. Danach evtl. nochmals abschmecken.

Seit 34 Jahren im Herzen von Wehringhausen

Die Natur ist unser Partner

57


Kontaktdaten Waldorfkindergärten Hagen e.V. Delstern Elternvertreter

Vogelgruppe Mäusegruppe

Spatzennest

Emma Wolff

02338 8748608

Jessika Blankenagel

0151 16628707

Lisa Söhnchen

0177 4653688

Natasche Smith

02337 270154

Nancy Kettschau

0173 6876996

Katharina Döring

02337 1496

Björn Syring

0152 33986423

Gartenkreis

Nachfolger/in gesucht!

Bastelkreis

Natalie Clever

02337 474390

Beate Görlich

02331 3485876

Öffentlichkeitsarbeit

Birgit Paura

02331 2043422

Redaktion Triangel

Ruven Hoffmann

0163 3128221

Simone Brenner

02331 9337808

Anke Sturr

02333 7978655

Andreas Ehrhardt

02331 7877249

Barbara Gehrmann

02335 7690365

Stefanie Berghaus

02331 6952639

Tina Quasdorf

02332 758776

Christian Greven

0177 4701724

Rosen

Jan Reinhardt Claudia Woste

02302 7073693 02331 3757288

Schneeglöckchen

Christin Hufe

02335 9679991

Diana Gonzales

02331 3734709

Gartenkreis

Jan Reinhardt

02302 7073693

Öffentlichkeitsarbeit

Doris Muylkens-Germann

0176 70378257

Redaktion Triangel

Doris Muylkens-Germann

0176 70378257

Johannes Streitmater

02331 9711088

Haspe Elternvertreter

Gänseblümchen Löwenzahn Pusteblume

Delstern Haspe Anschrift: Am Berghang 31, 58093 Hagen Louise-Märcker-Str. 1, 58135 Hagen Telefon: 02331 77888 02331 406155 Fax: 02331 340234 E-Mail: delstern@waldorfkindergarten-hagen.de haspe@waldorfkindergarten-hagen.de Internet: www.waldorfkindergarten-hagen.de

58


Kontakte

Kontaktdaten Rudolf-Steiner-Schule Hagen Vorstände Förderverein Schulverein Leitungskonferenz Ressort Pädagogik

Gemeinsame Mailadresse: vorstand@waldorfschule-hagen.de Thomas Buchner, Carmen Mager, Dirk Münter Horst Grineisen, Elske Jilli, Robin Müller Gemeinsame Mailadresse: leitungskonferenz@waldorfschule-hagen.de Sonja Bungarten

02338 873002

sonja_bungarten@t-online.de

Heike Dinter

02331 509986

heike.dinter@gmx.de

Michael Godehardt

02335 69677

michael-godehardt@gmx.de

Horst Grineisen

0157 85763829

grineisen-wetter@t-online.de

Carmen Mager

02333 601072

magerc@t-online.de

Dirk Münter

02333 4032011

dirk@team-muenter.de

Robin Müller

02335 61940

robinthehood@gmx.net

Christoph Herzog

02331 3060183

c.herzog@web.de

Rainer Rudzynski

02331 870488

rudzynski@gmx.de

Thomas Buchner

0173 7058002

th-buchner@online.de

Elske Jilli

0160 95828487

Elske_Jilli@web.de

Geschäftsführung

Simon Kechagias

02331 404085

gf@waldorfschule-hagen.de

Schulbüro

Marion Reiter-Lorenz

02331 403901

rlrss@waldorfschule-hagen.de

Schulverwaltung

Iris Mönkemöller

02331 404085

verwaltung@waldorfschule-hagen.de

OGS

Jeanette Godehardt

02331 3068018

Michael-Godehardt@gmx.de

Küche/Cafeteria

Frau Sakar

02331 400368

info@wunderlich-hagen.de

Hausmeister

Klaus Neugebauer

0170 7022026

klaus-n-klaus@web.de

Elternrat

Arnd Mager

0151 15665175

arnd.mager@t-online.de

Aufnahmegremium

Sonja Bungarten

02338 873002

sonja_bungarten@t-online.de

Beitragsgespräche

Dirk Franke

02336 879955

dirk.franke@franke-steuerberater.de

Henning Funke

02334 4444511

henning.funke@online.de

Ressort Finanzen Ressort Personal Ressort Schulentwicklung

Heinz-Werner Lehnert 02331 631732

h.w.lehnert@t-online.de

Ilka Lemmer

ilka_lemmer@web.de

02332 665877

Öffentlichkeitsarbeit

Gemeinsame Mailadresse:

oeffentlichkeitsarbeit@waldorfschule-hagen.de

Redaktion Mittendrin

Gemeinsame Mailadresse:

info@midri.de

Vertrauenskreis

Andrea Hauschildt

02331 204370

hauschildt.a@gmx.de

Basarkreis

Angela Barth

02332 551580

angie-barth@t-online.de

Smolenskkreis

Elena Trimpop

02351 60939

elena.trimpop@gmx.de

Orchester

Thomas Buchner

02330 84383

th-buchner@t-online.de

Instrumentenverleih

Familie Tas

0157 36780697

taskathy@g-mail.de

Garten-/Instandhaltungskreis

Claudia Bellmann

02331 355360

bellmann@westfalia.de

Enneper Straße 30, 58135 Hagen Anschrift: 02331 403901 Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft Telefon: Fax: 02331 407619 BLZ: 370 205 00 E-Mail: RSSHagen@t-online.de Schulkonto: 72 08 400 www.waldorfschule-hagen.de Spendenkonto: 72 00 400 Internet:

59


2

1 3

4 Lageplan der Schule 1 = Unterstufengebäude 2 = Turnhalle 3 = Foyer 4 = Pavillon 5 = Bewegungsräume 6 = Werkstätten 7 = Oberstufengebäude 8 = OGS / Schulküche

6 5 8 7

Zeichnung: Jeanette Godehardt


Midri fruehjahr 2014