Page 1

Das Wandermaga zin

Kurzwanderungen

10/11/2015  OKT / NOV  CHF 14.80

+++

Outdoortipps

Bishorn

Kultur

9 771662 970000

Heidiland

00010 00010

7 Gipfel, 14 Seen Hüttenwartin auf der Spitzmeilenhütte Familie Rund um Davos Flumserberg

Bergbahnwandern

+++

(D) Kaiserstuhl 

+++

Amdener Höhenweg

+++

Murgseen

+++

D a s Wa n d e r m a g a z i n

Natur


Performance Technology Sie macht die Socken robuster – tausend Kilometer an den Füssen werden zu tausend Kilometern unvergesslicher Erinnerungen!

PHD OUTDOOR MEDIUM CREW

Besserer Sitz für mehr Dehnbarkeit und schnellere Erholung

Dank ReliaWool-Technologie verdichtete und robustere Bereiche, dort wo der Fuss aufsetzt

newrocksport.ch


EDITORIAL  I  JOCHEN IHLE

«Hiersein ist herrlich» ein Jubiläumsjahr. Gefeiert wird 175 Jahre Thermalwasser. Denn im Jahre 1840 wurde erstmals das Thermalwasser aus der berühmten Taminaschlucht nach Bad Ragaz geleitet. Das «blaue Gold», wie das Wasser auch genannt wird, markiert den Beginn der touris­tischen Erfolgsgeschichte des Kurortes. Damit die Lebensader auch weiterhin funktioniert, wurde im Jubiläumsjahr eine neue Leitung in Betrieb genommen. Investiert wurde auch in das Alte Bad Pfäfers am Eingang der Quellschlucht, wo das warme Wasser aus dem Fels drängt. In seiner Blütezeit empfing Bad Pfäfers Kurgäste aus ganz Europa, darunter etliche Berühmtheiten. Dem Dichter Rainer Maria Rilke gefiel es wohl besonders gut. «Hiersein ist herrlich», meinte er. Heute ist das Alte Bad Pfäfers ein beliebtes Wanderziel und dient als Museum, Gaststätte und Kulturort und wartet neu mit einem Audio­walk auf, der Besucher mit auf eine Zeitreise nimmt. Die Bedeutung des Wassers ist thematisch auch in die diesjährige «Bad Rag ARTz» eingebunden. Die grösste FreiluftSkulpturenschau Europas läuft noch bis zum 1. November. Eintritt frei.

PETER GSCHWEND

2015 ist für die Ferienregion Heidiland

Seesicht. Der Redaktor auf dem Gross Güslen (1833 m) hoch über dem Walensee.

Auch das Jahr 1880 kann für die Ferienregion als bedeutend angesehen werden. Johanna Spyri veröffentlichte «Heidis Lehr- und Wanderjahre». Ein Welterfolg. Kulisse ist die Landschaft rund um das Städtchen Maienfeld, und dort ist der Mythos Heidi omnipräsent. Auf dem Heidi-Erlebnisweg wandert man zur Hütte des Alp-Öhi und fühlt sich bei einem weiten Blick übers Land ein bisschen wie Heidi, als sie nach ihrem langen Aufenthalt in Frankfurt wieder den ersten Abend beim Gross­ vater verbrachte: «…es hatte alle Berge und Felsen wieder im Abendglühen gesehen, es hatte die Tannen rauschen gehört, es war wieder daheim auf der Alp.»

Ich wünsche Ihnen schöne Wanderungen in der Ferienregion Heidiland.

Jochen Ihle, Redaktor

Die Wanderskala

Quelle: Schweizer Alpen-Club SAC

Grad

Weg / Gelände / Markierung

Anforderungen

Beispiele

T1 Wandern

Weg gut gebahnt, Gelände flach bis leicht geneigt, keine Absturzgefahr. Gelb

Keine, auch mit Turnschuhen, Orientierung problemlos

Männlichen–Kleine Scheid­egg, Strada Alta Leventina

T2 Bergwandern

Weg mit durchgehendem Trassee, Gelände teils steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen. Weiss-Rot-Weiss

Etwas Trittsicherheit, Trekkingschuhe, elementares Orientierungsvermögen

Täschhütte ab Täschalp, Bergseehütte, Cap. Cristallina von Ossasco

T3 Anspruchsvolles Bergwandern

Weg nicht immer durchgehend sichtbar, z.T. exponierte Stellen mit Absturzgefahr, können mit Ketten gesichert sein, evtl. Gebrauch der Hände fürs Gleichgewicht. Weiss-Rot-Weiss

Gute Trittsicherheit, gute Trekkingschuhe, durchschnittliches Orientierungs­vermögen, elementare alpine Erfahrung

Hohtürli, Sefinenfurgge, Grosser Mythen

T4 Alpinwandern

Wegspur nicht zwingend vorhanden, an gewissen Stellen braucht es die Hände, Gelände exponiert, heikle Grashalden, Firnfelder, apere Gletscher­passagen. Weiss-Blau-Weiss

Vertrautheit mit exponiertem Gelände, stabile Trekkingschuhe, Gelände­beurteilung und gutes Orientierungs­vermögen, alpine Erfahrung

Schreckhornhütte, Mischabel­hütte, Vorder Glärnisch, Steghorn (Leiterli)

T5 Anspruchsvolles Alpinwandern

Oft weglos, einfache Kletterstellen, exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen, Gletscher und Firnfelder mit Ausrutsch­ gefahr. Weiss-Blau-Weiss

Bergschuhe, sichere Geländebeurteilung, sehr gutes Orientierungsvermögen, gute Alpinerfahrung, Kenntnisse mit Pickel und Seil

Cabane Dent Blanche, Büttlasse, Bristen

T6 Schwieriges Alpinwandern

Meist weglos, Kletterstellen bis II, häufig sehr exponiert, heikles Schrofengelände, Gletscher mit erhöhter Ausrutschgefahr. Meist nicht markiert

Ausgezeichnetes Orientierungsvermögen, ausgereifte Alpinerfahrung, Vertrautheit im Umgang mit alpinen Hilfsmitteln

Niesengrat (Fromberghorn Nord), Glärnisch Guppengrat, Via Alta della Verzasca

SCHWEIZ  10/11 2015

1


INHALT  I  OKTOBER /NOVEMBER 2015

Heidiland

4

Aussteigen!

JOCHEN IHLE

Die Ferienregion Heidiland erstreckt sich vom Walensee über die Stadt Sargans und den Kurort Bad Ragaz bis hin zur Bündner Herrschaft mit den Gemeinden Fläsch, Jenins, Malans und Maienfeld. Meist fährt man nur dran vorbei; auf der Durchreise, mit dem Auto, mit dem Zug. Höchste Zeit, einmal auszusteigen. Denn dort, wo sich Johanna Spyri zu ihren Heidi-Romanen inspirieren liess, öffnet sich ein wunderbares Wandergebiet. Bild: Auf der Tannenbodenalp mit Blick auf den Walensee.

16

Hüttenwartinnen im Porträt

VANESSA PÜNTENER

Anna-Barbara Kayser (Bild) ist Hüttenwartin auf der Spitzmeilenhütte im Wandergebiet Flumserberg. Sie ist auch eine von 12 Frauen die im neu erschienenen Buch Bergfieber. Hüttenwartinnen im Porträt von ihrem Leben als Hüttenwartin erzählen. Eine Leseprobe.

26

Hochtour Bishorn

Wir führen Sie auf einen Viertausender: das Walliser Bishorn. Mit seinen 4153 Meter Höhe zeigt es sich als selbständiger Gipfel in der Verlängerung des furcht­ erregenden Weisshorn-Nordgrates. Die Besteigung erfolgt von Zinal her mit Übernachtung in der 2013 neu gebauten Cabane de Tracuit CAS. Bild: Das Bishorn ist der Gipfel links, von da zieht der Weisshorn-Nordgrat nach rechts.

TONI KAISER

Titelbild: Spitzmeilenhütte. Im Hintergrund die Alvierkette. Bild: Toni Kaiser SCHWEIZ  10/11 2015


WANDERN MIT… 21

Schaffhausen Liestal

Zürich

Aarau Olten

Delémont

Yverdon Lausanne

Biel-Bienne Neuchâtel

Herisau

St.Gallen

Appenzell

Solothurn La Chauxde-Fonds

Frauenfeld

Zug Luzern

Bern

Sarnen

Stans

Glarus Schwyz

Chur Davos

Altdorf

Fribourg

Interlaken Gruyères

Airolo

St. Moritz

21

Vevey Gstaad Brig

47 Genève Tourentipps. Die roten Punkte verweisen auf die Seitenzahlen

62

Sion Martigny

Scuol

45

24

Thun

REGION HEIDILAND Bellinzona

Poschiavo

Locarno

Amden

Zermatt

Weesen

40

Wale n s ee

Quarten

35 18

Wie haben Sie es mit dem Wandern?

Buchs

C h u r f i rs t e n

Lugano 37

33

Walenstadt Flums

39

Sargans

43 Rh

Bad Ragaz

35 Flumserberg: 7 Gipfel, 14 Seen  37 Walenstadt– Weesen: Der Klassiker am  Walensee 39 Flums-Kleinberg: Guscha-Gratweg 40 Amden: Amdener Höhenweg 41 Werdenberg: Schlossweg nach  Sargans 43 Fläsch: Über den Leiterliweg auf den Regitzer Spitz 44 Malans: Gipfeltour auf den Vilan 45 Naturtipp: Lärchenwald bei  Ftan GR 47 WanderFritz: Zum westlichsten Punkt der Schweiz

n

33 Merlen: Murgseen-Rundtour

Landquart

44

Malans

ei

Pizol

ZUM SAMMELN

Unsere Eltern gingen mit uns leider nie wandern. Nie! Wir versuchen es mit unseren Kindern etwas besser zu machen.



LIECHTENSTEIN

41

Spitzmeilen

OUTDOORTIPPS

Bänz Friedli

RUBRIKEN

WANDERN – LEICHT GEMACHT

21 Drei Kurzwanderungen im Oktober FAMILIENTIPP

22 Rund um Davos

SCHRITTE ÜBER DIE GRENZE

56 Kaiserstuhl ( D )

SERVICE

50 Für Sie entdeckt: Wandernews, Events und Ausstellungen 62 Die Lesertour: Schmugglerpfad im Simplongebiet 62 Ihre Meinung 63 Das Geo-Rätsel 64 Vorschau / Impressum

Was muss unbedingt im Rucksack sein?

Landjäger oder Salsiz – und die esse ich sonst nie!

Mit welchen Attributen verbinden Sie die Tätigkeit Wandern?

Obschon ich sehr gern allein reise und einsame Autofahrten in den USA geniesse: Zum Wandern gehört Geselligkeit, Familie, Gruppe. Und über den Tag verteilt immer wieder neue Gesprächspartner und Themen.

Können Sie uns eine Region oder gar eine Tour zum Wandern empfehlen?

Vermutlich ein Klassiker: die GreinaHochebene ist atemberaubend schön. Der Aufstieg von der Tessiner Seite her aus dem Bleniotal ist streng, aber lohnend.

Das Wandern ist des Müllers Lust, weil…

… Den Müller kenn ich nicht. Des Friedlis Lust ist es, weil es Erholung fernab allem Digitalen bedeutet.

Mit wem würden Sie gerne mal durch die Landschaft marschieren und warum?

Wunderbar ist es, mit Peter Bichsel durch Solothurn zu spazieren, immer wieder ­stehen zu bleiben und seinen Erzählungen zuhören zu dürfen. Wandern tu ich am liebsten mit meiner Familie, wir sind uns dann so nah.

An welche Wanderung denken Sie nicht gerne zurück und warum?

Mir sind schöne Erinnerungen wichtiger: unvergessen die Stadtwanderung vom Stadion zurück ins Zentrum nach einer Aufstiegsfeier des Bologna FC 1988 in einer lauen Sommernacht; oder diejenige durch meterhohen Schnee vom Nachbarsdorf nach Hause nach einem weihnächtlichen Mitternachtsgottesdienst, es muss 1982 gewesen sein. DIE FRAGEN STELLTE URS HEINZ AERNI

Bänz Friedli wurde 1965 in Bern geboren und lebt heute als Autor und Kabarettist in Zürich. 2015 erhielt er den Salzburger Stier und tourt mit dem Programm Gömmer Starbucks? durchs Land. Im Knapp Verlag erschienen soeben seine Eisen­­bahngeschichten Und er fährt nie weg. www.baenzfriedli.ch

VERA HARTMANN

21

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

Basel


THEMA  I  FERIENREGION HEIDILAND

Aussteigen!

Am Walensee ist doch schon jeder einmal vorbei gefahren. Auf der Durchreise, mit dem Auto, mit dem Zug. Dann weiter durch das Sarganserland, vielleicht nach Graubünden oder sonst wohin. Höchste Zeit, einmal auszusteigen. JOCHEN IHLE TEXT UND BILDER

Ort der Entspannung. Blick von Betlis über den Walensee in Richtung Weesen. Im Hintergrund die Glarner Alpen.


THEMA  I  FERIENREGION HEIDILAND

Beliebter Klassiker. Die 5-Seen-Wanderung am Pizol ist an Schönwettertagen gut frequentiert. Aufstieg zur Passhöhe Wildseeluggen zwischen Wangsersee und Wildsee.


THEMA  I  FERIENREGION HEIDILAND

Ferienromantik. Sonnenuntergang am Walensee bei Murg.


Burgenromantik. Die Ruine der Burg Wartenstein bei Pf채fers oberhalb Bad Ragaz.


THEMA  I  FERIENREGION HEIDILAND

TONI KAISER

Einkehren. Beim Weinwandern in den Rebbergen der Bündner Herrschaft.

Staunen. In der Taminaschlucht bei Bad Ragaz.


Aufsteigen. Auf der «7-Gipfel- und 14-Seenblick-Tour» am Flumserberg.

Geniessen. Im Murgtal mit Unterem Murgsee und Wasserfall.


THEMA  I  FERIENREGION HEIDILAND

Heidis Heimat.

Johanna Spyri liess sich von dieser Landschaft zu ihren Heidi-Romanen inspirieren. Man kann sie verstehen. Zwischen Walensee, Sargans und den Rebbergen der Bündner Herrschaft öffnet sich ein fantastisches Wandergebiet.

JOCHEN IHLE TEXT UND BILDER

V

om freundlich gelegenen, alten Städtchen Maienfeld aus führt ein Fussweg durch grüne, baumreiche Fluren bis zum Fusse der Höhen, die von dieser Seite gross und ernst auf das Tal herniederschauen. Wo der Fussweg zu steigen anfängt, beginnt bald das Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegenzuduften, denn der Fussweg geht steil und direkt zu den Alpen hinauf. Auf diesem schmalen Bergpfade stieg an einem hellen, sonnigen Junimorgen ein grosses, kräftig aussehendes Mädchen dieses Berglandes hinan, ein Kind an der Hand führend, dessen Wangen in solcher Glut standen, dass sie selbst die sonnenverbrannte, völlig braune Haut des Kindes flammenrot durchleuchtete.» So beginnt der Schweizer Kinderbuchklassiker schlechthin: «Heidi», von Johanna Spyri. Wer hat sie nicht gelesen, die Geschichte vom fröhlichen Waisenkind Heidi, vom liebenswürdigen und immer hungrigen Geissenpeter, vom brummigen, doch gütigen Alp-Öhi. Und wer hat sich nicht geärgert über die ungerechte Frau Rottenmaier; wer hat nicht mitgefühlt mit der blinden Grossmutter und der gelähmten Klara aus Frankfurt, die schliesslich auf der Alp, bei Heidi, Peter und dem Öhi, wieder das Gehen lernte. Bei Schwänli und Bärli

Hier, und nirgendwo sonst, spielt die weltberühmte Geschichte: in Maienfeld, dem Winzerstädtchen in der Bündner Herrschaft. Beim Namen Bündner Herrschaft handelt es sich um eine historische, volkstümliche Bezeichnung für den Kreis Maienfeld. Er umfasst die Orte Fläsch, Jenins, Malans und Maienfeld. Die Region ist bekannt für ihre Weine und gilt auch als Eingangstor zu Graubünden. Johanna Spyri verbrachte ger-

ne ihre Ferien bei Freunden in Jenins – und liess sich von den Kulissen dieser Landschaft zu ihren Romanen «Heidis Lehr- und Wanderjahre» (1880) und «Heidi kann brauchen, was es gelernt hat» (1881) inspirieren. Beide Bücher wurden zu Welterfolgen – und bis heute in über 50 Sprachen übersetzt und mehrmals verfilmt. Für Familien gibt es wohl keine kurzweiligere Wanderung als den Heidi-Erlebnisweg. Er führt von Ober-Rofels, dem «Original-Heididorf», zur Heidialp. Ein Museum, frei laufende Ziegen (vielleicht sind sogar Schwänli und Bärli dabei) und Spielposten mit Buchzitaten befördern uns hinein in die Geschichte. Beim Aufstieg erblicken wir «die hohen Zacken des Falknis-Berges» und spüren «das Wogen und Rauschen in den drei alten Tannen», bis wir schliesslich «die Hütte des alten Öhi» erreichen. Die steht «frei auf dem Vorsprung des Berges, allen Winden ausgesetzt, aber auch jedem Sonnenblick zugänglich und mit der vollen Aussicht weit ins Tal hin­ab». Hinter den sieben Bergen

Überhaupt sind wandernde Familien in der Ferienregion Heidiland herzlich willkommen. Da gibt es im Murgtal einen Kastanien­weg, in Weesen einen Geissenweg, im Weisstannental einen Steinbock-Lehrpfad; und auf die Sonnenterrasse des Flumserbergs locken eine GeoGalerie, Heidi’s Blumenpfad und ein Sagenweg. Selun, Frümsel, Brisi, Zuestoll, Schibenstoll, Hinderrugg und Chäserrugg sind aber nicht einer Sage entsprungen und es handelt sich dabei auch nicht um die Namen der sieben Zwerge, sondern um die sieben Gipfel der Churfirsten. Eine schöne Sicht auf die markante Bergkette, und auf die ebenfalls sieben Gipfel umfassende Alviergruppe, hat man

TONI KAISER

Edelkastanien am Walensee? Tatsächlich! Der Föhn und die sauren, nährstoffreichen Böden machens möglich, dass im Kastaniendorf Murg Edelkastanien wachsen. Am schönsten ist der knapp 2-stündige, etwa 2½ km lange Rundgang im Herbst. Informationstafeln sowie verschiedene Skulpturen des Holzbildhauers Thomas Jud machen nicht nur die Kastanie, sondern auch das blutrote Verrucanogestein und die Murgbachschlucht mit ihren schönen Wassermühlen und mit dem wildromantischen Wasserfall zum Thema. Dieser liegt nur wenige Wanderminuten vom Bahnhof Murg, dem Ausgangspunkt des Kastanienwegs, entfernt. Ein Spielplatz mit Spielgeräten teilweise grösstenteils aus Kastanienholz sowie eine Feuer­stelle aus Verrucanostein laden zum Familienerlebnis mit Grillieren ein. Infos: Verein Pro Kastanie Murg, 081 738 23 48, www.kastaniendorf.ch. Führungen auf Anfrage bei Josef Kühne, 079 422 41 34, josef.kuehne@wald-sg.ch. 12

vom Flumserberg. Er ist eine beliebte Wanderregion und mit mehreren Seilbahnen erschlossen. Hoch hinaus führt die «7-Gipfelund 14-Seenblick-Tour». Der Name ist dabei Programm: an einem Tag steigt man auf sieben Gipfel und erblickt – bei guter Fernsicht – 14 Seen (Outdoortipp S. 35). Wer’s gemütlicher mag, bucht eine Kulinariktour. Da geht es von Bergbeiz zu Bergbeiz, und abwechselnd werden Vorspeise, Hauptgang und Dessert serviert. Zur Wahl stehen eine Höhenroute und eine Geniesserroute. Familientauglich ist auch die Wanderung zur Spitzmeilenhütte (Tourinfo S. 18). Sie führt vorbei an Bergbächen und kleinen Seen; und im Blickfeld hat man den Spitzmeilen. Wie ein kleiner Vulkan thront das Wahrzeichen des Flumserbergs über der Landschaft. Das Flair des Südens

Während die Churfirsten im Norden relativ flach zum Toggenburg auslaufen, brechen ihre Felswände südwärts fast senkrecht zum Walensee hin ab. Viel Platz hat der See nicht, er zwängt sich wie ein Fjord zwischen die Churfirsten-Alvier-Kette und die Flumserberge. An seinem Südufer bilden Autobahn und Eisenbahnlinie eine viel befahrene Verkehrsachse; doch an seinem Nordufer, da führt keine Strasse entlang. Das Dorf Quinten ist ein autofreies Ausflugsziel – und nur mit dem Schiff und zu Fuss erreichbar. Direkt hinter den Häusern steigen die Felsen wie eine Wand in die Höhe und halten die kalten Winde fern. Und so stimmt es tatsächlich: In Quinten gedeihen Palmen, Feigenbäume und anderes exotisches Gewächs. Beliebt ist die Uferwanderung von Walenstadt nach Weesen (Outdoortipp S. 37). Die lange Wanderung kann man auch in zwei Etappen aufteilen, mit einer Übernachtung in Quinten. Oder man erwandert nur ein Teilstück und fährt zwischendurch mit dem Schiff. Dank der Walenseeschifffahrt sind viele Varianten möglich. Man könnte z. B. mit dem Schiff von Murg oder Walenstadt nach Quinten fahren und dort die Wanderung beginnen. Bei Betlis staunt man dann über die Seerenbachfälle. Sie gehören zu den höchsten freifallenden Wasserfällen der Schweiz. Man kommt dabei auch an der Ruine der Burg Strahlegg vorbei. Die mittelalterliche Wehranlage steht auf Grundmauern eines römi­schen Wachtturms an der Verbindung von Turicum (Zürich) ins Rheintal. Die Orts­namen der Dörfer Terzen, Quarten und Quinten gehen indes nicht auf römische Zeiten zurück, wie man lange glaubte, sondern «sie entstammen verSCHWEIZ  10/11 2015


Toptouren

Neben den Outdoortipps in diesem Heft locken viele weitere Touren in die Ferienregion Heidiland. Eine Auswahl: HEIDILAND TOURISMUS

ANSPRUCHSVOLL Alvier (2343 m) Ab Bergstation der Seilbahn Oberschan auf die Hochebene Palfris und weiter zum Gipfel. Abstieg über Alp Stofel zum Ausgangspunkt, etwa 7 h. Enderlinhütte (1498 m) SAC-Hütte der Sektion Piz-Sol. Zustieg ab ­Maienfeld oder Bad Ragaz in etwa 3 h, ab St. Luzisteig etwa 2 h. Falknis (2560 m)

Von der Enderlinhütte auf alpiner Route (weissblau-weiss) über das Fläscher Fürggli auf den Gipfel, etwa 3 h.

Gonzen (1833 m)

Der Hausberg von Sargans. Vom Schloss direkt auf den Gipfel, weiss-rot-weiss markiert, etwa 3½ h.

Leistchamm (2101 m)

Rundtour von Arvenbühl oberhalb Amden. Aufstieg über Looch–First, Abstieg über den Flügenspitz, etwa 6 h.

Speer (1950 m)

Die Tour auf den «König der Voralpen» beginnt bei der Bergstation der Sesselbahn Mattstock oberhalb Amden. Hin und zurück etwa 6 h.

Spitzmeilen (2501 m)

Von der Spitzmeilenhütte in gerader Linie auf den Gipfel (mit Ketten abgesichert, siehe Seite 18), etwa 1½ h.

GENUSS Calfeisental

Chapfensee

Vom Stausee Gigerwald ins Walserdorf St. Martin; ab hier schöne Rundtour über die Malanseralp, etwa 4 h.

Heidiland – Familienland. Zu Gast bei Schwänli und Bärli.

FAMILIE Geissenweg

Themen-Rundwanderung ab Weesen. Mit echten Geissen, Spielstationen und HeidiFeuerstelle, etwa 1 h.

GeoGalerie

Fossilien und geologische Phänomene ent­decken. Erlebnis-Set mit Buch und Spiel erhältlich. Start: Prodkamm. Ziel: Maschgenkamm, etwa 2 h.

Fünf-Seen-Wanderung Der Klassiker. Ausführlich beschrieben in Pizol «Wandermagazin SCHWEIZ» 6/2013. Start: Pizolhütte. Ziel: Gaffia, etwa 4½ h.

Heidi-Erlebnisweg

Wandernd und mit Spielstationen am Weg die Heidigeschichte erleben. Start: Ober-Rofels. Ziel: Heidialp, hin und zurück etwa 3 h.

Gross Güslen (1833 m) Der Topaussichtspunkt wird auch im Rahmen der «7-Gipfel- und 14-Seenblick-Tour» bestiegen (Outdoortipp S. 35). Ab Seebenalp etwa 1 h.

Heidipfad am Pizol

Wer findet Peters Geissen? Rundwanderung mit Wettbewerb auf kinderwagen­tauglichem Weg. Start/Ziel: Pardiel, etwa 2½ h.

Orte des Staunens

Kraftorte, die sich auf 15 Rundwanderungen entdecken lassen. Auch geführte Wanderungen möglich, buchbar bei Heidiland Tourismus.

Sagenerlebnisweg

Auf den Spuren des Wilden Mannli über den Flumserberg streifen. Mit Spiel- und Aktivposten. Start: Prodkamm. Ziel: Prodalp, etwa 2 h.

Palfries

Hochebene über dem Seeztal. Einfache Wanderungen möglich, z. B. vom Berggasthaus Palfries zum Berghaus Strahlrüfi und zurück, etwa 2 h.

Steinbock-Lehrpfad

Themenweg im romantischen Weisstannental, entlang des Flüsschens Seez. Start/Ziel: Weisstannen, etwa 1 h.

Paxmal

Kraftort-Wanderung hoch über dem Walensee zum monumentalen Denkmal am Fusse der Churfirsten. Rundtour ab Walenstadtberg, etwa 2½ h.

Pizalun (1478 m)

Gipfelrunde bei St. Margrethenberg oberhalb Pfäfers. Start/Ziel: Parkplatz bei der Talstation des Skilifts Tristeli, etwa 2½ h.

Seebenalp (1650 m)

Der idyllische See liegt auf 1030 m ü. M. oberhalb der Gemeinde Mels. Schöne Rundwanderung ab Vermol, etwa 1½ h.

MEHRTÄGIG Heidiland-Wandertour In 6 Tagen quer durch das Heidiland. Auch als Pauschalangebot mit Gepäcktransport buchbar. ViaAlpina

Hochebene mit drei Bergseen. Ab FlumserbergTannenboden auf markierten Wegen leicht erreichbar, hin und zurück etwa 3 h.

Die ersten drei Etappen führen durch das Heidiland; von Vaduz über Sargans und Weisstannen nach Elm. Markierung: SchweizMobil-Route Nr. 1.

Alpenpanorama-Weg

Spitzmeilenhütte (2087 m)

Leichte Hüttenwanderung, auch für Familien geeignet (siehe S. 18). Ab Bergstation Maschgenkamm hin und zurück etwa 4½ h.

Etappen 6 und 7 dieser Fernwanderroute: Stein SG – Amden, Amden – Siebnen/Wangen. Markierung: SchweizMobil-Route Nr. 3.

WALSA-Weg

Taminaschlucht

Rundwanderung über das Alte Bad Pfäfers (Schluchtbegehung) und die Ruine Wartenstein. Start/Ziel: Bad Ragaz, etwa 4 h.

Der Walensee-Sarganserland-Weg führt in vier Etappen von Bad Ragaz nach Amden. Markierung: SchweizMobil-Route Nr. 68.

Weinrunden Maienfeld/ Fläsch und Malans/Jenins

2 beschilderte Geniessertouren durch die Rebberge der Bündner Herrschaft, jeweils etwa 1¼ h.

SCHWEIZ  10/11 2015

Wanderkarten: LK 1: 50 000, 237T Walenstadt, 238T Montafon, 247T Sardona, 248T Prättigau Informationen: Heidiland Tourismus, 081 720 08 20, www.heidiland.com/wandern

13


Wanderungen im Heidiland finden Sie ab Seite 33

THEMA  I  FERIENREGION HEIDILAND

mutlich der frühmittelalterlichen Hofzählung des Bistums Chur», wie das Historische Lexikon der Schweiz verrät. Und weiter: «Wohl schon in karolingischer Zeit übernahm die Abtei Pfäfers den grössten Teil des Grund­ besitzes.» Terzen war also das dritte, Quarten das vierte und Quinten das fünfte Besitztum der Mönche. Vom Dorf zum Weltkurort

Die Mönche des einstigen Benediktinerklos­ ters Pfäfers waren es auch, welche die touris­ tische Erfolgsgeschichte des Dorfes Ragaz zum Kurort Bad Ragaz einläuteten: Im Jahre 1240 entdeckten zwei Jäger in der Taminaschlucht eine 36,5 °C warme Quelle; doch waren es die Mönche, welche die heilende Wirkung dieses Wassers erkannten. Schlucht und Therme waren allerdings nur schwer zugänglich. Und so liest sich in der Geschichte Abenteuerliches: «Die Heilungssuchenden baden fortan in den in Fels gehauenen Löchern und verweilen dort während sieben bis zwölf Tagen, Tag und Nacht, nachdem sie in Körben an den schrecklichen Ort hinabgelassen worden sind.» Das war nur etwas für Nervenstarke – oder für ganz verzweifelte Patienten, die in der Taminaschlucht so etwas wie die letzte Rettung sahen.

Später wurde dann das Wasser in Holzleitungen aus der Schlucht geführt und das Bad Pfäfers (heute Altes Bad Pfäfers) entstand. Badearzt war dort im Jahre 1535 der Mediziner und Philosoph Paracelsus. Er schrieb gar eine Studie über die Heilkraft des hiesigen Thermalwassers. Der Badetourismus nahm seinen Anfang, und im Laufe der Zeit wuchs das Bad zu einer international renommierten Kurstätte heran. Es gab zwei grosse Gast­ häuser, eine Trinklaube, eine Kapelle, eine Metzgerei und eine Sägerei. Berühmtheiten wie Thomas Mann und Carl Zuckmayr pilgerten nach Bad Pfäfers. «Hiersein ist herrlich», meinte gar der Dichter Rainer Maria Rilke. Das «blaue Gold»

Im Jahre 1840 wurde erstmals das Thermalwasser bis nach Bad Ragaz geleitet. 175 Jahre ist das nun her. Und damit die touristische Lebensader auch weiterhin funktioniert, wurde im Jubiläumsjahr 2015 eine neue Leitung in Betrieb genommen. In Bad Ragaz spricht man daher auch vom «blauen Gold». Investiert wurde auch in das Alte Bad Pfäfers. Das beliebte Ausflugsziel dient heute als Gaststätte und Kulturort und beheimatet drei Museen – das Badmuseum, das Kloster-

museum und die Paracelsus-Gedenkstätte. Eine 4-stündige Rundwanderung führt von Bad Ragaz zum alten Bad und über Pfäfers zur Ruine Wartenstein. Beim Abstieg nach Bad Ragaz folgt man dann der alten römi­ schen Heer- und Handelsstrasse «Porta Romana» durch die von Trockenmauern gesäumten Rebberge. Höhepunkt der Runde ist jedoch der Gang durch die Taminaschlucht. Jeder Zentimeter des 450 Meter langen, mit Geländern abgesicherten Steges ist dem Gestein abgerungen. Die Felswände streben lotrecht, teilweise überhängend nach oben, vom Himmel ist nichts mehr zu sehen. Unter dem Steg toben die Urkräfte der Natur, schleift die Tamina seit Jahrtausenden den Fels. Das letzte Wegstück führt durch einen beleuchteten Stollen bis zur Quelle. Die Taminaschlucht ist auch einer von 55 «Orten des Staunens». Das sind spezielle Plätze in der Ferienregion Heidiland, die von der Forschungsstelle Kraftorte Schweiz auf ihren energetischen Gehalt und ihren mytho­ logischen Hintergrund hin untersucht wurden. Energie tanken kann man jedoch nicht nur in den Bergen. Denn was gibt es Erholsameres, als einen Wandertag in den warmen Becken der Tamina Therme ausklingen zu k lassen?

Anzeige

-59%

Jetzt online shoppen auf campz.ch

-55%

CHF 5,- GUTSCHEIN

1

Rabattcode: CAMPZ

-50%

Gutschein gültig bis 01.11.2015 ab einem Einkaufwert von CHF 50,-

BERGHAUS FREEFLOW 25+5 EXTREM

PATAGONIA DRIFTER AC GTX

NORDISK BORNHOLM L 3.0

Artikel Nr. 340573

Artikel Nr. 397735

Artikel Nr. 392059

CHF 149,- CHF 66,90

CHF 199,- CHF 99,-

CHF 109,- CHF 43,90

Versand am gleichen Tag bei Bestellungen bis 16 Uhr (Mo–Fr)*

Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten. Die durchgestrichenen Preise entsprechen der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers. Irrtümer, Druckfehler, Preisänderungen & Liefermöglichkeiten vorbehalten! * Gilt nicht an gesetzlichen Feiertagen in Baden-Württemberg, Deutschland 1 Gutschein gültig bis 01.11.2015. Auf das komplette Sortiment anwendbar ab einem Mindesteinkaufswert von CHF 50,- (ausgenommen FiveTen, Cube, Gore, Vaude und Mammut). Nur einmal einlösbar, nicht mit anderen Aktionen und Rabatten kombinierbar. Nicht auf Versandkosten anrechenbar und keine Barauszahlung möglich. internetstores GmbH, Fritz-Müller-Str. 106–108, 73730 Esslingen


G Wettrosser bew erb

Bis zu 82% Rabatt!

Jetzt Probe lesen, sparen und gewinnen!

5x je ein i Pad Retin Air, a-Di spla Wi-F y, 16 i, sp GB, aceg rau.

9.7"-

Profitieren Sie beim grossen Verlags-Spezial gleich doppelt: Sie lesen Ihren Wunschtitel zum Vorzugspreis und gewinnen vielleicht schon bald eines von insgesamt fünf iPad Air. Wir wünschen Ihnen viel Glück!

sparen

Herausragende Umwelt-, Reise- und Natur-Reportagen. 2 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 32.–*

sparen

Das Magazin für ganzheitliches Leben. 4 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 35.60*

sparen

Wissen, was wichtig ist. 10 Ausgaben für nur Fr. 25.– statt Fr. 48.–*

sparen

Tipps für den Umgang mit PC, Smartphone und Tablet. 6 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 31.80*

sparen

Das führende Magazin für Bio- und Naturgarten. 3 Ausgaben für nur Fr. 15.– statt Fr. 25.50*

sparen

Schweizer Magazin für Wohnen, Architektur und Design. 5 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 47.50*

sparen

Das Magazin für Fitness und Ausdauersport. 3 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 29.40*

sparen

Lesen, was mich bewegt. 6 Ausgaben für nur Fr. 19.90 statt Fr. 40.20*

sparen

Unterhaltsam, spannend und nützlich. 12 Ausgaben für nur Fr. 25.– statt Fr. 46.80*

sparen

Das beliebte Kochmagazin der Schweiz. 6 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 29.40*

24.ch

www.abo

sparen

Das Schweizer Magazin über das Leben mit Enkelkindern. 3 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 28.50*

Geniessen mit Annemarie Wildeisen's KOCHEN. 4 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 30.–*

sparen

Outdoor- und Freizeittipps für die ganze Familie. 3 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 44.40*

sparen

sparen

sparen

Die besten Schweizer Rezepte: gelingsicher, saisonal, genussvoll ! 5 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 37.50*

sparen

Die meistgelesene People-Zeitschrift der Schweiz. 10 Ausgaben plus 2x SI Style. für nur Fr. 25.– statt Fr. 60.80*

Das Magazin über das gute Leben auf dem Land. 3 Ausgaben für nur Fr. 15.– statt Fr. 22.50*

Ihr Profitier- und Gewinncoupon £  Ja, ich möchte folgende/n Titel zur Probe lesen und dabei bis zu 82% sparen. Zusätzlich nehme ich automatisch am Gewinnspiel um ein iPad Air teil! Bitte gewünschte/r Titel ankreuzen:

sparen

Das grösste Fashion& Celebrity-Magazin der Schweiz. 6 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 35.40*

sparen

Relevante News und intelligente Unterhaltung. 10 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 44.–*

sparen

Die grösste abonnierte Tageszeitung der Schweiz. 30 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 112.50*

sparen

Mehr Lesespass für die ganze Familie. 12 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 60.–*

¢ Animan ¢ Beobachter ¢ Bioterra ¢ FIT for LIFE ¢ Glückspost ¢ Grosseltern ¢ KOCHEN ¢ Le Menu

¢ natürlich ¢ PCtipp ¢ RAUM UND WOHNEN ¢ Reader‘s Digest Schweiz ¢ Saisonküche ¢ SCHWEIZ Wandermagazin ¢ Schweizer Illustrierte ¢ Schweizer Landliebe

¢ SI Style ¢ SonntagsZeitung ¢ Tages-Anzeiger ¢ Tierwelt ¢ VINUM – Europas Weinmagazin ¢ Weltwoche ¢ wir eltern ¢ Zeitlupe

Ich wähle 2 Probeabos und erhalte somit einen 10-Franken-Gutschein von Migros. Vorname Name Strasse, Nr. sparen

Lesegenuss für Weinliebhaber und Experten. 3 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 41.40*

sparen

Voller Einsatz für die Schweiz. 5 Ausgaben für nur Fr. 25.– statt Fr. 42.50*

sparen

Das Magazin für Mütter und Väter in der Schweiz. 4 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 32.80*

sparen

Das Magazin für Menschen mit Lebenserfahrung. 5 Ausgaben für nur Fr. 20.– statt Fr. 30.–*

*Im Vergleich zum Einzelkauf. Gilt nur für Neuabonnenten in der Schweiz. (Preis inkl. MwSt. und Versandkosten.)

PLZ/Ort Telefon E-Mail

Oder schneller gehts unter:

24.ch

www.abo

Coupon einsenden an: abo24, Leserservice, Postfach, 8099 Zürich

¢ Ja, ich bin damit einverstanden, dass mich künftig abo24.ch oder die beteiligten Verlage via E-Mail über weitere interessante Angebote informieren. Teilnahmebedingungen: Jeder Coupon nimmt an der Verlosung teil. Die Teilnahme ist unabhängig von einer Bestellung. Nur Wettbewerbsteilnahme kostenlos unter www.abo24.ch. Teilnahmeschluss ist der 31.12.2015. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Preise werden nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. 14


PORTRÄT  I  SPITZMEILENHÜTTE

Anna-Barbara Kayser. Lehrerin, Theaterpädagogin, Entwicklungshelferin – und seit 2012 Hüttenwartin auf der Spitzmeilenhütte.

«Für mich gibt es nichts Schöneres, als wenn die Gäste sich wohlfühlen» Die Journalistin Daniela Schwegler hat ein neues Buch veröffentlicht. Nach ihrem Bestseller «TraumAlp. Älplerinnen im Porträt» steuert sie den nächsten Erfolg an. In «Berg­fieber. Hüttenwartinnen im Porträt» erzählen 12 Frauen von ihrem Leben als Hüttenwartin. Eine davon ist Anna-Barbara Kayser von der Spitzmeilenhütte im Wandergebiet Flumserberg. Eine Leseprobe… DANIELA SCHWEGLER TEXT VANESSA PÜNTENER BILDER

16

SCHWEIZ  10/11 2015


BUCHAUSZUG

Wie ein Prachtswürfel aus Holz ruht die Spitzmeilenhütte am Rande der Felsplatte, die jäh ins Schilstal Richtung Flums abbricht. Seitlich rauscht ein Bergbach. Auf dem Vorplatz recken sich zwei Tipis stolz wie Häuptlinge in die Luft. Dahinter ragt der Spitzmeilen als Hausberg ebenso steil in den wattewolkenen Himmel hinein und präsentiert sich im weiss getupften Kleid des ersten Herbstschnees, während der Wiesenteppich zu seinen Flanken hin still glänzt im goldenen Abendlicht. Als der letzte Gast auf der Hütte eintrifft, zeigt ihm Hüttenwartin Anna-Barbara Kayser, 53, das Bett im Viererschlag. »Das ist ja fast wie im Hotel!«, frohlockt er. Worauf sie entgegnet: »Aber schon nur fast! Die Toiletten liegen auf der Etage. Das ist unser kleiner Komfort.« Doch die 2007 komplett neu errichtete Hütte verwöhnt ihre Gäste auch sonst mit einem modernen, schlicht-eleganten Interieur. Und dank Anna-Barbaras Herzlichkeit fühlt man sich gleich wie daheim in der guten Stube. Sie lacht: »Ja, für mich gibt es nichts Schöneres, als wenn die Gäste sich hier wohlfühlen!« Mit der Hütte ist für sie und ihren Partner Paul 2012 denn auch ein Traum in Erfüllung gegangen. Hier in den Bergen haben die zwei Quereinsteiger ihren Platz gefunden. Und was für einen!

Am Abend, als die Gäste in der Stube zum Hauptgang übergehen, verfärbt sich der Abendhimmel vor dem Panoramafenster in explodierende Rottöne, als stünden die Bergspitzen der Churfirsten in Flammen. Aus der Küche gluckst vergnügtes Lachen – unverkennbar Anna-Barbara! Sie gönnt sich zusammen mit dem Küchenteam nach Abwaschen und Aufräumen noch einen Tee. Vor dem Zubettgehen beginnt sie auf der Eckbank sitzend zu erzählen.

Unser altes Militärtransportseilbähnchen ist mir ein bisschen suspekt. Gestern hat es wieder abgestellt – mitten im Betrieb. Und wenn es mal warmgelaufen ist, lässt es sich oft nur schwer wieder anstellen. Ich hab es dann doch noch geschafft! Aber wenn es mal nicht klappt, muss ich technische Banausin immer Paul anrufen (lacht). Paul?! Aber dass wir beide hier die Hütte gemeinsam bewarten können, ist wunderschön! Damit erfüllen wir uns einen Traum, denn lange schon hatte ich mir gewünscht, in den Bergen beizen zu können. Und Paul und ich

Ich nahm mir vor, dass ich mir ein Jahr lang Urlaub gönne, wenn ich fünfzig werde, um in einem Entwicklungsprojekt mitzuhelfen und in einer Hütte in den Bergen. ergänzen uns prächtig! Während ich in erster Linie für die Gäste da bin, zuständig für das Personal und für die Küche, übernimmt er vor allem das Handwerkliche. Das entlastet mich sehr! Immer, wenn etwas nicht funktioniert, ist Paul zur Stelle. Bei der Turbine hinten im Bach zum Beispiel: Wenn es dort Steine drin hat, muss man das Ventil lösen. Ich krampf mir jedes Mal eins ab. Und er dreht kurz, und schon ist alles wieder in Ordnung. Auch unser Online-Buchungssystem ist eine seiner Ideen. Wir sind eine der ersten Hütten, bei der man online reservieren kann. Einfach einloggen, Reservation eintippen, Anzahl Übernachtungen, Nachtessen mit Fleisch oder Vegi. Und wir haben so nichts mehr zu

tun mit den Reservationen, sondern können abends nur noch die Buchungsliste ausdrucken, fertig! Dasselbe beim Kassensystem. Als wir als Hüttenwarte angefangen haben, trafen wir fast überall das Strichli-System an: Name des Gastes, drei Kaffee konsumiert, zwei Kuchen et cetera. Das kann’s doch nicht sein!, fand Paul und suchte nach einem Kassensystem fürs iPad. Damit pröbelten wir ein halbes Jahr herum, bevor er ein besseres fand. Das ist jetzt unser System, eine grosse Erleichterung! Am Abend schicken wir einfach den Tagesabschluss ab und schon sind alle Konsumationen für die Buchhaltung aufbereitet. Am nächsten Vormittag. Paul ist aus Sargans zurück vom Einkaufen. Unten auf der Alp Lauiboden belädt er das Transportseilbähnchen. Ein kurzer Anruf, und schon setzt Anna-Barbara auf der Hütte vierhundert Meter weiter oben den Motor des Bähnchens in Betrieb. Es rattert und knattert wie Salven aus einem Maschinengewehr, das ganze Hüttchen vibriert, und AnnaBarbara steht – bestückt mit Ohrschalldämpfern – routiniert am Schalthebel. Das alte Seilbähnchen hat zwar immer wieder seine Flausen. Aber wenn es läuft, dauert’s sechs, sieben Minuten, bis die Ware oben ist und ich sie ausladen kann. Sobald Paul unten die nächste Kiste voll hat, ruft er mich an. Ich setz das Bähnchen in Betrieb, und bis die Kiste oben ist, trag ich die Einkäufe in den Keller, um sie im Vorratsraum in den Regalen zu verstauen. Einen Heli brauchen wir so nicht, zumindest nicht im Sommer. Und dank den regelmässigen Einkäufen haben wir immer frisches Gemüse, Obst und Fleisch auf der Hütte und können für unsere Gäste ganz frisch kochen. Nur im Winter, wenn das Schilstal nicht befahrbar ist, versorgen wir

2007 neu gebaut. Die Spitzmeilenhütte. SCHWEIZ  10/11 2015

Sympathisch. Anna-Barbara Kayser hat Zeit für ein Gespräch.

17


PORTRÄT  I  SPITZMEILENHÜTTE

Eine Hütte und ihr Hausberg Tannenboden erg

Zigerf u

rggle

n

Flumserb

Maschgenkamm s

hil

Sc

Wissme i l enpass 2483 2501 Wissmeilen Spitzmeilen

Spitzmeilenhütte SAC

tour info

Der Weg zur Spitzmeilenhütte eignet sich wunderbar für Familien. Mit kleineren Kindern empfiehlt sich der einfache Hüttenzustieg auch als Rückweg. Wer’s sportlich liebt, oder gar auf der Spitzmeilenhütte übernachtet, kann für den Rückweg die Route über Spitzmeilen und Wissmeilen wählen. Von der Hütte sind es etwa 1½ Stunden bis auf den Spitzmeilen. Der Gipfelaufschwung ist optional. Er ist mit Ketten abgesichert und nur schwindelfreien Berggängern empfohlen. Der Wanderweg führt um den Spitzmeilen herum und erreicht über den Wissmeilenpass den Rücken des Wissmeilen. Hier sind die Aussichten ebenso phantastisch wie vom Spitzmeilen.

START/ZIEL Maschgenkamm. CHARAKTERISTIK Einfache Hüttentour. Bei der Rundwanderung über Spitzmeilen und Wissmeilen (siehe Variante) ist TrittsicherNATUR heit erforderlich, bei der Besteigung des Spitzmeilen unbedingt Schwindelfreiheit. Weiss-rot-weiss markierte Bergwege. AN-/RÜCKREISE Mit den SBB bis UnKULTUR terterzen, weiter mit der Gondelbahn bis Flumserberg / Tannen­boden, dann weiter mit Gondelbahn auf den Maschgenkamm. ZEIT 4¼ h (Aufstieg etwa 2¼ h, AbFAMILIE stieg etwa 2 h). ROUTE Maschgenkamm (2008 m) – Zigerfurgglen (1993 m) – Calans (1989 m) – Spitzmeilenhütte (2085 m) – auf selbem Weg zurück. SCHWIERIGKEIT T2. HÖHENDIFFERENZ Auf- und Abstieg jeweils etwa KONDITION 500 Hm. VARIANTE Von der Hütte auf den Spitzmeilen (2501 m), dann über Wissmeilenpass (2420 m) und Wissmeilen (2483 m) zurück zum MaschgenJAHRESZEIT kamm, gesamt etwa 6 h, T3. AUS­RÜSTUNG Normale Wanderausrüstung, stabile Bergschuhe. EINKEHREN / ÜBERNACHTEN Spitzmeilenhütte (Mitte Juni bis Mitte / Ende Oktober), 081 733 22 32, www.spitzmeilenhuette.ch. WANDERKARTE LK 1:50 000, 237T Walenstadt. INFOS Heidiland Tourismus, 081 720 08 20, www.heidiland.com. Bergbahnen Flumserberg, 081 720 15 15, www.flumserberg.ch. (jih) J F M A M J J A S O N D

Nur für Schwindelfreie. Die kettengesicherte Passage auf den Spitzmeilen.

18

JOCHEN IHLE

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

Ca lans

die Hütte mit dem Heli. Aber dann muss man immer schauen, dass die Sicht gut ist und sich kein Sturm ankündigt. Und die Kosten für die Flugtransporte sind recht hoch. Das ist der Vorteil des Bähnchens: Es ist günstig und vom Wetter sind wir damit praktisch unabhängig. Am Nachmittag sind Anna-Barbara und das Team in der Küche dabei, das Abendessen vorzubereiten. Während sie Gemüse rüstet, erinnert sich Anna-Barbara ans Leben vor der Hütte. Als Lehrerin im Engelbergertal hatte ich nach dreissig Jahren Unterrichten Lust auf etwas Neues. Ich hatte zwar zwischenzeitlich auch allerlei gemacht: auf der Notschlafstelle gearbeitet, Regieassistenz gemacht, war in der Welt herumgegondelt. Und beim Theater Momoll in Wil hab ich stundenlang die Improvisationen der Schauspieler protokolliert. Später hab ich in Heimen gearbeitet und wieder unterrichtet, nun in der freien Volksschule Stans. Das war eine alternative Privatschule, die versuchte neue Wege zu gehen mit den Kindern. Klein und sehr familiär. Die Eltern arbeiteten eng mit uns Lehrern zusammen. Wir hatten zwar wesentlich bescheidenere Löhne als andere Primarlehrer. Aber die Atmosphäre war besonders, wir haben viel miteinander unternommen. Und ich veranstaltete mit den Kindern Thea­ terlager. Die Montagmorgen begannen immer mit zwei Stunden Theaterspielen. Bis ich mit 29 Jahren Mutter wurde und meine Tochter Meret zur Welt kam. Da ich von Anfang an ohne Partner war, stürzte ich in eine tiefe Krise. Merets Vater anerkannte zwar die Vaterschaft, mehr wollte er aber nicht. Und doch hat das Kind sein müssen oder sein dürfen. Für mich ist es fast ein Wunder, dass es Meret gibt. Als das Konzept der freien Volksschule dann in die Staatsschule integriert wurde, ging viel Herzblut verloren. Meine Mitsprache war immer weniger gefragt. Und mir wurde klar, dass ich irgendwann etwas anderes machen möchte. Dass mir das Beizen gefällt, wusste ich schon von meinem Engagement in der Kleinkunstszene her, etwa im Kulturhaus Chäslager in Stans oder von meiner Erfahrung in Festwirtschaften anderer Kleintheater. Irgendwann mal selber eine Beiz zu führen und Kultur zu veranstalten, das war ein grosser Traum von mir. Mit 46, als mein damaliger Partner und ich uns nach siebzehn gemeinsamen Jahren trennten, wusste ich, dass ich jetzt wirklich mal was anderes machen möchte. Ich nahm mir vor, dass ich mir ein Jahr lang Urlaub gönne, wenn ich fünfzig werde, um in einem Entwicklungsprojekt mitzuhelfen und in einer Hütte in den Bergen. Und bald schon stand ich in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, in der Gassenküche eines Hilfswerks und schenkte Suppe aus an die SCHWEIZ  10/11 2015


Anzeige

Einfacher, sicherer, trockener Gemütlich Blick in die Gaststube der Spitzmeilenhütte.

Als Hüttenwart lebst du zwar mitten in den Bergen. Aber selber kommst du kaum noch raus. Das ist eine der grössten Illusionen.

Nikwax Tech Wash

Nikwax TX.Direct

Effektive Reinigung in der Sichere, leistungsstarke .. Waschmaschine, ohne die wasser- ..ImprAgnierung zum Einwaschen. abstoSSenden Eigenschaften lasst regenwasser abperlen und .. zu beeintrachtigen Schweiss ungehindert austreten asis erb

Oh

bone ( PFC

Auf Wass

Text- und Bildmaterial wurden vom Rotpunkt Verlag zur Verfügung gestellt.

Trocken!

Eine saubere Schmutz und aufgesogenes Wasser wasserdichte Jacke kann atmen und wird verhindern den SchweiSSaBtransport auf der Innenseite aus dem Jackeninneren! nicht feucht!

ar

Nass?

)

Menschen dort auf der Strasse. Zwei Nepalesen kochten und wir Helferinnen rüsteten Gemüse. Wir begrüssten die Leute, wuschen ihnen die Hände und servierten ihnen das Essen: Dalbat, das typische nepalesische Gericht, mit Reis und einer Linsensauce mit Gemüse. Ums Helfen ging es mir nicht in erster Linie. Das ist für mich ein eher schwieriger Aspekt. Aber ich war früher mal durch Nepal getrekkt, und schon damals hatte es mich berührt zu sehen, in welch ärmlichen Verhältnissen die Menschen leben und welche Zufriedenheit sie trotzdem ausstrahlen. Ihre bud­ d­histische Kultur faszinierte mich. Und in der Gassenküche war ich ganz nah an diesen Menschen dran, die so ganz anders durchs Leben gehen als wir. Aber schon damals war mir klar: Ihnen eine warme Mahlzeit zu reichen, ist nur ein kleiner Teil. Viel wichtiger ist es, ihre Situation längerfristig zu verbessern, indem man die Kinder unterrichtet, damit sie mal bessere Startbedingungen haben als ihre Mütter, die oft weder lesen noch schreiben noch rechnen können. Nach zwei Monaten in der Suppenküche wäre ich dann gerne weiter nach Ladakh gereist. Aber ganz schnell ging schon mein zweiter Wunsch in Erfüllung, viel schneller, als ich es mir erträumt hatte. Paul und ich erhielten tatsächlich die Zusage für die Spitzmeilenhütte!

n e F l u orc

Die preisgekrönten & sicheren Reinigungs- und Imprägniermittel von Nikwax® werden zu 100% auf Wasserbasis hergestellt und sind nicht entflammbar. Als einziger Pflegemittelhersteller verwenden wir seit jeher weder Treibgase noch Fluorkarbone. www.nikwax.co.uk

Daniela Schwegler Bergfieber Hüttenwartinnen im Porträt Mit Farbfotos von Stephan Bösch und Vanessa Püntener. 256 Seiten, CHF 38.–, 978-3-85869-668-7, Rotpunkt Verlag, Zürich 2015, www.rotpunktverlag.ch. Die Termine der Lesungen von Daniela Schwegler finden sich auf der Verlagshomepage und auf www.danielaschwegler.ch. SCHWEIZ  10/11 2015

*Gewinne zwei Flüge nach Finnisch Lappland mit Kontiki! Teilnahme bis am 15. April 2016 unter: www.nikwax.com/swiss2 www.kontiki.ch

Kein Kaufzwang. Bedingungen siehe Teilnahmeformular.

Nikwax_Okt2015_mitDuoPackAktion.indd 1

26.08.2015 15:02:36


Anzeigen

Wanderkarten von swisstopo Die idealen Begleiter für Ihre Ausflüge

wohin

Foto: Beat Müller, Schaffhausen

wissen

swisstopo

Schweizerische Eidgenossenschaft Confédération suisse Confederazione Svizzera Confederaziun svizra

swisstopo.ch /smm

Bundesamt für Landestopografie swisstopo

Schöffel ZipIn! Funktionelle Looks für jeden Tag. Individuelle Jackenkombinationen nach Maß. Einfach Innenjacke wählen, in die Allwetter-Außenjacke einzippen und schon sind Sie perfekt gerüstet: winddicht, wasserdicht und warm.

Damen Steppweste ALMA | 129.00 CHF

Damen Strickfleecejacke ARELLEE | 149.00 CHF

www.schoeffel.com

Damen Steppjacke ISABELLA | 189.00 CHF

Schöffel_Anzeige_Wandermagazin_188x132_FINAL.indd 3

Damen Allwetterjacke AGNES | 249.00 CHF

04.08.15 10:46


2

1

DIE SCHWEIZ ENTDECKEN  I  KURZWANDERUNGEN IM OKTOBER 3

Wandern – leicht gemacht

Wandern ist mehr als einfach nur Gehen. Wandern bewegt, es verbindet den Menschen mit der Natur, in der er lebt, es lässt ihn allein oder in Gemeinschaft Kultur erleben. Mit diesen drei einfachen Kurzwanderungen in verschiedenen Regionen der Schweiz entdecken Sie unser Land neu.

1

Der Blauburgunder Panoramaweg ist eine leichte Höhenwanderung durch das Herz des Schaffhauser Blauburgunderlandes. Die Route, die in drei Stunden von der Siblinger Höhe nach Trasadingen führt, bezaubert mit einem grandiosen Panorama über die grösste zusammenhängende Rebenlandschaft der Deutschschweiz. Genau in der Mitte, im Weinbaudorf Hallau, finden am 3./4. sowie 10./11. Oktober die Hallauer Herbstsonntage statt, wo die Winzer in ihren urigen Gewölbekellern zur Degustation laden. Weinbaumuseum, Pferdefuhrwerkfahrten, Platzkonzerte und sonntags jeweils der grosse Festumzug sind die weiteren Highlights. (kai)

SWISS-IMAGE.CH / CHRISTOF SONDEREGGER

Schaffhausen Rebenwandern und Winzerfest

Volksfest. Am 4. und 11. Oktober geht in Hallau jeweils der grosse Festumzug über die Bühne.

Haltestelle Siblinger Höhe der Buslinie Schaffhausen –  Begglingen. ZIEL Trasadingen. AUFSTIEG Etwa 140 Hm. ABSTIEG 300 Hm. ZEIT 3 h. INFOS www.schaffhauserland.ch, www.hallau-tourismus.ch. START

2

Das frei besichtigbare Goetheanum, die Schlossruine Dorneck, das Restaurant Schlosshof, die bezaubernde Arlesheimer Eremitage, die 2006 zum schönsten Englischen Landschaftsgarten der Schweiz gekürt wurde und die mit ihren Höhen und Grotten und den stillen Weihern, die man umrunden kann, als Kraftort gilt, darüber das Schloss Birseck und schliesslich der reich verzierte Dom in Arlesheim mit der berühmten Silbermann-Orgel sind in dieser Reihenfolge die Eckpunkte einer wunderbaren Kulturwanderung in Basler Stadtnähe. (kai) START

Bahnhof Dornach-Arlesheim.

ZIEL

TONI KAISER

Solothurn/Baselland Kulturwandern in Dornach

Goetheanum. 1925 bis 1928 errichtet, dient der von Rudolf Steiner entworfene Bau heute als Sitz und Tagungsort der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft.

Dom Arlesheim.

AUFSTIEG 270 Hm. ABSTIEG 230 Hm. ZEIT 2¼ h. EINKEH-

3

INFOS

www.basel

Engadin Dem Silsersee entlang

Das Engadin ist im Herbst besonders schön, wenn die Lärchen im goldenen Kleid stehen und sich in den funkelnden Seen spiegeln. Eine landschaftlich bezaubernde Wanderung führt von Maloja entlang dem Silsersee zum Maiensässdorf Isola. Auf den sechs Kilometern hin und zurück wird der Blick immer wieder wie magisch von der Weite des Sees mit den umliegenden, vielleicht schon weiss verzierten Gipfeln angezogen. Dann im Ristorante Lagrev in Isola fein speisen und im Mondschein zurückwandern. Die Tour ist kinderwagen- und rollstuhltauglich. (kai) START Parkplatz

von Maloja Richtung Campingplatz. LÄNGE 6 km hin und zurück. AUF-/ABSTIEG Insgesamt 70 Hm. ZEIT 1½ – 2 h. EINKEHREN Rist. Lagrev, Isola, 081 824 35 91. INFOS www.engadin.stmoritz.ch.

SCHWEIZ  10/11 2015

SWISS-IMAGE.CH / CHRISTOF SONDEREGGER

REN Rest. Schlosshof, 061 702 01 50. land-tourismus.ch, www.wandersite.ch.

Im Herbst besonders schön. Der Blick geht über den Silsersee Richtung Maloja, links der Piz de la Margna (3159 m).

21


ACTION RUND UM DAVOS

Dreitausend drunter und dr端ber

22 Kraxelmax. So macht Wandern nat端rlich auch den J端ngsten Spass.


Ist es für Sie auch jedes Mal eine Herausforderung, die Ferien zu planen? Wohin gehen, um allen Familienmitgliedern gerecht zu werden? Wenn die ganze Familie die Berge liebt, gerne wandert und auf dem Bike unterwegs ist, hier ein Tipp: Davos! Die höchstgelegene Stadt der Alpen ist ein Outdoor-Mekka, das allen etwas bietet. URS KYBURZ TEXT UND BILDER

W

Abstieg erreichen wir schon bald Sertigdörfli, wo die Kinder ihren verdienten Coupe geniessen können. Der sprichwörtliche Höhepunkt unserer Ferien ist ein richtiger Dreitausender: das Flüela Schwarzhorn, 3147 Meter hoch und der höchste Gipfel der Wandermagazin 3/30-Challenge. Wir starten bei der Postautohaltestelle Susch/Abzw. Schwarzhorn und folgen dem Wegweiser, auf dem bereits unser Ziel vermerkt ist. Munter sprudelt ein Bergbach neben dem Weg, Murmeltiere fressen friedlich zarte Alpenkräuter. Auf der Schwarzhornfurgga können wir einen ersten Blick auf die andere Seite der Gebirgskette erhaschen – wir blicken wieder ins Dischmatal. Nun steigen wir rechts hoch über den breiten Grat. Ebenfalls breit und gut ausgebaut ist der Weg, fast könnte man einen Kinderwagen hochschieben. Spannend sind die verschiedenen Vegetationszonen: Je näher wir dem Gipfel kommen, desto karger wird die Landschaft. Aber selbst auf dieser Höhe entdecken wir noch Blümlein. Dann stehen die Kinder auf einem Dreitausender und blicken fasziniert auf die schier endlose Zahl von Gipfeln. Weit unten liegt Davos. Jetzt aber etwas essen, bevor wir absteigen. Das geht recht locker, und schon bald sehen wir unseren Berg wieder von unten. Stolz blicken die Kinder nochmals zurück auf die mächtige Pyramide, die über allem thront. Die Besteigung der Weissfluh ist dagegen fast Erholung, mit 2834 Metern Höhe aber auch nicht nur ein Hügel. Doch die Parsennbahn verkürzt die Strecke und fährt uns bis auf 2693 m ü. M., zum berühmten Weissfluhjoch,

JOCHEN IHLE

enn von Davos die Rede ist, leuchten bei Mountainbikern die Augen, aber ebenso jene der Wanderer. Erleichtert wird dies durch die Bahnen und Busse von Davos-Klosters. Das Beste daran: Mit der Gästekarte können diese gratis benutzt werden! Einzig das Postauto ist kostenpflichtig. Wir benutzen deshalb für die erste Wanderung gleich mal die Seilbahn aufs Jakobshorn. Gipfelsammler können bei der Bergstation noch ein paar Meter hochsteigen und das Jakobshorn im digitalen Gipfelbuch Peakhunter (www. peakhunter.com) markieren. Nach dieser ersten herrlichen Aussicht über das Landwassertal und über das Gipfelmeer von Graubünden sowie den angrenzenden Ländern wollen wir nun weiter wandern ins Sertigtal. Der Wanderweg würde uns auf einer breiten Strasse direkt ins Tal leiten. Aber das ist uns doch etwas zu billig – gibt es keine spannendere Variante? Doch, natürlich: Kurz nach dem Wegweiser zweigt links ein unscheinbarer Pfad ab, der uns auf den nächsten Gipfel führt: das Jantzhorn. Der schmale Grat ist nie wirklich ausgesetzt, dennoch belohnt er uns mit einer super Aussicht sowohl ins Sertig- wie ins Dischmatal. Auf dem Gipfel geniessen wir eine erste Rast. Der Weg folgt weiter dem Grat, vorbei am Rossboden und am Witihüreli, wo Trittsicherheit von Nöten ist, bis zur Tällifurgge. Hier könnten wir auch ins Dischmatal absteigen, aber unser Ziel ist ja das Sertigtal. Im Herbst leuchten die Farben besonders intensiv; mit roten, gelben, braunen und grünen Tönen verwöhnt die Natur unsere Augen. Nach dem

23

SCHWEIZ  10/11 2015

Davos ist die höchstgelegene Alpenstadt und zudem schweizweit eine der flächenmässig grössten Gemeinden.


FAMILIENTIPP  I  ACTION RUND UM DAVOS

Dann ab aufs Bike!

wo das Lawineninstitut zuhause ist. Die Wanderung ist ab hier jedoch immer noch aufschlussreich: Im Sommer sieht man, warum wir im Winter auf schönen, breiten Pisten runterflitzen können. Ohne Schnee schaut das grässlich aus, einer Autobahn gleich wurde alles planiert. Kein Pflänzchen wächst mehr, wo mit schweren Baumaschinen geräumt wurde. Genug davon, wir streben unserem Gipfel zu, auf den zwar auch eine Seilbahn fährt, aber nur im Winter. Der Bergwanderweg windet sich die Flanke hoch, Trittsicherheit ist nötig, gefährlich ist es aber nie. Oben angekommen, öffnet sich nun auch das Panorama auf die andere Seite, Richtung Arosa. Die Berge direkt unter uns sind noch unberührt von mechanischen Aufstiegshilfen.

Biken in Davos ist nicht nur etwas für die Grossen, sondern auch für Kinder gibt es spannende und nicht allzu anstrengende Routen. Wie überall im Kanton Graubünden, dürfen Biker die Wanderwege benutzen, wenn nicht ein Verbot dies explizit unterbindet. Eine besonders schöne, aber doch eher anstrengende Tour führt uns nach Dürrboden im Dischmatal. Beim Golfplatz stechen wir in den Wald hinein. Schmale Waldwege lassen die Kinder jede Müdigkeit vergessen, auf und ab geht es über Weiden und Feldwege. Bei «Boden» müssen wir auf die Strasse wechseln, der schöne Teil ist im Moment vorbei, dafür können wir die Landschaft geniessen. Bei Dürrboden gibt es

als Belohnung nicht nur ein Restaurant, sondern auch viel Platz für die Kinder zum Spielen. Felsblöcke laden zum Klettern und ein munter sprudelndes Bächlein zum Planschen ein. Eine andere, einfache Biketour führt nach Monstein. Das ist für Väter ein interessanter Ort, weil hier die höchstgelegene Brauerei Europas liegt. Auch diese Route führt auf schmalen Wegen durch den Wald und über Weiden, bietet zwischendurch immer wieder Ausblicke auf das Landwassertal. Damit bei den Kindern keine Langeweile aufkommt, liegen entlang des Weges unzählige Geocaches verborgen (siehe dazu unseren Beitrag in Heft 4/2013). Die nächste Biketour geht auf die andere Seite, ins Prättigau hinunter. Um die steilen

Tourentipps Ob Sonne oder Regen, Davos ist für Familien so oder so eine Top-Destination. Hier in Kürze die im Text beschriebenen Touren. Mit der Gästekarte können alle Bergbahnen und die RhB zwischen Filisur und Klosters während der Sommersaison gratis benutzt werden. Wanderkarten: LK 1:50 000, 248T Prättigau und 258T Bergün, Infos unter www.davos.ch. P r ä t t i g a u

tour info

Klosters

6

2843 Parsenn Weissfluh

3

Davosersee

Davos

2979 Pischahorn

Di

2590 Jakobshorn

4 sc al

rt

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

l

5

Davos Monstein

ta

2528 Rinerhorn

ig

2764 Valbellahorn

3006 Älplihorn

Flüelapass

at

1

hm

Se

Arosa

2

3146 Schwarzhorn

3 Weissfluh. Kurze Bergtour auf einen Gipfel, bei der man die Auswirkungen des Wintertourismus sieht. START/ZIEL Bergstation Weissfluhjoch der ParsennBahn. ZEIT 1½ h. DISTANZ 3 km. ROUTE Bergstation – Weissfluh und zurück. SCHWIERIGKEIT T2. HÖHENDIFFERENZ Auf-/Abstieg je 220 Hm. 4 Dischmatal. Biketour auf Singletrails, im ersten Teil auch auf der Strasse. START/ZIEL Davos Dorf. ZEIT 3 h. DISTANZ 29 km. ROUTE Davos Dorf – Golfplatz – Wald – Dürrboden und zurück. SCHWIERIGKEIT Leicht. HÖHENDIFFERENZ Auf-/Abstieg je 600 Hm.

1 Sertigtal. Schöne Gratwanderung über mehrere Gipfel. START Jakobshorn Davos. ZIEL Sertigdörfli. ZEIT 3 h. DISTANZ 8 km. ROUTE Vom Jakobshorn über einen schmalen Pfad zum Jatzhorn und weiter zur Tällifurgge. Von dort Abstieg auf markiertem Wanderweg nach Sertigdörfli. SCHWIERIGKEIT T3. HÖHENDIFFERENZ Aufstieg 250 Hm, Abstieg 950 Hm.

5 Monstein. Biketour auf dem Höhenweg ins höchste Bierdorf Europas. START Davos Dorf. ZIEL Monstein Bahnhof. ZEIT 2 h. DISTANZ 22 km. ROUTE Davos Dorf – Golfplatz – Monstein – Bahnhof Monstein. SCHWIERIGKEIT Leicht. HÖHENDIFFERENZ Auf-/Abstieg je 525 Hm.

2 Schwarzhorn. Aussichtsreiche Bergtour am Flüelapass auf einen Dreitausender. START/ZIEL Postautohaltestelle Susch, Abzw. Schwarzhorn. ZEIT 4 h. DISTANZ 8 km. ROUTE Postautohaltestelle – Schwarzhornfurgga – Schwarzhorn retour. SCHWIERIGKEIT T3. HÖHENDIFFERENZ Auf-/Abstieg je 820 Hm.

6 Prättigau. Ausgeschilderte Bikeresp. Velotour nach Landquart, zum Teil auf Asphalt. START Davos Dorf. ZIEL Bahnhof Landquart. ZEIT Etwa 3 h. DISTANZ 45 km. ROUTE Davos Dorf – Klosters – Jenaz – Landquart. SCHWIERIGKEIT Mittel. HÖHENDIFFERENZ Abstieg etwa 1100 Hm. TIPP Kürzer und leichter ist die Tour, wenn man bis Klosters die RhB benützt.

24

SCHWEIZ  10/11 2015


und ruppigen Wege bewältigen zu können, müssen die Kinder ihre Bikes im Griff haben. Die Route 631 führt uns entlang des Davosersees zum Wolfgangpass hinauf, dann auf Strassen, Waldwegen und Singletrails hinunter nach Klosters. Weniger Geübte können für dieses erste Stück auch den Zug nach Klosters nehmen. Dann gehts mehr oder weniger auf der Prättigauer Route 21 weiter nach Landquart. Ein genaues Kartenstudium lohnt sich, denn abseits der Strasse findet sich der eine oder andere interessantere Fahrweg. In Landquart steigen wir in den Zug ein und fahren gemütlich zurück nach Davos. Auch ruhen sollst du

Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte angesichts eines solchen Programms auch Ruhetage einbauen. Zum Beispiel am Davosersee. Hier warten zahlreiche Geocaches auf ihre Entdeckung. Eine Überraschung sind die vielen Eichhörnchen, die den Kindern die Nüsse direkt aus der Hand fressen – falls nicht ein frecher Tannenhäher schneller ist. Auch im Adventure Park Davos Färich können sich die Bikekids austoben – dank Wellen, Steingärten und Rampen. Was aber, wenn es zu nass ist, um länger draussen zu

Familie Kyburz strebt strammen Schrittes vom Flüelapass dem Dreitausender Schwarzhorn (3146 m) entgegen.

bleiben? Auch da gibts Möglichkeiten – wie ein Ausflug mit der Rhätischen Bahn ins Albula Bahnmuseum in Bergün. An verschiedenen Stationen lernt man hier die Entstehungsgeschichte der Albula-Linie kennen. Kinder können auch selber mit Holzklötzen eine Bogenbrücke bauen. Das Highlight ist aber die Spur O-Bahn von Bernhard Tarnut-

zer. Dieser hat die schönsten Abschnitte der Albulabahn bis ins kleinste Detail nachgebaut. Selbst der Rost an einem Eisenpfosten ist realitätsnah nachgebildet. Aber auch Wasserratten finden inDavos ihr Paradies: im Wellness- und Erlebnisbad eau-là-là. «Black Hole» heisst die 80-Meter-Riesenrutschbahn, und sie ist ein Riesenhit.  k

Anzeige

Das Magnesium für eine aktive Freizeit Mit feinem Cassisgeschmack

Zur Nahrungsergänzung. Erhältlich in Ihrer Apotheke oder Drogerie.

Biomed AG, 8600 Dübendorf, www.biomed.ch © Biomed AG. All rights reserved.

Trinkgranulat mit Magnesium, Kalium und Vitamin C


PORTFOLIO  I  TONI KAISER

Hochtour Bishorn

4153 m

Dieser spektakuläre Rastplatz im Aufstieg zur Alp Combautanna wird von der Dent Blanche (4357 m) links hinten und dem Grand Cornier (3961 m) dominiert.

Das Bishorn (4153 m) ist ein zweigipfliger Viertausender in den Walliser Alpen. Dessen Besteigung – sie gelang 1884 erstmals – gilt als leicht. Als Ausgangspunkt für den Normalweg durch die Westflanke dient die 2013 vollständig neu gebaute Cabane de Tracuit CAS (3256 m). Man erreicht sie von Zinal im hinteren Val d’Anniviers aus in 4½ Stunden. Das Bishorn wird im Winter auch mit Tourenski bestiegen.


Auf der schönen Alp Combautanna – mit dem Roc de la Vache (2581 m) im Bild rechts oben – weidet den Sommer hindurch eine Kuhherde der Eringerrasse.

27


PORTFOLIO  I  TONI KAISER

Die futuristische Cabane de Tracuit (3256 m) gehört der in Aigle ansässigen Sektion Chaussy des Schweizer Alpen-Clubs SAC.


Das Zinalrothorn (4221 m) erscheint von Norden her gesehen als abweisender Felszahn.

29


PORTFOLIO  I  TONI KAISER

Der Normalaufstieg über den Turtmanngletscher ist eine anfänglich flache, dann mittelsteile Eistour. Für die 900 Höhenmeter braucht man etwa drei Stunden.


Vom Gipfel des Bishorns ergibt sich ein eindrucksvoller Blick auf den unnahbar scheinenden Nordgrat des Weisshorns, in dessen Verl채ngerung das Bishorn liegt.

Toni Kaiser ist Chefredaktor dieses Magazins und stand am 3. August 2015 auf dem Gipfel des Bishorns. 31


Be D rg as em spo STS pfi rtt eh ea lt . m

Anzeigen

In jeder Ausgabe

Daunen-Jacke

16 Seiten Tourenvorschläge zum Heraustrennen und Sammeln

NEW COMET Damen: pink/bordeaux und eisblau/petrol, S bis XL Herren: petrol/grau und royal/blau, S bis XXXL

nur

Wandern Sie weiter...

CHF 1ng8e 9Vo.– rrat ! nur sola

M14K089 Bestellen unter berg@sts-online.ch oder Hotline 044 938 38 58

Bivio

Klein und fein – im Winter nicht nur ein grossartiges Tourengebiet, sondern auch ein ideales Familien-Skigebiet mit breiten, übersichtlichen Pisten bis ins Dorf.

Sport Trend Shop

|

8340 Hinwil

|

Tel. 044 938 38 40

W308

| sport-trend-shop.ch

Hotel Post, das Hotel am Julierpass.

Schneeschuhwandern in Bivio, im schönen Parc Ela. mit SWL-Schneeschuh-Wanderleiter Sep Antona Bergamin 3-Tages-Touren

21.02. – 24.02.2016

Inklusive Begrüssungs-Apéro, 4-Gang-Abendessen, Frühstücksbuffet und Marschtee, Sauna und Dampfbad. Der Einerzimmerzuschlag beträgt CHF 22.00 pro Nacht. Mindestteilnehmerzahl 3. Materialmiete nach Absprache.

28.03. – 31.03.2016

CHF 646.00 pauschal

17.12. – 20.01.2015 17.01. – 20.01.2016 28.01. – 31.01.2016

Martina Lanz und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 7457 Bivio Tel. 081 659 10 00 / mail@hotelpost-bivio.ch / www.hotelpost-bivio.ch

33 Merlen: Murgseen-Rundtour 35 Flumserberg: 7 Gipfel, 14 Seen 37 Walenstadt–Weesen: Der Klassiker am Walensee 39 Flums-Kleinberg: Guscha-Gratweg 40 Amden: Amdener Höhenweg 41 Werdenberg: Schlossweg nach Sargans 43 Fläsch: Über den Leiterliweg auf den Regitzer Spitz 44 Malans: Gipfeltour auf den Vilan 45 Naturtipp: Lärchenwald bei Ftan GR 47 WanderFritz: Zum westlichsten Punkt der Schweiz


#

OUTDOOR  I  OSTSCHWEIZ

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

JOCHEN IHLE

SCHWEIZ  10/11 2015

Ein schönes Plätzchen. Bei der Murgseehütte am Oberen Murgsee.

MERLEN SG  Murgseen

«Fischerhütte» in den Bergen Eine herrliche Rundwanderung eröffnet sich im Oberen Murgtal. Landschaftliche Höhepunkte sind das Mürtschenmassiv, ein geschützter Arvenwald und die drei Murgseen.

D

ie Murgseen-Rundwanderung ist ein Klassiker. In der Ferienregion Heidiland nimmt sie in der Beliebtheitsskala einen Spitzenplatz ein, direkt hinter der 5-Seen-Wanderung am Pizol. Das Murgtal öffnet sich am Südufer des Walensees, dort wo Autobahn und Eisenbahnlinie eine viel befahrene Verkehrsachse bilden. Es wird vom Murgbach durchflossen, der in den Walensee mündet. Am oberen Ende des Murgtals liegen die drei Murgseen – Unterer, Mittlerer und Oberer Murgsee – eingebettet in eine herrliche Bergarena. Ein Anblick, den man sich aber erst verdienen muss. Den Ausgangspunkt Merlen erreicht man mit dem Murgtal-Bus oder mit dem Privatauto.

Etwas oberhalb von Merlen gliedert sich das Murgtal in ein Seitental, das Mürtschental, was diese sensationelle Rundwanderung zwischen den Kantonen St. Gallen und Glarus erst ermöglicht. In welche Richtung man die Runde begeht, ist einerlei. Wir wählen den Aufstieg über Mornen und wandern dabei auch durch das geschützte Arvenwaldreservat am Unteren Murgsee. Hier wird kein Holz genutzt und der Wald seiner natürlichen Entwicklung überlassen. Eine Informationstafel erklärt Erstaunliches, z. B. dass die dickste gemessene Arve einen Durchmesser von 120 cm hat und die ältesten Exemplare auf über 600 Jahre geschätzt werden.

Forellen für Bad Ragaz

Ein imposanter Wasserfall stürzt zum Unteren Murgsee herab. Kurz darauf erreichen wir die Murgseehütte am Oberen Murgsee. Wie wir in der Geschichte nachlesen können, hat das Berggasthaus seinen Ursprung dem früheren Erzabbau in dieser Gegend zu verdanken. Als der Bergbau eingestellt wurde, diente das ehemalige Knappenhaus als Unterkunft für die Bauarbeiter, die den Murgsee-Damm errichteten. Mit dem Aufkommen des Tourismus wurde das bescheidene Gebäude zum Biwak für die Murgsee-Fischer, daher auch der Name «Fischerhütte»; u. a. wurden die Kurgäste in Bad Ragaz kulinarisch mit Fischen aus den Murgseen verwöhnt. Das

Anzeige

33

Hotel Landgasthof Kemmeriboden-Bad Familie Invernizzi-Gerber, 6197 Schangnau Telefon +41 (0)34 493 77 77 www.kemmeriboden.ch hotel@kemmeriboden.ch

a


!

Zwischen Glarus und St.Gallen Merlen – Murgseen

Spaneggsee

Merlen Unter Mürtschen

Ober Mürtschen

M u r g t a l

á Murg

Mornen se Murg

tour info

START/ZIEL Merlen. CHARAKTERISTIK Anstrengende Rundwan-

derung mit etlichen Höhenmetern. Weiss-rot-weiss markierte BergNATUR wege. AN-/RÜCKREISE Mit der Bahn bis Murg, weiter mit Murgsee-Bus/Taxi-Walser nach Merlen (Voranmeldung erforderlich, 081 KULTUR 738 14 41). Zwischen Murg und Merlen besteht keine ÖV-Verbindung. Alternative zum Taxi ist die Anreise mit Privatauto (P. in MerFAMILIE len). ZEIT 6 h. ROUTE Merlen (1098 m) – Mornen (1335 m) – Murgsee/Berggasthaus Murgsee (1820 m) – Murgseefurggel (1985 m) KONDITION – Ober Mürtschen (1720 m) – Unter Mürtschen (1494 m) – Merlen. SCHWIERIGKEIT T3. HÖHENDIFFERENZ Auf- und Abstieg jeweils JAHRESZEIT etwa 900 Hm. AUSRÜSTUNG Normale Wanderausrüs­tung, stabile Bergschuhe. EINKEHREN/ÜBERNACHTEN Berggasthaus Murgsee, bewartet Mitte Mai bis Ende Oktober, 079 341 66 50, www.murgsee.ch. Hotels und Restaurants in Murg. WANDERKARTE LK 1: 50 000, 237T Walenstadt. INFOS Heidiland Tourismus, 081 720 08 20, www.heidiland.com.

 Tiefblick. Zum Stausee bei Merlen, im Hintergrund Walensee und Churfirsten.

J F M A M J J A S O N D

Berggasthaus hat seinen einfachen, aber charmanten Charakter bewahrt. Es ist ein beliebtes Ziel für Wandernde und Sportfischer und bietet Schlafplätze im Massenlager. Hinter der Murgseehütte zieht der Weg steil hinauf zum Murgseefurggel. Von diesem TopAussichtspunkt geniessen wir einen letzten Blick auf den Oberen Murgsee – dann gehts nur noch bergab. Zunächst nach OberMürtschen, die Route verläuft hier parallel zum Sardona-Welterbe-Weg (siehe «Wandermagazin SCHWEIZ» 12/2012), dann am Sponbach entlang talauswärts nach Merlen.  k JOCHEN IHLE

SCHWEIZ OUTDOOR PARTNER

BILDER: JOCHEN IHLE

 Wandertraum. Auf der Hochebene von Mürtschen.

SCHWEIZ  10/11 2015

el

Unter Murgsee

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

gg

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

r efu Ober Murgsee

Murgseehütte

Mauria GTX Ws

34


#

OUTDOOR  I  OSTSCHWEIZ

FLUMSERBERG SG  «7-Gipfel- und 14-Seenblick-Tour»

Sieben auf einen Streich

JOCHEN IHLE

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

SCHWEIZ  10/11 2015

Der vierte Gipfel ist nah. Beim Aufstieg zum Gulmen (2317 m).

Aussichtsreicher gehts nicht mehr. An einem Tag über sieben Gipfel wandern und dabei 14 Seen entdecken.

D

er Flumserberg wurde schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Kurort entdeckt. Die Gäste unterzogen sich in der gesunden Bergluft den wohl ebenso gesunden Molkekuren. Zu Beginn der Jahrhundertwende entstanden erste Hotels, eines da-

von war das Kurhaus Seebenalp. Es ist ab der Tannenbodenalp in einer gemütlichen, etwa einstündigen Wanderung erreichbar. So einfach machen wir es uns aber nicht. Von der Tannenbodenalp schweben wir mit der Gondelbahn auf den Maschgenkamm. Dort

beginnt die «7-Gipfel- und 14-SeenblickTour» – eine lange, wenn auch unschwierige Bergwanderung. In ihrem Verlauf besteigt man sieben Gipfel und erspäht – bei guter Fernsicht – 14 Seen. Die sieben Gipfel heissen, der Reihe nach: Ziger, Leist, Rainissalts,

Anzeige

Auf neuen Pfaden mit Topo Schweiz V.4 Pro 35

a


!

Maschgenkamm – Tannenbodenalp Walensee Unterterzen Quarten

 Der siebte und letzte. Gross Güslen (1833 m) mit Walensee.

Tannenbodenalp Gross Güslen 1833

Gulmen, Cuncels, Chli Güslen und Gross Güslen. Informationstafeln weisen auf die 14 Seen hin, die vom jeweiligen Standort aus zu sehen sind; darunter befinden sich etwa der Greifensee, der Zürichsee und das wenig bekannte Sächserseeli. Beim Abstieg vom letzten Gipfel, dem Gross Güslen, erreichen wir schliesslich das geschichtsträchtige Gasthaus auf der Seebenalp. Es ist umgeben von drei Seen – wie könnte es auf dieser Wanderung auch anders sein. k JOCHEN IHLE 

SCHWEIZ  10/11 2015

Gipfel sammeln

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

 Der erste von sieben Gipfeln. Auf dem Ziger (2074 m).

Chli Güslen 1868 Cuncels 1935 Seebenalp

Maschgenkamm Ziger 2074 KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

Leist 2222 Rainissalts 2242 Gulmen 2317

tour info

Sächserseeli

START

NATUR

Maschgenkamm. ZIEL Tannenbodenalp. CHARAKTERIS­

TIK Lange aber wenig schwierige Wanderung über 7 Gipfel. Weiss-

rot-weiss markierte Bergwege. AN-/RÜCKREISE Mit den SBB bis Unterterzen, weiter mit Gondelbahn bis Flumserberg/TannenbodenKULTUR alp, dann weiter mit Gondelbahn auf den Maschgenkamm. ZEIT 6 h. ROUTE Maschgenkamm (2019 m) – Ziger (2074 m) – Leist FAMILIE (2222 m) – Rainissalts (2242 m) – Gulmen (2317 m) – Cuncels (1935 m) – Chli Güslen (1868 m) – Gross Güslen (1833 m) – Seeben­ KONDITION alp (1622 m) – Tannenbodenalp (1391 m). SCHWIERIGKEIT T3. HÖHENDIFFERENZ Aufstieg etwa 700 Hm, Abstieg etwa 1350 Hm. JAHRESZEIT AUSRÜSTUNG Normale Wanderausrüstung, stabile Bergschuhe. EINKEHREN/ÜBERNACHTEN Panoramarestaurant Maschgenkamm, 081 733 19 39, www.maschgenkamm.ch. Hotel Seebenalp, 08173812 23, www. seebenalp.ch. Restaurants und Hotels auf dem Flumserberg/Tannenboden. VARIANTE Für Geniesser: Kulinarik-Wanderungen Flumserberg, siehe www. heidiland.com/kulinarik-touren. WANDERKARTE LK 1: 50 000, 237T Walenstadt. INFOS Heidiland Tourismus, 081 720 08 20, www.heidiland.com. Bergbahnen Flumserberg, 081 720 15 15, www.flumserberg.ch.

SCHWEIZ OUTDOOR PARTNER

BILDER: JOCHEN IHLE

J F M A M J J A S O N D

Valbona GTX

36


# JOCHEN IHLE

OUTDOOR  I  OSTSCHWEIZ

WALENSTADT SG  Uferweg nach Weesen

Mittelmeergefühle Die Wanderung von Walenstadt nach Weesen ist ein Klassiker.

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

SCHWEIZ  10/11 2015

Dank der Walenseeschifffahrt sind viele Varianten möglich.

Bestes Wanderwetter. Am Walensee bei Weesen.

A

m Südufer des Walensees bilden Autobahn und Eisenbahnlinie eine viel befahrene Verkehrsachse. Ganz anders zeigt sich die Situation am nördlichen Ufer: Keine Strasse führt entlang, und das autofreie Dorf Quinten ist ein Ort für Ruhe Suchende. An Schönwettertagen ist man auf dem Weg von Walenstadt nach Weesen allerdings selten alleine. Die beliebte Wanderung kann schon früh im Jahr unternommen werden. Sie begeistert mit schönen Aussichten über den See

und zu den steil abfallenden Kalkfelsen. Immer wieder finden sich Rastplätze am Wasser; und in Quinten verlocken Restaurants zur Einkehr. Spektakel in Betlis

In Betlis lohnt dann der kurze Abstecher zur Burgruine Stralegg. Sie bildete einst zusammen mit dem Posten auf dem Biberlikopf und dem Voremwald bei Kerenzen ein sogenanntes Sichtverbindungsnetz. Doch Betlis ist vor

allem wegen eines Naturwunders bekannt: dort stürzen nämlich die Seerenbachfälle in drei Kaskaden über eine senkrechte Felswand. Die Seerenbachfälle zählen zu den höchsten Wasserfällen der Schweiz. Ihre Gesamthöhe beträgt 585 Meter; dabei misst alleine der mittlere Seerenbachfall eine Höhe von 305 Metern. Den schönsten Blick auf die Wasserfälle hat man bei der Kapelle Betlis. Wer ganz nah ran möchte ans Wasserspektakel, der steigt in

Anzeige

Praktischer Sammelordner

Zum Aufbewahren der Ausflugs- und Tourentipps mit Regionenregister. Für Abonnen­ten zum Sonderpreis von CHF 18.– zzgl. Versandkosten von CHF 11.– 37

D a s Wa n d e r m a g a z i n

www.wandermagazin.ch Tel. 032 626 40 30 wandermagazin@rothus.ch

a


BILDER: JOCHEN IHLE

!

Balanceakt. Linda und Hanna haben sichtlich Spass.

Mildes Klima

Chu

Quinten

rf i rs t e n Walenstadtberg

W a l e n s e e KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

Mühlehorn

Murg

Walenstadt

Unterterzen

tour info

Walenstadt. ZIEL Weesen. CHARAKTERISTIK Einfache Uferwanderung auf Asphalt- und Naturwegen. Kann auch in Etappen NATUR erwandert werden (siehe Kasten). Gelbe Wegweiser. ANREISE Mit den SBB bis Walenstadt. RÜCKREISE Von Weesen mit dem Bus KULTUR nach Ziegelbrücke, dort Bahnanschluss. ZEIT 7 h. ROUTE Walenstadt (426 m) – Frachtina (800 m) – Quinten (434 m) – SeerenbachFAMILIE fälle – Betlis (531 m) – Ruine Stralegg (455 m) – Flyhof (428 m) – Weesen (423 m). SCHWIERIGKEIT T1. HÖHENDIFFERENZ AufKONDITION und Abstieg jeweils etwa 400 Hm. AUSRÜSTUNG Normale Wanderausrüstung, im Sommer Badesachen. EINKEHREN/ÜBERNACHJAHRESZEIT TEN In Quinten: Restaurant Seehus, 081 738 16 64, www.seehusquinten.ch ; Wirtschaft zur Schiffländte, 081 738 14 60, www.schifflaendtequinten.ch ; Kubli Gast- und Kulturhaus, 081 738 22 17, www.kublihaus.ch. In Betlis: Landgasthof-Hotel Paradiesli, 055 611 12 21, www.paradieslibetlis.ch ; Restaurant Burg-Strahlegg, 055 611 11 82, www.burg-strahl egg.ch. Res­taurants in Walenstadt und Weesen. KARTE LK 1: 50 000, 237T Walenstadt. INFOS Walenstadt Tourismus, 081 720 17 17, www.tourismuswalenstadt.ch. Amden & Weesen Tourismus, 058 228 28 30, www.amdenweesen.ch. Heidiland Tourismus, 081 720 08 20, www.heidiland.com. START

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

Betlis

Weesen

Seerenbachfälle Rinquelle

SCHWEIZ  10/11 2015

Walenstadt – Weesen

Walensee-Touren zum Geniessen

Die einfache, aber doch recht lange Wanderung kann dank der Walenseeschifffahrt halbiert werden, dann ist es jeweils auch eine schöne Familientour. Für die Strecke Walenstadt – Quinten sollte man 4 Stunden einplanen, für die Strecke Quinten – Weesen etwa 3 Stunden. In Quinten könnte man dann übernachten oder mit dem Schiff zurück nach Walenstadt oder Weesen fahren. Die Anlegestellen am nördlichen Ufer befinden sich in Walenstadt, Au, Quinten, Betlis und Weesen. Man kann auch vom südlichen Walenseeufer (Anlegestellen in Unterterzen, Murg und Mühlehorn) mit dem Schiff nach Quinten übersetzen und dann ent­ weder in Richtung Walenstadt oder Richtung Weesen wandern. Infos: Schiffsbetrieb Walensee, 081 720 34 34, www.walensee schiff.ch.

J F M A M J J A S O N D

wenigen Minuten auf dem schmalen Waldweg zur Aussichtsplattform. Hier tritt auch die Rinquelle ans Tageslicht und fällt über eine 45 Meter hohe Steilwand in den Seerenbach. Hinter der Quelle befindet sich im Berginnern ein weit verzweigtes Fluss- und Höhlensystem. Es wird bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts von unerschrockenen Höhlentauchern erforscht – Flossenschlag um Flossenschlag. k

SCHWEIZ OUTDOOR PARTNER



JOCHEN IHLE

Innox GTX Mid Junior

38


#

OUTDOOR  I  OSTSCHWEIZ

FLUMS SG  Guscha ( 2132 m)

Auf der Höhe Der Guscha ist eine sensationelle Aussichtskanzel. Seinen Gipfel erreicht man auf einem herrlichen Gratweg.

D

Geschafft. Dominik auf dem Guscha, weit unten Chapfensee und Rheintal.

JOCHEN IHLE

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

SCHWEIZ  10/11 2015

er Flumser Kleinberg war mir bisher nicht bekannt. Wie die meisten wanderte ich oft drüben am prominenteren Flumserberg. Dabei fährt doch diese sympathische Gondelbahn hinauf nach Schönhalden. Zugegeben, die Postautoverbindungen vom Bahnhof Flums bis nach Saxli, dort befindet sich die Talstation, sind nur mässig attraktiv. Alternativen sind ein einstündiger Fussmarsch oder eine Taxifahrt. Die Gondelbahn wurde 1976 gebaut. Es ist eine Pendelbahn mit je zwei gekoppelten Vierer-Kabinen. In einer Stunde kann sie 40 Personen befördern. Auf Schönhalden beginnt dann diese feine Rundwanderung: Über Kuhweiden ins Tal von Mädems, dann steil bergwärts auf den kreuzgeschmückten Vorgipfel des Guscha, von dort weiter auf den Grat und schliesslich geradewegs auf den grossen Gipfelsteinmann zu. Was es von dort oben alles zu sehen gibt: die Churfirsten, die Alvierkette, den Pizol – natürlich den Walensee tief unten. Nach etwa 4 Stunden ist man wieder zurück auf Schönhalden. Es sei denn, man biegt bereits vorher, bei den Alpgebäuden von Mädems Hintersäss, rechts ab. Von dort gelangt man nämlich in etwa 3½ Stunden über den romantischen Chapfensee nach Mels. Dort hat man Bahnanschluss – schon allein deshalb eine lohnende Variante! k JOCHEN IHLE

Geheimtipp Kleinberg

Flums

Flums-Kleinberg – Guscha S

Saxli

a r g a n

2132 Guscha

Schönhalden Mels à s e r

J F M A M J J A S O N D

Chammhütti

Mädemshintersäss

Chapfensee

l

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

Flums-Kleinberg, Bergstation. CHARAKTERISTIK Rundund Gratwanderung, die Trittsicherheit erfordert. Weiss-rot-weiss marNATUR kierte Bergwege. AN-/RÜCKREISE Mit den SBB bis Flums, weiter mit Postauto oder Taxi bis Saxli (Talstation der Gondelbahn Flums-Kleinberg), KULTUR mit Gondelbahn bis Bergstation. ZEIT 4 h. ROUTE Flums-Kleinberg/ Schönhalden (1489 m) – P. 1709 – Guscha (2132 m) – Chammhüttli FAMILIE (2041 m) – Mädems Hintersäss (1776 m) – Schönhalden. SCHWIERIGKEIT T3. HÖHENDIFFERENZ Auf- und Abstieg jeweils etwa 650 Hm. KONDITION AUSRÜSTUNG Normale Wanderausrüstung, stabile Bergschuhe. EINKEHREN/ÜBERNACHTEN Berghotel Schönhalden, 081 733 11 96, JAHRESZEIT www.schoenhalden.ch. Hotels und Restaurants in Flums. WANDER­ KARTE LK 1: 50 000, 237T Walenstadt. INFOS Heidiland Tourismus, 081 720 08 20, www.heidiland.com. Kleinberg Tourismus, 081 723 18 47, www.kleinberg.ch. START/ZIEL

a n

tour info

d

Anzeige

39 banner_aargau_tourismus_0102_15.indd 1

21.11.14 09:45


! JOCHEN IHLE

OUTDOOR  I  OSTSCHWEIZ

Sonnenterrasse

SCHWEIZ  10/11 2015

 Topaussicht. Blick über Amden zum Walensee, links der wolkenumhüllte Mürtschenstock.

AMDEN SG  Amdener Höhenweg

Der Amdener Höhenweg ist eine schöne Halbtagestour. Es locken feine Aussichten und eine mystische Moorlandschaft. durch die Moorlandschaft Hinter Höhi. Sie misst über 6 Quadratkilometer und ist damit die grösste Moorlandschaft der Ostschweiz. Auffallend ist die Blumenvielfalt: Anemonen, Enziane, Sumpfdotterblumen… Beim Hüttlisboden öffnet sich dann wieder das Landschaftsbild und eine breite Alpstrasse führt hinunter nach Arvenbüel. k JOCHEN IHLE

tour info

Das grösste Hochmoor der Ostschweiz Amden – Niederschlag – Arvenbüel START Amden. ZIEL Arvenbüel. CHARAKTERISTIK Einfache Rundwanderung auf Asphalt- und Naturwegen. Gelbe Wegweiser. AN-/RÜCKREINATUR SE Mit den SBB bis Ziegelbrücke, weiter mit Bus nach Amden und mit Sesselbahn nach Niederschlag. ZEIT 3 h. ROUTE Niederschlag (1292 m) KULTUR – Strichboden (1312 m) – Furgglen (1500 m) – Altschen (1388 m) – Arvenbüel (1273 m). SCHWIERIGKEIT T1. HÖHENDIFFERENZ Auf- und FAMILIE Abstieg jeweils etwa 200 Hm. AUSRÜSTUNG Normale Wanderausrüs­ tung. EINKEHREN/ÜBERNACHTEN Restaurant Walau, Niederschlag, KONDITION 055 611 50 60; Strichboden, 055 611 13 72, www.strichbode.ch ; Alpwirtschaft Furggeln, 079 411 75 18; Hotel Arvenbüel, 055 611 60 10, JAHRESZEIT www.arvenbuel.ch. Restaurants in Amden. KARTE LK 1: 50 000, 237T Walenstadt. TIPP Von Arvenbüel in etwa ½ h zum Aussichtspunkt Chapf. INFOS Amden & Weesen Tourismus, 058 228 28 30, www.amden-weesen.ch. Heidiland Tourismus, 081 720 08 20, www.heidiland.com. Sportbahnen Amden/Sesselbahn Mattstock, 055 611 12 75.

SCHWEIZ OUTDOOR PARTNER

J F M A M J J A S O N D

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

Zu Beginn erfreuen wir uns am Panorama: Wir sehen die Glarner Alpen mit Mürtschenstock, Glärnisch und Tödi – und weit unten glitzert der Walensee. Nach wenigen Minuten könnten wir bereits einkehren: bei der Alpwirtschaft Strichboden, am Fusse des Mattstock. Ein Bergwanderweg führt von dort in etwa 2 Stunden auf den Amdener Hausberg. Unser Weg bleibt bezüglich der Höhenmeter jedoch bescheiden: er schlängelt sich nun

M

Hinter Höhi

k oc st t at

Furgglen

Strichboden Niederschlag

1789 Gulme

Hüttlisboden Altschen

Arvenbüel Amden

Betlis

W a l e n s e e

Seerenbachfälle Rinquelle

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

S

esselbahn fahren gefällt mir. An der frischen Luft über Alpweiden und Kühe hinweg nach oben schweben und dabei die Aussicht geniessen. Die Sesselbahn Mattstock ist so eine Geniesserbahn. Von Amden schwebt sie hinauf nach Niederschlag, dem Ausgangspunkt zum Amdener Höhenweg. Auch dieser Weg ist ein Vergnügen. Er eignet sich für Genusswanderer, Familien, Senioren – für alle eben.

Innox GTX Lo Ws

40


# BILDER: JOCHEN IHLE

SCHWEIZ  10/11 2015

OUTDOOR  I  OSTSCHWEIZ

 Geschichte am Weg. Burgruine Wartau beim Dorf Gretschins.

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

WERDENBERG SG  Schlossweg

Stolze Mauern Beim Schlossweg ist der Name Programm. Er führt vom Schloss Werdenberg zum Schloss Sargans und auf der Route liegt die Burgruine Wartau.

L

iebhaber von Burgen, Schlössern, Museen und Festungen kommen bei dieser Wanderung über dem St. Galler Rheintal auf ihre Kosten. Gleich zu Beginn lockt Schloss Werdenberg, fotogen über dem kleinen See gelegen, mit seinen Museen. Im Schloss selbst kann man durch den Turm, den Rittersaal und den Wohntrakt streifen; erzählt wird die Geschichte des Schlosses von der Grafenzeit über die französische Besetzung bis hin zum Übergang an den Kanton St. Gallen. Das Museum im Schlangenhaus, es liegt etwas unterhalb des Schlosses am See, stellt die Bevölkerung in den Mittelpunkt und zeigt das harte Leben der Untertanen im Städtli. Festungsgeschichte

Auf dem Weg nach Sargans folgen wir stets dem gelben Wegweiser mit «Schlossweg»-Logo. Nach einem Steilstück durch den Wald, gleich

hinter der Mühle Altendorf, verläuft der Weg mit geringen Höhenunterschieden und schönen Blicken ins St. Galler Rheintal bis zum

Weiler St. Ulrich. Bei Magletsch befindet sich ein Eingang zur Festung Sargans. Das ArtillerieFort wurde 1939 gebaut. Es sollte die Räume rheinaufwärts sowie in Richtung Wildhaus und Feldkirch abdecken. Weiter zurück in die Geschichte gehen wir beim Dorf Gretschins. Dort thront auf einem Hügel die Burgruine Wartau.

Rein in den Berg

Die Wanderung von Werdenberg nach Sargans dauert etwa 5 h. Wer die beiden Schlösser mit ihren Museen und auch die Burgruine Wartau besichtigen möchte, sollte die Wanderung in 2 Tagesetappen aufteilen. Das Bergwerk Gonzen und das Artillerie-Fort Magletsch bieten diverse Führungen unterschiedlicher Dauer an. Auch diese können mit einer Wanderung bzw. einer Teiletappe auf dem Schlossweg kombiniert werden. Infos: Bergwerk Gonzen, 081 723 12 17, www.bergwerk-gonzen.ch. Artillerie-Fort Mag­ letsch, 081 783 26 11, www.afom.ch. Museum Schloss Werdenberg, 081 599 19 35, www. schloss-werdenberg.ch. Schloss Sargans, 081 723 14 88, www.schlosssargans.com.

Anzeige

mail@hotelpost-bivio.ch

FAMILIE LANZ

TELEFON 081 659 10 00 TELEFA X 081 659 10 01 41

www.hotelpost-bivio.ch banner_hotel_post_bivio_0102_15.indd 1

CH-7457 BIVIO 24.11.14 09:28

a


ì Ziel. Schloss Sargans mit Hausberg Gonzen.

Flat

LIECHTENSTEIN St. Ulrich

Sevelen

Valschnära Ruine Wartau Gretschins

Azmoos

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

Bergwerk

Vild

Sargans

ein

Rh

tour info

Werdenberg. ZIEL Sargans. CHARAKTERISTIK Einfache, aber lange Wanderung. Naturwege und Hartbelag. Gelbe Wegweiser NATUR mit Logo «Schlossweg». ANREISE Mit den SBB nach Buchs, weiter mit Postauto bis Werdenberg. RÜCKREISE Mit den SBB ab SarKULTUR gans. ZEIT 5 h. ROUTE Werdenberg (446 m) – Altendorf (597 m) – Flat (555 m) – Valcupp (581 m) – St. Ulrich (532 m) – Valschnära FAMILIE (628 m) – Gretschins (602 m) – Azmoos (497 m) – Vild (492 m) – Schloss Sargans (540 m) – Sargans (483 m). SCHWIERIGKEIT T2. KONDITION HÖHENDIFFERENZ Auf- und Abstieg jeweils etwa 300 Hm. AUSRÜSTUNG Normale Wanderausrüstung. EINKEHREN/ÜBERJAHRESZEIT NACHTEN Hotels und Restaurants in Werdenberg und Sargans. WANDERKARTE LK 1: 50 000, 237T Walenstadt. INFOS Sargans Tourismus, 081 723 53 30, www.sargans-tourismus.ch. Heidiland Tourismus, 081 720 08 20, www.heidiland.com. START

SCHWEIZ OUTDOOR PARTNER

J F M A M J J A S O N D

Bald fertig: Die alte Schollbergstrasse

Die alte Schollbergstrasse wurde in den Jahren 1490–1492 als erste Strasse im Auftrag der eidgenössischen Orte überhaupt gebaut. Sie ermöglichte es, mit aufwändigen Kunstbauten den Felshang am linken Rheinufer zwischen dem Sarganser Weiler Vild und Obertrübbach in Wartau zu durchqueren. Nach der Eröffnung der Kantonsstrasse 1821 zerfiel sie. Von 2009 –2014 wurde der Wartauer Abschnitt wiederhergestellt; 2017 wird der Sarganser Abschnitt folgen. So gibt es nun ein neues Wandererlebnis zwischen Sargans und Trübbach und ein neues Band zwischen Sarganserland und Werdenberg: Wie von einem Balkon überschaut man von der hohen Stützmauer der alten Strasse die Sarganser Au und blickt hinüber zum Pizol, gegen Bad Ragaz und in die Bündner Herrschaft. Auf einem schwebenden Steg überquert man bequem die Steilwand eines früheren Steinbruchs und durchwandert einen gut ausgeleuchteten Stollen, dessen Wände von schwierigen Arbeiten im Fels erzählen. Tief unten liegen Kantonsstrasse, Eisenbahn und Autobahn, Rhein und Saarkanal. Die Geschichte hat dieser Schlüsselstelle des Rheintals unübersehbare Spuren aufgeprägt. 2014 wurden alle Verbindungen zwischen der Schollbergstrasse und dem bestehenden Wanderwegnetz durch die St. Galler Wanderwege mit weissen Richtungswegweisern ausgeschildert. Auch von Vild her ist die Strasse schon begehbar, aber noch nicht instandgestellt. 2017 wird sie mit gelben Wegweisern bezeichnet werden und sich dann wieder harmonisch in die Landschaft am Schollberg einfügen. Cornel Doswald, Fachexperte für historische Verkehrswege

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

Buchs

Altendorf

CORNEL DOSWALD

Werdenberg

Über Azmoos erreichen wir das Dorf Vild am Fusse des Gonzen. Hier befindet sich der Eingang zum Bergwerk Gonzen (siehe Kas­ ten), in dem bis 1967 Eisenerz abgebaut wurde. Ein letzter Anstieg bringt uns hinauf zum Schloss Sargans. Man kann das Museum besichtigen oder in der historischen Schlossschenke einkehren. k JOCHEN IHLE 

SCHWEIZ  10/11 2015

Werdenberg – Sargans

JOCHEN IHLE

JOCHEN IHLE

 Start. Schloss Werdenberg mit See.

!

Hoch über dem Rheintal

Toro II GTX Mid

42


#

OUTDOOR  I  GRAUBÜNDEN

FLÄSCH GR  Über den Leiterliweg auf den Regitzer Spitz (1135 m )

Kraxelspass über den Reben Eisenklammern, zwei Leitern, ein Drahtseil, ein ausgedienter Bunker zum Reinkraxeln, 17 Weinbaubetriebe,

SCHWEIZ  10/11 2015

BILDER: TONI KAISER

ein fantastisches Panorama über das Bündner Rheintal. Herz und Gaumen, was wollt ihr mehr?

D

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

er Superlativen sind viele, kein Wunder, schliesslich befinden wir uns hier im Blauburgunder-Paradies. Diese Tour mit kurzer Klettersteigeinlage ist etwas für Geniesser. Dies vor allem im Spätherbst, wenn das Rebenlaub im schönsten Goldkleid leuchtet. Und umso besser, wer sich neben dem Wandern auch für feine Tropfen im Glas interessiert. Fläsch, das Rheintaler Weinbaudorf und Ausgangspunkt der Tour, erfuhr 2010 die Ehre des

Wakkerpreises des Schweizer Heimatschutzes. Mit der Begründung, dass dank Landumlegungen die charakteristischen Wein- und Obstgärten im Dorfkern erhalten werden konnten, ohne dass eine bauliche Weiterentwicklung verhindert wurde. Die modernen Architekturtupfer im Ortskern gefallen, auch von oben, vom Regitzer Spitz, dessen Plattform praktisch senkrecht über dem Dorf liegt und eine unglaubliche Aussicht über das Bündner Rheintal ermöglicht. Den kann man

 Eine steile Leiter, goldene Rebzeilen und ein düsterer Bunker erwarten den Wanderer auf dieser Tour. Dazu kommen ganz oben auf dem Regitzer Spitz ein sensationelles Panorama und ganz unten in Fläsch lukullische Freuden.

auf einem guten Wanderweg von Süden her ersteigen – wir benutzen diesen für den Abstieg. Etwas ausgefallener ist der Anstieg mittels eines leichten Miniklettersteiges von der Nordseite her, über eine knapp 50 Meter hohe Felswand unter dem Guschaspitz.  k TONI KAISER

tour info

Wandern im Wakkerpreisdorf F

l

Fläsch – Leiterliweg – Regitzer Spitz

ä

s e

r B

e r g

westlichen Ende des Dorfes auf Fahrsträsschen durch den Oberen Wingert und durch Wald bis P. 792. Fünf Minuten weiter, dann rechts hinauf zu einem Bunker und bis unter die KULTUR Felsen. Von da 50 Hm aufwärts über den Leiterliweg bis zu einer Wiese mit schräg stehendem Hochspannungsmast (P. 917). Unmarkiert über die Wiese an den Waldrand und steil FAMILIE auf die bewaldete Kuppe der Guschaspitze (1104 m, kann auch nördlich umgan­gen werden). An einem weiteren Bunker vorbei zur Geländekante und auf markiertem Weg zur KONDITION Regitzer Spitze (1135 m, höchster Punkt des Fläscher Berges). Abstieg über Vorder Ochsenberg (935 m) nach Fläsch (528 m). SCHWIERIGKEIT T2–3, K1. HÖHENDIFFERENZ JAHRESZEIT Auf- und Abstieg jeweils 700 Hm. AUSRÜSTUNG Feste Schuhe, für den Klettersteig Set, Sitzgurt und Helm empfohlen. EINKEHREN Restaurants in Fläsch. WANDERKARTE LK 1: 50 000, 237T Walenstadt. INFOS Weinerlebnis Fläsch: www.flaesch.ch ; www.graubuendenwein.ch.

1104 Guschaspitz

h

NATUR

RÜCKREISE Bahn bis Landquart und Postauto nach Fläsch. ZEIT 4 h. ROUTE Vom nord-

c

START/ZIEL Fläsch. CHARAKTERISTIK Wanderung mit kurzer Klettersteigeinlage. AN-/

1135 Regitzer Spitz

in

43

e Rh

Anzeige

Fläsch

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

J F M A M J J A S O N D


!

OUTDOOR  I  GRAUBÜNDEN

JOCHEN IHLE

Zwischen Rheintal und Prättigau. Aufstieg zum Vilan.

Auf ins Grüne

SCHWEIZ  10/11 2015

è Danke! Die Älpli­ bahn läuft nur dank dem Engagement von Freiwilligen.

MALANS GR  Vilan ( 2376 m )

Der Vilan ist ein schönes Gipfelziel oberhalb von Malans.

D

ie Geschichte der Älplibahn geht weit zurück. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg gebaut, um die an der Grenze stationierten Truppen mit Nachschubmate­ rial zu versorgen. Wurden vorerst nur Militärtransporte durchgeführt, erfolgte im September 1945 die Freigabe für den Zivilverkehr. Als Touristenbahn wurde die Anlage zu einem beliebten Ausflugsziel. In den 1970er-Jahren dann eine Krise. Erneuerungen waren nötig, jedoch fehlten entsprechende Finanzierungslösungen. Der Betrieb wurde eingestellt; gar

der Abbruch drohte. Durch die Gründung von Verein und Genossenschaft – und durch das Engagement von Freiwilligen, die insgesamt 6000 Arbeitsstunden leisteten – konnte die Bahn 1982 wiedereröffnet werden. Seither erschliesst die Bahn das schöne Wandergebiet rund um den Vilan und kann auch als Ausgangspunkt für den Prättigauer Höhenweg («Wandermagazin SCHWEIZ», Ausgabe 7/2013) gewählt werden. Der Weg auf den Vilan führt über blumenreiche Wiesen und beeindruckt mit schönen Blicken auf den mar-

kanten Falknis. Auf einer Höhe von etwa 2100 m teilt sich der Weg. Wer es etwas schwieriger mag, kann die weiss-blau-weiss markierte Variante wählen. Beide Wege treffen sich auf dem Gipfel, der hoch über dem Rheintal zur grossen Panoramaschau einlädt. k JOCHEN IHLE

tour info

Berg- und Bahnerlebnis Sieben Brünnen

Älpli – Vilan

Luvadina

START/ZIEL Älplibahn Bergstation. CHARAKTERISTIK Einfache Rundwande-

FAMILIE KONDITION J F M A M J J A S O N D

SCHWEIZ OUTDOOR PARTNER

JAHRESZEIT

å Jenins

â Malans

Älpli

2376 Vilan

Sadreinegg

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

KULTUR

rung mit Gipfelerlebnis, weiss-rot-weiss markiert. AN-/RÜCKREISE Mit den SBB nach Landquart, weiter mit Bus nach Malans zur Talstation. ZEIT 5 h. Etwas kürzer: vom Gipfel auf selbem Weg zurück, etwa 3½ h. ROUTE Älplibahn Bergstation (1801 m) – Abzweigung vor Jeninser Obersäss – Vilan (2376 m) – Sa­drein­ egg (1827 m) – Luvadina (1847 m) – Jeninser Obersäss (2001 m) – Älplibahn Bergstation. SCHWIERIGKEIT T3. HÖHENDIFFERENZ Auf- und Abstieg jeweils etwa 700 Hm. AUSRÜS­TUNG Normale Wanderausrüstung, stabile Berg­ ANDERKARTE schuhe. EINKEHREN Restaurant bei der Bergstation Älplibahn. W LK 1: 50 000, 238T Montafon. INFOS Heidiland Tourismus, 081 720 08 20, www.heidiland.com. Älplibahn, Malans, 081 322 47 64, www.aelplibahn.ch.

Obersäss l A p er rg ns be i n en Je hs

Oc

NATUR

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

Zubringer ist die historische Älplibahn.

Vantage GTX Mid Ws

www.weitwandern.ch

44


#

OUTDOOR  I  GRAUBÜNDEN

NATUR TIPP

SCUOL-TARASP GR Lärchenwald

Goldener Herbst Barbara Leuthold Hasler ist als Bergführerin gerne in den hohen Bergen, als Biologin oft aber auch in flacheren Terrains unterwegs. In diesem Jahr erkundet sie für die Leserinnen und Leser des «Wandermagazin

BARBARA LEUTHOLD HASLER

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

SCHWEIZ  10/11 2015

SCHWEIZ» die Schweizer Wälder. In dieser Ausgabe zum Beispiel Lärchenwälder im Unterengadin.

Clevere Strategie. Die Lärche verliert im Herbst ihre Nadeln, damit kein Wasser über sie verdunstet und der Baum austrocknet, wenn der Boden im Winter gefriert.

L

ärchen halten Kälte und Sturm aus, benötigen aber viel Licht. Sonnenverwöhnte Bergregionen wie das Engadin sind deshalb ihre Heimat. Hier steigen sie bis auf 2400 Meter – und sorgen im Herbst für eine Pracht, die ihresgleichen sucht. Wir sind froh, auf die Gondelbahn verzichtet und den Aufstieg zu Fuss gewählt zu haben. Denn sonst hätten wir dieses Bild verpasst: hohe, schlanke Lärchen im goldenen Herbstkleid, die Sonne, die durch die verfärbten Nadeln scheint und die ganze Szene noch farbiger und wärmer erscheinen lässt, das ockerfarbene Gras am Boden und der tiefblaue Himmel.

Solche Postkartensujets lassen sich nicht überall finden. Denn die Lärche ist eine Alpenbewohnerin. Als licht- und sonnenhungriger Baum fühlt sie sich in den Zentralalpen wie hier im Unterengadin am wohlsten. So hohe Ansprüche sie ans Licht stellt, so anspruchslos ist sie, was den Untergrund betrifft: Sie mag zwar saure, tiefgründige Böden, diese dürfen aber auch mager, steinig und trocken sein. Da sie eine Pfahlwurzel bildet, kommt sie immer an genügend Wasser heran. Die tiefe Wurzel macht sie zudem sehr sturmfest: Starke Winde reissen ihr höchstens ein paar der feinen Zweige ab, der Baum selber bleibt jedoch fast immer stehen.

Eine Pionierin, bei Menschen und Feen beliebt

Diese Eigenschaften, zusammen mit den kleinen leichten Samen, die weit fliegen können, machen die Lärche zu einem ausgesprochenen Pionierbaum. Sie gehört zu den ersten Bäumen, die ein steiniges Gletschervorfeld nach dem Rückzug des Eises oder einen Lawinenzug neu besiedeln. Mit den Nadeln, die sie als einziger Nadelbaum jeden Herbst abwirft, bereitet sie den Boden für andere Bäume vor. Die Nadeln sind nämlich leicht abbaubar und bilden ein gutes Keimbeet für andere Pflanzen. Anfangs wächst die Lärche schneller als die meisten anderen Bäume, aber mit der Zeit

Anzeige

45

4716 Gänsbrunnen Telefon 032 639 16 85 info@oberdoerfer.ch

Geöffnet MI – SO ab 09.00 Uhr SO bis 18 Uhr geöffnet

balken_oberdoerfer_sommer_2015.indd 1

www.oberdoerfer.ch 02.09.15 11:54

a


! BARBARA LEUTHOLD HASLER

Im goldenen Unterengadin Scuol – Ftan – Scuol

Spöl Ftan Pitschen

ScuolTarasp

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

Ftan Inn

START/ZIEL Bahnhof Scuol-Tarasp. CHARAKTERISTIK Rund­ wanderung durch Lärchenwälder und über aussichtsreiche TerrasNATUR sen, mit kurzem steilem Auf- und bequemem Abstieg. ROUTE Vom Bahnhof Scuol-Tarasp zur Talstation der Motta Naluns-Bahn, dort KULTUR auf dem markierten Bergwanderweg gerade aufwärts bis Spöl, wo sich der Weg kurz nach der Querung mit dem Kiessträsschen verFAMILIE zweigt. Hier den rechten, nicht mehr markierten Weg wählen und in einem grossen Bogen zuerst Richtung Nordosten, dann Richtung KONDITION Nordwesten aufwärts. Auf 1600 m ü. M. erreicht man einen grösseren, markierten Wanderweg, der nach Ftan Pitschen führt. Zurück JAHRESZEIT nach Scuol auf einem direkteren, gut markierten Wanderweg. VARIANTE Wer in Ftan Pitschen genug hat, geht weiter nach Ftan und fährt von dort mit dem Postauto (Linie 921) zurück nach Scuol. ZEIT Etwa 3 h für die ganze Rundwanderung. SCHWIERIGKEIT T2. HÖHENDIFFERENZ Auf-/ Abstieg je rund 500 Hm. AUSRÜSTUNG Wanderschuhe. BESTE JAHRESZEIT Für die gelben Lärchen am besten Mitte bis Ende Oktober. WANDERKARTE LK 1: 25 000, 1199 Scuol.

Eigene Strategie für den Winter

J F M A M J J A S O N D

ç Die Nase vorn. Die Lärche ist ein aus­ gesprochener Pionierbaum. Hier hat sie eine Moräne besiedelt.

SCHWEIZ OUTDOOR PARTNER

ANDREAS HASLER

verlangsamt sich das Wachstum. Fichten holen Lärchen zum Beispiel nach rund 30 Jahren ein und überholen sie. So entstehen natürlicherweise aus fast reinen Lärchenwäldern mit der Zeit Nadelmischwälder. Meist greift jedoch der Mensch ein; seit Jahrhunderten fördert er die Lärche. Einerseits war und ist das Holz sehr beliebt, da es unter den Nadelhölzern das härteste und wetterbeständigste ist. Anderseits lässt die Lärche so viel Licht durch ihr Nadelkleid, dass neben dem Holz auch der Waldboden genutzt werden kann, meist als Weide. Auch die Lärchen, die wir während unserer Wanderung Richtung Ftan bestaunen, gehören zu einer grossen Weide.

SCHWEIZ  10/11 2015

Scuol

 Lärchenzweig mit jungen und alten Zapfen. Die Zapfen werden im Sommer gebildet; aber erst im darauffolgenden Frühling streut die Lärche die Samen. Die Zapfen bleiben danach noch längere Zeit an den Zweigen hängen.

Aber nicht nur Menschen schätzen die Lärchen, sondern auch Feen. Früher wurden in den Alpen gerne Lärchen neben Häuser gepflanzt. Die gute Waldfee, die in der Lärche wohnte, beschützte dann das Haus vor Blitzschlag und bösen Geistern. Eine Sage aus dem Frankenwald erklärt uns den herbstlichen Nadelfall der Lärche wie folgt: Eine Lärche bewahrte einst eine Baumfee vor dem sicheren Erfrierungstod, indem sie ihr ganzes Nadelkleid auf die Fee niederrieseln liess. Die Fee war so dankbar dafür, dass sie der Lärche versprach, ihr jedes Jahr ein neues Nadelkleid zu schenken, das im Frühling hellgrün leuchten und sich im Herbst in ein warmes Gold verwandeln würde. Dieses Versprechen hat sie bis heute gehalten. Biologen haben für das Phänomen eine nüchternere Erklärung: Der Nadelfall ist eine gute Strategie, um den Winter unbeschadet zu überstehen. Steht der Baum im Winter «oben ohne» da, kann auch kein Wasser durch die Nadeln verdunsten. Für den Baum besteht somit keine Gefahr auszutrocknen. Diese Gefahr ist im Winter gross, weil bei gefrorenem Boden der Wassernachschub fehlt. Im Frühling muss der Baum zwar ziemlich viel Energie aufwenden, um ein neues Nadelkleid zu bilden. Diesen Aufwand hält die Lärche aber in Grenzen, indem sie nur relativ kurze, weiche Nadeln bildet – eben ein Wegwerfprodukt. Allerdings eines, das vollständig rezykliert wird, wie alles in der Natur. Und zudem eines der schönsten überhaupt. k BARBARA LEUTHOLD HASLER 

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

tour info

Orlando GTX Lo

www.weitwandern.ch

46


#

OUTDOOR  I  WESTSCHWEIZ

SENIOREN

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

SCHWEIZ  10/11 2015

WANDERUNG

LA PLAINE GE  Zum westlichsten Punkt der Schweiz

Unterwegs mit dem

WanderFritz

Mit seiner Wandergruppe unternimmt Fritz Hegi (72) seit über zehn Jahren jede Woche eine leichte Wanderung ohne grosse Höhendifferenzen, bei der auch das Kulinarische nicht zu kurz kommt. Immer von seiner Heimatstadt Bern aus und immer mit dem öffentlichen Verkehr. Heute wandert er zum westlichsten Punkt der Schweiz.

H

 Da steh’ ich nun… Der WanderFritz hat mit seiner Gruppe den unauffälligen westlichsten Punkt der Schweiz erreicht.

eute wandern wir zum westlichsten Punkt der Schweiz. Dieser liegt im Hinterland von Genf, genauer in der Champagne de Genève, zwischen dem Rhône-Lauf, der französischen Grenze und den westlichen Vororten der Calvin-Stadt. Und wo liegen die anderen Extrempunkte der Schweiz? Der nördlichste Punkt an einem

drei bis vier Stunden. Alles Ziele für ein anderes Mal, denn jetzt gehts los gen Westen, in die Gemeinde Chancy. Der dreiseitige Mast in der Rhone ist einfach zu finden, der offizielle Grenzstein liegt etwas versteckt unweit davon im Grünen. Vertragslandwirtschaft mit Feldrand-Apéro

Waldrand bei Oberbargen im Kanton Schaffhausen; der südlichste in der Gemeinde Pedrinate südlich von Chiasso – mit dem Wanderweg «Punto estremo Sud della Svizzera» findet man ihn; und der östlichste ist auch der höchste: der 2763 m hohe Piz Chavalatsch in der Bündner Gemeinde Müstair – um ihn zu besteigen, benötigt man ab dem Klosterdorf

Wir starten in La Plaine, nachdem wir in der uns wohlbekannten Boulangerie mit TeaRoom «Renversée et Croissant» genossen haben. Bekannt darum, weil die Besitzerin uns bereits von früheren Wanderungen her kennt und immer grosse Freude hat, wenn sie Besucher aus der Deutschschweiz bewirten darf. Auch wenn man es nicht unbedingt erwartet,

Anzeige

D a s Wa n d e r m a g a z i n

47

www.facebook.com/wandermagazin.schweiz

a


!

La Plaine

Avully FRANKREICH

Cartigny

Le Martinet Passeiry

Chancy

B

d ois

eC

han

cy

Westlichster Punkt

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

Rhone

Valleiry

tour info

SCHWEIZ  10/11 2015

La Plaine – Chancy ( 361 m) – Westlichster Punkt der Schweiz

HERAUSTRENNEN UND SAMMELN

«Hinter» Genf überraschend ländlich

wenn man sich in der pulsierenden Grossstadt Genf aufhält, aber deren Hinterland ist überraschend ländlich. Bei der Vorbereitung der Tour habe ich aus dem Internet erfahren, dass hier eine besondere Form der Vertragsland­ wirtschaft gepflegt wird, welche auch in der Deutschschweiz zunehmend Anhänger gewinnt: die «agriculture contractuelle». Bei die­ser interessanten Konsumenten-Produzenten-Beziehung à la Genevoise handelt es sich um einen Anbauvertrag, der die Risiken der Produktion gemeinsam auf Produzenten und Konsumenten verteilt. Nach dieser «Ver Genfer Cham­pagne. tragslandwirtschaft» kauft ein Konsument zu Das Hinterland von Genf Beginn der Vegetationsperiode die Ernte einer ist ländlich. Und sehr bestimmten Anbaufläche zu einem Pauschalcharmant. preis. Je nach Entwicklung der Kulturen und den klimatischen Umständen erhält der Konsument für diese Pauschale mehr oder weniger als die im Voraus geschätzte Menge an Äpfeln, Leinsamen, Sonnenblumenöl usw. Damit alle stets auf dem gleichen Wissensstand sind, treffen sich Bauern und Konsumenten während der Saison mehrmals zum FeldrandApéro. Dort wird – natürlich bei einem Glas  Genfer Weine aus Weisswein – über die Entwicklung der Kulder Gamay-Rebe er­ turen informiert und das gemütliche Zusamzielen an internationalen mensein – die «convivialité» – gepflegt. Wettbewerben, wie in Wir wandern nun über weite Landflächen Lyon in diesem Jahr, immer wieder Spitzen­ und durch schmucke kleine Weindörfer nach resultate. Chancy – zu Salade, Saucisson aux Oignons et aux Haricots et Gamay genevois. Dann weiter – nun der Rhône entlang –, nach einigen Passagen, die etwas Spürsinn erfordern, zum angestrebten westlichsten Punkt der Schweiz. Ziel erreicht! Nicht ganz, denn wir müssen ja wieder zurück nach Chancy. Als Abwechslung bauen wir noch eine kleine Schlaufe ein, die uns zwar gut 100 Höhenmeter kostet, uns dafür aber mit einer schönen Eichenwaldque Grenzfluss. Träge rung durch den Bois de Chancy belohnt. k fliesst die Rhone von der FRITZ HEGI  Stadt Genf dem fran­zö­ sischen Bellegarde zu.

START La Plaine. ZIEL Chancy. CHARAKTERISTIK Wenig anstren-

gende Wanderung im Genfer Hinterland. AN-/RÜCKREISE Bahn ab Genève-Cornavin nach La Plaine. Ab Chancy-Douane mit Bus nach Petit-Lancy, Les Esserts und weiter mit Tram nach Genève-Cornavin. KULTUR ZEIT 3¼ h. ROUTE Von der Bahnstation La Plaine (354 m) südlich zur Rhône-Brücke, hinüber ins Weinbaudorf Avully (424 m), weiter FAMILIE durch die Genfer Champagne via Passeiry (421 m) und Le Martinet (377 m) nach Chancy (361 m). Nach dem Mittagessen weiter entKONDITION lang der Rhône bis zum westlichsten Punkt der Schweiz (339 m). Für den Rückweg zuerst etwa 100 m Richtung Süden aufsteigen und JAHRESZEIT durch den Bois de Chancy zurück nach Chancy zur Busstation ­Douane (341  m ). SCHWIERIGKEIT T1. HÖHENDIFFERENZ Aufstieg 205 Hm, Abstieg 220 Hm. LÄNGE 11,6 km. AUSRÜSTUNG Normale Wan­derausrüs­ tung. EINKEHREN Startkaffee: Boulangerie Tea-Room de la Plaine, La Plaine, 022 754 07 69 ; Mittagessen: Café-Restaurant Le Virage, Chancy, 022 756 00 57, offen Di–Sa 9 –24 Uhr, So 9 –16 Uhr. WANDERKARTE LK 1: 50 000, 270T Genève. INFOS www.uniterre.ch. NATUR

SCHWEIZ OUTDOOR PARTNER

BILDER: FRITZ HEGI

J F M A M J J A S O N D

Gorgon GTX

48


Publi-Information

Wandern Ausland

Zypern – Wandern an der Küste und im Troodos-Gebirge Kulinarische Spezialitäten in Bergdörfern

6. Tag: Avagas-Schlucht. Heute wandern wir durch Weinberge und geniessen den Blick auf die Lara-Bucht, ein beliebter Brutplatz der Karettschildkröte. Zu den eindrucksvollsten Naturdenk­mälern Zyperns gehört die Avagas-Schlucht, die ein Fluss tief in das Kalkgestein gegraben hat. 7. Tag: Akamas-Halbinsel. Wir entdecken das unberührte Naturschutzgebiet mit seiner reichen Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. 8. Tag: Tag zur freien Verfügung. Geniessen Sie einen freien Tag zum Baden und Entspannen! 9. Tag: Rückflug. Fahrt zum Flughafen Larnaca und Rückflug nach Zürich. Wanderungen Wanderungen zwischen 3 und 4,5 Stunden. Im Troodos-Gebirge sind einige Auf- und Abstiege zu bewältigen. Die Wege sind teils steinig, jedoch gefahrlos begehbar. Unterkunft Die ersten 3 Nächte (im Frühling 5) wohnen wir im Hotel Rodon (off. Kategorie 3 Sterne) im Bergdorf Agros (Troodos-Gebirge). Alle Zimmer verfügen über Bad oder Dusche/WC, Kühlschrank und Föhn. Im Hotel Alexander the Great (off. Kategorie 4 Sterne) in Paphos logieren wir 5 Nächte. Das Hotel liegt etwas oberhalb einer Badebucht mit flach abfallendem Sandstrand. Zudem bietet das Hotel einen beheizten Süsswasserpool. Die Zimmer sind mit Bad oder Dusche/WC, SAT-TV, Minibar, Föhn und Safe ausgestattet und verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse.

Akanas-Halbinsel

Reisedaten und Preise im DZCHF 30.10. – 07.11.15 Fr – Sa 9 Tage 1810.– 02.03. – 12.03.16 Mi – Sa 11 Tage 1750.– Paphos

Hotel Alexander the Great

Wanderleiterin Ismini

Das bewaldete, von Tälern durchschnittene Troodos-Gebirge nimmt fast einen Drittel der Fläche Zyperns ein. Auf gut begehbaren Pfaden entdecken wir das ursprüngliche Zypern in abgelegenen Bergdörfern. Eindrucksvoll ist auch die geschichtsträchtige, heute unter Naturschutz stehende Akamas-Halbinsel. Reiseprogramm 1. Tag: Hinflug. Flug mit EDELWEISS von Zürich nach Larnaca. 2. Tag: Madhari-Wanderpfad. Im einsamen Osten des Troodos-Gebirges wandern wir durch Wälder aus Aleppokiefern und Buschwald mit einheimischen Goldeichen. Vom Bergdorf Agros blicken wir auf die weite Messaoria-Ebene. 3. Tag: Natur und Kultur. Zwei der schönsten Scheunendachkirchen der Insel sind heute Ausgangs- und Endpunkt unserer Wanderung. Dazwi-

schen liegt ein Eselspfad, auf dem unser Blick immer wieder über kunstvoll terrassierte Weinberge schweift. 4. Tag: Troodos, im Zeichen des Wassers. Auf dem Pfad der Frühlingsgöttin Persephone bieten sich uns immer neue Ausblicke über die mit Kiefern bedeckten Berge. Von den Wasserfällen Kalydonia wandern wir ins Bergdorf Platres. 5. Tag: Hoch über dem Aphroditefelsen. Wir fahren zum sagenumwobenen Felsen der Aphrodite und wandern hoch über der Küste nach Pissouri.

Jetzt buchen oder Katalog bestellen:

Doppelzimmer zur Alleinbenützung

220.–

Meersicht (pro Zimmer) in Paphos

120.–

Auftragspauschale20.–

Das ist inbegriffen • Flug inkl. Taxen und Gebühren • Begleitbus für Ausflüge und Transfers • Unterkunft in den Hotels Rodon*** in Agros und Alexander the Great**** in Paphos • Halbpension, zusätzlich 6 typische Mittagessen • Alle aufgeführten Wanderungen, Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen • IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung

33 weitere Reiseziele finden Sie im neuen IMBACH-Katalog

NAT UR FRE IHE IT AUS ZEI T

Tel. 041 418 00 00 · info@imbach.ch Imbach Reisen AG · Zürichstrasse 5 · CH-6000 Luzern 6 · www.imbach.ch

SCHWEIZ  10/11 2015

Win ter 2015/2 016

49


SERVICE  I  NEUES AUS DER WANDERWELT

Wildwasserweg Gürbe Vor 25 Jahren machten schwere Überschwemmungen im Gürbetal die Wanderroute von Wattenwil zum Berghaus Gurnigel teilweise unbegehbar. Auf Initiative des Naturparks Gantrisch haben ab dem Sommer 2013 Freiwillige der Gemeinden Wattenwil und Riggisberg sowie der Berner Wanderwege – aber auch Mitarbeitende der Zivilschutzorganisationen Gurnigel und des Flughafens Zürich, der Swisscom und der Credit Suisse – an der Sanierung und Zurückverlegung des Wildwasserweges auf sein historisches Trassee gearbeitet. Die Finanzierung wurde von Nivea Beiersdorf, dem Kanton Bern, den Berner Wanderwegen sowie den Gemeinden Wattenwil und Riggisberg sichergestellt. In diesem Sommer wurde nun die Sanierung entlang der rund 80 Gürbeverbauungen fertig gestellt. Diese als architektonisches Wunderwerk geltenden Verbauungen erstrecken sich von der Quelle zwischen dem Gantrisch und der Nünenenfluh bis hinunter nach Wattenwil, wo der Wildbach nach gut 1000 Höhenmetern als nunmehr flacher Kanal weiter durchs Gürbetal bei Belp in die Aare fliesst. Der Wildbach selbst birgt viele Nischen und Lebensräume für Tiere, darunter auch seltene wie die Kleine Hufeisennase, eine Fledermausart, oder das Knabenkraut, eine Orchideenart. Thematisiert werden am Weg die kulturhistorische und landschaftliche Bedeutung dieses eindrücklichen Bauwerks, dazu gibt es Infos über die spezielle Flora, Fauna, Geologie und Geschichte des Gürbegrabens. Ab dem kommenden Jahr soll der Weg ausserdem zu einem Familien-Themenweg ausgebaut werden, welcher die «Erlebbare Geschichte des Gürbetals» kleinen und grossen Wandervögeln näher bringen soll. Neben dem normalen Postautobetrieb von Thurnen oder Schwarzenburg her verkehrt an Wochenenden und Feiertagen noch bis zum 18. Oktober zwischen Schwarzenburg und der Stierenhütte (Gurnigel) auch der Natur- und Sportbus von Bus alpin. (kai) Infos und Adressen unter www.gantrisch.ch, www.busalpin.ch

50

BILDER: TONI KAISER

Oben Wildbach, unten friedlich. Der in diesem Sommer fertig restaurierte Wildwasserweg entlang der Gürbe, die an der Nünenenfluh am Nordhang des Gantrisch entspringt, bietet neben architektonischen und technischen Finessen viele lauschige Plätzchen fürs Picknick und den Brätelspass. Der Weg führt vom Berghaus Gurnigel (1594 m) nach Wattenwil (603 m); hinauf benötigt man etwa 4½, hinunter gut 3½ Stunden. Das unterste Teilstück des Weges ist kinderwagentauglich. SCHWEIZ  10/11 2015


ETH-BIBLIOTHEK ZÜRICH, BILDARCHIV/STIFTUNG LUFTBILD SCHWEIZ/ FOTOGRAF: FRIEDLI, WERNER DATIERUNG: 28.6.1957

Beliebtes Berner Ausflugsziel. Im Oktober kann man auf einem Erlebnisweg von Gurten Kulm bis nach Kehrsatz wandern.

Triennale der Skulpturen BAD RAGAZ BAD RAGARTZ Die Stadt empfängt in diesem Jahr bereits zum 6. Mal Tausende von Besuchern zur grössten FreiluftSkulpturenausstellung Europas. Die Bad Rag­ ARTz, sie findet im dreijährigen Rhythmus statt, lädt im Kurpark, im Dorfzentrum und im Giessenpark zum Staunen und Flanieren ein. 90 Künstlerinnen und Künstler aus 13 Ländern zeigen 400 Skulpturen. Eintritt frei. (jih) Bad RagARTz, bis 1. November 2015 in Bad Ragaz, www.heidiland.com und www.badragartz.ch

Am 10. Oktober wartet auf dem Berner Hausberg ein Wander-Event der besonderen Art auf Familien und Naturverbundene: Verschiedene Erlebnisstationen vom Gurten Kulm bis nach Kehrsatz machen das Naherholungsgebiet «Grünes Band», welches die Stadt Bern mit ihren Agglomerationen verbindet, spielerisch erfahrbar. Unterwegs werden Quizfragen gestellt. Wer sie richtig beantwortet, erhält am Schluss eine Belohnung. Zum Abschluss lädt der Herbstmarkt in Kehrsatz mit landwirtschaftlichen Produkten aus der Region, traditionellem Handwerk und Spielaktivitäten für Kinder zum Verweilen ein. Die Stationen des Erlebnisweges bleiben bis Ende Oktober in Betrieb. (jih) Infos unter www.gruenesband.ch/erlebnisweg

Anzeige

VerbringenSie Sieden denWinter Winterim imsonnigen sonnigenTessin Tessin Verbringen Alle Zimmer sind nach Süden ausgerichtet und haben einen Balkon • • Alle Zimmer sind nach Süden ausgerichtet und haben einen Balkon Wochenangebot für ein Superior Classic Zimmer: CHF 1.015 zur • • Wochenangebot für ein Superior Classic Zimmer: CHF 1.015 zur Einzelbelegung, zzgl. CHF 175 zur Doppelbelegung, zzgl. CHF 210 p.P Einzelbelegung, zzgl. CHF 175 zur Doppelbelegung, zzgl. CHF 210 p.P mit Halbpension mit Halbpension Monatsangebot für ein Superior Classic Zimmer; CHF 4.050 zur • • Monatsangebot für ein Superior Classic Zimmer; CHF 4.050 zur Einzelbelegung, zzgl. CHF 750 zur Doppelbelegung, zzgl. CHF 750 p.P Einzelbelegung, zzgl. CHF 750 zur Doppelbelegung, zzgl. CHF 750 p.P mit Halbpension mit Halbpension Gültig für Aufenthalte vom 1. November 2015 bis 24. März 2016, • • Gültig für Aufenthalte vom 1. November 2015 bis 24. März 2016, ausgenommen über Silvester ausgenommen über Silvester Das Monatsangebot kann auch 3x10 Tage nach Wahl gebucht werden • • Das Monatsangebot kann auch 3x10 Tage nach Wahl gebucht werden Im Basispreis enthalten sind Zimmer mit Frühstück, Zugang zu unserem • • Im Basispreis enthalten sind Zimmer mit Frühstück, Zugang zu unserem Wellness Bereich mit Sauna, Dampfbad und Laconium Wellness Bereich mit Sauna, Dampfbad und Laconium

HotelBelvedere BelvedereLocarno Locarno Hotel Viaai aiMonti Montidella dellaTrinità Trinità4444 Via

+41(0)91751 75103036363 T T+41(0)91 info@belvedere-locarno.com info@belvedere-locarno.com

6600Locarno LocarnoSwitzerland Switzerland 6600

belvedere-locarno.com belvedere-locarno.com

TONI KAISER

Erlebnisweg auf dem Gurten


Anzeigen

L ang laufim–Winter F ü r Wa n d e r e r

Langlaufschnuppertage in der Schweiz

Bild: Val Müstair, Copyright: Andrea Badrutt, Chur

12.12.15 Sedrun 13.12.15 Ulrichen/Obergoms 09.01.16 Gantrisch; Davos 10.01.16 Ebnat-Kappel 16.01.16 Les Mosses; Einsiedeln 17.01.16 Einsiedeln 23.01.16 Splügen; Gais; Campra Christa Jäger, Roman Furger, Christa JonasJäger, Baumann, Roman Toni Furger, LiversJonas | Langlauf Baumann, Toni Livers | Langlauf 30.01.16 Parpan; Le Brassus 31.01.16 Les Prés-d’Orvin 06.02.16 Kandersteg; Klosters 27.02.16 Flumserberg – Sponsoring Sponsoring unser Beitrag – unser zu Spitzenleistungen. Beitrag zu Spitzenleistungen.

Langlaufgebiete | Schneesportberichte | Langlaufschulen | Schnuppertage | Volksläufe

T 058 280 1000 (24 h) T 058 280 1000 (24 h) Ihre Schweizer Versicherung. Ihre Schweizer Versicherung.

DER KLASSIKER

FÜR KALTE TAGE

ECHTES LAMMFELL

Gastein GTX® Sportco AG · 3063 Ittigen · Tel. 031 924 15 15 www.sportco.ch · info@sportco.ch

mei_Anz_Gastein_wandermagazin_188x132_aug15_.indd 1

52

www.meindl.de 21.08.15 08:14


SERVICE  I  NEUES AUS DER WANDERWELT

TONI KAISER

Rund um den Säntis

Steinschlag- und Abrutschgefahr. Auf dem Höhenweg vom Val da Cam hinunter nach Soglio im Bergell GR.

Felssturz- und Steinschlaggefahr in den Alpen Seit Ende Juni herrschen im schweizerischen Alpenraum überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Diese sind zwar in höheren Lagen deutlich moderater als im Flachland und daher beim Wandern oder Bergsteigen angenehm, dennoch hat die lang anhaltende Wärmephase Folgen: • Die Ausaperung der Gletscher und Firnflanken schreitet weit voran. Diverse Routen zu hochalpinen Gipfeln und Übergängen sind deshalb deutlich anspruchsvoller und zum Teil auch gefährlicher geworden. • Auftauender Permafrost erhöht die Gefahren durch Felsstürze und Steinschlag markant. Allein seit Juni 2015 wurden dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos mehrere grössere Felsstürze gemeldet, die zum Teil auch in unmittelbarer Nähe von Routen zu bekannten Gipfeln, wie zum Beispiel am Piz Palü, niedergegangen sind. Auch Steinschlagaktivitäten haben deutlich zugenommen und können Touren in erhöhtem Mass gefährden bzw. Vorboten von grösseren Felsstürzen sein.

Der Säntis gilt als König der Ostschweiz. Königlich sollte deshalb auch ein Buch daherkommen, das die schönsten Wanderungen rund um den schroffen Felszacken im Alpstein vorstellt, der nicht einmal der höchste der Region, doch stets von weither sicht- und erkennbar ist. Rund um seine Abgründe oder auch auf ihn hinauf zu wandern, das muss anstrengend sein. Muss es nicht! Der Autorin Sandra Papachristos – sie hat während einiger Jahre als Redaktorin für dieses Magazin gearbeitet – ist es bei der Wahl der 30 Routen gelungen, Schwierigkeiten, Längen und Höhenmeter auf einem entspannten Level zu halten. Ein paar flottere Unternehmungen hat es aber trotzdem, die bis zum Schwierigkeitsgrad T3/4, über 6 Stunden und an die 1400 Höhen­ meter reichen. Es hat also für alle etwas. Und dann sind da noch die immer wieder aussergewöhnlichen Bilder des Rheintaler Landschaftsfotografen Roland Gerth – auch dem Wandermagazin verleiht er mit seinen Bilderreihen immer wieder Glanz. Locker lesbar, klare Routenbeschriebe und schön die jedes Kapitel abrundenden Porträts von Repräsentanten aus der Region: Statt lesen und sich in den Bildern verlieren macht nur noch loswandern mehr Spass. (kai)

Empfehlungen des Schweizer Alpen-Clubs SAC BERG- UND ALPINWANDERN. Die genannten Gefahren im Bereich der offiziellen Wege sind kaum oder nur punktuell vorhanden und werden von den zuständigen Institutionen laufend überprüft. Im Zweifelsfall sollte man sich bei den Tourismusorganisationen vor Ort erkundigen. Sperrungen und Wegumleitungen sollten unbedingt beachtet werden, wie zum Beispiel die Verbindung der Capanna di Sciora zur Capanna Sasc Furä, der südseitige Zugang zum Val Maroz und zum Septimerpass von Casaccia aus. ALPINE TOUREN. Eine besonders sorgfältige Tourenplanung ist wichtig. Dazu gehören das Einholen von Infos bei Hüttenwarten und Bergführern oder auch auf Internetportalen wie www.gipfelbuch.ch, www.hikr.org, www.campto camp.org oder www.alpinesicherheit.ch. Unterwegs sollten Zustiege im Bereich von Couloirs und Rinnen wenn möglich gemieden oder zumindest zügig begangen werden. Aktuell sind Touren über Grate deutlich sicherer als solche durch Bergflanken.

TONI KAISER

Das SLF sammelt zu Forschungszwecken alle Meldungen über Felsstürze in den Schweizer Alpen. Diese können über www.gipfelbuch.ch oder www.slf.ch erfasst werden. (kai)

News in Kürze + + + Ein Klick für die Eigernordwand. Per Computer oder Smartphone den Alpinisten auf die Berge dieser Welt folgen und sich dabei (fast) wie sie selber bewegen. Man hält es kaum für möglich, was man dabei entdeckt. Profi-Alpinisten und Mammut-Mitarbeitende trugen die speziell dafür entwickelten KameraRucksäcke seit Anfang 2014 über 30 aussergewöhnliche Routen. Nun sind die ersten Touren online – wie die Eigernordwand (CH), der Matterhorn-Hörnligrat (CH), die Nose-Route am El Capitan (USA), der Mount Elbrus (RUS) und der Eisfall Rübezahl (CH). Weitere folgen laufend. Die dritte Dimension der digitalen Alpin-Kartographie gibts auf www.project360.mammut.ch. (kai) SCHWEIZ  10/11 2015

Sandra Papachristos Rickenbach, Roland Gerth, Wandern rund um den Säntis, AT Verlag 2015, ISBN 978-3-03800-801-9, CHF 51.–

53


Gastland Gastland

Zypern

Wellness Wellness Wohnmobil Island BoraIsland Bora

Wohnmobil

Bora Bora

Die Die Schweizer Schweizer Herbstmesse Herbstmesse für für Ferien Ferien und und Reisen Reisen 23. MESSE LUZERN LUZERN 23. –– 25. 25. Oktober Oktober 2015 2015 || MESSE

Partner: Partner:

Freitag Freitag 12 12 –– 20 20 Uhr Uhr || Samstag Samstag und und Sonntag Sonntag 10 10 –– 18 18 Uhr Uhr www.travelexpo.ch www.travelexpo.ch Paralellmesse: Paralellmesse:


SERVICE  I  NEUES AUS DER WANDERWELT

Swisstopo sucht die schönsten Wanderbilder 2015

Ulrich Tubbesing Glarnerland Walensee, Obertoggenburg, Flumserberge

Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo sucht für seine nächste Inserate-Kampagne die schönsten Wanderbilder von 2015. Der Fotowettbewerb steht unter dem Motto «WISSEN WOHIN» und dauert noch bis zum 18. Oktober. Unter www.swisstopo.ch/ contest können bis maximal vier Fotos von einer Wanderung in einer der vielen schönen Regionen der Schweiz hochgeladen werden. Als Preise winken – neben der Verwendung der Gewinnerbilder in der swisstopo-Inseratekampagne – Kameras, Outdoorjacken, Einkaufsgutscheine im Sportfachhandel und – natürlich – Wanderkarten. (kai) TONI KAISER

Dieser Band schliesst die Lücke zwischen den Rother-Wanderführern Zürichsee, Vierwaldstättersee, Surselva, Appenzell, Vorarlberg und Bodensee. Er umfasst die Gebiete nördlich und südlich des Walensees. Der Autor präsentiert 50 Touren mit ausführlichen Routenbeschreibungen, Kartenausschnitten mit eingezeichnetem Wegverlauf und Höhenprofilen. CHF 19.90, 978-3-7633-4166-5, Bergverlag Rother, München 2013, www.rother.de

Mark Zahel Ostschweiz 55 Touren zwischen Rheinquellen und Bodensee Von den Rheinquellen im Bündner Oberland bis zum Bodensee spannt sich der geografische Bogen, den dieses Wanderbuch abdeckt. Die zauberhafte Greina an der Grenze zum Tessin, die Bergstöcke im Parc Ela, die Mattenlandschaften des Prättigau, die Phalanx der Churfirsten über dem Walensee und das Wanderparadies um den Säntis im Appenzellerland sind nur einige Beispiele. CHF 23.70, 978-3-7633-3083-6. Bergverlag Rother, München 2014, www.rother.de

Fredy und Sabine Joss

Wissen wohin. Dieser Wanderer weiss es. Er steht auf dem Gipfel des Monte Bar im Tessiner Val Colla.

Auch bei diesem Führer aus der Reihe «GenussWandern» heisst es maximal drei Stunden wandern bei geringen Höhendifferenzen. Die Routen folgen markierten Wegen, sodass die Orientierung einfach ist. Ausgangs- und Endpunkte sind gut mit Bahn und Bus erreichbar. Das Autorenpaar hat 40 attraktive Wanderungen zusammengestellt, die durch die ganze Ostschweiz führen.

News in Kürze + + + Neuer Zürcher «Foxtrail» Nach dem Erfolg der bereits bestehenden eröffnet Foxtrail diesen Sommer in der Limmatstadt seinen sechsten Trail: Prometheus. Gefragt sind dabei Kreativität, Hacker-Fähigkeiten und weitere nervenkitzlige Details. Selbst alteingesessene Zürcher werden auf diesem Trail Stadtviertel wie Wiedikon, Enge und das Uni-Quartier von einer ganz neuen Seite entdecken. Foxtrail ist ein abwechslungsreiches Stadterlebnis für Freunde, Firmen und Familien mit Kindern ab vier Jahren. «Prometheus» dauert 2½ bis 3 Stunden. Kleingruppen bis 18 Personen buchen unter foxtrail.ch ihre Startzeit, Teams von 2 bis 6 Personen können dank den Startunterlagen individuell starten. (kai)

GenussWandern Region Zürich bis Bodensee

Kunst für Sehbehinderte. Am Schweizer Bodenseeufer in der Gemeinde Münsterlingen entsteht ein europaweit einmaliges Projekt: «Sense The Colours» ist ein Museumskonzept für blinde und sehbehinderte Menschen. In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Blindenzentrum in Landschlacht (IBZ) und der Unterstützung der Gemeinde Münsterlingen präsentiert Türel Süt, zeitgenössischer Recycling- und Community-Artist, seit Mitte September sein Museumskonzept der Öffentlichkeit. Seine Werke beschäftigen sich inhaltlich mit den Themen Natur- und Tierschutz und sind tastbar, zum Teil können sie sogar erriecht werden. Dazu gibt es hörbare Audiobeschreibungen und Tiergeräusche. (kai) Informationen unter www.ibzlandschlacht.ch, www.turelsut.com

Ausstellungen und Events online. Geführte Wanderungen, spannende Ausstellungen, lehrreiche Kurse oder interessante Film- und TV-Tipps – einen aktuellen ­Veranstaltungskalender zu den Themen Wandern, Natur und Kultur finden Sie auch auf unserer Homepage www.wandermagazin.ch/veranstaltungen

CHF 39.–, 978-3-7225-0148-2, hep Verlag, Bern 2015, www.ott-verlag.ch

Caroline Fink Glarnerland Das grosse Wanderbuch Das grossformatige Buch enthält 40 Touren. Jede Wanderroute wird nebst praktischen Infos von einem Text begleitet, der einen Schwerpunkt der Wanderung aufgreift. Mal sind es alte Sagen, mal kleine Reisereportagen, mal Gespräche mit Einheimischen. Darüber hinaus erfahren die Leser in Hintergrundtexten Spannendes zur Vergangenheit und Gegenwart des Kulturraums der Glarner Alpen. CHF 49.90, 978-3-03800-614-5, AT Verlag, Aarau 2013, www.at-verlag.ch

SCHWEIZ  10/11 2015

55


SCHRITTE ÜBER DIE GRENZE  I  KAISERSTUHL ( D )

Kaiser-Tour Der Kaiserstuhl liegt zwischen Schwarzwald und Vogesen. Das kleine Mittelgebirge kann man auf dem Kaiserstuhlpfad durchwandern. Besonders reizvoll ist das im Herbst zur Zeit der Traubenlese. JOCHEN IHLE TEXT UND BILDER

56

SCHWEIZ  10/11 2015

Wälder, Wiesen, Weinberge. Der Kaiserstuhlpfad führt auf einer Länge von 22 Kilometern durch die Kulturlandschaft des Kaiserstuhls. Blick vom Lenzenberg oberhalb Ihringen.


K a i s e rs tuhl

Corinna Schilling schenkt ein. Einen Ihrin­ ger Secco, dann einen Tuniberger Weissbur­ gunder. Es folgen ein Cabernet Sauvignon, ein Grauer Burgunder, schliesslich ein Merlot und zum krönenden Abschluss eine Spät­ burgunder Beerenauslese. Zwischendurch erzählt sie uns von Farbe, Klarheit und Vis­ kosität, von Kohlensäure, Aroma und Bukett. Corinna Schilling ist Sommeliere bei der Winzergenossenschaft Ihringen. «Grund­ lagen der Weinsensorik» heisst ihr zweistün­ diges Kurzseminar, das wir im Rahmen des Kaiserstühler Gästeprogramms besuchen. Mit Hilfe eines Aromentests lernen wir, wie Wein professionell verkostet und beschrieben wird; erfahren Wissenswertes über Weineti­ ketten und was sich hinter den verschiedenen Bezeichnungen, die das Weingesetz vor­ schreibt, verbirgt. Von der Sonne verwöhnt

Mit neu erworbenem Weinwissen machen wir uns auf den Weg. Durch den Kaiserstuhl möchten wir wandern, dieses kleine Mittel­ gebirge westlich von Freiburg im Breisgau, das ein wenig im Schatten des weitaus promi­ nenteren Schwarzwaldes steht. Wie eine Insel erhebt sich der Kaiserstuhl aus der Ebene des Oberrheintals, eine der sonnenreichsten Re­ gionen Deutschlands. Kein Wunder, er ist ja auch vulkanischen Ursprungs. Weinterrassen, Winzerdörfer, Naturschutz­ gebiete und ein weitverzweigtes Wegenetz machen den Kaiserstuhl für Wanderer at­ traktiv. Toptour ist der Kaiserstuhlpfad. Er führt auf einer Länge von 22 Kilometern über dessen höchste Erhebungen sowie durch Weinberge, Wälder und Lösshohlgas­ sen. Ausgangspunkt ist das historische Städtchen Endingen. Nach einem Bummel über den schönen Marktplatz spazieren wir stadtauswärts durch eine prächtige Kastani­ enallee und erreichen schon bald ein erstes Zwischenziel, die Katharinenkapelle auf dem Katharinenberg. Auch die nächste Aussichtswarte lässt nicht lange auf sich warten: der 42,5 Meter hohe Eichelspitz­ turm. Die Plattform des verzinkten Turms liegt auf 28 Meter Höhe und ist über 143 Stufen erreichbar. Sie bietet einen herrlichen Rundblick von den Vogesen über die Rhein­ ebene bis zum Schwarzwald. Tolle Aussichten gibt es aber auch unterhalb des Turms. Wunderschön ist der Blick über die Natur­ schutzgebiete Haselschacher Buck und Bad­ berg. Der Kaiserstuhlpfad verläuft hier paral­ lel zum Neunlindenpfad. Dieser Lehrpfad ist mit Informationstafeln versehen; und hier, an diesem schönen Aussichtspunkt, verrät eine davon, dass die ausgedehnten Trocken­ wiesen im zentralen Kaiserstuhl nicht un­ mittelbar durch Weidetiere entstanden, sondern durch die nach früheren Massstäben intensivste Form der Grünlandnutzung – die zweimalige Mahd. Bereits zu Beginn des SCHWEIZ  10/11 2015

57


SCHRITTE ÜBER DIE GRENZE  I  KAISERSTUHL ( D )

Lesenswert

Walter Iwersen, Elisabeth van de Wetering Rund um Freiburg Unter den 60 Tourenvorschlägen befinden sich auch neun Wanderungen in der Region Kaiserstuhl-Tuniberg, u. a. der Kaiserstuhlpfad. CHF 19.90, 978-3-7633-4417-8, Bergverlag Rother, München 2013, www.rother.de

Rainer Kröll Kaiserstuhl und Markgräflerland In 40 Touren führt der Autor seine Leser entlang der Badischen Weinstrasse zwischen Baden-Baden, Freiburg und Weil am Rhein. CHF 18.90, 978-3-7654-6821-6, Bruckmann Verlag, München 2014, www.bruckmann.de

58 Weinprobe outdoor. Winzer und Wanderin im Gespräch.

18. Jahrhunderts war der Kaiserstuhl so dicht besiedelt, dass man es für effizienter hielt, die Weidetiere im Dorf aufzustallen und ihre ehemaligen Weidegründe zu mähen. Unter­ stützt wurden diese Anliegen durch die kleinteilige Parzellierung auch im Grünland: Der Badberg teilt sich noch heute auf viele hundert Eigentümer auf. Man mähte damals zur Futtergewinnung im Frühsommer und für die Einstreu Anfang Herbst. Früh aus ihren Knollen treibende Pflanzen, wie z. B. die Orchideen, kam dieser Mahdrhythmus sehr entgegen, erlaubte er ihnen doch die Samenreife und hielt gleichzeitig uner­ wünschte Konkurrenten in Schach. So wurde damals der Grundstein gelegt für die Arten­ fülle der Kaiserstühler Wiesen. Neben vielen Orchideenarten beheimatet der Kaiserstuhl auch seltene Vögel wie Bienenfresser und Wiedehopf. Zahlreiche Themenwege wid­ men sich der einheimischen Tier- und Pflan­ zenwelt. Weinprobe im Weinberg

An Rebbergen entlang wandern wir hinab zum Vogelsangpass. «Möchtet ihr mal pro­ bieren?», rufen uns zwei Winzer zu und winken mit den Gläsern. Die Trauben sind reif und die Weinlese ist in vollem Gange.

Das «Herbsten», wie man im Badischen die Weinlese nennt, ist für die Winzer die wich­ tigste Zeit im Jahr. Für ein freundliches Ge­ spräch und eine spontane Einladung hat man aber immer Zeit. Wie sympathisch! Die unverhoffte, aber willkommene Wein­ probe wirft uns in unserem Zeitplan zwar etwas zurück, doch der Kaiserstuhlpfad soll ja auch eine Genusswanderung sein. Der Weg steigt nun wieder an und erreicht den höchsten Punkt des Kaiserstuhls: den Toten­ kopf. Das klingt zwar wenig einladend, doch werden wir auch hier mit schönen Aussichten verwöhnt. Denn auf seinem Gipfel thront, wie könnte es anders sein, ein Turm. Der Neunlindenturm ist ein massiver, zinnenbe­ wehrter Steinturm aus dem Jahre 1900. Weit unten liegt das Weindorf Bickensohl, und dort hinab wandern wir nun, durch den Wald und durch einen eindrücklichen Hohl­ weg. Am Ortseingang stehen grosse Edel­ stahlbottiche, gefüllt mit dunkelblauen Trauben. In einem Weinberg zieht ein riesiger Traubenvollernter seine Spuren, während im Rebstück nebenan viele Helfer die Trauben mit der Schere von Hand ernten. Nicht jeder Weinberg eignet sich wohl für die maschi­ nelle Lese. Gegen Ende des langen Wander­ tages beschert uns der Kaiserstuhlpfad

SCHWEIZ  10/11 2015

Typisch Kaiserstuhl. Tief eingeschnittene Lösshohlwege; Eichgasse bei Vogtsburg.


nochmals eine feine Aussichtskanzel. Vom Lenzenberg oberhalb Ihringen schauen wir bis nach Freiburg und erkennen dahinter so bekannte Schwarzwaldberge wie Belchen und Blauen.

oder in einer Winzergenossenschaft – Wein­ proben inklusive. Und dann sind da noch die herbstlichen Veranstaltungen, wo man es sich einfach gutgehen lässt: Zwiebelkuchenfeste, Märkte, offene Winzerkeller, Weinwochen­

enden. Farbenprächtig ist der Ihringer Herbstausklang im Oktober: das traditionelle Fest rund um die Einfuhr des letzten Ernte­ wagens ist verbunden mit einem Brauchtums­ umzug und einem Erntedankfest. k

Man muss die Feste feiern…

Zum doch recht langen Kaiserstuhlpfad gibt es etliche Alternativen. Acht Themenachsen durchziehen die Kulturlandschaft des Kaiser­ stuhls und des benachbarten Tunibergs. Da­ neben sind lokale Themen-Rundwanderwege markiert, die ebenfalls unter einem Motto stehen, wie etwa der kulinarische Weinwan­ derweg in Vogtsburg-Oberrotweil oder der kindgerechte Wendelin-Wiedehopf-Pfad in Ihringen. Aussergewöhnlich sind die histo­ rischen Lösshohlwege. Das sind Wege, die durch jahrhundertelange Nutzung und durch das Befahren mit Vieh und Fuhrwer­ ken entstanden sind. Niederschläge taten ihr Übriges und schwemmten den Löss in Bä­ chen nach unten ab. Einer der eindrücklichs­ ten Lösshohlwege befindet sich in Bicken­ sohl: die Eichgasse. 15 Meter tief hat sie sich in die Landschaft eingegraben. Alles über den Weinbau erfährt man auf geführten Rebbergwanderungen und bei ­ Kellerei­besichtigungen in einem Weingut

Kaiserstuhlpfad Der Kaiserstuhlpfad trägt das Zertifikat «Qualitätsweg Wanderbares Deutschland». Er führt auf der Nord-Süd-Achse und auf einer Länge von 22 Kilometern über die höchsten Erhebungen des Kaiserstuhls mit wundervollen Aussichten vom Schwarzwald bis zu den Vogesen. Endingen. ZIEL Ihringen. CHARAKTERISTIK Einfache, aber lange Wanderung. Bestens markiert; kann auch in entgegengesetzter Richtung oder in Teilstücken erwandert werden. AN- / RÜCKREISE Mit der Bahn bis Freiburg, weiter mit der Breisgau S-Bahn und der Kaiserstuhlbahn nach Endingen und Ihringen. ZEIT 6 h. ROUTE Endingen (186 m) – Katharinenkapelle (492 m) – Eichelspitzturm (549 m) – Vogelsangpass (372 m) – Neunlindenturm (550 m) – Totenkopf (557 m) – VogtsburgBickensohl (265 m) – Lenzenberg (365 m) – Ihringen (196 m). SCHWIERIGKEIT T1. HÖHENDIFFERENZ Auf- und Abstieg jeweils etwa 600 Hm. AUSRÜSTUNG Nor­ male Wanderausrüstung. EINKEHREN / ÜBERNACHTEN Hotels und Restaurants in Endingen, Lenzenberg und Ihringen. WANDERKARTE 1:30 000 Kaiserstuhl-Tuniberg, erhältlich bei den Tourist Infos. INFOS Tourismusbüro Naturgarten Kaiserstuhl, +49 7667 940155, www.naturgarten-kaiserstuhl.de. Tourist Info Endingen, +49 7642 689990, www.endingen.de. Tourist Info Ihringen, +49 7668 9343, www. ihringen.de. Breis­ach Touristik, +49 7667 940155, www.breisach.de. START

Anzeige

G-1000®

LOW TECH MIT HIGH PERFORMANCE G-1000 ist ein äußerst strapazierfähiges Material, das auch nach jahrelangem Einsatz unter härtesten Witterungsbedingungen noch beste Leistung bringt. Wir verwenden es seit den 1960ern und sind stolz darauf, auch heute noch jedes Jahr neue g-1000-Produkte präsentieren zu können – von Hosen, Jacken und Hemden bis hin zu Rucksäcken, Taschen und vielem anderem mehr. Aus 35% Baumwolle und 65% Polyester gefertigt, ist unser robuster, wachsbarer Klassiker ein schlichter Wetterschutz, der mit der Zeit nur noch schöner wird. Das Besondere an ihm: Je stärker er mit Greenland Wax gewachst wird, desto besser seine Wetter- und Abriebbeständigkeit. Greenland Wax ist eine Mischung aus Bienenwachs und Paraffin. Es wird von Hand auf exponierte

Stellen wie Saum und Gesäß bei Hosen sowie Schultern und Brustpartie bei Jacken aufgetragen, den Rücken sollte man für ein luftiges Trageklima jedoch aussparen. Bei nassem Wetter wird das gute Stück mit reichlich Wachs imprägniert, vor Touren in der warmen Jahreszeit wäscht man das Wachs einfach wieder aus. Fertig! Auch wenn g-1000 Outdoor-Enthusiasten schon seit Generationen erfreut – erst wenn du dir dein eigenes g-1000-Produkt holst, beginnt deine g-1000-Story. .

Karl Pro Trousers

Barents Pro Trousers

NATUR KULTUR FAMILIE KONDITION J F M A M J J A S O N D

JAHRESZEIT


Anzeigen

FLEX VRT Mit Leichtigkeit neue Abenteuer erleben. TUBBSSNOWSHOES.COM

2015_Tubbs_EU_ad-188x132+3mm-GER-2.0.indd 1

03.09.15 14:58


PUBLI-INFORMATION  I  PRODUKTE

Neu auf dem Markt

Diamir Vipec 12

Sicherheitstechnologie wie eine Alpinbindung Leicht und sicher aufsteigen, dynamisch abfahren: Die Bindung für ambitionierte Tourengeher und Rider. Als einzige PinBindung löst die Vipec 12 wie Alpinbindungen seitlich über die Fronteinheit aus. Bei der Abfahrt werden die grossen Kräfte hinten übertragen. Analog Alpinbindungen ist sie daher mit einer stabilen Ferseneinheit ausgestattet, wodurch keine Kraftverluste durch Drehbewegungen der Seitwärtsauslösung wie bei herkömmlichen Pin-Bindungen entstehen. (kai)

Jack Wolfskin Texapore Downshell Tec Jacket

Salewa Lite Train

Wasserdicht

Griffige Haftung, gute Kontrolle

Diese neuartige Daunenjacke in Boxwall-Konstruktion mit versiegelten Nähten an Hals und Schultern ist 100 Prozent wasserdicht. Zudem sind bei den mit 800 cuin 90/10er-­ Daune gefüllten Kammern die Wände perforiert, sodass ein stetiger Luftaustausch stattfinden kann, was Klima und Komfort verbessert. Inklusive RECCO-System, Skipasstasche und Schneefang. (kai)

Für ambitionierte Bergsportler hat Salewa gemeinsam mit Michelin Technical Soles diesen technischen Alpine Speed Schuh entwickelt, der besonders leicht, griffig und vielseitig ist. Er ist der perfekte Trainingspartner für Speed Hiker, sportliche Wanderer und Bergläufer. Die exklusiv entwickelte, torsions­steife Laufsohle bietet mit ihrer speziellen Gummi­ mischung und dem aggressiven Design optimale Traktion, herausragenden Grip und Langlebigkeit. Erhältlich ab März 2016. (kai)

CHF 799.–, www.jack-wolfskin.com

CHF 577.–, www.diamir.ch

CHF 159.–, www.salewa.com

Schöffel Fleecejacke Blair

Lorpen T3 Light Hiker

Weleda Arnika Sport-Duschgel

Kuschelwarm

Drei Lagen

Aus pflanzlichen Rohstoffen

Wenn die Temperaturen sinken, schätzen Fashionistas wärmende Bekleidung wie diese Fleecejacke. Glatte Polyesterstreifen unterbrechen den matten Microfleece im AlloverFischgratprint, betonen die weibliche Silhouette und zieren als Paspeln Front und Kragen. Gesticktes Logo, Metallbadge und der schöne Zipper betonen die hochwertige Verarbeitung. In diversen Farben. (kai)

Für wärmere Jahreszeiten und intensive Aktivitäten setzt der spanische Funktionssockenhersteller auf die Fasereigenschaften von Schweiss transportierendem Coolmax und die Feuchtigkeit verteilendem Tencel plus Lycra, die in der T3Sockenreihe in Schichten kombiniert werden. Das Resultat ist ein effizientes Feuchtigkeitsmanagement, die Füsse bleiben damit spürbar kühler und trockener. (kai)

Dieses neue Duschgel mit ätherischem Rosmarin- und La­ vendelöl, das sowohl anregend als auch entspannend wirkt, wurde für aktive, naturverbundene Frauen und Männer ent­ wickelt. Es schäumt zart und reinigt die Haut auf sanfte Weise. Gleichzeitig bewahrt es die natürliche Feuchtigkeit der Haut und trocknet sie nicht aus. Sein erfrischender Duft verströmt einen Hauch mediterraner Lebensfreude. (kai)

CHF 129. –, www.schoeffel.ch

CHF 27.50, www.lorpen.com

CHF 9.90 (200 ml), www.weleda.ch

Bitte beachten: Die vorgestellten Produkte auf dieser Seite sind PR-Texte und -Fotos und unterliegen nicht der Verantwortung der Redaktion. Bei Fragen wenden Sie sich direkt an die Hersteller. SCHWEIZ  10/11 2015

61


SERVICE  I  IHRE LIEBLINGSTOUR

LESERBRIEFE

Schmugglerpfad

Leserfoto

Kein Schmuggler. Im italienischen San Lorenzo im Valle di Bognanco westlich von Domodossola.

PETER KREBS

Klein geraten. Der Chefredaktor auf der überdimensionierten Bank am Blattenpass BL, einem bis ins 18. Jahrhundert wichtigen Übergang in der Blauenkette. Bild Regula Lanz, Solothurn

Bis in die 1970er Jahre war das Schmugglerhandwerk in den Alpen und im Jura verbreitet. Wer schmuggelt, muss die Grenze überschreiten. Auf dieser zweitägigen Wanderung tun wir das – über die Bocchhetta di Gattascosa zwischen dem Simplongebiet und dem italienischen Bognanco-Tal. Peter Krebs ist Autor des Wander-ABC und hat in seiner Kolumne in Heft 9/2015 über das Schmuggeln geschrieben.

Vom Simplonpass Richtung Domodossola START Gabi, erreichbar mit dem Postauto ab Brig. ZIEL Fonti/Bognanco, Kleinbus nach Domodossola. ROUTE 1. Tag: Von Gabi über den Chrummbach, NATUR dann die Laggina, hinauf via Feerberg zur Furggu (1872 m) – Bifigjini – Chatzehalte – Zwischbergen (Restaurant). Direkt über das Grosse Wasser, Aufstieg via KULTUR Waira zum Tschawinersee (baden!), weiter via Bocchetta di Gattascosa (2158 m) zur Alpe und zum Rifugio di Gattascosa (1993 m, www.valbognanco. FAMILIE com, Aufstieg etwa 1600 Hm, Abstieg 600 Hm, 6½ h). 2. Tag: Lago di Ragozza – San Bernardo – nach der Kapelle rechts von der Strasse abzweigen und via Gallinera und Graniga KONDITION nach San Lorenzo. Auf Gabi dem direkten Weg unterJAHRESZEIT halb der Kirche durch Rif. di nach Fonti / Bognanco im Talgrund (TherGattascosa Waira malbad, Aufstieg 300 Hm, Abstieg etwa 1400  Hm, 3 h). LITERATUR Peter Krebs: Tschwinersee WanderABC Schweiz, AS Verlag 2015, 3-906055-36-1, CHF 39.90. WANDERITALIEN tour KARTEN LK 1: 50 000, 274T Brig, 275T Fonti / Bognanco info V. Antigorio, 285T Domodossola.

sW ass

sse

Gro

KARTE: WANDERMAGAZIN SCHWEIZ

er

J F M A M J J A S O N D

Senden Sie uns Ihre Lieblingstour! Beschreiben Sie in ein paar Zeilen Ihre Wanderung und den ungefähren Routenverlauf. Ausserdem benötigen wir Schwierigkeitsgrad (Einfach – Mittel – Schwierig), Netto-Wanderzeit, Auf- und Abstiegs-Höhenmeter und 2 – 3 digi­tale Bilder von mindestens 1 MB Grösse mit Legende. Name und Wohnort nicht vergessen. Die Veröffentlichung erfolgt honorarfrei. Teilnahme: Maske auf www.wander­magazin.ch/Lesertouren ausfüllen oder Tour plus Bilder an wander­magazin@rothus.ch senden. 62

Schoggijob Jochen, möchte Dir noch danken für die Organisation des Probeheftes. Inzwischen bin ich zum fleissigen Leser des Wandermagazins geworden, und das mit Begeisterung über die Themen und Fotos. Muss schon sagen, Du hast einen Traumjob, so ein wenig Wandern oder Fahrradfahren und Schneeschuhlaufen in der ganzen Schweiz an den schönsten Orten. Dann taucht er noch in Mallorca auf – bin fast etwas neidisch! Aber ich muss zugeben, Du machst es bestens, mit so einem lockeren Ton (so wie ich Dich kennengelernt habe) und mit vielen prächtigen Fotos. Mach weiter so, ich freue mich auf die weiteren Hefte, die Du und Deine Kollegen so eindrucksvoll füllen. Ernst Wipfli, Küssnacht a/R

Vielen Dank für die Fülle an Komplimenten. «Ihr habt doch einen Schoggijob!» – solches bekommen wir häufig zu Ohren, wenn wir erzählen, was wir Redaktoren des «Wandermagazin SCHWEIZ» alles machen (dürfen). Das ist zweifellos so, wer darf in seiner Arbeitszeit schon so viel wandern wie wir Redaktoren des Wandermagazins (und ähnlicher Hefte)? Und dann schiebe ich jeweils gerne noch einen Satz nach: Je mehr wir wandern, desto mehr Bürozeit bringt uns das auch ein, denn irgendwie müssen die Touren dann auch auf Papier gebracht werden. Was dann schon auch ein bisschen nach Teufelskreis tönt, oder? Toni Kaiser, Chefredaktor Kein Nutzen Ich habe diese Woche die Rechnung für das Wandermagazin erhalten. Obwohl ich das Magazin als gut gemacht erlebt habe, möchte ich das Abo per sofort kündigen: Der praktische Nutzen ist für mich als Soft-Wanderer relativ gering. Peter Macher, Zürich

Das stimmt so natürlich nicht ganz! Wir schauen darauf, dass wir stets einen ausgewogenen Mix zwischen anspruchsvolleren (bis T3/4) und kürzeren resp. leichtere Touren (im Bereich T1) zusammenstellen können. Das kommt jeweils auch auf das Hauptthema des Heftes an: Im «Berner Seeland» (Heft 4/2015) oder «Stadtwandern» (Heft 10/2014) überwiegen leichtere, im «Parc Adula» (Heft 6/2015) oder auf dem «Bärentrek» (Heft 8/2015) eher anspruchsvolle Touren. Auch die von unserem WanderFritz in jedem Heft vorgeschlagene Seniorentour liegt naturgemäss auf der einfachen Seite. Und seit diesen Sommer führen wir ja auch die Rubrik «Kurzwanderungen» mit jeweils drei Ideen (in dieser Nummer auf Seite 21). Toni Kaiser Leserbriefe an: Wandermagazin SCHWEIZ, Schöngrünstrasse 2, 4500 Solothurn, wandermagazin@rothus.ch SCHWEIZ  10/11 2015


SERVICE  I  RÄTSELN UND GEWINNEN

Wo ist das? TONI KAISER

Finden Sie heraus, wie der gesuchte Ort in der Schweiz heisst und gewinnen Sie 1 Hybrid-Jacke Marne von Maier Sports im Wert von CHF 229.90. Das Bild mit dem Profil einer Wanderung kann Sie auf die Fährte führen. Wenn Sie uns das richtige Lösungswort senden, faxen oder mailen, nehmen Sie automatisch an der Verlosung teil. Viel Spass!

1000 900 800 700 600 500

0

1

2

3

3.5 km

Dieser rund 450 km lange Fluss entspringt im französischen Jura und zeigt sich auf seinem Weg recht unschlüssig, zu wem er eigentlich gehören möchte. So wechselt er mehrmals die Nationalität, fliesst zuerst nordwärts, bildet an der Grenze zur Schweiz einen (schiffbaren) See, um sich ein paar Kilometer weiter gut zwei Dutzend Meter in die Tiefe zu stürzen. Dann zeigt er sich als romantischer Grenzfluss, den vor allem Wanderer und Fischer schätzen, kehrt unvermittelt wieder die Richtung, um etwas nördlich fast in dieselbe Richtung, aus der er gekommen ist, wieder seinem französischen Heimatland zuzustreben. Gesucht ist der Ort mit dem beschaulichen Hafen, von dem aus man wie durch einen norwegischen Fjord dahin gelangen kann, wo sich der Fluss in die Tiefe stürzt. Les …

Das Lösungswort lautet:

Zu gewinnen: 1 Hybrid-Jacke Marne von Maier Sports im Wert von CHF 229.90.

Wandermagazin SCHWEIZ, Das Geo-Rätsel, Schöngrünstrasse 2, 4500 Solothurn, Fax 032 626 40 39, wandermagazin@rothus.ch

Die perfekte Allroundjacke für Outdoor und Freizeit. Die Microfaser-Softshell-Jacke ist warm gefüttert, windund wasserabweisend sowie atmungsaktiv.

SCHWEIZ  10/11 2015

Bitte Absender nicht vergessen! Das Lösungswort aus dem «Wandermagazin SCHWEIZ» 8/2015: Blüemlisalp. Die im Höhenprofil dargestellte Wanderung führt von Kandersteg zum Oeschinensee. SWISS-IMAGE.CH / MARCUS GYGER

www.maier-sports.com

T

Senden, faxen oder mailen Sie Ihr Lösungswort bis 30. November 2015 an folgende Adresse:

Gewinner von 1 2 BLS-Tageskarten 1. Klasse im Wert von CHF 200.– in Ausgabe 8/2015: Thomas Ramseier, Thun. Die Gewinner von 5  je 1 Lötschberger Wanderbuch im Wert von CHF 15.– werden direkt benachrichtigt. 63


Outdoor

Skitouren: Mutteristock, Schiberg Schneeschuhtouren: Morgartenberg, Chli Aubrig Panoramaweg über den Salbügel Fluebrig für Trittsichere Bockmattli und Zindlenspitz Mythen: Matterhorn der Wanderer Ybriger 7-Egg-Weg Gratweg Forstberg – Druesberg Über den Gschwändstock an den Sihlsee Naturtipp: Berg-Urwald Bödmeren /Muothatal Senioren: Kreuzweg Schnittweierbad – Steffisburg

Anzeigenberatung Silvan Pargätzi Tel. 032 626 40 30 silvan.pargaetzi@rothus.ch Verlag Rothus Verlag, Solothurn Peter-L. Meier, Herausgeber Herstellung Layout, Lithos: Rothus Grafik, Solothurn Druck: Vogt Schild Druck AG, Derendingen

Weitere Themen

Kurzinterview: Wandern mit Andreas Züllig Langlauf-Experte Andreas Schaad, Studen SZ Familien: Winterwald Schritte über die Grenze: Madeira ( E ) Hintergrund: Skitourenschuhe Die drei Kurzwanderungen des Monats

Einzelheft CHF 14.80 Erhältlich in Buchhandlungen, am Kiosk oder direkt beim Verlag.

Jan. / Feb. 2016

Kultur

Outdoortipps

5/2016

MAI

CHF 14.80

Das Wandermaga zin

Portfolio +++ +++

Produkte +++

März 2016

Bregenzerwald

April 2016

Aussichtstürme

Mai 2016

00005 00005

Photo Edition

9 771662 970000 9 771662 970000

Wandertipps

Wandertipps

+++

+++

Outdoor-News

Outdoor-News

+++

Produkte +++

Leser-Tour

Leser-Tour

+++

+++

Julierpass

Natur

Ausstellungen

CHF 14.80

+++

APRIL

Geo-Rätsel

4/2016

+++

Outdoortipps

Ausstellungen

Kultur

+++

Natur

Das Wandermaga zin

D a s Wa n d e r m a g a z i n

Spezialausgabe

CHF 14.80

Geo-Rätsel

MÄRZ

+++

3/2016

Portfolio

+++

Das Wandermagazin

Portfolio

CHF 14.80

00004 00004

JAN / FEB

9 771662 970000 9 771662 970000

1/2/2016

D a s Wa n d e r m a g a z i n

Outdoortipps

D a s Wa n d e r m a g a z i n

Kultur

+++

Natur

Das Wandermaga zin

Leser-Tour

@ WandernSchweiz

Die nächsten Ausgaben

Outdoor-News

Wandermagazin SCHWEIZ

+++

wandermagazin.schweiz

Wandertipps

www.wandermagazin.ch

Das Wandermagazin SCHWEIZ 12/2015 erscheint am 1. Dezember

D a s Wa n d e r m a g a z i n

Abonnemente Schweiz: CHF   98.– Europa: CHF 122.– USA: CHF 130.– Telefon +41 (0)32 626 40 26

Ausstellungen

Nachdruck nur mit schrift­licher ­Genehmigung der Redaktion.

Geo-Rätsel

ISSN 1662-9701 ISBN 978-3-906274-70-6

BILDER: TONI KAISER

Das Wägital, unweit des Kloster- und Langläuferdorfes Ein­ siedeln, zählen die Zürcher zu ihrem Naherholungsgebiet. Es ist ein Tal, das 1925 für die Stromgewinnung vollständig unter Wasser gesetzt wurde. Darum muss, wer nicht zum ­Baden und Fischen anreist, die Höhe suchen. Was sich lohnt, denn die Wägitaler Gipfel – Mutteristock, Zindlenspitz, Flue­brig, Bockmattli und Co. – sind im Winter wie im Sommer lohnende Ziele.

+++

Redaktion Toni Kaiser (kai), Chefredaktor Jochen Ihle (jih), Redaktor Peter-L. Meier (plm) Regelmässige Mitarbeiter/-innen: Urs Heinz Aerni Fritz Hegi (Seniorenwanderung ) Peter Krebs (Wander-ABC) Urs Kyburz (Familientipp) Barbara Leuthold-Hasler (Naturtipp) Sekretariat: Linda Sulser

Wägital – Einsiedeln

Outdo

ortipp

s 7/2014

JULI

CHF 14.80

/ EUR 12.–

zin

über die

Via SettGrenze GR

jetzt +++ Best of Luzern GR +++ Schweiz

Aargauer Weg Alpine Rasen Lukmanierpa am ss TI Schritte

Nationa er lpark

in den Waadtländer

– einst und

Für Senioren

Schweize risch

rn Blumenwande Alpen

Val d’Uina

ine +++

Alpleben

hautnah

+++ Filigrane Insektenwelt

+++ Suonenwande

rung Baltschiedert

Membrane +++ Hintergrund:

rmaga

00007 00007

9 7716 9 7716 62 970000 62 9700 00

Kletter steigen -

 CHF 5.– + Porto Rigi 12/08 Jura – Haute Route 10/11/08 Sion 9/08 Photo Edition «Wetter» 8/08 Flusswandern 7/08 Region Walensee 6/08 Thurgau – der sanfte Kanton 5/08 Lugano und seine Hausberge 4/08 Photo Edition «Panorama» 3/08 Engadin St. Moritz 1/2/08 Zürich 12/07 Baselland 10/11/07 Berghütten Ostschweiz 9/07 Gotthard 7/07 Noch mehr Ausgaben unter www.wandermagazin.ch

Bestellungen unter Telefon 032 626 40 30 wandermagazin@rothus.ch www.wandermagazin.ch

Wald Tamangur

To u r e n

al VS +++ Magischer

zin rmaga

ge

 CHF 14.80 + Porto Heidiland 10/11/15 Die schönsten Bergseen 9/15 Berner Oberland 8/15 Zermatt 7/15 Parc Adula 6/15 Historische Hotels 5/15 Berner Seeland 4/15 Photo Edition «Von Genf nach Nizza» 3/15 Goms- Aletsch 12/14 Stadtwandern 10/11/14 Jura total 9/14 Photo Edition «ViaSbrinz» 8/14 Schweizerischer Nationalpark 7/14 Schwarzwald 6/14 Alpes Vaudoises 5/14 Findlinge 4/14 Photo Edition «Biancograt» 3/14 Adelboden – Lenk – Diemtigtal 1/2/14 Outdoor Solothurn 12/13 Bodensee 10/11/13 Hinteres Maggiatal 9/13 Photo Edition «Tour Monte Rosa» 8/13 Davos – Rätikon – Montafon 7/13 Pilatus 6/13 Kulturwandern 5/13 Thunersee – Brienzersee 4/13 Photo Edition «Tiere der Alpen» 3/13 Winterwandern 1/2/13 Glarnerland 12/12 Vinschgau 10/11/12 Appenzellerland 9/12 Photo Edition «z Alp im Toggenburg» 8/12 Suonen 7/12 Röstigrabenroute 6/12 Meiringen - Haslital 5/12 Kleine und Grosse Emme 4/12 Photo Edition «Naturpärke» 3/12 Engelbergertal 1/2/12 Rund um die Dents du Midi 12/11 Val Grande/Centovalli 10/11/11 Walserwege 9/11 Photo Edition «Blütenzauber» 8/11 Berghütten Wallis 7/11 Liechtenstein 6/11 Greyerzer Gipfel 5/11 Aargauer Jura 4/11 Photo Edition «Hingucker» 3/11 Gemmi 1/2/11 Verzasca – Magadino 12/10 Der Rhein 10/11/10 Parc Jura vaudois 9/10 Photo Edition «Best of Robert Bösch» 8/10 Bergbahnen 7/10 Simplon 6/10 Auen – Wandern am Wasser 5/10 Pilgerwandern 12/09 Goldener Herbst 10/11/09 Puschlav 9/09 Photo Edition «Moose und Flechten» 8/09 Berghütten im Berner Oberland 7/09 Gantrisch 6/09 Luzern 4/09 Photo Edition «Alpenflug» 3/09 Verbier – Val de Bagnes 1/2/09 re Maggio

Produkte

2 337 Ex.

Ausflü

Das W ande

Traumberuf Parkwächter Alpensafari Val Trupch un

Lago Alpes Vaudoises

+++

(Messen, Hotels, Tourismus)

00001 00001

Werbe- und Infoexemplare

12.–

zin

+++ Hühner

Hüttentouren

Mutteristock

9 771662 970000 9 771662 970000

7 860 Ex. Abonnements 2 295 Ex. Kiosk- und Einzelverkäufe

Wägitalersee

Grenze

Für Familien

F 50%, M 50%

Auflage  WEMF / SW-Beglaubigung 1.10.2014 Druckauflage B  16 543 Ex. Druckauflage aktuell  21 200 Ex. Verbreitete Auflage  12 203 Ex. zum Normalpreis verkauft 10 155 Ex.

Käsen auf der Alp Stubaital (A)

MACH Basic 2015-1 Leser  Anzahl Leser pro Ausgabe 90 000 Weitester Leserkreis (BRS/WLK) : 352 000 Regelmässige Leser jeder Ausgabe (dRR/LpA) : 90 000

Nach Geschlecht:

Der Ganzjahresberg Wildhorn Einmal rundum

L’Etivaz

Schritte über die

Wandermagazin SCHWEIZ Schöngrünstrasse 2 CH-4500 Solothurn Tel. +41 (0)32 626 40 26 Fax +41 (0)32 626 40 39 wandermagazin@rothus.ch www.wandermagazin.ch

CHF 14.80 / EUR

am Bürgenstock

Im nächsten Heft

MAI

00 9 7 7 1 6 6 2 9 7 0 00 0 0 9 771662 970

Nummer 10/11 2015 88. Jahrgang der Revue SCHWEIZ Erscheint 10-mal jährlich

Adelboden Lenk gtal Diemti

erungsmasch

Über alle Berge

5/2014

s

Narzissenfelder

Outdoortipp

Das W ande

To u r e n

Alles über

Skitouren

)helme Ski(touren irbags Lawinen-A mit Kindern Skitouren l und Co. Wildstrube n Albristhor

Durch +++ WanderFritz:

/ EUR 12.–

zin

maga Das Wander

Historischer Felsenweg

CHF 14.80

Ausflüge

00005 00005

/FEBRUAR

auf den

JANUAR

Fussverkümm

azin mag D a s Wa n d e r

ande Das W

1/2/2014

rmaga

00001 00001

s

00 62 9700 9 7716 62 970000 9 7716

ortipp

Mit WanderFritz

Outdo

Alpen +++

To u r e n

ande Das W

+++ Traumland

ge

rmaga

Ausflü

Ulmiz-Turm

WEITERE AUSGABEN zin

VORSCHAU  I  DEZEMBER 2015

im Tarnkleid

D a s Wa n d e r m a g a z i n


D a s Wa n d e r m a g a z i n

erma Das Wand

OKT / NOV

ungen

10/11/2015

CHF 14.80

Kurzw ander

ipps

+++

Outdoort

gazin

Bisho rn

Kultur

v e r g e s s e n

+++

Natur

W e l t

+++

(D)

Mit einem Jahresabonnement des «Wandermagazin SCHWEIZ» erhalten Sie weit mehr als das schönste Wandermagazin der Schweiz. Ihr Abonnement beinhaltet

9 Normalausgaben des «Wandermagazin SCHWEIZ»

+ 1 Spezialausgabe «Photo Edition» + Gratis-Zugang zum Internet-Wanderplaner «tourenfinder» mit über 5000 Wanderungen und Biketouren in der Schweiz

Kurzwanderungen +++

Bishorn +++ +++

Kaiserstuhl (D)

+++

Amdener Höhenweg

Heidiland

Bergbahnwandern

Familie

00010 00010

70000 9 771662 9 70000 9 771662 9

7 Gipfel, 14 Seen Spitzmeilenhütte Rund um Davos

Flumserberg

Hüttenwartin auf der

10  jährlich das Beste aus der Wanderschweiz.

CHF 14.80

Murgseen

OKT / NOV

+++

10/11/2015

9 771662 970000 9 771662 970000

auf der

Heidiland

+++

Kaise rstuh l

en 7 Gipfel, 14 Se ütte Spitzmeilenh vos Da nd um Familie Ru

Flumserberg Hüttenwar tin

Outdoortipps

n

Kultur

Bergb ahnw ander

D a s Wa n d e r m a g a z i n

Natur

Das Wandermaga zin

00010 00010

Mehr als Wandern.

nweg Amde ner Höhe

+++

Murg seen

erma D a s Wa n d

gazin

D i e

Entdecken Sie unser Land neu. In ausführlich beschriebenen und grossformatig bebilderten Wandertipps und Regionenporträts. Wählen Sie auf www.wandermagazin.ch aus über 5000

Outdooraktivitäten (Wandern, Biken, Schneeschuhlaufen usw.) Ihre Tour nach Region, Tourenart, Tourenlänge oder Schwierigkeit. Drucken Sie zu jeder gewählten Tour ein Tourenblatt

+ Gratis Digital-Abo für iPad und Android-Tablet

samt Routenbeschrieb, Bildern, aktuellem Wetterbericht, Landeskarte und weiteren Informationen.

für nur CHF 98.– (statt CHF 148.– im Einzelverkauf)

Fliegen Sie in der Google-3-D-Tour virtuell über Ihre Wanderstrecke! Sichern Sie mit dem GPX-/KML-Download gratis

Jetzt abonnieren.

den GPS-Track der Wanderung auf Ihr Navigationsgerät.

— www.wandermagazin.ch

Foto: Peter-L. Meier


Dabei ist alles!

Bern, 22.–26.10.2015

Veranstalter

Patronatspartner

www.caravaningsuisse.ch

Medienpartner

Partner

Heidiland 1011 15  
Heidiland 1011 15  
Advertisement