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FRÜHLING 2008 2. JAHRGANG


Was das Saunaherz begehrt…

Thema

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Inhalt SCHULISCHES Ausbildungsbörse Discoreport Bei den Radiofritzen Kinderspielplatz

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TOURISTISCHES Geschichte der ITB ITB 2008

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FESTLICHES Ostern Konfirmation Jugendweihe

22 26 27

KULINARISCHES Spendendinner Karfreitag gibt es Fisch Fete de Omelette Rheinsberg auf der Grünen Woche

28 30 34 36

GESCHICHTLICHES Das alte Gaswerk

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ENERGETISCHES Unser Kernkraftwerk Das Heizkraftwerk Energiespartipps

42 43 46

SOZIALES Donnerstagsakademie

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SPORTLICHES Frauensport Weltmeisterlicher Sport trotz Kreuzbandriss

HIER KÖNNTE IHRE ANZEIGE STEHEN!!! Sehr geehrte Inserenten, unser nächstes Mosaik erscheint Mitte November. Es ist die Weihnachtsausgabe. Wir haben zu Weihnachten interessante Winter-Kombi-Rabatte für Sie. Anzeigenschluss ist Mittwoch, der 24. Oktober. Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie im Rheinsberger Mosaik erscheinen können, rufen Sie uns unter: Tel. 0178 6699092 an oder schicken Sie uns eine e-mail an rheinsberger-mosaik.redaktion@web.de. Wir laden Sie herzlich zum Leserforum am 20. September 20 Uhr im Ratskeller Rheinsberg ein.

49 Ihre Redaktion

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56 57 58

WIRTSCHAFTLICHES 40 Jahre Fam. Woelk Quelle Shop in neuen Räumen Zukunftskonferenz die Dritte

60 61 62

MUSIKALISCHES

MOBILES DSL für Rheinsberg Der Seenbus Rhheinsberg Mobil

GESUNDES Adler Apotheke Leben in Balance Drei neue Chefärzte

Rheinsberger Mosaik PF 112 16831 Rheinsberg

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Musikfesttage Alte Musik Arena eröffnet Kammeroper

64 65 66

MALERISCHES Ein malender Polizist

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LITERARISCHES Leseprobe Tom Tolup Literatur Nobel-Preis

70 72

THEATRALISCHES Landestheater Mecklenburg-Strelitz

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RUBRIKEN Rätselhaftes Editorial Rückspiegel Partnerschaftliches Gartentipp Kalendarisches Vorausschauendes Leserliches Impressum

4 5 6 13 20 74 78 81 82


rätselhaftes Preisfrage

Ein herzlicher Dank für die Unterstützung bei der Fertigstellung des Rheinsberger Mosaiks geht an:

Wieviel Euro in Strom verschwenden deutsche Haushalte jährlich durch Stand-By?

• die Stadt Rheinsberg und ihre Vereine • das MLUV • EWN • pro agro • Messe Berlin • Berliner Sechstagerennen und bei allen Anzeigenkunden, die den Druck der Ausgabe erst ermöglicht haben!

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Fotoquellenverzeichnis: Hans Winkel, Thomas Tittel, Jeanette Mrosek, Kammeroper Schloss Rheinsberg/Henry Mundt, Karin Stellmacher, Musikakademie/Jean Severin, Nadine Pape, Mario Schrumpf, RSV, Ratskeller Rheinsberg, Harald Seidel, Dorothea Gast, Pro agro, Michael Stellmacher, Verkehrsverein Rheinsberger Seenkette e.V., Ehrenberg Werbung, Büro Berliner Sechstagerennen, MLUV, Holger Pfeifer, Eiszauberei, Detlef Pagel, Gundula Tittel, CAP, Gesundbrunnen, Ruppiner Kliniken, HKV Kleinzerlang, RCC, Liaison, Messe Berlin, Freizeit mit Huskys, Barbara Pietzschmann, Cornelia Wimmer, Landesgartenschau Oranienburg, Hotel Lindengarten, Jason Shenai, Dr. Wilhelm Schäkel, A. Endler, Großmann, Pikolek, EWN, SWR, No-Energy, Karl Franke, Olaf Barufke, G. Wermerskirch, K. P. Bensch, S. Bünger, K. Tucholsky Literaturmuseum / ALG, Ohnsorg Theater Pixelquelle.de, Druckerei Henryk Walther

Unsere Anschrift: Rheinsberger Mosaik PF 112 in 16831 Rheinsberg oder Rheinsberger-mosaik.redaktion@web.de Die richtige Antwort aus dem letzten Heft lautete C) Ein Tagelöhner. Bei den vielen richtigen Einsendungen entschied das Los. Die Gewinner des Jahreskalenders vom Rheinsberger Geschichts e.V. heißen: Klaus Voigt, Leutkirch F. Wamhof, Osnabrück Helmuth Koch, Erkner

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Editorial

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Rheinsberg, herzlich willkommen, liebe Gäste der Stadt, halb für Besucher, die Ruhe und Entspannung suchen, besonders interessant. Aus diesem Grund ist es angenehm, wenn man als Gast quasi zur Begrüßung auf einen professionell gestalteten „Urlaubsberater“ zurückgreifen kann.

Christian Gilde

sich auf einer der ersten Seiten des Rheinsberger Mosaiks äußern zu können, ist für mich als Landrat eine angenehme Aufgabe, weil man so an exponierter Stelle die Gelegenheit hat, tolle Projekte wie eben dieses Mosaik zu würdigen. Glücklicherweise gibt es viele Marketing-Aktivitäten in unserem Landkreis, die auf das besondere Engagement einzelner Personen zurückzuführen, jedoch nutzbringend für den gesamten Landkreis sind. Unsere Region ist geprägt von viel Wald und Wasser und des-

Ich denke, dass das Rheinsberger Mosaik auch sehr viele Informationen beinhaltet, über die die Rheinsberger bzw. die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises in dieser Form noch nicht verfügten. Mein Glückwunsch deshalb zu dieser Idee und vielen Dank an die Initiatoren dieser Broschüre. Besonders wichtig für mich ist (da uns die Erfahrung oftmals leider etwas anderes lehrt) die Tatsache, dass mit dem Mosaik über den eigenen „Tellerrand“ geschaut wird und Highlights aus der gesamten Region vorgestellt werden. Dies ist der richtige Weg, signalisiert man doch so nach außen, dass sich die Region als einheitliches Ganzes verRHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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steht. Nur so kann Entwicklung auch erfolgreich sein, stellen sich Synergien ein, besteht man im Wettbewerb mit anderen, touristisch ebenso attraktiven Reisegebieten. Die gestiegenen Gästezahlen der zurückliegenden Jahre für das Ruppiner Land liefern den Beweis für die Richtigkeit des gemeinsamen Agierens. Ich wünsche mir, dass das Rheinsberger Mosaik für alle Leserinnen und Leser eine interessante Lektüre ist und unseren Gästen dabei hilft, einen unvergesslichen Aufenthalt in Rheinsberg und Umgebung zu gestalten.

Ihr Christian Gilde Landrat des Landkreises Ostprignitz-Ruppin


rückspiegel

Was war los in Rheinsberg? • Eröffnung der Siegfried Matthus Arena • Weihnachten • Sylvester • es gab auch Schnee • Rheinsberg auf der Grünen Woche • die 5. Jahreszeit • 40 Jahre RCC • 25 Jahre KCP • Kinderfasching • Rheinsberg beim 6-Tage-Rennen • 1. Ausbildungsbörse an der H.-Rau-Schule • Spendendinner zu Gunsten Pro Heide • 1. Arbeitseinsatz am Spielplatz • Leserfahrt zu den Radiofritzen

... und natürlich noch viel mehr

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rückspiegel

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schulisches

Mit 2 sehr erfolgreichen Veranstaltungen machte die Heinrich Rau Schule in den letzten Wochen auf sich aufmerksam.

Zum einen der Tag der offenen Tür, an dem sich die Schule Eltern und Schülern der hiesigen aber auch auswärtiger Grundschulen präsentierte. Bereits vorab hatten Schulleiter Hans-Ullrich Polzin und weitere Lehrer des Kollegiums Termine in Schulkonferenzen und Elternversammlungen wahrgenommen, um auf die Bildungseinrichtung und ihre Angebote aufmerksam zu machen. Dementsprechend erfreulich nutzten gerade Eltern und Schüler aus Menz, Lindow, Gransee, Neuruppin und weiterer Orte aus Oberhavel das Angebot, sich die Schule

näher anzuschauen. Nun, das Anschauen alleine dürfte weniger überzeugend sein, denn noch wartet Rheinsberg auf den dritten und letzten Fördermittelbescheid, um eben gerade dieses Gebäude ebenso wie Allende- Schule und die Grundschule Flecken Zechlin sanieren zu können. Eigentlich sollte dieser bereits im letzten Herbst zu Schuljahresbeginn übergeben werden, doch das Ministerium will nunmehr erst einmal abwarten, ob es auch in diesem Jahr gelingt, 30 Schüler für 2 Klassen zusammenzubekommen. Im letzten Jahr war dies eine Punktlandung und gelang nur dadurch, dass mit einem Beschluss der Stadtverordneten zur Übernahme der Transportkosten Schüler aus Oberhavel für die Fußballklasse gewonnen werden konnten. In diesem Jahr schaut man vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Aus Fehlern vergangener Jahre wurde gelernt. Bis zum 7. März haben die Eltern noch Gelegenheit, ihre Kinder für die 7. Klasse anzumelden. Die offizielle Frist endet am 10. März. Allerdings wird es wohl noch bis Mai dauern bevor Klarheit herrscht, erst dann bekommt die Schule vom staatlichen Schulamt in Perleberg die tatsächlichen Schülerzahlen mitgeteilt. Dies liegt laut Schulleiter Polzin daran,

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dass neben den Anmeldungen mit Erstwunsch Heinrich Rau Schule auch eine ganze Reihe von Schülern mit Erstwunsch Gymnasium angemeldet sind, die jedoch auf Grund ihrer Zensuren dafür im April einen Probeunterricht absolvieren müssen. Jene, die nicht für das Gymnasium zugelassen werden und im Zweitwunsch die HRS gewählt haben, kommen dann hinzu.

Am 22. Februar fand die 1. Rheinsberger Ausbildungsbörse in der HRS statt. Eigentlich wollten die Initatoren DGB-Jugendbildungsstätte, Kompetenzagentur, Berufsgenossenschaftliche Bildungsstätte Linowsee und Heinrich-Rau-Schule dieses Projekt langfristig für das Jahr 2009 vorbereiten. „ Doch die sehr positiv einsetzenden Resonanzen in der Region machten uns den Mut, bereits 2008 zu starten“ berichtet Steffen Jakuttek,


Schulisches einer der Initiatoren. Der Erfolg gibt Ihnen recht. Laut Schulleiter Hans-Ullrich Polzin hatten sich 38 Einrichtungen angemeldet von denen dann 34 tatsächlich präsent waren und die immerhin weit über 300 Ausbildungsplätze in über 70 verschiedenen Berufen anboten. Unter den Ausbildungsbetrieben waren neben den Initiatoren auch Bundeswehr und Polizei, EON.edis, die Ruppiner Kliniken und die Sparkasse, JAZUBI und das BBZ. Aus Rheinsberg waren u.a. Musikakademie, Hotel „Haus Rheinsberg“, Zahntechnik Luy, der Bosch Car Service Tornow,

Dachdeckermeister Jost, die ReHa Klinik Hohenelse, Elektromeister Lehmann aus Zechlinerhütte und der Flecken Zechliner Bäckermeister Jahnke, Marina Wolfsbruch aus Kleinzerlang, das Hotel Waldeck aus Dorf Zechlin und nicht zuletzt der Unternehmerverband Rheinsberg Lindow (UVR) dabei. Nicht nur die über 100 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse der Heinrich Rau Schule, auch Jugendliche aus anderen Schulen und anderen Orten nutzten die Informations-

möglichkeiten. Einige brachten auch ihre Eltern mit. Allein 40 verschiedene Lehrberufe wurden am immer dicht umlagerten Stand der Bundeswehr vorgestellt. Reges Interesse fand auch der Stand der Firma Tornow, ein Unternehmen das seit vielen Jahren regelmäßig ausbildet. Auch Dachdeckermeister Jost hat immer 3 Lehrlinge im Betrieb. Seine „vorsichtig optimistische Prognose für das begonnene Jahr und die nähere Zukunft“ lässt ihn darüber nachdenken in diesem Jahr 2 Lehrlinge einzustellen. Einige Betriebe hatten ihre Lehrlinge mit an den Stand gebracht, manches bespricht sich unter fast gleichaltrigen einfach besser. Die Sparkasse gehört zu den größeren Ausbildungsbetrieben, derzeitig sind es 22. Der Regionalversorger EON. edis bildet im Unternehmen derzeitig über 200 Lehrlinge in Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern aus. Im Unterschied zu anderen Versorgungskonzernen hat das Unternehmen einen starken kommunalen Anteil und übernimmt auch über seinen Versorgungsauftrag hinaus Verantwortung. Im Regionalstützpunkt Gransee lernen insgesamt 7 Jugendliche 4, von ihnen einen technischen Beruf, der heutzutage sowohl den Bereich Elektroversorgung wie auch Gasversorgung umfasst. 3 erlernen einen Kaufmän-

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nischen Beruf. Kerstin Kroll, Geschäftsführerin der Initiative JaZuBi mit Sitz in Neuruppin hatte insgesamt 54 Lehrstellen vieler kleiner Betriebe aus dem gesamten Kreis Ostprignitz Ruppin und Oberhavel im Angebot. Sie berichtet, dass sich die Initiative als Vermittler versteht zwischen diesen kleinen Ausbildungsbetrieben die oft nicht die Zeit und Kapazität besitzen solche Veranstaltungen oder Messen zu suchen und den Jugendlichen. Auch das Oberstufenzentrum Neuruppin stellte sich vor und so konnte manchem Interessenten nicht nur eine Berufsausbildung als Perspektive nach der Oberschule aufgezeigt werden, Auch ein Fachabitur am OSZ ist möglich. Wer mehr dazu wissen wollte konnte gleich am nächsten Tag den Tag der offenen Tür des OSZ nutzen. Landrat Christian Gilde und Bürgermeister Manfred Richter zeigten sich positiv überrascht von der Resonanz und lobten die Initiative der Organisatoren. Noch vor Ende der Börse wurden Ideen, Kritiken und Hinweise ausgetauscht und festgehalten. Die Veranstaltung machte Mut und sicher gibt es nächstes Jahr die 2. Auflage.


jugendliches

Weihnachten mal anders

Wer letztes Jahr keine Lust auf einen „normalen“ ersten Weihnachtsfeiertag hatte, nutzte die Chance, ihn in der Diskothek Steffen in Kagar zu verbringen. Bereits um 21 Uhr - einer Zeit,

zu der echte Diskobesucher normalerweise erst aufstehen standen die Gäste bereits Schlange vor dem Eingang und auch im Inneren der Diskothek war es schon so voll, dass man aufpassen musste wohin man trat. Dementsprechend war die Stimmung so ausgelassen, dass man sich gern an diesen Abend zurück erinnert. Doch nicht nur Weihnachten öffnet die Diskothek Steffen nachts die Türen, um als nächstgelegene Diskothek den Jugendlichen und Junggebliebenen aus der Region und darüber hinaus einen Platz zum Feiern zu bieten, sondern jeden Samstag sieht man die Autos die Dorfstraße entlang parken, deren Insassen bereits im Inneren der Diskothek feiern. Eintritt wird jedem gewährt, der mindestens 16 Jahre alt ist und das Geld

für den geringen Eintrittspreis aufbringen kann. An insgesamt drei Bars kann man seinen Durst löschen und die große Tanzfläche bietet genug Platz, um sich ausgelassen zur Musik der DJ‘s zu bewegen, deren Bandbreite Lieder aus den 80ern bis hin zu modernen Hits umfasst, damit jeder Besucher auf seinen Geschmack kommt. Wer Schnappschüsse von seinem Discobesuch sehen möchte, kann sich dann in den darauf folgenden Tagen die Bilder, die Hobby-Fotografen im Laufe des Abends machen, auf der Homepage ansehen. ■ ICWI

KONTAKT Gasthaus Steffen (Kagar) Inhaber: Georg Steffen Dorfstr. 49 16837 Kagar Tel: +49 33923 70357 E-Mail: kontakt@disko-kagar.de www.disko-kagar.de

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jugendliches

Ein Tag wie kein anderer

Ein Tag wie kein Anderer, dass war es jedenfalls für uns 6 Jugendliche aus Rheinsberg. Wir hatten nämlich die überaus seltene Gelegenheit, einen Tag lang Dinge kennen zu lernen, an die man sonst nicht so leicht rankommt. Der Tag begann in Potsdam bei den Radiofritzen, führte zur Grünen Woche und klang beim 6-Tage-Rennen aus. Morgens um 8 Uhr ging es in Rheinsberg los, noch schnell getankt und dann fuhren die beiden Autos los. In Potsdam Babelsberg angekommen, gab es dann eine wunderbare Führung von Josefine Lange durch das Fritz Radio Studio mit Erklärungen wer, was, wann,

wie und wofür zuständig ist. Im Studio selbst gab es die Überraschungen des Tages: Der Moderator, der gerade arbeitete erzählte uns, dass er ursprünglich aus Rheinsberg kommt. Zuerst dachten wir, dass Tom Ehrhardt uns nur auf den Arm nehmen würde, aber dann nannte er uns sogar die Adresse von dem Haus seiner Eltern. Dann ging es weiter zur Grünen Woche. Dort trafen wir die Eiszauberei und Preußenquelle und gingen dann jeder seine Wege auf Entdeckungstour, von der Messehalle eines Landes zum Anderen, bis hin zu den verschiedenen Bundesländern. Es gab viele interessante Dinge zu entdecken, von Spargelschnaps bis hin zu Waldmeistereis. Und alles zu guten Preisen und sehr lecker! Zu guter Letzt begaben wir uns auf den Weg zum Velodrom, um die Radsportler anzufeuern. Ausgestattet mit Trillerpfeifen verfolgten wir gespannt das Gesche-

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hen. Es war höchst inter-essant, besonders wenn man bei einer solchen Veranstaltung noch nie live dabei gewesen ist. Das Rennen noch nicht beendet, verging die Zeit sehr schnell, und wir mussten uns auf den Weg zurück machen.

Alles in Allem war dieser Tag sehr gelungen, wir haben viel erlebt und gelernt. Jedem jungen Menschen, der je eine Chance auf einen so außergewöhnlichen Tag bekommt, kann man dies nur empfehlen. ■ Nadine Pape


schulisches

Geschichtswoche 2008 in der DGBJugendbildungsstätte Flecken Zechlin Während der Geschichtswoche der DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin haben im Februar 2008 Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Methoden zu historischen Fragestellungen unserer Region gearbeitet. Ziel war es Nordbrandenburg als Landschaft mit einer bewegten Geschichte und authentischen Erinnerungsorten erfahrbar zu machen und Neugierde und Interesse zu

wecken für eine (medien-)produktorientierte Auseinandersetzung mit der Geschichte. Die Teilnehmenden konnten sich u.a. in einer Schreibwerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Kurt Tucholsky-Literatur-Museum mit dem Begriff „Heimat“ auseinandersetzen oder auf eine filmisch begleitete Spurensuche nach der „Jugend in der DDR“ begeben. Die Vermittlung historischer Hintergründe, Rechercheübungen, Zeitzeugen- und

Expertengespräche sowie die Produktion von Kurztexten und Filmen bestimmten das Programm. Die Veranstaltung wurde durchgeführt im Rahmen des Programms „Horizonte öffnen: Partizipation, Toleranz, Gastfreundschaft. Ein Kooperationsprojekt von DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin, ESTA e.V. und Tourismusverband Ruppiner Land e.V.“

1 Spatenstich für neuen Spielplatz in Rheinsberg

15. März stattfinden. An diesem Tag soll die Gründung für den Sandkasten sowie das Podest für die Schaukelanlage errichtet werden. Benötigt wird dafür ein Minibagger und ein Betonmischer und natürlich wieder viele helfende Hände. Neben der ehrenamtlichen Arbeit entstehen aber auch Materialkosten in Höhe von ca. 8000 Euro . Derzeitig befinden sich auf dem städtischen Verwahrkonto Spenden in Höhe von 1700 Euro. Davon stammen 1200 Euro von Frau Dr. Köhler die anlässlich Ihrer Verabschiedung in den Ruhestand um Spenden für diesen Zweck gebeten hatte. 500 Euro sind beim Spielefest im vergangenen Sommer zusammengekommen. Noch nicht bestätigten Informationen nach hat die vom Kur- und Tourismusverband initierte Spendensammlung in Rheinsberger Einzelhandelsgeschäften im letzten Sommer rund 1400Euro von Ihnen sehr verehrte Rheinsberger eingebracht, davon allein über 500Euro anlässlich einer Aktion im EDEKA- Frische Markt Breme (RM berichtete) ein tolles Ergebnis. Herz-

lichen Dank allen Spendern. Bürgermeister Manfred Richter und Projektleiter Tschuschke informierten gleichlautend darüber, dass das Geld im Gegensatz zu im Sommer verlautbarten Äußerungen des Verbandsvorsitzenden derzeitig noch nicht zur Verfügung steht, beide hoffen aber dies in den nächsten Wochen in Gesprächen mit dem Verband klären zu können. Wir bitten Sie liebe Leserinnen und Leser des Rheinsberger Mosaik 1Euro für diesen Zweck zu spenden. Das können Sie zum Beispiel dort tun wo es Ihr Mosaik gibt, im Rathaus in der Bibliothek oder durch Einzahlung oder Überweisung auf das städtische Spendenverwahrkonto Kto Nr. 182 000 1802 bei der Sparkasse OPR BLZ 160 502 02 Stichwort Kinderspielplatz.

Bei widrig regnerischem Wetter und den Ausläufern des Sturmtiefes „Emma“ zum Trotz folgten 10 Freiwillige Helfer dem Aufruf zum 1. Arbeitseinsatz . Unter der Leitung des Linowers Thomas Tschuschke, der die Planung und Koordinierung der Maßnahme inne hat, wurden zunächst altes Betonpflaster aufgenommen und Kantensteine entfernt, die Fläche planiert und die Holzborte für den neuen Weg gesetzt. Mit dabei waren Benjamin Tschuschke, Oliver Steffens, Yvonne Jahnel, Uwe Witt, Manfred Richter, Bernd Frömmel, Andreas Koch, Thomas Tittel, Hartmut Richter und Detlef Pagel. Bis zum Kindertag am 1. Juni soll die Fläche bespielbar sein und die ersten Spielgeräte stehen. Dazu wird es weitere Arbeitseinsätze im Abstand von ca. 14-Tagen geben. Treffpunkt ist jeweils Samstag 10.00Uhr an der Bibliothek. Der nächste Einsatz soll am Samstag dem

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partnerschaftliches

Partnerschaft mit Ascheberg Am 9. und 10. Februar besuchte eine Delegation des vor zwei Jahren gegründeten Vereins für Städtepartnerschaft aus Ascheberg/Westfalen Rheinsberg. Dieser Abordnung gehörten der Vorsitzende Peter Bünger, sein Stellvertreter Dr. Rainer Bigalke sowie dessen Ehefrau und zugleich Schatzmeisterin Walburgis BigalkeEngels an. Zielstellung des Besuches war es, sich mit unserem Rheinsberger Verein für Städtepartnerschaft, der bereits seit 1994 existiert, bekannt zu machen, ein wenig von Rheinsberg zu sehen und vor allem mittel- und langfristige Ziele und Projekte im Rahmen der Partnerschaft anzudenken und abzustecken. Seit nunmehr viereinhalb Jahren ist Wolfgang Scharf der Vorsitzende des Rheinsberger Vereines, der aktuell 35 Mitglieder zählt und die Partnerschaftsbeziehungen zu fünf Städten pflegt. Neben Ascheberg sind das Toftlund in Dänemark, Mariefred in Schweden, Huber Hights in Ohio und Fangasso im afrikanischen Mali. Das Rheinsberger Mosaik will es sich zukünftig zur Aufgabe machen, Ihnen liebe Leserinnen und Leser, unsere Partnerstädte näher vorzustellen. Doch zurück zur Partnerschaft mit Ascheberg in Westfalen. Der Ort in der münsterländischen Park- und Kulturlandschaft im Städtedreieck Dortmund-Hamm-Münster fand 890 erstmals urkundliche Erwähnung und hat derzeit ca. 8.100 Einwohner. 1975 wurde er im Rahmen einer Gemeindereform mit den Orten Herbern und Davensberg zusammenge-

schlossen. Gemeinsam zählen die Gemeinden nun 15.200 Einwohner. Vereinsvorsitzender Peter Bünger berichtete, dass sich der Verein neben der Partnerschaft mit Rheinsberg noch um die Partnerschaft mit der toskanischen Stadt Buggiano kümmere. Früher wurde diese Aufgabe im Rathaus wahrgenommen, doch vor zwei Jahren wurde sie nach Rheinsberger Vorbild an den Verein delegiert. Im Unterschied zu Rheinsberg wird der Ascheberger Verein zur Erfüllung dieser Aufgaben von der Stadt mit Finanzmitteln ausgestattet. Dr. Rainer Bigalke nannte einen Schwerpunkt der Partnerschaft “17 Jahre nach der Deutschen Einheit kennen viele Deutschland und speziell Ostdeutschland nicht“. Vor allem junge Menschen aus beiden Städten sollen Gelegenheit bekommen sich gegenseitig und die Partnerstädte kennen zu lernen. Die Partnerschaft wurde 1991 geschlossen und startete auf der Ebene der kommunalen Verwaltungen und über Kontakte vor allem der Feuerwehren. Auch auf Ebene der Stadtverbände der CDU gibt es regelmäßige Besuche. Neben diesen bestehenden Verbindungen liegt es dem Ascheberger Verein vor allem daran, mit der Hauptschule und den großen Sportvereinen in Kontakt zu treten. In Ascheberg gibt es zahlreiche Schützenvereine und neben Fußball wird vor allen Tennis gespielt, ein Golfplatz ist auch in der Nähe. Es interessierte die Gäste zu hören, dass zumindest Tennis in Kürze in der ehemaligen Bootshalle im IFARHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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Hafendorf möglich sein wird. Sehr verwundert zeigten sich die Besucher über die Existenz zweier Tourismusverbände mit eigenen Touristinformationen in Rheinsberg. Sie würden gern in ihrer Touristinformation für die Partnerstadt Rheinsberg werben. Sie luden Rheinsberg ein, sich auf dem traditionellen Lambertusfest im September in einem Zelt, welches die Stadt Ascheberg zur Verfügung stellen würde, zu präsentieren. Langfristig sind gegenseitige Besuche zu Jubiläen geplant. Im Jahre 2010 wollen die Ascheberger zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit nach Rheinsberg kommen und ein Jahr später besucht Rheinsberg das westfälische Städtchen zum 20 jährigen Bestehen der Partnerschaft. Kurzfristig haben wir vereinbart, dass unser Magazin in der nächsten Ausgabe ein Porträt über Ascheberg bringt und künftig in jeder Ausgabe aktuelle Nachrichten aus der Partnerstadt veröffentlicht. Im Gegenzug erhält der Ascheberger Verein 250 Exemplare des Mosaik zur Verteilung in seiner Stadt. Dies wird sicher zur Vertiefung unserer Partnerschaft beitragen. ■ Thomas Tittel


touristisches

ITB Berlin – kleine Chronik einer großen Messe. Ein Blick auf den Beginn in den 60er Jahren Die Erfolgsgeschichte des einzigartigen Marktereignisses dokumentierten von Anfang an steigende Aussteller- und Besucherzahlen. Seit März 1966 versammelten sich Repräsentanten aus immer mehr Ländern und Regionen in immer mehr Messehallen unter dem Berliner Funkturm. Authentisch gebaute, landestypische Stände vermitteln authentisches Urlaubsflair. Handelspartner aus allen Kontinenten tätigen ihre Geschäftsabschlüsse für das kommende Tourismusjahr. Fachleute aus allen touristischen Quell- und Zielgebieten informieren sich auf dem begleitenden ITB-Kongress über die neuesten Trends der Branche und diskutieren Geschäftsstrategien.

Aller Anfang war schwer Die Geschichte der ITB ist eine echte Erfolgsstory, made in Berlin. Doch kurioserweise war man noch 1965, ein Jahr vor der ersten Durchführung, seitens der Spitzenverbände des deutschen Fremdenverkehrsgewerbes nicht begeistert von der Idee, in Berlin eine solche Fachmesse zu etablieren. In den Archiven der Messe Berlin befindet sich ein Briefwechsel, in dem von der Veranstaltung einer „Börse des Tourismus“ wegen „vollständiger Zwecklosigkeit“ dringend abgeraten wird. Die „Berliner Morgenpost“ hingegen beschrieb die Idee einer „Reiseausstellung“ als „äußerst originell“, besonders unter dem Aspekt der eingeschränkten Reisemöglichkeiten der Westberliner. Sie räumte jedoch einer Messe unter rein deutscher Beteiligung weit mehr Chancen ein

als einer internationalen Ausstellung. Eine Weltmesse mit neun Ausstellern Ohne sich von den zweifelnden Stimmen verunsichern zu lassen, hob Prof. Dr. Manfred Busche 1966 die erste Veranstaltung aus der Taufe. Sie fand im Rahmen einer ÜberseeImportmesse statt: Neun Aussteller aus fünf Ländern Ägypten, Brasilien, die Bundesrepublik Deutschland, Guinea und der Irak - stellten auf 580 Quadratmetern Ausstellungsfläche ihr Angebot 250 Fachbesuchern auf dem Messegelände vor. In der Kongresshalle im Tiergarten wurde in einem Seminar gemeinsam mit 24 mittel- und westafrikanischen Staaten über „Neue Urlaubsziele in neuen Kontinenten“ diskutiert.

Die „goldenen Jahre“ des Tourismus Der sprunghafte Anstieg der Angebote für Urlauber und die schnell wachsende Zahl von Reisefirmen und -organisationen in den 60er Jahren bescherten 1968 auch der zweiten Veranstaltung einen großen Erfolg. Die „2. Internationale Börse des Tourismus“ fand zeitgleich mit der Internationalen Boots- und Freizeit-

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touristisches schau Berlin statt. Das „Superreisebüro“ auf Zeit, nun auf 4.700 Quadratmetern, hatte bereits 1.250 Fachbesucher. 123.500 Berliner ließen sich fremde Reiseziele näher bringen. Mit Rumänien und Ungarn präsentierten sich in der Zeit des „kalten Krieges“ auch zwei Staaten des Ostblocks. Die ITB Berlin sollte auch in den Folgejahren eine Präsentationsplattform über politische Grenzen hinweg bleiben, in der sich Aussteller aus der DDR oder der Sowjetunion genauso wie Ägypten und Israel in friedlicher Koexistenz präsentierten - beispielsweise auch nach dem Sechstagekrieg des Jahres 1967 zwischen Israel und den arabischen Staaten Ägypten, Jordanien und Syrien. Wachsende Ausstellungsfläche und großes Medieninteresse Die Ausstellungsfläche der ITB Berlin wuchs rasant: Mit 13.400 Quadratmetern war 1972 erstmals eine fünfstellige Zahl erreicht. 1974 übersprang die Ausstellungsfläche die 20.000 Quadratmeter-Marke. 1976 standen bereits 35.500 Quadratmeter zur Verfügung. 1980 umfasste die ITB Berlin knapp 52.500 Quadratmeter und wurde von der Bootsausstellung abgekoppelt. Heute sind die 26 Hallen unter dem Funkturm komplett belegt, das entspricht einer Fläche von rund 150.000 Quadratmetern.

ITB Berlin als Spiegel der Tourismusbranche im Wandel Die ITB Berlin ist zugleich Erfolgbeschleuniger und Trendbarometer der gesamten Branche. Sie gehört zum festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders der großen internationalen Tourismusverbände PATA, WTO, WTTC, COTAL und ASTA und des Marketingkalenders der touristischen Unternehmen. Die weltweit größte Reisemesse antizipiert neue Markttrends und setzt kontinuierlich neue Konzepte um. In den 80er Jahren erklangen kritische Stimmen zur problematischen Seite des Tourismus und führten zu neuen, alternativen Reiseangeboten. Trends wie sanfter Tourismus oder Gesundheitstourismus in den 90er Jahren, später die Wellnesswelle - sie alle wurden auf der ITB Berlin aufgegriffen, geprägt und als erfolgreiche Produktangebote auf dem Markt platziert. Neue Angebote und Themen Immer neue Angebote für unterschiedlichste Kundengruppen, ob Jugendliche, Senioren, Behinderte, Familien oder Wanderfreunde befriedigen eine zunehmend diversifizierte Nachfrage. Stets wurden auf der ITB Berlin neue Technologien präsentiert. Seit 2000 ist der Bereich „Travel Technology“ als eigenständiger Ausstellerbereich präsent. Seit einigen Jahren verändert die Digitalisierung die Reisebranche wie kaum ein anderes Geschäfts-

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feld. Auf der ITB Berlin findet heute die gesamte Branche zusammen. Weltweit größter Tourismuskongress Seit 2004 findet parallel zur die ITB Berlin der weltweit größte Tourismuskongress statt - der ITB Kongress Market Trends & Innovation.. In Veranstaltungen zu Themen wie Aviation, Hotellerie oder Tourismus-Marketing werden aktuelle Trends und ihre Auswirkungen auf den weltweiten Tourismus erörtert. Gut aufgestellt für eine Erfolgreiche Zukunft Die Erfolgsgeschichte der ITB Berlin ist also noch lange nicht zu Ende geschrieben, im Gegenteil. Mit der ITB Asia wird im Oktober 2008 ein ganz neues Kapitel aufgeschlagen! Und es spricht alles dafür, dass das Team der ITB mit dem strategischen Wissen, der Erfahrung und den Kontakten, die es in über 40 Jahren weltweit gesammelt hat, auch die nächste Etappe erfolgreich absolvieren wird: Die Zukunft kann kommen - die ITB Berlin ist gut darauf vorbereitet. Quelle: Messe Berlin


touristisches

Auf der ITB Berlin werden Urlaubsträume wahr Vom 8. bis 9. März öffnet die 42. ITB Berlin ihre Pforten für die Öffentlichkeit. Auf der größten Publikumsmesse in Deutschland, die sich ausschließlich auf das Thema Reisen spezialisiert hat, erleben die Besucher an einem Tag die schnellste Reise um die Welt. Es gibt Traumziele zu erkunden und Traumreisen zu gewinnen. Fernweh? Inspirationen für den nächsten Urlaub gibt´s auf der ITB Berlin in Hülle und Fülle. Die Entdeckungsreise auf dem Messegelände unter dem Berliner Funkturm ist weltumspannend: Über 180 Länder und Destinationen präsentieren in 26 Messehallen schillernde Exotik, zahlreiche Attraktionen und spannende Mitmachaktionen. Dominikanische Republik - ein Fest für die Sinne Im Rampenlicht steht das Partnerland Dominikanische Republik. Farbenfrohe Musikeinlagen und die vielschichtige Kultur bringen Schwung in die Halle 3.1. Am Eingang Süd zeigen dominikanische ZigarrenOffizieller Partner der ITB 2008

roller ihre Fingerfertigkeiten. Abenteuer und Action für alle In der Halle 4.1 “Trends & Events“ finden die Besucher nicht nur Informationen . Mit Musik und Tanz steigt auf der großen Bühne die fünfjährige Jubiläumsfeier des Segments "Experience Adventures", Nordamerikanische Ureinwohner wie die Navajo Nation Tänzer aus Utah, die Seminole aus Florida und andere Stämme zeigen eindrucksvolle, in ihrer indianischen Tradition verwurzelte Gesänge und Tänze.

4.1. Die farbenfrohen und innovativen Outfits aus exotischen Stoffen aus Mali, Indien und Peru entwarfen über 200 Studenten aus zwölf renommierten Modeschulen in Deutschland sowie Designer und Partner aus Indien und Mali. Premiere auf der ITB Berlin feiert die Staatsoperette Dresden mit ihrem Musical "Chess". Das Theater Plauen/Zwickau präsentiert ein mitreißendes Tanzmusical und das Chemnitzer Schattenmaskenmimenmusiktheater zeigt das Stück "Anasages" (alle in Halle 11.2).

Leckerbissen für Augen und Ohren

Neueste Reiselektüre

Zu den Publikumsmagneten zählt wieder die Modenschau der Welthungerhilfe WeltGewänder zu Gast in der Karibik. Am ITB-Samstag gehen jeweils drei Shows mit Live-Musik über die große Showbühne in Halle

In der ITB Buchwelt (Halle 10.2) kommen Leseratten auf ihre Kosten. Hier können Reisebegeisterte in den neuesten Reiseführern schmökern und sie auch kaufen. Das Publikum ist dabei, wenn am ITB-Samstag in

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Touristisches der Culture Lounge die besten Reiseführer im Rahmen der ITB BuchAwards prämiert werden. König Fußball regiert auf der ITB Berlin Ganz im Zeichen der UEFA EURO 2008 stehen Österreich und die Schweiz. Die beiden Austragungsländer der Fußballeuropameisterschaft 2008 geben allen Fans mit einem Dribbel-Wettbewerb in Halle 17 einen Vorgeschmack auf das sportliche Großereignis vom 7. bis 29. Juni 2008. Auch Südafrika rührt fleißig die Werbetrommeln für "ihre" Fußballweltmeisterschaft 2010. Ein rot leuchtender Mega-Ball in Halle 20 kündigt das bevorstehende Sportereignis an. Und beim großen Gewinnspiel kann man mit ein bisschen Glück eine Reise nach Südafrika gewinnen. Das große ITB Gewinnspiel: Traumreisen zu gewinnen Mit der Eintrittskarte zur ITB Berlin können alle Messebesu-

cher an einem großen Gewinnspiel teilnehmen. Der AbrissStreifen des Tickets gilt als Los und muss in die Losbox an der Bühne in Halle 4.1 geworfen werden. Über 100 Reisepreise im Gesamtwert von mehr als 50.000 Euro sind zu gewinnen. Zu den Hauptpreisen gehören: eine Reise nach Abu Dhabi ins Luxushotel Beach Rotana Hotel & Towers inklusive Flug für zwei Personen sowie fünf All-inclusive-Reisen in die Dominikanische Republik ins 5-SterneHotel Riu Palace Punta Cana, ebenfalls für zwei Personen. Auch bei den weiteren Reisepreisen geht es rund um den Globus: nach Thailand und Ägypten, auf eine Donaukreuzfahrt oder eine Minikreuzfahrt von Kopenhagen nach Oslo. Außerdem zu gewinnen sind Städte- und Wellnesstrips sowie eine Wunschreise mit Air Berlin und hotel.de. Dreimal am Tag findet die Auslosung statt. Tickets: Online und an allen S-Bahn-Verkaufsstellen

Wirtschaftsminister Michael Glos bei der Eröffnung der ITB 2007 RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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Besucher der ITB Berlin Publikumstage, am Samstag und Sonntag, 8. und 9. März 2008, können bis 9. März 2008 vergünstigte ITB-Eintrittskarten (12 Euro statt 14 Euro) online unter www.itb-berlin.de/eintrittskarten bequem von zu Hause aus buchen. An der Tageskaste kostet der Eintritt 14 Euro. Kinder bis 14 Jahre in Begleitung der Eltern haben freien Zugang. Die Öffnungszeiten der ITB Berlin sind jeweils von 10 bis 18 Uhr.


jahreszeitliches

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jahreszeitliches

Frühlingsgefühle Für viele ist der Frühling die schönste Jahreszeit von allen. Wie die vielen Blumen und Knospen beginnen die Herzen der Menschen wieder aufzublühen und sich neu mit Leben zu füllen. Einfach herrlich!

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gartentipp

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Tag der offenen Gärtnerei Im März beginnt die Hauptarbeitszeit für den Gärtner. In ihrem Garten auf Gemüseland, unter Baumscheiben sowie Büschen und Rasen wird jetzt Volldünger gestreut. Am besten tun sie dies an regennassen Tagen. Der Winterschutz kann von ihren Stauden entfernt werden. Rosen werden abgehäufelt und zurückgeschnitten. In Gewächshäusern kann man erste Jungpflanzen von Gemüse und Salat pflanzen. Auch erste Aussaaten im Freiland, zum Beispiel einige Würzkräuter wie Petersilie und Schnittlauch oder aber Folgesaaten von Radieschen oder Rettich sollten jetzt vorgenommen werden. Bei frostempfindlichen Pflanzen nehmen Sie die Aussaat und Vorkultur auf einer hellen, sonnigen Fensterbank vor. Balkonkästen, Töpfe und Gefäße kann man jetzt mit bunten Primeln, Tausendschön, Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht bepflanzen. Aber auch die Grün- und Blühpflanzen im Haus brauchen jetzt Ihre Aufmerksamkeit. Es ist Zeit zum Umtopfen. Wählen sie einen ein bis zwei Zentimeter größeren Topf und besorgen sie sich beim Gärtner oder im Fachhandel für ihre Pflanzen geeignete Erde. Meist reicht Einheitserde, es gibt jedoch Pflanzen die spezielle Ansprüche haben zum Beispiel Orchideen und Kakteen! Man entfernt vorsichtig (durch leichtes Klopfen) den Topf und

schüttelt lose Erde leicht vom Ballen ab. In das neue Gefäß füllt man zunächst etwas Erde ein, stellt dann den Wurzelballen gerade in die Mitte des Gefäßes und verfüllt dann mit Substrat. Dieses muss man gut um den Ballen herum verfestigen, damit keine Hohlräume entstehen. Sparsam angießen. Düngen sollte man jetzt nicht. Die Pflanze muss sich erst vom Umtopfen erholen und meist sind die Erden auch mit Dünger angereichert. Dies hört sich alles sehr kompliziert an, ist es aber gar nicht. Sollten sie trotzdem Hilfe brauchen, dann bringen sie doch ihre „Sorgenkinder“ einfach mit zu unserem „ Tag der offenen Gärtnerei“ am 15. und 16. März. Wir topfen sie dann für sie um. Sie können uns bei unserer Arbeit über die Schulter schauen, sich in den Gewächshäusern ihre Pflanzen für das Frühjahr aussuchen und gleich vor Ort in ihre Gefäße pflanzen lassen.

Wir freuen uns auf ihren Besuch am Samstag und Sonntag 15./16. März jeweils von 11.00 bis 16.00 Uhr in der Gärtnerei Wimmer in der Reuterpromenade 10, direkt an der Uferpromenade (nur wenige Meter von der Badeanstalt und fünf Minuten zu Fuß vom Hafendorf entfernt). Ihre Gärtnerei Wimmer *(nur am 15. und 16. März) RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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Gartenbaubetrieb Reuterpromenade 10 16831 Rheinsberg Tel. 033931-37988


gartentipp

Landesgartenschau Oranienburg 2009 Traumlandschaften einer Kurfürstin Wussten Sie eigentlich, dass die Wiege der Gartenkultur Brandenburg- Preußens in Oranienburg stand? Vor 350 Jahren, nach dem verheerenden Dreißigjährigen Krieg, erhielt die damalige Domäne Bötzow, wie Oranienburg bis 1653 hieß, durch die Prinzessin Louise Henriette von Oranien, Gemahlin des Großen Kurfürsten von Brandenburg einen gewaltigen Entwicklungsschub und es entstand eine bedeutende Residenz mit barocker Schloss- und Stadtanlage, daneben wuchsen der Schlosspark und Plantagen, in der Umgebung wurden landwirtschaftliche Musterbetriebe, nach holländischem Vorbild

geschaffen. Louise Henriette führte aus den holländischen Überseegebieten Pflanzen und Früchte ein. Mit so genannten Musterbetrieben wurde das Land urbanisiert und Siedler aus ganz Europa fanden hier ein neues Zuhause. Im Jahr 2009 wird nach Eberswalde, Luckau und Rathenow die vierte brandenburgische Landesgartenschau eröffnet. Es liegt nahe, dass die Landesgartenschau 2009 in Oranienburg die „Traumlandschaften einer Kurfürstin“ Wirklichkeit werden lässt – und zwar auf das Schönste und Nützlichste. Beide Aspekte spielten im Leben der Kurfürstin eine große

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Rolle und vereinen sich in der Gartenschau ebenso fantasievoll wie meisterlich variiert in traumhaften Gartenräumen und Themenwäldern. Erleben Sie ein fantastisches Gartenwunder in der Lieblingsstadt von Prinzessin Louise Henriette von Oranien, der holländischen Mutter Friedrich I.!


festliches

Ostern steht vor der Tür! Das bedeutet für die meisten deutschen vor allem ein langes Wochenende, vielleicht sogar Ferien, Ostereier suchen und Beisammensein mit der Familie. Doch woher kommt dieses Fest eigentlich und was steckt hinter den Bräuchen, die wir alljährlich zelebrieren? Es gibt mehrere Wurzeln, die im Osterfest zu verstrickt sind. In der Gegenwart soll es jedoch Jahr für Jahr an die Auferstehung Jesu und somit an das zentrale Ereignis des christlichen Glaubens erinnern. Ebenso bekundet es, dass der Tod nicht als Ende, sondern als Neubeginn eines Lebens gesehen werden soll. Somit ist es das älteste christliche Fest. Allerdings wurden auch vorchristliche Traditionen übermittelt. Lange glaubte man, dass sich die Bezeichnung „Ostern“ von „Estre“ ableitete, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Das Fest, welches ihr zu Ehren stattfand, sollte den Frühlingsanfang einleiten. Dieser Zusammenhang wird mittlerweile aber bezweifelt. Heute vermuten Sprachwissenschaftler, dass das Wort von „Osterrum“, also Morgenröte, kommt.

Frühlings- und Fruchtbarkeitsfeste sind jedoch auch bei den antiken Völkern zu finden. So glaubten z. B... die Phryger, dass ihre allmächtige Gottheit sich zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende schlafen legte. Deshalb vollführten sie zur Frühlings-Tagundnachtglei-che Zeremonien mit Musik undd Tanz, um sie zu wecken. In einer er griechischen Sage ist der Frühling ein Symbol für die Wieder-kehr des Lebens, welche natürlich auch gebührend gefeiert wurde. Das christliche Osterfest nahm einige dieser Traditionen auf. Letztendlich knüpft es aber an das jüdische Passahfest an, welches der Israeliten gedachte, die aus dem „ägypti-schen Sklavenhaus“ auszogen. Jesus wurde nach biblischem Zeugnis am Freitag vor einem Passah gekreuzigt. Sein Tod und die Auferstehung wurden deshalb schon immer nach dem m Beginn des Frühlings berechnet. Da es wie oben erwähnt, zur selben Zeit in den verschie-densten Völkern schon Frühlingsfeste gab, wurde Ostern zuu einem Gemisch aus alten Tradi-itionen, welche mit dem christli-ichen Glauben gefüllt wurden.

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festliches Das Osterei Das Osterei ist wohl das berühmteste Symbol des Osterfestes. Es wird bemalt und mit den unterschiedlichsten Materialien verziert. Doch woher kommt dieser Brauch? Am wahrscheinlichsten ist ein Zusammenhang mit der 40-tägigen Fastenzeit, die am Karsamstag endet. Während dieser Zeit waren Eier, Fleisch und Milchprodukte verboten. Natürlich legten die Hühner in dieser Zeit weiterhin Eier, leider sogar mehr als sonst. So herrschte auf diesem Gebiet ein Überschuss, so dass die Eier durch Kochen haltbarer gemacht wurden. Um sie von den frischen Eiern unterscheiden zu können, wurden sie zunächst rot angemalt, im Laufe der Zeit wurden sie dann mehrfarbig und mit kunstvollen Techniken bemalt.

Der Osterhase Auch der Osterhase ist eine berühmte Figur dieser Feiertage. Er tauchte jedoch erst im 17. Jahrhundert als österlicher Eierbringer auf. Er etablierte sich dann im 19. Jahrhundert, als Bilderbücher zum Fest entstanden und auch die Schokoladen- und Spielzeugindustrie ihn für sich entdeckte. Der Hase ist ein Sinnbild der Fruchtbarkeit, deshalb ist eine Verbindung mit dem ehemaligen Frühlingsfest passend.

Außerdem war er im Frühling stets auf großer Nahrungssuche und hielt sich deshalb in der Nähe der Gärten und Häuser der Menschen auf. So war er auch dann in der Nähe, wenn die Eltern die Eier in den Garten legten, um ihre Herkunft zu verschleiern. So erfand man den Zusammenhang zwischen dem Hasen und den „alten“ Eiern. Er eignete sich als Ostereierverteiler besser als eine Henne, da ein Hase flinker und geschickter ist. Außerdem wissen Kinder ja, dass Hühner keine bunten Eier legen. Das Verstecken der Eier wurde erst in diesem Rahmen eingeführt, um das Geheimnis des Osterhasen und seiner widernatürlichen Tätigkeit zu hüten.

Das Osterfeuer Es wurden schon zu heidnischer Zeit Frühlingsfeuer entzündet, um mit ihnen als Symbol für die Sonne Fruchtbarkeit und Wachstum auf die Erde zu holen. Beim Osterfest wurde dieses Feuer dann zu einem zentralen christlichen Ereignis, bei dem die Osterkerze entzündet wurde, um diese anschlie-

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ßend in einer feierlichen Prozession in die dunkle Kirche zu tragen. Dieses Lichtwerden versinnbildlichte die Auferstehung Jesu und das neue Leben, dass mit ihm in die Welt kam.


festliches KARWOCHE Die Woche vor Ostern ist die Karwoche, die Kernzeit der österlichen Passionszeit, und damit die wichtigste Woche des christlichen Kirchenjahrs. Der Wortteil „Kar“ bedeutet Kummer oder Trauer, was sofort Aufschluss über diesen Zeitraum gibt. Sie beginnt mit dem Palmsonntag, dem Tag an welchem dem Einzug Jesu in Jerusalem gedacht wird. Nach dem Neuen Testament breiteten die Christen ihm Kleider und Palmenzweige auf der Straße aus. Bei der heiligen Messe werden deswegen Palmenblätter geweiht. Da in Deutschland keine echten Palmen zu finden sind, verwendet man stattdessen auch hiesige Grünzweige. Am Gründonnerstag erinnert man sich an den Tag des Abendmahls vor der Kreuzigung Jesu, welches er mit seinen Jünglingen einnahm. Er bedeutet Abschied von Jesus

und Bitten um die Vergebung der Schuld. Die Herkunft des Wortes konnte noch nicht geklärt werden, da es mehrere Möglichkeiten dafür gibt.

Der Karfreitag bzw. KummerFreitag ist eher ein stiller Feiertag, da es der Überlieferung nach der Todestag Jesu ist. Er ist der höchste kirchliche Feiertag. Der Gottesdienst findet um 15h, zur Todesstunde Jesu statt. In vielen katholischen Regionen gibt es vorher Kreuzwegandachten oder Prozessionen. Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe. Es findet kein Gottesdienst statt. Dieser Tag soll symbolisieren, dass das Leben trotzdem weitergeht. In der Nacht zum Sonntag oder früh am Ostermorgen kommen dann erst die Christen zur Feier der Auferstehung zusammen. In dem Zusammenhang findet auch das Osterfeuer statt. In Deutschland ist der Karsamstag vor allem auch ein Tag der Vorbereitung für die Ostertage.

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OSTERFEIERTAGE Der Ostersonntag ist der Tag der Freude über die Auferstehung Jesu. Im Gottesdienst wird symbolisch mit Licht an die Auferstehung erinnert. Hinterher erklingen auch die Glocken wieder, die nach dem traurigen Karfreitag verstummt waren. In Deutschland wird ausgiebig im Kreis der Familie gefrühstückt. Außerdem werden viele Brauchtümer wie z.B. das Ostereiersuchen durchgeführt. Der Ostermontag ist der letzte Osterfeiertag. Auch er steht vor allem im Zeichen der Familie. Er ist ein gesetzlicher Feiertag, an dem wieder gemeinsam gegessen wird und weitere Brauchtümer gepflegt werden.


festliches

Osterbräuche in verschiedenen Ländern In deutschsprachigen Ländern und Holland suchen die Kinder bunt bemalte versteckte Eier und Süßigkeiten, die von einem Osterhasen versteckt wurden. Es gibt auch den Brauch, Zweige in Vasen oder auf Bäumen im Garten mit bunt bemalten Eiern zu schmücken. Als Ostergebäck gibt es einen Kuchen in Hasenoder Lammform. In manchen christlichen Gemeinden gibt es nachts ein Osterfeuer. In Frankreich erzählt man den Kindern, dass die Glocken am Karfreitag nach Rom fliegen und am Ostersonntag zurück kommen, um zu erklären, warum aus Trauergründen die Glocken dazwischen nicht läuten. Die Eier- und Süßigkeitensuche findet erst am Ostermontag statt. In Griechenland, Schweden und Russland werden rohe Eier rot bemalt als Symbol für neues Leben, das durch das Opfer Christi erworben wird. In Tschechien, Ungarn und der Slowakei wird am Ostermontag ein Brauch ausgeübt, bei dem Männer Frauen mit Wasser besprengen und mit einer Art handgemachten Rute - pomlázka (Tschechien) - korbá (Slowenien) die mit bunten Bändern geschmückt ist, zumeist „symbolisch“ (d.h. ohne weh zu tun) schlagen. Der Überlieferung nach soll dies die Gesundheit und Schönheit der betroffenen Frauen im kommenden Jahr erhalten. Frauen, die dabei übersehen werden, können sich unter Umständen beleidigt fühlen. Als Dank für dieses Ritual schenkt die Frau dem Mann ein bunt bemaltes Ei oder auch einen geringen Geldbetrag. In manchen Gegenden kann sich die Frau dann am Nachmittag oder am darauf folgenden Tag revanchieren, indem sie

Männern einen Eimer kalten Wassers übergießt. Die Ukraine und Polen sind wohl die Länder mit der kunstvollsten Eierbemal-Tradition. Die Pisanki (pl.) bzw. Писанки (ukr.) (Bemalungen auf den Eiern) werden mit einer Wachsschicht überzogen und in einem mit Gras oder ähnlichem Material ausgelegten Korb verschenkt. In Italien gibt es die „Torta di Pasquetta = ein Kuchen mit gekochten Eiern + Spinat und die sogenannte Ostertaube eine Art Gugelhupf. Am Karfreitag findet in vielen Orten eine Prozession statt, bei der das Kirchenkreuz schweigend durch die Straßen getragen wird. Die Auferstehung wird traditionell am 2. Feiertag mit der Familie und Freunden mit Picknick gefeiert. Finnland. Zur Erinnerung an die Palmwedel, mit denen Jesus in Jerusalem empfangen wurde, schlagen die Finnen ihre Freunde + Bekannten leicht mit einer Birkenrute. Am Ostersonntag ziehen Kinder mit Trommeln und Tröten durch die Straßen zur Beendigung der Trauerzeit. In Finnland ist Ostern auch das Fest der Kerzen. Mexiko Hier feiert man für ca. 2 Wochen eine Art Volksfest. Die Straßen sind mit Girlanden geschmückt, überall ist Musik und die Leute tanzen. Am Karfreitag ist es ruhig und es finden Prozessionen statt. Schweden Frauen, die noch ihren Liebsten erobern wollen, gehen nachts heimlich an eine Quelle, um das Osterwasser zu holen. Schafft sie das schweigend und mit dem Wasser den Liebsten zu benetzen, dann klappt‘s. Ostern wird mit Feuerwerk und Lärm gefeiert. Die Osterhexen

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werden symbolisch am Osterfeuer verjagt. Am sogenannten langen Samstag vor Ostern verkleiden sich die Schweden als „Osterweiber“. Sie laufen mit langen Röcken und Kopftüchern durch die Straßen und betteln an den Türen um Süßigkeiten. In England Preston lässt man die bunten Eier an abschüssigen Straßen etc. herunter rollen bis die Schale ganz kaputt ist. In den USA gibt es die traditionelle „Easter Parade“ auf der 5th Avenue in New York. Man verkleidet sich und fährt mit bunt geschmückten Wagen durch die Straßen. Am Weißen Haus in Washington findet das Eierrollen statt, wobei jeder Teilnehmer ein vom Präsidenten und seiner Gattin signiertes Holzei erhält. Philippinen Hier pflegt man auch den Brauch mit Hasen und bunten Ostereiern. Wenn die Osterglocken läuten, fassen die Eltern die kleinen Kinder beim Kopf und heben sie hoch. Sie glauben, dass sie so größer werden. Australien Verlobte Paare schöpfen an Ostern fließendes Wasser aus einem Bach und bewahren es bis zu ihrem Hochzeitstag auf. Bevor sie zur Kirche gehen, besprengen sie sich gegenseitig damit. Es soll Glück bringen.. Israel Passahfest. Alles im Haus muss sehr sauber

sein. Man isst Osterlamm, bitter Kräuter und süße Soße.


festliches KONFIRMATION Was in den Kirchen immer im Frühjahr gefeiert wird, ist die Konfirmation: das Ja-Wort zur Taufe. Die Jugendlichen bestätigen nun selbst, was damals Eltern und Paten für sie versprochen haben: dass sie den Weg des Glaubens gehen wollen, dass sie zur Kirche gehören, Hoffnung und Zweifel mit anderen teilen können. Gleichzeitig empfangen sie Gottes Segen für ihren weiteren Lebensweg. Mit der Konfirmation werden die jungen Erwachsenen volle Mitglieder der Kirche. Sie gehen zum Abendmahl, können selbst Pate werden und bestimmen in kirchlichen Angelegenheiten mit. Auf die Konfirmation bereiten sich die Jugendlichen mit Unterricht, Projekten und Wochenend-Freizeiten vor. Der Konfirmandenunterricht rricht ist ein guter Ort, um Fragen nachzugehen, en, die jeden Menschen auf dem Weg zum Erwachsenwerden beschäftigen: Wer bin ich, wohin gehe ich, was trägt mich - Fragen nach dem Geheimnis des Lebens, dem Sinn nn und u der religiösen elig Dimension

Gott rief Dich heut’ vor des Altares Stufen; der Hauch des Ewigen hat Dich umweht. Wie gnadenvoll, IHN wieder zurufen mit Deinem Bitt- und Deinem Dank-Gebet! Verfasser unbekannt*

Mit Gott als Begleiter verirrst Du Dich nicht, denn ER ist der Streiter für Wahrheit und Licht! IHM sollst Du vertrauen und seinem Gebot; auf IHN kannst Du bauen in jeglicher Not! Friedrich Morgenroth

Gott sei Dein Schutz! – Wenn wir die Hände falten, dann spüren wir: Es gibt im Weltgetriebe drei Anker, die uns fest und sicher halten. Die Anker heißen: Glaube, Hoffnung, Liebe! Verfasser unbekannt*

Gott segne dich und behüte dich; Gott lasse das Angesicht g leuchten über dir und sei dir gnädig; Gott habe das as Angesicht Angesic auf dich und gebe dir Frieden. 4. Mose 6, 24-26) 26) Gott sagt: Niemals werde ich dir meine Hilfe entziehen, nie n dich im Stich lassen. Josua 1, 5b) b) Erhalte meinen Gang auf deinen Wegen, dass mein Fuß nicht nich ausgleitet. (Psalm Psalm 17, 5) Gott ott ist mein Fels und meine Burg, meine Rettung, mein Gott, auf a den ich mich verlasse. (Psalm 18, 3)

Das Rheinsberger Mosaik gratuliert allen Konfirmanden und Jugendweihlingen zu Ihr rer feierlichen Aufnahme im m Kreis der Erwachsenen. Wir r wünhen Eu uch dass ess Eu uch gelingen möge möglichst sch el von der Unbessch hwertheit der Kin ndheit in vie uch aufzubewa ahr ren n. Ihr werdet es brauchen. Sie Eu bt Euch die Kr rafft in n der Welt der Erwachsenen gib u bestehen. zu RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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f festliches DER BEGRIFF JUGENDWEIHE tauchte erstmals 1852 auf. Die neue Form der Initiation wurde von freireligiösen Gemeinden entwickelt. In Opposition zu den Kirchen organisierten sie einen kulturgeschichtlich fundierten Moralunterricht für ihre Kinder. Die abschließende Jugendweihe war vor allem eine Feier zur Schulentlassung, deshalb erhielt man sie im Alter von 14 Jahren. Seit den 1890er Jahren stand ihre Form weitgehend fest. Der Jugendlehrer hielt einen Vortrag über die freigeistige Weltanschauung, es gab ein Gelöbnis, und es wurden Erinnerungsblätter und ein Gedenkbuch überreicht. Gesänge und Rezitationen umrahmten die Feier. Diese freireligiöse und freidenkerische Tradition wurde von der Arbeiterbewegung übernommen. 1933 wurden Jugendweihen durch die Nationalsozialisten verboten. Nach dem Krieg nahmen die freireligiösen Gemeinden die Tradition wieder auf. In der DDR waren die Jugendweihen bis 1954 verboten. Dass die Jugendweihe danach zum staatssozialistischen Fest avancierte, war in Moskau beschlossen worden. Im Mai 1953 fasste das Politbüro der KPdSU einen Beschluss über „Maßnahmen zur Gesundung der politischen Lage in der DDR“, der auch eine sozialistische Alternative zur Konfirmation vorsah. Mit gewaltigem Druck wurde die Feier gegen die kirchliche Konfirmation bzw. Firmung eta-

bliert. Aber auch konfessionell gebundene Jugendliche sollten (parallel zur Konfirmation/Firmung) an den Jugendweihefeiern teilnehmen. Wer nicht an ihr teilnahm, musste mit erheblichen Nachteilen rechnen. Beispielsweise wurden Jugendliche, die nicht an der Jugendweihe teilgenommen hatten, häufig nicht zum Abitur zugelassen. Am 27. März 1955 fand die erste Jugendweihe in OstBerlin statt. Die Jugendlichen im Alter von 14 Jahren wurden dabei in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen, danach auch mit „Sie“ angeredet und erhielten den Personalausweis. Vor der eigentlichen Jugendweihe wurden ein Jahr lang die so genannten Jugendstunden durchgeführt, die zumeist aus Betriebsbesichtigung, Vorträgen über Sexualität und Politik, Tanzstunden oder ähnlichen gesellschaftlichen Nachmittagen bestanden. Zu dem Festakt, der meist in einem größerem Saal oder Theater des Ortes stattfand, waren alle Angehörigen eingeladen. Nach einigen offiziellen Reden und dem Gelöbnis, in dem sich die Jugendlichen zum sozialistischen Staat bekannten, wurden dann meist von Jungpionieren Blumen überreicht. Bis 1974 schenkte der Staat noch jedem jungen Erwachsenem das Buch Weltall Erde Mensch, das neben propagandistischen Auslassungen vor allem Allgemeinwissen enthielt. Nach 1974 erhielten alle das rein propagandistische Buch Der Sozialismus – Deine

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Welt und in den letzten Jahren der DDR wurde das Buch Vom Sinn unseres Lebens überreicht. Außerdem gab es noch eine Urkunde dazu. Nach dem feierlichen Akt in der Öffentlichkeit wurde meist der Rest des Tages gemeinsam mit den Familien der Klassenkameradinnen und Klassenkameraden zugebracht. Der Grund für die Beliebtheit der Jugendweihe bei den Jugendlichen dürften wohl die Sach- und Geldgeschenke der Verwandten und Bekannten gewesen sein. Nach der Wende geriet die Jugendweihe unter einen erheblichen politischen Druck, öffentliche Anerkennung oder gar staatliche Förderung waren versagt. Bis heute ist es in einzelnen östlichen Bundesländern verboten, in den Schulen Jugendweiheveranstaltungen durchzuführen. Bei Firmung oder Konfirmation gewährte Vorteile (ein Tag schulfrei) werden den Jugendweihlingen nicht gewährt, da die Jugendweihe keine Initiationsfeier einer anerkannten Weltanschauungsgemeinschaft darstellt. Dennoch nehmen in den östlichen Bundesländern etwa 60 bis 70 Prozent der Altersjahrgänge an den Jugendweihen teil, was als Ausdruck der Anerkennung für die Jugendweihen und deren Verankerung als gesellschaftliche Institution gesehen werden kann. Jugendweihen werden von freireligiösen Gemeinden und vor allem in Ostdeutschland von Vereinen durchgeführt.


kulinarisches

Dinieren für die Freie Heide FÜNF JAHRE PRO HEIDE UNTERNEHMER-INITIATIVE

Georg Hellwege

Anfang des Jahres 2003 verkündete der damalige Verteidigungsminister Struck, nach den Schulferien solle ab dem 1. September die Luftwaffe in der Kyritz-Ruppiner Heide jährlich ca. 8.500 Anflüge im 30Meter niedrigen Flug nutzen, um Bombenabwürfe zu üben. So gründete sich im September in der Rheinsberger Seehalle mit 250 Interessierten die Pro Heide Unternehmerinitiative für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung. Der intensive Tiefflug in der Region wurde bis heute auch mit gerichtlicher Hilfe gestoppt. Pro Heide wurde als gemeinnütziger Verein anerkannt. Pro Heide konnte mit sachlicher Arbeit Informationen sammeln und veröffentlichen und sich den Respekt von Politikern in Mecklenburg, Brandenburg und in Berliner Parlamenten erarbeiten. Der Brandenburgische Wirt-

schaftsminister Junghanns sprach sich 2005 anlässlich der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin für den Tourismus und gegen militärischen Übungsbetrieb in der Region zwischen Berlin und Ostseeküste aus. Minister Junghanns initiierte die 1. länderübergreifende Arbeitsgruppe zwischen Potsdamer und Schweriner Landesregierung unter Federführung des ProHeide Vorsitzenden (inzwischen Bürgermeister der Fontane- und Kreisstadt Neuruppin) Jens Peter Golde, um die Wirtschaft vor allem in Tourismus und Landwirtschaft zu stärken. Inzwischen hat sich die Wirtschaft in der Region zu einer starken Alternative entwickelt. Die angeblichen wirtschaftlichen Vorteile einer Bundeswehransiedlung sind sogar in Wittstock mittlerweile durch industrielle und touristische Potentiale mehr als aufgewogen. Die Unternehmerinitiative ProHeide benötigt für Ihre weitere Arbeit finanzielle Möglichkeiten. So kamen am 29.02.2008 gut 150 Gäste nach Linowsee in die dortige Schulungsstätte der Berufsgenossenschaften zu einem „Spenden-Dinner“, um unter der Schirmherrschaft der Kulturministerin Prof. Dr.

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Wanka einen angenehmen Abend mit Kochen, Kunst, Kultur und etwas Politik zu verbringen. Durch die Anwesenheit Schweriner & Potsdamer Landtags- und Bundestagsabgeordneter aus der Region gelang es, Angenehmes mit Sinnvollem zu verbinden.

Jens Peter Golde

Das 3 Gänge Heide- Menü bestehend aus • Roastbeef rosa aus dem Ofenrohr an Ruppiner Grüner Sauce und Salatbukett • Gefüllte Geflügelbrust mit Bandnudeln Steckrüben nach einem leckeren Rezept der Ministerin Wanka • Gewürzbrotpudding nach einem Originalrezept der Mutter Theodor Fontane´s gekocht vom Vorsitzenden der Unternehmerinitiative Jens Peter Golde, Bürgermeister der Fontanestadt Neuruppin, Andreas Rohde, Vorsitzender des


kulinarisches Verbandes Ruppiner Köche und Teamchef der Nationalmannschaft der Köche des Landesverbandes Berlin - Brandenburg, der noch Verstärkung aus seinem Team mitbrachte. Mit Nadine Pape und Cornelia Wimmer zeigten zwei ehrenamtliche Jugendredakteure, dass sie außer Schreiben auch virtuos auf der Geige musizieren können. Es tanzte ein Ensemble der Jugendkunstschule Neuruppin und aus dem mecklenburgischen Userin kam ein Gesangsduo welches traditionelle Musik darbot. Nach Worten von Jens Peter Golde war es die „Creme de la Creme der Ruppiner Künstler“, unter ihnen Marianne Kühn – Berger und Tony Thorillon, die Kunstwerke für die Tombola spendeten. Das Vorstandsmitglied der Volksbank-Raiffeisenbank Neuruppin, Georg Hellwege übergab einen Scheck über 7.826,24 an Pro Heide. Die Summe stammt aus einer Aktion der Bank, die Ihren Kunden „ Freie Heide Sparbriefe“ anbietet. 0,3 % Zinsen spendet

Landrat Christian Gilde kannte den richtigen Text.

das Institut an die Unternehmerinitiative. Wichtig ist Georg Hellwege dabei nicht das Zeichnen des Sparbriefes an sich, sondern es geht ihm darum, mit den Kunden, darunter vielen mittelständischen Unternehmen, über die Problematik des „Bombodroms“ ins Gespräch zu kommen und zu informieren. Sparbriefe im Wert von über 1,3 Millionen wurden bisher gezeichnet. Eine tolle Aktion! Insgesamt kamen an diesem Abend knapp 15.000 zusammen. Der Beifall nach Jens-Peter Goldes Frage, ob es so eine Veranstaltung wieder geben sollte, ließ keinen Zweifel aufkommen, dass die Initiatoren über eine Fortsetzung im nächsten Jahr nachdenken sollten. ■ Steffen Jakottek

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Bürgermeister Manfred Richter


kulinarisches

t changebo s i F s e t k r Verstä gion aus der Re Zum Saisonstart wird das LANDHOTEL LINDENGARTEN die Gäste mit einer erweiterten Fisch-Speisekarte begrüßen. Der "Renner" der letzten Saison war die kleine Maräne - das Tafelsilber aus den Gewässern der Mecklenburger Seenplatte. Der Büffett-Höhepunkt ist immer wieder ein geräucherter Stör als Schaustück.

Christen essen aam Karfreitag Fisch Fisch, weil der Fisch eines der d ältesten Symbo Symbole ist, mit dem sie sich zu erkennen geben. geben Das Wort „Fisch“ he heißt auf griechisch „Ichthys“. „Icht Das sind die An Anfangsbuchstaben von „Iesus Christos Theos YYos Soter“. Auf deutsch: „Jesus „Je Christus, Gottes Sohn, Retter“. Darübe Darüber hinaus ist es christ christliche Tradition, daß an Fasttagen generell auf Fleisch „der Tiere des Himmels und der Erde“ verzichtet wird. Auch aus diesem Grunde greift man am Karfreitag auf Fisch zurück.

Sicherlich sind für viele Feinschmecker neben bekanntem Aal, Zander, Wels und Forelle auch mal die Fisch-Neuheiten interessant, wie: Kavier von der Maräne, marinierter Hecht und fast gretenfreies Plötzfilet. In Zusammenarbeit mit den regionalen Fischern kann die fangfrische Ware kurzfristig geliefert und zubereitet werden.

Ab Karfreitag wieder geöffnet! Gaststätte zum Fischerhof direkt an der Uferpromenade Seestraße 19a Gern reservieren wir für Sie! RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING LING 2008

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kulinarisches

Das Cafe an der Ecke Schloss- Langestraße trägt einen klangvollen Namen.

Das Hotel zum SCHLEMMEN, TAGEN, FEIERN und URLAUB machen!

21.03.08 Der Ozean das Tor zur Welt Fische - frisch zubereitet u. präsentiert 27,90 EUR/p.P. 18.04. + 17.10.08 Hummer und mehr Unterwegs auf der Garden Route - Ein Abend mit Schalen-, Krustentieren und fangfrischem Fisch 45,00 EUR/p.P. Bitte reservieren Sie Ihren Tisch! Hotel Seeblick Weinbergsring 56 17837 Flecken Zechlin Tel. 033923-716-0 Fax 033923-716-19

Das Cafe hat nicht nur eine exzellente Lage, sondern auch eine vorzügliche Auswahl an Kuchen und Gebäck. Dazu wird einer der feinsten Cafes der Marke Davidoff serviert. Nicht nur eine geschichtsträchtige, auch eine der ersten Adressen in Rheinsberg. Sehr empfehlenswert!

www.hotel-seeblick -flecken-zechlin.de

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Anja Reschke-Krusemark Schloßstraße 14 • 16831 Rheinsberg Tel. 033931-38091 www.cafevoltaire-rheinsberg.de RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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kuliraisches www.ratskeller-rheinsberg.de

RATSKELLER RHEINSBERG

Lammfilet rosa

Lammfilet rosa gebraten, mit Prinzessbohnen und Rosmarinkartoffeln

Das renomierte Haus am Markt wo schon Fontane gern zu Gast war! INH. JÜRGEN PLÖTZ MARKT 1 • 16831 RHEINSBERG TEL. 033931-22 64 FAX 033931-38 058

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kulinarisches

Ostertanz am 22.03.2008

Ostern 2008 Lammgerichte von Heidschnucken vom Hof Greve

Lammkraftbrühen mit Pistazienklößchen 3,90 EUR Blattsalate im Himbeerdressing und vier Sorten Rohost mit gebratenem Lammrücken 10,20 EUR Lammragout mit gebratener Zuccini und Walnuss-Polentabraten 11,80 EUR

Fasan.FFSFTSBVTDIFONJU3JFTMJOH in Orangen-Honigsoße

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kulinarisches

Fête de l`Omelette Osterfeste in Südfrankreich “Wenn ein Franzose einen Vorwand für ein gastronomisches Extravergnügen braucht, gibt es kaum ein geeigneteres Angebot als den Frühlingsbeginn, das Ende der Fastenzeit und die damit, selbst von Seiten der Kirche verbundene Erlaubnis, nach 40 Tagen des Fastens ausgiebig zu feiern. Der Ostersonntagsschmaus ist neben dem Neujahrsessen eine Gelegenheit, all die Kostbarkeiten aus der Speisekammer zu holen, die zu bestimmter Zeit eingelagert wurden: Gänseleber, confits, allerlei Pasteten, Würste und Schinken. Das wesentlichste symbolträchtige Nahrungsmittel des Frühlings ist jedoch vermutlich das Ei - die Wiedergeburt wird damit zitiert. Früher waren für die ärmeren Bauern Eier unerschwinglich, wenn sie keine Hennen besaßen. Es war Tradition, dass die jungen Männer des Dorfes sich am frühen Morgen auf die Suche nach frisch gelegten Eiern begaben und diese den weniger begüterten Bauern brachten, wo sie von den Kindern bemalt wurden. Die Familien konnten am Ostermorgen ein gutes Frühstück genießen. Eier sind während der Fastenzeit verpönt, ein Omelette ist daher das geeignete Gericht, um deren Ende zu feiern. Jeder französische Koch scheint instinktiv zu wissen, wie diese zubereitet wird. Während andere darüber diskutieren, ob man nun Wasser oder Sahne verwendet, wie heiß die Pfanne sein muss, ob sie in Butter oder Öl herausgebraten wird, scheint der französische Koch bei der Zubereitung nicht darüber philosophieren zu müssen. Das Rezept das die legendäre Madame Poulard einem begeisterten Besucher ihres Restaurants in Le-Mont-St-Michel gab, scheint mehr Informationen vorzuenthalten als preiszugeben: “Ich schlage ein paar gute Eier in einer Schüssel kräftig durch, gebe ein ordentliches Stück Butter in die Pfanne, gieße die Eier hinein und rühre ständig um.” Monsieur Gilbert Solignac, ein prominenter Bür-

ger von Bessières-sur-Tarn, Inhaber eines Gartenbau- und Landwirtschaftsgeschäfts, schließt 3 Tage im Jahr sein Geschäft um Tausende von Menschen aus aller Welt zu bewirten. Was führt diese Menschen nach Bessières, dieser typischen Kleinstadt mit einer einzigen größeren Straße in der verschlafenen Landschaft nördlich von Toulouse? Die Antwort findet man auf den Reklametafeln an jeder Zufahrt zu dieser kleinen Marktstadt. Bessières-sur-Tarn ist die Heimat der Confrérie des Chevaliers de l’Omelette Géante Pascale et Mondale - der größten Osteromelette der Welt -, und Monsieur Solignac ist Präsident dieser Bruderschaft. Die Bewohner von Bessières-sur-Tarn pflegen die traditionelle Osteromelette immer am Ostermontag am Flussufer zuzubereiten, und nahmen dieses Fest alsbald zum Anlass einen Bankfeiertag einzuführen. Mit der jährlich größer werdenden Besuchermenge wurde auch die Omelette immer größer, bis man eine riesige Bratpfanne benötigte. Bernard Cauchoix, der örtliche Schmied, goss eine Eisenpfanne, die 3 m im Durchmesser maß und 2000 Eier aufnehmen konnte. Jährlich wurde die Fête de l’Omelette größer. Jean Adu, der Bäcker des Ortes, der zwei riesige Brotlaibe zu je 30 Kilo herstellte, produziert mittlerweile 6 Stück. Um 10 Uhr morgens versammeln sich die Chevaliers, ihre Freunde und Familien am früheren Bahnhof von Bessières-surTarn. Hier versammeln sich auch die Musikanten und der Dorfbäcker mit seinen Broten. Diese Prozession wird von den “Kadetten der Riesenomelette” angeführt, Knaben, nicht älter als 14, die auf ihrem Festwagen ein riesiges Ei aus Pappmaché mitführen, in dem der kleinste Kadettenjunge hockt. Auf dem Hauptplatz des Dorfes brennt bereits ein riesiges Feuer . Daneben wartet die von Monsieur Cauchoix neu gegossene Bratpfanne, die 4 Meter im Durchmesser misst und 5000 Eier aufnimmt. 10 000 Eier werden

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kulinarisches hinter der Umzäunung von unzähligen Helfern in Eimer geschlagen. Berge von Schalen stapeln sich am Zaun. Die Brotlaibe werden verteilt. Jeder Anwesende soll etwas von der Omelette mit einer Schnitte Brot von Bessières-sur-Tarn kosten können. Ein Gabelstapler hebt die Pfanne vorsichtig hoch, stellt sie sachte über die Flammen und zieht sich diskret wieder zurück. In den drei Cafés im Dorf herrscht Hochbetrieb. … Nicht einmal die 4-Meter-Pfanne vermag alle zu versorgen; die Zubereitung einer zweiten Omelette wird angekündigt. Der erste Chevalier springt in die inzwischen abgekühlte Bratpfanne und reinigt auf Knien den Pfannenboden für die nächsten 5000 Eier. … Und wie schmeckt die Omelette nun eigentlich? Elisabeth David hatte wie immer recht.

Omelette géante pascale Riesige Osteromelette 5000 Portionen

Auszugsweise aus “Märkte und Feste in Südfrankreich” von Paul Strang - Verlag Moritz Schauenburg.

Utensilien: 1 großer abgestorbener Baum in 1 m lange Teile geschnitten, 1 Gabelstapler, 1 Eisenguss-Pfanne,4 Meter im Durchmesser, 1 Telegraphenmast als Griff, 24 Kanupaddel und ebensoviel starke Männer, 12 Eimer Zutaten: 5000 Eier, 5 Liter Sonnenblumenöl, 1 kg Salz, dieselbe Menge Pfeffer

Mit freundlicher Unterstützung der Maison la Provence

Das Feuer 1 Stunde vorher anfachen, bei Wind etwas später. Die Pfanne mit dem Gabelstapler über das Feuer heben. Die Eier wie gewohnt aufschlagen. Das Öl in die heiße Pfanne gießen, die Eier hinein kippen und würzen. Die Omelette braten, während die Helfer mit den Paddeln kräftig umrühren, sobald sich die Eier setzten. Mit einem Aufgebot aller Kräfte servieren!

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kulinarisches

Wo der Berliner Bär mit dem Brandenburger roten Adler um die Wette steppt der traditionsreichsten Messen überhaupt (RM berichtete im letzten Heft). Auch im Januar 2008 strömten wiederum weit über 400.000 Besucher in den zehn Tagen auf das Messegelände, um eine kulinarische Weltreise zu unternehmen. Das diesjährige Partnerland Schweiz stellte eindrucksvoll klar, dass die Eidgenossen weit mehr zu bieten haben als ihren weltbekannten löchrigen Käse und SpitzenConfisserie. Ob asiatisch, afrikanisch, amerikanisch oder russisch kein Gaumenwunsch blieb unerfüllt.

rationen wie pro agro und der Märkischen Fischstraße präsentieren sich Erzeugergemeinschaften. Ständig größer wird der Anteil der Biobetriebe des Landes. Aus unserer Region präsentierten sich die Biolandranch aus Zempow und der Ökohof aus Kuhhorst, der sogar einen Förderpreis aus den Händen von Bundespräsident Köhler entgegennehmen konnte. Dr. Wilhelm Schäkel

Zu den Attraktionen zählte wiederum die Brandenburghalle 21b.

Regelmäßig das erste große

Bioland Ranch Zempow Highlight im Jahr in den MesÖkonetzwerk Müritz-Ruppin GmbH sehallen Dr. Wilhelm Schäkel unterm Funkturm

ist die Internationale Grüne

Birkenallee 12 Woche. Die weltgrößte Ernäh16837 Zempow Tel. 033 923-769 15ist zugleich eine rungsschau Mail info@topisaft.de • Web: www.topisaft.de

Kulinarische Genüsse aller Art und aus allen Landesteilen, gepaart mit einem attraktiven Bühnenprogramm präsentiert vom rbb und dessen Moderatoren Marina Ringel und Carsten Gohlke, sind das seit Jahren praktizierte Erfolgskonzept. In den letzten Jahren hat dabei der Anteil von Regional- bzw. Kollektivständen gegenüber Einzelfirmen zugenommen, was der Attraktivität kaum geschadet sondern eher durch größere Produktvielfalt genutzt hat. Neben landesweiten Koope-

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Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Rheinsberger Preussenquelle mit einer Anerkennungsurkunde für sehr gute Produktinnovation als Bewerber um den Agrar-Marketingpreis des Verbandes pro agro. Quasi zeitgleich erhielt das Unternehmen zwei wichtige Zertifizierungen, die Voraussetzung für den Marktzugang in verschiede-


kulinarisches nen Vertriebswegen sind. Zum einen die zertifizierung IFS International Food Standards und zum Anderen das Zertifikat des GWBA German Water Bottle Association

Von der Idee, das Wasser auch in PET Flaschen abzufüllen, ist das Unternehmen laut Aussage des geschäftsführenden Gesellschafters Reinhardt Haugk abgekommen, da Untersuchungen bei Testabfüllungen ergaben, dass es zu Geschmacksverfälschungen durch die in den PET Flaschen enthaltenen Weichmacher kommt. Dies entspricht jedoch nicht den hohen Anforderungen des vom Unternehmen anvisierten Marktsegmentes.

Die Rheinsberger Preussenquelle präsentierte sich am Gemeinschaftsstand von pro agro und hatte zur Messe ein neues Geschenkset vorgestellt. Das Wasser ist inzwischen in zahlreichen Handelseinrichtungen und gastronomischen Betrieben erhältlich. Der Getränkegroßhandel Mücke ist für den Vertrieb in der Region federführend. Einige Großkunden werden direkt beliefert. Das Eiszeitwasser gibt es u.a. im IFA Hafendorf Hotel, im Ratskeller, der Marina Wolfsbruch , im Brauhaus und im Deutschen Haus, Laternenhof, Seehof , auch im Bolero und im Chinahaus zur Großen Mauer. Im Einzelhandel ist es beim Spar Markt Brehme in Rheinsberg, Flecken Zechlin und Neuruppin, in der Friedrichsquelle am Plus Markt und am Bahnhof und im Bioladen der Adlerapotheke erhältlich. Hauptabsatzmarkt ist Berlin wo Großhändler aber auch die Biokette Kormoran beliefert wird. Darüber hinaus gibt es erste Geschäftskunden in Dresden,Leipzig,Hannover, Magdeburg, Bremen und Hamburg. Der Betrieb in der ersten

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Schicht läuft stabil. Kräftige Rheinsberger Jungs ab 16 können sich bei Anne-Katrin Stulfa als Aushilfskräfte nach Ostern melden. Stammgast mit Stammplatzgarantie ist das Rheinsberger Unternehmen Eiszauberei, wie immer platziert am Übergang zur Länderhalle. Auch Landwirtschaftsminister Woidke besuchte bei seinem Eröffnungsrundgang den Stand und lies sich die Neukreationen süßes Rübchen und flotte Biene schmecken. Er durfte sich sein Lieblingseis selbst an der Zaubermaschine zubereiten. Der Stand war täglich fast ständig umlagert. Zufrieden zog Wolfgang Brasch Resümee der zehn Tage. Einerseits viel Publikumskontakt und somit gute


kulinarisches Werbung beim Endverbraucher, andererseits Kontaktpflege mit seinen internationalen Geschäftspartnern und Neukontakte sowohl mit internationalen aber auch nationalen Geschäftspartnern lassen den Unternehmer optimistisch in die Zukunft schauen. In der Schauküche präsentierten sich die besten Köche des Landes. Seit nunmehr drei

Jahren ist sie ins Zentrum der Halle gerückt und ein Zuschauermagnet. Getragen wird das abwechslungsreiche Programm von der Arbeitsgruppe „Brandenburger Landgasthöfe“, dem „märkischen Fischkochklub“ und der DEHOGA Brandenburg. Erstmals mit dabei war der Gasthof Endler aus Rheinsberg, der zum Thema heimisches Wild ein drei Gänge

Menü vorstellte Im Verband pro agro arbeitet Endler bereits siebzehn Jahre mit. Der Auftritt im Rahmen der Arbeitsgruppe“ Brandenburger Landgasthöfe war für ihn eine neue positive Erfahrung. Er präsentierte ein Drei- Gänge Menü zum Thema Wild mit Hirschmedaillons. Den Besuchern der Messe schmeckte es hervorragend. Es war eine Neukreation für die Grüne Woche, aber es wird dies wohl bald als Menü und auch als Einzelgerichte auf der Karte

des Gasthofes an der Ecke Schlossstraße/Triangelplatz zu haben sein. Was wäre die Brandenburghalle ohne Ihre Bühne. Ob Landespolizeiorchester, Tanzgruppe, Rockband, Fanfarenzug und Bauchredner, es gibt fast nichts, was es in Brandenburg nicht gibt und diesen bunten Mix präsentieren Marina Ringel

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kulinarisches

und Carsten Gohlke mit vielen Informationen über Produkte, Aussteller und Ausflugsziele in den Regionen des Landes. Prominenz gibt es nicht nur auf der Bühne. Der Brandenburgtag (immer der Messemontag) endete traditionell mit dem Brandenburgempfang des Ministers. „Haus(Hallen)herr(scher)“ Dietmar Woidke begrüßte mit Ministerpräsident Mathias Platzeck und Landesbauernpräsident Udo Volgart ca.1.500 geladene Gäste. Unterstützt wurden sie vom Brandenburger Landadel, den Hoheiten und Exzellenzen wie. Kirschkönigin, Gurkenkönigin, Baumblütenkönigin und so weiter. Die Rheinsberger Eisprinzessin Jasmin Brasch machte dabei eine ausgesprochen gute Figur in dieser illustren Scharr.

nicht immer so. Eine besondere Verbindung hat Brandenburg zur „tollen Knolle“ durch den legendären Kartoffelbefehl seiner Majestät König Friedrich der II. vom 24. März 1756, dem Tag, an dem der Alte Fritz an „sämtliche Land- und Steuer Räthe, Magistrate und Beamte“ die Einführung der Knolle im Land protegierte, Seit dem gehören Kartoffeln zur Landesgeschichte: „Als habt Ihr denen Herrschaften und Unterthanen den Nutzen von Anpflantzung dieses Erdgewächses begreiflich zu machen, und denselben anzurathen, dass sie noch dieses Früh-Jahr die Pflantzung der Tartoffeln als einer sehr nahrhaften Speise unternehmen.“

Gasthof und Fleischerei Familie Endler Mühlenstr. 14 16831 Rheinsberg Tel. 033931-2079 Fax 033931-807220 info@endler-rheinsberg.de

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Dem internationalen Jahr der Kartoffel folgend hatten die zahlreichen Themenbuffets eines gemeinsam: Kartoffeln in schier unzähligen Variationen. Brandenburg gilt heute als Kartoffelland. Doch das war RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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geschichtliches

Kleines Werk mit langer Leitung In Rheinsberg wurde 70 Jahre Gas produziert Gerade in der aktuellen Jahreszeit weiß man es zu schätzen, wenn die Energieträger Strom, Gas und Warmwasser ihren Weg auf komfortable Weise in die Behausungen finden. Als sich das 19. Jahrhundert auch in Rheinsberg zum Ende neigte, konnten 1899 nach vierjähriger Bauzeit die neue Gasanstalt und das dazugehörige Leitungsnetz ihren Betrieb aufnehmen. Standort war die heutige Rudolf-Breitscheid-Straße, wo das alte Verwaltungsgebäude jetzt Sitz der Stadtwerke ist. Am Anfang bildeten ein Kammerofen und ein 400-m3 - Speicher die Grundlage der Produk-

tion. Betreiber war die Magdeburger Allgemeine Gas-AG - Grund dafür, dass die Straße früher Magdeburger Straße hieß. Erster Werkleiter war Herr Dennert. In seinen Geschäftsbüchern tauchten jedoch Unregelmäßigkeiten auf, so dass ab 1912 ein Herr Dieckmann im Chefsessel saß. Einige Jahre später kam ein zweiter Ofen hinzu, und ein zweiter Speicher erweiterte die Kapazität um 600 m3. Doch Gas erfüllte nicht alle Anforderungen der modernen Gesellschaft, und so musste etwas Neues her: Elektrizität. Bekannt war sie natürlich schon lange, aber ihr Einzug in den Alltag der Rheinsberger begann erst ab 1919, nachdem der Ort an das regionale Stromnetz angeschlossen war. Der Betrieb kümGaswerk, um 1970

Förderband zum Ofenhaus

merte sich um die Verteilung vor Ort und hieß nun Gas- und Elektrizitätswerk. Abnehmer im Umland Auch die Gasproduktion wurde modernisiert. 1924 ersetzten Retortenöfen die alten Kammeröfen. Zu dieser Zeit zahlten Verbraucher 25 Pfennige für den Kubikmeter. Dieckmann führte die Geschäfte bis 1929. Dann übernahm Kapitän zur See Köhler das Ruder. Maritime Kenntnisse reichten für dieses Gewerbe aber offenbar nicht aus, denn schon zwei Jahre später folgte ihm Fritz Giertz. Auch in der Umgebung gab es bald Interesse an dem unsichtbaren Rheinsberger Erzeugnis. Über eine Fernleitung strömte es ab 1932 nach Neuglobsow, später sogar bis nach Fürstenberg und Lychen. Die folgenden Jahre brachten verschiedene Erweiterungsbauten mit sich, z. B. das Verwaltungsgebäude 1935 oder der dritte Speicher (2400 m3) im Kriegsjahr 1942. Nach 1945 wurde das Werk zunächst städtisch, bevor in den fünfziger Jahren die Energieversorgung Potsdam das Zepter in die Hand nahm. Aus Kohle wurde Gas Georg Pikolek war ab 1956 in dem Betrieb beschäftigt und

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geschichtliches

Briefkopf 1939

erinnert sich noch gut an die schweren Arbeitsbedingungen. Der Grundstoff Steinkohle kam zunächst am Bahnhof an, wurde mit Manneskraft auf den Anhänger eines Traktors verladen und am Gaswerk wieder entladen. Zu große Stücke zerkleinerte man mit einer Maschine bis zur Ofentauglichkeit. Ein Förderband brachte die Kohle ins Ofenhaus. Über ein waagerechtes Rohr, versehen mit einer Beförderungsschnecke, gelangte sie in die Öfen. Unter der Kohleschicht loderte jeweils ein Feuer, genährt durch Koks, der auf einem Stangenrost ruhte. Die entstehende Schlacke konnte so nach unten fallen. Etwa sechs Stunden wurde die Kohle erhitzt und gab dabei das Gas ab. Es musste seinen Weg dann durch einen Wasserbehälter, einen Teerabscheider und eine

weitere Reinigungsschicht nehmen, bevor es sich in einem der drei Behälter sammeln durfte. Aus der Steinkohle entstand mit diesem Verfahren Koks, von dem ein kleiner Teil zum Verfeuern genutzt wurde, der große Rest (ein bis zwei Waggons pro Woche) fand als begehrte Ware guten Absatz. Neben den Ofenanlagen befanden sich die Umkleide- und Duschräume, in denen sich manchmal unverbrannte Gase sammelten. „Da sind wir öfter mal einfach umgefallen und kamen eine Weile später erst wieder zu uns“, berichtet Georg Pikolek. Gefährlich war die Entnahme der Schlacke, bei der plötzlich glühender Koks herabsacken konnte. Auch in der Stadt gab es so manchen Unglücksfall durch undichte Leitungen. Einige Eltern nutzten das Werk

früher für gesundheitliche Zwecke. Sie brachten ihre Kinder, die an Keuchhusten litten, zum Gaswerk. In dem Raum, wo die Reinigungsschicht trocknete, soll die Luft angeblich lindernd gewirkt haben. Von 1965 bis 67 baute man von Neuruppin aus noch eine Speiseleitung nach Rheinsberg, um täglich zusätzliche 2500 m3 Gas hierher zu leiten. Vor allem die in Fürstenberg stationierten sowjetischen Streitkräfte waren große Verbraucher. Die Kleinproduktion vor Ort war inzwischen jedoch unwirtschaftlich geworden und wurde 1969 eingestellt. Bis 1993 diente der Standort nur noch der Gasverteilung. ■ Holger Pfeifer Stadtgeschichte Rheinsberg e.V. Fotos: Goßmann (1), Pikolek (3) Zerkleinern der Steinkohle

Entladung der Kohle

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energetisches

Unser Kernkraftwerk im Wandel der Zeit Energieversorgung ist ein wirtschaftliches und politisches Geschäft. Es muss politisch sein, weil Investitionen für Kraftwerke oder Leitungen 40 Jahre und mehr umfassen. Der Rückbau der Kernkraftwerke Greifswald und Rheinsberg ist das größte Demontage-Projekt weltweit. Ende Juni 1995 hatten die zuständigen Behörden die Stilllegung und den Abbau sowie die Errichtung und Inbetriebnahme des Zwischenlagers Nord (ZLN) genehmigt. Seitdem ist es die Aufgabe der Energiewerke Nord GmbH (EWN), als Rechtsnachfolger des ehemaligen Kombinats Kernkraftwerke „Bruno Leuschner“, die radioaktiv belastete Kraftwerkstechnik umfassend und sicher rückzubauen und den Energie-Industriestandort wiederzubeleben. Das Kernkraftwerk Rheinsberg war das erste wirtschaftlich genutzte Kernkraftwerk der DDR. Es wurde ab 1960 nahe der Stadt Rheinsberg auf einer Landenge zwischen dem Nehmitzsee und dem Großen Stechlinsee errichtet, ging 1966 in Betrieb und wurde 1990 stillgelegt. Seit 1995 befindet es sich im Rückbau. Das Kraftwerk gehörte zur ersten Generation von Forschungs- und Versuchskraftwerken für die Energieerzeugung, die weltweit errichtet wurden. Es wurde zudem der erste von der ehemaligen Sowjetunion exportierte Kernreaktor eingesetzt. Der Rheinsberger Reaktor war der dritte Kernreaktor der DDR. Zuvor hatte das Forschungszentrum Rossendorf zwei Forschungsreaktoren in Betrieb genommen. Die Bauarbeiten begannen am 1. Januar 1960 und die feierliche Inbetriebnahme erfolgte am 9. Mai 1966. Der kommerzielle Dauerbetrieb begann am 11. Oktober 1966. Als alternativer Standort des Kernkraftwerkes war die Umgebung des Tollensesee bei Neubrandenburg in Erwägung gezogen. Die besseren Bodengrundverhältnisse und die geringe Besiedlung gaben den Ausschlag für den Standort bei Rheinsberg.

Vom Bahnhof Rheinsberg wurde eine zehn Kilometer lange Anschlussbahn mit einem Haltepunkt in Beerenbusch zum Kraftwerk gebaut. Am 19. Mai 1958 begann der reguläre Bahnbetrieb. Das KKW war mit einem Druckwasserreaktor sowjetischer Bauart vom Typ WWER-210 ausgestattet.. Die elektrische Bruttoleistung Dieses Reaktors betrug 70 MW. Die Nettoleistung betrug 62 MWe, die thermische Leistung 265 MW. Seit dem 1. September 1967 befand sich der Reaktor im Versuchsbetrieb mit 75 MW, bald darauf wurde diese Leistung im Dauerbetrieb erreicht. Im Oktober 1968 wurde versuchsweise die elektrische Leistung auf 80 MW erhöht und ab 25. November 1968 das Kraftwerk dann im Dauerbetrieb mit dieser erhöhten Leistung betrieben. Die erste Umladung der Brennstoffkassetten fand Ende 1967 bis Anfang 1968 statt. Das Kühlwasser wurde aus dem Nehmitzsee entnommen und durch den Auslaufkanal des Kernkraftwerk in den Stechlinsee eingeleitet. Beide Seen sind durch einen Kanal verbunden, so dass ein Kreislauf bestand. Insgesamt leistete das Kernkraftwerk 130.000 Betriebsstunden. Stilllegung und Rückbau [bearbeiten] Kurz vor der Deutschen Wiedervereinigung wurde das Kernkraftwerk am 1. Juni 1990 wegen Sicherheitsbedenken von der letzte DDR Regierung außer Betrieb genommen. Die planmäßige Abschaltung war für 1992 vorgesehen gewesen. Seit 1995 befindet sich das Kraftwerk im Rück-

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energetisches bau.. Der Rückbau wird betrieben durch die Energiewerke Nord GmbH. Die radioaktiv strahlenden Materialien werden ins Zwischenlager Nord beim Kernkraftwerk Greifswald bei Lubmin transportiert. Einer der dafür benötigten Castortransporte diente 2001 als Kulisse für den Film „Angst“ aus der Serie „Polizeiruf 110“ des ORB. Am 30. Oktober 2007 wurde der komplette Reaktordruckbehälter ins Zwischenlager Nord abtransportiert. Ungeklärt ist bislang die Nachnutzung des mitten in einem Naturschutzgebiet gelegenen KKWGeländes. Sowohl der komplette Rückbau zur „Grünen Wiese“ als auch eine industrielle Nachnutzung der vorhandenen Infrastruktur werden erwogen. Für die Nachnutzung hat die EWN eine Studie bei der FH Wildau in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse im Sommer 2008 vorgestellt werden sollen. Das Kernkraftwerk war und ist ein entscheidender wirtschaftlicher und Gesellschaftlicher Faktor. Aus der Chronik ist sehr gut erkennbar wie Rheinsbergs Einwohnerzahlen mit dem Kraftwerk wuchsen , aber seit 1990 auch wieder zurück gingen. Mit dem Kraftwerk entwickelte sich Rheinsbergs Infrastruktur. Bahnanbindung, ein eigenes Wohngebiet, Kindertagesstätten ,Schule und die legendäre Freundschaft, das Kulturhaus des Kernkraftwerkes, prägten die Stadt. Vor allem aber sind es die Menschen die aus allen Teilen der Republik hier her kamen und Rheinsberg zu einer Hochburg kerntechnischer Kompetenz machten. Mit seinen immer noch 180 Mitarbeitern ist das KKW einer der größten Arbeitgeber der Region. Das Know How das die Ingenieure der bundeseigenen EWN hier ebenso wie am Standort Greifswald im Zuge des Rückbaues erworben haben ist nicht nur bundesweit sondern mittlerweile weltweit gefragt.

Brandenburg zu halten. So wäre ein Institut welches sich mit Fragen der Stilllegung von Kernkraftwerken beschäftigt eine denkbare Option. Auch die regionale Wirtschaft ist eingebunden. 58 % aller vergebenen Aufträge im Rahmen des Rückbaues wurden von Firmen der Region ausgeführt.. RM bedankt sich bei Heltmut Gruhle und Dr. Friedrich Krause für die freundliche Unterstützung!

In dem Nachnutzungskonzept darf es nicht nur um die weitere Nutzung der Liegenschaften und Gebäude gehen. Es kommt darauf an die hohe ingenieurtechnische Kompetenz am Standort Rheinsberg und damit im Land

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energetisches

KKR Chronik Jahr 20.7.1956 April 1957 7.10.1957 1958 17.3.1959 1960 1964 9.5.1966

KKR-Aktivitäten Beschluss des Ministerrates Errichtung eines Atomkraftwerkes Beginn Errichtung Werkstraße und Anschlussbahn Offizieller Baubeginn AKW I und Baufelderschließung Beginn Wohnungsbau, Baubeginn Kulturhaus Inbetriebnahme Kulturhaus; Bau des Ein-, Aus-, und Rücklaufkanals Bau der Hauptgebäude (Fertigstellung etwa Mitte 1963) Montage der Hauptanlagen (Erprobung, IBS Nebenanlagen bis Mai 1963) Inbetriebnahme AKW I; Aufnahme Leistungsbetrieb; Stabilisierung Anlage 577 Mitarbeiter 1969 Eröffnung Kraftwerksschule 1.1.1971 neues Aufgabenprofil KKR: „Lehr- und Versuchskraftwerk Rheinsberg“ Einheit von: Elt-Produktion, Forschung und Ausbildung ab 1974 624 Mitarbeiter 1980 662 Mitarbeiter Mai 1986 Ablauf der projektierten Lebensdauer des KKR 6.3.1986 Durchführung 19. erweiterte Generalinstandsetzung EGI 4.10.1987 Verlängerung der Betriebsgenehmigung um 5 Jahre 1.6.1990 Endgültige Außerbetriebnahme KKR 679 Mitarbeiter 1995 Beginn Rückbau 9.5.2001 Castortransport 30.10.2007 Reaktorabtransport

Sekundärkreislauf Primärkreislauf mit Hilfssystemen

Lager für feste und flüssige radioaktive Abfälle

Spezielle Wasseraufbereitungsanlage

Reaktorperipherie Heisse Zelle

Quelle: EWN

Reaktor

Restbetriebssysteme und kontaminierte Gebäudestrukturen Gebäudeabriss 199 5

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energetisches

Das Heizkraftwerk der Stadtwerke wurde auf ORC- Technik umgerüstet schaltung zum erstmaligen Einspeisen des Biomasse- EEG-Stroms. Die neue Anlage hat eine Anlagenleistung von 3.200 kWth (th - thermisch) und 718 kWel (el elektrisch).

Der Ursprung zur Idee für den Umbau einer Kessellinie im HKW Rheinsberg lag in der Gesetzesregelung des neuen Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vom Juli 2004. Die darin verankerte Vergütung für EEG-Strom stellt eine reale Möglichkeit für die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Stadtwerke Rheinsberg (SWR) dar. Es wurden Möglichkeiten untersucht, um aus Biomasse Strom zu erzeugen. Nach ausgiebiger Analyse hat sich als wirtschaftlichste Variante – auch hinsichtlich des Wärmebedarfs der Stadt Rheinsberg – die ORC- Technik (ORC – Organic Rankine Cycle) herausgestellt, die entgegen einer Wasserdampfturbine auch in der Sommerzeit im Schwachlastbetrieb am Netz bleiben kann. Bemühungen, gemeinsam mit Land, Landkreis und Stadtverordneten, ein Darlehen für das Projekt zu erhalten, mündeten im Mai 2006 in ein städtisch verbürgtes Darlehen für die SWR. Schon im Oktober 2006 begannen die Ausschreibungen, um 2007 die Umsetzung zu ermöglichen. Den Zuschlag für Kernaufgaben dieses Projektes bekamen die Marktführer Kohlbach aus Österreich im Verbund mit HTT aus Deutschland und Turboden aus Italien. Im Juni 2007 erhielten die SWR die Baugenehmigung. Demontage und Montage liefen baulich bedingt über eine geschaffene Dachöffnung. Am 06. Oktober 2007 erfolgte das Anheizen des neuen Biomassekessels und am 24. Oktober 2007 die Netz-

In einem Biomassekessel wird Naturholz bei einer Temperatur von ca. 900°C verbrannt. Ein darüber befindlicher Thermoölkessel erhitzt Thermoöl auf bis zu 315°C. Die Energie wird an den ORCKreislauf übertragen. In diesem Kreislauf wird Silikonöl auf ca. 285°C erhitzt, geht in Verdampfung über und treibt eine Turbine an. Der im nachgeschalteten Generator erzeugte Strom wird über einen Trafo auf 15 kV hoch transformiert und ins E.ON.edis- Netz eingespeist. Die Vergütung für den auf solch umweltfreundliche Weise erzeugten Strom ist per Gesetz auf 20 Jahre festgeschrieben. Nur unter diesen gesetzlichen Rahmenbedingungen kann ein langfristig wirtschaftlicher Betrieb gesichert werden, der helfen kann, den Fernwärmepreis zu stabilisieren. Durch die bisherige Nutzung der Biomasseverbrennung haben die SWR seit 1994 16.4 Mio. Liter Heizöl eingespart. Zukünftig werden es jährlich 3.5 Mio. Liter Heizöl sein. Zur Zeit läuft die Anlage im Probebetrieb. ■ Jürgen Siehl (Geschäftsführer SWR)

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energetisches

Energiespartipps, die Geldbeutel und Umwelt schonen Rund 20 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland werden im Bereich Wohnen beansprucht - das heißt zum Waschen, Kochen, Heizen, Leben. Doch wissen Sie eigentlich wo genau die Energiekosten bei Ihnen entstehen? Kennt man erst einmal alle Verbrauchsquellen, lassen sich meist unkompliziert allzu hohe Kosten senken. Den höchsten Energieaufwand verursacht die Heizung. Ihr Anteil am Gesamtverbrauch liegt etwa bei 75 Prozent. Es folgen Warmwasser und Elektrogeräte wie zum Beispiel der Fernseher oder die Tiefkühltruhe. Nun denken viele Verbraucher vielleicht, dass das alles Geräte sind, die tagtäglich beansprucht werden und bei denen man nichts mehr einsparen kann. Weit gefehlt! Wir verraten Ihnen, wo und wie Sie im Wohnzimmer sowie in Küche und Bad sparen können. Energiespartipps für das Bad • Waschen Sie normal verschmutzte Wäsche bei 30°C statt 40°C. Sie werden sehen, dass Ihre Kleidung auch mit weniger heißem Wasser gewohnt sauber wird. Auch die so genannte Kochwäsche wird bei 50°C wieder rein und der Stromverbrauch sinkt bis zu 50 Prozent. • Nach dem Waschen soll-

ten Sie vor allem im Sommer die Möglichkeit nutzen, Ihre Wäsche an der Luft zu trocknen statt im Wäschetrockner. Wenn sie auf ihren Trockner nicht verzichten wollen, können Sie den Energieverbrauch des Geräts um 25 Prozent senken, wenn Sie Ihre Wäsche vorher mit 1.200 statt mit 800 Umdrehungen schleudern. Energiespartipps für die Küche Alles Wissenswerte zum Energiesparen auf einen Blick. • Besitzen Sie noch eine alte Kühl- und Gefrierkombination oder denken über eine Neuanschaffung nach? Dann achten Sie beim Kauf auf die EnergieEffizienzklasse. Neue Geräte sollten das Energielabel A+ aufweisen, denn gegenüber der Klasse A verbraucht ein Gerät der Klasse A+ 25 Prozent und der Klasse A++ sogar 45 Prozent weniger Energie. • Richtig einsparen kann man auch mit ein paar Tricks beim Kochen. Zum Beispiel können Sie den Herd bereits fünf Minuten vor dem Ende der Gardauer ausschalten, um die Nachwärme zu nutzen. Verwenden Sie Töpfe, deren Boden etwa so groß ist wie die Herdplatte. Wann immer möglich sollten Sie den Topf beim Kochen geschlossen halten und bei der Zubereitung von Gerichten mit langer Garzeit einen Schnellkochtopf verwenden. RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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• Brauchen Sie zu lange, um den Geschirrspüler voll zu laden, wollen ihn jedoch auch nicht tagelang ungespült stehen lassen? Dann nutzen Sie die Funktion „Oberkorbspülen“. Bei geringer Verschmutzung sollten Sie das Kurz- oder Sparprogramm einschalten. • Im Wohnbereich lässt sich vor allem bei der Heizung sparen. Richtig bemerkbar auf der Rechnung macht sich der Schritt, die Wohnungstemperatur um ein Grad abzusenken. Auch nachts oder bei Abwesenheit sollte der Thermostat niedriger eingestellt werden. Um effektiv zu heizen und nicht auf den nötigen Sauerstoff verzichten zu müssen, sollten Sie stets kurz aber gründlich lüften. Öffnen Sie das Fenster für ein paar Minuten ganz und vermeiden Sie es, das Fenster für eine längere Zeit zu kippen. • Der Austausch von Glühbirnen durch Energiesparlampen kann bis zu 80 Prozent Ihres Energieverbrauchs senken. • Zu guter letzt — was jeder weiß, nur viele noch zu wenig beachten — sollten Sie auf die Stand-by-Funktion verzichten. Viele Geräte wie zum Beispiel der Fernseher verharren rund um die Uhr in der Warteposition, was sich unschwer an einem kleinen roten Bereitschaftslicht erkennen lässt. Im Schnitt könne ein Haushalt


jedoch bis zu 65 Euro im Jahr an Stromkosten sparen, wenn der heimliche Stromverbrauch unterbunden wird. Wenn Sie Geräte haben, die unbedingt eingeschaltet bleiben müssen, achten Sie beim Neukauf auf einen sparsamen Stand-by-Modus. Die "Stromsparerplakette" Unsichtbares sichtbar machen Auszeichnung informiert über Leerlaufverluste bei Elektrogeräten Stromsparen schont den Geldbeutel und das Klima. Doch es gibt "Stromräuber" in unseren Haushalten, denen selbst der größte Sparfuchs ausgeliefert ist: Denn einige Geräte verbrauchen völlig unbemerkt selbst dann noch Strom, wenn sie ausgeschaltet sind. So entstehen Leerlaufverluste. Doch Hilfe naht: Die "Stromsparerplakette" der Aktion "No-Energy" zeigt Verbraucherinnen und Verbrauchern, welche elektronischen Geräte - Computer, Drucker oder DVD-Spieler - keine oder nur minimale Leerlaufverluste verursachen. Der Startschuss für die neue Auszeichnung der Aktion "No-Energy" gab das Umweltbundesamt (UBA) gemeinsam mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sowie den Zeitschriften AudioVideoFoto-BILD und Computer-BILD auf der "Woche der Umwelt" beim Bundespräsidenten. Die Stromsparerplakette erhalten nur Geräte, die: einen Netzschalter besitzen, der einfach zugänglich, gut sichtbar und eindeutig gekennzeich-

net ist, und im ausgeschalteten Zustand keinen Strom verbrauchen sowie im Bereitschaftsmodus - zum Beispiel bei DVD-Spielern - nicht mehr als 1 Watt an Leistung aufnehmen. Die Geldsparleiste - abschalten mit Komfort. Die völlig unnötigen Leerlaufverluste von Fernsehern, Computern, Musikanlagen, Druckern, Kopierern usw. betragen nach Berechnungen des Umweltbundesamtes mindestens 4 Milliarden Euro jährlich - alleine nur in Deutschland! Dabei sind auch unglaublich viele Geräte, die auch selbst im ausgeschaltenten Zustand Energie verbrauchen (Schein-Aus). No-Energy versucht in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt das Problem der Leerlaufverluste mit vielen Facetten zu reduzieren. No-Energy eine neuartige Steckdosenleiste mit innovativen Details, einem Spitzendesign und einer hochwertigen Ausführung entwickelt, die es erlaubt, dem unheimlichen Stromklau einen Riegel vorzuschieben. Mit der Geldsparleiste können Sie mit Komfort abschalten und direkt Geldund Energie sparen. Die Idee ist so einfach wie genial. Sie platzieren den Schalter, dort wo Sie ihn brauchen. Bisher liegen abschaltbare Steckerleisten oft an unzugänglichen Orten, wie hinter dem Schrank, an der Wand oder hinter der Hifi-Anlage und werden dann leider nicht abgeschaltet.

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Quelle: No-Energy

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soziales

Donnerstagakademie im Haus der Begegnung Rheinsberg Jeweils jeden letzten Donnerstag im Monat (außer Juni – August) treffen sich die Mitglieder der Donnerstagakademie und andere interessierte Bürger zu einer angebotenen Bildungsveranstaltung im Hauses der Begegnung Rheinsberg.

auch Vorruheständler und Arbeitslose nutzten das Angebot der Volkshochschule und des Hauses der Begegnung um sich mit der Stadtgeschichte

mann ansprechen und lädt alle Interessierten Bürger ein teilzunehmen. ■ M. Maronde

Was bedeutet der Name Donnerstagakademie? Der Tag Donnerstag – weil die Veranstaltung immer jeden letzten Donnerstag im Monat statt findet Und was bedeutet in diesem Sinne Akademie? Wissenschaftliche Veranstaltung, Fortbildung, Weiterbildung. Am 27. Januar 1994 wurde das Gemeinschaftsprojekt der Neuruppiner Volkshochschule und dem damaligen AWO – Begegnungshaus mit einem vielseitigen Angebot aus der Taufe gehoben. Gleich am ersten Tag kamen damals über 50 Zuhörer. Vorwiegend ältere Bürger, aber

und anderen Themen vertraut zu machen. An jedem letzten Donnerstag im Monat erwarten kompetente Dozenten oder Besichtigungsfahrten zu historischen Einrichtungen ab 14.oo Uhr die Interessierten. Vorzugsweise werden erwerbslose Bürger und ältere Menschen angesprochen. Mit der Donnerstagakademie besteht für sie die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung. Auch in diesem Jahr erwartet den interessierten Besucher ein vielfältiges Angebot. Die Veranstaltungsreihe Donnerstagakademie soll jederRHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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27. MÄRZ 2008

Das Schloss in Oranienburg Führung durch das Anwesen und Einführung in die Geschichte der Prinzessin Louise Henriette von Oranien - Nassau (mit anschließendem Kaffeetrinken) Abfahrt Mühlenstraße: 13.oo Uhr Unkostenbeitrag wird noch bekannt gegeben 24. APRIL 2008

Die Geriatrie in Neuruppin Besichtigung der Einrichtung (mit anschließendem Kaffeetrinken) Abfahrt Mühlenstraße: 13.oo Uhr Unkostenbeitrag wird noch bekannt gegeben Änderungen sind möglich


sportliches

Die Rheinsberger Turnerfrauen sind Spitze Turnvereine existierten in Rheinsberg bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Nach dem Kriegsende 1945 übernahm das Ehepaar Grimm die Wiederbelebung der Rheinsberger Turnertradition und übergab 1965 mit der Gründung der Zentralen Sportgemeinschaft (ZSG) die Führung an Christel Pakropa und im Schulbereich an das Ehepaar Martha und Helmut Schütz. Mit der Auflösung der ZSG und der damit verbundenen Entstehung von Betriebssportgemeinschaften (BSG) im Jahr 1978 wurden die Turnerinnen Mitglieder der BSG Chemie Rheinsberg mit dem Trägerbetrieb VEB CARMOL / VEB Berlin

Chemie. Die Leitung übernahm mit großem Engagement Brigitte Werner bis zu ihrem viel zu frühen Ableben 2001. Die Turnerfrauen orientierten sich neu und schlossen sich im Jahr 2002 dem Rheinsberger Sportverein e.V. als Sektion Frauensport an. Seitdem treffen sie sich wöchentlich zum Übungs- und Trainingsabend, und das mit bemerkenswertem Elan und entsprechender Begeisterung. Aber auch gesellige Runden, Wanderungen, Kegelabende, Radtouren und AQUA-Fitness bereichern das Sektionsprogramm. Bei dieser kontinuierlichen sportlichen und gemeinschaftlichen Betätigung und dem

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Teamgeist ist die gleich bleibende Mitgliederzahl von 25 nicht verwunderlich. Die Sektion Frauensport ist somit ein lebendiger Bestandteil des Rheinsberger Sportverein e.V. Übungsabend ist Montag ab 18.30 Uhr in der Turnhalle der Rau-Schule. Sektionsleiterin ist Hertha Rönnefahrt Übungsleiterinnen sind Anette Oertel und Bärbel Wernecke Für die Finanzen zuständig ist Monika Rücker ■ Hansjörg Fickert

KONTAKT Hertha Rönnefahrt, Tel.-Nr.: 033931 / 34533.


sportliches

Weltmeisterlicher Sport trotz Kreuzbandriss Eine Hiobsbotschaft verbreitete sich wenige Tage vor dem Start zum 97. Berliner 6-Tagerennen. Madison Weltmeister Franco Marvulli hatte sich beim letzten Rennen vor dem Start in Berlin einen Kreuzbandriss zugezogen und so war der Start der Schweizer Weltmeister in Gefahr. Doch schon wenige Stunden später kam Entwarnung, er habe zwar Beschwerden beim Laufen doch für das Radfahren sahen die Ärzte sowohl in Stuttgart wie auch in der Schweiz keine Probleme. Aufatmen nicht nur bei Dieter Stein, dem sportlichen Leiter. Minuten vor dem Startschuss, den dieses Jahr Boxweltmeister Arthur Abraham und Berlins Innen- und damit Sportsenator Erhardt Körting gaben, sah man Marvulli zu Fuß über die

Bahn zu seiner Rennmaschine gehen und man konnte die Schmerzen nicht nur ahnen sondern regelrecht sehen. Ob diese Mannschaft, immerhin zweimal Madison Weltmeister und in dieser Saison bereits fünfmal Sieger bei 6-Tage Rennen, so wirklich diese 6- Tage im Velodrom durchstehen würde? Und ob. Sechs Abende lang fuhren sie sozusagen im Windschatten der führenden Vorjahressieger Guido Fulst und Leif Lampeter immer in Schlagweite, nie mehr als zwei, meist nur eine Runde zurück, sammelten aber bei den Punktwertungen immer kräftig Punkte. Dann das packende Finale, zwanzig Runden, ca. zehn Minuten vor dem Ende fuhren sie ihren Kontrahenten davon

Lichtshow

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Start des Rennens

und erzielten den entscheidenden Rundengewinn. Sie waren nun rundengleich mit vier weiteren Teams und nach Punkten in Führung. Die letzten Runden kontrollierten sie das Feld aktiv und ließen sich nicht mehr von Angriffen der hinter ihnen liegenden Teams überraschen. Spannender kann es kaum zugehen. Und so ließen die zugehe Akteure der 97. Auflage schnell Akteur von Bahnmadie Abwesenheit Ab tador Robert Bartko vergessen. Dieser hatte sich letztlich selbst Forderungen aus mit seinen se dem SStarterfeld katapultiert und zu guter Letzt abgesagt. Waren die Organisatoren seiForderungen nen finanziellen fin dies noch entgegengekommen, e ist reines rein Geschäft, so ließen sie nicht ins sportliche Konsich ni Schlecht zept hineinfunken. h Bartko, gut für den Sport. für Ba hatten die Berliner 6-Tage So hat 2008 zwei strahlende Sieger.


sportliches

Madison Madiso

Siegerehrung Madison

Das Duo Bruno Riesi/Fran Riesi/FrancoMarvulli auf der einen, den Sport selbst auf der anderen Seite. Zu letzterem darf man den Organisatoren um Heinz Seesing und Dieter Stein gratulieren. Großer Sport aber auch viele andere große Momente, die Emotionen hervorriefen, wie die Verabschiedung von Publikumsliebling Weltmeister Guido Fulst aus Berlin, waren zu erleben. BDR Präsident Rudolf Scharping überreichte ihm den „Goldenen Nagel“, an den er nun das Rennrad hängen wird. Gleichzeitig wurden Hanka Kupfernagel und Jens Voigt als Radfahrer des Jahres 2007 geehrt. Das besondere Flair der Ber-

6-Tage liner 6 Tage entsteht durch die immer wieder gelungene Mischung aus Sport und Unterhaltung. Frank Zander, die Phudys und City gehörten u. a. dieses Mal zu den Stars auf der Showbühne. 30 Leserinnen und Leser des Rheinsberger Mosaik hatten Dank Direktor Heinz Seesing die Möglichkeit, das 6-Tage Feeling live zu erleben. Herzlichen Dank. Der Sport und das Rennen haben neue Freunde gewonnen. Die Berliner 6- Tage nehmen Kurs auf 100. Kaum zu glauben, doch der Renndirektor verspricht: „ Zum Hundersten legen wir noch eine Schippe drauf “...

Das Macher-Trio: v.l. Heinz Seesing, Ralf Schnorrpfeil und Dieter Stein

Sprint

Guido Fulst F wird von Rudolf Scharping (präsident BD BDR) geehrt

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rasantes

Schnelle Internetverbindung für Rheinsbergs Ortsteile Für mehr als 90 % aller deutschen Haushalte ist es inzwischen völlig normal, breitbandige Anschlüsse (DSL) zu nutzen, um schnell im Internets zu surfen. Auch die Einwohner der Kernstadt Rheinsberg haben seit einigen Jahren diese Möglichkeit. Und sie wird auch benötigt. Fast jeder moderner PC benötigt heute das Internet, um seine Software aktuell zu halten. Diese Updates der Software sind mittlerweile oft mehrere Megabyte groß. Und wenn dann nur eine schmalbandige Verbindung (Modem, ISDN) mit dem Internet nutzbar ist, sitzt man Stunden und wartet. Aber genau das ist der Stand in unseren Dörfern. Eine Änderung durch den bisherigen Anbieter ist nicht in Sicht. Seit mehreren Jahren versucht deshalb der Leiter des Neuruppiner Technologie- und Gründerzentrums, Jürgen Paul, Initiativen auszulösen, um diesen Missstand im gesamten Kreis OPR zu beseitigen. Eines der Ergebnisse ist, dass vom November 2007 bis zum Februar 2008 ein Unternehmen aus Marlow (bei Rostock) eine Konzeptstudie erarbei-

tet hat, um die Möglichkeit der breitbandigen Anbindung der dörflichen Gebiete um die Kernstadt herum zu untersuchen. Finanziert wird diese Studie vom Bundesministerium für Wirtschaft. Am 7. Februar stellte der Vertreter des beauftragten Unternehmens , Herr Jeske, seine Ergebnisse in der Marina Wolfsbruch vor. Das Ergebnis lautet kurzgefasst: Für eine Mehrzahl der Dörfer Rheinsberg ist eine bezahlbare Versorgung mit DSL innerhalb relativ kurzer Fristen möglich. Dafür wurden mehrere technische Möglichkeiten vorgestellt, um die Dörfer rund um Rheinsberg zu versorgen (Richtfunk von der Krähenbergen in die Dörfer, dort Weiterverteilung mittels WLAN-Funknetz). Das geht aber nur unter den Bedingung, dass sich genügend Anschlusswillige finden. Deshalb sieht Herr Jeske für einige Dörfer keine wirtschaftliche Basis für eine zentrale Lösung, sondern empfiehlt die Nutzung von satellitengestützten Lösungen. Die anwesenden Zuhörer waren durchgängig der Meinung, dass der Bedarf in fast allen Dörfern groß genug ist, um die Mindestanzahl von Nutzern der breitbandigen Internetanschlüsse zu erreichen. RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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Der anwesende Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft, Dr. Henkel, ermunterte die Bürger und ihre Verwaltung aktiv zu werden und in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen schnellstmöglich vorzeigbare kleine Projekte zu realisieren. Vorbedingung für eine erfolgreiche Realisierung sind ca. 30 anschlusswillige Haushalte je Ort, die bereit sind, ca. 30,Euro pro Monat für einen funkbasierten DSL-Anschluss mit einer Bandbreite von 1024 KBit zu bezahlen. Ist die Anzahl der anschlusswilligen Haushalte erreicht und sind die topografischen und technischen Voraussetzungen gegeben, kann innerhalb von 3 Monaten ein Anschluss realisiert werden. ■ Jörg Schubert

siehe auch Karte S. 54/55


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Miteinander fürs Rheinsberger Seenland Nach einem Jahr schwieriger Verhandlungen wollen wir ihnen die bisherigen Ergebnisse Darstellen. Was ändert sich für uns: 6 x täglich mit Bahn und Bus, barrierefrei und fahrradtauglich von Berlin ins Rheinsberger Seenland. Der Zug verkehrt jetzt wieder 6 x täglich vom 1. 5. 08 bis ende Oktober von 9 – 21 Uhr, 2 x täglich, Samstags sogar 3 x ohne umsteigen von Berlin Gesundbrunnen nach Rheinsberg und umgekehrt. Alle Züge barrierefrei und fahrradtauglich. Der Rheinsberger Seenbus fährt auf den bisherigen Linien 785, 788 und 793. Er fährt durchgehend von Großzerlang über Rheinsberg nach Flecken Zechlin und von dort als Bedarfbus nach Luhme und Zempow. Jeweils 2 Busse pendeln so das der Anschluss und die weiterfahrt an jeden Zug in beide Richtungen garantiert ist. Die Niederflurbusse nehmen ohne Voranmeldung 2 Rollstuhlfahrer, Kinderwagen oder bis zu 4 Fahrräder mit. Der Bedarfsbus für Luhme und Zempow ist unkompliziert 60 Minuten vor Abfahrt über die günstige Festnetznummer 03391 / 400618 zu bestellen.

Was bringt es für die Bürgerinnen von Rheinsberg? Mit der Bahn nach Berlin macht wieder Sinn, denn wer um 9.40 Uhr startet kann noch um 19.40 von Berlin Gesundbrunnen umsteigefrei nach Rheinsberg zurückfahren. 8 Stunden statt 4 Stunden Aufenthalt in Berlin wie im Moment, machen die Bahn für Tagesausflüge wieder interessant. Aber auch die Mobilität zwischen den Rheinsberger Ortsteilen wird besser. Bisher sah es mit den Busverbindungen an den Wochenenden und in den Ferien eher mau aus. Ab Mai wird dieses anders und das ist doch gerade für unsere Jugendlichen und diejenigen die kein Auto haben ein Riesen Gewinn an Mobilitätsfreiheit. Also ab in den Bus und besucht euch! Leider fehlt immer noch Geld um das Marketing im gewünschten Umfang zu ermöglichen, deshalb suchen wir weiter Mitstreiterinnen. Auch für den Fahrkartenverkauf brauchen wir noch weitere Partner. Wer sich dieses vorstellen kann, wende sich bitte an das Büro des Bürgermeister, Seestr. 21 in Rheinsberg, Telefon 033931 / 55101

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Im Schülerverkehr ist es gelungen durch veränderte Abfahrtszeiten den Bedürfnissen der 3 Rheinsberger Schulen besser gerecht zu werden. Pausenzeiten können ausgeweitet werden, manche Wartezeit wird verkürzt. Eine Menge Verbesserungen wird es also in diesem ersten Schritt geben, doch wir wollen auf Dauer weiteres erreichen. Eine Busverbindung auch nach Menz, touristisch interessant, aber auch eine Option, Schüler aus Menz für die Heinrich Rau Schule zu gewinnen. Und natürlich gilt es auch bei der Anbindung der anderen Ortsteile Rheinsbergs, die noch nicht vom Rheinsberger Seenbus angesteuert werden, einiges zu verbessern. Zuletzt sei noch erwähnt, dass es uns ein großes Anliegen ist die Situation am Rheinsberger Bahnhof zu verbessern. Um die Attraktivität des ÖPNV und Rheinsbergs zu erhöhen. Im nächsten Rheinsberger Mosaik kurz vor dem Start des Projektes erfahren Sie mehr über den Fahrplan und die Haltestellen. ■ Freke Over


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gesundes

Was regt sich im Frühjahr? Eine gute Nachricht für alle, deren Körper noch nicht aus dem Winterschlaf erwacht ist: Sie können nachhelfen! - Richten Sie sich in Ihrem Tagesablauf nach der Sonne, damit Sie so viel Tageslicht wie möglich tanken können. Das stimmungsdämpfende Hormon Melatonin wird schneller abgebaut und die Serotoninausschüttung bei Sonnenlicht beschleunigt. Achtung, Sonnenbrille sparsam nutzen! - Gehen und bewegen Sie sich so oft wie möglich an der frischen Luft. Spazieren Sie doch wieder einmal durch den Schlosspark. Genießen Sie den Frühlingsduft im Boberower Forst. Lassen Sie die Frühlingsgefühle knospen. Nutzen Sie am besten jede Gelegenheit, den Körper auch im Alltag zu

bewegen, z.B. Treppen steigen, Fahrrad fahren statt Auto. - Regen Sie Ihren Kreislauf und Ihre Gefäße an. Vielleicht mit einem Saunabesuch in der Umgebung, wechselwarmen Duschen und Kneippschen Güssen zu Hause. Oder gar ein kurzes Bad in unseren Seen? So sind wir weniger empfindlich für die Temperaturschwankungen im Frühjahr. - Gönnen Sie Ihrem Körper auch etwas Gutes von Innen. Viel frisches Obst und Gemüse lassen den Stoffwechsel auf Hochtouren laufen. Trinken Sie reichlich.

bei schlechter Laune - gehen Sie raus ins Freie! Treffen Sie gute Freunde und Bekannte. Gemeinsam reden und lachen bringt auch die Seele wieder auf Trab. Abends kann ein schönes Buch für Entspannung sorgen.

- Günstig sind 5 kleine Mahlzeiten statt 3 große. Gerade wenn man sich kraftlos fühlt, beschwert eine umfangreiche Mahlzeit zusätzlich. - Eine letzte Empfehlung: auch

Wenn gar nichts hilft, kommen Sie zu uns in die Adler-Apotheke und holen sich Ihren persönlichen Tipp ab. Wir fühlen mit Ihnen! ■ Andrea Jokisch

KONTAKT Adler-Apotheke Apothekerin Andrea Jokisch Schloßstr. 3 16831 Rheinsberg Tel. 033931/2024 Fax 033931/43965 Email:adler-apotheke.rheinsberg@t-online.de

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Drei neue Chefärzte Dr. Harald Angerer – Chefarzt Klinik für Intensivmedizin Ebenfalls zum Januar dieses Jahres hat Dr. Harald Angerer die Leitung der Klinik für Intensivmedizin übernommen. Nach seinem Studium an der Universität Münster und seiner anästhesiologischen Tätigkeit an den Universitätskliniken Bochum und Essen, wechselte der Facharzt für Anästhesiologie 1997 an die Berliner Charité, um dort von 1998 bis 2001 als Funktionsoberarzt der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin zu arbeiteten. 2001 wurde er leitender Oberarzt der Universitätsklinik Bochum und kehrte 2004 als Chefarztvertreter nach Berlin an das Franziskus Krankenhaus zurück. Das umfangreiche und interessante Aufgabenspektrum an den Ruppiner Kliniken war für den gebürtigen Herner ausschlaggebend, den Posten als Chefarzt anzutreten. „Wir als interdisziplinäre Klink bekommen Patientenzuweisungen aus fast allen Fachbereichen“, so der Chefarzt der Abteilung für Intensivmedizin „und stehen darüber hinaus vor einer interessanten Erneuerung und Ausweitung unseres Aufgabenspektrums.“ Einen Fokus möchte der Mediziner, der zudem Philosophie und Sportwissenschaft studierte, im Bereich der Behandlung des Lungenversagens und der Sepsis legen. Des Weiteren sieht er seine Klinik auch in Zukunft als überregionales Ausbildungszentrum für Fachärzte in der Weiterbildung zur speziellen interdisziplinären Intensivmedizin. Ebenso attraktiv wie seinen neuen Arbeitsplatz findet Dr. Harald Angerer die Stadt Neuruppin: „Zwar habe ich bis jetzt vor allem gearbeitet, aber am See bin ich schon gewesen“. Grundsätzlich sieht er in Neuruppin viele Möglichkeiten, sportlich aktiv zu werden. Neben dem Joggen könnte sich der 46-Jährige vorstellen, auch mit dem Segeln zu beginnen. Die Voraussetzungen dafür sind hier ideal.

Dr. Wolf-Rüdiger Guschall – Chefarzt Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin Für das Hobby des neuen Chefarztes der Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin, Dr. Wolf-Rüdiger Guschall, bietet sich Neuruppin an. Der Facharzt für Innere Medizin hat sich in seiner Freizeit der Fotografie verschrieben. Sein Berufsleben hingegen ist geprägt von der Behandlung lungenkranker Patienten. Nach seiner von 1994 bis 2007 währenden Beschäftigung als abteilungsleitender Chefarzt in der Lungenklinik Lostau, freut sich Dr. Guschall auf seine neue Aufgabe. „Meine Abteilung in der Lungenklinik Lostau war spezialisiert auf die Therapie von Lungen- bzw. Bronchialtumoren“, stellt der Mediziner heraus. „Auch an der Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin der Ruppiner Kliniken weisen 50 Prozent der Patienten dieses Krankheitsbild auf. Jedoch diagnostizieren und behandeln wir hier auch akute infektiöse Lungenkrankheiten, wie die Tuberkulose, oder chronische Erkrankungen der Atemorgane.“ Neben der Gewährleistung einer optimalen Patientenbetreuung möchte der Internist Diagnose- und Therapieverfahren, wie z.B. die palliative endobronchiale Tumortherapie oder minimal-invasive Therapieverfahren, an den Ruppiner Kliniken weiterentwickeln bzw. etablieren. RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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gesundes

Dr. Martin Bilan – Chefarzt Klinik für Anästhesie Nach jahrzehntelangem Wirken als Oberarzt im Krankenhaus Bethel in Berlin Lichterfelde wuchs in Dr. Martin Bilan der Wunsch nach Veränderung. Nach einigen Überlegungen entschied sich der Facharzt für Anästhesiologie für einen Wechsel an die Ruppiner Kliniken. Hier ist er nun als Chefarzt für die Leitung der Klinik für Anästhesie zuständig. Große Herausforderungen erwarten den 57-Jährigen, der von 1969 bis 1975 an der Freien Universität zu Berlin Humanmedizin studierte. „Mittlerweile“, erklärt Dr. Martin Bilan „umfasst das Aufgabenfeld der Anästhesie einen Rundum-Versorgungsauftrag für den Patienten. Wenn sich Menschen aufgrund einer notwendigen Operation mit Geist und Körper in fremde Hände begeben, muss man ihnen Sicherheit vermitteln können.“ Darum betrachtet der Anästhesist die menschliche Zuwendung zum Patienten und die fachkompetente Versorgung als zwei seiner wesentlichen Aufgaben. Die Klinik für Anästhesie sieht Dr. Martin Bilan auf einem hervorragenden Weg: „Mein Team und ich möchten in der eingeschlagenen Richtung weitermachen, die Qualität der medizinischen Versorgung gewährleisten und weiterhin verbessern. Die Angebote zur regionalen Schmerztherapie werden wir ausbauen.“ Zudem ist auch eine Erweiterung des Angebots für niedergelassene Ärzte in Planung.

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wirtschaftliches

40 Jahre Raumausstatter Woelkeine Rheinsberger Unternehmergeschichte Am 15. Januar feierte Georg Peter Woelk mit seinen Mitarbeitern und der Familie im Kreise von Geschäftspartnern sein 40jähriges Firmenjubiläum. Der in den Kriegswirren 1943 in Stettin geborene Woelk erlernte den Beruf eines Polsterers und legte 1967 vor der Handwerkskammer in Potsdam die Meisterprüfung ab. Wie viele junge Meister hegte er den Wunsch, einen eigenen Handwerksbetrieb zu gründen. In der DDR war das nicht unbedingt selbstverständlich und häufig war es sogar schwierig dafür eine behördliche Genehmigung zu erhalten. Woelk erhielt diese und dazu drei Vorschläge, wo er sich niederlassen sollte. Der erste Vorschlag betraf die Kreisstadt Neuruppin, der zweite Flecken Zechlin und der dritte schließlich Rheinsberg, wofür er sich dann auch entschied. Die Gewerbegenehmigung erhielt er vom Rat der Stadt am 1. Januar 1968. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte er weder eine Werkstatt noch eine Wohnung - noch nicht einmal in Aussicht. Er wurde zum Handwerkerstammtisch ins Deutsche Haus eingeladen und schon nach kurzen Gesprächen mit den

Altmeistern verpachtete im Malermeister Galonska seine Gewerberäume in der damaligen Karl-Marx-Straße 17, heute wieder die Königstraße 17. In kürzester Zeit wurde die Werkstatt instandgesetzt und so konnte es am 15. Januar 1968 losgehen. Schon im September kam der erste Lehrling und ab da folgte alle drei Jahre ein neuer. Insgesamt hat Georg Peter Woelk in den 40 Jahren. neun Lehrlinge ausgebildet. Arbeit gab es reichlich, doch die Materialbeschaffung war schwierig, woraus lange Wartezeiten resultierten. Seinerzeit entfielen 80 Prozent der Arbeit auf den Bereich Polsterei, 10 Prozent auf Fensterdekorationen und ebenso 10 Prozent auf Fußbodenarbeiten. Mit der Wiedervereinigung 1990 kam auch die große Wende im Handwerk. Es gab jetzt vielfältiges und hochwertiges Material und das war auch unbegrenzt und kurzfristig lieferbar. Dafür fehlte in den ersten Wochen die Arbeit. Doch Woelks Kunden und Partner hielten zu ihm. So kamen auch schnell wieder Aufträge und von Tag zu Tag wurden es mehr. Der Verkaufsraum wurde total umgebaut und vergrößert, das Sortiment erweitert, der Fuhr-

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park vergrößert und die Werkstatt mit neuen Maschinen und Arbeitsgeräten ausgestattet. Das Unternehmen Woelk war nun ein Vollraumausstatter, das heißt: - Polster und Möbelhandel - Deko von A bis Z - Fußbodenarbeiten aller Art - Sonnenschutzarbeiten-Markisen - Matratzen und Zubehör

Neben dem Meister arbeiten vier Festangestellte im Betrieb, die jährlich in Schulungen und Lehrgängen weitergebildet werden, um neue Materialien und Verarbeitungsweisen kennen zu lernen und so am Markt mithalten und zu bestehen zu können. Einer der erfahrensten Mitarbeiter ist Woelks Sohn Matthias, der inzwischen auch schon 20 Jahre in dem Unternehmen arbeitet, welches er einmal nach Wunsch des Vaters weiterführen wird. Garant des Erfolges war die konsequente und disziplinierte Konzentration auf traditionelle gute handwerkliche Qualitäts-


wirtschaftliches arbeit. Dies lies Woelk auch die schwierigen Jahre der wirtschaftlichen Rezession gut überstehen. Er gehörte auch zu jenen Unternehmen aus der Region die viele Aufträge im unlängst entstandenen Hafendorf inclusive Hotel und Veranstaltungsarena ausführen durften. Nicht nur als Handwerksmeister hat Georg Peter Woelk einen guten Ruf. Immer wieder hat er sich für soziale, kulturelle und sportliche Projekte verschiedener Vereine engagiert und diese auch finanziell unterstützt. Dazu gehört seit langem das Haus der Begegnung, der Fußballverein, die Musikakademie, der Kindergarten u. v. m. Im vergangene Sommer war Woelk einer der ersten, der im

Rahmen der 96 Stunden Aktion im Seebad half und dort in der Veranda neuen Fußbodenbelag verlegte. Zu seinem Jubiläum, bat er seine Gäste statt Blumen und Geschenken um eine Spende für Projekte in Rheinsberg. Der so zusammengekommene und von ihm noch aufgerundete Betrag von 1.200 wurde über die Stadt Rheinsberg dem Haus der Begegnung, der Musikakademie und der Kindermannschaft des Fußballclub Blau Weiß 90 Rheins-

berg zur Verfügung gestellt. Für dieses vorbildliche Engagement möchte sich das Rheinsberger Mosaik stellvertretend für die Rheinsberger und ihre Vereine bei Georg Peter Woelk bedanken. Wir wünschen ihm, seiner Familie und den Mitarbeitern auch in der Zukunft Erfolg, Gesundheit, Schaffenskraft und viele Aufträge.

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kommunales

Rheinsberger Seenland oder Rheinsberg - Sanddörfer und Seen, das war nur eine der Diskussionen auf dem zweiten Nachfolgetreffen der Zukunftskonferenz, bei der es um die Frage der intensiveren Zusammenarbeit und Wertschätzung des ländlichen Raums ging, der auch in der Namensgebung für das Amt seinen Ausdruck finden sollte. Am Samstag den 26. Januar kamen 50 Bürger und Bürgerinnen, Gäste und Freunde Rheinsbergs in der Jugendbildungsstätte des DGB in Flecken Zechlin zusammen, um den im November 2006 begonnenen Prozess der Zukunftskonferenz für alle Ortsteile des Amtes Rheinsberg weiter zu führen. Die Wahl des Ortes begünstigte die hohe Präsenz von Bürgern und Bürgerinnen aus den Ortsteilen. Viel ist wieder geschehen in der Stadt und ihren Ortsteilen, insgesamt wurde aus 11 Arbeitsgruppen berichtet und als Personen, die nur noch ein paar wenige Male im Jahr nach Rheinsberg kommen, ist es auch dieses Mal wieder sehr beeindruckend, wie viel Engagement die Menschen hier an den Tag legen und wie viel in den zwei Jahren passiert ist. Wie sagte eine Teilnehmerin so schön: Bürgerschaftliches Engagement stärkt das Selbst-

bewusstsein und das wurde an diesem Tag sichtbar. Die Verbesserung des Anschlusses gerade der Ortsteile an das öffentliche Verkehrsnetz war nur ein Thema unter vielen Höhepunkten der Berichte. Ab dem 1. Mai wird es zwei Linien geben, die mit Unterstützung der Unternehmerschaft die Anbindung an die Bahn gewährleisten und auch Rollstuhlfahrern und Fahrradfahrern ermöglicht, die Dörfer und Seen rund um Rheinsberg zu entdecken. „Was für den Tourismus gut ist, ist auch für uns gut“, d. h... Freizeit und Ferienangebote der örtlichen Träger des Netzwerks für Jugend, Kultur und Tourismus bereichern natürlich auch die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen der Region. Die bessere Verbindung in die Dörfer per Bus sollte natürlich auch von den Einwohner/ innen selbst stark genutzt werden, denn es wird erst einmal zwei Jahre ausprobiert, ob sich die neuen Strecken und Zeiten RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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lohnen. Einen weiteren Höhepunkt und ein Produkt der Zukunftskonferenz halten Sie gerade in diesem Moment in den Händen, wenn Sie diese Zeilen lesen: das Rheinsberger Mosaik. Dass die bisherige ehrenamtliche Arbeit bei der Erstellung der Artikel und der Redaktion der Zeitschrift sowie Organisation sich für alle gelohnt hat, ist am großen Erfolg abzulesen. Die Schule hat einen großen Schritt nach vorne gemacht, jetzt ist sie Oberschule und bietet damit die Eintrittskarte für eine weiterführende Schule, an der dann das Abitur gemacht werden kann. Dies ist noch nicht allen bekannt. Doch im März entscheiden die Eltern selbst, ob es in Zukunft in Rheinsberg weiterhin dieses Angebot geben wird. Wer sein Kind nicht in Rheinsberg anmeldet, wird dann im nächsten Schuljahr sein Kind nach der Grundschule wohl in Neuruppin


kommunales oder noch entfernter einschulen müssen. Also liebe Eltern der Region, melden Sie Ihre Kinder in Rheinsberg an, denn dann werden auch weiterhin Fördermittel zur Sanierung der Oberschule fließen. „Die Mauern der Kreisgrenzen sind bezüglich der Mobilität von Schülern ja eh größer als die Grenzen zwischen den EU Staaten“, so kolportierte ein Teilnehmer die Situation, dass Menzer Schüler kaum Zugang zur nächstgelegenen Oberschule in Rheinsberg haben. Und wer an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern wohnt, weiß, dass hier die Busse enden, weil vergessen worden ist, den Staatsvertrag zwischen beiden Bundesländern zu erneuern. „Die Angst des Rheinsbergers vor dem Rheinsberger“, so bezeichnete eine Teilnehmerin der 2. Nachfolgekonferenz den Skeptizismus vieler gegenüber dem im Jahr 2006 initiierten Prozess der Zukunftskonferenz. Doch in einer der Reflexionsrunden wurde auch festgestellt, dass diese Skepsis immer mehr abnimmt und sich für die Teilnehmenden als völlig unbegründet erweist. Im Gegenteil, die neuen und alten Mitstreiter/innen betonten die besonders konstruktive und positive Atmosphäre in der Konferenz. Neue Ideen werden entwickelt, alte Ideen aufgenommen und angepasst. Wer kann sich von Ihnen nicht noch an „Subbotnik“ erinnern. Achten Sie darauf, denn Sie werden in Zukunft von Teilnehmenden

hören, wann Ihr Einsatz gefragt ist. Auffällig war auch, dass das Thema Fremdenfeindlichkeit dieses Mal häufiger thematisiert wurde, mit dem Hinweis, dadurch, dass in der letzten Zeit nichts Schlimmes mehr passiert ist, nicht nachzulassen mit dem Einsatz für Toleranz, Weltoffenheit und Demokratie. Eine Arbeitsgruppe vertiefte das Thema. Der durch eine Jugendgruppe neu belebte Pavillon auf dem Gelände der Heinrich-Rau Schule wird zum Thema Aufklärung über Rechtsextremismus eine Ringveranstaltung anbieten. Für die Kommunalwahlen hat die Jugendgruppe einen kommunal-politischen Check angekündigt. Wer sich zur Wahl stellt, sollte mit einer Einladung zum kritischen Gespräch in den Pavillon rechnen. Die politische Kultur in der Stadtverordnetenversammlung war auch Thema. Immer wieder wiesen Teilnehmende auf die verbesserungswürdigen Kommunikationsformen und den Umgang miteinander hin. Hierzu wurde auch die Notwendigkeit benannt, aktiv auf die Kommunalwahlen hinzuarbeiten. Jeder Einzelne und jede Einzelne sollte sich fragen, ob er oder sie sich aktiv in das Gemeinwesen einbringen und bei der Zukunft des Rheinsberger Seenlandes mitgestalten will. Dies vor allem angesichts der Tatsache, dass die Mit-

glieder der Stadtversammlung in der großen Mehrzahl durch Abwesenheit glänzten und uns als Außenstehende damit überaus deutlich machten, daß sie ein offensichtlich begrenztes Interesse haben an der Weiterentwicklung Rheinsbergs und seiner Ortsteile. Hier braucht es dringend neue Kräfte in der Stadtverordnetenversammlung, denen das Zusammenwachsen am Herzen liegt. Also, kandidieren Sie! Leider ist hier nicht der Platz, von allen Erfolgen zu berichten und die ganze Arbeit zu würdigen, die geleistet wurde. Überzeugen Sie sich selbst, denn das nächste Treffen ist schon beschlossene Sache. Es findet nächstes Jahr am 24. Januar 2009 statt. Achten Sie auf die Einladung.

Kristina Nauditt und Gerd Wermerskirch sind als freiberußiche Moderatoren unterwegs und begleiten die Zukunftskonferenz seit Beginn. Mehr Infos zu ihnen unter: www.argo-team.de.

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musikalisches

Luigi Cherubinis erfolgreichste Oper Ostern im Schlosstheater Rheinsberg Von Luigi Cherubinis knapp 30 Opern ist „Médée“ die bekannteste, doch „Der Wasserträger“ von 1800 war Cherubinis erfolgreichste Oper und wurde zum musikhistorischen Wegweiser. „Fragt ihr mich, welche Oper ich gut finde, so nenne ich euch den „Wasserträger“, denn hier ist das Sujet so vollkommen, dass man es ohne Musik als ein bloßes Stück geben könnte, und man es mit Freuden sehen würde“, urteilte Goethe über Cherubinis Werk. Beethovens einzige Oper „Fidelio“ wäre ohne den „Wasserträger“ nicht denkbar, bereits in der Ouvertüre ist die musikalische Verwandtschaft mit Beethovens fünf Jahre später entstandenem Meisterwerk deutlich zu hören. „Der Wasserträger“ trat nach seiner Uraufführung einen Siegeszug um die Welt an, er wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt, in fast allen europäischen Staaten, in New Orleans und wahrscheinlich in Indien gespielt. 30 Jahre lang war er ein Kassenschlager, bevor die Oper 1830 mit der Geburt der französischen Grand Opéra von den Spielplänen verschwand und erst im 20. Jahrhundert wieder entdeckt wurde. Die Französische Revolution hatte sich die Werte „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ auf die Fahnen geschrieben, ihre Vertreter wandelten sich gleich-wohl ebenfalls zu Tyrannen, Unterdrücker und Revolutionäre waren nicht immer

zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund schuf Cherubini mit dem „Wasserträger“ eine „Rettungsoper“, in der ein Vertreter des niedrigsten Standes mit Zivilcourage und Humanität sich in den Dienst der Rettung eines verfolgten Adeligen stellt. Cherubini verlegt die Handlung ins 17. Jahrhundert: Als Kardinal Mazarin 1647 in Paris Erlasse verkündet, die die Freiheit des Volkes stark einzuschränken drohen, weigert sich das französische Parlament, die Erlasse zu ratifizieren. Das Parlament wird aufgelöst, seine Mitglieder fliehen und werden verfolgt. Der Wasserträger Mikéli verhilft dem Grafen Armand und seiner Frau Constance zur Flucht, eine Geschichte um Verfolgung, Angst, Treue, Liebe, Mut, bürgerliche Rebellion und der Sehnsucht nach Freiheit entspinnt sich. Zu erleben ist Cherubinis besondere Oper „Der Wasserträger“ Ostern 2008 im Schlosstheater Rheinsberg. Nach Bühnenwerken von Schulz, Grétry, Gluck, Piccinni, Haydn und Reichardt aus der Entstehungszeit des historischen Rheinsberger Schlosstheaters widmet sich die Bundesmusikakademie Rheinsberg 2008 der Musik Luigi Cherubinis und bringt mit dem „Wasserträger“ den größten musikalischen Erfolg des Komponisten auf die Bühne des Schlosstheaters. Die Auswahl der Kompositionen für das Schlosstheater liegt in Händen RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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der Akademiedirektorin Dr. Ulrike Liedtke, die Musikalische Leitung des „Wasserträgers“ haben Christopher McMullen Laird und Yordan Kamdzhalov inne, den Chor studiert Rustam Samedov ein, die Regie führt Simone Zeisberg-Meiser, das Bühnenbild gestaltet Jens Hübner, die Technische Direktion hat Oliver Nehring inne, Produktionsleiterin ist Bettina Bröder. Die Sänger und Sängerinnen werden in bundes- weit ausgeschriebenen Vorsingen ausgewählt. Sie sind Studenten oder Hochschulabsolventen am Beginn ihrer Karriere. Das im Jahr 2002 anlässlich der Opernproduktion „Paris und Helena“ von Gluck an der Musikakademie gegründete „Orchester 1770“ setzt sich aus Studierenden der beiden Berliner Musikhochschulen zusammen. Den Chor bilden Studenten der Musikhochschulen in Berlin und Rostock. Der Kartenverkauf für den „Wasserträger“ läuft - gespielt wird am 20., 22., 23., 29. und 30.3. sowie am 5. und 6.4.2008. Kartenbestellungen sind möglich unter der Tel.-Nr. 033931-39296.


musikalisches

Die Arena ist eröffnet

Mathias Platzeck mit Prof. Matthus

Am 8.12.2007 eröffnete Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck eine neue Spielstätte für die Kammeroper Schloss Rheinsberg. Sie trägt fortan den Namen des Gründers und Leiters der Kammeroper – Siegfried Matthus. Anlässlich der Eröffnung gaben Sänger der Kammeroper Schloss Rheinsberg, die Brandenburger Symphoniker unter Leitung von Generalmusikdirektor Michael Helmrath ein Festkonzert. Es erklangen Ausschnitte aus Orchesterwerken und Opern von Siegfried Matthus sowie Arien aus Opern von Gounod, Puccini, Rossini, Tschaikowsky, SaintSaëns und Wagner. Es sangen: Dorothea Kaeppel, Ji Young Michel, Marco Jentzsch und Sung Kon Kim. Ministerpräsident Matthias Platzeck hat die neue Mehrzweckhalle „Siegfried-Matthus-Arena“ im

Rheinsberger Hafendorf als Zeichen für die stetig wachsende Bedeutung der Stadt als kulturelles und touristisches Zentrum gewürdigt. „Rheinsberg ist dank seiner Kammeroper weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus ein Inbegriff für Niveau und Qualität in Sachen Oper und Klassik und ein Anziehungspunkt für Kulturbegeisterte. Mit der Arena wurde nun ein weiterer Ort geschaffen, der als Spielstätte genutzt werden kann“, sagte Platzeck in seiner Festrede. Siegfried Matthus habe als künstlerischer Leiter der Kammeroper mit dem alljährlichen Festival für Nachwuchssänger etwas Einmaliges geschaffen, betonte Platzeck. „Rheinsberg wurde durch dieses Engagement zur Festivalstadt und zum Gastgeber für die Weltelite einer jungen Sängergeneration.“ Der Ministerpräsident fügte hinzu: „Dieser Glanz strahlt über die Stadt und die Ostprignitz hinaus. Das zeigt sich nicht zuletzt an der steigenden touristischen Bedeutung Rheinsbergs als Kulturstadt

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im Norden Brandenburgs. Die gute wirtschaftliche Entwicklung zeugt ebenfalls davon, dass ein kultureller AnziehungsFolkert Radenius(li.) und Jaska Harm

punkt wie die Kammeroper es vermag, viele Menschen anzulocken.“ Die Kammeroper kann künftig während der Festivalzeit bei unsicherer Witterung ihre Open-Air-Aufführungen in die Siegfried- Matthus- Arena verlegen. Damit ist ein langjähriges Problem gelöst. Denn seit Festivalgründung 1990 gab es bei den Open-Air-Aufführungen ein Problem: Wohin wenn es regnet? Ein Provisorium wechselte das andere ab. Es entstand ein Saal mit 1000 Plätzen, ein ansprechendes, großes Foyer mit Garderoben und Gastronomie und genügend Parkplätzen vor dem Gebäude. ■ Ute Schindler


musikalisches

Das Team der Kammeroper Prof. Siegfried Matthus (r.) und Rainer Schwarz

Die künstlerische Seite eines Unternehmens ist, wie das der Kammeroper, bekannt und wird öffentlich beobachtet. Aber wie werden diese künstlerischen Leistungen vorbereitet und erarbeitet? Ein sehr kleines, flexibles Mitarbeiterteam leistet die konzeptionelle, wirtschaftliche und organisatorische Vorarbeit - und über zwei dieser Mitarbeiter möchte ich heute sprechen. Der Geschäftsführer und Festivalmanager Rainer Schwarz ist ein studierter Regisseur, hat sehr erfolgreich an verschiedenen Theatern gearbeitet und ist heute noch ein gefragter Hörspielregisseur. Diese Grundkenntnisse sind ein wunderbares Fundament für seine Arbeit an der Kammeroper. Wenn für einen Regisseur eine organisatorische Begabung eine Voraussetzung ist, so musste Rainer Schwarz sich das Gebiet der Finanzen und der sich fast täglich verändernden Gesetze und Bestimmungen neu erarbeiten.. Der Finanzplan der Kammeroper muss für die aktuelle Saison bis auf den

letzten Cent vorgeplant werden und zum Abschluss muss dieser Plan mit Plus-Minus-Null aufgehen. Wenn man all die unvorhersehbaren Probleme einer Theaterproduktion kennt - eine schier unlösbare Aufgabe. Was Rainer Schwarz sich auf diesem Gebiet angeeignet hat und leistet, ist einfach gigantisch. Die Finanzprüfungen der letzten Jahre hat er nicht nur ohne Beanstandungen überstanden, sondern er hat sogar die Prüfer auf eigene Fehleinschätzungen hingewiesen. Alle diese Fragen im Vorfeld einer Saisonplanung sprechen wir gründlich ab, prüfen das Machbare und verabschieden uns von dem Unmöglichen. Diese vertrauensvolle Teamarbeit ermöglicht uns die anspruchsvollen Programme der Kammeroper durchzuführen und gibt mir die wunderbare Freiheit für die künstlerischen Planungen. Ute Schindler, für die Presseund Öffentlichkeitsarbeit der Kammeroper zuständig, hat Journalistik studiert und ihre reichen Erfahrungen und Verbindungen für die Arbeit bei der Kammeroper eingebracht. Diese persönlichen Verbindungen mit den Medien und den Journalisten sind heute besonders wichtig, denn diese wollen immer wieder mit Neuigkeiten und außergewöhnlichen Konzepten gefüttert werden. Der ganze Bereich der Werbung, die konzeptionelle Vorberei-

tung aller Druck-Erzeugnisse, die Ankündigung der einzelnen Veranstaltungen, die Dokumentation der erschienenen Kritiken über die Aufführungen, die Organisation von CD-Aufnahmen ist ihr kaum begrenzbarer Arbeitsbereich. Ute Schindler macht Programmvorschläge und organisiert auch über das Festival hinaus Veranstaltungen mit Kammeroper-Sängern. Ein weit-gehend eigenes Aufgabengebiet ist die inhaltliche und organisatorische Betreuung der Opernwerkstatt. Hier hält sie alle Verbindungen zu den Librettisten, Komponisten und Interpreten. Ute Schindler ist in vielen außergewöhnlichen Situationen hilfsbereit und für aktuelle Notwendigkeiten immer ansprechbar. Sie ist eine Mitarbeiterin, die ihr ganzes Wirken dem vielfältigen Anliegen der Kammeroper widmet.. Die verantwortlichen Mitarbeiter der Kammeroper wissen, dass Erfolge immer wieder neu errungen werden müssen und ein Ausruhen auf schon Erreichtem nicht hilft, die Zukunft der Kammeroper zu meistern und zu gestalten. ■ Siegfried Matthus

Ute Schindler RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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musikalisches

35 Preisträger für den Festivalsommer 2008 ermittelt Das verspricht ein interessanter und bunter Sommer zu werden! 400 junge Sängerinnen und Sänger aus 40 Ländern aller fünf Kontinente nahmen am 18. Internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg teil. Es gab zwei Wettbewerbsorte: St. Petersburg am 20./21. Januar und die Deutschen Oper Berlin vom 5. bis 9. Februar. Bemerkenswert wie bekannt das Festival selbst in fernen Sängerkreisen ist. Australien, China, USA, Südafrika – so lang war die Länderliste noch nie. Erstmals gab es sogar einen Sänger aus Indien unter den Bewerbern um die Rheinsberger Opernpartien – Amar Muchhala, ein Tenor, der sich schließlich seine Wunschpartie des Georg in Boieldieus „Weißer Dame“ sicher ersang. Insgesamt wurden 35 Preise vergeben. Die Preisträger sind nun in den Aufführungen des Festivalsommers 2008 zu erleben. Auf dem Programm stehen vom 28. Juni bis 16. August neben der „Weißen Dame“, Bellinis „I Capuleti e i Montecchi“, Mozarts „Entführung aus dem Serail“, Gesänge aus Dantes „Göttlicher Komödie“, Operngalas, Konzerte und die erste Rheinsberger Sängernacht.

Öffentlichkeit stattfand, erfreuten Sänger der Kammeroper 500 Besucher, die am 9.Februar in die Berliner Akademie der Künste gekommen waren. Sara Andersson, Sarah Ferede, Joa Helgesson und Sung Won Jin gaben ein eindrucksvolles Konzert und stellten mit Lied, Oper und Operette ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Die Pianistin Saori Tomidokoro beglei-

Während der Wettbewerb sozusagen unter Ausschluss der

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tete die Solisten einfühlsam. Alle vier Sänger sind Preisträger der Stiftung Vera und Volker Doppelfeld 2007 bzw. 2006 und hatten beim Rheinsberger Festival in großen Partien bzw. in der Operngala debütiert. Die private Stiftung vergibt seit fünf Jahren diesen Förderpreis zur weiterführenden Ausbildung. ■ Ute Schindler


malerisches

Klaus-Peter Bensch - ein Polizist mit einer künstlerischen Ader Mit einem Bild fing alles an, so könnte die Geschichte um Klaus-Peter Bensch beginnen. Dazu aber später - Klaus-Peter Bensch, Jahrgang 1959, ist in Rheinsberg geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach der Schulzeit und der Ausbildung zum AnlagenTechniker kam er mit 19 Jahren zum Grundwehrdienst als Militärpolizist nach Potsdam / Berlin. Dort begann er schon mit einigen kleinen PorträtZeichnungen. Nach der Militärzeit stand für ihn fest, er möchte zur Verkehrspolizei. 1980 war die Ausbildung zum Verkehrspolizisten in Magdeburg und nach dem Abschluss trat er seinen Dienst auf der Autobahn an. 1982 zum Anlass des 75. Geburtstages seiner Großmut-

ter besann er sich auf seine Fähigkeiten zum Malen. Er porträtierte den Großvater in einer aufwendigen Federzeichnung und gab es als Geschenk der Großmutter. Der gezielte Erfolg blieb jedoch mit den Worten aus: „Mein Junge, du hättest dir doch nicht soviel Mühe machen brauchen- ich habe doch Opa

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jeden Tag“. Nach dieser ersten Enttäuschung legte er die Feder 7 Jahre lang beiseite. Der zweite Anlauf, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, war ein Aufruf der Polizei, anlässlich des 40. Jahrestages der Republik unter dem Motto „Malende und zeichnende Volkspolizisten“. Aber die politischen Ereignisse überschlugen sich, und aus der Ausstellung wurde nichts, so dass er sein Bild zurück bekam und die zweite Enttäuschung hinnehmen musste. Klaus-Peter Bensch machte sich Gedanken über seine berufliche Zukunft. Er wurde 1992 mit dem Aufbau der Wasserschutzpolizei in Rheinsberg beauftragt. Durch sein neues Aufgabengebiet fühlte er sich mit dem Wasser verbunden, so dass er ab Anfang der 90er Jahre zum Vorsitzenden des Wasser-


malerisches

wander-Club Rheinsberg wurde. Nach erfolgtem Hausbau Ende der 90er Jahre kam er zur Ruhe und begann wieder zu malen. Er besuchte Kurse der Volkshochschule, festigte seine Fähigkeiten und vergrößerte dadurch seine Bandbreite. Er richtete sich zu Hause ein Atelier ein; dort entstanden in unterschiedlichsten Maltechniken die ersten Bilder. 2004 stellte er erstmalig seine Werke in Fürstenberg aus. Es

folgten weitere Ausstellungen in Lindow, Rheinsberg, Ketzin, Dorf Zechlin und Menz. In seiner Freizeit ist er gerne mit seinem fahrenden Hausboot auf den heimischen Gewässern unterwegs und malt die Natur. Sein Spektrum reicht von Landschafts-, Gebäude- bis zu Portraitzeichnungen in Kreide, Öl und Acryl. Inzwischen sitzt er nicht mehr alleine in seinem Atelier - es

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hat sich eine kleine Malgruppe gebildet: „Malgemeinschaft Am Wald“. Bei zwei Nachbarinnen wurde durch ihn das Interesse am Malen geweckt, so dass sie sich einmal pro Woche treffen. Eine erste gemeinsame Ausstellung erfolgte bereits im September letzten Jahres in Menz.

■ Martina Lösener


literarisches

Der Zauber der Bücher Wie viel Leidenschaft, wie viele heimliche Lieben gibt es in Ihrem Leben? Ist Ihnen die Frage zu persönlich? Entschuldigung. Ich erzähle Ihnen jetzt von meiner großen Leidenschaft. Es sind die Bücher, die Worte, die Geschichten, das Wissen, das sich zwischen zwei Buchdeckeln befindet. Schon der Anblick von Bücherregalen, der Geruch der von bedrucktem Papier ausgeht, entfacht bei mir Glücksgefühle. Bücher ziehen mich magisch an, habe ich sie einmal in meinen Händen, kann ich nicht wiederstehen, ich muss einfach eintauchen in die Geschichten von Liebe und Leid, Glück und Unglück, Schmutz und Elend, Spannung, Angst, Krieg und Frieden. Zu Helden und Orten, die mit den Worten des Autors und meiner Fantasie zu Bildern, Träumen und Visionen erwachen, die mich auf eine Reise mitnehmen, die mich Zeit und Raum vergessen lassen. Wenn ich dann an sogenannten

Wühltischen stehe, wo Bücher verramscht werden, fasst mich pures Entsetzen, ich möchte sie am Liebsten alle retten die vergessenen Bücher. Die Vorstellung, dass unser kulturelles Erbe einst verbrannt wurde, beschert mir eine Gänsehaut. Wenn mich also das Lesefieber erst ein-mal packt was sich meist schon am Ende der ersten Seite einstellt, kann ich nicht mehr aufhören. So ist es durchaus möglich, dass ich bei allen nur denkbaren Gelegenheiten ein Buch in der Hand halte. Ich bedauere es immer wieder, wenn mir Menschen erzählen, dass sie nicht lesen. Kaum zu glauben was sie alles verpassen. Meist kommt dann die Antwort, keine Zeit oder ich habe es nicht so mit dem Lesen, bin halt mehr der handwerkliche Typ .................. Ich bin traurig, wenn ich auf Lesungen im Gespräch mit Kindern feststelle, dass sie gar keine Bücher besitzen. Eine Vorstellung die mir Angst macht. Den Grundstein des Lesens legen die Eltern. Es beginnt mit dem abendlichen Vorlesen von Geschichten, dem Spaß am Lesen lernen. Wie stolz sind wir, wenn unsere Kinder die ersten schwierigen Wörter silbenweise lesen können und irgendwann der Tag kommt, an dem sie selber ein Buch zur Hand nehmen. Das passiert aber nur, wenn Eltern vorleben, dass Bücher eine Bereicherung sind, die Fernsehen und Computerspiele nicht ersetzen können. Es gehört viel Liebe und Geduld

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dazu ein Kind groß zu ziehen, aber ein Buch hat noch keinem geschadet.. Versuchen Sie es doch einfach mal, nehmen Sie ein Buch zur Hand, beschenken Sie sich selber mit schönen Momenten! Jedes Buch hat eine Seele, die Seele dessen der es geschrieben hat und die Seele derer die es gelesen, erlebt und von ihm geträumt haben. Denn jedes Mal, wenn ein Leser seinen Blick über die Seiten gleiten lässt, passiert etwas wunderbares, die Geschichte beginnt zu leben - kann es etwas Schöneres geben? Leseprobe aus: „Tom Tolup oder wie mein Schutzengel fliegen lernte“ (für große und kleine Leser von 7 Jahren an) ……. Tom wird auf einmal ganz, ganz müde. Er sieht die Schriftstellerin an und kann ihr Gesicht gar nicht mehr erkennen. Alles verschwindet wie in dichten Nebelschwaden. Wie aus der Ferne hört er das Lachen und Schreien seiner Mitschüler und die strengen Rufe von Frau Finke. Irgendwann hört er gar nichts mehr. Er fühlt sich leicht und warm und es ist ihm, als ob etwas an seiner Nase kitzelt. Er streicht im Schlaf mit seiner Hand über die Nase, aber das Kitzeln hört nicht auf. Es wird immer heftiger und auf einmal hört er ein leises Kichern. Tom öffnet seine Augen. „Was träume ich da nur?“, fragt er sich. Tom schließt seine Augen wie-


literarisches der, daraufhin kitzelt es ihm wieder an der Nase, dass er niesen muss, dabei öffnet er die Augen. Mit seinen Händen reibt er sich die Lider, um dieses Traumbild verschwinden zu lassen. Tom reibt kräftig an den Augen, nimmt die Hände beiseite, öffnet die Augen und sieht abermals dasselbe Traumbild: Auf Toms Liege sitzt ein kleiner, dicker Junge mit einer modernen Gel-Haarfrisur. Er hält eine Feder in der Hand und kitzelt Tom die Nase. Dabei kichert er herzhaft. „Fin findest du das lu lustig?“, fragt Tom wütend. „Ja und wie! Ich finde es wahnsinnig lustig, dich zu kitzeln. Ich möchte am liebsten gar nicht mehr aufhören.“ „Wer wer bist du?“ „Gestatten: Ich heiße Fredi, Fredi Flügelbruch. Flügelbruch, weil ich einen kaputten und geschienten Flügel habe und ich bin, wenn ich meine Schutzengelprüfung bestehe, bald dein Schutzengel. Aber da ich ziemlich schlecht in der Schule bin, benötige ich deine Hilfe, damit ich dein Schutzengel werden kann. Ich stehe nämlich zur Zeit auf Engelmangelhaft und ich benötige ein Engel-engelhaft, um die Prüfung zu bestehen. Am schlechtesten bin ich im Fahrradfahren, ich kenne einfach keine Regeln“, erklärt der kleine, dicke Junge und auf einmal kommen hinter seinem Rücken zwei weiße Flügel hervor. Der eine schön gerade und voll mit weißen Federn, mit dem er vermutlich die Nase von Tom gekitzelt hat. Der zweite Flügel ist in eine rote Bandage gewickelt.. Er sieht ganz krumm und überhaupt nicht so majes-

tätisch wie der andere Flügel aus. Tom kann es gar nicht fassen: „Ob die Pizza vielleicht nicht gut war“, grübelt er. Vorsichtig tastet er nach dem geschienten Flügel: „Wie is ist das pa pas-siert?“ „Na, beim Fahrradfahren! Ich kann das nicht, deswegen ja auch das Engel-mangelhaft. Man, Tom, brauchst du immer so lange? Und bevor du weiter nachdenkst, die Pizza war in Ordnung!“ Tom bekommt einen Schreck. „Kann er meine Gedanken lesen?“, fragt er sich. „Ja kann ich, das lernt man schon im ersten Engelschuljahr. Dafür habe ich ein Engel-engelhaft bekommen. Aber jetzt steh endlich auf, Tom! Wir haben es eilig! Morgen ist meine Fahrradprüfung! Du musst mit mir kommen!“ „Wo wohin?“ „Na, zur Schutzengelschule! Wenn wir uns beeilen, kommen wir noch pünktlich zur ersten Stunde.“ Der kleine, dicke Fredi holt aus seinen vollen Hosentaschen ein rotes Seil hervor. Das eine Ende befestigt er an Toms Körper, das andere Ende legt er sich um seinen gesunden Flügel. Dann steht der kleine, dicke Fredi auf und stellt sich auf die Zehenspitzen. Mit seinem gesunden Flügel schlägt er drei, vier, nein fünfmal ganz kräftig, geht dabei in die Hocke und springt in die Luft. Tom wird hin und her gewirbelt. Er stößt mit seinen Füßen gegen Lisas Liege. Fredi schlägt wie wild mit seinem gesunden Flügel, aber es funktioniert nicht, beide landen wieder auf Toms Liege. „Viel vielleicht, wen wenn ich auch hoch hoch

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springe?“, versucht Tom den dicken Fredi zu beruhigen. „Ja, versuchen wir es noch einmal“, schlägt Fredi Flügelbruch vor. Fredi und Tom stellen sich auf ihre Zehenspitzen, beide gehen mehrmals in die Hocke, um dann immer und immer wieder hoch zu springen. Dabei wedelt Fredi mit seinem gesunden Flügel. Diese Übung wiederholen sie einige Male. Ungefähr beim achten Mal haben die Jungen so viel Schwung, dass sie sich in die Luft erheben. Sie nehmen eine leichte Schieflage ein. Das liegt daran, dass Fredi nur einen funktionierenden Flügel hat. Mit seinem Fuß stößt Fredi das angelehnte Fenster auf und los geht es in den kalten, dunkelblauen Nachthimmel! Tom versucht sich so gut wie möglich an dem dicken Körper des kleinen Fredi fest zu halten. Die permanente Schieflage ist sehr gefährlich. Sie streifen mit ihren Füßen die Spitzen der Tannen des nahe gelegenen Wäldchens. Schließlich gibt Fredi zu, dass er unter Flugangst leidet und im Fach fliegen für Schutzengel auch ein Engel-mangelhaft hat. Tom fragt sich, ob es überhaupt ein Fach gibt, in dem Fredi kein „mangelhaft“ hat. „Ja, in Gedankenlesen“, sagt Fredi. „Hab ich dir doch gesagt, da habe ich ein Engel-engelhaft.“ Angaben zur Autorin: Susanne Bünger, geboren in Thüringen, lebt und arbeitet heute in Neuruppin, sie ist verheiratet und hat zwei Söhne. Sie schreibt Kinder- und Jugendbücher. Veröffentlicht sind ihre Bücher im PS Verlag. Die Illustrationen ihrer Bücher stammen von ihrem Ehemann.


literarisches

Deutsche Literaturnobelpreisträger

Theodor Mommsen

Dass der Nobelpreis der bedeutendste und weltweit angesehenste Preis ist (und in machen Ländern einer Heiligsprechung gleichkommt) - das weiß jeder. Aber kennt jeder auch die Preisträger…? Den „Kreis der Unsterblichen“, wie Thomas Mann das nannte? Ein Rundgang durch die Ausstellung wird wohl fast jedem beweisen: oh nein, wohl doch nicht. Genau bei diesem Erstaunen setzt die Ausstellung „Deutschsprachige Literaturnobelpreisträger“ an: Sie möchte die zwölf deutschsprachigen Autoren und Autorinnen vorstellen, die jemals den Preis erhielten, und ihre literarischen Standpunkte andeuten. Sie lädt ein zu einem unterhaltsamen Spaziergang durch die deutsche Literaturgeschichte. Schon über Alfred Nobels testamentarischen

Hinweis, nur die auszuzeichnen, die „das vorzüg- lichste Werk idealistischer Prägung geschaffen“ haben, gingen die Deutungen auseinander. Zumal ein enger Freund Nobels zu verstehen gegeben hat: „Nobel war Anarchist …“. In den ersten zehn Jahren versuchte man dennoch, die Preisvergabe im engeren Sinne der testamentarischen Richtlinien Nobels zu vollziehen. Bei der Wahl von Theodor Mommsen 1902, Rudolf Eucken 1908, auch noch bei Paul Heyse 1910 leuchtet das ein. Doch schon bald geschah eine Öffnung zur Moderne: Gerhart Hauptmann erhielt 1912 den Preis (und der Inder Tagore erhielt 1913 als erster Nicht-Europäer die Auszeichnung). In den 20er Jahre galt eine „weitherzige Humanität“ als Maß aller Dinge. 1929 erhielt Thomas Mann den Preis. Und nach 1945 wollte man auf vernachlässigte literarische Gattungen und andere Sprachund Kulturgebiete aufmerksam machen, und auch die so genannten „Bahnbrecher“ ehren (Hermann Hesse 1946, Nelly Sachs 1966, Heinrich Böll 1972, Elias Canetti 1981). Heute versucht man jene Autoren zu ehren, die in ihren Werken eine große Welthaltigkeit und gesellschaftliches Bewusstsein einbringen (Günter Grass 1999, Elfriede Jelinek 2004). RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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Streng genommen hätten die meisten Autoren den Preis aber gar nicht bekommen dürfen. Nobel hatte nämlich verfügt, dass das Werk „im letzten Jahr“ vorgelegen haben musste. In den Naturwissenschaften wird das bis heute praktiziert - es zeigte sich aber bald, dass das in der Literatur nicht so ohne weiteres möglich ist. Literatur wirkt langsamer, oft verzögerter, dafür aber auch nachhaltiger (wirklich große Werke können nicht durch andere, spätere, „übertroffen“ oder gar „widerlegt“ werden - wie das ist der Naturwissenschaft möglich ist). Immer wieder gab es bei den Verleihungen auch Ärger: Bei Rudolf Eucken gab es bereits seinerzeit Kopfschütteln; Gerhart Hauptmann galt lange Zeit eher als „SkandalAutor“ denn als nobelpreiswürdig; Thomas Mann erhielt den Preis 1929 für die Buddenbrooks, die bereits 1901, also 28 Jahre zuvor, erschienen waren; die Wahl von Heinrich Böll wurde im konservativen Feuilleton gar als „Verschwörung der sozialistischen Internationale“ beargwöhnt; und Elfriede Jelinek sah sich in Österreich als Intimfeindin der FPÖ in heftige publizistische Fehden verwickelt. Dennoch muss man konstatieren, dass die Schwedische Akademie erstaunliches Gespür bei ihren


literarisches René Sully Prudhomme | Theodor Mommsen | Bjørnstjerne Bjørnson | Frédéric Mistral | José Echegaray | Henryk Sienkiewicz | Giosuè Carducci | Rudyard Kipling | Rudolf Eucken | Selma Lagerlöf | Paul Heyse | Maurice Maeterlinck | Gerhart Hauptmann | Rabindranath Tagore | Romain Rolland | Verner von Heidenstam | Karl Gjellerup | Henrik Pontoppidan | Carl Spitteler | Knut Hamsun | Anatole France | Jacinto Benavente | William Butler Deutschsprachige Yeats | Władysław Reymont | George Bernard Shaw Literaturnobelpreisträger | Grazia Deledda | Henri Bergson | Sigrid Undset | Thomas Mann | Sinclair Lewis | Erik Axel Karlfeldt | John Galsworthy | Iwan Bunin | Luigi Pirandello | Eugene O’Neill | Roger Martin du Gard | Pearl S. Buck | Frans Eemil Sillanpää | Johannes Vilhelm Jensen | Gabriela Mistral | Hermann Hesse | André Gide | T. S. Eliot | William Faulkner | 16. FEBRUAR BIS 30. MÄRZ 2008 Bertrand Russell | Pär Lagerkvist | François KURT TUCHOLSKY LITERATURMUSEUM Mauriac | Winston Churchill | Ernest HeSCHLOSS RHEINSBERG mingway | Halldór Laxness | Juan Ramón JiÖffnungszeiten: ménez | Albert Camus |Dienstag Boris –Pasternak | Sonntag Salvatore Quasimodo | Saint-John 9:30 –12:30Perse und | Ivo Andrić | John Steinbeck 13:00 | Giorgos | –17:00 Seferis Uhr Jean-Paul Sartre | Michail Scholochow | Samuel Josef Ag MAgnon | Nelly Sachs | Misunari Kawabata | Samuel Beckett | Alexander Solschenizyn | P Neruda | Heinrich Böll | Harry Edmund Martinson | Eugenio Montale | Saul Bellow | Vicente Aleixandre |s | Elias Canetti | Gabriel García Márquez | William Golding | Jaroslav Seifert | Claude Simon | Wole Soyinka | Joseph Brodsky | Nagib Mahfuz | Camilo José Cela | Octavio Paz | Nadine Gordimer | Derek Walcott | Toni Morrison | Kenzaburō Ōe | SeaJosé Saramago | Günter Grass | Gao Xingjian | Vidiadhar S. Naipaul | Imre Kertész | John M. oetzee | Elfriede Jelinek | Harold Pinter | Orhan Pamuk | Doris Lessing

»Ich natürlich, oder ?!«

Hermann Hesse

Entscheidungen bewiesen hat: Alle Preisträgern repräsentieren jeweils signifi-kante Geisteshaltungen ihrer Zeit. Es gibt aber auch die vielen schönen Geschichten und Anekdoten rund um den Preis: Böll erfuhr im Fahrstuhl in einem Hotel in Athen vom Preis und Grass war 1999 der schönste NobelpreisTänzer. Der Titel der Ausstellung geht übrigens auf Gabriel Garcia Marquez zurück. Er wurde 1981 gefragt, ob er wisse, wer in diesem Jahr den Preis bekomme. Seine Antwort war: „Ich natürlich, oder?“ (Er bekam ihn dann im nächsten Jahr, 1982.) Dieses - und vieles andere - ist nachzulesen in dem Büchlein, das die Ausstellung begleitet (7,50 EUR). Die Ausstellung wird ergänzt durch drei Hörstationen, in denen die Nobelpreisträger mit O-Tönen zu hören sind und durch Tucholsky-Kommentare zu den acht Preisträgern, die er kannte. ■ Peter Böthig

ALG

Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V.

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unterstützt von den Verlagen

und


Kalendarisches

März SA. 08.03.08

Rheinsberg Spiegelsaal *MA/VvK 18:00 Uhr “Solo – Recital Violoncello” von Yann Merker SA. 08.03.08

Köpernitz KulturGutshaus 19:30 Uhr Chanson-Abend „Ich bin blond - und das ist auch gut so“ mit der Kabarettistin Velia Krause Berlin Tel. Voranmeldung 033931-37855

Stimmungsshow“ mit den Crazy Cats

SA. 15.03.08

Rheinsberg Spiegelsaal *MA/VvK 18:00 Uhr „Kontraste“ Konzert des Potsdamer Vokalensembles VOCANTinuo

Rheinsberg Schlosstheater *MA/VvK 19:30 Uhr Premiere „Der Wasserträger“ Oper von Luigi Cherubini (1760 – 1842)

MO. 24.03.08

Rheinsberg 10:00 Uhr Treffpunkt Kronprinz FriedrichDenkmal Schlossparkführung *KK

Rheinsberg Foyer Schlosstheater 11:00 Uhr Recital - Musiker des Orchesters 1770 aus der Produktion „Der Wasserträger“ stellen sich vor *MA/VvK

SA. 08.03.08

Rheinsberg IFA Hotel Hafendorf 20:00 Uhr „2. Show – Treff“ mit der Danceshow Hot Moves Tel. Voranmeldung 033931-8000

Zechliner Hütte (siehe Sonderplakat) 10-22:00 Uhr „Trödelmarkt / Osterfeuer“

MO. 24.03.08

Rheinsberg Gasthof Endler 19:00 Uhr „Frauentagsparty“ Tel. 033931-2079

FR. 14.03.08

Rheinsberg Schlosstheater *MA/VvK 19:30 Uhr „Der Wasserträger“ SO. 23.03.08

DO. 20.03.08

SA. 08.03.08

Zechlinerhütte Haus Bikowsee 19:00 Uhr „Frauentagsparty“ Tel. 033931-50711 Di. 11.03.08 Kurt Tucholsky Literaturmuseum 19:30 Uhr >> 60 Jahre Israel << „Vier Häuser und eine Sehnsucht“ Lesung von Eshkol Nevo

SO. 23.03.08

FR. 28.03.08 FR. 21.03.08

Rheinsberg Spiegelsaal *MA/VvK 19:30 Uhr Konzert der Rheinsberger Hofkapelle „La Cavalletta“ SA. 22.03.08

Rheinsberg Schlosstheater *MA/VvK 19:30 Uhr „Der Wasserträger“ SA. 22.03.08

Rheinsberg IFA Hotel Hafendorf 20.00 Uhr „Golden-OldieRHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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Rheinsberg IFA Hotel Hafendorf 20:00 Uhr „Elvis – Die Show“ Tel. Voranmeldung 033931-8000 SA. 29.03.08

Dorf Zechlin Hotel Gutenmorgen ab 10:00 Uhr „Frühlingsfest“ u.a.: Böhmische Musikanten Tel.: 033923-70275 SA. 29.03.08

Rheinsberg Schlosstheater MA/VvK 15:00 Uhr Abschlusskonzert des Internationalen Meisterkurses Klavier


kalendarisches SA. 29.03.08

Rheinsberg Schlosstheater *MA/VvK 19:30 Uhr „Der Wasserträger“ SO. 30.03.08

Rheinsberg Schlosstheater *MA/VvK 15:00 Uhr „Der Wasserträger“

Das Team der Modeboutique Liaison um Annett Peters lädt alle Modeinteressierten Damen und natürlich auch Herren zur Vorstellung der Frühjahrs – und Sommerkollektion 2008-03-01

am Freitag, den 14. März 2008 um 18.00 Uhr in die Räume der Boutique Am Markt 10 herzlich ein. Wir Präsentieren Ihnen Mode von Betty Barcley, Opus und Passport. Ebenfalls stellen wir die aktuelle Schuhmode von „Remonte“ und „Tamaris“ vor.

RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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kalendarisches

April SA. 05.04.08

Rheinsberg Schlosstheater *MA/VvK 19:30 Uhr „Der Wasserträger“ SO. 06.04.08

Rheinsberg Schlosstheater *MA/VvK 15:00 Uhr „Der Wasserträger“ Di. 08.04.08 Kurt Tucholsky Literaturmuseum 19:30 Uhr Buchpremiere Regina Scheer Kurt Tucholsky und Sunhild Pflug Else Weil Jüdische Miniaturen Vorgestellt vom Verleger Gerhard Hentrich

MO. 14.04.08

Rheinsberg 10:00 Uhr Treffpunkt Kronprinz FriedrichDenkmal Schlossparkführung *KK SA. 19.04.08

Rheinsberg Gerätehaus FFW 10-17:00 Uhr „Tag der offenen Tür“

Rheinsberg Seestraße 14:00 Uhr „Flottenparade zum Saisonauf-

SA. 12.04.08

Rheinsberg Schlosstheater *MA/VvK 19:30 Uhr „Und es blitzten die Sterne...“ Opernsoirée Arien und Duette aus Opern von Giacomo Puccini (1858-1924)

Rheinsberg Schlosstheater *MA/VvK 17:00 Uhr „Quer Geflötet“ Konzert der Flötenklasse der Hochschule für Musik und Theater Hamburg MO. 28.04.08

Rheinsberg Treffpunkt Kronprinz 10:00 Uhr Friedrich-Denkmal *KK Schlossparkführung MI. 30.04.08

Zechliner Hütte Haus Bikowsee 18:00 Uhr „Walpurgisnacht am Hexenmoor“ - Geheimnisvolles Treiben zwischen Schlabornund Bikowsee – Ende: Abflug Punkt Mitternacht

Rheinsberg Schlosstheater *MA/VvK 19:30 Uhr „Frühlingsball“ Tanz mit Live-Band, Tanzshow, Frühlingsmenü

Rheinsberg IFA Hotel Hafendorf 20:00 Uhr Comedy-Music-Show mit Monsieur Malheur & Anne “Genie oder Musicalclown” Tel. Voranmeldung 033931-8000

SA. 26.04.08

SA. 19.04.08

FR. 11.04.08

FR. 11.04.08

„BELLA ITALIA – Italienische Nacht” Tel. Voranmeldung 033931-8000

AKTIONSTHEATER GEGEN DAS BOMBODROM – ein Workshop für AktivistInnen takt“ MO. 21.04.08

Rheinsberg Treffpunkt Kronprinz 10:00 Uhr Friedrich-Denkmal *KK Schlossparkführung DI. 22.04.08

Kurt Tucholsky Literaturmuseum 19:30 Uhr „Das Politische ist privat.“ – Erinnerungen für die Zukunft Lesung von Claudia Roth FR. 25.04.08

Rheinsberg IFA Hotel Hafendorf 20:00 Uhr

RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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Politisches Aktionstheater als „Waffe“ im Friedenskampf. Vor dem Hintergrund des Bombodrom und andere Militäraktivitäten wollen wir in einem zweitägigen Workshop Methoden und Techniken Politischen Aktionstheaters vermitteln, mit denen AktivistInnen aus dem Bombodromwiderstand mit ihren Themen im öffentlichen Raum präsent werden können. Im Laufe des Workshopprozesses lernen die TeilnehmerInnen Methoden kennen, mit denen sie nach dem Workshop auch ohne Anleitung in ihren jeweiligen Gruppen weiterarbeiten und kurze Performances vorbereiten können. Bitte schwarze Kleidung mitbringen und wer möchte Musikinstrumente z.B Percussion Workshop „Aktionstheater gegen Bombodrom“:

Freitag 25. April 19.00 – 22.00 Samstag 26. April 10.00 – 20.00 Sonntag 27. April 10.00 – 13.00 Veranstaltet vom Bündnis Rosa Heide und der „HochVier - Gesellschaft für politische und interkulturelle Bildung e. V.“ im Ferienland Luhme Inaugenscheinnahme und Anfahrtsbeschreibung unter www.ferienland-luhme.de Teilnahmegebühr: 10 EUR/ 30 EUR incl. Essen & Übernachtung im 2/4 Bettzimmer. Einzelzimmer gegen Aufpreis bitte verbindlich bis zum 15. April anmelden unter info@ferienland-luhme.de


kalendarisches

„KERAMIK- und KUNSTHANDWERKERMARKT RHEINSBERG“ Im Rheinsberger Stadtzentrum werden sich am 19.und 20.April 2008, jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr, über 50 Aussteller aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg vorstellen. Dabei sind u.a. Kunstkeramiker, Töpfermeister, Floristen, Textilgestalter, Korbmacher, Kunstmaler, Glasbläser, Schmuckgestalter und Holzschnitzer. Die Aussteller arbeiten direkt an der Töpferscheibe, schnitzen oder gestalten direkt vor den Augen der Besucher. Kinder können selbst aktiv werden und Holzarbeiten unter Anleitung bearbeiten. In den Rheinsberger Keramikmanufakturen finden Führungen durch die Produktionsräume statt. Selbstverständlich haben auch die Rheinsberger Ateliers und Galerien, zum Teil mit interessanten Sonderausstellungen, geöffnet. Und auch Schloss Rheinsberg und das Kurt Tucholsky Literaturmuseum (im Schloss) mit der Sonderausstellung „Helge Leiberg: BEDACHT. -Künstlerbücher und Bilderladen von 10:00 – 17:00 Uhr ein. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, an der „Flottenparade“ der Reederei Halbeck teilzunehmen und eine „Fahrt in den Frühling“ auf der Rheinsberger Seenkette zu erleben oder sich von 10:00 –17:00 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr alte und neue Feuerwehrtechnik zu bestaunen.

Starke Teams gesucht! Unter Federführung des Marineclubs Rheinsberg ist zum „12. Rheinsberger Hafenfest“ am Sonnabend, dem 24. Mai 2008, wieder ein Kutterwettrudern geplant. Die Begeisterung der Teilnehmer und Zuschauer beim 1.Rennen im Jahr 2007 war Anlass, dass der Heimatverein Rheinsberger Seenkette und der Verkehrsverein Rheinsberger Seenkette Teams aus der Region auffordert, gegen die eingeladenen Gastmannschaften befreundeter Marineclubs und gegeneinander anzutreten. Geplant sind 2 Läufe, 1. Lauf ca. 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr Start – 200 m – Wende – 200 m Ziel je zwei Boote gegeneinander, dann Wechsel der Mannschaften 2. Lauf ab 13:30 Uhr mit Wechsel der Boote Jede Mannschaft, besteht aus min. 9, max. 11 Personen, wie im Vorjahr sind natürlich auch wieder gemischte Mannschaften möglich. Nicht zu überhören bzw. zu übersehen war im Jahr 2007 die Frauenmannschaft aus Dierberg, die sich achtbar gegen die Männermannschaften durchsetze. Firmen, Ortsfeuerwehren, Vereine, Chöre und Großfamilien der Region sind zur Teilnahme aufgerufen. Vor dem Wettkampf besteht auch die Möglichkeit, mit den Originalbooten nach telefonischer Absprache mit Herrn Günter Steffens, Tel. 033931/2700. oder 0176/21211400 zu trainieren. Spätester Meldeschluss ist der 25. April 2008 beim Verkehrsverein Rheinsberger Seenkette

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vorausschauendes

Im IFA Hafendorf knallen die Korken Das lange Wochenende Anfang Mai nutzt das IFA Hafendorf, um mit Higlights die diesjährige Saison zu eröffnen. Natürlich sind die zahlreichen Rheinsberg Besucher, die jedes Jahr am Vatertag unterwegs sind, auch im Hafendorf willkommen, ganz gleich, ob sie per Boot, zu Fuß, mit dem Rad`l oder dem Kremser kommen. Entlang des Kais erwarten Sie zahlreiche „vatertagstypische“ Angebote. Boat City eröffnet am 3. Mai Der Samstag steht im Zeichen der offiziellen Eröffnung von Boat-City. Boat City bietet Ihnen jeglichen Service rund ums Boot. Der Wasserwanderrastplatz verfügt im zentral gelegenen Gästehafen über 60 Gastliegeplätze,

jeder mit Wasser- und Stromanschluss. Eine moderne Fäkalienpumpanlage und moderne, saubere Sanitäranlagen stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Der Hafenservice verfügt über eine Slipanlage und einen 20 t -Drehkran, es gibt technischen Service wie Motorwartung und -reparatur, Holzarbeiten, Anstri-

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che und Kleinreparaturen. Sie können Bootspflege innen wie außen in Anspruch nehmen. Im Bootsshop werden Zubehör, Ersatzteile, Pflegeund Reinigungsmittel sowie Anglerbedarf und maritime Mode für sie bereitgehalten. 27 Motorboote in elf Typen, davon 21 führerscheinfrei und


vorausschauendes sechs führerscheinpflichtig, warten darauf, dass sie als Kapitän an Bord gehen und die Rheinsberger Seenkette erkunden. Dazu kommen noch 23 Hausboote und Motoryachten der Firma Lanke Charter. Weiterhin können Sie vom Ruderboot, über Schlauchboote, Wassertreter, Kajaks, Kanus und Segelboote fast alles mieten, womit man sich auf dem Wasser fortbewegen kann. Es gibt einen Einwegservice und natürlich hält man auch Tourempfehlungen für Sie bereit. In ihrem Urlaub können Sie den Motorbootschein binnen oder den Segelschein erwerben und für die Kids gibt es den Bambini Feriensegelkurs. kulturrennen Zusätzlich erwartet Sie am 3. Mai ab 11.00 Uhr buntes Markttreiben entlang der Kaistraße Bungee Trampolin, eine 40 m Seeschlange und eine Straßenkartbahn. Am Fähranleger können sie Schnuppertouren mit Kanu, Kajak oder Segelbooten unternehmen und im Gästehafen werden Bootstouren und Hafenrundfahrten angeboten. Ab 20.00 Uhr gibt es am Strand ein großes Lager-

feuer zu dem sie Uwe Schock musikalisch unterhält. Ohnsorg on Tour In der Siegfried Matthus Arena gastiert das Hamburger Ohnsorg Theater mit dem Schwank „Meister Anecker“ mit Wolfgang Sommer in der Titelrolle und Jens Scheiblich als Gesellen Matten. Hafendorffest mit großem Bootscorso Am Sonntag, dem 4. Mai finden mit dem Hafendorffest die Angebote vom Samstag ihre Fortsetzung. Darüber hinaus gibt es auf der Piazza zahlreiche Kinderaktionen wie Hüpfburg, Karussell, Schminken und Leuchtturm bemalen. Eingeladen sind alle Rheinsberger und ihre Gäste. Für beste Unterhaltung sorgt das Potsdamer Rumpelkammer Orchester. Um 14.00 Uhr startet der große Bootscorso an dem sich alles beteiligen kann, was nicht untergeht. Attraktive Preise, gesponsert vom IFA Hafendorf Ressort und von Boat City, warten auf die Gewinner. Selbst für Schlechtwetter ist vorgesorgt. Dann findet das Programm in der Bootshalle statt. Es lohnt sich also, das Wochenende schon jetzt vorzumerken. Im nächsten Rheinsberger Mosaik bringen wir sie noch einmal auf den neuesten Stand der Dinge.

Wir sehen uns im Mai im Hafendorf Rheinsberg. RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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Die Ohnsorg-Tournee Auf hochdeutsche Tournee geht in der Spielzeit 2007/08 der Komödienklassiker „Meister Anecker“ von August Lähn. In der Inszenierung von Wilfried Dziallas spielen Jodie Ahlborn, Verena Wolfien, Ludger Haninger, Jens Scheiblich und Wolfgang Sommer Am 3. Mai in der Siegfried-Mattus-Arena


Theatralisches SA 08.03.08

DO 20.03.08

15:00 Schauspielhaus Neubrandenburg _ Probebühne Aschenputtel Puppenspiel nach den Brüdern Grimm / ab 5 Jahre

19:30 _ Landestheater Neustrelitz _ Großes Haus Gräfin Mariza Operette von Emmerich Kálmán

SA 08.03.08

KAR-FR. 21.03.08

19:30_ Landestheater Neustrelitz _ Großes Haus Tartuffe Komödie von Moliére

19:30 _ Schauspielhaus Neubrandenburg _ Saal CABARET Musical von John Kander, Fred Ebb und Joe Masteroff

SO 09.03.08 19:30 Landestheater Neustrelitz _ Großes Haus 7. Philharmonisches Konzert Joseph Joachim: Violinkonzert in ungarischer Weise op. 11 Béla Bartók: Konzert für Orchester Solistin: Mira Wang, Violine / Dirigent: Stefan Malzew

21.03.08 19:30 _ Marstall am Landestheater Neustrelitz Biedermann und die Brandstifter Schauspiel von Max Frisch

SA 22.03.08 MO 10.03.08 10:00 Schauspielhaus Neubrandenburg _ Saal Schulkonzert „Die Bremer Stadtmusikanten“ TAKE FIVE - Philharmonisches Blechbläserquintett

15:00 _ Schauspielhaus Neubrandenburg _ Probebühne + Das hässliche Entlein Puppenspiel frei nach dem Märchen von Andersen

22.03.08

10:00 + 19:30 Gastspiel _ Landestheater Neustrelitz _ Großes Haus

19:30 _ Landestheater Neustrelitz _ Großes Haus / D-Ring Der Zarewitsch Operette von Franz Lehár

DI 11.03.08

SO 23.03.08

10:00_ Gastspiel _ Landestheater Neustrelitz _ Großes Haus Fahrenheit 4.5.1 Ray Bradbury Theaterstück in englischer Sprache The American Drama Group Europe

19:30 _ Landestheater Neustrelitz _ Großes Haus Faust - Der Tragödie Erster Teil von Johann Wolfgang von Goethe

MO 10.03.08

FR 14.03.08 9:30 _ Gastspiel _ Schauspielhaus Neubrandenburg _ Saal Konzert: ,,Glaubt nie, was ich singe" Wenzel & Band

OSTER-MO. 24.03.08 16:00 _ Landestheater Neustrelitz _ Großes Haus / Zum letzten Mal ! Der Liebestrank Komische Oper von Gaetano Donizetti

24.03.08 SA 15.03.08 15:00 _ Schauspielhaus Neubrandenburg _ Probebühne Aschenputtel Puppenspiel nach den Brüdern Grimm / ab 5 Jahre

16:00 _ Schauspielhaus Neubrandenburg _ Saal Miles & More Ein musikalischer Abend um Liebe über den Wolken von Franz Wittenbrink

SA 15.03.08

27.03.08

19:00 _ Landestheater Neustrelitz _ Großes Haus 2. Neustrelitzer Theater- & Opernball Alles Walzer!Musiktheater, Schauspiel Neubrandenburger Philharmonie, Ltng: Stefan Malzew

19:30_ Landestheater Neustrelitz _ Großes Haus Kleiner Mann, was nun? Schauspiel nach dem Roman von Hans Fallada von Wolf Bunge und Christian Marten-Molnár

Service Neubrandenburg Schauspielhaus · Pfaffenstraße 22 · 17033 Neubrandenburg Telefon: 0395-569 98 32 · Fax: 0395-582 63 50 Dienstag bis Freitag 10.00–13.00 ; 13.30–17.00 servicenb@landestheater-mecklenburg.de

Service Neustrelitz Glambecker Straße 5 · 17235 Neustrelitz Telefon: 03981-206 400 · Fax: 03981-205 944 Montag bis Freitag 9.00–18.00 Uhr · Samstag 9.00–12.00 Uhr servicenz@landestheater-mecklenburg.de

www.theater-und-orchester.de RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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leserliches

Leserbriefe/Reaktionen

Aus redaktionellen Gründen können Leserbriefe gekürzt, aus technischen Gründen entfallen.

Moin RM Reaktion, Aus dem Allgäu herzliche ich kann nur bestätigen, was in vielen Leserbriefen schon gesagt/ Grüße an die „Macher“ geschrieben wurde- auch ich finde es toll, dass es das „Rheinsberger des „Rheinsberger Mosaik“ gibt. Da ich in Rheinsberg aufgewachsen und bis zum Abitur Mosaik“, auch dort zur Schule gegangen bin, kenne ich viele Menschen, über die einem informativen, ihr berichtet. Es ist immer wieder interessant, neues über meine Heimatunterhaltsamen, sehr gut stadt zu erfahren. Obwohl ich seit acht Jahren nun nicht mehr in Rheinsgestalteten Magazins, berg lebe und es mich inzwischen nach Schleswig-Holstein verschlagen welches nicht nur den hat, so habe ich diese Heimatverbundenheit insbesondere im zurücklieGästen, sondern auch genden Jahr verstärkt erlebt. Ich war fünf Monate als Soldat im Einsatz den Rheinsbergern intebei ISAF in Termez/ Usbekistan und freute mich immer u.a. über Briefe ressantes und wissensvon meiner Familie aus Rheinsberg, in der sie das aktuelle RM mitschickwertes über ihre schöne ten. Macht weiter so! Stadt und deren UmgeViele Grüße aus ßensburg und ein erfolgreiches neues Jahr 2008 bung vermittelt. wünscht Michaela Guhs! Während unseres KurzMichaela Guhs, Brixstraße 11, 24943 ßensburg urlaubes in Rheinsberg war es uns ein so guter Begleiter, das wir auch weiterhin über dieses Magazin mit Rheinsberg verbunden bleiben möchten, somit immer aktuell informiert und so für die nächsten Urlaube in Rheinsberg gut vorbereitet sind. Klaus und Sibylle Voigt Leutkirch im Allgäu

Liebe Rheinsberger, Liebe Gäste Sie sollen wissen, dass wir vom Rheinsberger Mosaik für Sie da sind. Schreiben Sie uns, wenn Ihnen etwas auffällt, Gutes wie Schlechtes, sagen Sie uns Ihre Meinung. Aber bitte mit Namen und Adresse. Anonyme Briefe fliegen in den Papierkorb. Für Anregungen, Tipps und Fotos sind wir dankbar.

Hallo, liebe Redakteure des Rheinsberger Mosaik, aus dem Elbland kommend war ich vergangenes Jahr in Eurer schönen Stadt. Leider waren die Tage sehr verregnet, weshalb wir die Kammeroper nicht an ihrem angestammten Paltz erleben konnten. Aber wir kommen wieder. Bei diesem Besuch hatten wir den ersten Kontakt zu Eurer Zeitschrift. Sie bietet viele interessante Informationen über die Stadt, über Land und Leute. Inzwischen lassen wir sie uns schicken, weil wir ja wieder kommen wollen. Also weiter so. Bettina Schuster Coswig (bei Meißen) Meiße ßeen)

Und nicht vergessen: Im nächsten Heft im Februar gibt es wieder die Rubrik Leserbriefe/Reaktionen.

Bis dann, machen Sie es gut! Ihre RM Redaktion

RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

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Wir suchen Sie als: FREIBERUFLICHEN ANZEIGENBERATER Interessenten bewerben sich bitte bei: Wir bringen Ihr MOSAIK nach Rheinsberg und Sie, wohin Sie wollen! Dr.-Martin-Henning-Str. 5 16831 Rheinsberg

Rheinsberger Mosaik z. H. Thomas Tittel PF 112 16831 Rheinsberg mail: rheinsberger-mosaik. redaktion@web.de Tel. 0178-6699 092

FRÜ

Unserem erkranten Mitstreiter Michael Stellmacher wünschen wir auf diesem Wege baldige Genesung. Micha, wir brauchen Dich! ps. Liebe Grüße auch aus Neubrandenburg!

Impressum

www.rheinsberg.de

Herausgeber: Henryk Walther

Leiter des Redaktionsteams:

Der Verlag haftet nicht für unverlangt

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Thomas Tittel (ViSP)

eingesandte Manuskripte und Fotos.

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Alle Beiträge, Abbildungen und Anzei-

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Layout: Henryk Walther

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Redaktionsschluss: 01. 03. 2008

Reuterprommenade 7 (Seebad)

Mirko Düßler

Redaktions- und Anzeigenschluss

16831 Rheinsberg

m.duessler@walther-druck.de

für die April-Ausgabe: 31. 03. 2008

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HLI 2. JAHNG 200 RGA 8 NG


3

Genießen Sie: kulinarisch bis unterhaltsam

Entdecken Sie die gastronomische Vielfalt mit neuen Speisekarten seit März 2008:

r 3. Mai in de rena: atthus-A ters Siegfried-M nsorg Thea h O s e d l ie Gastsp rfolgsstück mit dem E necker“* „Meister A Willkommen zum Showprogramm • im Nacht-Club mit eleganter Tanz- und Coktailbar

• À-la-carte-Restaurant mit Showcooking und Wokgerichten, Panoramablick über den Hafen bis zum Leuchtturm

Das komplette Programm finden Sie auch im Internet unter www.hafendorf-rheinsberg.de

• Afternoon Teatime in der AperitifBar & Bibliothek • Sea Port Bar in gediegener Atmosphäre mit Kamin

*Karten in den Vorverkaufsstellen der Region und im IFA Hafendorf Rheinsberg

RHEINSBERGER MOSAIK · FRÜHLING 2008

Hafendorfstr. 1 · 16831 Rheinsberg · Tel. 033931-800 0 · rheinsberg@ifahotels.com · www.ifahotels.com

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Rheinsberger Mosaik 2009-Frühling  

Frühlingsausgabe 2009 mit ITB

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