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Monatsschrift fĂźr die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer September/Oktober 2011, â‚Ź 2,--


... aus der Redaktion ...

Liebe Leserin, lieber Leser!

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u sagen oder besser gesagt zu schreiben, dass Irene Bulasikis eine Lücke hinterlässt, wäre eine Untertreibung. Zwölf Jahre lang engagierte sie sich unermüdlich für unsere Schulzeitung MoMent und lebte in den letzten Jahren vor, wie „Führung“ in der Selbstverwaltung, in der freiwilligen Zusammenarbeit vieler Individualitäten aussehen kann. Ein Thema, das die LehrerInnen, Eltern und Beschäftigten an der Schule bei der jüngsten WzQ-Schulung Anfang September einen Tag lang intensiv beschäftigte (siehe Bericht auf Seite 22f). Vor mehr als acht Jahren hatte unsere Schule begonnen, gemeinsam mit „Wege zur Qualität“ (WzQ) einen Prozess zu beginnen, mit dem die Organisation und das soziale Leben an unserer Schule neu gegriffen und gestaltet werden konnte – inzwischen wurde die Rudolf Steiner-Schule in Mauer erfolgreich zertifiziert, im vergangenen Schuljahr fand auch bereits das erste Zwischenaudit statt, bei dem die weitere Arbeit im WzQ-Prozess reflektiert wurde. Auch im Rahmen von WzQ hatte sich Irene von Anfang an engagiert und beständig dazu beigetragen, dass unsere Schule nun so „dasteht“, wie wir „jungen“ Eltern sie nun wahrnehmen können. Mit Ende des vergangenen Schuljahres hat Irenes Sohn die zwölfte Klasse abgeschlossen – wir wünschen ihm und der ganzen Klassengemeinschaft, dass sie das Maturajahr ähnlich erfolgreich und souverän bewältigen mögen, wie die Klasse zuvor (siehe Bericht auf Seite 17).

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Für Irene ist dies ein Anlass, sich nach all den Jahren ein wenig Abstand zu vergönnen – sie legte die Leitung der MoMent-Redaktion zurück und zog sich auch aus der WzQ-Impulsgruppe, dem Elternrat und dem Vorstand unserer Schule zurück. Sie hat sich dennoch bereit erklärt, kleine Hilfsdienste zu übernehmen. Und das tut sie auch – sie hat zum Beispiel die Korrektur dieser MoMent-Ausgabe übernommen. Für uns ist dies ein Anlass, ihr nicht nur dafür, sondern für ihr Engagement und ihrem Einsatz in den unterschiedlichsten Gremien und Kreisen ein ganz, ganz großes Dankeschön auszusprechen. Gleichzeitig macht es aber auch bewusst, wie wichtig es gerade in einer selbstverwalteten Gemeinschaft ist, dass viele Einzelne bereit sind, sich zu engagieren und einen Beitrag für die Entwicklung unserer Schule zu leisten. Aus eigener Erfahrung sei gesagt: Das kann auch unglaublich Spaß machen und ausgesprochen bereichernd sein. Kurz: Wer Interesse und Freude daran hat, in der MoMent-Redaktion mitzuarbeiten, ist herzlichst willkommen! Genauso, wie sich übrigens auch die WzQ-Impulsgruppe noch über weitere „Verstärkung“ freuen würde. Denn: Unsere Schule ist genauso gut, wie wir alle sie gemeinsam gestalten. Roman David-Freihsl

Monatsschrift von und für Eltern, FreundInnen, Lehrer­Innen und SchülerInnen der R. Steiner-Schule Wien-Mauer, Freie Waldorfschule moment@waldorf-mauer.at im 20. Jahr MoMent-Konto lautend auf: Redaktion Schulzeitung Kontonummer: 9681.059 P.S.K. Blz: 60000; BIC OPSK ATWW IBAN AT26 6000 0000 0968 1059 Leitung des Redaktionsteams: Roman David-Freihsl roman.freihsl@aon.at Anzeigen/Layout: Renate / Karl Hruza MitarbeiterInnen: Renate Hruza, T. 01/802 66 03 renate.hruza@silverserver.at Karl Hruza, T. 01/802 66 03 k.hruza@acrobat.at Jörg Schmiedbauer, T. 0676 530 28 29 joergschmiedbauer@acrobat.at Freie MitarbeiterInnen: Matti Melchinger, Christa Salcher, Karin Schadl, Lothar Trierenberg Eigentümer, Verleger und Herausgeber (Medieninhaber): Waldorf-Wirtschafts-Gemeinschaft (WWG), DVR Nr.: 7864 9742 Absender: moment@waldorf-mauer.at MoMent 1230 Wien, Endresstr. 100 Herstellungsort: DONAU-FORUM-DRUCK , 1230 Wien Verlagspostamt: 1230 Wien Zulassungsnummer: 02Z032325Z

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Vom Einklang der Lehrer mit den Eltern. 1902-13 Zusammen mit Marie von Sivers Aufbau theosophischer Logen im In- und Ausland. Vortragstätigkeit sowohl öffentlich als auch im Kreise der Mitglieder der Theosophischen Gesellschaft. Rudolf Steiner 1907

Christian Morgenstern

Gründung, Herausgabe und Redaktion der Monatsschrift «Luzifer», später «Lucifer-Gnosis» (1903). Dort erscheinen grundlegende Aufsatzfolgen, darunter: Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten? / Aus der Akasha-Chronik / Theosophie und soziale Frage / Die Erziehung des Kindes / Die Stufen der höheren Erkenntnis. – Sie erscheinen später auch in Buchform. Freundschaft mit Christian Morgenstern und Edouard Schuré. Begegnung mit Wassily Kandinsky. 1910 Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse zu kosmologischen und evolutionsgeschichtlichen Fragen in „Die Geheimwissenschaft im Umriss“.

1910-13 München Wassily Kandinsky Uraufführungen von Steiners vier Mysteriendramen unter seiner Leitung in München. ca 1913

Modell „Johannes-Bau“

Entwurf eines Gebäudes (JohannesBau) für künstlerische Aufführungen und Veranstaltungen der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Die Realisierung dieses Projektes in München-Schwabing scheitert am Widerstand einiger Anlieger und der Behörden. Begegnung mit Franz Kafka und Hugo Bergmann. Beginn der Entwicklung einer neuen Bewegungskunst, der Eurythmie (1911). In den folgenden Jahren zusammen mit Marie von Sivers Weiterentwicklung der Eurythmie zur Bühnenkunst.

Franz Kafka

Trennung von der Theosophischen Gesellschaft und Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft (1912/13). Zusammen mit Marie von Sivers Aufbau anthroposophischer Zweige im In- und Ausland.

Eurythmieausbildung in Sekem (Ägypten)

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http://www.goetheanum.org http://www.eurythmie-info.de/

„Unsere Lehrer müssen sich immer bewusst sein, dass ihre Aufgabe ein Herabrufen des Geistes der Welt in die Schule hinein ist, und sie müssen in diesem Bewusstsein leben. Dies Bewusstsein … begründet in unserer Lehrerschaft am besten jenes notwendige Verhältnis zu den Eltern der Schulkinder. Dies Verhältnis soll so sein, dass wir wirklich als Lehrer mit den Eltern recht zusammen denken, harmonisch zusammen empfinden, dass wir dasjenige, was die Eltern selbst mit ihren verkörperten Idealen, mit ihren lieben Kindern wollen. Das insbesondere hämmert unseren Lehrern unsere Weltanschauung jeden Morgen ins Herz und in die Seele hinein. Unsere Lehrer lernen, indem sie auf die Seelen der Kinder hinsehen, den Wert der Menschenseele am Kinde erkennen. Daher wissen sie es, was Ihr ihnen gebracht habt, indem Ihr Eure Kinder gebracht habt, und damit die Gabe ins Schulhaus getragen habt, um den Geist in Menschenseelen einführen zu können. In diesem tiefen, dankbaren, wohlwollenden Gefühl empfangen unsere Lehrer dasjenige, was Ihr als Euer Liebstes ins Schulhaus hineinbringt. Daraus entspringt das Bestreben dieser Lehrer, in Dankbarkeit und Liebe Euch nach ihren Kräften zurückzugeben, was Ihr selbst gegeben habt, in den Seelen, die Ihr wiederum schaut, wenn Eure Kinder zu Euch nach Hause kommen, oder wenn sie ins Leben hinaus entlassen werden sollen. In diesem menschlichen Entwickelungsglauben empfangen unsere Lehrer eine Gabe von Euch. Eine Gegengabe möchten sie geben, indem sie Eure Kinder zu guten Menschen machen. Dazu bedarf es des vollen Einverständnisses mit Euch. Daher können die verehrten Anwesenden überzeugt sein, dass Sie, wenn Sie als Eltern nach diesem Einverständnis streben, wenn Sie es in der rechten Weise harmonisch zusammenfühlend zum Ausdruck bringen, wie es jüngst geschehen ist, dass dann unsere Lehrer fühlen – was auch sonst wirken möge an Gegnerschaft und Feindseligkeit: Sie haben sichern Boden unter den Füßen. In diesem Einklang mit den Eltern mögen die Lehrer den Impuls ihres Wirkens suchen.“ Aus: „Rudolf Steiner in der Waldorfschule“, Ansprache bei der Feier zum Abschluss des zweiten Schuljahres am 11. Juni 1921. Ausgewählt von Roman David-Freihsl

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Bilderbogen der

Fotos: K. Hruza

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Schulfeier vom 23. Juni

... mit vielen Beiträgen und der Modeschau der 9. Klasse.

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Traumhafte Veranstaltung bei traumhaftem Wetter:

das Erstklasswochenende

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ls, noch im vorigen Schuljahr, unser Erstklasswochenende geplant wurde, ahnte niemand, dass wir Anfang September bei 28° durch die leuchtend orangen Kürbisfelder nach Raabs fahren würden. Dort angekommen, starteten wir mit einer Begrüßung im großen Kreis. Zu unserer aller Freude konnten fast alle Kinder mit Eltern unter der großen Platane vor dem JuFa dabei sein. Mit dem Spiel „Wir fahren mit der Eisenbahn“ brachte Frau Rumetshofer die Kinder „auf Schiene“: Sie dampften Richtung Schiffebasteln ab. Susanne Prunner und Magdalena Rumetshofer übernahmen den Kinderzug und schafften es in weiterer Folge, unsere Kinder an den zwei Tagen mit Basteln und Wandern zu begeistern. Danach ging es für die Eltern zu einem Vortrag über Rhythmus von Frau Welte. Ein „praktischer“ Teil überforderte viele von uns – Stampfen, Klatschen und Sprechen war eine echte Herausforderung. Da war die Theorie, die uns danach näher gebracht wurde, für so manchen von uns leichter fassbar. Angefangen von der Rhythmik des Körpers – Atmen, Wachen und Schlafen – über den Rhythmus im Unterricht, in dem Lernstoff angelegt, darüber geschlafen, wieder aufgegriffen und schließlich verinnerlicht und in den eigenen (kindlichen) Rhythmus aufgenommen wird, hat uns Frau Welte einen klaren Einblick gegeben. So unter anderem, dass in den ersten beiden Schuljahren noch sehr viel über die Gefühlsebene der Kinder nähergebracht wird, über die Bilder, die sich von unseren Kindern auf so unterschiedliche Weise gemacht werden. Die Bildekräfte, die frei werden, da der Körper sie nicht mehr benötigt, werden eben über die Gefühlsebene angesprochen – die Vernunftsebene und die Willensebene werden in den kommenden Jahren langsam an

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Bedeutung gewinnen. Alles zu seiner Zeit, im Rhythmus des Kindes … Anschließend an das Mittagessen wurden die Zimmer des sehr freundlich- und großzügig ausgestatteten JUFA Raabs bezogen. Die nachmittägliche Wanderung bewältigten wir in rekordverdächtigen 1 1/2 Stunden. Wir ließen uns nämlich durch „fehlende“ Kinder, kleinere Verletzungen und kurze Sammelstopps nicht wirklich einbremsen. Das gab uns Zeit, ausgiebig Kaffee zu trinken, Fußball zu spielen, zu kegeln, uns zu unterhalten und bewusstem Müßiggang zu frönen. Am späteren Nachmittag bekamen wir dann eine theoretische und praktische Einführung in das Formenzeichnen, was zu dem einen oder anderen Aha-Erlebnis führte und auch für Erheiterung sorgte. Die Kinder durften inzwischen ihre gebastelten Schiffe im Fluss schwimmen lassen. Als wir uns danach zum Abendbuffet sammelten wurde wieder sichtbar, wie viele wir tatsächlich waren, denn wir füllten die vorhandenen Sessel bis zum letzten Platz. Danach ging es für die Eltern zum Wichtige-Dinge-Besprechen und Philosophieren, sprich Tratschen und Ping-Pong-Spielen. Die Kinder stürmten zum Austoben bei Fußball, Billard, Wutzeln und in den in weiterer Folge fast ständig besetzten Boulder-Raum. Zum Abschluss des ersten Tages versammelten wir uns abends ums Lagerfeuer und Frau Rumetshofer erzählte ein Märchen vom Schmutzfink und seiner Mäuseprinzessin. Mit größter Aufmerksamkeit verfolgten die Kinder, wie auch beinahe alle Eltern, die spannende Erzählung. Manche Kinder sah man hier zum ersten Mal an diesem Tag völlig ruhig dasitzen.

Nachdem die Kinder zu Bett gebracht worden waren, gab es noch angeregte Gespräche auf der Terrasse, die sich bis spät in die Nacht zogen und nur durch Verschließen des Hauses beendet werden konnten. Nach dem üppigen Frühstück am Sonntagmorgen durften sich die Kinder noch auf eine Wanderung durch Raabs machen. Die Eltern zogen sich wieder in den Seminarraum zurück und besprachen Organisatorisches. Eine ganz tolle und von den Kindern begeistert aufgenommene Idee war das Empfangen der Kinder nach der Wanderung: Bei der Brücke über die Thaya bildeten die Eltern ein Spalier und die Kinder durften durchmarschieren. Einige schnell, wie ein Pfitschipfeil, andere langsam, andere erkennbar beeindruckt, durchschritten sie diese „Empfangsgasse“ freudig. Danach bedankten wir uns noch einmal im großen Kreis vor dem JUFA bei den Verantwortlichen für diese sehr gelungene Veranstaltung. Die Kürbisse lagen beim Nachhausefahren noch immer auf den Feldern und leuchteten im strahlenden Sonnenschein bei fast 30 Grad um die Wette. Vielleicht wollten sie uns erinnern, dass auch in einer funktionierenden Gemeinschaft jedes einzelne Strahlen erst die Gesamtheit bildet. Für die zweite Klasse: Verena Wetter und Josef Prüller Fotos: Eltern der 2.Klasse

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Willkommen liebe 1. Klasse

Fotos: L. Trierenberg, K. Hruza

Nach dem ersten Schultag erreichte uns folgendes Mail: Liebe Maurer! Vielen Dank für diesen schönen ersten Schultag und Frau Pazmandy alles Gute für die nächsten 8 Jahre! Ich habe das Gefühl, wieder in einer richtigen Waldorfschule zu sein, bewahren wir uns diese Substanz! (Name der Redaktion bekannt) Herzlichen Dank für die liebevollen Worte zum Auftakt des Schuljahres!

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„Schwein gehabt!“ Theaterprojekt

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um ersten Mal bot die Fram-Initiative in Mauer einen Theaterworkshop für Kinder an. Die Einladung war an alle Schüler von der 1. bis zur 8. Klasse ergangen. Wer würde kommen? 9 Kinder waren es, zwischen 7 und 9 Jahren, die an diesem Pilotprojekt teilnahmen, das auch vom Bezirksvorsteher Wurm unterstützt wurde. In nur 6 (!) Probeneinheiten erarbeiteten sie unter der theaterpädagogischen Spielleitung von Johanna Pichler und Franziska Faust ein Theaterstück von der Idee bis zur Aufführung. Die Kinder stellten sich dieser Herausforderung, was nur durch Einsatz und Disziplin möglich war, welche alle Akteure bewiesen. -Allein das war ein Erfolg! Ausgangspunkt in den Proben waren Übungen und Spiele zur Schulung von Selbst-, Gruppen- und Raumwahrnehmung. Diese waren auch die Basis für die Formensprache und die szenische Umsetzung. Alle Kinder waren gleichberechtigt auf der Bühne (Leitmotiv der Chorbildung mit regelmäßigen Austritten von Einzelfiguren). Ein klares, im Zuge der Proben selbst entwickeltes Zeichensystem ermöglichte ihnen geordnetes und gleichzeitig selbst gesteuertes Agieren. So konnten die selbst gefundenen Ideen und Szenen der Kinder in einem dramatischen Bogen und in einfachen

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Bildern erzählt werden. Die individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse, sowie (nicht zu unterschätzen!) der Humor der Kinder beeinflussten die Umsetzung wesentlich. So waren etwa ein russisches Gedicht, ein absurd anmutender Zaubertrick, Klavierspiel, Bücher der Kinder und vieles mehr wichtige Impulse für den Prozess. Ja. und dann gehören natürlich Kostüme und Masken zum Theaterspiel. Auch diese kreierten die Kinder unter fachkundiger Anleitung selbst.

All das konnten Eltern, Verwandte, Geschwister, Lehrer und Freunde am 8. 6. im Eurythmiesaal sehen: Die Geschichte „ B. und die Schweine“. Woher es rührt, dass Schweine Glücksbringer sind, nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst, haben die Kinder entdeckt. Möge ihnen das Glück treu bleiben! Jutta Palden im Auftran von FRAM

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Unsere FÜNFTE bei den

13. Waldorf-Olympischen Spielen

vom 02. bis 04. Juni 2011 in der Rudolf Steiner Landschule Schönau

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ast 300 elfjährige SchülerInnen aus Österreich, Kroatien (Zagreb), der Slowakei (Bratislava), Tschechien (Brno) sowie aus Slowenien (Ljubljana) kamen in Schönau zusammen, um in verschiedenen klassischen olympischen Disziplinen ihr Können zu erproben. Die olympischen Spiele wurden bei schönem, sommerlichem Wetter feierlich durch den Einzug der Sportler und Betreuer, den olympischen Eid und das Entzünden des Feuers eröffnet. In schulübergreifenden Gruppen (Poleis) wurden Wettbewerbe in Marathon-, Staffel- und Dashlauf, Hochsprung, Ringen, Speer- und Diskuswerfen sowie im spektakulären Wagenrennen durchgeführt. Im Wettkampf zählten freilich nicht Rekorde, Meter und Sekunden, sondern die Anstrengung und das Gemeinschaftserlebnis. Die Leistungen der Kinder sorgten bei den zuschauenden und zujubelnden Eltern und Angehörigen für bewegende Momente. Zum unvergesslichen Erlebnis für unsere SchülerInnen gehörten natürlich auch das gemeinsame Anreisen per Fahrrad, das Zelten auf dem Schulgelände, das viele Ballspielen, das lange Aufbleiben J und frühe Aufstehen L und auch die gemeinsamen Mahlzeiten. Im Unterricht haben sich die 5. Klassen im Laufe des Schuljahres mit dem Antiken Griechenland beschäftigt. Die Chitons (Leibröcke), die bei den Spielen getragen wurden, waren selbst genäht und verziert worden, und jede Klasse hatte einen kulturellen Beitrag für den bunten Griechischen Abend am Vorabend der Spiele vorbereitet. Die Siegerehrung und der feierliche Abschluss fanden im Schulhof statt. Alle TeilnehmerInnen erhielten eine Urkunde, eine Medaille und ein T-Shirt. Und die Erfahrung, dass Dabeisein alles ist und alle gewonnen haben. Vielen Dank an die Initiatoren und an die hervorragende Organisation in Schönau! Auf Wiedersehen in 2012! Text und Fotos: Luis Schadl

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Die Korsika-Reise der 8.Klasse

ir fuhren wir mit dem Nachtzug nach Florenz. In dieser Nacht hat kaum jemand geschlafen. Wir kamen um 6 Uhr Früh in Florenz an und warteten sehr lange auf den nächsten Zug, der uns nach Livorno bringen sollte. Im Zug schliefen dann alle, wir waren wirklich müde. … In Bastia war Endstation. Wir mussten einen Zug nach Corte erwischen, doch die Bahn in Korsika streikte, was für uns sehr ungelegen kam, denn jetzt brauchten wir einen Bus. Wir übernachteten auf einem Campingplatz in der Nähe von Bastia. Am nächsten Tag gingen wir zurück, um einen Bus zu organisieren. In Corte gehen wir auch das erste Mal in einem großen Geschäft einkaufen, wir sind so bepackt, dass das Gehen mühsam ist. … Zum Glück ist der Campingplatz nicht weit weg, wir haben nämlich großen Hunger, und alle wollen kochen. Ehrlich gesagt sind die Franzosen sehr streng, denn wir bekommen eine Warnung: Wenn wir nicht Punkt 10 Uhr mucksmäuschen still sind, bekommen wir Ärger. Wäsche und Geschirr müssen wir mit der Hand waschen. Das ist zum Beispiel etwas, was ich nicht mehr machen möchte. Es war ein langer, heißer Wandertag, und ich bin froh, dass wir Pause an einem großen Fluss machen, in dem man schwimmen gehen kann. Danach gehen wir zum dritten Campingplatz, der im Wald liegt. Dann beginnt der aufregendste und schlimmste Tag der ganzen zwei Wochen: fünf von unserer Klasse

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sind am Berg verschwunden, und wir können sie nicht finden. … Wir bekommen die Nachricht, dass das Militär, die Feuerwehr und ein Helikopter nach ihnen suchen. Zwischen zwölf und drei Uhr in der Nacht werden sie gefunden. Müde, aber gesund werden sie von uns heulend und lachend umarmt. Am vierten Tag gehen wir weiter, alles geht gut. … Wir entschließen uns, die Nacht durchzugehen, aber es schlafen uns ein paar beim Gehen ein, sodass wir im Freien unsere Matten und Schlafsäcke ausrollen und ohne Zelt schlafen. Wir kommen in Porto an, ab da verbringen wir die Zeit wie in den Ferien, es ist sehr heiß, wir rennen in Badesachen herum, lie-

gen am Strand oder gehen in das fast türkise Wasser. Wir gehen auch einmal Pizza essen, das ist super! Am nächsten Tag fahren wir zurück nach Wien, obwohl wir uns freuen, tut es weh, sich von Korsika zu verabschieden. … Ich glaube, niemand von uns wird die Reise jemals vergessen, sie war ein Erlebnis, das man nicht mit Worten ausdrücken kann, man muss es selbst erleben, um es verstehen zu können. Ich hoffe, dass alle anderen kommenden 8. Klassen das Gefühl selbst erleben, denn ab der 9. Klasse öffnen sich neue Türen, und es verändert sich alles. NNN

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Istanbul – Eindrücke Sonntag, 29. Mai 2011 – Hinflug: Die 11. Klasse der Rudolf Steiner-Schule versammelte sich mit ihren türkischen Gästen am Flughafen Wien-Schwechat. Mit im Gepäck waren Lederhosen, Dirndl und co. Gott sei Dank hatten wir keine Probleme mit den Instrumenten, die wir nach Istanbul mitnahmen, um dort unseren Musikabend noch einmal aufzuführen. Als wir uns langsam dem Flughafen in Istanbul näherten, fielen unsere Blicke durch die Fenster unserer Maschine auf das Land unter uns. Wir staunten nicht schlecht, als wir die Dimension von Istanbul erkannten. Der erste Eindruck war also: einfach nur riesig! Nach dem Erwerb des Visums trennten sich unsere Wege. Jeder bekam seinen Koffer zurück, und dann gingen wir in die Ankunftshalle, wo uns unsere Istanbuler Gastfamilien in Empfang nahmen. Manche Schüler wurden vom Chauffeur abgeholt, andere mussten mit dem Bus ins neue Heim fahren. Auch hier zeigte sich wieder die Dimension von Istanbul: Manche Schüler fuhren nicht weniger als 2 Stunden zu ihren Gastfamilien. (P.& P.)

Ausschnitte aus den Reisetagebüchern der Elften

unheimlich und schön. Tief unter der Erde standen in gleichmäßigem Abstand mächtige Säulen im Wasser, wo sogar Fische schwammen, und jede Säule wurde von einem warmen Orange angeleuchtet. Das ließ eine mystische und auch angenehme Stimmung entstehen. Außerdem tropfte es, und alles war sehr feucht. Dieses Reservoir wurde von Kaiser Justinian erbaut. Danach besichtigten wir die Sultan-AhmetMoschee, auch als Blaue Moschee bekannt. Diese wurde von Sultan Ahmet 1606 in Auftrag gegeben und 1616 von dem SinanSchüler Mehmet Aga fertig gebaut. Die Moschee ist heute die Hauptmoschee Istanbuls. Sie hat sechs Minarette, und das kam so: Der Sultan hatte bei der Auftragsvergabe vom Architekten verlangt, die Minarette zu vergolden. Da das aufzuwendende Blattgold aber viel zu teuer gewesen wäre, „verhörte“ sich Mehmet Aga und anstatt die Minarette zu vergolden, ließ er sechs Minarette erbauen, denn Gold heißt auf Türkisch altin und

die Zahl sechs heißt alti. Damals hatte die Moschee in Mekka auch sechs Minarette, und es war ein Riesenskandal, dass es jemand wagte, Mekka gleichkommen zu wollen. Deshalb baute man in Mekka schnell ein siebtes Minarett dazu. Wie der Name schon sagt, ist die dominierende Farbe in der Moschee blau. Als wir alle ohne Schuhe und die Damen auch noch mit einer Kopfbedeckung die Moschee betraten, wurde gerade das Mittagsgebet gehalten. Etwa 50 Männer, jung bis alt, standen in zwei Reihen und gingen immer gleichzeitig in die Knie und beteten Richtung Mekka. Ein Vorbeter ließ den arabischen Gebetsgesang erklingen, in dem Gott gepriesen wird. Die gläubigen Frauen beteten ganz hinten in der Kirche, hinter Gittern. Wir mussten ganz still dazwischen, hinter der Absperrung, am Boden sitzen und durften den Betenden so zusehen. Es war sehr interessant, hautnah bei eiFortsetzung nächste Seite >

Montag, 30. Mai 2011: In der Früh fuhren wir mit unseren Gastgebern in die Schule, das St. Georgs-Kolleg. Dort wird jeden Montag eine kleine Zeremonie abgehalten. Wir bekamen gleich einen interessanten Einblick: Die gesamte Schule versammelte sich im Hof, von einem Balkon wurde die türkische Flagge gehisst, und dazu wurde die türkische Nationalhymne sehr laut über Lautsprecher abgespielt. Diese Zeremonie hatte auf uns eine beunruhigende und befremdliche Wirkung (Man hätte unsere Gesichter filmen müssen). Nachdem wir das Wichtigste besprochen hatten, machten wir uns alle gemeinsam auf den Weg zur Hagia Sophia. Leider war sie geschlossen, deshalb gingen wir zur Yerebatan-Zisterne, dem unterirdischen Wasserreservoir, welches früher die ganze Stadt mit Wasser versorgt hatte. Es war für uns alle sehr eindrucksvoll, die Stimmung war September/Oktober 2011  MoMent

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Istanbul – Eindrücke  nem muslimischen Gebet dabei zu sein. Als die Männer wieder ihrer Wege gingen, kam der Hoca dieser Moschee zu uns und erzählte und Einiges zur Innenarchitektur. Die Kleine Hagia Sophia war unser nächstes Ziel. Diese wurde kurz vor der großen Hagia Sophia um 527 n. Chr. erbaut, vermutlich von denselben Architekten wie die Hagia Sophia. Der Bau war wahrscheinlich die Generalprobe für den meisterhaften Kuppelbau kurz danach. Auch die Kleine Hagia Sophia war zuerst eine christliche Kirche und wurde dann eine Moschee. Heute kann man noch einen kleinen Teil der Originalwand sehen. Zu guter Letzt gingen wir Schüler alle zum großen, überdachten Bazar. Die Mädchen sollten nicht zu freizügig angezogen sein, um nicht zu sehr aufzufallen. Es war wichtig, dass wir Österreicher immer mindestens einen türkischen Austauschschüler bei uns hatten, damit wir nicht verloren gingen, und außerdem war es beim Verhandeln als Tourist fast überhaupt nicht möglich, den Preis herunterzusetzen. Alles war ganz bunt und von überall riefen uns die Händler in verschiedensten Sprachen zu. Nach so vielen Eindrücken waren wir alle sehr müde und beschlossen, uns in ein traditionelles Shisha-Lokal zu setzen. In einem runden Raum standen kleine Tischchen für Brettspiele und gemütliche Sessel. Wir füllten den Raum sehr, doch die schon anwesenden Gäste ließen sich nicht stören. Es waren natürlich nur Männer dort. Diese qualmten ihre Wasserpfeifen und spielten mit höchster Konzentration ihre Brettspiele. (N.& A.) Dienstag, 31. Mai 2011: Treffpunkt mit allen um 8:00 im St.GeorgsKolleg im Hof. Unsere türkischen Freunde mussten heute eine ÖSD Sprach-Prüfung ablegen. Also fuhren wir mit der Straßenbahn ins Akasya-College, eine staatliche Istanbuler Schule. Dort lernten wir zunächst Schüler und Lehrer kennen. Wir wurden herzlichst begrüßt und zu einem kleinen Frühstück eingeladen. Nach dem Essen gingen wir in den obersten Stock, der so etwas wie ein Festsaal war. Dort wurden wir zu Karaoke-Beiträgen aufgefordert und sangen in verschiedenen Gruppierungen, dann folgte ein gemeinsamer Theater- und Musik-Workshop. Nach dem Mittagessen be 12 |

Ausschnitte aus den Reisetagebüchern der Elften

gleitete uns dann die gesamte Oberstufe zur Süleymaniye-Moschee. Die Schulleitung schickte uns sogar Schulbusse, damit wir nicht öffentlich fahren mussten. Anschließend trafen wir unsere Gastgeber, die schon mit ihrer Prüfung fertig waren, bei der Hagia Sophia, die wir nun ausgiebig besichtigten. Zuvor verabschiedeten wir uns von den höflichen Oberstufenschülern des Akasya College und vereinbarten einen nochmaligen Besuch in ihrer Schule am Freitag. (M.& D.) Mittwoch, 1. Juni 2011: Auf dem Frühstückstisch stand schon unser Essen bereit: Cornflakes und Milch und schwarzer Tee. Die Mutter ging gerade auf der Terrasse vorbei und winkte uns freundlich zu. Die Haushälterin kam in die Küche, wünschte uns auf Türkisch einen guten Morgen (Günaydın!) und verschwand dann wieder. Stumm vor Müdigkeit aßen wir das Frühstück, füllten noch schnell unsere Wasserflaschen am Wasserspender auf – das Leitungswasser in Istanbul enthält zu viel Chlor, um es trinken zu können – und packten unsere Sachen. 10 Minuten später wartete das Taxi vor der Haustür „unserer“ vierstöckigen Einfamilienvilla. Damit es schneller ging, fuhren wir vom obersten Stockwerk, das nur wir bewohnten, mit dem Lift ins Erdgeschoß und stürmten aus dem Haus. Der Taxi-Fahrer unterhielt sich mit Melisa, wir starrten auf das Leben der Stadt, welches wahnsinnig chaotisch ist, jedoch keinerlei Hektik vermittelt. Nach einer guten halben Stunde stiegen wir bei einer U-Bahnstation aus. Von dort fuhren wir noch ein Stück und stiegen dann am Hafen aus, um noch Karten für die Bosporus-Fahrt zu bekommen. Die Sitze der klei-

nen Fähre waren mit roten Polstern ausgestattet, es gab zwei Stockwerke. Die Aussicht von dort oben war traumhaft und bot uns einen großartigen Eindruck von der Küste und den riesigen Villen, die dort wie aufgefädelt auf einer Perlenkette standen und jeweils einen Garten direkt am Wasser hatten. Als wir an unserer Station ankamen, erwartete uns heiße Luft und hochsommerlicher Sonnenschein. Wir versammelten uns auf dem kleinen Platz vor der Schiffsstation. Wir hatten vor, den Berg hinauf zu der dort stehenden Burg zu gehen und von dort aus den Ausblick auf das Schwarze Meer zu genießen. Da es aber so heiß war und vielen die Steigung zu hoch war, blieben nur sehr wenige übrig, die wirklich ganz hinauf zur Burg gingen. Der Rest blieb in einem Restaurant auf halber Höhe und erfrischte sich mit kalten Getränken. Wir saßen im Schatten und sahen auch von dort schon aufs Meer und auf die Boote, die darauf fuhren oder am Ufer angelegt hatten. Nach einigen entspannenden Stunden gingen wir wieder den „Berg“ hinunter und trieben uns ein wenig in der Stadt herum. Dann fuhren wir direkt zu Görkem, dem Gastgeber von Moritz und Doron, der eine Party für uns organisiert hatte. Er wohnte zwar noch in Istanbul, der Weg zu seinem Haus dauerte aber trotzdem ewig lange mit dem Bus durch Wälder und Felder. Das Haus war groß, die Möbel waren teuer, und es gab nichts, was fehlte. Sogar ein vergrößertes Familienfoto mit gekünsteltglücklichen Gesichtern hing über dem Kamin und passte perfekt ins Klischee.

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Wir sollten uns benehmen und ja nicht seine Mutter verärgern, war die Bitte von Görkem. Diese saß gemütlich in der Küche und spielte Farmville oder rannte gelegentlich mit der Zigarette im Haus herum und diskutierte mit den türkischen Mädchen, ob wir schwimmen gehen durften. Sie war nämlich der Meinung, wir würden das saubere Wasser des Swimmingpools komplett verschmutzen. Dabei gehörte der Pool nicht nur ihr, sondern der ganzen Wohngemeinschaft. Als sie das Haus verließ, beendeten die Burschen ihr Fußballspielmatch, und einige gingen schwimmen. Danach ließen wir den Abend mit Pizza, türkischer Musik und viel Spaß ausklingen und schliefen entweder bei Görkem oder bei uns zu Hause, viele Stunden entfernt, erschöpft ein. (K.& F.) Donnerstag, 2. Juni 2011: Wir trafen uns zu einer Kunstausstellung im Museum Istanbul-Modern. Dort versuchten wir, die dargestellte Kunst zu verstehen, was uns jedoch nicht immer gelang. Die Bandbreite der Ausstellungswerke reichte von einem aufgehängten Flügel, angeschossenem Panzerglas bis zu denkwürdigen Kurzfilmen. Danach sind wir türkische zehn Minuten (= 50 Minuten) mit dem Autobus zur Chora-Kirche gefahren, die in einem streng religiösen Viertel von Istanbul steht: ein einmaliges Erlebnis, bei dem wir mit Begeisterung die grandiosen Mosaike bewundern konnten. Nach diesem Ausflug, der uns für immer in Erinnerung bleiben wird, da er uns fast durch ganz Istanbul führte, fuhren wir zurück zu unserer Gastgeberschule, um uns dort auf einen

Höhepunkt unserer Reise vorzubereiten – die Vollendung unseres Musik-Projektes, welches wir hier endgültig abschlossen. Um sechs Uhr kamen wir in der Schule an und hatten somit noch eine Stunde Zeit, um uns einzusingen. Dann strömten unsere Zuhörer – unsere Gastgeber, einige Lehrer und der Direktor – in den Festsaal der Schule. Wir begannen den Musikabend mit einer Reise durch die verschiedenen Musikepochen mit Chor- und Solostücken. In der zweiten Hälfte des Abends wurden moderne Stücke gespielt beziehungsweise gesungen, und das Publikum konnte unsere Musik in den verschiedensten Sprachen erleben. Nach unserem zweistündigen Programm wurden wir mit türkischem Essen (Lahmacun) verköstigt. Darauf folgte ein Einblick in die Tänze aus dem Gebiet des Schwarzen Meeres. Erschöpft und erfüllt von der Musik und der Bewegung verabschiedeten wir uns voneinander und machten uns auf den Heimweg. (E.& M.) Freitag, 3. Juni 2011: Als wir uns am Vormittag trafen, waren alle schon sehr gespannt, da wir schon von unseren türkischen Austauschschülern gehört hatten, wie faszinierend der Topkapi-Palast sein soll. Gemeinsam fuhren wir in einer überfüllten Straßenbahn zum Sultan-Ahmet-Platz und gingen dann zum großen Tor des Palastes. Tausende Menschen strömten uns entgegen, eine Militärkapelle schallte durch den ganzen Park und stimmte uns auf unseren Museumsbesuch ein. Überall glitzerten kostbare Edelsteine und gaben uns einen Einblick in das prunkvolle Leben der damaligen Herrscher. Später wurden wir gemeinsam durch die Gemächer der Haremsdamen geführt, insgesamt wohnten dort früher um die zweitausend Frauen, die für

die Beglückung des Sultans zuständig waren. Wir erfuhren noch viel mehr über die vielen prunkvollen Räumlichkeiten und wurden vom offiziellen Kulturprogramm entlassen, als das Museum endgültig schloss. Für diesen Abend war ein Essen in einem traditionellen Restaurant für alle österreichischen und türkischen Schüler geplant. Wir machten uns nun auf den Weg in ein Viertel, in dem man auf wenige Touristen trifft und wo wir ohne unsere Austauschschülerin nie hingekommen wären. Nach unserer Ankunft mussten wir vorerst einmal fünf Stockwerke in einem engen Stiegenhaus bewältigen und dann sogleich die Schuhe ausziehen, bevor wir in den niedrigen, mit Teppichen, Polstern und kurzbeinigen Tischen ausgestatteten Raum eingelassen wurden. Ayris hatte für alle ein 3-gängiges Menü bestellt. Was uns alle am meisten beschäftigte, war wohl die Frage, wie die Kellner das ganze Essen die fünf Stockwerke hinauftragen würden. Wir genossen die lockere und lustige Stimmung, bis wir schließlich mit vollem Bauch wieder die fünf Stockwerke hinunter stolperten und uns auf den Heimweg machten. F.& H.) Samstag, 04. Juni 2011: Heute haben wir uns um 10 Uhr bei einer Ablegestelle für Schiffe zu den Prinzeninseln getroffen. Nach einer Stunde sind wir auf einer der Prinzeninseln Heybeliada angekommen. Wir landeten in einem kleinen Ort mit vielen Restaurants, Souvenirläden und Fahrradverleihstellen, und so fuhren schon bald einige unserer türkischen Freunde mit dem Rad voraus. Zunächst gingen wir in ein kostenpflichtiges Naturreservat, wo es viel Wald und Wiese und vor allem Liegeflächen gab. Dort hatten wir ein ausgedehntes Picknick und natürlich sehr viel Spaß. Später am Nachmittag sind wir an einen kleinen Strand gegangen, wo einige, trotz des sehr verdreckten Wassers, schwimmen waren. Gegen 18:30 Uhr ging unsere Fähre zurück nach Istanbul, wo dann die meisten zu Ece nach Hause fuhren und wo noch eine kleine Abschlussfeier stattfand. Wir waren alle sehr geschafft und auch traurig über den bevorstehenden Abschied. Nach einer kurzen Nacht mussten wir uns von unseren Freunden verabschieden. (J.)

Fotos: Matthias Köck

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ZWÖLFTE KLASSE

THEATER

Die Chinesische Mauer Max Frisch

Eintritt: Freie Spende DO FR

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9 & 10. JUNI

GROSSER FESTSAAL

19:30

Rudolf Steiner-Schule, Wien-Mauer Endressstraße 100, 1230 Wien

MoMent  September/Oktober 2011


Fotos: Kerstin & Karl Hruza

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Kunstepoche und Abschlussreise der 12. Klasse

Von Riga bis

Auszüge aus den Reisetagebüchern

14.6.2011 – Aufbruch und Ankunft in Riga Am frühen Nachmittag kamen wir in Riga an. Nachdem die Zimmer in der Jugendherberge bezogen waren, war Freizeit bis zum Abend. Am Abend unternahmen wir noch einen kurzen Rundgang durch die Altstadt. 16.6 – Der Tag am Strand Beim Frühstück hat es so stark zu regnen angefangen, dass wir den Strandtag abgesagt haben. Stattdessen hatten wir einen halben Tag frei, und dann wollten wir noch etwas besichtigen. Als wir uns dann wieder getroffen haben, war das Wetter so gut, dass wir doch an den Strand nach Jurmala gefahren sind. Wir konnten leider nur 3 Stunden am Strand verbringen, dafür waren die sehr entspannend und auch schön. 17. 6. Von Riga nach Tallinn 9:45 Treffen vor der Jugendherberge. Wir teilten uns auf, und jeder zeichnete ein eigenes Motiv aus Riga. Danach machten wir uns alle mit unserem Hab und Gut zum Bahnhof auf. Trotz der vielen Pflastersteine, die das Ziehen unserer Trollies erschwerten, kamen wir gesund und munter am Busbahnhof an. Um Punkt 12 Uhr wurden wir von einer sehr netten Dame herzlichst im Bus empfangen und die Reise ging los. 280 Minuten, entlang des Golf von Riga, hinauf nach Tallinn. Um 16:40 kamen wir endlich an. Nach einer grandiosen Führung durch Mario und Merlin gelangten wir mit der Straßenbahn und über unsere geliebten Pflastersteine zu unserer Jugendherberge – Wundervolle Zimmer! Danach hatten wir frei! 18. 6. Tallin Am Vormittag zogen wir durch die Altstadt. Vor der Nikolaikirche zeichneten wir eine Stunde. Dann gingen wir in das kleine Adamson-Eric Museum. Am Nachmittag gingen wir in das Kumu Museum für moderne Kunst. Sowohl die Architektur des Gebäudes, als auch die dort ausgestellten Stücke waren für alle sehr beeindruckend, wie zum Beispiel der Wortwasserfall. Vor dem Museum schossen wir ein paar Klassenfotos, bis das Museum schloss und wir freundlich aufgefordert wurden zu gehen. 19.6 – Von Tallinn nach Helsinki Um 11:00 Uhr legte das Schiff in Tallinn ab und um 13:00 Uhr fuhren wir in den Hafen von Helsinki ein. Wir fuhren dann mit einem Bus vom Hafen zum Zentrum und von dort mit der Straßenbahn zur Jugendherberge. Anschließend hatten wir Zeit, uns in den wirklich schönen Zweierzimmern der Jugendherberge einzurichten. Dann gingen wir als Klasse zusammen zum Dom von Helsinki. Wir bewunderten ihn von außen und von innen. Darauf hat Maxi an einer regenfreien Stelle ein Referat über Helsinki gehalten. Finlandia Talo, http://www.virtualtourist.com/

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20.6 - Finlandia Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um eine Zeichnung für unser Reisetagebuch anzufertigen. Dieses Mal suchten wir uns ein Motiv der modernen Architektur, damit etwas anderes in unserem Zeichenbuch zu finden ist als alte Kunst und Architektur. Das Gebäude, dass wir zeichnen sollten, war die Finlandiatalo (fin. Über. Finladia Halle), ein Gebäude, das in den 70er Jahren erbaut wurde von dem Architekten Alvar Aalto und damals allen Dimensionen trotzte. Am Nachmittag besuchten wir eine Felsenkirche, die in den letzten 50 Jahren gebaut wurde. Dort hörten wir auch einen Schülervortrag. Dann nach war das Programm für die Klasse beendet, und jeder ging seiner eigenen Wege. 21.6 – Von Helsinki nach Stockholm Wir haben uns am 21.06 um 9:30 gemeinsam schon mit gepackten Koffern getroffen. Dann haben wir unsere Koffer im Gepäckraum der Jugendherberge deponiert und sind ins Museum ARS 11 gefahren. Die aktuelle Ausstellung dort war zum Thema Afrika. Nach dem Museum hatten wir noch Freizeit und der nächste Treffpunkt war um 15:30 vor der Jugendherberge. Da aber schon alle früher da waren, was sonst eigentlich nie vorkam, haben wir uns schon um 15:15 auf den Weg zur Fähre gemacht. Das hat zu Fuß ungefähr eine halbe Stunde gedauert und so waren wir schon kurz vor vier beim Schiffterminal. Dann haben wir eingecheckt und als erstes unsere Kabinen bezogen. Der nächste gemeinsame Treffpunkt war im obersten Deck des Schiffes, in der „New York Lounge“ um 18:30. Ich wusste nicht genau was dort passieren sollte und als ich hinaufkam hat mich schon die ganze Klasse erwartet und wir haben auf meinen Geburtstag und auf das Du-Wort mit Holger und Ursula angestoßen. Das war eine sehr gelungene Überraschung. Ab da hatten wir Freizeit und das Schiff wurde anlässlich meines Geburtstags unsicher gemacht. 22.6 – Ankunft in Stockholm Nach einer doch sehr langen Nacht auf der Fähre sind wir heute um 9.30 in Stockholm angekommen. Danach ging es mit dem Bus direkt zu unserer Jugendherberge. Sie liegt direkt in der Altstadt (Gamla Stan) am Meer. Anschließend hatten wir Zeit, die Altstadt zu erkunden und Mittagessen zu gehen. Um 15 Uhr bezogen wir unsere Zimmer im Hostel. Da wir sehr müde waren MoMent  September/Oktober 2011


Stockholm

MATURA BESTANDEN! Weiße Fahne für den 12.Klassjahrgang 2009/10

und das Wetter sehr wechselhaft war, bekamen wir den restlichen Tag frei und konnten so das machen, nach dem uns gerade war. Einige fuhren zum Strand, andere nutzten die Freizeit, um den Schlafmangel der letzten Nächte wieder auszugleichen. Letztendlich landeten wir jedoch alle sehr früh im Bett. 24.6 – der Abschluss Liebes Tagebuch, nachdem unsere liebste Ursula uns einen leckeren Brei zum Frühstück serviert hat, machten wir uns auf den Weg in die Altstadt, um noch ein letztes Mal auf unserer Reise gemeinsam zu zeichnen. Ein Meisterwerk nach dem anderen wurde geschaffen. Dementsprechend hungrig ging es dann in die Mittagspause. Gestärkt machten wir uns am Nachmittag auf den Weg zum „Moderna Museet“, einem modernen Museum auf einer der vielen Inseln Stockholms. Unsere unglaublichen Guides führten uns zu dem Museum, wo wir leider feststellen mussten, dass das Museum geschlossen hatte. In Schweden war nämlich ein ganz besonderer Feiertag, der „Midsummer‘s Day“, neben Weihnachten der wichtigste im Jahr. Schnell hatten wir die Enttäuschung abgeschüttelt und machten uns gemeinsam auf einen spontanen Spaziergang durch die Altstadt. Am Abend feierten wir stimmungsvoll den Abschluss unserer Reise mit einem sehr entspannten Picknick und einer netten Gesprächsrunde.

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ir haben in der MoMent-Ausgabe Dezember/ Jänner 2010/11 über den Umgang mit der Matura berichtet, und zwar konkret aus Sicht einer ehemaligen 12. Klasse der Rudolf Steiner-Schule. Nun soll ein kurzer Abriss über den weiteren Verlauf des letzten Schuljahres inklusive Abschlusses im öffentlichen Schulsystem gegeben werden: Von den insgesamt 19 SchülerInnen der Klasse im letzten Waldorfjahr besuchten im Schuljahr 2010/11 16 SchülerInnen ein ORG. (Zwei Schüler strebten die Matura gar nicht an und eine aus Indien stammende Schülerin musste wegen Schwierigkeiten mit der Aufenthaltsbewilligung das letzte Jahr in ihrem Heimatland verbringen; sie ist nun wieder in Österreich und besucht in diesem Schuljahr eine 8. ORG-Klasse). Die freudige Nachricht: Alle haben im Juni 2011 die Matura auf Anhieb geschafft! Und es gab ein besonders gutes Ergebnis: Von den 16 KandidatInnen bestanden 5 SchülerInnen mit „Ausgezeichnetem Erfolg“, 4 SchülerInnen mit „Gutem Erfolg“. Anstatt aus eigenen Reihen weitere Lobeshymnen anzustimmen – zwei Stellungnahmen von Lehrerinnen aus dem Brigittenauer Gymnasium (Karajangasse), das von 9 SchülerInnen besucht wurde: Frau Mag. Daniela Kreuzer schrieb zunächst spontan: „Die Zusammenarbeit mit Johanna und ihren Kolleginnen sowie Valentin war für mich eine wahre Freude! So stelle ich mir Unterrichten vor!“ Um dann ausführlicher Stellung zu beziehen: „Als Klassenvorstand und Mathematik- sowie Psychologie-/Philosophieprofessorin der 8.DF kann ich nur sagen, dass die Erweiterung der Klasse durch die Steiner-SchülerInnen sowohl fachlich als auch sozial eine unglaubliche Bereicherung war. Dies hat bereits

am Ende der 7.Klasse begonnen, da schon zu diesem Zeitpunkt der Kontakt seitens der Steiner-SchülerInnen gesucht und großes Interesse vermittelt wurde. Abgesehen von der bemerkenswert selbständigen und reifen Arbeitseinstellung, waren auch die fachlichen Kompetenzen ausgezeichnet. Leider war für manche die schriftliche Prüfungssituation in Form der Mathematik-Schularbeiten oder -Matura eine sehr ungewohnte und daher stressige, sodass hier zum Teil trotz fabelhafter, eigenständiger Vorbereitung nicht die erwünschten und eigentlich verdienten Noten erreicht wurden. Doch bei der mündlichen Matura als Abschluss eines erfolgreichen Jahres beeindruckten die Steiner-SchülerInnen mit ihrem professionellen Auftreten und Wissen neben uns ProfessorInnen auch den Vorsitzenden.“ Und Frau Mag. Maria Pesendorfer (Biologielehrerin) schickte folgende Zeilen: „Ich habe im letzten Schuljahr zum ersten Mal SchülerInnen einer Rudolf Steiner-Schule unterrichtet, und der Eindruck, den ich in diesem Jahr von den SchülerInnen gewonnen habe, war in jeder Hinsicht positiv: Besonders aufgefallen sind mir dabei folgende Stärken der SchülerInnen: Ihr respektvoller und höflicher Umgang mit anderen Menschen, ihre Offenheit und Kreativität, ihre Selbständigkeit und Eigeninitiative in der Organisation schulischer Angelegenheiten, die interessanten Fragen, die von den SchülerInnen gestellt wurden und nicht zuletzt die beim Großteil der Rudolf Steiner-SchülerInnen stets vorhandene Motivation, Neues zu lernen. Insgesamt war es für mich eine wirklich schöne und interessante Erfahrung, Rudolf Steiner-SchülerInnen unterrichten zu dürfen, da ich sie sowohl menschlich als auch fachlich als große Bereicherung empfunden habe.“ Christa Salcher

25.6 – Ab nach Hause! September/Oktober 2011  MoMent

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Kindergart

„Mama, komm endlich. Ich möchte die Erste sein.“ So drängte mich meine Tochter am Morgen des Abschlussfestes im Kindergarten. Sie konnte es kaum erwarten, mir endlich das Märchen vorzuspielen. „Die sieben Raben“ hatte Tante Eva mit viel Gespür für die Kinder ausgewählt – obschon etwas ungewöhnlich für die Jahreszeit, so doch ungleich passender für die Gruppe. Danach ging es hinaus in den Garten, wo wir mit Kreistänzen in den bewegten/gemeinsamen Teil des Festes eintauchten. Es war schön zu sehen, wie wichtig es allen Kindern war, beim „lustigen Springer“ in der Mitte zu sein, wie schnell die meisten wussten, wen sie sich zum Tanzen holen wollten (die Freundin/den Freund oder doch lieber die Mama) und mit wie viel Freude selbst die Schüchternsten den großen Kreis aus Eltern, Großeltern, Kindern und Tanten bestaunten. Dann ging es zu den Spielstationen: Zuerst stürzten sich all

auf den Sandberg, um die Murmeln auszugraben, dann wurde gezielt und geworfen, balanciert und gewickelt. Zwischendurch ließ man sich eine Runde in der Scheibtruhe durch den Garten führen – allein oder zu mehrt. Ja, sogar für eine Runde zu fünft fand sich ein kräftiger Vater. Nach einer gemeinsamen Jause und einem Puppenspiel bekamen die Sonnenkinder ihre Abschlussarbeiten überreicht. Wie leuchteten da die Kinderaugen, als sie in den Schultaschen der Puppenkinder die kleinen Freunde vom Fridolin entdeckten. Und die Vorfreude auf die Schule wuchs gewaltig bei der Vorstellung, den kleinen Fridolin auf dem Stiftende sitzend dabei haben zu können. Es war wieder ein wunderschönes Kindergartenjahr, dessen Abschluss bei diesem Sommerfest gefeiert wurde. Für manche war es das letzte Mal, und so mischte sich bei manchen Eltern in die Freude auch ein bisschen Wehmut und Trauer. Wann werde ich wohl wieder in den Genuss eines sol-

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chen Festes kommen? – Vielleicht als Großmutter einmal? Am stärksten spürbar war jedoch Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass es die Kinder so schön hatten, dass man sie all die Tage so gut aufgehoben wusste und darauf vertrauen konnte, dass sie in ihrer Entwicklung unterstützt werden. Beim Stichwort „Entwicklung“ fällt mir wieder der letzte Elternabend ein, an dem uns Tante Eva die körperliche und seelische Entwicklung der Kinder anhand von Kinderzeichnungen erklärt und veranschaulicht hat. Es ist dieser Blick auf das Werden und Wachsen des Menschen, der immer wieder großen Eindruck auf mich macht. Dafür, dass unser Bewusstsein für die Entwicklung der Kinder immer wieder geschärft wurde, bin ich den Kindergartenpädagoginnen unendlich dankbar. Marianne Miklau

Fotos: Marianne Miklau

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Einladung zu einer Veranstaltung des Elternrates

Intuitive Pädagogik und autonomes Lernen Wie kann eine zeitgemäße Waldorfpädagogik aussehen? Vortrag und Seminar mit Thomas Jachmann und Claudia Dreisbach Vortrag: Freitag, 21. Oktober 2011, 20.00 Uhr Seminar: Samstag, 22. Oktober 2011, 9.00 – 17.00 Uhr Ort: Kleiner Festsaal, Rudolf Steiner-Schule Wien Mauer Thomas Jachmann: Thomas Jachmann, Jahrgang 1951 arbeitet seit 1974 an verschiedenen Waldorfschulen als Klassen- und Fachlehrer in der Unter- Mittel- und Oberstufe. In den letzten 15 Jahren beschäftigte er sich intensiv mit der Erweiterung der Waldorfpädagogik zu einer zeitgemäßen, den Bedürfnissen der heutigen Kinder angepassten spirituellen Pädagogik. Claudia Dreisbach: Claudia Dreisbach, Jahrgang 1961 ist Heilpädagogin, Eurythmistin und besitzt Erfahrung als Klassenlehrerin. Sie hat sich als Musikpädagogin weiter gebildet und absolviert zurzeit eine Ausbildung bei dem schwedischen Bewegungs- und Musikpädagogen Pär Ahlbom. Im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit im Klassenlehrerbereich hat sie neue pädagogische Methoden ausgearbeitet, um die Waldorfpädagogik den geänderten Zeitverhältnissen anzupassen. Das Seminar wendet sich nicht nur an alle pädagogisch oder therapeutisch Tätigen, sondern an alle pädagogisch interessierten Menschen, die ein intuitives Verständnis und innere Beweglichkeit und Geistesgegenwart bei sich fördern wollen. Weiter Informationen und Anmeldung: elternrat@waldorf-mauer.at

BASAR Vorankündigung!

Waldorf Advent Basar an der Maurer Schule wie immer am 1. Adventwochenende

Freitag 25.11. - 17 bis 21:30 und Samstag 26.11. - 10 bis 18 Uhr Vorankündigung!

Tag der offenen Tür in der Schule Samstag 21. Jänner 2012

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Who is who in der Schule? Ansprechpersonen / Kontakte in der Schule Schulbüro: Sonja Mlineritsch, Mo-Fr 8 bis 12 T 8881275 F 8881275-44 M office@waldorf-mauer.at Buchhaltung: Ulrike Nedved, Mo-Fr 8 bis 12 T 8881275-21 M buchhaltung@waldorf-mauer.at Verwaltungsleitung: Herbert Colditz T 8881275-31 M verwaltungsleitung@waldorf-mauer.at Schulwart: Peter Haas T 068110635475 Vorstand: Engelbert Sperl vorstand@waldorf-mauer.at Elternbeitragsgruppe: Gespräche via Schulbüro Elternrat: Elisabeth Mac Nulty, Nadja Berke elternrat@waldorf-mauer.at WWG / Küche: Fam. Peham T 888 71 45 Wege zur Qualität - Impulsgruppe: Karin Schadl (via Schulbüro) Pädagogische Konferenz: Rita Welte (via Schulbüro) Technische Konferenz: Marion Gianellos (via Schulbüro) Unter-, Mittelstufenkonferenz: Daniela Krätli, Elisabeth Platzer, Barbara Willau (via Schulbüro) Hort: Christiane Dostal T 0680/31 693 00 Renate Hruza T 0680/304 32 36 Oberstufenkonferenz: Maria Leutzendorff (via Schulbüro) Schulleitungskreis-Kollegium: Marlene Sadychow (via Schulbüro) Zusammenarbeitskreis: Angelus Huber (via Schulbüro) Konfliktkreis: Elisabeth Platzer T 577 24 24 M elisabeth@friedrichplatzer.at Veranstaltungskreis: Stefan Albrecht (via Schulbüro) Basarkreis: Christiane Dostal (via Schulbüro) Gartengruppe: Marianne Miklau M alsemame@tele2.at

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Studie des Lebens Rette mich Ich lebe um zu wachsen Rette mich Mein Leben ist zu klein Vergrößere es Mein Leben ist zu groß Verkleinere es Mein Haus will ich nicht sehen Mach es mir sichtbar Mein Blick fällt auf das Äußere Mach dieses mir unsichtbar Studie des Lebens Nachdem du mich rettetest erlöse mich Leben und Zeit vergeht Ich lebe um zu sterben ich danke dir dafür Matti Melchinger

Du bist es Tropfenweise, tropfenweise Immer der Weisheit folgend Lebend immer und fortwährend lebend Du bist es, du Tropfen am Glas des Weines Immer während vortrefflich schmeckend Wie ein Hauch, ein Hauch der den Wind berührt und ihn Zum Sturme macht So bist du unser aller Frucht Du bist es, du Tropfen am Glas des Weines Immer während vortrefflich schmeckend Wie das Blut, das Blut aus dem das Leben folgt wie ein Tropfen dieses Blutes der fällt, wie du Du bist es, du Tropfen am Glas des Weines Immer während vortrefflich schmeckend Und ich bete dich an, fast beschwöre ich dich Lass den Geschmack der Geschmäcker nicht enden denn: Du bist es, du Tropfen am Glas des Weines Immer während vortrefflich schmeckend und nie endend ... Matti Melchinger

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Rückblick des Elternrats auf das Schuljahr 2010/2011

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uch heuer blickt der Elternrat auf ein arbeitsintensives Schuljahr zurück. Wir waren 27 gewählte Elternräte aus 12 Klassen, die sich einmal im Monat in zehn Elternratssitzungen trafen. An einigen Treffen nahmen auch Eltern teil, die nicht dem Elternrat angehörten. Über dieses Interesse freuten wir uns sehr, alle Eltern sind willkommen! Wenn bestimmte Themen in die Tagesordnung aufgenommen werden sollen, bitte unter elternrat@waldorf-mauer.at anmelden. Fixe Punkte jeder Sitzung waren auch im letzten Schuljahr wieder: • Berichte aus den Klassen • Berichte von den Treffen des Waldorfbundes • Bekanntgabe und Weiterleitung von Terminen Die Auseinandersetzung mit „Wege zur Qualität“ war weiterhin einer unserer Schwerpunkte: • Wir beteiligten uns an der Konstituierung des neuen Konfliktkreises, dem auch einige Eltern angehören. • Unter Beteiligung des Elternrats wurde von Vorstand und Schulleitungskreis-Kollegium ein neuer Schulvertrag verfasst, der dazu beitragen soll, das Bewusstsein der Eltern für Waldorfpädagogik und Elternmitarbeit in der Selbstverwaltung zu wecken. • Wir haben einen „Elternpfad“ entworfen, welcher neuen Eltern helfen soll, sich in der Schule zu Recht zu finden und den für sie passenden Ort der Mitwirkung zu finden. • Im Jänner haben einige Elternräte an einer von der Impulsgruppe angebotenen Einführung in WzQ teilgenommen.

• Beim Mandatsgruppentreffen im März 2011 hatten wir Gelegenheit, uns mit den anderen Schulgremien auszutauschen und deren Mitglieder und Aufgabenfelder besser kennen zu lernen. Um einen tieferen Einblick in das Schulleben zu bekommen und auch, um mehr Verständnis für die Arbeit der PädagogInnen entwickeln zu können, haben wir wieder VertreterInnen der Oberstufenkonferenz und des Schulleitungskreises-Kollegium zu unseren Treffen eingeladen. An dieser Stelle herzlichen Dank an Frau Sadychow, unserer Ansprechperson aus dem Schulleitungskreis-Kollegium, für ihre Gesprächsbreitschaft und dafür, dass sie stets ein offenes Ohr für unsere Anliegen hatte! Im Herbst 2010 haben wir den Vortrags- und Diskussionsabend „Einsam erziehen oder gemeinsam wachsen? LehrerInnen-Eltern-Schüler: ein lernendes Dreieck“ von Jesper Juul mit organisiert, der auch viele Besucher von „Außerhalb“ in unsere Schule geführt hat. Aus unserem Bestreben, den Russischunterricht besser in der Schule zu verankern, haben uns an einem Allgemeinen Elternabend die RussischlehrerInnen mit viel Schwung und Begeisterung die russische Sprache näher gebracht. An diesem Abend konnte auch eine zufriedenstellendere Lösung für die Einsparungen im Russischunterricht gefunden werden. Weiters konnten dank der Initiative eines Elternratsmitgliedes Kontakte zur russischen Botschaft und Schule geknüpft werden, die hoffentlich noch vertieft werden können. Wir haben uns mit der Stundenplangestaltung weiter auseinandergesetzt, wobei uns vor allem für die Mittelstufe geeignete Pausenformen ein großes Anliegen sind. Hier wollen wir uns bemühen, auch weiterhin im Gespräch zu bleiben.

Tanzen Sie mit !

Tänze aus verschiedenen Kulturen Tanzen macht Körper und Geist beweglich, gibt der Lust an Spiel und Spaß Raum, lässt den Körper neue Rhythmen erleben, schmeichelt den Ohren mit ungewohnten Melodien, macht mit Musik und Bewegungsformen der uns umgebenden Länder bekannt. Keine Vorkenntnisse notwendig.

September/Oktober 2011  MoMent

Termine: Sept. 2011 bis Mai 2012 an Montagen von 18.30 – 21.00 Uhr 18.30 – 19.00 Üben für Anfänger 19.00 – 21.00 Tanzen für alle 26. September 2011 10. Oktober und 24. Oktober 2011 7. und 21. November 2011 5. Dezember 2011 (Weihnachtsferien)

9. und 23. Januar 2012 6. und 20. Februar 2012

Im Frühjahr 2011 hat der Elternrat die Aktion „Freie Schulwahl“ unterstützt, die Kostenersatz für alle Schulen mit Öffentlichkeitsrecht in Höhe der Aufwendungen, die pro Schuljahr an staatlichen Schulen anfallen, anstrebt, sowie die Beibehaltung der Autonomie in Bezug auf Pädagogik, Auswahl und Ausbildung der LehrerInnen fordert. Eine Subventionskürzung konnte so verhindert werden, das Ministerium hat uns eine gleichbleibende Unterstützung pro Kind zugesagt. Auch das alljährliche Küchentreffen hat im Juni stattgefunden (diesmal haben auch SchülerInnen der Oberstufe daran teilgenommen); wir haben die ErstklässlerInnen und ihre Eltern und Verwandten mit Getränken im Schulhof auf „113“ begrüßt und wir haben beim Adventbasar, beim Frühlingsfest und beim Tag der offenen Tür mitgeholfen. Wir hoffen, auch in diesem Schuljahr wieder aktiv zur Entwicklung unserer Schule beitragen zu können und möchten uns bei allen Gremien für die gute Zusammenarbeit bedanken! Irene Mayer Die Elternrat-Termine sind: 9. Okt. 2011 19.30 Uhr 13. Nov. 2011 19.30 Uhr 18. Dez. 2011 19.30 Uhr 15. Jän. 2012 19.30 Uhr 19. Feb. 2012 16.00 Uhr (Klausur) 18. März 2012 19.30 Uhr 22. Apr. 2012 19.30 Uhr 13. Mai 2012 19.30 Uhr 17. Juni 2012 19.30 Uhr

5. und 19. März 2012 (Osterferien)

16. und 30. April 2012 14. und 21. Mai 2012

im EURHYTHMIE-SAAL der Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer, Endresstraße 100 Unkostenbeitrag: € 4,-- je Abend Ingrid Leitner, Tel. 0699.19043893 kurtleitner@gmx.at

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MoMent R … Eindrücke von der WzQ-Schulung in der K ückblicke

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ie Schulung begann mit einem beschwingten musikalischen Auftakt unter der motivierenden Leitung von Stefan Albrecht im Sinne des Themas „Rhythmus-sein“. Wie anders doch dieser Tag im Namen der Wege zur Qualität war, als der erste, den ich miterlebte. Während der Einführung im Januar dieses Jahres wurden u.a. sehr konkret die praktischen Anwendungen von WzQ im Hinblick auf die 12 Gestaltungsfelder vorgestellt. Der Donnerstag vor Schulbeginn war ein für mein Gefühl ganzheitlicheres Eintauchen in die Fragen: Was kann der Einzelne, was kann die Gruppe bzw. das „Organ“ und was kann die gesamte Gemeinschaft einer selbstverwalteten Schule für diese eigentlich bedeuten? Wie können die vielen Einzelteile: Menschen, Gruppen, Gremien, Organe zusammen wirken und wie kann der fruchtbare Austausch gewährleistet sein? Denn im täglichen „Gebrauch“ verliert man das Ganzheitliche dann doch so manches Mal aus den Augen, wenn es um zwischenmenschliche, profan organisatorische oder finanzielle Probleme geht. Es war eine gute Ergänzung zu meinem ersten Kennenlernen mit der Materie. Auch dieses Mal war es interessant, verschiedene Menschen unserer Schule besser kennenzulernen und sich auszutauschen. Die Ruhe und Klarheit, mit der Udo Herrmannstorfer aus seinem Erfahrungsschatz berichtete, ließen uns gerne zuhören. – Die Einfachheit seiner kurz skizzier-

Längst ist es Zeit für...

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... ein Dankeschön – und ich denke wir können es im Namen unzähliger Eltern aussprechen – an die zwei Herren im Hintergrund aller Schulfeiern und Schulereignisse größeren Ausmaßes! Man sieht sie kaum, sie huschen vorbei, sie laufen voraus und liefern immer wieder wunderschöne Erinnerungen und bildlhafte Eindrücke. Eigentlich könnte man eine Fotostory über euch machen, wie ihr versteckt, geduckt aus der Deckung heraus die Aufnahmen macht. Quasi die Gegenschüsse zu euren Schüssen! Danke, lieber Lothar Trierenberg und lieber Karl Hruza, für all die Fotos unserer dies-und jedesjährigen Taferlklassler. Danke für eure Zeit, eure Treffsicherheit und eure Unermüdlichkeit! Lasst uns nicht kleckern sondern klotzen: Ihr seid für die Waldorf Schule Wien-Mauer unsere Cartier-Bresson und Leibovitz – wer wer ist, dürft ihr euch jetzt selbst ausschnapsen. Für die Eltern der diesjährigen ersten Klasse Nadja Berke Fotos: Matthias Berke

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ten Darstellungen an der Tafel betraf den Kern der Sache, sowie das große Ganze. Der Kern der Sache sind die SchülerInnen, die im geschützten Innenraum gemeinsam mit den LehrerInnen stehen. Da findet Pädagogik statt. Rund um diesen Mittelpunkt liegen die schützenden Hüllen der Elternschaft und des Kollegiums. Drumherum sollte die Hülle der Gemeinschaft den benötigten Schutz geben können. Eine ganz einfache Grafik. Der Hund liegt im Detail. Denn die Gemeinschaft – wer ist das konkret? Selbstverwaltet = Selbstverantwortlich – jeder Einzelne – wie lässt sich das in Gleichheit „nicht hierarchisch“ organisieren? Die Antwort kann Wege zur Qualität geben. Spannend und niemals zu Ende sind diese Wege. Je mehr Menschen mitgehen, desto besser zeichnen sich diese Wege vor uns ab. Jeder von uns kann und soll ein Qualitätsmerkmal sein. Mein Mann Matthias – für ihn war es das erste Mal, dass er in nähere Tuchfühlung mit WzQ kam – hat zwei für ihn markante Eindrücke aus diesem Tag mitgenommen: 1. Voraussetzungen schaffen, die uns aufmerksam wahrnehmen lassen. 2. Die Gewissheit, dass unsere Schule im Jetzt bewegt und gestaltet wird. Herzlichen Dank an Herrn Udo Herrmannstorfer vom Institut für zeitgemäße Wirtschafts- und Sozialgestaltung für seinen konzentrierten Vortrag und an Ursula Kaufmann, Irene Bulasikis und Stefan Albrecht für die Organisation und die musikalische Eintaktung. Nadja Berke

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„Wie führt sich die Schule?“ WzQ-Schulung 2011: Führung in der Selbstverwaltung – die Schule für Erwachsene

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n einer selbstverwalteten Schule werden die vielfältigsten Aufgaben von den unterschiedlichsten Arbeitsgruppen und Organen übernommen. Wie entstehen sie, wie organisieren sie sich – wann, wo und wie bekommen sie ihr Mandat für ihre Arbeit? Und: Kann es dabei überhaupt so etwas wie eine „Führung“ geben? Das waren die Themen, die am 1. September, dem Schulungstag für den „Wege zur Qualität“-Prozess, an unserer Schule bearbeitet wurden. Dies führte direkt zu grundlegenden Fragen der Selbstverwaltung. Im Folgenden ein kurzer Abriss der Gedankengänge, durch die Udo Herrmannstorfer, Leiter des Instituts für zeitgemäße Wirtschafts- und Sozialgestaltung in Dornach, die teilnehmenden Lehrer, Eltern und Mitarbeiterinnen unserer Schule führte. Bei der Gestaltung aktueller sozialer Prozesse steht eine Erkenntnis Rudolf Steiners im Zentrum: Wir leben in einer Zeit, in der die Einzelindividualität in die Weltgeschichte eintritt. „Künftig sagen nicht mehr die Anderen, was man zu tun hat“, erläuterte Udo Herrmannstorfer. „Die Menschen werden sich nicht mehr in Rollen drängen lassen – sondern wollen als eigenständige Persönlichkeiten ernst genommen werden.“ Und das bringt auch große Veränderungen für das soziale Leben mit sich. Es geht nicht

mehr um eine Gesellschaft, der „von oben“ gesagt wird, was sie zu tun hat. „Die Gemeinschaft macht gar nichts – es sind immer die Einzelnen, die tun. Daher ist es andererseits wichtig, zu ermöglichen, dass sich die Einzelnen entfalten können.“ Dies ist längst noch nicht der Status quo – Orte und Gemeinschaften, in denen das entstehen kann, sind eher noch die Ausnahme. Und gerade eine Waldorfschule ist oder sollte ein Ort sein, an dem viele Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas wollen. An dem sich viele Individualitäten zusammenfinden, die ein gemeinsames Bild davon haben, was entstehen und was gelebt werden soll. Herrmannstorfer. „Das kann aber nur gelingen, wenn in der Gemeinschaft individualisiert wird – und dann das Einzelne wieder in die Gemeinschaft einfließt.“ Lauter Individuen, die gleichberechtigt den sozialen Organismus Schule gestalten – das führt direkt zu einem Thema, das in der Selbstverwaltung immer umstritten ist: Wie kann es da so etwas wie eine „Führung“ geben? Wie kann das überhaupt zusammenpassen? Denn das ist ja das Neue in sozialen Prozessen: „Dass niemand einem anderen untergeordnet ist, jeder hat das Recht auf sein Sosein“, erläuterte Herrmannstorfer. „Daher stellt sich auch nicht mehr die Frage: Wer führt eine Schule – sondern nur noch: Wie führt sich die Schule?“ Fortsetzung nächste Seite >

Fotos: Roman David-Freihsl

Konferenzwoche

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Im menschlichen Organismus gebe es auch nicht die eine zentrale Stelle, die anschafft, was zu geschehen hat; das ist ein ständiger Austausch. Genau dasselbe gilt für einen Organismus wie die Schule. Dieses Prinzip muss sich bis hin in die Gestaltung von Verträgen fortsetzen. „In einem Vertrag darf auf nicht drinnen stehen, was der andere zu tun hat. Im Gegenteil: Ich selbst sage, was ich bereit bin zu tun. Und ich muss darin auch den Anderen anerkennen. Verträge dürfen also keine verdeckten Befehlsstrukturen sein, sondern eine dialoggesteuerte Prozessstruktur.“ Das heißt in der Praxis aber auch: Der Anspruch der Eltern kann nicht sein: „Ich zahle das und das – und darum sage ich, was zu geschehen hat.“ Sondern. „Ich leiste einen Beitrag und ermögliche damit etwas.“ Das sei eine vollkommen andere Geste, betonte Herrmannstorfer. „Bei allem, was geschieht, ist man immer in der Freiwilligkeit. Die Eltern können nicht sagen, ihr müsst das so tun – und die Lehrer wiederum können nicht sagen: Das ist so, und ihr habt das zu ertragen.“

Also noch einmal die Frage: Kann es in einer Waldorfschule überhaupt so etwas wie eine „Führung“ geben? „In einem derartigen sozialen Organismus gleichberechtigter Individuen kann Führung nie etwas Übergeordnetes sein – sondern immer nur etwas Unterstützendes“, erläuterte Herrmannstorfer. „Und alle, die eine Aufgabe übernehmen, übernehmen damit auch ein Stück Führung. Auch wenn wir uns dabei nur als Mithelfer empfinden.“ Die Mandatierung von Aufgaben ist in einer Waldorfschule also kein Vorgang, bei dem jemanden gesagt wird, was er zu tun hat. Vielmehr werden Menschen eingeladen, etwas für die Gemeinschaft zu impulsieren. Bei einer Mandatierung durch die Schulgemeinschaft steht daher die Frage im Vordergrund: Was geben wir dem andern mit? Es gibt noch nicht so viele Möglichkeiten in der Gesellschaft, derart gleichberechtigte Begegnungen und Gestaltungsmöglichkeiten zu erleben. Herrmannstorfer: „Daher sind Waldorfschulen nicht nur Schulen für Kinder – sondern immer auch Schulen für Erwachsene.“ Roman David-Freihsl

Udo Herrmannstorfer

malerin keramikerin kunsttherapeutin lebens- und sozialberaterin 1230 wien, maurerlangegasse 52/1/1 www.beatemariaplatz.de, Email: platz@inode.at

kurse und workshops herbst 2011 ... einfach malen! : künstlerische selbsterfahrung für frauen: kleine anregungen, die die wünsche der kursteilnehmerinnen aufgreifen, leiten  den abend ein. dann gehts ans malen, experimentieren, ausprobieren und studieren. im regelmäßigen wochenrhythmus  gibt der lustvolle umgang mit der  farbe den ton an. 12x dienstags ab 4. oktober 17:30­20:00, 145 € ohne material kinderatelier : malen und töpfern: angeregt durch geschichten entstehen in jeder stunde bilder und gegenstände aus ton.  die kinder steigen mühelos in einen schöpferischen strom ein und erleben staunend, was durch ihre hände entsteht. 12x donnerstags ab 6. oktober ­ kindergruppe 1: 15:00­16:15, kindergruppe 2: 16:15­17.30,  100 € rot­goldener oktober > wochenendworkshop acryl : wir lassen uns von den farben des herbstes inspierieren. rot und gold töne werden in  erdfarben gebettet. wir spachteln mit erdpigmenten und reiben uns selbst die acrylfarben selbst an. fr 14. oktober 18­21 + sa 15. okt. 10­18, 95 € ohne mat. nebel steigt wie rauch ums haus > wochenendworkshop aquarell:erarbeitung verschiedener grautöne, die der november mit sich bringt.  nebellandschaften, stille und weite im kontrast zum letzten aufglühen der farben, bevor der winter einzieht. farbstimmungen, die sich zu motiven verdichten.  fr 11. november 18­21 + sa 12. november 10­18, 95 € ohne material ein fenster in den himmel .. > samstag­workshop:  ...werden unsere bilder und weihnachtskarten diesmal sein. was wird im blick aus dem fenster  erscheinen? besinnliches, unerwartetes, humoriges?! es wird gemalt, gezeichnet, geklebt, collagiert, Blattgold aufgeklebt, gestäubt, erdichtet ..  sa 3. dezember 10­18, 65 € ohne material winterfrüchte! zitrone.orange.granatapfel > wochenendworkshop aquarell: diese früchte erfreuen im winter durch ihre leuchtende  farbigkeit. wir werden uns in der wiedergabe der motive von der wirklichkeit 'abstoßen', um einen expressiven umgang mit dem motiv zu finden. arbeit u.a.  mit selbst angerührten aquarellfarben. fr 13. jänner 18­21 + sa 14. jänner 10­18, 95 € ohne material kunsttherapie für kinder, jugendliche und erwachsene: in der kunsttherapie werden die im schöpferischen tun liegenden selbstheilungskräfte  eingesetzt, um hilfe bei krankheiten, entwicklungsstörungen und lebensfragen zu geben. jede therapie wird thematisch und gestalterisch individuell entwickelt.  termine und kosten nach vereinbarung.

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tel/fax/anrufbeantworter: 01/887 32 85, platz@inode.at, www.beatemariaplatz.de kursort für alle kurse:1230 wien, maurerlangegasse 52/1/1

MoMent  September/Oktober 2011

aktuelle ausstellung: einzelausstellung volksbank bigge­ lenne 18. 11.­14.12.2011 57368 lennestadt (d)


Meine Impressionen MeineÄthiopischen Äthiopischen Impressionen Fantastische Höhenunterschiede von4554 4554m.ü.M. m.ü.M. FantastischeLandschaften, Landschaften, Höhenunterschiede von Meine Äthiopischen Impressionen bisbis unter den Grabenbruchund und die unter denMeeresspiegel, Meeresspiegel, der der Afrikanische Afrikanische Grabenbruch die Hochebenen, uralte Christliche Felsenkirchen, viele verschiedene ethnische Hochebenen, uralte Christliche Felsenkirchen, viele verschiedene ethnische Fantastische Landschaften, Höhenunterschiede von 4554 m.ü.M. Völker und genauso soviele vieleSprachen, Sprachen, ein von Völker und genau ein friedliches friedlichesZusammenleben Zusammenleben von bis unter den Meeresspiegel, der Afrikanische Grabenbruch und die Muslimen, Christen und Animisten, kurz ein Land mit unglaublichen Muslimen, Christen undChristliche Animisten, kurz ein Land mit unglaublichen Hochebenen, uralte Felsenkirchen, viele verschiedene ethnische Gegensätzen, spannend, abenteuerlich, Gegensätzen, abenteuerlich, interessant..... Völker undspannend, genau so viele Sprachen, ein interessant..... friedliches Zusammenleben von Davon möchte ichgerne gerne erzählen und Fotos zeigen auch von Muslimen, Christen underzählen Animisten, kurz ein Land mit und unglaublichen Davon möchte ich und Fotos zeigen undnatürlich natürlich auch von unserem Hilfsprojekt... Gegensätzen, spannend, abenteuerlich, interessant..... unserem Hilfsprojekt... Dazu lademöchte ich alleich Interessierten herzlich ein: Davon gerne erzählen und Fotos zeigen und natürlich auch von Dazu lade ich alle Interessierten herzlich ein: unserem Hilfsprojekt... Dazu lade ich alle Interessierten herzlich ein:20 Freitag, 11. 11. 2011 um

Uhr

Freitag, 11. 11. 2011 um 20 Uhr im kleinen Festsaal Freitag, 11. 2011 um 20 Uhr im11. kleinen Festsaal im kleinen Festsaal

Ich freue mich sehr auf Euer/Ihr Kommen!

Ich freue mich sehr auf Euer/Ihr Kommen! Anzeige_MOEB_visit0701 15.09.11 15:51 Seite 1

Ich freue mich sehr auf Euer/Ihr Kommen!

Elisabeth Jordi

(ehemalige Lehrerin) Elisabeth Jordi

(ehemalige Lehrerin)

Elisabeth Jordi (ehemalige Lehrerin)

blickfang 14 | 15 | 16 OKT 2011 MAK WIEN

September/Oktober 2011  MoMent

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Faszination Wüste - Bewegung und Bewegtheit Worum es geht… Eine Woche in Achtsamkeit unterwegs sein und die Wahrnehmungsfähigkeit stärken: beobachten, hören, sehen, staunen, fühlen, sich inspirieren und sich führen (lassen). Die Stille und Kargheit, die unfassbare Vielfalt an Formen und Farben und die ständig wechselnden Eindrücke der Wüste Negev bieten dafür einen wunderbaren Rahmen. In dieser Woche begleiten uns Menschen – und wir begleiten sie – die ihren Führungs-, Lebens- und Arbeitsweg stärken oder neu ausrichten wollen. Und die diese besondere Form des Rückzugs und Klärens zu schätzen wissen. Man könnte es als Coaching bezeichnen. Als Selbstcoaching mit - je nach Wunsch und Bedarf – verantwortungsstärkender, wegweisender Begleitung. Die Führung durch diese Woche ist unaufdringlich mit wenigen aber klaren orientierungsgebenden Strukturen. So sind alle gemeinsam und doch alleine mit sich unterwegs. Es geht in dieser Woche nicht um Leistung, nicht um ‚Action‘. Es ist kein von außen inszeniertes Abenteuer. Die Woche ist in ihrer Struktur einfach gestaltet. Auf das Wesentliche reduziert: Eine Zeit verantwortlicher innerer Grenzüberschreitung. Einen starken Kontrast zur Wüste bietet der Reichtum und die Fülle der Unterkunft. Sie unterstützen das Prinzip dieser Tage: in Bewegung sein und bewegt werden.

Dr. Winfried Bammer Bammer-Beratung-Bildung GmbH Tel: +43-664-2125428 Mail: winfried.bammer@aon.at

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Arbeitsweise Die Teilnehmenden sind als geführte Gruppe tagsüber mehrere Stunden in der Wüste unterwegs (gehen & laufen) und kehren dann zum Ausgangspunkt am Rande der Wüste zurück. Erlebnisse, Analogien und Erfahrungen können unterwegs oder danach reflektiert und vertieft werden. Die Bewegung schafft Bewegtheit und ermöglicht es das eigene Wahrnehmungsfeld zu erweitern. Meditationsübungen in und außerhalb der Wüste dienen der Bewusstseinserweiterung. Körperübungen wie Yoga oder bioenergetische Übungen helfen die eingeleiteten Prozesse zu verstärken und zeigen zusätzliche Denk und Handlungsoptionen auf. Teilnehmende Menschen, die Ihre Wirksamkeit im Unternehmen oder ihren Lebensweg überprüfen, stärken oder neu ausrichten wollen. Meist begleiten wir kleine Gruppen von 3 bis 6 Personen. Termin 06. bis 13. November 2011 Unterbringung ClubMed Coral Beach, Eilat, Israel www.clubmed.com Kosten Teilnahme: € 850.– zuzügl. MwSt. Flug und Aufenthalt (all inclusive): ca. € 1.500,incl. MwSt. (abhängig von den aktuellen Tageskursen der Airlines und des Hotels).

Josef M. Weber JOSEF M. WEBER | CONSULTING e.U. Tel: +43-664-3927427 Mail: weber@josefmweber.at www.josefmweber.at

MoMent  September/Oktober 2011


MÄRCHENBÜHNE DER APFELBAUM POST: Burggasse 28-32/2, 1070 Wien BÜRO: Kirchengasse 41, 1070 Wien THEATER: DAS OFF THEATER, Kirchengasse 41, 1070 Wien BÜROZEITEN: Di-Fr 9:30-13:30 Uhr T: +43 1 523 17 29-20 F: +43 1 523 17 29-21 mailto:apfelbaum@maerchenbuehne.at http://www.maerchenbuehne.at

Die Christengemeinschaft WIEN-SÜD

Spieltermine Oktober - Dezember 2011 alle Stücke sind für Kinder ab dem 4. Lebensjahr Rotkäppchen Sa,/So 1.10/2.10., Fr, 7.10. anschl. Tanz, Sa, 8.10., Sa. 15.10., So. 16.10., Fr 21.10. anschl. Tanz, Sa. 22.10., Sa. 29.10. und So. 30.10. jeweils 16:00 Hänsel und Gretel Fr. 4.11. anschl. Tanz, Sa. 5.11., Sa. 12.11. So. 13.11. anschl. Märchendeutung, Fr. 18.11. anschl. Tanz, Sa. 19.11., Sa, 26.11. und So. 27.11. jeweils um 16:00 Frau Holle Fr. 2.12., anschl. Tanz, Sa. 3.12., Sa. 10.12., So. 11.12., Fr. 16.12. anschl. Tanz und Sa. 17.12. jeweils 16:00 Die Heilige Nacht Nach einer Erzählung von Selma Lagerlöf Do. 22.12. um 14:30 und 16:00, Fr. 23.12. um 14:30 und 16:00, Sa. 24.12. um 11:00, 12:30 und 14:00

Evangelienkreis: Die Pflege des eigenen inneren Weges mit Hilfe des Lukas-Evangeliums – montags, 8 Uhr

in der Studienstätte Speisingerstraße 253, 1. Stock

Gottesdienst-Termine für Oktober und November 9. Oktober und 6. November für Kinder um 9:45 Uhr für Erwachsene um 10:30 Uhr 22. Oktober und 19. November für die Kinder – am Samstag um 9:45 Uhr.

Auskunft Monica Culda (06503470248, monicaculda@hotmail.com) Gäste willkommen

aus gutem grund Naturkostladen Endresstraße 113, 1230 Wien T 888 10 38  F 888 67 70 Öffnungszeiten Montag: 8:00 - 13:00 Dienstag bis Freitag: 8:00 - - durchgehend - - 18:00 Samstag: 8:00 - 13:00

Dr. med. univ. Petra Orina Zizenbacher Haturheilzentrum 1230 Wien, Mackgasse 6, Tel+Fax: 01/4037381 homepage: www.zizenbacher.at, e-mail: zizenbacher@naturheilzentrum.at

Praxisbezogene Heilpflanzen-Ausbildung in 12 Modulen

Zivi‐Courage   bei Lebensart‐Sozialtherapie gesucht !  Wir bieten abwechslungsreiche Zivildienerplätze in den  Wohngruppen und Werkstätten  in Wien Mauer und in Wien  Lainz.  Die Ausbildung ist in 2 Teilen zu je 6 Modulen gegliedert. Im ersten Teil wird das Wissen um die Pflanzen und deren heilbringende Wirkung, durch einen Jahreszyklus hindurch, erworben. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung der Kräuter bei Beschwerden. Um die erworbenen Kenntnisse auch selbst umzusetzen und vertiefen zu können, werden von einem Modul zum anderen praktische Aufgaben gestellt. Zur Erlangung der Abschlussurkunde sind neben der Absolvierung der 12 Module auch zwei Abschlussarbeiten zu den jeweiligen Teilen vorgesehen. Teil 1: Ziele sind: 1. Den intuitiven Umgang mit Pflanzen erlernen. 2. Pflanzen in unterschiedlichen Wuchsstadien kennenlernen. 3. Pflanzen als Bestandteil der täglichen Nahrung kennen und verwenden lernen. Herstellung von einfachen Hausmitteln wie Kräuteressig, Kräuteröl, Salben, Essenzen, Kohle, Asche und vieles mehr. 4. Vom langjährig erprobten Wissensschatz anderer Heilpflanzen- Kundiger lernen. 5. Durch den Erfahrungsaustausch mit den anderen Kursteilnehmern Sicherheit im Umgang mit Heilpflanzen erwerben. Teil 2: Im zweiten Teil widmen mir uns einen Halb Tag pro Modul den Pflanzen in Form von, unter anderem, Kräuter- Exkursionen. Die restliche Zeit erforschen wir den Körper und wie wir ihn gesund erhalten / heilen können. Ziele sind: 1. Den Körper und die Lage seiner Organe kennen lernen. 2. Die Funktion der Organe und deren Wechselwirkung verstehen lernen. 3. Von der Erfahrung anderer Therapeuten profitieren, die ihr Fachwissen zu dem entsprechenden Themenkreis einbringen. 4. Naturheilkundliche Erste Hilfe erlernen, um bei Unfällen oder Erkrankungen des Alltags richtig und schnell reagieren zu können. 5. Das Wissen das im ersten Teil der Ausbildung erlangt wurde, praktisch auf Körper bezogene Probleme anwenden lernen. 6. Durch Training und die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper ein besseres Verständnis für sich und die eigene Befindlichkeit entwickeln.

Hier kann man Erfahrungen sammeln, Vorurteile abbauen, Freunde  finden, in Berufswelten reinschnuppern…  Die Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen steht bei  uns im Mittelpunkt. Hierfür sind Hilfestellungen zu erbringen, wo die  Menschen mit Behinderung Unterstützung, Aufsicht und auch mal ein  ´gutes Wort` benötigen.  Dies erfordert Einfühlungsvermögen, Umsichtigkeit und Courage.  Wundern Sie sich nicht, wenn Sie beim Abschied nach neun Monaten  Zivildienst einen eigenen Fanclub haben.  Interesse?  Kontakt:   Lebensart Sozialtherapie  Hauptstr. 125‐127, 2391 Kaltenleutgeben  Tel. 02238/77931, verein@sozialtherapie.at  www.lebensart‐sozialtherapie.at   

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Absender: R. Steiner-Schule Wien-Mauer, 1230 Wien, Endresstr. 100 Verlagspostamt, 1230 Wien, Zulassungsnummer: 02Z032325M Impressum Seite 2

P.b.b.

Diese Ausgabe v. MoMent wurde am 5.10. an die post.at übergeben.

Kleinanzeigen & Termine Zu vermieten: 2 Räume, 30 m² und 20 m², mit WC, Dusche, Waschbecken, Mitbenützung der Wohnküche und Terrasse, an 2 StudentInnen oder PraktikantInnen zu vermieten. Das Haus liegt in 1130 Wien, Modl Toman-Gasse (Abzweigung von der Wittgensteinstraße), direkt an der Tiergartenmauer, Nähe Bus 156/56B. Interessenten wenden sich an 8871465, 0676/4046784 Zu verschenken: Robuste, große Wäschespinne aus Platzgründen zu verschenken. R. Hruza 0680 304 32 36 Küchenzeile gesucht: FRAM sucht eine einzeilige KÜCHE- so günstig wie möglich. Maße: Breite 2m, Tiefe 59cm. Rückmeldungen bitte an: info@fram-waldorf.at, Handy 0680/1312203 Holzreste: Löse meine Holzwerkstatt auf. Holzreste unterschiedlichster Art abzugeben. H. Finke 01/522 57 57

Oktober, November Fr 14.10. EA 2. Kl 19:30 Sa 15.10. Schulfeier 9:00 Di 19.10. EA 10.Kl 20:00 Mi 19.10. EA 11.Kl 20:00 Do 20.10 Redaktionsschluss MoMent November Fr 21.10. Vortrag Th.Jachmann, 20:00, s.S. 19 Sa 22.10. Seminar Th.Jachmann, C.Dreisbach Sa 22.10. bis Di 1.11. Herbstferien Fr 11.11.

Äthiopien-Abend, 20:00, E. Jordi, s.S. 25

Fr 18.11.

EA 7.Kl 20:00

Fr 25.11. Weihnachts-Basar, 17:00 - 21:30 Sa 26.11. Weihnachts-Basar, 10:00 - 18:00 Gleichbleibende Termine montags: Arbeitsgruppe mit Dr. Hitsch 19:30 - 21:00 montags: Tanz-Abende, s.S. 21 I. Leitner 069919043893 kurtleitner@gmx.a

Wir empfehlen: Birkengold – Natürlich ohne Zucker Einlagerungsaktion ab 5 kg: 20% Rabatt auf Erdäpfel, Lagergemüse, Äpfel, Birnen und Getreide Ab 24. Oktober

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MoMent  September/Oktober 2011

Profile for Karl Hruza

MoMent September/Oktober 2011  

Monatsschrift für die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer

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