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HERBST 2013

MoMent

Zeitschrift

für die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer HERBST 2013, € 2,50


Wir starten durch!

MoMent

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Schulzeitung,

Monatsschrift von und für Eltern, FreundInnen, Lehrer­Innen und SchülerInnen der R. Steiner-Schule Wien-Mauer, Freie Waldorfschule moment@waldorf-mauer.at

ja, so etwas kommt auch vor: Wir hatten einen richtig schönen Durchhänger. Das neue Schuljahr begann – und es begann genauso, wie eigentlich sonst ein Schuljahr endet. Mit einer großen, allgemeinen Erschöpfung. Karin Schadl hatte sich aus unserem Team zurückgezogen, zumindest von den Sitzungen – vollkommen verständlicherweise, da sie neue und spannende Aufgaben übernimmt und nun auch im Vorstand unserer Schule sein wird. Klammer auf: ehrlich gesagt hat sie bei dieser Ausgabe uns trotzdem wieder unterstützt wie eh und je, es ist einfach wunderbar! Klammer zu. Und irgendwie standen wir vom plötzlichen MoMent-Schrumpfteam vor der bangen Frage: Wie soll es weiter gehen? Packen wir das noch? Immer weniger MitarbeiterInnen die immer mehr und mehr tun? Und dann kamen die wunderbaren MoMente: Karin Schadl hatte neue Interessierte aufgetrieben, die bei unserem Team zumindest einmal reinschnuppern wollen – wir wollen sie gerne erst einmal in Ruhe schnuppern lassen, bevor wir sie hier vorstellen. Neue Schreibwillige meldeten sich bei uns (bitte durchstöbern Sie die folgenden Seiten und begeben Sie sich auf Entdeckungsreise). Vor allem aber gelang im Ansatz das, wofür wir uns im jüngsten Audit der Schul-Qualitätssicherung WzQ selbst verpflichtet hatten: Wir konnten Schüler in unser Boot auf eine kleine Rundfahrt mit einladen. Stephanie Doujak schrieb uns einen Bericht vom Landwirtschaftspraktikum der 9. Klasse im „grünen Nichts“. Angela Walker aus der 11. Klasse berichtet in wirklich berüh-

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render Weise von ihrem Sozialpraktikum. Eine Schülergruppe aus der 12. Klasse beeindruckt uns mit ihrem Bericht vom Küchenprojekt im Zuge ihres ArbeitsweltPraktikums – und eine weitere mit ihrem Beitrag über das Homepage-Projekt. Herzlichen Dank! Dank an alle, die tun und helfen, dass unser MoMent, diese gar nicht so selbstverständliche Besonderheit unserer Schule, weiter erscheint! Herzlichsten Dank an dieser Stelle Renate und Karl Hruza für ihre unerschütterliche Treue, ihre Durchhaltekraft! Dank an Saskia Sautner für Ihren präzisen Elan und ihre Unterstützung! Dank an Sabine und Lothar Trierenberg, an Matthias und Nadja Berke, die uns inspirierend und helfend beiseite stehen! Dank an Andreas Lernpeiss, der uns künftig bei der finanziellen MoMent-Abwicklung direkt unterstützen möchte. Womit wir beim Klassiker unserer Schule sind: die Finanzen. Ihr alle seid wieder einmal eingeladen, uns nun auch weiter finanziell zu unterstützen! Dank der jüngsten ausgesprochen erfolgreichen Spendenrunde ist das Erscheinen für das heurige Schuljahr noch mit Ach und Krach abgesichert. Zusätzliches Unterfutter ist immer hoch willkommen – wir würden gerne auch weiterhin finanziell guten Mutes in die Zukunft schauen! Eine neue, spannende Unterstützungsaktion für die ganze Schule hat Matthias Berke eröffnet: Ein Internet-Einkaufsportal, mit dessen Hilfe bei Einkäufen Provisionen für die Steiner-Schule ausgelöst werden können. Alle Details dazu sind auf Seite 22/23 . Mit neuem, positivem Elan und herzlichsten Grüßen, Roman David-Freihsl für das Redaktionsteam.

im 22. Jahr

MoMent-Konto lautend auf: Redaktion Schulzeitung Kontonummer: 82221751000 ErsteBank Blz: 20111; BIC: GIBAATWWXXX IBAN: AT44 20111822 21751000 Leitung des Redaktionsteams: Roman David-Freihsl roman.freihsl@aon.at Anzeigen/Layout: Renate / Karl Hruza MitarbeiterInnen: Renate Hruza, T. 01/802 66 03 renate.hruza@silverserver.at Karl Hruza, T. 0699 111 95 7 95 karl.hruza@waldorf-mauer.at Jörg Schmiedbauer, T. 0676 530 28 29 joergschmiedbauer@acrobat.at Saskia Sautner saskia.sautner@hotmail.com Karin Schadl luis.schadl@utanet.at Lothar Trierenberg lothar.trierenberg@dasmoebel.at Eigentümer, Verleger und Herausgeber (Medieninhaber): Verein zur Förderung der Waldorf-Gemeinschaft (VFWG), DVR Nr.: 7864 9742 Absender: moment@waldorf-mauer.at MoMent 1230 Wien, Endresstr. 100 Herstellungsort: DONAU-FORUM-DRUCK, 1230 Wien aus umweltfreundlicher Druckproduktion Verlagspostamt: 1230 Wien Zulassungsnummer: 02Z032325Z

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Mit ganz konkreter Arbeit an Idealen arbeiten Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft 1945-1968 Aufbau und Konsolidierung Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg kommt es in Deutschland zu einem Neubeginn und weltweit zu einer Ausweitung anthroposophischer Initiativen, vor allem mit der Gründung von Einrichtungen in den Bereichen Pädagogik, Medizin, Heilpädagogik und Landwirtschaft. Berufsverbände, Periodika und Verlage entstehen neu. 50er/60er Jahre Konsolidierung der Gesellschaftsaktivitäten am Goetheanum und in den Ländern. 1963 zeichnet sich ein Generationenwechsel ab: mit Guenther Wachsmuths und Albert Steffens sterben die letzten Gründungsvorstandsmitglieder. Schon vorher wird der Vorstand am Goetheanum ergänzt und das Kollegium der Sektionsleiter aktiviert. Der kosmopolitische Charakter der Gesellschaft wird durch eine Zusammenarbeit mit den Generalsekretären der Landesgesellschaften ausgebaut. Intensive Grundlagenarbeit, Integration der holländischen und englischen Landesgesellschaft, sowie der medizinischen und heilpädagogischen Initiativen. Am Goetheanum und in anderen Ländern entstehen Seminare und Ausbildungszentren für Berufsausbildungen in anthroposophischer Pädagogik, bildender Kunst, Eurythmie, Sprachgestaltung, Heilpädagogik, biologisch-dynamische Landwirtschaft etc. Ein anthroposophisch-studentisches Leben entsteht an verschiedenen Universitäten. Internationale Jugendtagungen in verschiedenen Ländern.

Erik Asmussen (1912-1998), Architekt. Seine anthroposophisch inspirierte Architektur visualisierte Anthroposophie in Skandinavien. Baute u.a. das Rudolf Steiner Seminariet, Järna, 1982.

www.goetheanum.org/ 11.10.2013 19:05

Kulturhuset i Ytterjärna Picture from the official press service of Södertälje

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ch möchte hier immer aufrufen, das Verantwortungsgefühl, das darin liegt, für diese nächste Zukunft der Menschheit zu sorgen. Meine sehr verehrten Anwesenden, es ist leicht, im abstrakten Sinne von großen Idealen zu sprechen. Es ist leicht zu deklamieren, wie die Menschheit dem Wahren, Schönen und Guten zustreben muss. Aber nicht davon kommt das Heil und Glück der menschlichen Entwickelung, dass wir in großen Worten von fernsten Zukunftsidealen und Utopien sprechen und schöne Worte machen über dasjenige, was in nebelhafter Ferne noch schwebt, unbestimmt und unklar, was wir aussprechen, damit wir eine Wollust in der Seele fühlen. - Darin liegt das Wirken zum Heil und zum Glück und zur Lebensfähigkeit im sozialen Leben, dass wir ganz im einzelnen die Aufgaben angreifen, die uns das Leben stellt. Wenn wir richtig denken können über Ideale, über Ideen, dann sind Ideen jedem heilig. Wenn wir von Idealen nicht sprechen wie von unbestimmten, nebulosen Dingen – das ist mit hohlen, mit leeren Worten gesprochen – , wenn wir mit Idealen so herumwandeln werden, indem wir uns bewusst sind, dass wir in der ganz konkreten Arbeit an diesen Idealen arbeiten, dann trägt man viel mehr als durch schönes Gerede gerade zum Fortschritt und zur Entwickelung der Menschheit bei. … Ich sage Ihnen Dank, weil ich mit angesehen habe, wie Sie an sich selbst gearbeitet haben und sich damit beteiligt haben an dem Fortschritt des guten Geistes in der Waldorfschule. In diesem Dankgefühl werden wir weiter zusammenarbeiten, und wir werden versuchen, dass jeder einzelne immer mehr den anderen versteht, so dass der Lehrkörper ein Ganzes wird. Eine Schule ist nur dann etwas, was vollständig ist, wenn es ein Organismus ist, aus dem eine einheitliche Geist-Seele herauswächst. Solches versprechen wir heute den Eltern, solches werden wir uns vornehmen als Vorsatz für die Zukunft, und wir hoffen, dass es zur Tat werden wird, wie schon einiges zur Tat geworden ist. Aus: Rudolf Steiner in der Waldorfschule – Ansprachen für Kinder, Eltern und Lehrer / Ansprache bei der Feier zum Beginn des dritten Schuljahres am 18. Juni 1921 Ausgewählt von Roman David-Freihsl

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„das ist unsere 1. Klasse“

1. Schultag am 2.September 2013 Herzlich willkommen, 1. Klasse! Gesteckt voll ist er wieder, der große Festsaal der Rudolf Steiner-Schule in Mauer. Schüler, Lehrer, Eltern – und bei weitem nicht nur jene der neuen 1. Klasse – fiebern wieder einmal dem besonderen Moment entgegen. Wieder wurde ein wunderbares Blumenportal geschmückt, das wieder einmal in ganz anderer Weise gelungen ist. Die Schulgemeinschaft ist es – aber vor allem die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse sind es, die die neue Klasse willkommen heißen. Die in diesem Schuljahr neuen 12.-Klässler berichten, wie sie sich selbst noch an diesem Moment erinnern und wie sie die elf Jahre Schulzeit erlebt haben. Und dann empfangen sie die 1.-Klässler genauso, wie sie selbst

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damals empfangen wurden: Einzeln und jedes Kind mit einer Sonnenblume. Und doch ist diesmal etwas vollkommen und überraschend anders. Der neue und in der Schulgemeinschaft schon wohlbekannte Klassenlehrer Heinz Genswein bricht mit der Tradition: Diesmal wird das von ihm erzählte Märchen nicht unterbrochen und drüben in der Klasse weiter erzählt. Diesmal darf die ganze Schulgemeinschaft bis zum Schluss zuhören – und dann die neue Gemeinschaft hinüber zu ihrer Klasse geleiten. Roman David-Freihsl

Fotos: Diana Horvath Weitere Fotos finden Sie unter: http://www.waldorf-mauer.at/eindruecke/ galerie-2013-14

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Licht im Himmel, Licht in mir. So ist’s hell in dir und mir. M

it diesem Spruch zog am Freitag, dem 4. Oktober die 1. Klasse in den Maurer Wald aus, um den Drachen zu besiegen. Zum Gedenken an den Heiligen Michael, der Ahriman (Satan), symbolisiert als der Drache, aus dem Paradies verbannte, wird an Waldorfschulen und Waldorfkindergärten alljährlich rund um den 29. September (=Gedenktag) das „Michaelifest“ gefeiert. Während sich in den Kindergärten unsere Jüngsten in Mutspielen bewähren können, ist es Aufgabe der 1. Klasse, den Kampf mit einem möglichen Drachen aufzunehmen. Die 4. Klasse spielt dabei eine wesentliche Rolle. Dieses Jahr ergab es sich, dass eine unserer Töchter in die 4., die andere in die 1. Klasse geht. Die Tage vor dem Ausflug waren gefüllt mit lebhaften Diskussionen zu diesem Thema. Während die Viertklässlerin sehr geheimnisvoll und wissend tat und die Jüngere immer wieder damit aufzog, ob sie Angst vor einem Drachen hätte, gab sich die Erstklässlerin selbstsicher: „Es gibt ja keine echten Drachen im Wald.“ So beschloss ich, mir das Zusammentreffen der beiden Klassen vor Ort selbst anzuschauen und die 1. Klasse in den „Zauberwald“ zu begleiten. Schon um 8.30 konnte man eine zielstrebige 4. Klasse mit Frau Rumetshofer in den Maurer Wald aufbrechen sehen. Bei herrlichem Sonnenschein, aber viel Wind und unerwarteter Kühle folgte etwas später die 1. Klasse. Zügig eilte der Klassenlehrer, Herr Genswein, voraus, die Klasse sowie einige Eltern eilten, rannten und stolperten hinterher. Manchen fiel es schwer, ihre Schwerter noch ruhen zu lassen. Ein „echtes“ Holzschwert hatte Herr Genswein für seine Schützlinge geschnitzt, um den Kampf mit einem möglichen Drachen aufnehmen zu können. Kaum waren wir im Wald angelangt, kam linker Hand auf eine Lichtung ein riesiger Drache mit großer roter Zunge. Trommeln und Flötenspiel ertönte aus der Ferne . Wie Tags davor geübt, eilte der Klassenlehrer

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Fotos: B. Födinger

mutig voraus, die Erstklässler ihm nach. Sie umkreisten den Drachen, der sich mit seinem langen Schwanz schneckenartig einrollte, riefen ihm ihren Spruch zu „Licht im Himmel, Licht in mir. So ist’s hell in Dir und Mir“ und erledigten den Drachen behände. Ein lautes Gejohle setzte ein und die Kinder freuten sich sehr. Mittels drei Spähern hatte die 4. Klasse das Herannahen der 1. Klasse gut beobachtet und so einen idealen Zeitpunkt für das Erscheinen des Drachens gefunden. Nach einer kurzen Jause der ersten Klasse ergriffen plötzlich einige Kinder ohne Vorwarnung ihre Schwerter und attackierten die 4. Klasse erneut, die sich zwischenzeitlich auf der mittlerweile sonnigen Wiese tummelte. Nur vier Mädels blieben ungerührt bei ihrer Jause sitzen. Die Großen drängten ihre jungen Kollegen wieder zum Jausenplatz zurück. Alsbald ertönte eine Glocke für die 4. Klasse: Zeit für den Rückzug. Die 1. Klasse packte auch wieder ihre Jause ein und ging in einem großen Bogen über den Spielplatz bei der „Schießstätte“ und Pappelteich wieder zurück zur Schule. Ein langer Marsch war es, Freundschaften wurden geknüpft, es wurde viel gelacht und geplaudert, einige kleine Unfälle und auch Tränen gab es am Weg, aber das Ziel war erreicht. Der Drache besiegt! Brigitte Födinger

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Nach dem Essen komm O

b das jetzt ernährungsphysiologisch wirklich richtig ist, kann ich nicht beurteilen, aber im letzten Schuljahr hat unsere Klasse Korn gesät, geerntet und zu Brot verarbeitet und heuer mit dem Pressen von Apfelsaft eben fürs Trinken gesorgt. 2013, endlich wieder einmal ein Apfeljahr. Die Bäume im Apfelgarten eines Freundes biegen sich unter der Last ihrer Früchte. Beste Voraussetzungen um mit der 5ten Klasse die Kunst der Apfelsaftherstellung zu erlernen. Interesse und Elan sind groß, aber was muss denn tatsächlich alles getan werden, um die Äpfel in die Flaschen zu bekommen um den Saft dann über den Winter trinken zu können? Christian, der uns zum Pressen nach Wolfsgraben eingeladen hat, erklärt was alles getan werden muss und los geht’s. Apfelklauben Ab in den Apfelhain. Die Bäume übervoll. Das Schütteln führt zu dichtem Apfelregen, schwer prasseln die Früchte auf den Boden. Die Guten aufgeklaubt, die Schlechten zusammengeschmissen. Fünftklassler sind keine kleinen Kinder mehr. Die Schnelligkeit, mit der die 29 Kinder die Körbe und Scheibtruhen füllen, ist unglaublich. Die Zeit reicht kaum, um die Pressanlage aufzustellen. Aber vor dem Pressen kommt ja noch das Waschen Also die Äpfel in große , wassergefüllte Bottiche schmeißen. Da sind einige der Kinder in Ihrem Element. Die Masse der schwimmenden Äpfel tauchen, rühren, abrubbeln und herausschöpfen, das macht Spaß und nicht nur die Äpfel werden dabei gewaschen. Und auch wenn die geklaubten Äpfel sauber ausgesehen haben, im Bottich sieht man dann erst wie viel Erde, Sand, Gras und Blätter auf ihnen war. Weiter gehts zum Häckseln Für einige der vielleicht freudvollste Schritt. Die Äpfel mit den Händen aus den Bottichen schöpfen und oben in den Häcksler schmeißen, nachsehen, wie die Äpfel durch das Messerwerk zerfasert werden und unten als kleine Apfelchips herauskommen und dann die nächste Ladung rein in den Häcksler. Dieser fast martialische erste Verarbeitungsschritt hat eine ganz besondere Faszination auf die Kinder ausgeübt aber ihnen auch Respekt vor der Maschine abgerungen. Mit den Kübeln voll Apfelchips weiter zum

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mmt das Trinken

Trinken Am Ziel. Ein bisschen Stolz ist allen ins Gesicht geschrieben, als sie ihre Becher unter das Fässchen mit dem ersten Saft halten. Und süß ist der Saft, herrlich. Die ersten zwei Pressungen werden direkt konsumiert. Pasteurisieren Um den Saft aufheben zu können und zu vermeiden, dass er zu gären beginnt, muss er pasteurisiert, also ca. auf 78°C erwärmt werden. Das verändert leider den Geschmack ein wenig, macht den Saft aber lange haltbar. In unserer Produktion wird die holzbefeuerte Pasteurisation zum Engpass, sie kann mit dem Apfelinput von 29 Kindern nicht mithalten. Macht nichts, die paar Flaschen, die sich jedes Kind direkt nach dem Pressen abgefüllt hat, waren sicher ausgetrunken lange bevor die noch aktiven Hefebakterien mit Ihrer Arbeit beginnen konnten. HERBST 2013  MoMent

Fotos Thomas Gschlenk

Pressen Die erste Pressung, die zieht alle an, später bilden sich Gruppen bei den einzelnen Tätigkeiten, aber für die erste Pressung werden die Apfelchips dicht gedrängt gemeinsam in die hydraulische Presse „geschaufelt“. Hydraulische Presse, heißt ein sich mit Wasser aus der Leitung füllender Balg im Inneren drückt die Apfelschnitzel gegen das Topfsieb aus dem der Saft dann sprudelt, an der Außenseite runterläuft und im Kanister gesammelt wird. Aber der Saft beginnt auch schon bei der Befüllung der Presse zu laufen. Durch das Eigengewicht pressen sich die Äpfel fast selbst. Schnell kommen die Kinder drauf, dass man mit aufgestrecktem Ärmel den „Apfelgatsch“ nur ein wenig in die Presse drücken muss und der Saft beginnt zu rinnen. Das ist das genuine Presserlebnis. Jeder möchte das einmal machen, einige finden es fast schade, dass nicht aller Saft so gepresst wird und verbringen viel Zeit mit der „Verdichtung“ der Apfelchips in der Presse.

Das Pasteurisieren selbst mach viel Spaß. Mit dem Hahn in der Leitung die richtige Geschwindigkeit, mit der der Saft durch den Pasteurisator läuft, zu finden, um nicht unter aber auch nicht weit über der nötigen Temperatur zu liegen, bedarf es des Fingerspitzengefühls und der Geduld. Nicht allen ist es interessant sich dieser Herausforderung stellen und dann den heißen Saft gleich in Flaschen Abfüllen als letzten Schritt unserer Saftherstellung. Das Abfüllen und hantieren mit den heißen Flaschen ist schwieriger, als sich das viele vorgestellt haben. Wir lernen, dass in den Flaschen keine Luft sein darf, bevor sie verschlossen werden. Wenig überraschend, finden es eher die Buben spannend, die Kronkorken mit dem Hebelwerk aufzupressen. Zusätzlich zu den Flaschen der Kinder haben wir für die Klasse noch einige „bag in box“ Fässchen abgefüllt. Wie lange haben diese die Klasse eigentlich versorgt? Den Apfeltrester haben wir in großen Truhen für den Förster bereitgestellt, die Wildschweine werden sich freuen. Nach 6 Stunden mit viel Spaß und spielerischem kennen lernen des Prozesses hatten wir weit über 100Liter gepresst und die Klasse

mit Saft versorgt. Vom Baum in die Flasche, wieder ein großes Erlebnis in der Klassengemeinschaft, das aber am Ende alle recht erschöpft und müde jedoch reich an neuen Eindrücken und neuem Wissen zurückgelassen hat. Mal sehen, ob 2014 wieder ein Apfeljahr wird und „SafthelferInnen“ gesucht werden. Michael Wild

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Geschichte in der 5. Klasse D

ie erste Geschichtsepoche der 5. Klasse handelt von den ältesten uns bekannten Kulturen und führt die Kinder im Verlaufe einiger Wochen durch Mythen, Erzählungen und Tatsachenberichte von der alten indischen Kultur über die Geschichte der Perser und Sumerer bis zu den Ägyptern in der Zeit der Pharaonen. Ausgehend von Lebensformen, die sich noch ganz im Einklang mit der Natur, aber auch stark in Abhängigkeit von der Natur, befanden, können die Kinder eine Entwicklung mitverfolgen, während derer die Menschen ihre Umgebung immer mehr kultivierten; von der Pflanzenzucht, dem Zähmen der Tiere, dem ersten Ackerbau hören sie, von der allmählichen Entwicklung der Baukunst und vom bändigen der Gewässer in kunstvollen Kanälen. Aber auch die inneren Errungenschaften beschäftigen uns in dieser Zeit: Die Askese in Indien, der Kampf zwischen Licht und Finsternis bei den Persern, die Auseinandersetzung mit dem Tod im Gilgameschepos und der Versuch, Irdisches mitzunehmen ins Jenseits im alten Ägypten. Die obengenannten Themen waren, teils auf unsere Zeit bezogen, immer wieder Inhalte von Aufsätzen, die als Hausübungen zu schreiben waren. Elisabeth Platzer

Das Festmahl Ein großer Raum voller Musik. Überall schöne, duftende Blumen und Verzierungen und eine tolle Stimmung im ganzen Raum. Gestickte, wallende Gewänder mit wunderbaren Verzierungen. Wunderschön gekleidete Diener tragen auf goldenen Tabletts köstliche Speisen auf die große Tafel. Auf der Tafel stehen verzierte Schüsseln mit den kostbarsten Früchten des Landes. Alle sind fröhlich und lachen und singen mit der Musik. Als ich sehr traurig war Am 21.9.2013 in der Steiermark ist mein Opa gestorben. Als ich es erfahren habe, bin ich sehr lange in meinem Zimmer gesessen. Als ich dann ins Wohnzimmer kam, waren viele Kerzen am Tisch aufgestellt. Mein Papa war noch nicht da, aber er hat sich gleich auf den Weg gemacht. Wie er zuhause

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war, hat er beschlossen, gleich in die Steiermark zu fahren. Wie eine Woche vergangen ist, war das Begräbnis. Ich sollte eine Fürbitte vor sehr, sehr vielen Leuten vortragen. Wie ich die Fürbitte sprechen musste, war ich sehr aufgeregt. Als ich mit der Fürbitte fertig war, wurde der Sarg hinuntergelassen. Als der Sarg unten war, habe ich geweint. Die Pyramiden Als erstes ziehen die Sklaven große, zu Vierecken gemeißelte Steine zu dem Fluss. Dann müssen sie mit einem Boot über den Fluss gebracht werden. Jetzt werden sie wieder ausgeladen und an Land gebracht. Dann ziehen wieder die Sklaven die großen Steine zur Pyramide, die noch nicht fertig ist. Man braucht Schrägen, um bis nach oben zu kommen. In der Pyramide sind Malereien und dort gibt es

eine geheime Kammer; dort in der Kammer ist das Grab des Pharao. Pyramiden sind auch sehr groß und sie schauen aus, wie Dreiecke. Pyramiden sind sandsteinfaben und man braucht sehr, sehr lange, bis man eine Pyramide fertig hat. Da habe ich mich für das Gute entschieden Als wir voriges Jahr in Spanien waren, hat mein Vater sehr viel telefoniert. Das ging mir ganz schön auf die Nerven, denn unter anderem wollte ich zocken. Da dachte ich mir: am liebsten würde ich das Handy im Meer versenken. Ich ließ es aber dann bleiben, ich wollte ihn doch nicht in Probleme bringen, denn schließlich steht ihm sein Handy sehr nahe.

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Kampf zwischen Gut und Böse Es begann mit dem Bösen, es hat mich überwältigt. Ich provozierte meine kleine Schwester. Sie hat mich dann gehaut und ich wurde noch böser und wollte zurückschlagen, doch mich hielt meine Mutter zurück. Beim zweiten Mal hielt ich mich selbst zurück. Das Leben meiner Mama Meine Mama lebte damals mit ihrem Bruder und ihrer Oma in Serbien in einem Dorf. Das Haus ist altmodisch, aber gemütlich. Meine Mama hat schon sehr früh im Haushalt mitgeholfen. Sie hatte viele Tiere und sie spielten viel mit den Nachbarkindern und zwar am liebsten draußen. Der Pyramidenbau in Ägypten In Ägypten wurden Pyramiden für die verstorbenen Könige gebaut. Sklaven aus Afrika brachen große Steine aus dem Steinbruch heraus und mussten sie auf Holzrollen ziehen und auf ein großes Schiff schleppen. Zuerst eine Rampe hinauf, dann aufs Schiff. Dann fuhr das Schiff zu dem Ort, wo die Pyramiden gebaut werden sollten. Stein auf Stein

wurden die Pyramiden gebaut, immer höher und immer schmäler. In den Pyramiden waren Geheimgänge und große Zimmer. Die Wände waren überallmit Hieroglyphen bemalt. Die Grabkammer war meistens irgendwo versteckt und viele Schätze, Spiele, Speisen und seidene Gewänder waren darin aufbewahrt. Da hab ich mich richtig angestrengt Als ich 5 Jahre alt war, habe ich mit Cello spielen begonnen. Das hat mir große Freude gemacht. Doch dann musste ich für ein Vorspiel ein schweres Stück üben. Ich übte und übte, doch es gelang mir nicht, es fehlerfrei zu spielen, so sehr ich mich auch bemühte. Ich war sehr aufgeregt, als der Tag des Vorspiels kam. Es gelang mir, das ganze Stück ohne Fehler zu spielen. Die Leute klatschten und ich war sehr froh, dass ich es geschafft hatte. Das Festmahl Zwischen Wäldern, Hügeln und Feldern erhob sich ein mächtiger Berg. Auf einem seiner vielen Felsplateaus stand eine Burg, gewaltig an Größe. An jeder ihrer Ecken hatte sie einen runden Turm. Die Burg stand

im Osten nahe an der Bergwand und im Westen befand sich ein großes Eingangstor, das Tag und Nacht von zwei Wachen bewacht wurde. In der Burg herrschte reges Treiben, denn der Sohn des Königs würde in kurzer Zeit mit einer Fürstentochter aus Rom verheiratet werden. Die Pferdeknechte standen am großen Eingangstot bereit, um die Gäste zu empfangen und deren Pferde zu versorgen. Der Königssohn stand auf dem Westturm und hielt Ausschau nach dem Wappen des römischen Fürsten. Als die Sonne am höchsten stand, hörte man den Ruf eines Horns. Kurze Zeit später rollte die goldene Kutsche der Fürstentochter vom Weg auf den Platz vorder Burg. Die Fürstin stieg aus der Kutsche. Sie hatte ein wunderschönes Kleid an. Sie ging zum Königssohn hinauf und die beiden verschwanden im Schloss. Es gab eine große Feier mit Tänzern, Musik und wunderbarem Essen. Der Saal war schön geschmückt mit Blumen, weißen Tüchern und Samt. Alle tanzten, tranken und aßen. Es war wunderschön.

Was für ein Zirkus! Die erste Woche des FRAM Sommerhorts an unserer Schule.

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ie erste Ferienwoche war für unsere, wie auch für eine kleine Schar anderer Kinder, eine spannende, ereignisreiche, he-

Foto: Nadja Berke

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rausfordernde und sehr aktive: Der FRAM Sommerhort begann die Ferien mit einer Zirkuswoche. Jedem Tag wurde mit Freude und Feuereifer entgegengeblickt, sollte es doch am Ende der Woche eine Zirkusvorstellung geben.

Und die gab es auch. Es war ein Fest für die Kinder, die hier in einer eigenen Welt, im Rahmen einer Geschichte, ihre erlernten und erprobten Kunst- und Zauberstücke den neugierigen Eltern und Freunden zeigten, für die es ebenfalls ein Fest war. Ein Fest für die Sinne. Farbig und fantasievoll, lustig und geschickt, erfüllte die Vorstellung mehr als die großen Erwartungen, die die selbst gemachten Einladungen und Eintrittskarten, sowie die Erzählungen vom Erlebten unter der Woche schon geweckt hatten. Ein großartiges Team, geführt von Frau Bolleter und Frau Müllner, hat unseren Kindern die erste Ferienwoche zu einem echten Erlebnis werden lassen! Danke! Wir sind gespannt auf nächstes Jahr! Nadja Berke

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Anmeldung: Eine Anmeldung zur Tagung ist nicht erforderlich. Sie können auch gerne Einzelvorträge besuchen. Auskunft und Anforderung vom Faltblatt: Ruth Neureiter; Kochgasse 7/9; 1080 Wien Tel. 0676-63 16 64 1 E-Mail: ruth.neureiter@chello.at Internet: www.rudolfsteinerausgaben.com (Rubrik: Veranstaltungen) Beitrag: Beitrag für Bekanntmachung, Saalmiete, Wertschätzung des Redners: alles nach eigenem Ermessen, im Geist eines sozialen Ausgleichs (Briefumschläge liegen aus).

Einladung

zur einführenden Gesprächsarbeit in die Anthroposophie anhand des Buches:

„Die Geheimwissenschaft im Umriss“

Freie Musikschule Wien

von Dr. Rudolf Steiner

Herbstkonzert

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Neue Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen.

Rudolf Steiner-Schule Mauer

Zeit: jeweils Montag, 19.30 Uhr im kleinen Festsaal der Schule Leitung: Dr. Reinald Hitsch Kosten: keine 12 12 | |

Dienstag, 19. November, Dienstag, 26. November und Mittwoch, 27. November 2013 jeweils um 18:00 Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Kommen!

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EINLADUNG ZUM WALDORF-ADVENT-BASAR Freitag, 29.11.2013 17.00 – 21.30 Uhr Samstag, 30.11.2013 10.00 – 18.00 Uhr Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer Endresstr. 100, 1230 Wien

Jedes Jahr finden sich aufs Neue viele helfende Hände, die unser Schulhaus in ganz besonderem Glanz erscheinen lassen. Wochen vor dem Basar wird schon am Hausschmuck gearbeitet. Kränze und Girlanden werden hergestellt und sorgen dann für weihnachtliche Stimmung. Aber nicht nur über das Auge wird die Adventstimmung angeregt, sondern auch durch Musik und besondere Düfte: Bei den Werkstätten riecht es nach Bienenwachs, im Erdgeschoß duftet es nach gebrannten Mandeln und Punsch und nach frischem Reisig.

Den Samstag gestalten wir ganz besonders für die Kinder – da gibt es Vieles zu entdecken, erleben und mitzumachen: In der Zwergenwerkstatt finden wir uns in einer ganzen Wichtellandschaft wieder, die auch Erwachsene zum Schauen und Verweilen einlädt –hier dürfen Zipfelmützenwesen verschiedenster Art entstehen; im Lebkuchenhaus wird eine Geschichte erzählt und jedes Kind erhält zum Schluss noch eine kleine Überraschung. Das Puppenspiel im Musikraum, wie jedes Jahr vom Puppenspielkreis des Kindergartens gestaltet, erzählt heuer von den „Drei Orangen“; und die gespielte Geschichte für die Allerkleinsten im Förderraum ist „Mutter Erde ruft die Tiere“. In der Kinderstube können die Kinder wieder selbst einkaufen und auch Kerzen können wieder selbst gezogen werden. Im Rosenhof erwartet die Kinder wieder der Schmied und im Physikraum der Glasbläser u.a.m.

Der Freitag ist vor allem als Treffpunkt für die Eltern gedacht. Sie können in Ruhe aus dem reichhaltigen Angebot schöpfen und das eine oder andere Weihnachtsgeschenk für ihre Lieben besorgen… Oder sich im Wiener Kaffeehaus wie auch der Russischen Teestube bei einem gemütlichen Plausch mit schon lange nicht mehr gesehenen Bekannten und Freunden treffen…

Auch für Gaumenfreuden gibt es heuer wieder ein reichliches Angebot: Das Wiener Kaffeehaus erwartet Sie an beiden Tagen im ersten Stock sowie die Russische Teestube im zweiten Stock. Im Rosenhof gibt es wieder Würstel wie auch heiße Suppe; zu Mittag gibt es im Schüleressraum einen Mittagstisch. Weiters gibt es gebrannte Mandeln, Punsch, Schokoladepralinen, Kekse und vieles mehr im Angebot.

Wir möchten Sie, liebe Leserinnen und Leser des MoMent´s, mit dieser Sonderausgabe auch heuer wieder recht herzlich zu unserem Advent-Basar einladen. Wie jedes Jahr findet er am Freitag und Samstag vor dem ersten Advent-Sonntag in unserer Schule statt.

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Die Turmbläser, das gemeinsame Adventlieder singen am Samstag ab 17.15 Uhr im großen Festsaal und die vielen kleineren musikalischen Beiträge der SchülerInnen werden zur Adventstimmung bei unserem Basar beitragen. Viele Stände, deren Reinerlös zur Gänze der Schule zu Gute kommt, sind im großen Festsaal untergebracht. Wo dies nicht möglich ist, werden zusätzlich rote Schilder mit dem Aufdruck „Reinerlös für die Schule“ angebracht. Unser Advent-Basar ist ein Fest, bei dem alle zusammenarbeiten: Eltern, SchülerInnen, KindergärtnerInnen, LehrerInnen, manche sichtbar, viele unsichtbar. Dieses Miteinander macht unseren Basar zu einem ganz besonderen Ereignis. Wir freuen uns darauf, dieses Fest mit Ihnen zu feiern! Der Basarkreis für die Schulgemeinschaft

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FEIERN UND GENIESSEN WIR IN STIMMUNGSVOLLER ATMOSPHÄRE DEN ADVENTBEGINN! Puppenspiel „Die drei Orangen“ ab 4 Jahre Samstag, 30.11.2013 11.00, 13.00, 14.30 und 16.00 Uhr Im Musikraum (100, EG) Lebkuchenhaus Eine Adventgeschichte für Kinder Samstag 30.11.2013 11.00, 13.00, 14.30 und 16.00 Uhr Im Eurythmiesaal (98, 1.OG) Puppenspiel für die Jüngsten „Mutter Erde ruft die Tiere“ für Kinder von 1-3 Samstag, 30.11.2013 11.15 und 14.45 Uhr Im Förderraum (100, 1. OG)

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BEETHOVEN-ABEND Freitag , 17. Jänner 2014 19.30 Uhr Kleiner Festsaal

mit Harke de Roos (Dirigent, Pianist, Autor) Lesung aus dem Buch: „Der andere Beethoven“ Ludwig van Beethoven, Klaviersonate in E-Dur, Opus 109 Seit einem Vierteljahrhundert vertritt Harke de Roos, Schüler-(Stief)Vater der 10. Klasse, eine eigene Sicht auf Beethoven, die er aus der Lehre des Wiener Dirigentenmentors Prof. Hans Swarowsky weiterentwickelt und in niederländischen, deutschen und englischen Schriften festgehalten hat.   Mit den Wiener Symphonikern hat er die Zweite Symphonie Beethovens nach seinen Ansichten auf CD eingespielt und er wird mit der Wiener Kammerphilharmonie im kommenden „Carinthischen Sommer“ die Siebte Symphonie und das Violinkonzert interpretieren, im kollegialen Einvernehmen mit der französischen Geigerin Fanny Clamagirand.

Henning Köhler Freitag 24.Jänner 20 Uhr Vortrag zum Thema:

Wie antwortet spirituelle Entwicklungspsychologie auf die Fragen der Erziehung? Samstag, 25.Jänner von 9-17 (incl. Pausen)

http://www.waldorfkoeln.de/einrichtungen/freies-bildungswerk-rheinland.html 06.11.2013, 18:20 Infos zu Henning Köhler unter: http://www.janusz-korczak-institut.de/index.php?id=43

Seminar zu dem gleichen Thema Eine öffentliche Veranstaltung der Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer HERBST 2013  MoMent

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Fotos: Cosimo Palden

rei Wochen ist es jetzt her, seit wir in den Bus einstiegen sind, der uns ins Waldviertel brachte, und trotzdem kann ich mich noch sehr lebendig daran erinnern. Wir verstauten die Koffer, verabschiedeten uns von unseren Eltern und kletterten in den Bus. Sobald wir die Endresstraße verlassen hatten und die Schule außer Sichtweite, war ging es los – alle redeten aufgeregt durcheinander, und doch drehte es sich, wohin man sich auch wendete, um dieselben Fragen: Wie werden unsere Bauern sein, was werden wir arbeiten, werden wir den Dialekt verstehen? Während sich im Bus die Lautstärke immer mehr zu steigern schien, wurde es draußen immer ruhiger, endlos scheinende Wiesen lösten die Enge der Stadt ab. Was kurz davor noch so weit weg schien, wurde real und die ersten Zweiergruppen und eine Dreiergruppe von Schülern stiegen aus. Von Treffpunkt zu Treffpunkt leerte sich der Bus. Dieses Jahr waren viele der früher besuchten Höfe wieder dabei, aber auch ein paar neue. Ich glaube aus eigener Erfahrung, dass die Schule ein paar schöne Höfe und nette Familien dazugewonnen hat. Meine Freundin und ich wurden von einer neuen Familie abgeholt. Im Auto herrschte, wie schon zuvor von uns befürchtet, peinliche Stille, die nur selten durch Kommentare zu vorbeiziehenden Kartoffelfeldern unterbrochen wurde. Der Weg führte uns immer tiefer ins grüne Nichts, und als wir ankamen, erkannten wir sofort am Geruch, dass wir die nächsten zwei Wochen im Kuhstall arbeiten würden. Die Familie empfing uns sehr freundlich und zeigte uns den Hof, mitsamt Kuh und Kartoffel Sieglinde ;-). Nachdem wir im Stall geholfen hatten, aßen wir Abend, bezogen unsere Zimmer und schon war auch der erste Tag vorüber... Am nächsten Morgen, es uns kam es vor wie in der Nacht, mussten wir um 5.40 aufstehen. Es war noch dunkel und kalt, als wir anfingen im Stall die Kälber zu füttern. Während wir arbeiteten, wurde es heller und heller, und die Sonne ging auf.

Kühe & Co Landwirtschaftspraktikum der neunten Klasse Eine Stunde später, als wir beim Frühstück saßen, konnten wir fast nicht glauben, dass Sie, lieber Leser, liebe Leserin, womöglich gerade erst aufgestanden sind... Lange Zeit zum Nachdenken blieb uns nicht, denn wir sollten unsere Bauern treffen und mit ihnen zum Kartoffelfeld fahren. Also fuhren wir, eingequetscht in den kleinen Traktor, mit dem Bauern los. Es stellte sich heraus, dass dies eine gar nicht so einfache Angelegenheit war, denn bei jedem kleinen Stein rumpelte es so, dass wir mit unseren Köpfen aneinander stießen... Wir arbeiteten den ganzen Tag am Feld und abends erledigten wir noch die Stallarbeit. Als wir endlich allein waren, fühlten wir uns zwar sehr erschöpft von dem arbeitsintensiven Tag, aber wir mussten uns natürlich noch darüber unterhalten. Wir sprachen darüber, wie neu alles war, was wir gelernt hatten und verfielen oft in heftiges Lachen bei dem Versuch, den Dialekt nachzuahmen. Als wir im Bett lagen, fühlte es sich immer noch so an, als stünden wir auf dem ruckelnden Kartoffelernter und im Traum zogen die Kartoffeln an uns vorbei. Auch die anderen hatten natürlich einen

spannenden Tag erlebt, jeder wahrscheinlich auf eine andere Art. Die erste Woche verging und man lebte sich ein. Bei manchen meldete sich das Heimweh, bei anderen Allergien oder sonstige Krankheiten. Es gab ein paar Wechsel, drei mussten wegen Allergien nach Hause fahren, aber sonst verlief alles glatt. Ich denke, das haben wir Frau Alscher und Frau Sadychow zu verdanken, die sehr verständnisvoll waren und für jedes Problem eine Lösung fanden. Die Abgereisten lernten fleißig in der Schule, und ihre Partner, die am Land zurückgeblieben waren, hielten tapfer alleine durch. Schlussendlich denke ich, wir haben alle etwas dazugelernt und verschiedenste Erfahrungen gesammelt, jeder auf seine Art. Einen herzlichen Dank für das Engagement an alle Gastfamilien, Frau Alscher und Frau Sadychow! Stephanie Doujak

MoMent HERBST 2013


Im „Sozialpraktikum“ (11.Klasse) machen die Schülerinnen und Schüler außerhalb der Schule für etwa drei Wochen in sozialen Einrichtungen einzeln Erfahrungen mit ihren Hilfsmöglichkeiten im Umgang mit alten Menschen, Kindern, geistig und/oder körperlich behinderten Menschen. Es geht darum, Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und situationsgerechtes Handeln im sozialen Feld zu erproben. ... Das Praktikum im sozialen Erfahrungsfeld bietet dem Jugendlichen die Entfaltungsmöglichkeit eines neuen Bewusstseins. Er nimmt teil an der gemeinsamen Gestaltung des menschlich-gesellschaftlichen Lebens und erlebt die Bedeutung des individuellen Seins für Leben und Entwicklung anderer Menschen.

Im Camphill – in Irland

Aus: Lehrplan der österreichischen Freien Waldorfschulen (http://www.waldorf.at/aktuelletexte/lehrplan _ waldorfschulen _ 2010.pdf | 06.11.2013 21:20

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s war etwas Besonderes, was ich im Camphill in Irland alles erfahren durfte, noch nie zuvor hat mir eine Arbeit so viel Spaß gemacht. Ob auf dem Feld, im Garten oder in der Küche, alles machte ich gerne. Vielleicht war es die Behutsamkeit und Liebe, mit welcher die Behinderten ihre Arbeiten verrichteten, oder das Achtgeben aufeinander, oder die Freude miteinander, jedenfalls hätte ich nie gedacht, dass mir die Menschen dort so sehr ans Herz wachsen können, und dass ich mich so schwer wieder davon trennen kann. Ich habe so viele schöne Tage im Camphill erlebt, auch außerhalb meiner Arbeitszeiten. Aber es würde ein Roman werden, wenn ich jeden schönen Moment beschreiben würde, auch ist es schwierig, Worte dafür zu finden. Ich habe viel von den Menschen dort lernen können; ich habe im Garten mitgeholfen und oft gekocht, meistens halfen mir die Betreuten dabei. Die meiste Zeit verbrachte ich mit zwei Down-Syndrom-Menschen. Sie heißen Owen und Shane und sind sehr selbstständig; mit Owen buk ich oft, Brot und Kuchen. Gemeinsam mit Shane verrichtete ich Gartenarbeit, oft Sachen wie Kürbis ernten und Salat pflanzen. Abends sangen wir, oder spielten Brettspiele, machten Bastelabende oder Filmabend. Jeder Arbeitstag machte mir Freude, ich hoffe, ich kann bald wieder hin. Auch das schöne, grüne Irland vermisse ich schon jetzt! Alles in allem: Es war eine der besten Zeiten meines Lebens, wenn nicht sogar die beste. Ich möchte mich an alle Tage erinnern, und nie vergessen, wie glücklich ich dort war, ich will von jeder Erfahrung, die ich machen durfte, profitieren. Rückblickend lässt sich nur noch sagen: Es war wunderschön und vielen Dank! Angela Walker

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http://www.camphill.ie/Special-Needs-p-23.html | 09.11.2013 13:05

http://www.camphill.ie/dingle | 09.11.2013 13:07

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Projekt FreshFred unsere Schulküche bekommt ein neues Gesicht – ein Pilotprojekt wurde gestartet

Fred

Ewald

Das Wirtschaftspraktikum soll den SchülerInnen der 12. Klasse Einblicke in die Welt der Unternehmen geben. Zurzeit bedeutet das, SchülerInnen gehen für drei Wochen in einen Betrieb und arbeiten dort, ihrem Wissensstand entsprechend, mit. Diese Idee hat mit der Zeit aber an zwei Punkten zu bröckeln begonnen. Zum einen machen die SchülerInnen die Erfahrung, ein Produkt herzustellen und sich in den Ablauf eines Betriebes einzufügen teilweise schon durch ihre Sommerjobs. Zum anderen befindet sich die Wirtschaft in ständigem Wandel, immer mehr kleine, selbstständige Unternehmen werden gegründet. Teamarbeit, Eigeninitiative, Kreativität und Flexibilität werden immer wichtiger. Sollten wir unser Praktikum nicht zeitgemäßer gestalten? Viele wollen studieren und alle die Welt durch eigene Ideen mitgestalten. Das war auch Thema des Projekts, das unserer Klasse vorgestellt wurde. Neun Schüler konnten sich für diese Alternative zum bisherigen Wirtschaftspraktikum begeistern, diese bildeten zwei Projektgruppen. Drei Wochen lang gingen wir wie Selbstständige unseren Ideen nach. Unsere Gruppe – das sind Lelio Libardi, Leonie Mühlegger, Jakob Rumetshofer und Irma Sperl. Die Projektmanager Kristine Pfeifer und Manfred Hofer gaben es bis zur letzten Sekunde nicht auf, in unseren individualistischen Chaotenhaufen Struktur zu bringen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stand die Schulküche. Ziel des Projekts war, herauszufinden, warum das Angebot eines biologischen, täglich frisch gekochten, warmen Essens nicht von mehr Schülern, Lehrern oder auch Eltern genutzt wird und durch welche Maßnahmen die Attraktivität der Schulküche gesteigert werden kann und dadurch in den Bereich der schwarzen Zahlen kommt. Drei Wochen – was können wir in dieser kurzen Zeit erreichen? Die Schulküche soll Treffpunkt für Schüler werden, das Essen erschwinglich, die Küche aber doch wirtschaftlich sein. Um uns ein Bild der jetzigen Lage zu machen, erstellten wir Fragebögen (hier ein Danke an alle die teilgenommen haben!). Die Klassen (5.-9.Klasse) wurden von uns persönlich aufgesucht. Mit großem Hallo wurden wir als willkommene Abwechslung zum gewöhnlichen Schulalltag begrüßt und besten Gewissens füllten die Schüler den Fragebogen aus. Wir selber waren uns in der 5. Klasse (also vor 7 Jahren) wohl schon als eine der Großen vorgekommen, so hatten wir nicht bedacht, dass Fremdwörter wie „Atmosphäre“ oder das Schulnotensystem etwas Erklärung bedürfen. 20 |

Von Seiten der Eltern bekamen wir den Eindruck, dass unser Projekt Unterstützung und Anklang findet, sofern der Fragebogen die Hürde „Schultasche“ überwand. Der Lehreralltag ist wohl dem der Schüler ähnlich, denn auch sie vergessen anscheinend „Aufgaben“ abzugeben – wir bekamen nur etwas mehr als die Hälfte zurück... Wir erhielten ein umfangreiches Stimmungsbild und viele Vorschläge und Anregungen. Wir filterten die Kernthemen heraus: das eindeutig bestehende Raumproblem und auch das Speisenangebot selbst. Kritikpunkte an den Speisen waren: zum einen ihre Gestaltung, zum anderen der Geschmack. Vor allem von Seiten der Lehrer bekamen wir die Rückmeldung, dass die Optik zu wünschen übrig lässt denn „das Auge isst mit“. Sehr viele sind unzufrieden mit dem Salatangebot, besonders an Tagen wo eine (zum Teil ungeliebte) Süßspeise am Plan steht. Der Wunsch nach mehr Vielfalt wurde laut. Um die Nachfrage nach einem angebotenen Frühstück zu erörtern, nahmen wir diese Frage in den Bogen auf. Unsere Frühstücksidee wurde auch von unserer Schulärztin Fr. Dr. Frank gut geheißen. Positive Antworten kamen allerdings nicht so zahlreich wie gedacht, weniger als die Hälfte der Schüler würde es nutzen wollen. Andererseits der Raum in puncto Raumaufteilung und Atmosphäre. In den Mittagspausen ist der Raum meist überfüllt, es herrscht

ein eindeutiges Platzproblem. Wir kamen zu dem Schluss, die Stimmung lässt sich nur durch eine andere Raumaufteilung bessern. Um unsere Ideen einem kritischen Kennerblick auszusetzen, luden wir das Architektenteam Kohlmayr Lutter Knapp ein, ebenso einen Statiker, der die baulichen Fragen abklärte. Wir sprachen mit ihnen über einen möglichen Durchbruch der als Theke dient zwischen Küche und Essraum, so dass man das Buffet und die Essensausgabe in die Küche verlegt. Dadurch könnte der ganze Raum mit Tischen gefüllt werden. Die Sitzmöglichkeiten sollten zu verschiedenen Situationen passen: niedrige bequeme Sessel mit kleinen Tischen zum Kaffee trinken und plaudern in den hohen Fensternischen, platzsparende Bänke mit langen Tafeln zum Essen. In den Ecken hohe Tische mit Barhockern, diese würden den hohen Raum aufbrechen und die Höhe nützen. Auch die Eingangstür würden die Architekten ändern, sie meinten, man sollte sie verbreitern um den Raum einladender wirken zu lassen. Durch ihre Gestaltungsideen konnten wir der Schulleitung ein umsetzbares Konzept für einen Platz gewinnenden Umbau vorstellen. Anregungen zum Projekt haben wir uns unter anderem von der gut funktionierenden Schulküche des Gymnasiums Boerhaavegasse, im 3. Bezirk in Wien geMoMent HERBST 2013


und Irma!

Uns war es ein persönliches Anliegen, das Besondere unserer Küche hervorzuheben. Dazu starteten wir eine Kampagne, wir begannen damit, uns zu überlegen, wie wir das Image verbessern können. Ein Punkt, in dem wir zum ersten Mal alle übereinstimmten war der Entwurf des Logos. Wir alle hatten das Bild einer Ellipse, den stilisierten Kopf von Fred und alles in grün gehalten im Kopf. (Der richtige Grünton war der nächste Diskussionspunkt.) Die Graphikerin Sabina Karasegh setzte unsere Vorstellungen in profesJakob Leonie Lelio sioneller Weise um. Der von uns entworfene Folholt. Dort wurden all unsere Fragen von der wurde auch von der Graphikerin in ein Frau Stoier beantwortet, der engagierten professionelles Layout gebracht. Er stellt die wirtschaftlichen Leiterin der Schule, die Schulküche vor und weist auf ihre Vorteile im Hintergrund alle Fäden zieht. Ihrem hin. Die Inhalte und Formulierungen bespraHerzblut ist es zu verdanken, dass es die- chen wir mit „Gutessen Consulting“, Karin se Küche gibt. Wichtige Faktoren waren Kaiblinger und Rosemarie Zehetgruber stander große helle Essraum, mit Blick direkt den uns mit Rat und Tat zur Seite. Zu ihrem in den Schulgarten, das tägliche Aus- Beruf haben sie die Beratung von Schulen wählen zwischen 3 Gerichten sowie ein und auch Unternehmen in Ernährungsfragen gemacht, Genuss, gesunde Ernährung und BIO-Zertifikat. Direkt vergleichen kann man unsere bei- ökologische Qualität zusammen mit anspreden Küchen nicht, unsere Küche kocht chender Gestaltung stehen für sie im Mittel100% biologisch, der biologische Anteil punkt. Also genau unser Thema. Sie erklärten der Boerhaavegasse liegt bei etwa 35%. uns, wie wir mit den erhaltenen InformatioAuch in den Dimensionen liegen Unter- nen umgehen können, wie wir die Aufmerkschiede, dort werden täglich rund 600 samkeit auf die Schulküche ziehen und in der Schüler verköstigt, unsere Küche hat va- Beliebtheit steigern können. riierend zwischen 100 und 160 Gästen. Den Thementag fanden sie eine sehr gute Bei unserem Besuch kamen wir in den Idee: an einem Tag der Woche soll ein NatiGenuss das HIB-Menü zu probieren, es onalgericht gekocht und der Speisesaal samt schmeckte, trotzdem kamen einige Essen unserem Koch Fred Samec passend gekleidet werden. Der erste Thementag: Spanien. Wir fast unberührt zurück. Die Möglichkeit, zwischen drei Menüs zu haben unser Ziel erreicht, an diesem Tag war wählen, haben die Schüler einerseits dem die Schulküche Zentrum der AufmerksamTerminal-System zu verdanken, 4 Tage im keit. Dank einer auf den Tischen ausgelegVorhinein meldet man sich für ein Menü ten, kleinen Vokabelliste plapperte der Essan, andererseits Frau Stoiers Geschick raum Spanisch – auch Fred absolvierte einen und Freiheit in Bezug auf das Geld, sie Schnellkurs in Spanisch. Um Fred noch aukann Einnahmen aus anderen Bereichen thentischer zu kleiden gruben wir für ihn eiin ihre Küche investieren. Sie selbst war nen Hut aus der Kostümkammer aus. Außererstaunt, dass bei uns 100% biologisch dem fanden wir ein rotes Kleid, bei dem man gekocht wird, es aber weder ein Zertifi- schon den Flamenco spüren konnte. Alles in kat gibt, noch sonderlich groß kommu- allem ein voller Erfolg, wie es ihn sonst nur an Pizza-Tagen gibt!! niziert wird. HERBST 2013  MoMent

Fred war sehr zufrieden und hat auch in Zukunft vor, an einem Thementag festzuhalten. Natürlich setzte das Projekt voraus, dass wir im ständigen Austausch mit der Küche waren. Fast jeden Tag kam Fred am Nachmittag zu uns in die Zentrale (=den Informatikraum). Wir brachten ihn auf den neuesten Stand der Dinge und endeten meist in einer Diskussion, oder besser gesagt Belehrung von Seiten von Fred über gesunde, ausgewogene und bevorzugte Ernährung. Traten sonst im Laufe des Tages brennende Fragen auf, gingen wir einfach zwei Stockwerke tiefer, was auch unser Pensum an täglicher Bewegung abdeckte. Durch die erhaltenen Informationen weiß Fred jetzt, wo an der Schulküche noch Mängel herrschen und Verbesserungen möglich sind. Er arbeitet bereits an dem System der Essensmarken, der Einführung von Aktionstagen und versucht im Speiseplan eine Balance zwischen beliebten und gesunden wie ausgewogenen Speisen zu finden. Aber auch das Projekt insgesamt soll nicht in der Luft hängen bleiben. Drei Wochen sind eine kurze Zeit und obwohl wir nun wissen, wo die Defizite der Schulküche sind, konnten wir zwar einen Plan ausarbeiten um diese zu beheben, kamen aber leider nicht mehr dazu, sie auch selber umzusetzen. Wir stellten fest, dass es jemanden braucht, der nicht nur unsere Pläne umsetzt, sondern das Projekt als Ganzes weiterführt, denn dieses Thema ist noch nicht gegessen. Eines muss klar werden: eine Schulküche wie unsere zu haben ist ein Privileg. Damit sie aber auch fortbestehen kann ist es von Nöten, dieses nicht nur zu genießen und es als selbstverständlich zu sehen, man muss es pflegen. hegen und sich darum kümmern und das mit Interesse, Eifer und vor allem viel Spaß. Zum Schluss noch eines: Wir haben uns wirklich reingehängt, es war anstrengend, stressig, nervenaufreibend und mit vielen Diskussionen verbunden, aber dabei haben wir auch so viel zu lachen gehabt, viel neues kennengelernt und uns weiterentwickelt, dass wir diese Erfahrung nur jedem empfehlen können.

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GLOBALWALDORFEXCHANGE D

as Global Waldorf Exchange – Projekt entstand im Zuge eines dreiwöchigen Wirtschaftspraktikums der 12. Klasse der Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer. Die grundliegende Idee ist es, Waldorfschüler auf der ganzen Welt zu vernetzen. Somit soll die Möglichkeit geschaffen werden, ganz einfach und unkompliziert weltweit einen Austauschpartner für einen direkten Schüleraustausch zu finden. Das einzige, was Sie als Interessent tun müssen, ist Land und Schule auszuwählen und so ihren individuell passenden Austauschpartner zu finden. Das besondere an einem direkten Waldorfaustausch ist, dass er äußerst kostengünstig ist. Für die Schule im Ausland muss beispielsweise kein Schulgeld bezahlt werden, und die Kosten der Gastfamilie fallen auch geringer aus. Ein Austausch ist eine großartige Möglichkeit die Sprache zu lernen, andere Kulturen zu entdecken und unterschiedlichste Menschen kennen zu lernen.

Obwohl das Projekt nicht in den dafür vorgesehenen drei Wochen fertiggestellt werden konnte, scheint es dennoch ein großer Erfolg zu werden. Mit äußerst positiven, bestärkenden Rückmeldungen und ‚Zusagen‘ von beinahe 100 Schulen kann man nun mit Überzeugung sagen, dass eine solche Website sicherlich gewünscht und vonnöten ist! Die Website, die schon seit einigen Tagen online ist, soll in Kürze endgültig nutzbar sein. Überaus ansprechende erste Eindrücke kann man sich jeder Zeit unter www.waldorfexchange.info holen. Marilena Heitger Dana Orsolits Cora Pieper Hannah Prendinger Valentin Trierenberg

Einkaufen und dabei

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ir haben ein neues Portal, ein Einkaufsportal. Es ist vielleicht nicht so schön wie unseres auf der Endresstraße 100 und auch nicht aus Eiche, dafür aber eröffnet sich damit ein kleinerer Geldsegen für die Schule. Es ist simpel. Wer über das Internet einkauft, der macht dabei einfach einen kleinen Umweg. Über www.shop2help.net/waldorf-mauer ist das Einkaufsportal unserer Schule direkt zu erreichen. Und wer direkt auf die Seite www.shop2help.net geht, der wählt zuerst einen Shop und dann unsere Schule unter „Organisation wählen“. Durch diese „Tür“ werden wir nicht reich. Wenn es uns aber gelingt, Freunde und Bekannte auf diese Art des Spendens aufmerksam zu machen, dann können wir davon nur profitieren. Ein einfaches Beispiel: Kaufe ich bei Viking z.B. meine Toner-

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Zur Person: Hannes Reisser

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ittags begegnet man in der Schule, nahe des Speisesaales einem weißbärtigem Mann mit meist zwei Stöcken, der dann hinter der Türe des Speiseraumes der Lehrer verschwindet. Dieser bin ich, Hannes Reisser, in den 1970iger und 1980iger Jahren Mathematik- und Physiklehrer an eurer Schule gewesen. Frau Elisabeth Alscher war damals auch meine Schülerin. Karl Hruza war damals noch Hausmeister, bevor er sich in diverse Lehrtätigkeiten eingearbeitet hatte. Z.B.: hat er damals meine Feldmesspraktiker oft mitgemacht, u.a. auch mit Eff Trierenberg. Ich war damals sehr froh über seine außerordentlich große Hilfe in allen Belangen: sei es Vorzeichnen, Mitmessen und den Schülern bei ihren Zeichenarbeiten helfen. Übrigens war auch Roman Freihsl damals Schüler an der Schule.

der Schule spenden kartuschen für rund € 500,- so erhält der shop2help 4 % –  also € 20,- – von der Einkaufssumme als Provision von Viking. Davon erreichen 80 % als Spende die Schule: also € 16,Würden alle Eltern Ihren Toner bei Viking bestellen und dies sogar 2x im Jahr, dann könnte das – rein rechnerisch natürlich – so aussehen: (300 x € 500,- x 2) = € 300.000,Von € 300.000,- 4 % = € 12.000,Kurzum: es käme eine Spendensumme von € 9.600,-- zusammen. Schaut also vorbei, postet, redet und erzählt darüber – es macht den OnlineEinkauf nicht teurer sondern eher besser! Nicht nur als Triumph erwähne ich hier Titus-Rollsport, iTunes, Blue Tomato Shop, Conrad ... aber natürlich auch Amzon u. v. a. Matthias Berke

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1970/71 begann meine Tätigkeit an der Schule. Sie hatte damals zunächst 9 Klassen, die Herr Theberat und ich in die Oberstufe führten. Ich übernahm - ungewohnt - die damalige 8. Klasse. Damals war es noch notwendig, extern die Pflichtschulzeit mit der so genannten Hauptschulprüfung abzulegen. Das war auch notwendig für die Matura später. Zu dieser Prüfung mussten wir in die Bendagasse spazieren. Das erschien uns damals recht unnötig, nicht zum Waldorfplan gehörend. Ansonsten war sie aber für die Schüler kein größeres Problem. Da ich vorher meine Lehrtätigkeit in Wuppertal begonnen hatte, lernte ich auch das damalige Experiment der Bochumer Schule mit den Jahresarbeiten kennen. Das erschien mir sehr sinnvoll. So war es für mich klar, auch in Mauer, wenn wir soweit sein sollten, in der 12. Klasse Jahresarbeiten durchzuführen. Später kam dann die 8.Klasse dazu. Da ich seinerzeit an der Maturaschule Roland maturiert hatte, überlegten wir, mit dieser Schule zu kooperieren und vereinbarten mit Dr. Roland, unsere Schüler dort auf die Matura vorbereiten zu lassen. Diese Gründungszeit der Oberstufe war sehr spannend und schön. Hier lernte ich auch meine Frau, Heide Schaad, kennen, sie war vom allerersten Anfang in der Karl Löwe Gasse noch beim Aufbau der Schule dabei gewesen. Sie gab den Eurythmie Unterricht. Leider verstarb sie nach kurzer heftiger Krankheit im Februar 1986. Also kurz bevor ich dann zur Schulgründung nach Innsbruck gegangen bin. Seit ich wieder in Wien lebe, freue ich mich jedes Mal über eure/meine schöne Schule, die nach wie vor so lebendig ist. Ich habe nach wie vor großes Interesse an allem, was die Schule betrifft und lasse mir gerne erzählen, was es neues gibt. Außerdem bekomme ich eure so lesenswerte Zeitung: „Das MoMent“ die ich immer sehr gerne studiere. Alles Gute der Schule, Ihr Hannes Reisser

Heide Reisser-Schaad

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JAUSENZUBEREITUNG IM KINDERGARTEN Chizuru Iwasaki

Täglich wird die Jause mit den Kindern gemeinsam zubereitet. Dadurch wird sie zu einem wichtigen pädagogischen Element und zu einem Erlebnis mit allen Sinnen: Erde, die uns dies gebracht, Sonne, die es reif gemacht, liebe Sonne, liebe Erde, euer nie vergessen werde. Christian Morgenstern

Märchen und Puppenspiele am Weihnachtsbasar in der Schule (Endresstr. 100) am Samstag den 30.11.2013 Puppenspiel

Puppenspiel für die Jüngsten

Lebkuchenhaus

„Die drei Orangen“ 11.00, 13.00, 14.30 und 16.00 Uhr Im Musikraum (100, EG) • für Kinder ab 4 Jahre

„Mutter Erde ruft die Tiere“ 11.15 und 14.45 Uhr Im Förderraum (100, 1. OG) • für Kinder von 1-3 Jahre

Eine Adventgeschichte für Kinder 11.00, 13.00, 14.30 und 16.00 Uhr Im Eurythmiesaal (98, 1.OG) • für Kinder ab 3 Jahre

Es war einmal ein Königssohn gar frisch und wohlgemut. Als er herangewachsen war, wollte er sich eine Braut suchen, doch er wollte nur eine, die nicht von einer gewöhnlichen Mutter geboren war. Eine solche aber war im ganzen Reich nicht zu finden; also beschloss er, in die weite Welt zu ziehen. Er nahm nichts mit sich als drei Laib Brot und den Segen seines greisen Vaters. „Wenn du die Jungfrau gefunden hast, komm rasch heim und sage es mir, damit wir euch das Hochzeitsfest bereiten“, sprach der alte König. Der Königssohn wanderte lange Zeit, endlich kam er an einen Kreuzweg und wusste nicht, in welche Richtung er weitergehen sollte ...

Sagt der Igel zu der Maus, wir suchen uns ein Winterhaus ...

Es war einmal ein Kind, das wohnte weit draußen mit Vater und Mutter in einem kleinen Häuschen am Rande des Waldes, dort, wo schon die hohen Berge beginnen. Vor dem Häuschen war eine wunderschöne große Wiese, wo das Kind sehr gerne spielte. Im Frühling, wenn die ersten Blumen blühten, pflückte es einen Strauß für Vater und Mutter. Im Sommer lief es über die Wiese den Schmetterlingen nach, die von einer Blume zur anderen flatterten. Manchmal ging es auch zum nahen Bächlein, setzte sich ans Ufer und ließ die Füße ins kühle Wasser baumeln. Das Bächlein murmelte und rauschte und es klang so, als würde es eine Geschichte erzählen ...

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Schulentwicklung

an der Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer

Z

u Beginn dieses Jahres haben sich tragende Gremien der Schule entschieden, in einen begleiteten Prozess der Schulentwicklung einzusteigen. Das Ziel dieses Weges: Eine Überprüfung und Klärung der Aufgaben und der Zusammenarbeitsformen, vornehmlich zwischen Kollegium und Vorstand. Das Instrument dazu: «Wege zur Qualität», ein Verfahren, das für Institutionen des freien Geisteslebens entwickelt worden ist und womit die Schule schon einige Jahre arbeitet. In einer Rudolf Steiner Schule spricht man von einem «Schulorganismus», von einer «Schulgemeinschaft», von der «Sozialgestalt» oder von «Selbstverwaltung». Mit Recht: der pädagogische Impuls jeder Rudolf Steiner Schule ist innig mit einem sozialen Impuls verbunden. Die Waldorfschule als eine «Kulturtat» - auch auf dem Gebiet des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit - dies die Intention von Rudolf Steiner, die sich als Impuls in der weltweiten Schulbewegung seit über neunzig Jahren entfaltet. Auch das Leitbild unserer Schule in Wien-Mauer intoniert dieses Motiv, indem es den Begründer der ersten Waldorfschule zitiert:

Das heisst auch: Eine solche Schule baut nicht auf Systeme, sondern auf Menschen, die sich aus freiem Willen mit dem geistigen Impuls der Schule verbinden und in diesem Sinne bestrebt sind, gemeinsam eine lebendige Schule zu ermöglichen und zu leisten. Auch in der Zusammenarbeit der Beteiligten. Der Ausdruck «Organismus» charakterisiert die Schule als Lebewesen mit Organen und ihrem lebendigen Zusammenspiel. Ein Zusammenspiel, das förderlich sein will für die Aufgabe: für die Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen. Praktisch heisst das: da sind überall Menschen, die sich individuell und selbstverantwortlich ins Ganze hinein stellen. Es kommt auf den Einzelnen an. Und „Organismus“ bedeutet auch beständige Weiterentwicklung der sozialen Formen aus den „Urgedanken“ (Steiner), damit sie gegenwartsgemäß sind. Schulentwicklung ist also ein Dauerprozess. Und dass es dabei zu Störungen und Krisen kommen kann, liegt in der Natur des Lebendigen, im Wechselspiel zwischen den Urgedanken und den geschaffenen Formen. Entscheidend ist der wache, bewusste Umgang damit. Jede Entwicklung im Sozialen geht durch die Menschen hindurch, wenn sie tragfähig sein soll in der Zukunft. Selbstverwaltung meint ja auch genau das: Menschen wachsen mit und an den Aufgaben.

«Nicht gefragt soll werden: Was braucht der Mensch zu wissen und zu können für die soziale Ordnung, die besteht; sondern: Was ist im Menschen veranlagt und was kann in ihm entwickelt werden? Dann wird es möglich sein, der sozialen Ordnung immer neue Kräfte aus der heranwachsenden Generation zuzuführen. Dann wird in dieser Ordnung immer das leben, was die in sie eintretenden Menschen aus ihr machen; nicht aber wird aus der heranwachsenden Generation das gemacht werden, was die bestehende soziale Ordnung aus ihr machen will.»

Nachdem es im vergangenen Jahr zu einer Störung zwischen dem Vorstand und dem Schulleitungskreis des Kollegiums gekommen war, wurde im Anschluss an eine Klausur beschlossen, in einen begleiteten Schulentwicklungsprozess einzusteigen. Im Zentrum stand die Frage der Zusammenarbeitsverhältnisse in den beiden Gremien der Schulführung. Der Konfliktbearbeitungskreis wurde als Beobachter ebenfalls in den Entwicklungsprozess einbezogen. In den bisher vier Klausuren wurde an den folgenden Themen gearbeitet: • Klärung der Zusammenarbeit zwischen

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Kollegium und Vorstand • Klärung der Schulführung auf der Ebene Kollegium • Vertrauensbildung • Zusammensetzung und Bestellungsmodus der Gremien • Gestaltung der Konferenzen Die bisherige Entwicklungsarbeit war auf Begegnung und Verständigung angelegt. Begonnen wurde mit einer Selbstdiagnose, aus der sich die Entwicklungsbereiche ergaben. Inzwischen ist die neue Schulführung (Schulleitungskreis Kollegium, in den der Zusammenarbeitskreis integriert wurde) bestellt – dies nach einem sozialkünstlerischen Verfahren, das der Vertrauensbildung dient und die bisherige Wahl ablöst. Zudem wurde die Zusammenarbeit zwischen Schulleitungskreis Kollegium und Vorstand durch die gemeinsame Arbeit impulsiert. Die Arbeit an den oben genannten Themen der Schulentwicklung wird weitergeführt. Dabei werden voraussichtlich auch noch andere Bereiche der Zusammenarbeit einbezogen. Es wird an dieser Stelle weiter über diese Entwicklungsarbeit berichtet werden. Jakob Fuchs, Berater und Mitglied des Verfahrenskreises von «Wege zur Qualität»; Schulkollegium und Vorstand

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MoMent-Buchtipps für Weihnachten Lena Gorelik,

Zwei neue Bücher unseres Lieblingsautors Paul Biegel

Rowohlt Verlag, € 20,60

Illustr. von Linde Faas, Urachhaus

„Die Listensammlerin“

„Die Listensammlerin“ erzählt mitreißend und mit wunderbar originellen Figuren die Geschichte von Grischa und Sofia. Ein oft komischer, warmer und lebensnaher Familienroman, der gar nicht so einfache Fragen stellt: was Familie, Nähe und Fremdsein bedeuten – und wer man selber ist.

„Die Prinzessin mit den roten Haaren“

Die Rote Prinzessin wird entführt – und alles steht Kopf! Ausgerechnet an dem Tag, als sie sich ihrem Volk mit 12 Jahren erstmals zeigen soll. Die Räuber Holz, Bolz und Schwanenstolz vollbringen das Entführungskunststück. Aber nur zur Hälfte. Denn die Rote Prinzessin, feurig wie ihre Haare, lässt sich nicht einfach so wegsperren. Sie ist von Kopf bis Fuß eine Hoheit: aufmüpfig und durchsetzungsfähig. Sie geht in dieser rasanten Abenteuergeschichte ihren Weg, allen Hindernissen zum Trotz.

Peter Härtling,

„Eine Nachtlegende“

Beltz Verlag € 13,40

Illustr. von Charlotte Dematons, Urachhaus

„Hallo Opa – liebe Mirjam“ Eine Geschichte in E-Mails – zwischen Mirjam und ihrem Opa. Härtling erzählt klar und leicht von einer Freundschaft, die mit dem Tod einfach nicht aufhört. Mirjam ist 14 und berichtet ihrem beinahe 80-jährigen Opa von Facebook, dem Schulwechsel und den Erwachsenen, die sie nicht verstehen. Der Opa antwortet, wie schwierig das mit dem Erinnern ist und erzählt, wie es für ihn damals war.

Rudyard Kipling/Robert Ingpen

„Das Dschungelbuch“ Knesebeck Verlag € 25,70

Probier´s mal mit Gemütlichkeit – Robert Ingpen gelingt es, den Kinderbuch-Klassiker mit seinen herausragenden Illustrationen zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk zu machen. Ein wunderbares Wiedersehen mit Balu, Shir Khan Baghira und Mogli.

Buchhandlung in Mauer Wetter Buchhandel OG Gesslgasse 8a 1230 Wien Tel: 01/887 26 74 Fax: 01/887 26 70 buch@wetter.co.at www.BuchhandlunginMauer.at

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Er konnte noch nie Nein sagen, der Hauskobold in der alten Villa. Nicht, wenn Ratte und Kröte mit ihm Karten spielen wollten, und auch nicht, wenn eine klatschnasse Fee vor seiner Haustür steht und um Nachtquartier bittet. Dabei weiß er, dass das Feenvolk listig, tückisch und der Zauberkunst mächtig ist, und fürchtet sich schrecklich. Und doch sitzt die Fee nun in seiner Stube und erzählt, woher sie kommt. Herzergreifend und spannend erzählt sie, eine lange, lange Geschichte. So bleibt sie von Nacht zu Nacht, um weiterzuerzählen, ohne dass je ein Ende abzusehen wäre. Und täglich kämpft der Kobold gegen seine Angst und seine Faszination …

Beide Bücher von Paul Biegel sind ab 8 Jahren zum Vor- und Selberlesen. Eine neue Erstlesereihe aus dem Verlag Freies Geistesleben

„Jonas Weg ins Lesen“

In 5 Etappen, ab 6 Jahren, von Christa Ludwig mit Bingo; Bilder von Katja Gehrmann, Geistesleben Immer, wenn Jona eine Idee hat, wird es spannend … … für ihn (manchmal) … für die anderen (auf jeden Fall) Und Jona lernt gerade selber lesen (natürlich auch auf seine Weise) …

1.Etappe: Ein Hund mit Pfiff Jona und Mathis spielen in der Mannschaft der Kükenkicker Fußball . Natürlich kommt auch Jonas beste Freundin Cecilia mit ihrem Hund Bingo zum Samstagsspiel der Kükenkicker gegen die Kikerikicker. Zum Glück. Wer außer ihnen könnte die Situation retten? Und wenn Jona nicht noch dazu diese fantastische Idee hätte …

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2. Etappe: Bingo und der Batzen Dreck

Lidwien van Geffen

Tim und seine Tiere

Pilzfund mit Hund

Zwerg Tim wohnt mitten im tiefsten Wald. Mit allen Tieren ist er gut Freund und wo es Not tut, ist er helfend und heilend zur Stelle. Ein Bilderbuch in zarten Farben für kleine Kinder. Sie lernen Waldtiere und ihren Lebensraum im Wechsel der Jahreszeiten kennen und unterscheiden.

Jona kann schon ein bisschen lesen. Dabei muss er das Buch immer verkehrt herum halten. Er liegt nämlich jeden Abend mit Papa auf dem Teppich und Papa liest vor. Er kann auch seinen Namen schreiben. Aber leider nicht viel mehr. Sonst wäre ja diese ganze Geschichte nicht passiert.

Monika Speck

Es geht ein Bär im Wald herum Und hier weitere, neue Geschichten zum Selberlesen. Jaap ter Haar

Clara und Finn Die Zwillinge dürfen mit ihrem Vater ans Meer. Leider muss ihr Vater noch einmal aus dem zug aussteigen um einen vergessenen Koffer zu holen.Ehe er zurück ist, fährt der Zug ab..

Tiergedichte Kinder lieben Tiere. In diesen Gedichte wird ihnen das Wesen und Verhalten der Tiere humorvoll nahe gebracht. Kinder und Erwachsene werden bezaubert sein.

Christine Richter

Zur guten Nacht Abend-und Wiegenlieder mit CD Ein schön bebildertes Liederbüchlein

Jaap ter Haar

Lea und das Elefantenbaby ab 7 Jahre Der 2.Band von Lea ist da. Lea, die das Glück hat im Zoo zu wohnen, da ihr Papa Tierarzt ist. Sie wird mit all den Tieren vertraut und darf auch schon mal Ersatz-Mama sein.

Claudio E.Polzer

Ratte Macchiato ab 5 Jahre Eine Geschichte vom Wiener Naschmarkt für Kinder und auch Erwachsene sehr empfehlenswert ! Die Helden der Geschichte: ein Rattenjunge namens Macchiato,ein Koboldmaki,Mieze Mizzi, Cayenne, der Mader, Zorro, die Fledermaus und die taubeTaube. Ihre kleinen und großen Abenteuer am Naschmarkt.

Admar Kwant

Wichtel Nick Ein Pappbilderbuch mit Versen von Annica Esterl für die ganz Kleinen: Der immer fröhliche Waldwichtel Nick streift gern im Wald herum.

HERBST 2013  MoMent

Buchtipps aus der Bücherstube der Goetheanistischen Studienstätte 1230 Wien, Speisinger Straße 258 Tel u. Fax: 01/ 889 26 93 email: buecherstube1230@gmx.at Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:00 -­18:00

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MÄRCHENBÜHNE DER APFELBAUM Figurentheater für Kinder ab dem 4. Lebensjahr Eintritt: € 8,00 MÄRCHENBÜHNE DER APFELBAUM / DAS OFF THEATER, Kirchengasse 41, 1070 Wien Kartenreservierung: 01/523 17 29-20, Sa/So 13:00-15:00 0676/5700820, apfelbaum@maerchenbuehne.at , www.maerchenbuehne.at Froschkönig   jeweils um 16:00 Ein Frosch ist der Königstochter behilflich und möchte dafür als gleichwertiger Spielkamerad anerkannt sein. Das verspricht die Königstochter, möchte aber dann ihr Versprechen nicht einhalten, denn der Ekel vor dem „Wasserpatscher“ ist zu groß. Auf dem Höhepunkt ihres Widerwillens wirft sie den Frosch an die Wand. Da verwandelt er sich in einen Königssohn. SA/SO 2./3.11., FR  8.11. (anschl.Tanz), SA/SO 9./10.11. SA/ SO 16./17.11., FR 22.11. (anschl. Tanz), SA/SO 23./24.11.    

Hänsel und Gretel   jeweils um 16:00 Hänsel und Gretel verirren sich im Walde und werden von einem weißen Vöglein zu einem Häuschen aus Kuchen und Brot geführt. Sie erleben viele Abenteuer und kehren am Ende mit Perlen und Edelsteinen in ihres Vaters Haus zurück. FR./SA 29./30.11., SA/SO 7./8.12., FR 13.12. (anschl.Tanz), SA 14.12.    

DIE HEILIGE NACHT   4+ Spiel mit Stehpuppen, nach einer Erzählung von Selma Lagerlöf Josef, dessen Frau gerade in einer Höhle ein Kind geboren hat, gelangt auf der Suche nach Feuer zu einem Hirten, der böse vom Herzen, ihm dieses nicht geben will. Erst als der Hirte das Kind in der Höhle sieht, übt er Barmherzigkeit und reicht Josef seinen Mantel. In diesem Augenblick werden ihm die Augen geöffnet und er kann die Engeln sehen und ihr Jubilieren hören. SA/SO 21./22.12. um 14:30 +16:00, DI 24.12. um 11:00, 12:30 + 14:00 

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VARENKA  4+ Nach einer russischen Legende / Frei nach Bernadette, © NordSüd Verlag AG In einer Hütte tief in den Weiten russischer Wälder lebt Varenka. Auf der Flucht vor einem großen Krieg ziehen verängstige Menschen an ihrem Heim vorbei. Drei von ihnen finden Zuflucht in Varenkas Hütte. Sie vernehmen den fernen Kriegsdonner und in ihrer Angst wendet sich Varenka an Sonne, Mond und Sterne. Ein Wunder geschieht: es beginnt zu schneien, bis Varenkas Haus den Blicken der vorbeiziehenden Soldaten entschwunden ist. FR 10.1. (anschl. Tanz mit den Kindern), SA 11.1., SA/SO 18./19.1., FR 24.1. (anschl. Tanz), SA 25.1. jeweils Beginn um 16:00 FRAU HOLLE   4+ Ein Märchen der Gebrüder Grimm, Beginn: 16:00 Eine Witwe hat zwei Töchter, davon ist die eine schön und fleißig, die andere hässlich und faul. Sie machen sich auf den Weg zur Frau Holle... Das Märchen Frau Holle erzählt von den Gegensätzen, die unser Leben ausmachen: Wir können uns in der Fleißigen und in der Faulen wiederfinden, sind mal wahrhaftig, mal verlogen, schön und hässlich, selbstlos und egoistisch. Im Märchen werden unsere Seelenqualitäten so deutlich getrennt gezeigt. SA/SO 1./2.2., FR  7.2. (anschl.Tanz), SA/SO 8./9.2., FR 14.2. (anschl. Tanz), SA/SO 15,16..2., SA 22.2. + SO  23.2. (anschl. Märchendeutung für Erwachsene, kostenlose Kinderbetreuung von 17:00 – 18:00) GOLDENE GANS  4+ Ein Märchen der Gebrüder Grimm, Beginn: 16:00 Ein Mann hat drei Söhne. Der Jüngste, Dummling genannt, wird verachtet und verspottet. Alle drei Söhne gehen in den Wald Holz hauen. In den Wurzeln eines Baumes findet der Dummling eine goldene Gans. Mit Hilfe dieser Gans gelingt es ihm, eine Königstochter, die nicht lachen konnte, zum Lachen zu bringen. SA/SO 1./2.3., FR  7.3. (anschl.Tanz), SA 8.3., SA/SO 15./16.3. MUSIK – PUPPENSPIEL – TANZ   „KARNEVAL DER TIERE“  3+  nach Camille Saint-Saëns Es ist Fasching! Ganz viele lustig kostümierte Tiere kommen zu einem großen Fest: Löwen, Fische, Elefanten, Eichhörnchen, Esel, Schwäne... und sogar Fossilien! SO 16.2. + SO  9.3.    jeweils um 11:00, 15:00, 16:30  

MoMent HERBST 2013


Waldorfkindergarten Mödling Hauptstraße 47 (Marienheim), 2340 Mödling Tel./Fax: 02236/257 44 office@waldorf-moedling.at http://www.waldorf-moedling.at/

HERBST 2013  MoMent

Spielgruppe für Kinder von 2 bis 4 Jahren

Adventbazar im Waldorfkindergarten

Ab Oktober Jeden Dienstag 15:30-17:00 Uhr, Kosten: € 10,-. Bitte um Anmeldung unter 02236/25744

Samstag, 7.12.2013 10:00 - 19:00 Uhr Bazar mit Puppenspiel

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 malerin keramikerin   kunsttherapeutin   lebens- und sozialberaterin   arbeit am tonfeld® 1230 wien, maurerlangegasse 52/1/1 kurse und workshops herbst/winter 2013 kinderatelier : malen und töpfern angeregt durch geschichten entstehen in jeder stunde bilder und gegenstände aus ton. die kinder steigen mühelos in einen schöpferischen strom ein und erleben staunend, was durch ihre hände entsteht.  12x donnerstags ab 10. oktober 14.00-15.00 und 15.30-16.30. 100 euro inkl. material und brand  ikonen-gold - neu aufgelegt wir lassen uns durch farbigkeit und komposition früher ikonen beeindrucken und finden zu abstrakten miniaturen. nach art alter meister wird in selbst angerührter eitempera gearbeitet, schlussendlich legen wir blattgold auf. samstag 14. dezember 10-18, 65 euro ohne material face to face : wochenend-workshop aquarell die farbtönungen der haut haben die künstler schon immer beschäftigt und besonders herausgefordert.  wir arbeiten mit wenigen farben, welche durch einen lasierenden auftrag eine überzeugende malerische interpretation des gesichtes wiedergeben. grundsätzliche proportionen werden vermittelt. freitag 24. januar 18-21 und samstag 25. januar 10-18. 95 euro ohne material kunsttherapie und arbeit am tonfeld® für kinder, jugendliche und erwachsene in der kunsttherapie werden die im schöpferischen tun liegenden selbstheilungskräfte eingesetzt, um hilfe  bei krankheiten, entwicklungsstörungen und lebensfragen zu geben. jede therapie wird thematisch und gestalterisch individuell entwickelt. termine und kosten nach vereinbarung schiefermalkurs : >> februar 2014 kunstkalender „flügel wachsen“ dieses jahr gibt es einen kunstkalender mit aquarellen von mir im atelier zu kaufen. tel/fax/sprachbox: 01/887 32 85, e-mail: platz@inode.at, www.beatemariaplatz.de kursort für alle kurse: 1230 wien, maurerlangegasse 52/1/1

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BÜCHERSTUBE der Goetheanistischen Studienstätte

Buch & Spiel 1230 Wien, Speisinger Straße 258 Tel u. Fax: 01/ 889 26 93 email: buecherstube1230@gmx.at Bestellungen werden gerne jederzeit entgegengenommen Zustellung durch Postversand

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:00 -­ 18:00


Die Christengemeinschaft Bewegung für religiöse Erneuerung

WIEN-SÜD

Studienstätte - 1230, Speisingerstraße 253

Termine der Christengemeinschaft Wien-Süd: Kindergottesdienst (9:45) und Menschenweihehandlung (10:30) Samstag, 23.11., Sonntag 8.12. und Samstag, 21.12.2013 Weihnachtsgottesdienst: Donnerstag, 26. Dezember 2013 Sonntag, 6. und Samstag, 18.1., Sonntag, 2. und Samstag, 15. 2. und Sonntag, 9. und Samstag, 22.3.2014 Kinderbetreuung während der Menschenweihehandlung mit Helga Freihsl und Elfriede Graf, anschließend: Kaffee und Kuchen. Das Totengedenken findet in der Muttergemeinde Wien-Mitte am 24. Nov. statt Fragen und Anregungen bitte an: Paul-Steffen Garn Tel. +43(1) 990 19 60, paulgarn@hotmail.com ct_Anzeigen_offen_Layout 1 02.02.13 11:52 Seite 2

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Hier kann man Erfahrungen sammeln, Vorurteile abbauen, Freunde  finden, in Berufswelten reinschnuppern…  Die Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen steht bei  uns im Mittelpunkt. Hierfür sind Hilfestellungen zu erbringen, wo die  Menschen mit Behinderung Unterstützung, Aufsicht und auch mal ein  ´gutes Wort` benötigen.  Dies erfordert Einfühlungsvermögen, Umsichtigkeit und Courage.  Wundern Sie sich nicht, wenn Sie beim Abschied nach neun Monaten  Zivildienst einen eigenen Fanclub haben.  Interesse?  Kontakt:   Lebensart Sozialtherapie  Hauptstr. 125‐127, 2391 Kaltenleutgeben  Tel. 02238/77931, verein@sozialtherapie.at  www.lebensart‐sozialtherapie.at   


Absender: R. Steiner-Schule Wien-Mauer, 1230 Wien, Endresstr. 100 13Z039641M Verlagspostamt, 1230 Wien, Zulassungsnummer: 02Z032325M Impressum Seite 2

P.b.b.

Diese Ausgabe v. MoMent wird voraussichtlich am 20.11.2013 an die post.at übergeben.

Termine

Kleinanzeigen

Di 19.11., Di 26.11. und Mi 27.11. immer 18h Herbstkonzerte der Musikschule s.S.12 Fr 29.11. 17-21.30 & Sa 30.11. 10-17h Basar s.S.13-16 Sa 21.12 bis Mo 6.1.  Weihnachtsferien Fr 17.1. 18.30h Beethoven-Abend s.S.17 Sa 18.1. 9-13h Tag der offenen Tür Di 21.1. 20h Infoabend f.d. kommende 1. Klasse Fr 24.1 20h, Sa 25.1. 9-17h Henning Köhler s.S.17 Sa 1.2. bis So 8.2. Semesterferien Mo 3.2. Redaktionsschluss „Winter“ MoMent Sa 1.3. 9h Schulfeier Mo 3.3. bis Fr 7.3. Kellertheaterwoche 10.Klasse

Ab sofort: Au-Pair für eine Familie in Neuseeland gesucht: Zur Familie: Mutter aus Irland, Vater aus Neuseeland, 2 Kinder. 5 jähriger Bub und 8 jähriges Mädchen, (beide besuchen die Waldorfschule), leben in einem großen Haus in der Nähe der Waldorfschule Auckland. Zeitraum: bis zu einem Jahr. Tolle Möglichkeit eines der wunderbarsten Länder der Welt zu besuchen und nebenbei seine Englischkenntnisse weiterzubilden. Interesse, Fragen? Dann bitte an Kontakt: Fiona McKee: fionamckee02@yahoo.com

So 15.12., 19.1., 6.2. & 16.3.   Elternratsitzungen

Mittleres von drei Reihenhäusern mit Garten, 160 m² Wohnfläche, 1130 Wien, Modl Toman-Gasse 23B, direkt an der Tiergartenmauer, zu mieten oder zu kaufen. Interessenten wenden sich an 0043/(0)676/9744165 Wir, eine Sprachgestalterin und meine Tochter aus Dornach, wollen gerne einige Tage in Wien verbringen und suchen für dafür eine katzenfreie Wohnung in der Zeit von 6.-9. Februar 2014. Wir würden uns freuen mit Eltern, Lehrern, der Waldorfschule in Kontakt zu kommen. Herzlichen Dank und Grüße aus Dornach Brigitte Kowarik tel. 0041 61 5993485

Profile for Karl Hruza

Moment Herbst 2013  

MoMent - Zeitschrift für die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer

Moment Herbst 2013  

MoMent - Zeitschrift für die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer

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