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Monatsschrift fĂźr die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer April/Mai 2011, â‚Ź 2,--


Liebe Leserin, lieber Leser!

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lles, was die Menschen erhoffen von einer Erneuerung des sozialen Lebens, es wird nicht kommen von all den Diskussionen und von all den Institutionen, die sich auf Äußerlich-Sinnliches beziehen, es wird allein kommen können, wenn ein mächtiger Inspirationsgedanke durch die Menschheit geht, wenn ein Inspirationsgedanke die Menschheit ergreift, durch welchen wiederum Moralisch-Geistiges unmittelbar im Zusammenhange gefühlt und empfunden wird mit dem Natürlich-Sinnlichen.“ Rudolf Steiner, Dritter Vortrag, Dornach, Ostermontag 1923 Diesen Gedanken setzt Rudolf Steiner in Zusammenhang zum Ostergeschehen. Wenn wir uns heute die Weltlage ansehen, so ist wohl niemandem zum Feiern zumute. Auch in der Schule herrscht (finanzielle) Krisenstimmung. Wie gerne würden wir aus dem Vollen schöpfen und nicht jeden Cent fünfmal umdrehen müssen! Wie schön wäre es, könnten wir uns auf Allgemeinen Elternabenden (Bericht Seite 17) nicht über das mühsame „Löcherstopfen“ im Budget unterhalten, sondern über spannende pädagogische Konzepte. Und doch: Es gibt sie, die Hoffnungsmomente. „Neue“ Eltern waren anwesend. Neues Engagement wächst in Elternschaft und Kollegium. Neues Feuer brennt für eine Schule, in der wir gemeinsam Verantwortung für unseren Lebensraum tragen. Anerkennend wurde wahrgenommen, dass wir einander nichts „verordnen“, sondern in Zusammenarbeit Wege suchen, auf denen wir unseren Prinzipien treu bleiben können. Also konkret: Kein einheitlicher „Pflichtschulbeitrag“ für alle Familien, sondern Gespräche, in denen versucht wird, einen Interessensausgleich zu finden. Auch keine pauschalen Gehaltskürzungen, sondern ein waches, vorsichtiges Sparen, wo es – so hof-

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fen wir alle – langfristig am wenigsten Schaden anrichtet, ja vielleicht sogar neue Impulse ermöglicht (Russisch). Insgesamt: ein Zusammenhalten und Zusammenstehen im Bewusstsein, dass wir unser gemeinsames Schicksal meistern werden. Eine inspirierte Osterzeit wünscht Ihnen herzlich, Irene Bulasikis PS: Dieser MoMent-Ausgabe liegen wie jedes Jahr Erlagscheine bei, mit denen Sie uns gerne und natürlich in rauen Mengen ;-) Ihre Unterstützung zukommen lassen können. Wenn Sie uns bei den Druckkosten helfen, sorgen wir für den Inhalt! „In diesem Jahr beschreibt die Sonne einen viel höheren und längeren Himmelsbogen als der Ostervollmond, und während der Ostertage verschwindet der abnehmende Mond besonders rasch aus unserem Gesichtsfeld. Die Ostersonne und der Ostermond zeigen uns: Das Sonnenlicht nimmt zu, das Mondlicht lässt nach. Ihr Menschen, werdet sonnig und farbenreich, begebt euch auf den Weg in ein freies Leben!“ Liesbeth Bisterbosch „So sind seit Ur-Ostern jeder lichte Gedanke und jedes lichte Gefühl Gott, Mensch und der Natur gegenüber, die wir in uns erzeugen, und jede lichte Tat der Liebe Bausteine unser aller Zukunft. Was könnte – aus einer solchen Gesinnung heraus – alles an neuen Impulsen für das soziale Leben entstehen (…)! Und wie würde das alles weithin ausstrahlen! Gewiss auch im Sinne des berühmten Beispiels aus der Chaostheorie, wonach die durch einen fliegenden Schmetterling bewegte Luft in einem anderen Erdteil große Luftmassen in Bewegung setzen kann.“ Mario Betti, a tempo, April 2011

MoMent Monatsschrift von und für Eltern, FreundInnen, Lehrer­Innen und SchülerInnen der R. Steiner-Schule Wien-Mauer, Freie Waldorfschule moment@waldorf-mauer.at im 19. Jahr MoMent-Konto lautend auf: Redaktion Schulzeitung Kontonummer: 9681.059 P.S.K. Blz: 60000; BIC OPSK ATWW IBAN AT26 6000 0000 0968 1059 Leitung des Redaktionsteams: Irene Bulasikis, T. 01/8672090 irene@bulasikis.com Anzeigen/Layout: Renate / Karl Hruza MitarbeiterInnen: Roman David-Freihsl roman.freihsl@aon.at Renate Hruza, T. 01/802 66 03 renate.hruza@silverserver.at Karl Hruza, T. 01/802 66 03 k.hruza@acrobat.at Jörg Schmiedbauer, T. 0676 530 28 29 joergschmiedbauer@acrobat.at Freie MitarbeiterInnen: Matti Melchinger, Christa Salcher, Karin Schadl, Lothar Trierenberg Eigentümer, Verleger und Herausgeber (Medieninhaber): Waldorf-Wirtschafts-Gemeinschaft (WWG), DVR Nr.: 7864 9742 Absender: moment@waldorf-mauer.at MoMent 1230 Wien, Endresstr. 100 Herstellungsort: DONAU-FORUM-DRUCK , 1230 Wien Verlagspostamt: 1230 Wien Zulassungsnummer: 02Z032325Z

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Von der Logik im Stricken 1890-97 Weimar

Rudolf Steiner um 1891/92. Radierung von Otto Fröhlich

Goethe- und Schiller-Archiv

Mitarbeiter am Goethe- und Schiller-Archiv. Herausgabe einiger Abteilungen der Naturwissenschaftlichen Schriften Goethes, die zwischen 1891 und 1896 erscheinen. Begegnungen mit Herman Grimm, Ernst Haeckel und Eduard von Hartmann, Freundschaft mit der Dichterin Gabriele Reuter, dem Liszt-Schüler Conrad Ansorge, dem Stirner-Biografen John Henry Mackay und dem Nietzsche-Herausgeber Fritz Koegel. Für die «Cotta’sche Bibliothek der Weltliteratur» besorgt Steiner eine zwölfbändige Ausgabe sämtlicher Werke Schopenhauers sowie eine Jean-Paul-Ausgabe in acht Bänden. In der Reihe «Berliner Klassiker Ausgaben» (mit «Einleitungen namhafter Literaturhistoriker») erscheinen die Werke Wielands und Uhlands, herausgegeben und eingeleitet von Rudolf Steiner. 1891-92 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Rostock bei Prof. Heinrich von Stein mit einer Arbeit über «Die Grundfrage der Erkenntnistheorie mit besonderer Rücksicht auf Fichtes Wissenschaftslehre. Prolegomena zur Verständigung des philosophierenden Bewußtseins mit sich selbst», erscheint 1892 unter dem Titel «Wahrheit und Wissenschaft». Vorspiel einer Philosophie der Freiheit. Eduard von Hartmann gewidmet.

Hermann Grimm

1893 Im Herbst erscheint sein philosophisches Hauptwerk «Die Philosophie der Freiheit». 1894-1896

Ernst Haeckel

Besuche und Arbeitsaufenthalte im Nietzsche-Archiv in Naumburg. Bekanntschaft mit Elisabeth Förster-Nietzsche, die Steiner als Mitherausgeber der Werke ihres Bruders gewinnen will. Begegnung mit dem kranken Friedrich Nietzsche. 1895 erscheint Steiners NietzscheMonografie «Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit». 1897

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enn Sie an das sich erinnern, was ich gestern gesagt habe, dass der ganze Mensch eigentlich der Logiker ist, nicht nur der Kopf, so werden Sie die Bedeutung der reinen Geschicklichkeitsarbeiten auch in der entsprechenden Weise würdigen lernen. Es war durchaus nicht bloß eine Schrulle, als die Forderung aufgetaucht ist, bei uns sollen die Knaben auch stricken und so weiter. In dieser Betätigung der Hände drückt sich, bildet sich dasjenige aus, was tatsächlich die Urteilsfähigkeit um Wesentliches erhöht. Diese Urteilsfähigkeit wird am wenigsten ausgebildet beim Menschen, wenn man ihn logische Übungen machen lässt. Diese logischen Übungen sind eigentlich gar nicht geeignet, die Urteilsfähigkeit des Menschen auszubilden. Wenn man ihn Subjekt und Prädikat verbinden lässt, in dieser Weise logische Übungen machen lässt, trägt man gar nichts dazu bei, dass er urteilsfähiger wird. Höchstens trägt man etwas dazu bei, dass seine Urteilsfähigkeit starr wird. Er wird so ein Mensch, der im späteren Leben eigentlich immer nur nach einem Schema urteilen kann. Wenn man zuviel solche gedankliche Übungen macht, erzieht man den Menschen zu einem schematischen Menschen … Das ist überhaupt so: Wenn wir richtig geistig sein wollen, ohne dass wir wissen, dass das Physisch-Leibliche der reine Ausdruck des Geistigen ist, wenn wir zu stark einseitig geistig sein wollen, so behandeln wir zumeist den Leib, und zwar zumeist in falscher Weise. Die Pädagogik … die vorzugsweise von einer Behandlung des Vorstellungsvermögens ausgeht, hat im Effekt das Ruinieren des menschlichen Leibes.“

Eine zusammenfassende Darstellung seiner bisherigen Goethe-Studien gibt Steiner in seinem Buch «Goethes Weltanschauung».

Rudolf Steiner, aus: „Menschenerkenntnis und Unterrichtsgestaltung“, Vortrag vor den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart am 14. Juni 1921

(aus: http://www.goetheanum.org/434.html, 26.3.2011)

Ausgewählt von Roman David-Freihsl

John Henry Mackay

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Zur Schulfeier am 5. März

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ie Frau Welte schon zur Einleitung sagte: eine sehr bewegte Feier, dominiert von Tanz und Gesang.

Es gab ein lustiges Spiel über die Satzzeichen (3. Klasse), Volkstanz und Seilspringen (2. Klasse), Eurythmievorführungen und modernen Tanz (10. und 11. Klasse), Variationen eines Kanons (4. Klasse) und eine Vorführung aus dem Englischunterricht (5. Klasse).

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Der Höhepunkt der Feier war aber diesmal sicher der Auftritt des Oberstufenchors. Das Halleluja aus dem Messiah von Händel ging wirklich unter die Haut. Das zweite Lied von Bruckner war nicht weniger schön. Als Abschluss gab es ein mitreißendes Spiritual, mit dem der Chor dann auch, als Zugabe, unter tosendem Beifall, den Festsaal verließ. Eine sehr beeindruckende Schulfeier – ich freu mich schon auf die nächste! Karin von Gässler

Fotos: Lothar Trierenberg

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Wortspenden

MoMent Rückblicke … 1. Klasse:

Wir Erstklass-Kinder groß und klein war’n in dem Märchenschloss zu Gast, wir spielten froh und lachten viel im lustigen Palast! 2. Klasse: Verrückte Welt Im Klassenzimmer ein Zirkuszelt Rabe, Schnecke, Fledermaus Raubgetier im ganzen Haus, Katze, Bär und Schmetterling – Fasching ist ein herrlich Ding! 3. Klasse: Wer ist Lehrling? Jedermann! Wer Geselle? Der was kann! Wer ist Meister? Der’s ersann! Die 3-Klässler sind in vielen Zünften (fast) Meister. 4. Klasse: Sagenfiguren aus dem Wien, dem alten Freuten sich beim bunten Treiben mitzuhalten. Eifrig bestrebt den höchsten Turm zu bauen Und bei den Spielen sich viel zuzutrauen.

Fotos: Lucia Debruyn

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zum Fasching: 5. Klasse: „Die Griechen tanzten, sangen, schrieben und spielten.“ 6. Klasse: Die 6. Klasse feierte am Faschingsdienstag ein sehr lebendiges Faschingsfest zusammen mit Rita Welte und Karo Meixner-Katzmann. Das Thema war diesmal: Mein Lieblingscharakter aus einem Buch. Es gab ein Spiel, bei dem erraten werden musste, welche Figur man darstellt. Danach dachten sich die SchülerInnen und Schüler kurze Szenen darüber aus, welcher der Charaktere mit wem auf Urlaub fährt, wessen Buchverfilmung den Oscar gewinnen könnte oder wer in die Steinerschule zu Besuch kommt und was man da erlebt – danach gab es eine Aufführung in der Klasse, und es wurde die beste Szene ermittelt. Als kleinen Preis gab es Freundschaftsbänder für alle, die sehr gut ankamen. Es war auch für die Lehrerinnen ein überaus gelungener Vormittag. Karo Meixner-Katzmann 7. Klasse: „Berühmte Persönlichkeiten geben sich die Ehre!“

Fotos: Karo Meixner

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Ausflug der 5.Klasse ins Kunsthistorische Museum

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n einem kalten Freitag im März machten wir uns auf den Weg zu einer „Reise ins alte Ägypten“. Im Kunsthistorischen Museum angekommen, wurden wir sehr freundlich begrüßt, in zwei Gruppen aufgeteilt und schon begann unsere Führung. Eine sehr begeisternde Führerin zog die Kinder sofort in ihren Bann und zeigte uns die Unterschiede der Ägyptischen Skulpturen aus den unterschiedlichen Epochen und wies uns auf alte ägyptische Säulen mit Hieroglyphen hin, die Österreich als Dank für die Hilfe beim Bau des Suez-Kanals geschenkt bekam. Sie half uns die verschiedenen Tierabbildungen auf den beeindruckenden Mumien zu verstehen: So wurde z.B. immer ein Mistkäfer (Skarabäus) als Sinnbild für den Sonnengott Nut oder Re dargestellt – als Symbol der Auferstehung. Die Ägypter hatten beobachtet, dass dieser Käfer aus der Erde selbst entsteht. Die Käfer schlüpften aus einer Mistkugel, in die das Weibchen seine Eier ablegte – dadurch nahm man an, der Mistkäfer sei ein Urgott, denn die Schöpfung kam aus ihm hervor. Weiter ging es zu den alten Griechischen Statuen, die nur in ihrer jüngeren Steinabbildung erhalten sind, da die original Bronzeskulpturen für eine neue Verwendung eingeschmolzen wurden. Die Klasse lauschte aufmerksam und war sehr aufnahmebereit. Zum Abschluss durfte sich jedes Kind ein Objekt aussuchen und dieses skizzieren.

Skiwoche auf der Mi

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m Sonntag den 27. Februar 2011 sind wir losgefahren. Wir sind ca. 5 Stunden mit zwei Pausen gefahren. Als wir schon fast da waren, mussten wir noch mit dem Riesen-Bus einen großen Berg hinauf fahren, der Berg war voller Kurven, und es war fast allen schlecht. Irgendwann fuhr der Bus rückwärts auf unsere Hütte auf der Mitterbergalm zu und blieb stehen. Erster Eindruck: „cool“. Die Hütte sah echt krass aus, und die Lage erst, wir hatten eine Piste vor dem Haus. Die Schihütte war etwas klein, aber das hat nichts zur Sache getan! Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit meinen Freunden in einem Zimmer zu sein. Es gab zwei Öfen, und obwohl wir immer nur einen verwendeten, war es immer schön warm. Ich habe in der Küche geholfen und sauber gemacht – es war sehr lustig. Wir packten aus und schauten uns im ganzen Haus um. Dann gab es Abendessen. Es waren zwei Mütter mit, die super gekocht haben. Wir waren also immer sehr gut verköstigt. Den Abwasch musste der Küchendienst machen. Es war anstrengend, 35 Teller und Gläser abzuwaschen. Es war sehr schön, dass die Hütte gleich auf der Piste war. Man hat sich einfach vor der Tür die Schi angezogen und ist losgefahren. Wir haben uns dann in 4 Gruppen aufgeteilt. Das Wetter war die ganze Woche sonnig, bis auf den Donnerstag, an dem war es sehr bewölkt und windig.

Es war ein schönes Erlebnis und rundete somit die Epoche des Ägyptischen und Griechischen Altertums ab. Dieser Besuch zeigte, dass ein Museum auch für Kinder durchaus spannend und interessant sein kann. Ein gelungener Ausflug! Danke, der engagierten Führerin, vielen Dank, dass ich mitgehen konnte!

1. Tag: Aber dann fuhren Hr. Kvasnicka und die anderen Begleiter mit uns (die schon besser schifahren konnten) rüber ins größere Schigebiet. Am Abend haben die Kinder, die wollten, einen Film angeschaut.

Elisabeth Fleischmann

2. Tag: Nur Alina ist beim Schifahren wortwörtlich auf den Kopf gefallen,

Fotos: Elisabeth Fleischmann

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der 7. Klasse itterbergalm und konnte danach zwei Tage nicht gut schifahren. Und auch Sebastian verletzte sich, er verletzte sich an seinem kleinen rechten Finger, wo die Wachstumsfuge war. Der Ablauf des Tages: Wir mussten um halb 8 aufstehen, denn es gab um 8 Uhr Frühstück. Um 9 sollten wir dann schon auf den Schiern auf der Piste stehen. Man konnte vor dem Haus die Schi anschnallen und losfahren. Wir hatten abwechselnd Küchen- und Putzdienst. Man musste immer Tisch decken und Klo und Bad putzen. Es war voll eklig! Zwischen 9 und 10 Uhr gingen wir auf die Piste, dann fuhren wir chillig bis zu Mittag. Dann schloss der Lift, wir gingen Abendessen, danach spielten wir meistens Poker. Das jeden Tag, es war sehr schön … 3. Tag: Wenn man schifahren geht, ist am dritten Tag immer Gefahr, sich wehzutun, also sind wir dann nur in der Früh gefahren, und am Nachmittag haben wir uns ausgeruht. Ich hatte wieder starkes Halsweh, sodass ich diesmal nicht schifahren konnte. Dafür habe ich mit Alina gemeinnützige Arbeit geleistet und einen !Riesen! Sack Zwiebeln geschält (schnief, heul). Die Zwiebelsuppe hat dann aber wenigstens gut geschmeckt.

Einmal gab es am Abend eine Überraschung: Wir sind im Dunkeln zur Piste gegangen, dort waren Fackeln aufgestellt! Wir setzten uns in Luftreifen und rutschten einen Hügel hinunter; Es war sooo lustig, mit den Reifen die Piste hinunterzufahren. Am 4. Tag fuhren wir endlich ins große Schigebiet. Wir mussten früher aufstehen, weil wir auf den Hochkönig fahren durften. Wir fuhren mit dem Bus zum Hochkönig und stiegen in eine Gondel ein. Es gab dort viele eisige schwarze Pisten. Zu Mittag kehrten wir in einer Hütte ein. Danach fuhren wir wieder Schi. Es war ziemlich anstrengend, und als wir nach Hause fuhren, waren wir alle k.o. 5. Tag: Am Freitag war ich soweit, ich durfte auf die mittlere Piste. Ich hatte zwar viel Angst, aber es war ein tolles Gefühl, dass man schon nach einer Woche Schifahren zu den Fortgeschrittenen gehört. Juhuu, heute bin ich richtig viel schigefahren. Mittags habe ich kurz gegessen, dann ging es wieder los und rauf auf die Piste. Es hat wirklich viel Spaß gemacht. Wir machten ein Schirennen bei dem man Slalom gegen seine eigene Gruppe fahren musste. Es war lustig, und am Abend wurden die Ergebnisse bekannt gegeben. Am Abend bekam ich Fieber und konnte bei der Disco nicht mitmachen. Zum Abschluss war dann die Disco! Wir haben die ganze Zeit getanzt. Das war super! Ich bin dann irgendwann raus und hab die Sterne angeschaut. Ich habe noch nie so viele gesehen. Es war wunderschön, und irgendwie war dieser Abend der Höhepunkt der Woche. Die Heimfahrt war dann nur noch schlafen und chillen. Zum Frühstück haben wir uns bei Stefan, Helga, Hr. Kvasnicka, Werner, Karin, Nina

und Heidi bedankt für das Kochen und die Unterstützung beim Schifahren. Am Ende konnten wir alle ganz gut Schi fahren, und Spaß hatten wir auch viel! Die Schiwoche war ein schönes Erlebnis für mich. Ich fand, es war schön und sehr lustig. Ansonsten war alles sehr cool, das Wetter hat mitgespielt, und es war alles sehr aufregend. Ski-Woche (Kurzzusammenfassung eines Schülers): die Hütte: naja das Skigebiet: naja die Klassengemeinschaft: naja die Ski: jaaa das Wetter: jaaa (Zusammengestellt aus Aufsätzen der Schüler von Karin Nikbakht)

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April/Mai 2011  MoMent Fotos: Lucia Debruyn

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IM KELLER: THEATER Im Keller: Die 10. Klasse – 15, 16-Jährige, Spiellust, Auftrittsfreude, Kraft für Verdichtung und der Ernsthaftigkeit angesichts der Wucht der Inhalte. Lebendig, textsicher, gut auf die kleine Bühne gestellt. Im Keller: „Störfälle“ Karl Valentins „Der Hutladen“: Wortsinn im Dienst des Starrsinns, Aberwitz – nix geht mehr, hutlos, kopflos ob der Blödigkeit des Anderen bleibt jeder ohne Ergebnis. „shaddy kennen Sie doch..“: Wortgewelle, Oberflächlichkeit, Bescheidwisserei, bevor noch gefragt ist, dabei sein, ohne Ahnung, wobei. Ein Stück zum „Sich Auslachen“, viele Auftritte, persönlich gestaltbare Miniaturen, gut die Typen herausgespielt, daher fetzig, lustig und doch auch zum Verzweifeln unsinnig und eitel. „Menschenrechte“. Da eine größer und größer werdende Menschenzahl, die sich um die zwei „Erinnerer“ der Menschenrechtserklärung sammeln, geschützt durch und aufgewühlt vom schönen Pathos (1948, nach der Menschheitskatastrophe des II.Weltkrieges – ein neues Fundament einer Weltordnung!) und der Kraft des „Selbstverständlichen“, dort, aus dem Lautspre-

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Fotos: K. Hruza

cher mit Hut, die Zynismen der Macht, hineinquatschend, keifend, drohend, Befehle belfernd – Wortgefecht. „Die japanischen Fischer“. Ein dichter, in sich gut differenzierter Chor der Verzweifelten, lebendig gewordene „Kollateralschäden“ – ein verstrahltes Fischerboot (1955!), alles zu Gift werdend für die Menschen, der Fisch, der Mantel, das eigene Fleisch, Menschen für Menschen. Es bleibt: Der Weg in den geneinsamen Tod, die elementare Bitte, gesehen, gehört, verstanden und erinnert zu werden – und dass der Wahnsinn ende! Die ersten zwei Stücke – längst in der Alltagswirklichkeit der Spaßgesellschaft Angekommenes, die letzten zwei, ausgewählt noch vor den Ereignissen, von den Umwälzungen in Nordafrika und den Katastrophen in Japan zeitgültig gemacht. In all diese Stücke gehen sie hinein, 15, 16 Jahre alt, kräftig genug, zu lachen, zu karikieren, Form zu geben und – bis ins Verstummen hinein – darzustellen. Gut gespielt, aber auch: Hoffnungsträger in einer Welt realer Störfälle. Jörg Schmiedbauer

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Die Nacht des 18. März, der Abend unseres Schulballs.

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rotz kleiner Schwierigkeiten in den Babyschühchen konnte unser Abschlussball am 18.03.11 im Colloseum 21. stattfinden. Dank der Unterstützung der Tanzschule Elmayer hatten wir, die drei Abschlussklassen, eine schöne Eröffnung einstudiert. Das Colosseum 21 eignete sich wunderbar als Location. Für Unterhaltung war durch eine Band und DJ´s gesorgt. Trotz der Kurzfristigkeit konnten wir noch eine mitreißend-flotte Mitternachtseinlage aufs Parkett legen. Nach der schwungvollen, gelungenen Ballnacht wurde noch im Volksgarten feucht-fröhlich bis in die Morgenstunden weiter gefeiert. Alles in allem muss ich sagen, dass es einer der gelungensten Schulbälle war, den ich jemals besucht habe. (Lucia)

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nser Ball. Nach meinem etwas hektischen Eintreffen (aufgrund von schwer überschaubaren Zeitmanagement-Problemen) stellten wir eine wirklich gute Mitternachtseinlage zur Schau. Wir wurden so lautstark begrüßt und unterstützt, dass mich die Eindrücke nur so umwirbelten. Es

war ein schöner Abend. Es wurde getanzt und viel gelacht. Nach und nach erkundete ich die unterschiedlichen Winkel und Räume des Colosseums 21 und freute mich, dass ich (obwohl der Ball außerhalb der Schule stattfand) in einige bekannte Gesichter blickte. Danke an das Organisationsteam! (Magda)

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it einer Freundin fuhr ich mit dem Auto direkt ins Colloseum. Erfreut darüber, gleich neben dem Eingang einen Parkplatz zu finden, schlugen wir ohne viel zu überlegen eine enge Kurve und landeten so im Parkplatz –  aber auch direkt in einer riesengroßen Gatschlacke. Ich wagte einen Blick aus dem Auto und musste feststellen, dass es keine andere Möglichkeit gab, als zu springen. Mein Ballkleid (welches ein gewisses Maß an Volumen besitzt) war definitiv keine Erleichterung dabei. So balancierte ich in meinen Stöckelschuhen, halb aus dem Auto gelehnt, um dann abzuspringen. Ich schaffte es bis auf den Beton. In diesem Moment der Freude über den Erfolg begann ich zu wanken – und landete beinahe rücklings in der

Lacke. Mein Kleid wurde verschont, meine Hand hatte sich dafür umso mehr im Gatsch vergnügt. Etliche Taschentücher retteten die Lage. Schließlich betrat ich den Ballsaal. Schwarz, blau, rot, weiß – Kleider in allerlei Farben. Tüll, Rüsch, Seide – Stoffe umspielten die Beine. Pailletten, Perlen, Strass – ein Funkeln ringsum. Ein Schulball ist immer ein großes Ereignis, so auch der diesjährige, den wir, die 12. Klasse, mit zwei weiteren Schulen, der Schottenbastei und dem Borg 3 organisierten. Ich persönlich sah dem Ball mit nicht allzu hohen Erwartungen gegenüber, stellte aber mit Überraschung fest, dass es ein wirklich schöner Abend wurde. Mit Musik in den Ohren lachten wir viel, tanzten mit viel Vergnügen und legten gelegentlich tratschend mit einem Glas Sekt gemütliche Pausen auf den Sofas ein. Das Gefühl von Heiterkeit begleitete uns auch noch während des Heimwegs. ( Jennifer )

Vorankündigung:

Die heurige Referatswoche der 12. Klasse Montag bis Freitag 9. bis 13. Mai täglich ab 15:00 Uhr Großer Festsaal Detailprogramm demnächst

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Faust „Zwar weiß ich viel, doch möcht ich alles wissen“ Faust, der Tragödie erster Teil

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ine Epoche, die ihr Ziel erreicht, weckt den Wunsch nach MEHR. So geschehen in der Zwölften, die sich 4 Wochen intensiv mit Faust beschäftigt hat. Am Ende der dritten Woche die Idee: Faust in die Schule zu holen. Als Erzähltheater. Faust in 90 Minuten. Dargeboten von EINEM Schauspieler. Klingt spannend! War spannend! Hubertus Zorell schafft es, Faust nicht nur lebendig als Geschichte zu erzählen, sondern gleichzeitig die Dynamik zwischen den Charakteren zu thematisieren. Faust von der Metaebene betrachtet. Faust interpretiert präsentiert. Zitate verbinden immer wieder mit der Kraft

des Originals, mit Goethes Worten. Szenen werden knapp, aber treffend skizziert: Philemon und Baucis in Verhandlungen mit Faust, Faust und Mephisto, Faust und der Kaiser, Faust und Gretchen, Faust und Gretchens Bruder, Mephisto im Gespräch mit Gott. All das so dargebracht, dass die Zeit wie im Flug vergeht und das Publikum an den Lippen des Erzählers hängt. Wenn dabei auch noch die Lust entsteht, sich den Klassiker, das „Weltwerk“ Faust doch wieder einmal persönlich vorzunehmen, kann der Abend wohl als äußerst gelungen betrachtet werden. Dafür sei Dank – an die liebe Zwölfte, ihre geschätzte Lehrerin, Frau Kaufmann, und natürlich den wunderbaren Darsteller, Hubertus Zorell. Irene Bulasikis PS: Wer Hubertus Zorell einmal live erleben möchte: Im Theater Olé gibt es regelmäßig Gelegenheit dazu. www.theater-ole.at

Fotos: K. Hruza

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Zum Faschingsfest im Kindergarten

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r a t e g n r e sei d t in STEIN auf STEIN …

„… Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein!“ – aber nicht, bevor alle Handwerker vom Tischler und Maler bis zum Glaser daran gearbeitet haben und zuletzt der Rauchfangkehrer auf dem Dach spaziert. Der Schuster sorgt noch für den rechten Gang auf der Erde, der Schneider für Hüllen und Humor, und beim Bäcker wird man satt. Von den verschiedenen Faschingsthemen im Kindergarten ist das der „Handwerker“ in ihrem Schaffen und Stoffverwandeln wohl das „erdigste“. Die Kinder kommen strahlend als der Handwerker, als der sie sich fühlen, und die Erwachsenen sind nicht selten über die Stimmigkeit überrascht. Es wird sehr deutlich, in welcher Weise die Kinder ja auch an sich selbst „bauen“. Die PädagogInnen ihrerseits haben sich mit dem Urbildlichen der Berufe verbunden und „Reiche“

gestaltet, in denen die Kinder im Bergwerk, in der Schmiede, im Garten, in der Schneiderei, der Zuckerbäckerei und beim Buchbinden rundum tätig sein können. Der Kindergarten als Lebenskräftewerkstatt – auch im Fasching ist alles echt und sinnvoll. Die Kinder sind verkleidet, aber sie zeigen in erster Linie sich selbst, und zwar so, wie man es sonst oft nur in Augenblicken ahnt: Auf diese Art und Weise will da etwas werden, und das ganz handfest! Während Bäcker, Köche, Gärtner altersgemäß bekunden, dass sie mit ihrem Leibaufbau beschäftigt sind und gehegt und gepflegt werden wollen, gibt es gerade bei den älteren Kindern ganz eigene Züge: der kleine Kunstmaler, der auch sonst intensiv Bilder „sieht“, das zarte Mädchen, das schon sehr wach an seinen feinen Kräften schmiedet, oder der Falkner, der sich selbst immer wieder nach manchen „Ausflügen“ stolz einfängt. Nicht fehlen dürfen auch die Bau-

arbeiter und Mechaniker, die einander im Konstruieren und Instandhalten ergänzen. Über die möglichen Missgeschicke auf all diesen Entwicklungswegen können wir dann zum Schluss mit dem Kasperl herzlich lachen. Als der österreichische Schriftsteller Ödon von Horvath einmal meinte: „Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm´ nur so selten dazu!“ hat er wohl den Erwachsenen ironisiert, der viel gelernt aber auch schon vieles verlernt hat und oft glaubt, sich „verkleiden“ zu müssen. Die Kinder dagegen sagen einfach erfrischend und klar: „Seht her, das bin ich, daran arbeite ich jetzt!“ Vielleicht sollten wir es ihnen noch mehr gleichtun. Ursula Dotzler

PUPPENSPIEL im Kindergarten:

„GOLDENER“ am Donnerstag, 19. Mai 2011, um 15:30 und 16:30 Uhr

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GELD … LEBEN

GELD für das LEBEN unserer Schule kommt zum überwiegenden Teil (über zwei Drittel der Einnahmen) über die Schulbeiträge der Elternschaft. Diese Schulbeiträge werden jedes Jahr mit allen Eltern neu vereinbart. Die Elternbeitragsgruppe (EBG) organisiert und führt diese jährlichen Beitragsgespräche im Auftrag des Schulvereinsvorstandes.

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Die Elternbeitragsgruppe vereinbart im Auftrag des Schulvereinsvorstandes jährlich den Schulbeitrag der Schuleltern. Mitglieder der EBG sind ausschließlich Eltern, derzeit Peter Eberharter, Katharina Jedlicka, Martin Kaufmann, Josef Prüller, Jörg Schmiedbauer.

Beitragsgespräche für das Schuljahr 2011/2012 Ab 4. April 2011 werden wir Sie telefonisch zur Vereinbarung eines Termins für ihr Schulbeitragsgespräch kontaktieren. Wir treffen uns mit Ihnen zum gefundenen Termin, um mit Ihnen den Schulbeitrag zu vereinbaren. Im Interesse eines zügigen Ablaufs, ersuchen wir Sie darum, die vereinbarten Termine auch wirklich einzuhalten.

3: Schulbeiträge • werden jedes Schuljahr neu vereinbart • sollen der Schule Erhaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sichern • müssen derzeit etwas zwei Drittel des Aufwandes für die Schule decken • Leitlinie sind, nach Kinderzahl gestaffelt, 13%, 18%, 21% oder 24% des Familieneinkommens bei 1-4 Kindern an der Schule • um Schwankungen und Notfälle abfangen zu können, brauchen wir auch Ihre Bereitschaft zu Mehrleistungen.

GELD zu LEBEN In den vergangenen Jahren ist es uns nicht gelungen, das Verhältnis von Beitragsgeld und realen Aufwendungen auszubalancieren. 84% der Ausgaben unserer Schule sind Aufwendungen für unsere MitarbeiterInnen. Wir bezahlen die wenigen MitarbeiterInnen in der Verwaltung nach dem Angestellten-Kollektivvertrag, unseren LehrerInnen den Mindestlohn laut Kollektivvertrag für Privatschulen. Die Gehälter sind bescheiden, die unbezahlten Mehrleistungen (Konferenzstunden etc.) sind ein großer und oft übersehener Beitrag unserer LehrerInnen zur Schulfinanzierung. Trotzdem haben wir aus kollektivvertraglichen Lohnsteigerungen und Biennalsprüngen sowie der Teuerung im Sachaufwand ein über die Jahre weitgehend

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gleichbleibende Ausgabensteigerung von 5% pro Jahr. Die Schulbeiträge der Elternschaft stiegen über die Jahre um jährlich 1,7%. Die so aufgegangene Schere zwischen Ausgaben- und Einnahmenssteigerung müssen wir bei den Beitragsvereinbarungen für das Schuljahr 2011/2012 schließen. Wir brauchen 5% höhere Schulbeiträge aus der Elternschaft, denn die Zuzahlungen von Seiten der Öffentlichen Hand je Schüler werden, allen früheren Zusagen, zum Trotz nicht erhöht (ein Drittel unserer Einnahmen bleiben also bestenfalls wie sie waren, wenn sie nicht noch gekürzt werden). Das ist eigentlich ein Skandal, gegen wir alle etwas tun sollten.

Unterstützen Sie die parlamentarischen Bürgerinitiative betreffend: FREIE SCHULWAHL OHNE SCHULGELD – JETZT. Alle weiteren Informationen unter www.freieschulwahl.at

GELD für LEBEN

GELD und LEBEN

Was wir zusätzlich von Ihnen brauchen sind all Ihr Wissen und Ihre Kontakte, um ein neues Mäzenatentum für unsere Schule zu erschließen (Kontakte zu Stiftungen, Politik, Menschen, die für uns intervenieren könnten, Benefizveranstaltungen). Auch darüber wird in den Beitragsgesprächen zu sprechen sein. Falls Sie diesbezüglich KONKRETE Vorschläge haben, freuen wir uns auf diese.

Die Beitragsgespräche sind zurzeit die einzige jährliche Gespächsrunde des Schulvereins mit allen Eltern unserer Schule. So sprechen wir nie nur über den Schulbeitrag allein, sondern erhalten vielfältige Stellungnahmen in Bezug auf die Schule. Falls gewünscht, geben wir diese, selbstverständlich immer anonymisiert, als Sachinformationen an den Schulvereins-Vorstand weiter. Dessen Mitglieder finden sich ja aus allen Schulbereichen zusammen. So sollte diese „Ernte“ der Gespräche an die richtigen Plätze kommen. Wir aus der Elternbeitragsgruppe laden Sie also wieder zum jährlichen Schulbeitragsgespräch ein. Wir bitten Sie heuer mit einem geschärften Wissen um die Bedeutung dieser Schulgeldvereinbarungen für die Lebensfähigkeit unserer Schule. Wir freuen uns auf diese Gespräche und ersuchen Sie um einen offenen Blick auf unsere Schule und um Ihre Bereitschaft, für diese Verantwortung zu übernehmen. Jörg Schmiedbauer für den Vorstand und die Elterbeitragsgruppe

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Die „Kreise“ unserer Schule

Das erste „Mandatsgruppen-Treffen“ in unserer Schule zeigte die Vielfalt der Möglichkeiten zur Mitgestaltung

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olgende Fragen werden in der Elternschaft unserer Schule hin und wieder gestellt: Warum gibt es nicht mehr Transparenz? Warum wird man in bestimmte Entscheidungen nicht einbezogen? Warum gibt es nicht mehr Möglichkeiten mitzugestalten? Zählt man dann auf, wie viele Möglichkeiten sich einzubringen es tatsächlich gibt, und

wie viele „Kreise“ der Mitarbeit an unserer Schule leben, ist die Verblüffung dann umso größer. Eine hervorragende Gelegenheit, die vielfältigen Möglichkeiten und Plattformen des gemeinsamen Gestaltens von Lehrern und Eltern kennenzulernen, war das „Mandatsgruppen-Treffen“ in unserer Schule am 12. März dieses Jahres. Es war das erste umfassende Treffen dieser Art in dem alle Gruppierungen, die in der Steiner-Schule Wien-Mauer tätig sind, präsentiert, diskutiert, teilweise in ihrer Arbeit bestätigt und weiter entwickelt wurden. Selbst für jene, die schon besser über das Geschehen in unserer Schule Bescheid wissen, brachte dieser Samstagvormittag das eine oder andere Aha-Erlebnis. Alleine die Aufstellungen, die Moderatorin Ursula Pfrimer gleich zu Beginn organisierte, rückten manche Vorstellungen ins rechte Licht. Erst einmal die Lehrer auf der einen Seite – dann die Eltern gegenüber. Das Bild, von dem man gemeinhin spricht: „die Lehrer“ und „die Eltern“. Dann bat Ursula Pfrimer all jene, sich in der Mitte aufzustellen, die Lehrer und Eltern gleichzeitig sind. Und siehe da: Auf einmal war es nur noch eine verschwindend kleine Gruppe jener, die wirklich „nur“ Lehrer sind. Dann die einzelnen Gruppen, die „Kreise“ unserer Schule, die wahrgenommen, diskutiert und zum großen Teil auch „mandatiert“ – also von der Gemeinschaft mit einem „Mandat“ bestätigt wurden. Der Platz im Großen Festsaal wurde fast knapp bei all den Flipcharts, die für jeden „Kreis“ aufgestellt wurden: Der Aufnahmekreis, die Ba-

Ursula Pfrimer

sargruppe, die Direktion nach Außen, der Vorstand, der Elternrat, die Festgruppe, der Förderkreis, die Gartengruppe, die Impulsgruppe „Wege zur Qualität“, der Konfliktkreis, die Küche, die Schulärztin, der Schulleitungskreis, die Schulzeitung Moment, der Veranstaltungskreis, die PR-Gruppe, der Zusammenarbeitskreis, die Waldorf-Wirtschafts-Gemeinschaft (WWG) – und nicht zuletzt die symbolisch vertretenen SchülerInnen. Letztere aus der 10. Klasse halfen bei Aufbau und Büffet (eine Köstlichkeitensammlung der Zweitklass-Eltern) tatkräftig mit. Jede einzelne Gruppe wurde von den TeilnehmerInnen diskutiert; es konnten Anmerkungen, aber auch „Stop“Pickerln geklebt werden – wenn noch wichtige Fragen offen waren. Ein Gutteil der Gruppen wurde bestätigt. Aber es wurden auch offene Felder deutlich. So zeigte sich etwa, dass unser Musiklehrer Stefan Albrecht im „Veranstaltungskreis“ als Einzelkämpfer unterwegs ist. An die Schulgemeinschaft wird daher appelliert, die Gruppe jener, die Veranstaltungen wie Konzerte und Vorträge organisieren und sich für die Außenwirkung der Schule einsetzen (Stichwort: PR-Kreis), noch zu stärken. Die für dieses erste Mandatsgruppentreffen anberaumte Zeit war naturgemäß sehr knapp. Und so war es am Schluss keine Frage, dass dieses Zusammenkommen künftig öfter stattfinden soll. So in etwa zweimal pro Schuljahr. An dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank an Ursula Pfrimer, die das Mandatsgruppentreffen als Moderatorin getragen hat – aber auch an Irene Bulasikis und Jörg Schmiedbauer, die es maßgeblich vorbereitet haben. Roman David-Freihsl

http://www.attems-weber.at/personen/index.php?item=pfrimer

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Fotos: Irene Bulasikis, Lothar Trierenberg

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Ohne Gegensteuern läuft’s aus dem Ruder Der Allgemeine Elternabend am 29. März zur finanziellen Situation unserer Schule

„D

as ist keine sehr gute Entwicklung“, resümierte Peter Eberharter beim Allgemeinen Elternabend am 29. März zur finanziellen Situation unserer Schule. Und er berichtete dabei lediglich über die Entwicklung der Elternbeiträge in den vergangenen fünf Jahren. Waren früher noch Steigerungen von im Schnitt rund zwei Prozent möglich – mit „Ausreißern“ ins Plus und Minus – so konnte im laufenden Schuljahr lediglich eine Steigerung von 0,9 Prozent erreicht werden. Für die gesamte finanzielle Situation wäre die Beschreibung „nicht sehr gut“ allerdings eine glatte Untertreibung. Denn insgesamt ist die Entwicklung der Schulfinanzen derzeit eine dramatische. Denn während die Elternbeiträge wie auch die öffentlichen Subventionen stagnierten – stiegen gleichzeitig die Mitarbeiterkosten. Sprich: Zwischen den Elternbeiträgen und den Mitarbeiterkosten klafft inzwischen bereits eine Differenz von rund 528.000 Euro pro Schuljahr. Diese von Jahr zu Jahr größer werdende Lücke kann mittlerweile von der Subvention des Bundes, die zur Zeit bei 290.000 Euro liegt, und den sonstigen Einnahmen nicht mehr gefüllt werden, wie Martin Kaufmann für den Schulvorstand erläuterte. Für das heurige Schuljahr lautet daher die alarmierende Prognose: Ein Minus von rund 85.000 Euro. Im Schuljahr zuvor waren es „lediglich“ knapp 24.000 Euro gewesen. Und würde nicht umgehend gegengesteuert, wäre dies erst der Beginn ei-

ner fatalen Entwicklung: „Wenn sich in den nächsten Jahren nichts ändert, müsste man bereits im kommenden Schuljahr mit einem Verlust von 140.000 Euro rechnen“, präsentierte Martin Kaufmann die Prognosen. Im Jahr darauf würde das Minus bereits auf rund 195.000 anwachsen. Von den 590.000 Euro in fünf Jahren ganz zu schweigen. Beim Allgemeinen Elternabend wurde daher ein Modell vorgeschlagen, wie auf zwei Seiten gegengesteuert werden könnte. Ziel wäre es demnach, die Mitarbeiterkosten konstant zu halten – was bereits in der Praxis Einsparungen zur Folge hätte – und gleichzeitig die Elternbeiträge signifikant zu erhöhen. Konkret wurde vorgeschlagen: Im laufenden Schuljahr könnten die Eltern – eindringlich – gebeten werden, einen 13. Monatsbeitrag an Schulgeld zu leisten, um den aktuellen Abgang im Rahmen zu halten. Für das kommende Schuljahr müsste es dann das Ziel sein, den Elternbeitrag um rund sechs Prozent zu erhöhen, was in Summe zusätzliche Einnahmen von rund 50.000 Euro bringen sollte. Seitens der Lehrerschaft und des pädagogischen Angebotes wäre auch eine Sparmaßnahme in einem Ausmaß von rund 50.000 Euro notwendig – was die Einsparung von etwa eineinhalb Lehrerposten bedeuten würde. Dies könnte im kommenden Schuljahr die Fächer Russisch und Eurythmie betreffen, wie Frau Marlene Sadychow erläuterte. Nach langen und eingehenden Diskussionen innerhalb des Kollegiums wurden diese zwei Bereiche als solche herausgearbeitet, wo Sparen und pädagogischer Sinn am ehesten in Einklang gebracht werden könnten. Im Bereich der Eurythmie würde eine (durch

einjährige Bildungskarenz vakante) Stelle nur teilweise nachbesetzt, und zwar in den Klassen 1 bis 3. Die 4. bis 7. Klasse würde NUR im kommenden Schuljahr mit Eurythmie pausieren, da es sehr schwer sei, überhaupt kompetenten Ersatz zu finden und die Einarbeitungszeit in Eurythmie meist sogar länger als ein Jahr in Anspruch nähme. Bei Russisch würde für die 7. und 8. Klasse der reguläre Russisch-Unterricht durch Projekte ersetzt werden – der eigentliche Sprachunterricht würde in der 9. Klasse neu gegriffen werden. Diese Maßnahme korrespondiere durchaus mit der aktuellen pädagogischen Diskussion, erläuterte Marlene Sadychow, da es in den 7. und 8. Klassen erfahrungsgemäß ohnehin sehr häufig Schwierigkeiten mit kognitiven Fächern gebe. So wäre einerseits eine – von Eltern schon lange gewünschte – Entlastung des Stundenplanes möglich; andererseits käme es nach einer zweijährigen „Atempause“ zu einem bewussten Russisch-Neustart in der Oberstufe, ohne dass langfristige Leistungseinbußen befürchtet werden müssten. Bei einer konsequenten Umsetzung dieser Pläne wäre im kommenden Schuljahr ein rechnerisches Minus von rund 45.000 möglich – und bereits im übernächsten Schuljahr ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis. Klar ist aber auch, dass die Bemühungen um eine gerechte Unterstützung durch die öffentliche Hand weitergehen müssen. Vor zwei Jahren wurde eine jährliche Subvention von 1000 Euro pro Waldorfschüler bewilligt – an öffentlichen Schulen rechnet man mit Kosten von 6000 bis 8000 Euro pro Schuler und Schuljahr. Über die weitere Entwicklung wird per Mail und im nächsten MoMent informiert. Ein weiterer Appell vom Allgemeinen Elternabend: Wer weitere Ideen und Vorschläge zur Finanzierung, wer gute Kontakte zu Politik und Wirtschaft hat, möge sich bitte einbringen. Die Kontaktadresse: vorstand@waldorf-mauer.at Roman David-Freihsl

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Einladung zum Allgemeinen Elternabend

Russisch als Fremdsprache an der Waldorfschule Warum wird an den Waldorfschulen Russisch unterrichtet? Das Russisch-Kollegium informiert mit anschließendem Gespräch. Dienstag, 3. Mai 2011, 20.00 Uhr Kleiner Festsaal

Musikabend der 11. Klasse Donnerstag, Freitag 14. und 15. April jeweils 19:30 Uhr Großer Festsaal

Wir, die 11. Klasse, laden alle zu unserem Musikabend ein. Auch heuer wird es wieder viele spannende Beiträge geben. Wir freuen uns auf ihren/deinen Besuch.

Freitag, 8. April, 15.00 bis 18.00 Uhr

Osterbazar und Tag der Offenen Tür Waldorfkindergarten Mödling, Hauptstraße 47, 2340 Mödling Freitag, 8. April, 15.00 bis 18.00 Uhr

Osterbasar Waldorfkindergarten Bad Vöslau Puppenspiel „Der herrliche Hahn und die kleine Ameise“ 15.00 und 16.30 Uhr

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Wie ein Beet Lebt:

Einführung

in die anthroposophische Geisteswissenschaft

Ein Beet das wandelt ist ein Beet das geht Ein Beet das handelt ist ein Beet das steht Ein Beet ist meistens eine unzugänglich Form Ein Beet wird wachsen doch meist nicht enorm Wenn alle Menschen denn so wären Wie Beete leben und was sie lehren So glaub ich möchte ich niet mehr leben Denn Beete zittern und Beete beben Vom Wind gezittert von der Erde erbebt So lebt das Beet Das manchmal steht.

Fortlaufende Arbeitsgruppe mit Dr. Reinald Hitsch wir arbeiten mit dem Buch: Dr. Rudolf Steiner „Geheimwissenschaft im Umriss“ Neue Interessenten sind herzlich willkommen! jeden Montag von 19.30 – 21.00 Uhr im Musikraum der Rudolf Steiner Schule Wien-Mauer

Matti Melchinger

Aktuelle Termine & Veranstaltungen Termine April, Mai und Juni Elternratstreffen So 10.4. 19:00 Musikabend d. 11. Klasse Do, Fr 14., 15.4. (s.Box links) Osterferien Sa 16.4. bis So. 1.5. Allg. Elternabend z. Thema Russisch als Fremdsprache a.d. Waldorfschule Di 3.5. 20:00 (s.Box links oben) Elternabend d. 9. Klasse Di 5.4. 20:00 Frühlingsfest Sa 7.5. 14-18 Uhr, s.S.15 Konzert der Lehrer der Musikschule Sa 7.5. 18:00 Referatswoche der 12. Klasse

Christi Himmelfahrt Do bis So, 2. bis 5.6. schulfrei

Schulfreie Tage im Schuljahr 2011/12

Juni-MoMent Mi 8.6. (voraussichtlich)

Erster Schultag Montag, 5.9.2011

Klassenspiel-Aufführungen der 12. Klasse Do, Fr, 9., 10.6.

Herbstferien Samstag, 22.10. bis Dienstag, 1.11.

Pfingsten Sa bis Di, 11. bis 14.6. schulfrei

Maria Empfängnis Donnerstag, 8.12. bis Sonntag, 11.12.

letzte Schulfeier mit Modeschau der 9. Klasse Do 16.6. (intern) 10:00 Sa 18.6. (öffentlich) 9:00

Weihnachtsferien Samstag, 24.12. bis Sonntag, 8.1.2012

Elternratstreffen So 19.6. 19:00 Fronleichnam Do bis So, 23. bis 26.6. schulfrei Gleichbleibende Termine

Semesterferien Samstag, 4.2. bis Sonntag, 12.2. Osterferien Samstag, 31.3. bis Sonntag, 15.4. Staatsfeiertag Dienstag, 1.5. Christi Himmelfahrt Donnerstag, 17.5. bis Sonntag, 20.5.

Elternratstreffen So 15.5. 19:00

montags: Arbeitsgruppe mit Dr. Hitsch 19:30 - 21:00 siehe Einladung oben

Redaktionsschluss Juni-Ausgabe von MoMent Mi 18.5.

montags: Tanz-Abende I. Leitner 069919043893 kurtleitner@gmx.at

Fronleichnam Donnerstag, 7.6. bis Sonntag, 10.6.

Puppenspiel im Kindergarten Do 19.5. 15:30, 16:30, s.S.12

dienstags: Puppennährunde Endresstr. 113, 20:00

Letzter Schultag Freitag, 29.6.2012

Mo bis Fr, 9. bis 13. Mai, s.S.10

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Pfingstferien Samstag, 26.5. bis Dienstag, 29.5.

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Die Feier und das Feuer Rudolf Steiners 150. Geburtstag – und der Brand in der Steiner-Schule

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onntagvormittag, der 27. Februar 2011 – der 150. Geburtstag von Rudolf Steiner. Nach und nach füllt sich der Saal in der Wiener Nationalbibliothek mit Menschen – bis er schließlich bis auf den letzten, aber auch allerletzten Platz gefüllt ist. Die Einladungen für diese Veranstaltung waren heiß begehrt, denn es waren weit mehr Menschen, die bei der offiziellen Eröffnung des weltweiten Rudolf Steiner-Gedenkjahres in Wien dabei sein wollten, als hier in dem Saal der Hofburg Platz hatten. Natürlich war es ein Rudolf, der für die musikalische Begleitung dieses Festaktes sorgte – der Cellist Rudolf Leopold spielte Werke, die Zeitgenossen Steiners komponiert hatten. Walter Kugler, Oxford-Professor und Leiter des Rudolf Steiner-Archivs in Oxford, hielt die Festansprache, Tobias Richter präsentierte das Buch „Wiener Dialoge“ – und dann las Wolfgang Zumdick aus seinem neuen Reiseführer „Rudolf Steiner in Wien“. Eine launige Anekdote aus jener Zeit, als Steiner in seiner ersten eigenen Junggesellenwohnung residierte. Niemand, der ihm den Haushalt führte, keiner, der Acht gab – und so geschah es eines Nachts: Der Schreibtisch Steiners ging in Flammen auf – und der junge Intellektuelle musste in der Folge rundum Briefe schreiben und um Verständnis bitten, dass möglicherweise unbeantwortete Briefe oder gar Manuskripte wohl nicht mehr bearbeitet werden könnten. Die Lesung konnte noch mit unbeschwerter Heiterkeit aufgenommen werden, an diesem 150. Geburtstag Rudolf Steiners, dessen Leben später noch einmal in dramatischer Weise von einem Feuer eine einschneidende Zäsur erfuhr. Beim Brand des ersten Goetheanums in der Silvesternacht zum Jahr 1923. 27. Februar 2011 – ein paar Stunden früher. Abseits der Feierstunde in der Nationalbibliothek rüstet sich die 7. Klasse der Rudolf Steiner-Schule in Mauer für ihre Schiwoche. Klassenlehrer Heinz Genswein betritt mit seiner Frau und einer Klassenmutter das Maurer Schlössl, um seine Schi zu holen. Und dann riechen sie ihn – den Rauch. Unsere Schulzeitung hieß in früheren Jahren übrigens einmal „Rauchzeichen“, aber 20 |

das ist nun wohl wirklich zu weit hergeholt – Karl Hruza werkte schon damals wie heute an unserer Schule. Kannte sich damals wie heute am besten in allen Räumen der Schule aus. Ihn rief Heinz Genswein an, berichtete vom Rauchgeruch – woher der genau käme, könne man nicht sagen … Karl Hruza sprang sofort ins Auto, eilte zur Schule, hielt Nachschau – und sah schließlich, wie es aus dem Pellets-Lagerraum qualmte. Der nächste Anruf galt der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte rückten an, stellten fest, dass der Pellets-Lagerraum und vor allem der mutmaßliche Brandherd für den Löscheinsatz nicht direkt zugänglich waren – und löschten kurzerhand vom Rosenhof aus direkt in das Pelletslager hinein. Als die Festgäste in der Nationalbibliothek zum Büffet – unter anderem mit dem Rudolf Steiner-Geburtstagsbrot – strömen, verbreitet sich bereits die Kunde: „In der Maurer Schule hat’s gebrannt!“ Viele ziehen danach weiter zu den Stadtführungen, den Vorträgen im Unteren Belvedere und in der Anthroposophischen Gesellschaft. Einige aber, die Maurer, fahren umgehend in ihre Schule, um die Lage zu sondieren. Sonntagabend treffen sich die Lehrer auf 113, um die weitere Vorgangsweise zu besprechen. Doch damit ist der Tag noch nicht zu Ende. Karl Hruza schleppt noch in den Nachtstunden mit Freiwilligen elektrische Heizungen aus der Christengemeinschaft in die Schule, um die Klassenzimmer der Mittelstufe am nächsten Tag provisorisch heizen zu können.

Rudolf Steiners 150. Geburtstag klingt dann schließlich beim Brandauer bei einem Bier aus – wo noch der erste Newsletter und der Text für die Homepage geschrieben wird, um die Eltern so rasch wie möglich zu informieren. Zur aktuellen Situation: Wie die Untersuchungen zur Brandursache zeigten, hatte ein technisches Gebrechen zu einem Rückstau der Abgase geführt – dadurch war es im Laufe der Zeit zu einer Selbstentzündung des Sägemehls im Pelletszulauf gekommen. Das Glosen war nach und nach die Förderschnecke zurückgewandert. Nach einer Pelletslieferung hatte der Druck schließlich den Prozess beschleunigt. Gleichzeitig zeigte sich aber, dass auch bei Schulbetrieb keine Gefährdung der SchülerInnen oder LehrerInnen bestanden hätte. Nach der Beseitigung der Brand- und Löschschäden musste der Pelletslagerraum erst wieder komplett austrocknen, bevor das Lager neu befüllt werden konnte. Nach ein paar Tagen konnte ein provisorischer Betrieb mit einem Heizkessel wieder aufgenommen werden – allerdings mussten die Pellets zweimal täglich von Peter Haas, Karl Hruza und hilfreichen Schülern nachgefüllt werden. Andernfalls hätten die Pellets zu viel Wasser aufgenommen und wären aufgequollen. Inzwischen konnte der Normalbetrieb der Heizung unserer Schule wieder aufgenommen werden. Roman David-Freihsl

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Besuch des Bundespräsidenten, Dr. Heinz Fischer  

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er Besuch des Bundespräsidenten aus Anlass des Rudolf Steiner-Jubiläumsjahres war präzise angekündigt: 25. Februar 2011,10 Uhr. Der Oberstufenchor begann schlag 10 Uhr mit dem „Halleluja“ von Händel. Mit den ersten Tönen sprang die Tür auf, und Heinz Fischer kam herein. Das Timing war perfekt, denn Herr Fischer ist kein großer Freund von Begrüßungsauftritten. Als alle Lieder gesungen waren, gab es das große Händeschütteln mit VertreterInnen der Schule – und natürlich auch mit einigen SchülerInnen aus dem Chor. Dann ging es zum Werkunterricht der 8. Klasse. Nach der Begutachtung der Werkstücke und Fragen an die SchülerInnen bezüglich des verwendeten Holzes und bezüglich des Werkzeuges, mit dem hier auch die Mädchen arbeitetn, führte der Rundgang in die 5. Klasse, zur Geschichte des Altertums, Ägypten. Die SchülerInnen arbeiteten gerade an einer Pyramide aus Ton und führten dann ein Ägyptisches Gedicht mit Bewegungsgesten auf. Der Bundespräsident lauschte aufmerksam und verfolgte die Gesten der SchülerInnen mit Interesse. Es ergab sich dann aufgrund einiger Fragen noch eine kurze Darbietung aus dem Englischunterricht. Am Weg zum alten Festsaal ließ es sich Herr Fischer nicht nehmen, spontan einen Abstecher in die Küche zu machen und gleich einen Blick in die Töpfe zu werfen, was Frau Peham sehr überraschte und freute. Da als Nachtisch sei-

ne Lieblingsspeise – Erdbeermus – am Plan stand, bat er um eine Kostprobe am Ende seines Besuches. Davor ging es aber noch in den alten Festsaal zum Oberstufenforum. Um die gespannte Stimmung der versammelten Oberstufe ein wenig aufzulockern begann Heinz Fischer aus seinem Leben zu erzählen. Als Schüler sei er nicht so strebsam gewesen und vor allem hätte er nicht die besten „Betragensnoten“ gehabt. In der lebendigen und kurzweiligen Schilderung seines Werdeganges gab es einige humorvolle Momente, und die Stimmung wurde gelöster. Danach war es an den SchülerInnen, Fragen zu stellen. Schon die erste zum Libyenkonflikt und zur „beschämenden Haltung der österreichischen Bundesregierung, die sich nur halbherzig dazu äußerte“, zeigte das große Interesse am politischen Weltgeschehen und auch den Mut, solche Fragen zu stellen. So ging die Diskussion dann auch weiter. Mit Bundesheer-Reform und neuem Asylgesetz bot sich ein weiter und anspruchsvoller Themenkreis. Heinz Fischer antwortete auf alle diese Fragen gewohnt diplomatisch, gut, aber nicht zu konkret, mit viel Hintergrundinformation und ein wenige persönlicher Meinung. Spannend wurde es für die Schule, als er zum Thema Volksabstimmung zur Abschaffung der Wehrpflicht eine Gegenfrage stellte: „Wie viele Möglichkeiten hat das Volk in Österreich, konkret mitzuentscheiden?“ Der angesprochene Schüler konnte nach kur-

zem Nachdenken tatsächlich alle drei verfassungsrechtlich vorgesehenen Möglichkeiten aufzählen, was den Bundespräsidenten beeindruckte (Auflösung im nächsten Heft). Auch die Frage, warum unsere und andere Schulen in freier Trägerschaft keine gleichwertige Subvention vom Staat erhalten wie etwa die konfessionellen Schulen, blieb nicht aus. Herr Fischer erläuterte, dass die Finanzierung der katholischen Schulen seit langer Zeit durch einen Vertrag mit dem Vatikan geregelt und festgeschrieben und letztlich aus einer Zeit zu begründen ist, in der alle Schulen kirchlich waren. Das ändere zwar nichts an der Problemstellung unserer Schule, aber hier zeigte der Herr Bundespräsident durchaus Verständnis für den Wunsch, diese Ungleichheit zu hinterfragen. Nach persönlicheren Fragen zum typischen Tagesablauf und der Familie wurde das Forum beendet und Herr Fischer durfte zum Buffet, das die Eltern der 2. Klasse in der Zwischenzeit aufgebaut hatten. Nach einer Stärkung und etwas Smalltalk bekam Herr Fischer noch ein Erinnerungsgeschenk von den LehrerInnen, und Tobias Richter überreichte das Buch „Wiener Dialoge“. Genau zur rechten Zeit wurde dann noch die Erdbeerspeise serviert, frisch und extra schnell zubereitet. Der geglückte Besuch hatte so ein passendes Ende. Pünktlich um 11:30 Uhr schritt die Delegation durch das alte Tor des Schlössels – nicht ohne vorher für die perfekte Programmgestaltung zu danken. Lothar Trierenberg

Fotos: Lothar Trierenberg, Karl Hruza

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G

enau einen Tag vor dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners und einen Tag vor dem ersten Todestag unserer Schuldoyenne Elisabeth Gergely, konnte das Buch „Wiener Dialoge“ in unserer Schule der Öffentlichkeit präsentiert werden. Ein Buch, das von Elisabeth Gergely und Tobias Richter herausgegeben, beleuchtet einerseits die Entwicklung der Waldorfpädagogik in Österreich und erzählt andererseits die Entstehungsgeschichte der ersten Rudolf Steiner Schule in Wien. (siehe Buchbesprechung und Interview MOMENT Feb 2011) Eröffnet wurde der Abend mit dem Chor der 11. Klasse: „April is in my mistress` face“ von Thomas Morley und „Erhör mich, Herr, in deiner Huld“ von Joseph Haydn. Nach einleitenden Worten von Tobias Richter, sprach der Verleger, Dr. Peter Rauch vom Böhlau Verlag, über die Entstehung des Buches in seinem Haus. Tobias Richter legte dann die Intention diese Buches dar und erzählte sehr lebendig über die Gespräche mit Elisabeth Gergely, die den Grundstein für die Entstehung dieser Buch-Komposition bildeten und die die einzelnen Beiträge in der vorliegenden Publikation verbinden und zusammenhalten. Die Lesung eines dieser Gespräche gemeinsam mit Traude Moravansky, gab Einblick in diese Arbeit. In Erinnerung an Frau Gergely spielte Prof. Tobias Kühne am Cello gemeinsam mit Stefan Gergely am Klavier „Grave ed espressivo“ von Giuseppe Tartini, ein Stück, das Herr Kühne für Elisabeth Gergely vor einem Jahr zu ihrem 90. Geburtstag vorbereitet hatte, aufgrund einer Erkrankung aber nicht mehr vortragen hatte können. Es folgen Lesungen ausgewählter Autoren aus Ihren Beiträgen, die die Vielfalt der Betrachtungsweisen dieses Themas exemplarisch beleuchteten. Raoul Kneucker beleuchtet mit seinem Artikel die historischen Umstände, in denen Steiner in Österreich aufgewachsen war und studiert hatte – und inwiefern diese Prägungen die Entwicklung seines pädagogischen Konzeptes beeinflusst hatten. Gerhard Volz hatte das Schicksal der ersten Rudolf-Steiner-Schule in Wien nach dem „An-

Ich Ich unterstütze und berate Sie oder begleite Sie ein Stück des Weges“ Weges “ 

   

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unserer Schule schluss“ an Hitler-Deutschland 1938 untersucht – ein spannender Teil der Schulgeschichte, der hier zum ersten Mal genauer untersucht und aufgearbeitet worden war. Tobias Kühne erzählte in seinem Teil sehr lebendig und persönlich die Geschichte, wie es dazu kam, dass er und seine Familie an der Gründung unserer Schule mitgewirkt hatten. Und schließlich entwarf Carlo Willmann in seinem Beitrag einen Blick in die Zukunft der Waldorfpädagogik in Österreich, im Speziellen bezugnehmend auf die Lehrerausbildung. Den Abschluss gestaltete Stefan Albrecht mit der 11. Klasse und einer Vokal-Version der „Bohemian Rhapsody“ von Freddie Mercury – er und die SchülerInnen bewiesen damit eindrucksvoll, welche Vielfalt heute in unserer Schule lebt. Ein starkes Zeichen für die Kraft und Aktualität dieser Pädagogik mit österreichischen Wurzeln. Lothar Trierenberg

Es fuhr ein Sonderzug nach Kraljevec …

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estbahnhof, Montag Früh 8:30 Uhr, reges Treiben in der morgendlichen Kälte. Züge fahren ein, andere fahren ab. Menschen eilen auf den Bahnsteigen hin und her, begrüßen einander oder winken zum Abschied – ein ganz normaler Montagmorgen Ende Februar. Nur auf Gleis 7 bildet sich eine Gruppe junger Menschen und beginnt zu musizieren – sie singen gegen den Lärm und die Kälte. Mehr und mehr Fahrgäste treffen ein und stellen sich um den Kreis der Sänger, freuen sich über diese gelungene Überraschung. Die 199 Passagiere des Rudolf Steiner-Sonderzuges RS150 werden auf diese Weise von Schülern der 11. und 12. Klasse unserer Schule verabschiedet.  Nach der Fahrt von Köln über Stuttgart, München, Graz bis Donji Kraljevec, nahmen die Mitreisenden in Wien als Höhepunkt und Abschluss dieser Fahrt am Sonntag an der offiziellen Eröffnung des Rudolf Steiner Jahres teil und machten sich am nun mit dem musikalischen Gruß unserer Schule im Gepäck auf den Weg zurück nach Köln. Dank an Herrn Albrecht und die OberstufenschülerInnen, dass als Schlusspunkt so ein schöner Beitrag unserer Schule gelungen ist! Fotos: Lothar Trierenberg

Die Geschichte unserer Schule ist im Schulsekretariat um Euro 25 erhältlich. (Ein Teil der Einnahmen kommt der Schule zugute.) Auch als Geschenk gut geeignet!

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Plädoyer für den Religionsunterricht Über die Herausforderung, im Kind die Sinne für Göttliches entwickeln

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n der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. ist einer der größten Träume der Menschheit wahr geworden. Chirurgen aus verschiedenen Ländern berichteten über erfolgreiche Operationen an Menschen, die von Geburt an oder gleich nach der Geburt blind waren. Überraschend waren nicht nur die medizinischen Leistungen an sich, sondern auch die Erfahrungen, die gezeigt haben, wie unser Sehvermögen zustande kommt. Ein bekannter Fall war ein Blindgeborener, dem im Alter von 50 Jahren Hornhauttransplantate eingepflanzt wurden. Er hatte vorher eine Blindenschule besucht, war ein geschätzter Handwerker geworden. Er war in der Lage, für sich selbst zu sorgen. Nachdem genügend Zeit nach der Operation vergangen war und die Augen geheilt waren, wurden die ersten Untersuchungen seines Sehvermögens gemacht. Das Ergebnis: Er sah nur Flecken von wechselnden Helligkeitsstufen. Die Gesichter der Menschen waren ihm wie verschwommene Flecken; erst nachdem er die Stimme eines Arztes gehört hatte, hat er verstanden, worum es sich bei diesem Fleck handelte. Seine Psychologen haben ihn in ein technisches Museum geführt – in eine Welt, woran der Patient Interesse und Freude hatte. Es waren dort viele Werkzeuge, mit denen er bisher ganz selbstverständlich hantiert hatte – aber als er aufgefordert wurde, zu beschreiben, was er sah, konnte er nichts sagen. Erst als er die Werkzeuge anfassen durfte, erst dann erklärte er: Jetzt! kann ich sie auch sehen! Unser Sehen geschieht nicht automatisch. Licht und Augen reichen nicht aus, um das Sehvermögen zu ermöglichen. Das Licht konnte durch die nun klare schwarze Pupille des Patienten fallen, das Auge war organisch intakt, und doch stellte sich zunächst noch kein entsprechendes Bild ein. Erst allmählich lernte er sehen, also Licht, Farben und Formen zusammenzubringen. Das war ein langer und anstrengender Prozess. In den ersten Lebensjahren des Kindes bilden sich die visuellen wie auch andere, zum Beispiel motorische Fähigkeiten heraus. Bleibt diese Gelegenheit ungenutzt, so 24 |

fällt es später außergewöhnlich schwer, diese nachzuholen. Hat ein Kind in einer entscheidenden Phase seiner Entwicklung keine Gelegenheit, Formen zu sehen, dann bleibt es blind. Sehen kann man nicht einfach, man muss es vollkommen erwerben. Die Welt sehen zu lernen, ist die Aufgabe der Eltern und der Erzieher. Die ganze Welt um uns herum – mit ihren faszinierenden Daseinsformen und Entstehungsprozessen – ist dem bloß äußeren Sinne erst mal nicht gegeben, sie ist angewiesen auf das innere Leben der Erwachsenen. Angeregt von unserer kognitiven Erfahrungen, beginnt die Welt für das Kind Gestalt und Bedeutung zu bekommen.

Und Gott sehen zu lernen – ist ein zusätzliches, gar nicht leichtes Unternehmen im Religionsunterricht. Sinnesorgane dafür auszubilden, betrachten wir als unsere Aufgabe. Schon das äußere Licht, das so beschaffen ist – dass es alles sichtbar macht, aber es selbst unsichtbar bleibt, muss man sehen lernen. Umso mehr das Licht aus dem Licht. Monica Culda, Priesterin und Religionslehrerin der Freien Christengemeinschaft

Die Christengemeinschaft Bewegung für religiöse Erneuerung WIEN-SÜD

Studienstätte - 1230, Speisingerstraße 253 Sonntagshandlungen: 25. April (Ostermontag), 22. Mai (Familiensonntag) 12. Juni Pfingsten mit Pfingstfest der Kinder und Gemeinde für die Kinder – 9:45, für Erwachsene – 10:30 (Kinderbetreuung mit Frau Freihsl, anschließend Kaffee und Kuchen danach, etwa 12:00 Gesprächskreis zu aktuellen Fragen) Sonntagshandlung für Kinder – am Samstag: Samstag, 7. Mai und 18. Juni 2011 jeweils um 9:45 Im April ist keine extra Sonntagshandlung vorgesehen, da am 10. April in Wien-Mitte das Ostergras-Säen stattfindet. Veranstaltungen:

So 26. Juni Johanni Sommerfest auf dem Gemeindegrundstück, 1230, Rudolf Waisenhorngasse 41 Fragen und Anregungen bitte an: M. Culda Tel. 01 923 38 36, E-Mail: monicaculda@hotmail.com

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Monatsschrift für die R. Steiner-Schule Wien-Mauer

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