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Monatsschrift fĂźr die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer April/Mai 2010, â‚Ź 2,--


Wenn die Schokolade keimt, wenn nach langem Druck bei Dichterlingen „Glockenklingen“ sich auf „Lenzesschwingen“ endlich reimt (…) Ha! Da spürt man, wie die Frühlingswärme durch geheime Gänge und Gedärme in die Zukunft zieht, und wie dankbar wir für solche Segen sein müssen (…) Aus: Ostern, Joachim Ringelnatz

Ein MoMent für alle Am 3. 5. findet um 18 Uhr eine öffentliche Redaktionssitzung der Schulzeitung MoMent statt. Herzlich eingeladen sind alle, die an einer regelmäßigen oder gelegentlichen Mitarbeit interessiert sind. Treffpunkt ist die Schulbibliothek im Hauptgebäude, Endresstraße 100. Kontakt: Roman David-Freihsl roman.freihsl@aon.at

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

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as letzte Drittel des Schuljahres hat begonnen. Viele schöne Momente stehen uns in den kommenden Wochen bevor, ein Frühlingsfest, Singabende, 12. Klass-Referate und das große Benefizkonzert mit Till Fellner. Ein kräftiges, vor-freudiges Ziehen in die Zukunft.

Aber auch der Blick in die Vergangenheit gibt jede Menge Anlass zur Freude. Was ist im März nicht alles erreicht worden! Den ganzen Winter hindurch wurde an diversen Großprojekten gearbeitet; im vergangenen Monat fanden sie alle ihren Höhepunkt und Abschluss.

Roman David-Freihsl hat dennoch einen Bericht vollbracht – siehe Seite 6. Was für mich bleibt, ist vor allem: Dankbarkeit. Dafür, dabei gewesen zu sein. Auch dafür, dass sich die vielen Einzelteile letztlich so stimmig ineinander gefügt haben. Vor allem aber: dass es in unserer Schule Menschen gibt, die solche Initiativen setzen und durchtragen. Hochachtung. Sonnige Ostergrüße aus der Redaktion, Irene Bulasikis

PS: Viele großzügige Spenden haben im letzten Jahr die Druckkosten für eine MomentAusgabe getragen. Herzlichen Dank! Dürfen Den Anfang machte der Waldorftag in wir auch dieses Jahr wieder mit Ihrer UnterSalzburg (Bericht Seite 18). Er begann stützung rechnen? Vielleicht schaffen wir ja mit einer prominent besetzten Podiums- diesmal sogar eineinhalb Ausgaben ;-)) Erdiskussion, an der Peter-Michael Lingens lagschein anbei. teilnahm. Er zeigte sich nicht nur von den (wunderbar vorbereiteten) Salzburger KollegInnen beeindruckt, sondern insgesamt von den Anliegen der Freien Schulen. Nun ist Lingens´ aktuelle Profil-Kolumne Homepage diesem Thema gewidmet. Bitte unbedingt nachlesen! http://www.profil.at/articSeit Anfang April ist die neue Homeles/1013/575/265690/peter-michaelpage der Rudolf Steiner-Schule Wienlingens-schul-ungerechtigkeit Mauer online. Der nächste Schul-Höhepunkt war das Sie bietet umfassende Informationen Audit nach Wege zu Qualität. Zwei Tage zur Schule und ihr Umfeld, die regelintensiver Gespräche und Reflexionen mäßig ergänzt und verbessert werden (Kurzbericht Seite 22). Parallel zum Ausollen. Weiters gibt es einen Kalender dit ist die Broschüre „Selbstverwaltung in dem möglichst alle Termine von – Wege zur Qualität“ erschienen, in der der Schule und von Veranstaltungen die wesentlichen Ergebnisse unserer Quazu finden sind. Die Internet-Adresse litätsarbeit zusammengefasst wurden. lautet: (Die Broschüre liegt in der Schule auf.) Auszüge aus dem Bericht unserer Auditowww.waldorf-mauer.at ren gibt es dann in der nächsten MoMentAnregungen und Reaktionen bitte an Ausgabe. die Mailadresse: Zu guter Letzt: „unser“ Cherubini. Nach so feedback@waldorf-mauer.at einem Großereignis fehlen mir die Worte. 2  |

MoMent Monatsschrift von und für Eltern, FreundInnen, Lehrer­Innen und SchülerInnen der R. Steiner-Schule Wien-Mauer, Freie Waldorfschule moment@waldorf-mauer.at im 19. Jahr

MoMent-Konto lautend auf: Redaktion Schulzeitung Kontonummer: 9681.059 P.S.K. Blz: 60000 BIC OPSK ATWW IBAN AT26 6000 0000 0968 1059

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MoMent  April/Mai 2010


„Ich bin ...“

... die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er errettet werden und wird ein- und ausgehen und die Weide finden.

Aus dem Johannesevangelium (3) Ausgewählt von Waldtraut Fetscher

(Joh. 10,9)

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ind die Gottesdienste heute so, dass die Menschen es erleben, nicht nur hören, dass Christus die Türe ist zu den Menschen? Dass dies geschieht in den Gottesdiensten, dass man durch die Tür Christus hindurchgeht zu den anderen Menschen? Alle, die nicht durch die reinste Selbstlosigkeit hindurch zu den Menschen eingehen, sind Diebe und Räuber. Man kann wirklich, wenn man auf den Wegen dieser Christusgesinnung zu gehen sich bemüht, ein Zartgefühl bekommen, einen Herzenstakt, der es sich verbietet, irgend etwas vom anderen Menschen auch nur wissen zu wollen, außer aus der reinsten Selbstlosigkeit heraus. Wenn man den anderen etwas fragt aus Neugier, kann man sich fühlen wie ein

Die Stabkirchen Norwegens, Bechtermünzer Verlag © yasuo sakuma1993

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Einbrecher, der sich etwas nimmt, was ihm nicht zusteht. Das ist einfach der rechte Herzenstakt, der im Grund allein eine wahre Menschengemeinschaft herbeiführen wird. Und wenn wir diese Christuswinke nicht ernst nehmen, dann werden es andere Zeiten und andre Völker tun. Denn: Das Tiefste in der Seele horcht nur auf, wenn es die Stimme des Christus vernimmt, die Stimme der reinen Selbstlosigkeit. …Verliert man sich da nicht selbst? Wir kennen ja Frauen, die so in selbstloser Art sich ihr ganzes Leben opfern, um dann am Schluss ganz ausgesogen zu sein, sich selbst gar nicht mehr finden können, wenn sie keine Aufgabe mehr haben, und die dann in tiefer Seeelenzerrissenheit ihre letzten Jahre verbringen. Das sind die Opfer der vielgepriesenen christlichen Nächstenliebe und Entselbstung! Wir müssen noch viel tiefer in das Christuswort hinabsteigen, wenn wir sein Gold voll wollen leuchten lassen. Es ist eben nur die halbe Wahrheit, dass Christus die reinste Selbstlosigkeit ist. Er ist zugleich die allerhöchste Selbststärke. Ich bin - das scheint ja immer wieder durch das Johannesevangelium hindurch, so stark, so licht, so rein, in aller Innenkraft und ohne alle Eigenliebe. …Es ist wirklich das allerbeste, was wir den Menschen tun können, wenn wir unser göttliches Ich so hell zum Aufleuchten kommen lassen, wie es nur möglich ist, wie eine Kerze, die wir in unserem Innenraumtempel entzünden und sorgsam behütet durch alles tragen, was uns begegnet, und die von da hinaus scheint in die Dunkelheit. (1) 1) Lit.: F. Rittelmeyer, „Ich bin“ Reden und Aufsätze über

die sieben „Ich bin“-Worte des Johannesevangeliums. Urachhaus 1992

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„Wer von einer Idee als seinem Werk ergriffen ist, möge am eigenen Schicksal prüfen, ob er damit einer Wahrheit oder einem Wahne dient. Er betrachte die Prüfung als bestanden, wenn sein Schicksal ihn mit dieser Idee trägt. Dazu aber muss er in das Risiko seines Konzeptes mit allem, was er hat, eintreten. Wenn er vorher andere Sicherheiten sucht und damit ja der Tragkraft seiner Idee selbst nicht ganz glaubt, dann wird ihn auch die äußere und innere Tragkraft seiner Idee auch wirklich verlassen. Man muss sich ganz in das Risiko einer Idee begeben, muss sie zu seinem Schicksal machen, erst dann verwachsen sie miteinander: die Idee, ihr Träger und sein Schicksal.“ Gerhard Kienle Die ungeschriebene Philosophie Jesu

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ür sie als Naturwissenschaftlerin, sie hatte während des Krieges Chemie studiert und als einzige Studentin Ihres Jahrganges 1943 darin promoviert, gab es nichts, was zu klein, zu unbedeutend gewesen wäre, ihr Interesse zu erregen. Für sie als Künstlerin – ihr zweites Studium war von 1946-1951 das der Eurythmie – gab es nichts, was zu groß gewesen wäre, um es nicht mit ihrer schöpferischen Gestaltungskraft bewegen zu wollen. Vielleicht war diese Schulung durch die Kunst für ihre Tätigkeit auf vielen anderen Gebieten von großer Bedeutung. Verlangt doch gerade die Eurythmie, sich ganz dem zu öffnen, sich mit vollem Einsatz dem hinzugeben, was gestaltet werden soll – und dies oftmals im Ensemble… Sie verstand es, sich ganz in den Dienst einer Sache zu stellen, die sie dann mit aller Strenge und Konsequenz bearbeitete, aber gleichzeitig auch dafür ein Ensemble zu schaffen und so Begegnungen anzuregen und zu ermöglichen. Alles Enge, Dogmatische war ihr fern, alles Zukünftige, Neue, das sie als Zeitgeistforderung erachtete, war ihr nicht nur nah, sondern ihre Heimat. Für sie war Anthroposophie Zukunft, unbetretene Wege eröffnend. Eine erste, ihr fast unbemerkt gebliebene Begegnung hatte sie mit dieser durch den anthroposophischen Arzt Dr. Wantschura, der ihre um 5 Jahre ältere Schwester Friedl und sie behandelte. Ihr Elternhaus, die Familie wohnte zu-

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nächst in Wien in der Theresianumgassse, später am Opernring, war großbürgerlich und von multikulturellen Einflüssen geprägt, wie es zu dieser Zeit im ehemals habsburgischen Österreich nicht selten war. Der Vater, welcher als Architekt und Bauingenieur einer großen Bauunternehmung vorstand, starb früh, im August 1939, einen Tag nach dem Elisabeth mit ihrer Schwester aus Dornach zurückgekommen war. Dorthin hatte sie ihre Schwester zu einem sogenannten „Eurythmie-Meisterkurs“ begleitet. Als sie viele Stunden am Totenbett ihres Vaters wachte, tauchten tiefe Fragen zum Ewigkeitswesen des Menschen in ihr auf. Diese waren so neu, dass sie Antworten darauf suchte und sie schließlich in der Anthroposophie fand. Damit eröffnete sich für Elisabeth ein neuer Erkenntnisweg in eine spirituelle Welt. Diese Erfahrung wollte sie nach Abschluss ihres Chemiestudiums mit ihrem streng naturwissenschaftlichen Weltbild in einen Dialog bringen. – Was ihr zunächst nicht gelang. Sie hoffte stark, dass sich ihr durch das Eurythmiestudium Wege eröffnen würden, die ihr zeigen sollten, wie sich ein solcher Dialog gestalten könnte. Erst 47 Jahre später trat dieser wohl die ganze Zeit wie unterirdisch weiter geflossene Impulsstrom ans Tageslicht: Von 1993 -2001 organisierte Elisabeth Gergely zahlreiche Symposien, die „Dialoge in Wien“, zu hochaktuellen Themen aus Wissenschaft, Politik und Religion.

Dazu lud sie bekannte Persönlichkeiten aus diesen Kulturbereichen ein, die dann mit anthroposophisch orientierten Menschen diskutierten, welche auf diesen Gebieten tätig waren und forschten. Ihr sich nach dem Kriegsende gegebenes Versprechens, nämlich sich von den wissenschaftlichen Berufsplänen zu verabschieden, um am Kulturaufbau und an einer Begegnungskultur arbeiten zu wollen, schien eingelöst. – Doch nicht für Elisabeth, ihr Aufbau- und Kulturbegriff umfasste mehr! Bei der gemeinsamen Studienarbeit im Zweig der anthroposophischen Landesgesellschaft traf sie mit Menschen zusammen, die nach 1945 versuchten eine Neugründung der durch die Nationalsozialisten verbotenen ersten Wiener Waldorfschule vorzubereiten. Das ging für sie oft unerträglich langsam voran, was nicht nur ihr Temperament betraf, sondern auch sie als Mutter, die 1945 geheiratet und während ihres Eurythmiestudiums die Söhne Thomas und Stefan zur Welt gebracht hatte. Nach den Gesprächen im damaligen Schulverein blieb ihr dann oft nur die Hoffnung: „Wenn du dieses Zögern der Freunde durchstehst, wird dir vielleicht Kraft für die zu leistend Arbeit zuwachsen. Am Widerstand gewinne!“ Und so war es dann auch. Erst 1955 begann die Waldorf-Kindergartenarbeit in Wien mit aus der englischen Emigration zurückgekehrten Bronja Zahlingen. Diese, dann Kitty Wenckebach, eine weitherzige

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Elisabeth Gergely 27. August 1920 - 27. Februar 2010

und vermögende Holländerin und Nora Zimmermann, welche sich in ihrer zweiten Lebenshälfte entschloss, eine Ausbildung zur Waldorflehrerin zu absolvieren, wurden Elisabeths engste Mithelferinnen, bei den Vorarbeiten zur Gründung einer Waldorfschule. Dazu stieß Prof. Tobias Kühne, der als ehemaliger Waldorfschüler aus Deutschland den Schulverein nachdrücklich impulsierte und dafür sorgte, dass eine Waldorfklasse 1963 im Rahmen des häuslichen Unterrichts beginnen konnte. 1966 erfolgte endlich die offizielle Schulgründung. Elisabeths Beharrlichkeit, Zuverlässigkeit, ihr Verhandlungsgeschick und Weitblick wurden jetzt und in der Folgezeit bis 1993 gebraucht. Sie war es, die im Ministerium bekannt und als kompetente und verantwortliche Waldorf-Botschafterin geschätzt war. Sie war es, der durch den untrüglichen Glauben an die Richtigkeit und Notwendigkeit der Waldorf-Idee, wahre Wunder gelangen, u. a. bei der Finanzierung des Festsaal- und Oberstufenausbaues der Rudolf Steiner-Schule WienMauer, und die nicht für das Resultat ihrer Bemühungen, sondern für ihre stets vornehme Haltung Bewunderung und Achtung von Eltern und Lehrern erfuhr. Selbst absolut bescheiden und zurückhaltend, war sie immer eine Frau der Anfänge und so an vorderster Front dabei: Der Österreichische Dachverband der Wal­dorfschulen, (sie alle waren auf irgendeine Weise bei ihrem Entstehen mit

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dem Wiener Schulverein bzw. der „Mutterschule“ Wien-Mauer verbunden) – die Buchreihe Waldorfpädagogik – Beiträge zur Bildungserneuerung – die HermesBank Österreich, das Masterstudium Waldorfpädagogik des Zentrums für Kultur und Pädagogik an der Donau-Universität Krems – all dies ist und bleibt mit dem Namen Elisabeth Gergely verbunden. Kulturaufbau und Begegnungskultur – diese Idee, diese Lebensmotive hat sie in der Tat großartig realisiert. Eine Steigerung erfuhr ihr Zukunftsgestaltungswille durch die Begegnung mit Dr. Ibrahim Abouleish, dem Sekem-Impuls und, damit verbunden, die Begegnung mit dem Islam. Es war wohl nach ihrem 84. Geburtstag, als sie mir sagte: „Weißt du, ich hatte ja keine Ahnung von dem, was Islam ist. Ich will mich bemühen ihn zu verstehen und zu studieren. Dabei gerät aber mein ganzes Weltbild ins Wanken. Ich muss alles nochmals neu denken. Glaub mir“, sagte sie eindringlich, „das ist nicht leicht!“ Bis zuletzt war sie eine Werden-Wollende, und die Dramaturgie ihres Schicksals erfüllte sich mit strahlender Eindeutigkeit: In Sekem, dort wo sie immer wieder hinreiste um dem Zukünftigem nahe zu sein, ging sie über die Schwelle, am Geburtstag Rudolf Steiners, dessen von ihm begründete Anthroposophie ihr Heimat, weil Zukunft war …

Bei Elisabeth Gergelys Bestattung am 12. März in Wien wurde eine Grußbotschaft von Dr. Ibrahim Abouleish übermittelt: „Die Sekem Stiftung hat beschlossen, an der Heliopolis Universität eine Abteilung für Ost-West Beziehungen aufzubauen, die mit dem Namen Elisabeth Gergely benannt wird. So soll ihr Impuls des OstWest Dialogs, der ihr sehr am Herzen lag, auch in Zukunft mit ihrem Namen verbunden sein. Studierenden aus dem Westen soll die Möglichkeit geboten werden, die Kultur des Ostens kennen zu lernen; ebenso sollen Studierende aus dem Osten die Kultur des Westens erfahren können. In diesem Sinne zitierte Elisabeth oft den Satz von Goethe: „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein, sie muss zur Anerkennung führen: Dulden heißt beleidigen.“ In ihrem Manuskript „Erziehung zur Freiheit – Erziehung zum Verbundensein“ stellt sie den Spruch von Mohamed Iqbal an den Anfang: Im Westen ist des Lebens Grund Vernunft Im Osten ist das Weltgeheimnis Liebe Schließt Liebe sich zusammen mit Vernunft Wird sie der Bildner einer neuen Welt.“ Tobias Richter

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MoMent Rückblicke …

Cherubini Requiem im ODEON D

ie Arbeit an einem Musikstück als soziales Gesamtkunstwerk in jeder Hinsicht: Diesen Anspruch erhob die Inszenierung des Requiems von Luigi Cherubini (1760–1842), das am 25. und 26. März 2010 im Wiener Odeon öffentlich aufgeführt wurde. Nicht nur, dass die Beteiligten aus den unterschiedlichsten anthroposophisch orientierten Institutionen für dieses Projekt zusammenkamen: Allein schon das Orchester, das zunächst aus SchülerInnen gebildet und von Ehemaligen, LehrerInnen, Eltern und Freunden der Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer ergänzt wurde. Dazu die Sänger, die sich rund um den Kern des Mittwoch-AbendChores zusammenfanden – und zuletzt sogar durch Schüler der 11. Klasse aus der Waldorf-Schule Freiburg-Wiehre Verstärkung fanden. Diese Vielfalt wurde schließlich von Stefan Albrecht, Musiklehrer an der Rudolf Steiner-Schule in Mauer und Angela Schindler von der Freien Musikschule Wien zu einem homogenen Klangkörper harmonisiert. Ebenso fand sich die Eurythmie-Gruppe aus Oberstufen-SchülerInnen, interessierten Laien, Eurythmie- und Living Movement KünstlerInnen unter der Leitung von Ernst Reepmaker zusammen.

„Entscheidend für das Gelingen dieses Projektes war die Bandbreite“, betont Stefan Albrecht im MoMent-Gespräch. „Von den Profis, die im Berufsleben stehen bis hin zu den jungen Menschen, die sich endlich trauen, einmal im Chor mitzusingen oder ihr Instrument auszupacken.“ Durch diese Vielfalt der Beteiligten war es möglich, auf ein Auswahlverfahren gänzlich zu verzichten. Stefan Albrecht „war es besonders wichtig, dass es keinerlei Vorsingen oder Vorspielen gab.

Fotos: K. Hruza viele weitere Fotos: http://www.waldorf-mauer.at/ eindruecke/fotos?start=4

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Die einzelnen Teile des Projektes – das Orchester, der Chor, die Eurythmie – das wurde zunächst einmal den SchülerInnen in der Oberstufe vorgestellt. Und dann waren sie in ihrer Entscheidung vollkommen frei, ob und wo es sie hinzieht, wo sie sich engagieren wollen.“ Entsprechend dieser Grundlage wurde dann auch die szenische Arbeit am Werk selbst jenseits herkömmlicher Einstudierungen im Sozialen erarbeitet: Einzelne EurythmistInnen und Living Movement KünstlerInnen wurden gefragt, bestimmte szenische Bilder zu choreographieren. Dann erst wurden diese einzelnen Elemente von Ernst Reepmaker in eine bewegte Gesamtkomposition vereinigt. Mit der Darstellung des Bewegungschores wurden dann die irdisch sichtbaren Grenzen eines derartigen Werkes überschritten: Ergänzend zu den Klängen des Cherubini-Requiems wurden szenisch Seelen dargestellt, die die irdische Welt gerade verlassen haben, auf ihr Leben zurückblicken und sich nach einer Katharsis einer neuen Existent zuwenden. Korrespondierend zu diesem Klang- und Bewegungskosmos dann noch eine optische Ergänzung: Die projizierten und dezent bewegten Bildwelten von Beate Maria Platz. Von der monatelangen Vorarbeit bis hin zu einer derart umfassenden Aufführung: „Wenn möglichst vielen Menschen ein derartiges Erlebnis ermöglicht wird, ist das eine große pädagogische Chance“, betont Stefan Albrecht. „Mein Wunsch ist es, dass möglichst jeder Schüler und jede Schülerin in der Oberstufe einmal so eine Möglichkeit geboten bekommt. Und für die Eltern ist es ein zusätzliches Kulturservice.“ Roman David-Freihsl

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Kostüme für das Cherubini-Requiem-Projektoder die Kunst verstorbene Seelen zu bekleiden

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ie kleidet man verstorbene Seelen ein? Es handelt sich hier um ein Requiem. Lichtgestalten, des individuellen Körpers enthoben, außerhalb von Zeit und Raum in Erinnerung an alte und in Ahnung zukünftiger Zeiten. Wir haben allerlei Ideen bewegt!

Als das Cherubini-Projekt in die Planung ging, fragten mich Brigitte und Ernst Reepmaker, ob ich mir vorstellen könnte, ungefähr 30 Kostüme zu nähen. Es sollten aus jeder Oberstufen-Klasse 2 SchülerInnen mitmachen, und bei den Erwachsenen war es noch nicht so klar, wie viele es werden würden. Sowohl bei den SchülerInnen, als auch bei den Erwachsenen war das Interesse und die Begeisterung für solch ein wunderbares Projekt offensichtlich groß, denn ich hatte bald eine Liste mit 54 Namen, 21 davon SchülerInnen! Und ein Kind in der Rolle des „Engel Michael“. Zum Glück war Marion Campos auch gleich bereit mitzumachen, denn das wäre mir allein doch zuviel geworden (obwohl es für eine Gartengestalterin im „Winterschlaf“ eine sehr schöne Arbeit ist). Wir haben uns wunderbar ergänzt, gute Teamarbeit! Die Fragen nach Bewegungsfreiheit, Wohl­ fühlbarkeit, Bügelfreiheit und Schnitt­

freiheit, Realisierbarkeit, Finanzierbarkeit und natürlich dem künstlerischen Ausdruck haben uns sehr beschäftigt! Jeder Mensch hat andere Körpermaße, unterschiedliche Gefühle was ihr/ihm steht und was nicht, und wo und wie der Körper bedeckt sein sollte … Wie bringt man coole 9. Klässler und erfahrene Eurythmisten und Eurythmistinnen unter einen Hut? Es sollte ein heller, eher glänzender Stoff sein, damit das farbige Licht gut zur Geltung kommt (Rohseide und zarte, lila Schleier standen nie zur Debatte). Wir haben drei Tage in sämtlichen Lagerhallen beim Textil Müller in Kritzendorf nach Stoffen gesucht, nach Stoffen in diesen Mengen! (Wir haben fast 200 Quadratmeter Stoff verarbeitet!) Dann haben wir experimentiert, was das Material hergibt, wie und wo wir Falten legen, Abnäher machen, Schnitte verändern, Gürtel, Taille, Hosenschnitte, Kopfbedeckungen. Dann war der Stoff, den wir nach Gewicht gekauft haben, viel zu wenig, und wir mussten wieder losziehen und die Lagerhallen durchforsten. Als die Grundidee stand, haben wir 10 Bewegungskünstler eingekleidet, um zu sehen, wie unser Entwurf in der Bewegung und mit den unterschiedlichen Körperformen wirkt. Und dann sind wir

in die Produktion gegangen, haben 54 Schuhkartons gesammelt, mit Namen beschriftet und Stück für Stück mit Kleidung gefüllt. Die Nähmaschinen waren oft überstrapaziert, aber Marion hatte da eine unglaubliche Geduld! Als endlich alles genäht war, haben wir mit jedem einzelnen einen Termin zur Anprobe finden müssen. E-Mails und Telefonate ohne Ende, um für jeden eine Viertelstunde bei mir zu Hause im „Schneider­atelier“ oder in der Schule, wo es keine freien Räume gab, weil überall für die verschiedensten künstlerischen Projekte geübt wurde. Viermal übersiedeln mit Nähmaschine, Lampe, 54 Schuhkartons, um jedem sein Kostüm genau auf den Körper anzupassen … Drei Kostüme haben wir zuviel genäht, kleines organisatorisches Missgeschick, und gleichzeitig Puffer für eventuelle Verluste oder Tauschobjekte für ein perfekteres Fitting. Fast alle fühlten sich wohl in ihren Kostümen, viele waren begeistert und bei denen, die es zu cool oder total uncool fanden, bitten wir um Nachsicht. Es war verdammt hart, es 51 Individualisten recht zu machen. Wir waren sehr gespannt, auf die Wirkung im Bühnenlicht im Odeontheater und vor allem auf das Zusammenspiel dieser vielen Menschen, die an diesem riesigen, künstlerischen Projekt beteiligt waren. Und ob unsere Gedanken hinter den Kostümen sichtbar wurden, wenn Musik, Bewegung und Licht zusammenkommen? Es gelang! Herzlichen Dank an alle Sponsoren und vor allem an Brigitte und Ernst Reepmaker, Angelus Huber und Stefan Albrecht und Angela Schindler und an ALLE „Beweger“ und Sänger! Für die Ideen, den Mut und die Kraft, ein Projekt mit Profis und Laien, 170 Sängern und 51 „Bewegern“ in Arbeit zu nehmen und mit allen Komplikationen und wunderschönen Höhepunkten durchzutragen. Antje Weh Foto: © Robert Hammel

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MoMent ...

...Blitzlichter aus der Schule

Literaturepoche 12.Klasse

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ir lesen „Nathan der Weise“ von G. E. Lessing – Hausaufgabe: Wählen Sie ein Zitat, das Sie beeindruckt hat, und schreiben Sie einen Aufsatz – ein Schüler wählt: Nathan „Ich möchte dich nicht anders als du bist“, sagt er zu Recha, dem Christenkind, das er angenommen hat, nachdem Christen seine eigenen Kinder und seine Frau ermordet hatten – die Lehrerin liest den Aufsatz und ist sehr beeindruckt – Frage an den Schüler, ob er diesen sehr persönlichen Text in der Klasse vorlesen möchte – er liest gerne vor – erst Schweigen, dann positive Reaktionen aus der Klasse – Frage an den Schüler, ob er diesen Text auch für die Schulzeitung zur Verfügung stellen kann/will – er stimmt zu … Herta Hans

Vaterliebe Ich bin so dankbar, so dankbar und froh. Immer wieder finde ich tief in mir drinnen meine große Dankbarkeit und Freude, wenn ich sie auch viel zu selten aus mir herausbringe. Diese Dankbarkeit gilt den zwei Menschen, die mich über so viele Jahre mühevoll und doch liebevoll begleitet haben, die mir jeden Tag meines Lebens ihre unglaubliche Liebe zeigten, auch wenn ich sie selbst oft nicht erkannte. Diese Menschen haben mir in den Jahren wohl so viel mehr gegeben, als sie für sich selbst übrig gehabt hätten. Diese zwei Menschen, die sich Eltern nennen und doch viel mehr sind als dieses nüchterne Wort, haben sich immer darum gekümmert, dass ich meinen Weg gut gehe, haben sich nie in meinen Weg gestellt, sondern sind immer neben mir gegangen. Schwierigkeiten gab es doch, und ich könnte hundert schlechte Dinge aufzählen, aber unter all den guten Dingen wären sie nie erwähnenswert. Sie haben mir dabei geholfen, mir mein eigenes Weltbild zu schaffen und zu vertre-

ten und mir Liebe geschenkt, die ich nun auch zu schenken weiß. So oft ich sie mir auch weggewünscht habe, war ich immer aufs Neue froh, dass dieser Wunsch nie in Erfüllung gegangen ist. Sie haben mich gezeugt, mir einen Körper gegeben. Doch wie wäre es, wenn ich das, was ich so an ihnen schätze, in ihnen nicht finden könnte? Wären sie dann trotzdem meine Eltern? Nathan der Weise hat in seinem Leben viel Schlimmes erlebt. Seine ganze Familie samt Frau und Kinder hat er durch Grausamkeiten verloren. Doch seine Liebe hat er sich erhalten, um sie jemandem anderen zu schenken. Er nimmt die große Aufgabe auf sich, die Tochter eines anderen zu sich zu nehmen und sie als ein Vater zu begleiten. Diese Aufgabe meistert er so ehrlich, dass man wohl glauben könnte, er wäre ihr leiblicher Vater. Doch hat es überhaupt damit zu tun? Hat das Vatersein damit zu tun, wer dem Kind nun den Leib geschenkt hat, wer ihm das Leben durch den Körper ermöglicht hat? Doch wie geht es dann weiter? Wie ist es, wenn dem Kind dieses Leben zur Qual wird, indem es von seinem Vater alles andere als Liebe und Verständnis bekommt und auf seinem Lebensweg nur aufgehalten wird? Ist es einem Kind denn aufgezwungen, Vater zu sagen, trotz der allerschlimmsten Grausamkeiten? „Vergiss nicht! Ich habe dich auf die Welt gebracht!“ ist ein Argument, dem so mancher nichts entgegenzusetzen weiß. Es ist meiner Meinung nach ein

sehr schlimmes und ungerechtfertigtes Argument, denn es drückt eine ewige Schuld des Kindes gegenüber dem Elternteil aus. Es drückt einen Besitz aus. Der Satz könnte genauso lauten: „Vergiss nicht! Du gehörst mir!“ Aber Kinder gehören nicht ihren Eltern. Ihr Leben ist ein Geschenk und keine Leihgabe, für die man eine Rückzahlung verlangen sollte. Die Seele gehört nur einem selbst, kann nur aus einem selbst heraus jemandem anderen anvertraut werden. Eltern können nur ihr Bestes tun, um die Seele ihres Kindes bei sich zu halten, doch können sie es nicht erzwingen. Nathan, auch wenn er nicht ihr leiblicher Vater ist, hat es geschafft, das Herz seiner angenommenen Tochter für sich zu gewinnen; er hat ihr den Lebensweg so gut geebnet, dass diese offen und gutmütig ihn beschreiten kann. Warum sollte er sich nicht ihr Vater nennen dürfen, wenn er sich doch so sehr für sie aufgeopfert hat? In den Urformen unserer Sprache findet sich die indogermanische Wurzel pō[i]-, die „hüten“ oder „schützen“ bedeutet und womöglich dem Urwort pətēr, von dem das Wort „Vater“ abstammt, vorangeht. Dies ist nicht mit Sicherheit belegt, doch scheint es mir wahr zu sein. Denn die wahre Aufgabe eines wahren Vaters sollte das doch sein. Ein Vater sollte sein Kind hüten, umsorgen und es für die nötige Zeit auf dem Lebensweg schützen. Wenn einer mir das gibt, warum sollte ich ihn nicht Vater nennen dürfen? Warum sollten wir nicht auch mehrere Väter und Mütter haben dürfen? Wenn Eltern es geschafft haben, dass ihnen Dankbarkeit für ihre begleitende Liebe zukommt, dann erst, denke ich, können sie auf ihre „zweiten Namen“ schwören. Und meine Eltern können ewig auf meine Dankbarkeit schwören. Valentin http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Lessing_Nathan_der_Weise_1779.jpg, Abfr.: 1.4.2010

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MoMent Rückblicke …

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obald wir unsere Liftkarten hatten, fuhr unser Team (Paul Zabransky, Lukas Neugebauer, Merlin Naisar und Martin Höller) den gesteckten Kurs durch. Unten ermahnte man uns, wenn wir noch einmal fahren, dann werden wir disqualifiziert. Kaum waren wir wieder oben angekommen, konnte man offiziell den Kurs einmal durchrutschen. Das taten wir mehrmals. Anschließend besprachen wir noch die Details mit Herrn Czech. Zuerst waren die Jüngeren dran, aber als dann die anderen Teams aus unserer Schule (Jugend I männlich: Raphael Neugebauer, Jakob Schulz und Alexander Meisermann, Jugend II weiblich: Johanna Salcher, Annabell Hub und Cindy Sageder) starteten, feuerten wir sie an.

Jetzt waren wir an der Reihe. Auf „go“ stießen wir uns ab. Mit Hilfe der ersten beiden Wellen holten wir uns den ersten Schwung. Jetzt die erste Kurve, bei der sind einige hingefallen oder rausgeflogen. Wie wir es durchbesprochen haben: von oben die Kurve anfahren und nach unten und innen schneiden, um mehr Geschwindigkeit zu holen. Vor der Schlüsselstelle bremsten wir noch leicht ab, sonst wären wir, wie einige andere, aus der Bahn geflogen. Kurz nach links lehnen und schon wieder nach rechts. Schlüsselstelle erfolgreich bestanden. Aber wir mussten aufpassen, weil schon die nächste schwie-

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Wiener Landesmeisterschaften: rige Stelle kam. Herr Czech hatte uns davor noch extra gesagt, bei dieser Kurve den Bogen vor den Fahnen zu fahren. Und jeder aus unserem Team schaffte es auch. Nun waren die schwierigen Stellen vorbei. Trotzdem mussten wir jede weitere Kurve von außen nach innen ziehen, um die Geschwindigkeit aufzubessern, die wir durch die Schlüsselstellen verloren hatten. Paul, der noch hinter mir war, wurde immer schneller, schrie mir etwas zu, und bei der nächsten Gelegenheit wich ich etwas auf die Seite, und er überholte mich. Nun sah es so aus, als würden Paul und ich ein Kopf-an-Kopf-Rennen machen, obwohl wir in einem Team waren. Bei der letzten Schussstrecke verkantete mein Board und ich machte einen kleinen Schlenker, um den Sturz zu verhindern. Nach 52,28 Sekunden war Paul, nach 52,51 Sekunden war ich, nach 54,08 Sekunden war Merlin und nach 59,01 Sekunden war auch Martin im Ziel. Wir hatten somit eine Gruppenzeit von 2 Minuten und 38,87 Sekunden. Auf den vorläufigen und inoffiziellen Ergebnissen gab es noch zwei Teams aus Jugend I, die schneller waren als wir. Wir wussten zwar, dass wir das schnellste Team von Jugend II männlich waren, aber nicht, ob wir uns für die österreichweiten Bundesmeisterschaften im Boardercross qualifiziert hatten. Bei der Siegerehrung schaffte es das Team

Snowboard Raphael, Jakob und Alexander auf den 3. Platz. Bei Jugend II männlich errangen wir den 1. Platz und qualifizierten uns auch für die Bundesmeisterschaften, weil die beiden Teams aus Jugend I, die schneller als wir waren, disqualifiziert wurden. Es schafften überhaupt von allen Teilnehmern nur etwa 70% durchzukommen. Der Rest wurde disqualifiziert. Der Moderator betonte dauernd, dass der Kurs diesmal sehr selektiv gewesen sei. Lukas Neugebauer Boarderchallenge 2010 Ich fahre zwar schon lange Snowboard, aber so einen Bewerb bin ich noch nie gefahren. Der Kurs war sehr anspruchsvoll, und ich dachte: „Bloß nicht stürzen!“ Ich kam zwar von uns Vieren als letzter ins Ziel, aber in der Teamwertung belegten wir den ersten Rang. Bei der Preisverleihung glaubten wir schon, dass wir gar nicht in der Wertung sein würden, weil alle bereits aufgerufen worden waren. Aber unsere Gruppe war die schnellste und wir gewannen Gold vor so manchen Sportgymnasien. Es war ein unbeschreibliches Gefühl! Martin Höller Die Fortsetzung: Bundesmeisterschaften Boardercross Nachdem ein Team unserer Schule die Landesmeisterschaft gewonnen hatte, fuhren Lukas, Martin, Paul und ich zu den Bundemeisterschaften. Ich war für Merlin Naisar eingesprungen, der leider krank geworden war. Am 24. März ging es mit dem Zug nach Salzburg. Gemeinsam mit 300 anderen TeilnehmerInnen konnten wir an einer beeindruckenden Eröffnungsfeier teilnehmen. Am nächsten Tag fand das Training statt. Wir hatten auch Zeit, uns mit den Boardern aus den anderen Bundesländern anzufreunden. Am Freitag dann der Wettkampf. Leider waren die Schneebedingungen nicht so gut. Wir konnten den sechsten Platz herausholen, was uns sehr gefreut hat. Cosmo Bulasikis

MoMent  April/Mai 2010


Theater I

n der letzten Februar-Woche lud die 10. Klasse nicht wie gewohnt in den Keller unter dem Kindergarten, sondern in den gemütlich umgebauten kleinen Festsaal zu ihrer Theaterproduktion aus der Humor- und Epik-Epoche. Das Programm war abwechslungsreich und witzig. Wienerisches und Deutsches, älter und modern, sogar Selbstgeschriebenes war dabei! – durchwegs echtes Lachmuskeltraining. Texte von Karl Valentin, Loriot, Bronner und Qualtinger, Farkas und Waldbrunn und A. Bisenz waren dabei, ein kleines Theaterstück von zwei Schülerinnen und eine stark gekürzte Fassung von Yasmina Rezas Theaterstück „Gott des Gemetzels“. Die Schüler dabei zu erleben, war wirklich herrlich. Und es schien den Schülern auch wirklich Spaß zu machen. Die gute Stimmung im Publikum schaukelte die Schüler zu freiem Spiel und sogar Mut zur Improvisation auf, wenn der Text grade mal fehlte... Man spürte die direkte Wechselwirkung von Lacherfolg und schauspielerischer Leistung. Manchmal überschlug das Lachen sogar die Darstellung und steckte auf der Bühne zum Lachen an. Aber auch das tat der Heiterkeit des Abends keinen Abbruch. Dass die Auswahl der Nummern auf so viele „Klassiker“ der Kleinkunst fiel, zeigt die Klasse mit einem interessanten Bildungshintergrund und gutem Geschmack! Jede der kurzen Nummern bot guten Witz und erzeugte ein angenehmes Lachen. Im Gegensatz dazu stand im ersten Teil des Abends das Stück von Yasmina Reza, das skurril die Thematik ausbreitet, was entsteht, wenn Elternpaare versuchen, einen Konflikt ihrer Kinder auszugleichen … Alles andere kommt dabei heraus, außer einer Lösung des Konflikts … Hier war das Lachen nicht wegen des guten Witzes, sondern wegen der verschlungenen Wege der Auseinandersetzung und der Vermischung aller persönlichen Eigenheiten und offenen Themen ihrer Beziehungen. Es tut auch gut, darüber zu lachen!

April/Mai 2010  MoMent

Die 10. – nicht-im-Keller Eine willkommene Abwechslung im zweiten Teil das selbstgeschriebene Stück der beiden Schülerinnen. Eine Idee, eine absurde Geschichte, Bilder, die die Jugendlichen offensichtlich lieben – auch das ist gute Unterhaltung! Die Sketsches und Doppelconferencen der bekannten Kabarettisten wurden von den Schülern größtenteils so hinreißend und liebenswert interpretiert, dass ich einfach nur „bravo!“ dazu sagen möchte. Die Betreuung für das ganze Projekt hatte Frau Schuster. Sie hat sehr viel Einsatz (Proben zwei Wochen lang jeden Nachmittag und Abend und am Wochenende) und Liebe hineingesteckt und die Schüler durch viele Höhen und Tiefen begleitet. Unterstützt wurde sie dabei von vielen Kollegen und der Schule nahe stehenden Schauspielern. Aber was ihr meiner Meinung nach am meisten gelungen ist, die Schüler eigenständig entscheiden und arbeiten zu lassen, hat die Aufführungsreihe ganz deutlich gezeigt: Die meisten schienen wirklich gepackt und in ihrer Einsatzfreude zu ganz tollen schauspielerischen Leistungen „gewachsen“ zu sein! Ich finde, es ist für Eltern beglückend, die eigenen Jugendlichen für etwas so Gelungenes schwitzen und „glühen“ zu sehen! Dafür mein Dank. Frolieb Tomsits-Stollwerck

Fotos: K. Hruza viele weitere Fotos: http://www.waldorf-mauer.at/ eindruecke/fotos?start=2

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Carnuntum

MoMent Rückblicke …

Auf den Spuren der Römer Veni - Vidi - Vici

F

reitag, 24. Oktober 2009. Bei traumhaftem Herbstwetter zog die 6. Klasse aus, um Carnuntum zu erobern – jedoch nicht hoch zu Ross, sondern mit der Bahn.

Vom Bahnhof in Petronell marschierte die „Legion“ von 29 Schülern Richtung Heidentor (errichtet Mitte 4. Jhdt.), knapp 900 m südlich von Carnuntum Stadt. Die Überreste dieses Quadrifons (Vierbogenmonument) bilden heute das Wahrzeichen der ganzen Region. Von hier schritten wir in das Amphitheater II, wo wir kurz ausrasten und essen konnten. Um 12 Uhr fanden wir uns im antiken Wohnstadtviertel ein; empfangen wurden wir von Claudia, die uns eintauchen ließ in die Geschichte dieser Stadt: Um 2 n. Chr. errichtete ein röm. Heer unter dem Kommando von Tiberius hier ein Winterlager, um den germanischen Stammesverband der Markomannen (der nördlich der Donau im Bereich des heutigen Böhmen und Mähren siedelte) zu bekämpfen. Sie gewannen, versklavten die hier lebenden Kelten, wodurch es immer wieder zu Aufständen gekommen war. Etwa 40 n. Chr., als die Legio XV Apollinaris an die Donau verlegt wurde, entwickelte sich um das Legionslager herum eine ausgedehnte Lagerstadt (cannabae legionis). Im Westen, entlang der Limesstraße Richtung Vindobona (Wien), entstand eine Zivilsiedlung. Unter Kaiser Hadrian wurde sie in den Rang eines Municipiums (Kleinstadt) erhoben (Municipium Aelium Carnuntum). 200 verschiedene HandwerkerGruppen siedelten sich hier an. Unter Kaiser Trajan wurde die Provinz Pannonien in ein Ober- und Unterpannonien geteilt, womit Carnuntum auch Sitz des Statthalters von Oberpannonien wurde. Im Zuge der römischen Offensive gegen die Germanen weilte auch der röm. Kaiser Mark Aurel für 3 Jahre in Carnuntum. Im Jahre 193 wurde der oberpannonische Statthalter Septimius Severus in Carnuntum zum Kaiser ausgerufen. Während dieser Severerdynastie (193-235) erlebte Carn-

untum eine wirtschaftliche Blütezeit und erreichte die maximale Ausdehnung (an die 50.000 Menschen lebten hier). Damals bekam die Zivilstadt den Ehrentitel Colonia Septimia Aurelia Antoniniana Carnuntum. Danach folgte die Zeit der „Soldatenkaiser“ (z.B. Kaiser Regalianus, von dem ein Großteil seiner Münzen hier gefunden wurden). 50 Jahre lang gab es viele „selbsternannte Kaiser“, von denen jedoch keiner eines natürlichen Todes starb. Im Jahre 308 fand unter der Leitung von Diokletian eine bedeutende Kaiserkonferenz in Carnuntum statt, bei der die Machtverhältnisse im Römischen Reich neu geregelt werden konnten. Mitte des 4. Jhdt. dürfte Carnuntum von einer schweren Erdbebenkatastrophe heimgesucht worden sein, die große Zerstörungen hervorrief. Ab der zweiten Hälfte des 5. Jhdt. verödete diese Stadt. Die Baumaterialien wurden abgetragen und zum Aufbau umliegender Häuser und Städte (z.B. Hainburg) verwendet. Die ausgegrabenen Überreste eines antiken Wohnstadtviertels ließen uns ein wenig an dem damaligen Stadtleben teilha-

ben. Seit 1970 werden auch die Bauwerke rekonstruiert. So durchschritten wir die Villa Urbana und das Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Tuchhändlers Lucius und fühlten uns in die damalige Zeit zurückversetzt. Beeindruckend war auch die Konstruktion einer Fußboden- und Wandheizung. Die wohlige Wärme konnten wir auch verspüren. Nun galt es bei der anschließenden Rätselrallye jenen Ring zu finden, den Lucius verloren hatte. Die Fragen betrafen großteils ganz alltägliche Dinge aus dem damaligen Leben der Römer. Die Schüler waren mit Feuereifer dabei, jedoch waren die Aufgaben nicht vollständig zu bewältigen. Trotzdem gelang es der „Bubengruppe“, den Ring zu finden. Wie sie dies schaffen konnten, wird uns ein Rätsel bleiben. Nach einer kurzen Jause brachte uns der Zug wieder in heimatliche Gefilde. Den Kindern hat es gut gefallen. Die römische Geschichte wurde dadurch handgreiflicher. Wir bedanken uns bei Herrn Genswein für die Organisation dieses Ausfluges. A. Maaß

Fotos : A. Maaß

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MoMent  April/Mai 2010


Die 8. spielte:

Theater

Ein Sommernachtstraum von W. Shakespeare 19. bis 21.2. Fotos: K. Hruza viele weitere Fotos: http://www.waldorf-mauer.at/eindruecke/ fotos?start=3

April/Mai 2010  MoMent

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Eindrücke von unserem Hortcontainer Sie erinnern sich sicher... In der letzten MoMent-Ausgabe habe ich von der Entstehung des neuen Hort­ raumes erzählt. Aber die Enttäuschung bei den Kindern war groß: Wir hatten so viele schöne Fotos von unserem Hort-

Alltag gemacht – und sie hatten einfach keinen Platz mehr gefunden! Ich hatte zuviel Text geschrieben! Und so wollen wir Ihnen nun eine „Fast-nur-Foto-Seite“ vom Hort zeigen. Viel Freude damit! Christiane Dostal

Märchenbühne Der Apfelbaum Figurentheater für Kinder ab 3 Jahren Spielort: OFF THEATER, Kirchengasse 41, 1070 Wien Eintritt: € 8,-/Person Kartenreservierung unter 523 17 29-20 (Wochenende 10:00 - 16:00: 0676/5700820) oder apfelbaum@maerchenbuehne.at Beginnzeiten jeweils: 16:00 Uhr FROSCHKÖNIG – Gebrüder Grimm Eine Königstochter spielt im Schlossgarten mit ihrem goldenen Ball. Er fällt ihr in den Brunnen. Ein Frosch will ihr helfen, den Ball wiederzubekommen, wenn sie ihm verspricht, ihn als Spielkamerad mit auf das Schloss zu nehmen. Sobald sie den Ball wieder hat, will sie das Versprechen nicht einhalten, denn der Ekel vor dem „Wasserpatscher“ ist zu groß. Auf dem Höhepunkt ihres Widerwillens wirft sie den Frosch an die Wand. Da verwandelt er sich in einen Königssohn … Sa 10.4., So 11.4., Sa 17.4., So 18.4., Sa 24.4., So 25.4. SCHNEEWITTCHEN – Gebrüder Grimm Weiß wie Schnee, rot wie Blut und schwarzhaarig wie Ebenholz, so wird uns Schneewittchen geschildert. Unschuldig und schön wie es ist, erweckt es den Neid und die Eifersucht ihrer bösen Stiefmutter, die es verfolgt und ihm den Tod wünscht. Selbst bei den sieben Zwergen ist es nicht sicher. Die Macht der bösen Königin aber hat ihre Grenzen und so geht am Ende alles gut aus … Fr 30.4. anschl.Tanz, So 2.5., Fr 7.5. anschl. Tanz, Sa 8.5., Sa 15.5., So 16.5. DORNRÖSCHEN - Gebrüder Grimm Ein König und eine Königin wünschen sich ein Kind. Als sich ihr Wunsch erfüllt, geben sie ein großes Fest und laden nicht nur alle Freunde und Bekannte, sondern auch zwölf weise Frauen des Landes dazu ein. Die dreizehnte Fee, die nicht eingeladen wird, rächt sich und verwünscht die Königstochter. An des Mädchens 15. Geburtstag tritt das Vorhergesagte ein und die Königstochter fällt in einen 100jährigen Schlaf … Fr 21.5. anschl.Tanz, Sa 22.5., Sa 29.5., So 30.5, Fr 4.6. anschl.Tanz, Sa 5.6., Sa 12.6., So 13.6.


MoMent – Neues aus der Oberstufe …

Evaluation Zweitepochensystem V

or drei Jahren haben wir Lehrerinnen und Lehrer in unserer Konferenzwoche (letzte Ferienwoche vor Schulbeginn) eingehend darüber nachzudenken begonnen, wie wir den Stundenplan für die SchülerInnen an der Oberstufe rhythmischer und ausgeglichener gestalten, und wie Fächer, die nur mit einer Stunde pro Woche angesetzt sind, intensiviert und sinnvoller gestaltet werden könnten.

Das Zweitepochensystem

Erfahrungen, Wahrnehmungen und Meinungen erwogen und uns im gesamten Kollegium dazu (und zu den Ergebnissen aus den Befragungen der Schülerinnen und Schüler und der Eltern) ausgetauscht.

In diesem System werden die Stunden aller Fächer, die vormals in kontinuierlichen Fachstunden durchgehend über das Jahr unterrichtet wurden, zu jeweils dreiwöchigen Blöcken zusammengelegt.

Das Ergebnis fiel sehr differenziert aus, einen ersten Eindruck geben die tiefer stehenden Tabellen.

Innerhalb eines solchen Blocks wird das jeweilige Fach dann mit einer Stunde pro Tag unterrichtet. Das heißt, die Schüler haben diese Fächer innerhalb eines Blockes sehr konzentriert, nach Abschluss eines solchen Blockes für mehr oder weniger lange Zeit hingegen gar nicht.

Das Thema des zeitgerechten Unterrichtens ist eines der Kernthemen unserer Schule, daher sind wir im Kollegium übereingekommen, dass wir uns noch weitere Konferenzen dem Thema der Zweitepochen, ob beziehungsweise in welcher Form das Konzept weitergeführt werden soll, widmen wollen.

Damit wurde die Idee geboren, auch die sogenannten Fachstunden in Epochen zu unterrichten. Zweimal ist die Umsetzung an äußeren Gegebenheiten gescheitert, im dritten Versuch wurde das Konzept in diesem Schuljahr für die gesamte Oberstufe verwirklicht. Nach nun einem halben Jahr haben wir uns der Auswertung der bisherigen Erfahrungen gewidmet und haben zu diesem Zweck alle Oberstufenschülerinnen und -schüler gebeten, per Fragebogen ihre Eindrücken darzulegen, alle Eltern wurden eingeladen, uns ihre Beobachtungen mitzuteilen, und wir Lehrerinnen und Lehrer haben in insgesamt drei pädagogischen Konferenzen und parallel in mehreren Oberstufenkonferenzen unsere

Anlass für das Blocken der Stunden war die Annahme, dass dadurch eine Intensivierung des Unterrichtes eintreten werde. Eine weitere Folge wäre eine übers Jahr gesehen (wenn auch geringe) Stundeneinsparung, welche zu einer Verkürzung der oft sehr langen Schultage der Oberstufenschüler führen sollte. Holger Finke

Für interessierte Eltern ist es möglich, die Anmerkungen der Eltern beim Elternrat einzusehen. Wir werden Ihnen weiterhin über unsere Überlegungen berichten und danken allen, die uns so offen, kritisch und zu neuen Ansätzen ermutigend ihre Rückmeldung gegeben haben! Ursula Kaufmann für das Oberstufenkollegium

Ergebnisse Schülerumfrage 100% 100%

+

-

9. Klasse

70%

30%

10. Klasse

33,5%

66,5%

10

10

11. Klasse 11. Klass

30%

8

87% 0%

10. Klasse 10. Klasse

10

25%20% 10%

+

-

+

9. Klasse 9. Klasse -

4

6

4

8

6

0% 0%

6

100%

12. Klasse 12. Klasse

40%

8

12. Klasse

60%

50%50% 8

13%

80%

75%70%

10

11. Klasse

90%

Ergebnisse Elternumfrage (23 Rückmeldungen) -

4

3

2

0

5

10. Klasse

0

3

2

5

11. Klasse

0

4

6

10

0

4 2

10. Klasse

2

12. Klasse

1

1

1

3

insgesamt

4

10

9

23

0

0

9. Klasse

2

0

9. Klasse

9. Klasse

9. Klasse 0 6

9. Klasse

4

9. Klasse

10. Klasse

10.

neutral

8

8

6

11. Klass

9. Klasse

12. Klasse

10. Klasse

11.

11. Klass

12. Klasse

11. Klass 12. Klasse

12.

+

2

2

+

0

10. Klasse

11. Klass

11. Klass

12. Klasse

12. Klasse

-

10. Klasse 2

n

4

6

10

10

+ bedeutet für das Zweitepochensystem, - bedeutet gegen das Zweitepochensystem


r t a e g n r s e e d i n t i e K Unsere Kindergartenärztin stellt sich vor

I

ch soll mich vorstellen – gerne! Ich bin Dr. Ruth Stiglechner-Halla, und mein Auftrag ist, als Ärztin den Kindergarten zu besuchen. Ich soll die Kinder kennen lernen, die Kindergärtnerinnen beraten und bei Bedarf auch mit Eltern ins Gespräch kommen. Dabei geht es nicht um Erkrankungen, die jedes Kind in bestimmten biographischen Situationen bekommen kann, sondern es geht um die Begleitung der kindlichen Entwicklung in der Kindergartenzeit.

Diese Aufgabe habe ich im Jänner 2010 freudig übernommen und mittlerweile einen Vormittag in jeder Gruppe des Maurer Kindergartens verbracht. Es ist schön, im Kindergarten zu sein. Der stärkste Eindruck ist für mich jedes Mal das Erlebnis: Ich trete in einen Bereich, in dem die Zeit anders vergeht. Sie läuft nicht, sondern sie steht. Eine Ruhe, in die ich eintrete, die mich jedes Mal in Erstaunen versetzt. Diesen Raum der Stille schaffen zu können ist eine Leistung der

Themen für mich als Ärztin in diesem Bereich sind die Reife zur Zeit des Einstiegs in den Kindergarten und beim Übergang in die Schule, die Entfaltung der sozialen Kommunikation und die körperlichen und physiologischen Entwicklungen zwischen viertem und siebtem Lebensjahr.

Kindergärtnerinnen. In diese Atmosphäre hinein tragen dann die Kinder ihre Phantasie- und Spielimpulse und auch ihre Intentionen, persönliche Erlebnisse zu bearbeiten und zu bewältigen. Wenn Kinder mich bemerken, dann stellen sie immer „existentielle“ Fragen wie „Wer bist du?“ oder „Was machst du da?“. Ich frage mich dann selbst, ob ich das beantworten kann. Die Kinder sind aber mit der einfachen Antwort „Frau Stiglechner“ oder „Ich besuche euch“ zufrieden.

Neben meiner Praxis für Allgemeinmedizin als Anthroposophische Ärztin bin ich Schulärztin in der Rudolf Steiner-Schule Pötzleinsdorf und betreue vier Wohngruppen der Dorfgemeinschaft Breitenfurt. Als Schulärztin habe ich immer schon etwas auf die kleineren Kinder „hingeguckt“ und freue mich, dies nun als Aufgabe weiter vertiefen zu dürfen. Dr. Ruth Stiglechner-Halla

Puppenspiel im

Kindergarten: Donnerstag, 6. Mai 2010 15:30 und 16:30

„ROTKÄPPCHEN“ Themenabend am

Internationaler Kleinkindkongress 2. – 5. Juni 2010

Wir suchen fürunseren unserenneuen neuenKindergarten Kindergarten Wir suchen für zum 01.September2010 2010 zum 01.September

Die Würde des kleinen Kindes

eine/nWaldorferziehr/in Waldorferziehr/in als als Leiter/in Leiter/in eine/n mitstaatlich staatlichanerkannter anerkannterAusbildung Ausbildung mit eine/nWaldorferzieher/in Waldorferzieher/in eine/n Unsere neu gegründeteFamiliengruppe Familiengruppebesteht besteht aus aus 20 20 Unsere neu gegründete Kindern von 2-6Jahren. Jahren.Wir Wirfreuen freuenuns unsauf aufliebevolle, liebevolle, Kindern von 2-6 aufgeschlosseneund undtatkräftige tatkräftigeMenschen. Menschen. aufgeschlossene

Anmeldeunterlagen stehen zum Download auf unserer Homepage zur Verfügung oder per Post: Medizinische Sektion am Goetheanum, Tagungsorganisation Postfach Fon +41-61-706 42 93 roland.tuescher@medsektion-goetheanum.ch CH - 4143 Dornach 1 Fax +41-61-706 42 91 www.medsektion-goetheanum.ch

Goetheanum

Ihre Bewerbungrichten richtenSie Siebitte bittean: an: Ihre Bewerbung Waldorfkindergarten Wien Ost e.V. Waldorfkindergarten Wien Ost e.V. Z.Hd.Katrin KatrinKamendje Kamendje Z.Hd. WagramerStr. Str.97-103/4/3 97-103/4/3 Wagramer A-1220Wien Wien A-1220 Tel. 0043-1-7345 345863 863 Tel. 0043-1-7 Mob.0043-676-3740 439 Mob.0043-676-3740 439 Mail: katrin@apfel.at Mail: katrin@apfel.at

Dienstag, 18. Mai 2010 um 19.30 im Kindergarten Marktgemeindegasse 42

GRUNDBEDINGUNGEN EINER GESUNDEN ENTWICKLUNG Vortrag und Gespräch mit Dr. Ruth Stiglechner-Halla


11.Klass-Singabende Freitag 23. bis Sonntag 25.April jeweils 19 Uhr Gr. Festsaal der Maurer-Schule Programm via Newsletter und online www.waldorf-mauer.at/

Die 12. Klasse lädt herzlich zur Referatswoche vom 26.4. bis 30.4. (nachmittags und abends) ein. Das Programm für die Woche wird ab 15.4. im Newsletter der Schule bekannt gegeben. online unter www.waldorf-mauer.at/

Das Klassenspiel der 12. Klasse findet am Freitag, den 11.6. und am Samstag, den 12.6.2010 statt.

Aktuelle Termine Veranstaltungen Details und Überblick Zabalaza, eine südafrikanische Tanzgruppe zu Besuch in Wien 14.4. um 19 Uhr (siehe Newsletter) EA 5.Kl. Fr 16.4. 20:00 11. Klass-Musikabende 23., 24. und 25.4. jeweils 19:00 (siehe Box links) EA 6.Kl. Fr 28.4. 19:30 Elternrat-Treffen 30.4. um 19:30 Referatwoche der 12. Klasse 26. bis 30.4. nachmittags u. abends (siehe Box links) „Ein Fest für UNS“ 1. 5., 14 - 18 Uhr, Endresstr. 113 (siehe Box unten)

Christi Himmelfahrt schulfreie Tage, Do 13. bis So 16.5. Redaktionsschluss f.d. Juni-MoMent-Ausgabe Mi 19.5.

Pfingsten schulfreie Tage, Sa 22. bis Di 25.5.

Die STERNTALER HILFSORGANISATION veranstaltet am 15.5.2010 um 19.00 eine Benefizveranstaltung im Festsaal der Rudolf Steiner Schule Wien Mauer zugunsten eines Waisenhausbaues in Südindien. (Es wurden bereits 26 000 Euro gesammelt und es fehlt nur noch ein kleiner Betrag um mit dem Bau beginnen zu können). Studentinnen und Studenten der Universität für Musik und darstellende Kunst werden den Abend gestalten. Weiters gibt es eine Modenschau einer 12. KlassSchülerin, sowie eine Tombola und in der Pause ein Buffet. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Ulrike Meijts

Schulfreie Tage, Ferien 2010-2011 erster Schultag

Mo 06.09.2010

Herbstferien

Sa 23.09.2010 bis Mo 01.10.2010

Benefiz-Gala mit Till Fellner Mi 26.5. 19:30, Gr. Festsaaal

Fronleichnam schulfreie Tage, Do 4. bis So 6.6. 12. Klass-Spiel 11. und 12. 6. abends Schulfeier Sa 26.6. 9:00 Gleichbleibende Termine montags: Arbeitsgruppe mit Dr.Hitsch 19:30 Musikraum montags: Tanz-Abende Info: Ingrid Leitner 0699-19043893, kurtleitner@gmx.at dienstags: Puppennährunde, Endresstr. 113, 20:00 Uhr

Di 02.10.2010 - Allerseelen - nicht schulfrei Mo 15.19.2010 - Leopoldi - nicht schulfrei Maria Empfängnis

Mi 08.12.2010

Weihnachtsferien

Fr 24.12.2010 bis So 09.01.2011

Semesterferien

Sa 05.02.2011 bis So 13.02.2011

Osterferien

Sa 16.04.2011 bis So 01.05.2011

Christi Himmelfahrt

Do 02.06.2011 bis So 05.06.2011

Pfingsten

Sa 11.06.2011 bis Di 14.06.2011

Fronleichnam

Do 23.06.2011 bis So 26.06.2011

letzter Schultag

Fr 01.07.2011

Sommerferien

bis So 04.09.2011

Einladung zum

„Ein Fest für UNS“ (vormals Frühlingsfest) 1. Mai 14 bis 18 Uhr bei Schönwetter: Endresstr. 113 siehe auch Seite 26


„Waldorf als Steinbruch von Ideen“ für öffentliche Schulen Ein Rückblick von Roman David-Freihsl

I

m Bereich der öffentlichen Schulen wird seit längerem um Reformen gerungen. Beim Waldorftag 2010 in der Salzburger Waldorfschule kam es zum Austausch zwischen der Waldorfbewegung mit Experten und Politikern zum Thema Schul-Autonomie. Karl-Martin Dietz widmete sich wiederum dem Spannungsfeld zwischen autonomen Persönlichkeiten und der Gemeinschaft. „Schule ist im Umbruch“, erklärte Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller Anfang März im Rahmen der Diskussionsveranstaltung zum Auftakt des Waldorftages 2010 in der Salzburger Waldorfschule. Das Thema „Freie Schule für freie Menschen – wie viel Autonomie braucht die Schule?“ war für alle Teilnehmer an diesem „Bildungspodium“ keine Frage, sondern ganz konkrete Zielvorstellung. Sie setze eine große „Hoffnung auf Entfesselung“, betonte die für Bildung zuständige Landespolitikerin. Denn im Schulbereich „wurde die Bürokratie – oft in gutem Willen – in einem Ausmaß entwickelt, dass man fast keine Luft mehr bekommt“. Klar sei dabei auch, dass „Schulen mit mehr Autonomie und Kreativität nur möglich sind, wenn das in Partnerschaft mit den Eltern geschieht“. „Schulen mit größerem Gestaltungsspielraum und Selbstverwaltung“ forderte auch Günter Haider, Leiter des Bundesinstituts für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE) in seinem Impulsreferat ein. Auf dem Weg dorthin könne „Waldorf als Steinbruch von Ideen für den Umbau der öffentlichen Schulen dienen“, ist der Leiter der PISA-Studie in Österreich überzeugt. Denn er kenne „keine andere Schulform, die das Ziel der Autonomie so in den Vordergrund stellt“. Vier Eckpfeiler müssten allerdings die Basis für eine funktionierende Schulautonomie sichern. Zum Einen die Finanzautonomie – faire Schulbudgets müssten einen tatsächlichen Spielraum bieten, „derzeit erinnert man sich an das Stichwort Autonomie ja nur, wenn’s um Kürzungen geht“, erinnert Günter Haider. Zum Anderen solle es auch eine „weitgehende Personalautonomie“ geben; Schulen sollten 18  |

sich auch ihre Führungspersönlichkeiten selbst aussuchen können. Und „sollten Schulen nicht auch eine stärkere Lehrplanautonomie bekommen? Der Staat bräuchte sich im Grunde nur zu vergewissern, dass die Qualität stimmt.“ Eine logische Folge aus all dem wäre die „Organisationsautonomie“ der Schulen. Und wenn es eine Schulautonomie geben solle, „brauchen wir auch eine viel stärkere Eltern-Schuler-Partnerschaft“, ergänzt der Bildungsexperte und attestiert: „Auch hier ist Waldorf weiter“. Bei aller Vorbildfunktion haben die Waldorfschulen in Österreich in einem Punkt allerdings seit Jahrzehnten generell ein Problem: Bei der Finanzautonomie. PeterMichael Lingens, Kolumnist des Nachrichtenmagazins profil erinnerte daran: „In der Regelschule werden pro Schüler und Schuljahr im Schnitt 8500 Euro ausgegeben. Für einen Waldorfschüler in Österreich stehen rund 3500 bis 4000 Euro pro Schuljahr zur Verfügung.“ Seiner Ansicht nach solle der Grundsatz lauten: „Jede Schule bekommt so viel Geld, wie sie Schüler hat.“ Gabi Burgstaller stimmte dem im Prinzip zu: „Letztendlich würde ich mir wünschen, dass es keinen Unterschied zwischen öffentlichen und Privatschulen mehr gibt – und einzig und alleine die Qualität entscheidet.“ Finanzielle Spielräume gebe es laut Gabi Burgstaller in Österreichs Bildungssystem jedenfalls: „Bei einer Schulautonomie bräuchten wir nicht einmal die Hälfte des Verwaltungsapparates – und hätten Geld für eine Bildungsreform.“ „Autonomie selbst ist noch kein Inhalt“, ergänzte Heidi Schrodt, Direktorin des Gymnasiums in der Wiener Rahlgasse, einer der innovativsten AHS des Landes. „Die Realität der österreichischen Normschule ist immer noch: Vorne die Tafel, so und so viel Bankreihen, links die Fenster, rechts der Gang.“ In Schweden dagegen werde die Autonomie bis hin zu den Lehrerteams umgesetzt, die „jahrgangsübergreifend in Teams mit bis zu 25 Pädagogen“ arbeiten. Dies manifestiere sich teils bis in die Architektur hinein, wie etwa in einem beispielhaften Schulbau wo „eine Agora das Zent-

rum bildet, um die herum sich die einzelnen Units der Unterrichtsguppen befinden“. Die Bedeutung der Erziehungspartnerschaft von Eltern und Lehrern, der „Begegnung im Dialog“, mit der es gilt, einen autonomen Schulorganismus zu erfüllen, war wiederum zentrales Thema im Vortrag von Karl-Martin Dietz vom Friedrich von Hardenberg Institut für Kulturwissenschaften in Heidelberg. Denn der Schulorganismus steht wiederum im Spannungsfeld der autonomen Individuen in der Gemeinschaft. „Wir müssen in einer intentionellen Spannung leben“, lautet die zentrale These von Karl-Martin Dietz. Und dabei müsse man sich von herkömmlichem Planungsverhalten verabschieden: „Man kann nicht einfach Pläne umsetzen – das einzige was man umsetzen kann, ist der Kompost.“ In einer Gemeinschaft gelte es, nicht abstrakt zu planen, sondern „Intentionen auszusprechen, sich freuen an der Verschiedenheit – und dann erst einmal stehen lassen“. Ein plastisches Beispiel: Wenn man als Tormann einen Ball in hohem Bogen auf sich zukommen sehe, dann stelle man auch nicht erst Berechnungen an und erstelle einen Plan, wie er zu fangen sei: „Ich beobachte ihn, stelle mich jeden Moment neu ein, nehme die Aktionen anderer Mitspieler wahr – und ich weiß letztlich noch nicht, was ich mit dem Ball dann wirklich mache, wo ich ihn hinspiele, wenn ich ihn gefangen habe.“ Anstelle von festgeschriebenen Strukturen müsse daher der Fluss treten: „Das Flussbett ist die Folge des Fließens – aber wohin der Fluss fließt, ist wiederum eine Folge des Flussbettes. Ein ewiges hin und her. Warum soll ich mein Handeln einengen, bevor ich beginne zu handeln? Hinterher kann man Strukturen durchaus aufschreiben – aber deskriptiv und nicht normativ.“ Die Folge sei dann „geistige Produktivität – und nicht der Vollzug von Richtlinien“. Wichtig sei die „dialogische Kultur. Die Beobachtung der Situation, das Wahrnehmen der Umgebung, das ständige Entwickeln von Ideen und das Wissen: Alles Handeln geht von mir aus.“ „Freie Empfänglichkeit ist das Sozialprinzip“ – auch in der Partnerschaft von Eltern und Lehrern: „Man muss den anderen als Individuum sehen – und nicht als RollenMoMent  April/Mai 2010


Workshop-Berichte Workshop „Begegnung mit Humor“ mit Martin Kotal spieler.“ Was heiße denn überhaupt „Eltern“? „Das halbe Lehrerkollegium besteht schließlich aus Eltern.“ In der Erziehungspartnerschaft sollte also das leben, was den Schülern vermittelt werden soll: „Wir wollen, dass die Schüler begegnungs-, urteils- und ideenfähig werden und eigenständig handeln im Bewusstsein: Ich bin Täter und nicht Opfer“, wie es Karl-Martin Dietz formulierte. Eine normative Planungskultur in der Gemeinschaft – oder die Schüler als „Dressurobjekte“ zu sehen, denen Inhalte eingetrichtert werden – , wäre aber das glatte Gegenteil einer derartigen Entwicklung. Ein Zitat Rudolf Steiners, das Karl-Martin Dietz erwähnte: Es sei der Beginn eines Unfugs, wenn man jemand zumutet zu sagen, etwas müsse so und so sein.

An Anfang ging ja alles noch recht lustig zu: Wir wurden im Kreis stehend „munter und aufmerksam“ gemacht, indem uns Gegenstände und Worte zugeworfen und -gerufen wurden, die von uns dann weiter gegeben werden mussten. Mit vielen Körperübungen wurde noch einmal geübt, uns selbst und die anderen wahrzunehmen. Gegen Ende aber wurde es dann „ernst“. Wir sollten uns mit einem kleinen Auftritt vor der Gruppe darstellen und schauen, wie wir bei den anderen ankommen und wie wir damit umgehen, wenn wir ,ankommen’“ (soll heißen, die anderen finden den Auftritt lustig) oder uns „eisiges“ Schweigen begegnet (na ja, da ging es mir nicht sehr gut). Aber auch in dieser Situation wurden wir ermuntert, vielleicht doch noch etwas Positives daraus zu machen.

Alles in allem habe ich durch das Erlebbarmachen von Humor, „Erfolg“ und „Misserfolg“ von diesem Nachmittag sehr viel mitgenommen. Danke. Peter Eberharter Workshop „Begegnung im System“ mit Friedrich Platzer „Schule ist Organisation, System, soziale Gemeinschaft“, lautete der Ausgangspunkt im Workshop von Friedrich Platzer. Dass „jede Handlung, die wir setzen, das soziale Gefüge prägt“ wurde in Gesprächen, Übungen und Zeichnungen bewusst gemacht – vor allem dann aber auch der nächste Erkenntnis-Schritt: Dass jede Handlung im sozialen Gefüge einen Ausgleich braucht. Doch zunächst einmal gilt es, diese Polaritäten im System zu erkennen. Roman David-Freihsl

Den unterschiedlichsten Formen von Begegnungen wurde dann am Nachmittag in Workshops nachgespürt. Sei es beispielsweise gemeinsam dem Waldorflehrer und Eurythmisten Jürgen Matzat die „Begegnung mit meinen Rollen“, die jeder bewusst oder unbewusst einnimmt. Oder die in Übungen und Gesprächen erarbeitete „Begegnung im System“ mit dem Organisationsberater Friedrich Platzer beziehungsweise die „Begegnung mit dem Humor“ mit Clown und Ausbildner Martin Kotal. Oder auch die künstlerische Begegnung – ein vom Maurer Kunstlehrer Arnold Nobis begleitete innere Dialog zwischen den Menschen und seinem Kunstwerk.

Eine Rolle einzunehmen, kann bequem, beengend, förderlich, amüsant sein - Nur: Sind uns die Rollen bewusst? Gehören sie wirklich (zu) mir? Kann ich sie ablegen? Und was dann? Ein Streifzug durch Rollen, Masken, wahre Gesichter... In zahlreichen Übungen näherten wir uns spielerisch unseren Rollen in Beziehungen und Gruppen, fanden uns wieder in bekannten und unbekannten Rollen, traten heraus aus unserer gewohnten, wagten den Sprung in eine ganz neue und machten die Erfahrung, wie gestaltbar unsere Rolle sein

kann, und wie spannend es ist, das eigene Repertoire zu erweitern. Wir suchten die ungeliebten Rollen anderer, die uns immer wieder ärgern, bewusst auf und kamen ins Nachdenken, was diese wohl mit uns selbst zu tun haben. Ich hatte an diesem Nachmittag neben viel Spaß am Spiel auch die Gelegenheit, sensibler zu werden, was die Rollen anlangt, die ich gewöhnlich einnehme. Außerdem habe ich Lust bekommen, auch ‘mal öfter aus der Rolle zu fallen.

Workshop mit Karl-Martin Dietz Durch den Vortrag und den Workshop bei Dietz ist mir einmal mehr klar geworden, wie sehr die geistige „Produktivität“ einer Schule vom gemeinsamen Wirken aller Beteiligten abhängt – auch den Eltern. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft kann gelingen, wenn sich alle Beteiligten „offenen Wesens“ (also authentisch und Rollen-frei) begegnen. Daraus ergibt sich ein lebendiges Zusammenleben; dann wird Waldorfschule ein „geistiger Ort“ im Sinne Rudolf Steiners. Partnerschaft heißt Vertrauen – sonst ist es eine Vertragsgemeinschaft, auch da stimme ich Dietz zu. Vertrauen kann

man nicht fordern, nicht verfügen, nicht befehlen. Vertrauen gelingt, wenn man sich anderen wesenhaft und authentisch zeigt; dann gelingt auch im nächsten Schritt das Zu-trauen – das gilt für Lehrer, Kinder, Eltern. Der Satz von Karl Martin Dietz „Elternverständnis ist kein Beiwerk, das ist ein Bollwerk“ hat mich wachgerüttelt; entspricht er doch ganz Rudolf Steiners Intention: „Damit wir in Freiheit wirken können, brauchen wir das Verständnis der Elternschaft.“ Ein zweiter Satz von Karl Martin Dietz, der mich aufhorchen ließ: „Rudolf Steiner hat großen Wert darauf gelegt, dass die Wal-

dorfschule keinen Lehrplan hat!“ Diese Radikalität Steiners vermisse ich in der heutigen Waldorfschul-Pädagogik – sein freier Geist war es, der eine komplette Alternative zum regulären Schulsystem ersann. Er hat entstaubt und genau hingesehen (zu den Kindern), hat sich befreit von Konventionen und überkommenen Denkmustern. Das sollten wir uns vor Augen führen, damit seine Idee einer neuen, freien Schule auch im Jahre 2010 eine zeitgemäße und echte Alternative sein kann. Das ist möglich, wenn sich „freie Geister“ treffen. Petra Stelzer

April/Mai 2010  MoMent

Workshop „Begegnung mit meinen Rollen“ mit Jürgen Matzat

Susi Staller

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MoMent Thema …

Von der Schwierigkeit, lesen und schreiben zu lernen Legasthenie – anders betrachtet

A

lle kennen mittlerweile das Phänomen der sogenannten Legasthenie. Leseund Rechtschreibschwäche – was bedeutet das aber eigentlich? Oder besser gefragt: Woher kommt diese angebliche „Schwäche“? Kann es sein, dass an die 25 Prozent der Bevölkerung eine angeborene Schwäche, eine kleine Hirnfehlleistung, eine Entwicklungsstörung haben? Diese Behauptung kann nur Bestand haben, wenn vorausgesetzt wird, dass lineares Wahrnehmen und Denken eine naturgegebene Fähigkeit und die „richtige“ Art der Reizverarbeitung sind. Lineare Wahrnehmung, das bedeutet, Symbole wie Buchstaben oder Zahlenabfolgen der Reihe nach, in unserer Kultur in der Richtung von links nach rechts zweidimensional zu sehen und den Reiz ebenso zu verarbeiten. Was aber, wenn diese Art der Wahrnehmung eine Reduktion darstellt, also, provokant ausgedrückt, eine Einschränkung? Niemand wird bestreiten, dass Sprache, insbesondere die schriftliche Sprache, und Rechnen abstrahierte Vorgänge sind. Diese Abstraktion dient dazu, die Wirklichkeit zu strukturieren, einzuteilen, fassbar zu machen. Je länger Begriffe in einer Kultur verwendet werden, desto mehr ersetzen sie die wirklichen Phänomene durch Wörter, das heißt,

FRAM   

A

Was, wenn heute zahlreiche Kinder exakt mit dem Ziel geboren werden, unsere eingeschränkte sprachliche Wirklichkeit zu erweitern? Was, wenn diese Kinder mit ihrer angeborenen Fähigkeit, multidimensional wahrzunehmen, keine Schwäche haben, sondern über eine Stärke verfügen? Was, wenn wir erkennen, dass diese Stärke von höchstem Nutzen für unsere Welt sein könnte? Es gilt, die einseitig hohe Bewertung des linearen Denkens zu revidieren. Lesen und schreiben zu können ist nur ein Bruchteil des Spektrums an Fertigkeiten. Ein Mangel an Können in diesem Bereich ist allerdings heute für jeden leicht erkennbar und genau deshalb so gut anzuprangern. Wer würde es eine Schwäche nennen, wenn ein Mensch kein Haus entwerfen kann, weil es ihm an räumlicher Vorstellung mangelt? Dieser Text ist kein Angriff auf die Kulturfähigkeit des Lesen und Schreibens – aber er ist ein Plädoyer für die Erkenntnis,

dass diese Kriterien nicht zur Bewertung von Intelligenz und schon gar nicht zur Benotung herangezogen werden dürfen. Dieser Text ist durchaus ein Appell an alle in der Erziehung tätigen Menschen, geeignete Mittel zu finden, um Kinder lesen zu lehren. Er ist aber auch ein Appell an alle betroffenen Eltern, nicht in Panik zu verfallen, wenn die Diagnose „Legastheniker“ fällt. Menschen mit diesem Label sind und bleiben wertvolle, vielleicht sogar besonders wertvolle Mitglieder unserer jetzigen Gesellschaft. Stärken Sie diese Kinder, versichern Sie ihnen, dass sie absolut in Ordnung sind! Sprechen Sie mit ihnen über ihre möglicherweise verborgenen Fähigkeiten, über ihre Art die Welt zu sehen. Und trauen Sie sich, manchmal die sogenannte Wirklichkeit, die Begriffe wie „Legasthenie“ erfunden hat, um Phänomene begreifbar zu machen, in Frage zu stellen. Christa Salcher (Schulmutter, ehem. Lehrerin und Legastheniepädagogin) Literatur zum Thema: Georg Kühlewind: Sternkinder (Tb, Verlag Freies Geistesleben) Ron D. Davis: Legasthenie als Talentsignal (Tb, Verlag Knaur), Thom Hartmann: Eine andere Art, die Welt zu sehen (Verlag Schmidt-Römhild)

Förder-Ring Arbeit und Motivation

uf Anregung von Tobias Richter wurde gemeinsam mit einigen Lehrern und Eltern unserer Schule eine Initiative (FRAM) gegründet, die Kindern mit besonderen Bedürfnissen (ADHS, Konzentrationsschwierigkeiten, psychischen Belastungen usw). Möglichkeiten bieten soll, sich innerhalb des normalen Schulbetriebes diesen Bedürfnissen entsprechend zu betätigen und so in ihrer Entwicklung gefördert zu werden. Gedacht wurde dabei an Werkstätten, in denen repariert und getischlert werden könnte, aber auch Theaterspiel und Zirkus wären interessante Möglichkeiten. FRAM soll zunächst ein Bildungsnetzwerk 20  |

der Begriff ersetzt die komplexe Realität durch ein festgelegtes Wort. Auf diese Weise entziehen wir uns immer mehr der eigentlichen Wahrnehmung. Anders ausgedrückt: Die Sprache oder die Begriffe bestimmen die Wirklichkeit und nicht umgekehrt.

für alle Schüler und Schülerinnen der 1. – 8. Klassen der Waldorfschulen im Raum Wien sein, soll und kann aber in Zukunft auch von SchülerInnen anderer Schulen in Anspruch genommen werden. Zur Verwirklichung dieser Idee suchen wir freiwillige Mitarbeiter mit handwerklicher, schauspielerischer oder Zirkuserfahrung, die sich stundenweise zur Verfügung stellen würden, um mit diesen Kindern (in Kleingruppen oder auch einzeln) zu arbeiten. Auch Räumlichkeiten wären nötig, wobei zunächst auch denkbar wäre, die in der Schule vorhandene Infrastruktur zu nützen. Auf lange Sicht jedoch sollten diese Aktivitäten ausgelagert werden.

Wie wir erfahren haben, könnte es durchaus gelingen, für derlei Aktivitäten, so sie sich als erfolgreich erweisen, Fördergelder aufzutreiben. Aber das ist eben noch Zukunftsmusik, vorher brauchen wir HelferInnen. Wir haben diese Gedanken dann noch weiter gesponnen und uns gedacht, man könnte vielleicht für alle Kinder, die Lust haben, Nachmittagskurse in Werken, Tischlern, Theater, Zirkus, anbieten. Auch das werden wir weiter verfolgen! Bitte um zahlreiche Anmeldungen bei: Jutta Palden, Tel: 713-78-91 oder jutta@palden.com MoMent  April/Mai 2010


Benefizkonzert für SEKEM

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spielt LUDWIG VAN BEETHOVEN Mittwoch, 26. Mai 2010, 19h30 Großer Festsaal der Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer Endresstraße 100, 1230 Wien Picasa-Webalben - hermann.becke - Till Fellner

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Wie können wir Elisabeth Gergelys Zukunftsimpuls weitertragen? Herunterladen

Till Fellner

19h30 Begrüßung durch KonstanzeVollbild http://picasaweb.google.at/hermann.becke/TillFellner?authkey=Gv1s... Foto 2 von 4 Alle anzeigen Abouleish und Bernhard Sieberer Ein Aufruf KEM-Österreich und der Rudolf (beide SEKEM) sowie ehr Neue Funktionen | Hilfe | Anmelden | Für Picasa-Webalben anmelden deren Absolvent Till Fellner ist Tobias Richter schildert in seinem Nachhermann.becke Hermann Becke (Sekem-Österreich) ruf (Seite 3 und 4) anschaulich Elisabeth Fotos von 20h00 Till Fellner spielt moesterreich.at hermann.becke Gergelys Zukunftsgestaltungswillen im Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) Zusammenwirken mit SEKEM. Fotoinformationen dorf-mauer.at Sonate E-Dur op. 109 02.12.2009 1600×1063 Pixel – 263 KB mehr Info Der Aufbau der Heliopolis-Universität, - Vivace ma non troppo Tags die sich vor allem der Nachhaltigkeit - Prestissimo verschreiben wird, war für Elisabeth Missbrauch melden - Andante molto cantabile ed Gergely das große Herzensanliegen ihrer Alle Rechte vorbehalten espressivo letzten Lebensjahre. Eine Abteilung für Sonate As-Dur op. 110 Ost-West-Beziehungenfür wirdSEKEM ihren Na - Moderato cantabile, molto espressi- Benefizkonzert men tragen. vo ▼

- Allegro molto Der von Elisabeth Gergely initiierte För - Adagio ma non troppo - Fuga:Anmelden, Allegwenn Sie dieses Foto mögen Sekem-Österreich unterstützt derverein TILLdenFELLNER ro ma non troppo nach Kräften Aufbau dieser Univer-

Kartenverkauf für das Benefizkonzert: Fotos von hermann.becke

Vorverkauf: € 25,- für Erwachsene bzw. Fotoinformationen € 10,- für01.12.2009 SchülerInnen und Studierende 1600×1063 Pixel – 379 KB mehr Info mit Ausweis. Tags Schulbüro Wien-Mauer: Mo-Fr 8h - 12h Missbrauch melden Naturkostladen „aus gutem grund“, EndresstraßeAlle113 Rechte vorbehalten oder sekemoesterreich@gmx.at und 0664/4618083 Abendkasse: € 30,- bzw € 15,Steinway-Österreich sei herzlich für das Entgegenkommen bei der Überlassung des Konzertflügels gedankt.

In der Pause und nach dem Konzert sind Aufrufe: 0 alle Besucher zu einem Buffet eingeladen, bei dem sie Gelegenheit haben, sich Kommentar hinzufügen • Pause • Melden Sie sich in Ihremsität. Picasa-Webalben-Konto an, wenn Sie über eines verfügen, oder melden Sie sich jetzt für ein kostenloses Konto an. in Gesprächen noch weiter über SEKEM spielt Sonate c-moll op. 111 zu informieren und auszutauschen und Wer Elisabeth Gergely ehren will, sei izkonzert: - Maestoso - Allegro con brio ed auch verschiedene SEKEM-Produkte zu herzlich eingeladen, mit einem VerLUDWIG VAN BEETHOVEN appassionato Aufrufe: 0 erwerben. einsbeitritt oder auch einer einmaligen sene bzw. €- 10,für SchülerInnen Arietta: Adagio molto semplice Spende zum Universitätsaufbau und zur Der Erlös des Benefizkonzertes dient Sie über eines verfügen, melden Sie sich jetzt für ein Mittwoch, 26. Elisabeth-Gergely-AbMai 2010, 19h30 eodercantabile Schaffung dieser Mo-Frei 8h - 12h dem Aufbau des Heliopolis Chamber Großer Festsaal Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer teilung der beizutragen. em grund", Endresstraße 113 Orchestra. Endresstraße 100, 1230 Wien Hermann Becke ©2010 Google Nutzungsbedingungen - Picasa starten - Datenschutzbestimmungen - Entwickler - Google-Startseite

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April/Mai 2010  MoMent

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Besuch aus der Schweiz

Das Audit ist geschafft! Johannes Sieweke

Robert Zuegg

N

ach langen, intensiven Vorbereitungen war es dann endlich soweit: Am 10. und 11. März 2010 bekamen wir Besuch aus der Schweiz. Unsere beiden Auditoren, Herr Zuegg und Herr Sieweke von der Zertifizierungstselle Confidentia, waren zwei Tage zu Gast bei uns. Der gemeinsame „Stundenplan“ war dicht, ein Gespräch folgte auf das andere. Sämtliche Selbstverwaltungsgremien wurden gehört, also „auditiert“. Auch mit zwei Klassen, der Achten und der Zwölften, wurden Gespräche geführt. In der abschließenden Feedback-Runde gab es

Wege zur Qualität Zielrichtung Jede Aufgabengemeinschaft wird durch die gewählte Rechtsform zu einer gesellschaftlich anerkannten juristischen Person, die für sich selbst verantwortlich ist. Diese selbst gewählte Einheit auf sachund personenbezogene Weise zu gestalten, zu organisieren und zu verwalten ist Aufgabe der Selbstverwaltung und damit auch der Führung einer Institution. Wird die Einheitlichkeit vor allem instrumentell-organisatorisch angestrebt, dann neigt die Einrichtung zur Standardisierung ihrer Leistungen. Die für Beziehungsdienstleistungen notwendige individuelle Differenzierungsmöglichkeit durch schöpferisches Handeln wird in diesem Falle dem Prinzip der institutionellen Einheitlichkeit geopfert. - Wird dagegen für alle persönlichen Eigenwilligkeiten bereits das tendenziell regel-auflösende Prinzip des Individuell-Schöpferischen in Anspruch genommen, so wird die Einheit der Institution subjektiv missbraucht. Die Selbstverwaltung erreicht dann ihr qualitatives Ziel, wenn in den individuellen Handlungen der Mitarbeitenden die Intentionen der ganzen Gemeinschaft zum Ausdruck kommen und die Gemeinschaft das individuelle verantwortliche Handeln der Mitarbeitenden fördert (s. Leitbild). 22  |

von Seiten unserer Auditoren bereits viele Rückmeldungen, die uns den Eindruck vermittelt haben: Unsere Schule wurde mit viel Bewusstsein und viel Wohlwollen wahrgenommen. Außerdem wurde uns das Zertifikat in Aussicht gestellt, inklusive einiger Auflagen, die im nächsten Jahr zu erfüllen sein werden. Im Mai folgt dann der Endbericht – wir werden an dieser Stelle Auszüge präsentieren. Irene Bulasikis für die Impulsgruppe WzQ

11. Gestaltungsfeld:

Die Leitungsorgane haben die Aufgabe, die beiden notwendigen Tendenzen von Einheit und Individualisierung zu harmonisieren. Anforderungen an die Institution Die Einrichtung gibt sich eine Organisationsstruktur, durch die das Zusammenspiel von institutioneller Einheit und individueller Differenzierung im Leistungsgeschehen geregelt wird - Die Institution gibt sich eine sachgemäße Verantwortungsstruktur (Führungsstruktur). - Die Einrichtung sorgt durch Auswahl und Schulung der Mitarbeitenden dafür, dass ein Eingehen auf die individuelle Situation des Leistungsbedürftigen möglich wird und verantwortet werden kann. Aufgabenverteilung und Arbeitsplanung sollten die dazu notwendigen Bedingungen berücksichtigen. Die Einrichtung gestaltet die Arbeitsprozesse so, dass jeder Mitarbeitende mit seinen Kernaufgaben in einen beratenden und reflexiven Prozess eingebunden ist - Es werden Organe gebildet, in denen die individuellen Erfahrungen in Bezug auf die ganze Institution besprechbar gemacht und ausgewertet werden können. - Ein zentrales Instrument dazu, die individuellen Potenziale der Mitarbeiter-

Individualität und schaft zu erschließen, ist der Prozess der „Dynamischen Delegation“. Die Einrichtung fördert die kollegiale Zusammenarbeit und das soziale Engagement innerhalb der Einrichtung und ihres Umfelds. - Es werden Möglichkeiten eingerichtet, durch die die zusammenarbeitenden Menschen sich als mitverantwortlicher Teil der ganzen Einrichtung erleben können. Schwerpunkte der Implementierung - Überprüfung des Organigramms und der Aufgabenbeschreibungen unter den Gesichtspunkten der Ermöglichung von Leistungsdifferenzierungen. - Einführung von Prozessen, z.B. der „Dynamischen Delegation“, mit dem Ziel, die geistigen und sozialen Voraussetzungen und Grundlagen für individualisierte Leistungsprozesse zu schaffen. - Überprüfung bzw. Einrichtung von Möglichkeiten des Einbezugs der zusammenarbeitenden Menschen in den Entwicklungsgang der ganzen Einrichtung. Wirkungen und Nutzen der Verfahrensanwendung - Qualitätssteigerung von Beziehungsdienstleistungen durch die Ermöglichung ihrer Individualisierung. - Förderung und Ermutigung der schöpMoMent  April/Mai 2010


Ein Allgemeiner Elternabend zu einem wichtigen Thema

Safer Internet

„9

8 Prozent der 14- bis 19-Jährigen nützen bereits das Internet. Für sie ist es das wichtigste Medium, erst danach kommt das Handy – vor Büchern und Zeitschriften“, berichtete Sigrid Pohl bei dem vom Elternrat initiierten Infoabend zum Thema „Surfen ohne Risiko? Sicherer Umgang mit Internet und Mobiltelefon“ am 15. Februar 2010. Umso wichtiger sei es daher „gemeinsam mit den Kindern einen Weg zu finden, kompetent mit den Medien umzugehen“, betonte die „saferinternet“-

Gemeinschaft ferisch-innovativen Kräfte im Arbeitsprozess. - Anregende Wirkungen auf das Betriebsklima, das für Einsatz und Dabeibleiben der zusammenarbeitenden Menschen eine wichtige Rolle spielt. Der ständige Verlust an Mitarbeitern bindet heute viel zu viele Kräfte, die eigentlich für die Entwicklung gebraucht würden. Ein gutes Betriebsklima erschwert die Zusammenarbeit. - Die Empfindung der Klientel, individuell behandelt zu werden, strahlt auch in das Umfeld und ist die beste Sicherung zukünftiger Auslastung.

Trainerin und Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Wien (PH). Generell sollten „die Eltern vor allem am Anfang immer dabei sein und immer alles besprechen“, wenn das Kind den Computer kennenlernt. Auch später sollten sich Eltern stets interessieren, welche Spiele gerade aktuell sind und diese möglichst selbst ausprobieren. Sinnvoll sei es überdies, für die Kinder ein eigenes Konto am PC anzulegen und einen popup-Blocker zu installieren. Im Mailprogramm und beim Provider sollte ein Spam-Filter verwendet werden. Dass eine Antiviren-Software und eine firewall wichtig sind, gilt nicht nur für Jugendliche. Ein wichtiger Punkt, dessen Bedeutung oft auf Erwachsenen nicht bewusst ist: „Schützen Sie sich und Ihre persönlichen Daten“, betonte Sigrid Pohl. „Jugendliche bedenken oft nicht, dass alle Daten, die sie eingeben, offen im Web ersichtlich sind. Einträge in sozialen Netzwerken können beispielsweise von späteren Arbeitgebern abgerufen werden – missverständliche Fotos von Partys könnten da zum Problem werden. Wenn persönliche Fotos von anderen unerwünscht hochgeladen werden, sollte man sofort darauf bestehen, dass sie umgehend wieder vom Netz genommen werden. Weiters sollte Kindern und Jugendlichen unbedingt vermittelt werden, dass bei

Einkäufen über das Internet allergrößte Vorsicht angebracht ist. Oft werden Einkaufsvorgänge versteckt abgewickelt: Die Allgemeinen Geschäfts-Bedingungen (AGB) werden häufig so platziert, dass sie leicht übersehen werden. „Seriöse Anbieter verschenken nichts“, warnte die Internetexpertin. Vor allem wenn man in Mails oder auf Internetseiten aufgefordert wird, Bankdaten bekanntzugeben, sollte man sofort hellhörig werden. Explodierende Kosten sind auch beim Handy-Gebrauch ein häufiges Thema. Daher sollten für Kinder und Jugendliche entweder Wertkarten-Handys angeschafft oder bei Vertragshandys ein Kostenrahmen mit automatischer Sperre vereinbart werden. Mehrwertdienste sollten gesperrt werden. Größte Vorsicht ist auch bei „0900-er Nummern“ geboten. In Summe solle ein verantwortungsvoller Umgang vermittelt werden – aus der Sicht von Sigrid Pohl wäre es „das größte Risiko, wenn man den Zugang zu den neuen Medien verweigert.“ Weitere Informationen unter: www.saferinternet.at www.handywissen.at Roman David-Freihsl

Möglichkeiten zur Evaluation - Wird die Institution als Einheit erlebt? Wie wird das Erleben der Einheit auf allen Ebenen gepflegt? - Auswertung der periodischen Berichte der Verantwortungsorgane. - Systematische und sporadische Rückmeldungen von Leistungsempfängern.

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 April/Mai 2010 

  MoMent 

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Gesichtspunkte eines modernen, sozialen Geldwesens 16. April und 17. April 2010 Rudolf Steiner Schule Salzburg Dorothea Porsche Saal Waldorfstraße 13, 5023 Salzburg Freitag, 16.04.2010 16.30 Künstlerischer Auftakt 17.00 Junge anthroposophische Initiativen aus Österreich berichten über die aktuelle Entwicklung

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Samstag, 17.04.2010 09.00 Gesichtspunkte eines modernen, sozialen Geldwesens, Rundgespräch mit Peter Tradowsky, Markus Jermann, Robert Mayr, Monika Pragersdorfer, Daniell Porsche Kaffeepause 11.30 HERMES - Geld von Menschen für Menschen, Tagesordnungspunkte der Mitgliederversammlung, Berichte 13.00 Mittagsbuffet 14.30 Auf dem Weg zur Gemeinschaftsbank HERMES Bericht Vorstand und Arbeitsgruppe Bank, Erläuterungen und Fragen, Friedrich Angerer, Mag. Max Ruhri 16.00 Künstlerisch-kultureller Ausklang

„Ein Fest für uns“

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Dr. med. univ. Petra tra Orina Zizenbacher Naturheilzentrum Zizenbacher A-1230 Wien, Mackgasse 6, Tel+Fax: 01/403 73 81 homepage: www.zizenbacher.at, e-mail: zizenbacher@naturheilzentrum.at

Jahresausbildungen im Naturheilzentrum Zizenbacher

Zivi‐Courage   bei Lebensart‐Sozialtherapie gesucht !  Wir bieten abwechslungsreiche Zivildienerplätze in den  Wohngruppen und Werkstätten  in Wien Mauer und in Wien  Lainz.  Hier kann man Erfahrungen sammeln, Vorurteile abbauen, Freunde  finden, in Berufswelten reinschnuppern… 

Heilpflanzen- Ausbildung in 6 Modulen: In dieser Ausbildung erlernen Sie den intuitiven Umgang mit Pflanzen. Sie lernen Pflanzen in unterschiedlichen Wuchsstadien kennen- und erkennen. Es werden einfache Hausmittel, wie Kräuteressig, Kräuteröl, Salben, Essenzen, Kohle, Asche und vieles mehr hergestellt. Profitieren Sie vom langjährig erprobten Wissensschatz anderer Heilpflanzenkundiger und erwerben Sie einen sicheren Umgang mit Heilpflanzen.

Körperwahrnehmungs- Ausbildung in 6 Modulen: Jeder ist sich selbst der beste Arzt. Um Beschwerden einschätzen und sich selbständig helfen zu können, hilft es, das Wunderwerk Körper zu verstehen. In dieser Jahresausbildung arbeite ich mit naturnahen Modellen der verschiedenen Körperteile. So hat man ein genaues Wissen über die Lage der Organe und ihre Funktionen. Das Wechselspiel zwischen den einzelnen Organfunktionen wird speziell erörtert und erklärt. Zu einigen Modulen lade ich Spezialisten ein, die ihre Erfahrungen weitergeben und so den Kurs mit ihrem Fachwissen bereichern. Ziel der Ausbildung ist es, dass Sie ein besseres Verständnis für den Körper entwickeln. Dadurch können Sie die eigene Befindlichkeit bzw. Störungen der Befindlichkeit einschätzen und beurteilen. Für die Erlangung der Abschlussurkunde ist neben der Absolvierung der 6 Module auch eine körperbezogene Abschlussarbeit vorgesehen. Näheres unter: www.zizenbacher.at Anmeldung per e- Mail unter zizenbacher@naturheilzentrum.at

Die Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen steht bei  uns im Mittelpunkt. Hierfür sind Hilfestellungen zu erbringen, wo die  Menschen mit Behinderung Unterstützung, Aufsicht und auch mal ein  ´gutes Wort` benötigen.  Dies erfordert Einfühlungsvermögen, Umsichtigkeit und Courage.  Wundern Sie sich nicht, wenn Sie beim Abschied nach neun Monaten  Zivildienst einen eigenen Fanclub haben.  Interesse?  Kontakt:   Lebensart Sozialtherapie  Hauptstr. 125‐127, 2391 Kaltenleutgeben  Tel. 02238/77931, verein@sozialtherapie.at  www.lebensart‐sozialtherapie.at   

April/Mai 2010  MoMent

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Absender: R. Steiner-Schule Wien-Mauer, 1230 Wien, Endresstr. 100 Verlagspostamt, 1230 Wien, Zulassungsnummer: 02Z032325M Impressum Seite 2

P.b.b.

Diese Ausgabe von MoMent wurde am Di den 13.4.2010 an die post.at zum Versand übergeben.

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Profile for Karl Hruza

MoMent April/Mai 2010  

MoMent von und für die Waldorfschule Wien-Mauer

MoMent April/Mai 2010  

MoMent von und für die Waldorfschule Wien-Mauer

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