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MoMent

Zeitschrift

für die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer JÄNNER/FEBRUAR 2013, € 2,50


Neue Farbe – neues Konto Liebe Freundinnen und Freunde unserer Schulzeitung MoMent,

MoMent

es war ein Weihnachtsgeschenk, das wir uns selbst – und unseren Lesern gemacht hatten: Als wir die letzte Ausgabe des Jahres 2012 vorbereitet hatten, beschlossen wir, die Zeitung nicht wie gewohnt in mühsamer Arbeit in Schwarz-Weiß umzuwandeln. Mühsam ist es deshalb, weil jedes einzelne Bild von Karl Hruza noch einmal extra bearbeitet werden musste. Ihm sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank für diese Mühe gesagt! Aber diese Zeit kann er wirklich besser nützen.

Monatsschrift von und für Eltern, FreundInnen, Lehrer­Innen und SchülerInnen der R. Steiner-Schule Wien-Mauer, Freie Waldorfschule moment@waldorf-mauer.at

Darüber hinaus stellten wir fest, dass ein Farbdruck längst nicht mehr wie früher etwa doppelt so viel wie ein SchwarzWeiß-Druck kostet. Die Mehrkosten bleiben in einem überschaubaren Rahmen. Dazu kamen noch viele positive Reaktionen auf den neuen Auftritt. Das alles führte in Summe dazu: Wir wollen bis auf weiteres das MoMent farbenfroh erscheinen lassen! Allein: Auch überschaubare Mehrkosten müssen natürlich finanziert werden. Ein gutes Stichwort, wieder daran zu erinnern, für unsere Schulzeitung zu spenden. Allerdings gab es auch hier eine entscheidende Veränderung. Die bisherige Waldorf-Wirtschaftsgemeinschaft wurde umstrukturiert und neu aufgestellt. Einrichtungen wie unsere Schulküche, aber auch das MoMent laufen künftig unter dem Titel: „Verein zur Förderung der Waldorfgemeinschaft.“ Und dieser hat auch ein neues Konto. Spenden für unsere farbenfröhliche Schulzeitung daher bitte künftig an: Herzlichen Dank für die Unterstützung schon im Voraus, sagt für das MoMent-Team Roman David-Freihsl

Verein zur Förderung der Waldorf-Gemeinschaft (VFWG) Konto: 822 217 510 00 BLZ: 20111 (ErsteBank) IBAN: AT44 2011 1822 2175 1000 BIC: GIBAATWWXXX

im 21. Jahr

MoMent-Konto lautend auf: Redaktion Schulzeitung Kontonummer: 82221751000 ErsteBank Blz: 20111; BIC: GIBAATWWXXX IBAN: AT44 20111822 21751000 Leitung des Redaktionsteams: Roman David-Freihsl roman.freihsl@aon.at Anzeigen/Layout: Renate / Karl Hruza MitarbeiterInnen: Renate Hruza, T. 01/802 66 03 renate.hruza@silverserver.at Karl Hruza, T. 0699 111 95 7 95 karl.hruza@waldorf-mauer.at Jörg Schmiedbauer, T. 0676 530 28 29 joergschmiedbauer@acrobat.at Freie MitarbeiterInnen: Saskia Sautner, Christa Salcher, Karin Schadl, Lothar Trierenberg Eigentümer, Verleger und Herausgeber (Medieninhaber): Verein zur Förderung der Waldorf-Gemeinschaft (VFWG), DVR Nr.: 7864 9742 Absender: moment@waldorf-mauer.at MoMent 1230 Wien, Endresstr. 100 Herstellungsort: DONAU-FORUM-DRUCK, 1230 Wien aus umweltfreundlicher Druckproduktion Verlagspostamt: 1230 Wien Zulassungsnummer: 02Z032325Z

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„Dass wir im lebendigen Fluss leben,  in allem was wir wollen.“ Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft 1912-1923 Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft (4) 1921/1922 In ‚Hochschulkursen’ werden in verschiedenen europäischen Ländern der Wissenschaftscharakter der Anthroposophie und vertiefende Gesichtspunkte für Fachwissenschaften ausgearbeitet. Die von der Konzertagentur Wolff&Sachs organisierten Vortragsreisen Rudolf Steiners finden starken Andrang in der Öffentlichkeit. Die bis heute erscheinenden Kulturzeitschriften „Das Goetheanum“ (Wochenzeitung) und „Die Drei“ (Monatsschrift) werden gegründet.1922 findet in Wien der sog. West-Ost-Kongress „zur Verständigung zwischen westlicher und östlicher Weltgegensätzlichkeit“ statt. Die Initiative von Theologen, Pfarrern und Theologiestudenten führt einen Menschkreis um Friedrich Rittelmeyer 1922 zur Gründung der Christengemeinschaft als Bewegung für religiWochenschrift „Das Goetheanum“ öse Erneuerung. 1923 Das Goetheanum wird in der Sylvesternacht 1922/1923 durch Brandstiftung zerstört. Der Brand manifestiert die sich verstärkende Gegnerschaft und fordert, dass die Formen der Anthroposophischen Gesellschaft von 1912/13 (ca. 3000 Mitglieder) der sich Das erste Goetheanum von Süden. differenzierenden und international ausbreitenden Bewegung mit nun ca. 12000 Mitgliedern angepasst werden. Rudolf Steiner wirkt darauf hin, dass sich in den Ländern selbständige Landesgesellschaften bilden. Zu Weihnachten soll deren internationaler Zusammenschluss gebildet werden. Der Beschluss zum Wiederaufbau des Goetheanums wird gefasst.

http://www.goetheanum.org/ 31.3.2012, 9:30

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Die Brandruine des ersten Goetheanum.

Von der freien Individualität der Lehrer und dem ständigen Wandel in der Erziehung. Bei uns unterliegt alles der freien Individualität des einzelnen Lehrers sogar. Was von der Leitung, insofern es auf mich ankommt, ausgehen wird, sind ja keine Direktionen, keine Richtungen. Wir haben überhaupt keine Direktion in der Schule, sondern der einzelne Lehrer ist in einem gewissen Sinne souverän. Was wir treiben, statt der Direktion, das ist Studium und Weiterkommen durch die Lehrerkonferenzen selber. Das ist ein Geist, der als ein konkreter Geist unter der Lehrerschaft lebt, der auch frei wirkt, der nicht tyrannisch ist, der nicht Sätze, Bestimmungen und Programme gibt, aber der fortwährend weiterkommen will, fortwährend besser und besser die Einrichtungen und auch den Lehrgang treffen will. Unsere Lehrer können heute gar nicht wissen, was in fünf Jahren in der Waldorfschule gut ist; denn sie werden in diesen fünf Jahren sehr viel gelernt haben, und dann sollen sie nach fünf Jahren beurteilen, was gut und was nicht gut ist. Deshalb ist es auch für das, was in der Waldorfschule getrieben wird, so unendlich gleichgültig, was pädagogische Reformvereine festsetzen, von die meinen, dass es gut wäre für die Erziehung. So etwas kann man für die Erziehung ja nicht aus dem Verstande herausspinnen, das kann man sich nur erarbeiten. Und auf dieses Erarbeiten kommt es für die Lehrerschaft an. Aber dadurch, dass wir in dieser Lage sind, dass wir im lebendigen Fluss leben mit allem, was wir wollen, dadurch brauchen wir eben eine andere Anlehnung als eine gewöhnliche Schule sie hat in der Behörde, die über ihr steht und die ihr sagt, was sie tun soll. Wir brauchen die Anlehnung an dasjenige soziale Element, aus dem die Kinder herausgewachsen sind. Wir brauchen die innige Anlehnung an die Eltern in Bezug auf alle Fragen, die sich fortwährend ergeben, wenn man das Kind in der Schule hat; und man hat es ja in der Schule indem es herauskommt aus dem Elternhaus. Aus: „Die Welt der Pädagogik“, Rudolf Steiner, Vortrag vom 22. Juli 1924, GA 310, Ausgewählt von Roman David-Freihsl |

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DreikĂśnigspiel der 3. Klasse

Fotos: Nadja Berke

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Tag der offenen TĂźr

Fotos: Nadja Berke, Lothar Trierenberg

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m i g n i Fasc h

Wer will fleiSSige Handwerker seh´n ...

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Kinde rg a n rte Fotos: Veronika Skerjanz, Ursula Dotzler und Nina Chab

... Der muss zu uns Kindern geh´n

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Fasching in der Schule

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Faschingsdienstag Ball der 8. Klasse Ballgeschehen Kätzchen, Zauberer und Supermen suchte man vergebens am Faschingsdienst im Maurer Schlössl. Moderne Elegance, feine Roben und kunstvoll gesteckte Frisuren hingegen tummelten sich am besagten Abend – im prunkvollsten Raum der Schule, dem Festsaal im 1. Stock. Dieser gehörte an diesem Tag den Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse. Und diese genossen ein ganz besonderes Fest – ihren, d e n Ball der 8. Klasse. Als Gäste waren ausschließlich die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse und deren beide Tanzlehrer – Frau Bolleter, die Klassenlehrerin und Herr Bointner willkommen – der traditionell den jungen Damen und Herren im 8. Schuljahr Freude am Tanzen zu lehren versucht. Erstmals seit Beginn des Tanzkurses vor mehreren Wochen durften auch die Eltern einen – wenn auch kurzen, so doch beeindruckten Blick – auf die Fortschritte der letzten Wochen machen: da haben sich eine Reihe eleganter und geschickter Tänzer entwickelt. Gespannt warteten die nur zur Eröffnung zugelassenen Gäste auf den festlichen Einzug, durften einer gut koordinierten und wohl einstudierten Choreographie zur Eröffnung folgen und die ersten Walzerdrehungen der Sprösslinge begutachten. Gesehen, überzeugt, teilweise sogar überrascht und zufrieden ob der Fortschritte, durften wir Alten nun von dannen ziehen und den Jungen das Feld überlassen. So manches Tanzspiel, ein mit viel Liebe hergerichtete Buffet mit feinen (natürlich alkoholfreien) Cocktails und – dem Höhepunkt – viel Popcorn, warteten auf die heute besonders elegant gekleideten jungen

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Tänzer. Richtig Freude habe es gemacht, lustige Tanzspiele wurden als kleine Wettbewerbe veranstaltet, Boogie, Walzer, Foxtrott, Cha-ChaCha – alles Gelernte auch in der Praxis angewandt, ausprobiert und perfektioniert. Ein herzliches Dankeschön an die beiden Lehrer, die mit ebensoviel Spaß und Freude dabei waren und es geschafft haben, den jungen Leuten die kommende Ballsaison schmackhaft zu machen und sicher den Weg für den einen oder anderen Ballbesuch in den folgenden Ballsaisonen geebnet haben! Thomas Gschlenk

Fotos: W. Fichtner, T. Gschlenk, W. Weh

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Ein fesselndes und faszinierendes Konzerterlebnis! A

n einem verschneiten Sonntagabend, dem 20. Jänner 2013, fand wieder ein Benefizkonzert im großen Festsaal der Schule statt. Nach einer Begrüßung und den einleitenden Worten von Angela Schindler, betrat das junge, im Jahr 2004 gegründete, AdamasQuartett die Bühne. Das Ensemble tritt weltweit auf und besteht aus Claudia Schwarzl Violine I, Maria Wahlmüller Violine II, Anna Dekan Viola und Jakob Gisler Violoncello. Anders als im Programm angekündigt, spielten sie zu Beginn des Konzerts „L´essay du feu“ von Markus Pfandler. Dieser Satz stammt aus einem viersätzigen Werk, von dem jeder eines der Elemente, Feuer, Wasser, Luft und Erde, darstellt. Dieses Werk wurde vom Komponisten für das Ensemble geschrieben und der Satz „Feuer“ erlebte bei diesem Konzert seine österreichische Erstaufführung. Ein unglaublich kraftvoller, energiereicher, feuriger und temperamentvoller Satz, der vom Ensemble mit großer Prägnanz und Kraft ausgeführt wurde. Der zweite Programmpunkt des Abends war das 2. Streichquartett in Es-Dur op. 26 von Erich Wolfgang Korngold, dessen Werken sich das Ensemble besonders widmet. Nach der Pause, in der sich das Publikum an einem Buffet stärken konnte, wurde das Ensemble um den Pianisten Emilio Gonzáles erweitert. Auf dem Programm stand das Klavierquintett in A-Dur op. 81 von Antonin Dvorˇák. Dieses viersätzige Werk zeichnet sich durch große Gegensätzlichkeit aus: temperamentvolle, wilde, Phrasen wechseln sich mit lyrischen, weichen ab und gestalten so ein unglaublich faszinierendes, fesselndes und wundervolles Werk. Dem Ensemble gelang es, die unterschiedlichen Nuancen der Komposition in besonderer Weise herauszuarbeiten. Durch diesen Ausdruck, die Kraft und das Temperament, aber andererseits auch durch die lieblichen Gefühle war das Publikum fasziniert und gebannt. Bei den aufbrausenden bewegten Teilen konnte man sich fast nicht mehr auf seinem Platz halten und fühlte innigst mit bei den lyrischen Partien. So authentisch verstand das Ensemble, die einzelnen Partien zu vermitteln. Ein wundervolles Konzerterlebnis! Das Publikum war begeistert und belohnte das Ensemble mit langanhaltendem und tosendem Applaus, sodass sogar noch einmal der 3. Satz von Dvorˇáks Klavierquintett als Zugabe dargeboten wurde. Ein großer Dank gilt dem Adamas-Quartett und den Organisatoren des Konzerts für die Möglichkeit, solch wundervolle Klänge in Mauer erleben zu dürfen! Für die Zukunft wäre es wünschenswert, wenn viel mehr Menschen dieses Angebot wahrnehmen würden! Anna Winninger

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Fotos: K. Hruza

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Angela Schindler und Stefan Albrecht das Gespräch führte Jörg Schmiedbauer Liebe Angela, lieber Stefan, ein Interview zum Thema „Wer sind die beiden Musiklehrer und was tun sie so alles?“ Anlass ist aber auch Euer Engagement in der Freien Musikschule, die ihr 20jähriges Bestehensjubiläum feiert. A: Ich hatte damals die Musikschule mitbegründet und inzwischen ist es ein großes Kollegium mit 23 Kolleginnen und Kollegen – alles ausgebildete Musik- und Instrumental-PädagogInnen. Wir unterrichten zurzeit an die 300 SchülerInnen in sehr vielen verschiedenen Fächern. Es ist also von der Größenordnung vergleichbar mit der Schülerzahl unserer Schule hier. A. In etwa schon. Man muss aber auch bedenken, dass da auch die SchülerInnen von Pötzleinsdorf dabei sind und auch Schüler aus öffentlichen Schulen. Es ist nicht nur eine Schule für unsere Waldorfschulen, sondern es ist offen für SchülerInnen aus anderen Schulen und auch für Erwachsene. Und das wollen wir auch ausbauen in nächster Zeit. Was war vor 20 Jahren die Gründungsidee? A: Einerseits von mir der Wunsch, dass ich eine Weile nicht als Schulpädagogin arbeiten wollte und gesehen habe, wie wichtig es ist, dass ein guter Instrumentalunterricht für die SchülerInnen der Waldorfschulen angeboten werden kann. Da habe ich gesagt: Ich möchte hier eine Musikschule gründen. Das war ein Wagnis, aber dieses Wagnis ist sehr gut ausgegangen, wir hatten gleich 50 SchülerInnen mit wenigen LehrerInnen und das ist gut gewachsen und jetzt freuen wir uns, dass wir nach 20 Jahren einen festen Stamm an SchülerInnen haben. Größere Leistungen sind ja auch die Sommerwochen. A: Ja die Musikwoche in Edelhof. Da sind inzwischen 80 Kinder. Wir können uns kaum erwehren. Wir sind wirklich volles Haus mit Orchester, Kammermusik, Chor und viel Freizeitgestaltung, betreut von morgens bis abends. Das ist natürlich auch ein Zentrum, 12 |

was uns über den Sommer beschäftigt und trägt – eigentlich das ganze Jahr über. Gleichzeitig seid Ihr Musiklehrer hier an der Schule. A: Diese Kombination ist natürlich großartig. Was da angelegt wird, ist einfach unübertreffbar. Ich bin ja hier für die Mittelstufe zuständig, ein wenig auch für Unterstufe, Stefan Albrecht macht dann die Oberstufe. Wir sind noch nicht ganz glücklich mit der Situation, weil die Unterstufe noch zu wenig betreut ist. Nach Lehrplan ist eigentlich Musik als „Fachunterricht“ zu erteilen. Das ist aber eine Frage der Kapazitäten, die wir im Moment nicht haben. Wie wir alle wissen, ist einfach gerade für die Kleinen das Beste gerade gut genug und da ist einfach eine Fachkraft für den Bereich dringend erforderlich. Die Überschneidungen, oder gegenseitigen Hilfen sieht man auch daran, dass der Chor in der Schule am Dienstagabend klingt und ihr arbeitet ja auch mit Schülern und auch in Pötzleinsdorf und auch hier in der Schule gibt es eine Art „Gastleben“, das schon mehr ist als ein Gastleben. Wie funktioniert das? St: Ich denke, dass die Musikschule vieles unterstützt und auch abfängt, mitunter auch Nachmittagsbetreuung. Der ganze Musikunterricht – vom Kinderchor bis zu den Einzelstunden am Instrument – ist für uns deutlich spürbar wieder im normalen Musikunterricht in der Schule. Dieser Synergie-Effekt ist, glaube ich, ein Modell, wonach sich viele öffentliche Musikschulen sehnen. Ich denke, für die Zukunft ist da noch Einiges möglich. A: Dazu kann man vielleicht ergänzen, dass im Zuge der Ganztagsbetreuung in den öffentlichen Schulen die öffentlichen Musikschulen auch da sehr viel drüber nachdenken, wie das auch überhaupt zusammengehen kann: wo und wann findet der Musikunterricht statt und wann können die Kinder üben. Wir haben ja in der Schule immer das Problem, woher das Geld kommen soll für den immer wieder gewünschten dritten Musiklehrer etwa. Und da gibt es ja ein Projekt, das die-

se Zusammenarbeitssteigerung schon ein bisserl vorweg exerziert … St: … und das ist heuer das Orchester, das ich früher allein geleitet habe, bei dem mittlerweile aber zwei Kollegen der Musikschule mitarbeiten und dadurch eine ganz fruchtbare Arbeit entsteht. Und das ist nur möglich, weil wir einen Sponsor gefunden haben, der uns hilft. Für diese Unterstützung möchte ich mich herzlich bedanken! Ein Schulorchester hat es ja vorher auch schon gegeben, was ist der Quantensprung? St. Der Quantensprung ist, dass man individueller betreuen, Stimmproben machen kann, dass es aus dem Bläserbereich einen Fachkollegen gibt und nicht nur aus dem Streicherbereich, wo ich herkomme. Dass wir ganz anders auf die Kinder zugehen können. Und im Mai wird es das zum ersten Mal zum Hören geben. Am 14.Mai wird es ein wirkliches Orchesterkonzert mit den Kleinen und den Großen geben. Aber Orchesterarbeit ist ein langer Aufbauprozess, der sicher über mehrere Jahre geht, bis man ein wirkliches Symphonieorchester hat, von dem wir träumen. Die ältere Gruppe hat ja auch noch eine Besonderheit. Ihr habt es am Abend angesetzt, nicht? St: Ja, deshalb, weil es offen sein sollte auch für Schüler von umliegenden Schulen. Wir haben Gäste aus der Anton Kriegergasse mit dabei und die Kollegen wirken mit, was für die größeren Schüler sicher ein unglaublicher Motivationsschub ist. Wie es aussieht, kommt es zu einer überproportionalen Steigerung, wenn ausgewählte Kapazität dazukommen kann. St. Diese Idee, dass die Musikschule noch dichter mit der Schule verwachst, wäre durchaus denkbar. Dass die Fähigkeiten unserer Kollegen einfließen in den Unterricht. So wie es vorher die Angela beschrieben hat, die Musikschule kommt in die Schule auch am Vormittag MoMent  01/02 2013


MoMent im Gespräch …

– das würde natürlich auch diesen Mangel, den wir vor allem in den unteren Klassen im Musikunterricht erleben, wahrscheinlich abfangen können. A: Was noch eine interessante Zusammenarbeit ist: Wir haben ja doch viele Klassenspiele, die viel mit Musik zu tun haben. Ich stecke im Moment grade in zwei Projekten, das ist die Zauberflöte mit der Sechsten und gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für das 8.-Klass-Spiel, der Alpenkönig und der Menschenfeind mit vielen Couplets. Da habe ich grade heute SchülerInnen gefragt, die in der Musikschule sind: Die haben mir auch gleich zugesagt, dass sie mitmachen. Da können wir einfach auslagern und das ist eine phantastische Situation, die glaube ich, durch diese Zusammenarbeit schon sehr verstärkt wird. Derzeit wird an dem Reformkonzept „Lebensraum Schule gearbeitet. Was sind dabei Eure Anliegen? St: Ein Anliegen könnte sein: Wann und wie können die Schüler auch üben im Rahmen der Schulzeit? Gibt es Möglichkeiten, dass Kinder beispielsweise im Hort nicht nur auf ihren Instrumentalunterricht warten, oder es generell Möglichkeiten haben zu übern. Davon träume ich, dass auch ein betreutes Üben möglich sein wird. Da könnte die Musikschule gut unterstützen. Die Schule wird im nächsten Jahr 50 und die Musikschule wird in diesem Jahr 20, da gibt es eine lange, fruchtbare, gemeinsame Zeit. A: „Jeder Ton ein Fest“ ist das Motto! Weil wir uns gewünscht haben, miteinander zu musizieren, kam auch die Idee mit dem Chor für die Eltern. Dass die nicht nur ihre Kinder zu uns schicken, sondern dass sie sich selber auch musikalisch beteiligen und das ist wirklich voll aufgegangen. Wir haben da einen fröhlichen Chor in beiden Schulen und am Schluss kommen sie zusammen und so ist das während des Festes auch ein Austausch auf der Bühne, den ich fantastisch finde. Das Jubiläumskonzert – ist wann? A: Am 10. März – Beginn ist um 13 Uhr im Odeon. Wir lieben diesen Raum sehr! Und wir haben uns den Saal einfach gewünscht und geleistet, weil es eine Mitte ist zwischen Pötzleinsdorf und Mauer. Um 13 Uhr ist Einlass, ab 14 Uhr gibt es Konzerte der Schülerinnen und Schüler. Nach einer Pause wird es Auszüge aus der „Schöpfung“ geben, eben mit den Chören, mit denen wir an den Schulen einstudieren. Das Orchester wird hauptsächlich von KollegInnen der Musikschule bestückt, aber auch von vielen Gästen und Menschen, die uns da helfen. Was mich dazu noch freut, ist, dass es nicht nur Eltern sind, die da im Chor mitsingen, sondern dass auch einige Oberstufenschüler mitmachen, aber auch Außenstehende, die einfach am Singen Freude haben. Und dann am Abend, ab 19 Uhr spielt der „holstuonarmusigbigbandclub“, kurz der HMBC und das ist eine momentan sehr bekannte Band, die ganz großartige Musik macht. So gegen 21 Uhr wird das Ende sein, weil ja am nächsten Tag wieder Schule ist. Danke für das Gespräch. A + St: Gerne!

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Vorankündigungen und Einladungen Kellerteater der 10. Kl 4. bis 9. März (Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag jeweils um 19:30 Uhr) Wo: „Im Kellertheater“ der Rudolf-Steiner Schule Wien-Mauer Programm - demnächst - unter: www.waldorf-mauer.at/termine

Mitorganisator/in Du (oder besser Sie?) bist engagiert, ideenreich, kreativ, neugierig, gesellig, zupackend, begeistert und zu begeistern? Dann melde dich bei einem von uns: Frühlingsfest-OrganisatorInnen: Marianne Miklau 069911255909 marianne.miklau@tele2.at Irene Mayer 069910 60 1212 irenemayer@gmx.at Matthias Berke 0699123 60 124 office@mattiasberke.at Hetty Grünberger 0664 812 3295  hetty.gruenberger@gmail.com Michaela Eberharter 06991713321  michaela.eberharter@chello.at Susanne Genswein 0680 246 2167 sgenswein@live.at Unsere derzeitigen Organisationstreffen finden freitags von 8:00 – 9:00 Uhr im Handarbeitsraum auf 113 statt.  Bei Terminkollission finden wir einen Ersatztermin. Das Frühlingsfestorganisationsteam

Klassenspiel der 8. Kl „Der Alpenkönig und der meschenfeind“ Freitag, 15.3. 19:00 Uhr Samstag, 16.3. 19:00 Uhr Sonntag, 17.3. 17:00 Uhr Wo: GroSSer Festsaal der Rudolf-Steiner Schule Wien-Mauer Programm unter: www.waldorf-mauer.at/termine

Referatwoche der 12. Kl 15. bis 19. April (Montag bis Freitag) täglich ab 15:00 bis ca. 20:00 Uhr Wo: GroSSer Festsaal der Rudolf-Steiner Schule Wien-Mauer Programm - sobald erstellt - unter: www.waldorf-mauer.at/termine

Musikabend der 11. Kl voraussichtlich Freitag 3. und Samstag 4.Mai (abends) Wo: GroSSer Festsaal der Rudolf-Steiner Schule Wien-Mauer Programm - bald - unter: www.waldorf-mauer.at/termine 14 |

Einladung zur Schulung: Wege zur Qualität Einführung für neue MitarbeiterInnen (PädagogInnen, Eltern, Vorstandsmitglieder, Mitglieder des Küchenteams, Mitglieder der freien Musikschule, Verwaltung, Haustechnik, ...) in unser Qualitätssicherungssystem „Wege zur Qualität“ (WzQ)

Samstag, 4. Mai: 10.00 - 14.00 Uhr Rudolf Steiner Schule Wien Mauer 1230, EndresstraSSe 100 MoMent  01/02 2013


Wien-Soldaten 30.10.12 17:28 Seite 1

Die Ernst-Michael-KranichStiftung präsentiert:

Die Geschichte vom Soldaten Clown Dimitri tritt mit Berliner Philharmonikern in Wien auf

DIMITRI

und seine Truppe mit Musikern der

BERLINER

PHILHAR MONIKER

Es ist eine der raren Gelegenheiten, den großen, unvergleichlichen Clown Dimitri wieder einmal in Österreich auf der Bühne zu erleben. Diesen April gastiert Dimitri mit sieben Berliner Philharmonikern auch in Wien und in Salzburg. Sie präsentieren: Dimitri ist wohl der letzte Vertreter der alten, großen Clown-Tradition, der noch bei Marcel Marceau (Kinder des Olymp) lernte und mit ihm arbeitete. Dimitri ist auch nicht zuletzt der wohl einzige Clown, der von Theaterbühnen kommend auch in der Zirkusmanege weltweite Erfolge feierte – vor allem in langjähriger Partnerschaft mit dem Zirkus Knie. Er ist Gründer des Teatro Dimitri in Verscio im Tessin und der Scuola Teatro Dimitri – der heutigen Hochschule für Bewegungstheater und Theaterkreation. Unzählige gefeierte Tourneen führten Dimitri in alle Welt – allein in den USA tourte er mit seinen Programmen zehnmal; mehrmals führten ihn seine Gastspielreisen durch Europa, Südamerika, Australien, Hongkong. Mit Soloprogrammen oder etwa auch mit seiner Familienshow La Famiglia Dimitri.

Mittwoch, 17.4.2013, 20 Uhr Festsaal der VHS Meidling, Wien Längenfeldgasse 13-15 Karten: Rudolf-SteinerSchule Wien-Mauer Tel. 01 888 1275, an der Abendkasse, www.oeticket.com Call Center 01.96096

Text: C. F. Ramuz Musik: Igor Strawinsky Strawinsky zeigte sich lebenslang fasziniert vom Stoff des Faust. In der Geschichte vom Soldaten schuf er ein faszinierendes Wanderbühnenstück, das in der „Ästhetik der Einfachheit" bezaubert. Diese neue, für die ganze Familie konzipierte Produktion möchte der ursprünglichen Idee des Komponisten wieder gerecht werden. So gelingt es den Künstlern, eine besondere Prägnanz der Aussage zu vermitteln, in dem die Charaktere innerlich (in uns Gestaltung: Karl Lierl, www.lierl.de

Die Geschichte vom Soldaten von Igor Strawinsky.

DIE GESCHICHTE VOM SOLDATEN

selbst) sichtbar und fühlbar werden. Der Zuschauer ist selbst fast Handelnder, er ist dabei, als der Soldat dem Teufel geradezu seine Seele verkauft und seine Geige gegen ein Zauberbuch tauscht, dass ihn reich, aber nicht glücklich macht. Selbst Heilung und Hochzeit mit einer Prinzessin verschaffen dem Soldaten kein dauerhaftes Glück: Seine tragische Reise in die Heimat endet unter dem Triumpfmarsch des Teufels in der Hölle. – Mit raffinierten musikalischen Mitteln, einer ausgefeilten hochkomplexen Rhythmik und zeitweiliger Gegenläufigkeit von Rhythmik und Melodik werden die vielen kurzen, musikalisch höchst anspruchsvollen Nummern von sieben Musikern umgesetzt. So unterstreicht die Komposition, in der auch das Schlagzeug als vollwertiges Soloinstrument eingesetzt wird, die phantasiereiche, ironisch heitere Handlung.

Ab 1986 trat Dimitri auch wieder in einem ernsten und doch auch ironisch-humorvollem Stück auf: Als Teufel in dem Stück Geschichte vom Soldaten von C.F. Ramuz und Igor Strawinsky. Eine Produktion, mit der er ebenfalls weltweit Erfolge feierte. Mit diesem Stück geht Dimitri nun noch einmal auf Tour – begleitet von sieben Mitgliedern der Berliner Philharmoniker. Die Produktion feierte Anfang des Jahres bereits in Hamburg eine umjubelte Premiere. Zweimal gastieren Dimitri und die Berliner Philharmoniker mit der Geschichte vom Soldaten auch in Österreich. Am 17. April 2013 in Wien: Festsaal der VHS-Meidling, Längenfeldgasse 13-15, 20 Uhr Nähere Informationen: www.waldorf-mauer.at Karten im Sekretariat der Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer und bei: www.oeticket.com Am 18. April 2013 in Salzburg: Odeion, Dorothea-Porsche-Saal, Waldorfstraße 13, 19:30 Uhr Nähere Informationen: www.odeion.at

Mittwoch, 17.04.2013, 20 Uhr Festsaal der VHS Meidling, 1120 Wien Längenfeldgasse 13-15 01/02 2013  MoMent

http://www.clowndimitri.com/d/ repertoire _ histoire _ du _ soldat.htm 19.02.2013 | 10:55

Karten: Rudolf-Steiner-Schule Wien-Mauer 01 888 12 75 | office@waldorf-mauer.at an der Abendkasse bei oeticket.com www.oeticket.com Call Center 01.96096 | 15


Eine weitere Etappe im Reformprozess Von der Lehrer- und Elternarbeit bei der offenen Konferenz am 17. Jänner

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oraus bewegen wir uns? Was wurde in den Gremien gearbeitet? Wie soll es weiter gehen? Das waren die drei Themen, die in der offenen Konferenz am 17. Jänner besprochen wurden. Zur Rückschau: Bei dem Treffen davor hatten sich Lehrer und Eltern vorgenommen, tabulos darüber nachzudenken, wie unsere Schule in zwei und in fünf Jahren dastehen soll. Ohne Einschränkungen und „das geht ja eh nicht“. Danach waren bei zwei Gremienleiter-Treffen einige Ideen zusammengetragen worden. Ein erster Fragebogen war ausgeschickt worden, mit dem erhoben wurde: Wie lange soll der Unterricht in der Unterstufe sein? Sollen die Hausaufgaben in den Unterricht eingegliedert werden? Reicht die Hausaufgabenbetreuung aus – wird mehr gebraucht? Der Rücklauf war allerdings nicht sehr stark. Also wurde ein weiterer, detaillierter Fragebogen erstellt und nach den Semesterferien wieder eingeholt. Dieser Fragebogen ging an die Eltern der Klassen 1. bis 8. Außerdem soll die stark frequentierte Hausaufgaben-Betreuung evaluiert werden. Ein erster Trend ist erkennbar: Dieses Angebot wird als sehr positiv und erweiterbar empfunden. Es stellt sich aber auch die Frage der Finanzierbarkeit – bisher ist die Hausaufgaben-Betreuung ein Geschenk der beteiligten Lehrerinnen. Gleichzeitig wurde in den einzelnen Gremien am Reformprozess weiter gearbeitet: In der Unter- und Mittelstufenkonferenz wurde festgestellt, was sich in jüngster Zeit alles getan hat: In den unterschiedlichsten Fächern wird vieles probiert, wie etwa fächerübergreifendes Arbeiten. Eine Vielzahl an Personen hat Feuer gefangen. Auch in der Oberstufenkonferenz wurden Ideen gesammelt und dokumentiert – auch Vorschläge der SchülerInnen der 12. Klasse. Dabei zeigte sich eine Tendenz: Es sollte mehr davon angeboten werden, wo die SchülerInnen freiwillig zugreifen können. Sei es ein Zirkus-Projekt, gemeinsam einen Film anschauen, ins Theater zu gehen. Für den 16 |

PKE-Unterricht hieße dies etwa auch, dass zunächst alle alles kennenlernen, aber dass danach die Möglichkeit besteht, Einzelnes zu vertiefen. Ein weiteres sind fächerübergreifende Kooperationen: Grammatik könnte verstärkt mit FremdsprachenlehrerInnen zusammen unterrichtet werden, Geschichte und Landeskunde kann ebenfalls mit EnglischlehrerInnen abgesprochen werden. Also: Verflechten und interdisziplinär zusammenarbeiten, wo es nur geht. Eine Vision sind Modular-Systeme. Davon könnten viele Schüler im Unterricht noch mehr profitieren, wenn sie in leistungs- und interessenmäßig etwa gleichstarken Gruppen unterrichtet werden. Der Elternrat hatte bereits eine komplexe Aufstellung von Ideen für die Unter- und Mittelstufe vorgelegt. Bei der ersten Umfra-

ge unter den Eltern zeigte sich eine Tendenz: Hausaufgaben sollen nicht in den Unterricht integriert werden – bei der Hausaufgabenbetreuung ist dies sinnvoll – aber nicht im Unterricht. Die Hausaufgabenbetreuung selbst scheint für die Anzahl der Kinder, die derzeit kommt, adäquat zu sein. Für die weitere Vorgehensweise kam ein Vorschlag von der Impulsgruppe Wege zur Qualität: Um im Herbst wirklich etwas umsetzen zu können, brauchen wir bis Ostern eine konkrete Idee. Daher sollte eine offene Gruppe eingerichtet werden, die sich regelmäßig treffen sollte, um diese Themen weiter zu bearbeiten. Parallel dazu wurde und wird in den Gremien weiter gearbeitet werden – mit Rückkoppelung zu jener neuen Gruppe.

Überblick der Ergebnisse des

Rücklauf des Fragebogens liegt bei 75%

Frage 1 Späterer Schulbeginn 54% JA

36% NEIN

10% EGAL

Frage 1a Frühbetreuung 50 Personen würden diese dz. in Anspruch nehmen. Frage 2 Unterrichtszeiten harmonisieren 1. und 2.Kl. bis 13h 83% JA 17% NEIN Frage 3 Unterrichtszeiten harmonisieren 3. und 4.Kl. bis 13h/14h 84% JA 16% NEIN Frage 4 Unterrichtszeiten harmonisieren 5. bis 8.Kl. (4x15h, 1x13h) 74% JA 26% NEIN Frage 5 längere GroSSe Pause 60% JA 40% NEIN

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Das Plenum vom 15. Februar Nach Ostern soll das nächste Treffen im großen Rahmen stattfinden: Bei diesem Treffen sollen die Ergebnisse zusammengetragen und einzelne Punkte beschlossen werden. Als erster Schritt wurde für den 15. Februar ein weiteres großes Plenum einberufen, um eine Gesamtschau des Reformprozesses zu erarbeiten. Bei diesem Treffen wurde auch beschlossen, dass die weitere Reformarbeit nicht in einer neuen Gruppe, sondern direkt in den Gremien stattfinden soll (siehe nebenstehenden Bericht). Roman David-Freihsl

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as Plenum brachte wieder Lehrer und Eltern zusammen, die sich dem Reformprozess annehmen wollten. Die Grippewelle hat die Anzahl allerdings etwas gering gehalten. Trotzdem – oder gerade deshalb – konnte am Anfang gut gearbeitet werden. Frau Dagmar Hlebic hatte die Moderation übernommen, nachdem die Impulsgruppe einen kurzen Überblick gegeben und die Auswertung des Fragebogens vorgestellt hatte. Man kann den Fragebogen als sehr erfolgreich benennen, da es einen Rücklauf von fast 80% gab. Die Auswertung der Fragebögen zeigt deutlich eine Offenheit und positive Stimmung der Elternschaft gegenüber einer Reform. Die genauen Ergebnisse finden Sie unten im Überblick. Der Fragebogen bezog sich auf die kurz-

Fragebogens: Frage 6-6d Hort/Aufgabenbetreuung 27% nutzen den Hort mit Aufgabenbetreuung 12% brauchen nur die Aufgabenbetreuung 30% planen den Hort mit Aufgabenbetreuung im neuen Schuljahr. Für die Aufgabenbetreuung bezahlen würden: 5,-- Euro /Monat . . . . . . . . . . . . . . 12% 7,-- Euro/Monat . . . . . . . . . . . . . . . . 8% 9,-- Euro/Monat . . . . . . . . . . . . . . . 16% 11,-- Euro/Monat . . . . . . . . . . . . . . 29% mehr mit genannten Summen von 15,--, 20,--, 25,--, 30,-- Euro/Monat 21% Nicht bezahlen wollen 14% An der Auswertung der Zukunftsprojekte in Pkt. 7 wird noch gearbeitet.

01/02 2013  MoMent

fristig umzusetzenden Ideen, die aus der gemeinsamen Arbeit bisher entstanden sind. Diese Themen beherrschten dann auch die Arbeitsgruppen an diesem 15.2.: Frühbetreuung, Späterer Schulbeginn, harmonisierter Hauptunterricht, längere Große Pause, Hausaufgabenbetreuung. In fünf zu diesen Hauptthemen zugeordneten Gruppen wurde eine Grundlage zur Weiterarbeit bis Ostern gelegt. Bis zu diesem Punkt waren wir effizient unterwegs. Nach dem Vorstellen der Einzelergebnisse stockte der Prozess dann etwas, da nicht ganz klar war, wie eine offene Gruppe nun eigentlich so arbeiten könne, dass sie Beschlüsse fasst und Entscheidungen fällt. Daher wurde nach längerem Hin und Her beschlossen, dass bis Freitag, den 12.4. in der Unter-Mittelstufen- bzw. Oberstufen-Konferenz konkret weitergearbeitet wird, da die Lehrer diejenigen sind, die das ganze zu einer machbaren Sache ausformulieren müssen. Es wird an Varianten eines Stundenplans gearbeitet werden, sowie an der Verteilung der Deputate, in Hinblick auf die Durchführung und Verwirklichung der 5 vorstehend angeführten Themen. Der Elternrat und die Ressourcen innerhalb der Elternschaft stehen den Lehrern jederzeit zur Verfügung falls Unterstützung gebraucht wird. Das nächste Plenum also wird am 12.4., dem Freitag nach den Osterferien, stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt hoffen wir dann über die Realisationsmöglichkeiten der Reformideen zu erfahren, um bis Schulende die im Herbst beginnenden Neuerungen konkret vorbereiten zu können. Nadja Berke

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Martin Kaufmann – Kassier des Rudolf Steiner Schulvereins Wien-Mauer das Gespräch führte Jörg Schmiedbauer MoMent: Du bist Kassier des Rudolf Steiner-Schulvereins Wien-Mauer. Wie haben sich die Dinge im letzten Jahr entwickelt? Was gibt es besonders Aufmerkenswertes? Martin Kaufmann: Im Frühjahr des vergangenen Jahres haben wir bei einem Elternabend bekannt gegeben, dass das Schulergebnis vermutlich minus 110.000 Euro betragen wird für das vergangene Schuljahr. Diese Schätzung hat sich dann als sehr korrekt herausgestellt. Und wir haben schon im letzten Jahr die Überlegungen begonnen, mit welchen Maßnahmen wir dieses Defizit reduzieren können, und haben uns jetzt vor Weihnachten einen ersten Überblick über den Erfolg. Das haben wir auch in einem weiteren Elternabend im Dezember bekannt gegeben. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Maßnahmen nicht alle ganz in dem Ausmaß, in dem wir uns das vorgestellt hatten, gegriffen haben. Insgesamt konnten wir aber das Ergebnis um Einiges verbessern, sodass wir zurzeit davon ausgehen, dass wir ungefähr um 25- bis 30.000 Euro besser abschneiden werden als im letzten Jahr. M.: Wie konnten diese Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr erreicht werden?

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K.: Es liegt vor allem einmal daran, dass die Vereinbarung mit den Lehrern gehalten hat. Die Lehrer haben ein sehr wachsames Auge auf die Anzahl der Deputats-Stunden, die vergeben werden, die für einen Unterricht notwendig sind. Da wird in den letzten Jahren sehr genau drauf geschaut, dass da nicht unerwartete Kostensteigerungen auftreten und es sind im Endeffekt im heurigen Jahr nur wenige Erhöhungen notwendig geworden, abgesehen von den kollektivvertraglichen Maßnahmen, wo die höheren Gehälter dann bezahlt werden müssen. Der zweite Punkt, warum sich das Ergebnis verbessern wird, ist, dass die Anzahl der Schüler wieder in die Höhe gegangen ist. Wir hatten letztes Jahr einen relativ starken Einbruch von 20 Schülern weniger. Das konnte in diesem Jahr wieder ausgeglichen werden, sodass hier Elternbeiträge zusätzlich dazukommen. Was nicht so funktioniert hat wie wir gehofft hatten, war die Erhöhung der laufenden Elternbeiträge. Wir wollten mit diesen Erhöhungen die kollektivvertraglichen Erhöhungen abdecken können und haben das nicht geschafft. Wir hätten ungefähr 40.000 Euro an Beiträgen mehr erwirtschaften sollen, haben aber nur ca. 20.000 Euro Erhöhungen erreichen können, sodass wir als Vorstand beschlossen haben eine Zahlung für dieses Schuljahr von den Eltern zu verlangen, die sich auf ¼ Monatsbeitrag bewegen wird. Mit diesem ¼ Monatsbeitrag, der in Summe ungefähr 20.000 Euro ausmachen wird, ist dann das Ziel erreicht, dass die Elternbeiträge die kollektivvertraglichen Erhöhungen der Gehälter unserer Mitarbeiter abdecken sollen. M.: Das Ziel war ja, wie wir auch in den Elternbeitragsgesprächen erklärt haben, dass mit den Beiträgen die Bezahlung der Lehrer an unserer Schule abgedeckt werden sollte, inklusive dieser jährlichen Erhöhungen. K.: Das war auch die Maßnahme, die wir schon im Frühjahr 2012 bekannt gegeben haben: eine Vereinbarung mit den Eltern, dass die Beitragserhöhung die kollektivvertraglichen Mehrkosten für die PädagogInnen abdecken muss. Wenn dies nicht erreicht werden kann, werden wir mit der Forderung nach einem 13. Monatsbeitrag an die Eltern herantreten – nicht für sonstige Kosten, nicht für Einrichtungskosten. Es geht nur darum, dass die derzeitige Personalstruktur weiter geführt werden kann. Es ist ja natürlich auch nicht im Interesse der Eltern irgendwelche Qualitätsabstriche machen zu müssen, weil Unterrichtsstunden nicht gegeben werden können, weil es sich finanziell nicht ausgeht. M.: Wir waren ja vor 2 Jahren in einer solchen Situation, wo die Lehrerschaft auf diese ihnen kollektivvertraglich zustehende Erhöhung ihrer Gehälter verzichtet haben und das hat damals als Maßnahme einen Einmaleffekt gehabt, aber auch einen Dauernachteil für die Lehrerschaft. K.: Leider sind wir noch nicht in der Lage die damals nicht gemachte Erhöhung nachholen zu können, aber wir sind zum Glück in einer Situation, dass wir jetzt wieder die jährlich festgelegte ErMoMent  01/02 2013


MoMent im Gespräch …

höhung zahlen können. Unser Ziel – langfristig gesehen – ist natürlich, dass wir dieses eine Jahr irgendwann aufholen können und diese Erhöhung rückwirkend nachzahlen können, damit der langfristige Nachteil wieder ausgebügelt werden kann. Aber es ist uns klar, dass wir das nicht durch Elternbeiträge schaffen werden, sondern das werden wir erst schaffen, wenn die öffentliche Hand mehr Mittel für unsere Schule zur Verfügung stellt. Das ist auch nach wie vor ein ganz großes Ziel, an dem vom Bund der Waldorfschulen nach wie vor intensiv gearbeitet wird, um die Erhöhung der Subventionen nur annähernd zu bekommen, was andere Privatschulen, z. B. katholische Privatschulen bekommen. M.: Die 20.000 Euro sind im Vergleich zu früheren Nachforderungen jetzt geringer. K.: Also wir wollen natürlich die Eltern auch nicht über Gebühr belasten. Wir wissen aus den Beitragsgesprächen, dass bei vielen Eltern die Grenzen schon erreicht sind. Wir müssen trotzdem versuchen den Betrieb der Schule, so wie er derzeit läuft, weiterhin sicher zu stellen und treten daher mit dem möglichst geringsten Nachzahlungsbeitrag an die Eltern heran. Es hat verschiedene Überlegungen gegeben, in welcher Art und Weise wir es einfordern sollen – als Familienbeitrag, als Pro-Kind-Beitrag – es haben sich alle Verantwortlichen darauf geeinigt, dass die Höhe des jetzigen Monatsbeitrages dafür ausschlaggebend sein soll und davon etwa 25% als Nachforderung auf die Eltern zukommen wird. Am 6. März – im Anschluss an die Generalversammlung des Schulvereins – wird ein weiterer Finanzelternabend abgehalten werden, in dem wir über die aktuelle Situation informieren. Ob sich in der Zwischenzeit irgendetwas geändert hat, alle Details zur Finanzsituation können dort abgefragt werden. Wir werden Rede und Antwort stehen und da wird noch einmal dieser zusätzliche 13. Beitrag angesprochen werden und nach diesem Abend wird dann die offizielle Aufforderung an die Eltern abgeschickt werden.

ben, jetzt im Budget ihren Niederschlag finden. Das ist außerordentlicher Haushalt, nicht ordentlicher Haushalt, wo es um den Schulbetrieb geht. M.: Diese Baumaßnahmen gehen sozusagen in die zweite Etappe. Es geht um bauliche Verbesserungen im Hauptgebäude. K.: Die zweite Etappe, die jetzt in den Osterferien beginnen und dann in den Sommerferien fortgesetzt werden soll, wird höchstwahrscheinlich 200.000,-- € ausmachen. Die genauen Zahlen sind noch nicht bekannt, weil die Ausschreibungen und Aufträge erst demnächst abgeschlossen werden. M.: Es ist eine spannende Zeit drei Sachen gleichzeitig laufen: Einerseits lang zurückgestellte bauliche Sanierungsmaßnahmen, eine Stabilisierung des Budgets im Bereich Personal und Unterricht und so nebenbei, aber nicht nebensächlich, gibt es eine Diskussion über Reformen im Unterricht. Auch da gibt es ein gewichtiges Wort seitens der Finanzen. K.: Ganz sicher ist, dass große Reformen und große Bauvorhaben nicht über Elternbeiträge finanziert werden können. Ganz wichtig ist aber auch, dass bei den Reformideen nicht gleich am Anfang nur darauf geschaut wird, was das kosten könnte, weil das kann nur – wie du schon gesagt hast – nur funktionieren, wenn man ganz neue Quellen anzapfen kann, die entweder in der öffentlichen Hand zu finden sind, oder über private Sponsoren oder Gönner auf die Beine gestellt werden können. Und uns ist sehr wichtig eine große Transparenz zu den Eltern hin schaffen, dass wir über die Finanzsituation der Schule in regelmäßigen Abständen berichten, mit den Eltern auch drüber diskutieren können. M.: Und vielleicht geht über diese transparent geführten Finanzgespräche auch von der Elternschaft die eine oder andere hilfreiche Information für das Finden neuer Geldquellen.

M.: Abgesehen von der Finanzierung des pädagogischen Betriebes der Schule gibt es ja auch andere Ausgaben, sodass ein Gesamtbudget entsteht, wo dieses Defizit drinnen steckt. Die großen Vorhaben, in die wir hineingehen müssen, in diesem Defizit stecken auch die Rücklagen für Baumaßnahmen.

K.: Dafür wären wir immer dankbar. Der Geschäftsführer, Herr Engelbert Sperl, hat jederzeit ein offenes Ohr für neue Kontakte, für neue Ideen, neue Förderungsmöglichkeiten. Wir werden versuchen allen Ideen nachzugehen und schauen, ob irgendwo einmal etwas Positives herauskommen könnte.

K.: Im vorläufigen Ergebnis steckt eine relativ geringe Rücklage für Renovierungsmaßnahmen drinnen, die bereits in den letzten Monaten durchgeführten Maßnahmen werden natürlich nicht zur Gänze aus diesem Budget jetzt bezahlt. Es kann da auf andere Geldquellen zurückgegriffen werden, auf die man leichter Zugriff hat, wenn es sich um große Bauvorhaben handelt. Das einzige Maßnahme ist, dass wir eine jährliche Rückstellung für Renovierungsmaßnahmen auch im Budget berücksichtigen, sodass alles was jetzt gebaut wird, sich in den nächsten 10 bis 12 Jahren über diese Rückstellungen dann rückfinanzieren lassen soll. Aber es ist nicht so, dass die Baumaßnahmen, die bereits im letzten Sommer stattgefunden ha-

M.: Schwergewicht ist für die langfristige Absicherung freier Schulen sicher die Verhandlung auf Bundesebene mit den Ministerien.

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K.: Das ist aktuell gesehen für uns das Allerwichtigste, das läuft aber vor allem über den Bund der Waldorfschulen. Das sind keine Einzelinitiativen der Schulen, sondern die Verhandlungen werden vom Bund der Waldorfschulen gemeinsam mit Montessori und anderen Schulen freier Trägerschaft geführt. M.: Danke für das Gespräch. K.: Ich danke auch.

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Shopping macht die Schule happy! Teil 2 Wieder neue Angebote, wie unsere Schule durch gezielten Einkauf direkt unterstützt werden kann Die Idee, dass bei Einkäufen Prozente gewährt werden – die dann aber der Rudolf Steiner Schule in Mauer zugutekommen – zieht weitere Kreise. Nach Matthias Berke, der Apotheke zur Mariahilf und der ParacelsusApotheke in Mauer hat sich nun auch Johanna Hammer bereit erklärt, bei Aufträgen von Schulfreunden ebenfalls die Schulgemeinschaft zu unterstützen. Hier die Details:

„Goldmarie“ von Frau Wolle Frau Wolle bietet in der Perchtoldsdorfer Salitergasse 26/4/5 ihre Waren feil. Das ist natürlich alles, was man sich unter „Frau Wolle“ vorstellen kann: Pflanzengefärbte oder auch herkömmlich gefärbte Schafwolle, Edelhaare, handgesponnene Wolle, Mützen und Stulpen, Schönes für Kinder, Filzobst, Puppen, Puppentrikot, Kränze, aber auch Zubehör, Spielzeug und, und, und… www.frauwolle.com In unserer Schule ist Frau Wolle als Johanna Hammer bekannt und hat ihre Töchter derzeit in der 3. und in der 1. Klasse. Sie hat sich nun auch bereit erklärt, die Schule mit Prozenten zu unterstützen – herzlichen Dank! Das System ist wie immer sehr einfach: Bei einem Einkauf einfach dazu sagen, dass man von der Rudolf Steiner-Schule kommt: Vom Einkaufswert kommen dann je nach Warengruppe mindestens fünf Prozent – oder auch mehr – unserer Schule zugute.

„Maria hilf“ – auch der Steiner-Schule Eine weitere Apotheke unterstützt unsere Schule: Die Apotheke zur Mariahilf in Liesing (Perchtoldsdorferstraße 5) spendet 15 Prozent des Einkaufswertes für die Rudolf Steiner-Schule. Diese Apotheke hilft unserer Schule schon seit längerem – aber seit heuer mit einem neuen, einfachen System: Es gibt nun eine „Treue-Karte“, wie uns Mohsen Salem von der Apotheke zur Mariahilf erklärt – sie liegt zu Füßen der in der Apotheke stehenden Marien-Statue, die in der Studienstätte gefertigt wurde. Wer also in dieser Apotheke einkauft und bar bezahlt: Einfach nur das Stichwort „Ich komme von der Steiner-Schule“ sagen und es erfolgt per TreueKarte eine automatische Gutschrift. Diese Gutschriften werden dann pauschaliert alle drei Monate unserer Schule gespendet. Herzlichen Dank!

Ich höre, du sagst…

Bekanntschaft mit Hagelsturm und Schildkröte oder der Workshop Gewaltprävention und Soziales Lernen

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ieser Workshop fand am 28. 01. und 11. 02. mit Ilka Wiegrefe und Viktor Bauernfeind vom Team-Präsent und mit Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse an unserer Schule statt. Vorausgegangen war ein Allgemeiner Elternabend zu diesem Thema, an welchem die Workshopleiter anschaulich über ihre Arbeit berichteten und die Grundzüge der Gewaltprävention im Gespräch weiter erfragt werden konnten. Anlässe, mit solchen Experten über das Soziale Lernen zu arbeiten, das heißt, Übungen kennenzulernen, die es unterstützen, gab und gibt es genug – das zeigte sich schnell. Wie wichtig es ist zuzuhören, aufmerksam zu werden, was der andere, die andere sagt und nicht sofort die eigene Meinung als „Hagelsturmartige Entgegnung“ zu positionie 20 |

ren, ging weit über ein Rollenspiel hinaus. – Und wie wichtig ist es wahrzunehmen, dass der Rückzug unter den „Schildkrötenschutzpanzer“ ebenfalls eine Reaktion ist, deren Muster nach Veränderung verlangt… Die Schlussrunde machte deutlich, dass Vieles in Bewegung gekommen war, dass Impulse zur Veränderung entstanden sind – und dass an dem Gegenüber Wesensseiten aufschienen, die man zwar zu kennen glaubte, die aber zeigten, dass sie Bild eines Darunterliegenden sind, so lange verborgen, bis man den Weg der Achtung, der Würdigung und des Respektes beschreitet: „Ich höre, du sagst…“ Dank dem Team-Präsent, Dank den Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse, die bereit waren, auf diese Entdeckungsreise zu gehen und Dank dem Kultur Kontakt Austria, der das Projekt finanziell unterstützte! Christine Bolleter Klassenlehrerin, 8. Klasse

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o. Da stand nun also im Falter – ausgerechnet in der einzigen Zeitung, die wir abonnieren –, dass die Waldorfschule Wien-Mauer – ausgerechnet die Schule in die unsere Kinder gehen – den traurigen Rekord in Sachen gestrichener Sportstunden hält. Bisher dachten wir, wir wären nur die traurigen Rekordhalter in Sachen Empfang staatlicher Förderungen. (nicht abgedruckt. Anm. d. Redaktion) Ist das denn wirklich so? Wahr ist, dass wir weniger Sportstunden, die als solche auch deklariert sind, als andere Schulen haben. Falsch ist, dass wir Sportstunden gestrichen haben. Was aber in Ihrem Artikel „Ein Land kommt zum Stillstand“ (Falter 41/12) unerwähnt blieb, ist die Tatsache, dass es in unserem, vom Stadtschulrat genehmigten, autonomen Lehrplan, neben den ganz „normalen“ MoMent  01/02 2013


Prozente bei Matthias Berke Schönheit, Ästhetik, Klarheit: Was Matthias Berke macht, können wir an der Steiner-Schule seit einigen Monaten direkt bewundern: Er hat unseren neuen Folder gestaltet – und dazu bekommen auch Briefpapier, Aussendungen, Plakate endlich ein einheitliches, ansprechendes Erscheinungsbild. Matthias Berke erklärt sich nun überdies bereit, bei Aufträgen von Schülereltern und Schulfreunden 15 Prozent des Auftragswertes direkt an die Schule zu spenden. Stichwort „Steiner-Schule“ genügt.

Der gelernte Tischler und studierte Designer bietet in seinem „designbuerowien“ eine große Vielfalt an Beratung, Planung und Gestaltung an. Seien es nun grafische Lösungen, Layouts, Webdesign, aber auch Möbel und Innenraumgestaltung. Matthias Berke, Diplom Designer, Schöpfergasse 2, in der ehemaligen Greißlerei, 1120 Wien, Telefon: +43-1-817 82 20 www.matthiasberke.at Doris Martines, die den „Atzi-Shop“ in der Atzgersdorfer Levaseurgasse geführt hatte, hat sich beruflich neu orientiert und ihr Geschäft geschlossen. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Doris Martines, dass auch sie sich bereit erklärt hatte, Prozente für die Schule zu gewähren.

Vielleicht finden sich noch weitere Eltern und Freunde unserer Schule, die bereit sind, die Schule auf ähnliche Weise zu unterstützen? Wer daran interessiert ist, kann gerne mit mir Kontakt aufnehmen: roman.freihsl@aon.at

Prozente in der Paracelsus-Apotheke Eine ähnliche Unterstützungsaktion bietet auch die Paracelsus-Apotheke in der Speisinger Straße – gleich neben der Studienstätte: Wer dort beim Kauf seiner Medikamente sagt, dass er von der Rudolf Steiner-Schule kommt, kann 10 Prozent der Einkaufssumme direkt unserer Schule zukommen lassen. Vorausgesetzt, dass die Rechnung in bar bezahlt wird.

Ein Überblick über diese Unterstützungsaktionen findet sich übrigens auch auf unserer Homepage unter „Unterstützen“: www.waldorf-mauer.at Roman David-Freihsl

Leserbrief an den Falter: vorgeschriebenen Sportunterrichtsstunden (2 Stunden pro Woche in den Schulstufen 1-8) noch andere bewegungsintensive Fächer und Aktivitäten gibt. Es haben also keine Kürzungen stattgefunden, sondern das Gegenteil ist der Fall: In unserer Schule wird besonderer Wert auf Bewegung für die SchülerInnen gelegt. Beispielsweise gingen 2012, im ersten Schulhalbjahr die Kinder der ersten Klasse mit ihrer Lehrerin jeden Tag in den Wald, um bei Spiel und Bewegung im Freien einander besser kennenzulernen. Diese sogenannten „Waldtage“ sind fixer Bestandteil in der gesamten Unterstufe (Klassen 1-4). Die diesjährige 2. Klasse praktiziert das „bewegte Klassenzimmer“, welches Lernen in Bewegung quasi als Gegenbewegung zur „Sitzkultur“ fördert. In der Mittelstufe (Klassen 5-8) gibt es Radtouren, Wanderungen und „Olympische Spiele“. Letztere werden – 01/02 2013  MoMent

gemeinsam mit anderen Waldorfschulen – im Rahmen des Unterrichts der 6. Klassen in Schönau ausgetragen. Weiters sind das Unterrichtsfach Eurhythmie (eine Bewegungskunst) – ja, genau, dort wo SchülerInnen u.a. ihren Namen tanzen lernen – und dann noch jede Menge klassengebundene Aktivitäten die sich bis in die Oberstufe (Klassen 9-12) erstrecken Bestandteile unseres autonomen Stundenplans. Als nur eines von vielen Beispielen sei die diesjährige 12. Klasse genannt, die sich seit der 8. Klasse auf ihren „Weg zum Meer“ gemacht hat, um jedes Jahr ein Stückchen weiter zu gehen. Zu Fuss versteht sich. Dieses Jahr werden sie das Meer erreichen! Bewegung und Sport, die Freude bereiten, sind wichtig. Wer will schon ein Kind, das den ganzen Tag vor dem Fernseher oder dem Computer sitzt, mit sich selbst nichts anzufangen weiss und mit Bewegung im Freien schon gar nicht. Ob es gelingt, dieser „Sitzkultur“ rein mit mehr Stunden Sportunter-

richt entgegen zu wirken, wagen wir zu bezweifeln. Vielmehr erscheint es uns wichtig, die Freude an der Bewegung im Alltäglichen zu fördern – dies gilt vor allem für die Volksschule. Und das tut die Waldorfschule allemal. In den Pausen ist die gesamte Unterstufe im Schulgarten zu finden, wo es am Boden, im Baumhaus und auf den Bäumen nur so wimmelt von Kindern, die sich in alle Richtungen bewegen. Die Beschreibung der Hosen und Schuhe der Kinder an regnerischen Tagen erspare ich den geschätzten LeserInnen jetzt – nur so viel: unter dem ganzen „Gatsch“ lächeln und strahlen zufriedenen Kinder hervor, die Tag für Tag Freude an der Bewegung haben. Nadja Berke und Uschi Iragorri für den Elternrat der Rudolf Steiner Schule Wien Mauer

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s gab schon länger nichts mehr über das Projekt in Äthiopien zu lesen, was ich hiermit ändern möchte.

Ich war seit meinem letzten Bericht 3 mal im Kindergarten in Hawzien, das letzte Mal im Oktober 2012. Es ist nun schon so, dass ich dort wie nach Hause komme, ich kenne den Ort, das Hotel, die Restaurants, den Markt, die Umgebung und einige Menschen. Aber es gibt auch jedes Mal etwas Neues: Am Marktplatz gibt es nun kleine Geschäfte, eine Fruchtbar und ein Restaurant haben neu eröffnet, es gibt einen Copy-shop und einen Internetzugang und die Chinesen haben begonnen eine Asphaltstraße zu bauen. Dies wird hoffentlich helfen, den unglaublichen Staub zu vermindern, der von Autos, Bussen, Motorrädern und sogar vom vorbeiziehenden Vieh aufgewirbelt und von jung und alt täglich eingeatmet wird. Auch beim Kindergarten hat sich einiges getan: Es gibt ein Tor, das man zusperren kann, die Mauer um das Gelände ist gewachsen, die gepflanzten Bäume spenden schon ein bisschen Schatten und es ist ein neues Häuschen für eine weitere

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Vortrag: Reverse Speech - die Sprache des Unbewussten

Jeder meint zu wissen was er sagt. Aber was er denkt, das behält er für sich. Glaubt er! Aber was wäre, wenn andere Menschen unsere Gedanken hören könnten? Mit vielen spannenden, akustisch belegten Beispielen beschreibt Karina Kaiser in ihren Vorträgen ein völlig neues und spannendes Instrument zur Analyse unbewusster Kommunikation. Schwerpunkt des Vortrags ist zum einen, wie diese Methode im Bereich der Selbstentwicklung angewandt wird. Und zum anderen ihre Anwendung, den Wahrheitsgehalt aller aktuellen sowie zeitgeschichtlichen Ereignisse der Welt zu überprüfen. Was war zum Beispiel die geheime Botschaft der Apollo-Astronauten bei ihrer ersten Pressekonferenz zur Mondlandung? Ist das Konzept der freien Energie laut Keshe möglich? Waren die Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson berechtigt? Und vieles mehr: Spannend, inspirierend, des Öfteren schockierend und dennoch humorvoll wird ein jeder immer tiefer in das Unbewusste geführt. Teilnehmerzahl: Unbegrenzt Veranstaltung: Vortrag (Privatsitzungen im Anschluss mit Vor 22 | möglich) anmeldung

Datum: Samstag 25. Mai 2013 Uhrzeit: 14.00 –16.00Uhr Beitrag: €15.00 Veranstaltungsort: Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer, Endresstr. 100, 1230 Wien Ameldung: Sonja Mlineritsch , Tel. 0699 19 68 45 43 email: sonja@methode-m.at Über die Referentin: Karina Kaiser, Autorin, Therapeutin, Coach, Seminar- und Ausbildungsleiterin, ist gebürtige Deutsche und lebt mit ihren Kindern Ayla und Luke in Australien. Seit 2002 arbeitet und forscht sie mit Reverse Speech. Sie berät weltweit Einzelpersonen, Paare, Unternehmer und Geschäftsleute. Alle Sitzungen können in Person und per www.skype.de ausgeführt werden. Jedes Jahr bietet sie ein Online-Reverse-Speech-Studium in deutscher Sprache an. www.reversespeechinternational.com karina@reversespeechinternational.com MoMent  01/02 2013


im Kindergarten in Äthiopien weiter? Gruppe im Bau. Hatte ich schon von der Bäckerei berichtet, die nun auch bald in Betrieb genommen werden kann? Dort möchten wir ja Jugendliche ausbilden und für unsere Kinder gesundes Brot backen. Und, ach ja, es gab auch wieder ein kleines Kälbchen, gerade als ich dort war kam es auf die Welt. Was mich sehr freute war, dass alles sauberer, aufgeräumter aussah. Der Gärtner pflegt das Gelände, setzt Blumen und schaut, dass die Pflanzen genügend Wasser bekommen, auch wenn er dafür mit dem Esel oder Maultier ein paar Kilometer weit gehen muss. Und wie geht es den Kindern? Sie haben eine Art Uniform bekommen, dies ist dort üblich und die Kindergärtnerinnen haben es in Eigeninitiative veranlasst; ob diese „Stola“ praktisch ist, sei dahingestellt. Ich konnte ihnen im Oktober eine große Überraschung machen, ich brachte nämlich 124 kleine Rucksäckchen mit, die von unserer 10. Klasse genäht worden sind. Da war die Freude groß, denn nun brauchen sie die Jausenbox in keine zerschlissenen Plastiksackerl mehr zu geben, nun haben sie wunderschöne Säckchen, auf die sie natürlich sehr stolz sind! Ich wurde sogar von Schulkindern gefragt, ob ich für sie auch Rucksäckchen hätte, musste aber leider verneinen. Die Kinder sind fröhlich, und man hat das Gefühl, dass sie alles gern machen, was angeboten wird. Es gibt momentan 6 Kindergärtner- und Helferinnen, die 120 Kin-

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der in zwei Gruppen betreuen. Im Herbst, wenn das Haus fertig sein wird, kommt eine neue Gruppe dazu. Gerne lassen sich die Kinder auch ihre kleinen und größeren Wunden von mir eincremen; ihre Haut schaut manchmal wie „Elefantenhaut“ aus, trocken und mit vielen Schrunden und Krusten. Es ist köstlich, wenn sie zu mir kommen um mir jede winzige Schramme zu zeigen, damit ich doch ja Salbe darauf gebe! Hygiene und Pflege sind dort nicht selbstverständlich, und die Kindergärtnerinnen tun einiges um ein Bewusstsein dafür zu schaffen; jeden Montag wird kontrolliert, ob Gesicht, Hände und Uniform sauber sind. Eine gute Nachricht haben wir vom Deutschen Ministerium bekommen, sie bezahlen 2/3 unseres Schulhauses, das zuerst einmal für 4 Klassen geplant ist, 1/3 müssen wir selber aufbringen. Ein Gelände haben wir bereits von der Gemeinde bekommen, d.h. es kann gebaut werden! Ich finde es immer etwas merkwürdig (natürlich auch schön), dass man fürs Bauen Geld bekommt von Stiftungen und Ministerien, aber für den täglichen Bedarf, z.B. für ein Mittagessen für die Kinder daran hat niemand Interesse. Nichts desto Trotz freuen wir uns natürlich sehr, dass nun auch eine Schule entstehen kann. Ich hoffe, dass man mit dem Bauen noch dieses Frühjahr beginnen wird, denn in der Regenzeit, im Juli bis September, können solche Arbeiten nicht gemacht werden, der Boden und die Transportwege sind

viel zu weich und matschig. Wenn wir dann auch Lehrer/Innen gefunden haben, wird meine Arbeit erst wirklich beginnen. Es wird eine große Herausforderung werden die Lehrer/Innen in unserem Sinne einzustimmen und zu schulen. Ich werde ja sehen ob und wie mir dies gelingen wird; auf jeden Fall freue ich mich darauf! Wahrscheinlich werde ich erst im September wieder hinfliegen können. Das Schulhaus wird noch nicht fertig sein, die Steine müssen alle von Hand zurecht gehauen werden, aber besichtigen werde ich die Baustelle auf jeden Fall. Äthiopien ist ein wunderschönes Land und die Äthiopier/Innen sind großartige Menschen (auf jeden Fall die, welche ich kennen lernen durfte), ich kann nur hoffen, dass das Land stabil bleibt, damit die begonnene Verbesserung der Lebensqualität sich fortsetzen kann. Ich helfe gerne mit, so wie ich es eben kann. Ich nehme auch gerne Spenden entgegen für das 1/3 Eigenkapital oder vielleicht wirklich einmal für ein Mittagessen für die Kinder. Elisabeth Jordi elisabeth.jordi@chello.at

Es gibt übrigens eine Webseite: www.finkshawzien.com Spendenkonto: Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe GLS GEMEINSCHAFTSBANK eG IBAN: DE05 4306 0967 0012 330 010 BIC: GENODEM 1 GLS Stichwort: PHÖNIX ÄTHIOPIEN

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Faust als „kleines Sozialprojekt“

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ie Spielgemeinschaft „Odyssee Theater“ führt am Karsamstag Faust1 und Faust 2 auf – ein MoMent-Gespräch mit Regisseur und Hauptdarsteller Wolfgang Peter. „Ich hatte den Faust mit 15 Jahren zum ersten Mal gelesen – und natürlich nichts verstanden“, erinnert sich Wolfgang Peter, Leiter der Schauspielgemeinschaft „Odyssee Theater“, die Faust 1 und Faust 2 am Karsamstag in der Steiner-Schule Wien-Mauer aufführen wird. Verstanden habe er damals noch nichts – aber fasziniert war und ist er von diesem Werk: „Seit damals habe ich zum Faust einen sehr starken, persönlichen Bezug. Erst der Faust und dann noch die Wahlverwandtschaften und die Farbenlehre: Das war der entscheidende Impuls für mich, in Richtung Naturwissenschaften zu gehen.“ Die Verbindung dieses einen Lebensthemas mit der Anthroposophie sei dann erst viel später dazu gekommen: „Ich war sozusagen in die Sprachgestaltung reingestolpert – wegen meiner Schwierigkeiten, vor mehreren Menschen zu sprechen. Es begann mit der Sprachgestaltung bei Karl Rössel-Majdan. Ein Jahr später bin ich dann erst darauf gekommen, dass da eigentlich Anthroposophie dahinter steckt.“ Die Spielgemeinschaft wiederum steht schon das 13. Jahr probend und aufführend auf der Bühne. Wobei es Wolfgang Peter von Anfang an wichtig war, die einzelnen Werke nicht erst intellektuell zu zerpflücken – sondern zunächst einmal die Bilder wirken zu lassen, zu erfühlen, was sie erzählen. Und „die Regie ist bei mir eigentlich so, dass ich gar keine mache. Ich beobachte und schaue, was entsteht, und hoffe, dass sich etwas heraus entwickelt und ich etwas ablesen und herausarbeiten kann. Mir geht es darum, die geistigen Entwicklungen zu erspüren – auch, wenn man zunächst nicht genau weiß, was das eigentlich bedeutet. “ Etwa bei diesen satten, opulenten Bildern der Walpurgisnacht 2: „Wie da Faust inmitten dieses orgienartigen Rausches noch irgendwie wach bleibt“, analysiert der Regisseur und Hauptdarsteller nun doch – aber es sind ja im Moment auch keine anderen Schauspieler in der Nähe. „Durch diese Wachheit sieht er zunächst die Gretchen-Vision. Gretchen ist doch 24 |

noch recht naturhaft unschuldig und muss sich erst weiterentwickeln, zu einem bewussten Eingreifen aus dem Ich heraus. Doch direkt nach dieser Walpurgisnacht mit ihren hässlichen Gestalten, diesen niedrigsten Kräften erscheint Helena – als eine doch sehr hohe seelische Entwicklungsstufe. Genau das verlangt unsere Zeit immer mehr: Dass das eigene Ich in Erscheinung tritt. Traditionen alleine tragen nicht mehr.“ Und das ist auch ein nach wie vor faszinierender Aspekt des Faust-Dramas: Dass Goethe kein totales, unerreichtes Idealbild erschuf. „Im Gegenteil: Faust ist ja alles andere als ein Idealbild. Bis zum Schluss, wo er Philemon und Baucis sozusagen beiseiteschiebt. Mephisto ist es, der das dann durchführt – doch der Impuls kam von Faust. Aber das entscheidende ist: Er ist bis zum Schluss ein Strebender.“ Goethe schafft vor dem geistigen Hintergrund auch „sinnliche, opulente Bilder, die sind für das Publikum sehr griffig. Das ist wichtig, dass auf allen Ebenen etwas rüber kommt“. Letztlich gehe es im Faust und in den Mysteriendramen von Rudolf Steiner im Kern um dasselbe Thema: „Der Mensch in seiner geistigen Entwicklung wird in imaginativen Bildern gezeigt.“ Bei den Mysteriendramen erlebt Wolfgang Peter „die Sprache absolut gedankenklar. Bei Faust ist das noch nicht so. Da sind vor allem Bilder in den Stücken drinnen, die voll stimmen.“ Bei der Aufführung in der Maurer SteinerSchule kommt vor allem Faust 2 stark gekürzt auf die Bühne – reduziert auf ein gutes Viertel des Originaltextes, „sonst würde die Aufführung ja an die 16 Stunden dauern“, erläutert Wolfgang Peter. Dahinter steckt eine lange Vorbereitungszeit, die schon vor dem eigentlichen Probenbeginn stattfand: „Für die Kür-

zungen bin ich gut zwei Jahre lang gesessen, bis ich einen stimmigen Gang heraus hatte.“ Seither „lebt unser Projekt sehr stark davon, dass wir den Faust jedes Jahr zweimal aufführen“. 2000 war die Premiere von Faust I, 2001 dann auch Faust II. „Seither haben wir den Faust zumindest zweimal pro Jahr aufgeführt. Einmal zum Karsamstag – und das zweite Mal in der Zeit rund um Allerheiligen.“ Die Theatergemeinschaft selbst, die sich ab 1996 aus der Spielgemeinschaft Epidaurus von Karl Rössel-Majdan heraus entwickelt hatte, ist „eine gemischte, semiprofessionelle Gruppe. Manche von uns stehen noch ganz am Anfang – manche würde ich ohne weiteres neben einen Profi hinstellen“, berichtet Wolfgang Peter. Die Theaterarbeit „macht natürlich auch viel Spaß – das soll sie auch! Aber in der Tiefe ist es eine Arbeit an sich selbst – und man hat die Möglichkeit, andere Menschen im Kern kennenzulernen. Für unsere Zeit ist es doch so unendlich wichtig, dass ein Ich dem Ich begegnet. Im täglichen Leben ist doch so viel verschleiert und eingenebelt. Bei der Theaterarbeit braucht es dafür sehr viel Vertrauen und eine starke moralische Haltung, diese Situationen nicht auszunützen. Denn letztlich geht es darum, dass sich jeder im Kern öffnet.“ In diesem Sinne sei die Theatergruppe „Odyssee“ letztlich „ein kleines Sozialprojekt.“ Roman David-Freihsl 30. März 2013, Faust 1 (14 Uhr) und Faust 2 (19 Uhr), Aufführung des Odyssee Theaters, Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer www.odysseetheater.com

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Sonst hinkt morgen ganz Dornach!

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in neues Buch versammelt zahlreiche Anekdoten von Freunden und Wegbegleitern über Rudolf Steiner und zeichnet damit ein kurzweiliges, witziges und sehr menschliches Bild vom Begründer der Anthroposophie. Kennen Sie den? Unterwegs am Dornacher Hügel hielt Steiner plötzlich inne – und erklärte seinem Begleiter: „Ich muss doch die Steinchen aus meinem Schuh heraustun, sonst hinkt morgen ganz Dornach“. Es ist nur eine von zahlreichen Anekdoten, die Wolfgang Vögele in seinem Buch „Sie Mensch von einem Menschen“ über Rudolf Steiner zusammengetragen hat. Sehr viele dieser kurzen Geschichten befassen sich in humorvoller Weise mit dem Personenkult um den „Herrn Doktor“, der sich schon zu Steiners Lebzeiten entwickelt hat und ihm recht zuwider war. Es waren meist Damen aus privilegierten gesellschaftskreisen (Adel, Industrie), deren wirtschaftliche Verhältnisse es ihnen erlaubten, Steiner wochenlang von Stadt zu Stadt nachzureisen. „...So bildete sich eine Art Steinertourismus: Man wollte die neuesten Vorträge hören und ihm auch privat möglichst nahe sein. Diese Art von Gesellschaft konnte ihm auch lästig sein, wie seine Haushälterin Clara Walther berichtet: „Viele fuhren mit, sie wollten auch in das Coupé vom Herr Doktor... (Er) ging schon (am Bahnhof) an den Zeitungsstand und kaufte Berge von Zeitungen mit Rätseln. Die Zeitungen teilte er aus und sagte zu den Damen: „Diese Rätsel müssen alle gelöst werden. Wenn wir ankommen, frage ich Sie, ob Sie sie gelöst haben“. Die Frage, was ein wahrer Anthroposoph zu tun oder zu unterlassen hat, beschäftigte viele Schüler. Weit verbreitet war die Auffassung, man „solle“ kein Fleisch essen. Einer versuchte, „es abrupt zu unterlassen, obwohl er natürlich noch eine starke Neigung dazu hatte. Er vermeinte, stolz auf diese Leistung sein zu können und sagte darum eines Tages zu Rudolf Steiner: „Herr Doktor, ich aß bisher so

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gern Schinken. Ich esse jetzt keinen mehr, ich muss aber noch oft daran denken“. Anstatt belobt zu werden, wie er erwartet hatte, antwortete ihm Rudolf Steiner nur: „Besser Schinken essen, als Schinken denken!“ Ähnlich die Anekdote über ein besonders eifriges Mitglied, das an Rudolf Steiner telegrafierte: „“Ist es erlaubt (es folgte ein genau beschriebenes Gericht) zu essen? Antwort bezahlt“. Diese lautete: „Kann nicht erlaubt werden, da nie verboten.“ Dem damals in Mode gekommene Rätselraten über frühere Inkarnationen versuchte Steiner humorvoll und ironisch zu entgegnen: „Eine Mutter, deren beide Söhne ihr ganzer Stolz waren, fragte ihn einst: `Können Sie mir nicht sagen, wer meine Söhne im früheren Leben gewesen sind?´´- mit dem Ausdruck der größten Selbstverständlichkeit antwortete Dr. Steiner: `Schiller und Goethe`“ Phantasterei und Pseudomystik blühten auch im Umkreis Steiners. Margareta Woloschin: „Erst nach Jahren, als die Dinge sich ad absurdum geführt hatten, sagte auch er, wie peinlich es ihm z.B. war, auf Vortragsreisen und in den Hörsälen immer von Damen in lila Kardinalsfarben umgeben zu sein. Diese Farbe wurde getragen, weil er einmal ausgesprochen hatte, dass das Violett eine sittliche Wirkung habe, die auch eine geistige sei. Nun, das waren Kleinigkeiten, aber in ernsten Dingen ließ Rudolf Steiner den Menschen ihre Freiheit.“ Rudolf Steiner selbst hat ja eine bestimmte Kategorie von Menschen mit herrlich souveränem Sarkasmus charakterisiert, als er von `Anthropotanten auf Anthroposopha` sprach. Steiner selbst war ein begnadeter Witze- und Bonmont-Erzähler und setze dies auch zum Auflockern bei Vorträgen ein. Er beklagte sich einmal: „Man kriegt manchmal ein bisschen Schmerzen, wenn man in anthroposophische Ansiedlungen oder Zusammenrottungen kommt. Da ist manchmal eine solche bleierne Schwere (...), wenn man eine Diskussion beginnt, macht keiner den Mund auf, weil auch die Zunge bleiern schwer ist. Die Leute (...) sind so wenig geneigt zum Heiterwerden, zum Lachen zu kommen!“

Wiedergegeben ist sein Bonmot von einem „Dienstmädchen, .... das, weil es unter anthroposophischen Leuten war, ein gewisses Interesse daran hatte zu wissen, was denn da eigentlich getrieben wird,...es ging in einen (anthroposophischen) Vorbereitungskurs... und als es dann nach Hause kam, sagte es: Nun, jetzt habe ich gehört, dass ich nicht nur einen Leib habe, sondern dass ich vier Leiber habe. Aber ich habe ja nur ein so ganz schmales Kämmerchen und ein schmales Bett, und nun weiß ich gar nicht, wie ich diese Leiber alle in meinem Bett unterbringen soll“. Wirklich witzig ist auch diese letzte Geschichte der Taube Rudi/Trudi: „Am Hügel in Dornach wohnte eine ältere Dame, die Rudolf Steiner über alles verehrte. Es braucht uns also nicht zu verwundern, dass eine Taube, die sie hatte, den Namen `Rudi` erhielt“. Als `Rudi` ein Ei legt, mutiert er zu `Trudi` und die Geschichte macht die Runde, bis auch Steiner darauf angesprochen wird, dass doch die Dame nicht ganz richtig im Kopf sei. Darauf er: „Ach, ich bin jeden Morgen an ihrem Hause vorbeigekommen und wenn sie draußen war, habe ich sie immer ganz freundlich gegrüßt und gefragt: `wie geht’s ihrem Vogel?`“ „Sie Mensch von einem Menschen“ – Rudolf Steiner in Anekdoten, Herausgegeben von Wolfgang G. Vögele, Futurum Verlag, Basel 2012 Saskia Sautner

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Die Christengemeinschaft Bewegung für religiöse Erneuerung

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Studienstätte - 1230, Speisingerstraße 253 Termine der Christengemeinschaft Wien-Süd: Kindergottesdienst (9:45 Uhr) und Menschenweihehandlung (10:30 Uhr) Sonntag, 3, März und Samstag 16. März 1. April (Ostermontag) und Samstag, 20. April Sonntag, 5. Mai und 20. Mai (Pfingstmontag) Kinderbetreuung während der Menschenweihehandlung mit Helga Freihsl und Elfriede Graf, anschließend: Kaffee und Kuchen.

Am 3. März wir nach der Menschenweihehandlung und einem kurzen Imbiss der aktuelle Stand der Planungen für den Bau der Johannes-Kapelle präsentiert. Evangelienkreis „Das Lukasevangelium“: montags um 8 Uhr in der Studienstätte. Mitarbeiterkreis: 11. März und 22. April, jeweils 20 Uhr in der Studienstätte. Termine im Gemeindezentrum Wien-Mitte: Am Sonntag, 17. März, findet in der Muttergemeinde in der Mariahilferstraße 49 die Jahreshauptversammlung statt – nach der Menschenweihehandlung und einem Mittagsimbiss. Während der Menschenweihehandlung und der Hauptversammlung wird auch die neue Priesterin/der neue Priester der Wiener Gemeinde eingeführt. Fragen und Anregungen richten Sie bitte an: M. Culda Tel. 01 923 38 36, E-Mail: monicaculda@hotmail.com ________________________________________________

Die Johannes-Kapelle Wien-Süd

... mit ihrer Hilfe kann sie schon heuer stehen!

Wir, die Filialgemeinde Wien-Süd der Wiener Christengemeinschaft, haben uns entschlossen, noch heuer eine neue Bleibe zu errichten – auch wenn es vorerst nur ein temporärer Kirchenbau ist: Die neue Johannes-Kapelle soll der erste Schritt für das spätere, endgültige Kirchenprojekt auf dem Grundstück der Wiener Christengemeinschaft (1230 Wien, Rudolf-Waisenhorngasse 41) sein. Und wir sind ja in der glücklichen Lage, dass uns dieses Grundstück bereits geschenkt wurde! Das Projekt Johannes-Kapelle wurde bei einer außerordentlichen Vollversammlung der Wiener Christengemeinschaft Anfang Jänner 2013 einstimmig angenommen. Die Kostenschätzungen für die einfachste Lösung – einen ausgestalteten Containerbau – belaufen sich auf etwa 50.000 Euro. Da die Johanneskapelle aber doch einige Jahre unser Gemeindeleben beherbergen wird, ist der Wunsch nach einem Holzbau sehr groß. Was die voraussichtlichen Kosten – in überschaubarem Rahmen, aber doch – erhöhen würde. Sei es die kleine oder sei es die schöne kleine Lösung: Wir brauchen für unser Vorhaben dringend Ihre Unterstützung: Bitte helfen Sie uns, in Wien ein frei stehendes Kirchbauwerk der Christengemeinschaft zu verwirklichen! Ein Spendensparbuch ist eingerichtet. Alle Spenden sind willkommen – wenn Sie nicht namentlich auf der Spendenliste aufscheinen wollen, schreiben Sie bitte „Anonymspende“ in der Rubrik Verwendungszweck. Herzlichen Dank im Voraus, im Namen der Filialgemeinde Wien-Süd Monica Culda (Pfarrerin) und Roman David-Freihsl (Projektverantwortlicher) roman.freihsl@aon.at Die Daten zum Spendensparbuch:

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nd Schriftn Ländern.

Mensch die Wirkung des gesunden oder kranken Zustandes seiner Seele. Die wichtige Frage ist also: Was kann ich ZUM THEMA DER TAGUNG tun, um meine Seele ganz gesund zu machen und vor allem, um sie immer gesund zu halHerzlich Willkommen Spontan würdeund man vielleicht möchten sagen, dass ten? Vorträge Gespräche Anzur öffentlichen Tagung regungen dazu Herzlich willkommen Gesundheit und geben. Krankheit am meisten mit Wien 8.-9. März 2013 ist jeder, eine gesunde Seele seinen dem Körperder zudurch tun haben: mit der guten oder Körper gesund halten mit will.genügender oder schlechten Ernährung,

Was macht den Menschen gesund, was macht ihn krank?

mangelnder Körperpflege, mit gutem oder schlechtem Schlafen und so weiter. Der Körper ist sicher sehr wichtig, aber wichtiger als der Körper ist die Seele eines Menschen. Was in ihr geschieht, entscheidet WieGesundheit geschieht und Heilung im Alltag? über Krankheit des Körpers weit mehr, als was wir dem Körper selbst antun. Anders gesagt: Imvon Körper erlebt der Drei Vorträge Mensch die Pietro WirkungArchiati des gesunden oder kranAussprache ken Zustandesmit seiner Seele. Die wichtige Frage ist also: Was kann ich tun, um meine Seele ganz gesund zu machen und vor allem, um sie immer gesund zu halten? Vorträge und Gespräche möchten Anregungen dazu geben. Herzlich willkommen ist jeder, der durch eine gesunde Seele seinen Körper gesund halten will.

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dem Körper zu tun haben: mit der guten oder schlechten Ernährung, mit genügender oder Samstag, 9. März 2013gutem oder DIE THEMEN DER VORTRÄGE mangelnder Körperpflege, mit 16.00 Uhr schlechtem Schlafen und so weiter. Der Körper istWie sicher diesehr Freitag, 8. März 2013wichtig, aber wichtigerArbeit als der19.00 Körper die Seele eines an sich Uhr istselbst Menschen. Was in ihr geschieht, am meisten gesund machenentscheidet kann über GesundheitWie und Krankheit des Körpers die weit mehr, als was wir dem Körper selbst menschlichen Beziehungen Mit Gespräch nach jedem Vortrag. antun. Anders gesagt: Im Körper erlebt der gesund oder krank machenoder kranMensch die Wirkung des gesunden ken Zustandes seiner Seele. Pietro Archiati hat mit verschiedenen Völkern und Kulturen auf der Welt gelebtDie (Italien, Laos, USA, Südafrika wichtige Frage und ist Deutschland). also: Was kann ich Seine Herkunft und Ausbildung sind vom2013 Geist des Christentums geSamstag, März tun, um meine Seele9.durch ganz gesund machen prägt. Sein Bestreben, den Glauben Erkenntnis, die zu Naturwissenschaft durch Geisteswissenschaft zu vertiefen, hat ihn vor 30 Jahren zur zu Entdeckung 11.00 Uhr und vor allem, um sie immer gesund haldes Gedankenguts Rudolf Steiners geführt, das ihm zur wichtigsten Inspiten? Vorträge und Gespräche möchten Anrationsquelle geworden ist. Seit 1987 lebt er in Deutschland als freiberuflicher Redner und SchriftWie die regungen dazu geben. Herzlich willkommen steller, hält Vorträge, Seminare und Tagungen in verschiedenen Ländern. Seit ist der weitere Schwerpunkt seiner Tätigkeit zuist2004 jeder, der durch eine gesunde seinen Einrichtungen und die Seele Arbeit sammen mit Monika Grimm die Herausgabe der Vorträge Körper gesund halten will. Rudolf Steiners in den Rudolf Steiner Ausgaben (Archiati gesund oder krank machen

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P.b.b.

Diese Ausgabe v. MoMent wird voraussichtlich am 6.3.2013 an die post.at übergeben.

Termine – kleinanzeigen Mo 04.-Sa 09.03. Kellertheaterwoche d. 10. Kl. s.S.14 Mi 06.03 Generalvers. d. Schulverein 18:00 Uhr Allgem. Finanzelternabend 20:00 Uhr So 10.03. Jubileumsfest d. freien Musikschule Odeon-Theater 13:00 - ca. 21:00 Uhr s.S.12 Mo 11.03. EA 2.Kl. 20:00 Uhr Di 12.03. EA 10.Kl. 19:30 Uhr Fr 15.-So 17.03. Klassenspiel d. 8.Kl. s.S.14 So 17.03. Elternrat-Sitzung 19:30 Uhr Sa 23.03 - So 07.04. Osterferien Mo 15.04. Redaktionsschluss für die MoMent März-April-Ausgabe Fr 12.04. offene Konferenz zum Reformprozess 18:00 Uhr s.S.17 Mo 15.-Fr 19.04. Referatwoche d. 12.Kl. s.S.14 Mi 17.04. Clown Dimitri, Berliner Philharmoniker Festsaal der VHS-Meidling 20:00 Uhr s.S.15 Mi 24., Do 25.04. WzQ-Audith Sa 27.04. Frühlingsfest 113, 14:00-18:00 Uhr s.S.14 Sa 04.05. WzQ-Schulung 14:00 Uhr s.S.14 Fr 10.05. Unterrichtsfrei (Chr. Himmelfahrt) Mo 06.05. EA 12.Kl. 20:00 Uhr Di 14.05. EA 11.Kl. 19:30 Uhr

Dachgeschosswohnung in Familienhaus ab sofort zu mieten. 86m²: Vorraum, Bad, WC, großzügiger Wohnraum mit Küche, teilmöbliert. Bei Interesse und für weitere Informationen: +43699 18141085 / ulrikek-panuschka@tele2.at Ramis Mussaev, 14 Jahre alt aus Baku möchte gerne das nächste Schuljahr in unsere Schule in die 9. Klasse gehen. Er spricht Russisch und Deutsch und sucht eine Gastfamilie als zahlender Gast. Das Wochenende verbringt er bei Verwandten in Wien. Kontakt: Tamara Danyldiz 0699 16 26 790, Nazim 0699 490 2990

Profile for Karl Hruza

MoMent Jänner / Februar 2013  

Zeitschrift f.d. R. Steiner-Schule Wien-Mauer

MoMent Jänner / Februar 2013  

Zeitschrift f.d. R. Steiner-Schule Wien-Mauer

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