Page 1

d n u S I E D RA

Monatsschrift für die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer Dezember/Jänner 2009/2010, € 2,--


2  |

MoMent  Dezember/Jänner 2009/2010

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Z

wischen Anfang und Ende. Nur ein Hauch. Jeder Augenblick ein Übergang. Zwischen den Jahren: eine Schwelle, an der wir nun stehen. Ein Blick zurück, Bilanz ziehen, auf das Geschaffte stolz sein. Gleichzeitig das Neue schon vor Augen. Streben nach Verwirklichung, mit Plänen und Vorsätzen lehnen wir uns in die Zukunft hinein. Tor zum Neubeginn, so verlockend! Und das Heute? Das Jetzt. Spüren wir es? Sind wir da? Wirklich da? Mit allen Sinnen präsent? An der Schwelle zwischen Gewordenem und Werdendem: Aufrecht? Wach? Mutig? Auch in der Schule: eine Schwelle. Zwischen intensiven Vorbereitungen und Überprüfung. Das Audit zu Wege zur Qualität (siehe Seite 14) findet im März 2010 statt. Besuch von Fachleuten aus der Schweiz, Eindrücke von außen, Spiegelung und Reflexion. Wo stehen wir? Wie arbeiten wir zusammen? Sind wir mit den geschaffenen Strukturen zufrieden? Was wollen wir ändern? Was wird uns empfohlen? Näheres: www.wegezurqualitaet.info und www.confidentia.info Wenige Tage davor: der WALDORFTAG in Salzburg (Seite 13). Inhaltlich eng verwoben mit unserer Arbeit im Sinne von Wege zur Qualität. Karl-Martin Dietz spricht zum Thema der dialogischen Zusammenarbeit. Workshops nähern sich dem Thema Begegnung von allen Seiten. Am Freitag Abend: ein top-besetztes, gesellschafts-politisches Podiumsgespräch. Details auf www.waldorftag.at. Anmeldung so bald wie möglich erbeten! In diesem Sinne: Eine gute Zeit dazwischen! Zwischen den Jahren, zwischen den Jahreszeiten, zwischen Hell und Dunkel, zwischen Ausruhen und Aufbruch – in der Begegnung mit Menschen, in der Begegnung mit dem Augenblick, mit herzlichen Grüßen aus der Redaktion, Irene Bulasikis

„Wir würden dem Wesen des Weihnachtsfestes nicht gerecht, wenn wir nur das Erreichte, Erfüllte, Gelungene, das Vollendete feierten. Erst wenn wir (…) überall das erleben, was an ein Ende gekommen ist und es hinter uns lassen, kommen wir dem eigentlichen Weihnachtsfest näher. Denn die Tat des hohen Himmelswesen, das in unsere irdische Nacht und Kälte abstieg, bedeutet aus kosmisch-göttlicher Perspektive, ebenfalls einen Abschied, ein Sterben. Aus irdischer Sicht ist dieses Ende jedoch der Anfang neuen Lebens und neuer Entwicklungsmöglichkeiten. Der Gott kommt eben nicht als ein Vollendeter auf die Erde, sondern als Kind, als ein noch unvollkommenes Wesen, in dem sich Zukünftiges verkörpert – als ein jederzeit Werdender. Das ist Weihnachten: Die Freude, dass es dieses Werdende, diesen immer neuen Anfang gibt, an dem wir teilhaben können!“ | Frank Berger, a tempo 12/2009

Unterbrechung Du sollst dich selbst unterbrechen. Zwischen Arbeiten und Konsumieren soll Stille sein und Freude, dem Gruß des Engels zu lauschen: Fürchte dich nicht! Zwischen Aufräumen und Vorbereiten sollst du es in dir singen hören, das alte Lied der Sehnsucht: Maranata, komm, Gott, komm! Zwischen Wegschaffen und Vorplanen sollst du dich erinnern an den ersten Schöpfungsmorgen, deinen und aller Anfang, als die Sonne aufging ohne Zweck und du nicht berechnet wurdest in der Zeit, die niemandem gehört außer dem Ewigen Dorothee Sölle

MoMent   | Konto für Schnellentschlossene –– Online-bankingnützende –– Spendenwillige –– etc. etc. unsere Kontonummer: 9681.059 P.S.K. Blz: 60000 Aus dem Ausland: BIC OPSK ATWW, IBAN AT26 6000 0000 0968 1059 –– Danke! MoMent   | intern

Monatsschrift von und für Eltern, FreundInnen, Lehrer­Innen und SchülerInnen der R. Steiner-Schule Wien-Mauer, Freie Waldorfschule, moment@waldorf-mauer.at im 18. Jahrgang

Leitung des Redaktionsteams: Irene Bulasikis Anzeigen / Layout: Renate / Karl Hruza MitarbeiterInnen: Irene Bulasikis, T. 01/867 20 90, irene@bulasikis.com Renate Hruza, T. 01/802 66 03, renate.hruza@silverserver.at Karl Hruza, T. 01/802 66 03, k.hruza@acrobat.at Jörg Schmiedbauer, T. 01/889 83 39, joergschmiedbauer@acrobat.at Freie Mitarbeiterin:

Waldtraut Fetscher

Eigentümer, Verleger und Herausgeber (Medieninhaber): Waldorf-Wirtschafts-Gemeinschaft (WWG), DVR Nr.: 7864 9742 Absender: moment@waldorf-mauer.at ,1230 Wien, Endresstr. 100 Konto: Waldorf-Wirtschafts-Gemeinschaft/ Redaktion Schulzeitung, 9681.059 P.S.K. Blz 60000 Herstellungsort: DONAU-FORUM-DRUCK , 1230 Wien Verlagspostamt: 1230 Wien; Zulassungsnummer: 02Z032325Z


Dezember/Jänner 2009/2010  MoMent

„Ich bin ...“ Aus dem Johannesevangelium (1)

Das Johannesevangelium kann mit den historischkritischen Argumenten, wie sie gegenüber den ersten drei Evangelien in Bezug auf geschichtliche (Un)-Zuverlässigkeit geäußert werden, nicht erfasst werden. Insofern hatte es genauso wie die „Apokalypse des Johannes“ im Neuen Testament fortdauernd eine Sonderstellung. Das Johannesevangelium ist Träger eines Hoffungsgedankens, der diejenigen begeistert, welche sich nicht mit dem traditionell Gegebenen zufriedengeben wollen, sondern vielmehr von dem Gedanken durchdrungen sind, dass das Christentum erst an seinem Anfang steht. Die hohe Geistigkeit dieser Inhalte ist in einem vielleicht noch in der Zukunft liegenden johanneischen Zeitalter für die Menschheit verstehbar. Die sieben Ich-bin-Worte nehmen im Johannesevangelium eine zentrale Stellung ein. Und es ist Unendliches darin verborgen für die, die das heilige Ich suchen. – Dr. Friedrich Rittelmeyer (1872- 1938), der 1922 gemeinsam mit 45 weiteren evangelischen und katholischen Theologen die Christengemeinschaft, Bewegung für religiöse Erneuerung, begründete, hat sich in Reden und Aufsätzen damit beschäftigt. Ausschnitte aus diesen Veröffentlichungen werden in den nächsten sieben Ausgaben an dieser Stelle erscheinen. Waldtraut Fetscher

amselhof Kunstdrucke Postkarte P3328 Geburt Christi

|  3

„I

mmer wieder hört man von den Menschen, jungen und alten, die Worte: ‚Überall habe ich herum gesucht, in Kirchen, in Vortragssälen, bei Menschen, bei Büchern, und habe nichts gefunden, das mich ausfüllt, das mich befriedigt.‘ Dies erinnert mich an ein Erlebnis: Da saß ich mit einem Freund zusammen, der eben tüchtig gegessen hatte, und doch blickte er tiefsinnig auf den vor ihm stehenden Teller und sagte: ‚An die Stelle, wo ich hungrig bin, ist jetzt noch gar nichts hin gekommen!‘ … Das Leben – die große Täuschung! … Mit dem allen in der Seele muss man hinein hören in das Johannesevangelium. Dort vernimmt man die Worte: Ich bin das Brot, das vom Himmel gekommen ist und schenkt der Welt das Leben. Wer zu mir kommt, den wird nimmermehr hungern in Ewigkeit. (Joh.6,35) Alle Ernährung kann den Menschen nicht davor bewahren, dass er wieder Hunger bekommt. Wie aber kommen wir zu einer Speise, die ewig nährt? … Wie kommen wir zu einem Genießen, das ewig nährt? -- Das, was alle Speise meint, worauf alles Essen hindeutet, das bin ich! … wir sprechen manchmal davon, dass wir einen Menschen genießen. … Man nimmt das innerste Wesen eines Menschen auf wie eine Speise, man fühlt, wie das stärkt bis in alle Glieder hinein. … so ist an diesem Wort: „Was der Mensch isst, das ist er!“ ganz sicher Wahrheit, tiefste Wahrheit, wenn man es auf dies geistige Genießen anwendet. Es ist nur unsre Blindheit, dass wir nicht in jedem Stück Brot, das wir genießen, einfach das göttliche Schöpferwort in uns aufnehmen, aus dem es geworden ist. Das Danken bei Tisch hat nur einen vollen Sinn, wenn es ein wirkliches Hineinstellen der Nahrung in das göttliche Schöpferwort ist und uns dazu erzieht. Hätten wir feine, reine Sinne, so würden wir in jedem Stück Brot das göttliche: ‚Es werde … !‘ spüren, wie es hinein dringt in unseren Organismus, wie es aus Gott heraus uns erneuert. … Glauben ist nichts anderes als ein Essen, ein Hineinnehmen, auf höherer Stufe ein Gespeistwerden. Und Auferstehen ist nichts anderes als ein LebenEmpfangen, wie wir es durch Speise und Trank empfangen. (So gilt es) in sein eigenes Fleisch bis in alles Einzelne hinein die Kraft aufzunehmen, die in Christus Fleisch geworden ist. Wenn ich es ganz anders ausdrücken wollte: an einem Christen, der wirklich Christus in sich trägt, müsste man, wenn man nur genügend feine Möglichkeiten zu messen hätte, bis in alle Einzelheiten seines Leibeslebens, ja seines Fleischeslebens hinein nachweisen können, dass er nicht mehr sein eigenes Fleisch in sich trägt, sondern etwas von dem Wort, das Fleisch geworden ist, ist in ihm lebendig.“

In diesem Sinne das Weihnachtsfest genießend und wahrhaftig aufnehmend als eine für das ganze kommende Jahr ausreichende geistige Speise mögen Sie für sich und die mit Ihnen Feiernden in den kommenden Heiligen Nächten geeignete Feiermomente oder -tage finden, Ihre Waldtraut Fetscher Lit.: F. Rittelmeyer, „Ich bin“ Reden und Aufsätze über die sieben „Ich bin“-Worte des Johannesevangeliums. Urachhaus 1992


4  |

MoMent  Dezember/Jänner 2009/2010

MoMent Rückblick …

Gemüse-Ernte-Tag der 3. Klasse am 21. Oktober 2009

„J

osef, hast du Zeit?“ „Ja, was ist denn?“ So begann die Vorbereitung auf einen tollen Tag. Ich durfte als Elternbegleiter zum Bauernhof der Frau Vogt in Wolkersdorf mitfahren. Ich sammelte ab halb Acht die Kinder am Bahnhof Atzgersdorf. Als unsere Lehrerin, Barbara Willau, mit ihren 13 Schülern um Acht eintraf, hatte ich 13 um mich gesammelt. Wir brachten Leben in den sich sonst immer schnell leerenden Bahnhof. Wir waren schon vor der Zeit komplett. „Karten stempeln!“ funktioniert gut. „Zweierreihe!“ geht nicht, eine Bubengruppe kann sich nicht einigen, „Zweierreihe!“ jetzt ein wenig resoluter, geht nicht, die Buben reagieren mit totalem Ignorieren der Anweisung, Frau Willau geht nach hinten, wo sich die 5 - 6 gesammelt haben, der Rest der Buben steht schon und wartet mit den anderen. „Wieso schafft ihr keine Zweierreihe?“ „Der hat

meine Hand genommen, als ich schon gestanden bin. Ich gehe nicht mit dem. Warum sollte ich mit dem gehen? ....“ Es lässt sich trotzdem eine halbwegs zweierreihe-ähnliche Formation schaffen. Die Klasse setzt sich in Bewegung und geht die Stufen hinauf. Ab der dritten Stufe sind sie wieder im Rudel und am Ende des 5-6 Personen-Herrenpulks, geht Pia mit stoischer Gelassenheit. Ich beschreibe das deshalb so ausführlich, weil sich das bei jedem Zusammenstellen, den ganzen Tag hindurch, nicht ändert. Diese 5-6 Buben schaffen freiwillig keine einzige Reihe. Es geht aber trotzdem in die Schnellbahn, und alle verteilen sich zwischen den übrigen Fahrgästen. Die Sitzplatzsuche dauert trotz genügend Platz einige Zeit, denn „mann“ kann ja nicht gleich beim erstbesten Platz sitzen bleiben. Da dauert es aber auch bei den Mädchen einige Zeit. Am Bahnhof Wolkersdorf wartet schon Frau Vogt mit Traktor und Anhänger. Zuerst wird noch der „Haubenausgleich“ gemacht, denn nicht alle Kinder sind der Witterung entsprechend angezogen. Aufsteigen und schon geht die kurze, aber sehr kalte Fahrt los. Am Feld erfahren wir zuerst: Wenn die Früchte gemischt gesetzt werden, sind die Pflanzen gesünder, die Früchte besser und nahrhafter und noch vieles mehr. Wir ernten: Kürbisse, nur lagerfähig, wenn sie schon einen eingetrockneten Stiel haben, Andenbeeren mit viel Vitamin C, gemischte Bohnen zur Zuchtvermehrung und Kukuruz. Wir erleben: eifrige Sammler, fleißige Ernter und gute und ausdauernde Beobachter. Wir fühlen: die Feld-Fruchtharmonie, aber nur ganz kurz, denn die Temperatur mit dem starken Wind lässt uns den Winter spüren. Aus diesem Grund lädt uns Frau Vogt in ihr Bauernhaus ein. Dort können wir zuerst noch mit den Schafen um die Wette blöken und uns dann in der warmen Küche niederlassen und unsere mitgebrachte, redlich verdiente Jause verzehren. Dazwischen Hund und Katze streicheln. Dann noch schnell die Schafe füttern und noch einmal zum Chor aufstellen. Danach geht es zu Fuß zum Bahnhof. Der Zug wir aber heute nur als Schienenersatzverkehr geführt. Wir erreichen trotzdem unsere S-Bahn. Die Ruhe wird durch eine fast halbstündige Fahrtunterbrechung verlängert. Wir kommen samt dem, von Frau Vogt mitgegebenen Gemüse, das in den folgenden Tagen gemeinsam verarbeitet wird, wohlbehalten zurück. Obwohl ich eigentlich nur mitgefahren bin, ohne große Direkt-Verantwortung zu tragen, war dieser Tag so anstrengend für mich, dass ich beim Heimfahren nach der Schule in der S-Bahn einschlief. Diana beaufsichtigte mich aber bestens und ließ mich nicht verkommen. Ich freue mich aber schon auf den nächsten „Arbeitstag“. Josef Prüller Fotos: Josef Prüller 3. Klasse


Dezember/Jänner 2009/2010  MoMent

|  5

MoMent Rückblicke …

Kasperltheater der 4. Klasse

A

n unserer Schule ist es zur Tradition geworden, dass die 4. Klasse ein Kasperltheater mit selbstgemachten Puppen aufführt. Die Puppen wurden auch diesmal mit sehr viel Liebe im Handarbeitsunterricht angefertigt. Frau Ellermann und Frau Wittmann begannen schon während der 3. Klasse damit. Zuerst durften die Kinder sich eine Figur aussuchen und dafür Entwürfe zeichnen. Anschließend wurden die Puppen genäht. Eine Schwierigkeit für den Klassenlehrer ist dabei, eine schöne Geschichte zu erfinden, in der alle Figuren auftauchen. Das war auch diesmal nicht wirklich einfach. Wieso kann es drei verschiedene Kasperle geben? Und was haben drei Indianer in einem Kasperltheater verloren? Durch die tatkräftige Zusammenarbeit mit Frau Wittmann gelang es aber doch, zügig den Rohentwurf bzw. den Handlungsstrang der Geschichte zu entwickeln. Herr Libardi, Elternteil in der 4. Klasse und professioneller Puppenspieler, fand dann für die Geschichte – neben einer wunderschönen Bühnenkulisse – noch die passenden, ausdrucksstarken Worte. Letztendlich war so für alle, also für den Kindergarten, die 1. - 3. Klasse, die 5. Klasse sowie für die Eltern, Verwandte und Geschwisterkinder, etwas Interessantes dabei.

Im Unterschied zu den mir bekannten Aufführungen sprachen diesmal nicht alle Kinder im Chor zusammen. Meist waren es 4 – 5 Kinder, die zusammen den Text für bestimmte Rollen lernten. Bei der Aufführung waren die Kinder gefordert, mit Gesten den Puppen Ausdruck zu verleihen, obwohl die Figuren generell nicht viele Bewegungsmöglichkeiten bieten. Das Kasperlspiel ist für die Kinder grundsätzlich eine Chance, in eine andere Rolle hineinzuschlüpfen. Und durch das Nähen einer Puppe gelingt es den Kindern noch leichter, sich mit der neuen Rolle zu verbinden. Die Proben für das Kasperltheater waren manchmal ziemlich mühsam, weil doch sehr viele Kinder abgeschirmt auf sehr kleinem Raum zusammen standen und sich organisieren mussten. Keiner durfte den anderen behindern, und alle mussten aufeinander aufpassen, damit auch keiner seinen Einsatz versäumt. Für die Unterstützung bei der musikalischen Untermalung ließ sich unsere Musiklehrerin Frau Schindler gewinnen, die zusätzlich die Melodie für das Kasperllied komponierte. Insgesamt handelt es sich bei dem Kasperltheater immer um ein großes soziales Unterfangen. Die Kinder mussten einiges leisten. Nicht zuletzt war bei der Aufführung auch das deutliche Sprechen ganz wichtig. Nicht nur bei der letzten der drei Aufführungen (am letzten Tag vor den Herbstferien) war unser Theaterspiel sehr gut besucht, und der Raum fast zu klein. Die Kinder konnten überzeugend zeigen, was sie gelernt hatten. Einer der Höhepunkte für mich war, als die Kinder am Ende ihre Puppe dem Publikum präsentieren durften. Für mich war es, trotz des großen Aufwands, ein besonders schönes Erlebnis! Jörg Wohlmacher Fotos: Regina Füreder 4. Klasse


r a g r e d n i K

Der Weg des Lichtes im Advent W

enn zu Weihnachten die Lichter am Baum brennen, so ist zur Erfüllung gekommen, was sich durch Monate leise vorbereitet hat. Die sommerliche Fülle an Licht und Wärme hat stetig abgenommen. War die Menschenseele an das äußere Licht hingegeben, so zieht sie sich nun in sich selbst zurück. Im Herbst hat sie das Gleichgewicht zwischen Licht und Finsternis miterlebt. In der dunkelsten Jahreszeit möchte nun ein inneres Licht aufleuchten und verwandelt als Liebe und Wärme nach außen zum Leuchten kommen. Etwas von dem Gotteswesen, das zu Weihnachten geboren werden soll, möchte in der Seele des Menschen ankommen (= advenire). Dazu muss er sich Raum für innere Ruhe und Sammlung schaffen, was oft durch äußere Hektik und frühzeitige äußere Lichterfülle erschwert wird. Das Kind kann diesen Seelenraum noch nicht selbst bilden Es ist noch ganz Sinneswesen und darf im Kindergarten tätig in dieses Bild eintauchen. So wird es jedes Jahr zu Beginn der Adventszeit in das Adventgärtlein geführt, wo es sein kleines Apfellicht am großen Weihnachtslicht anzünden darf. Dazu ist eine große Spirale aus Tannenreisig am Boden gelegt. In der Mitte ist die offene Kerze angezündet, wenn die Kinder mit der Kindergärtnerin den abgedunkelten Raum betreten, in dem sie die Töne der Leier empfangen. Das Lied „Über Sterne, über Sonnen“ trägt die Kinder in das Geschehen hinein und erklingt solange, bis alle vor der Spirale sitzen. Die Eltern haben bereits vorher im Raum Platz genommen. Die Kindergärtnerin erzählt nun die Geschichte von der Mutter Maria, die im Himmel das Hemdlein für ihr Kind webt und nur mit dem Herzensgold der Kinder auf Erden die Fäden zusammenhalten kann. Dann begleitet die Kindergärtnerin ein Kind nach dem anderen in die Spirale zum Licht. Auf dem Rückweg stellt das Kind sein entzündetes Apfellicht ins Reisig. Die ganze Zeit über ertönen von der Leier begleitete Adventslieder. Mit jedem Apfellicht erleben die Kinder (und die Erwachsenen), wie sich das Licht langsam von innen nach außen ausbreitet. Wenn alle Lichter angezündet sind, ziehen die Kinder noch einmal in den Kreis und nehmen als letzten Eindruck den hell erleuchteten Lichterweg mit, bevor sie wieder aus dem Raum geführt werden. Das Apfellicht bekommen sie dann mit nach Hause, wo sie es wieder anzünden dürfen.

Jedes Jahr ist der zauberhafte Friede erlebbar, der in dieser gemeinsamen Feier entsteht und Kinder und Erwachsene auf ganz besondere Weise verbinden. Möge er auch heuer wieder alle zu einem erfüllten Weihnachtsfest führen! Ursula Dotzler Adventgärtlein U. Dotzler

U

m es vorwegzunehmen: Die Frage ist nicht mit ja oder nein zu beantworten, sondern wirft (immer mehr) differenzierte Fragen auf. Dies hat Dr. Moravansky in seinem Vortrag und in der anschließenden Gesprächsrunde wie folgt sehr deutlich gemacht. Wir impfen heute möglichst früh und möglichst viel. Ihrem Ursprung nach sollte durch Impfung eine Immunisierung gegen epidemisch auftretende Krankheiten erreicht werden. Die Pocken sind auf diese Weise ausgerottet worden, alle anderen Infektionskrankheiten, gegen die man impft, nicht. Heute leben wir in einem durchimpften Umfeld und müssen uns damit entsprechend auseinandersetzen. Eine Folge davon ist, dass sich z.B. der Gang der als Kinderkrankheiten früher periodisch auftretenden und zu den Entwicklungsschritten des Kindes „passenden“ Infektionskrankheiten wie z.B. Masern (ca. alle 4 Jahre) verändert hat und eine Erkrankung zu einem späteren Zeitpunkt komplizierter verlaufen kann. Auch sind


rtenseiten SOLLEN WIR IMPFEN?

in den letzten Jahrzehnten andere Krankheiten wie z.B. Allergien akut geworden, was einen Zusammenhang mit dem umfassenden Impfen vermuten lässt. Wann ist also Impfen sinnvoll? Das Kind muss lernen, sein Immunsystem auf eigene Beine zu stellen. Vor dem 3. Monat kann dieses noch nicht auf einen injizierten Anstoß zur Antikörperbildung reagieren. Ein grundlegendes Verständnis der möglichen Infektionskrankheiten erleichtert eine Impfentscheidung. So ist z. B. Keuchhusten in den ersten 6 Monaten kritisch, dann „nur“ mehr unangenehm, weil langwierig. Die Liste der heute möglichen Impfungen ist lang, und sie werden auch regulär verabreicht, z.B. gegen Hämophilus influenza, Hepatitis, FSME und „traditionelle“ Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Tuberkulose etc. Exemplarisch wurden einige Krankheiten dargestellt. Die Impfungen wurden im Einzelnen medizinisch und im Hinblick auf den Zeitpunkt, das (ev. zu wechselnde) Umfeld und die soziale Verantwortung bzw. Notwendigkeit beschrieben. Die anthroposophische Medizin ist nicht grundsätzlich gegen Impfungen, sucht aber kritisch zu einer Impfentscheidung zu kommen, die Sinn und Wirkung in ihrer Gesamtheit berücksichtigt. So gehört die Auseinandersetzung mit Krankheit zu einen „gesunden“ Leben dazu. Was muss bzw. will ein Mensch daran lernen? Die in den Raum gestellte Aussage von Rudolf Steiner, dass der Mensch die Aufgabe hat Liebefähigkeit zu lernen führte zu besonders aufmerksamer Stille: Gelingt ihm dies auf geistig-seelischer Ebene nicht, so rutscht die Aufgabe unter dem Aspekt des Inkarnationsgedankens als (Infektions)-Krankheit in den physischen Bereich und kann auf dieser Ebene zum Teil ergriffen und ausgeglichen werden. Nimmt die Impfung diese Möglichkeit weg, so muss durch seelisch-geistige Erziehung die Möglichkeit gegeben werden, diese Fähigkeit zu lernen. Wird die Eigentätigkeit des Kindes nicht genügend angeregt, entsteht seelische Leere; in der Folge treten vermehrt psychische Krankheiten auf – diese von Rudolf Steiner 1920 in einem Vortrag beschriebene Entwicklung ist leider eingetreten. Somit sind Eltern und Pädagogen vor entscheidende Aufgaben gestellt, und die Impffrage erfährt eine wesentliche Ergänzung: Wenn man sich eine Krankheit „erspart“ (auch als Eltern, weil z.B. Pflege des Kindes zeitlich nicht geleistet werden kann), was muss statt der Aus-

Themenabend mit Dr. Johann Moravansky im Kindergarten

einandersetzung mit der Krankheit in der seelisch-geistigen Erziehung für das Kind und vom Erwachsen geleistet werden? Abschließend wurde noch darauf hingewiesen, dass vergleichende Studien gezeigt haben, dass der Anteil an Allergikern unter Waldorfschülern wesentlich geringer ist. Dies gilt auch für Kinder, die eine Masernerkrankung durchgemacht haben. Vielen Dank für die weitreichende Auseinandersetzung mit dem Thema an diesem Abend! Empfehlung zum Weiterlesen: Martin Hirte Impfen pro und contra Wolfgang Goebel/Michaela Glöckler Kindersprechstunde, Kapitel über Krankheitsvorbeugung Zusammengefasst von Ursula Dotzler

Bitte vormerken: Nächster Themenabend am 11. Jänner 2010 um 19.30 im Kindergarten in der Marktgemeindegasse 42

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht!“ Afrikan. Sprichwort

Ist mein Kind reif für die Schule? Vortrag und Gespräch mit Dr. Elisabeth Frank, Schulärztin und Rita Welte, Lehrerin an der Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer


8  |

MoMent  Dezember/Jänner 2009/2010

MoMent aus der Schule …

Geheimnisvolles aus dem Maurer-Schlössl!

V

iel geheinmissvolles geschieht im und um das MaurerSchlössl vor Weihnachten. Manches ist sichtbar, anderes offen oder versteckt, seltenes ganz geheim aber vieles erfunden und erdichtet. Ich möchte heute von etwas berichten das von allem etwas ist. Es ist, oder es ist vielleicht doch nicht, oder verborgen, oder vielleicht doch nur ein Märchen. Ob es aber tatsächlich so ist oder war, werden wir erst nach Weihnachten wissen.

sich sehr, lassen sich zur gemeinsamen Pause nieder und können doch nicht begreifen was da geschieht. Sie suchen Geschenke, trotz ihrer Armut teilen sie gerne und bringen sie fort zu einem Licht in der Ferne. Dann singen sie wieder. Alle zusammen gehen nochmals herum, es wird wieder ruhig und alle verschwinden. Falls jemand zusah verbleibt auch er kurz ganz stumm. Aber plötzlich kommt wieder das Treiben zurück. Es wird zurückverrückt und getragen, gehoben, geschoben und dabei alles wieder an seinen ursprünglichen Platz gebracht.

Fast wöchentlich treffen sich ein paar dieser Wesen. Sie sind aus verschiedenen Ländern. Sie haben unterschiedliche MutUnd wieder wird es stiller, doch dann frägt einer schnell noch, wie tersprachen, sie sprechen miteinander und verstehen sich geht es weiter und die Ruhe kehrt ein. Einige plaudern noch ein wesogar. Sie sind unterschiedlich aus-, ein- und weitergebildet nig, doch da geht das Licht aus und es wird finster. Sie verlassen das und machen etwas zusammen wo einer den anderen braucht. Haus. Einige treffen sich nicht weit entfernt und sprechen noch über Manche haben eine hervorragende Gesangsausbildung, ande„Goot“ und die Welt. Aber das große Haus ist jetzt leer und man sieht re keine und sie singen zusammen. Sie sind unterschiedlich alt niemand mehr. und sie akzeptieren einander. Es gibt Große und Kleinere und sie spielen miteinander. Es bleibt die Frage, war es wahr oder ein Märchen, kommt die Wahrheit ans Licht? Aber was ist da wirklich: ich habe es gehört, oder gesehen, erzählt bekommen, wehr weiß es schon, ...????? Was geschah hier wirklich? Ist die ganze Geschichte doch nur ein GeIn der Vorweihnachtszeit treffen sie sich fast wöchentlich. Sie dicht? Aber ich weiß, dass es jeder erfährt der sich um Weihnachten grüßen einander sehr freundlich und freudig und manche küs- herum dem Maurer-Schlössl nähert. sen sich. Einige beginnen mit Papier zu hantieren, andere arGanz sicher gibt es auch eine Auflösung hier in dieser Zeitung, aber beiten mehr körperlich, schleppen Sessel und Bänke, schieben dann nicht von mir … schwere „Tongeräte“ hin und her, platzieren alles dort wo sie es brauchen oder wo es nach eigenem Plan hingehört. Manche ganz schwere Sachen wie Aufstiegshilfen und Verlängerungen werden aus dem Untergrund gezogen. Die rein körperlichen Arbeiten werden weniger. Sie beginnen sich um eine Leitfigur zu scharen. Es folgen Absprachen, ein paar Erläuterungen, Anweisungen und Aufträge. Auf ein Zeichen beginnt die Musik zu spielen. Alle gehen herum und singen. Manche singen mit und manche ohne Zettel. Trotz aller Unterschiede klingt es nach kurzer Zeit. Es wird ruhiger - alle verschwinden – es wird still im Saal. Plötzlich ein kräftiges „PONG – PONG – PONG“. Etwas Kräftiges hämmert gegen die Tür. Sogleich wird sie von außen geöffnet und es beginnt ein Furioso. Es wird marschiert, solo und im Chor gesungen, geflüstert, gesprochen und geschrieen. Manche werden gedemütigt, ja vertrieben, sie sind voller Hoffnung und verzweifelt, es wird gesucht, gefleht, gehofft und vertraut. Manchmal öffnen sich die Herzen und sie schauen verzaubert mit Sanftmut im Blick. Sie erschaudern vor Ehrfurcht und hören gebannt zu. Dann versinken sie in Gedanken und schlafen zuweilen bis sie erwachen voll Schreck. Sie treiben Scherze miteinander, necken

EIS- und D A R PA TGEBURT-SPIEL RIS NSTAG 22. DEZ. H C DIE 19 bzw. 20 UH R

GROSSER FESTSAAL RUDOLF STEINER-SCHULE WIEN-MAUER ENDRESSTR. 100, 1230 WIEN


Dezember/Jänner 2009/2010  MoMent

|  9

MoMent aktuell …

…. unser Cherubini - Projekt

A

us Anlass der Aufführung des Requiems in c-Moll von Luigi Cherubini im März 2010, übrigens zu seinem 250. Geburtstag, möchte ich Ihnen diesen zu Lebzeiten sehr berühmten und geschätzten, aber heute fast vergessenen Komponisten vorstellen:

Luigi Cherubini (1760-1842) Luigi Maria Cherubini wurde am 14. September 1760 in Florenz (Italien) geboren. Er war das 10. von 12 Kindern. Sein Vater war Cembalist an einem Theater, bei ihm erhielt Luigi Cherubini im Alter von sechs Jahren den ersten Musikunterricht. Drei Jahre danach wurde er von anderen Lehrern unterrichtet. Mit 13 komponierte Cherubini seine erste nennenswerte Komposition, eine Messe in D-Dur. Als Cherubini 14 war, wurde im Dom von Florenz eine Kantate von ihm aufgeführt, die der Großherzog der Toskana -der Sohn von Kaiserin Maria Theresia und späterer Kaiser Leopold II.- hörte. Der kunstsinnige Großherzog erkannte Cherubinis Begabung und gewährte ihm ein Stipendium für das Studium bei Guiseppe Sarti in Bologna. Im Alter von 16 setzte Cherubini seine musikalische Ausbildung fort, er soll Unterricht in Klavier und Gesang gehabt haben. Bei Sarti begann Cherubini sein Studium mit 18, damals hatte er bereits eine Reihe von Kompositionen geschrieben, vorwiegend Kirchenmusik. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit kontrapunktischen Studien und der Analyse der Werke älterer Komponisten. Besonders prägte den jungen Cherubini die Beschäftigung mit den Techniken des polyphonen Stils. Mit 21 beendete er seine Studien bei Sarti und kehrte nach Florenz zurück, wo man ihn mit einer „Akademie“ ehrte, bei der mehrere seiner Kompositionen erklangen. In den folgenden Jahren komponierte Cherubini einige Opern. Mit 24 konnte Cherubini durch Vermittlung nach London gehen, um sich auch dort die nötige Anerkennung zu verschaffen. In Paris legte er eine Zwischenstation ein. Während der Theaterpause im Sommer 1785 reiste er von London nach Paris und wurde dort in einflussreiche Kreise eingeführt. Er hatte auch die Möglichkeit, einige Werke vorzustellen. Mit 26 Jahren ließ sich Cherubini endgültig in Paris nieder. Aufgrund seiner künstlerischen und menschlichen Qualitäten gewann Cherubini rasch hohes Ansehen und viele Freunde. Es wurde eine Gesellschaft zur Aufführung italienischer Opern in Paris gegründet, die sich „Theatre de Monsieur“ nannte. Cherubini übernahm die musikalische Leitung. Die Uraufführung seiner Oper „Lodoiska“ 1791, er war damals 31 Jahre alt, im „Feydeau-Theater“ wur-

de zu einem Riesenerfolg und brachte Cherubini den endgültigen künstlerischen Durchbruch.

Luigi Cherubini, Jean Auguste D. Ingres, Musa della lirica 1842

Fast alle weiteren Bühnenwerke Cherubinis bis 1800 sollten im „Théatre-Feydeau“ uraufgeführt werden. Cherubini litt schon länger an einer Nervenerkrankung und zog sich einige Monate in die Normandie zurück. Als er im Sommer nach Paris zurückkam heiratete er mit 34 Jahren die Französin Anne Cécile Tourette, mit der er drei Kinder hatte. 1795 wurde das Institut „national de musique“ als Konservatorium etabliert, es war eines der ersten Konservatorien Europas. Man benötigte fünf Inspektoren zur Beaufsichtigung des Instituts, Cherubini wurde einer von ihnen. Als er 40 Jahre alt war, wurde seine Oper „Les Deux Journées“ aufgeführt, neben seiner Oper „Medée“, brachte ihm diese auch großen Ruhm im deutschsprachigen Raum. Als Napoleon an die Macht kam, erlitt Cherubini schwere Rückschläge. Napoleons Ablehnung Cherubini gegenüber bedeutete die Schließung des „Théatre-Feydeau“. Cherubinis Einkünfte reichten kaum aus, um seine Familie zu versorgen. Eine neue Chance bot sich Cherubini mit 45 (1805), als er nach Wien eingeladen wurde. Für die Hofoper, die schon mehrere Werke von ihm inszeniert hatte, sollte er zwei neue Opern komponieren. Baron Peter von Braun kam persönlich nach Paris, um Cherubini abzuholen, und reiste mit ihm über Mannheim, Berlin, Dresden und Prag nach Wien. In Wien wurde Cherubini von Haydn, Beethoven und anderen Künstlerpersönlichkeiten mit Hochachtung und Herzlichkeit empfangen. Cherubini überreichte Haydn eine Mitgliedsurkunde und Ehrenmedaille des Pariser Konservatoriums und bekam im Gegenzug die Originalpartitur der Symphonie Nr. 103 (mit dem Paukenwirbel) als Erinnerungsgeschenk. 1806 kehrte Cherubini nach Paris zurück. Er nahm sein Amt als Inspektor wieder auf, verfiel jedoch schon bald und mehr als je zuvor in eine Depression. Er fühlte sich am Ende seiner musikalischen Karriere. In der folgenden Zeit komponierte er sehr wenig und beschäftigte sich mit Botanik und Malerei. In den nächsten Jahren verbrachte er mehrere längere Erholungsaufenthalte auf Schloss Chimay (im heutigen Belgien). Dort bekam er den Auftrag, eine Messe zu komponieren. Dies war ein wichtiger Einschnitt in sein Leben, da er nach langer Zeit wieder sakrale Musik komponierte. Mit 50 Jahren wandte er sich mehr und mehr von der Oper ab. Der Niedergang der Herrschaft Napoleons und die Machtübernahme von König Ludwig XVIII. ermöglichten Cherubini eine neue Entwicklung in


10  |

MoMent  Dezember/Jänner 2009/2010

 seinem beruflichen Leben. König Ludwig ernannte ihn zum „Ritter der Ehrenlegion“ und er wurde in die „Akademie der schönen Künste“ am „Institut de France“ aufgenommen. Auch andere europäische Akademien verliehen ihm eine Ehrenmitgliedschaft. Mit 56 (1816) wurde er Surintendant de la musique du roi. In dieser Position war er auch für die Kirchenmusik der Chapelle royale zuständig. Es war für Cherubini ein Lebensabschnitt voller Zufriedenheit, in dem er viel Kirchenmusik komponierte. Mit 62 Jahren wurde er Professor für Kontrapunkt am Konservatorium der Chapelle royale und bald darauf auch deren Direktor. Seiner Lehrtätigkeit widmete er sich mit Hingabe. Er lieferte viele Beiträge zu musikpädagogischen Lehrwerken; im Jahre 1835 veröffentlichte er eine Abhandlung über Kontrapunkt und Fuge, die bald in andere Sprachen übersetzt wurde. Das Pariser Konservatorium wurde unter Cherubini zu einem der renommiertesten Ausbildungsinstitute für Musik; bis heute ist es das geblieben. Viele junge Musiker kamen nach Paris, um von Cherubini unterrichtet zu werden: C.M. von Weber, Spohr, Clementi, Rossini, Mendelssohn Bartholdy und Chopin. In den 1830er Jahren zog sich Cherubini immer mehr aus dem Musikleben zurück. Direktor des Pariser Konservatoriums blieb er bis über sein 80. Lebensjahr hinaus. Anfang 1842 musste er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Anlässlich seiner Verabschiedung aus dem Dienst wurde er zum „Kommandeur der Ehrenlegion“ befördert, eine Auszeichnung die vor ihm noch keinem Musiker zu Teil wurde. Wenige Wochen später, am 15. März 1842, starb Luigi Cherubini in Paris. Bei seinem Staatsbegräbnis erklang, wie er es selbst gewünscht hatte, sein Requiem in d-Moll. Eine Auswahl seiner Kompositionen: 6 Klaviersonaten, 11 Messen, einige Motetten, 15 italienische und 14 französische Opern, 2 Requien, 6 Streichquartette, 1 Symphonie. Cherubinis Requiem in C-Moll: Im Jahre 1816 komponiert Cherubini sein erstes Requiem in c-Moll für vierstimmigen Chor und Orchester (2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Tamtam, Streicher). Das Requiem komponierte Cherubini für die Jahresfeier des Todestages von König Ludwig XVI. Die Uraufführung fand am 20. Jänner 1817 in der Abteikirche St. Denis statt, bei der 41 Sänger und 46 Instrumentalisten mitwirkten. Die Aufführung am 20. Jänner war für ein breites Publikum zugänglich, einen Tag später wurde das Requiem noch einmal gespielt, diesmal aber nur vor der königlichen Familie und ausgewählten Würdenträgern.

Zitate aus dem 19. Jahrhundert über Cherubinis Requiem in c-Moll: Hector Berlioz: „Das Requiem gilt mir als Meisterwerk; keine andere Composition dieses großen Meisters ist dieser an Reichthum der Ideen, an Großartigkeit der Formen, an Erhabenheit des Styls, und außer der gewaltigen, abgerissenen Fuge ,Quam olim Abrahae promisisti´, an durchgängiger Wahrheit des Ausdrucks zu vergleichen. Das Agnus Dei mit seinem Decrescendo überflügelt alles, alles, was man in dieser Gattung versucht hat. Die Arbeit in der Partitur ist von unschätzbarem Werthe; die Anordnung der Stimmen ist kunstreich verschlungen, aber klar, die Instrumentation farbenreich, kräftig, aber immer des Vorwurfes würdig.“ Beethoven, der über Mozarts Requiem kein Wort verlor, äußerte sich über Cherubinis Requiem mit „ganz einverstanden“. Das Monthly Musical Record: „Während die Matthäus-Passion als tiefste und mächtigste Äußerung der wahrhaft deutschen Kunst auf dem Felde der protestantischen Kirchenmusik erscheint, müssen wir in Cherubinis Requiem das größte Werk des italienischen Katholizismus erkennen.“ „… beide rufen tiefsten Eindruck hervor.“ „… der weichen italienischen Art Cherubinis, die immer wohlklingend, melodisch fließend erscheint. … Wenn wir zunächst in dem Requiem die Orchesterführung betrachten, so finden wir durch Anwendung der wenigen Instrumente einen vorherrschend trauervollen Grundton, der nur in dem Sanctus und Dies irae verlassen wird.“ „Der vierstimmige Chor allein ist in dem ganzen Werke Träger des Inhalts; ihm ist die Instrumentation vollständig untergeordnet. Nirgends erhebt sich eine Solostimme oder ein Soloinstrument mit individueller Bedeutung. Zudem ist jeder einzelne Satz in breiten Formen aufgebaut, und spiegelt in großen Zügen den Charakter des ganzen wider. Der kontrapunktische Styl des Requiems zeigt noch eigenartige Effekte, zum Beispiel die verdoppelt kanonisch geführten Stimmen beim Beginn des Dies irae erwecken die Vorstellung der tiefsten Furcht, der schreckvollsten Bestürzung, während das nach altitalienischer Art erfolgende, taktweise nacheinander Einsetzen der vier Singstimmen bei den Worten Te decet


Dezember/Jänner 2009/2010  MoMent

|  11

Aktuelle Termine Veranstaltungen Ein Überblick für dieses Schuljahr Weihnachtsspiele Di 22.12. 19:00/20:00 (s.S. 8) Benefiz-Konzert mit F. Tomsits-Stollwerck & W. Borodin Sa 16.1. (s.S. 15) Tag der offenen Tür Sa 16.1. 10:00 - 14:00 (s.S. 19)

J. Turner, 1815 Errichtung v. Karthago

hymnus und ex audi et lux perpetua – die herrlichsten und ausdrucksvollsten Harmoniefolgen herbeiführt. Geradezu wundervoll ist die Mannigfaltigkeit und Steigerung des Ausdrucks des demühtigsten Gebets, der vollsten Unterwerfung bei den Worten salva me fons pietatis und voca me cum benedictis. Der rührende Ausdruck tiefster Zerknirschung, ferner bei den Worten Oro supplex et acclinis, gefolgt von dem Lacrymosa dies illa. Noch stimmungsvoller ist die ergreifende Bitte Pie Jesu und schließlich das Dona eis requiem. Obschon der Styl des ganzen Werkes, wie schon erwähnt, der polyphone ist, enthält das Requiem doch nur eine Fuge …“ „Die Fuge des Requiems über die Worte Quam olim Abrahae promisisti, et semini ejus ist auf drei Themen gegründet und von hohem Wohlklang. Ein eigenthümlicher Eindruck des vollsten Vertrauens auf Erfüllung der Sühne wird durch den wiederholten Eintritt der Stimmen in Konsonanzen hervorgerufen.“ Anna Winninger Literatur: Josef Rheinberger, Luigi Cherubini: Leben und Werk in Zeugnissen seiner Zeitgenossen, Regensburg 1972 Oliver Schwarz-Roosmann, Die Requien in: Luigi Cherubini und seine Kirchenmusik, Köln 2006 S. 195-215 Wolfgang Hochstein, Luigi Cherubini in: Neue Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil Bd. 4, Stuttgart 2000, Sp. 853-911 Karten für die Aufführungen am Donnerstag und Freitag, 25. bzw. 26. März 2010, jeweils 19.30 Uhr, Odeon Theater, 1020 Wien sind ab sofort im Schulsekretariat erhältlich. Kartenpreis: Euro 25,--, SchülerInnen/Studierende Euro 15,--, Förderkarten ab Euro 50,--

Informationsabend Di 19.1. 20:00 (s.S. 19) Ball der 12. Klasse Sa 23.1. abends (s.S. 15) 8. Klass-Spiel um den 20.2. Kellertheater der 10. Klasse Di 23.2, Mi 24.2. Fr 26.2. & Sa 27.2. Waldorftag Sa 6.3. (s.S. 12/13) EOS Benefiz-Abend Do 11.3. 19:30 Schulfeier Sa 13.3. 9:00 Generalversammlung des Schulverein Di 16.3. 20:00 Cherubini Aufführungen Do/Fr 25./26.3. immer 19:30 (siehe Kasten links) südafrikanischer Kinderchor Details noch offen 11. Klass-Musikabende um den 24.4.. abends Benefiz-Gala mit Till Fellner vorauss. 26.5. abends 12. Klass-Spiel um den 12. 6. abends Schulfeier Sa 26.6. 9:00

Ein volles Programm!


12  |

MoMent  Dezember/Jänner 2009/2010

Zum Waldorftag 2010 (siehe Seite 13) Karl- Martin Dietz

„Eltern und Lehrer an der Waldorfschule“

K

arl-Martin Dietz, geboren 1945, studierte u. a. Germanistik und Philosophie. Seit 2003 unterrichtet er an der Universität in Karlsruhe „Dialogische Führung“ und leitet Seminare zu Fragen der Zusammenarbeit. Am kommenden Waldorftag (5./6. März 2010 in Salzburg) wird K.M. Dietz einen Impulsvortrag zum Thema der dialogischen Zusammenarbeit halten. In den ersten beiden Kapiteln seines Buches beschäftigt sich K.-M. Dietz vor allem mit Verständnis, Verständigung und Vertrauen als wichtige und grundlegende Aspekte der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern. „...die Waldorfschule ist eine Schule, die ganz darauf aufgebaut ist, mit der Elternschaft in enger Verbindung zu stehen...“ Rudolf Steiner, 19.11.1923 Schon auf den ersten Elternabenden der ersten Waldorfschule in Stuttgart wies Rudolf Steiner auf die große Bedeutung der Eltern für die Schule hin. Das „vertrauensvolle Zusammenwirken“ von Eltern und Lehrern war von Anfang an ein Grundelement der Waldorfschule. Dabei sollten Kooperation und Koproduktion ohne Abhängigkeiten und ungleiche Machtverhältnisse entstehen. Wie sollte nun dieses „vertrauensvolle Zusammenwirken“ aussehen? K. M. Dietz lehnt es ab, ein allgemeingültiges Modell für die Zusammenarbeit an Schulen zu entwerfen, es sollten vielmehr die individuellen Menschen, die an einer Schule tätig sind, versuchen, sich ihre eigene Lösung, die genau ihren Vorstellungen und Möglichkeiten entspricht, erarbeiten. Als Anregung zitiert K. M. Dietz Hinweise Rudolf Steiners, die dieser zur Eltern-Lehrer-Partnerschaft gegeben hat. Rudolf Steiner betont immer wieder, wie wichtig die Eltern für die Lehrer sind, vor allem das Verständnis der Eltern für die LehrerInnen. Dieses brauchen die LehrerInnen aus mehreren Gründen: Als Kraftquelle für ihre Arbeit, um in ihrem Tun bestärkt zu werden. Damit die pädagogische Arbeit der Lehrer „Schlagkraft“ bekommt, denn das Verständnis für die Waldorfpädagogik führt zu der Einsicht, dass die Ideale der Waldorfpädagogik genau das sind, was die Menschen in sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht brauchen. Rudolf Steiner verstand die Waldorfschulen als „Musterschulen“ für eine neue, allgemeine Pädagogik. Das Verständnis der Eltern dient als Schutz und Rechtfertigung für das „freie Wirken“ der Lehrer. Die Schule sei „umwallt vom Elternverständnis wie von den Mauern einer Festung.“ (R. St.) In der Waldorfschule stehen primär nicht momentane Lernerfolge im Vordergrund, sondern das Erlangen von „Lebenstüchtigkeit“. Die Lehrer bemühen sich, die Kinder und Jugendlichen in ihrer ihnen zugrundeliegenden Eigenart zu fördern, das ganze Leben der Schüler vor sich zu haben, die jungen Menschen als Werdende zu sehen. Es sollen keine frühzeitig „fertigen“ Erwachsenen die Schule verlassen, sondern Menschen, die offen bleiben für die Fragen des Lebens, die Verantwortung übernehmen für ihr Leben und die Welt um sie. Um für das jeweilige Kind das jeweils Beste und Richtige zu finden, braucht der Lehrer „freies Wirken“ und darf nicht starren Lehrplänen unterliegen. Als Unterstützung dafür ist das Verständnis und Vertrauen der Eltern notwendig. Um Verständnis entwickeln zu können, sollten die Eltern in die pädagogische Arbeit miteinbezogen, damit

Zusammenfassung der ersten beiden Kapitel von Irene Mayer und Susanne Staller

sie „auch eindringen können, in die Gedanken, Empfindungen und Willensimpulse, die uns selbst tragen.“ (R. St.) Wenn das zustande kommt, dann treffen einander im Verständnis zwei Freiheitsakte- das „freie Wirken“ der Lehrer und die freie Entscheidung der Eltern, diese Art der Pädagogik anzunehmen und zu unterstützen. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Zusammenarbeit ist die Verständigung: Da die Lehrer die Führung von außen durch Selbstorientierung ersetzen, dient ihnen die Reaktion, das Echo der Eltern, als Spiegelung. Rudolf Steiner regte sogar die Eltern an, „eine kleine Antwort zu schreiben auf das, was der Lehrer im Zeugnis beschrieben hat...“ (R. St.) Da der Lehrer bemüht ist, ein Kind in seinem ganzen Wesen zu erfassen, kann ihm diese Rückmeldung sehr hilfreich sein. Ebenso dient ihm der Austausch mit den Eltern, die dem Lehrer Hinweise zu ihrem Kind geben, als wichtige Ergänzung, da er im Unterricht oft nur einen Ausschnitt des kindlichen Wesens erleben kann. Dennoch werden immer wieder Situationen auftreten, in denen eine Verständigung vorab unmöglich erscheint. Gerade in diesen Momenten sind das gegenseitige Vertrauen und das Vertrauen in eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit besonders notwendig. Die Elternhäuser als soziale Wirklichkeit der Kinder Rudolf Steiner spricht davon, dass die Wahrnehmung des Kindes ohne den innigsten Kontakt zu den Eltern unvollständig bliebe. Die damit verbundene auf Gegenseitigkeit beruhende Offenheit setzt eine wirklich individuelle Begegnung zwischen Lehrern und Eltern voraus. Ziel ist ein Austausch über die jeweiligen pädagogischen Vorstellungen. Der Waldorflehrer/die Waldorflehrerin ist gefordert aus dieser Verständigung und den Zeitanforderungen zu beurteilen, wie er/sie zu arbeiten hat. Anstatt der Behörde „brauchen wir die Anlehnung an dasjenige soziale Element, aus dem die Kinder herausgewachsen sind.“ (R. St. 1924) Auch die Eltern sind hier gefordert, sich bewusst einzubringen, so stützen sie die Autorität des Lehrers/der Lehrerin bei den Kindern und tragen zu Gelingen des Unterrichts bei. K.-M. Dietz benennt zwei unfruchtbare Grundhaltungen, die sich in vielen Waldorfschulen eingebürgert haben. Einerseits ist dies die Tendenz, die geistigen Belange der Schule ausschließlich bei LehrerInnen anzusiedeln und von den Eltern vor allem Bemühungen um Finanzierung, Bauarbeiten, Basargestaltung u.ä. zu erwarten, und andererseits ist es der Versuch, das Zusammenwirken von Eltern und LehrerInnen in geregelte rechtliche Bahnen lenken zu wollen. Er beruft sich auch hier auf Steiner, der explizit eine Mitbestimmung und Mitverantwortung der Eltern in Ordnungsfragen, aber auch im Besonderen in pädagogischen Fragen gefordert hat, sowie die volle Offenheit der Lehrerschaft für Anregungen der Eltern und die Beratung mit diesen. Im Falle der schon damals bestehenden Überfrachtung der Oberstufe mit Wochenstunden spricht sich Steiner dafür aus, nicht die Stundenzahl zu erhöhen, sondern die Kinder entscheiden zu lassen, nach welcher Richtung sie sich ausbilden wollen. Waldorfschulen wurden in vielen Fällen von Eltern gegründet, was in der Gründungsphase zu einem partnerschaftlichen Verhältnis von Eltern und LehrerInnen führte. Diese Schulen sind inzwischen schon in die Jahre gekommen, und es sind neue Ansätze gefragt, wie den Zeitforderungen entsprochen werden kann, nicht durch Anpassung an von außen kommende Fremdelemente, sondern durch die Besinnung auf noch nicht erschlossene soziale Impulse der Waldorfpädagogik. Leitende Idee ist er Gedanke Steiners, dass nicht durch die Schaffung der „richtigen“ Insti-


*) siehe Artikel Seite 12 von Irene Mayer und Susanne Staller

Dezember/Jänner 2009/2010  MoMent

|  13

Samstag, 6. März 2010 Impulsvortrag: Karl-Martin Dietz,*)

Rudolf Steiner-Schule Salzburg

Friedrich von Hardenberg Institut für Kulturwissenschaften

Begegnung im Dialog statt Hierarchie oder Chaos Grundlagen für eine gelingende Erziehungspartnerschaft zwischen LehrerInnen & Eltern

INFORMATION ZU ALLEN 11 WORKSHOPS AUF  www.waldorftag.at Anmeldung bitte über www.waldorftag.at,  via e-mail: anmeldung@waldorftag.at  oder per Tel: 01/888 74 61 Bei der Anmeldung ersuchen wir um Ihre erste Workshop-Wahl und eine Alternative. Über die Zuteilung zu den Workshops entscheidet die Reihenfolge der Anmeldungen. Teilnahmebeiträge zur Kostenabdeckung: finden Sie unter: http:// www.waldorftag.at Impulsvortrag Samstag Mittagessen

Euro 15,– Euro 8,-

tutionen, sondern gemeinsamen Tun dieWaldorftag jeweils gegebeBeitragimfür den gesamten nen Verhältnisse gestaltet werden sollen. (inkl. Vortrag und Kaffeepausen, ohne Mittagessen): Als Beispiele werden die Vorzüge zweier beschrie- Bei Anmeldung vor demModelle 19.01.2010 Euro 35,– ben: der Zusammenarbeit an der Waldorfschule Gröbenzell - Bei Anmeldung nach dem 19.01.2010 Euro 40,und des Schulrates als partnerschaftliches Gestaltungsor- Mitarbeitergruppen aus einer Institution gan der Schule in Essen, wo das Zusammenwirken schon (ab 5 TeilnehmerInnen bis 19.02.2010) Euro 35,– seit lander Zeit erfolgreich ist. Diese zeichnen sich aus - Tageskassa Euro 45,– durch eine hohe Offenheit und Transparenz, ein partnerschaftliches Zusammenwirken in Form einer echten KoVeranstalter: operation und das Bewusstsein, dass die Waldorfschule Waldorfbund (www.waldorf.at) und ein Unternehmen ist, das das Engagement aller Beteiligten Rudolf Steiner-Schule Salzburg braucht und nicht einfach konsumiert werden kann. Ob die (Waldorfstraße 11, 5020 Salzburg) Partnerschaft letztendlich wirklich gelingt, hängt vom individuellen Einsatz der Beteiligten ab.

Zum Auftakt: Bildungspodium

Freitag, 5. März 2010, 19 Uhr Rudolf Steiner-Schule Salzburg

Freie Schule für freie Menschen –  wie viel Autonomie braucht die Schule? Eröffnung:  Landeshauptfrau Gabi Burgstaller Impulsreferat: Günther Haider, BIFIE Am Podium diskutieren: Bundesministerin Claudia Schmied, BMUKK Heidi Schrodt, AHS-Direktorin Karl-Martin Dietz, Kulturwissenschafter Hermann Helm, Landesschulratspräsident NÖ Peter-Michael Lingens, Journalist, Profil Eintritt: freiwillige Spende

www.waldorftag.at


14  |

MoMent  Dezember/Jänner 2009/2010

Wege zur Qualität 9. Gestaltungsfeld: Individuelle Entwicklung Zielrichtung Es gehört zu den allgemein anerkannten Einsichten und Erfahrungen der Zusammenarbeit, dass die Qualität der Leistungen weitgehend von dem Verhalten der beteiligten Menschen abhängt. Je anspruchsvoller die Aufgaben, umso mehr kommt es darauf an, dass auch die Menschen mit der Aufgabe wachsen und sich entwickeln können. Wie weit eine solche Entwicklung stattfindet, hängt einerseits davon ab, dass die beteiligten Menschen ihre eigene Entwicklung in die Hand nehmen lernen. Andererseits kommt es darauf an, dass die Zusammenarbeitsprozesse so organisiert werden, dass Entwicklungen angeregt und gefördert werden. Besondere Bedeutung kommt dabei der Frage zu, die Grenze zu beachten und zu gestalten, die zwischen der Arbeits- und der Privatsphäre besteht. Anforderungen an die Institution Die Entwicklung der an der Aufgabenerfüllung beteiligten Menschen gehört zu den Zielen der Institution - Die Organisation sorgt dafür, dass sich die beteiligten Menschen mit den Aufgaben mitentwickeln können. Die Institution verschafft sich Wahrnehmungs- und Reflektionsmöglichkeiten für die individuelle Entwicklung der in ihr wirksamen Menschen. Es bestehen personalpolitische Grundsätze oder Regelungsformen, durch die Rücksichtnahme auf biographische Situationen und Veränderungen, z.B. familiäre Belastungen, Alter, Gesundheit, Veränderungsbedürfnisse, Krisen, der Mitarbeitenden ermöglicht wird soweit es der Leistungsprozess zulässt.

Schwerpunkte der Implementierung - Verstärkung der methodischen Arbeitsform des „Sozialen Dreischrittes“ in allen wichtigen Arbeitsbereichen. - Überprüfung und eventuelle Bearbeitung personalpolitischer Grundsätze in Zusammenhang mit den Führungsgrundsätzen und Regelungen des Umgangs damit. - Einsatz geeigneter Verfahren wie „Das Zusammenarbeitsgespräch“, Rückblicke, Rechenschaft, Intervision, Supervision u.a. - Bearbeitung des Entwicklungsbedarfs und Organisation geeigneter Maßnahmen. Wirkungen und Nutzen der Verfahrensanwendung - Die Bereitschaft und die Tatsache individuell-menschlicher Entwicklung bildet die Voraussetzung für soziale und organisatorische Qualitätsentwicklungen. - Im Erlebnis, dass die Arbeit zur Erfüllung einer Aufgabe nicht nur eine Belastung ist, sondern ein Bestandteil der eigenen Entwicklung, liegt eine Dauerquelle für Motivation, Verantwortungserleben und Einsatzbereitschaft. - Die innere Haltung und Stimmung der Tätigen fließt unmittelbar und mittelbar auch in die Qualität der sich entfaltenden, meist sensiblen Beziehungsdienstleistungen und ihre Wirksamkeit ein. - Ruhe, Konzentration und Befriedigung entstehen, wenn Mitarbeitende das Gefühl haben können, dass auch sie durch die Arbeit weiterkommen. Möglichkeiten zur Evaluation - Auswertung angewendeter Methoden wie z.B. der „Zusammenarbeitsgespräche“, Kollegiumsarbeit, Hospitationen usw. - Auswertung zielgerichteter Befragungen der beteiligten Menschen. Welche Hilfen werden in einer Gemeinschaft angeboten und praktiziert, um individuelle Entwicklungen zu fördern und den Bedarf dafür zu erkennen? Wie werden diese in Anspruch genommen? - Wie durchlässig ist eine Einrichtung für individuelle Entwicklungen? Wie reagiert sie darauf?

  

Vortrag mit Herrn Christoph Wiechert, Leiter der Pädagogischen Sektion am Goetheanum in Dornach, (Das Thema wird noch bekannt gegeben) Veranstalter ist die Pädagogische Sektion in Österreich.

am 6. Jänner 2010 19.30 Uhr in der Rudolf Steiner-Schule Pötzleinsdorf Geymüllergasse 1, 1180 Wien www.waldorfschule-poetzleinsdorf.at

EURYTHMIETHERAPIE 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 5/2 0699/11383625

Dr. Renate Kazda-Seelig Dipl.Eurythmietherapeutin

 


Dezember/Jänner 2009/2010  MoMent

Vortrag zum Thema Zähne So wie schon seit über einem Jahrzehnt wird uns Herr Dr. C.O. Haupt (Zahnarzt auf anthroposophischer Grundlage aus München) auch 2010 seine Erkenntnisse bezüglich der Zahnentwicklung in einem Vortrag zukommen lassen. Zahnfehlstellungen und Zahnspangenbehandlungen werden ebenfalls Themen seiner Abendausführungen sein. Am folgenden Tag haben Sie die Möglichkeit, Zahndiagnosen stellen zu lassen. Besonders hilfreich haben sich diese für Kinder im Zahnwechsel erwiesen. Die entsprechenden therapeutischen Maßnahmen kann der begleitende Erwachsene in diesem Zusammenhang mit Dr. Haupt persönlich besprechen. Do 18.02.2010, 20:00 Vortrag im kl. Festsaal zum Thema: „Kieferorthopädische Probleme und der ganze Mensch. Ursachen, Vorbeugung und Behandlung von Zahnfehlstellungen.“ Fr 19.02.2010 tagsüber: Zahndiagnosen – hauptsächlich für Kinder der 2. Klasse. (Details zur Anmeldung werden per Klassenbrief noch bekannt gegeben.)

Liederabend Frolieb Tomsits-Stollwerck, Sopran Wladimir Borodin, Klavier

Lieder von Robert Schumann Hugo Wolf Richard Strauss Gabriel Fauré Alexander Glasunov Reinhold Glier SergeiTanejev 16.1.2010 19.30 Uhr im kleinen Festsaal der Rudolf Steiner Schule Wien-Mauer Endressstr. 100 Eintritt frei, Spenden zugunsten der Schule erbeten

|  15

Einladung zur feierlichen Weihnachtshandlung des freien christlichen Religionsunterrichts Fr 25.12.  10:30 im kl. Eurythmie-Saal Die freichristlichen ReligionslehrerInnen


16  |

MoMent  Dezember/Jänner 2009/2010

MoMent international …

Ein Kindergarten in Äthiopien D

ies ist ein Bericht von einem Blitzbesuch in einem „Waldorf“Kindergarten im Norden von Äthiopien. Es kann sich nur um erste Eindrücke handeln, die ich im Zuge einer Reise bekommen habe, welche ich aber in Zukunft vertiefen möchte.

Zuerst aber Äthiopien in Kürze, damit man sich vielleicht ein bisschen ein Bild machen kann: Äthiopien liegt am Horn von Afrika, umgeben von Djibout, Somalia, Kenia, Sudan und Eritrea. Seine Hauptstadt, Addis Abeba, liegt ca. 2400m über dem Meeresspiegel. Im Norden erstreckt sich das Hochland mit bis zu 4000m hohen Bergen, im Süden der Afrikanische Grabenbruch und im Osten liegt die Danakil-Senke, mit 150m unter dem Meeresspiegel, einer der heißesten Orte der Welt. Äthiopien hat seine ganz besondere Geschichte und Kultur; es war nie europäische Kolonie, es schlug die Italiener 1896 in der Schlacht von Adua zurück, worauf die Menschen heute noch sehr stolz sind, und es wurde lediglich von Mussolini 1936 – 1941 besetzt. Daher ist die Amtssprache nicht Englisch, Französisch oder Italienisch, sondern Amharisch. Das Christentum ist in Äthiopien 200 Jahre älter als unseres. Äthiopien besitzt ein UNESCO-WELT-KULTURERBE in den großartigen Felsenkirchen im Norden des Landes. Nach dem Sturz des Kaisers Haile Selassie 1974 folgte die kommunistische Zeit unter dem General Mengistu, der das Land mit Hilfe von Kuba und der Stasi terrorisierte; 1991 floh er während der Revolution nach Simbabwe. Das Land wurde zur Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien. Es hat heute ca.76 Millionen Einwohner, welche über 80 verschiedene Sprachen sprechen. Es ist immer noch eines der ärmsten Länder der Welt. Nun aber zum Kindergarten:

D

er Verein „FINKS-SOCIETY-FOR-INTEGRATED-DEVELOPMENTHAWZIEN“ wurde im August 2002 von dem deutschen Ehepaar Dorothea und Peter Roenpage gegründet und als gemeinnützig anerkannt. „Finks“ heißt PHOENIX und das Projekt wird auf Deutsch „Phoenix Hawzien“ genannt. Im August 2002 trafen sich 35 Äthiopier, um etwas Neues zu beginnen; es waren Menschen aus der Umgebung, arme und „reiche“, die etwas für Hawzien tun wollten. Warum Hawzien, ein unbedeutender Ort zwischen Axum und Mekele? Hawzien hat traurige Bekanntheit erlangt, als es 1988 vom kommunistischen Regime bombardiert wurde, weil man die Rebellenprovinz Tigre bestrafen wollte. Es gab über 2500 Tote. Dann kam der Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien, der tausende Flüchtlinge nach Hawzien trieb; es ist ein sehr armer Ort. Auf Hilfe von der Regierung wartete man vergebens, also wurde die Selbsthilfeorganisation „Finks Hawzien“ ins Leben gerufen, um wie der Vogel Phoenix aus der Asche „aufzuerstehen“. Der Bürgermeister stellte ein großes Stück Land zur Verfügung, auf dem nun der Kindergarten steht. Er wurde durch Spenden aus Deutschland finanziert und von Äthiopiern gebaut, jeder Stein von Hand zurecht geklopft! Seit 2006 sind die Türen geöffnet. Zur Zeit arbeiten 4 Kindergärtnerinnen mit 100 Kindern dort.

Als ich also um 9 Uhr morgens dort ankam, erblickte ich dunkle Kinder in Reih und Glied am Boden auf Matten sitzend, die mich freundlich anlachten und begrüßten. Ich durfte nun den ganzen Vormittag in den zwei bestehenden Gruppen verbringen, miterleben, wie die Kinder sangen, erzählten, dazwischen immer wieder fröhlich lachten. Auf einmal fingen sie an zu klatschen, einem Mädchen wurde eine selbstgemachte Trommel, auf der noch USAid stand, in die Hände gedrückt, und schon waren die tanzenden Kinder auf den Beinen. Auf Traditionen hält man viel, und dazu gehören auch die Tänze. Ich sah aber auch, dass bereits 3 - 4jährigen das Alphabet können und zwar das Amharische und das Englische. Wie mir die Kindergärtnerinnen erzählten, wird dies vom Staat vorgeschrieben. So


Dezember/Jänner 2009/2010  MoMent

|  17

Ein Bericht von einem Blitzbesuch in einem „Waldorf“-Kindergarten im Norden von Äthiopien von Elisabeth Jordi.

gegen 12 Uhr gingen die Kinder wieder in Reih und Glied hinaus aufs WC und dann zum Händewaschen, was mit möglichst wenig Wasser geschehen muss. Dann wird der Lunch, den sie von zu Hause mitgenommen haben, gegessen, natürlich mit den Händen, wie es üblich ist. Ja, und dann gehen die Kinder nach Hause, denn sie werden gebraucht, die Mädchen zum Wasser holen, die Buben gehen mit dem Vieh auf die Weide. Am Nachmittag konnte ich dann noch mit den Kindergärtnerinnen sprechen, sie wollten wissen, ob es mir gefallen hat und fragten auch gleich, warum ich nur so kurz bleibe und wann ich wiederkomme. Ich habe erfahren, dass die Eltern etwas bezahlen müssen für den Kindergarten, 5 Birr im Monat (1€ sind ca. 13 Birr), und wenn sie das nicht können, dann helfen sie beim Putzen oder beim Teekochen. Die Idee ist, dass man auf dem Gelände Bäume, Sträucher und Kräuter anpflanzt, damit die Mütter später die Kräuter auf dem Markt verkaufen können, dazu braucht man aber Wasser, und das ist sehr knapp. Gibt es die Möglichkeit einen Brunnen zu graben? Das muss nun geprüft werden. Der Lerneifer der Kindergärtnerinnen hat mich beeindruckt, und so habe ich mich entschlossen, wieder dorthin zu fahren, d.h. bei der Gründung einer Schule mit zu helfen, ihnen zu zeigen, wie wir mit Hilfe von Geschichten und Bildern Buchstaben einführen etc. Das große Problem ist natürlich die Sprache, es muss alles auf Englisch sein, und auch dies können die Kindergärtnerinnen nur minimal, d.h. man braucht einen Übersetzer. Alles wird also etwas kompliziert, und trotzdem oder gerade deshalb fasziniert es mich. Für eine Schulgründung benötigt man auch ein Gebäude und Lehrer, und beides kostet Geld. Bis jetzt werden die Kindergärtnerinnen durch Spenden aus Deutschland bezahlt, es bleibt aber jeden Monat unsicher, ob die € 1000,- zusammenkommen. Was wir brauchen, sind monatliche Zuwendungen, Patenschaften von € 20,- und natürlich auch größere Spenden für den Brunnen und

eine Schule. Wer sich angesprochen fühlt, kann gerne weitere Auskünfte bei mir bekommen – ich werde wahrscheinlich im Februar wieder hinfliegen – oder gleich auf unten stehendes Konto überweisen. Ich habe auf zwei Reisen – eine in den Süden und eine in den Norden – das Land etwas kennen gelernt und habe höchste Ehrfurcht vor Menschen bekommen, die mit Nichts ihr einfaches Leben meistern. Helfen wir doch dabei, ihnen eine Zukunftsvision zu geben! Elisabeth Jordi E-Mail: jordisabeth@tele2.at (ehem. Lehrerin unserer Schule)

Spendenkonto: Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe GLS Gemeinschaftsbank (BLZ 430 609 67) Konto Nr.: 123 300 10 Stichwort: Phoenix Äthiopien BIC: GENODEM 1 GLS IBAN: DE05 430 609 67 0012 330 010


18  |

MoMent  Dezember/Jänner 2009/2010

Möbel

Ein Fördermitglied der

Die Christengemeinschaft Bewegung für religiöse Erneuerung WIEN-SÜD Studienstätte - 1230, Speisingerstraße 253

gehen-sitzen-liegen

Ein Fördermitglied der

Ich Ich unterstütze und berate Sie oder begleite Sie ein Stück des Weges“ Weges “ 

   



   

    Körperpflege

Ein Fördermitglied der

Körperpflege- und Heilmittel im Einklang mit Mensch und Natur Vermessung

Ein Fördermitglied der

Neues aus der Wien-Süd-Gemeinde: Dank einer großzügigen Spende haben wir nun in unserem Raum neue Sessel. Der Spenderin sei herzlicher Dank ausgesprochen. Frau Freihsl hat sich liebenswerter Weise bereit erklärt, an den Sonntagen in Wien-Süd die Kinderbetreuung während der Weihehandlung für Erwachsene zu übernehmen. Danke! Die Entwicklung in Wien-Süd freut uns sehr! Termine in Wien-Süd: Sonntags-Gottesdienste für die Kinder jeweils um 9:45, für Erwachsene jeweils um 10:30 20. Dezember 2009, 17. Jänner, 14. Februar und 14. März 2010 Zusätzliche Gottesdienste für Kinder an folgenden Samstagen: 02. Jänner, 30. Jänner und 27. Februar 2010 jeweils um 9:45 Anschließend: 10:00 – 10:45 Kinderstunde (kreatives Gestalten oder Geschichten)

Veranstaltung in Wien-Süd: Ein Zeitzeuge berichtet: Dienstag, 19.01., um 19:30 Uhr Die Christengemeinschaft und der Ungeist der Zeit Die Gründer der Christengemeinschaft, das Verbot durch den nationalsozialistischen Staat, die weltweite Ausbreitung heute. Pfarrer Johannes Lenz, Berlin Zu diesem Abend möchten wir Sie alle herzlich einladen, besonders jene, die die Christengemeinschaft noch wenig kennen. Fragen und Anregungen bitte an: Pfr. Tatjana Maydanyuk, Tel 01 990 19 5, E-Mail: tatjanagarni@gmx.de Pfr. Monica Culda Tel. 01 923 38 36, E-Mail: monicaculda@hotmail.com

ARGE Vermessung Diplomingenieure

Frantz

Gaenger

Leissler

Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesen J o c h i n g e r g a s s e 1, A - 210 0 Ko r n e u b u r g Tel. 022 62 / 729 27, Fax 02262 / 729 27-24 E-mail: office@argevermessung.at

aus gutem grund

Naturkostladen Endresstraße 113, A - 1230 Wien T 888 10 38  F 888 67 70 Öffnungszeiten Montag: 8:00 - 13:00 Dienstag bis Freitag: 8:00 - - durchgehend - - 18:00 Samstag: 8:00 - 13:00

Veranstaltung im Gemeindezentrum: 1060, Mariahilferstr. 49/2/30 (U3-Neubaug./SAusgang Kircheng.) Tel. 01 587 12 87 Was ist Licht? Weihnachtsseminar mit Zachariah Bouchier (Physiklehrer) Ein Schritt zur Überwindung des naiven Realismus. 26. & 27.12.2009 18:00 Vorschau: Weltkongress der Christengemeinschaft zu Pfingsten 2010 in Dortmund 21. – 25. Mai

FUTURE NOW! NEUE GEGENWART CHRISTI Infos in der Gemeinde und im Internet unter www.futurenow2010.org


Dezember/Jänner 2009/2010  MoMent

Pressespiegel

|  19

Plädoyer für neue Wege in der Krise

D

er Ökonom Udo Herrmannstorfer sieht in der Krise durchaus.

 „Es ist jetzt die Zeit gekommen, um aus einer Einsicht heWege für ein neues Denken und neue Entwicklungen. raus zu handeln, und nicht aus Schaden“, sagt Udo Herrmannstorfer: Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. „Wir können nicht mehr nur in wirtschaftlicher Rendite denken, wir Und es gibt heute viele Vordenker, die nach der Krise, dem müssen schauen, dass der ganze Organismus, die Wirtschaft gesund großen Knall, den wir alle verschlafen haben, nun neue Rich- bleibt. Die Selbstorganisation dazu muss von unten kommen, es muss tungen nehmen wollen. „Ich habe den Eindruck, viele glauben, eine Solidarität geben, um mit anderen Menschen etwas Sinnvolles dass wir nur schnell zurückrudern müssen und das Wachstum zu machen. Die Zeit, wo wir warten, dass etwas geschehen wird, die wird wieder so werden wie vor der Krise“, sagt der Wiener kommt nicht mehr - das wäre ein naives Denken.“ Managementberater und Sprecher des Arbeitskreises „Initiati- Überschaubarer ve Kulturwandel“ Erich Cibulka: „Doch was hindert uns daran, Dabei ist Herrmannstorfer alles andere als nur ein Gläubiger, ein Opganz neue Wege einzuschlagen - für ein neues Denken und ein timist. Er selbst ist Mitbegründer zahlreicher selbst organisierter Initiativen, der Pensionsstiftung PUK in der Schweiz etwa. Mitarbeiter neues Handeln als Weg in die Zukunft?“ von mehreren Unternehmen legen dort Geld an, als einen Teil ihrer Standortbestimmung Pensionsvorsorge. Lange hat Herrmannstorfer darüber nachgedacht, Für eine Standortbestimmung auf dem Weg in diese Zukunft welche Bank das viele Geld nun verwalten sollte. Herausgekommen hat die „Initiative Kulturwandel“ (siehe auch Artikel im Hinterist eine eigene Stiftung, die seit zwanzig Jahren mehr als erfolgreich grund) den renommierten Ökonomen Udo Herrmannstorfer in arbeitet. „Eine Stiftung ist überschaubarer, das Risiko auch“, sagt dieser Woche für eine Nacht nach Wien geholt.

Der Leiter des Herrmannstorfer: „Denn wer nur von oben auf Organisationen blickt, Instituts für zeitgemäße Wirtschafts- und Sozialgestaltung wird immer in einer Bürokratie enden. „

Die Zukunft wird so eine im schweizerischen Dornach will die Gesellschaft grundsätzFrage der Haltung. Entscheidend für eine Selbstorganisation soll laut lich neu denken: indem eine Gesellschaft lernt, aktiv VerantHerrmannstorfer die Gesprächskultur und die Verständigung zwiwortung für das Wirtschaftsgeschehen zu übernehmen - und schen Banken und Kunden, Mitarbeitern und Arbeitgebern sein. „Die nicht darauf zu hoffen, dass alles wieder gut wird.

SympaZukunft wird den Netzwerken gehören und nicht den Weltkonzernen,“ thisch sind die Ideen des Professors, die er diese Woche im prophezeit er.

 Mit anderen Menschen etwas ökonomisch SinnvolPalais Festetics vor Wiener Unternehmensberatern skizzierte, les zu unternehmen, heißt für den Ökonomen Herrmannstorfer aber auch: Geldinvestitionen neu zu überdenken. Denn wie genau es zur Finanzkrise kam, scheint erstaunlicherweise wenige zu interessieren - doch Herrmannstorfer hat eine überraschende Erklärung: Der Geldkreislauf ist ineffizient. „Wir denken nur in Kapital und in Geld“, sagt RUDOLF STEINER-SCHULE WIEN-MAUER Freie Waldorfschule - Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht Herrmannstorfer. „Geld ist aber kein Wirtschaftsfaktor, es hat nichts Wien 23, Endresstraße 100 mit Ökonomie zu tun. Geld ist nur ein Gutschein, für den ich etwas Allgemeine Vorstellung der Schule bekomme.“

INFORMATIONS-ABEND Dienstag, 19. Jan. 2010 20 Uhr

Die Aufnahmegespräche für die 1. Klasse VS im Schuljahr 2010/11 finden statt: Mo, 22.2., Mi, 24.2., Fr, 26.2. Mo, 1.3., Mi, 3.3

*** seit über 40 JAHREN ***

Tel: E-Mail: Web:

Waldorfpädagogik Inhalte der Unter- und Mittelstufe Terminvergabe für ein Aufnahmegespräch für die 1.Klasse VS im Sj 2010/11 Inhalte der Oberstufe Künstlerischer–handwerkl. Unterricht Schulabschluss Schulorganisation: Struktur der Selbstverwaltung Finanzen

01/888 12 75 office@waldorf-mauer.at www.waldorf-mauer.at

*** seit über 40 JAHREN ***

TAG DER OFFENEN TÜR RUDOLF STEINER-SCHULE WIEN-MAUER Freie Waldorfschule - Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht

Wien 23, Endresstraße 100

Besuchen Sie den Unterricht Termin:

Tel: E-Mail: Web:

Samstag, 16. Jänner 2010 10 - 14 Uhr 01/888 12 75 office@waldorf-mauer.at www.waldorf-mauer.at

in allen Klassen Unterstufe – Mittelstufe – Oberstufe Hort und Kindergarten sind geöffnet von 10 bis 13 Uhr

Umfassende Informationsmöglichkeit von 10 bis 14 Uhr

Ausstellungen Schülerarbeiten Buffet & Mittagstisch Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

*** seit über 40 JAHREN ***

Rudolf Steiner Schule Wien-Mauer

*** seit über 40 JAHREN ***

Leistung „Die Wertbildung auf einem Papier, die nicht gedeckt ist, ist schließlich unser Problem“, so der Professor aus der Schweiz. Denn zu Ende gedacht, würde es einen großen Unterschied machen, ob Geld in eine Fabrik oder in Bildung investiert wird - oder in Wertpapiere. „Wertpapiere tragen zu einer wirtschaftlichen Leistung nichts bei,“ sagt Herrmannstorfer.

 Die Frage der Verantwortung richtet sich für ihn in diesem Punkt vor allem an die Hochschulen, die die agierenden Ökonomen und Banker ausgebildet haben. Dort sollte man den Mut finden, in der Ökonomie und Nicht-Ökonomie zu praktizieren, indem man in der Krise alles infrage stellt, so Herrmannstorfer: „Sind die Preise fair, sind die Löhne fair? Das ist schon klar, das geht frontal gegen unser Marktverständnis und gegen den Mainstream. „

Ob über Nacht aus Mutlosigkeit und Passivität Hoffnung und Mut werden kann, das kann der Ökonom freilich auch nicht beantworten: „Aber wir können es immerhin versuchen, wir müssen einfach nur damit anfangen, Wirtschaft auch anders zu denken.“ Artikel vom 24.10.2009 | KURIER | Dieter Strasser    


20  |

MoMent  Dezember/Jänner 2009/2010

Märchenbühne Der Apfelbaum

Figurentheater für Kinder ab 3 Jahren Spielort: OFF THEATER, Kirchengasse 41, 1070 Wien

Die Heilige Nacht (nach einer Erzählung von Selma Lagerlöf) Josef, dessen Frau gerade in einer Höhle ein Kind geboren hat, gelangt auf der Suche nach Feuer zu einem Hirten, der böse vom Herzen, ihm dieses nicht geben will. Erst als der Hirte das Kind in der Höhle sieht, übt er Barmherzigkeit und reicht Josef seinen Mantel. In diesem Augenblick werden ihm die Augen geöffnet und er kann die Engel sehen und ihr Jubilieren hören. Sa 19.12.+So 20.12., Di 22.12.+Mi 23.12. jeweils um 14:30 + 16:00 Do 24.12. um 11:00, 12:30, 14:00

Frau Holle (Gebrüder Grimm) Eine Witwe hat zwei Töchter, davon ist die eine schön und fleißig, die andere hässlich und faul. Beide machen sich auf den Weg zur Frau Holle ... Bevor es Morgen wird und der Hahn kräht, stehen drei Türme auf der Bühne und verraten nichts von dem, was sich im Laufe des Spiels entfaltet, entwickelt, öffnet und verwandelt. Erst am Ende, wenn sich alles wieder schließt, weiß man, was sich in diesem Turm verbirgt. Fr 8.1. (anschl. Tänze mit den Kindern), Sa 9. 1., Sa 16.1.+So 17.1.2010 Beginnzeiten: 16:00 Uhr

Für Alle die beweglicher, ausgeglichener und achtsamer durch den Alltag gehen wollen: • • • • • • • •

ZUR MARIAHILF Mag. pharm. A. Mohsen Salem KG

Anthroposophische Heilmittel & Biologische Pflegeprodukte Perchtoldsdorferstr. 5 1230 Wien Nahe dem Liesinger-Platz ÜBER MITTAG GEÖFFNET

Kindliche Entwicklungsstörungen Störungen des Bewegungsapparates Hyperaktivität Allergien, Asthma Schmerz Burn-out-Syndrom Depression, Zwang Immunsystem-Störungen

Schöner-Rhythmus

EU-RYTHMIE THERAPIE Ein tiefer Atemzug & vier Pulsschläge antworten! Es braucht nicht viel um den Körper in Einklang zu spüren. Und das innere Schwungrad in Gang zu setzen. Durch geführte Bewegungen lernen wir, wie Laute und Töne Blockaden lösen können. Wie neue Dynamik erstarrte Prozesse belebt und behutsam das Ungleichgewicht im Energiesystem wieder zum Strömen und Ausbreiten bringt. Heilung aus eigener Kraft!

Monika Kossdorff, 0664/526 99 91


Dezember/Jänner 2009/2010  MoMent

|  21

Eintritt: € 8,-/Person / Kartenreservierung unter 523 17 29-20 (Wochenende 10:00 - 16:00: 0676/5700820) oder mailto: www.maerchenbuehne.at Goldene Gans (Gebrüder Grimm) Ein Mann hat drei Söhne. Der Jüngste, Dummling genannt, wird verachtet und verspottet. Alle drei Söhne gehen in den Wald Holz hauen, aber nur der Jüngste teilt Speis und Trank mit einem grauen Männlein, das am Wegrand sitzt und hungert. Es beginnt eine lange Geschichte, die in einem Königsschloss endet. Sa 23.1.+So 24.1. (anschl. Märchendeutung f. Erwachsene mit kostenloser Kinderbetreuung nach Voranmeldung!), Fr 29.1. (anschl. Tänze mit den Kindern), Sa 30.1., Sa 6.2. und So 7.2.2010 Beginnzeiten: 16:00 Uhr

Rotkäppchen (Gebrüder Grimm) „Es war einmal eine kleine, süße Dirne, die hatte jedermann lieb, der sie nur ansah, am allerliebsten aber ihre Großmutter...“ Rotkäppchen zeigt klar wie kein anderes Märchen die Überwindung der Dunkelheit, des Bösen und der Angst. Wir setzen diese Geschichte in eine humorvolle Rahmenhandlung. Fr 12. 2. anschl. Tanz, Sa 13. 2., So 14. 2., Sa 20. 2., So 21. 2., Sa 27. 2., So 28. 2. Beginnzeiten: 16:00 Uhr

Musiktherapie kann in jeder Altersstufe durch Klang, Schwingung und Resonanz Unterstützung bieten. Mithilfe der zur Verfügung gestellten Musikinstrumente, die keinerlei musikalische Vorerfahrung verlangen, können folgende Themen „zur Sprache“ kommen: • Selbstwahrnehmung • Selbstausdruck • • Mit sich selbst (wieder) in Einklang kommen • • Unterstützung und Aktivierung der Selbstheilungskräfte • • Förderung der individuellen psychischen und sozialen Entwicklung • • Impulse zur Lösung seelischer und körperlicher Blockaden • Leslie Schrage-Leitner, Mag.art., Musiktherapeutin Praxisorte: Medicus Therapiezentrum, In der Klausen 3, 1230 Wien Speisingerstraße 4, 1130 Wien

Kontakt: Telefon: 0650 - 350 43 42 Email: l.schrage@gmx.at


22  |

MoMent  Dezember/Jänner 2009/2010

Karmapraxis als soziale Notwendigkeit Innere Schulung zur Entwicklung sozialer Fähigkeiten Neun Arbeitseinheiten ermöglichen eine innere Schulung, um: • das Wesentliche der eigenen Individualität und in der sozialen Umgebung „SEHEN“ zu lernen • das eigene kreative POTENZIAL zu entdecken und einzusetzen • Zukunftsimpulse in die WELT zu geben Um diese Fähigkeiten zu entwickeln, werden vielerlei Methoden, Mittel und Übungen angeboten. All dies dient dazu, neue eigene Potenziale zu entdecken und zu realisieren, so dass die Errungenschaften dieser Schulung in vielen Berufsfeldern unmittelbar eingesetzt werden können. Dies gilt auch für den persönlichen Alltag jedes/r Einzelnen. In der Schulung steht die Karma-Arbeit an zentraler Stelle. Es wird sich aber nicht darum handeln zu erfahren, wer man in einem vorigen Leben war, sondern es geht darum, auf dem karmischen Schulungsweg den eigentlichen Aufgaben in diesem Leben näher zu kommen. Ausgangspunkt ist jeweils der eigene, individuelle Alltag. Grundlage des Lernweges ist das Aktivieren der eigenen Lebensenergie. Damit werden individuelle Prozesse in Gang gesetzt und beschleunigt, sowie Seelen- und Lebenskräfte erweckt. Diese Kräfte stehen uns zum Verwandeln von Altem sowie für die Realisierung tieferer Anliegen zur Verfügung.

Ort: Jugendseminar Engen in der Nähe des Bodensees bei Singen

Block I: 12. – 16. Februar 2010 Grundlagen der praktischen Karma-Arbeit – erste Schritte im Schicksalslernen Block II: 11. – 14. März 2010 Neues Lernen als Wegbereiter für soziale Kompetenz und eigene Kreativität Block III: 8. – 11. April 2010 Gegenwärtigkeit als offener Raum für die Begegnung zwischen Ich und Welt Block IV: 6. – 9. Mai 2010 Widerstände werden zu Entwicklungspotenzialen – Heilung durch Verwandlung – spirituelle „Kompostierung“ Block V: 17. – 20. Juni 2010 Aus der Erfahrung des karmischen Sinns meiner Hindernisse und Einseitigkeiten bilde ich neue Fähigkeiten Block VI: 30. 9. – 3. 10. 2010 Die Parzival-Frage als heilende Quelle in Beziehungen Block VII: 29. 10. – 1. 11. 2010 Das Geheimnis der Begegnung von Mensch zu Mensch – das karmische Gespräch Block VIII: 2. – 5. 12. 2010 Geistiges Forschen – „not-wendend“ für eine heilsame Zukunft Block IX: 13. – 16. Januar 2011 Initiative und Kreativität – Integration in das karmische Netzwerk

NALM e.V. New Adult Learning Movement Im Gröber 29, 88662 Überlingen, Tel: +49 (0)7551 – 308 237 infos@nalm.net, www.nalm.net

Bezahlte Anzeige

Die Ausbildung hat einen Gesamtaufbau; es ist aber auch möglich, an einzelnen Wochenenden teilzunehmen.

Themen


Dezember/Jänner 2009/2010  MoMent

|  23

Wien, wo es isst | Kulinarischer Grätzel-Rundgang | Florian Holzer

Dr. med. univ. Petra tra Orina Zizenbacher Naturheilzentrum Zizenbacher A-1230 Wien, Mackgasse 6, Tel+Fax: 01/403 73 81 homepage: www.zizenbacher.at, e-mail: zizenbacher@naturheilzentrum.at

Jahresausbildungen im Naturheilzentrum Zizenbacher

Zivi‐Courage   bei Lebensart‐Sozialtherapie gesucht !  Wir bieten abwechslungsreiche Zivildienerplätze in den  Wohngruppen und Werkstätten  in Wien Mauer und in Wien  Lainz.  Hier kann man Erfahrungen sammeln, Vorurteile abbauen, Freunde  finden, in Berufswelten reinschnuppern… 

Heilpflanzen- Ausbildung in 6 Modulen: In dieser Ausbildung erlernen Sie den intuitiven Umgang mit Pflanzen. Sie lernen Pflanzen in unterschiedlichen Wuchsstadien kennen- und erkennen. Es werden einfache Hausmittel, wie Kräuteressig, Kräuteröl, Salben, Essenzen, Kohle, Asche und vieles mehr hergestellt. Profitieren Sie vom langjährig erprobten Wissensschatz anderer Heilpflanzenkundiger und erwerben Sie einen sicheren Umgang mit Heilpflanzen.

Körperwahrnehmungs- Ausbildung in 6 Modulen: Jeder ist sich selbst der beste Arzt. Um Beschwerden einschätzen und sich selbständig helfen zu können, hilft es, das Wunderwerk Körper zu verstehen. In dieser Jahresausbildung arbeite ich mit naturnahen Modellen der verschiedenen Körperteile. So hat man ein genaues Wissen über die Lage der Organe und ihre Funktionen. Das Wechselspiel zwischen den einzelnen Organfunktionen wird speziell erörtert und erklärt. Zu einigen Modulen lade ich Spezialisten ein, die ihre Erfahrungen weitergeben und so den Kurs mit ihrem Fachwissen bereichern. Ziel der Ausbildung ist es, dass Sie ein besseres Verständnis für den Körper entwickeln. Dadurch können Sie die eigene Befindlichkeit bzw. Störungen der Befindlichkeit einschätzen und beurteilen. Für die Erlangung der Abschlussurkunde ist neben der Absolvierung der 6 Module auch eine körperbezogene Abschlussarbeit vorgesehen. Näheres unter: www.zizenbacher.at Anmeldung per e- Mail unter zizenbacher@naturheilzentrum.at

Die Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen steht bei  uns im Mittelpunkt. Hierfür sind Hilfestellungen zu erbringen, wo die  Menschen mit Behinderung Unterstützung, Aufsicht und auch mal ein  ´gutes Wort` benötigen.  Dies erfordert Einfühlungsvermögen, Umsichtigkeit und Courage.  Wundern Sie sich nicht, wenn Sie beim Abschied nach neun Monaten  Zivildienst einen eigenen Fanclub haben.  Interesse?  Kontakt:   Lebensart Sozialtherapie  Hauptstr. 125‐127, 2391 Kaltenleutgeben  Tel. 02238/77931, verein@sozialtherapie.at  www.lebensart‐sozialtherapie.at   


Absender: R. Steiner-Schule Wien-Mauer, 1230 Wien, Endresstr. 100 Verlagspostamt, 1230 Wien, Zulassungsnummer: 02Z032325M Impressum Seite 2

P.b.b.

Diese Ausgabe von MoMent ging am Mi 16.12. an die post.at

Termine Dezember 2009 So 20.12. 9:45 Kindergottesdienst/Studienstätte Mo 21.12 10:00 Paradeisspiel Schüler Di 22.12. 10:00 Christgeburtsspiel Schüler Di 22.12. 19:00 Weihnachtsspiele / öffentl. Aufführung Do 24.12.09 bis Mi 06.01.2010 Weihnachtsferien

Termine Jänner 2010 Sa 16.01. 10:00 – 14:00 Tag der offenen Tür siehe S. .. Sa 16.01. 19:30 Benefizkonzert „Tomsits“… siehe S… Di 19.01 20:00 Infoabend Mo 1.02. bis Fr 5.02.2010 Semesterferien

weitere Termine Seite 11

Gleichbleibende Termine Triumvirat_195x165_PoWienSim

11.09.2007

11:41 Uhr

Seite 1

montags Arbeitsgruppe mit Dr.Hitsch 19:30 Musikraum montags Tanz-Abende mittwochs Cherubini-Musikprojekt-Proben SIMPLY CLEVER

DREI DIE AUSGEZOGEN SIND, UM IHNEN DEN PREIS ZU BIETEN.

¬kodaOctavia Pacco ab 24.900,– Euro ¬kodaOctavia Nicco ab 22.310,– Euro ¬kodaOctavia Solo ab 17.760,– Euro Die ¬koda Octavia Sondermodelle Solo, Nicco und Pacco. Drei Modelle, die auf die Frage der individuellen, perfekten Ausstattung mit dem besten Preis antworten. Auf Wunsch auch als Allradversion erhältlich. Unverb. nicht kart. Richtpreis inkl. NoVA und MwSt. Symbolfoto. Verbrauch: 5,1-8,4 l/100 km. CO2-Emission: 135-202 g/km.

Profile for Karl Hruza

MoMent  

Monatsschrift für die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer, Dezember/Jänner 2009/2010

MoMent  

Monatsschrift für die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer, Dezember/Jänner 2009/2010

Advertisement