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Monatsschrift fĂźr die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer November 2009, â‚Ź 2,--


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MoMent  November 2009

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

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ie Uhren stehen wieder auf „Winter“, das Wetter hat uns auch bereits entsprechende Kostproben geliefert, die Herbstferien Geschichte, schon bald: Advent, Advent. Es wird gebastelt und gewerkt, vorbereitet und geplant. Der Duft gebrannter Mandeln steigt aus der Erinnerung in unsere Vorfreude, der Basar: greifbar nahe. Aktuelles dazu auf den folgenden Seiten.

Auf der Suche nach einzigartigen Weihnachtsgeschenken sei unseren LeserInnen das große Kulturereignis Ende März ans Herz gelegt. Eintrittskarten für das Cherubini-Musik- und Eurthmie-Projekt im Odeon werden bereits am Basar erhältlich sein. Näheres dazu auf Seite 19.

als Eltern oder Lehrer, oder können wir als Menschen mit einem gemeinsamen Ziel offen und wertschätzend aufeinander zugehen? Karl-Martin Dietz hat dazu folgenden Vortrag gestaltet: Begegnung im Dialog statt Hierarchie oder Chaos Grundlagen für eine gelingende Erziehungspartnerschaft zwischen Lehrern und Eltern

Eine weitere große Veranstaltung kündigt sich an: der Waldorftag 2010. Da er diesmal in Salzburg stattfinden (Samstag, 6. März 2010) wird, müssen wir „Maurer“ früher planen als 2008; da hatten wir ja Heimvorteil. Der Ausflug sollte sich aber dennoch lohnen, nicht zuletzt wegen der Podiumsdiskussion am Vorabend unseres Begegnungs- und Studientages. Unterrichtsministerin Claudia Schmied hat ihr Kommen zugesagt, ebenso „Mr. Pisa“, Günther Haider. ProfilAutor Peter-Michael Lingens diskutiert mit dem bekannten Kulturwissenschafter und Autor Karl-Martin Dietz (siehe Artikel auf Seite 21) sowie weiteren BildungsexpertInnen. Alle Infos dazu auf www.waldorftag.at Anmeldungen ab sofort! Das Workshop-Angebot ist verlockend, daher empfehlen wir allen Interessierten, sich die Arbeitsgruppe ihrer Wahl bald zu sichern.

„Die eigenständige Pädagogik der Waldorfschule erfordert eine Autonomie der einzelnen Schule. Dadurch werden pädagogische Innovationskraft und individuelle Initiative freigesetzt. Das ist seit Eröffnung der ersten Waldorfschule im Jahr 1919 ausführlich dargelegt und begründet worden. Zur Verwirklichung der Schulautonomie gehört auch ein enges, auf gegenseitigem Verständnis beruhendes Verhältnis zwischen Eltern und Lehrern. Es dient einer reibungslosen Zusammenarbeit aller am Schulorganismus Beteiligten und ist außerdem notwendig, um den pädagogischen Auftrag der Schule zu erfüllen. Wie kann eine solche Erziehungspartnerschaft immer wieder neu gegründet, gestaltet und vertieft werden? Wie wird sie zum Übfeld von individueller Begegnung, Transparenz und Initiative? Rudolf Steiner hat dazu eine Fülle praktischer Anregungen gegeben, die zu beachten sich gerade heute lohnt.“ Wie gesagt: Alles Weitere auf www.waldorftag.at. Schauen Sie vorbei! Mit herzlichen Grüßen aus der Redaktion, Irene Bulasikis

Das Thema des gemeinsamen Tages entspringt jedenfalls unserem Schulalltag: Es geht um Begegnung. Wie kann zeitgemäße Erziehungspartnerschaft gelingen? Wo liegen heute die Herausforderungen? Stecken wir fest, in unseren Rollen

PS: Wer sich für die Mitarbeit in der Redaktion unserer Schulzeitung interessiert, möge sich bitte bei uns melden. In Kürze wird ein Treffen stattfinden, bei dem wir interessierten Menschen unsere Arbeit und mögliche Einstiegsbereiche vorstellen möchten.

MoMent   | Konto für Schnellentschlossene –– Online-bankingnützende –– Spendenwillige –– etc. etc. unsere Kontonummer: 9681.059 P.S.K. Blz: 60000 Aus dem Ausland: BIC OPSK ATWW, IBAN AT26 6000 0000 0968 1059 –– Danke! MoMent   | intern

Monatsschrift von und für Eltern, FreundInnen, Lehrer­Innen und SchülerInnen der R. Steiner-Schule Wien-Mauer, Freie Waldorfschule, moment@waldorf-mauer.at im 18. Jahrgang

Leitung des Redaktionsteams: Irene Bulasikis Anzeigen / Layout: Renate / Karl Hruza MitarbeiterInnen: Irene Bulasikis, T. 01/867 20 90, irene@bulasikis.com Renate Hruza, T. 01/802 66 03, renate.hruza@silverserver.at Karl Hruza, T. 01/802 66 03, k.hruza@acrobat.at Jörg Schmiedbauer, T. 01/889 83 39, joergschmiedbauer@acrobat.at Freie Mitarbeiterin:

Waldtraut Fetscher

Eigentümer, Verleger und Herausgeber (Medieninhaber): Waldorf-Wirtschafts-Gemeinschaft (WWG), DVR Nr.: 7864 9742 Absender: moment@waldorf-mauer.at ,1230 Wien, Endresstr. 100 Konto: Waldorf-Wirtschafts-Gemeinschaft/ Redaktion Schulzeitung, 9681.059 P.S.K. Blz 60000 Herstellungsort: DONAU-FORUM-DRUCK , 1230 Wien Verlagspostamt: 1230 Wien; Zulassungsnummer: 02Z032325Z


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21.10.2009

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MoMent  November 2009

Waldorf Advent Basar im Maurer Schlössl Freitag,  27. Nov. 17-21:30 Uhr Samstag,  28. Nov. 10-18:00 Uhr

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ir möchten Sie, liebe Leserinnen und Leser des MoMents, wieder einmal recht herzlich zum Adventbasar einladen. Er findet am Freitag und Samstag vor dem 1. Adventsonntag in unserer Schule statt. Genießen Sie mit uns die vorweihnachtliche Stimmung, das festlich geschmückte Schulhaus und das bunte Treiben. Die letzten Jahre ist es uns geglückt, den Basar zu einem Ort der Begegnung mit genügend Raum zum Verweilen und Plaudern, aber auch zum gemeinsamen Tun zu machen. Auch heuer möchten wir diesen Weg weiter verfolgen und ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Aktivitäten und ruhiger Einstimmung auf den Advent finden. Jedes Jahr finden sich aufs Neue viele helfende Hände, die unser Schulhaus in ganz besonderem Glanz erscheinen lassen. Wochen vor dem Basar wird schon am Hausschmuck gearbeitet. Kränze und Girlanden werden hergestellt und sorgen dann für weihnachtliche Stimmung. Nicht nur über das Auge wird die Adventstimmung angeregt, sondern auch durch Musik oder besondere Düfte. Wir sind jedes Jahr bemüht, das Angebot für jeden ansprechend zu gestalten und freuen uns, dass es auch heuer neben bereits Bekanntem und Beliebtem wieder Neues geben wird. Der Freitag ist vor allem als Treffpunkt für die Eltern gedacht. Den Samstag gestalten wir ganz besonders für die Kinder. Da gibt es vieles zu entdecken, erleben und mitzumachen: in der Zwergenstube entstehen inmitten einer ganzen Wichtellandschaft, die auch die Erwachsenen zum Verweilen und Staunen einlädt, Zipfelmützenwesen, im Lebkuchenhaus wird eine Adventgeschichte erzählt und jedes Kind erhält zum Schluss noch eine kleine Überraschung. Der Puppenspielkreis des Kindergartens spielt heuer das

Puppenspiel „Spindel, Weberschiffchen und Nadel“. In der Kinderstube können auch die Kleinsten selbst „einkaufen“. Beim Kerzenziehen, Wollespinnen und in der Holzwerkstatt entstehen Schätze, die voll Freude mit nach Hause genommen werden können. Das Adventkranzbinden stimmt alle auf die kommende Zeit ein. Die 12. Klasse bietet einen Workshop an, in dem aus leeren Saftpackungen originelle Geldbörsen hergestellt werden. Beim Perlenfädeln können Groß und Klein ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Wir bemühen uns auch noch um Aktivitäten wie Sternefalten für Erwachsene und Arbeiten mit dem Glasbläser für Kinder, in diesen Angelegenheiten sind wir noch im Gespräch. Stillende Mütter und Ruhesuchende finden im Heileurythmieraum einen geeigneten Rückzugsort. Für Gaumenfreuden sorgen das Kaffeehaus im ersten Stock, die russische Teestube im zweiten Stock, der Würstelstand im Rosenhof, Punsch und gebrannte Mandeln und am Samstag der Mittagstisch im Schüler-Essraum. Da wir gemeinsam mit den Eltern daran gearbeitet haben, an unserer Schule vorwiegend biologische Lebensmittel anzubieten, ist es uns ein großes Anliegen, diesem Grundsatz auch beim Basar treu zu bleiben. Daher finden Sie Produkte aus vorwiegend biologischer Herkunft auch extra gekennzeichnet. Wir sind bemüht, all jene Stände, deren Reinerlös zur Gänze der Schule zugute kommt, im großen Festsaal unterzubringen. Wo dies nicht möglich ist, zum Beispiel bei verschiedenen Aktivitäten, werden zusätzlich rote Schilder mit dem Aufdruck „ Reinerlös für die Schule“ angebracht. Unser Basar ist ein Fest, bei dem alle zusammenarbeiten: Eltern, Schülerinnen und Schüler, Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen und Lehrer, manche sichtbar, viele unsichtbar. Dieses Miteinander macht unseren Basar zu einem ganz besonderen Ereignis. Wir freuen uns schon sehr darauf! Gabriela Graf, Ursula Kaufmann, Michaela Eberharter, Sonja Mlineritsch


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November 2009  MoMent

Liebe Eltern und Freunde! Im Basarkreis sind die Vorbereitungen in vollem Gange. Alle Organisations-, Dekorations- und Kreativtalente sind herzlich willkommen. Wir besprechen, planen und gestalten die Aktivitäten, das Schmücken des Schulhauses und vieles mehr, damit unser Basar wieder zu einem wunderschönen Fest wird. Kommen Sie einfach dazu und bereichern Sie unsere kleine Gruppe! Die nächsten Termine für den Basarkreis jeweils Mittwoch im Lehreressraum: November: 11., 18. und 25. von 11-11.45 Wir wünschen uns ganz besonders Ihre Unterstützung bei: Termin/Hausschmuck herstellen: Samstag, 21.11. von 9 bis 15 Uhr Termin/Schmücken des großen Festsaals: Donnerstag, 26.11. ab 18 Uhr Freitag, 27.11. von 8 – 11.40 Uhr Für den Hausschmuck benötigen wir zB.: Efeu, dekorative Zweige wie Feuerdorn, Hagebutte, Wacholder, Nadelgehölz, Stechpalme, Misteln, Korkenzieherhasel etc… Diese können Sie ab Mo, 16.11. im Rosenhof auf Endresstraße 100 abgeben. Wieviel Zeit auch immer Sie dafür investieren können, es ist uns auf alle Fälle geholfen! Feiern wir miteinander einen stimmungsvollen Adventbeginn. Herzlichen Dank!

Adventbazar im Waldorf-Kindergarten Bad Vöslau Am Samstag, den 21. November 2009 von 10.00 - 17.00 Uhr Bastelstube für Kinder und das Puppenspiel: „Das Hirtenbübchen“ um 11.00, 14.00 und 16.00 Uhr Information: Waldorf Kindergarten, Bahnstr. 1-3, 2540 Bad Vöslau, 02252/77202 (13-14 h). Eingang: Badner Straße, über den großen Parkplatz, neben dem Billa.

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Heuer kein Antiquariat! Der Raum, in dem Sie immer die „alten“ Bücher gefunden haben, ist aus baulichen Gründen geschlossen und kann erst im Sommer renoviert werden. Daher ist heuer kein Antiquariat möglich. Kinder- und Jugendbücher werden wir trotzdem anbieten. Bitte diese Bücherspenden ab sofort im Foyer oder bei der 9. Klasse abgeben. Danke! Herta Hans


MoMent R端ckblicke auf ...

... die Schulfeier am 17.Oktober Fotos: K. Hruza


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Fotos: Lucia Debruyn

... das Michaeli-Fest auf der Himmelwiese!


MoMent Rückblick ...

Kanuausflug der 8.Klasse

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inige fuhren schon am 29. September mit Pkws nach Greifenstein, um die Boote aufzubauen. Wir hatten neun Boote, allerdings nur fünf, die wir vollständig zusammensetzen konnten, da die Boote schon sehr alt sind. Ein Boot aufzubauen dauert ca. eine Dreiviertelstunde. Die Boote sind Faltboote, die aus einem zerlegbaren Holzgerüst bestehen. Es ging sich leider nur für eineinhalb Zelte aus, sie am Abend vorzubereiten. Um auf der Wiese zelten zu dürfen, brauchten wir mehrere „Erlaubnisse“ vom Bürgermeister und der Gemeinde und von der Feuerwehr; die bekamen wir letztendlich auch. Der Zeltplatz lag genau zwischen der Eisenbahn und einem stillgelegten Donauarm. Deshalb war es in der Nacht sehr laut. Am nächsten Morgen fuhren wir Milch und Semmeln kaufen. Wir kochten Kakao auf Gaskochern vor unseren Zelten. Dann bauten wir die restlichen Boote auf. Um 11 Uhr kam der Rest unserer Klasse … Am 30. September fuhr der Rest der Klasse mit dem Zug vom Franz Josefs Bahnhof nach Greifenstein-Altenberg an der Donau. Nachdem wir angekommen waren, bauten wir unsere Zelte auf und richteten sie ein, dass wir es gemütlich haben konnten. Danach bauten wir noch die restlichen Faltboote auf. Es gab immer drei Gruppen, weil wir sehr viele Schüler sind, und da wir nur fünf Boote hatten, konnten nicht alle zur gleichen Zeit paddeln. Die anderen machten Spaziergänge, saßen am Steg; es gab sogar einige, die ins eiskalte Wasser sprangen! Wieder andere kochten ihr Essen mit Gaskochern. Die, die keinen Gaskocher hatten, borgten sich einen aus. Wir hatten sehr viel Essen für die zwei Tage mit, zum Beispiel Fertigsuppen (nur zum Aufkochen), Müsli, Knabbernossi und Semmeln … Zu Mittag scharten sich viele gruppenweise um einen Gaskocher und holten ihr Essen, Teller und Besteck. Das Geschirr musste man leider in der Donau abwaschen, da es keine Duschen oder


Waschbecken gab. Nach dem Abwaschen spülten wir noch mit Trinkwasser aus den Flaschen. Über die Toiletten möchten wir erst gar nicht reden, nur dass wir die Büsche bevorzugten. Am Abend sammelten wir Holz für den Grillabend. Wir aßen Würstchen und Brot. Manche gingen zum Steg und aßen dort und schauten sich den Sonnenuntergang an. Als es finster war, spazierten viele noch herum, der Mond leuchtete so schön … Der zweite Tag begann bei manchen schon um vier Uhr. Als wir dann bei „normaler“ Morgenzeit mit unserem Frühstück, Spaziergang, usw. fertig waren, steckte Sunny zum ersten Mal seine Nase aus dem Zelt … Um neun Uhr dreißig sind zwei Kanus mit jeweils einem Kind und einem Erwachsenen auf die Donau gefahren. Gegen die Strömung haben wir auch „kämpfen“ müssen. Manchmal sind

sogar Schiffe vorbeigefahren, es waren fast immer TransportSchiffe, sie haben aber keine sehr großen Wellen gemacht. Jedes Mal, wenn wir ans andere Ufer fahren wollten, mussten wir aufpassen, dass die Schleuse nicht aufgemacht wird und ein Schiff kommt. Das ist aber nie passiert. Nachmittag haben wir begonnen, zusammen zu packen. Herr Mühlegger hat die Kanus zerlegt, und zwei Kinder haben alles geputzt und in die Taschen verstaut … Als wir in den Zug stiegen, ging die Zeit schnell vorüber. Unsere Eltern holten uns vom Bahnhof ab. Es waren sehr schöne Tage dort, es gefiel uns allen sehr gut. Der Ausflug war wunderschön und sehr lustig! Puzzle von Renate Hruza aus Aufsätzen von: Cora, Flora, Hannah, Isabella, Jakob, Valentin und Vincent


MoMent Rückblick ...

Landwirtschaftspraktikum der 9. Klasse S

tall ausmisten, Tiere füttern, melken, Steine klauben, Wein lesen, Brot backen, Traktor fahren und vieles mehr haben die Schüler der 9. Klasse Anfang September beim zweiwöchigen Landwirtschaftspraktikum im Waldviertel erlebt. Jeder Schüler musste über diese zwei Wochen Tagebuch führen. Einige Auszüge aus diesen Tagebüchern sollen einen Eindruck vermitteln, was wir Schüler beim Praktikum erlebt haben. Viele der Arbeiten waren neu für die meisten von uns, einige anstrengend und ermüdend, viel Spaß hatten wir allerdings alle. Nicht zuletzt hat das wunderschöne Spätsommerwetter vieles erleichtert. Nora und Clara waren bei Familie Frühwirt Um halb sechs aufstehen, dann Kühe melken und frühstücken. Um neun trieben wir die Kühe auf die Weide, anschließend misteten wir den Stall aus und mussten Zwetschken für den Kuchen entkernen. Um zwölf gab es dann Mittagessen. Es gab verschiedene Salate, Kartoffelknödel und Fleisch. Bis 14 Uhr hatten wir dann Mittagspause. Am Nachmittag fuhren wir auf ein sieben Kilometer weit entferntes Feld und haben das Heu zusammengerecht, so dass der Bauer es dann einholen konnte. Am Abend haben wir eigentlich immer Tagebuch geschrieben und ferngesehen. Die Familie war sehr nett zu uns. Der Abschied fiel uns beiden sehr schwer. Zu Hause konnte ich dann endlich auspacken und wieder meine Musik hören. Clara Valentin Winter und Thaddäus waren bei Familie Einfalt am Rammelhof 12 in Arbesbach. Tag 8 Heute kam Franz und holte mich ab, und wir fuhren mit dem Kran Steine klauben. Wir haben die großen Steine auf den Kranwagen geladen. Als der Kranwagen voll war, sind wir in den Wald gefahren und haben die Steine so ausgeschüttet, dass sie später als Untergrund für eine neue Straße dienen würden, weil dort, wo wir sie ausgeleert haben, der Boden sehr moorig war und die Straße sonst immer wieder im moorigen Untergrund versinken würde. Als wir fertig waren, fuhren wir nach Hause, um zu essen. Dann nahmen wir Thaddäus mit (der einen Gips hatte). Das Feld, auf dem wir waren, hatte nur noch kleine Steine, die ich auf den Anhänger auflud, welchen Thaddäus hinten am Traktor angehängt hatte. Während ich schuftete, saß Thaddäus auf dem Traktor. Am Abend war ich voll fertig und Thaddäus war noch ziemlich fit. Abendessen und ab ins Bett. Valentin Winter


Christoph und Moritz waren bei Familie Pöltner am Pöltnerhof. Ein langer Tag Heute mussten wir früh aufstehen. Gleich nachdem wir gegessen hatten, mussten wir die Eier von den Hühnern einsammeln. Anschließend gingen wir in das Gehege der Kühe, um undichte Stellen im Zaun zu reparieren. Wir brauchten sehr lange, weil wir die Holzstämme durch das ganze Gehege schleppen mussten. Nach dem Mittagessen fuhren der Bauer, Mo und ich raus in den Wald, um gefällte Bäume zu stapeln. Dank eines Kranes schafften wir es, die Bäume doch recht schnell zu stapeln. Am Abend bekamen wir Butterbrote, die gut schmeckten. Christoph Sabine und Maria waren bei Frau Stieger. Der 4. Tag Heute haben wir wieder gebacken (wir backen immer Montag und Donnerstag. Am Montag backen wir etwas weniger). Nach dem Mittagessen hat Christina (Tochter der Bäuerin) uns gesagt, sie müsste uns etwas zeigen. Wir haben uns gefreut, weil es so geklungen hat, als ob sie eine Überraschung hätte. Dann aber war es ein riesiger Dachboden, den wir„oh Freude“- putzen durften. Dort stand überall altes Gerümpel und Mist. Nachdem viel Staub beim Kehren entstand, bekam Maria ihre Allergie, und so durfte ich alleine weitermachen. Bald war ich dann aber auch fertig und dann noch schnell die Kühe eintreiben. Danach waren wir fertig für heute. Sabine Saskia und Laura waren bei Familie Hirsch. 5. Tag Heute wurde ich um 20 vor 6 im Stall erwartet. Ich durfte dabei helfen, die Kühe aufzuwecken und ihnen Futter zu geben. Dann wurden sie gemolken und die Milch abgefüllt. Dann gab es Frühstück. Nach einer Stunde Pause ging es weiter mit Flaschenwaschen mit Laura. Nach dem Mittagessen durften wir dann den Lieferwagen mit leeren Gläsern und Flaschen ausräumen. Am Abend waren wir noch im Stall und haben die Kühe gemolken. Nach der „Jausn“ plauderten wir noch „mim Buam von de Bauern“. Saskia Florian und Jakob beim Weinbauern Wimmer-Czerny. 8.Tag Um acht Uhr gab es Frühstück. Warum so spät? Es ist ja Sonntag. Den ganzen Vormittag lagen wir faul herum. Nach einer Woche mit jedem Tag zehn Stunden Arbeit im Weingarten und Weinkeller darf mal schon mal faul sein. Zum Mittagsessen gab es Schnitzel vom Mangalizza Schwein. Danach besuchten wir ein BIO-Kellergassenfest. Wir und die ganze Familie (Hansi, der Bauer, Astrid, die Bäuerin, und ihre vier Kinder – Teresa, Matthias, Johannes und Simon) verbrachten einen entspannenden Nachmittag. Am Abend lagen wir noch vor dem Fernseher herum, gingen jedoch früh schlafen. Vor uns liegt noch eine Woche Arbeit im Weingarten. Florian Zum Schluss möchte ich mich noch im Namen der ganzen 9.Klasse bei allen Bauern und Lehrern bedanken, die uns so ein Praktikum ermöglicht haben. Es war wieder einmal eine Erfahrung fürs Leben, die uns die Schule ermöglicht hat. Dafür allen Mitwirkenden ein herzliches Dankeschön. Herta Hans


MoMent Rückblick ...

Vom Maurer das Vermessungspraktikum der 10.Klasse

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m halb Acht in der Früh wurde ich von einer schrecklichen Melodie aus meinem Handy geweckt. Ich schwang mich aus dem Bett, zog mich an und verschwand im Bett. Zähneputzen, dann die Karo aus ihrem Halbschlaf wecken … Um acht Uhr murmelten wir uns alle ein „Guten Morgen“ im Speisesaal zu und bedienten uns an den Cornflakes, dem Brot und den Würsteln, Ham & Eggs, oder was es gerade gab. Bis Neun vertrieben wir uns die Zeit mehr mit Gähnen, denn mit etwas anderem. Wir brauchten die Energie schließlich um uns im Innenhof des Schlosses im „Waldorf-Kreis“ aufzustellen und den Morgenspruch aufzusagen. Danach teilten wir uns in unsere Arbeitsgruppen auf, ließen uns die, zu erledigende, Arbeit erklären und zerstreuten uns dann auf dem Gelände. Wir vermaßen bestimmte, vorgegebene Punkte und protokollierten die Maße. Nach dieser Arbeit zogen wir uns in den Konferenzraum zurück und alle Arbeitsgruppenmitglieder schrieben das Protokoll ab. Wer damit fertig war, war „frei“. Im Dorf gab es einen kleinen Greißler, aber am meisten Freude hatten wir mit dem Billardtisch. Wenn ich gerade nicht versuchte eine Kugel in das richtige Loch zu treffen (was mir sowieso nicht gelang), spielte ich mit anderen Karten, was oft sehr stressig war. Auf einem Tischchen stand eine Schüssel, gefüllt mit köstlichen, riesigen und wahnsinnig saftigen Äpfeln, welche sich

auch in meiner Zahnspange schnell zu Hause fühlten. Auch Birnen und Weintrauben fanden großes Interesse bei uns. Zum Mittagessen kamen wieder alle 30 Schüler und auch die Lehrer, Frau Sadychow, Herr Hruza und Herr Czech, in den Speisesaal. Es gab eine Suppe und dann reichlich Hauptspeise. Über Hunger konnten wir wirklich nicht klagen. Mit Arbeit ging es erst um halb zwei wieder weiter. Bis dahin spielten wir weiterhin. Wenn die Arbeit vom Vormittag Fehler aufwies, mussten wir nachmessen gehen, sonst waren neue Punkte dran. Dann waren wir bis zum Abendessen um 18 Uhr freigestellt. Öfters gingen wir in den Ort Fußballspielen oder zeichneten (eher gegen Ende der Woche) an unseren Karten weiter. Nach dem Abendessen (ebenso reichlich wie zu Mittag, nur keine Suppe, dafür Nachspeise!!!) waren wieder die Spielkarten und der Billardtisch im Rennen. Es wurde laut und man hörte viel Gelächter. Am späten Abend, so gegen halb elf startete Frau Sadychow immer noch eine Suchaktion in Sache Paul, welcher sich in Kästen zusammenfaltete, oder hinter Vorhänge schlüpfte. Sobald alle im Bett waren, wurde es still und wir schlummerten, bis morgens wieder der Wecker klingelte. Fiona S.


November 2009  MoMent

Schlössl ins Schloss Sibrik

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iele Erinnerungen. Stangen, die mit greller oranger Farbe zwischen braun-grünen Bäumen hervorleuchten. Queues, die mit gekonnter Kraft und Überlegung bunte Kugeln treffen. Schüler, die mit zusammengekniffenen Augen und ausgestrecktem Arm Entfernungen bemessen. Das Feldmesspraktikum war vieles – Arbeit, Spaß, Zusammensein. Oder Trauer, Wut und Schmerzen. Auf jeden Fall waren es Eindrücke, die einem ein Leben lang bleiben. Sei es das geniale Essen (vielen Dank an das gesamte Personal an dieser Stelle), die frische Luft, an der man mehr oder weniger interessante, aber auf jeden Fall witzige Messungen durchgeführt hat, oder drei Lehrerpersönlichkeiten, wie sie verschiedener gar nicht sein könnten. All das hat zur angenehmen Stimmung beigetragen, die sich einen wie zu Hause hat fühlen lassen. Ich persönlich halte das Praktikum für die bis jetzt beste Klassenfahrt und rate jeder Klasse unter uns, sich darauf zu freuen.

Vielen Dank, dass wir das erleben durften, das macht die ganze Schulzeit gleich viel erträglicher. Vielen Dank, dass wir so viele Freiheiten hatten und ich persönlich bedanke mich auch dafür, dass wir uns so freundschaftlich mit den Lehrern unterhalten konnten. Und vor allem – ich habe das Gefühl, etwas Richtiges bei diesem Praktikum gelernt zu haben. Nicht nur über das Messen von Landschaften, sondern auch über das Leben. Lara

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MoMent Rückblicke ...

MoMent  November 2009

Sozialpraktikum 28. September – 17. Oktober 2009 Ein Blick in die Tagebücher einiger SchülerInnen der 11. Klasse

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eden Dienstag gibt es Brei zur Jause, zu dem sich die Kinder Zimt mit Zucker selber nehmen dürfen. Jakob, einer der Jüngsten in der Gruppe, war an der Reihe, nahm sich mit dem kleinen Löffelchen Zucker, steckte es in den Mund, dann in die Nase und danach wieder in den Mund. Sodann legte er den Löffel zurück in den Zucker. Auf meine Frage, wieso er sich den Löffel in die Nase stecke, antwortete er: „Ich wollt sehen, ob der Löffel hineinpasst“. Ich selbst verzichtete an diesem Dienstag auf den Zucker.

Als mich die Kinder fragten, was ich bei ihnen mache, antwortete ich, dass ich ein Praktikum für die Schule machen müsse. Aber warum ich dann im Kindergarten sei, wo ich doch in die Schule gehe? Es passte schlichtweg nicht in ihren Kopf, wie eine Schülerin plötzlich wieder im Kindergarten landen könne. Huberta Sturzeis

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ch freue mich über das Lachen eines Menschens, freue mich darüber ihnen ein Lachen ins Gesicht zu zaubern und vor allem freue ich mich, mit ihnen lachen zu können… Ich habe mein Sozialpraktikum in Irland absolvieren dürfen und habe es in vollen Zügen genossen, so sehr, dass ich am liebsten länger dort geblieben wäre! Ich habe mit behinderten Menschen gearbeitet und mein tägliches Leben mit ihnen geteilt oder besser: Sie haben ihres mit mir geteilt! Ich wurde hier in einer großen Familie aufgenommen. In den drei Wochen, welche ich hier im Camphill verbracht habe, habe ich gelernt, mich über Kleinigkeiten zu freuen, als wären sie was Großartiges, und ich denke, dass ist eines der wichtigsten Dinge, die ich mit nach Hause nehme… denn: Sind sie das denn nicht auch?! Jennifer Prunner

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eute habe ich Liam, den Chef der Organisation SOS Kilkenny, kennengelernt. Mit ihm habe ich besprochen, was ich die nächsten Wochen während meines Praktikums machen werde, und welcher Sektion ich zugeordnet sein werde.

Ich bin nun einer Sektion zugeteilt, die „Access“ genannt wird. Diese Sektion beschäftigt sich damit, die Klienten auf einen möglichen Job in der richtigen Arbeitswelt vorzubereiten. Außerdem hat man in „Access“ die Möglichkeit, viele verschiedene Arbeitsweltpraktika zu machen, die etwa 8 Wochen zu je 2-6 Wochenstunden dauern. Dort habe ich allerdings heute noch nicht gearbeitet, ich war nämlich wieder den ganzen Tag unterwegs. Zuerst waren wir beim Bowling und am Nachmittag schwimmen. Tag 9 Heute Vormittag war ich in der Kunstsektion eingeteilt. Dort musste ich den Klienten bei ihren Tonarbeiten helfen, diese waren teilweise sehr beeindruckend gut. Nach dem Mittagessen musste ich dann im Büro Daten in eine Datenbank eintragen. Hinter der Datenbank steht folgender Gedanke: Alle Klienten und deren Eltern oder Sorgeberechtigte und MitarbeiterInnen der Organisation werden etwa jeden Monat nach ihrem Wohlbefinden und ihren Verbesserungsvorschlägen oder Mängeln gefragt. Diese werden Wort für Wort protokolliert, und dann in diese Datenbank eingetragen. Nach momentanen internen Berechnungen liegt die Zufriedenheitsrate bei etwa 80% der Befragten. Dieses Ergebnis ist außergewöhnlich gut und ist auf die hohe Qualität der Einrichtung zurückzuführen. Nach etwa 200 Einträgen war dann endlich Feierabend. Tag 11 Heute war ein besonderer Tag, denn ich durfte bei den Qualifikationen für das irische Special Olympics Golf-Nationalteam mithelfen. Um 10 Uhr begannen wir mit der Aufwärmphase. Nach dem Mittagessen im Clubhaus ging es dann zum Wettkampf. Es war sehr spannend, ein Teil des Ganzen sein zu dürfen. Es waren etwa 100 Golfer der Region am Start. Leider sind noch keine Ergebnisse bekannt, aber es dürften 2-3 aus dem SOS Kilkenny qualifiziert sein. Das Qualifikationsturnier war dann so gegen 18 Uhr zu Ende, dann ging es ab nach Hause. Cosmo Bulasikis


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…. auf unsere Abschlussreise N

achdem wir einige mögliche Reiseziele besprochen und vorgeschlagen hatten, entschlossen wir uns die letzte gemeinsame Reise als Klasse in Mailand, Genua und Barcelona zu verbringen. Mit dem Zug machten wir uns auf nach Mailand. Dort gelang es uns sogar (mit Hilfe einer kleinen Ausrede) im berühmten Mailänder Dom zu singen. Am Abend fuhren wir weiter nach Genua. Die Jugendherberge bot einen tollen Ausblick über die Hafenstadt. Wir unternahmen auch Tagesausflüge, bei denen wir das Meer, die Strände und die Sonne genießen konnten. Nach einigen aufregenden und lustigen Tagen brachte uns eine Fähre nach Barcelona. Diese Stadt bot aufgrund ihrer unglaublichen Architektur, ihrer Kultur, der Shoppingmöglichkeiten für die Mädels, dem Fußballstadion für die Burschen und nicht zuletzt auch aufgrund des wunderschönen Hotels einen wirklich krönenden Abschluss dieser Reise. Wir hatten das Glück, das Fest zu Ehren von St. Joan miterleben zu können. Am Strand wurden zu diesem Anlass Feuerwerke gezündet und es wurde gefeiert.

Diese Reise bot uns viele Einblicke in verschiedenste Kunstepochen, doch sie brachte uns auch als Klasse noch näher zusammen. Es war eine wirklich tolle Zeit und ein schöner und auch gelungener Abschluss der gemeinsamen zwölf Jahre. Hanna Jungwirth (ehem.12.Klasse)


t r e a n g s r e e i d t e n i n K DAS KINDERGARTENBÜRO HAT EIN NEUES GESICHT

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ch heiße Claudia Tiedge und bin Mutter von drei Kindern. Ursprünglich komme ich aus Deutschland. Dort habe ich während meines Pädagogikstudiums erste Berührungen mit der Waldorfpädagogik gehabt. Nach dem Studium habe ich bereits erste Erfahrungen in der Büroarbeit gesammelt. Meine Söhne haben in Darmstadt den Waldorfkindergarten besucht. 2004 ist die ganze Familie in die Heimat meines Mannes nach Österreich gezogen, seit dem leben wir in Perchtoldsdorf. Im September 2008 kam meine Tochter in die Gruppe von Christine Daniel und Imme Winter. Wir haben uns alle gleich sehr wohl gefühlt. Und seit September dieses Jahres bemühe ich mich das Kindergartenkollegium im Büro zu un-

terstützen. Ich wünsche mir ein gutes Bindeglied zwischen den PädagogInnen, den Eltern und der unvermeidlichen Bürokratie zu sein. Ich bitte die Eltern sich während der Bürozeiten Montag, Dienstag, Mittwoch 7:30 bis 12:00 Telefon 01/8880647 Fax 01/888064715 Email: kindergarten@waldorf-mauer.at mit ihren Anliegen an mich zu wenden. Unmögliches werde ich sofort erledigen, für Wunder brauche auch ich etwas länger Zeit. Auf eine gute Zusammenarbeit freue ich mich sehr. Claudia Tiedge

Angebot des Kindergartens am Advent-Basar am Samstags den 28.11.09

Puppenspiel: „Spindel, Weberschiffchen und Nadel“

„Lebkuchenhaus“

11:00  13:30  14:30  &  16:00 Uhr

11:00  13:30  14:30  &  16:00 Uhr

RUDOLF STEINER-SCHULE WIEN-MAUER

INFORMATIONS-ABEND

Wien 23, Endresstraße 100

Freie Waldorfschule - Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht

Freie Waldorfschule - Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht

Aufnahmegespräche 1. Klasse VS für das Schj 2010/11

RUDOLF STEINER-SCHULE WIEN-MAUER Wien 23, Endresstraße 100

finden statt am:

Mo, 2.3. Mi, 4.3. Fr, 6.3. Mo, 9.3. Mi, 11.3. jeweils um 14 und 16 Uhr Tel: E-Mail: Web:

01/888 12 75 office@waldorf-mauer.at www.waldorf-mauer.at

Dienstag, 19. Jan. 2010 20 Uhr *** seit über 40 JAHREN ***

*** seit über 40 JAHREN ***

Rudolf Steiner Schule Wien-Mauer

*** seit über 40 JAHREN ***

Tel: E-Mail: Web:

Allgemeine Vorstellung der Schule Waldorfpädagogik Inhalte der Unter- und Mittelstufe Terminvergabe für ein Aufnahmegespräch für die 1.Klasse VS im Sj 2010/11 Inhalte der Oberstufe Künstlerischer–handwerkl. Unterricht Schulabschluss Schulorganisation: Struktur der Selbstverwaltung Finanzen

01/888 12 75 office@waldorf-mauer.at www.waldorf-mauer.at

*** seit über 40 JAHREN ***


in der R. Steiner-Schule Salzburg November 2009  MoMent

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TAG DER OFFENEN TÜR RUDOLF STEINER-SCHULE WIEN-MAUER Freie Waldorfschule - Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht

Wien 23, Endresstraße 100

Besuchen Sie den Unterricht Termin:

Tel: E-Mail: Web:

Samstag, 16. Jänner 2010 10 - 14 Uhr 01/888 12 75 office@waldorf-mauer.at www.waldorf-mauer.at

in allen Klassen Unterstufe – Mittelstufe – Oberstufe Hort und Kindergarten sind geöffnet von 10 bis 13 Uhr

Umfassende Informationsmöglichkeit von 10 bis 14 Uhr

Ausstellungen Schülerarbeiten Buffet & Mittagstisch Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

*** seit über 40 JAHREN ***

Rudolf Steiner Schule Wien-Mauer

Sam stag , 6 . M är z 2 010 Rudolf Steiner-Schule Salzburg

Nähere Infos & Anmeldung auf www.waldorftag.at

*** seit über 40 JAHREN ***

Ich • Du • Wir Begegnung macht Schule Erziehungspartnerschaft im 21. Jahrhundert Programm 6. März 2010 8.45:  Registrierung

Bitte vormerken!

9.30:  Der Dialog .... Lachen über verun/ge/glückte Begegnungen Ilka & Martin Kotal, Clown & Schauspieler 09.50:  Begrüßung, Vorschau 10.00:  Begegnung im Dialog statt Hierarchie oder Chaos. Grundlagen für eine gelingende Erziehungspartnerschaft zwischen Lehrern und Eltern.

Ball der Zwölften

11.30:  Dialog-Experiment I & Vorstellung der Workshops

Samstag, 23. Januar 2010

12.00:  Mittagessen 13.30:  Workshops

Nähere Infos in der nächsten MoMent-Ausgabe im Dezember!

17.15:  Begegnung im Dialog: Erlebnisse – Thesen – Fragen – Ausblicke Anmeldung, Details zu den Workshops und zu den Vortragenden unter

www.waldorftag.at

Benefizkonzert am Sonntag 22. November

Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer, 1930 Novara Trio Wien Isabelle Reinisch (Violine) Cecilia Sipos (Violoncello) Veronika Körmendy (Viola) Andor Conka (Fagott) L. v. Beethoven: Serenade für Streichtrio in D-Dur Op.8 Franz Danzi: Quartett für Fagott, Violine, Viola und Violoncello Ernst von Dohnányi: Serenade für Streichtrio in C- Dur Op.10

Das Novara Trio Wien wurde im Herbst 2008 gegründet und hatte bereits einige erfolgreiche Konzerte im In- und Ausland. Derzeit arbeiten die MusikerInnen an ihrer ersten CDAufnahme. Die Idee dieses Streichtrios ist, nicht nur das eher selten gespielte Repertoire aufzuführen, sondern es auch mit erweiterten Besetzungen zu kombinieren. So haben sie die Möglichkeit eine breite Palette der Kammermusikliteratur zu präsentieren und neue Impulse mit Kollegen und Freunden beim gemeinsamen Musizieren zu setzen. Sie spielen sowohl die großen bekannten Streichtrios von Mozart, Schubert, Beethoven, Dohnanyi, etc., als auch die wenig gespielten Werke des 20.Jahrhunderts. Isabelle Reinisch (Violine) und Cecilia Sipos (Violoncello) sind Mitglieder des Tonkünstler Orchesters Niederösterreich, Veronika Körmendy (Viola) ist Solobratschistin im Orchester der Vereinigten Bühnen Wien. Andor Conka (Fagott) wurde in Graz geboren. Er studierte bei Prof. Rudolf Frodl und Milan Turkovic. Derzeit ist er Solofagottist des Tonkünstler Orchesters Niederösterreich.


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MoMent  November 2009

Wege zur Qualität 8. Gestaltungsfeld: Verantwortung aus Erkenntnis

ZUR MARIAHILF Mag. pharm. A. Mohsen Salem KG

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Ein Fördermitglied der

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Zielrichtung Grundlage der Arbeitsleistungen ist das Aufgabenverständnis bei Verantwortungsträgern und Mitarbeitenden. Das dafür benötigte fachliche Können (s. Feld 3) orientiert sich vor allem an den Handlungen, die notwendig sind, um die jeweiligen Aufgaben zu erfüllen und ist daher tendenziell Spezialwissen. Bei Beziehungsdienstleistungen kann man das Leistungsgeschehen aber nicht losgelöst vom Verständnis des ganzen Menschseins, d.h. der menschlichen Individualität und ihrer Konstitution, ihrer inneren Entwicklung und biographischen Lebenssituation sowie ihrer sozialen und gesellschaftlichen Einbettung betrachten. Damit weitet sich die Anforderung an das Verständnis in Richtungen, in die das Fachkönnen nur partiell hineinleuchten kann. Daraus ergibt sich eine permanente Erkenntnisaufgabe, an der entsprechend gearbeitet werden muss. Da diese Fragen gleichzeitig auch das Selbstverständnis derjenigen Menschen betreffen, an die sich die Leistungen wenden, wäre es wünschenswert, entsprechende Arbeitsangebote anzubieten. Die Inhalte einer solchen Erkenntnis sind in einer Institution, in der viele verschiedene Menschen zusammenarbeiten, nicht von allein gegeben und variieren mit jedem neuen Menschen, der sich mit seinen Bedürfnissen an die Institution wendet. Deshalb bedarf es einer bewussten und periodischen Bearbeitung dieser „Grund“-legenden Fragestellungen. Mit solch einer Arbeit entsteht einerseits ein gemeinsamer Boden für die im speziellen unterschiedlichen Handlungen der Mitarbeitenden und gleichzeitig bildet sich dadurch ein reflektierend-kritisches Bewusstsein der eigenen Aufgabenstellung gegenüber. Insofern liegt darin sowohl eine permanente Leitbildarbeit als auch die Voraussetzung für einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess (s. Feld 1). Es besteht ein fließender Zusammenhang mit der Aus- und Weiterbildung. Anforderungen an die Institution Grundlagenarbeit zu wesentlichen Fragen der Zusammenarbeit ist in der Einrichtung verankert - Wesentliche Erkenntnisgrundlagen zum jeweiligen Aufgabenverständnis sollen den Zusammenarbeitspartnern bekannt oder zumindest zugänglich sein. - Die Teilnahme an regelmäßiger Erkenntnisarbeit zum Aufgabenverständnis ist Bestandteil der Aufgabe von Verantwortungsträgern. - Zur Grundlagenarbeit gehören auch die sozialen Fragen der Zusammenarbeit. Grundlagenarbeiten werden systematisch oder fallorientiert ermöglicht Die Fachbereiche sind mit dem aktuellen Erkenntnisstand ihres Fachgebietes vertraut - Die ausreichende Teilnahme der Einrichtung am fachlichen Diskurs des eigenen Aufgabenfeldes ist gewährleistet. - Eigene Erfahrungen und Erkenntnisse werden in den fachlichen Diskurs eingebracht.


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Musik- und Eurythmietheater Cherubini Aufführungen im März 2010, Karten bereits erhältlich

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ach dem Erfolg der Carmina Burana von Carl Orff, aufgeführt im Odeon Theater im März 2006, wagt die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer erneut ein anspruchvolles Projekt im Odeon: das Requiem in c-moll von Luigi Cherubini (1760 – 1842). Diesmal wird das ausführende Ensemble, bestehend aus dem Oberstufenchor, einem Chor mit Schülereltern, ehemaligen SchülerInnen, LehrerInnen, KindergärtnerInnen und FreundInnen, sowie einem Orchester um einen Eurythmie-Chor erweitert. Die musikalische Leitung liegt bei Angela Schindler und Stefan Albrecht. An der eurythmischen Inszenierung wird unter der Leitung vom Eurythmie-Theater Regisseur und Produzenten Ernst Reepmaker gearbeitet.

im Raum, Metamorphosen der Kostüme und mit ins Spiel gebrachte Objekte werden zum imaginativen Charakter der Szenen (Mimages) beitragen. Ein weiteres wesentliches Merkmal dieser Inszenierung wird die Arbeitsweise und damit zusammenhängend die Zusammenstellung des Ensembles sein. Sowohl bei der Musik (ca. 150 SängerInnen und InstrumentalistInnen) als auch beim Bewegungschor (ca. 30 DarstellerInnen) werden Jugendliche, interessierte ‚Laien’-DarstellerInnen, Eurythmie- und Living Movement StudentInnen, sowie professionell tätige KünstlerInnen zusammenarbeiten.

In der eurythmischen Inszenierung sind Chor und Orchester dem Bewegungsensemble gegenüber gestellt. Szenisch betrachtet werden Musik und Gesang vom Diesseits aus – über die Schwelle zur Geistwelt hinweg – den Verstorbenen, die sich im Jenseits auf den Weg machen, gewidmet. Die gesungene Gebete und Wünsche bilden eine Art Klang-Dom, der sie umgibt. Es sind Schutz spendende Intentionen, die den Verstorbenen helfen, sich ‚dort’ zu orientieren, wo sie zuerst im Dunkeln sind und sich daran gewöhnen müssen, sich ohne Körper in einem Seelenleib zu bewegen und zu agieren. Nach der dramatischen Auseinandersetzung mit dem vergangenen Schicksal und einer Art Feuer-Reinigung erleben sie eine bewegende Vision einer zukünftigen neuen Existenz und gehen lichterfüllt darauf zu. Gerade die eurythmische Kunst ist dazu geeignet, diesen Eindruck des reinen seelischen Bewegens künstlerisch darzustellen. Zugleich wird – wie immer bei Eurythmie-Theater Produktionen – nach stimmigen Ideen und ergänzenden Ansätzen gesucht, um das Thema im Sinne eines Totaltheaters zu inszenieren: großflächige Projektionen, sowie Lichtwirkungen

Schwerpunkte der Implementierung - Analyse der bestehenden Situation, Bedarfsermittlung. Bestimmung der Personenkreise, deren Teilnahme an solchen Grundlagenarbeiten verpflichtender Bestandteil der Aufgabe ist. - Vereinbarung über diejenigen Erkenntnisfragen, die für die Aufgabenstellung von Bedeutung sind. - Die Verankerung von Grundlagenarbeit in der Arbeitsorganisation. Dabei wird geprüft, wie weit bereits bestehende Organe, Arbeitskreise oder Anlässe um diesen Gesichtspunkt erweitert werden können. - Erarbeitung und Schulung entsprechender methodischer Anleitung zur Durchführung von Grundlagenarbeit.

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Wirkungen und Nutzen der Verfahrensanwendung - Das Verständnis der Arbeitsgrundlagen vermindert den Regelungsbedarf, der sonst diese Lücke von außen füllen muss. Es ist aber eine Erfahrung, dass eine Überregelung die Qualität eher gefährdet als verbessert. - Es wird damit das Bedürfnis moderner Menschen erfüllt, verstehen zu wollen, was und warum man etwas tut oder

Die Aufführungen finden am Donnerstag und Freitag, 25. und 26. März 2010, um 19.30 Uhr, im Odeon-Theater, Taborstraße 10, 1020 Wien, statt. Eintrittskarten werden zunächst bei den Chorproben und am Weihnachtsbasar (ein wunderbares Weihnachtsgeschenk!) zu erwerben sein, danach im Schulsekretariat. Die Karten kosten Euro 25,--, für SchülerInnen Euro 15,-. Außerdem sind Förderkarten (mit reserviertem Sitzplatz) ab Euro 50,-- erhältlich, für all jene, die das Projekt zusätzlich unterstützen möchten. Natürlich sind auch Spenden und Sponsoren herzlich willkommen! Kontakt für Sponsoren: Angela Schindler, Stefan Albrecht oder Ernst Reepmaker

tun soll. Grundlagenarbeit kann die Motivbildung verstärken oder sogar verändern. - Die Entscheidungen innerhalb der Einrichtung erhalten eine solidere Grundlage und ermöglichen so eine nachhaltige Entwicklung. - Die Reibungsverluste und das Konfliktpotenzial werden durch eine gemeinsame Erkenntnisarbeit-Plattform vermindert. - Das Vertrauen der Klienten steigt, wenn man erlebt, dass eine Hand weiß, was die andere tut. Möglichkeiten zur Evaluation - Wie wird Grundlagenarbeit gestaltet und in das Arbeitsgeschehen integriert? Wie werden die geschaffenen Gelegenheiten in Anspruch genommen? - Wie werden die Erkenntnisgrundlagen der Aufgabenstellung (des Leitbildes) periodisch aktualisiert? - Die Auswertung von Zusammenarbeitsgesprächen vermittelt ein Bild darüber, ob der Bezug zu den Grundlagen der Einrichtung auf den einzelnen Ebenen ausreichend ist.


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Einige erste große Schritte sind gelungen! Ein kleiner Schritt für die Bildung, aber ein großer Sprung für unsere Schulen! (frei nach Neil Armstrong ;-)

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iele Jahre zogen ins Land, viele Gespräche wurden geführt, MinisterInnen und Kanzler wechselten, Regierungen fanden sich und gingen wieder auseinander. Wir blieben hartnäckig und unermüdlich und dürfen nun einen ersten großen Erfolg feiern!

Das Netzwerk Freier Schulen kämpfte gemeinsam mit den Verbänden Waldorf und Montessori im Namen von EFFE um eine faire Behandlung der SchülerInnen in Statutschulen in freier Trägerschaft. Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise ist es nun für die Budgets 2009 und 2010 gelungen, die Summe der Gesamtförderungen zu verdoppeln, auf 4,474 Millionen pro Jahr. Ebenso erreichten wir, dass alle Kinder, die in diesen Verbänden vertreten sind, erstmalig gleich viel „wert“ sind! In Zahlen ausgedrückt wird das Netzwerk freier Schulen statt bisher rund € 250,- pro Kind ca. € 1.000,- auszahlen können.

Gut Ding braucht Weile – und vor allem viel Geduld! Aber der Erfolg macht uns sicher und motiviert uns alle, für eine faire Behandlung aller Kinder zu kämpfen! Momo Kreutz stv. Vorsitzende EFFE-Österreich und Geschäftsführerin im Netzwerk freier Schulen

EFFE: Das European Forum for Freedom in Education wurde 1990 gegründet, hat mittlerweile Mitglieder aus 30 europäischen Ländern und setzt sich für das in der UNO-Menschenrechtsdeklaration niedergelegte Menschenrecht auf Bildungsfreiheit ein. EFFE-Österreich hat sich 1995 konstituiert. Mitglieder sind der Waldorfbund Österreich, das Kuratorium für künstlerische und heilende Pädagogik, das Netzwerk-Bundesdachverband für selbst bestimmtes Lernen und die Österreichische Gesellschaft für Montessori-Pädagogik. Schwerpunkt der Arbeit ist die Vertretung der gemeinsamen Interessen der Schulen in freier Trägerschaft, deren SchülerInnen und Eltern sowie die Unterstützung alternativer pädagogischer Ansätze.

Die Zusammenarbeit in EFFE Österreich mit den anderen Verbänden hat gezeigt, dass gemeinsames Auftreten und an einem Strang ziehen stärkend wirkt und wir so gemeinsame Ziele durchsetzen können. Ein Dank in diesem Zusammenhang an den Waldorfbund, der wesentlich dazu beitrug, dass alle Kinder fair behandelt werden, indem dieser zwar auch eine Erhöhung der Förderung erhält, aber nicht in dem Ausmaß wie Netzwerk und Montessori. Aber kein Grund zu ruhen! Es gab bereits erste Gespräche über die Zukunft. Unsere Forderung nach Übernahme der Kosten für das pädagogische Personal ist nach wie vor aufrecht. In einem kurzen Gespräch vermittelte uns Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied, dass dies erst der Anfang sein könne und wir eine größere Lösung anstreben, sei es eine vertragliche oder andere Lösung.

Theobald Knackmandels Rätselecke Na, haben Sie die letzte Rätselnuss geknackt? Nun, Sie waren voll Ausdauer bei den 24 Rätseln, die unser lieber Freund für uns bereit gestellt hatte. Deshalb möchten wir Sie auch nicht länger auf die Folter spannen und das Inkognito-Geheimnis lüften: Hinter dem Pseudonym „Theobald Knacksmandel“ verbarg sich niemand Geringerer als Professor Tobias Kühne, im wahrsten Sinne des Wortes ein „alter Freund“ unserer Schule! Wir alle bedanken uns ganz herzlich für seinen liebevoll erquickenden Humor!

September-Oktober-Rätsel-Auflösung: A stern G stirn EL stern O stern WE stern


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„Eltern und Lehrer an der Waldorfschule“ D

ieses Thema haben wir uns im Elternrat als Jahresthema gewählt – einerseits in Vorbereitung auf den Waldorftag 2010 (5. /6. März in der Waldorfschule Salzburg mit dem Thema: „Begegnung macht Schule“; Impulsvortrag von Karl-Martin Dietz), andererseits, weil uns das vertrauensvolle Zusammenwirken von Eltern und LehrerInnen ein großes Anliegen ist. In den nächsten Moment-Ausgaben werden Elternrätinnen und Elternräte aus verschiedenen Klassen das Buch: „Eltern und Lehrer an der Waldorfschule“ von Karl-Martin Dietz vorstellen. Als Einstieg in das Thema wollen wir hier einen Auszug aus dem Artikel „Erziehungspartnerschaft - Anregungen Rudolf Steiners zum Zusammenwirken von Eltern und Lehrern“ (Erziehungskunst 1/2008) von Karl-Martin Dietz geben: Über das Zusammenwirken von Eltern und Lehrern spricht Rudolf Steiner stets mit großem Engagement. Liest man seine Äußerungen im Zusammenhang, kristallisieren sich einige Kernanliegen heraus, die in die Begriffe Verständnis, Verständigung, Gegenseitigkeit und Wesensbegegnung gefasst werden können. (…) Sein Leitmotiv: „Wir brauchen in dieser Schule ein vertrauensvolles Zusammenwirken mit den Eltern. Unsere Lehrer sind durchaus darauf angewiesen, dieses vertrauensvolle Zusammenwirken mit den Eltern der Kinder zu finden.“

Verständnis: Ein zentrales Anliegen ist das Verständnis der Eltern für alles, was in der Schule geschieht. Das Wirken der Schule ist von einer verständnisvollen Elterngemeinschaft abhängig. Wir brauchen „diese Schule umwallt von dem Elternverständnis wie von den Mauern einer Festung.“ (...) Verständigung: (...) Das ist durchaus zweiseitig gemeint, und den Eltern kommt dabei eine aktive Rolle zu. „Ich möchte Veranlassung geben zu einer möglichst weitgehenden Verständigung der an der Führung und an dem Wirken der Waldorfschule Beteiligten und der Elternschaft unserer Schule. Das ist aus dem Grunde, weil ich tatsächlich diese Verständigung, dieses Zusammenwirken der Lehrer und anderer Persönlichkeiten (...) für etwas außerordentlich Notwendiges und Bedeutungsvolles halte“. Die Verständigung ist kein Beiwerk, sondern „ein Grundelement für alles, was wir in der Waldorfschule als unsere Aufgabe betrachten“. Zusammenwirken in Gegenseitigkeit: Die Gegenseitigkeit geht über die Verständigung in Erkenntnisfragen noch hinaus. Sie führt hin zu einem „Zusammenarbeiten“ und „Zusammenwirken“ und zu einer daraus entspringenden Hilfe der Elternschaft. (...) „Wir brauchen die Anlehnung an dasjenige soziale Element, aus dem die Kinder herausgewachsen sind. Wir brauchen die innige Anlehnung an die Eltern in Bezug auf alle Fragen, die sich fortwährend ergeben, wenn man das Kind in der Schule hat.“ (...) Wesensbegegnung: (…) Es geht bei alledem, was Steiner über das Zusammenwirken von Eltern und Lehrern ausführt, nicht einfach um mitmenschliches Verhalten, sondern es geht um einen seelisch-geistigen Einklang, der nur durch gegenseitige Bemühung hergestellt werden kann, jedoch die eigentliche Kraft der Schule ausmacht. (...) Das Verhältnis von Eltern und Lehrern geht also, wenn es gelingt, weit über eine Zweckgemeinschaft hinaus. Das zeigt sich auch daran, dass Erziehung nicht möglich ist, wenn man nicht „das volle Vertrauen der Eltern“ hat. Elisabeth Mac Nulty und Karin Schadl

Pausenbuffet – Bio – Pausenbuffet – Bio – Pausenbuffet – Bio – Pausenbuffet – Bio – Pausenbuffet – Bio – Pausenbuffet – Bio Liebe Eltern, Wir haben Sie am Ende des vergangenen Schuljahres brieflich um einen finanziellen Beitrag zur Umstellung des Pausenbuffets auf Bio gebeten – offensichtlich zu einem schlechten Zeitpunkt. Unser Ansuchen dürfte im Schulschluss-Stress übersehen worden sein. Worum geht es? Die Umstellung des Pausenbuffets auf Bio war durch den Elternrat als Elternwunsch an uns herangetragen worden. Wir – das Schulküchenteam – haben die Umstellung des Buffets ohne Preiserhöhung durchgeführt. Die Umstellung ist geglückt, und wir bilanzieren nun wieder ausgeglichen. In der eineinhalbjährigen Umstellungsphase kam es allerdings – wie erwartet – zu Ausgabensteigerungen und Erlösrückgängen. Diese Finanzierungslücke hat der Schulvereinsvorstand vorläufig ausgeglichen. Wir würden diesen Betrag aber gerne an den Schulverein zurückgeben können, was aus den laufenden Schulküchen-Einnahmen leider nicht möglich ist.

Wir hoffen nun, dass alle, die ein Bio-Buffet befürworten und die erfolgreiche Umstellung würdigen, uns durch eine Spende dabei helfen, die Finanzlücke aus dem Umstellungs-Prozess zu schließen. Bei dieser Gelegenheit möchten wir nicht versäumen, uns bei jenen 6 Eltern zu bedanken die unseren Brief zum Schulschluss wahrgenommen haben und ihren Beitrag von insgesamt 151,Euro gespendet haben. Wir freuen uns auf Ihren Spendenbeitrag auf dem Konto Nummer 9681 097, BLZ 60 000, PSK lautend auf Waldorf Wirtschafts Gemeinschaft, Verwendungszweck: „Biospende“ . Herzlichen Dank, Claudia und Hans Peham, sowie das Küchenteam in Absprache mit dem Schulvereinsvorstand.


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ZUR RESILIENZFORSCHUNG Beunruhigende Mitteilungen gehen um die Welt, immer im Halbdunkel der Tatsachen. Es handelt sich um die Gerüchte oder auch Tatsachen, dass unverhältnismäßig viele Kriegsheimkehrer in den USA, nach ihrem Irak-Einsatz Selbstmord begehen. Schon nach dem Vietnamkrieg wurde von verschiedenen Seiten her geschildert wie Soldaten nur sehr mühsam wieder mit dem bürgerlichen Alltag zurecht kamen. Aber auch in Europa macht man sich Sorgen bei der Traumaverarbeitung von NATO Soldaten, die Friedenseinsätze im Ausland durchführen mussten.

Ich Ich unterstütze und berate Sie oder begleite Sie ein Stück des Weges“ Weges “ 

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Ausgesucht von Barbara Willau

Die Frage ist, wie kommt ein Mensch mit traumatischen oder sonst erschütternden Geschehnissen in seinem Leben zurecht. Diese Frage gilt für Kinder wie für Erwachsene. Die Forschung, die sich hiermit befasst, ist die Resilienzforschung – die Forschung der Überwindung, der Verarbeitung ‚unüberwindbarer ‚ Erfahrungen, die Forschung der seelischen (psychischen) Widerstandskraft. (resilire = zurückspringen, abprallen) Sie entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als man vor der Tatsache stand, dass es Menschen gab, die Kriegs- und Hafterlebnisse innerlich überwanden und ein ‚normales‘ Leben wieder aufnehmen konnten, nachdem Seelenwunden verheilt waren. Aber im selben Zuge stellte man auch fest, dass es Menschen gab, die diese Erfahrungen nie mehr wirklich überwanden und immer an dem ihnen zugefügten Trauma leidend blieben. Die Frage entstand, wovon diese Fähigkeit, die innere Überwindung einzusetzen, abhängig sei? Was macht das eine Kind stark im Nehmen der Tatsachen des Lebens, was macht das andere Kind so viel sensibler reagieren? Man hört aus den Gebieten, in denen große Naturkatastrophen die Menschen heimgesucht haben, relativ wenig von Problemen bei der seelischen Bewältigung dieser Tatsache.

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Die Resilienzforschung ist diesbezüglich zu einigen Ergebnissen gekommen, die gerade auch für Pädagogen nicht unbedeutend sind.

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Zuerst galt es, der Frage nachzugehen, ob diese seelische Widerstandskraft aus der Erblichkeit zu erklären ist. Überträgt sich eine diesbezüglich starke Seelenart auch auf die Nachkommen? Aus vielen Untersuchungen ist der Schluss gezogen worden, dass dem nicht so ist. Die Resilienz kommt nicht aus der Erbmasse.

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Frantz

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aus gutem grund

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Um so mehr hängt sie zusammen mit den Erfahrungen in der ersten Lebensjahren. Der eine Forscher meint, es gehe um die ersten vier, fünf Jahre, der andere meint, es sei die ganze Kindheit von Bedeutung, also bis einschließlich des zehnten Lebensjahres. Von diesem Unterschied abgesehen, ist man sich einig, dass seelische Widerstandsfähigkeit, Resilienz also, für das ganze Leben gefördert und entwickelt wird, wenn die folgenden fünf Erfahrungen in der Kindheit gemacht worden sind. 1. Eine zuverlässige, stabile Beziehung zu einer Person Diese Bezugsperson muss nicht notwendigerweise die Mutter sein. Notwendig ist, dass es anfangs eine einzige Person ist. Später können sich da andere hinzugesellen. Auch in der Neurologie weist man darauf hin, dass es im Lebensanfang unbedingt um eine Person gehen muss. Später kann eine zweite, noch später eine dritte und vierte Person zu dem Kreis der Bezugspersonen kommen. Nicht aber am Anfang. 2. Das aufwachsende Kind braucht die Erfahrung einer autoritativen Erziehung Das besagt, dass das Kind die Grunderfahrung braucht, dass in der Erziehung andere für es entscheiden, dass es ganz freigestellt ist von der Notwendigkeit zu entscheiden. Gerade aus der Erfahrung, dass andere die richtigen Entscheidungen treffen, gewinnt das Kind Lebenssicherheit, sprich Vertrauen. Diese Erfahrung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Erst entscheiden andere, was gut und schlecht für mich, was richtig und falsch, gesund oder ungesund ist. Ein tiefes Gefühl der Sicherheit entsteht: ich kann mich


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der Welt überlassen, ich kann mich auf die Umgebung unter allen Umständen verlassen.

dem man Abschied von einem Tag nimmt, ein kleines Ritual, was sich sehr unterscheidet vom Wachwerden am Morgen?

3. Kinder brauchen die Erfahrung, an Beispielen zu lernen Hier haben wir es mit zwei Qualitäten zu tun. Erstens, die sich tief einprägende moralische Qualität; dass das, was das Kind um sich herum an Beispielen erlebt, nicht dem Duktus nach anders sein soll als das, was von ihm verlangt wird. Wird dem Kind Fernsehkonsum verboten und die Bezugspersonenen leben einen unkontrollierten Fernsehkonsum dar, entsteht im Kinde ein Riss in Bezug auf sein einheitliches Verstehen seiner Umgebung. Dieses Beispiel kann beliebig ergänzt werden.

An dieser Tatsache, die sich in den Waldorfkindergärten und -schulen in den Feiern der Jahresfeste niederschlägt, kann man ersehen, diese Feste werden nicht um ihrer selbst Willen gefeiert, sondern aus einer Einsicht heraus. Wer sein Leben selber gestalten will, wer nicht gelebt werden will, muss Zeit gestalten können.

Auch noch ganz anderes ist im Spiel. Als der kanadische Psychologe Albert Bandura die Spiegelneuronen und ihre Tätigkeit im Menschen feststellte, entstand die interessante Frage, lernt denn das Kind überhaupt mit dem Verstand oder aus dem Nachmachen, aus dem ‚auch so tun‘? Bandura vertritt vehement, dass das kleine Kind nicht aus der Kognition sondern aus der Nachahmung lernt, was er eindrücklich an dem Spracherwerb dokumentiert. Bis jetzt aber ist dieser wichtigste Gedanke in der schulischen Praxis noch wenig vertreten, nämlich dieser, dass Kinder leichter, unbeschwerter lernen aus dem Nach-tun, als aus dem mühseligen den Verstand bemühen. Wir sprechen in diesem Fall über Kinder bis zum zehnten Lebensjahr. Auch bei diesem Vorgang, dass zum Beispiel eine Rechenoperation nicht aus dem Verstand, sondern aus der Gewohnheitsbildung zu Stande kommt, entwickelt das lernende Kind Selbstsicherheit ‚von aussen‘; es wird durch die sichere Gewohnheit bestätigt. Die hier dargestellte Forschung entstammt nicht dem anthroposphisch-anthropologischen Umfeld, sondern kommt aus der Regelforschung. Deshalb darf betont werden, dass nach Steiner der Anfang des Lernens aus der Kognition ab ungefähr dem 12. Lebensjahr zunehmend an Bedeutung gewinnt. Nur bei Steiner heißt dieser ganze Komplex ‚Urteilsfähig werden‘. Das heißt, ein Lernvorgang wird aus der eigenen Urteilsfähigkeit gelenkt und bestimmt, nicht mehr aus der Gewohnheit. 4. Kinder brauchen ein qualitatives Zeiterlebnis Was ist der Unterschied zwischen dem Morgen und dem Abend als Lebensempfindung? Was ist der Unterschied in der Lebensempfindung zwischen Herbst und Frühling, Sommer und Winter? Wie unterscheidet sich (im christlichen Kontext) ein Osterfest von einem Weihnachtsfest? Oder (im islamischen Kontext )zum Beispiel das Zuckerfest vom Anfang des Ramadan? Wie erlebt das Kind die Zeitgestalt, wie helfen wir dem Kind, die Zeitgestalt zu erleben? Ein ganz einfaches Beispiel: In meiner frühen Jugendzeit feierte man Ende des Frühlings in den Niederlanden den Geburtstag der Königin. Das war die Zeit, in der man an die Kirmes ging und zur Feier des Tages einen hölzernen Stiel, der mit Zuckerwatte umsponnen war, geschenkt bekam. Diese Zuckerwatte wurde im kindlichen Gemüt der Inbegriff der Festlichkeit zum Geburtstag der Königin. Viele Biographien schildern Rituale, die sich mit den Jahreszeiten verknüpfen. Auch die einfache Tatsache des sich Schlafenlegens. Ist das eine Zufallshandlung, weil man müde ist, oder gehört zu diesem Moment, in

5. Das Kind braucht einen gewissen Überschuss an positiven Schulerfahrungen Diese fünfte Bedingung aus der Resilienzforschung bedarf kaum einer Erklärung. Trotzdem soll darauf hingewiesen werden, dass durch lange Zeiten hindurch (Zeiten, die in dieser Hinsicht noch nicht vorbei sind) die Frage, ob der Schüler auch positive Erfahrungen am Lernen, am zur Schule gehen übrig hält, eher als Beiprodukt betrachtet werden. Hier muss richtig gesehen werden. Viele Schultraumata begleiten den Menschen ein Leben lang. Verletzungen, deren sich die Schule (oder die Lehrer) oft nicht bewusst sind. Wenn sie es wären, würden die Schulen sich anders einrichten. Mit anderen Worten, was in der Schule für die Seelenstimmung angelegt wird, spielt in der Erinnerung im Leben eine bedeutende Rolle. Ein Grund für Schule und Lehrer sich regelmässig zu fragen, wie es um die Schüler steht. Damit ist nicht gesagt, dass die Schule nicht auch der Ort ist wo ein Krise durchgemacht werden kann. Das muss auch sein. Es geht um die Bewältigung von Schwierigkeiten und darum, ob Schüler sich in genügendem Mase von den Lehrern angenommen fühlen. Aus dem Dargestellten fällt es nicht schwer, wichtige Grundforderungen der Erziehungskunst festzumachen. Das heißt, die Erziehungskunst ist auf Resilienz veranlagt. Wir haben es hier mit einem Teil der Resilienz zu tun. Ein anderer Teil befasst sich mit der sogenannten Notfallpädagogik. Wie helfen wir Kindern, die Natur- oder Kriegskatastrophen überlebt haben? Wir wissen heute, dass zur direkten Traumaverarbeitung bei Kindern die Kunst, das künstlerische Tun, die allerwichtigste Rolle spielt (was auch dem Bericht aus Chengdu entnommen werden kann). Diese Tatsache ist schon vielerorts dokumentiert und bestätigt die Heilkraft, die von der Kunst ausgehen kann. Auch sie soll in jeder Erziehung Teil der Normalität werden. Christof Wiechert Leiter der Sektion Pädagogik, Goetheanum Literaturangaben: Rutter, M. Resilience Reconsidered in Handbook of early child intervention, Cambridge University press 2000 Steiner, R. Die pädagogische Praxis vom Gesichtspunkte der geisteswissenschaftlichen Menschenerkenntnis (GA 306), 5. Vortrag, Dornach 19 April 1923 Werner, E. Protective Factors and Individual Resilience in Handbook of early childhood intervention, Cambridge University press, 2000


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Jetzt schon an Weihnachten denken ... Alle Jahre wieder steht die Frage im Raum: WAS SCHENKE ICH? Wie wäre es mit einem schönen Buch!

Und wenn die Zeit bis zum Fest immer näher rückt und es draußen kalt ist und vielleicht auch schneit, macht es sich manch einer mit einem schönen Buch auf dem Sofa gemütlich.

Hierzu einige Tipps:

Kenneth Grahame

Der Wind in den Weiden

Illustriert von Inga Moore Aus dem Englischen von Michael Stehle 184 Seiten, Verlag Urachhaus € 23,60 (ab 8 Jahren)

Der Wind in den Weiden von Kenneth Grahame ist einer der bekanntesten Bilderbuchklassiker der Welt. Wer hat noch nicht von der freundlichen Wasserratte, dem sanftmütigen Maulwurf, dem geradlinigen Dachs und dem spleenigen Kröterich gehört! Inga Moore hat die Abenteuer der berühmten vier Freunde einfühlsam und zauberhaft illustriert. Die Neuübersetzung des hundertjährigen Klassikers stammt von Michael Stehle. Nicht nur für Kinder ein Genuss. Ebenfalls von Inga Moore illustriert ist die Neuausgabe des Buches Der geheime Garten von Frances Hodgson Burnett. Durch die zauberhaften Illustrationen fühlt sich der Leser sofort hineinversetzt in das England um 1900.

Frances Hodgson Burnett

Der Geheime Garten

Illustriert von Inga Moore Aus dem Englischen von Michael Stehle 279 Seiten, Verlag Urachhaus € 23,60 (ab 8 Jahren)

Alle Bücher erhältlich in der

BÜCHERSTUBE

der Goetheanistischen Studienstätte | 1230 Wien, Speisinger Straße 258 Tel u. Fax: 01/ 889 26 93 | buecherstube1230@gmx.at Öffnungszeiten: DI, MI, DO, FR 9:00 - 13:00 Uhr MO u. FR 14:00 - 18:00 Uhr Im Nov. u. Dez. auch MI 14:00 - 18:00

Berühren – Bewegen – Erleben

Eutoniearbeit in der Landschule Schönau mit Helene Roitinger (Diplom für Eutonie G.A.) Freitag, 20. November 2009, 15:30 bis 18:00 Uhr Anmeldung bei Ursula Ventruba, 02638 / 224 13 oder: helene.roitinger@edumail.at ; 07732 / 26 07

John Matthews

Artus – König der Könige

Illustriert von Pavel Tatarnikov Aus dem Englischen von Michael Stehle Mit großer Landkarte des mythischen Reichs Albion 96 Seiten, Verlag Urachhaus € 25,60 (ab 9 Jahren)

John Matthews, der einer der bekanntesten Artusforscher Großbritanniens ist, ist mit seinem Buch Artus – König der Könige eine wunderbare Mischung aus Informationen und Geschichten über König Artus, seine Ritter, Merlin und die Frauen am Königshof von Camelot gelungen. Die prächtigen Illustrationen führen den Betrachter mitten hinein in die sagenhafte Welt des Grals.


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Pressespiegel zum Thema Handy Handymast bei der Rudolf Steiner-Schule Salzburg wird verlegt Seit mehr als acht Jahren kämpfen Schüler, Eltern und Lehrpersonal der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg gegen einen Handymasten, der auf einem Haus der Mobilkom gegenüber und in unmittelbarer Nähe des Schulgebäudes liegt. Jetzt gab die Politik grünes Licht für einen neuen Standort. Die Firma mobilkom weigerte sich zu Beginn grundsätzlich gegen einen Verlegung des Standortes. Seit einigen Jahren allerdings zeigt sie sich bereit, auch Alternativstandorte zu akzeptieren, wenn diese den technischen Bedürfnissen genügen und auch behördlich bewilligbar sind. (…) Erst in den vergangenen Monaten stellte sich ein Grundstück der Stadt als geeignet heraus. Sowohl die technischen Bedingungen, als auch die Voraussetzungen für ein positives Gutachten im Sinne des Ortsbildschutzgesetzes waren gegeben. Vor allem aber wird dabei die Bedingung erfüllt, mit den Immissionswerten unter dem Salzburger Milliwatt (1mW/m² Leistungsflussdichte) zu bleiben. Quelle: Salzburger Nachrichten, 23.10. 2009 Handyverbot Frankreich steht vor einem Handyverbot in Schulen: Aus Gesundheitsgründen soll Kindern das Nutzen von Mobiltelefonen vom Kindergarten bis zur Mittelschule verboten werden. Die Wiener Ärztekammer reagierte auf den Beschluss des französischen Senats und forderte eine ähnliche Regelung für Österreich. Die Debatte über Mobilfunkstrahlung erhält damit neuen Zündstoff. Umweltschutzgesetz erweitert, Werbeverbot Frankreichs PolitikerInnen machen gegen Handys mobil: Aus Gesundheitsgründen soll Kindern künftig das Nutzen von Mobiltelefonen in der Schule verboten werden. Die zweite Parlamentskammer, der Senat, erweiterte das Umweltschutzgesetz um einen entsprechenden Passus, der für Kindergärten, in der Volksschule und der Mittelstufe gelten soll. Zum Schutz der Kinder beschloss der Senat zudem ein Verbot von Handywerbung, die sich an Kinder unter 14 Jahren richtet. Damit die Gesetzesnovelle – und damit das Handyverbot in Schulen – in Kraft

tritt, muss sie noch von der ersten Parlamentskammer, der Nationalversammlung, abgesegnet werden. Sorge vor negativer Auswirkung Die Abgeordneten hoben hervor, in der Bevölkerung gebe es wachsende Sorge vor möglichen negativen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung auf die Gesundheit. Auch französische Arbeitnehmer, die täglich Mobiltelefone verwenden müssen, will der Senat künftig besser schützen. Angedacht sind etwa obligatorische Freisprecheinrichtungen. Diese sollen verhindern, dass das Gehirn den elektromagnetischen Strahlungen zu stark ausgesetzt ist. Ähnliche Regelung für Österreich gefordert Die Wiener Ärztekammer reagierte auf den Beschluss des französischen Senats und forderte eine ähnliche Regelung für Österreich. Da sich seit langem die Hinweise auf mögliche gesundheitliche Gefährdungen durch Nutzung von Mobiltelefonie, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, verdichten würden, habe „die Politik hier ihre Verantwortung hinsichtlich des Vorsorgegedankens zu erfüllen“, forderte der Präsident der Wiener Ärztekammer, Walter Dorner. Auch dem in Frankreich angedachten Verbot für Handywerbung, die sich speziell an Kinder unter 14 richtet, kann Dorner viel abgewinnen. Es sei nicht einzusehen, „dass sich die Industrie hier einen Markt erschließt, dessen gesundheitsgefährdende Aspekte derzeit noch nicht wirklich absehbar sind“, so Dorner. „Ich bin überzeugt, dass dem Beispiel Frankreichs bald andere EU-Staaten folgen werden.“ Es wäre schön, wenn Österreich in Sachen Gefahren durch Mobiltelefonie nicht einen ähnlich unrühmlichen letzten Platz hinsichtlich der Gesundheitsgefährdung in Europa einnehmen würde, „wie dies in Sachen Tabakprävention bereits seit Jahren der Fall ist“, so Dorner. Keinerlei wissenschaftliche Basis für ein Verbot sieht das Forum Mobilkommunikation (FMK). „Diese Forderungen sind nicht nachvollziehbar und entbehren jeder Grundlage“, betonte der Geschäftsführer des FMK, Maximilian Maier. Es gebe viele internationale Untersuchungen, die zu keinem Zeitpunkt einen Nachweis für eine mögliche Gesundheitsschädigung erbracht hätten, heißt es aus der FMK, der Interessenvertretung der Mobilfunkbranche, zu deren Mitgliedern Unternehmen wie Nokia, die mobilkom austria und Samsung zählen. Nach dem Auffinden von Porno- und Gewaltvideos in Klassenzimmern wurde in Bayern die Benutzung von Mobiltelefonen auf dem Schulgelände bereits 2006 außer in Ausnahmefällen verboten. Quelle: ORF-online, 7.10.2009


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MoMent  November 2009

MoMent Lebensschritte ...

Der Prinz of Wales verleiht Ehren MBE (Member of the British Empire) an österreichische Staatsbürgerin

D

er Prinz of Wales verlieh am 10. Juli 2009 im Buckingham Palace der Österreicherin Andrea Bristow (geb. Madl) den „Honorary MBE“ für besondere Verdienste um den Tourismus in Nordwales.

In Wien geboren ist Andrea die erste Österreicherin (auch keinem Österreicher wurde dieser Orden je verliehen), der diese Ehre zuteil wurde: in Anerkennung des innovativen, mit Preisen ausgezeichneten, außergewöhnlichen Abenteuerparks, den sie gemeinsam mit ihrem Mann Stephen 1993 gegründet hat. Auch ihr Mann bekam den begehrten MBE, als Brite direkt von Prinz Charles angesteckt, während Andrea ihren „Honorary MBE“ in einer Schatulle überreicht bekam. Sie waren das einzige Paar, während die übrigen Auszuzeichnenden, etwa 100 an der Zahl, einzeln ihre Orden entgegennahmen. Mit jedem von ihnen unterhielt sich Prinz Charles in gedämpftem Ton, während die Zuschauer (jeder Ausgezeichnete durfte 3 Angehörige mitbringen) die Ordensverleihung von ihren Sitzen aus verfolgten und der schönen Live-Musik lauschten. Der Erlebnispark „Greenwood Forest Park“ liegt am Rande Snowdonias und vereint Spaß und Abenteuer mit erzieherischen Werten für Kinder

Für Alle die beweglicher, ausgeglichener und achtsamer durch den Alltag gehen wollen: • • • • • • • •

Kindliche Entwicklungsstörungen Störungen des Bewegungsapparates Hyperaktivität Allergien, Asthma Schmerz Burn-out-Syndrom Depression, Zwang Immunsystem-Störungen

Schöner-Rhythmus

und Erwachsene. Als ökologisch geführtes Unternehmen bietet es seinen Besuchern u.a. als Weltneuheit die einzige Hochschaubahn, die nicht nur keine elektrische Energie braucht, sondern auch noch abgibt. An manchen Tagen im August hat dieser Erlebnispark über 2000 Besucher. Nach Besuch von St.Ursula und der Rudolf Steiner-Schule in Wien-Mauer hat Andrea, die erste von 5 Kindern und damals wohnhaft in Kaltenleutgeben, die HBLVA für Gartenbau in WienSchönbrunn besucht und bei ihrer Ferialpraxis mit 16 ihren künftigen Mann, einen Exhippy der 60er Jahre, kennen gelernt. Mit 19 heiratete sie ihn in Stift Heiligenkreuz und lebte zu Beginn ihrer Ehe in einem Wohnwagen und arbeitete u.a. als Putzfrau und ihr Mann als Gärtner. Nach Beendigung seines Studiums „Forestry and Agriculture“ in Bangor/Nordwales lebten die beiden mit ihrem einjährigen Sohn Daniel im nördlichen Sudan, wo Stephen im Rahmen der Projekte von „Green Deserts“ und „SOS Sahel“ mit den Nomaden Bäume pflanzte und Andrea unter äußerst primitiven Umständen ihren zweiten Sohn Martin zur Welt brachte. Sie lernte damals nicht nur arabisch, sondern später auch walisisch (die älteste noch gesprochene Sprache Europas, die im Gegensatz zum Gälischen in Schottland und Irland, von der Bevölkerung noch gesprochen wird), weswegen sie auch von den Walisern (und natürlich auch wegen ihres österreichischen Charmes) sehr geschätzt wird. Außer des ehrenvollen MBEs haben Andrea und ihr Mann heuer für ihren Betrieb auch die Auszeichnung „business of the year“ der Region Gwynedd bekommen, und dies sicher auch, weil sie bis jetzt rund 700 jungen Leuten Arbeitsmöglichkeiten verschafften und laufend verschaffen in einem Gebiet, das zwar landschaftlich wunderschön ist und es leicht mit Irland aufnehmen kann, wo aber die Jugendarbeitslosigkeit sehr hoch ist. Viele Schüler, die ihre Familie entlasten wollen, bekommen in diesem von junger Energie nur so pulsierendem Park Arbeit, sei es als Ranger („Aufpasser“ und Helfer) an einer der zahlreichen Aktivitäten (eine sehr beliebte davon ist das „Lagerbauen“ im Wald), sei es an der Kasse im Shop oder im Kaffeehaus.

EU-RYTHMIE THERAPIE

Andreas Herz ist trotz ihrer Beliebtheit in Nordwales zum Teil noch in Österreich.

Ein tiefer Atemzug & vier Pulsschläge antworten!

Versäumen Sie nicht, falls Sie eine Reise nach Wales planen, den Greenwood Forest Park zwischen Bangor und Carnavaon zu besuchen, und vielleicht an der Kassa nach „Andrea“ zu fragen. Wenn sie gerade im Büro ist und ihrer Aufgabe als „Director of Public Relations“ nachgeht oder ein Vorstellungsgespräch hat, nimmt sie sich vielleicht kurz Zeit, um Sie zu begrüßen, und das weder englisch, noch walisisch, sondern „österreichisch“. Näheres über den Greenwood Forest Park finden Sie auf der Website www.greenwoodforestpark.co.uk Gerda Madl

Es braucht nicht viel um den Körper in Einklang zu spüren. Und das innere Schwungrad in Gang zu setzen. Durch geführte Bewegungen lernen wir, wie Laute und Töne Blockaden lösen können. Wie neue Dynamik erstarrte Prozesse belebt und behutsam das Ungleichgewicht im Energiesystem wieder zum Strömen und Ausbreiten bringt. Heilung aus eigener Kraft!

Monika Kossdorff, 0664/526 99 91


November 2009  MoMent

aus gutem grund

Endresstraße 113 01 888 10 38

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aus gutem grund

Endresstraße 113 01 888 10 38

Öffnungszeiten: Mo 08 – 13 Uhr Di – Fr 08 – 18 Uhr Sa 08 – 12.30 Uhr

Wir empfehlen jetzt: frisches Sauerkraut aus dem Waldviertel, gebratenen Boskop mit Honig und Walnüssen, wohlriechende Gewürze, feinste Schokoladen, heißen Tee, leichte Spaziergänge und ausreichend Schlaf.

Parkmöglichkeit im Schulhof Dienstag und Mittwoch ab 17 Uhr Donnerstag und Freitag ab 16 Uhr Samstag 8 Uhr bis 12.30 Uhr Bitte langsam in den Schulhof einfahren Öffnungszeiten: Mo 8 – 13 Uhr Di bis Fr 8 – 18 Uhr Sa 8 – 12.30 Uhr

Dr. med. univ. Petra tra Orina Zizenbacher Naturheilzentrum Zizenbacher A-1230 Wien, Mackgasse 6, Tel+Fax: 01/403 73 81 homepage: www.zizenbacher.at, e-mail: zizenbacher@naturheilzentrum.at

Jahresausbildungen im Naturheilzentrum Zizenbacher

Zivi‐Courage   bei Lebensart‐Sozialtherapie gesucht !  Wir bieten abwechslungsreiche Zivildienerplätze in den  Wohngruppen und Werkstätten  in Wien Mauer und in Wien  Lainz.  Hier kann man Erfahrungen sammeln, Vorurteile abbauen, Freunde  finden, in Berufswelten reinschnuppern… 

Heilpflanzen- Ausbildung in 6 Modulen: In dieser Ausbildung erlernen Sie den intuitiven Umgang mit Pflanzen. Sie lernen Pflanzen in unterschiedlichen Wuchsstadien kennen- und erkennen. Es werden einfache Hausmittel, wie Kräuteressig, Kräuteröl, Salben, Essenzen, Kohle, Asche und vieles mehr hergestellt. Profitieren Sie vom langjährig erprobten Wissensschatz anderer Heilpflanzenkundiger und erwerben Sie einen sicheren Umgang mit Heilpflanzen.

Körperwahrnehmungs- Ausbildung in 6 Modulen: Jeder ist sich selbst der beste Arzt. Um Beschwerden einschätzen und sich selbständig helfen zu können, hilft es, das Wunderwerk Körper zu verstehen. In dieser Jahresausbildung arbeite ich mit naturnahen Modellen der verschiedenen Körperteile. So hat man ein genaues Wissen über die Lage der Organe und ihre Funktionen. Das Wechselspiel zwischen den einzelnen Organfunktionen wird speziell erörtert und erklärt. Zu einigen Modulen lade ich Spezialisten ein, die ihre Erfahrungen weitergeben und so den Kurs mit ihrem Fachwissen bereichern. Ziel der Ausbildung ist es, dass Sie ein besseres Verständnis für den Körper entwickeln. Dadurch können Sie die eigene Befindlichkeit bzw. Störungen der Befindlichkeit einschätzen und beurteilen. Für die Erlangung der Abschlussurkunde ist neben der Absolvierung der 6 Module auch eine körperbezogene Abschlussarbeit vorgesehen. Näheres unter: www.zizenbacher.at Anmeldung per e- Mail unter zizenbacher@naturheilzentrum.at

Die Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen steht bei  uns im Mittelpunkt. Hierfür sind Hilfestellungen zu erbringen, wo die  Menschen mit Behinderung Unterstützung, Aufsicht und auch mal ein  ´gutes Wort` benötigen.  Dies erfordert Einfühlungsvermögen, Umsichtigkeit und Courage.  Wundern Sie sich nicht, wenn Sie beim Abschied nach neun Monaten  Zivildienst einen eigenen Fanclub haben.  Interesse?  Kontakt:   Lebensart Sozialtherapie  Hauptstr. 125‐127, 2391 Kaltenleutgeben  Tel. 02238/77931, verein@sozialtherapie.at  www.lebensart‐sozialtherapie.at   


Absender: R. Steiner-Schule Wien-Mauer, 1230 Wien, Endresstr. 100 Verlagspostamt, 1230 Wien, Zulassungsnummer: 02Z032325M Impressum Seite 2

P.b.b.

Diese Ausgabe von MoMent ging am Mi 11.11. an die post.at

Termine November Do 19.11. Redaktionsschluss für Dez/Jän-MoMent Sa 21.11. 9:45 Kindergottesdienst/Studienstätte So 22.11. 19:30 Benefizkonzert „Novara Trio Wien“, s.S.17 So 22.11. 19:30 ER-Sitzung Fr 27.11. 17:00 – 21:30 Waldorf Advent Basar, s.S.3,4,5 Sa 28.11. 10:00 – 18:00 Waldorf Advent Basar, s.S.3,4,5

Vorschau Dezember Sa 05.12. 9:45 Kindergottesdienst/Studienstätte So 13.12. 19:30 ER-Sitzung So 20.12. 9:45 Kindergottesdienst/Studienstätte Do 24.12.09 bis Mi 06.01.2010 Weihnachtsferien

Gleichbleibende Termine

Triumvirat_195x165_PoWienSim

11.09.2007

11:41 Uhr

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montags Arbeitsgruppe mit Dr.Hitsch 19:30 Musikraum montags Tanz-Abende Info: Ingrid Leitner: 0699-19043893, kurtleitner@gmx.at mittwochs Musikprojekt-Proben SIMPLY CLEVER

DREI DIE AUSGEZOGEN SIND, UM IHNEN DEN PREIS ZU BIETEN.

¬kodaOctavia Pacco ab 24.900,– Euro ¬kodaOctavia Nicco ab 22.310,– Euro ¬kodaOctavia Solo ab 17.760,– Euro Die ¬koda Octavia Sondermodelle Solo, Nicco und Pacco. Drei Modelle, die auf die Frage der individuellen, perfekten Ausstattung mit dem besten Preis antworten. Auf Wunsch auch als Allradversion erhältlich. Unverb. nicht kart. Richtpreis inkl. NoVA und MwSt. Symbolfoto. Verbrauch: 5,1-8,4 l/100 km. CO2-Emission: 135-202 g/km.

MoMent  

Monatsschrift für die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer, November 2009

MoMent  

Monatsschrift für die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer, November 2009

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