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Auf die Monate Juli bis Dezember 2015

Gegründet bei der Eröffnung des Schnuggebock im März 2001

Hauszeitschrift für

15. Jahrgang, Nummer 49

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Traditionelle appenzellische Gastfreundlichkeit. Am Stammtisch. Im Restaurant. In eleganten Sälen.

Grosis Bauernhaus als nostalgisches Erlebnis, in Stube, Stall, Küche, Mägde-, Knechtechammer und Keller.

Tête-à-têtes. Geschäftsessen. Bankette. Vom Vesperplättli bis zum Gourmet-Menü.

Zu zweit. Familien für sich. Gruppen im Schloff. Währschaftes vom Puur, saisonal, einheimisch. Wald-WC, Alpkäserei, Heustock und Tierlistall.

Panoramagarten. Kinderspielplatz. Rollstuhlgängig.

Altertümliche Holzofenbäckerei und feinschmeckige Kaffeerösterei. Nostalgisches Einkaufen und GruppenPlausch um Brötigs.

Spitzbübische Schulstunde in nostalgischer Stube. Kulinarische Überraschungen statt Znünibrot.

Alle Reservationen an 071 333 12 30

Gesamtes Erlebnis Waldegg jeden Montag geschlossen –2–


Willkommen

Grüezi mitenand! Das Handy ist mit uns. Immer und überall. Wir sind konstant erreichbar, voll auf Empfang, echt auf Draht. Es ist ein Sinnbild unserer schnelllebigen Zeit. Das Handy webt auch einen roten Faden durch diesen Kalender. Doch: Gemach! Kommen Sie, verehrte Gäste, doch ab und zu in Grosis Appenzeller Bauernhaus und lassen Sie die Zeit etwas langsamer an sich vorüberziehen. Die gute alte Zeit. Ohne Handy, Kreditkarte und andere angelsächsische Neumoden. Nehmen Sie sich Zeit zum Geniessen!

Das Geniessen soll bei allen Ihren Besuchen bei uns im Vordergrund stehen, nicht nur im Schnuggebock, sondern auch im Höhenrestaurant, im Tintelompe und im Ziträdli. Gewähren Sie sich Zeit, sich von uns verwöhnen zu lassen. Und wenn dabei ein Lächeln über Ihr Gesicht huscht, umso besser! Vergessen Sie die Hektik des Alltags, lehnen Sie sich zurück, lassen Sie sich von Gemütlichkeit umgeben und seien Sie im Erlebnis Waldegg herzlich willkommen!

Familie Anita und Chläus Dörig und das Erlebnis Waldegg-Team

Hauszeitschrift Inhaltsverzeichnis 4 9 12 14 16 19 21 23 24 28 29 35 36 41 43 45 51

Fluch und Segen Dörig’s Viermädelhaus Ziträdli im Test Waldegg Jubilare Die Waldegg ist lääs Mobilzone Liebesschlössli Tintelompe-Kurzprogramm Ochsen am Pflug Whisky-News Weingut Maienhalde Emme ist zurück Mini Beiz, dini Beiz Meier’s Chrom-Egge Bröötigs vom Ziträdli E Cüpli uf de Waldegg Weihnachts-Krippe Impressum Herausgeber: Erlebnis Waldegg, Familie Anita und Chläus Dörig Redaktion, Bilder, Texte: Roland Kink (rk), Teufen Layout DTP, Bilder: Philipp Kuhn Grafik&Werbung, Teufen Druck: Appenzeller Druckerei, Herisau

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Schöne, neue Welt?

Segen des Beamers, Fluch des E-Mails

(rk) Früher, sagen wir mal, in der guten alten Zeit, so wie sie heute noch im Schnuggebock existiert, hatten die Serviertöchter ein Service-Blöckli. Oft stand „Rivella“ oder „Elmer Citro“ drauf. Dann wurde gekribselt. Wenn der Gast sich umbesann, wurde durchgestrichen oder das Blättli umgeworfen und die Bestellung ganz von vorn nochmals aufgenommen.

„Ah, Sie nehmen auch die Bratwurst mit Rösti; gerne!“ Elegant platzierte dann Zischge hinter dem bereits kaum lesbaren Eintrag einen zweiten Jass-Strich. („Bratwurst“ war nicht ausgeschrieben, sie machte dafür nur so einen Bananenbogen auf das Blöckli, ihre eigene Art von Gastro-Steno). Diese Striche hatten es sowieso in sich. Nicht nur bei den Serviertöchtern (damals –4–

gab es doch noch keine Kellner auf der Waldegg, Menschsenskind! Man kann doch nicht ServiertöchterInnen schreiben!), sondern auch bei den Gästen waren sie beliebt, wenn nicht überlebensnotwendig gegen das Verdursten: Man(n) strichelte die genossenen Stangen oder Flaschen Gerstensaft gleich auf den Bierdeckel-Rand. Hinter diesem Gästeverhalten steckte


auch noch der Vorteil, dass man mit einem Blick beurteilen konnte, ob die Menge des Getrunkenen noch dem Inhalt seines Säckels entsprach. (Leider konnte die begleitende gute Ehefrau an den Strichli auch ablesen, ob das Manndli noch Durst haben durfte.) Das Service-Blöckli gehörte zu jeder anständigen Puure- und Ausflugsbeiz, wie es die Waldegg ja auch war. Es war sozusagen das fortschrittlichste Beizen-Kommunikationsmittel seiner Zeit. Es stand aber auch für Gemütlich- und Langsamkeit.

egg führte Chläus Dörig das erste elektronische Bestellsystem ein. Er erinnert sich: „Mit dem RMS, das längst deutlich überholt ist, und von dem ich nicht einmal mehr weiss, was die Abkürzung bedeutete, hatten wir schweizweit die Nase vorn, denn wir waren erst der zweite Betrieb, der die „Bestellkästli“ einführte. Allein für die Ausrüstung des Gartenrestaurants mussten fast 70‘000 Franken investiert werden. Ein einziger Rechner kostete damals über 15‘000! Heute kann jedes Smartphone mehr

Dann kommt das elektronische Blöckli Einige Jahre nach der Eröffnung der nach dem 1981er Brand neuaufgebauten Wald-

als jene alten Kisten! Dieses elektronische Bestellsystem provozierte bei unseren Gästen die unterschiedlichsten Reaktionen. („Jetzt spinnt der –5–

Waldeggwirt!“ „Also unpersönlicher geht’s ja wohl nicht mehr, ich will doch nicht mit einem Kästchen schnorren!“) Also: man schnorrte ja noch immer mit dem Fräulein, wie früher, da hatte man auch nicht „liebes Blöckli“ gesagt. Im Gegenteil, die Bedienung musste ja nur noch etwas antippen, nichts mehr schreiben und konnte so ein persönlicheres Gespräch führen. Andererseits interessierten sich viele Gäste dafür, wie denn das neue Zauberding funktionierte. Wir hatten für die einen Demo-Trick einstudiert: Nachdem sie das Getränk bestellt hatten, plauderte die Serviertochter noch ein bisschen mit den Gästen, und wenn sie dann das Essen bestellten, kam eine Kollegin bereits mit den Getränken daher. Wir wollten natürlich unseren Gästen zuliebe mit dem neuen System den Service schneller machen und die Wartezeiten verkürzen, was auch gelang. Dass damit vielleicht auch mehr Zeit blieb, um ein zusätzliches Bierchen zu bestellen, darüber wurde ich ja auch nicht ausserordentlich traurig!“


Der Gärtner mit den vielen Kunden Als die Kästchen kamen, waren die Handys noch nicht da. Deshalb taten sie die Einen auch als Spinnerei ab, die Anderen staunten über die neue Technologie. Da sassen die Mamis und Papis noch nicht mit dem Handy am Ohr im Garten, die Mädchen und Buben betrieben noch keine Daumen-Hochgeschwindigkeits-Gymnastik. Nur einer hatte einen Knochen, einen veritablen Telefonhörer und einen grossen Kasten dazu. Ein Gärtner aus dem Dorf. Der sass dann oft im Gartenrestaurant, und immer wieder läutete sein Natel. Er schaltete den Hörer ein, nannte laut seinen Namen (dem Waldeggschreiber bekannt), trompetete ihn gleichsam in die Runde und beantwortete deutlich vernehmbar die Kundenanfragen. Männiglich rund um ihn herum staunte ob seinem ultramodernen Mobiltelefon, aber auch ob den offenbar vielen Kunden, die der Einmannbetrieb hatte, dessen Chef gemütlich bei einem Saft hockte. Später stellte sich heraus, dass es der immer gleiche Kollege war,

der den Gärtner während seines Aufenthalts auf der Waldegg anrief: Demo-Mobil-Telefon-Marketing der ersten Stunde! @waldegg? Mittlerweile sind die Handys fast zur Plage geworden. (Gut, dass es noch Zonen gibt, in denen sie verpönt sind wie im Schnuggebock!) waldegg.ch ist eine sehr beliebte Website bei den Gästen. Gross und Klein smslen die ganze Zeit und E-Mails sausen zu Zehntausenden in der Welt herum. Aber nicht auf die Waldegg hinauf! Ja, liebe Gäste, hier können sie noch bei richtigen Menschen per Telefon einen Tisch reservieren, und sie müssen nicht befürchten, dass ihr zu scharf eingestellter Spam-Filter ein Antwortmail von Lehrer Bünzli aus dem Tintelompe löscht. Die netten Damen im Sekretariat nehmen sich gerne Zeit für Sie, oder sitzen gar bei Ihrem Besuch mit Ihnen an einen Tisch, um etwa das gewünschte Geburtstags- oder Hochzeitsmenü zu besprechen. Sympathisch altmodisch. –6–

Zugegeben, das Erlebnis Waldegg war früher einmal per EMail erreichbar. Das führte aber immer wieder zu Missverständnissen oder zu einem Gnusch im Fadechörbli. Computerpannen, falsche Adressen, Spam-Filter, fehlende Attachments, zugemüllte In-Boxen, versteckte Viren. Der Chef war einmal persönlich von einem grossen Hin und Her per Mail betroffen: Bis eine Reservation für zwei Personen endlich stand, musste er fünf E-Mails beantworten. Das haute ihm den Nuggi raus. Besser gesagt das E-Mail. Früher hat man sorgfältig geplant, heute brettert man erst einmal los, man kann ja dann immer noch von überall her ein E-Mail oder ein SMS versenden. Wenn‘s in Grossmutters Bauernhaus (ja, der Schnuggebock ist gemeint) ohne E-Mails geht, dann doch auch in den anderen Restaurants im Erlebnis Waldegg! Dass Chläus Dörig darüber hinaus auch kein Freund von Computerspielen ist, mussten zwei Angestellte am eigenen Leib erfahren. Beide wurden ins Cyber-Land verjagt, als sie regelmässig zu spät zur Arbeit


erschienen oder sogar dabei eingeschlafen sind, weil sie nächtelang „ge-gamet“ hatten. Ja, man kann auch heute noch nach dem Motto „lieber Ochsen im Stall als Facebook im Kömpi“ leben. Nun wissen Sie, liebe Gäste, warum auf der umfangreichen Website vom Erlebnis Waldegg nirgends eine E-Mail-Adresse zu finden ist. Schön, dass wir mit Ihnen sprechen dürfen! Apropos „sprechen“: Chläus Dörig ist eigentlich ein geborener Kommunikator, er spricht sehr gerne mit Leuten. Und er ist auch in Sachen Kommunikations-Hardware nicht ganz hinter dem Mond: Natürlich besitzt er ein Handy. Nur hat er es oft nicht eingeschaltet! Auch er kann schliesslich nicht gleichzeitig mit der linken Hand das Mobiltelefon ans Ohr halten und mit rechts ein feines Menu kochen. Die monatlichen Löhne für die gut 50 Mitarbeiter werden per modernem E-Banking überwiesen. Praktisch und schnell. Aber: „Es ging früher nicht darum, sich als grosszügiger Patron aufzuspielen, als ich noch jedem Angestellten

Ende Monat das Lohnsäckli persönlich überreichte (es waren auch nicht an die Fünfzig …..). Sondern das war eine perfekte Gelegenheit, miteinander zu sprechen. Ich merkte oft, ob es einem Koch oder einer Serviertochter nicht gut ging, oder aber auch das Gegenteil. Aber eben: Die heutige Zeit ist einfach schneller, ‚effektiver‘. Ich habe keinen Facebook Account, twittere nicht, surfe nicht im Netz, smlse nie. Wenn ich mir vorstelle, wie viel Zeit ich für all diese wunderbaren neuen zeitsparenden Technologien aufwenden müsste, dann hätte ich ja gar keine Zeit mehr! Nicht einmal, um frühmorgens ab und zu meinen Ochsen persönlich frisch einzustreuen!“ Das alte Fingerbrech-Wählscheiben-Telefon, das noch im

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Schnuggebock vor der Küche die Wand ziert, erscheint heute wie ein Relikt aus Barney Geröllheimers Zeiten. Vielleicht hat es sogar Grossmutter Rösli Dörig noch benutzt? Dazu meint Handybesitzer Chläus verschmitzt: „Vielleicht; auf jeden Fall war sie glücklich genug, ihr ganzes Leben lang kein Handy besitzen zu müssen!“ Das Service-Blöckli lebt! Im Schnuggebock ist das gute alte Rivella-Elmer Citro-Service-blöckli noch immer im täglichen harten Einsatz. Das Format ist geblieben. Nur steht heute „Appenzeller Bier“ drauf. Ja nu, die Wahl des Elmer Girls ist ja auch längst Geschichte. Heute gibt’s DSDS und ähnliche TV-Intelligenzbolzereien. Früher, zu Elmer Citros Zeiten, war das Appenzeller Bier kaum ausserhalb der innerrhodischen Gemarkungen erhältlich, drunten in St. Gallen gab‘s auch noch das Stocken Bier. Heuer aber soll das Appenzeller Bier gar zum ersten Mal die Brauerei Schützengarten mengenmässig übertroffen haben. Dies vielleicht ja auch,


weil sie unser exklusives Schnuggebock Bier herstellen darf. (Es hat noch niemand behauptet, ein Schnuckenbock zeichne sich durch zu geringes Selbstbewusstsein aus …) Übrigens: Auch wenn das Beamer-Gerätli im Höhen- und Gartenrestaurant gute Dienste leistet, steht nicht zu befürchten, dass die Menükarte durch ein iPad ersetzt wird. Auch wenn die Idee dazu aufkommen könnte. Darüber orientiert das Kästchen.

Neu von Apple: Die Bèèchue (rk) Ich durfte Ende Juni einer internationalen Gruppe in der Sprache Scheiks-Biers im Schloff vom Schnuggebock das Erlebnis Waldegg vorstellen. Beim anschliessenden Dinner stellte ich eine der dort vorhandenen Bèèchüe auf einen Tisch und fragte die Gäste, wofür so ein Ding wohl zu gebrauchen sei. Eine Dame aus Spanien nahm die Bèèchue in die Hand, stellte sie umgekehrt auf den Tisch und meinte: „Wenn man sie unten noch etwas

schräger absägen würde, dann wäre es sicher ein guter Ständer für ein iPad!“

Zweimal die gleiche Bèèchue, als altes Spielzeug und als moderner iPadHalter.

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Was machen eigentlich die Töchter?

Dörig’s Viermädelhaus

Die Zwillinge Patrizia und Cornelia (1987), Ramona (1992) und Alexandra (1993)

(rk) Oft fragen Gäste im Erlebnis Waldegg „nach den anderen Schwestern“, denn zurzeit sieht man Ramona oft und Cornelia ab und zu im Service. Grund für den Waldegg Kalender für eine Momentaufnahme der sympathischen und überaus attraktiven vier jungen Damen aus Dörigs Viermädelhaus.

Cornelia und Patrizia haben sich nach der Lehre, Cornelia als Kosmetikerin, Patrizia als Drogistin, beide erfolgreich in einem einjährigen Diplomkurs zur Visagistin weitergebildet. Sie sind nicht nur Zwillinge, sondern betreiben in diesem Beruf zusammen auch ein Kosmetik-Studio an der Hauptstras–9–

se 20 in Teufen. Unter dem Namen c&p make-up verfolgen sie dort, wie sie sagen „ihre Passion, die Kunst des Make-ups und Stylings“. Über die Öffnungszeiten und das genaue Angebot orientiert ihre Website cpmakeup.com im Detail. Doch ausserhalb des gemeinsamen Studios gehen die Beiden auch noch ge-


der stern zu ihren träumen! entspannen - schlemmen geniessen - sich gehen lassen der landgasthof sternen funkelt!

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Wir freuen uns, Sie im «Alten Säntis» zu begrüssen. Herzlich willkommen. )DPLOLH0DQVHU‡8UQlVFK 7HO‡LQIR#DOWHUVDHQWLVFK‡www.altersaentis.ch

Diese drei Betriebe werden von ehemaligen Lehrlingen vom Erlebnis Waldegg geführt.

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trennte Wege: Patrizia arbeitet als zusätzlich ausgebildete Innendekorateurin in St. Gallen. Cornelia hingegen arbeitete in den letzten Jahren mit Unterbrüchen im elterlichen Betrieb. Bis zu ihrer ersten Baby-Pause 2008, als ihr Sohn Julian das Licht der Welt erblickte (mehr von ihm ab Seite 16) und dann wieder bis zur zweiten Babypause, als im letzten Jahr Schwesterchen Fiona dazu kam, war sie im Service im Höhenrestaurant anzutreffen. Mit dem Erscheinen dieses Kalenders sieht man sie dort erneut jeweils donnerstags. Nebenbei absolviert sie zudem eine weitere Ausbildung, nämlich jene zur Baby-Fitness-Trainerin. Früher nannte man das Schwangerschafts-Rückbildungs-Turnen, heute wird das Baby gleich mit einbezogen. Das passt natürlich genau zu ihrer Lebenssituation, da kann sie aus ihrer unmittelbaren persönlichen Erfahrung schöpfen. Ramona absolvierte nach der Schule zuerst ein Haushaltslehrjahr. Dann bestand sie mit grossem Erfolg die Lehre als Koch im Restaurant Krone in

Mosnang und trat damit beruflich in die Fussstapfen ihres Vaters. Danach schwenkte sie die Kelle für eine Weile in der Küche des Höhenrestaurants. Sie übernahm dann im letzten Jahr gleich auch noch die gastronomische Verantwortung für das zweite Waldegg Spektakel, bevor sie anschliessend ihre erste Wintersaisons-Stelle im Vier-Sterne Hotel Prätschli in Arosa antrat. Nun ist sie zurück im Erlebnis Waldegg, beruflich allerdings unter den Fittichen der Frau Mama, denn sie möchte sich so zusätzlich zu ihren Kochkünsten auch noch vertiefte Kenntnisse im gepflegten Service aneignen. Schon nach dem Haushaltslehrjahr verbrachte sie sechs Monate in England, weitere sechs Monate in Montreux, um sich sprachlich zu bilden. Nun möchte sie ihre Englischkenntnisse weiterpflegen und gleichzeitig die amerikanische Küche kennenlernen. Bald werden die Koffer gepackt. Alexandra, die Jüngste des vierblättrigen Kleeblatts, machte nach der Schule wie Ramona ebenfalls die einjährige Haus– 11 –

haltslehre. Dann trat sie eine Lehre als Detailhandelsfachfrau bei Bazar Hersche in Appenzell an. Dort arbeitete sie, und arbeitet noch heute, in der Spielwarenabteilung, denn diese Sparte gefiel ihr so gut, dass sie nach ihrem erfolgreichen Lehrabschluss gleich bei ihrem Lehrmeister, nun Arbeitgeber, blieb. Inzwischen gibt sie ihr Wissen bereits einem ihr zugeteilten Lehrling weiter und übernimmt mehr und mehr Verantwortung im Gesamtbetrieb. Sie begleitet ihren Chef auf internationale Messen und übernimmt bei dessen Abwesenheit sogar die Verantwortung für das gesamte Geschäft. Wie eingangs erwähnt: Ramona und Cornelia trifft man öfters im Erlebnis Waldegg an. Doch auch Patrizia und Alexandra bleiben mit dem elterlichen Betrieb eng verbunden. Alle vier Mädel werden von den Eltern über die strategischen Ziele der Unternehmung und den Geschäftsgang informiert. Und sie stossen bei allen ihrer vier Töchter auf grosses Interesse damit: Glück im Viermädelhaus!


In die Mult geguckt

Ziträdli im Test Für einmal waren es nicht die Gäste, die ihren Spass im Ziträdli hatten, sondern die Mitarbeiter der anderen Bereiche im Erlebnis Waldegg. Der Personalanlass diente auch der Überprüfung der Ziträdli-Abläufe. Leben mussten die „anderen Waldeggler“ ihren Dessert selbst herstellen. Nach den genauen Anweisungen von Ziträdli-Beck Chreschte bereiteten sie einen Apfel im Schlafrock zu. Viele schielten dabei auf Chefin und Chef, galt es doch, das eigene Gebäck leicht wiedererkennbar mit möglichst kreativen Merkmalen zu versehen.

Gebannt lauschen die Mitarbeiter den Anweisungen von Ziträdli-Beck Chreschte

(rk) Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Das geschah Mitte Juni im Ziträdli. Das Personal von Höhenrestaurant, Tintelompe und Schnuggebock stattete der Ziträdli-Mann- und Frauschaft einen Besuch ab. Selbstverständlich kamen sie in den Genuss des mittlerweile weit herum bekannten prächtigen und köstlich mundenden Schinkens im Brotteig aus dem Holz-

ofen. Dazu gab’s natürlich auch wie immer ein reichhaltiges Salatbuffet. Auch der Aperitif „lief“ wie bei einer Gästegruppe: Herr Lehrer Bünzli bekam den Schlüssel zum Getränkekeller und waltete für einmal als Mundschenk. All den Gaumenfreuden wurde kräftig zugesprochen. Doch das musste hart verdient sein: Wie im normalen Ziträdli– 12 –

Apfel im Schlafrock mit Gute-Nacht-Zipfelkappe.

Bevor die alte Röstmaschine für den Appenzeller Kaffe unter riesigem Lärm in Betrieb genommen werden konnte,


war sich einig: Ein „prosit“ und ein herzliches „Dankeschön“ wurde dem Ziträdli-Personal lautstark zugerufen.

Ueli Jäger weiht in die Geheimnisse guten Kaffees ein.

„Es tat gut, wieder einmal alle zusammen einen gemütlichen Abend zu verbringen“. Das war der Grundton beim NachHause-Gehen. Und man war sich einig, dass der Event im Ziträdli, der ja nun schon einige Jahre auf dem Buckel hat, immer noch ein ganz tolles Erlebnis ist und den Gästen weiterhin bestens empfohlen werden kann und soll.

dozierte Kaffeespezialist Ueli Jäger über Geschichte und Herkunft des Kaffees. Dies tut er ja auch für Gästegruppen. Schliesslich kam nach dem Hauptgang, den alle überschwänglich lobten, der grosse Moment des Wiederfindens des eigenen Apfels im Schlafrock. Einige allzu gewagte Kreationen hatte die Ofenhitze nicht unbeschadet überstanden, doch am Ende kamen alle zu einem schmackhaften PyjamaApfel. Zu guter Letzt wurde natürlich auch auf das AbschlussSchnäpsli nicht verzichtet. Man

Anita und Chläus Dörig wollen den schönsten Apfel im Schlafrock herstellen.

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Personalehrungen

Waldegg-Dienstjubiläen

(rk) Es braucht einen ganzen Haufen hoch motivierte Mitarbeiter, um die vier Gaststätten unter einem Dach auf der Teufner Waldegg zu einem wirklichen Erlebnis zu machen. Nicht nur die Köche

und Servicemitarbeiterinnen, sondern auch Casseroliers, Landschaftspfleger, Chauffeure, Tierpfleger, Musikanten, Schauspieler, Lehrer, Schreiner, Putzfeen, Telefonistinnen, Schreibkräfte. Und ein Chef– 14 –

Ehepaar. Und dieses ist sich sehr bewusst, dass sie auf den täglichen Einsatz ihrer Leute angewiesen sind. Anita und Chläus Dörig sind denn ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch dankbar für ihre


Leistungen. Zurzeit sind es, Teilzeitler und Aushilfen mit eingerechnet, immerhin gut 50 Personen, die ein monatliches Lohnsäckli vom Erlebnis Waldegg erhalten. In der Vergangenheit wurden ab und zu verdiente Waldeggler geehrt, sei es anlässlich der Pensionierung, einer Hochzeit oder bei einem runden Geburtstag, jedoch nicht nach einem bestimmten System. Dies wollte das Ehepaar Dörig anfangs dieses Jahres ändern und somit institutionalisieren, „wie es in anderen Betrieben auch üblich ist“, so Chefin Anita. Darum wurde zum ersten Mal eine ‚offizielle‘ Mitarbeiter-Ehrung durchgeführt. Dazu gehörte selbstverständlich ein gemütlicher Abend mit dem Besten aus Küche und Keller (gut, dass nicht alle Köche auf einmal geehrt wurden!) und für Jede und Jeden ein schöner Dienstalters-Batzen, abgestuft nach 5-, 10-, 15und 20-jähriger Betriebszugehörigkeit. Nur: Weil das Treue-Fest noch keine Tradition war, gab es na-

türlich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ausserhalb dieser Fünferschritte lagen. So wurden zum Beispiel alle mit dem Batzen für fünfjährige Treue geehrt, die zwischen fünf und neun Jahren zur Belegschaft gehören. So kommt es halt, dass eine Serviertochter mit 14 Dienstjahren den Zehner-Batzen erhielt und dann in einem Jahr mit 15 Dienstjahren schon wieder an die Reihe kommt. Die so betroffenen Damen und Herren werden’s wohl verschmerzen! Aber bei der nächsten Ehrung wird es dann nur noch runde Jubiläen geben.

Breitenmoser (Chefin Schnuggebock, 14 Jahre), Bernadette Inauen (Service Schnuggebock, 17 Jahre), Dölf Kugler (Käser im Schnuggebock, 13 Jahre), Urs Meier (Küchenchef Höhenrestaurant, 11 Jahre).

Auf dem grossen Bild links sind die Dienstjubilare der heurigen Ehrung zu sehen (von links nach rechts, hintere Reihe zuerst):

An dieser Stelle möchten Anita und Chläus Dörig speziell diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihren herzlichen Dank für die in langen Jahren bewiesene Treue und die geleistete Arbeit danken. Auch den Jüngeren in der Belegschaft sei für ihren Einsatz und die Arbeit gedankt, und die Ehrungen der hier hervorgehobenen Jubilare sollen ihnen als Ansporn dienen, auch nach den runden Jubiläen zu streben.

Hans Siegrist (Küche Höhenrestaurant, 14 Jahre), Esther Eugster (Sekretariat, 17 Jahre), Sylvia Eisenhut (Service Höhenrestaurant und Schnuggebock, 20 Jahre), davor Barbara Speck (Service Schnuggebock, 13 Jahre), im Arm von Chefin Anita Dörig (33 Jahre): Angela – 15 –

Vordere Reihe: Käthy Zieri (Jodlerin und Akkordeonistin, 7 Jahre), Barbara Weishaupt (Service Schnuggebock, 5 Jahre), Martin Spirig (Lehrer im Tintelompe, 7 Jahre), Chläus Dörig (Chef im 33. Jahr), Hans Stuzenegger (Hackbrettler und Stalldienst, 7 Jahre), Benjamin Heutschi („Jock“ und Marketing, 6 Jahre).


Die vierte Generation

Gute Gründe, die Waldegg lääs zu finden

Der fünfjährige Julian und die zweijährige Fiona bilden die vierte Generation auf der Waldegg, hier mit Mama Cornelia Dörig und Papi Stephan Künzler.

(rk) Julian und Fiona Dörig wohnen gleich neben ihren Grosseltern auf der Waldegg. Und damit natürlich auch am Puls derer Erlebnisgastronomie mit dem grossen Kinderspielplatz und all den Tieren. Mama Cornelia arbeitet ja auch (wieder) dort. Ob das den Kleinen wohl gefällt? „Sicher scho!“, antwortet Julian sofort. „Warum denn?“ „Eifach!“ Punkt. Was er aber am allerliebsten habe, von der ganzen Waldegg, insistiert der Waldeggschreiber. Julian zögert

einen Moment und sagt dann bestimmt: „Das Trampolin!“ Hoch hinaus will der junge Mann! Er gehe zwar nicht jeden Tag hin, ab und zu aber schon. Am zweitliebsten habe er die Rutschbahn, da gehe er mit Schwesterlein Fiona drauf, das könne sie noch nicht allein. Dann sei er halt auch gerne daheim, und dort hocke er dann am liebsten vor dem Fernseher. Welche von all den Tieren er am liebsten habe? „Klar die Australia, das Island-Rössli!“, die Antwort kommt wie aus ei– 16 –

ner Wasserpistole geschossen. Auf ihr darf Julian schon ausreiten, er passt schon in einen ganz normalen Sattel. Einmal geht er mit Mami, ein andermal mit dem Grosspapi. Dann geht’s meistens hinunter bis zum Restaurant Brand, wo sie dann einkehren. „Am liebsten habe ich dort Pommes und einen Mohrenkopf. Und Zwiebeln und eine Bratwurst.“ Einmal, so erzählt Mama Cornelia, habe er übertrieben: Zuerst Mohrenkopf, dann heisse Schoggi und zuletzt noch ein Schoggikuchen. Die ganzen Sachen wollten beim heimreiten kaum unten bleiben! Übrigens findet Julian auch die Ochsen gut, die seien zwar etwas lang-


weiliger als das Rössli, aber auf ihnen könnte man doch sicher ohne Sattel reiten und sie dann mit den Hörnern steuern. Hat er aber noch nie versucht. Sieben Goofen sind sie in Julians Kindergarten-Klasse in der Gähleren. Dort spielt er gerne mit den Lego-Steinen. Gefragt, warum er seinen Gspänli empfehlen würde, auf die Waldegg zu kommen, sagt er: „Weil sie dann mit mir abmachen können! Und die Eltern können Chäshörnli bestellen.“ Das mag er auf der Waldegg am allerliebsten. Und er durfte sogar schon einmal mit Grosspapi eine persönliche Hörnli-Mischung machen! Aber den Chäs, den hat dann der Grosspapi selber daruntergemischt. Im Ziträdli möchte er eigentlich nicht mithelfen, beim Beck. Dorthin geht er nur gerne zum Guetsli-Essen, wenn möglich einen ganzen Haufen Ochsenaugen. Auf die Frage, ob er das Waldegg Manndli selber schon einmal gesehen habe, schaut er zuerst ein bisschen vorwurfsvoll zurück. Er ist ja jetzt schon

ein Grosser! Aber dann kommt er doch noch ins Erzählen: „Ich suche das Manndli nicht mehr so oft wie früher, manchmal aber schon noch.“ Eben! „Gesehen habe ich es noch nie, aber Grosspapi schon. Das hat er mir erzählt. Als er damals in den Wald gegangen ist, wusste er ja noch nicht, dass er das Manndli sehen würde, sonst hätte er mich doch mitgenommen! Ich habe nur das Carettli schon gesehen, und das Teehüsli und die Krankenstation. Das also schon.“ Julian freut sich auf den nächsten Winter. Er ist dafür gut gerüstet, nicht nur fürs Schlitteln auf der Waldegg und das Skifahren und -springen in Gais, sondern auch fürs Pfaden. Denn das Christkindli hat es letztes Mal gut mit ihm gemeint: „Zuerst bekam ich Winter-Chettlen, die viel zu gross waren. Darauf war noch ein Zettel, auf dem nur ‚suchen!’ stand. Ich ging in den Keller. Da lag etwas unter einer grossen Decke. Ich bin noch die Treppe abi g’kläpft, und dann fand ich unter dem Tuch einen grösseren Traktor. – 17 –

Er hat einen Knopf, und wenn man den drückt, hört man den Motor. Und eine Hupe hat er auch, eine laute! Aber das Beste daran ist, dass ich auch noch einen Pfadschlitten für den Traktor bekommen habe! Aha, dafür waren also die grossen Chettlen!“ Julian möchte entweder Automechaniker werden oder Fahrlehrer wie Papi Stephan. Gut, dass er schon in jungen Jahren mit seinem Traktor dafür üben kann! Er scheint Talent für Maschinen zu haben, auf jeden Fall beherrscht er den Waldegg-Bagger auf dem Spielplatz bereits perfekt, wie das Bild beweist.


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Eine Mobilzone auf der Waldegg? Hundertschaft, die mit hohen Erwartungen zum GaststättenEnsemble am Höhenweg zwischen Speicher und Teufen hinaufchauffiert wurde.

Martin Hüsler

Sie waren allesamt sehr angetan von den Erlebnisgastronomie auf der Teufner Waldegg, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Firmenausflug eines der namhaften Unternehmen aus der Kommunikationsbranche. Der grosse Personalbestand verunmöglichte es, sämtliche auf den Lohnlisten Stehenden an der Fahrt ins Appenzellerland teilhaben zu lassen. So entschied denn das Los über das Dabeisein beim Waldegg-Abstecher. Jene, denen das Glück nicht hold war, mussten sich mit unspektakuläreren Zielen zufrieden geben. Schliesslich verblieb eine gute

Die Erlebnisfülle dort oben machte wahrlich Eindruck. Im Schnuggebock gab die Ausstattung vom Keller bis zum Dachfirst Anlass zum Schmunzeln, und im Wald-WC fiel im Zuge der Blasenerleichterungen mancher Spruch, der unter gewöhnlichen „Läubli“-Umständen wohl kaum gefallen wäre. Die Tintelompe-Schulstunden waren Garanten für allgemeines Ergötzen. In Tante Emmas Ladebeizli rollte mancher Fünfliber über den Verkaufstisch. Und die Backwaren aus dem Ziträdli-Backofen heimsten samt und sonders das Prädikat „choge chüschtig“ ein. Rundum herrschte uneingeschränkte Verzückung, was natürlich auch die Köstlichkeiten aus Küche und Keller miteinschloss. Wo sich so viele Leute ansprechen lassen und wo so viele Be– 19 –

dürfnisse befriedigt werden können, müsste doch unter Umständen auch eine Möglichkeit für die Präsentation dessen gegeben sein, was wir an Dienstleistungen und Objekten aus unserem Bereich zu bieten haben, überlegten sich eilfertig die gleichfalls enthusiasmierten Damen und Herren aus der Marketingabteilung des Unternehmens. Erste forsche Gedankenspiele zielten in Richtung einer Mobilzone, die mit den Errungenschaften zeitgemässer Kommunikationstechnik hätte bestückt werden können. „Viel zu modern! Ein sales department für iphones, Notebooks und ipads neben Tante Emmas Ladebeizli, das wirkt ja wie die Faust aufs Auge und passt doch hinten und vorne nicht zu dem, was die Waldegg ausmacht. Da, wo die Zeit fast ein bisschen stillgestanden ist, darf man sie nicht mit neumodischem Krempel wieder beschleunigen“, traten die Besonneneren solchen Vorschlägen


aber ziemlich rasch entgegen. Das leuchtete jedem Springinsfeld ein. „Aber wie wäre es denn, wenn wir in unsere Firmenarchive hinabstiegen und jene Gegenstände der Telekommunikation zu neuem Leben erweckten, die vor hundert Jahren in Gebrauch waren. Mit ihnen könnte man auf der Waldegg eine nostalgisch angehauchte Mini-Telefonzentrale oder ein kleines Telegraphenamt einrichten“, nahm eine zunächst zaghaft ins Spiel gebrachte Idee

allmählich konkretere Form an. Sie stiess bald auf Begeisterung und gab Anlass zu immer kühner anmutenden Vorschlägen. So entstand vor dem geistigen Auge ein Schalter, an dem man wieder die längst in Vergessenheit geratenen Telegramme aufgeben konnte. Und bedient wurde man von einem netten Fräulein in einer langen grauen Arbeitsschürze, angetan mit Ärmelschonern. Auch Telefonapparate mit Wählscheibe und Gabel oder gar mit Hörrohr und Drehkurbel erlebten eine Renaissance. Selbst-

verständlich war die Selbstwahl noch in weiter Ferne. Telefonische Verbindungen mussten über die Zentrale bestellt werden, wo man sie mit Stöpseln herstellte. Immer üppiger schossen die Gedankenspiele ins Kraut. Schliesslich wurden sie zu Handen der Waldegg-Leitung schriftlich festgehalten und an die leise Hoffnung geknüpft, es möge einmal Realität werden, was jetzt noch die Fantasie beflügelte...

Auftritt Pfau!

Foto: Thomas Rickenmann

Im Erlebnis Waldegg wird Höflichkeit gross geschrieben. „Die Dame zuerst“ gilt deshalb allenthalben. Nicht so beim Pärchen der neusten WaldeggTiere, und das aus gutem Grund: Beim Pfau sticht das Männchen mit der eindrücklichen Farbenpracht seines Rads deutlich heraus und ist deshalb hier ins Bild gesetzt. Schade, dass der Kalender nicht in Farbe gedruckt ist! Pfau und Pfäuin sind jedoch in Farbe gleich unter dem Spielplatz zu sehen. – 20 –


Liebe hat immer Saison

Waldegg-Liebesschlössli-Hag Seine oder Spree halt am Hag mit der umwerfenden Aussicht ins Alpstein-Panorama. Wenn das kein liebesstarker Ort ist!

Das erste Liebesschlössli wurde am 15. August 2014 von Anita und Chläus Dörig aufgehängt.

Die Zahl der Liebesschlössli am Hag oberhalb des WaldeggKräutergartens hat zwar etwas zugenommen, doch die metallenen Liebessiegel könnten ruhig noch einige Gspänli gebrauchen. Also, Ihr Jung-, Wieder- und Altverliebten unter den Waldegg-Gästen (das dürften so ungefähr 99 Prozent von allen sein), nur zu, frisch gewagt: Macht den ernst ge-

meinten Spass mit und fixiert Euer persönliches Liebesschlössli am Zaun beim Spielplatz! (Damit wäre für Hochdeutschsprecher auch einmal gesagt, was ein „Hag“ ist. Latte-Hag, Stecke-Hag, Zwick-Hag, LiebesschlössliHag). In den europäischen Grossstädten hängen die Schlössli oft an Brückengeländern, bei uns mangels Rhein, – 21 –

Wie kommen Sie, liebe Gäste aber zu Ihrem Liebesschlössli? Das geht ganz einfach unter www.liebesschloss.de. Sie können unter vielen Schlösschen, sowie ein darauf zu gravierendes Liebessujet auswählen und ihre Namen zur Gravur eingeben. Das fixfertige Schlössli erhalten Sie innert einiger Tage per Post zugestellt. Je nach Grösse kostet ein solches Liebesschlösschen inklusive Porto um die 30 Franken.

Waldegg-Liebesschlössli-Hag Mitte Juni 2015: Gspänli willkommen!


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Tintelompe-Kurzprogramm

Kurzweilige Nachhilfstunde mer dringt. Es sei denn, eine der drei Lehrpersonen habe eine Chance, die wilde Schar zu bändigen. Wenn’s nicht für eine ganze Schulstunden reicht, so bietet der Tintelompe seit einem Jahr eine humoristische Alternative, das Kurprogramm. Auch dieses ist bereits ein Renner geworden. Im heurigen ersten Halbjahr haben es bereits mehr als 80 Gruppen genossen. Es dauert eineinhalb Stunden und wird von Lehrer Max Bünzli gestaltet. Bevor er sich in die Schulmeisterei stürzte, war er als Zauberer Watulu unterwegs. So hat er einige spezielle Zaubertricks in den Schulalltag eingebaut. Sein Kurzprogramm mit viel Comedy und Zauberei ist daher zu einem Frontalangriff auf die Schüler-Lachmuskeln geworden.

(rk) Die Schulstunde der vierten Klasse im Tintelompe ist ein fröhlicher Dauerbrenner im Erlebnis Waldegg. Wenn

die Schüler nach der Glocke Platz genommen haben, dauert es nicht lange, bis ein fröhlicher Lärm aus dem Schulzim– 23 –

Tintelompe-Kurzprogramm Dauer: 1½ Std. Beginn 10:00 oder 16:00


Vor den Pflug gespannt

Neue Arbeit für die Waldegg-Ochsen Peter und Paul, „Duo Eins“ der Waldegg-Ochsen, waren schon im letzten Kalender die Foto-Stars in der Mittelfalte. Nun sind sie es schon wieder (siehe nachfolgende Seiten). Und das hat seinen guten Grund: Die beiden haben einen neuen Job, zusätzlich zum Ziehen des Ochsenkarrens. seen! Guter Rat? Teuer! Doch wenn man die Augen offen hält: „Per Zufall sah ich in der ‚Tierwelt‘ dieses Inserat für einen Pflug, genau wie wir ihn suchten, der erst noch im benachbarten Rheintal stand“, so Martin. Rasch war gehandelt und das begehrte Stück dem Waldegg-Fuhrpark einverleibt.

(rk) Sie bekamen es mit dem Waldegg-Whisky zu tun. Allerdings nicht in ochsengerechten Trink-Portionen, sondern wurden seinetwegen zu einer für sie neuen Arbeit gerufen. Ende April sollte wiederum Gerste für die Whisky-Produktion angesät werden. Die dafür vorgesehene Fläche war mit dichtem Gras bewachsen und musste also zuerst gepflügt werden. Moderne Riesen-Traktoren passen ja nicht gerade zur Philosophie vom Schnuggebock, von Grossmutters Appenzeller Bauernhaus aus der guten alten

Zeit. Aber da standen ja die vier Ochsen im Waldegg-Stall! So erhielten Vater Martin und Sohn Michael Fässler, zuständig für die Waldegg-Ochsenfahrten, von Chef Chläus Dörig den Auftrag, alles für ein Schnuggebock-zeitgemässes Pflügen des zukünftigen Gerstenfeldes vorzubereiten. In Teufen gibt es zwar eine Landi, die allerhand Nützliches für die Bauern verkauft, doch alte Pflüge haben die dort unten im Dorf nicht im Sortiment. Die stehen doch alle schon in Mu– 24 –

Das Pflügen mit den Ochsen selbst funktionierte dann anfänglich nicht ganz so reibungslos wie das Beschaffen des Werkzeugs: „Der Boden war zu hart und fest mit Graswurzeln durchwachsen. Auch hatten wir das ja noch nie gemacht. Unsere ersten Versuche haben wir frustriert abgebrochen. Kleine „Probefurchen“ im Gras zeugten davon. Je mehr Routine wir bekamen, desto besser ging es. Und natürlich waren unsere Ochsen in dieser Disziplin völlig untrainiert. Doch nach einer Weile machte es dann doch noch ‚klick‘, bei den Ochsen


und bei uns, und plötzlich ging’s ganz gut vorwärts. Nachdem der ganze Acker umgepflügt war, haben wir, Peter und Paul und wir zwei Menschen, dann auch noch die Egge über ihn gezogen. Das sah dann nach einer ganz sauberen Sache aus! Selbstver-

ständlich haben wir dann die Gerste nach alter Väter Sitte auch von Hand gesät. Das wäre es dann gerade noch gewesen: Zuerst mit den Ochsen pflügen und dann mit irgend einer neumödischen Maschine die Samen ausbringen! Hätte gerade noch gefehlt!“ – 25 –

Liebe Leserinnen und Leser, bitte blättern Sie um und überzeugen Sie sich selbst, dass Peter und Paul zu Recht nochmals gross abgebildet sind, dass ein weiteres Stück Nostalgie im Erlebnis Waldegg Einzug gehalten hat. Wo sieht man denn sowas hierzulande noch?


Martin Fässler und Sohn Michael freuen sich, dass Peter und Paul nun als Zugochs

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Foto: Thomas Rickenmann en voll einsatzfähig sind, obwol sie noch wacker an Gewicht zulegen dürften, bis sie so mächtig wie ihre Vorgänger dahertrotten.

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Geduld, Geduld!

Waldegg Whisky News auch das Ernten mit den Ochsen geschieht! Wo die kräftigen Tiere doch sowieso im Waldegg-Stall stehen! Soll einer sagen, der zukünftige WaldeggWhisky sei nicht speziell!

Im Vergleich mit früheren Kalendern nimmt die Zahl der Fässer, in denen Waldegg-Whisky schläft, weiter zu.

(rk) Die Waldegg-Ochsen pflügten also das diesjährige Gerstenfeld mit eigener Kraft. Warum aber kamen Dörigs zusammen mit ihrem Whiskyhüter auf diese Idee? Hatten die Ochsen neben ihrer Arbeit vor dem Karren noch etwas Krafttraining nötig? Weit gefehlt! Grund dafür war, dass der Waldegg-Whisky, der übrigens nicht diesen Namen tragen wird, sich von all den anderen unterscheiden soll. Von jenen aus Schottland, aus dem übrigen Europa und auch aus weit entfernteren Weltgegenden wie dem Bourbon-Country, Indien oder Japan. Dass ihm höchste

Sorge angediehen wird, versteht sich von selbst. Er ruht in ausgesuchten Fässern und das ihn umgebende Keller-Klima wird fast täglich kontrolliert. Und eines ist sicher: Es wird sich nicht um ein Massenprodukt handeln, sondern um einen Trinkgenuss, der liebevoll in kleinen Mengen und gepflegter handwerklicher Arbeit hergestellt wird. Dazu kommt, dass die Gerste vor Ort auf rund 1‘000 Metern Meereshöhe eigens angebaut wird. Und was passt besser zur Philosophie der guten alten Zeit vom Schnuggebock, vom Tintelompe und vom Ziträdli, als dass das Pflügen, das Eggen und im Herbst – 28 –

Zukünftig? Noch ist etwas Geduld angesagt, liebe Leserinnen und Leser. Gegen Ende 2017 können Sie zum ersten Mal mit einem Gläschen Waldegg-Lebenswasser auf Ihre Gesundheit anstossen. Inzwischen könnten Sie doch in einer Whisky-Plauderei mit Waldegg-Whiskyhüter Roland Kink bereits in die Geheimnisse und die Geschichten, die sich um dieses Getränk ranken, eintauchen. Die Plaudereien für maximal 15 Personen finden in Tante Emmas Ladebeizli statt und kosten, sechs Degustations-Whiskies inbegriffen, 50 Franken pro Person. Davor, „um einen guten Boden zu haben“ bietet sich natürlich ein feines Essen im Erlebnis Waldegg an. Anmeldungen sind erbeten an das Waldegg-Sekretariat unter 071 333 12 30.


Feiner Wein und gute Geschichten

Reb- und Weingut Maienhalde, Berneck

Der moderne, grosszügige Maienhalde-Keller, der fast wie eine Wein-Kathedrale wirkt.

Berneck ist die wichtigste Anbau-Gemeinde im Ostschweizer Weingebiet „Rheintal“, das mehrheitlich Teile des Kantons St. Gallen, dazu beider Appenzell umfasst. Der eine Bernecker Betrieb zeichnet sich, nebst feinem Wein natürlich, durch eine Trauben-Chrenze voller Geschichten aus. (rk) „Schon mein Vater verband seinen Weinbau mit unserer Familie: Bei jeder Geburt von uns vier Geschwistern liess er beim Dorfküfer Thurnheer ein grosses Eichenfass mit zwischen 1‘100 und 2‘600 Litern Inhalt fabrizieren, das dann auch noch von Bildhauer Walter Jüstrich mit aufwändiger Schnitzerei verziert wurde. Dieser Künstler prägt übrigens

markant das Bernecker Dorfbild. Die vier Fässer zieren heute den Eingang zum 2011 erstellten Neubau mit dem hinter ihnen liegenden grossen Barrique-Keller.“ Reben und Wein sind für Peter Indermaur mehr als nur Broterwerb. Der innovative und naturverbundene Winzer verdient das Prädikat eines Wein– 29 –

Philosophen. Er fährt fort: „So wie mein Vater wollte ich jedem Familienmitglied etwas Spezielles widmen, und ich kam auf die Idee, je einen Wein nach meiner Frau und den drei Kindern zu benennen. ‚Bernecker Renate‘, ‚Bernecker Ramõn‘, ‚Cuvée Fiona‘ und ‚Bernecker Laurin‘ sind das Resultat“. (Es sei nicht verschwiegen, dass es auch noch


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einen ‚Cuvée du Patron‘ gibt, damit die Familie komplett wird.) Im grosszügigen Empfangsraum, dort wo die „Familienweine“ degustiert werden können, schmückt ein antikes Zifferblatt die moderne Betonwand. Es erinnert spontan an das Zürcher Grossmünster, stammt aber von der katholischen Kirche Berneck. Sein zurechtgebogener aber nicht pinselrevidierter Zustand kontrastiert perfekt mit dem Beton. „Das ist mit Absicht so gehalten“, erzählt Peter, „wir haben der Uhr nur ein neues Werk montiert, sie sonst aber so belassen, wie ich sie in einer Baumulde vorfand“. Die ehemalige Kirchenuhr passt gut zum Kathedrale-ähnlichen Weinkeller! Dort, hinter den in Reih und Glied Spalier stehenden Bar-

rique-Fässern, thront in einer Nische ein Bär. Ein Bernecker Wappen-Bär, natürlich. Dazu Peter: „Aus Beton gegossen stand er bis vor etwa 40 Jahren auf dem Dorfbrunnen. Er wurde dann von einem zu knapp vorbeifahrenden Lastwagen gesteift, zu Boden geworfen und arg demoliert. Eine Reparatur kam für die Gemeindebehörden nicht in Frage, obwohl die Dorfbevölkerung dies vehement forderte, auch wollte man keine Kopie, und so verschwand der Abfall-Bär. Übrigens: Der Bär im Bernecker Wappen ist kein Berner, auch kein Appenzeller, sondern er stammt wie dieser wohl vom Kloster St. Gallen. Vielleicht mussten meine Vorgänger ihren gesamten Wein dorthin zur Messe liefern? Der

Die Familie Indermaur vor dem alten Bernecker Kirchen-Zifferblatt.

lädierte Bär lag schliesslich lange Jahre hinter dem Feuerwehrdepot, bis einige Nachtbuben ihm einen Sarg bauten und diesen auf die Treppe des Gemeindehauses stellten und auf den Sarg schrieben ‚Wir wollen den Bären zurück!‘ Der Bauamtchef zügelte ihn aber ab und stellte ihn in seinen Garten. Einige Jahre später durfte ich ihn dort übernehmen, und ich liess ihn fachmännisch reparieren. Er hat ein neues ArmierungseisenSkelett erhalten, aber leider keine Füsse mehr. Die Trauben, die er hält, mussten völlig neu gestaltet werden. Nun hat Berneck einen alten Bären wieder, wenigstens in unserem Barrique-Keller, und er wacht bei mir über das Gedeihen des Berneckers!“

Peter und Renate, Teddy, Laurin, Fiona und Ramon Indermaur in ihrem Barrique-Keller.

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Aus dem Appenzeller Kalender 1912


Peter Indermaur ist jedoch nicht professioneller Erzähler, sondern an erster Stelle Winzer mit Leib und Seele. So vielfältig wie seine Geschichten sind auch seine Weine. Ausser einigen wenigen Aushilfen, etwa bei der Lese, bewirtschaftet er seine drei Hektaren Reben und pflegt den Wein auch bis und mit der Abfüllung allein. Sein Sortiment umfasst dreizehn feine Tropfen. Seine Hauptrebsorte ist, der Region angepasst, die Pinot Noir (Blauburgunder) Traube. Daraus keltert er einen Federweiss, der als Weisswein gilt, einen Rosé (Oeil de Predrix), einen Blauburgunder und einen Pinot Noir cuvée spéciale, der sein besonderes Bouquet dem Barrique-Ausbau verdankt. Bei den weissen Trauben bildet die Sorte Müller-Thurgau (Riesling x Sylvaner) den Hauptharst. Ein Wein mit eben diesem Namen, dazu ein aromatischer Chardonnay, ein Cuvée Blanc (Hauptanteil Seyval Blanc) und ein exzellenter Gewürztraminer werden angeboten. Diese Weine stehen wohlbemerkt neben den eingangs erwähnten ‚IndermaurNamensweinen‘: Laurin ist ein

hohen Ansprüchen genügender, im Barrique ausgebauter Shiraz, Fiona ein spritziger als Cuvée Blanc (Müller-Thurgau und Seyval Blanc) gekelterter Schaumwein, Ramon ein nach dem Portwein-Verfahren gekelterter Blauburgunder, der mit einem markanten Bernecker Edelbrand unterlegt ist; Renate wird ebenfalls nach dem Portwein-Verfahren gekeltert und ist mit einem milden lokalen Edelbrand unterlegt. Schliesslich bildet der ‚Cuvée du Patron‘ aus Pinot Noir und Shiraz den Abschluss des Sortiments, ein Wein, der nach modernsten Erkenntnissen gekeltert und in Barriques aus Rheintaler Eiche ausgebaut wird. Feine Weine und gute Ge-

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schichten sind eine IndermaurFamilienangelegenheit. Wenn bei Laurin, dem jüngsten der Indermaur-Kinder das bereits vorhandene Interesse am Rebbau anhält, könnte er wohl einmal in die Fusstapfen seiner vier Vorgänger-Generationen treten. Einige Weine aus dem Bernecker Reb- und Weingut Maienhalde finden Sie, liebe Gäste vom Erlebnis Waldegg, auf der Weinkarte im Höhenrestaurant und im SchnuggebockKeller. Geniessen Sie diese regionalen Gaumenfreuden! www.maienhalde.ch Besichtigungen und Degustationen auf Voranmeldung.


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Zurück im Stall

Fäälimore: „Bi wide do“

Dieses Bild stand im vergangenen Juni während gut dreier Wochen im Schnuggebock-Stall. Emme war abwesend.

Jo, i bi wide zrogg vo de Ferie, liebe Gäscht im Puurehuus vo de Grossmuette. Ich, d’Fäälimore Emme. Hend e mi vermisst? Globe scho, denn wenn i amel früener dös Feschte döri die freudige Gsichter vo eu gsie ha, denn han i dänkt, villiecht händ er no ga nie a More wie mi gsä? Ischt enaad ee Ding, jetz chöd e wiede schtuune, denn bald sötti wiede ä gazi Schwetti

Fääli öbecho. I bi nämli fö öppe drei Woche bim Eber Wilhelm gse. Chönd eu jo vorschtölle fö wa! I hoffe, e mögid mer da gonne! I cha mes denke, dass er e chli enttüscht gse sönd ab em lääre Fäälischtall do im hemelige Schnuggebock. Abe da ischt jetzt vobei. Ond i freu mi liberement sausatanisch fescht, dass i wiede dehem bi. Jetz döred e wiede luege, wi mini Fääli omi– 35 –

secklid und suugid. Fö di nöchst Ziit blib i won i bi. Chöd wide zonis! Sönd e nüd fascht vegitzled well gad ee Böld im Stall ufgstöllt gse ischt, ode? Wenn e denn gwared, dass vieli Fääli itroffe sönd, denn wessed e, dass i e-neebes Gföll khaa ha bim Willhelm, ond ischt me meh as waul gsee debei.


screenshot SRF/bh

Schnuggebock als Fernsehstar

Text: Benjamin Heutschi

In der dritten Staffel der Sendung „Mini Beiz, dini Beiz“ aus dem Appenzellerland auf SRF 1 war der Schnuggebock mit dabei. Am Dienstag, 9. Juni sprang das Wappentier vom Erlebnis Waldegg via nationales Fernsehen in die guten Stuben der Eidgenossenschaft.

fühlte sich Roland Kink durch den von seinem Freund Chläus verliehenen Titel „bekennender Stammgast“ geschmeichelt. Die beiden woben zusammen den roten Faden durch den knapp halbstündigen Beitrag. Das Erlebnis Waldegg war schon zweimal zur Teilnahme

eingeladen worden, musste aber aus Termingründen verschieben. Aller guten Dinge sind drei. Bald hatte man sich entschlossen, nicht als „Waldegg“, sondern als „Schnuggebock“ mitzumachen. So konnte man das ganz Besondere wohl besser herausstreichen, so würde es wohl die ungewöhnlicheren Bilder geben. Chläus Dörig war natürlich bemüht, möglichst viele dieser speziellen Ansichten vor die Kamera zu bringen, und so zeigte Roland Kink bereits bei den Probeaufnahmen die gesamte Tierschar, das Ziträdli, den Tintelompe und natürlich auch Grosis Bauernhaus. Die Video-Mannschaft der ITV Studios aus Köln, die im Auftrag von Fernsehen SRF „Mini Beiz, dini Beiz“ produzieren,

screenshot SRF/bh

Beizer und Stammgast Es sei hier nicht verhehlt, dass Chläus Dörig die Bezeichnung „Beizer“ nicht sonderlich schätzt, er, der Erlebnisgastronom. Doch im Zusammenhang mit dieser Sendung musste es wohl sein. Umso mehr Jock unerhält die „Mini Beiz, dini Beiz“-Tafelrunde im Schnuggebock.

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war schon zu diesem Zeitpunkt von der Bildwirksamkeit des ihr Gezeigten begeistert.

Foto: Benjamin Heutschi

Am 17. März war dann der grosse Dreh-Tag. Von mittags

um Eins bis nach Mitternacht wurde der Schnuggebock und seine Umgebung zum Fernsehstudio. Nachmittags um Sechs trafen die vier Stammgäste der mitkonkurrierenden Beizen ein und wurden im

Als Aperitif kredenzten dann Anita und Chläus Dörig einen Holderwein, den Kochlehrling Marcel Wettmer selbst zubereitet hatte. Anschliessend ging es dann hoch in den Schnuggebock-Schloff, wo nicht einfach nur gegessen wurde, sondern Stallbueb Jock führte die Gäste in die Besonderheiten eines fei-

screenshot SRF/bh

Beizer und Stammgast üben unter Aufsicht vom Ziträdli-Beck Chreschte das Formen eines Appenzeller Bibers.

Ochsenwagen vorgefahren. Im Gegensatz zu den anderen Beizen wurde der Tafelrunde nicht ein gedrucktes Menü überreicht, sondern die fünf Gäste mussten es unter der gestrengen Aufsicht von Herrn Lehrer Max Bünzli im Tintelompe selbst schreiben.

Den Stammgästen wird das Menü diktiert.

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150622E02GA

Ihr bisheriger Ansprechpartner Thomas Zellweger übergibt die KundInnen der Gemeinde Teufen per 1. September 2015 an David Sigg.


nen Appenzeller Schmauses in Grosmutters Bauerhaus ein und unterhielt sie mit seinen launigen Sprüchen.

Tag nach der Sendung kamen ihretwegen die ersten Gäste aus der fernen Bundesstadt. Zwei Tage später fragte ein Ehepaar nach der Modelleisenbahn, die Roland in der Sendung erwähnt habe. Dabei hatte er nur von einem früher mit Chläus gehegten Plan gesprochen, eine Spezialwoche zum Thema Eisenbahn auf der Waldegg durchzuführen, was dann aber scheiterte. Dafür war der Gesamtautritt in „Mini Beiz, dini Beiz“ sehr gelungen!

screenshot SRF/bh

Der Schnuggebock im Schweizer Fernsehen! Das hat alle seine Freunde aufgestellt. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings in der Erinnerung an seinen Auftritt, denn er lief nicht als erster Sieger durchs Ziel. Das hatte sicher damit zu tun, dass sich die anderen Beizen im Wettbewerb sehr dem

Gourmet-Stil verschrieben hatten. Der Schnuggebock blieb halt sich selber treu, oder besser, dem Grosi, in deren Bauernhaus die gute alte Zeit zelebriert wird. Da war der Schmaus halt etwas urchiger als die neumodischen Gourmet-Pirouetten andernorts. Doch, so sagte auch Chläus Dörig nach der Ausstrahlung, eine prima, schweizweite Werbung war’s für den Schnuggebock und damit fürs Erlebnis Waldegg fürwahr! Schon am

Der Appenzeller Schmaus im Schnuggebock im Schweizer Fernsehen.

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Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Z-Lauf

Heumonat

VII. 1 2 3 4 5

Aufg.

Theobald Ii11h J Mariä Heims. J Kornel Ji14h K Ulrich K 5. Balthasar Ki16h L

27. Woche

Jesus lehrt im Schiff Luk. 5

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

6 7 8 9 10 11 12

28. Woche

Pharisäer Ruhm Matth. 5

Esaias, Ida Joachim Kilian Zirill Gunzo Rahel 6. Nathan

Montag 13 Heinrich Anbruch des Tages um 3.26 Dienstag 14 Bonaventura Mittwoch 15 Margaretha Donnerstag 16 Ruth Freitag 17 Lydia Samstag 18 Hartmann Sonntag 19 7. Rosina

20.32 21.23 22.07 22.47 23.22

Untrg.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

5.06 z 6.05 1 4.20 7.10 8.21 9.34 2 erdnah

Der Monat fängt mit

TagesLänge

15.56 15.55 15.54 15.53 15.52

Sonnenaufgang 5.31 Untergang 21.23

L Li19h A A Ai22h B B B Bi02h C

23.55 –.– 0.26 0.57 1.30 2.06 2.46

10.48 12.02 13.16 14.28 15.39 16.47 17.52

A erdfern

kühlen, 15.51

15.49 regne- 15.48 2 22.24, Q rischen 15.47 MR2 im grössten Glanz Tagen 15.45 C an. 15.44 15.42

Sonnenaufgang 5.36 Untergang 21.18

C 3.31 18.51 Ci08h D D D 16h E E E Ei03h F

29. Woche

Jesus speist 4000 Mann Mark. 8

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

20 21 22 23 24 25 26

30. Woche

Falsche Propheten Matth. 7

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag

27 28 29 30 31

Elias F Arbogast Fi15h G Maria Magdal. G Elsbeth G i04h Christine G H Jakob H 8. Anna Hi14h I Magdalena I Pantaleon Ii21h J Beatrix J Jakobea Ji24h K Erna, German K

4.21 5.16 6.14 7.15 8.16 9.17

15.41 Abschied um 23.38 Alter Heumonat 14. 19.44 Z Dann 15.39 20.30 wird 15.37 21.10 8 3.25, A. d. Hundstage 15.35 21.44 15.33 22.15 fruchtbares 15.31 22.42 Wetter 15.29 Sonnenaufgang 5.43 Untergang 21.12

10.17 23.08 11.17 23.33 P, 2erdfern 12.17 23.59 13.17 –.– A in e 14.17 0.25 4 6.04 15.18 0.55 16.19 1.29

folgen. 15.27 Zuweilen 15.25 Gewitter. Abwechselnd regne-

15.23 15.21 15.19 15.16 15.14

Sonnenaufgang 5.51 Untergang 21.05

17.20 18.17 19.11 19.59 20.42

2.08 2.54 z 3.48 4.51 6.00 1 12.43

rische 15.11 und 15.09 sonnige 15.06

15.04 Witterung. 15.01

Lostage im Juli: 2. (Mariä Heimsuchung); 4. (Ulrich); 22. (Maria Magdalena); 25. (Jakob); 26. (Anna). Sonne in e am 23. um 5.31 Uhr. Hundstage 16. Juli bis 27. August. Vom 29. März früh bis zum 25. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt.

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Um- und Ausbau

Dorfbrunnen in Meier’s Chrom-Egge

(rk) Zwischen Tintelompe und Schnuggebock lockt seit langem Meier’s Chrom-Egge mit gluschtigen Appenzeller Spezialitäten, die teilweise aus hauseigener Produktion stammen. Der Name dieses ahmächeligen Verkäuferliladens stammt von Küchenchef Urs Meier. Er hat sich in letzter Zeit Einiges einfallen lassen und das Sortiment deutlich ausgebaut. Das bedingte auch ein Neu-Arrangement des Ladens. Zuerst wurde mitten im Chrom-Egge eine Scheiter-Beige hingestellt, die allerdings nicht gefallen konnte. Der zweite Versuch gelang: Nun steht ein Brunnenhüttli

mit plätscherndem Inhalt dort und schultert einen Teil der Verkaufsartikel. Damit kommt in Meier’s Chrom-Egge nicht nur Dorfbrunnen-Atmosphäre auf, sondern die vielen kulinarischen Versuchungen springen noch gluschtigmachender in die Augen der Gäste. Neben den Appenzeller Klassikern wie Alpenbitter und dem Käse mit dem Geheimrezept stechen in Meier‘s Chrom-Egge auch Spezialitäten ins Auge, die man woanders kaum findet. Da ist einmal das Schnuggebock-Bier, einmalig, nur im Erlebnis Waldegg. Dann locken – 41 –

für die Fleischtiger hausgemachte Pantli von Heidschnucken aus eigener Zucht. Für die feine Küche bieten sich hausgemachte Saucen an. Eine grosse Anzahl nach Grossmutters Rezepten hausgemachter Konfitüren und Pestos mit Kräutern aus dem eigenen Waldegg-Garten warten auf Käufer. Und für Schleckmäuler stehen GeleeMöckli und wieder auferstandene Süssigkeiten der Teufner Confiserie Peterer, deren früherer Chef weitherum als „Zockerbolle Sepp“ bekannt war, bereit. Meier’s Chrom-Egge ist für alle, die das ganz Besondere aus der Region lieben.


Samstag Sonntag 31. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 32. Woche

Z-Lauf

Augstmonat

VIII.

1 Bundesfeier 2 9. Gustav

Aufg.

K 21.21 Ki01h L 21.55

Ungerechter Haushalter Luk. 16

3 4 5 6 7 8 9

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 6.00 Untergang 20.56

Jesus weint über Jerusalem Luk. 19

Montag 10 Laurenz C D Dienstag 11 Gottlieb D Mittwoch 12 Klara D 23h E Donnerstag 13 Hippolit E Anbruch des Tages um 4.29 Freitag 14 Samuel E Samstag 15 Mariä Himmelf. E10h F Sonntag 16 11. Rochus F Karlmann Reinald Sebald Bernhard Irmgard Alphons 12. Zachäus

F G G G Gi11h H H Hi23h I I

14.39 14.36

Sonnenaufgang 6.19 Untergang 20.34

17 18 19 20 21 22 23

34. Woche

Vom Tauben und Stummen Mark. 7

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

24 25 26 27 28 29 30

35. Woche

Barmherziger Samariter Luk. 10

Montag

31 Rebekka, Paulin L

i11h

14.45 Wetter. 14.42

2.18 17.40 Z Dann 14.33 3.10 18.28 folgen 14.30 4.07 19.09 ei- 14.27 5.06 19.45 nige 14.24 Abschied um 22.24 Alter Augstmonat 14. 6.06 20.17 8 16.54 Regentage. 14.21 7.07 20.45 CRA (untere) Vor- 14.18 8.07 21.12 14.15

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Bartholomäus I Ludwig Ii06h J Severin J Gebhard Ji10h K Augustin K Joh. Enthaupt. Ki11h L 13. Adolf L

sich 14.53 heiteres, 14.50 warmes 14.48

Sonnenaufgang 6.09 Untergang 20.45

Pharisäer und Zöllner Luk. 18 i22h

TagesLänge

7.14 Es 14.59 8.30 2erdnah, Lw. rechtl. zeigt 14.56

Josias, August L 22.28 9.47 Dominik Li01h A 23.01 11.03 Q Oswald A 23.34 12.17 Sixt, Alice Ai04h B –.– 13.30 Heinrike B 0.09 14.39 2 4.03 Ziriak Bi08h C 0.47 15.45 10. Roman C 1.30 16.46 i14h

33. Woche

Untrg.

9.07 10.07 11.06 12.06 13.06 14.06 15.05 16.03 16.57 17.47 18.32 19.13 19.51 20.25

21.37 22.02 P, 2erdfern 22.29 22.57 23.28 –.– 4 21.31 0.04 A in f

herrschend veränderliche Witterung.

14.12 14.09 14.06 14.03 13.59 13.56 13.53

Sonnenaufgang 6.28 Untergang 20.21

0.46 1.35 2.32 3.36 4.48 6.03 7.21

z

Gegen 13.50 das 13.47

13.43 E. d. Hundstage

Ende 13.40

13.37

1 20.35 2 erdnah, NR2

schönes, 13.34 warmes 13.30

Sonnenaufgang 6.37 Untergang 20.07

A 20.59

8.40 Q

Wetter. 13.27

Lostage im August: 10. (Laurenz); 15. (Mariä Himmelfahrt); 24. (Bartholomäus); 29. (Joh. Enthauptung). Sonne in f am 23. um 12.38 Uhr. Hundstage 16. Juli bis 27. August. Vom 29. März früh bis zum 25. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt.

– 42 –


Bröötigs und Guetsli wie frühener

Nüd gad Brosme Alles in genau jener traditionellen Qualität, die einem Holzofen entspricht, der von Bäckern beschickt wird, die ihr Handwerk mit Herz und Seele leben. Wer Bröötigs ond Guetsli über alles liebt, findet im Ziträdli sein Paradies.

De Ziträdli-Beck Chreschte schtood vor emene Zit (einer Uhr), wo dank sine hölzige Ziträdli (Holz-Zahnräder) tigged ond hebed e „Ziträdli“-Guetsli, wo sin Grossvater erfonde hät.

Das Ziträdli im Erlebnis Waldegg ist seine urchige, feinschmeckige Holzofen-Hausbäckerei. In ihr feiern Gruppen immer öfter einen zünftigen BeckenZnacht (siehe Seite 12). Doch ihr Hauptzweck ist und bleibt das Herstellen der feinsten Brote weit und breit, von knusprigen Guetsli, von himmlischen Bibern, fruchtigen Fladen und sonntäglichen Zöpfen. Und das – 43 –


Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Z-Lauf

Herbstmonat

IX. 1 2 3 4 5 6

Verena Degenhard Theodos Esther Herkules 14. Magnus

Aufg.

A Ai11h B B Bi14h C C Ci20h D

36. Woche

Von 10 Aussätzigen Luk. 17

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

7 8 9 10 11 12 13

37. Woche

Vom ungerechten Mammon

1.07 2.02 3.00 4.00 5.00 6.00 6.59

Matth. 6

Fi05h G G Gi18h H H H Hi06h I I

38. Woche

Vom Toten zu Naim Luk. 7

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

21 22 23 24 25 26 27

39. Woche

Vom Wassersüchtigen Luk. 14

Montag Dienstag Mittwoch

28 Wenzeslaus 29 Michael 30 Hieronymus

Matthäus Mauriz Thekla Liber, Robert Kleophas Ziprian 17. Kosmus

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

9.57 NXA 11.14 12.27 13.36 14.39 211.54 15.36 Z

TagesLänge

An- 13.24 fangs 13.20 reg- 13.17

13.14 ne- 13.10 rische 13.07

Sonnenaufgang 6.47 Untergang 19.54

Regina D Mariä Geburt D Egidi, Lilly Di05h E Sergi E Regula Ei16h F Tobias F 15. Hektor F

Anbruch des Tages um 5.25 Montag 14 Kreuzerhöh. Dienstag 15 Fortunat Mittwoch 16 Fronfasten Donnerstag 17 Lambert Freitag 18 Rosa Samstag 19 Januar Sonntag 20 Eidg. Bettag

21.33 22.09 22.47 23.29 –.– 0.16

Untrg.

Ii15h J J Ji20h K K Ki22h L L Li21h A

16.26 17.09 17.46 18.19 18.48 19.16 19.41 8 8.41

Witterung. Dann folgt angenehmes Wetter.

13.04 13.00 12.57 12.54 12.50 12.47 12.43

Sonnenaufgang 6.56 Untergang 19.39

Abschied um 21.10 Alter Herbstmonat 14. 7.59 20.07 P , 2 erdfern Auf 12.40 8.59 20.32 einige 12.37 9.58 21.00 Tage 12.33 10.58 21.30 mit 12.30 11.57 22.03 trüber 12.26 12.56 22.42 Witte- 12.23 13.52 23.27 rung 12.20 Sonnenaufgang 7.06 Untergang 19.26

14.47 15.37 16.23 17.05 17.43 18.19 18.53

–.– 4 10.59, z, Ci. gr. Glanz 0.19 kommen 1.18 A in g 2.24 solche 3.36 mit 4.51 anhaltend 6.09 Q schönem

12.16 12.13 12.09 12.06 12.02 11.59 11.56

Sonnenaufgang 7.15 Untergang 19.11

A 19.27 7.28 1 4.51, 2 erdnah, MoFi 11.52 Ai21h B 20.03 8.47 MR2 11.49 B 20.41 10.05 Wetter. 11.45

Lostage im September: 8. (Mariä Geburt); 14. (Kreuzerhöhung); 21. (Matthäus); 22. (Mauriz); 29. (Michael). Sonne in g am 23. um 10.21 Uhr: Tagundnachtgleiche, Herbstanfang. Vom 29. März früh bis zum 25. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt.

– 44 –


E Cüpli uf de Waldegg ton. Macht ein grosses Plakat mit der Aufschrift ‚Wir sind fürs Leben und folglich dagegen!‘ Wir zählen auf euch…! Und wenn ihr…“

Peter Eggengerger

Alle wollen überall und jederzeit telefonieren, und niemand will die dazu benötigen Mobilfunkantennen. Und als der Kirchturm von Teufen als Antennenstandort zur Diskussion stand, ging ein Aufschrei durchs Dorf, und in der Waldegg-Gartenwirtschaft wurde für eine handfeste Demonstration mobilisiert… Kaum habe ich das Telefon abgenommen, werde ich von einer lauten und keine Widerrede duldenden Stimme in Beschlag genommen. „Peter, hast du es auch gehört? Verrückt…! Nicht wahr, ihr kommt auch. Du und Gerda. An unsere Demonstra-

Es ist Dora oder eben Dorli, diese notorische Schwätzbäsi. Ich habe nicht die geringste Lust, ihr zuzuhören, zumal ihre Anrufe immer zu Unzeiten erfolgen: während meines verdienten Mittagsschlafs, abends spät oder wenn ich dringende Schreibarbeiten zu erledigen habe. Dann aber halte ich den Hörer widerwillig doch wieder ans Ohr, denn schliesslich bin ich ein höflicher Mensch. „Was für eine Demonstration? Und wann? Und wo?“, frage ich gelangweilt. „Was, du willst doch nicht sagen, du hättest nichts erfahren! Liest du denn keine Zeitungen? Schaust du nie Fernsehen? Und hörst du kein Radio?“ Ihre Entrüstung ist förmlich greifbar, als sie ausholt. „Die Mobilfunkantenne, die im Kirchturm installiert werden soll! Hast du gehört: Moooobiiiilfunkanten– 45 –

ne! Da muss gehandelt werden, und zwar sofort. Am besten mit einer Demonstration! Das macht unserem Gemeinderat Beine! Und man weiss ja, welche Krankheiten diese verflixten Antennen auslösen. Die schädlichen Strahlen. Mein Vettergötti im Thurgau kalbert nicht mehr, seit neben seinem Hof eine Antenne aufgestellt worden ist…“ „Was sagst du? Klar, die Kühe kalbern nicht mehr. Frag nicht so blöd und hör auf, dumm zu lachen. Die Sache ist ernst, sehr ernst. Er – eben, mein Vettergötti – leidet an Schwindel, Kopfschmerzen, Appetitund Schlaflosigkeit. Schachtelweise Pillen muss er schlucken, schachtelweise, sag‘ ich dir. So, und jetzt bist du an der Reihe!“ Ich wage einzuwenden, dass punkto Kirchturm ja noch nichts entschieden sei, und dass auch keine schlüssigen Beweise bezüglich krankmachender Strahlung vorlägen. „Und jedermann will doch überall und


Weinmonat

X. Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 40. Woche

1 2 3 4

Remigi Leodegar Leonz 18. Franz

21.23 22.10 23.01 23.56

Vornehmstes Gebot Matth. 22

Montag 5 Plazid Dienstag 6 Angela Mittwoch 7 Judith Donnerstag 8 Pelagius Freitag 9 Dionis Samstag 10 Gideon Sonntag 11 19. Burkhard 41. Woche

Bi22h C C C i02h C D

Z-Lauf Aufg.

D Di11h E E Ei22h F F F i11h F G

H H Hi11h I I Ii21h J

Hochzeitliches Kleid Matth. 22

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

19 20 21 22 23 24 25

43. Woche

Königssohn krank Joh. 4

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag

26 27 28 29 30 31

Armand Sabina Simon, Judas Narzissus Alois Wolfgang

11.18 12.27 13.28 14.22 2 23.06, Z

TagesLänge

Der 11.42 Monat 11.39

11.35 fängt 11.32

–.– 0.54 1.53 2.53 3.53 4.53 5.52

15.08 mit 15.47 unbeständigem 16.22 16.52 Wetter 17.19 an. 17.45 Es 18.11 P,2 erdfern folgen

11.28 11.25 11.22 11.18 11.15 11.11 11.08

Sonnenaufgang 7.35 Untergang 18.43

G 6.52 18.36 MXA Gi24h H 7.51 19.03 8 2.06

42. Woche

Ferdinand Wendelin Ursula Kordula Maximus Salome 21. Krispin

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 7.25 Untergang 18.57

Vom Gutschlägigen Matth. 9

Montag 12 Gerold Dienstag 13 Kolman Anbruch des Tages um 6.08 Mittwoch 14 Hedwig Donnerstag 15 Theresia Freitag 16 Gallus Samstag 17 Justus Sonntag 18 20. Lukas

Untrg.

J J Ji04h K K Ki07h L L Li07h A A Ai07h B B Bi07h C C i10h C D

11.05 11.01 Abschied um 20.07 Alter Weinmonat 14. 8.51 19.32 einige 10.58 9.51 20.05 Regen- 10.55 10.50 20.42 B am Morgen tage. 10.51 11.47 21.24 Nach- 10.48 12.42 22.13 z her 10.45 Sonnenaufgang 7.45 Untergang 18.30

13.32 23.08 14.19 –.– 4 22.31 15.01 0.09 15.39 1.16 16.14 2.27 A in h ,NR2 16.47 3.42 16.21 3.59 Q

10.41 10.38 10.35 10.31 10.28 Es 10.25 kommt 10.22

zeigt sich sonniges Wetter.

Sonnenaufgang 6.55 Untergang 17.17

16.55 5.17 2 erdnah, C Morgenstern 17.32 6.35 1 13.05 rauhe, 18.12 7.52 mitunter 18.58 9.05 reg19.48 10.12 nerische 20.44 11.12 Z Witterung.

Lostage im Oktober: 16. (Gallus); 21. (Ursula); 28. (Simon, Judas). Sonne in h am 23. um 19.47 Uhr. Vom 29. März früh bis zum 25. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt.

– 46 –

10.19 10.15 10.12 10.09 10.06 10.03


Jetzt habe ich Dorli endgültig auf dem falschen Fuss erwischt. „Du Einfaltspinsel! Heiliger Bimbam! Man sieht sie nicht,

aber man spürt sie, hörst du, spüren! Denk an die Schulergoofen! Die Konzentration lässt nach, sie lernen kaum mehr rechnen, lesen und schreiben. Und die meisten leiden bereits am frühen Morgen an Brechreiz. Überdies sind sie frech, saufrech! Und all‘ das wegen dieser Antennen und deren Strahlung!“

Als ich entgegne, dass die mangelnde Konzentration höchstwahrscheinlich dem übermässigenFernseh-undVideokonsum zuzuschreiben, der Brechreiz eine Folge des ständigen Trinkens von allergattig Süsswasser und die Ursache des Frechseins wohl einer inkonsequenten Erziehung anzulasten sei, ist der Zapfen endgültig ab.

Illustration Ernst Bänziger

jederzeit telefonieren. Folglich braucht es stetig neue Antennen, das ist doch logisch, oder? Und warum nicht auf dem Kirchturm? Dort sieht man sie wenigstens nicht…“

– 47 –


Sonntag 44. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 45. Woche

Z-Lauf

Wintermonat

XI.

1 22. Aller Heiligen Des Königs Rechnung

2 3 4 5 6 7 8

Aller Seelen Theophil Sigmund Emerich Leonhard Florenz 23. Klaudi

Vom Zinsgroschen

Aufg.

Untrg.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

D 21.42 12.03

Matth. 18

Di17h E E E E03h F F Fi16h G G

22.43 23.44 –.– 0.44 1.44 2.44 3.44

Matth. 22

12.46 vorherrschend 13.23 2 13.24 13.55 heiteres, 14.23 liebliches 14.50 Wetter. 15.15 P, 2 erdfern Es 15.40 folgen

Obersten Töchterlein Matth. 9

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

16 17 18 19 20 21 22

47. Woche

Greuel der Verwüstung

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

23 24 25 26 27 28 29

48. Woche

Vom Einzug Jesu in Jerusalem Matth. 21

Montag

30 Andreas

9.36 9.33 mit 9.30 Schnee- 9.27 fall. 9.25 Alter Wintermonat 14. 9.22 Nach- 9.19 Tage

Sonnenaufgang 7.27 Untergang 16.46

11.19 21.02 12.01 22.06 12.40 23.14 13.14 –.– 4 7.27 13.47 0.25 MR2 14.19 1.38 Q 14.51 2.52 A in i

Matth. 24

Klemens Ai17h B Salesi B Katharina Bi18h C Konrad C Jeremias Ci20h D Gerold, Noah D 1. Advent D

9.57 9.54 9.51 9.48 9.45 9.42 9.39

Sonnenaufgang 7.16 Untergang 16.55

46. Woche

J Ji08h K K Ki13h L L Li16h A A

Anfangs 10.00

Sonnenaufgang 7.06 Untergang 17.06

Montag 9 Theodor G 4.43 16.06 Dienstag 10 Louisa Gi05h H 5.43 16.35 Mittwoch 11 Martin H 6.44 17.06 8 18.47 Donnerstag 12 Emil Hi16h I 7.44 17.41 Freitag 13 Wibrath I 8.43 18.22 Anbruch des Tages um 5.50 Abschied um 18.21 Samstag 14 Friedrich I 9.39 19.09 Sonntag 15 24. Albert, Leo Ii01h J 10.31 20.02 z Otmar Berthold Eugen Elisabeth Kolumban Mariä Opfer 25. Cäcilia

TagesLänge

her zeigt sich kalte,

9.17 9.14 9.12 9.09 9.07 9.04 9.02

Sonnenaufgang 7.37 Untergang 16.39

15.25 4.08 2 erdnah 16.03 5.24 16.45 6.39 1 23.44 17.33 7.50 18.26 8.55 Z 19.25 9.52 20.26 10.40

mitunter sonnige Witte-

9.00 8.57 8.55 8.53 8.51 8.49 8.47

Sonnenaufgang 7.46 Untergang 16.33

Di02h E 21.29 11.21

rung.

8.46

Lostage im November: 1. (Aller Heiligen); 2. (Aller Seelen); 11. (Martin); 16. (Otmar); 21. (Mariä Opfer); 25. (Katharina); 26. (Konrad); 30. (Andreas). Sonne in i am 22. um 16.26 Uhr. Am 1. ist Reformationsfest.

– 48 –


„Dummes Zeug!“, schneidet mir Dorli abrupt das Wort ab. „Schuld sind einzig die Antennen, fertig und basta! Und denk‘ an die Feriengäste. Sie werden unsere Gegend künftig meiden. ‚Verstrahltes Antennenländli‘ statt ‚heimeliges Appezellerländli‘ wird es bald einmal heissen. Also, Peter, nächsten Samstag um 11 Uhr auf die Kirchplatz, mit Plakat und Lärminstrumenten, wir zählen auf euch, lasst uns nicht im Stich…!“

Als Dorli wieder Atem holt, will ich wissen, wo sie eigentlich am Telefonieren sei. „Wo? Im wunderbaren Gartenrestaurant der Waldegg. Ich sitze ungestört an einem runden Tischchen bei einem erfrischenden Cüpli. Mmmh, fein! Ganz allein, an einem lauschigen Plätzchen. Ja, hier lässt es sich ausgezeichnet telefonieren und Leute zu unserer Demonstration aufbieten. Du bist bereits der Elfte. Und ich muss schon sagen, diese Han-

dys sind halt schon eine tolle Sache, und ich könnte mir das Leben ohne ganz und gar nicht mehr vorstellen!“

Bücher und CDs mit vergnüglichen Kurzgeschichten von Peter Eggenberger (Neu: „Vo Wiertschafte ond Wiertshüüsler“) sowie die Krimis „Mord in der Fremdenlegion“ und „Tod eines Wunderheilers“ sind in Meiers Chrom-Egge im Erlebnis Wadegg erhältlich.

Ischt‘s wöllsdepuur ächt wohr?

Der Eber Willhelm Da die Schnuggebock-Fäälisau Emme erzählt, sie wäre beim Eber Willhelm gewesen (siehe Seite 35), sei auf die Gefahr hin, Einige hätten den Witz schon vernommen, diese Geschichte kolportiert: Der deutsche Kaiser Willhelm habe auf einer seiner Reisen im Appenzellerland Halt gemacht, da er auf den, weit über die Landesgrenzen hinaus be-

kannten, ‚Witz‘ der dort lebenden Bauern neugierig war. Er liess nun einem der Bauern durch einen Diener ausrichten, seine Hoheit der Kaiser höchstselbst verlange eine Kostprobe dieses Humors. Der Appenzeller zuckte unbeeindruckt mit den Schultern und verschwand darauf in einer Scheune. Wenig später öffnete sich das Scheunentor und eine kleine Sau rannte mit einem Helm auf – 49 –

dem Kopf über den Platz. Eine grosse Sau jagte in einigem Abstand hinterher. Der Bauer gesellte sich schweigend zum Kaiser und seinem Diener, die das Schauspiel ungeduldig und eher verständnislos betrachteten. „Seine Hoheit wünscht eine Erklärung!“, murrte der Diener. „Ganz einfach“, erwiderte wortkarg der Appenzeller, „kleine Sau hat Helm grosse Sau willHelm!“.


Christmonat

XII. Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 2 3 4 5 6

Otwin Fronfasten Luzi Barbara Abigail 2. Advent

E Ei11h F F i24h F G G G

49. Woche

Zeichen des Gerichtes Luk. 21

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

7 8 9 10 11 12 13

50. Woche

Johannes im Gefängnis Matth. 11

Enoch, Agnes Gi12h H Mariä Empf. H Willibald Hi23h I Walter I Waldemar I Ottilia Ii08h J 3. Advent J

Anbruch des Tages um 6.23 Montag 14 Niklas Dienstag 15 Abraham Mittwoch 16 Adelheid Donnerstag 17 Notker Freitag 18 Wunibald Samstag 19 Nemesi Sonntag 20 4. Advent

Ji14h K K Ki19h L L Li22h A A A

Z-Lauf Aufg.

Untrg.

22.31 23.32 –.– 0.33 1.33 2.32

11.56 12.26 12.53 13.19 13.44 14.09

3.32 4.33 5.33 6.33 7.32 8.27 9.17

21 22 23 24 25 26 27

52. Woche

Joseph und Maria verwundern sich Luk. 2

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag

28 29 30 31

E Ei20h F F F

14.37 15.06 15.40 16.19 17.04 8 11.30 17.56 z 18.54

Regen. Es folgt anhaltend trübes

8.35 8.34 8.32 8.31 8.30 8.29 8.29

Abschied um 18.11 Alter Christmonat 14. 10.02 19.58 Wet- 8.28 10.43 21.05 ter. 8.27 11.19 22.15 Nachher 8.27 11.51 23.27 8.26 12.23 –.– 4 16.14, Q zeigen 8.26 12.53 0.39 8.26 13.25 1.52 8.25

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Kindleintag Jonathan David Silvester

Schneefall, bald

8.44 8.42 8.41 8.39 8.38 8.36

Sonnenaufgang 8.02 Untergang 16.31

Zeugnis Johannes Joh. 1

Ai01h B B Bi04h C C Ci06h D D Di12h E

2 8.41 P, KR2 2 erdfern ?R2

Veränderlich, bald

TagesLänge

Sonnenaufgang 7.55 Untergang 16.31

51. Woche

Thomas Florian Dagobert Adam, Eva Christtag Stephan S. n. Weihn.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 8.07 Untergang 16.32

14.00 14.38 15.22 16.11 17.07 18.07 19.10

3.05 2 erdnah 4.19 A in j 5.30 6.36 7.37 1 12.12, Z 8.30 9.15

heitere Tage.

Sonnenaufgang 8.10 Untergang 16.36

20.14 9.53 21.17 10.26 22.19 10.55 23.19 11.22 P

Lostage im Dezember: 6. (Nikolaus); 8. (Mariä Empfängnis); 21. (Thomas/4. Advent); 25. (Christtag); 26. (Stephan). Sonne in j am 22. um 5.49 Uhr: Sonnenwende, Winteranfang.

– 50 –

sich einige

8.25 8.25 8.25 8.25 8.26 8.26 8.26

Meist trübe und kalt.

8.27 8.28 8.28 8.29


Alle Jahre wieder kommt das Christuskind

Die vergrösserte Weihnachtkrippe im Waldegg-Stall stall. Schon mehrere Jahre kommen wir hierher. Da riecht’s so fein nach Heu, Glühwein und Chäsfladebrot. Und dann die echten Tiere: Die Ochsen und die Schnucken! Seit unserem ersten Besuch ist alles noch grösser und schöner geworden! Für die Esel wurde sogar ein Anbau erstellt, und in einem zweiten sehen wir die tollen Bilder unseres Heimatlandes. Es ist einfach urgemütlich.

(rk) Liebe, Waldegg-Gäste, wir, die Könige Caspar, Melchior und Balthasar haben jedes Jahr einen sehr langen Weg aus dem Morgenland rund um den Globus und nach Weihnachten wieder nach Hause. Oft ist er beschwerlich. Ab und

zu treffen wir ganz ärmliche Verhältnisse an, denn im Advent besuchen wir alle Christen. Aber auf unserer Reise gibt’s auch Orte, wo wir gar nicht weiter möchten, wo wir am liebsten bleiben würden. Etwa den Waldegg-Ochsen– 51 –

Wir treffen kaum irgendwo eine so heimelige und weihnächtliche Atmosphäre an. Wenn Ihr, liebe Gäste, im Advent wie wir den Weg auf die Waldegg findet, dann solltet Ihr unbedingt auch zur Krippe kommen. Vielleicht will es der Zufall, dass wir drei auch gerade da sind! Im Advent gibt’s im Waldegg-Stall die Krippe zu schauen und auch – auf Bestellung – einen vorweihnächtlichen Apéro. Traditionsgemäss kommt ein Teil des Erlöses der Aktion „Ostschweizer helfen Ostschweizer“ zugute.


Finden Sie zur Erlebnisegge des Appenzellerlandes! Mit dem Auto A1-Ausfahrt Nr. 81 SG-Kreuzbleiche Richtung Appenzell. Ende Umfahrung Teufen, beim zweiten Kreisel, Richtung Speicher. 3.2 km bis zur Abzweigung Waldegg (weisser Wegweiser am rechten Strassenrand).

Mit der Bahn Appenzeller Bahn ab St. Galler Hauptbahnhof bis Teufen. Von dort zu Fuss oder per Waldegg-Bus-Abholdienst (auf Bestellung).

Zu Fuss auf dem Eggen Höhenweg. Ab Teufen Bahnhof über Schäflisegg (60 Minuten). Ab Speicher über Birt - Oberhorst (60 Minuten). Ab St. Gallen über St. Georgen (60 Minuten).

Familie Anita und Chläus Dörig Teufen AR Tel. 071 333 12 30 Fax 071 333 46 61

www.waldegg.ch Gesamtes Erlebnis Waldegg jeden Montag geschlossen. – 52 –

Waldegg Kalender 49/15  

Hauszeitschrift für das Erlebnis Waldegg auf die Monate Juli - Dezember 2015

Waldegg Kalender 49/15  

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