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Auf die Monate Januar, Februar, März und April 2014

Gegründet bei der Eröffnung des Schnuggebock im März 2001

Hauszeitschrift für ErlebnisWaldegg 14. Jahrgang, Nummer 45

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Traditionelle appenzellische Gastfreundlichkeit. Am Stammtisch. Im Restaurant. In eleganten Sälen.

Grosis Bauernhaus als nostalgisches Erlebnis, in Stube, Stall, Küche, Mägde-, Knechtechammer und Keller.

Tête-à-têtes. Geschäftsessen. Bankette. Vom Vesperplättli bis zum Gourmet-Menü.

Zu zweit. Familien für sich. Gruppen im Schloff. Währschaftes vom Puur, saisonal, einheimisch. Wald-WC, Alpkäserei, Heustock und Tierlistall.

Panoramagarten. Kinderspielplatz. Rollstuhlgängig.

Altertümliche Holzofenbäckerei und feinschmeckige Kaffeerösterei. Nostalgisches Einkaufen und Guppen-Plausch um Brötigs.

Spitzbübische Schulstunde in nostalgischer Stube. Kulinarische Überraschungen statt Znünibrot.

Alle Reservationen an 071 333 12 30

Gesamtes Erlebnis Waldegg jeden Montag geschlossen –2–


Hauszeitschrift mit

Willkommen Grüezi mitenand! Das Erlebnis Waldegg ist tierisch toll. Denn diese Kalenderausgabe dreht sich ganz um die Säuli, die Fäärli, Jager und Sauen. Lassen Sie sich von den vielen Säuli-Geschichten überraschen! Aber auch die nun schon gewohnten Ingredienzen fehlen nicht. Peter Eggenberger und Roland Inauen steuern erneut Schmunzelhaftes bei. Und das tut auch der Voralpen-Stolperi Hans-Walter Oertle. Und da ist natürlich auch das Neueste aus allen Ecken vom Erleb-

nis Waldegg, vom Ochsenstall zum Ziträdli bis hin zur Aktion „Ostschweizer helfen Ostschweizern.» Immer wieder neue Ideen, eine Verbesserung hier, eine Freundlichkeit dort, so wollen wir die gute alte Appenzeller Gastfreundschaft hochhalten und pflegen. In diesem Sinne wollen wir Sie, liebe Gäste, immer wieder gerne verwöhnen. Kommen Sie deshalb oft den Hügel hoch auf die Eggen und seien Sie

Schnuggebock Speisekarte in der Heftmitte Inhaltsverzeichnis 4 7 11 13 15 17 18 20 24

Herzige Schnuggebock-Säuli Weg zum Waldegg-Whisky Ausbau Waldeggstrasse Bestes Brot der Welt Blau-gefleckte Jager Sauenkauf Leit-Ochse Blüem Waldegg-Leute Landsgemeinde der Kinder

herzlich willkommen!

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Schnuggebock-Speisekarte Schnuggebock-Getränkekarte

Familie Anita und Chläus Dörig und das Erlebnis Waldegg-Team

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Mitarbeiter-Seite Skispringen auf der Waldegg Advents-Rückblick

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Portrait: Ziträdli Portrait: Höhenrestaurant Portrait: Tintelompe Portrait: Schnuggebock Impressum Herausgeber: Erlebnis Waldegg, Familie Anita und Chläus Dörig Redaktion, Bilder, Texte: Roland Kink (rk), Teufen Layout DTP, Bilder: Philipp Kuhn Grafik&Werbung,Teufen Druck: Appenzeller Medienhaus, Herisau

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Säuli-Geschichten, die erste, die grosse

Die herzigen Säuli vom Schnuggebock

Zwei Tage alt sind diese am 30. November 2013 im Schnuggebock-Stall auf die Welt gekommenen Fäärli.

Die grosse Attraktion im Schnuggebock war schon von Anbeginn weg die Muttersau mit ihren Fäärli hinter dem grossen Fenster auf der Vorbrogg. So herzig! Seit dem letzten Herbst ist sie noch faszinierender geworden: Nun kommen alle fünf Wochen die Säuli sogar hier zur Welt! (rk) „Mami, mosch emol luege, die schnusige chline Säuli!“ Oder: „Ich glaub’s kaum, schau, da sind ja lebende Ferkel drin!“ „Ehrenwort, Mann!“ Ob alt, ob mittelalt oder jung, jedermann und –frau freut sich am Säulistall im Schnuggebock. Wie die Kleinen herumflitzen, wie sie suggelen, und wie sie manch-

mal übereinandergeschichtet unter der Wärmelampe liegen! Den Vogel schiesst manchmal eines der rosigen kleinen Viechlein ab, wenn es mit einer Zitze der Mutter in der Schnorre eingeschlafen inmitten seiner Geschwister liegt. Säuli im Schlaraffenland! Das wäre ja, wie wenn einer der Gäste in –4–

der Mägdechammer mit einem Spezli im Mund ein Nickerchen auf dem Strohsack machen würde. Die Fäärlisau mit ihrem zahlreichen Nachwuchs schauen alle an. Und jetzt gibt’s noch etwas viel Spannenderes zu sehen: Die Fäärli erblicken im Schnug-


gebock das Licht der Welt. Und die Gäste sehen dabei zu! Der neue Waldegg-Bauer Walter Nüesch, der lange Jahre für die Waldegg-Tiere und auch für die Umgebung verantwortlich war, ist im vergangenen Herbst in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Sein Nachfolger seit dem 1. Oktober heisst Martin Fässler. Er ist der neue Waldegg-Bauer. Auch seine Frau Susanne ist im Erlebnis Waldegg angestellt. Sie kennen die Familie Dörig seit Jahren, denn bis vor kurzem hat Martin die Schweinezüchterei an der Hummelhaldenstrasse geführt, wenige Meter von der Einmündung der Waldegg- in die Hauptstrasse entfernt. In der appenzellischen Streusiedlung kann man also von einem direkten, alten Nachbarn sprechen. Martin Fässler, gelernter Landwirt, betreibt die Schweinezucht seit über 30 Jahren professionell. Er weiss fürwahr, wie man mit den Borstentieren umgeht. Schon früher stammten die Schnuggebock-Sauen aus Martins Züchterei. Dessen Eigentümer hat das Geschäft im grossen Stil vor kurzem auf-

gegeben, und nun führen die Fässlers einen stark reduzierten Betrieb neben ihrer Tätigkeit im Erlebnis Waldegg weiter. Und nun, den Gästen zuliebe, bringt er eine seiner verbliebenen Sauen jeweils hoch zum Schnuggebock und lässt sie hier ihre Fäärli werfen.

Martin Fässler, der neue Bauer im Erlebnis Waldegg.

Der Schnuggebock Säuli-Rhythmus dauert fünf Wochen: Martin Fässler bringt eine hochträchtige Muttersau in den Schnuggebock-Stall. Innert weniger Tage bringt sie ihre Jungen zur Welt, 10 bis 16 quicklebendige kleine Säuli. Nun säugt die Sau ihre Fäärli vier Wochen lang hier. Dann werden die Kleinen „abgesetzt“ und kommen zu–5–

sammen mit der Mutter zurück an die Hummelhaldenstrasse. Dort werden sie, entwöhnt, gefüttert, bis sie circa 25 kg schwer sind, bis sie zu Jagern geworden sind. Dann werden sie an eine Mästerei verkauft, wo sie vor der Schlachtung ein Lebendgewicht um die 110 kg erreichen. Die Muttersau wird drei bis fünf Tage nach dem Absetzten der Fäärli wieder gedeckt. Bis zu ihrem nächsten Wurf dauert es dann 115 Tage, oder wie die Bauernregel lautet: Drei Monate, drei Wochen und drei Tage. Mit dem Abtransport von Muttersau und Fäärli kommt gleich die nächste hochträchtige Sau in den Schnuggebock, wenige Tage später sausen neue Fäärli darin herum. So sollte circa alle fünf Wochen die Geburt eines Rudels Säuli im Schnuggebock live zu bewundern sein. Ein Wurf im Schnuggebock Am Samstag, den 30. November 2013 warf zum dritten Mal eine Muttersau ihre Fäärli im Schnuggebock-Stall. War das eine Aufregung unter den Gästen! Manch einer liess sein Essen erkalten, um ja keines


der neuen Säuli zu verpassen! Die Säuli hinter der Scheibe quieckten, die Damen davor auch. Einige fanden es gruusig, aber die allermeisten Gäste waren hell begeistert. Nicht zuletzt deshalb, weil Martin Fässler (vor der Scheibe) und sein Sohn Michael (im Stall) sowohl Sau und Schweinchen, als auch die Besucher betreuten. Martin erteilte fachkundige Auskunft über die Schweinezucht und kommentierte den saumässigen Vorgang. Michael hantierte im Stall: Um 17 Uhr 30 kam das erste Säuli. Eine Stunde lang passierte dann nichts mehr. Um 18 Uhr 30 holte Michael von Hand sieben weitere Fäärli heraus. Dann war wieder Pause. Und schliesslich gebar die Sau gleich nochmals zehn weitere Schweinchen. Da waren’s also 18 Stück! Leider waren zwei davon tot, 16 Flitzer waren gesund. Die beiden toten Säuli erregten Mitleid, das gelindert wurde, als Martin den Gästen erklärte, dass man in der Schweinzeucht mit einem „Abgang“ von zehn bis elf Prozent der Tierchen rechnen müsse, dass aber in der freien Natur eine Bache (Wildsau) vom Wurf bis zum

Absetzen 50 bis 70 Prozent ihrer Frischlinge verliere. Die 16 überlebenden Neugeborenen mussten dann beim Säugen um ihren Platz kämpfen, da diese Muttersau nur 14 Zitzen aufweist. Es kamen aber alle heil durch ihre vier Wochen im Schnuggebock. Obwohl Martin Fässler seit gut 30 Jahren VLS züchtet (veredelte Land-Schweine), machen ihm die Schnuggebock-Säuli einen Riesenspass. Was sich normalerweise hinter verschlossenen Stalltüren abspielt, gedeiht hier zu einer natürlichen Schau vor einem begeisterten Publikum. Er hat wohl recht, wenn

er schmunzelnd sagt: „Sowas kann man in keinem anderen Restaurant der Welt erleben. Nur hier im Schnuggebock!“

Susanne Fässler teilt die Begeisterung ihres Mannes für die Schnuggebock-Säuli.

Das ist ein früherer Wurf, die Fäärli haben schon ein wenig zugenommen.

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Sache, wo‘s nu uf de Waldegg git

Auf dem Weg zum Waldegg-Whisky Gut Ding will Weile haben. Wenn ein Gerstenschnaps zum Whisky werden will, dauert’s Jahre. Mindestens drei und bis zu sechzehn. Bis zum ersten Waldegg-Whisky fliesst also noch manches Wässerchen den Goldibach hinunter. Im letzten Kalender war das erste Mal die Schreibe von unserem „baldigen“ Whisky. Was tat sich inzwischen? genen Spätsommer. Schön schauten sie aus. Doch ein wenig trügte ihr güldener Schein. Denn das vergangene AckerJahr war nicht unbedingt das beste, schon gar nicht für Gerste. Nach Auskunft des Gossauers Andreas Zingg, der für den Waldegg-Ackerbau zuständig war, „könne man 2013 als Kornjahr glatt vergessen“. Doch ganz so schlimm war es dann doch nicht. Auf jeden Fall lohnte es sich, die erste Gerste der Waldegg-Geschichte in den Schober zu fahren.

Die Waldegg-Gerste wird gemäht. Bauer Andreas Zingg hält die Waldegg-Gerste für erntereif.

(rk) Bis weit ins Tal hinunter glänzten die beiden Gersten-

felder beim Funkenplatz und beim Ochsenstall im vergan–7–

Obwohl unsere Ernte sich in einem überschaubaren Rahmen hielt, war sie trotzdem recht kompliziert und aufwän-


dig. Ursprünglich war geplant, einen grossen Mähdrescher einzusetzen. Bei näherem Hin-

Hier, im hügellosen und trockeneren Unterland, kam das Mähdrescher-Ungetüm dann

Gebirgsgängiger Ladewagen statt Flachland-Mähdrescher.

sehen erwies sich aber die Waldeggstrasse trotz des kürzlich erfolgten Ausbaus als grenzwertig eng, und zudem war der Boden zum vorgesehenen Erntezeitpunkt ziemlich nass. Also kam leichteres Gerät zum Einsatz. Zuerst wurde die Gerste mit einem einfachen Mähbalken geschnitten und dann mit einem in unserem voralpinen Gelände oft gesehenen Ladewagen eingesammelt und anschliessend nach Uzwil transportiert.

doch noch zum Einsatz. Gemäht war die Waldegg-Gerste ja schon, nun wurde sie noch maschinell gedroschen, geputzt und gleich abgesackt und nach Appenzell zur Distillerie und Brauerei Locher transportiert. Diese diente als Sammelstelle. Unsere Gerste wurde zusammen mit dem Ertrag des Vertragsanbaus der Appenzeller Brauerei aus dem gesamten alpinen Raum anschliessend nach Deutschland verfrachtet. Keine Mälzereien mehr in der Schweiz Die Waldegg-Gerste hatte ihren Ursprung im schwäbischen Nachbarland, denn von dort wurde das Saatgut bezogen.

Der Mähdrescher kommt dennoch zum Einsatz .....

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Nun kam sie zurück in die alte Heimat. Aus gutem Grund: Im Gegensatz zu alten Zeiten gibt es in der Eidgenossenschaft keine einzige Mälzerei mehr! Sämtliche hierzulande angepflanzte Gerste, sei’s für die Bier- oder für die Whisky-Produktion, muss nach Deutschland zum Mälzen transportiert werden. Als Malz kehrte die Gerste schliesslich wieder ins Appenzellerland zur Brauerei und Distillerie Locher zurück, auch die unsere. Dort wartet sie nun (geschrieben bei Drucklegung

dieses Kalenders) darauf, zu Malzschnaps gebrannt zu werden. Anfangs 2014 erwarten wir dann das Resultat der „Übung Whisky“ in flüssiger Form im Erlebnis Waldegg zurück. Wir sind natürlich gespannt, wie viele Liter das sein werden! Auf jeden Fall verschwinden sie dann in spezielle Fässer, diese wiederum in einen streng geheimen Keller. Dann wird es für längere Zeit etwas ruhiger um die zukünftigen WaldeggWhisky werden, schliesslich hat er mindestens drei Jahre lang in seinem Verliess zu reifen. Ab und zu werden Sie, geneigte

Leser des Waldegg Kalenders, vielleicht doch wieder von ihm hören. Wir müssen uns zudem auch noch überlegen, ob und wo der nächste Jahrgang der Waldegg-Gerste angebaut werden soll. Bauer Andreas Zingg meint, wir sollten unserem voralpinen Waldegg-Boden mindestens ein Jahr lang Ruhe gönnen. Auf der anderen Seite: Wir sollten doch im nächsten Herbst wieder Gerste haben. Das ruft nach einer Fortsetzung. Als Ackerbau und als Geschichte! Mälzen: Das gereinigte Getreide wird in Wasser eingeweicht und zur Keimung gebracht. Dadurch steigt der Wassergehalt auf ca. 40 % an. Die Temperatur im Keimkasten wird bei ca. 15° C gehalten. Nach etwa fünf bis sieben Tagen wird die Keimung durch schonendes Darren beendet. Das Malz ist danach lagerfähig und bereit, zur Vergärung angesetzt zu werden. Für die Weiterverwendung in Bierund Whisky-Maischen wird es geschrotet oder vermahlen. ..... wenn auch nur für den Dresch-Vorgang.

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Mehr Platz, geringes Tempo

Ausbau Waldeggstrasse ten. Sie verstanden es, die Störungen des Verkehrs auf einem Minimum zu halten, indem sie unzählige Male ihr schweres Gerät zur Seite fuhren. Diese Anerkennung sei hiermit auch im Kalender nochmals festgehalten.

Stand der Ausbauarbeiten am 22. August 2013.

(rk) Im vergangenen Sommer wurde der Engpass „beim Bächli“ auf halber Höhe zum Erlebnis Waldegg ausgebaut. Viele Gäste dachten, da hätten sich die Dörigs wieder etwas einfallen lassen. Dem war aber beileibe nicht so: Die Verbreiterung der Strasse durch den Abbau des zum Teil felsigen Hanges war eine Initiative der Gemeinde Teufen allein. Die Familie Dörig und das gesamte Waldegg-Team möchten sich daher an dieser Stelle herzlich bei den Gemeindebehörden dafür bedanken!

Nach Bauende waren die beteiligten Arbeiter im Höhenrestaurant zu einer kleinen Feier geladen. Dabei bedankte sich Chläus Dörig bei ihnen für ihr vorbildhaftes Verhal-

Tempo-Limit 40 km/h Parallel zum Ausbau durch die Gemeinde wurde das seit langem für die Waldeggstrasse bestehende Tempo-Limit von 40 Stundenkilometern zusätzlich signalisiert. Sie, liebe Gäste, seien hier ausdrücklich wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, denn diese Geschwindigkeitsbeschränkung könnte auch kontrolliert werden!

Fertiger Ausbau. Bild vom 13. Dezember 2013.

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Aus dem Appenzeller Kalender 1907


Warum das Ziträdli-Brot das beste der Welt ist Genau so, wie mir ZiträdliChreste im Voraus schon prophezeit hatte.

Ein Chratten voller bester Brote der Welt im Ziträdli.

Am Freitag arbeite ich nie, er heisst ja Frei-Tag. Am Montag ist Trauertag: Das Ziträdli hat zu! Da muss ich a) arbeiten und b) anderes Brot essen. Ha, ha, das stimmt gar nicht: Das am Donnerstag gekaufte Ziträdli-Brot ist ja immer noch gut! „Also vier Tage lang kann man mein Brot schon aufbewahren und dann noch geniessen. Am besten wie früher in einem Stoff-Säckli!“, sagt Chreste, der

Ziträdli-Bäckermeister. Recht hat er. Ich habe kürzlich den Versuch gemacht und verschiedene Brote miteinander verglichen. Ich bin voreingenommen, klar, doch beim besten Willen zur Unparteilichkeit: Das ZiträdliHolzofenbrot hat mir weitaus am besten geschmeckt. Und ich meine, dass dies auch vier Tage später noch der Fall war. – 13 –

„Chreste, aber warum nur?“ „Ganz genau weiss ich es auch nicht. Doch schon, ich weiss warum, weiss aber nicht, wieso es so ist: Der Holzofen macht’s aus, die Teigführung und die Persönlichkeit des Bäckers. Früher hatte ich in meiner Backstube einen Elektro- und einen Holzofen. Mit dem elektrischen bin ich nie an die von mir geliebte Qualität des Holzofenbrotes herangekommen, auch wenn ich alles genau gleich gemacht habe. Der Backvorgang ist einfach natürlicher. Man muss auch überlegter und präziser arbeiten. Da kann man fehlende Feuchtigkeit nicht einfach mit einem Dampf-Pfupf ausgleichen. Der alte Backvorgang im Holzofen verleitet und zwingt automatisch zu einem ruhigeren Arbeiten. Ich lasse dem Teig mehr Ruhe, ich kümmere mich persönlich um ihn. Etwas von der Persönlichkeit des Bäckers geht in den Teig über. Ich muss ein


Auch bei Äpfeln im Schlafrock strahlt Chreste, der Dinkel-Beck vom Ziträdli.

Gspüri für den Teig haben, ich muss mit ihm fühlen. Davon bin ich überzeugt. Wenn mein Mitarbeiter nach dem gleichen Rezept wie ich backt, dann ist das Brot doch ein klein wenig anders. Es ist einfach so: Je nach Ofen und Beck schmeckt das Brot unterschiedlich. Und wenn du meine Brote die besten von allen findest, dann freut mich

da sehr!“ „Und welches deiner Brote isst du selbst am liebsten?“ Chreste lacht: „Solange ein Dinkelbrot in der Nähe ist, kommt mir kein anderes zwischen die Zähne! Am allerliebsten aber ist mir mein Dinkel-Zopf! Damit ich möglichst lange davon geniessen kann, friere ich immer einige Zöpfe ein. Dazu gleich noch ein Tipp: Dafür eignen – 14 –

sich die weissen Plastic-Säckli an den Grossverteiler-Kassen am besten!“ Auch wenn das nicht ein Vorgehen wie in der guten alten Zeit ist: So bleiben Ziträdli-Dinkelzöpfe nicht vier Tage, sondern vier Jahre lang frisch! Roland Kink


Säuli-Geschichten, die zweite

Die blau-gefleckten Jager Während ihrer Zeit im Schnuggebock-Stall erhalten die Waldegg-Säuli nur die bestmögliche Nahrung: Muttermilch. Die schmeckt ihnen nicht nur ausgezeichnet (man sieht es ja!), sondern hält die Kleinen auch gesund. Die Muttersau wird ebenfalls gut ernährt, erhält aber im Gegensatz zu früher keine Suppe aus dem Restaurant. Da müssen wir uns erinnern: Anfang der Sechzigerjahre war es üblich, sämtliche Resten, die das Servierpersonal von den Gasttischen zurückbrachte in den Sauenkübel zu leeren. Diese o-amächelige Mixtur wurde dann unbehandelt den Schweinen verfüttert. Ein bisschen Mastmehl kam auch damals schon dazu. Mitte jenes Jahrzehnts wurde es dann Vorschrift, dass sie vor der Verfütterung gekocht werden musste. Und anfangs der Neunziger wurde die Sauensuppe aus Restaurationsresten als Seuchenvorbeuge schlicht verboten. (Die Schweine von Waldegg-Bauer Martin Fässler

erhalten heute wie fast überall üblich reine Mehl- und PelletNahrung und dazu etwas Heu, dieses mehr zur Beschäftigung der Tiere. Erlaubt wären heute auch noch Nebenprodukte aus der Milchwirtschaft wie Magermilch und Schotte, sowie reine Brotabfälle.) Doch zurück in die Sechzigerjahre: Am Ostermontag wurde das Bauernrestaurant Waldegg jeweils zum Dancing. Der Ostertanz lockte Mädel und Burschen aus der weiteren Umgebung zur Spiini an. Der alte Saal war zum Bersten voll, die Stimmung übermütig, und die Waldegg-Kasse klingelte. Manch ein Glas wurde nicht bis zur Neige ausgetrunken. Vielleicht waren deren Besitzer schon am Bördlen. Borde dazu gab’s ja rund um die Waldegg genug dafür. Am Osterdienstag folgte das grosse Aufräumen, in der Gaststube und im Saal. Auch der Stall musste gemacht werden. Aber was war da mit den Jagern los? Beide schienen lustlos – 15 –

zu sein, bewegten sich kaum, und der eine hatte diese blauen Flecken über den ganzen Körper verteilt! Sofort wurde der Vechdokter gerufen. Er untersuchte die beiden Jager, fand aber nichts, sie schienen kerngesund. „Was haben die Tiere denn gefressen?“ fragte er. „Die ganz gewöhnliche Sauensuppe, natürlich“ tönte es retour. Das war Antwort und Begründung zugleich, denn die halbleeren Gläser und Becher der mutmasslichen Bördler waren auch in den Kübel gegossen worden. Offenbar so viel, dass es den beiden Jagern für einen saumässigen Schwips reichte! Ja, Bauer Dörig, deine Schweinchen waren schlicht besoffen! Obwohl die Jager nicht an Alkohol gewohnt waren, erholten sie sich rasch. Auch wenn der Herr Dokter ihnen keine Alka Selzer-Suppe verabreichte.


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Säuli-Geschichten, die dritte

Sauenkauf auf dem Frühlingsmarkt (rk) Nach dem Vorfall mit den beschwipsten Jagern war es an der Zeit, so dachte sich Vater Sepp Dörig, dass sein Chläusli, nun „der Chläus“, reif genug geworden war, um allein zum Sauenkauf auf den Altstätter Markt geschickt zu werden. Ganz allein zog dieser aber nicht los. Chläus nahm einen seiner Schulgspänli mit. Doch er war natürlich der Chef des Gespanns, denn schliesslich hatte auch er die Batzen im Säckl. Die Buben hatten beide bereits ein Vierzehnertöffli. Mit Geknatter und Zweitaktgestank ging’s nach Gais und über den Stoss. Von dort dann in gebückter, windschlüpfriger Haltung rasant die Kehren hinunter bis ins St. Galler Marktstädtchen. Viele andere Appenzeller waren aus der Hügellandschaft ins Rheintal gekommen, erkennbar an der Kleidung, am Dialekt und am Lindauerli. Es ist nicht überliefert, ob die beiden Teufner Knirpse, ihrer eigener und der Wichtigkeit ihrer Mission wohl bewusst, sich auch

ein Pfeifchen gönnten oder gar an einem Rössli Stumpen zogen. Nach einem ersten Rundgang wurden sie von einem alten Bauern angesprochen. Er fragte die beiden Knaben mitten im Marktgetümmel, was sie denn alleine hier zu schaffen hätten. „Ha, eine Sau kaufen!“ antwortete Chläus(li) stolz. „So, so, eine Sau. Ja, eine richtige, eine lebendige?“ „Was denn sonst, sicher keine Sparsau!“ Darauf meinte der Bauer, er hätte da ein gutes Angebot, die beiden Buben müssten aber mit ihm zu seinem Hof kommen, und der sei nur ein kleines Stück die Stossstrasse hoch. Man war sich einig und bestieg den klapprigen Jeep des Bauern. Als Chläus das Tier sah, liess er sofort sein ernstes Interesse durchblicken. Er fand den Preis aber zu hoch und martete ihn um eine ganze Fünfzigernote runter! Darauf war er innerlich und bei seiner Heimkehr mächtig stolz. Ein Handschlag besiegelte den Handel. Der Bauer sollte das Vieh in den nächsten Tagen auf die Waldegg bringen. – 17 –

Und so kam es auch. Der alte Jeep, der alte Bauer und das Schwein tauchten bei Dörigs auf der Waldegg auf. Vater Dörig sah sofort, dass die Sau wohl noch älter war als der alte Bauer. Ohne mit der Wimper zu zucken bezahlte er den von seinem Sohn herunter gemarteten Preis. Er konnte doch den Handel nicht rückgängig machen. Handschlag ist Handschlag. Als der Alte schliesslich davongefahren war, sagte Vater Sepp zu seinem Sohnemann und Schweinekäufer nur: „Das war nicht der beste Handel, mein Lieber!“ Chläus trat wenige Jahre danach in eine ZimmermannsLehre ein. Da gab’s glücklicherweise kaum eine Möglichkeit, wieder eine Sau kaufen zu müssen. Und das war gut so.


Gefreutes und Ungefreutes aus dem Waldegg-Stall

Ich, Blüem, Häuptling aller Ochsen

Mein Name ist Blüem.

(rk) Liebe Leute, ja, so ist es. Ich bin jetzt der Häuptling. Diese Position habe ich mir redlich verdient. Schliesslich bin ich nun der Dienstälteste. Dass der Gido wenige Jahre mehr auf seiner Ochsenschulter hat, spielt hier keine Rolle. Wichtig ist die Betriebszugehörigkeit! Und er ist erst am 17. Dezember zu uns gestossen. Der kennt ja noch nicht einmal den Unterschied zwischen einem Schnu-

ckenbock und einer Zwerggeiss! Ich bin jetzt der Chef. In den letzten Monaten kam ich mir etwas vernachlässigt vor. Der Kerl, der diesen Kalender schreibt, hat mich im letzten Heftli kaum erwähnt. Nur über die rehbraunen Spanier hat er geschrieben, nur Bilder von ihnen gebracht. Klar, die beiden waren grösser als ich und halt von der Asturiana-delos valles-Chauderwelsch-Rasse her die Exoten. – 18 –

Also, dass die beiden spanischen Ochsen mittlerweile im Ochsenhimmel gelandet sind, das tut mir schon ausgesprochen leid. Ich kam nämlich vom ersten Tag an gut mit ihnen aus. Nur eben, in der Presse waren immer sie zuvorderst! Ich hätte ihnen wahrlich noch viele Jahre bei uns gegönnt. Das wäre ja auch im Sinne von Chläus, unserem allerobersten Menschenchef, gewesen. Dass der erste spanische Kollege einen so kranken Fuss hatte, dass er sogar ins Zürcher Tierspital musste, und auch der zweite grosse gesundheitliche Probleme bekam, das war ein Riesenpech. Darüber bin ich schon sehr traurig. Aber: auch in einem Ochsenleben gibt es Höhen und Tiefen. Ich konnte dadurch meinen Höhenflug zum Häuptling antreten! Da sind noch die anderen zwei. Max und Moritz. Sie sind unsere Jungspunde, noch eher herzig als mächtig prächtig. Sie müssen noch ausgebildet und grösser werden, an Ge-


wicht zulegen. Aber sie sind die nächste Generation. Übrigens, da kommt mir in den Sinn: Für die Ausbildung unserer beiden Jungs ist neu der Walter Baumann aus Wittenbach zuständig. Er kümmert sich jetzt jeden Tag um alle vier von uns. Er war lange Bauer und kennt sich bestens mit uns Rindviechern aus. Neben dem Training mit Max und Moritz hält er nun vor allem Gido und mich ständig auf Trab. (Trab ist vielleicht ein etwas zu lüpfiges Wort, „trotten“ würde wohl genügen.) Sein Plan ist, dass wir beide noch im Laufe dieses Jahres Sie, liebe Gäste, wieder im Ochsengespann herumführen können. Und sie werden sehen, wie stolz dass ich dann dahergetrampelt komme, ich, Blüem, der Häuptling aller Ochsen (wenigstens von allen ehemaligen Stieren in unserem Waldegg-Stall).

Gido trifft Blüem.

Erich Meier aus Grüningen ZH bringt am 17. Dezember 2013 den vierjährigen Ochsen Gido auf die Waldegg.

Schon am Tag seiner Ankunft misst Gido seine Kräfte mit dem viel kleineren Moritz.

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Waldegg-Leute

Hans-Walter Oertle, Waldeggwanderer In lockerer Folge präsentiert dieser Kalender spezielle Persönlichkeiten, die mit dem Erlebnis Waldegg verbunden sind. Aus der grossen Zahl von Leuten, die zu Fuss zu uns kommen, ragt Hans-Walter Oertle seit Jahren hervor. Durch seine Treue verdient er den Ehrentitel des „Waldeggwanderers“. Werkstätte aufbauen. Er, der legendäre Velo-Oertle, ein bärenstarker Schlossergeselle und gewagter Kletterer, war ein guter Gast auf der Waldegg, aber auch ein guter Handwerker, wenn es galt, dort oben ein Türschloss oder einen Wasserhahn zu reparieren.

Waldeggwanderer und Voralpen-Stolperi Hans-Walter Oertle wird von Jodlerin Käthy Zieri auf der Waldegg wilkommen geheissen.

Für einmal ist der Waldeggschreiber (Was kein Ehrentitel ist, sondern eine Funktionsbezeichnung. Sie wird allerdings vom Inhaber sehr gerne getragen!), für einmal also ist dessen Schreibe hier nicht gefordert. Denn auf seine Bitte stellt sich der „weltoffene Teufner Bürger, Seefahrer, Bergsteiger und Waldeggwanderer“ gleich selbst vor:

Ich wurde am 9. Dezember 1936 in Teufen mitten in eine turbulente Vorkriegszeit des 2. Weltkrieges hinein geboren. Dank dem Umstand, dass mein Vater einen Halschropf hatte, wurde er ausgemustert und nicht für den Aktivdienst 1939/45 einberufen. So konnte er in Teufen ein eigenes Velogeschäft und eine mechanische – 20 –

Ich selber wurde auch Handwerker, indem ich eine sechsjährige Lehre als Elektromechaniker und Elektromonteur machen durfte. Im Militär kam ich zu den Truppenhandwerkern und wurde Gerätemechaniker auf der mobilen Feldbäckerei und der mobilen Feldmühle. Ich hatte das Glück, dass ich in Thun eine zweisprachige Fachrekrutenschule, deutsch und französisch, machen durfte. Dann zog ich in die weite Welt hinaus. Als Bordelektriker zur See habe ich unter Schweizerflagge drei Jahre lang alle Welt-


meere befahren. Die ersten eineinhalb Jahre fuhr ich auf der MS SUNAMELIA, einem

die dem deutschen Industriemagnaten Baron Thyssen gehörte. Mit 35 Mann Besatzung

Nach Hamburg zurückgekehrt ging es nochmals für drei Monate auf grosse Fahrt nach Brasilien

MS SUNAMELIA (Baujahr 1952) im Hafen von Bridgetown, Barbados.

Frachter mit zwölf Passagieren im Liniendienst Montreal, Kanada – Britisch Westindien – Südamerika. Meines und ihr Schwesterschiff MS SUNADELE gehörten der Reederei Zürich in Basel, einem Tochterunternehmen der Migros. Diese beiden Migros-Frachter mit Heimathafen Basel wurden von einem kanadischen Aluminiumkonzern gechartert. Dann kam ich in einer norddeutschen Werft in die Bauaufsicht eines neuen Schweizer Hochseefrachters der St. Gotthard Schiffahrts AG in Chur,

begann die Jungfernfahrt, die uns in sechs Monaten rund um den Globus führte. Diese Weltumrundung zu Wasser mit der MS CASTAGNOLA mit Heimathafen Basel war einmalig in der Geschichte der Schweizer Seefahrt. Sie war gekrönt von der Fahrt auf dem St. Lorenzstrom und durch die grossen Seen nach Chicago, von der Fahrt durch den Panamakanal vom Atlantik zum Pazifik, von der Äquator-Taufe im Seegebiet von Indonesien mit Kurs auf Jakarta und von der Fahrt durch den Suezkanal ins Mittelmeer. – 21 –

und England. Zuletzt machte ich noch einen Monat Ferienvertretung auf der MS ARIANA, einem Frachter der Africa Line der gleichen Reederei. Im August 1962 kehrte ich mit viel Berufs- und Lebenserfahrung von der Seefahrt heim nach Teufen, zurück in meine heimatlichen Gefilde rund um die Waldegg. Erst 35 Jahre später stand ich wieder an Bord eines Schiffes als einer von 400 Passagieren auf der MS COLUMBUS, einem Kreuzfahrtschiff zum


MS CASTAGNOLA (Baujahr 1961), der «General Cargo»-Frachter von Hans-Walter Oertle.

Nordkap und in die arktischen Gewässer vor Spitzbergen. Wir waren eine frohe Schiffs- und Glaubensgemeinschaft unter dem Wort Gottes und feierten unter Mitwirkung eines Posaunenorchesters einen ergreifenden Abendmahlgottesdienst auf hoher See mit dem CVJM Bayern und dem Evangeliumsrundfunk Wetzlar, die als Veranstalter das ganze Schiff gechartert hatten. Die Milleniumsreise führte mich im Dezember 1999 mit 100 anderen Kreuzfahrern in die Antarktis, wo wir zehn Tage auf dem Expeditionskreuzfahrtschiff HANSEATIC von Hapag-Loyd in Hamburg vor der antarktischen Halbinsel unter dem Motto „erleb-

nisreicher Advent im antarktischen Sommer“ kreuzten. Diese Reise kurz vor der Jahrtausendwende war gekrönt von abenteuerlichen Schlauchboot-Anlandungen mit zwei leichten Klettertouren und der Besichtigung von zwei Forschungsstationen, umrahmt von interessanten Natur- und Tierbeobachtungen und begünstigt von optimalem Wetter und Temperaturen. Die zwei schönsten Anlandungen waren jene auf Kap Hoorn und auf Deception Island mit einem Kratersee und heisser Quelle, wo wir am Flachufer unter der antarktischen Sonne thermalbaden konnten. Selbst das gefürchtete Kap Hoorn zeigte sich von seiner schönsten Seite bei unserer Wanderung über – 22 –

das moorbedeckte Hochplateau zu einer bekannten Wetter- und Nachrichtenstation unter chilenischer Flagge. In meinem Berufsleben erwarb ich mir das Meisterdiplom als Elektroinstallateur und fand meine Lebensstelle bei den St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken als Elektro-Kontrolleur. Meine Tätigkeit führte mich auch in die Toggenburger Berge. Das kam mir sehr gelegen, war ich doch schon immer dem Bergsteigen verfallen. Meine grosse Leidenschaft galt dem Militärbergsteigen. Im Laufe der Zeit wurde jedoch ein „Voralpen-Stolperi“ aus mir und mit viel Teufner Herzblut auch noch ein Waldeggwanderer.


Überhaupt haben es mir diese Eggen angetan. Über ihre Höhen ging ich schon von Kindesbeinen an, und bei den Teufner Pfadfindern war das unser Lieblingsübungsfeld. Heute ist es eine meiner Lieblings-Fluchtrouten. Der Eggen Höhenweg Vögelinsegg – Waldegg – Schäflisegg – Fröhlichsegg – ist nicht nur der schönste Panoramaweg im Appenzeller Mittelland, sondern auch ein Weg der Sinne, der neue Perspektiven eröffnet.

Hans-Walter Oertle ist fast jeden Tag im Höhenrestaurant oder Schnuggebock anzutreffen, immer zum Wetter passend gekleidet, immer guten Mutes und immer mit zwei Wanderstöcken. Im Normalfall stärkt er sich mit einer währschaften Suppe für die nächste Etappe seines noch vor ihm liegenden Tippels nach Herisau, seinem heutigen Wohnort. Dörigs und die ganze Belegschaft freuen sich, ihn weiterhin regelmässig einmarschieren zu sehen.

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Die modernen, riesigen HochseeContainerschiffe unter Schweizer Flagge strahlen, wie alle andern auch, keine alte Seefahrts-Romantik mehr aus. Hier als Beispiel die 2012 in Dienst gestellte und 366 Meter lange BASLE EXPRESS, gechartert von Hapag-Lloyd. Alle Schweizer Hochseeschiffe haben als Heimat- (oder «Register»-) Hafen Basel.


Die Landsgemeinde ist nichts für Kinder Er suchte ihn jedes Jahr von Neuem. Wir wussten, wo er war, und spickten davon, um ihn zu holen, während wir sie noch rufen hörten: <Em Chaschtebode i de Chammer omme.> Das war unser Paradieskasten, obwohl er keinerlei Spielzeug enthielt. Dafür war er Weihnachten, Ostern, 1. August, Fasnacht und vieles mehr und alles zusammen. In ihm trafen sich Oschterestrau und Lampioo, Chreschtbommchugle und Maschgerehääss, Vaters Karabiner und Ochs ond Esel. Vestoles hatten wir ihn schon manches Mal aus der

spicke = hier: schnell davonspringen Em Chastebode i de Chammer omme = auf dem Boden des Schrankes in der oberen Kammer Oschterestrau und Lampioo = Osterstroh und Lampion Chreschtbommchugle und Maschgerehääss = Christbaumkugel und Fasnachstkostüm vestoles = im Verborgenen

Scheide gezogen, zuerst zögerlich, dann mit einem schwungvollen Ruck, wie der finstere berittene Offizier im Karl-May-Film. Über den Kopf schwingen konnten wir ihn nicht, dafür war die Kammer zu klein. Man hätte Hick in die himmelblau glänzenden Wände hauen können, und am Ende wären die lieblichen Heiligenbilder heruntergefallen – das Glas in tausend Stücke. Mit Zeigefinger und Zunge sind wir oodelig der Klinge nachgefahren bis zum Spetz und wieder zurück. Ist er wohl einmal richtig ge-

oodelig = langsam, behutsam

braucht worden? In den Kasten damit! Ohne ihn konnte er nicht an die Landsgemeinde, das wussten wir. Jeder hatte einen. Es gab solche, die trugen ihn voller Stolz, mit entschlossenem Blick wie seinerzeit die Ritter. Andere brauchten ihn als Hoggestecke. Vielen –

Hoggestecke = Handstock

und dazu gehörte auch unser Vater – wollte er nicht recht in die Hand passen. Deshalb klemmten sie ihn unter einen Arm – und die Hände in den Hosensack. Auch beim Anzünden – und das war sehr oft der Fall – behielten sie ihn unter der Uechs, und sein Griff kam, wenn sie den Kopf zum Zündhölzlifeuer vorbeugten, dem Lendaueliteckel und der Hölzliböchs bedrohlich nahe. Übrigens: einen Lands-

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Uechs = Achsel, Achselhöhle Lendaueliteckel = Deckel der geraden Appenzeller


gmeenddege klemmt man nicht zwischen die Beine!

Tabakpfeife (Lindauerli genannt) Hölzliböchs = Zündholzbüchse

Zu Fuß ging nur, wer kein Fahrzeug hatte, und das waren wenige. Auch wir fuhren mit dem Velo ins Dorf. Die Mutter blieb zu Hause. Je näher wir dem Landsgemeindeplatz kamen, desto größer wurde das Gedränge. Es war zum Ersticken. Am Strick und bei den Feuerwehrmännern war kein Weiterkommen mehr. Wir sahen nur ihre Helme, sonst nichts. Vielleicht ging einmal ein Spalt auf, und wir konnten die Fähnriche erblicken, wie sie ihre Fahnen schwangen und dabei rote Köpfe bekamen. Wer waren die glücklichen Junker? Uns hat nie jemand gefragt. Ehrlich gesagt, auf die weissen Hosen und den steifen Schritt wären wir nicht schaapf gewesen. Aber der Hut und die glän-

schaapf = scharf

zenden Metallteile! Der Spalt war wieder zu. Dann krächzte der Lautsprecher. Wir verstanden nichts. Hie und da streckten sie alle Loft = Wind

miteinander die Hände in die Höhe. Das tönte, wie wenn der Loft plötzlich ein Tischtuch hochgewirbelt hätte. Dann mussten die Männer im Ring etwas nachsagen – fast wie in der Schule – Satz für Satz: <Das habe ich wohl verstandden …>, haben wir verstanden. Der Rest war Muesle. Wir

muesle = undeutlich reden

wendeten uns wieder den glänzenden Feuerwehrhelmen zu. Weshalb nur war unser Vater nicht in der Feuerwehr? So ein Helm hätte wunderbar in den Kasten i de Chammer omme passt. Und wenn er einmal vetoopled gewesen wäre, hätte ihn die Mutter sicher wieder auf Hochglanz poliert.

Roland Inauen

Mit Die Landsgemeinde ist nichts für Kinder gastiert Roland Inauen, Kurator des Museums Appenzell und Stillstehender Innerrhoder Landammann, zum neunten Mal mit Erinnerungen an seine Kindheit in Innerrhoden bei uns im Waldegg Kalender. In seinem neuen hohen poli-

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vetoopled = mit Fingerabdrücken verschmiert

tischen Amt wird er bestimmt besser mit der Landsgemeinde umgehen können als früher im Kindesalter. Charesalb ond Chlausebickli 66 Seiten, Fr. 24.–, VGS Verlagsgemeinschaft, St.Gallen. Im Buchhandel.


Speise Vorspeisen Bauernsalat

Fr.

9.—

mit Grosis geheimer Salatsauce

Grossvaters Lieblingsvorspeise

Fr. 10.50

Siedwurstecken im Bierteig dazu süsslicher Apfelsenf

Jocks knuspriges Knoblauchbrot

Fr.

8.50

Hauptspeisen Appenzeller Schmaus

Fr. 38.50

Chäshörnli, Siedwurst, Appenzeller Schnitzel, Pouletbrüstchen, Beinschinken und Apfelmus

Appenzeller Schnitzel mit Chäshörnli und Apfelmus

Fr. 33.50

gefüllt mit Siedwurstbrät und Mostbröckli

Appenzeller Siedwurst

Fr. 28.50

mit Chäshörnli und Apfelmus

Appenzeller Chäshörnli mit Gehacktem

Fr. 27.50

und Apfelmus

Schweinsfiletmedaillons mit einer schaumigen Senfsauce

Fr. 36.50

und breiten Nudeln und Tagesgemüse

Rindssauerbraten wie Ueli ihn mag

Fr. 35.50

mit Stampfkartoffeln und Tagesgemüse

Grosis feines Kalbsrahmgulasch

Fr. 36.50

mit Butterspätzli und Tagesgemüse

Kalbszunge wie sie Vreneli liebt

Fr. 32.50

mit Stampfkartoffeln und Tagesgemüse

Bauernpfanne mit Salat

Fr. 30.50

Bratkartoffeln, in Würfel geschnittenes Kalbfleisch, Schweinswürstchen, Schweinefleisch, gebratenes Ei und Gemüse

Preise mit Vorbehalt

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karte Grosis fleischlose Gerichte Gebratene Forellenfilets

Fr. 32.—

mit Zitronenbutter, Pilawreis und Tagesgemüse

Stampfkartoffeln mit einer Morchelrahmsauce

Fr. 25.50

und Tagesgemüse

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 25.50

mit Apfelmus

Seniorenteller Schweinsfiletmedaillons mit einer schaumigen Senfsauce

Fr. 29.50

und breiten Nudeln und Tagesgemüse

Appenzeller Schnitzel

Fr. 28.50

mit Chäshörnli und Apfelmus

Desserts Ananasring

Fr.

8.50

Fr.

7.50

Fr.

6.50

Fr.

6.50

Fr.

9.50

Fr.

7.50

mit Kirsch und Rahm

Grosis Schoggicreme mit eingemachter Birne

Vrenelis Riesenmeringues mit Rahm

Appenzeller Dörrbirnenfladen Jocks Lieblingsdessert

Bertis Apfelstrudel mit Vanillesauce

Luftige Apfelcreme

Preise mit Vorbehalt

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Getränkekarte Flaschenwein im Schnuggebock Stünde im Schnuggebock eine Stüva Grischuna statt einer Appenzeller Stube, befände sich beim Abgang zu Toilette, Keller und Alpkäserei natürlich ein Stägafässli. Neben dem offenen Wein, der im Schnuggebock an den Tisch gebracht wird, birgt sein Keller auch ohne Stägafässli einige Flaschen, für die es sich lohnt, dort hinunter zu steigen. Allerdings stammen diese wie früher aus der europäischen Nachbarschaft und nicht aus Übersee, denn Weine von so weit her zu holen, war in den Jahren, in denen der Schnuggebock „spielt“, nicht üblich. Suchen Sie, lieber Gast, Ihren Flaschenwein selbst aus dem Kellerregal und stärken Sie sich fürs Treppensteigen mit einem Glas Most vom Fass. Oben angelangt übergeben Sie bitte Ihre Flasche Ihrer Serviertochter oder Ihrem Kellner. Man wird sie gerne für Sie öffnen und Ihnen den feinen Tropfen kredenzen. Prosit! Wohl bekomm‘s!

Offenausschank

2dl

Weisswein Fendant

8.30

20.50

8.60

21.50

Rotwein Rheintaler Cuvée Pinot noir, Cabernet Dorsa

3dl

5dl

1l

Appenzeller Mineral Halb-Halb (Fruchtgetränk)

3.80 4.—

5.40 5.50

9.— 9.50

Citro Süssmost

4.— 4.—

5.50 5.50

9.50 9.50

Saft vom Fass Naturtrüb Quöllfrisch Schnuggebock Bier

4.20 4.20 4.20

5.90 5.90 5.90

Vor em Esse Appenzeller Alpenbitter, Cynar, Campari, Martini weiss Noch em Esse es Abihäberli Appenzeller Malz-Schnaps Dörrbirnen-Schnaps aus dem Eichenfass

2 cl

4 cl 6.50

5.— 5.50

8.— 9.— 10.—

Fraue-Kafi Manne-Kafi Schnuggebock-Kafi oder Biberflade-Kafi

4.— 5.70 8.50

Ovomaltine / Schokolade Schwarztee, Pfefferminztee, Hagebuttentee, Lindenblütentee, Kamillentee

4.20

Preise mit Vorbehalt

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4.—


Auf dieser Seite werden traditionell Mitglieder des Waldegg-Teams vorgestellt. Dies symbolisch als Dank von Anita und Chläus Dörig an alle, die durch ihren Einsatz den Erfolg vom ERLEBNIS WALDEGG erst möglich machen.

Angie Bischof

Martin Lux

Ramona Dörig

ist allen Fans des FC St. Gallen als ehemalige Wirtin des legendären Restaurants Espenmoos ein Begriff. Eng mit der Gastronomie verwurzelt ist sie – mit Unterbrüchen – seit mehr als acht Jahren im Erlebnis Waldegg tätig. Nun allerdings nicht mehr im für sie streng gewordenen Service, sondern als die umtriebige Bäckerin vom Ziträdli. „Die Familie Dörig kenne ich seit mehr als zwei Jahrzehnten, einmal habe ich gar gut drei Jahre lang in ihrem jetzigen Haus gewohnt. Und nun sage ich oft zum Beck Chreste, dass das Ziträdli für uns wie ein eigenes Kind ist.“

hat in der Nähe von Dresden seine Bäckerslehre gemacht. „In Deutschland reichte das Geld nirgends hin, obwohl auch meine Frau voll arbeitete. Nach reiflicher Überlegung wollten wir es in der Schweiz versuchen. Nachdem wir eine Annonce im Internet sahen, hörten wir gar von einem Landsmann in Teufen vom Ziträdli. Dann ging alles schnell, sehr schnell. Seit dem letzten Sommer sind wir nun hier, meine Frau als Krankenschwester im Spital Herisau, unsere Zwillingstöchter dort in der Primarschule und ich im Ziträdli. Wir haben den Umzug noch keine Minute bereut.“

ist die dritte in Dörigs Viermädelhaus. Im letzten Sommer hat sie zur Freude ihrer Eltern im Restaurant Krone in Mosnang die Lehre als Köchin sehr erfolgreich abgeschlossen. Nun arbeitet sie ein Jahr im elterlichen Betrieb, um „den Rucksack noch mehr zu füllen und um Anlauf zu holen für eine gute Saisonstelle im nächsten Winter, gefolgt von einigen Wanderjahren im Ausland.“ In der Freizeit widmet sie sich ihrer Hündin Ilana, und „wenn dann noch Zeit bleibt, gehe ich gerne mit meinen Kollegen feiern und koche auch einmal etwas ganz Feines für sie.“

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Skispringen auf der Waldegg als fürsorglichen Familienund Grossvater, als… Das wissen Sie alles, liebe Leserin, lieber Leser. Wussten Sie aber, dass unser Chläus als Schüler ein ausgekochter Lausbub war?

Peter Eggenberger

Mit vergnüglichen Appenzeller Geschichten weilte ich letzten Herbst auf Einladung einer Geburtstagsgesellschaft in Uster ZH. Zu den interessierten Zuhörern gehörte auch ein ausgewanderter Teufner, der seinerzeit die Schule mit Chläus Dörig besucht hatte. Und er erzählte mir über das Skispringen unterhalb der Waldegg, bei dem Chläus die Hauptrolle spielte… Niklaus Dörig kennt man als herzlichen Gastgeber, als Wirt voller Initiative, als engagierter Gastro-Nachwuchsförderer,

Es war in der sechsten Klasse, bei Lehrer Eugster. Unter den Kameraden gab es echte Freunde, aber auch andere, wie das halt so ist. Im Februar herrschte wieder einmal tolles Winterwetter, und bei den jungen Skifahrern waren der gääche Hang und das Schanzenspringen unterhalb der Waldegg überaus beliebt. Ausgesprochen unbeliebt hingegen war Robert, weil er den Lehrer immer wieder über die Lausbubenstücklein seiner Kameraden ins Bild setzte. Ein richtiger Kläglitätsch halt, wie sie überall anzutreffen sind. „Der hat einen saftigen Denkzettel verdient“, sagte Chläus immer wieder, und endlich war mit dem vielen Schnee die ideale Gelegenheit gekommen. „Morgen Mittwochnachmittag treffen wir uns bei der Waldegg. – 31 –

Zum Skispringen. Ihr könnt mit einer tollen Schanze rechnen“, lud Chläus am Dienstag seine Kollegen ein. Nach Schulschluss stattete er dem Teufner Papeterie- und Fotogeschäft Bosshard einen Besuch ab, und kurz darauf machte er sich mit einer riesengrossen Kartonschachtel auf den Heimweg, die ihm grosszügig überlassen worden war. „Hast du nichts Gescheiteres zu tun als leere Schachteln durchs Dorf zu tragen? Ist euch das Holz ausgegangen? Willst du damit einheizen? Oder eine Hondshütte zusammenbasteln, he? Schachtle-Dörig, Schachtle-Dörig!“, rief ihm Robert nach, als er Chläus erblickte. Dieser schwieg und lachte still in sich hinein. Kaum daheim, machte er sich in der Mitte des Skihangs mit Feuereifer an den Bau einer Sprungschanze. Zuerst wurde eine Vertiefung in den Schnee geschaufelt und darin die Schachtel platziert, die aber


richtig gross und hoch wie noch nie! Das gibt aber weite Sprünge! Das hast du gut gemacht!“, freuten sich die mit Skis und Stöcken ausgerüsteten Buben am folgenden schulfreien Nachmittag, als sie erwartungsfroh oberhalb der Schanze standen. Als letzter keuchte Robert das steile Strässchen hinauf.

Illustration Ernst Bänziger

zum grössten Teil herauslugte. Dann häufte Chläus die weisse Pracht schön regelmässig auf und um den Karton, der bald einmal verschwunden war. Zuletzt klopfte er den Schnee auf dem Schanzentisch und den Seitenwänden glatt. Und schon war die in Rekordzeit erbaute Schachtelschanze fertig. „Au, toll, so

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„Der kommt heute dran! Passt auf! Keiner von euch fährt über die Schanze, sondern nur knapp daran vorbei, klar?!“, befahl Chläus seinen Kollegen flüsternd. Und schon gings los. Einer nach dem andern sauste talwärts. Jeder verpasste die Schanze und stoppte wenige Meter später


mit einem mehr oder weniger eleganten Kristiania-Schwung. Oben lachte Robert und schrie: „Elende Feiglinge! Wer sich nicht über dieses schmöörzelige Goofeschänzeli wagt, ist ein Hoseschiisser! Ich werds euch zeigen, wartet nur…!“ und schon stiess der Prahlhans mit seinen Stöcken kräftig ab. „Jetzt, Kollegen, Ach…!“ Bevor Chläus fertiggesprochen hatte, befand sich Robert auf dem Schanzentisch, wo er mit dem rechten Ski einbrach und das Gleichgewicht verlor. Nach einem rasanten Dreher mit anschliessendem Salto landete er unsanft auf dem Bauch. Begleitet von einem uunigen Gelächter der Kollegen rappelte er sich mühsam auf. Und mit Schnee auf dem Kopf, im Gesicht und überall am Körper wurde er erst recht zur Lachnummer. „Schachtle-Robert, Schachtle-Röbeli, SchachtleBöbeli, Schachtle-Bubeli!“, rief jetzt der Bubenchor schadenfroh, während der Kläglitätsch die Bretter schulterte und geschlagen heimwärts humpelte. Noch lange lachten die Buben über den Schachtle-Röbeli, der

dem Lehrer für einmal nicht klägelte und die am Waldegghang erteilte Lektion beherzigte. Stichwort Uster: Selber lustigen Geschichten zuhören? Kommen Sie doch am 29. April 2014, 15.00 Uhr, ins Zentrum Brunnenhof an der Industriestrasse beim Bahnhof, wo Peter Eggenberger für einen humorvollen Nachmittag sorgt.

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Bücher und CD’s mit vergnüglichen Kurzgeschichten von Peter Eggenberger (Neu: „Vo Tökter ond Luusbuebe“) sowie die beiden Krimis „Mord in der Fremdenlegion“ und „Tod eines Wunderheilers“ sind in Meiers Chrom-Egge im Erlebnis Waldegg erhältlich. Illustration Ernst Bänziger


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Frischblumen, Gestecke, Kerzen, Schmuck, diverse Pflanzen und Geschenke Hochzeit & Trauerfloristik

Ursula Koller

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 09:00 - 11:30 13:30 - 18:30 Samstag 09:00 - 15:00

Blumenzauber

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Unt. Bendlehn 1 9042 Speicher 071 340 03 56

Bim Baze-Schii..eli gehts en Blätsch Schpiel- ond Schriibware ,EDEZàGs$ËCHE Chreschtbommwa Füüwech ond alls fö e Losi „ossed Heuwette ond tüeri Schneeballe“


Viel Stimmungsvolles

Rückblick auf den Waldegg-Advent Adventsstimmung im Ziträdli. Die Krippe im Ochsenstall. Die Mitwirkung bei „Ostschweizer helfen Ostschweizer“. All dies gehört zum Advent im Erlebnis Waldegg. Doch im Dezember 2013 war’s speziell schön. (rk) Schon anfangs Dezember, kurz vor der Eröffnung der traditionellen Krippe im Ochsenstall, gab’s den ersten AdventsLeckerbissen. Ziträdli-Beck Chreste und seine Gehilfin Anneli hatten Chefin und Chef Dörig gebeten, einige Tage nicht in die Backstube zu kommen. Aber plötzlich wurden die beiden gerufen. Als sie eintraten staunten sie nicht

schlecht: Ohne ihr Wissen hatten die Bäckersleut das Ziträdli gar lieblich geschmückt. Grosse und kleine Sterne, Engel, Willkommensgruss, Glocken, Krippenszenen und Kerzen hatten die Backstube weihnächtlich verwandelt. Und alle diese Schmuckstücke waren aus Brot! Chreste hatte sie geformt und gebacken, Anneli sie perfekt in Szene gesetzt.

Ziträdli-Beck Chreste, Anita und Chläus Dörig und Ziträdli-Anneli strahlen ob der gelungenen und überraschenden Adventsdekoration.

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Die Waldegg-Krippe lud zwar in ähnlicher Form wie bis anhin zur Adventszeit die Gäste zu einem besinnlichen Verweilen in den Ochsenstall. Sie trug aber eine neue Handschrift, nämlich jene des neuen Waldegg-Bauern Martin Fässler. Bei seinem ersten Einsatz als Krippenbauer gab er sich spezielle Mühe und versuchte eine neue Anordnung der Figuren. Sogar die Eselin, die Heidschnucken und die Ochsen waren begeistert!


Ostschweizer helfen Ostschweizern In früheren Jahren ging ein Teil des Erlöses der Krippen-Apéros an die Aktion „Ostschweizer helfen Ostschweizern“. Heuer wurde dieser Benefiz noch ausgeweitet: Eine unentgeldlich arbeitende Gruppe von Waldegg-Mitarbeitern verkaufte am dritten Adventssonntag auf dem Aepliplatz in St. Gallen ab dem urchigen Zit-rädli-Verkaufswagen Gerstensuppe mit Brot. Dieses stammte selbstverständlich aus dem Ziträdli-Holzofen. Daneben lockten aber auch noch andere nostalgische, brötige Advents-Leckereien und der Witterung angepasste wärmende

Getränke wie Glühbier, Punsch und Glühwein. Die Stadt-St. Galler freuten sich sichtlich über den Besuch vom Erlebnis Waldegg und genossen winterliche Speisen und Getränke.

Und sie zollten der weihnachtlichen Aktion viel Lob. Denn der gesamte Erlös war als Unterstützung von OhO, der Aktion Ostschweizer helfen Ostschweizern vorgesehen.

Tolles Ergebnis Der Samstag litt etwas unter der schlechten Witterung, doch der Sonntag sah einen grossen Publikumsaufmarsch. Der Verkaufserlös betrug stolze 2‘800 Franken. Das Ehepaar Dörig rundete diesen Betrag noch kräftig auf. Schliesslich herrschte Freude, dass den OhO-Vertretern ein Check über runde 6‘000 Franken überreicht werden konnte. – 36 –


Willkommen im Ziträdli Die uralte, neu aufgebaute Holzofenbäckerei mit Gruppenspass beim Selberbacken und Essen Liebe Gäste Die Ziträdli genannte uralte, neue Holzofenbäckerei ist nach Schnuggebock, Tintelompe und Tante Emmas Ladebeizli die neueste Attraktion im Kanon der Waldegg-Erlebnisgastronomie. Auch hier

steht feine Kost, Gemütlichkeit, Nostalgie, Fröhlichkeit und gemeinsames Zusammen-Höcklen im Mittelpunkt. Dass man in einer Bäckerei Brötigs einkauft, das wussten Sie natürlich schon. Aber Zusammen-Höcklen? Im Ziträdli kann man’s ganz probat!

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Der Ziträdli-Holzofen steht in zwei getrennten Räumen. Vorne, dort wo die Teiglinge in den heissen Schlund geschossen werden, präsentiert sich der Fabrikationsraum vom Ziträdli-Beck mit den alten Maschinen. Zwischen ihnen und dem Ofen befindet sich


die alte Verkaufstheke, die aus einer aufgelösten Bäckerei im Bündnerland stammt. Dahinter ragt der runde Brotständer vom Boden bis zur Decke. Ursprünglich war das Ziträdli als neuer Anziehungspunkt für die Gastronomie gedacht, als weiterer Grund, für Speis‘ und Trank ins Erlebnis Waldegg zu kommen. Inzwischen hat sich die Bäckerskunst vom Ziträdli-Chreste aber bei so vielen Liebhabern eines herzhaften, feinschmeckigen, kräftigen

Brotes herumgesprochen, dass sie jeden Tag extra den Weg auf die Waldegg unter die Füsse oder unter die Räder nehmen. Bereits hat Chreste durch Markus Verstärkung erhalten. Aber eben: Im Ziträdli können Gruppen von 15 bis 40 Personen auch zu einer zünftigen Mahlzeit zusammenkommen. Denn im zweiten, hinteren Raum befindet sich die Ofenbeiz. Dort im Kerzenlicht zu sitzen ist eine ganz spezielle

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Erfahrung. Der eigentliche runde Ofen strahlt eine wohlige Wärme ab. Und die alte Kaffeeröstmaschine, die gleich nach der schmiedeisernen Tür zur Bäckerei steht, bildet eine imposante und ungewohnte Kulisse. Auch sie steuert ihren Teil zum verführerischen Duftbouquet im Ziträdli bei. Nicht verschwiegen werden soll zudem eine weitere steinalte Tür, hinter der sich der geheimnisvolle Ziträdli-Weinkeller verbirgt.


Ein Abend im Ziträdli Ziträdli-Beck Chreste und Anneli, seine charmante Bäckersmagd, können telefonisch unter 071 333 12 30 erreicht werden. Dazu sei allen Gruppen geraten, die einen feinen Zmittag oder Znacht im Ziträdli erleben wollen. Man muss aber die Ankunftszeit ganz genau abmachen (und einhalten!), damit auch alles parat ist, wenn man dann bei den Beiden eintrifft. Einen Holzofen kann man nicht einfach auf Knopfdruck etwas wärmer stellen oder gar einschalten! Wenn eine Gruppe zu spät kommt, dann kann ihr das Gleiche passieren, wie jüngst einigen Plampis: Den ganzen Tag über hatte alles geklappt im Ziträdli. Der Ofen hatte sich exakt so benommen, wie es Chreste gern hat. Ganz heiss nach dem Anfeuern und Abbrennen des tännigen Holzes, ganz heiss noch nach dem Herausnehmen der Glut. In der heissesten Phase kamen zuerst die grossen Ruchbrot-Laibe in den Ofen, dann die kleineren Spezialbrote, schliesslich, bei abnehmender

Temperatur, das Kleingebäck. Die Leute hatten einen Schinken im Brotteig bestellt, dazu ein reiches Salatbuffet und einen Becken-Dessert. Aber sie trafen verspätet ein. Zwar hatten Anneli und Chreste ihre Vorbereitungen exakt gemacht, aber der Zeitplan war durcheinander. Anneli begrüsste die Leute trotzdem ganz freundlich. Sie führte sie an die Tische in der Ofen-Beiz. Allerdings musste sie dann sofort Chreste in der Backstube helfen, den Zeitplan wieder auf die Reihe zu kriegen. Als erstes hat sie einen Gast gebeten, doch das Amt des Kellermeisters zu übernehmen. Der hat dann gleich Roten und Weissen ausgeschenkt, der Apéro war blitzartig gut unterwegs. Es dauerte nicht lange und Anneli bat wieder um Hilfe: Chreste musste den Ofen nochmals einheizen. Wie konnte er da den Dessert richten!? Also bat Anneli die Gäste, dies gleich selbst zu übernehmen. Der Wein hatte die letzte Furcht bei Allen genommen und sogleich wurden Äpfel entkernt und Teigli ausgerollt. Diese wurden dann den Äpfeln als Pyjama angezogen. – 39 –

Nach dem Abricotieren kennzeichnete Jede und Jeder den selbstgemachten Dessert. Sie wurden auf ein Blech gelegt. Chreste konnte dann dieses in den Ofen schieben, denn unterdessen hatte er dort drin wieder genügend Wärme, dass er auch den Schinken im Brotteig bereits herausgenommen hatte. Nun setzte sich die ganze Gesellschaft wieder zu Tisch und futterte drauflos, denn mit zusätzlicher Arbeit in der Holzofenbäckerei hatte man ja nicht gerechnet. Doch der delikate Schinken, das feine Brot entschädigte für alle Mühen! Darauf stimmten Anneli und die Gästeschar zu Ehren von Chreste das alte Bäckerslied an. Und ganz zum Schluss wollte Anneli noch wissen, ob jemand mit einer alten Kaffeemühle umgehen könne. Alle konnten! So geht ein Schlemmer-Abend im Ziträdli! (rk)


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Aus dem Appenzeller Kalender 1922


Willkommen im Höhenrestaurant Erleben Sie eine ganz besondere Atmosphäre Liebe Gäste Seit 1948 wirtet die Familie Dörig auf der Waldegg. Erstaunlich nur, dass der heutige Wirt, Chläus Dörig, dies erst in zweiter Generation tut. Einewäg: Eine lange Zeit, mehr als 60 Jahre. Man kann sie bereits in Jahrhunderten messen: Mehr als ein halbes! Ich erinnere mich nicht an meinen ersten Besuch auf der Waldegg, auch das ist (zu) lange her. Ich sehe aber noch die Samstagnachmittage vor mir, die ich als St. Galler Kantonsschüler in den späten Sechzigern zusammen mit meinen Schulgspänli jassend im Gartenrestaurant verbracht habe. Oft ging damals mit dem letzten Schluck Saft auch das Sackgeld zur Neige. Wir sassen auf den rauen Holzbänken, deren Pfosten direkt in die Wiese eingeschlagen waren, und klopften die Trümpfe auf den Tisch. Wenn wir ganz

gut bei Kasse waren, reichte es vor dem Heimweg für eine stärkende Bratwurst mit Rösti. Beim Abmarsch Richtung Santjörgen haben wir uns jeweils artig von Wirtin Rosa Dörig verabschiedet. Dabei hat einmal einer von uns – es war an einem gutbetuchten Tag, es reichte für mehrere Säfte – vor lauten Artigkeit sogar das Bein gebrochen. Dort, wo noch heute die Strasse zum Bädli beginnt. Die Beiz oben am Eggen Höhenweg war schon damals etwas ganz Besonderes, irgendwie einfach toll. Die Wirtsleute, die gemütliche Stube, die wunderbare Aussicht, der Garten, die vielen Bekannten, die man oft antraf, Freunde, die es nur geworden waren, weil sie auch auf der Waldegg verkehrten. Die Kantonsgrenze, unterstrichen vom Dialekt der Familie Dörig, verlieh der Waldegg für uns Städter sogar einen leicht exotischen Anstrich. – 41 –

Inzwischen, es sind seither immerhin mehr als vierzig Jahre vergangen, gehe ich nicht einfach mehr "auf die Waldegg". So einfach ist das nicht mehr. Vieles hat sich geändert. Aber eines ist geblieben: Das Waldegg-Gefühl, das WaldeggChribbelen. Es gibt hier oben nicht mehr einfach eine Landbeiz mit Gartenwirtschaft, sondern eine Vorzeige-ErlebnisGastronomie, mit entsprechendem Namen, Erlebnis Waldegg halt, mit Schnuggebock, Tante Emmas Ladebeizli, Tintelompe und – eben und gottlob – dem "Höhenrestaurant". So nennt sich nun der Teil von Dörigs Erlebniswelt, der früher "die Waldegg" war. Für mich ist es halt immer noch ein bisschen die alte Waldegg. Da ist immer noch das Chribbelen drin. Trotz dem neumodischen Nostalgie-Schnuggebock, dem heimeligen Lädeli von Tante Emma und dem umwerfend lustigen alten Schulzimmer namens Tintelompe.


Schlemmer-Terrasse und Gartenbeiz vom Feinsten.

Gemütliches Höcklen, Beisammensein, Essen und Trinken im Höhenrestaurant.

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Natürlich schaut das Höhenrestaurant nicht mehr gleich drein wie vor vier Jahrzehnten die alte Waldegg. Aber es dient immer noch dem gleichen Zweck, funktioniert noch (fast) wie damals. Die Gartenwirtschaft ist viel grösser, viel schöner, gepflegter geworden, der Boden ist gepflästert. Statt einer Gireizi gibt’s nun einen tollen Kinderspielplatz und sogar einen leibhaftigen Streichelzoo. Alles top, alles auf dem neusten Stand. Aber die umwerfende Aussicht ist geblieben, der Säntis steht noch am alten Ort, die mächtigen Eschen werfen noch immer ihren Schatten auf die fröhlichen Zecher. Noch immer gilt, dass es kaum Schöneres gibt, als auf der Waldegg, äh, im Garten des Höhenrestaurants zu höcklen und dem Herrgott bei einem Glas Saft den Tag zu stehlen! Auch drinnen ist vieles neu. Aber auch hier weht noch der alte Geist. Es waldegglet immer noch ghörig. Und das ist gut so. Wenn ich nach längerem Auslandsaufenthalt in

Kloten lande, dann zieht’s mich automatisch nach Teufen ins Höhenrestaurant. Erst wenn ich dann hier sitze und eine Bratwurst mit Rösti vor mir habe, bin ich wieder richtig zu Hause. Die könnte ich auch drunten in der Stadt haben, aber nein, es muss auf der Waldegg, äh, im Höhenrestaurant sein. Wenn ich vom Schnuggebock her ins Restaurant trete, streift mein Blick dann oft eine festlich gedeckte Tafel im Saal. Wird heute geheiratet, oder wird ein Geburtstag gefeiert, oder ein Diplom? Ich erinnere mich spontan an die vielen frohen Stunden, die schönen Familienfeste. Ganz früher war es sogar in unserer Clique Tradition, den Silvester hier zu zelebrieren. Der runde Geburtstag von Oma Gret kommt mir in den Sinn. Oder die exquisiten Nachtessen im kleinen Familienkreis am runden Tisch. Mir läuft das Wasser im Nachhinein noch im Mund zusammen. Der Ort hier, die Waldegg, das Höhenrestaurant ist einfach nur mit guten Erinne– 43 –

rungen verbunden. Hoffentlich geht es vielen anderen Leuten auch so wie mir: Habe ich Grund zum feiern, Grund zur Freude, dann kommt mir automatisch die Waldegg in den Sinn. Es ist ganz toll, was Chläus Dörig und seine Frau Anita aus der alten Waldegg gemacht haben, nein, es ist umwerfend. Damit man die fünf Betriebe, Restaurant, Schnuggebock, Tante Emmas Ladebeizli, Tintelompe und Ziträdli auseinander halten kann, heisst jetzt der Kern des Ganzen halt "Höhenrestaurant". Aber, ehrlich gesagt, es ist immer noch das Original, der Ort, wo alles angefangen hat, immer noch mein Lieblingsplatz im Erlebnis Waldegg. Ich bringe das originale Waldegg-Chribbelen einfach nicht weg! Roland Kink, momentan Waldeggschreiber, und –Fan seit 1965


Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 1. Woche

Z-Lauf

Jänner

I. 1 2 3 4 5

Neujahr Berchtold Genoveva Titus S. n. Neujahr

Aufg.

J Ji18h K K Ki18h L L

7.40 8.30 9.12 9.48 10.20

Flucht nach Aegypten Matth. 2

Heil. 3 Könige L A Isidor A Erhard A Julian Ai03h B Samson B Diethelm Bi13h C 1. S. n. Epiph. C i21h

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

6 7 8 9 10 11 12

2. Woche

Jesus lehrt im Tempel Luk. 2

Anbruch des Tages um 6.28 Montag 13 Hilarius C Dienstag 14 Israel, Felix Ci01h D Mittwoch 15 Maurus D Donnerstag 16 Marzell Di14h E Freitag 17 Anton E Samstag 18 Priska E i02h Sonntag 19 2. S. n. Epiph. E F 3. Woche

Die Hochzeit zu Kana Joh. 2

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

20 21 22 23 24 25 26

4. Woche

Vom Aussätzigen Matth. 8

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag

27 28 29 30 31

Untrg.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

17.13 8 12.14, 2 erdnah 18.29 19.47 21.05 A erdnah, NR2 22.20 KXA

8.30 8.31 8.32 8.34 8.35

Sonnenaufgang 8.10 Untergang 16.45

10.49 23.32 11.17 –.– MR2 11.46 0.41 4 4.39 12.17 1.48 Q 12.50 2.52 13.28 3.53 14.10 4.50

Zuweilen Sonnenschein.

Dann folgen

8.36 8.38 8.39 8.41 8.42 8.44 8.46

Sonnenaufgang 8.08 Untergang 16.54

14.57 15.48 16.44 17.42 18.41 19.42 20.43

Abschied um 18.34 Alter Sylvester 13. 5.42 Z 8.48 6.28 Tage 8.49 7.09 KR2 8.51 7.44 1 5.52, 2erdfern mit 8.54 8.16 Schneefall. 8.56 8.44 Es 8.58 9.10 zeigt 9.00 Sonnenaufgang 8.03 Untergang 17.03

Sebastian F 21.45 9.35 A in k Agnes, Meinrad Fi14h G 22.49 10.00 Vinzenz G 23.53 10.25 Emerentia Gi23h H –.– 10.53 FR2 Timothe H 0.59 11.25 2 6.19, P Pauli Bekehr. H 2.07 12.03 LR2 i04h 3. S. n. Epiph. H I 3.14 12.48 Chrysostomus I Karl Ii06h J Valerie J Adelgunda Ji06h K K Virgil

Nebliges Wetter.

TagesLänge

sich kaltes Wetter. Mitunter Schnee-

9.02 9.05 9.07 9.10 9.12 9.15 9.17

Sonnenaufgang 7.56 Untergang 17.13

4.20 5.21 6.15 7.01 7.41

13.42 14.46 15.58 17.16 18.35

z CR2 8 22.39, 2 erdnah B am Abend

fall. Dann helles Wetter.

Lostage im Januar: 1. (Neujahr); 6. (Heil. 3 Könige); 13. (Hilarius); 17. (Anton); 20. (Sebastian); 25. (Pauli Bekehrung). Sonne in k am 20. um 4.52 Uhr.

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9.20 9.23 9.25 9.28 9.31


Willkommen im Tintelompe Fühlen Sie sich wieder einmal als Luusmeiteli oder als Luusbueb Liebe Gäste Da sitzen Sie nun in einer alten Schulbank. Eine mit dem grossen Deckel zum Auflupfen. Das Tintegütterli ist noch geschlossen, Schiefertafel und Griffelschachtel liegen bereit. Die kleine Welt des Appenzellerlands lugt zum Fenster herein, die grosse mit Amerika in der Mitte schaut von der aufgerollten Karte neben dem Lehrerpodest auf Dich hinunter. Ja, nun wirst Du nicht mehr per "Sie" ange-

sprochen. Jetzt bist Du wieder in der vierten Klasse, wie alle Deine Gspänli rund um Dich herum im Tintelompe. So heisst Dein nostalgisches Schulzimmer. Den Töni hast Du ja draussen aufgehängt und das Heft mit den exakt gemachten Ufzgi vor Dir ausgebreitet. Wer ist ächt heute der Lehrer? Fräulein Heierli soll ja ins Welschland gezügelt sein! Eine gestrenge Person kommt bestimmt! Entweder Herr

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Lehrer Max Bünzli, Herr Lehrer Schorsch Hösli oder Herr Lehrer August Solenthaler. Was hat das Schulsekretariat ächt wieder gemänätscht? Hoffentlich nicht der Bünzli, das ist nämlich nicht nur der dickste, sondern auch der strengste! Aber dem spiele ich dann schon einen Streich. Der merkt fast nie, wenn einer ein speuznasses FliessblattChügeli an die Decke spickt! Schön wäre es, wenn einmal eines nach dem trocknen ihm


Hornung

II. Samstag Sonntag 5. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 6. Woche

Z-Lauf Aufg.

1 Brigitta Ki05h L 2 4. S. n. Epiph. L Schifflein Christi

3 4 5 6 7 8 9

7. Woche

Arbeiter im Weinberg Matth. 20

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

17 18 19 20 21 22 23

8. Woche

Gleichnis vom Samen Luk. 8

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag

24 25 26 27 28

Arthur Kaspar Marian Euchar Eleonora Petri Stuhlf. Sexagesima Matthias Viktor Nestor Frida, Sara Leander

Fi19h G G G i05h G H H Hi11h I I

Anfangs

TagesLänge

9.34 9.37

Sonnenaufgang 7.48 Untergang 17.25

9.18 22.23 MR2 9.48 23.33 10.19 –.– Q 10.52 0.40 4 20.22 11.29 1.44 12.09 2.43 12.55 3.37 Z

Vom guten Samen Matth. 13

Montag 10 Scholastika Ci08h D Dienstag 11 Euphrosina D Mittwoch 12 Susanna Di20h E Donnerstag 13 Jonas E Anbruch des Tages um 5.58 Freitag 14 Valentin E Samstag 15 Faustin Ei08h F Sonntag 16 Septuagesima F

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

8.16 19.53 BR2, NR2 8.48 21.10

Matth. 8

Blasius Li06h A Veronika A i11h Agathe A B Dorothea B Richard Bi20h C Salomon C 5. S. n. Epiph. C

Untrg.

vorherrschend kalte und trübe Tage.

9.40 9.42 9.45 9.48 9.52 9.55 9.58

Sonnenaufgang 7.38 Untergang 17.36

13.44 14.38 15.35 16.34

4.25 Mit- 10.01 5.07 KR2 unter 10.04 5.45 2 erdfern Schneefall. 10.07 6.18 10.10 Abschied um 19.14 Alter Hornung 14. 17.34 6.48 10.13 18.36 7.15 1 0.53, C im gr. Glanz 10.17 19.38 7.40 Es 10.20 Sonnenaufgang 7.27 Untergang 17.47

20.41 8.05 21.45 8.31 A in l 22.50 8.58 23.56 9.29 P, ?R2 –.– 10.03 LR2 1.02 10.44 2 18.15 2.06 11.33 NRA

folgt 10.23 verän- 10.27 derliche 10.30

10.33 Witte- 10.36 rung. 10.40 Auf 10.43

Sonnenaufgang 7.14 Untergang 17.57

Ii15h J J Ji16h K K i16h K L

3.07 4.02 4.50 5.33 6.10

Lostage im Februar: 2. (Lichtmess); 24. (Matthias). Sonne in l am 18. um 19.00 Uhr.

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12.30 z sonniges 13.36 Wetter 14.48 CR2 folgt ziem16.05 2 erdnah, BR2 lich 17.23 rauhes.

10.46 10.50 10.53 10.57 11.00


gerade in den Hemperkragen fallen würde! Aber nu, heute haben wir ja wieder das ganze Programm. Schönschreiben, Heimatkunde, Rechnen, Singen. Und am Schluss soll sogar noch ein Photograph kommen! Das wussten ja alle. Aber schau Dir mal das Anneli im vordersten Bank an, die eingebildete Trucke: So schön hatte sie ihre Zöpfe noch nie geflochten! Wenn die meint, sie imponiere mir, dann, gixgäbeli, hat sie sich aber schampar getäuscht, die blöde Kuh! Au,

bin auch ich blöd, jetzt habe ich wieder zuviel Dialektwörter gebraucht. Isch doch glich! Heute müssen wir ja keinen Aufsatz schreiben. Und sowieso, wenn der Bünzli verrückt wird, schnorrt er uns amigs auch auf Schwizertütsch an! Wenn Sie, liebe Gäste, (wieder in der Höflichkeitsform) auch nochmals in die vierte Klasse gehen und viel Gescheites lernen wollen, dann ist der Tintelompe genau das Richtige. Alle, die es bisher gewagt

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haben, sprachen am Schluss von der wohl vergnüglichsten Schulstunde ihres Lebens. Und, übrigens, der Tintelompe steht ja im Erlebnis Waldegg. Deshalb gibt es in der Pause mehr als nur ein Püürli. Das wäre dann noch: Unter diesem Dach fast verhungern! Das Schulessen ist mehr als antigruusig! Eines müssen Sie allerdings vor dem TintelompeBesuch tun: Ihre Gruppe von 15 bis 30 Personen zeitig beim Schulsekretariat anmelden. (rk)


Samstag Sonntag 9. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 10. Woche

Aufg.

1 Albin L 2 Fastn.-Sonntag Li17h A Blinder am Wege

3 4 5 6 7 8 9

Untrg.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 7.01 Untergang 18.08

Kunigunda A 7.46 21.10 MR2, L w. rückl. Fastn.-Dienstag Ai20h B 8.17 22.21 Q herrschend Aschermittwoch B 8.50 23.28 rauhes, Fridolin B 9.26 –.– K wird rechtläufig kaltes Perpetua Bi04h C 10.06 0.31 Wetter. Philemon C 10.51 1.28 4 14.27, Z Invocavit Ci15h D 11.39 2.19

Versuchung Christi

Matth. 4

D D Di03h E E

3.04 KR2 3.43 2 erdfern 4.18 4.49 Abschied um 19.55 Ei15h F 16.26 5.17 B am Morgen F 17.28 5.44 F 18.32 6.09 . 18.09

F G G Gi10h H H Hi17h I I Ii21h J i02h

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

17 18 19 20 21 22 23

12. Woche

Der Stumme redet Luk. 11

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

24 25 26 27 28 29 30

13. Woche

Jesus speist 5000 Mann Joh. 6

Montag

31 Nelly, Balbina

Hermo Mariä Verk. Mittfasten Ruprecht Priskus Eustach Laetare

11.10 11.14 11.17 11.21 11.24 11.27 11.31

Sonnenaufgang 6.48 Untergang 18.19

12.32 13.27 14.25 15.25

Kanaanäisches Weiblein Matth. 15

Gertrud Gabriel Joseph Emanuel Benedikt Basil Oculi

TagesLänge

6.43 18.41 8 9.00, Morgenstern 11.03 7.15 19.57 [?w. rückl. Vor- 11.07

Luk. 18

Montag 10 Alexander Dienstag 11 Küngold Mittwoch 12 Fronfasten Donnerstag 13 Ernst Anbruch des Tages um 5.07 Freitag 14 Zacharias Samstag 15 Melchior Sonntag 16 Reminiscere 11. Woche

Z-Lauf

März

III.

Mit- 11.34 unter 11.38 Schnee- 11.41 fall. 11.45 Alter März 14. Dann 11.48 kommt 11.52 sonnige 11.55

Sonnenaufgang 6.34 Untergang 18.29

19.36 6.35 20.42 7.02 21.48 7.32 22.54 8.06 23.59 8.45 –.– 9.31 1.00 10.24

11.59 12.02 P, ?R2 12.06 A in a 12.09 LR2 12.12 C Morgenstern, BRN 12.16 z nach- 12.19 und hierauf wieder kalte Witterung;

Sonnenaufgang 6.20 Untergang 18.39

J Ji24h K K K i01h K L L Li04h A

1.56 2.45 3.28 4.06 4.40 5.11 6.42

11.25 12.33 13.45 15.00 16.16 17.31 19.45

2 2.46 2 erdnah, CR2 NR2 BR2 8 20.45

her 12.23 mildes 12.26 12.30 12.33 Wetter. 12.37 12.40 12.44

Sonnenaufgang 7.05 Untergang 19.49

A 7.13 20.58

Lostage im März: 6. (Fridolin); 19. (Joseph); 25. (Mariä Verkündung). Vom 30. März früh bis zum 26. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in a am 20. um 17.58 Uhr: Tagundnachtgleiche, Frühlingsanfang.

– 48 –

12.47


Willkommen im Schnuggebock Fühlen Sie sich nostalgisch pudelwohl in Grosis Appenzeller Bauernhaus Mit dem Schnuggebock fiel im Frühling 2001 der Startschuss zur erfolgreichen Waldegg-Erlebnisgastronomie. Mittlerweile ist er weitherum bekannt und beliebt, bis weit über die Grenzen des Appenzeller- und Schweizerlandes hinaus. Aber noch immer strahlt er eine ungestüme Anziehungskraft aus. Was gibt es Schöneres, als in

Grossmutters altem Bauernhaus zu höcklen und der Gemütlichkeit zu frönen? Wenn der Gast durch das Gaden-Tor auf die Vorbrugg tritt, unternimmt er eine Reise in die Vergangenheit. Zurück in die gute alte Zeit. Ob im Kuhstall mit Blick auf die Muttersau mit ihren Fäärli und dem blitzblanken Fletschlig, in Gross-

„Bei Grossmutter gibt’s auch im Schloff eine köstliche Suppe.“

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mutters heimeliger Stube mit dem Kachelofenbänkli oder gar in ihrer Küche mit den urchigen Holztischen, auf denen man so schön „Eile mit Weile“ spielen kann, überall verlangsamt sich das Leben. Man lehnt sich zurück. Droben im Schloff vergnügen sich grössere Gruppen, Familien kuscheln sich in die Mägde- und Chnechtekam-


Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Z-Lauf

April

IV. 1 2 3 4 5 6

Aufg.

Ai07h B B Bi14h C C Ci24h D D

Hugo Abund Ignaz Ambrosi Martial Judica

14. Woche

Steinigung Christi Joh. 8

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

7 8 9 10 11 12 13

15. Woche

Einzug Christi

16. Woche

Auferstehung Christi Mark. 16

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

21 22 23 24 25 26 27

17. Woche

Verschlossene Tür Joh. 20

28 Vital 29 Peter 30 Walburga

TagesLänge

An- 12.50 fangs 12.54 12.57 vorherr- 13.01 schend 13.04 ver- 13.08

12.18 13.15 14.14 15.14 16.16 17.18 18.23

2.40 4 10.31, KR2 änder3.17 2 erdfern, ?XA liches 3.49 Wetter. 4.18 4.45 Zuweilen 5.11 CRN 5.37 Regen.

13.11 13.14 13.18 13.21 13.24 13.28 13.31

Sonnenaufgang 6.38 Untergang 20.09

Anbruch des Tages um 4.57 Montag 14 Tiburtius G Dienstag 15 Raphael Gi18h H Mittwoch 16 Daniel H Donnerstag 17 Gründonnerstag H 24h I Freitag 18 Karfreitag I Samstag 19 Werner I Sonntag 20 Ostertag Ii03h J

Montag Dienstag Mittwoch

7.46 22.07 Q 8.21 23.13 MRA 9.00 –.– 9.43 0.14 10.31 1.09 Z 11.23 1.58

Matth. 21

Ostermontag Kajus Georg Albrecht Marx Anaklet Quasimodo

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 6.51 Untergang 19.59

D Di12h E E Ei24h F F F Fi11h G

Zölestin Maria Sibilla Ezechiel Philipp Julius Palmtag

Untrg.

J Ji06h K K Ki09h L L Li12h A A

Abschied um 21.47 19.29 6.04 ?R2 20.36 6.33 1 9.42, P 21.44 7.06 22.50 7.44 LR2 23.54 8.28 –.– 9.20 z 0.52 10.19 A in b

Alter April 14. 13.34 All- 13.38 mählich 13.41 kommen 13.44 13.48 sonnige, 13.51 warme 13.54

Sonnenaufgang 6.24 Untergang 20.18

1.43 2.28 3.06 3.40 4.12 4.42 5.12

11.25 12.35 13.48 15.01 16.14 17.26 18.38

2 9.52 2 erdnah NR2 CR2 MR2

Tage. 13.57 Das 14.01 warme 14.04 14.07 und 14.10 sonnige 14.13 14.17

Sonnenaufgang 6.12 Untergang 20.29

A B 5.43 19.48 Q B 6.17 20.56 8 8.14 Bi23h C 6.54 21.59 i16h

Lostage im April: 23. (Georg). Vom 30. März früh bis zum 26. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in b am 20. um 5.56 Uhr.

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Wetter 14.20 14.23 hält an. 14.26


mer. Immer und überall umgeben von uraltem Holz, das wirklich aus abgebrochenen Appenzellerhäusern stammt und von den Utensilien, wie man sie früher auf dem Bauernhof halt brauchte. Drunten im Keller gibt’s eine kleine Türe direkt nach draussen in den Wald, wo die Mannen nach einem Schnuggebock-Bierchen oder zwei ihr Geschäft verrichten können. Für die Damen gibt es dafür natürlich Frischmacheräume, und erst noch von einem fast

herrschaftlichen Standard für die Zeit, aus der sie stammen. Im eigentlichen Keller stehen Grossvaters heimliche Sonntagsweine, die man selbst auslesen kann (und dafür ein Glas Most kriegt) und weiter hinten verbirgt sich die Schnuggebock-Alpkäserei, in der die herrlichen Frischkäsli von Hand hergestellt werden. Und dann das Essen! Im ganzen Haus bringen die Serviermägde das Beste aus Grosis währschafter Küche auf den Tisch. So richtig appenzellisch,

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saftig, einheimisch, frisch und chüschtig. Efach choge gsond ond guet. Und weil man bei der lieben alten Grosi auf Besuch ist, gibt’s statt Coca Cola Süssmost, statt Long Drinks en Appezöller, statt Meeresgetier en Fisch os de Settere oder em Bodesee und zum Schluss es Abihäberli. Man zahlt dann nicht mit so doofem modernen Plastik-Geld, sondern legt die Taler und Batzen gleich bar auf den Tisch. Oder sonst lässt man halt anschreiben. Man ist ja bei der lieben alten Grossmutter!


Finden Sie zur Erlebnisegge des Appenzellerlandes! Mit dem Auto A1-Ausfahrt Nr. 81 SG-Kreuzbleiche Richtung Appenzell. Ende Umfahrung Teufen, beim zweiten Kreisel, Richtung Speicher. 3.2 km bis zur Abzweigung Waldegg (weisser Wegweiser am rechten Strassenrand).

Mit der Bahn Appenzeller Bahn ab St. Galler Hauptbahnhof bis Teufen. Von dort zu Fuss oder per Waldegg-Bus-Abholdienst (auf Bestellung).

Zu Fuss auf dem Eggen Höhenweg: Ab Lustmühle über Schäflisegg (80 Minuten). Ab Teufen Bahnhof über Schäflisegg (60 Minuten) oder über Gählern (50 Minuten). Ab Speicher über Birt - Oberhorst (60 Minuten).

Familie Anita und Chläus Dörig Teufen AR Tel. 071 333 12 30 Fax 071 333 46 61

www.waldegg.ch Gesamtes Erlebnis Waldegg jeden Montag geschlossen. – 52 –

Waldegg Kalender 45/14  

Hauszeitschrift für das Erlebnis Waldegg auf die Monate Januar, Februar, März und April 2014

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