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auf die Monate September, Oktober, November und Dezember 2013

Gegründet bei der Eröffnung des Schnuggebock im März 2001

Hauszeitschrift für ErlebnisWaldegg 13. Jahrgang, Nummer 44

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Traditionelle appenzellische Gastfreundlichkeit. Am Stammtisch. Im Restaurant. In eleganten Sälen.

Grosis Bauernhaus als nostalgisches Erlebnis, in Stube, Stall, Küche, Mägde-, Knechtechammer und Keller.

Tête-à-têtes. Geschäftsessen. Bankette. Vom Vesperplättli bis zum Gourmet-Menü.

Zu zweit. Familien für sich. Gruppen im Schloff. Währschaftes vom Puur, saisonal, einheimisch. Wald-WC, Alpkäserei, Heustock und Tierlistall.

Panoramagarten. Kinderspielplatz. Rollstuhlgängig.

Altertümliche Holzofenbäckerei und feinschmeckige Kaffeerösterei. Nostalgisches Einkaufen und Guppen-Plausch um Brötigs.

Spitzbübische Schulstunde in nostalgischer Stube. Kulinarische Überraschungen statt Znünibrot.

Alle Reservationen an 071 333 12 30

Gesamtes Erlebnis Waldegg jeden Montag geschlossen –2–


Hauszeitschrift mit

Willkommen Grüezi mitenand! Dieser Kalender ist stark waldegglastig. Und das ist gut so. Auch in seinem dreizehnten Jahrgang weiss er immer wieder Neues zu berichten und beweist damit, dass im Erlebnis Waldegg immer etwas los ist, immer neue Ideen realisiert werden. Und das Bewährte trotzdem hochgehalten wird. Kommen Sie zu uns, machen Sie mit. Es muss ja nicht immer ein Auf-den-Putz-hauen sein (kann aber!). Der Jahreszeit entsprechend bieten wir Ihnen auch einmal einige besinnliche Stunden, etwa bei der Weihnachtskrippe im Waldegg-Stall an.

Der Kalender zeigt Ihnen, was vom September bis zum Silvester bei uns alles los und was neu ist. Er schaut aber auch ein bisschen in die Zukunft. Und dann gibt er Ihnen im hinteren Teil wie gewohnt eine Gesamtübersicht über die fünf Facetten unserer Erlebnisgastronomie. Ob überaus heiter, ernsthaft, geschäftlich oder besinnlich, ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, wir heissen Sie auf jeden Fall und immer herzlich willkommen! Familie Anita und Chläus Dörig und das Erlebnis Waldegg-Team

Schnuggebock Speisekarte in der Heftmitte Inhaltsverzeichnis 4 8 11 17 18 19 23 24

Neue Zugochsen Überflug Weg zum Waldegg-Whisky Teufen einst und heute Au, weia! Waldegg-Leute Neue Gruppenangebote Überflüssiges im Advent

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Schnuggebock-Speisekarte Schnuggebock-Getränkekarte

29 31 33 35

Mitarbeiter-Seite Zwerg Seppli Weihnachtskrippe c&p make-up

37 41 45 49

Ziträdli: Genuss-Brot Portrait: Höhenrestaurant Portrait: Tintelompe Portrait: Schnuggebock Impressum Herausgeber: Erlebnis Waldegg, Familie Anita und Chläus Dörig Redaktion, Bilder, Texte: Roland Kink (rk), Teufen Layout DTP: Kuhn Grafik&Werbung,Teufen Druck: Appenzeller Medienhaus, Herisau

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Neue Zugochsen braucht die Waldegg

Abenteuerliche Ochsentour gen Süden

Unter den kritischen Blicken von Chläus Dörig zeigen diese spanischen Ochsen ihre Künste.

Zurzeit können leider vom Erlebnis Waldgg keine Ochsenfahrten angeboten werden. Die nötigen Zugtiere sind (noch) nicht einsatzbereit. (rk) Die Zugochsen sind zu einem der Markenzeichen vom Erlebnis Waldegg geworden. Reihum sind unsere Gäste von einer Fahrt auf dem Ochsenkarren begeistert. Nur: Fritz, Falk und Franz, unsere erste Ochsen-Generation, sind nicht

mehr da. Drei unserer starken Rindviecher ziehen dort oben nun einen Engelskarren. Zurück geblieben ist die zweite Generation, Fridolin und Felix. Die sind aber noch zu klein und zu schmächtig zum Anspannen. Die Ochsen-Transport E.W. Dörig & Cie hat ein Problem. Chläus Dörig macht sich deshalb zusammen mit Herbert Wettmer, Wirt im Restaurant Schützenhaus Altstätten, auf –4–

Mit Fritz und Falk begann die Geschichte der Waldegg-Ochsen

den Weg nach Ungarn. Am Stammtisch haben sie gehört, dass es in der Puszta noch viele Ochsen gäbe. Und Leute kennen sie dort auch. Doch sie kehren enttäuscht zurück. Die im Os-


ten angetroffenen Viecher seien viel zu wild, so sagen sie. Guter Rat ist noch immer teuer. Ein Gast hört im Schützenhaus von den waldegg’schen Ochsenproblemen (Ein Lob dem Stammtisch!). Titus Gschwend nimmt Kontakt mit Chläus Dörig auf, und schon bald sind die beiden auf dem Weg nach Nordspanien. Titus kennt sich aus: Dort unten haben sie früher mehr mit Ochsen gearbeitet als anderswo, kaum mit Pferden. Noch heute nutzen die Spanier die starken Tiere. Zudem hat sich eine Tradition von Ochsenwettkämpfen gebildet. Aber auch bei der Feldarbeit werden sie heute noch gebraucht, hauptsächlich in Galizien. Chläus und Titus reisen bald ein zweites Mal gen Süden, die Kontakte zu den Einheimischen werden enger, die Kaufpläne konkreter. Näher kommt man sich etwa auch bei einem deftigen Nachtessen, mit grossen Rinds-Koteletts. Die beiden Schweizer werden auch in die unterschiedliche spanische Art der Arbeit mit Zugochsen eingeführt: Das spanische Joch ist massiver, dafür opulenter

Spanische Ochsenjoche sind klobiger als die unsrigen, dafür hübsch geschmückt.

geschmückt als hierzulande. Die grösste Differenz besteht aber in der Lenkung der eingespannten Tiere. Bei uns sitzt der Kutscher auf dem Bock und hat die Ochsen am langen Zügel. Der spanische Ochsenführer hingegen geht neben den Ochsen her und kommandiert sie mit einem langen „Dirigentenstab“. Er spricht dabei nur –5–

in die Ohren des direkt neben ihm hertrottenden Tieres. Der andere Ochse hört dies natürlich kaum, doch die beiden sind dermassen eng nebeneinander eingespannt, dass der zweite dadurch automatisch gezwungen wird, Richtungsänderungen mitzumachen. Die Kunst des Ochsenflüstern, sozusagen, fast zirkuswürdig.


Beim zweiten Besuch wird man schliesslich handelseinig. Zwei kräftig hell-rehbraune, etwa sechsjährige, gut (spanisch) ausgebildete Tiere sollen auf die Waldegg kommen. Nach den einheimisch-braunen werden nun zwei Tiere einer auch in Spanien selten gewordenen Rasse im Schnuggebock-Stall stehen. Die beiden in der Umgebung des baskischen Bilbao erworbenen Ochsen gehören zur Rasse „Asturiana de los Valles“, also zu den asturischen Bergrindern.

Andrés mit seinem Ungetüm die Waldggstrasse hoch.

herumtoben? Keine Spur. Er betrachtet sich erst einmal die

Sie kommen!

Transport mit Tücken Eine dritte Reise wird vor allem wegen der Grenz-Bürokratie notwendig. Chläus und Titus und Andrés, ein erfahrener TierTransporteur, stehen schliesslich neben einem riesigen, für die Tiere sehr komfortablen Sattelschlepper in Bilbao bereit. Es geht los. Doch es kommt, wie es kommen muss; der Transporter bleibt am Abend des Reisetags an der Grenze in Basel hängen. Ein einziger Stempel fehlt auf einem der vielen Papiere! Dieser kann aber am anderen Morgen doch noch besorgt werden, und nach gut 24 Stunden kriecht

¡Hola Bueyes! Chläus und Titus und einige Zaungäste sind gespannt, als Andrés die grosse hintere Tür öffnet: Da stehen sie, die beiden Bueyes. Vorsichtig wird der eine losgebunden, gedreht und die Rampe hinuntergeführt. Wird er sich benehmen oder grosse Sprünge machen, –6–

neue Gegend. Auch sein Kollege benimmt sich gleich. Die beiden werden zum Laufhof beim Waldeggstall geführt. Bilden sich die Umstehenden das ein, oder ziehen die beiden Spanier die gute Waldegg-Luft genussreich durch die Nüstern, schauen sich das Panorama an, die saftig grünen Appenzeller Wiesen und beschliessen gleich, dass es ihnen hier wohl bestens gefallen wird? Nun also haben sie das in ihre Ohren geflüsterte „¡Hola Bueyes!“ gegen ein freudiges, einheimisches „Hoi zäme, ihr Buebe !“ vertauscht.


Geduld, Geduld Nun sind sie da, die noch namenlosen neuen Waldegg-Ochsen. Drunten im Baskenland hatten sie landesüblich gar keine Namen. Doch sie sollen nun für ihre Arbeit bei uns dafür erstmals einen spanischen erhalten. Nicht nur dafür braucht es noch ein wenig Geduld. Der eine unserer beiden Bueyes, offenbar an flachere Gegenden gewohnt, hat

Macht Spass, sich die gute Appenzellerluft durch die Nüstern zu ziehen!

sich auf der Waldegg einen Fuss vertrampelt. Der muss wieder ausgeheilt werden. Und dann kommt demnächst ein OchsenExperte aus dem Baskenland zu uns, der die Waldegg-Ochsenführer in die Geheimnisse der spanischen Ochsenflüsterei einführt. Es öchslet wie verruckt uf de Waldegg. Wenn alles gut geht, steigen bald wieder frohgelaunte –7–

Gäste auf den Waldegg-Ochsenkarren! Was heisst wohl „hü¨!“ auf Ochsenspanisch?


Auch die Vogelperspektive sagt: „Das Erlebnis Waldegg ist einmalig!“ Also: sofort landen!

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Auf dem Weg zum Waldegg-Whisky Im letzen Waldegg Kalender war vom Whisky die Rede. Genauer vom Säntis Malt der Appenzeller Distillerie Locher. Da war ein Hintergedanke mit dabei. Sozusagen eine Vorbereitung der Leser des Waldegg Kalenders: Denn „bald“ soll auch das Erlebnis Waldegg seinen eigenen Whisky haben.

Die Wiese beim Funkenplatz wird gepflügt und bald zum Gerstenacker.

(rk)) Es ist zwar ein wenig gewagt, Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, das jetzt schon kund zu tun. Denn noch könnte Einiges schiefgehen. Schliesslich muss uns auch der Wettergott gnädig gesinnt sein. Doch ein Anfang ist gemacht.

Man soll das Fell nicht verteilen, bevor der Bär geschossen ist, den Whisky nicht loben, bevor er nach drei Jahren aus dem Fass kommt. Jetzt muss er aber zuallererst einmal dort hinein. Vorher muss die Gerste noch geerntet und ge– 11 –

mälzt, die Maische angesetzt und anschliessend gebrannt werden, dann erst kann das Lebenswässerchen in seine langjährige Eichenheimat gefüllt werden. Jedoch: Die Gerste haben wir im Erlebnis Waldegg schon!


Acker statt Wiese Das grosse Zelt des Waldegg Spektakels hinterliess im letzen Frühling eine fürchterlich umgewühlte Wiese beim Funkenplatz. Diese hätte sowieso neu angepflanzt werden müssen. Eine ganz gewöhnliche Heuwiese? Früher wurde doch im Appenzellerland auch geackert, heute pflanzen die Bergbauern im Oberhalbstein und im Engadin doch auch wieder Braugerste fürs Appenzeller Bier an. Und wo Bier, da ist manchmal auch der Whisky nicht weit! So kam die Idee auf, statt einer grünen Wiese ein goldgelbes Gerstenfeld anzustreben. Nachdem der Schnuggebock bereits sein eigenes Bier hat, soll er nun auch seinen eigenen Whisky bekommen. Dafür soll nicht irgendeine Gerste gemälzt werden, sondern unsere ureigene. Gerste, die auf der Waldegg gewachsen ist. Der Waldegg- oder Schnuggebock-Whisky soll ein hundertprozentiges Naturprodukt aus der engsten Region sein!

Pflügen, eggen, säen Anfangs Mai hatte der Waldeggschreiber die dornenvolle Aufgabe, mit seinem kleinen VW Golf im schwäbischen Riedlingen Saatgerste zu holen. Gut, dass es ein Cabrio ist, dann kann man nämlich 50-Kilo-Säcke mit dem Gabelstapler einfach von hinten in das offene Fahrzeug kippen. Da das Zollamt bei der Romanshorner Fähre unbesetzt war, kam es zu keiner bürokratischen Einfuhr-Verspätung wie bei den neuen Ochsen aus Spa-

Kleines Fahrzeug, wichtiges Transportgut.

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nien. Das Erlebnis Waldegg ist ja mittlerweile auch ein halber Landwirtschaftsbetrieb, doch für das Pflügen, Eggen und Säen musste auf fremde Hilfe zugegriffen werden. Die kam in Person von Bauer Andreas Zingg aus dem nahen Gossau angetraktort. Innert zweier Tage waren dann Mitte Mai aus der Matsche beim Funkenplatz und der grünen Wiese beim Ochsenstall gepflegte Gerstenäcker geworden. Es dürften zusammen etwa 75 Aren sein.


Nun wird gesät.

Ackerbauer Andreas Zingg aus Gossau.

Warmer Sommer Die Aussaat war ein bisschen spät, und dann kam der nasse Juni. Die Waldegg-Gerste hatte einen schlechten Start. Doch durch den sonnigen Juli hat sie Einiges gutmachen können. Mitte August war dann Experte Andreas Zingg, der durch seine positive Beurteilung der Waldegg-Bodenqualität zum Startschuss beigetragen hatte, doch noch einigermassen zufrieden: „Ich sagte ja, das kommt schon – 13 –


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Aus dem Appenzeller Kalender 1922


gut! Es gibt keinen Spitzenertrag bezogen auf die Fläche, dafür haben wir bewiesen, dass es auch auf den Appenzeller Hügeln immer noch Sinn machen kann, Korn anzupflanzen.“ Drei Jahre Wartezeit Nach der Ernte kommt der Schnaps dann in gebrauchte

Eichenfässer in einem alten Gewölbekeller in Teufen. Für drei lange Jahre, mindestens! Haben Sie, liebe Gäste, so lange Geduld bis zur ersten Verkostung des ersten veritablen Waldegg-Whiskys? Der Kalender wird sie über sein Gedeihen auf dem Laufenden halten. In naher Zu-

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kunft wird man sich auch seine persönlichen Fläschchen reservieren lassen können. Aber eben, es ist erst ein Anfang gemacht, jetzt muss der Kerl zuerst ins Fass! Ende August schimmert die WaldeggGerste goldgelb. Der erste Schritt Richtung Waldegg-Whisky ist getan.


Waldeggschreiber Roland Kink in eigener Sache im

MODELLBAHN HIMML

Herbst und Winter ist die hohe Zeit der Modelleisenbahn. Die Abende werden länger, die Fans werkeln wieder in ihren Hobbyräumen und schicken ihre Miniaturzüge wieder auf die Reise durch die weite Welt.

Wenn zwei linke Daumen vorhanden sind oder die Kenntnisse in Landschaftsbau, Elektrik, Digitalsteuerungen, Gleispläne etc. fehlen, hilft der MODELLBAHN HIMML gerne. Wir können (fast) jedes Eisenbahn-

modell besorgen. Unsere Saison beginnt am Samstag, den 2. November. Hereinspaziert! Speziell am Tag der offenen Tür am Wochenende vom 23./24. November in der Teufner Ebni. Alles einsteigen! MODELLBAHN HIMML Professioneller Bau von Modellbahn-Anlagen, Produktion von Landschaftsmaterial, Beratung, Kurse, Events, Modellbahn-Verkauf. Ebni 9b, 9053 Teufen 079 428 28 88 roland.kink@bluewin.ch Saisoneröffnung: Samstag, 2. November (bis dahin geschlossen)

Tage der offenen Tür zum MODELLBAHN HIMML: Ausschnitt aus einer Anlage im Massstab 1:87, die im MODELLBAHN HIMML Samstag/Sonntag, 23./24. November 2013, ab 10:00 für die Fachzeitschrift „Loki“ gebaut wurde. – 16 –


Teufen einst und heute

Sammlung Werner Holderegger

Dort wo heute die neue Überbauung „Ochsen“ steht, sah’s früher ganz anders aus: Vom Dorf (rechts) her gesehen: Die Drogerie, das Haus „Ochsen“, das Haus „Alpina“, in dem früher die Drogerie war und das Haus „Etzensberger“, das beim Bau der Schützenbergstrasse abgebrochen wurde.

Im Jahr 2012 wurde nach einer jahrzehntelanger Leidensgeschichte das neue Geschäfts- und Wohnhaus „Ochsen“ zwischen Werdenweg und Schützenbergstrasse eingeweiht. Es beherbergt im Erdgeschoss die neue Teufner SPAR-Filiale. Das an sich moderne Gebäude fügt sich nach Ansicht der Waldegg-Wirtsleute und auch des Waldeggschreibers als positives Beispiel gut in seine unmittelbare Umgebung ein. Ein gratulierendes Dankeschön für die schonende und sorgfältige Bauweise geht an Bauherrin Margrit Sutter.

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Jubiläums- und Unglücksjahr für das alte „Gääser Bähnli“

Au, weia! (rk) 1989 wurde die ursprüngliche Bahn St. Gallen – Gais – Appenzell SGA, heute ein Teil der Appenzeller Bahnen, 100 Jahre alt. Diverse Feierlichkeiten und eine Festschrift gehörten zum standesgemässen Jubiläum. Doch irgendein Teufelchen wollte, dass das Jubiläums- auch zum Unglücksjahr wurde. Ausser den notorischen Zwischenfällen mit dem Strassenverkehr und auf Übergängen blieb die SGA seither von eigentlichen Bahn-Unfällen verschont.

Am 8. Februar entgleiste der Steuerwagen einer von der Lustmühle kommenden SGA-Komposition auf der Einfahrweiche der Ausweichstelle Liebegg. (Bild oben links) Verletzt wurde niemand. Nur einen Tag später tätschte es wieder, diesmal vor der Ausfahrtsweiche Richtung St. Gallen, wieder in der Liebegg. (Bild oben rechts). Innert 24 Stunden zweimal „im Schotter“, das dürfte wohl ein Schweizer Rekord sein. Am 22. Juli erlebte Drogist Wetzel wohl den Schreck seines Lebens: Dass die SGA nahe an seinem Geschäft vorbei rumpelte, daran hatte er sich längst ge-

wöhnt. Dass aber ein SGA-Steuerwagen durch das Schaufenster krachte, das war dann doch der Gipfel! (Bild unten) Auch hier gab’s glücklicherweise keine ernsthaft Verletzten. Doch das Haus erlitt derartige strukturelle

Schäden, dass es nach den auf der vorangehenden Kalenderseite erwähnten Leidensgeschichte abgebrochen werden musste. Der Bahnunfall war der Start-Kracher für die neue Überbauung „Ochsen“.

3 Bilder Sammlung Werner Holderegger

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Waldegg-Leute

Fast dreissig Jahre Gäste Im Januar dieses Jahres feierten Anita und Chläus Dörig ihr dreissigjähriges Wirte-Jubiläum mit ihrem grossen Waldegg Spektakel. Zu den Dingen, die all‘ die Jahre überlebt haben, gehört der Stammtisch im Höhenrestaurant. Dort sitzen fast jeden Sonntagabend zwei Gäste, die dies seit fast dreissig Jahren regelmässig tun. bald waren wir mit den jungen Wirtsleuten per „Du“. Gleich beim ersten Mal hat uns der Bazillus gepackt. Und bis heute nicht mehr losgelassen!“

Fast jeden Sonntagabend am Stammtisch anzutreffen: Hännes Merz (links) und René Bosshard.

(rk) „Ja, es muss anfangs der Achtzigerjahre gewesen sein. Die Waldegg war vor wenigen Monaten neu eröffnet worden. René und ich hatten damals unseren festen Ausgangs-Trott. Jeden Mittwochabend fuhren wir von Speicher zum Sägehüsli ausserhalb von Stein, vor allem der feinen Glacé-Coupes wegen. Wir waren zwar sehr zufrieden mit den Wirtsleuten. Damals

war Christian Meier der Chef dort, der Enkel des ZiträdliGuetsli-Erfinders und heutige Beck in der Ziträdli-Holzofenbäckerei hier im Hause. Doch wir wollten einmal eine neue Wirtschaft ausprobieren. Also, nichts wie auf die neue Waldegg! Super-Idee: Einmal Waldegg, immer Waldegg. Wir verstanden uns mit Dörigs von Anfang an prächtig. Und – 19 –

Der dies sagt, natürlich am Waldegg-Stammtisch hockend, ist Hännes Merz. Aufgewachsen und zur Schule gegangen in Speicher, genau wie René, sein Klassengspänli, der neben ihm sitzt. Hännes, (nochmals eine lange Zeitdauer) ist seit 37 Jahren Scherler in der Speicherer Firma Eduard Tanner AG. Ein Beruf, für den es keine offizielle Lehre gibt. Hännes wollte zuerst Bäcker-Konditor werden, doch schon bei einer Schnupperlehre merkte er, dass er dafür wohl nicht geboren sei. Er sollte sich überlegen, welchen Beruf er sonst ergreifen wolle. Da bot ihm Edi Tanner zur Überbrückung an, in seiner mechanischen Scherlerei ein paar Batzen zu verdienen.


Diese Überbrückungszeit dauert heute noch an. Hännes ist der schnellste Scherler im Erdenrund geworden! Und in der Freizeit ist kein Hügel vor Hännes sicher, denn überall muss er im Sauseschritt hinauf joggen. Auch Freund René Bosshard hat berufliches Sitzleder. Der gelernte Automechaniker machte sich bereits im zarten Alter von 21 Jahren als „Transpörtler“ selbständig und feierte also im vergangenen Jahr sein dreissigjähriges Firmenjubiläum. Passt doch super zu jenem von Dörigs! René chauffiert neben den Büroarbeiten noch selber seinen grössten Truck und beschäftigt daneben zwei Angestellte. Seine Firma geniesst einen ausgezeichneten Ruf, vor allem im schnelllebigen und Flexibilität erfordernden Luftfracht-Geschäft. Immer auf Achse, im Büro und im Laster. Doch am Sonntagabend schön gemütlich auf der Waldegg. Sein Beruf nützt ihm auch bei seinen zwei Hobbies, denn sein grosses Wohnmobil darf man nicht mit dem normalen Auto-Billet steuern. Auch auf seinem Boot auf dem Bodensee ist er Herr über einen starken Motor.

René vor seinem grössten und neuesten Renault Truck.

Hilfsaktion Rumänien Renés Beruf führte denn auch zu einer unvergesslichen Zusammenarbeit mit Chläus Dörig. Kurz nach der Hinrichtung des rumänischen Diktators Ceausescu wollte Waldeggwirt Dörig etwas gegen die grassierende Armut in Rumänien tun und veranstaltete eine Sammelkampagne zugunsten rumänischer Waisenhäuser. Die Medien waren damals voll von erschütternden Berichten über die Zustände dort unten. Mit Hilfe von Lieferanten der Waldegg und der spontanen Spendefreudigkeit der Bevöl– 20 –

kerung von Teufen und Speicher (es waren Aufrufe in den beiden Gemeindeblättern platziert worden) kam eine riesige Menge von Lebensmitteln, Kleidern, Spielzeug und Papeterieartikeln zusammen, mehr als ein ganzer Lastenzug voll! In einer Zivilschutzanlage in Teufen musste ein eigentliches Sammelzentrum eröffnet werden. Chläus Dörig brauchte nun Transportkapazität und Helfer für die Fahrt nach Rumänien. Er fragte neben einigen anderen auch Hännes und René an. Sie waren sofort zur Mithilfe bereit. Schliesslich


fuhren fünf Mann mit dem damals gerade brandneuen Lastenzug und als Begleitfahrzeug einem Wohnmobil von „Bossi“ nach Rumänien, Chläus Dörig, Roland Baer, René Bosshard, Hännes Merz und Daniel Steinemann. Eine Fahrt reichte nicht, es musste eine zweite folgen. Noch heute erinnern sich Hännes und René ab und zu am Stammtisch an das damals Erlebte: „Es war schrecklich und tief beeindruckend. Manchmal ging uns das Elend bis an die Knochen. Wir wurden uns bewusst, wie gut, fast paradiesisch wir es in der Schweiz haben. Und das Erlebnis unserer zwei Rumänien-Fahrten hat uns als Freunde noch weiter zusammengeschweisst!“.

Verlad von 30 Tonnen Hilfsgüter für Rumänien im August 1991: Am Stammtisch werden nicht nur Schnapsideen ausgeheckt!

Allzeit bereit Wenn Hännes und René am Stammtisch höcklen und Anita und Chläus sich dann (vor oder nach der früheren Poli-

Hännes an seinem Arbeitsplatz in der mechanischen Scherlerei Eduard Tanner AG in Speicher.

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zeistunde) dazugesellen, merkt man, dass sie richtige Waldeggler sind. René sagt: „Hier habe ich meine zweite Familie“. Und Hännes fügt bei: „Wenn sie hier einmal im S…. sind, dann können sie mich anrufen. Ich helfe dann gerne aus, sei es in der Küche, beim Aufräumen oder der Gartenarbeit. Auch ohne eigentlichen Sold, aber für ein feines Essen jederzeit.“ Dass das stimmt, haben die beiden schon oft bewiesen. Sei es früher beim Country Music Festival, sei es an der beef.ch oder jüngst beim Waldegg Spektakel.


Abenteuer Servieren Stammgäste haben auch Stamm-Servierpersonal und freunden sich mit diesem an. Bei Bossi und Hännes war dies ganz speziell mit den damaligen lernenden Serviertöchtern Petra und Tanja der Fall. Als die beiden ihre Lehrabschlussprüfungen bestanden hatten, gab’s natürlich auch ein kleines (war’s so klein?) Fest am runden Tisch im Höhenrestaurant. Nun mussten die beiden jungen Damen ja nicht mehr üben und hätten sich auch einmal bedienen lassen können. René und Hännes machten ihnen den Vorschlag,

für sie zu kellnern. Als dies Wirtin Anita Dörig hörte, fand sie, nur ein Tisch für zwei Kellner, das sei wohl viel zu einfach, die beiden könnten doch an einem Sonntagabend statt am Stamm zu sitzen gleich die ganze Wirtstube bedienen. Chläus Dörig traute der Sache allerdings nicht und runzelte die Stirn. Das spornte die beiden Stammgäste an, sich gut vorzubereiten für den abgemachten Termin. Hännes und René trainierten zu Hause, möglichst viele Teller zu balancieren und kauften sich sogar neue weissen Hemden. Gäste und „Kellner“ hatten schliess-

lich einen überaus vergnüglichen Abend. Und die beiden Herren Ober einen ungewöhnlich prall gefüllten TrinkgeldSäckl. Man munkelt, dass sich des Wirts Stirnrunzeln bis hin zur spiegelglatten Oberfläche eines Abihäberlis verflüchtig haben sollen. René meint rückblickend zur „Aktion Service“: „Da sieht man, wie gern wir auf der Waldegg sind, wie gerne wir mit Anita und Chläus zusammen sind, und wie gerne wir auch einmal ein Spässchen wagen. Hoffentlich bleibt’s auch für die nächsten dreissig Jahre so!“

Bereit für die erste von zwei Hilfslieferungen für Rumänien 1991. René Bosshard fuhr damals oft für die Firma Danzas, deshalb steht deren Schriftzug auf Renés Laster.

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Ganz grosse Gruppenangebote ganz klein

Neue Erlebnis-Menükarte Das Erlebnis Waldegg geht mit der Zeit, auch wenn bei uns Nostalgie zum Teil sehr gross geschrieben wird. Prospektli im Kreditkartenformat fürs Gilet-Täschli sind modern. Ein ganz spezielles Papier-Handörgeli präsentiert sich brandneu. te“ daher. Auf der einen Seite sind acht Menüs aufgeführt, das heisst, fixfertig zusammengestellte Gruppenanlässe. Auf der anderen Seite gibt’s à la carte Spezialitäten, Häppchen sozusagen. Diese sollen dann mit einem Essen im Erlebnis Waldegg nach eigenen Wünschen kombiniert werden. Diese à la carte-Spezialitäten gibt es in zwei Sorten (für einmal nicht mit Fleisch und vegetarisch) sondern fünf Haus-Spezialitäten und sieben regionale. Erstere finden unter unseren eigenen Dächern oder rund Nicole Knöpfel, Service-Azubi im ersten Lehrjahr, präsentiert ums Erlebnis Waldegg statt. das neue Gruppenangebot-Faltbüechli. Letztere sind Gemeinschafts(rk) Unsere Erlebnisgastro- naie. So kann der Präsident des produktionen mit Partnern. nomie ist bei Gruppen sehr Schwingclubs oder die Reisebeliebt. Zum Teil kann man leiterin der Gemeinschaft ver- Sticht Sie der Gwunder? Greisie sogar nur als Gruppe ge- einigter Wandervögel jederzeit fen Sie sich eines der kleinen niessen, so die Schulstunde im und im Hui-um Vorschläge Faltbüechli. Sie liegen überTintelompe. Aber es gibt noch für die nächste Clubreise, die all im Erlebnis Waldegg auf. Damit sie jederzeit und jeder unzählige andere waldeggige nächste Wanderung machen. Gruppe sofort einen Vorschlag Möglichkeiten. Diese haben wir nun zu einem geballten Wie es sich für einen Gastro- für einen tollen gemeinsamen Päckli zusammengeschnürt. Betrieb gehört, kommt das Anlass machen können. Es passt sogar ins Portemon- neue Leporello als „Menükar– 23 –


Von mehr oder weniger Überflüssigem im Advent Vielleicht sollten wir einmal alles weglassen, was dazugekommen ist, seit unsere Eltern oder Großeltern auf der Welt sind. Aber Obacht! Es bliebe nicht mehr viel. Wegfallen würden beispielsweise der Adventskalender oder der Adventskranz, die beide erst vor rund fünfzig Jahren den Weg zu uns gefunden haben. Wegfallen würde an gewissen Orten sogar der Christbaum, der es in ländlichen Gegenden schwer hatte. Noch um 1960 waren beispielsweise in der Gegend von Brülisau zahlreiche Stuben christbaumlos. Im besten Fall hatte man einen sogenannten Winkel. Das war ein kunstvolles Gebilde aus Chresescht, die in ei-

Chresescht = Tannenreisig

ner Stubenecke einen Baldachin über einer kleinen und einfachen Weihnachtskrippe bildeten. Auf jeden Fall wegfallen würden die Outdoor-Weihnachtsdekorationen aus schlittenziehenden Rentieren, fassadenkletternden Weihnachtsmännern, Pöscheliböck ond Schiitetötz, Chrees- und Tannzapfengirlanden sowie haushohen, tonnenschweren Christbäumen. Wegfallen würden die meisten Schaufens-

Pöscheliböck ond Schittetöz = Gerät zum Binden von Reisigwellen und Spaltstock

terdekorationen mit Sagexschnee und Kunststoffgrün. Wegfallen würden alle weihnächtlichen Firmenessen und der Chlausabend des Unihockey- oder Golfclubs. Es gäbe keine Christchindlimärkte – nur den Chlöösle mit

Chlöösle = Klausmarkt

warmen Unterhosen, Schuhen und Berewegge. <O Heiland reiß die Himmel auf>, <Tauet Himmel> und <Macht hoch die Tür> sang man täglich in der Rorate. Auf die Idee eines offenen Adventssingens kam niemand. Am Radio vermisste keiner den ewege Omgang von White und Last Christmas, Jingle Bells oder Rudolph the red-nosed Reindeer. Zu basteln gab es nichts – weder für die Schüler noch für die Lehrer. Vom Krippenspiel keine Spur. Auch nicht vom

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ewege Omgang = ewiger Umgang: immer wiederkehrend


Stress davor und damit. Im besten Fall machten die Kinder eine Zeichnung und legten sie am Abend zwischen die Vorfenster. Wenn sie dem Christchindli gefiel, lag am Morgen ein Brögeli oder Manderiinli daneben. Manchmal aber hatte das Christchindli föchelig noodligs und schaffte es nicht mehr bis ans eigene Fenster. Alte gab es, aber keine

Brögeli oder Mandariinli = Schokoriegel oder Mandarinen föchelig noodligs = sehr eilig

Altersweihnacht. Der Chlaus brachte die Geschenke und nicht das Christchindli. Weihnachtsgeschenke hießen deshalb Chlause. Und das Weihnachtsgeschenkeeinkaufen Chläusele. Täusche ich mich, oder hatten es unsere Vorfahren leichter beim Chläusele? Man schenkte, was man brauchte. Die Aktion <2 x Weihnachten> des Roten Kreuzes brauchte es deshalb nicht. Einzig auf dem Tisch gab es einen gigantischen Überfluss, einen Berg Bröötis – Filebrot und Eierbrot, Biberflade und Chlausebickli, Chääs- ond Rohmflade, Nöss ond Bere. Auch am Altjahrabend und Neujahr nichts als Bröötis – so lange, bis man sich wieder nach dem hondsgwöhnleche Brot sehnte. Etwas hätte ich fast vergessen: Auch das zusätzliche elektrische Weihnachtslicht würde wegfallen. Und es wäre

Bröötis = verschiedene traditionelle Brotgebäcke an Weihnachten Chlausebickli = bunt bemalter Lebkuchen; beliebtes Patengeschenk in der Adventszeit Chääs- ond Rohmflade = Käse- und Rahmfladen Nöss ond Bere = Nüsse und Birnen hondsgwöhnlech = Steigerungsform von gewöhnlich Häligoobed = Heiligabend

plötzlich wieder Nacht – und ohne Autolichter am Häligoobed sogar: Stille Nacht.

Roland Inauen

Mit Von mehr oder weniger Überflüssigem im Advent gastiert Roland Inauen, Kurator des Museums Appenzell und neuer Stillstehender Innerhoder Landammann, zum achten Mal mit Erinnerungen an seine Kindheit in Innerrhoden bei uns im Waldegg Kalender. Diese Episode stammt wiederum aus seinem Büchlein "Charesalb ond Chlausebickli" und entspricht

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in der grafischen Darstellung von neuem jener in der von der Edition Ostschweiz liebevoll gestalteten Broschüre. Das Advents-Thema passt ausgezeichnet zu diesem herbstlichen Waldegg Kalender. Charesalb ond Chlausebickli 66 Seiten, Fr. 24.–, VGS Verlagsgemeinschaft, St.Gallen. Im Buchhandel.


Speise Vorspeisen Bauernsalat

Fr.

9.—

mit Grosis geheimer Salatsauce

Dünn aufgeschnittenes Kesselfleisch

Fr. 10.50

mit einer Gersten-Essigsauce

Aus dem Schnuggebock-Käsekeller

Fr. 10.50

Köbis Frischkäse mit Randensalat

Hauptspeisen Appenzeller Schmaus

Fr. 38.50

Chäshörnli, Siedwurst, Appenzeller Schnitzel, Pouletbrüstchen, Beinschinken und Apfelmus

Appenzeller Schnitzel mit Chäshörnli und Apfelmus

Fr. 33.50

gefüllt mit Siedwurstbrät und Mostbröckli

Appenzeller Siedwurst

Fr. 28.50

mit Chäshörnli und Apfelmus

Appenzeller Chäshörnli mit gehacktem Rindfleisch

Fr. 27.50

und Apfelmus

Zartes Kalbsgeschnetzeltes mit Waldpilzsauce

Fr. 36.50

Butterspätzli und Tagesgemüse

Gebratene Rehschnitzel mit Waldpilzsauce (ab Saison)

Fr. 38.50

Spätzli und Herbst/Winter-Gemüse

Uelis Rehpfeffer (ab Saison)

Fr. 32.50

Spätzli und Herbst/Winter-Gemüse

Metzgertopf mit Rippli, Kesselfleisch und Schweinswürstli

Fr. 29.50

Sauerkraut und Salzkartoffeln

Heidschnuckenrollbraten aus eigener Zucht wie Köbi ihn liebt

Fr. 36.50

mit Kartoffelstock und Tagesgemüse

Bauernpfanne mit Salat

Fr. 30.50

Bratkartoffeln, in Würfel geschnittenes Kalbfleisch, Schweinswürstchen, Schweinefleisch, gebratenes Ei und Gemüse Preise mit Vorbehalt

– 26 –


karte Grosis fleischlose Gerichte Gebratene Forellenfilets

Fr. 32.—

mit Zitronenbutter, Pilawreis und Tagesgemüse

Grosis feiner Gemüse-Spätzlitopf mit Ei

Fr. 27.50

und Kabissalat

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 25.50

mit Apfelmus

Kleinere Gerichte Zartes Kalbsgeschnetzeltes mit Waldpilzsauce

Fr. 29.50

Butterspätzli und Tagesgemüse

Appenzeller Schnitzel

Fr. 28.50

Chäshörnli und Apfelmus

Desserts Zischgelis Apfelkuchen

Fr.

7.50

Fr.

6.50

Fr.

7.50

Fr.

6.50

Fr.

6.50

Fr.

8.50

mit Rahm

Sepplis Marmorcake mit Rahm

Grosis gebrannte Creme mit Rahm

Vrenelis Riesenmeringues mit Rahm

Appenzeller Dörrbirnenfladen Jocks Lieblingsdessert mit Rahm

Hansis Griesspudding mit eingemachten Zwetschgen

Preise mit Vorbehalt

– 27 –


Getränkekarte Flaschenwein im Schnuggebock Stünde im Schnuggebock eine Stüva Grischuna statt einer Appenzeller Stube, befände sich beim Abgang zu Toilette, Keller und Alpkäserei natürlich ein Stägafässli. Neben dem offenen Wein, der im Schnuggebock an den Tisch gebracht wird, birgt sein Keller auch ohne Stägafässli einige Flaschen, für die es sich lohnt, dort hinunter zu steigen. Allerdings stammen diese wie früher aus der europäischen Nachbarschaft und nicht aus Übersee, denn Weine von so weit her zu holen, war in den Jahren, in denen der Schnuggebock „spielt“, nicht üblich. Suchen Sie, lieber Gast, Ihren Flaschenwein selbst aus dem Kellerregal und stärken Sie sich fürs Treppensteigen mit einem Glas Most vom Fass. Oben angelangt übergeben Sie bitte Ihre Flasche Ihrer Serviertochter oder Ihrem Kellner. Man wird sie gerne für Sie öffnen und Ihnen den feinen Tropfen kredenzen. Prosit! Wohl bekomms!

Offenausschank

2dl

Weisswein Fendant

8.30

20.50

8.60

21.50

Rotwein Rheintaler Cuvée Pinot noir, Cabernet Dorsa

3dl

5dl

Appenzeller Mineral Halb-Halb (Fruchtgetränk) Citro Süssmost

3.80 4.— 4.— 4.—

5.40 5.50 5.50 5.50

Saft vom Fass Naturtrüb Quöllfrisch Schnuggebock Bier

4.20 4.20 4.20

5.90 5.90 5.90

Vor em Esse Appenzeller Alpenbitter, Cynar, Campari, Martini weiss Noch em Esse es Abihäberli Appenzeller Malz-Schnaps Dörrbirnen-Schnaps aus dem Eichenfass

2 cl

1l

9.— 9.50 9.50 9.50

4 cl 6.50

5.— 5.50

8.— 9.— 10.—

Fraue-Kafi Manne-Kafi Schnuggebock-Kafi oder Biberflade-Kafi

4.— 5.70 8.50

Ovomaltine / Schokolade Schwarztee, Pfefferminztee, Hagebuttentee, Lindenblütentee, Kamillentee

4.20

Preise mit Vorbehalt

– 28 –

4.—


Auf dieser Seite werden traditionell Mitglieder des Waldegg-Teams vorgestellt. Dies symbolisch als Dank von Anita und Chläus Dörig an alle, die durch ihren Einsatz den Erfolg vom ERLEBNIS WALDEGG erst möglich machen.

(rk) Im Erlebnis Waldegg schreiben wir die gastronomische Nachwuchsförderung gross! Wir sehen unsere Lernenden nicht als billige Arbeitskräfte, sondern als zukünftige Berufskolleginnen und -Kollegen in einem ganz tollen Gewerbe. Und wir wollen ihnen ein gut gefülltes Pünteli mit auf den Weg geben. Im Normalfall tummeln sich pro Lehrjahr je eine Nachwuchskraft in der Küche und im Service. Das ergibt dann 6 Azubis. Jedes Jahr schliessen zwei von ihnen die Lehre ab. Heuer waren es je-

doch gleich drei charmante Damen: Petra Raschle und Ivana Evtimov (Köchinnen), sowie Doris Widmer (Restaurationsfachfrau). (Im obigen Bild von links nach rechts.) Alle drei Diplomandinnen verdienten sich durch ihre Leistungen eine besondere Erwähnung an der Feier in der Kirche Urnäsch am 2. Juli 2013 und zusätzlich zum Lehrbrief ein Appenzeller WeissküferRahmchübeli. Doris Widmer erzielte als beste Ausserrhoder Restaurationsfachfrau die Note – 29 –

5,4, ihre beiden Kolleginnen aus der Waldegg-Küche je 5,0. Ivana legte zudem den besten praktischen Prüfungsteil auf den Küchentisch, was ihr die Traumnote 5,8 einbrachte. Die Diplome wurden den drei Strahlefrauen von ihrem eigenen Chef verteilt, denn Chläus Dörig fiel diese erfreuliche Aufgabe für alle neuen Berufsleute als kantonalem Lehrlings-Obmann zu. Die Freude ob seinen eigenen erfolgreichen ehemaligen Lehrlings-Mädels war ihm deutlich anzusehen. Seine guten Wünsche seien hier wiederholt: Alles Gute auf dem weiteren Berufs- und Lebensweg!


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Frischblumen, Gestecke, Kerzen, Schmuck, diverse Pflanzen und Geschenke Hochzeit & Trauerfloristik

Ursula Koller

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 09:00 - 11:30 13:30 - 18:30 Samstag 09:00 - 15:00

Blumenzauber

– 30 –

Unt. Bendlehn 1 9042 Speicher 071 340 03 56

Bim Baze-Schii..eli gehts en Blätsch Schpiel- ond Schriibware ,EDEZàGs$ËCHE Chreschtbommwa Füüwech ond alls fö e Losi „ossed Heuwette ond tüeri Schneeballe“


Berühmte Botschafter des Appenzellerlands: Zwerg Seppli Fässler und Riese Jan van Albert Kramer

Peter Eggenberger

Zu den seinerzeit berühmten Botschaftern des Appenzellerlandes gehörten nicht nur die sieben kleinwüchsigen Leutchen aus Oberegg (siehe Waldegg-Kalender September – Dezember 2012), sondern auch Zwerg Seppli Fässler aus Herisau. Er bildete mit seinem riesenhaften Schwager Jan van Albert Kramer ein vielbestauntes Künstlerpaar. Ältere Semester erinnern sich noch gut und gern an Seppli Fässler. Er hatte Innerrhoder Wurzeln und wurde 1898 in Herisau geboren, wo er auch

zeitlebens wohnte. Als Gööfli kränkelte er ständig und litt unter anderem an Epilepsie. Zum Schrecken der Mutter wollte es auch mit dem Wachstum nicht vorwärts gehen. Als er sich 1917 beim Militär zu melden hatte, wurde mit ihm kurzer Prozess gemacht. Nach einer weniger als eine Minute dauernden Begutachtung wurde in seinem Dienstbüchlein eine Körpergrösse von 90 Zentimetern vermerkt. Der Aushebungsoffizier stellte ihn zurück, lachte und riet: „Geh nach Hause zu deiner Mutter und iss wacker Läckerli, Hung ond Schmalz.“ Genützt hat es nichts, und Seppli blieb zeitlebens ein kleiner Mann. Mit einem Riesen unterwegs Volljährig geworden, machte Seppli das Beste aus seiner Situation. Nun war er fast täglich mit seinem aus Holland stammenden Schwager Jan van Albert Kramer unterwegs, der mit seiner beeindruckenden Körperlänge von sagenhaften 2 Metern und 70 Zen– 31 –

timetern der grösste Mann der Welt war. Der hohe Zylinderhut und der vornehme Frack liessen ihn noch grösser erscheinen. An Jahrmärkten, Kilbenen, Messen und Volksfesten im In- und Ausland sorgte das ungleiche Paar regelmässig für riesiges Aufsehen. Wenn sich genug Gaffer um die beiden ungleichen Männer geschart hatten, lud der Riese lautstark zu einer Wette ein. „Heee, Achtung, ihr lieben Leute! Wir kommen aus dem schönen Appenzellerland. Schaut her und passt gut auf! Ich beweise euch nun, dass ich Seppli auf meiner Hand zu tragen vermag. Wer wagt es und wettet dagegen?“ „Schwätzer! Prahlhans! Das ist unmöglich!“, hiess es dann in der Runde. Albert brach in schallendes Gelächter aus, liess sich Seppli auf den Handteller stellen und bewies, dass es halt doch möglich war. Dann stellte er seinen Gefährten sanft auf den Boden und kassierte bei den Verlierern schmunzelnd das Wettgeld.


Bücher und CD’s mit vergnüglichen Kurzgeschichten von Peter Eggenberger (Neu: „Vo Tökter ond Luusbuebe“) sowie die beiden Krimis „Mord in der Fremdenlegion“ und „Tod eines Wunderheilers“ sind in Meiers Chrom-Egge im Erlebnis Waldegg erhältlich.

Illustration Ernst Bänziger

Markenzeichen Lendauerli Nach der Schaustellerei hielt sich der mittlerweile doch noch 105 Zentimeter gross gewordene Seppli am liebsten rund um den Herisauer Bahnhof auf. Hier schaute er fasziniert den ein- und ausfahrenden Zügen zu. Gerne unterhielt er sich aber auch mit den Passanten über das Tagesgeschehen und frühere Zeiten. Sein Markenzeichen war das Lendauerli, und nie war er ohne die typische Appenzeller Tabakpfeife anzutreffen. Ob Seppli jemals die „Waldegg“ aufgesucht hat? Durchaus denkbar, gab es doch immer wieder Automobilisten, die Seppli zu einem kurzen Ausflug in die nähere Umgebung einluden. Das berühmte Appenzeller Dorforiginal verstarb im Jahre 1966.

Das ungleiche Herisauer Künstlerpaar Seppli Fässler und Jan van Albert Kramer sorgte auf Jahrmärkten europaweit für riesiges Aufsehen.

– 32 –


Immer im Advent

Traditionelle Weihnachtskrippe modisch zu und her geht. Und, ich sage das gerne, am liebsten kommen wir halt schon in den heimeligen Waldegg-Stall. Da riecht’s so fein nach Glühwein und Chäsfladebrot. Und dann die lebendigen Tiere. Die Ochsen, die Schnucken und die Esel! Ich glaube, heuer wird es noch spezieller als in den

(rk) Liebe, verehrte WaldeggLeute, ich, König Caspar, darf mich für einmal direkt an Euch wenden. Auch im Namen meiner königlichen Brüder Melchior und Balthasar. Ihr wisst

ja, dass wir in jeder Adventszeit unsere weite Reise zu Weihnachtskrippen auf der ganzen Welt unternehmen. Wir kommen weit herum, in meinem Erdteil Afrika und in Europa und Asien, wo die beiden anderen Könige herkommen. Heutzutage staunen wir manchmal ob all dem Glitzerzeug und den Plastiksamichläusen. Der gute Roland Inauen hat schon recht, es gibt halt schon viel Überflüssiges im Advent. Darum sind wir froh, wenn’s da und dort noch so schön Alt– 33 –

Jahren zuvor. Schliesslich sind inzwischen gleich vier Ochsen im Stall! Ich bin sicher, auch Melchior und Balthasar werden ihre Freude haben, hell wie ein Weihnachtsstern. Kommt Ihr auch? Im Advent gibt’s im WaldeggStall die Krippe zu schauen und auch – auf Bestellung – einen vorweihnächtlichen Apéro. Traditionsgemäss kommt ein Teil des Erlöses der Aktion „Ostschweizer helfen Ostschweizer“ zugute.


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Die Waldegg Zwillinge weiterhin ein Herz und eine Seele

c&p make-up nimmt Fahrt auf

(rk) Patrizia und Cornelia, die beiden älteren der vier DörigTöchter, hatten immer schon ein grosses Flair fürs Schminken und für feinschmeckigi Gütterli. Kunststück, bei Mama Anita: Die heutige erfolgreiche und initiative Gastronomin hatte in ihrem ersten Beruf

Kosmetikerin gelernt. (Die Anmerkung sei nicht verkniffen: Und konnte sich so ihrem Chläus auch von ihrer besten Seite präsentieren). Ein Traum verwirklicht „Ja, schon als Kinder haben wir uns immer für die Kos– 35 –

metik interessiert“, sagt Cornelia und Patrizia bestätigt es sogleich. Wenn man mit den beiden spricht, antwortet einmal die eine, beim zweiten Mal die andere, Zwillinge eben. Und so haben sie sich bei ihrer neuesten Unternehmung denn auch am Motto „Zwillinge halten immer zusammen“ orientiert. Beide sind gleichberechtigte Inhaberinnen und Geschäftsführerinnen ihrer neuen Firma c&p make-up. „Schon während vielen Jahren haben wir daran gedacht, zusammen ein eigenes KosmetikStudio zu eröffnen, auch wenn wir zuerst unterschiedliche Berufe erlernt haben. Und im vergangenen Februar hatten wir es endlich geschafft. Für uns ist damit ein langer Traum in Erfüllung gegangen.“ Welche von den beiden hat nun das gesagt? Nehmen wir halt an, beide. C und P wollten einer Kollegin einen Gefallen tun. Sie halfen ihr bei der Wohnungssuche. Und fanden dabei ihr Studio.


Wer mit der Appenzeller Bahn von St. Gallen nach Teufen fährt, kann das putzige Häuschen vom Zug aus nicht übersehen. In auffallenden Farben wird auf den Standort von c&p make-up hingewiesen. Man könnte sagen, c&p make-up befindet sich im Bahnhof Stofel.

c&p make-up Mehr als nur Kosmetik Cornelia, ursprünglich gelernte Kosmetikerin EFZ, darf sich heute auch noch zertifizierte Nail Designerin und DiplomMake-up-Artist nennen. Patrizia, die gelernte Drogistin EFZ, verfügt mittlerweile über dieselben zusätzlichen Qualifikationen wie ihre Zwillingsschwester plus jene als DiplomStylist/Personal Shopper. Diese schlagen sich dann auch im Angebot nieder: Kosmetik, NailDesign, Make-up, Farb- und Stilberatung, Personal Shopping für die Dame, Kosmetik, Imageberatung und Personal Shopping für den Herrn. Dazu kommen diverse Massagen und Wellnessbehandlungen, sowie

Workshops und Kurse über die Themen des Studios. Bei allen Behandlungen achten Cornelia und Patrizia darauf, dass möglichst natürliche Pflegelinien ohne chemische und tierische Zusätze zum Einsatz kommen. Sie verwenden exklusive Qualitätsprodukte, um so ein optimales Ergebnis zu erzielen und alle Kundenwünsche zu erfüllen. Ihre ausgewählten Marken sind führend im Bereich dekorative und pflegende Kosmetik.

Die beiden Jungunternehmerinnen formulierten Ihren Leitsatz wie folgt: Unsere Passion ist die Kunst des Make-ups und Styling. Bei uns stehen SIE im Mittelpunkt. Spontanität, Kreativität, Natürlichkeit und Individualität zeichnen unsere Arbeit aus. Unsere Freude an beauty, fashion & more möchten wir mit Ihnen teilen.

Neuer Trend Ein neuer Trend sticht aus dem Angebot hervor, das personal shopping. C & P definieren das so: „Gemeinsam mit Ihnen werden wir für Sie die passenden Outfits und Accessoires aussuchen, abgestimmt auf Ihre persönlichen Farben, Ihren Stil und Ihre Passform. Sie bestimmen Budget und Zeit und somit können wir gezielt auf Ihre Wünsche eingehen. Während der Shopping-Tour erhalten sie nützliche Tipps und Tricks vom Profi.“ www.cpmake-up.com: Die Website orientiert über die aktuellen Öffnungszeiten. – 36 –


Essen, geniessen oder erleben Unter diesem Titel erschien in der Zeitschrift „St. Galler Bauer“ im August 2012 ein Bericht, der sehr viel mit unserem Ziträdli zu tun hat. Er sei hier anstelle des normalen Ziträdli-Portraits eingerückt. Besten Dank an die Verfasserin für Ihre Einwilligung dazu. vor allem bei Berufstätigen üblich. Zeit ist kostbar und so bleibt nur eines, hastig dafür sorgen, dass ein «Magenfüller» verfügbar ist. Wer Glück hat, darf im eigenen Dorf beim Bäcker einkaufen und kann sich ein handwerklich gefertigtes Brot erstehen. Auch das ist nicht mehr selbstverständlich, schliessen doch immer mehr kleine Betriebe, weil sich die Produktion nicht mehr rentiert oder sie preislich nicht mit den Grossanbietern mithalten können.

Vom Holzofen-Brot bis zum «Mac-Brot» Von Adi Lippuner, Wildhaus Brot ist mehr als nur ein Lebensmittel, mehr als ein Magenfüller: Brot weckt Kindheitserinnerungen und lässt die Sinne schwelgen. Immer vorausgesetzt, es kommt ein geschmacklich hervorragendes Produkt auf den

Tisch. Aber weil sich über Geschmack nicht streiten lässt, gibt es eine so grosse Vielfalt. Rasch durch den Supermarkt hasten, ein Griff ins Brotgestell oder nach Ladenschluss schnell ein Brot im Tankstellenshop besorgen: Dieses Einkaufsverhalten ist – 37 –

Dann gibt es noch vereinzelt Anbieter, die auf hohe Qualität, beispielsweise Holzofenbrot setzen und sich rasch eine treue Kundschaft aufbauen können. Wer sich solches Brot kauft ist auch bereit, den etwas höheren Preis zu bezahlen. Stellt sich die Frage: «Gibt es Unterschiede im Geschmack von Broten


vom Tankstellenshop, aus der Dorfbäckerei oder vom speziellen Holzofenbäcker? Dem Geschmack auf der Spur Dabei eines gleich vorweg: Geschmack ist individuell, es lässt sich schlecht darüber streiten oder wie der Lateiner sagt: «De gustibus non disptutandum est.» Allerdings gibt es sensorische Grundregeln und entsprechend ausgebildete Fachleute. Eine davon ist die in Unterwasser aufgewachsene Annagret Schlumpf, langjährige Küchenchefin in «Stumps Alpenrose» Wildhaus, ausgebildete Sensorikerin und heute Leiterin des gesamten Verpflegungsbereichs der psychiatrischen Klinik Herisau. Mit ihr begab sich «Bäuerin heute» auf Geschmackstest in Sachen Brot. Um auf den echten, urtümlichen Brotgeschmack eingestimmt zu werden, erfolgte vorgängig ein Besuch in der neu aufgebauten Holzofenbäckerei auf der Waldegg. Allerdings ohne Begleitung der Sensorikerin. Vielmehr ging es darum mitzuerleben, wie der Bäcker Christian Meier die Füllung des Holzofens vorbereitet. Im «Ziträdli», so heisst die seit

anfangs 2012 eingerichtete Holzofenbäckerei, ist Bäcker Christian Meier dafür verantwortlich, dass jeden Tag eine Ofenfüllung frisches Brot gebacken wird. Gearbeitet wird mit Weizen- und Dinkelmehl. Christian Meier ist ein Kenner und Liebhaber des reinen Bio-Dinkels, vor allem wenn es sich um Demeterqualität handelt. «Wer sich mit dieser Getreidesorte ernährt, tut seinem Körper Gutes», sagt er im Brustton der Überzeugung. Doch zurück zur Produktion. Am späteren Nachmittag werden 50 Kilo Teig angesetzt. Dieser darf sich dann bis zum nächsten Morgen langsam entwickeln und wird ab 6.30 Uhr weiter verarbeitet. «Den Ofen einheizen und Brote formen gehört zur Vormittagsarbeit», sagt der Bäcker. Wer ihm zuschaut, wie er flink und mit schon tausendfach geübten Bewegungen ein Brot nach dem anderen formt, kommt ins Staunen. Christian Meier hat selbst während 30 Jahren in Stein AR eine eigene Holzofenbäckerei betrieben, musste das Geschäft aber aufgeben, weil zu wenig Ertrag generiert werden konnte. – 38 –

Holzofen aus dem Jahr 1850 Herzstück der Holzofenbäckerei auf der Waldegg ist ein aus dem Jahr 1850 stammender Holzofen. Während Jahren leistete das gute Stück seinen Dienst in der Bäckerei Wigetshof, einem zur Gemeinde Oberhelfenschwil im Toggenburg gehörenden Weiler. Fünf Jahre schlummerte das antike Werk in den Lagerräumen von Ofenbauer Rutz in Dietfurt. Nun versieht der im Innern neu angepasste Ofen seinen Dienst zuverlässig und zur grossen Freude von Bäcker und Kunden im «Ziträdli.» «Wichtig ist die immer gleiche Holzqualität, die Menge und das Gefühl für den Ofen und die Brote», so Christian Meier. «Gefühl und Liebe zum Handwerk statt chemische Zusätze und Hilfsstoffe», lautet das Credo des engagierten Berufsmannes. Die grosse Nachfrage und die Tatsache, dass die tägliche Ofenfüllung meist am frühen Nachmittag ausverkauft ist, geben ihm Recht. Drei Brote, drei Philosophien Am späteren Vormittag holt Christian Meier jeweils die Brote auf dem Ofen – Zeit, um


sich mit Annagret Schlumpf im schattigen Garten an einen Tisch zu setzten und die drei völlig verschiedenen Brote zu degustieren. Da ist einmal ein Weissbrot, gekauft an einer Tankstelle. Dieses stammt aus der Grossbäckerei Romer und wird meist dort angeboten, wo Teiglinge aufgebacken werden. Das Urteil der Sensorikerin lautet: «Innen teigig, klebrig, kein Genuss, fehlender Geschmack, Brot und Speichel vereinigen sich im Mund selbst nach längerem Kauen nicht. Oder anders gesagt: Ein Magenfüller der auf den Zähnen kleben bleibt.» Als zweites Brot kommt ein beim Mosnanger Dorfbäcker Hauser gekauftes St.Galler Brot auf den Tisch. «Luftig, chrüschtig, mit relativ viel Malz und mittel hohem Hefeanteil, klebt nicht im Mund, bietet Genuss und ist ein handwerklich gut gemachtes Brot», so Annagret Schlumpf. Der Rolls Royce der drei Brote ist das Produkt aus dem Holzofen. «Bereits der Mehlunterschied ist im Mund spürbar, dieses

Annagret Schlumpf bei der Brot-Degustation auf der Waldegg-Terrasse.

Brot weckt Emotionen, vermittelt Heimatgefühl und all das ist beim Essen spür- und riechbar.» Fazit von Annagret Schlumpf: Das «Tankstellenbrot kann man essen, das Bäckerbrot geniessen und das «Ziträdlibrot» wird erlebt. Andere Meinungen Die Degustation der Brote am hintersten Tisch im schattigen «Waldegg»-Garten bleibt nicht unbemerkt. Verschiedene Gäste interessieren sich für das Vorgehen und beteiligen sich am Geschmackstest. Bis auf eine Frau stimmen alle, selbstverständlich mit kleinen Nuancen und weniger fachlich ausgedrückt, mit dem Urteil von Annagret Schlumpf überein. Einzig von zwei Damen, welche sich nach einer Wanderung – 39 –

die wohlverdiente Pause gönnen kommt die Rückmeldung, dass ihnen das knusprige Weissbrot (Tankstellenbrot) am besten gemundet hat. Da ist er wieder, der Spruch, dass sich über Geschmack nicht streiten lässt und es deshalb auch bei den Broten eine so grosse Auswahl gibt.


– 40 –

Aus dem Häädler Kalender 1922


Willkommen im Höhenrestaurant Erleben Sie eine ganz besondere Atmosphäre Liebe Gäste Seit 1948 wirtet die Familie Dörig auf der Waldegg. Erstaunlich nur, dass der heutige Wirt, Chläus Dörig, dies erst in zweiter Generation tut. Einewäg: Eine lange Zeit, mehr als 60 Jahre. Man kann sie bereits in Jahrhunderten messen: Mehr als ein halbes! Ich erinnere mich nicht an meinen ersten Besuch auf der Waldegg, auch das ist (zu) lange her. Ich sehe aber noch die Samstagnachmittage vor mir, die ich als St. Galler Kantonsschüler in den späten Sechzigern zusammen mit meinen Schulgspänli jassend im Gartenrestaurant verbracht habe. Oft ging damals mit dem letzten Schluck Saft auch das Sackgeld zur Neige. Wir sassen auf den rauen Holzbänken, deren Pfosten direkt in die Wiese eingeschlagen waren, und klopften die Trümpfe auf den Tisch. Wenn wir ganz

gut bei Kasse waren, reichte es vor dem Heimweg für eine stärkende Bratwurst mit Rösti. Beim Abmarsch Richtung Santjörgen haben wir uns jeweils artig von Wirtin Rosa Dörig verabschiedet. Dabei hat einmal einer von uns – es war an einem gutbetuchten Tag, es reichte für mehrere Säfte – vor lauten Artigkeit sogar das Bein gebrochen. Dort, wo noch heute die Strasse zum Bädli beginnt. Die Beiz oben am Eggen Höhenweg war schon damals etwas ganz Besonderes, irgendwie einfach toll. Die Wirtsleute, die gemütliche Stube, die wunderbare Aussicht, der Garten, die vielen Bekannten, die man oft antraf, Freunde, die es nur geworden waren, weil sie auch auf der Waldegg verkehrten. Die Kantonsgrenze, unterstrichen vom Dialekt der Familie Dörig, verlieh der Waldegg für uns Städter sogar einen leicht exotischen Anstrich.

– 41 –

Inzwischen, es sind seither immerhin mehr als vierzig Jahre vergangen, gehe ich nicht einfach mehr "auf die Waldegg". So einfach ist das nicht mehr. Vieles hat sich geändert. Aber eines ist geblieben: Das Waldegg-Gefühl, das WaldeggChribbelen. Es gibt hier oben nicht mehr einfach eine Landbeiz mit Gartenwirtschaft, sondern eine Vorzeige-ErlebnisGastronomie, mit entsprechendem Namen, Erlebnis Wald-egg halt, mit Schnuggebock, Tante Emmas Ladebeizli, Tintelompe und – eben und gottlob – dem "Höhenrestaurant". So nennt sich nun der Teil von Dörigs Erlebniswelt, der früher "die Waldegg" war. Für mich ist es halt immer noch ein bisschen die alte Waldegg. Da ist immer noch das Chribbelen drin. Trotz dem neumodischen Nostalgie-Schnuggebock, dem heimeligen Lädeli von Tante Emma und dem umwerfend lustigen alten Schulzimmer namens Tintelompe.


Schlemmer-Terrasse und Gartenbeiz vom Feinsten.

Gemütliches Höcklen, Beisammensein, Essen und Trinken im Höhenrestaurant.

– 42 –


Natürlich schaut das Höhenrestaurant nicht mehr gleich drein wie vor vier Jahrzehnten die alte Waldegg. Aber es dient immer noch dem gleichen Zweck, funktioniert noch (fast) wie damals. Die Gartenwirtschaft ist viel grösser, viel schöner, gepflegter geworden, der Boden ist gepflästert. Statt einer Gireizi gibt’s nun einen tollen Kinderspielplatz und sogar einen leibhaftigen Streichelzoo. Alles top, alles auf dem neusten Stand. Aber die umwerfende Aussicht ist geblieben, der Säntis steht noch am alten Ort, die mächtigen Eschen werfen noch immer ihren Schatten auf die fröhlichen Zecher. Noch immer gilt, dass es kaum Schöneres gibt, als auf der Waldegg, äh, im Garten des Höhenrestaurants zu höcklen und dem Herrgott bei einem Glas Saft den Tag zu stehlen! Auch drinnen ist vieles neu. Aber auch hier weht noch der alte Geist. Es waldegglet immer noch ghörig. Und das ist gut so. Wenn ich nach längerem Auslandsaufenthalt in

Kloten lande, dann zieht’s mich automatisch nach Teufen ins Höhenrestaurant. Erst wenn ich dann hier sitze und eine Bratwurst mit Rösti vor mir habe, bin ich wieder richtig zu Hause. Die könnte ich auch drunten in der Stadt haben, aber nein, es muss auf der Waldegg, äh, im Höhenrestaurant sein. Wenn ich vom Schnuggebock her ins Restaurant trete, streift mein Blick dann oft eine festlich gedeckte Tafel im Saal. Wird heute geheiratet, oder wird ein Geburtstag gefeiert oder ein Diplom? Ich erinnere mich spontan an die vielen frohen Stunden, die schönen Familienfeste. Ganz früher war es sogar in unserer Clique Tradition, den Silvester hier zu zelebrieren. Der runde Geburtstag von Oma Gret kommt mir in den Sinn. Oder die exquisiten Nachtessen im kleinen Familienkreis am runden Tisch. Mir läuft das Wasser im Nachhinein noch im Mund zusammen. Der Ort hier, die Waldegg, das Höhenrestaurant ist einfach nur mit guten Erinne– 43 –

rungen verbunden. Hoffentlich geht es vielen anderen Leuten auch so wie mir: Habe ich Grund zum feiern, Grund zur Freude, dann kommt mir automatisch die Waldegg in den Sinn. Es ist ganz toll, was Chläus Dörig und seine Frau Anita aus der alten Waldegg gemacht haben, nein, es ist umwerfend. Damit man die fünf Betriebe, Restaurant, Schnuggebock, Tante Emmas Ladebeizli, Tintelompe und Ziträdli auseinander halten kann, heisst jetzt der Kern des Ganzen halt "Höhenrestaurant". Aber, ehrlich gesagt, es ist halt immer noch das Original, der Ort, wo alles angefangen hat, immer noch mein Lieblingsplatz im Erlebnis Waldegg. Ich bringe das originale Waldegg-Chribbelen einfach nicht weg! Roland Kink, momentan Waldeggschreiber, und –Fan seit 1965


IX. Sonntag 35. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 36. Woche

1

Herbstmonat 14. Verena

4-Lauf Aufg.

TagesLänge

Der 13.22

Sonnenaufgang 6.41 Untergang 20.03

Degenhard i02h  3.35 Theodos  4.37 Esther i13h  5.40 Herkules  6.44 Magnus i21h ! 7.50 Regina ! 8.57 15. Mariä Geburt ! 10.06

Vom ungerechten Mammon

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

 2.36 17.40 )0

Von 10 Aussätzigen Luk. 17

2 3 4 5 6 7 8

Untrg.

Matth. 6

18.11 18.40 19.07 19.33 13.36 19.59 20.26 20.56 !0

Herbstmonat beginnt mit schĂśnem Herbstwetter. Sonnige

13.19 13.15 13.12 13.09 13.05 13.02 12.59

Sonnenaufgang 6.50 Untergang 19.49

Montag 9 Egidi, Lilly !i04h " 11.15 21.30 *0, . Witte- 12.55 Dienstag 10 Sergi " 12.24 22.09 12.52 Mittwoch 11 Fronfasten "i09h # 13.31 22.56 rung. 12.48 Donnerstag 12 Tobias # 14.34 23.51 S, 19.09 Tage 12.45 Freitag 13 Hektor #i12h $ 15.31 â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; mit 12.42 Anbruch des Tages um 5.25 Abschied um 21.10 Alter Herbstmonat 14. Samstag 14 KreuzerhĂśhung $ 16.20 0.54 12.38 Sonntag 15 Eidg. Bettag $i14h % 17.02 2.04  erdnah Nebel 12.35 37. Woche

Vom Toten zu Naim Luk. 7

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

16 17 18 19 20 21 22

38. Woche

Vom WassersĂźchtigen Luk. 14

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

23 24 25 26 27 28 29

39. Woche

Vornehmstes Gebot Matth. 22

Montag

30 Hieronymus

Joel Lambert Rosa Januar Innozenz Matthäus 17. Mauriz

Sonnenaufgang 6.59 Untergang 19.34

% 17.38 3.17 %i16h & 18.11 4.32 & 18.41 5.47 &i19h  19.09 7.01  19.38 8.12  20.08 9.22 i01h  20.41 10.30

   13.13 !0*  in @, /

oder 12.31 Regen. 12.28 Meistens Regentage. Gegen das

12.25 12.21 12.18 12.14 12.11

Sonnenaufgang 7.09 Untergang 19.20

Thekla  21.17 Liber, Robert i10h  21.58 Kleophas  22.43 Ziprian i21h  23.33 Kosmus  â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; Wenzeslaus  0.27 18. Michael i10h  1.24

11.34 12.34 13.28 14.17 8 15.00 5.56, erdfern 15.37 16.10 

12.08 Ende 12.04 zeigt 12.01

11.57 11.54 11.51 sich 11.47

Sonnenaufgang 7.18 Untergang 19.05

 2.24 16.40

schĂśnes Wetter. 11.44

Lostage im September: 8. (Mariä Geburt); 14. (KreuzerhÜhung); 21. (Matthäus); 22. (Mauriz); 29. (Michael). Vom 31. März frßh bis zum 27. Oktober frßh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrßckt. Sonne in @ am 22. um 22.45 Uhr: Tagundnachtgleiche, Herbstanfang.

â&#x20AC;&#x201C; 44 â&#x20AC;&#x201C;


Willkommen im Tintelompe Fühlen Sie sich wieder einmal als Luusmeiteli oder als Luusbueb. Liebe Gäste Da sitzen Sie nun in einer alten Schulbank. Eine mit dem grossen Deckel zum Auflupfen. Das Tintegütterli ist noch geschlossen, Schiefertafel und Griffelschachtel liegen bereit. Die kleine Welt des Appenzellerlands lugt zum Fenster herein, die grosse mit Amerika in der Mitte schaut von der aufgerollten Karte neben dem Lehrerpodest auf Dich hinunter. Ja, nun wirst Du nicht mehr per "Sie" ange-

sprochen. Jetzt bist Du wieder in der vierten Klasse, wie alle Deine Gspänli rund um Dich herum im Tintelompe. So heisst Dein nostalgisches Schulzimmer. Den Töni hast Du ja draussen aufgehängt und das Heft mit den exakt gemachten Ufzgi vor Dir ausgebreitet. Wer ist ächt heute der Lehrer? Fräulein Heierli soll ja ins Welschland gezügelt sein! Eine gestrenge Person kommt bestimmt! Entweder Herr

– 45 –

Lehrer Max Bünzli, Herr Lehrer Schorsch Hösli oder Herr Lehrer August Solenthaler. Was hat das Schulsekretariat ächt wieder gemänätscht? Hoffentlich nicht der Bünzli, das ist nämlich nicht nur der dickste, sondern auch der strengste! Aber dem spiele ich dann schon einen Streich. Der merkt fast nie, wenn einer ein speuznasses FliessblattChügeli an die Decke spickt! Schön wäre es, wenn einmal eines nach dem trocknen ihm


X. Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 2 3 4 5 6

Weinmonat Remigi  Leodegar Leonz Franz Plazid 19. R.-kranzfest!

4-Lauf Aufg.

   i05h ! ! i21h

i11h

"

40. Woche

Vom Gutschlägigen Matth. 9

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

7 8 9 10 11 12 13

41. Woche

Hochzeitliches Kleid Matth. 22

Judith Pelagius Dionis Gideon Burkhard Gerold 20. Kolman

3.26 4.30 5.35 6.43 7.52 9.02

Untrg.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

17.08 17.34 18.00 18.27 18.57 2.35 19.30 20.09 20.54 21.47 22.48 23.55 â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 1.06

. !0 am Abend S, 0*  erdnah 1.02 

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

21 22 23 24 25 26 27

43. Woche

Des KĂśnigs Rechnung

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag

28 29 30 31

Ursula Kordula Maximus Salome Krispin Armand 22. Sabina

11.23 11.20 11.17 11.13 11.10 11.06 trĂźbe, 11.03 regnerische 11.00

kĂźhle Herbsttage. Dann folgt

Alter Weinmonat 14. 10.56 Witte- 10.53 rung. 10.50 10.46 Mit- 10.43 unter 10.40 Nebel. 10.36

Sonnenaufgang 7.48 Untergang 18.24

i18h  19.52  20.36  21.24 i06h   22.17  23.13 i18h  â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C;  0.11 Matth. 18

Simon, Judas  Narzissus i05h  Alois  i13h Wolfgang !

11.37 schĂśne, 11.34 aber 11.30 ziemlich 11.27

Sonnenaufgang 7.38 Untergang 18.38

Anbruch des Tages um 6.08 Abschied um 20.07 Montag 14 Hedwig %i23h & 16.11 2.19 Dienstag 15 Theresia & 16.41 3.31 Mittwoch 16 Gallus & 17.09 4.43 i03h Donnerstag 17 Justus &  17.38 5.54 Freitag 18 Lukas  18.07 7.04 Samstag 19 Ferdinand i09h  18.39 8.12 1.38, / Sonntag 20 21. Wendelin  19.13 9.18 KĂśnigssohn krank Joh. 4

Meistens 11.40

Sonnenaufgang 7.28 Untergang 18.51

" 10.13 "i14h # 11.23 # 12.28 #i17h $ 13.26 $ 14.17 $i20h % 15.01 % 15.38

42. Woche

TagesLänge

10.20 11.17 12.09 12.54 13.34 14.09 13.39

  8, in A   erdfern )0 0.41

Dann 10.33

10.30 kommt 10.27 beständiges 10.23 Wetter 10.20

10.17 10.14

Sonnenaufgang 6.59 Untergang 17.13

0.12 1.14 2.18 3.23

14.07 14.34 15.00 15.26

  $0 

mit 10.11

10.07 Sonnen- 10.04 schein. 10.01

Lostage im Oktober: 16. (Gallus); 21. (Ursula); 28. (Simon, Judas). Vom 31. März frßh bis zum 27. Oktober frßh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrßckt. Sonne in A am 23. um 8.10 Uhr.

â&#x20AC;&#x201C; 46 â&#x20AC;&#x201C;


gerade in den Hemperkragen fallen würde! Aber nu, heute haben wir ja wieder das ganze Programm. Schönschreiben, Heimatkunde, Rechnen, Singen. Und am Schluss soll sogar noch ein Photograph kommen! Das wussten ja alle. Aber schau Dir mal das Anneli im vordersten Bank an, die eingebildete Trucke: So schön hatte sie ihre Zöpfe noch nie geflochten! Wenn die meint, sie imponiere mir, dann, gixgäbeli, hat sie sich aber schampar getäuscht, die blöde Kuh! Au,

bin auch ich blöd, jetzt habe ich wieder zuviel Dialektwörter gebraucht. Isch doch glich! Heute müssen wir ja keinen Aufsatz schreiben. Und sowieso, wenn der Bünzli verrückt wird, schnorrt er uns amigs auch auf Schwizertütsch an! Wenn Sie, liebe Gäste, (wieder in der Höflichkeitsform) auch nochmals in die vierte Klasse gehen und viel Gescheites lernen wollen, dann ist der Tintelompe genau das Richtige. Alle, die es bisher gewagt

– 47 –

haben, sprachen am Schluss von der wohl vergnüglichsten Schulstunde ihres Lebens. Und, übrigens, der Tintelompe steht ja im Erlebnis Waldegg. Deshalb gibt es in der Pause mehr als nur ein Püürli. Das wäre dann noch: Unter diesem Dach fast verhungern! Das Schulessen ist mehr als antigruusig! Eines müssen Sie allerdings vor dem TintelompeBesuch tun: Ihre Gruppe von 15 bis 30 Personen zeitig beim Schulsekretariat anmelden. (rk)


XI. Freitag Samstag Sonntag 44. Woche

Aufg.

Untrg.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

! 4.32 15.55 ! Abendstern " 5.42 16.27 3 23. Reformationsfest " 6.54 17.03 13.50, .

Meistens

i19h

Vom Zinsgroschen Matth. 22

Montag 4 Dienstag 5 Mittwoch 6 Donnerstag 7 Freitag 8 Samstag 9 Sonntag 10 45. Woche

4-Lauf

Wintermonat 1 Aller Heiligen 2 Aller Seelen ! Sigmund Emerich Leonhard Florenz Klaudi Theodor 24. Louisa

"i21h # 8.06 # 9.15 #i23h $ 10.19 $ 11.14 $ 12.01 $i01h % 12.40 % 13.14

17.47 Regen18.39 19.39 S,  erdn., *0 wetter, 20.46 )wird rĂźckläufig nachher 21.57 23.10 â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 6.57 folgen

9.49 9.46 9.43 9.40 9.37 9.34 9.32

Sonnenaufgang 7.20 Untergang 16.52

Montag 11 Martin %i04h & 13.45 0.22 Dienstag 12 Emil & 14.13 1.33 Mittwoch 13 Wibrath &i09h  14.40 2.43 Anbruch des Tages um 5.50 Abschied um 18.21 Donnerstag 14 Friedrich  15.09 3.52 Freitag 15 Albert, Leopoldi16h  15.38 4.59 Samstag 16 Otmar  16.11 6.05 / Sonntag 17 25. Berthold  16.48 7.08  16.16 46. Woche

Greuel der VerwĂźstung

Matth. 24

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

18 19 20 21 22 23 24

47. Woche

Wann der Menschensohn Matth. 25

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag

25 26 27 28 29 30

9.29 9.26 9.23 Alter Wintermonat 14. und 9.21 Schnee- 9.18 gestĂśber. 9.15 Es 9.13 Tage mit Nebel

Sonnenaufgang 7.31 Untergang 16.44

i01h  17.30  18.16 i12h  19.07  20.02  21.00 i01h  21.59  23.00

Katharina i13h  Konrad  Jeremias i23h ! Gerold, Noah ! Agrikola ! Andreas !i05h "

9.58 9.55 9.52

Sonnenaufgang 7.09 Untergang 17.01

Obersten TĂśchterlein Matth. 9

Eugen Elisabeth Kolumban Mariä Opfer Cäcilia Klemens 26. Salesi

TagesLänge

â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 0.01 1.05 2.10 3.18 4.29

8.07 am Morgen 9.01 8 zeigt 9.49 sich 10.31 meist 11.08 in B,  erdfern, mildes 11.40 [)0 Wetter. 12.09  Dann

9.10 9.08 9.05 9.03 9.01 8.59 8.56

Sonnenaufgang 7.40 Untergang 16.36

12.35 20.28 13.01 0* 13.26 13.53 14.22 14.56 .

folgen Tage mit Regen oder Schnee.

8.54 8.52 8.50 8.48 8.47 8.45

Lostage im November: 1. (Aller Heiligen); 2. (Aller Seelen); 11. (Martin); 16. (Otmar); 21. (Mariä Opfer); 25. (Katharina); 26. (Konrad); 30. (Andreas). Sonne in B am 22. um 4.49 Uhr.

â&#x20AC;&#x201C; 48 â&#x20AC;&#x201C;


Willkommen im Schnuggebock Fühlen Sie sich nostalgisch pudelwohl in Grosis Appenzeller Bauernhaus Mit dem Schnuggebock fiel im Frühling 2001 der Startschuss zur erfolgreichen Waldegg-Erlebnisgastronomie. Mittlerweile ist er weitherum bekannt und beliebt, bis weit über die Grenzen des Appenzeller- und Schweizerlandes hinaus. Aber noch immer strahlt er eine ungestüme Anziehungskraft aus. Was gibt es Schöneres, als in

Grossmutters altem Bauernhaus zu höcklen und der Gemütlichkeit zu frönen? Wenn der Gast durch das Gaden-Tor auf die Vorbrugg tritt, unternimmt er eine Reise in die Vergangenheit. Zurück in die gute alte Zeit. Ob im Kuhstall mit Blick auf die Muttersau mit ihren Fäärli und dem blitzblanken Fletschlig, in Gross-

„Bei Grossmutter gibt’s auch im Schloff eine köstliche Suppe.“

– 49 –

mutters heimeliger Stube mit dem Kachelofenbänkli oder gar in ihrer Küche mit den urchigen Holztischen, auf denen man so schön „Eile mit Weile“ spielen kann, überall verlangsamt sich das Leben. Man lehnt sich zurück. Droben im Schloff vergnügen sich grössere Gruppen, Familien kuscheln sich in die Mägde- und Chnechtekam-


XII. Sonntag 48. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 49. Woche

1

Christmonat 1. Advent

4-Lauf Aufg.

" 5.41 15.36

Vom Einzug Jesu in Jerusalem Matth. 21

2 3 4 5 6 7 8

Xaver Luzi Fronfasten Abigail Nikolaus Enoch, Agnes 2. Advent

"i08h # 6.53 # 8.01 i08h # $ 9.02 $ 9.55 $i08h % 10.39 % 11.16 %i10h & 11.48

Zeichen des Gerichtes Luk. 21

Montag 9 Willibald Dienstag 10 Walter Mittwoch 11 Waldemar Donnerstag 12 Ottilia Freitag 13 Luzia, Jost Anbruch des Tages um 6.23 Samstag 14 Niklas Sonntag 15 3. Advent

Johannes im Gefängnis Matth. 11

16 17 18 19 20 21 22

16.24 17.21 18.28 19.40 20.55 22.10 23.24

Zeugnis Johannes Joh. 1

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

23 24 25 26 27 28 29

52. Woche

Joseph und Maria verwundern sich

Montag Dienstag

30 David 31 Silvester

8.43

S, 1.22 erdnah

herrschend trĂźbe. Bald

!im grĂśssten Glanz Sonnenschein,



8.41 8.40 8.38 8.37 8.35 8.34 8.33

Sonnenaufgang 7.58 Untergang 16.31

8.32 8.31 8.30 8.29 Regen. 8.28 Alter Christmonat 14. Dann 8.28  8.27 bald

Sonnenaufgang 8.04 Untergang 16.31

 16.11 6.55 i19h   17.01 7.45  17.54 8.30  18.51 9.08 i08h  19.49 9.42  20.49 10.12 i20h  21.50 10.39

51. Woche

Dagobert Adam, Eva Christtag Stephan Joh. Evang. Kindleintag S. n. Weihn.

Vor-

â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 16.12 0.35 1.44 2.51 3.56 / Abschied um 18.11  14.48 5.00 i08h  15.27 5.59 

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

TagesLänge

Sonnenaufgang 7.50 Untergang 16.33

& 12.18 &i14h  12.45  13.13 i22h  13.42  14.13

50. Woche

Adelheid Notker Wunibald Nemesi Achilles Thomas 4. Advent

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Untrg.

8, 10.28

folgen Tage

)0 mit erdf., !w. rĂźckl. Schneein C fall.

8.26 8.26 8.26 8.25 8.25 8.25 8.25

Sonnenaufgang 8.08 Untergang 16.33

 22.52  23.55 i07h ! â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; ! 1.00 !i15h " 2.07 " 3.16 "i19h # 4.27 Luk. 2

11.04 11.29 11.54 12.21 12.52 13.27 14.09

14.48 $0 . *0

Es zeigt sich sonnige Witte-

Sonnenaufgang 8.10 Untergang 16.38

# 5.36 15.01 # $ 6.42 16.02 S

rung.

i19h

Lostage im Dezember: 6. (Nikolaus); 8. (Mariä Empfängnis/2. Advent); 21. (Thomas); 25. (Christtag); 26. (Stephan). Sonne in C am 21. um 18.12 Uhr: Sonnenwende, Winteranfang.

â&#x20AC;&#x201C; 50 â&#x20AC;&#x201C;

8.25 8.26 8.26 8.26 8.27 8.27 8.28 8.29 8.29


mer. Immer und überall umgeben von uraltem Holz, das wirklich aus abgebrochenen Appenzellerhäusern stammt und von den Utensilien, wie man sie früher auf dem Bauernhof halt brauchte. Drunten im Keller gibt’s eine kleine Türe direkt nach draussen in den Wald, wo die Mannen nach einem Schnuggebock-Bierchen oder zwei ihr Geschäft verrichten können. Für die Damen gibt es dafür natürlich Frischmacheräume, und erst noch von einem fast

herrschaftlichen Standard für die Zeit, aus der sie stammen. Im eigentlichen Keller stehen Grossvaters heimliche Sonntagsweine, die man selbst auslesen kann (und dafür ein Glas Most kriegt) und weiter hinten verbirgt sich die Schnuggebock-Alpkäserei, in der die herrlichen Frischkäsli von Hand hergestellt werden. Und dann das Essen! Im ganzen Haus bringen die Serviermägde das Beste aus Grosis währschafter Küche auf den Tisch. So richtig appenzellisch,

– 51 –

saftig, einheimisch, frisch und chüschtig. Efach choge gsond ond guet. Und weil man bei der lieben alten Grosi auf Besuch ist, gibt’s statt Coca Cola Süssmost, statt Long Drinks en Appezöller, statt Meeresgetier en Fisch os de Settere oder em Bodesee und zum Schluss es Abihäberli. Man zahlt dann nicht mit so doofem modernen Plastik-Geld, sondern legt die Taler und Batzen gleich bar auf den Tisch. Oder sonst lässt man halt anschreiben. Man ist ja bei der lieben alten Grossmutter!


Finden Sie zur Erlebnisegge des Appenzellerlandes! Mit dem Auto A1-Ausfahrt Nr. 81 SG-Kreuzbleiche Richtung Appenzell. Ende Umfahrung Teufen, beim zweiten Kreisel, Richtung Speicher. 3.2 km bis zur Abzweigung Waldegg (weisser Wegweiser am rechten Strassenrand).

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www.waldegg.ch Gesamtes Erlebnis Waldegg jeden Montag geschlossen. – 52 –

Waldegg Kalender 44/13  
Waldegg Kalender 44/13  

Hauszeitschrift für das Erlebnis Waldegg auf die Monate September, Oktober, November und Dezember 2013

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