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auf die Monate Mai, Juni, Juli und August 2013 Gegründet bei der Eröffnung des Schnuggebock im März 2001

AR/AI

Hauszeitschrift für Erlebnis Waldegg 13. Jahrgang, Nummer 43

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Traditionelle appenzellische Gastfreundlichkeit. Am Stammtisch. Im Restaurant. In eleganten Sälen. Tête-à-têtes. Geschäftsessen. Bankette. Vom Vesperplättli bis zum Gourmet-Menü.

Grosis Bauernhaus als nostalgisches Erlebnis, in Stube, Stall, Küche, Mägde-, Knechtechammer und Keller. Zu zweit. Familien für sich. Gruppen im Schloff. Währschaftes vom Puur, saisonal, einheimisch. Wald-WC, Alpkäserei, Heustock und Tierlistall.

Panoramagarten. Kinderspielplatz. Rollstuhlgängig.

Altertümliche Holzofenbäckerei und feinschmeckige Kaffeerösterei. Nostalgisches Einkaufen und Guppen-Plausch um Brötigs.

Spitzbübische Schulstunde in nostalgischer Stube. Kulinarische Überraschungen statt Znünibrot.

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Gesamtes Erlebnis Waldegg jeden Montag geschlossen –2–


Hauszeitschrift mit

Willkommen Grüezi mitenand! Dieser Kalender ist wiederum gespickt mit Neuigkeiten vom Erlebnis Waldegg und einigen heiteren Geschichten: Bei uns sollen Sie beim Lesen wie auch bei jedem Ihrer Besuche guten und fröhlichen Mutes sein. Es gibt immer wieder viel zu erzählen, was zwischen Ochsenstall und Funkenplatz alles geschieht. Oben beim Funken sieht man die letzten Spuren vom Waldegg Spektakel 30. Nach diesem erfolgreichen Grossanlass möchten wir uns in diesem Sommer wieder auf unsere angestammten Attraktionen konzentrieren und Ihnen die ganze Palette unserer Erlebnis-

gastronomie zu Gemüte führen. Es soll ein richtig schöner, waldeggiger Sommer werden! Dazu gehört sicher auch der Durst. Lesen Sie, was Roland Inauen dazu zu sagen hat. Und sollte Sie die Geschichte über den Appenzeller Whisky durstig machen, trinken Sie diesen nicht gegen den Durst! Wir haben genügend andere, leichtere Getränke, mit denen wir mit Ihnen anstossen können, um Ihnen gleichzeitig zuzurufen: „Prosit“ und seien Sie herzlich willkommen! Familie Anita und Chläus Dörig und das Erlebnis Waldegg-Team

Schnuggebock Speisekarte in der Heftmitte Inhaltsverzeichnis 4 8 13 15 17 21 23 24

Waldegg-Sommer Spektakel-Rückschau Neuer Latten-Hag Menü-Änderung Appenzeller Whisky Waldegg-Tour Ochse-Poscht Durst

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Schnuggebock-Speisekarte Schnuggebock-Getränkekarte

29 31

Mitarbeiter-Seite Hosenmuffel

35

Tüüfner Bär V.

37 41 45 49

Portrait: Ziträdli Portrait: Höhenrestaurant Portrait: Tintelompe Portrait: Schnuggebock Impressum Herausgeber: Erlebnis Waldegg, Familie Anita und Chläus Dörig Redaktion, Bilder, Texte: Roland Kink (rk), Teufen Layout DTP: Kuhn Grafik&Werbung,Teufen Druck: Appenzeller Medienhaus, Herisau

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Nach dem Rekordwinter 12/13

Erlebnis Waldegg-Sommer

(rk) Vielleicht hat der vergangene Winter keine messbaren Rekorde gebrochen, keine maximalen Minustemperaturen, Schneehöhen und Windstärken erreicht. Doch noch bis weit in den April hinein seufzte hierzulande männiglich „wann kommt endlich der Frühling, wo hat sich nur der Lenz versteckt“? Nun zeigt das Thermometer wieder Plusgrade an, und die putzigen Schneehüte der Tische in der Waldegg Gartenwirtschaft haben der Sonne längst ihren Tribut gezollt.

Nach dem ebenfalls sehr winterlichen Spektakel (dazu Seiten 9 ff) umwehen wieder warme Lüfte die Waldegg. Gäste, die Wirtsleut, Personal und Viecher atmen auf: Da liegt ein Stubentigerli oberfaul auf einem Fenstersims und wärmt seinen Pelz, in den Eschen der Gartenbeiz sperren die ersten kleinen Spatzen ihre viel zu grossen Mäuler hörbar auf, das Waldegg Mandli bringt seine Lieblingsplätze in Erwartung des Besuchs vieler Kinder wieder in Ordnung, der Spitzhauben-Güggel plüstert seine Federn, freche Buchfinken sind –4–

wieder unter den Tischen auf der Suche nach möglichst grosser Brosmeten, Appenzeller Gääsli und HeidschnuckenZicklein gumpen um die Wette und sogar die Ochsen werden fast giggerig.


Toll war das Spektakel, soviel ist sicher. Das Januarloch wurde mit Brausen von der Waldegg gefegt. Aber nun, liebe Gäste, kommen Sie bitte wieder churzgermlet zu uns! Machen Sie es tagsüber wie die Katze auf dem Fenstersims. Höcklen Sie im Garten, stehlen Sie dem Lieben Gott den Tag und tanken Sie frühlingshafte und sommerliche Gefühle. Schon ein ganz normaler Sommer auf der Waldegg kommt dem Paradies ganz nahe! Und sollte es einmal dann doch zu heiss werden (was dem Waldeggschreiber bei der Niederschrift dieser Zeilen im April fast unvorstellbar erscheint), dann spenden die mächtigen Eschen den gewünschten Schatten. Und natürlich ist da noch die Quintessenz der Gartenbeiz: Das schäumende Bier, der glitzernde Wein, das sprudelnde Blööterliwasser und die verführerischen Coupes, oder die wunderbarsten Salatteller weit und breit, Vesperplättli, die auch den aus Übersee hergereisten Gast fast zum Zäuerlen bringen und dann, nach Sonnenuntergang auf

der Terrasse, ein Festmahl, wie es einem Schlosssaal wohl anstünde. Frühling und Sommer im Erlebnis Waldegg. Einfach so, einfach toll, einfach grossartig.

zusammenrückt, oder ins gemütliche Höhenrestaurant, oder runter ins Ziträdli. Sommer auf der Waldegg: toll und grossartig bei jedem Wetter. Und dann noch Eins, liebe Er-

Es soll hier nicht ein üppiges Sommerwetter verschrien werden, das wir nach dem langen Winter eigentlich zu gut hätten. Natürlich wird’s auch einmal ruch werden, vielleicht einige Tage hintereinander. Macht im Erlebnis Waldegg doch nichts! Dann halt nichts wie rein in Grossmutters Schnuggebock-Stube, in der man bei krachendem Gewitter dann trotz Sommerwärme automatisch ein bisschen näher

wachsene: Wollt Ihr wieder einmal in Ruhe etwas besprechen, ohne Eure am Schossenzipfel zupfenden Kleinen? Da hat die Waldegg ein probates Hilfsmittel parat, den grossen Kinderspielplatz mit seinem Streichelzoo. So könnt Ihr so lange plaudern, wie Ihr wollt, denn auf dem Spielplatz gibt’s so viel zu tun und zu sehen, dass es den Kindern nie langweilig wird. Lange geht’s bis ausgehüpft ist!

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„Im Sommer ist es irgendwie anders. Natürlich fahre ich gerne Ski. Aber eigentlich habe

ich den Sommer lieber“, sagt Waldegg Wirt Chläus Dörig, „da liegt so etwas Spezielles in –7–

der Luft. Obwohl die Arbeit an einem schönen Sommertag strenger ist, obwohl unser Per-


sonal schneller herumflitzen muss, habe ich das Gefühl, dass es trotzdem besser läuft. Alle sind zufriedener. Das liegt wohl am Licht, an der Sonne. Sie scheint länger und wärmer, das merken wir auch unseren Gästen an. Unser Sommerpublikum ist lockerer als jenes in der kalten Jahreszeit. Sommer auf der Waldegg, da freuen wir uns immer drauf!“

Auch wenn dieser Kalender die Monate Mai bis August umfasst, so soll hier doch stellvertretend ein altes und leicht abgewandeltes Studentenlied über die Maiensonne die Waldegg-Sommergefühle zum Ausdruck bringen:

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Auf der Waldegg sein, wenn die Veilchen blühen, das erste Lied die Lerche singt, der Maiensonne junges Glühen triebweckend in die Erde dringt. Auf der Waldegg sein wenn die weissen Schleier vom blauen Himmel grüssend wehn. Das ist des Daseins schönste Feier! Herr, lass sie nie zu Ende gehen!


Jahresbeginn mit Vollgas

Waldegg Spektakel 30 ein voller Erfolg

(rk) Nach sieben Wochenenden mit einem bunten Strauss von Events für jeden Geschmack klang das Waldegg Spektakel 30 am Samstag, 9. Februar 2013 mit einem fulminanten Finale mit Truck Stop, Europas Country Band Nummer Eins, im prallvollen Zelt wahrlich spektakulär aus. Wie es sich eben für ein Spektakel gebührt! Anita und Chläus Dörig strahlten zufrieden, wenn auch ein bisschen müde, über den Verlauf ihres langen Jubiläumsfestes: „Es war einfach super!“ –9–


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„Europas Country Band Nummer Eins“, die deutsche Gruppe Truck Stop, beim fulminanten Schlusskonzert des Waldegg Spektakels.

30 Jahre Anita und Chläus Dörig im Erlebnis Waldegg Die Zahl 30 im Namen der Waldegg –Winterfestwochen stand für Sommer 1982, in denen das Ehepaar Dörig das damalige Bauernrestaurant zum weit über die Region hinaus strahlenden Vorzeigebetrieb der Erlebnisgastronomie machten. Dem Ausflugsrestaurant fügten die beiden scheinbar nimmermüden und innovativen Gastgeber nach und nach neue Facetten an. Zuerst kam der Schnuggebock, dann der Tintelompe, gefolgt von Tante Emmas Ladebeizli und jüngst dem Ziträdli. Zuvor hatte sich die Waldegg schon einen Namen als Heimat eines beliebten

Country Music Festivals gemacht. Diese Stationen waren dann auch zwei Monate lang im Zirkuszelt auf der Waldegg zu sehen, ein Country Saloon, das klassische Restaurant Waldegg mit Gartenbeiz, ein Schnuggeböckli, ein Tintelömpli und ein kleines Ziträdli. Einen speziellen Platz nahm die zweimannshohe Friteuse ein: Diese „Stifte Bar“ wurde von den WaldeggLehrlingen selbständig geführt und repräsentierte so den hohen Stellenwert, den die Dörigs der gastronomischen Nachwuchsförderung beimessen. Das Ambiente, die Vielfalt der Inneneinrichtung im Spektakel-Zelt waren wohl einmalig. – 11 –

Staunen über das WaldeggDörfli Schon bei der feierlichen Eröffnung des Waldegg Spektakels mit Ehrengsäten aus Politik, Gastronomie und den Dorfvereinen am 28. Dezember 2012 war manch ein „aah!“ und „ooh!“ ob dem ins Zelt gezauberten WaldeggDörfli zu hören. „Unglaublich, fast ein bisschen verrückt“, meinte ein Regierungsrat und genoss die Atmosphäre dann in vollen Zügen. Dieses wohlige Staunen hielt über die ganze Dauer des Waldegg Spektakels an. Über 7‘000 Gäste kamen in den Genuss der waldeggigen Kulissen. Mehr als 50 Musiker traten insgesamt auf. Auch sie waren vom Spektakel-Zelt verzückt. „Wir sind ja schon an vielen Orten aufgetreten, auf grossen und kleinen Bühnen, aber sowas haben wir noch nie gesehen“ meinte gar der eine oder andere der internationalen Künstler: „wow!“ Dank an die Gäste Anita und Chläus Dörig hatten von Anfang an das Wald-


egg Spektakel 30 als Dank an die Gäste ihrer vergangenen 30 Dienstjahre angedacht und konzipiert. Daher stammte auch die Idee des freien Eintritts für alle Konzerte, für jeden Event. Dies war nur möglich, weil die langjährigen Lieferanten vom Erlebnis Waldegg das Spektakel als Sponsoren grosszügig unterstützten: „Hereinspaziert, ihr Waldeggfreunde!“ war die Einladung zum gemütlichen Zusammensein

und partymässigen Austoben in der ungewohnten kalten Jahreszeit. Und es hat funktioniert! An jedem Abend, bei den County Nights, den Schlagernächten, bei Crazy Brass und Oktoberfest im Januar, beim Appzölle Obig, bei Rock, Partysound und Boogie, immer herrschte eitel Freude und eine tolle Stimmung. Es ist dem Waldegg-Wirte-Ehepaar ein weiteres Mal gelungen, ein deutliches Ausrufezeichen zu setzen.

Langer Nachhall So meinte denn auch Chläus Dörig am Tag nach dem Finale zufrieden: „Ja, es hat sich gelohnt. Es hat Spass gemacht vom Anfang bis zum Ende. Unser Stammpersonal und die vielen zusätzlichen Helfer haben ihren Einsatz genossen und dazu beigetragen -- und das war das wichtigste Ziel -dass unsere Gäste ebenfalls ihren Spass hatten und zu einem ganzen Reigen toller Feste und Erlebnisse kamen. Man wird noch lange vom Waldegg Spektakel 30 sprechen. So wie das Zirkuszelt lange Wochen in die Winternächte hinaus glitzerte, so wird unser Spektakel noch lange für unser Erlebnis Waldegg nachstrahlen. S hätt gfäget!“

Anita und Chläus Dörig freuen sich über den vollen Erfolg vom Waldegg Spektakel 30.

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Traditionell im frischem Glanz

Neuer Latten-Hag (rk) Die Zwerggeissen beim Waldegg-Haupteingang sind umgeben von traditionellen Appenzeller Holz-Zäunen. Parallel zur SchnuggebockSüdwand steht ein SteckenHag. Einer wie er auf den Alpen etwa dort aufgestellt wird, wo er über eine Felsplatte führt. Anders gesagt dort, wo keine Pfähle in den Boden getrieben werden können oder

dürfen. Unten, entlang der Strasse, ruht auf in den Boden getriebenen kleinen Pfählen der Latten-Hag. Ein wichtiges Merkmal beider Appenzeller Häge ist, dass bei ihnen keine Nägel verwendet werden. Vielmehr werden Stecken und Latten kunstvoll ineinander gearbeitet und mit Drähten verzurrt. Lange Zeit sah man diese einheimischen

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Zäune kaum mehr. Zur Eröffnung des Schnuggebock hielten sie Einzug im Erlebnis Waldegg. Die Gäste staunten und freuten sich. Seither sieht man diese Häge wieder vermehrt, Appenzellerlandauf und ab. Sogar mitten in den Dörfern. Der Schnuggebock hat hier wohl etwas fast Vergessenes wieder in Erinnerung gerufen.


Der Schnuggebock hat im März 2001 das Licht der Welt erblickt und mit ihm zusammen sein Stecken- und Lattenhag. Schadhafte Stellen wurden ab und zu geflickt. Doch im vergangenen Winter hatte der untere Teil gegen die Strasse hin so stark gelitten, dass er ersetzt werden musste. Die beiden Innerrhoder Bauern Sepp Koller und Stefan Räss haben ihn anfangs März fachgerecht neu aufgebaut. Sepp ist seit 2001 dafür verantwortlich, dass der SchnuggebockHag eine gute Falle macht.

Zungen, die behaupten, dass nicht Enkel Julian mit dem Traktor beim Schneeräumen in den Lattenhag gerasselt sei, sondern Grosspapi Chläus höchstpersönlich, dürfen nicht als „böse“ bezeichnet werden! – 14 –


Kindliche Schlauheit

Menuänderung unser Büsi ein sehr flinkes Exemplar war, so entkam es den Tritten des Erstgeborenen. Die Mieter in der Wohnung unter uns hatten allerdings weniger Freude an den fortwährenden Dribbel-Trainings im Hausflur.

Roland Kink

Kaum war Sohnemann Dimitri seiner kindlichen Kriechphase entwachsen und konnte sich einigermassen unwacklig auf den Beinen halten, war ich überzeugt, dass seine Motorik ausreichte, einmal Fussballprofi zu werden. FCB, Basel, Bayern oder Barcelona, klar. Die leere Konservendose des Schnurtelefons seiner kleinen Schwester kickte er in der Tat schon früh mit Kunstschüssen von bananiger Flugbahn zum Teddybären in der Spielecke. Das kam ja schon einer Cornerflanke gleich. Ein vielversprechender Anfang! Was ihm vor die Füsse kam: Kick und weg! Gut, dass

Dann kam die grosse Ernüchterung in Sachen Tschutti-Talent. Des Herrn Sohns Kindergarten-Mannschaft wurde am Teufner Dorfturnier in ihrer Kategorie letzter Sieger. Fast keine Tore hatte sie geschossen, Dimitri schon gar nicht. Ich dachte schon darüber nach, ob er nicht in eine andere Sportart wechseln sollte. Nun, zum Trost erhielten die tapferen Kickerchen pro Mann einen Gutschein für einen Coupe auf der Waldegg. Was für ein Erfolg für einen Misserfolg! Kurz darauf begleiteten die fürsorglichen Fussballer-Mütter ihre Knirpse bei strahlendem Wetter in die Waldegg-Gartenwirtschaft. Die Glace-Karte machte schnell die Runde. „Was möchtet ihr nun?“, fragte – 15 –

die freundliche Serviermagd. „Also Vanille Erdbeer“, sagte der eine, „Schoggi/Haselnuss“ der andere, „Mokka/ Erdbeer“ der Dritte, und Dimitri wollte zwei Kugeln Vanille. „Aber, Buben, ihr dürft mehr nehmen, ihr habt doch einen Gutschein für einen richtigen Coupe. Ihr könnt auch einen ganz grossen bestellen“, wurden die Knirpse aufgeklärt. Nun erklärten die Mütter ihren Jungs, woraus die einzelnen leckeren Eisbecher auf der Waldegg-Karte bestanden. Alle betrachteten die bunten Bilder und gingen ein Weilchen in sich. Romanoff aus Russland, gesplittete Bananen. Ein Coupe mit einem ganzen Haus drin („Maison“). Oder ein ganz schneller („Tete-â-tète“, Kopf-an-Kopf-Rennen) oder ein ganz heisser, der Hot Berries? Dann kam Maria mit ihrem Bestellblöckli zurück und fragte, wer denn als erster bestellen möchte. Mein ehemaliger zukünftiger Fussballstar fasste sich ein Herz und sagte laut und deutlich: „Also, dann nehme ich einen grossen Coupe Dänemark, aber ohne Schoggi und ohne Rahm“.


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Säntis Malt, der Highlander vom Alpstein

Ein Europameister aus Appenzell (rk) Süüdwöörscht, Mostbröckli, natürlich der geheimnisumwobene Käse, Schlorzifladen, Chnoblipantli, Ziträdli, Biber, Chäsfladebrod und Gerstensaft der Brauerei Locher: Sie alle stehen für des Appenzellers verwöhnten Gaumen und dienen als Botschafter, man verzeihe den Ausdruck, für die kulinarische Appenzellness. Aber Whisky? werden. Dies geschah im engeren Freundeskreis. Dabei bemerkte einer der Degustanten, dass dies ja ein richtiger Whisky geworden sei: Aus dem geplanten Geburtstagsschnäpsli war ein veritabler Säntis Malt entstanden! Appenzeller Whisky!

1999 wurde in der Eidgenossenschaft das seit dem 2. Weltkrieg gültige Verbot, aus Getreide Schnaps zu brennen, aufgehoben. Ohne vorerst an „Whisky“ zu denken, hatte Bierbrauer Karl Locher sofort die Idee, wie es früher bei vielen Brauereien üblich war, wieder mit der Schnapsbrennerei zu beginnen. Gerste dafür war ja beileibe genügend vorhanden. Zudem standen zur Lagerung des ge-

brannten Wassers eine grosse Zahl alter Eichenholz-Bierfässer zur Verfügung. Karl Locher, Jahrgang 1960, stellte sich damals vor, seinen ersten Gerstenschnaps 20 Jahre zu lagern, denn dann könnte er seinen 60. Geburtstag mit einem Zwanzigjährigen begiessen. Nach und nach reiften die ersten Brände heran. Natürlich mussten sie ab und zu probiert – 17 –

Inzwischen, der 60. Geburtstag von Karl Locher steht noch lange vor der Tür, ist aus der ursprünglichen Privat-Idee ein bekanntes Qualitätsprodukt der innovativen Appenzeller Brauerei geworden. Nicht irgendeines, denn inzwischen gelten die nun so genannten Säntis Malts als einige der besten Whiskies, die es überhaupt gibt. Säntis Malt, der Ausgezeichnete 2002 bringt die Brauerei Locher erstmals einen Whisky auf den Markt, drei Jahre nach dem ersten Brennen des GerstenLebenswassers. Damit wird sie


zur Vorreiterin der Schweizer Whisky-Produktion. Nur ein Jahr später, nach einem vielversprechenden Start, wird zur Steigerung der Qualität zusätzlich auf Rohstoffe aus den Schweizer Bergen gesetzt. Von nun an stammt ein Teil der Gerste für den Säntis Malt aus den höchstgelegenen Anbaugebieten Europas, aus dem Appenzellerland selbst, aus dem bündnerischen Oberhalbstein und dem Engadin. Sie erhält durch die Höhe und die extremen Witterungsbedingungen mehr Vitalität und Kraft, was schliesslich in den Whisky einfliesst. So erstaunt es nur auf den ersten Blick, dass einige Jahre später die Edition „Dreifaltigkeit“ des Säntis Malt vom Whisky-Papst Jim Murray zum „European Whisky of the Year 2010“ erkoren wird. Ein Jahr danach kürt der Whisky Guide Schweiz die Brauerei (und nun auch wieder Brennerei!) Locher zur „Whisky Distillery 2011“. Und im vergangenen Jahr erreichen die Editionen „Säntis“, „Sigel“, „Alpstein 1 “ und „Marwees“ traumhafte Ergebnisse an Tastings an der IWSC (International Wine

and Spirit Competition) in London. Was für ein Senkrechtstart, vom Kopfschütteln erregenden Neuling zum Eu-

ropameister innert nur einem guten Jahrzehnt! Da wird auch der verwöhnteste schottische Whisky-Geniesser kaum

Alpiner Gersten-Vertragsanbau für die Brauerei Locher in Salouf GR auf 1300 m.ü.M.

Whisky – der Begriff, das Lebenswasser In Europa muss ein Whisky · durch Destillieren von Getreidemalzmaische gewonnen sein, · zu einem Alkoholgehalt von weniger als 94,8 Volumenprozent destilliert werden, · mindestens drei Jahre lang in Holzfässern mit einem Fassungsvermögen von 700 Litern oder weniger reifen und · einen Mindestalkoholgehalt von 40 Volumenprozent aufweisen. Jeder Whisky hat seinen eigenen Geschmack. Zudem unterscheidet sich auch der Inhalt jedes Fasses vom Inhalt anderer Fässer. Für die Vielfalt an Aromen sind drei Einflussfaktoren verantwortlich: die Rohstoffe, der Herstellungsprozess und die Fassreifung. Bis heute ist unklar, ob Schottland oder Irland das Ursprungsland des Whiskys ist. Das

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heutige Wort Whisky, erstmals 1736 erwähnt, kann aus dem Schottisch-Gälischen uisge beatha (gesprochen: etwa „uschkeba“) oder vom Irischen uisce beatha (gesprochen etwa: „ischkeba“) abgeleitet werden und bedeutet Lebenswasser. Die Engländer anglisierten das gälische Wort uisge beatha zum heute gebräuchlichen „Whisky“.


mit Lob und Anerkennung geizen können! Säntis Malts – die Editionen Vier der heutigen fünf Standard-Whisky-Produkte der Distlillerie Locher sind Single Malts, die Edition Marwees mit 18 Volumenprozent ist ein Whisky-Rahm-Likör unter dem Label Säntis Cream. Die vier regelmässig erhältlichen Whiskies sind „Säntis, der Artige“, „Dreifaltigkeit, der Unbändige“, „Sigel, der Tiefsinnige“ und der „Föhnsturm“. Daneben existiert die fortlaufende Edition „Alpstein“. Nebst Erstbelegung in Eichenholzbierfässern erhalten diese Raritäten ein Finish in Bourbon-, Sherry-, Wein- oder in anderen ausge-

suchten Spezialfässern. So hat jeder Säntis Single Malt seinenganz speziellen eigenen, ausgeprägten Charakter. Für die Vielfalt der Aromen in unterschiedlichen Whiskies sind drei Faktoren entscheidend: die Rohstoffe (Wasser, Gerstenmalz, Hefe), die Art des Brennens und die Fassreifung. Wie die Mineralquelle Gontenbad profitiert auch die Distillerie Locher vom hervorragenden Alpstein-Wasser. Zudem, wie geschrieben, verwendet sie in alpinem Vertragsanbau gewonnene kraftvolle Gerste erster Güte. Die jahrelange Reifung in Eichenfässern kann für 60 bis 80 Prozent des Geschmacks verantwortlich sein. Hierbei sind vor allem die

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Holzart und die frühere Nutzung des Fasses von Bedeutung und natürlich die Dauer des Ausbaus. In Schottland werden hauptsächlich aus Spanien und Portugal importierte Eichenfässer verwendet, in denen vorher Sherry oder Portwein gelagert wurde, dazu kommen immer öfter auch Bourbon-Fässer aus den USA. Neuerdings veredeln die Schotten aber einige ihrer Abfüllungen durch „Finishing“, eine abschliessende zusätzliche Lagerung in Fässern, in denen zuvor zum Beispiel Rum, Cognac, Bordeaux, Madeira oder Weisswein gelagert wurde. Einige schottische Distillerien sind berühmt für den Torfgeschmack ihrer Whiskies. Dieser stammt vom Wasser, das durch Moore fliesst, sowie, weit wichtiger, vom „peaten“. Damit ist gemeint, dass beim Darren (Stoppen des Keimprozesses in der Gerste beim Mälzen) das dazu verwendete Feuer teilweise oder ganz mit Torf beschickt wird. Diese Dinge werden hier erwähnt, um die speziellen appenzellischen Eigenschaften der Säntis Single Malts herauszuschälen.


Säntis Malts in speziellen Fässern Bier und Malz-Whisky sind Brüder. Beider Eltern sind Wasser und Gerste. Früher wurden beide in Eichenfässern gross, der Whisky heute noch. Die alten Bierfässer wurden extra zur Bierlagerung hergestellt. Für den Whisky nahm und nimmt man Fässer, in denen früher wines & spirtis gelagert wurden. Brüder gehören doch zusammen ….. Was liegt also näher, vor allem wenn man über einen uralten Bestand von Bierfässern aus Eiche verfügt, den MalzFeinbrand (später „Whisky“) in Bierfässern zu lagern! Und genau das tut die Brauerei/Distillerie Locher: Ein frischer Säntis Malt kommt in ein 70 bis 140 Jahre altes Eichenbierfass. Während seines langen Lebens hat das Holz trotz der Pichung (dem Anbringen einer Harzschicht im Inneren des Fasses) Bier-Aromen angenommen. Nach Entfernung dieser Harzschicht nimmt der im Bierfass gelagerte Whisky neben den Eichen- nun auch die Bieraromen in sich auf. Die Distillerie Locher ist nach ihrem Wissen die einzige weltweit, die ihren

Whisky in alten Bierfässern lagert! Obwohl früher fast jede Brauerei auch die Kunst des Schnapsbrennens beherrschte! Eine aromatische Spezialität innerhalb der Locher-Whiskies stellt die Edition „Dreifaltigkeit“ dar. Das für sie verwendete Gerstenmalz wird ein zweites Mal genetzt und erhält dann ein Nachräuchern über einem Feuer aus Buchen- und Apfelholz und Torf. Die Edition Dreifaltigkeit ist so der einzige Säntis Malt, der wie viele seiner schottischen Verwandten „gepeatet“, also getorft wird (Darren über Torf-Rauch). Whiskyliebhaber und solche, die es werden wollen, die

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durch den vorliegenden Waldegg Kalender gwundrig gemacht wurden, können ihre Kenntnisse über die Säntis Malts, echte Appenzeller(!) nach frühzeitiger Anmeldung bei einem Whisky Tasting (Gruppen von 10 bis 16 Personen) im Brauquöll zu Appenzöll vertiefen: 071 788 01 76, www.saentismalt.ch Säntis Malts im Erlebnis Waldegg Die Säntis Single Malts sind wie viele andere Appenzeller Spezialitäten in Meiers Chrom-Egge beim Haupteingang zum Erlebnis Waldegg erhältlich.


Vom Stallbueb zum Erlebnis-Führer

Waldegg Führungen mit Jock

Jock gehört zum Erlebnis Waldegg wie die Säuli im Schnuggebock-Stall, die Ochsen im Laufhof oder die wiederkäuenden Gaissen: Immer schön mit der Ruhe. Immer schön das Ränzlein an der Sonne, immer für ein Gemäcker gut. Ja man könnte sagen, unser Stallbueb neige etwas zur Faulheit und Bequemlichkeit. Wer will’s ihm vergonnen, schliesslich sieht ja niemand, wie er abends den Mist durch den Fletschlig stösst

oder die dreckigen Chuefüdle poliert. Und darum treibt er sich tagsüber gern auf der Vorbrugg, bei Meiers Chromegge oder im Schloff herum und verwickelt die Umstehenden in ein lockeres Gespräch. Ab und zu erzählt er einen Witz, träf oder halt auch etwas faul, aber immer für viele Lacher gut. Jock hat viel gelernt in letzter Zeit. Nun kennt er nicht nur seinen Stall, sondern gleich jeden Winkel vom Schnuggebock übers Ziträdli zur Käserei, Tante Emmas Ladebeizli und zum Tintelompe. Zu allem weiss er eine Geschichte. Letzthin haben ihn ein paar Zürcher gebeten, ihnen doch das ganze Erlebnis Waldegg zu zeigen. Obwohl die guten Grossstädter – 21 –

manchmal etwas Mühe mit Jocks Dialekt hatten, waren sie des Lobes voll über das eigentlich ganz pfiffige Mannli. Darum hat ihm nun Meister Dörig erlaubt, auch während seiner Arbeitszeit die Frönten durch Haus und Stall zu führen und ihnen einen vertieften Blick in den kleinen Kosmos Waldegg zu ermöglichen. Der Jock reserviert gerne einen Termin für Sie, liebe Gäste! Jock-Gruppenführungen (2 bis 30 Personen) mit einer Überraschung durch’s Erlebnis Waldegg auf Bestellung. Pauschalpreis 110 Franken, Dauer eine gute Stunde. Die Führungen sollten ausserhalb der Schnuggebock-Öffnungszeiten liegen (11:30 bis 14 Uhr; ab 17:30 Uhr). Ideale Termine sind zum Beispiel 9:30 bis 10:30 oder 16:00 bis 17:00) Anmeldungen an 071 333 12 30. Jocks Führungen sind im Appenzeller Dialekt oder in der Sprache Goethes. Für englisch- und französischsprachige Gruppen springt der Waldeggschreiber ein.


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Fröhlich ist das Ochsenleben

Neues aus dem Stall

(rk) Gestatten Sie, liebe Gäste, dass wir uns Ihnen kurz vorstellen. Wir sind Fridolin und Felix, die beiden WaldeggOchsen. Der hellere von uns beiden ist der Felix. Der dunklere der Fridolin. Das heisst aber nicht, dass dieser ein dunkler Geselle wäre. Ganz im Gegenteil: Wir sind zwei aufgestellte, fröhliche Kerle. Wir sind ja auch noch jung. Manchmal merkt man das halt kaum, wenn wir bedächtig über die Waldegg-Wiesen zotteln. Wir sind eben ent-

schleunigte Frohnaturen! Wir geniessen das Leben auf der Waldegg und hoffen, dass Sie, liebe Gäste, dies bei Ihrem Aufenthalt bei uns auch tun. Ein Indianerhäuptling würde sagen „hugh, ich habe gesprochen“. Wir entbieten Ihnen ein ochsenstarken „Muuuuh!“ Frohnaturen sind wir schon. Aber jetzt müssen wir Ihnen für einmal etwas Trauriges erzählen: Wir sind die letzten unserer Gattung, die hier das Ochsen-Fähnchen hochhal– 23 –

ten. Fritz und Falk, unsere alten Kollegen und grossen Vorbilder sind inzwischen in den Rindviecher-Himmel eingezogen. Das macht uns zwar traurig, aber so ist das Leben! Und Sie, liebe Gäste, spüren das leider auch: In diesem Sommer gibt’s keine Ochsenfahrten auf der Waldegg. Leider. Wie gesagt, wir sind noch soooo jung und halt auch unerfahren im Wagenschleppen. Und der Chläus, unser Chef und Ernährer, hat uns auch geflüstert, dass wir einen neuen Trainer kriegen sollen. Denn manchmal haben wir vor lauter Fröhlichkeit zu viele Flausen im Kopf, um all die Kommandos zu begreifen. Wenn wir mit dem Dörig sprechen könnten wie mit dem Doktor Dolittle, dann hätten wir einen grossen Wunsch an ihn: Er soll uns doch wieder zwei grössere und ältere Kollegen posten. Da gibt es ja so viele Viehmärkte! Dann hätten wir wieder Vorbilder, bei denen wir das Fusswerk des Ochsenkarren-Ziehens lernen könnten. Muh.


Durst In der Zeit, als das Coca Cola langsam in Mode kam, tranken wir am Morgen Mölchkafi aus grossen Beckeli ohne

Mölchkafe = Milchkaffee

Henkel und am Abend auch. Tranken wir ihn nicht sofort, gab es einen bräunlichweißen Böls, den wir oodelig zwischen Daumen und Zeigfinger nahmen und wie ein Wäschestück an den Beckelirand hängten. Später sagten sie, Kaffee sei für Kinder ungesund, worauf der Böls Heliomaltbraun wurde. Am Mittag gab es zum Essen selbst einge-

Böls = Pelz; Haut, die beim Erkalten von heißer Milch entsteht oodelig = langsam Heliomalt = (Markenname) Instant-Malzgetränk

machten Süßmost mit Satz am Flaschenboden, den man beim Einschenken grosszügig dem Tischnachbarn überliess. Der Vater trank sauren Most aus dem Fass im Keller und die Mutter – glaube ich – nichts. Auf jeden Fall mag ich mich nicht erinnern, dass sie Saft getrunken hätte, der eigentlich nur für die Männer war. Auf Süßmost verzichtete sie wohl, weil sie ihn uns weggetrunken hätte. Dafür brauchte sie zwischendurch einen Kamillen-, Brennnessel-, Frauemeeteli- oder Täghüffetee. Männer tranken keinen Tee und Goofe nur, wenn sie krank waren. Dafür bekamen die Kinder zwischendurch einen Imbei-Sirup, aber nur, wenn sie Durst hatten – und in der Nacht selten ein Glas Zockewasse, wenn sie nicht schlafen konnten. Heißes Zitronenwasser mit Iimehung war wirksam gegen Schlockweh und zugleich unheimlich gut. Hatte man Chriesi oder – was nur selten vorkam – Glace gegessen, durfte man nachher auf gar keinen Fall trinken. Es seien schon Leute daran gestorben, hiess es. Das glaubten wir nicht so recht. Zu gerne hätten wir es einmal ausprobiert, aber wir getrauten uns doch nicht. Fast vergessen hätte ich die Suppe. Suppe war essen und trinken zugleich. Wenn nur noch Dünnes im Teller war, wurde der Löffel beiseite gelegt, der Teller in beide Hände genommen, an die Lippen geführt und der Inhalt mit einem

Frauemeeteli = Frauenmantel Täghüffe = Hagebutten Imbei = Himbeeren Zockewasse = Zuckerwasser Iimehung = Bienenhonig Schlockweh = Halsweh Chriesi = Kirschen


gefühlvollen Schlürfen eingesogen. Aber wehe, man wackelte mit den Armen und Händen, oder der Tischnachbar schopfte einem! Auch Lachen mochte es nicht liide. Der

schopfe = schupsen, stossen liide möge = in der Toleranz sein

Vater konnte den Teller sogar mit einer Hand zum Mund führen. Erst später fragten wir uns, ob das Suppentrinken auf diese Art eigentlich anständig gewesen war oder nicht. Suppe war übrigens neben Mölchkafi und Heliomalt das einzige Getränk, das man trinken durfte und manchmal sogar musste, auch wenn man keinen Durst hatte. Ansonsten war Trinken ohne Durst strengstens verboten. Eine Ausnahme galt offensichtlich für Männer im Wirtshaus. Anderseits tranken die Erwachsenen manchmal nur ein winziges Gläsli Schnaps, kaum einen Fingerhut groß, was doch unmöglich ihren Durst löschen konnte. Denn oft genug haben wir kleine Chindli bestaunt, die bereits kurz

Chindli = Säugling

nach der Geburt ganze Schoppenflaschen leerten. Diesen Teil der Erwachsenenwelt verstanden wir nicht. Nur schon beim Riechen an ihren Getränken -- Bier, Saft, Trester und Kalterer – kehrte es uns schier den Magen. Unvorstellbar,

Kalterer = Wein: Kalterersee

dass man das alles dereinst gern haben sollte. Die Großen ihrerseits speuzten über unseren Sirup und

speuze = spucken

bezeichneten das absolute Lieblingsmodegetränk, welches leider viel zu selten prickelnd und erfrischend durch unsere Kehlen rann, abschätzig als Negebronz.

Roland Inauen

Mit Durst gastiert Roland Inauen, Kurator des Museums Appenzell, zum siebten Mal mit Erinnerungen an seine Kindheit in Innerrhoden bei uns im Waldegg Kalender. Diese Episode stammt wiederum aus seinem Büchlein "Charesalb ond Chlausebickli" und entspricht in der grafischen Darstellung von neuem jener in der von der Edition Ostschweiz liebevoll gestalteten

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Negebronz = Negerbrunz (für Coca Cola)

Broschüre. Das Thema aus alter Zeit passt ausgezeichnet zu diesem Sommerheft unseres Waldegg Kalenders.

Charesalb ond Chlausebickli 66 Seiten, Fr. 24.–, VGS Verlagsgemeinschaft, St.Gallen. Im Buchhandel.


Speise Vorspeisen Fr. 9.—

Bauernsalat mit Grosis geheimer Salatsauce

Jocks fein aufgeschnittenes Siedfleisch

Fr. 10.50

mit Kräuteressigsauce

Fr. 10.50

Aus dem Schnuggebock-Käsekeller feiner Frischkäse mit Tomatensalat

Hauptspeisen Fr. 38.50

Appenzeller Schmaus Chäshörnli, Siedwurst, Appenzeller Schnitzel, Pouletbrüstchen, Beinschinken und Apfelmus

Appenzeller Schnitzel mit Chäshörnli und Apfelmus

Fr. 33.50

gefüllt mit Siedwurstbrät und Mostbröckli

Fr. 28.50

Appenzeller Siedwurst mit Chäshörnli und Apfelmus

Appenzeller Chäshörnli mit gehacktem Rindfleisch

Fr. 27.50

und Apfelmus

Gebratene Kalbschnitzel an Kräutersauce aus Grosis Garten

Fr. 36.50

mit breiten Nudeln und Tagesgemüse

Zarter Rindfleischvogel wie ihn Jock liebt

Fr. 35.50

mit Stampfkartoffeln und Tagesgemüse

Fr. 27.50

Annelis Heuete-Teller Heisser Beinschinken mit Bauernsalat oder Kalbschnitzel mit Bauernsalat

Bauernkotelett wie Grossvater es liebte

Fr. 31.50

mit Kräuterbutter und Bratkartoffeln

Fr. 30.50

Bauernpfanne mit Salat Bratkartoffeln, in Würfel geschnittenes Kalbfleisch, Schweinswürstchen, Schweinefleisch, gebratenes Ei und Gemüse – 26 –


karte Grosis fleischlose Gerichte Fr. 32.—

Gebratene Forellenfilets mit Grosis Gartenkräuterbutter, Pilawreis und Tagesgemüse

Fr. 25.50

Grosis Stampfkartoffeln mit Tagesgemüse und Gartenkräutersauce

Fr. 25.50

Appenzeller Chäshörnli mit Apfelmus

Kleinere Gerichte Gebratenes Kalbsschnitzel mit Kräuterschaum breite Nudeln und Tagesgemüse

Zarter Rindfleischvogel

Fr. 29.50 Appenzeller Schnitzel

Fr. 28.50

mit Chäshörnli und Apfelmus

Appenzeller Chäshörnli Fr. 22.50 Fr. 29.50 mit gehacktem Rindfleisch

mit Stampfkartoffeln und Tagesgemüse

Desserts Zischgelis luftige Zitronenroulade

Fr.

mit Rahm

Joggelis feine Süssmost-Creme

mit Rahm

Fr. 6.50

Jocks Lieblingsdessert

Fr.

mit Rahm

Vrenelis Schoggipuding

7.50 Appenzeller Dörrbirnenfladen Tonis Vanille und 7.50 Erdbeer-Glace

Fr.

7.—

Fr.

8.50

mit Rahm

Fr.

7.50 Meringue-Glace mit Rahm

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Getränkekarte Flaschenwein im Schnuggebock Stünde im Schnuggebock eine Stüva Grischuna statt einer Appenzeller Stube, befände sich beim Abgang zu Toilette, Keller und Alpkäserei natürlich ein Stägafässli. Neben dem offenen Wein, der im Schnuggebock an den Tisch gebracht wird, birgt sein Keller auch ohne Stägafässli einige Flaschen, für die es sich lohnt, dort hinunter zu steigen. Allerdings stammen diese wie früher aus der europäischen Nachbarschaft und nicht aus Übersee, denn Weine von so weit her zu holen, war in den Jahren, in denen der Schnuggebock „spielt“, nicht üblich. Suchen Sie, lieber Gast, Ihren Flaschenwein selbst aus dem Kellerregal und stärken Sie sich fürs Treppensteigen mit einem Glas Most vom Fass. Oben angelangt übergeben Sie bitte Ihre Flasche Ihrer Serviertochter oder Ihrem Kellner. Man wird sie gerne für Sie öffnen und Ihnen den feinen Tropfen kredenzen. Prosit! Wohl bekomms!

Offenausschank

2dl

Weisswein Fendant

8.30

20.50

8.60

21.50

Rotwein Rheintaler Cuvée Pinot noir, Cabernet Dorsa

3dl

5dl

Appenzeller Mineral Halb-Halb (Fruchtgetränk) Citro Süssmost

3.80 4.— 4.— 4.—

5.40 5.50 5.50 5.50

Saft vom Fass Naturtrüb Quöllfrisch Schnuggebock Bier

4.20 4.20 4.20

5.90 5.90 5.90

Vor em Esse Appenzeller Alpenbitter, Cynar, Campari, Martini weiss Noch em Esse es Abihäberli Appenzeller Malz-Schnaps Dörrbirnen-Schnaps aus dem Eichenfass

2 cl

1l

9.— 9.50 9.50 9.50

4 cl 6.50

5.— 5.50

8.— 9.— 10.—

Fraue-Kafi Manne-Kafi Schnuggebock-Kafi oder Biberflade-Kafi

4.— 5.70 8.50

Ovomaltine / Schokolade Schwarztee, Pfefferminztee, Hagebuttentee, Lindenblütentee, Kamillentee

4.20

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4.—


Auf dieser Seite werden traditionell Mitglieder des Waldegg-Teams vorgestellt. Dies symbolisch als Dank von Anita und Chläus Dörig an alle, die durch ihren Einsatz den Erfolg vom ERLEBNIS WALDEGG erst möglich machen.

Bridget Weinmann

Ingolf Mülverstedt

Simone Weder

wird von allen kurz “Bridge” genannt, was sie auch liebt. Die gut schwyzertütsch sprechende Hausfrau aus Cloucestershire bringt als fest angestellte Serviermagd internationalen Flair in den Schnuggebock: S Grosi aus England im Bauernhaus vom Appenzeller Grosi! Auch sonst passt sie da perfekt hin, denn ihre Hobbies sind lismen und hööglen. Gerade hat sie angefangen, den Chrüzlistich zu lernen. „Ich liebe meine Arbeit hier, denn der Service ist einfach anders als sonstwo!“ Zuhause in Herisau sitzt sie gerne auf dem Ofenbänkli und vertieft sich in ihre Bücher.

pendelt zwischen der Küche des Höhenrestaurants und seiner Heimat Dresden saisonweise hin und her. In diesem Sommer ist er als Produktionskoch zum dritten Mal bei uns. Seine Lehre absolvierte er noch in der DDR. Dann nahm seine berufliche Karriere infolge der Wende diverse Schlaufen. Darum ist er nun froh „regelmässig auf der Waldegg in einem super Team arbeiten zu dürfen, und erst noch in einer so tollen Gegend!“ Komme dazu, dass er es in seiner wechselvollen Karriere noch nie mit einer solch menschlichen und sozialen „Chefetage“ zu tun gehabt habe.

hat als waschechte Münchnerin ihren Zukünftigen äusserst stilecht getroffen, nämlich am Oktoberfest. Ausgerechnet einen Appenzeller! Ihre Ausbildung zur Reiseverkehrsfachfrau ermöglichte es ihr, beruflich sofort in der Schweiz Fuss zu fassen. Seit 2001 mit zwei Kindern und ihrem Andi in Teufen wohnhaft, reagierte sie vor gut einem Jahr auf ein WaldeggInserat. Gesucht war eine zweite Sekretärin. Nun freut sie sich jeden Morgen schon auf dem Parkplatz auf ihre Arbeit: „Die gute Luft, das tolle Panorama, die Sonne und die Tiere. Hier ist es einfach schön!“

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Nach dem Hosenkauf in die Waldegg

Peter Eggenberger

Mit abgesägten oder sogar ohne Hosen dastehen… Alle kennen diese Redensart. Und nie hätte ich gedacht, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes ausgerechnet auf mich zutreffen könnte. Noch heute läuft mit der kalte Schweiss über die Stirn, wenn ich mich jener höchstnotpeinlichen Situation erinnere… Es ist ein sonniger Frühlingstag. Gutgelaunt lasse ich mich am von meiner Rosmarie liebevoll gedeckten Frühstückstisch nieder. „Fritz, heute kommt Sonja vorbei. Wir fahren in die Stadt. Du weisst ja, die Sonderangebote in den

Kleidergeschäften…“ Ich nicke zustimmend. „Gut, ja, macht einen gemütlichen Nachmittag. Ich werde mich derweil um den Garten kümmern.“ Rosmarie lacht. „Du kommst natürlich mit. Du weisst ja, dass längst zwei oder besser drei Paar neue Hosen fällig sind, und jetzt ist die Auswahl noch recht gross.“ Vor meinem geistigen Auge breiten sich Kleiderständer aus, Hosen aller Farben und Grössen, gierig in Textilien wühlende Frauenhände, wartende Leidensgenossen vor engen Umkleidekabinen, übler Schweissgeruch… Nein, nur das nicht! Aber meine bessere Hälfte lässt sich in keiner Weise umstimmen, und mit dem Argument, dass ich ohnehin als Chauffeur gebraucht werde, erweist sich jede weitere Diskussion rund um die bereits beschlossene Sache zwecklos. Es ist eines der grössten Modegeschäfte, auf das meine Begleiterinnen zielstrebig zusteuern, und unübersehbar prangt – 31 –

über dem Eingang ein marktschreierisches Plakat mit der Aufschrift „Sonderverkauf, Reduktion bis zu 60 Prozent, jetzt zugreifen!“ Das sich im Laden bietende Bild deckt sich genau mit meinen Vorstellungen vom frühen Morgen, aber die beiden Frauen lassen mir keine Zeit, meinen Gedanken nachzuhängen. „Fritz, wir schauen uns bei den Blusen um. In dieser Zeit kannst du hier eine erste Auswahl treffen“, meint meine Gattin und schubst mich in Richtung Hosen. Lustlos schiebe ich Kleiderbügel über die Metallstange und werfe immer wieder einen verstohlenen Blick auf meine abgetragenen, dafür aber superbequemen Hosen. „Kann ich Ihnen behilflich sein?“ Die plötzlich neben mir stehende Verkäuferin trifft nach einem prüfenden Blick auf meinen Bauch eine Auswahl und schickt mich mit einem Stoss unterschiedlichster Beinkleider in die nächste Probierkabine. Hier deponiere ich die Stoffe


missmutig auf dem Stuhl, entledige mich meiner zur Ausmusterung verurteilten Lieblingshose und schlüpfe in das erstbeste Paar. Zu eng. Murrend lege ich das unpassende Stück zurück auf die Beige, und bereits jetzt ist mir jegliche Lust für einen weiteren Versuch vergangen. Während ich in Hemd und Unterhose unschlüssig vor mich hinstarre, ertönt eine aufgeregte Stimme: „Hallo Sie, wir sollten einem eiligen Kunden weitere Hosen zeigen. Entschuldigung, es dauert nur einen kurzen Moment…“ Und schon langen zwei Hände zu, und schwupp, sind sämtliche Hosen samt meiner eigenen verschwunden. Ich setze mich auf das unbequeme Stühlchen und warte. Nichts geschieht. Mein halblaut-energisches „Hallo, Sie…“ geht im Stimmengewirr unter. Man scheint mich vergessen zu haben. Nervös trete ich in der zum Käfig gewordenen Kabine von einem Bein aufs andere. Dann luge ich vorsichtig in den Verkaufsraum hinaus. Niemand ist zu sehen. Kurzentschlossen bege-

be ich mich auf Zehenspitzen zum nächsten Ständer mit Hosen, wo ich aufgeregt nach einem passenden Stück zu suchen beginne. „Was machen denn Sie hier? Das sind doch Damenhosen, mein Herr.“ Dabei mustert mich die aus dem Nichts aufgetauchte Kollegin meiner Verkäuferin misstrauisch, und ihr Blick gleitet im Zeitlupentempo über das Hemd, die Unterhose und meine nackten Beine. „Da…, Da…, Damenhosen?“ stottere ich, um dann meine Geschichte zu erzählen. Immer grösser wird der Kreis zuhörender Frauen, und ihre Mienen verraten Skepsis und Spott. Und endgültig steigt mir die Schamröte ins Gesicht, als die Bemerkung „Schon wieder einer dieser widerlicher Lüstlinge. Den sollte man…“ nicht zu überhören ist. Endlich meldet sich eine vertraute Stimme. Es ist jene Verkäuferin, die meine Hosenauswahl für den pressanten Kunden geholt hat. Als ich aufgeregt nach meinen eigenen Beinkleidern verlange, bekennt die Dame kleinlaut, dass sie be– 32 –

reits überall vergeblich danach gesucht habe. Wahrscheinlich sei meine Hose dem betreffenden Kunden miteingepackt worden. Ein Missgeschick, das ihr unendlich leid tue. Dabei streckt sie mir einen Gutschein für ein paar Hosen nach freier Wahl entgegen. Jetzt tauchen auch Rosmarie und Sonja auf, und für einmal gut, dass ich Portemonnaie und Autoschlüssel meiner Frau anvertraut habe. Nun kommt Bewegung in die Sache, und wenig später verlasse ich den Laden in neuen Hosen, und in einer modischen Tasche stecken überdies zwei weitere Paare. Highlight des Einkaufstages ist die anschliessende Einkehr in der „Waldegg“, und als ich dem Wirtepaar Chläus und Anita vom halbnackten Auftritt im Bereich der Damenhosen-Abteilung erzähle, wird herzhaft und anhaltend gelacht. Eine Woche später fragt mich Rosmarie beiläufig, wie ich mich in den neuen Beinkleidern so fühle. „Recht gut“, muss ich wider Willen zugeben. „Also war es doch nicht so schlecht, dass wir dich zu dei-


nem Glück gezwungen haben.“ Auf meine Frage, wie das gemeint sei, gesteht sie mir lachend, dass es sich bei der ganzen Hosengeschichte um eine abgekartete, von Freundin Sonja und dem Verkaufspersonal eingefädelte Sache gehandelt habe. Als ich aufbrausen und zu einem lautstarken Lamento an die Adresse der unverschämten Frauenmafia anheben will, verschliesst Rosmarie meine Lippen mit einem langen Kuss und hält fest, dass ich ohne weibliche List nie zu neuen Hosen gekommen wäre. Mir bleiben die weiteren Worte im Halse stecken, und wieder einmal muss ich mich wohl oder übel geschlagen geben.

Bücher und CD’s mit vergnüglichen Kurzgeschichten von Peter Eggenberger (Neu: „Vo Tökter ond Luusbuebe“) sowie die beiden Krimis „Mord in der Fremdenlegion“ und „Tod eines Wunderheilers“ sind in Meiers Chrom-Egge im Erlebnis Waldegg erhältlich.

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Aus dem Appenzeller Kalender 1916


Grosse Ehre für einen „Waldeggler“

Tüüfner Bär für Werner Holderegger Werner Holderegger hat mit seinen alten Teufner Ansichten schon viel zum Gesicht des Waldegg Kalenders beigetragen. Die nostalgischen Bilder unseres Dorfs in der ab und zu erschienenen Rubrik "Teufen einst und heute" stammten jeweils aus seinem Fundus alter Ansichtskarten, Fotografien und Zeichnungen. Was als Sammeln begann, machte den nun pensionierten Kondukteur des Gääserbähnlis zum veritablen Lokalhistoriker und akribischen Chronisten der Veränderungen in der Gemeinde. Seine Streifzüge durch die Umgebung führten ihn oft auch zur Waldegg, wo er ein immer gern gesehener Gast war und ist. Tüüfner Bär Zum fünften Mal wurde nun heuer der Tüüfner Bär vergeben. Die aus Bronze gegossene Skulptur wird verliehen für "aussergewöhnliche Leistungen, die anhaltenden und zielgerichteten Charakter haben. Dabei achtet der Gemeinderat

vor allem darauf, dass die Preisträger etwas geschaffen haben, das zum Zusammenhalt der Bevölkerung und zum positiven Ansehen der Gemeinde Teufen beiträgt." Vor drei Jahren herrschte grosse Freude im Erlebnis Waldegg, denn damals wurde der zweite Tüüfner Bär an Anita und Chläus Dörig verliehen. Seither steht der Bär

Freunde sozusagen für einen "Mit-Waldeggler", Freude sozusagen "unter Bärenhaltern". Das Team vom Erlebnis Waldegg gratuliert Werner Holderegger ganz herzlich! Und der Waldeggschreiber hofft, auch in Zukunft die Leser dieses Kalenders mit Kostproben aus dem Archiv des "Hüters des verlorenen Schatzes", wie ihn die Tüüfner Poscht tituliert hat, zu erfreuen.

auf seinem Ehrenplatz im Untergeschoss des Höhenrestaurants. Nun freuen sich die Dörigs für Werner, dass der Tüüfner Bär dieses Jahres den Weg in die Stube der Familie Holderegger gefunden hat.

I ha för de Bär e leiigs Plätzli gfonde, i de Stobe öberem Ofe. Dei hett er e gueti Öbersicht ond all schö warm im Winter" (Werner Holderegger gemäss der Tüüfner Poscht bei der Verleihung seines Bären.)

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Der Waldeggschreiber bat Werner Holderegger um seine zwei liebsten Bilder aus seiner Sammlung. Die obere Ansicht zeigt das Hotel Hecht, früher sogar nobel "Hotel du Brochet" genannt, als beim heutigen Parkplatz vor der Remise einer der Teufner Feuerwehrweiher noch zu sehen war. (Heute ist er in den Untergrund verbannt.) Die Gäste konnten damals ihr Frühstück auf Wunsch an Tischen "am See" serviert bekommen. Das untere Bild zeigt "Roduners Mühle am Goldibach" (auch "Goldimühle"). Werner Holderegger hat es als Jungmann vom Original, das er nicht erwerben konnte, selbst abgezeichnet, denn er war während mehrerer Jahre in der Goldimühle zu Hause, wo sein Vater als Bäcker den Lebensunterhalt der Familie verdiente.

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Willkommen im Ziträdli. Die uralte, neu aufgebaute Holzofenbäckerei mit Gruppenspass beim Selberbacken und Essen. Liebe Gäste Die Ziträdli genannte uralte, neue Holzofenbäckerei ist nach Schnuggebock, Tintelompe und Tante Emmas Ladebeizli die neueste Attraktion im Kanon der Waldegg-Erlebnisgastronomie. Auch hier

steht feine Kost, Gemütlichkeit, Nostalgie, Fröhlichkeit und gemeinsames Zusammen-Höcklen im Mittelpunkt. Dass man in einer Bäckerei Brötigs einkauft, das wussten Sie natürlich schon. Aber Zusammen-Höcklen? Im Ziträdli kann man’s ganz probat!

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Der Ziträdli-Holzofen steht in zwei getrennten Räumen. Vorne, dort wo die Teiglinge in den heissen Schlund geschossen werden, präsentiert sich der Fabrikationsraum vom ZiträdliBeck mit den alten Maschinen. Zwischen ihnen und dem Ofen befindet sich die alte


Verkaufstheke, die aus einer aufgelösten Bäckerei im Bündnerland stammt. Dahinter ragt der runde Broständer vom Boden bis zur Decke. Ursprünglich war das Ziträdli als neuer Anziehungspunkt für die Gastronomie gedacht, als weiterer Grund, für Speis‘ und Trank ins Erlebnis Waldegg zu kommen. Inzwischen hat sich die Bäckerskunst vom ZiträdliChreste aber bei so vielen Liebhabern eines herzhaften, feinschmeckigen, kräftigen

Brotes herumgesprochen, dass sie jeden Tag extra den Weg auf die Waldegg unter die Füsse oder unter die Räder nehmen. Bereits hat Chreste durch Markus Verstärkung erhalten. Aber eben: Im Ziträdli können Gruppen von 15 bis 40 Personen auch zu einer zünftigen Mahlzeit zusammenkommen. Denn im zweiten, hinteren Raum befindet sich die Ofenbeiz. Dort im Kerzenlicht zu sitzen ist eine ganz spezielle

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Erfahrung. Der eigentliche runde Ofen strahlt eine wohlige Wärme ab. Und die alte Kaffeeröstmaschine, die gleich nach der schmiedeisernen Tür zur Bäckerei steht, bildet eine imposante und ungewohnte Kulisse. Auch sie steuert ihren Teil zum verführerischen Duftbouquet im Ziträdli bei. Nicht verschweigen werden soll zudem eine weitere steinalte Tür, hinter der sich der geheimnisvolle Ziträdli-Weinkeller verbirgt.


Ein Abend im Ziträdli Ziträdli-Beck Chreste und Anneli, seine charmante Bäckersmagd, können telefonisch unter 071 333 12 30 erreicht werden. Dazu sei allen Gruppen geraten, die einen feinen Zmittag oder Znacht im Ziträdli erleben wollen. Man muss aber die Ankunftszeit ganz genau abmachen (und einhalten!), damit auch alles parat ist, wenn man dann bei den Beiden eintrifft. Einen Holzofen kann man nicht einfach auf Knopfdruck etwas wärmer stellen oder gar einschalten! Wenn eine Gruppe zu spät kommt, dann kann ihr das Gleiche passieren, wie jüngst einigen Plampis: Den ganzen Tag über hatte alles geklappt im Ziträdli. Der Ofen hatte sich exakt so benommen, wie es Chreste gern hat. Ganz heiss nach dem Anfeuern und Abbrennen des tännigen Holzes, ganz heiss noch nach dem Herausnehmen der Glut. In der heissesten Phase kamen zuerst die grossen Ruchbrot-Laibe in den Ofen, dann die kleineren Spe-

zialbrote, schliesslich, bei abnehmender Temperatur, das Kleingebäck. Die Leute hatten einen Schinken im Brotteig bestellt, dazu ein reiches Salatbuffet und einen Becken-Dessert. Aber sie trafen verspätet ein. Zwar hatten Anneli und Chreste ihre Vorbereitungen exakt gemacht, aber der Zeitplan war durcheinander. Anneli begrüsste die Leute trotzdem ganz freundlich. Sie führte sie an die Tische in der Ofen-Beiz. Allerdings musste sie dann sofort Chreste in der Backstube helfen, den Zeitplan wieder auf die Reihe zu kriegen. Als erstes hat sie einen Gast gebeten, doch das Amt des Kellermeisters zu übernehmen. Der hat dann gleich Roten und Weissen ausgeschenkt, der Apéro war blitzartig gut unterwegs. Es dauerte nicht lange und Anneli bat wieder um Hilfe: Chreste musste den Ofen nochmals einheizen. Wie konnte er da den Dessert richten!? Also bat Anneli die Gäste, dies gleich selbst zu übernehmen. Der Wein hatte die letzte Furcht bei Allen genommen und sogleich wurden Äpfel entkernt und Teigli ausgerollt. – 39 –

Diese wurden dann den Äpfeln als Pyjama angezogen. Nach dem Abricotieren kennzeichnete Jede und Jeder den selbstgemachten Dessert. Sie wurden auf ein Blech gelegt. Chreste konnte dann dieses in den Ofen schieben, denn unterdessen hatte er dort drin wieder genügend Wärme, dass er auch den Schinken im Brotteig bereits herausgenommen hatte. Nun setzte sich die ganze Gesellschaft wieder zu Tisch und futterte drauflos, denn mit zusätzlicher Arbeit in der Holzofenbäckerei hatte man ja nicht gerechnet. Doch der delikate Schinken, das feine Brot entschädigte für alle Mühen! Darauf stimmten Anneli und die Gästeschar zu Ehren von Chreste das alte Bäckerslied an. Und ganz zum Schluss wollte Anneli noch wissen, ob jemand mit einer alten Kaffemühle umgehen könne. Alle konnten! So geht ein Schlemmer-Abend im Ziträdli! (rk)


Aus dem Appenzeller Kalender 1894


Willkommen im Höhenrestaurant. Erleben Sie eine ganz besondere Atmosphäre. Liebe Gäste Seit 1948 wirtet die Familie Dörig auf der Waldegg. Erstaunlich nur, dass der heutige Wirt, Chläus Dörig, dies erst in zweiter Generation tut. Einewäg: Eine lange Zeit, mehr als 60 Jahre. Man kann sie bereits in Jahrhunderten messen: Mehr als ein halbes! Ich erinnere mich nicht an meinen ersten Besuch auf der Waldegg, auch das ist (zu) lange her. Ich sehe aber noch die Samstagnachmittage vor mir, die ich als St. Galler Kantonsschüler in den späten Sechzigern zusammen mit meinen Schulgspänli jassend im Gartenrestaurant verbracht habe. Oft ging damals mit dem letzten Schluck Saft auch das Sackgeld zur Neige. Wir sassen auf den rauen Holzbänken, deren Pfosten direkt in die Wiese eingeschlagen waren, und klopften die Trümpfe auf den Tisch. Wenn wir ganz gut bei Kasse

waren, reichte es vor dem Heimweg für eine stärkende Bratwurst mit Rösti. Beim Abmarsch Richtung Santjörgen haben wir uns jeweils artig von Wirtin Rosa Dörig verabschiedet. Dabei hat einmal einer von uns – es war an einem gutbetuchten Tag, es reichte für mehrere Säfte – vor lauten Artigkeit sogar das Bein gebrochen. Dort, wo noch heute die Strasse zum Bädli beginnt. Die Beiz oben am Eggen Höhenweg war schon damals etwas ganz Besonderes, irgendwie einfach toll. Die Wirtsleute, die gemütliche Stube, die wunderbare Aussicht, der Garten, die vielen Bekannten, die man oft antraf, Freunde, die es nur geworden waren, weil sie auch auf der Waldegg verkehrten. Die Kantonsgrenze, unterstrichen vom Dialekt der Familie Dörig, verlieh der Waldegg für uns Städter sogar einen leicht exotischen Anstrich. – 41 –

Inzwischen, es sind seither immerhin mehr als vierzig Jahre vergangen, gehe ich nicht einfach mehr "auf die Waldegg". So einfach ist das nicht mehr. Vieles hat sich geändert. Aber eines ist geblieben: Das Waldegg-Gefühl, das WaldeggChribbelen. Es gibt hier oben nicht mehr einfach eine Landbeiz mit Gartenwirtschaft, sondern eine Vorzeige-ErlebnisGastronomie, mit entsprechendem Namen, Erlebnis Waldegg halt, mit Schnuggebock, Tante Emmas Ladebeizli, Tintelompe und – eben und gottlob – dem "Höhenrestaurant". So nennt sich nun der Teil von Dörigs Erlebniswelt, der früher "die Waldegg" war. Für mich ist es halt immer noch ein bisschen die alte Waldegg. Da ist immer noch das Chribbelen drin. Trotz dem neumodischen NostalgieSchnuggebock, dem heimeligen Lädeli von Tante Emma und dem umwerfend lustigen alten Schulzimmer namens Tintelompe.


Schlemmer-Terrasse und Gartenbeiz vom Feinsten.

Gemütliches Höcklen, Beisammensein, Essen und Trinken im Höhenrestaurant.

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Natürlich schaut das Höhenrestaurant nicht mehr gleich drein wie vor vier Jahrzehnten die alte Waldegg. Aber es dient immer noch dem gleichen Zweck, funktioniert noch (fast) wie damals. Die Gartenwirtschaft ist viel grösser, viel schöner, gepflegter geworden, der Boden ist gepflästert. Statt einer Gireizi gibt’s nun einen tollen Kinderspielplatz und sogar einen leibhaftigen Streichelzoo. Alles top, alles auf dem neusten Stand. Aber die umwerfende Aussicht ist geblieben, der Säntis steht noch am alten Ort, die mächtigen Eschen werfen noch immer ihren Schatten auf die fröhlichen Zecher. Noch immer gilt, dass es kaum Schöneres gibt, als auf der Waldegg, äh, im Garten des Höhenrestaurants zu höcklen und dem Herrgott bei einem Glas Saft den Tag zu stehlen! Auch drinnen ist vieles neu. Aber auch hier weht noch der alte Geist. Es waldegglet immer noch ghörig. Und das ist gut so. Wenn ich nach längerem Auslandsaufenthalt in Kloten lande, dann zieht’s

mich automatisch nach Teufen ins Höhenrestaurant. Erst wenn ich dann hier sitze und eine Bratwurst mit Rösti vor mir habe, bin ich wieder richtig zu Hause. Die könnte ich auch drunten in der Stadt haben, aber nein, es muss auf der Waldegg, äh, im Höhenrestaurant sein. Wenn ich vom Schnuggebock her ins Restaurant trete, streift mein Blick dann oft eine festlich gedeckte Tafel im Saal. Wird heute geheiratet, oder wird ein Geburtstag gefeiert oder ein Diplom? Ich erinnere mich spontan an die vielen frohen Stunden, die schönen Familienfeste. Ganz früher war es sogar in unserer Clique Tradition, den Silvester hier zu zelebrieren. Der runde Geburtstag von Oma Gret kommt mir in den Sinn. Oder die exquisiten Nachtessen im kleinen Familienkreis am runden Tisch. Mir läuft das Wasser im Nachhinein noch im Mund zusammen. Der Ort hier, die Waldegg, das Höhenrestaurant ist einfach nur mit guten Erinnerungen verbunden. Hoffentlich geht es vielen anderen – 43 –

Leuten auch so wie mir: Habe ich Grund zum feiern, Grund zur Freude, dann kommt mir automatisch die Waldegg in den Sinn. Es ist ganz toll, was Chläus Dörig und seine Frau Anita aus der alten Waldegg gemacht haben, nein, es ist umwerfend. Damit man die fünf Betriebe, Restaurant, Schnuggebock, Tante Emmas Ladebeizli, Tintelompe und Ziträdli auseinander halten kann, heisst jetzt der Kern des Ganzen halt "Höhenrestaurant". Aber, ehrlich gesagt, es ist halt immer noch das Original, der Ort, wo alles angefangen hat, immer noch mein Lieblingsplatz im Erlebnis Waldegg. Ich bringe das originale Waldegg-Chribbelen einfach nicht weg! Roland Kink, momentan Waldeggschreiber, und –Fan seit 1965


Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

4-Lauf

Mai

V. 1 2 3 4 5

Philipp, Jakob $i16h % Athanas % †-Auffindung %i20h & Florian & Rogate &

18. Woche

So ihr den Vater bittet

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

6 7 8 9 10 11 12

19. Woche

Zeugnis des heiligen Geistes

Paravizin Juvenal Stanislaus Auffahrt Gordian Mamert Exaudi

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Aufg.

Untrg.

1.33 2.12 2.44 3.13 3.39

11.24 12.37  13.14 13.48 14.58  16.06

4.05 4.31 4.59 5.30 6.04 6.43 7.27

17.13 18.18 19.22 20.24 / 21.23 2.29 22.18 23.07 8

Joh. 16

Joh. 15

Sendung des heiligen Geistes

20 21 22 23 24 25 26

Joh. 14

Pfingstmontag i19h ! 15.27 Konstantin ! 16.38 i23h Helena ! " 17.52 Dietrich " 19.08 Johanna "i24h # 20.23 Urban # 21.33 Dreifaltigk.-So.#i23h $ 22.35

21. Woche

Von der Wiedergeburt

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag

27 28 29 30 31

Joh. 3

fruchtbare 14.44 Wetter 14.47

14.50 folgt 14.53 14.55 14.58 trĂźbes. 15.01

Sonnenaufgang 5.48 Untergang 20.49

Montag 13 Servaz i12h  8.16 23.50 erdfern Anbruch des Tages um 3.48 Abschied um 22.49 Dienstag 14 Bonifaz  9.10 –.–  Mittwoch 15 Fronfasten  10.07 0.28  Donnerstag 16 Peregrin i01h  11.07 1.01  Freitag 17 Moses, Bruno  12.09 1.30  Samstag 18 Isabella i12h  13.13 1.57 6.35 Sonntag 19 Pfingsten  14.19 2.23  Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

14.30 Auf das 14.33 anfangs 14.36 14.38 schĂśne, 14.41

Sonnenaufgang 5.59 Untergang 20.40

&i03h   i12h   i23h   

20. Woche

TagesLänge

15.04 Alter Mai 14. Es 15.06 15.09 zeigen 15.11 sich 15.14 15.16 ziemlich 15.18

Sonnenaufgang 5.40 Untergang 20.58

2.49 3.15 3.45 4.19 4.59 5.48 6.46

in <    . 6.25 S, erdnah

15.21 15.23 15.25 15.27 15.29 15.31 Ende 15.33

kĂźhle Tage. Gegen das

Sonnenaufgang 5.33 Untergang 21.06

Luzian $ 23.27 7.54 Wilhelm $i24h % â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 9.07 !0) Maximilian % 0.10 10.22 Fronleichnam % 0.46 11.36 Mechtild %i03h & 1.17 12.48 20.58

folgt 15.35 angenehme 15.37

15.39 15.41 Witterung. 15.42

Lostage im Mai: 3. (â&#x20AC; -Auffindung). Vom 31. März frĂźh bis zum 27. Oktober frĂźh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrĂźckt. Am 12. ist Muttertag. Sonne in < am 20. um 23.10 Uhr.

â&#x20AC;&#x201C; 44 â&#x20AC;&#x201C;


Willkommen im Tintelompe. Fühlen Sie sich wieder einmal als Luusmeiteli oder Luusbueb. Liebe Gäste Da sitzen Sie nun in einer alten Schulbank. Eine mit dem grossen Deckel zum Auflupfen. Das Tintegütterli ist noch geschlossen, Schiefertafel und Griffelschachtel liegen bereit. Die kleine Welt des Appenzellerlands lugt zum Fenster herein, die grosse mit Amerika in der Mitte schaut von der aufgerollten Karte neben dem Lehrerpodest auf Dich hinunter. Ja, nun wirst Du nicht

mehr per "Sie" angesprochen. Jetzt bist Du wieder in der vierten Klasse, wie alle Deine Gspänli rund um Dich herum im Tintelompe. So heisst Dein nostalgisches Schulzimmer. Den Töni hast Du ja draussen aufgehängt und das Heft mit den exakt gemachten Ufzgi vor Dir ausgebreitet. Wer ist ächt heute der Lehrer? Fräulein Heierli soll ja ins Welschland gezügelt sein! Eine gestrenge Person kommt

– 45 –

bestimmt! Entweder Herr Lehrer Max Bünzli, Herr Lehrer Schorsch Hösli oder Herr Lehrer August Solenthaler. Was hat das Schulsekretariat ächt wieder gemänätscht? Hoffentlich nicht der Bünzli, das ist nämlich nicht nur der dickste, sondern auch der strengste! Aber dem spiele ich dann schon einen Streich. Der merkt fast nie, wenn einer ein speuznasses Fliessblatt-Chügeli an die Decke spickt! Schön wäre es, wenn einmal


VI. Samstag Sonntag 22. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 23. Woche

1 2

Aufg.

i09h

Vom reichen Manne

3 4 5 6 7 8 9

4-Lauf

Brachmonat Nikodemus 1. S. n. Dreif. &

& 1.44 13.58  2.10 15.05

Luk. 16

Montag 10 Hildebrand Dienstag 11 Lutbert Mittwoch 12 Basil Donnerstag 13 Felicitas Anbruch des Tages um 3.01 Freitag 14 Ruffin Samstag 15 Vitus Sonntag 16 3. Justina 24. Woche

Vom verlorenen Schaf

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

17 18 19 20 21 22 23

25. Woche

Balken im Auge

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

24 25 26 27 28 29 30

26. Woche

Jesus lehrt im Schiff

2.36 3.03 3.32 4.05 4.42 5.24 6.11

Luk. 14

16.11 17.15 18.17 19.17 20.13 21.04 21.49

   /  8, 17.57 erdfern

15.47 15.48 15.49 15.51 15.52 meist 15.53 trĂźbe, 15.54

Witterung. Dann folgen

Sonnenaufgang 5.25 Untergang 21.19

Abschied um 23.45  11.02 0.01   12.06 0.27   13.12 0.52 19.24

Luk. 15

15.55 ziem- 15.56 lich 15.56

15.57 Alter Brachmonat 14. 15.58 kĂźhle 15.58 15.59

Sonnenaufgang 5.24 Untergang 21.23

! 14.19 ! 15.30 !i09h " 16.42 " 17.56 "i11h # 19.08 # 20.15 #i10h $ 21.14

Folkmar Arnold Gervas Silver Albanus Gottschalk 4. Edeltrud

Meist 15.44 sonnige 15.45

 7.03 22.29   8.00 23.03  i07h  8.59 23.34 am Abend  10.00 â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C;  i18h

TagesLänge

Sonnenaufgang 5.28 Untergang 21.13

Erasmus  Eduard, Berthai18h  Reinhard  Gottfried  Kasimir i06h  Medard  i18h 2. Miriam  

Vom grossen Abendmahl

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Untrg.

i03h

Luk. 6

1.17 1.44 2.15 2.50 3.33 4.26 5.29

)0 ., 0! in = S 13.32, erdnah

Tage. 15.59 Gegen 15.59 das 16.00

16.00 16.00 16.00 Ende 15.59

Sonnenaufgang 5.25 Untergang 21.24

Joh. d. Täufer $ 22.02 Eberhard $ 09h % 22.43 Paulus % 23.17 Gero, 7 Schläf. % 11h & 23.47 Benjamin & â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 15h Peter und Paul &  0.14 5. Pauli Gedächt.  0.41

6.41 7.58 9.15 10.31 11.44 12.54 14.02

     6.54

des Monats vorherrschend schĂśnes, warmes Wetter.

Sonnenaufgang 5.28 Untergang 21.24

Luk. 5

Lostage im Juni: 8. (Medard); 15. (Vitus); 24. (Johannes der Täufer); 29. (Peter und Paul). Vom 31. März frßh bis zum 27. Oktober frßh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrßckt. Sonne in = am 21. um 7.05 Uhr: Sonnenwende, Sommeranfang.

â&#x20AC;&#x201C; 46 â&#x20AC;&#x201C;

15.59 15.59 15.58 15.58 15.57 15.57 15.56


eines nach dem trocknen ihm gerade in den Hemperkragen fallen würde! Aber nu, heute haben wir ja wieder das ganze Programm. Schönschreiben, Heimatkunde, Rechnen, Singen. Und am Schluss soll sogar noch ein Photograph kommen! Das wussten ja alle. Aber schau Dir mal das Anneli im vordersten Bank an, die eingebildete Trucke: So schön hatte sie ihre Zöpfe noch nie geflochten! Wenn die meint, sie imponiere mir, dann, gixgäbeli, hat sie sich aber schampar getäuscht, die

blöde Kuh! Au, bin auch ich blöd, jetzt habe ich wieder zuviel Dialektwörter gebraucht. Isch doch glich! Heute müssen wir ja keinen Aufsatz schreiben. Und sowieso, wenn der Bünzli verrückt wird, schnorrt er uns amigs auch auf Schwizertütsch an! Wenn Sie, liebe Gäste, (wieder in der Höflichkeitsform) auch nochmals in die vierte Klasse gehen und viel Gescheites lernen wollen, dann ist der Tintelompe genau das Richtige.

– 47 –

Alle, die es bisher gewagt haben, sprachen am Schluss von der wohl vergnüglichsten Schulstunde ihres Lebens. Und, übrigens, der Tintelompe steht ja im Erlebnis Waldegg. Deshalb gibt es in der Pause mehr als nur ein Püürli. Das wäre dann noch: Unter diesem Dach fast verhungern! Das Schulessen ist mehr als antigruusig! Eines müssen Sie allerdings vor dem TintelompeBesuch tun: Ihre Gruppe von 15 bis 30 Personen zeitig beim Schulsekretariat anmelden. (rk)


Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 27. Woche

4-Lauf

Heumonat

VII. 1 2 3 4 5 6 7

Theobald i24h  Mariä Heims.  Kornel  Ulrich i11h  Balthasar  Esaias, Ida i24h  6. Joachim 

Aufg.

Untrg.

1.08 1.36 2.07 2.43 3.23 4.08 4.58

15.07 16.10 17.11 18.08 19.00 19.47 20.29

Pharisäer Ruhm Matth. 5

Montag 8 Kilian  5.54 i13h Dienstag 9 Zirill   6.52 Mittwoch 10 Gunzo  7.53 Donnerstag 11 Rahel i24h  8.55 Freitag 12 Nathan  9.58 Samstag 13 Heinrich  11.02 Anbruch des Tages um 3.26 Sonntag 14 7. Bonaventura i10h ! 12.08

TagesLänge



Tage 15.55

/

mit 15.53 ver- 15.52

15.54

 erdfern 8  erdfern

15.51 änder- 15.50 licher 15.49

Sonnenaufgang 5.33 Untergang 21.22

21.06  9.15 Witterung. 15.47 21.38 * wird rechtläufig 15.46 22.06 Frucht- 15.45 22.33 15.43 22.57 bares 15.41 23.22  15.40 Abschied um 23.38 Alter Heumonat 14. 23.48 Wetter. 15.38

28. Woche

Jesus speist 4000 Mann

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

15 16 17 18 19 20 21

29. Woche

Falsche Propheten

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

22 23 24 25 26 27 28

30. Woche

Ungerechter Haushalter

Montag Dienstag Mittwoch

29 Beatrix   â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 13.59  19.44 Sommer- 15.05 30 Jakobea  0.10 15.02 /, am Morgen 15.03 31 Erna, German i18h  0.44 16.00 wetter. 15.00

Margaretha Ruth Lydia Hartmann Rosina Elias 8. Arbogast

Mark. 8

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 5.39 Untergang 21.17

! 13.15 !i16h " 14.25 " 15.36 "i20h # 16.47 # 17.55 #i21h $ 18.56 $ 19.50 Matth. 7

â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 0.16 0.48 1.26 2.13 3.09 4.15

15.36  5.18, Anf. d. Hundstage 15.34 . 15.32 Es 15.30 folgt 15.28 all- 15.26 S  erdnah mählich 15.24

Sonnenaufgang 5.46 Untergang 21.10

Maria Magdal. $ % 20.35 5.29  20.16,  in >, 0) Elsbeth % 21.13 6.47 Christine %i20h & 21.46 8.05 sehr Jakob & 22.15 9.21 warmes Anna &i24h  22.43 10.35 und Magdalena  23.11 11.46 schĂśnes 9. Pantaleon  23.39 12.54 i20h

Luk. 16

15.22 15.20 15.17 15.15 15.13 15.10 15.08

Sonnenaufgang 5.54 Untergang 21.02

i07h

Lostage im Juli: 2. (Mariä Heimsuchung); 4. (Ulrich); 22. (Maria Magdalena); 25. (Jakob); 26. (Anna). Vom 31. März frßh bis zum 27. Oktober frßh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrßckt. Sonne in > am 22. um 17.57 Uhr. Hundstage 16. Juli bis 27. August.

â&#x20AC;&#x201C; 48â&#x20AC;&#x201C;


Willkommen im Schnuggebock. Fühlen Sie sich nostalgisch pudelwohl in Grosis Appenzeller Bauernhaus Mit dem Schnuggebock fiel im Frühling 2001 der Startschuss zur erfolgreichen Waldegg-Erlebnisgastronomie. Mittlerweile ist er weitherum bekannt und beliebt, bis weit über die Grenzen des Appenzeller- und Schweizerlandes hinaus. Aber noch immer strahlt er eine ungestüme Anziehungskraft aus. Was gibt es Schöneres, als in

Grossmutters altem Bauernhaus zu höcklen und der Gemütlichkeit zu frönen? Wenn der Gast durch das Gaden-Tor auf die Vorbrugg tritt, unternimmt er eine Reise in die Vergangenheit. Zurück in die gute alte Zeit. Ob im Kuhstall mit Blick auf die Muttersau mit ihren Fäärli und dem blitzblanken Fletschlig, in

„Bei Grossmutter gibt’s auch im Schloff eine köstliche Suppe.“

– 49 –

Grossmutters heimeliger Stube mit dem Kachelofenbänkli oder gar in ihrer Küche mit den urchigen Holztischen, auf denen man so schön „Eile mit Weile“ spielen kann, überall verlangsamt sich das Leben. Man lehnt sich zurück. Droben im Schloff vergnügen sich grössere Gruppen, Familien kuscheln sich in die Mägde-


VIII. Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 31. Woche

1 2 3 4

Untrg.

1.22 2.06 2.54 3.48

16.55 17.44 8 18.28  erdfern 19.06 )0

Jesus weint Ăźber Jerusalem Luk. 19

i19h    i06h 

4.45 5.45 6.47 7.50  8.55 i15h ! 10.00 ! 11.07

Pharisäer und ZÜllner

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Aufg.

  i07h  

Montag 5 Oswald Dienstag 6 Sixt, Alice Mittwoch 7 Heinrike Donnerstag 8 Ziriak Freitag 9 Roman Samstag 10 Laurenz Sonntag 11 11. Gottlieb 32. Woche

4-Lauf

Augstmonat Bundesfeier Gustav Josias, August  10. Dominik

Luk. 18

Vom Tauben und Stummen

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

19 20 21 22 23 24 25

34. Woche

Barmherziger Samariter

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag

26 27 28 29 30 31

Sebald Bernhard Irmgard Alphons Zachäus Bartholomäus 13. Ludwig

Anfangs 14.57

14.55 14.52 vorherrschend 14.49

Sonnenaufgang 6.03 Untergang 20.52

19.40 20.10 20.38 21.03 21.28 21.54 22.21

  23.51   

 14.46 fruchtbare 14.43

  Witterung. Meist

14.41 14.38 14.35 14.32 14.29

Sonnenaufgang 6.12 Untergang 20.41

Montag 12 Klara !i22h " 12.15 22.52 Dienstag 13 Hippolit " 13.24 23.27 . Anbruch des Tages um 4.29 Abschied um 22.24 Mittwoch 14 Samuel " 14.33 â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C;  12.56 Donnerstag 15 Mar. Himmelf. "i03h # 15.40 0.08 Freitag 16 Rochus # 16.42 0.59 S Samstag 17 Karlmann #i05h $ 17.38 1.58 Sonntag 18 12. Reinald $ 18.26 3.06  33. Woche

TagesLänge

Mark. 7

14.23 Alter Augstmonat 14. Tage. 14.20 14.17 Mit- 14.14 unter 14.11 14.07

Sonnenaufgang 6.22 Untergang 20.29

$i06h % 19.06 4.20 % 19.42 5.37 %i07h & 20.13 6.55 & 20.42 8.10 &i09h  21.11 9.24  21.40 10.35 i15h  22.10 11.43 Luk. 10

heitere 14.26

 erdnah   3.45   in ?  



Gewitter. 14.04 Auf 14.01 Regentage folgen wieder

13.58 13.55 13.51 13.48 13.45

Sonnenaufgang 6.31 Untergang 20.16

Severin  22.44 Gebhard  23.21 Augustin i01h  â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; Joh. Enthauptung  0.03 Adolf i14h  0.49 Rebekka, Paulin  1.41

12.48 13.49 14.46 15.38 16.24 17.04

/ Ende der Hundstage  11.35 8  schĂśne,  erdfern warme.

13.42 13.39 13.35 13.32 13.29 13.25

Lostage im August: 10. (Laurenz); 15. (Mariä Himmelfahrt); 24. (Bartholomäus); 29. (Joh. Enthauptung). Vom 31. März frßh bis zum 27. Oktober frßh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrßckt. Sonne in ? am 23. um 1.02 Uhr. Hundstage 16. Juli bis 27. August.

â&#x20AC;&#x201C; 50 â&#x20AC;&#x201C;


und Chnechtekammer. Immer und überall umgeben von uraltem Holz, das wirklich aus abgebrochenen Appenzellerhäusern stammt und von den Utensilien, wie man sie früher auf dem Bauernhof halt brauchte. Drunten im Keller gibt’s eine kleine Türe direkt nach draussen in den Wald, wo die Mannen nach einem Schnuggebock-Bierchen oder zwei ihr Geschäft verrichten können. Für die Damen gibt es dafür natürlich Frischmacheräume,

und erst noch von einem fast herrschaftlichen Standard für die Zeit, aus der sie stammen. Im eigentlichen Keller stehen Grossvaters heimliche Sonntagsweine, die man selbst auslesen kann (und dafür ein Glas Most kriegt) und weiter hinten verbirgt sich die Schnuggebock-Alpkäserei, in der die herrlichen Frischkäsli von Hand hergestellt werden. Und dann das Essen! Im ganzen Haus bringen die Serviermägde das Beste aus Grosis währschafter Küche auf den Tisch. So

– 51 –

richtig appenzellisch, saftig, einheimisch, frisch und chüschtig. Efach choge gsond ond guet. Und weil man bei dem lieben alten Grosi auf Besuch ist, gibt’s statt Coca Cola Süssmost, statt Long Drinks en Appezöller, statt Meeresgetier en Fisch os de Settere oder em Bodesee und zum Schluss es Abihäberli. Man zahlt dann nicht mit so doofem modernen Plastik-Geld, sondern legt die Taler und Batzen gleich bar auf den Tisch. Oder sonst lässt man halt anschreiben. Man ist ja bei der lieben alten Grossmutter!


Finden Sie zur Erlebnisegge des Appenzellerlandes! Mit dem Auto A1-Ausfahrt Nr. 81 SG-Kreuzbleiche Richtung Appenzell. Ende Umfahrung Teufen, beim zweiten Kreisel, Richtung Speicher. 3.2 km bis zur Abzweigung Waldegg (weisser Wegweiser am rechten Strassenrand).

Mit der Bahn Appenzeller Bahn ab St. Galler Hauptbahnhof bis Teufen. Von dort zu Fuss oder per Waldegg-Bus-Abholdienst (auf Bestellung).

Zu Fuss auf dem Eggen Höhenweg: Ab Lustmühle über Schäflisegg (80 Minuten). Ab Teufen Bahnhof über Schäflisegg (60 Minuten) oder über Gählern (50 Minuten). Ab Speicher über Birt - Oberhorst (60 Minuten).

Familie Anita und Chläus Dörig • Teufen AR • Tel. 071 333 12 30 • Fax 071 333 46 61

www.waldegg.ch Gesamtes Erlebnis Waldegg jeden Montag geschlossen

Waldegg Kalender 43/13  

Hauszeitschrift für das Erlebnis Waldegg auf die Monate Mai, Juni, Juli und August 2013

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