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auf die Monate September, Oktober, November und Dezember 2012 Gegründet bei der Eröffnung des Schnuggebock im März 2001

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Hauszeitschrift für Erlebnis Waldegg 12. Jah ahrg rgan angg, Nummer 41 41

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Traditionelle appenzellische Gastfreundlichkeit. Am Stammtisch. Im Restaurant. In eleganten Sälen. Tête-à-têtes. Geschäftsessen. Bankette. Vom Vesperplättli bis zum Gourmet-Menü.

Grosis Bauernhaus als nostalgisches Erlebnis, in Stube, Stall, Küche, Mägde-, Knechtechammer und Keller. Zu zweit. Familien für sich. Gruppen im Schloff. Währschaftes vom Puur, saisonal, einheimisch. Wald-WC, Alpkäserei, Heustock und Tierlistall.

Panoramagarten. Kinderspielplatz. Rollstuhlgängig.

Altertümliche Holzofenbäckerei und feinschmeckige Kaffeerösterei. Nostalgisches Einkaufen und Gruppen-Plausch um Brötigs.

Spitzbübische Schulstunde in nostalgischer Stube. Kulinarische Überraschungen statt Znünibrot.

Gesamtes Erlebnis Waldegg jeden Montag geschlossen –2–


Hauszeitschrift mit

Willkommen Grüezi mitenand! So dick wie dieser war noch kein Waldegg Kalender. Mit gutem Grund: Wir haben viel zu berichten, denn wir möchten Ihnen erzählen, was in den letzten dreissig Jahren im heute so genannten Erlebnis Waldegg so alles passiert ist. Seit 1982 ist nun die zweite Generation unserer Familie am Waldegg-Ruder. Wir freuen uns, dass Sie, liebe Gäste, uns seither immer die Treue gehalten haben. Dass Sie uns bei allen neuen Ideen immer wieder gefolgt sind, auch wenn die eine oder andere auf den ersten Blick etwas fuul verockt aussah. Sie haben uns mit Ihrem Im-

mer-Wieder-Kommen gezeigt, dass es Ihnen bei uns gefällt. Wir freuen uns über unser Jubiläum. Nicht zuletzt, weil unsere neueste Kreation, das Ziträdli, von Ihnen so begeistert aufgenommen wird. Freuen Sie sich bitte mit uns, schauen Sie in diesem Kalender auf die letzten dreissig Jahre zurück, aber blicken Sie auch nach vorn, denn wir versprechen Ihnen gerne, dass wir Ihnen auch in der Zukunft bei jedem Besuch zurufen: Herzlich willkommen! Familie Anita und Chläus Dörig und das Erlebnis Waldegg-Team

Schnuggebock Speisekarte in der Heftmitte Inhaltsverzeichnis 4 14 18 21 24

30 Jahre zweite Generation Chäshörnli-Zeitreise Advent Drei Könige Singen mit Käthy

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Schnuggebock-Speisekarte Schnuggebock-Getränkekarte

29 31

Mitarbeiter-Seite Kunstausstellung

36 39 42 45

Portrait: Ziträdli Portrait: Höhenrestaurant Portrait: Tintelompe Portrait: Schnuggebock Impressum Herausgeber: Erlebnis Waldegg, Familie Anita und Chläus Dörig Redaktion, Bilder, Texte: Roland Kink (rk), Teufen Gestaltung, Bildbearbeitung DTP: Kuhn Grafik&Werbung,Teufen Druck: Appenzeller Medienhaus, Herisau

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Rundes Jubiläum

30 Jahre zweite Generation Dörig Am 1. August 1982 übernahm Chläus Dörig das damalige Ausflugsrestaurant Waldegg von seiner Mutter Rosa. 30 Jahre ist‘s nun her! Es war ein langer, intensiver, aber auch höchst spannender Weg bis zum heutigen Erlebnis Waldegg. (rk) Schlimme Ereignisse bedeuten oft einen Neuanfang. Wenn ein Haus bis auf ein paar schwarze, in den Himmel ragende Balken niederbrennt, stehen seine Bewohner vor dem vermeintlichen

Nichts. So muss es Rosa und Chläus Dörig vorgekommen sein, als sie am Morgen nach dem Schmutzigen Donnerstag 1981 von getrennten Ausflügen wieder auf die Waldegg zur Arbeit kamen. Ihre

Die Puurebeiz Waldegg vor 1982.

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Waldegg war nur noch ein rauchender Trümmerhaufen. Ein Kurzschluss hatte den Vortag, an dem das Restaurant geschlossen war, zum allerschmutzigsten aller Donnerstage gemacht.


Chläus Dörig erinnert sich: „Ich hatte wirklich nur noch, was ich auf dem Leibe trug. Alles andere war weg, in Flammen aufgegangen. Meine Mutter war tief betrübt, hatte sie doch erst wenige Jahre zuvor unseren Saal renovieren lassen. Zum Heulen war’s. Was nun?“

Doch die Dörigs rappelten sich rasch wieder auf. Administrative Hürden waren bald überwunden, ein neues Bauprojekt wurde in Windeseile erstellt. Beim Wiederaufbau half auch der zukünftige Chef Chläus Dörig tatkräftig mit, hatte er doch vor der Kochlehre bereits

Mutter Rosa Dörig am Hochzeitstag von Anita und Chläus, 2. März 1985.

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eine als Zimmermann absolviert. Auch seine damalige Freundin und heutige Ehefrau Anita bewährte sich als zierliche Person zum Erstaunen der Handwerker als zupackende Bauarbeiterin. Das Team Anita und Chläus sollte noch einen langen Weg zusammen gehen. Der Brand im Jahre 1981 war das einschneidendste Ereignis, seit Rosa und Sepp Dörig die damalige Puurebeiz anno 1948 übernommen hatten. Zwar hatten Mutter Rosa, 1967 Witwe geworden, und ihr Sohn Chläus schon zwei Jahre vor dem Brand den gelegentlichen Generationenwechsel vereinbart. Doch mit dem Neuanfang wurde dieser nun sofort Realität. Bereits am 1. August 1982 wurde die neue Waldegg unter Leitung von Chläus Dörig wieder eröffnet. Sie entsprach in etwa bereits dem heute so genannten Höhenrestaurant. Allerdings fehlte noch die gedeckte Terrasse, und die Tische und Bänke der Gartenbeiz ruhten noch auf Pflöcken im Wiesland. Nebst dem jungen Chef bestand die Belegschaft aus zwei Köchen, einer Serviceangestellten, drei Aushilfen und


Mutter Rosa, die am Selbstbedienungs-Buffet weiterhin ihrer alten Berufsleidenschaft frönte. Zu dieser Zeit bereitete sich die gelernte Kosmetikerin Anita auf ihre zukünftige Rolle

lich absolvierte sie im eigenen Betrieb ihre Service-Lehre. Ihre Lehrabschlussprüfung bestand sie als Hochschwangere, nachdem Anita und Chläus am 2. März 1985 Hochzeit gefeiert hatten.

zutiefst erschrocken! Nach und nach gestalteten wir die Küche etwas anspruchsvoller, die ersten Reservationen trafen ein, und ich wagte mich auch schon einmal, ein schönes Tischtuch aufzulegen. Mit

Das am 1. August 1982 wieder eröffnete Ausflugsrestaurant Waldegg.

auf der Waldegg vor. In einem Viersternehotel in Arosa wurde sie von einer überaus gestrengen Chefin ins Gastgewerbe eingeweiht. Dann bildete sie sich im Restaurant Sonne in Altstätten weiter. Schliess-

„Beim Neuanfang führte ich die Waldegg genau wie meine Mutter“, sagt Chläus Dörig, „denn ich wollte unseren Betrieb langsam entwickeln. Und unsere Stammgäste wären ob einem Gourmet-Tempel wohl –6–

der Zunahme von festlichen Anlässen erschien mir unser Saal als zu düster, und 1988, nur sechs Jahre nach dem Neubau, wurde er vollständig neu gestaltet. Ein Jahr später entstand die Gartenterrasse


entlang des Saalbaus. Gleichzeitig wurden die Möbel der Gartenbeiz auf eine feste Unterlage gestellt, und die erste Stufe des Kinderspielplatzes kam ebenfalls an die Reihe. Damit präsentierte sich Ende der Achtzigerjahre ‚die Waldegg‘ in etwa so wie das heutige Höhenrestaurant. Oder anders gesagt: Was wir heute ‚Höhenrestaurant‘ nennen ist eigentlich die ‚alte Waldegg‘ wie sie aus dem 1982er Umbau hervorgegangen war.“ Waldegg Music Festival 1993 – 2002 Bald folgte dann die erste Aktion, die die Waldegg weit über die Region hinaus bekannt machen sollte. 1993 fand das erste Country Music Festival statt, gleich mit einer Super-Band als Headliner, Truck Stop. Die Cowboys von der Waterkant sollten insgesamt an fünf Festivals auftreten, wurden sozusagen zur Hausband. Mit der Zeit fanden sogar Weltstars etwa wie die Bellamy Brothers, Suzi Quattro, Boney M. oder speziell aus den USA eingeflogene Formationen wie Jo-El Son-

nier und seine Cajun Boys den Weg auf die Waldegg. Vom reinen Country Festival wurde der Anlass mehr und mehr zum „Waldegg Music Festival“. Schliesslich setzten die alten Herren von Bill Haley’s Original Comets im Juli 2003 den würdigen Schlusspunkt unter diese Episode der Waldegg-Geschichte. Nun fragten sich etwa die Zürcher und Basler: „Kennst du Teufen“ und antworteten: „Meinst du etwa das Dorf, wo auf dem Hügel das Waldegg Music Festival stattfindet?“

Erste Gehversuche in Erlebnisgastronomie Getreu dem heute noch gültigen Motto „sollte auf der Waldegg immer etwas Spezielles los ein“. So kamen die Dörigs in den Jahren 1996 und 97 auf die Idee, jeden Monat eine Spezialaktion durchzuführen: „12 monate waldegg, 12 mal anders“. Kulinarische Wochen diverser Länder, „die gute alte Zeit“, Wilder Westen, Hexensabbat, Kunstaktionen, Spargel- oder Jagdwochen erwarteten die Gäste, jeden Monat ein neues Erlebnis.

Im Gaden „50 Jahre Dörigs auf der Waldegg“.

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lich wurde für die Familie Dörig zu einem absoluten Glücksfall. Der Schnuggebock wurde zum Markenzeichen und strahlte bald sogar bis weit über die Landesgrenzen. Er wurde auch zum besten Werbeträger für Dörigs‘ Erlebnisgastronomie und löste als solcher das Waldegg Music Festival ab. Das 50-Jahre-Gaden bedeckte die ganze Terrasse.

Das folgende Jahr 1998 war ein ganz besonderes. 10 Jahre nach dem ersten erfolgte der zweite Komplett-Umbau des grossen Saals. Zudem wurde das Jubiläum „50 Jahre Familie Dörig auf der Waldegg“ gefeiert. Dazu erstellte Chläus mit seinen „hölzigen“ Kollegen auf der Gartenterrasse ein mächtiges Gaden. Beim Haupteingang stand zudem ein kleiner Stall mit Platz für eine Kuh oder zwei Geissen. Im Nachhinein erscheint dieses Jubiläum als eine Art UrSchnuggebock.

durch Appenzellisches schaffen. Auch der Name sollte einzigartig sein. Seit zwölf Jahren züchten wir Heidschnucken, die unsere Lieblingstiere geworden sind. Dazu gehört natürlich auch ein mächtig gehörnter Bock. So stand der Name bald fest: SCHNUGGEBOCK“. Solches verkündete die erste Nummer der Hauszeitschrift vom Erlebnis Waldegg, die zusammen mit dem Schnuggebock geboren wurde, und deren aktuelle Nummer Sie, lieber Gast, in Ihren Händen halten.

März 2001: Auftritt Schnuggebock „Mit dem Bau des neuen Erlebnisrestaurants auf der Waldegg wollten wir etwas absolut Unverwechselbares und durch und

Der Schnuggebock wurde innert kürzester Zeit zu einem Riesenerfolg. „Zurück zu den (appenzellischen) Wurzeln“ anstatt zu einem verrückten Thema wie „Jungle Café“ oder ähn–8–

Zur Eröffnung des Schnuggebocks erhielten Anita und Chläus ein Stieren-Chälbli geschenkt. Einige Freunde kannten die Idee einer OchsenFuhrhalterei. Stierli Falk, zum Ochsen geworden, erhielt bald ein Gspänli. Als das Duo gross geworden war, wurde es zu einem starken Gespann ausgebildet. An der OFFA im April 2004 hatten Falk und Fritz ihren ersten öffentlichen Auftritt, und ab dem Herbst desselben Jahres standen sie den Gästen für Ausfahrten zur Verfügung. Wie der Schnuggebock sind die Waldegg-Ochsen zu viel beachteten Botschaftern für das Erlebnis Waldegg geworden. Das Gleiche gilt für die von 2001 bis 2009 durchgeführten originalen Appenzeller Alpaufzüge


auf die Waldegg, die in den Medien der ganzen Schweiz ein grosses Echo hatten. Frühling 2006: „Es war einmal“ -- Erlebnis für Personal und Gäste „Erleben Sie bei Speis und Trank ein mitreissendes Bühnenspiel“ forderte das gesamte Waldegg-Team die Gäste auf und führte ihnen ein einmaliges Theater im Schnuggebock vor. In passender Umgebung wurden sie in den Appenzeller Alltag um 1900 entführt. Das Stück stellte die Frage, ob es Vater, Mutter und Grossmutter gelingen würde, die Familie trotz schweren Zeiten und wenig Lebensmitteln, trotz wenig Geld und Ausbeutung durch den „gnädigen“ Herrn zusammen zu halten. Das Publikum war begeistert, alle Vorstellungen lange im Voraus ausverkauft und das Waldegg Team trotz zusätzlicher Belastung fest zusammengeschweisst.

Die allererste offizielle Ochsen-Fahrt.

Herbst 2006: Tante Emmas Ladebeizli und der Tintelompe Nun kann man im Erlebnis Waldegg auch in die Schule ge-

Viel Publikum bei einer Waldegg-Alpfahrt.

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Appenzeller Spezialitäten Knoblauch Pantli Schwinigi-Stückli Appenzeller Mostbröckli Appenzeller Siedwürste weiter empfehlen wir uns für feine Wurstwaren Grillspezialitäten Fruchtkörbe und Käseplatten

Metzgerei Heis 9428 Walzenhausen Tel. 071 888 15 25 Maxi Quartierladen 9427 Zelg-Wolfhalden Tel 071 888 66 20

Walter Gyr • Buchgrindelstr. 8 • 8620 • Wetzikon 044 930 57 13 • 079 569 69 12 • w-e.gyr@bluewin.ch

Für Ihren speziellen Anlass, nostalgische Unterhaltungsmusik aus den 70 – 80er Jahren für Geburtstage, Seniorenfeste u. a. m. empfiehlt sich das Sextett.

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hen und im Laden von Tante Emma einkaufen. Selbstverständlich wird man an beiden Orten auch kulinarisch verwöhnt. (Wäre ja noch schöner, wenn jemand bei Dörigs verhungern oder verdursten würde!) Die Schulstunde der vierten Primarklasse im Tintelompe ist bei Gruppen von 15 bis maximal 30 Personen trotz der ungemein strengen Schulmeister äusserst beliebt geworden. Fast immer endet sie in einem richtigen Chäferfäscht. Und Tante Emmas Ladebeizli mit derselben Menükarte, wie sie auch im Schnuggebock aufliegt, lässt die Atmosphäre eines Chromladens der guten alten Zeit aufleben. Mittlerweile hat Tante Emma in Meiers Chrom-Egge eine ebenso sympathische Konkurrenz erhalten. Der heutige Laden mit verführerischen Mitbringseln für die Lieben zu Hause oder den eigenen Gluscht befindet sich zwischen dem Eingang zum Schnugebock und dem Tintelompe. Seit der Eröffnung von Tintelompe und Tante Emmas Ladebeizli sind diese Waldegg-

Attraktionen durch das Marktgässli (dort sind vor allem die Werkstatt von Eichholzer & Sons, Clockmakers und die Poststelle sehenswert) unter Dach mit dem Höhenrestaurant verbunden. Herbst 2007: No meh för d Goofe! Seit der Einrichtung des Kinderspielplatzes oberhalb der Waldegg-Gartenbeiz erfreut sich dieser grosser Beliebtheit. Er hat auch immer wieder neue Spielgeräte erhalten, um dem Anspruch im Lied von Käthy Zieri (siehe Seite 24) gerecht zu werden: Möchtsch ruhigi Stunde erläbe mit Dim Schatz, schicksch d Goofe in Garte uf de Chinderschpielplatz. Seit nun fünf Jahren erwarten die Kinder dort nicht nur Trampolin, Rössli-Riiti, Chügelibahn oder Elektro-Bagger, sondern auch Hasen, Hennen, Meerschweinchen, junge Heidschnucken und Zwerggeissen. „Bitte über den Hag klettern“ scheinen die Tiere den Kindern zuzurufen, „schliesslich sind wir ja in einem Streichelzoo!“ – 11 –

Frühling 2011: Kräuter- und Erlebnisweg, Teufen Am Eggen Höhenweg gelegen stand und steht das Erlebnis Waldegg bei Wanderfreunden sehr hoch im Kurs. In Zusammenarbeit mit der Firma A. Vogel im Teufner Hätschen wurde vor eineinhalb Jahren eine weitere Attraktion eingeweiht. Ein halb- bis ganzstündiger Spaziergang führt vom A. Vogel Kräutergarten an diversen Pflanzen-Stationen vorbei zum neuen Kräutergarten beim Erlebnis Waldegg. Dieser dient natürlich auch als Lieferant für die Waldegg-Küchen: Chuchichrütli frisch gepflückt! Herbst 2011: Waldegg-Mandli-Weg „Do hätt de Herr Dörig aber emol fescht a üs Goofe tänkt!“ Das war die einhellige Meinung der Dreikäsehochs, die als erste den Mandli-Weg mit seinen vielen Stationen vom Spielplatz und dorthin zurück unter die Füsse nahmen. Januar 2012: Das Ziträdli ist angeheizt! Lange tat sich Geheimnisvolles in der tiefen Baugrube hinter


dem Schnuggebock. In einem anfänglich nackten Gewölbe waren Nostalgiekünstler am Werk und bauten mit ursprünglichen Materialien und alten Handwerkstechniken ein weiteres Erlebnis-Schmankerl für Dörigs kleinen Appenzeller Kosmos, das Ziträdli. (So heisst ein traditionelles Ausserrhoder Guetsli, das wie ein hölzernes Zahnrad von einem Ziit, einer Uhr, aussieht.) So heisst nun auch die wunderschöne, feinschmeckige, urgemütliche,

wohlige Holzofenbäckerei vom Erlebnis Waldegg, die auch gleich noch eine alte Kaffee-Röstmaschine beherbergt. Diese steigert die Feinschmeckigkeit des Ziträdlis noch. Was der erfahrene Holzofenbeck Christe alles aus dem neu gebauten, mehr als hundertfünzigjährigen Holzofen hervorzaubert! Da wird das Brot zur Delikatesse. Und wie freundlich die Bäckersgehilfin Anneli Gruppen empfängt und bewirtet, die sich im Kel-

Höhenrestaurant, Tintelompe, Schnuggebock und Ziträdli im Sommer 2012.

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ler hinter dem Ofen, gleich bei den Weinfässli, zu einem gemütlichen, brötigen Essen niederlassen! Das Ziträdli ist das fünfte, das neueste Restaurant unter dem Waldegg-Dach. Der Schnuggebock hat mittlerweile bereits gut elf Jahre auf den breiten Schultern hinter seinen massigen Hörnern. Er war, rückblickend darf das gesagt werden, ein Erfolg aus dem Stand. Und, schon nach kurzer Zeit,


nach knapp einem Jahr, darf das Ziträdli das Gleiche ebenfalls von sich behaupten! Von der Puurebeiz zur führenden Erlebnisgastronomie 1877 wurde im Bauernhaus auf der Waldegg eine Reifwirthschaft eröffnet. 1948 übernahmen Rosa und Sepp Dörig das Restaurant. Seit 1982 wird der Betrieb von Anita und Chläus Dörig geführt. Das sind 64 Waldegg-Jahre der Familie Dörig, 30 Jahre davon in zweiter Generation. Es war in der Tat ein langer und intensiver Weg. Er führte von der einfachen, im Familien-Nebenerwerb betriebenen Puurebeiz zur weitherum bekannten Vorzeige-Erlebnisgastronomie mit heute circa 50 Beschäftigten. Anita und Chläus Dörig haben allen Grund, sich zu freuen.

Winter beim Ausflugsrestaurant Waldegg, circa 1950 .

Die einzelnen Restaurants im Erlebnis Waldegg, das Ziträdli, der Tintelompe, Tante Emmas Ladebeizli, der Schnuggebock und das Höhenrestaurant werden im hinteren Teil dieses Kalenders einzeln und detailliert portraitiert.

Winter beim Erlebnis Waldegg, Dezember 2009.

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Aussensicht auf Dörigs Erlebnisgastgronomie

Chäshörnli mit Zeitreise Der nachfolgende Text von Kaspar Enz erschien am 3. August 2012 in der Rubrik «wirtschaft ostschweiz» des St. Galler Tagblatts und der Appenzeller Zeitung. Er stellt eine momentane Sicht von aussen dar, und wird mit freundlicher Genehmigung des Verlags und des Autors in den Waldegg Kalender gerückt: Aus dem Ausflugsrestaurant Waldegg in Teufen hat Wirt Chläus Dörig eine kulinarische Zeitmaschine gemacht, und er baut weiter daran. Der Erfolg gibt ihm recht. teufen. «Eigentlich leben wir in einer verrückten Zeit», sagt Chläus Dörig. Per Internet ist Teufen ständig mit der weiten Welt verbunden, per Handy jedermann jederzeit erreichbar. Alles muss schnell gehen, weil es eben schnell geht, nicht wie früher. Rad zurückgedreht Davon ist im «Schnuggebock» wenig zu spüren. Nicht weil hier die Zeit stehengeblieben ist, seit Dörig ihn vor 11 Jahren eröffnete. Er drehte sie zurück. Im «Schnuggebock» gibt es keine Cola und keine neumodischen Gerichte

aus aller Welt, sondern Käse, Hörnli und Koteletts. Nach dem Essen müssen die Gäste das Geschirr zusammenstellen. Sonst wird es nicht abgeräumt. Und mit der Karte zahlen geht auch nicht, dafür kann man anschreiben. Da flattert dann zwar eine Rechnung ins Haus – klar, kaum einer geht so häufig ins Ausflugsrestaurant ob der Stadt wie einst Grossmutter in den Tante-Emma-Laden. Allerdings, den gibt es hier auch. Denn aus dem «Schnuggebock» ist Schritt für Schritt mehr als ein Ausflugsrestaurant mit nostalgischer Atmosphäre geworden. Es ist schon fast ein Dorf. Eine Post gibt es hier wie anno dazumal, den Laden, gar eine Schule, den «Tintelompe», wo sich ganze Gruppen unter der strengen Obhut eines Lehrers – 14 –

in Schüler der 30er-Jahre hineinversetzen. Draussen weiden Ziegen und im Stall stehen Ochsen. Ganz wie in der guten alten Zeit eben. «Ob diese Zeit so gut war, sei dahingestellt», sagt Chläus Dörig. «Aber man hatte damals sicher mehr Zeit.» Um die alte Zeit wiederzubeleben, nimmt es Dörig so genau wie möglich. Als er das Restaurant Waldegg um den «Schnuggebock» erweiterte, baute er ihn aus Holz von alten Bauernhäusern. Das Inventar besteht weitgehend aus originalgetreuen Stücken. Für die Bäckerstube «Ziträdli», die neuste Erweiterung im Keller des «Schnuggebocks», fand er einen Holzofen aus dem 19. Jahrhundert. «Das war ein Wagnis», sagt Dörig. «Junge Bäcker wissen ja nicht


mehr, wie man so einen Ofen benutzt.» Doch er hatte Glück: Er fand einen Bäcker, der schon seit 30 Jahren mit solchen Öfen arbeitet. Alte Dinge hätten ihn schon immer interessiert, sagt Chläus Dörig. Dass er aber nach den Originalen sucht für seinen «Schnuggebock», ist für ihn nicht eine Spinnerei, sondern ein Muss. Denn wer sein Restaurant mit so viel nostalgischem Inventar ausstattet wie er, der gerät schnell unter Kitsch-Verdacht. «Es ist kein Kitsch, wenn es echt ist», entgegnet Dörig. Deshalb gibt es im «Schnuggebock» keine Rohre aus Kunststoff und keine WC-Bürste aus Plastik. «Es gibt immer einen, der drauskommt, auch wenn es nur einer von 200 Gästen ist.» Die Saat geht auf Und die Gäste kommen reichlich, um für ein paar Stunden in die Vergangenheit einzutauchen. Das kommt nicht von ungefähr, glaubt Chläus Dörig. «Ich habe lange gesät.» Die «Waldegg» hatte er schon vor 30 Jahren übernommen.

Damals war es noch eines von vielen Restaurants auf einem Hügel mit schöner Aussicht im Appenzellerland. In den 90er-Jahren begann er, Anlässe hier durchzuführen. Vor allem durch das Country Festival wurde die «Waldegg» bekannt. Beim ersten Mal, 1993, kamen die Bellamy Brothers, weitere Stars folgten, elfmal bis 2004. «Ich habe damit aufgehört, weil es unterdessen überall ringsherum Open Airs gab», sagt Chläus Dörig. Aber da lief der «Schnuggebock» schon auf vollen Touren, und Dörig machte sich daran, ihn regelmässig um neue Angebote zu erweitern. Die Ideen dafür suche er nicht gezielt. «Manchmal sitze ich mit meiner Frau nach Feierabend bei einem Glas Wein.» «Man braucht ein Gespür, um zu wissen, ob etwas funktioniert», sagt Dörig. Sein eigenes liess ihn dabei kaum je im Stich. Es sei zwar nicht jede Idee so erfolgreich geworden wie gewünscht, sagt er. «Aber so richtig schiefgegangen ist noch nie etwas.» Aufs Gespür zu hören, das rät er auch Neulingen im Gastgewerbe. Wenn – 15 –

man dort Erfolg haben will, müsse man Freude daran haben. «Und nie die Stunden zählen.» Ausserdem sei erfolgreiche Gastronomie ohne Ehefrau nicht möglich, widmet er Anita Dörig ein Kränzchen. Sie habe zum Erfolg massgeblich mit beigetragen. Es müsse nicht immer EventGastronomie sein. «Es gibt immer noch Beizen, wo es einfach harmoniert.» Gleichbleibende Qualität sei nötig, und Mut, was zu ändern, wenn es den Gästen langweilig werde. Langweilig ist es ihm selber nicht. Chläus Dörig glaubt zwar nicht, dass der Erfolg des «Schnuggebocks» ewig anhält. «Aber ich habe noch genug Ideen», sagt er und lacht. «So 20 Jahre mache ich schon noch weiter.»


Brauerei Locher AG · www.appenzellerbier.ch

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Aus dem Appenzeller Kalender 2009


Advent Niemand will den Advent schlecht machen. Gott behüte. Aber alles war weiß Gott nicht Gold, was in unserer Erinnerung so glinzeled. Da war der Chlaus, der uns mehr ängstigte, als dass seine lumpigen Nöss und Manderiinli und Müüsli, die wir sowieso nicht gern hatten, uns erfeuten. Vom schielenden Sepp – er war in der Tat en choge Schlingel – erzählte man, der Chlaus habe ihn in den Sack gepackt und vom zweiten Stock die Treppe mit den scharfen Kanten heruntergeschleift. Wie der Bub vom Rindlewald, wo der Chlaus angeblich daheim war, wieder nach Hause gekommen war, wusste niemand. Wir wagten es nicht, ihn danach zu fragen. Seither war der Sepp nicht mehr der Gleiche und er soll weiterhin is Bett gsäächt haa. Verschlimmert wurde die Chlausezit noch dadurch, dass kurz vor dem Chlaus auch das Zeugnis kam. War dieses schlecht, konnte die Begegnung mit dem Chlaus nur noch schlechter werden. War das Zeugnis gut, war noch nicht gesagt, dass auch der Chlaus eine gute Laune hatte. Später kam er nicht mehr, weil er zu noodligs hatte, und wir stellten die Zeugnisse am Abend zwischen Fenster und Vorfenster, damit er sie wenigstens im Vorbeigehen anschauen konnte. Die Feigen und Datteln, die er daließ, wurden nicht alt. Die Kerne der ersten blieben uns zwischen den Zähnen stecken, die Dattelsteine landeten auch einmal auf dem Kanabee und die chliperigen Finger ebenfalls. Dann plangerten wir aufs Christchindli. Es wollte nicht werden. Der Adventskalender machte alles nur noch schlimmer. Die Lädeliöffnerei kam uns zunehmend kindisch vor. Die Bildchen dahinter waren jedes Jahr die gleichen, sodass wir die Lädeli schliesslich zu liessen oder höchstens noch vestoles hinter das letzte schauten. Rorate – Das war Aufstehen fast mitten in der Nacht. Das Anziehen der immerkratzenden grauen Strumpfhosen, der Skihosen, Skijacken und Skischuhe, die als Universalwinterhääss zu dienen hatten. Aus der Kammer direkt in die kalte schwarze oder weiße Nacht hinaus, auf den autoleeren Kirchenweg. Nach zwanzig Minuten Fußmarsch nahm uns die warm erleuchtete Kirche in ihren großen, bergenden Bauch auf. Darin der einzigartige, unvergessliche Ge-

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glinzele = glänzen Manderiinli = Mandarinen Müüsl slii = Sch cho oko kolladenMäuse, gefüllt mit einer Zucke ckerrmasse en ch cho oge Sch chllingel = ein ausg sge emach chtter Lausb sbu ub Rindlewald = Rheintaler Walld; ausg Wa sge edehnter Wa Walld zwisch sche en Eggerst sta anden und dem Rheintal

Is Bett sä sää äch che e = bettnässen se n

noodligs haa = viel zu tun haben

Kanabee = Kanapee, Diwan chlliperig = kl ch kle ebrig plangere = si sich ch se seh hnen

vest sto oles = im Verborgenen


ruch, der gleichzeitig Geschmack war, mit Zunge und Nase genossen und hineingezogen werden konnte in den leeren Magen und die oft noch schlotternden Knochen: ein Gemisch aus kaltem Weih- und Kerzenrauch, aus abgestandenem Stallgeruch und dem Nüechtele des Kirchenbodens. Und in alles hinein brauste die Orgel, wirbelte und jauchzte, bis es dem einen oder der anderen gschwonde ischt: <Tauet Himmel den Gerechten>, <Macht hoch die Tür>, <…der halben jauchzt, mit Freuden singt>. Wir sangen in der Tat mit voller Freude und am liebsten hätten wir nicht nur <halben gejauchzt>, sondern richtig zauered. Bei <O Heiland, reiß die Himmel auf> kamen uns die schwarzen Gewitterwolken über dem Himmelberg in den Sinn. Das Lied müsste doch auch beim Heuen funktionieren!? An jedem Seitenaltar ein Kapuzinerpater mit seinem Ministranten; jeder für sich und gleichsam mit den anderen um die Wette Messe lesend, ab und zu ein Flüstern zum Himmel und eine stumme Gebärde zum Gottesvolk. Uns sollte die Eile recht sein. Dann zogen wir, immer noch im Schutze der Nacht, streitend und keifend heim. Da ein zufällig ins Ziel fliegender Schneeball, dort eine Hausglocke, auf die wir im Vorbeihuschen drückten (mit einer Haampfele Schnee konnte man dem Druck zusätzlich Dauerhaftigkeit verleihen). Das anschließende Morgenessen schmeckte nie besser als zur Roratezeit. Schon am Vesper waren wir am Ende unserer kindlichen Kräfte und zu fuul, um ins Bett zu gehen. Es blieb der Mutter nichts anderes übrig, als uns dorthin zu befördern. Das war dann die totale Adventsstimmung -- <Ach komm herab vom Himmelssaal, tröst uns in diesem Tränental!>

Mit Advent gastiert Roland Inauen, Kurator des Museums Appenzell, zum fünften Mal mit Erinnerungen an seine Kindheit in Innerrhoden bei uns im Waldegg Kalender. Diese Episode stammt wiederum aus seinem Büchlein "Charesalb ond Chlausebickli" und entspricht in der grafischen Darstellung von neuem jener in der von Roland Inauen

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nüech chttele = nach Feuch ch-tigke keiit und Sch chiimmel rieche ch end gsch schw wonde isch schtt = ohnmäch chttig geworden ist

zaure = jauch chzzen

Haampfle = Handvoll

fuul = faul

der Edition Ostschweiz liebevoll gestalteten Broschüre. Zudem passt sie wunderbar zur Jahreszeit, die der vorliegende Waldegg Kalender abdeckt. Charesalb ond Chlausebickli 66 Seiten, Fr. 24.–, VGS Verlagsgemeinschaft, St.Gallen. Im Buchhandel.


Aus dem Appenzeller Kalender 1914


Die traditionelle Weihnachtskrippe im Waldegg-Stall Die Heiligen Drei Könige kommen wieder Ja, weit weg von hier im Morgenland werden sie sich wieder auf die Reise zu uns machen. Denn auch in diesem Advent wird im Stall vom Erlebnis Waldegg wie seit einigen Jahren gewohnt die ganz besondere, beliebte Weihnachtskrippe aufgebaut.

schnucken, die drei Ochsen und die beiden Waldegg-Esel bilden zusammen den perfekten Hintergrund unseres Weihnachts-Sujets. Und dazu riecht’s nach richtigem Heu, schliesslich befinden sich die Tiere und die Krippenfiguren in einem richtigen Stall. Und

Sie für Ihre Lieben auch in diesem Dezember einen Weihnachts-Apéro beim Christkind und seinen Tieren. Was für Sie ein besinnliches Vergnügen sein wird, dient dazu auch gleich noch einem guten Zweck. Ein schöner, aufgerundeter Teil der Einnahmen geht

Natürlich stehen, wie bei jeder Krippe, Maria und Josef mit dem Christkind im Mittelpunkt. Und genauso gehören auch die Tiere dazu: der Esel, der Ochse, die Schafe. Und die sind bei uns etwas ganz Spezielles, sie sind nämlich aus Fleisch und Blut. Unsere Heid-

auch aus dem Glühwein-Glas steigt ein feiner Duft.

auch heuer wieder an die Aktion OHO: Ostschweizer helfen Ostschweizer. Reservationen zum Waldegg-WeihnachtsApéro mit Glühwein, Punsch und Chäsfladenbrot nehmen unsere Büro-Weihnachtsengel unter der Telefonnummer 071 333 12 30 gerne entgegen.

Ein Besuch in der WaldeggWeihnachtskrippe ist die perfekte Einstimmung auf den Advent. Lassen Sie sich, liebe Gäste, diese speziellen Momente nicht entgehen und bestellen – 21 –


Bim Baze-Schii..eli gehts en Blätsch Schpiel- ond Schriibware Ledezüg • Däche Chreschtbommwa Füüwech ond alls fö e Losi „ossed Heuwette ond tüeri Schneeballe“

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Aus dem H채채dler Kalender 1976


Singe, wem Gesang gegeben Seit einiger Zeit präsentiert der Waldegg Kalender an dieser Stelle Texte populärer Lieder, damit Sie, liebe Gäste, mitsingen können, wenn unsere Jodlerin Käthy Zieri Sie im Schnuggebock oder anderswo im Erlebnis Waldegg dazu animiert.

Nun hat Käthy vor lauter Freude an dem, was sie mit Ihnen zusammen erlebt, einige Strophen eines Waldegg-Liedes gedichtet. Die Melodie kennen Sie bestimmt, sie ist ganz einfach. Also, singen Sie doch nach Herzenslust mit, Sie dürfen ruhig auch schunkeln, wenn es heisst

„Waldegg Lied, zwei drei...!“

1. Wetsch öppis erläbe, chum is Appezellerland, Do pflägt me no s Bruchtum, s isch wiet ume bekannt. I dere Waldegg z Tüüfe, do chert me gärn i. S isch gmüetlich und lässig för Gross ond för Chli.

3. Hesch es Fäscht, seis es Hochzig, Geburtstag, Bankett, Bi Dörigs fendsch alles, was Dis Herz grad gärn wett. E tolli Überraschig, die wartet uf Di, Wenn Du fiersch Din Geburtstag, chom eifach verbi.

Fididrulla, fidirulla, fidirulla, fidiro, bi Dörigs i de Waldegg, do isch’s halt eso.

Fididrulla, fidirulla, fidirulla, fidiro, bi Dörigs i de Waldegg, do isch’s halt eso.

2. Öb urchig und gmüetlich oder festlich feudal, Bi Dörigs fendsch alles, s isch eifach genial.

4. Will’sch erläbe, wies gsi isch vor über 60 Johr: Im nostalgische Schnuggebock chunt’s Dir grad so vor.

Muesch nöd lang studiere, mach Dich uf de Wäg. Tu-nes Tischli reserviere, wersch gseh, do bliebsch zwäg! Fididrulla, fidirulla, fidirulla, fidiro, bi Dörigs i de Waldegg, do isch’s halt eso. – 24 –

I de Stube, i de Chochi, im Schloff und im Stall: Chom go luege, tues gnüsse, urchigs Bruchtum überall. Fididrulla, fidirulla, fidirulla, fidiro, bi Dörigs im Schnuggebock, do isch’s halt eso.


5. Häsch Durscht, gosch in Chäller im Grosi sim Hus, Do isch es de Bruch, suechs Din Wy sälber us.

8. Im Schuelzimmer isch’s luschtig, halt wie‘s früehner isch gsi. Chasch fein esse, viel lerne und Spass ha derbi.

Am Fritig wird gchäset, do bisch au debei. S wird zeiget wies gmacht wird i der Alpchäserei.

Im Ziträdli wird bache, chasch’s bueche für Dini Gäscht. Es feins Esse mit Überraschig, es nostalgisches Fäscht.

Fididrulla, fidirulla, fidirulla, fidiro, bi Dörigs im Schnuggebock, do isch’s halt eso. 6. Am Samschtig isch Stimmig, bi Musig ond Gsang. Do chasch Di verwiile, de ganz Obig lang. Denn gits au no „action“, verrote wird nüt. De Jock de macht Gspass för sämtlichi Lüüt.

Fididrulla, fidirulla, fidirulla, fidiro, bim Chläus und de Anita, do isch’s halt eso. 9. Ob Geburtstag, Bankett, Gourmet-Menü im Saal, Egal was för en Alass, als Gascht häsch Du d Wahl. Sönd willkomme, chönd zuenis, händ’s gmüetlich mitenand. Bi Dörigs i de Waldegg im Appezellerland.

Fididrulla, fidirulla, fidirulla, fidiro, bi Dörigs im Schnuggebock, do isch’s halt eso. 7. Im Stall uss hät’s Tierli, gang lueg sie Der a. Währschafts vom Puur und feins Z’trinke chasch ha.

Fididrulla, fidirulla, fidirulla, fidiro, de Chläus und d Anita, sie freued sich scho.

Möchtsch ruhigi Stunde erläbe mit Dim Schatz, Schicksch d Goofe in Garte uf de Chinderschpielplatz. Fididrulla, fidirulla, fidirulla, fidiro, bim Chläus und de Anita, do isch’s halt eso. – 25 –


Speise Vorspeisen Bauernsalat

Fr. 9.—

mit Grosis geheimer Salatsauce

Vrenelis würziger Zwiebel-Gemüsefladen

Fr. 10.50

Frischkäse aus unserer Käserei

Fr. 10.50

mit Köbis Randensalat

Hauptspeisen Appenzeller Schmaus

Fr. 38.50

Chäshörnli, Siedwurst, Appenzeller Schnitzel, Pouletbrüstchen, Beinschinken und Apfelmus

Appenzeller Schnitzel mit Chäshörnli und Apfelmus

Fr. 33.50

gefüllt mit Siedwurstbrät und Mostbröckli

Appenzeller Siedwurst

Fr. 28.50

mit Chäshörnli und Apfelmus

Appenzeller Chäshörnli mit gehacktem Rindfleisch

Fr. 27.50

und Apfelmus

Kalbsgeschnetzeltes an Waldpilzsauce

Fr. 36.50

mit hausgemachten Nudeln und Tagesgemüse

Grosis Hackbraten

Fr. 32.50

mit Kartoffelstock und Tagesgemüse

Joggelis Metzgetetopf

Fr. 29.50

Beinschinken, Kesselfleisch, Schweinswürstchen, Sauerkraut und Salzkartoffeln

Zarte Rehschnitzel an Waldpilzsauce

Fr. 38.50

mit Spätzli und Herbstgemüse

Bauernpfanne mit Salat

Fr. 30.50

Bratkartoffeln, in Würfel geschnittenes Kalbfleisch, Schweinswürstchen, Schweinefleisch, gebratenes Ei und Gemüse – 26 –


karte Grosis fleischlose Gerichte Gebratenes Forellenfilet

Fr. 32.—

mit Zitronenbutter, Ofenreis und Tagesgemüse

Vrenelis Omelette

Fr. 26.50

gefüllt mit Frischkäse und Gemüsestreifen

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 25.50

mit Apfelmus

Kleinere Gerichte Kalbsgeschnetzeltes an Waldpilzsauce

Fr. 29.50 Appenzeller Schnitzel

Fr. 29.50

mit Chäshörnli und Apfelmus

mit Nudeln und Tagesgemüse

Desserts 8.50 Röslis Riesenmeringues

Grossvaters gebrannte Creme

Fr.

Emmelis frischer Fruchtsalat mit Rahm

Fr. 10.— Appenzeller Dörrbirnenfladen

Fr. 6.50

mit Rahm

Fr. 6.50

mit Rahm

Rotwein – Zwetschgenkompott mit Griessköpfchen

Fr.

8.50 Bertas Schoggikuchen mit Rahm

– 27 –

Fr. 6.50


Getränkekarte Flaschenwein im Schnuggebock Stünde im Schnuggebock eine Stüva Grischuna statt einer Appenzeller Stube, befände sich beim Abgang zu Toilette, Keller und Alpkäserei natürlich ein Stägafässli. Neben dem offenen Wein, der im Schnuggebock an den Tisch gebracht wird, birgt sein Keller auch ohne Stägafässli einige Flaschen, für die es sich lohnt, dort hinunter zu steigen. Allerdings stammen diese wie früher aus der europäischen Nachbarschaft und nicht aus Übersee, denn Weine von so weit her zu holen, war in den Jahren, in denen der Schnuggebock „spielt“, nicht üblich. Suchen Sie, lieber Gast, Ihren Flaschenwein selbst aus dem Kellerregal und stärken Sie sich fürs Treppensteigen mit einem Glas Most vom Fass. Oben angelangt übergeben Sie bitte Ihre Flasche Ihrer Serviertochter oder Ihrem Kellner. Man wird sie gerne für Sie öffnen und Ihnen den feinen Tropfen kredenzen. Prosit! Wohl bekomms!

Offenausschank

2dl

Weisswein Fendant

8.30

20.50

8.60

21.50

Rotwein Rheintaler Cuvée Pinot noir, Cabernet Dorsa

3dl

5dl

Appenzeller Mineral Halb - Halb (Fruchtgetränk) Citro Süssmost

3.80 4.— 4.— 4.—

5.40 5.50 5.50 5.50

Saft vom Fass Naturtrüb Quöllfrisch Schnuggebock Bier

4.20 4.20 4.20

5.90 5.90 5.90

Vor em Esse Appenzeller Alpenbitter, Cynar, Campari, Martini weiss Noch em Esse es Abihäberli Appenzeller Malz-Schnaps Dörrbirnen-Schnaps aus dem Eichenfass

2 cl

1l

9.— 9.50 9.50 9.50

4 cl 6.50

5.— 5.50

8.— 9.— 10.—

Fraue-Kafi Manne-Kafi Schnuggebock-Kafi oder Biberflade-Kafi

4.— 5.70 8.50

Ovo / Schokolade Schwarztee, Pfefferminztee, Hagebuttentee, Lindenblütentee, Kamillentee

4.20

– 28 –

4.—


Auf dieser Seite werden traditionell Mitglieder des Waldegg-Teams vorgestellt. Dies symbolisch als Dank von Anita und Chläus Dörig an alle, die durch ihren Einsatz den Erfolg vom ERLEBNIS WALDEGG erst möglich machen.

Fabienne Büchel hantierte schon als kleines Mädchen gern in der Küche. Nach den Schulen in Oberriet und Montlingen war die Kochlehre im Restaurant Pelago in Rorschach eine logische Folge. Danach absolvierte sie eine erste Wintersaison in Klosters, arbeitete einen Sommer lang als Magenbrotverkäuferin auf Jahrmärkten und kam im letzten Mai nach einem weiteren Winter in Klosters in die Küche des Höhenrestaurants. Sie hatte das Stiftebeizli besucht und war von der Waldegg spontan begeistert. "Langweilig wird es uns hier nie"! Babysitting und Badminton sind ihre Lieblingshobbies.

Pascal Staub fand nach einigem Herumschnuppern schliesslich zum Servicefach. Dazu kam die Bar-Fachschule. "So, jetzt stimmt‘s," sagt er heute. Pascal stammt aus Bottighofen im Thurgau. Dort und in Kreuzlingen absolvierte er die Schulen. Nach dem Lehrabschluss jobbte er kurz in Österreich und suchte sich dann im Internet seine erste "richtige" Stelle und fand sie hier bei uns. Seit Ende letzten Jahres "gefällt es ihm hier mega, weil wir ein tolles Team sind und immer etwas läuft. Besonders gern arbeitet er im Garten." In der Freizeit wandert er, schwimmt und spielt Tischtennis. – 29 –

Amanda Walder stammt "am meisten aus dem Züribiet", und ein bisschen von überall. "Ich versuchte, im Service gute Stellen zu kriegen, aber ohne Lehrabschluss fand ich Nichts. Darum entschloss ich mich, ihn nachzuholen". Dank eines Essensgutscheins fand sie auf die Waldegg und sah zur gleichen Zeit im Internet, dass eine Lehrstelle offen war. "Ich freue mich, dass mir Dörigs nun die Chance geben." Es gefalle ihr hier sehr gut, vor allem wegen der vielen Tiere rund ums Haus. Kunststück, denn nebst ihren Rennmäusen verwöhnt sie zu Hause nicht weniger als fünf Büsis.


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Nach der Kunstausstellung in den Schnuggebock

Peter Eggenberger

Eben hatten wir uns an den gedeckten Tisch gesetzt, als das Telefon zu läuten begann. Rosmarie begab sich ins Nebenzimmer. "Fritz, so eine Überraschung! Weisst du, wer angerufen hat? Nein, du kannst es nicht wissen", freute sich meine Gattin wenig später.

Illustration Kurt Metzler

"Erinnerst du dich noch an Jack Miller? Er hat…" Ich unterbrach meine sichtlich in Fahrt gekommene bessere Hälfte mit dem Einwand, dass wir weder Verwandte noch Bekannte in England oder Amerika hätten und folglich niemanden mit diesem Namen kennen würden. "Nicht Ame– 31 –


rika und nicht England, mein Lieber. Aber du erinnerst dich sicher noch an Familie Müller, unsere früheren Nachbarn." Aha, Müllers… Erich und seine geschwätzige Frau waren mir in fast zu guter Erinnerung. Die Familie zügelte dann ziemlich überstürzt in die nahe Stadt, nachdem unser Quartierverein ihm die Unterstützung als Gemeinderatskandidat versagt hatte. "Gut, aber wer soll dieser Jack sein?" wunderte ich mich. "Natürlich ihr Sohn Jakob oder Köbeli, wie sie ihn damals nannten", wurde ich belehrt. "Er betätigt sich heute als Künstler und verkehrt in gehobenen Kreisen, so dass sich eine Änderung des doch recht gewöhnlichen Namens ganz einfach aufdrängte." Eigentlich hatte ich den von seinen Eltern verhätschelten Bub nur als Versager in Erinnerung: Wiederholung eines Primarschuljahres, Abbruch der Lehre, kurzes Gastspiel im Gymnasium und für einige Monate unbrauchbarer Hilfsarbeiter in einer Gärtnerei. Und jetzt soll er Künstler sein?

Rosmarie schien meine Gedanken erraten zu haben. "Seine Mutter hat glaubwürdig betont, dass Jack den Weg auf seine Weise gemacht habe. Jedenfalls findet am Hauptsitz der St. Galler Kantonalbank eine grosse Ausstellung statt, zu der wir herzlich eingeladen sind."

Eltern überliess, die uns fast mit Gewalt zu den bilderbehangenen Stellwänden zerrten. Dann aber forderte eine in die Mitte des Raums getretene Gestalt mit Wollkäppchen, Nickelbrille und Dreitagebart unsere vollste Aufmerksamkeit.

"Aber doch nicht so", entsetzte sich meine Frau, als ich am Samstag aus dem Schlafzimmer trat. "Denk bitte an das noble Vernissagepublikum. Zieh doch die grüne Jacke und eine passende Krawatte an." Murrend fügte ich mich, um beim Eintreffen in der Stadt festzustellen, dass ich in meinen alten Klamotten weit besser zu den übrigen Besuchern in Pullovern, Schlabberhosen, Gesundheitssandalen und Arafat-Tüchern gepasst hätte.

"Liebe Kunstfreunde. Herzlich willkommen zur Ausstellung ‚Transzendente Visionen’ von Jack Miller. Bereits in den frühsten Jugendjahren liess unser in einem förderlichen psychosozialen Umfeld aufgewachsener Künstler ausserordentliches Talent erkennen. Seine durch eine erstaunliche Dichte und Tiefe bezüglich Formen und Farben auffallenden Kindergartenzeichnungen…" liessen den gebildeten Herrn weiterschwadronieren und bewegten uns unauffällig zum Tisch mit vollen Gläsern und einladenden Häppchen. Nachdem wir uns diskret zugeprostet hatten, wandten wir uns wieder dem weitere Schwülstigkeiten von sich gebenden Redner zu, der Köbeli über den grünen Klee lobte. "…Die mit wagemutigem Pinselstrich ge-

Mit einem überlauten "Hello, how are you? Nice to see you, herzlich willkommen!” stürzte sich ein junger Bursche mit Pickelgesicht, Pferdeschwanz, Nasenpiercing und Halstattoo auf uns zu. Tatsächlich, er wars, Jakob oder eben Jack, der uns dann seinen strahlenden – 32 –


schaffenen Kreativformen überzeugen durch futuristische Brillanz und kristallklare Aussagekraft, ohne dass die individuelle Interpretation des geneigten Betrachters auch nur die geringste Einschränkung erführe. Im Interesse eines optimalen Kunstgenusses ist dringendst empfohlen, die vom Künstler in anspruchsvoller ‚position couchée’ geschaffenen Werke vorzugsweise mit nach rechts geneigtem Kopf ausgiebig zu geniessen." Nun drängte alles mit schräger Kopfhaltung zu den Bildern. Während ich auf die Preisschilder mit vierstelligen Zahlen schielte, war Rosmarie in die Betrachtung eines besonders auffälligen Bildes mit einem Durcheinander von ausgezogenen und gestrichelten Linien vertieft. "Das erinnert mich an den Schnittmusterbogen meines Hochzeitskleides. Das sollten wir eigentlich kaufen. Zur Erinnerung…", flüsterte sie mir ins Ohr. Ich winkte ab und marschierte zielstrebig in Richtung Ausgang. Den Abend beschlossen wir im gemütlichen Schnugge-

bock, wo wir uns Währschaftes aus Küche und Keller zu Gemüte führten und die bodenständige Atmosphäre genossen. Das Kunsterlebnis war übrigens auch für die Ärzte von grosser Nachhaltigkeit, wurden doch deren Praxen in den folgenden Tagen von auffallend vielen Patienten mit Genickstarre aufgesucht…

Bücher und CD’s von Peter Eggenberger mit vergnüglichen Kurzgeschichten (Neu: "Vo Tökter ond Luusbuebe") sowie die beiden Krimis "Mord in der Fremdenlegion" und "Tod eines Wunderheilers" sind im Meiers Chrom-Egge im Erlebnis Waldegg erhältlich.

Geschenke, Mitbringsel, Souvenirs Hausgemachte Konfitüren und Apfelringli, Honig, Meringues, Zockerbölle, Appenzeller Rahm-Likör und Alpenbitter, Schnäpse, Pantli, Andenken vom Sennensattler, Bücher und noch viel mehr Chrom. – 33 –


Den richtigen Betrieb können Sie in Appenzell besichtigen. Ohne Voranmeldung: Öffentliche Führungen von April bis Oktober jeden Mittwoch um 10 Uhr. Dauer ca. 1¹⁄ Std.

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– 34 –

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Aus dem Appenzeller Kalender 1909


Willkommen im Ziträdli! Die uralte, neu aufgebaute Holzofenbäckerei mit Gruppenspass beim selberbacken und essen Liebe Gäste Die Ziträdli genannte uralte, neue Holzofenbäckerei ist nach Schnuggebock, Tintelompe und Tante Emmas Ladebeizli die neueste Attraktion im Kanon der Waldegg-Erlebnisgastronomie. Auch hier

steht feine Kost, Gemütlichkeit, Nostalgie, Fröhlichkeit und gemeinsames Zusammen-Höcklen im Mittelpunkt. Dass man in einer Bäckerei Brötigs einkauft, das wussten Sie natürlich schon. Aber Zusammen-Höcklen? Im Ziträdli kann man’s ganz probat!

– 36 –

Der Ziträdli-Holzofen steht in zwei getrennten Räumen. Vorne, dort wo die Teiglinge in den heissen Schlund geschossen werden, präsentiert sich der Fabrikationsraum vom ZiträdliBeck mit den alten Maschinen. Zwischen ihnen und dem Ofen befindet sich die alte


Verkaufstheke, die aus einer aufgelösten Bäckerei im Bündnerland stammt. Dahinter ragt der runde Broständer vom Boden bis zur Decke. Ursprünglich war das Ziträdli als neuer Anziehungspunkt für die Gastronomie gedacht, als weiterer Grund, für Speis‘ und Trank ins Erlebnis Waldegg zu kommen. Inzwischen hat sich die Bäckerskunst vom ZiträdliChreste aber bei so vielen Liebhabern eines herzhaften, feinschmeckigen, kräftigen

Brotes herumgesprochen, dass sie jeden Tag extra den Weg auf die Waldegg unter die Füsse oder unter die Räder nehmen. Bereits hat Chreste durch Markus Verstärkung erhalten. Aber eben: Im Ziträdli können Gruppen von 15 bis 40 Personen auch zu einer zünftigen Mahlzeit zusammenkommen. Denn im zweiten, hinteren Raum befindet sich die Ofenbeiz. Dort im Kerzenlicht zu sitzen ist eine ganz spezielle

– 37 –

Erfahrung. Der eigentliche runde Ofen strahlt eine wohlige Wärme ab. Und die alte Kaffeeröstmaschine, die gleich nach der schmiedeisernen Tür zur Bäckerei steht, bildet eine imposante und ungewohnte Kulisse. Auch sie steuert ihren Teil zum verführerischen Duftbouquet im Ziträdli bei. Nicht verschweigen werden soll zudem eine weitere steinalte Tür, hinter der sich der geheimnisvolle Ziträdli-Weinkeller verbirgt.


Ein Abend im Ziträdli Ziträdli-Beck Chreste und Anneli, seine charmante Bäckersmagd, können telefonisch unter 071 333 12 30 erreicht werden. Dazu sei allen Gruppen geraten, die einen feinen Zmittag oder Znacht im Ziträdli erleben wollen. Man muss aber die Ankunftszeit ganz genau abmachen (und einhalten!), damit auch alles parat ist, wenn man dann bei den Beiden eintrifft. Einen Holzofen kann man nicht einfach auf Knopfdruck etwas wärmer stellen oder gar einschalten! Wenn eine Gruppe zu spät kommt, dann kann ihr das Gleiche passieren, wie jüngst einigen Plampis: Den ganzen Tag über hatte alles geklappt im Ziträdli. Der Ofen hatte sich exakt so benommen, wie es Chreste gern hat. Ganz heiss nach dem Anfeuern und Abbrennen des tännigen Holzes, ganz heiss noch nach dem Herausnehmen der Glut. In der heissesten Phase kamen zuerst die grossen Ruchbrot-Laibe in den Ofen, dann die kleineren Spe-

zialbrote, schliesslich, bei abnehmender Temperatur, das Kleingebäck. Die Leute hatten einen Schinken im Brotteig bestellt, dazu ein reiches Salatbuffet und einen Becken-Dessert. Aber sie trafen verspätet ein. Zwar hatten Anneli und Chreste ihre Vorbereitungen exakt gemacht, aber der Zeitplan war durcheinander. Anneli begrüsste die Leute trotzdem ganz freundlich. Sie führte sie an die Tische in der Ofen-Beiz. Allerdings musste sie dann sofort Chreste in der Backstube helfen, den Zeitplan wieder auf die Reihe zu kriegen. Als erstes hat sie einen Gast gebeten, doch das Amt des Kellermeisters zu übernehmen. Der hat dann gleich Roten und Weissen ausgeschenkt, der Apéro war blitzartig gut unterwegs. Es dauerte nicht lange und Anneli bat wieder um Hilfe: Chreste musste den Ofen nochmals einheizen. Wie konnte er da den Dessert richten!? Also bat Anneli die Gäste, dies gleich selbst zu übernehmen. Der Wein hatte die letzte Furcht bei Allen genommen und sogleich wurden Äpfel entkernt und Teigli ausgerollt. – 38 –

Diese wurden dann den Äpfeln als Pyjama angezogen. Nach dem Abricotieren kennzeichnete Jede und Jeder den selbstgemachten Dessert. Sie wurden auf ein Blech gelegt. Chreste konnte dann dieses in den Ofen schieben, denn unterdessen hatte er dort drin wieder genügend Wärme, dass er auch den Schinken im Brotteig bereits herausgenommen hatte. Nun setzte sich die ganze Gesellschaft wieder zu Tisch und futterte drauflos, denn mit zusätzlicher Arbeit in der Holzofenbäckerei hatte man ja nicht gerechnet. Doch der delikate Schinken, das feine Brot entschädigte für alle Mühen! Darauf stimmten Anneli und die Gästeschar zu Ehren von Chreste das alte Bäckerslied an. Und ganz zum Schluss wollte Anneli noch wissen, ob jemand mit einer alten Kaffeemühle umgehen könne. Alle konnten! So geht ein Schlemmer-Abend im Ziträdli! (rk)


Willkommen im Höhenrestaurant! Erleben Sie eine ganz besondere Atmosphäre Liebe Gäste Seit 1948 wirtet die Familie Dörig auf der Waldegg. Erstaunlich nur, dass der heutige Wirt, Chläus Dörig, dies erst in zweiter Generation tut. Einewäg: Eine lange Zeit, mehr als 60 Jahre. Man kann sie bereits in Jahrhunderten messen: Mehr als ein halbes! Ich erinnere mich nicht an meinen ersten Besuch auf der Waldegg, auch das ist (zu) lange her. Ich sehe aber noch die Samstagnachmittage vor mir, die ich als St. Galler Kantonsschüler in den späten Sechzigern zusammen mit meinen Schulgspänli jassend im Gartenrestaurant verbracht habe. Oft ging damals mit dem letzten Schluck Saft auch das Sackgeld zur Neige. Wir sassen auf den rauen Holzbänken, deren Pfosten direkt in die Wiese eingeschlagen waren, und klopften die Trümpfe auf den Tisch. Wenn wir ganz gut bei Kasse

waren, reichte es vor dem Heimweg für eine stärkende Bratwurst mit Rösti. Beim Abmarsch Richtung Santjörgen haben wir uns jeweils artig von Wirtin Rosa Dörig verabschiedet. Dabei hat einmal einer von uns – es war an einem gutbetuchten Tag, es reichte für mehrere Säfte – vor lauten Artigkeit sogar das Bein gebrochen. Dort, wo noch heute die Strasse zum Bädli beginnt. Die Beiz oben am Eggen Höhenweg war schon damals etwas ganz Besonderes, irgendwie einfach toll. Die Wirtsleute, die gemütliche Stube, die wunderbare Aussicht, der Garten, die vielen Bekannten, die man oft antraf, Freunde, die es nur geworden waren, weil sie auch auf der Waldegg verkehrten. Die Kantonsgrenze, unterstrichen vom Dialekt der Familie Dörig, verlieh der Waldegg für uns Städter sogar einen leicht exotischen Anstrich. – 39 –

Inzwischen, es sind seither immerhin mehr als vierzig Jahre vergangen, gehe ich nicht einfach mehr "auf die Waldegg". So einfach ist das nicht mehr. Vieles hat sich geändert. Aber eines ist geblieben: Das Waldegg-Gefühl, das WaldeggChribbelen. Es gibt hier oben nicht mehr einfach eine Landbeiz mit Gartenwirtschaft, sondern eine Vorzeige-Erlebnis-Gastronomie, mit entsprechendem Namen, Erlebnis Waldegg halt, mit Schnuggebock, Tante Emmas Ladebeizli, Tintelompe und – eben und gottlob – dem "Höhenrestaurant". So nennt sich nun der Teil von Dörigs Erlebniswelt, der früher "die Waldegg" war. Für mich ist es halt immer noch ein bisschen die alte Waldegg. Da ist immer noch das Chribbelen drin. Trotz dem neumodischen NostalgieSchnuggebock, dem heimeligen Lädeli von Tante Emma und dem umwerfend lustigen alten Schulzimmer namens Tintelompe.


Schlemmer-Terrasse und Gartenbeiz vom Feinsten.

Gemütliches Höcklen, Beisammensein, Essen und Trinken im Höhenrestaurant.

– 40 –


Natürlich schaut das Höhenrestaurant nicht mehr gleich drein wie vor vier Jahrzehnten die alte Waldegg. Aber es dient immer noch dem gleichen Zweck, funktioniert noch (fast) wie damals. Die Gartenwirtschaft ist viel grösser, viel schöner, gepflegter geworden, der Boden ist gepflästert. Statt einer Gireizi gibt’s nun einen tollen Kinderspielplatz und sogar einen leibhaftigen Streichelzoo. Alles top, alles auf dem neusten Stand. Aber die umwerfende Aussicht ist geblieben, der Säntis steht noch am alten Ort, die mächtigen Eschen werfen noch immer ihren Schatten auf die fröhlichen Zecher. Noch immer gilt, dass es kaum Schöneres gibt, als auf der Waldegg, äh, im Garten des Höhenrestaurants zu höcklen und dem Herrgott bei einem Glas Saft den Tag zu stehlen! Auch drinnen ist vieles neu. Aber auch hier weht noch der alte Geist. Es waldegglet immer noch ghörig. Und das ist gut so. Wenn ich nach längerem Auslandsaufenthalt in Kloten lande, dann zieht’s

mich automatisch nach Teufen ins Höhenrestaurant. Erst wenn ich dann hier sitze und eine Bratwurst mit Rösti vor mir habe, bin ich wieder richtig zu Hause. Die könnte ich auch drunten in der Stadt haben, aber nein, es muss auf der Waldegg, äh, im Höhenrestaurant sein. Wenn ich vom Schnuggebock her ins Restaurant trete, streift mein Blick dann oft eine festlich gedeckte Tafel im Saal. Wird heute geheiratet, oder wird ein Geburtstag gefeiert oder ein Diplom? Ich erinnere mich spontan an die vielen frohen Stunden, die schönen Familienfeste. Ganz früher war es sogar in unserer Clique Tradition, den Silvester hier zu zelebrieren. Der runde Geburtstag von Oma Gret kommt mir in den Sinn. Oder die exquisiten Nachtessen im kleinen Familienkreis am runden Tisch. Mir läuft das Wasser im Nachhinein noch im Mund zusammen. Der Ort hier, die Waldegg, das Höhenrestaurant ist einfach nur mit guten Erinnerungen verbunden. Hoffentlich geht es vielen anderen – 41 –

Leuten auch so wie mir: Habe ich Grund zum feiern, Grund zur Freude, dann kommt mir automatisch die Waldegg in den Sinn. Es ist ganz toll, was Chläus Dörig und seine Frau Anita aus der alten Waldegg gemacht haben, nein, es ist umwerfend. Damit man die vier Betriebe, Restaurant, Schnuggebock, Tante Emmas Ladebeizli und Tintelompe, auseinander halten kann, heisst jetzt der Kern des Ganzen halt "Höhenrestaurant". Aber, ehrlich gesagt, es ist halt immer noch das Original, der Ort, wo alles angefangen hat, immer noch mein Lieblingsplatz im Erlebnis Waldegg. Ich bringe das originale Waldegg-Chribbelen einfach nicht weg! Roland Kink, momentan Waldeggschreiber, und –Fan seit 1965


– 42 –


Willkommen im Tintelompe! Fühlen Sie sich wieder einmal als Luusmeiteli oder Luusbueb Liebe Gäste Da sitzen Sie nun in einer alten Schulbank. Eine mit dem grossen Deckel zum Auflupfen. Das Tintegütterli ist noch geschlossen, Schiefertafel und Griffelschachtel liegen bereit. Die kleine Welt des Appenzellerlands lugt zum Fenster herein, die grosse mit Amerika in der Mitte schaut von der aufgerollten Karte neben dem Lehrerpodest auf Dich hinunter. Ja, nun wirst Du nicht mehr per "Sie" angesprochen. Jetzt bist Du wieder in der vierten Klasse, wie alle Deine Gspänli rund um Dich herum im Tintelompe. So heisst Dein nostalgisches Schulzimmer. Den Töni hast Du ja draussen aufgehängt und das Heft mit den exakt gemachten Ufzgi vor Dir ausgebreitet. Wer ist ächt heute der Lehrer? Fräulein Heierli soll ja ins Welschland gezügelt sein! Eine gestrenge Person kommt bestimmt! Entweder Herr Lehrer Max Bünzli, Herr Leh-

rer Schorsch Hösli oder Herr Lehrer August Solenthaler. Was hat das Schulsekretariat ächt wieder gemänätscht? Hoffentlich nicht der Bünzli, das ist nämlich nicht nur der dickste, sondern auch der strengste! Aber dem spiele ich dann schon einen Streich. Der merkt fast nie, wenn einer ein speuznasses Fliessblatt-Chügeli an die Decke spickt! Schön wäre es, wenn einmal eines nach dem Trocknen ihm gerade in den Hemperkragen fallen würde! Aber nu, heute haben wir ja wieder das ganze Programm. Schönschreiben, Heimatkunde, Rechnen, Singen. Und am Schluss soll sogar noch ein Photograph kommen! Das wussten ja alle. Aber schau Dir mal das Anneli im vordersten Bank an, die eingebildete Trucke: So schön hatte sie ihre Zöpfe noch nie geflochten! Wenn die meint, sie imponiere mir, dann, gixgäbeli, hat sie sich aber schampar getäuscht, die blöde Kuh! Au, bin auch ich blöd, jetzt habe ich wieder – 43 –

zuviel Dialektwörter gebraucht. Isch doch glich! Heute müssen wir ja keinen Aufsatz schreiben. Und sowieso, wenn der Bünzli verrückt wird, schnorrt er uns amigs auch auf Schwizertütsch an! Wenn Sie, liebe Gäste, (wieder in der Höflichkeitsform) auch nochmals in die vierte Klasse gehen und viel Gescheites lernen wollen, dann ist der Tintelompe genau das Richtige. Alle, die es bisher gewagt haben, sprachen am Schluss von der wohl vergnüglichsten Schulstunde ihres Lebens. Und, übrigens, der Tintelompe steht ja im Erlebnis Waldegg. Deshalb gibt es in der Pause mehr als nur ein Püürli. Das wäre dann noch: Unter diesem Dach fast verhungern! Das Schulessen ist mehr als antigruusig! Eines müssen Sie allerdings vor dem TintelompeBesuch tun: Ihre Gruppe von 15 bis 30 Personen zeitig beim Schulsekretariat anmelden. (rk)


Samstag Sonntag 35. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 36. Woche

-Lauf

Herbstmonat

IX.

Aufg.

1 Verena 19.59 2 13. Degenhard i08h  20.23 Barmherziger Samariter Luk. 10

3 4 5 6 7 8 9

Theodos  i18h  Esther  Herkules  Magnus i06h  Regina Mariä Geburt  14. Egidi, Lilly i19h 

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

7.41 8.49

TagesLänge

Vor- 13.21 herrschend 13.18

Sonnenaufgang 6.42 Untergang 20.00

20.48 21.15 21.46 22.20 23.00 23.47 â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C;

Von 10 Aussätzigen Luk. 17

9.55 10.59 trĂźbes, 12.02 13.02 gewitterhaftes 13.59  erdfern,

14.51  15.15, ,  Wetter. 15.39 Dann

13.15 13.11 13.08 13.05 13.01 12.58 12.54

Sonnenaufgang 6.52 Untergang 19.46

Montag 10 Sergi  Dienstag  11 Regula Mittwoch 12 Fronfasten i05h  Donnerstag 13 Hektor  Anbruch des Tages um 5.25 Freitag 14 KreuzerhĂśhung i12h  Samstag  15 Fortunat Sonntag 16 Eidg. Bettag i15h  37. Woche

Vom ungerechten Mammon

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

17 18 19 20 21 22 23

38. Woche

Vom Toten zu Naim Luk. 7

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

24 25 26 27 28 29 30

39. Woche

Vom WassersĂźchtigen Luk. 14

Lambert Rosa Januar Innozenz Matthäus Mauriz 16. Thekla

Untrg.

0.40 16.20   1.39 16.57 2.42 17.29   3.50 17.58 Abschied um 21.10 5.00 18.26 6.12 18.52 7.27 19.19  4.11

Matth. 6

 i17h i19h

i21h

Liber, Robert i02h

Kleophas

Ziprian

i07h Kosmus Wenzeslaus Michael i15h  17. Hieronymus 

8.43 10.00 11.17 12.31 13.38 14.38 15.27

12.51 12.48 12.44 12.41 Alter Herbstmonat 14. rung. 12.37 Zuweilen 12.34 12.31 zeigt sich schĂśne Witte-

Sonnenaufgang 7.01 Untergang 19.32

19.49 20.22 21.00 21.46 22.40 23.42 â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C;

12.27 12.24 Nebel. 12.20 Hierauf 12.17 kommen 12.14 21.41,  in ,  12.10 12.07

  erdnah,  

Sonnenaufgang 7.11 Untergang 19.18

16.08 16.42 17.12 17.38 18.02 18.26 18.51

0.49 1.59 3.10 4.20 5.28 6.35 7.41  5.19

Tage 12.03

12.00 mit 11.56

11.53 Regen. 11.50

11.46 11.43

Sonnenaufgang 7.20 Untergang 19.03

Lostage im September: 8. (Mariä Geburt); 14. (KreuzerhÜhung); 21. (Matthäus); 22. (Mauriz); 29. (Michael). Vom 25. März frßh bis zum 28. Oktober frßh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrßckt. Sonne in  am 22. um 16.50 Uhr: Tagundnachtgleiche, Herbstanfang.

â&#x20AC;&#x201C; 44 â&#x20AC;&#x201C;


Willkommen im Schnuggebock! Erleben Sie eine ganz besondere Zeitreise Liebe Gäste Wenn Sie durch das Tennstor des Schnuggebock getreten sind, haben Sie eine Zeitreise hinter sich. Willkommen in der Gemütlichkeit des guten alten Damals! Sie lassen die Hektik des heutigen Alltags hinter sich zurück und befinden sich nun plötzlich im heimeligen Bauernhaus der Familie Dörig in den Dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Alles ist herausgeputzt, die vielen Dinge des täglichen Gebrauchs sind auf der Vorbrugg fein säuberlich geordnet. Sie haben’s gut getroffen: Heute ist bei Dörigs ein Festtag, fast hundert Gäste werden erwartet! Normalerweise deckt Mutter Dörig für die Familie nur in der guten Stube auf, aber heute! Weil ein Bruder von Vater Sepp nach mehr als 20 Jahren in Amerika (er war ein gefragter Melker in New Glarus im Staat Wisconsin) in

die Heimat zurück gekommen ist, wurden zu seiner Begrüssung auch die entferntesten Verwandten eingeladen. Da reicht die Stube natürlich nirgends hin. Alle anderen Räume wurden ebenfalls festlich hergerichtet, sogar im speziell gefegten Stall sind einige Tische aufgestellt und festlich gedeckt. Auch in der Küche, oben im Schloff und in den Kammern der Magd und des Knechts laden die Gedecke zum Zue-Hocken ein. Nun sind aber die Tische ausgegangen. Darum ist der Vater mit der ganzen Familie rasch hinüber zu Kollers Bisch. Der Nachbar hat sicher noch einige Tische oder Bretter und Böckli für Dörigs Fest vorig. Gleich werden alle schwer beladen zurückkommen! Inzwischen, liebe Gäste, sehen Sie sich doch einmal im Schnuggebock um. Schauen Sie, wie Dörigs ihr Haus einfach aber dennoch festlich vorbereitet haben. Streunen – 45 –

Sie kurz von der Vorbrogg durch Stall und Stube zur Küche, schlüpfen Sie rasch hoch in den Schloff, güxlen Sie in die beiden Firstkammern. Und dann schreiten Sie die knarrende Treppe wieder hinunter und sehen Sie sich im Keller das Läubli und den Ausgang in den Wald, den Vorratskeller und natürlich auch die Alpkäserei an. Vielleicht verschwatzen Dörigs drüben bei Kollers noch eine Weile, und sie haben sicher nichts gegen ihren Rundgang durch den Schnuggebock. Dörigs erwarten schliesslich so viele Gäste wie noch nie zuvor. Da mag’s doch auch noch Sie leiden! Treten Sie ein und schauen Sie sich um! Fast sicher gefällt es Ihnen so sehr, dass Sie klammheimlich an einem der Tischchen Platz nehmen und hoffen, dass Sie unter den vielen Gästen unerkannt bleiben. Dann bekommen Sie doch auch einen Teller voller Köstlichkeiten aus Mutter Dörigs Küche ab!


Weinmonat

X. Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 40. Woche

1 2 3 4 5 6 7

Remigi  i01h   Leodegar  Leonz i14h  Franz  Plazid  Angela 18. R.-kranzfest i03h 

-Lauf Aufg.

19.17 19.46 20.19 20.58 21.41 22.31 23.27

Vornehmstes Gebot Matth. 22

Montag 8 Pelagius Dienstag 9 Dionis Mittwoch 10 Gideon Donnerstag 11 Burkhard Freitag 12 Gerold Samstag 13 Kolman Anbruch des Tages um 6.08 Sonntag 14 19. Hedwig

 i14h    i21h    i01h 

41. Woche

Vom Gutschlägigen Matth. 9

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

15 16 17 18 19 20 21

42. Woche

Hochzeitliches Kleid Matth. 22

Theresia Gallus Justus Lukas Ferdinand Wendelin 20. Ursula

 i02h i02h

i04h

Kordula

Maximus

i13h Salome Krispin i22h  Armand  Sabina 21. Simon, Judas  i07h

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

22 23 24 25 26 27 28

43. Woche

KĂśnigssohn krank Joh. 4

Montag Dienstag Mittwoch

29 Narzissus 30 Alois 31 Wolfgang

Untrg.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

8.46 Anfangs 9.49 trßbe, 10.50 11.48 , wird rßckläufig 12.42  erdfern,  mitunter 13.31 ,  14.15 neblige

TagesLänge

11.39 11.36 11.33 11.29 11.26 11.22 11.19

Sonnenaufgang 7.30 Untergang 18.49

â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 14.53  9.33 0.27 15.26 1.31 15.56 2.39 16.24 3.49 16.50  5.02 17.17 Abschied um 20.07 6.17 17.46

11.16 11.12 Tage. 11.09 Es 11.06 zeigt 11.02 sich 10.59 Alter Weinmonat 14. 10.56

Sonnenaufgang 7.40 Untergang 18.36

7.35 8.54 10.11 11.24 12.29 13.23 14.08

18.18 18.55 19.39 20.32 21.33 22.41 23.51

14.03

10.52 angenehmes 10.49

 erdnah,

 

Wetter. Gegen das Ende

10.46 10.42 10.39 10.36 10.32

Sonnenaufgang 7.50 Untergang 18.22

14.44 15.15 15.42 16.07 16.30 16.54 16.20

â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 1.02 2.12 3.20 4.26 5.31 5.35

 5.32 in 

kommen 10.29 Tage 10.26



mit 10.19 Regen. 10.16 Zuweilen 10.13

10.23

 am Abend

10.10

Sonnenaufgang 7.01 Untergang 17.11

i07h  16.48  17.20 i20h  17.56

6.39  20.50 7.40 8.40

10.07 auch 10.04 mit Nebel. 10.00

Lostage im Oktober: 16. (Gallus); 21. (Ursula); 28. (Simon, Judas). Vom 25. März frßh bis zum 28. Oktober frßh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrßckt. Sonne in  am 23. um 2.14 Uhr.

â&#x20AC;&#x201C; 46 â&#x20AC;&#x201C;


Alles ist echt appenzellisch in Grosi Dörigs altem Bauernhaus. Nur der Name nicht. Dafür ist er speziell, es gibt ihn nur hier. Er wurde extra erfunden, natürlich bei einem Römer vergorenen Rebensaft. Namenspaten waren die Heidschnucken, die behörnten Schafe der Lüneburger Heide, die rund um die Waldegg friedlich grasen. Mögen Sie’s auch friedlich haben, wenn Sie die Zeitreise in den Schnuggebock hinter sich haben! Viel Vergnügen in der Gemütlichkeit der guten alten Zeit! Schnuggebock-Rundgang Wir haben streng darauf geachtet, dass wir Ihnen, liebe Gäste, ein wirklich nostalgisches Erlebnis bieten können, bei dem jedes auch noch so kleine Detail stimmt. Durch die Bedürfnisse von Küche und Service (und infolge der modernen Bauvorschriften) sind die Räume unseres Bauernhauses jedoch etwas anders angeordnet als gewohnt. Durch die Wiederverwendung des Holzes von fünf abgebro-

chenen Appenzeller Häusern konnte jedoch eine absolut authentische Atmosphäre geschaffen werden. Überzeugen Sie sich doch bitte selbst davon und, wie gesagt, schauen Sie, wie die Familie von Rösli und Sepp ihr Haus auf das ganz grosse Familienfest vorbereitet haben. Vorbrogg, Brögi, Tenn und Tierlistall Durch das Tennstor des Schnuggebocks treten Sie auf die Vorbrogg, hinter der sich der Stall befindet. Im Appenzellischen bezeichnet man als Brogg den Ort, auf dem die Kühe an der Futterkrippe stehen. Daher also der Name Vor-Brogg. Hier bewahrt der Bauer all’ die Dinge des täglichen Bedarfs auf. Über Ihren Köpfen befindet sich die Brögi, eine Art Ablage für Strohballen, Zaunpfähle und andere Stecken (Brögel). Links vorne ist das Tenn angedeutet, darüber türmt sich der Heustock. Hier sehen Sie, wie auch in anderen Winkeln des Schnuggebock Bèèchüe her– 47 –

umstehen. Das sind aus Jungtannen-Stämmen geschnitzte einfache Spielzeug-Kühe mit langen Bèè, (Beinen). Im Appenzeller Bauernhaus ist das Tenn kleiner als in anderen Gegenden. Es wird hier nur als Futtergang zwischen den Gross- und Kleinviehställen genutzt und nicht auch als Dreschbühne wie in Gebieten mit Ackerbau. Eine besondere Attraktion ist der moderne Tierlistall. Der sieht natürlich anders aus als in einem alten Bauernhaus, denn er muss den strengen Hygiene-Vorschriften eines Restaurants genügen. Er ist nur von aussen zugänglich und gegen den Gästebereich hin hermetisch versiegelt. Hoffentlich auch zu Ihrer Freude tummelt sich darin eine Fäärlisau mit ihren kleinen Säuli. Der eigentliche Stall, dort wo jetzt Sie genüsslich an den Tischen auf der Brogg sitzen, ist, wie das ganze Innere des Schnuggebock, sorgfältig nach alter Tradition gebaut. Für den gestrickten Stallstock


Wintermonat

XI. Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 44. Woche

1 2 3 4

Aller Heiligen  Aller Seelen  i09h  Theophil 22. Reformationsfest 

Des KĂśnigs Rechnung

Montag 5 Emerich Dienstag 6 Leonhard Mittwoch 7 Florenz Donnerstag 8 Klaudi Freitag 9 Theodor Samstag 10 Louisa Sonntag 11 23. Martin 45. Woche

-Lauf Aufg.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

18.38 9.35  erdfern 19.26 10.26 ,  20.19 11.11 21.17 11.51

Matth. 18

i21h    i06h   i11h  

Untrg.

Vorherrschend sonnige

TagesLänge

9.57 9.54 9.51 9.48

Sonnenaufgang 7.11 Untergang 16.59

22.18 23.23 â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 0.29 1.38 2.50 4.05

Vom Zinsgroschen Matth. 22

12.25 12.56 13.23  1.36 13.49 14.15 14.42 15.12 

Witterung. Zuweilen Nebel, aber meist mildes

9.45 9.42 9.39 9.37 9.34 9.31 9.28

Sonnenaufgang 7.22 Untergang 16.50

Montag 12 Emil i12h 5.23 15.46  9.25 Dienstag 6.42 16.27 23.08 9.23 13 Wibrath Anbruch des Tages um 5.50 Abschied um 18.21 Alter Wintermonat 14. Mittwoch 14 Friedrich i12h 8.00 17.16  erdnah,

Wetter. 9.20 Donnerstag 15 Albert, Leopold

9.11 18.16  Es 9.17 Freitag

12h 10.12 19.23  folgen 9.15 16 Otmar Samstag 11.03 20.36  ziem- 9.12 17 Berthold Sonntag 18 24. Eugen i13h 11.44 21.49 lich 9.10 46. Woche

Obersten TĂśchterlein Matth. 9

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

19 20 21 22 23 24 25

47. Woche

Greuel der VerwĂźstung

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag

26 27 28 29 30

Elisabeth

i18h Kolumban Mariä Opfer Cäcilia i02h  Klemens  Salesi 25. Katharina i13h 

Sonnenaufgang 7.32 Untergang 16.42

12.17 23.01 12.46 â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 15.32 13.11 0.11 in  13.35 1.18 13.59 2.24 14.24 3.28 14.51 4.31

Matth. 24

Konrad   Jeremias Gerold, Noah i02h   Agrikola Andreas i15h 

kĂźhle Tage. Dann zeigt sich

9.07 9.05 9.03 9.00 8.58 8.56 8.54

Sonnenaufgang 7.42 Untergang 16.36

15.21 15.56 16.36 17.21 18.13

5.33 wieder 6.33 ,  7.30  15.46,  erdfern milde 8.22 ,  9.09 Witterung.

8.52 8.50 8.48 8.46 8.44

Lostage im November: 1. (Aller Heiligen); 2. (Aller Seelen); 11. (Martin); 16. (Otmar); 21. (Mariä Opfer); 25. (Katharina); 26. (Konrad); 30. (Andreas). Sonne in  am 21. um 22.51 Uhr.

â&#x20AC;&#x201C; 48â&#x20AC;&#x201C;


wurden extra alte Zimmerleute reaktiviert. Ihnen bei der Handarbeit zuzusehen war ein beinahe museales Vergnügen. Noch in den Dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts waren die Kühe deutlich kleiner als ihre heutigen TurboSchwestern. Deshalb ist auch die beidseitige Brogg viel kürzer als es die heutigen Standplätze sind. Von der Decke hängen die Schnüre zum Anbinden der Kuhschwänze. Auch der aus Amerika zurückgekehrte Bruder (er nennt sich übrigens nicht mehr Hansli, sondern "Little Johnny") liebt es nicht, wenn er beim Melken die Pinsel ins Gesicht geschlagen erhält. Die Namenstafeln über der Krippe sind nicht für die Serviertöchter gedacht, sondern es sind die Namen der Kühe. Auch heute noch findet man diese Tafeln im Appenzeller Stall. Der Stallgang zwischen den beiden Broggen, der Fletschlig (Mistgraben) ist natürlich nicht vorbildrichtig mit Kuhfladen gefüllt, sonder blitzsauber geputzt, damit Sie trockenen und sauberen Fusses in die gute Stube gelangen können.

Stube und Küche Die Stube ist etwas voluminöser geraten als im normalen Appenzellerhaus, damit sich auch eine grössere Anzahl Gäste an ihr erfreuen kann. Im Zentrum steht der grüne Kachelofen und darum herum die typischen Möbel und ein Haufen Krimskrams, der Grosis Stube so gemütlich macht. Den Dörigs scheint es recht gut zu gehen, denn nur gut situierte Familien können sich hierzulande ein gestemmtes Täfer in der Stube leisten. Sieht man sich um, kommt einem sofort das Bild des sein Lindauerli paffenden Grossvaters in den Sinn, und man stellt sich Grosi vor, die Füsse auf einem Schemeli, umwickelt mit einer selbst gelismeten Wolldecke. Selbstverständlich schnurrt ein zufrieden blinzelndes Büsi zwischen den beiden alten Leutchen. Etwas kleiner, einladend zum gemütlichen ZusammenHöcklen am grossen Holztisch, ist die Küche gebaut. Aber auch hier fehlen die alten Utensilien und Details – 49 –

nicht, die Sie zum Schwärmen über die gute alte Zeit verleiten sollen. Man spürt förmlich, wie es wohlig wird, wenn die ganze Familie zusammen in der Küche sitzt. Die Mutter steht am Herd, das Abendessen dampft schon in den alten Gusspfannen und erfüllt jede Ritze mit währschaften Düften. Die Kinder sitzen am Tisch und spielen Eile mit Weile. Zwischendurch gibt’s einen lauten Streit, weil die roten Töggeli gleich zu dritt auf einer Bank eine Sperre errichtet haben. Das gilt doch nicht, drei! Nur zwei auf ’s Mal! Probieren Sie doch das alte Spiel auch wieder einmal aus. Es liegt im Schnuggebock überall auf. Aber bitte nicht zu laut streiten, sonst rennt noch der Bläss davon! Ihr Rundgang führt Sie aus der Küche wieder auf die Vorbrogg.

Schloff mit Mägde- und Chnechte-Chammeren Oben an der urchigen Treppe mit der Falltür treten Sie in


Samstag Sonntag 48. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 49. Woche

-Lauf

Christmonat

XII.

Aufg.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

 19.10 9.51  20.10 10.27

1 Otwin 2 1. Advent

Vom Einzug Jesu in Jerusalem Matth. 21

3 4 5 6 7 8 9

Untrg.

Meist windiges,

Luzi   21.12 10.58   22.17 11.26 Barbara i13h  23.23 11.52 am Morgen Fronfasten Nikolaus  â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 12.17  16.32 Enoch, Agnes i20h  0.32 12.42 Mariä Empfängnis  1.42 13.09 2. Advent i23h 2.56 13.40

Montag 10 Walter Dienstag 11 Waldemar Mittwoch 12 Ottilia Donnerstag 13 Luzia, Jost Anbruch des Tages um 6.23 Freitag 14 Niklas Samstag 15 Abraham Sonntag 16 3. Advent

Wetter. Dann kommen

8.39 8.38 8.36 8.35 8.34 8.33 8.32

Sonnenaufgang 7.59 Untergang 16.31

4.12 14.16  8.31 5.29 15.00 ,  Tage 8.30 6.44 15.53 mit 8.29 7.52 16.57 9.42, erdn.,  Schnee- 8.28 Abschied um 18.11 Alter Christmonat 14. 8.49 18.09 fall; 8.27 i23h 9.36 19.25  nach- 8.27

10.15 20.41 her 8.26

Johannes im Gefängnis Matth. 11

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

17 18 19 20 21 22 23

51. Woche

Zeugnis Johannes Joh. 1

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

24 25 26 27 28 29 30

52. Woche

Joseph und Maria verwundern sich

Montag

31 Silvester

Adam, Eva Christtag Stephan Joh. Evang. Kindleintag Jonathan S. n. Weihn.

ziemlich kaltes

i23h

i23h

50. Woche

Notker Wunibald Nemesi Achilles Thomas Florian 4. Advent

8.43 8.41

Sonnenaufgang 7.51 Untergang 16.32

i03h

Zeichen des Gerichtes Luk. 21

TagesLänge

i02h i09h   i19h   

Sonnenaufgang 8.05 Untergang 16.31

10.47 21.55 11.14 23.05 11.40 â&#x20AC;&#x201C;.â&#x20AC;&#x201C; 12.04 0.13 6.19 12.29 1.19 in  12.55 2.23 13.24 3.25

zeigt sich mildes

Wetter.

8.26 8.26 8.25 8.25 8.25 8.25 8.25

Sonnenaufgang 8.09 Untergang 16.34

 i08h   i21h    i09h 

13.56 14.34 15.18 16.08 17.03 18.02 19.05 Luk. 2

 20.09

4.26 5.23 6.18 7.07 7.51 8.29 9.02

erdfern ,   11.21

Vorherrschend helle, aber kalte

8.26 8.26 8.26 8.27 8.27 8.28 8.29

Sonnenaufgang 8.11 Untergang 16.40

9.31

Witterung.

8.30

Lostage im Dezember: 6. (Nikolaus); 8. (Mariä Empfängnis); 21. (Thomas); 25. (Christtag); 26. (Stephan). Sonne in  am 21. um 12.12 Uhr: Sonnenwende, Winteranfang.

â&#x20AC;&#x201C; 50 â&#x20AC;&#x201C;


den Schloff (Dachboden). Hinten beim Buffet taucht wieder der Heustock auf. Nüsse und Birnen sind zum Trocknen ausgelegt, auf den Balken über Ihren Köpfen türmt sich das Allerlei des täglichen Lebens. Der Raum mit den vielen Gegenständen, die halt so im Estrich herumstehen, ist so gestaltet, dass im Schnuggebock auch Gesellschaften bewirtet werden können. Beim Aufgang vorne links befindet sich die Kammer der Mägde, und unmittelbar rechts davon jene des Knechts. Das mag ja eine etwas gewagte Anordnung sein. Ja nu, die beiden Chammeren eignen sich schliesslich auch als rustikale Separées zu zweit oder für Feste im kleinen Kreis. Läubli, Wald, Keller und Käserei Steigen Sie nun vom Schloff wieder hinunter auf die Vorbrogg und gleich die zweite Treppe bei den drei prächtigen Senntums-Schellen weiter in den Keller. Zuerst gelangen Sie auf den Vorplatz

des Bauernhauses mit gedecktem Brunnen und Stapfete (Zaunübergang). Rechts davon führt eine Türe in den Wald. Das ist der Ort, wo die Mannen auf die Toilette gehen. Es gibt dafür eine Scheiterbeige und ein SchiisiHüüsli. Den Frauen steht gleich neben der Waschküche ein separates Läubli zur Verfügung. Da gibt’s zwei Plumpsklos Eines ist nach alter Sitte als Doppelsitzer gebaut, der eine Sitz etwas niedriger als der andere. Nicht zum gemeinsamen Dischgerieren, sondern natürlich für den Fall, dass ein Sprössling mitkommt, der nicht alleine aufs stille Örtchen will. Hinter dem Läubli treten Sie in den Vorratskeller ein. Die Rüebli lugen nur ein bisschen aus der Sandkiste, der Vorratsschrank ist gefüllt und die alte Mausefalle wartet auf scharfzahnige Übeltäter. Gleich daneben die Gestelle mit den Weinen! Grossvaters Stolz. Er plagiert manchmal damit ein bisschen in der Nachbarschaft herum, guten Grund dafür hat er ja, schau– 51 –

en Sie sich die edlen Flaschen an! Lesen Sie hier Ihren Lieblingstropfen aus, den Sie Ihrer Serviermagd zum öffnen übergeben. Geniessen Sie als Belohnung fürs Treppensteigen dann ein Glas trüben Most aus der grossen BallonFlasche. Zuhinterst im Keller finden Sie unsere Alp-Käserei, in der einmal pro Woche auch wirklich gekäst wird. Ist unser Käser zufälligerweise am Chessi, gibt er Ihnen gerne ein Stückchen zum Probieren. Die hier mit Liebe und in Handarbeit gemachten Waldegg-Frischkäsli sind natürlich als Beilage zum Aperitif oder als Mitbringsel für die daheim Gebliebenen im Lädeli beim Tennstor erhältlich. Mmmh! Lassen Sie sich, liebe Gäste, nach Ihrem SchnupperRundgang nun an Ihrem Tisch nieder und geniessen Sie das nostalgische Erlebnis, als das wir den Schnuggebock für Sie erschaffen haben. Fühlen Sie sich schnuggebockwohl: En Guete Hunger und en guete Torscht! (rk)


Finden Sie zur Erlebnisegge des Appenzellerlandes! Mit dem Auto A1-Ausfahrt Nr. 81 SG-Kreuzbleiche Richtung Appenzell. Ende Umfahrung Teufen, beim zweiten Kreisel, Richtung Speicher. 3.2 km bis zur Abzweigung Waldegg (weisser Wegweiser am rechten Strassenrand).

Mit der Bahn Appenzeller Bahn ab St. Galler Hauptbahnhof bis Teufen. Von dort zu Fuss oder per Waldegg-Bus-Abholdienst (auf Bestellung).

Zu Fuss auf dem Eggen Höhenweg: Ab Lustmühle über Schäflisegg (80 Minuten). Ab Teufen Bahnhof über Schäflisegg (60 Minuten) oder über Gählern (50 Minuten). Ab Speicher über Birt - Oberhorst (60 Minuten).

Familie Anita und Chläus Dörig • Teufen AR • Tel. 071 333 12 30 • Fax 071 333 46 61

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Waldegg Kalender 41/12  
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Hauszeitschrift für das Erlebnis Waldegg auf die Monate September, Oktober, November und Dezember 2012

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