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auf die Monate Mai, Juni, Juli und August 2010 Gegründet bei der Eröffnung des Schnuggebock im März 2001

AR/AI

Hauszeitschrift für Erlebnis Waldegg 10. Jahrgang, Nummer 34

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Traditionelle appenzellische Gastfreundlichkeit. Am Stammtisch. Im Restaurant. In eleganten Sälen. Tête-à-têtes. Geschäftsessen. Bankette. Vom Vesperplättli bis zum Gourmet-Menü.

Grosis Bauernhaus als nostalgisches Erlebnis, in Stube, Stall, Küche, Mägde-, Knechtechammer und Keller. Zu zweit. Familien für sich. Gruppen im Schloff. Währschaftes vom Puur, saisonal, einheimisch. Wald-WC, Alpkäserei, Heustock und Tierlistall.

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Währschafte Kost im original appenzellischen Spezerei-Lädeli.

Spitzbübische Schulstunde in nostalgischer Stube. Kulinarische Überraschungen statt Znünibrot. Gruppen-Reservationen: 071 333 12 30 «Tintelompe»

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Gesamtes Erlebnis Waldegg jeden Montag geschlossen –2–


Hauszeitschrift mit

Ein bärenstarkes Wilkommen... ….. ist schon ein spezieller Gruss. Normalerweise heisst es doch "herzlich". Das ist natürlich auch hier so gemeint. Aber es freut uns halt sehr, dass wir Verstärkung durch einen veritablen Bären erhalten haben. Der gehört nun auf ewig zu unserem Team (mehr dazu ab der nächsten Seite). Das Erlebnis Waldegg ist nun ofiziell bärenstark! Der Schnuggebock ist „Grosis Appenzeller Bauernhaus“ im Erlebnis Waldegg. Von aussen gesehen halt schon nicht ganz. Das ist Anlass, Ihnen mehr über die typischen Appenzeller Häuser zu erzählen (ab Seite 6).

chen und das "Pstöckt". Doch keine Angst, Sie brauchen zum Lesen kein Chlüpperli auf die Nase zu stecken! Als bärenstarker Betrieb weisen wir gerne auf andere gastliche Häuser hin, sei’s, weil das eine von einem ehemaligen Lehrling geführt wird, sei’s, weil Sie, liebe Gäste, eventuell auch einmal ein Bett mehr brauchen, als wir in der Knechte- und Mägdechammer des Schnuggebock bieten können. Wir hoffen, dass auch dieser Kalender Ihnen einige fröhliche Momente beschert und ein Schmunzeln entlockt. Im Zeichen des Bären heissen wir Sie

Es gibt bekanntlich eine gekrizzelte Kunst und Poesie in Toilettenhäuschen. Bis dazu wagt sich der Kalender nun doch nicht vor. Aber zwei Geschichtchen kreisen um das stille Ört-

herzlich willkommen! Familie Anita und Chläus Dörig und das Erlebnis Waldegg-Team

Schnuggebock Speisekarte in der Heftmitte Inhaltsverzeichnis 3 4 6 13 14 16

Willkommen Tüüfner Bär für Dörigs Appenzeller Häuser Singe, wem Gesang gegeben Angst vor dem Läubli Stille Gruben gründen tief

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Schnuggebock-Speisekarte Schnuggebock-Getränkekarte

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Mitarbeiter-Seite Pension Alpenheim Teufen einst und heute Appenzeller Dibidäbi Restaurant Rose Appenzell Chueli-Schnitzkurs Impressum Herausgeber: Erlebnis Waldegg, Familie Anita und Chläus Dörig Redaktion, Bilder, Texte: Roland Kink (rk), Teufen Gestaltung, Bildbearbeitung DTP: Kuhn Grafik&Werbung,Teufen Druck: Appenzeller Medienhaus, Herisau

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Tüüfner Bär für Dörigs (rk) "Anita und Chläus Dörig erhalten den heuer zum zweiten Mal verliehenen Tüüfner Bären als Auszeichnung für ihre hervorragenden Leistungen im Segment der Erlebnisgastronomie. Die Gemeinde Teufen ist stolz darauf, solch innovative Wirtsleute unter uns zu wissen. Ganz besonders zu schätzen wissen wir die ausserordentlich positiven Auswirkungen als Tourismusbotschafter für Teufen und das ganze Appenzellerland" (Gemeindepräsident Gerhard Frey an der Feier am 29. März 2010).

Freude herrschte, gute Stimmung und feine Musik in der Aula Landhaus. Strahlende Gesichter, in der Mitte die Dörigs. Chläus und Anita und die drei Töchter Cornelia, Patricia und Alexandra (Tochter Ramona weilte in England). Angekommen war die Waldegg-Familie wie es sich für sie gebührt, hoch auf dem Ochsenwagen.

dazu stimmte der Männerchor Teufen "De Früelig chunt" an. Zuvor hatte Hans Sturzenegger, Waldegg-Hackbrettler vom Dienst, seine Saiten kunstvoll beklopft. Gemeindepräsident Frey, Regierungsrätin Marianne Koller, Vorsteherin des Departements Volks- und Landwirtschaft und der Präsident von Gastro Appenzellerland, Walter Höhener, überschütteten die Dörigs mit launigen Worten, Komplimenten und Gratulationen.

Es wehte ein nicht ganz laues Föhn-Lüftchen und passend -4-

Nach all dem grossen Lob zuerst fast ein bisschen verlegen bedankte sich zum Schluss der würdigen und liebevoll gestalteten Preisverleihung der neue Bärenvater Chläus Dörig mit einem humorvollen Streifzug durch die jüngere Geschichte vom Erlebnis Waldegg. Man konnte seinen


Worten entnehmen, dass der Begriff "Schnuggebock" auch etwas mit seiner Frau Anita zu tun haben könnte, liegt er doch nahe beim Kosenamen "Schnuggel". Auch Männerchordirigent Benno Walser spielte nach dem Lied "Die schöne Mariza" auf die Waldeggwirtin an, als er meinte, heute hätte man wohl besser einen anderen Vornamen gesungen. Das Erlebnis Waldegg und damit Chläus und Antita Dörig als "Sympathieträger Teufens ersten Ranges" (Gemeindepräsident Frey) hatten wirklich die volle Sympathie aller Anwesenden

auf ihrer Seite. Und während seiner Dankesrede Chläus Dörig auch die Lacher seines Publikums: Gut lachen hatte er an diesem Abend in der Tat!

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Der Tüüfner Bär, eine kunstvoll gegossene Bronzeskulptur als Abbild des Teufner Wappentiers auf allen Vieren wird seit 2009 alljährlich vom Gemeinderat vergeben für eine Leistung, Tätigkeit oder Einsatz, der als aussergewöhnlich, anhaltend und zielgerichtet eingestuft werden kann. Besondere Beachtung verdienen Leistungen, die anfänglich auf Widerstand gestossen sind und nur dank Beharrlichkeit und grossem Einsatz erbracht werden konnten. Nach Heimatschützerin Rosmarie Nüesch vor einem Jahr sind Anita und Chläus Dörig die zweiten mit einem Tüüfner Bären geehrten Preisträger.


Grosis Appenzeller Bauernhaus: Der Schnuggebock. (rk) Das einzige Nicht-Appenzellische an Grosis nostalgischem Bauernhaus im Erlebnis Waldegg ist sein Name Schnuggebock. Sonst stimmt drinnen alles, alles ist so gebaut wie früher, wie in einem typischen Appenzeller Bauerhaus. Aber, gibt es das denn überhaupt? Wie sieht es von aussen aus? (Ja, der Schnuggebock musste sich äusserlich den heutigen Bauvorschriften anpassen.) Aber, nochmals, wie sieht denn das typische Appenzeller Bauernhaus aus?

Vielzweckbauweise aus, was nichts andres heisst, als dass das Wohnhaus und die Stallscheune unter einem Dach vereint sind. Ursprünglich gehörte aber auch es zum alpenländischen Hoftyp mit zwei separat stehenden Gebäuden, Wohnhaus und Gaden. Das gilt sowohl für die Heidenhäuser als auch für die Tätschdachhäuser. Heidenhaus und Tätschdachhaus Eigentlich ist das Häädehuus (Heidenhaus) eine Unterart

vom Tätsch-Hüüsli (Tätschdachhaus) und das ältere der beiden. Im hiesigen Sprachgebrauch wird aber streng zwischen den beiden unterschieden. Beide, Hääde- und TätschHaus, zeichnen sich durch flache Giebeldächer aus. Sie wurden bis in die Anfänge des 17. Jahrhunderts gebaut. Ihre Dächer bestanden aus Brettern ("Landen"), die ursprünglich mit Steinen beschwert und so befestigt wurden. Sie wurden deshalb früher auch als Lan-

Das (einzig echte) Appenzeller Bauernhaus gibt es nicht. Sonst wäre über die "Bauernhäuser beider Appenzell" kein fast 500-seitiges, grossformatiges Buch verfasst worden. Und dessen Inhalt kann auch nicht auf die wenigen Seiten eines Waldegg Kalenders verkürzt werden. Eine (vereinfachte) Aussage wagt aber der Waldeggschreiber trotzdem. Das Appenzeller Bauernhaus zeichnet sich heute durch die

Häädehüsli im Schachen bei Gais. Zeichnung aus dem Appenzeller Kalender auf das Jahr 1912.

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denhäuser bezeichnet. Zuerst befand sich die Hausfront unter der Dachtraufe. Genau diese Bauart wird Häädehuus genannt. Der Ausdruck existiert auch in anderen Regionen und bezeichnet überall eine seit län-

sehr, viel.) Später setzte sich die Giebelfront durch. Obwohl beide Typen ein flachgetätschtes Dach aufweisen, wird nur der letztere mit der Giebelfront als Tätsch-Hüüsli bezeichnet. Das traufständige Heidenhaus

gung der Dachflächen. Sie beträgt bei den Tätschdächern am Dachfuss gemessen zwischen 15 und 35o. Die Einführung der Nagelschindeln als Dacheindeckung

Tätschhüsli mit Giebelfront „Im Suterli“ bei Appenzell. Aus dem Appenzeller Kalender 1912.

gerer Zeit nicht mehr übliche Bauform. Im Appenzeller Dialekt heisst "sehr alt" auch "hääde-alt", weil die heidnische Zeit schon so weit zurück liegt. (Das "hääde" hat auch im Begriff "e hääde Göld" die Bedeutung von

verlor vor allem an Bedeutung, weil es nicht ausbaufähig, der Einbau einer Firstkammer beim Tätschdachhaus jedoch gut möglich war. Schon diese Firstkammern führten zu einer zunehmenden steileren Nei–7–

im 16./17. Jahrhundert führte zu einer weiteren Versteilung der Dächer, die sich im 18. Jahrhundert fortsetzte. In der Folge pendelte sich die Dachneigung allmählich beim so genannten Winkeldach mit


einer Neigung von 40 bis 45o am Dachfuss gemessen ein. So ergibt sich beim Winkeldach ein Giebel, der ungefähr einem rechten Winkel entspricht.

in Giebelstellung und die traufbetonte Stallscheune sind so vereint, dass die Firste beider Bauteile im rechten Winkel zueinander stehen. Im 18. bis

die Meinung vertreten, dass beim Kreuzfirsthaus der Stall auf der Wetterseite an das Wohnhaus angebaut sei. Eine Untersuchung bei mehr als

„Typisches Appenzeller Bauernhaus im Feld, Teufen, mit steilem Nageldach, augebauter Scheune und Webkeller“, sagt zu dieser Zeichnung der Appenzeller Kalender auf das Jahr 1912.

Kreuzfirsthaus Dieses Winkeldach findet sich nun auch beim appenzellischsten aller Appenzeller Bauerhäuser, dem Kreuzfirsthaus. Es gilt als "das Appenzellerhaus schlechthin". Das Wohnhaus

ins 20. Jahrhundert wurden die Bauernhäuser im Appenzellerland fast ausschliesslich als Kreuzfirstbauten errichtet." (Hermann, Die Bauerhäuser beider Appenzell, Herisau 2005, Seite. 352) Vielfach wird –8–

500 Kreuzfirstbauten zeigte allerdings, dass bei nach Süden ausgerichteten Häusern nur gut 70% der Ställe westseits angebaut sind, bei südost- und ostausgerichteten Häusern sind nur bei knapp 60% die


Nach einer alten Fotografie hat Daniela Signer, Stiftin im ersten Lehrjahr in der Küche des Höhenrestaurant ein typisches Gadenhaus gezeichnet. Waldegg-Nachwuchs-Köche sind kreativ, nicht nur in der Küche! Daniela beweist es. Mehr zu ihrer Person auf der Mitarbeiter-Seite 21.

wetterorientierten Seiten wirklich durch die Stallscheune geschützt. Gadenhaus Normalerweise, ob beim Heiden-, Tätschdach- oder Kreuzfirsthaus, stehen Wohnhaus und Stallscheune nebeneinander. Nicht so beim Gadenhaus, bei dem die beiden Gebäudeteile mit gleicher Firstausrich-

tung hintereinander stehen. Hier "zücht s Huus s Gade noo", wie das Dialekt sagt. Gadenhäuser sind oft das Resultat der Ausrichtung des Gebäudes und der lokalen Geländebeschaffenheit. Gadenhäuser kommen vermehrt in Innerrhoden und im Vorderland vor, wo sie oft gegen das Rheintal hinunter lugen. –9–

Nun, liebe Gäste, für den täglichen Gebrauch hat der Waldegg Kalender Ihnen die typischen Appenzeller Bauernhäuser zeigen können. Wenn die authentische Einrichtung im Schnuggebock Ihr Interesse noch vermehrt geweckt hat, dann sei Ihnen der Gang in eine öffentliche Bibliothek im Appenzellerland empfohlen.


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Dort finden Sie das umfassende, wissenschaftliche Werk von Isabell Hermann und Mitautoren mit dem Titel "Die Bauerhäuser beider Appenzell".

Das hochinteressante Buch ist leider längst vergriffen. Auch wenn das Gebäude des Schnuggebock weder Tätsch-, Hääde-, Gade- oder Kreuz-

firsthaus ist, so lässt sich doch in allen seinen Räumen trefflich schlemmen, feiern, geniessen und gemütlich höcklen! Tun Sie es doch immer öfter!

Tätschdach und Winkeldach Diese zwei Begriffe sind nicht nur trockene ArchitektenTheorie. Sie stehen für die historische Entwicklung. Früher war es nicht möglich, steile Dächer zu bauen, da keine Nägel existierten oder diese zu teuer waren. Landen (lange Bretter) oder grosse Schindeln wurden mit Steinen beschwert, was nur auf wenig geneigten Dächern praktikabel war. Mit dem Aufkommen massenproduzierter und damit billiger Nägel entstand das nach ihnen genannte Nageldach. Dieses konnte nun viel steiler gebaut werden, bis die beiden Dachflächen nahezu einen rechten Winkel bilden. Oft wurden nachträglich flache Tätschdächer zu Winkeldächern umgebaut, wie die hier gezeigten Bilder bestätigen.

Appenzellerhaus in Schlatt-Haslen, Oberer Boden 6, vor 1920 mit flach geneigtem Tätschdach …..

….. und später mit Steilgiebel- oder Winkeldach. Die Bilder stammen aus dem Buch "Die Bauernhäuser beider Appenzell

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von Isabell Hermann. Reproduziert mit freundlicher Bewilligung.


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Singe, wem Gesang gegeben Oft möchten Sie, liebe Gäste, die Lieder unserer Jodlerin und Handörgeli-Virtuosin Käthy Zieri spontan mitsingen. Woran Käthi natürlich ihre helle Freude hat. Auch ihren Papagei freut’s, sofern einmal mit ins Erlebnis Waldegg geflogen. Die erste Strophe klappt noch wie am Sängerfest, aber wie geht dann auch schon wieder die zweite? Der Waldegg Kalender hilft neuestens aus dieser Patsche und präsentiert in jeder Ausgabe einige Liedertexte. Die Sängerinnen und Sänger stärken sich und lassen es dann laut erschallen! Mer hend e schös Lendli

Aprite le Porte

1. Mer hend e schös Lendli, goots eu au wie öös? Mer gäbits nüd z’chaufe, om gäär ken Priis. De Richtum, der liit nüd im Göld ond im Guet. Mer hend e im Frede ond im frischfrohe Muet.

1. Aprite le porte che passano, che passano aprite le porte che passano i ticines.

2. Gsiecht Dörfer, de Säntis, de Bach ond de Wald, denn chaasch es begriiffe, ond jede mekts bald. Die Lüüt ond de Frede, wa wettsicht no mee? E Lendli, wie das ischt, chaas gäär nomme gee. 3. Jo gwöss, me wents bhüete ond luegid id z’ Zit. Geb Herrgott ös Chraft ond din Sege doch mit. Du bischt öös jo Stötze, en sichere Quell. Erhalt öses Lendli, da schön Appezöll.

:/ e come la sona ben, la banda, la banda e come la sona ben, la banda, la banda e come la sona ben, la banda, la banda e come la sona ben, la banda di soldaa. Fa mal i pe, fa mal i pe. 2. Deh vieni alla finestra, oi bruno, oi bella bruna Deh vieni alla finestra, oi bruna, farem l’amor. :/ e come la sona ben, …………………. 3. Siam giovani e siam soldati e per la patria, e per la patria Siam giovani e siam soldati e per la patria sappiam morir :/ e come la sona ben, ………………….

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Angst vor dem Läubli

Roland Kink

Ich habe einen Freund, der den Namen Läubli trägt. Der ist aber nicht gemeint. Michael ist nämlich ein äusserst friedlicher Zeitgenosse. Läubli, Freund Migg möge es mir verzeihen, wenn ich das hier breit schlage, hat im Appenzeller Dialekt auch die Bedeutung des Hüüslis, des Schisi-Hüüslis, wohl bemerkt. Noch heute zeugen in alten Appenzeller Häusern ins Nichts führende Türöffnungen im Obergeschoss von einem in leichter Holzkonstruktion luftig gebautem ehemaligen Aborterker, der an eine Laube erinnerte.

Mein Läubli war aber noch viel schlimmer. Oben auf Alp Gigen, dem Gigeli, wir wir’s nannten, zwischen der Alp Ahorn und der Wartegg, auf der Südflanke des Kronbergs. Dort verbrachte ich als Häfelischüeler im Sommer fast jedes Wochenende. Meine Eltern hatten die Alphütte als Ferienhaus gemietet; wir teilten sie mit Senn Dobler von der Schwende. In der kleinen Hütte hatte der Senn hinten seine Schlafkammer, wo er auf einem mit Buchenlaub gefüllten Sack schlief. Die kleine Stube mit der gemütlichen Petrollampe war für alle, auch die Küche, wo ich ab und zu an der Zentrifuge drehen durfte, die dann ein kleines Rohm-Tschüderli produzierte. Der Senn buuderte mit seinen starken Armen dann selber, bevor wir die Butter zu Ballen formten, die alsbald im Erdkeller in einem der Nepf schwammen. Bei der Türe zu diesem Keller ging eine steile Treppe hoch zu den zwei Kammern von uns Städtern, – 14 –

eine für die Eltern, eine für uns Goofen.

Vor dem Insbettgehen mussten wir auf die Toilette. Das hasste ich. Gut, als Bub war’s für das kleine Geschäft einfach: Raus auf die Alpweide und tun, was Kühe, Geissen und der Bläss ja sowieso auch im Freien tun. Aber das grosse Geschäft verklemmte ich abends immer. Schliesslich war es draussen dunkel und das Läubli war im Stall hinten. Föchelig! Also, das war nur ein Loch in einem Holzbrett, das auf einem kleinen Bödeli über der Jauchegrube schwebte. Wenn ich da hinhocken musste, kamen mir all’ die Geschichten in den Sinn, die mir Grossvater Mäusli von den ar-


men Bauern erzählte, die ins Gülleloch gefallen waren. Hui, das war gruselig. Dass es zudem jämmerlich stank an jenem Ort, das war weniger tragisch. Schliesslich hatten wir kein fliessendes Wasser auf der Alp. Doch, natürlich, einen Brunnen. Der genügte uns auch während einer ganzen Ferienwoche. Und Doblers Kühe setzten rund um die Hütte sowieso diverse Prachtsexemplare ihrer Fladen. Am Abend, mit der Taschenlampe noch einen Stink machen dort hinten? Scho grad gär nüd! Das verschob ich jeweils auf den anderen Tag. Vielleicht würden wir mit den Eltern ja auf die Scheidegg wandern. Und dort ging’s dann besser, wenn auch bei Zürchers die Wasserspülung noch nicht Einzug gehalten hatte. Und wenn wir auf dem Gigeli blieben, dann lockte ich beim spielen Schwester Baba in die Nähe des Abtritts. Unsere Holzkühe (es waren meistens Korkzapfen von Vater Josefs Veltlinerflaschen, mit Zahnstochern als Beine) sollten ja nicht nur vor der Hütte grasen

dürfen, sondern auch einmal woanders. Wenn sie dann am Fressen waren, sagte ich zu Schwesterherz, sie soll doch ein wenig allein spielen, ich müsse rasch auf den Abtritt. Dann liess ich die Türe ein Spältli offen, damit ich sehen konnte, dass Baba nicht einfach abgeschwirrt war. Mit ihr in der Nähe war’s dann weniger schlimm auf dem Thron. Doch unmittelbar nach dem dumpfen "plumps", die Hosen noch nicht ganz hinaufgezogen, musste ich sofort wieder nach unseren Kühen sehen.

wenn ich nur hinunter zur Scheiterbeige muss, ein kleiner Blick auf den Einsitzer bei den Mannen bringt doch immer wieder die Erinnerung an’s Gigeli hoch. Nur, mit der neuen Technologie, die sich

Das Gigeli am Kronberg.

Damen-Doppelsitzer im Schnuggebock ohne „plumps“.

Die Angst vor dem Läubli hatte ich längst vergessen. Keine bleibenden psychologischen Schäden davon! Bis dann der Schnuggebock kam. Auch – 15 –

unter dem SchnuggebockSitz verbirgt, ist’s einfach nicht mehr dasselbe. Kein dumpfes "plumps" mehr unten im Gülle-Meer.


Stille Gruben gründen tief

Peter Eggenberger

Fast wäre sie in Vergessenheit geraten, die Geschichte der gwehrigen Waldegg-Serviertöchter, die sich vor vielen Jahren zugetragen hat… Frieda arbeitet schon lange im Höhenrestaurant Waldegg. Als Serviertochter, wie auch ihre Kollegin Heidi. Beide halten wie Pech und Schwefel zusammen. In der Freizeit. Und vor allem bei ihrer Arbeit mit den Gästen im einfachen, aber gemütlichen Restaurant. Und der grossen Gartenwirtschaft. Unter den lauschigen Bäumen. Ja, die Gäste… Wenn da nur der Hörler nicht wäre. Der aufdringliche Kerl. Der Schwätzer mit der Schnapsfahne. Mit den griffigen

Händen. Hörler, der Tööpler. Der jede Woche mindestens einmal in der "Waldegg" einkehrt. Und immer bis zuletzt hocken bleibt. Und Frieda nicht aus den Augen lässt. Frieda, die hübsche Innerrhoderin vom Kau mit den pechschwarzen Haaren. Dem lieblichen Gesicht. Und den unergründlichen seealpseeblauen Augen, die urplötzlich ins Grün wechseln. Ein stilles Mädchen. Und stille Wasser gründen tief… Der Abend ist vorgerückt. Draussen herrscht tiefschwarze Nacht. Nebelschwaden schleichen um die Waldegg. Vor der Tür verraten hartnäckige Schnee- und Eisflecken, dass der lange Winter nur unwillig dem Frühling Platz machen will. Ungern brechen die letzten Gäste auf, um die Kachelofenwärme der heimeligen Stube mit der Unbill der fast undurchdringlichen Dunkelheit, der Nässe und garstigen Kälte zu vertauschen. "Macht Feierabend! Heute kommt niemand mehr. Und morgen haben wir viel zu tun. Ihr wisst, die Gesellschaft von Ratsherr Holderegger", brummt – 16 –

der Wirt. Dann verschwindet er, und einen kurzen Moment sind seine schweren Schritte auf der hölzernen Treppe zu hören. Und schon bald schläft der alte Waldeggler den tiefen Schlaf des Gerechten. Flink räumen die beiden Mädchen auf. Jeder Handgriff sitzt. Als Frieda die Türe verriegeln will, spürt sie Gegendruck. Und schon steht Hörler in der Stube. Unrasiert. Abstossend nach Schweiss, Rauch und billigem Fusel riechend. Mit wirrem Haar. Und stechenden Augen. Seine Hände greifen nach den Hüften Friedas, die sich ihm mit einer raschen Bewegung entzieht. "Diesmal entkommst du mir nicht! Heute zeig ich dir, wo Bartli den Most holt!" Hörlers Stimme klingt böse. Und zu allem entschlossen. Gleichzeitig greifen seine Pfoten wieder zu und verkrallen sich in den Brüsten des Mädchens. Mit einem Aufschrei schaut Frieda hilfesuchend zu Heidi, die kaum merklich nickt.


"Hörler, bitte lass das! Setz dich! Hier, ein Glas Most! Und dann machst du dich auf den Heimweg. Für heute ist Feierabend. Wir haben morgen einen strengen Tag." Heidis Bestimmtheit lässt ihn zögern. Blitzschnell nutzt Frieda das Nachlassen der schmerzhaften Umklammerung. Sie packt die auf dem Schanktisch zwischen leeren Gläsern und Flaschen stehende Laterne und eilt hinaus, in die Dunkelheit. Bilder rasen ihr durch den Kopf. Hässliche Bilder von Hörler. Sein Überfall, als sie spätnachts auf dem Heimweg war. Seine zudringlichen und würgenden Hände im Weinkeller, wo er ihr immer wieder abpasst. Und der Plan, den sie und Heidi ausgeheckt haben. Auch Hörler tappt zur Türe. "Trink doch einen Schluck!" fordert ihn Heidi auf. Er hält inne und leert das Glas mit einem einzigen Zug. Mit dem dreckigen Ärmel seiner Jacke fährt er hastig über den Mund. Dann verschwindet er mit dem triumphierenden Schrei "Heute oder nie!" in der Nacht. Wo ist Frieda? Da, das Licht, dort muss sie

sein. Hörler wankt trotz Alkohol, Dunkelheit und Eisglätte zielstrebig hinüber zum Stall, der hinter dem Wirtshaus als unförmige Masse fast säntishoch in den nachtschwarzen Himmel ragt. Lockend schwingt die Laterne hin und her. Er kennt den Weg. Kennt auch die Abkürzung über die Bretter der tiefen Güllengrube. "Du entkommst mir nicht! Diesmal nicht!" Er bleibt stehen. Grauslich. Der scharfe Geruch der Grube ist stärker als sonst. Wahrscheinlich das Wetter. S wird umschlagen. Zeit wärs. Und überraschend deutlich ist das Glucksen der zähflüssigen Brühe in der Tiefe zu hören. Gebannt schaut Hörler zur Laterne. Zum unruhig flackernden Licht. Fast ist er am Ziel. Jetzt verspürt er einen leichten Stoss im Rücken, der ihn aus dem Gleichgewicht bringt. Er macht einen Schritt vorwärts. Auf das erste Brett. Aber da ist nichts. Nur Leere. Und Tiefe. Und scheusslicher Gestank. Ein erschrockenes "Ihr hinterli…" und dumpfes Platschen unterbrechen kurz die Stille der Nacht. Dann schieben vier flinke Hände Bretter über den Ab– 17 –

grund. Ja, nicht nur stille Wasser, auch stille Gruben gründen tief. Hörler bleibt verschwunden. Auch die Suche der Landjäger im Steineggwald und auf den

Illustration: Ernst Bänziger

Höhen der sieben Eggen war erfolglos. Und eigentlich vermisst ihn nur der Waldeggler. "Wo der Hörler wohl bleibt? So ein guter Gast. Um den ists schade. Hoffentlich habt ihr ihn nicht erzürnt. Habt ihr nichts gehört?" fragt er ein paar Wochen später seine beiden Serviertöchter. "Wahrscheinlich stimmt es, dass er sich der Fremdenlegion angeschlossen hat, wie man es im Dorf immer wieder erzählt." Und dann schauen sich Heidi und Frieda tief in die Augen und lächeln still.


Speise Vorspeisen Bauernsalat

Fr. 8.50

mit Grosis geheimer Salatsauce

Frischkäsli aus unserer Alpkäserei

Fr. 10.50

mit Tomatensalat und Tannenschösslingsauce

Grossvaters Lieblingsvorspeise

Fr. 9.50

Schwartenmagen mit Zwiebelringen und Tannenschösslingsauce

Hauptspeisen Appenzeller Schmaus

Fr. 38.50

Chäshörnli, Siedwurst, Appenzeller Schnitzel, Pouletbrüstchen, Beinschinken und Epfelmues

Appenzeller Schnitzel mit Chäshörnli und Epfelmues

Fr. 31.50

gefüllt mit Siedwurstbrät und Mostbröckli

Appenzeller Siedwurst

Fr. 26.50

mit Chäshörnli und Epfelmues

Appenzeller Chäshörnli mit gehacktem Rindfleisch

Fr. 26.50

und Epfelmues

Zartes Kalbsgeschnetzeltes an Waldpilzsauce

Fr. 35.50

mit Nudeln und Tagesgemüse

Rosa gebratenes Lammfilet an kräftiger Bratensauce

Fr. 36.50

mit Bärlauchspätzli und Tagesgemüse

Uelis halbes Poulet

Fr. 27.50

knusprig gebacken mit Kräuterbratkartoffeln

Bauernpfanne mit Salat

Fr. 29.50

Bratkartoffeln, in Würfel geschnittenes Kalbfleisch, Schweinswürstchen, Schweinefleisch, Zwiebeln, gebratenes Ei und Gemüse

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Schnuggebock-Öffnungszeiten: Montag geschlossen Dienstag bis Freitag 11.30 – 15.00 17.30 – 24.00 Samstag / Sonntag 11.30 – 16.00 17.30 – 24.00

karte Grosis fleischlose Gerichte Gebratene Saiblingfilets

Fr. 31.50

mit Basilikumbutter, Pilawreis und Tagesgemüse

Rheintaler Ribelschnitte mit Ratatouille

Fr. 25.50

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 24.50

mit Epfelmues

Seniorenteller Kalbsgeschnetzeltes an Waldpilzsauce

Fr. 28.50

Appenzeller Schnitzel

Fr. 26.50

mit Chäshörnli und Epfelmues

mit Nudeln und Tagesgemüse

Desserts Grosis feines Karamelköpfli

Fr. 6.50

Vanilleglace

Fr. 9.—

mit Schoggisauce und Rahm

mit Rahm

Vrenelis Riesenmeringues Fr. 9.50

Appenzeller Dörrbirnenfladen

mit Glace und Rahm

mit Rahm

Luftige Zitronenroulade

Fr. 6.50

mit Rahm

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Fr. 6.—


Getränkekarte Flaschenwein im Schnuggebock Stünde im Schnuggebock eine Stüva Grischuna statt einer Appenzeller Stube, befände sich beim Abgang zu Toilette, Keller und Alpkäserei natürlich ein Stägafässli. Neben dem offenen Wein, der im Schnuggebock an den Tisch gebracht wird, birgt sein Keller auch ohne Stägafässli einige Flaschen, für die es sich lohnt, dort hinunter zu steigen. Allerdings stammen diese wie früher aus der europäischen Nachbarschaft und nicht aus Übersee, denn Weine von so weit her zu holen, war in den Jahren, in denen der Schnuggebock „spielt“, nicht üblich. Suchen Sie, verehrter Gast, Ihren Flaschenwein selbst aus dem Kellerregal und stärken Sie sich fürs Treppensteigen mit einem Glas Most vom Fass. Oben angelangt übergeben Sie bitte Ihre Flasche Ihrer Serviertochter oder Ihrem Kellner. Man wird sie gerne für Sie öffnen und Ihnen den feinen Tropfen kredenzen. Prosit! Wohl bekomms!

Offenausschank

2dl

Weisswein Fendant

8.—

20.—

Rotwein Bernecker Blauburgunder

8.—

20.—

Appenzeller Mineral Halb - Halb (Fruchtgetränk) Citro Süssmost Orangensaft Saft vom Fass Naturtrüb Quöllfrisch Schnuggebock Bier

3dl

5dl

3.60 3.80 3.80 3.80

5.20 5.40 5.40 5.40

3.90 3.90 4.—

5.60 5.60 5.70

1l

8.80 9.— 9.— 9.—

4.30

2 cl Appenzeller Alpenbitter, Cynar, Campari, Martini weiss

Noch em Esse es Abihäberli Appenzeller Malz-Schnaps Dörrbirnen-Schnaps aus dem Eichenfass

4 cl 6.20

4.80 5.50

8.— 9.— 10.—

Fraue-Kafi Manne-Kafi Schnuggebock-Kafi oder Biberflade-Kafi

3.80 5.50 8.50

Ovo / Schokolade Schwarztee, Pfefferminztee, Hagebuttentee, Lindenblütentee, Kamillentee

4.—

– 20 –

3.80


Auf dieser Seite werden traditionell Mitglieder des Waldegg-Teams vorgestellt. Dies symbolisch als Dank von Anita und Chläus Dörig an alle, die durch ihren Einsatz den Erfolg vom ERLEBNIS WALDEGG erst möglich machen.

Tanja Keller

Barbara Weishaupt

Daniela Signer

hatte schon als junges Mädchen ab und zu Restauranttische abgeräumt. Auch in der Beiz ihrer Guggemusik servierte die Herisauerin oft. Nach der Sek erinnerte sie sich an die guten Gefühle bei dieser Arbeit und begann vor einem knappen Jahr motiviert die Servicelehre im Erlebnis Waldegg. "Hier kann ich in zwei ganz unterschiedlichen Betrieben arbeiten, viel lernen, und das erst noch in einer wunderbaren, natürlichen Umgebung". Die Natur ist für sie nämlich sehr wichtig, sei es auf dem Rücken der geliebten Hannoveraner-Pferde, oder sei es beim Klettern im Alpstein.

hat einen kurzen Arbeitsweg zu ihrem Service-Aushilfsjob im Schnuggebock. Sie wohnt mit ihrem Mann und drei Kindern nur etwa 300 Meter unterhalb der Waldegg, aber auf St. Galler Boden, wichtig für eine gebürtige Rheintalerin. "Ich freue mich, wie die Leute den Plausch haben in unserem ungewohnten Restaurant. Der Service ist einfach, dafür kann man die Gäste anders verwöhnen, das gefällt mir." Und sie schätzt auch ihre unregelmässigen Einsätze, dann bleibt Zeit, runter zum Bruder nach Oberriet zu fahren um dort mit ihm zusammen den Garten zu pflegen.

lernte Ramona Dörig am BWZ Herisau kennen. So kam’s zum persönlichen Kontakt mit der Waldegg. Da ihr Ziel die Lehre als Koch war, bewarb sie sich "halt in Ausserrhoden", sagt die ErstjahrStiftin aus Eggerstanden. "Koch ist ein vielseitiger, kreativer Beruf". Passt zu ihr: Mit ihren Brüdern tritt sie als Appenzeller Musik an der Handorgel auf und zeichnet in ihrer Freizeit viel. "Mir gefällt jeder Tag auf der Waldegg. Hier haben wir unter uns sieben Lehrlingen ein tolles Verhältnis." Am allerliebsten isst sie Raclette, auch wenn der Käse dazu nicht aus ihrem Innerrhoden stammt.

– 21 –


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Von der traditionellen Pension zum familiären Hotel garni

Zu Gast bei Mona + Lisa (rk) Auf der Parkplatzbrüstung fläzt sich ein steinerner Bär. Ein Pfeil weist zum "Hoteleingang". Am heimeligen Appenzeller Haus prangt ein Schild "Pension Alpenheim". Was nun? Hotel oder Pension?

Die Begrüssung beim Eintreten ins gastliche Haus ist ungestüm. Mona, ein weibliches Hundewesen, sozusagen die biologische Alarmanlage, stürmt herbei und bellt freundlich. Gleich hinter ihr tritt Lisa hinzu, Hoteldirektorin, Gouvernante, Putzfrau und guter Geist des Hauses in einer Person. Die zweite Begrüssung ist umso menschlicher, wärmer. Elisabeth Bosshard-Graf nimmt

den Gast sofort in Beschlag, zeigt ihm Haus und Zimmer, das Maulwurf-Studio und den lauschigen Garten mit Panoramablick auf das Dorf Teufen und die Alpsteinkette. "Mein Grossvater Gottlieb Graf-Gautschi kaufte die Liegenschaft anno 1930 als Bauerngut. Bald begann er, die Heemet zu einer Pension umzubauen. Damals gab es die WG noch nicht. Junge Burschen, die zur Arbeit ins Dorf zogen, lebten in der Pension. Grossmutter kochte für alle, und am Abend sass man gemütlich zusammen, hörte – 23 –

Radio, spielte Karten oder musizierte. 1947 übernahmen dann meine Eltern Werner und Hilde Graf-Bucher den Betrieb. Sie bauten eine Zentralheizung ein, was damals im Dorf als Sensation galt, zudem bekam jedes Zimmer ein Brünneli, die zweite Sensation. Bei meinen Eltern zahlte ein Pensionär pro Tag Fr. 7.50 bei Vollpension. Ich versuche auch heute noch, eine preisgünstige Unterkunft zu bieten, ganz so billig geht’s allerdings nicht mehr! Stell Dir vor, wir hatten einen Pensionär, den im ganzen Dorf bekannten Hans Haas, der wohnte bei drei Generationen unserer Familie im Alpenheim. Er besass seiner Lebtag nie eigene Möbel! Auch an andere langjährige Gäste erinnere ich mich gerne. Etwa an Peter Eggenberger, den Geschichten-Schreiber oder Hans Hürelmann, den ehemaligen Teufner Seklehrer. Diese beiden sind ja den Le-


sern des Waldegg Kalenders bestens bekannt. Weisst Du, bei mir liegt in jedem Zimmer immer ein Exemplar auf. Sowieso, ich habe die Waldegg-Gäste gerne. Wenn sie zu mir kommen, sind sie immer in guter Stimmung. Die, die im Schnuggebock waren, haben den Kopf voller Flausen. Die lachen dann beim Zmorge immer noch über den Abend zuvor."

die Reichen leisten konnten. Nun wurden wir von der Pension im alten Sinne des Wortes nach und nach zu einem Hotel garni. Schöne, gemütliche Zimmer und ein feines Morgenessen: Das biete ich heute meinen Gästen gerne an. Im Jahre 1982 habe ich das Alpenheim von meinen Eltern übernommen." Die "Pension" Alpenheim mit dem "Hoteleingang" hat heu-

stehenden 2-Zimmer-Wohnung unter der Dachschräge. Diese beiden Studios verfügen wie die übrigen Komfortzimmer über eigenes Telefon, Radio und Fernsehen. Allen Gästen steht eine gemeinsame Küche kostenlos zur Verfügung. Dort läuft abends manchmal mehr als auf allen TV-Kanälen, wenn sich die internationalen Gäste spontan um den Küchentisch zusammensetzen. Fast reut es den Waldeggschreiber, dass er ganz in der Nähe wohnt. So braucht er ja nie ein Zimmer bei Mona und Lisa im Alpenheim.

Das Alpenheim als Lithographie von Kojiro Matsubayashi, Teufen, aus seinem Buch „Mein Appenzellerland“.

"Mit der Einführung der AHV im Jahre 1948 gab es einen Wechsel in der Gästeschicht. Die Leute begannen, Ferien zu machen, was sich bis dahin nur

te 16 Betten im Angebot, plus zwei weitere im neuen Maulwurf-Wöhnigli, dem ebenerdigen zweiten Appartement, dem Pendant zur schon be– 24 –

Mona schläft den Schlaf der gerechten Hundedame während Lisa wohl in Haus und Garten zum Rechten sieht.


Teufen einst und heute Im letzten Waldegg Kalender begonnen, zeigt nun die Rubrik "Teufen einst und heute" nochmals die Waldegg. 60 Jahre liegen zwischen den beiden Aufnahmen. Das obere Bild zeigt die ganz alte Puurebeiz noch mit dem kleinen Säli im Vordergrund. Nach Lektüre des Artikels über die Appenzeller Häuser ab Seite 6 erkennen Sie, liebe Gäste, wohl sofort den Kreuzfirstbau und das Winkeldach. Im Gartenrestaurant konnte man offensichtlich auch noch bei ruchem Wetter draussen sitzen, das charmante Dach erlaubte es. Tische und Bänke waren einfach in die Erde eingepfählt, noch fehlte eine Bodenbefestigung. Im unteren Bild sieht das Panoramarestaurant schon viel gsträhleter aus. Die markanten Eschen spenden noch immer lauschigen Schatten. Seit dem Zeitpunkt dieser Aufnahme hat’s allerdings bereits wieder neue Gartenmöbel gegeben. Wer möchte da nicht zue hocke!

– 25 –


Ist der Dibidäbi wirklich ein Appenzeller? (rk) Der Waldeggschreiber ist schon früher der weltbewegenden Frage nach dem Ursprung des Spitznamens Dibidäbi nachgegangen. Mittlerweile hat die von Bundesrat Merz anlässlich der Gedenkfeier 600 Jahre Schlacht am Stoss kolportierte Version nahezu offiziellen Charakter erhalten:

den Appenzellern die verhassten alljährlichen Abgaben gefordert haben. Der Säckelmeister – statt den Betrag auszuhändigen – schrieb auf die Quittung das blosse Zahlungsversprechen, auf Lateinisch‚ tibi dabo'. Hieraus soll später von St. Gallen aus der Kosename ‚Dibidäbi' entstanden sein.

me. Er existiert als Übername für den Appenzeller Alpenbitter auf Getränkekarten Innerschweizer Bars, für Fonduemischungen und Glacé-Kreationen. Seit gut einem Jahr ist Dibidäbi® gar ein eingetragenes Markenzeichen der Appenzeller Milch AG. Die dazugehörige Produktepalette ist allerdings erst im Planungsstadium.

Der Steuereintreiber des Kloster St. Gallen soll um 1405 von

Inzwischen wurde Dibidäbi vom Kose- zum Produktena-

Aber ist Dibidäbi wirklich appenzellisch?

I der «Sunne» isch am Samstig wieder einisch grosse Ball, und das wüssed alli Meitli, ja das wüssets überall. Und es spielt e Ländlermusig, dass e keine sitze blibt, und sie schwinget d'Bei bim Tanze, dass es nume grad so stübt. Refrain:

Di-bi-dä-bi Di-bi-dä-bi, lüpf dis Bei Di-bi-dä-bi Di-bi-dä-bi, hol d' Marei Di-bi-dä-bi Di-bi-dä-bi, heb sie fescht. Di-bi-dä-bi Di-bi-dä-bi, gischt was hescht. I der «Sunne» sitzt der Fränzl und er lueged truurig dri,

denn am Tisch im andre Egge, sitzt sind grosse Schwarm Marie. Näbet ihr sitzt wie en König Nachbers Sepp und strahlet ganz, doch de Franz springt zum Mareili: «Isch erlaubt de nächsti Tanz?» Refrain

Und s'Mareili hät nur gstunet, wie de Fränzel muetig isch. «Ja, i tanz mit dir, i glaube, dass grad du de Richtig bisch.» Und sie lüpfet s'Bei, potztusig, und aus s'Herzli tanzt demit, und i glaub, dass us de beide gli es glücklichs Pärli git. Refrain

– 26 –


In diesem Text einer Polka von Artur Beul findet sich beim Dibidäbi keine Spur von Appenzeller. Dibidäbi steht lautmalerisch anstelle eines "dulidu" oder "lalala". Und zeigt auf die hüpfende Fröhlichkeit des klassischen Schweizer Oldies.

grossen Hits der Nachkriegszeit komponierte, der damals mit den erfolgreichsten Schweizer Musikerinnen und Musikern zusammenarbeitete, dessen Titel bei der älteren Generation spontan nostalgische Gefühle wecken: Etwa "Übere

Geschwistern Schmid), "’s sich Polizeistund" (Vic Eugster und Sepp Trütsch) oder aber von Marthely Mumenthaler und Vrenely Pfyl "Nach em Räge schint Sunne", "Glarner Zigerlied" oder eben "Dibidäbi lupf dis Bei". Diese Aufzählung tönt in den Ohren Vieler wie Balsam aus der guten alten Zeit. Also, liebe Waldegg-Gäste: Statt über die Appenzellness des Dibidäbi zu sinnieren oder gar zu streiten, wieso nicht mit dem Dibidäbi in Erinnerungen an die Musik von Artur Beul schwelgen? (Und natürlich ganz sicher sein, dass der Fränzl ein Appenzeller sein muss!)

Artur Beul in Matrosenkluft mit seiner Ehefrau Lale Andersen (Lili Marleen). Beul schrieb auch Lieder für Obermatrose Hans Albers.

Artur Beul ist anlässlich seines Todes im Alter von 95 Jahren im Januar 2005 noch einmal prominent in die Schlagzeilen gekommen. Er, der die ganz

Gotthard flüget Bräme", "Die blonde Meiteli", "Am Himmel stoht es Sternli", "Stägeli uf, Stägeli ab" "Soldate müend doch Schätzli ha" (alle mit den – 27 –

Die Artur Beul Erinnerungs-CD gibt’s im Fachhandel oder bei www.turicaphon.com.


-Lauf

Mai

V.

Aufg.

Samstag Sonntag

1 Philipp, Jakob 2 Cantate

i12h

17. Woche

Jesus verheisst den TrĂśster Joh. 16

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 18. Woche

3 4 5 6 7 8 9

†-Auffindung i23h

Florian

Gotthard

Paravizin

i12h Juvenal Stanislaus Rogate i24h 

So ihr den Vater bittet

Montag 10 Gordian Dienstag 11 Mamert Mittwoch 12 Pankraz Donnerstag 13 Auffahrt Anbruch des Tages um 3.48 Freitag 14 Bonifaz Samstag 15 Sophia Sonntag 16 Exaudi

–.– 0.18

i15h   i20h 

1.04 1.41 2.10 2.33 2.54 3.12 3.30

9.36 10.41 11.47 12.52 13.56 15.00 16.05



Anfangs 14.27 des 14.30 Monats 14.33 ver- 14.36 änderliche 14.39

 6.15,  erdfern 

14.42 14.45 Witte- 14.47 rung. 14.50



17.11  18.20 19.30  20.43 Abschied um 22.49 5.33 21.53  3.05 6.17 22.58 7.14 23.53 ,  3.48 4.08 4.30 4.58

Zeugnis des heiligen Geistes Joh. 15

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

17 18 19 20 21 22 23

20. Woche

Sendung des heiligen Geistes Joh. 14

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

24 25 26 27 28 29 30

21. Woche

Von der Wiedergeburt

Montag

31 Mechtild

Pfingstmontag  i08h Urban Alfred i13h

Luzian

Wilhelm

i21h Maximilian Dreifaltigk.-So.

7.38  8.34

TagesLänge

Sonnenaufgang 5.55 Untergang 20.45

19. Woche

Moses, Bruno  i23h  Isabella  Fronfasten  Christian i02h  Konstantin  Helena Pfingsten i05h 

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 6.05 Untergang 20.35

Joh. 16

  i09h  

Untrg.

8.21 9.36 10.55 12.14 13.32 14.50 16.07 17.42 18.41 19.55 21.05 22.06 22.57 23.37

Joh. 3

14.53 14.55 14.58 15.01 Alter Mai 14. fruchtbares 15.03 15.06 Wetter. 15.08 Es zeigt sich schĂśnes,

Sonnenaufgang 5.45 Untergang 20.53

–.– 0.37 1.13 1.42 2.06 2.29 2.50

  erdnah,   1.43, in  

Hernach 15.11 kommen 15.13 ziemlich 15.15

15.18 15.20 kĂźhle 15.22 Regentage. 15.24

Sonnenaufgang 5.38 Untergang 21.02

3.13 3.38 4.08 4.44 5.28 6.21 7.21

am Morgen  1.07  

Gegen das Ende trĂźbes Wetter.

15.26 15.28 15.30 15.32 15.34 15.36 15.38

Sonnenaufgang 5.32 Untergang 21.10

–.–

8.26 wird rechtläufig

Vom 28. März frßh bis zum 31. Oktober frßh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrßckt. Am 9. ist Muttertag. Sonne in  am 21. um 5.34.

– 28 –

15.39


Ehemalige Waldegg-Lehrlinge auf Erfolgskurs

Restaurant Rose Appenzell: Früh übt sich... Ein gemütliches Landbeizli mit jungem Elan (rk) Da würde selbst das Guinness Buch der Rekorde staunen: In diesem Sommer wird Peter Knöpfel sein zehnjähriges Berufsjubiläum feiern. Im zarten Alter von 24 Jahren!

Am 14. August 2000 hatte Peterli seinen ersten Arbeitstag in der Küche des Höhenrestaurants Waldegg. Er arbeitete zwar voll, doch noch nicht als Lehrling, dafür war er zu jung. Erst ein Jahr später begann dann die eigentliche Kochlehre, die er im Sommer 2004 abschloss. Einfach immer vor dem grossen Rest: Ein Jahr zu früh in die Schule, zu jung für die Lehre, mit 22 selbständiger Wirt. Da meint’s einer ernst!

Das wirten hat Peter im Blut: Er ist im Restaurant Rössli in Hundwil aufgewachsen, wo er von klein auf in der Küche mithalf. Sein Vater bat deshalb seinen Berufskollegen Chläus Dörig schon früh um eine Lehrstelle für den Filius. Danach ging’s für kurze Wanderjahre auf den Hohen Kasten, ins Rössli Davos, ins Hotel Hof Weissbad und für eine Weile zurück ins elterliche Rössli. "Da munkelte man, dass die Rose in Appenzell zu haben wäre. Ich habe doch schon immer mein eigenes Restaurant gewollt. Und früher haben die Wirte auch schon bald nach dem Zwanigsten begonnen. Und die Rose schien mir ein idealer Start zu sein. Meine Vorgänger haben grosse Sorge zu Haus und Küche getragen. Wir konnten ohne Umbau, ohne grössere Renovationen gleich ins gemachte Nest höcklen, wir mussten als junges Paar keine grösseren Investitionen tätigen. Zuerst haben wir noch einige – 29 –

Zweifel gehabt, doch als wir das Haus inspiziert haben, haben wir hoffungsvoll zugepackt."

"Ich habe Daniela Eugster im Ausgang kennen gelernt. Als ausgebildete Dentalassistentin hat sie schon immer viel mit Leuten zu tun gehabt. Der Quereinstieg in den Service ist ihr deshalb sehr leicht gefallen. Daniela und ich haben denselben Jahrgang. Und im Sommer möchten wir heiraten. Unsere Rose soll dann Heim für unse-


Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

-Lauf

Brachmonat

VI. 1 2 3 4 5 6

i07h

Nikodemus

Marzell Fronleichnam i20h Eduard, Bertha Reinhard 1. S. n. Dreif. i08h 

22. Woche

Vom reichen Manne Luk. 16

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

7 8 9 10 11 12 13

23. Woche

Vom grossen Abendmahl Luk. 14

Anbruch des Tages um 3.01 Montag 14 Ruffin Dienstag 15 Vitus Mittwoch 16 Justina Donnerstag 17 Folkmar Freitag 18 Arnold Samstag 19 Gervas Sonntag 20 3. Silver

 i06h   i08h    i10h  

24. Woche

Vom verlorenen Schaf Luk. 15

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

21 22 23 24 25 26 27

Albanus i14h Gottschalk i20h

Edeltrud Joh. der Täufer

Eberhard

i04h Paulus 4. Gero, 7 Schläf.

Untrg.

0.09 0.35 0.57 1.16 1.34 1.51

9.32 10.38 11.43 12.47 13.50 14.55

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

wird rßckläufig

TagesLänge

15.41 Ziemlich 15.42

erdfern, 

15.44 rauhes 15.45  0.13 Wetter. 15.46

, , 

15.48

Sonnenaufgang 5.28 Untergang 21.16

 i18h   i24h    i04h 

Kasimir Medard Miriam Hildebrand Lutbert Basil 2. Felicitas

Aufg.

2.10 2.31 2.56 3.28 4.08 5.00 6.05

16.02 17.11 18.23 19.34 20.43  21.43 13.15,  22.33 

15.49 15.50 15.51 15.52 15.53 15.54 schein, 15.54

Dann kommen Tage mit Sonnen-

Sonnenaufgang 5.26 Untergang 21.20

Abschied um 23.45 Alter Brachmonat 14. 7.20 23.13 und 15.55 8.40 23.44 erdnah,  15.55 10.01 –.– nachher 15.56 11.21 0.11  zeigt 15.56 12.39 0.34 sich 15.56 13.56 0.56 6.30,  kßhle 15.57 15.13 1.18 15.57 Sonnenaufgang 5.26 Untergang 21.23

16.29 17.43 18.53 19.57 20.51 21.34 22.09

1.42 2.09 2.42 3.23 4.12 5.09 6.12

25. Woche

Balken im Auge

Montag Dienstag Mittwoch

28 Benjamin i15h 22.38

23.01 29 Peter und Paul

23.21 30 Pauli Gedächtnis

7.18 8.25 9.30

Luk. 6

in 

Witte- 15.57

15.57 rung. 15.57

15.56

  13.31 

Es 15.56

15.56 folgen 15.55

Sonnenaufgang 5.28 Untergang 21.23

Tage 15.55 mit 15.54 Sonnenschein. 15.54

Vom 28. März frßh bis zum 31. Oktober frßh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrßckt. Sonne in  am 21. um 13.18 Uhr: Sonnenwende, Sommeranfang

– 30 –


re Familie werden, und wir möchten eigentlich langfristig hier wohnen und werken", sagt ein sichtlich zufriedener Jungunternehmer.

Speisekarte. Im gemütlichen Stübli mit Platz für 30 Personen, und im heimeligen Säli mit 20 Plätzen sitzen jung und alt zusammen, Stammgäste

Die Rose Appenzell ist ein typisches Appenzeller Beizli knapp ausserhalb des Innerrhoder Hauptdorfs an der Strasse Richtung Gonten. Während des ganzen Jahres bilden das Appenzeller KäseFondue zusammen mit seinen Vettern Bourguignonne und Chinoise als Hausspezialitäten nebst anderen lokalen Gerichten den Rückgrat der Rose-

am runden Tisch, die Schlemmer an den eckigen. – 31 –

"Etwas Wichtiges habe ich auf der Waldegg gelernt: Die Gäste haben gerne Abwechslung, man muss ihnen immer wieder etwas Neues bieten. Jetzt im Frühling fand unsere Cordon-Bleu-Woche riesigen Anklang. Da gab’s eine Reise vom Appenzeller über das spanische, italienische, hawaianische bis zurück zum Berner Cordon-Bleu. Und im Herbst servieren wir während der Jagdzeit einheimisches Wildbret aus den umliegenden Wäldern. Während der Fasnacht ist die Rose dekoriert und im kommenden Sommer wird vor dem Haus ein Zelt für Live-Übertragungen der Fussball-WM aus Südafrika aufgestellt. Mehr noch ist in Planung für die Zukunft." – "Und, geht’s euch gut?", will der Waldeggschreiber wissen. "Ja, super, wir freuen uns! Sag doch bitte den Lesern, dass man bei uns für den Abend am besten vorreservieren soll." Ein ehemaliger WaldeggStift und sehr junger Wirt gibt Gas, auch noch nach schon fast zehn Jahren im Beruf!


Heumonat

VII. Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 2 3 4

-Lauf Aufg.

Untrg.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Theobald

i03h 23.39 10.34  erdfern,  VorMariä Heimsuchung 23.56 11.38 herrschend i16h  –.– 12.41  Kornel 5. Ulrich  0.14 13.46  16.35,  helles

26. Woche

Jesus lehrt im Schiff Luk. 5

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

5 6 7 8 9 10 11

27. Woche

Pharisäer Ruhm Matth. 5

Balthasar Esaias, Ida Joachim Kilian Zirill Gunzo 6. Rahel

Montag 12 Nathan Dienstag 13 Heinrich Anbruch des Tages um 3.26 Mittwoch 14 Bonaventura Donnerstag 15 Margaretha Freitag 16 Ruth Samstag 17 Lydia Sonntag 18 7. Hartmann

 i03h   i10h   i14h  

28. Woche

Jesus speist 4000 Mann Mark. 8

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

19 20 21 22 23 24 25

29. Woche

Falsche Propheten Matth. 7

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag

26 27 28 29 30 31

Rosina Elias i02h

Arbogast Maria Magdalena

i11h Elsbeth Christine 8. Jakob i22h

Anna

Magdalena

i10h Pantaleon Beatrix i23h  Jakobea  Erna, German

15.53 15.52 15.51 15.50

Sonnenaufgang 5.32 Untergang 21.22

0.34 0.56 1.24 1.59 2.45 3.44 4.55

14.53 Wetter. 16.02  erdfern, w. rĂźckl. 17.13 Dann 18.22 19.27  folgt 20.22 21.07  21.41, 

15.49 15.48 15.47 15.45 15.44 15.42 15.41

Sonnenaufgang 5.38 Untergang 21.19

i15h  6.15 21.43  7.38 22.13  erdnah,  i15h   i16h   i20h

TagesLänge

9.02 10.23 11.43 13.01 14.18

nach 15.39 und 15.38

Abschied um 23.38 Alter Heumonat 14. 22.38 nach 15.36 23.01  unfreundliche 15.34 23.23 , , Anfang 15.32 23.47 [der Hundstage 15.30 –.–  12.11 Witterung. 15.29 Sonnenaufgang 5.44 Untergang 21.13

15.33 16.45 17.50 18.46 19.33 20.11 20.41

0.13 0.44 1.22 SchÜne 2.08  warme 3.02  in  Sommer4.03 , wird rßckläufig 5.07 tage,

15.27 15.24 15.22 15.20 15.18 15.16 15.13

Sonnenaufgang 5.52 Untergang 21.05

21.05 6.13  3.37 21.26 7.19 21.45 8.24  22.03 9.27  erdfern 22.20 10.30 22.39 11.34 , 

meisten- 15.11 teils 15.09

15.06 gewitter- 15.04 haft. 15.01

Vom 28. März frßh bis zum 31. Oktober frßh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrßckt. Sonne in  am 23. um 0.22 Uhr. Hundstage 16. Juli bis 27. August.

– 32 –

14.59


Invasion der Holzchueli im Tintelompe

Acht Chueli von Schnitz-Novizen umrahmen zwei des Kursleiters.

(rk) Drei Einführungskurse im Chueli-Schnitzen waren im letzten Waldegg Kalender ausgeschrieben und fanden schliesslich begeisterten Zuspruch. "Als Erstes montieren wir das Pflästerli! Die linke Hand beim Rechtshänder dient als Schraubstock für den Rohling. Mit dem Daumen der rechten Hand halten wir dagegen und ziehen mit dem sauscharfen Messerli gegen diesen Daumen. Am Anfang merkt man noch nicht immer, dass man vor dem Daumen stoppen muss. Darum schützen wir ihn mit dem Pflästerli!"

Das Rezept von Maestro Emil Hugener hat an allen drei Chueli-Schnitz-Abenden im Tintelompe fast funktioniert. Denn es war noch die eine oder andere kleinere Verletzung zu beklagen. Allerdings gingen diese Unglücke nicht über das von einem zweiten Pflästerli zu heilende Mass hinaus.

Spuren der Arbeit zeugen von Paul Ackermanns Fleiss.

Kursleiter Emil Hugener weiss, wo stoppen: Daumen ohne Pflästerli.

Noch weist Jakobs Chueli keine Koller’schen Blutspuren auf.

zer schaffte sein Chueli. Die gute Betreuung durch Emil Hugener liess kein einziges Nilpferd oder Mast-Säuli entstehen, wirklich nur Chueli! Da alle ihr Schnitzmesser mit nach Hause nehmen durften, ist wohl im einen oder anderen Haushalt in naher Zukunft mit einer gewissen Späne-Verzierung zu rechnen.

An allen Abenden gab’s zum Schluss zufriedene Gesichter. Jede Schnitzerin, jeder Schnit– 33 –

Die Chueli sind inzwischen wieder abgezogen. Der Tintelompe steht erneut für den Unterricht der 4. Klasse bereit. Unterrichtstunden können für Gruppen von 15 – 30 Personen wieder bei den charmanten Telefonistinnen vom Erlebnis Waldegg unter 071 333 12 30 gebucht werden.


Sonntag 30. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 31. Woche

-Lauf

Augstmonat

VIII.

Aufg.

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

 23.00 12.39 

1 9. Bundesfeier

Ungerechter Haushalter Luk. 16

2 3 4 5 6 7 8

Untrg.

An- 14.56

Sonnenaufgang 6.01 Untergang 20.57

Gustav i10h  23.25 13.46  23.56 14.55  6.59 Josias, August i19h  –.– 16.03 Dominik  0.35 17.09 Oswald i24h  1.26 18.08  Sixt, Alice  2.30 18.57 ,  am Abend Heinrike 10. Ziriak  3.45 19.38

Jesus weint Ăźber Jerusalem

TagesLänge

Luk. 19

haltend 14.53 sonnige, 14.51

14.48 14.45 warme, 14.42 14.40 14.37

Sonnenaufgang 6.10 Untergang 20.47

Montag 9 Roman i01h  5.07 20.10 mitunter 14.34 Dienstag  6.32 20.38 5.08,  erdnah,  14.31 10 Laurenz Mittwoch 11 Gottlieb i01h  7.57 21.03 sehr 14.28 Donnerstag 12 Klara  9.20 21.26  heisse 14.25 Freitag i01h  10.42 21.50 , ,  Tage. 14.22 13 Hippolit Anbruch des Tages um 4.29 Abschied um 22.24 Alter Augstmonat 14. Samstag 14 Samuel  12.02 22.16 Vor- 14.19 Sonntag 15 11. M. Himmelf. i02h 13.20 22.47 herrschend 14.16 32. Woche

Pharisäer und ZÜllner

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

16 17 18 19 20 21 22

33. Woche

Vom Tauben und Stummen

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

23 24 25 26 27 28 29

34. Woche

Barmherziger Samariter Luk. 10

Montag Dienstag

30 Adolf 31 Rebekka, Paulin

Rochus Karlmann Reinald Sebald Bernhard Irmgard 12. Alphons

Luk. 18

i08h

i16h i04h

Sonnenaufgang 6.19 Untergang 20.35

14.34 23.23  20.14 15.43 –.– 16.42 0.06  17.32 0.58 18.12 1.56 , Abendstern, [  18.44 3.00 19.10 4.05

Mark. 7

Zachäus

Bartholomäus i16h Ludwig Severin Gebhard i05h  Augustin  13. Joh. Enth. i17h 

schĂśne 14.13 Witte- 14.10 rung. Dann folgt all-

14.07 14.04 14.01 13.57 13.54

Sonnenaufgang 6.28 Untergang 20.22

19.32 5.10 19.52 6.15 20.10 7.19 20.28 8.22 20.46 9.25 21.06 10.30 21.29 11.36

 in ,  13.51  19.05, ,  13.48  erdfern mählich 13.45 trßbes 13.42

, , Ende 13.38 [der Hundstage und 13.35 kĂźhles 13.32

Sonnenaufgang 6.37 Untergang 20.09

 21.57 12.42  22.33 13.50

Vom 28. März frßh bis zum 31. Oktober frßh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrßckt. Sonne in  am 23. um 7.28 Uhr. Hundstage 16. Juli bis 27. August.

– 34 –

13.29 Wetter. 13.25


Köbi Steingruber 1960 – 2010 Am 15. Februar 2010 verloren Esther und ihre Kinder Sandra, Bruno und Ueli ihren geliebten Ehemann und Vater Köbi Steingruber wie ein Blitz aus heiterem Himmel durch einen tragischen Arbeitsunfall. Köbi ging noch am Morgen seines Todestages froh gelaunt, munter und tatkräftig zu seiner Arbeit in den Wald, und am Abend überbrachte die Polizei seiner Familie die traurigste Nachricht. Zusammen mit der Famillie verlor das Erlebnis Waldegg einen guten Freund und ganz speziellen Helfer. Köbi Steingruber war mit Herz und Seele Bauer. Ganz in der Nähe wohnhaft, liess er sich vor einigen Jahren zusammen mit seiner Frau gerne dazu bewegen, für den WaldeggAlpaufzug verantwortlich zu sein. Seine Liebe zum Sennischen und seine Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit liessen das "Öberefahre" von seinem Bauerhof auf die Waldegg und

zurück zu einem allseits geliebten und anerkannten Vorzeigestück appenzellischen Brauchtums werden. Viele fröhliche Stunden haben wir auf der Waldegg mit Köbi Steingruber verbringen dürfen. Wir danken ihm für seine Freundschaft und seinen Einsatz und dafür, dass eine grosse Anzahl Leute aus nah und fern bei uns etwas ganz Besonderes erleben durften. Er hatte eine ganz wichtige Bedeutung für uns. So werden wir Köbi immer in bester Erinnerung behalten. Sein plötzlicher Tod hat uns tief getroffen und wir wünschen Esther und den Kindern viel Kraft für die Zukunft.

Mit dem Hinschied von Köbi Steingruber gehört leider auch der Waldegg-Alpaufzug der Vergangenheit an.

– 35 –


Finden Sie zur Erlebnisegge des Appenzellerlandes! Mit dem Auto A1-Ausfahrt Nr. 81 SG-Kreuzbleiche Richtung Appenzell. Ende Umfahrung Teufen, beim zweiten Kreisel, Richtung Speicher. 3.2 km bis zur Abzweigung Waldegg (weisser Wegweiser am rechten Strassenrand).

Mit der Bahn Appenzeller Bahn ab St. Galler Hauptbahnhof bis Teufen. Von dort zu Fuss oder per Waldegg-Bus-Abholdienst (auf Bestellung).

Zu Fuss auf dem Eggen Höhenweg: Ab Lustmühle über Schäflisegg (80 Minuten). Ab Teufen Bahnhof über Schäflisegg (60 Minuten) oder über Gählern (50 Minuten). Ab Speicher über Birt - Oberhorst (60 Minuten).

Familie Anita und Chläus Dörig • Teufen AR • Tel. 071 333 12 30 • Fax 071 333 46 61

www.waldegg.ch Gesamtes Erlebnis Waldegg jeden Montag geschlossen

Waldegg Kalender 34/10  
Waldegg Kalender 34/10  

Hauszeitschrift für das Erlebnis Waldegg auf die Monate Mai, Juni, Juli und August 2010

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