Page 1

auf die Monate Mai, Juni, Juli und August 2007 Gegründet bei der Eröffnung des Schnuggebock im März 2001

AR/AI

Hauszeitschrift für Erlebnis Waldegg 7. Jahrgang, Nummer 25

m zu

en m h tne i m


Restaurant Waldegg

Schnuggebock

Traditionelle appenzellische Gastfreundlichkeit. Am Stammtisch. Im Restaurant. In eleganten Sälen.

Grosis Bauernhaus als nostalgisches Erlebnis, in Stube, Stall, Küche, Mägde-, Knechtechammer und Keller.

Tête-à-têtes. Geschäftsessen. Bankette. Vom Vesperplättli bis zum Gourmet-Menü.

Zu zweit. Familien für sich. Gruppen im Schloff. Währschaftes vom Puur, saisonal, einheimisch. Wald-WC, Alpkäserei, Heustock und Tierlistall.

Panoramagarten. Kinderspielplatz. Rollstuhlgängig. Reservationen: 071 333 12 30 «Restaurant Waldegg» www.waldegg.ch

Reservationen: 071 333 12 30 «Schnuggebock» www.schnuggebock.ch

Tante Emmas Ladebeizli

Tintelompe

Urchige Gemütlichkeit im Lädeli, Nebetschtöbli ond Schloff. Chrome, esse ond trinke.

Spitzbübische Schulstunde in nostalgischer Stube. Kulinarische Überraschungen statt Znünibrot.

Gruppenreservationen: 071 333 12 30 «Tante Emmas Ladebeizli»

Reservationen: 071 333 12 30 «Tintelompe»

Täglich geöffnet

Original Appenzeller Alpaufzug am Dienstag, 31. Juli 2007 um 20:00 Uhr

–2–


Hauszeitschrift mit

Willkommen im Sommer! Grüezi mitenand! Nach dem Winter, der keiner war und dem Sommer im Frühling kommt nun, ja was denn? Der Waldegg-Sommer! Unser Erlebnis Waldegg ist gut gerüstet für alle Fälle, für alle Gäste. Und auch für alle Wetterlagen. Bei uns kann nichts anbrennen. Sollte es ab und zu ruch sein, dann bieten wir unseren Gästen das klassische Restaurant an, den Schnuggebock, den Tintelompe und Tante Emmas Ladebeizli. Da braucht zum sich wohl fühlen niemand eine Pelerine. Und wenn der Sommer sich von seiner himmelblauen Seite zeigen sollte, dann lädt unser Panoramagarten zum kulinarischen Freiluftgenuss ein. Wir rechnen mit einem warmen, sonnigen Sommer. Kommen Sie, liebe Gäste, deshalb auch oft mit ihren Kindern zu uns. Für die Gööfer gibt’s viel Neues auf dem Spielplatz, vor allem den Streichelzoo! Ob der Waldemar dort einziehen (Seite 23), ob es der armen namenlosen Eselin dort gefallen (Seite 25) und das hier geborene

Zwerggeisslein (Seite 13) endlich innerhalb des Zauns bleiben wird? Vielleicht sind auch unsere neuen Appenzeller Ziegen (Seite 13) schon handzahm geworden? Die Meersäuli sind es schon lange! Wir freuen uns auf den Waldegg-Sommer, wir freuen uns auf Sie, liebe Gäste aus nah und fern, und wir freuen uns, wenn Sie sich bei uns wohl fühlen. Mit Pelerine, falls Sie einmal ein richtiges Gewitter draussen erleben wollen und nicht nur im Schnuggebock, aber auch mit Sonnenbrille und modischer Mütze in der Gartenbeiz. Auf jeden Fall: Seien Sie herzlich willkommen! Familie Anita und Chläus Dörig und das Erlebnis Waldegg-Team

Schnuggebock Speisekarte in der Heftmitte Inhaltsverzeichnis 3 4

Willkommen Stifte für jeden Gast

8 13 14

Con Triana Bald keine Gäässe mehr? Fritz und Falk

16 18

Schnuggebock-Speisekarte Schnuggebock-Getränkekarte

19 20 23 25 29 31

Mitarbeiter-Seite Waldegg im Google Gestatten: Waldemar Gestatten: Eselin Strafe muss sein Emma und Rösli Impressum Herausgeber: Erlebnis Waldegg, Familie Anita und Chläus Dörig Redaktion, Bilder, Texte: Roland Kink, Teufen Gestaltung, Layout, Bilder, DTP: Kuhn Grafik&Werbung,Teufen Druck: Appenzeller Medienhaus, Herisau

–3–


Stifte für jeden Gast

Nein, nein, im Restaurant Waldegg und im Schnuggebock erhält nicht jeder einzelne Gast einen Lehrling an seine Seite gestellt. Der Titel will sagen, dass unsere Lehrlinge, unsere Stifte, unsere Azubis für jede Art von Gast da sind, "ob arm oder reich",

wie sie selbst sagen. "Wir Waldegg-Lehrlinge sind für alle Bevölkerungsschichten da!". Wie kommt es zu dieser ungewöhnlichen Aussage? Vieles dreht sich auf der Waldegg um die Lehrlinge. Es gibt ja ein ansehnliches Häuflein -4-

davon: zur Zeit sind es deren sieben in Küche und Service. Stifte sind bei uns aber nicht nur gib mir- hol mir- reich mir- putz mir-Leute, sondern sie werden in ihrer Funktion für voll genommen und bilden zudem einen Teil des Waldegg-Jahresrythmus.


Lehrlingsreisli, Freitzeitausstellung, Abschlussprüfungen, eigene Beiz. Das sind einige Stationen im Waldegg-Stiftenleben. Die jetzigen sieben Stifte haben im eben vergangenen April wacker geglänzt, als sie an der diesjährigen "Freizeitarbeiten Ausstellung der Lehrlinge beider Appenzell" in Schönengrund teilgenommen haben. Die 4 Mädels und die 3 Jungs begnügten sich nicht mit dem Ausstellen schön hergerichteter Speisen oder einer perfekt gedeckten Festtafel. Von Chef Chläus Dörig leicht gestüpfelt ersannen sie ganz im Geiste der Waldegger Erlebnis-Philosophie das nostalgische Thema "Gastro-

nomie im Wandel der Zeit". Dazu gestalteten sie eine Wachsfigurenkabinett-ähnliche Präsentation, die ein ganzes Schulzimmer füllte.

Bauer

"Bettler–Bauer–Bürger–Adel" hiessen deren vier Stationen. Alle diese Menschen wollten ja zu Essen haben, aber wie unterschiedlich deren Tische doch gedeckt waren!

Bettler

Adel

Bürger

-5-


Aus "höckle ond gnüüsse 2007"

Aus dem Appenzeller Kalender 1919


"Wir Waldegg-Lehrlinge sind für alle Bevölkerungsschichten da!" Damit wollen wir Kochund Servicefach-Lehrlinge zeigen, dass in unserem Beruf Menschen aus sämtlichen Schichten immer willkommen sind. Ob bei der Arbeit selber oder als Gast in unserem Betrieb, stets sollen die Menschen spüren, dass sie bei uns offene Türen antreffen. In der heutigen Zeit, welche von Hektik und einem starken Leistungsdenken geprägt ist, braucht der Mensch auch Stunden der Gemütlichkeit und des Genusses. Dies können wir Lehrlinge in die Tat umsetzen, indem wir für unsere Gäste da sind. Egal ob Handwerker oder Rechtsanwalt, wir arbeiten für sämtliche Bevölkerungsschichten. (Text der Eingangstafel in der Ausstellung)

"Ja, die Arbeit hat uns viel Spass gemacht", war sich das Fähnlein der sieben auch nach drei Ausstellungstagen noch

mehr oder weniger aufrechten Stifte einig, "die Besucher haben sehr positiv reagiert". Die einzelnen lebensgrossen Dioramen hatten sie mit Beschriftungstafeln versehen. Trotzdem haben sie zusätzlich versucht, möglichst viele Leute in persönliche Gespräche zu verwickeln. Im Gegensatz zu manchen anderen Lehrbetrieben war der Waldegg-Stand permanent mit seinen Schöpfern bestückt. Dafür erhielten sie auch das Lob von Gret Zellweger, der Präsidentin der für die Ausstellung zuständigen Kommission, die erwähnte, dass es toll war, wie die Waldegg-Stifte auf die Leute zugingen. Die Schönengrunder Ausstellung ist vorbei, doch die sie-

ben Waldegg-Lehrlinge werden von ihrem Chef weiterhin auf Trab gehalten, denn schon ist die nächste Aktion geplant: Im November werden sie während einer Woche in einem Teil des Restaurants ihre eigene Beiz einrichten. Dazu sollen sie das Konzept selbst erarbeiten, das Speise- und Getränkeangebot selbst zusammen stellen und auch die Preise selbst festlegen. In ihrer Teil-Beiz arbeiten die Stifte auf ihre eigene Rechnung. Und wenn etwas übrig bleibt, wird das nächste Stiften-Reisli vielleicht zum ausgewachsenen Trip. Zudem soll die einwöchige Stiften-Beiz als gemeinsames Projekt mit Behinderten der Valida geführt werden. Waldegg-Lehrlingen wird’s kaum langweilig!

Die Stiften-Schlemmerplatte für den Grafen von und zu Schnuggenbock

–7–


Waldegg-Lüüt

Mäddel con Triana auf Wallfahrt

Wenn hierzulande ein Turner seinen Kollegen frägt: "Mit wem gehst du ans Kantonale?" kann die Antwort kurz und bündig lauten: "Mit Teufen". Nicht "mit dem Turnverein Teufen". Mäddel Fuchs, mit der Waldegg durch die Gestaltung des Raums vor dem Tintelompe und dem Treppenaufgang zu Tante Emmas Ladebeizli verbunden, geht "con Triana" auf die Pfingstwallfahrt nach El Rocío. CON TRIANA prangt denn auch als Titel auf einem seiner einfühlsamen Schwarz-Weiss-Fotobücher. Triana ist ein Stadtteil von Sevilla, und

dort gibt es die "Hermandad del Rocío de Triana". Eine Bruderschaft von Pilgern, die jährlich an Pfingsten an der grössten Wallfahrt Spaniens teilnehmen, 80 Kilometer weit von Sevilla nach El Rocío. Fuchs ist fasziniert von der Mischung von tiefer katholischer Religiosität und gleichzeitiger überschäumender Festfreude. Der Camino (Weg) dauert hin und zurück vom Mittwoch vor bis zum Donnerstag nach Pfingsten. Höhepunkt ist die Nacht auf den Pfingstmontag in Rocío. Doch das eigentliche Ziel ist der Camino –8–

selbst. Tagsüber wird gereist, zu Fuss oder zu Pferd, nachts wird gefeiert. Getanzt, gesungen, getrunken und gespeist, bis hin zur Völlerei, laut bis sehr laut. Aber auch bei Tageslicht wird im Heimatland des Flamencos immer wieder getanzt, und es werden besondere Sevillanas, fröhliche Tanzlieder, und Plegarias, Gebete gesungen. Die Anbetung und Verherrlichung der Virgen María bleibt aber Hauptzweck der oft in Staub gehüllten Reise. Allein aus Triana sind jährlich gut 20'000 Pilger unterwegs, unter ihnen vielleicht 10 bis 20 Ausländer. Das


Dorf El Rocío zählt während des Jahres 1'800 Einwohner, über Pfingsten versammelt sich hier die schier unglaubliche Menge von über 1 Million Menschen! Die Hermandad de Triana ist die grösste der 97 teilnehmenden Bruderschaften, die sich aus jeder Ecke Andalusiens und von überall auf der Welt her, wo Andalusier leben, auf den Weg machen.

Ahmächeliges Verkaufs-Körbli im Foyer zwischen Restaurant und Schnuggebock auf der Waldegg mit Büchern und CDs von oder über Waldegg Lüüt: Autor Peter Eggenberger, Fotograf Mäddel Fuchs und „Hauskünstlerin“ Gret Zellweger.

Seit mehr als 20 Jahren nimmt Mäddel Fuchs am "Rocío" teil. Mittlerweile spricht er das Dialekt seiner andalusischen Freunde. Freunde, die ihn auch ab und zu in der Schweiz besuchen. So, wie im Dezember letzten Jahres. Gleich 20 Sevillanos verbrachten eine Woche im Appenzellerland. Vor ihrer Heimreise musste natürlich ein richtiges Fest steigen, und Mäddel beschloss, seinen Amigos den Tintelompe der Waldegg vorzuführen. Noch heute schwärmt er von jenem Abend. Zwar wusste niemand etwas mit den Namen "Zischgeli" und "Hannjock" anzufangen, doch es herrschte ob –9–


Augen-Chirurgie Gefässkrankheiten Gynäkologie Hand-Chirurgie Orthopädische Chirurgie

Wenn Sie auf beste medizinische

Plastisch-Kosmetische Chirurgie

Leistungen, erstklassige Pflege und

Venen-Chirurgie

Behandlung Wert legen – kurzum

Wirbelsäulen-Chirurgie

sich auch während Ihrer Genesung

Berit Klinik | CH-9052 Niederteufen

Rehabilitation

wohlfühlen möchten – geniessen

www.beritklinik.ch | berit@klinik.ch

Chinesische Medizin

Sie bei uns die besten Aussichten.

071 335 06 06 Bei uns liegen Sie richtig...

Ihre AEBI - und New Holland Vertretung im Appenzellerland Spez. Werkstätte für Landmaschinen 9042 Speicher Tel. 071 344 11 63

appenzeller fleisch appenzellerfleisch.ch

persönlich • traditionell • professionell


Mäddel Fuchs Jahrgang 1951, ist in Zürich, Cademario und Trogen aufgewachsen. Lehrjahre zwischen Hörsaal, Flower Power und Gelegenheitsjobs. Heute wohnt er als anerkannter Bildautor, Ausstellungsmacher, Lebenskünstler und Politbeobachter in Gais.

der ungewohnten Umgebung bald eine "Stimmung wie auf der Wallfahrt". Und die ist, wie oben erwähnt, oft laut bis stürmisch. So soll Wirt Chläus Dörig die Nase ins "spanische" Schulzimmer steckend bemerkt haben: "hend aber en erberi Losi!"

– 11 –

Wer tieferen Einblick in das Wesen der sevillianischen Pfingstwallfahrt und in die andalusische Volksfrömmigkeit und Volkskunde gewinnen möchte, der nehme genüsslich das Buch CON TRIANA, aus dem die hier gezeigten Bilder stammen, zur Hand.


strafen TEUFEN 2007

Eine Ausstellung im Zeughaus Teufen AR 30. März – 30. September 2007 Täglich (ausser Montag) www.strafen.ch Tel. 071 333 57 75

Rotbach 8 9056 Gais

Telefon G 071 793 34 38 Telefax 071 793 34 78 www.garageboppart.ch

Ihr Hotel mit allem Komfort auch für Anlässe in der Waldegg Bio Küche an allen sieben Tagen der Woche Eigene Ayurvedapraxis im Haus Laure & Herbert Sidler, CH-9042 Speicher, Tel. 071 344 13 21, Fax 071 344 10 38 info@appenzellerhof.ch www.appenzellerhof.ch


Bald keine Gäässe mehr? verband und Coop gezielte Bemühungen zur Förderung der Appenzeller Ziege. Seit anfangs Mai stehen speziell gekennzeichnete Milchprodukte von reinen Appenzeller Ziegen in den Regalen des Grossverteilers. Nur noch 600 reinrassige Appenzeller Ziegen sind im Herdebuch eingetragen. Das ist eine schmale genetische Basis. Die Stiftung ProSpecieRara hat die weisse Gääss gar auf die Liste der bedrohten einheimischen Nutztierarten gesetzt. Wie den Appenzeller Bläss übrigens auch. Seit diesem Frühling unternimmt die Stiftung zusammen mit dem schweizerischen Ziegenzucht-

Die Waldegg liegt einmal mehr im Trend: Ohne von der Coop-Aktion zu wissen hat Chläus Dörig Ende April drei neue ausgewachsene Appenzeller Ziegen gekauft. "Sie gefallen mir einfach", sagt er dazu, "und wenn du gut zu ihnen bist, dann geben sie es dir zurück, dann sind sie ganz anhänglich. Es sind liebe, feinfühlige Tiere. Wenn einer

– 13 –

nervös oder böse mit ihnen umgeht, merken sie es sofort und werden erst dann zu eigenwilligen Suchöge. Zudem brauche ich die drei für den diesjährigen originalen Waldegg Alpaufzug." Der aufmerksame Leser hat’s bemerkt und streicht’s in seiner Agenda rot an: Heuer gibt es einen einzigen Alpaufzug auf der Waldegg. Er findet statt am Dienstag, 31. Juli 2007. Das diesen Frühling auf der Waldegg geborene Zwerggeissli hat noch nicht begriffen, wozu der Sepp Koller von der Schopfhalde extra einen original appenzellischen Steckehag gebaut hat (das Tötschli)!


Tierisch getauft, tierisch gefeiert

Inzwischen kennen Sie, liebe erlebnishungrige, hungrige und durstige Waldegg-Gäste bestimmt unsere beiden gewichtigsten Botschafter, Falk und Fritz. Wenn nicht, dann gönnen Sie sich doch einfach eine Apéro-Fahrt mit unserem Ochsengespann. Dafür sind die beiden eigentlich da. Aber eben, Erlebnis WaldeggBotschafter sind die beiden Brosli auch noch und deshalb schon recht weit herumgekommen. Vor allem natürlich für Ochsen-Verhältnisse.

Falk, der einfarbige Brocken, ist ein Geschenk, das Chläus Dörig von Freunden an der Eröffnungsfeier des Schnuggebocks im März 2001 erhalten hat. In überschäumender Festlaune wurde er damals gleich mit einem doppelten Whisky getauft. Wenige Monate später schellte auf der Waldegg das Telefon. Einer der OchsenFreunde meldete aufgeregt, dass bei einem Metzger in der Nähe ein wunderschönes "Blüem"-Schtierenchälbli geschlachtet werden sollte. Wal– 14 –

ter Nüesch, seither Betreuer der Waldegg-Ochsen, wurde sofort hin geschickt und bestätigte das Gemeldete. Statt zur Schlachtbank wurde also der Blüem (Braunvieh mit weissen Zeichnungen) auf die Waldegg geführt. Das ZweierOchsen-Team war komplett, zu Falk hatte sich Fritz gesellt. Fritz und Falk, die Namen passen gut zusammen. Aber seit nun fast sechs Jahren musste man um das Seelenheil von Fritz bangen, denn der arme


Kerl war nie getauft worden wie Kollege Falk. An einem Wochenende Mitte März wurde das Versäumte nun nachgeholt. Chläus Dörig lud die Freunde, die ihm damals den Falk geschenkt hatten, zu einer nächtlichen Fahrt mit seinem Ochsengespann von Teufen über Bühler und Gais zur Starkenmühle auf dem Stoss ein, wo die fröhliche Fuhre deutlich nach Mitternacht eintraf. (Es gab einige Beizen unterwegs.) Dort wurden Falk und Fritz eingestallt und am anderen Morgen ging die Fahrt zurück auf die Waldegg. Nicht ohne Halt: Vor der Kirche in Gais fand der offizielle Taufakt statt. Gastro-Kollege Hannes Schefer von der "Krone" war für die Bereitstellung des Tauf-Whiskys besorgt. Gut, dass die Gaiser "Krone" über ein kleines Türmchen mit Glöckchen verfügt, denn so kündete dieses vom weltbewegenden Ereignis! Der Blüem-Ochse ist nun ein veritabler Fritz!

hinunter in die Stadt St. Gallen zogen. Im Rahmen der OFFA-Pferdemesse verbrachten sie einige Tage als Publikumslieblinge im OlmaAreal. Sie haben es dabei sogar auf die Frontseite des St. Galler Tagblatts vom Montag, 16. April geschafft. Allerdings stand ihnen für das publizierte Bild das Vierer-(Pferde-) Gespann der Brauerei Schützengarten vor der Kamera. Wer aber ein bisschen genauer

hinschaute, sah hinter den Bier-Rössern Falk daher trotten, geführt vom "OchsenHans". Er, Hans Klauser aus Appenzell, der Fritz und Falk bei auswärtigen Auftritten in der ganzen Schweiz betreut, ist übrigens durch die Ochsen-Kontakte der Waldegg zur Pferdemesse dort zum Stallchef avanciert. Hans, Fritz und Falk wurden am Umzug durch die Stadt St. Gallen tierisch gefeiert.

Im April war es dann soweit, dass Fritz und Falk wieder – 15 –

Bild: Regina Kühne


Speise Vorspeisen Frischkäse

Fr. 11.50

mit eingelegtem Essiggemüse

Bauernsalat

Fr. 8.50

mit Molke-Dressing aus der Schnuggebock-Alpkäserei

Köbis Lieblingsgericht

Fr. 9.50

Rollmöpse mit Zwiebelringen

Hauptspeisen Appenzeller Schmaus

Fr. 38.50

Chäshörnli, Siedwurst, Appenzellerschnitzel, Pouletbrüstchen, Beinschinken und Epfelmues

Appenzeller Schnitzel mit Chäshörnli und Epfelmues

Fr. 29.50

gefüllt mit Siedwurstbrät und Mostbröckli

Appenzeller Siedwurst

Fr. 26.—

mit Chäshörnli und Epfelmues

Zartes Kalbsgeschnetzeltes an Pilzsauce

Fr. 33.50

mit Bärlauchspätzli und Tagesgemüse

Bauernpfanne mit Salat

Fr. 27.—

Bratkartoffeln, in Würfel geschnittenes Kalbfleisch, Schweinswürstchen, Schweinefleisch, Zwiebeln, gebratenes Ei und Gemüse

Schweinssteak an Paprikasauce

Fr. 32.50

mit Nudeln und Tagesgemüse

Halbes Poulet

Fr. 25.50

Knusprig gebacken mit Bratkartoffeln

– 16 –


karte Grosis fleischlose Gerichte Gebratene Forellenfilets

Fr. 31.50

mit Kräuterbutter, Pilawreis und Tagesgemüse

Grosis Gemüse-Nudelauflauf

Fr. 25.50

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 23.50

mit Epfelmues

Seniorenteller Zartes Kalbsgeschnetzeltes Fr. 27.50 an Pilzsauce mit Bärlauchspätzli und Tagesgemüse

Appenzeller Schnitzel

Fr. 24.50

mit Chäshörnli und Epfelmues

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 18.50

mit Epfelmues

Desserts Fuhrmannns-Portion + Fr. 2.—

Frischer Früchtefladen

Fr. 6.50

Dörrbirnenfladen

Fr. 5.50

mit Rahm

mit Rahm

Vanille-Schoggi-Pudding

Fr. 6.—

Luftige Zitronenroulade

Fr. 5.50

Glaceschnitte mit Rahm

– 17 –

Fr. 8.50


Getränkekarte Flaschenwein im Schnuggebock Stünde im Schnuggebock eine Stüva Grischuna statt einer Appenzeller Stube, befände sich beim Abgang zu Toilette, Keller und Alpkäserei natürlich ein Stägafässli. Neben dem offenen Wein, der im Schnuggebock an den Tisch gebracht wird, birgt sein Keller auch ohne Stägafässli einige Flaschen, für die es sich lohnt, dort hinunter zu steigen. Allerdings stammen diese wie früher aus der europäischen Nachbarschaft und nicht aus Übersee, denn Weine von so weit her zu holen, war in den Jahren, in denen der Schnuggebock „spielt“, nicht üblich. Suchen Sie, verehrter Gast, Ihren Flaschenwein selbst aus dem Kellerregal und stärken Sie sich fürs Treppensteigen mit einem Glas Most vom Fass. Oben angelangt übergeben Sie bitte Ihre Flasche Ihrer Serviertochter oder Ihrem Kellner. Man wird sie gerne für Sie öffnen und Ihnen den feinen Tropfen kredenzen. Prosit! Wohl bekomms!

Offenausschank

2dl

Weisswein Bernecker Federweiss Rotwein Bernecker Blauburgunder Appenzeller Mineral Halb - Halb (Fruchtgetränk) Citro Süssmost Orangensaft Saft vom Fass Naturtrüb Quöllfrisch Schnuggebock Bier

3dl

5dl

1l

8.—

20.—

39.—

8.—

20.—

39.—

3.50 3.70 3.70 3.70

5.— 5.30 5.30 5.30

8.50 8.80 8.80 8.80

3.70 3.70 3.90

5.50 5.50 5.70

4.30

2 cl Appenzeller Alpenbitter, Cynar, Campari, Martini weiss

Noch em Esse es Abihäberli Appenzeller Malz-Schnaps Dörrbirnen-Schnaps aus dem Eichenfass

4 cl 6.20

4.80 5.50

8.— 9.— 10.—

Fraue-Kafi Manne-Kafi Schnuggebock-Kafi Biberflade-Kafi

3.70 5.50 8.50 8.50

Ovo / Schokolade Schwarztee, Pfefferminztee, Hagebuttentee, Lindenblütentee, Kamillentee – 18 –

3.70 3.70


Auf der Mitarbeiter-Seite werden traditionell drei Mitglieder des Waldegg-Teams vorgestellt. Dies symbolisch als Dank des Wirte-Ehepaars Anita und Chläus Dörig an alle, die durch ihren Einsatz den Erfolg des ERLEBNIS WALDEGG erst möglich machen.

Rita Maissen

Dennis Graap

Lydia Trivigno

ist in Appenzell aufgewachsen und hat die kaufmännische Lehre gemacht. Nach Wanderjahren als Receptionistin im Ausland und in Graubünden hat sie ihre Familie im heimatlichen Appenzell gegründet. "In den 90er Jahren habe ich immer meinen Geburtstag auf der Waldegg gefeiert, da wollte ich einfach hin!" Nun arbeitet sie seit genau zwei Jahren als BüroAushilfe hier und ist erstaunt ob der Vielfältigkeit ihres Jobs. Sie singt im Gospel Chor Appenzell und verbringt die Freizeit mit Ehemann Ignazi und den drei Kindern gerne beim walken, biken und im eigenen Garten.

wird hier zum zweiten Mal vorgestellt, denn am 1. Mai feierte er sein zehnjähriges Jubiläum auf der Waldegg! Als Koch eingetreten ist er nun Chef der Schnuggebock-Küche. "Mir gefällt es immer noch, ich denke nicht daran, weg zu gehen!” sagt der "Ossi”. Das schönste Erlebnis in den letzten zehn Jahren? "Klar, am Waldegg Music Festival 2001 habe ich meinen Schatz Irene kennen gelernt. Sie ist Teufnerin, was soll ich da weg ziehen?” Dennis ist zudem wohl einer der zwei einzigen Deutschen, die den Hierig tanzen können. (Der andere ist Waldegg-Kellner Enrico).

hat frühe Erinnerungen an die Waldegg: Als junges Mädchen begleitete sie ihren Vater, wenn er im Nebenberuf als Kartoffelhändler die Dörigs belieferte, und ihre Erstkommunion wurde auf der Waldegg gefeiert. Die gelernte Hotelfach-Assistentin trat mit der Eröffnung des Schnuggebocks ins Team ein, machte nach der Geburt ihres zweiten Mädchens eine Babypause und ist nun seit 2004 wieder regelmässige Service-Aushilfe im Schnuggebock. Nebst dem Musizieren in der Spyycher Gugge widmet sie ihre Freizeit der Familie, auf dem Spielplatz, mit dem Velo und in der Badi.

– 19 –


"Waldegg" -ge-google-t

– 20 –


"Waldegg" = www.waldegg.ch Google weiss alles, das wissen alle. Also weiss Google auch, was "Waldegg" heisst. Ungefähr 349'000 mal in 0.06 Sekunden! Haben Sie die Waldegg schon einmal ge-google-t? Von Tag zu Tag erscheinen die Waldegg-Einträge im World Wide Web in leicht unterschiedlicher Reihenfolge. Aber eins ist sicher: Die Waldegg kommt immer zuerst, unsere Waldegg, natürlich. Wenn man von der Michelin-Karte absieht. Die kommt oft an erster Stelle aus dem Google raus, wenn das gesuchte Wort ein geografischer Begriff ist.

taurant Waldegg auf dem Ricken mit einem dem unsrigen ganz ähnlichen Logo (aber ohne Schnuggebock!) Und im solothurnischen FeldbrunnenSt. Niklaus gibt’s gar ein Schloss Waldegg (ohne einen Grafen Schnuggebock!), die Zürcher Gemeinde Uitikon hat einen Ortsteil Waldegg. Hinter der Schlagzeile "Illegale Müllsammlungen!!!" verbirgt sich die österreichische Marktgemeinde Waldegg. Auf dem Brünigpass heisst eine TöffBeiz Waldegg und im aargauischen Menziken führt ein Sportgeschäft diesen Namen.

Offenbar gibt es nicht nur viele Eggen (auf dem Höhenweg), sondern auch viele Waldeggen (auf der ganzen Welt). Eben, so um die 349'000. Plus jene, die nicht im Internet sind. Schauen wir einmal die ersten 11 Einträge an: Michelin Karte, Erlebnis Waldegg, Erlebnis Waldegg, wie bereits erwähnt. Dann folgt das Hotel Waldegg in Engelberg. Dann das Res– 21 –

Der letzte auf der ersten Google-Seite angezeigte Eintrag führt wieder in den niederösterreichischen Ort Waldegg. So weit, so Knut. Aber warum schafft es die Teufner Waldegg auf Platz 1? Liebe WaldeggFreunde, früher hiess es "www.waldegg-teufen.ch", und nun heisst es nur noch "www.waldegg.ch"! Wie gefällt Euch unsere neue InternetAdresse? Der Waldemar liebt sie über alles, denn sie setzt seine Waldegg auf den weltweiten Platz Eins. Mindestens im Internet!


Hotel Säntis, Speicherstrasse 28, 9053 Teufen AR Sehr schÜn renoviertes ruhiges Hotel. Moderne Doppelzimmer mit TV, Dusche-WC, wunderbare Sßdlage und Aussicht auf Alpstein-Kette. Gratis Internetanschluss. Sauna. Abends vegetarisches Restaurant, grosses Frßhstßckbuffet. Anmeldung ßber: Telefon +41 (0)71 333 33 55 • Fax +41 (0)71 333 49 36 Mobile +41 (0)79 285 36 66 • info@hotelsaentis.ch www.hotelsaentis.ch Wir freuen uns ßber Ihren Besuch Irene Guler und Christian Guler

Alpenheim – die Pension im Elisabeth und Walter Bosshard Gremmstrasse 14 CH-9053 Teufen

Phon ++41 71 333 12 24 Faxe ++41 71 333 17 70 www.pension-alpenheim.ch

typischen Appenzeller Holzhaus, abseits der Hauptstrasse.Verbringen Sie bei uns einen geruhsamen Aufenthalt.

'S *ISF 4JU[VOHFO  #FTQSFDIVOHFO PEFS .FFUJOHT 'BN)BOT+BLPCVOE+VMJB-BOLFS Â… 5FVGFO FNQGFIMFOXJS*IOFOVOTFSF4FNJOBSSjVNFJOSVIJ 5FMFGPO Â… 5FMFGBY JOGP!IPUFM[VSMJOEFDI Â… XXXIPUFM[VSMJOEFDI HFSVOEBOHFOFINFS"UNPTQIjSF


Gestatten: Waldemar, Schnuggebock

Hallo, Freunde, ich bin der Chef aller Schnuggeböcke auf der Waldegg. Nein, ich bin sogar der einzige wahre Schnuggebock! Meine Untergebenen sind nämlich die Schnuggen-Lammern. Nur, dass es dieses Wort nicht gibt. Das Wort Schnuggebock wurde ja schliesslich im Jahre 2001 extra für mich erfunden. Und das bin nun ich, der Waldemar. So werd’ ich hier genannt. Ich habe noch ein recht ungetrübtes Verhältnis zum Patriarchat. Deshalb bin ich von der Lüneburger Heide abgehauen und hierhin übersiedelt. Dort oben sind ja die Roten am Drücker, und ich habe von einigen hiesigen Böcken gehört, dass im Appenzellerland die

Mannen noch die Chefen seien. Blöööck-basta! Habt Ihr meine Hörner gesehen? Chefsache, göll? (Ich habe das lokale Dialekt schon Klasse drauf, nisch?) Ich denke übrigens, als Chefschnugge alle Rechte zu haben, zu meckern. Werde ich in Zukunft in diesem Heft auch tun! Auch wenn’s dem Dörig nicht gefällt! Also, als Erstes: Wie der mit meinem Vetter Ottokar umgegangen ist! Haut ihm einfach den Kopf ab und nagelt ihn an die Wand seiner Beiz! Dem werde ich es schon noch heimzahlen. Der denkt nämlich, ich sei ein ganz lieber, so ein Knuddel-Böckli. Hat er – 23 –

doch neulich gesagt, er könnte mich sogar in seinem geplanten neuen Streichelzoo einsetzen! Also, klar, den Goofen würde ich natürlich nichts tun, die haben ja auch dem Ottokar den Grind nicht abgeschnitten! Aber wenn der andere Chef, eben, der mit der weissen Bluse, einmal nicht aufpasst, dann putsch’ ich ihm meine Hörner in seinen Allerwertesten! Für so was hat unsereiner die Dinger nämlich! Also, wegen dem Streichelzoo und so: Da schicke ich dann meinen anderen Vetter hin, den kleinen. Den sie hier so herzig Zwerggäässeböckli Tscharli den Dritten nennen. (Der Ottokar kann ja auch nicht [mehr], knirsch!) Ich, der Waldemar, habe da anderes zu tun. Und wenn’s auch nur meckern ist!


Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Z-Lauf

Mai

V. 1 2 3 4 5 6

Aufg.

Philipp, Jakob Gi13h H Athanas H †-Auffindung H i01h Florian H I I Gotthard Cantate Ii11h J

20.00 21.09 22.18 23.25 –.– 0.26

18. Woche

Jesus verheisst den Tröster Joh. 16

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

7 8 9 10 11 12 13

19. Woche

So ihr den Vater bittet

Juvenal Stanislaus Beat Gordian Mamert Pankraz Rogate

Anbruch des Tages um 3.48 Montag 14 Bonifaz 15 Sophia Dienstag Mittwoch 16 Peregrin Donnerstag 17 Auffahrt Freitag 18 Isabella 19 Hildrun Samstag Sonntag 20 Exaudi

J Ji20h K K K i02h K L L Li04h A

1.18 1.59 2.31 2.56 3.17 3.35 3.53

4.11 4.32 4.58 5.32 6.18 7.19 8.30

Zeugnis des heiligen Geistes Joh. 15

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

21 22 23 24 25 26 27

Di10h E E Ei18h F F F Fi06h G G

9.47 11.03 12.16 13.25 14.32 15.37 16.42

21. Woche

Sendung des heiligen Geistes Joh. 14

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag

28 29 30 31

Pfingstmontag Gi19h H Maximilian H Hiob H i07h Mechtild H I

5.21 5.39 1 12.10 6.01 6.30 7.07 KR2 7.56 z

Anfangs des Monats

TagesLänge

14.26 14.29 14.32 14.35 14.38 14.41

8.57 10.08 11.24 12.43 2 6.27, NR2 14.02 15.23 P, MR2 16.45 ?R2

14.44 14.47 14.49 14.52 14.55 14.57 folgt 15.00

sonnige, mitunter kühle Tage. Dann

Sonnenaufgang 5.49 Untergang 20.49

20. Woche

Konstantin Helena Fronfasten Johanna Urban Alfred Pfingsten

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 5.59 Untergang 20.40

Joh. 16

A Ai05h B B i05h B C C Ci06h D D

Untrg.

17.49 18.57 20.07 21.15

Alter Mai 14.

Abschied um 22.49 18.10 19.38 2 erdnah 21.07 8 21.27 22.32 23.45 BR2 –.– Z 0.41 CR2

regne- 15.03 rische Witterung. Es zeigen

Sonnenaufgang 5.41 Untergang 20.58

1.21 1.51 2.13 2.30 2.45 2.59 3.13

A in c LR2 4 23.03 Q N wird rückläufig

15.19 sich 15.22

15.24 Tage 15.26 mit 15.28 15.30 Sonnen- 15.32

Sonnenaufgang 5.34 Untergang 21.06

3.27 2 erdfern 3.44 4.05 4.32

Vom 25. März früh bis zum 28. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Am 13. ist Muttertag. Sonne in c am 21. um 12.13 Uhr.

– 24 –

15.05 15.08 15.10 15.13 15.15 15.17

schein; dann RegenTage.

15.34 15.35 15.37 15.39


Gestatten: Namenlose Eselin

Hallo, Freunde, so ein (Schnugge-)Bocksmist!: Ich kann mich Euch nicht einmal richtig vorstellen. Weil ich noch gar keinen Namen habe. Wie würdet Ihr mich denn nennen? Ich bin die Eselin vom Samichlaus. Der war im letzten Dezember mit mir hier, ich musste den schweren Sack schleppen. Die Waldegg-Mädels sind mir ja recht verwöhnte Chrotten, so schwer war der! Nach der Bescherung durfte ich in den Stall und bekam ein grosses Büschel feines

Heu. Da habe ich Fritz und Falk getroffen. Chläus schaute mich an, als ich so vor den mächtigen Ochsen stand. Und sagte zum Samichlaus: "Du, den Esel (heh, ich bin eine Dame!) kannst gleich hier lassen, den kann ich für die Weihnachtskrippe gut gebrauchen! Nachher habe ich erfahren, dass eine Kollegin von mir schon ein paar Tage da war. Doch die blöde Kuh, äh, der dumme Esel, hat ständig nach den Kindern geschnappt! Ich lasse mich lieber von ihnen kraulen, da ist schnappen völlig verkehrt! Der Samichlaus war einverstanden, ist dann ganz allein wieder von der Waldegg gezogen. Ich hatte es bis zum Dreikönigstag lässig im Krippenstall mit meinen zwei Ochsenfreunden. Jetzt will mich Chläus dann in seinen neuen Streichelzoo schicken; der Willi baut mir dort einen ganz neuen Stall. Und dann treffe ich all die Kinder wieder! Vielleicht habe ich dann auch schon mein kleines Fülli dabei. Aber ich möchte doch, – 25 –

dass die Gööfer meinen Namen kennen. Aber ich habe doch eben noch keinen! Wollt Ihr mir nicht helfen?

Wettbewerb Wie soll die Waldegg-Eselin heissen? Wer den schliesslich gewählten Namen eingesandt hat, erhält einen Waldegg Gutschein von 100 Franken! Spielregeln Um den administrativen Aufwand gering zu halten, kann man den neuen Namen für die Waldegg-Eselin nur per E-Mail vorschlagen. Solche Vorschläge bitte an die Mail-Adresse des Redaktors des Waldegg-Kalenders: roland.kink@bluewin.ch


Freitag Samstag Sonntag

Z-Lauf

Brachmonat

VI.

Aufg.

1 Nikodemus I 22.19 2 Marzell Ii17h J 23.15 3 Dreifaltigkeits-So. J 23.59

22. Woche

Von der Wiedergeburt Joh. 3

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

4 5 6 7 8 9 10

23. Woche

Vom reichen Manne Luk. 16

Eduard, Bertha J Reinhard Ji01h K Gottfried K Fronleichnam Ki07h L Medard L Miriam Li11h A 1. S. n. Dreif. A

Montag 11 Lutbert 12 Basil Dienstag Mittwoch 13 Felicitas Anbruch des Tages um 3.01 Donnerstag 14 Ruffin 15 Vitus Freitag 16 Justina Samstag Sonntag 17 2. Folkmar

5.07 1 3.04, KR2 5.53 z, B am Abend 6.51

C Ci16h D D i19h D E

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

18 19 20 21 22 23 24

–.– 0.33 1.00 1.22 1.40 1.57 2.15

Es 15.40 zeigt 15.42

15.43

8.00 sich 9.15 10.32 KXA , NR2 sonniges, 11.50 aber 13.08 2 13.43, P, MR2 14.26 C Abendstern ziemlich 15.47 kühles

25. Woche

Vom verlorenen Schaf Luk. 15

Eberhard G H Paulus H Gero, 7 Schläfer Hi14h I I Benjamin Peter und Paul Ii24h J Pauli Gedächtnis J i02h

15.45 15.46 15.47 15.49 15.50 15.51 15.52

Sonnenaufgang 5.26 Untergang 21.18

Abschied um 23.45 4.06 21.22 4.59 22.26 8 5.13, Z 6.07 23.14 BR2 7.23 23.49

Luk. 14

Arnold E Gervas E Silver Ei03h F Albanus F Gottschalk Fi14h G Edeltrud G 3. Joh. der Täufer G

TagesLänge

Sonnenaufgang 5.29 Untergang 21.12

A B 2.34 17.11 ?R2 B 2.56 18.38 2 erdnah Bi14h C 3.26 20.04

Vom grossen Abendmahl

25 26 27 28 29 30

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

i14h

24. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag

Untrg.

Wetter. 15.53

15.53 Mitunter 15.54

Alter Brachmonat 14. Regen, 15.55 zuweilen 15.55 sonnige 15.56 Tage. 15.56

Sonnenaufgang 5.26 Untergang 21.22

8.42 9.58 11.10 12.18 13.25 14.31 15.37

–.– 0.14 0.34 0.50 1.04 1.18 1.33

CR2 LR2 Q A in d 4 15.15

15.56 15.57 Dann 15.57 15.57 folgt 15.57 15.57 2 erdfern, M wird rückl. 15.57

Sonnenaufgang 5.27 Untergang 21.24

16.44 17.53 19.03 20.09 21.08 21.57

1.49 2.08 2.32 3.04 KR2 3.46 z 4.41 1 15.49

15.56 schöne, 15.56 warme 15.56

15.55 Witterung. 15.54

Vom 25. März früh bis zum 28. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in d am 21. um 20.06 Uhr: Sonnenwende, Sommeranfang

– 26 –

15.54


Aus dem Appenzeller Kalender 1898


Sonntag 26. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 27. Woche

Z-Lauf

Heumonat

VII.

J 22.35

1 4. Theobald Balken im Auge

2 3 4 5 6 7 8

Aufg.

Luk. 6

MariäHeims. Kornel Ulrich Balthasar Esaias, Ida Joachim 5. Kilian

Ji07h K K Ki13h L L Li17h A A Ai20h B

23.04 23.27 23.46 –.– 0.04 0.20 0.38

7.02 8.21 9.40 10.58 12.16 13.35 14.56

CRL NR2

15.52 die 15.51 anfangs 15.50 P, MR2 15.49 schöne 15.48 2 18.54, A erdfern 15.47 15.46

Sonnenaufgang 5.35 Untergang 21.21

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

16 17 18 19 20 21 22

29. Woche

Jesus speist 4000 Mann Mark. 8

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

23 24 25 26 27 28 29

30. Woche

Falsche Propheten Matth. 7

Montag Dienstag

30 Jakobea K 21.31 31 Erna, German Ki20h L 21.52

H Hi23h I I I Ii08h J J Ji15h K

Auf 15.53

16.19 2erdnah, ?R2 und 15.44 17.43 warme 15.43 19.03 Witterung 15.41 20.12 Z, C im grössten Glanz 15.40 21.06 BR2 folgen 15.38 Abschied um 23.38 Alter Heumonat 14. 4.59 21.46 8 14.04 Regen- 15.36 6.18 22.15 tage. 15.35

Pharisäer Ruhm Matth. 5

Elsbeth Christine Jakob Anna Magdalena Pantaleon 8. Beatrix

5.48

TagesLänge

0.59 1.25 2.00 2.46 3.47

28. Woche

Ruth E Lydia Ei12h F Hartmann F Rosina Fi22h G Elias G Arbogast G 7. Maria Magd. Gi10h H

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 5.30 Untergang 21.23

Jesus lehrt im Schiff Luk. 5

Montag 9 Zirill B i22h 10 Gunzo B C Dienstag C Mittwoch 11 Rahel C Donnerstag 12 Nathan 13 Heinrich Ci01h D Freitag Anbruch des Tages um 3.26 Samstag 14 Bonaventura D Sonntag 15 6. Margaretha Di05h E

Untrg.

Sonnenaufgang 5.41 Untergang 21.16

7.36 8.51 10.02 11.10 12.16 13.23 14.30

22.37 22.54 23.10 23.24 23.38 23.53 –.–

Hundstage-Anfang 15.33 LR2, CR2 Zuweilen 15.31 Q 15.29 15.27 B am Morgen 15.25 Gewitter. 15.23 4 8.29, 2 erdfern 15.21

Sonnenaufgang 5.48 Untergang 21.09

15.38 16.47 17.55 18.57 19.50 20.32 21.05

0.11 A in e 0.33 1.01 KR2 1.39 2.28 z 3.31 4.44

Hernach 15.19 anhaltend 15.16

15.14 schöne, 15.12

15.09 15.07 warme 15.04

Sonnenaufgang 5.57 Untergang 21.01

6.03 1 2.48 7.23 NR2

Vom 25. März früh bis zum 28. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in e am 23. um 7.01Uhr. Hundstage 16. Juli bis 27. August.

– 28 –

15.02 Tage. 14.59


Strafen in der „guten alten“ Zeit Einfach auf den Ranzen bekommen, auf ’s Födle öbercho, an den Haaren gerissen, den Ohren gezogen werden, die Hosen runter lassen, auf ein Schiitli knien müssen. Maulschelle, Ohrfiige, Flattere, Tatze, Kopfnuss.

Chläus Dörig erinnert sich an seine schlimmste Strafe, die er als Bub je eingefangen hat: "Wir waren fünf Buben und es war an einem FrühlingsSonntag. Da ist das Fischen

sowieso verboten, und ein Patent hatten wir natürlich auch nicht. Trotzdem, wir trafen uns unten beim Pfauen und waren überzeugt, sämtliche grossen Forellen zu kriegen. Hier und dort lagen noch einige Schneehaufen. Nun, mit Schneebällen kann man zwar keine Fische fangen, aber wunderbar die alten Wiiber ärgern! In einem Haus oberhalb des Pfauens wohnte eine alte Frau. Normalerweise hatte ich fast ein bisschen Angst vor ihr, denn sie trug immer eine schwarze Pelerine. Wie eine Hexe! Sie schaute aus dem Fenster und schon flogen die Schneebälle. Dann schaute sie aus einem anderen Fenster, wieder Schneebälle. So haben wir die Alte geärgert und ihr das Fürchten gelehrt! Am Montag klopfte es an der Türe unseres Schulzimmers. – 29 –

Es war der Dorfpolizist. Er las uns schtrooligen hueren Chalber die Leviten und verdonnerte mich als Rädelsführer dazu, mich bei der alten Frau zu entschuldigen. Ich hätte lieber auf den Ranzen gekriegt als das! Es war mir peinlich und zudem hatte ich nun wieder Angst vor der alten Hexe! Trotzdem, ich tat, wie mir befohlen. Die Frau freute sich, bat mich in die gute Stube und ich bekam etwas zu trinken und ein Guetsli! Ende gut, alles gut, aber am Anfang war die Strafe viel schlimmer als eine gehörige Tracht Prügel!" Einen etwa gleich modernen Approach zum Thema "strafen" pflegt die noch bis Ende September im Teufner Zeughaus stattfindende gleichnamige Ausstellung. Als einer von drei Partner-Gastrobetrieben von "strafen TEUFEN 2007" empfiehlt das Erlebnis Waldegg seinen Gästen den Besuch wärmstens. (Nicht nur, weil der Redaktor des Waldegg Kalenders gleichzeitig auch strafen-Projektleiter ist.)


Augstmonat

VIII. Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 2 3 4 5

Bundesfeier L Gustav Li23h A Josias, August A A Dominik 9. Oswald Ai01h B

Z-Lauf Aufg.

Untrg.

22.10 22.27 22.45 23.04 23.28

8.44 10.03 11.23 12.44 14.07

31. Woche

Ungerechter Haushalter Luk. 16

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

6 7 8 9 10 11 12

32. Woche

Jesus weint über Jerusalem Luk. 19

Sixt, Alice Heinrike Ziriak Roman Laurenz Gottlieb 10. Klara

B Bi04h C C Ci08h D D i13h D E E

Montag 13 Hippolit E F Anbruch des Tages um 4.29 Dienstag 14 Samuel F F Mittwoch 15 Mariä Himmelf. Fi06h G Donnerstag 16 Rochus 17 Karlmann G Freitag 18 Reinald Gi18h H Samstag Sonntag 19 11. Sebald H i20h

23.59 –.– 0.41 1.35 2.43 3.58 5.16

2 erdnah 2 23.20

An- 14.57 fangs 14.54

14.51 sonnige 14.49 und 14.46

15.31 warme 16.51 ?R2, K wird rechtläufig 18.03 Witterung. 19.01 Z 19.44 Es 20.16 folgen 20.40

14.43 14.40 14.38 14.35 14.32 14.29 14.26

Sonnenaufgang 6.14 Untergang 20.40

6.32 20.59 8 1.03, NXA 14.23 Alter Augstmonat 14. Abschied um 22.24 7.44 21.15 Q Tage 14.20 8.54 21.30 mit 14.17 10.01 21.44 Regen, 14.14 11.08 21.58 nachher 14.11 12.15 22.15 C untere R mit A 14.08 13.23 22.35 2 erdfern sonnige 14.05

Pharisäer und Zöllner Luk. 18

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

20 21 22 23 24 25 26

34. Woche

Vom Tauben und Stummen Mark. 7

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag

27 28 29 30 31

Gebhard K Ki05h L Augustin Joh. Enthauptung L Li06h A Adolf A Rebekka, Paulin

P MR2

TagesLänge

Sonnenaufgang 6.05 Untergang 20.51

33. Woche

Bernhard H Irmgard Hi07h I Alphons I Zachäus Ii17h J Bartholomäus J Ludwig J 12. Severin Ji01h K

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 6.24 Untergang 20.29

14.32 23.00 15.40 23.33 4 1.54 16.44 –.– LRA, KR2 17.40 0.16 z, A in f 18.27 1.13 19.03 2.21 19.32 3.37

13.55 Gegen 13.52 das 13.49 Ende 13.46

13.42

Sonnenaufgang 6.33 Untergang 20.15

19.55 4.58 20.14 6.20 20.32 7.42 20.50 9.04 21.09 10.27

NR2, Ende der Hundstage 13.39 1 12.35, P ver- 13.36 MR2 änderliche 13.33 Witterung. 13.30 2 erdnah 13.26

Vom 25. März früh bis zum 28. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in f am 23. um 14.09 Uhr. Hundstage 16. Juli bis 27. August.

– 30 –

und 14.01 warme. 13.58


Tante Rösli und Tante Emma Journalist und Buchautor Peter Eggenberger, dessen Bücher und Broschüren auch hier im Erlebnis Waldegg zu kaufen sind, hat vor kurzem dieses alte Bild hervorgekramt, das wunderbar die Atmosphäre in einem so genannten "Tante Emma Laden" im Appenzellerland wiedergibt. Nur, hier macht Tante Rösli unserer Emma Konkurrenz. Peter Eggenberger schreibt

dazu: "Im Weiler Sonder in Wolfhalden verschwand das schon damals fast letzte Lädeli dieser Art im Jahre 1982 und damit vor 25 Jahren. Rösli Lutz-Walser übernahm 1931 den Laden von ihrer Schwiegermutter Nina Lutz. In der Folge hielt sie ihrem Lädeli mit Spezerei- und Kolonialwaren, Petrol, Geschirr, Putzmitteln und anderen Haushaltartikeln sowie ihren immer seltener werdenden

– 31 –

Kunden während voller 51 Jahren die Treue. Auf dem Bild ist Rösli Lutz und ihre älteste Kundin Hulda Walser (1982 war sie 94-jährig) im heimeligen Lädeli zu sehen." 25 Jahre nach der Schliessung vom "Tante-Rösli-Lädeli" in Wolfhalden dürfen Nostalgiker bei uns eine Reise in jene gute alte Zeit antreten: Hereinspaziert in Tante Emmas Ladebeizli auf der Waldegg!


Geniessen Sie die Erlebnisegge des Appenzellerlandes!

Familie Anita und Chläus Dörig • Teufen AR • Tel. 071 333 12 30 • Fax 071 333 46 61

www.waldegg.ch

täglich geöffnet

Waldegg Kalender 25/07  

Hauszeitschrift für das Erlebnis Waldegg auf die Monate Mai, Juni, Juli und August 2007

Advertisement