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auf die Monate September, Oktober, November und Dezember 2006 Gegründet bei der Eröffnung des Schnuggebock im März 2001

AR/AI

Hauszeitschrift für Erlebnis Waldegg 6. Jahrgang, Nummer 23

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Restaurant Waldegg

Schnuggebock

Traditionelle appenzellische Gastfreundlichkeit. Am Stammtisch. Im Restaurant. In eleganten Sälen.

Grosis Bauernhaus als nostalgisches Erlebnis, in Stube, Stall, Küche, Mägde-, Knechtechammer und Keller.

Tête-à-têtes. Geschäftsessen. Bankette. Vom Vesperplättli bis zum Gourmet-Menü.

Zu zweit. Familien für sich. Gruppen im Schloff.

Panoramagarten. Kinderspielplatz. Rollstuhlgängig.

Währschaftes vom Puur, saisonal, einheimisch. Wald-WC, Alpkäserei, Heustock und Tierlistall.

Reservationen: 071 333 12 30 «Restaurant Waldegg» www.waldegg.ch

Reservationen: 071 333 12 30 «Schnuggebock» www.schnuggebock.ch

Tante Emmas Ladebeizli

Tintelompe

Urchige Gemütlichkeit im Lädeli, Nebetschtöbli und Estrich. Chrome, esse ond trinke.

Spitzbübische Schulstunde in nostalgischer Stube. Kulinarische Überraschungen statt Znünibrot.

Gruppenreservationen: 071 333 12 30 «Tante Emmas Ladebeizli»

Reservationen: 071 333 12 30 «Tintelompe»

Täglich geöffnet

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Hauszeitschrift mit

Tante Emma und der Tintelompe Grüezi mitenand! Dieser Titel mag wohl den einen oder anderen Gast, die eine oder andere Begleiterin e betzli erstaunen. Doch wenn Sie bei uns staunen, liebe Besucher, dann haben wir eines unserer Ziele erreicht. Wenn wir Sie immer wieder überraschen können, dann schmunzeln wir zufrieden! Tante Emma hat nämlich ihr Ladebeizli bei uns auf der Waldegg eröffnet und der Tintelompe lädt neu ebenfalls zum Verweilen. Früher hatten Tante Emmas halt nur den Laden. Heute bei uns ist noch etwas anderes dazu gekommen, das Beizli eben. Deponieren Sie Ihren Rucksack gleich beim Tresen und nehmen Sie Platz in der urgemütlichen Atmosphäre. Tante Emma wird Sie sicher in ein Gespräch über ihre neuesten Produkte verwickeln. Und dann: Greifen Sie zum Geldsäckel und kräftig zu beim chromen! Aber geniessen Sie auch die kulinarischen Überraschungen, die Tante Emma für Sie bereit hält.

Der Tintelompe ist unser neues Schulzimmer. Lassen Sie sich dort in Ihre ABC-Schützen-Zeit zurück versetzen, lassen Sie Erinnerungen hoch kommen, drücken Sie noch einmal die alte Schulbank. Was das alles soll? Probieren geht über studieren! Und auch hier: Zu Essen und zu trinken gibt’s allemal ganz fein. Wonach auch immer Ihnen der Sinn steht, nach dem traditionellen Restaurant, dem Schnuggebock, Tante Emmas Ladebeizli oder dem Tintelompe: Wir möchten, dass Sie sich bei uns wohl fühlen, dass jeder Ihrer Besuche ganz speziell wird: Seien Sie herzlich willkommen!

Schnuggebock Speisekarte in der Heftmitte Inhaltsverzeichnis 3 5 7 11 14

Willkommen Schnuggebock und Tintelompe „Lehrerin“ Emma, Minna oder Anna? How We Lived Then

16 18

Schnuggebock-Speisekarte Schnuggebock-Getränkekarte

19 21 25 27 31

Mitarbeiter-Seite Schwarzenbach Zürich Waldegg-Ochsen Hausier-Winkel Heidschnucken

Familie Anita und Chläus Dörig und das Erlebnis Waldegg-Team Impressum Herausgeber: Erlebnis Waldegg, Familie Anita und Chläus Dörig Redaktion, Bilder, Texte: Roland Kink, Teufen Gestaltung, Layout, Bilder, DTP: Kuhn Grafik&Werbung,Teufen Druck: Appenzeller Medienhaus, Herisau

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Aus dem Haus Kalender der Sunlight-Seife 1900


Schnuggebock und Tintelompe: Siehe Duden Als es vor fünfeinhalb Jahren zum ersten Mal hiess, die Waldegg hätte nun einen Schnuggebock, da fragte man sich weit herum, was denn das bedeuten solle. Nun hat das Erlebnis Waldegg auch noch einen Tintelompe. Wa söll denn daa etz wede? Inzwischen ist bekannt, dass mit "Schnuggebock" Grosis nostalgisches Bauernhaus gemeint ist, dass der Schnuggebock eigentlich das schwiizerdütschi Wort für einen Bock der Schafrasse Heidschnucken ist. Ist der Tintelompe nun auch tierisch gemeint? Kommen denn da noch genau hundert Stück dazu, damit dann 101 Dalmatiner auf der Waldegg herum wuseln? Nun, ein Herz für Tiere hätten die Dörigs ja beileibe. Fritz und Falk und all die anderen lassen grüssen. Weit gefehlt, liebe Gäste. Bei der Namensgebung für den neuesten Teil der WaldeggErlebnisgastronomie standen auch Begriffe zur Auswahl

wie Griffelschachtle, Schiifertafle, Federekiel, Tatzestecke oder Schwammböchs. Also: Der Tintelompe ist "des gestrengen Fräulein Lehrerin nostalgische Schulstube". Der Weiler Waldegg, Gemeinde Teufen, Kanton Appenzell Ausserrhoden, Schweiz hat nun schon (fast) alles, was dazu gehört: Wohnhäuser, Ställe, Scheunen, ein Restaurant, Grosis Bauernhaus, eine Schule (mit einem einzigen Zimmer) und einen Krämer-5-

laden (dazu an anderer Stelle dieses Kalenders mehr). Der Weiler Waldegg gedeiht prächtig, wird immer mehr zu einem eigenen Mikrokosmos. Doch Gemach! Gar so gestreng ist Fräulein Bächler denn doch auch wieder nicht. Keine Angst, nehmen Sie ruhig Platz in den alten Schulbänken. Es ist für alles gesorgt, der Töni steht für Sie bereit. Gehen Sie, liebe Gäste, noch einmal hautnah Ihre


Erinnerungen an die gute alte Schulstube durch, mit all den erwähnten altmodischen Dingen. (Schauen Sie einmal, ob die unter dem Schwämmli in der Böchs versteckte Saubohne schon ausgeschossen hat!) Nun darf zum "Du" gewechselt werden, gell Fritzli, Chläusli, Anneli und Mineli. Denn ihr seid ja erst in der vierten Klasse. Ihr hattet schon recht, dass ihr ganz pünktlich in die Bänke gehockt seid, denn so gibt’s nicht gerade schon am Anfang eine

Schtröfzgi! Passt nun gut auf, was das Fräulein sagt. Wahrscheinlich müsst ihr zuerst euer Heft aus dem Töni nehmen und anschreiben? Nein, zuerst bekommt ihr zur Stärkung eine feine Suppe. Wie ihr seht, Kinder, in der TintelompeSchuelschtobe muss niemand verhungern. Das wäre dann noch, ausgerechnet auf der Waldegg! Auch während den restlichen Stunden wird’s immer wieder etwas zum Essen und Trinken geben. Falls einmal etwas ausgehen sollte, könnt ihr schnell zu Tante

Emma im oberen Stock laufen. Sie hat für alle Fälle immer etwas am Lager. Und das Tollste kommt dann ganz zum Schluss. Bevor ihr alle nach Hause geht, hört ihr noch eine gar grauslige Geschichte.

Uf de Waldegg goht me geen i d Schuel Essen und trinken im Tintelompe: Ein ganz neues Erlebnis auf der Waldegg! STUNDENPLAN

VERPFLEGUNGS-PLAN

Freitag und Samstag 19:30 bis 23:30 Sonntag 16:30 bis 21:30

Suppe Vorspeise Hauptgang Dessert

Die 4. Klass-Lehrerin, Fräulein Christine Bächler, Teufen begleitet Sie durch einen spitzbübischen und kulinarisch überraschenden Abend oder Sonntagnachmittag. Vorerst ist der Tintelompe nur zu den angegebenen Zeiten geöffnet. Reservationen sind für Einzelpersonen und Gruppen von maximal 30 Personen möglich und erbeten unter 071 333 12 20 oder persönlich beim Personal im Erlebnis Waldegg. Wie in jedem anderen Schulzimmer darf nicht geraucht werden. –6–


"Lehrerin" Christine Bächler Als der Tintelompe stand, tauchte plötzlich das ganz grosse Problem auf: Wo findet Chläus Dörig die passende Lehrperson? Eine gewöhnliche Lehrerin oder ein normaler Lehrer würde ja kaum in den Tintelompe passen. Optimal wäre doch eine Schauspielerin, ein Schauspieler! Christine Bächler hatte an der Frauenfachschule St. Gallen Damen-Schneiderin gelernt. Obwohl sie diesen Beruf liebte (und es immer noch tut), besuchte sie zusätzlich die Schauspielschule in Bern. Dies machte sie zur Teufnerin im Exil, denn nach Bern lockten die Bretter, die die Welt bedeuten: Nach Auftritten in Basel, Zürich und Bern machte sie bald Berlin zu ihrem Hauptwohnsitz und tingelte während mehr als 20 Jahren von einer Bühne zur anderen mit Engagements in Wien, Venedig, Paris, Salzburg, Moskau, Hamburg und natürlich Berlin. Ob des per-

fekten Bühnendeutschs verlor sie beinahe ihren hiesigen Mutterdialekt, nicht aber ihre Teufner Wurzeln. So zog es sie in den letzten Jahren ab und zu wieder ins Elternhaus "gleich unterhalb der Waldegg". Im Sommer 2006 nahm sie sich in Berlin eine kleinere Wohnung (den sprichwörtlichen "Koffer", den sie da noch hat) und zog "als Probelauf ", wie sie selbst sagt, zurück in die alte Heimat Teufen. Sie richtete sich im Schopf des elterlichen Bauernhauses ein Atelier ein und begann, künstlerische Kleider zu kreieren. –7–

"Daneben frönte ich auch meiner alten Liebe und fertigte Schmuck aus allen möglichen Materialien an. Viel davon finde ich an einem meiner Lieblingsorte, dem Schwendetal hinter Weissbad." Aber der neue Job hat auch eine Schattenseite. "Von morgens früh bis abends spät nur alleine nähen, das ist schon etwas einsam. Vor allem, wenn man sich gewohnt ist, konstant viele Leute um sich zu haben." So suchte sie eine Zusatzbeschäftigung, die gleichzeitig auch einen sicheren Teil an ihr Einkommen beisteuern sollte. Sie bewarb sich als AushilfsServiertochter auf der Waldegg. Bald wurde Chläus Dörig natürlich klar, wer da genau im richtigen Moment vor ihm stand: Die so arg herbei gewünschte Lehrerin für den Tintelompe! Nun arbeitet Fräulein Christine – man sehe den altmodischen Ausdruck infolge der Rolle nach – wieder an ihrem Appenzeller Dialekt. Für eine erfolgreiche Schauspielerin wohl kein grosses Problem! "Abhocke"!


Aus dem Appenzeller Kalender 1877

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Stimmungsbilder vom Tintelompe-Probelauf am 27. August 2006

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Sag’s mit Liebe

Sag’s mit Blumen

Blumengeschäft Friedhofgärtnerei 9053 Teufen, Bächlistr. 9 071 333 11 51

Haushalt Handwerk Hobby

im Bahnhof Postfach 9053 Teufen Tel. 071/333 13 55

Öffnungszeiten: Mo.– Fr. 8.00 – 12.00 und 14.00 – 18.00 Sa.8.00 – 12.00 und 13.30 – 16.00


Emma, Minna oder Anna? Auf jeden Fall: Alle Chog! Die Gelehrten streiten sich über den Begriff: In seinem neuen Werk "Vom Tante-Emma-Laden zum Supermarkt" schreibt Georg Schwedt, dass "weder in der verwendeten Literatur noch im Internet sich eine überzeugende Erklärung über den Ursprung der Bezeichnung ‚Tante Emma-Laden’ ermitteln" lässt. Der Waldegg Kalender-Chronist fand im Netz aber trotzdem einige Hinweise. Vielleicht sind diese halt wissenschaftlich nicht ganz lupenrein. Einige Museen präsentieren heute Ladeneinrichtungen aus der Zeit zwischen 1900 und 1950 bis 1970 und nennen diese statt Kauf-, Spezerei- oder Kolonialwaren- eben Tante Emma-Laden. Vielleicht weil diese oft alleine von einer älteren Frau betrieben wurden? Dabei wird der Vorname Emma gewählt, weil er früher — wie Minna oder Anna — sehr verbreitet und zugleich Bezeichnung für die Hausange-

stellte, das Dienstmädchen war. Er hat sich wahrscheinlich erst nach 1945 in Deutschland eingebürgert, als nach dem Krieg die Frau die alten Stellen des Kaufmanns einnehmen musste. Der "Tante Emma"Ausdruck wurde auch auf andere Gebiete übertragen: Tante Emma-Betrieb (Kleinbetrieb mit einfachen Herstellungsverfahren), Tante Emma-Pension (Gästehaus alten Stils) und – 11 –

Tante Emma-Gegend (kleinbäuerliche, ländliche Gegend, die von der Industrie verschont geblieben ist). Das verbindende Merkmal ist "Kleinräumigkeit, Nähe, Überschaubarkeit, Nachbarschaftlichkeit" aber auch noch "Altertümlichkeit, Zurückgebliebenheit". Nun hat das Erlebnis Waldegg ein Tante Emma Ladebeizli. Nicht nur ein einfaches Schpe-


schen Säckli vom Zockerbolle Sepp, die feinen Pantli, Andenken vom Sennensattler. Oder gar ein Zuckerstock oder ein Schächteli mit Aaliechtli-Dochten, ein alter Teddybär. Tante Emma hat’s! Für ein gemütliches Zuhocken in Tante Emmas Lade-Beizli ist allerdings eine Gruppen-Reservation notwendig.

zerei-Lädeli, sondern eben eines, in dem sich gemütlich essen und trinken, plaudern und tratschen lässt. Ganz so ungewöhnlich ist das allerdings nicht. Im Museum Osnabrück zum Beispiel wird der Tante Emma-Laden bezeichnet als "der zentrale Treffpunkt im Stadtviertel. Man erfuhr hier, im ‚Laden um die Ecke’, immer den neuesten Klatsch, entweder auf die Schnelle beim Einkauf oder gemütlich bei einem Gläschen Bier, denn viele Läden besassen auch eine

Schankkonzession". Wie die Waldegg! Also: Zugehockt bei Tante Emma! In Tante Emmas Waldegg Ladebeizli kann allerdings auch g chromet werden ohne ein Bierchen vor sich zu haben. Immer dann, wenn der Schnuggebock geöffnet ist, sind Tante Emmas Waren feil. Und das sind nicht wenige! Aber sicher kein so neumodisches Zeug! Sondern eben die guten alten Sachen. Alle Chog, viel Appenzellisches. Zum Beispiel die verführeri– 12 –

Es gibt Belege für den Begriff "Tante-Emma-Glas" (›bauchiges Deckelglas zum Aufbewahren von Bonbons, wie es in jenen Läden stand‹). Bei unserer Tante Emma heissen die Dinger Zockerbölle.


Aber was dann passiert ist ganz besonders. Bei Tante Emma kann man am Tresen eine umwerfende Vorspeise holen. Man muss dabei allerdings selbst etwas arbeiten, zum Beispiel einen Pantli schälen. Dafür kann man so viel Tranksame aus dem Zapfhahn fliessen lassen, wie’s einem gut tut! Und die Hauptmahlzeit fällt zwar nicht gerade wie Manna vom Himmel, schwebt aber auf neue, altmodische Art über die Köpfe der ausgelassenen Tafelrunde herab. Die Atmos-

phäre im Ladebeizli und die persönliche Betreuung der Gäs-

te durch Tante Emma machen das Zuehocke ganz speziell!

Beim Seiteneingang zum Tintelompe präsentiert die Teufner Firma A. Vogel ihre Produkte in alter Manier.

Uf de Waldegg cha me fascht alls poschte Essen und trinken im Tante Emma Ladebeizli: Ein ganz neues Erlebnis auf der Waldegg! ÖFFNUNGSZEITEN Freitag und Samstag Sonntag

VERPFLEGUNGS-PLAN 19:30 bis 23:30 16:30 bis 21:30

Suppe Vorspeise Hauptgang Dessert

Vorerst ist Tante Emmas Lade-Beizli nur zu den angegebenen Zeiten geöffnet. Reservationen sind für Gruppen von maximal 40 Personen möglich und erbeten unter 071 333 12 20 oder persönlich beim Personal im Erlebnis Waldegg. Raucher/Nichtraucher-Regel ist den Gruppen übelassen. Chromen (einkaufen) kann man allerdings im Lädeli immer dann, wenn auch der Schnuggebock geöffnet ist. Bitte fragen Sie das Personal im Schnuggebock. – 13 –


How We Lived Then

Englisch im Waldegg Kalender? Ja doch: Anfangs dieses Jahres wurde ein Schnuggebock-Stosstrupp in London gesehen! Da mussten doch altenglische Spuren des "Ladens um die Ecke" (the old neighbourhood store oder corner shop oder halt Tante Emma Laden) aufzustöbern sein! Die beiden wack’ren Appenzeller wurden dabei schnell fündig: Viele Pubs haben aus der guten

alten Zeit überlebt! Als sich anschliessend die Single MaltNebel wieder verzogen hatten, mussten sie aber feststellen, dass auch in Old England die Tante Emma Läden der Vergangenheit angehören. Gut, dass sie noch in Appenzell einen Tipp erhalten hatten. So bestiegen die beiden EmmaScouts den Zug nach Eastbourne zu "Wie Wir Damals Lebten". – 14 –

Da waren sie, die alten Shops, im privaten Museum von Graham und Jan Upton! Am liebsten hätten sie gleich mit abmontieren begonnen! Nicht nur einen Tante Emma Laden gab’s da, sondern eine alte Konditorei, einen Musikladen, eine Drogerie, eine Poststelle, einen Fädeli-Laden, eine Papeterie, eine Eisenwarenhandlung, einen Tabakhändler und einen Flickschuster. Vieles andere mehr; das Ehepaar Upton ist wohl ein Paradebeispiel von akutem Sammelwahn. "Hardware" nahmen Chläus und Roland kaum mit nach Hause, aber einen Chratten voller Ideen. Die eine oder andere hat sich auf das Waldegg Ladebeizli ausgewirkt. Tante Emma wird auf der Waldegg viele Gäste in den Bann ihres Ladens ziehen. Der eine oder andere bekommt davon vielleicht Lust auf mehr. Für akute Fälle hier die heilende Adresse: How We Lived Then Museum of Shops 20 Cornfield Terrace, Eastbourne East Sussex BN21 4NS, England 0044 1323 737143


Wie in Tante Emmas Ladebeizli auf der Waldegg: Auch im "Museum of Shops" ist Platz für einen Drink, nämlich im "Admiral Lord Nelson" Pub.

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3 Photos: © How We Lived Then, used by permission

In England wird aus Tante Emma Uncle John.


Speise Vorspeisen Köbis Randensalat mit Frischkäse

Fr. 11.50

aus der Schnuggebock Alpkäserei

Bauernsalat

Fr. 8.50

mit Molke-Dressing aus der Schnuggebock-Alpkäserei

Dünn aufgeschnittenes Schlachtfleisch

Fr. 10.50

Speck, Rippli und Kesselfleisch mit Gersten-Essigsauce

Hauptspeisen Appenzeller Schmaus

Fr. 38.50

Chäshörnli, Siedwurst, Appenzellerschnitzel, Pouletbrüstchen, gehacktes Rindfleisch und Apfelmus

Appenzeller Schnitzel mit Chäshörnli und Epfelmues

Fr. 29.50

gefüllt mit Siedwurstbrät und Mostbröckli

Appenzeller Siedwurst

Fr. 26.—

mit Chäshörnli und Epfelmues

Zarte Rehschnitzel an Waldpilzsauce

Fr. 38.50

mit Spätzli und Rotkraut (ab Mitte September)

Rehpfeffer

Fr. 33.50

mit Spätzli und Rotkraut (ab Mitte September)

Grossvaters Hackbraten

Fr. 29.50

mit Kartoffelstock und Tagesgemüse

Kalbsgulasch verfeinert mit Rahm

Fr. 33.50

mit Spätzli und Tagesgemüse

Bauernpfanne mit Salat

Fr. 27.—

Bratkartoffeln, in Würfel geschnittenes Kalbfleisch, Schweinswürstchen, Schweinefleisch, Zwiebeln, gebratenes Ei und Gemüse

Gebratene Schweinsfilet-Scheiben an Waldpilzsauce mit Nudeln und Tagesgemüse – 16 –

Fr. 35.50


karte Grosis fleischlose Gerichte Gebratene Forellenfilets mit Rotweinbutter

Fr. 31.50

auf Steinpilzrisotto und Tagesgemüse

Steinpilzrisotto

Fr. 25.50

mit Tagesgemüse

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 23.50

mit Epfelmues

Seniorenteller Gebratene Schweinsfilet-Scheiben

Fr. 27.50

Appenzeller Schnitzel

Fr. 24.50

mit Chäshörnli und Epfelmues

an Waldpilzsauce mit Nudeln und Tagesgemüse

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 18.50

mit Epfelmues

Desserts Fuhrmannns-Portion + Fr. 2.—

Grosis gebrannte Creme

Fr. 8.50

Hausgemachter Rumtopf

Fr. 9.50

Riesenmeringues

Fr. 7.50

Dörrbirnenfladen

Fr. 5.50

mit Rahm

Ananasringe

mit Rahm

Fr. 6.50

Epfelchüechli und Bacheschnette mit Vanillesosse

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Fr. 10.50


Getränkekarte Flaschenwein im Schnuggebock Stünde im Schnuggebock eine Stüva Grischuna statt einer Appenzeller Stube, befände sich beim Abgang zu Toilette, Keller und Alpkäserei natürlich ein Stägafässli. Neben dem offenen Wein, der im Schnuggebock an den Tisch gebracht wird, birgt sein Keller auch ohne Stägafässli einige Flaschen, für die es sich lohnt, dort hinunter zu steigen. Allerdings stammen diese wie früher aus der europäischen Nachbarschaft und nicht aus Übersee, denn Weine von so weit her zu holen, war in den Jahren, in denen der Schnuggebock „spielt“, nicht üblich. Suchen Sie, verehrter Gast, Ihren Flaschenwein selbst aus dem Kellerregal und stärken Sie sich fürs Treppensteigen mit einem Glas Most vom Fass. Oben angelangt übergeben Sie bitte Ihre Flasche Ihrer Serviertochter oder Ihrem Kellner. Man wird sie gerne für Sie öffnen und Ihnen den feinen Tropfen kredenzen. Prosit! Wohl bekomms!

Offenausschank

2dl

Weisswein Bernecker Federweiss Rotwein Bernecker Blauburgunder Appenzeller Mineral Halb - Halb (Fruchtgetränk) Citro Süssmost Frische Molke Orangensaft Saft vom Fass Naturtrüb Quöllfrisch Schnuggebock Bier

3dl

5dl

1l

8.—

20.—

39.—

8.—

20.—

39.—

3.50 3.70 3.70 3.70

5.— 5.30 5.30 5.30

8.50 8.80 8.80 8.80

3.70 3.70 3.90

5.50 5.50 5.70

2.50 4.30

2 cl Appenzeller Alpenbitter, Cynar, Campari, Cinzano rosé, Martini weiss

Noch em Esse es Abihäberli Appenzeller Malz-Schnaps Dörrbirnen-Schnaps aus dem Eichenfass

4 cl 6.20

4.80 5.50

8.— 9.— 10.—

Fraue-Kafi Manne-Kafi Schnuggebock-Kafi Biberflade-Kafi

3.70 5.50 8.50 8.50

Ovo / Schokolade Schwarztee, Pfefferminztee, Hagebuttentee, Lindenblütentee, Kamillentee

3.70

– 18 –

3.70


Auf der Mitarbeiter-Seite werden traditionell einige Mitglieder des Waldegg-Teams vorgestellt. Dies symbolisch als Dank des Wirte-Ehepaars Anita und Chläus Dörig an alle, die durch ihren Einsatz den Erfolg des ERLEBNIS WALDEGG erst möglich machen.

Sonja Frick

Rolf Bollhalder

Florian Künzler

wusste schon in der 1. Klasse, dass sie "gerne Koch lernen würde. Es ist ein schöner Beruf mit viel Kreativität", sagt die Stiftin im 2. Lehrjahr. Zudem konnte sie schon während der Sek ab und zu in der Selbstbedienung aushelfen. So lernte sie die Waldegg kennen. Nach einem ersten Schnuppern bekam sie dann die Lehrstelle. Aufgewachsen ist sie im nahen Speicher. In der Freizeit hört sie gerne Musik, geht mit Kollegen in den Ausgang oder reitet zusammen mit ihrer Freundin auf Islandpferden aus. Ihr WaldeggLieblingsessen ist die Bauernpfanne im Schnuggebock.

ist als gelernter Koch und zugewanderter Molser vielen Teufnern ein guter alter Bekannter. Die Lehre absolvierte er im inzwischen verschwundenen Sternen, kochte lange Jahre im Altersheim Lindenhügel und führte dann von 2002 bis 2005 das Restaurant Ilge. Nun hat er sich auf Saisonstellen verlegt. Auf ein Inserat hin meldete er sich als Chef de Partie für diesen Sommer auf die Waldegg und plant, im nächsten Winter den Kochlöffel in den Flumserbergen zu schwingen. Aus der eigenen Küche isst er am liebsten das Bauernkotelett, "das mit der Schwarte und dem Fett”.

ist ein richtiger Teufner und fest im Gastgewerbe verwurzelt. Seinen Vater Urs kennt man im Dorf als langjährigen Wirt des Ochsen. Florian machte seine Lehre in der Linde. Nun ist er hier an seiner 2. Saisonstelle, nachdem er als Durchdiener das Militär hinter sich gebracht hat. In naher Zukunft möchte er "in der weiten Welt herum kommen". Er schätzt das gute Verhältnis im Waldegg-Küchenteam, vor allem jenes zu seinem Chef Stephen. In der Freizeit liest er viel, geht oft ins Kino und isst auf der Waldegg am liebsten eine Siedwurst mit Chäshörnli.

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Aus dem Appenzeller Kalender 1894

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Schwarzenbach Zürich, Kolonialwaren, Kaffeerösterei die handgemachten Zuckerschleckereien haben zwar vom Duft her keine Chance, erfreuen mit ihrer ganzen Farbenpracht aber umso mehr das Auge.

Wenn Tante Emma alle Schaltjahre einmal von der Waldegg ins grosse, ferne Zürich hinunter steigt, lässt sie es sich nicht nehmen, im seelenverwandten, piekfeinen Laden im Niederdorf die Nase zur Türe hinein zu stecken.

nen Kaffees, dann all die Teesorten. Und erst die Gewürzabteilung! Die vielen gedörrten und kandierten Früchte,

Und wie das dort riecht; man wird ganz konfus von all den exotischen Gerüchen, die um die Aufmerksamkeit der Feinschmeckernäschen buhlen! Zuerst der Kaffee, also das heisst, die vielen verschiede– 21 –

Ja, es gibt ihn wirklich noch, den guten alten Kolonialwaren-Laden mit all den Preziosen, die die Segel- und Dampfschiffe aus den fernen Kontinenten nach Europa gebracht haben. Seit über 140 Jahren geschäftet die Firma H. Schwarzenbach an der Münstergasse 19 in Zürich. Die Reklameschilder, die Ladeneinrichtung, die Art der Auslagen, alles ist wie anno dazumal.


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typischen Appenzeller Holzhaus, abseits der Hauptstrasse.Verbringen Sie bei uns einen geruhsamen Aufenthalt.


voll abgefüllt. Die Zeit scheint in der Tat stehen geblieben zu sein. Wer sich nicht ganz sicher ist, welchen Kaffee oder Tee er nach Hause bringen will, kann im hauseigenen "Teecafe" jede Sorte in Ruhe degustieren. Nichts deutet auf das geschäftige Treiben der nahen Bahnhofstrasse hin. Auch wenn natürlich das Warensortiment im stetigen Wandel begriffen ist, den heutigen Bedürfnissen der Kundschaft angepasst wird. Einen solch vornehmen Laden möchte Tante Emma im Appenzellerland allerdings nicht führen, auch wenn sie ihn für das absolut Tollste hält. Sowas verträgt nur eine Weltstadt wie Zürich.

Liebe Waldegg-Gäste, wenn Sie die Zeitreisen im Schnuggebock, im Tintelompe und im Ladebeizli geniessen, dann sollten Sie es mit Tante Emma halten und ein Bahnbillet "Züri füfzg" lösen. (So sagten früher die St. Galler, wenn sie "schnell" meinten. Denn der Schnellzugs-Zuschlag nach

H. Schwarzenbach verwöhnt seine Kunden mit bester Qualität und ausgesuchten Spezialitäten. Die erlesenen Kaffeesorten werden zweimal pro Woche in der von der Gasse her durch ein Schaufenster einsehbaren eigenen Rösterei zubereitet. Dann riecht’s im Dörfli auch noch wie früher! Vieles wird offen feil geboten und für jeden Kunden in traditionelle Papiersäcke liebe– 23 –

Zürich betrug 50 Rappen). Gehen Sie bei Ihrem nächsten Besuch in der Limmatstadt in den guten, alten, feinen Kolonialwarenladen von H. Schwarzenbach. Schliessen Sie die Augen und atmen sie tief ein.


Herbstmonat

IX. Freitag Samstag Sonntag

1 Verena 2 Degenhard 3 12. Theodos

Z-Lauf Aufg.

TagesLänge

Schöne 13.22 warme 13.19

Ji20h K K Ki21h L L Li20h A A Ai21h B

Herbst- 13.12

Vom Tauben und Stummen Mark. 7

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

4 5 6 7 8 9 10

36. Woche

Barmherziger Samariter Luk. 10

Montag 11 Regula B Bi23h C Dienstag 12 Tobias C Mittwoch 13 Fronfasten Anbruch des Tages um 5.25 C Donnerstag 14 Kreuzerhöhung Freitag 15 Fortunat Ci05h D D Samstag 16 Joel Di14h E Sonntag 17 Eidg. Bettag

13.16

Sonnenaufgang 6.44 Untergang 20.00

18.36 1.42 19.07 3.06 19.31 4.34 19.51 6.02 20.09 7.29 20.28 8.55 20.47 10.21

MXA tage; NR2 vorherrschend 1 20.42, MR2 2 erdnah, P sonnige

13.09 13.06 13.02 12.59 Witte- 12.56 rung. 12.52

Sonnenaufgang 6.53 Untergang 19.45

21.11 11.47 Auf 12.49 21.40 13.11 Tage 12.46 22.19 14.31 12.42 Abschied um 21.10 Alter Herbstmonat 14. 23.08 15.41 2 13.15 mit 12.39 –.– 16.38 Z , BR? 12.36 0.08 17.21 Regen 12.32 1.16 17.52 12.29

37. Woche

Von 10 Aussätzigen Luk. 17

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

18 19 20 21 22 23 24

Sonnenaufgang 7.02 Untergang 19.31

38. Woche

Vom ungerechten Mammon Matth. 6

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag

25 26 27 28 29 30

Rosa E E Januar Ei02h F Innozenz F Matthäus Mauriz Fi15h G G Thekla G 15. Liber, Robert

2.27 3.37 4.45 5.52 6.57 8.03 9.09

Gi04h H H Hi15h I I Ii24h J J

10.16 11.26 12.38 13.48 14.53 15.48

Kleophas Ziprian Kosmus Wenzeslaus Michael Hieronymus

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

I 16.00 23.33 4 0.57 Ii17h J 17.03 –.– z J 17.56 0.30

35. Woche

Esther Herkules Magnus Regina Mariä Geburt Egidi, Lilly 13. Sergi

Untrg.

18.16 18.35 18.51 19.04 19.18 19.31 19.45

folgt 12.26 all- 12.22

LR2

12.19 mählich 12.15

8 13.45, 2erdfern, Q A in g BR2

Sonnenaufgang 7.12 Untergang 19.17

20.02 20.24 KR2 20.51 21.29 22.19 z 23.23 4 13.04

12.02 11.58 schönes, 11.55 angenehmes 11.52 11.48 Wetter. 11.45

Vom 26. März früh bis zum 29. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in g am 23. um 6.03 Uhr: Tagundnachtgleiche, Herbstanfang

– 24 –

12.12 12.09 12.05


Foto: Christian Jud

Waldegg-Ochsen im Dauereinsatz

Fritz und Falk, die beiden mächtigen Ochsen der Waldegg sind noch immer deren beste Botschafter. Wie etwa am 13. August 2006 beim

Agro-Oltimer Treffen in Tänikon bei Aadorf (oben). Sie stehen aber auch auf der Waldegg oft im Einsatz, so auch am 26. August (unten).

– 25 –

Ochsenfahrten mit einem Getränk pro Person Fr. 8.–. Täglich ab circa 18:30 Uhr Reservationen: 071 333 12 30 oder direkt auf der Waldegg.


Sonntag 39. Woche

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag 40. Woche

Z-Lauf

Weinmonat

X.

1 Rosenkranzfest Vom Toten zu Naim Luk. 7

2 3 4 5 6 7 8

Leodegar Leonz Franz Plazid Angela Judith 17. Pelagius

Aufg.

J 16.32

Ji05h K K Ki08h L L Li08h A A Ai07h B

17.05 17.31 17.53 18.11 18.29 18.48 19.10

Vom Wassersüchtigen Luk. 14

Montag 9 Dionis Dienstag 10 Gideon Mittwoch 11 Burkhard Donnerstag 12 Gerold Freitag 13 Kolman Anbruch des Tages um 6.08 Samstag 14 Hedwig Sonntag 15 18. Theresia

–.–

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

16 17 18 19 20 21 22

42. Woche

Vom Gutschlägigen Matth. 9

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

23 24 25 26 27 28 29

43. Woche

Hochzeitliches Kleid Matth. 22

Montag Dienstag

30 Alois 31 Wolfgang

TagesLänge

Ziemlich 11.42

Sonnenaufgang 7.21 Untergang 19.03

0.39 2.03 3.29 4.55 6.21 7.47 9.15

kühle 11.38

NR2

11.35 Witte- 11.32 rung. 11.28

MR2 2 erdnah, P 1 5.13

11.25 Dann 11.21 folgen 11.18

Sonnenaufgang 7.31 Untergang 18.49

19.38 10.43 20.13 12.08 20.59 13.26 21.57 14.30 Z 23.04 15.19 Abschied um 20.07 Di21h E –.– 15.55 2 2.26 E 0.15 16.21

Vornehmstes Gebot Matth. 22

Maximus Salome Krispin Armand Sabina Simon, Judas 20. Narzissus

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

B i08h B C C Ci12h D D

41. Woche

Gallus Justus Lukas Ferdinand Wendelin Ursula 19. Kordula

Untrg.

11.15 trübe 11.11 11.08 Tage. 11.05 All- 11.01 Alter Weinmonat 14. mählich 10.58 10.55

Sonnenaufgang 7.41 Untergang 18.36

E Ei08h F F Fi21h G G G Gi10h H

1.26 2.36 3.43 4.48 5.53 6.59 8.07

H Hi21h I I I Ii06h J J Ji11h K

9.16 10.28 11.39 12.46 13.43 14.30 14.06

16.42 16.58 17.12 17.26 17.39 17.53 18.09

LR2 B am Abend 2 erdfern, Q

10.51 10.48 10.45 10.42 10.38 10.35 schön. 10.32

wird das Wetter beständig

8 7.14

Sonnenaufgang 7.51 Untergang 18.23

18.29 18.55 19.29 20.15 21.14 22.25 22.44

?RA, A in h KR2, BR2 Gegen das z , C obere RA Ende mitunter

4 22.25, N w. rechtl.

10.29 10.25 10.22 10.19 10.16 10.13 10.10

Sonnenaufgang 7.01 Untergang 17.11

K 14.33 Ki15h L 14.55

–.– NR2 0.06

Vom 26. März früh bis zum 29. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in h am 23. um 15.27 Uhr.

– 26 –

sonnige 10.07 Tage. 10.04


Der Waldegg Hausier-Winkel

Arthur Zünds Chrenze war am Anfang seiner Touren sehr schwer. Alle diese Backwaren mussten darin Platz finden. Ein Bäcker erinnert sich, dass sie ein Bruttogewicht von 34 Kilogramm oder mehr hatte. Die leere Chrenze wiegt 9 Kilo.

Im vorletzten Waldegg Kalender war ein Artikel über das Hausieren im Appenzellerland zu lesen. Dahinter stand eine Absicht. Es handelte sich um eine Art Einstimmung. Denn parallel zur Eröffnung von Tintelompe und Ladebeizli entstand im neuesten Umbau auf der Waldegg auch ein Hausier-Winkel. Dies ist eine Widmung an die meist randständigen Leute, die durch ihr Hausieren die Heimarbeit der Sticker und Weber in unserer Gegend erst ermöglichten.

heute die Leute in die Shopping Centers fahren, brachten früher die verschiedenen Fäälträger (fääl von feil, nicht von Fell) die Waren zu den zu Hause malochenden Leuten, die dadurch den ganzen Tag an ihrer Arbeit hocken konnten.

Gleichzeitig wird im Vorraum zum Tintelompe mit einigen Bildern von namhaften einheimischen Fotografen ein kurzer Überblick über die Heimarbeit im Appenzellerland gegeben. Denn, wie erwähnt, zwischen ihr und dem Hausieren bestand ein enger Zusammenhang. Während

Gerade bei Tante Emma, deren Alle Chog-Sortiment im Wettbewerb zu jenem stand, das durch die Gesamtheit der Hausierer zusammen kam. Auf der anderen Seite profitierte der Sesshafte auch vom Hausierer, denn dieser bezog seine Backwaren, um ein Beispiel zu nennen, ja schliess-

– 27 –

Die kleine Ausstellung über das Hausieren passt auch zum Tante Emma Laden. Natürlich nicht nur im positiven Sinn, denn es bestand ein Spannungsverhältnis zwischen dem sesshaften Gewerbe und dem Wanderhandel.


Wintermonat

XI. Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 2 3 4 5

Z-Lauf Aufg.

Aller Heiligen L Li17h A Aller Seelen Theophil A Ai17h B Sigmund B Reform.-Fest

15.14 15.32 15.50 16.10 16.34

Bi18h C C Ci21h D D D Di04h E E

17.06 17.47 18.42 19.47 20.59 22.12 23.23

44. Woche

Königssohn krank Joh. 4

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

6 7 8 9 10 11 12

45. Woche

Des Königs Rechnung Matth. 18

Leonhard Florenz Klaudi Theodor Louisa Martin 22. Emil

Montag 13 Wibrath E 14h F Anbruch des Tages um 5.50 F Dienstag 14 Friedrich F Mittwoch 15 Albert, Leopold Fi03h G Donnerstag 16 Otmar Freitag 17 Berthold G Gi16h H Samstag 18 Eugen H Sonntag 19 23. Elisabeth 46. Woche

Vom Zinsgroschen Matth. 22

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

20 21 22 23 24 25 26

47. Woche

Obersten Töchterlein Matth. 9

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag

27 28 29 30

Kolumban Mariä Opfer Cäcilia Klemens Salesi Katharina 24. Konrad Jeremias Gerold, Noah Agrikola Andreas

Untrg.

1.28 2.51 4.15 5.40 7.07

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

MR2 P 2 erdnah 1 13.58

TagesLänge

Anfangs 10.00 trübe, 9.57 raue 9.54 Tage 9.51 mit 9.48

Sonnenaufgang 7.12 Untergang 17.00

8.35 9.59 11.12 Z 12.09 12.52 13.23 13.46 2 18.46

wenig Sonnenschein. Unbeständiges

9.46 9.43 9.40 9.37 9.34 9.31 9.29

Sonnenaufgang 7.22 Untergang 16.51

–.– 14.04 LR2 Wetter 9.26 Abschied um 18.21 Alter Wintermonat 14. 0.31 14.19 Q vor- 9.23 1.37 14.33 2 erdfern 9.21 2.42 14.46 herrschend. 9.18 3.48 15.00 Mit- 9.16 4.55 15.15 unter 9.13 6.04 15.34 BR2 Nebel. 9.11 Sonnenaufgang 7.33 Untergang 16.44

H Hi02h I I Ii10h J J Ji17h K K

7.15 8.27 9.37 10.38 11.28 12.07 12.37

Ki21h L L L Li01h A

13.00 23.14 13.19 –.– 4 7.29, MR2 13.36 0.34 P 13.53 1.54

15.58 16.30 17.13 18.09 19.17 20.33 21.54

8 23.18, M w. rechtl. KRA, A in i z B am Morgen NR2

Gegen das Ende zeigen sich kalte

9.08 9.06 9.04 9.01 8.59 8.57 8.55

Sonnenaufgang 7.42 Untergang 16.37

Sonne in i am 22. um 12.02 Uhr.

– 28 –

Tage mit Schneefall.

8.53 8.51 8.49 8.48


Gerade der Backwaren-Fäälträger kommt in unserem Hausier-Winkel zu besonderen Ehren. Dies durch die Arbeit des Gaiser Fotografen Mäddel Fuchs, der in seinem Buch "Chome gaad" Leben und Wirken von Arthur Zünd, einem der letzten Hausierer des Appenzellerlands, dokumentiert hat. Die ausgestellte Chrenze ist denn auch nicht irgend eine, sondern die

von Turli. Auf den Gestellen dahinter türmt sich ein Haufen Backwaren, nämlich die Menge, die Arthur zu Beginn seiner Tour beim Bäcker hinein packte. Auf der linken Seite der Tür zum Tintelompe hängt ein Hausierer-Räff. Es ist zwar nicht hunderprozentig sicher, doch sehr wahrscheinlich handelt es sich hier um jenes vom Fädeli-Diem, einem im Lande bekannten Merceriewaren-Hausierer.

ger-Figuren nun in Natura zu bewundern. Tante Emma hat sich inzwischen mit den Fäälträgern versöhnt. Mindestens mit Arthur Zünd. Denn sie bietet das Buch über ihn von Mäddel Fuchs im Ladebeizli zum Verkauf an. Stopp: Hält es fääl.

Vis-à-vis dieses Traggestells gibt es die im vorletzten Kalender abgebildeten Fäälträ-

Foto: Mäddel Fuchs

lich von einem niedergelassenen Bäcker.

Fädeli-Diems Räff

– 29 –


Christmonat

XII. Freitag Samstag Sonntag 48. Woche

1 Otwin 2 Xaver 3 1. Advent

A 14.12 Ai02h B 14.33 B 15.01

Untrg.

Barbara Abigail Fronfasten Enoch, Agnes Mariä Empf. Willibald 2. Advent

B C C Ci07h D D Di13h E E Ei23h F i04h

15.37 16.25 17.26 18.37 19.52 21.06 22.16

7.29 8.48 9.53 10.44 11.20 11.47 12.07

oder Regen folgen

BR? LR2, BRK

Abschied um 18.11 1.34 13.05 2.40 13.20 3.48 13.37 4.58 13.59

Johannes im Gefängnis Matth. 11

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

18 19 20 21 22 23 24

51. Woche

Zeugnis Johannes Joh. 1

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

25 26 27 28 29 30 31

52. Woche

Joseph und Maria verwundern sich Luk. 2

Christtag Stephan Joh. Evang. Kindleintag Jonathan David S. n. Weihn.

Schnee-

1 1.25 fall Z, L wird rückläufig

F 23.24 12.24 F –.– 12.38 2 15.32, Q, ?RK Fi11h G 0.30 12.51 2 erdfern G Gi24h H H H

8.41 8.40 8.38 8.37 8.36 8.35 8.34

8.33 8.32 mit 8.31 Alter Christmonat 14. veränder- 8.30 licher 8.30 Witte- 8.29 rung. 8.29 Tage

Sonnenaufgang 8.04 Untergang 16.33

H I I Ii18h J J Ji23h K K K

6.11 7.22 8.28 9.23 10.06 10.39 11.04

Ki03h L L Li06h A A Ai09h B B i12h B C

11.25 22.24 MR2 11.42 23.43 P 11.59 –.– 4 15.48 12.17 1.02 2 erdnah 12.36 2.23 13.00 3.45 13.32 5.08

i10h

8.46 8.44 8.43

Sonnenaufgang 7.59 Untergang 16.33

50. Woche

Wunibald Nemesi Achilles Thomas Florian Dagobert 4. Advent

Auf Tage mit

TagesLänge

Sonnenaufgang 7.51 Untergang 16.34

Zeichen des Gerichtes Luk. 21

Montag 11 Waldemar Dienstag 12 Ottilia Mittwoch 13 Luzia, Jost Anbruch des Tages um 6.23 Donnerstag 14 Niklas Freitag 15 Abraham Samstag 16 Adelheid Sonntag 17 3. Advent

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

3.15 4.39 2 erdnah 6.04

Vom Einzug Jesu in Jerusalem Matth. 21

Montag 4 Dienstag 5 Mittwoch 6 Donnerstag 7 Freitag 8 Samstag 9 Sonntag 10 49. Woche

Z-Lauf Aufg.

14.28 15.07 15.59 17.05 18.21 19.42 21.03

KR2 ?R2 8 15.01, z

Sonnige

A in j NR2

Tage. Dann

8.28 8.28 8.28 8.28 8.28 8.28 8.28

Sonnenaufgang 8.08 Untergang 16.36

Sonne in j am 22. um 1.22 Uhr: Sonnenwende, Winteranfang

– 30 –

folgt kaltes Wetter mit Schneefall.

Sonnenaufgang 8.10 Untergang 16.42

8.28 8.29 8.29 8.30 8.30 8.31 8.32


Die Graue Gehörnte Heidschnucke Der SCHNUGGEBOCK ist nach unseren Waldegg Lieblingstieren, den Heidschnucken benannt. Diese urtümliche Schafrasse, einst von der Bretagne bis nach Sibirien verbreitet, hat vor allem in der Lüneburger Heide überlebt. Sie erfreut sich nun auch in der Schweiz einer zunehmenden Beliebtheit. Wahrscheinlich stammen die Heidschnucken von den auf Sardinien und Korsika beheimateten wilden Mufflons ab. Die Schnucken sind die einzigen Schafe, bei denen beide Geschlechter Hörner tragen. Sie verfügen über ein schwarzgraues, zottiges Haarkleid. Ihre wichtigsten Eigenschaften sind ihre Widerstandsfähigkeit und Anspruchslosigkeit. Ihr Fleisch ist äusserst fettarm. Die hervorragende Fleischqualität und der feine wildbretartige Geschmack machen aus unseren Heidschnuck-Gerichten eine köstliche Spezialität.

einem professionellen Schafscherer von ihrer Wolle befreit. Den Sommer verbringen unsere Heidschnucken mit ihren Lämmern ausschliesslich auf den Waldegg-Weiden.

chen kommen die ersten Lämmlein anfangs April zur Welt. Die kleinen schwarzen Wollknäuel sind sehr munter und bringen viel Leben in den Stall und auf die Weide. Wenn alle Lämmer geboren sind, werden die Muttertiere von

Das Heidschnucken-Jahr Nach einer Tragzeit von 21 Wo-

– 31 –

Anfangs Oktober werden Muttertiere und Lämmer getrennt, denn schon bald beginnt die Deckzeit. Bis Mitte Dezember ist dann der Schnuckenbock am Zug, und die Trächtigkeit der Auen kann wieder beginnen. Auch im Winter sieht man unsere Heidschnucken auf den Wiesen rund um das Restaurant Waldegg und den SCHNUGGEBOCK. Bei allzu kalter Witterung suchen sie Unterschlupf in unserem nahen Kaltstall.


Geniessen Sie die Erlebnisegge des Appenzellerlandes!

Familie Anita und Chläus Dörig • Teufen AR • Tel. 071 333 12 30 • Fax 071 333 46 61

www.waldegg.ch

täglich geöffnet

Waldegg Kalender 23/06  
Waldegg Kalender 23/06  

Hauszeitschrift für das Erlebnis Waldegg auf die Monate September, Oktober, November und Dezember 2006

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