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auf die Monate Mai, Juni, Juli und August 2005 Gegründet bei der Eröffnung des Schnuggebock im März 2001

AR/AI

Hauszeitschrift für Restaurant Waldegg und Schnuggebock 5. Jahrgang, Nummer 19

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Restaurant Waldegg

Schnuggebock

Traditionelle appenzellische Gastfreundlichkeit. Am Stammtisch. Im Restaurant. In eleganten Sälen.

Grosis Bauernhaus als nostalgisches Erlebnis, in Stube, Stall, Küche, Mägde-, Knechtechammer und Keller.

Tête-à-têtes. Geschäftsessen. Bankette. Vom Vesperplättli bis zum Gourmet-Menü.

Zu zweit. Familien für sich. Gruppen im Schloff.

Panoramagarten. Kinderspielplatz. Rollstuhlgängig.

Währschaftes vom Puur, saisonal, einheimisch. Wald-WC, Alpkäserei, Heustock und Tierlistall. Reservationen: 071 333 12 30 «Schnuggebock»

Reservationen: 071 333 12 30 «Restaurant Waldegg»

Täglich geöffnet www.schnuggebock.ch

www.waldegg-teufen.ch

Von Mai bis August: Jeden letzten Dienstag im Monat original Appenzeller Alpaufzug ab 20.00 Uhr

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Hauszeitschrift mit

Alpfahrt! Grüezi mitenand! Sitzen Sie gerade in der Gemütlichkeit des Schnuggebocks oder in der leisen Vornehmheit eines unserer Säle? Oder haben Sie eben in die sonnenüberflutete Landschaft geblinzelt? Oder schauten Sie gerade Ihrem zukünftigen Ingenieurs-Sohnemann zu, wie er auf dem Waldegg-Spielplatz eine Schaufel Sand millimetergenau auf dem Kopf seines Schwesterchens platzierte? Oder freuen Sie sich darüber, dass Ihr Hund von der Bedienung einen kleinen Wassernapf erhalten hat? Oder schauten Sie gerade zu, wie Ihnen ein edler Tropfen kredenzt wurde? Oder zischte vor wenigen Schlucken ein Schnuggebock-Bier in Ihr Glas? Oder haben Sie gerade Ihrer ausländischen Freundin erklärt, was ein "Ghürotne" ist?

reicht, was wir am meisten möchten. Vielleicht sitzen Sie im Garten und warten auf den Alpaufzug? Ja, dieser Waldegg Kalender gilt von Mai bis August. Und in diesen Monaten, jeweils am letzten Dienstag, erleben Sie, was es heisst, dass wir der einzige Gastrobetrieb der Welt mit eigenem Alpaufzug sind. Hören Sie bereits die drei grossen Schellen der Leitkühe unten im Stuelegg-Wald? Apropos Schellen: Das sind wohl echte Appenzeller? Mehr dazu ab Seite 19. Was auch immer Sie bei uns gerade erleben: Seien Sie herzlich willkommen auf der Waldegg!

Schnuggebock Speisekarte in der Heftmitte Inhaltsverzeichnis 3 4 10 12 15

Grüezi Doerig, Kanada Restaurant Steinegg Mitarbeiter-Team Ochsen-Seite

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Schnuggebock-Speisekarte Schnuggebock-Getränkekarte

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Der erste Appenzeller Sennenschmied Runder Geburtstag Appenzeller Bären auf Reisen

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Familie Anita und Chläus Dörig Impressum Herausgeber: Erlebnis Waldegg, Familie Anita und Chläus Dörig Redaktion, Bilder, Texte: Roland Kink, Teufen Gestaltung, Layout, DTP: Kuhn Grafik + Werbung,Teufen Druck: App. Medienhaus, Herisau

Auf jeden Fall höcklen Sie bei uns oben auf der Waldegg. Und lassen es sich gut ergehen. Wenn dem so ist, dann freut es uns! Wenn Sie sich wohlfühlen im Erlebnis Waldegg, dann haben wir er–3–


Doerig, Nechako, Canada Von der Waldegg in die Wildnis von British Columbia "Hier oben auf der Waldegg müssen wir wohnen, in diesem abgelegen Chrüz........ , Nichts ist los bei uns. Ich hoffe, in meinem späteren Leben nie eine solche Beiz führen zu müssen!" So sprach Seppli, wie der älteste Dörig-Bub damals in den Fünfzigern noch genannt wurde, wenn er seinen Eltern helfen, oder wenn er zu Fuss nach Teufen laufen musste. Nach der grossen weiten Welt, nach Action stand ihm der Sinn! Kanada! Nun lebt er dort, wo sich Wölfe und Bären gute Nacht sagen. Wenn der Reisende zur Necha-

ko Lodge fährt, kommt ihm automatisch der alte Witz in den Sinn, der besagt, die Österreicher wären dem Land die Namensgeber gewesen: Als der Stosstruppführer auf das Schiff der Austria-Marine, das als erstes nach Nordamerika gefunden hatte, zurückkehrte, meldete er: "Cheef, ‘s is Kana da!" Es ist wirklich fast keiner da in Nechako! Der nächste Nachbar, der 85jährige Bert, lebt 17 km entfernt im Busch. Meist kommt er am Donnerstag rüber in’s Lodge, dann ist ihm nämlich das Bier ausgegangen, weil er beim wöchentlichen Shopping Trip am Montag zu wenig davon gebunkert hatte. Bert lebt allein mit seiner Frau und einigen Pferden. Die sind aber mehr Haus- als Reittiere. Klar mit 85 Lenzen.

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Mehr als 150 Kilometer zum Posten Auch Elisabeth "Bisa" und Sepp "Joe" Dörig müssen ihre Einkaufstouren akribisch planen.

Einmal pro Woche fahren sie mit ihrem mächtigen Toyota Tundra via Vanderhoof nach Prince George, die ersten knapp 80 Kilometer auf staubigen Naturstrassen. Dann ist’s nochmals gleich weit bis Prince George. Oft verbinden sie diese Fahrt mit dem Abholen von Gästen, denn wer per Kursflugzeug zur Nechako Lodge will, muss hierhin fliegen. Dann geht’s eben per Dörig-Taxi zum Nest Vander-


hoof, und zum Kenney Dam, gleich links davon zur Lodge. Der Damm liegt ziemlich genau im Zentrum von British Columbia und staut das Nechako Reservoir, den HausSee der Dörigs. Ihre Bucht heisst Knewstubb Lake. Der Nechako River fliesst ausserhalb am Reservoir vorbei. Einem verzweigten Fjord ähnlich weist dieses eine Küstenlänge von fast 100 km und eine Fläche von circa 950 km2 auf. An diesem riesigen Stausee leben knapp 200 Menschen und sicher eine deutlich grössere Zahl von Schwarzbären und Elchen. Aber bis Joe und Bisa in diese traumhafte und faszinierende Wildnis gefunden hatten, mussten sie einen langen Weg gehen. Mechaniker, Bergarbeiter, Monteur, Pilot, Beizer. Spitallaborantin, Familienfrau, Beizerin. Trotz des anfangs zitierten Ausspruchs war Joe in seiner Jugend im Appenzellerland ein fleissiger Berggänger. Zusammen mit seiner Bisa kraxelte der gelernte Maschinenmechaniker im ganzen Alp-

stein herum. Die beiden freuten sich aktiv an der Natur. "Einige Sachen passten dem Sepp hier aber nicht", erinnert sich Bruder Chläus, der Waldegg-Wirt. Darum reifte nach der Hochzeit der beiden der Plan, nach Kanada auszuwandern. Recht lange mussten sie auf das Visa warten, bis sie 1981 nach Alberta ausreisen konnten. Joe verdingte sich zuerst als Kumpel in einer Kohlenmine. Ein Jahr später erfüllte er sich einen seiner grossen Träume und absolvierte in Edmonton die Pilotenausbildung, während Bisa im Alberta Provincial Laboratory arbeitete. 1984 heuerte Joe bei der Niederlassung der Schwyzer Firma Garaventa in Vancouver als Monteur an und Bisa fand Arbeit im Spitallabor von White Rock. 1986 kam Söhnchen Martin auf die Welt. Und ein Jahr später kauften Bisa und Joe die Nechako Lodge. Wieder ein Jahr darauf erblickte Sohnemann Nummer 2, Thomas, das Licht der Welt. Seither betreut die Familie Dörig als Team ihre Nechako Lodge. Mittlerweile mit einer Ausnahme, aber davon später. –5–

Nechako Lodge and Aviation Das heutige Erscheinungsbild des Gasthauses für Naturliebhaber, Wanderer, Fischer, Tierbeobachter und gestresste Grossstadt-Menschen ("Lodge" bedeutet im Englischen "kleines Haus für Jäger, Langläufer zur Übernachtung beim Durchqueren einer Wildnis oder von Bergen") ist das noch nicht abgeschlossene Lebenswerk von Joe und Bisa Dörig. In ihren eigenen Worten erklärt: "Nechako wurde in den späten Sechzigern als Lodge für Jäger gebaut. Viele Besitzerwechsel führten zu einem langsamen Zerfall der Örtlichkeit. Als wir das Ganze kauften, haben wir bewusst die Herausforderung angenommen, die Sicherheit und den Komfort der Gebäude andauernd zu steigern, das Geschäft effizienter zu machen und neue Dienstleistungen anzubieten. Damit wollten wir ein gut gehendes Geschäft für uns und unsere Söhne aufbauen." Der wohl wichtigste neue Zweig ist die "Nechako Aviation", will heissen Joe’s Wasserflugzeug vom Typ Cessna 180.


Nachtessen zusammen-geangelt haben." Die InternetAdresse der Nechako Lodge heisst denn auch lapidar und zutreffend www.rainbowtroutfishing.com. Nechako Aviation, also Chefpilot Joe und das einzige Flugzeug, stehen aber auch im Dienst der Provinzverwaltung von B.C. und der lokalen Holzindustrie. Vor allem für Taxiund Überwachungsflüge. Im letzten Sommer musste Joe leider (für die Natur), aber doch willkommen (für’s Geschäft) bei der Überwachung und Bekämpfung eines grossen Waldbrandes mithelfen. Damit können die Dörigs das ultimative Einsamkeits-Erlebnis für Fischer anbieten. Martin schildert es so: "Wir haben ein kleines Geheimnis. Das ist der Devil’s Lake (Teufels-See). Ich kenne keinen schöneren Ort. Wir fliegen die Gäste in circa 15 Minuten von der Lodge zum See, wo wir eine kleine Hütte aufgebaut haben, etwa 3 auf 4 Meter gross, mit 4 Schlafplätzen. Ein kleines Motorboot ist auch da. Aber kein einziger Mensch! Und wenn die Cessna dann zurück fliegt,

sind die Gäste völlig allein mit der Natur. Im See wimmelt’s von prächtigen RegenbogenForellen und wer einigermassen mit der Rute umgehen kann, wird sich im Nu ein –6–

Secondos, einmal umgekehrt Bisa und Joe sind inzwischen natürlich kanadische Bürger geworden. "Richtige Kanadier", sagt Sohnemann Martin.


Kommen Sie wieder einmal in die Schweiz zurück? "Zu Besuch schon, aber for good ? Nein! Das kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht müssen sie einmal vom Nechako Lodge weg, aber die bleiben in Kanada!" Martin und Thomas sind im hiesigen Sprachgebrauch kanadische Secondos. Martin ist nun im letzten Sommer ins Appenzellerland zurückgekehrt. For good? Zum Bleiben? "Nein, für die Lehre! Denn auch ich bin ein richtiger Kanadier und werde wieder nach drüben gehen."

"Wenn ich mit Kollegen nach St. Gallen in den Ausgang fahre, glauben es mir die anderen wegen meines Schweizerdeutsch nie, dass ich Kanadier bin. Das finde ich cool. Ich habe die High School, wie in Kanada üblich, nach der 12. Klasse abgeschlossen. „Schule“ be-

deutete für mich, zu Hause von den Eltern und per Internet ausgebildet worden zu sein. In Kanada gehen die meisten nach der 12. an eine Uni. Daneben gibt’s viele ungelernte Arbeiter. Aber gut ausgebildete Handwerker fehlen. Es gibt auch keine richtige Lehre dafür. Jeder handwerkelt halt ein wenig auf den Baustellen herum. Deshalb werde ich als in der Schweiz gelernter Bauschreiner in Kanada tolle Berufsaussichten haben!" Martin ist nun Stift im ersten Jahr bei der Teufner Bau- und Möbelschreinerei Rothmund AG und wohnt bei seiner Tante Rosmarie. Heimweh? "Nein. Weisst Du, wir hatten eine paradiesische Jugend dort draussen am Knewstubb Lake. Ich konnte machen, was ich am liebsten tat. Dafür hatte ich nie gross Gelegenheit, mich an andere Menschen, an Freunde zu gewöhnen. Die Einsamkeit gefiel mir, jetzt aber geniesse ich es, wenn viele Leute um mich herum sind, in den Ausgang zu gehen, eine Freundin zu haben. Aber manchmal wird es dann auch zu viel des Guten. Dann möchte ich am liebsten –7–

eine Stunde mit dem Boot auf den See hinaus fahren und wissen, dass 20 Kilometer im Umkreis kein anderer Mensch ist. Wenn dann am Abend der See spiegelglatt vor Dir liegt, dann ist das schon ein ganz tolles Gefühl." Den roten Pass hat der Martin ja noch, aber, "ja, in der Seele, da bin ich halt

Thomas Doerig, Motorsägen-Holzschnitzer

ganz fest Kanadier". Seinem jüngeren Bruder Thomas geht’s im Moment gerade umgekehrt: Er kann kaum darauf


warten, bis er im Sommer 2006 auch für eine Lehre in die Schweiz, ins Appenzellerland, kommen kann. In der Zwischenzeit büffelt er weiter mit „home schooling“ und träumt davon, in die Fussstapfen von Bruder Martin zu treten.

Reif für die Insel? Lieber Leser, Lust auf den Devil’s Lake, auf einen Besuch bei Bisa und Joe bekommen, auf einen Flug über die Wildnis, auf Waldegg-ähnliche Dörig-Gastfreundschaft in Kanada? Wenn

Nechako Lodge, Hauptgebäude.

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nicht, dann liegt’s an der miserablen Schreibe des Autors! Wenn ja, dann hast Du’s begriffen! Reif für die Insel? Oder einfach Bock auf die tollsten Ferien aller Zeiten? Sie werden’s sein! Ich spreche aus Erfahrung. Roland Kink


Die Nechako Lodge liegt am entlegenen Ufer des Knewstubb Lake, Teil des Nechako Reservoir, im Zentrum von British Columbia. Von Anfang Mai bis Ende Oktober offerieren wir unseren Gästen eine Vielfalt von geführten und ungeführten Ausflügen in dieser faszinierenden Gegend. Mit unserem eigenen Wasserflugzeug haben wir Zugang zu zahllosen abgelegenen Seen und Flüssen zum Fischen, Kanufahren, Wandern und Wild beobachten. Der Tweedsmuir Provincial Park mit seinen spektakulären Gletscherbergen, kristallklaren Bergseen und seiner unberührten Wildnis ist in einem kurzen Flug von der Lodge aus erreichbar. Auf Ihren Wunsch werden Sie unsere erfahrenen Angelführer und lizenzierten KanuInstruktoren unterrichten und auf verschiedenen Touren begleiten. Mit unserem Pauschalferienpaket können Sie alle diese Aktivitäten ausprobieren und geniessen. Egal wann, es ist immer die richtige Zeit, die Wärme, das gute Essen und die Gastfreundschaft der Nechako Lodge zu geniessen. Unsere Lodge ist ein Familienbetrieb, und wir, Josef und Elisabeth Doerig, sorgen persönlich für das Wohlergehen unserer Gäste. Um Ihren ruhigen und erholsamen Urlaub in der Nechako Lodge zu buchen, wenden Sie sich bitte direkt an uns.

Josef & Elisabeth Doerig Nechako Lodge & Aviation Box 2413, Vanderhoof, BC VOJ 3AO, Canada Telefon 001 250 412-2665 www.rainbowtroutfishing.com sp Pro

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Das Restaurant Steinegg

Ansicht vom "Gasthaus z. Steinegg" von Teufen her gesehen. Rechts hinter dem Saalanbau ist das heute noch stehende Bauernhaus von Jakob Bruderer sichtbar. An der vorderen Bildkante liegt heute der Einlenker zur Waldegg.

Der Waldegg-Kalender hat sich in den letzten Jahren der ehemaligen Beizen am Eggen Höhenweg angenommen. Eine einzige ist übrig geblieben: Die Waldegg! Die anderen sind alle Geschichte. Und mittlerweile auch alle in unserer Hauszeitschrift beschrieben. Weil aber der Teufner Lokalhistoriker Werner Holderegger noch andere, ach so

schöne, alte Postkarten besitzt, kommt auch noch die eine oder andere Beiz an die Reihe, die nicht am, sondern nur in der Nähe des Eggen Höhenwegs liegt. Oder eben lag. Dort wo man heute von der Staatsstrasse Richtung Waldegg und Schnuggebock abschwenkt, ein kleines Stück noch Richtung Speicher, stand – 10 –

früher eine stattliche Konkurrenz. Im rechten Winkel zur Strasse, einem Sperrriegel gleich, der die Gäste in die Wirtsstube spülen sollte, stand das Restaurant Steinegg. Den gleichen Namen trägt noch heute der nahe Wald. Viel ist heute nicht mehr davon bekannt. Denn schon am 2. Juli 1917 wurde die Steinegg


ein Raub der Flammen und nicht wieder aufgebaut. Die Brandursache wurde nie genau eruiert. Und noch heute runzeln darüber die Alten im Dorf die Stirn. Im Sinne etwa von "Ja, die musste wohl brennen". Nun, gebrannt hat sie. Die Steinegg war nicht nur Beiz, sondern sie beherbergte auch eine Bäckerei und verfügte zudem über einen

heimeligen Saal. Dort führte der 1905 gegründete Männerchor Tobel seine ersten Abendunterhaltungen durch, bevor er dann damit in den Pfauen, runter zum Goldibach, zog. Dieses alte Restaurant ist zwar auch nicht mehr allzu gut im Schuss, doch wenigstens steht es noch. Vielleicht hat der nahe Bach mit seinem (Lösch-) Wasser einen guten Teil dazu beigetragen?

Die alten Beizen noch ... ... die’s früher am Eggen Höhenweg gab, von der Frohen Aussicht unten am Speicherer Birt bis zur Frölichsegg, sind mittlerweile alle im Waldegg Kalender vorgestellt worden. Alle Artikel sind auf unserer Website aufgeschaltet. Wer sie lesen möchte, gehe zu www.waldegg-teufen.ch oder www.schnuggebock.ch Hauszeitschrift Ältere Ausgaben. Der erste Artikel findet sich in Kalender Nummer 5.

Das Restaurant Steinegg vom Waldegg-Hang her gesehen. Der Durst stoppte am Tage der Aufnahme gleich eine ganze Menge Fuhrwerke und Kutschen, darunter auch die zweispännig gefahrene Post Teufen – Speicher – Wald.

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Die Personal-Seite ist in diesem Kalender ausnahmsweise einer einzigen Mitarbeiterin gewidmet, und das mit gutem Grund. Esther Steingruber hat im WaldeggTeam eine ganz besondere Stellung. Sie ist "Frau Alpaufzug".

Esther und ihr Mann Köbi, beide gelernte Bauersleut, sind verantwortlich für den Waldegg-Alpaufzug und stellen dafür ihre Kühe zur Verfügung. Einer ihrer Knaben läuft zudem als Gäässebueb den Ziegen, dem ganzen Senntum voraus. "Das machen wir, seit es den WaldeggAlpaufzug gibt. Wir haben immer noch eine grosse Freude daran. Zuerst dachten wir, – 12 –


dass sich die Sache bald totlaufen würde. Toll, dass wir noch immer eine riesige Zu-

schauermenge haben. Das Wetter spielt auch immer mit!" Esther ist aber auch als Service-Aushilfe an ein bis vier Abenden pro Woche im Schnuggebock anzutreffen. Sie ist Mitarbeiterin der ersten Stunde und passt natürlich als geborene Gaiserin und "Frau Alpaufzug" wie keine zweite hin. Sie freut sich, dass es Stammgäste gibt, die bei einer Tischbestellung sie als Bedienung wünschen. "Es ist toll, im Schnuggebock werden auch die grössten Söderi plötzlich zu aufgestellten Leuten."

„Frau Alpaufzug“

Gäässebueb Ueli

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Aus dem Appenzeller Kalender 1892


Fritz und Falk, Publikumslieblinge Im Frühling 2004 nahmen die beiden mächtigen WaldeggOchsen Fritz und Falk zum ersten Mal mit ihrem Schnuggebock-Wagen den Weg runter in die Stadt St. Gallen unter die Hufe. Sie waren Gast an der OFFA und eroberten die Herzen der Tierliebhaber an den Vorführungen der Pferdemesse im Sturm. Auch an der letzten OLMA begeisterten sie die Besucher. Und in diesem Frühling brillierten die behäbigen Zugtiere zusammen mit gleich zwei Brauerei-Gespannen wieder in der OFFA-Arena. Fritz und Falk sind Publikumslieblinge geworden!

In diesem Sommer können Sie, lieber Gast, auf der Waldegg auch wieder in den Genuss einer Fahrt mit unserem Ochsengespann kommen. Bitte melden Sie Ihre Familie oder Gruppe dazu im Restaurant oder im Schnuggebock an. Hüüh! – 15 –


Speise Vorspeisen Frischkäse aus der Hauskäserei

Fr. 9.50

serviert im Käsebank

Rohschinken

Fr. 14.50

mit Grosis Essiggemüse

Bauernsalat

Fr. 8.50

mit Molke-Dressing aus der Schnuggebock-Alpkäserei

Hauptspeisen Appenzeller Schmaus

Fr. 38.50

Chäshörnli, Siedwurst, Appenzellerschnitzel, Pouletbrüstchen, gehacktes Rindfleisch und Apfelmus

Appenzeller Siedwurst

Fr. 26.—

mit Chäshörnli und Apfelmus

Appenzeller Schnitzel

Fr. 28.50

gefüllt mit Siedwurstbrät im Mostbröcklimantel mit Chäshörnli und Apfelmus

Kalbsschnitzel an Waldpilzsauce

Fr. 34.50

mit hausgemachten Nudeln und Tagesgemüse

Scheibe vom zarten Heidschnucken Rollbraten

Fr. 31.50

an lieblicher Berg-Kräutersauce, mit kleiner Rösti und Tagesgemüse

Kaninchenrücken-Würfel

Fr. 32.—

an rassiger Paprikasauce, mit Kräuterspätzli und Tagesgemüse

Saftiges Schweinssteak

Fr. 31.50

mit Kräuterbutter, kleiner Rösti und Tagesgemüse – 16 –


karte Bauernpfanne mit Salat

Fr. 27.—

Bratkartoffeln, in Würfel geschnittenes Kalbfleisch, Schweinswürstchen, Schweinefleisch, Zwiebeln, gebratenes Ei und Gemüse

Fisch, Vegi-Gerichte Gegrillte Forellenfilets

Fr. 27.50

auf lauwarmem Gemüsesalat

Gefüllte Kräuter-Teigtaschen

Fr. 26.50

an rassiger Paprikasauce und Tagesgemüse

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 23.50

mit Apfelmus

Seniorenteller Zartes Kalbsschnitzel

Fr. 23.50

Appenzeller Schnitzel

Fr. 24.50

mit Chäshörnli und Apfelmus

an Waldpilzsauce, mit hausgemachten Nudeln und Tagesgemüse

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 18.50

mit Apfelmus

Desserts Fuhrmannns-Portion + Fr. 2.—

Glaceschnitte mit Rahm

Fr. 7.50

Dörrbirnenfladen mit Rahm Fr. 5.50

Karamelköpfli mit Rahm

Fr. 6.50

Luftige Zitronentorte

Fr. 6.—

Verführerischer Schoggikuchen

Fr. 8.50

Frischer Fruchtsalat mit Rahm Fr 8.50 – 17 –


Getränkekarte

Flaschenwein im Schnuggebock Stünde im Schnuggebock eine Stüva Grischuna statt einer Appenzeller Stube, befände sich beim Abgang zu Toilette, Keller und Alpkäserei natürlich ein Stägafässli. Neben dem offenen Wein, der im Schnuggebock an den Tisch gebracht wird, birgt sein Keller auch ohne Stägafässli einige Flaschen, für die es sich lohnt, dort hinunter zu steigen. Allerdings stammen diese wie früher aus der europäischen Nachbarschaft und nicht aus Übersee, denn Weine von so weit her zu holen, war in den Jahren, in denen der Schnuggebock „spielt“, nicht üblich. Suchen Sie, verehrter Gast, Ihren Flaschenwein selbst aus dem Kellerregal und stärken Sie sich fürs Treppensteigen mit einem Glas Most vom Fass. Oben angelangt übergeben Sie bitte Ihre Flasche Ihrer Serviertochter oder Ihrem Kellner. Man wird sie gerne für Sie öffnen und Ihnen den feinen Tropfen kredenzen.

Prosit! Wohl bekomms!

Offenausschank

2dl

Weisswein Bernecker Federweiss Rotwein Bernecker Blauburgunder Appenzeller Mineral Halb - Halb (Fruchtgetränk) Citro Süssmost Frische Molke Orangensaft Saft vom Fass Naturtrüb Quöllfrisch Schnuggebock Bier

3dl

5dl

1l

8.—

20.—

39.—

8.—

20.—

39.—

3.50 3.70 3.70 3.70

5.— 5.30 5.30 5.30

8.50 8.80 8.80 8.80

3.70 3.70 3.90

5.50 5.50 5.70

2.50 4.30

2 cl Appenzeller Alpenbitter, Cynar, Campari, Cinzano rosé, Martini weiss Noch em Esse es Abihäberli Appenzeller Malz-Schnaps Dörrbirnen-Schnaps aus dem Eichenfass

4 cl 6.20

4.80 5.50

8.— 9.— 10.—

Fraue-Kafi Manne-Kafi Schnuggebock-Kafi Biberflade-Kafi

3.60 5.50 8.50 8.50

Ovo / Schokolade Schwarztee, Pfefferminztee, Hagebuttentee, Lindenblütentee, Kamillentee

3.60

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3.60


Appenzeller Senntumschellen (endlich) zu Hause im Appenzellerland

Der erste Appenzeller Schellenschmied Insider, di Ösrige, wissen es schon lange. Sie haben es aber nie an die grosse Glocke, schon gar nicht an die Schölle, gehängt: Die Appenzeller Senntum-Schellen, diese dickbauchigen Hauptpersonen jedes traditionellen SenntumGspiels sind alle Ausländer! Tiroler! Österreicher! Oder waren es mindestens bis vor kurzem. Jetzt aber hat Emil Neff, de Schmettele, eingegriffen. Und er schlägt kräftig zu! Ein Senntum-Gspiel ist oft

auch der zentrale Blickfang und Schmuck einer Appenzeller Beiz. Oder einer Bauernstube. Auf der Waldegg hängt je ein Gspiel beim Eingang zu den Sälen im Restaurant und beim Abgang zum Schnuggebock-Keller. Ausländer? Tiroler? Österreicher? In der Tat: Seit Menschengedenken kauften die Appenzeller Bauern und Sennen ihre Schellen in der Gegend von Strengen auf der Tiroler Seite

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des Arlbergs. Dort hatten sich im Laufe der Zeit eigentliche Schellenschmiede-Dynastien herausgebildet. Die Familien Zangerl, Haueis, Mattle und Scherl waren wahre Meister im Schmieden der Schellen von Hand. Mittlerweile ist dort die handwerkliche Fertigung fast vollständig eingestellt worden. Nur Scherl in Schnann stellt "aufgrund der momentan geringen Nachfrage handgeschmiedete Schellen noch auf Bestellung" her. Während Generationen bildeten die Appenzeller Bauern kleine Gruppen und reisten an den Arlberg, um persönlich bei einem der dortigen Meister ihre Schellen auszuwählen. Sie stellten diese nach eigenem Geschmack und nach dem Klang der einzelnen Schellen zu ihrem persönlichen Gspiel zusammen. Oft musste der Schmied vor seinem Haus eine Schelle um die andere zum Klingen bringen – schötte – während die appenzellischen Kunden sich in gehöriger Distanz auf einem Hügel in der


Nähe genüsslich und kritisch ein Ohr voll von jeder einzelnen nahmen. Handgeschmiedete Schellen aus Appenzell Die Appenzeller müssen indes heute die Schellen-Reise ins Ausland nicht mehr antreten. Emil "de Schmettele(r), (der Schmied)" Neff stellt nun solche in seiner Werkstatt für Landmaschinen im Appenzeller Quartier Mettlen her. Und zwar von Hand! "Schon als Bub war ich fasziniert von den Schellen. Durch meinen Beruf bin ich täglich im Kontakt mit den Bauern. Deshalb habe ich das Schmieden von Senntum-Schellen zum Verkauf vor 7, 8 Jahren zu meinem Hobby gemacht. Vor allem im Winter, wenn nicht soviel Arbeit da ist, widme ich mich ihm. Aber schon früher habe ich in der Freizeit immer wieder geübt. Meine ersten Schellen taugten noch nichts, aber jetzt bin ich hinter das Geheimnis gekommen."

macht. Emil hatte zwar bei ihnen spioniert. Man liess sich aber nicht in die Karten blicken. So pröbelte Emil, bis er sich die Herstellung selbst beigebracht hatte. Er entwickelte auch seine persönlichen Werkzeuge, Schablonen und Einsätze für Schmiedehammer und Bohrmaschine. Wohl verstanden: Seine heutigen Schellen sind nicht nur sauber hergestellt und vermessingt, sondern haben auch den richtigen Klang! Alles ist Handarbeit. Zwar benutzt er zum Schmieden einen mecha-

Ein Geheimnis hatten die Arlberger wahrlich während Jahrzehnten aus ihrer Kunst ge– 20 –

nischen Hammer, das Werkstück, eine Schellenhälfte, wird aber immer von Hand geführt. "Früher schlugen zwei oder drei Schmiede zu, das könnten wir auch heute noch so tun. Aber mit dem mechanischen Schmiedehammer kann ich alleine arbeiten. Und kriege auch nicht so viel Durst wie die alten Schmiede! Circa 8 Gspiel habe ich schon verkauft. Und die sind auch im Gebrauch, fahren zur Alp, die Sennen schötten sie. Sie dienen nicht nur als aufgehängte Schmuckstücke."


De Schmettele, Emil, darf wohl für sich in Anspruch nehmen, als erster Appenzeller überhaupt Senntum-Schellen geschmiedet zu haben. Ist es nicht erstaunlich, dass diese bis anhin immer aus der Fremde kamen? Der Herisauer Peter Preisig, Versuchsmechaniker bei Bühler in Uzwil, stellt zwar ebenfalls seit einigen Jahren nebenberuflich Rollen und Schellen her, allerdings für Silvesterkläuse. Deren Schellen sind etwas grösser als die der Leitkühe eines Alpaufzuges. Ein Geheimnis bleibt

Von der Schmiede- zur eigentlichen Kunst

lassen und kommen dann eine ganz bestimmte Zeit lang bei einer ganz bestimmten Temperatur in den Brennofen. Und messing-glitzernd wieder heraus.

Emil Neff lässt sich gerne beim Schmieden seiner Schellen über die Schulter blicken. Gerne erklärt er einen Arbeitsvorgang nach dem andern. Aber wenn’s um’s Vermessingen geht, dann tut er geheimnisvoll, typisch appenzellisch. Wer kennt denn schon die Rezeptur der Käse-Kräutersulz oder des Appenzeller Alpenbitters? Die fertigen NeffSchellen werden mit einer von Emil selbst entwickelten Paste aus Messingflocken und einigen weiteren, geheimen, Stoffen eingestrichen, ruhen ge– 21 –

Fast könnte man meinen, Emil Neff sei ein Werchtüüfel. Seine grosse LandmaschinenWerkstatt. Sein Hobby, das Schellen-Schmieden. Und dann noch die bildende Kunst. Metall, Stahl ist sein Werkstoff, das Appenzeller Brauchtum sein Thema. Die Kühe. Der Alpaufzug. Immer muss etwas entstehen, gemecht, geschmiedet werden. "Nein ich bin kein Künstler, ich bin Handwerker", meint er. Meine ich aber nicht. Was er, ganz appenzellisch, aber


Alpaufzug, dargestellt mit circa zehn Zentimeter hohen Metall-Figuren von Emil Neff

aus ganz unappenzellischer Materie formt, hat sicher mit Kunst zu tun. Miniatur-Alpaufzüge zum Aufstellen sind traditionellerweise aus Holz geschnitzt. Die von Emil sind aus Stahl, vom GääsenSchuppel ganz vorn bis zum Bläss ganz hinten.

nen Bruder, einen Stahl-Ochsen, ebenfalls in Lebensgrösse. Als Toni Vescoli diesen sah, war er sofort hingerissen. Der Ochs grast nun auf Tonis Privatwiese hinten im Tösstal.

Seine lebensgrossen Figuren, rostig wie die von Tinguely, sind aus Stahlblech. Zwischen den zum Verkauf ausgestellten Senntum-Schellen vorne in seiner Werkstatt stehen kleine, mittlere und grosse Chueli herum, geschliffen, dazwischen ein Pferd, rostig. Seine neueste Kreation, eine Kuh in Echtgrösse, steht auf dem Parkplatz. Die hatte ei-

Emil Neff, Toni Vescoli und Emils Metall-Ochs

Emil Neff hat das HandSchmieden von Appenzeller Senntum-Schellen dahin geholt, wo man es eigentlich schon immer vermutet hätte, wo es eigentlich hin gehört. Da arbeitet einer in traditioneller Weise an der Tradition. Daneben macht er Kunst, sa– 22 –

gen wir, seinem Wunsch entsprechend, Handwerkskunst. Mit traditionellen Themen, aber mit einem stählernen Schmunzeln. Übrigens: Seine stählerne Rost-Kuh trägt eine original Neff-Schelle um den Hals. Made in Appenzell! Roland Kink Klein, mittel, gross: Ein Gspiel Drei Schellen gehören zu einem Gspiel. Die kleinste misst in der Höhe ohne Steg (Halterung des Schellenriemens) circa 37 cm und wiegt circa 7,5 kg, die mittlere misst circa 40 cm bei circa 8,5 kg, die grösste wiegt bei circa 42 cm Höhe etwa 9,5 kg. "Das Wichtigste ist der Dreiklang", sagt Emil Neff, "ich kann aber den genauen Ton nicht im voraus bestimmen. Auch wenn ich, sagen wir drei gleich grosse Schellen miteinander und haargenau gleich schmiede, tönt jede etwas anders. Das Zusammenstellen von drei Schellen zu einem harmoni-


schen Dreiklang ist eine wahre Kunst. Ich brauche mindestens fünf Schellen, um ein wohlklingendes Gspiel zusammenstellen zu können."

men schon seit Menschengedenken aus der Gegend von Strengen am Arlberg. Klanglich werden sie sorgfältig auf einander abgestimmt. Die Leitkühe tragen sie an prunkvoll verzierten Riemen.

Schellen. Auch SenntumGspiel, Senntum-Gschöll oder Schellen-Spiel genannt. Weitere Definitionen rund um den Alpaufzug, zusammengestellt vom Urnäscher

Sennen mit einem Gspiel beim Schellen schötten. Holzschnitt von Gret Zellweger.

Begriffe Senntum-Schellen: Drei grosse Schellen aus geschmiedetem und vermessingtem Stahlblech. Sie stam-

Senntum I: Die Herde, die von Sennen auf die Alp geführt wird. Senntum II: Drei Senntum– 23 –

Volkskundler Hans Hürlemann, finden sich unter www.waldegg-teufen.ch oder www.schnuggebock.ch Alpaufzug Glossar


Sonntag

Z-Lauf

Mai

V.

Aufg.

2 3 4 5 6 7 8

Athanas †-Auffindung Florian Auffahrt Paravizin Juvenal Exaudi

Ki17h L L Li21h A A A Ai02h B B

3.52 4.14 4.32 4.49 5.05 5.22 5.42

16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29

Pfingstmontag E F F Moses, Bruno F Isabella Hildrun Fi07h G G Christian Gi14h H Konstantin H Dreifaltigk.-So.

30 Hiob 31 Mechthild

P, BR2 8 10.46

14.31 14.34 14.37 14.39 14.42 14.45 folgt 14.48

Auf das anfangs kalte Wetter

Sonnenaufgang 5.46 Untergang 20.52

12.30 13.38 14.47 15.56 17.09 18.24 19.45

2.55 4 10.57 zeigt 3.13 sich 3.29 schöne, 3.44 heitere 3.59 KR2, N w. rückl. 4.15 Q, A in c 4.35 Witterung.

15.09 15.11 15.14 15.16 15.18 15.20 15.23

Sonnenaufgang 5.38 Untergang 21.01

H I I Ii19h J J Ji20h K K Ki22h L i18h

21.08 4.59 1 22.18 22.31 5.32 23.44 6.17 –.– 7.18 2 erdnah, z 0.42 8.34 1.25 9.58 NR2 1.56 11.23

21. Vom reichen Manne Luk. 16

Montag Dienstag

?R2 MR2

6.07 22.31 14.51 6.38 23.39 windi- 14.53 7.19 –.– ges 14.56 8.09 0.39 Z und 14.59 9.08 1.27 LR2 kühles. 15.01 Abschied um 22.49 Alter Mai 14. Di07h E 10.13 2.04 2 erdfern, ?RM 15.04 E 11.21 2.33 Allmählich 15.06 i20h

Dietrich Johanna Urban Fronleichnam Luzian Wilhelm 1. S. n. Dreif.

13.35 14.56 16.14 17.30 18.46 20.01 21.17

Bi09h C C Ci19h D D D

20. Von der Wiedergeburt Joh. 3

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

14.28

Sonnenaufgang 5.56 Untergang 20.44

19. Sendung des heiligen Geistes Joh. 14

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

TagesLänge

Sonnenaufgang 6.06 Untergang 20.34

18. Zeugnis des heiligen Geistes Joh. 14

Montag 9 Beat Dienstag 10 Gordian Mittwoch 11 Fronfasten Donnerstag 12 Pankraz Freitag 13 Servaz Anbruch des Tages um 3.48 Samstag 14 Bonifaz Sonntag 15 Pfingsten

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

K 3.24 12.12 2 8.24, NR2

1 Rogate

17. So ihr den Vater bittet Joh. 16

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Untrg.

15.25 Mehr 15.27

15.29 trübe 15.31 als 15.33 heitere 15.34

15.36

Sonnenaufgang 5.32 Untergang 21.08

L 2.20 12.45 2 13.47, MR2 L 2.39 14.03 ?R2

Vom 27. März früh bis zum 30. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Am 8. ist Muttertag. Sonne in c am 21. um 0.48 Uhr.

– 24 –

Tage. 15.38

15.40


Der Schnuggebock gratuliert und mit ihm natürlich die ganze Waldegg Frau- und Mannschaft zu einem runden Geburtstag, der vor allem auch den Schnuggebock angeht. Auf Schritt und Tritt findet man dort den Pinselstrich einer bemerkenswerten Künstlerin: Gret Zellweger. Ihre Gemälde schmücken die Inneneinrichtung auf allen Etagen. Aber auch im Restaurant Waldegg hinterlässt sie immer wieder ihre Spuren. Wer kennt nicht ihren lustigen Bläss beim Tennstor zum Schnuggebock? Und viele haben sich schon an einem WaldeggGutschein gefreut, geschmückt von Gret. Die quirlige Teufner Kunstmalerin, Kunstgewerblerin, Gewerbepolitikerin, Kantonsrätin und, es sei als dickes Kompliment verstanden, Original wurde vor kurzem 60jährig. (Sie macht selbst kein Geheimnis aus der prächtigen Deshalb: Herzlichen Glückwunsch und gute Gesundheit, Gret Zellweger! Zahl!) – 25 –


Brachmonat

VI. Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 2 3 4 5

Nikodemus Li02h J Marzell J Ji08h B Erasmus B Eduard, Bertha Bi17h C 2. Reinhard

Z-Lauf Untrg.

2.55 3.12 3.28 3.47 4.10

15.19 16.34 P 17.48 19.03 20.16

22. Vom grossen Abendmahl Luk. 14

Montag 6 Gottfried Dienstag 7 Kasimir Mittwoch 8 Medard Donnerstag 9 Miriam Freitag 10 Hildebrand Samstag 11 Lutbert Sonntag 12 3. Basil

C C Ci03h D D Di15h E E E

4.38 21.26 8 23.55, K w. rechtl. 5.15 22.29 folgt 6.01 23.21 Z , CR2 regnerische 6.57 –.– 8.01 0.02 LR2 Witte9.08 0.34 2 erdfern 10.16 0.58 rung.

20 21 22 23 24 25 26

Silver Albanus Gottschalk Edeltrud Joh. der Täufer Eberhard 5. Paulus

27 28 29 30

15.48 15.49 15.50 15.51 15.52 15.53 15.54

E F 11.24 F Fi15h G G i23h G H H H

1.18 Auf 15.54 Abschied um 23.45 Alter Brachmonat 14. 12.31 1.34 trübe 15.55 13.39 1.49 4 3.22, M w. rückl. 15.55 14.48 2.04 KR2 Tage 15.56 16.01 2.19 Q 15.56 17.18 2.36 kommen 15.57 18.39 2.57 solche 15.57 Sonnenaufgang 5.26 Untergang 21.23

Hi04h I I Ii05h J J i05h J K K Ki05h L

20.02 3.26 21.22 4.05 22.28 4.59 23.19 6.11 23.56 7.35 –.– 9.03 0.23 10.29

25. Jesus lehrt im Schiff Luk. 5

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag

15.41 15.43 15.44 15.45 15.47

Sonnenaufgang 5.26 Untergang 21.20 i03h

24. Balken im Auge Luk. 6

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Zuerst sonnige Tage. Nachher

TagesLänge

Sonnenaufgang 5.28 Untergang 21.15

23. Vom verlorenen Schaf Luk. 15

Montag 13 Felicitas Anbruch des Tages um 3.01 Dienstag 14 Ruffin Mittwoch 15 Vitus Donnerstag 16 Justina Freitag 17 Folkmar Samstag 18 Arnold Sonntag 19 4. Gervas

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Aufg.

Gero, 7 Schläfer L Li08h A Benjamin A Peter u. Paul Pauli Gedächtn. Ai14h B

mit 15.57 A in d: längster Tag 15.57 1 6.14, z 15.57 2 erdnah bestän- 15.57 digem, 15.56 NR2, CRL 15.56 BRL, MR2 15.56

Sonnenaufgang 5.28 Untergang 21.24

0.44 1.02 1.18 1.35

11.51 BRC 13.09 2 20.24 14.24 P, ?R2 15.39

Vom 27. März früh bis zum 30. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in d am 21. um 8.46 Uhr: Sonnenwende, Sommeranfang

– 26 –

schönem, fruchtbarem Wetter.

15.55 15.55 15.54 15.53


Aus dem Appenzeller Kalender 1901


Freitag Samstag Sonntag

Z-Lauf

Heumonat

VII.

1 Theobald 2 Mariä Heims. 3 6. Kornel

Aufg.

Ulrich Balthasar Esaias, Ida Joachim Kilian Zirill 7. Gunzo

C Ci09h D D Di21h E E E Ei10h F

3.14 3.57 4.50 5.51 6.58 8.06 9.14

18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31

20.22 21.17 22.01 22.35 23.02 23.23 23.40

15.50 15.49 15.48 15.46 15.45 15.44 mit- 15.42

Z, A erdfern 8 14.03 vorBRC herr2 erdfern, BR2, CR2 B am Abend schend,

F 10.21 23.55 Fi22h G 11.27 –.– G 12.34 0.09 KR2 G Gi08h H H i14h H I

13.44 14.56 16.14 17.34

unter 15.41

15.39 Regen. 15.37

Abschied um 23.38 Alter Heumonat 14. 0.23 417.20, Q 15.36 0.39 Dann 15.34 0.58 Hundstage-Anfang zeigt 15.32 1.22 sich 15.30 Sonnenaufgang 5.43 Untergang 21.13

Hartmann I Ii15h J Rosina J Elias Arbogast Ji15h K K Maria Magdal. Ki14h L Elsbeth L 9. Christine

18.55 20.08 21.07 21.50 22.22 22.46 23.06

29. Ungerechter Haushalter Luk. 16

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Sonnige, 15.53 warme 15.52 Tage 15.51

Sonnenaufgang 5.37 Untergang 21.19

28. Falsche Propheten Matth. 7

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

TagesLänge

Sonnenaufgang 5.31 Untergang 21.22

27. Jesus speist 4000 Mann Mark. 8

Montag 11 Rahel Dienstag 12 Nathan Mittwoch 13 Heinrich Anbruch des Tages um 3.26 Donnerstag 14 Bonaventura Freitag 15 Margaretha Samstag 16 Ruth Sonntag 17 8. Lydia

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

B 1.53 16.53 Bi22h C 2.14 18.06 C 2.40 19.17

26. Pharisäer Ruhm Matth. 5

Montag 4 Dienstag 5 Mittwoch 6 Donnerstag 7 Freitag 8 Samstag 9 Sonntag 10

Untrg.

1.54 2.40 3.44 5.03 6.32 8.03 9.29

sonnige 15.28 Witte- 15.26 rung, 15.24

z 1 13.00, 2 erdnah KR2, A in e LRA MR2

15.22 und 15.20

15.18 gegen 15.15

Sonnenaufgang 5.51 Untergang 21.06

Jakob L A 23.23 10.51 A 23.40 12.10 P Anna Magdalena Ai20h B 23.58 13.27 ?R2 Pantaleon B –.– 14.43 2 5.19 B 0.18 15.57 Beatrix Bi04h C 0.43 17.09 Jakobea C 1.14 18.16 10. Erna, German

das 15.13 Ende 15.11

i15h

30. Jesus weint über Jerusalem Luk. 19

15.08 unbeständiges 15.06

15.03 Wetter. 15.01

Sonnenaufgang 6.00 Untergang 20.58

Vom 27. März früh bis zum 30. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in e am 22. um 19.41 Uhr. Hundstage 16. Juli bis 27. August

– 28 –

14.58


Ein Schnuggebock-Rätsel

Appenzeller Bären auf Reisen "Der Bär kommt! In die Schweiz!" Das sagt wenigstens der WWF in einer aktuellen Studie. Er soll aus dem Trentino einwandern. Das Val Mustair sei am "gefährdetsten" sagen die Bären-Hasser. Die Stadt-St.Galler, die Berliner, die Berner auch, die Teufner und natürlich – last but not least! – die Kämpen beider appenzellischer Rhoden führen den Bären im Wappen. Wahrlich ein beliebtes Tier. Seit Präsident Roosevelt, amerikanischer Namensgeber, gingen und gehen Generationen von Goofen mit einem TeddyBären ins Bett und kuscheln mit ihm nächtelang. Bärenmandli heisst der appenzellische Blauburgunder, Appenzeller Bären das VolleyballTeam, Bären-Biberli die süssen Naschereien aus dem Schwendital. Und schon im Wildkirchli, als die Vorfahren der Appenzeller noch auf den Bäumen oder eben in Höhlen hockten, gab’s ihn im Land.

Wo ist er denn jetzt? Dass er zurück kommen muss? Ganz einfach: Ausgewandert! Er spielt mit seinen Gspänli Eishockey und frisst Schoggi, der ausgewanderte Bär aus Appenzell.

Warum heissen Teddybären wirklich so?

Sind noch Fragen, Ihr Schnuggebock-Gäste? Nein? Also, dann sind hier gleich zwei:

Antworten und Geschichten dazu in den nächsten Waldegg Kalendern!

– 29 –

Wer ist der Bär auf dem Foto auf dieser Seite. Wo sitzt er, wo seine Brüder?


Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Z-Lauf

Augstmonat

VIII. 1 2 3 4 5 6 7

Bundesfeier Ci15h D D Gustav D Josias, August i03h Dominik D E E Oswald Ei16h F Sixt, Alice F 11. Heinrike

Untrg.

1.54 2.44 3.43 4.48 5.56 7.05 8.12

19.14 Z 20.01 20.38 21.06 2 erdfern 21.28 8 5.05 21.46 22.02

31. Pharisäer und Zöllner Luk. 18

Montag 8 Ziriak Dienstag 9 Roman Mittwoch 10 Laurenz Donnerstag 11 Gottlieb Freitag 12 Klara Samstag 13 Hippolit Anbruch des Tages um 4.29 Sonntag 14 12. Samuel 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28

Sonnenaufgang 6.08 Untergang 20.47

Mariä Himmelf. I Ii01h J Rochus J Karlmann Reinald Ji02h K K Sebald Ki01h L Bernhard L 13. Irmgard Alphons Zachäus Bartholomäus Ludwig Severin Gebhard 14. Augustin

Sonnenaufgang 6.18 Untergang 20.36

17.48 18.52 19.42 20.18 20.46 21.07 21.26

Li01h A A i04h A B B Bi11h C C Ci21h D

29 Joh. Enthauptung D D 30 Adolf i09h 31 Rebekka, Paul D E

0.28 herr1.22 z schend 2.32 sonnige 3.57 Tage. 5.27 1 19.53, 2erdnah, NR2 6.57 MR2 8.23 Gegen

14.15 14.12 14.09 14.06 14.03 14.00 13.57

Sonnenaufgang 6.27 Untergang 20.24

21.43 22.01 22.21 22.44 23.13 23.51 –.–

34. Von 10 Aussätzigen Luk. 17

Montag Dienstag Mittwoch

14.56 14.53 14.50 14.47 14.45 14.42 Wetter. 14.39

Anfangs unbeständiges

9.19 22.16 CR2, NXA 14.36 10.25 22.30 Dann 14.33 11.33 22.45 Q, KR2 folgt 14.30 12.43 23.02 wieder 14.27 13.57 23.23 warmes, 14.24 15.15 23.50 4 4.39 sonniges. 14.21 Abschied um 22.24 Alter Augstmonat 14. I 16.33 –.– Vor- 14.18

33. Barmherziger Samariter Luk. 10

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

TagesLänge

F Fi04h G G i15h G H H Hi22h I

32. Vom Tauben und Stummen Mark. 7

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Aufg.

9.46 11.07 12.26 13.43 14.58 16.08 17.10

das 13.54 P, A in f 13.51 B am Morgen Ende 13.47 ?R2 zeigt 13.44 2 17.18 sich 13.41 Ende der Hundstage 13.38 13.34

Sonnenaufgang 6.36 Untergang 20.10

0.38 18.01 Z 1.35 18.40 2.39 19.11 LR2

regnerische 13.31 Witte- 13.28 rung. 13.25

Vom 27. März früh bis zum 30. Oktober früh sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in f am 23. um 2.46 Uhr. Hundstage 16. Juli bis 27. August

– 30 –


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Waldegg Kalender 19/05  

Hauszeitschrift für das Erlebnis Waldegg auf die Monate Mai, Juni, Juli und August 2005

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