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mit

auf das Jahr 2002 Gegr端ndet von Johs. Tobler, Mathematicus

AR/AI

Waldegg - Verlag 9053 Teufen


Willkommen im Reich der herbstlichen Sinne Grüezi mitenand! Wir begrüssen Sie hoch über dem Alltag im Schnuggebock. Herbst. Das Vieh ist von der Alp zurück im Stall, das sommerliche Heu stapelt sich im Stock, das Büsi lässt sich von

seinem Duft zu einen Traum vom nächsten Frühlings-Kater verleiten. Die Menschen setzen sich zu Tisch und geniessen, was des Herbstes Füllhorn an kulinarischen Köstlichkeiten auszuschütten vermag. Die Erinnerung geht an den letzten Herbst zurück, dessen Landwein nun gerade die richtige Süffigkeit hat. Er paart sich mit dem Duft von Wildbret und köstlichem Schweinebra-

ten, der in die gute Stube strömt und sich im Schloff oben verwirrend mit jenem der vor sich hin dörrenden Äpfel und Birnen vermischt. Die ganze jahreszeitliche Farbenpracht türmt sich im Gemüsekorb. Man könnte eigentlich das ganze Jahr hindurch (tiefgekühlte) Marroni auftischen oder mit Preiselbeeren gefüllte Äpfel. Gut aber, dass es die Tradition will, dass man es nur im Herbst tut. Weil halt jetzt jeder aufgelegt ist, zu geniessen, mit Nase und Gaumen Düfte zu spüren und sich von einem Glas zur gesprochenen Wahrheit verführen zu lassen. Zugehockt! Zugelangt! Der Schnuggebock will ein währschaftes und authentisches Appenzeller Bauernhaus sein, angesiedelt in der Dreissiger Jahren. Passt doch: Da hatte man noch Zeit für einen bodenständigen Genuss, Zeit auch, vielleicht einmal zu überhöcklen. Kein Handy schrillte und vermieste einem mit irgend einer doofen Belanglosigkeit die Freude am Zusammensitzen. Und zum Schluss öffnete jeder seinen Säckel und legte Heller und Pfennig bar

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auf den Tisch. So wie heute noch im Schnuggebock. Wir möchten, dass Sie, lieber Gast, bei uns zu einem überzeugten Herbstler werden. Extra haben wir neues Heu für Sie eingefahren, damit’s auch wirklich richtig duftet im Schnuggebock. Auch die Säcke in den Betten der Mägde und Knechte sind mit frisch gesammeltem Buchenlaub gefüllt. Räkeln Sie sich in den Düften wie das Büsi! Erleben und geniessen sie das Restaurant Waldegg und den Schnuggebock. Spüren Sie bei uns mit allen Sinnen den Herbst, sind Sie herzlich willkommen! Familie Kläus und Anita Dörig


Getränkekarte Flaschenwein im Schnuggebock Rechts auf der Getränkekarte sind die offenen Schnuggebock-Hausweine aufgeführt. Natürlich gabs auch im Appenzellerland in den Dreissiger Jahren importierte europäische Flaschenweine. Sie fehlen auch im Schnuggebock nicht! Mit lausbübischem Lächeln auf den Lippen nippt der Geniesser am Rebensaft. Und hier ist der Clou: Wie früher die Lausbuben, die man in den Keller sperrte, muss auch der Schnuggebock-Gast in die Tiefe steigen, runter ins Kellerkies, wo die feinen Tropfen gut bewacht von der alten Mausefalle auf ihn warten. Dort liest er sich seinen Lieblingswein selbst aus und übergibt ihn seiner Serviertochter. Sie wird ihn ehrwürdig kredenzen. Lausbuben machten das Beste aus ihrem Verliess und taten sich am vorhandenen Mostfass gütlich. Tun Sie dies auch, lieber Weintrinker, als Lohn für die Mühe des Treppensteigens. Prosit! Wohl bekomm’s!

Offenausschank

2dl

Weisswein Féchy Dorin Rotwein Dôle Appenzeller Mineral Halb - Halb (Fruchtgetränk) Citro Süssmost Orangenjus Saft vom Fass Naturtrüb Quöllfrisch

3dl

5dl

1l

7.50

18.50

36.—

7.70

19.50

37.—

3.40 3.60 3.50 3.50

5.00 5.30 5.20 5.20

8.— 8.50 8.50 8.50

3.50 3.50

5.20 5.20

4.30

2 cl Appenzeller, Cynar, Campari, Martini weiss Noch em Esse es Abihäberli Appenzeller Malz-Schnaps Dörrbirnen Schnaps aus dem Eichenfass Spezialität: Heuschnaps

4 cl 6.20

4.80 5.50 5.50

8.— 9.— 10.— 10.—

Manne-Kafi Fraue-Kafi Schnuggebock-Kafi Biberflade-Kafi

5.50 3.50 8.50 7.—

Ovo / Schokolade Schwarztee, Pfefferminztee, Hagebuttentee, Lindenblütentee, Kamillentee

3.50

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3.50


Speisekarte Vorspeisen Portion Frischkäsli

Fr. 8.50

hausgemacht in der Waldegg-Alpkäserei

Blätterteigpastetchen mit Waldpilzsauce

Fr. 12.50

Knackiger Herbstsalat

Fr. 8.50

Appenzeller Schmaus

Fr. 38.50

Chäshörnli, Siedwurst, Appenzellerschnitzel, Kaninchenschlegel, mit gehacktem Rindfleisch und Apfelmus

Grosis Hackbraten

Fr. 28.50

mit Kartoffelstock und Tagesgemüse

Zartes Kalbsgeschnetzeltes an Rahmsauce

Fr. 34.50

mit Gemüserösti

Kesselfleisch und Gnagi

Fr. 30.50

mit Sauerkraut und Salzkartoffeln

Heidschnuckenpfeffer

Fr. 29.50

mit Eierspätzli, Rotkraut und glasierten Marroni

Zarte Rehschnitzel an Pilzsauce

Fr. 38.50

mit Eierspätzli, Rotkraut und glasierten Marroni

Bauernpfanne mit Salat

Fr. 27.—

(Bratkartoffeln, in Würfel geschnittenes Kalbfleisch, Schweinswürstchen, Schweinefleisch, Zwiebeln, gebratenes Ei und Gemüse)

Gegrillte Forellenfilets

Fr. 31.50

mit Pilawreis und Tagesgemüse

Blätterteigpastetchen mit Waldpilzsauce und Tagesgemüse

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Fr. 25.50


Speisekarte

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 22.—

mit Apfelmus

Appenzeller Chäshörnli

Fr. 24.—

mit Siedwurst und Apfelmus

Appenzeller Schnitzel

Fr. 28.50

mit Chäshörnli und Apfelmus (gefüllt mit Mostbröckli und Siedwurstbrät)

Kinderteller Hausgemachter Hackbraten Fr. 12.50

Appenzeller Chäshörnli

mit Kartoffelstock und Tagesgemüse

mit Apfelmus und kleiner Siedwurst

Fr. 12.—

Auch für Senioren erhältlich, Aufpreis Fr. 8.—

Vermicelles

Fr. 8.50

Luftige Apfelcreme

Fr. 8.—

Fr. 9.50

Frischer Apfelkuchen

Fr. 6.—

mit Rahm

Schoggischaum garniert

Gefüllte Ofenküchlein

mit Rahm

Fr. 6.50

Hausgemachte Meringues Fr. 6.80 mit Rahm

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Inserate aus dem Appenzeller Kalender 1913


Zweimal 3. Lehrjahr, zweimal Portugal: Freundliche Waldegg-Mitarbeiter In jeder Schnuggebock-Speisekarte werden einige Waldegg-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vorgestellt. Raphael Tropiano Seine Mutter ist Innerrhoderin, sein Vater jedoch stammt aus Italien. Das sieht man den dunklen Haaren unseres Drittjahres-Kochstifts an. Etwas überraschend hingegen ist sein ruhiges Gemüt. Oder be-

dienst und ist inzwischen zur guten Fee hinter dem Buffet geworden. Ihre Freundlichkeit hilft ihr noch über die Sprachbarriere hinweg. Roman Graf fährt fürs Leben gerne Auto. Deshalb ist für ihn der Arbeitsweg aus Trogen reine wickelt: Zuerst als Casserolier im Einsatz ist er inzwischen zum einsatzbereiten Allrounder in der SchnuggebockKüche geworden. Er arbeitet hart an seinem Deutsch. Christina Vieira stammt wie Paulo aus Portugal. Sie kam von der Urnäscher „Krone“ vor zwei Jahren auf die Waldegg. Sie versieht fleissig den allgemeinen Haus-

nehmen sich halt Halb-Innerrhoder in der „Fremde“ so?

Freude. Wie Raphael steckt auch er im dritten Lehrjahr als Koch. Schon jetzt freut er sich als begeisterter Skifahrer auf den ersten Schnee. Wir danken unseren Mitarbeitern, den „ösrigen“ und auch den internationalen TeamMitgliedern für Ihren unermüdlichen Einsatz und das grosse Engagement fürs Restaurant Waldegg und den Schnuggebock.

Paulo Da Silva Traditionell gehören immer wieder Portugiesen dem internationalen Waldegg-Team an. So seit zwei Jahren auch Paulo. Er hat sich prächtig ent-

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Ausserrhoder Trachten für die Serviertöchter im Restaurant Waldegg Seit kurzem tragen die Serviertöchter im Restaurant und in der Gartenwirtschaft der Waldegg das genau passende Tenu. Sie wurden von regionalen Trachtenschneiderinnen neu eingekleidet.

restaurant im Erlebnis Waldegg sein Traditionsbewusstsein und seine Verbundenheit mit der engeren Heimat unter Beweis stellen. Die Ausserrhoder Tracht hatte nicht immer einen guten Stand. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war sie so gut wie verschwunden. Ab 1925 gelang es jedoch dem Herisauer Kunstmaler Paul Tanner mit

Stolz präsentieren sie sich jetzt in der karierten "Ausserrhoder Heuer-, Arbeits- oder Werktagstracht", ausgewählt von Frau Ruth Lenz-Kohli, Expertin von der Ausserrhoder Trachtenstube in Speicher. Damit möchte auch das Speise-

tatkräftiger Unterstützung des Ausserrhoder Heimatschutzes und nach kritischer Musterung alter Trachtenbestände, ein neues, der Zeit angepasstes Trachtenkleid für die Ausserrhoderinnen zu finden. Dieser damals "definierten" Tracht wird seither in interessierten Kreisen grosse Sorge getragen. Heute wird zwischen folgenden Ausserrhoder Frauentrachten unterschieden: Sonntagstracht, Festtags- oder Brauttracht und Arbeitstracht. Diese kennt eine Sommerund eine Winterversion. Die Sommertracht wiederum kann getragen werden in braun, als blaue "Nötteli"oder blaue "Heuer"-Tracht, sowie neu aufkommend auch wieder in schwarz. Die "Heuer"-Tracht, mit der nun die Waldegg-Serviertöchter eingekleidet sind, wurde und wird noch immer oft auch von Mädchen getragen. Sie besteht aus weissen Trachtenstrümpfen, einem mit Spitzen verzierten Unterrock, einer

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weissen Bluse mit Puffärmeln aus Baumwolle, einem halbleinenen blau-weiss karierten Rock, einer gestreiften Schürze aus demselben Stoff, sowie dem Fichu. Dieses Halstüchlein ist (weil pflegeleichter) ge-

strickt und nicht, wie auch oft angetroffen, geknüpft. Denn die geknüpften Fichus müssen nach dem Waschen zum Trocknen auf eine Unterlage aufgesteckt werden. Das Fichu wird mit einer gemalten höl-

zernen Brosche zusammen gehalten. Diese könnte auch geschnitzt sein. Da die Serviertöchter den ganzen Tag auf den Beinen stehen, tragen sie keine Schnallen- sondern möglichst bequeme Schuhe.

Chefin Anita Dörig tritt nun auch ab und zu in Ausserrhoder Arbeitstracht vor die Gäste. Im Unterschied zu ihren Mitarbeiterinnen kleidet sie sich jedoch mit der blauen "Nötteli"-Tracht. Dieser Stoff mit den

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kleinen Punkten wird unter Fachleuten "Plattstich-Gewebe" genannt. Ausserrhoden galt lange als Hochburg für dessen Herstellung. Auch die NötteliTracht besteht zu 100 Prozent aus rein natürlichen Stoffen. Mögen einige andere Kantone inzwischen Mischgewebe in ihre Trachten einschleichen lassen, so wird in unserem Halbkanton streng darauf geachtet, dass die Tracht "Natur pur" bleibt. In einem Artikel in der Zeitschrift "Die Schweizer Hausfrau" von 1938 wird denn auch hervor gehoben, dass die Trachtenstoffe "alle im eigenen Ländchen gewoben und in der Handweberei in Hundwil erhältlich" seien. Auch wenn heute die althergebrachten Stoffe vielleicht gar im fernen St. Gallen hergestellt werden, so ist die Pflege der Natürlichkeit der Tracht und deren Ausrichtung an der Tradition in Ausserrhoden ein Zeichen der Eigenständigkeit und des Stolzes auf die regionalen Wurzeln. Dieses Zeichen möchte auch das Restaurant im Erlebnis Waldegg mit den neuen Heuer-Trachten der Serviertöchter setzen.


Sonntag

Z-Lauf

Herbstmonat

IX.

1 14. Verena

Aufg.

Ci23h D –.–

35. Von 10 Aussätzigen Luk. 17

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

2 3 4 5 6 7 8

Degenhard D D Theodos Di05h E Esther Herkules E Ei06h F Magnus F Regina 15. Mariä Geb. Fi06h G

0.41 1.36 2.43 4.00 5.22 6.46 8.10

36. Vom ungerechten Mammon Matth. 6

Joel Lambert Rosa Januar Innozenz Matthäus 17. Mauriz

23 24 25 26 27 28 29

Thekla Liber, Robert Kleophas Ziprian Kosmus Wenzeslaus 18. Michael

30 Hieronymus

17.24 18.17 19.01 19.37 20.06 20.32 20.55

Z KR2

Auf 13.19 kühle Tage folgen meistenteils

8 5.11 2 in Erdnähe, BR2

13.16 13.12 13.09 13.06 13.02 12.59

Sonnenaufgang 7.00 Untergang 19.36

J K K K Ki07h L L Li19h A A i21h

17.42 18.18 18.47 19.10 19.30 19.48 20.05

1.09 2.12 NR2 3.19 MR2 4.26 5.32 6.37 1 16.00 7.41

12.32 12.29 12.26 12.22 12.19 sich 12.15 12.12

Witterung. Dann zeigen

Sonnenaufgang 7.09 Untergang 19.21

A A B B Bi20h C C C Ci07h D i08h

20.22 20.41 21.01 21.25 21.56 22.34 23.23

39. Vornehmstes Gebot Matth. 22

Montag

13.22

Sonnenaufgang 6.50 Untergang 19.49

38. Vom Wassersüchtigen Luk. 14

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

16.23 B am Abend, LR2

TagesLänge

9.34 21.18 sonnige 12.56 CR2 10.56 21.43 und 12.52 12.18 22.10 warme. 12.49 13.37 22.43 Lieb- 12.46 14.52 23.23 4 20.09, Q liche 12.42 Abschied um 21.10 Alter Herbstmonat 14. 15.59 –.– 12.39 16.56 0.12 z 12.36

37. Vom Toten zu Naim Luk. 7

16 17 18 19 20 21 22

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 6.41 Untergang 20.03

Montag 9 Egidi, Lilly G i06h G H Dienstag 10 Sergi H Mittwoch 11 Fronfasten Donnerstag 12 Tobias Hi08h I I Freitag 13 Hektor Anbruch des Tages um 5.25 Samstag 14 Kreuzerhöhung Ii13h J J Sonntag 15 Eidg. Bettag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Untrg.

8.45 9.49 10.54 12.00 13.06 14.12 15.13

2 erdfern, A in g: 12.09 [Tagundnachtgleiche 12.05 vor- 12.02 C im grössten Glanz 11.59 P herrschend 11.55 Regen- 11.52 2 19.04, LR2 11.48

Sonnenaufgang 7.18 Untergang 19.06

D –.–

16.08 Z

Vom 31. März bis zum 26. Oktober sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in g am 23. um 6.55 Uhr: Herbstanfang.

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tage. 11.45


Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Z-Lauf

Weinmonat

X. 1 2 3 4 5 6

Aufg.

Remigi Di14h E E Leodegar Leonz Ei17h F F Franz Fi17h G Plazid G Rosenkranzfest

0.23 1.33 2.51 4.14 5.37 7.02

40. Vom Gutschlägigen Matth. 9

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

7 8 9 10 11 12 13

Judith Pelagius Dionis Gideon Burkhard Gerold 20. Kolman

Gi16h H H Hi16h I I i20h I J J J

8.27 9.51 11.15 12.36 13.49 14.52 15.42

21 22 23 24 25 26 27

Ursula Kordula Maximus Salome Krispin Armand 22. Sabina

28 29 30 31

Simon, Judas Narzissus Alois Wolfgang

16.55 An- 11.42 17.33 KR2 fangs 11.38 18.04 Regen 11.35 18.31 oder 11.32 18.55 ?R2 Schnee- 11.28 19.18 8 13.18, 2 erdnah 11.25 19.42 20.08 20.39 21.17 22.04 23.00 –.–

11.22 11.18 11.15 Q 11.11 L wird rückläufig 11.08 z folgt 11.05 4 7.34, B am Morgen 11.02

CR2

fall. Auf liebliches Wetter

Ji03h K K Ki13h L L L Li01h A A

Abschied um 20.07 Alter Weinmonat 14. 16.21 0.03 NR2 kühles, 10.58 16.52 1.09 MR2 nebliges. 10.55 17.17 2.17 10.52 17.37 3.23 10.48 17.55 4.29 Dann 10.45 18.12 5.33 zeigt 10.42 18.29 6.37 2 erdfern, N wird rechtl. 10.39

Ai14h B B B i02h B C C Ci13h D D

18.47 19.06 19.29 19.57 20.32 21.16 21.11

7.41 8.46 9.52 10.58 12.04 13.07 13.04

22.16 23.30 –.– 0.47

13.52 beständige 14.32 2 6.28, KR2 Witte15.04 rung. 15.32 C in unterer RA

Sonnenaufgang 7.48 Untergang 18.27

43. Des Königs Rechnung Matth. 18

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag

TagesLänge

Sonnenaufgang 7.38 Untergang 18.40

42. Königssohn krank Joh. 4

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

Sonnenaufgang 7.28 Untergang 18.53

41. Hochzeitliches Kleid Matth. 22

Anbruch des Tages um 6.08 Montag 14 Hedwig Dienstag 15 Theresia Mittwoch 16 Gallus Donnerstag 17 Justus Freitag 18 Lukas Samstag 19 Ferdinand Sonntag 20 21. Wendelin

Untrg.

1 9.21 A in h P LR2 Z

sich 10.35 wieder 10.32 angenehme, aber un-

10.29 10.26 10.22 10.19 10.16

Sonnenaufgang 6.58 Untergang 17.14

Di20h E E E i01h E F

Vom 31. März bis zum 26. Oktober sind die Zeiten in Sommerzeit ausgedrückt. Sonne in h am 23. um 16.19 Uhr.

–13 –

10.13 10.10 10.07 10.04


Freitag Samstag Sonntag

Z-Lauf

Wintermonat

XI.

Aufg.

F 1 Aller Heiligen Fi02h G 2 Aller Seelen G 3 Reformationsfest Sigmund Emerich Leonhard Florenz Klaudi Theodor 24. Louisa

G H H Hi02h I I Ii04h J J Ji09h K

6.17 7.43 9.07 10.28 11.38 12.36 13.21

18 19 20 21 22 23 24

Eugen Elisabeth Kolumban Mariä Opfer Cäcilia Klemens 26. Salesi

25 26 27 28 29 30

Katharina Konrad Jeremias Gerold, Noah Agrikola Andreas

17.05 17.33 18.08 18.52 19.45 20.48 21.55

8 21.35, 2 erdnah, [M wird rechtläufig Q rung. z NR2

K 13.55 23.04 4 21.53 Ki19h L 14.22 –.– MR2 L 14.44 0.12

Hierauf folgt

9.52 9.49 9.46 9.43 9.40 9.37 9.34

L Li07h A A i19h A B

9.31 9.29 9.26 Abschied um 18.21 Alter Wintermonat 14. 15.02 1.19 Dann 9.23 15.20 2.23 zeigen 9.21 15.36 3.27 2 in Erdferne 9.18 15.53 4.31 sich 9.16 mildes, sonniges Wetter.

Sonnenaufgang 7.30 Untergang 16.46

B B Bi07h C C Ci18h D D D

16.12 5.36 16.33 6.42 16.59 7.49 1 2.35 17.32 8.56 P 18.14 10.01 A in i, LR2 19.05 11.01 Z 20.08 11.52

47. Wann der Menschensohn Matth. 25

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag

Trübe, 10.01 regnerische 9.58 Witte- 9.55

Sonnenaufgang 7.19 Untergang 16.53

46. Greuel der Verwüstung Matth. 24

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

TagesLänge

Sonnenaufgang 7.09 Untergang 17.04 i02h

45. Obersten Töchterlein Matth. 9

Montag 11 Martin Dienstag 12 Emil Mittwoch 13 Wibrath Anbruch des Tages um 5.50 Donnerstag 14 Friedrich Freitag 15 Albert Samstag 16 Otmar Sonntag 17 25. Berthold

Himmels-Erscheinung und mutmassliche Witterung

2.08 15.55 3.30 16.18 ?R2 4.53 16.40

44. Vom Zinsgroschen Matth. 22

Montag 4 Dienstag 5 Mittwoch 6 Donnerstag 7 Freitag 8 Samstag 9 Sonntag 10

Untrg.

D E E Ei08h F F Fi11h G G i02h

meistenteils regnerische Tage;

9.13 9.11 9.08 9.06 9.04 9.01 8.59

Sonnenaufgang 7.39 Untergang 16.38

21.18 22.33 23.50 –.– 1.08 2.27

Sonne in i am 22. um 12.55 Uhr.

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12.34 13.07 KR2 13.35 2 16.47 13.59 14.21 14.42

mehr trüb als hell.

8.57 8.55 8.53 8.51 8.49 8.48


Ehemalige Wirtshäuser am Eggen Höhenweg Nach der Vorstellung der Wirtschaft "Zur frohen Aussicht", des Hotels "Vögelinsegg", des Restaurants "Birt", der "Alkoholfreien Wirtschaft z. Horst" und der "Sommerwirtschaft zur äusseren Egg" hier in der Schnuggebock-Speisekarte im Kleid des Appenzeller Kalenders führt der imaginäre Spaziergang als Zeitsprung nur einige Meter weiter.

als Bauernbetrieb gekauft hatte. 1911 schlug der Blitz ein, das Haus brannte bis auf den Grund nieder und wurde vorerst nicht mehr aufgebaut. Erst 1933 begannen Hans Marugg und Robert Waldburger "am fast gleichen Ort" mit dem Bau des heutigen Hauses

Die in der letzten Nummer vorgestellte "Sommerwirtschaft zur äusseren Egg" wurde um 1900 von einem Jakob Schefer eröffnet, der die Liegenschaft

"Kulm". Anschliessend, ab 1934, wirteten dann der bekannte Baumeister Ernst Gähler mit seiner Frau Emma im alkoholfreien Kulm. Gähler übernahm um 1951 das Baugeschäft des Kulm-Miterbauers Marugg, und mit der Familie Beck zog die letzte Wirtefamilie ein. Sie betrieben den Kulm von 1952 bis 1956. Seither dient der Kulm als Privathaus. Sepp Dörig, Vater des heutigen Wirts Niklaus, übernahm die Waldegg zusammen mit seiner Frau Rosa 1948. Noch heute erinnert man sich in der Familie (wohl mit etwas mehr Schmunzeln als damals) an die musikalischen Künste des nahen Kulm-Wirts: Sah dieser Spaziergänger von der Schäflisegg her kommen, setzte er sich vor sein Wirtshaus und begann, auf seinem Handörgeli laut zu spielen. Manch ein Wanderer strebte so schnurstraks an der Waldegg vorbei eine gastliche Türe weiter. Nicht ganz so wie heute! Oben: Das alte Restaurant Kulm. Unten: Das jetzige Privathaus Kulm.

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Ausschnitt aus dem Appenzeller Kalender 1948


Der Stall im Schnuggebock Von der Vorbrogg mit ihrer Aussenwand in Riegelbauweise gelangt man in den Stall, dessen Wände gestrickt sind, was ein appenzellischer Ausdruck für den Blockbau ist. An den Ecken stehen die Balkenköpfe etwas vor oder sind wie im Schnuggebock mit keilförmi-

ne Halbtüre «Fedlech», für die Talbetriebe gibt es diesen Ausdruck nicht. Die untere Halbtüre wird oft mit einem Riegel verschlossen, die obere wird mit einem hakenförmigen «Schlenggen» an einem «Chlöbli», einem geschmiedeten Haken, eingehängt.

gen Vorsprüngen verzapft. Diese Konstruktion nennt man «Zapfestrick». Die Stalltüre ist waagrecht in zwei Hälften unterteilt, sodass man zur Lüftung und zur Regulierung der Wärme die obere Halbtüre offen stehen lassen kann. Mit der geschlossenen unteren Hälfte ist der Zugang aber trotzdem nicht einfach frei, beispielsweise für Kleinkinder oder Tiere, die im Kuhstall nichts zu suchen haben. Nur in den Sennhütten auf den Alpen heisst je-

Der Stall selber besteht aus der «Brogg», wo die Tiere stehen, aus der Futterkrippe und dem «Fletschlig» oder «Flitschlig», dem Stallgang in der Mitte zwischen den Tieren, die links und rechts davon stehen. Auf beiden Seiten des Stallgangs befindet sich ein «Striichgrabe» oder «Strechlig», meistens mit einem Schlitz versehen, durch den der Harn in die darunter liegende Jauchegrube, den «Gstöckt» oder «Bstöckt» fliessen kann. Im Streichgraben – 17 –

wird der Kuhdreck mit der «Blotterschufle» oder «Meschtschufle» durch das «Schorrloch» ins Freie auf den Misthaufen befördert. Der nasse Kot der Kühe heisst auf Appenzellisch «Blotter». Damit ist der Name des Werkzeugs erklärt, das auch im Schnuggebock neben der Tür an der Wand steht neben einem Reisbesen und einer Mistgabel. Die Tiere werden in den traditionellen Appenzeller Ställen mit Ketten am «Chreppholz», der Krippenwand, angebunden. Etwa 80 Zentimeter höher befindet sich parallel zum «Chreppholz» ein runder Holzbalken, der «Halsbomm». Die beiden sind mit senkrechten Stecken, den «Chreppsprotze», in regelmässigen Abständen verbunden. Gegen das Tenn hin sind mit Klappläden, den «Schopplade», verschliessbare Öffnungen angebracht, die «Schopplöcher», durch die man das Futter in die Krippe befördert. Die hochliegenden schmalen Fenster, die Namen der Kühe an den Wänden und die Strohballen unter den Sitzbänken sollen im Schnuggebock zur Stallstimmung beitragen, ohne dass es so streng riecht wie im Original. Hans Hürlemann


Eine Zivilhochzeit nach Art der Waldegg egger-Art: Ugo, der Sarde, wurde im Gemeindehaus sofort umgekleidet und in einen Appenzeller Sennen verwandelt. Er hatte nämlich an einem Personalfest seinen Dialekt mit dem Spruch "Wösch globe Jock, siebe Gääse ond än Bock" ununterbrochen geübt. Im echten Hääs musste er darum die Ziegenschar aus dem Teufner Passanten staunten am 23. Mai 2002 vor dem Gemeindehaus nicht schlecht: Da war ein wahrhaftiger Ziegenbock am Eingangstreppengeländer angebunden und das ganze Waldegg-Team stand in den Küchen- und Servicetenus darum herum. Im Hintergrund tönte Gemecker aus einem Tiertransporter, und trotz des Regens strahlten alle Gesichter erwartungsfroh. Die Kinder putschten Ballone, die Damen zupften ihre Frisuren zurecht. Plötzlich öffneten sich die Fenster im obersten Stock, und die Herumstehenden wurden mit einem Zuckerbollen-Schauer überzogen. Na ja, es war halt das erste Mal, und

der Bräutigam dachte in der Aufregung nicht daran, dass dabei alle Bonbons in kleinste Stücke zerbrösmelten. Dann traten Katja und Ugo unter Jubel und Applaus aus der Tür: Das Waldegg-Team hatte ein neues Hochzeitspaar. Zwar nur ein "halbes", denn die Braut ist zwar auch vom Fach, arbeitet aber nicht wie Bräutigam Ugo auf der Waldegg. Aber gefeiert wurde trotzdem zünftig nach Wald– 18 –

Transporter locken und durch’s ganze Dorf bis zum Lindenfoyer treiben, wo man sich zum ersten Apéro traf. Alle freuten sich über den echten sardischen Appenzeller und seine Ausserrhoder Braut. Määäääh! Viel Glück, Katja und Ugo!

Waldegg Kalender 09/02  
Waldegg Kalender 09/02  

Hauszeitschrift des Erlebnis Waldegg auf die Monate November, Dezember 2002 und Januar 2003