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Motoren werden Katalysatoren brauchen

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Zusammengefasst heißt das: Motoren, die mit Klär- oder Biogas betrieben werden, werden ohne weitreichende Maßnahmen zur Abgasreinigung keine behördliche Be-

Formaldehyd (= Methanal)

willigung erhalten. Es müssen Katalysatoren eingebaut werden. gehört zu den chemischen Verbindungen der Aldehyde. Sollten NOX-Probleme vorliegen, ist ein sogenannter

Die Emission von Formaldehyd erfolgt bei unvoll-

SCR-Katalysator (Selektive Katalytische Reduktion) not-

ständig ablaufenden Verbrennungsprozessen, z. B. in

wendig. Dabei werden durch Einsprühen einer ungifti-

Verbrennungsmotoren. Selbst beim Rauchen einer

gen Harnstofflösung in den Abgasstrom Stickoxide in

Zigarette entsteht Formaldehyd.

Luftstickstoff und Wasserdampf umgewandelt. Um das Formaldehyd-Problem in den Griff zu bekommen, ist ein Oxidationskatalysator notwendig. Dieser setzt jedoch ein sehr reines Gas, also sehr niedrige H2S-Werte (nahezu 0) und keine Siloxane im Gas voraus.

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Daher wird zusätzlich eine aufwendige Gasreinigung (Entschwefelung, Aktivkohle-Filter o.ä.) nötig. Dies trifft nicht nur auf mittlere bis große KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen) zu. Mittlerweile

Bezüglich umwelttechnischer Belange ist in weiterer

schreiben Behörden, oder auch Betreiber aus umwelt-

Hinsicht auch die Bewertung der Emissionen an Koh-

politischen Gründen verschärfte Emissions-Grenzwerte

lenwasserstoffen (meist Methan als Methanschlupf)

bei Formaldehyd auch bei kleinen KWK-Anlagen vor.

bei einer KWK-Anlage sinnvoll. Um hier einen aussagekräftigen Wert zu bekommen ist eine Umrechnung in

Betreiber einer VTA-Turbinenanlage kön-

CO2-Äquivalente notwendig. Es handelt sich ausschließ-

nen diesen gesetzlichen Vorschriften

lich um Methan, somit werden die Werte mit einem Fak-

mit ruhigem Gewissen entgegen-

tor von 25 für das Treibhausgaspotential (THG-Poten-

blicken, denn:

tial) im Bezug auf CO2 multipliziert (Quelle: IPCC/TEAP 2005). In einer Studie der bayrischen Landesanstalt für

Bei VTA-MicroTurbinen liegt

Landwirtschaft (LfL) wurden mehrere kleine bis große

der NOX-Emissionswert bei <

BHKW’s untersucht und Werte von 20 – 150 g CO2-Äq

10 mg/Nm³ und der Formal-

pro erzeugter elektr. kWh erreicht. Dies zeigt auch auf,

dehyd-Emissionswert

bei

dass die Nutzung von Klär-/Biogas durch herkömmliche

< 1,0 mg/Nm³. Somit sind

BHKW-Technik einen erheblichen Anteil an CO2-Emis-

Turbinenanlagen weit von

sionen beiträgt. Im Gegensatz dazu gibt es bei der Tur-

den oben genannten Gren-

binentechnologie nur sehr geringen Methanschlupf

zwerten entfernt. Es müs-

und somit auch nahezu keine zusätzliche CO2-Emission

sen keine aufwendigen Maß-

(< 1 g CO2-Äq/kWh).

nahmen zur Verringerung der Abgas­emission

durchgeführt

werden!

15 Der Laubfrosch

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