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Von 14. bis 16. Mai sind ÖH-Wahlen. www.vsstoe.at

Ideabook

Das VSStÖ-Programm für die ÖH.

Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich


Julia Freidl Bundesweite VSStÖ-Spitzenkandidatin für die ÖH-Wahlen von 14. bis 16. Mai 2013 und ÖH-Sozialreferentin

Inhalt

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Der VSStÖ

Der VSStÖ

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ÖH – What’s that?

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Done That! Umgesetzte ÖH-Projekte

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Was wir vorhaben - Forderungen & Projekte

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Für soziale Absicherung - Für faire Beihilfen

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Für faire Studienbedingungen

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Für eine progressive Bildungspolitik

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Für echte Gleichberechtigung

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VSStÖ vor Ort

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Der Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ) besteht aus engagierten Studierenden in ganz Österreich, die sich für die Verbesserung des Hochschulsystems einsetzen. Wir helfen bei Fragen zum Studium, zur Inskription, zu Beihilfen – kurz: Wir unterstützen Studierende direkt vor Ort. Dafür sind wir auch in der ÖH aktiv, um auf politischer Ebene wirkliche Verbesserungen für Studierende zu erreichen. Als VSStÖ setzen wir uns für eine sozial gerechte, gleichberechtigte und demokratische Hochschule und Gesellschaft ein. Bildung ist der Schlüssel für eine fortschrittliche und emanzipierte Gesellschaft und muss allen Menschen in gleichem Maße zugänglich sein. Unser Ziel als sozialistischer Verband ist ein freier und offener Hochschulzugang, damit Studieren wieder für alle leistbar wird – unabhängig vom Geldbörsel der Eltern.


ÖH – What’s That? Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) ist die gesetzliche Interessenvertretung der Studierenden an öffentlichen Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen. Die ÖH vertritt mehr als eine viertel Million Studierende. Diese Aufgabe wird von über tausend ehrenamtlichen Vertreter_innen wahrgenommen, die sich neben dem Studium für ihre Kolleg_innen und für die Rechte von Studierenden einsetzen.

ÖH-Wahlen Wir Studierende können selbst bestimmen, wer uns vertritt: So finden an Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen jährlich und an Universitäten alle zwei Jahre Wahlen zur ÖH statt. Die Wahlen an PHs und FHs sind Personenwahlen. An den Universitäten wird auf zwei Ebenen gewählt: Für jede Studienrichtung können einzelne Personen in die Studienvertretung gewählt werden. Für die Vertretung der gesamten Universität (Universitätsvertretungen, UV) stehen einzelne Listen, wie etwa der VSStÖ, zur Wahl.

Um dein Wahlrecht nutzen zu können, musst du bis spätestens 26. März 2013 den ÖH-Beitrag und gegebenenfalls Studiengebühren gezahlt haben. Kandidieren können bei den ÖH Wahlen allerdings nur EWR-Staatsbürger_innen. Wir als VSStÖ setzen uns dafür ein, dass alle Studierenden an ihren Hochschulen auch von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen können. Wir fordern daher, dass auch Studierende aus Drittstaaten bei den ÖH Wahlen kandidieren können. Fortsetzung auf der nächsten Seite

ÖH-Bundesvertretung beschickt

Universitätsvertretung

entsenden

HSG §12 Organe

Fachhochschulvertretung beschickt

Studiengangsvertretung wählen direkt

Studierende einer Fachhochschule

wählen direkt

bilden

Studienvertretung wählen direkt

Studierende einer Universität 3


VSStÖ in der ÖH Die ÖH-Bundesvertretung (BV) wird von den Universitätsvertretungen beschickt. Abhängig vom Wahlergebnis der einzelnen Listen auf Uni-Ebene werden die Mandate auf Bundesebene verteilt. Die bundesweite ÖH setzt sich aus Studierenden von Listen der gewählten Universitätsvertretungen sowie aus direkt gewählten Vertreter_innen der FHs und PHs zusammen. Die gewählten Mandatar_ innen der ÖH-Bundesvertretung, quasi das Studierendenparlament, wählen die Vorsitzenden der ÖH sowie die Referent_innen, wie beispielsweise den_die Sozialreferent_in. Das Studierenden­ parlament kann durch Beschlüsse die Arbeit an der ÖH mitgestalten. Erst seit 2005 gibt es dieses neue Wahlsystem. Die Bundesvertretung wird seitdem nicht mehr direkt gewählt. Dieses Wahlsystem ist nicht nur kompliziert, sondern verzerrt auch die Wahlergebnisse enorm. Wir als VSStÖ setzen uns dafür ein, dass jede abgegebene Stimme gleich viel Wert ist und wir Studierende unsere bundesweite Interessen­ vertretung wieder direkt wählen können.

Gute Vertretungsarbeit bedeutet für uns, dir durch persönliche Beratung weiterzuhelfen und mit unseren Serviceangeboten den Alltag zu erleichtern. Wir wollen Politik aktiv mitgestalten, die Hoch­ schulen sozial gerechter gestalten und Hürden im Studium abschaffen. Konkret geschieht das durch Gespräche und Verhandlungen mit Lehrveranstaltungsleiter_innen, Instituten, Rektoraten oder Ministerien. Service bedeutet für uns, aktuelle Informationen und umfassende Beratung anzubieten. Wir wollen für dich im Studium da sein und dir bei jeglichen Fragen und Problemen weiterhelfen. Durch den ständigen Austausch und die Auseinandersetzung mit den Problemen und Sorgen von Studierenden in der Beratung wissen wir, wo’s hakt, und können in unserer politischen Arbeit genau dort ansetzen. Durch die Umsetzung von Projekten, wie etwa einer bundesweiten Lernmaterial-Plattform, wollen wir dir den Studienalltag erleichtern. Politische Arbeit heißt für uns, dass wir kompromisslos an der Seite der Studierenden stehen und uns gemeinsam für bessere Bedingungen an unseren Hochschulen einsetzen. Wir wollen durch Verhandlungen mit den Hochschulen und der Regierung die Situation von Studierenden verbessern. Wir setzen uns für eine konstruktive ÖH ein. Das heißt, dass wir in Verhandlungen nicht nur “Nein“ sagen, sondern konkrete Vorschläge und Konzepte auf den Tisch legen. Wir haben umfassende Modelle und Lösungsvorschläge für eine gerechte Gestaltung der Hochschulen und setzen uns konsequent für deren Umsetzung ein. Stellvertretende ÖH-Vorsitzende Angelika Angelika Gruber Gruber und VSStÖ-Spitzenkandidatin Julia Freidl (vorne links und und rechts) rechts)mit mitdem demVSStÖ-Team ÖH-Team vom auf VSStÖ der ÖH.

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Done That! Umgesetzte ÖH-Projekte In den letzten zwei Jahren konnten wir auf der ÖH-Bundesvertretung die Hochschulpolitik aktiv mitgestalten und viele Projekte umsetzen, die den Studienalltag erleichtern. Angelika Gruber war für den VSStÖ im Vorsitzteam der ÖH, die bundesweite VSStÖ-Spitzenkandidatin Julia Freidl hat als ÖH-Sozialreferentin zahlreiche Serviceangebote und Projekte für Studierende umgesetzt. Wir als VSStÖ waren in den letzten zwei Jahren darüber hinaus in folgenden Bereichen tätig: Referat für Öffentlichkeitsarbeit, Presseteam, Wirtschaftsreferat, Referat für Bildungspolitik, Referat für pädagogische Angelegenheiten, Referat für feministische Politik und in der Redaktion des ÖH-Magazins progress. Der VSStÖ hat sich in den letzten beiden Jahren kontinuierlich für die Interessen der Studierenden in Österreich eingesetzt. Einige Projekte, die wir als VSStÖ in der ÖH umgesetzt haben, stellen wir dir hier gerne vor.

SMS-Erinnerungsservice

Progress Online

Der Studienalltag ist oft sehr chaotisch und es ist nicht immer einfach, alle Fristen im Kopf zu behalten. Seit Wintersemester 2012/13 kannst du dich für das SMS-Erinnerungsservice anmelden, um per SMS an alle wichtigen Fristen und Termine rund ums Studium und Beihilfen erinnert zu werden.

Seit dem Wintersemester 2012/13 ist das progress, das Magazin der ÖH Bundesvertretung, auch online verfügbar. Mit spannenden Artikeln, Reportagen und Fotostrecken kann der Studienalltag jetzt auch online verschönert werden.

Praktikabörse Schwarzes Brett

Die ÖH-Helpline soll eine erste Anlaufstelle für Studierende mit psychischen Problemen bieten. Telefonisch (01/585 33 33) gibt es anonyme Hilfestellung sowie Gespräche für betroffene Studierende. In weiterer Folge gibt es die Möglichkeit auf geförderte Einzel- oder Gruppentherapien.

Auf dem “Schwarzen Brett“, der Job-/WohnenPlattform der ÖH, gibt es eine eigene Praktika­ börse für Studierende. Dadurch wird die oftmals mühsame Suche nach einem passenden Praktikum erleichtert. Um einen fairen Praktikumsplatz zu finden, werden Firmen, die mit dem “Gütesiegel Praktikum“ ausgezeichnet wurden, besonders hervorgehoben.

Ausbau des Gütesiegel Praktikum

Heimfördertopf

Das Gütesiegel Praktikum wird an Firmen vergeben, welche die Kriterien für gerechte Praktikastellen für Studierende erfüllen. Ziel ist, dass durch Vorbildwirkungen faire Praktika zum Standard werden. Im letzten Jahr wurde das Güte­ siegel um freiwillige Praktika erweitert und die Evaluation ausgebaut.

Heimvertreter_innen leisten wichtige Aufgaben in Studierendenheimen, sie haben aber kein Budget für ihre Tätigkeiten zur Verfügung. Mit dem Heimfördertopf haben Heimvertretungen die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung für Projekte rund um ihre Arbeit in den Heimen zu bekommen.

ÖH-Helpline

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Versicherungsschwerpunkt in der Beratung Uns ist es wichtig, dass wir Studierende in allen Situationen, die der Alltag mit sich bringt, kompetent beraten können. Die Beratung im Sozialreferat wurde vergangenes Jahr um eine Versicherungsberatung erweitert. Nicht versichert zu sein, ist für viele Studierende mit katastrophalen Konsequenzen verbunden und der Versicherungs-Dschungel ist oft nicht so leicht zu durchschauen. Deswegen haben wir auch eine eigene BeratungsBroschüre zum Thema erstellt.

Fem-Queer Fördertopf Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Frauen in der Wissenschaft sowie feministische und queere Forschung zu fördern. Der Fem-Queer Fördertopf

wurde auf der ÖH installiert, um Förderungen für feministische und queere Forschungsarbeiten zu vergeben.

Besserer Zugang zur Studienbeihilfe Viele Studierende hätten Anspruch auf Studienbeihilfe, wissen darüber aber nicht Bescheid. In Verhandlungen mit der Hochschulkonferenz haben wir deshalb erreicht, dass ab dem Sommersemester 2013 alle Studienanfänger_innen von ihren Hochschulen automatisch über die Studienbeihilfe informiert werden und die Anträge an den Standorten leichter zugänglich gemacht werden.

Weitere umgesetzte Projekte Neben den Projekten, die wir als VSStÖ in in der ÖH umgesetzt haben, haben wir außerdem in der Koalition aus VSStÖ, GRAS, FLÖ und Fest gemeinsam folgende Projekte verwirklicht:

Forum Hochschule Gemeinsam mit Expert_innen und Studierenden wurde ein alternativer Hochschulplan erstellt, der Lösungsvorschläge für die Weiterentwicklung des Hochschulsystems und eine Alternative zu den immergleichen Diskussionen bietet. Mehr Infos findest du unter www.forumhochschule.at.

Zuschuss zu den Studiengebühren Um die unerwartete finanzielle Belastung durch die Einführung der Studiengebühren im Sommersemester 2013 abzufedern, haben wir einen Zuschuss zu den Studiengebühren über den Sozialfonds installiert. Dieser Zuschuss kann von Studierenden mit geringen finanziellen Mitteln beantragt werden. Besonders wichtig war es für uns, ausländische Studierende zu unterstützen, die nun doppelte Studiengebühren zahlen müssen.

progress Relaunch Das ÖH-Magazin erstrahlt seit einem Jahr in neuem Design und ist mit vielen spannenden und inhaltlich gut recherchierten Artikeln und Fotostrecken befüllt.

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Was wir vorhaben

Auf den nächsten Seiten findest du die Details zu den Projekten, die der VSStÖ in der ÖH umsetzen will. 7


Für soziale Absicherung - Für faire Beihilfen Die Aufgabe eines Beihilfensystems ist es, allen Studierenden das Studium zu ermöglichen. Dies wird aktuell jedoch nicht erfüllt. Das Beihilfensystem ist löchrig und viele Studierende, die finanzielle Unterstützung brauchen, erhalten diese nicht. Viele verlieren ihre Beihilfen, weil sie die Altersgrenzen oder die zu geringe Anzahl der Toleranzsemester überschreiten. Die Höhe der Beihilfen reicht nicht, um sich den Lebensunterhalt zu finanzieren und wird das fehlende Geld durch Erwerbstätigkeit ausgeglichen, verzögert sich die Studienzeit. Durch unsere Beratungsarbeit als VSStÖ sowie in den Sozialreferaten verschiedener Hochschulen und auf Bundesebene kennen wir diese Probleme. Kurzfristig wollen wir Maßnahmen ergreifen, um die soziale Absicherung von Studierenden zu verbessern und das bestehende Beihilfensystem zu reformieren. Die Altersgrenzen für Beihilfen – so etwa 24 Jahre bei der Familienbeihilfe – entsprechen nicht unserer Studierendenrealität. Studierende an Universitäten sind im Schnitt knapp 27 Jahre alt und fallen somit aus sämtlichen Beihilfen. Ein weiteres massives Problem ist, dass Beihilfen nur für sehr begrenzte Zeit gewährt werden – so etwa die Studienbeihilfe im Bachelorstudium für die Mindeststudienzeit plus nur ein Toleranzsemester. Nur ein Bruchteil von uns Studierenden schafft es aufgrund der Rahmenbedingungen im Studienalltag, das Studium in so kurzer Zeit abzuschließen. Die Folge sind Beihilfenverluste, Ausgleich durch Erwerbstätigkeit und somit weitere Studienverzögerungen. Die Höchststudienbeihilfe (inklusive Familienbeihilfe) liegt derzeit bei 670 Euro monatlich – dieser Betrag ist weit unter allen Werten, die als Existenzsicherung definiert sind und reicht nicht zum Leben aus. Wir fordern daher: »» Abschaffung der Altersgrenzen für Beihilfen »» Ausweitung der Toleranzsemester für den Beihilfenbezug »» Anhebung der Beihilfen auf ein existenz­ sicherndes Niveau

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Der VSStÖ hat neben den genannten Forderungen, die sofort umgesetzt werden können, auch ein umfassendes Modell zur sozialen Absicherung von Studierenden ausgearbeitet. Mit diesem Modell sollen Studierende vom Anfang bis zum Ende des Studiums finanziell abgesichert werden.

Das VSSTÖ-Modell: Konzept zur sozialen Absicherung von Studierenden Das VSStÖ-Modell besteht aus vier Säulen, die gewährleisten, dass Studieren für alle möglich ist – unabhängig vom Geldbörsel der Eltern. Die erste Säule ist eine Kombination aus einer Basissicherung für alle Studierenden in Form der direkten Auszahlung der Familienbeihilfe in Höhe von 250 Euro und einem leistbaren Studierenden­ ticket für öffentliche Verkehrsmittel. Erste Schritte wurden auf regionaler Ebene vom VSStÖ schon gesetzt, doch an vielen Hochschulstandorten bedeuten die überteuerten Preise für den öffentlichen Verkehr für viele junge Menschen immer noch eine große finanzielle Belastung. Daher braucht es eine einheitliche bundesweite Regelung. Das Ticket soll allen Studierenden unabhängig vom Alter um 60 Euro pro Jahr zur Verfügung stehen.


VSStÖ-Modell

Die zweite Säule des Modells stellt die einkommensabhängige Unterhaltsleistung der Eltern dar. Studierende werden automatisch zu Studienbeginn über die Höhe des Unterhaltsanspruches informiert. Außerdem soll eine Schlichtungsstelle eingesetzt werden, die es für Studierende leichter macht, ihren Anspruch auf Unterhalt durchzusetzen, ohne dafür vor Gericht gehen zu müssen. Denn wer verklagt schon gern die eigenen Eltern? Können die Eltern aufgrund ihrer finanziellen Situation keinen Unterhalt in ausreichender Höhe leisten, dann wird der restliche Betrag durch die Studienbeihilfe und durch Sachleistungen ausgeglichen. Die Studienbeihilfe (dritte Säule) richtet sich nach den unterschiedlichen Bedürfnissen von Studierenden. So gibt es die Möglichkeit auf ein Selbsterhalter_innenstipendium, ein eigens errechnetes Stipendium für Studierende mit Kind(ern) oder ein Studienabschluss- und Wiedereinstiegs-Stipendium. Um Studierende mit Kind

Basissicherung

Unterhaltsbeitrag

einkommensgestaffelter

Studienbeihilfe

Sachleistungen

Existenzsicherung

zu unterstützen, muss außerdem die kostenlose und flexible Kinderbetreuung an allen Hochschulstandorten ausgebaut werden. Unter Sachleistungen (vierte Säule) fallen ermäßigte Mensapreise, ermäßigte Kopierpreise, eine kostenfreie studentische Selbstversicherung und eine einmalige Starthilfe für Studienanfänger_innen (z.B. für den Kauf eines Laptops). Durch dieses Beihilfenmodell soll gewährleistet werden, dass Studierende monatlich einen Betrag zur Verfügung haben, der tatsächlich zum Leben reicht. Denn Studieren muss wieder leistbar sein! Bildung ist ein zentrales Menschenrecht und darf nicht an finanziellen Hürden scheitern! Nähere Details zum VSSTÖ-Modell findest du unter www.vsstoe.at. Unser langfristiges Ziel ist ein emanzipatorisches Grundeinkommen für alle Studierenden und Menschen in Ausbildung.

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Faires Wohnen Soziale Absicherung endet nicht beim Beihilfensystem. Wir Studierende sind auf leistbare Wohnmöglichkeiten angewiesen. Im Zuge des letzten Sparpakets wurden die Förderungen für die Sanierung und den Neubau von Studierendenwohnheimen gestrichen. Viele Heime sind gezwungen, zu schließen oder ihre Preise drastisch zu erhöhen. Heime haben daher mittlerweile Wartelisten von über hundert Studierenden für einen einzigen Heimplatz. Seit 2002 sind die Heimpreise um rund 16% gestiegen. In den letzten Jahren sind aber auch am allgemeinen Wohnungsmarkt die Mieten explodiert. Mietpreise sind um zwei Drittel mehr gestiegen als die allgemeine Inflation. Wohnen wird immer teurer, die Suche nach einer Unterkunft immer schwieriger. Wohnen muss für alle leistbar sein. Wir fordern daher: »» Ausbau von Studierendenwohnheimen »» Mietobergrenzen für Studierendenwohnheime und private Mieten »» Förderungen für die Sanierung von Studierendenwohnheimen »» Keine Kostenüberwälzung an die Mieter_innen, nur echte Betriebskosten dürfen weiterverechnet werden »» Beschränkung der Befristungsmöglichkeiten für Wohnungen »» Wohnbauförderungsgelder dürfen nur für den Wohnbau verwendet werden »» Förderung des sozialen Wohnbaus

Faire internationale Mobilität Auslandssemester, Summer Schools oder Auslands­ praktika sind großartige Erlebnisse im Studie-

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rendendasein. Leider ist es Studierenden, deren Eltern nicht so viel Geld zu Verfügung haben, oder aus anderen Gründen nicht für die Bildung ihrer Kinder aufkommen können, oft nicht möglich, diese Erfahrungen zu machen. Internationale Mobilität muss jedoch für alle zugänglich sein. Wir fordern daher: »» Beibehaltung und Ausbau der Erasmus-Stipendien »» Ausbau der Partner_innen-Hochschulen für Erasmus »» Bessere Information über Austausch­programme und Förderungen an den Hochschulen »» Leichtere Anrechenbarkeit von Lehrveranstaltungen, die im Ausland absolviert wurden

Mobilität innerhalb Österreichs Nicht nur die Mobilität innerhalb Europas kann sehr oft zur Hürde werden. Vor allem ein Studienwechsel innerhalb Österreichs kann zum organisatorischen Höchstaufwand bzw. zu Studienzeitverzögerungen führen. So können sich Studierende, die beispielsweise von Linz nach Wien wechseln, um Jus zu studieren, absolvierte Lehrveranstaltungen meist nicht anrechnen lassen und müssen die meisten Fächer nachholen. Auch der BachelorMasterübertritt zwischen Uni und Fachhochschule oder Pädagogischer Hochschule gestaltet sich für viele sehr schwierig. Wir fordern daher: »» Transparentere und leichte Anerkennungsverfahren »» mehr Flexibilität in den Studienplänen.


Soziale Absicherung: Projekte Heim-Gütesiegel

Vertragscheck

Die Preise in Studierendenwohnheimen steigen immer weiter, für die Sanierung der Heime ist trotzdem kein Geld vorhanden. In der ÖH-Bundesvertretung werden wir deshalb ein Gütesiegel einrichten und dieses an Studierendenheime verleihen, die Kriterien wie Preisobergrenzen und Infrastruktur für Bewohner_innen einhalten. Heime mit Gütesiegel sollen als Vorbild für andere Studierendenwohnheime gelten und somit die Qualität in Studierendenwohnheimen verbessern und Studierenden die Suche nach “dem richtigen“ Heim erleichtern.

Im Studium kommen wir Studierende oft zum ersten Mal mit Miet- oder Arbeitsverträgen in Berührung. Einmal unterzeichnet, können die Folgen gravierend sein. Im Sozialreferat der ÖHBundesvertretung wird daher das Beratungsangebot um einen Vertragscheck, wie etwa an der ÖH Uni Wien, ausgebaut. Wir werden die Möglichkeit schaffen, persönlich oder per Mail verschiedenste Verträge überprüfen zu lassen und sich kostenlos Tipps von Expert_innen zu holen.

Ausbau der Beratung für Studienanfänger_innen über die Berufsreifeprüfung Die typischen Studierenden, die sofort nach der Matura das Studium beginnen, werden immer seltener. Immer mehr Studienanfänger_innen kommen über den zweiten Bildungsweg an die Hochschule. Spezifische Beratungsangebote für diese Gruppe, vor allem für Absolvent_innen der Berufsreifeprüfung, werden daher installiert bzw. vorhandene, wie etwa die Maturant_innenberatung, ausgebaut.

Babysitter_innen-Pool Studieren mit Kind ist nicht leicht. Neben den finanziellen Sorgen stellt auch die Suche nach einer Kinderbetreuung während Vorlesungen, Prüfungen oder Gruppenarbeiten ein wesentliches Problem dar. Solange es nicht ausreichend öffentliche Kinderbetreuungspläte gibt, soll das “Schwarze Brett“, die Job-, Wohnen- & Praktikabörse der ÖH Bundesvertretung, helfen, indem dieses um einen Pool für flexible Kinderbetreuung erweitert wird. Einerseits sollen dadurch gerecht entlohnte Nebenjobs mit entsprechender arbeitsrechtlicher Absicherung für Studierende angeboten werden, und andererseits eine flexible und erschwingliche Kinderbetreuung.

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Für faire Studienbedingungen Im Studium sind wir vielen unnötigen Hürden ausgesetzt: Schlechte Anmeldesysteme, Platzmangel in Lehrveranstaltungen und unnötige Voraussetzungsketten, die zu Studienzeitverzögerungen führen, sind nur einige davon. Wir als VSStÖ stehen für eine ÖH, die sich dafür einsetzt, den Alltag von Studierenden zu verbessern. Wir setzen uns für den Ausbau der Infrastruktur an den Hochschulen, für ein besseres Betreuungsverhältnis und ein flexibles Lehrveranstaltungsangebot ein, das sich auch wirklich an den Bedürfnissen der Studierenden orientiert. Wir erheben in der ÖH aber auch den Anspruch, Service zu bieten, das hilft, diesen Alltag zu bewältigen. Das ist auch der Grund, warum wir in den letzten Jahren das Serviceangebot der ÖH immer weiter ausgebaut haben. Genau das haben wir auch in Zukunft vor. Wir sehen die Hochschule nicht als einen von der Gesellschaft abgekapselten Bereich, sondern als Teil der Gesellschaft. Daher setzen wir uns als VSStÖ in der ÖH auch für gesellschaftspolitische Anliegen ein. Als antifaschistische und antirassistische Organisation werden wir in den nächsten Jahren einen besonderen Schwerpunkt darauf legen, gegen Diskriminierung jeglicher Art an Hochschulen vorzugehen. Exklusion von homo-, bi- und transsexuellen* Menschen im universitären Umfeld geschieht meist ungesehen. Heterosexismus, Homophobie und Hetero­normativität sind an den Hochschulenjedoch meist Alltag. Als VSStÖ stehen wir für eine intensive Beschäftigung mit heteronormen Strukturen in Lehre und Forschung ein, um diese zu dekonstruieren. Wir bekämpfen homophobe Vorfälle an den Hochschulen, fordern queere Aspekte in der Lehre und wollen auf der ÖH eine queere Anlaufstelle in Form eines Referates schaffen. Queere Forschungsarbeit bedeutet, sich mit den herrschenden Gesellschaftsnormen, Rollen­bildern

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und Geschlechterklischees kritisch auseinander zu setzen, um frei von gesellschaftlichen Konventionen denken und leben zu können. Wir fordern daher: »» ein flexibles Lehrveranstaltungsangebot, das es ermöglicht das Studium und Beruf unter einem Hut zu bekommen »» Ausbau des Online-Angebots an allen Hochschulen »» Einführung des Status TeilzeitstudierendeR, das heißt Studierende können zu Beginn des Semesters angeben, ob sie Teilzeit oder Vollzeit studieren. Demenstprechend werden Leistungsnachweise und Beihilfen angepasst.

Faire Studienbedingungen: Projekte Open Courseware Plattform Als ÖH werden wir eine bundesweite Plattform für den Austausch von Prüfungsunterlagen, Online-Tutorien, Mitschriften, Skripten, Gesetzestexten und Lernmaterialien gestaltet. So soll allen Studierenden der kostenfreie Zugang zu verschiedensten Lehrmaterialien erleichtert werden. Bei der Erstellung der Plattform wollen wir uns mit den verschiedenen Studienvertretungen und bestehenden lokalen Plattformen austauschen und vernetzen.


Lexikon für den Einstieg ins Studium Der Start ins Studium ist schwer, vor allem wenn man zuvor noch nie mit dem System Hochschule konfrontiert wurde. Ein Lexikon soll Studienanfänger_innen alle nützlichen Begriffe, wie etwa PI, LVP oder ECTS, erklären und somit den Einstieg in das Studium erleichtern.

Anti-Rassismus Bericht Als ÖH wollen wir die Diskriminierung von ausländischen Studierenden an den Hochschulen bekämpfen. Es soll daher ein Anti-Rassismus Bericht erstellt werden, der Fälle von Diskriminierung dokumentiert, um öffentliche Aufmerksamkeit für die Problematik zu schaffen.

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Für eine progressive Bildungspolitik Bildungspolitische Arbeit ist eine der Kernaufgaben der ÖH-Bundesvertretung. Dazu gehört unter anderem, an bildungspolitischen Debatten teilzunehmen und die Interessen aller Studierenden zu vertreten. Wir als VSStÖ stehen für einen offenen und freien Hochschulzugang für alle Studierenden. Wir setzen uns bedingungslos für ein Studium ohne Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren ein.

«3 von 3 von 3»

Besuch von 3 verschiedenen Lehrveranstaltungen in 3 verschiedenen Studienrichtungen auf 3 Hochschulen Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Einführungstutorium

Prä-Inskription

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Beginn 2. Semester

Inskription Wunschstudium und Anrechnung der Lehrveranstaltungen

LV in der Orientierungsphase

Wir haben als Alternative zu Knock-out Phasen und Zugangsbeschränkungen ein Modell erarbeitet, das eine echte Studienorientierung zu Beginn des Studiums sicherstellt: Maturant_innen sollen schon in der Schule besser über ihre Bildungs- und

Berufsmöglichkeiten informiert werden. Das erste Semester an der Hochschule soll ein echtes Orientierungssemester sein. Dazu sollen Einführungsübungen von mindestens drei Studienrichtungen besucht werden, erst dann treffen Studienanfänger_innen eine Entscheidung über das endgültige Studium. Um den Einstieg in das Hochschulleben zu erleichtern, sollen höhersemestrige Studierende Studienanfänger_innen mittels eines Buddysystems zur Seite stehen. Unser Modell der Studien- und Orientierungsphase soll eine tatsächliche Orientierungshilfe für den Studienanfang sein und den Andrang auf einige wenige Studienrichtungen durch verbesserte Information minimieren. Nähere Details zur Umsetzung der Studien- und Orientierungsphase findest du unter www.vsstoe.at.

Semesterbeginn

Die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) dient in ihrer momentanen Umsetzung hauptsächlich dazu, Studierende mittels Knockout Prüfungen aus dem Studium zu kicken und macht somit aus dem Studienanfang eine reine Selektionsphase. Im nächsten Semester werden bei fünf weiteren Studienrichtungen Zugangsbeschränkungen eingeführt, die vor allem Studierende aus finanziell schwächeren Schichten von den Hochschulen drängen.

Vor Semesterbeginn

Orientierung statt Knock-out

Das Orientierungsphasen-Modell des VSStÖ im Überblick


Ausfinanzierung der Hochschulen statt Studiengebühren Mit Sommersemester 2013 wurden Studien­ gebühren wieder gesetzlich an allen Universitäten eingeführt. Ausländische Studierende müssen seitdem sogar die doppelten Studiengebühren zahlen. Durch die Studiengebührenregelung werden vor allem jene getroffen, die schon jetzt mit der Finanzierung ihres Lebensunterhalts kämpfen. Mit der Teileinführung der Studiengebühren 2008 zahlten die Universitäten pro Jahr 1,5 Millionen Euro allein für die Administration der Studiengebühren. Den Universitäten fehlen nach Berechnungen der Universitätenkonferenz jährlich 900 Mio Euro. Um dieses Budgetloch zu stopfen, braucht es ein Bekenntnis der Politik zur öffentlichen und ausreichenden Finanzierung. Denn es gibt praktisch keine reichen Studierenden, höchstens reiche Eltern und die gilt es über ein progressives und gerechteres Steuersystem zur Kasse zu bitten, anstatt alle Studierenden durch Studien­gebühren finanziell zu belasten.

Qualität der Lehre Die Gestaltung von Lehrveranstaltungen basiert oft auf den immer gleichen Methoden, ohne dabei

Didaktik-Leitfaden für Vortragende

auch nur auf die Gruppengröße oder auf die individuellen Interessen der Studierenden einzugehen. Überfüllte Hörsäle sind oft Realität. Prüfungsmodalitäten wie Multiple- oder Single-Choice-Tests werden derzeit nicht aufgrund des möglichen Lernerfolgs, sondern aufgrund möglichst niedriger Kosten als Form der Prüfung gewählt. Das Verstehen von Zusammenhängen oder nachhaltiges Lernen kommt dabei meistens zu kurz. Durch die verschulten Stundenpläne kommt es vor allem für erwerbstätige Studierende und Studierende mit Betreuungspflichten zu großen Verzögerungen oder gar zum Abbruch des Studiums. Wir als VSStÖ setzen uns für ein Umdenken in der Lehre ein, das auf Methodenvielfalt und nicht nur auf Frontalvorträgen beruht. Dazu soll es in Zukunft verpflichtende Aus- und Weiterbildung im Bereich der Didaktik für alle in der Lehre Tätigen geben.

Wir fordern daher: »» Umsetzung einer echten Orientierungsphase »» Ausfinanzierung der Hochschulen »» Verpflichtende didaktische Aus- und Weiter– bildung für alle Lehrenden

Progressive Bildungspolitik: Projekte

Die Probleme in Bezug auf die Qualität der Lehre liegen meist nicht am mangelnden Willen der Vortragenden, sondern am mangelnden Wissen, wie man in einer Lehrveranstaltung durch kreative Methoden Inhalte spannend vermitteln kann. Deshalb werden wir gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden einen Leitfaden für Vortragende mit nützlichen Tipps und Techniken erstellen und diesen an Lehrende aller Hochschulen verschicken.

Hilfestellung zum Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten Wer schon einmal vor einer Seminararbeit, Diplomarbeit oder Bachelorarbeit gestanden ist, kennt das Problem: Wie fange ich am besten an? Wie soll ich mir die Zeit einteilen? Um Studierende bestmöglich zu unterstützen, werden wir auf der ÖH ein Projekt zur Hilfestellung zum Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten umsetzen.

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Für echte Gleichberechtigung Frauen und Männer sind an Hochschulen – formal – gleichberechtigt. In vielen Bereichen zeigt sich jedoch, dass das noch nicht der Realität entspricht. Während weit über die Hälfte der Studienanfänger_innen Frauen sind, sinkt der Frauenanteil schon bei Masterstudien. Bei Doktoratsstudien sind nur mehr gut 40 Prozent Frauen zu finden. Je höher die Stufe auf der Karriereleiter an der Hochschule ist, desto geringer ist der Frauenanteil. So sind nur 21 Prozent der Professor_innen Frauen, weibliche Rektorinnen gibt es an österreichischen Universitäten überhaupt nur vier. Hinzu kommt, dass weibliche Professorinnen für die gleiche Arbeit durchschnittlich deutlich weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Deshalb fordern wir als VSStÖ die Offenlegung der Gehälter aller Uniangestellten. Denn ungleiche Bezahlung darf an den Hochschulen kein Thema mehr sein.

Für Frauenförderung in technischen Berufen Ein weiterer Bereich, in dem sich der Einfluss von geschlechtsspezifischen Rollenbildern bemerkbar macht, ist die ungleiche Verteilung der Studienwahl von Männern und Frauen. Besonders technische Studien sind immer noch stark männlich dominiert. Frauen wird oft nicht zugetraut, im technischen Bereich kompetent und erfolgreich zu sein – was nicht nur die Studienwahl von Frauen beeinflusst, sondern den Alltag von Studentinnen in technischen Bereichen oft unnötig erschwert. Um dieses Ungleichgewicht auszugleichen ist eine umfassende Mädchen- und Frauenförderung in den technischen Bereichen notwendig – im Schulsystem als Studieninformation sowie auch während des Studiums.

Studiums weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Pflichtpraktika bedeuten für Studentinnen außerdem meist, Kaffee zu kochen, anstatt gemäß ihrer Qualifikation beschäftigt zu werden. Der Lerneffekt hält sich dabei meist in Grenzen. Studierende dürfen jedoch nicht weiter als billige oder kostenlose Arbeitskräfte ausgenutzt werden. Es braucht faire Praktika, die gemäß dem Kollektivvertrag der jeweiligen Branche entlohnt werden. Der VSStÖ fordert als feministischer Verband echte Gleichberechtigung an allen Hochschulen. Denn nur eine Uni, an der Frauen und Männer die gleichen Chancen haben, kann eine faire Uni sein und damit Teil einer progressiven Gesellschaft.

Wir fordern daher:

Für faire Praktika Auch abseits des regulären Studienalltages haben Studentinnen oft mit Problemen zu kämpfen: Studien wie die Studierenden-Sozialerhebung zeigen, dass Frauen in Nebenjobs schon während des

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»» Faire Praktika »» Frauenförderung in technischen Studien »» Einkommenstransparenz: Offenlegung von Gehältern an Hochschulen


Echte Gleichberechtigung: Projekte Fotografie- und Layout-Workshops

Erweiterung des Gütesiegel Praktikum

Das progress, die Zeitung der ÖH, ist das größte Studierendenmagazin in Österreich. Die letzten Jahre zeigten, dass die Bereiche Layout und Fotografie vor allem von Männern abgedeckt wurden. Deshalb werden wir in den nächsten zwei Jahren Workshops für Frauen anbieten, in denen die wichtigsten Layout- und Fotografie-Fertigkeiten erlernt werden können.

Mit dem “Gütesiegel Praktikum“ der ÖH werden Firmen ausgezeichnet, die wichtige Kriterien für faire Praktika erfüllen. Wir werden den Kriterienkatalog nächstes Jahr ausweiten, damit nur Firmen ausgezeichnet werden, in denen gerechte Bezahlung und Beschäftigung von Frauen gewährleistet wird.

Bewerbungstrainings für Studentinnen Abschluss und dann? Oft fällt es nicht leicht, nach dem Studienabschluss einen Job zu bekommen, der auch den eigenen Qualifikationen entspricht. Ein wichtiger Faktor sind dabei Bewerbungsgespräche. Deshalb wird die ÖH Bewerbungstrainings für Studentinnen anbieten, um Absolventinnen beim Einstieg in den Beruf zu unterstützen.

Wissenschaftskongress für Bachelorabsolventinnen Der Bachelor wird oft nicht als wissenschaftlicher Abschluss anerkannt, obwohl viele Studierende schon zu diesem Zeitpunkt wichtige Forschung betreiben. Besonders Studentinnen haben es oft nicht leicht, in der – männlich dominierten – Wissenschaft Fuß zu fassen. Deshalb werden wir als ÖH einen Wissenschaftskongress veranstalten, bei dem Bachelorabsolventinnen ihre Forschung präsentieren können. Im Anschluss an den Kongress wird ein Teil der Arbeiten in einem Buch publiziert.

Studienfahrten In Kooperation mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden in den nächsten zwei Jahren Studienfahrten für Frauen organisiert .

Studien zu Gleichberechtigung an Hochschulen Die Mehrheit der Studienanfänger_innen sind noch Frauen, doch schon in Masterstudien sinkt der Frauenanteil rapide, im Doktorat wird dieser noch kleiner. Die ÖH hat deswegen 2013 eine Studie durchgeführt, um die Gründe für diesen Drop Out zu analysieren. Mit den Ergebnissen dieser Studie werden wir eine Folgestudie umsetzen, um einen Maßnahmenkatalog für standortspezifische Ableitungen zu erstellen. Außerdem soll bundesweit Forschung unterstützt werden, die einzelne Hochschulen, Institute oder Studiengänge auf die Frage nach Diskriminierung von Frauen durchleuchtet. Mit einer Informationskampagne sollen einzelne Studierende, aber auch Lehrende motiviert werden, sich z.B. im Rahmen einer Lehrveranstaltung dieser Frage zu widmen. Die Ergebnisse dieser Forschungen sollen in einem bundesweiten Bericht zusammengefasst werden.

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Eure Kandidat_innen vor Ort Als VSStÖ setzen wir uns in der ÖH-Bundesvertretung aktiv für die Interessen der Studierenden ein. Besonders wichtig ist es uns jedoch, direkt vor Ort Studierende beraten und unterstützen zu können. Deshalb kandidieren engagierte VSStÖ-Kandidat_innen an allen Uni-Standorten. Hier findest du die Ansprechperson für deine Uni:

„Ich stehe für eine transparente und demokratische ÖH-WU mit mehr Mitsprache und echter Vertretungsarbeit.“

tz G ra b e Lucia

alt e Vielf

ell kultur auf die ht.“ ie d ic r , ren b Wien i ie r n r U a chb hige d Spra rsprac eht un e meh g n i n i e e r „Fü enden tudier ihrer S n

Uni Wie

Si m on Fa nd le r

Sa ra St je pa no vi c

WU Wien

a M ü ll e r C h ri st inuc k

„Die Uni ist keine Ausbildungsfabrik sondern Lebensraum. Individuelles Entfalten muss auf der Uni wieder Platz haben. Voraussetzungsketten abschaffen! Freie Wahlfächer wieder einführen! Freier Zugang zu Bildung für ALLE sicherstellen!“

Uni Innsbr

Meduni Graz

„Ich kandidiere wi eder für die ÖH, we il ich die erfolgrei die wir die letzten che Arbeit, beiden Jahre gelei stet haben, fortfü hren will.“

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te r D a n ie l Wrgin Uni Salzbu

„Studieren muss für jede Person möglich sein. Mein Bruder soll, obwohl er schwerhörig ist, genauso studieren können wie jemand, der/die sich das Studium ohne Arbeit nicht leisten könnte.“

M ir ij am M ül le r

Meduni Wien

„Wir kämpfen vor allem gegen die Missstände bei der Einführung des KP J, denn unser Studiu m muss mit Arbeit un d Betreuungspflichten vereinbar sein!“


„Ich kandidiere für die ÖH, weil ich mich dafür einsetzen will, dass Wohnen leistbarer und die StEOP abgeschafft wird.“

yr na Ma J o h a nraz

Ro bi n W it te

Meduni Innsbruc

KFU G

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„Universität steht für Vielfalt und ga nzheitliche Bildung gen: Individuelle In , desweteressensschwerpu nkte durch mehr Wa cher ermöglichen! hlfäAbschaffung von Vo rraussetzungskette die SIPs! Soziale Ab n für sicherung für Studie rende v.a. im KPJ!“

qi Do nj et a Kras ni JKU Linz

der ÖH und nde Kraft in be ei tr e it di it 2007 umsetzen. M „Wir sind se auf der JKU te ek oj Pr fa reiche für eine ire, konnten zahl ch weiterhin au s un ir w n wolle nsetzen.“ deiner Hilfe werte JKU ei ns be le d un tigte gleichberech

„Ich werde mich für einen freien und barrierefreien Bildungszugang sowie für faire Beihilfen und Studienbedingungen einsetzen.“

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Montanu s L ö s c h ni Leobe n

„Ich werd e mich in der ÖH d die Stud afür eins ienbedin etzen, gungen den in L für alle S eoben zu tudieren verbesse rn.“

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„Ich kandidiere für die ÖH, weil ich mich dafür einsetzen will, dass Studieren für alle leistbar und ohne ZugangsVi kt or ia Ri tt er TU Wien beschränkungen möglich wird. „Aktivismus. Enga gement. Veränderun g. Wir malen die TU rot !“ 19


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